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	<title>jens weinreich &#187; presseschau</title>
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	<description>don&#039;t mix politics with games</description>
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		<title>live aus Zürich: &#8220;there is no hintergrundgespraech&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 14:33:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[blogschau]]></category>
		<category><![CDATA[fifa]]></category>
		<category><![CDATA[korruption]]></category>
		<category><![CDATA[presseschau]]></category>
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		<description><![CDATA[ZÜRICH. Zunächst mal eine Richtigstellung. Ich habe gestern gefragt, ob irgendein Journalist wohl eine Einladung zu einer Pressekonferenz nach der FIFA-Exekutivsitzung am Freitag erhalten hat. Tatsächlich hat die FIFA am 10. Oktober diese Einladungen verschickt, wie ich meinem Spam-Ordner entnehmen konnte, den ich heute gefilzt habe. Der Text ist schon wieder sehr putzig, denn natürlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ZÜRICH. Zunächst mal eine Richtigstellung. Ich habe gestern gefragt, ob irgendein Journalist wohl eine Einladung zu einer Pressekonferenz nach der FIFA-Exekutivsitzung am Freitag erhalten hat. Tatsächlich hat die FIFA am 10. Oktober diese Einladungen verschickt, wie ich meinem Spam-Ordner entnehmen konnte, den ich heute gefilzt habe. Der Text ist schon wieder sehr putzig, denn natürlich ist auch da &#8211; wie in der <a title="live aus Zürich, Sepp Blatters Tafelrunde: “Crisis? What is a crisis?”" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/19/live-aus-zurich-sepp-blatters-tafelrunde/" target="_self">Tagesordnung des Exko-Meetings</a>, die ich gestern veröffentlicht habe &#8211; keine Rede von Korruption und Reformen und solchen ärgerlichen Dingen:</p>
<blockquote><p><strong>Genehmigung des Spielplans für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™ auf der Tagesordnung </strong></p>
<p>Das FIFA-Exekutivkomitee wird am Donnerstag und Freitag, 20. und 21. Oktober 2011, am FIFA-Sitz in Zürich seine dritte Sitzung des Jahres abhalten. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Verabschiedung der Spielpläne für den FIFA Konföderationen-Pokal 2013 und die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™.</p>
<p>Ferner wird der FIFA-Präsident über die Anträge informieren, die der 61. FIFA-Kongress in Zürich verabschiedet hat.</p>
<p>Berichte zu den FIFA-Wettbewerben, die seit der letzten Sitzung am 30. Mai 2011 stattgefunden haben, und Informationen zum Stand der Vorbereitung für die kommenden Wettbewerbe wie die FIFA Klub-Weltmeisterschaft Japan 2011 sind ebenfalls Thema.</p>
<p>Berichte und aktuelle Informationen zu den Sitzungen der ständigen Kommissionen seit der letzten Zusammenkunft im Mai sind weitere Punkte auf der Tagesordnung. Eine Übersicht mit allen Kommissionssitzungen und Wettbewerben ist auf FIFA.com zu finden: http://de.fifa.com/aboutfifa/calendar/meetings.html und http://de.fifa.com/tournaments/index.html.</p>
<p><em>Hinweis an die Redaktionen: Die Spielpläne für den FIFA Konföderationen-Pokal Brasilien 2013 und die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ werden am 20. Oktober ab 17.50 Uhr MEZ (Lokalzeit in Zürich) in einer Live-TV-Show im Auditorium am FIFA-Sitz präsentiert.</em></p>
<p><em>Nach der Sitzung des Exekutivkomitees findet am 21. Oktober um 15.00 Uhr MEZ am FIFA-Sitz in Zürich zudem eine Medienkonferenz statt.</em></p>
<p><em>Für diese Medienveranstaltungen ist eine Medienakkreditierung erforderlich. Diese ist bis Freitag, 14. Oktober 2011, per E-Mail (media@fifa.org) zu beantragen. Neben dem Namen, der Funktion (Fotograf, Journalist, Kameramann etc.) und der Medienorganisation ist auch anzugeben, ob eine Akkreditierung für beide (20. und 21. Oktober) oder nur eine der Veranstaltungen gewünscht wird.</em></p></blockquote>
<p>Jedenfalls, die FIFA-Kommunikatoren teilten mir heute morgen mit:</p>
<blockquote><p>Despite the fact that you are registering late for accreditation, we will include you in the accreditation list for Friday.</p></blockquote>
<p>Danke. Zu meiner zweiten Frage erklärte man:</p>
<blockquote><p>Regarding today, there is no “hintergrundgespraech”. Walter De Gregorio is simply having a coffee with a few journalists from the international agencies to introduce himself to some media he has not yet met.</p></blockquote>
<p>Okay. Nur ein Kaffee. Keine Inhalte.</p>
<p>Darüber wird noch zu reden sein, über Medienbeeinflussung, Propaganda-Lügen, Weißwäscher, Wahrheitsverdreher und andere Dienstleister/Dienstleistungen.</p>
<p>Inzwischen hat die Exekutivsitzung begonnen. Ich habe mich noch nicht auf den Weg dorthin gemacht, hatte unten in der Stadt Termine. Und, auch wenn das jetzt wieder Kopfschütteln auslöst bei der FIFA, ich scheue mich mittlerweile auch, das FIFA Wlan im Pressezentrum zu benutzen. Habe zuletzt zuviel über die technischen Möglichkeiten tief unten im Keller des Milliardenbunkers gehört. Ich stehe zu dieser, meiner Krankheit: Misstrauen.</p>
<p>Einige Lesebefehle:</p>
<p><strong>Jean François Tanda</strong> auf Handelszeitung-online:</p>
<ul>
<li><a title="Englische Medien erklären Blatter zum Saubermann" href="http://www.handelszeitung.ch/management/fifa-englische-medien-erklaeren-blatter-zum-saubermann" target="_blank">Fifa: Englische Medien erklären Blatter zum Saubermann</a></li>
</ul>
<blockquote><p>Englische Medien wie die BBC oder «The Telegraph» berichten bereits jetzt über eine konkrete angebliche Rechtsumkehr von Blatter, insbesondere im Fall der Sportrechtevermarkterin ISL. Blatter wolle dem ExCo beantragen, eine Einstellungsverfügung der Zuger Staatsanwaltschaft zu veröffentlichen, heisst es dort. Sollte das ExCo diesem Vorhaben zustimmen, wolle Blatter beim Gericht die Publikation des geheimen Strafdokuments beantragen.</p>
<p>Doch bei näherem Hinsehen entpuppen sich die Berichte als Versuch, Blatter als neuen Saubermann der Fifa zu präsentieren. (&#8230;)</p>
<p>Nach der Einstellung des Verfahrens beantragte die «Handelszeitung» Einblick in die Einstellungsverfügung. Zweimal gab die Zuger Staatsanwaltschaft grünes Licht dazu, zweimal erhoben die Fifa-Anwälte Einspruch dagegen – zuletzt am 24. Mai 2011, eine Woche vor der Wiederwahl von Blatter. Der Fall ist nun beim Zuger Obergericht hängig. Weltmedien wie BBC oder New York Times haben sich dem Verfahren inzwischen angeschlossen. (&#8230;)</p>
<p>Die aktuellen Medienberichte aus England enthalten nun Ungereimtheiten. So braucht die Fifa keine Zustimmung des Gerichts, um die Einstellungsverfügung öffentlich zu machen. Als damalige Partei im Strafverfahren besitzt sie das Dokument und kann es jederzeit jedermann zugänglich machen. Stutzig macht auch die Aussage, wonach Blatter eine Zustimmung des ExCo benötigt.</p>
<p>Nach Aussagen des damaligen ExCo-Mitglieds Bin Hammam wusste im Gremium niemand, dass die Fifa mit Hilfe ihrer Anwälte eine solche Veröffentlichung gerichtlich bekämpft. Das ExCo wurde also nie befragt, ob man gerichtlich gegen eine Veröffentlichung vorgehen soll oder nicht. Warum soll es nun anders sein bei der Frage, ob man den Widerstand aufgeben soll oder nicht?</p>
<p>Fifa-Kommunikationschef Walter de Gregorio wollte sich auf Anfrage nicht dazu äussern. Er verwies auf die Pressekonferenz von Freitag. Aber ein Blick in die Traktandenliste der zweitätigen Sitzung der Fussballregierung zeigt: Die Causa ISL ist als Thema gar nicht aufgeführt.</p></blockquote>
<p>Ich habe das <a title="live aus Zürich, Sepp Blatters Tafelrunde ..." href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/19/live-aus-zurich-sepp-blatters-tafelrunde/" target="_self">gestern Abend</a> so beschrieben:</p>
<blockquote><p>In dieser Woche berichtete die BBC über einen angeblichen Plan von Blatter, ein Korruptions-Dokument der Schweizer Justiz zu veröffentlichen, dessen Herausgabe die FIFA seit langem mit viel Geld und allen juristischenFinessen verhindert. Der Weltverband hat 2010 sogar 5,5 Millionen Franken Schweigegeld an die Justizkasse gezahlt, damit die Einstellungsverfügung zum ISL-Prozess nicht bekannt wird, in der hohe FIFA-Funktionäre wie der Organisationschef der WM 2014, Brasiliens Verbandspräsident Ricardo Teixeira, und der langjährige FIFA-Präsident Joao Havelange als Empfänger von Bestechungsgeldern genannt werden.</p>
<p>Der ISL-Konzern hatte die olympische Sportwelt, auch das Internationale Olympische Komitee (IOC), vorallem aber die FIFA, einst mit einem umfassenden Schmiergeldsystem überzogen. Angeblich will Blatter, der seine Anwälte losschickte, um die Vorgänge geheim zu halten, nun das Exekutivkomitee befragen, ob man vor Gericht nicht beantragen solle, die Einstellungsverfügung zu veröffentlichen.</p>
<p>Wie absurd! Und zwar aus mehreren Gründen: Zunächst wird Teixeira, der viele Millionen von der ISL kassierte und gegen den in Brasilien nun ein Ermittlungsverfahren eröffnetwurde, kaum dafür stimmen. Zudem stellt sich die Frage, ob Blatter in der Vergangenheit das Exekutivkomitee befragt hat, wenn es galt, ISL-Ermittlungen zu behindern oder zu vertuschen. Offiziell hatte die FIFA sogar ihr Desinteresse an einer weiteren Verfolgung des Bestechungsskandals bekundet. Als das nichts half und im ISL-Prozess gerichtsfest dokumentiert wurde, dass 141 Millionen Franken an Sportfunktionäre flossen, zahlte die FIFA 5,5 Millionen Schweigegeld. Hat Blatter sich diese Millionen vom Exekutivkomitee absegnen lassen?</p>
<p>Blatter, so das Kalkül seiner Berater, wird fein raus sein, sollte das Exekutivkomitee seiner Bitte nicht nachkommen. Dann wird er, der an der Vertuschung mitgewirkt hat, frech behaupten: Ich wollte das Dokument ja veröffentlichen lassen, aber das Exekutivkomitee hat dagegen gestimmt und mir sind deshalb die Hände gebunden.</p>
<p>Es ist viel einfacher: Die FIFA könnte die Einstellungsverfügung, die sie ja besitzt, einfach online stellen. Und schon kann sich die Welt ein Bild davon machen. Doch momentan reicht es nicht einmal zu dieser Geste, die das morsche Gebäude weiter insWanken bringen könnte.</p></blockquote>
<p>Der von mir und Jean François Tanda gewissermaßen kritisierte <strong>David Bond</strong> schreibt heute:</p>
<ul>
<li><a title="BBC, David Bond blog" href="http://www.bbc.co.uk/blogs/davidbond/2011/10/zurich_having_overseen_the_big.html" target="_blank">Blatter faces D-day as Fifa-president</a></li>
</ul>
<blockquote><p>The question is, have Fifa and Blatter, like News International with the phone hacking scandal, simply reached a tipping point where failure to act is no longer an option?</p>
<p>With so much money at stake in football the old committee structure and the men on those committees can no longer be expected to run a multiple-billion dollar business. (&#8230;)</p>
<p>The danger for Blatter is that, in doing that and opening up the organisation, he leaves himself vulnerable to the accusation that he turned a blind eye to corruption when it suited him.</p>
<p>So, by saving Fifa, he risks destroying the personal legacy he so craves. The question for Sepp Blatter is whether or not he is really, truly prepared to do that?</p></blockquote>
<p>Eine gute Aufarbeitung hat <a title="sportticker.net" href="http://www.sportticker.net" target="_blank"><strong>Christoph Wolf</strong></a> auf n-tv.de geschrieben:</p>
<ul>
<li><a title="n-tv.de" href="http://www.n-tv.de/sport/fussball/Blatters-naechste-Blendgaranate-article4569921.html" target="_blank">Blatters nächste Blendgranate</a></li>
</ul>
<p>Auch wenn ich Gefahr laufe, der Selbstbeweihräucherung bezichtigt zu werden, denn Christoph zitiert mich mehrfach.</p>
<blockquote><p>Es bleibt der Eindruck, dass es Joseph Blatter vor allem mit einer Reform wirklich ernst meint: der seiner Kommunikationsabteilung. Was Joseph Blatter stört, sind nicht die Zustände im Fußball-Weltverband. Es ist die unerfreuliche Tatsache, dass sie in den vergangenen Monaten nicht mehr nur von einer interessierten Minderheit zur Kenntnis genommen werden.</p></blockquote>
<p>Und noch zwei Empfehlungen:</p>
<ul>
<li><strong>Paul Kennedy</strong> auf Soccer America: <a title="Soccer America" href="http://www.socceramerica.com/article/44297/how-to-end-fifas-culture-of-corruption.html" target="_blank">How to end FIFA&#8217;s culture of corruption</a>. Obwohl die fünf Punkte zu kurz gegriffen sind und mir noch viel mehr einfallen.</li>
<li><strong>Bill Archer</strong> auf Big Soccer: Warner: <a title="Bill Archer Blog" href="http://www.bigsoccer.com/soccer/bill-archer/2011/10/17/warner-it-was-the-joooooos/" target="_blank">“It Was The Joooooos”</a></li>
</ul>
<p>Er befasst sich noch einmal mit dem hochkorrupten Jack Warner, in dessen neuerlicher Tsunami-Ankündigung manche Beobachter ernstzunehmende Strategien entdecken:</p>
<blockquote><p>And he’s also still pissed that FIFA has canceled his theft of Caribbean World Cup TV rights. He apparently doesn’t get the concept that nepotism and the like only works when you’re the guy in charge. Once you’ve quit, nobody feels the need to put up with your crooked halfwit son any more.</p>
<p>Overall though, the big question that nobody much is asking is simply this:</p>
<p>Why is it he’s waiting so long to unleash his long-promised “tsunami”?</p>
<p>Could it be that he thinks if he rattles enough cages that FIFA will come back and make a deal to ensure his silence?</p>
<p>If so, the betting here is that he’s dead wrong.</p></blockquote>
<ul>
<li><a title="Trinidad Guardian" href="http://www.guardian.co.tt/news/2011/10/18/jack-warner-responds-london-telegraph-video-ingratitude-worse-witchcraft" target="_blank">Der Brief von Jack the Ripper an den Trinidad Guardian</a></li>
<li>Die Antwort des Ganoven Chuck Blazer im Trinidad Guardian: <a title="Trinidad Guardian" href="http://www.guardian.co.tt/news/2011/10/20/amazing-work-fiction" target="_blank">An amazing work of fiction</a></li>
</ul>
<p>Gerade verschicken die FIFA-Propagandisten diese Meldung:</p>
<blockquote><p><strong>FIFA Executive Committee adopts a resolution to defend the statutes of the football governing bodies</strong></p>
<p>Meeting at the Home of FIFA in Zurich, the FIFA Executive Committee has today, 20 October 2011, unanimously adopted the following resolution, in relation with the case of the Swiss club FC Sion/Olympique des Alpes SA (OLA). FIFA Vice-President and UEFA President Michel Platini declined to participate to this decision due to his involvement in the case and left the meeting room when this resolution was discussed. (&#8230;)</p>
<p>Supporting the decisions taken by UEFA confirming that the six players signed by OLA during the last transfer period were not entitled to participate in the UEFA Europa League and declaring the matches in which these players participated to have been forfeited as well as the decision of the Swiss Football League to suspend the six players and the opening of disciplinary proceedings against FC Sion/OLA,</p>
<p>1.            Calls on all members of FIFA, including players and clubs, to respect art. 64 par. 2 of the FIFA Statutes, which prohibits recourse to ordinary courts;</p>
<p>2.            Calls on all members of FIFA, including players and clubs, to recognise CAS as the appeal body in accordance with the Statutes of FIFA;</p>
<p>3.            Calls on all members of FIFA to enforce final and binding decisions of FIFA, the Confederations and CAS.</p></blockquote>
<p>Was mich viel mehr interessiert als der Fall FC Sion: Wenn die Tagesordnung stimmt, sind sie im Exekutivkomitee nun schon bei Punkt 17, <a title="live-Blog aus Zürich, Sepp Blatters Tafelrunde ..." href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/19/live-aus-zurich-sepp-blatters-tafelrunde/" target="_self">ab Punkt 18 wird es interessant</a>.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-10878" title="Agenda FIFA Exko Oktober 2011 - 3" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/exkoagenda3.jpg" alt="" width="533" height="678" /></p>
<p>Ich bin dann mal weg. Bis später.</p>
<p><strong>20.50 Uhr: </strong>Gleich neben meinem Hotel leuchten die Flutlichter des Letzigrunds. Lange nicht mehr dort gewesen. Der FC Zürich empfängt Lazio Rom. Die FIFA-Vorstellung finde ich spannender.<strong> </strong></p>
<p>Wenn ich recht informiert bin, waren beim Frühstück mit Blatters Propagandachef Walter de Gregorio heute die Vertreter von dpa, AP, Kyodo und PA anwesend. Eine kleine Truppe.</p>
<p>Drei Exekutivler fehlen. Drei Korruptions-Schwergewichter: Chuck Blazer angeblich wegen Bronchitis. Worawi Makudi angeblich wegen der Flut in Thailand. Und der Dialysepatient Issa Hayatou liegt wohl tatsächlich in Zürich im Krankenhaus. Schade eigentlich, so geht Blatters Reformrunde morgen doch einige Korruptions-Kompetenz verloren.</p>
<p>Der Rest des Exko speist gerade im Baur au Lac.</p>
<p>tbc</p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Was sind das denn für Mädchen?&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/06/24/was-sind-das-denn-fur-madchen/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 10:38:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[bernd schröder]]></category>
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		<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230; fragte Wim Thoelke einst im Aktuellen Sportstudio. Ganz unaktuell ist diese Frage nicht. [Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.] (via Ronnie Grob, Bildblog) So sieht das heute aus, etwa in der gerade eben von der FIFA vorgestellten Marketing-Offensive: Live your goals # disclosure 1: Ich schaue [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; fragte Wim Thoelke einst im Aktuellen Sportstudio. Ganz unaktuell ist diese Frage nicht.</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/06/24/was-sind-das-denn-fur-madchen/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p><small><em>(via Ronnie Grob, <a title="bildblog.de" href="http://www.bildblog.de/31379/papier-wwf-frauenfussball/" target="_blank">Bildblog</a>)</em></small></p>
<p>So sieht das heute aus, etwa in der gerade eben von der FIFA vorgestellten Marketing-Offensive: <a title="fifa.com" href="http://www.fifa.com/womensworldcup/liveyourgoals/" target="_blank">Live your goals</a></p>
<p># disclosure 1: Ich schaue mir dieses Talkshow-Gewäsch zur Fußball-WM der Frauen (gern auch <a title="sueddeutsche.de" href="http://www.sueddeutsche.de/sport/frauen-wm-einnahmen-spielerinnen-warten-auf-gehaltserhoehungen-1.1110225-2" target="_blank">Damen-WM</a> genannt) gar nicht erst an. Einfach nur ärgerlich, nicht nur das als Politikerin getarnte DFB-FIFA-Maskottchen Claudia Roth.</p>
<p>In den Print- und Online-Medien findet sich aber doch manches, was <strong>Lesebefehle</strong> rechtfertigt. Zum Beispiel:</p>
<ul>
<li><strong>Heike Faller</strong> im Zeit-Magazin: <a title="zeit.de" href="http://www.zeit.de/2011/25/Frauenfussball/komplettansicht  " target="_blank">Elf Frauen sollt ihr sein</a> - Kann es sein, dass das neue Image vom Frauenfußball als Girlie-Sport nur ein Sommermärchen ist?</li>
</ul>
<blockquote><p>Ich habe in meinem Leben mit vielen Mädchen Fußball gespielt, aber eine Tussi war nie dabei. Nicht auf den Wiesen meiner Kindheit, in den siebziger Jahren, oder später, nach dem Handballtraining, zu dem wir eigentlich nur gingen, weil in der letzten halben Stunde Fußball gespielt wurde. Und schon gar nicht 1999, als ich in einer lesbisch-feministischen Mannschaft in Berlin anfing, wo ich mich nach vier Jahren als hetero outete. Frauen, die sich schminkten, machten Geräteturnen und Jazztanz. Wenn gebolzt wurde, flohen sie an den Spielfeldrand und beschränkten sich darauf, den Ball unbeholfen mit der Fußspitze zurückzukicken. Während ich nicht anders konnte, als jeden Volleyball, Handball, Tennisball mit dem Innenrist meines linken Fußes in imaginäre Torwinkel zu lenken. Und es war nicht nur das Spiel, das ich liebte. Es war auch seine Männlichkeit, die Art zu gehen oder auf den Boden zu spucken oder sich die Hosenbändel über die Shorts hängen zu lassen. Ich sah das auch bei allen anderen, mit denen ich spielte: Wir waren Jungsmädchen, Vatertöchter, Mädchen, die sich in Röcken verkleidet vorkamen. Und nicht wenige von uns wurden später offenbar lesbisch. Und jetzt sollen wir plötzlich feminin sein (ein Wort, dass ich erstmals mit elf hörte, mit langem ee, als man mir Ohrringe verpasste)?</p></blockquote>
<ul>
<li><strong>Eva Berendsen</strong> in der FAZ: <a title="faz.net" href="http://www.faz.net/artikel/C32278/frauenfussball-shoppen-mit-tante-kaethe-30444179.html  " target="_blank">Shoppen mit Tante Käthe</a> - <span>Eine Wunschvorstellung, die die Spielerinnen in ein Korsett zwängt: Der DFB inszeniert die Frauenfußball-WM als Familienereignis. Anstatt sportliche Leistungen zu betonen, flüchtet man sich in alte Vorstellungen von Weiblichkeit.</span></li>
</ul>
<blockquote><p>Das Bild, das Funktionäre, Sponsoren und Medien vom Frauenfußball entwerfen, ist eine Wunschvorstellung, die die Spielerinnen in ein Korsett zwängt, dem sie auf Dauer nicht entsprechen können. Wünschen wir ihnen, dass sie sich zumindest auf dem Feld von diesen Ansprüchen freispielen können.</p></blockquote>
<ul>
<li><strong>Tanja Rest</strong> in der Süddeutschen Zeitung: <a title="sueddeutsche.de" href="http://www.sueddeutsche.de/sport/frauen-wm-die-girlies-der-nation-1.1111543  " target="_blank">Die Girlies der Nation</a></li>
</ul>
<blockquote><p>Von der Bundeskanzlerin bis zum Erzbischof von Hamburg: Wer sich über die Frauenfußball-WM in Deutschland öffentlich äußert, sagt nur Freundliches. Der Rest hält die Klappe. Wo sind nur die Spielverderber? Die kollektive Verkrampfung zeigt sich darin, wie die deutsche Elf vermarktet wird.</p></blockquote>
<ul>
<li>Jörg Winterfeldt in der Berliner Zeitung: <a title="berliner-zeitung.de" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0621/sport/0012/index.html  " target="_blank">Trainer entführt</a> - <span>Die professionellen Ansprüche der WM überraschen den Frauen-Fußball</span></li>
<li>&#8220;Achim Achilles&#8221; alias Hajo Schumacher auf SpOn: <a title="spiegel.de" href="http://www.spiegel.de/sport/0,1518,769963,00.html  " target="_blank">Die fangen ja gerade erst richtig an</a></li>
</ul>
<blockquote><p>Und das strengste Verbot lautet derzeit: Bloß nichts Böses über Frauenfußball sagen, weil: ist ja WM. Und unsere Mädels sollen auch ein Sommermärchen kriegen wegen der Gleichberechtigung. Wenn nicht mindestens eine halbe Million Vollhonks auf der Fanmeile rumröhren, dann zieht Alice Schwarzer bestimmt vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und klagt Jubelzwang ein.</p></blockquote>
<ul>
<li><strong>Peter Flore</strong> auf 11freundinnen.de über einen grauenvollen Fernsehabend: <a title="11freundinnen.de" href="http://11freundinnen.de/hintergruende/140383/So_war_der_Frauenfuball-Tatort-Theo_wir_fahren_nach_Eppheim" target="_blank">Theo, wir fahren nach Eppheim</a></li>
</ul>
<blockquote><p>Glückwunsch auch für all die unterschwelligen Sexismen, die man eben nur scheinbar aufdeckt, in dem man sie so wunderbar offen und ehrlich thematisiert: Im Frauenfußball, so lehrt uns die junge Deutsch-Türkin Fadime, ist es eben doch der heimliche Wunsch jeder Spielerin, die Karriereleiter zumindest so heraufzuklettern, dass man ihr von unten unter den Rock gucken kann. Aber damit wird Olli Bierhoff leben können, immerhin ging es nicht gegen seine Jungs.</p></blockquote>
<ul>
<li>Christian Buß auf SpOn: <a title="spiegel.de" href="http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,768568,00.html  " target="_blank">Frauenfußball im Tatort</a> - Die Rundungen müssen ins Eckige</li>
</ul>
<p>Interviews mit Bernd Schröder dürfen natürlich nicht fehlen. Es gab viele davon in den vergangenen Monaten &#8211; zurecht. Auch wenn sich einiges wiederholt, kaum jemand spricht besser &#8211; und kritischer &#8211; über Frauenfußball und konterkariert damit das dümmlich-hölzern-verlogene Bemühen von Gutmenschen und PR-Strategen.</p>
<p>Anna Gauto und Christian Spiller von zeit-online warnt Schröder in typischer Art:</p>
<blockquote><p>Ich habe nur Angst, dass sich die Stimmung umdrehen könnte. Ich sage Ihnen: Wenn ich Sie erwische, wie Sie sich nach einer vielleicht enttäuschenden WM über den Frauenfußball lustig machen, dann sind Sie für mich gestorben. Auch wenn Sie das vielleicht nicht interessiert.</p></blockquote>
<p>Das komplette Interview: <a title="zeitonline.de" href="http://www.zeit.de/sport/2011-06/interview-schroeder-turbine-frauenwm/komplettansicht  " target="_blank">&#8220;Wir brauchen Persönlichkeiten, keine Barbie-Puppen&#8221;</a></p>
<blockquote><p>Sie müssen doch realistisch sein. Wir haben ein festes Publikum. Vom Männerfußball kommt niemand zu uns, warum sollte er auch? Ich würde natürlich auch gerne sehen, dass wir groß rauskommen. Aber ich bin auch da, wenn es schlecht läuft.</p>
<p>Ich kenne meine Spielerinnen, die Familien, die sozialen Strukturen, wie sie ticken. Man muss auch wissen, wann jemand reinpasst und wann nicht. Lira Bajramaj hat bei uns anderthalb Jahre glänzend reingepasst. Sie hätte sich woanders nie so entwickelt. Bei uns wurde sie zum Gesicht des deutschen Frauenfußballs. Aber wenn sie bei uns geblieben wäre, hätte sie sich nicht weiterentwickelt. Sie ist ein liebes, nettes Mädchen, die auch in dieses Barbie-Ding reinpasst. Dass sie alles nutzt, um groß rauszukommen, ist mir völlig klar.</p>
<p><em>Was würden Sie ihr mit auf den Weg geben?</em></p>
<p>Ich habe ihr gesagt: Mädel, ich wünsche Dir alles Gute, aber sei ehrlich zu Dir selbst. Bei bestimmten Entscheidungen ist Lira leider ein bisschen fremdgesteuert. Was ja nicht negativ sein muss.</p>
<p><em>Sie hat vor Kurzem eine Pressemitteilung herausgegeben, in der sie sagt, dass sie nicht fremdbestimmt ist.</em></p>
<p>Alleine so etwas rauszugeben, ist für mich schon ein Zeichen. Ich bin ein Christ: Dieser Berater ist ein Pharisäer. Das Schlimme ist ja, dass sich diese Leute die &#8220;schwachen Frauen&#8221; suchen, die sich schnell führen lassen.</p></blockquote>
<p>In der Berliner Zeitung äußert sich Schröder gerade im Interview (<a title="berliner-zeitung.de" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0624/sport/0019/index.html" target="_self">&#8220;Ahnung wie ein Eunuch von Liebe&#8221;</a>) mit Jürgen Ahäuser erneut und macht mit Kritik an seinen Lieblingsfeinden Silvia Neid und Siegfried Dietrich einmal mehr Schlagzeilen.</p>
<blockquote><p>Ich habe auch nie gesagt, dass sie keine Ahnung vom Fußball hätte. Mich stört, dass sie uns gegenüber den Respekt vermissen lässt Ich hätte schon erwartet, dass sie sich beim Champions-League-Finale in London den deutschen Meister angeschaut hätte.</p>
<p><em>Sie haben ihr in dem Zusammenhang vorgeworfen, sie denke wohl, die Mauer stünde noch.</em></p>
<p>Es gehört sich, mal in der Bundesligasaison zu einem Verein zu kommen, der nicht gerade der letzte in Deutschland ist. Das wäre eine Referenz an das Team gewesen.</p></blockquote>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Aber da geht es dann schon wieder um Kleinigkeiten, wer wann zu wem kommt, ist eigentlich uninteressant.</span></p>
<p># disclosure 2: Mir gefällt Bajramaj als Fußballerin. Und ich beobachte seit vielen Jahren fasziniert, was Bernd Schröder da mit Turbine Potsdam treibt.</p>
<p># disclosure 3: Ich habe eine Akkreditierung für die WM. Und ich habe sogar drei Karten für das Eröffnungsspiel am Sonntag gegen Kanada gekauft und setze mich mit kleinen Jungs auf die Tribüne.</p>
<p>Nachtrag 1, Dank an <em>Dirk, Kommentar #2</em>:</p>
<ul>
<li><strong>Anna Kemper</strong> in der Zeit: <a title="zeit.de" href="http://www.zeit.de/2011/26/01-Fussball-Frauen-WM/komplettansicht  " target="_blank">Ball spielende &#8230; Wollmilchsau</a> &#8211; Von den deutschen Fußballspielerinnen verlangt man bei der Weltmeisterschaft das Unmögliche</li>
</ul>
<blockquote><p>Die Erwartungen an die Spielerinnen sind in den vergangenen Wochen immer höher geworden: Sie sollen alle Spiele gewinnen, aber ihre Siege dürfen nicht zu hoch ausfallen, denn das würde bedeuten, dass die Gegner zu schwach sind und das Niveau des Frauenfußballs zu niedrig. Weltmeister müssen sie natürlich trotzdem werden, aber nicht nur aus sportlichen Gründen, sondern zu höheren Zwecken: als Vorbilder für Mädchen, die Fußball spielen wollen, obwohl ihre Freundinnen lieber zum Ballett gehen. Sie sollen außerdem gewinnen, damit der Migrantenanteil in den Vereinen steigt. Sie müssen erfolgreich sein, weil sich sonst die Medien, die sich weit aus dem Fenster gelehnt haben mit umfassender Berichterstattung und der Übertragung aller WM-Spiele, der Lächerlichkeit preisgeben.</p>
<p>Das Spiel der Fußballerinnen muss bei alledem selbstverständlich attraktiv sein sowie körperbetont und kraftvoll, und <a href="http://www.zeit.de/sport/2011-06/interview-schroeder-turbine-frauenwm">abseits des Platzes sollen auch sie selbst attraktiv sein</a>, dabei jedoch bloß nicht kraftvoll aussehen. Sie dürfen sich aber nicht zu weiblich und zu sexy präsentieren, denn wer sich im Playboy auszieht, der macht sich zum Sexobjekt. Lesbisch aussehen sollten sie auf gar keinen Fall, höchstens, wenn sie lesbisch sind, dann müssen sie aber auf jeden Fall dazu stehen, weil es wichtig ist, zu zeigen, dass der Frauenfußball viel toleranter ist als der Männerfußball.</p></blockquote>
<p>Nachtrag 2, Mensch, habe ich doch einen der interessantesten Beiträge verschlampt, den ich seit Monaten schon empfehlen wollte:</p>
<p>Die taz hat einst im Hausblog ihre Erfahrungen beim Interview (bzw der unsäglichen Praxis der Autorisierung) mit Fatmire Bajramaj und deren Management notiert.</p>
<ul>
<li>Das Interview vom 26. März wird taz-online so angekündigt: <a title="taz.de" href="http://www.taz.de/1/sport/artikel/1/schwule-werden-diskriminiert/" target="_blank">&#8220;Schwule werden diskriminiert&#8221;</a> <em style="text-decoration: line-through;">(Kann mir mal bitte jemand helfen, ich finde nur noch diesen Teaser zum Interview, aber nicht mehr das komplette Interview online.) </em> &#8230;</li>
<li>&#8230; heißt dann aber: <a title="taz.de" href="http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=hi&amp;dig=2011%2F03%2F26%2Fa0025&amp;cHash=9ca151a514" target="_blank">&#8220;Man muss mich nur spielen lassen&#8221;</a></li>
<li><strong>Maria Rossbauer</strong> im taz-Blog über <a title="tazblog" href="http://blogs.taz.de/hausblog/2011/03/26/die-veraenderten-interview-zitate/" target="_blank">&#8220;Die veränderten Interview-Zitate&#8221;</a></li>
</ul>
<blockquote><p>Zwei Tage später kam die E-Mail von Bajramajs Management. Sie seien mit dem Inhalt des Interviews überhaupt nicht zufrieden. Sie hätten es neu geschrieben.</p>
<p>Aha. Neu geschrieben. Interessant.</p>
<p>Gut die Hälfte des Gespräches hatten Bajramajs Manager gestrichen. Laut dem Interview, das wir zurückbekamen, soll Bajramaj mehrmals gesagt haben, wie wichtig es ihr ist, mit „attraktivem Fußball“ zu begeistern. Sie soll gesagt haben, dass Fußball doch „ein Spiel mit Emotionen“ sei und wie dankbar sie ist für ihre Bundeswehrförderung. Bajramaj spricht, geht es nach ihren Managern, sogar in Smileys.</p>
<p>Tatsächlich erzählte Bajramaj während des Gesprächs viel über ihr großes Vorbild Zinedine Zidane, darüber, wie sie oft seine Tricks kopierte, wie sie sein Durchhaltevermögen bewundert. Auf die Frage nach Zidanes Ausraster beim WM-Finale erzählte Bajramaj sichtlich erregt, dass sie seine Aufregung durchaus nachvollziehen kann, Matarazzi hätte ihn sicher schwer beleidigt. Und überhaupt würde sie wahrscheinlich in so einer Situation ganz anders ausrasten. Nach dem Prüfen der Manager stand als ihre Antwort auf die Frage aber nur noch: „Niemand ist ohne Fehler.“ (&#8230;)</p>
