<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>
<channel>
	<title>jens weinreich &#187; sommerspiele</title>
	<atom:link href="http://www.jensweinreich.de/category/sommerspiele/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.jensweinreich.de</link>
	<description>don&#039;t mix politics with games</description>
	<lastBuildDate>Sun, 05 Feb 2012 22:16:51 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Olympias Programm-Kosmetik</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/08/14/olympias-programm-kosmetik/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2009/08/14/olympias-programm-kosmetik/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 09:06:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[berlin 2009]]></category>
		<category><![CDATA[berlin-tagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[doping]]></category>
		<category><![CDATA[ioc]]></category>
		<category><![CDATA[jacques rogge]]></category>
		<category><![CDATA[london 2012]]></category>
		<category><![CDATA[olympisches programm]]></category>
		<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele 2016]]></category>
		<category><![CDATA[aiba]]></category>
		<category><![CDATA[baseball]]></category>
		<category><![CDATA[boxen]]></category>
		<category><![CDATA[ching-kuo wu]]></category>
		<category><![CDATA[don porter]]></category>
		<category><![CDATA[golf]]></category>
		<category><![CDATA[inlineskating]]></category>
		<category><![CDATA[kanu]]></category>
		<category><![CDATA[karate]]></category>
		<category><![CDATA[leichtathletik-wm]]></category>
		<category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[reiten]]></category>
		<category><![CDATA[rugby]]></category>
		<category><![CDATA[schwimmen]]></category>
		<category><![CDATA[softball]]></category>
		<category><![CDATA[squash]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=4660</guid>
		<description><![CDATA[Bevor ich es mir morgen im Stadion gemÃ¼tlich mache und hier wÃ¤hrend der WM regelmÃ¤ÃŸiger zur Sache gehe, noch schnell ein Nachtrag zur Sitzung des IOC-Exekutivkomitees gestern in Berlin und zu den BeschlÃ¼ssen zum olympischen Programm. (Aus ZeitgrÃ¼nden kann ich nicht umfangreicher verlinken, sorry.) Die Sperren fÃ¼r die Olympia-Reiter von Peking wurden Ã¼brigens &#8220;ratifiziert&#8221;, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor ich es mir morgen im Stadion gemÃ¼tlich mache und hier wÃ¤hrend der WM regelmÃ¤ÃŸiger zur Sache gehe, noch schnell ein Nachtrag zur Sitzung des IOC-Exekutivkomitees gestern in Berlin und zu den BeschlÃ¼ssen zum <a title="tag: Olympisches Programm" href="http://jensweinreich.de/?cat=1529" target="_self">olympischen Programm</a>. <em>(Aus ZeitgrÃ¼nden kann ich nicht umfangreicher verlinken, sorry.)</em></p>
<ul>
<li>Die Sperren fÃ¼r die Olympia-Reiter von Peking wurden Ã¼brigens &#8220;ratifiziert&#8221;, wie es im olympischen Sprachgebrauch heiÃŸt: Hier geht es zur <a title="Peking-DopingfÃ¤lle: &quot;some elements of answer&quot;" href="http://www.olympic.org/uk/news/media_centre/press_release_uk.asp?release=3093" target="_self">Liste der Peking-DopingfÃ¤lle</a> und hier gibt es alle aktuellen <a title="IOC: Sanktionen fÃ¼r Olympiareiter von Peking" href="http://www.olympic.org/uk/news/media_centre/press_release_uk.asp?release=3093" target="_self">IOC-Informationen mitsamt der Protokolle</a> (als pdf).</li>
</ul>
<p>Jacques Rogge verkÃ¼ndete die Botschaft kurz und schmerzlos. LÃ¤nger als gewÃ¶hnlich hatte die Sitzung des IOC-Exekutivkomitees im Berliner Hotel Interconti gedauert. Die Herrschaften wirkten gestresst, als sie einer nach dem anderen vor der Pressmeute flÃ¼chteten. Als Rogge, PrÃ¤sident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), dann mit einigen Minuten VerspÃ¤tung zur Pressekonferenz erschien, sagte er zunÃ¤chst nur: â€žWir haben zwei wichtige Entscheidungen getroffen. Wir haben Frauen-Boxen ins Programm der Sommerspiele 2012 aufgenommen. Wir schlagen Rugby und Golf fÃ¼r 2016 vor. Fragen bitte!&#8221;</p>
<p>Auf diese Mitteilung hat die Olympische Bewegung nun mehr als vier Jahre gewartet. Zwei von 28 Sommersportarten waren 2005 in Singapur von der IOC-Session abgewÃ¤hlt worden: Softball und Baseball. Sieben Sportarten wollten fÃ¼r 2016 ins Programm: Softball, Baseball, Rugby, Golf, Inlineskating, Squash und Karate. Nur zwei dieser sieben WeltverbÃ¤nde dÃ¼rfen nun weiter hoffen. Die IOC-Vollversammlung muss im Oktober in Kopenhagen mit einfacher Mehrheit Ã¼ber Rugby und Golf entscheiden. Ausgerechnet Rugby, Rogge war einst belgischer Nationalspieler. Auch deshalb, weil seine Liebe zum Rugby bekannt ist, betonte Rogge einmal mehr, dass er bei derlei Entscheidungen nicht abstimmt.</p>
<p>Nach einem jahrlangen Ringen der sieben WeltverbÃ¤nde, nach einer viele Millionen Dollar teuren PR-Kampagne, lag es also in der Macht von vierzehn IOC-VorstÃ¤ndlern, Ã¼ber die Zukunft ganzer Sportler-Generationen zu entscheiden. Hochinteressant dabei, dass Golf, oft als Sport der alten MÃ¤nner verspottet, in den ersten beiden WahlgÃ¤ngen nur eine Stimme erhielt. <a title="Protokoll der IOC-Abstimmung" href="http://multimedia.olympic.org/pdf/en_report_1453.pdf" target="_blank">Rugby setzte sich schnell durch</a>, eliminiert wurden dann in dieser Reihenfolge: Inlineskating, Squash, Baseball, Karate, Softball &#8211; bis Golf als zweiter Sieger Ã¼brig blieb.</p>
<p><span id="more-4660"></span>â€žWir haben alles versucht&#8221;, sagte ein tieftrauriger Softball-PrÃ¤sident Don Porter (USA), der schon 2005 unterlegen war. Rogge argumentierte, nach dem Abschied von Softball (das Olympiaturnier wurde mit 120 Frauen gespielt) wachseÂ  mit Rugby (144 Frauen) und Golf (60 Frauen) der weibliche Anteil an Olympiasportlern. â€žIch sehe das anders&#8221;, sagte Porter: â€žDas IOC hÃ¤tte es leichter haben kÃ¶nnen. Als wir vor Jahren unser Feld aufstocken wollten, haben sie es nicht erlaubt.&#8221; Porter will nun die Basis seines Sports stÃ¤rken und sich auf die QualitÃ¤t internationaler Meisterschaften konzentrieren, bevor es wieder um die Olympiateilnahme geht. Andere VerbandsprÃ¤sidenten Ã¤uÃŸerten sich Ã¤hnlich.</p>
<p>Rogge hielt ausdrÃ¼cklich fest, dass Golf und Rugby noch nicht am Ziel sind. â€žWir haben nur etwas vorgeschlagen, die IOC-Session hat das letzte Wort.&#8221; Entschieden hat das Exekutivkomitee allerdings die Aufnahme von Frauen-Boxen schon fÃ¼r London 2012: Es wird eine MÃ¤nner-Gewichtsklasse gestrichen &#8211; dafÃ¼r kommen drei Frauen-Klassen mit je acht Boxerinnen hinzu. UrsprÃ¼nglich wollte der Box-Weltverband AIBA fÃ¼nf Gewichtsklassen. Rogge erinnerte an das Beispiel Ringen, wo einst auch in drei Klassen Frauen begannen. AIBA-PrÃ¤sident Ching-Kuo Wu (Taiwan) fÃ¼gte sich. Wu, selbst IOC-Mitglied, passte seine WÃ¼nsche stets den MaÃŸgaben der IOC-FÃ¼hrung an und freute sich diebisch: â€žDas ist nur der erste Schritt!&#8221;.</p>
<p>Die WÃ¼nsche vieler VerbÃ¤nde &#8211; es lagen AntrÃ¤ge aus siebzehn FÃ¶derationen vor &#8211; wurden nicht erfÃ¼llt. Ringer, Radfahrer, Schwimmer und andere stellten sich ungeschickt an. Sie wollten ihr Programm fÃ¼r London betrÃ¤chtlich ausweiten. Rogge machte klar, dass Ã¼ber den beiden Quoten &#8211; rund 300 Entscheidungen, etwa 10.500 Sportler bei Sommerspielen &#8211; nichts lÃ¤uft. Wenn also der Schwimm-Weltverband (FINA) drei weitere 50-Meter-Sprints und je eine Langstrecke bei MÃ¤nnern und Frauen im Programm haben will, gibt es nur eine LÃ¶sung: â€žSie mÃ¼ssen etwas anderes streichen.&#8221;</p>
<p>Die aus deutscher Sicht wichtige <a title="IOC: ProgrammÃ¤nderungen fÃ¼r London 2012" href="http://www.olympic.org/uk/news/olympic_news/full_story_uk.asp?id=3092" target="_blank">Entscheidung des Exekutivkomitees</a> betrifft den Kanurennsport: Schon in London wird es im MÃ¤nnerbereich keine 500-Meter-Rennen mehr geben &#8211; sondern nur noch Sprints Ã¼ber 200 Meter. â€žDas ist spektakulÃ¤rer&#8221;, glaubt der IOC-PrÃ¤sident. Er verteidigte die Entscheidung fÃ¼r Golf und verglich die Situation mit der Zulassung von Tennis (ab 1988) sowie den Profis im Basketball (1992) und Eishockey (1992). â€žDamals hieÃŸ es auch, diese Profis wÃ¼rden sich nicht fÃ¼r Olympia interessieren&#8221;, sagte Rogge. â€žDas Gegenteil ist der Fall. Fragen sie Nadal. Fragen sie Federer. Fragen sie die NHL- und die NBA-Spieler. Das wird beim Golf nicht anders sein.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/08/14/olympias-programm-kosmetik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>16</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Olympias Programmreform: &#8220;transparent, fair, kristallklar&#8221;?</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/06/17/olympias-programmreform-transparent-fair-kristallklar/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2009/06/17/olympias-programmreform-transparent-fair-kristallklar/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 08:40:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[ioc]]></category>
		<category><![CDATA[olympischer kongress]]></category>
		<category><![CDATA[olympisches marketing]]></category>
		<category><![CDATA[olympisches programm]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[baseball]]></category>
		<category><![CDATA[chicago 2016]]></category>
		<category><![CDATA[christophe dubi]]></category>
		<category><![CDATA[fernsehrechte]]></category>
		<category><![CDATA[franco carraro]]></category>
		<category><![CDATA[giselle davies]]></category>
		<category><![CDATA[inlineskating]]></category>
		<category><![CDATA[jacques rogge]]></category>
		<category><![CDATA[karate]]></category>
		<category><![CDATA[kopenhagen]]></category>
		<category><![CDATA[madrid 2016]]></category>
		<category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[programmreform]]></category>
		<category><![CDATA[rio de janeiro 2016]]></category>
		<category><![CDATA[roller sports]]></category>
		<category><![CDATA[rugby]]></category>
		<category><![CDATA[softball]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele 2016]]></category>
		<category><![CDATA[squash]]></category>
		<category><![CDATA[tokio 2016]]></category>
		<category><![CDATA[urs lacotte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=3994</guid>
		<description><![CDATA[Vorhang auf fÃ¼r Mark Adams, den neuen Kommunikationsdirektor des IOC. Der 45-jÃ¤hrige EnglÃ¤nder, Nachfolger von Giselle Davies und zuletzt Direktor des Weltwirtschaftsforums im Genf, ist seit zwei Wochen im Amt. Zu seiner ersten Pressekonferenz wurde er vom IOC-Generaldirektor Urs Lacotte und Sportdirektor Christophe Dubi flankiert. â€žDie echt komplizierten Fragen stellen sie bitte Urs&#8221;, sagte Adams. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorhang auf fÃ¼r Mark Adams, den neuen Kommunikationsdirektor des IOC. Der <a title="IOC appoints new Director of Communications" href="http://www.olympic.org/uk/news/media_centre/press_release_uk.asp?id=2949" target="_blank">45-jÃ¤hrige EnglÃ¤nder</a>, Nachfolger von <a title="Giselle Davies ..." href="http://jensweinreich.de/?p=955" target="_self">Giselle Davies</a> und zuletzt Direktor des Weltwirtschaftsforums im Genf, ist seit zwei Wochen im Amt. Zu seiner ersten Pressekonferenz wurde er vom IOC-Generaldirektor Urs Lacotte und Sportdirektor Christophe Dubi flankiert. â€žDie echt komplizierten Fragen stellen sie bitte Urs&#8221;, sagte Adams. Da die Binnenpolitik des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) viele komplizierte Fragen bereit hÃ¤lt, erteilte Adams flink Dubi und Lacotte das Wort. Die Reform des olympischen Programms, seit Ewigkeiten diskutiert, kommt einfach nicht voran. IOC-FunktionÃ¤re drehen sich argumentativ im Kreis und verstricken sich in WidersprÃ¼che, die kaum aufzulÃ¶sen sind.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3995" title="Mark Adams, Jacques Rogge, Lausanne, Juni 2009" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/06/adams-rogge.jpg" alt="" width="500" height="541" /></p>
<p>Auf dem Papier liest sich alles einfach: 26 Sportarten stehen fÃ¼r die Sommerspiele 2012 in London im Programm. Die WeltverbÃ¤nde haben dafÃ¼r 33 VorschlÃ¤ge unterbreitet, Ã¼ber die das IOC-Exekutivkomitee entscheiden kann. Dazu zÃ¤hlen etwa der Teamwettbewerb im Tischtennis oder die Aufnahme des Frauenboxens. Im GroÃŸen und Ganzen ist das unkompliziert, sieht man einmal davon ab, dass der juvenile IOC-Sportdirektor Dubi die Fakten nicht so parat hat. So sprach er von drei Frauen-Gewichtsklassen &#8211; es sind aber fÃ¼nf mit je acht Boxerinnen. Geschenkt.</p>
<p>Viel verzwickter ist das Procedere zur Implementierung zwei neuer Sportarten fÃ¼r die Sommerspiele 2016. <a title="IGF Website" href="http://www.internationalgolffederation.org/" target="_blank">Golf</a>, <a title="IRB Website" href="http://www.irb.com/" target="_blank">Rugby</a>, <a title="WKF Website" href="http://www.karateworld.org/" target="_blank">Karate</a>, <a title="FIR Website" href="http://www.rollersports.org/default.asp?load=41885074A001" target="_blank">Inlineskating</a> und <a title="WSF Website" href="http://www.worldsquash.org/" target="_blank">Squash</a> wollen endlich dabei sein &#8211; <a title="IBAF Website" href="http://www.ibaf.org/" target="_blank">Baseball</a> und <a title="ISF Website" href="http://www.internationalsoftball.com/index.asp" target="_blank">Softball</a> wollen wieder rein, nachdem sie vergangenes Jahr in Peking Abschied nehmen mussten. Alle sieben VerbÃ¤nde prÃ¤sentierten sich am Montag vor dem IOC-Exekutivkomitee. Sie heuerten teure PR-Agenturen an, die weltweit fÃ¼r die Sache trommeln. Der Eingangsbereich zur olympischen Konzernzentrale war verstopft mit Limousinen im Wert von einigen Millionen Euro. Was fÃ¼r ein Fuhrpark, ein Traum fÃ¼r jeden AutohÃ¤ndler.</p>
<p>PrÃ¤sident Jacques Rogge, einst Olympiasegler und Rugby-Nationalspieler,Â hat diese Angelegenheit zur Chefsache gemacht. Er sagte am Dienstagabend, das System sei â€žtransparent, fair und kristallklar&#8221;. TatsÃ¤chlich? Rogge scherzte nicht etwa, er meinte es ernst.</p>
<p><span id="more-3994"></span>Dabei hat dasÂ IOCÂ noch nicht einmal den Bericht der Programmkommission, geleitet vom Italiener Franco Carraro, Ã¶ffentlich gemacht. Carraros Truppe hat, wie schon 2005, die Sommerspiele analysiert und zu allen Sportarten spannende Daten zusammengestellt: TV-Einschaltquoten, Zuschauerzahlen, Vermarktungsdetails, Berichterstattung in Printmedien, kontinentale Verbreitung, TV-Interesse an Weltmeisterschaften und vieles mehr. Aus diesem Datenwust lÃ¤sst sich leicht eine aussagekrÃ¤ftige Rangliste erstellen. Doch niemand ist daran interessiert, die StÃ¤rken und SchwÃ¤chen offen zu legen. Nach Fakten wird im Ringe-Business nicht entschieden, was man immer wieder auch an den Olympiabewerbungen sieht, wo zuletzt 1995 (ausgerechnet Salt Lake City!) die Stadt mit den besten Noten im Evaluierungsbericht gewann, sondern nach politischem KalkÃ¼l.</p>
<p>Das Exekutivkomitee wird auf der nÃ¤chsten Sitzung im August in Berlin festlegen, welche zwei Sportarten es der im Oktober in Kopenhagen tagenden Vollversammlung fÃ¼r 2016 vorschlÃ¤gt. Erst danach soll der Carraro-Bericht verÃ¶ffentlicht werden. Die IOC-Session muss dann mit einfacher Mehrheit entscheiden. Gut mÃ¶glich, dass auch diese Abstimmung zum Hornberger SchieÃŸen gerÃ¤t und endet wie die Sessionen 2002 in Mexiko-Stadt und 2005 in Singapur. Damals hatte Rogge Programmreformen versprochen, scheiterte aber kolossal. Denn letztlich sind alle derzeit 33 olympischen VerbÃ¤nde (26 Sommer, sieben Winter) mit dem Status Quo zufrieden. Ihre Lobbyisten unter den IOC-Mitgliedern sind es auch. Alle VerbÃ¤nde bekommen ihren Anteil vom olympischen Kuchen serviert. Ohne diese Millionen aus den FernsehvertrÃ¤gen des IOC kÃ¶nnten die meisten FÃ¶derationen nicht existieren.</p>
<p>FÃ¼r die abgelaufene Olympiade bis Peking 2008 hat das IOC unter den SommersportverbÃ¤nden 290 Millionen Dollar verteilt. Die VerbÃ¤nde werden in vier Zahlungsklassen unterteilt: In der Kategorie A sind allein die Leichtathleten und erhalten 28,5 Millionen. Die Sportarten der Kategorie B (Basketball, Radsport, FuÃŸball, Turnen, Schwimmen, Tennis, Volleyball) erhalten je 14 Millionen. Zur Kategorie C, dotiert mit 9,4 Millionen, zÃ¤hlen Rudern, Reiten, Handball und Hockey. Der Rest (Gruppe D) erhÃ¤lt je 7,9 Millionen Dollar. Manche VerbÃ¤nde finanzieren sich zu <a title="Lust und Frust: Olympische TV-Milliarden" href="http://jensweinreich.de/?p=2237" target="_self">90 Prozent Ã¼ber diesen olympischen TV-Anteil</a>.</p>
<p>Was also passiert, wenn in Kopenhagen keine Mehrheit fÃ¼r die zwei auserwÃ¤hlten Sportarten zusammenkommt? Erhalten dann jene fÃ¼nf, die vorher aussortiert wurden, eine zweite Chance? Sportdirektor Dubi und Generaldirektor Lacotte wissen es auch nicht so genau. â€žDann muss die Session entscheiden, wie es weitergeht&#8221;, glaubt Dubi. Tags darauf wusste es Rogge besser, oder soll man besser sagen: Er ordnete es an?</p>
<blockquote><p>â€žWenn die Session eine oder zwei Sportarten nicht akzeptiert, dann ist die Sache erledigt. Dann warten wir bis zur nÃ¤chsten Session und auf ein neues Wahlsystem.&#8221;</p></blockquote>
<p>Dann kÃ¶nnen sich die Olympia-Interessenten erst wieder in vier Jahren bewerben. Sie werden Rogges AnkÃ¼ndigung alarmiert zur Kenntnis nehmen.</p>
<p>AuÃŸerdem: Wenn das passieren sollte, wÃ¤re von 1996 bis 2020 keine Sportart neu ins Programm gekommen!</p>
<ul>
<li>Mein Beitrag in der <strong>Financial Times Deutschland</strong>: Reform des olympischen Programms: <a title="FTD vom 17. Juni 2009" href="http://www.ftd.de/sport/:Reform-des-olympischen-Programms-Wir-w%E4ren-so-gern-dabei/527891.html" target="_blank">Wir wÃ¤ren so gern dabei</a></li>
<li>Evi Simeoni in der <strong>FAZ</strong>: <a title="FAZ vom 17. Juni 2009" href="http://www.faz.net/s/Rub906784803A9943C4A3399622FC846D0D/Doc~EB54DCFAF96044459BDB85A2151386C0A~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Wie ein Freier vor einer schÃ¶nen Prinzessin</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/06/17/olympias-programmreform-transparent-fair-kristallklar/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lust und Frust: Olympische TV-Milliarden</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/12/09/lust-und-frust-olympische-tv-milliarden/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2008/12/09/lust-und-frust-olympische-tv-milliarden/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Dec 2008 19:09:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[ioc]]></category>
		<category><![CDATA[olympisches marketing]]></category>
		<category><![CDATA[olympisches programm]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[top-programm]]></category>
		<category><![CDATA[tv-rechte]]></category>
		<category><![CDATA[winterspiele]]></category>
		<category><![CDATA[athen 2004]]></category>
		<category><![CDATA[eastman kodak]]></category>
		<category><![CDATA[fernsehrechte]]></category>
		<category><![CDATA[fil]]></category>
		<category><![CDATA[gerhard heiberg]]></category>
		<category><![CDATA[icf]]></category>
		<category><![CDATA[johnson und johnson]]></category>
		<category><![CDATA[josef fendt]]></category>
		<category><![CDATA[kanu]]></category>
		<category><![CDATA[klaus schormann]]></category>
		<category><![CDATA[manulife]]></category>
		<category><![CDATA[marketingrechte]]></category>
		<category><![CDATA[moderner fÃ¼nfkampf]]></category>
		<category><![CDATA[olympische spiele]]></category>
		<category><![CDATA[rodeln]]></category>
		<category><![CDATA[sponsoren]]></category>
		<category><![CDATA[thomas bach]]></category>
		<category><![CDATA[uipm]]></category>
		<category><![CDATA[ullrich feldhoff]]></category>
		<category><![CDATA[walther trÃ¶ger]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=2237</guid>
		<description><![CDATA[Route de Vidy 9, CH-1007 Lausanne &#8211; ist dieÂ Adresse des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). AlljÃ¤hrlich fliegen in der Vorweihnachtszeit die Mitglieder des IOC-Exekutivkomitees zu ihren Jahresendsitzungen ein. Das mit den Jahreszeiten kriegt Google Ã¼brigens nicht hin, wie man sieht, auf Google Maps ist noch Sommer, und der neue Anbau zwischen altem und neuem Teil des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Route de Vidy 9, CH-1007 Lausanne &#8211; ist dieÂ Adresse des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). AlljÃ¤hrlich fliegen in der Vorweihnachtszeit die Mitglieder des IOC-Exekutivkomitees zu ihren Jahresendsitzungen ein. Das mit den Jahreszeiten kriegt Google Ã¼brigens nicht hin, wie man sieht, auf Google Maps ist noch Sommer, und der neue Anbau zwischen altem und neuem Teil des IOC-Headquarters ist auch noch nicht zu sehen. Ich werde morgen Fotos nachreichen:</p>
<p>Â </p>
<p>Ich bin via Genf gerade in Lausanne angekommen, diesmal im Hotel City nahe der IOC-Absteiger Palace, wo ich mich gleich mal an der Bar umschauen werde. Zur Einstimmung ein Beitrag zur seit einer Woche wieder heiÃŸ diskutierten Frage der olympischen TV-Vermarktung.Â Mich interessiert dabei weniger, welche Rekordsummen das IOC fÃ¼r die Winterspiele 2014 (Sotschi) und die Sommerspiele 2016 (werden im Oktober 2009 zwischenÂ Madrid, Rio de Janeiro, Tokio und Chicago vergeben) erlÃ¶sen kann. Dazu spÃ¤ter einmal mehr. Ich konzentriere mich zunÃ¤chst auf die Erwartungen der SportverbÃ¤nde und unterlege die Geschichte, die ich inÂ <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/1209/sport/0006/index.html" target="_blank">verschiedenen</a> <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/107/450824/text/" target="_self">Medien</a>Â verÃ¶ffentlicht habe,Â mit einigen IOC-Statistiken. <em>(Ich weiÃŸ, dass die Zahlen je nach Browser mitunter schlecht zu lesen sein werden, kann das aber im Moment leider nicht Ã¤ndern.)</em></p>
<p>Die olympischen TV-ErlÃ¶se:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2253" title="tv-sommer" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/12/tv-sommer.jpg" alt="" width="456" height="419" /></p>
