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	<title>jens weinreich &#187; sportfamilie</title>
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		<title>Jacques Rogge sagt: &#8220;reports are confidential&#8221; und &#8220;a warning is not a sanction&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 18:34:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[LAUSANNE. In zwei Jahrzehnten als IOC-Berichterstatter habe ich gewiss schon viele absurde, deprimierende Momente erlebt. Die gerade beendete, äußerst bizarre Pressekonferenz mit einem geradezu leblos argumentierenden IOC-Präsidenten Jacques Rogge gehört sicher dazu &#8211; irgendwo in den Top 20. Das muss Mann erst mal verdauen. Jedenfalls, Rogge, einst als Erneuerer angetreten [und von mir auch als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>LAUSANNE. In zwei Jahrzehnten als IOC-Berichterstatter habe ich gewiss schon viele absurde, deprimierende Momente erlebt. Die gerade beendete, äußerst bizarre Pressekonferenz mit einem geradezu leblos argumentierenden IOC-Präsidenten Jacques Rogge gehört sicher dazu &#8211; irgendwo in den Top 20.</p>
<p>Das muss Mann erst mal verdauen.</p>
<p>Jedenfalls, Rogge, einst als Erneuerer angetreten [<em>und von mir auch als solcher promotet</em>], hätte nicht peinlicher agieren können. Unfassbar. Eigentlich hätte an seiner Stelle auch Samaranch sitzen können, das macht keinen Unterschied. Zu den Feinheiten: Rogge vermied es, die Vokabel &#8220;Korruption&#8221; zu benutzen [<em>ich sage es einmal mehr: das Wort Korruption taucht auch in der Olympischen Charta des IOC nicht auf</em>], er erwähnte auch nicht den Korruptionskonzern ISL/ISMM.</p>
<p>Als wäre nichts gewesen.</p>
<p>Schockierend.</p>
<p>Unanständig.</p>
<p>Es war natürlich Andrew Jennings, der überraschender Weise zwei Mal ans Mikro durfte und flink noch erwähnte, dass wir hier über ein kolossales Betrugssystem reden, das den gesamten, nunmehr von Rogge präsidierten, olympischen Weltsport umfasste. <strong><a title="alle Beiträge zu ISL/ISMM" href="http://www.jensweinreich.de/category/islismm/">Mehr als 140 Millionen Schweizer Franken wurden nachweislich an Schmiergeld gezahlt.</a></strong> Die Dunkelziffer ist weitaus höher. Und die Bevorteilten, korrupte Funktionäre, sind zu großen Teilen noch in Amt und Würden, hundertmal angemerkt.</p>
<p>Nach etwa zwölf Minuten war die Freakshow beendet. Rogge behauptete:</p>
<blockquote><p>We will not hesitate to act. The wider world will acknowledge that the IOC means business and is accountable and transparent&#8221;</p></blockquote>
<p>Ich muss es gleich nachhören &#8211; und werde mich erneut gruseln.<br />
<span id="more-11390"></span><br />
Nebenbei definierte Rogge die Gelben und Roten Karten im Fußball neu, oder auch die Ethikregeln. Oder beides. Es war so verworren. So verlogen.</p>
<blockquote><p>a warning is not a sanction</p>
<p>a repriment is a sanction</p>
<p>you could compare it to red card and yellow card in football.</p></blockquote>
<p>Also:</p>
<ul>
<li><strong>Lamine Diack</strong> (Senegal/IOC-Mitglied und Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF) hat insgesamt 52.880 CHF von der ISL erhalten. <a title="ioc.org" href="http://www.olympic.org/Documents/Commissions_PDFfiles/Ethics/Ethics-2011-10-03-decision-recommendation-Lamine-Diack-Eng.pdf" target="_blank">Er wurde verwarnt.</a></li>
<li><strong>Issa Hayatou</strong> (Kamerun/IOC-Mitglied, FIFA-Vizepräsident, CAF-Präsident) hat 24.700 CHF von der ISL erhalten. <a title="ioc.org" href="http://www.olympic.org/Documents/Commissions_PDFfiles/Ethics/Ethics-2011-10-03-decision-recommendation-Issa-Hayatou-Eng.pdf" target="_blank">Er wurde ermahnt.</a></li>
</ul>
<p>Beide, Diack und Hayatou, beschäftigen übrigens bis heute den ISL-Schmiergeldboten Jean-Marie Weber, der einst jene 140 Millionen verteilt hat.</p>
<ul>
<li><strong>Joao Havelange</strong> (<a title="IOC-Doyen und FIFA-Patron João Havelange tritt zurück, weil er nicht rausgeschmissen werden will" href="http://www.jensweinreich.de/2011/12/04/ioc-doyen-und-fifa-patron-joao-havelange-tritt-zuruck-weil-er-nicht-rausgeschmissen-werden-will/">FIFA-Ehrenpräsidentm IOC-Mitglied bis vor wenigen Tagen</a>) hat mutmaßlich viele Millionen von der ISL erhalten. Die Überweisung von 1,5 Millionen aus diesem Paket ist bestens dokumentiert. Havelange wurde von Rogge nicht mal mehr erwähnt.</li>
</ul>
<p>Doch, sorry, <a title="Wie Jacques Rogge (IOC) und Joseph Blatter (IOC, FIFA) die Öffentlichkeit verarschen" href="http://www.jensweinreich.de/2011/12/06/wie-jacques-rogge-ioc-und-joseph-blatter-ioc-fifa-die-offentlichkeit-verarschen/">Rogge sagte erneut &#8230;</a></p>
<blockquote><p>Mr Havelange is not an IOC member anymore. For us he is a private person.</p></blockquote>
<p>Und deshalb gibt es dazu keine Informationen.</p>
<p>Die Ermittlungsergebnisse der Ethikkommission bleiben natürlich auch geheim.</p>
<p>Rogge sagte:</p>
<blockquote><p>reports are confidential, the proposals are public</p></blockquote>
<p><del>Die beiden dünnen Papiere folgen in Kürze.</del></p>
<p><strong>19.37 Uhr:</strong> Denke ich über positive Aspekte nach, fällt mir schon mal dies ein:</p>
<ul>
<li>Die wenigen Journalisten, die sich in den vergangenen Jahrzehnten mit der ISL-Korruption befasst und wirklich recherchiert haben, beschrieben nichts als die Wahrheit.</li>
<li>Die Dokumente sind echt.</li>
<li>Die Zahlen stimmen.</li>
<li>Das IOC nennt exakt jene Daten und Zahlen, die Andrew Jennings &#8211; ergänzend zum bereits vorliegenden &#8211; vor einem Jahr in der BBC-Panaroma-Sendung vorgelegt hat.</li>
<li>Diese Fakten können auf Dauer weder IOC noch FIFA negieren.</li>
<li>Die historische Wahrheit bleibt die historische Wahrheit. Sie lässt sich auch von diesen milliardenschweren und intransparenten Sportkonzernen nicht beugen.</li>
<li>Die Wahrheit lässt sich auch von Propagandisten und als Journalisten getarnten Idioten nicht beugen.</li>
<li>Man könnte sogar sagen: Journalismus lohnt sich. Mann sieht, ab und an, Resultate. Wenn auch bescheidene.</li>
</ul>
<p>Weitere Resultate werden folgen.</p>
<p><strong>20.20 Uhr:</strong> Die Papiere sind oben nun verlinkt, und außerdem hier zu begutachten:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/diack1.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-11399" title="diack1" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/diack1-723x1024.jpg" alt="" width="506" height="717" /></a><br />
<a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/diack2.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-11400" title="diack2" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/diack2-723x1024.jpg" alt="" width="506" height="717" /></a><br />
<a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/hayatou1.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-11401" title="hayatou1" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/hayatou1-723x1024.jpg" alt="" width="506" height="717" /></a><br />
<a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/hayatou2.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-11402" title="hayatou2" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/hayatou2-723x1024.jpg" alt="" width="506" height="717" /></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Was vom Tage übrig bleibt (65): BT-Grüßausschuss, PR-Ergüsse von Sepp Hosni Ben Ali Blatter</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/11/21/was-vom-tage-ubrig-bleibt-65-bt-grusausschuss-pr-ergusse-von-sepp-hosni-ben-ali-blatter/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2011/11/21/was-vom-tage-ubrig-bleibt-65-bt-grusausschuss-pr-ergusse-von-sepp-hosni-ben-ali-blatter/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 10:04:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Grüßausschuss: Welche Funktionen hat der Sportausschuss des Bundestages noch und was haben die Abgeordneten vor &#8211; bzw haben sie noch was vor? Sportgespräch des Deutschlandfunks, von Grit Hartmann und Robert Kempe. : Viele Abgeordnete, man muss es fairerweise sagen: nicht nur aus den Reihen der Union und der FDP, fielen durch körperliche und geistige Abwesenheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Grüßausschuss: Welche Funktionen hat der <a title="alle Beiträge zum BT-Sportausschuss" href="http://www.jensweinreich.de/category/sportausschuss/" target="_self">Sportausschuss des Bundestages</a> noch und was haben die Abgeordneten vor &#8211; bzw haben sie noch was vor?</p>
<p>Sportgespräch des <strong>Deutschlandfunks</strong>, von Grit Hartmann und Robert Kempe.</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/11/20/dlf_20111120_2330_d9a5f624.mp3" target="_self">:</a></p>
<blockquote><p>Viele Abgeordnete, man muss es fairerweise sagen: nicht nur aus den Reihen der Union und der FDP, fielen durch körperliche und geistige Abwesenheit auf, und auch die, die da waren, waren nicht immer auf Ballhöhe, was sich dann an Fragen von großer Ahnungslosigkeit offenbarte. Insofern war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann sie mit dieser Selbstentblößung Schluss machen wollten, die Mitglieder des Ausschusses.</p>
<p><em>Michael Reinsch, FAZ</em></p></blockquote>
<p><strong>Nachtrag, 12.52 Uhr:</strong> Jetzt auch <a title="dradio.de" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1608872/" target="_blank">als Text online</a>.</p>
<p>Einige Zitate. Zunächst erneut Michael Reinsch, weil er mich mit seinen Beispielen an einige Sitzungen erinnert, die ich auch erlebt und protokolliert habe:</p>
<blockquote><p>Ich werde nie vergessen &#8211; in öffentlicher Sitzung &#8211; den Auftritt des Generaldirektors Michael Vesper, der, von den Abgeordneten gebeten, die Zielvereinbarungen, die der DOSB mit seinen Fachverbänden abschließt, offen zu legen, sich geweigert hat. Und tatsächlich verlangte, dass diese Vereinbarungen, in denen also abgemacht wird, was so ein Verband sich vornimmt für die nächsten Olympischen Spiele und was er dafür für Unterstützung erhält, dass so etwas die Sportorganisationen wie ein Staatsgeheimnis behandelt wissen wollen. Und die Abgeordneten haben das so hingenommen. Der Sportausschuss hätte da natürlich eine Kraftprobe daraus machen können. Aber wenn man keine Kraft hat, lässt man es auch auf eine Probe nicht ankommen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ich denke mal, Michael Reinsch hat diese Sitzung gemeint:</p>
<ul>
<li><a title="Notizen vom Sportausschuss (5) ..." href="http://www.jensweinreich.de/2009/02/11/notizen-vom-sportausschuss-5-zielvereinbarungen-transparenz-und-die-kontrolle-von-steuermitteln/" target="_self">Notizen vom Sportausschuss (5): Zielvereinbarungen, Transparenz und die Kontrolle von Steuermitteln</a></li>
</ul>
<p>Ich empfehle wirklich, diese zweidreiviertel Jahre alten Notizen zu überfliegen, sich aber die Aussagen (soweit sie in verständlichem Deutsch formuliert wurden) von Klaus Riegert (CDU) etwas gründlicher anzusehen. Da wird dann schon eine große Leere deutlich. Kein Wunder, dass dieser Mann die Öffentlichkeit ausgeschlossen hat &#8211; und im Deutschlandfunk <span style="text-decoration: line-through;">nun tönt</span> irrlichtert:<span id="more-11248"></span></p>
<blockquote><p>Ich hab darauf hingewiesen, dass es bestimmte Veröffentlichungen gibt &#8211; nicht die Öffentlichkeit im Sportausschuss, sondern bestimmte Veröffentlichungen -, die man mal in der Sprache und im Inhalt nachlesen muss und in den Bewertungen.</p>
<p>Das können Sie sich selber &#8211; Sie werden ja eh das dann wieder kommentieren und hin und her auslegen, wie Sie wollen. Ich bleibe dabei, es gibt öffentliche Szenarien, die man einfach mal in der Sprache, darauf habe ich hingewiesen, von der Sprache her nachprüfen muss. Und da bin ich ganz deutlich der Meinung, die zielen nicht darauf hin, Parlamentarismus zu stärken, sondern ihn zu untergraben. Da können Sie in bestimmten Foren einmal selber nachlesen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Man muss das wirklich endlich mal von der Sprache her nachprüfen, ob so ein Blog, äh, bestimmte Foren, den Parlamentarismus untergraben will oder öffentliche Szenarien, äh, wollen und überhaupt.</p>
<p>Das können sie <a title="Beiträge zum Sportausschuss" href="http://www.jensweinreich.de/category/sportausschuss/" target="_self">selber nachlesen</a>, empfiehlt der Herr Abgeordnete Riegert.</p>
<p style="text-align: center;">* * *</p>
<p>Um Sprache geht es auch beim zweiten Thema meiner kleinen Medienauslese:</p>
<p>Die PR-Kampagne des FIFA-Präsidenten Sepp Hosni Ben Ali Blatter ist ja nun ziemlich verreckt, wie man vergangene Woche unschwer an <a title="google search: Blatter, racism" href="http://news.google.de/news/more?hl=en&amp;gl=de&amp;q=blatter+racism&amp;gs_upl=1835118l1838380l0l1838938l14l14l0l9l9l0l142l322l3.1l4l0&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;ncl=dc_QChNQSBFmhOMewQebfOHdMjiJM&amp;ei=xhrKTra1AY6WOoufrcQP&amp;sa=X&amp;oi=news_result&amp;ct=more-results&amp;resnum=2&amp;ved=0CDYQqgIwAQ" target="_blank">Schlagzeilen in aller Welt</a> nachlesen konnte. Sepp kämpft also <a title="fifa.com" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/organisation/president/news/newsid=1544102/index.html" target="_blank">&#8220;aktiv gegen Rassismus&#8221;</a>.</p>
<ul>
<li><a title="Sepp Blatter with black people" href="http://seppblatterwithblackpeople.wordpress.com/" target="_blank">Seppblatterwithblackpeople.wordpress.com</a> (<em>via Indirekter Freistoß</em>)</li>
</ul>
<p>Ein weiterer Round Table mit ausgewählten Journalisten, der für vergangenen Freitag angesetzt war, wurde deshalb kurzfristig abgesagt. Sepp gibt aber weiter Interviews, in denen er ungehindert die Wahrheit beugen, seine Welt schönen kann und/oder seine Dialoge mit Gott wiedergeben kann, wie etwa in der <a title="fifa.com" href="http://www.fifa.com/aboutfifa/organisation/president/news/newsid=1544902/index.html?cid=twitter_president" target="_blank">Aargauer Zeitung</a>, in der BBC, gestern in der <strong>Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung</strong> &#8230;</p>
<ul>
<li><a title="faz.net" href="http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/joseph-blatter-im-gespraech-ich-werde-mich-selbst-durchleuchten-lassen-11534877.html  " target="_blank"><strong>&#8220;Ich werde mich selbst durchleuchten lassen&#8221;</strong></a></li>
</ul>
<p>&#8230; und morgen gewiss anderswo.</p>
<p>Womit will Blatter sich eigentlich durchleuchten lassen?</p>
<p>Mit einem Nacktscanner?</p>
<p>[<em>Hinweis an Sepp: Zu viele Röntgenstrahlen sind der Gesundheit abträglich.</em>]</p>
<p>Es handelt sich bei derlei Veröffentlichungen meist um weitgehend keimfreie FIFA-PR: <em>&#8220;Ich, Sepp, räume jetzt aber auf! Ich hätte schon viel früher aufgeräumt, aber ich muss leider, leider, leider mit denen arbeiten, die mir im demokratischen FIFA-Gebilde an die Seite gestellt werden :(&#8220;</em></p>
<p>Die FIFA-Propagandisten verkaufen das FAS-Gespräch sogar auf der eigenen Webseite:</p>
<ul>
<li><a title="fifa.com" href="http://www.fifa.com/aboutfifa/organisation/president/news/newsid=1545309/index.html" target="_blank">Blatter: Football has a very positive image</a></li>
<li><a title="fifa.com" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/organisation/president/news/newsid=1544942/index.html" target="_self">Blatter: Der Fußball hat ein sehr positives Image</a></li>
</ul>
<p>Blatter wolle sich ethisch durchleuchten lassen, behauptet also die FAS.</p>
<p>So ein Unsinn.</p>
<p>Blatter ist längst durchleuchtet worden. Und sollte auch weiter durchleuchtet werden. Nein, eher nicht von <a title="Korruptionsskandal in Wahlkampfzeiten" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1458829/" target="_self">Interpol</a>, <span style="text-decoration: line-through;">die hat er ja gerade mit 20 Millionen bestochen</span> denen hat er ja gerade 20 Millionen &#8220;gespendet&#8221;.</p>
<p>Sepp Blatter ist das Oberhaupt einer mafios strukturierten Familie.</p>
<p>Blatter zu durchleuchten, das war und ist und wird bleiben: die Aufgabe von Journalisten.</p>
<p>[<em>Wogegen eine Darstellerin von Transparency International, einst eine angesehene NGO, deren Mitglied ich immer noch bin, nicht als Aufklärerin, sondern - gemäß Blatter - als Beraterin des FIFA-Präsidenten agiert. Oh Gott, wie schlimm ist es bestellt.</em>]</p>
<p>Richtig ärgerlich wird es, wenn man sich anschaut, wie die FAS dieses PR-Stück verkauft, was Nachrichtenagenturen daraus machen und wie das dann im medialen Kreislauf verwertet wird <a title="google news" href="http://news.google.de/news/more?hl=de&amp;gl=de&amp;q=blatter+fifa&amp;gs_upl=2231l3900l0l4019l12l10l0l7l7l0l124l291l2.1l3l0&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;ncl=d2nl3U1z-tN9FCMPUo616aFQUXgXM&amp;ei=ihPKTpL-OYXc8gP-z4RZ&amp;sa=X&amp;oi=news_result&amp;ct=more-results&amp;resnum=1&amp;ved=0CDEQqgIwAA" target="_blank">(simple Google-News-Suche)</a>.</p>
<p>Da heißt es dann eben:</p>
<ul>
<li>&#8230; Blatter wolle sich selbst ethisch durchleuchten lassen &#8230;</li>
<li>&#8230; Blatter gebe persönliche Fehler zu &#8230;</li>
<li>&#8230; Blatter will Exekutive entmachten &#8230;</li>
</ul>
<p>oder:</p>
<ul>
<li>&#8220;Blatters Dilemma: Zwischen FIFA-Reform und Skepsis&#8221;</li>
</ul>
<p>So ein Nonsens. Mediales Versagen.</p>
<p>Blatter gibt Fehler zu?</p>
<p>Lächerlich.</p>
<p>Im Original liest sich das so:</p>
<blockquote><p><strong>In einer Kolumne im Internet haben Sie aber schon geschrieben: Es sind schreckliche Fehler gemacht worden. Von Ihnen?</strong></p>
<p>Es ist so: Wer viel arbeitet, macht ab und zu Fehler. Eines aber würde ich nie mehr machen: dass die Exekutive zwei Weltmeisterschaften gleichzeitig vergibt. Da muss es ja zu Interessenskonflikten kommen, denn es konnte jeder mitstimmen, auch wenn sein eigenes Land Kandidat war. Das war ein Fehler.</p>
<p><strong>Ein persönlicher Fehler?</strong></p>
<p>Ja, auch.</p></blockquote>
<p>Wow! Ja! Auch!</p>
<p>Blatter will sich &#8220;durchleuchten&#8221; lassen?</p>
<p>Im Original liest sich das so:</p>
<blockquote><p>(&#8230;) Unter anderem werden diese Leute die neuen Exekutivmitglieder ethisch und moralisch durchleuchten. Die Fifa wird ein Leumundszeugnis verlangen.</p>
<p><strong>Und die alten Mitglieder?</strong></p>
<p>Das ist eine juristische Frage. Aber ich bin überzeugt, dass sich alle Mitglieder einer solchen Überprüfung stellen werden.</p>
<p><strong>Und Sie selbst?</strong></p>
<p>Ja sicher.</p>
<p><strong>Wann?</strong></p>
<p>Im ersten Quartal des nächsten Jahres.</p></blockquote>
<p>Wow! Ja! Sicher! Im ersten Quartal des nächsten Jahres!</p>
<p>Noch einmal: Journalisten sind dazu da, Blatter und seine Kumpane zu durchleuchten, aber es gehört nicht zur Aufgabe von Journalisten, seine Wahrheitsbeugungen und die Ergüsse seiner Spin Doktoren nahezu ungebrochen zu verbreiten.</p>
<p>Btw, ich weiß, dass Blatters neue Berater (die fürstlich entlohnten Herren de Gregorio, Fisa, Alexander) noch nicht ganz auf der Höhe des Geschehens sind, dazu fehlen ihnen einfach zu viele Hintergründe. Aber vielleicht könnten sie Ihrem Chef &#8211; ich habe das gelegentlich schon von deren Vorgängern erbeten &#8211; mal sagen, dass er weniger Unsinn erzählen soll.</p>
<p>Zum Beispiel erklärt er:</p>
<blockquote><p>Diejenigen, die mich jagen und sagen, Sepp Blatter steht auf der [<em>ISL-</em>]Liste, irren sich.</p></blockquote>
<p>Sepp, mein Freund, das hat doch gar niemand behauptet. Es geht aber, zum Beispiel, darum, ob der einstige FIFA-Generalsekretär Joseph Blatter jene 1,5 Millionen, die für den damaligen Präsidenten Havelange bestimmt waren, aber versehentlich auf einem FIFA-Konto ankamen, auf Havelanges Konto transferiert hat.</p>
<p>Ganz davon abgesehen, dass Sepp Blatter stets eine zentrale Rolle im von seinem alten Kumpel Horst Dassler, der ihn auch in der FIFA installierte, begründeten ISL-Korruptionssystem gespielt hat. Ganz davon abgesehen, dass Sepp sich vom Emir von Katar und von Mohamed Bin Hammam 1998 und 2002 inthronisieren ließ. Ganz davon abgesehen &#8230;</p>
<p>&#8230; aber ich will nicht die gesamte Korruptionsgeschichte der FIFA ausbreiten.</p>
<p>Übrigens: <a title="transparencyinsport.org" href="http://www.transparencyinsport.org/Secret_KPMG_letters_reveal_FIFA_rackets/secret_kpmg_letters_reveal_fifa_rackets.html" target="_blank">Andrew Jennings hat wieder publiziert</a>, basierend auf langjähriger, hartnäckiger Recherche und auf Dokumenten.</p>
<p>Ganz ohne Körperscanner.</p>
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		<title>Transparenz vs Polit-Propaganda</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 09:35:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Passt eigentlich zur Rubrik &#8220;Was vom Tage übrig blieb&#8221;: Ich habe im Deutschlandfunk noch einmal in gebotener verbaler Zurückhaltung das Vorgehen so genannter Volksvertreter im Bundestag kommentiert, von denen einige gerade in Chile und Brasilien herumdilettieren. : [Verlinkt wird später, vielleicht, ich habe jetzt keine Zeit dafür.] Wer die Berichterstattung über die erste nunmehr wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Passt eigentlich zur Rubrik &#8220;Was vom Tage übrig blieb&#8221;: Ich habe im Deutschlandfunk noch einmal in gebotener verbaler Zurückhaltung <a title="Bundestags-Sportausschuss schließt Medien aus: MdB wollen sich nicht beim iPad-spielen beobachten lassen" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/26/bundestags-sportausschuss-schliest-medien-aus-mdb-wollen-sich-nicht-beim-ipad-spielen-beobachten-lassen/" target="_self">das Vorgehen</a> <a title="Crowdsourcing: wie erzieht man Polit-Hampel und Wahrheitsallergiker, die im Bundestag unter sich bleiben wollen in Ruhe schlafen und am iPad Karten spielen wollen" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/28/crowdsourcing-wie-erzieht-man-polit-hampel-und-wahrheitsallergiker-die-im-bundestag-unter-sich-bleiben-wollen/" target="_self">so genannter</a> <a title="Was vom Tage übrig bleibt (64): “Da ist überhaupt nichts dran falsch, etwas zu berichten …”" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/30/was-vom-tage-ubrig-bleibt-64-da-ist-uberhaupt-nichts-dran-falsch-etwas-zu-berichten/" target="_self">Volksvertreter</a> im Bundestag kommentiert, von denen einige gerade <a title="Bundestags-Sportausschuss flüchtet vor der Öffentlichkeit: Business Class nach Brasilien" href="http://www.jensweinreich.de/2011/11/02/bundestags-sportausschuss-fluchtet-vor-der-offentlichkeit-business-class-nach-brasilien/" target="_self">in Chile und Brasilien herumdilettieren</a>.</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/11/13/dlf_20111113_1928_e2a00fa6.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>[<em>Verlinkt wird später, vielleicht, ich habe jetzt keine Zeit dafür.</em>]</p>
<p>Wer die Berichterstattung über die erste nunmehr wieder nichtöffentliche Sitzung des Bundestags-Sportausschusses analysiert, bewegt sich im Reich des Absurden. Abgeordnete, die lange Jahre keinen substanziellen Beitrag zur deutschen Sportpolitik geleistet haben, außer dem, die Öffentlichkeit auszusperren, erlangen zunehmend die Deutungshoheit über ihre Inkompetenz. Sie dürfen intransparente Vorgänge im Ausschuss kommentieren, werden plötzlich wieder gefragt und mit Floskeln zitiert, beugen die Wahrheit ungeniert – und können ihren Fraktionschefs am Ende sogar hübsche Medienwerte vorgaukeln.</p>
<p>Sicher, kaum ein Bericht – ob nun in Blogs oder herkömmlichen Medien – sparte diesmal den Fakt aus, dass die Öffentlichkeit ausgeschlossen blieb. Bei den nächsten Sitzungen aber, wenn das Unerhörte zur Normalität geworden ist, wird das gewiss anders aussehen, besonders in den Texten der so genannten Nachrichtenagenturen, für die meist nur eine Nachricht ist, was von offiziellen Stellen verkündet wurde.</p>
<p>Die Kernfrage lautet deshalb:</p>
<p>Muss Journalismus im dritten Jahrtausend noch so funktionieren? Gibt es eine Pflicht zur Termin-Berichterstattung über einen Ausschuss, der sich mehrheitlich der Öffentlichkeit verweigert?</p>
<p>Eine Antwort darauf lautet: Es gibt diese Pflicht nicht. Es gibt sie überhaupt nicht – mehr.</p>
<p>Eine zweite Antwort lautet: Dagegen hilft nur Recherche, und zwar losgelöst von Sitzungsterminen.</p>
<p>Es sind die Abgeordneten, die mit Ihrer Haltung eine wahrhaftige Berichterstattung verhindern. Und es spielt auch keine Rolle, ob fast alle Ausschüsse des Bundestages ebenfalls nichtöffentlich tagen. Derlei Verhaltensmuster sind inakzeptabel – sie passen nicht in diese Zeit. Denn die Gesellschaft braucht Transparenz wie die Luft zum Atmen. Der Bürger darf Transparenz erwarten und verlangen. Journalisten sollten es auch.<span id="more-11180"></span></p>
<p>Journalisten sind nicht dafür da, den Zeitvertreib von Untätigen und Inkompetenten zu protokollieren. Abgeordnete, von denen man weiß, dass sie in vielen Jahren der öffentlichen Sitzungen kaum einmal fundierte Vorträge vorbrachten und ihre Kontrollpflichten sträflich vernachlässigten, nun danach zu befragen, wie heldenhaft sie gerade hinter verschlossenen Türen die Demokratie verteidigt haben, nein, das ist nicht Aufgabe von Journalismus.</p>
<p>Mag sein, dass das einmal anders gewesen ist, mag sein, dass manche Redaktionen ihren Job noch immer so verstehen. Doch im Jahr 2011 nach Christi Geburt sollte man mit derlei Vorstellungen getrost brechen. Denn auch dadurch macht sich Journalismus, ohnehin oft als aussterbendes Gewerbe bezeichnet, tatsächlich überflüssig.</p>
<p>PR und Propaganda können die Hundertschaften von Spin Doktoren und anderer professioneller Wahrheitsbeuger im Umfeld des Bundestages viel besser erledigen. Dafür werden sie bezahlt.</p>
<p>Dank fantastischer technischer Möglichkeiten wird nicht nur die professionelle Kommunikationsbranche revolutioniert, auch das gesamte Kommunikationsverhalten der Menschen. Es kann darauf, und auf das Vorgehen des Sportausschusses, nicht Antworten aus dem vergangenen Jahrhundert geben, aus einer geradezu vorsintflutlichen Zeit, als es weder Handys noch Internet gab, als Berichte an der Schreibmaschine oder handschriftlich verfasst wurden, als man Fernschreiber benutzte und seine Tonbänder noch ins Studio trug.</p>
<p>Transparenz – das ist eine der großen Klammern dieser Zeit. Doch Deutschland bewegt sich, was die Qualität und Wirksamkeit etwa von Informationsfreiheitsgesetzen angeht, noch auf der Stufe eines Entwicklungslandes.</p>
<p>Transparenz sollte kein Schlagwort sein, sondern ein politisches Konzept. Dazu gehört eben auch der freie Zugang zu den entscheidungsrelevanten Informationen von Amtsträgern, für alle: für Bürger und Journalisten. Journalisten haben zudem die Aufgabe, Transparenz herzustellen, wenn andere sie verweigern. Die Bürger haben das Recht, jene abzustrafen, die Transparenz verhindern, etwa bei Wahlen.</p>
<p>Bereits Mitte 2010 ergab eine Forsa-Studie im Auftrag der Firma SAS, dass 88 Prozent der Deutschen die Veröffentlichung nicht-personenbezogener Daten durch die Bundesbehörden wünschen, dass 81 Prozent der Bürger glauben, eine derartige tatsächliche Informationsfreiheit gewährleiste wirkliche Teilhabe am politischen Geschehen. [<em>Manchmal zitiere sogar ich aus "Studien". Wenn es passt :)</em>]</p>
<p>Das war vor anderthalb Jahren – seither dürften sich die Verhältnisse weiter rasant verändert haben, ablesbar etwa an Stuttgart 21, am Erfolg der Occupy-Bewegung oder der Piratenpartei.</p>
<p>Doch im deutschen Sport und in der Sportpolitik, in Ländern, Bund und – leider zu oft vernachlässigt – besonders in der Sportabteilung des BMI, dominiert die Intransparenz, dominieren Geheimniskrämerei, Ämterverquickung, Postengeschacher und über Jahrzehnte gewachsene Netzwerke.</p>
<p>Die Kaste der Sportpolitiker erhält Funktion und Bedeutung fast allein dadurch, dass sie sich Informationsfreiheit verweigert, Restriktionen walten lässt und Öffentlichkeit aussperrt.</p>
<p>Ein zu großer Respekt vor dem Amt verbietet sich. Denn es ist nicht Aufgabe von Journalisten, Abgeordnete zu bewundern und ihnen automatisch Kompetenz zuzuschreiben. Es ist vielmehr so: Abgeordnete haben dem Bürger und damit der Öffentlichkeit zu dienen. Sie haben ihre Kompetenz, wenn schon nicht täglich, dann doch alle paar Wochen in derlei Ausschusssitzungen zu beweisen.</p>
<p>Wenn sie das mehrheitlich nicht tun – und das darf als inhaltliches Fazit der Berichterstattung über den Sportausschuss gezogen werden -, wenn sie noch dazu bei existenziellen Themen am iPad daddeln und Nickerchen halten, wenn billige Parteipolitik wichtiger ist als fachliches Engagement, wenn Fraktionszwang die Auseinandersetzung dominiert, dann muss das so beschrieben werden. Und es wurde von manchen so beschrieben, überaus korrekt.</p>
<p>Aufgabe von Journalismus ist nicht, die Hausaufgaben zu erledigen, die Sportpolitiker wiederholt versäumen; Aufgabe von Journalismus ist nicht, Politikern als Interview getarnte PR-Zeit einzuräumen; Aufgabe von Journalismus ist vielmehr, Hintergründe aufzudecken, Vorgänge zu enthüllen, die die Herrschenden lieber nicht öffentlich gemacht haben wollen, und – schlicht und ergreifend, frei nach Rudolf Augstein:</p>
<p>&#8220;Sagen, was ist.&#8221;</p>
