<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?> <rss
version="2.0"
xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
> <channel><title>jens weinreich &#187; stasi</title> <atom:link href="http://www.jensweinreich.de/category/stasi/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.jensweinreich.de</link> <description>don&#039;t mix politics with games</description> <lastBuildDate>Sun, 05 Feb 2012 22:16:51 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>IOC-Ehrenpräsident Samaranch und der KGB</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/11/05/ioc-ehrenprasident-samaranch-und-der-kgb/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/11/05/ioc-ehrenprasident-samaranch-und-der-kgb/#comments</comments> <pubDate>Thu, 05 Nov 2009 10:27:14 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[andré guelfi]]></category> <category><![CDATA[geheimdienste]]></category> <category><![CDATA[horst dassler]]></category> <category><![CDATA[ioc]]></category> <category><![CDATA[juan antonio samaranch]]></category> <category><![CDATA[juri felschtinski]]></category> <category><![CDATA[kgb]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[moskau 1980]]></category> <category><![CDATA[opus dei]]></category> <category><![CDATA[stasi]]></category> <category><![CDATA[adidas]]></category> <category><![CDATA[agenten]]></category> <category><![CDATA[bestechung]]></category> <category><![CDATA[boris gulko]]></category> <category><![CDATA[dédé le sardine]]></category> <category><![CDATA[der olympische sumpf]]></category> <category><![CDATA[elf aquitaine]]></category> <category><![CDATA[falange]]></category> <category><![CDATA[franco]]></category> <category><![CDATA[ioc andré guelfe]]></category> <category><![CDATA[isl]]></category> <category><![CDATA[isl/ismm]]></category> <category><![CDATA[jacques rogge]]></category> <category><![CDATA[james worrall]]></category> <category><![CDATA[jean-marie weber]]></category> <category><![CDATA[kgb plays chess]]></category> <category><![CDATA[lance cross]]></category> <category><![CDATA[lord michael killanin]]></category> <category><![CDATA[marc hodler]]></category> <category><![CDATA[olympische spiele]]></category> <category><![CDATA[sportpolitische abteilung]]></category> <category><![CDATA[stimmenkauf]]></category> <category><![CDATA[usbekistan]]></category> <category><![CDATA[wiktor kortschnoi]]></category> <category><![CDATA[willi daume]]></category> <category><![CDATA[wladimir popow]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=5719</guid> <description><![CDATA[IOC-Ehrenpräsident Juan Antonio Samaranch hat einst dem Diktator Franco im Range eines Sport-Staatssekretärs gedient. Erst jüngst wurde in Spanien wieder über Fotos debattiert, die den 89-Jährigen mit erhobenem Arm zeigen &#8211; beim Faschistengruß. Nun behaupten russische Autoren, Samaranch sei Agent des sowjetischen Geheimdienstes KGB gewesen. „Der KGB spielt Schach&#8221; heißt ein auf Russisch frisch erschienenes Buch. [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
class="aligncenter size-full wp-image-5720" title="JAS, Guatemala 2007" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/jas-guatemala-2007.jpg" alt="" width="500" height="294" /></p><p>IOC-Ehrenpräsident <a
title="alle Beiträge zu Samaranch - Senior und Junior :)" href="http://jensweinreich.de/?s=samaranch" target="_self">Juan Antonio Samaranch</a> hat einst dem Diktator Franco im Range eines Sport-Staatssekretärs gedient. Erst jüngst wurde in Spanien wieder über Fotos debattiert, die den 89-Jährigen <a
title="&quot;Samaranch must resign&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=5063" target="_self">mit erhobenem Arm zeigen &#8211; beim Faschistengruß</a>. Nun behaupten russische Autoren, Samaranch sei Agent des sowjetischen Geheimdienstes KGB gewesen.</p><p>„<strong><a
title="KGB plays chess" href="http://www.mippbooks.com/Page.BCart.cls?Type=Books&amp;BOOKSID=141433" target="_blank">Der KGB spielt Schach</a></strong>&#8221; heißt ein auf Russisch frisch erschienenes Buch. Darin geht es vor allem um den Einfluss des Geheimdienstes auf die Schach-Elite der Sowjetunion, um atemraubende Machenschaften bis hin zu Mordkomplotten. Neben dem Historiker <a