<p><span id="more-2237"></span><img class="aligncenter size-full wp-image-2254" title="tv-winter" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/12/tv-winter.jpg" alt="" width="456" height="451" /></p>
<p>Das IOCÂ ist spÃ¤t dran und steht aus vielerlei GrÃ¼nden unter Druck. Das ist die olympische Welt nicht mehr gewÃ¶hnt: 1995/96 beispielsweise wurde in einer sagenhaften Schacherei die amerikanischen Rechte (NBC) und europÃ¤ischen Rechte (EBU) in zwei Paketen bis 2008 vergeben. SeitÂ der vergangenen Woche wissen wir nun, dass die European Broadcasting UnionÂ (EBU) erstmals seit einem halben Jahrhundert nicht kollektiv bedacht wird. <a href="http://www.sueddeutsche.de/656381/403/2663260/Geld-gegen-Gemeinschaft.html" target="_blank">&#8220;Geld gegen Gemeinschaft&#8221;</a>, die Rechte werden auf den europÃ¤ischen Territorien einzeln vermarktet, so wie es einst die ISL mit Kirch bei der FuÃŸball-WM 2002 und ansatzweise &#8211; bis zum Konkurs, dannÂ wurde der Job von Infront Ã¼bernommen &#8211; auch fÃ¼r 2006 erledigt hat. Auf diese Weise will das IOC eine Milliarde erlÃ¶sen, wobei die EBU nur 625 Millionen geboten hat.Â ARD und ZDF kÃ¶nnten spÃ¤ter doch noch anÂ die Bilder kommen. Aber nur, wenn sie den ZwischenhÃ¤ndlern, im GesprÃ¤ch sind die Agenturen Infront und Sportfive, einen deutlich hÃ¶heren Preis zahlen, als sie bisher zu zahlen bereit sind.</p>
<p>Im olympischen Sport wird die Abkehr vom alten Partner EBU durchaus mit Skepsis aufgenommen.</p>
<p>Das IOC gibt sich in der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise nicht mit der bisher Ã¼blichen, rund 30-prozentigen Steigerungsrate zufrieden, sondern strebt sogar 50 Prozent und mehr an. Nicht jeder ist darÃ¼ber glÃ¼cklich. So sagt das IOC-Mitglied Walther TrÃ¶ger: <strong>â€žWer die Fernsehrechte vergibt, muss in erster Linie dafÃ¼r sorgen, dass jeder Zugang hat, und erst in zweiter Linie dafÃ¼r, dass er Geld bekommt.&#8221;</strong> Allein in Deutschland wird der Spitzensport im kommenden Jahr Ã¼ber Bundesministerien mit fast einer Viertel Milliarde Euro aus Steuermitteln gefÃ¶rdert. TrÃ¶ger glaubt, daraus leite sich eine gewisse Berechtigung ab, dass die Fernsehrechte fÃ¼r moderate Summen an die Ã¶ffentlich-rechtlichen Sender gehen und der Steuerzahler nicht ein zweites Mal geschrÃ¶pft wird: â€žDas ist eine politische Frage.&#8221; Das IOC wolle mit hÃ¶heren Fernseheinnahmen die sich abzeichnenden Mindereinnahmen im Sponsorenprogramm ausgleichen, glaubt TrÃ¶ger. Zuletzt hatten mit Lenovo, Eastman Kodak, Manulife Financial ServicesÂ sowie Johnson &amp; Johnson vier Firmen ihren RÃ¼ckzug aus dem TOP-Sponsorenprogramm verkÃ¼ndet, das fÃ¼r 2009-2012 nur noch neun Partner umfasst. IOC-Marketingchef Gerhard Heiberg hat mehrfach verkÃ¼ndet, man wolle demnÃ¤chst zwei weitere Sponsoren gewinnen.</p>
<p>IOC-VizeprÃ¤sident Thomas Bach (UDIOCM)Â sieht keinen Grund zur Beunruhigung. â€žWenn die EBU jetzt nicht mehr dabei ist, heiÃŸt das doch nicht, dass Ã¶ffentlich-rechtliche Sender nicht dabei sind&#8221;, sagt Bach, der an den Verhandlungen beteiligt ist. â€žEs gilt ja auch der Ausschreibungsteil, der frei empfangbares Fernsehen zur Auflage macht. In Deutschland mÃ¼ssen mindestens 200 Stunden im freien Fernsehen Ã¼bertragen werden.&#8221; Die TV-Ausschreibung entsprÃ¤che europÃ¤ischen Richtlinien. WÃ¤re das EBU-Angebot, das deutlich geringer als das der verbliebenen Interessenten war, berÃ¼cksichtigt worden, wÃ¤re das IOC in BrÃ¼ssel wegen BegÃ¼nstigung zerpflÃ¼ckt worden.</p>
<p>Die meisten der 35 olympischen WeltverbÃ¤nde (28 im Sommer, 7 im Winter) kÃ¶nnten ohne ihren Anteil an den IOC-FernsehvertrÃ¤gen nicht existieren. WÃ¤hrend etwa der olympische TV-Anteil des FuÃŸballverbandes Fifa weniger als ein halbes Prozent am Fifa-Etat ausmacht, betrÃ¤gt er im BogenschieÃŸen, Segeln und Softball rund 85 Prozent. Ulrich Feldhoff, kÃ¼rzlich als PrÃ¤sident des Kanu-Weltverbandes (ICF) zurÃ¼ckgetreten und zum EhrenprÃ¤sidenten ernannt, beziffert den Olympia-Anteil an den ICF-Einnahmen auf 75 Prozent. Josef Fendt, PrÃ¤sident des Rodel-Weltverbandes (FIL), Ã¼berschlÃ¤gt rund 80 Prozent. Und FÃ¼nfkampf-WeltprÃ¤sident Klaus Schormann spricht fÃ¼r seine UIPM â€žauf Cash-Basis&#8221; von zwei Dritteln. Das kommt alles in etwa hin, wie diese Statistik beweist: Die Einnahmen der SommerverbÃ¤nde aus der IOC-TV-Vermarktung im VerhÃ¤ltnis zu ihren Gesamteinnahmen. Stand ist Athen 2004 &#8211; fÃ¼r Peking kenne ich noch keine Daten, aber man darf davon ausgehen, dass sich die Zahlen eher zugunsten des IOC-Anteils verschieben.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2248" title="percentage-ioc-revenue-if" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/12/percentage-ioc-revenue-if.jpg" alt="" width="500" height="505" /></p>
<p>Wer glaubt, mit hÃ¶heren Olympiaeinnahmen fÃ¼r die Zukunft gewappnet zu sein, kÃ¶nnte ein Waterloo erleben, sagt Feldhoff: â€žDenn wenn die Ã–ffentlich-Rechtlichen nicht mehr die Olympiarechte haben, werden sie vielleicht kaum noch an Weltmeisterschaften interessiert sein. Wenn ich aber in den vier Jahren zwischen den Olympischen Spielen gar keine TV-PrÃ¤senz habe, kann ich keine nennenswerten Drittmittel akquirieren. Kein Sponsor interessiert sich fÃ¼r eine Sportart ohne TV-PrÃ¤senz. Das ist ein Teufelskreis.&#8221; Josef Fendt sieht das Ã¤hnlich. â€žWir wÃ¼rden schon gern mehr Geld vom IOC bekommen&#8221;, sagt Fendt. â€žAber das Geld allein ist es nicht. Wir haben bei unseren eigenen TV-VertrÃ¤gen langfristig den Ã–ffentlich-Rechtlichen den Vorzug gegeben, obwohl die Summe etwas weniger war, als uns von anderer Seite angeboten wurde.&#8221;</p>
<p>Der Kanuverband hat seine Fernsehrechte am Weltcup und an Weltmeisterschaften bis 2012 fÃ¼r moderate Summen an die EBU verkauft, und zwar nicht weil der ehemalige PrÃ¤sident Feldhoff seit Jahrzehnten mit dem jetzigen EBU-Chef Fritz Pleitgen befreundet ist. Partner des Rodel-Weltverbandes ist die Sporta, Rechteagentur von ARD und ZDF. Auf diese Sender ist FÃ¼nfkampf-Boss Schormann nicht gut zu sprechen: Denn bei der WM 2007 in Berlin interessierten sich zunÃ¤chst nur Regionalprogramme. â€žErst nach den ersten Titeln fÃ¼r deutsche Athleten kamen auch ARD und ZDF&#8221;, Ã¤rgert sich Schormann noch heute. Er argumentiert deshalb reservierter als die Kollegen, steht aber vor demselben Dilemma: â€žWenn wir zwischen den Olympischen Spielen im Medienbereich prÃ¤senter wÃ¤ren, kÃ¶nnten wir neue SponsorenvertrÃ¤ge bekommen und uns weniger abhÃ¤ngig von den IOC-Einnahmen machen.&#8221;</p>
<p>Nach einer Erhebung der IOC-Programmkommission aus dem Jahr 2005 zu den 28 Sommersportarten haben drei VerbÃ¤nde (Segeln, BogenschieÃŸen, Taekwondo) keine eigenen TV-Einnahmen, drei weitere (SchieÃŸen, Triathlon, Softball) nur minimale und zehn VerbÃ¤nde gerade EinkÃ¼nfte in niedriger sechsstelliger HÃ¶he. In der HÃ¤lfte aller WeltverbÃ¤nde werden Weltmeisterschaften nur in einigenÂ Dutzend LÃ¤ndern Ã¼bertragen, wenn Ã¼berhaupt:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2251" title="wm-uebertragungen-if" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/12/wm-uebertragungen-if.jpg" alt="" width="342" height="634" /></p>
<p>FÃ¼r Feldhoff wÃ¤re es optimal, die Olympiarechte in irgendeiner Weise an den Verkauf der WM-Rechte zu koppeln. Das aber scheint utopisch. Fendt erklÃ¤rt, ihm wÃ¤re ein Olympia-Vertrag mit der EBU am liebsten und sichersten, dafÃ¼r wÃ¼rde er sogar auf hÃ¶here Einnahmen verzichten. TrÃ¶ger sagt: â€žMan muss auch mal Nein sagen kÃ¶nnen.&#8221; Sie alle erkennen die Gefahr: Kurzfristig profitieren die kleinen VerbÃ¤nde von hÃ¶heren olympischen TV-Einnahmen. Langfristig aber droht vielen FÃ¶derationen das Aus. Feldhoff: â€žViele haben noch gar nicht kapiert, was da auf uns zu kommt.&#8221;</p>
<p>Zum Abschluss noch eine Statistik aus Athen (Sommerspiele 2004), so teuer sind die TV-Produktionskosten fÃ¼r die einzelnen Sportarten:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2252" title="tv-production-costs" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/12/tv-production-costs.jpg" alt="" width="500" height="469" /></p>
<p>Wer mag, kann einen Teil der O-TÃ¶ne auch hÃ¶ren:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/12/07/dlf_20081207_1951_0bac104f.mp3" target="_self">:</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/12/09/lust-und-frust-olympische-tv-milliarden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>54</slash:comments>
<enclosure url="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/12/07/dlf_20081207_1951_0bac104f.mp3" length="3039744" type="audio/mpeg" />
		</item>
		<item>
		<title>Barack Obama: &#8220;Let the Games begin!&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/11/06/barack-obama-let-the-games-begin/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2008/11/06/barack-obama-let-the-games-begin/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 Nov 2008 19:48:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[barack obama]]></category>
		<category><![CDATA[chicago 2016]]></category>
		<category><![CDATA[ioc]]></category>
		<category><![CDATA[john mccain]]></category>
		<category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[chicago tribune]]></category>
		<category><![CDATA[david axelrod]]></category>
		<category><![CDATA[jÃ¼rgen kalwa]]></category>
		<category><![CDATA[london 2012]]></category>
		<category><![CDATA[los angeles times]]></category>
		<category><![CDATA[oca]]></category>
		<category><![CDATA[paso]]></category>
		<category><![CDATA[patrick ryan]]></category>
		<category><![CDATA[philip hersh]]></category>
		<category><![CDATA[rahm emanuel]]></category>
		<category><![CDATA[richard daley]]></category>
		<category><![CDATA[richard pound]]></category>
		<category><![CDATA[sotschi 2014]]></category>
		<category><![CDATA[tokio 2016]]></category>
		<category><![CDATA[tony blair]]></category>
		<category><![CDATA[transition team]]></category>
		<category><![CDATA[tsunekazu takeda]]></category>
		<category><![CDATA[valerie jarrett]]></category>
		<category><![CDATA[waldimir putin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=1530</guid>
		<description><![CDATA[Ich habe kÃ¼rzlich dargelegt, warum ein Wahlsieg von John McCain derÂ TodesstoÃŸ fÃ¼r Chicagos Olympiabewerbung gewesen wÃ¤re. Mit Barack Obama bekommt dieÂ Bewerbung nunÂ einen ernstzunehmenden Drive. Auch wenn Obama derzeit Wichtigeres zu tun hat, als Ã¼ber die Olympischen Sommerspiele 2016 zu schwadronieren: Chicago darf wiederÂ hoffen, ist nicht mehr aussichtlos gegen Madrid, Tokio und Rio.Â JÃ¼rgen Kalwa meint, ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe kÃ¼rzlich dargelegt, warum ein Wahlsieg von John McCain derÂ <a href="http://jensweinreich.de/?p=1515" target="_self">TodesstoÃŸ fÃ¼r Chicagos Olympiabewerbung</a> gewesen wÃ¤re. Mit Barack Obama bekommt dieÂ Bewerbung nunÂ einen ernstzunehmenden Drive. Auch wenn Obama derzeit Wichtigeres zu tun hat, als Ã¼ber die Olympischen Sommerspiele 2016 zu schwadronieren: Chicago darf wiederÂ hoffen, ist nicht mehr aussichtlos gegen Madrid, Tokio und Rio.Â <a href="http://jensweinreich.de/?p=1515#comment-2819" target="_self">JÃ¼rgen Kalwa</a> meint, ich wÃ¼rde zuviel spekulieren (u. a. in einem Beitrag fÃ¼r die <a href="http://www.sueddeutsche.de/,ra5m1/sport/874/316754/text/" target="_blank">SZ</a> und einem etwas lÃ¤ngeren fÃ¼r die <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/1106/sport/0006/index.html" target="_blank">BLZ</a>). Ich glaube nicht, dass zuviel spekuliert wird, aber ichÂ <a href="http://jensweinreich.de/?p=1524" target="_self">verklage</a> JÃ¼rgen Kalwa nicht gleich, sondern trage noch einige Argumente vor. Philip Hersh trÃ¤gt in seinem Blog in der Chicago Tribune (und in der Los Angeles Times)Â beinahe deckungsgleiche Argumente zusammen: <a href="http://newsblogs.chicagotribune.com/sports_globetrotting/2008/11/obama-and-the-o.html" target="_blank">&#8220;Obama and the Olympis: the secret is out&#8221;</a>. Sage nur niemand, ich hÃ¤tte abgeschrieben. Meine Zeitungstexte waren schon gedruckt, als ich Hersh per Google alert las :)</p>
<p>Ich habe im Laufe des Jahres mehrfach mit Chicagos Bewerbern Ã¼ber Obamas Rolle gesprochen, im Juni in Athen und im August in Peking. Sie haben sich verstÃ¤ndlicher Weise mit Zitierbarem zurÃ¼ckgehalten, um McCain nicht zu verprellen. Off the records aber haben sie klar gemacht, dass sie voll auf den Obama-Faktor setzen. Das kann man ihnen kaum verÃ¼beln.Â HÃ¶ren wir Obama selbst, am 6. Juni 2008, kurz nachdem Chicago vom IOC-Exekutivkomitee zu den vier Finalisten (neben Tokio, Madrid und Rio) gewÃ¤hlt wurde &#8211; zur Candidate City.Â Er wohnt Ã¼brigens &#8211; vor seinem Umzug ins WeiÃŸe Haus &#8211; nurÂ zwei Blocks von jenerÂ Stelle entfernt, wo das Olympiastadion gebaut werden soll. Und er sagt, er wÃ¼rde die Spiele gern erÃ¶ffnen, im Sommer 2016, wenn seine zweite Amtszeit als US-PrÃ¤sident zu Ende geht. Die zweite Amtszeit, sagt er &#8211; tatsÃ¤chlich:</p>
<blockquote><p>In the interest of full disclosure, I have to let you know that in 2016, I&#8217;ll be wrapping up my second term as President. So I can&#8217;t think of a better way than to be marching into Washington Park alongside Mayor Daley &#8230; as President of the United States and announcing to the world, <strong>&#8216;Let the games begin!&#8217;</strong></p></blockquote>
<p>Das Video dazu (ab 1:49).</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="349" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/lHMO2Lp0thI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/v/lHMO2Lp0thI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p>Das ist doch mal ein Wort. Und eben dieses Video haben Chicagos Bewerber um Pat Ryan kÃ¼rzlich schon bei der Paso-Vollversammlung (amerikanische NOK-Vereinigung) in Acapulco und der Vollversammlung der asiatischen NOK-Vereinigung (Oca) auf Bali prÃ¤sentiert. Wenn sie demnÃ¤chst bei Europas Sportgipfel in Istanbul antanzen, werden sie garantiert Sequenzen aus Obamas &#8220;Acceptance Speech&#8221; im Grant Park vorfÃ¼hren.</p>
<p><span id="more-1530"></span>Ich weiÃŸ gar nicht genau, warum die Japaner gleich so nervÃ¶s werden. Schon gestern sagte deren NOK-PrÃ¤sident Tsunekazu Takeda: &#8220;I wonder how IOC members will react when Mr Obama appears in a presentation for Chicago.&#8221; Dass Obama am 2. Oktober 2009 bei der entscheidenden IOC-Vollversammlung in KopenhagenÂ die BÃ¼tt steigen wird, gilt als ausgemacht. Richard Pound sagt: &#8220;It is going to be hard for him (Obama) to find time in his first year in office, but if he could come to Europe one or two days early and talk with members, it could be a major factor. That is how London won.&#8221; FÃ¼r London hatte sich im Juli 2005 in Singapur Tony Blair engagiert &#8211; im Juli 2007 dealte <a href="http://jensweinreich.de/?p=72" target="_self">Wladimir</a> <a href="http://jensweinreich.de/?p=1344" target="_self">Putin</a> fÃ¼r Sotschi. Beide waren erfolgreich. (Noch mal etwas PersÃ¶nliches: So eine Olympiabewerbung ist eine feine Sache, da kann man mal all die Polit-Promis des Planeten live erleben. Ich erinnere mich an die Session in Singapur, als ich an einem Morgen um 7 Uhr/wegen der Zeitverschiebung/ zunÃ¤chst beim FrÃ¼hstÃ¼ck mit Hillary war, danach flink ins Taxi hÃ¼pfte, um den Termin mit Blair noch zu schaffen.)</p>
<p>Ein Grundkonflikt, den Chicago bzw. das amerikanische Olympiakomitee USOC mit dem IOC, der Vereinigung Nationaler Olympischer Komitees (ANOC) und den olympischen SportweltverbÃ¤nden austragen muss, bleibt natÃ¼rlich bestehen: Das USOC wird noch vor Kopenhagen auf einen Teil seiner Einnahmen aus den olympischen MarketingvertrÃ¤gen verzichten mÃ¼ssen. Worum es genau geht, habe ich <a href="http://jensweinreich.de/?p=224" target="_self">hier beschrieben</a>. Seither gab es zwar ein (oder zwei) Treffen, doch entschieden ist noch nichts.</p>
<p>In der 2016-BewerbungÂ spielen viele Faktoren eine Rolle. Auch der Obama-Faktor. In KÃ¼rze sollen GesprÃ¤che zwischenÂ Obamas Wahlkampfteam und den Olympiabewerbern stattfinden. Einige Obama-Helfer, die nicht im Stab des WeiÃŸen Hauses unterkommen, suchen einen neuen Job. Es muss nicht unbedingt der Spindoktor David Axelrod sein, einst Journalist bei der Tribune, der wohl mit nach Washington wechselt. Es bleiben viele andere. Schaut man sich die Personen inÂ Obamas <strong>Transition Team</strong> an (gerade wurde Ã¼brigens seine neue Webite <a href="http://www.change.gov">www.change.gov</a> gelauncht, momentan wegen Ãœberlastung kaum zu erreichen), ergeben sich etliche Ãœberschneidungen: So wird der Kongressabgeordnete Rahm Emanuel, ein frÃ¼herer Clinton-Berater, als Stabschef des White House gehandelt. Valerie Jarrett,Â Vizechefin des olympischen Bewerbungskomitees, die schon 2004 als Finanzchefin zu Obamas Senatoren-Wahlkampfteam zÃ¤hlte, gehÃ¶rt jetzt zu den SchlÃ¼sselkrÃ¤ften des Transition Teams.</p>
<p>Die direkte Beziehung zwischen dem WeiÃŸen Haus und den Bewerbern ist also gegeben. Warten wir mal ab. DemnÃ¤chst habeÂ ich Gelegenheit, mich auch wieder in der Spezialdemokratie des IOC umzuhÃ¶ren.</p>
<p>To be continued.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/11/06/barack-obama-let-the-games-begin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Korruption im Welt-Handball oder: der Pharao der IHF</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/09/29/korruption-im-welt-handball-oder-der-pharao-der-ihf/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2008/09/29/korruption-im-welt-handball-oder-der-pharao-der-ihf/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 16:12:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[handball]]></category>
		<category><![CDATA[hassan moustafa]]></category>
		<category><![CDATA[ihf]]></category>
		<category><![CDATA[ioc]]></category>
		<category><![CDATA[korruption]]></category>
		<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
		<category><![CDATA[scheich al-sabah]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[al-sabah]]></category>
		<category><![CDATA[alexander koschukow]]></category>
		<category><![CDATA[almaty]]></category>
		<category><![CDATA[anne gsell]]></category>
		<category><![CDATA[Ã¤gypten]]></category>
		<category><![CDATA[basel]]></category>
		<category><![CDATA[bestechung]]></category>
		<category><![CDATA[cas]]></category>
		<category><![CDATA[christer ahl]]></category>
		<category><![CDATA[dhb]]></category>
		<category><![CDATA[erik eggers]]></category>
		<category><![CDATA[frank birkefeld]]></category>
		<category><![CDATA[horst bredemeier]]></category>
		<category><![CDATA[jacques rogge]]></category>
		<category><![CDATA[japan]]></category>
		<category><![CDATA[jÃ¼rgen steib]]></category>
		<category><![CDATA[kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[korea]]></category>
		<category><![CDATA[kuwait]]></category>
		<category><![CDATA[kyung-shin yoon]]></category>
		<category><![CDATA[manipulation]]></category>
		<category><![CDATA[miguel roca]]></category>
		<category><![CDATA[ndr]]></category>
		<category><![CDATA[oca]]></category>
		<category><![CDATA[sÃ¼dkorea]]></category>
		<category><![CDATA[schiedsrichter]]></category>
		<category><![CDATA[spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[sportgerichtshof]]></category>
		<category><![CDATA[thomas bach]]></category>
		<category><![CDATA[toyota]]></category>
		<category><![CDATA[ulrich strombach]]></category>
		<category><![CDATA[walther trÃ¶ger]]></category>
		<category><![CDATA[wolfgang gremmel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=1106</guid>
		<description><![CDATA[Achtung, dies wird ein hundsgemein langer Blogeintrag, der hÃ¤tte schon lÃ¤ngst geschrieben werden mÃ¼ssen. Das Thema rechtfertigt die LÃ¤nge: Der freie Journalist Erik EggersÂ Ã¤rgert seit einem Jahr die FunktionÃ¤re des Handball-Weltverbandes IHF gewaltig, allen voran Hassan Moustafa, den Ã¤gyptischen PrÃ¤sidenten. NatÃ¼rlich auch den kuwaitischen Scheich Ahmed Al-Fahad Al-Ahmed Al-Sabah, den &#8220;Freund und Kollegen&#8221; des DOSB-PrÃ¤sidenten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Achtung, dies wird ein hundsgemein langer Blogeintrag, der hÃ¤tte schon lÃ¤ngst geschrieben werden mÃ¼ssen. Das Thema rechtfertigt die LÃ¤nge: Der freie Journalist <strong>Erik EggersÂ </strong>Ã¤rgert seit einem Jahr die FunktionÃ¤re des Handball-Weltverbandes IHF gewaltig, allen voran Hassan Moustafa, den Ã¤gyptischen PrÃ¤sidenten. NatÃ¼rlich auch den kuwaitischen Scheich Ahmed Al-Fahad Al-Ahmed Al-Sabah, den &#8220;<a href="http://jensweinreich.de/?p=1059" target="_self">Freund und Kollegen</a>&#8221; des DOSB-PrÃ¤sidenten (hier im Blog UDIOCM genannt), der es immerhinÂ in die Siemens-Akten gebracht hat.</p>
<p>Da sind wirÂ mitten im Thema: Handballgate,Â <a href="http://jensweinreich.de/?page_id=27" target="_self">Korruption im Sportbusiness</a>. Der jÃ¼ngste Coup von Erik EggersÂ ist heute u. a. in der Frankfurter Rundschau nachzulesen:Â â€œ<a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/sport/aktuell/?em_cnt=1604121&amp;" target="_blank"><span style="color: #6b8e23;">Bestechung auf Pump &#8211; DHB versuchte 2002 vergeblich, die WM 2005 zu kaufen</span></a>â€œ. Hier ist das Dokument dazu, das ich wie die nachfolgenden Texte und Dokumente mit freundlicher Genehmigung von Erik Eggers verÃ¶ffentliche:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1107" title="ihf-fax-an-dhb" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/09/ihf-fax-an-dhb.jpg" alt="" width="500" height="494" /></p>
<p>Das also ist die jÃ¼ngste Geschichte:</p>
<blockquote><p><strong>Bestechung auf Pump</strong></p>
<p><em>Der Deutsche Handball-BundÂ versuchte 2002 vergeblich, die WM 2005 zu kaufen</em></p>