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		<title>Was vom Tage übrig bleibt (64): &#8220;Da ist überhaupt nichts dran falsch, etwas zu berichten &#8230;&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 19:45:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Herbert Fischer-Solms hat gerade im Deutschlandfunk einen Schwerpunkt zum Bundestags-Sportausschuss gesendet, der seit Mittwoch die Öffentlichkeit aussperrt. Als Ergänzung zur bisherigen Berichterstattung über die Steuermittel verschlingenden Steinzeit-Kommunikatoren von CDU/CSU und FDP bieten sich diese drei Beiträge gewiss an: Was bisher geschah &#8211; meine Zusammenfassung: : Klaus Riegert (CDU/Schwäbischer Turnerbund) hat &#8220;an der Qualität einige Dinge&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Herbert Fischer-Solms</strong> hat gerade im <strong>Deutschlandfunk</strong> einen Schwerpunkt zum Bundestags-Sportausschuss gesendet, der seit Mittwoch die Öffentlichkeit aussperrt. Als Ergänzung zur <strong><a title="Bundestags-Sportausschuss schließt Medien aus: Mdb wollen sich nicht beim iPad-Spielen beobachten lassen …" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/26/bundestags-sportausschuss-schliest-medien-aus-mdb-wollen-sich-nicht-beim-ipad-spielen-beobachten-lassen/" target="_self">bisherigen</a> <a title="Crowdsourcing: Wie erzieht man Polit-Hampel und Wahrheitsallergiker, die im Bundestag unter sich bleiben wollen?" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/28/crowdsourcing-wie-erzieht-man-polit-hampel-und-wahrheitsallergiker-die-im-bundestag-unter-sich-bleiben-wollen/" target="_self">Berichterstattung</a> </strong>über die Steuermittel verschlingenden Steinzeit-Kommunikatoren von CDU/CSU und FDP bieten sich diese drei Beiträge gewiss an:</p>
<p>Was bisher geschah &#8211; meine Zusammenfassung:</p>
<p><a title="dradio.de" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/10/30/dlf_20111030_1910_05b7472f.mp3" target="_self">:</a></p>
<p><strong>Klaus Riegert (CDU/<span style="text-decoration: line-through;">Schwäbischer Turnerbund</span>) </strong>hat &#8220;an der Qualität einige Dinge&#8221; in meinem &#8220;Statement&#8221;, &#8220;die man auch anders würdigen kann&#8221;, wenn ich ihn recht verstanden habe, was echt schwerfällt. Egal, hier auch das Interview mit demjenigen, der Öffentlichkeit und Transparenz scheut wie der Teufel das Weihwasser: Klaus Riegert, sportpolitischer Sprecher der Union.</p>
<p><a title="dradio.de" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/10/30/dlf_20111030_1938_358bfe99.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Ich denke, dies und Riegerts erschreckend hilflos-ahnungslose Satzfetzen im <a title="zeit-online: Interview mit Klaus Riegert (CDU)" href="http://www.zeit.de/sport/2011-10/sportpolitik-riegert-presse-2/komplettansicht" target="_blank">Zeit-online-Interview</a> mit Oliver Fritsch erklären einiges.</p>
<p>Zum Abschluss schließlich das Interview von Herbert Fischer-Solms mit der Sportausschusschefin <strong>Dagmar Freitag (SPD/Deutscher Leichtathletik-Verband)</strong>, der die Entwicklung hörbar peinlich ist:</p>
<p><a title="dradio.de" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/10/30/dlf_20111030_1944_c5857dc5.mp3" target="_self">:</a></p>
<p><em>Nachtrag, 4. November, 11.21 Uhr:</em> Ich wurde soeben von einem schwäbischen Leser darauf hingewiesen, dass Klaus Riegert nicht mehr Vizepräsident des <a title="Präsidium des Schwäbischen Turnerbundes" href="http://www.stb.de/stb/organisation/praesidium.html" target="_blank">Schwäbischen Turnerbundes</a> ist. Er war es lange Jahre, und auf der <a title="BT Klaus Riegert" href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/biografien/R/riegert_klaus.html" target="_blank">Bundestags-Webseite</a> allerdings steht das bis zu diesem Moment auch noch so.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Crowdsourcing: Wie erzieht man Polit-Hampel und Wahrheitsallergiker, die im Bundestag unter sich bleiben wollen?</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/10/28/crowdsourcing-wie-erzieht-man-polit-hampel-und-wahrheitsallergiker-die-im-bundestag-unter-sich-bleiben-wollen/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2011/10/28/crowdsourcing-wie-erzieht-man-polit-hampel-und-wahrheitsallergiker-die-im-bundestag-unter-sich-bleiben-wollen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 12:44:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Anfang steht ein Zitat. Bitte aufmerksam lesen und versuchen zu begreifen, Herr Riegert und Herr Günther und all die anderen Spezialdemokraten, die sich mit Steuermitteln im Bundestag ein herrschaftliches Leben alimentieren lassen: Da sind zum einen die „Kartelle der Angst“, die sich dem Wandel entgegenstemmen. Es sind mehr oder weniger mächtige Interessengruppen, die Angst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Anfang steht ein Zitat. Bitte aufmerksam lesen und versuchen zu begreifen, Herr Riegert und Herr Günther und all die anderen Spezialdemokraten, die sich mit Steuermitteln im Bundestag ein herrschaftliches Leben alimentieren lassen:</p>
<blockquote><p>Da sind zum einen die „Kartelle der Angst“, die sich dem Wandel entgegenstemmen. Es sind mehr oder weniger mächtige Interessengruppen, die Angst vor Veränderung haben. Sie glauben, dass ihre bisherigen wirtschaftlichen und politischen Erfolge sie moralisch dazu berechtigen, die Regeln der neuen Welt bestimmen zu können. Sie wollen weiter erfolgreich und mächtig sein, ohne sich so radikal ändern zu müssen, wie es die neuen Umstände der digitalen Welt erfordern. (&#8230;)</p>
<p>Viele „Kartelle der Angst“ werden zwar nach und nach von den Realitäten überholt und politisch und wirtschaftlich marginalisiert. Doch wenn sie im Untergang ihre alte Macht rücksichtslos nutzen, können sie nicht nur vorübergehenden gesellschaftlichen Schaden verursachen.</p>
<p><em><strong>Pavel Mayer</strong>, MdL Berlin, Die Piratenpartei, in der <a title="FAZ.net: Die Antwort der Piraten" href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/netzfreiheit-die-antwort-der-piraten-11495541.html" target="_blank">FAZ vom 16. Oktober 2011</a></em></p></blockquote>
<p>Schaun mer also mal, was die MdB im Sportausschuss, Lobbyisten und Wahrheitsbeuger wie Joachim Günther (FDP) und Klaus Riegert (CDU), mittelfristig <strong><a title="Bundestags-Sportausschuss schließt Medien aus: Mdb wollen sich nicht beim iPad-Spielen beobachten lassen …" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/26/bundestags-sportausschuss-schliest-medien-aus-mdb-wollen-sich-nicht-beim-ipad-spielen-beobachten-lassen/" target="_self">unter Ausschluss der Öffentlichkeit</a></strong> geplant haben.</p>
<p>Denn dieses <strong>Kartell der Angst</strong> will ja, so die Propaganda, nunmehr fachlich Höchstleistungen vollbringen und all das bieten, wozu es bisher unter den Augen von Journalisten und anderen interessierten Bürgern leider nicht in der Lage war:</p>
<ul>
<li>der Kontrollpflicht von BMI und Sportverbänden nachkommen,</li>
<li>sich professionell vorbereiten und fachlich kompetent sein &#8230;</li>
<li>&#8230; und etliches mehr. (Wer sich darüber ein Bild machen möchte, dem seien erneut meine <a title="tag Notizen vom Sportausschuss" href="http://www.jensweinreich.de/category/novosp/" target="_self">Notizen vom Sportausschuss und viele andere Beiträge empfohlen</a>.)</li>
</ul>
<p>Jetzt aber wird alles anders.</p>
<p><a title="abgeordnetenwatch.de" href="http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-575-37894--f315487.html#q315487" target="_blank">Klaus Riegert</a> <a title="klaus-riegert.de - Erklärung seines Mitarbeiters Thomas Dorenburg" href="http://klaus-riegert.de/gaestebuch.php?SESSION_ID=d33da3c7d36e383449569076c0caf2d3" target="_blank">dumpft:</a></p>
<blockquote><p>In Blick auf ein effektives und fachpolitisches Arbeiten ist man daher zur ursprünglichen Form entsprechend der Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages zurückgekehrt. Diesen Wechsel als einen „Skandal“ zu bezeichnen oder diesen in Verbindung mit „autoritären Systemen“ zu stellen, spricht für sich selbst.</p></blockquote>
<p>Joachim Günther <a title="joachimguenther.de" href="http://www.joachimguenther.de/" target="_blank">irrlichtert:</a></p>
<blockquote><p>Mit dem Ausschluss der Öffentlichkeit soll eine effizientere Arbeit ermöglicht werden. <strong>Die Presse wird im Anschluss an die Sitzungen informiert.</strong> Joachim Günther: &#8220;Auch ich stehe selbstverständlich für Themenanfragen zur Verfügung.&#8221;</p></blockquote>
<p>Da stimmt natürlich kaum etwas an diesen großen und kleinen Wahrheitsbeugungen. Oder soll ich etwa sagen: Lügen?</p>
<p>Zwei Beispiele nur, die belegen, dass der Steinzeit-Kommunikator Günther, der so gewiss auch in Nordkorea Karriere gemacht hätte, mitnichten stets zur Verfügung steht:</p>
<ul>
<li><a title="Ein Arbeitsprotokoll ..." href="http://www.jensweinreich.de/2009/05/13/ein-protokoll-20-fragen-an-die-mdbs-im-sportausschuss/" target="_self">Ein Arbeitsprotokoll: 20 Fragen an die MdB’s im Sportausschuss</a></li>
<li>Grit Hartmann: <a title="Deutschland, Bremser im internationalen Antidopingkampf (III) ..." href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/25/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf-iii-die-finanzierung-der-wada/" target="_self">Deutschland, Bremser im internationalen Antidopingkampf (III)</a> &#8211; sie schreibt &#8230;</li>
</ul>
<blockquote><p>Ich wollte von Günther Genaueres erfahren; am Donnerstag – da fühlte der Abgeordnete sich für substanzielle Antworten noch nicht gerüstet – war ein Gesprächstermin für Montag vereinbart worden. Den ließ er trotz Nachfrage in seinem Büro platzen, beantwortete auch ihm schriftlich übermittelte Fragen nicht.</p></blockquote>
<p>So ist das mit der Wahrheit.</p>
<p>Noch einmal MdB Günther:</p>
<blockquote><p><strong>Die Presse wird im Anschluss an die Sitzungen informiert.</strong></p></blockquote>
<p>Und nun weiter mit den Fakten. Zurück zur Eingangsfrage:</p>
<p><strong>Was planen sie also in der nächsten Zeit, die Sportpolitiker des Bundes?</strong></p>
<p>Hier der Stand der Ermittlungen, aus dem Bundestag, die Themenliste <span style="text-decoration: line-through;">der kommenden Sitzungen</span> nichtöffentlichen Sitzungen des kommenden Jahres:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-11014" title="BT Sportausschuss, Planung 2012" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/bt1neu.png" alt="" width="498" height="769" /></p>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter size-full wp-image-11015" title="BT Sportausschuss, Planung 2012" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/bt2neu.jpg" alt="" width="499" height="338" /></p>
<p>Das ist, nun ja, nicht sehr viel.</p>
<p>Ist ja auch nichts los im Sportbusiness. Nichts, was aufzuarbeiten und zu diskutieren wäre. Nichts Dringendes, nichts Drängendes. Nichts, was die Öffentlichkeit interessieren könnte. (Es gibt keinen Formel-1-Bayern-LB-Bestechungsprozess, keine flächendeckende Korruption bei der FIFA und in vielen anderen Weltverbänden, keine Misswirtschaft in deutschen Sportorganisationen, keine Verstöße gegen Dopingregeln, keinen Handball-Prozess in Kiel &#8230; die Liste, was es alles nicht gibt, ließe sich ins Unendliche verlängern, denn die Welt ist in Ordnung.)</p>
<p><strong>Was also tun?</strong></p>
<ul>
<li><strong>1)</strong> Ich finde, weder Medien noch die sonstige Öffentlichkeit sollten das den CDU-CSU-FDP-Kameraden durchgehen lassen.</li>
<li><strong>2)</strong> Mit Glossen, die gestern und heute in einigen Zeitungen zu lesen waren, ist es allein nicht getan. Es bedarf klarerer Worte und Aktionen. Denn diese Steinzeit-Handlungen höhlen die Demokratie weiter aus.</li>
</ul>
<p>Und diejenigen aus der Opposition, die nun mit <a title="Grüne-PM" href="http://violavoncramon.de/aktuelles/aktuelles-news-single/article/angst_vor_der_oeffentlichkeit/" target="_blank">einiger</a> <a title="Linke-PM" href="http://www.linksfraktion.de/nachrichten/schwarz-gelbe-rolle-rueckwaerts/" target="_blank">Verspätung</a> das Vorgehen der Koalition <a title="SPD-PM" href="http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_dok/0,,58749,00.html" target="_blank">kritisieren</a>, gehen ja auch selten mit gutem Beispiel voran &#8211; überzeugende Sachpolitik im Sportausschuss jedenfalls stelle nicht nur ich mir anders vor. Jedenfalls nicht so, wie ich es seit einem Jahrzehnt im Sportausschuss erlebt habe. (Aber ich bin eben ein Träumer.)</p>
<p><strong>Michael Reinsch</strong> <a title="faz.net: Spiel mit verdeckten Karten" href="http://www.faz.net/aktuell/sport/sportpolitik/sportausschuss-spiel-mit-verdeckten-karten-11506055.html" target="_blank">sieht es ähnlich</a>, und er darf gewissermaßen als Doyen der Ausschuss-Berichterstatter gelten:</p>
<blockquote><p>Dass die Sportpolitiker von Union und Freien Demokraten der Öffentlichkeit die Tür ins Gesicht schlagen, ist nur deshalb kein Skandal, weil sie die Bedeutung des Ausschusses (&#8230;) ohnehin längst unterminiert haben.</p></blockquote>
<p>Nochmal: <strong>Was also tun?</strong></p>
<p>Einiges ist in den <a title="Bundestags-Sportausschuss schließt Medien aus ..." href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/26/bundestags-sportausschuss-schliest-medien-aus-mdb-wollen-sich-nicht-beim-ipad-spielen-beobachten-lassen/" target="_self">Kommentaren</a> schon andiskutiert worden.</p>
<p>Es gibt viele Möglichkeiten.</p>
<ul>
<li><strong>3)</strong> Ich finde, ein <strong>partieller Medienboykott</strong> ist angebracht. Weder Blogger noch Journalisten sollten von den künftigen Ausschusssitzungen berichten. Das gilt auch für Nachrichtenagenturen.</li>
<li><strong>4)</strong> Wohl aber sollten diese Medienmenschen ihre frei werdende Zeit sinnvoll nutzen und geschlossen wichtige Hintergründe, Skandälchen und Skandale der real existierenden deutschen Sportpolitik <strong>recherchieren</strong>.</li>
</ul>
<p>Themen gibt es en masse.</p>
<p>Solche Skandale wie die <a title="Deutschland, Bremser im internationalen Antidopingkampf (III) ..." href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/25/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf-iii-die-finanzierung-der-wada/" target="_self">Bremserrolle der Deutschen im internationalen Antidopingkampf</a>, wie gerade wieder von Grit Hartmann akribisch seziert, verdienen mehr Aufmerksamkeit. Weil derlei Recherchen ein Lügengebilde entlarven.</p>
<p><strong>Und das übrigens ist die wichtigste Aufgabe von Journalismus. </strong></p>
<p>Es zählt aber nicht zu Aufgaben von Journalisten, Informationsblockern und Wahrheitsallergikern wie Riegert, dem Teppichhändler (CDU) und/oder Günther (FDP) hinterherzulaufen und sich von ihnen erzählen zu lassen, <span style="text-decoration: line-through;">welche Spiele am iPad gespielt wurden</span> wie heldenhaft sie gerade unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Sportausschuss Demokratie gespielt haben, und derlei Propaganda dann ungeprüft und ungestraft unters Volk zu bringen.</p>
<p>No way.</p>
<p>Stattdessen sollten Journalisten und Blogger und interessierte Bürger vielmehr, zum Beispiel &#8230;</p>
<ul>
<li><strong>5)</strong> &#8230; die <a title="google search" href="http://www.google.de/search?num=100&amp;hl=de&amp;newwindow=1&amp;q=%22joachim+g%C3%BCnther%22+isp+stasi&amp;oq=%22joachim+g%C3%BCnther%22+isp+stasi&amp;aq=f&amp;aqi=&amp;aql=1&amp;gs_sm=e&amp;gs_upl=17347l20672l0l21032l2l2l0l0l0l0l134l134l0.1l1l0" target="_blank">Geschäfte des Joachim Günther (FDP)</a> durchleuchten,</li>
<li><strong>6)</strong> &#8230; das <a title="Das Eigenleben der BMI-Sportabteilung" href="http://www.jensweinreich.de/2008/11/10/das-eigenleben-der-bmi-sportabteilung/" target="_self">Eigenleben der in Bonn residierenden BMI-Sportabteilung</a> unter Gerhard Böhm beschreiben,</li>
<li><strong>7) </strong>&#8230; den Öffentlichkeitsblockern im Ausschuss Demokratie beibringen, nicht erst bei den nächsten Wahlen, wenn die Kreuze für die Piratenpartei gemacht werden.</li>
</ul>
<p>Es wäre viel mehr zu sagen, und es ist auch schon sehr viel gesagt worden, zur <strong><a title="Die Propagandamaschine - Vortrag von Grit Hartmann" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/04/vortrag-grit-hartmann-dortmund-16022008.pdf" target="_self">Propagandamaschine</a></strong> (Lesebefehl, Namen und Zahlen beliebig austauschbar) und zum <a title="We are family: der kritische Schulterschluss von Sport, Politik und Wissenschaft" href="http://www.jensweinreich.de/2009/07/10/we-are-family-der-kritische-schulterschluss-von-politik-sport-und-wissenschaft/" target="_self">Schulterschluss von Sport und Politik</a> &#8211; hier und anderswo.</p>
<p>Was man &#8211; Bürger, Journalisten, Blogger &#8211; also tun könnte, das würde ich gern etwas ausführlicher besprechen.</p>
<p>Für mich ist dieser Vorgang ein Grund mehr, endlich meinen lang gehegten Plan umzusetzen, und unter dem Label &#8220;Sport and Politics&#8221; eine sportpolitische Berichterstattung anzubieten, die weit über das hier im Blog angebotene hinausgeht und national wie international eine Marktlücke füllt.</p>
<p><strong>Any thoughts? Vorschläge? Lasst uns sammeln und diskutieren &#8211; Sofortmaßnahmen, Recherchethemen. Alles.</strong></p>
<p><strong>Nachtrag, </strong><strong></strong><strong>20.58 Uhr: </strong></p>
<ul>
<li><a title="JonathanSachse.de" href="http://jonathansachse.de/?p=1198" target="_blank">Jonathan Sachse reagiert auf seinem Blog:</a></li>
</ul>
<blockquote><p>Vor drei Jahren habe ich meine Studium-Abschlussarbeit über “Crowdsourcing in Sportvereinen” geschrieben. Von dem Modell der “Weisen Masse” bin ich überzeugt. Man muss die Möglichkeiten der modernen online Datenbank nur sinnvoll einsetzen. Nach der passenden Mechanik muss sicherlich noch gesucht werden.</p></blockquote>
<p><strong>21.21 Uhr:</strong></p>
<p>Daniel Drepper schreibt in seinem Blog:</p>
<blockquote><p>Wofür braucht es noch einen Sportausschuss, wenn er weder entscheiden kann, noch öffentliche Diskussionen bietet?</p></blockquote>
<p>&#8230; und wenn er seiner Kontrollfunktion nicht nachkommt?</p>
<p><strong>Es braucht ihn gar nicht (mehr).</strong></p>
<p>Das sieht Perikles Simon offenbar auch so:</p>
<blockquote><p><strong><a title="n-tv.de" href="http://www.n-tv.de/sport/Doping-Jaeger-plagen-Zweifel-article4316346.html" target="_blank">Ausgelacht von Sportpolitikern</a></strong></p>
<p>In Freiburg tauchten Feinde des Anti-Doping-Kampfes aus den verschiedensten Ecken auf. Perikles Simon, Leiter der Abteilung Sportmedizin an der Uni Mainz und einer der Hoffnungsträger der Branche, berichtete in einer Diskussion eher beiläufig, dass er von einer Gruppe deutscher Sportpolitiker eingeladen und um Rat gefragt worden war. Er sei ausgelacht worden, als er die Notwendigkeiten für einen effektiven Anti-Doping-Kampf erläuterte. Simon: <strong>&#8220;Glauben Sie, da gehe ich noch einmal hin?&#8221;</strong></p></blockquote>
<p>Was der Sportinformationsdienst in dieser Meldung flapsig als &#8220;Gruppe deutscher Sportpolitiker&#8221; bezeichnet, war: der Sportausschuss.</p>
<p>Ich meine, es handelte sich um <a title="Die miserable Erfolgsquote der Dopinganalytik – und die Erfolgsmeldung von BMI, NADA und BVA" href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/10/die-miserable-erfolgsquote-der-dopinganalytik-und-die-erfolgsmeldung-von-bmi-nada-und-bva/" target="_self">diese Sitzung vor einem Jahr (hier findet sich auch der Vortrag von Simon)</a>, bei der sich der nun wirklich verdienstvolle Wissenschaftler heftiger Angriffe erwehren musste.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2011/10/28/crowdsourcing-wie-erzieht-man-polit-hampel-und-wahrheitsallergiker-die-im-bundestag-unter-sich-bleiben-wollen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>31</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bundestags-Sportausschuss schließt Medien aus: Mdb wollen sich nicht beim iPad-Spielen beobachten lassen &#8230;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/10/26/bundestags-sportausschuss-schliest-medien-aus-mdb-wollen-sich-nicht-beim-ipad-spielen-beobachten-lassen/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2011/10/26/bundestags-sportausschuss-schliest-medien-aus-mdb-wollen-sich-nicht-beim-ipad-spielen-beobachten-lassen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 13:52:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; und einige von ihnen wollen auch nicht länger beschrieben lesen, wie faul und dumm und verantwortungslos sie eigentlich agieren, diese &#8220;Volksvertreter&#8221;. Jonathan Sachse beschreibt auf seinem Blog gerade, was seit gestern in der Szene kursierte und uns bereits alarmierte: CDU-Sportlobbyist Klaus Riegert hat zu Beginn der heutigen Sitzung (von Grit Hartmann professionell medial vorbereitet) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; und einige von ihnen wollen auch nicht länger beschrieben lesen, wie faul und dumm und verantwortungslos sie eigentlich agieren, diese &#8220;Volksvertreter&#8221;.</p>
<p><a title="Jonathan Sachse" href="http://jonathansachse.de/?p=1144#more-1144" target="_blank">Jonathan Sachse</a> beschreibt auf seinem Blog gerade, was seit gestern in der Szene kursierte und uns bereits alarmierte: CDU-Sportlobbyist Klaus Riegert hat zu Beginn der heutigen Sitzung <a title="Deutschland, Bremser im internationalen Antidopingkampf (III)" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/25/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf-iii-die-finanzierung-der-wada/" target="_self">(von Grit Hartmann professionell medial vorbereitet)</a> eine Abstimmung beantragt, die Öffentlichkeit auszuschließen. Dauerhaft nunmehr.</p>
<div id="attachment_11002" class="wp-caption aligncenter" style="width: 502px"><img class="size-full wp-image-11002  " title="Screenshot www.jonathansachse.de" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/josa-screen.jpg" alt="" width="492" height="277" /><p class="wp-caption-text">Screenshot www.jonathansachse.de</p></div>
<p>Ein Skandal mehr.</p>
<p>Eine Spezialdemokratie.</p>
<p>Versagen von Politik.</p>
<p>Demonstration von Macht, Dummheit und Arroganz.</p>
<p>Unterirdisch<em> (ja, ich benutze das Wort noch einmal, für die nächste Obleute-Sitzung)</em>.</p>
<p>Unfassbar.</p>
<p>Und doch wiederum logisch.</p>
<p>Es ist halt schwierig, Lobbyisten und Steinzeitmenschen, die ein fürstliches Abgeordnetensalär beziehen, demokratische Gepflogenheiten beizubringen. Kommunizieren ist nicht Jedermanns Sache.</p>
<p>Die Vorgeschichte für diese Entscheidung ist in diesem Blog zu finden. In der Bundestags-Saison 2008/2009 habe ich mit den &#8220;Notizen vom Sportausschuss&#8221; eine neue Form der sportpolitischen Berichterstattung begonnen &#8211; Live-Berichterstattung, die zum <a title="GOA 2009" href="http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=950" target="_blank">Grimme-Online-Award</a> beitrug und von der Jury ausdrücklich erwähnt wurde.</p>
<ul>
<li><a rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2008/10/15/notizen-vom-sportausschuss-des-bundestages/">Notizen vom Sportausschuss (1): WM 2010 in Südafrika</a></li>
<li><a rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2008/10/17/notizen-vom-bundestags-sportausschuss-2-bdr-fordermittel/">Notizen vom Sportausschuss (2): Steuermittel für den BDR?</a></li>
<li><a rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2008/12/19/notizen-vom-sportausschuss-klamauk-oder-i-want-to-break-free/">Notizen vom Sportausschuss (3): “I want to break free”</a></li>
<li><a rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2009/01/22/notizen-vom-sportausschuss-%e2%80%9eden-mangel-kann-man-nicht-durch-mangel-beseitigen/">Notizen vom Sportausschuss (4): „Mangel kann man nicht durch Mangel beseitigen.”</a></li>
<li><a rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2009/02/11/notizen-vom-sportausschuss-5-zielvereinbarungen-transparenz-und-die-kontrolle-von-steuermitteln/">Notizen vom Sportausschuss (5): Zielvereinbarungen, Transparenz und die Kontrolle von Steuermitteln</a></li>
<li><a rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2009/03/04/notizen-vom-sportausschuss-6-profifusball-vs-amateurfusball/">Notizen vom Sportausschuss (6): Profifußball vs Amateurfußball</a></li>
<li><a rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2009/03/04/update-sportausschuss-6-totengraber-des-amateurfusballs/">update Sportausschuss (6): Totengräber des Amateurfußballs</a></li>
<li><a rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2009/04/22/notizen-vom-sportausschuss-7-dopingkontrollen-und-datenschutz/">Notizen vom Sportausschuss (7): Dopingkontrollen und Datenschutz</a></li>
<li><a rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2009/05/06/notizen-vom-sportausschuss-8-das-machen-wir-schriftlich/">Notizen vom Sportausschuss (8): “Das machen wir schriftlich!”</a></li>
<li><a rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2009/05/13/notizen-vom-sportausschuss-9-oder-berlino-ist-ein-klasse-sympathietrager/">Notizen vom Sportausschuss (9) oder: “Berlino ist ein Klasse-Sympathieträger&#8221;?</a></li>
<li><a rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2009/05/27/notizen-vom-sportausschuss-10-doping-im-freizeit-und-breitensport/">Notizen vom Sportausschuss (10): Doping im Freizeit- und Breitensport</a></li>
<li><a rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2009/06/17/notizen-vom-sportausschuss-11/">Notizen vom Sportausschuss (11): “eine besondere Art Mensch”</a></li>
<li><a title="Die Qual der Wahl oder die Einheitsfraktion des Sports" href="http://www.jensweinreich.de/2009/09/27/die-qual-der-wahl-oder-die-einheitsfraktion-des-sports/" target="_self">Die Qual der Wahl oder: die Einheitsfraktion des Sports</a></li>
<li><a title="We are family ..." href="http://www.jensweinreich.de/2009/07/10/we-are-family-der-kritische-schulterschluss-von-politik-sport-und-wissenschaft/" target="_self">“We are family”: der kritische Schulterschluss von Politik, Sport und Wissenschaft</a></li>
</ul>
<p>u.v.a.m.</p>
<p>Das kam nicht gut an bei vielen Abgeordneten.</p>
<p>Zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung zählte, dass ich die Sportlobbyisten stets als das beschrieb, was sie sind: <a title="Die Umfaller: Sportlobbyisten im Bundestag" href="http://www.jensweinreich.de/2008/11/14/die-umfaller-sportlobbyisten-im-bundestag/" target="_self">Sportlobbyisten</a>. Und dass diese Beschreibung von Kollegen aufgenommen wurde.</p>
<p>Sie haben oft darüber beraten und wollten sich beschweren bei Chefredaktionen und Intendanten.</p>
<p>Zu Beginn der Legislaturperiode hat CDU-Riegert schon einmal den Vorstoß unternommen, die Sitzungen wieder dauerhaft unter Ausschluss der Öffentlichkeit abzuhalten. <a title="Dagmar Freitag sagt: “Sportausschuss soll weiter öffentlich tagen”" href="http://www.jensweinreich.de/2009/11/05/dagmar-freitag-sagt-sportausschuss-soll-weiter-offentlich-tagen/" target="_self">Soweit ist es damals nicht gekommen.</a> Die Sportausschuss-Chefin Dagmar Freitag (SPD) erklärte:</p>
<blockquote><p><strong>Sportausschusssitzungen müssen öffentlich bleiben</strong></p>
<p>Zur für den 25. November 2009 geplanten Konstituierung der Ausschüsse des Deutschen Bundestages erklärt die sportpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Dagmar Freitag:</p>
<p>Der Sportausschuss des Deutschen Bundestages hat in der abgelaufenen Legislaturperiode grundsätzlich öffentlich getagt und Sportpolitik transparent gemacht. Sportinteressierte konnten die Standpunkte der Fraktionen live verfolgen, Journalisten konnten auf ungefilterte Originalstatements zurückgreifen. Die Arbeit des Sportausschusses und damit auch die Bedeutung der Sportpolitik wurden dank überregionaler Berichterstattung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. (…)</p></blockquote>
<p>Das Vorhaben der CDU/FDP hatte ich damals mit Anfragen an die Abgeordneten und diesem Beitrag hier ein wenig torpediert:</p>
<ul>
<li><a title="Der neue Sportausschuss" href="http://www.jensweinreich.de/2009/11/16/der-neue-sportausschuss/" target="_self">Der neue Sportausschuss</a></li>
</ul>
<p>Aber jetzt ist es passiert.</p>
<p>Nachdem bei der letzten Sitzung <a title="Daniel Drepper" href="http://www.danieldrepper.de/liveblog-aus-dem-sportausschuss-sport-und-korruption/" target="_blank"><strong>Daniel Drepper</strong></a> die feine Tradition des BT-live-bloggings wieder belebt hatte und auch <strong>Robert Kempe</strong> im Deutschlandfunk <a title="dradio.de" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1583416/" target="_blank">(Disziplinlosigkeiten im Sportausschuss)</a> und <strong>Oliver Fritsch</strong> auf Zeit-online <a title="Nickerchen im Sportausschuss" href="http://www.zeit.de/sport/2011-09/korruption-andersen-sportausschuss-bundestag/komplettansicht" target="_blank">(Nickerchen im Sportausschuss)</a>wahrheitsgemäß beschrieben haben, was die Abgeordneten so treiben. Zum Beispiel Karten spielen auf dem iPad:</p>