<p>Auch dass Bajramaj gerne mal ein Glas Sekt trinkt, dass ihr wichtig ist, auch auf dem Platz gut auszusehen, wollten die Manager ursprünglich streichen. Und kein Wort sollte in dem Interview darüber stehen, dass es im Frauenfußball Lesben gibt.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>18</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was vom Tage übrig bleibt (63): olympische TV-Milliarden, NBCU und neue Optionen für die Sommerspiele 2020</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/06/08/was-vom-tage-ubrig-bleibt-63-olympische-tv-milliarden-nbcu-und-neue-optionen-fur-die-sommerspiele-2020/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2011/06/08/was-vom-tage-ubrig-bleibt-63-olympische-tv-milliarden-nbcu-und-neue-optionen-fur-die-sommerspiele-2020/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 10:08:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da haben sich zwei gesucht und gefunden. NBC Universal bleibt also bis 2020 Olympiasender. Das ist die sportpolitische Top-Meldung dieser Tage. Die Summe hat es in sich: 4,4 Milliarden Dollar für das Paket von vier Spielen &#8211; hinzu kommen die Sponsoren-Millionen von General Electric, die schon die bis 2012 geltenden Vertragssummen um bis zu 200 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a title="IOC awards US broadcast rights for 2014, 2016, 2018 and 2020 Olympic Games to NBCUniversal by International Olympic Committee, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/iocmedia/5808866029/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2538/5808866029_f330f342b0.jpg" alt="IOC awards US broadcast rights for 2014, 2016, 2018 and 2020 Olympic Games to NBCUniversal" width="500" height="332" /></a><p class="wp-caption-text">(l to r) Richard Carrion IOC EB member, Brian Roberts, CEO and Chairman, Comcast, Jacques Rogge IOC President (c) IOC/Richard Juilliart</p></div>
<p>Da haben sich zwei gesucht und gefunden. <a title="universalsports.com" href="http://www.universalsports.com/news-blogs/article/newsid=536211.html#ioc+awards+olympic+media+rights+nbc" target="_blank">NBC Universal bleibt also bis 2020 Olympiasender.</a> Das ist die sportpolitische Top-Meldung dieser Tage. Die Summe hat es in sich: 4,4 Milliarden Dollar für das Paket von vier Spielen &#8211; hinzu kommen die Sponsoren-Millionen von General Electric, die schon die bis 2012 geltenden Vertragssummen um bis zu 200 Millionen Dollar erhöhten. Der neue Besitzer Comcast ist überzeugt, dass die Verluste der Olympia-Abenteuer in Vancouver (mehr als 200 Mio $) und London (es wird ein deutlicher Verlust erwartet) konzernweit ausgeglichen werden und sich die Investition also dennoch rechnet.</p>
<p>Damit sind die USA nun auch wieder für die Olympischen Sommerspiele 2020 im Spiel. Die Amis und ihr USOC wären dämlich, würden sie diese Chance nicht nutzen.</p>
<p>IOC-Präsident Jacques Rogge hat sie gestern regelrecht aufgefordert:</p>
<blockquote><p>You are the country that has organized the most Olympic Games, with the best athletes in the world.  If there is a bid coming for 2020 from the USA, we would be very happy.&#8217;</p></blockquote>
<p>Wer außer Rom ist derzeit im Olympia-Rennen? Südafrika hat abgesagt. Die Türken werden sich nach der Wahl (am 12. Juni) flink zwischen einer neuerlichen Euro-Bewerbung (für 2022) und einer weiteren Olympiabewerbung von Istanbul entscheiden müssen. Die Amerikaner sind zwar international sportpolitisch noch immer isoliert und tragen schwer am Trauma der Desaster von New York (vorletzter Platz im Wettbewerb um die Sommerspiele 2012) und Chicago (letzter Platz im Rennen um 2016), jedoch hat sich ihre Lage mit der neuen USOC-Führung, den positiven Entwicklungen in den Verhandlungen um das olympic revenue sharing und diesem neuerlichen Milliardendeal extrem verbessert. Es bleibt dabei: In den USA wird fast die Hälfte des IOC-Umsatzes generiert.</p>
<p>Allein NBC hat, diesmal erstmals ohne Dick Ebersol, der im Mai den Dienst quittierte, den IOC-Deal aber noch mit vorbereitete, seit dem 1988er Vertrag mehr als 11 Milliarden Dollar für olympische TV-Rechte bezahlt.</p>
<ul>
<li>1988, Seoul: 300 Mio $</li>
<li>1992, Barcelona: 401 Mio $</li>
<li>1996, Atlanta: 456 Mio $</li>
<li>2000, Sydney: 705 Mio $</li>
<li>2002, Salt Lake City: 545 Mio $</li>
<li>2004, Athen: 793 Mio $</li>
<li>2006, Turin: 613 Mio $</li>
<li>2008, Peking: 894 Mio $</li>
<li>2010, Vancouver: 820 Mio $</li>
<li>2012, London: 1181 Mio $</li>
<li>2014, Sotschi: <strong>775 Mio $</strong></li>
<li>2016, Rio de Janeiro: <strong>1226 Mio $</strong></li>
<li>2018, München oder PyeongChang: <strong>963 Mio $</strong></li>
<li>2020:  <strong>1418 Mio $</strong></li>
</ul>
<p>Die letzten/aktuellsten verfügbaren IOC-Statistiken:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-10465" title="IOC TV revenue Olympic Games" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/06/tv-revenue.gif" alt="" width="368" height="612" /></p>
<p>So hat sich das Verhältnis von US-Markt und Einnahmen in anderen Territorien zuletzt entwickelt:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-10466" title="IOC TV revenue, territories since 1998" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/06/tv-revenue2.gif" alt="" width="526" height="253" /></p>
<p>Hoch interessant, was der aufmüpfige Urs Leutert, Sportchef des Schweizer Fernsehens, zur IOC-Strategie der Gewinnmaximierung einmal mehr im NZZ-Interview sagt <a title="nzz.ch" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/verrat_an_der_olympischen_idee_1.10816984.html" target="_blank">(Verrat an der olympischen Idee)</a>:</p>
<blockquote><p><em>Die Rechte für die Spiele 2014 und 2016 haben Sie noch nicht. Wo stehen die Verhandlungen?</em></p>
<p>Das Internationale Olympische Komitee hat nach über 50 Jahren Zusammenarbeit mit der EBU, dem Zusammenschluss der Service-Public-Sender in Europa, gebrochen und die Vermarktung der TV-Rechte einer Agentur übertragen. Diese ehrenwerten und integren Verkäufer kommen nun zur Türe rein und stellen als Erstes klar: «Sie wissen, wir sind keine Nonprofitorganisation.» Und dann reden wir aneinander vorbei:</p>
<ul>
<li><strong>Wir reden von Sport, sie reden von Geld;</strong></li>
<li><strong>wir reden von Fernsehen, sie reden von Geld;</strong></li>
<li><strong>wir reden vom Olympiaprogramm, sie reden von Geld.</strong></li>
</ul>
<p>Und sie bieten uns einzelne Sportarten und einzelne Pakete zum Beispiel für TV, Radio oder Internet an.</p>
<p><strong>Diese Aufsplittung der Sportarten und diese unersättliche Geldgier des IOK sind ein totaler Verrat an der olympischen Idee. </strong></p>
<p>Die vermeintlichen Treuhänder des Sports in Lausanne agieren heute wie Banker.</p></blockquote>
<p>Die olympischen TV-Verträge und die Umstände, unter denen diese Verträge geschlossen wurden, waren lange eines meiner Lieblingsthemen. Aus Zeitgründen muss ich diesmal passen, konnte gestern LEIDER auch nicht in Lausanne sein, ein gewiss einmaliges Erlebnis, und das meine ich extrem ernst, und muss mich auch heute kurz fassen.</p>
<p>Im Blog habe ich mich einige Male mit dem Thema befasst, in den Kommentaren hat Ralf wie gewohnt professionell ein hübsches Archiv verlinkt:</p>
<ul>
<li><a title="Dick Ebersol: Olympias Milliardenmann" href="http://www.jensweinreich.de/2009/03/30/dick-ebersol-olympias-milliardenmann/" target="_self">Dick Ebersol: Olympias Milliardenmann</a></li>
<li><a title="Lust und Frust: olympische TV-Milliarden" href="http://www.jensweinreich.de/2008/12/09/lust-und-frust-olympische-tv-milliarden/" target="_self">Lust und Frust: olympische TV-Milliarden</a> <em>(hier finden sich etliche Tabellen, die die Abhängigkeit der meisten olympischen Sportverbände von den IOC-Einnahmen illustrieren)</em></li>
</ul>
<p>Einige Lesebefehle:</p>
<ul>
<li>Alan Abrahamson (ehemals NBCUniversal online) auf seinem Blog <strong>3 wire sports</strong>: <a title="3 wire sports" href="http://3wiresports.com/2011/06/07/nbcs-4-38-billion-knockout-punch/" target="_blank">NBC’s $4.38 billion knockout punch</a></li>
<li>Phil Hersh in der Chicago Tribune: <a title="Chicago Tribune" href="http://articles.chicagotribune.com/2011-06-07/sports/chi-are-there-now-438-billion-reasons-for-us-to-bid-for-2020-summer-games-20110607_1_usoc-chief-executive-ioc-s-rogge-usoc-and-ioc" target="_blank">Are there now 4.38 billion reasons for U.S. to bid for 2020 Summer Games?</a></li>
<li>Kai Pahl hat sich auf allesaussersport vorab mit dem Thema befasst &#8211; <a title="allesaussersport.de" href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2011/06/07/screensport-am-dienstag-drei-monate-alter-handelsblatt-kase/" target="_blank">Olympia sucht US-TV</a> &#8211; und amüsiert sich nun vor allem über jene exorbitanten 900 Mio $, die NBCU mehr geboten hat als Konkurrent Fox:</li>
</ul>
<blockquote><p>Gewonnen hat NBC, die im Vergleich zu den Mitbewerbern so deutlich mehr drauf gepackt haben, dass der Verdacht naheliegt, Sportrechtehändler des ZDF hätten einen lukrativen Nebenjob gefunden.</p></blockquote>
<ul>
<li>AP: <a rel="nofollow" href="http://www.usatoday.com/sports/olympics/2011-06-08-1972975086_x.htm">NBC locks up US Olympic TV rights through 2020<img id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.59/t.gif" alt="" /></a></li>
<li>USA Today: <a rel="nofollow" href="http://www.usatoday.com/sports/columnist/hiestand-tv/2011-06-07-olympics-rights-nbc_n.htm">NBC pays out, but do the Olympics pay off?<img id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.59/t.gif" alt="" /></a></li>
</ul>
<p>Die komplette IOC-Pressemitteilung muss sein:</p>
<blockquote><p><strong><a title="olympic.org" href="http://www.olympic.org/media?articlenewsgroup=-1&amp;articleid=130827&amp;searchpageipp=10&amp;searchpage=1" target="_blank">IOC awards US broadcast rights for 2014, 2016, 2018 and 2020 Olympic Games to NBCUniversal</a></strong></p>
<p>The International Olympic Committee (IOC) today awarded NBCUniversal (NBCU) the broadcast rights in the US for the XXII Olympic Winter Games (2014) in Sochi, Russia, and the Games of the XXXI Olympiad (2016) in Rio De Janeiro, Brazil, as well as the 2018 and 2020 Olympic Games, which have yet to be awarded to a host city.</p>
<p>NBCU has acquired the broadcast rights across all media platforms, including free-to-air television, subscription television, internet and mobile. The total agreement is valued at USD 4.38 billion.</p>
<p>“We are delighted to have reached an agreement with our longstanding partner NBCU,&#8221; said IOC President Jacques Rogge. “We received three excellent bids and would like to thank each broadcaster for their presentations. In the end we were most impressed with NBCU, which not only has a track record for broadcasting the Games that speaks for itself, but also has a clear and innovative vision of where it wants to take the broadcast of the Games between now and 2020. We look forward to continuing to build on our already strong relationship beginning in London next year.&#8221;</p>
<p>The IOC based its decision on a long-term broadcast strategy aimed at ensuring broadcast of the Olympic Games of the highest quality, maximising exposure across all available media platforms, and securing the financial future of the Olympic Games and the Olympic Movement.</p>
<p>“We had an obligation to pick the best bid on behalf of the entire Olympic Movement,&#8221; said IOC Executive Board member Richard Carrión, who, along with IOC President Jacques Rogge, led the negotiations. “We assessed each bid against a thorough set of criteria and believe that the long-term nature of this agreement will not only ensure fantastic Olympic broadcast coverage in the US, but also support the long-term financial stability of the Olympic Movement as a whole. NBCU has proven its worth time and again over the years and we’re very excited to continue working with them.&#8221;</p>
<p>The IOC has enjoyed a long partnership with NBCU, and this agreement will mean that by 2020, NBCU will have covered a total of 17 editions of the Games, beginning in 1964.</p>
<p>&#8220;We are honoured to continue as the US Olympic broadcaster for the remainder of this decade. The vision for our new Comcast-NBCUniversal was to create new platforms and technologies to distribute the very best content. Every two years the Olympic Games provides iconic content for us to deliver on all platforms. We are proud to continue the rich heritage and long association that NBC has had with the IOC and I personally want to thank President Rogge and Richard Carrión for their long-term trust,&#8221; said Brian Roberts, CEO and Chairman, Comcast, parent company of NBCUniversal.</p>
<p>The decision came after two days of meetings held at the IOC headquarters in Lausanne, Switzerland, during which ESPN, Fox and NBCU each gave a presentation and submitted their proposals to the IOC. The negotiation process started earlier this year with preliminary discussions conducted with all interested parties. Each proposal was discussed by an IOC delegation chaired by President Rogge.</p>
<p>###</p>
<p><a title="olympic.org" href="http://www.olympic.org/media?q=nbc&amp;chkcat=010&amp;articlenewsgroup=-1&amp;articleid=52392&amp;searchpageipp=10&amp;searchpage=1" target="_blank">NBCU acquired the right to be the IOC’s broadcast partner for the London 2012 Olympic Games in 2003.</a></p>
<p>The 2018 Olympic Winter Games host city vote will take place at the 123rd IOC Session in Durban, South Africa, in July 2011.</p>
<p>The 2020 Olympic Games host city vote will take place at the 125th IOC Session in Buenos Aires, Argentina, in September 2013.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>21</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>live-Blog aus Zürich: &#8220;We are not in a crisis!&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/05/31/live-blog-aus-zurich-we-are-not-in-a-crisis/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2011/05/31/live-blog-aus-zurich-we-are-not-in-a-crisis/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 May 2011 07:02:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ZÜRICH. Und es sprach der Große Vorsitzende: Crisis? What is a crisis? We are not in a crisis! We are only in some difficulties. And the difficulties will be solved, will be solved inside our family. [Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.] Ich musste wirklich lachen. Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ZÜRICH. Und es sprach der Große Vorsitzende:</p>
<blockquote><p><strong>Crisis? What is a crisis? We are not in a crisis! We are only in some difficulties. And the difficulties will be solved, will be solved inside our family.</strong></p></blockquote>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/31/live-blog-aus-zurich-we-are-not-in-a-crisis/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Ich musste wirklich lachen. Und ich kann meine Herkunft nicht verleugnen. Die pathologische Sturköpfigkeit, mit der Sepp gestern seine Pressekonferenz bestritt, erinnerte mich an den hier &#8230;</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/31/live-blog-aus-zurich-we-are-not-in-a-crisis/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>&#8230; und den hier &#8230;</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/31/live-blog-aus-zurich-we-are-not-in-a-crisis/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>&#8230; und den hier <em>(Danke SH für den Hinweis)</em> &#8230;</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/31/live-blog-aus-zurich-we-are-not-in-a-crisis/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>&#8230; und den hier &#8230;</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/31/live-blog-aus-zurich-we-are-not-in-a-crisis/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Das Ende der Geschichte ist bekannt.</p>
<ul>
<li>Auf dem <a title="NYT: Goal" href="http://goal.blogs.nytimes.com/2011/05/30/blatters-news-conference-live/" target="_blank">Soccer Blog der New York Times</a> steht das Transkript dieser denkwürdigen &#8220;Pressekonferenz&#8221;</li>
</ul>
<p>Wobei das nicht ganz sauber ist, es fehlt einiges. Zum Beispiel hat sich Blatter mit den Worten verabschiedet, dass er selbst noch Mitglied der AIPS sei, des Weltverbandes der Sportjournalisten.</p>
<p>Keine Ahnung, was er damit sagen wollte. Ich bin übrigens kein AIPS-Mitglied.</p>
<p>Ich will auch heute versuchen, die Ereignisse halbwegs regelmäßig im Blog zu begleiten. (Hatte gestern ein arges technisches Problem mit dem Laptop, die das Bloggen und das Artikelschreiben schwer behindert haben. Das Problem lässt sich nicht beheben, ich muss schwer improvisieren.)</p>
<p>Wichtigster Termin, Tsunami-Warnung, ist um 14 Uhr im Grand Hotel Dolder die Pressekonferenz, auf der ausgerechnet Jack Dokumente (inklusive Kontoauszüge etc) vorlegen will, um Korruptionszahlungen in Höhe von 20 Millionen Dollar an vier Exekutivmitglieder zu beweisen. Es geht, natürlich, um die WM 2022 in Katar. Und, so viel kann ich mal sagen, endlich nähern wir uns den wirklichen Dimensionen des Betrugs an.</p>
<p>Einstweilen, Lektüre, Lesebefehle!</p>
<ul>
<li>Die <a title="fifa.com" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/administration/news/newsid=1444139.html" target="_blank">Behauptungen</a> des FIFA-Generalsekretärs und Wahrheitsallergikers Jerome Valcke zu seiner Email an Jack Warner, in dem er schrieb, Katar habe die WM 2022 gekauft:</li>
</ul>
<blockquote><p>Herr Warner hat eine E-Mail veröffentlicht, die ich ihm geschickt habe. Ich möchte klarstellen, dass ich in E-Mails – die naturgemäß ein &#8220;leichteres&#8221; Ausdrucksmittel sind – gelegentlich einen wesentlich weniger formalen Ton verwende als bei anderen Formen der Korrespondenz. Dies vorausgeschickt, wollte ich in besagter E-Mail in Bezug auf die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022 zum Ausdruck bringen, dass die erfolgreiche Bewerbung finanzielle Stärken beim Werben um Unterstützung genutzt hat. Es handelte sich um einen Kandidaten mit sehr wichtigem Budget, welches eingesetzt wurde, um die Kandidatur auf der ganzen Welt sehr wirkungsvoll zu bewerben. Weder habe ich mich zu irgendeinem Zeitpunkt auf den Kauf von Stimmen oder auf anderes unethisches Verhalten bezogen, noch hatte ich die Absicht, dies zu tun. Ferner möchte ich klarstellen, dass es, wie ich gestern bereits sagte, bei der FIFA keinerlei Ermittlungen hinsichtlich der Vergabe der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022 gibt.</p></blockquote>
<ul>
<li>Charles Sale zeigt in der Daily Mail auf, dass Jack the Ripper sich von der Überweisung Bin Hammams das übliche Drittel abzweigte: <a title="Daily Mail" href="http://www.dailymail.co.uk/sport/football/article-1392575/FIFAs-Jack-Warner-diverted-Caribbean-Football-Union-travel-funds-CHARLES-SALE.html#ixzz4OeWm1nT8" target="_blank">FIFA&#8217;s Jack Warner &#8216;diverted Caribbean Football Union travel funds&#8217;</a></li>
</ul>
<p>Das kennt man seit Jahrzehnten. Ein Teil ALLER Überweisungen geht stets an die CFU bzw direkt an Jack.</p>
<ul>
<li>Elmar Wagner in der NZZ: <a title="NZZ" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/400_hundert-dollar-noten_1.10761729.html" target="_blank">400 Hundert-Dollar-Noten.</a> Wie der FIFA-Präsidentschaftskandidat Bin Hammam Stimmen kaufen wollte.</li>
</ul>
<p>Ooops, da hat die Ethikkommission wohl was durchgesteckt.</p>
<blockquote><p>Aufschlussreich ist bereits die Vorgeschichte jenes Spezialkongresses in der Karibik. Eigentlich war vorgesehen, dass der Fifa-Präsidentschafts-Kandidat Bin Hammam am offiziellen Kongress der Concacaf am 2. Mai in Miami anwesend ist, um dort Wahlkampf zu betreiben. Die Concacaf umfasst die zentral- und nordamerikanischen sowie karibischen Fussballverbände und versammelt 35 Delegiertenstimmen. Doch zum Besuch Bin Hammams in Miami kam es schliesslich doch nicht – offiziell, weil der Katarer das Visum für die Einreise zu spät erhalten hatte.</p>
<p>Aufgrund der Unterlagen im Dossier wird ersichtlich, dass Bin Hammam gar nie beabsichtigte, nach Miami zu reisen. Denn schon am 1. April fragte er den Concacaf-Präsidenten Jack Warner, ob er einen eigenen Kongress in Trinidad veranstalten dürfe. Warner sagte gemäss der vorliegenden E-Mail-Faksimiles zu, wies aber darauf hin, dass Bin Hammam für die Reisekosten der Delegierten aufkommen müsse. Der Concacaf-Generalsekretär Chuck Blazer warnte in einer E-Mail davor, dass dieses Vorgehen ethisch nicht vertretbar sei. Warner schrieb: «Ich will es aber so.»</p></blockquote>
<ul>
<li>Der <a title="fifa.com" href="http://www.fifa.com/mm/document/affederation/administration/01/44/40/85/jdqcreview-summary.pdf" target="_blank">&#8220;Untersuchungsbericht&#8221;,</a> in dem die Äußerungen von Lord Triesman zur Korruption bei der WM-Vergabe 2018 und 2022 behandelt und ins Reich der Fabel verbannt werden</li>
</ul>
<p>Schade eigentlich, dass Sepp die Dokumente zum ISL-Bestechungsskandal, etwa die Einstellungsverfügung, nicht auch veröffentlichen lässt. Gegen Veröffentlichung der Einstellungsverfügung, in der die Namen jener genannt werden, die 5,5 Millionen Schweigegeld an die Staatskasse gezahlt haben, verhindert die FIFA seit Monaten durch Einsatz teuerster Schweizer Anwälte.</p>
<ul>
<li>Dazu der Artikel von Jean-Francois Tanda: <a title="tagesanzeiger.ch" href="http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Wie-die-Fifa-die-Namen-bezahlter-Funktionaere-geheim-halten-will/story/30396858" target="_blank">Wie die FIFA die Namen bezahlter Funktionäre geheim halten will</a></li>
</ul>
<p>tbc</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>live-Blog aus Zürich: Jack the Ripper on revenge trail</title>
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		<pubDate>Mon, 30 May 2011 06:56:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ZÜRICH. Moin, moin, willkommen am Hauptsitz der FIFA-Mafia. Nach einem selten bizarren Erlebnis gestern Abend, der Pressekonferenz der so genannten FIFA-Ethikkommission, flankiert vom Lügenbaron Jerome Valcke, FIFA-Generalsekretär, werde ich an den kommenden drei Tagen bis zur Krönungsmesse halbwegs live bloggen. Es gibt mit boshafter Regelmäßigkeit Links und Schnipsel und Dokumente des Grauens &#8211; und vielleicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-10345" title="crush FIFA!" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/05/FIFA_ftgftf_2A.gif" alt="" width="414" height="255" /></p>
<p>ZÜRICH. Moin, moin, willkommen am Hauptsitz der FIFA-Mafia. Nach einem selten bizarren Erlebnis gestern Abend, der Pressekonferenz der so genannten FIFA-Ethikkommission, flankiert vom Lügenbaron Jerome Valcke, FIFA-Generalsekretär, werde ich an den kommenden drei Tagen bis zur Krönungsmesse halbwegs live bloggen. Es gibt mit boshafter Regelmäßigkeit Links und Schnipsel und Dokumente des Grauens &#8211; und vielleicht sogar einige Gedanken. Who knows. Es wird auf jeden Fall ein ziemlich langer Beitrag. Also, immer mal aktualisieren und ans Ende scrollen.</p>
<p>Ehre wem Ehre gebührt: Beginnen wir mit Petrus Damaseb aus Namibia, dem stellvertretenden Chef der &#8220;Ethikkommission&#8221;.</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/30/live-blog-die-ehrenwerte-familie-1/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Hier kann man die komplette Pressekonferenz, die vom FIFA-Kommunikationsverhinderer Nicolas Maingot wie üblich resolut beendet wurde, <a title="FIFA PK 29. Mai 2011" href="http://streamstudio.world-television.com/CCUIv3/frameset.aspx?ticket=645-676-9890&amp;target=en-default-&amp;status=ondemand&amp;browser=ns-0-0-0-10-0&amp;stream=flash-video-300" target="_blank">sehen und hören</a>.</p>
<p>Natürlich ist diese &#8220;Ethikkommission&#8221; kein unabhängiges Gremium, sondern eine lächerliche Institution, die sich für den bislang größten Schmiergeldskandal der Sportgeschichte, die <a title="alle Beiträge zu ISL/ISMM" href="http://www.jensweinreich.de/category/islismm/" target="_self">141 ISL-Millionen</a>, nicht interessierte &#8211; warum auch, schließlich zahlte die FIFA 5,5 Millionen Franken Schweigegeld (und mehr), um die Namen von Schmiergeldempfängern geheim zu halten. Kurz noch einige Argumente und Hintergründe, nichts Neues für Stammleser:</p>
<ul>
<li><a title="Stil- und Textkritik: der FIFA-Ethikcode" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/23/stil-und-textkritik-der-fifa-ethikcode/  " target="_self">Stil- und Textkritik: der FIFA-Ethikcode</a></li>
<li><a title="update: Korruption in der FIFA" href="http://www.jensweinreich.de/2010/10/18/update-korruption-in-der-fifa/" target="_self">update: Korruption in der FIFA</a></li>
</ul>
<p>Über die Entscheidungen der &#8220;&#8221; habe ich für den Deutschlandfunk gestern das Sportgespräch mit dem Schweizer Nationalrat <a title="Offener Brief an FIFA-Boss Joseph Blatter" href="http://www.jensweinreich.de/2011/01/12/roland-rino-buchel-offener-brief-an-fifa-boss-joseph-blatter/" target="_self">Roland</a> <a title="Roland Büchel" href="http://www.rolandbuechel.ch/" target="_blank">Büchel</a> (SVP) und <a title="WOZ: Seco untersucht FIFA" href="http://www.woz.ch/artikel/2011/nr12/wirtschaft/20519.html" target="_self">Carlos</a> <a title="Nation of Swine" href="http://nationofswine.ch/2011/01/12/der-mann-in-blatters-nacken/" target="_blank">Hanimann</a> von der WOZ geführt:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/05/29/dlf_20110529_2331_d66cd384.mp3" target="_self">:</a></p>
<p><a title="alle Beiträge von und mit Jack Warner" href="http://www.jensweinreich.de/category/jack-austin-warner/" target="_self">Jack Austin Warner</a> sagt dazu übrigens &#8211; Lesebefehl! (Gestern Nacht in den <a title="Bin Hammam pulls out ..." href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/29/bin-hammam-pulls-out-step-back-morally-corrupt-sepp/" target="_self">Kommentaren</a> wie einige andere Lesebefehle natürlich schon verlinkt.)</p>
<blockquote><p>I attended the FIFA enquiry today at 12 noon pursuant to a request made of me by FIFA to answer allegation made by Chuck Blazer, General Secretary of CONCACAF.</p>
<p>I have learned this evening via the media that I have been provisionally suspended by the FIFA Ethics Committee.  This has come both as a shock and surprise to me.  At the conclusion of the enquiry I specifically requested that I be notified of any decision as I had learned via the media before attending the hearing that a decision would be handed down at 5:00PM.  Despite leaving my contact details, up to this point, I still have not received any notification from the FIFA.</p>
<p>At the hearing I indicated that I submitted two written statements outlining my position.  I expressed my disappointment with the way in which the enquiry was conducted as I was given less than twenty four hours to submit a statement for consideration by the committee and, moreover, one of the five members of the Committee is from Uruguay and did not have the value of a translated version of my or Mr bin Hammam&#8217;s submission.  This lack of translation services brings into question the issue of due process.</p>
<p>In addition, FIFA did not have the courtesy to provide me with copies of the allegations before the hearing and it was only during the hearing were the allegations read to me.</p>
<p>At the hearing, among other things, I was asked about the special meeting with the CFU to hear Mr Bin Hammam and whether such a meeting was normal I indicated that President Blatter earlier this year had held a similar meeting in South Africa with thirty seven countries and no objections had been made of that to date.  In fact this has been the practice of FIFA in holding meetings with member countries before elections.</p>
<p>I denied the allegations that I made statements at the CFU meeting about gifts being given by Mr Bin Hammam.  I also indicated that at the Miami CONCACAF Congress on May 3rd Mr. Blatter made a gift of one million USD to CONCACAF to spend as it deems fit. This annoyed President Michel Platini who was present and he approached Secretary General Jerome Valcke complaining that Mr Blatter had no permission from the Finance Committee to make this gift to which Jerome replied that he will find the money for Mr Blatter.</p>
<p>I also indicated at the CFU meeting held in Trinidad on May 10 which was requested by Mr. Bin Hammam, FIFA through Mr. Blatter organised gifts of laptops and projectors to all members of the Caribbean and no objections have been made today of this to date.</p>
<p>In my statement I attached letters from thirteen Federations whose members attended the CFU Meeting where the allegations of gifts were made.</p>
<p>These statements from the 13 members denied the allegations that have been made against me and any participation of these individuals in the act complained of. While with regard to the allegation of payment only one statement was submitted by Collins &amp; Collins.</p>
<p>On May 18 when I realised that the political battle between Blatter and Bin Hammam was getting out of hand I wrote Secretary General Valcke telling him, among other things, that the outcome of the elections may cause some fracture in the Arab world  which we can ill afford now and that I will like to ask Bin Hammam to withdraw from the race. To which Jerome replied to me and I quote :</p>
<p>&#8220;For MBH, I never understood why he was running. If really he thought he had a chance or just being an extreme way to express how much he does not like anymore JSB. Or he thought you can buy FIFA as they bought the WC. I have a bet since day one, he will withdraw but on June 1st after his 10 min speech. By doing so he can say he push Blatter to make new commitments bla bla bla and get out under applause. Before means he is a looser. So&#8230;He will get some votes. Less than 60 today after CAF support. It will be the &#8220;coup de grace&#8221; if you would officially send a message as the CONCACAF President by saying CONCACAF supports unanimously. So I am not giving you an advice but just my feeling about what I think is the situation.&#8221;</p>
<p>Despite the plea from SG Valcke, I refused to give any advice about how CONCACAF will be voting.</p>
<p>At no time during this matter was I ever contacted by Mr. Blazer nor did he contact the Executive or the Emergency Committee of the CONCACAF and it is informative for one to look at Mr Blazer&#8217;s credibility by referring to the report of the NY District Court Judge in the matter between Master Card and Visa in the FIFA matter of 7th December 2006 .</p>
<p><em>(para 213) Mr. Blazer&#8217;s testimony was generally without credibility based on his attitude and demeanor on his evasive answers on cross-examination.</em></p>
<p><em>(para 214) Thus, for that reason and based on his evasive answers and his attitude and demeanor, Mr. Blazer&#8217;s testimony as the March 14, 2006 Marketing &amp; TV AG Board meeting is rejected as fabricated.</em></p>
<p>The complaints  made in this matter are politically motivated against Mr Bin Hammam and me and are designed, among other things, to cause serious prejudice and damage to both Mr Bin Hammam and myself at one of the most critical times for the FIFA.</p>
<p>It is also shocking that at the close of an inquiry at around 5:47pm when the decision was already delivered new evidence in the form of a fax from the Puerto Rico FF appears making allegations which were treated as part of the evidence in this matter. This further demonstrates in the way the enquiry was conducted and the prejudice against me.</p>
<p>The decision to suspend me is an abuse of the process and achieves no real purpose as stated in the decision and again demonstrates the bias of this enquiry.</p>
<p>I intend to say a lot more on this matter shortly.</p>
<p>In the meantime, I will vigorously defend my reputation as well as the reputation of the rest of the Caribbean members.</p>
<p>Respectfully submitted</p>
<p>Sgd Jack Warner</p></blockquote>
<p>Der Jack will doch nicht wohl doch einen Tsunami auslösen, wie er versprochen hat? Ich kann es mir, ganz ehrlich, immer noch nicht vorstellen.</p>
<p>Sehr witzig übrigens, dass auch Jack (wie ich es gern tue) den Report des New Yorker Distriktgerichts im Visa-Mastercard-Skandal erwähnt &#8211; denn da kommen sowohl Chuck Blazer als auch Jerome Valcke verdammt schlecht weg. Lügen über Lügen.</p>
