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> <channel><title>jens weinreich &#187; uefa</title> <atom:link href="http://www.jensweinreich.de/category/uefa/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.jensweinreich.de</link> <description>don&#039;t mix politics with games</description> <lastBuildDate>Sun, 05 Feb 2012 22:16:51 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>WM 2010: der Kontinentalvergleich</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/06/26/wm-2010-der-kontinentalvergleich/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/06/26/wm-2010-der-kontinentalvergleich/#comments</comments> <pubDate>Sat, 26 Jun 2010 18:22:33 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[afc]]></category> <category><![CDATA[caf]]></category> <category><![CDATA[concacaf]]></category> <category><![CDATA[conmebol]]></category> <category><![CDATA[ofc]]></category> <category><![CDATA[sÃ¼dafrika 2010]]></category> <category><![CDATA[uefa]]></category> <category><![CDATA[wm 2010]]></category> <category><![CDATA[wm-statistik]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=8731</guid> <description><![CDATA[RUSTENBURG. Habe vorhin Zahlenspielereien angekÃ¼ndigt. VoilÃ . Das kann Mann natÃ¼rlich auf die Spitze treiben und ausbauen und besser machen und korrekter. Aber ich finde, nach einer WM-Vorrunde ist eine Diskussion allemal gerechtfertigt. ZunÃ¤chst nochmal eine kleine Summary zum Thema, danach und dazwischen einige Grafiken. (AusfÃ¼hrlicher und besser strukturiert geht es gerade nicht, muss gleich auf [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>RUSTENBURG. Habe <a
title="SÃ¼dafrika, Tag 22" href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/26/sudafrika-tag-22/" target="_self">vorhin Zahlenspielereien angekÃ¼ndigt</a>. VoilÃ . Das kann Mann natÃ¼rlich auf die Spitze treiben und ausbauen und besser machen und korrekter. Aber ich finde, nach einer WM-Vorrunde ist eine Diskussion allemal gerechtfertigt. ZunÃ¤chst nochmal eine kleine Summary zum Thema, danach und dazwischen einige Grafiken. (AusfÃ¼hrlicher und besser strukturiert geht es gerade nicht, muss gleich auf die TribÃ¼ne zu USA vs Ghana.)</p><ul><li>ErgÃ¤nzend dazu auf allesaussersport: das gefÃ¼hlteÂ <a
title="allesaussersport" href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2010/06/26/wm2010-power-ranking-3/#comment-475313" target="_blank">WM-Power-Ranking</a>, wo das Thema der KonfÃ¶derationen auch diskutiert wird</li></ul><p>Nach dem 48 Vorrundenspielen dieser WM erhÃ¤lt der immer wÃ¤hrende Streit um die Aufteilung der EndrundenplÃ¤tze neue Nahrung. Die Verlierer der Vorrunde sind Europa und Afrika. Die Gewinner heiÃŸen SÃ¼damerika und Asien.</p><p>Seit die FuÃŸball-Weltmeisterschaften wirklich ein globales Ereignis sind und umfangreiche Qualifikationen ausgespielt werden, also seit etwa 40 Jahren, bestimmt der Streit um die EndrundenplÃ¤tze die sportpolitische Szene. Bis 1978 wurde die WM noch mit 16 Teams ausgetragen, danach mit 24 Mannschaften, seit 1998 mit 32 Teams.Â Im Streit um die FinalplÃ¤tze zwischen den sechs KontinentalverbÃ¤nden der FIFA wurde sogar schon der automatische Startplatz des Titelverteidigers geopfert. Auch der Weltmeister muss in die Qualifikation &#8211; erstmals Brasilien fÃ¼r 2006. GrÃ¶ÃŸte NutznieÃŸer waren in den vergangenen Jahren die Afrikaner. Dort werden stets FIFA-Wahlen entschieden â€“ und das Wahlvolk wird immer auch mit WM-StartplÃ¤tzen gekÃ¶dert. Inklusive des automatisch qualifizierten Gastgebers waren diesmal sechs afrikanische Teams dabei.</p><p>Die Aufteilung unter den FIFA-KonfÃ¶derationen:</p><ul><li>Europa (UEFA) 13</li><li>Afrika (CAF) 6</li><li>SÃ¼damerika (CONMEBOL) 5</li><li>Asien (AFC) 4</li><li>Nordamerika (CONCACAF) 3</li><li>Ozeanien (OFC) 1</li></ul><p>Wobei je ein Startplatz in Play-Offs zwischen Nordamerika und SÃ¼damerika sowie zwischen Asien und Ozeanien ausgespielt wurden &#8211; korrekt mÃ¼ssten also auch Kommastellen berÃ¼cksichtigt werden (so hat SÃ¼damerika 4,5 StartplÃ¤tze &#8230;). In den Jahren zuvor waren die Play-Offs anders strukturiert, damals spielten CONCACAF vs AFC und CONMEBOL vs OFC.</p><div
id="attachment_8732" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><img
class="size-full wp-image-8732" title="WM-Teilnehmer im 32er Format" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/s6-teilnehmer.gif" alt="WM-Teilnehmer im 32er Format" width="530" height="320" /><p
class="wp-caption-text">WM-Teilnehmer im 32er Format</p></div><p>Aus Afrika steht nur Ghana im Achtelfinale. <em>(Nachtrag: Nach dem Sieg gegen die USA nun als <strike>viertes</strike> drittes afrikanisches Team nach Kamerun <strike>Nigeria</strike> und Senegal im Viertelfinale.)</em> Afrika lieferte dennoch die schlechteste Bilanz ab, seit WM-Turniere in diesem Modus ausgetragen werden: 3 Siege, 5 Remis, 10 Niederlagen in der Vorrunde. Niederschmetternd. Wenngleich das wohl beste afrikanische Team, die ElfenbeinkÃ¼ste, wie schon 2006 in die schwerste Vorrundengruppe gelost wurde.</p><div
id="attachment_8752" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><img
class="size-full wp-image-8752" title="Bilanz Afrika (CAF) im 32er WM-Format" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/afrika-neu.gif" alt="Bilanz Afrika (CAF) im 32er WM-Format" width="530" height="316" /><p
class="wp-caption-text">Bilanz Afrika (CAF) im 32er WM-Format</p></div><p>Die PlÃ¤tze im Achtelfinale teilen sich so auf:</p><ul><li>Europa 6</li><li>SÃ¼damerika 5</li><li>Asien 2</li><li>Nordamerika/Karibik 2</li><li>Afrika 1</li></ul><div
id="attachment_8734" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><img
class="size-full wp-image-8734" title="Kontinental-Bilanz WM-Achtelfinale im 32er Format" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/s7-achtel.gif" alt="Kontinental-Bilanz WM-Achtelfinale im 32er Format" width="530" height="309" /><p
class="wp-caption-text">Kontinental-Bilanz WM-Achtelfinale im 32er Format</p></div><p>Europa hatte zuletzt zehn Mannschaften im Achtelfinale, nun sechs â€“ das ist ein Desaster. Auch im Vergleich mit nichteuropÃ¤ischen Mannschaften ist es die schlechteste Bilanz Ã¼berhaupt. Wurden vor vier Jahren noch zwei Drittel dieser direkten Duelle gewonnen, sind es diesmal gerade ein Drittel. 2006 gewann Europas Teams 19 von 30 Vorrundenspielen gegen NichteuropÃ¤er â€“ nun gerade mal 10. (MÃ¶glicherweise sind in nachfolgender Statistik Fehler enthalten, passiert beim AuszÃ¤hlen.) GrundsÃ¤tzlich muss gesagt werden, dass EuropÃ¤er die einzigen sind, die in der Vorrunde aufeinander treffen kÃ¶nnen. Andere Kontinentalduelle gibt es wegen des Setzsystems in der Vorrunde nicht.</p><div
id="attachment_8756" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><img
class="size-full wp-image-8756" title="Bilanz Europa (UEFA) gegen nichteuropÃ¤ische Teams im 32er WM-Format (nur Vorrunde)" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/uefa-neu.gif" alt="Bilanz Europa (UEFA) gegen nichteuropÃ¤ische Teams im 32er WM-Format (nur Vorrunde)" width="530" height="339" /><p
class="wp-caption-text">Bilanz Europa (UEFA) gegen nichteuropÃ¤ische Teams im 32er WM-Format (nur Vorrunde)</p></div><p>Die beste Bilanz aller Zeiten verzeichnen dagegen die SÃ¼damerikaner: Alle fÃ¼nf Teams, darunter die Top-Favoriten Brasilien und Argentinien, kamen eine Runde weiter. Nur eine Niederlage in fÃ¼nfzehn Spielen â€“ SÃ¼damerika wird fÃ¼r 2014 nicht nur die Aufstockung fÃ¼r den WM-Gastgeber Brasilien beantragen, sondern mehr. Der CONMEBOL, das sei auch gesagt, hat nur 10 LÃ¤nder bzw. MitgliedsverbÃ¤nde.</p><div
id="attachment_8750" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><img
class="size-full wp-image-8750" title="Bilanz SÃ¼damerika (CONMEBOL) im 32er WM-Format" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/conmebol-neu.gif" alt="Bilanz SÃ¼damerika (CONMEBOL) im 32er WM-Format" width="530" height="337" /><p
class="wp-caption-text">Bilanz SÃ¼damerika (CONMEBOL) im 32er WM-Format</p></div><p>Auch Asien, mit zwei Teams weiter, wird versuchen, Afrika und Europa einen Endrundenplatz anzunehmen. Wie ernst es die Asiaten meinen, bewiesen sie vor einigen Jahren, als sie einen FIFA-Kongress in Los Angeles platzen lieÃŸen und geschlossen ausmarschierten, weil ihre WÃ¼nsche nicht erfÃ¼llt worden. Der FIFA stehen heiÃŸe Zeiten bevor. Bei Asien ist aber anzumerken, dass allein Japan und SÃ¼dkorea, die sowohl 2002 als auch 2010 das Achtelfinale erreichten, im WeltmaÃŸstab konkurrenzfÃ¤hig sind. Halt, Australien eigentlich auch, 2006 Achtelfinalist. Das Erstaunliche an den Australiern ist, dass sie von der OFC freiwillig in die AFC gewechselt sind, um hÃ¤rtere Konkurrenz zu haben.</p><div
id="attachment_8754" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><img
class="size-full wp-image-8754" title="Bilanz Asien (AFC) im 32er WM-Format" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/asien-neu.gif" alt="Bilanz Asien (AFC) im 32er WM-Format" width="530" height="326" /><p
class="wp-caption-text">Bilanz Asien (AFC) im 32er WM-Format</p></div><p>Hier noch eine kleine Spielerei. Ich habe mal die Punkte, die Teams aus Afrika, SÃ¼damerika und Asien bei den vergangenen 32er Turnieren pro Spiel erreicht haben, zusammengestellt.</p><div
id="attachment_8738" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><img
class="size-full wp-image-8738" title="Punktevergleich pro Spiel im 32er WM-Format: Asien, Afrika, SÃ¼damerika" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/s2-punkte.gif" alt="Punktevergleich pro Spiel im 32er WM-Format: Asien, Afrika, SÃ¼damerika" width="530" height="309" /><p
class="wp-caption-text">Punktevergleich pro Spiel im 32er WM-Format: Asien, Afrika, SÃ¼damerika</p></div><p><span
style="text-decoration: line-through;">Letzte Bemerkung vorerst: Nie zuvor in der WM-Geschichte sind drei gesetzte Teams in der Vorrunde ausgeschieden: Italien, Frankreich und SÃ¼dafrika. Bisher waren es maximal zwei: 2002 etwa Argentinien und Frankreich.</span> Letzte Bemerkungen sind manchmal Ã¼berflÃ¼ssig. Ja, <em>gua</em>, es stimmt: Gesetzt war Frankreich nicht.<br