<blockquote><p>(&#8230;) Welch geringe Bedeutung dem Thema Korruption seitens deutscher Politiker beigemessen wird, war offensichtlich. Vor allem die Mitglieder der Regierungsfraktionen wirkten desinteressiert bis undiszipliniert. Nicht alle konnten während der dreistündigen Sitzung die Augen offenhalten, manche spielten mit ihrem iPad. Die Volksvertreter hinterließen einen uninformierten Eindruck. Als der längst bekannte Fakt zur Sprache kam, dass der Fifa-Präsident Blatter im Frühjahr aus undurchsichtigen Gründen zwanzig Millionen Euro an Interpol gespendet hatte, ging ein Raunen durch den Saal.</p>
<p>Die Gleichgültigkeit lässt sich erklären. Mit dem Sport verscherzt es sich der Politiker nicht gerne: &#8220;Wo der Sport ist, sind die Kameras.&#8221; (Andersen) Im Sportausschuss sitzen zudem einige Mitglieder, die gleichzeitig Sportämter innehaben. Die Vorsitzende Dagmar Freitag (SPD) ist Vizepräsidentin des Deutschen Leichtathletikverbands. Frank Steffel (CDU) ist Präsident des Berliner Handballvereins Füchse. Interessenskonflikte, die sich am besten an Reinhard Grindel (CDU) ablesen lassen. Er ist Abgeordneter des Bundestags, kandidiert als Vizepräsident für den Niedersächsischen Fußballverband, leitet die neue Antikorruptionskommission des DFB – und saß als externer Sachverständiger am Tisch. Entsprechend verharmlosend waren seine Einwürfe über Theo Zwanziger. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Dies sei, so faselte Riegert wohl gerade im Ausschuss, die Spitze des Eisbergs gewesen.</p>
<p>Dies war nichts anderes als verantwortungsvoller Journalismus. (In den Nachrichtenagenturen, die von dieser Sitzung berichteten, war davon natürlich nichts zu lesen.)</p>
<p>Und dann kamen auch noch so großartige, aufdeckende Artikel wie <a title="Deutschland, Bremser im internationalen Antidopingkampf (III)" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/25/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf-iii-die-finanzierung-der-wada/" target="_self">dieser hier</a> von Grit Hartmann hinzu.</p>
<p>Das verträgt er nicht, der Herr Abgeordnete.</p>
<p><strong>17.41 Uhr:</strong> Ich habe kein Problem damit, diese <a title="spd.de" href="http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_dok/0,,58749,00.html" target="_blank">SPD-Pressemitteilung</a> komplett zu veröffentlichen.</p>
<blockquote><p><strong>Sportausschuss braucht Öffentlichkeit</strong></p>
<p>Zur heute in nichtöffentlicher Sitzung gefallenen Entscheidung, den Sportausschuss des Deutschen Bundestags fortan ohne Beteiligung der Öffentlichkeit tagen zu lassen, erklärt der sportpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Martin Gerster:</p>
<p>Lebendige Demokratie braucht die öffentliche Debatte. Das gilt insbesondere beim Thema Sport, der in vielerlei Hinsicht von öffentlicher Begeisterung und transparenten, kontrollierbaren Regeln lebt. Heute haben CDU/CSU und FDP im Sportausschuss des Deutschen Bundestages hinter verschlossenen Türen entschieden, die Debatten im Sportausschuss nicht mehr der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ein verheerendes Signal in einer Zeit, in der demokratische Politik immer stärker um das Vertrauen der Bevölkerung kämpfen muss und immer weniger Menschen bereit sind, sich in Parteien und Vereinen zu engagieren. Die Motive, die der schwarz-gelben Rückkehr zur Hinterzimmerpolitik zugrunde liegen, sind ebenso einfach wie blamabel: Die Regierungskoalition hat Angst vor schlechter Presse.</p>
<p>Aus Sicht der SPD-Bundestagsfraktion ist das auf keinen Fall hinnehmbar. Auch im Feld der Sportpolitik muss Politik öffentlichen Gegenwind aushalten. Es ist schlicht unglaubwürdig, im Bereich der Dopingbekämpfung und des Sportbetrugs maximale Transparenz schaffen zu wollen und sich gleichzeitig der öffentlichen Berichterstattung über die eigene politische Arbeit zu entziehen. Leider wurde die Entscheidung mit Regierungsmehrheit durchgedrückt. Ein mehr als unsportliches Manöver und ein grobes Foul gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern.</p></blockquote>
<p>Im Prinzip kann ich das unterschreiben. Allerdings muss ich hinzufügen: Auch SPD-Sportsprecher Martin Gerster und Ausschuss-Chefin Dagmar Freitag haben Anteil daran, dass der Sportausschuss in die Bedeutungslosigkeit versinkt. Auch wenn sie heute anders als die Regierungsfraktion gestimmt haben sollten.</p>
<p><strong>18.21 Uhr:</strong></p>
<ul>
<li>Christoph Wolf auf n-tv.de: <a title="n-tv.de" href="http://www.n-tv.de/sport/Sportausschuss-schliesst-Buerger-aus-article4623266.html" target="_blank">Keine Transparenz, keine Kritikfähigkeit &#8211; Sportausschuss schließt Bürger aus</a></li>
</ul>
<blockquote><p>Der Sportausschuss des Bundestages tagt künftig wieder hinter verschlossenen Türen. Aus Verärgerung über kritische Medienberichte, die von schlafenden, uninformierten oder auf iPads spielenden Teilnehmern berichten, beantragt CDU-Mann Klaus Riegert das Ende der Transparenz &#8211; und hat damit Erfolg.</p></blockquote>
<p><strong>18.28 Uhr:</strong> Wie hat <strong>Riegert</strong> seinen Antrag begründet?</p>
<p>Gemäß Ohrenzeugen u.a. damit, dass es für die Öffentlichkeit ein <strong>&#8220;Privileg&#8221;</strong> sei, <strong>&#8220;dabei sein zu dürfen&#8221;</strong>.</p>
<p>Wenn sich die Privilegierten nicht benehmen, also korrekt berichten, entzieht man ihnen kurzerhand die Privilegien. Die Berichterstattung kürzlich über die iPad-Spiele und die Nickerchen sei nur &#8220;die Spitze des Eisbergs&#8221; gewesen. In gewissen <a title="www.jensweinreich.de" href="http://www.jensweinreich.de" target="_self">Blogs</a> gebe es <strong>&#8220;krassere Beispiele&#8221;</strong>.</p>
<p><strong>27. Oktober, 13.14 Uhr:</strong> Der Kommentar von <strong>Michael Reinsch</strong> in der FAZ steht jetzt online. Gut:</p>
<ul>
<li><a title="faz.net" href="http://www.faz.net/aktuell/sport/sportpolitik/sportausschuss-spiel-mit-verdeckten-karten-11506055.html" target="_blank">Spiel mit verdeckten Karten</a></li>
</ul>
<blockquote><p>Der Sportausschuss des Bundestags hat seine Türen wieder geschlossen. Er geht damit den Weg zurück in den Dunstkreis, in dem Funktionäre und Politiker in Hinterzimmern mauscheln. (&#8230;)</p>
<p>Dass die Sportpolitiker von Union und Freien Demokraten der Öffentlichkeit die Tür ins Gesicht schlagen, ist nur deshalb kein Skandal, weil sie die Bedeutung des Ausschusses, der vor zehn Jahren noch die Entschädigung für Opfer des Dopings in der DDR initiierte, ohnehin längst unterminiert haben. (&#8230;)</p>
<p>Das Unterhaltungsprogramm auf Phones und Pads, dem sich mancher der Abgeordneten während der Ausschusssitzungen wohl auch weiterhin hingeben wird, war nicht nur Gastrednern unangenehm aufgefallen, die feststellen mussten, dass sie ins Leere sprachen. Es sprang auch Besuchern ins Auge, die auf der Galerie über den Parlamentariern saßen &#8211; und nicht selten sehr erstaunt waren von den Gegenständen parlamentarischer Konzentration. Nun standen die Abgeordneten vor der Frage, ob sie verbieten wollten, dass ihnen Gäste weiter über die Schulter auf die Patiencen gucken oder ob sie sich so gut vorbereiten und konzentrieren wollen, dass sie eine sportpolitische Debatte mit offenen Karten bestehen können. Ihre Antwort sagt alles.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Deutschland, Bremser im internationalen Antidopingkampf (III): die Finanzierung der WADA</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 16:37:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Grit Hartmann Zur Einstimmung ein Filmchen. Alleindarsteller: Sportminister Hans-Peter Friedrich (CSU). Ein Ausschnitt aus der jüngsten Folge der beliebten Reihe „Sie fragen – der Minister antwortet“. Diesmal salbungsvolle Worte zum Fairplay im Sport. [Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.] Diese Aussagen noch einmal zum Nachlesen: Als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>von Grit Hartmann</strong></p>
<p>Zur Einstimmung ein Filmchen. Alleindarsteller: Sportminister Hans-Peter Friedrich (CSU). Ein Ausschnitt aus der <a title="BMI" href="http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Videos/DE/Podcast/Fairplay/fairplay_podcast.html" target="_blank">jüngsten Folge</a> der beliebten Reihe <em>„Sie fragen – der Minister antwortet“</em>. Diesmal salbungsvolle Worte zum Fairplay im Sport.</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/25/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf-iii-die-finanzierung-der-wada/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Diese Aussagen noch einmal zum Nachlesen:</p>
<blockquote><p>Als Sportminister ist es für mich natürlich wichtig, Chancengleichheit im Sport auch zu erzeugen. Und das wichtigste Thema in dem Zusammenhang ist die Bekämpfung von Doping. Doping bedeutet, dass die Chancen nicht gleich sind, sondern dass unfair gearbeitet wird, und deswegen ist für mich die Bekämpfung von Doping ein wichtiger Punkt, national wie international. Und das ist meine Aufgabe als Sportminister, die ich insbesondere unter diesem Aspekt – Chancengleichheit – sehe.</p></blockquote>
<p>Dass Friedrich sogar den Kopf bei Ersterwähnung des D-Worts schüttelt, lässt das darstellerische Talent des Ministers ahnen. Denn die politische Realität kann er nicht meinen. Der Mann, der bisher eher durch Neigung zu den populären Seiten der Leibesübungen auffiel, auf der Tribüne, wenn deutsche Kicker antraten, oder als Redner bei Verbandsjubiläen. Morgen (Mittwoch, 26. Oktober) soll bekanntlich der Sportausschuss dem Begehr seines Hauses zustimmen, die Beiträge für die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA auf derzeitigem Niveau einzufrieren. Diese Unternehmung, inzwischen eine europäische, startete im Juni 2010 Gerhard Böhm, Chef der Sportabteilung im BMI. Seine Begründung:</p>
<p><strong>Eingedenk der globalen Finanzkrise sei es „schwierig, ein kontinuierlich steigendes WADA-Budget in Deutschland zu vermitteln“.</strong></p>
<p>Deutschland spart damit phänomenale 10.000 Euro.</p>
<p>Der WADA aber, die u.a. für die laut Friedrich so wichtige Chancengleichheit zu sorgen hat (Ein anderes Thema: Sie erledigt das ungenügend, allerdings auch, weil sie mit 27 Millionen Dollar im Jahr unterfinanziert ist.), geht viel mehr verloren, denn alle ihre Finanziers aus Politik und Sport müssten mitziehen. Auch der deutschen NADA streicht Minister Friedrich die jährliche Million fürs Stiftungskapital, die Zahlung war von Beginn an befristet. Aber immerhin: Die Million vom Bund fürs Dopingkontrollsystem soll, anders als geplant, auch in 2012 noch fließen.</p>
<p>Die famose Initiative des BMI, der WADA zwei Prozent Plus und damit einen Inflationsausgleich nicht zu genehmigen, wäre vermutlich niemals öffentlich geworden, hätte nicht die grüne Abgeordnete Viola von Cramon die letzten Weihnachtsferien in Montreal verbracht und dort auch die WADA-Zentrale besucht. WADA-Generaldirektor David Howman hatte dann, <a title="Deutschland, Bremser im internationalen Antidopingkampf" href="http://www.jensweinreich.de/2011/01/31/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf/" target="_self">im Januar, kein Problem, sein Unverständnis öffentlich zu artikulieren</a>.</p>
<p>Im Juni setzte der Sportausschuss die WADA-Frage auf die Tagesordnung <strong>einer erstaunlicher Weise nicht-öffentlichen Sitzung</strong>.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/34-SpA-Protokoll.pdf"><img class="size-large wp-image-10956 aligncenter" title="Protokoll 34. Sitzung des Sportausschusses im BT" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/34sitzung-sa-1024x616.jpg" alt="" width="491" height="296" /></a></p>
<p>Hier das 51 Seiten starke Wortprotokoll dieser 34. Sitzung. Viel Stoff, der erstens die Frage aufwirft, was denn da der Öffentlichkeit nicht mitgeteilt werden sollte. Aus heutiger Sicht ist, zweitens, recht spannend, was die Volksvertreter der Union und der FDP den WADA-Justiziar Olivier Niggli alles NICHT gefragt haben.</p>
<ul>
<li><a title="Protokoll 34. Sitzung BT Sportausschuss" href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/34-SpA-Protokoll.pdf" target="_blank">Protokoll 34. Sitzung des Sportausschusses</a> (pdf, 51 Seiten, 538 kb)</li>
</ul>
<p><a title="Deutschland, Bremser im internationalen Antidopingkampf (II)" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/04/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf-ii/" target="_self"><strong>Vor vier Wochen</strong></a> lieferte Howman dann eine bemerkenswerte Zahl: Die deutschen Beiträge für die WADA sind 2011 sogar niedriger als im ersten Zahljahr 2002, was am starken Euro (im Vergleich zum Dollar) liegt. Der WADA-Beamte fand dann zu ungewöhnlicher Deutlichkeit gegenüber Berlin, er sprach von „Feindseligkeit“ und „Politikergeschwafel“.</p>
<p><a title="DLF" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1580740/" target="_blank"><strong>Vor zwei Wochen</strong></a> haben Abgeordnete des Sportausschusses (nicht die der Koalition, bis auf eine Ausnahme) für den DLF Fragen dazu beantwortet.</p>
<p>Vor einer Woche wurde, unter mäßigem Interesse, anberaten. Nachzulesen ist diese Entwicklung hier, in Beiträgen auch von Robert Kempe:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1376181/">DLF, 29.1.2011: Bremser im internationalen Antidopingkampf</a></li>
<li><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1478087/ ">DLF, 8.6.2011, Robert Kempe: 9000 Euro</a></li>
<li><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1568914/">DLF, 2.10.2011: Feindseliges gobbledygook</a></li>
<li><a title="DLF" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1580740/" target="_blank">DLF, 16.10.2011: Ausflüchte und Ablehnung</a></li>
<li><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1583416/">DLF, 19.10.2011, Robert Kempe: Disziplinlosigkeit im Sportausschuss</a></li>
</ul>
<p>Morgen wird abgestimmt. Von SPD und Grünen liegen zwei Änderungsanträge zum BMI-Haushaltstitel 68614, Zuschuss an die Welt-Anti-Doping Agentur WADA, vor. Für die Linke schreibt deren sportpolitische Sprecherin Katrin Kunert, ihre Partei schließe sich diesen Anträgen an:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/Brief-Linke.pdf"><img class="size-large wp-image-10965 aligncenter" title="Brief Linke" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/Brief-Linke-723x1024.jpg" alt="" width="506" height="717" /></a></p>
<p>Der Antrag der Grünen:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/Antrag-Grüne.pdf  "><img class="size-large wp-image-10968 aligncenter" title="Antrag Grüne" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/Antrag-Grüne-723x1024.jpg" alt="" width="506" height="717" /></a></p>
<p>Der Antrag der SPD: <span id="more-10927"></span><br />
<!--more--></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/Antrag-SPD.pdf  "><img class="size-large wp-image-10969 aligncenter" title="Antrag SPD" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/Antrag-SPD-723x1024.jpg" alt="" width="506" height="717" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/Antrag-SPD.pdf  "><img class="size-large wp-image-10970 aligncenter" title="Antrag SPD" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/Antrag-SPD2-723x1024.jpg" alt="" width="506" height="717" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Die Begründungen sagen: Die Opposition hat hier ihren Job gemacht, sie führt vor, dass die BMI-Sparidee zum Fairplay-Filmchen von Minister Friedrich und sonstigen Fensterreden aus dem Land der selbsternannten Antidoping-Weltmeister recht wenig passt. Die Frage ist nun: Warum folgen dem die Regierungsfraktionen im Sportausschuss vermutlich trotzdem? Gibt es schlüssige Argumente, die nur noch nicht zu hören waren? Ein Antwortversuch im Ausschlussverfahren:</p>
<p>Zunächst darf BMI-Abteilungsleiter Böhm als widerlegt gelten. Es ist keineswegs schwierig, ein moderat steigendes WADA-Budget in Deutschland zu vermitteln – als schwierig erweist es sich vielmehr, das Gegenteil, das Einfrieren, zu vermitteln. Das gelingt auch in dieser <a title="CDU/CSU" href=" http://www.cducsu.de/Titel__pressemitteilung_automatische_steigerungen_der_beitraege_zur_welt_anti_doping_agentur_nicht_gerechtf/TabID__6/SubTabID__7/InhaltTypID__1/InhaltID__19954/Inhalte.aspx" target="_blank">Pressemitteilung</a> der Union nicht. Sportsprecher Klaus Riegert behauptet zwar eine</p>
<blockquote><p>gut begründete, gesamteuropäische Linie gegen die automatische Steigerung der WADA-Beiträge“</p></blockquote>
<p>Die Begründung ist dann aber ein sportpolitisches Armutszeugnis par excellence: ein Mix aus Unkenntnis oder Täuschung und – nach Angaben der Beteiligten – falschen bzw. unwahren Angaben. Riegert sagt, es müsse kritisiert werden &#8230;</p>
<blockquote><p>dass die WADA der Aufforderung nach einem transparenten Finanz- und zukunftsorientierten Businessplan nicht nachkam.</p>
<p>Auch wurden Vorschläge der NADA zur Verbesserung des Datenschutzes und zur Änderung der Ein-Stunden-Regelung im Meldesystem für Top-Athleten in der Vergangenheit nicht berücksichtigt.</p>
<p>Nach dem WADA-Code müssen Top-Athleten täglich eine Stunde festlegen, in der sie von den Doping-Kontrolleuren an einem bestimmten Ort garantiert angetroffen werden können.</p></blockquote>
<p>Riegert weiß selbstverständlich (Oder weiß er das tatsächlich nicht?), dass der WADA-Code nicht ad hoc auf deutschen Wunsch hin geändert werden kann. Die Ein-Stunden-Regelung wurde im Rahmen der letzten Revision des Codes, gültig seit 2009, aufgenommen. Deutschland war dagegen, konnte sich aber gegen die Mehrheit der Stakeholder nicht durchsetzen.</p>
<p>Ich habe David Howman die Vorwürfe der Union, die wohl auf der Welle der Datenschützer-Kritik am Meldesystem mitreiten wollte, dennoch vorgetragen, obgleich mir das ein wenig peinlich war, und um Kommentar gebeten. Hier ist er:</p>
<blockquote><p>Please also note that the World Anti-Doping Code is not a document that WADA produces in isolation; rather, it is a document that is produced following detailed consultation and approval from all WADA stakeholders, including governments, sport, and Anti-Doping Organizations. The German Government has every opportunity to suggest changes to the Code during the Code Review Process, but those changes are not approved by WADA but by all its stakeholders.</p></blockquote>
<p>Ebenso entlarvend für BMI/Union/Riegert ist die Auskunft zum angeblich fehlenden „transparenten Finanz- und zukunftsorientierten Businessplan“. Es gibt einen, sogar zweimal im Jahr:</p>
<blockquote><p>Please be advised that WADA presents a detailed budget and business plan to its Foundation Board twice a year, and recently was praised for the meticulous management of its financial affairs. The Foundation Board comprises members from governments and sport across the world, and while there exists differing opinions on the overall budget for WADA, there is general agreement that WADA is totally transparent and efficient with the presentation of its finances.</p></blockquote>
<p>Details zur WADA-Finanzierung kann man <a title="WADA Finanzen" href="http://wada-ama.org/en/About-WADA/Funding/" target="_blank">unschwer auf deren Webseite nachlesen</a>, wenn man will:</p>
<ul>
<li><a href="http://wada-ama.org/Documents/About_WADA/Funding/WADA_Contributions_2011_update_EN.pdf" target="_blank">2011 Contributions</a></li>
<li><a href="http://wada-ama.org/Documents/About_WADA/Funding/WADA_Regional_Split_EN.pdf" target="_blank">Current Status of Contributions per Region</a></li>
<li><a href="http://wada-ama.org/Documents/About_WADA/Funding/Financial_Statements/WADA_Financial_statements_2010_EN.pdf" target="_blank">2010 Financial Statements</a></li>
<li><a href="http://wada-ama.org/Documents/About_WADA/Funding/WADA_FinancialStatements_2009_EN.pdf" target="_blank">2009 Financial Statements</a></li>
<li><a href="http://wada-ama.org/Documents/About_WADA/Funding/WADA_FinancialStatements_2008_EN.pdf" target="_blank">2008 Financial Statements</a></li>
<li><a href="http://wada-ama.org/Documents/About_WADA/Funding/WADA_FinancialStatements_2007_EN.pdf" target="_blank">2007 Financial Statements</a></li>
<li><a href="http://wada-ama.org/Documents/About_WADA/Funding/WADA_FinancialStatements_2006_EN.pdf" target="_blank">2006 Financial Statements</a></li>
<li><a href="http://wada-ama.org/Documents/About_WADA/Funding/WADA_FinancialStatements_2005_EN.pdf" target="_blank">2005 Financial Statements</a></li>
<li><a href="http://wada-ama.org/Documents/About_WADA/Funding/WADA_FinancialStatements_2004_EN.pdf" target="_blank">2004 Financial Statements</a></li>
<li><a href="http://wada-ama.org/Documents/About_WADA/Funding/WADA_FinancialStatements_2003_EN.pdf" target="_blank">2003 Financial Statements</a></li>
<li><a href="http://wada-ama.org/Documents/About_WADA/Funding/WADA_FinancialStatements_2002_EN.pdf" target="_blank">2002 Financial Statements</a></li>
</ul>
<p>Vielleicht ist, was die WADA vorlegt, Berlin auch bloß nicht „zukunftsorientiert“ genug. Allerdings spricht eine dritte Behauptung Riegerts eher dafür, dass hier der parlamentarische Erfüllungsgehilfe des BMI die Öffentlichkeit umfassend narren möchte: Vorschläge der NADA würden nicht berücksichtigt.</p>
<p>Auch dies ist, wie sich herausstellt, vorgeschoben.</p>
<p>Berthold Mertes, NADA-Sprecher, hat am Telefon zunächst – wie Howman &#8211; das Prozedere der Revision des Codes erörtert, der neue soll bis 2013 stehen. Am Ende hat er zusammengefasst:</p>
<blockquote><p>Also, auf Widerstände bei der WADA sind wir da nicht gestoßen.</p></blockquote>
<p>Die Frage, was man in Bonn von der Sparidee hält, beantwortet Mertes diplomatisch, aber klar:</p>
<blockquote><p>Dafür gibt es von uns offiziell nur einen Satz: Wir wünschen uns eine starke WADA und eine starke NADA.</p></blockquote>
<p>Seriöse Befassung mit dem Thema ist der Union also kaum zu bescheinigen. Keine völlige Überraschung – zuletzt haben etwa <a title="zeit-online" href=" http://www.zeit.de/sport/2011-09/korruption-andersen-sportausschuss-bundestag " target="_blank">Oliver Fritsch auf Zeit online </a> oder <a title="DanielDrepper.de" href=" http://www.danieldrepper.de/liveblog-aus-dem-sportausschuss-sport-und-korruption/ " target="_blank">Daniel Drepper in seinem Blog</a> über ausdauerndes Kartenspielen auf iPads oder laute Unterhaltungen auf den Sesseln der Fraktion berichtet. Wenn die nicht leer waren. Was man Riegert &amp; Co. allerdings nicht absprechen kann, ist eine gewisse Kreativität im Erfinden von Scheinargumenten.</p>
<p>[<em>Jens Weinreich sagt: <a title="tag: Sportausschuss" href="http://www.jensweinreich.de/category/sportausschuss/" target="_self"><strong>Tag "Sportausschuss" hier im Blog mit (fast) vollständigen Notizen der Sitzungen in der Saison 2008/2009</strong></a>. Mit Dokumentationen zur Sportfamilie, zum Lobbyismus im Ausschuss und dem Versagen von Kontrollmechanismen/Demokratie</em>]</p>
<p>Haben die FDP-Sportexperten bessere? Am Sonnabend gab der sportpolitische Sprecher der Partei, Joachim Günther, dem Deutschlandfunk ziemlich verwirrende Auskünfte:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/10/22/dlf_20111022_1947_eb76c27d.mp3" target="_self"> :</a></p>
<p>Einerseits will sich Günther wegen vermeintlicher 10.000 Euro „nicht streiten“. Andererseits erwartet der Liberale „ein Gespräch“, er erwartet, dass „effektive Mittel eingesetzt werden“, er erwartet Signale von der WADA „für eine Zusammenarbeit in dieser Richtung“. Dann ließe er, der Sportausschuss-Vize, mit sich reden.</p>
<p>Günther plustert gern: Eigentlich ist er ja Staatswissenschaftler mit Fernstudien-Diplom von der (DDR-Funktionärs-) Akademie für Staat und Recht (Potsdam), laut seiner <a title="BT Joachim Günther" href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/biografien/G/guenther_joachim.html " target="_blank">Bundestagsbiografie</a> hat er aber ein „Fernstudium Wirtschaftsrecht“ absolviert. Das Auf-den-Putz-Hauen kann man putzig finden, so 20 Jahre nach dem verdienten Exitus der DDR.</p>
<p>Lustig ist es auch bei der WADA nicht. Im Juni, in der 34. Sitzung, hatte Günther keine einzige Frage an den WADA-Vertreter. Von permanenten Konsultationen in Einrichtungen wie dem Foundation Board oder dem Executive Board scheint der Mann aus Plauen auch noch nie gehört zu haben.</p>
<p>Ich wollte von Günther Genaueres erfahren; am Donnerstag – da fühlte der Abgeordnete sich für substanzielle Antworten noch nicht gerüstet – war ein Gesprächstermin für Montag vereinbart worden. Den ließ er trotz Nachfrage in seinem Büro platzen, beantwortete auch ihm schriftlich übermittelte Fragen nicht. Für den Fall, dass er zu Sachfragen &#8211; konkrete liberale Kritikpunkte an der WADA-Arbeit, präzise Vorschläge für mehr Effektivität oder dazu, wie weniger Geld diese befördern könnte – nicht so viel zu sagen hätte, gab es eine letzte Frage:</p>
<blockquote><p>Warum liegt es offensichtlich in deutschem Interesse (oder auch nur dem der BMI-Bürokratie), die WADA kleinzuhalten?</p></blockquote>
<p>Für Spekulationen über die tatsächlichen Motive bleibt viel Raum &#8211; wie immer, wenn politisch derart getäuscht und getrickst wird. Man kann beispielsweise den Umstand heranziehen, dass deutsche Stars bisher nur bei internationalen Kontrollen (oder Ermittlungen) als Betrüger auffällig geworden sind. Vielleicht verhält es sich aber viel simpler, so, wie es ein Gerücht besagt. Man müsste das nicht zitieren, wenn denn ein einziger nachvollziehbarer Grund für das Einfrieren der WADA-Zuschüsse vorgetragen worden wäre. Man hört dieses Gerücht aus dem BMI und auf den Fluren des Bundestages:</p>
<p><strong>Einer aus der BMI-Bürokratie, heißt es dort, könne mit einem aus der WADA-Spitze nicht. Deshalb lasse Deutschland, einer der großen Beitragszahler in Europa, jetzt die Muskeln spielen. Der deutsche Einfluss sei groß genug, eine solche Maßnahme durchzudrücken.</strong></p>
<p>Nicht ausgeschlossen, dass aus Animositäten entsteht, was sich dann als Politik verkleiden möchte. Nur: Überzeugungskraft kann einem solchen Vorgang dann nicht einmal das Darstellertalent eines Ministers verleihen.</p>
<p><em>Und wem die bisherigen Links nicht reichen sollten, JW empfiehlt auch:</em></p>
<ul>
<li><a title="Deutschland, Bremser im Antidopingkampf (I)" href="http://www.jensweinreich.de/2011/01/31/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf/" target="_self">Deutschland, Bremser im Antidopingkampf (I)</a></li>
<li><a title="Deutschland, Bremser im Antidopingkampf (II)" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/04/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf-ii/" target="_self">Deutschland, Bremser im Antidopingkampf (II)</a></li>
<li><a title="Das Eigenleben der BMI-Sportabteilung" href="http://www.jensweinreich.de/2008/11/10/das-eigenleben-der-bmi-sportabteilung/" target="_self">Das Eigenleben der BMI-Sportabteilung</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sportförderung des Bundes im Olympiajahr 2012 und die Demokratie-Profis im Bundestags-Sportausschuss</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/09/12/sportforderung-des-bundes-im-olympiajahr-2012-und-die-demokratie-profis-im-bundestags-sportausschuss/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2011/09/12/sportforderung-des-bundes-im-olympiajahr-2012-und-die-demokratie-profis-im-bundestags-sportausschuss/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 12:21:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Einige Anmerkungen und Dokumente zur insgesamt unterirdischen Arbeit des Bundestags-Sportausschusses am Beispiel der aktuellen Haushaltszahlen zur Sportförderung 2012 durch den Bund.</p>
<p><object id="doc_64380" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_64380" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=64666378&amp;access_key=key-15xp6kroa7v5tklq852w&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=64666378&amp;access_key=key-15xp6kroa7v5tklq852w&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_64380" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=64666378&amp;access_key=key-15xp6kroa7v5tklq852w&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_64380"></embed></object></p>
<p>Zunächst die Fakten: Im Etatansatz für 2012 finanzieren 9 Bundesressorts mit 239,4 Millionen Euro Maßnahmen auf dem Gebiet des Sports. Das sind knapp 2 Millionen weniger als im laufenden Jahr, aber 3,5 Millionen mehr als im Winter-Olympiajahr 2010. Als <a title="Die Zahlen für 2008 und 2010" href="http://www.jensweinreich.de/2010/01/27/sportforderung-des-bundes-im-jahr-2010/" target="_self">bessere Vergleichsgröße</a> mag das Jahr 2008 herhalten, das Jahr der Sommerspiele in Peking: Demnach stellt der Bund im Olympiajahr 2012 mit den Sommerspielen in London 26 Millionen Euro mehr zur Verfügung als 2008.</p>
<p>Der größte Anteil entfällt wie immer auf die eigentliche olympische Spitzensportförderung durch das Bundesinnenministerium, mit dem Topf der so genannten Zentralen Maßnahmen, der über den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) quasi wie durch eine untergeordnete Bundesbehörde verteilt wird. Hier stehen knapp 132 Millionen zur Verfügung, 1 Million weniger als 2011, aber über 4 Millionen mehr als 2008. Und im zweitgrößten Sportetat, dem des Verteidigungsministeriums, dass die Hundertschaften von Sportsoldaten alimentiert, werden im Londoner Olympiajahr 63 Millionen verteilt, 9 Millionen mehr als 2008. Für die Olympiavorbereitung stehen 6,2 Millionen im Einzelplan des BMI.</p>