<p>Mohamed Bin Hammam erklärt:</p>
<blockquote><p><strong>Provisional ban is completely disproportionate – lack of fair play</strong></p>
<p>Doha and Zurich, May 29, 2011 – Mohamed bin Hammam acknowledged the decision taken today by the FIFA Ethics Committee. However, he fails to understand how despite him not being found guilty, but yet, he has been suspended.</p>
<p>“I have been referred to the Ethics Committee based on evidence which was strong enough in the views of the FIFA General Secretary for such procedure. However, the Ethics Committee in it&#8217;s meeting today did not find this evidence sufficient to convict me. Consequently, I should have been given the benefit of doubt but instead, I have been banned from all football activities.&#8221;</p>
<p>&#8220;I have been given the impression that the Ethics Committee is absolutely an independent committee, but in the press conference we have seen today, the General Secretary made clear that he is the one who has the influence in this Committee.&#8221;</p>
<p>During today&#8217;s press conference, FIFA General Secretary Jérôme Valcke commented on the decision of the FIFA Ethics Committee and presented new evidence against Mr. Bin Hammam which had not been part of the proceedings so far and which nobody was able to review. He did not hesitate to predict that other parties, in the new fully-fledged investigation, will proof the guiltiness of Mr. Bin Hammam. This is contradictory to the rules of justice by an allegedly independent commission.</p>
<p>Mohamed Bin Hammam said: “I’m very disappointed about the way the status of the proceeding has been presented at the media conference. I am expecting that this will continue. This is not how I understand fair play. I’m reserving all my rights.&#8221;</p></blockquote>
<p>Und weil ich die Visa-Mastercard-Sache nun schon erwähnte (wie Jack), sie ist ja auch wichtig, um das FIFA-Geschäftsgebaren zu beschreiben und Valcke als notorischen Lügner zu brandmarken &#8211; hier flink noch eine Summary reinkopiert, die ich vor einiger Zeit schon mal angeboten habe (<a title="Akute Wahrheitsallergie im FIFA-Reich des Joseph Blatter" href="http://www.jensweinreich.de/2010/12/09/akute-wahrheits-allergie-im-fifa-reich-des-joseph-blatter/" target="_self">Akute Wahrheitsallergie im FIFA-Reich des Joseph Blatter</a>):</p>
<p>Valcke war damals FIFA-Marketingchef, <a title="FIFA fires four execs after MasterCard mess" href="http://sports.yahoo.com/soccer/news?slug=fifafirings" target="_blank">wurde<img id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.59/t.gif" alt="" /></a> <a title="FIFA-Pressemitteilung Dezember 2006" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/releases/newsid=108638.html" target="_blank">gefeuert<img id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.59/t.gif" alt="" /></a>, kam wenige Monate später als <a title="FIFA.com" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/bodies/media/newsid=540197.html" target="_blank">Generalsekretär<img id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.59/t.gif" alt="" /></a> wieder, und der Sepp stellte es doch tatsächlich so dar, als sei Valcke nie gefeuert worden.</p>
<p>Eine feine Analyse dazu gab es mal im Independent:</p>
<ul>
<li><a title="The Independent" href="http://www.independent.co.uk/news/people/profiles/jr244me-valcke-he-scored-the-worstever-own-goal-now-hes-running-football-398086.html" target="_blank">Jérôme Valcke: He scored the worst-ever own goal. Now he’s running football<img id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.59/t.gif" alt="" /></a>- He lost his job in marketing at Fifa after a judge ruled he had lied over a sponsorship deal. But 10 months on, he’s the boss. David Owen hears his comeback story</li>
</ul>
<p>Im Original liest sich das <a title="findlaw.com" href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;source=web&amp;cd=1&amp;sqi=2&amp;ved=0CC0QFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Ffl1.findlaw.com%2Fnews.findlaw.com%2Fhdocs%2Fdocs%2Fsports%2Fmastercardfifa120706opn.pdf&amp;ei=69IATd73HI2MswaglvjyDg&amp;usg=AFQjCNEcSDUzVNAyXQ2N_ZtQspHuYgrkrg&amp;sig2=uMGJn6YFiYBdbH7bfnCFmQ" target="_blank">im ersten Urteil<img id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.59/t.gif" alt="" /></a> so:</p>
<blockquote>
<ul>
<li>FIFA’s negotiators <strong><em>lied repeatedly</em></strong> to MasterCard, including when they assured MasterCard that, consistently with MasterCard’s first right to acquire, FIFA would not sign a deal for the post-2006 sponsorship rights with anyone else unless it could not reach agreement with MasterCard.</li>
<li>FIFA’s negotiators <em><strong>lied</strong></em> to VISA when they <strong><em>repeatedly</em></strong> responded to the direct question of whether MasterCard had any incumbency rights by assuring VISA that MasterCard did not.</li>
<li>FIFA’s negotiators provided VISA with blow-by-blow descriptions of the status of the FIFA-MasterCard negotiations while <em><strong>concealing</strong></em> from its long-time partner MasterCard both the fact of the FIFA-VISA negotiations as well as the status of those negotiations – an action FIFA’s president admitted would not be “fair play.&#8221;</li>
<li>FIFA’s marketing director <em><strong>lied to both</strong></em> MasterCard, FIFA’s long-time partner, and to VISA, its negotiating counterparty, to both of which FIFA, under Swiss law, owed a duty of good faith. When, pursuant to his engineering, VISA raised its bid to the same level as MasterCard’s, he <em><strong>declined</strong></em> his subordinates’ suggestion to give MasterCard the opportunity to submit a higher bid based on his concern for his own reputation with the FIFA Board. He also <em><strong>declined</strong></em> his subordinates’ recommendation that he recommend to the FIFA Board that it continue with its prior approval of MasterCard as the post-2006 sponsor. Instead, he told the board it was difficult for him to make a recommendation and <em><strong>never mentioned</strong></em> MasterCard’s first right to acquire the post-2006 sponsorship.</li>
<li>On the morning of the first of March 2006 FIFA board meetings and after all three FIFA boards had previously approved MasterCard as the post-2006 sponsor, FIFA’s marketing director called VISA to say that if VISA increased its cash bid by $30 million to the level of MasterCard’s bid, VISA “would be the partner.&#8221;</li>
<li>Even after MasterCard had signed the “FINAL version&#8221; of the post-2006 sponsorship agreement and returned it to FIFA, FIFA’s negotiators <em><strong>delayed telling</strong></em> MasterCard that the FIFA Board had chosen VISA; instead they waited for the VISA board to ratify the VISA agreement.</li>
<li>After the FIFA boards had approved MasterCard as post-2006 sponsor and after MasterCard had agreed to FIFA’s asking price and agreement had been reached on all other terms and after FIFA’s in-house counsel had solicited FIFA members for items that might be used to claim that MasterCard breached the Agreement, FIFA pointed to a trademark issue that had been present since 2000 or 2001 to justify granting the post-2006 sponsorship to VISA and sent a letter to MasterCard — after the commencement of this lawsuit — purporting to terminate the Agreement and thus MasterCard’s first right to acquire.</li>
<li>After MasterCard and FIFA waived, under Swiss law, both the 90-day time periods set out in section 9.2 by their “conclusive conduct&#8221;, FIFA now seeks <em><strong>retroactively to revive</strong></em> one of the 90-day periods, but not the other, to justify its choice of VISA for the post-2006 sponsorship.</li>
<li>While the FIFA witnesses at trial boldly characterized their breaches as “<em><strong>white lies</strong></em>&#8221;, “<strong><em>commercial lies</em></strong>&#8221;, “<em><strong>bluffs</strong></em>&#8221;, and, ironically, “<strong><em>the game</em></strong>&#8221;, their internal emails discuss the “<em><strong>different excuses</strong></em> to give to MasterCard as to why the deal wasn’t done with them&#8221;, “<em><strong>how we (as FIFA) can still be seen as having at least some business ethics</strong></em>&#8221; and how to “<em><strong>make the whole f***-up look better for FIFA</strong></em>.&#8221; They ultimately confessed, however, that “[I]t’s clear somebody has it in for MC.&#8221;</li>
</ul>
</blockquote>
<p><strong>13.06 Uhr:</strong> Hotel-Rundreise beendet. Dolder Grand, Marriott, Savoy, Baur au Lac, Swissotel etc. Sepp getroffen (begleitet von Jerome Valcke und Ahmed Schäfer). Hand geschüttelt. Finger sind noch dran. Havelange gesehen. Platini. Grondona. Jack verpasst. Es ist ein absurder Wettlauf zwischen Hase und Igel. Die einen sind immer schon da gewesen. Vor dem Hotels bzw bei manchen in der Lobby lauern die Agentur-Journalisten. Das he-said-she-said kann man dann nachlesen.</p>
<p>Notiz an den Blog-Betreiber: Lern es doch endlich! Es geht nicht beides! Du kannst nicht vernünftig recherchieren und Gespräche führen &#8211; und gleichzeitig aktuell produzieren! Die richtigen Geschichten wird es so nicht geben.</p>
<p>Doch wer hat die schon?</p>
<p>Die richtigen Geschichten über die FIFA findet man auf Nummernkonten in Steuer-Oasen.</p>
<p><strong>13.40 Uhr:</strong> Jetzt wird weiter produziert. 18 Uhr dann PK vom Sepp oben im Home of FIFA.</p>
<p>Flink noch einige Links:</p>
<ul>
<li>The Guardian: Digger Matt Scott beschreibt den Reformationsbedarf der FIFA an <a title="FIFA scandal: five problems to tackle" href="http://www.guardian.co.uk/football/blog/2011/may/12/fifa-scandal-five-problems?CMP=twt_gu" target="_blank">fünf Beispielen</a>. Viel zu kurz gegriffen. Der Laden muss zerschlagen werden. Viele wichtige Dinge fehlen. Okay, ein Versuch, aber zu harmlos.</li>
<li>The Telegraph: <a title="The Telegraph" href="http://www.telegraph.co.uk/sport/sportvideo/footballvideo/8545810/Fifa-executive-Jack-Warner-Sepp-Blatter-must-be-stopped.html" target="_blank">Video</a> von Jack the Ripper: &#8220;Blatter must be stopped!&#8221; Die Reuters-Kollegen haben mir von einem längeren Interview gestern spätabends erzählt. Das findet sich sicher irgendwo, vielleicht kann es jemand verlinken.</li>
<li>Zum Kopfschütteln: <a title="The Telegraph" href="http://www.telegraph.co.uk/sport/football/8544698/Fifa-president-Sepp-Blatter-doing-a-wonderful-job-says-Franz-Beckenbauer-despite-bribery-crisis.html" target="_blank">Blatter macht einen wunderbaren Job</a>, sagt Firlefranz Beckenbauer im Telegraph.</li>
<li>Fanhouse: <a title="Fanhouse" href="http://www.fanhouse.co.uk/2011/05/30/fifa-soap-opera-latest-jack-warner-says-2022-world-cup-was-bou/" target="_blank">FIFA soap opera &#8230;</a></li>
<li>Paul Kelso im Telegraph: <a title="Telegraph: Fifa general secretary Jerome Valcke insists email suggesting Qatar bought 2022 World Cup is genuine" href="http://www.telegraph.co.uk/sport/football/international/8545888/Fifa-general-secretary-Jerome-Valcke-insists-email-suggesting-Qatar-bought-2022-World-Cup-is-genuine.html" target="_blank">Fifa general secretary Jerome Valcke insists email suggesting Qatar bought 2022 World Cup is genuine</a></li>
<li>Kai Pahl auf allesaussersport: <a title="aas: Selbstzerfleischung der FIFA" href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2011/05/30/selbstzerfleischung-der-fifa/#comments" target="_blank">Selbstzerfleischung der FIFA</a></li>
</ul>
<p><strong>13.46 Uhr:</strong> Und mal eben noch den Titel für den Beitrag ändern. Einige Vorschläge kamen per Email. Ich habe mich für den zweiten entschieden. Danke!</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 13.0px Consolas} p.p2 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 13.0px Consolas; min-height: 15.0px} --></p>
<ul>
<li>Caribbean Tsunami hits Blatter</li>
<li>Jack the Ripper on revenge trail</li>
<li>Jack außer Kontrolle</li>
</ul>
<p><strong>20.19 Uhr:</strong> Ich hätte gern von dieser bizarren PK des Sepp berichtet. Leider ist mein Laptop zwei Stunden zuvor abgeschmiert. Keine Ahnung, was er hat, wahrscheinlich die Hitze. Oder ein FIFA-Hacker. Demnächst mehr.</p>
<p>tbc</p>
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		<item>
		<title>Was vom Tage übrig bleibt (62): FIFA Family at War</title>
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		<pubDate>Fri, 27 May 2011 09:39:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.] Doch Jack kann auch ganz anders &#8230; [Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.] However. &#8220;Badfellas &#8211; FIFA Family at War&#8221;, so hieß schon vor Jahren ein Buch von John Sugden und Alan Tomlinson, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/27/was-vom-tage-ubrig-bleibt-62-fifa-family-at-war/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Doch Jack kann auch ganz anders &#8230;</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/27/was-vom-tage-ubrig-bleibt-62-fifa-family-at-war/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>However. &#8220;Badfellas &#8211; FIFA Family at War&#8221;, so hieß schon vor Jahren ein Buch von John Sugden und Alan Tomlinson, die sich in den ersten Jahren der präsidialen Ära Blatter ein wenig mit den FIFA-Geschäften befassten.</p>
<p>FIFA Family at War &#8211; das gilt auch jetzt wieder. Und so langsam geht es ans Eingemachte.</p>
<p>Soeben (11.37 Uhr) teilt die FIFA per Pressmeldung mit:</p>
<blockquote><p><strong>FIFA Ethics Committee opens further ethics proceedings</strong></p>
<p>On 26 May 2011, FIFA Executive Committee member Mohamed bin Hammam has requested the FIFA Ethics Committee to open ethics proceedings against FIFA President Joseph S. Blatter on the basis that, in the report submitted by FIFA Executive Committee member Chuck Blazer earlier this week, FIFA Vice-President Jack A. Warner would have informed the FIFA President in advance about alleged cash payments to delegations attending a special meeting of the Caribbean Football Union (CFU) apparently organised jointly by Jack A. Warner and Mohamed bin Hammam on 10 and 11 May 2011 and that the FIFA President would have had no issue with these.</p>
<p>Subsequently, the FIFA Ethics Committee today opened a procedure against the FIFA President in compliance with art. 16 of the FIFA Code of Ethics.</p>
<p>Joseph S. Blatter has been invited to take position by 28 May 2011, 11:00 CET and to attend a hearing by the FIFA Ethics Committee at the Home of FIFA (Zurich) on 29 May 2011.</p>
<p>No additional comments will be made by FIFA until further notice.</p></blockquote>
<p>Wer mehr wissen will über die jüngsten Entwicklungen, der muss englischsprachige Medien verfolgen. Die Anzeige von Chuck Blazer bei der so genannten und abhängigen Ethik-Kommission gibt einen weiteren Einblick ins FIFA-Innere, wir erfahren einmal mehr, und diesmal aus erster Hand, wie das mit dem Stimmenkauf seit Jahrzehnten läuft.</p>
<p>Danke, Chuck!</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5945" title="Screenshot &quot;Travels with Chuck Blazer ...&quot;" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/12/chuckthedevil.jpg" alt="" width="380" height="259" /></p>
<p>Das Bildchen, was hierzulande manche Medien malen, stimmt halt nicht: Im FIFA-Präsidialkampf gibt es nicht Gut und Böse. Es gibt nur: Böse. Ob Sepp oder Mohamed, einen Unterschied macht das nicht.</p>
<p>Oder lassen wir besser Mohamed Bin Hammam sprechen. Wie formulierte er doch so hübsch &#8230;</p>
<blockquote><p>I will happily and unreservedly restate that I firmly believe FIFA, as a decision-making body and as an organisation, is not corrupt &#8230;</p></blockquote>
<p>&#8230; oder &#8230;</p>
<blockquote><p>I remain deeply indebted to Mr Warner for his sense of fair play &#8230;</p></blockquote>
<p>Und das sagen die &#8220;Kandidaten&#8221; zu den jüngsten Entwicklungen:</p>
<ul>
<li>Sepp Blatters Kolumne auf insideworldfootball.biz, wo ich mich in der Kommentarspalte gestern mächtig aufgeregt und den Betreiber Duncan MacKay aufgefordert habe, dem Hauptverantwortlichen für das mafios zu nennende FIFA-System keine Propaganda-Plattform mehr zu geben: <a title="Sepp Blatter's column" href="http://www.insideworldfootball.biz/sepp-blatter-column/9247-sepp-blatter-it-gives-me-no-joy  " target="_blank">Sepp Blatter: It gives me no joy</a></li>
</ul>
<p>Der wirre/irre Schluss:</p>
<blockquote><p>When a Swiss farmer&#8217;s neighbour has a cow while he has none, the less fortunate farmer will work twice as hard so that one day he can buy a cow as well. When another farmer, elsewhere, on an island, say, has no cow but his neighbour does, that farmer will kill the neighbour&#8217;s cow out of sheer malice.</p>
<p>I&#8217;d rather be a Swiss farmer, like it or not.</p></blockquote>
<p>Das sagt Mohamed auf seinem Blog:</p>
<ul>
<li><a title="Mohamed Bin Hammam Blog" href="http://www.mohamedbinhammam.com/en/Blog/blog.php?menuNum=31  " target="_blank">Bin Hammam asks for investigation to include Mr. Blatter</a></li>
</ul>
<blockquote><p>He rejects these accusations and confirms that they are without substance. The accusations also contain statements according to which Mr. Blatter, the incumbent FIFA president, was informed of, but did not oppose, payments allegedly made to members of the Caribbean Football Union. Mr. Bin Hammam has therefore requested that the investigation by the Ethics Committee be extended to include Mr. Blatter himself.</p>
<p>The timing of the accusations so close to the election of FIFA president on June 1, 2011 suggests that they are part of a plan to damage Mr. Bin Hammam and force him to withdraw as a candidate for the FIFA presidency.</p></blockquote>
<p>Und hier einige Fakten aus der Übersee-Presse. In Deutschland findet sich nichts dergleichen.</p>
<ul>
<li>Charles Sale in der <strong>Daily Mail</strong>: <a title="Daily Mail" href="http://www.dailymail.co.uk/news/article-1391056/Mohamed-Bin-Hammam-charged-FIFA-officials-cash-votes-scandal.html  " target="_blank">FIFA in the dock again: Leadership candidate charged with handing over bundles of dollars in vote-buying scandal</a></li>
</ul>
<blockquote><p>The fresh allegations concern a meeting in Trinidad this month, jointly organised by Warner and Bin Hammam, at which the Qatari presented his presidency case to the Caribbean Football Union.</p>
<p>Blazer&#8217;s evidence is contained in a file put together by CONCACAF&#8217;s Chicago-based lawyers containing sworn affidavits and damning pictures from CFU officials, who claim they were offered cash for &#8216;development&#8217; projects.</p>
<p>Some of the money was accepted, according to the report. But a number of CFU delegates refused and reported back to Blazer, the CONCACAF general secretary, with their concerns.</p>
<p>The whistleblowers included the president of one of the CFU member countries.</p>
<p>Bin Hammam is known to have bankrolled the Caribbean event on May 10 and 11, reportedly paying for luxury accommodation at the Grand Hyatt Hotel in Port of Spain and travel for the representatives from 22 CFU countries.</p>
<p>Blazer has alleged that &#8216;violations were committed under the FIFA code of ethics in relation to the upcoming FIFA presidential election&#8217; &#8211; in other words cash for votes.</p></blockquote>
<p><em>(Wie großzügig ich bin, Charlie Sale zu zitieren, der jüngst in unvergleichlicher ekliger Art und Weise <a title="FIFA: Football's Shame!" href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/26/fifa-footballs-shame/" target="_self">Andrew Jennings</a> öffentlich beleidigte.)</em></p>
<ul>
<li>Andrew Warshaw auf <strong>insideworldfootball.biz</strong>: <a title="insideworldfootball.biz" href="http://www.insideworldfootball.biz/news/1-latest-news/9249-exclusive-damning-new-revelations-emerge-in-bin-hammam-corruption-scandal  " target="_blank">Damning new revelations emerge in Bin Hammam corruption scandal</a></li>
</ul>
<p><a title="insideworldfootball.biz" href="http://www.insideworldfootball.biz/news/1-latest-news/9249-exclusive-damning-new-revelations-emerge-in-bin-hammam-corruption-scandal  " target="_blank"> </a></p>
<blockquote><p>As Presidential candidate Mohamed Bin Hammam and veteran FIFA vice-president Jack Warner prepare to face FIFA&#8217;s Ethics Committee on Sunday (May 29) after being charged with alleged bribery, insideworldfootball has learned that at least five national associations from Warner&#8217;s Caribbean Football Union (CFU) were offered cash bungs but refused to accept them.</p>
<p>Although the countries cannot be named, the bungs, understood to have involved several thousand dollars in cash, are believed to be documented in a file of evidence put together by a firm of US-based lawyers and sent to FIFA.</p>
<p>While several associations refused to accept the sweeteners – handed over by two junior CFU members who have also been charged but who were apparently only acting on instruction &#8211; others readily accepted the money for &#8220;development projects&#8221; having been assured no rules were being broken, insideworldfootball has been told.</p>
<p>When he was unable to attend last month&#8217;s CONCACAF Congress in Miami, it was claimed, and reported by this website on good authority, that Bin Hammam was refused a visa to the United States even though he holds a diplomatic passport.</p>
<p>Instead, he was invited by Warner, ostensibly in the interests of fair play, to address Caribbean members of CONCACAF at an alternative one-off meeting in Warner&#8217;s native Trinidad a few days later.</p>
<p>insideworldfootball has learned, however, that the documentation provided to FIFA shows that Warner and Bin Hammam exchanged a series of private emails arranging the Trinidad meeting where the bribes allegedly took place well before the CONCACAF Congess in Miami and well before any visa problems may or may not have arisen.</p>
<p>Sources have confirmed that the pair initially discussed holding a second full CONCACAF summit just for Bin Hammam to explain his election manifesto.</p>
<p>Blazer apparently blocked that move so Warner turned it into a event solely for Caribbean members of CONCACAF.</p></blockquote>
<p>Ich kann mich noch gut an die Pressekonferenz in Miami nach dem CONCACAF-Kongress erinnern, auf dem Medienvertreter auf Jacks Geheiß nicht zugelassen waren und Jack uns danach die Visa-Lüge auftischte. Danach tauschten Sepp und Jack und Chuck noch flink Wimpel:</p>
<div id="attachment_10309" class="wp-caption aligncenter" style="width: 526px"><img class="size-full wp-image-10309 " title="CONCACAF Kongress, Miami, Mai 2011" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/05/trio-concacaf-wimpel.gif" alt="" width="516" height="356" /><p class="wp-caption-text">CONCACAF Kongress, Miami, Mai 2011</p></div>
<p>Weiter in der Presseschau:</p>
<p>Owen Gibson im <strong>Guardian</strong>: <a title="The Guardian" href="http://www.guardian.co.uk/football/2011/may/26/mohamed-bin-hammam-fifa-sepp-blatter  " target="_blank">Mohamed bin Hammam wants Fifa to investigate Sepp Blatter, too</a></p>
<p><a title="The Guardian" href="http://www.guardian.co.uk/football/2011/may/26/mohamed-bin-hammam-fifa-sepp-blatter  " target="_blank"> </a></p>
<blockquote><p>Amid febrile claim and counter-claim, further details emerged of the allegations contained in the dossier compiled by the US attorney John Collins at the behest of Fifa&#8217;s US executive committee member, Chuck Blazer, the Concacaf secretary general. The file, which contains signed affidavits from officials approached at a specially convened meeting of the Caribbean Football Union and offered payments of up to $40,000 from Bin Hammam, is believed to allege the &#8220;football development&#8221; cash was proffered in private briefings with the 25 attendees.</p>
<p>Some of those who rejected the cash approached Blazer following the specially convened conference on 10 and 11 May, arranged after Bin Hammam said he was earlier unable to attend the confederation&#8217;s Congress in Miami for visa reasons. Concacaf, controlled by its controversial and much-criticised president, Jack Warner, has consistently played a pivotal role in presidential elections due to exercising its bloc of 35 votes of the 208 on offer.</p></blockquote>
<p>Sam Wallace im <strong>Independent</strong>: <a title="The Independent" href="http://www.independent.co.uk/sport/football/news-and-comment/bin-hammam-hits-back-at-blatter-in-corruption-row-2289582.html  " target="_blank">Bin Hammam hits back at Blatter in corruption row</a></p>
<p><a title="The Independent" href="http://www.independent.co.uk/sport/football/news-and-comment/bin-hammam-hits-back-at-blatter-in-corruption-row-2289582.html  " target="_blank"> </a></p>
<blockquote><p>It also emerged yesterday that Bin Hammam had persuaded Warner to organise a special congress of Concacaf, the region representing North and Central America of which Warner is president, ahead of the organisation&#8217;s official event in Miami on 3 May. Warner told Blazer to ratify the proposal but Blazer blocked it and Bin Hammam did not go to Miami. He cited visa problems, although he is understood to have a diplomatic passport.</p>
<p>The CFU meeting which Bin Hammam and Warner attended went ahead on 10 May. One attendee contacted yesterday claimed that she did not see evidence of bribes being handed out. Franka Pickering, the president of the British Virgin Islands football association, said: &#8220;We discussed why he [Bin Hammam] was running [for president] and that was about it. Us small islands are just a drop in the bucket.&#8221;</p>
<p>However, Blazer has alleged that bundles of cash were handed out at the meeting and is understood to have compiled a dossier of evidence with his lawyer John Collins that includes sworn affidavits and photographs. New evidence of alleged corruption is emerging all the time, most recently an email from Warner to Triesman which was leaked to the BBC.</p>
<p>In the email sent to Triesman in February last year, Warner asked the English FA to donate $1.6m (£980,000) to Haiti so the country could buy the licence to broadcast that summer&#8217;s World Cup on public screens. Fifa has since confirmed that no licence existed and nowhere in the world would a public viewing licence have cost so much, let alone Haiti. &#8230;</p></blockquote>
<p>Hier ist außerdem das bizarre Gestammel von Blatter schön auseinandergenommen. Aber nicht bis zum Schluss: Meint er die Verbandsfunktionäre der karibischen Nachbarinseln, die seinen Freund Jack – bzw. die Quelle seines Reichtums – abstellen wollen?</p>
<blockquote><p>Blatter, who faces arguably the most critical weekend of his 13-year reign as Fifa president, said that it was wrong to assume that he took a &#8220;perverse satisfaction&#8221; in the corruption charges against Bin Hammam and Warner. But at no point did he refer by name to either of the two men, who will learn their fate at an ethics committee meeting on Sunday. In what looked like a direct attack on the former Football Association chairman Lord Triesman, who alleged Fifa corruption in evidence to Parliament this month, Blatter attacked &#8220;some malicious others who have neither put up nor shut up&#8221;.</p>
<p>Otherwise Blatter sat firmly on the fence, sympathising with &#8220;two men who stood by my side for some two decades&#8221; who, he said, had been made to &#8220;suffer through public humiliation without having been convicted of any wrongdoing&#8221;. Yet in trademark style he also praised their accuser Chuck Blazer, another ExCo member, for his &#8220;civic courage&#8221;.</p>
<p>Blatter hinted at his own state of mind by ending his column for the Inside World Football website with a bizarre proverb about Swiss farmers having their cows killed by jealous neighbours. &#8220;When another farmer, elsewhere, on an island, say, has no cow but his neighbour does, that farmer will kill the neighbour&#8217;s cow out of sheer malice,&#8221; he wrote. &#8220;I&#8217;d rather be a Swiss farmer, like it or not.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ian Prescott im <strong>Trinidad Express</strong>: <a title="Trinidad Express" href="http://www.trinidadexpress.com/news/Two_other_Trinis_charged_with_Warner-122704423.html  " target="_blank">Two other Trinis charged with Warner</a></p>
<blockquote><p>FIFA also said CFU employees Debbie Minguell and Jason Sylvester are under investigation. &#8230; Minguell and Sylvester both work for the Caribbean Football Union, which is based in Warner&#8217;s CONCACAF office on Edward Street, Port of Spain. Minguell is currently assistant to CFU general secretary Anganie Kanhai. Minguell has been with the CFU for a while and has previously worked with Kerry Alleyne, who was the first woman to hold the position of CFU general secretary, before resigning in 2006 and migrating to the United States.</p>
<p>A call to the CONCACAF president&#8217;s office yesterday revealed that Minguell was on vacation. Sylvester has been with CFU for four years where he is the event coordinator. His job includes handling tournaments. Sylvester is currently in Guyana where he is in charge of the CFU Club Championship Finals involving Tempete (Haiti), Alpha (Guyana), Puerto Rico Islanders and Trinidad and Tobago champions Defence Force.</p>
<p>Warner&#8217;s lawyer Om Lalla was yesterday asked to shed light on whether the Caribbean Football Union officials were also required to travel to Switzerland to face FIFA as well. Lalla, represents both Warner and the Trinidad and Tobago Football Federation.</p>
<p>Lalla would likely represent both Warner and his CFU counterparts, but he could not yet say if the other CFU officials will be required to travel to Zurich. Lalla also said he will confirm today whether he will be accompanying Warner to Zurich.</p>
<p>&#8220;It is a tribunal hearing governed by the rules of FIFA,&#8221; Lalla disclosed. &#8220;Like any other tribunal , persons will be call upon to make statements and present whatever evidence, but of the exact details, I don&#8217;t have the particulars as yet.“</p></blockquote>
<p>Paul Kelso im <strong>Telegraph</strong>: <a title="The Telegraph" href="http://www.telegraph.co.uk/sport/football/news/8536967/Fifa-president-Sepp-Blatter-and-world-footballs-governing-body-face-their-biggest-challenge-so-far.html" target="_blank">Fifa president Sepp Blatter and world football’s governing body face their biggest challenge so far</a></p>
<blockquote><p>Then on Wednesday, a week before planet football goes to the polls, his only challenger is charged with corruption. Co-incidence? Fifa is so tainted by Blatter’s appalling record in dealing with previous allegations that few were willing to accept that it was. Bin Hammam certainly believes not and last night claimed that the charges are entirely politically motivated. Fifa sources counter that Blatter was not aware of the substance of the allegations until the report was handed to Fifa. Fifa president Sepp Blatter and world football’s governing body face their biggest challenge so far.</p>
<p>There could also be advantages in removing Warner, although the politics involved would make Machiavelli blush. The pantomime villain of world football has been in a mutually supportive embrace with the president for a decade, trading votes for immunity from punishment for offences including ticket touting. So what better way to show that you are serious about corruption than to remove a man who sums up Fifa’s failings?</p>
<p>But these charges are too serious and, on the face of it, substantial to dismiss as a conspiracy. Their strength, as well as their weakness, is that for the first time they come from inside the organisation.</p>
<p>Chuck Blazer’s claims have been investigated by a former US federal prosecutor, and the dossier contains sworn affidavits and documentary evidence. Fifa, and the lawyers, believe they have “a very well documented case&#8221;.</p></blockquote>
<p>tbc</p>