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isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=8386</guid> <description><![CDATA[SANDTON. Jeden Morgen gegen zehn schlurft Lennart Johansson zum FrÃ¼hstÃ¼ck im Michelangelo Towers Hotel. Er geht am Stock, begleitet von seiner langjÃ¤hrigen Assistentin. Das Alter fordert Tribut. Johansson, dessen mÃ¤chtige Statur stets Ehrfurcht einflÃ¶sste, wird im November 81 Jahre alt. Der Schwede hatte ein erfÃ¼lltes Leben, auch als FuÃŸballfunktionÃ¤r. Er fÃ¼hrte zwischen 1990 und 2007 [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>SANDTON. Jeden Morgen gegen zehn schlurft Lennart Johansson zum FrÃ¼hstÃ¼ck im Michelangelo Towers Hotel. Er geht am Stock, begleitet von seiner langjÃ¤hrigen Assistentin. Das Alter fordert Tribut. Johansson, dessen mÃ¤chtige Statur stets Ehrfurcht einflÃ¶sste, wird im November 81 Jahre alt. Der Schwede hatte ein erfÃ¼lltes Leben, auch als FuÃŸballfunktionÃ¤r. Er fÃ¼hrte zwischen 1990 und 2007 die EuropÃ¤ische FuÃŸball-Union (UEFA) und ist der GrÃ¼ndungsvater der Champions League. In stillen Minuten wird ihm allerdings klar, dass es keine gute Idee war, vor drei Jahren unbedingt noch einmal verlÃ¤ngern und dem Jahrzehnte jÃ¼ngeren Michel Platini den Weg zu verbauen zu wollen. Denn diese Kandidatur endete in einer bitteren Niederlage, es war sein Abschied von der groÃŸen BÃ¼hne. Und es dauerte eine Weile, bis Lennart Johansson das verkraftet hatte.</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-8387" title="Lennart Johansson, Januar 2007, UEFA-Kongress DÃ¼sseldorf" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/lj2007.gif" alt="" width="530" height="343" /></p><p
style="text-align: center;"><small>Das ist quasi Johanssons Abschiedsfoto von der UEFA, entstanden im Januar 2007 auf dem Kongress in DÃ¼sseldorf. Gerade hat er die PrÃ¤sidialwahl gegen Michel Platini verloren und ringt noch um Fassung. Links von ihm: sein langjÃ¤hriger Vertrauter und FIFA-Exekutivler Per Ravn Omdal aus Norwegen.</small></p><p>FIFA-PrÃ¤sident Joseph Blatter <a
title="BLZ: Am Ende der Rangliste" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/0124/sport/0025/index.html" target="_blank">hatte ihm damals</a>, <a
title="BLZ: Die Ã¼blichen VerdÃ¤chtigen" href="https://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/0120/sport/0020/index.html" target="_blank">im Januar 2007</a>, einen weiteren derben Hieb versetzt. Blatter ergriff auf dem UEFA-Kongress in DÃ¼sseldorf <a
title="BLZ: Triumph der alten KampfgefÃ¤hrten" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/0127/sport/0015/index.html" target="_blank">offen Partei fÃ¼r seinen Freund Platini</a>. Johansson konnte nur noch sagen: â€žIch schÃ¤tze es nicht, dass sich der FIFA-PrÃ¤sident hier einmischt.â€œ Dann war es um ihn geschehen.</p><p>Neun Jahre zuvor war Johansson Blatter direkt unterlegen, als es um die FIFA-PrÃ¤sidentschaft ging. Dieser legendÃ¤re, <a
title="BLZ: &quot;Schatten der Bestechung Ã¼ber der Blatter-Wahl&quot;" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1998/0620/sport/0017/index.html" target="_blank">schmutzige</a> Wahlkampf endete am 8. Juni 1998 in Paris auf dem FIFA-Kongress mit einem 111:80 fÃ¼r Blatter im ersten Wahlgang. Johansson hatte fest mit 100 Stimmen gerechnet und war schwer geschockt. Da aber auch Blatter nicht die damals erforderliche Zweidrittel-Mehrheit erreicht hatte, wÃ¤re eigentlich ein zweiter Wahlgang nÃ¶tig gewesen. Doch Johansson kÃ¼rzte das Verfahren ab. Er trat ans Rednerpult und brummte: â€ž<a
title="BLZ: Ein Nachfolger aus dem eigenen Stall" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1998/0609/sport/0017/index.html" target="_blank">The Game is over.â€œ</a> Dann reichte er Blatter die Hand.</p><p>Es war ein groÃŸer Moment. Johansson war der moralische Sieger. Manche sagen, Johansson sei nicht brutal genug gewesen fÃ¼r diesen Job. Andere sagen, er sei nicht smart genug gewesen. Er wurde nicht immer gut beraten. Aber, bei allen SchwÃ¤chen, hat er das offene Wort doch stets der hinterlistigen Attacke vorgezogen. Auch steht Johansson fÃ¼r Menschlichkeit und den Wert eines Versprechens. Ihm ist es entscheidend zu verdanken, dass Deutschland die WM 2006 zugesprochen wurde. Er stand beim damaligen DFB-PrÃ¤sidenten Egidius Braun im Wort.</p><p>Bei den vergangenen Weltmeisterschaften war Johansson Chef der FIFA-Organisationskomitees. Er kennt das GeschÃ¤ft. â€žIn SÃ¼dafrikaâ€œ, sagt er, â€žlÃ¤uft es im GroÃŸen und Ganzen gut.â€œ Man mÃ¼sse Abstriche machen, aus europÃ¤ischer Sicht solle man das Projekt eher vorsichtig bewerten. â€žWir sollten nicht Ã¼berkritisch seinâ€œ, meint Johansson. â€žIch persÃ¶nlich sehe einen ganz anderen Aspekt: Wir sollten den Afrikanern dankbar sein dafÃ¼r, dass sie in den vergangenen zwanzig Jahren Europas FuÃŸball bereichert und geprÃ¤gt haben.â€œ</p><p>Johansson hat in den neunziger Jahren das Meridian-Hilfsprojekt zwischen Europa und Afrika angeschoben. Ja, es ging damals auch um die Stimmen beim FIFA-Kongress, aber nicht nur. Lennart Johansson war spÃ¤ter, als er sein Wort gegenÃ¼ber den Deutschen gehalten hatte, sehr dafÃ¼r, die Weltmeisterschaft an Afrika zu vergeben. So wie er zuvor die WM in den USA (1994) und die in Asien (2002) unterstÃ¼tzt hatte. â€žWir mÃ¼ssen die weiÃŸen Flecken tilgen und neue Regionen erschlieÃŸenâ€œ, sagt er. Und deshalb stehen unter jenen elf Nationen, die diesen Tagen bei der FIFA wieder mÃ¤chtig um die kommenden Weltmeisterschaften buhlen, seine Favoriten fest: â€ž2018 sollte die WM nach Russland gehen. Die wollen das, die hatten noch nichts. Und 2022 wird es Zeit fÃ¼r Australien!â€œ</p><p>Es missfÃ¤llt Johansson, dass Blatter bei dieser WM so sehr in den Mittelpunkt rÃ¼ckt. â€žBei allem Respekt fÃ¼r den FIFA-PrÃ¤sidentenâ€œ, sagt der Schwede, â€žhat er die WM doch nicht allein nach SÃ¼dafrika vergeben, auch wenn er den Eindruck erweckt.â€œ Im hohen Alter, Blatter ist 74, â€žÃ¤ndert sich der Mensch aber nicht mehrâ€œ.</p><p>Wer wÃ¼sste das besser als Johansson, der im neunten Lebensjahrzehnt steht. Er hat seinen Frieden geschlossen, sogar mit Joseph Blatter. â€žWir sind Freundeâ€œ, sagt er. Das hat er oft gesagt in all den Jahren, es stimmt nicht wirklich, und immer hat Blatter ihm einen StoÃŸ versetzt.</p><p>â€žVorbei. Vergessen.â€œ Im Moment interessiert Lennart Johansson sowieso nur eines: Die Gesundheit seiner Frau Lola, die daheim im Krankenhaus liegt. Er fliegt nach Hause, nach Stockholm, um ihr beizustehen. Die WM ist dann weit weg fÃ¼r den alten Schweden.</p><p>Ob er zurÃ¼ckkommt? Er weiÃŸ es selbst noch nicht.<br
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isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=3817</guid> <description><![CDATA[Kurzer Themenwechsel. Derzeit tagt das Exekutivkomitee der EuropÃ¤ischen FuÃŸball-Union (Uefa) in Bukarest und hat erste wichtige BeschlÃ¼sse gefasst, wie der DFB per Pressemitteilung 55/2009 gerade mitteilt: Zwanziger Ã¼bernimmt Vorsitz der UEFA-Rechtskommission Der PrÃ¤sident des Deutschen FuÃŸball-Bundes (DFB), Dr. Theo Zwanziger, wird in den kommenden vier Jahren wichtige Aufgaben in der EuropÃ¤ischen FuÃŸball-Union (UEFA) wahrnehmen. Auf [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Kurzer Themenwechsel. Derzeit tagt das Exekutivkomitee der EuropÃ¤ischen FuÃŸball-Union (Uefa) in Bukarest und hat erste wichtige BeschlÃ¼sse gefasst, wie der DFB per Pressemitteilung 55/2009 gerade mitteilt:</p><blockquote><p><strong>Zwanziger Ã¼bernimmt Vorsitz der UEFA-Rechtskommission</strong></p><p>Der PrÃ¤sident des Deutschen FuÃŸball-Bundes (DFB), Dr. Theo Zwanziger, wird in den kommenden vier Jahren wichtige Aufgaben in der EuropÃ¤ischen FuÃŸball-Union (UEFA) wahrnehmen. Auf ihrer Sitzung in der rumÃ¤nischen Hauptstadt Bukarest stimmten die Mitglieder des UEFA-Exekutivkomitees dem vorgelegten Entwurf zur Besetzung der verschiedenen Kommissionen zu. Demnach wird der DFB-PrÃ¤sident, der beim UEFA-Kongress in Kopenhagen Ende MÃ¤rz 2009 in das Exekutivkomitee des europÃ¤ischen Dachverbandes gewÃ¤hlt worden war, fortan der Rechtskommission vorsitzen. Zudem wurde Zwanziger jeweils zum stellvertretenden Vorsitzenden der Finanzkommission und der â€žKommission fÃ¼r Entwicklung und technische UnterstÃ¼tzung&#8221; benannt. (&#8230;)</p></blockquote> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/05/13/die-uefa-sagt/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>5</slash:comments> </item> <item><title>Steuerbefreiungen fÃ¼r SportverbÃ¤nde (2): Liebling Schweiz</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/03/10/steuerbefreiungen-fur-sportverbande-2-liebling-schweiz/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/03/10/steuerbefreiungen-fur-sportverbande-2-liebling-schweiz/#comments</comments> <pubDate>Tue, 10 Mar 2009 22:58:02 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[ioc]]></category> <category><![CDATA[schweiz]]></category> <category><![CDATA[sondergesetze fÃ¼r den sport]]></category> <category><![CDATA[steuerbefreiung]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[uefa]]></category> <category><![CDATA[aiba]]></category> <category><![CDATA[alain berset]]></category> <category><![CDATA[alex kuprecht]]></category> <category><![CDATA[bundesrat]]></category> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[eidgenÃ¶ssische steuerverwaltung]]></category> <category><![CDATA[estv]]></category> <category><![CDATA[fei]]></category> <category><![CDATA[fiba]]></category> <category><![CDATA[fie]]></category> <category><![CDATA[fig]]></category> <category><![CDATA[fih]]></category> <category><![CDATA[fila]]></category> <category><![CDATA[fina]]></category> <category><![CDATA[fis]]></category> <category><![CDATA[fisa]]></category> <category><![CDATA[fita]]></category> <category><![CDATA[fivb]]></category> <category><![CDATA[hans-rudolf merz]]></category> <category><![CDATA[ibaf]]></category> <category><![CDATA[ihf]]></category> <category><![CDATA[iihf]]></category> <category><![CDATA[isl/ismm]]></category> <category><![CDATA[isu]]></category> <category><![CDATA[ittf]]></category> <category><![CDATA[kantonsrat]]></category> <category><![CDATA[maximilian reimann]]></category> <category><![CDATA[one world trust]]></category> <category><![CDATA[Roland Rino BÃ¼chel]]></category> <category><![CDATA[rolf bÃ¼ttiker]]></category> <category><![CDATA[rolf schweiger]]></category> <category><![CDATA[sondergesetze]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[stÃ¤nderat]]></category> <category><![CDATA[uci]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=3275</guid> <description><![CDATA[Sie haben es nicht leicht, die Schweizer. MÃ¼ssen das Bankgeheimnis wahren, den rund 60 internationalen SportverbÃ¤nden im Land &#8211; neben dem IOC (das neuerdings Beobachterstatus in den Vereinten Nationen anstrebt), der Fifa und der Uefa auch dieÂ olympischen WeltverbÃ¤nde im Rudern (FISA), Baseball (IBAF), Basketball (FIBA), Boxen (AIBA), Radsport (UCI), Reiten (FEI), Fechten (FIE), Turnen (FIG), [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Sie haben es nicht leicht, die Schweizer. MÃ¼ssen das Bankgeheimnis wahren, den rund 60 internationalen SportverbÃ¤nden im Land &#8211; neben dem IOC (das neuerdings <a