<ul>
<li>Für Feinschmecker: Der Haushaltsentwurf zum Einzelplan 06 des BMI versteckt sich in den 2670 Seiten des <a title="Haushaltsgesetz Entwurf 2012" href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/066/1706600.pdf" target="_blank">Gesetzentwurfs der Bundesregierung über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2012</a></li>
</ul>
<p>Gespart wird, beispielsweise, bei den Zuschüssen zur Nationalen Anti-Doping-Agentur NADA und damit bei der Dopingbekämpfung. Ein Umstand, der etwa im Deutschlandfunk mehrfach thematisiert wurde &#8211; etwa von Robert Kempe: <a title="DLF: Wie viel ist Deutschland der Kampf gegen Doping wert?" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1480017/" target="_blank">Wie viel ist Deutschland der Kampf gegen Doping wert?</a> Ob jene 20 Prozent, die dem NADA-Etat künftig fehlen sollen, aber so ein Skandal sind wie von Teilen der Opposition behauptet, sei dahingestellt. Längst weiß jeder, dass es nicht um Masse, sondern um Klasse in der Dopingfahndung geht. Und da hat die NADA, die zu sehr am <a title="Grit Hartmann: Die NADA: Ping-Pong-Diplomatie unter Sportsfreunden?" href="http://www.jensweinreich.de/2010/01/08/die-nada-ping-pong-diplomatie-unter-sportsfreunden/" target="_self">Tropf des Bundes</a> hängt und von DOSB-Granden und Bundessportpolitikern dominiert wird, gehörigen Nachholebedarf. Von dem haben allerdings hausgemachte Skandale und peinliche Personalquerelen bisher abgelenkt.</p>
<p>Der Hochleistungssport-Sektor, der nach wie vor seine <a title="tag Lobbyismus" href="http://www.jensweinreich.de/category/lobbyismus/" target="_self">Lobbyisten</a> im Sportausschuss des Bundestages <a title="Der neue Sportausschuss ..." href="http://www.jensweinreich.de/2009/11/16/der-neue-sportausschuss/" target="_self">(diese Zusammenstellung müsste mal wieder aktualisiert werden)</a> sitzen hat, kann sich also nicht beklagen. In dermaßen unsicheren Zeiten bleibt der Etat, den der DOSB intransparent an seine Verbände verteilen darf, quasi unangetastet.</p>
<p>Ein Verbandspräsident, der namentlich nicht genannt werden will, hat es <a title="Was vom Tage übrig bleibt: Bundes-Spitzensportförderung 2011 ..." href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/15/was-vom-tage-ubrig-bleibt-60-bundes-spitzensportforderung-sportsoldaten-staatssport-dopingbremerbdr/" target="_self">einmal</a> so formuliert:</p>
<blockquote><p>Wir haben in Deutschland ein System des Staatssports, in dem eine Ministerialbürokratie willkürlich über Sportförderung und Steuermittel entscheidet. Wer in diesem Kartell nicht drinsteckt, hat Pech gehabt.</p></blockquote>
<p>Alle Zahlen zur Spitzensportförderung werden nach wie vor nicht bekanntgegeben. Details kommen eher zufällig ans Tageslicht. Veröffentlichung ist nicht obligatorisch, wie bei den so genannten Zielvereinbarungen, die DOSB und BMI mit den Verbänden schließen. Das hat System. Kein Verband soll so genau wissen, was der andere bekommt, die Öffentlichkeit schon gar nicht. Obwohl es doch um Steuermittel geht.</p>
<p>In nicht-öffentlichen Sitzungen behandelt der Sportausschuss neuerdings wichtige Themen wie Probleme bei der NADA, Zuschüsse für die Welt-Agentur WADA und umstrittene Personalien. Verschwiegenheit und diskrete Deals unter dem Deckmäntelchen des Datenschutzes – da wo Öffentlichkeit geboten wäre. Ohne Öffentlichkeit und journalistische Berichterstattung hätte es in den vergangenen Jahren nie eine vergleichsweise energische Debatte über Doping-Jahresberichte, Versäumnisse der Verbände, Schwächen der NADA und Komplizenschaft von BMI und DOSB gegeben.</p>
<p>Auch das hat System unter der amtierenden Chefin des Sportausschusses, Dagmar Freitag (SPD), die zugleich Vizepräsidentin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes und Kuratoriumsmitglied der NADA ist – und in dieser Ämterverquickung traditionell keinen Interessenkonflikt sieht. Die Berliner Zeitung <a title="BLZ" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0609/sport/0078/index.html" target="_blank">(&#8220;Wählerinteresse verletzt&#8221;)</a> hat kürzlich die Frage gestellt, ob Freitag als Sportausschuss-Chefin &#8220;noch die Richtige ist, ob sie als echte Volksvertreterin oder eher von Privatinteressen geleitet&#8221; operiere. &#8220;Ihre Furcht vor öffentlichen Ausschusssitzungen verletzt die Interessen ihrer Wähler&#8221;, kommentierte Jörg Winterfeldt.</p>
<p>Als echtes Kontrollorgan von Bundessportgremien und DOSB fungiert der Sportausschuss ohnehin nicht, vielleicht hat er das im bundesdeutschen Staatssportsystem auch nie getan.</p>
<p><strong>Wann hat es die letzte bahnbrechende Initiative dieses Ausschusses oder einer der Fraktionen gegeben? </strong></p>
<p>Das ist gefühlte Jahrhunderte her.</p>
<p><a title="Die Einheitsfraktion des Sports" href="http://www.jensweinreich.de/2009/09/27/die-qual-der-wahl-oder-die-einheitsfraktion-des-sports/" target="_self">Nahezu alle</a> Sportausschussmitglieder verstehen sich als <a title="“We are family”: der kritische Schulterschluss von Politik, Sport und Wissenschaft" href="http://www.jensweinreich.de/2009/07/10/we-are-family-der-kritische-schulterschluss-von-politik-sport-und-wissenschaft/" target="_self">Freund, Förderer und Partner des Sports</a> – was dem parlamentarischen Auftrag entgegen steht. Der gesamte Sportausschuss ist Teil des sportpolitischen Komplexes, und insofern ist die gespielte Auseinandersetzung um den Sportetat 2012, wie etwa der <a title="www.spd.de" href="http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_dok/0,,58035,00.html" target="_blank">substanzlose Aufschrei</a> des ehemaligen freien Journalisten, Präsidenten des Deutschen Sportakrobatikbundes und SPD-Sportsprecher <a title="www.martin-gerster.de" href="http://www.martin-gerster.de/person/index.htm" target="_blank">Martin Gerster</a> nicht wirklich ernstzunehmen. Er sprach von einer Stagnation der Sportförderung unter der CDU.</p>
<p>Alle Jahre wieder. Und ewig grüßt das Murmeltier.</p>
<p><em>(überarbeiteter Beitrag meiner Anmerkungen im Deutschlandfunk)</em></p>
<p><a title="DLF" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/09/10/dlf_20110910_1910_c40db19c.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Okay, den Anfall von Recherchewut kurz vor der Sommerpause, an dem die SPD offenbar laborierte, will ich nicht verschweigen. <a title="DLF: Sportförderung ohne Transparenz" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1540859/" target="_blank">Daniel Drepper</a> hat auch schon darauf hingewiesen. Auf die irrlichternden, Kontrollinteresse vortäuschenden <a title="Kleine Anfrage der SPD vom Juli 2011" href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/065/1706530.pdf" target="_blank">41 Fragen</a> einer Kleinen Anfrage vom Juli 2011 gab die Bundesregierung <a title="Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage der SPD" href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/066/1706672.pdf" target="_blank">eine Antwort</a>, die durchaus eine Lektüre wert ist, insbesondere die letzten Seiten mit Zahlen zur Verbandsförderung.</p>
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		<title>live-Blog aus Zürich: &#8220;We are not in a crisis!&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 31 May 2011 07:02:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ZÜRICH. Und es sprach der Große Vorsitzende: Crisis? What is a crisis? We are not in a crisis! We are only in some difficulties. And the difficulties will be solved, will be solved inside our family. [Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.] Ich musste wirklich lachen. Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ZÜRICH. Und es sprach der Große Vorsitzende:</p>
<blockquote><p><strong>Crisis? What is a crisis? We are not in a crisis! We are only in some difficulties. And the difficulties will be solved, will be solved inside our family.</strong></p></blockquote>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/31/live-blog-aus-zurich-we-are-not-in-a-crisis/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Ich musste wirklich lachen. Und ich kann meine Herkunft nicht verleugnen. Die pathologische Sturköpfigkeit, mit der Sepp gestern seine Pressekonferenz bestritt, erinnerte mich an den hier &#8230;</p>
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<p>&#8230; und den hier &#8230;</p>
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<p>&#8230; und den hier <em>(Danke SH für den Hinweis)</em> &#8230;</p>
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<p>&#8230; und den hier &#8230;</p>
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<p>Das Ende der Geschichte ist bekannt.</p>
<ul>
<li>Auf dem <a title="NYT: Goal" href="http://goal.blogs.nytimes.com/2011/05/30/blatters-news-conference-live/" target="_blank">Soccer Blog der New York Times</a> steht das Transkript dieser denkwürdigen &#8220;Pressekonferenz&#8221;</li>
</ul>
<p>Wobei das nicht ganz sauber ist, es fehlt einiges. Zum Beispiel hat sich Blatter mit den Worten verabschiedet, dass er selbst noch Mitglied der AIPS sei, des Weltverbandes der Sportjournalisten.</p>
<p>Keine Ahnung, was er damit sagen wollte. Ich bin übrigens kein AIPS-Mitglied.</p>
<p>Ich will auch heute versuchen, die Ereignisse halbwegs regelmäßig im Blog zu begleiten. (Hatte gestern ein arges technisches Problem mit dem Laptop, die das Bloggen und das Artikelschreiben schwer behindert haben. Das Problem lässt sich nicht beheben, ich muss schwer improvisieren.)</p>
<p>Wichtigster Termin, Tsunami-Warnung, ist um 14 Uhr im Grand Hotel Dolder die Pressekonferenz, auf der ausgerechnet Jack Dokumente (inklusive Kontoauszüge etc) vorlegen will, um Korruptionszahlungen in Höhe von 20 Millionen Dollar an vier Exekutivmitglieder zu beweisen. Es geht, natürlich, um die WM 2022 in Katar. Und, so viel kann ich mal sagen, endlich nähern wir uns den wirklichen Dimensionen des Betrugs an.</p>
<p>Einstweilen, Lektüre, Lesebefehle!</p>
<ul>
<li>Die <a title="fifa.com" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/administration/news/newsid=1444139.html" target="_blank">Behauptungen</a> des FIFA-Generalsekretärs und Wahrheitsallergikers Jerome Valcke zu seiner Email an Jack Warner, in dem er schrieb, Katar habe die WM 2022 gekauft:</li>
</ul>
<blockquote><p>Herr Warner hat eine E-Mail veröffentlicht, die ich ihm geschickt habe. Ich möchte klarstellen, dass ich in E-Mails – die naturgemäß ein &#8220;leichteres&#8221; Ausdrucksmittel sind – gelegentlich einen wesentlich weniger formalen Ton verwende als bei anderen Formen der Korrespondenz. Dies vorausgeschickt, wollte ich in besagter E-Mail in Bezug auf die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022 zum Ausdruck bringen, dass die erfolgreiche Bewerbung finanzielle Stärken beim Werben um Unterstützung genutzt hat. Es handelte sich um einen Kandidaten mit sehr wichtigem Budget, welches eingesetzt wurde, um die Kandidatur auf der ganzen Welt sehr wirkungsvoll zu bewerben. Weder habe ich mich zu irgendeinem Zeitpunkt auf den Kauf von Stimmen oder auf anderes unethisches Verhalten bezogen, noch hatte ich die Absicht, dies zu tun. Ferner möchte ich klarstellen, dass es, wie ich gestern bereits sagte, bei der FIFA keinerlei Ermittlungen hinsichtlich der Vergabe der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022 gibt.</p></blockquote>
<ul>
<li>Charles Sale zeigt in der Daily Mail auf, dass Jack the Ripper sich von der Überweisung Bin Hammams das übliche Drittel abzweigte: <a title="Daily Mail" href="http://www.dailymail.co.uk/sport/football/article-1392575/FIFAs-Jack-Warner-diverted-Caribbean-Football-Union-travel-funds-CHARLES-SALE.html#ixzz4OeWm1nT8" target="_blank">FIFA&#8217;s Jack Warner &#8216;diverted Caribbean Football Union travel funds&#8217;</a></li>
</ul>
<p>Das kennt man seit Jahrzehnten. Ein Teil ALLER Überweisungen geht stets an die CFU bzw direkt an Jack.</p>
<ul>
<li>Elmar Wagner in der NZZ: <a title="NZZ" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/400_hundert-dollar-noten_1.10761729.html" target="_blank">400 Hundert-Dollar-Noten.</a> Wie der FIFA-Präsidentschaftskandidat Bin Hammam Stimmen kaufen wollte.</li>
</ul>
<p>Ooops, da hat die Ethikkommission wohl was durchgesteckt.</p>
<blockquote><p>Aufschlussreich ist bereits die Vorgeschichte jenes Spezialkongresses in der Karibik. Eigentlich war vorgesehen, dass der Fifa-Präsidentschafts-Kandidat Bin Hammam am offiziellen Kongress der Concacaf am 2. Mai in Miami anwesend ist, um dort Wahlkampf zu betreiben. Die Concacaf umfasst die zentral- und nordamerikanischen sowie karibischen Fussballverbände und versammelt 35 Delegiertenstimmen. Doch zum Besuch Bin Hammams in Miami kam es schliesslich doch nicht – offiziell, weil der Katarer das Visum für die Einreise zu spät erhalten hatte.</p>
<p>Aufgrund der Unterlagen im Dossier wird ersichtlich, dass Bin Hammam gar nie beabsichtigte, nach Miami zu reisen. Denn schon am 1. April fragte er den Concacaf-Präsidenten Jack Warner, ob er einen eigenen Kongress in Trinidad veranstalten dürfe. Warner sagte gemäss der vorliegenden E-Mail-Faksimiles zu, wies aber darauf hin, dass Bin Hammam für die Reisekosten der Delegierten aufkommen müsse. Der Concacaf-Generalsekretär Chuck Blazer warnte in einer E-Mail davor, dass dieses Vorgehen ethisch nicht vertretbar sei. Warner schrieb: «Ich will es aber so.»</p></blockquote>
<ul>
<li>Der <a title="fifa.com" href="http://www.fifa.com/mm/document/affederation/administration/01/44/40/85/jdqcreview-summary.pdf" target="_blank">&#8220;Untersuchungsbericht&#8221;,</a> in dem die Äußerungen von Lord Triesman zur Korruption bei der WM-Vergabe 2018 und 2022 behandelt und ins Reich der Fabel verbannt werden</li>
</ul>
<p>Schade eigentlich, dass Sepp die Dokumente zum ISL-Bestechungsskandal, etwa die Einstellungsverfügung, nicht auch veröffentlichen lässt. Gegen Veröffentlichung der Einstellungsverfügung, in der die Namen jener genannt werden, die 5,5 Millionen Schweigegeld an die Staatskasse gezahlt haben, verhindert die FIFA seit Monaten durch Einsatz teuerster Schweizer Anwälte.</p>
<ul>
<li>Dazu der Artikel von Jean-Francois Tanda: <a title="tagesanzeiger.ch" href="http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Wie-die-Fifa-die-Namen-bezahlter-Funktionaere-geheim-halten-will/story/30396858" target="_blank">Wie die FIFA die Namen bezahlter Funktionäre geheim halten will</a></li>
</ul>
<p>tbc</p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;In Deutschland bekannt und beliebt: FIFA-Präsident Blatter&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Dec 2010 17:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Oooops. Dieser Beitrag wies einige Wochen den Entwurfs-Status auf. Ich finde, jetzt ist ein feiner Zeitpunkt, den endlich freizuschalten. Jedenfalls, diese DFB-Pressemitteilung vom Oktober ist einfach zu putzig, die muss doch noch nachveröffentlicht werden, und sie lässt erahnen, wie knallhart der Dr. Zwanziger ab 2011, wenn er in das FIFA-Exekutivkomitee einzieht, mit Sepp und Konsorten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oooops. Dieser Beitrag wies einige Wochen den Entwurfs-Status auf. Ich finde, jetzt ist ein feiner Zeitpunkt, den endlich freizuschalten.</p>
<p>Jedenfalls, diese <a title="dfb.de" href="http://www.dfb.de/index.php?id=500014&amp;tx_dfbnews_pi1[showUid]=25227&amp;tx_dfbnews_pi4[cat]=212" target="_blank">DFB-Pressemitteilung vom Oktober</a> ist einfach zu putzig, die muss doch noch nachveröffentlicht werden, und sie lässt erahnen, wie knallhart der Dr. Zwanziger ab 2011, wenn er in das FIFA-Exekutivkomitee einzieht, mit Sepp und Konsorten umgehen wird.</p>
<blockquote><p><strong>Blatter neues Ehrenmitglied des DFB</strong></p>
<p>Beim Festakt zum Auftakt des 40. Ordentlichen DFB-Bundestages in der Essener Philharmonie wurde FIFA-Präsident Joseph S. Blatter zum Ehrenmitglied des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ernannt. DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger nahm die Ehrung zusammen mit DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach vor.</p>
<p>&#8220;Wir haben heute eine ganz besondere Persönlichkeit des Weltfußballs und des Sports unter uns. Jemanden, der den Fußball nicht als wertlosen Wettbewerb sieht“, verdeutlichte Dr. Theo Zwanziger. „Es ist eine große Ehre für uns, dass Sie heute bei uns sind. Wir wollen ihnen Dank sagen für all das, was sie für den deutschen Fußball geleistet haben. Und wir wollen diesen Dank ausdrücken, in dem wir sie als Ehrenmitglied in den Deutschen Fußball-Bund aufnehmen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich habe heute das Gefühl, dass ich in Deutschland nicht nur bekannt, sondern beliebt bin. Das tut mir gut. Das tut mir besonders heute gut&#8221;, freute sich Blatter. &#8220;Das Leben ist wie der Fußball und der Fußball ist wie das Leben. Wir kommen aus einer WM in Afrika zurück und alles ist schön und super. Aber seit Sonntag bin ich zu Tode betrübt. Wir haben Spieler neben unserem Spielfeld, die das ganze System und das gute Image innerhalb eines Tages kaputt gemacht haben. Aber wir haben reagiert, denn der Fußball soll weiterhin das Spiel bleiben, das die Welt bewegt. Das Spiel, was wir als Spiel der Hoffnung, der Integration und der Leidenschaft sehen&#8221;, erklärte der FIFA-Präsident bezüglich der jüngst bekannt gewordenen Korruptions-Vorwürfe. Es seinen genau die Eigenschaften, die den Deutschen Fußball-Bund charakterisieren, deswegen freue er sich, „heute hier zu sein und die Grußworte des Weltverbandes überbringen zu dürfen.“</p>
<p>Am 8. Juni 1998 war Joseph S. Blatter zum Nachfolger von Dr. João Havelange (Brasilien) und achten Präsidenten der FIFA gewählt worden. Mit diesem Wahlsieg am 51. Ordentlichen Kongress des Weltverbandes in Paris (Frankreich) erklomm der Schweizer, der zuvor der FIFA bereits während 23 Jahren in verschiedenen Positionen gedient hatte, die höchste Stufe im internationalen Fußball.</p>
<p>Als Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOK) gehört FIFA-Präsident Joseph S. Blatter im wichtigen Kampf gegen Doping auch dem Stiftungsrat der Welt-Anti-Doping Agentur an.</p></blockquote>
<p>Wurde die Pressemeldung von einem Schweizer geschrieben oder hat der <a title="&quot;Ralf Köttker wechselt zum DFB&quot;" href="http://www.jensweinreich.de/2009/06/29/ralf-kottker-wechselt-zum-dfb/" target="_self">DFB-Pressemann</a>, der schon vor seiner Verpflichtung an der Fleck-Schneise DFB-Prosa verfasst hat, nur eine Passage von der FIFA-Webseite kopiert? Denn in Deutschland heißt das IOK eigentlich IOC.</p>
<p>Aber das ist sicher die unwichtigste Frage zu einem solchen entlarvenden Nosens.</p>
<p>Ich habe übrigens gerade bemerkt, dass ich den Tag &#8220;Personenkult&#8221; noch nicht vergeben hatte. Trifft ja gleich auf beide Präsidenten und ihre Verbände zu &#8211; meine Meinung. MEINUNG, liebe Anwälte.</p>
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		</item>
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		<title>Die Autoritäten der FIFA und ihre Ethik-Narren</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 12:36:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ganz ehrlich: Es ist mal wieder schlimmer gekommen, als ich vermutet habe. Ich dachte wirklich, das Witz-Organ namens FIFA-Ethikkommission schmeißt wenigstens den Nigerianer Amos Adamu aus dem Exekutivkomitee. Stattdessen reihen sich die nächsten Peinlichkeiten aneinander, die allesamt erneut belegen: In diesem mafiosen System der Sportfamilie ist keinerlei Besserung in Sicht. Lustig, weil ich seit ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz ehrlich: Es ist mal wieder schlimmer gekommen, als ich vermutet habe. Ich dachte wirklich, das Witz-Organ namens FIFA-Ethikkommission schmeißt wenigstens den Nigerianer <a title="update: Korruption in der FIFA" href="http://www.jensweinreich.de/2010/10/18/update-korruption-in-der-fifa/" target="_self">Amos Adamu</a> aus dem <a title="Sepp Blatters Tafelrunde: das ehrenwerte FIFA-Exekutivkomitee" href="http://www.jensweinreich.de/2010/10/25/sepp-blatters-tafelrunde-das-ehrenwerte-fifa-exekutivkomitee/" target="_self">Exekutivkomitee</a>. Stattdessen reihen sich die nächsten Peinlichkeiten aneinander, die allesamt erneut belegen:</p>
<p><strong>In diesem mafiosen <a title="&quot;Bribes as salaries for sports leaders&quot;" href="http://www.jensweinreich.de/2010/10/19/bribes-as-salaries-for-sports-leaders/" target="_self">System der Sportfamilie</a> ist keinerlei Besserung in Sicht.</strong></p>
<p>Lustig, weil ich seit ein paar Tagen in Moskau auf, sagen wir, Korruptionsrecherche bin und mich &#8211; zum Beispiel &#8211; gestern lange mit einem russischen Unternehmer unterhalten habe, der etwa in Sotschi große Geschäfte macht und sich erdreistet hat, sein Leben zu gefährden, weil er gegen die Korruptionszahlungen aufbegehrt, die nicht nur kriminelle Autoritäten fordern, sondern auch staatliche. Bei der FIFA ist das ähnlich, anders kann ich die lächerliche Pressemeldung nicht werten, und wenn ich die Äußerungen lese, die FIFA-Oberethiker Claudio Sulser offenbar in Zürich getätigt hat.</p>
<p>Perikles Monioudis jedenfalls <a title="NZZ: FIFA straft milde" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/fussball/fifa_reynald_temarii_amos_adamu_1.8418214.html" target="_blank">schreibt in der NZZ</a>:</p>
<blockquote><p>Sulser verstieg sich in einer Belehrung der Medien, die zwar «für die Demokratie in einem Land» wichtig seien. Im Fussball wollten «die Menschen aber Freude erfahren», keine Zwietracht vorgesetzt bekommen.</p></blockquote>
<p>Ähnliches Dämliches habe ich doch gerade von Englands WM-Bewerbungs-CEO Andy Anson <a title="sportbusiness.com" href="http://www.sportbusiness.com/news/182606/england-2018-bid-leader-slams-unpatriotic-bbc?utm_source=sbinsl&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=nov18" target="_blank">gelesen</a>. Der hat Angst vor Andrew Jennings und den Jungs von der BBC, die gerade eine Panorama-Sendung zur FIFA vorbereiten. Seit Wochen versuchen Fußballfunktionäre und sogar Politiker schon, die Ausstrahlung vor dem 2. Dezember, wenn das FIFA-Exekutivkomitee in Zürich die WM-Länder 2018 und 2022 bestimmt, zu verhindern. Anson sagt:</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 20.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 13.0px Tahoma; color: #202020; background-color: #fafafa} --></p>
<blockquote><p>I am incredibly disappointed with the timing of what the BBC seems to be proposing with Panorama,&#8221; he said. &#8220;If they truly believe there is a journalistic reason to run this programme, then they could have done it any time in the last two years. To do it the week before the vote is about one thing and that&#8217;s sensationalism. I don&#8217;t think that&#8217;s helpful and I don&#8217;t think it&#8217;s patriotic.&#8221;</p></blockquote>
<p>Mir kommt das alles sehr bekannt vor. Journalisten hätten &#8220;patriotisch&#8221; zu sein, sagen die Patrioten, die nichts von Journalismus verstehen und denen es auch völlig egal ist, etwas davon zu verstehen, so lange diejenigen, die sich Journalisten nennen, sich an die Regeln derjenigen halten, die im Sportbusiness Milliarden umsetzen.</p>
<p>Mir wird ganz schlecht.</p>
<p>[<em>Notiz am mich:  Ist doch immer wieder nett, negativ überrascht zu werden. Erhalte Dir nur das bisschen Optimismus. Wäre es nicht viel schlimmer und langweiliger, nie überrascht zu werden und immer zu glauben, alles schon gewusst zu haben?</em>]</p>
<ul>
<li><a title="Text- und Stilkritik: der FIFA-Ethikcode" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/23/stil-und-textkritik-der-fifa-ethikcode/" target="_self">Den &#8220;FIFA-Ethikcode&#8221; hatte ich ja kürzlich bereits einer Text- und Stilkritik unterzogen</a></li>
</ul>
<p>Oh ja, hier also noch die <a title="FIFA.com" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/bodies/media/newsid=1336782.html" target="_blank">Meldung</a> der FIFA-Narren:</p>
<blockquote><p><strong>Ethikkommission suspendiert sechs Offizielle</strong></p>
<p>Die FIFA-Ethikkommission, bestehend aus Claudio Sulser (Vorsitz, Schweiz), Petrus Damaseb (Namibia), Juan Pedro Damiani (Uruguay), Dominique Rocheteau (Frankreich), Dali Tahir (Indonesien) und Robert Torres (Guam), suspendierte sechs Fussballoffizielle für jegliche Tätigkeit im Fussball (Administration, Sport etc.) für ein bis vier Jahre, nachdem sie des Verstoßes gegen mehrere Artikel des FIFA-Ethikreglements für schuldig befunden worden waren. Bei ihrer Sitzung vom 15. bis 17. November 2010 fällte die Ethikkommission folgende Entscheide:</p>
<ul>
<li>Reynald Temarii (FIFA-Vizepräsident) darf während eines Jahres weder national noch international in irgendeiner Form im Fussball tätig sein (Administration, Sport etc.). Darüber hinaus wird er mit einer Geldstrafe von CHF 5.000 belegt.</li>
</ul>
<ul>
<li>Amos Adamu (Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees) darf während dreier Jahre weder national noch international in irgendeiner Form im Fussball tätig sein (Administration, Sport etc.). Darüber hinaus wird er mit einer Geldstrafe von CHF 10.000 belegt.</li>
</ul>
<ul>
<li>Slim Aloulou (Vorsitzender der FIFA-Kammer zur Beilegung von Streitigkeiten und Mitglied der Kommission für den Status von Spielern) darf während zweier Jahre weder national noch international in irgendeiner Form im Fussball tätig sein (Administration, Sport etc.). Darüber hinaus wird er mit einer Geldstrafe von CHF 10.000 belegt.</li>
</ul>
<ul>
<li>Ahongalu Fusimalohi (Generalsekretär des Fussballverbands von Tonga) darf während dreier Jahre weder national noch international in irgendeiner Form im Fussball tätig sein (Administration, Sport etc.). Darüber hinaus wird er mit einer Geldstrafe von CHF 10.000 belegt.</li>
</ul>
<ul>
<li>Amadou Diakite (Mitglied der FIFA-Schiedsrichterkommission) darf während dreier Jahre weder national noch international in irgendeiner Form im Fussball tätig sein (Administration, Sport etc.). Darüber hinaus wird er mit einer Geldstrafe von CHF 10.000 belegt.</li>
</ul>
<ul>
<li>Ismael Bhamjee (CAF-Ehrenmitglied) darf während vier Jahren weder national noch international in irgendeiner Form im Fussball tätig sein (Administration, Sport etc.). Darüber hinaus wird er mit einer Geldstrafe von CHF 10.000 belegt.</li>
</ul>
<p>Die FIFA hatte am 18. Oktober 2010 gegen zwei Mitglieder des Exekutivkomitees ein Verfahren eröffnet und die Ethikkommission zu diesem Zweck mit einer unabhängigen, eingehenden Untersuchung beauftragt. Am 20. Oktober verfügte die Ethikkommission daraufhin eine provisorische Suspendierung gegen sechs Offizielle (siehe <a title="FIFA.com" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/bodies/media/newsid=1320880.html" target="_blank">Medienmitteilung</a> vom 20 Oktober).</p>
<p>Die Ethikkommission untersuchte darüber hinaus auch die Hinweise auf angebliche Absprachen zwischen Mitgliedsverbänden und ihren Bewerbungskomitees im Rahmen des Bewerbungsverfahrens für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018/2022™, fand jedoch keine ausreichenden Beweise für eine Verletzung der Bewerbungsregistrierung und des Ethikreglements.</p></blockquote>
<p>Ich weiß gar nicht, wie oft Typen wie Bhamjee noch suspendiert werden sollen. Manche von denen gehören, sorry, nirgendwo anders hin als in den Knast. Mich würde natürlich interessieren, ob die FIFA auch diesmal die Geldstrafe für die Ganoven bezahlt, wie etwa die <a title="Wie sich korrupte FIFA-Funktionäre im Reich des Joseph Blatter mit Millionen freikaufen" href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/25/wie-sich-korrupte-funktionare-im-fifa-reich-des-joseph-blatter-mit-millionen-frei-kaufen/" target="_self">5,5 Millionen zum Korruptionsverdunklungsvertrag</a> in der <a title="Der ISL-Korruptionsskandal" href="http://jensweinreich.de/?cat=59" target="_self">ISL-Sache</a>.</p>
<p><strong>Absurder geht nicht.</strong></p>
<p><span id="more-9778"></span>Weshalb ich gern noch einmal daran erinnere, dass wir hier im Blog mal einen passenden <a title="Voting für Sepp Blatter: wer soll die FIFA-Ethikkommission leiten?" href="http://www.jensweinreich.de/2009/02/18/voting-fur-sepp-blatter-wer-soll-die-fifa-ethikkommission-leiten/" target="_self">FIFA-Ethikchef gesucht</a> und also abgestimmt haben. Andrew Jennings <a title="And the winner is: Andrew Jennings" href="http://www.jensweinreich.de/2009/02/20/and-the-winner-is-andrew-jennings/" target="_self">setzte sich damals knapp durch</a>. Und ich schrieb an die FIFA-Gottheit:</p>
<blockquote><p><strong>Von:</strong> Jens Weinreich<br />
<strong>Gesendet:</strong> Freitag, 20. Februar 2009 09:23<br />
<strong>An:</strong> Joseph S. Blatter<br />
<strong>Cc:</strong> Klaus, Hans (FIFA); Maingot, Nicolas (FIFA)<br />
<strong>Betreff:</strong> Vorschlag für die Fifa-Ethikkommission</p>
<p>Lieber Herr Blatter,</p>
<p>ich habe mit Interesse vernommen, dass Lord Coe sich entschieden hat, den Vorsitz der FIFA-Ethikkommission ruhen zu lassen, weil er – neben seinen vielen anderen Verpflichtungen in der IAAF und als Chef des Londoner Olympiaorganisationskomitees – gern auch noch Englands Bewerbung für die Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 unterstützen will.</p>