<p>Der Plan klang gut: vier groÃŸen Handballern sollte ein denkwÃ¼rdiger Abschied vor eigenem Publikum bereitet werden: Stefan Kretzschmar, Christian Schwarzer, Klaus-Dieter Petersen und Volker Zerbe. Als die FunktionÃ¤re des Deutschen Handball-Bundes (DHB) und Bundestrainer Heiner Brand im November 2002 zum Kongress der Internationalen Handball-FÃ¶deration (IHF) nach St. Petersburg flogen, um die WM 2005 nach Deutschland zu holen, war DHB-Boss Ulrich Strombach noch zuversichtlich. Er habe ein &#8220;sehr, sehr gutes GefÃ¼hl&#8221;, sagte der Anwalt aus Gummersbach.</p>
<p>Heraus kam bekanntlich eine sensationelle 44:46-Abstimmungsniederlage gegen Tunesien, und Strombach schimpfte Ã¶ffentlich auf gekaufte &#8220;Stimmkartelle&#8221;, die IHF-PrÃ¤sident Hassan Moustafa organisiert habe. Moustafa sei fÃ¼r ihn ein &#8220;toter Mann&#8221;, wÃ¼tete Strombach, er forderte &#8220;grÃ¶ÃŸere Transparenz&#8221; und sprach sogar Ã¼ber einen WM-Boykott. Erst als der DHB zwei Jahre spÃ¤ter die WM 2007 erhielt, geriet die Episode in Vergessenheit.</p>
<p>Nun holt ihn diese Geschichte wieder ein. Nach Informationen des NDR-Sportclubs und der Frankfurter Rundschau hat die DHB-FÃ¼hrung damals fÃ¼r 50.000 US-Dollar die WM kaufen wollen. Wie DHB-VizeprÃ¤sident Horst Bredemeier und DHB-Schatzmeister Wolfgang Gremmel bestÃ¤tigten, hatte der Handballbund dem favorisierten Mitbewerber aus Russland vor dem entscheidenden Wahlgang diese Summe fÃ¼r einen RÃ¼ckzug versprochen. Die Russen schlugen ein.</p>
<p>Als aber der DHB die Wahl dennoch verlor, weil die Tunesier offensichtlich ebenfalls bestochen hatten, war das Dilemma groÃŸ. Denn nun musste der DHB fÃ¼r die 50.000 Dollar aufkommen, die eigentlich ein WM-Sponsor aus der Wirtschaft hatte zahlen wollen. Die Zwangslage bestand darin, berichtet Gremmel, dass der versuchte WM-Kauf ein Alleingang der DHB-Spitze gewesen war &#8211; ohne die Gremien zu informieren. Kenntnis hatten laut Gremmel DHB-PrÃ¤sident Strombach, Bredemeier und er selbst. &#8220;Ich als Schatzmeister musste das doch verbuchen&#8221;, sagt er. Strombach will derzeit keine Stellung nehmen.<span id="more-1106"></span></p>
<p>Ein weiteres Problem war damals die klamme Finanzlage des DHB. Deswegen erhielt der russische Handballverband zunÃ¤chst nur 10.000 Dollar. Den Rest blieb der DHB bis Dezember 2005 schuldig. Erst nach einem KrisengesprÃ¤ch zwischen den beteiligten VerbÃ¤nden und der IHF am Rande der World Games 2005 in Duisburg gab es folgende LÃ¶sung: Der Weltverband schoss 40.000 Dollar fÃ¼r den DHB vor. &#8220;Die Verrechnung erfolgt mit der Zahlung fÃ¼r die WM 2007 in Deutschland&#8221;, heiÃŸt es in einem zusammenfassenden Fax-Brief der IHF an Strombach, der dem NDR und der Frankfurter Rundschau vorliegt. Mittlerweile war die WM 2007 an den DHB vergeben worden.</p>
<p>Bizarr ist diese Bestechung auf Pump in mehrfacher Hinsicht. Erstens tolerierte der Weltverband die Wahl-Korruption nicht nur, er finanzierte sie im Nachhinein sogar. Zweitens setzten Strombach &amp; Co. Geld des DHB ein, ohne dafÃ¼r legitimiert gewesen zu sein. Drittens erweist sich Strombach im Nachhinein als Heuchler, wenn er damals Ã¼ber Stimmenkartelle zeterte, gleichzeitig aber den favorisierten Mitbewerber mit Geld zum RÃ¼ckzug bewegt hatte.</p>
<p>Sanktionen seitens des Weltverbandes hat der DHB angesichts der Verwicklung der IHF nicht zu befÃ¼rchten. Aus Reihen der LandesverbÃ¤nde jedoch regt sich starke Kritik am autokratischen FÃ¼hrungsstil des PrÃ¤sidenten. &#8220;Das wird ein heiÃŸer Bundestag&#8221;, kÃ¼ndigt Holger Nickert vom badischen Verband vor der DHB-Vollversammlung am Samstag an.</p>
<p><small>verÃ¶ffentlicht am 29. September 2008 u. a. in der Frankfurter Rundschau</small></p></blockquote>
<p>Da kann man mal sehen, wie naiv ich damals war. In meinem Artikel fÃ¼r die Berliner Zeitung im Dezember 2002 &#8211; &#8220;<a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2002/1203/sport/0019/index.html" target="_blank">Ein Fall fÃ¼r das Schiedsgericht</a>&#8221; &#8211; wurde ein Zitat von Strombach eingeblockt: <strong>&#8220;Wir sind von der Richtigkeit unseres Weges Ã¼berzeugt&#8221;</strong>. Mal sehen, ob das die Delegierten des DHB-Bundestages auch so sehen.</p>
<p>Zuvor hatte Erik Eggers die Korruption bei der Olympiaqualifikation fÃ¼r die Sommerspiele 2008 in Peking aufgedeckt. Die wichtigsten Artikel:</p>
<blockquote><p><strong>SÃ¼dkoreaner sprechen von Betrug</strong></p>
<p><em>Manipulationsverdacht bei der Asien-Qualifikation fÃ¼rs olympische Handballturnier in Peking</em></p>
<p><span style="font-size: xx-small;">verÃ¶ffentlicht am 17. Oktober 2007 u. a. in der Frankfurter Rundschau</span></p>
<p>&#8220;Normalerweise&#8221;, sagt Kyung-Shin Yoon, &#8220;gewinnen wir gegen ein Team wie Kuwait mit zehn Toren&#8221;. Im September jedoch war alles anders. Als der koreanische Handballstar im japanischen Toyota-Stadt das Olympiaticket fÃ¼r Peking lÃ¶sen wollte, sah die Fachwelt VerblÃ¼ffendes: SÃ¼dkorea, das neben dem Weltklasse-LinkshÃ¤nder Yoon (HSV Hamburg) auch den Balinger Chi-Hyo Cho in seinen Reihen hatte, verlor das Auftaktspiel gegen Kuwait 20:28 &#8211; weil die jordanischen Schiedsrichter Alshobali/Hirzallach die Koreaner, wie neutrale Augenzeugen und Videoaufnahmen bestÃ¤tigen, mit dreisten Entscheidungen um den Sieg brachten. &#8220;Das war kein Handball mehr&#8221;, klagt Yoon und scheut sich nicht, von &#8220;Betrug&#8221; und &#8220;Manipulation&#8221; zu sprechen.</p>
<p>Wie eine Satire auf den Handball wirken die Bilder des koreanischen Fernsehens. In der ersten Halbzeit wurde dem Olympiazweiten von 1988 jeder Angriff mit KÃ¶rperkontakt als StÃ¼rmerfoul ausgelegt, die Kuwaitis profitierten nach harmlosen ZweikÃ¤mpfen von Siebenmetern. Der Betrug war so offensichtlich, dass sogar die japanischen Zuschauer irgendwann den Erzrivalen aus Korea anfeuerten. &#8220;Das Publikum hat aus Wut Flaschen aufs Spielfeld geworfen&#8221;, berichtet Yoon. Es half nichts: Kuwait hat das nun Olympiaticket.</p>
<p>Derlei Manipulation hat bei asiatischen Qualifikationen Tradition. BÃ¶se verpfiffen wurden die Koreaner bereits im Iran, als es um die Teilnahme an der WM 2003 ging. Als Konsequenz schickt die IHF seither offizielle Beobachter zu den Turnieren. Wie sich nun zeigt: ohne Erfolg. Selbst IHF-Supervisor Alexander Kozhukow musste dem Skandalspiel machtlos zusehen. &#8220;Das ist kein Sport&#8221;, soll Kozhukow wÃ¤hrend der Partie gezischt haben, so hat es Noriyuki Ichihara, VizeprÃ¤sident des japanischen Handball-Verbands, Zeitungen gegenÃ¼ber berichtet. &#8220;Jetzt bemÃ¼ht Euch mal um Fairness und Korrektheit&#8221;, habe Kozhukow die jordanischen Schiedsrichter in der Halbzeit angeherrscht.</p>
<p>Unternehmen will die IHF trotz des offenkundigen Betrugs nichts. &#8220;Kuwait hat zurecht gewonnen, das Ranking in Japan ist in Ordnung&#8221;, sagte IHF-GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Frank Birkefeld, eine Neuansetzung sei &#8220;nicht nÃ¶tig&#8221;. Alarmierte deutsche HandballfunktionÃ¤re sehen das anders. &#8220;Das sind sportpolitische Entscheidungen, die mit Fair Play nicht zu tun haben&#8221;, schimpft Rainer Witte, VizeprÃ¤sident des Deutschen Handball-Bundes. Und fÃ¼r Frank Bohmann, GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer der Bundesliga, &#8220;schadet das dem gesamten Handball. Das muss in der IHF Konsequenzen haben.&#8221;</p>
<p>Dass sich etwas Ã¤ndert, ist nach Lage der Dinge unwahrscheinlich. Als Drahtzieher der Manipulationen gilt der kuwaitische Scheich Ahmed Al-Fahad Al Sabah, PrÃ¤sident des Asiatischen Kontinentalverbandes (AHF). Die Schiedsrichter seien bestochen, heiÃŸt es, oder aber die AHF-FunktionÃ¤re arbeiteten mit Drohungen. Warum die IHF nicht auf die Machenschaften reagiert, ist in der Fachwelt kein Geheimnis: Der Scheich gilt als guter Freund des Ã¤gyptischen IHF-PrÃ¤sidenten Hassan Moustafa.</p>
<p>Perfekt macht den Skandal, dass die IHF, wie Birkefeld bestÃ¤tigt, den SÃ¼dkoreanern zuvor schriftlich versprochen hatte, das renommierte deutsche Schiedsrichterpaar Lemme/Ullrich werde die entscheidende Partie gegen Kuwait leiten. Die beiden Magdeburger, Leiter des WM-Finales 2005, waren bass erstaunt, als sie drei Stunden vor Anpfiff vom Einsatz der Jordanier erfuhren.</p></blockquote>
<p>Das sÃ¼dkoreanische Fernsehen berichtet &#8211; und man kann die Schiebung auch ohne koreanische Sprachkenntnisse wahrnehmen:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="349" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/NlwLZliSVKE&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;border=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/v/NlwLZliSVKE&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;border=1" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Bericht und Interview mit Kyung-Shin Yoon im NDR:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="349" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/oeo_mhDztYI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;border=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/v/oeo_mhDztYI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;border=1" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<blockquote><p><strong>&#8220;MafiÃ¶se Strukturen&#8221;</strong></p>
<p><em>Das IOC will nicht ruhig zusehen, wenn in der Olympiaqualifikation offenbar bestochen wird. Dem Handball droht in letzter Konsequenz der Ausschluss von den Spielen</em></p>
<p><span style="font-size: xx-small;">verÃ¶ffentlicht am 1. November 2007 u. a. in der Financial Times Deutschland</span></p>
<p>Die Angelegenheit ist heikel. Wie geht man gegen Korruption vor, ohne den Ruf der Sportart zu beschÃ¤digen? Das fragen sich momentan diejenigen FunktionÃ¤re in der Internationalen HandballfÃ¶deration (IHF), die sportliche Gerechtigkeit wollen. Der Manipulationsskandal beim olympischen Qualifikationsturnier der Asiatischen HandballfÃ¶deration (AHF), der Anfang September dem krassen AuÃŸenseiter Kuwait das Olympiaticket fÃ¼r Peking 2008 ermÃ¶glichte, hat den Handball in arge BedrÃ¤ngnis gebracht. Aufgeschreckt durch Presseberichte und den wÃ¼tenden Protest des koreanischen Olympischen Komitees bittet nun nÃ¤mlich auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) um rasche AufklÃ¤rung.</p>
<p>Offenbar befÃ¼rchtet das IOC um den PrÃ¤sidenten Jacques Rogge, der sich den Kampf gegen Korruption auf die Fahnen geschrieben hat, einen schweren Imageschaden fÃ¼r die olympische Bewegung. Noch gibt es aus der IOC-Zentrale in Lausanne kein offizielles Statement zu diesem Fall. Doch hinter den Kulissen rumort es, und nicht nur die beiden deutschen IOC-Mitglieder warnen. &#8220;Wenn es sich um eine Olympiaqualifikation handelt, dann muss das IOC eingreifen. Da kÃ¶nnen wir uns nicht raushalten&#8221;, sagt Walther TrÃ¶ger. Die Hoheit liege bei den FachverbÃ¤nden, erklÃ¤rt IOC-VizeprÃ¤sident Thomas Bach, &#8220;allerdings beobachten wir, was im Handball passiert&#8221;. Das Beispiel des Boxens zeige, dass das IOC bei KorruptionsfÃ¤llen nicht untÃ¤tig bleibe: &#8220;Dort haben wir Reformen angemahnt und auch nach vorne getrieben, etwa im Schiedsrichterwesen.&#8221; Sollte die Korruption im Handball kein Ende nehmen, sei sogar der Status als olympische Sportart in Gefahr, drohen manche im IOC.</p>
<p>Das Video, das mittlerweile in Lausanne vorliegt, lÃ¤sst keine Zweifel an der Schiedsrichtermanipulation. Im ersten Spiel des Qualifikationsturniers von Toyota-Stadt hatten die beiden jordanischen Referees Alshobali und Hirzallach die kuwaitische Mannschaft mit zahlreichen klaren Fehlentscheidungen zuungunsten der hochfavorisierten SÃ¼dkoreaner zu einem 28:20-Sieg gepfiffen. Perfekt machte den Skandal, dass die IHF dem sÃ¼dkoreanischen Handballverband zuvor den Einsatz des deutschen Spitzenschiedsrichtergespanns Lemme/Ullrich (Magdeburg) zugesagt hatte. Die angereisten Referees wurden kurz vor Spielbeginn abberufen.</p>
<p>In Asiens Handball hat Schiebung Tradition &#8211; bereits 2003 waren die SÃ¼dkoreaner in einer WM-Qualifikation aus Protest dazu Ã¼bergegangen, den Ball ins eigene Tor zu werfen. Auch aus afrikanischen Olympiaqualifikationen sind Schiedsrichterskandale bekannt. Etwa als Ã„gypten 2003 das entscheidende Spiel gegen Tunesien gewann und sich damit das Ticket fÃ¼r Athen 2004 sicherte. Das bestÃ¤tigten damals jedenfalls Mitarbeiter der IHF und versprachen Untersuchungen &#8211; die bislang im Sande verliefen.</p>
<p>Bindeglied zwischen beiden Skandalspielen ist eine unheilvolle Koalition zwischen Weltverband und asiatischem Kontinentalverband. Der Ã¤gyptische IHF-PrÃ¤sident Hassan Moustafa und der kuwaitische AHF-Chef Scheich Ahmad al-Fahad al-Sabah &#8211; man half sich schon bei der Inthronisierung &#8211; gelten als enge VerbÃ¼ndete. Sie decken sich gegenseitig, wenn sie sich auf illegalem Wege Olympiatickets organisieren &#8211; und &#8220;ignorieren dabei schon seit Jahren jegliches sportliches Fair Play&#8221;, wie ein HandballfunktionÃ¤r klagt. Deutsche LigafunktionÃ¤re wie der Balinger Manager GÃ¼nther Kirschbaum bezeichnen das Milieu um Moustafa als &#8220;mafiÃ¶se Strukturen&#8221;. Dabei gehÃ¶rt der kuwaitische Scheich dem IOC seit 1992 an.</p>
<p>Eigentlich bleibt der IHF nur ein einziger Ausweg aus der Misere: eine Wiederholung des Turniers unter regulÃ¤ren UmstÃ¤nden. IHF-PrÃ¤sident Moustafa soll diesen Vorschlag, so wird in der Zentrale des Handball-Weltverbands hinter vorgehaltener Hand berichtet, wÃ¼tend abgelehnt haben. Ein entsprechender Antrag fÃ¼r die nÃ¤chste IHF-Ratssitzung im Dezember, dem hÃ¶chsten Gremium zwischen den Kongressen, soll bereits dennoch formuliert sein. Auch das olympische Qualifikationsturnier der Frauen in Almaty, wo sich der Handballzwerg Kasachstan sensationell gegen Vizeolympiasieger SÃ¼dkorea durchsetzte, bedarf wohl einer strengen Untersuchung: Auch hier kam es nach Aussage von sÃ¼dkoreanischen FunktionÃ¤ren zu skandalÃ¶sen Schiedsrichterauftritten. Vor Spielbeginn soll die schwedische IHF-FunktionÃ¤rin Carin Nilsson Green, die als Supervisorin vorgesehen war, von IHF-PrÃ¤sident Moustafa zurÃ¼ckgepfiffen worden sein.</p>
<p>Angesprochen auf die VorgÃ¤nge, windet sich die neue IHF-GeschÃ¤ftsfÃ¼hrerin Hala Helmy: Das alles seien VorgÃ¤nge aus der Zeit vor ihrem Amtsantritt. Dabei ist die Schweizerin mit Ã¤gyptischen Wurzeln, die als reine ErfÃ¼llungsgehilfin des Ã¤gyptischen PrÃ¤sidenten gilt, schon seit August eingearbeitet worden und kennt alle Facetten der jÃ¼ngsten Skandale.</p>
<p>Den FunktionÃ¤ren, die auf eine Wiederholung der Qualifikationsspiele drÃ¤ngen, dauert die BewÃ¤ltigung viel zu lang. Zumal die Zeit drÃ¤ngt: Bis Ende Januar mÃ¼ssen die kontinentalen Qualifikationen laut IOC-Reglement abgeschlossen sein. Kyung-Shin Yoon, der betrogene koreanische Star in Diensten des HSV Hamburg, hat vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung zumindest wieder etwas Zuversicht getankt: &#8220;Hoffentlich gibt es eine Wiederholung mit neutralen Schiedsrichtern.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die <a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/09/korea-beschwerde.pdf" target="_blank">Beschwerde der Koreaner</a> (pdf, 40 kb).</p>
<blockquote><p><strong>Verpfiffen in Kasachstan</strong></p>
<p><em>Auch bei der Qualifikation fÃ¼r das olympische Frauenhandballturnier ist es zu UnregelmÃ¤ÃŸigkeiten gekommen. Das Team aus SÃ¼dkorea soll in Almaty von den Schiedsrichtern betrogen worden sein</em></p>
<p><span style="font-size: xx-small;">verÃ¶ffentlicht am 11. DezemberÂ 2007 u. a. in der tageszeitung</span></p>
<p>Sie waren gekommen, um Handball zu spielen. Was die SÃ¼dkoreanerinnen aber vorfanden, waren ZustÃ¤nde wie im Krieg. â€žÃœberall waren Soldaten&#8221;, erzÃ¤hlt SÃ¼dkoreas Trainer Lim Yongchul von der bedrohlichen Kulisse im kasachischen Almaty, wo Ende August das Olympiaticket des Asiatischen Handballverbandes (AHF) fÃ¼r Peking 2008 vergeben wurde. Mit einem derartigen Szenario hatte die Delegation aus SÃ¼dkorea gerechnet. Auch damit, dass sie von den Schiedsrichtern des AHF stark benachteiligt werden wÃ¼rden. Aber dass sie gewaltsam gehindert wÃ¼rden, diese Manipulationen mit Filmaufnahmen zu dokumentieren, das war dann doch des Schlechten zu viel. â€žWenn unsere Leute filmen wollten, dann sind Soldaten gekommen und haben es verhindert&#8221;, berichtet Lim am Rande der 18. Weltmeisterschaft in Frankreich, wo Deutschland schon vor dem letzten Hauptrundenspiel heute gegen RumÃ¤nienÂ fÃ¼r das Viertelfinale qualifiziert ist.</p>
<p>Doch auch obwohl keine Videodokumentation vorliegt, ist dieser Skandal zu den FunktionÃ¤ren der Internationalen Handball-FÃ¶deration (IHF) vorgedrungen. â€žAlle wissen, dass es in Almaty nicht mit rechten Dingen zugegangen ist&#8221;, sagt ein Mitglied des IHF-Councils, das hÃ¶chste IHF-Gremium, das im Anschluss an die WM tagt. â€žAuch dieser Skandal wird detailliert zur Sprache kommen.&#8221;</p>
<p>Dass die sÃ¼dkoreanischen MÃ¤nner um das Olympiaticket betrogen wurden, gilt nÃ¤mlich inzwischen als unstrittig. Auf welche absurde Weise SÃ¼dkorea das entscheidende Spiel im japanischen Toyota gegen Kuwait verlor (20:28), dokumentiert laut Informationen dieser Zeitung inzwischen ein Gutachten der IHF-Schiedsrichterkommission. In den strittigen Szenen haben die jordanischen Schiedsrichter Alshobali/Hirzallach demnach 38-mal fÃ¼r Kuwait entschieden &#8211; fÃ¼r SÃ¼dkorea hingegen nicht ein einziges Mal! Bizarr genug, dass dieser Fall Ã¼berhaupt noch auf der Council-Sitzung verhandelt wird und nicht lÃ¤ngst ein Wiederholungsturnier unter fairen Bedingungen angesetzt ist.</p>
<p>Auch das Frauen-Turnier mÃ¼sse wiederholt werden, fordern die SÃ¼dkoreaner. â€žAber ohne TV-Beweise haben wir wahrscheinlich keine Chance&#8221;, glaubt Trainer Lim. Die Augenzeugenberichte sprechen indes BÃ¤nde. Das ganze Turnier sei â€žkomisch&#8221; gewesen, berichtet Torfrau Mami Tanaka (Buxtehuder SV), die mit Japan in Kasachstan um das Olympiaticket kÃ¤mpfte: â€žAlles haben die Schiedsrichter gemacht, das war kein Handball.&#8221; Dabei weiÃŸ auch die 29-JÃ¤hrige, dass der zweimalige Olympiasieger SÃ¼dkorea eigentlich nicht zu schlagen ist: â€žNormalerweise ist das die absolut beste Mannschaft in Asien.&#8221; Am Ende aber siegte Gastgeber Kasachstan und qualifizierte sich erstmals fÃ¼r die Olympischen Spiele (wofÃ¼r die Spielerinnen laut AFP 30.000 Dollar SiegprÃ¤mie erhielten) &#8211; scheiterte aber bei der aktuellen WM schon in der Vorrunde klÃ¤glich. SÃ¼dkorea hingegen hat als einzige asiatische Mannschaft die Hauptrunde erreicht und kÃ¤mpft heute gegen Ungarn um den Einzug ins Viertelfinale.</p>
<p>Sollten die Augenzeugenberichte zutreffen, wurden die sÃ¼dkoreanischen Frauen noch perfider betrogen als die MÃ¤nner. Angeblich wurden sie beim Auftaktspiel gegen Japan (29:30) erstmals verschaukelt. Dann siegte Kasachstan, offenbar ebenfalls begÃ¼nstigt durch die Schiedsrichter, mit 28:22 gegen Japan. Auf diese Weise genÃ¼gte den Gastgeberinnen nun schon eine knappe Niederlage im letzten Spiel gegen SÃ¼dkorea, um im Dreiervergleich wegen des TorverhÃ¤ltnisses die Nase vorn zu haben. Und genau so ist es geschehen: SÃ¼dkorea gewann zwar 32:31, verlor aber das Olympiaticket.</p>
<p>In diesem letzten Spiel soll das iranische Schiedsrichterpaar Karbas Chi/Koolahdouzan die Ostasiatinnen ebenfalls krass benachteiligt haben, heiÃŸt es. Und sofort tauchte dieser Verdacht auf: Hat hier etwa der kasachische Handballverband, der 2007 sein 50-jÃ¤hriges Bestehen feiert, bei den Schiedsrichtern und den AHF-FunktionÃ¤ren mit Petro-Dollars nachgeholfen?</p>
<p>â€žDas Ergebnis von Kasachstan war erstaunlich&#8221;, soviel immerhin sagt Christer Ahl, der Chef der IHF-Schiedsrichterkommission. Auch die Vorgeschichte ist schon merkwÃ¼rdig genug: Wie bei den MÃ¤nnern, hatte die IHF auch fÃ¼r das Frauenturnier ein europÃ¤isches Schiedsrichterpaar (die DÃ¤nen Olesen/Pedersen) und eine IHF-Supervisorin (das schwedische Council-Mitglied Carin Nilsson-Green) fÃ¼r Almaty angesetzt, um das Geschehen bei diesem offiziellen IHF-Turnier zu kontrollieren &#8211; diese wurden jedoch kurz vor dem Turnier zurÃ¼ckgepfiffen, angeblich auf Weisung des Ã¤gyptischen IHF-PrÃ¤sident Hassan Moustafa. Nicht das einzige Detail, das die IHF aufzuklÃ¤ren hat. Nach Lage der Dinge sollte das Internationale Olympische Komitee (IOC), das bereits den Skandal im MÃ¤nnerhandball penibel untersucht haben will, auch einmal die skandalÃ¶sen VorfÃ¤lle in Kasachstan in Augenschein nehmen.</p></blockquote>
<p>Ein weiterer NDR-Beitrag:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="349" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/2JuWDVUlS_4&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;border=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/v/2JuWDVUlS_4&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;border=1" allowfullscreen="true"></embed></object>Â </p>
<blockquote><p><span style="color: #000000;"><strong>Qualifikationen neu angesetzt</strong></span></p>
<p><em>Handballverband reagiert auf skandalÃ¶se VorfÃ¤lle bei Olympia-Vorausscheidungen in Asien</em></p>
<p><span style="font-size: xx-small;">verÃ¶ffentlicht am 19. DezemberÂ 2007 u. a. in der Frankfurter Rundschau</span></p>
<p>&#8220;Wie bitte? Wirklich?&#8221;, fragt Kyung-Shin Yoon. Fast unglÃ¤ubig vernimmt der sÃ¼dkoreanische Weltklassehandballer am spÃ¤ten Montagabend die Entscheidung, auf die er seit Tagen gewartet hat. Aber die Nachricht ist offiziell: &#8220;Das IHF-Council hat heute in Paris entschieden, dass die beiden Qualifikationsturniere in Asien fÃ¼r die Olympischen Spiele 2008 in Peking neu gespielt werden&#8221;, verkÃ¼ndete die Internationale Handball-FÃ¶deration (IHF) kurz vor Mitternacht auf ihrer Internetseite. HeiÃŸt: Die beiden Nationalteams SÃ¼dkoreas, die vor rund drei Monaten durch Korruption und Schiedsrichtermanipulationen um ihr China-Ticket gebracht wurden, erhalten eine neue Chance auf die Olympiateilnahme.</p>
<p>&#8220;Das wÃ¤re ein Traum, am Ende meiner langen Karriere in Peking aufzulaufen&#8221;, frohlockt Yoon, der 34 Jahre alte Bundesligaprofi des HSV Hamburg.</p>