href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/489594" target="_blank">Beobachterstatus</a> in den Vereinten Nationen anstrebt), der Fifa und der Uefa auch dieÂ olympischen WeltverbÃ¤nde im Rudern (FISA), Baseball (IBAF), Basketball (FIBA), Boxen (AIBA), Radsport (UCI), Reiten (FEI), Fechten (FIE), Turnen (FIG), <a
href="http://jensweinreich.de/?s=pharao" target="_self">Handball</a> (IHF), Hockey (FIH), Ringen (FILA), Schwimmen (FINA), Tischtennis (ITTF), BogenschieÃŸen (FITA), <a
href="http://jensweinreich.de/?p=213" target="_self">Volleyball</a> (FIVB), Eishockey (IIHF), Eiskunstlaufen (ISU) und Skisport (FIS) &#8211; wenigstens Steuerleichterungen, wenn nicht gar (den wichtigsten) <a
href="http://jensweinreich.de/?p=2194" target="_self">Steuerbefreiungen gewÃ¤hren</a>. Die kÃ¶nnten andernfalls abwandern nach Dubai, Doha, Abu Dhabi, Peking, Sotschi oder andere Totaldemokratien. Die Schweizer mÃ¼ssen zudem sicherstellen, dass die Bestechung von so genannten Privaten, also auch SportfunktionÃ¤ren, weiter nicht im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb erfasst wird. Gern segnet die EidgenÃ¶ssische Steuerverwaltung (ESTV) auch Dokumente ab, die <a
href="http://jensweinreich.de/?p=2072" target="_self">Schmiergeldzahlungen in HÃ¶he von 138 Millionen Franken</a> an SportfunktionÃ¤re als rechtens erscheinen lassen, wie im Fall ISL/ISMM.</p><p>Sie tun also alles, die Schweizer, um die <strong><a
href="http://jensweinreich.de/?p=2394" target="_self">intransparenten Weltkonzerne IOC, Fifa</a></strong>, Uefa, hoppla, sagte ich Weltkonzerne?, ich meine natÃ¼rlich: um die Vereine IOC, Fifa, Uefa ungestÃ¶rt ihre GeschÃ¤fte machen zu lassen. Denn es sind Vereine, nach dem Schweizer Recht, es gibt &#8211; wie jeder weiÃŸ &#8211; nicht wirklich Unterschiede zwischen diesen Milliardenkonzernen und anderenÂ Schweizer Vereinen wie etwa dem <a
href="http://www.pilze-thurgau.ch/" target="_blank">Verein fÃ¼r Pilzkunde Thurgau</a> oder dem <a
href="http://www.femwiss.ch/de/" target="_blank">Verein Feministische Wissenschaft</a>. Nein halt, im Zweifel gibt es doch Unterschiede: Die Pilzkundler und die Wissenschaftlerinnen werden mÃ¶glicherweise hÃ¶her besteuert.</p><p>Es kÃ¶nnte alles so schÃ¶n sein, das Leben, ganz ohne Sorgen. Doch leider gibt es immer mal wieder einen aufmÃ¼pfigen Politiker (in der Schweiz! so etwas ist ja selbst in Deutschland und seinem <a
href="http://jensweinreich.de/?cat=440" target="_blank">Bundestags-Sportausschuss</a> kaum anzutreffen!), der sich an den paradiesischen Bedingungen fÃ¼r die Profitmacher aus dem Sportbusiness stÃ¶rt. Etwa <a
href="http://www.rolandbuechel.ch/" target="_blank">Kantonsrat</a>Â <a
href="http://www.ostnews.ch/FIFA+Korruptionsfall+wird+untersucht/374848/detail.htm" target="_blank">Roland BÃ¼chel</a> oder StÃ¤nderat <a
href="http://www.alex-kuprecht.ch/" target="_blank">Alex Kuprecht</a>, dem nicht so recht einleuchten will,</p><blockquote><p><span
style="color: #000000;"><strong>&#8220;warum derartige Organisationen wie die Uefa, die Fifa oder das IOC, die Hunderte von Millionen Franken an Gewinnen erzielen, steuerbefreit werden&#8221;</strong>.</span></p></blockquote><p>Er hatte deshalb folgende Fragen an den Bundesrat:</p><ol><li>VerstÃ¶sst die privilegierte Steuerbehandlung dieser internationalen Sportorganisationen nicht gegen die verfassungsmÃ¤ssig geforderte Besteuerung nach der wirtschaftlichen LeistungsfÃ¤higkeit?</li><li>Inwiefern ist allenfalls das Rechtsprinzip der Gleichbehandlung tangiert oder gar verletzt worden?</li><li>Ist der Bundesrat bereit, fÃ¼r die Zukunft diese Problematik grundsÃ¤tzlich anzugehen und unter Einbezug der Kantone LÃ¶sungen zu erarbeiten?</li><li>Was beabsichtigt die EidgenÃ¶ssische Steuerverwaltung zu tun, um mit diesen wirtschaftlichen Organisationen einvernehmliche LÃ¶sungen zu finden?</li></ol><p>Die Antworten auf seine Interpellation kann man <a
href="http://www.parlament.ch/D/Suche/Seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20083592" target="_blank">hier nachlesen</a> &#8211; und wird sie als normalsterblicher Nicht-Jurist und Nicht-Steuerexperte kaum verstehen.</p><p>Alex Kuprecht sagte sich deshalb: Na, da frage ich lieber nochmal nach, und er tat das heute Morgen im StÃ¤nderat. Ich bin ihm dankbar dafÃ¼r. Zum Beispiel, weil er dies sagte &#8230;</p><blockquote><p><strong>Das sind Geldmaschinen, und sie mÃ¼ssen somit als wirtschaftliche Unternehmen betrachtet und besteuert werden. Alles anders ist eine Farce und lÃ¤sst die Vermutung zu, dass man lieber einen BÃ¼ckling vor diesen Organisationen macht, als im Sinne einer gerechten und korrekten Anwendung des DBG vorstellig zu werden und eine adÃ¤quate LÃ¶sung zu suchen. </strong></p></blockquote><p>&#8230; und zum Ende der Diskussion dem Finanzminister Hans-Rudolf Merz folgende SÃ¤tze entlockte:</p><blockquote><p>Ich glaube deshalb, dass es richtig war, dass der Bundesrat gesagt hat, dass fÃ¼r diese VerbÃ¤nde, fÃ¼r diese Dachorganisationen, fÃ¼r diese Holdings die Steuerbefreiung gilt, nicht aber fÃ¼r all die Mitarbeitenden, die dort beschÃ¤ftigt sind. Damit gelingt es uns, diese VerbÃ¤nde in der Schweiz zu halten. Ob wir aber auf alle Zeit die GewÃ¤hr haben, das kann ich nicht versichern. Es ist auch mÃ¶glich, dass andere Staaten gelegentlich sogar mit aktiven Beihilfen versuchen, solche Organisationen aus der Schweiz wegzulocken. <strong>Es wÃ¤re tragisch, namentlich wenn das Internationale Olympische Komitee unser Land verlassen wÃ¼rde, weil das ganze Netzwerk um dieses IOC herum dann zerfallen wÃ¼rde.</strong></p></blockquote><p>Mein Gott, wÃ¤re das tragisch.</p><p>Die komplette Diskussion im StÃ¤nderat <a
href="http://www.parlament.ch/ab/frameset/d/s/4807/292360/d_s_4807_292360_292448.htm" target="_blank">steht lÃ¤ngst online</a>, da kÃ¶nnen sie sich im Bundestag ein Beispiel nehmen. Da ich zu exzessiven BlogbeitrÃ¤gen neige und die Debatte so interessant finde, ist der Text auch hier nachzulesen, in epischer LÃ¤nge:</p><p><span
id="more-3275"></span><strong>Interpellation Kuprecht Alex: Besteuerung internationaler Sportorganisationen in der SchweizÂ <br
/> </strong>Â <br
/> <em>Einreichungsdatum 02.10.08,Â StÃ¤nderat/Conseil des Etats 10.03.09</em></p><p><strong>Le prÃ©sident (Berset Alain, prÃ©sident):</strong> Monsieur Kuprecht, Ãªtes-vous satisfait de la rÃ©ponse Ã©crite du Conseil fÃ©dÃ©ral ou demandez-vous la discussion?</p><p><strong>Kuprecht Alex (V, SZ):</strong> Ich bedanke mich fÃ¼r die Beantwortung der von mir aufgeworfenen Fragen. Ich bin jedoch mit den vom Bundesrat erteilten Antworten nur teilweise zufrieden und beantrage Diskussion.</p><p><strong>Le prÃ©sident (Berset Alain, prÃ©sident):</strong> Monsieur Kuprecht demande l&#8217;ouverture de la discussion. &#8211; Ainsi dÃ©cidÃ©.</p><p><strong>Kuprecht Alex (V, SZ):</strong> Gestatten Sie mir, bevor ich auf die Antwort des Bundesrates eingehe, Ihnen anhand eines Beispiels meine Gedanken und die HintergrÃ¼nde zu dieser von mir eingereichten Interpellation darzulegen.</p><p>Im Jahr 2006 habe ich als verantwortlicher OK-PrÃ¤sident zusammen mit acht weiteren Kollegen und Ã¼ber 1200 Helferinnen und Helfern das 17. Schwyzer Kantonalturnfest organisiert und durchgefÃ¼hrt. Ãœber 7000 Turnerinnen und Turner haben sich daran beteiligt, mit tollen Leistungen, bei herrlichem und durstig machendem Sommerwetter, in ausgelassener Stimmung und in kameradschaftlicher Geste, ohne nennenswerte BeschÃ¤digungen. Sie haben bei viel FrÃ¶hlichkeit und Enthusiasmus zwei tolle Wochenenden erlebt. Die ganze BevÃ¶lkerung identifizierte sich mit diesem regionalen, bis weit in die Schweiz ausstrahlenden Grossanlass. Das Alter der Teilnehmenden lag zwischen 15 und 75 Jahren. Viele der hierfÃ¼r notwendigen Helferinnen und Helfer haben unzÃ¤hlige Stunden zugunsten dieses Anlasses gearbeitet und teilweise mehrere Ferientage dafÃ¼r eingesetzt. Insgesamt wurden Ã¼ber 17 000 Helferstunden geleistet.</p><p>Den krÃ¶nenden Abschluss bildete danach das Rechnungsergebnis. Gesamthaft konnte ein Reingewinn von knapp 300 000 Franken erzielt werden, der zum einen Teil an den Verband und zum anderen Teil an die drei veranstaltenden Vereine ging. Eines der grÃ¶ssten Probleme des Finanzchefs lag nun plÃ¶tzlich darin, dass die Rechnung mÃ¶glichst so abgeschlossen werden musste, dass sowohl den kantonalen wie auch den eidgenÃ¶ssischen SteuerbehÃ¶rden ein im Rahmen der gesetzlichen und rechtlichen MÃ¶glichkeiten mÃ¶glichst tiefer Steuerbetrag Ã¼berwiesen werden musste. Auch die drei Vereine kamen selbstverstÃ¤ndlich fiskalisch zum Handkuss. Die Mehrwertsteuer kam zusÃ¤tzlich noch dazu und betrug rund 35 000 Franken.