<p>Ich habe mir erlaubt, die Leser meines Blogs nach über einen geeigneten Nachfolger (präziser wohl: Stellvertreter für die Zeit, in der Lord Coe sich bei der FIFA um eine WM bewirbt, bevor er dann wieder vollethisch tätig sein will) für Sebastian Coe abstimmen zu lassen.</p>
<p>Der Favorit des Volkes, Sie verzeihen mir diese schnittige Bemerkung, ich weiß, dass Sie meinen mitunter derben Humor verstehen, kommt nun leider nicht aus der bestehenden Ethik-Kommission. Es ist, sorry, ausgerechnet Andrew Jennings, der sich knapp vor Wladimir Putin durchgesetzt hat. Auf den Plätzen folgen Jack Austin Warner, Gerhard Mayer-Vorfelder, Robert Hoyzer und Sie.</p>
<p>Meine Stimme hat Andrew Jennings allerdings nicht bekommen. Ich halte ihn zwar geeignet für dieses Ehrenamt, wie Sie wissen – da wird wohl immer Dissens zwischen uns bestehen -, habe aber dennoch für Sie gestimmt und kein Problem damit, das Wahlgeheimnis zu lüften.</p>
<p>Ich wollte Ihnen diesen Vorschlag gern noch vor der Sitzung der Ethikkommission, die ja um 10 Uhr beginnt, übermitteln.</p>
<p>Ich grüße Sie herzlich und würde mich sehr freuen, wenn wir uns in naher Zukunft mal wieder über ethische Fragen unterhalten könnten. Gern auch über Fragen, die Sie derzeit mehr bewegen wie etwa die 6+5-Regel. Die Leser meines sportpolitischen Blogs würden sich auch sehr freuen, hier mit Ihnen zu diskutieren. Vielleicht haben Sie ja Lust dazu.</p>
<p>Jens Weinreich</p></blockquote>
<p>Andrew Jennings nahm die Wahl mit <a title="Andrew Jennings nimmt die Wahl zum FIFA-Ethikchef an" href="http://www.jensweinreich.de/2009/02/20/andrew-jennings-nimmt-die-wahl-zum-fifa-ethikchef-an/" target="_self">diesem Schreiben</a> an:</p>
<blockquote><p><strong>Von:</strong> Andrew Jennings<br />
<strong>Gesendet:</strong> Freitag, 20. Februar 2009 11:15<br />
<strong>An:</strong> Jens Weinreich<br />
<strong>Betreff:</strong> Re: you are elected!</p>
<p>Thank you. I promise to follow in the steps of my illustrious predecessor<a href="http://jensweinreich.de/?p=2990" target="_self">Lord</a> <a href="http://jensweinreich.de/?p=2406" target="_self">Coe</a> and do absolutely nothing to clean up the racketeering at FIFA. That’s what Seb and Jack and Don Julio and Chuckles and the rest of the gang would want.</p>
<p>Sorry, must stop, have to rush, my allocation of 5,000 <a href="http://jensweinreich.de/?p=2099" target="_self">World Cup tickets</a>has arrived.</p>
<p>Andrew Jennings</p></blockquote>
<p>Schade eigentlich, er hätte seine Sache besser gemacht als Claudio Sulser. Aber Andrew hat ja noch eine Chance: am 29. November, auf BBC Panorama.</p>
<p>Good luck.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Hübsche frische Geschichte übrigens: <a title="T&amp;Ts Newsday" href="http://www.newsday.co.tt/news/0,130997.html" target="_blank">British PM invites Warner to lunch in Zurich</a></p>
<p><a href="http://flattr.com/thing/85451/Die-Autoritaten-der-FIFA-und-ihre-Ethik-Narren" target="_blank"><img title="Flattr this" src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" border="0" alt="Flattr this" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die miserable Erfolgsquote der Dopinganalytik &#8211; und die Erfolgsmeldung von BMI, NADA und BVA</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/11/10/die-miserable-erfolgsquote-der-dopinganalytik-und-die-erfolgsmeldung-von-bmi-nada-und-bva/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 15:04:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Sportausschuss des Bundestages &#8211; dort also, wo echte Debatten kaum geführt werden und Kontrolle äußerst selten ausgeübt wird &#8211; geht es zur Stunde u.a. um einige Dopingthemen. Nachdem sich die Parlamentarier und Sport-Lobbyisten, Volksvertreter mag ich wirklich nicht sagen, monatelang erfolgreich um einen Besuch in der olympischen Krisenregion München/Garmisch-Partenkirchen gedrückt und das Thema &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Sportausschuss des Bundestages &#8211; dort also, wo echte Debatten kaum geführt werden und Kontrolle äußerst selten ausgeübt wird &#8211; geht es zur Stunde u.a. um einige Dopingthemen.</p>
<p>Nachdem sich die Parlamentarier und <a title="tag: Sportausschuss" href="http://www.jensweinreich.de/category/sportausschuss/" target="_self">Sport-Lobbyisten</a>, Volksvertreter mag ich wirklich nicht sagen, monatelang erfolgreich um einen Besuch in der olympischen Krisenregion München/Garmisch-Partenkirchen gedrückt und das Thema &#8211; jedenfalls nicht unter Einbeziehung der Olympia-Opposition &#8211; nie wirklich auf die Tagesordnung gerückt hatten, geruhten sie am vergangenen Sonntag/Montag in Bayern zu weilen. Jetzt, da die politischen Entscheidungen längst gefällt sind &#8211; eine Alibi-Veranstaltung, die zurecht medial unterging.</p>
<p>Heute in Berlin also u.a. diese Themen:</p>
<ul>
<li>TOP 4: Neuere Entwicklungen bei Dopingnachweisverfahren / Verfahren bei Probenentnahme</li>
<li>TOP 5: Anti-Dopingbericht 2009</li>
<li>TOP 6: Sachstandsbericht zur zuwendungsrechtlichen Prüfung des BDR durch das BMI</li>
</ul>
<p>Zu TOP 4 äußern sich der Mainzer Wissenschaftler <a title="Nachweisverfahren für Gendoping" href="http://www.jensweinreich.de/2010/09/02/was-vom-tage-ubrig-bleibt-59-nachweisverfahren-fur-gendopings/" target="_self"><strong>Perikles Simon</strong></a> sowie die Chefs der Dopingkontrolllabore Köln, Wilhelm Schänzer, und Kreischa, Detlef Thieme. Die Argumentationen hier im Original, wobei wieder einmal Simon mit einer knallharten Analyse herausragt. Er argumentiert zum Beispiel:</p>
<blockquote>
<ul>
<li>&#8230; dass es nicht sinnvoll ist, so wie gegenwärtig weniger als 2% der im Dopingkampf eingesetzten Gelder für die Weiterentwicklung der Analytik auszugeben. Reines Steroiddoping, welches wir sehr gut nachweisen können, gab es vor 30-40 Jahren. Molekulares Doping und Doping mit Peptidhormonen ist heutzutage relevant. Hierfür haben wir noch keine suffizienten Nachweise. <strong>Die Anti-Dopinglaboratorien, die es weltweit gibt, alleine mit der Entwicklung der ganzen neuen, dringend notwendigen Nachweisverfahren zu beauftragen oder diese Entwicklung implizit „für umsonst“ zu erwarten, ist gescheitert. E</strong>s sind dringend in Zukunft Synergie Effekte mit der modernen Pharmakologischen, Molekularbiologischen und Genetischen Forschung und der entsprechenden Molekularen Diagnostik zu suchen, die an den Universitäten und in der Industrie hervorragend infrastrukturell in Deutschland entwickelt und ausgebaut sind. Oftmals ist Forschern gar nicht klar, dass man das, an was sie arbeiten, auch im Anti-Dopingkampf nutzen könnte.</li>
<li>&#8230; wird Forschungsgeld für die Entwicklung der Analytik geeignet &#8211; also z.B. durch eine korrekte Begutachtung über die DFG, oder international renommierte Gutachter, wie bei der WADA- bereitgestellt, dann kann man auch hoffen, dass neue, effektivere Verfahren entwickelt werden.</li>
<li>&#8230; im Hinblick auf die momentan <strong>miserable Erfolgsquote der Analytik</strong> wäre es sehr sinnvoll zu sehen, wie man die Ausgaben im Bereich der konventionellen Analytik deutlich senkt (30-40%), um die frei werdenden Mittel u.a. verstärkt für die Entwicklung einer deutlich suffizienteren Analytik sowie für andere Präventions- und Interventionsmaßnahmen zu verwenden. Alleine wenn man die Punkte (&#8230;) effektiv angeht, <strong>dürften diese 30- 40% auch in Deutschland eingespart werden können, ohne dass ein deutscher Athlet sich hierdurch &#8220;schlechter kontrolliert&#8221; fühlt</strong>.</li>
<li>&#8230; Die großen Sportverbände tragen die „ finanzielle Hauptlast“ für die momentanen Kosten im Anti-Doping Kampf. Es müssten Strategien und Konzepte entwickelt werden, die großen Verbände zu motivieren bei den Punkten (&#8230;) mitzuarbeiten. Hierfür wäre es m.E. notwendig wissenschaftlich zu belegen, dass ein auf Dauer nicht effektiv genug geführter, oder eben auch ein unglaubwürdiger und schlecht konzipierter Anti-Dopingkampf zu finanziellen Schäden für die Verbände führt. Sollte dies nicht belegbar sein, oder auch gar nicht den Tatsachen entsprechen, so halte ich persönlich einen befriedigenden Anti-Dopingkampf im Spitzensport anhand von Dopinganalytik, leider auf dem derzeitigen Wissensstand nicht in absehbarer Zeit für realisierbar. Wir müssten hierfür noch mindestens 10 bis 50-mal effektiver werden, ohne Innovationen entwickeln zu können. Das ist nicht realistisch. <strong>Ich würde dann empfehlen verwendete Steuergelder im Anti-Dopingkampf auf die Dopingprävention, den Anti-Dopingkampf im Nachwuchsbereich und im Breitensport zu fokussieren und Doping im Spitzensport im wesentlichen über entsprechende Anti-Dopinggesetzgebung und scharfe Verfolgung mittels Durchsuchungen im Allgemeinen (emails, Häuser, Überwachung und Kontrolle von Finanztransaktionen) zu begegnen.</strong></li>
<li>&#8230; ein auf nicht-analytischem Weg überführter Doper kostet zur Zeit nach nicht offiziellen Schätzungen nur etwa 30-50 Tausend US$. <strong>Diese Gelder sind somit im Moment schon 10mal effektiver eingesetzt, als Gelder für die Dopinganalytik. </strong>Sollten deutsche Juristen bezüglich dieser Vorgehensweisen Probleme sehen, so ist dies m.E. nicht praxisrelevant, da es im globalisierten Spitzensport reichen dürfte, wenn in ein paar Schlüsselländern diesbezüglich Umsetzungen erfolgen.</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Die Unterschiede in den Notizen der drei Experten sind teilweise gravierend.</p>
<p><span id="more-9746"></span>Die Ausschuss-Vorlage von Perikles Simon:</p>
<p><object id="doc_338991103355211" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_338991103355211" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=41851529&amp;access_key=key-xtcg0ywor0dbkwswl7p&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=41851529&amp;access_key=key-xtcg0ywor0dbkwswl7p&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_338991103355211" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=41851529&amp;access_key=key-xtcg0ywor0dbkwswl7p&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_338991103355211"></embed></object></p>
<p>Die Ausschuss-Vorlage von Detlef Thieme:</p>
<p><object id="doc_436212545361729" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_436212545361729" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=41851539&amp;access_key=key-23a0y1e4sir2mq9h1ifj&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=41851539&amp;access_key=key-23a0y1e4sir2mq9h1ifj&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_436212545361729" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=41851539&amp;access_key=key-23a0y1e4sir2mq9h1ifj&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_436212545361729"></embed></object></p>
<p>Die Ausschuss-Vorlage von Wilhelm Schänzer:</p>
<p><object id="doc_782816803567338" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_782816803567338" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=41851514&amp;access_key=key-16i28ekrw00450u7mlj9&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=41851514&amp;access_key=key-16i28ekrw00450u7mlj9&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_782816803567338" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=41851514&amp;access_key=key-16i28ekrw00450u7mlj9&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_782816803567338"></embed></object></p>
<p>Zum TOP 5 &#8220;Antidopingbericht 2009&#8243; verweise ich auf meinen Beitrag im Deutschlandfunk &#8230;</p>
<p><a title="Beitrag DLF vom 7. November 2010" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/11/07/dlf_20101107_1925_a88d2c22.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>&#8230; und auf diese überarbeitete Variante <a title="BLZ vom 10. November 2010" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/1110/sport/0046/index.html" target="_blank">&#8220;Nur ein schwarzes Schäfchen&#8221;</a>:</p>
<blockquote><p>Über die so genannten Antidopingberichte der deutschen Spitzensportverbände gab es in den vergangenen Jahren scharfe Debatten. Für 2009 stellt die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) den Verbänden nun ein geradezu zauberhaftes Zeugnis aus. Daraufhin wird der Bund, der den Spitzensport mit insgesamt rund einer Viertelmilliarde Euro alimentiert, nur von einem Verband Fördermittel zurückfordern: vom nichtolympischen American Football Verband Deutschland (AFVD). Der Verband hatte seine aktuelle Antidopingordnung erst am 31. Oktober 2009 rückwirkend zum 1. Januar 2009 beschlossen. „Das wird als unzulässig angesehen&#8221;, heißt es in einem Schreiben des Bundesverwaltungsamtes (BVA), das die Rechtmäßigkeit der Bundesförderung überprüft hat. Deshalb soll der AFVD 700 Euro zahlen. In Auswertung der Antidopingberichte 2008 hatte der Bund im Frühjahr von 19 Verbänden rund 230.000 Euro Rückzahlungen verlangt.</p>
<p>Zur Genese dieser Dopingberichte: Bis 2007 hatte der Bund nie untersucht, ob die in den Bewilligungsbescheiden für Steuermittel erhobenen Forderungen in der Dopingbekämpfung umgesetzt wurden. Seit 2008 müssen die Spitzenverbände jeweils bis 31. März Selbstauskünfte zum abgelaufenen Jahr einreichen. Die NADA fasst die behaupteten Angaben zusammen, vergleicht ansatzweise mit ihren Unterlagen und gibt Empfehlungen an den Zuwendungsgeber Bundesinnenministerium (BMI). Das BMI lässt die Sachverhalte vom BVA prüfen. Eine Tiefenprüfung aller Verbände gab es nie – es finden nur stichprobenartige Checks statt.</p>
<p>Im <a title="Antidopingberichte 2007 der deutschen Sportfachverbände" href="http://www.jensweinreich.de/2008/12/18/exklusiv-antidopingberichte-2007-der-sportfachverbande/" target="_self">Antidopingbericht 2007</a> ging es auch um Versäumnisse des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR). Am Ende wurde der BDR sogar von der NADA gedeckt, und im Sportausschuss des Bundestages stimmten außer den Bündnisgrünen <a title="Die Umfaller: Sportlobbyisten im Bundestag" href="http://www.jensweinreich.de/2008/11/14/die-umfaller-sportlobbyisten-im-bundestag/" target="_self">alle Fraktionen gegen einen Strafzoll und einen Fördermittelstopp</a>. Derlei Maßnahmen gab es seinerzeit gegen den Deutschen Eishockey-Bund.</p>
<p>Unter dem neuen Innenminister Thomas de Maizière (CDU) ging der Bund nach den <a title="Antidopingberichte 2008 der deutschen Sportfachverbände" href="http://www.jensweinreich.de/2010/01/27/antidopingberichte-2007-der-deutschen-sportfachverbande/" target="_self">Antidopingberichten 2008</a> etwas energischer zur Sache: <a title="Dopingberichte 2008: die 19 säumigen Verbände" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/04/dopingbericht-2008-die-19-saumigen-verbande/" target="_self">19 von 60 Spitzenverbänden wurden Verstöße unterstellt</a> und Rückforderungen zwischen ein und sechzehn Prozent der Fördermittel erhoben. Die Berichte sind allerdings nicht öffentlich. Wie etwaige Verfahren vor dem Verwaltungsgericht ausgegangen sind, bleibt unklar. Das BMI hatte das Thema <a title="Wie DOSB und BMI den Bundestags-Sportausschuss narren" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/06/wie-dosb-und-bmi-den-bundestags-sportausschuss-verarschen/" target="_self">Anfang 2010 verschleppt</a>, um während der Olympischen Winterspiele in Vancouver keinen Schatten auf die Medaillen der <a title="Der sportpolitische Komplex oder: Dopingmängel bei den Goldverbänden ..." href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/03/der-sportpolitische-komplex-oder-dopingverstose-der-goldverbande-bsd-und-desg/" target="_self">Rodler, Bobfahrer und Eisschnellläufer</a> fallen zu lassen – all diese Verbände wurden belangt.</p>
<p>Aktuell werden die Antidopingberichte 2009 verhandelt. Gemäß Bericht des BVA, haben sich nur sechs Verbände einer „vertieften Prüfung&#8221; unterziehen müssen: Turnen, Volleyball, Schwimmen, Triathlon, Gewichtheben und Karate; aber nicht die Skandalnudeln Radsport, Eisschnelllaufen oder Reiten. Das BVA entlastet elf Verbände, davon sechs olympische, ohne Beanstandungen – etwa Kanu, Handball sowie den Bob- und Schlittensportverband. 37 Verbände, davon 19 olympische, wurden „mit Hinweisen“ entlastet, wie es heißt: Dabei ging es um die Implementierung des NADA-Codes ins Verbandsregelwerk und um die Frage von Schiedsgerichten. Zu diesen Verbänden zählen Eishockey und Eisschnelllaufen.</p>
<p>Neun weitere Fachverbände, darunter fünf olympische, gingen in ein Anhörungsverfahren – auch Boxer, Eiskunstläufer, Gewichtheber, Judoka und der Skandalverband BDR, dessen belasteter Sportdirektor Burckhard Bremer am Mittwoch Thema im Bundestags-Sportausschuss ist. Im Amtsdeutsch heißt der Tagesordnungspunkt: „Sachstandsbericht zur zuwendungsrechtlichen Prüfung des BDR durch das BMI&#8221;. Es geht auch um rund 800.000 Euro Bundesmittel, mit denen Bremers Gehalt in den vergangenen Jahren gezahlt worden ist.</p>
<p>Von diesen neun Verbänden werden nur die American Footballer belangt, mit 700 Euro. 700 Euro von 229 Millionen Euro Gesamt-Bundesförderung im Jahr 2009. Leisten deutsche Verbände also Vorbildliches an der Doping-Front? Eine solche Interpretation wäre kühn und deckt sich nicht mit den Erfahrungen von Dopingaufklärern. Nachprüfbar sind die Vorgänge ohnehin nicht, denn die Unterlagen werden der Öffentlichkeit vorenthalten.</p></blockquote>
<p>Zu TOP 6 (BDR, <a title="Beiträge zum BDR-Sportdirektor ..." href="http://www.jensweinreich.de/?s=burckhard+bremer" target="_self">Burckhard Bremer</a>) vielleicht später mehr.</p>
<p>Ich denke, zunächst sollte die Aufmerksamkeit Perikles Simon gehören. Siehe auch:</p>
<ul>
<li>Michael Reinsch in der FAZ: <a title="FAZ vom 10. November 2010" href="http://www.faz.net/s/RubCBF8402E577F4A618A28E1C67A632537/Doc~E6BB5CE23C42C4E5CAA0BEA2AF5236B53~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Forscher wirft NADA &#8220;miserable Erfolgsquote&#8221; vor</a></li>
</ul>
<p><a href="http://flattr.com/thing/82481/Die-miserable-Erfolgsquote-der-Dopinganalytik-und-die-Erfolgsmeldung-von-BMI-NADA-und-BVA" target="_blank"><br />
<img title="Flattr this" src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" border="0" alt="Flattr this" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Bribes as salaries for sports leaders&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Oct 2010 13:23:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Freund und Kollege <a title="alle Beiträge von und mit Jens Sejer Andersen" href="http://www.jensweinreich.de/?s=jens+sejer+andersen" target="_self">Jens Sejer</a> <a title="Jens Sejer Andersen Bio" href="http://www.playthegame.org/knowledge-bank/author-profile/jens-sejer-andersen.html" target="_blank">Andersen</a> hat vergangene Woche an der <a title="Antwerp University, workshop &quot;Sports, a matter of peace?&quot;" href="http://www.sportanddev.org/?1331/Sports-a-Matter-of-Peace-UCSIA-International-Workshop" target="_blank">Universität Antwerpen</a> einen Vortrag zu einem ewig aktuellen (und derzeit wieder brandaktuellen) Thema gehalten, den ich gern veröffentliche. Es tauchen viele der üblichen Verdächtigen und alten Bekannten auf, ob nun der Handball-Pharao, Ruben Acosta oder Jean-Marie Weber. (Aus Zeitgründen muss ich leider weitgehend auf Verlinkungen verzichten, zu allen gibt es im Blog etliche Geschichten.)</p>
<p>Voilà:</p>
<p><strong>The Magicians of Sport: How the Greatest Corruption Scandal in World Sport Vanished Before We Knew It Existed</strong></p>
<p><em>By Jens Sejer Andersen</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>International Director and founder, </em><a title="Play the Game" href="http://www.playthegame.org" target="_blank"><em>Play the Game</em></a></p>
<p>Usually, I am a great admirer of magicians. People who can make elephants appear out of nowhere or escape from underwater cages hand-cuffed and wrapped in chains, really deserve respect.</p>
<p>There are, however, some magicians that we should beware of, and quite a few of them do their tricks in sport. I am not referring to artists like Lionel Messi or Justine Henin who can make unimaginable things with a ball. No, the magicians I would like to talk about are exercising their witchcraft more discreetly.</p>
<p>They do not seek our admiration over their skills. On the contrary: They shun the public eye so much that they have become experts in one aspect of magic: They know how to make us look in one direction while they do their work in the other direction, and more than that, when we look back we do not even notice something mysterious has happened.</p>
<p>Thanks to these magic abilities, a number of corruption scandals in the highest ranks of sports leadership continue to vanish, even before we realise that they actually exist.</p>
<p>Where were for instance your eyes looking in late June this year? I suppose that they, like mine, were directed at a flat screen TV to follow the last matches in the group stage of the FIFA world cup in South Africa.</p>
<p>Abracadabra! While we were staring on one of the greatest shows on earth, the biggest corruption scandal ever documented in sport disappeared out in the blue.</p>
<p>Did you notice?</p>
<p>If not, don’t feel ashamed. It was not meant for you to see.</p>
<p>While events in South Africa spellbound the world, a dry and formal sheet of paper was produced more than 8,000 kilometres away, by the public prosecutor in Zug, the Swiss canton in which FIFA resides.</p>
<p>On the 24 June, the prosecutor ended eight years of legal proceedings with a statement that put an end to the so-called ISL-affair.</p>
<p>Simultaneously, FIFA noted in a very brief media release “FIFA is pleased that the prosecutor of Zug has finalised his investigations?.</p>
<p>FIFA had reasons to be satisfied indeed. For although the Swiss prosecutor that day confirmed that FIFA officials had received millions of Swiss francs from the ISL company and kept them in their pockets, and that FIFA should pay a compensation of 5,5 million Swiss francss – around 4 million euros – things could have turned out much worse for football’s governing body.</p>
<p><strong>The collapse of a marketing giant</strong></p>
<p>For the ISL was no street vendor of services to FIFA. ISL stands for International Sport and Leisure and was from the early 1980’ies and until its collapse in 2001 by far the biggest sport marketing company in the world. It was founded by the Horst Dassler, whose family owned Adidas.</p>
<p>ISL bought TV and marketing rights from the international sports federations and the International Olympic Committee and re-sold them to media companies and private sponsors. Thanks to its close personal relations to FIFA and other big federations it became a driving force in the explosive commercialisation of elite sport.</p>
<p>However, even a booming company in a booming sector can make mistakes, and in 2001 the ISL collapsed because it had seriously overestimated the value of its products.</p>
<p>When the Swiss administrators took over the bankrupt ISL and started looking at the internal papers, they soon discovered some strange payments. In the first place, the liquidator of the company, Thomas Baur, found that at least 3,5 million Swiss francs (at the time 2,2 million euros) had been paid out in personal commissions and they started writing leading sports officials in order to get the money back.</p>
<p>And in 2004, Mr Bauer did get most of that money back. Not in many small portions, but on one big check of 2,5 million Swiss francs. It would of course be interesting where this sum came from and on behalf of which sports leaders it was paid back, but after hard work from a splendid Swiss lawyer, Peter Nobel – the Federal Court, the highest court in Switzerland, ruled that no names should be named.</p>
<p>Peter Nobel is not only an excellent player in the court room – a magician in his field you may say – he was also the man who issued the big check. And, coincidentally perhaps, he has for many years been the personal lawyer of Joseph S. Blatter, President of FIFA.</p>
<p>But this was only the beginning. Other parts of the Swiss justice had an interest in the ISL, and one investigative judge, Thomas Hildbrand, was particularly active, launching firstly one investigation into how six ISL-directors managed their affairs, and secondly another one into the relation between FIFA and the ISL.</p>
<p><strong>138 million Swiss francs in kickbacks</strong></p>
<p>In 2008, the court in the Swiss city of Zug concluded the first of these two cases, the proceedings against six former ISL directors for embezzling large portions of money belonging to FIFA. The legal case itself ended up with acquittals and mild sentences since the defendants could convince the judges that FIFA in reality had accepted the way ISL handled FIFA’s money.</p>
<p>But in the indictment a stunning revelation was brought forward and confirmed by the defendants in the court room:</p>
<p>Over 12 years, from 1989 to its bankruptcy in 2001, ISL handed out no less than 138 million Swiss francs – then 87 million euros &#8211; in personal commissions to sports leaders in order to get lucrative TV and marketing contracts.</p>
<p>The payments were channelled to the private pockets or bank accounts of high ranking sports leaders through an advanced system of secret funds in Liechtenstein and the British Virgin Islands. Some of the kickbacks were handed over personally by the top executive of the ISL, Jean-Marie Weber, who travelled around the world with a suitcase filled with cash.</p>
<p><strong>Bribes as salaries for sports leaders</strong></p>
<p>According to the defendant ISL directors, these payments were a normal and integral part of the daily sports business and a precondition if ISL wanted to sign contracts with their customers.</p>
<blockquote><p>“I was told the company would not have existed if it had not made such payments,?</p></blockquote>
<p>said former chief executive of the ISL Christoph Malms, and was backed the former director of finances, Hans-Jürg Schmid.</p>
<blockquote><p>“It was like paying salaries. Otherwise they would have stopped working immediately?,</p></blockquote>
<p>he said about the sports officials.</p>
<p>How come that the six directors admitted these secret personal commissions so freely? The answer is simple. In Switzerland this kind of kickbacks or bribes were not criminal until new anti-corruption legislation was passed in 2006.</p>
<p>And although the directors were quite open-mouthed, they did not risk their future career by dropping names in the court.</p>
<p>We only know that when ISL flourished, some of its most important customers besides FIFA were the ATP in tennis, IAAF in athletics, FINA in swimming, FIBA in basketball and for some years also the IOC.</p>
<p>You would perhaps expect that these organisations did react to the revelations in Zug by tracing corrupt sports leaders in their own ranks or at least distancing themselves publically from such malicious practices.</p>
<p>But no: From the international sports community there has only been one reaction to what is beyond comparison the biggest known corruption scandal in sport: Unanimous and complete silence.</p>
<p>After the verdicts in Zug 2008, there was still a hope: Perhaps the third and last criminal investigation could help us answer the simple question: Who took the bribes?</p>
<p>How much did they get each? – after all, 87 million euros is a lot of money, and not that many persons were in charge of TV and marketing contracts. Do these persons still hold important positions in sport?</p>
<p>Unfortunately, the end of the ISL affair this summer did not answer any of these questions.</p>
<p>The settlement does confirm what FIFA has long denied: That FIFA officials have taken millions of Swiss francs from the ISL in return for contracts. And it does oblige FIFA to pay back some of the money stolen from sport.</p>
<p>But even if we assume that all cheques have been paid by FIFA: 2,5 million Swiss francs to the liquidators, 5,5 million Swiss francs in the recent decision plus the costs of the legal procedure – we are still far from the impressing 138 million Swiss francs that went with the corruption. The financial balance is clearly in favour of those who cheated.</p>
<p>Before I go deeper into analysing the mechanisms that allow such a huge scandal to run almost unnoticed by the world public, one more important question arises from the ISL case:</p>
<p>Is the magic over?</p>
<p>Did corruption in sports organisations die with the ISL in 2001, and is the buying and selling of TV and marketing rights now a clean business?</p>
<p><strong>No answers given at Olympic congress</strong></p>
<p>I raised this question during a session about “Good governance and ethichs? at the Olympic Congress in Copenhagen last year where over 1,200 high ranking sports officials gathered to discuss the challenges to sport. The answer from the moderator, Youssoupha Ndiaye from the IOC Ethics Commission, was easy to understand:</p>
<blockquote><p>“The panel does not answer questions?.</p></blockquote>
<p>To be fair, the audience was quite amused by that response. Well, perhaps not all – probably not the man sitting a few rows from me, Jean-Marie Weber, the man who once travelled the world with a suitcase full of money.</p>