title="Juri Felshtinsky - Website" href="http://www.felshtinsky.com/index1.html" target="_blank">Juri Felschtinski</a> zählen die Schach-Großmeister <a
title="Wikipedia Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Viktor_Kortschnoi" target="_blank">Wiktor Kortschnoi</a> und <a
title="Wikipedia Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Boris_Gulko" target="_blank">Boris Gulko</a> zu den Autoren &#8211; sowie Wladimir Popow, ehemals ranghoher KGB-Führungsoffizier. Popow hat einst hunderte Quellen und Agenten im Sportbusiness geführt und bearbeitet. Er behauptet: KGB-Sportagent war nicht nur der langjährige Schach-Weltmeister Anatoli Karpow (Deckname Raul), sondern auch Juan Antonio Samaranch, IOC-Präsident von 1980 bis 2001.</p><p>Samaranch war 1977, nach dem Tod seines Führers Franco, als spanischer Botschafter für die Sowjetunion und die Mongolei nach Moskau abgeschoben worden. Im Exil machte er Sport-Karriere: Moskau war Olympiagastgeber 1980, unmittelbar vor Eröffnung dieser Boykottspiele wurde Samaranch IOC-Präsident. Er gewann die Wahl mit 44 IOC-Stimmen gegen Marc Hodler (Schweiz/21), James Worrall (Kanada/7) und Willi Daume (Bundesrepublik/5). Der Neuseeländer Lance Cross hatte im letzten Moment auf seine Kandidatur verzichtet. Samaranchs Transformation vom Blauhemdträger der Falange zum olympischen Moralapostel war gelungen.</p><p>Laut KGB-Oberstleutnant Popow hat daran der Geheimdienst mitgewirkt und Stimmen der IOC-Mitglieder aus dem Ostblock organisiert. Der KGB habe sich Samaranchs Mitarbeit erpresst, nachdem man den Botschafter beim Schmuggel mit Antiquitäten, Schmuck und Gemälden erwischt habe. Vom KGB sei Samaranch als „sowjetischer Sport-General&#8221; geführt worden, behauptet Popow, der sich 1996 nach Kanada absetzte.</p><p>Samaranch war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. IOC-Kommunikationsdirektor <a
title="Beiträge zu Mark Adams" href="http://jensweinreich.de/?s=mark+adams" target="_self">Mark Adams</a>, neu im Geschäft, sagte mir, die KGB-Geschichte sei „bloße Spekulation&#8221;.</p><p>Über der Wahl am 16. Juli 1980, am Vorabend der Boykottspiele, im Moskauer Haus der Gewerkschaften, dort wo Samaranch exakt 21 Jahre später abtrat und von Rogge ersetzt wurde, lastet seit jeher der Schatten der Korruption. Samaranchs Vorgänger Lord Michael Killanin (Irland) sagte später öffentlich:</p><blockquote><p>&#8220;Ich war der festen Überzeugung, daß der Posten eines IOC-Präsidenten nicht käuflich sein sollte. Es gibt eine wachsende Tendenz &#8211; und viele Gerüchte -, sich Posten durch Gunstbezeugungen zu erschleichen.&#8221;</p></blockquote><p><img
class="alignleft size-full wp-image-5722" title="Killanin, Samaranch, Moskau 1980 - Screenshot TV" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/jas-kill-1980.jpeg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="320" height="305" align="left" />An der Amtsübergabe von Killanin (links im Bild) zu Samaranch hatten seinerzeit natürlich auch der ehemalige Adidas-Chef Horst Dassler mit seiner „sportpolitischen Abteilung&#8221; (inklusive des Schmiergeldboten <a
title="Beiträge zu Jean-Marie Weber" href="http://jensweinreich.de/?cat=171" target="_self">Jean-Marie Weber</a>) großen Anteil &#8211; und der Franzose André Guelfi, genannt Dédé le Sardine, eine der zentralen Figuren im internationalen Sportbusiness seit Anfang der 1970er Jahre bis zu Beginn dieses Jahrtausends. Guelfi, geboren in Marokko, selbst einst Geheimdienstler, ehemaliger Rennfahrer und in den neunziger Jahren als Schmiergeldbote im gigantischen <a