</p><p>Vergleicht man nun diese Situation mit derjenigen der in der Interpellation genannten Sportorganisationen, so muss man sich als Vereins- oder VerbandsprÃ¤sident etwas verschaukelt vorkommen. Man wird fÃ¼r erzielte und grundsÃ¤tzlich wieder dem Vereinszweck und der Nachwuchsbetreuung zugutekommende ErtrÃ¤ge besteuert, wÃ¤hrend diese Organisationen von internationaler Bedeutung mit Sitz in der Schweiz, die Hunderte von Millionen oder gar Ã¼ber eine Milliarde Franken Reingewinn erzielen und heute als sogenannte kommerzielle Unternehmen betrachtet werden mÃ¼ssen, von einer Besteuerung befreit werden.</p><p>In der Tat sieht Artikel 56 Buchstabe g des DBG die Ausnahme von der Steuerpflicht fÃ¼r juristische Personen vor, &#8220;die Ã¶ffentliche oder gemeinnÃ¼tzige Zwecke verfolgen, fÃ¼r den Gewinn, der ausschliesslich und unwiderruflich diesen Zwecken gewidmet ist&#8221;. FÃ¼r mich stellt sich dabei jedoch die Frage, inwiefern die Uefa, die Fifa und das IOC noch als Organisationen mit einem gemeinnÃ¼tzigen Zweckhintergrund einzustufen sind. Verfolgen diese Organisationen tatsÃ¤chlich primÃ¤r die GemeinnÃ¼tzigkeit? KÃ¶nnen Organisationen, die derartige Reingewinne machen, derart feudal residieren und ihre Exekutivmitglieder nur in den prunkvollsten Hotels absteigen lassen, noch als gemeinnÃ¼tzig eingestuft werden? Ist es gerecht, dass jede Unternehmung, die in der Schweiz ArbeitsplÃ¤tze schafft, Lernende ausbildet und somit direkt einen Leistungsbeitrag zugunsten unserer gesamten Volkswirtschaft erbringt, ihren Gewinn teilweise mehrfach besteuern lassen muss, wÃ¤hrenddem diese Organisationen davon befreit sind?</p><p>Erstaunt bin ich jedoch, dass der Bundesrat mit keinem Wort auf den Begriff und die Frage der GemeinnÃ¼tzigkeit eingeht. Mit beharrlicher Verschwiegenheit und Schweigsamkeit wird meines Erachtens der zentrale Punkt in der Antwort ausgeklammert. Gerade der Begriff der GemeinnÃ¼tzigkeit einer von der Steuer befreiten Organisation muss geklÃ¤rt und zwingend berÃ¼cksichtigt werden. Gerade die Medieninformation vom Mittwoch, dem 3. Dezember 2008, zeigt doch deutlich auf, welche rein wirtschaftliche Handlungsweise und Ausrichtung diese Organisationen eigentlich haben. So konnte man der &#8220;NZZ&#8221; entnehmen, dass das IOK erstmals seit Ã¼ber 50 Jahren einen Fernsehvertrag fÃ¼r die olympischen Spiele mit der Vereinigung der Ã¶ffentlich-rechtlichen Sender Europas abgelehnt hatte. Es verlangte offenbar eine Summe von fast 1 Milliarde Dollar fÃ¼r die Ãœbertragung der Spiele 2014 und 2016, die diese Vereinigung anscheinend nicht bereit war zu bezahlen. Derartige Forderungen sind dreist und haben alles andere als mit einem gemeinnÃ¼tzigen Zweck zu tun, wie das das DBG im zitierten Artikel verlangt.</p><p><strong>Das sind Geldmaschinen, und sie mÃ¼ssen somit als wirtschaftliche Unternehmen betrachtet und besteuert werden. Alles anders ist eine Farce und lÃ¤sst die Vermutung zu, dass man lieber einen BÃ¼ckling vor diesen Organisationen macht, als im Sinne einer gerechten und korrekten Anwendung des DBG vorstellig zu werden und eine adÃ¤quate LÃ¶sung zu suchen. </strong></p><p>Andere Beispiele fÃ¼r Ã¤hnliche Gepflogenheiten gibt es genug. Man erinnere sich an die letzte Europameisterschaft im Fussball. Die Uefa und deren Organisation verlangte, etwas vereinfacht gesagt, sogar vom Bratwurststandbesitzer horrende PlatzgebÃ¼hren, Ã¼bertrug den grÃ¶ssten Teil der Kosten fÃ¼r die GewÃ¤hrleistung der Sicherheit der Host Cities den Kantonen und dem Bund und bedankte sich nach dem erfolgreich durchgefÃ¼hrten Anlass fÃ¼r die erfolgreiche Organisation. Der Reingewinn in GrÃ¶sse von mehr als hundert Millionen Franken verblieb &#8211; mit dem Vermerk, diesen auch teilweise wieder den nationalen VerbÃ¤nden zukommen zu lassen &#8211; im eigenen Sack. Von etwas muss der zelebrierte Feudalismus ja schliesslich auch bezahlt werden. Dass die GemeinnÃ¼tzigkeit dadurch kaum mehr aufrechterhalten werden kann, liegt wohl auf der Hand und muss meines Erachtens vom Bundesrat und den Kantonen dringendst hinterfragt werden.</p><p>Die von den Kantonen entwickelte Praxis muss im Rahmen der Arbeit der EidgenÃ¶ssischen Steuerverwaltung unbedingt Ã¼berprÃ¼ft werden. Eine extensive Auslegung von Artikel 56 Buchstabe g DBG durch die verschiedenen kantonalen SteuerbehÃ¶rden ist unangebracht und verlangt eine einheitliche Anwendungspraxis. Ob der Bundesrat tatsÃ¤chlich VerstÃ¤ndnis fÃ¼r diese Praxis hat, mÃ¶chte ich im Raum stehenlassen. Wenn dem so wÃ¤re, mÃ¼sste er das ja vertieft prÃ¼fen. Es geht schliesslich auch um die GlaubwÃ¼rdigkeit der Steuerorgane unseres Landes gegenÃ¼ber der steuerzahlenden BevÃ¶lkerung, den KMU-Betrieben und den tatsÃ¤chlich gemeinnÃ¼tzigen und karitativen Organisationen.</p><p>Ich bin Ihnen, Herr BundesprÃ¤sident, sehr dankbar, wenn Sie diese Gedanken in die EidgenÃ¶ssische Steuerverwaltung hineintragen und dafÃ¼r sorgen, dass eine allseits akzeptable LÃ¶sung gefunden werden kann. Ihre Antwort zeigt ja auch, dass Ihnen nicht so recht wohl ist bei dieser Angelegenheit.Â Unser Land wird zurzeit von verschiedenen Seiten sehr stark unter Druck gesetzt; darunter hat es auch LÃ¤nder, die Ã¼berhaupt keinen Grund dazu hÃ¤tten. Wenn wir nun diesen LÃ¤ndern und Organisationen mit etwas mehr Selbstbewusstsein und einem gewissen nationalen Stolz gegenÃ¼bertreten, so erwarte ich dies auch gegenÃ¼ber den genannten internationalen Sportorganisationen. Wir bieten und leisten etwas fÃ¼r sie, wie sich das unter Partnern und in unserer Tradition auch gehÃ¶rt. Demzufolge kÃ¶nnen wir auch etwas von ihnen verlangen.</p><p>Wenn die Pauschalbesteuerung an irgendeinem Ort vorgenommen werden sollte und kÃ¶nnte, dann wÃ¤re dies sicher hier der Fall. Â  Â </p><p><strong>BÃ¼ttiker Rolf (RL, SO):</strong> Ich mÃ¶chte Ihnen sagen, dass ich dafÃ¼r bin, dass wir Organisationen wie das IOC, die Fifa, die Uefa und andere in der Schweiz halten kÃ¶nnen. Das muss die Strategie der Schweiz sein. Ich bedaure, dass einige SportverbÃ¤nde und andere Organisationen &#8211; diese muss man dann noch dazunehmen &#8211; ihren Sitz bereits verlegt haben. Ich habe nie richtig herausgefunden, warum z. B. der Internationale Handballverband seinen Sitz nicht mehr in der Schweiz hat. Also diese Strategie muss sein.</p><ol><li>Ich bin mit Herrn Kuprecht einig, dass man bei gewissen Gebaren dieser Leute, die diese Organisationen vertreten, Vorbehalte anbringen kann. Aber es geht hier um den Grundsatz: Was kÃ¶nnen wir tun, um diese Organisationen hier in der Schweiz zu behalten? Es hat wirtschaftliche Vorteile, es geht auch um Prestige, um Renommee, um die NÃ¤he, es geht um ArbeitsplÃ¤tze usw. In der Regel ist es ja auch so, dass die Schweizer in diesen Gremien noch relativ stark vertreten sind und auch das Sagen haben.</li><li>Wir mÃ¼ssen uns nichts vormachen: Es geht auch hier um Standortwettbewerb. Es ist ein knallharter Standortwettbewerb; wir erleben ihn ja gerade jetzt &#8211; so wie vielleicht in der Vergangenheit &#8211; in der Wirtschaft; es geht auch um gesellschaftliche und politische ZusammenhÃ¤nge. Wir haben hier in diesem Saal auch schon Ã¼ber Organisationen mit politischer Ausrichtung in der Schweiz diskutiert, wenn etwa Bonn und Genf im Clinch um den Standort einer Organisation standen; das habe ich hier miterlebt. Es geht dann auch um Steuern, Subventionen und Standortfragen. Und dieser Standortwettbewerb findet auch im Sport statt, machen wir uns da nichts vor, und zwar global, weltweit. Auch SchwellenlÃ¤nder machen heute in diesem Standortwettbewerb mit, ich denke da etwa an SÃ¼dafrika. Einer der Standortfaktoren ist wie auch in der Wirtschaft die SteuerhÃ¶he, das ist zuzugeben.</li></ol><p>Nun hÃ¤tte Herr Kuprecht natÃ¼rlich Recht. Ich habe mich auch schon aufgeregt etwa als OK-PrÃ¤sident des EidgenÃ¶ssischen Schwingfestes und jetzt dann auch des Solothurner Kantonalen Musikfestes Ã¼ber die Mehrwertsteuerabrechnung usw. Daran hat niemand Freude, vor allem dann nicht, wie es Herr Kuprecht richtig gesagt hat, wenn man das ehrenamtlich tut; das ist so.</p><p><strong>Aber wenn es auf der Welt nur schÃ¶ne, weisse Schafe gÃ¤be, Herr Kuprecht, die in Steuerfragen absolut korrekt wÃ¤ren &#8211; vor allem auch im eigenen Haus, sie sollten nicht nur mit den Fingern auf die anderen zeigen -, wÃ¤re das ja alles gut und recht. Dann kÃ¶nnten wir mit den Organisationen in der Schweiz, die hier angesprochen sind, auch reden. Aber wenn es um diese Organisationen geht, gibt es unter den Standorten auch WÃ¶lfe, gegen die man &#8211; ob man will oder nicht &#8211; ZÃ¤une errichten muss. Diese WÃ¶lfe sind da, wenn es um die Standortfragen geht.</strong></p><p>Was mir in dieser Interpellation fehlt, ist der internationale Vergleich. NatÃ¼rlich konnte der Bundesrat darauf nicht eingehen, weil dieses Element gefehlt hat. Mich wÃ¼rde interessieren, wie die anderen LÃ¤nder vorgehen. Deutschland zum Beispiel preist immer wieder Ã¼ber alle Dimensionen hinaus seinen Standort Bonn an, den es jetzt zum Teil nicht mehr gebrauchen kann; er soll Sitz von internationalen Organisationen im Kulturbereich, im Wirtschaftsbereich oder eben auch im Sportbereich werden.</p><p>Wir haben es gestern schon bei der Euro-2008-Debatte gesehen: Der Kampf ist nicht nur bei der DurchfÃ¼hrung von AnlÃ¤ssen im Gange; wir kennen ja die berÃ¼hmten Dossiers. Manchmal ist das auch bei nationalen AnlÃ¤ssen der Fall, wenn ich an das letzte Wochenende denke, als es zwischen Burgdorf und Thun um das EidgenÃ¶ssische Schwingfest ging. Diese Dossiers habe ich etwas nÃ¤her angeschaut. Diese Standorte haben sich natÃ¼rlich auch angepriesen und nicht nur auf die gute Luft und den blauen Himmel hingewiesen, sondern eben auch auf Geldleistungen, Leistungen der Ã¶ffentlichen Hand usw. Um solche Fragen kommen wir nicht herum, sei es bei den internationalen AnlÃ¤ssen, sei es beim Sitz von VerbÃ¤nden. Wird ein internationaler Anlass ausgeschrieben, dann sehen wir, wer sich bewirbt, welche LÃ¤nder sich bewerben, welche Dossiers eingereicht werden und wie hart dann um die Vergabe gefeilscht wird; das kann man selbst so sagen. Wenn man dann diese Fragen anschaut, Herr Bundesrat, mÃ¶chte ich, dass auch die internationale Dimension einbezogen wird. Ich wÃ¼rde dann auch sagen: Die OECD soll schauen, dass &#8211; wenn es schon gemacht wird &#8211; Ã¼berall die gleichen Bedingungen herrschen und dass nicht nur bei den Standorten, bei denen die Schweiz im Vorteil ist, Ã¼ber diese Dinge und Ã¼ber die Besteuerung gesprochen wird. Dass das auch in unseren KonkurrenzlÃ¤ndern der Fall sein wird, muss gewÃ¤hrleistet sein.