<p>I do not know which tasks the elegant Weber had at the Olympic Congress, but it cost the IOC President Rogge some sweat explaining Weber’s presence. It was apparently not the IOC itself that had invited him, but to get an accreditation through the strict security measures of that meeting you had to have very good connections in the so-called Olympic family of sport. <span id="more-9619"></span></p>
<p>Only several weeks after the congress Rogge declared that Weber would not get Olympic accreditation in the future.</p>
<p>Although Jean-Marie Weber was in his time without comparison the most influential sorcerer in sport, he was not and is not the only one, and there are several cases that prove that corruption in sport did not vanish with the bankruptcy of the ISL.</p>
<p><strong>The royalties of volleyball</strong></p>
<p>Take for instance the great leader of world volleyball from 1984-2008, Ruben Acosta from Mexico – or Dr. Acosta as he prefers to be called though no papers supports this doctorial title.</p>
<p>As a President of the Federation Internationale du Volleyball (FIVB), Ruben Acosta – very actively assisted by his flamboyant wife Malú &#8211; introduced a kind of management style that is comparable to absolute monarchy.</p>
<p>Ruben Acosta made the FIVB a resounding commercial success: He changed the counting system of volleyball, he decreed tiny shorts for female players, and last but not least: He embraced and developed beach volley with its flavour of sun, sex and soft drinks. All these initiatives were aimed at making the ailing sport more appetizing on the TV screens.</p>
<p>And here we go again: While you and I were staring at the suntanned men and women playing in the sand with very little clothes on, the magician went to work.</p>
<p>Without asking anyone he introduced a rule by which every person who signed a TV or marketing contract on behalf of FIVB, was entitled to a personal commission of 10 percent of the contract sum.</p>
<p>He also introduced another rule: That the president signs all contracts.</p>
<p>According to their critics, this procedure may have secured at least 25 million US-dollars for the Acosta family.</p>
<p>Sooner or later this practice had to be ratified by the General Assembly. When some volleyball leaders began to question them, a code of conduct was soon introduced, according to which anyone who criticises volleyball or its institutions, could be excluded by the president.</p>
<p>On that account, several respected international volleyball leaders have had to retire involuntarily in the last decade. They are not even allowed to enter the local volleyball club, so in fact they are deprived of a basic civic right, the right to take part in association life.</p>
<p><strong>Removed critical auditor’s note</strong></p>
<p>But even magicians sometimes fail. When the FIVB accounts for 2001 showed that Ruben Acosta that year alone had received 8.4 million Swiss francs, over 5 million euros in personal commissions, Acosta decided to hide the number by grouping it with other amounts. Perhaps he thought that the General Assembly would not be able to handle such a big figure.</p>
<p>The auditors, however, took the rare step to make a critical note in the accounts because the personal commission was not transparent. This made Acosta even more worried: How would the General Assembly be able to hand such a complex message?</p>
<p>So in order not to confuse the delegates, Acosta simply decided to delete the critical note of the auditors before the FIVB accounts was published. This action is illegal in most countries, even in Switzerland.</p>
<p>So in 2006 the local court in Lausanne decided that Acosta and his nearest aides at the FIVB offices had really done something wrong. But as the judge felt that no harm had been done and there had been no criminal intent, Acosta was acquitted. His only obligation was to pay legal costs in the amount of 4.300 Swiss francs. Again, a good financial balance for the cheater.</p>
<p>Acosta’s magic tricks did not go unnoticed at the IOC. The IOC’s Ethics Commission produced a devastating report about Acosta’s mismanagement already in 2004. But as Acosta reacted by leaving his IOC seat in anger and protest, the IOC decided to keep the report secret, and Acosta got four more years to harvest the money that belonged to volleyball.</p>
<p><strong>The handball Pharao</strong></p>
<p>Acosta’s successor from 2008, long-standing Vice-President Jizhong Wei from China, has fortunately decided to replace his loyalty to Acosta with a loyalty to his sport. Wei has stopped all payments to Acosta, upsetting many of Acosta’s friends, and he has taken many other positive steps. But he has still not succeeded in rehabilitating those volleyball leaders that were excluded from all volleyball because of a sense of ethics.</p>
<p>This sensibility is not predominant in another sport where the top grabs for more than the ball.</p>
<p>The Egyptian business man Hassan Moustafa has had a firm control of the International Handball Federation for the past ten years and has his own way of understanding good governance.</p>
<p>It is well documented that he has tried to influence the outcome of Olympic qualifiers. That he has travelled for over 300,000 euros without presenting receipts. And that he has demanded insight into the doping testing plans for national teams.</p>
<p>At the General Assembly of the IFH in Cairo last year, it was also evident that the European opponents were not allowed to speak. A rival for the presidency, the Luxembourger Jean Kaiser, simply had his microphone cut off.</p>
<p>These facts did not impress the assembly which re-elected Hassan Moustafa by an overwhelming majority, 115 against 25. A similar majority ousted the long-standing secretary general Peter Mühlematter, who had dared to tell the public what Moustafa was doing with handball’s money.</p>
<p>Earlier this year a new story has been confirmed. From 2007 to 2009, Hassan Moustafa was employed as an advisor for the German marketing company Sportfive. Moustafa’s salary was 602,000 Euro.</p>
<p>Curiously, in that same period, Sportfive acquired the TV rights for the International Handball Federation.</p>
<p>And even more curiously: When Sportfive’s director, Robert Müller von Vultejus, left his position and went to rivaling company UFA, a quite new player in sports marketing, this company won the next bid for the IHF TV rights. Thought-provoking, isn’t it?</p>
<p><strong>The Bermuda Triangle: Sport, sponsors, media</strong></p>
<p>Would it have hindered the re-election of Moustafa if his constituency had heard about these magic events?</p>
<p>I guess not. Moustafa is simply a typical representative of the power structures that international sport has developed since the early 1980’ies, thanks to visionary businessmen like the late Horst Dassler.</p>
<p>30 years ago a triangle was created which you may call the Bermuda Triangle of sport – a triangle where transparency, accountability and true democratic standards always disappears mysteriously.</p>
<p>Roughly explained the triangle has three legs that support each others: sports organizations, multinational companies and TV companies.</p>
<p>Adidas and other consumer goods producers give sponsorships to sports organizations to ensure that they are run by people with the right mindset – some of the first to benefit from this was the late IOC President Juan Antonio Samaranch and the former FIFA President Joao Havelange.</p>
<p>In return, these outstanding sports leaders ensured that their sponsors got exposure and access to emerging markets everywhere in the world. By signing marketing contracts with national federations the sponsors could get an even stronger foothold on local markets.</p>
<p>The globalization of the TV media was of course a driving force in this development. TV companies saw the potential of elite sport to build up audiences and were willing to invest huge sums in acquiring broadcasting rights. These rights were paid either with tax-payers’ money – or in case of private TV companies, with money from advertising by consumer goods producers.</p>
<p>TV and corporate companies have one thing in common. They are on a highly competitive market. They need sport in this competition, and they are ready to raise the stakes to get sport on their side.</p>
<p>This has been to the great advantage of sports organizations which in their turn are on a market with very low competition. Within each sport, they are de facto monopolies. Internationally and nationally there is only one federation in every sport.</p>
<p>As a result, sport has been able to gather ever-increasing revenues from the sponsors as well as from media companies.</p>
<p><strong>A breeding ground for corruption</strong></p>
<p>Much of this money has been used by the sports presidents to globalise sport and strengthen their own position. The main procedure has been to establish new federations in poor countries with no structure for athletics, handball, volleyball or any other sport and to provide these new federations with generous grants and other kinds of privileges. They have been so eager to recruit new members that FIFA and some other sports federations have more member countries than the United Nations.</p>
<p>The upside of this development is that the leaders of sport can claim that they are breaking the colonial scheme of sport, fulfilling the goal of making their specific sport accessible to the whole world, also to the less privileged people and countries. By involving new groups and giving each new member state a vote, they can with some right say that they are making sport more global and more democratic.</p>
<p>But there is also a remarkable downside. The one-country-one-vote system is also yielding a lot of power to countries with no particular engagement in a given sport, and – if you take into account that the generous amounts are granted without any strict control over their use – power is also given to sports leaders who may think more about their own fortune that about the fate of their sport.</p>
<p>When we are talking sport in a development context, this is a factor we have to take seriously. Can we say without blushing that the fortunes that the international federations have spread out over the developing countries for the past 25 years, have had an important impact on sports participation in the populations? Are the international federations efficient and reliable partners in the expansion of grassroot sport?</p>
<p>At the 2nd Magglingen conference for sport and development in Switzerland in 2005 I had the opportunity to briefly encourage small grassroot sports projects to prepare for a situation where corruption in one project could destroy the reputation of sport in development more broadly.</p>
<p>Immediately a middle-aged man grabbed the microphone and declared he was “livid?: There is no corruption at all in sport for development, he stated, and I owed everybody an apology!</p>
<p>I was quite surprised by this reaction. And I became even more surprised when I found out that the furious man was the Zimbabwean Tommy Ganda Sithole, prominent IOC director of international cooperation and development.</p>
<p>It is not only surprising, it is deeply worrying if a man in that position rejects that sport is vulnerable to corruption everywhere, even in developing countries.</p>
<p>The fact is that sports organisations are too often breeding grounds for corruption, and there is no real interest in stopping this state of affairs from the inside. On the contrary, the power base of the leadership of sport is built on this scheme of clientelism, of quid pro quo.</p>
<p><strong>The family culture</strong></p>
<p>Those few sports leaders who dare speak up against this system of governance, are met with ridicule, exclusion or marginalisation. Such behaviour is not only threatening the power structures, being illoyal to your leaders is also incompatible with the cultural concept that sports leaders like to promote: Sport as a family.</p>
<p>Over and over again, Sepp Blatter and his likes refer to their sport as a family, the football family, the family of volleyball and above all the all-embracing Olympic family.</p>
<p>The family word may produce good feelings in the corridors of power, but is not as innocent and heart-warming as it may seem. The family unity is also used as a shield against open internal debates.</p>
<p>In a family we are loyal to each other. We do not have any real conflicts of interest. We do not hang our dirty laundry out in the open. And at the end of the day, Daddy knows what is best for us.</p>
<p>If sport was regarded as a community rather than a family, conditions for the debate would change radically. They might even become truly democratic. The family is based on the idea that we all share the same interests. Democracy is based on an understanding that we have different interests and it offers us a way to resolve our conflicts. And top do so, it is a prerequisite that the conflicts are visible and can be discussed publicly.</p>
<p>If the affairs of sport really were a matter for sport only, we could leave the family members to take care of themselves. But during the last 30 years, sport has developed into an unparalleled economic, political and cultural power, and it is therefore of fundamental importance to democratic societies that sport takes its internal democracy seriously as exactly that – and stops seeing itself as a family.</p>
<p>Otherwise the world of sport runs the risk of blending into other industrious groups that handle big fortunes, live outside the law, operate freely across borders – and is based on family values. We have a name for this type of organisation – a word borrowed from Italian.</p>
<p><strong>The media as part of the fan crowd</strong></p>
<p>I have now discussed some of the most important internal factors that make sport unable to clean up its governance by itself.</p>
<p>Let me – in equally rough terms – look at those external forces that you would expect to exercise some control.</p>
<p>One is the world I come from as a journalist: The media. I am embarrassed to say that you should not expect too much. Very few, if any, major sport scandals have in the first place been revealed by investigative journalists.</p>
<p>Sports journalism emerged as a twin to sport, in the late 19th century. From the outset, sports journalists has seen themselves as fans, gladly assisting sport with bringing out its message of character building, national pride and peace in the world.</p>
<p>It has probably oiled the media’s willingness to co-operate that sport was always an item that could attract readers and advertisers. And in recent times, the commercial partnership has grown enormously with the TV media as one of the leg in the before mentioned Bermuda Triangle of sport.</p>
<p>So although sport, as I just mentioned, exercises considerable influence in society, journalists are still focused on the battle field rather on the games in the corridors.</p>
<p>To give you an example: When searching in the international newspaper database Lexis-Nexis which covers most of the Western Hemisphere I found only 44 articles mentioning the ISL and FIFA after the decision to settle the case in June. The articles reached only 12 out of the 208 member nations of FIFA.</p>
<p>We often regard the media as the fourth branch of power in democracies. Sport is a notable exception.</p>
<p><strong>Protecting the autonomy of sport</strong></p>
<p>With such a silence from the inside of sports as well as from the media it is hard to blame our elected politicians that they do not react. Why should they?</p>
<p>Sport is regarded as widely popular, and politicians would not like to provoke their voters by opposing sport. Also, sport might single out critical politicians and stop inviting them to getting media exposure at national team games and medal ceremonies.</p>
<p>Moreover, in many countries sport is seen as a part of the independent civil society, a no-go for politicians, and protecting sport’s autonomy is on top of the agenda of all sports organisations.</p>
<p>Whenever the IOC mentions the need for good governance, they also mention autonomy of sport. There is a clear underlying warning to politicians: If they do not listen, sport will react.</p>
<p>Every now and then FIFA issues a bulletin against a member nation’s government for interfering in football’s own issues. Sometimes FIFA might be in its right to do so, but we have seen many cases in which FIFA intervened against governments that tried to stop corrupt football leaders. Ask in Poland, ask in Greece, Kenya, ask right now in Nigeria.</p>
<p>And independently of the reasons, when FIFA threatens a country with being suspended from international football, most governments pull back.</p>
<p>Last but not least, sports organisations prevent political and police intervention by placing their headquarters in countries that have very favourable working conditions.</p>
<p>Home country number one is of course Switzerland where the organisations enjoy special tax privileges plus the same legal status as any local bowling or household association. This means that the kind of corruption that distorts business competition, like in the ISL case, may well be illegal now. But it is still not illegal to hand over personal commissions in relation to internal events, like elections or choosing hosts of sporting events.</p>
<p>So what can we do to demand transparency, democracy and fair play from such important and potent players in a global, billion-dollar entertainment industry, that are intimately linked to the largest consumer good producers, protected by media conglomerates, and blessed with enormous political, financial and cultural influence?</p>
<p><strong>A solution derived from an emerging threat</strong></p>
<p>The solution may be helped forward from an unexpected side, from people that care even less about sport’s integrity and are even more powerful and unscrupulous.</p>
<p>In the past years, the combination of match fixing and illegal gambling on the Internet has become a growing industry and a growing threat to sport – especially to sport as a business.</p>
<p>Match fixing is indeed an impressive threat. Experts assess that the annual revenues in the world gambling market reach 350 billion dollars – out of which 100 billion dollars are derived from the illegal market, dominated by organised crime in Asia.</p>
<p>If the public in general looses confidence in how sports results are made – in equal competition with uncertainty of the outcome – it will not only affect the state gambling companies that finance sports organisations in most of Europe and many other countries around the world.</p>
<p>It will also affect the lucrative Bermuda Triangle seriously and the core business interest of sport, the media and sponsors.</p>
<p>This threat is by nature global, crossing sports as well as geographical boundaries. An increasing number of sports officials understand that a global all-comprehensive threat must be faced with a global all-comprehensive answer.</p>
<p><strong>A global coalition for good governance</strong></p>
<p>Play the Game suggested in 2006 at a seminar organised by the European Council and UEFA, that we let ourselves be inspired by the World Anti Doping Agency which has proved that a legally binding cooperation between governments, supranational institutions and sport can create considerable progress.</p>
<p>We believe it is time to create a new world institution – a “Global Coalition for Good Governance in Sport?.</p>
<p>This new anti-corruption body should be run jointly by the International Olympic Committee and the international sport federations, by the United Nations, by governmental organisations like the EU and the European Council, and – as a supplement to the structure we know from WADA – should also invite representatives of the media, the scientific community, the fan trusts and the sports business side to the board.</p>
<p>The “Global Coalition for Good Governance in Sport? should</p>
<ol>
<li>define minimum standards for transparency, accountability and democratic procedures</li>
<li>have administrative capacity to ensure that the minimum standards are respected</li>
<li>Build up a global co-operation between the betting industry and governments to counter illegal gambling and match fixing</li>
<li>actively welcome sports leaders and administrators, media professionals, sports researchers and other stakeholders to report irregularities</li>
<li>have a legal mandate and professional expertise to investigate cases of mismanagement and corruption, including the right to search sports offices, archives etc. without prior notice</li>
<li>be equipped with right to issue bans against individuals or groups who violate the global standards and suspend those who are under investigation</li>
<li>be provided with a legal status that enables it to report supposed violations to national or international legal authorities for further trial</li>
<li>communicate its findings to the public through annual reports, conferences etc.</li>
</ol>
<p>Though the focus these years is mostly on match fixing, it would be a great failure to focus narrowly on this aspect of corruption which is managed by organised crime.</p>
<p>Also sports organisations and their leaders must accept that they should be held accountable for their practices.</p>
<p><strong>Rays of hope</strong></p>
<p>Last week, the Secretary General of WADA, David Howman, suggested exactly such a WADA-style anti-corruption body to the sports ministers from the Commonwealth countries. He said he will repeat this proposal to the sports ministers from the European Union at their meeting next week.</p>
<p>And a month ago, sports ministers from the European Council agreed to act against match fixing.</p>
<p>Though I may have painted a quite dark picture of sports politics, I see some hope in these recent developments.</p>
<p>More than that, there is a hope in the fact that sport really can be used to more noble ends than filling the pocket and building prestige of a privileged few magicians in sport.</p>
<p>Let us not turn our eyes away from these magicians, let us instead take a much closer look at them and see if their tricks will survive our awareness.</p>
<p>At our next Play the Game conference from 3-6 October 2011 at the German Sport University Cologne, we will once again invite leading whistleblowers, academics, investigative journalists and sports officials to discuss how we can build alliances against corruption and for democracy, transparency and freedom of expression in sport. I sincerely hope that you will take part and contribute with your ideas and efforts to ensure that the many magicians will not make the values of sport disappear.</p>
<p>Let me end on a quote by an author who has highlighted magic more than anybody else, the inventor of Harry Potter, J.K. Rowlings who has said:</p>
<blockquote><p>“We do not need magic to change the world. We carry all the power we need inside ourselves already: we have the power to imagine better.?</p></blockquote>
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		<item>
		<title>Vertraulich: alle Bürgschaften und Garantien, die deutsche Volksvertreter dem IOC für München 2018 geben</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/10/05/vertraulich-alle-burgschaften-und-garantien-die-deutsche-volksvertreter-dem-ioc-fur-munchen-2018-geben/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 12:49:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer Olympische Spiele ausrichten will, muss nur flink seine nationale Rechtsordnung außer Kraft setzen (<em>das ist zuspitzend kommentierend formuliert, liebe Juristen</em>), sich dem Diktat des steuerbefreiten Weltkonzerns IOC und seiner <a title="&quot;Korruption im Sport&quot;" href="http://www.jensweinreich.de/referenzen/bucher/korruption-im-sport/" target="_self">Parallelgesellschaft</a><a title="tag: Korruption im Sport" href="http://www.jensweinreich.de/category/korruption/" target="_self"> &#8220;olympischer Sport&#8221;</a> unterwerfen – und natürlich einige Dutzend staatliche Garantien abgeben: Ausfallbürgschaften, viele andere finanzielle Bürgschaften (wobei die Sicherheitskosten, medizinische Versorgung etc pp in keinem Etat auftauchen, das wird den Steuerzahler noch einige hundert Millionen Euro kosten, so genau nimmt’s man da nicht) und etliches mehr.</p>
<p><a title="Finanzierung Olympischer Spiele: &quot;Wir sind ein privilegiertes Völkchen&quot;" href="http://www.jensweinreich.de/2009/05/07/finanzierung-olympischer-spiele-wir-sind-ein-privilegiertes-volkchen/" target="_self">Olympia ist ein Franchise-Unternehmen</a>, vergleichbar mit einer McDonald&#8217;s-Filiale: Der Franchise-Geber behält alle Rechte und den Profit. Der Franchise-Nehmer agiert weitgehend rechtlos und trägt das finanzielle Risiko komplett. Das Risiko bei Olympischen Spielen trägt immer allein der Steuerzahler.</p>
<p>Voilà, hier ist die Liste der Garantien, die deutsche Sportfunktionäre (als hätten sie etwas zu sagen, als würden sie etwas riskieren, als würden sie finanziell für Kosten einstehen) und deutsche Politiker (Stuttgart21 lässt grüßen) dem <a title="Das intransparenteste Unternehmen der Welt" href="http://jensweinreich.de/?p=2394" target="_self">intransparentesten Unternehmen der Welt</a>, dem IOC, demnächst für die Bewerbung um die <a title="alle Beiträge zur Münchner Olympiabewerbung" href="http://jensweinreich.de/?cat=49" target="_self">Olympischen Winterspiele 2018</a> abgeben.</p>
<p>Das ellenlange Dokument sind zehn Seiten von rund 800 Seiten Bewerbungsunterlagen, die teilweise als “streng vertraulich? gekennzeichnet sind und die am Mittwoch von den Kommunalparlamenten beschlossen werden. Der <a title="München 2018: demokratiewidriger Striptease" href="http://www.jensweinreich.de/2009/06/30/bundestag-zu-munchen-2018-demokratiewidriger-striptease/" target="_self">Bundestag hat ja</a> in einem demokratiewidrigen Striptease bereits <a title="Copy and paste im Bundestag" href="http://www.jensweinreich.de/2009/07/01/copy-and-paste-im-bundestag-die-olympiabewerbungen-von-leipzig-und-munchen/" target="_self">seinen Freibrief gegeben</a>. Ich finde allerdings, Entscheidungen und Garantien solcher Tragweite sollten wirklich öffentlich verhandelt werden.</p>
<p>Wenn ich richtig gezählt habe, sind es 47 Garantien/Bürgschaften, Unterpunkte nicht eingerechnet. Mag sein, dass noch einige dazu kommen, einen Hinweis auf die Steuerbefreiung für IOC-Einnahmen im Zusammenhang mit den Spielen habe ich beim Überarbeiten womöglich nur übersehen.</p>
<p>Ich freue mich auf die Diskussion.</p>
<blockquote><p>Aus dem “Eckpunktepapier? zum “Bid Book München 2018?</p>
<p><strong>Multi Party Agreement</strong></p>
<p><strong>Präambel</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund (DOSB) sowie die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH geben gemeinsam folgende Garantien ab:</p>
<p><strong>Garantie 3.3</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund, werden unseren finanziellen Beitrag für die erfolgreiche Durchführung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 leisten und alle Maßnahmen ergreifen und Ressourcen zur Verfügung stellen, welche für die sichere und friedliche Durchführung der Spiele erforderlich sind. Wir werden für die Achtung der Olympischen Charta einstehen und die hieraus folgenden Verpflichtungen erfüllen. Wir sichern zu, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass die übrigen Unterzeichner ihre Verpflichtungen erfüllen.</p>
<p><strong>Garantie 4.1</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land bestätigen, dass wir a) die Achtung der Olympischen Charta und des Host City-Vertrages garantieren;</p>
<ul>
<li>b) verstehen und damit einverstanden sind, dass alle Zusicherungen, Gewährleistungen und Zusagen, die sowohl in den Bewerbungsunterlagen der Bewerberstadt als auch in allen anderen Verpflichtungserklärungen &#8211; mündlicher oder schriftlicher Art &#8211; von der Bewerberstadt (einschließlich der Bewerbungsgesellschaft) oder dem Nationalen Olympischen Komitee (NOC) gegenüber dem IOC abgegeben worden sind, für die Bewerberstadt verbindlich sind; und</li>
<li>c) garantieren, dass alle notwendigen Maßnahmen getroffen werden, damit die Bewerberstadt alle ihre Verpflichtungen vollumfänglich erfüllt.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 4.2</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund, garantieren, dass in der Landeshauptstadt München, in ihrer Umgebung oder anderen Austragungsorten keine anderen wichtigen nationalen oder internationalen Treffen oder Veranstaltungen während der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 in München (nachfolgend: &#8220;Spiele&#8221;) oder unmittelbar eine Woche vor oder eine Woche nach den Spielen stattfinden.</p>
<p><strong>Garantie 4.4</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, in Form der beiliegenden Dokumente, dass wir angemessene Maßnahmen ergriffen haben, um die Wortmarken &#8220;Munich 2018&#8243; und &#8220;München 2018&#8243; innerhalb der Bundesrepublik Deutschland schützen und die Domains Muenchen2018/Munich2018.com/net/org/de registrieren zu lassen.</p>
