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> <channel><title>jens weinreich &#187; udiocm</title> <atom:link href="http://www.jensweinreich.de/category/udiocm/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.jensweinreich.de</link> <description>don&#039;t mix politics with games</description> <lastBuildDate>Sun, 05 Feb 2012 22:16:51 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>Notizen von den Jugendspielen</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/08/13/notizen-von-den-jugendspielen/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/08/13/notizen-von-den-jugendspielen/#comments</comments> <pubDate>Fri, 13 Aug 2010 18:22:32 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[chung mong-joon]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[gudrun doll-tepper]]></category> <category><![CDATA[ioc]]></category> <category><![CDATA[joseph blatter]]></category> <category><![CDATA[nordkorea]]></category> <category><![CDATA[olympische jugendspiele]]></category> <category><![CDATA[singapur 2010]]></category> <category><![CDATA[thomas bach]]></category> <category><![CDATA[udiocm]]></category> <category><![CDATA[ulf tippelt]]></category> <category><![CDATA[yog]]></category> <guid
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href="http://www.jensweinreich.de/2010/08/13/notizen-von-den-jugendspielen/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p><p>Schaun mer mal.</p><p>Einige Notizen, bevor es morgen hier richtig los geht und ich mindestens eine sehr hÃ¼bsche Exklusivgeschichte breitwalze, das darf ich schon mal sagen.Â ZunÃ¤chst etwas Selbstreferentielles: Martin Krebbers fÃ¼hrte auf <a
title="Deutschlandradio" href="http://www.dradio.de" target="_blank">DRadio Wissen</a> ein Interview mit mir zu den ersten Olympischen Jugendspielen.</p><p><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/08/13/drw_201008131202_martin_krebbers_im_gespraech_mit_a2dda9f2.mp3" target="_self">:</a></p><p>ErgÃ¤nzend ein GesprÃ¤ch mit Michael Behringer von der Sporthochschule KÃ¶ln:</p><p><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/08/13/drw_201008130802_interview_dr_michael_behringer_ue_52558a4b.mp3" target="_self">:</a></p><p>Ein Beitrag von der <a
title="Frischzellenkur fÃ¼r das Olympia-Business" href="http://www.jensweinreich.de/2010/08/11/frischzellenkur-fur-das-olympia-business/" target="_self">Begegnung mit meinem Freund Sepp</a> vorgestern:</p><blockquote><p>Er ist immer einer der ersten. Rechtzeitig vor Ort zu sein, kann nie schaden, sagt Joseph Blatter. Bei Kongressen seines FuÃŸball-Weltverbandes (FIFA) ist er stets zwei Stunden vorher im Saal. Er macht Stellproben, testet das Mikrofon und â€žwill die AtmosphÃ¤re fÃ¼hlenâ€œ. Dieses simple Prinzip der guten Vorbereitung hat ihm so manches Mal aus der Patsche geholfen. Auch zu den Olympischen Jugendspielen ist Blatter zeitig nach Singapur gekommen, vier Tage vor der ErÃ¶ffnung. PrÃ¤zise betrachtet beginnen aber diese ersten Youth Olympic Games nicht erst am Sonnabend mit einer groÃŸen Show in einem schwimmenden Stadion in der Marina Bay, sondern bereits am Donnerstag â€“ mit den ersten Spielen des FuÃŸballturniers. Die FuÃŸballer machen ja auch bei Olympia stets eine Ausnahme und kicken vor der ErÃ¶ffnungsfeier.</p><p>Blatter ist, wenn man so will, ein richtiger Olympier. Er hat ungezÃ¤hlte Skandale und brenzlige Situationen Ã¼berstanden, er ist ÃœberlebenskÃ¼nstler. Und er kennt seinen Coubertin. Den IOC-GrÃ¼nder zitiert er in FranzÃ¶sisch. Diese Jugendspiele bringen wirklich die Jugend der Welt zusammen, sagt er. So wie es Coubertin gewollt habe. Andere IOC-Mitglieder hatten zuvor schon die EinfÃ¼hrung der Olympischen Jugendspiele (durch IOC-PrÃ¤sident Jacques Rogge) auf eine Ebene gestellt mit der EinfÃ¼hrung der modernen Olympischen Spiele (durch Coubertin). Blatter beherrscht dieses Spiel. In Singapur, sagt er, â€žkÃ¶nnen die 3.600 Jungen und MÃ¤dchen diskutieren und eine bessere Zukunft aufbauenâ€œ. VoilÃ .</p><p>Es wurde viel debattiert Ã¼ber die Jugendspiele, auch in der FIFA. Denn Blatters Verband hatte den MÃ¤dchen aus dem Iran die Teilnahme an den Jugendspielen zunÃ¤chst verweigert. Kopftuchverbot: Sie durften nicht mit dem Hijab spielen. Das Thema machte etliche Wochen Schlagzeilen. SchlieÃŸlich wurde die Disqualifikation zurÃ¼ckgezogen und als Kompromiss ausgehandelt, dass die Iranerinnen mit einer Art Kappe spielen â€“ zum ersten Mal am Donnerstag gegen die TÃ¼rkei, beim eigentlichen Auftakt der Jugendspiele. IOC-Boss Rogge hat kÃ¼rzlich in einem Interview mit der Zeitung &#8220;Tagesspiegel&#8221; erklÃ¤rt, die FIFA habe befÃ¼rchtet, â€ždass durch einen Schleier jemand gewÃ¼rgt werden kÃ¶nnteâ€œ. Die VerbÃ¤nde, auch die FIFA wÃ¼rden die kulturellen Gewohnheiten berÃ¼cksichtigen. Auf den Kopftuchstreit geht Blatter am Mittwoch in Singapur in seiner Nobelabsteige St. Regis nicht weiter ein.</p><p>Die FIFA kommt den Vorstellungen des IOC-PrÃ¤sidenten, mit den Jugendspielen etwas Neues zu kreieren und nicht die sportliche HÃ¶chstleistung in den Vordergrund zu stellen, durchaus nahe. <a
title="www.fifa.com" href="http://de.fifa.com/mensyoutholympic/index.html" target="_blank">Das beweist schon das Teilnehmerfeld.</a> Bei den MÃ¤dchen: TÃ¼rkei, Iran, Chile, Trinidad, Papua-Neuguinea und Ã„quatorial-Guinea. Bei den Jungen: Bolivien, Montenegro, Haiti, Singapur, Simbabwe und Vanuatu. Die KontinentalverbÃ¤nde durften ihre Vertreter benennen, eine Art Qualifikation gab es nur in Europa. Ein Journalist aus Singapur fragt, ob es nicht besser gewesen wÃ¤re, einige der groÃŸen FuÃŸballnationen dabei zu haben. Dann wÃ¼rden sich die Tickets besser verkaufen. Blatter sagt, das wÃ¼rde â€ždem Geist dieser Jugendspiele widersprechenâ€œ.</p><p>Ausgerechnet der PrÃ¤sident des mit Steuerfreiheit gesegneten und stets mit juristischer Wucht agierenden Geldmacher-Konzerns FIFA erklÃ¤rt:</p><p><strong>â€žHier geht es nicht darum, Geld zu machen. Es geht um die Teilnahme! Ich wÃ¼rde sogar  die Stadiontore Ã¶ffnen! Wer zuschauen will, soll rein dÃ¼rfen!â€œ</strong></p><p><strong> </strong>Singapurs FuÃŸball-PrÃ¤sident Zainudin Nordin schaut nicht gerade glÃ¼cklich, als er das hÃ¶rt. Aber vielleicht spendiert Blatter in seiner altruistischen GÃ¼te den Gastgebern, deren Budget sich vervielfacht hat, einige Millionen.</p><p>Als er genug gepredigt hat, kommt Blatter doch wieder auf das TagesgeschÃ¤ft zu sprechen. Etwa auf jene beunruhigenden Meldungen aus Nordkorea, wonach dort die Spieler der WM-Mannschaft und deren Trainer Kim Jong-Hun Ã¶ffentlich gedemÃ¼tigt und mit Strafarbeit belegt worden sein sollen. Sogar von Folter war die Rede.</p><p>Blatter sagte, die FÃ¼hrung des nordkoreanischen FuÃŸballverbandes sei von der ParteifÃ¼hrung nach den drei Niederlagen bei der WM in SÃ¼dafrika ausgewechselt worden. Er habe am Dienstag der neuen FÃ¼hrung geschrieben und um AufklÃ¤rung gebeten. Asiens Verbandschef Mohamed Bin Hammam (Katar) sagte, er sei vor zwei Wochen in PjÃ¶ngjang gewesen und habe mit vier WM-Spielern Nordkoreas gesprochen. Den Trainer Kim, dessen Verbleib unklar ist, habe er nicht gesehen. Er kÃ¶nne die Berichte Ã¼ber Folterungen nicht bestÃ¤tigen.</p><p>SÃ¼dkoreas FuÃŸball-Chef Chung Mong-Joon, ein MilliardÃ¤r aus der Hyundai-Dynastie und FIFA-VizeprÃ¤sident, wollte sich zu den Meldungen aus dem Norden nicht Ã¤uÃŸern. Als derart prominenter SÃ¼dkoreaner schweigt er besser. Chung leistet sonst aber eine Menge fÃ¼r die AnnÃ¤herung zwischen den verfeindeten BrÃ¼dern. Und er ist natÃ¼rlich auch der Verbindungsmann der FIFA, um die Situation im Nachbarland zu klÃ¤ren. Da kommt Blatter mit seinen Coubertin-Zitaten nicht weiter.</p></blockquote><p>Den <a
title="Besuch in Nordkorea" href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/10/besuch-in-nordkorea/" target="_self">Nordkorea-Komplex</a> habe ich fÃ¼r den Deutschlandfunk etwas umfassender aufbereitet:</p><p><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/08/11/dlf_20100811_2250_fd8215fa.mp3" target="_self">:</a></p><p>Wobei sehr interessant ist, dass eigentlich die ganze Welt &#8211; alle Nachrichtenagenturen, die ich gelesen habe, und damit auch alle, die diese Texte gedruckt haben &#8211; berichtet hat, die FIFA habe eine Untersuchung eingeleitet. Ich halte das fÃ¼r unkorrekt. Denn Blatter hat sich beim PrÃ¤sidenten des nordkoreanischen FuÃŸballverbandes, der gerade neu von den Parteibonzen eingesetzt hat, mal eben erkundigt, was so lÃ¤uft in Nordkorea. Bezeichnend, dass die FIFA einen Tag spÃ¤ter diese Meldung auf ihre Webseite gestellt hat, die in gewisser Weise die Meldungen von der Blatter-Pressekonferenz konterkariert:</p><blockquote><p><strong>FIFA bestÃ¤tigt Schreiben an den Verband der Korea DVR</strong></p><p>Die FIFA kann bestÃ¤tigen, dass am 11. August 2010 ein Schreiben an den Fussball-Verband der Korea DVR geschickt wurde, in dem um Informationen zu den jÃ¼ngsten Medienberichten und dem auÃŸerplanmÃ¤ÃŸigen Kongress des Verbandes vom 19. Juni 2010 gebeten wird.</p><p>Bis die FIFA eine Antwort vom Verband der Korea DVR erhÃ¤lt, wird sie keine weiteren Stellungnahmen zu diesem Thema abgeben.</p></blockquote><p>Und schlieÃŸlich ein Beitrag von mir aus Singapur von heute Nachmittag:</p><p>Die olympische Welt ist klar strukturiert. Die einen logieren im Luxushotel Ritz-Carlton. Dort begrÃ¼ÃŸt der frisch gewÃ¤hlte ungarische StaatsprÃ¤sident PÃ¡l Schmitt, im Nebenjob Protokollchef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), beschwingt seine Sportkameraden. Die Stabhochspringerin Jelena Isinbajewa, russische Serien-Weltrekordlerin, beweist beim FrÃ¼hstÃ¼cksbuffet (fÃ¼r 24 Euro) gesunden Appetit. In der Lobby nebenan fÃ¼hrt John Fahey, PrÃ¤sident der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) erste Unterredungen. Es ist ein ganz gewÃ¶hnlicher Morgen im olympischen Business â€“ und doch ein besonderer. IOC-PrÃ¤sident Jacques Rogge eilt aus dem Fahrstuhl zur drauÃŸen wartenden Luxuskarosse. Es geht ins Olympische Dorf, wo er sich 30 vom IOC geladenen Nachwuchsreportern zum Interview stellt.</p><p>Im Dorf auf dem GelÃ¤nde der Nanyang-UniversitÃ¤t, zwanzig Kilometer vom Ritz entfernt, kurz vor der Grenze zu Malaysia, wohnen die 3.600 Teilnehmer der ersten Olympischen Jugendspiele. Eine sensationell gepflegte Anlage, die teilweise einem botanischen Garten gleicht. Nur die UnterkÃ¼nfte haben einige der 70 deutschen Sportler Ã¼berrascht. Toiletten auf dem Flur und Gemeinschaftsduschen finden manche gewÃ¶hnungsbedÃ¼rftig. Sie sind von Junioren-Weltmeisterschaften ein anderes Niveau gewohnt. â€žDas kÃ¶nnen sie nicht vergleichenâ€œ, sagt IOC-VizeprÃ¤sident Thomas Bach, â€žbei einer Junioren-WM sind die Sportler in Hotels, hier in einem Dorf, denn nur das schafft eine dichte AtmosphÃ¤re.â€œ</p><p>Die AtmosphÃ¤re ist sehr wichtig bei diesen Jugendspielen. Denn es soll ja, so die Postulate des IOC, nicht nur um Medaillen gehen, sondern um Bildung und Erziehung, um olympische Werte, um den alten Coubertin im dritten Jahrtausend gewissermaÃŸen. Die 14- bis 18-jÃ¤hrigen werden viel feiern in ihrem Dorf. â€žEs fÃ¼hlt sich an wie Olympia, aber mit ganz viel Drumherumâ€œ, sagt die 15-jÃ¤hrige Berliner Wasserspringerin Kieu Trang Duong, die am Sonnabend bei der ErÃ¶ffnungsfeier die deutsche Fahne in ein auf dem Meer schwimmendes Stadion trÃ¤gt.</p><p>Thomas Bach hat als PrÃ¤sident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) die Losung ausgegeben, nicht auf Medaillen zu schauen. â€žIch freue mich fÃ¼r jeden, der seine Leistung bringt und mit sich selbst zufrieden istâ€œ, sagt Bach. Als deutscher Chef de Mission fungiert allerdings der Sachse Ulf Tippelt, und der ist beim DOSB nicht als Bildungsreferent, sondern als Leistungssportdirektor angestellt. â€žIch komme aber aus dem Landessportbund Sachsenâ€œ, fÃ¼hrt Tippelt zu seiner Verteidigung an, â€žund da habe ich sehr wohl mit Jugend- und Breitensport zu tun gehabt.â€œ</p><p><span