</p><p>Ein weiterer Punkt: Wir geben in der Schweiz sehr viel Geld aus fÃ¼r WirtschaftsfÃ¶rderung, StandortfÃ¶rderung, TourismusfÃ¶rderung oder KulturfÃ¶rderung; fÃ¼r FreizeitbeschÃ¤ftigungen werden Anstossprogramme finanziert. Ich frage mich, Herr Bundesrat, wenn es um diese Sportorganisationen geht: Welche anderen MÃ¶glichkeiten sehen Sie fÃ¼r die Schweiz &#8211; neben den Steuern, den Geld- und Subventionsfragen -, um diese VerbÃ¤nde zu halten? Das ist in der Interpellation auch nicht enthalten. Wie gesagt, ich mÃ¶chte, dass diese wichtigen Organisationen in der Schweiz bleiben.</p><p><strong>Ein letzter Punkt: Seien wir doch ehrlich, wenn einer dieser grossen VerbÃ¤nde aus irgendeinem Grund gehen wÃ¼rde, dann wÃ¼rde in diesem Land ein Hupkonzert losgehen: &#8220;Warum gehen die jetzt, man hÃ¤tte doch alles tun sollen, um die zu halten, das ist doch schade, das Schweizer Renommee geht kaputt&#8221; usw. Wenn einer geht, mÃ¼ssen wir dann auch ehrlich sein und nicht Interpellationen einreichen und fragen, warum der Bundesrat nichts getan hat, um ihn zu halten.</strong></p><p>Zusammengefasst: Ich bin dafÃ¼r, dass diese Organisationen ihren Sitz in der Schweiz haben. Wir sollten die internationale Dimension sehen, die das Ganze hat, und es muss ausgeleuchtet werden, dass wir im internationalen Wettbewerb stehen. Wir sollten neben den Steuern auch die andern MÃ¶glichkeiten evaluieren &#8211; es kÃ¶nnen auch andere Bereiche sein -, um diesen VerbÃ¤nden in der Schweiz einen guten Standort anbieten zu kÃ¶nnen.</p><p><strong>Reimann Maximilian (V, AG):</strong> Ich finde es gut, dass Kollege Kuprecht dem Bundesrat diese Fragen zur Besteuerung der internationalen SportverbÃ¤nde mit Sitz in der wunderschÃ¶nen Schweiz &#8211; hier trifft dieses Attribut wirklich zu &#8211; gestellt hat. Es wird von vielen Steuerzahlern, die natÃ¼rlich insbesondere durch einige Medien angestachelt weden, als Affront empfunden, dass sogenannt grosse Tiere fiskalisch laufengelassen werden, wÃ¤hrend die kleinen vom Fiskus regelrecht ausgenommen werden. In dieser ganzen Kontroverse dÃ¼rfen wir eines nicht vergessen, das besagte Medien auch vermehrt hervorstreichen sollten; ich bin froh, dass mein Vorredner, Kollege BÃ¼ttiker, auch darauf verwiesen hat:</p><p><strong>Es gibt einen knallharten internationalen Steuerwettbewerb, einen Run auf solche VerbÃ¤nde, denn es ist ein Prestige, solche halbgÃ¶ttlichen Institutionen im eigenen Land beherbergen zu dÃ¼rfen. Gehen Sie nur einmal auf den ZÃ¼richberg hinauf oder an die schÃ¶nen Gestade des Lac LÃ©man und schauen Sie sich all die Autos und Busse und die ZaungÃ¤ste darin nÃ¤her an, die extra hierhergekommen sind oder hier einen Stopp einlegen, in der Hoffnung, daselbst nicht nur die prestigetrÃ¤chtigen Bauten von Fifa, Uefa und IOC zu Gesicht zu bekommen, sondern vielleicht gar noch die darin residierenden Superpromis wie einen Sepp Blatter, einen Michel Platini oder die Herren Rogge, Samaranch und wie sie alle heissen oder geheissen haben. </strong></p><p>Ich habe jetzt etwas salopp gesprochen, aber allen Ernstes: Andere LÃ¤nder hÃ¤tten diese Sitze noch so gern bei sich zu Hause, und sie buhlen um deren Umsiedlung, indem sie gewaltige Privilegien versprechen, Gratislandparzellen, privilegierte PÃ¤sse, Privilegien bei der Ein- und Ausreise und natÃ¼rlich Steuerprivilegien, nicht nur fÃ¼r die Institutionen selber, sondern auch fÃ¼r die FunktionÃ¤re und Manager.</p><p>In diesem harten internationalen Wettbewerb kann die Schweiz natÃ¼rlich nicht mit leeren HÃ¤nden dastehen, will sie lÃ¤ngerfristig ihre Position halten, und ich will das. Die gleiche Entwicklung stellen wir Ã¼brigens auch bei den Abwerbungsversuchen rund um das internationale Genf fest, Bonn am schÃ¶nen Rhein beispielsweise, mit seinen vielen leerstehenden ehemaligen BundespalÃ¤sten, lÃ¤sst grÃ¼ssen.</p><p>Deshalb habe ich VerstÃ¤ndnis fÃ¼r die Haltung des Bundesrates bei der Besteuerung internationaler SportverbÃ¤nde.</p><p>Leer gehen wir, werter Kollege Kuprecht, aber trotzdem nicht aus. Wir kassieren immerhin Einkommens- und VermÃ¶genssteuern der Belegschaft, auch der obersten Bosse, wenn sie Wohnsitz in der Schweiz haben. Und nicht zu vergessen sind all die anderen Steuereinnahmen: Mehrwertsteuer, Motorfahrzeugsteuer bis hin zu den Verkehrsbussen usw. Das ist immerhin nicht nichts, und diese Einnahmen hÃ¤tten wir nicht mehr, wenn diese VerbÃ¤nde wegzÃ¶gen. Â  Â </p><p><strong>Schweiger Rolf (RL, ZG):</strong> Auch ich spreche wieder etwas gegen den medialen Trend, aber man muss mir attestieren, dass ich es zumindest auf alle Seiten gleichzeitig tue. Ich mÃ¶chte nun aber nicht ein Votum halten, dass sich mit den nationalen Fragen befasst, sondern versuchen, das Problem einmal ganz juristisch anzugehen.</p><p>Wenn Sie Artikel 56 Litera g des Bundesgesetzes Ã¼ber die direkte Bundessteuer lesen, sehen Sie, dass die Formulierung wie folgt lautet: &#8220;Von der Steuerpflicht sind befreit: juristische Personen, die Ã¶ffentliche oder gemeinnÃ¼tzige Zwecke verfolgen, fÃ¼r den Gewinn, der ausschliesslich und unwiderruflich diesen Zwecken gewidmet ist. Unternehmerische Zwecke sind grundsÃ¤tzlich nicht gemeinnÃ¼tzig.&#8221; Ich meine, dass die Schweiz bzw. die involvierten Kantone sich an das halten, was ihnen von Artikel 56 vorgegeben wird. Ich versuche dies wie folgt zu begrÃ¼nden:</p><p>Es sind zwei Zwecke, die mÃ¶glich sind, damit eine Steuerbefreiung erfolgen kann, nÃ¤mlich der Ã¶ffentliche Zweck und der gemeinnÃ¼tzige Zweck. Ich meine, dass hier der Ã¶ffentliche Zweck im Vordergrund steht. Hier sind folgende Fragen zu stellen: Betrachten wir Sport, ganz allgemein gesagt, als einen Ã¶ffentlichen Zweck? Ich glaube, dass man dies bezÃ¼glich desjenigen Sports, der von Amateuren betrieben wird, der eben diese kantonalen Schwing- und Jodlerfeste betrifft, unzweifelhaft bejahen sollte, und ich verstehe die Kantone nicht, die dies anders sehen. Die Frage, die sich aber hier stellt, ist eine etwas andere. GehÃ¶rt auch der &#8211; ich nenne ihn mal so &#8211; &#8220;grosse Sport&#8221; dazu, also derjenige Sport, der auf weltweites Interesse stÃ¶sst? Im Vordergrund stehen hier diejenigen Sportarten, die grosse Zuschauermassen zu mobilisieren pflegen, wie Fussball und die meisten derjenigen Sportarten, die an der Olympiade gepflegt werden. Kann man nun sagen, dieser Show-Sport &#8211; wenn wir das vielleicht auch etwas pointiert sagen wollen &#8211; habe noch einen Ã¶ffentlichen Zweck?</p><p>Ich persÃ¶nlich meine, dass man diese Frage bejahen muss.</p><p>Es gibt wahrscheinlich keine menschliche TÃ¤tigkeit, die nicht irgendwie durch Vorbilder beeinflusst wird. Es liegt im Ã¶ffentlichen Interesse, dass Grossveranstaltungen stattfinden, eben deshalb, weil sie den einfachen Menschen &#8211; neben der Befriedigung von Show-GelÃ¼sten &#8211; auch dazu animieren, sich mit Sport zu beschÃ¤ftigen. So gesehen sind VerbÃ¤nde, die sich um solche GrossanlÃ¤sse kÃ¼mmern, VerbÃ¤nde, die Ã¶ffentliche Zwecke verfolgen.</p><p>Die Frage ist nun: Ist das Gebaren der Leiter, der zentralen Figuren, die in diesen VerbÃ¤nden eine Rolle spielen, ein Grund dafÃ¼r, dies anders zu sehen? Ich glaube, wir mÃ¼ssen auch hier eine gewisse Fairness walten lassen. Diese Grossveranstaltungen finden mit verschiedensten Involvierten statt. Es sind Staaten mit ihren FunktionÃ¤ren, aber auch mit ihren Ministern und Staatschefs daran beteiligt. Es sind Medienunternehmen daran beteiligt, bei denen extrem gewiefte GeschÃ¤ftsherren mit den VerbÃ¤nden darÃ¼ber zu verhandeln haben, wie die Medienrechte verkauft werden. Also ist es doch notwendig, dass in diesen Gremien Personen tÃ¤tig sind, die in der Lage sind, auf gleicher Ebene mit diesen Leuten zu verhandeln. Diese Leute brauchen auf der einen Seite Kompetenz, sie brauchen aber auch ein gewisses Know-how im Umgang und im Verhalten.</p><p><strong>SelbstverstÃ¤ndlich kann man sagen, ein Boss der Fifa oder der Uefa oder des Olympischen Komitees kÃ¶nne, wenn er zum Beispiel nach Kapstadt reise, auch in der Pension Abendsonne Ã¼bernachten. Aber irgendwie wÃ¼rde das Ganze dann nicht mehr verstanden. Dass Personen solcher weltweit tÃ¤tigen Organisationen sich im Verhaltenskodex dem anpassen, was Staatsleute und Medienleute eben auch tun, scheint meines Erachtens nur verstÃ¤ndlich. </strong></p><p>Wir dÃ¼rfen hier nicht pÃ¤pstlicher als der Papst sein und vor den RealitÃ¤ten kapitulieren. Wichtig ist, dass diejenigen Leute, die an der Spitze solcher Organisationen stehen, kompetent sind, denn die Organisation solcher AnlÃ¤sse ist extrem schwierig.</p><p>Ein nÃ¤chster Punkt &#8211; wenn solche Organisatoren den infrage kommenden LÃ¤ndern Auflagen bezÃ¼glich Sicherheit usw. machen, wÃ¤re das ein Grund, ihnen die Steuerbefreiung zu entziehen -: Sehen Sie, diese Organisationen stehen vor der Situation, dass die Interessenten, welche solche Weltschauspiele veranstalten wollen, Schlange stehen. Die FunktionÃ¤re dieser Organisationen sind an sich bedacht, aus dem, was sie tun, ein gewisses Maximum herauszuholen. Das ist eine wirtschaftliche BanalitÃ¤t, die, wenn sie nicht gehandhabt wÃ¼rde, ihnen allenfalls zum Vorwurf gemacht wÃ¼rde. Denn &#8211; nun kommt das Entscheidende -: All das Geld, das die Fifa, die Uefa und das Olympische Komitee einnehmen, wird nicht fÃ¼r irgendwelche dubiosen HintermÃ¤nner, EigentÃ¼mer oder was auch immer bezahlt, sondern es wird fÃ¼r den Sport wiederverwendet. Ich bin zu wenig im Sport drin, um zu wissen, was genau gemacht wird. Ich weiss aber, dass insbesondere die Fifa weltweit die nationalen FussballverbÃ¤nde unterstÃ¼tzt und damit wahrscheinlich die Voraussetzungen fÃ¼r Hunderttausende von jungen Leuten schafft, Ã¼berhaupt Fussball spielen zu kÃ¶nnen.</p><p>Dies zusammengefasst lÃ¤sst mich die Aussage wagen, dass die Schweiz rechtlich richtig vorgeht, wenn sie eine Steuerbefreiung bejaht. Ich sage nicht, dass allenfalls auch eine andere rechtliche Betrachtungsweise mÃ¶glich sein kÃ¶nnte. Entscheidend aber ist, dass auch diejenige, die heute in der Schweiz gehandhabt wird, mÃ¶glich ist. Wenn solche Situationen bestehen, muss man sich eben doch die Frage stellen: DÃ¼rfen auch gewisse nationale Interessen berÃ¼cksichtigt werden, die uns, wie von den Vorrednern gesagt, eben doch einiges bringen? Auch ich meine, dass man diese Frage bejahen sollte. Ich stelle mir vor, wie es wÃ¤re, wenn beispielsweise eine dieser grossen Organisationen die Schweiz verlassen wÃ¼rde. Es wÃ¤re dies wahrscheinlich der Anlass fÃ¼r verschiedene Parlamentarier, eine Motion oder Interpellation folgenden Inhalts einzureichen: War es nicht mÃ¶glich zu verhindern, dass das so geschehen ist? Darum meine ich, dass der Bundesrat gut daran tut, so er sich da Ã¼berhaupt engagiert, die Steuerbefreiung der grossen, weltweit tÃ¤tigen VerbÃ¤nde weiterhin zu bejahen.Â Â Â Â <br