title="Spiegel: Konzern für heikle Missionen" href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-15613895.html" target="_blank">Korruptionsskandal</a> um den MIneralölkonzern Elf Aquitaine berühmt geworden, schilderte in seinen Memoiren ausführlich die Umstände der Samaranch-Krönung: „Ich konnte fast alle überzeugen, ihr Votum zu ändern. Samaranch wurde mit einer sauberen Mehrheit gewählt.&#8221; Guelfi zahlte mit Geld und Produkten seiner Firma Le Coq Sportif, Dassler aus dem Topf von Adidas.</p><p><em>(Ich kürze hier ab, denn sonst müsste ich flink einen Text in der Länge eines Buches veröffentlichen über all die Beziehungen und dunklen Geschäfte von Guelfi &amp; Co. in und mit dem IOC, der FIFA, Havelange, Dassler, Tarpischtschew, Smirnow, Samaranch, Blatter und vielen anderen Sportfürsten, über gefakte Olympiabewerbungen wie die von St. Petersburg, womit schon eine Verbindung zu Sobtschak und Putin gegeben ist, etc. pp.)</em></p><p>Legendär sind Samaranchs enge Beziehungen ins Sowjetreich und seine Nachfolger-Staaten. Bei Guelfi bedankte er sich, in dem er ihn in den neunziger Jahren persönlich bei den Diktatoren mittelasiatischer Republiken wie Usbekistan vorstellte. Dies war für Guelfi der Durchbruch, um seine Schmiergeldgeschäfte für Elf Aquitaine zu erledigen. Samaranch verschaffte Guelfi diplomatischen Status, öffnete alle Türen &#8211; und immer ging es bei diesen Deals auch um &#8220;Sport&#8221;, wurden viele Millionen an Funktionäre aus dem ehemaligen Sowjetreich verschoben.</p><p>Geheimdienstliche Beziehungen wurden Samaranch schon immer nachgesagt. Er hat es stets bestritten. Sporthistorisch macht die Darstellung der russischen Autoren für die Zeit bis 1980 deshalb Sinn. Der Historiker Felschtinski, der seit drei Jahrzehnten in den USA lebt, kennt sich in der Welt der Geheimdienste zweifellos aus. Zuletzt hatte er nach dem <span
style="text-decoration: line-through;">Plutonium</span>Polonium-Mord an seinem Freund und Ex-Agenten Alexander Litwinenko das Buch „Eiszeit im Kreml&#8221; veröffentlicht.</p><p><span
id="more-5719"></span>Sollte Samaranch tatsächlich als KGB-Agent geführt worden sein, war die Quelle offenbar nicht sehr ergiebig. Denn fünf Jahre später bildeten die Auslands-Spionage-Abteilung von KGB und der DDR-Staatssicherheit ein bizarres Joint Venture, um das IOC, Adidas und die von Dassler inzwischen gegründete Marketingagentur ISL auszuspionieren. In einem Stasi-Dossier aus jener Zeit heißt es über Samaranch: Die Gabe, „sich unter den Mächtigen Freunde zu machen&#8221;, zeichne ihn aus. So konnte er auch den Makel des „früheren Bekenntnisses als hundertprozentiger Franco-Anhänger&#8221; überwinden.</p><p>Samaranch war übrigens stets äußerst misstrauisch: Als IOC-Präsident ging er mit wichtigen Gästen zur Besprechung gern hinaus in die Gärten der IOC-Zentrale von Lausanne-Vidy. Das hatte er schon im geliebten Moskau so gehalten &#8211; aus Sicherheitsgründen, aus Angst vor Wanzen des KGB, war er mit Gesprächspartnern durch die Straßen flaniert. Und Jahre später, am ruhigen Genfer See, peinigten den Geheimstrategen immer noch Wahnvorstellungen: Seine Zimmerflucht im Palace-Hotel ließ er regelmäßig nach Abhörgeräten untersuchen.</p><p><small>In Kurzfassung und unverlinkt :) erschienen u.a. heute in der Süddeutschen Zeitung: &#8220;<a
title="SZ vom 5. November 2009: &quot;Schach mit dem Präsidenten&quot;" href="http://www.sueddeutsche.de/sport/89/493436/text/" target="_blank">Schach mit dem Präsidenten</a>&#8220;</small></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/11/05/ioc-ehrenprasident-samaranch-und-der-kgb/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>11</slash:comments> </item> <item><title>DOSB-General Michael Vesper schreibt &#8230;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/04/10/dosb-general-michael-vesper-schreibt/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/04/10/dosb-general-michael-vesper-schreibt/#comments</comments> <pubDate>Fri, 10 Apr 2009 12:21:04 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[bmi]]></category> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[ddr]]></category> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[doping]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[michael vesper]]></category> <category><![CDATA[stasi]]></category> <category><![CDATA[vergangenheitsbewältigung]]></category> <category><![CDATA[bündnis 90/die grünen]]></category> <category><![CDATA[bstu]]></category> <category><![CDATA[dopingtrainer]]></category> <category><![CDATA[fdp]]></category> <category><![CDATA[hans-joachim