id="more-9320"></span>In der Regel sind die Jugendspiele fÃ¼r die deutschen Teilnehmer nicht der JahreshÃ¶hepunkt, sagt Tippelt: â€žDas waren Junioren-Welt- oder Europameisterschaften.â€œ Er schwÃ¶rt geradezu, dass er keine Excel-Charts mit Medaillen und LÃ¤nderpunkten in der Arbeitstasche hat â€“ anders als bei den richtigen Olympischen Spielen. Allerdings berichten einige der 20 olympischen FachverbÃ¤nde, in denen deutsche Sportler beteiligt sind, erstaunt von Anrufen aus der DOSB-Zentrale. Da wurde nach Medaillen-Erwartungen gefragt.</p><p>Tippelt sagt: â€žEs kann Anrufe gegeben haben fÃ¼r die Planung, fÃ¼r den DOSB-PrÃ¤sidenten oder unsere EhrengÃ¤ste.â€œ Wenn VIPs einen Wettkampf besuchen, â€žwÃ¤re es natÃ¼rlich schade, wenn da kein Deutscher teilnimmt und im Finale istâ€œ. Das sei ganz harmlos gewesen. â€žWir haben keinen Leistungs- oder Erfolgsdruck auf die VerbÃ¤nde ausgeÃ¼bt.â€œ Man wolle nicht zu frÃ¼h Erwartungsdruck aufbauen.</p><blockquote><p>â€žDas ist ja gerade die Chance dieser Spiele, dass die Athleten mal ohne Leistungsdruck olympische Luft schnuppern kÃ¶nnen.â€œ</p></blockquote><p>Lernen sollen die Kids auch. Die Organisatoren unterbreiten ein umfangreiches Kultur und Bildungsprogramm. Gudrun Doll-Tepper, DOSB-Vize und ehemals PrÃ¤sidentin des Weltrates fÃ¼r Sportwissenschaft, hat daran mitgewirkt. â€žKritik an den Jugendspielen wurde nicht ausgespartâ€œ, behauptet Frau Doll-Tepper. Es sei hart gerungen worden in den Diskussionen mit dem IOC. In Singapur ist keines der Bildungsseminare obligatorisch, es steht den Sportlern frei, hinzugehen oder es sein zu lassen. Nachgefragt sind vor allem Angebote, die sich mit Fragen der langfristigen Karriereplanung und damit beschÃ¤ftigen, wie sportliche, schulische und berufliche Ausbildung in Einklang zu bringen sind. Sind sie das Ã¼berhaupt? AuÃŸerdem gut gebucht:</p><blockquote><p>â€žAlles was mit Gesundheit, DopingprÃ¤vention, Internet und neuen Technologien zu tun hat.â€œ</p></blockquote><p>Die Jugendspiele sollen das VermÃ¤chtnis des 2013 aus dem Amt scheidenden IOC-Chefs Rogge sein. Rund 300 Millionen Euro kostet das Projekt, es ist alles gerichtet. DrauÃŸen im Olympischen Dorf meldeten die Organisatoren erst einmal Alarm: Eigentlich hatten sie unter den tropischen Bedingungen â€“ Singapur liegt nur etwas mehr als 100 Kilometer vom Ã„quator entfernt â€“ tÃ¤glich mit 20 Wasserflaschen pro Sportler gerechnet. Doch das Wasser ging am Donnerstag aus. Viele Teams hatten VorrÃ¤te gebunkert. Dieses Problem lies sich lÃ¶sen.</p><p>Ãœber andere Probleme dieser Jugendspiele aber wird man weiter debattieren.<br
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href="http://flattr.com/thing/48604/Notizen-von-den-Olympischen-Jugendspielen" target="_blank"><br
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href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/04/17/dlf_20100417_1937_17ebb848.mp3" target="_self">:</a></p><p>2) <strong>Die Zukunft des UDIOCM</strong></p><p>Macht Thomas Bach als DOSB-PrÃ¤sident weiter? Kann er DOSB-PrÃ¤sident bleiben und sich gleichzeitig ansprechend um seine IOC-PrÃ¤sidentschaft kÃ¼mmern?Â Erstaunlich dabei, dass mir Eishockey-WeltprÃ¤sident RenÃ© Fasel verraten hat, was Bach in Deutschland ja Ã¶ffentlich einfach nicht zugeben will, oder habe ich etwas verpasst?</p><p>RenÃ© Fasel sagt:</p><blockquote><p>Thomas sagt das ja selber, er ist ein Kandidat fÃ¼r 2013. Er ist ein fÃ¤higer Kandidat, auch ein guter Kandidat. Warum nicht?</p></blockquote><p><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/04/18/dlf_20100418_1950_2aa90e53.mp3" target="_self">:</a></p><p>3) <strong>Nachruf auf Juan Antonio Samaranch</strong></p><p>Wie sagte Willi Daume schon zu Samaranchs Amtsantritt Anfang der 1980er Jahre?</p><blockquote><p>&#8220;Sie wissen von bedenklichen Erscheinungen beim IOC. Die tumultarische Entwicklung der Fernseheinnahmen, deren AusmaÃŸ mit den neuen Medien noch gar nicht abzusehen ist, hat einiges Schlimme bewirkt. Organisation breitet sich in unvorstellbarem MaÃŸe aus. Immer neue Organisationen ohne einleuchtende Aufgaben, Wichtigtuerei, Politik und Propaganda im Hintergrund. Kein Wissen um die Grenzen in dieser Hinsicht, keine Bescheidenheit. Sport und die Jugend stehen im Hintergrund, keine geistige FÃ¼hrung. Wohin soll das alles fÃ¼hren?&#8221;</p></blockquote><p><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/04/24/dlf_20100424_1951_0dc8c4cb.mp3" target="_self">:</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/04/26/was-vom-tage-ubrig-bleibt-55-sotschi-karriereplane-des-udiocm-samaranch/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>4</slash:comments> <enclosure
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isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=7069</guid> <description><![CDATA[VANCOUVER. Das Gesicht der Bewerbung ist mÃ¼de. Willy Bogner sitzt in der Lounge II des Deutschen Hauses in Vancouver und braucht jetzt einen Kaffee. Er ist schon wieder zwÃ¶lf Stunden auf den Beinen, und der Abend hat nicht einmal begonnen. Er muss noch zwei Interviews geben und in KÃ¼rze gibt es ein Essen zur Erinnerung [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>VANCOUVER. Das Gesicht der Bewerbung ist mÃ¼de. Willy Bogner sitzt in der Lounge II des Deutschen Hauses in Vancouver und braucht jetzt einen Kaffee. Er ist schon wieder zwÃ¶lf Stunden auf den Beinen, und der Abend hat nicht einmal begonnen. Er muss noch zwei Interviews geben und in KÃ¼rze gibt es ein Essen zur Erinnerung an die Sommerspiele 1972 in MÃ¼nchen. Walther TrÃ¶ger kommt gleich, der BÃ¼rgermeister des Olympischen Dorfes von 1972, der in Vancouver mit seinen 81 Jahren â€“ und trotz tagelanger heftiger Zahnschmerzen â€“ tapfer fÃ¼rs Vaterland schuftet. TrÃ¶ger, seit Januar IOC-Ehrenmitglied, damit nicht mehr stimmberechtigt und also relativ unabhÃ¤ngig, blÃ¼ht wieder auf. Denn MÃ¼nchen ist seine olympische Liebe. Er umgarnt die Ã¤lteren IOC-Mitglieder, von denen es viele gibt, und er fÃ¼hrt seinen Kumpel Willy Bogner (68) in diesen bizarren Zirkel ein.</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-7077" title="DFL wirbt fÃ¼r MÃ¼nchen 2018 (c) MÃ¼nchen 2018 GmbH" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/dfl_muc2018_trikot-web.jpg" alt="" width="530" height="351" /></p><p>So eine Olympiabewerbung ist eine anstrengende Sache. Jeden Morgen um 7.30 Uhr lÃ¤sst Thomas Bach, IOC-VizeprÃ¤sident und Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), seine Pappenheimer aufmarschieren. Dann werden im Deutschen Haus die groÃŸen Themen und winzige Details besprochen. Die Deutschen sind grÃ¼ndlich.</p><p>Nach dieser PrÃ¤sidialrunde schwÃ¤rmen sie aus, um IOC-Mitglieder zu treffen und zu antichambrieren. â€žMehr als 90 IOC-Mitglieder habe ich bisher gesprochenâ€œ, sagt Bogner. Ein Dutzend werden in Vancouver dazu kommen. Im Jacket hat er stets ein kleines BÃ¼chlein mit Passfotos, Funktionen und wichtigsten Infos Ã¼ber die Zielpersonen. Sehr hilfreich. Nach jedem Treffen werden Notizen gemacht. Wer, wann, wo, mit wem, was wurde besprochen? â€žIch muss mich doch daran erinnern kÃ¶nnen, und die anderen mÃ¼ssen das wissen.â€œ</p><p>Die Notizen werden von der Olympia GmbH zentral erfasst, sagt Bogner. Man hat ihm erklÃ¤rt, dass das mal ein heikles Thema war in einer deutschen Bewerbung: Denn Berlin, das sich damals um Olympia 2000 bewarb, hatte Anfang der neunziger Jahre auch Bemerkungen Ã¼ber sexuelle Orientierungen von IOC-Mitgliedern zusammen getragen. Deshalb fÃ¼gt Bogner flink an: â€žWir stellen nichts Regelwidriges zusammen! Selbst wenn man diese Datei finden wÃ¼rde, steht da nur drin, mit wem wir geredet haben. Wir haben da keine Angst.â€œ</p><p>Im Fokus der Medien stehen vornehmlich Olympiasiegerin <a
title="Zielgruppenoptimierung: MÃ¼nchen 2018 verpflichtet das schÃ¶nste Gesicht des Sozialismus" href="http://jensweinreich.de/2009/07/09/zielgruppenoptimierung-munchen-2018-verpflichtet-das-schonste-gesicht-des-sozialismus/" target="_self">Katarina Witt</a> und der <a
title="World of Bogner" href="http://www.bogner.com/en/WORLD-OF-BOGNER/WILLY-BOGNER-FILM#/de/Home" target="_blank">Textilfabrikant</a> <a
title="MÃ¼nchen 2018: Entwurf des Mini-Bidbooks ..." href="http://jensweinreich.de/2009/11/23/munchen-2018-entwurf-des-mini-bidbooks/" target="_self">Bogner</a>. Bei beiden verschwimmt vieles. Die Witt ist ja eigentlich als ARD-Mitarbeiterin vor Ort, co-kommentiert, schreibt ein <a
title="www.katarina.de" href="http://www.katarina.de/newstermine/details/article/buuhhuuhhhaahhh.html" target="_blank">Blog</a>, dreht bunte Fernsehschnipsel, ist Olympia-Lobbyistin. <a
title="Bogner Junior" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Willy_Bogner_junior" target="_blank">Bogner</a> war selbst Olympia-Skifahrer, wie sein <a
title="Bogner Senior" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Willy_Bogner_senior" target="_blank">Vater</a>, der 1936 bei den Nazi-Spielen in Garmisch-Partenkirchen den olympischen Eid sprach. Bogner Junior stattet seit Jahrzehnten deutsche Olympiamannschaften aus, hat mal an James-Bond-Filmen mitgewirkt, vor drei Jahren fÃ¼r Sotschi ein Bewerbungsfilmchen produziert, und auÃŸerdem hat er mit seiner brasilianischen Frau Sonia eine Wette laufen: 2016 wollen die beiden die Sommerspiele in ihrer Heimat Rio erleben, 2018 in Bogners Heimat die Winterspiele in MÃ¼nchen.</p><p>Katarina Witt und Willy Bogner sind die so genannten Gesichter der Bewerbung. Aber sie machen das, was ihnen andere sagen. Denn Boss des Ganzen ist Thomas Bach. Und im Hintergrund arbeitet ein Team mit einer im sportpolitischen Deutschland nie dagewesenen Vernetzung. Ich habe es <a