/> Â <br
/> <strong>Merz Hans-Rudolf, BundesprÃ¤sident:</strong> Es ist so, dass das Bundesgesetz Ã¼ber die direkte Bundessteuer konkrete EinschrÃ¤nkungen des Grundsatzes der Besteuerung zulÃ¤sst, namentlich in dem von Herrn Kuprecht erwÃ¤hnten Artikel 56. Nun ist es so, dass verschiedene kantonale SteuerbehÃ¶rden den Begriff der GemeinnÃ¼tzigkeit, der der Idee zugrunde liegt, extensiv auslegen. Daher gab es die Situation &#8211; schon vor dem Entscheid des Bundesrates -, dass SportverbÃ¤nde mehrheitlich von der direkten Bundessteuer befreit wurden, namentlich auch im Hinblick auf die Zwecke, die sie erfÃ¼llen. Ich glaube, das ist alles von Ihnen gesagt worden. Ich habe eigentlich dieser Diskussion nicht sehr viel beizufÃ¼gen, aber ich mÃ¶chte sie noch illustrieren.</p><p>Sie mÃ¼ssen zwei Dinge auseinanderhalten: Das eine sind die SportverbÃ¤nde, das andere sind die Veranstaltungen; das sind zwei Dinge. Die SportverbÃ¤nde sind gewissermassen Dachorganisationen oder eine Art Holdings, die sich aus verschiedenen nationalen Anliegen, Delegierten, SubverbÃ¤nden zusammensetzen und irgendwo eine Zentrale haben. Das typischste Beispiel in der Schweiz ist die Stadt Lausanne. Leider sind jetzt die beiden Vertreter des Kantons Waadt nicht anwesend, sonst kÃ¶nnten sie das noch illustrieren. In der Stadt Lausanne ist das Internationale Olympische Komitee seit Jahren etabliert. Um das Internationale Olympische Komitee herum haben sich etwa zwei Dutzend internationale Organisationen vernetzt und etabliert. In Lausanne und Umgebung sind viele hundert ArbeitsplÃ¤tze von Angestellten dieser Organisationen, und diese haben alle ihre Steuern zu entrichten. Das sind Einkommen natÃ¼rlicher Personen, die besteuert werden. Es ist aber nicht nur das, diese Organisationen beschÃ¤ftigen auch AnwÃ¤lte, sie benutzen AusbildungsstÃ¤tten, Hotels, SeminarrÃ¤ume, Infrastrukturen und den Flughafen. Es sind erwiesenermassen Hunderte von Millionen Franken, die durch diese Organisationen generiert werden. All diese Dienstleistungen werden besteuert, ausser eben bei der Holding, wenn man so sagen kann.</p><p>Die Holding &#8211; das ist die internationale Dachorganisation des Sportverbandes &#8211; ist von der Steuer befreit, aber alles andere wird normal besteuert.<br
/> Das andere sind die Events, die Veranstaltungen. Wenn irgendwo eine Europameisterschaft stattfindet, dann wird dieses Turnier besteuert. Da gibt es Mehrwertsteuer, die Gewinnsteuer, und wenn die Fussballer je nachdem Gewinne erzielen, sind das Einkommen, und dann gibt es verschiedene Einkommenssteuersysteme; wir hatten bei der Euro 2008 mit Ã–sterreich die ganze Sache international zu regeln. Aber diese Fussballer sind nicht steuerfrei. Es ist nur die Frage, wie die internationale AnknÃ¼pfung gehandhabt wird und in welchem Land sie steuern.</p><p>Es gibt gelegentlich die Situation &#8211; das kennen Sie &#8211; der Pauschalbesteuerung fÃ¼r all diejenigen, die z. B. in verschiedensten LÃ¤ndern Einkommen generieren. Dort ist es zum Teil schwierig, diese Einkommen zu erfassen, weil es AbzÃ¼ge gibt, die in jedem Land wieder etwas anders organisiert sind und am Ende durch den Fiskus nicht prÃ¤zis erfasst werden kÃ¶nnen. FÃ¼r solche FÃ¤lle gibt es dann gelegentlich die Pauschalbesteuerung, die ja bekanntlich wieder ein Thema in sich ist.</p><p><strong>Nun ist es so, wie Herr BÃ¼ttiker gesagt hat: Es gibt internationale Konkurrenz auf diesem Gebiet. Ich muss nicht lange studieren, um Ihnen zu sagen, dass es Standorte wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Singapur, Hongkong gibt &#8211; Sie haben auch Bonn genannt -, die diese VerbÃ¤nde liebend gern bei sich hÃ¤tten. Aber mit diesen VerbÃ¤nden wÃ¼rden Hunderte von Steuerpflichtigen aus der Schweiz abwandern, und sie wÃ¼rden an anderen Orten sogar mit Subventionen empfangen. Diese Gefahr droht.</strong></p><p>Ich glaube deshalb, dass es richtig war, dass der Bundesrat gesagt hat, dass fÃ¼r diese VerbÃ¤nde, fÃ¼r diese Dachorganisationen, fÃ¼r diese Holdings die Steuerbefreiung gilt, nicht aber fÃ¼r all die Mitarbeitenden, die dort beschÃ¤ftigt sind. Damit gelingt es uns, diese VerbÃ¤nde in der Schweiz zu halten. Ob wir aber auf alle Zeit die GewÃ¤hr haben, das kann ich nicht versichern. Es ist auch mÃ¶glich, dass andere Staaten gelegentlich sogar mit aktiven Beihilfen versuchen, solche Organisationen aus der Schweiz wegzulocken.</p><p><strong>Es wÃ¤re tragisch, namentlich wenn das Internationale Olympische Komitee unser Land verlassen wÃ¼rde, weil das ganze Netzwerk um dieses IOC herum dann zerfallen wÃ¼rde.</strong></p><p>Vor dem mÃ¶chte ich Sie ebenso eindringlich warnen, wie das Herr BÃ¼ttiker auch schon getan hat. Herr StÃ¤nderat Kuprecht, ich habe volles VerstÃ¤ndnis fÃ¼r Ihre Intervention und ich bin mit Ihnen der Meinung, dass wir diese Steuerbefreiungen immer gut reflektieren mÃ¼ssen. Wir mÃ¼ssen sicher sein, dass wir keine Ãœberlegungsfehler machen.</p><p>Ich darf Ihnen aber versichern, dass wir uns im Hinblick auf diese Situation &#8211; ich habe mich jetzt insbesondere auf das Beispiel Lausanne bezogen &#8211; die Sache nicht leicht gemacht haben. Wir haben diese VerbÃ¤nde angehÃ¶rt, wir haben auch mit dem Regierungsrat des Kantons Waadt gesprochen, wir haben mit einzelnen Organisationen Kontakte gepflegt; Ã„hnliches gilt auch fÃ¼r den Raum ZÃ¼rich, fÃ¼r den Raum Basel und andere Orte. Ich glaube, dass wir hier einen Weg gefunden haben, der es ermÃ¶glicht, diese Organisationen bei uns zu behalten.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/03/10/steuerbefreiungen-fur-sportverbande-2-liebling-schweiz/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>18</slash:comments> </item> <item><title>Steuerbefreiungen fÃ¼r SportverbÃ¤nde</title><link>http://www.jensweinreich.de/2008/12/05/steuerbefreiungen-fur-sportverbande/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2008/12/05/steuerbefreiungen-fur-sportverbande/#comments</comments> <pubDate>Fri, 05 Dec 2008 18:18:59 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[ioc]]></category> <category><![CDATA[sondergesetze fÃ¼r den sport]]></category> <category><![CDATA[steuerbefreiung]]></category> <category><![CDATA[uefa]]></category> <category><![CDATA[schweiz]]></category> <category><![CDATA[sondergesetze]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=2194</guid> <description><![CDATA[LektÃ¼re fÃ¼r zwischendurch, wÃ¤hrend ich mich in die Bootshalle der Yachthafenresidenz zu einem Empfang des Innenministers von Mecklenburg-Vorpommern und scheidenden Chef der Sportministerkonferenz, Lorenz Caffier, begebe. Das &#8211; Achtung, wunderbar &#8211; EidgenÃ¶ssische Departement fÃ¼r Verteidigung, BevÃ¶lkerungsschutz und Sport teilt mit, dass profitorientierte Konzerne wie das IOC, die Fifa oder die UefaÂ auch kÃ¼nftig von der Bundesteuer [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>LektÃ¼re fÃ¼r zwischendurch, wÃ¤hrend ich mich in die Bootshalle der Yachthafenresidenz zu einem Empfang des Innenministers von Mecklenburg-Vorpommern und scheidenden Chef der Sportministerkonferenz, Lorenz Caffier, begebe. Das &#8211; Achtung, wunderbar &#8211; <strong>EidgenÃ¶ssische Departement fÃ¼r Verteidigung, BevÃ¶lkerungsschutz und Sport</strong> teilt mit, dass profitorientierte Konzerne wie das IOC, die Fifa oder die UefaÂ auch kÃ¼nftig von der Bundesteuer befreit sind. So jedenfalls habe ich die heutige <a
href="http://www.vbs.admin.ch/internet/vbs/de/home/documentation/news/news_detail.23681.nsb.html" target="_blank">PresseerklÃ¤rung</a> gelesen. Man sollte es zweimal lesen. Dass mir bei diesem Text das <a
href="http://jensweinreich.de/?p=2072" target="_self">Urteil im ISL-Korruptionsprozess</a> und <a
href="http://jensweinreich.de/?p=2099" target="_self">Jack the Ripper</a> und der <a
href="http://jensweinreich.de/?p=1106" target="_self">Handball-Weltverband</a> und <a
href="http://jensweinreich.de/?p=213" target="_self">King RubÃ©n</a> und die <a
href="http://jensweinreich.de/?p=1163" target="_self">Bekanntschaften vom Blatter Sepp</a> und <a
href="http://jensweinreich.de/?page_id=25" target="_self">anderes</a> <a
href="http://jensweinreich.de/?page_id=27" target="_self">mehr</a> durch den Kopf gehen, ist natÃ¼rlich allein mein Problem. Ich muss die Dinge einfach globaler betrachten. Nicht so einseitig.</p><blockquote><p>Internationale SportverbÃ¤nde sind fÃ¼r die direkte Bundessteuer grundsÃ¤tzlich steuerpflichtig. GestÃ¼tzt auf ihre Auslegung von Art. 56 lit. g DBG haben verschiedene kantonale SteuerbehÃ¶rden die internationalen SportverbÃ¤nde mehrheitlich von der direkten Bundessteuer befreit. Der Bundesrat heisst diese wÃ¤hrend vielen Jahren entwickelte Praxis der Kantone gut.</p><p><span