otto]]></category> <category><![CDATA[propaganda]]></category> <category><![CDATA[sportförderung]]></category> <category><![CDATA[steuermittel]]></category> <category><![CDATA[stug]]></category> <category><![CDATA[thomas bach]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=3524</guid> <description><![CDATA[Im Sport spielt die Glaub- und Vertrauenswürdigkeit seiner leitenden Mitarbeiter eine herausragende Rolle. Haupt- und ehrenamtliche Funktionäre im Sport sollten &#8211; orientiert an den in seinen Leitbildern formulierten Grundsätzen &#8211; Vorbildwirkung entfalten. Bundestrainern/-innen und Stützpunktleitern/-innen sind viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene anvertraut, so dass es gerade bei ihnen in besonderem Maße auf Vertrauenswürdigkeit und [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Im Sport spielt die Glaub- und Vertrauenswürdigkeit seiner leitenden Mitarbeiter eine herausragende Rolle. Haupt- und ehrenamtliche Funktionäre im Sport sollten &#8211; orientiert an den in seinen Leitbildern formulierten Grundsätzen &#8211; Vorbildwirkung entfalten. Bundestrainern/-innen und Stützpunktleitern/-innen sind viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene anvertraut, so dass es gerade bei ihnen in besonderem Maße auf Vertrauenswürdigkeit und Vorbildwirkung ankommt. Dies gilt auch im Hinblick auf breite öffentliche Wirkung vieler Sportarten und die damit einhergehende Publizität jedes auftretenden Problemfalls.</p><p><em>Michael Vesper, DOSB-Generaldirektor</em></p></blockquote><p>Vorsorglich, falls die <a
title="Die Propagandamaschine brummt ..." href="http://jensweinreich.de/?p=3473" target="_self">Propaganda</a> darauf hinaus laufen sollte, dass künftig auch die Stasi-Richtlinien und die entsprechenden Überprüfungen gelockert oder ganz und gar aufgegeben werden sollten, stelle ich ein wichtiges Dokument zur Diskussion. Anbei also als <a
title="Brief Michael Vesper zum StUG vom 23. Oktober 2006" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/04/dosb-stug-23102006.pdf" target="_blank">pdf-Datei</a> und nachfolgend komplett als jpg ein Brief aus dem Oktober 2006, in dem DOSB-General Michael Vesper (Bündnis 90/Die Grünen) ausdrücklich im Namen seines Vorgesetzten Thomas Bach (FDP) darum bittet, dem organisierten Sport im damals zu novellierenden Stasiunterlagengesetz weitere Überprüfungsmöglichkeiten einzuräumen. Momentan aber hört man, es gebe Bestrebungen, Überprüfungen für die kommenden Winterspiele in Vancouver nicht mehr durchzuführen.</p><p>Vesper argumentierte im Oktober 2006 u. a.:</p><blockquote><p>Die finanzielle Föderung durch das Bundesministerium des Innern, dessen Zuwendungsrichtlinien und die damit verbundene Erwartungshaltung eines &#8220;sauberen Sports&#8221; spielen ebenfalls eine wichtige Rolle für die Beurteilung des Sachverhalts, In diesen Richtlinien werden die Spitzenverbände des Sports ausdrücklich verpflichtet, keine Personen zu beschäftigen, die früher für die Stasi tätig waren. Somit verlangt die Bundesregierung vom Sport explizit, Fälle von Stasi-Verwicklungen aufzudecken und die ggfs. notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Ohne fortgeltende Überprüfungsmöglichkeiten könnte der Sport dieser Aufgabe in den Bewilligungsbescheiden nicht in dem zu Recht erwarteten Umfang entsprechen.</p><p>Wie den jährlichen Berichten der Bundesbeauftragten zu entnehmen ist, sind die dort liegenden Unterlagen bisher nur zu ca. 60 % erschlossen und ausgewertet. Es steht daher zu erwarten, dass in den kommenden Jahren noch viele Unterlagen gefunden werden, aus denen sich eine Verstrickung von Mitarbeitern/-innen des deutschen Sports in Aktivitäten der Stasi ergeben könnte. (&#8230;)</p><p>Es wäre den Bürgerinnen und Bürgern nicht zu vermitteln, dass die Bespitzelung und Denunziation von Mannschaftsmitgliedern nunmehr plötzlich keine Rolle mehr bei der Besetzung von Führungspositionen im Sport spielen soll.</p></blockquote><p>Hier das komplette Schreiben:</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-3527" title="dosb-stug-23102006_seite_1" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/04/dosb-stug-23102006_seite_1.jpg" alt="" width="500" height="718" /><br