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		<title>Was vom Tage übrig bleibt (59): Nachweisverfahren für Gendoping</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/09/02/was-vom-tage-ubrig-bleibt-59-nachweisverfahren-fur-gendopings/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 13:46:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ralf hat hier (Gendoping &#8211; die Mutanten greifen an) bereits einige Links notiert. Die Universitäten Tübingen und Mainz teilen heute mit: Gendoping mit einfachem Bluttest nachweisbar Wissenschaftler aus Tübingen und Mainz haben einen Bluttest entwickelt, der Gendoping zuverlässig auch nach längerer Zeit nachweisen kann. Wissenschaftler der Universitäten in Tübingen und Mainz haben einen Test entwickelt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ralf</em> hat hier (<a title="Gendoping - die Mutanten greifen an" href="http://www.jensweinreich.de/2010/08/05/gendoping-die-mutanten-greifen-an" target="_self">Gendoping &#8211; die Mutanten greifen an</a>) bereits einige Links notiert. Die Universitäten Tübingen und Mainz <a title="PM Uni Tübingen" href="http://www.medizin.uni-tuebingen.de/Presse_Aktuell/Pressemeldungen/2010_09_02-p-28284.html" target="_blank">teilen heute mit</a>:</p>
<blockquote><p><strong>Gendoping mit einfachem Bluttest nachweisbar</strong></p>
<p><em>Wissenschaftler aus Tübingen und Mainz haben einen Bluttest entwickelt, der Gendoping zuverlässig auch nach längerer Zeit nachweisen kann.</em></p>
<p>Wissenschaftler der Universitäten in Tübingen und Mainz haben einen Test entwickelt, mit dem sich Gendoping zweifelsfrei nachweisen lässt. &#8220;Damit steht uns erstmals ein Direktnachweisverfahren zur Verfügung, um Doping durch Gentransfer in normalen Blutproben noch lange nach dem eigentlichen Dopingvorgang festzustellen&#8221;, teilte Prof. Dr. Dr. <a title="Sportmed Mainz" href="http://www.spomed.sport.uni-mainz.de/77.php" target="_blank">Perikles</a> <a title="Perikles Simon" href="http://www.psimon.net/" target="_blank">Simon</a> von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz am Donnerstag mit. &#8220;Damit lässt sich nicht nur Gendoping mit EPO, sondern auch Doping mit den wichtigsten anderen Genen relativ kostengünstig nachweisen&#8221;, sagte Simon bei der Vorstellung des Verfahrens. Sportler, die Gendoping anwenden, konnten bislang nicht ermittelt werden. &#8220;Das Verfahren, einzelne Gene in bestimmte Körperzellen einzubringen, kommt von der Idee, schwerwiegende Krankheiten durch diese neue Technologie zu heilen. Man ging bislang davon aus, dass sich Gendoping mittels Gentransfer in erster Linie wohl nur mit sehr aufwendigen indirekten Testverfahren aus der Molekularen Medizin eines Tages nachweisen lassen würde&#8221;, erklärte der Gentherapeut Prof. Dr. Michael Bitzer vom Universitätsklinikum Tübingen.</p>
<p>Das international renommierte Wissenschaftsjournal &#8220;Gene Therapy&#8221; hat die Gendoping-Studie der Tübinger und Mainzer Wissenschaftler am Donnerstag online publiziert. Wie es darin heißt, liefert der Test eindeutige &#8220;Ja-oder-Nein-Antworten&#8221;, je nachdem ob sogenannte transgene DNA in Blutproben vorhanden ist oder nicht. Transgene DNA oder tDNA stammt nicht von dem Untersuchten selbst, sondern wurde &#8211; häufig über Viren &#8211; in dessen Körper eingeschleust, um an Ort und Stelle die leistungssteigernden Stoffe wie beispielsweise Erythropoetin (EPO) zur Bildung von roten Blutkörperchen herzustellen. &#8220;Vom Körper eines gengedopten Menschen selber werden dann die leistungssteigernden Hormone hergestellt, ohne dass irgendwelche Fremdsubstanzen dem Körper zugeführt werden müssten. Der Körper wird auf Dauer zu seinem eigenen Dopinglieferanten&#8221;, erklärt Simon. Er hatte 2006 als damaliger Mitarbeiter der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen ein Verfahren entwickelt, mit dem sich geringste Spuren transgener DNA im Blut nachweisen lassen. Die Effektivität dieses Verfahrens konnte jetzt erstmals, zunächst im Mausmodell, belegt werden. Zur Anwendung kam insbesondere ein ausgeklügeltes Verfahren, das in der Lage ist, die von außen eingebrachte Erbsubstanz sehr spezifisch und um eine kleine Einstichstelle herum an die Muskulatur zu vermitteln. Dort wurde dann im Überschuss ein Hormon produziert, das die Blutgefäßneubildung anregt. Sogar noch 2 Monate nach der Genspritze in die Muskulatur konnten die Forscher anhand von sehr kleinen Blutproben sicher unterscheiden, bei welchen Tieren Gendoping stattgefunden hat und bei welchen nicht. &#8220;Durch die Entwicklung eines zuverlässigen Nachweisverfahrens für den Missbrauch von Gentransfer soll gewährleistet werden, dass diese neue Technologie mit bisher nur zum Teil bekannten Nebenwirkungen nur bei schwerwiegenden Erkrankungen eingesetzt wird&#8221;, betont Bitzer. Das Universitätsklinikum Tübingen plant in den nächsten Monaten z. B. eine entsprechende Therapiestudie bei fortgeschrittenen Tumorpatienten.</p>
<p>Die sichere und fehlerfreie Anwendung des Nachweisverfahrens der Mainzer und Tübinger Wissenschaftler wurde dann noch im Rahmen einer sogenannten Spezifitätsprüfung an 327 Blutproben von Leistungs- und Freizeitsportlern nachgewiesen. Die Forscher gehen jetzt davon aus, dass sich für Athleten der Missbrauch der Gentherapie zu Dopingzwecken nicht mehr lohnt. &#8220;Spätestens das Wissen um das Risiko, auch Monate nach einem durchgeführten Gentransfer bei einer Wettkampfkontrolle entdeckt zu werden, dürfte auch die waghalsigsten Doper abschrecken&#8221;, glaubt Simon. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat die Arbeiten an dem Gendoping-Test während der letzten 4 Jahre mit 980.000 US-Dollar gefördert.</p></blockquote>
<p>Interview mit Perikles Simon auf DRadio Wissen vom 2. September 2010:<br />
<a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/09/02/drw_201009021402_gen-doping_-_gespraech_mit_perikl_b386c101.mp3" target="_self"> :</a></p>
<p>Meine kleine Linksammlung zum Thema des Tages, Pflichtlektüre:</p>
<ul>
<li>Gene Therapy, 2. September 2010, Beiter et al.: <a title="Nature" rel="nofollow" href="http://dx.doi.org/10.1038/gt.2010.122" target="_blank">Direct and long-term detection of gene doping in conventional blood samples</a></li>
<li>Informationen zum <a title="Uni Tübingen" href="http://www.medizin.uni-tuebingen.de/sportmedizin/forschung/p_gendoping.htm" target="_blank">Forschungsprojekt Direktnachweis für Gendoping</a> (deutsch)</li>
<li>Projektbeschreibung bei der <a title="Projektbeschreibung, WADA" href="http://www.wada-ama.org/rtecontent/document/Simon_2006_2.pdf" target="_blank">WADA</a> (englisch)</li>
<li>WIPO: <a title="WIPO" href="http://www.wipo.int/pctdb/en/wo.jsp?WO=2007124861&amp;IA=EP2007003385&amp;DISPLAY=DESC  " target="_blank">Detection of Transgenic DNA (TDNA)</a>, Simon 2007</li>
<li>Interview mit Perikles Simon (geführt von Monika Mischke) und Gendoping-Schwerpunkt mit etlichen weiterführenden Links auf <a title="Cycling4fans.de" href="http://www.cycling4fans.de/index.php?id=4808" target="_blank">Cycling4fans.de</a></li>
<li>Gene Therapy, 13. Mai 2010, Baoutina et al.: <a title="Nature" href="http://www.nature.com/gt/journal/v17/n8/full/gt201049a.html" target="_blank">Gene doping detection: evaluation of approach for direct detection of gene transfer using erythropoietin as a model system</a></li>
<li>Michael Reinsch in der FAZ: <a title="FAZ" href="http://bit.ly/c389ru" target="_blank">Gendoping &#8211; das Unnachweisbare nachweisen</a></li>
<li><a title="DSHS, Institut für Biochemie" href="http://www.dshs-koeln.de/biochemie/rubriken/00_home/00_gen.html" target="_blank">Übersicht</a> zum <a title="DSHS" href="http://www.dshs-koeln.de/biochemie/rubriken/00_home/gendoping.pdf" target="_blank">Gendoping</a>, DSHS, Institut für Biochemie</li>
</ul>
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		<title>Täubchen für Sepp, den Friedensstifter und Rechenkünstler</title>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 22:40:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin durch diese Auszeichnung tief bewegt. Es ist ein schönes Symbol, welches gut zu unserer Mission bei der FIFA passt. Unser Ziel ist es, für die Jugend eine bessere Welt zu gestalten, und ich glaube, dass Ihre Philosophie des Friedens in dieselbe Richtung zielt. FIFA-Präsident Joseph Blatter Es wird langsam ernst. Wenige Tage noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ich bin durch diese Auszeichnung tief bewegt. Es ist ein schönes Symbol, welches gut zu unserer Mission bei der FIFA passt. Unser Ziel ist es, für die Jugend eine bessere Welt zu gestalten, und ich glaube, dass Ihre Philosophie des Friedens in dieselbe Richtung zielt.</p>
<p><em>FIFA-Präsident Joseph Blatter</em></p></blockquote>
<p>Es wird langsam ernst. Wenige Tage noch bis zu den Blatter-Festspielen, die im Volksmund auch FIFA World Cup 2010 ™ genannt werden. Das WM-Turnier soll Joseph Blatter ja nicht nur die Wiederwahl, sondern auch den Friedensnobelpreis bescheren. In Zürich hat er zunächst die &#8220;Colombe de la Paix de Genève&#8221; eines Schweizer Uhrenherstellers erhalten.</p>
<p>Die FIFA <a title="FIFA-PM vom 19. Mai 2010" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/insidefifa/news/newsid=1214003.html#blatter+erhalt+colombe+geneve" target="_blank">teilte dazu</a> in gewohnt bescheidener Prosa mit:</p>
<blockquote><p>Doch um was handelt es sich bei der &#8220;Colombe de Genève&#8221; – der Taube aus Genf? Es ist eine limitierte Auflage von Uhren, auf denen zwei Tauben abgebildet sind – das Symbol für den Frieden auf der ganzen Welt. Bei diesem Modell sind auf den sich drehenden Zifferblättern aus Saphir die Bilder von zwei Tauben eingraviert. Eines dreht sich in der Geschwindigkeit der Minuten und das zweite in der Geschwindigkeit der Stunden. Jede Stunde treffen sich die zwei Abbildungen, um für die Dauer einer Minute eine einzige Taube zu formen. Die Botschaft ist einfach: Es ist lohnenswert, 59 Minuten lang zu kämpfen, um eine Minute Frieden zu erzielen. (&#8230;)</p>
<p>Quinting verleiht diese besondere Uhr an wichtige Persönlichkeiten, die einen Beitrag zur Förderung des Friedens geleistet haben. So tragen beispielsweise der ehemalige amerikanische Präsident Bill Clinton, der algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika, der ghanaische ehemalige UNO-Generalsekretär Kofi Annan, der Premierminister Bahreins, Sheikh Khalifa bin Salman al Khalifa, der russische Premierminister Vladimir Putin sowie zahlreiche ehemalige Schweizer Staatsoberhäupter (Pascal Couchepin, Joseph Deiss, Moritz Leuenberger, Samuel Schmid) ebenfalls eine solche Uhr, um ihr Engagement für diese Sache zu demonstrieren.</p></blockquote>
<p>Mir kommen die Tränen. Doch was will Mann machen. Die Ordensliste Sepp des Großen, die ich <a title="Sepp, Superstar (1): “The Grand Cordon of the Order of the Rising Sun?" href="http://jensweinreich.de/2009/04/29/sepp-superstar-the-grand-cordon-of-the-order-of-the-rising-sun/" target="_self">hier</a> <a title="Sepp, Superstar (2): “Der Fromme, der Große und der Heilige?" href="http://jensweinreich.de/2009/05/02/sepp-superstar-2-der-fromme-der-grose-und-der-heilige/" target="_self">gelegentlich</a><a title="Versierteste Protagonisten" href="http://jensweinreich.de/2008/10/01/versierteste-protagonisten/" target="_self"> vervollständigt</a> <a title="Zug: das Vorspiel" href="http://jensweinreich.de/2008/03/11/zug-das-vorspiel/" target="_self">habe</a>, wird länger und länger. Und in den Ranglisten der <a title="Die mächtigsten Sportfürsten der Welt (I)" href="http://jensweinreich.de/2008/10/10/die-machtigsten-sportfursten-der-welt/" target="_self">mächtigsten Sportfürsten</a> <a title="Die mächtigsten Sportfürsten der Welt (II)" href="http://jensweinreich.de/2009/01/01/die-machtigsten-sportfursten-der-welt-ii/" target="_self">der Welt</a> wird er ja auch wieder ganz vorn geführt. Alles bestens organisiert, glaube nur niemand an Zufall.</p>
<p>Der so genannte Branchendienst <a title="Around the Rings" href="http://www.aroundtherings.com/golden25.aspx" target="_blank">Around the Rings</a> jedenfalls kürte Blatter im WM-Jahr zum wichtigsten Mann im olympischen Weltsport. Und die FIFA machte daraus eine <a title="FIFA PM" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/president/news/newsid=1153332.html" target="_blank">Pressemitteilung</a>, in der nicht unerwähnt blieb, dass Blatter auf der <a title="Forbes-Liste 2009" href="http://www.forbes.com/forbes/2009/1130/power-09-obama-jintao-putin-worlds-most-powerful-people.html" target="_blank">Forbes-Liste</a> der most powerful people weltweit auf Rang 53 eingekommen ist &#8211; zwar noch hinter Osama Bin Laden, doch vor Jacques Rogge und Hugo Chavez. Believe it or not: Unserem Freund Sepp ist das alles sehr wichtig.</p>
<p>Als Kontrastprogramm zu den Heldengeschichten des Joseph Blatter flink noch einige Lesebefehle von und mit meinem Freund und Kollegen <strong>Andrew Jennings</strong>:</p>
<ul>
<li><strong>Transparency in Sport</strong>: <a title="Transparency in Sport" href="http://www.transparencyinsport.org/Now_South_African_press_dumps_on_Blatter/south_african_press_dumps_on_blatter.html" target="_blank">Now South African Press dumps on Blatter</a></li>
</ul>
<p>Hier hat AJ zahlreiche beeindruckende Beispiele aus südafrikanischen Medien zusammengestellt, wo unter anderem nachgewiesen und kritisiert wird, dass die FIFA von Pressefreiheit und kritischem Journalismus nicht sehr viel hält. Nicht zu vergessen: Jennings ist seit 2003 von FIFA-Veranstaltungen verbannt! (Dagegen ist <a title="Text- und Stilkritik: der FIFA-Ethikcode" href="http://jensweinreich.de/2010/03/23/stil-und-textkritik-der-fifa-ethikcode/" target="_self">meine Bekanntschaft mit der FIFA-Ethikkommission</a> ein Witz, denn schließlich habe ich auch diesmal wieder eine WM-Akkreditierung erhalten.)</p>
<ul>
<li>Transparency in Sport: <a title="Transparency in Sport" href="http://www.transparencyinsport.org/Blatter's_ploy_to_dump_shamed_Warner/blatter's_ploy_to_dump_shamed_warner.html" target="_blank">Blatter&#8217;s ploy to dump shamed Warner</a></li>
<li>Matthew Bell in <strong>The Independent</strong>: <a title="The Independent" href="http://www.independent.co.uk/news/media/press/was-lord-triesman-on-to-something-just-ask-jennings-1980382.html" target="_blank">Was Lord Triesman on to something? Just ask Jennings</a></li>
<li>Roger Lytollis in <strong>The Cumberland News</strong>: <a title="The Cumberland News" href="http://www.cumberlandnews.co.uk/news/people/cumbrian-journalist-waging-one-man-war-against-fifa-1.711307?referrerPath=home  " target="_blank">Cumbrian journalist waging one man war against FIFA</a></li>
</ul>
<p>Mich hat in den vergangenen Tagen eine Kleinigkeit amüsiert: Ausgehend von einem BBC-Gespräch mit FIFA-Generalsekretär Valcke machte kürzlich eine <a title="ESPN Soccernet" href="http://soccernet.espn.go.com/world-cup/story/_/id/5180591/ce/us/fifa-gives-organizers-100-million-event-said-financially-sound&amp;cc=5739?ver=global" target="_blank">Meldung weltweit Schlagzeilen</a>, wonach die FIFA den WM-Organisatoren mit weiteren 100 Millionen Dollar unter die Arme gegriffen hat. Im Prinzip hatte mir das Joseph Blatter schon <a title="Sepp Blatter oder: Interviews vs. Hintergrundberichte" href="http://jensweinreich.de/2010/04/27/sepp-blatter-oder-interviews-vs-hintergrundberichte/" target="_self">zwei Wochen zuvor in einem Interview</a> bestätigt (ab etwa 4:40). Denn er sagte:</p>
<blockquote><p>Ich weiß nur, dass diese FIFA WM in Südafrika wird die FIFA etwas teurer kommen als vorgesehen. Und wir haben dazu 100.000 Dollar freigestellt.</p></blockquote>
<p>100.000 oder 100 Millionen, was macht das schon? Sepp hatte einfach nur drei Nullen vergessen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Russland, Vancouver und Sotschi 2014: Abschied vom Elbrus</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/03/10/russland-vancouver-und-sotschi-2014-abschied-vom-elbrus/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 09:03:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Interessant, wie es das UDIOCM (FDP) schafft, in einer selbstzufriedenen Vancouver-Bilanz seinen in selbstverschuldete Bedrängnis geratenen Koalitionär Theo Zwanziger (CDU) in höchsten Tönen zu loben. Ich weiß allerdings jetzt nicht so genau, ob die Unterstützung des deutschen Fußballs, ob nun DFB oder DFL, so enorm wichtig für Münchens Olympiabewerbung ist. Aber darum geht es vielleicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Interessant, wie es das UDIOCM (FDP) schafft, in einer <a title="DOSB: Präsidium diskutiert Vancouver-Ergebnisse" href="http://www.dosb.de/de/organisation/verbands-news/detail/news/dosb_praesidium_diskutiert_vancouver_ergebnisse/8279/na/2010//cHash/b7a13714cc/" target="_blank">selbstzufriedenen Vancouver-Bilanz</a> seinen in selbstverschuldete Bedrängnis geratenen Koalitionär <a title="alle Beiträge zu Theo Zwanziger" href="http://jensweinreich.de/category/theo-zwanziger/" target="_self">Theo Zwanziger</a> (CDU) in höchsten Tönen zu loben. Ich weiß allerdings jetzt nicht so genau, ob die Unterstützung des deutschen Fußballs, ob nun DFB oder DFL, so enorm wichtig für <a title="alle Beiträge zu München 2018" href="http://jensweinreich.de/?cat=49" target="_self">Münchens Olympiabewerbung</a> ist. Aber darum geht es vielleicht ein andermal. Heute kurz noch einige Anmerkungen zur Bilanz von Vancouver, die ja andernorts nicht so rosig ausfiel. Im Gegensatz zum UDIOCM ist etwa der langjährige russische NOK-Präsident <a title="KGB-gate: Samaranch, more Russian olympic secret agents, IOC, FIFA and the Opus Dei" href="http://jensweinreich.de/2009/11/06/kgb-gate-samaranch-more-russian-olympic-secret-agents-ioc-fifa-and-the-opus-dei/" target="_self">Leonid Tjagatschow</a> (IM Elbrus) seinen Job los.</p>
<p>Sportpolitik in Russland fasziniert mich, keine Frage. In den kommenden Jahren werde ich mich dieser Spezialdemokratie ausführlich widmen und wenn alles klappt, im April schon mal in <a title="alle Beiträge zu Sotschi 2014" href="http://jensweinreich.de/category/sotschi-2014/" target="_self">Sotschi</a> nach dem Rechten sehen. Will damit auch sagen: Die <a title="Kommentar von enrasen" href="http://jensweinreich.de/2010/03/08/was-vom-tage-ubrig-bleibt-53-der-dfb-zwanziger-die-fifa-und-der-fehlende-wille-zur-transparenz/#comment-21482" target="_self">Wünsche von Lesern</a> werden immer ernst genommen und nach Möglichkeit erfüllt. Hier mal der Auftritt von Russlands Präsident Dmitri Medwedew aus der vergangenen Woche im Original, als er russische Sportverbände mit &#8211; je nach Übersetzung und Neigung der Journalisten &#8211; mit faulen, vollgefressenen Katern verglich. Mein Russisch ist auch nicht mehr das, was es einmal war, vielleicht kann jemand die Passage treffender wiedergeben, vielleicht aber sind die Übersetzungen, die dazu in den vergangenen Tagen angeboten wurden, auch einigermaßen korrekt.</p>
<p>Medwedew, dessen <a title="Medwedew bloggt zu Sotschi: alles wird gut" href="http://jensweinreich.de/2009/01/14/medwedjew-bloggt-zu-sotschi-alles-wird-gut/" target="_self">Videoblog</a> ich immer wieder gern empfehle, auf Youtube (darunter die englische Übersetzung des <a title="Kremlin.ru" href="http://eng.kremlin.ru/text/speeches/2010/03/01/1856_type84779_224549.shtml" target="_blank">Kreml</a>):</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/10/russland-vancouver-und-sotschi-2014-abschied-vom-elbrus/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<blockquote><p>Beginning of Meeting with Leaders of United Russia Political Party</p>
<p>PRESIDENT OF RUSSIA DMITRY MEDVEDEV: Colleagues, the time has come to examine the latest round of new appointments. This week, as I understand it, we are starting with the candidates for the post of governor of Kemerovo Region. Later, we will have the candidates for governor in a few other regions to consider too.</p>
<p>Mr Gryzlov, you have the floor.</p>
<p>CHAIRMAN OF THE UNITED RUSSIA SUPREME COUNCIL AND SPEAKER OF THE STATE DUMA BORIS GRYZLOV: Thank you, Mr President. We have examined candidates for the post of governor of Kemerovo Region and we want to present three nominees to you: Valentin Mazikin, currently first deputy governor of Kemerovo Region, Sergei Neverov, a deputy of the State Duma of the Federal Assembly, and the incumbent governor, Aman Tuleyev. All three candidates are connected to United Russia. Neverov and Tuleyev are members of the party, and Mazikin is a supporter of United Russia. All three candidates are equal in merit, and so the choice is yours to make.</p>
<p>DMITRY MEDVEDEV: Good, thank you for this presentation. In accordance with the law I will make my proposal in line with the established procedure.</p>
<p>Is there anything else?</p>
<p>BORIS GRYZLOV: There is one other matter. The Olympic Games in Vancouver have just ended. Over these last two weeks we have followed out team’s performance very closely. I think, talking about Russians’ national idea, you could say that one of the things that unites us is a desire to always be first. It is all the more sad therefore to see that our country only reached eleventh place in the overall medal count. This is a worse result than Russia achieved in the first Olympic Games it took part in back in 1912. In other words, this is our worst result ever. I think this is a systemic failure. Of course, the sports officials should take responsibility for this. We have the Sochi Olympics ahead and I think that every day is valuable now and we need to decide how we are going to go about preparing for these Olympics.</p>
<p>We would like to hear your opinion on this situation, because United Russia is ready to get involved in the efforts to get our athletes ready for the Games.</p>
<p>DMITRY MEDVEDEV: Yes, and you should get involved. This is a national affair, something we all need to get involved in. I think it is still too early to make a final analysis, but I will make three points nonetheless.</p>
<p><span id="more-7256"></span>First, without question we need to thank our athletes who did produce results, who came through a tough competition to take victory. Sadly, they are fewer than we hoped. The team’s performance was uneven, but no matter what the overall result those who achieved victory deserve the highest praise. Whatever the case, I will therefore meet with our Olympic team and congratulate them, and I also hope to receive the information I need to go ahead with awarding state decorations to those who particularly distinguished themselves.</p>
<p>Second, it is essential that we now proceed smoothly with the preparations for Sochi Olympics. Work is already underway, but it has to continue in two areas. First, and most important, we need to complete the infrastructure for the Games. We have already made considerable progress in all different areas in this respect, and I will soon receive an update report on the situation when the Council for Sport meets in March.</p>
<p>Second, taking into account what happened in Vancouver, we need to radically change the way we train our athletes. Unfortunately, as is clear even to non-specialists now, we were able to keep riding along on the basis of what was developed and achieved during the Soviet period, but this is no longer possible today. We have lost the old Soviet school now. There is no need to idealise it. Quite simply, it no longer exists, but we have not yet built a new school to replace it, even though we have been investing unprecedented levels of funding in sport, and this is also an indisputable fact. This shows that money alone cannot solve all the problems. Money is certainly important and is an essential condition, but it does not solve everything. The results of these Olympics highlight the real problems that we face.</p>
<p>We therefore need to rethink the way we train our athletes. The cornerstone of the system should be the athletes themselves, not the federations, which in some cases are like big fat cats, and not their heads, or even the coaches, for all our immense respect for their work, but ultimately, it is the athletes who produce the results and they must therefore be the centre of attention.</p>
<p>Finally, I cannot but agree with you that those in charge of preparing for these Olympics need to take their share of responsibility for the results. This is obvious. I think that those responsible, some of them at least, should take the brave decision to submit their resignations and step down. If they do not find within themselves the resolve to do so we will help them.</p>
<p>But this is not the most important thing. Most important is to prepare for the 2014 Olympics, and we need to pour all our effort into this work. This is not the time to sink into despair. Of course we were all upset, all had our share of negative emotions, but we need to put this behind us now and move on, get ready for the 2014 Olympics. Look at Canada’s brilliant performance. Who would have guessed that Canada (even though it is a good sporting nation and so on) would win so many gold medals, take first place in the gold medal count? No one expected this. I think the Canadians themselves probably did not expect it. Now we also have just as much chance of putting on a good performance at the 2014 Sochi Olympics. So, let’s get to work on this.</p></blockquote>
<p>Ich habe dazu für den Deutschlandfunk eine kleine Zusammenfassung gedichtet, in die einige, sagen wir: Erkenntnisse, meiner Aufenthalte im Russky Dom zu Vancouver einflossen. Demnächst mehr.</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/03/07/dlf_20100307_1935_83fb400c.mp3" target="_self">:</a></p>
<p><em>(Kleiner Fehler im vertonten Beitrag: Das IOC-Mitglied Wladimir Smirnow heißt tatsächlich natürlich </em><a title="BLZ: Die Absahner" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2001/0714/magazin/0002/index.html" target="_blank"><em>Witali Smirnow</em></a><em>, der Name zählt eigentlich zu meinem aktiven Wortschatz. Sorry.)</em></p>
<p>Der russische Sport ist nach den Winterspielen von Vancouver in Aufruhr. Nur drei Olympiasiege, Platz elf in der Nationenwertung – während der Spiele wurden deshalb, wie so oft, diffuse Verschwörungstheorien gestrickt. Angeblich hätten sich alle Kampfrichter gegen Russland verschworen. Nach den Spielen aber konzentrieren sich die Russen auf sich selbst – und Präsident Dmitri Medwedew macht den Sport zur Chefsache.</p>
<p>Eigentlich wollte Präsident Medwedew am letzten Wochenende nach Kanada fliegen. Mitarbeiter der Protokollabteilung waren bereits im russischen Haus in Vancouver eingetroffen und planten den Kurzbesuch. Dieser wurde nach der historischen Pleite im Eishockey, dem 3:7 im Viertelfinale gegen Kanada, kurzerhand gestrichen. Statt der erwarteten 30 wurden es nur 15 Medaillen. Zudem ist der russische Wintersport von Dopingskandalen erschüttert, was zwar in Russland traditionell weniger interessiert als im Ausland – doch Medwedew und Premier Wladimir Putin haben dem IOC versprochen, das Dopingproblem anzugehen.</p>
<p>Am Montag nach den Spielen empfing Medwedew im Kreml einige Führungskräfte der Staatspartei “Einiges Russland&#8221;, darunter Boris Gryslow, den Vorsitzenden der Duma. Medwedews Rede wurde ein Tribunal. Die absurden Bilder eines resolut argumentierenden Präsidenten und der nach Anweisungen lechzenden und stets nickenden Gäste kann man auf Youtube betrachten. Zunächst ging es darum, Schuldige am Desaster auszumachen. Medwedew nannte zwar keine Namen, doch jeder wusste, dass er NOK-Präsident Leonid Tjagatschow und Sportminister Witali Mutko meinte.</p>
<blockquote><p>“Ich stimme absolut mit Ihnen überein, dass diejenigen Verantwortung übernehmen müssen, die für die Vorbereitung des Olympiateams verantwortlich waren. Das ist ganz klar. Ich denke, wenigstens einige derjenigen sollten so viel Charakter zeigen, ihre Papiere einzureichen und zurückzutreten. Wenn sie nicht von selber gehen, helfen wir gern nach.&#8221;</p></blockquote>
<p>Zwei Tage später traf sich Medwedew mit Tjagatschow und Mutko. Kurz darauf, nach einigen verwirrenden Meldungen, reichte Tjagatschow putzmunter seinen Rücktritt ein – tags zuvor hieß es noch, er leide an einer schweren Lungenentzündung. Mutko bleibt vorerst im Amt, nachdem sich Premier Wladimir Putin eingeschaltet hatte. Denn die vermeintlichen Aufräumarbeiten im Sport und die Vorbereitungen auf die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi sind natürlich auch ein Privatduell zwischen Medwedew und Putin, die sehr wahrscheinlich 2012 gegeneinander den Präsidenten-Wahlkampf bestreiten.</p>
<p>Der russische Sport ist total politisiert. Tjagatschow war selbst einmal Sportminister und Putins Skilehrer, er hielt sich nur mit Putins Unterstützung im Amt. Tjagatschow ist eigentlich in Österreich in einem märchenhaften Anwesen zu Hause. In Vancouver fiel er erneut mehr durch Alkoholkonsum und dadurch auf, dass er beim Patriarchen Kyrill, dem Vorsteher der Russisch-Orthodoxen Kirche, telefonisch um Beistand bat.</p>
<p><a title="Beiträge zu Mutko" href="http://jensweinreich.de/?s=mutko" target="_self">Mutko</a> kommt aus Putins St. Petersburger Clique. Er wurde kürzlich von Medwedew schon als Präsident des russischen Fußballverbandes rasiert, bleibt aber Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees. Mutko <a title="Moscow Times" href="http://www.themoscowtimes.com/news/article/sports-minister-ready-to-quit-over-olympics/400820.html" target="_self">sagte</a> vergangene Woche, mit seinem Rücktritt als Minister wäre dem russischen Sport nicht geholfen.</p>
<p>Die Frage lautet: Womit ist dem russischen Sport überhaupt zu helfen? Auch einige derjenigen, die jetzt als Tjagatschows Nachfolger gehandelt werden, haben in etlichen Funktionen zum Desaster beigetragen: Etwa Wjatscheslaw Fetisow, der Eishockey-Olympiasieger und gewesene NHL-Profi. Auch er war mal Sportminister, dann Chef des inzwischen wieder aufgelösten staatlichen Sportkomitees. Er ist Tjagatschows Intimfeind und trotzte sogar Putin.</p>
<p>Andere Figuren, wie die russischen IOC-Mitglieder Witali Smirnow und Schamil Tarpischtschew, stehlen sich wieder einmal aus der Verantwortung. Sie haben nicht nur Verbindungen zur organisierten Kriminalität, sie sind auch für das Verschwinden von Milliarden US-Dollar verantwortlich, die eigentlich dem Sport zukommen sollten – ob nun über den so genannten <a title="BLZ: Die Absahner" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2001/0714/magazin/0002/index.html" target="_blank">Wodka-Fonds</a> oder diverse Olympia-Lotterien.</p>
<p>Trotz dieser in den neunziger Jahren verschwundenen Milliarden war Geld nie wirklich das Problem – sondern die Funktionärs-Nomenklatura, die sämtliche Innovationen verhinderte und sich die Taschen vollstopfte. Präsident Medwedew: “Das ist nicht allein eine Frage des Geldes. Geld ist wichtig, kann aber nicht alle Probleme lösen. Wir müssen das gesamte System überdenken. Es muss sich alles um die Sportler drehen, nicht um die Verbände, die einem manchmal wie voll gefressene Kater vorkommen, und auch nicht die Funktionäre. Die Sportler müssen im Zentrum aller Aufmerksamkeit stehen.&#8221;</p>
<p>Das Problem ist allerdings: Jede Funktion ist politisiert. Junge, unverbrauchte Kräfte mit frischen Ideen kommen nicht an die Macht. Allenfalls Milliardäre wie Michail Prochorow, der als Mitfavorit auf den NOK-Chefposten gilt. Es gibt sie, diese jungen Kräfte. Einige davon organisieren die Winterspiele in Sotschi, etwa Dmitri Tschernytschenko, der Organisationschef, seine Stellvertreterin Tatjana Dobrochalowa oder Marketingchef Igor Stoljanow.</p>
<p>Doch selbst sie müssen im autokratischen Russland stets einen großen Teil ihrer Energie darauf verschwenden, nicht in Ungnade zu fallen und &#8211; mir nichts, dir nichts &#8211; abgesägt zu werden.</p>
<p><em><strong>Einige Lesebefehle</strong></em>, leider sind die aktuellen Texte von Frank Nienhuysen (SZ), der von den deutschen Korrespondenten die meines Erachtens beste sportpolitische Berichterstattung aus Russland macht, nicht frei online verfügbar. Wer sich mit den Tricks des FAZ-Archivs besser auskennt als ich, der sollte den Text von Michael Ludwig vom 6. März suchen und lesen (&#8220;Nun nimmt Putin die Sache lieber selbst in die Hand&#8221;).</p>