<p><strong>Garantie 4.5</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland und der Deutsche Olympische Sport Bund garantieren, dass der weitgehende Schutz des Olympischen Emblems (die Olympischen Ringe) und der Olympischen Bezeichnungen (&#8220;Olympiade&#8221;, &#8220;Olympia&#8221; &#8220;olympisch&#8221;) durch das Gesetz zum Schutz des olympischen Emblems und der olympischen Bezeichnungen vom 31.03.2004 erfolgt. Andere Kennzeichen mit Bezug auf die Olympischen Spiele (z. B. Symbole, Motto) können über das Markenrecht einen Markenschutz und bei entsprechender Werkqualität über das Urheberrecht Urheberschutz erlangen.</p>
<p>Deutschland ist Vertragspartei des Madrider Abkommens über die internationale Registrierung von Marken sowie des Protokolls zum Madrider Abkommen über die internationale Registrierung von Marken. Einen im Bereich der Europäischen Union geltenden Markenschutz regelt die Verordnung Nr. 40/94 des Rates über die Gemeinschaftsmarke. Darüber hinaus gilt das nationale Markengesetz.</p>
<p>Einen ergänzenden Schutz gewährt das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Danach kann das Anlehnen an den Ruf und das Ansehen eines fremden Kennzeichens gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen.</p>
<p><strong>Garantie 4.7.1</strong></p>
<p>Die Landeshauptstadt München garantiert hiermit, dass</p>
<ul>
<li>a) die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH (Bid Committee Munich 2018 GmbH), ermächtigt ist, die Organisation und Koordination der Bewerbung für uns durchzuführen und uns in Belangen der Bewerbung zu gemäß den Gesellschafterverträgen und Vereinbarungen zu vertreten;</li>
<li>b) die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH durch ihre Geschäftsführer Bernhard Schwank und Jürgen Bühl gesetzlich vertreten wird, wodurch diese ermächtigt sind, rechtsgültig Verträge und andere Dokumente für die Bewerbungsgesellschaft zu schließen. Die Vertretungsberechtigung und Berechtigung zum Abschluss von verbindlichen Dokumenten (wie etwa dem Host City-Vertrag) für die Stadt München obliegt dem Oberbürgermeister.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 5.3</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass alle akkreditierten Personen, die über einen gültigen Reisepass und eine Olympische Ausweis- und Akkreditierungskarte verfügen, in die Bundesrepublik einreisen und ihre olympische oder paralympische Funktion für die Dauer der Spiele sowie je einen Monat vor und nach den Spielen ausüben können, in Einklang mit dem &#8220;International Olympic Committee&#8217;s Accreditation and Entries at the Olympic Games &#8211; Users&#8217; Guide&#8221;. Sofern sie nicht zur visumfreien Einreise berechtigt sind, werden ihnen gebührenfreie Visa zur mehrfachen Einreise und zum Aufenthalt in die bzw. der Bundesrepublik erteilt.</p>
<p><strong>Garantie 5.4</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass andere Personen, die an der Organisation der Olympischen Spiele mitwirken und nicht im Besitz einer olympischen Akkreditierungskarte sind, auf der Grundlage entsprechender Nachweise im Rahmen der nationalen und bzw. europäischen Aufenthaltsbestimmungen zügig und gebührenfrei einen Aufenthaltstitel erhalten werden, der die Einreise, zum Aufenthalt und erforderlichenfalls zur Erwerbstätigkeit in der Bundesrepublik berechtigt.</p>
<p>Schon jetzt benötigt ein Teil der im 2018 Candidate Procedure and Questionnaire genannten Personengruppen, wie etwa Angehörige der meisten EU-Staaten, keine Arbeitsgenehmigung.</p>
<p><strong>Garantie 5.7.1</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass für die Zwecke der Durchführung der Spiele die vorübergehende Einfuhr und anschließende Wiederausfuhr und der Gebrauch der vom IOC, vom Internationalen Paralympischen Komitee (IPC), den internationalen Sportverbänden (IF), den Nationalen Olympischen Komitees und ihren Delegationen, den Medien, Sponsoren und Zulieferern eingeführten Waren inklusive Verbrauchsgüter ohne Erhebung von Zöllen, Einfuhrumsatzsteuer oder sonstigen staatlichen Steuern und Abgaben gestattet wird.</p>
<p><strong>Garantie 6.7</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Freistaat Bayern, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass alle gemeldeten Baumaßnahmen, die im Rahmen der Organisation der Spiele erforderlich sind, kommunalen, landesrechtlichen und bundesrechtlichen Umweltgesetzen und -Verordnungen ebenso entsprechen wie internationalen Vereinbarungen und Protokollen (soweit anwendbar), welche die Planung, Konstruktion und den Schutz der Umwelt betreffen.</p>
<p><strong>Garantie 7.1</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sportbund im Namen des zukünftigen &#8220;Organising Committee of the Olympic Games&#8221; (OCOG) garantieren gemeinsam mit der Bundesrepublik Deutschland die Deckung jeglichen potentiellen Fehlbetrags des OCOG, einschließlich eventueller Rückerstattungen an das IOC solcher Vorausleistungen und Beiträge, die das IOC dem OCOG gegenüber erbracht hat und die das IOC im Falle eines Schadens, wie etwa dem teilweisen oder vollständigen Ausfall der Spiele, Dritten gegenüber erstatten muss.</p>
<p><strong>Garantie 7.2</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass sie dem OCOG Dienstleistungen in Bezug auf Zoll und Einreise kostenlos zur Verfügung stellt. Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass sie dem OCOG Dienstleistungen betreffend der öffentlichen medizinischen Versorgung kostenlos zu Verfügung stellen. Die Bundesrepublik Deutschland und der Freistaat Bayern garantieren, dass sie dem OCOG Dienstleistungen in Bezug auf die Sicherheit kostenlos zur Verfügung stellen werden.</p>
<p><strong>Garantie 7.3</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland bestätigt, dass aufgrund des in Deutschland herrschenden Prinzips der freien Marktwirtschaft kein System zur generellen Preiskontrolle besteht. Die bestehenden Zivil- und Strafgesetze der Bundesrepublik Deutschland ermöglichen jedoch ein Vorgehen gegen Wucher.</p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH bestätigt, dass sie mit einer Vielzahl von Hotels im Raum der Austragungsorte Optionsverträge geschlossen hat, worin feste Hotelpreise vereinbart wurden.</p>
<p><strong>Garantie 8.1</strong></p>
<p>&#8220;Joint Marketing Programme Agreement&#8221; &#8211; Vorlage wird zur Verfügung gestellt.</p>
<p><strong>Garantie 8.2</strong></p>
<p>Das Nationale Paralympische Komitee (NPC), der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund &#8211; im Namen des zukünftigen &#8220;Organising Committee of the Olympic Games&#8221; (OCOG)</p>
<ul>
<li>a) bestätigen hiermit, dass das Paralympische geistige Eigentum innerhalb Deutschlands zwischen dem 1. Januar 2013 und dem 31. Dezember 2020 einheitlich durch das OCOG vermarktet wird. Zu diesem Zweck werden die Parteien bis zum 31. Juli 2012 ein &#8220;Paralympic Joint Marketing Programme Agreement&#8221; (PJMPA) abschließen, welches den Anforderungen des IOC entspricht. Darin werden alle kommerziellen Rechte des NPC von dem OCOG für den Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2020 wahrgenommen.</li>
<li>b) erkennen an, dass das PJMPA mit Genehmigung durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) und das Internationale Paralympische Komitee (IPC) in Kraft treten soll.</li>
</ul>
<p>Das NPC verpflichtet sich weiter,</p>
<ul>
<li>a) in die NPC-Sponsoren-Verträge Klauseln aufzunehmen, dass diese Verträge am 31. Dezember 2012 enden und NPC-Sponsoren kein Recht haben, sich wirtschaftlich in irgendeiner Weise mit den Paralympics, dem OCOG, dem NPC (nach dem 31. Dezember 2012) oder den Paralympic Teams des NPC von 2014, 2016 und 2018 zu assoziieren; weiterhin haben sie weder ein Vorrecht auf Verhandlungen (sog. &#8220;right of first discussion&#8221;) noch sonstige Vorzugsrechte in Verbindung mit den Paralympics, dem OCOG, dem NPC oder den Paralympic Teams des NPC von 2014, 2016 und 2018;</li>
<li>b) zu gewährleisten, dass die nationalen paralympischen Sportverbände (sowohl der Sommer- als auch der Winterwettkampfdisziplinen, im Folgenden &#8220;NF&#8221;) mit dem OCOG zusammenzuarbeiten, um Gebiete zu identifizieren, in denen gemeinsame Marketing-Interessen bestehen und dass die NFs von jeglichen Ambush-Marketing-Aktivitäten Abstand nehmen bzw. ihre Sponsoren dazu veranlassen, jegliche Ambush-Marketing-Aktivitäten zu unterlassen, wie insbesondere die Entwicklung von Marketing-Aktivitäten, die in irgendeinem Zusammenhang mit den Spielen, der Stadt München, dem Jahr der Spiele oder Olympischer und Paralympischer Teams stehen.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 8.3.1</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland und der Deutsche Olympische Sport Bund garantieren, dass entsprechende Gesetze zur effektiven Reduktion und Sanktionierung von Ambush-Marketing (z. B. zur Verhinderung von unlauterem Wettbewerb durch Wettbewerber der Olympischen Sponsoren) bereits bestehen. Sofern nach dem Olympiaschutzgesetz, dem Markengesetz, der EG-Verordnung Nr. 40/94 über die Gemeinschaftsmarke oder dem Urheberrechtsgesetz geschützte Rechte verletzt werden, besteht Schutz aufgrund der entsprechenden gesetzlichen Regelungen. Darüber hinaus gewährt das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb Schutz, wenn unlautere geschäftliche Handlungen, wie etwa irreführende Werbung oder Ausnutzung oder Beeinträchtigung der Wertschätzung der Ware oder Dienstleistung eines Unternehmens, erfolgen. Die genannten Gesetze sehen insbesondere Unterlassungsansprüche, die schnell und effektiv im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes durchgesetzt werden können, sowie Schadensersatz-Ansprüche vor. Gegen unerwünschte Werbung in den vom Veranstalter genutzten Gebäuden und auf den vom Veranstalter genutzten Grundstücke (insbesondere an den Austragungsstätten) kann sich dieser durch Ausübung des ihm zustehenden Hausrechts schützen, wonach Werbemaßnahmen von Nicht-Sponsoren auf dem Gelände ausgeschlossen werden können.</p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen im Zeitraum von zwei Wochen vor der Eröffnungszeremonie bis zur Schlusszeremonie der Spiele Straßenverkäufe und Werbeflächen im öffentlichen Raum (Plakatwände, Werbung in öffentlichen Verkehrsmitteln) kontrolliert werden. Der Freistaat Bayern garantiert, dass der Luftraum über den Austragungsorten derart kontrolliert werden kann, dass die Verhinderung von Veröffentlichungen im Luftraum sichergestellt ist.</p>
<p><strong>Garantie 8.3.2</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass wir mit allen Eigentümern verbindliche Vereinbarung zum Erwerb aller existierenden oder noch entstehenden Außenwerbeflächen im öffentlichen Raum in München und anderen operativen Städten (z. B. Austragungsorte, Verkehrsknotenpunkte) zu den 2010 geltenden marktüblichen Konditionen abgeschlossen haben bzw. noch abschließen werden.</p>
<p><strong>Garantie 8.3.3</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass wir mit allen Eigentümern verbindliche Vereinbarung zum Erwerb aller existierenden oder noch entstehenden Werbeflächen in öffentlichen Verkehrsmitteln (z. B. Busse, U-Bahn und Tram) in München und anderen operativen Städten (Austragungsorte, Verkehrsknotenpunkte) zu den 2010 geltenden marktüblichen Konditionen abgeschlossen haben.</p>
<p><strong>Garantie 8.3.4</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, dass sie mit den Betreibergesellschaften der Flughäfen München, Innsbruck und Salzburg verbindliche Vereinbarungen zur Kontrolle aller existierenden oder noch entstehenden Werbeflächen (innen und außen) an den für die Spiele genutzten Flughäfen zu den 2010 geltenden marktüblichen Konditionen abgeschlossen hat.</p>
<p><strong>Garantie 8.4</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen , der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund, garantieren, als zukünftige Gesellschafter des OCOG, die bedingungslose Teilnahme des OCOG am TOP-Programm (&#8220;The Olympic Partner Programme&#8221;) und anderen Marketing Programmen des IOC. Das TOP-Programm, das vom IOC durchgeführt wird, ist das einzige Sponsoring mit exklusiven Marketingrechten für sowohl die Sommer- als auch die Winterspiele.</p>
<p><strong>Garantie 9.7</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren die Finanzierung sämtlicher Baumaßnahmen für Wettkampf- und Nicht-Wettkampfstätten für die Austragung der Spiele.</p>
<p><strong>Garantie 9.8</strong></p>
<p><strong>(1)</strong> Als Eigentümerin der Olympiapark München GmbH garantiert die Landeshauptstadt München, als Eigentümerin der für die Schneewettbewerbe vorgesehen Grundstücke im Markt Garmisch-Partenkirchen garantiert der Markt Garmisch-Partenkirchen, als Eigentümer der Kunsteisbahn Königssee garantiert der Landkreis Berchtesgadener Land, als Eigentümer des für die Austragung der Biathlon- und Langlaufwettbewerbe benötigten Grundstücks und des für die temporär zu errichtende Eisschnelllaufhalle benötigten Grundstücks garantiert der Freistaat Bayern, dass das OCOG</p>
<ul>
<li>exklusive Nutzungsrechte über die Wettkampfstätten für die Spiele erhält;</li>
<li>das Recht (und die Pflicht) erhält, um den Zugang der Delegationen der Nationalen Olympischen Komitees für Trainingszwecke und Kennenlernen der Wettkampfstätten zu erleichtern; und</li>
<li>alle Rechte hinsichtlich kommerzieller Rechte erhält (einschließlich der Konditionen, wie sie im &#8220;Clean Venue Appendix&#8221; aufgeführt sind) für den Zeitraum während der Olympischen und Paralympischen Winterspiele sowie der Testevents.</li>
</ul>
<p>Die Garantiegeber verpflichten sich ferner, die Bedingungen der Olympischen Charta und des Host City-Vertrages während der Dauer des Miet-/Pachtvertrages mit dem OCOG einzuhalten.</p>
<p><strong>(2)</strong> Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, dass die betroffenen Internationalen Sportverbände schriftlich bestätigt haben, dass die jeweilige Wettkampfstätte den spezifischen Anforderungen entspricht bzw. gemäß den Planungen der Bewerbungsgesellschaft entsprechen wird.</p>
<p><strong>Garantie 9.9</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass alle Wettkampf- und Nicht-Wettkampfstätten, die im öffentlichen Eigentum stehen, dem OCOG kostenfrei bzw. gegen eine vom IOC gebilligte Miete für die Durchführung der Spiele zur Verfügung stehen.</p>
<p><strong>Garantie 10.5.4</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 bestätigt, dass gemäß Bid Book alle Venues für die Paralympischen Spiele bereits während der Olympischen Winterspiele genutzt werden und somit die Kontrolle der kommerziellen Rechte an diesen Venues durch Garantie 9.8 geklärt sind.</p>
<p><strong>Garantie 10.9.2</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass nationale und internationale Richtlinien zur Barrierefreiheit in allen Planungs- und Bauphasen berücksichtigt werden, insbesondere, aber nicht abschließend,</p>
<ul>
<li>a) das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und dessen Zusatzprotokoll; Ziel des auch von Deutschland ratifizierten Übereinkommens ist es, die Rechte behinderter Menschen zu garantieren, zu schützen und zu fördern;</li>
<li>b) das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (BGG), dessen Ziel es ist, jegliche Benachteiligungen behinderter Menschen zu beseitigen und zu verhindern sowie die gleichberechtigte Teilhabe von behinderten Menschen am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten und ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen;</li>
<li>c) das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), dessen Ziel es ist, jegliche Diskriminierung u. a. aufgrund von Behinderungen zu verhindern; und</li>
<li>d) das Bayerische Gesetz zur Gleichstellung, Integration und Teilhabe von Menschen mit Behinderung (BayBGG), wobei insbesondere die unter a), b) und c) aufgeführten Gesetze auch spezielle Vorschriften zur Barrierefreiheit in den Bereichen Bau und Verkehr enthalten; hiernach sind zivile Neubauten, Um- und Erweiterungsbauten sowie sonstige Anlagen, öffentliche Wege, Plätze und Straßen sowie sonstige öffentlich zugängliche Verkehrsanlagen und Beförderungsmittel im öffentlichen Personennahverkehr barrierefrei zu gestalten.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 10.12.1</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass sämtliche finanziellen Mittel für die Durchführung der Paralympischen Winterspiele 2018 gewährleistet werden.</p>
<p><strong>Garantie 11.2</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass die für die Errichtung der Olympischen Dörfer in München, Garmisch-Partenkirchen und der Athletenunterkunft in Schönau a. Königssee im Landkreis Berchtesgadener Land (nachfolgend: Olympisches Dorf genannt) dem Stadtentwicklungs- bzw. Raumordnungsplan entsprechen und den Standards, um eine bauliche Genehmigung zu erhalten.</p>
<p><strong>Garantie 11.4</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München als zukünftige Eigentümerin des für das in München vorgesehene Olympische Dorf vorgesehenen Grundstücks, der Markt Garmisch-Partenkirchen als zukünftiger Eigentümer des für das in Garmisch-Partenkirchen vorgesehenen Grundstücks, der Landkreis Berchtesgadener Land als Vertragspartner des Eigentümers der Athletenunterkunft in Schönau a. Königssee, garantieren, dass das OCOG in die Planung hinsichtlich der Errichtung des Olympischen Dorfes einbezogen werden wird.</p>
<p><strong>Garantie 11.5</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass ausreichend finanzielle Mittel für die Errichtung des Olympischen Dorfes vorhanden sind bzw. von uns bereitgestellt werden, sofern bei der Errichtung des Olympischen Dorfes durch Private eine Deckungslücke entstehen sollte. Die Angaben zu den Finanzierungsfragen und den Beträgen entnehmen sie der Tabelle 11.5 im Bid Book.</p>
<p><strong>Garantie 11.7</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass sich auf den Grundstücken für das geplante Olympische Dorf keine Gebäude befinden bzw. diese nicht für das Olympische Dorf genutzt werden müssen.</p>
<p><strong>Garantie 11.8</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und das Berchtesgadener Land garantieren, dass das Olympische und Paralympische Dorf sämtlichen nationalen und internationalen Standards zur Barrierefreiheit entspricht bzw. entsprechen wird, nämlich insbesondere, aber nicht abschließend,</p>
<ul>
<li>a) das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und dessen Zusatzprotokoll; Ziel des auch von Deutschland ratifizierten Übereinkommens ist es, die Rechte behinderter Menschen zu garantieren, zu schützen und zu fördern;</li>
<li>b) dem Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (BGG), dessen Ziel es ist, jegliche Benachteiligungen behinderter Menschen zu beseitigen und zu verhindern sowie die gleichberechtigte Teilhabe von behinderten Menschen am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten und ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen;</li>
<li>c) dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG), dessen Ziel es ist, jegliche Diskriminierung u. a. aufgrund von Behinderungen zu verhindern; und</li>
<li>d) dem Bayerischen Gesetz zur Gleichstellung, Integration und Teilhabe von Menschen mit Behinderung (BayBGG), wobei insbesondere die unter a) b) und c) aufgeführten Gesetze auch spezielle Vorschriften zur Barrierefreiheit in den Bereichen Bau und Verkehr enthalten; hiernach sind zivile Neubauten, Um- und Erweiterungsbauten sowie sonstige Anlagen, öffentliche Wege, Plätze und Straßen sowie sonstige öffentlich zugängliche Verkehrsanlagen und Beförderungsmittel im öffentlichen Personennahverkehr barrierefrei zu gestalten.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 11.10</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München und der&#8217; Markt Garmisch-Partenkirchen als zukünftige Eigentümer und der Landkreis Berchtesgadener Land als Vertragspartner des Eigentümers garantieren, dass die jeweiligen Eigentümer alle kommerziellen Rechte (einschließlich der im &#8220;Clean Venue Appendix&#8221; enthaltenen Konditionen) an den Teilen des Olympischen Dorfes, die unter ihrer Verfügungsbefugnis stehen, dem OCOG für den Zeitraum, in dem das OCOG Kontrolle über die Wettkampfstätten ausübt, überlassen.</p>
<p><strong>Garantie 11.18.1</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land, und der Deutsche Olympische Sport Bund, garantieren, als zukünftige Gesellschafter des OCOG, dass das OCOG</p>
<ul>
<li>a) die Reisekosten für alle Delegationen der NOCs und der NPCs, die an den Spielen als qualifizierte und akkreditierte Athleten teilnehmen oder akkreditierte Personen sind, die nach Regel 39 der Olympischen Charta berechtigt sind, im Olympischen Dorf zu wohnen, erstatten wird. Diese Reisekostenübernahme berechnet sich auf der Grundlage eines Economy Class-Fluges von der Hauptstadt oder eines anderen, vom jeweiligen NOC identifizierten Haupt-Flughafens des Heimatlandes zu dem internationalen Flughafen der Gastgeberstadt München;</li>
<li>b) vom IOC gesetzte Verfahren und Fristen befolgen wird; und</li>
<li>c) gewährleisten wird, dass &#8211; im Einklang mit der IOC-IPC-Vereinbarung &#8211; die Reisebedingungen für Athleten und Team-Mitglieder der Paralympischen Winterspiele 2018 die gleichen sein werden wie für die Olympischen Winterspiele.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 12.14</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund, garantieren, dass der Welt-Anti-Doping-Code und die Anti-Doping-Regeln des IOC, die im Jahr 2018 gelten werden, uneingeschränkt auf die Spiele angewendet werden.</p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland und der Deutsche Olympische Sport Bund, garantieren unsere volle Kooperation und Unterstützung betreffend der Umsetzung der IOC Anti-Doping-Regeln während der Olympischen Winterspiele, insbesondere in Bezug auf Untersuchungen und Verfahren betreffend der Athletenbetreuer oder jede andere Person, die in den illegalen Handel involviert ist oder die in sonst einer strafbaren Weise in Bezug auf die Verwendung von verbotenen Substanzen oder verbotenen Methoden Unterstützung leistet.</p>
<p><strong>Garantie 13.15/13.16</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren die sichere und friedliche Ausrichtung der Spiele. Wir werden alle betroffenen Stellen nachhaltig unterstützen, damit bei den Olympischen und Paralympischen Winterspielen 2018 für die Delegationen der Nationalen Olympischen Komitees und der Nationalen Paralympischen Komitees, für die Delegationen des IOC und IPC und für alle Zuschauer und Medienvertreter ein größtmöglicher Sicherheitsstandard geschaffen wird. Die finanzielle, planerische und organisatorische Verantwortung obliegt dem Freistaat Bayern als einsatzführendem Land. Die oberste zuständige Behörde ist das Bayerische Staatsministerium des Innern.</p>
<p><strong>Garantie 14.2</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, dass die im Bewerbungsdokument dargestellten Gesamtunterbringungskapazitäten mittels Optionsvertrag von dem jeweiligen Hoteleigentümer/-Betreiber zugesichert worden sind und für die Spiele zur Verfügung stehen. Die Gesamtunterbringungskapazitäten wurden ebenfalls durch das &#8220;National Tourist Board&#8221; bestätigt.</p>
<p><strong>Garantie 14.7.1</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, dass die in den beigefügten Tabellen angeführten Hotels und Medienunterkünfte zu den entsprechend angeführten Preisen verfügbar sind. Dies wurde mittels Optionsvertrag von den Hoteleigentümern/-Betreibern bestätigt (Optionsverträge siehe Anlage).</p>
<p><strong>Garantie 14.7.2</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, dass die in der beigefügten Liste angeführten Gebäude zu Unterbringungszwecken zur Verfügung stehen.</p>
<p><strong>Garantie 14.7.3</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, dass die in der beigefügten Liste angeführten Hotels nach Angaben der Eigentümer und Betreiber in Planung sind. Entsprechende Genehmigungen, Zeitpläne, die Finanzierung und die Betreiber lassen sich ebenfalls der Anlage entnehmen.</p>
<p><strong>Garantie 15.3</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, dass die in der beigefügten Tabelle angeführten Kapazitäten am Flughafen München, Innsbruck und Salzburg durch die Betreibergesellschaften der Flughäfen schriftlich bestätigt wurden (siehe Anlage) und internationalen Standards entsprechen. Der in den Bewerbungsunterlagen dargestellte Standard wird bis und einschließlich zum Jahr 2018 aufrecht erhalten.</p>
<p><strong>Garantie 15.6</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass die in der beigefügten Tabelle angeführten Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen geplant sind. Weiterhin garantieren wir, dass die für diese Infrastrukturmaßnahmen erforderlichen Genehmigungen angeben werden und die Finanzierung gesichert ist. Zeitpläne und verantwortliche Behörden lassen sich ebenfalls der Anlage entnehmen.</p>
<p><strong>Garantie 15.11</strong></p>
<p>Eine Erweiterung des Fuhrparks von öffentlichen Personennah- und Regionalverkehrsmitteln ist nicht erforderlich und somit nicht geplant.</p>
<p><strong>Garantie 15.19</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass sog. Olympic Lanes für den Zeitraum der Spiele bzw. einen angemessenen Zeitraum vor und nach den Spielen zur Verfügung stehen. Diese Pläne sind im Bewerbungsdokument zu den Spielen näher spezifiziert.</p>
<p><strong>Garantie 15.22</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren die Umsetzung eines olympischen Verkehrsmanagementsystems. Die städtische und regionale Transport- und Verkehrsleitung steht während der Spiele unter Leitung und Kontrolle des Freistaats Bayern.</p>
<p><strong>Garantie 16.8</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass die erforderlichen Funkfrequenzen für die Übertragung der Spiele bereitgestellt, verwaltet und kontrolliert werden.</p>
<p><strong>Garantie 16.9</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass die Kosten für die Bereitstellung der erforderlichen Funkfrequenzen für die Übertragung der Spiele den Athleten, dem IOC, den NOCs, dem OCOG, den Internationalen Sportverbänden, den Medien, den Rundfunksendern und den Olympischen Partnern für den Zeitraum eines Monats vor der Eröffnungszeremonie der Spiele bis eine Woche nach Ende der Schlussfeier der Paralympischen Winterspiele 2018 von ihr übernommen werden.</p>
<p><strong>Garantie 17.1</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund garantieren im Namen des zukünftigen OCOG, dass mit dem erforderlichen Zeitvorlauf von mindestens 9 Monaten vor Beginn der Spiele ein auf höchstem Ausstattungsniveau stehendes Internationales Radio- und Fernsehzentrum (International Broadcasting Centre, IBC) eingerichtet wird, das allen technischen Anforderungen des 2018 Candidature Procedure and Questionnaire gerecht wird. Eine entsprechende schriftliche Zusage der Messe München GmbH (eine Tochtergesellschaft der Landeshauptstadt München) als Betreiber des in den Bewerbungsunterlagen dargestellten Geländes/Hallen liegt vor.</p></blockquote>
<p>Unterschreiben Sie hier:</p>
<blockquote><p>Berlin, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.</p>
<p>Für die Regierung der Bundesrepublik Deutschland<br />
<strong>Dr. Angela Merkel, Bundeskanzlerin</strong></p>
<p>München, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>Für die Regierung des Freistaates Bayern<br />
<strong>Horst Seehofer, Ministerpräsident</strong></p>
<p>München, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>Für die Landeshauptstadt München<br />
<strong>Christian Ude, Oberbürgermeister</strong></p>
<p>München, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>Für den Markt Garmisch-Partenkirchen<br />
<strong>Thomas Schmid, Erster Bürgermeister</strong></p>
<p>München, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>Für den Landkreis Berchtesgadener Land<br />
<strong>Georg Grabner, Landrat</strong></p>
<p>München, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>Für den Deutschen Olympischen Sportbund<br />
<strong>Dr. Thomas Bach, Präsident</strong></p>
<p>München, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>Für die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH<br />
<strong>Bernhard Schwank, Vorsitzender der Geschäftsführung</strong></p></blockquote>
<p><a href="http://flattr.com/thing/69690/Vertraulich-alle-Burgschaften-und-Garantien-die-deutsche-Volksvertreter-dem-IOC-fur-Munchen-2018-g" target="_blank"><br />
<img title="Flattr this" src="http://api.flattr.com/button/button-compact-static-100x17.png" border="0" alt="Flattr this" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/10/05/vertraulich-alle-burgschaften-und-garantien-die-deutsche-volksvertreter-dem-ioc-fur-munchen-2018-geben/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