/> <span
id="more-3524"></span><br
/> <img
class="aligncenter size-full wp-image-3528" title="dosb-stug-23102006_seite_2" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/04/dosb-stug-23102006_seite_2.jpg" alt="" width="500" height="593" /></p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-3529" title="dosb-stug-23102006_seite_3" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/04/dosb-stug-23102006_seite_3.jpg" alt="" width="500" height="594" /></p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-3530" title="dosb-stug-23102006_seite_4" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/04/dosb-stug-23102006_seite_4.jpg" alt="" width="500" height="599" /></p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-3531" title="dosb-stug-23102006_seite_5" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/04/dosb-stug-23102006_seite_5.jpg" alt="" width="500" height="417" /></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/04/10/dosb-general-michael-vesper-schreibt/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> </item> <item><title>Antje und Henner Misersky: &#8220;Erst die Medaillen, dann die Moral!&#8221;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/04/03/antje-und-henner-misersky-erst-die-medaillen-dann-die-moral/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/04/03/antje-und-henner-misersky-erst-die-medaillen-dann-die-moral/#comments</comments> <pubDate>Fri, 03 Apr 2009 04:56:39 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[antje harvey-misersky]]></category> <category><![CDATA[bmi]]></category> <category><![CDATA[ddr]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[doping]]></category> <category><![CDATA[dopingopfer]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[stasi]]></category> <category><![CDATA[vergangenheitsbewältigung]]></category> <category><![CDATA[albertville 1992]]></category> <category><![CDATA[amnestie]]></category> <category><![CDATA[biathlon]]></category> <category><![CDATA[dopingtrainer]]></category> <category><![CDATA[dsv]]></category> <category><![CDATA[heidi-krieger-preis]]></category> <category><![CDATA[henner misersky]]></category> <category><![CDATA[manfred von richthofen]]></category> <category><![CDATA[nok]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=3468</guid> <description><![CDATA[&#8220;Ich habe meinen Sport geliebt. Aber ich wollte nicht alles mitmachen, was man von mir verlangte.&#8221; Antje Harvey-Misersky, 1999 Biathlon-Olympiasiegerin Antje Harvey-Misersky, ihre Schwester Heike sowie ihre Eltern Ilse und Henner Misersky schließen sich dem Aufruf der Dopingopfer vom 1. April an. Sie bitten mich, Ihre Stellungnahme zu veröffentlichen. Sehr gern, denn ich schätze die [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong><a
title="Warten auf ein Wort der Entschuldigung - BLZ vom 9. November 1999" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1999/1109/none/0015/index.html" target="_blank">&#8220;Ich habe meinen Sport geliebt. Aber ich wollte nicht alles mitmachen, was man von mir verlangte.&#8221;</a></strong></p><p><em>Antje Harvey-Misersky, 1999<br
/> </em></p></blockquote><p>Biathlon-Olympiasiegerin Antje Harvey-Misersky, ihre Schwester Heike sowie ihre Eltern Ilse und Henner Misersky schließen sich dem <a
title="&quot;Entschuldungspauschale für Sportkriminelle&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=3454" target="_self">Aufruf der Dopingopfer</a> vom 1. April an. Sie bitten mich, Ihre Stellungnahme zu veröffentlichen. Sehr gern, denn ich schätze die Familie Misersky außerordentlich.</p><blockquote><p><strong>Zur geplanten Erteilung einer „Generalamnestie&#8221; für Doping &#8211; (und Stasi?)-Täter</strong></p><p>Bereits 1991 haben wir in Briefen an den damaligen DSB-Präsidenten von Richthofen, den Sportausschuss des Bundestages, den Deutschen Skiverband sowie die Landesregierung Thüringen gegen die Übernahme eindeutig doping- oder/und stasibelasteter Personen aus dem DDR-Leistungssportsystem warnend  protestiert und eine umfassende Überprüfung gefordert.