<p>Bis Donnerstagabend will die IHF bekannt geben, unter welchen Bedingungen die Turniere, die &#8220;unter voller Verantwortung der IHF&#8221; ausgetragen werden sollen, wiederholt werden. Nach einer Vorgabe des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), das den Welthandballverband zu einer Stellungnahme aufgefordert hatte, mÃ¼ssen sie bis Ende Januar 2008 ausgespielt werden.</p>
<p>Die sÃ¼dkoreanischen Frauen werden die Nachrichten gleichermaÃŸen unglÃ¤ubig aufnehmen. SchlieÃŸlich sind die Koreaner seit Jahren regelmÃ¤ÃŸig klar benachteiligt worden, wie IHF-PrÃ¤sident Hassan Moustafa am Sonntag in Paris auf einer Pressekonferenz erstmals in aller Ã–ffentlichkeit einrÃ¤umte: &#8220;Wir hatten schon oft Probleme mit diesen Turnieren&#8221;, bestÃ¤tigte der Ã„gypter am Rande der 18. Weltmeisterschaft der Frauen, hatte sich aber herausreden wollen: &#8220;Die Qualifikationsturniere fÃ¼r die Weltmeisterschaften und fÃ¼r die Olympischen Spiele unterstehen nicht der IHF, sondern den KontinentalverbÃ¤nden.&#8221; Eine Schiedsgerichtskommission der IHF habe im laufenden Verfahren so entschieden. Der IHF und auch ihm seien die HÃ¤nde gebunden.</p>
<p>Eine Schutzbehauptung, wie nicht nur der ehemalige IHF-GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Frank Birkefeld entlarvte, der noch wÃ¤hrend der Pressekonferenz die AusfÃ¼hrungen Moustafas vehement bestritt. Das IOC habe die IHF vielmehr konkret dazu aufgefordert, die olympischen Qualifikationsturniere im Auftrag des IOC zu kontrollieren, erklÃ¤rte Birkefeld. Am Montag enthÃ¼llte dann der Spiegel, dass der Ã¤gyptische IHF-PrÃ¤sident Hassan Moustafa offenbar tief in die Machenschaften des Asiatischen Handballverbandes (AHF) verstrickt ist. Das <a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=54683213&amp;aref=image036/2007/12/15/ROSP200705101410141.PDF&amp;thumb=false" target="_blank">Nachrichtenmagazin zitierte</a> aus einem Fax des kuwaitischen AHF-PrÃ¤sidenten Ahmed al-Fahd-al-Sabbah aus Kuwait an Moustafa, in dem sich der Scheich im Juli darÃ¼ber beschwert, dass sich die IHF in die Belange Asiens einmische, indem es einen Supervisor und Schiedsrichter zum Olympiaqualifikationsturnier ins japanische Toyota schicke. &#8220;Du hast mir persÃ¶nlich versprochen, dass die kontinentalen Qualifikationsturniere unter dem Schirm der KontinentalverbÃ¤nde bleiben sollen&#8221;, soll der Scheich den Ã„gypter an eine geheime Abrede erinnert haben.</p>
<p>Beim MÃ¤nnerturnier Anfang September im japanischen Toyota hatten die zwei jordanischen Schiedsrichter Alshobali/Hirzallach, die anstelle der von der IHF angesetzten deutschen Schiedsrichter Lemme/Ullrich pfiffen, den kuwaitischen Handballern das Olympiaticket zugeschanzt. Das belegt ein IHF-internes Gutachten. Danach ist Kuwait in strittigen Szenen mit 38:0 (!) Entscheidungen bevorteilt worden. Die Pfiffe der Schiedsrichter seien &#8220;exzessiv und einseitig&#8221; gewesen. Auch das Frauenturnier Ende August im kasachischen Almaty, wo sich das zweitklassige Team Kasachstans vor der Weltklasseauswahl SÃ¼dkoreas platziert hatte, war laut Augenzeugen ebenfalls manipuliert worden.</p></blockquote>
<p>Das Fax des Scheichs anÂ den IHF-PrÃ¤sidenten:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1111" title="fax-scheich-moustafa" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/09/fax-scheich-moustafa.jpg" alt="" width="500" height="736" /></p>
<p>Play the Game resÃ¼miert: <a href="http://playthegame.org/Home/News/Up_To_Date/Handball_replays_could_cost_Tokyo_2016_Olympics_though_boost_relations_with_Korea_05020001.aspx" target="_blank">Handball replays could cost Tokyo 2016 Olympics though boost relations with KoreaÂ </a></p>
<p>AuÃŸerdem: <a href="http://playthegame.org/Home/News/Up_To_Date/AHF_Insider_Corruption_routine_in_Asian_handball_0502001121.aspx" target="_blank">AHF Insider: Corruption routine in Asian handball</a></p>
<p>Und weiter geht&#8217;s mit Erik Eggers:</p>
<blockquote><p><strong>Vielflieger aus Kairo</strong></p>
<p><em>Hassan Moustafa, Chef des Welthandballverbands, findet nicht, dass man Ausgaben belegen muss. Mit dieser Haltung steuert der Ã„gypter auf seinen nÃ¤chsten groÃŸen Skandal zu</em></p>
<p><span style="font-size: xx-small;">verÃ¶ffentlicht am 14. April 2008Â u. a. in der Financial Times Deutschland</span></p>
<p>Es ist nicht lange her, dass sich Hassan Moustafa, PrÃ¤sident der Internationalen HandballfÃ¶deration (IHF), in bester Laune zeigte. Alle Probleme seien gelÃ¶st, lieÃŸ der Ã„gypter wissen, als er Ende MÃ¤rz mit IOC-VizeprÃ¤sident Thomas Bach (&#8220;mein Freund&#8221;) das Olympiaqualifikationsturnier der Frauen in Leipzig besuchte. Dass der Internationale Sportgerichtshof just die IHF hart kritisiert hatte in jenem spektakulÃ¤ren Manipulationsskandal, der &#8211; einmalig in der 112-jÃ¤hrigen olympischen Geschichte &#8211; eine Wiederholung der asiatischen Olympiaqualifikationen nÃ¶tig gemacht hatte: dem obersten HandballfunktionÃ¤r egal. Dass die IHF diesen Skandal selbst drei Monate lang verschleppt hatte: kein Thema mehr. Sogar IOC-PrÃ¤sident Jacques Rogge, prahlte Moustafa, habe ihm persÃ¶nlich &#8220;bestÃ¤tigt, dass die IHF keine Fehler gemacht hat&#8221;. Und dann kÃ¼ndigte er an, noch fÃ¼r eine dritte Amtszeit kandidieren zu wollen.</p>
<p>Nun, nur zwei Wochen spÃ¤ter, ist die gute Stimmung dahin. Der Ã„gypter muss sich mit einem neuen Skandal auseinandersetzen. Gegenstand diesmal: das seltsame Finanzgebaren des PrÃ¤sidenten. Nach Recherchen der FTD und des NDR hat Moustafa zwischen Dezember 2000, als er sein Amt als IHF-PrÃ¤sident antrat, und Juni 2007 fÃ¼r seine zahlreichen FlÃ¼ge im Auftrage des Welthandballs keine Belege vorgelegt &#8211; und dennoch rund 560 000 Schweizer Franken dafÃ¼r aus der IHF-Kasse erhalten. Das bestÃ¤tigte IHF-Innenrevisor JÃ¼rg Steib auf Anfrage &#8211; und verteidigte sich selbst: &#8220;Seit ich Revisor bin, weise ich auf die unvisierten oder fehlenden Belege hin.&#8221; Steib sieht vor allem in dem spanischen IHF-Schatzmeister Miguel Roca Mas den Verantwortlichen fÃ¼r die erheblichen UnregelmÃ¤ÃŸigkeiten: &#8220;Es liegt am IHF-Finanzchef zu entscheiden, ob und wann eine Rechnung oder Spesennote zu bezahlen oder zurÃ¼ckzuweisen ist.&#8221;</p>
<p>Auszahlungen ohne Belege, erklÃ¤rt Steib lÃ¤chelnd, gehÃ¶rten zum SelbstverstÃ¤ndnis des IHF-PrÃ¤sidenten: &#8220;Das ist die MentalitÃ¤t der Ã„gypter, das kann man nicht Ã¤ndern.&#8221; Moustafa selbst verteidigt sich so: Dass Belege nÃ¶tig seien, habe ihm bei Amtsantritt im Jahre 2000 &#8220;niemand gesagt&#8221;. Erst vor rund einem halben Jahr sei diese Praxis &#8220;plÃ¶tzlich&#8221; ein Thema geworden. Daraufhin habe er dem IHF-Council unverzÃ¼glich diesen Fall vorgelegt &#8211; und dort sei dann beschlossen worden, dass er als PrÃ¤sident weiterhin ohne Belege abrechnen dÃ¼rfe. &#8220;Das geht mit unseren Statuten, das hat der Kongress oder der Rat beschlossen&#8221;, versichert Moustafa.</p>
<p>TatsÃ¤chlich hat Moustafa versucht, sich nachtrÃ¤glich einen Persilschein fÃ¼r die fragwÃ¼rdigen Barauszahlungen ausstellen zu lassen. Der entsprechende Beschluss des IHF-Council am 17./18. Dezember 2007 besagt, dass Moustafa mit seinen Reisespesenbelegen weiter wie in den &#8220;vergangenen 17 Jahren&#8221; seiner IHF-TÃ¤tigkeit verfahren dÃ¼rfe; Moustafas Reisekosten, heiÃŸt es weiter, sollen weiterhin auf Basis von Rechnungen des ReisebÃ¼ros erstattet werden. Allerdings: Rechnungen liegen nicht vor. Sondern lediglich maximal KostenvoranschlÃ¤ge, wie Revisor Steib und die Buchhalterin der IHF, Anne Gsell, Ã¼bereinstimmend erklÃ¤ren. &#8220;Das haben GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer und Exekutive auch immer so akzeptiert&#8221;, so Gsell, die ihre Notizen als &#8220;Belege&#8221; bezeichnet. Eine Handhabung, die in Deutschland &#8220;vÃ¶llig unvorstellbar wÃ¤re&#8221;, sagt Gerhard Schunke von der Finanzkommission des Deutschen Handballbunds.</p>
<p>Auch die Schweizer SteuerbehÃ¶rden und womÃ¶glich die Staatsanwaltschaft dÃ¼rften sich dafÃ¼r interessieren. Zumal das Reisekostenreglement der IHF wenig Spielraum lÃ¤sst: &#8220;Wann immer mÃ¶glich, sind der Abrechnung Belege beizufÃ¼gen.&#8221; Der Verdacht, dass Moustafa womÃ¶glich die Belege woanders noch einmal abrechne oder, als wichtiger Ã¤gyptischer Sportpolitiker, bei Egypt Air eventuell kostenlos fliege, interessiert IHF-Revisor Steib nicht: &#8220;Das kann man nicht kontrollieren und will man auch nicht.&#8221; Warum Gsell das Geld jahrelang gegen jede Vorschrift ausgezahlt hat, beantwortet Steib so: â€žMoustafa ist der Pharao der IHF, Frau Gsell ist eine einfache Buchhalterin&#8221;, und er fragt: &#8220;Soll Frau Gsell dem Dr. Moustafa sagen: Das Geld bekommst du nicht, wenn kein Beleg da ist?&#8221;</p>
<p>Moustafa, dem ein barscher und autokratischer FÃ¼hrungsstil nachgesagt wird, dÃ¼rften nun unruhige Zeiten bevorstehen, zumal die Mitglieder des IHF-Council Ã¼ber das AusmaÃŸ der kreativen BuchfÃ¼hrung offenbar nicht detailliert informiert worden sind. Ã„ndern will der Ã¤gyptische HandballfunktionÃ¤r die verwegenen Praktiken keinesfalls. Auch in Zukunft, sagt Moustafa, werde er bei der Abrechnung seiner FlÃ¼ge keine Belege einreichen. Das sei auch weiterhin, erklÃ¤rt er, &#8220;eine Sache des Vertrauens&#8221;.</p></blockquote>
<p>Und hier, vorerst als Abschluss, die Geschichte zum <a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/09/cas-ihf-2008.pdf" target="_blank">Urteil des Welt-Sportgerichtshofes</a> Cas, das als pdf-Datei (41 Seiten, 3 MB) nachzulesen ist.</p>
<p>AuÃŸerdem bei Play the Game: <a href="http://playthegame.org/Home/News/Up_To_Date/CAS_decision_on_handball_controversy_highlights_failings_at_IHF_and_AHF_2907002.aspx" target="_blank">CAS decision on Handball controversy highlights top-level failings at IHF and AHF</a></p>
<blockquote><p><strong>Wenn der Schiedsrichter Partei ergreift</strong></p>
<p><em>Dem Handball-WeltverbandsprÃ¤sidenten wurden Manipulationen in der Qualifikation nachgewiesen &#8211; bei Olympia mischt er dennoch mit</em></p>
<p><span style="font-size: xx-small;">verÃ¶ffentlicht am 29. JuliÂ 2008 u. a. in der FTD</span></p>
<p>Der Fall beschÃ¤ftigte die Handballwelt Ã¼ber Monate hinweg und stÃ¼rzte die Internationale Handball-FÃ¶deration (IHF) in die tiefste Krise ihrer Geschichte. Der Manipulationsskandal beim asiatischen Qualifikationsturnier geriet Anfang September 2007 im japanischen Toyota City auch zur Satire: Im Match zwischen Kuwait und SÃ¼dkorea (28:20) begÃ¼nstigte das jordanische Schiedsrichterpaar Hirzallach/Alshobaki die Araber in 38 (!) Situationen und schanzte ihnen so das Olympiaticket fÃ¼r Peking zu. Der in Basel ansÃ¤ssige Weltverband versuchte, diesen Skandal totzuschweigen. Das sei Sache der Asiatischen Handball-FÃ¶deration (AHF), beteuerte der Ã¤gyptische IHF-PrÃ¤sident Hassan Moustafa im Herbst 2007. Er selbst habe mit der Sache nichts zu tun.</p>
<p>Nun stellt sich heraus: Der Ã„gypter hatte seine Finger doch mit im Spiel. Moustafa selbst sorgte dafÃ¼r, dass das deutsche Spitzen-Schiedsrichterpaar Lemme/Ullrich, das die IHF fÃ¼r das entscheidende Spiel eingeflogen hatte, wieder abgesetzt wurde &#8211; und jene Jordanier pfeifen durften, die nicht einmal den nÃ¶tigen Status besaÃŸen. SpÃ¤ter bescheinigte ihnen ein detailliertes Gutachten der IHF-Schiedsrichterkommission, sie hÃ¤tten das Spiel absichtlich verpfiffen.</p>
<p>Moustafas Mitschuld geht aus der 41-seitigen UrteilsbegrÃ¼ndung des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) hervor, die nun Ã¶ffentlich ist. Die AHF hatte den Weltverband im MÃ¤rz 2008 verklagt, weil der die Wiederholung der Qualifikation beschlossen hatte. Damals ging es um â€ždie GlaubwÃ¼rdigkeit gegenÃ¼ber dem Internationalen Olympischen Komitee&#8221;, trug die IHF vor dem CAS vor: Die WeltverbandsfunktionÃ¤re fÃ¼rchteten, aufgrund des Skandals werde der Handball seinen olympischen Status verlieren. In der Wiederholung siegte dann SÃ¼dkorea &#8211; am 10. August erster Gegner der deutschen Mannschaft in Peking.</p>
<p>Die IHF-AnwÃ¤lte erklÃ¤rten laut CAS-Urteil vor dem Lausanner Gericht, der PrÃ¤sident habe eingesehen, dass er mit der Schiedsrichter-Ansetzung â€žeinen Schritt zu weit&#8221; gegangen sei. â€žDer PrÃ¤sident&#8221; &#8211; also Moustafa.</p>
<p>Die Vorgeschichte, die in Lausanne ebenfalls auf den Richtertisch kam, gibt einen Einblick in die Machenschaften des obersten HandballfunktionÃ¤rs. Etwa durch ein entlarvendes Faxdokument des kuwaitischen AHF-PrÃ¤sidenten, Scheich Ahmed El-Fahad Al Sabah, der Moustafa im Sommer 2007 an ein geheimes Versprechen erinnerte: Danach sicherte Moustafa ihm zu, die IHF habe keine Rechte bei den asiatischen Olympiaqualifikationen &#8211; obwohl dort Schiedsrichterkorruption seit Jahren an der Tagesordnung war. Deshalb hatte die IHF ja die deutschen Schiedsrichter nach Japan geschickt. Moustafa leugnete dieses Versprechen trotz erschlagender Beweise. Obwohl als Zeuge genannt, zog er es vor, beim Prozess nicht zu erscheinen. Auch das russische IHF-Exekutivmitglied Alexander Kozhukow, der als Augenzeuge den Skandal in Toyota zunÃ¤chst schÃ¶ngeredet hatte, blieb dem Gerichtssaal fern.</p>
<p>Moustafa beharrte noch Ende 2007 darauf, dass die IHF keinen Einfluss auf die Qualifikation nehmen dÃ¼rfe. Dabei hatte das IOC dem Handball-Weltverband schon 2003 und nochmals 2006 deutlich gemacht, dass sie fÃ¼r die Abwicklung dieser Turniere verantwortlich sei. Im Prozess beriefen sich die IHF-AnwÃ¤lte denn auch auf die GrundsÃ¤tze der Olympischen Charta, die genau dies festlegen.</p>
<p>VerblÃ¼ffend, dass Moustafa aus diesem Skandal bislang unbeschadet hervorgegangen ist. BeÃ¤ngstigend allerdings ist, dass sich so ein Schiedsrichterskandal in Peking wiederholen kann. Denn die IHF-Exekutive muss laut Statuten jede Schiedsrichteransetzung des olympischen Handballturniers bestÃ¤tigen. Die beiden Exekutivratsmitglieder Moustafa und Kozhukow, die wichtigsten Figuren im Skandal von Toyota, kÃ¶nnten demnach jeden Schiedsrichter blockieren.</p></blockquote>
<p>Fortsetzung folgt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/09/29/korruption-im-welt-handball-oder-der-pharao-der-ihf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>13</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Usain Bolt oder: das Jogging-Gate</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/16/usain-bolt/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2008/08/16/usain-bolt/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 14:52:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[leichtathletik]]></category>
		<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
		<category><![CDATA[peking-tagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[usain bolt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=765</guid>
		<description><![CDATA[22.40: Wo lebe ich denn? Was sucht dieser AuÃŸerirdische hier? LÃ¤uft nur 80 Meter, klopft sich auf die Brust, schaut nach hinten, lÃ¤uft locker aus, beschleunigt erst wieder hinterm Zielstrich, rennt gleich 200 Meter weiter &#8211; und ist mit 9,69 Sekunden zwei ein Zehntel schneller als Ben Johnson vor 20 Jahren. Okay, alle zwei Jahre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>22.40:</strong> Wo lebe ich denn? Was sucht dieser AuÃŸerirdische hier? LÃ¤uft nur 80 Meter, klopft sich auf die Brust, schaut nach hinten, lÃ¤uft locker aus, beschleunigt erst wieder hinterm Zielstrich, rennt gleich 200 Meter weiter &#8211; und ist mit 9,69 Sekunden <span style="text-decoration: line-through;">zwei</span> ein Zehntel schneller als Ben Johnson vor 20 Jahren. Okay, alle zwei Jahre ein Hundertstel. Usain Bolt oder: das Jogging-Gate.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-766" title="bolt-allein" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/08/bolt-allein.jpg" alt="" width="492" height="364" /></p>
<p><strong>23.15:</strong> Pressekonferenz. Erste Reihe. Wenigstens hier. Aber Bolt hat gerade noch Interviews gegeben drauÃŸen, zuletzt bei den Radiostationen, die Rechte haben. Warten.</p>
<p><strong>02.11:</strong> Mein <a href="http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,572553,00.html" target="_blank">heutiges Fazit zum Boliden Bolt ist auf Spon zu kritisieren</a>.</p>
<p><strong>02.52:</strong> ZurÃ¼ck im Poly Plaza, wo ich, um mal wieder an Reporters Tagesablauf erinnere, in fÃ¼nfeinhalb Stunden wieder abfahre ins Schwimmstadion, will ich nicht mehr viele Worte verlieren. Ã„hnlich wie bei Tyson Gay entscheide ich mich fÃ¼r die allseits beliebte Bilderstrecke. Zumal ich Stolz wie Bolle bin, den Zieleinlauf so gut festgehalten zu haben. Ich bin den Chinesen echt dankbar fÃ¼r die guten PresseplÃ¤tze.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-775" title="bolt-ziel1" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/08/bolt-ziel1.jpg" alt="" width="490" height="378" /></p>
<p>Er hat dann ein bisschen gepost &#8230;<span id="more-765"></span></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-776" title="bolt-tafel" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/08/bolt-tafel.jpg" alt="" width="492" height="369" /></p>
<p>&#8230; und Interviews gegeben. Auf diesem Bild hier unten sieht man Ã¼brigens sehr schÃ¶n, dass NBC und Norbert KÃ¶nig vom ZDF schon nach Hause gegangen sind, als Bolt nach einer Stunde noch die letzten Rechteinhaber bediente. Wenn ich richtig geguckt habe, steht er jetzt gerade beim ARD-HÃ¶rfunk &#8230;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-779" title="tv-marathon" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/08/tv-marathon.jpg" alt="" width="492" height="369" /></p>
<p>&#8230; und irgendwann kam er dann tatsÃ¤chlich tief im Stadionbauch an, wo zwei Hundertschaften der Non-Right-Holders warteten. Er knabberte Riegel und erzÃ¤hlte was davon, dass er den ganzen Tag Nuggets gegessen habe. Zaubernuggets.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-780" title="musli" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/08/musli.jpg" alt="" width="492" height="369" /></p>
<p>Jamaikas Mannschaftsarzt erklÃ¤rte den Reportern dann, dass Weltrekordler immer sauber sind, weil: Sie mÃ¼ssen stÃ¤ndig zur Dopingkontrolle. Bolt angeblich schon sechs Mal in Peking. Marion Jones hatte 164Â Dopingkontrollen. Alle negativ.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-781" title="bolt-arzt" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/08/bolt-arzt.jpg" alt="" width="492" height="369" /></p>
<p>Der Arzt und die Reporterin haben sich dann noch mÃ¤chtig gedrÃ¼ckt und gebusselt wurde auch. So sind sie, die Kariben. Gute Nacht allerseits. SpÃ¤ter mehr aus diesem Theater.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/08/16/usain-bolt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>60</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tyson Gay</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/16/tyson-gay/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2008/08/16/tyson-gay/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 13:08:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[leichtathletik]]></category>
		<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
		<category><![CDATA[peking-tagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[tyson gay]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=749</guid>
		<description><![CDATA[20.32: Unvorhergesehene Ereignisse rechtfertigen unvorhergesehene EintrÃ¤ge. Das 100-m-Finale wird in zwei Stunden etwas weniger spannend. Vielleicht ist ja diese Geschichte hier Schuld, dass Tyson Gay sich im Halbfinale verabschiedete. Ich habe gute Sicht in Aisle 211, Row 02, Seat 07. Deshalb eine kleine Bildergeschichte. Hier war die Welt noch in Ordnung fÃ¼r Tyson Gay (links [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>20.32:</strong> Unvorhergesehene Ereignisse rechtfertigen unvorhergesehene EintrÃ¤ge. Das 100-m-Finale wird in zwei Stunden etwas weniger spannend. Vielleicht ist ja <a href="http://jensweinreich.de/?p=246" target="_self">diese Geschichte hier Schuld</a>, dass Tyson Gay sich im Halbfinale verabschiedete. Ich habe gute Sicht in Aisle 211, Row 02, Seat 07. Deshalb eine kleine Bildergeschichte.</p>
<p>Hier war die Welt noch in Ordnung fÃ¼r Tyson Gay (links neben Asafa Powell):</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-750" title="gay1" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/08/gay1.jpg" alt="" width="492" height="369" /></p>
<p>Zehn Sekunden spÃ¤ter kam ihm etwas Spanisch vor:<span id="more-749"></span></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-751" title="gay2" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/08/gay2.jpg" alt="" width="491" height="325" /></p>
<p>Nun weiÃŸ er es. Und wÃ¤hrend Powell ganz oben schon abdreht, nÃ¤hert sich Gay langsam den Rechteinhabern vom Fernsehen:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-752" title="gay3" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/08/gay3.jpg" alt="" width="490" height="350" /></p>
<p>Nun muss er das UnmÃ¶gliche erklÃ¤ren:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-753" title="gay5" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/08/gay5.jpg" alt="" width="492" height="369" /></p>
<p>Der Verband USATF macht unter Mediendirektorin Gill Geer den besten Presse-Service, den ich in dieser Szene kenne. Dieses Statement kam soeben per Email:</p>
<p align="center"><strong>Tyson Gay Quotes</strong></p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;"><em>Quotes from Tyson Gay after he finished fifth in his semifinal and failed to advance to the final of the men&#8217;s 100m.</em><br />