title="MÃ¼nchen vs. Pyeongchang: Spin doctors und andere Berater" href="http://jensweinreich.de/2010/02/16/munchen-vs-pyeongchang-spin-doctors-und-andere-berater/" target="_self">kÃ¼rzlich schon angedeutet</a>. Hier noch einige Beispiele:</p><p>Frau Merkel spielt eine zentrale Rolle. Nicht die Kanzlerin, Ã¼ber deren UnterstÃ¼tzung Bogner stets in hÃ¶chsten TÃ¶nen redet. Nein, Katrin Merkel, DOSB-Abteilungsleiterin Internationales. Seit drei Jahren ist sie die rechte Hand des DOSB-PrÃ¤sidenten auf Reisen. Sie kennt alle IOC-Mitglieder und deren bessere HÃ¤lften, vor allem: Man kennt sie ebenfalls. Katrin Merkel weiÃŸ, wer mit wem und wieso und warum, nimmt am Damenprogramm teil, koordiniert, zieht die FÃ¤den, kÃ¼mmert sich um Kleinigkeiten: Bezahlt mitunter Bachs Rechnungen an der Bar, und wenn der Ire Patrick Hickey, IOC-Mitglied und Chef der europÃ¤ischen NOK-Vereinigung, hurtig ins Deutsche Haus schreitet, um seinen Alliierten Bach zu treffen, dann nimmt Frau Merkel selbstverstÃ¤ndlich die Garderobe entgegen.</p><p>Jeder hat seine Aufgaben. Da greift ein RÃ¤dchen ins andere.</p><p>FÃ¼r die internationalen Medienkontakte wurde der EnglÃ¤nder Jon Tibbs verpflichtet. Seine Mitarbeiterin SÃ©verine Hubert betreut auch IOC-Mitglieder. Auf derlei Kontakte spezialisiert ist Carlos Garcia aus Uruguay. Garcia war bis vor kurzem VizeprÃ¤sident des Weltverbandes der Sportjournalisten (AIPS) und ist schon etliche Jahre in der Bewerbungsbranche tÃ¤tig. Nun ist er Experte fÃ¼r die Latino-Fraktion, fÃ¼r SÃ¼damerikaner, Spanier, Italiener. â€žDer Carlos macht gute Arbeitâ€œ, sagt Bogner.</p><p>Walther TrÃ¶ger kÃ¼mmert sich um die Routiniers. Thomas Bach um alle.</p><p>Als graue Eminenz stets zugegen ist Bachs Freund Dieter KÃ¼hnle, ebenfalls ein ehemaliger Journalist, wie Garcia. KÃ¼hnle ist ein Beobachter, der vielfÃ¤ltige Lebenssachverhalte und &#8220;den Thomas&#8221; zu schÃ¤tzen weiÃŸ. Er hat stets auch die Medien im Blick, und man fragt sich, ob er vielleicht sogar den einen oder anderen Reporter beeinflussen kÃ¶nnte, wenn er denn wollte. Nur mal so eine Frage.</p><p>Dieter KÃ¼hnle war mal Chefredakteur des Sportinformationsdienstes und zeitweise VizeprÃ¤sident des Bundes Deutscher Radfahrer. Vor allem aber ist er Verbindungsmann zwischen <a
title="Daimler und das IOC: Entwicklungshilfe und SportfÃ¶rderung" href="http://www.daimler.com/dccom/0-5-1096066-49-1101419-1-0-0-1161484-0-0-135-7145-0-0-0-0-0-0-0.html" target="_blank">Daimler und dem IOC</a>, konzentriert sich auf das Entwicklungshilfeprogramm und hat beispielsweise schon mehr als 100 Kleinbusse in Dritte-Welt- und SchwellenlÃ¤ndern Ã¼bergeben. Oft gemeinsam mit Bach. Aber nicht immer, darauf legt er Wert. Auf einer Liste des IOC, in welchen LÃ¤ndern wann mit welchen IOC-Mitgliedern Kleinbusse und andere Gaben Ã¼berreicht wurden, steht der Name Bach tatsÃ¤chlich nicht hinter jedem Termin &#8211; sondern nur einige Male.</p><p>KÃ¼hnle hat viele Dutzend IOC-Mitglieder daheim besucht, er kennt Geschichten und Schicksale. Ich finde, er ist wichtig fÃ¼r diese Geschichte. Und er steht, neben einigen anderen, die noch nicht genannt wurden, fÃ¼r ein Teilchen des Beziehungsnetzwerks im groÃŸen olympischen Puzzle, das, wenn es gelÃ¶st ist, im Juli 2011 (auf der <a
title="MÃ¼nchen 2018: der Weg nach Durban" href="http://jensweinreich.de/2009/08/04/munchen-2018-der-weg-nach-durban/" target="_self">IOC-Session in Durban</a>) nicht nur MÃ¼nchen die Winterspiele 2018 beschert haben soll, sondern zwei Jahre spÃ¤ter (auf der IOC-Session in Buenos Aires) auch Thomas Bach die IOC-PrÃ¤sidentschaft.</p><p>Das ist der Masterplan, <a
title="Thomas Bach: Lebenssachverhalte im nationalen Interesse" href="http://jensweinreich.de/2010/02/10/thomas-bach-lebenssachverhalte-im-nationalen-interesse/" target="_self">Ã¼ber den sie nicht gern reden</a>. Den es vielleicht gar nicht gibt, diesen Masterplan, was weiÃŸ ich schon von Lebenssachverhalten, die sich zufÃ¤llig ergeben kÃ¶nnten.</p><blockquote><p>Kleiner Einschub. Es ist <a
title="Olympia 2018, die Ausgangslage: Pyeongchang vor Pyeongchang vor Pyeongchang" href="http://jensweinreich.de/2009/10/15/olympia-2018-die-ausgangslage-pyeongchang-vor-pyeongchang-vor-pyeongchang/" target="_self">mal wieder Zeit fÃ¼r eine Wasserstandsmeldung</a>, nach bestem Wissen (beschrÃ¤nkt) und Gewissen (sauber). Ich sage heute:</p><p>1) <strong>MÃ¼nchen ist gefÃ¼hlter Front-runner im Wettbewerb um die Winterspiele 2018</strong>, rund sechzehn Monate vor der Abstimmung. MÃ¼nchen arbeitet sehr gut und versucht, eine Idee zu verkaufen. Wogegen Pyeongchang, die Koreaner Ã¼berhaupt, noch mit sich selbst beschÃ¤ftigt sind, nicht in die GÃ¤nge kommen und sogar Schwierigkeiten haben, eine Botschaft zu verkaufen. Sie mÃ¼ssen sich sputen und ein Momentum entwickeln. (DemnÃ¤chst werde ich versuchen, mal eine Rangliste anhand olympischer Kriterien vorzulegen.)</p><p>2) Thomas Bach hat momentan keinen ernsthaften Konkurrenten um den IOC-Thron. <strong>MÃ¼sste die Sache heute entschieden werden, wÃ¤re das UDIOCM IOC-PrÃ¤sident.</strong> Ich bin gespannt, ob sich da Ã¼berhaupt noch etwas tut.</p><p>3) <strong>Im Moment sieht vieles danach aus, als kÃ¶nnte das olympische Doppel 2011/2013 gelingen.</strong> Zwar gibt es auch in MÃ¼nchen viele, die Bach misstrauen, die Angst haben, ob das eine mit dem anderen vermischt werden kÃ¶nnte, all diese Lebenssachverhalte, doch es deutet kaum etwas darauf hin, dass Bach sich nicht energisch fÃ¼r MÃ¼nchen engagieren wÃ¼rde. Ganz im Gegenteil. So hat man ihn noch fÃ¼r keine deutsche Olympiabewerbung strampeln sehen.</p></blockquote><p>Ich finde, es kÃ¶nnte weiter abgestimmt werden:</p> Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.<p><span
id="more-7069"></span>Neben Frau Merkel sind noch andere Frauen sehr wichtig fÃ¼r die Bewerbung und die Karriere des UDIOCM. Seine SekretÃ¤rin zum Beispiel, hochprofessionell steht sie mitten im olympischen Familienleben, und seine Frau Claudia, die in letzter Zeit erstaunlich offensiv agiert und bei vielen AnlÃ¤ssen aktiv einschreitet. Das war nicht immer so. Manche sagen, Claudia Bach habe in vielerlei Hinsicht Stil entwickelt und sei bereits prÃ¤sidiabel.</p><p>FÃ¼r die an Lebensjahren jungen Mitglieder ist Claudia Bokel zustÃ¤ndig. Die ehemalige Fecht-Weltmeisterin kam im Sommer 2008 Ã¼ber die Athletenkommission ins IOC. Es geht um 15-20 Stimmen, wenngleich es der vielsprachigen Bokel sicher nicht gelingen wird, alle zu Ã¼berzeugen. KÃ¼rzlich betreute sie im Deutschen Haus SÃ¼dkoreas Olympiasieger Dae Sung Moon. Dessen Problem ist: Er vertrÃ¤gt nicht viel Alkohol, verbringt aber tÃ¤glich viele Stunden in Lounges und Suiten, wo ihm stets Drinks gereicht werden. Moon wird manchmal etwas lauter, um nicht zu sagen: ruppiger. Er ist eigentlich ein netter Kerl, aber er kommt aus dem Taekwondo-Sport, vielleicht liegt es daran.</p><p>Von Willy Bogner wÃ¼rde man derlei Geschichten nie hÃ¶ren. Vermintes Terrain, zu gefÃ¤hrlich. Er bevorzugt aalglatte, politisch korrekte SÃ¤tze. Etwa: â€žEs gilt, das grÃ¶ÃŸte Medien-Event der Welt in unser Heimatland zu holen. Ein Event mit unglaublichem Werbe-Effekt, um unser Land sympathisch und sportlich darzustellen.â€œ</p><p><a
title="Olympiagegner: &quot;We do not want the Games&quot;" href="http://jensweinreich.de/2010/02/11/munich-2018-we-do-not-want-the-games/" target="_self">Olympiagegner</a> unterteilt Bogner in â€žkonstruktive Kritiker, die man Ã¼berzeugen kannâ€œ und â€žFundamental-Oppositionelle, mit denen man nicht vernÃ¼nftig reden kannâ€œ. Im IOC sei man es gewohnt, â€ž<a
title="18 GrÃ¼nde gegen die Olympiabewerbung" href="http://jensweinreich.de/2010/02/19/nolympia-2018-18-grunde-gegen-die-olympiabewerbung/" target="_self">dass es nicht nur hundertprozentige Zustimmung gibt</a> und dass sich viele auf dieses weltweite Medienereignis setzen, um ihre eigenen Interessen zu vertretenâ€œ.</p><p>Ich will nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, nicht jeden Satz bewerten, den Bogner in unserem GesprÃ¤ch formuliert hat. Eines jedoch lasse ich ihm nicht durchgehen, da sollte er argumentativ nacharbeiten und sich an der RealitÃ¤t orientieren.</p><p>Er behauptet, der Steuerzahler stehe hinter der Bewerbung, weil die Politik geschlossen hinter der Bewerbung stehe.</p><p>Ich sagte ihm, <a
title="Copy &amp; paste im Bundestag: Die Olympiabewerbungen von Leipzig und MÃ¼nchen" href="http://jensweinreich.de/2009/07/01/copy-and-paste-im-bundestag-die-olympiabewerbungen-von-leipzig-und-munchen/" target="_self">der Bundestag</a> <a
title="Bundestag zu MÃ¼nchen 2018: demokratiewidriger Striptease?" href="http://jensweinreich.de/2009/06/30/bundestag-zu-munchen-2018-demokratiewidriger-striptease/" target="_self">habe abgestimmt</a>, <a
title="MÃ¼nchen 2018: Was das BMI zur Finanzierung der Olympiabewerbung sagt" href="http://jensweinreich.de/2009/02/12/munchen-2018-was-das-bmi-zur-finanzierung-der-olympiabewerbung-sagt/" target="_self">ohne einen Finanzplan zu kennen</a>. Der Ã–ffentlichkeit, dem Steuerzahler, wurde bis heute kein belastbarer Plan (OCOG, Non-OCOG etc.) vorgelegt.</p><ul><li><a
title="Finanzierung Olympischer Spiele: &quot;Wir sind ein privilegiertes VÃ¶lkchen&quot;" href="http://jensweinreich.de/2009/05/07/finanzierung-olympischer-spiele-wir-sind-ein-privilegiertes-volkchen/" target="_self">Hintergrund zur Finanzierung Olympischer Spiele</a></li></ul><p>Er sagte, natÃ¼rlich habe man die Zahlen gekannt. Das OCOG-Budget werde vom IOC finanziert, da komme mehr heraus, als das den Steuerzahler koste.Â Das Organisationsbudget werde durch die Fernseheinnahmen des IOC gedeckt.</p><p>Ich sagte: Stimmt nicht. Nur etwa zur HÃ¤lfte. Und es ist Verhandlungssache zwischen OK und IOC. Derzeit weiÃŸ niemand, was aus Lausanne Ã¼berwiesen werden kÃ¶nnte.</p><p>So ging das hin und her.</p><p>Willy Bogner sieht in MÃ¼nchen und Umgebung keine wirklichen Probleme. Dass in Deutschland heftig Ã¼ber die unglÃ¼cklichen Auftritte von <a
title="Olympia mit Christian, BjÃ¶rn und Heidi" href="http://jensweinreich.de/2010/02/17/vancouver-tag-5-christian-ude-entschuldigt-sich/" target="_self">Christian Ude</a> und Horst Seehofer in Vancouver diskutiert wurde, nimmt er gelassen. â€žDa wurden aus MÃ¼cken Elefanten gemacht.â€œ</p><p>Schon ist sie um, die halbe Stunde mit Willy Bogner im Beisein von zwei Medienbetreuern (Simone Seefried/Olympia GmbH, Christian Klaue/DOSB), die wissen, dass ihr Klient keinen Fehler gemacht hat. Es wartet bereits der nÃ¤chste Journalist.</p><p>Und drauÃŸen im Flur treffe ich Walther TrÃ¶ger. &#8220;Wie war&#8217;s mit Willy&#8221;, will er wissen. Bisschen zu friedlich, entgegne ich, Bogner habe seine Lektionen gelernt und gebe sich keine BlÃ¶ÃŸe. Damit ist TrÃ¶ger sehr zufrieden. â€žDer Willy lernt schnellâ€œ, sagt TrÃ¶ger und dehnt ein breites olympisches Grinsen. Dann dreht er ab.</p><p>Er muss die Tischordnung fÃ¼r das Abendessen mit IOC-Mitgliedern prÃ¼fen.</p><p><em>(Eine Kurzfassung dieses Beitrages findet sich in der <a