</p><p>Reagiert hat lediglich Manfred von Richthofen. Dessen Empfehlungen wurden aber von den Sportverbänden nach unseren Erkenntnissen ignoriert. Von anderen Institutionen gab es keine Reaktionen. Auch aus diesem Grund haben wir im Fernsehen während der Olympischen Winterspiele in Albertville 1992 die einmalige Chance genutzt, angesichts des Olympiasiegs öffentlichkeitswirksam vor einem Millionenpublikum auf die Notwendigkeit dieser Vergangenheitsbewältigung aufmerksam zu machen. Diese ist bis heute nur bruchstückhaft erfolgt. Und auch deshalb wird der deutsche Sport immer wieder von dieser Vergangenheit eingeholt werden. In Anbetracht dessen erscheint uns die geplante „Generalamnestie&#8221; völlig abwegig, weil sie die ganz persönliche Verantwortung des Einzelnen in einer Kollektivschuld verpackt.</p><p><span
id="more-3468"></span>Auch wenn es problematisch war, dem Systemdruck in der DDR-Diktatur zu widerstehen, wird trotz einiger Randnotizen ( Interview  Ecker-Rosendahl, Mitglied der Steiner-Kommission, idealer wäre in dieser Position eine Brigitte Berendonk gewesen) ausgeklammert, dass es Trainer, Sportler und auch Sportmediziner gegeben hat, die dem Druck zu Doping und politischer Anpassung mit teilweise  leidvollen persönlichen und beruflichen Konsequenzen widerstanden haben.</p><p>Kritik und Widerstand bedeuteten bedingungslos Degradierung oder Ausschluss aus diesem sensiblen und von hauptamtlichen Kräften der Stasi und IMs überwachten Sportsystem &#8211; Bedrohung, Postkontrolle, Telefonüberwachung inklusive. Es ist beschämend und wohl auch so gewollt, dass weder früher im NOK, im DOSB-Präsidium, noch im Sportausschuss des Bundestages oder in der Steiner-Kommission Opfer, Systemgeschädigte oder Insider des ehemaligen DDR-Staatssports Sitz oder Stimme hatten/haben. Jegliche Transparenz  wurde und wird durch das Ausgrenzen  dieser „ Querulanten, Nestbeschmutzer, Störfaktoren&#8221; wirkungsvoll verhindert.</p><p>Alle Mittäter, die jetzt für die Perspektive einer lächerlichen Autogrammabgabe einen „Persilschein&#8221; in Aussicht gestellt bekommen, hätten nach dem Fall der Mauer durch ein offenes Bekenntnis zu ihrem schuldhaften Verhalten und durch Offenheit und Reue beweisen können, dass sie den Betrug, den „Klassenkampf&#8221;, die Indoktrination hinter sich gelassen haben und in der Demokratie endgültig angekommen sind.</p><p>Als sichtbares Zeichen sollten diejenigen, die nun aktiv geworden sind, um in den großzügigen Vorteil einer Amnestie-Entschuldung  zu gelangen, vor einem unabhängigen Gremium umfassend und transparent nun endlich nach so langer Zeit aussagen und vor allem sich vor den Dopingopfern in aller Öffentlichkeit entschuldigen. Ein sichtbares Zeichen ihrer Reue könnte es sein, dem Fond des Dopingopfer-Hilfevereins regelmäßig einen angemessenen Beitrag ihres Einkommens zu überweisen.</p><p>Es ist nicht hinnehmbar, wenn auch weiterhin vertuscht, gelogen und Zeitzeugen, die sich der Wahrheit verpflichtet fühlen, mit juristischen Mitteln gedroht wird. Vielmehr ist es auch ein Schlag ins Gesicht der Dopingopfer, die, um bei Bärbel Bohley zu bleiben, „auf Gerechtigkeit gehofft, aber den Rechtsstaat bekommen&#8221; haben. In der bundesdeutschen Sportpolitik, einschließlich dem dafür zuständigen Innenministerium, scheint allerdings ( wie im untergegangenen DDR-System) ein Bert-Brecht-Zitat in abgewandelter Form Gültigkeit zu haben : Erst kommen die Medaillen (-statistiken!) und dann kommt die Moral.</p><p>Hiermit schließen wir uns dem Protest der anerkannten DDR &#8211; Dopingopfer gegen eine „Entschuldungspauschale&#8221; für belastete Trainer und Funktionäre an.</p><p>Henner und Ilse Misersky, Antje Harvey-Misersky (Trägerin der <a
title="BLZ vom 20. September 2007" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/0920/sport/0014/index.html" target="_blank">Heidi-Krieger-Medaille</a> 2005)</p></blockquote> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/04/03/antje-und-henner-misersky-erst-die-medaillen-dann-die-moral/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>29</slash:comments> </item> </channel> </rss>