Tyson Gay (Lexington, Ky.): &#8220;Toward the finish line I couldn&#8217;t tell if I made it to the finals or not. I looked up there and realized I didn&#8217;t. It was kind of devastating. I may have needed more races, but I don&#8217;t really have any excuses. I just didn&#8217;t make it. My hamstring feels good, it&#8217;s not bothering me. I wasn&#8217;t too overwhelmed with it being the Olympics. It just was one of those things that happened. Maybe I could have used some more training or more races. I kept trying to get my rhythm through each round. I thought I had a better start than I had the first two rounds. I pretty much ran hard through the finish line. I&#8217;m pretty upset. When I get back to the Village, it&#8217;s really probably going to set in. My family is here, everyone at home is supporting me, and I just feel I let them down a little bit. But at the same time, I did my best and everyone knows I did. When you race in the Olympics and the Trials, you peak your body two times. I was prepared to peak my body twice, but the injury set me back three or four weeks. It&#8217;s (the hamstring) healthy, 100 percent. It&#8217;s obvious that my fitness is not there. My legs were behind me a little bit (back kick), I think my mechanics weren&#8217;t where I wanted them to be. I think I just ran out of time. I was getting better and feeling more comfortable each round, it just didn&#8217;t come together. Definitely I&#8217;m interested in running the relay.<br />
On coming back from the injury: &#8220;Three weeks, four weeks off because of the injury after running 9.7, 9.6 &#8230; it was just a back and forth battle, reversing the negativity in my mind. It was very difficult. At the same time, I felt good. I was comfortable and relaxed. I felt I got a good start. I couldn&#8217;t really feel anybody and I got tight a little bit because I was trying to make it to the final and I really couldn&#8217;t see anybody (running in lane 9). Then I relaxed a little.<br />
On Dix and Patton in the final: &#8220;I think they can do very well. Walter is a young guy, very fearless, and Darvis is the same way. I&#8217;m proud of both of them. They both deserve it.&#8221;</p>
</blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/08/16/tyson-gay/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Peking, der Start und ein RÃ¼ckblick</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/01/peking-der-start-und-ein-ruckblick/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2008/08/01/peking-der-start-und-ein-ruckblick/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Aug 2008 07:18:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
		<category><![CDATA[selbstreferenz]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[athen 2004]]></category>
		<category><![CDATA[atlanta 1996]]></category>
		<category><![CDATA[barcelona 1992]]></category>
		<category><![CDATA[sydney 2000]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=280</guid>
		<description><![CDATA[Was soll man bloggen, wenn man ans andere Ende der Welt fliegt und doch mit Zeilenschreiben sein Geld verdient? Bleibt da noch Zeit? Bleibt da noch Kraft? Mir ist die grandiose, nie dagewesene und total witzige Idee gekommen, dass ich einfach mal ein Tagebuch fÃ¼hren kÃ¶nnte. Ein journalistisches Tagebuch. Damit es die chinesischen SicherheitskrÃ¤fte einfacher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was soll man bloggen, wenn man ans andere Ende der Welt fliegt und doch mit Zeilenschreiben sein Geld verdient? Bleibt da noch Zeit? Bleibt da noch Kraft? Mir ist die grandiose, nie dagewesene und total witzige Idee gekommen, dass ich einfach mal ein Tagebuch fÃ¼hren kÃ¶nnte. Ein journalistisches Tagebuch. Damit es die chinesischen SicherheitskrÃ¤fte einfacher haben &#8211; und damit mein zustÃ¤ndiges Finanzamt sich Ã¼berzeugen kann, dass ich nicht zum SpaÃŸ in Peking war, wenn ich irgendwann einen Haufen Quittungen abrechne. Ich werde also ab heute fÃ¼r jeden Tag ein kleines Protokoll erstellen, aber sicher noch etliche andere BeitrÃ¤ge los werden wollen. Bevor es los geht, zunÃ¤chst aber ein kleiner privaterÂ RÃ¼ckblick auf vier andere Olympische Sommerspiele, von denen ich berichten durfte. Einfach mal flink runtergeschrieben und mit diesem und jenem Link zu alten Texten versehen. Ich denke, dass ich in den nÃ¤chsten Tagen noch einiges auf den Top- und Flop-ListenÂ hinzufÃ¼gen werde. Es ist Ã¼brigens eine optische TÃ¤uschung, wenn jemand annehmen sollte, der Bursche auf den Akkreditierungsfotos sei etwas runder geworden im Laufe der Jahre.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Barcelona 1992</span></strong></p>
<div><strong><img class="alignnone size-full wp-image-284" title="Barcelona 1992" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/07/barcelona-akkr.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="146" height="220" align="right" />Tops</strong></div>
<ul>
<li>Die ErÃ¶ffnungsfeier.</li>
<li>Ronny Weller, der stÃ¤rkste Pionier der DDR, holt Gold und schmeiÃŸt seine kiloschweren Gewichtheberschuhe ins Publikum &#8211; einÂ Wunder, dass niemand erschlagen wurde.</li>
<li>Franziska van Almsick.</li>
<li>FuÃŸball imÂ Camp Nou.</li>
<li>Dagmar Hase, die bis heute letzte deutsche Schwimm-Olympiasiegerin.</li>
<li>Die NÃ¤chte auf dem MontjuÃ¯c Ã¼ber der Stadt.</li>
</ul>
<div><strong>Flops</strong></div>
<ul>
<li>HieÃŸ er Quincy Watts, der 400-m-Olympiasieger? Und hieÃŸ der HÃ¼rden-Champion Kevin Young? Beide taten hinter der Ziellinie nur so, als mÃ¼ssten sie durchatmen. Was war das fÃ¼r ein Cocktail? Wachstumshormone und Epo? Und wie hieÃŸ noch mal der griechische Olympiasieger, sorry: die Olympiasiegerin, Ã¼ber 100 Meter HÃ¼rden?</li>
<li>Dagmar Hase, die sich im Fernsehen mÃ¤chtig beschwert, dass ihre Freundin Astrid StrauÃŸ (gedopt mit Erdbeerbowle) nicht dabei sein durfte &#8211; ein Ã¼berflÃ¼ssiger Ost-West-Konflikt.</li>
<li>Heike Drechsler: Gewinnt Gold und sagt danach, &#8220;die Beerendonk lÃ¼gt&#8221;. Es folgte ein Prozess mit Geldstrafen gegen Drechsler, ihr Management und Journalisten wegen eidesstattlicher Falschaussagen.</li>
</ul>
<p><strong>Technik:</strong> Aus einem vergangenen Jahrtausend. Ein no-name-Laptop ohne Festplatte mit zwei Diskettenlaufwerken (eins fÃ¼r MS-DOS, eins fÃ¼r Works). Ein kleiner Drucker. Texte wurden ausgedruckt und fÃ¼r 5 Mark pro Seite einzeln gefaxt. Kann sich daran noch jemand erinnern? Ohne Handy.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-285" title="Atlanta 1996" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/07/atlanta-akkr.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="146" height="220" align="right" /><strong><span style="text-decoration: underline;">Atlanta 1996</span></strong></p>
<p><strong>Tops</strong></p>
<ul>
<li>Carl Lewis: ob gedopt oder nicht, wer kann schon <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1996/0731/none/0005/index.html" target="_blank">Ã¼ber den Grand Canyon springen</a>? Ein historischer Abend.</li>
</ul>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Flops</strong></span></p>
<ul>
<li>Das <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1996/0729/none/0004/index.html" target="_blank">Bomben-Attentat</a> im Centennial Olympic Parc.</li>
<li>Die ErÃ¶ffnungsfeier, ein dÃ¤mliches Rodeo &#8211; trotz Ali.</li>
<li>Der Weltrekord von Michael Johnson Ã¼ber 200 Meter (19,32 s).</li>
<li><a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1996/0723/none/0007/index.html" target="_blank">Claudia Poll</a> und <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1996/0722/none/0008/index.html" target="_blank">Michelle Smith</a> <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1998/0430/none/0029/index.html" target="_blank">de Bruin</a> stehlen Franziska van Almsick und Dagmar Hase die Goldmedaillen.</li>
<li><a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1996/0801/none/0016/index.html" target="_blank">Ronny Weller</a> bleibt gegen einen Menschenfresser chancenlos.</li>
</ul>
<p><strong>Technik:</strong> Ein Highscreen-Laptop von Vobis (RAM 128, Festplatte 540 MB). Modem 14.400 kb, das reichte wenigstens, um manchmal bei Sports Illustrated vorbei zu schauen &#8211; und natÃ¼rlich um die ENS-Nachrichten von Compuserve zu saugen. Handy: ein riesiges GerÃ¤t von Motorola.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong><img align="right" vspace="5" hspace="5" class="alignright size-full wp-image-286" title="Sydney 2000" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/07/sydney-akkr.jpg" alt="" width="146" height="220" />Sydney 2000</strong></span></p>
<p><strong>Tops</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.weltreporter.de/index.php?page=korrespondent&amp;id=25" target="_blank">Matthias Krause</a></li>
<li><a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0926/none/0008/index.html" target="_blank">Cathy Freeman</a>, zwar <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1997/0806/none/0003/index.html" target="_blank">vorhersehbar</a>, doch noch heute GÃ¤nsehaut.</li>
<li><a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0930/none/0018/index.html" target="_blank">Heike Drechsler</a>.</li>
</ul>
<p><strong>Flops</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0826/none/0012/index.html" target="_blank">Gafour</a> <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0909/none/0367/index.html" target="_blank">Rachimow</a>.</li>
<li>Die Flucht der Marie-JosÃ© PÃ©rec.</li>
<li>Kostas Kenteris.</li>
<li><a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0926/none/0003/index.html" target="_blank">Marion Jones und C. J. Hunter</a>.</li>
<li>Sportkamerad Rezazadeh, der Ronny Weller erneut verarscht hat.</li>
</ul>
<p><strong><span style="color: #000000;">Technik:</span></strong> Ein niedlicher Mini-Sony, nur 1,3 Kilo (RAM 256, 2 GB), wunderbarer zweiter Akku (10 Stunden!). BlÃ¶d nur: Die Festplatte war voll und stÃ¼rzte stÃ¤ndig ab. Weshalb offenbar das Netzteil durchbrannte. Die LÃ¶sung kostete einen halben Tag Zeit: Ein Japaner von der Ã¶rtlichen Sony-Niederlassung war so nett, mir sein Netzteil bis zum Ende der Spiele zu borgen. DatenÃ¼bermittlung: irgendwas mit 33.000 kb. Handy: Nokia (im Taxi liegen lassen), danach Prepaid von Telstra.</p>
<p>Nachtrag am 4. August: Und einen wunderbaren MD-Recorder von Sony hatte ich als AufnahmegerÃ¤t mit. Irgendwann werde ich die Datei des Laufes von Cathy Freeman wiederfinden und als HÃ¶rprobe prÃ¤sentieren.</p>
<p><img class="align="right" size-full wp-image-288" title="Athen 2004" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/07/athen-akkr.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="146" height="220" align="right" /></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Athen 2004</span></strong></p>
<p><strong>Tops</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/0821/athen2004/0006/index.html" target="_blank">Christof</a> <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/0831/sport/0001/index.html" target="_blank">Kneer</a></li>
<li>Die deutschen <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/0830/athen2004/0015/index.html" target="_blank">Handballer</a>.</li>
<li>Der traurige Abschied des tapferen Ronny Weller.</li>
<li>Die <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/0818/seite3/0001/index.html" target="_blank">Unvollendete</a>. <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/0818/athen2004/0002/index.html" target="_blank">Franziska</a> <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/0820/athen2004/0002/index.html" target="_blank">van Almsick</a>,Â <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2002/0805/sport/0047/index.html" target="_blank">mal</a> <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2002/0803/seite3/0001/index.html" target="_blank">wieder</a>.</li>
</ul>
<p><strong>Flops</strong></p>
<ul>
<li>Die Motorradfahrer <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/0814/athen2004/0008/index.html" target="_blank">Thanou und Kenteris</a>Â - aber Danke nochmal fÃ¼r das GesprÃ¤ch mit Petros Markaris.</li>
<li>Das griechische Publikum.</li>
<li><a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/0827/athen2004/0006/index.html" target="_blank">Fani Halkia</a>.</li>
</ul>
<p><strong>Technik:</strong> Laptop Samsung X10 (RAM 1 GB, 60 GB). Kamera: Sony F828. DatenÃ¼bermittlung: so lala mit max. 56.000 kb. Handy: Nokia, Karte von Cosmotel.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;"><img align="right" vspace="5" hspace="5" size-full wp-image-289" title="Peking 2008" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/07/peking-akkr.jpg" alt="" width="146" height="220" />Peking 2008</span></strong></p>
<p>Die Flopliste kÃ¶nnte ich eigentlich jetzt schon beginnen.</p>
<p><strong>Technik:</strong> VÃ¶llig Ã¼bertrieben, aber ich stehe zu dieser Krankheit, denn alles will ja fÃ¼r die Nachwelt fest gehalten werden: Laptops Sony VGN-SZ71 und VGN-FZ11S. Kameras Sony F828, Sony DCR-SR90E, Casio Exilim F1. Recorder Olympus LS-10. PDA HTC Touch Cruise mit Exchange. iPhone 2.0.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/08/01/peking-der-start-und-ein-ruckblick/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das moralische Versprechen</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/07/30/das-moralische-versprechen/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2008/07/30/das-moralische-versprechen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Jul 2008 18:30:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[ioc]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
		<category><![CDATA[propaganda]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[zensur]]></category>
		<category><![CDATA[kevan gosper]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=311</guid>
		<description><![CDATA[Auch wenn ich mich wiederhole: Der nette Herr hier links heiÃŸt Kevan Gosper und gehÃ¶rt (noch immer) zu den wichtigsten FunktionÃ¤ren des IOC. Das Foto ist gewissermaÃŸen ein historisches, denn ich habe den Australier im April in Peking auf einer Pressekonferenz geblitzt, als er &#8211; was er gern macht &#8211; sich wieder mal eingemischt hat, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-191" title="Kevan Gosper, April 2008" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/04/gosper-beijing-05042008.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="101" height="167" align="left" />Auch wenn ich mich <a href="http://jensweinreich.de/?p=190" target="_self">wiederhole</a>: Der nette Herr hier links heiÃŸt Kevan Gosper und gehÃ¶rt (noch immer) zu den wichtigsten FunktionÃ¤ren des IOC. Das Foto ist gewissermaÃŸen ein historisches, denn ich habe den Australier im April in Peking auf einer Pressekonferenz geblitzt, als er &#8211; was er gern macht &#8211; sich wieder mal eingemischt hat, wenn Journalisten komische Fragen stellen. Er korrigiert dann gern. Es warÂ jene Pressekonferenz im China World Hotel, auf der Gosper <a href="http://www.iht.com/articles/ap/2008/04/01/sports/AS-SPT-OLY-Beijing-Internet.php" target="_blank">versprach</a>, Olympia-Berichterstatter wÃ¼rden in Peking freien Zugang zum Internet erhalten. Ist ja auch irgendwie selbstverstÃ¤ndlich, die Bande (die Journalisten, meine ich)Â muss schlieÃŸlich arbeiten, nicht wahr? Es ist hoffentlich durch die Meinungsfreiheit gedeckt, wenn ich bekenne, diesesÂ und andere <a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument-druck.html?id=57119193&amp;top=SPIEGEL" target="_blank">moralische Versprechen</a> nie geglaubt zu haben. Und es scheint,Â als sei ich nicht gÃ¤nzlich an der Wahrheit vorbei geschlittert. Das sage ich, selbst wenn michÂ Kevan Gosper, Chef der IOC-Pressekommission,Â ab FreitagÂ in Peking wieder mit Missachtung und Interviewblockade strafen sollte. Denn die Schlagzeilen von heute lauten:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.news.com.au/story/0,23599,24105221-23109,00.html" target="_blank">IOC knew about internet restrictions</a>: The International Olympic Committee has admitted it knew China never planned to lift internet restrictions for journalists covering the Beijing Games, despite promises to the contrary. (<strong>AFP</strong>)</li>
<li><a href="http://www.tagesschau.de/ausland/internetzensur100.html" target="_blank">Politische Recherchen unerwÃ¼nscht</a>: China bricht Versprechen des freien Internetzugangs fÃ¼r Journalisten (<strong>Tagesschau.de</strong>)</li>
<li><a href="http://www.taz.de/1/politik/asien/artikel/1/zensur-und-spionage-bei-olympia/" target="_blank">IOC sagt ja zur Zensur</a>: von wegen &#8220;vÃ¶llig freie Berichterstattung&#8221; &#8211; dieÂ Olympia-Veranstalter haben mitgeteilt, dass einige Websites auch fÃ¼r internationale Journalisten gesperrt bleiben. Das IOC hat zugestimmt. (<strong>taz.de</strong>)</li>
<li><span class="articolo_dossier"><a href="http://www.asianews.it/index.php?l=en&amp;art=12886&amp;size=A" target="_blank">International Olympic Committee apologizes: we have &#8220;misled&#8221; the press</a> &#8211; </span><span class="sottotitolo">Beijing admits that even journalists will be subject to restrictions on the internet. (<strong>AsiaNews.it</strong>)</span></li>
<li><span class="sottotitolo"><a href="http://www.abc.net.au/pm/content/2008/s2319437.htm" target="_blank">One world, one dream, one promise broken</a> (<strong>ABC radio</strong>)</span></li>
</ul>
<p><span class="sottotitolo">Erstaunlich klar fÃ¼r ein IOC-Vergehen titelte die <strong>Deutsche Presse-Agentur</strong>:</span></p>
<ul>
<li><span class="sottotitolo"><a href="http://de.news.yahoo.com/dpa2/20080730/tsp-wortbruch-des-ioc-internetzensur-akz-4b22da1.html" target="_blank">&#8220;Wortbruch&#8221; des IOC: Chinas Internetzensur akzeptiert.</a></span></li>
</ul>
<p><span class="sottotitolo">Ich weiÃŸ nur nicht, warum man Wortbruch mit GÃ¤nsefÃ¼ÃŸchen rahmt. Die dpa-Meldung beginnt so:<span id="more-311"></span></span></p>
<blockquote><p>Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat sein Versprechen gebrochen, dass die 25.000 Journalisten bei den Sommerspielen in Peking &#8220;unzensierten&#8221; Zugang zum Internet haben werden. OhnmÃ¤chtig akzeptierten die &#8220;Herren der Ringe&#8221; am Mittwoch die chinesische Zensur des Internets. <strong>&#8220;Ich kann den Chinesen nicht sagen, was sie tun sollen&#8221;</strong>, sagte der Chef der IOC-Pressekommission, Kevan Gosper.</p></blockquote>
<p>Ich weiÃŸ auch nicht, warum beim Thema Zensur GÃ¤nsefÃ¼sschen benutzt werden. Es ist Zensur, was denn sonst. Wie das lÃ¤uft mit den <strong><a href="http://www.greatfirewallofchina.org/" target="_blank">GroÃŸen chinesischen Firewall</a></strong> und dem <strong>Projekt Goldener Schild</strong> kann man u. a. in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internetkontrolle_in_China" target="_blank">Wikipedia</a>Â nachlesen. NatÃ¼rlich, jeder hÃ¤tte es wissen kÃ¶nnen. Ich habe es bei zwei Peking-Aufenthalten selbst erlebt. WÃ¤hrend die internationalen Webseiten von Reporter ohne Grenzen, Amnesty International oder Human Rights Watch blockiert waren, konnte man die deutschen Ableger der Organisationen, sofern vorhanden,Â meistens problemlos ansurfen. Aber es geht ja nicht nur um die Sperrung von Webseiten und Inhalten, es geht auch darum, dass die Chinesen und dass das IOC den Berichterstattern unzumutbare Bedingungen bieten. Den Wortbruch mÃ¼ssen sich alle IOC-FunktionÃ¤re &#8211; von PrÃ¤sident Rogge Ã¼ber seinen Vize Bach bis zu Gosper &#8211; vorwerfen lassen. Wir leben im DSL-Zeitalter, wenn man den Berichten der Kollegen, die schon in Peking sind, glaubt, dann erinnert die Geschwindigkeit, mit der man in den Pressezentren und an den WettkampfstÃ¤tten online unterwegs sein kann, an Zeiten eines 14.400 kb-Modems (so eines hatte ich 1996 in Atlanta, um auf Compuserve die Nachrichten des Executive News Service zu saugen).</p>
<p>Das nÃ¤chste Problem, dass unter dem Aspekt der Pressefreiheit nun ab morgen verschÃ¤rft diskutiert wird, ist die Frage, wer die Hoheit Ã¼ber die Olympischen Bilder hat. Angeblich soll das TV-Signal, dass von einer IOC-Tochterfirma produziert wird, korrekt bei allen internationalen TV-Stationen ankommen. FÃ¼r das chinesische Staatsfernsehen aber geht das Bild noch eine Weile auf die Reise, vereinfacht gesagt: hoch ins Weltall, wieder zurÃ¼ck &#8211; die ZeitverzÃ¶gerung von 30 Sekunden bis einer Minute nutzen die Zensoren, um missliebige Bilder und TÃ¶ne mit Schwarzbildern, Rauschen oder Tonausfall zu killen. So habe ich das im April im China World Hotel auch auf CNN und der BBC erlebt. Sogar O-TÃ¶ne des IOC-PrÃ¤sidenten Jacques Rogge wurden gekillt. Schon <a href="http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,545814,00.html" target="_blank">damals</a> hat sich Ã¼brigens Kevan Gosper mÃ¤chtig ins Zeug gelegt fÃ¼r die Pressefreiheit und solche komischen Sachen:</p>
<blockquote><p><strong>Das ist die Zensur.Â Da kÃ¶nnen wir nichts machen. Aber wir haben die feste Zusage, dass wÃ¤hrend der Spiele nicht zensiert wird.</strong></p></blockquote>
<p>Noch so ein abstruses Versprechen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/07/30/das-moralische-versprechen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mama-Wunder</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/07/10/mama-wunder/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2008/07/10/mama-wunder/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Jul 2008 17:01:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
		<category><![CDATA[schwimmen]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[dara torres]]></category>
		<category><![CDATA[doping]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=252</guid>