title="Stuttgarter Zeitung" href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2400966_0_9223_-olympia-2018-muenchen-und-die-charmeoffensive.html" target="_blank">Stuttgarter Zeitung</a>.)</em></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/02/26/vancouver-tag-14-willy-bogner-munchens-olympiachancen-und-die-ioc-prasidentschaft/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>43</slash:comments> </item> <item><title>Vancouver, Tag 4: &#8220;I don&#8217;t know if any of you have ever experienced a German Autobahn without a speed limit&#8221;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/02/16/vancouver-tag-4/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/02/16/vancouver-tag-4/#comments</comments> <pubDate>Tue, 16 Feb 2010 00:36:57 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[annecy 2018]]></category> <category><![CDATA[cas]]></category> <category><![CDATA[claudia pechstein]]></category> <category><![CDATA[doping]]></category> <category><![CDATA[eiskunstlauf]]></category> <category><![CDATA[eisschnelllauf]]></category> <category><![CDATA[mÃ¼nchen 2018]]></category> <category><![CDATA[pyeongchang 2018]]></category> <category><![CDATA[seoul 1988]]></category> <category><![CDATA[udiocm]]></category> <category><![CDATA[vancouver 2010]]></category> <category><![CDATA[cdu]]></category> <category><![CDATA[christian ude]]></category> <category><![CDATA[fdp]]></category> <category><![CDATA[george hirthler]]></category> <category><![CDATA[katarina witt]]></category> <category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category> <category><![CDATA[spd]]></category> <category><![CDATA[thomas de maiziÃ¨re]]></category> <category><![CDATA[tierschutz]]></category> <category><![CDATA[willy bogner]]></category> <category><![CDATA[winterspiele 2018]]></category> <guid
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title="Vancouver, Tag 1: Jacques die MÃ¶we" href="http://jensweinreich.de/2010/02/12/vancouver-tag-1-jacques-die-mowe/" target="_self">MÃ¶we Jacques</a> (Foto wird nachgereicht)! Jacques flirtet weiter mit dem Kollegen G., der auch wieder aufgetaucht ist und mit dem ich vorhin ein Mittagessen genossen habe (Tim Horten&#8217;s). Erstaunlich.</p><p>Olympia meint es ja nicht immer gut mit Tieren. Gedopte Pferde (Peking 2008), gebratene Friedenstauben (Seoul 1988/<em>ab 4:40 im Video</em>), das sind so die Schlagzeilen.</p><p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a
href="http://www.jensweinreich.de/2010/02/16/vancouver-tag-4/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p><p>Seither mÃ¼ssen keine Tauben mehr bei ErÃ¶ffnungsfeiern ins Verderben fliegen.</p><p>Nicht dass sich Olympia und die Tiere am Ende noch versÃ¶hnen. Das wÃ¤re doch mal ein Thema, Ã¼ber das Journalisten berichten sollten. G. wird dazu allerdings schweigen. G. ist ein stiller GenieÃŸer. Er bevorzugt auch in seiner Arbeit die leisen TÃ¶ne und meint, wenn ich ab und an im Blog ein Foto verÃ¶ffentliche, mÃ¼sse das reichen. Er wolle seine Beziehung Â nicht Ã¶ffentlich besprechen. Das kann ich verstehen und respektieren.</p><p><strong>18.50 Uhr:</strong> Lassen wir also den bisherigen Tag Revue passieren. Mich haben besonders die Auftritte der Olympiabewerber 2018 interessiert, was an <a
title="Kommentar von mb" href="http://jensweinreich.de/2010/02/11/munich-2018-we-do-not-want-the-games/#comment-19924" target="_self">anderer Stelle</a> kurz angerissen wurde.</p><p><strong>Annecy</strong> konnte ich leider nicht sehen. Allgemeines Urteil derjenigen, die ich dazu befragt habe: Â DÃ¼rftig. Aber die gesamte Bewerbung ist nicht ernst zu nehmen. Geredet wurde viel Ã¼ber das IOC-Mitglied Jean-Claude Killy &#8211; blÃ¶d nur, dass Killy durch Abwesenheit glÃ¤nzte. Guy Drut, ein weiteres franzÃ¶sisches IOC-Mitglied, fehlte ebenfalls, tauchte zwei Stunden spÃ¤ter aber als Gast in der PK von Pyeongchang auf. Was das wohl bedeutet?</p><p>Das Protokoll:</p><blockquote><p>Â© IOC, VANOC</p><p>VANCOUVER, Feb 15 &#8211; Comments from Edgar GROSPIRON (FRA), CEO of the Annecy 2018 Olympic bid, Jean-Luc RIGAUT (FRA), mayor of Annecy; Roselyne BACHELOT (FRA), French Minister of Sport and Health; and Denis MASSEGLIA (FRA), president of the French Olympic Committee (CNOSF) on Monday at the Main Press Centre.</p><p><strong>Edgar GROSPIRON (FRA) &#8211; CEO of the Annecy 2018 Olympic bid</strong></p><p>On the winter climate in Annecy, where weather forecasts predict rain and temperatures of 6 degrees Celsius this week:</p><p>&#8220;We chose the date for 2018 Olympic during February and this is the best conditions we can have in the winter. For sure not every day is sunny with big powder snow but if you take (this) Saturday and Sunday, it was great sunshine and the snow was very good over there.</p><p>&#8220;For sure we are going to work with the water to make artificial snow also. But the weather is the only thing we cannot totally control. The French Alps for a long time there are good conditions in winter for skiing and I think the place is good for that.&#8221;</p><p><strong>Jean-Luc RIGAUT (FRA), the mayor of Annecy</strong></p><p>On the region:</p><p>&#8220;Annecy is in the heart of the French Alps, at half an hour from Geneva and 45 minutes from Mont Blanc.&#8221;</p><p>&#8220;Mont Blanc, where snow is guaranteed.&#8221;</p><p>&#8220;Our region is the prime destination for winter sports in the world.&#8221;</p><p>&#8220;We will be able to welcome the whole Olympic family with our hearts and professionalism, but we also like to party.&#8221;</p><p>On existing facilities and infrastructure:</p><p>&#8220;It is 65 percent of the sites that are ready.&#8221;</p><p>&#8220;We will use the infrastructure in La Plagne in Savoie, which is in the heart of the Alps. We will use the airport in Geneva and the highways of Geneva. Geneva is 30 km, 40 minutes from Annecy. Of course we have an agreement with Geneva, which is our neighbour. But it remains a National French bid, as the rules require.&#8221;</p><p>On the venues they need to build:</p><p>&#8220;The big project is to build the speed skating oval because we don&#8217;t have one in France.&#8221;</p><p>&#8220;This will be the remaining legacy.&#8221;</p><p>&#8220;The French federation is in favour of this.&#8221;</p><p>&#8220;(But) at La Clusaz there will be no construction of the (ski) jumps because it is a natural slope, what is important is that they will already be inscribed in nature.&#8221;</p><p><strong>Roselyne BACHELOT (FRA) &#8211; French minister of sport and health</strong></p><p>On funding the Annecy 2018 bid after the failed Paris 2012 bid:</p><p>&#8220;I don&#8217;t want to talk about Paris. Paris is in the past.&#8221;</p><p>&#8220;We are with the athletes and we will give all the human and financial support required.&#8221;</p><p>&#8220;The French state has committed to two thirds of the (bid cost).&#8221;</p><p>&#8220;As for the 1.5 billion necessary for this project, we are going to be behind it and behind the project.&#8221;</p><p><strong>Denis MASSEGLIA (FRA), president of the French Olympic Committee (CNOSF)</strong></p><p>&#8220;France is a resolute candidate and the French Olympic Committee unanimously decided to take up the challenge of organising the Annecy 2018 bid. All the federations, summer and winter, are not only with but by the side of the 2018 bid.&#8221;</p></blockquote><p>Kleiner Einschub: Die Ad hoc Kammer des Weltsportgerichtshofes CAS teilt soeben mit:</p><blockquote><p>WOMEN&#8217;S SPEED SKATING</p><p>THE AD HOC DIVISION OF THE COURT OF ARBITRATION FOR SPORT (CAS) REGISTERS AN APPLICATION FROM THE GERMAN SPEED SKATER CLAUDIA PECHSTEIN</p><p><em>Vancouver</em>, <em>15 February 2010 </em>â€“ The German speed skater <strong>Claudia Pechstein</strong> has filed an application at the ad hoc Division of the Court of Arbitration for Sport against the German Olympic Committee (DOSB) and the International Olympic Committee. In her application, Ms Pechstein requests that she be nominated for and allowed to participate in the female speed skating competitions of the Vancouver 2010 Olympic Winter Games.</p><p>The application of Ms Pechstein is being transmitted to the Respondents DOSB and IOC. In the meantime, the CAS will not comment any further on this matter.</p></blockquote><p>Ich werde jetzt auch nicht kommentieren on this matter.</p><p>Weiter mit den Olympiabewerbungen:</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-6834" title="MÃ¼nchen 2018 in Vancouver, 15. Februar 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/munich-2018.jpg" alt="" width="530" height="271" /></p><p>So strahlten Sie um die Wette, die Bittsteller aus <strong>MÃ¼nchen</strong>, von links: Bundesinnenminister Thomas de MaiziÃ¨re (CDU), Thomas Bach (FDP, IOC, DOSB), Willy Bogner, Katarina Witt (ARD). Christian Ude (SPD), Siegfried Schneider (CSU). Ich fand ja, der eindeutig beste Spruch kam vom UDIOCM, den habe ich weiter unten gefettet &#8211; umweltpolitisch ist Bachs Aussage nicht unbedingt das smarteste, was er sagen konnte, aber es war schlagfertig.</p><p><em>Nachtrag, einen Tag spÃ¤ter:</em> Christian Ude sah sich zu einer <a
title="Vancouver, Tag 5: Christian Ude entschuldigt sich" href="http://jensweinreich.de/2010/02/17/vancouver-tag-5-christian-ude-entschuldigt-sich/" target="_self">Richtigstellung seiner Aussagen</a> gezwungen.</p><p>Wer es genau wissen will, dem empfehle ich die unparteiischen Notizen des Olympic News Service: <span
id="more-6822"></span></p><blockquote><p>Â© IOC, VANOC</p><p>Press Conference Highlights</p><p><strong>Munich 2018 Olympic Bid</strong></p><p>VANCOUVER, Feb 15 &#8211; Comments from CEO of the Munich 2018 bid Willy BOGNER (GER); IOC Member and President of the German Olympic Sports Confederation (DOSB) Thomas BACH (GER); Lord Mayor of Munich Christian UDE (GER); German Federal Minister of the Interior and Sport Thomas de MAIZIERE (GER); and Chair of the Munich 2018 bid committee Katarina WITT (GER) during a press conference on the Munich 2018 Olympic Bid, at the Main Press Centre on Monday.</p><p><strong>Willy BOGNER (GER) &#8211; CEO of the Munich 2018 bid<span