id="more-2194"></span>Der internationale Sport trÃ¤gt zur VÃ¶lkerverstÃ¤ndigung bei. Sportprogramme sind ein anerkanntes Element der FriedensfÃ¶rderung. Sport vermittelt positive Botschaften und Werte. Dazu gehÃ¶ren Fairplay, Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung sowie FÃ¶rderung der sozialen und kulturellen Integration. Die internationalen SportverbÃ¤nde wirken als Multiplikatoren und leisten bei der Verbreitung dieser Botschaften einen wichtigen Beitrag. Sie unterstÃ¼tzen nationale und lokale Sportorganisationen und leisten so namentlich in den EntwicklungslÃ¤ndern einen wichtigen Beitrag zur Sportentwicklung.</p><p>Die Bedeutung des Standorts Schweiz fÃ¼r die VerbandsfÃ¼hrung des Weltsports ist ausserordentlich. 36 internationale SportverbÃ¤nde, darunter Fussball, Radfahren, Ski, Schwimmen, Rudern, Kunstturnen etc., haben heute ihren Sitz in der Schweiz. Hinzu kommen weitere 21 Sportorganisationen wie etwa das IOK die sich in der Schweiz niedergelassen haben. Die Schweiz will ihre fÃ¼hrende Position im Standortwettbewerb auch in Zukunft behaupten. Vor diesem Hintergrund setzt sich der Bundesrat fÃ¼r attraktive Rahmenbedingungen der internationalen SportverbÃ¤nde ein.</p><p>Auf Ersuchen einzelner Kantone hin und unter BerÃ¼cksichtigung der eingangs erwÃ¤hnten GrÃ¼nde hat der BundesratÂ  beschlossen, die Steuerbefreiung fÃ¼r diese internationalen SportverbÃ¤nde gutzuheissen und die Steuerverwaltungen anzuweisen, diese Steuerbefreiung gesamtschweizerisch gleichermassen anzuwenden.</p><p>Der sachliche Anwendungsbereich der Steuerbefreiung bleibt in zweierlei Hinsicht eingeschrÃ¤nkt. Erstens gilt die nun vom Bundesrat gut geheissene Steuerbefreiung nur fÃ¼r die direkte Bundessteuer. Zweitens gilt sie nur fÃ¼r die dem Internationalen Olympischen Komitee IOK angeschlossenen, in der Schweiz domizilierten, internationalen SportverbÃ¤nde sowie deren in der Schweiz domizilierten internationalen UnterverbÃ¤nde (KonfÃ¶derationen). Die Ã¼brigen Steuern und Abgaben des Bundes (Mehrwertsteuer etc.) sind davon nicht betroffen. Befreit sind nur die Organisationen als solche. Nicht befreit sind natÃ¼rliche Personen (Mitarbeitende, Personen in Gremien, FunktionÃ¤re etc.).</p><p>Adresse fÃ¼r RÃ¼ckfragen: BÃ©atrice Wertli<br
/> Leiterin Kommunikation Bundesamt fÃ¼r Sport BASPO<br
/> Herausgeber: EidgenÃ¶ssisches Departement fÃ¼r Verteidigung, BevÃ¶lkerungsschutz und Sport</p></blockquote> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/12/05/steuerbefreiungen-fur-sportverbande/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>7</slash:comments> </item> <item><title>GrÃ¼ÃŸe von der Russenmafia: Alimsan Tochtachunow</title><link>http://www.jensweinreich.de/2008/10/04/gruse-von-der-russenmafia-alimsan-tochtachunow/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2008/10/04/gruse-von-der-russenmafia-alimsan-tochtachunow/#comments</comments> <pubDate>Sat, 04 Oct 2008 10:28:38 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[alimsan tochtachunow]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[fussball]]></category> <category><![CDATA[ioc]]></category> <category><![CDATA[joseph blatter]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[mafia]]></category> <category><![CDATA[skategate]]></category> <category><![CDATA[uefa]]></category> <category><![CDATA[andrej medwedew]]></category> <category><![CDATA[china club]]></category> <category><![CDATA[eiskunstlauf]]></category> <category><![CDATA[fbi]]></category> <category><![CDATA[fc bayern]]></category> <category><![CDATA[interpol]]></category> <category><![CDATA[jewgeni kafelnikow]]></category> <category><![CDATA[kakha kaladze]]></category> <category><![CDATA[marat safin]]></category> <category><![CDATA[michel platini]]></category> <category><![CDATA[moskau]]></category> <category><![CDATA[pawel bure]]></category> <category><![CDATA[russenmafia]]></category> <category><![CDATA[russland]]></category> <category><![CDATA[salt lake city 2002]]></category> <category><![CDATA[schamil tarpischtschew]]></category> <category><![CDATA[taschkent]]></category> <category><![CDATA[tennis]]></category> <category><![CDATA[usbekistan]]></category> <category><![CDATA[wjatscheslaw koloskow]]></category> <category><![CDATA[zenit st. petersburg]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=1163</guid> <description><![CDATA[Angestachelt von der Frage, ob das Uefa-Pokalspiel Zenit gegen Bayern verschoben worden sein kÃ¶nnte, habe ich mich ein wenig umgesehen. Und da sind mir diese Fotos aufgefallen, die sicher Ã¼berhaupt nichtÂ in einem Zusammenhang stehen zu denÂ Meldungen dieser Tage, die aber verwirren. Vier FuÃŸballfreunde: Joseph Blatter, der tadellose Fifa-PrÃ¤sident; Wjatscheslaw Koloskow,Â Exekutivmitglied des FuÃŸball-Weltverbandes Fifa; und Alimsan [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Angestachelt von der Frage, ob das Uefa-Pokalspiel Zenit gegen Bayern <a
href="http://jensweinreich.de/?p=1143" target="_self">verschoben worden sein kÃ¶nnte</a>, habe ich mich ein wenig umgesehen. Und da sind mir diese Fotos aufgefallen, die sicher Ã¼berhaupt nichtÂ in einem Zusammenhang stehen zu denÂ Meldungen dieser Tage, die aber verwirren. Vier FuÃŸballfreunde: Joseph Blatter, der tadellose Fifa-PrÃ¤sident; Wjatscheslaw Koloskow,Â Exekutivmitglied des FuÃŸball-Weltverbandes Fifa; und Alimsan Tochtachunow, ein &#8211; tut mir echt leid, das so formulieren zu mÃ¼ssen &#8211; mutmaÃŸlicher Schwerverbrecher. Ebenfalls zugegen: Michel Platini, Fifa-Exekutivler und seit 2007 PrÃ¤sident der EuropÃ¤ischen FuÃŸball-Union (Uefa). Ein Screenshot der Fotos der Zeitung <a
href="http://www.kommersant.ru" target="_blank">Kommersant</a>:</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-1218" title="kommersant-screen" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/10/kommersant-screen.jpg" alt="" width="500" height="304" /></p><p>Ich weiÃŸ nicht, ob Joseph Blatter genau wusste, mit wem er da das Glas erhob. Ich werde ihn mal fragen. Es muss ein spaÃŸiger Abend gewesen sein, im Januar 2005 im China Club an der Uliza Krasina 21 in Moskau. Der China Club wirbt Ã¼brigens so:</p><blockquote><p>The restaurant, decorated in Truggelmann style instantly became a symbol of classic luxury. And a place with a <strong>high concentration of enormous wealth and unlimited power. Deals worth millions were concluded there and destinies were ruled</strong>. The restaurantâ€™s story would suffice for a novel, historical or culinary.</p></blockquote><p>Blatter, Platini und Koloskow sind als Fifa-FunktionÃ¤re gewissermaÃŸen StammgÃ¤ste in diesem Blog. Alimsan Tochtachunow, ehemals Kicker bei Pachtakor Taschkent und heute PrÃ¤sident der Russian Soccer Foundation,Â habe ich bislang noch nicht erwÃ¤hnt, obwohl er doch, nun ja, zu meinen Lieblingsmafiosi zÃ¤hlt. Er sieht gut erholt aus auf den Fotos der russischen Zeitung Kommersant. Auf dem Fahndungsfoto von <a
href="http://www.interpol.int/public/data/wanted/notices/data/1993/98/1993_31998.asp" target="_blank">Interpol</a>, das ist eine jener blÃ¶den BehÃ¶rden, mit denen FuÃŸballfunktionÃ¤re nichts zu tun haben mÃ¶chten, ist er nicht so gut getroffen. Aber das liegt vielleicht in der Natur der Sache:</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-1170" title="alik-interpol" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/10/alik-interpol.jpg" alt="" width="500" height="347" /></p><p>Das FBI brachteÂ Alik, wie Tochtachunow von seinen Freunden genannt wird, mit zahlreichen Verbechen in Verbindung &#8211; und mit strammen <a
href="http://en.wikipedia.org/wiki/Russian_mafia" target="_blank">Syndikaten</a> der Russenmafia. Nur ein kleiner Ausschnitt von mehreren Seiten Fahndungsmaterial:<span
id="more-1163"></span></p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-1173" title="fbi-quote1-alik" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/10/fbi-quote1-alik.jpg" alt="" width="500" height="119" /></p><div><p>Inzwischen ist <a
href="http://en.wikipedia.org/wiki/Vyacheslav_Ivankov" target="_blank">Wjatscheslaw Iwankow</a> &#8211; Japontschik, der &#8220;kleine Japaner&#8221; &#8211; wieder ein freier Mann. Sofern sich seine Spuren verfolgen lassen, lebt er jetzt in der Karibik, auf den Cayman Islands. Alik Tochtachunow, auch Taiwantschik genannt (der kleine Taiwanese), konnte seine Auslieferung an die USA erfolgreich verhindern. Er lebt jetzt im legendÃ¤ren <a
href="http://www.peredelkino-land.ru/eng/index.shtml" target="_blank">Peredelkino</a> und bleibt dem FuÃŸballgeschÃ¤ft treu verbunden,Â Ã¼ber zahlreiche Freunde und Bekannte wie Fifa-Mann Koloskow, Kakha Kaladze (AC Mailand) oder Schamil Tarpischtschew, seinen Schul- und FuÃŸballkumpel. Tarpischtschew war in den neunziger Jahren Tennislehrer von Boris Jelzin und stieg damals gleich zum Sportminister auf, IOC-Mitglied wurde er ebenfalls. Er war mit verantwortlich, dass einige Milliarden Dollar aus dem Nationalen Sportfond spurlos verschwanden. Egal, er blieb im IOC und berÃ¤t heute Moskaus BÃ¼rgermeister Juri Luschkow. Weltweit wurde Tarpischtschew als KapitÃ¤n der russischen Tennisteams (Davis Cup und Fed Cup) bekannt, der Ã¶fter mal Schwierigkeiten mit einem US-Visum bekommt. Ãœber Schamil Tarpischtschew, der imÂ Januar 2005 ebenfalls im China Club war,Â habe ich mir schon die Finger wund geschrieben. Doch zurÃ¼ck zum kleinen Taiwanesen.</p><p>Tochtachunow lebte in den neunziger Jahren einige Zeit in KÃ¶ln,Â Paris und Tel AvivÂ und stieg in Windeseile zum MultimillionÃ¤r auf. Gerade seine Zeit in Deutschland wurde vom Mafia-Rechercheur <a
href="http://juergen-roth.com/" target="_blank">JÃ¼rgen Roth</a> in mehreren BÃ¼chern ausfÃ¼hrlich beschrieben. Tochtachunows erstklassige Verbindungen zu russischen Sportstars wie dem Eishockeyspieler Pawel Bure, den Tennisspielern Jewgeni Kafelnikow, Andrej Medwedew und Marat Safin oder der EistÃ¤nzerin Marina Anissina sind bestens belegt. Im Jahr 2002 wurde Alik, der bis dahin nur Insidern bekannt war, wie es sich fÃ¼r einen Mann seines Schlages gehÃ¶rt, durch das <a