		<description><![CDATA[Unbelievable, diese Dara Torres. Genau das ist sie. Verschwindet immer mal fÃ¼r ein paar Jahre &#8211; und fÃ¤llt damit aus allen Doping-Testprogrammen -, taucht dann wieder auf und ist, gegen alle Naturgesetze, schneller als vor 24 Jahren. Mit 41 qualifizierte sich Dara Torres gegen MÃ¤dels, die ihre TÃ¶chter sein kÃ¶nnten, souverÃ¤n fÃ¼r die Olympischen Spiele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unbelievable, diese <a href="http://usaswimming.org/USASWeb/DesktopModules/BioViewManaged.aspx?personid=10e6c9c4-0e67-465f-be5f-051652fe330c&amp;TabId=388&amp;Mid=597" target="_blank">Dara</a> <a href="http://www.daratorres.com" target="_blank">Torres</a>. Genau das ist sie. Verschwindet immer mal fÃ¼r ein paar Jahre &#8211; und fÃ¤llt damit aus allen Doping-Testprogrammen -, taucht dann wieder auf und ist, gegen alle Naturgesetze, schneller als vor 24 Jahren. Mit 41 qualifizierte sich Dara Torres gegen MÃ¤dels, die ihre TÃ¶chter sein kÃ¶nnten, souverÃ¤n fÃ¼r die Olympischen Spiele in Peking, wo sie Ã¼ber 50 und 100 Meter Freistil sowie in der kurzen Freistil- und in der Lagenstaffel schwimmen wird. Das Thema, in den USA zumindest im olympischen Sport eine groÃŸe Nummer, ist vergangenen Woche wÃ¤hrend der Trials in Omaha in Deutschland leider etwas zu kurz gekommen. JÃ¼rgen Kalwa aber hat darÃ¼ber geschrieben und befasst sich auch in seinem Blog <strong>American Arena</strong> ausfÃ¼hrlich mit dem Mama-Wunder. Meine Leseempfehlungen nebst allen verlinkten BeitrÃ¤gen: <a href="http://american-arena.blogspot.com/2008/07/schwimmen-im-dunst.html" target="_blank">Schwimmen im Dunst</a> und <a href="http://american-arena.blogspot.com/2008/07/mama-torres-machts.html" target="_blank">Mama Torres macht&#8217;s</a>.</p>
<p>Ich frage mich die ganze Zeit: Was macht eigentlich die 42-jÃ¤hrige Kristin Otto? Plant sie ein Comeback fÃ¼r London 2012? So oder so: Dara Torres, die Mom von Michael Phelps (hat er zumindest gesagt), ist ein Top-Thema des Olympia-Sommers.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/07/10/mama-wunder/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lopez Lomong: The Lost Boy of Sudan</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/07/08/lopez-lomong-the-lost-boy-of-sudan/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2008/07/08/lopez-lomong-the-lost-boy-of-sudan/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Jul 2008 10:35:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[leichtathletik]]></category>
		<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[darfur]]></category>
		<category><![CDATA[lopez lomong]]></category>
		<category><![CDATA[sudan]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=250</guid>
		<description><![CDATA[Ich habe gehofft, dass die Trials der US-Leichtathleten so enden wÃ¼rden. Ich habe fÃ¼rÂ Lopez Lomong gehofft, einen der verlorenen Kinder des Sudan, der am letzten Tag der Trials in Eugene/Oregon im Finale Ã¼ber 1500 Meter stand. Wenn Lomong sich fÃ¼r die Olympischen Spiele in Peking qualifizieren sollte, wÃ¼rde auch seine Geschichte um die Welt gehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/GlYNlrcfpwY&amp;hl=en&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/GlYNlrcfpwY&amp;hl=en&amp;fs=1" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Ich habe gehofft, dass die Trials der US-Leichtathleten so enden wÃ¼rden. Ich habe fÃ¼rÂ <a href="http://www.lopezlomong.org" target="_blank">Lopez Lomong</a> gehofft, einen der verlorenen Kinder des Sudan, der am letzten Tag der Trials in Eugene/Oregon im Finale Ã¼ber 1500 Meter stand. Wenn Lomong sich fÃ¼r die Olympischen Spiele in Peking qualifizieren sollte, wÃ¼rde auch seine Geschichte um die Welt gehen. Diese Geschichte, die LomongÂ zu Beginn derÂ Trials erzÃ¤hlte, lÃ¤sst einem den Atem stocken.</p>
<p>Ich hatte eigentlich vor, eine mp3-Datei ins Netz zu stellen, aber ich war zu blÃ¶d, das GesprÃ¤ch mit Lomong in ertrÃ¤glicher QualitÃ¤t aufzuzeichnen. So bereite ich jetzt meinen Text, den ich gestern einigen Zeitungen geschickt habe, fÃ¼rs NetzÂ auf. Seine Geschichte wird bisÂ Peking und wÃ¤hrend der Spiele und auch danach noch hundert Mal in vielen Sprachen erzÃ¤hlt. Das ist gut so, sie kann gar nicht oft genug erzÃ¤hlt werden.<span id="more-250"></span></p>
<p>Die Olympianormzeit hatte Lomong bereits vor den Trials erfÃ¼llt. Er musste nur noch Dritter werden in Eugene. Und auch das hat er geschafft, trotz einer KnÃ¶chelverletzung,Â im letzten Rennen der Trials. Auf diesenÂ 1.500 Metern kulminierte so vieles. Wer mag, kann sich das Sportliche nochmalÂ beim <a href="http://www.nbcolympics.com/trackandfield/news/newsid=147153.html" target="_blank">Olympiasender NBC</a> ansehen. Es war eine groÃŸe mit vielen kleinen rÃ¼hrenden amerikanischen Stories.</p>
<p>Die ersten drei dieses Rennens, die nun fÃ¼r die USA in Peking laufen dÃ¼rfen, sind Immigranten. Stolz saÃŸen sie spÃ¤ter beisammen, sprachen Ã¼ber Freiheit, Hoffnung, Familie und TrÃ¤ume &#8211; <a href="http://www.nbcolympics.com/trackandfield/news/newsid=147326.html" target="_blank">Land of hope and dreams</a> -, und habenÂ dabei natÃ¼rlich auch einige patriotische Bekenntnisse abgelegt, die ich &#8211; wÃ¼rde ich sie von anderen hÃ¶ren &#8211; nur peinlich finden wÃ¼rde. Die drei Neu-Amerikaner: DerÂ <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/0903/sport/0037/index.html" target="_blank">Doppel</a>-<a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0703/sport/0021/index.html" target="_blank">Weltmeister</a> von 2007, damals schon unter US-Flagge,Â <a href="http://www.usatf.org/athletes/bios/Lagat_Bernard.asp" target="_blank">Bernard Kipchirchir Lagat</a>Â (Foto Mitte mit seinem Sohn Miika), geboren 1974 in Kapsabet, Kenia â€“ wohnhaft in Tucson, Arizona, US-StaatsbÃ¼rger seit 2004. <a href="http://www.usatf.org/athletes/bios/Manzano_Leonel.asp" target="_blank">Leonel Manzano</a>Â (Foto rechts), geboren 1984 in Dolores Hidalgo, Mexiko â€“ wohnhaft in Austin, Texas, US-StaatsbÃ¼rger seit 2004. Und Lopez Lomong (Foto links), geboren 1985 in Kimotong, Sudan â€“ wohnhaft in Flagstaff, Arizona, US-StaatsbÃ¼rger seit Juli 2007.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-251" title="pk-1500-eugene-2008" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/07/pk-1500-eugene-2008.jpg" alt="" width="475" height="122" /></p>
<p>Die drei wurden nicht etwa staatlich rekrutiert, wie das in Deutschland bei Sportlern Ã¼blich ist und jÃ¼ngst gerade am Beispiel des Basketballers Chris Kaman absurde BlÃ¼ten trieb. Nein, diese drei LÃ¤ufer haben lange auf ihre Chance gewartet, sie haben darum gekÃ¤mpft, den Pass ihres neuen Heimatlandes zu erhalten. Dem listigen Bernard Lagat, der 2007 zweimal Weltmeister wurde als Neu-Amerikaner, sagt man zwar nach, er renne nur fÃ¼r die USA, weil er fÃ¼rchtete, sich in Kenia nicht noch einmal fÃ¼r die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Selbst wenn, ist das verboten? Lagat lebt seit einem Jahrzehnt in den USA, er hatte seit 1999 die Green Card.</p>
<p>Leonel Manzano kam als VierjÃ¤hriger mit seinen Eltern nach Austin. Seine mexikanische Mutter verdingt sich, natÃ¼rlich, wie im Film, als KindermÃ¤dchen. Sein Vater schuftet an einer Steinbrecher-Maschine. â€žMeine Elternâ€œ, sagt Manzano, â€žwissen was Arbeit ist. Sie haben sich immer gewundert, Ã¼ber das, was ich mache. Aber inzwischen haben sie es verstanden.â€œ</p>
<p>Lagat und Manzano wuchsen in geordneten VerhÃ¤ltnissen auf. Von Lopez Lomong lÃ¤sst sich das nicht sagen.</p>
<p>Lopez Lomong stammt ausÂ Sudan, wo seit Anfang der achtziger Jahre der BÃ¼rgerkriegÂ tobt. Er gehÃ¶rt zum Stamm der Boya, er wuchs in Kimotong auf. Was er durchgemacht hat, reicht fÃ¼r zehn Leben. Lomong hat die AbgrÃ¼nde der menschlichen Rasse gesehen und erleiden mÃ¼ssen. Es ist ein Wunder, dass er nicht verhungerte, es ist ein Wunder, dass er nicht abgeschlachtet wurde, wie zehntausende andere Kinder seiner Generation. Er kann mitÂ stockender Stimme beschreiben, wie es ist, wenn Kinder sterben, wenn sie ihr Leben aushauchen. Lomong kennt das kalte, metallene GerÃ¤usch, wenn die Kalaschnikows durchgeladen werden. Nun ist er 23 &#8211; und lÃ¤uft als Amerikaner bei Olympia.</p>
<p>Lopez LomongÂ hat die ersten Jahre seines Lebens in den Wirren des BÃ¼rgerkrieges verbracht, immer auf der Hut vor den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dschandschawid" target="_blank">Dschandschawid</a>, den berittenen, muslimischen Milizen. â€žIch habe in der Wildnis laufen gelerntâ€œ, sagt Lomong, â€žum mein Leben zu retten.â€œ Er war sechs,Â als die Milizen sein Dorf Ã¼berfielen und ihn mit einem Dutzend anderer Kinder, MÃ¤dchen und Jungs, verschleppten. EinigeÂ MÃ¤dchen wurden vergewaltigt, die Jungs zu Kindersoldaten ausgebildet. Lomong sollte tÃ¶ten. Doch nach etwa drei Wochen, sagt er, flÃ¼chtete er mit drei Ã¤lteren Jungs durchÂ ein Loch im Zaun des Lagers, in das man sie gesperrt hatte.Â Tagelang irrten sie durch die Savanne, durch wirkliche Wildnis. Teilweise trugen die groÃŸen Jungs, in Lomongs Erinnerung waren sie etwa 14 Jahre alt, denÂ Kleinen auf dem RÃ¼cken. Bis sie von einerÂ Grenzpatrouille festgenommen wurden. Es waren kenianische Polizisten, die Kinder waren bereitsÂ im Nachbarland gelandet.</p>
<p><iframe width="425" height="350" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=Kakuma,+Kenya&amp;ie=UTF8&amp;ll=4.373798,35.134277&amp;spn=2.655424,4.790039&amp;t=p&amp;z=8&amp;output=embed&amp;s=AARTsJpTne7qy6Ym__o1KEbRrgGBkst9EQ"></iframe></p>
<p>Lomong landete im riesigen UN-FlÃ¼chtlingscamp in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kakuma" target="_blank">Kakuma</a>, Nordkenia, wo teilweise 80.000 Menschen lebten, vor allem aus dem Sudan, Somalia, Ã„thiopien, Eritrea.Â Dort blieb er zehn Jahre. â€žHeute wÃ¼rde ich sagen, ich lebte im Elendâ€œ, sagt Lomong. â€žAber ich kam aus der HÃ¶lle. Kakuma war fÃ¼r mich zunÃ¤chst ein Paradies. Ich bekam tÃ¤glich eine Mahlzeit. Es gab Wasser. Ich konnte spielen.â€œ Als er von dem Programm der â€žverlorenen Jungsâ€œ erfuhr, schrieb er seine Geschichte auf und bewarb sich. Er hatte GlÃ¼ck, durfte ausreisen: Ãœber Nairobi, Kairo, Peking, New York und Syracuse landete er in Tully/Bundesstaat New York. Dort wurde er von Barbara und Robert Rogers aufgenommen &#8211; zusammen mit fÃ¼nf anderen Jungen aus dem Sudan.</p>
<p>In Kakuma hat Lomong Suaheli und <a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=29527554&amp;top=SPIEGEL" target="_blank">Englisch gelernt</a>. Im Lager gewann er auch erste kleine Rennen. Dort verdiente er als Lumpensammler jene fÃ¼nf Schilling, fÃ¼r die er einen Platz an einem Fernseher erkaufte, um die Ãœbertragungen von den Olympischen Spielen in Sydney zu sehen. Lomong hat damals nicht wahrgenommen, dass der Kenianer Bernard Lagat eine Bronzemedaille gewann, auf der Strecke, auf der sie nun gemeinsam in Peking antreten. Lomong kann sich nur an einen Namen erinnern: Er war begeistert von Michael Johnson. â€žSo schnell wie der wollte ich seinâ€œ, erzÃ¤hlt er.</p>
<p>Im vergangenen Jahr war Lomong erstmals wieder in Kenia, begleitet von einer Filmcrew des Senders <a href="http://www.hbo.com/realsports/stories/2007/episode.126.s4.html" target="_blank">HBO</a>,Â und hat dort tatsÃ¤chlich seine Mutter getroffen und vier der Geschwister, die Ã¼berlebten. Die Rogers&#8217; hatten mit Hilfe der amerikanischen Botschaft erfolgreich gesucht.Â Lomong Ã¼berweist ihnen monatlich eine Summe, die er entbehren kann, anfangs waren es 200 Dollar. Er tut was er kann.</p>
<p>Lomong gehÃ¶rtÂ zu den Protagonisten des <a href="http://www.teamdarfur.org/" target="_blank">Team Darfur</a>, das Sportler aus vielen Nationen vereint, die die Darfur-Politik der chinesischen Regierung kritisieren. Lomong weiÃŸ, dass ihm dieses Engagement wÃ¤hrend der Spiele in Peking Probleme bereiten kÃ¶nnte &#8211; nach den <a href="http://jensweinreich.de/?p=211" target="_blank">Regeln des IOC</a> kÃ¶nnte er disqualifiziert werden. Aber im Moment denkt er nicht daran. Er will ja nicht wirklich Politik machen. Er will nur laufen. FÃ¼r sich. FÃ¼r Amerika. FÃ¼r die verlorenen KInder des Sudan. Und spÃ¤ter will er ein Hotel betreiben &#8211; in Afrika, nicht in den USA.</p>
<p>Und noch einige Links:</p>
<ul>
<li>NBC: <a href="http://www.nbcolympics.com/trackandfield/news/newsid=135154.html" target="_blank">Road to joy</a></li>
<li>ESPN: <a href="http://sports.espn.go.com/oly/trackandfield/columns/story?id=3468567&amp;lpos=spotlight&amp;lid=tab2pos2" target="_blank">&#8220;I came all the way here, so I have to run&#8221;</a></li>
<li>New York Times: <a href="http://www.nytimes.com/2008/07/02/sports/olympics/02runner.html?ref=sports&amp;pagewanted=print" target="_blank">Odyssey May End at Olympics for Lomong</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/07/08/lopez-lomong-the-lost-boy-of-sudan/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein bisschen verkrampft</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/07/06/ein-bisschen-verkrampft/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2008/07/06/ein-bisschen-verkrampft/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 Jul 2008 10:37:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[leichtathletik]]></category>
		<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
		<category><![CDATA[schwimmen]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[olympianorm]]></category>
		<category><![CDATA[trials]]></category>
		<category><![CDATA[tyson gay]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=246</guid>
		<description><![CDATA[Â© The Oregonian via flickr Ist etwas blÃ¶d gelaufen fÃ¼r Tyson Gay bei diesen Trials. Seinen letzten Abgang aus demÂ Hayward Field von EugeneÂ hat er sich anders vorgestellt, auf jeden Fall aufrechter.Â Krampf im linken Oberschenkel, erlitten im Viertelfinale Ã¼ber 200 Meter,Â und schon hat Tyson GayÂ eine Chance weniger in Peking. Im vergangenen Jahr war er in Osaka [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/theoregonian/sets/72157605993084466/show" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-248" title="tyson-waegelchen-eugene-2008" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/07/tyson-waegelchen-eugene-2008.jpg" alt="" width="474" height="294" /></a></p>
<p><small>Â© <a href="http://www.oregonlive.com" target="_blank">The Oregonian</a> via flickr</small></p>
<p>Ist etwas blÃ¶d gelaufen fÃ¼r Tyson Gay bei diesen <a href="http://www.usatf.org/events/2008/OlympicTrials-TF/news.asp" target="_blank">Trials</a>. Seinen letzten Abgang aus demÂ <a href="http://www.oregontrackclub.org/hayward_field.html" target="_blank">Hayward Field</a> von EugeneÂ hat er sich anders vorgestellt, auf jeden Fall aufrechter.Â Krampf im linken Oberschenkel, erlitten im Viertelfinale Ã¼ber 200 Meter,Â und schon hat Tyson GayÂ eine Chance weniger in Peking. Im vergangenen Jahr war er in Osaka Weltmeister Ã¼ber 100 und 200 Meter sowie mit der Sprintstaffel. Nach letzten Meldungen aus dem Krankenbett im Hilton Hotel kann die Sache glimpflich ausgehen, mÃ¶glicherweise muss er nur 10-14 Tage pausieren.<span id="more-246"></span></p>
<p>Ich habe in Eugene mit John Capel darÃ¼ber gesprochen, der 2003 Weltmeister auf dieser Strecke war und &#8211; zugegeben &#8211; gerade eine zweijÃ¤hrige Dopingsperre hinter sich hat. Capel meint, die Nachwirkungen seien nicht zu unterschÃ¤tzen. Er glaubt deshalbÂ nicht, dass Gay noch einmal so schnell rennen kann in diesem Jahr. WindunterstÃ¼tzte 9,68 Sekunden war <a href="http://www.tysongay.net/" target="_blank">Tyson Gay</a> vergangenenÂ Sonntag Ã¼ber 100 Meter geflitzt, tags zuvor US-Rekord von 9,77. Wer glaubt schon &#8230; nein, diesmal rede ich nicht Ã¼ber Doping, ich will auf etwas anderes hinaus: Es hat mich amÃ¼siert, wie amerikanische Journalisten nach Gays Sturz plÃ¶tzlich begannen, das System der Trials in Frage zu stellen.</p>
<p>Ich gebe zu, dass ich vor einer Woche noch glaubte, in jeder Disziplin wÃ¼rden sich die ersten drei qualifizieren kÃ¶nnen. Ich hatte meine Hausaufgaben nicht gemacht, denn natÃ¼rlich ist es selbst in den USA nicht mehr so einfach, zumal der Weltverband IAAF mit seinen exorbitanten Normen, die in manchen Disziplinen wohl nur mit Doping zu erreichen sind, absurde Forderungen stellt. So kommt es also, dass manche Zweit- und Drittplatzierte der Trials nicht nach Peking dÃ¼rfen, aber Vierte oder gar FÃ¼nfte (wie die 5000-Meter-LÃ¤uferin Lauren Fleshman) eventuell nachrÃ¼cken, weil sie die A-Norm der IAAF geschafft haben, andere, die bei den Trials besser ware, aber nicht. Ã„hnlich lÃ¤uft das bei den Schwimmern in Omaha, dort sind nicht automatisch die ersten beiden eines Wettbewerbs qualifiziert, sondern nur die Sieger. Dort rutschten ebenfalls einige Schwimmer ins Team,Â obwohl sie bei den Trials schlechter waren als manche vor ihnen, aber eineÂ bessere Marke in den RekordbÃ¼chern habe &#8211; denn alles, was seit 1. Januar 2007 geschwommen wurde, wird gewertet. So kommt es zum Beispiel, dass Michael Phelps in Peking die kurze Kraufstaffel schwimmen wird, obwohl er in Omaha nur den 100-m-Vorlauf bestritten hat. Ich finde, dagegen sind die Regeln des Deutschen Schwimm-Verbandes, und Ã¼ber die (eine Mischung aus <a href="http://www.schwimm-dm.de/dm2008/olympianorm_ok.htm" target="_blank">Normzeiten</a>, die sich anÂ der Weltrangliste bemessen, und der Pflicht, bei den Meisterschaften Erster oder Zweiter zu werden) wurde schon heftig gestritten, noch relativ klar.</p>
<p>HeiÃŸa, ist das ein SpaÃŸ fÃ¼r Statistiker. Geplagt von meinem schlechten Gewissen, das nicht gewusst zu haben, musste ich mir eine Nachtschicht antun und die Qualifikationskriterien studieren. Am besten gefallen mir diese <a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/07/usa-swimming-selection-2008.pdf" target="_blank">31 Seiten</a> (pdf) der <a href="http://usaswimming.org" target="_blank">US-Schwimmer</a>. Wer Lust hat zu SchmÃ¶kern, hier auch der Link zu den <a href="http://www.usatf.org/events/2008/OlympicGames/entry/selectionProcedures_TF.asp" target="_blank">Nominierungskriterien</a> des Leichtathletikverbandes <a href="http://www.usatf.org" target="_blank">USA Track &amp; Field</a>.Â </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/07/06/ein-bisschen-verkrampft/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>IOC-AbsurditÃ¤tenkabinett</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/06/04/ioc-absurditatenkabinett/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2008/06/04/ioc-absurditatenkabinett/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 17:39:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[baku 2016]]></category>
		<category><![CDATA[chicago 2016]]></category>
		<category><![CDATA[doha 2016]]></category>
		<category><![CDATA[ioc]]></category>
		<category><![CDATA[madrid 2016]]></category>
		<category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[prag 2016]]></category>
		<category><![CDATA[rio de janeiro 2016]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele 2016]]></category>
		<category><![CDATA[tokio 2016]]></category>
		<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[olympiabewerbungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=235</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Final result&#8221; steht Ã¼ber dem Chart aus dem Bericht der IOC-Evaluierungskommission zu den Bewerbern fÃ¼r die Sommerspiele 2016, der vor wenigen Minuten verÃ¶ffentlicht wurde. Demnach liegt Doha, Hauptstadt des winzigen aber steinreichen Emirats Katar, Austragungsort der Asienspiele 2006, einer mit den Olympischen Spielen problemlos vergleichbaren Veranstaltung, fast gleichauf mit dem vermeintlichen Olympiafavoriten Chicago. Vorn liegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/06/ioc-2016-final.JPG" alt="ioc-2016-final.JPG" /></p>
<p>&#8220;Final result&#8221; steht Ã¼ber dem Chart aus dem <a target="_blank" href="http://multimedia.olympic.org/pdf/en_report_1317.pdf">Bericht der IOC-Evaluierungskommission</a> zu den Bewerbern fÃ¼r die <a target="_blank" href="http://jensweinreich.de/?p=224">Sommerspiele 2016</a>, der vor wenigen Minuten verÃ¶ffentlicht wurde. Demnach liegt <strong>Doha</strong>, Hauptstadt des winzigen aber steinreichen Emirats Katar, Austragungsort der Asienspiele 2006, einer mit den Olympischen Spielen problemlos vergleichbaren Veranstaltung, fast gleichauf mit dem vermeintlichen Olympiafavoriten <strong>Chicago</strong>. Vorn liegen <strong>Tokio</strong> und <strong>Madrid</strong>, gerade noch im grÃ¼nen Bereich ist <strong>Rio de Janeiro</strong>. Der Bericht schreibt den Kataris sogar die FÃ¤higkeit zu, Olympische Spiele auszurichten. Dennoch wurde Doha vom IOC-Exekutivkomitee in Athen heute Nachmittag aussortiert &#8211; wie Baku und Prag.</p>
<p>Die Finalisten bereiten sich nun auf die Entscheidung am 2. Oktober 2009 vor. Und das IOC, das nach wie vor Ã¼ber keine transparenten und klar nachvollziehbaren Regeln bei Olympiabewerbungen (und der Bewertung dieser Offerten) verfÃ¼gt, hat ein weiteres absurdes Kapitel seiner wenig ruhmreichen Geschichte geschrieben: Doha, so suggeriert es der Bericht auf Seite 94, wurde aussortiert, weil das von den Kataris vorgeschlagene Datum (14. Oktober bis 30. Oktober 2016) auÃŸerhalb der vom IOC prÃ¤ferierten Zeitmarke liegt (15. Juli bis 31. August).</p>
<p>NatÃ¼rlich gibt es andere GrÃ¼nde fÃ¼r den Rausschmiss der arabischen SportfÃ¼rsten. DarÃ¼ber wird noch ausfÃ¼hrlich zu reden sein. Vorerst nur ein paar Daten, die die LÃ¤cherlichkeit der Entscheidung unterstreichen. Ein Blick in die olympische Geschichte. Sommerspiele, obgleich noch nie in der WÃ¼ste,Â wurden zum Beispiel zu folgenden Terminen ausgetragen:</p>
<ul>
<li>22. November bis 8. Dezember 1956: Melbourne</li>
<li>25. August bis 11. September 1960: Rom</li>
<li>10. Oktober bis 24. Oktober 1964: Tokio</li>
<li>12. Oktober bis 27. Oktober 1968: Mexico City</li>
<li>26. August bis 11. September 1972: MÃ¼nchen</li>
<li>17. September bis 2. Oktober 1988: Seoul</li>
<li>15. September bis 1. Oktober 2000: SydneyÂ </li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/06/04/ioc-absurditatenkabinett/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Monopoly 2016</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/06/04/monopoly-2016/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2008/06/04/monopoly-2016/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 12:04:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[baku 2016]]></category>
		<category><![CDATA[bid books]]></category>
		<category><![CDATA[chicago 2016]]></category>
		<category><![CDATA[doha 2016]]></category>
		<category><![CDATA[ioc]]></category>
		<category><![CDATA[madrid 2016]]></category>