style="font-weight: normal;"> </span></strong></p><p>On his background in winter sports, including competing in Alpine Skiing:</p><p>&#8220;Like all Germans, I love winter sports. I grew up on skis. My father was an Olympian. I became an Olympian in 1960.&#8221;</p><p>&#8220;I&#8217;ve carried the Olympic Flame with me my whole life.&#8221;</p><p>&#8220;(As a filmmaker) I even got the chance to make James Bond look like an Olympic skier.&#8221;</p><p>On the Munich 2018 bid:</p><p>&#8220;We have a clear vision for winter 2018. We&#8217;d like to make it the friendly Games.&#8221;</p><p>&#8220;We&#8217;ve used existing venues as much as possible and only need to build three new permanent Olympic venues.&#8221;</p><p>&#8220;As a legacy we dream about making friends through sport even 20 or 30 years after the Games.&#8221;</p><p><strong>Thomas BACH (GER) &#8211; IOC member and president of the German Olympic Sports Confederation (DOSB)<span
style="font-weight: normal;"> </span></strong></p><p>On the enthusiasm of the German people for winter sports:</p><p>&#8220;This enthusiasm you can also see if you look at TV ratings of major winter sports.&#8221;</p><p>&#8220;Our two major channels in Germany, they broadcast eight hours plus of winter sports with high ratings.&#8221;</p><p>On the proximity of the two major venue clusters, Munich and Garmisch-Partenkirchen:</p><p>&#8220;Never ever have the two major clusters been closer together as with Munich and Garmisch. <strong>This is about 80 km and I don&#8217;t know if any of you have ever experienced a German Autobahn without a speed limit, but even if you respect the speed limit in your own country you make it in about one hour. This is more of an advantage as we see it.</strong>&#8221;</p><p>On reusing the Munich Olympic Park from the 1972 Olympic Games:</p><p>&#8220;We hope this is one of our strengths of our bid, making use of an Olympic legacy to create a new one.&#8221;</p><p><strong>Christian UDE (GER) &#8211; Lord Mayor of Munich<span
style="font-weight: normal;"> </span></strong></p><p>On Munich&#8217;s ability to host large events:</p><p>&#8220;Every year six million people visit our famous Oktoberfest, which will celebrate its 200th year this year and has never had a major security incident.&#8221;</p><p>&#8220;Last year we hosted over 300 events in the park (Munich Olympic Park) and attracted over 400 million people.&#8221;</p><p>On whether the 1972 massacre at the Olympic Games in Munich will have any impact on security for the city&#8217;s 2018 bid:</p><p>&#8220;Of course we remember the incident in 1972, but this was the rise of global terrorism in the world and every country has had its experience with terrorism since.&#8221;</p><p>&#8220;We learned from this incident. We&#8217;ve had more than 10,000 events in the Olympic Park without any security issue.&#8221;</p><p><strong>Thomas de MAIZIERE (GER) &#8211; German federal minister of the Interior and Sport </strong></p><p>On the support of the German government and people for the Munich 2018 bid:</p><p>&#8220;The German Chancellor supports this bid. The German government supports this bid. The German Parliament supports this bid.&#8221;</p><p>&#8220;The German public supports this bid. We have polls that show around 75 percent plus support Munich 2018.&#8221;</p><p>On whether the 1972 massacre at the Olympic Games in Munich will have any impact on security for the city&#8217;s 2018 bid:</p><p>&#8220;We learned a lesson and history never repeats.&#8221;</p><p>On the ability of Munich to host the 2018 Olympic Winter Games:</p><p>&#8220;As minister of the Interior I can assure you, and we proved this during the FIFA World Cup (in 2006), that we can organize safe and secure Games.&#8221;</p><p><strong>Katarina WITT (GER) &#8211; Chair of the Munich 2018 bid committee: </strong></p><p>On the Munich 2018 bid:</p><p>&#8220;In Germany, it seems that winter sport is in our DNA.&#8221;</p><p>&#8220;We&#8217;re planning to have a big celebration and the world should be a part of it and they shouldn&#8217;t miss it.&#8221;</p><p>On her recent foray in to social media:</p><p>&#8220;I went on Facebook 10 days ago and I already have 171 friends.&#8221;</p><p>ONS aj/brs/jtc/eb/adg</p></blockquote><p>Das muss die Kati noch lernen. Sie hat keine 171 Freunde auf Facebook, sondern Fans, denn sie hat eine Fanseite eingerichtet. Habe mich gerade als 195. Fan bei ihr gemeldet.</p><p>Irritierend fand ich, dass Katarina Witt als letzte von Bogner vorgestellt wurde, und auch als letzte die Journalisten begrÃ¼ÃŸte. Die Rolle der ConfÃ©rencieuse hÃ¤tte der Witt zugestanden, ich glaube, sie hÃ¤tte das auch lÃ¤ssiger erledigt als Bogner, dessen Charme mir verborgen blieb. Bach, Ude, de MaiziÃ¨re hatten ihre Lektionen gelernt, wenngleich Ude sicher seine Behauptung erklÃ¤ren muss, es habe auf dem Oktoberfest nie grÃ¶ÃŸere ZwischenfÃ¤lle gegeben. Ich habe George Hirthler aus Atlanta, der die PK arrangiert hat, gefragt, warum die Witt nicht durchs Programm fÃ¼hrte. Aber er fand das so in Ordnung. Das Beste zuletzt, meinte er. Was soll er auch auf so eine dumme Frage sagen: Etwa, dass er einen Fehler gemacht hat?</p><p><strong>19.56 Uhr:</strong> Bevor ich zu Pyeongchang komme, noch ein kurzer Einschub. Denn inzwischen sitze ich im Pacific Coliseum &#8211; links neben mir ein Chinese, der noch mehr Knoblauch konsumiert hat, als ich an wilden Tagen, rechts jubelnde russische Reporter &#8211; und schaue mir die Paarlauf-Entscheidung an. Wen traf ich hier wohl als erstes?</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-6836" title="Juan Antonio Samaranch" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/jas-pc.jpg" alt="" width="530" height="351" /></p><p>Don Juan Antonio Samaranch mit seiner Ewig-SekretÃ¤rin Annie. Ich habe ihn schon vermisst, den Patron. Muss unbedingt regelmÃ¤ÃŸiger im Westin Bayshore vorbei schauen. Gerade fragt mich Bernhard Schwank, Chef de Mission der Deutschen und MÃ¼nchen 2018 GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer, ob Sawtschenko/Szolkowy es wohl schaffen. Woher soll ich das wissen. <span
style="text-decoration: line-through;">WahrheitsgemÃ¤ÃŸ</span> <a
title="Skate-Gate, Teil 2 ..." href="http://jensweinreich.de/2010/02/15/skate-gate-teil-2-das-korruptionsproblem-im-preis-und-kampfrichterwesen/" target="_self">vermutungsgemÃ¤ÃŸ</a> sagte ich: nein.</p><p><strong>20.24 Uhr:</strong> Kurz vor der Paarlauf-Entscheidung noch schnell das &#8211; wie immer unvollstÃ¤ndige und in diesem Fall um die putzigen Passagen (<a
title="alle BeitrÃ¤ge zu Lee Kun Hee" href="http://jensweinreich.de/category/lee-kun-hee/" target="_self">Korruption</a>? Wir schauen nach vorn und nicht zurÃ¼ck!) bereinigte &#8211; Transkript der Presekonferenz von <strong>Pyeongchang</strong>. Das Bewerberthema werde ich spÃ¤ter in der Nacht in einem gesonderten Beitrag behandeln.</p><blockquote><p>Â© IOC, VANOC</p><p>VANCOUVER, Feb 15 &#8211; Comments from Yang Ho CHO (KOR) co-chair of the bid committee; Jin Sun KIM (KOR), governor of Gangwon Province; Yong Sung PARK (KOR), president of the Korean Olympic Committee; and So Hee KIM (KOR), 1994 Olympic Short Track Gold medallist, during a press conference on the 2018 PyeongChang Olympic Bid at the Main Press Centre on Monday.</p><p><strong>Jin Sun KIM (KOR) &#8211; governor of Gangwon Province</strong></p><p>On PyeongChang losing its bids for the 2010 and 2014 Olympic Games:</p><p>&#8220;We have had our disappointments in the past. But we have never given up our hopes and dreams.&#8221;</p><p>On what they have learned from their previous bids:</p><p>&#8220;We have learnt that Winter Olympics and all Olympics must be athlete-centred. We also need to find out what is the legacy we can take from the Winter Games.&#8221;</p><p>On the PyeongChang Winter Games bringing together the Korean Republic and Democratic People&#8217;s Republic of Korea:</p><p>&#8220;Holding the Winter Games in PyeongChang would symbolise the beginnings of reconciliation of the Korean Peninsula.&#8221;</p><p>&#8220;We are all making an effort to engage dialogue between North and South Korea.&#8221;</p><p><strong>Yang Ho CHO (KOR) &#8211; co-chair of the bid committee</strong></p><p>On PyeongChang&#8217;s bid:</p><p>&#8220;PyeongChang is the centre of Asia.&#8221;</p><p>&#8220;In Asia, there have only been two winter Games and both were in Japan. So Korea would be the perfect place to host another Winter Games in Asia.&#8221;</p><p>&#8220;We are the right time, right place, right now.&#8221;</p><p>On the legacy PyeongChang wishes to create by hosting the 2018 Olympic Games:</p><p>&#8220;We have a Dream Programme for young people who live in countries where winter sports are not developed.&#8221;</p><p>&#8220;Our vision is of a truly world-wide Olympic Winter Games.&#8221;</p><p>&#8220;Our vision of the legacy of a Winter Games in PyeongChang is to help grow winter sports around the world.&#8221;</p><p><strong>Yong Sung PARK (KOR) &#8211; president of the Korean Olympic Committee</strong></p><p>On this being PyeongChang&#8217;s third Olympic bid:</p><p>&#8220;We keep all the promises we made during the past two bids.&#8221;</p><p>On whether the Munich and the Annecy bids pose a threat:</p><p>&#8220;Munich is Munich. Annecy is Annecy. PyeongChang is PyeongChang.&#8221;</p><p><strong>So Hee KIM (KOR) &#8211;  1994 Olympic Short Track Gold medallist</strong></p><p>On the popularity of winter sports in Asia:</p><p>&#8220;The popularity of winter sports in Korea is increasing.&#8221;</p><p>On the PyeongChang 2018 bid:</p><p>&#8220;Now I look forward to realising my new Olympic dreams in 2018.&#8221;</p><p>&#8220;They will be the most compact Games in the history. Ninety percent of athletes will be able to reach their venue within five minutes of leaving the Athletes Village.&#8221;</p></blockquote><p><strong>20.31 Uhr:</strong> Tut mir leid. Aber der Strauchler von Szolkowy hat&#8217;s wohl entschieden.</p><p>Ich gestehe meine SchwÃ¤che. Aber Eiskunstlaufen, Paarlaufen und Eistanz vor allem, auf diesem Niveau ist was fÃ¼rs Herz. SchÃ¶ne Schnulze, toll gelaufen. GÃ¤nsehaut, das erste Mal in Vancouver.</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-6845" title="Sawtschenko/Szolkowy" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/paarlauf2010.jpg" alt="" width="530" height="287" /></p><p>Meine persÃ¶nliche Nummer eins aller Zeiten (vor der 88er Carmen): Marina Klimowa und Sergej Ponomarenko 1992 in Albertville!</p><p>Die Chinesen Pang/Tong waren perfekt. Haben das Publikum, aber nicht mich mitgerissen. Jetzt noch Shen Xue und Zhao Hongbo. GroÃŸartig. Ich glaube, in meinem zweiten Leben werde ich doch Eiskunstlaufberichterstatter und nicht SportfunktionÃ¤r. Zuletzt war ich vor acht Jahren dabei, bei <a