<ul>
<li><strong>ganz frisch</strong>: Moscow Times: &#8220;<a title="Moscow Times" href="http://www.themoscowtimes.com/news/article/putin-suggests-olympic-funds-were-misspent/401124.html" target="_blank">Putin suggests Olympic funds were misspent</a>&#8220;</li>
<li>Moscow Times: &#8220;<a title="Moscow Times" href="http://www.themoscowtimes.com/opinion/article/the-olympic-test/401147.html" target="_blank">The Olympic test</a>&#8220;</li>
<li>The St. Petersburg Times: &#8220;<a title="St. Petersburg Times" href="http://www.times.spb.ru/index.php?action_id=2&amp;story_id=30959" target="_blank">In the spotlight: Winter Olympics</a>&#8220;</li>
<li>Klaus-Helge Donath (NZZ): &#8220;<a title="NZZ am Sonntag" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/international/katzenjammer_wegen_blamage_in_vancouver_1.5158860.html" target="_blank">Katzenjammer wegen Blamage in Vancouver</a>&#8220;</li>
<li>NZZ: &#8220;<a title="NZZ" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/russland_sucht_schuldige_1.5134690.html" target="_blank">Russland sucht Schuldige &#8211; die Politik fordert die Bestrafung von Sportfunktionären</a>&#8220;</li>
<li>Russland-aktuell: &#8220;<a title="Russland aktuell" href="http://www.aktuell.ru/russland/who_is_who/milliardaer_prochorow_neuer_olympia_chef_in_russland_245.html" target="_blank">Milliardär Prochorow neuer Olympia-Chef in Russland?</a>&#8220;</li>
<li>Markus Völker auf taz.de: &#8220;<a title="taz.de" href="http://www.taz.de/1/debatte/kolumnen/artikel/1/uebergabe-der-spiele-an-sotchi/" target="_blank">Übergabe der Spiele an Sotschi</a>&#8220;</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Was vom Tage übrig bleibt (53): Der DFB, Zwanziger, die FIFA und der fehlende Wille zur Transparenz</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 08:45:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu den heutigen Lesebefehlen: Welche Emails von Schiedsrichtern auch noch aus den Tiefen der Festplatten gekramt werden mögen, sie interessieren mich weniger. Viel interessanter scheinen mir die Strukturen, die sich an diesem neuerlichen DFB-Skandal offenbaren. Grundsätzlich finde ich den Gedanken von Klaus Hoeltzenbein interessant, der im heutigen <a title="sueddeutsche.de: Schiris sind auch Menschen" href="http://www.sueddeutsche.de/sport/60/505262/text/" target="_blank">Kommentar</a> den Fall DFB mit einem anderen Ereignis des Wochenendes verwebt, der Sitzung des <strong>International Football Association Boards</strong> (<a title="IFAB: Hüter des Spiels" href="http://de.fifa.com/classicfootball/news/newsid=1177286.html#ifab+huter+spiels" target="_blank">IFAB</a>) in Zürich unter dem Vorsitz des Sonnengotts Joseph Macchiavelli Blatter. Das IFAB hat in grandioser Weltfremdheit <a title="FIFA: IFAB entscheidet sich gegen Torlinientechnologie" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/administration/releases/newsid=1177757.html#ifab+entscheidet+sich+gegen+torlinientechnologie" target="_blank">beschlossen</a>, technische Hilfsmittel, die haarsträubende Fehlentscheidungen verhindern helfen könnten, <a title="FIFA: Fußball ohne Technik" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/administration/news/newsid=1177841.html#fussball+ohne+technik" target="_blank">auch weiterhin aus dem Milliardenspiel zu verbannen</a>. Hoeltzenbein, nun <a title="BLZ, 2002: Pupillenknick" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2002/0312/sport/0061/index.html" target="_blank">doch</a> schon <a title="sueddeutsche.de, 2005: Auf ewig im Medien-Zoo" href="http://www.sueddeutsche.de/sport/449/381252/text/" target="_blank">einige Zeit</a> Verfechter des Videobeweises, schreibt:</p>
<blockquote><p>So absurd es scheinen mag, der Fall Kempter und die Weigerung, technische Hilfsmittel zuzulassen, entspringen dem gleichen System: einem Funktionärswesen im Fußball, dem der Wille zur Transparenz fehlt.</p></blockquote>
<p>Wichtig der Hinweis aufs olympische Eishockeyturnier, für alle, denen es nicht aufgefallen sein sollte:</p>
<blockquote><p>Wie sich kühle Professionalität auch entfalten kann, war jüngst bei Olympia zu bestaunen, beim emotional überspannten Eishockey-Finale der Nachbarn Kanada und USA. Gepfiffen haben nicht etwa Unparteiische aus Russland oder Schweden, sondern <a title="Referees get game faces for Games" href="http://www.theprovince.com/sports/Referees+game+faces+Games/2485255/story.html" target="_blank">Bill McCreary und Dan O&#8217;Halloran</a> &#8211; zwei Kanadier, die als beste Schiedsrichter der nordamerikanischen Profi-Liga NHL gelten. Die Fähigkeit dieser Kanadier, nicht wie Anti-Amerikaner zu pfeifen, war bekannt. Ihre Gefühle haben sie unter Kontrolle, was von ihnen aber längst nicht mehr verlangt wird, ist die Herrschaft über alle Sinne: Tor? Kein Tor? Das regelt nicht das Auge, Zweifel klärt der Videobeweis.</p></blockquote>
<p>Ich weiß nicht, ob die &#8220;<a title="DFB.de: Schiedsrichter-Zeitung" href="http://www.dfb.de/index.php?id=11357" target="_blank">Schiedsrichter-Zeitung</a>&#8220;, das <strong>amtliche Organ für die Schiedsrichter</strong> im Deutschen Fußball-Bund, helfen kann, Vorgänge aufzuhellen. Angesichts der Lage scheint mir eine Lektüre älterer Ausgaben dieses Heftchens durchaus lohnenswert. Ich habe einiges überflogen, das <a title="Schiedsrichter-Zeitung 1.2010" href="http://www.dfb.de/uploads/media/SR-Zeitung1-2010.pdf" target="_blank">aktuelle Heft</a> und einige <a title="Schiedsrichter-Zeitung, Archiv" href="http://www.dfb.de/index.php?id=11366" target="_blank">ältere Ausgaben</a>, verzichte aber auf billige Gags. Es wäre zu einfach, alte Zitate hervorzukramen und sich darüber zu belustigen.</p>
<p>Damit also zum <strong>DFB-Stadl</strong>:</p>
<ul>
<li>Eine herausragende Analyse hat, wie ich finde, Patrick Bahners im Feuilleton der FAZ vorgelegt: &#8220;<a title="faz.net vom 7. März 2010: Zwanziger in Sachen Amerell - das Gebot der Zurückhaltung" href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EA8BCD56F651E4E5083591F5F6EC34B76~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Zwanziger in Sachen Amerell: Das Gebot der Zurückhaltung</a>&#8220;.</li>
</ul>
<p>Erstaunlich daran, abgesehen vom Sezieren des Sachverhalts und der Verantwortung des Dottore 20er, scheint mir aus journalistischer Sicht, dass Bahners sich nicht zu fein ist, die Konkurrenz (Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau) zu zitieren, deren Texte zu würdigen und sogar die Namen der Autoren zu nennen. In Sportteilen wäre das unmöglich, ich kann mich an keinen ähnlichen Beitrag erinnern, in dem Autoren der Konkurrenz genannt worden wären. In Blogs ist das eine Selbstverständlichkeit, nicht der Erwähnung wert, dagegen für die Qualitätspresse außergewöhnlich. Nicht auszudenken, die Fremdbeiträge wären auch noch verlinkt worden! Einer dieser Links hätte dem Kommentar von Ludger Schulze gelten müssen: &#8220;<a title="sueddeutsche.de vom 6. März 2010: DFB-Chef Theo Zwanziger: Inquisition statt Moderation" href="http://www.sueddeutsche.de/sport/995/505200/text/" target="_blank">DFB-Chef Theo Zwanziger: Inquisition statt Moderation</a>&#8220;. Anderes, wie etwa die im Bahners-Text erwähnte Chronik von Thomas Kistner und Christof Kneer ist online nicht (kostenlos) zu haben.</p>
<p>Wie geht es weiter mit Theo Ich-<a title="&quot;DFB-Boss Zwanziger droht mit Rücktritt&quot;" href="http://jensweinreich.de/2008/12/08/dfb-boss-zwanziger-droht-mit-rucktritt/" target="_self">trete</a>-<a title="Theo Zwanziger droht (wieder einmal) mit Rücktritt" href="http://jensweinreich.de/2010/03/04/theo-zwanziger-droht-wieder-einmal-mit-rucktritt/" target="_self">zurück</a>-oder-<a title="&quot;Theo Zwanziger tritt nicht zurück&quot;" href="http://jensweinreich.de/2009/01/29/theo-zwanziger-tritt-nicht-zuruck/" target="_self">auch</a>-<a title="Theo Zwanziger bleibt doch (noch) im Amt" href="http://jensweinreich.de/2010/03/04/theo-zwanziger-bleibt-doch-noch-im-amt/" target="_self">nicht</a> Zwanziger? Wird er die WM 2010 noch als DFB-Präsident erleben?</p>
<p><span id="more-7237"></span>Eigentlich hatte der DFB für Ende Oktober einen ordentlichen Bundestag in Essen geplant. Nun heißt es, schon Ende April könnte es einen außerordentlichen Bundestag geben. Zu den Rahmenbedingungen heißt es beim DFB:</p>
<blockquote><p>Der Bundestag ist das höchste Gremium des DFB, praktisch das Fußball-Parlament. Er setzt sich zusammen aus 257 stimmberechtigten Delegierten, zu denen die Mitglieder von DFB-Präsidium und -Vorstand ebenso zählen wie die Abgesandten der DFB-Landes- und -Regionalverbände sowie des Ligaverbandes. Hinzu kommen die Ehrenmitglieder und die Mitglieder der Rechtsorgane, der Revisionsstelle und der Ausschüsse, die mit beratender Stimme teilnehmen.</p>
<p>Ein ordentlicher DFB-Bundestag wird turnusgemäß alle drei Jahre einberufen und wählt dann auch Präsidium und Vorstand, wie zuletzt im Oktober 2007 in Mainz geschehen. Ein außerordentlicher Bundestag hingegen kann vom DFB-Präsidium jederzeit aus wichtigem Grund einberufen werden.</p>
<p>Tagesordnungspunkte eines außerordentlichen Bundestages können nur solche sein, die zu seiner Einberufung geführt haben. Andere Tagesordnungspunkte können auf einem außerordentlichen DFB-Bundestag laut Satzung des DFB nur behandelt werden, wenn sie die &#8220;Qualifikation eines Dringlichkeitsantrages besitzen&#8221;.</p>
<p>Der DFB-Bundestag ist befugt, die Satzung und die Ordnungen des DFB per Mehrheitsbeschluss zu ändern. Zur wirksamen Beschlussfassung genügt die einfache Mehrheit der gültig abgegebenen Stimmen, außer bei Satzungsänderungen und Ordnungsänderungen, die den Ligaverband betreffen – diese benötigen eine Zweidrittelmehrheit.</p>
<p>Der Bundestag ist beschlussfähig, wenn bei der Feststellung der Stimmberechtigten mindestens die Hälfte der Gesamtstimmen vertreten ist.</p></blockquote>
<p>Vielleicht lohnt sich schon mal die Lektüre der <a title="Satzung des DFB" href="http://www.dfb.de/uploads/media/02_Satzung_01.pdf" target="_blank">DFB-Satzung</a> zu den auf Bundestagen Stimmberechtigten:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7247" title="DFB-Satzung, Ausschnitt" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/dfb-bundestag-web.jpg" alt="" width="530" height="503" /></p>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>58</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Pechstein läuft wieder &#8211; die superprovisorische Verfügung des Schweizer Bundesgerichts</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/12/08/pechstein-lauft-wieder-in-salt-lake-city/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 09:16:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Melde mich jetzt ab zu einer kurzfristigen Reise in die Schweiz zum IOC, u.a. wegen der Weiterungen im Fall Pechstein. Die wichtigsten Informationen zu diesem Beitrag stelle ich nachträglich ganz nach vorn. Gerade habe ich die superprovisorische Verfügung des Schweizer Bundesgerichts erhalten. So weit ich sehe, gibt es diese Verfügung sonst noch nirgends zu lesen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Melde mich jetzt ab zu einer kurzfristigen Reise in die Schweiz zum IOC, u.a. wegen der Weiterungen im Fall Pechstein.</p>
<p>Die wichtigsten Informationen zu diesem Beitrag stelle ich nachträglich ganz nach vorn. Gerade habe ich die superprovisorische Verfügung des Schweizer Bundesgerichts erhalten. So weit ich sehe, gibt es diese Verfügung sonst noch nirgends zu lesen. Exklusiv, für wenige Minuten :) voilà:</p>
<blockquote><p><strong><br />
V e r f ü g u n g v o m 7 . D e z e m b e r 2 0 0 9<br />
I . z i v i l r e c h t l i c h e A b t e i l u n g</strong></p>
<p>Bundesrichterin Klett, Präsidentin.</p>
<p>Claudia <strong>Pechstein</strong>, Beschwerdeführerin, vertreten durch Herrn Dr. Lucien W. Valloni und Dr. Thilo Pachmann, Froriep Renggli,</p>
<p><strong>gegen </strong></p>
<p>1. <strong>International Skating Union</strong>,<br />
2. <strong>Deutsche Eisschnelllauf Gemeinschaft e.V.</strong>,</p>
<p>Beschwerdegegnerinnen.</p>
<p>Internationales Schiedsgericht; Ordre public, Beschwerde gegen den Schiedsentscheid des Tribunal Arbitral du Sport (TAS) vom 25. November 2009.</p>
<p><strong>In Erwägung,</strong></p>
<p>dass das Tribunal Arbitral du Sport (TAS) mit Entscheid vom 25. November 2009 die Beschwerdeführerin während zwei Jahren, beginnend ab 8. Februar 2009, für gesperrt erklärte (Dispositivziffer 3) und ihr die Resultate aberkannte, die sie am 7. Februar 2009 an der von der International Skating Union organisierten Weltmeisterschaft im Eisschnelllauf erzielt hatte;</p>
<p>dass die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht am 7. Dezember 2009 eine Beschwerdeschrift einreichte, mit der sie den Entscheid des TAS vom 25. November 2009 anfocht und insbesondere folgenden prozessualen Antrag stellte:</p>
<p><em>&#8220;Der Beschwerde sei superprovisorisch, d.h. ohne Anhörung der Beschwerdegegnerin 1, eventualiter provisorisch, die aufschiebende Wirkung zu erteilen, sodass die Beschwerdeführerin per sofort an alle Wettkämpfe und Trainingseinheiten zugelassen wird und insbesondere am 11.-13. Dezember 2009 an dem 3000 Meter Eisschnelllauf Weltcuprennen in Salt Lake City starten darf.&#8221;;</em></p>
<p>dass die Beschwerdeführerin zur Begründung ihres Gesuchs vorbringt, das erwähnte Rennen in Salt Lake City stelle für sie die letzte Möglichkeit dar, sich für die Olympischen Spiele in Vancouver im Februar 2010 zu qualifizieren, und dass unmittelbar nach diesem Rennen, am 17. Dezember 2009, die Deutsche Eisschnelllauf Gemeinschaft e.V (abgekürzt DESG) die Nominierung des DESGOlympiakaders vornehme;</p>
<p>dass die Beschwerdeführerin auf ein Schreiben der DESG vom 1. Dezember 2009 hinweist, das ihre Darstellung bestätigt;</p>
<p>dass die Beschwerdeführerin zudem vorbringt, dass die Olympischen Spiele in Vancouver aufgrund ihres jetzigen Alters von 37 Jahren voraussichtlich die letzte Gelegenheit zur Teilnahme an solchen Spielen wäre und dass die vom TAS ausgesprochene Sperre somit ihre Karriere als Profisportlerin beenden würde;</p>
<p><span id="more-6074"></span>dass die Beschwerde an das Bundesgericht in der Regel keine aufschiebende Wirkung hat (Art. 103 Abs. 1 BGG), diese jedoch vom Instruktionsrichter oder der Instruktionsrichterin namentlich angeordnet werden kann, wenn von der Seite der gesuchstellenden Partei ein überwiegendes Interesse besteht (Art. 103 Abs. 3 BGG), und gemäss Art. 104 BGG von Amtes wegen oder auf Antrag einer Partei andere vorsorgliche Massnahmen getroffen werden können, um bedrohte Interessen einstweilen sicher zu stellen;</p>
<p><!--more-->dass solche Massnahmen nach der Praxis des Bundesgerichts auch superprovisorisch angeordnet werden können;</p>
<p>dass unter den gegebenen Umständen ein überwiegendes Interesse der Beschwerdeführerin daran besteht, dass sie trotz der in Dispositivziffer 3 des angefochtenen Entscheides angeordneten Sperre am 11.-13. Dezember 2009 an dem 3000 Meter Eisschnelllauf Weltcuprennen in Salt Lake City teilnehmen kann;</p>
<p>dass somit der Antrag der Beschwerdeführerin in diesem Umfang als vorsorgliche Massnahme im Sinne von Art. 104 BGG gutzuheissen ist und diese Anordnung wegen zeitlicher Dringlichkeit superprovisorisch, das heisst ohne vorgängige Anhörung der anderen am Verfahren Beteiligten erfolgt;</p>
<p>dass dagegen im jetzigen Zeitpunkt kein Anlass besteht, über den weitergehenden Antrag auf Zulassung der Beschwerdeführerin &#8220;an alle Wettkämpfe und Trainingseinheiten&#8221; zu entscheiden;</p>
<p><strong></strong></p>
<p>verfügt die Präsidentin:</p>
<ol>
<li>Es wird angeordnet, dass die Beschwerdeführerin am 11.-13. Dezember 2009 an dem in Salt Lake City stattfindenden 3000 Meter Eisschnelllauf Weltcuprennen teilnehmen darf.</li>
<li>Dem TAS und den Beschwerdegegnerinnen wird mit separaten Formularen Frist zur Stellungnahme zur Eingabe der Beschwerdeführerin vom 7. Dezember 2009 angesetzt.</li>
<li>Diese Verfügung wird den Parteien und dem Tribunal Arbitral du Sport (TAS) schriftlich mitgeteilt.</li>
</ol>
<p>Lausanne, 7. Dezember 2009</p>
<p>Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung des Schweizerischen Bundesgerichts</p>
<p>Die Präsidentin: Klett</p></blockquote>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Wie witzig: Ausgerechnet</span> in Salt Lake City<span style="text-decoration: line-through;">, Hauptstadt der olympischen Korruption,</span> darf Claudia Pechstein beim Eisschnelllauf-Weltcup teilnehmen.</p>
<p><strong>10.16 Uhr:</strong> Das <a title="Schweizer Bundesgericht" href="http://www.bger.ch/index.htm" target="_self">Schweizer Bundesgericht</a> akzeptierte ihren Eilantrag. Wer auf der Webseite sucht, wird bisher allerdings nichts finden. Die letzte Mitteilung unter dem Punkt &#8220;aktuelles&#8221; stammt vom August :)</p>
<p>Ich habe Kontakt zum Bundesgericht aufgenommen, werde im Laufe des Tages ein bisschen mitbloggen.</p>
<p>Das ist der <a title="Weltcup Salt Lake City" href="http://live.isuresults.eu/2009-2010/salt%20lake%20city/" target="_self">Zeitplan des Weltcups</a> in Salt Lake City vom Freitag (11. Dezember) bis Sonntag (13. Dezember).</p>
<p>Eine <strong>Liste von Fragen</strong>, die wir im Laufe des Tages gemeinsam ergänzen und verfeinern sollten:</p>
<ol>
<li>Darf Pechstein in SLC auch wieder die Infrastruktur der DESG (und damit die BMI-Förderung!) nutzen?</li>
<li>Denn sportrechtlich ist sie ja gesperrt, oder nicht?</li>
<li>Und das BMI hat ja in der Pressemitteilung zusammen mit dem DOSB auf die wirksamkeit des Urteils/der Sperre hingewiesen. Oder nicht?</li>
<li>War Pechstein in den letzten Wochen im Testpool der NADA?</li>
<li>Läuft Sie mit dem Bundesadler auf?</li>
<li>Kann ihr das IOC den Start in Vancouver verweigern, auch wenn sie sich jetzt qualifizieren würde?</li>
</ol>
<p>Wunderbare Vorschläge von <em><a title="Kommentar von Herrn Holle" href="http://jensweinreich.de/?p=6074#comment-16632" target="_self">Herrn Holle</a></em> für Sponsoren auf dem Ganzkörperanzug:</p>
<ul>
<li>&#8220;Kampf dem Doping&#8221;</li>
<li>&#8220;Keine Macht den Drogen&#8221;</li>
<li>&#8220;Keine Macht den Doofen&#8221;</li>
<li>&#8220;Gegen kritischen Journalismus&#8221;</li>
<li>&#8220;Kanzlei SchertzBergmann&#8221;</li>
<li>Konto der Anwaltskanzlei (Spendenkonto für die Rechtsanwalts-Honorare)</li>
<li>Vielleicht unterschreiben auch Mitglieder des Bundestags-Sportausschusses sowie des DOSB auf ihrem Laufanzug. Am besten unter dem Slogan: <span style="text-decoration: line-through;">mutmaßlich dopend</span> –&gt; <strong>absolut unschuldig</strong>.</li>
</ul>
<p><strong>15.03 Uhr</strong>, vom Flughafen: Manche Fragen haben sich erledigt. Das Sportkartell ist sich wieder einmal einig, die Familie hält zusammen. Die DESG <a title="DESG" href="http://www.desg.de/?p=2367" target="_blank">teilt mit</a>:</p>
<blockquote><p><strong>Pechstein startet für die DESG</strong></p>
<p>(&#8230;) Die Berlinerin ist für den Zeitraum des Weltcups Teil der deutschen Mannschaft. Sie erhält das Startrecht gemäß Satzungen und Regularien der DESG und der ISU. Das Vorgehen ist mit dem DOSB und dem Bundesinnenministerium abgestimmt. Die vorläufige Startgenehmigung hat keinen Einfluss auf das endgültige Ergebnis des Berufungsverfahrens durch das Bundesgericht.</p></blockquote>
<p><strong>22.25 Uhr</strong>, aus Lausanne: Ein Nachtrag &#8211; natürlich habe ich mich schon heute morgen bei Grengelbergmann nach den Details des Eilantrags/der Eilanträge, nach dem Original also, erkundigt. Eine Antwort bekam ich nicht.</p>
<p>Kann es sein, dass bislang keine Nachrichtenagentur ihre Pflicht erfüllt und sich die Mühe gemacht hat, aus dem Beschluss des Bundesgerichts zu zitieren? Dass dieser Beschluss den Agenturen vielleicht gar nicht vorliegt, weil sie sich nicht die Mühe gemacht haben, ihn zu erhalten, zu lesen und auszuwerten? Kann es sein, dass eine Mitteilung/ein Anruf der Pechstein-Seite genügte, um die Nachricht in die Welt zu setzen, Zitate aus Deutschland zu sammeln, ohne aber mit dem Dokument des Tages zu arbeiten? Ich habe bislang jedenfalls nichts gesehen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was vom Tage übrig bleibt (49): Lokalsport, Journalismus, Technologiefeindlichkeit</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 05:58:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich hatte auf einem elend langen Flug viel Zeit zum Schmökern. Einiges gebe ich flink mal als Lesebefehl weiter: Überragend: Kathrin Passigs &#8220;Internetkolumne&#8221; in &#8220;Merkur &#8211; deutsche Zeitschrift für europäisches Denken&#8220;, in der sie wunderbar &#8220;Standardsituationen der Technologiekritik&#8221; über Jahrhunderte beschreibt &#8211; bis hin zur teilweise absurden Internetkritik Außerdem, hochinteressant: Christian Jakubetz über Michael Wagner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte auf einem elend langen Flug viel Zeit zum Schmökern. Einiges gebe ich flink mal als Lesebefehl weiter:</p>
<p>Überragend:</p>
<ul>
<li>Kathrin Passigs &#8220;Internetkolumne&#8221; in &#8220;<strong>Merkur &#8211; deutsche Zeitschrift für europäisches Denken</strong>&#8220;, in der sie wunderbar &#8220;<a title="Katrin Passig in MERKUR" href="http://www.online-merkur.de/seiten/lp200912adz.htm" target="_blank">Standardsituationen der Technologiekritik</a>&#8221; über Jahrhunderte beschreibt &#8211; bis hin zur teilweise absurden Internetkritik</li>
</ul>
<p>Außerdem, hochinteressant:</p>
<ul>
<li>Christian Jakubetz über Michael Wagner aus Fürstenstein, der mit seiner Lokalfußballseite der Passauer Neuen Presse große Sorgen bereitet: &#8220;<a title="Christian Jakubetz Blog" href="http://www.blog-cj.de/blog/?p=2683" target="_blank">Wie ein 20jähriger einen Verlag demontiert</a>&#8220;, diese Überschrift ist vielleicht übertrieben &#8211; das Beispiel aber wird sicher Schule machen. Die Fußballseite Michael Wagners: <a href="http://www.fussball-passau.de">www.fussball-passau.de</a></li>
<li>In diesem Zusammenhang weise ich unbedingt (etwas zu spät, aber irgendwo hier wurde bereits verlinkt) auf den Beitrag von Jürgen Kalwa auf <strong>Carta</strong> hin: &#8220;<a title="Carta.info" href="http://carta.info/16739/stat-monkey-journalismus-computer-automatisierung/" target="_blank">Journalismus: Jetzt auch aus Textbausteinen vom Kollegen Automat</a>&#8220;</li>
<li>&#8220;Journalismus&#8221; geht <strike>künftig</strike> auch so, Meedia: &#8220;<a title="Meedia" href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/plan-von-aol-chef--roboter-steu%20ern-redakteure_100024908.html" target="_blank">AOL: Roboter sollen Redakteure steuern</a>&#8220; </li>
</ul>
<p>Nachtrag, sehe ich jetzt erst:</p>
<ul>
<li>Sportgespräch im <strong>Deutschlandfunk</strong> zum Thema: &#8220;Sportlobbyisten oder Volksvertreter? Die Gratwanderung des neuen Sportausschusses im kritischen Umgang mit den Sportorganisationen&#8221;. Astrid Rawohl und Jessica Sturmberg im Gespräch Dagmar Freitag (SPD/DLV/Chefin des BT-Sportausschusses) und Joachim Günther (FDP/stellv. Chef des Ausschusses):</li>
</ul>
<p><a title="Sportgespräch DLF vom 6. Dezember 2009" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/12/06/dlf_20091206_2330_cf924c3e.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Dagmar Freitag wundert sich u.a. über den Schulterschluss etlicher Vertreter Parlamentariern mit einer mutmaßlichen Doperin. Und Joachim Günther argumentiert, der DOSB, der von seinem Parteifreund Thomas Bach (UDIOCM) geführt wird, habe gerade erst bestätigt, dass Deutschland in der Dopingbekämpfung ganz weit vorn sei :)</p>
<p>Es gibt mehr solcher lustigen aber auch irgendwie erschreckenden Passagen.</p>
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		<title>Was vom Tage übrig bleibt (48): Südafrika, Soccerex, DOSB-Ethikpreis, The Fastest Couple</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 16:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5919" title="Soccerex 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/soccerex11.jpg" alt="" width="448" height="252" /></p>
<p>Moin. Melde mich heute aus Sandton, Johannesburg. Unten auf dem Nelson Mandela Square gewinnt gerade Holland nach drei Toren von Pierre van Hoijdonk das &#8220;World Cup legends tournament&#8221; im Finale gegen England. Ja, es geht in den nächsten Tagen um Fußball. Es gibt ein Wiedersehen mit <a title="Beiträge zu Joseph Blatter" href="http://jensweinreich.de/?s=blatter" target="_self">Sepp&#8217;n</a> <a title="Beiträge zu Jack Warner" href="http://jensweinreich.de/?cat=664" target="_self">Jack</a>, Ricardo &amp; Franz &amp; Chuck und all den anderen. Nach der Messe <a title="Soccerex 2009" href="http://www.soccerex.com" target="_self">Soccerex</a> hier im Sandton Convention Centre bin ich noch einige Tage in Kapstadt, u.a. am Donnerstag bei der Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees auf Robben Island (<a title="Interview mit einem Friedensnobelpreisträger in spe" href="http://jensweinreich.de/?p=5444" target="_self">Friedensnobelpreis</a>, ick hör Dir trapsen) und natürlich bei der WM-Gruppenauslosung am Freitag, die ich sicher live mitbloggen werde. Ich hoffe, wir werden etwas Spaß haben.</p>
<p>Bevor der Fußball dominiert, noch einige Pflichtthemen, die flink abgearbeitet werden müssen. Von Sepp&#8217;n Jack, anderen Totalspezialdemokraten, Ethikexperten und dem Friedensnobelpreis ist es nicht schwer, die Brücke zu schlagen zum DOSB, der heute dazu <a title="DOSB PM vom 29 November 2009" href="http://www.dosb.de/de/organisation/verbands-news/detail/news/dosb_ethikpreis_fuer_2010_ausgeschrieben/9746/cHash/220a7353b9/" target="_blank">aufgerufen</a> hat, Vorschläge für den &#8220;<strong>DOSB-Ethikpreis 2010</strong>&#8221; zu unterbreiten. Ich finde, hier ist der richtige Platz, um Vorschläge zu diskutieren und parallel natürlich auch beim DOSB einzureichen. Einsendeschluss ist der 15. Dezember:</p>
<blockquote><p>2010 vergibt der DOSB zum ersten Mal den DOSB-Ethikpreis. Damit sollen künftig alle zwei Jahre <strong>eine Persönlichkeit oder eine Gruppe ausgezeichnet werden, die sich in besonderer Weise um die Förderung der ethischen Werte im Sport verdient gemacht hat</strong>.</p>
<p>Der DSOB-Ethikpreis wird 2010 erstmals verliehen.</p>
<p>Angesichts der vielfältigen Herausforderungen, unter denen sich der Sport heute bewähren muss, werden bei der Vergabe des DOSB-Ethikpreises insbesondere gewürdigt: Verdienste im Bereich der Werteerziehung, soziales und ökologisches Engagement sowie Fairness und moralische Integrität.</p>
<p>Der DOSB-Ethikpreis wird in Kontinuität zur Ludwig-Wolker-Plakette verliehen, die an einen der bedeutendsten Repräsentanten der kirchlichen Sportbewegung erinnerte.</p>
<p>Jede Mitgliedsorganisation kann einen begründeten Vorschlag machen, der mit entsprechenden Unterlagen bis zum 15. Dezember 2009 an die Kuratoriumsvorsitzende Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper zu leiten ist.</p>
<p>Weitere Anfragen und Rücksendungen bitte an Stephanie Primus, Fax: 069-6700-1207, Mail: <a title="Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Mail" href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('ocknvq,rtkowuBfqud0fg');">primus(at)dosb.de</a> , Tel: 069-6700-207 oder per Post: Stephanie Primus, DOSB, Otto-Fleck-Schneise 12, 60528 Frankfurt am Main.</p></blockquote>
<p>Nur zu, ich rufe auf zur Diskussion:</p>
<p><strong>Wer hat sich in der Vergangenheit um ethische Werte im Sport verdient gemacht? Wer soll den DOSB-Ethikpreis erhalten?</strong></p>
<p>Einige Namen habe ich weiter oben schon ins Spiel gebracht. Das UDIOCM (FDP) und sein DOSB-General von den Bündnisgrünen, <a title="Staatssekretär Christoph Bergner (CDU) über Doping und andere Ärgerlichkeiten" href="http://jensweinreich.de/?p=5890" target="_self">Christoph Bergner</a> (CDU), <a title="War Samaranch KGB-Agent" href="http://jensweinreich.de/?cat=438" target="_self">Juan Antonio Samaranch</a> (Opus Dei/KGB?) oder <a title="Dopingtrainer, Dopingopfer" href="http://jensweinreich.de/?cat=921" target="_self">Werner Goldmann</a> sind natürlich auch Kandidaten &#8211; aber die werden sich doch wohl nicht selbst auszeichnen? Oder etwa ihren Freund 20er?</p>
<p><em>Nachtrag, 19.28 Uhr:</em> Oh, ich hatte übersehen, dass hier keine Vorschläge gemacht werden dürfen, weil diese kleine feine Öffentlichkeit nicht zur <a title="&quot;We are family&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=4265" target="_self">Sportfamilie</a> gehört. Es dürfen nur Mitgliedsorganisationen Namen einreichen, und die definiert der DOSB so:</p>
<blockquote><p>Unter Sportfamilie verstehen wir die 97 Mitgliedsorganisationen sowie deren Untergliederungen, die den Sport in Deutschland gestalten und organisieren.</p>
<p>Zu den Mitgliedern im Deutschen Olympischen Sportbund gehören:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.dosb.de/de/organisation/mitgliedsorganisationen/landessportbuende/" target="_self">16 Landessportbünde</a></li>
<li><a href="http://www.dosb.de/de/organisation/mitgliedsorganisationen/spitzenverbaende/" target="_self">61 Spitzenverbände (33 olympische und 28 nichtolympische)</a></li>
<li><a href="http://www.dosb.de/de/organisation/mitgliedsorganisationen/verbaende-mit-besonderen-aufgaben/" target="_self">20 Sportverbände mit besonderen Aufgaben</a></li>
<li>2 IOC-Mitglieder</li>
<li>15 Persönliche Mitglieder</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Obwohl ich jetzt nicht weiß, warum auf der DOSB-Webseite nur &#8220;2 IOC-Mitglieder&#8221; genannt werden. Noch sind es drei. Und ein Mann wie Walther Tröger, der am 31. Dezember IOC-Ehrenmitglied wird, sollte im DOSB eigentlich noch einen Sitz haben dürfen. Wie auch immer: Wer mag, sollte der Chef-Ethikerin Frau Doll-Tepper trotzdem eine Email schicken.</p>
<p>Die Ethik also. Schon sind wir beim heutigen Lesebefehl:</p>
<p>Ich habe immer wieder Geschichten über das einstige The Fastest Couple on Earth verlinkt: <a title="alle Beiträge zu Marion Jones" href="http://jensweinreich.de/?s=marion+jones" target="_self">Marion Jones</a> und <a title="alle Beiträge zu Tim Montgomery" href="http://jensweinreich.de/?cat=382" target="_self">Tim Montgomery</a>. Diese Stories von <strong><span style="color: #000000;">Times</span></strong>-Sportchefreporter Owen Slot sollte man ebenfalls lesen:</p>
<ul>
<li><a title="The Times" href="http://www.timesonline.co.uk/tol/sport/more_sport/athletics/article6934111.ece" target="_blank">Unabashed Tim Montgomery and Marion Jones kept drugs in fridge</a></li>
<li><a title="The Times" href="http://www.timesonline.co.uk/tol/sport/more_sport/athletics/article6934021.ece" target="_blank">Tim Montgomery: ‘I had the best job in the world – now I’m in prison clearing leaves’</a></li>
</ul>
<p>Und zum Abschluss noch ein Jobangebot. Ich meine, die Zeiten sind hart. Angesichts <a title="DOSB-Stellenangebot" href="http://www.dosb.de/de/organisation/stellenangebote/dosb-sucht/#c28694" target="_blank">dieser Offerte</a> des DOSB zur Mitarbeit an der Münchner Olympiabewerbung überlege ich ernsthaft, die Seiten zu wechseln. Klingt vielversprechend. Oder hat jemand einen besseren Vorschlag? Möchte sich jemand bewerben? <span id="more-5917"></span></p>
<blockquote><p><strong>Ihr Aufgabengebiet umfasst im Wesentlichen</strong></p>
<ul>
<li>kommunikative Schnittstelle zwischen dem DOSB und der Bewerbergesellschaft München 2018</li>
<li>inhaltliche und organisatorische Unterstützung der Projektverantwortlichen</li>
<li>Aufbau und Betreuung eines internen Projektmanagements</li>
<li>interne Koordination aller Informationen und Tätigkeiten der beteiligten Geschäftsbereiche des DOSB</li>
<li>Koordination, Vorbereitung und Begleitung medienwirksamer Veranstaltungen</li>
<li>Vor- und Nachbereitung von Sitzungen der Gremien und Arbeitsgruppen der Bewerbergesellschaft München 2018</li>
</ul>
<p><strong>Wir erwarten</strong></p>
<ul>
<li>Abgeschlossenes Hochschulstudium in einem relevanten Fachgebiet oder vergleichbare Qualifikation</li>