		<category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[prag 2016]]></category>
		<category><![CDATA[rio de janeiro 2016]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele 2016]]></category>
		<category><![CDATA[tokio 2016]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=224</guid>
		<description><![CDATA[In ein paar Stunden wÃ¤hlt das IOC-Exekutivkomitee im Athener Hilton Hotel die Finalisten im Wettbewerb um die Olympischen Sommerspiele 2016 aus. Die Entscheidung fÃ¤llt dann auf der 121. IOC-Session am 2. Oktober 2009 in Kopenhagen. Es treten an und verabschieden sich heute auch gleich wieder (wie vor vier Jahren Leipzig in der ersten Runde): Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In ein paar Stunden wÃ¤hlt das IOC-Exekutivkomitee im Athener Hilton Hotel die Finalisten im Wettbewerb um die Olympischen Sommerspiele 2016 aus. Die Entscheidung fÃ¤llt dann auf der 121. IOC-Session am 2. Oktober 2009 in Kopenhagen.</p>
<p><a target="_blank" href="http://www.2016baku.org/"><img vspace="5" align="left" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/06/baku-2016-logo.thumbnail.png" hspace="5" alt="baku-2016-logo.png" /></a><a target="_blank" href="http://www.praha2016.org/olymp/jnp/en/home/index.html"><img vspace="5" align="right" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/06/prag-2016-logo1.thumbnail.JPG" hspace="5" alt="prag-2016-logo1.JPG" /></a>Es treten an und verabschieden sich heute auch gleich wieder (wie vor vier Jahren <a href="http://jensweinreich.de/?p=192">Leipzig</a> in der ersten Runde): Die tapferen Sportkameraden aus Aserbaidshan mit ihrer Hauptstadt Baku und die Hobbybewerber aus Prag. Baku und Prag sind nicht ernst zu nehmen. Beide betrachten ihre &#8220;Bewerbung&#8221; vor allem als touristische Promotion. Mitunter dienen Bewerbungen, gerade die aus den ehemaligen Sowjetrepubliken, aber auch als veritables MittelÂ  der GeldwÃ¤sche. Anzeichen dafÃ¼r gibt es viele. Vor einigen Jahren hat dies ein schwedischer Staatsanwalt, der sich mit Olympiabwerbungen beschÃ¤ftigte, sogar mal laut ausgesprochen: &#8220;Geld rein, Geld raus, und alles unter dem DeckmÃ¤ntelchen Olympischer Spiele.&#8221;</p>
<p><a target="_blank" href="http://www.doha2016.org/en/index"><img vspace="5" align="left" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/06/doha-2016-logo.thumbnail.jpg" hspace="5" alt="doha-2016-logo.jpg" /></a>Nun zu den ernsthaften Kandidaten, die mÃ¶glicherweise allesamt in die Finalrunde kommen. Vielleicht aber sortiert das IOC von diesem Quintett noch ein oder zwei AnwÃ¤rter aus. Man weiÃŸ es nicht genau. Die Regularien sind auch unter Jacques Rogge alles andere als transparent. Nachdem vor einem Jahr in Guatemala die Ã–l-Oligarchen aus <a href="http://jensweinreich.de/?p=72">Putins</a> <a href="http://jensweinreich.de/?p=69">Reich</a> die <a href="http://jensweinreich.de/?p=67">Winterspiele</a> <a href="http://jensweinreich.de/?p=66">2014</a> gekauft haben, sind erstmals Ã–lscheichs vom Persischen Golf am Start. Olympiabewerbungen waren schon immer ein Milliarden-Monopoly. Mit den Kataris wird es nun besonders lustig. Geld spielt dort keine Rolle. Man hat es &#8211; und man weiÃŸ es auszugeben. Dabei kann man &#8211; um die Themen Geld und Moral mal auÃŸer Acht zu lassen &#8211; trefflichÂ darÃ¼ber streiten, ob es vielleicht doch Gegenden auf diesem Planeten gibt, in denen keine Spiele ausgetragen werden sollten: Die Antarktis und die SteinwÃ¼ste von Katar wÃ¤ren da sicher erste Kandidaten.</p>
<p><a target="_blank" href="http://www.rio2016.org.br/en/"><img src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/06/rio-2016-logo.thumbnail.JPG" alt="rio-2016-logo.JPG" /></a><a target="_blank" href="http://www.madrid2016.es/en/paginas/home.aspx"><img vspace="5" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/06/madrid-2016-logo.thumbnail.gif" hspace="5" alt="madrid-2016-logo.gif" /></a><a target="_blank" href="http://www.tokyo2016.or.jp/en/"><img src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/06/tokio-2016-logo1.thumbnail.JPG" alt="tokio-2016-logo1.JPG" /></a></p>
<p>Mit den Bewerbern aus Madrid und Tokio werde ich mich spÃ¤ter mal befassen. ZunÃ¤chst zu Chicago, demÂ Favoriten der <a target="_blank" href="http://www.gamesbids.com/english/index.shtml">Insider</a>-<a target="_blank" href="http://aroundtherings.com/">Dienste</a>. Die olympischen FachverbÃ¤nde und die Vereinigung Nationaler Olympischer Komitees (ANOC) setzen die Amerikaner gehÃ¶rig unter Druck. Es geht ums Geld, was sonst. Ich habe gestern morgen im Hotel Divani Caravel mit Chicagos Bewerberchef Patrick Ryan gesprochen und folgende (fÃ¼r diesen Blog natÃ¼rlich Ã¼berarbeitete) Geschichte fÃ¼r einige Zeitungen geschrieben:<span id="more-224"></span></p>
<blockquote><p><a target="_blank" href="http://www.chicago2016.org/News/Pages/home.aspx"><img vspace="5" align="right" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/06/chicago-2016-logo.thumbnail.jpg" hspace="5" alt="chicago-2016-logo.jpg" /></a></p>
<p>ATHEN. Wenn es darum geht, die VorzÃ¼ge seiner Stadt zu loben, ist <a target="_blank" href="http://www.chicago2016.org/bid-information/Pages/PatRyanBio.aspx">Patrick Ryan</a> um keinen Superlativ verlegen. Seine Botschaft ist ambitioniert und schlicht zugleich. Denn sie lÃ¤sst sich in einem Wort zusammenfassen: â€žWeltklasseâ€œ. Darunter macht es Ryan kaum. â€žWeltklasseâ€œ sei in Chicago so ziemlich alles, sagt Ryan, Chef des olympischen Bewerbungskomitees: Architektur, Kultur, Natur und Sport. Glaubt man Ryan, dem GrÃ¼nder und CEO des Versicherungskonzerns <a target="_blank" href="http://www.aon.com/default.jsp">Aon</a>, dann kann es im Jahr 2016 nur einen Ausrichter der Sommerspiele geben: Chicago.</p>
<p>Dumm nur, dass sich noch sechs andere StÃ¤dte fÃ¼r Olympia interessieren. Tokio, Rio de Janeiro, Doha (Katar), Baku (Aserbaidhan), Madrid und Prag sind Chicagos Konkurrenten. Am Mittwoch trifft das IOC-Exekutivkomitee in Athen eine Vorauswahl der Finalisten. Prag und Baku werden aussortiert, vielleicht sogar eine weitere Stadt. Chicago aber, das ist klar, wird dabei bleiben bis das Internationale Olympische Komitee (IOC) im Oktober 2009 in Kopenhagen abstimmt. â€žChicagoâ€œ, sagt Ryan, â€žist der ideale Marktplatz fÃ¼r die olympische Bewegung.â€œ</p>
<p>Marktplatz ist ein gutes Stichwort. Denn rund um Chicagos Offerte wird gefeilscht wie auf einem orientalischen Basar. Die Bewerbung ist von der Diskussion um die olympischen Marketingeinnahmen Ã¼berschattet. Die 35 olympischen WeltverbÃ¤nde und die Vereinigung der Nationalen Olympischen Komitees (ANOC) wollen die Amerikaner schrÃ¶pfen.</p>
<p>Anfang der achtziger Jahre, als das IOC mit der Kommerzialisierung der Olympischen Spiele begann, wurden mit dem amerikanischen NOK (<a target="_blank" href="http://www.aon.com/default.jsp">USOC</a>) Sonderkonditionen ausgehandelt. Der Vertrag wurde zuletzt 1996 angepasst und galt lange als Geheimsache: Das USOC erhÃ¤lt 12,75 Prozent der amerikanischen TV-ErlÃ¶se und 20 Prozent aus dem IOC-Sponsorenprogramm TOP. Im Olympiazyklus 2005-2008 werden rund 364 Millionen Dollar an das USOC Ã¼berwiesen â€“ mehr als an alle anderen NOKâ€™s zusammen. Von 2009 bis 2012 darf das USOC sogar 450 Millionen erwarten.</p>
<p>â€žDas ist nicht fairâ€œ, sagt der Schweizer Denis Oswald, Chef der Vereinigung der 28 SommersportverbÃ¤nde (ASOIF) und IOC-Exekutivmitglied. â€žIn den achtziger Jahren kamen fast alle TOP-Sponsoren aus den USA, jetzt sind es gerade noch zwei oder drei.â€œ PrÃ¤zise betrachtet sind es sechs von zwÃ¶lf <a target="_blank" href="http://www.olympic.org/uk/organisation/facts/programme/sponsors_uk.asp">IOC-Sponsoren</a>: Coca-Cola, Kodak, Johnson &amp; Johnson, Gneral Electric, McDonald&#8217;s, Visa. Doch wenn es ums Geld geht, argumentiert selbst ein Jurist wie Oswald nicht immer faktenorientiert. Ob zwei, drei, sechs oder sieben ist letztlich egal: Die Amerikaner haben die gesamte Sportwelt gegen sich.</p>
<p>Manch FunktionÃ¤r, etwa das dÃ¤nische IOC-Mitglied Kai Holm, sagt laut, was alle denken: Wenn das USOC nicht auf einen Teil seiner Einnahmen verzichtet, hat Chicago keine Chance. Spricht man Pat Ryan darauf an, wird er leise und einsilbig. â€žDas hat mit der Bewerbung nichts zu tunâ€œ, sagt er. Was natÃ¼rlich nicht stimmt. Denn die Bewerbung ist das perfekte Druckmittel fÃ¼r alle, die sich grÃ¶ÃŸere StÃ¼cke vom olympischen Kuchen erhoffen.</p>
<p>Oswald fÃ¼hrt die Rebellion an, er ist auch Chef des Ruder-Weltverbandes. Anfang MÃ¤rz hatte er einen Brandbrief an seine Kollegen verschickt. Die USOC-Ãœberweisungen seien â€žmoralisch nicht lÃ¤nger zu akzeptierenâ€œ, schrieb Oswald. â€žWir brauchen eine faire LÃ¶sung. Und zwar baldâ€œ, sagt er in Athen. Er gehÃ¶rt gemeinsam mit dem Mexikaner Mario VÃ¡zqez Rana, Chef der Vereinigung der 205 NOK, und IOC-Marketingchef Gerhard Heiberg zur kleinen Arbeitsgruppe, die sich mit dem USOC einigen soll. Warum aber sollte das USOC freiwillig Geld abgeben, wenn doch ein Kontrakt existiert? â€žDie Amerikaner behaupten, der Vertrag sei unbefristetâ€œ, sagt Oswald. â€žAber Europa kennt man so etwas nicht. Wir mÃ¼ssen da eine friedliche LÃ¶sung finden.â€œ</p>
<p>Chicagos Bewerberchef Ryan verweist auf die Verantwortlichkeit des USOC. â€žUSOC-PrÃ¤sident <a target="_blank" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Ueberroth">Peter Ueberroth</a> hat klar gemacht, dass das Problem recht bald gelÃ¶st wirdâ€œ, sagt er. Wann genau? â€žSehr bald.â€œ</p>
<p>Ueberroth aber, der sich olympisch unsterblich gemacht hat, weil er mit den Sommerspielen 1984 in Los Angeles Profit machte, kann nicht zaubern. Sein USOC, geplagt von Jahrzehnten der Misswirtschaft, braucht jeden Dollar. â€žWenn wir jetzt anfangen zu feilschen und hier und da ein paar Prozente verschieben, ist niemandem geholfenâ€œ, sagt er. â€žWir kÃ¶nnen aber den Kuchen verdoppeln. Dann haben alle mehr davon.â€œ</p>
<p>Wie das gehen soll? Erstmals seit Jahrzehnten wird um Sommerspiele gebuhlt, ohne dass die amerikanischen Fernsehrechte schon vergeben wÃ¤ren. Der Olympiasender NBC zahlt fÃ¼r 2010 (Winterspiele in Vancouver) und 2012 (Sommerspiele in London) rund 2,2 Milliarden Dollar. NBC wÃ¼nscht sich nach den Quoten-Desastern von Athen (2004) und Turin (2006) endlich wieder Spiele in der eigenen HemisphÃ¤re: mit Live-Ãœbertragungen zur Primetime â€“ und nicht mit zeitversetzten Konserven.</p>
<p>Ueberroth dreht den SpieÃŸ also um: Das IOC und die SportverbÃ¤nde kÃ¶nnten die Rechnung an den amerikanischen Konsumenten weiterreichen. Man mÃ¼sste nur NBC bedienen und Chicago zur Olympiastadt machen. Doch ob das dem Rest der Welt gefÃ¤llt?</p></blockquote>
<p>Gestern Abend hat sich die Diskussion etwas zugespitzt, wie Phil Hersh in der <em>Chicago Tribune</em> berichtet: <a target="_blank" href="http://www.chicagotribune.com/news/chi-us-olympic-revenue-share-jun05,0,3063304.story">&#8220;IOC official says &#8216;sign of goodwill&#8217; could help Chicago&#8217;s Olympic bid&#8221;</a>. Ich kann nicht recht verstehen, wie der IOC-PrÃ¤sident eine solche Aussage treffen kann: &#8220;A clear indication the USOC is willing to find a solution and not refusing a solution could be very good for Chicago. It would not have a negative impact [if there were no such sign], but this sign could have a positive impact.&#8221;</p>
<p>Normalerweise mÃ¼sste man sagen: Das ist Erpressung &#8211; und somit ein Fall fÃ¼r die IOC-Ethikkommission.</p>
<p>Wie auch immer, DenisÂ Oswald spricht von einer kurzfristigen LÃ¶sung und einer langfristigen. Inzwischen hat mir ein anderer PrÃ¤sident eines Weltverbandes Zahlen genannt: 30 Millionen Dollar mehr fÃ¼r die SportverbÃ¤nde. Das ist eine schÃ¶ne runde Summe, die Sinn macht: Denn im Programm der Sommerspiele sind derzeit 28 Sportarten &#8211; zwei weitere hÃ¤tte man gern dabei (auch wenn das IOC 2007 in Guatemala gerade beschlossen hat, es solle bei 28 Sportarten bleiben). Bliebe also eine schÃ¶ne Million fÃ¼r jeden. Andererseits: Was sind schon 30 Millionen fÃ¼r das USOC? Sollte man deshalb die Bewerbung Chicagos opfern?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/06/04/monopoly-2016/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Olympische Propaganda</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/05/13/olympische-propaganda/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2008/05/13/olympische-propaganda/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 May 2008 12:44:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[ioc]]></category>
		<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
		<category><![CDATA[propaganda]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=211</guid>
		<description><![CDATA[Zur Frage der olympischen Propaganda habe ich mich gelegentlich geÃ¤uÃŸert. Das IOC hat seine eigene Vorstellung von Propaganda, die es zu verbieten gilt. Sollten deutsche Sportler im August in Peking beispielsweise auf die Idee kommen, die ArmbÃ¤ndchen &#8220;Sports for Human rights&#8221; der Netzathleten zu tragen, dann wÃ¼rden sie bestraft. &#8220;Gold fÃ¼r Menschenrechte&#8221; ist ebenso wenig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Frage der olympischen Propaganda habe ich mich <a href="http://jensweinreich.de/?p=174">gelegentlich</a> <a href="http://jensweinreich.de/?p=127">geÃ¤uÃŸert</a>. Das IOC hat seine eigene Vorstellung von Propaganda, die es zu verbieten gilt. Sollten deutsche Sportler im August in Peking beispielsweise auf die Idee kommen, die ArmbÃ¤ndchen <a href="http://netzathleten.de/specials/humanrights/index.jsp;jsessionid=1431758B92ED02DA0B27FB1DC3734477.worker199" target="_blank">&#8220;Sports for Human rights&#8221;</a> der <em>Netzathleten</em> zu tragen, dann wÃ¼rden sie bestraft. <a href="http://www.goldfuermenschenrechte.de/" target="_blank">&#8220;Gold fÃ¼r Menschenrechte&#8221;</a> ist ebenso wenig erlaubt wie die Initiative franzÃ¶sischer Sportler, ein Sticker mit der Aufschrift: <a href="http://fr.sports.yahoo.com/04042008/70/pekin-2008-pour-un-monde-meilleur.html" target="_blank">&#8220;Pour un monde meilleur&#8221;</a>.</p>
<p>PlastikbÃ¤ndchen und anderes nicht-lizensiertes Teufelszeug mit simplen, klaren Botschaften &#8211; geradezu unverfÃ¤nglich, es steht ja nicht mal CHINA drauf &#8211; mag das IOC gar nicht. Die <a href="http://www.olympic.org/uk/organisation/missions/charter_uk.asp" target="_blank">Olympische Charta</a>, das Grundgesetz der olympischen Parallelwelt, sagt dazu schlicht: Propaganda.</p>
<p><img src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/05/charta-regel-51.JPG" alt="charta-regel-51.JPG" /></p>
<p>Es gibt noch eine Reihe von Bye-laws, AusfÃ¼hrungsbestimmungen, zur berÃ¼chtigten Regel 51 der Charta, Ã¼ber die in den vergangenen Wochen viel diskutiert ist. Immerhin. IOC-Vertreter wie <a href="http://www.letemps.ch/template/tempsFort.asp?page=3&amp;article=231031" target="_blank">Jacques Rogge</a> beteuern, das Recht auf freie MeinungsÃ¤uÃŸerung sei Sportlern wÃ¤hrend der Spiele gegeben &#8211; bzw. wÃ¼rde vom IOC nicht in Frage gestellt. Es mÃ¼sse nur alles schÃ¶n korrespondieren mit der Olympischen Charta und den Gesetzen des Gastgeberlandes. Genau das ist ein Problem.<span id="more-211"></span></p>
<p>Mit einiger Spannung wurden nun die Klarstellungen des IOC-Exekutivkomitees zur Regel 51.3 erwartet. Das Papier liegt nun den Nationalen Olympischen Komitees vor. Hier ist es:</p>
<blockquote><p>GUIDELINES ON THE INTERPRETATION OF RULE 51.3 OF THE OLYMPIC CHARTER</p>
<p>In relation to the various discussions held recently, in particular during the ANOC meetings in Beijing, this is to advise you that the IOC has received a number of queries from NOCs as to the conduct of participants, in particular athletes, at the Olympic Games. It is appropriate for the IOC to assist the NOCs â€“ and the members of their delegations including the athletes â€“ by offering the following advice:</p>
<ol>
<li>Participants at the Olympic Games may of course express their opinions. Such expression of opinions and the conduct of participants should be inspired by full compliance with the Olympic Charter.</li>
<li>According to the Olympic Charter, the peak of the Olympic Movementâ€™s action is â€œthe bringing together of the worldâ€™s athletes at the great sports festival, the Olympic Gamesâ€?. The Games are about sport. They are not a stage for different kinds of political statements about issues such as armed conflicts, regional differences, religious disputes and many others. This is well known by all the athletes because it applies not only to the Olympic Games but to any other sports event in the world.</li>
<li>Rule 51.3 of the Olympic Charter provides that â€œno kind of demonstration or political, religious or racial propaganda is permitted in any Olympic sites, venues or other areasâ€?. For the purpose of these guidelines, these areas are defined as every area for which an official Olympic accreditation is required. Compliance with this Rule implies avoiding the display of any sign, banner, poster, piece of equipment or clothing which could be perceived as any kind of demonstration or propaganda.</li>
<li>The conduct of participants at all sites, areas and venues includes all actions, reactions, attitudes or manifestations of any kind by a person or group of persons, including but not limited to their look, external appearance, clothing, gestures, and written or oral statements. As in all Olympic Games, such conduct must also, of course, comply with the laws of the host state.</li>
<li>The participants at the Olympic Games will have many opportunities to express themselves upon the occasion of the Games, whilst respecting the Olympic Charter, for instance by giving interviews including in Olympic Press or Broadcasting Centres or in mixed zones, statements and discussing with their fellow athletes, officials and others â€“ to name but a few. The IOC relies on the common sense of all athletes and other participants in showing respect for the dignity of all fellow athletes, including those of the host country, and of all other spectators and attendees.</li>
<li>The IOC requests the NOCs to contact their athletes with a view to explaining the above and to responding to their queries. Everyone concerned, including NOCs, NGOs and the media, should also respect the personal rights of each individual athlete, which include both the right to express themselves and the right not to comment on political issues.</li>
</ol>
<p>Should there be any doubt, the NOCs may at any time contact Mr Pere MirÃ³, Director of the IOC NOC Relations Department, for assistance.</p></blockquote>
<p>Klarer geht es eigentlich kaum â€“ in negativer Hinsicht allerdings. IOC-Vertreter behaupten dennoch, die Meinungsfreiheit sei gewÃ¤hrleistet. Athleten dÃ¼rften schlieÃŸlich auf Pressekonferenzen und/oder den Interviewzonen der Olympischen Arenen auf politische Fragen antworten. Andererseits dokumentiert das Papier ausdrÃ¼cklich: Wo immer eine Akkreditierung erforderlich ist, ist Vorsicht geboten. Also Ã¼berall. Denn ohne Akkreditierung ist man ein Nichts bei Olympischen Spielen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/05/13/olympische-propaganda/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Leseempfehlung (I)</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/05/09/leseempfehlung-i/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2008/05/09/leseempfehlung-i/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 May 2008 13:41:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[gunter gebauer]]></category>
		<category><![CDATA[ioc]]></category>
		<category><![CDATA[olympischer fackellauf]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=210</guid>
		<description><![CDATA[Texte von Gunter Gebauer sollte man immer lesen. Auch diesen hier in der taz (&#8220;Der Raub des Feuers&#8221;) zum olympischen Fackellauf. Leider viel zu kurz.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Texte von <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gunter_Gebauer">Gunter Gebauer</a> sollte man immer lesen. Auch diesen hier in der taz (<a target="_blank" href="http://www.taz.de/nc/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=le&amp;dig=2008%2F05%2F08%2Fa0187&amp;src=GI&amp;cHash=8495623bf9">&#8220;Der Raub des Feuers&#8221;</a>) zum olympischen Fackellauf. Leider viel zu kurz.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/05/09/leseempfehlung-i/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Putzkolonne</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/04/12/die-putzkolonne/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2008/04/12/die-putzkolonne/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Apr 2008 13:18:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[propaganda]]></category>
		<category><![CDATA[putzkolonne]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=198</guid>
		<description><![CDATA[Ich mache mir gar keine Sorgen. Die Chinesen schaffen das. Beijing wird erstrahlen im August. Man wird all den Dreck nicht mehr sehen, nirgends. Zehntausende Wanderarbeiter pflanzen meterhohe BÃ¤ume und verlegen dutzende Quadratkilometer Rasen in die Steppe. Die Propagandisten von Regierung und IOC geben sich auch alle MÃ¼he, ihr Joint Venture erstrahlen zu lassen. Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/04/putzis1-beijing-12042008.jpg" alt="putzis1-beijing-12042008.jpg" /></p>
<p>Ich mache mir gar keine Sorgen. Die Chinesen schaffen das. Beijing wird erstrahlen im August. Man wird all den Dreck nicht mehr sehen, nirgends. Zehntausende Wanderarbeiter pflanzen meterhohe BÃ¤ume und verlegen dutzende Quadratkilometer Rasen in die Steppe. Die Propagandisten von Regierung und IOC geben sich auch alle MÃ¼he, ihr <a target="_blank" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0412/sport/0021/index.html">Joint Venture</a> erstrahlen zu lassen. Und auf die TV-Schaffenden um <a target="_blank" href="http://en.beijing2008.com/53/66/column211716653.shtml">Manolo Romero</a>, die diese sechzehn Tage wÃ¤hrende Unterhaltungsshow mit Super-Zeitlupen und schmalzigen Melodien als Feier des Edlen und Guten darbieten, ist ohnehin Verlass.</p>