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		<title>Soca Warriors vs Jack the Ripper</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 13:11:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es sieht so aus, als sollten die Fußballer aus Trinidad &#38; Tobago nach vielen Jahren doch noch ein bisschen Geld für die WM-Qualifikation 2006 und die Teilnahme an der Endrunde in Deutschland erhalten. Jack Austin Warner, die FIFA-Skandalnudel, inzwischen Transportminister auf den Inseln und in Kürze wieder WM-Gastgeber, hatte sie mächtig geschröpft. Die Spieler sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es sieht so aus, als sollten die Fußballer aus Trinidad &amp; Tobago nach vielen Jahren doch noch ein bisschen Geld für die WM-Qualifikation 2006 und die Teilnahme an der Endrunde in Deutschland erhalten. <a title="alle Beiträge zu Jack Warner" href="http://www.jensweinreich.de/category/jack-austin-warner/" target="_self">Jack Austin Warner</a>, die FIFA-Skandalnudel, inzwischen <a title="A brilliant piece of ass kissing ..." href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/04/minister-jack-warner-oder-a-brilliant-piece-of-ass-kissing/" target="_self">Transportminister</a> auf den Inseln und in Kürze wieder <a title="FIFA u17 Word Cup" href="http://de.fifa.com/u17womensworldcup/index.html" target="_blank">WM-Gastgeber</a>, hatte sie mächtig geschröpft. Die Spieler sind vier Jahre lang von Anwalt zu Anwalt, Schlichter zu Schlichter und Gericht zu Gericht gezogen. Mein Freund Lasana Liburd, der schon etliche Privatgeschäfte von Jack the Ripper enthüllt hat und immer an der Prämien-Geschichte drangeblieben ist, fasst im Trinidad Express die jüngsten Entwicklungen zusammen.</p>
<p>Zur Vorgeschichte:</p>
<ul>
<li>Lasana Liburd: <a title="Fußballfunktionäre und der Umgang mit der Wahrheit ..." href="http://www.jensweinreich.de/2008/11/30/jack-the-ripper-oder-fusballfunktionare-und-der-umgang-mit-der-wahrheit/" target="_self">The Jack Warner production - How a humble school teacher became a multimillionaire</a></li>
<li>Andrew Jennings: <a title="Transparency in Sport" href="http://www.transparencyinsport.org/jack-warner(page1).html" target="_blank">Jack Warner still won’t pay Soca Warriors their 2006 World Cup money</a></li>
<li>Torhüter Shaka Hislops <a href="http://playthegame.org/Home/Conferences/Play_the_Game_2007/presentations/hisloppaper.aspx" target="_blank">Vortrag auf der Play the Game Konferenz</a> 2007</li>
<li>Ein Zwischenstand von Lasana Liburd im Mai 2008: <a href="http://playthegame.org/Home/News/Up_To_Date/Arbitrators_rule_in_favour_of_players_in_dispute_over_World_Cup_earnings_23050001.aspx" target="_blank">FIFA Vice-president loses dispute over World Cup bonus to players</a></li>
</ul>
<p>Die neuen Geschichten von Lasana Liburd:</p>
<ul>
<li>1. August 2010: <a title="Trinidad Express" href="http://www.trinidadexpress.com/news/99707534.html" target="_blank">High Court backs payments for Soca Warriors: &#8230;TTFF ordered to honour 2006 W/Cup agreement</a></li>
<li>1. August 2010: <a title="Trinidad Express" href="http://www.trinidadexpress.com/sports/99709839.html" target="_blank">Warriors elated by World Cup judgment</a></li>
<li>3. August 2010: <a title="Trinidad Express" href="http://www.trinidadexpress.com/commentaries/99814954.html" target="_blank">A political football</a></li>
<li>3. August 2010: <a title="Trinidad Express" href="http://www.trinidadexpress.com/sports/99814969.html" target="_blank">From World Cup to High Court</a></li>
</ul>
<p>Die letzten beiden Texte:</p>
<blockquote><p><strong>Warner’s political football</strong></p>
<p><em>Lasana Liburd </em></p>
<p>Four years and two successful legal battles since the 2006 Germany World Cup, the “Soca Warriors? look set to receive bonuses promised by Minister of Works and Transport and Trinidad and Tobago Football Federation (TTFF) Special Adviser Jack Warner.</p>
<p>Last Thursday, Acting Justice Devindra Rampersad dismissed a stay of proceedings by the TTFF and paved the way for the Warriors to receive 50 percent of commercial revenue associated with the 2006 World Cup as well as legal costs.</p>
<p>Still, the players’ attorney, English solicitor Michael Townley, cautioned his clients that, despite positive judgments from the London-based Sport Dispute Resolution Panel (SDRP) and the local High Court, they should not rule out further delay tactics from the TTFF who are accused of trying to deny justice.</p>
<p>Whatever the final outcome, it is a disgraceful end to one of Trinidad and Tobago ’s greatest sporting legacies and reflects poorly on the tenure of Warner—the country’s most experienced and successful sporting administrator and the person who negotiated the controversial bonus deal.</p>
<p>British arbitrator Ian Mill Q.C. lamented Warner’s failure to present himself to the SDRP for cross-examination while Rampersad described the TTFF’s conduct as “troublesome? and their appeal as “otiose?.</p>
<p>The TTFF’s accounting over the past four years have been contradictory at best and involve figures much higher than the $2 million spent on the national flag at the Hasely Crawford Stadium, which proved the nadir of ex-Sport Minister Gary Hunt.</p>
<p>In October 2006, the TTFF declared World Cup earnings of $18,255,952 and a net profit of $282,203 from which the Warriors were offered $5,644.08 per player. After the players rejected this figure, the T&amp;TFF “revised? their calculations and came up with a net profit of $950,403.49, which meant $19,008.07 per player.</p>
<p>Two years later, in a curt meeting at the Crowne Plaza Hotel, Port of Spain, Warner made a “take it or leave it? offer to the players of US$30,000 or $193,569 each.</p>
<p>By then, a Freedom of Information Act request had placed the TTFF’s World Cup income at $173,690,113.50 exclusive of gate receipts from World Cup qualifying and friendly matches, broadcast rights including television revenue and several international sponsors.</p>
<p>The TTFF’s shifting stance regarding the legal battle also seems dubious.</p>
<p>As the players prepared to file suit against the sporting body in the local High Court, a FIFA Congress—which Warner attended in his capacity as FIFA vice-president—announced an amendment to its statutes on May 30, 2007 that obliged all member associations “to insert a clause in their statutes or regulations stipulating that disputes affecting the football family may not be taken to ordinary courts of law?.</p>
<p>Warner subsequently declared that the Warriors’ proposed use of the High Court could result in the country’s expulsion from FIFA—a move that would ban local club and national teams from playing against teams outside their shores and kill the dreams of hundreds of local players seeking overseas jobs.</p>
<p>But, after the Warriors accepted the SDRP alternative offered by the TTFF and won there, the same sporting body then used the High Court in an effort to deny the players their judgment. They were unsuccessful there too.</p>
<p>It seems certain that the TTFF owes the Warriors and surely a forensic, independent audit of the football body, which Warner remains a special part of, is in keeping with the transparency insisted upon by the ruling government.</p>
<p>It is time for the TTFF to come clean.</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2010/08/03/soca-warriors-vs-jack-the-ripper/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p><strong>From Germany World Cup to Trinidad High Court </strong></p>
<p><em>Lasana Liburd looks at the 2006 Soca Warriors’ extraordinary battle with the TTFF and a FIFA VP</em></p>
<p>It was the morning of October 5, 2006 when the “Soca Warriors? finally received word on bonuses promised to them by Trinidad and Tobago Football Federation (TTFF) Special Adviser and FIFA Vice President Jack Warner for their historic qualification for the Germany World Cup.</p>
<p>At the Hasely Crawford Stadium in Port of Spain , the jaws of over a dozen young men sagged and faces contorted as a contingent returned from the TTFF headquarters with news of their financial reward.</p>
<p>“How they came up with that?? asked one footballer.</p>
<p>One year prior, the national footballers hammered out a deal worth 30 percent of all commercial revenue attributed to the 2006 World Cup should they be successful in their qualifying bid but, in the following months, the TTFF proved elusive when it came to honouring its promise.</p>
<p>The Warriors returned from Germany to a $1 million prize and Chaconia Gold awards from the government but there was still no word from the TTFF. By then, Warner’s offer had risen to 50 percent although there was no mention of a dollar figure.</p>
<p>In October, the TTFF finally made an offer of $5,644 each and national captain and ex-Manchester United star Dwight Yorke phoned Hislop, who was not in the squad, to relay the news.</p>
<p>“(Dwight) was talking very quickly and sounded very agitated,? said Hislop. “His tone was one of absolute disbelief and disgust.?</p>
<p>In the subsequent press statement read by Yorke but written by Hislop, the national players threatened to resign as their contracts with the TTFF were allegedly “not worth the paper they are printed on? although they went on to thrash St Vincent 5-1 in a friendly on October 6 and, two days later, defeated Panama 2-1.</p>
<p>After a second unsatisfactory TTFF offer of $19,008.07, the players hired English sport attorney Michael Townley to act as their counsel although Yorke and veteran playmaker Russell Latapy decided against proceeding.</p>
<p>“I understood why they didn’t want to go to court,? said Hislop. “I agreed with Russell on their stance. Let us just say they had different professional and personal circumstances which I respected.?</p>
<p>Dennis Lawrence, whose goal secured a famous win against Bahrain , also declined to participate in legal action as did Jason Scotland, Carlos Edwards and Clayton Ince. All four players were represented by English agent Mike Berry who also worked as liaison officer for the TTFF in the build-up to the World Cup.</p>
<p>Caledonia AIA midfielder Densill Theobald also broke ranks.</p>
<p>“Densil contacted me when the TTFF pressured him and we had a long talk and I really sympathised with him,? said Hislop. “I don’t criticize him at all. I know what it is like to be at that age and put under pressure by the national team… He always had my utmost respect despite what others may believe.?</p>
<p>The cracks were widening by now between players and administrators and among the Warriors themselves.</p>
<p>Theobald was the only World Cup player named in the 2007 Concacaf Gold Cup squad and Warner congratulated the TTFF on “the principled stand you guys have taken in resisting being blackmailed? by “a mercenary few?.</p>
<p>After the Trinidad and Tobago government revealed, on September 14, 2007, that the TTFF had understated their World Cup earnings by nearly $155 million, the TTFF offered to go to arbitration and the blacklist was lifted.</p>
<p>In May 2008, Warner made his last offer to players at a meeting in Crowne Plaza , Port of Spain .</p>
<p>“Jack walked in nonchalantly and asked ‘what allyuh want’ and ‘what is the problem’,? said World Cup defender Brent Sancho. “I answered that ‘you called us to meet so what is your offer’. He said he was tired of this nonsense and that we were lucky he was giving us a bonus at all.</p>
<p>“He told us the deal was 30,000 US ‘take it or leave it’. The room was stunned into silence. He then said ‘you know what to do if you want the money’ and walked out.?</p>
<p>There was nervous laughter in Warner’s wake but, as the months passed, Marvin Andrews settled while Chris Birchall and Ian Cox are believed to have followed suit.</p>
<p>Four years on, though, at least 13 players remain defiant.</p>
<p>World Cup and Ma Pau defender Cyd Gray shared much of his initial reward from the government with family and friends while he married Natakie, the mother of his five year old son Jardel, in 2007.</p>
<p>“My life revolves around my son and my wife and I hope I can use this money to look after them,? said Gray. “I hope this fight can help in the long run too. Maybe if Jardel grows up to play for the national team, it will be different for him.?</p>
<p>Hislop singled out 26-year-old Ma Pau utility player Anthony Wolfe for special praise. Wolfe was 22 at the World Cup and did not play while the court case took its toll on his subsequent career.</p>
<p>“As much as we share equally in this step forward, Anthony Wolfe is the face of this victory for me,? said Hislop. “Wolfey has not wavered in his commitment to see this through, when the personal cost to him has probably been the greatest and while many who hold themselves in higher regard have fallen by the wayside.</p>
<p>“He is someone you’d want in the trenches alongside you when the going gets tough.?</p>
<p>Wolfe, an unsuccessful candidate for the PNM at the Local Elections, used his government reward to build a home in his Manzanilla hometown at 23.</p>
<p>“The bonus would be to put things in place for my son Anthony Junior,? said Wolfe, “but before I even touch the money I am going to give a donation to my church (Manzanilla Pentecostal) because I think God played an important role in us winning the case.</p>
<p>“I thank Mr Warner for the opportunity to play in the World Cup but he is not a man of his word. Nobody begged for this (money). They are the ones who promised us so how come we are called greedy??</p>
<p>Wolfe, like his teammates, vowed to go the distance in the court room against daunting odds just as they did, five years ago, on the field of play.</p>
<p>The battle ground has changed but the Warrior spirit lives on.</p></blockquote>
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		<title>Weihnachten im IOC: Haya &amp; Feisal und der Heilige Minos</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 16:33:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>LAUSANNE. Ich muss schon sagen, die Internetverbindung ist heute sehr langsam im IOC-Hauptquartier. Ich fliege auch ständig raus. Erstmals musste man sich hier mit persönlichen Daten anmelden. Was das wohl bedeuten mag? Lässt Wolfgang Schäuble schön grüßen? Habe vorsichtshalber meinen kleinen Zweitbegleiter benutzt, auf dem nicht allzu viele Daten gespeichert sind, die böse Menschen saugen könnten. Nun aber zum Thema: Weihnachten in Lausanne.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6106" title="IOC, 9. Dezember 2009" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/12/weihnachtenimioc.jpg" alt="" width="500" height="241" /></p>
<p>IOC-Präsident Jacques Rogge setzt die Traditionen seiner Vorgängers und <a title="War Samaranch KGB-Agent?" href="http://jensweinreich.de/?cat=438" target="_self">mutmaßlichen KGB-Agenten</a> Juan Antonio Samaranch fort. Unter Tannenbaum im IOC-Hauptquartier gab es heute einen Olympischen Orden für den sagen- und skandalumwitterten Griechen <a title="König Minos" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2005/0316/sport/0009/index.html" target="_blank">Minos Kyriakou</a> (Bildmitte, links neben seiner einige Jahrzehnte jüngeren Gemahlin).</p>
<p>Außerdem wurden sechs neue IOC-Mitglieder genannt, die von der IOC-Session im Februar 2010 in Vancouver bestätigt werden müssen (reine Formsache, bislang wurde nur ein potenzielles IOC-Mitglied abgelehnt: Adolf Ogi). Es sind:</p>
<ul>
<li>HRH Prince Feisal bin Al-Hussein (Jordanien) als persönliches Mitglied</li>
<li>Barry John Maister (Neuseeland) als persönliches Mitglied</li>
<li>Patrick McQuaid (Irland) ex officio als Präsident des Rad-Weltverbandes UCI</li>
<li>María de la Soledad Casado Estupinan (Spanien) ex officio als Präsidentin des Triathlon-Weltverbandes ITU (<em>well done, Les McDonald!</em>)</li>
<li>Girmay Berhane (Äthiopien) auf einem NOK-Ticket</li>
<li>Yang Yang (China) mit einem Athletenticket. (Nach längerer Recherche  der wenigen olympischen Berichterstatter hier stellte sich heraus, dass es sich nicht um Yang Yang B, nicht um <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Yang_Yang_(S)" target="_blank">Yang Yang S</a>, sondern um <a title="Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Yang_Yang_(b._1976)" target="_blank">Yang Yang A</a> handelt, die erste chinesische Olympiasiegerin bei Winterspielen)</li>
</ul>
<p>Man sieht am Beispiel Pat McQuaid sehr schön: abwarten lohnt sich. Auf welchen krummen Wegen wurde McQuaid einst von seinem Kumpel Hein Verbruggen zum UCI-Präsidenten gemacht. Rogges Kumpel Verbruggen hat sich dann unter merkwürdigen, nie geklärten Umständen irgendwie freiwillig (?) aus dem IOC verabschiedet, ist nun Ehrenmitglied und hat seine Ruhe vor blöden Nachforschungen. Und schon erhält auch McQuaid höchste olympische Weihen.</p>
<p>Noch interessanter aber finde ich, dass erstmals gleichzeitig <strong>Bruder und Schwester</strong> IOC-Mitglieder sind, das wird aber auch Zeit in der Sportfamilie, wir hatten schon viele Väter und Söhne und Brüder, nun also: Haya und der ebenfalls sehr nette <a title="Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Prince_Faisal_bin_Al_Hussein" target="_blank">Feisal</a>, mit dem ich einmal in Athen zu Abend essen durfte. Seine Charity-Nummer &#8220;<a title="Generations for Peace" href="http://www.generationsforpeace.com/" target="_blank">Generations for Peace</a>&#8221; zahlt sich aus. Wenn das kein nettes Weihnachtsgeschenk ist.</p>
<p>Sollte jemand fragen, warum <a title="Biografie Prince Feisal" href="http://www.princesshaya.net/bio_faisal.htm" target="_blank">Seine Königliche Hoheit Feisal von Jordanien</a> Mitglied wird, wenn doch schon seine Schwester, die Reiterpräsidentin <a title="HRH Princess Haya Bint Al Hussein" href="http://www.princesshaya.net/" target="_blank">HRH Princess Haya Bint Al Hussein</a>, dabei ist und es den Nationenfaktor gibt: Streng genommen zählt Haya ja nicht mehr zu Jordanien, sondern als Zweitgemahlin des Herrschers von Dubai <a title="HH Sheikh Maktoum" href="http://www.princesshaya.net/profile_sheikh_m.shtm" target="_blank">HH General Sheikh Mohammed Bin Rashid Al Maktoum</a> und gesperrten <a title="Scheich Maktoum und die Doping-Farce" href="http://www.blick.ch/sport/mehr/reiten/prinzessin-haya-und-die-doping-farce-125393" target="_blank">Pferdedopers</a> eben zu &#8211; Dubai. Will sagen: Alles lässt sich irgendwie begründen.</p>
<ul>
<li>Nur der Vollständigkeit halber, denn ich habe meine Unterlagen nicht dabei: Kann mir jemand sagen, wie viele Geschwisterpaare bislang IOC-Mitglied waren?</li>
</ul>
<p>Sicher kriegen wir das gemeinsam raus. Meine Favoriten heißen natürlich <strong>Mario und Olegario Vázquez Raña</strong>, die beiden Mexikaner. Wobei der eine, Schützen-Präsident Olegario, mir mal über den anderen, ANOC-Chef Mario, gesagt hat, er wolle gar nicht wissen, womit Don Mario sein Geld verdiene.</p>
<p>Nun, unter anderem mit Zeitungen, die <a title="nur eine Zeitung aus Don Marios Imperium ..." href="http://www.oem.com.mx/elsoldeirapuato/entrevistas.aspx" target="_blank">ziemlich viele Bilder</a> von ihm drucken. Don Mario, ich verspreche es hoch und heilig, ist mal eine richtig lange schöne Geschichte wert, Lesestoff ohnegleichen. Spätestens in zehn Monaten, wenn er einmal mehr in Acapulco Hof hält und den olympischen Kongress tanzen lässt zu seinem Abschied als ANOC-Boss. Mario ist ein ganz lebenslustiger Kerl, ein bescheidener zumal, der stets nur einen persönlichen Fotografen dabei hat, der jede Regung, jedes Gespräch von Mario dokumentiert &#8211; ja, auch heute hier in der IOC-Zentrale. Es ist wieder mal nur ein Schnappschuss, den ich hier veröffentliche: Mario im Gespräch mit Juan Antonio und Schwimm-Präsident <a title="Julio Maglione und die Präsidenten der olympischen Weltverbände" href="http://jensweinreich.de/?p=4326" target="_self">Julio Maglione</a> (Mitte). Direkt über dem Kopf von Don Julio sieht man das Blitzlicht und den schwarzen Schopf von Don Marios Hoffotografen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6112" title="JAS, Julio Maglione, MVR, Lausanne, 9. Dezember 2009" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/12/mario.jpg" alt="" width="500" height="229" /></p>
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		<title>Was vom Tage übrig bleibt (48): Südafrika, Soccerex, DOSB-Ethikpreis, The Fastest Couple</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 16:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5919" title="Soccerex 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/soccerex11.jpg" alt="" width="448" height="252" /></p>
<p>Moin. Melde mich heute aus Sandton, Johannesburg. Unten auf dem Nelson Mandela Square gewinnt gerade Holland nach drei Toren von Pierre van Hoijdonk das &#8220;World Cup legends tournament&#8221; im Finale gegen England. Ja, es geht in den nächsten Tagen um Fußball. Es gibt ein Wiedersehen mit <a title="Beiträge zu Joseph Blatter" href="http://jensweinreich.de/?s=blatter" target="_self">Sepp&#8217;n</a> <a title="Beiträge zu Jack Warner" href="http://jensweinreich.de/?cat=664" target="_self">Jack</a>, Ricardo &amp; Franz &amp; Chuck und all den anderen. Nach der Messe <a title="Soccerex 2009" href="http://www.soccerex.com" target="_self">Soccerex</a> hier im Sandton Convention Centre bin ich noch einige Tage in Kapstadt, u.a. am Donnerstag bei der Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees auf Robben Island (<a title="Interview mit einem Friedensnobelpreisträger in spe" href="http://jensweinreich.de/?p=5444" target="_self">Friedensnobelpreis</a>, ick hör Dir trapsen) und natürlich bei der WM-Gruppenauslosung am Freitag, die ich sicher live mitbloggen werde. Ich hoffe, wir werden etwas Spaß haben.</p>
<p>Bevor der Fußball dominiert, noch einige Pflichtthemen, die flink abgearbeitet werden müssen. Von Sepp&#8217;n Jack, anderen Totalspezialdemokraten, Ethikexperten und dem Friedensnobelpreis ist es nicht schwer, die Brücke zu schlagen zum DOSB, der heute dazu <a title="DOSB PM vom 29 November 2009" href="http://www.dosb.de/de/organisation/verbands-news/detail/news/dosb_ethikpreis_fuer_2010_ausgeschrieben/9746/cHash/220a7353b9/" target="_blank">aufgerufen</a> hat, Vorschläge für den &#8220;<strong>DOSB-Ethikpreis 2010</strong>&#8221; zu unterbreiten. Ich finde, hier ist der richtige Platz, um Vorschläge zu diskutieren und parallel natürlich auch beim DOSB einzureichen. Einsendeschluss ist der 15. Dezember:</p>
<blockquote><p>2010 vergibt der DOSB zum ersten Mal den DOSB-Ethikpreis. Damit sollen künftig alle zwei Jahre <strong>eine Persönlichkeit oder eine Gruppe ausgezeichnet werden, die sich in besonderer Weise um die Förderung der ethischen Werte im Sport verdient gemacht hat</strong>.</p>
<p>Der DSOB-Ethikpreis wird 2010 erstmals verliehen.</p>
<p>Angesichts der vielfältigen Herausforderungen, unter denen sich der Sport heute bewähren muss, werden bei der Vergabe des DOSB-Ethikpreises insbesondere gewürdigt: Verdienste im Bereich der Werteerziehung, soziales und ökologisches Engagement sowie Fairness und moralische Integrität.</p>
<p>Der DOSB-Ethikpreis wird in Kontinuität zur Ludwig-Wolker-Plakette verliehen, die an einen der bedeutendsten Repräsentanten der kirchlichen Sportbewegung erinnerte.</p>
<p>Jede Mitgliedsorganisation kann einen begründeten Vorschlag machen, der mit entsprechenden Unterlagen bis zum 15. Dezember 2009 an die Kuratoriumsvorsitzende Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper zu leiten ist.</p>
<p>Weitere Anfragen und Rücksendungen bitte an Stephanie Primus, Fax: 069-6700-1207, Mail: <a title="Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Mail" href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('ocknvq,rtkowuBfqud0fg');">primus(at)dosb.de</a> , Tel: 069-6700-207 oder per Post: Stephanie Primus, DOSB, Otto-Fleck-Schneise 12, 60528 Frankfurt am Main.</p></blockquote>
<p>Nur zu, ich rufe auf zur Diskussion:</p>
<p><strong>Wer hat sich in der Vergangenheit um ethische Werte im Sport verdient gemacht? Wer soll den DOSB-Ethikpreis erhalten?</strong></p>
<p>Einige Namen habe ich weiter oben schon ins Spiel gebracht. Das UDIOCM (FDP) und sein DOSB-General von den Bündnisgrünen, <a title="Staatssekretär Christoph Bergner (CDU) über Doping und andere Ärgerlichkeiten" href="http://jensweinreich.de/?p=5890" target="_self">Christoph Bergner</a> (CDU), <a title="War Samaranch KGB-Agent" href="http://jensweinreich.de/?cat=438" target="_self">Juan Antonio Samaranch</a> (Opus Dei/KGB?) oder <a title="Dopingtrainer, Dopingopfer" href="http://jensweinreich.de/?cat=921" target="_self">Werner Goldmann</a> sind natürlich auch Kandidaten &#8211; aber die werden sich doch wohl nicht selbst auszeichnen? Oder etwa ihren Freund 20er?</p>
<p><em>Nachtrag, 19.28 Uhr:</em> Oh, ich hatte übersehen, dass hier keine Vorschläge gemacht werden dürfen, weil diese kleine feine Öffentlichkeit nicht zur <a title="&quot;We are family&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=4265" target="_self">Sportfamilie</a> gehört. Es dürfen nur Mitgliedsorganisationen Namen einreichen, und die definiert der DOSB so:</p>
<blockquote><p>Unter Sportfamilie verstehen wir die 97 Mitgliedsorganisationen sowie deren Untergliederungen, die den Sport in Deutschland gestalten und organisieren.</p>
<p>Zu den Mitgliedern im Deutschen Olympischen Sportbund gehören:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.dosb.de/de/organisation/mitgliedsorganisationen/landessportbuende/" target="_self">16 Landessportbünde</a></li>
<li><a href="http://www.dosb.de/de/organisation/mitgliedsorganisationen/spitzenverbaende/" target="_self">61 Spitzenverbände (33 olympische und 28 nichtolympische)</a></li>
<li><a href="http://www.dosb.de/de/organisation/mitgliedsorganisationen/verbaende-mit-besonderen-aufgaben/" target="_self">20 Sportverbände mit besonderen Aufgaben</a></li>
<li>2 IOC-Mitglieder</li>
<li>15 Persönliche Mitglieder</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Obwohl ich jetzt nicht weiß, warum auf der DOSB-Webseite nur &#8220;2 IOC-Mitglieder&#8221; genannt werden. Noch sind es drei. Und ein Mann wie Walther Tröger, der am 31. Dezember IOC-Ehrenmitglied wird, sollte im DOSB eigentlich noch einen Sitz haben dürfen. Wie auch immer: Wer mag, sollte der Chef-Ethikerin Frau Doll-Tepper trotzdem eine Email schicken.</p>
<p>Die Ethik also. Schon sind wir beim heutigen Lesebefehl:</p>
<p>Ich habe immer wieder Geschichten über das einstige The Fastest Couple on Earth verlinkt: <a title="alle Beiträge zu Marion Jones" href="http://jensweinreich.de/?s=marion+jones" target="_self">Marion Jones</a> und <a title="alle Beiträge zu Tim Montgomery" href="http://jensweinreich.de/?cat=382" target="_self">Tim Montgomery</a>. Diese Stories von <strong><span style="color: #000000;">Times</span></strong>-Sportchefreporter Owen Slot sollte man ebenfalls lesen:</p>
<ul>
<li><a title="The Times" href="http://www.timesonline.co.uk/tol/sport/more_sport/athletics/article6934111.ece" target="_blank">Unabashed Tim Montgomery and Marion Jones kept drugs in fridge</a></li>
<li><a title="The Times" href="http://www.timesonline.co.uk/tol/sport/more_sport/athletics/article6934021.ece" target="_blank">Tim Montgomery: ‘I had the best job in the world – now I’m in prison clearing leaves’</a></li>
</ul>
<p>Und zum Abschluss noch ein Jobangebot. Ich meine, die Zeiten sind hart. Angesichts <a title="DOSB-Stellenangebot" href="http://www.dosb.de/de/organisation/stellenangebote/dosb-sucht/#c28694" target="_blank">dieser Offerte</a> des DOSB zur Mitarbeit an der Münchner Olympiabewerbung überlege ich ernsthaft, die Seiten zu wechseln. Klingt vielversprechend. Oder hat jemand einen besseren Vorschlag? Möchte sich jemand bewerben? <span id="more-5917"></span></p>
<blockquote><p><strong>Ihr Aufgabengebiet umfasst im Wesentlichen</strong></p>
<ul>
<li>kommunikative Schnittstelle zwischen dem DOSB und der Bewerbergesellschaft München 2018</li>
<li>inhaltliche und organisatorische Unterstützung der Projektverantwortlichen</li>
<li>Aufbau und Betreuung eines internen Projektmanagements</li>
<li>interne Koordination aller Informationen und Tätigkeiten der beteiligten Geschäftsbereiche des DOSB</li>
<li>Koordination, Vorbereitung und Begleitung medienwirksamer Veranstaltungen</li>
<li>Vor- und Nachbereitung von Sitzungen der Gremien und Arbeitsgruppen der Bewerbergesellschaft München 2018</li>
</ul>
<p><strong>Wir erwarten</strong></p>
<ul>
<li>Abgeschlossenes Hochschulstudium in einem relevanten Fachgebiet oder vergleichbare Qualifikation</li>
<li>Erfahrungen im Projektmanagement</li>
<li>umfassende Kenntnis der Sportstrukturen</li>
<li>soziale Kompetenz, Kontaktfähigkeit und Kommunikationsstärke</li>
<li>Organisationstalent und Erfahrungen im Bereich der Netzwerk- sowie Gremienarbeit</li>
<li>sehr gutes Ausdrucksvermögen in Deutsch und Englisch</li>
<li>sehr gute IT-Anwendungsfähigkeiten (Word, Excel, Powerpoint)</li>
<li>Bereitschaft zu Reisetätigkeit und flexiblen Arbeitszeiten</li>
</ul>
<p>Wir bieten eine fordernde Aufgabe, ein förderndes Umfeld und eine leistungsgerechte Vergütung. Ihre aussagefähige Bewerbung mit der Angabe Ihres Gehaltswunsches richten Sie bitte bis zum <strong>18. Dezember 2009</strong> an:</p>
<p><strong>Deutscher Olympischer SportBund<br />
</strong>Frau Astrid Heidl<br />
Otto-Fleck-Schneise 12<br />
60528 Frankfurt am Main</p></blockquote>
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