<li>Erfahrungen im Projektmanagement</li>
<li>umfassende Kenntnis der Sportstrukturen</li>
<li>soziale Kompetenz, Kontaktfähigkeit und Kommunikationsstärke</li>
<li>Organisationstalent und Erfahrungen im Bereich der Netzwerk- sowie Gremienarbeit</li>
<li>sehr gutes Ausdrucksvermögen in Deutsch und Englisch</li>
<li>sehr gute IT-Anwendungsfähigkeiten (Word, Excel, Powerpoint)</li>
<li>Bereitschaft zu Reisetätigkeit und flexiblen Arbeitszeiten</li>
</ul>
<p>Wir bieten eine fordernde Aufgabe, ein förderndes Umfeld und eine leistungsgerechte Vergütung. Ihre aussagefähige Bewerbung mit der Angabe Ihres Gehaltswunsches richten Sie bitte bis zum <strong>18. Dezember 2009</strong> an:</p>
<p><strong>Deutscher Olympischer SportBund<br />
</strong>Frau Astrid Heidl<br />
Otto-Fleck-Schneise 12<br />
60528 Frankfurt am Main</p></blockquote>
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		<item>
		<title>KGB-gate: Samaranch, more Russian olympic secret agents, IOC, FIFA and the Opus Dei</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 18:05:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Geschichte von Juan Antonio Samaranch und dem KGB zieht ihre Kreise. &#8220;KGB plays chess&#8221; oder &#8220;KGB igraet w schachmatö&#8221; (siehe russisches Cover) ist derzeit das sportpolitische Top-Thema zwischen Vancouver, Madrid, Lausanne, London &#8211; und natürlich Moskau. Doch wenn ich es recht verstehe, muss Samaranch nicht viel befürchten, und die IOC-Führung kann sich weiter blöd stellen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-5747" title="Buchcover &quot;Der KGB spielt Schach&quot;" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/kgb-plays-chess-kl.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="267" height="366" align="left" />Die Geschichte von Juan Antonio <a title="IOC-Ehrenpräsident Samaranch und der KGB" href="http://jensweinreich.de/?p=5719" target="_self">Samaranch und dem KGB</a> zieht ihre Kreise. &#8220;KGB plays chess&#8221; oder &#8220;KGB igraet w schachmatö&#8221; (siehe russisches Cover) ist derzeit das sportpolitische Top-Thema zwischen Vancouver, Madrid, Lausanne, London &#8211; und natürlich Moskau. Doch wenn ich es recht verstehe, muss Samaranch nicht viel befürchten, und die IOC-Führung kann sich weiter blöd stellen, das <a title="Wikipedia: Prinzip der drei Affen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Drei_Affen" target="_blank">Prinzip der drei Affen</a> vervollkommnen und die Öffentlichkeit für dumm verkaufen. Alles nur Gerüchte, wie mir IOC-Kommunikationsdirektor Mark Adams mitteilte?</p>
<p>Nothing but rumors? Not at all.</p>
<p><em>(Es mag jetzt ein bisschen albern wirken, wenn ich öfter mal mit meinem englischen Halbwissen einen englischen Satz einstreue und die folgenden Zitate gar nicht erst übersetze. Aber das hilft den vielen Kollegen, Interessierten und Funktionären, die hier regelmäßig vorbei schauen und die gestrige Samaranch-Geschichte goutiert haben. Einige <a title="denglische Texte" href="http://jensweinreich.de/?cat=1513" target="_self">englische Beiträge</a> habe ich im Blog verbrochen &#8211; es werden demnächst mehr, es geht nicht anders.)</em></p>
<p>Zurück zum eigentlichen Thema. Nothing but rumors? Keineswegs. Allerdings, und das ist der Unterschied zur ostdeutschen Stasi, sind die KGB (FSB) Archive im Prinzip geschlossen. Sie waren unter Jelzin teilweise zugänglich, als Verbrechen der Stalin-Ära thematisiert wurden. In der Ära des KGB-Zaren und Samaranch-Kollegen <a title="alle Beiträge zu Wladimir Putin" href="http://jensweinreich.de/?s=putin" target="_self">Wladimir Putin</a> ist das nicht so einfach mit den Unterlagen. Ich habe mich lange mit <strong>Juri Felschtinski</strong> ausgetauscht, dem Autor des Buches und der Samaranch-Enthüllungen, den ich leider nicht früher erreicht hatte. Er sagt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Vladimir Popov, a former high ranking KGB officer, responsible for sport agents, has liftet his anonymity. This is a new quality. Vladimir Popov knows all the names of the sport spies, all the nicknames and all the recruting officers. He is a very reliable source with strong arguments.&#8221;</p>
<p>&#8220;But nevertheless I do not expect any comments from the FSB people. It&#8217;s all about damage control. They know what he knows.&#8221;</p></blockquote>
<p>Damage control. Darum geht es auch Samaranch. Darum geht es selbstverständlich dem IOC.</p>
<p>Der Witz an der Geschichte aber kommt jetzt. Denn die Enthüllung, dass Samaranch ein KGB-Agent gewesen sei, ist nicht neu und &#8211; von den Gerüchten im olympischen Circuit mal abgesehen &#8211; keinesfalls erst jetzt erfolgt, wie nicht nur ich annahm. Juri Felschtinski hat darüber in seinem Anfang des Jahres erschienen Buch &#8220;<a title="Amazon-Link" href="http://www.amazon.de/Corporation-Russia-KGB-President-Putin/dp/1594032467/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books-intl-de&amp;qid=1257521926&amp;sr=8-1" target="_blank">The Corporation: Russia and the KGB in the Age of President Putin</a>&#8221; (Cover unten links) viel ausführlicher geschrieben. Im Schachbuch &#8211; das gerade auf Russisch veröffentlicht wurde und das im Dezember im Schach-Fachverlag <a title="Exzelsior Verlag" href="http://exzelsior.de/" target="_blank">Exzelsior</a> auf Deutsch erscheint (exklusiv das Cover unten rechts) &#8211; geht es um den KGB und seine Machenschaften im Schach. Samaranch ist nur eine Notiz, kein großes Thema.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-5750" title="Cover The Corporation: Russia and the KGB in the Age of President Putin" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/the-corporation.jpg" alt="" width="250" height="378" align="left" /><img class="alignnone size-full wp-image-5751" title="Cover: Der KGB setzt matt" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/kgb-setzt-matt.jpg" alt="" width="250" height="378" /></p>
<p><span>Juri Felschtinski sagt deshalb: <span id="more-5745"></span></span></p>
<blockquote><p><span>&#8220;To my great surprise no one paid attention to my chapter in the Putin-book which was published in English. Ironically people now pay attention to a publication in Russian which is not even published in English.&#8221;</span></p></blockquote>
<p><span>Tja, man kann es sich nicht aussuchen. So funktionieren die Medien: unberechenbar.</span></p>
<p><span>Im Kern geht es darum, um die <a title="IOC-Ehrenpräsident Samaranch und der KGB" href="http://jensweinreich.de/?p=5719" target="_self">IOC-Präsidentenwahl 1980</a>:</span></p>
<blockquote><p><span>source:<strong> The Corporation: Russia and the KGB in the Age of President Putin</strong></span></p>
<p><em>copyright: Juri Felschtinski</em></p>
<p>&#8220;His election was preceded by something of a detective story. As an ambassador in the USSR, Samaranch developed an interest in Russian history and culture. He grew particularly fond of Russian antiques, which he collected with the love of a genuine connoisseur ans shipped to his home in Spain. The USSR prohibited taking objects of cultural and historic value out of the country (&#8230;) In Soviet times, all antiques were closely monitored by the KGB; so ambassador Samaranch, a frequent buyer of increasingly valuable rarities, was taken note of. After a while, an agent from the KGB&#8217;s Second Main Directorate, which monitored the Spanish embassy, met with Samaranch and gently explained to him that his actions were subject to prosecution in accordance with the RSFRS&#8217;s Criminal Code (&#8230;) and were classified by Soviet law as the smuggling of contraband goods. Samaranch was offered a choice: he could either be compromised through the publication of articles in the Soviet and foreign press detailing his activities, which would undoubtedly have put an end to his diplomatic career, or he could collaborate with the KGB as a secret agent. Samaranch chose the latter option.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der KGB nahm dann Kontakt zu den Genossen im Ostblock auf und bat deren Geheimdienste, alles zu tun, um Samaranchs Wahl zum IOC-Präsidenten sicherzustellen. Dazu gibt es ein Schriftstück, ein dechiffriertes Telegramm, unterschrieben vom damaligen stellvertretenden KGB-Chef und späteren KGB-Boss Viktor Chebrikov. Der Plan ging auf &#8211; auch durch Mithilfe von Dassler, Guelfi, Weber und all den anderen im Sportbusiness und im Dunstkreise von Geheimdiensten Tätigen.</p>
<blockquote><p>&#8220;As the result, Samaranch was elected President of the IOC, where for many years he loyally served the country to which he was connected by his work as an agent and by his gratitude for its help in getting him a high international position.&#8221;</p></blockquote>
<p>Sportpolitisch kann man diese Einschätzung bestätigen. Ich habe es gestern einmal mehr gesagt: Samaranchs Beziehungen ins ehemalige Sowjetreich sind Legende &#8211; bis hin zur dubiosen Kür von Sotschi zur Winterolympiastadt 2014. Ausgerechnet Sotschi, das subtropische Paradies, wo KGB-Mann Putin urlaubt und (natürlich) Geschäfte macht. Samaranch wurde damals von den Russen im letzten Moment eingeflogen und hat seinen alten Kumpels Witali Smirnow, langjähriger IOC-Vizepräsident und Organisationschef der Sommerspiele 1980, und Schamil Tarpischtschew, ehemals Jelzins Tennislehrer, Sportminister und verantwortlich für das spurlose Verschwinden <a title="BLZ: Die Absahner" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2001/0714/magazin/0002/index.html" target="_blank">vieler Milliarden Dollar aus dem Wodka-Fond</a>, noch einige IOC-Stimmen beschafft.</p>
<p>Was kaum noch wundert, einige Spione mehr:</p>
<p>According to Mr. Felschtinski the current Russian IOC members <strong>Witali Smirnow</strong> and <strong>Schamil Tarpischtschew</strong>, longtime FIFA Executive Board member <strong><a title="Grüße von der Russenmafia" href="http://jensweinreich.de/?p=1163" target="_blank">Wjatscheslaw Koloskow</a></strong> and Russian NOC President <strong>Leonid Tjagatschew</strong> (code name &#8220;Elbrus&#8221;) have also served as <span style="color: #000000;"><strong>KGB agents</strong></span> &#8211; among other high-ranking sport officials.</p>
<p>Das soll für heute erstmal genügen. Es drängt mich, andere Samaranch-Geschichten aufzuwärmen, die in jene Zeit passen und das Bild runden, etwa seine Mitgliedschaft im <strong>Opus Dei</strong>, dessen Elite-Akademie Instituto de Estudios Superiores de la Empresa (IESE) er einst besucht hat. Damit habe ich mich vor Jahren aus der Ferne mal im Buch &#8220;<a title="Der olympische Sumpf" href="http://jensweinreich.de/?page_id=25" target="_self">Der olympische Sumpf</a>&#8221; befasst. Opus-Dei-Experte John Hutchison, der Samaranch Supernumerarier des Opus Dei nennt, schrieb in seinem Standardwerk &#8220;Die Heilige Mafia des Papstes&#8221;/&#8221;Pope&#8217;s Holy Mafia&#8221;, in der Zeit des Kalten Krieges habe Samaranch das Opus Dei &#8220;über die Aktivitäten der Sowjets auf dem laufenden&#8221; gehalten.</p>
<p>Ja, der Leser <a title="Kommentar von enrasen" href="http://jensweinreich.de/?p=5719#comment-15504" target="_self">enrasen</a> hat Recht &#8211; diese Geschichten sind besser als jeder Roman, weil sie nie enden. Schade nur, dass wir alle so wenig darüber wissen. Samaranch wird nicht plaudern. Smirnow ebenfalls nicht. Und, sorry, Jean-Marie Weber schon gar nicht.</p>
<p>Demnächst mehr in diesem Theater.</p>
<p>Schon jetzt mehr, Nachtrag, 21.15 Uhr: Unter Berufung auf Paris Match meldet <strong>Insidethegames</strong>: <a title="Insidethegames" href="http://ow.ly/zWWH" target="_blank">IOC member takes legal action over spy claims</a>. Ooops. Diesmal geht es um Spionage-Vorwürfe gegen <a title="Albert zur Frage einer Welt-Anti-Korruptions-Agentur" href="http://jensweinreich.de/?p=5534" target="_self">Albert von Monaco</a> &#8211; ausnahmsweise nicht um den KGB.</p>
<ul>
<li><strong>Paris Match</strong>: <a title="Paris Match" href="http://www.parismatch.com/People-Match/Tete-couronnee/Actu/Les-attaques-de-la-taupe-sement-le-malaise-a-Monaco-142590/" target="_blank">LES ATTAQUES DE LA « TAUPE » SÈMENT LE MALAISE À MONACO</a></li>
</ul>
<p>Nachtrag, 8. November:</p>
<ul>
<li>Johann Skocek im österreichischen <strong>Standard</strong>: &#8220;<a title="Der Standard zu Samaranch und KGB" href="http://derstandard.at/fs/1256744306735/Der-geheime-Kompass" target="_blank">Der geheime Kompass</a>&#8220;</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Was vom Tage übrig bleibt (47): Koalitionsvertrag, Klaue, &#8220;Pechstein-Studie auf Staatskosten&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/10/28/was-vom-tage-ubrig-bleibt-47-koalitionsvertrag-klaue-pechstein-studie-auf-staatskosten/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 10:27:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Selbst wenn einiges bereits verlinkt wurde, diskutierenswert ist es allemal. Einige Lesebefehle und Empfehlungen. Das sagt der Koalitionsvertrag (Entwurfsversion) von CDU, CSU und FDP im weitesten Sinne zum Sport: Seite 14: Der Zugang von ausländischen Hochqualifizierten und Fachkräften zum deutschen Arbeitsmarkt muss systematisch an den Bedürfnissen des deutschen Arbeitsmarkts ausgerichtet und nach zusammenhängenden, klaren, transparenten und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Selbst wenn einiges bereits verlinkt wurde, diskutierenswert ist es allemal. Einige Lesebefehle und Empfehlungen.</p>
<ul>
<li>Das sagt der <span style="color: #000000;"><strong>Koalitionsvertrag </strong></span>(<a title="Koalitionsvertrag 2009-2013" href="http://www.cdu.de/doc/pdfc/091024-koalitionsvertrag-cducsu-fdp.pdf" target="_blank">Entwurfsversion</a>) von CDU, CSU und FDP im weitesten Sinne zum Sport:</li>
</ul>
<p>Seite 14:</p>
<blockquote>
<p align="left">Der Zugang von ausländischen Hochqualifizierten und Fachkräften zum deutschen Arbeitsmarkt muss systematisch an den Bedürfnissen des deutschen Arbeitsmarkts ausgerichtet und nach zusammenhängenden, klaren, transparenten und gewichteten Kriterien wie beispielsweise Bedarf, Qualifizierung und Integrationsfähigkeiten gestaltet werden. Darüber hinaus werden wir Regelungen zur Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit, Arbeitsplatzannahme für Studenten mit deutschem Hochschulabschluss, für Künstler und Sportler sowie für Saisonarbeitskräfte überprüfen und Vereinfachungen anstreben.</p>
</blockquote>
<p>Seite 69:</p>
<blockquote>
<p align="left">Mit dem Programm „Integration durch Sport&#8221; wollen wir besonders Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund ansprechen, um sie als Teilnehmer und auch Übungsleiter zu gewinnen.</p>
</blockquote>
<p>Seiten 88/89:</p>
<blockquote>
<p align="left">Wir wissen, dass Sport für die Aktivierung und den Zusammenhalt einer modernen Gesellschaft unverzichtbare Beiträge leistet und dass Deutschland auf großartige Traditionen und Leistungen im Sport verweisen kann, die es zu bewahren und zu entwickeln gilt. Deshalb werden wir unsere Aufgaben als Partner und Förderer des Sports mit besonderer Verantwortung wahrnehmen. Wir streben an, im Rahmen der Kompetenzen und Möglichkeiten des Bundes den Erhalt und Ausbau von Sportstätten in Deutschland weiter zu fördern.</p>
<p align="left"><strong>Spitzensportförderung</strong></p>
<p align="left">Wir werden die finanzielle Förderung des Spitzensports in Deutschland auf hohem Niveau fortführen. Die Bemühungen, Spitzensportlerinnen und -sportlern mit Behinderung den Zugang zu einer „dualen Karriere&#8221; zu eröffnen, werden wir intensivieren.</p>
<p align="left"><strong>Bewerbung München 2018</strong> </p>
<p align="left">Olympische und Paralympische Spiele sind <a title="Copy and paste im Bundestag ..." href="http://jensweinreich.de/?p=4064" target="_self">herausragende Sportereignisse</a>. Die Bewerbung der Stadt München um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 und, bei Zuschlag durch das IOC im Juli 2011, deren Ausrichtung, sind ein <a title="Wie Mann (CSU) sich um einen Platz im Olympia-Aufsichtsrat bewirbt" href="http://jensweinreich.de/?p=2884" target="_self">nationales Anliegen</a> im gemeinsamen <a title="Was das BMI zur Olympiafinanzierung sagt" href="http://jensweinreich.de/?p=2889" target="_self">Interesse von Bund, Land und Kommunen</a> und werden weiterhin <a title="Bundestag zu München 2018: demokratiewidriger Striptease?" href="http://jensweinreich.de/?p=4073" target="_self">gefördert und unterstützt</a>.</p>
<p align="left"><strong>Anti-Doping-Politik</strong></p>
<p align="left">Für das Selbstverständnis unserer Sportpolitik ist die Autonomie des Sports und seiner Verbände von zentraler Bedeutung. Wir wollen den Sport bei der Sicherung und Realisierung seiner Werte unterstützen. Im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit steht dabei die <strong><a title="alle Beiträge zur Finanzierung von Dopingtrainern mit Steuermitteln" href="http://jensweinreich.de/?cat=921" target="_self">konsequente</a></strong> <a title="alle Beiträge zum Bundestags-Sportausschuss" href="http://jensweinreich.de/?cat=440" target="_self">Bekämpfung von Doping</a> im Zusammenwirken von sportlichen Sanktionen und strafrechtlichen Verfolgungsmaßnahmen. Für uns ist nur <a title="München wirbt mit hochdekoriertem Anabolika-Doper" href="http://jensweinreich.de/?p=5144" target="_self">dopingfreier Sport förderungswürdig</a>. Wir werden den im Sommer 2009 zwischen Bund, Ländern, dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) verabschiedeten Nationalen <a title="tag: Prävention, Doping, Korruption" href="http://jensweinreich.de/?s=pr%C3%A4vention" target="_self">Dopingpräventionsplan</a> umsetzen. Die Forschung zur Bekämpfung des Dopings muss gezielt weiter gefördert werden.</p>
<p align="left">Ziele wie die Bekämpfung von Doping, die Einordnung der autonomen Sportbewegungen und ihrer Regeln in den europäischen Rechtsrahmen können vor allem in länderübergreifender Weise effektiv wahrgenommen werden. Wir werden deshalb die internationale sportpolitische Zusammenarbeit verstärken.</p>
</blockquote>
<p>Zum Vergleich, im <a title="Koalitionsvertrag 2005-2009" href="http://www.cdu.de/doc/pdf/05_11_11_Koalitionsvertrag.pdf" target="_blank">Koalitionsvertrag</a> von CDU, CSU und SPD hieß es im Jahr 2005:</p>
<p>Seite 80:</p>
<blockquote>
<p align="left"><strong>Förderung Sport</strong></p>
<p align="left">Die Koalitionsparteien führen das Sonderförderprogramm „Goldener Plan Ost&#8221; für den Sportstättenbau in Ostdeutschland fort.</p>
</blockquote>
<p>Seite 106:</p>
<blockquote>
<p align="left">Es geht um Vielfalt, Respekt für andere, Demokratie, Toleranz und die Bekämpfung des Antisemitismus. Wir wollen, dass Jugendliche vor Ort motiviert werden und in ihrem Engagement verlässlich unterstützt werden. Dabei setzen wir auf ein engeres Zusammenwirken mit Ländern und Kommunen, mit Medien, den Kirchen, Wirtschaft, Gewerkschaften, Sportvereinen, den Jugendverbänden und vielen anderen. Integrierte lokale Strategien sind besonders Erfolg versprechend. Es gilt, künftig noch stärker Brücken zu den Projekten zu schlagen, die sich mit gefährdeten bzw. in der rechten Szene bereits gefestigten Jugendlichen beschäftigen.</p>
</blockquote>
<p>Seite 115:</p>
<blockquote>
<p align="left"><strong>Deutschland &#8211; Sportland</strong></p>
<p>Deutschland ist ein anerkanntes Sportland mit sportbegeisterten Menschen. Sport bewegt die Menschen und fördert die soziale Integration. Er ist als Prävention gegen zunehmenden Bewegungsmangel insbesondere bei Kindern und Jugendlichen verstärkt zu nutzen und zu unterstützen. Die Grundlage des deutschen Sports sind die Vereine, die wiederum auf das Engagement vieler ehrenamtlich Tätiger angewiesen sind. Wir wollen den Breiten-, Spitzen- und Behindertensport weiter fördern. Breiten- und Spitzensport bedingen und brauchen einander. Der Spitzensport rekrutiert sich immer wieder aus den Besten des Breitensports und die Spitzenleistungen der Athleten ziehen Millionen Zuschauer in ihren Bann. Wir freuen uns auf die vielen Welt- und Europameisterschaften in unserem Land und insbesondere auf die Fußballweltmeisterschaft 2006, bei der sich Deutschland als gastfreundliches, weltoffenes und sportbegeistertes Land präsentieren wird. Wir werden uns weiterhin für herausragende internationale Sportereignisse bewerben.</p>
<p align="left">Wir werden die Neuorganisation des deutschen Spitzensports positiv begleiten und sein Bemühen um einen sauberen und fairen Sport unterstützen. Deutschland wird seine Verpflichtungen aus dem Welt-Anti-Doping-Code umsetzen.</p>
</blockquote>
<p>So weit, so gut.</p>
<p>Praktische Sportpolitik sieht in Deutschland so aus: <span id="more-5687"></span></p>
<ul>
<li>&#8220;<a title="FAZ vom 27. Oktober 2009" href="http://www.faz.net/s/Rub9CD731D06F17450CB39BE001000DD173/Doc~E01F4F5FF00754D35815FF80BAEE71653~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Doping-Verfahren: Pechstein-Studie auf Staatskosten</a>&#8220;, Evi Simeoni in der <strong>FAZ</strong></li>
</ul>
<p>Wieder mal Steuermittel. <a title="Der Kampf um die Deutungshoheit ..." href="http://jensweinreich.de/?p=4576" target="_self">Wieder mal</a> ein &#8220;<a title="Inszenierung mit Parteigutachten" href="http://jensweinreich.de/?p=4554" target="_self">Gutachter</a>&#8221; von der Charité.</p>
<blockquote><p>„Wir können Ihnen bestätigen, dass für Frau Pechstein eine Kostenzusage zu einer Untersuchung in der Charité zu Lasten der Heilfürsorge der Bundespolizei gegeben wurde“, erklärte das Ministerium. „Dies geschah, um krankheitswertige hämatologische Störungen auszuschließen.“ Und weiter: „Auch bei allen anderen Bundespolizisten und -polizistinnen werden ggf. solche Untersuchungen zur Abklärung unklarer Befunde in Auftrag gegeben.“ Dame, bisher in der Boulevard-Presse nur als „Professor x“ bekannt, legt Wert darauf, dass seine Studie nicht von Claudia Pechstein, sondern von der Bundespolizei in Auftrag gegeben wurde, er also nicht als bestellter Gutachter anzusehen sei.</p></blockquote>
<p>Dazu klärt &#8220;ha&#8221; in den <a title="Kommentare zu: ... der Kampf um die Deutungshoheit" href="http://jensweinreich.de/?p=4576#comment-15312" target="_self">Kommentaren</a> auf:</p>
<blockquote><p>Mit der Heilfürsorge der Bundespolizei scheint es sich im übrigen wie mit Doping-Indizien zu verhalten &#8211; alles eine Frage der Interpretation. Anspruch auf Kostenerstattung besteht nach dieser <a title="Bundespolizeigewerkschaft.de" href="http://www.bundespolizeigewerkschaft.de/infothek/bgv_ratgeber/heilfuersorge.pdf" target="_blank">BMI-Verwaltungsvorschrift</a>: </p>
<p>a) zur Verhütung von Krankheiten und von deren Verschlimmerung,<br />
b) zur Früherkennung von Krankheiten,<br />
c) zur Behandlung einer Krankheit,<br />
d) zur medizinischen Rehabilitation,<br />
e) zur Pflege (&#8230;)</p>
<p>Kosten für aufwändigere Behandlungen, die den in dieser Allgemeinen Verwaltungsvorschrift festgelegten Leistungsumfang übersteigen, werden nicht auf Heilfürsorgemittel übernommen. Sich aus einer aufwändigeren Behandlung ergebende Mehrkosten sind von der/dem Heilfürsorgeberechtigten selbst zu tragen. Ferner werden grundsätzlich keine Kosten auf Heilfürsorgemittel für Leistungen übernommen, die in dem in dieser Allgemeinen Verwaltungsvorschrift enthaltenen Leistungsumfang nicht aufgeführt sind.</p></blockquote>
<p>Wer wird neuer Chef des <a title="alle Beiträge zum Bundestags-Sportausschuss" href="http://jensweinreich.de/?cat=440" target="_self">Bundestags-Sportausschusses</a>? Der Turner und DOSB-Lobbyist <a title="tag: Eberhard Gienger" href="http://jensweinreich.de/?s=gienger" target="_self">Eberhard Gienger</a> (CDU), der sich nicht daran erinnern kann, einmal eine Entscheidung als Parlamentarier gegen die Interessen des DOSB, dessen Vizepräsident Leistungssport er ist, getroffen zu haben? Wird der Ausschuss endgültig zur Lachnummer oder siedelt nach Nordkorea aus, sollte ein DOSB-Vizepräsident Chef eines &#8220;demokratisch legitimierten&#8221; Kontrollorgans werden? Und wird der Sportausschuss künftig wieder in geschlossenen Runden tagen (oder etwa in Pjöngjang), wie ich einige Male orakelt habe?</p>
<p>Herbert Fischer Solms im <strong>Deutschlandfunk</strong> mit einigen Informationen &#8230;</p>
<p style="TEXT-ALIGN: center"><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/10/25/dlf_20091025_1933_a7bc536d.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>&#8230; und im Interview mit dem gewesenen Sportausschuss-Chef <a title="tag: Peter Danckert" href="http://jensweinreich.de/?s=danckert" target="_self">Peter Danckert</a> (SPD)</p>
<p style="TEXT-ALIGN: center"><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/10/25/dlf_20091025_1935_e800bcea.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Auch interessant, mal wieder ein Medienthema:</p>
<blockquote><p><a title="DOSB" href="http://www.dosb.de/de/organisation/verbands-news/detail/news/christian_klaue_wird_neuer_pressesprecher_des_dosb/9746/cHash/4e8a90346d/" target="_blank">Christian Klaue wird neuer Pressesprecher des DOSB</a></p>
<p>Christian Klaue wird zum 1. November neuer Pressesprecher des DOSB. Der 34-Jährige kommt vom Sport-Informations-Dienst (SID) und tritt die Nachfolge des bisherigen Ressortleiters Gerd Graus an. </p>
<p>Als neuer Chefredakteur der DOSB-Medien kommt Jörg Stratmann nach Frankfurt. Der 55-Jährige war zuletzt Ressortleiter Sport und Lokales beim Bonner General-Anzeiger und übernimmt die Aufgaben von Walter Mirwald, der seit 1. Oktober das neu ins Leben gerufene Projekt &#8220;Gedächtnis des Sports&#8221; leitet.</p>
<p>Der aus Wernigerode im Harz stammende Christian Klaue arbeitete von 2006 bis 2009 als SID-Redakteur mit den Schwerpunkten Sportpolitik/Olympia und Leichtathletik im Berliner SID-Büro. Er wird in seiner neuen Funktion auch Sprecher des DOSB-Präsidiums und des DOSB-Präsidenten Thomas Bach.</p>
<p>Der Bonner Jörg Stratmann, mehrmaliger deutscher Meister und Olympiateilnehmer 1984 im Säbelfechten, arbeitete seit 1986 als Redakteur bei der Tageszeitung „Die Welt&#8221; und anschließend als Korrespondent für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung&#8221; mit den Schwerpunkten Sportpolitik/Olympia, ehe er 2005 zum General-Anzeiger wechselte.</p></blockquote>
<p>Was Christian Klaue und der Fechter Jörg Stratmann bisher sportpolitisch formuliert und wie kritisch/unkritisch sie waren, etwa im Umgang mit dem Fechter UDIOCM (FDP) kann jeder selbst leicht mit einem Blick ins Archiv überprüfen. Ich bedauere die Entscheidung von Christian Klaue, kann seinen Schritt allerdings auch verstehen und wünsche ihm viel Erfolg, ganz ehrlich, auch im Umgang mit renitenten DOSB-Berichterstattern. Mal sehen, wo das hinführt. Ich kann (fast) jeden verstehen, der in diesen schweren Zeiten, da der Journalismus flächendeckend zusammen bricht (zumindest der auf dem freien Markt, nicht der alimentierte), das Metier wechselt. Ich denke auch, dass Christian Klaue eine ganz andere, eine halbwegs transparente Art der Pressearbeit anstreben wird. Sein Risiko, sich in den täglichen Nahkampf mit Thomas Bach (FDP) und Michael Vesper (Bündnis 90/Die Grünen) zu begeben, wird er mannhaft tragen müssen. Dafür wird er künftig bezahlt.</p>
<p>Journalistisch &#8211; unter dem Aspekt der Meinungsvielfalt &#8211; ist die Entscheidung Klaues ein großer Verlust. Der SID hat sportpolitisch unter seiner Verantwortung seit Sommer 2008, seit der <a title="Beiträge zu Dieter Hennig, SID, Peking 2008" href="http://jensweinreich.de/?s=dieter+hennig" target="_self">Affäre Hennig</a>, sehr schnell an Profil gewonnen und ein breiteres Spektrum abgedeckt. Der Konkurrent dpa wurde imho trotz deutlich schlechterer Rahmenbedingungen deutlich distanziert &#8211; mit Engagement, Niveau und Interesse an der Sache.</p>
<p>Ich glaube nicht, dass der SID auf die Schnelle einen echten Nachfolger für Christian Klaue herbei zaubern kann. Schaue ich mir einige Meldungen der vergangenen Tage an &#8211; etwa zur Olympiabewerbung Münchens, wo scheinbar jede Blähung zur Geschichte aufgeblasen wird -, glaube ich zu ahnen, in welche Richtung es geht. Zumal: Die Nähe des SID zur Otto-Fleck-Schneise und den dortigen Institutionen ist traditionell gegeben.</p>
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		<title>Was vom Tage übrig bleibt (45): Play the Game, Simon-Dopingstudie, München 2018 &amp; more</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 11:38:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist (wie immer) einiges liegen geblieben in den vergangenen Wochen. Liegenbleiben als Dauerzustand, wer kommt schon damit nach, alles Lesenswerte zu verlinken. Also, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Gewähr, Lesebefehle: Das Magazin der Play the Game Konferenz 2009 in Coventry ist da &#8211; kostet als gedrucktes Werk 10 Euro und ist online frei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist (wie immer) einiges liegen geblieben in den vergangenen Wochen. Liegenbleiben als Dauerzustand, wer kommt schon damit nach, alles Lesenswerte zu verlinken. Also, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Gewähr, <strong>Lesebefehle</strong>:</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-5568" title="frontpage Play the Game magazine 2009" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/10/frontpage.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="215" height="356" align="left" />Das Magazin der <a title="tag: Play the Game" href="http://jensweinreich.de/?cat=12" target="_self">Play the Game</a> Konferenz 2009 in Coventry ist da &#8211; kostet als gedrucktes Werk 10 Euro und ist <a title="Play the Game 2009" href="http://www.uniflip.dk/online-magazines/3/21603/37879/pub/" target="_blank"><strong>online frei erhältlich</strong></a>. (Ohne dass ich damit eine Kostenlos-Debatte anstoßen will.) Es sieht wirklich sehr schön aus, mit Ausnahme des Fotos auf Seite 4 (bitte nicht erschrecken), und der Inhalt ist ohnehin hochwertig.</p>
<p>Zum wiederholten Mal und der Vollständigkeit halber alle Magazine der Konferenzen von <strong>Play the Game</strong>:</p>
<ul>
<li><a title="Play the Game Magazin 2009" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/10/play-the-game-magazin-2009.pdf" target="_blank">Magazin 2009</a> (pdf, 33,4 mb)</li>
<li><a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/09/ptgmagazine2007.pdf" target="_blank">Magazin 2007</a> (pdf, 1,3 mb)</li>
<li><a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/09/ptgmagazine2005.pdf" target="_blank">Magazin 2005</a> (pdf, 2,4 mb)</li>
<li><a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/09/ptgmagazine2002.pdf" target="_blank">Magazin 2002</a> (pdf, 2,7 mb)</li>
<li><a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/09/ptgmagazine2000.pdf" target="_blank">Magazin 2000</a> (pdf, 4,6 mb)</li>
</ul>
<p>Es ist übrigens immer wieder erstaunlich und bizarr, wie aufmerksam die Granden im IOC, in der FIFA, in der FIVB und etlichen anderen Weltverbänden die Machenschaften von Play the Game (und der dort auftretenden Funktionäre und Journalisten) verfolgen. Man könnte auch sagen: Bei der Zielgruppe kommt&#8217;s an &#8211; und das zählt.</p>
<p>Zum Thema <a title="tag: München 2018" href="http://jensweinreich.de/?cat=49" target="_self"><strong>München 2018</strong></a>: Ich habe in den vergangenen Monaten immer mal auf die üblichen ungeklärten/verheimlichten/gern am Steuerzahler vorbeigeschleusten <a title="Finanzierung Olympischer Spiele: &quot;Wir sind ein priviligiertes Völkchen!&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=3771" target="_self">Finanzierungsfragen</a> Olympischer Spiele bzw. traditioneller Finanzierungsprobleme deutscher Olympiabewerbungen hingewiesen. Matthias Kristlbauer legt im <strong>Münchner Merkur </strong>nach, sein Beitrag &#8220;<a title="Münchner Merkur vom 8. Oktober 2009" href="http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/olympia-bewerber-geldnot-487771.html" target="_blank">Olympiabewerber in Geldnot</a>&#8221; wurde von den Nachrichtenagenturen gut aufgegriffen. Verlinkt wurde der Beitrag in den Kommentarspalten bereits, er ist mir wichtig genug, darauf erneut hinzuweisen. Über das Thema &#8211; und die Haltung der Grünen &#8211; wird dieser Tage noch zu reden sein. Heute ist übrigens Bewerbungsschluss beim IOC. Und wie es aussieht, wird meine Prognose &#8220;das geringste Interesse an Winterspielen seit drei Jahrzehnten!&#8221; Wirklichkeit.</p>