href="http://en.wikipedia.org/wiki/2002_Olympic_Winter_Games_figure_skating_scandal" target="_blank">Skategate</a> von Salt Lake City zum Weltstar. In einer spektakulÃ¤ren Aktion gegen die Mafia (Aktion Spinnennetz) wurde er im Sommer 2002 in Italien festgesetzt, doch nach einigen Monaten kam er frei und flÃ¼chtete nach Moskau. Die Amerikaner hÃ¤tten ihn gern gehabt und, wenn ich richtig gezÃ¤hlt habe, fÃ¼r etwa 25 Jahre ins GefÃ¤ngnis gesteckt.</p><p><object
classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="349" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param
name="allowFullScreen" value="true" /><param
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type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/v/yQww4LzujqE&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;border=1" allowfullscreen="true"></embed></object></p><p>John Barr und William Weinbaum vom amerikanischen Sportsender ESPN besuchten Alik im FrÃ¼hjahr 2008 in Moskau. Auf der ESPN-Webseite ist zwar kein Video des Beitrags mehr verfÃ¼gbar, doch die Geschichte fasst das Skategate noch einmal gut zusammen: <a
href="http://sports.espn.go.com/oly/columns/story?id=3352977" target="_blank">Wanted man: &#8216;Little Taiwanese&#8217; and his big role in an Olympics scandal</a>.Â Als ergÃ¤nzende LektÃ¼re hier die <a
href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/10/us-vs-tochtachunow-anklage.pdf" target="_blank">Anklageschrift</a> aus New York inklusive einiger Passagen aus denÂ TelefonprotokollenÂ (pdf, 500 kb). Tochtachunow sagt natÃ¼rlich:</p><blockquote><p>&#8220;That all that&#8217;s being written about me is completely untrue.&#8221;</p></blockquote><p>Das soll&#8217;s erstmal gewesen sein. Ãœber Alik Taiwantschik TochtachunowÂ und seine Netzwerke im Sport ist noch viel mehr zu sagen. Vielleicht interessiert das ja auch Blatter und Platini, die ihn im Moskauer China Club trafen.Â Fifa-Sepp bekÃ¤mpft ja, wie wir wissen, einmalig konsequent Korruption und andere Verbrechen. Und Platini will, wenn man dem Uefa-Sprecher glauben darf,Â <a
href="http://www.socceramerica.com/index.cfm?fuseaction=Articles.showArticleHomePage&amp;art_aid=28756" target="_blank">ganz genau hinschauen</a>, ob da irgendwas war bei Zenit-Spielen mit der Mafia. Ich meine, Blatter und Platini kÃ¶nnten sich ja mal bei den richtigen Leuten in Russland erkundigen.</p><p>Nachtrag: Wenn ich es mir recht Ã¼berlege, kÃ¶nnte ich nochmal das <span
style="text-decoration: line-through;">Marlon-Brando</span><a
href="http://jensweinreich.de/?p=1126" target="_self">Blatter-Zitat</a> vom Mittwoch bringen. Scheint zu passen:</p><blockquote><p
style="text-align: center;"><strong>â€œWenn wir Probleme haben in der Familie, dann lÃ¶sen wir die Probleme in der Familie und gehen nicht zu einer fremden Familie. Alles, was im FuÃŸball passiert, und alle Schwierigkeiten, die im FuÃŸball sind, sollen innerhalb der fuÃŸballerischen Gerichtsbarkeit oder Rechtsprechung gelÃ¶st werden und nicht vor ordentliche Gerichte gebracht werden.<br
/> Das ist nicht mehr unsere Familie.â€?</strong></p></blockquote></div> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/10/04/gruse-von-der-russenmafia-alimsan-tochtachunow/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> </item> <item><title>Und es sprach Sepp Blatter&#8230;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2008/09/30/und-es-sprach-sepp-blatter/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2008/09/30/und-es-sprach-sepp-blatter/#comments</comments> <pubDate>Tue, 30 Sep 2008 14:50:05 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[em 2012]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[ioc]]></category> <category><![CDATA[joseph blatter]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[uefa]]></category> <category><![CDATA[fuÃŸball]]></category> <category><![CDATA[michal listkiewicz]]></category> <category><![CDATA[polen]]></category> <category><![CDATA[pzpn]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=1126</guid> <description><![CDATA[&#8220;Wenn wir Probleme haben in der Familie, dann lÃ¶sen wir die Probleme in der Familie und gehen nicht zu einer fremden Familie. Alles, was im FuÃŸball passiert, und alle Schwierigkeiten, die im FuÃŸball sind, sollen innerhalb der fuÃŸballerischen Gerichtsbarkeit oder Rechtsprechung gelÃ¶st werden und nicht vor ordentliche Gerichte gebracht werden. Das ist nicht mehr unsere [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<blockquote><p
style="text-align: center;">&#8220;Wenn wir Probleme haben in der Familie, dann lÃ¶sen wir die Probleme in der Familie und gehen nicht zu einer fremden Familie. Alles, was im FuÃŸball passiert, und alle Schwierigkeiten, die im FuÃŸball sind, sollen innerhalb der fuÃŸballerischen Gerichtsbarkeit oder Rechtsprechung gelÃ¶st werden und nicht vor ordentliche Gerichte gebracht werden.<br
/> Das ist nicht mehr unsere Familie.&#8221;</p><p><em><strong>Joseph Blatter</strong>, u. a. TrÃ¤ger des Olympischen Ordens, Ehrenmitglied des Schweizerischen Fussballverbandes SFV, TrÃ¤ger des &#8220;Order of Good Hope&#8221; der Republik SÃ¼dafrika, Ritter des Sultanats von Pahang (Malaysia),Â TrÃ¤ger des &#8220;Grand Cordon du Wissam Alaouite&#8221; von Marokko der &#8220;Medalla al MÃ©rito Deportivo &#8221; von Bolivien und des &#8220;Grand Cordon de l&#8217;Ordre de la RÃ©publique Tunisienne&#8221; von Tunesien, &#8220;International Humanitarian of the Year&#8221;, EmpfÃ¤nger des &#8220;American Global Awards for Peace&#8221;, EmpfÃ¤nger des Ranges des GroÃŸoffiziers von Wissam Al Arch (Marokko), EmpfÃ¤nger der UEFA-Verdienstorden in Diamant, EmpfÃ¤nger der Verdienstorden von Jemen, Ritter der franzÃ¶sischen Ehrenlegion, EmpfÃ¤nger des &#8220;Ordens der zwei Nile&#8221; des Sudans, &#8220;Commandeur de L&#8217;Ordre National du 27 Juin 1977â€³ von Djibouti, Honorary Doctor of Arts, De Montfort University (Leicester), EhrendoktorwÃ¼rde in Philosophie der Nelson Mandela Metropolitan University in Port Elizabeth, EhrenbÃ¼rger seines Heimatortes Visp, Ehrenmitglied von Real Madrid, TrÃ¤ger des Ordens des Nationalen Olympischen Komitees von Belarus, TrÃ¤ger des Ordens Jarowslas des Weisen (Ukraine), TrÃ¤ger des &#8220;Dustlik&#8221;-Ordens (Usbekistan), TrÃ¤ger des Danaker-Ordens (Kirgisistan), TrÃ¤ger der &#8220;Crown of Peace&#8221; (Indien), Dr. h.c. Internationale UniversitÃ¤t Genf, TrÃ¤ger des Ordens Francisco de Miranda &#8211; Primera Clase, Palace Miraflores, Venezuela,Â Ehrendoktor der aserbaidschanischen Staatsakademie fÃ¼r KÃ¶rperkultur und Sport, TrÃ¤ger des Ehrendiploms von Ilham Aliyev, StaatsprÃ¤sident Aserbaidschan, EhrenbÃ¼rger von Bangkok, Ehrendoktor im Bereich Sportmanagement an der Chandrakasem Rajabhat UniversitÃ¤t in Bangkok, TrÃ¤ger des Ehrenordens des KÃ¶nigreichs Bahrain</em></p></blockquote><p>Und Amen. Das Zitat ist selbstverstÃ¤ndlich nicht erfunden. So hat er es mir mal in einem <a
href="http://jensweinreich.de/?page_id=29" target="_self">Interview</a> gesagt. Er meint das ganz ernst. Familienbande sind wichtiger als die Abseitsregel.Â Er <a
href="http://jensweinreich.de/?p=157" target="_self">schÃ¼tzt</a> <a
href="http://jensweinreich.de/?page_id=31" target="_self">seine</a> <a
href="http://jensweinreich.de/?p=167" target="_self">Familienmitglieder</a>.Â Was auch <a
href="http://jensweinreich.de/?p=242" target="_self">passiert</a>, und es passiert im FuÃŸball ja einiges.Â Um mal nur das K-Wort zu nennen: Korruption. SelbstverstÃ¤ndlich dÃ¼rfen auch die <a
href="http://www.zeit.de/online/2008/39/uefa-europameisterschaft-2012-polen-ukraine-platini-listkiewicz?page=all" target="_blank">Versager</a> im polnischen FuÃŸballverband um Michal Listkiewicz auf Blatters Milde setzen. Wann immer sich eine fremde Instanz, oder um mit Sepp dem GroÃŸen zu sprechen: eine &#8220;fremde Familie&#8221;, einmischt, wird ein pawlowscher Reflex ausgelÃ¶st in ZÃ¼rich und Nyon. Am Tag, nachdem Polens Sportminister die VerbandsfÃ¼hrung entmachtet hat, meldet sich die Fifa erwartungsgemÃ¤ÃŸ:</p><blockquote><p><strong>FIFA and UEFA do not recognise appointment of &#8220;administrator&#8221; of Polish FA</strong></p><p>FIFA and UEFA have been informed of the events on 29 September that have affected the Polish football association (PZPN). In this regard, FIFA and UEFA would like to state the following:<span
id="more-1126"></span></p><ul><li>FIFA and UEFA do not recognise either the decision by the arbitration court of the Polish National Olympic Committee, or the appointment of an &#8220;administrator&#8221; of the PZPN.</li><li>FIFA and UEFA continue to recognise the current leadership of the PZPN chaired by Michal Listkiewicz as the only legitimate authority to run football in Poland and to represent it internationally.</li><li>As a consequence, any letter, correspondence and/or communication that is not signed by the legitimate and FIFA-UEFA-recognised leadership, or that is signed under the authority of Mr Robert Zawlocki, will be ignored and considered irrelevant.</li><li>FIFA and UEFA will contact the IOC to assess the situation of the Polish NOC and the violation of fundamental principles of the Olympic and sporting movement, such as the principle of the autonomy of sports federations.</li></ul><p>This information has been communicated to Mr Listkiewicz in a formal letter signed jointly today by the Presidents of FIFA and UEFA.</p><p>FIFA and UEFA will immediately start joint consultation to decide the measures to be taken regarding the PZPN and the future of Polish football, and to be proposed to the forthcoming meeting of the FIFA Executive Committee scheduled to take place in Zurich on 23-24 October, as well as to the UEFA Emergency Panel, which will be convened around the same dates.</p></blockquote><p>Es wÃ¤re nicht das erste Mal, dass die Fifa jene bestraft, die sich aufrÃ¤umen. Was lernen wir daraus? &#8220;Fundamental principles of the Olympic and sporting movement&#8221; werden nur von jenen verletzt, die ein bisschen ausmisten wollen.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/09/30/und-es-sprach-sepp-blatter/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>7</slash:comments> </item> </channel> </rss>