title="BLZ, Salt Lake City 2002" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2002/0221/olympischewinterspiele/0267/index.html" target="_blank">Kwan vs. Slutskaja</a>. Ich meine, beim Eiskunstlaufen hat man so ziemlich alles: Herzschmerz, Liebe, Leiden, Korruption, die Mafia.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/02/16/vancouver-tag-4/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>32</slash:comments> </item> <item><title>Thomas Bach: Lebenssachverhalte im nationalen Interesse</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/02/10/thomas-bach-lebenssachverhalte-im-nationalen-interesse/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/02/10/thomas-bach-lebenssachverhalte-im-nationalen-interesse/#comments</comments> <pubDate>Wed, 10 Feb 2010 04:10:20 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[ioc]]></category> <category><![CDATA[lee kun-hee]]></category> <category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[udiocm]]></category> <category><![CDATA[vancouver 2010]]></category> <category><![CDATA[winterspiele 2018]]></category> <category><![CDATA[atlanta 1996]]></category> <category><![CDATA[bernd schiphorst]]></category> <category><![CDATA[christian klaue]]></category> <category><![CDATA[fdp]]></category> <category><![CDATA[hans friederichs]]></category> <category><![CDATA[hans-dietrich genscher]]></category> <category><![CDATA[hans-hermann tiedje]]></category> <category><![CDATA[joachim krannich]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[lobbyismus]]></category> <category><![CDATA[mÃ¼nchen 2018]]></category> <category><![CDATA[otto schily]]></category> <category><![CDATA[pr]]></category> <category><![CDATA[propaganda]]></category> <category><![CDATA[pyeongchang 2018]]></category> <category><![CDATA[samsung]]></category> <category><![CDATA[sydney 2000]]></category> <category><![CDATA[thomas bach]]></category> <category><![CDATA[turin 2006]]></category> <category><![CDATA[tv media]]></category> <category><![CDATA[vancouver]]></category> <category><![CDATA[vielfÃ¤ltige lebenssachverhalte]]></category> <category><![CDATA[wmp eurocom]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=6627</guid> <description><![CDATA[VANCOUVER. Thomas Bach hat blau-gelb gewÃ¤hlt. Eine Krawatte in den Farben der FDP, der er seit Jahrzehnten angehÃ¶rt. Zu seinen GÃ¶nnern und gelegentlichen GeschÃ¤ftspartnern zÃ¤hlten einige frÃ¼here FDP-Bundesminister wie Hans-Dietrich Genscher und Hans Friederichs. Derzeit, sagt Bach, habe er aber keine Parteifunktionen mehr. Allein der Sitz im Kuratorium der parteinahen Friedrich-Naumann-Stiftung fÃ¤llt ihm ein. Sein [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>VANCOUVER. Thomas Bach hat blau-gelb gewÃ¤hlt. Eine Krawatte in den Farben der FDP, der er seit Jahrzehnten angehÃ¶rt. Zu seinen GÃ¶nnern und gelegentlichen GeschÃ¤ftspartnern zÃ¤hlten einige frÃ¼here FDP-Bundesminister wie Hans-Dietrich Genscher und Hans Friederichs. Derzeit, sagt Bach, habe er aber keine Parteifunktionen mehr. Allein der Sitz im Kuratorium der parteinahen Friedrich-Naumann-Stiftung fÃ¤llt ihm ein. Sein Blick signalisiert: KÃ¶nnen wir jetzt bitte wieder Ã¼ber Sport sprechen?</p><p>In der Lounge des Deutschen Hauses in Vancouver hat Bach, DOSB-PrÃ¤sident und IOC-Vize, zu einem so genannten HintergrundgesprÃ¤ch geladen. Derlei Runden lÃ¤sst er seit langem organisieren, immer vor Olympischen Spielen und IOC-Sessionen. Journalisten, von denen er sich ungerechtfertigt kritisiert fÃ¼hlt, waren von diesen Terminen komischer WeiseÂ <a
title="Peking, Tag 6" href="http://jensweinreich.de/2008/08/06/peking-tag-6/" target="_self">oft ausgeschlossen</a>. Das hatte Methode, etwa in jenen Jahren als die <strong>TV Media</strong> fÃ¼r das IOC und auch fÃ¼r Bach in Deutschland PR erledigte, zeitlich ungefÃ¤hr <a
title="BLZ: Wettlaufen auf dem Kontakthof" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2003/0702/sport/0005/index.html" target="_blank">bis zu diesem Artikel</a>:</p><blockquote><p>(&#8230;) Das vom ehemaligen Bild-Chefredakteur Hans-Hermann Tiedje geleitete Unternehmen versuchte fortan, den Olympiakonzern und dessen PrÃ¤sidenten Samaranch hier zu Lande in besserem Licht erscheinen zu lassen. Schnell wurde eine Liste missliebiger Berichterstatter erstellt, wie der damalige IOC-Sprecher Franklin Servan-Schreiber bestÃ¤tigte, zugleich wurden in den Medien allerlei Kontakte, positive Kommentare und Artikel lanciert. Ganz im Sinne der Firmenphilosophie. &#8220;Unsere StÃ¤rke ist es, Themen am Markt der Ã¶ffentlichen Meinung durchzusetzen. Wir sorgen fÃ¼r Ã¶ffentliche Meinungsbildung und sind spezialisiert auf mediales Krisenmanagement&#8221;, so formuliert es der Unternehmensberater Roland Berger, der bei der TV-Media-Muttergesellschaft WMP Eurocom AG im Aufsichtsrat sitzt. Die professionellen Netzwerker loben ihre &#8220;effizienten Verbindungen zu den wichtigsten Medien in Deutschland&#8221;.</p><p>Als der Vertrag mit dem IOC Anfang des Jahres auslief, hat sich TV Media mit einem 41 Seiten umfassenden SchriftstÃ¼ck fÃ¼r eine weitere Zusammenarbeit empfohlen. (&#8230;) In dem Papier listen die Meinungsmacher ihre vermeintlichen Erfolge im olympischen Dunstkreis auf: Abgesehen von wenigen, namentlich benannten Ausnahmen sei die Berichterstattung Ã¼ber das IOC in Deutschland objektiver geworden, heiÃŸt es. Dazu hÃ¤tten AktivitÃ¤ten der PR-Firma beigetragen. So hat TV Media unter anderem &#8220;Statements, Kolumnen und Pressemeldungen, die vom IOC-VizeprÃ¤sidenten Thomas Bach autorisiert worden sind, in SchlÃ¼sselmedien lanciert&#8221;. AufgezÃ¤hlt werden eine Reihe von Journalisten, mit denen angeblich nicht nur die Strategie der Berichterstattung, sondern auch einzelne Artikel abgestimmt werden. Sollte es sich so verhalten, wie von TV Media dargelegt, wÃ¤re dies eine alarmierende Zustandsbeschreibung des deutschen Sportjournalismus. Die PR-Firma rÃ¼hmt sich gleichfalls bester Kontakte und vor allem der Einflussnahme in hÃ¶chste Kreise der Sportpolitik, etwa zu Sportminister Otto Schily oder dem Sportkoordinator im Bundeskanzleramt, Joachim Krannich. (&#8230;)</p></blockquote><p>TV Media ist eine Tochter derÂ <a
title="SPIEGEL: Beraten und verkauft" href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29341618.html" target="_blank">WMP Eurocom</a>, in dessen Vorstand neben Hans-Hermann Tiedje auch der langjÃ¤hrige Bertelsmann-ManagerÂ <a
title="Vorstand WMP Eurocom" href="http://www.wmp-ag.de/vorstand.php" target="_blank">Bernd Schiphorst</a> sitzt, einer der engsten Freunde des UDIOCM. Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der WMP Eurocom ist Ã¼brigens Genscher. Eine FDP-Connection.</p><p>Diese ErklÃ¤rung zu manchen HintergrÃ¼nden von HintergrundgesprÃ¤chen musste sein. Nun zurÃ¼ck nach Vancouver: <a
title="Was vom Tage Ã¼brig bleibt (47)" href="http://jensweinreich.de/2009/10/28/was-vom-tage-ubrig-bleibt-47-koalitionsvertrag-klaue-pechstein-studie-auf-staatskosten/" target="_self">Christian Klaue</a>, ehemals sportpolitischer Korrespondent des SID, nun seit drei Monaten Sprecher des DOSB und seines PrÃ¤sidenten, bemÃ¼ht sich um einen professionelleren und fairen Umgang mit den Medien. Aber natÃ¼rlich auch darum, seinen Chef positiv zu positionieren, das ist nun mal so.</p><p>Zu den Regeln derartiger Runden gehÃ¶rt es, dass zwar viel erzÃ¤hlt wird, aber alles, was nicht ausdrÃ¼cklich freigegeben wurde, nicht zitiert werden darf. Das fÃ¼hrt zu absurden Situationen, wenn Ã¼ber banalste Aussagen gefeilscht werden muss. Politikern wie Bach kommt das entgegen. Ãœber den Fall des schwer korrupten Koreaners <a
title="Der reichste Koreaner: IOC-Mitglied Lee Kun Hee" href="http://jensweinreich.de/?s=lee+kun+hee" target="_self">Lee Kun Hee</a>, der IOC-Mitglied bleiben darf (<a
title="BLZ: Es bleibt alles in der Familie" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0209/sport/0011/index.html" target="_blank">hier mein Bericht</a>, hier <a
title="IOC Ethics" href="http://www.olympic.org/en/content/The-IOC/Commissions/The-ethics-commission/?Tab=4&amp;articleNewsGroup=-1&amp;articleId=76796" target="_blank">das Papier</a> der IOC-Ethikkommission, hier einige <a
title="Google News zu Lee Kun Hee" href="http://news.google.de/news/story?um=1&amp;cf=all&amp;ned=de&amp;hl=en&amp;num=100&amp;cf=all&amp;ncl=d_yD6KoxMPxS20MuU1A1aY0zyCQDM" target="_blank">internationale Reaktionen</a>) spricht Bach beispielsweise nur Off the Records, also nicht zu zitieren.</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-3730" title="Athen 2004, ErÃ¶ffnung IOC-Session: Thomas Bach, Lee Kun Hee, Juan Antonio Samaranch, Frau Lee" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/05/lee-jas-bach.jpg" alt="" width="538" height="253" /></p><p>Jede Aussage zu Lee, dem langjÃ¤hrigen Samsung-Chef und IOC-Sponsor, kÃ¶nnte als Kritik am Olympiabewerber Pyeongchang interpretiert werden, behauptet Bach. SchlieÃŸlich bewirbt sich MÃ¼nchen ebenfalls um die <a
title="tag: Winterspiele 2018" href="http://jensweinreich.de/category/winterspiele-2018/" target="_self">Winterspiele 2018</a>, mit Bach an der Spitze des Bewerberkomitees. Und Olympiabewerber dÃ¼rfen sich nicht kritisieren. So sind die Regeln, und mit den Regeln kennt sich Bach aus. Er darf die Regeln mit gestalten und Ã¼ber deren Einhaltung wachen. Er ist Chef der juristischen Kommission des IOC.</p><p>Man muss derartigen Argumentationen nicht reflexartig folgen. Man kann auch fragen, wie groÃŸ der Opportunismus eines SportfunktionÃ¤rs und Juristen wohl sein muss, <strong>nationales Interesse</strong> vorzuschieben, um sich einer zitierbaren Meinung zu enthalten?</p><p>Ich habe genau das gefragt.</p><p><span
id="more-6627"></span>Wie groÃŸ der Schmerz, als Volldemokrat mit einem Korruptionsweltmeister wie Lee im IOC sein zu mÃ¼ssen? Und ob nicht vielleicht auch Bachs GeschÃ¤ftsinteressen als Lobbyist und Wirtschaftsanwalt im Umgang mit koreanischen Firmen eine unmissverstÃ¤ndliche Stellungnahme verhindern? Hat er GeschÃ¤fte mit koreanischen Konzernen gemacht, als Berater, Lobbyist, Vermittler, Wirtschaftsanwalt?</p><p>Bach hÃ¤lt derartige Fragen fÃ¼r unseriÃ¶s, das hat er mir auch bei anderen Gelegenheiten deutlich gemacht. DarÃ¼ber mag er nicht reden. Seine Mandate sind Mandate und damit GeschÃ¤ftsgeheimnis. Sport ist Sport. Olympia ist Olympia. Politik ist Politik. Und Ehrenamt ist Ehrenamt. Wenn doch Ã¶ffentlich Ã¼ber pikante Verflechtungen debattiert wird, etwa als seine fÃ¼rstlich bezahlte LobbyistentÃ¤tigkeit fÃ¼r den Siemens-Konzern enthÃ¼llt wurde, benutzt er gern denÂ <a
title="VielfÃ¤ltige Lebenssachverhalte" href="http://jensweinreich.de/2008/09/22/vielfaltige-lebenssachverhalte/" target="_self">Begriff</a> â€ž<a
title="VielfÃ¤ltige Lebenssachverhalte (II)" href="http://jensweinreich.de/2008/09/25/vielfaltige-lebenssachverhalte-ii/" target="_self">vielfÃ¤ltige</a> <a