<ul>
<li>Blog von <strong>Dieter Janecek</strong>, Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen in Bayern: &#8220;<a title="Dieter Janecek Blog" href="http://blog.dieter-janecek.de/2009/10/13/olympische-spiele-2018-sind-kein-gewinn-fur-unsere-region/" target="_blank">Olympische Spiele 2018 sind kein Gewinn für unsere Region</a>&#8220;</li>
</ul>
<p>Darf ich noch einmal meinen Beitrag empfehlen</p>
<ul>
<li>&#8220;<a title="Was das BMI zur Finanzierung der Olympiabewerbung sagt" href="http://jensweinreich.de/?p=2889" target="_self">Was das BMI zur Finanzierung der Olympiabewerbung sagt</a>&#8220;?</li>
</ul>
<p>Ich habe Mitte September bereits über die aus meiner Sicht brisante Studie von Perikles Simon und Heiko Striegel zur Dopingmentalität unter deutschen Nachwuchssportlern berichtet, u.a. in der <strong>Neuen Zürcher Zeitung</strong> &#8221;<a title="NZZ vom 17. September 2009" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/ehrlichkeit_dank_diskretion_1.3582358.html" target="_blank">Ehrlichkeit dank Diskretion</a>&#8220;. Dazu ergänzend:</p>
<ul>
<li>Michael Reinsch in der <strong><span style="color: #000000;">FAZ</span></strong>: &#8220;<a title="FAZ vom 17. September 2009" href="http://www.faz.net/s/RubCBF8402E577F4A618A28E1C67A632537/Doc~EBD8F100A43FE4E289AF69410E8FD567D~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Mehr Doper als gedacht</a>&#8220;</li>
<li>Pressemitteilung der <strong>Universität Mainz</strong> im Informationsdienst Wissenschaft: &#8220;<a title="PM Uni Mainz, Informationsdienst Wissenschaft" href="http://idw-online.de/pages/de/news334225" target="_blank">Doping im deutschen Spitzensport wird massiv unterschätzt &#8211; Prävention im Nachwuchsbereich gefordert</a>&#8220;</li>
<li>Studie der <strong>Universität des Saarlandes</strong> (Eike Emrich, Werner Pitsch, Peter Maats) &#8220;<a title="Studie zur Häufigkeit des Dopings im Leistungssport" href="http://www.uni-saarland.de/fileadmin/user_upload/extranet_uds/campus/forschung/forschungsmagazin/2009/1/Emrich.pdf" target="_blank">Zur Häufigkeit des Dopings im Leistungssport</a>&#8220;</li>
<li>Astrid Rawohl im <strong>Deutschlandfunk</strong> im Interview mit Perikles Simon:</li>
</ul>
<p style="text-align: center;"><a title="DLF Interview vom 19. September 2009" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/09/19/dlf_20090919_1936_c3a4cba0.mp3" target="_self">:</a></p>
<p style="text-align: left;">Ganz erstaunlich und unregelmäßig herausragend finde ich einige journalistische Leistungen auf <strong>ESPN.com</strong> wie diese Geschichte von Mike Fish über</p>
<ul>
<li>
<div style="text-align: left;">&#8220;<a title="ESPN.com: The fastest man in the prison yard" href="http://sports.espn.go.com/oly/trackandfield/columns/story?columnist=fish_mike&amp;id=4487014" target="_blank">The fastest man in the prison yard</a>&#8220;,</div>
</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">den Häftling No. 56836-083, einer größeren Öffentlichkeit als Tim Montgomery bekannt. Auch dieser Link blieb schon einen knappen Monat liegen, doch die Story an sich ist topaktuell, die von Fish dargebotenen Dokumente aus der BALCO-Affäre sind es allemal.</p>
<p style="text-align: left;">Zum Abschluss noch zwei <strong>FAZ</strong>-Beiträge, in beiden taucht der offenbar neue FAZ-Dopingexperte Klaus Pöttgen auf :), beide wurden in den Kommentaren bereits kommentiert:</p>
<ul>
<li>
<div style="text-align: left;">Zum einen Evi Simeoni über neue Entwicklungen und neue Gutachten im <a title="tag: Fall Pechstein" href="http://jensweinreich.de/?cat=1590" target="_self">Fall Pechstein</a>, diesmal mischt sich Rasmus Damsgaard ein, wobei ich Zweifel habe, ob Damsgaard, dessen Vita durchaus Nachfragen verträgt, die Rolle des Unparteiischen steht: &#8220;<a title="FAZ zum Fall Pechstein" href="http://www.faz.net/s/Rub9CD731D06F17450CB39BE001000DD173/Doc~E6D865B374D4A4136815EB05F2802AF07~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Eine Lektion für alle Beteiligten</a>&#8220;. Im Beitrag ist übrigens auch das Schicksal des gewesenen Parteigutachters <a title="tag: Kiesewetter" href="http://jensweinreich.de/?s=kiesewetter" target="_self">Holger Kiesewetter</a> erwähnt.</div>
</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Bevor jemand fragt: Ich glaube nicht, dass ich eine Reise zum CAS kommende Woche finanzieren will. Bin außerdem Anfang der Woche in anderer Mission im Ausland unterwegs.</p>
<ul>
<li>
<div style="text-align: left;">Zuletzt Michael Eder in der <strong>FAZ</strong> über Doping im Radsport und die Berichterstattung darüber in der ARD und anderswo, wenn ich es richtig verstehe: &#8220;<a title="FAZ.net vom 12. Oktober 2009" href="http://www.faz.net/s/Rub9CD731D06F17450CB39BE001000DD173/Doc~E200D1E257D4743DA9CA4D28AEB00C424~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank"><strong>Präsentation: gewaltig. Beweislage: lausig.</strong></a>&#8221; Über diesen Beitrag wird, s.o., hier längst <a title="Abschlussbericht der Freiburger Dopingkommission" href="http://jensweinreich.de/?p=3826#comment-14918" target="_self">scharf diskutiert</a>.</div>
</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Ich maße mir dazu kein Urteil an, die Sportart &#8220;Raddopingsport&#8221; existiert für mich <a title="Eine Frage des Prinzips" href="http://jensweinreich.de/?p=70" target="_self">kaum noch</a>. Das ausgerechnet die FAZ sich da jetzt so aggressiv gebärdet, scheint mir gewagt und höchst interessant. Am liebsten wäre mir natürlich, die angegriffenen Autoren der ARD, die hier gelegentlich mitlesen, würden sich zu den Vorwürfen äußern. Alles andere wäre old-fashion-Journalismus, Einbahnstraßenjournalismus und Einbahnstraßenkommunikation, der/die mich nicht mehr sonderlich interessiert.</p>
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		<title>Die Qual der Wahl oder: die Einheitsfraktion des Sports</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 08:42:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Moin. Zum Auftakt des Wahltages mal wieder Befindlichkeitsduselei. Eigentlich hatte ich vor Wochen vor, den Sportpolitikern des Bundestages ein Zeugnis auszustellen oder irgendetwas Originelles zu schreiben. Doch ganz ehrlich, nach all dem, was ich in letzter Zeit erlebt habe mit und in der &#8220;gemeinsamen Sportfraktion&#8220;, der &#8220;Familie des Sports&#8221;, war es mir, sagen wir: aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-5240" title="Die Umfaller: Sport-Lobbyisten im Bundestag" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/09/umfaller.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="200" height="1713" align="right" />Moin. Zum Auftakt des Wahltages mal wieder Befindlichkeitsduselei. Eigentlich hatte ich vor Wochen vor, den Sportpolitikern des Bundestages ein Zeugnis auszustellen oder irgendetwas Originelles zu schreiben. Doch ganz ehrlich, nach all dem, was ich in letzter Zeit erlebt habe mit und in der &#8220;<a title="We are family ..." href="http://jensweinreich.de/?p=4265" target="_self">gemeinsamen Sportfraktion</a>&#8220;, der &#8220;Familie des Sports&#8221;, war es mir, sagen wir: aus ästethisch-moralischen Gründen nicht möglich, den <a title="tag: Sportausschuss" href="http://jensweinreich.de/?cat=440" target="_self">vielen kleinen Zustandsbeschreibungen</a>, etwa den <a title="tag: Notizen vom Sportausschuss" href="http://jensweinreich.de/?cat=1889" target="_self">Notizen aus Sportausschuss-Sitzungen</a>, den <a title="Die Umfaller: Sportlobbyisten im Bundestag" href="http://jensweinreich.de/?p=1694" target="_self">Umfallern</a> eine Abrechnung hinterherzuschicken. Als Bauchmensch, der ich auch bin, schwer zu leugnen, fand ich es am Ende weise, von diesen Zeugnissen zu lassen und mich nicht länger aufzuregen. Das Tagesgeschäft liefert die nächsten Aufreger ohnehin, dazu in Kürze mehr.</p>
<p>Jedenfalls, am Ende eines <strong>Deutschlandfunk</strong>-Sportgesprächs (&#8220;Stunde der Lobbyisten&#8221;) mit den MdBs Peter Danckert (SPD, Hertha BSC, NADA, Pferdesportverband BB u.a.), Detlef Parr (FDP), Eberhard Gienger (CDU, DOSB-VP) und Winfried Hermann, waren drei MdBs ganz erschrocken, wie familiär-zurückhaltend ich mich aufgeführt habe. Nun ja, es war diesmal meine Aufgabe, gemeinsam mit Herbert Fischer-Solms Fragen zu stellen:</p>
<p><a title="DLF vom 13. September 2009" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/09/13/dlf_20090913_2330_afff0347.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Unlängst wurde <a title="Kommentare zu &quot;We are family ...&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=4265#comment-14389" target="_self">andiskutiert</a>, warum es so wenige journalistische Berichte zur abgelaufenen Sport-Legislaturperiode gibt. Keine Ahnung, müsste ich antworten, wollte ich nicht anecken. Fällt mir aber schwer, deshalb sage ich lieber, und zwar vorsichtig: Es zeigt wohl eher, wie unpolitisch und unkritisch der deutsche Sportjournalismus immer noch ist.</p>
<p>Ein bisschen was habe ich nun doch gefunden, es ist seit der kleinen Aufstellung vor drei Tagen etwas hinzugekommen. Das bisschen also notiere ich hier, denn das Blog dient mir ja gewissermaßen auch als öffentliches Archiv.</p>
<ul>
<li>Michael Reinsch in der <strong>FAZ</strong>: &#8220;<a title="FAZ vom 25. September 2009" href="http://www.faz.net/s/Rub4D6E6242947140018FC1DA8D5E0008C5/Doc~EF2B406593BAE440B8C32B13288BC3CB0~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Der Machtkampf um den Sport</a>&#8220;</li>
</ul>
<p>So knallhart geht der geschätzte Kollege nicht mit den Abgeordneten ins Gericht. Schade eigentlich. Interessant finde ich dennoch einige Details, zum Beispiel:</p>
<blockquote><p>Nun wollen sich andere mit Macht dem Sport zuwenden. „Der Sportausschuss bleibt im Blick der FDP“, sagt der scheidende Abgeordnete Detlef Parr. Ihn kostete der Griff seiner Fraktion nach dem Kulturausschuss 2005 den Vorsitz im Sportausschuss. Nun soll Joachim Günther, FDP-Abgeordneter aus dem Vogtland, zum Zuge kommen. „Die Union will den Vorsitz im Ausschuss“, sagt aber auch Klaus Riegert, deren sportpolitischer Sprecher.</p></blockquote>
<p>Joachim Günther von der FDP also. Hat bislang kaum etwas Substanzielles beigetragen, würde ich sagen und führe als bescheidenen Beweis einmal mehr meine <a title="tag: Notizen vom Sportausschuss" href="http://jensweinreich.de/?cat=1889" target="_self">Notizen</a> an. Ein FDP-Mann an der Spitze des Sportausschusses? Dann hätte das UDIOCM, also der DOSB-Präsident Thomas Bach, langjähriges FDP-Mitglied, Ziehkind etlicher FDP-Minister und über die Jahre auch in einigen FDP-Gremien aktiv, endlich alles in seiner Hand. Sofern er es nicht ohnehin schon hat.</p>
<ul>
<li>Tobias Reitz auf <strong>Zeit Online</strong>: &#8220;<a title="Zeit Online vom 25. September 2009" href="http://www.zeit.de/sport/2009-09/sportpolitik-bundestagswahl-parteiprogramm" target="_self">Auf zur Wahl, Sportsfreund!</a>&#8220; </li>
<li>Oliver Fritsch auf <strong>Zeit Online</strong> im Gespräch mit Winfried Hermann: <a href="http://www.zeit.de/sport/2009-09/winfried-hermann-sportausschuss?page=1"><span style="color: #6b8e23;">“Wir reden viel, aber handeln nicht?</span></a>. (Stimmt)</li>
<li>Schon von Ende August, Wolfgang Hettfleisch in der <strong>FR</strong> über Peter Danckert: <a rel="nofollow" href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/sport/aktuell/1904942_Peter-Danckert-Der-heimliche-Sportminister.html?sid=40bcf782fe9d87ac824523f0cf71612e">&#8220;Der heimliche Sportminister&#8221;</a>.</li>
<li>Zwei Beiträge von mir: <a rel="nofollow" href="http://www.zeit.de/sport/2009-09/sportausschuss-danckert-gienger-freitag-hermann">&#8220;Wo Politiker die Lobbyisten sind&#8221;</a> (<strong>Zeit Online</strong>) und <a rel="nofollow" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0923/sport/0031/index.html">&#8220;Akrobatik unter Kameraden&#8221;</a> (<strong>Berliner Zeitung</strong>/der komplette Text <a title="Originalbeitrag zum Sportausschuss" href="http://jensweinreich.de/?p=4265#comment-14390" target="_self">steht hier</a>.)</li>
</ul>
<p>Und schließlich hat sogar der <strong>DOSB</strong> etwas geliefert &#8211; vielen Dank. Ich habe mich durch die Sport-Erwähnungen in den Parteiprogrammen sowie die Q &amp; A Sessions von Sportverbänden und Parteien tatsächlich durchgekämpft. Ich meine, bis 18 Uhr und zur ersten Hochrechnung ist ja noch etwas Zeit, wer mag:</p>
<ul>
<li><a title="Sport in den Wahlprogrammen" href="http://www.dosb.de/fileadmin/fm-dosb/downloads/News-Downloads/Sport_in_den_Wahlprogrammen_der_Parteien.pdf" target="_blank">Sport in den Wahlprogrammen</a> der Parteien</li>
<li><a title="CDU zum Sport" href="http://www.dosb.de/fileadmin/Bilder_allgemein/Veranstaltungen/DOSB-Wahlhearing/DOSB-Wahlhearing_CDU.pdf" target="_blank">CDU-Antworten</a> auf Fragen der Sportverbände</li>
<li><a title="SPD zum Sport" href="http://www.dosb.de/fileadmin/Bilder_allgemein/Veranstaltungen/DOSB-Wahlhearing/DOSB-Wahlhearing_SPD.pdf" target="_blank">SPD-Antworten</a> auf Fragen der Sportverbände</li>
<li><a title="Grüne zum Sport" href="http://www.dosb.de/fileadmin/Bilder_allgemein/Veranstaltungen/DOSB-Wahlhearing/DOSB-Wahlhearing_Buendnis90DieGruenen.pdf" target="_blank">Grünen-Antworten</a> auf Fragen der Sportverbände</li>
<li><a title="FDP zum Sport" href="http://www.dosb.de/fileadmin/Bilder_allgemein/Veranstaltungen/DOSB-Wahlhearing/DOSB-Wahlhearing_FDP.pdf" target="_blank">FDP-Antworten</a> auf Fragen der Sportverbände</li>
<li><a title="Linke zum Sport" href="http://www.dosb.de/fileadmin/Bilder_allgemein/Veranstaltungen/DOSB-Wahlhearing/DOSB-Wahlhearing_DiIE_LINKE.pdf" target="_blank">Linke-Antworten</a> auf Fragen der Sportverbände</li>
</ul>
<p>Ich komme etwaigen Fragen zuvor: Ja, ich lasse mich bei meiner Wahl durchaus von den deprimierenden Erfahrungen in der Sportfamilie leiten.</p>
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		<item>
		<title>Was vom Tage übrig bleibt (43): München 2018 wirbt mit hoch dekoriertem Anabolika-Doper</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 12:49:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einige Lesebefehle, querbeet: Deutschland hat jetzt einen &#8220;Nationalen Dopingpräventionsplan&#8220;, den der DOSB gemeinsam mit NADA, BMI und Sportministerkonferenz (SMK) verabschiedet hat. Dazu würde mich die Meinung von Professor Gerhard Treutlein interessieren. Habe ich während und kurz nach der Leichtathletik-WM verpasst, zum Thema Kommunikationsherrschaft &#38; more: Oliver Fritsch im Direkten Freistoß: &#8220;Monopol: Wollen Verbände auch Bilder vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einige Lesebefehle, querbeet:</p>
<ul>
<li>Deutschland hat jetzt einen &#8220;<a title="Nationaler Dopingpräventionsplan" href="http://www.dsj.de/" target="_blank"><strong>Nationalen Dopingpräventionsplan</strong></a>&#8220;, den der <a title="DOSB-PM zum Dopingpräventionsplan" href="http://newsletter.dosb.de/newsletter/newsletter.php?id=1442&amp;html=1" target="_blank">DOSB</a> gemeinsam mit NADA, BMI und Sportministerkonferenz (SMK) verabschiedet hat. Dazu würde mich die Meinung von <a title="tag: Gerhard Treutlein" href="http://jensweinreich.de/?s=treutlein" target="_self">Professor Gerhard</a> <a title="Zentrum für Dopingprävention Heidelberg" href="http://www.contradoping.de/contradoping/" target="_blank">Treutlein</a> interessieren.</li>
</ul>
<p>Habe ich während und kurz nach der <a title="tag: Leichtathletik-WM" href="http://jensweinreich.de/?cat=854" target="_self">Leichtathletik-WM</a> verpasst, zum Thema <strong>Kommunikationsherrschaft</strong> &amp; more:</p>
<ul>
<blockquote>
<li>Oliver Fritsch im <strong>Direkten Freistoß</strong>: &#8220;<a title="Direkter Freistoß vom 22. August 2009" href="http://www.direkter-freistoss.de/2009/08/22/dfb-telekom-obermann-bildrecht-nfv/" target="_self">Monopol: Wollen Verbände auch Bilder vom Amateurfußball verbieten?</a>&#8220;</li>
<li>und &#8220;<a title="Direkter Freistoß: &quot;Datenschützer: Das Sky-Angebot des DFB ist rechtswidrig&quot;" href="http://www.direkter-freistoss.de/2009/08/29/dfb-sky-datenschutz-bussgeld-brin/" target="_blank">Datenschützer: Das Sky-Angebot des DFB ist rechtswidrig</a>&#8220;</li>
<li>sowie das update dazu: &#8220;<a title="Direkter Freistoß: &quot;Datenschützer: Der DFB lässt seine Vereine im Regen stehen&quot;" href="http://www.direkter-freistoss.de/2009/09/05/dfb-sky-datenschutz/" target="_blank">Datenschützer: Der DFB lässt seine Vereine im Regen stehen</a>&#8220;</li>
</blockquote>
</ul>
<p>Ein JAKO-Nachtrag:</p>
<ul>
<li>Jürgen Kalwa auf <strong>Carta</strong>: &#8220;<a title="Carta.info: Jürgen Kalwa, &quot;Meinungsstreit auf dem Niveau eines Duells&quot;" href="http://carta.info/14089/jako-abmahnungen/" target="_blank">Meinungsstreit auf dem Niveau eines Duells</a>&#8220;</li>
</ul>
<p>Weiter im Text:</p>
<ul>
<li>Dominik Sinnreich im Wiener <strong>Kurier</strong> mit einem (seltenen) Interview mit Judo-Weltverbandspräsident und Putin-Freund <a title="tag: Marius Vizer" href="http://jensweinreich.de/?s=vizer" target="_self">Marius Vizer</a>: &#8220;<a title="Kurier vom 1. September 2009" href="http://kurier.at/sport/1934942.php" target="_blank">Der Judo-Präsident liebt den Schatten</a>&#8220;</li>
<li>Der <a title="Chemieblogger vom 3. September 2009" href="http://www.chemieblogger.de/2009/09/03/angriff-von-rechts-aussen-blaschke-ueber-neonazis-bei-lok/" target="_blank">Chemieblogger</a> über das <strong>Zeit-Dossier</strong> von Ronny Blaschke: &#8220;<a title="Dossier Die Zeit" href="http://www.zeit.de/2009/37/DOS-Lok-Leipzig" target="_blank">Angriff von  rechts außen</a>&#8221; <span style="text-decoration: line-through;">(sollte das Dossier online auftauchen, verlinke ich gern)</span></li>
<li>Die <a title="CAS zum Pechstein-Eilantrag" href="http://www.tas-cas.org/en/infogenerales.asp/4-3-3420-1092-4-1-1/5-0-1092-15-1-1/" target="_blank">Entscheidung</a> des Welt-Sportgerichtshofs <strong>CAS</strong> zum Eilantrag von <a title="tag: Der Fall Pechstein" href="http://jensweinreich.de/?cat=1590" target="_self">Claudia Pechstein</a>. Im Kern geht es darum:</li>
</ul>
<blockquote><p>The Panel found that the Athlete had &#8220;discharged the burden on her of demonstrating that a provisional measure allowing her to practice and train with the DESG and/or a club was necessary to protect her chances to qualify for the Vancouver Winter Olympic Games of 2010, although she had not demonstrated that a full stay of the Appealed Decision was needed to protect her position&#8221;. As a consequence, the leave granted is strictly confined to training and practice sessions and does not allow Claudia Pechstein to take part in any skating competition sanctioned by a sports authority at any level whatsoever, be it international, national or local. </p></blockquote>
<p><strong><a title="tag: München 2018" href="http://jensweinreich.de/?cat=49" target="_self">Münchens Olympiabewerber</a></strong> schießen wieder mal den Vogel ab. Wer bei drei nicht auf einen Baum gehüpft war, wurde flugs zum &#8220;<a title="München 2018" href="http://www.muenchen2018.org/de/muenchen-2018-das-erfolgreiche-botschafter-team-stellt-sich-vor" target="_blank">Sport-Botschafter der Bewerbung</a>&#8221; ernannt. Oh Gott, die Liste ist lang, und sie wird bald noch länger: <span id="more-5144"></span></p>
<ol>
<li>Ronny Ackermann</li>
<li>Peter Angerer</li>
<li>Tobias Angerer</li>
<li>Daniel Arnold </li>
<li>Jochen Behle</li>
<li>Petra Behle</li>
<li>Verena Bentele</li>
<li>Willy Bogner </li>
<li>Timo Boll</li>
<li>Heiner Brand</li>
<li>Martin Braxenthaler</li>
<li>Uschi Disl</li>
<li>Heide Ecker-Rosendahl</li>
<li>Martina Ertl-Renz</li>
<li>Fritz Fischer</li>
<li>Anni Friesinger-Postma</li>
<li>Gerd Gradwohl</li>
<li>Michael Greis</li>
<li>Michael Gursinsky</li>
<li>Georg Hackl</li>
<li>Fabian Hambüchen</li>
<li>Sven Hannawald</li>
<li>Frank Höfle</li>
<li>Wolfgang Hoppe</li>
<li>Anja Huber</li>
<li>Andreas Kapp</li>
<li>Uli Kapp</li>
<li>Dr. Erhard Keller</li>
<li>Udo Kießling</li>
<li>Marika Kilius </li>
<li>Amelie Kober</li>
<li>Silke Kraushaar-Pielach</li>
<li>Erich Kühnhackl</li>
<li>Christoph Langen</li>
<li>Frank Luck</li>
<li>Roland Matthes</li>
<li>Rosi Mittermaier</li>
<li>Ulrike Nasse-Meyfarth</li>
<li>Magdalena Neuner</li>
<li>Christian Neureuther</li>
<li>Felix Neureuther</li>
<li>Christin Priebst</li>
<li>Lars Riedel</li>
<li>Maria Riesch</li>
<li>Frank Rommel</li>
<li>Andrea Rothfuss</li>
<li>Evi Sachenbacher-Stehle</li>
<li>Wolfgang Sacher</li>
<li>Martin Schmitt</li>
<li>Manfred Schnelldorfer</li>
<li>Andrea Schöpp</li>
<li>Michael Teuber</li>
<li>Dieter Thoma</li>
<li>Markus Wasmeier</li>
<li>Jens Weißflog</li>
<li>Kati Wilhelm</li>
<li>Wojtek Czyz</li>
<li>Klaus Wolfermann</li>
<li>Kathrin Wolff</li>
</ol>
<p>Darunter ist also <a title="Kommentar zu Frank Luck" href="http://jensweinreich.de/?p=5144#comment-14068" target="_self">mindestens</a> ein ehemaliger Doper: Der Biathlet <strong>Peter Angerer</strong>, Olympiasieger 1984, war von 1986-1987 wegen <a title="Treutlein/Singler: Doping im Spitzensport, Teil 1" href="The Panel found that the Athlete had “discharged the burden on her of demonstrating that a provisional measure allowing her to practice and train with the DESG and/or a club was necessary to protect her chances to qualify for the Vancouver Winter Olympic Games of 2010, although she had not demonstrated that a full stay of the Appealed Decision was needed to protect her position?. As a consequence, the leave granted is strictly confined to training and practice sessions and does not allow Claudia Pechstein to take part in any skating competition sanctioned by a sports authority at any level whatsoever, be it international, national or local. " target="_blank">Anabolikadopings</a> gesperrt und überraschte im Februar 1993 im Bayerischen Rundfunk mit einer putzigen Argumentation:</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Würde man aber unerlaubte Substanzen zulassen, wären sie für jedermann zugänglich und damit bei Chancengleichheit wieder überflüssig.&#8221;</strong></p></blockquote>
<p>Ich denke mal, die Verpflichtung von Angerer ist ein Teil des Dopingpräventionsplans.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Was vom Tage übrig bleibt (41): &#8220;Dream Chasers&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/08/31/was-vom-tage-ubrig-bleibt-41-dream-chasers/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 10:35:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Samaranch must resign&#8221; fordert die Initiative Democracy and Dignity in Sport - wer mag, kann die Initiative mit seiner Stimme unterstützen. Reckt er nicht vorbildlich seinen rechten Arm zum Gruß, der Falangist Juan Antonio Samaranch? Der Senior ist inzwischen stolze 88 Jahre alt, war kürzlich bei der Leichtathletik-WM Stammgast im Berliner Olympiastadion und werkelt munter für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5070" title="Screenshot Democracy and Dignity in Sport" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/08/samaranch-must-resign-screen.gif" alt="" width="500" height="187" /></p>
<p><strong>&#8220;Samaranch must resign&#8221;</strong> fordert die <a title="Samaranch must resign" href="http://www.democracyanddignityinsport.cat/" target="_blank"><strong>Initiative Democracy and Dignity in Sport</strong></a> - wer mag, kann die Initiative mit seiner Stimme unterstützen. Reckt er nicht vorbildlich seinen rechten Arm zum Gruß, der Falangist Juan Antonio Samaranch? Der Senior ist inzwischen stolze 88 Jahre alt, war kürzlich bei der Leichtathletik-WM Stammgast im Berliner Olympiastadion und werkelt munter für die Olympiabewerbung Madrids, auch wenn <a title="Samaranch Junior" href="http://jensweinreich.de/?p=3394" target="_self">sein Filius anderes erzählt</a>.</p>
<p>Lasse sich nur niemand von gelegentlichen Äußerungen täuschen, das Foto sei &#8220;gerade aufgetaucht&#8221;. Andrew Jennings, der Anfang der 1990er Jahre gemeinsam mit katalanischen Gefährten in Barcelonas Archiven schon andere Fotos ausgegraben hat, veröffentlichte <a title="Transparency in Sport" href="http://transparencyinsport.org/The_IOCs_Favourite_Fascist/Images-the_IOCs_favourite_fascist(page1)/(1)samaranch-fascist-salute(full).jpg" target="_blank">das Bild</a> vor einem Jahr kurz vor den Olympischen Spielen in Peking &#8211; verbunden mit der rethorischen Frage: <a title="Transparency in Sport" href="http://transparencyinsport.org/The_IOCs_Favourite_Fascist/the_iocs_favourite_fascist.html" target="_blank">Why Juan Antonio’s right arm is more muscular than his left? </a></p>
<ul>
<li>Nun ist die Petition gegen Samaranch sogar von der traditionell Samaranch-freundlichen <strong>London Times</strong> aufgegriffen wurden (&#8220;<a title="The Times, 12. August 2009" href="http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/europe/article6791326.ece" target="_self">Picture of fascist salute by IOC President Juan Antonio Samaranch sparks row</a>&#8220;). Bei der Times trieb jahrzehntelang der Samaranch-Fan, Samaranch-Biograf und olympische Ordensträger David Miller sein Unwesen.</li>
</ul>
<p>Nach der Leichtathletik-WM und einer Woche Durchatmen blieb einiges liegen. Das wird langsam abgearbeitet. Zum Wochenbeginn einige <strong>Lese- und Hörbefehle</strong>:</p>
<ul>
<li>Die neue Flo Jo? Tom Friend auf <strong>ESPN</strong> (&#8220;<a title="ESPN.com" href="http://sports.espn.go.com/espn/eticket/story?page=090826/flojo" target="_blank">Dream Chaser</a>&#8220;) über Mary, die sprintende Tochter der verstorbenen <a title="Florence Griffith-Joyner et al." href="http://jensweinreich.de/?p=994" target="_self">Fabel-Weltrekordlerin</a>, und die Familie Griffith-Joyner: &#8220;Al Joyner feels the presence of Florence Griffith 25 years after Olympic glory. Now, in their daugther, he sees a young Flo Jo&#8221;</li>
<li>Diese &#8220;<a title="Gutachten des Wissenschaftsrats zum BISp 2007" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/08/7696-07-gutachten-des-wr-zum-bisp-2007.pdf" target="_blank">wissenschaftspolitische Stellungnahme</a>&#8221; <em>(pdf, 65 Seiten, 172 kb)</em> des <a title="Homepage des Wissenschaftsrats" href="http://www.wissenschaftsrat.de/" target="_blank">Wissenschaftsrats</a> ist zwar schon zweieinhalb Jahre alt, sie illustriert dennoch ganz gut die Probleme des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BISp), die Daniel Drepper in den vergangenen Monaten für <strong>Zeit-online</strong> aufgedröselt hat &#8211; unter anderem in diesem Beitrag: &#8220;<a title="Daniel Drepper zum BISp auf zeit-online" href="http://www.zeit.de/online/2009/36/bundesinstitut-sportwissenschaften-kritik?page=1" target="_blank">Obersten Sportwissenschaftlern droht das Aus</a>&#8220;, über den <a title="Zum Forschungsprojekt Dopinggeschichte" href="http://jensweinreich.de/?p=3513" target="_self">hier</a> bereits <a title="Forschungsprojekt Doping" href="http://jensweinreich.de/?p=1330" target="_self">einige Zeit</a> diskutiert wird.</li>
<li>Jessica Sturmberg im <strong>Deutschlandfunk</strong> im Interview mit Karl Hagemann (SPD), Mitglied des Bundestags-Haushaltsausschusses, zur Frage, ob Steuergelder für das BISp verschwendet werden:</li>
</ul>
<p style="text-align: center;"><a title="DLF vom 29. August 2009" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/08/29/dlf_20090829_1947_4fea9bc5.mp3" target="_self">:</a></p>
<ul>
<li>Hans Leyendecker in der <strong>Süddeutschen Zeitung</strong> über den &#8220;<a title="SZ vom 30. August 2009" href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/451/485872/text/" target="_blank">Föderalen Wahnwitz ARD</a>&#8220;, über den in den nächsten Wochen auch am Beispiel des Prozesses gegen den ehemaligen MDR-Sportchef Wilfried Mohren zu reden sein wird</li>
<li>Peter Danckert <em>(SPD/Kuratoriumsmitglied der NADA, Präsident des Reitverbandes in Berlin-Brandenburg/Aufsichtsratsmitglied von Hertha BSC/Vorsitzender des Sportausschusses im Deutschen Bundestag/</em><a title="&quot;We are family&quot;..." href="http://jensweinreich.de/?p=4265" target="_self"><em>Mitglied der Familie des Sports</em></a><em>) </em>macht Wahlkampf, aber <a title="Peter Danckert (SPD) macht Wahlkampf - aber nicht mit dem Fall Pechstein" href="http://jensweinreich.de/?p=4564" target="_self">nicht mit dem Fall Pechstein</a>, wie wir wissen &#8211; und Wolfgang Hettfleisch widmet sich in der <strong>Frankfurter Rundschau</strong> dem &#8220;<a title="FR vom 27. August 2009" href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/sport/aktuell/1904942_Peter-Danckert-Der-heimliche-Sportminister.html?sid=40bcf782fe9d87ac824523f0cf71612e" target="_blank">heimlichen Sportminister</a>&#8220;</li>
</ul>
<p>Wenn schon vom alten Samaranch die Rede war, darf ein anderer Spitzbube nicht fehlen: <a title="tag: Jack Warner" href="http://jensweinreich.de/?s=jack+warner" target="_self">Jack Austin Warner</a>, der Altruist vom Weltverbesserer-Verein FIFA und Aktivist der Partei UNP. Ein Youtube-Fundstück &#8211; Jack the Ripper schimpft auf einer UNP-Veranstaltung über Andrew Jennings:</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2009/08/31/was-vom-tage-ubrig-bleibt-41-dream-chasers/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Die dazugehörigen Passagen aus den Jennings-Produktionen für die BBC sind auch ganz nett: <span id="more-5063"></span></p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2009/08/31/was-vom-tage-ubrig-bleibt-41-dream-chasers/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2009/08/31/was-vom-tage-ubrig-bleibt-41-dream-chasers/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Was vom Tage übrig bleibt (39): Whistleblower diesseits und jenseits des Teiches</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/08/04/was-vom-tage-ubrig-bleibt-39-whistleblower-diesseits-und-jenseits-des-teiches/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 08:28:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einige Lesebefehle. Zunächst Fachliteratur von und mit Volksvertretern des Deutschen Bundestages: Das Protokoll der Sportausschuss-Sitzung (pdf) vom November 2008, als der Grünen-Antrag, die Steuermittel für den Bund Deutscher Radfahrer wenigstens einzufrieren, kollektiv abgeschmettert wurde. Es war eine denkwürdige Sitzung der Sportfamilie. Ebenfalls aus dem Sportausschuss: Fachgespräch zum Thema Gendoping &#8230; &#8230; und Protokoll der 76. Sitzung: Medikamentenmissbrauch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einige Lesebefehle. Zunächst Fachliteratur von und mit Volksvertretern des Deutschen Bundestages:</p>
<ul>
<li>Das <strong><a title="Protokoll 60. Sitzung Sportausschuss, BDR" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/08/sportausschuss-protokoll-bdr1.pdf" target="_blank">Protokoll</a></strong> der Sportausschuss-Sitzung (pdf) vom November 2008, als der Grünen-Antrag, die Steuermittel für den <a title="Steuermittel für Sondermittel" href="http://jensweinreich.de/?p=1579" target="_self">Bund Deutscher Radfahrer</a> <a title="Das Eigenleben der BMI-Sportabteilung" href="http://jensweinreich.de/?p=1627" target="_self">wenigstens</a> <a title="Notizen vom Sportausschuss (2): Steuermittel für den BDR?" href="http://jensweinreich.de/?p=1383" target="_self">einzufrieren</a>, <a title="Bundesinnenministerium unterstützt den Bund Deutscher Radfahrer" href="http://jensweinreich.de/?p=1556" target="_self">kollektiv</a> <a title="Der Umfaller" href="http://jensweinreich.de/?p=1652" target="_self">abgeschmettert</a> wurde. Es war eine <a title="Die Umfaller: Sport-Lobbyisten im Bundestag" href="http://jensweinreich.de/?p=1694" target="_self">denkwürdige Sitzung</a> der <a title="&quot;We are family&quot;: der kritische Schulterschluss von Politik, Sport und Sportwissenschaft" href="http://jensweinreich.de/?p=4265" target="_self">Sportfamilie</a>.</li>