<p>Ich bin noch nicht ganz schlÃ¼ssig, welche dieser Putzkolonnen ich fÃ¼r ihre zirsensischen KÃ¼nste mehr bewundere. Aber es ist ja auch noch etwas Zeit. 118 Tage. Momentan setze ich dieÂ Jungs, die ich heute beobachtet habe, wie sie sich aus gut 100 Metern HÃ¶he abgeseilt und ihren Job verrichtet haben, auf Rang eins: Pekings Fensterputzer.</p>
<p>Ich denke, man muss keine Angst haben: Die Putzis sind gut angeschnallt. Immerhin hÃ¤ngen sie jeder an einer Schnur.Â Und der Holzscheit, auf dem Sie sitzen, ist auch ziemlich dick.</p>
<p><img src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/04/putzi2-beijing-12042008.jpg" alt="putzi2-beijing-12042008.jpg" /></p>
<p>Okay, Â das mag nicht unbedingt mit deutschen Arbeitsschutzbestimmungen korrespondieren. Aber mein Gott, wir sind in China, da ist alles ein bisschen anders. Kein Grund, bei diesen Bilder gleich ansÂ SchlimmsteÂ zu denken. Man kann auch <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,529704,00.html">GlÃ¼ck haben</a>.</p>
<p><img src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/04/putzi3-beijing-12042008.jpg" alt="putzi3-beijing-12042008.jpg" /></p>
<p>Jedenfalls, die schaffen das, die Chinesen, die KP, das IOC und Ã¼berhaupt alle, die an der Seifenoper mitmirken. Es wird blitzen und blanken.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/04/12/die-putzkolonne/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Ergebnis heiÃŸt &#8230;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/04/10/das-ergebnis-heist/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2008/04/10/das-ergebnis-heist/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Apr 2008 08:05:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[leipzig 2012]]></category>
		<category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[mike de vries]]></category>
		<category><![CDATA[thÃ¤richen]]></category>
		<category><![CDATA[wolfgang tiefensee]]></category>
		<category><![CDATA[wolfram kÃ¶hler]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=192</guid>
		<description><![CDATA[Am Sonnabend jÃ¤hrt sich Leipzigs kleiner Olympiasieg zum fÃ¼nften Mal. Schon vergessen? Den 12. April 2003? MÃ¼nchen, Hilton Park Hotel. Gerhard SchrÃ¶ders ungelenke Worte: Das Ergebnis heiÃŸt &#8230; Leipzig. ZuvorÂ dona nobis pacem von Wolfgang Tiefensee &#8211; es war der HÃ¶hepunkt der Karriere des ehemaligenÂ Stadtmusikanten, gegen den gerade die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Beihilfe zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img vspace="5" align="left" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/04/2012logoklein.jpg" hspace="5" alt="2012logoklein.jpg" />Am Sonnabend jÃ¤hrt sich Leipzigs kleiner Olympiasieg zum fÃ¼nften Mal. Schon vergessen? Den 12. April 2003? MÃ¼nchen, Hilton Park Hotel. Gerhard SchrÃ¶ders ungelenke Worte: <em>Das Ergebnis heiÃŸt &#8230; Leipzig</em>. ZuvorÂ <em>dona nobis pacem</em> von Wolfgang Tiefensee &#8211; es war der HÃ¶hepunkt der Karriere des ehemaligenÂ Stadtmusikanten, gegen den gerade die <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,545546,00.html">Staatsanwaltschaft</a> wegen des Verdachts der Beihilfe zur Vorteilsnahme ermittelt.</p>
<p>Peter Neumann (MDR Radio Sachsen) erinnert daran in einer einstÃ¼ndigen Dokumentation, die man hier hÃ¶ren kann: <a target="_blank" href="http://www.mdr.de/mdr1-radio-sachsen/5405143.html">Was ist vom olympischen Traum geblieben?</a></p>
<p>Der letzte Olympia-GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Peter ZÃ¼hlsdorff sagt Ã¼brigens:</p>
<blockquote><p>Der Fehler ist passiert bei der emotionalen Entscheidung fÃ¼r Leipzig.</p></blockquote>
<p>Also am 12. April 2003.</p>
<p>Peter Neumann, der sagt, er habe damals &#8220;vor GlÃ¼ck geschrien&#8221;,Â hat mit (fast) allen gesprochen, die damals Verantwortung trugen: mit dem olympischen Geist, mit Wolfgang Tiefensee (Ã¼ber KÃ¤sekuchen bei NOK-Mitgliedern), mit Dirk ThÃ¤richen (Ã¼ber WechselwÃ¤hler und Heuchelei von AufsichtsrÃ¤ten), mit Wolfram KÃ¶hler (Ã¼ber Katarina Witt als Wunsch-GeschÃ¤ftfÃ¼hrerin), mit Burkhard Jung (Ã¼ber stÃ¤dtische Provisionen und neues Olympia-Denken), mit Mike de Vries (Ã¼ber unbegrÃ¼ndete Anfeindungen), mit Georg Milbradt (Ã¼ber Lokalkolorit), mit Peter ZÃ¼hlsdorff (Ã¼ber seinen Ein-Euro-Job); nur nicht mit dem damaligen Sportminister und dem gewesenen NOK-PrÃ¤sidenten. Aber was haben diese beidenÂ schon noch zu sagen.</p>
<p>Wer zum JubilÃ¤um etwas nachlesen mÃ¶chte, hier bitte:</p>
<ul>
<li>Der so genannte <a target="_blank" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/04/nok-evaluierungsbericht-120303.pdf">Evaluierungsbericht</a> des NOK.</li>
<li>Eine Summary des Leipziger <a target="_blank" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/04/leipzig-bidbook.pdf">Bid Books</a>.</li>
</ul>
<p>Und natÃ¼rlich eines von vielen Dokumenten, Ã¼ber die zu reden war, damals, vor fÃ¼nf Jahren. Ein zentrales Dokument, dessen VerÃ¶ffentlichung die Bewerbung gefÃ¤hrlich ins Schlingern brachte. Es geht um Provisionen auf stÃ¤dtische Mittel:</p>
<p><img src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/04/provisionen-leipzig.jpg" alt="provisionen-leipzig.jpg" /></p>
<p><small>(disclaimer: Ich war nicht ganz unbeteiligt damals. Das kann man u. a. <a target="_blank" href="http://jensweinreich.de/?page_id=22">hier</a> und <a target="_blank" href="http://www.anstageslicht.de/index.php?UP_ID=1&amp;NAVZU_ID=16&amp;STORY_ID=5">hier</a> nachlesen.)</small></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/04/10/das-ergebnis-heist/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>75</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Reptilien und andere Gefahren</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/04/08/reptilien-und-andere-gefahren/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2008/04/08/reptilien-und-andere-gefahren/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Apr 2008 18:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[ioc]]></category>
		<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
		<category><![CDATA[propaganda]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[fackellauf]]></category>
		<category><![CDATA[hill & knowlton]]></category>
		<category><![CDATA[kevan gosper]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=190</guid>
		<description><![CDATA[Der Ã¤ltere, leicht aggressiveÂ Herr hier links heiÃŸt Kevan Gosper und kommt aus Australien. Er dient selbstlos dem Olympismus. Seine Biografie, die im Jahr 2000 verlegt und von einer Journalistin geschÃ¶nt wurde, heiÃŸt: &#8220;An olympic life&#8221;. Eigentlich hatte sich das Gosper so gedacht: Buch rausgeben (FrÃ¼hjahr 2000), in Sydney groÃŸe Spiele feiern (Herbst 2000) &#8211; und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img vspace="5" align="left" width="205" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/04/gosper-beijing-05042008.jpg" hspace="5" alt="gosper-beijing-05042008.jpg" height="361" style="width: 149px; height: 255px" />Der Ã¤ltere, leicht aggressiveÂ Herr hier links heiÃŸt Kevan Gosper und kommt aus Australien. Er dient selbstlos dem Olympismus. Seine Biografie, die im Jahr 2000 verlegt und von einer Journalistin geschÃ¶nt wurde, heiÃŸt: <a target="_blank" href="http://www.abc.net.au/rn/talks/8.30/sportsf/stories/s111422.htm">&#8220;An olympic life&#8221;</a>. Eigentlich hatte sich das Gosper so gedacht: Buch rausgeben (FrÃ¼hjahr 2000), in Sydney groÃŸe Spiele feiern (Herbst 2000) &#8211; und ein dreiviertel Jahr spÃ¤ter <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jacques_Rogge">IOC-PrÃ¤sident</a> werden (Juli 2001). Das hat dann nicht ganz geklappt. Es hat vor allem deshalb nicht geklappt, weil Gosper im Mai 2000 seine damals elfjÃ¤hrige Tochter Sophie als erste Australierin in Olympia mit der olympischen Fackel laufen lieÃŸ. Dumm aber auch. In Australien dominierte diese Geschiche wochenlang sÃ¤mtliche Medien. Es war das Gospergate. Der <em>Daily Telegraph</em> aus Sydney druckte im Mai 2000 ein unvorteilhaftes Foto des Ober-Olympiers auf der Titelseite und schrieb in riesigen Lettern, Gosper sei ein &#8220;Reptil&#8221;. Er sei &#8220;gierig, halsstarrig, selbstsÃ¼chtig, aufgeblasen und egoistisch&#8221;.</p>
<p>Warum ich daran erinnere?</p>
<p>Dass ausgerechnet der 74-jÃ¤hrige Kevan Gosper sich heute in Peking als erster Kritiker der Fackellauf-Demonstranten und als Bewahrer vermeintlicher olympischer Werte aufspielt, hat eine bigotte Note: Denn seit einem spektakulÃ¤ren Zwischenfall auf der ersten Etappe des Fackellaufes 2000 gilt Gosper in seiner Heimat als Synonym fÃ¼r olympischen Nepotismus.</p>
<p><span id="more-190"></span>Eigentlich war damals als erste australische FackellÃ¤uferin die 15-jÃ¤hrigeÂ Yianna Souleles vorgesehen. Souleles, Enkelin griechischer Einwanderer, war von den MitschÃ¼lern des Spyridon-Colleges in Sydney gewÃ¤hlt worden. Doch kurz vor der Zeremonie in Olympia wurde sie vonÂ Sophie Gosper ersetzt. &#8220;Der griechische StaatsprÃ¤sident hat mich gefragt, ob meine Tochter ein StÃ¼ck mit der Fackel laufen wolle&#8221;, behauptete Gosper. &#8220;HÃ¤tte ich etwa Nein sagen sollen?&#8221;</p>
<p>Nein? Ach, Quatsch. Also Ã¼bernahm Sophie Gosper die Flamme vom griechischen Leichtathleten Lambros Papacostas. Da Sophie erst elf Jahre alt war, hÃ¤tte sie in Australien nicht einmal zu den 11.000 FackellÃ¤ufern gehÃ¶ren dÃ¼rfen, denn dafÃ¼r war als Mindestalter 12 Jahre angesetzt. Aus Gospers Familie haben noch andere die Fackel getragen: Sein Bruder Peter (1956 in Melbourne, als Kevan Gosper die Silbermedaille mit der 4 x 400-m-Staffel gewann) und sein Sohn Richard (1996). Gosper selbst war auch FackellÃ¤ufer, sogar mehrfach.</p>
<p>Die AffÃ¤re spitzte sich kurz vor den Sommerspielen noch einmal zu. In einer Dokumentation des deutschen Filmemachers Albert Knechtel (disclaimer: ich nenne ihn Freund, was er mÃ¶glicher Weise abstreiten wird), die in zwei Dutzend LÃ¤ndern ausgestrahlt wurde (auf Arte hieÃŸ er: <a target="_blank" href="http://archives.arte-tv.com/special/JO2000/dtext/Programmation_5.htm">&#8220;Die Spielemacher&#8221;</a>, in einer kÃ¼rzeren BBC-Variante <a target="_blank" href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/programmes/correspondent/889108.stm">&#8220;The Great Olympic Illusion&#8221;</a>), stellte sich Gosper selbst bloÃŸ: WÃ¤hrend der Zeremonie in Olympia herrschte er den damaligen IOC-Sprecher Franklin Servan-Schreiber an und gab ihm Anordnungen, wie Sophie nach dem Fackellauf bei TV-Interviews in Szene zu setzen sei. Was Gosper vergaÃŸ: Servan-Schreiber war von der TV-Crew mit einem drahtlosen Mikrofon ausgestattet worden.</p>
<p>Im Film leistete sich Gosper mehrere peinliche Auftritte. Der Mann, der sich selbst fÃ¼r einen Medienprofi hÃ¤lt, als Chef der IOC-Pressekommission Journalisten gern belehrtÂ und bei kritischen Fragen auch mal dazwischen bellt, hatte offenbar nicht begriffen, dass eine Fernsehkamera nicht nur Bild- sondern auch Tonaufnahmen macht. Als Servan-Schreiber ihn mit einer vergleichsweise harmlosen Anfrage eines Journalisten konfrontierte, erklÃ¤rte Gosper, was er von Medienvertretern hÃ¤lt: ErzÃ¤hl dem sonstwas, sagte er sinngemÃ¤ÃŸ: Gib ihm irgendwelche Zahlen, der wird es schon schlucken, der ist doch nur ein Reporter.</p>
<p>Es heiÃŸt bis heute, der Fackellauf seiner Tochter und die tÃ¶lpelhaften Auftritte in der TV-Dokumentation hÃ¤tten Gospers Kandidatur fÃ¼r die IOC-PrÃ¤sidentschaft unmÃ¶glich gemacht. So blieb ihm nur noch eine Rache: Er setzte sich erfolgreich dafÃ¼r ein, dass Franklin Servan-Schreiber entlassen wurde.</p>
<p>Ich glaube im Ãœbrigen, dass Gosper zu den Spin-Doctors der jÃ¼ngsten IOC-Finte zÃ¤hlt. Man erklÃ¤rt Demonstranten gegen den <a target="_blank" href="http://torchrelay.beijing2008.cn/en/journey/map/">olympischen Fackellauf</a> kurzerhand zu den einzig Schuldigen an der aufgeheizten Lage. Die chinesischen KP-Bonzen aber sind die Bewahrer der so genannten olympischen Ideale. (Wobei niemand wirklich weiÃŸ, was das ist.) Indem das IOC also droht, den internationalen Teil des Fackellaufs nach San Francisco abzubrechen, wird den Demonstranten der Schwarze Peter zugeschoben.</p>
<p>Ursache und Wirkung verkehren sich ins Gegenteil, was damit zu tun haben kÃ¶nnte, dass im IOC-Machtbereich dieselbe PR-Firma tÃ¤tig ist, die auch fÃ¼r die chinesische Regierung und das Pekinger Organisationskomitee (BOCOG) arbeitet. Es ist eine ausgewiesene Firma fÃ¼rs Grobe. Mehr dazu <strike>morgen,</strike> u. a. in der <a target="_blank" href="http://www.sueddeutsche.de/sport/weitere/artikel/404/167919/print.html">SÃ¼ddeutschen Zeitung</a>.</p>
<p>Diese Propaganda kÃ¶nnte aufgehen.</p>
<p>Warum? Das ist immer wieder auch ein Medienthema. Gestern zum Beispiel wurde landesweit verbreitet, das IOC, namentlich PrÃ¤sident Rogge,Â habe China in der Tibet-Frage unter Druck gesetzt. Okay, das kann man so sehen, wenn man vielleicht nicht richtig aufgepasst hat im Sitzungssaal des China World Hotels. Ich aber habe aufgepasst und das, was in der Eile dennoch unklar blieb,Â von Muttersprachlern und anderen Fachkundigen abgleichen lassen.</p>
<p>Deshalb habe ich gesternÂ fÃ¼r <a target="_blank" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0408/sport/0017/index.html">verschiedene</a> Zeitungen geschrieben:</p>
<blockquote><p>FÃ¼r seine VerhÃ¤ltnisse hat sich IOC-PrÃ¤sident Jacques Rogge deutlich wie nie zuvor zur Tibet-Frage geÃ¤uÃŸert, wenngleich auch er keinerlei Forderungen stellte. &#8220;Wir sind sehr besorgt Ã¼ber die VorgÃ¤nge in Tibet und rufen zu einer raschen, friedlichen LÃ¶sung auf&#8221;, sagte Rogge. Er kritisierte die Proteste beim Fackellauf. Es gebe keinen Anlass fÃ¼r einen Olympia-Boykott, sagte Rogge, zumal ein Boykott nur die Rechte von Sportlern verletze.</p>
<p>Ãœber Tibet sprach Rogge allerdings erst, nachdem einer der ranghÃ¶chsten chinesischen Parteibonzen gegangen war. In Anwesenheit von Wu Bangguo, Nummer zwei der ParteifÃ¼hrung und Chef des Obersten Volkskongresses, erklÃ¤rte der IOC-PrÃ¤sident lediglich: Die exzellenten Vorbereitungen in Peking wÃ¼rden &#8220;definitiv zu exzellenten Spielen fÃ¼hren&#8221;.</p></blockquote>
<p>Also nochmal, von Forderungen habe ich nichts gehÃ¶rt. Weder in Peking, noch in den vergangenen Wochen, die Rogge u. a.Â auf Dienstreise in der Karibik verbracht hat. Aber vielleicht hat er dem Herrn Wu Bangguo hinter verschlossenen TÃ¼ren ein Ultimatum gestellt. Ich lasse mich da gern belehren. Bis zum Beweis des Gegenteils verbuche ich die Behauptung unter dem Stichwort Propaganda.</p>
<p>Und bei der Gelegenheit fÃ¤llt mir noch ein dummer Fehler auf, wie peinlich: <a target="_blank" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Wu_Bangguo">Wu Bangguo</a> habe ich gestern als Hu Wangguo verkauft, obwohl ich doch noch so viele schÃ¶ne Geschichten Ã¼ber ihn gelesen hatte, nicht nur in der Wikipedia. Oops, ich habe eben keine Ahnung von den Chinesen, obwohl ich mir MÃ¼he gebe und sogar schon weiÃŸ, warum der chinesische Kompass nach SÃ¼den zeigt. In China ist vieles anders, das lasse ich einfach mal so stehen.</p>
<p>Aber auÃŸer dem Namen des Herrn WuÂ stimmt einiges in dem Text. Vor allem: Kevan Gosper heiÃŸt tatsÃ¤chlich Kevan Gosper.</p>
<p><small>Ã¼berarbeitet am 9. April, 04:42 Uhr</small></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/04/08/reptilien-und-andere-gefahren/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Programmhinweis (II)</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/03/28/programmhinweis-ii/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2008/03/28/programmhinweis-ii/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Mar 2008 19:10:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[ard]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
		<category><![CDATA[selbstreferenz]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[boykott]]></category>
		<category><![CDATA[china]]></category>
		<category><![CDATA[fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[presseclub]]></category>
		<category><![CDATA[programmhinweis]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=175</guid>
		<description><![CDATA[Das Thema des ARD-Presseclubs am Sonntag (12.00 Uhr) lautet: &#8220;Sport als Waffe &#8211; wie sinnvoll wÃ¤re ein Olympiaboykott?&#8221; Das sollte doch eigentlich interessant werden. JÃ¶rg SchÃ¶nenborn moderiert. Es diskutieren: Brigitte Fehrle (Die Zeit), Martina Fietz (Cicero), Thomas Kistner (SZ) und meine Wenigkeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/03/468-60-gb-3.gif" alt="468-60-gb-3.gif" /></p>
<p>Das Thema des <a href="http://www.wdr.de/tv/presseclub/2008/0330/beitrag.phtml" target="_blank">ARD-Presseclubs</a> am Sonntag (12.00 Uhr) lautet: <strong>&#8220;Sport als Waffe &#8211; wie sinnvoll wÃ¤re ein Olympiaboykott?&#8221; </strong>Das sollte doch eigentlich interessant werden. JÃ¶rg SchÃ¶nenborn moderiert. Es diskutieren: Brigitte Fehrle (Die Zeit), Martina Fietz (Cicero), Thomas Kistner (SZ) und meine Wenigkeit.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/03/28/programmhinweis-ii/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Olympisches Feuer</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/03/24/horempfehlungen/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2008/03/24/horempfehlungen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Mar 2008 10:35:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[boykott]]></category>
		<category><![CDATA[olympische spiele]]></category>
		<category><![CDATA[tibet]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=174</guid>
		<description><![CDATA[Unter groÃŸen Sicherheitsvorkehrungen, wie es heiÃŸt, wurde heute morgen in Olympia die olympische Flamme entzÃ¼ndet. Um es gleich vorwegzunehmen, denn darÃ¼ber werde ich in den nÃ¤chsten Monaten viel reden und schreiben mÃ¼ssen: Die Gefahr fÃ¼r die Spiele der XXIX. Olympiade geht nicht von tibetischen Protestanten aus, sondern einzig und allein von der chinesischen Herrschaftsclique, den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter groÃŸen Sicherheitsvorkehrungen, wie es heiÃŸt, wurde heute morgen in Olympia die olympische Flamme entzÃ¼ndet. Um es gleich vorwegzunehmen, denn darÃ¼ber werde ich in den nÃ¤chsten Monaten viel reden und schreiben mÃ¼ssen: Die Gefahr fÃ¼r die Spiele der XXIX. Olympiade geht nicht von tibetischen Protestanten aus, sondern einzig und allein von der chinesischen Herrschaftsclique, den KP-Bonzen. Da gerÃ¤t mir in der Propaganda des Sports, der KP (und vieler Medien)Â doch einiges durcheinander.Â Aber so ist es ja beabsichtigt.</p>
<p>Ich empfehle dazu u. a. Material vom China-Workshop, das nebenan beim <a target="_blank" href="http://sportnetzwerk.eu/?page_id=35">sportnetzwerk</a> nachzulesen ist, wohl wissend, dass mir/uns Einseitigkeit in der Darstellung vorgeworfen wird. Da bin ich gern einseitig, denn Menschenrechte, liebe Freunde, sind universal. Es gibt beispielsweise kein Menschenrecht darauf, ohne Gerichtsurteil drei Jahre lang in ein Arbeitslager gesteckt zu werden.</p>
<p>Oops, heute hat sich Ã¼berraschend doch noch der IOC-PrÃ¤sident zur China-Frage geÃ¤uÃŸert. Na ja, nicht wirklich zu China; Jacques Rogge, die grÃ¶ÃŸte lebende EnttÃ¤uschung der vergangenen Wochen, sagte nur:</p>
<blockquote><p>Wir schicken heute die Nachricht des Olympischen Waffenstillstandes.Â Die Olympischen Spiele mÃ¼ssen in einer friedlichen Umgebung staffinden.</p></blockquote>
<p>Wer knapp 27 MinutenÂ Zeit und MuÃŸe haben sollte, hier das SportgesprÃ¤ch des Deutschlandfunks von gestern Abend zum Thema Olympia in Peking, mit Ines Geipel, Winfried Hermann, Herbert Fischer-Solms und mir:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/03/23/dlf_20080323_2330_6a2c91ef.mp3">:</a></p>
<p>Und noch eine HÃ¶rempfehlung, ebenfalls aus dem Deutschlandfunk, der von mir hoch geschÃ¤tzte, grandioseÂ <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gunter_Gebauer">Prof. Gunter Gebauer</a> zur so genannten Olympischen Idee:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/03/24/dlf_20080324_0716_f690e579.mp3">:</a></p>
<p>Weil ich gerade dabei bin, gleich noch eine Leseempfehlung. Ein <a target="_blank" href="http://www.faz.net/s/Rub08CCC2F1F5704955BBA240B78D223263/Doc~E6BCCE96CCE544FAA98D3043DD89F1569~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Interview</a>, das Michael Reinsch fÃ¼r die FAZ mit der Degenfechterin <a target="_blank" href="http://www.imke-duplitzer.de">Imke Duplitzer</a> gefÃ¼hrt hat.Â </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/03/24/horempfehlungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
<enclosure url="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/03/23/dlf_20080323_2330_6a2c91ef.mp3" length="9655296" type="audio/mpeg" />
<enclosure url="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/03/24/dlf_20080324_0716_f690e579.mp3" length="3510784" type="audio/mpeg" />
<enclosure url="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/03/23/dlf_20080323_2330_6a2c91ef.mp3" length="9655296" type="audio/mpeg" />
<enclosure url="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/03/24/dlf_20080324_0716_f690e579.mp3" length="3510784" type="audio/mpeg" />
<enclosure url="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/03/23/dlf_20080323_2330_6a2c91ef.mp3" length="9655296" type="audio/mpeg" />
<enclosure url="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/03/24/dlf_20080324_0716_f690e579.mp3" length="3510784" type="audio/mpeg" />
<enclosure url="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/03/23/dlf_20080323_2330_6a2c91ef.mp3" length="9655296" type="audio/mpeg" />
<enclosure url="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/03/24/dlf_20080324_0716_f690e579.mp3" length="3510784" type="audio/mpeg" />
		</item>
	</channel>
</rss>