title="VielfÃ¤ltige Lebenssachverhalte (III)" href="http://jensweinreich.de/2008/12/20/vielfaltige-lebenssachverhalte-iii/" target="_self">Lebenssachverhalte</a>â€œ. Als sei das Leben eine Ansammlung von real existierenden ZufÃ¤lligkeiten.</p><p>In Vancouver spricht Bach auch darÃ¼ber, dass er sich noch nicht festgelegt habe, ob er im Dezember fÃ¼r eine weitere Amtszeit als DOSB-Chef zur VerfÃ¼gung stehe. Er nennt GrÃ¼nde dafÃ¼r und dagegen. Nicht alles ist zur VerÃ¶ffentlichung freigegeben. Vielleicht darf man es ungestraft so umschreiben: Der DOSB-Job fordert Bach mehr als erwartet. Die Zeit fehlt fÃ¼r andere AktivitÃ¤ten. Bach will bis Sommer 2010 seine DOSB-Zukunft entscheiden. Im <strong>nationalen Interesse</strong> (MÃ¼nchen 2018) wird er sich wohl durchringen, mindestens bis zur IOC-Session 2011 in Durban weiterzumachen. Bach ist nicht nur Patriot, letztlich ist es doch so:</p><blockquote><p>â€žDass ich gern tue, was ich tue, ist kein groÃŸes Geheimnis.â€œ</p></blockquote><p>Eben.</p><p>Gut anderthalb Stunden plaudert Bach Ã¼ber Vancouver, Herrn Lee, Gendoping, den DOSB, MÃ¼nchen 2018 und das IOC. Dann muss er zum nÃ¤chsten Termin. Er lÃ¤uft am selben Nachmittag mit dem olympischen Feuer.</p><p>Und ich denke, auch wenn man kaum etwas aus diesem GesprÃ¤ch verwenden darf, es ist vielleicht interessant, die UmstÃ¤nde zu schildern. Denn inhaltlich ist ja nichts passiert bzw. darf kaum etwas weiter gegeben werden, selbst das nicht, was so banal ist, dass sich kaum jemand dafÃ¼r interessieren wÃ¼rde, wenn es weiter gegeben werden dÃ¼rfte.</p><p>Mein Lieblingszitat, offiziell freigegeben, glaube ich, ist dies zum Thema Gendoping:</p><blockquote><p>&#8220;Nehmen sie doch mein Zitat aus der Rede in der Paulskirche, das steht ja schon alles drin.&#8221;</p></blockquote><p>In Vancouver wird Bach auf der IOC-Session zum dritten Mal als VizeprÃ¤sident bestÃ¤tigt. Anders als <a
title="September 2000: Im Niemandsland" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0914/sport/0073/index.html" target="_blank">2000 in Sydney</a> und 2006 in Turin &#8211; oder <a
title="Juli 1996: Juans Liebling" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1996/0717/reporter/0003/index.html" target="_blank">1996 in Atlanta</a>, als er ins Exekutivkomitee kam &#8211; hat er keinen Gegenkandidaten.</p><p>Das IOC entscheidet in Kanada Ã¼brigens auch Ã¼ber den Gastgeber der IOC-Session des Jahres 2013. Dies wird eine ganz wichtige Sitzung fÃ¼r Thomas Bach, denn 2013 wird ein neuer IOC-PrÃ¤sident gewÃ¤hlt â€“ entweder in Kuala Lumpur oder in Buenos Aires. Beides sind attraktive Destinationen. Bach tendiert eher zur argentinischen Hauptstadt, vergisst aber zu sagen, ob man das schreiben darf oder weglassen soll. In Buenos Aires ist er 1977 mit den Florettfechtern Mannschaftsweltmeister geworden. â€žInsofernâ€œ, formuliert er, juristisch ausgewogen und politisch neutral, â€žhabe ich daran eine schÃ¶ne Erinnerung.â€œ</p><p>Ob er 2013 fÃ¼r den IOC-Vorsitz kandidiert, sagt er natÃ¼rlich nicht, sondern lediglich, wie so oft: â€žIch habe keinen Plan.â€œ</p><p>Vielleicht ist alles nur eine Frage der Definition. Was den einen der Plan, sind den anderen die vielfÃ¤ltigen Lebenssachverhalte. Und die kÃ¶nnen sich allemal gÃ¼nstig gestalten.</p><p>Btw: Hatte ich eigentlich schon mal gesagt, wie gut es sich trifft, dass Deutschland gerade einen blau-gelben AuÃŸenminister hat? Wie gut sich dies mit ehrgeizigen sportpolitischen PlÃ¤nen kombinieren lÃ¤sst? Ich glaube, das ist mal eine andere Geschichte.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/02/10/thomas-bach-lebenssachverhalte-im-nationalen-interesse/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>24</slash:comments> </item> <item><title>Was vom Tage Ã¼brig bleibt (47): Koalitionsvertrag, Klaue, &#8220;Pechstein-Studie auf Staatskosten&#8221;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/10/28/was-vom-tage-ubrig-bleibt-47-koalitionsvertrag-klaue-pechstein-studie-auf-staatskosten/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/10/28/was-vom-tage-ubrig-bleibt-47-koalitionsvertrag-klaue-pechstein-studie-auf-staatskosten/#comments</comments> <pubDate>Wed, 28 Oct 2009 10:27:08 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[christian klaue]]></category> <category><![CDATA[claudia pechstein]]></category> <category><![CDATA[deutschlandfunk]]></category> <category><![CDATA[doping]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[koalitionsvertrag]]></category> <category><![CDATA[presseschau]]></category> <category><![CDATA[steuermittel]]></category> <category><![CDATA[udiocm]]></category> <category><![CDATA[was vom tage Ã¼brig bleibt]]></category> <category><![CDATA[bÃ¼ndnis 90/die grÃ¼nen]]></category> <category><![CDATA[bmi]]></category> <category><![CDATA[bundespolizei]]></category> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[cdu]]></category> <category><![CDATA[csu]]></category> <category><![CDATA[dieter hennig]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[eberhard gienger]]></category> <category><![CDATA[evi simeoni]]></category> <category><![CDATA[faz]]></category> <category><![CDATA[fdp]]></category> <category><![CDATA[finanzierung von mega-events]]></category> <category><![CDATA[gutachten]]></category> <category><![CDATA[herbert fischer-solms]]></category> <category><![CDATA[jÃ¶rg stratmann]]></category> <category><![CDATA[mÃ¼nchen 2018]]></category> <category><![CDATA[michael vesper]]></category> <category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category> <category><![CDATA[peter danckert]]></category> <category><![CDATA[spd]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[sportinformationsdienst]]></category> <category><![CDATA[thomas bach]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=5687</guid> <description><![CDATA[Selbst wenn einiges bereits verlinkt wurde, diskutierenswert ist es allemal. Einige Lesebefehle und Empfehlungen. Das sagt der Koalitionsvertrag (Entwurfsversion) von CDU, CSU und FDP im weitesten Sinne zum Sport: Seite 14: Der Zugang von auslÃ¤ndischen HochqualifiziertenÂ und FachkrÃ¤ften zum deutschen Arbeitsmarkt muss systematisch an den BedÃ¼rfnissen des deutschen Arbeitsmarkts ausgerichtet und nach zusammenhÃ¤ngenden, klaren, transparenten und [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Selbst wenn einiges bereits verlinkt wurde, diskutierenswert ist es allemal. Einige Lesebefehle und Empfehlungen.</p><ul><li>Das sagt der <span
style="color: #000000;"><strong>Koalitionsvertrag </strong></span>(<a
title="Koalitionsvertrag 2009-2013" href="http://www.cdu.de/doc/pdfc/091024-koalitionsvertrag-cducsu-fdp.pdf" target="_blank">Entwurfsversion</a>) von CDU, CSU und FDP im weitesten Sinne zum Sport:</li></ul><p>Seite 14:</p><blockquote><p
align="left">Der Zugang von auslÃ¤ndischen HochqualifiziertenÂ und FachkrÃ¤ften zum deutschen Arbeitsmarkt muss systematisch an den BedÃ¼rfnissen des deutschen Arbeitsmarkts ausgerichtet und nach zusammenhÃ¤ngenden, klaren, transparenten und gewichteten Kriterien wie beispielsweise Bedarf,Â Qualifizierung und IntegrationsfÃ¤higkeiten gestaltet werden. DarÃ¼ber hinaus werden wir Regelungen zur Aufnahme einer selbstÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit, Arbeitsplatzannahme fÃ¼r Studenten mit deutschem Hochschulabschluss, fÃ¼r KÃ¼nstler und Sportler sowie fÃ¼r SaisonarbeitskrÃ¤fte Ã¼berprÃ¼fen und Vereinfachungen anstreben.</p></blockquote><p>Seite 69:</p><blockquote><p
align="left">Mit dem Programm â€žIntegration durch Sport&#8221; wollen wir besonders Frauen und MÃ¤dchen mit Migrationshintergrund ansprechen, um sie als Teilnehmer und auch Ãœbungsleiter zu gewinnen.</p></blockquote><p>Seiten 88/89:</p><blockquote><p
align="left">Wir wissen, dass Sport fÃ¼r die Aktivierung und den Zusammenhalt einer modernen Gesellschaft unverzichtbare BeitrÃ¤ge leistet und dass Deutschland auf groÃŸartige Traditionen und Leistungen im Sport verweisen kann, die es zu bewahren und zu entwickeln gilt. Deshalb werden wir unsere Aufgaben als Partner und FÃ¶rderer des Sports mit besonderer Verantwortung wahrnehmen. Wir streben an, im Rahmen der Kompetenzen und MÃ¶glichkeiten des Bundes den Erhalt und Ausbau vonÂ SportstÃ¤tten in Deutschland weiter zu fÃ¶rdern.</p><p
align="left"><strong>SpitzensportfÃ¶rderung</strong></p><p
align="left">Wir werden die finanzielle FÃ¶rderung des Spitzensports in Deutschland auf hohem Niveau fortfÃ¼hren. Die BemÃ¼hungen, Spitzensportlerinnen und -sportlern mit Behinderung den Zugang zu einer â€ždualen Karriere&#8221; zu erÃ¶ffnen, werden wir intensivieren.</p><p
align="left"><strong>Bewerbung MÃ¼nchen 2018</strong>Â </p><p
align="left">Olympische und Paralympische Spiele sind <a
title="Copy and paste im Bundestag ..." href="http://jensweinreich.de/?p=4064" target="_self">herausragende Sportereignisse</a>. DieÂ Bewerbung der Stadt MÃ¼nchen um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 und, bei Zuschlag durch das IOC im Juli 2011, deren Ausrichtung,Â sind ein <a
title="Wie Mann (CSU) sich um einen Platz im Olympia-Aufsichtsrat bewirbt" href="http://jensweinreich.de/?p=2884" target="_self">nationales Anliegen</a> im gemeinsamen <a
title="Was das BMI zur Olympiafinanzierung sagt" href="http://jensweinreich.de/?p=2889" target="_self">Interesse von Bund, Land undÂ Kommunen</a> und werden weiterhin <a
title="Bundestag zu MÃ¼nchen 2018: demokratiewidriger Striptease?" href="http://jensweinreich.de/?p=4073" target="_self">gefÃ¶rdert und unterstÃ¼tzt</a>.</p><p
align="left"><strong>Anti-Doping-Politik</strong></p><p
align="left">FÃ¼r das SelbstverstÃ¤ndnis unserer Sportpolitik ist die Autonomie des Sports undÂ seiner VerbÃ¤nde von zentraler Bedeutung. Wir wollen den Sport bei der SicherungÂ und Realisierung seiner Werte unterstÃ¼tzen. Im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit steht dabei die <strong><a
title="alle BeitrÃ¤ge zur Finanzierung von Dopingtrainern mit Steuermitteln" href="http://jensweinreich.de/?cat=921" target="_self">konsequente</a></strong> <a
title="alle BeitrÃ¤ge zum Bundestags-Sportausschuss" href="http://jensweinreich.de/?cat=440" target="_self">BekÃ¤mpfung von Doping</a> im ZusammenwirkenÂ von sportlichen Sanktionen und strafrechtlichen VerfolgungsmaÃŸnahmen. FÃ¼r unsÂ ist nur <a
title="MÃ¼nchen wirbt mit hochdekoriertem Anabolika-Doper" href="http://jensweinreich.de/?p=5144" target="_self">dopingfreier Sport fÃ¶rderungswÃ¼rdig</a>. Wir werden den im Sommer 2009 zwischen Bund, LÃ¤ndern, dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und derÂ Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) verabschiedeten Nationalen <a
title="tag: PrÃ¤vention, Doping, Korruption" href="http://jensweinreich.de/?s=pr%C3%A4vention" target="_self">DopingprÃ¤ventionsplan</a> umsetzen. Die Forschung zur BekÃ¤mpfung des Dopings muss gezielt weiter gefÃ¶rdert werden.</p><p
align="left">Ziele wie die BekÃ¤mpfung von Doping, die Einordnung der autonomen Sportbewegungen und ihrer Regeln in den europÃ¤ischen Rechtsrahmen kÃ¶nnen vor allemÂ in lÃ¤nderÃ¼bergreifender Weise effektiv wahrgenommen werden. Wir werden deshalb die internationale sportpolitische Zusammenarbeit verstÃ¤rken.</p></blockquote><p>Zum Vergleich, im <a
title="Koalitionsvertrag 2005-2009" href="http://www.cdu.de/doc/pdf/05_11_11_Koalitionsvertrag.pdf" target="_blank">Koalitionsvertrag</a> von CDU, CSU und SPD hieÃŸ es im Jahr 2005:</p><p>Seite 80:</p><blockquote><p
align="left"><strong>FÃ¶rderung Sport</strong></p><p
align="left">Die Koalitionsparteien fÃ¼hren das SonderfÃ¶rderprogramm â€žGoldener Plan Ost&#8221; fÃ¼rÂ den SportstÃ¤ttenbau in Ostdeutschland fort.</p></blockquote><p>Seite 106:</p><blockquote><p
align="left">Es geht um Vielfalt, Respekt fÃ¼r andere, Demokratie, Toleranz und die BekÃ¤mpfung des Antisemitismus. Wir wollen, dass Jugendliche vor Ort motiviert werden und in ihrem Engagement verlÃ¤sslich unterstÃ¼tzt werden. Dabei setzen wir auf ein engeres Zusammenwirken mit LÃ¤ndern und Kommunen, mit Medien, den Kirchen, Wirtschaft, Gewerkschaften, Sportvereinen, den JugendverbÃ¤nden und vielen anderen. Integrierte lokale Strategien sind besonders Erfolg versprechend. Es gilt, kÃ¼nftig noch stÃ¤rker BrÃ¼cken zu den Projekten zu schlagen, die sich mit gefÃ¤hrdeten bzw. in der rechten Szene bereits gefestigten Jugendlichen beschÃ¤ftigen.</p></blockquote><p>Seite 115:</p><blockquote><p
align="left"><strong>Deutschland &#8211; Sportland</strong></p><p>Deutschland ist ein anerkanntes Sportland mit sportbegeisterten Menschen. Sport bewegt die Menschen und fÃ¶rdert die soziale Integration. Er ist als PrÃ¤vention gegen zunehmenden Bewegungsmangel insbesondere bei Kindern und Jugendlichen verstÃ¤rkt zu nutzen und zu unterstÃ¼tzen. Die Grundlage des deutschen Sports sind die Vereine, die wiederum auf das Engagement vieler ehrenamtlich TÃ¤tiger angewiesen sind. Wir wollen den Breiten-, Spitzen- und Behindertensport weiter fÃ¶rdern. Breiten- und Spitzensport bedingen und brauchen einander. Der Spitzensport rekrutiert sich immer wieder aus den Besten des Breitensports und die Spitzenleistungen der Athleten ziehen Millionen Zuschauer in ihren Bann. Wir freuen uns auf die vielen Welt- und Europameisterschaften in unserem Land und insbesondere auf die FuÃŸballweltmeisterschaft 2006, bei der sich Deutschland als gastfreundliches, weltoffenes und sportbegeistertes Land prÃ¤sentieren wird. Wir werden uns weiterhin fÃ¼r herausragende internationale Sportereignisse bewerben.</p><p
align="left">Wir werden die Neuorganisation des deutschen Spitzensports positiv begleiten und sein BemÃ¼hen um einen sauberen und fairen Sport unterstÃ¼tzen. Deutschland wird seine Verpflichtungen aus dem Welt-Anti-Doping-Code umsetzen.</p></blockquote><p>So weit, so gut.</p><p>Praktische Sportpolitik sieht in Deutschland so aus: <span
id="more-5687"></span></p><ul><li>&#8220;<a
title="FAZ vom 27. Oktober 2009" href="http://www.faz.net/s/Rub9CD731D06F17450CB39BE001000DD173/Doc~E01F4F5FF00754D35815FF80BAEE71653~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Doping-Verfahren: Pechstein-Studie auf Staatskosten</a>&#8220;, Evi Simeoni in der <strong>FAZ</strong></li></ul><p>Wieder mal Steuermittel. <a
title="Der Kampf um die Deutungshoheit ..." href="http://jensweinreich.de/?p=4576" target="_self">Wieder mal</a> ein &#8220;<a
title="Inszenierung mit Parteigutachten" href="http://jensweinreich.de/?p=4554" target="_self">Gutachter</a>&#8221; von der CharitÃ©.</p><blockquote><p>â€žWir kÃ¶nnen Ihnen bestÃ¤tigen, dass fÃ¼r Frau Pechstein eine Kostenzusage zu einer Untersuchung in der CharitÃ© zu Lasten der HeilfÃ¼rsorge der Bundespolizei gegeben wurdeâ€œ, erklÃ¤rte das Ministerium. â€žDies geschah, um krankheitswertige hÃ¤matologische StÃ¶rungen auszuschlieÃŸen.â€œ Und weiter: â€žAuch bei allen anderen Bundespolizisten und -polizistinnen werden ggf. solche Untersuchungen zur AbklÃ¤rung unklarer Befunde in Auftrag gegeben.â€œ Dame, bisher in der Boulevard-Presse nur als â€žProfessor xâ€œ bekannt, legt Wert darauf, dass seine Studie nicht von Claudia Pechstein, sondern von der Bundespolizei in Auftrag gegeben wurde, er also nicht als bestellter Gutachter anzusehen sei.</p></blockquote><p>Dazu klÃ¤rt &#8220;ha&#8221; in den <a
title="Kommentare zu: ... der Kampf um die Deutungshoheit" href="http://jensweinreich.de/?p=4576#comment-15312" target="_self">Kommentaren</a> auf:</p><blockquote><p>Mit der HeilfÃ¼rsorge der Bundespolizei scheint es sich im Ã¼brigen wie mit Doping-Indizien zu verhalten &#8211; alles eine Frage der Interpretation. Anspruch auf Kostenerstattung besteht nach dieser <a
title="Bundespolizeigewerkschaft.de" href="http://www.bundespolizeigewerkschaft.de/infothek/bgv_ratgeber/heilfuersorge.pdf" target="_blank">BMI-Verwaltungsvorschrift</a>:Â </p><p>a) zur VerhÃ¼tung von Krankheiten und von deren Verschlimmerung,<br
/> b) zur FrÃ¼herkennung von Krankheiten,<br
/> c) zur Behandlung einer Krankheit,<br
/> d) zur medizinischen Rehabilitation,<br
/> e) zur Pflege (&#8230;)</p><p>Kosten fÃ¼r aufwÃ¤ndigere Behandlungen, die den in dieser Allgemeinen Verwaltungsvorschrift festgelegten Leistungsumfang Ã¼bersteigen, werden nicht auf HeilfÃ¼rsorgemittel Ã¼bernommen. Sich aus einer aufwÃ¤ndigeren Behandlung ergebende Mehrkosten sind von der/dem HeilfÃ¼rsorgeberechtigten selbst zu tragen. Ferner werden grundsÃ¤tzlich keine Kosten auf HeilfÃ¼rsorgemittel fÃ¼r Leistungen Ã¼bernommen, die in dem in dieser Allgemeinen Verwaltungsvorschrift enthaltenen Leistungsumfang nicht aufgefÃ¼hrt sind.</p></blockquote><p>Wer wird neuer Chef des <a
title="alle BeitrÃ¤ge zum Bundestags-Sportausschuss" href="http://jensweinreich.de/?cat=440" target="_self">Bundestags-Sportausschusses</a>? Der Turner und DOSB-Lobbyist <a
title="tag: Eberhard Gienger" href="http://jensweinreich.de/?s=gienger" target="_self">Eberhard Gienger</a> (CDU), der sich nicht daran erinnern kann, einmal eine Entscheidung als Parlamentarier gegen die Interessen des DOSB, dessen VizeprÃ¤sident Leistungssport er ist,Â getroffen zu haben? WirdÂ der Ausschuss endgÃ¼ltig zur Lachnummer oder siedelt nach Nordkorea aus, sollte ein DOSB-VizeprÃ¤sident Chef eines &#8220;demokratisch legitimierten&#8221; Kontrollorgans werden? Und wirdÂ der Sportausschuss kÃ¼nftig wieder in geschlossenen Runden tagen (oder etwa in PjÃ¶ngjang), wie ich einige Male orakelt habe?</p><p>Herbert Fischer Solms im <strong>Deutschlandfunk</strong> mit einigen Informationen &#8230;</p><p
style="TEXT-ALIGN: center"><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/10/25/dlf_20091025_1933_a7bc536d.mp3" target="_self">:</a></p><p>&#8230; und im Interview mit dem gewesenen Sportausschuss-Chef <a
title="tag: Peter Danckert" href="http://jensweinreich.de/?s=danckert" target="_self">Peter Danckert</a> (SPD)</p><p
style="TEXT-ALIGN: center"><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/10/25/dlf_20091025_1935_e800bcea.mp3" target="_self">:</a></p><p>Auch interessant, mal wieder ein Medienthema:</p><blockquote><p><a
title="DOSB" href="http://www.dosb.de/de/organisation/verbands-news/detail/news/christian_klaue_wird_neuer_pressesprecher_des_dosb/9746/cHash/4e8a90346d/" target="_blank">Christian Klaue wird neuer Pressesprecher des DOSB</a></p><p>Christian Klaue wird zum 1. November neuer Pressesprecher des DOSB. Der 34-JÃ¤hrige kommt vom Sport-Informations-Dienst (SID) und tritt die Nachfolge des bisherigen Ressortleiters Gerd Graus an.Â </p><p>Als neuer Chefredakteur der DOSB-Medien kommt JÃ¶rg Stratmann nach Frankfurt. Der 55-JÃ¤hrige war zuletzt Ressortleiter Sport und Lokales beim Bonner General-Anzeiger und Ã¼bernimmt die Aufgaben von Walter Mirwald, der seit 1. Oktober das neu ins Leben gerufene Projekt &#8220;GedÃ¤chtnis des Sports&#8221; leitet.</p><p>Der aus Wernigerode im Harz stammende Christian Klaue arbeitete von 2006 bis 2009 als SID-Redakteur mit den Schwerpunkten Sportpolitik/Olympia und Leichtathletik im Berliner SID-BÃ¼ro. Er wird in seiner neuen Funktion auch Sprecher des DOSB-PrÃ¤sidiums und des DOSB-PrÃ¤sidenten Thomas Bach.</p><p>Der Bonner JÃ¶rg Stratmann, mehrmaliger deutscher Meister und Olympiateilnehmer 1984 im SÃ¤belfechten, arbeitete seit 1986 als Redakteur bei der Tageszeitung â€žDie Welt&#8221; und anschlieÃŸend als Korrespondent fÃ¼r die â€žFrankfurter Allgemeine Zeitung&#8221; mit den Schwerpunkten Sportpolitik/Olympia, ehe er 2005 zum General-Anzeiger wechselte.</p></blockquote><p>Was Christian Klaue und der Fechter JÃ¶rg Stratmann bisher sportpolitisch formuliert und wie kritisch/unkritisch sie waren, etwa im Umgang mit dem Fechter UDIOCM (FDP) kann jeder selbst leicht mit einem Blick ins Archiv Ã¼berprÃ¼fen. Ich bedauere die Entscheidung von Christian Klaue, kann seinen Schritt allerdings auch verstehen und wÃ¼nsche ihm viel Erfolg, ganz ehrlich, auch im Umgang mit renitenten DOSB-Berichterstattern. Mal sehen, wo das hinfÃ¼hrt. Ich kann (fast) jeden verstehen, der in diesen schweren Zeiten, da der Journalismus flÃ¤chendeckend zusammen bricht (zumindest der auf dem freien Markt, nicht der alimentierte), das Metier wechselt. Ich denke auch, dass Christian Klaue eine ganz andere, eine halbwegs transparente Art der Pressearbeit anstreben wird. Sein Risiko, sich in den tÃ¤glichen Nahkampf mit Thomas Bach (FDP) und Michael Vesper (BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen) zu begeben, wird er mannhaft tragen mÃ¼ssen. DafÃ¼r wird er kÃ¼nftig bezahlt.</p><p>Journalistisch &#8211; unter dem Aspekt der Meinungsvielfalt &#8211; ist die Entscheidung Klaues ein groÃŸer Verlust. Der SID hat sportpolitisch unter seiner Verantwortung seit Sommer 2008, seit der <a
title="BeitrÃ¤ge zu Dieter Hennig, SID, Peking 2008" href="http://jensweinreich.de/?s=dieter+hennig" target="_self">AffÃ¤re Hennig</a>,Â sehr schnell an Profil gewonnen und ein breiteres Spektrum abgedeckt. Der Konkurrent dpa wurde imho trotz deutlich schlechterer Rahmenbedingungen deutlich distanziert &#8211; mit Engagement, Niveau und Interesse an der Sache.</p><p>Ich glaube nicht, dass der SID auf die Schnelle einen echten Nachfolger fÃ¼r Christian Klaue herbei zaubern kann. Schaue ich mir einige Meldungen der vergangenen Tage an &#8211; etwa zur Olympiabewerbung MÃ¼nchens, wo scheinbar jede BlÃ¤hung zur Geschichte aufgeblasen wird -, glaube ich zu ahnen, in welche Richtung es geht. Zumal: Die NÃ¤he des SID zur Otto-Fleck-Schneise und den dortigen Institutionen ist traditionell gegeben.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/10/28/was-vom-tage-ubrig-bleibt-47-koalitionsvertrag-klaue-pechstein-studie-auf-staatskosten/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>26</slash:comments> </item> </channel> </rss>