<li>Ebenfalls aus dem Sportausschuss: Fachgespräch zum Thema <a title="Protokoll Sportausschuss 49. Sitzung" href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a05/anhoerungen/49__Protokoll__Thema_Gendoping_.pdf" target="_blank"><strong>Gendoping</strong></a> &#8230;</li>
<li>&#8230; und Protokoll der <a title="Notizen vom Sportausschuss (10): Doping im Freizeit und Breitensport" href="http://jensweinreich.de/?p=3899" target="_self">76. Sitzung</a>: <a title="Protokoll 76. Sitzung Sportausschuss, BDR" href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a05/anhoerungen/76__Protokoll.pdf" target="_blank">Medikamentenmissbrauch im Freizeit- und Breitensport</a></li>
</ul>
<p>Korruption &amp; more:</p>
<ul>
<li>Das ging ein wenig unter in den vergangenen Tagen (und Wochen zuvor): <a title="EHF Pressemitteilung" href="http://www.eurohandball.com/article/12472" target="_blank">EHF Arbitration Tribunal takes final decision in prominent case</a>. Dazu Andreas Lesch in der <strong>Berliner Zeitung</strong>: &#8220;<a title="BLZ vom 1. August 2009" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0801/sport/0025/index.html" target="_blank">Landschaft voller Mauscheleien &#8211; Die Sperre der Schiedsrichter Frank Lemme und Bernd Ullrich versetzt den Handball in Aufruhr</a>&#8220;</li>
<li>Und dieses Interview hier auf &#8220;<strong>Planet Interview</strong>&#8220;, das ich eben erst entdeckt habe, ausgerechnet mit <a title="Bernd-Uwe Hildebrandt" href="http://jensweinreich.de/?p=88" target="_self">Bernd-Uwe Hildebrandt</a> finde ich dann doch etwas gewagt schräg: &#8220;<a title="Planet Interview" href="http://planet-interview.de/interview-bernd-uwe-hildebrandt-24042009.html#4" target="_blank">Das Potential für Manipulationen ist sehr groß</a>&#8220;</li>
<li>Die pdf-Zeitschrift der Antikorruptionsorganisation <strong>Transparency International</strong> (deutsche Sektion) mit einem <a title="TI, Scheinwerfer 44: Whistleblower" href="http://transparency.de/fileadmin/pdfs/Rundbriefe/Scheinwerfer_44_III_2009_Hinweisgeber.pdf" target="_blank">Themenschwerpunkt Whistleblower</a> (Hinweisgeber)</li>
</ul>
<p>Andere Länder, andere Sportarten, andere Sitten:</p>
<ul>
<li>In Thüringen, in der Tageszeitung <strong>Freies Wort</strong>, <a title="Freies Wort, Interview mit Frank Ullrich" href="http://www.freies-wort.de/sport/sport/thueringensportfw/art2491,1009978" target="_blank">interviewt</a> Thomas Sprafke den Thüringer Helden und von einer <a title="Renaissance der Gänsefüsschen ..." href="http://jensweinreich.de/?p=4365" target="_self">Gänsefüsschen-Kommission</a> des Deutschen Skiverbandes entlasteten Biathlontrainer Frank Ullrich</li>
</ul>
<p>Meine, nun ja, Lieblingspassage:</p>
<blockquote><p><em>Denken Sie jetzt ernsthaft darüber nach, von dem vor einem Jahr angekündigten Rücktritt abzurücken?</em></p>
<p>Der gewaltige Zuspruch hat mich tatsächlich zum Nachdenken animiert. Doch ich will das Thema gar nicht so hoch hängen. Bis zum Ende des Winters möchte ich meine ganze Energie in die Mannschaft stecken. Ich werde nach der Saison gewiss nicht mehr Bundestrainer sein. Es ist aber nun viel wahrscheinlicher, dass ich dem Biathlonsport weiter verbunden bleibe.</p>
<p><em>In welcher Form?</em></p>
<p>Das wird man sehen.</p>
<p><em>Als Funktionär?</em></p>
<p>Möglicherweise.</p>
<p><em>Gab es Anfragen aus anderen Bereichen wie der Politik oder der Wirtschaft?</em></p>
<p>Einige wenige.</p>
<p><em>Die Olympischen Spiele stehen vor der Tür. Wie ist die Saison angelaufen?</em></p>
<p>Planmäßig. (&#8230;)</p></blockquote>
<ul>
<li><a title="Antje und Henner Misersky: &quot;Erst die Medaillen, dann die Moral!&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=3468" target="_self">Henner Misersky</a> hat sich hier im Blog <a title="Kommentar von Henner Misersky zu: Renaissance der Gänsefüsschen ..." href="http://jensweinreich.de/?p=4365#comment-11707" target="_self">einmal mehr</a> in die Diskussion über die Doping- und Stasitrainer eingeschaltet</li>
</ul>
<p>Doping auf der anderen Seite des großen Teiches:</p>
<ul>
<li>Scott M. Reed im <strong><span style="color: #000000;">Orange County Register</span></strong> 25 Jahre nach den Spielen von Los Angeles über die Dopingvertuschungen des USOC: &#8220;<a title="Orange County Register" href="http://www.ocregister.com/articles/usoc-testing-athletes-2515888-positive-drug" target="_blank">Early effort to drug test Olympic athletes kept secret</a>&#8221; - with organizers and athletes alike uncomfortable with testing regimen, officials chose to keep 1984 results confidential</li>
</ul>
<p><em>(Just in case, ich müsste mich wieder gegen Vorwürfe verteidigen, hier würden </em><a title="Vor 25 Jahren: Uwe Hohn &amp; Co. &amp; grünes Licht für Dopingmittel" href="http://jensweinreich.de/?p=4299" target="_self"><em>sonst nur DDR-Doper gewürdigt</em></a><em>: Über die Vertuschungsaktionen in Los Angeles und jenen angeblichen mysteriösen Einbruch im Biltmore-Hotel im Zimmer des IOC-Medizinchefs, bei dem positive Proben verschwanden, habe ich schon vor anderthalb Jahrzehnten geschrieben, u.a. im Buch &#8220;Muskelspiele&#8221; gemeinsam mit Thomas Kistner. Eine Zusammenfassung zur &#8220;</em><a title="BLZ vom 26. April 2003" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2003/0426/sport/0005/index.html" target="_blank"><em>Achse der Täuscher</em></a><em>&#8220;)</em></p>
<ul>
<li>James Christie in <strong>The Globe and Mail</strong> über Beckie Scott, die zwei Jahre nach den Winterspielen in Salt Lake City, wo sie zunächst &#8220;Dritte&#8221; geworden war, zur Olympiasiegerin aufstieg: &#8221;<a title="The Globe and Mail, 3. August 2009" href="http://www.theglobeandmail.com/sports/beckie-scott/article1239758/" target="_blank">Cross-country skier who captured the country&#8217;s imagination now a mother and advocate for Olympic athletes for the IOC</a>&#8220;</li>
<li>Auf <strong>trackalerts.com</strong> finden sich <a title="trackalerts.com" href="http://www.trackalerts.com/?p=2304" target="_blank">etliche Geschichten</a> zu den jamaikanischen Dopingfällen, einfach mal vorbeischauen</li>
<li>Jürgen Kalwa berichtet in der <strong>American Arena</strong> über die Haltung der Baseball-Gewerkschaft: Für die ist <a title="Jürgen Kalwa, American Arena" href="http://american-arena.blogspot.com/2009/08/baseball-gewerkschaft-veroffentlichung.html" target="_blank">die Veröffentlichung der Namen von Dopern ein Verbrechen</a></li>
</ul>
<p>Schließlich noch etwas Harmloses für Statistik-Freaks (und Liebhaber):</p>
<ul>
<li><a title="www.rsssf.com" href="http://www.rsssf.com/players/prolific.html#gmueller" target="_blank">Die besten Torjäger des Weltfußballs</a> (via <a title="Probek Blog" href="http://www.probek.net" target="_blank">Probek</a> auf Twitter)</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Was vom Tage übrig bleibt (38): Möchtegern-Dopingjäger jagt &#8220;Claudias Boyfriend&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/07/26/was-vom-tage-ubrig-bleibt-38-mochtegern-dopingjager-jagt-claudias-boyfriend/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 12:18:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während die wegen dringenden Blutdopingverdachts gesperrte deutsche Rekord-Winterolympionikin Claudia Pechstein auf ihrer Webseite weiter &#8211; Achtung, Kommentar &#8211; Unsinn verbreitet und über &#8220;Möchtegern-Dopingjäger&#8221; unter den Journalisten schimpft, wird der Fall spannender. Mit den Elaboraten der Dame, die wohl eher von ihren Beratern fabriziert werden (die gern auch bei den vielen Interviews dabei sind und korrigierend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während die wegen dringenden <a title="Claudia Pechstein von der ISU wegen Blutdopings gesperrt" href="http://jensweinreich.de/?p=4108" target="_self">Blutdopingverdachts</a> gesperrte deutsche Rekord-Winterolympionikin Claudia Pechstein auf ihrer Webseite weiter &#8211; <em>Achtung, Kommentar</em> &#8211; Unsinn verbreitet und über &#8220;<a title="Webseite Claudia Pechstein" href="http://www.claudia-pechstein.de/index2.shtml" target="_blank">Möchtegern-Dopingjäger</a>&#8221; unter den Journalisten schimpft, wird der Fall spannender. Mit den Elaboraten der Dame, die wohl eher von ihren Beratern fabriziert werden (die gern auch bei den vielen Interviews dabei sind und korrigierend eingreifen), will ich mich gar nicht weiter befassen. Kann jeder nachlesen. Viel interessanter ist, was einer dieser &#8220;Möchtegern-Dopingjäger&#8221; gestern in der <strong>Süddeutschen Zeitung</strong> schreibt.</p>
<p>Lesebefehl:</p>
<ul>
<li>&#8220;<a title="SZ vom 25. Juli 2009" href="http://www.sueddeutsche.de/sport/345/481813/text/" target="_blank">Besuch von Claudias Boyfriend</a>&#8221; &#8211; Thomas Kistner in der SZ: &#8220;Hamars Polizei ermittelt, ein Mitarbeiter der Pechstein-Agentur soll zu intensiv im Labor recherchiert haben&#8221;. Der dazugehörige Kommentar: &#8220;<a title="SZ vom 25. Juli 2009" href="http://www.sueddeutsche.de/c55383/2981201/Glaubwuerdigkeit-ausgereizt.html" target="_blank">Glaubwürdigkeit ausgereizt</a>&#8220;</li>
</ul>
<p>Der &#8220;<a title="Theodor-Wolff-Preis 2008" href="http://www.bdzv.de/1916.html" target="_blank">Möchtegern-Dopingjäger</a>&#8221; Thomas Kistner, der <a title="Muskelspiele - Rowohlt Berlin Verlag, 1996" href="http://jensweinreich.de/?page_id=26" target="_self">mir</a> <a title="Das Milliardenspiel - Fischer Taschenbuch Verlag, 1998" href="http://jensweinreich.de/?page_id=6" target="_self">nicht</a> <a title="Der olympische Sumpf - Piper Verlag, 2000" href="http://jensweinreich.de/?page_id=25" target="_self">ganz</a> <a title="Korruption im Sport - Forum Verlag Leipzig, 2006" href="http://jensweinreich.de/?page_id=27" target="_self">unbekannt</a> ist, erzählt eine spannende Geschichte, die sich am 17. Juli 2009 in Hamar zugetragen hat, dort wo Claudia Pechstein 1994 Olympiasiegerin geworden war und im Februar 2009 nach <a title="Die Blutkontrollen von Claudia Pechstein" href="http://jensweinreich.de/?p=4210" target="_self">wiederholt extrem erhöhten Retikulozytenwerten</a> ihren vorerst letzten Wettkampf absolvierte:</p>
<blockquote><p>(&#8230;) &#8220;Gegen 20.45 Uhr traf die Polizeistreife ein, das Krankenhaus liegt vier Minuten von hier&#8221;, sagt (<em>Hamars Polizeisprecher</em>) Fremstan. Die Kollegen hätten die Personalien des aufdringlichen Deutschen überprüft und ihn dann der Klinik verwiesen. &#8220;Ihm wurde gesagt, er kommt in Haft, falls er zurückkehren oder sich nahe der Wohnung der belästigten Frau aufhalten sollte.&#8221;</p>
<p>Umgehend landete der Vorfall auch beim Eislaufweltverband ISU. Deren Anti-Doping-Beauftragter, der niederländische Professor Harm Kuipers, erklärte auf <em>SZ</em>-Anfrage: &#8220;Ich kann bestätigen, dass dieser Vertreter der <a title="Powerplay AG" href="http://www.powerplay.ag/kontakt.html" target="_blank">Agentur Powerplay</a> in Hamar aufgetreten ist und von der Polizei aus der Klinik entfernt werden musste. Ich kann auch bestätigen, dass die Klinik in Hamar eine Anzeige erstattet hat.&#8221; Kuipers geht davon aus, &#8220;dass auch die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada informiert wird&#8221;.</p>
<p>Und Polizeisprecher Fremstan sagt: &#8220;Das Hospital hat um Untersuchung gebeten. Wir werden ermitteln und den Report an die deutsche Polizei senden.&#8221; (&#8230;)</p></blockquote>
<p>In Hamars Krankenhaus unterwegs war Rafael Jockenhöfer, angeblich &#8220;Journalist&#8221; und Geschäftsführer der Powerplay-Filiale Permedia (<em>Screenshot Powerplay AG</em>):</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-4350" title="Screenshot www.powerplay.ag vom 26. Juli 2009" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/07/screenshot-powerplay.gif" alt="" width="500" height="217" /></p>
<p>Interessant auch dies:</p>
<blockquote><p>(&#8230;) Am Freitag distanzierten sich beide Anwälte von den Ereignissen in Hamar. Bergmann teilte mit, seine Mandantin habe den Agenten &#8220;weder beauftragt noch gebeten, für sie tätig zu werden, insbesondere Informationen zu beschaffen. Das Tätigwerden des Herrn, von dem unsere Mandantin erst jetzt erfahren hat, gehört mithin nicht zur Verteidigungsstrategie meiner Mandantin.&#8221; Breucker erklärt: &#8220;Der geschilderte Vorgang ist der DESG bislang nicht bekannt und betrifft, wenn er zutrifft, offenbar auch nicht Vertreter oder Mitglieder der DESG.&#8221; (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Aber, keine Sorge, Frau Pechstein wird auch diese obskure Episode sicher bald aufklären. Denn schließlich bereiten ihre Berater (Manager Grengel/Schwiegersohn ihres langjährigen Trainers Joachim Franke, Anwalt Bergmann) ja eine Pressekonferenz vor. Da werden sie vielleicht (erstmals) auch Fakten auf den Tisch legen. Schließlich versprach die Olympiasiegerin zuletzt am <a title="Webseite Claudia Pechstein" href="http://www.claudia-pechstein.de/index2.shtml" target="_blank">20. Juli</a>: <span id="more-4347"></span></p>
<blockquote><p>(&#8230;) Es gibt immer eine zweite Seite der Medaille. Und die werde ich ausführlich auf meiner Pressekonferenz vorstellen. Diese wird zurzeit noch vorbereitet, die endgültige Terminfindung ist kurz vor dem Abschluss. Sobald es soweit ist, werde ich den Termin bekannt geben. Bis dahin bitte ich noch um ein wenig Geduld. Und um objektive Berichterstattung. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Gewiss doch.</p>
<p>Flink noch zwei Links:</p>
<ul>
<li>Robert Ide auf Zeit-online: &#8220;<a title="Zeit online: Die Schattenläuferin" href="http://www.zeit.de/online/2009/31/claudia-pechstein-doping" target="_self">Die Schattenläuferin</a>&#8220;</li>
<li>Berliner Morgenpost: &#8220;<a title="Berliner Morgenpost zu Hamar/Pechstein" href="http://www.morgenpost.de/sport/article1138348/Affaere_Pechstein_beschaeftigt_norwegische_Polizei.html" target="_blank">Affäre Pechstein beschäftigt norwegische Polizei</a>&#8220;:</li>
</ul>
<blockquote><p>(&#8230;) Ralf Grengel, Geschäftsführer der Powerplay Management GmbH und mit dem Journalisten Jockenhöfer seit vielen Jahren gut bekannt, war über die Aktion informiert. „Ich wusste davon“, bestätigte er der Berliner Morgenpost. „Für mich ist es nur legitim, die Original-Messprotokolle sehen zu wollen, die Claudia belasten. Bislang sind nur die von der ISU genannten Werte bekannt.“ Ein Original-Messprotokoll habe noch niemand gesehen. Sollte bei der Recherche unkorrekt agiert worden sein, sei „das natürlich nicht in Ordnung“. Von einer Strafanzeige sei ihm allerdings bisher nichts bekannt. Grengel bestätigte, seine Mandantin habe „von der Recherche nichts gewusst. Sie soll sich voll und ganz aufs Training konzentrieren.“ (&#8230;)</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was vom Tage übrig bleibt (37): Journalismus und Interessenskonflikte, USOC und Chicago 2016</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 07:40:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Um die Debatte über die Causa Hartelt, die ja eine Grundsatzdiskussion über die Aufgabe von (Sport)Journalismus und Interessenskonflikte ist, weiter zu bereichern, empfehle ich diese aktuelle Lektüre: Christian Humborg auf Carta: &#8220;Nebentätigkeiten: Abgeordnete und Journalisten im Vergleich&#8220; Bitte jetzt nicht nur mit dem erwartbaren Argument kommen, es ginge doch nicht zuvorderst um Nebentätigkeiten. Schon klar, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um die Debatte über die <a title="Doping und die Medien (2): der Fall Hartelt" href="http://jensweinreich.de/?p=4293" target="_self">Causa Hartelt</a>, die ja eine Grundsatzdiskussion über die Aufgabe von (Sport)Journalismus und Interessenskonflikte ist, weiter zu bereichern, empfehle ich diese aktuelle Lektüre:</p>
<ul>
<li>Christian Humborg auf <strong>Carta</strong>: &#8220;<a title="Carta vom 16. Juli 2009" href="http://carta.info/11689/nebentaetigkeiten-abgeordnete-und-journalisten-im-vergleich/" target="_self">Nebentätigkeiten: Abgeordnete und Journalisten im Vergleich</a>&#8220;</li>
</ul>
<p>Bitte jetzt nicht nur mit dem erwartbaren Argument kommen, es ginge doch nicht zuvorderst um Nebentätigkeiten. Schon klar, aber auch das. Vielmehr bitte mal diese Sätze von Christian Humborg, Geschäftsführer von Transparency International Deutschland, durchdenken, es lohnt sich:</p>
<blockquote><p>Wer Journalisten mit anderen Berufsgruppen vergleichen will, sollte sie lieber mit Beamten als mit Abgeordneten vergleichen, zumindest diejenigen, die bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten beschäftigt sind. Denn diese seien als sogenannte „Amtsträger&#8221; anzusehen, da ihr Arbeitgeber zu den „sonstigen Stellen der öffentlichen Verwaltung&#8221; zählen würde, urteilte das Landgericht Frankfurt am Main in der <a title="Die Barrieren des Jürgen Emig" href="http://jensweinreich.de/?p=1156" target="_self">Causa Emig</a> &#8211; allerdings ist das Urteil in Revision.</p></blockquote>
<p>Tatsächlich, sind Journalisten Amtsträger? Ich kann Humborgs Argumentation durchaus nachvollziehen. Und auch dies:</p>
<blockquote><p>Der Dienstherr der öffentlich-rechtlich beschäftigten Journalisten ist dafür verantwortlich, dass relevante Interessenkonflikte erst gar nicht entstehen.</p></blockquote>
<p>Zum Thema eines US Olympic TV Network: Die Überlegungen des USOC verärgern nicht nur <a title="Dick Ebersol: Olympias Milliardenmann" href="http://jensweinreich.de/?p=3411" target="_self">Dick Ebersols NBC</a>, sondern gefährden die Olympiachancen Chicagos. Die Pläne werden in den USA schon zwei Wochen heißt diskutiert. Ich hätte längst drauf eingehen wollen, habe nun aber doch gewartet, bis Jürgen Kalwa sich gewohnt routiniert zu Wort meldet :)</p>
<ul>
<li>Jürgen Kalwa in der <strong>American Arena</strong> (&#8220;<a title="American Arena: Chicago das Opfer der Kabale?" href="http://american-arena.blogspot.com/2009/07/chicago-das-opfer-der-kabale.html" target="_self">Chicago das Opfer der Kabale?</a>&#8220;) und im <strong>Deutschlandfunk</strong>: &#8220;<a title="DLF vom 18. Juli 2009: Störung im Programm" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1001685/" target="_blank">Störung im Programm</a>&#8220;</li>
<li>Alan Abrahamson (ein Angestellter von <strong>NBC Universal</strong>) mit den Beiträgen &#8220;<a title="On a USOC TV network: many questions, few answers" rel="bookmark" href="http://wcsnblogs.com/olympics/alanabrahamson/alanabrahamson/2009/07/08/on-a-usoc-tv-network-many-questions-few-answers/" target="_self">On a USOC TV network: many questions, few answers</a>&#8221; und &#8220;<a title="Alan Abrahamson: USOC TV network - the IOC responds" href="http://wcsnblogs.com/olympics/alanabrahamson/alanabrahamson/2009/07/09/usoc-tv-network-the-ioc-responds/" target="_self">USOC TV network &#8211; the IOC responds</a>&#8220;</li>
<li>Phil Hersh (<strong>Chicago Tribune</strong>) präsentiert den Beschwerdebrief des IOC-Marketingdirektors Timo Lumme auf seinem Blog <strong>Globetrotting</strong>:</li>
</ul>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-4316" title="IOC Brief an USOC vom 7. Juli 2009" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/07/ioc-letter-to-usoc.jpg" alt="" width="500" height="706" /></p>
<ul>
<li>Phil Hersh schreibt in der Tribune u.a. &#8220;<a title="Chicago Tribune vom 12. Juli 2009" href="http://www.chicagotribune.com/sports/olympics/chi-12-usoc-ioc-nbc-jul12,0,3349496.story" target="_blank">NBC sports chief believes USOC hurting Chicago&#8217;s bid for 2016 Olympics</a>&#8221; und in seinem Blog: &#8221;<a title="Globetrotting vom 9. Juli 2009" href="http://newsblogs.chicagotribune.com/sports_globetrotting/2009/07/the-inside-stuff-ioc-letter-on-us-olympic-network-dispute.html" target="_self">The inside stuff: IOC letter on U. S. Olympic Network dispute</a>&#8220;, &#8220;<a title="Globetrotting vom 9. Juli 2009" href="http://newsblogs.chicagotribune.com/sports_globetrotting/2009/07/usoc-words-actions-attitude-doing-chicago-olympic-bid-no-favors.html" target="_self">USOC words, actions, attitude doing Chicago Olympic bid no favors</a>&#8221; und &#8220;<a title="Globetrotting vom 15. Juli 2009" href="http://newsblogs.chicagotribune.com/sports_globetrotting/2009/07/by-philip-hershwant-to-know-why-the-international-olympic-committee-is-backing-nbc-in-its-dispute-with-the-us-olympic-commi.html" target="_self">Numbers game: IOC would be taxed without NBC revenues</a>&#8220;.</li>
</ul>
<p>Und wenn ich schon mal dabei bin: Einen anderen Blogbeitrag von Phil Hersh hatte ich längst mal verlinken wollen. Sein Email-Wechsel mit dem ehemaligen UCI-Präsidenten <a title="tag: Verbruggen" href="http://jensweinreich.de/?s=verbruggen" target="_self">Hein Verbruggen</a> zum lang währenden Streit um den <a title="Was vom Tage übrig bleibt (27)" href="http://jensweinreich.de/?p=3376" target="_self">USOC-Anteil am olympischen Marketing</a> ist eine Erwähnung wert. Es zeigt, wie Blogs Journalismus bereichern. Oder anders gesagt: <strong>Ich finde, das ist Journalismus auf der Höhe der Zeit.</strong> Aus Deutschland sind mir derartige Beispiele (in diesem Fachbereich) nicht bekannt. </p>
<ul>
<li>Lesebefehl: &#8220;<a title="Globetrotting vom 8. Juli 2009" href="http://newsblogs.chicagotribune.com/sports_globetrotting/2009/07/by-philip-hersh-over-the-past-several-months-i-have-written-several-blogs-about-the-ongoing-revenue-sharing-dispute-between.html" target="_self">Verbruggen on IOC-USOC money flap: Never a serious proposition from USOC</a>&#8220;</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Doping und die Medien (2): Der Fall Hartelt</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/07/15/doping-und-die-medien-2-der-fall-hartelt/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 11:29:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich hatte kürzlich zwei Arbeiten von Angelika Mikus und Lukas Eberle zur Diskussion gestellt, die sich mit dem weiten Feld der Dopingberichterstattung und journalistischen Verantwortung auseinander setzen. Die Lektüre dieser Arbeiten empfehle ich noch einmal wärmstens &#8211; zumal mich die Zugriffzahlen nicht überzeugen :) &#8211; auch mit dem Argument: Es ist Urlaubszeit, da sollte doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte kürzlich zwei Arbeiten von <a title="Doping und die Medien" href="http://jensweinreich.de/?p=4245" target="_self">Angelika Mikus und Lukas Eberle</a> zur Diskussion gestellt, die sich mit dem weiten Feld der Dopingberichterstattung und journalistischen Verantwortung auseinander setzen. Die Lektüre dieser Arbeiten empfehle ich noch einmal wärmstens &#8211; zumal mich die Zugriffzahlen nicht überzeugen :) &#8211; auch mit dem Argument: Es ist Urlaubszeit, da sollte doch Zeit bleiben, in langen Diplom- und Bachelorarbeiten zu schmökern.</p>
<p>Michael Ridder, Redakteur beim <strong>edp Medien</strong> macht mich auf einen neuen Fall aufmerksam, der sich zu diskutieren lohnt. Eine Geschichte mit bizarren Zügen. Im Kern geht es darum:</p>
<blockquote><p>Der CHIO in Aachen &#8211; vermarktet als &#8220;Weltfest des Pferdesports&#8221; &#8211; sollte die <a title="WDR Promotionsmaßnahmen rund ums CHIO" href="http://www.wdr.de/unternehmen/presselounge/pressemitteilungen/2009/06/20090626_chio-programm.phtml" target="_blank">WDR</a>-Zuschauer in der vergangenen Woche eigentlich wieder für den Reitsport begeistern, nachdem dieser seit den Olympischen Spielen 2008 überwiegend durch Dopingfälle in den Schlagzeilen war. Doch kurz vor Turnierbeginn wurde bekannt, dass im Körper des Pferds &#8220;Whisper&#8221; von Dressur-Ikone Isabell Werth das verbotene Mittel Fluphenacin gefunden wurde. Werth wurde umgehend gesperrt und durfte somit beim CHIO nur zuschauen. </p>
<p>In diese Gemengelage stieß nun eine weitere Nachricht, die neue Zweifel an der Lauterkeit der Methoden im Reitsport, aber auch neue Zweifel an der Unabhängigkeit mancher öffentlich-rechtlicher Sportmoderatoren nährt. Eine epd-Recherche ergab, dass Susanne Sgrazzutti (<em>mehrfache Gewinnerin des <a title="CHIO Medienpreis" href="http://www.chioaachen.de/MEDIEN/Medienpreise_fruehereGewinner.asp" target="_blank">CHIO-Medienpreises</a>/jw</em>), Lebensgefährtin der WDR-Reitsportexpertin Sabine Hartelt, bei den Olympischen Spielen 2008 als Mitbesitzerin des Pferds &#8220;Cöster&#8221; akkreditiert war (epd 52/09). Man erinnert sich: &#8220;Cöster&#8221; wurde bei dem Wettkampf positiv auf das verbotene Mittel Capsaicin getestet, der Springreiter Christian Ahlmann daraufhin vom Weltreiter-Verband gesperrt. </p>
<p>Eine veritable Interessenkollision für die ARD-Moderatorin Hartelt, die bei den Olympischen Spielen für die Reitwettbewerbe in Hongkong zuständig war. Vor allem wenn man bedenkt, dass der WDR erst im Jahr 2008 eine Selbstverpflichtung für seine Sportredakteure verabschiedet hat (epd 16/08). Darin heißt es: &#8220;Nur durch Unabhängigkeit können wir die Glaubwürdigkeit unserer Sportberichterstattung wahren und stärken.&#8221; Außerdem: &#8220;Wir als BerichterstatterInnen gehen keine Geschäfte mit Akteuren des Sports ein, insbesondere nicht mit Sportlern, Vereinen, Sportverbänden und Sportsponsoren.&#8221; (&#8230;)</p></blockquote>
<ul>
<li>Der komplette Beitrag von <strong>Michael Ridder</strong>: &#8220;<a title="epd Medien vom 8. Juli 2009" href="http://www.epd.de/medien/medien_index_66681.html" target="_blank">Unter Freundinnen: Die Verbindungen der WDR-Reitsportexpertin Sabine Hartelt</a>&#8220;</li>
</ul>
<p>Lesebefehl mit zahlreichen weiteren Fakten:</p>
<ul>
<li>Raimund Hesse in der <strong>Pferdesportzeitung</strong>: &#8220;<a title="pferdesportzeitung.de vom 14. Juli 2009" href="http://www.pferdesportzeitung.de/sport/magazin/1554-neuer-skandal-das-reiz-thema-in-sachen-wdr-reitsportexpertin-sabine-hartelt-und-susanne-sgrazzutti.html" target="_blank">Neuer Skandal? Das Reiz-Thema in Sachen WDR-Reitsportexpertin Sabine Hartelt und Susanne Sgrazzutti</a>&#8220;</li>
</ul>
<p>Ergänzende Lektüre bietet sich an:</p>
<ul>
<li><a title="wdr.de" href="http://www.wdr.de/unternehmen/senderprofil/organisation/revisionwdr/korruptionsvorsorge.jsp" target="_self">Maßnahmen zur &#8220;Korruptionsvorsorge&#8221;</a> beim WDR (<em>&#8220;Korruptionsvorsorge&#8221;, dieses putzige Wort habe ich nie zuvor gehört</em>)</li>
<li>St. Georg: &#8220;<a title="st. georg vom 3. Juli 2009" href="http://www.st-georg.de/news/detail.php?class=6&amp;objectID=5243" target="_blank">WDR-Frau Hartelt in der Kritik</a>&#8220;</li>
<li>Zum Hören: Knallhart recherchiert: <a title="ARD Mediathek" href="http://sport.ard.de/sp/weitere/news200906/25/vbg_chio_hartelt_090625.jsp" target="_blank">O-Töne von Sabine Hartelt zum Doping</a>, Video: <a title="sport im westen" href="http://www.wdr.de/tv/sport_live/videos/flashplayer.jsp?mid=50215" target="_blank">Interview</a> mit FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach</li>
</ul>
<p>Nachtrag am 27. Juli 2009, um die Übersicht komplett zu machen, nachfolgende Texte wurden auch in den Kommentaren verlinkt:</p>
<ul>
<li>Raimund Hesse am 20. Juli in der Pferdesportzeitung: &#8220;<a title="Pferdesportzeitung vom 20. Juli 2009" href="http://www.pferdesportzeitung.de/dopingverb-medikation/fall-fn/1561-olympischer-vertuschungsskandal-der-fn-neue-fragen-an-wdr-reitsportexpertin-sabine-hartelt.html" target="_blank">Olympischer Vertuschungsskandal der FN: Neue Fragen an WDR-Reitsportexpertin Sabine Hartelt?</a>&#8220;</li>
<li>Zu diesem Beitrag veröffentlicht die Pferdesportzeitung am 27. Juli eine &#8220;<a title="Pferdesportzeitung vom 27. Juli 2009" href="http://pferdesportzeitung.de/sport/magazin/1578-gegendarstellung-von-s-sgrazzutti.html" target="_blank">Gegendarstellung von S. Sgrazzutti</a>&#8220;</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Was vom Tage übrig bleibt (36): Fall Pechstein &amp; Olympia in Stuttgart</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/07/07/was-vom-tage-ubrig-bleibt-36-fall-pechstein-olympia-in-stuttgart/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 15:15:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine kleine Presseschau (fast ausschließlich, Überraschung am Ende) zum Fall Pechstein. Auf einige Beiträge wurde hier bereits verlinkt &#8211; anderes findet sich in den Kommentaren zum Fall. Erhellend und verdienstvoll, zwei Interviews aus der Zeitung Die Welt/welt-online: Interview von Jörg Winterfeldt mit dem Gutachter Max Gassmann: &#8220;Blutdoping &#8211; Pechstein musste gesperrt werden&#8220; &#8220;Sie muss sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine kleine Presseschau (fast ausschließlich, Überraschung am Ende) zum Fall Pechstein. Auf einige Beiträge wurde <a title="Was vom Tage übrig bleibt (35): Der ISU-Beschluss im Fall Pechstein" href="http://jensweinreich.de/?p=4140" target="_self">hier bereits</a> verlinkt &#8211; anderes findet sich in den Kommentaren zum Fall.</p>
<p>Erhellend und verdienstvoll, zwei Interviews aus der Zeitung Die Welt/welt-online:</p>
<ul>
<li>Interview von Jörg Winterfeldt mit dem Gutachter <strong>Max Gassmann</strong>: &#8220;<a title="Die Welt: Interview mit Max Gassmann" href="http://www.welt.de/sport/article4069243/Blutdoping-Pechstein-musste-gesperrt-werden.html" target="_blank">Blutdoping &#8211; Pechstein musste gesperrt werden</a>&#8220;</li>
</ul>
<blockquote><p>&#8220;Sie muss sich untersuchen lassen. Ich würde dies generell schon aus eigenem Interesse an der eigenen Gesundheit anraten. Die ISU hatte so gar keine andere Wahl, als Frau Pechstein wegen Blutdopings zu sperren, weil Frau Pechstein ihre Möglichkeiten nicht nutzen wollte. Ich finde die Gutachter beider Seiten haben gute Arbeit gemacht.&#8221;</p></blockquote>
<ul>
<li>Interview von Steffen Lüdeke mit <strong>Beatrice Pfister</strong>, Juristin und Chefin der <a title="Der ISU-Beschluss im Fall Pechstein" href="http://jensweinreich.de/?p=4140" target="_self">ISU-Disziplinarkommission</a>: &#8220;<a title="Die Welt: Interview mit Beatrice Pfister" href="http://www.welt.de/sport/article4062131/Die-Gutachter-haben-Pechstein-nicht-entlastet.html" target="_blank">Die Gutachter haben Pechstein nicht entlastet</a>&#8220;</li>
</ul>
<blockquote><p>&#8220;Es trifft nicht zu, dass die Gutachter Frau Pechstein entlastet haben. Ich kann diese Aussagen von Frau Pechstein deswegen nicht nachvollziehen. Es kann nur sein, dass sie das aus ihrer Sicht und ihrer Wahrnehmung anders empfunden hat. Aber wir haben die Gutachten bewertet und unsere Entscheidung danach getroffen. (&#8230;) Wir waren uns der Tatsache und der Tragweite sehr wohl bewusst. Sie können mir glauben, wir hatten noch nie einen Fall an dem wir so lange rumgekaut haben. Gerade weil die Sache grundsätzliche Bedeutung hat, haben wir – wie sonst natürlich auch – alles Aspekte mit aller Seriosität geprüft. (&#8230;) Ich bin Anwältin genug, um zu wissen, dass immer ein gewisses Risiko besteht. Für mich ist die Sache aber abgeschlossen. Meine Verantwortung besteht darin, eine sorgfältige Entscheidung getroffen zu haben. Und da habe ich keine Zweifel, dass wir dieser Verantwortung gerecht worden sind.&#8221;</p></blockquote>
<p>Dazu passend:</p>
<ul>
<li>Anno Hecker hat für die FAZ mit ISU-Präsident Ottavio Cinquanta gesprochen: &#8220;<a title="FAZ-Gespräch mit Ottavio Chinquanta" href="http://www.faz.net/s/Rub9CD731D06F17450CB39BE001000DD173/Doc~E682EF2E141DD4F48B4EF83344CD032FF~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Doch kein Kuhhandel</a>&#8220;, fragte sich zuvor: &#8220;<a title="FAZ.net zu Pechstein" href="http://www.faz.net/s/Rub9CD731D06F17450CB39BE001000DD173/Doc~E5D9279982B73411391BACC4FFA589ED5~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Was ist eigentlich wahr?</a>&#8221; und konstatiert: &#8220;<a title="FAZ.net: Es geht ums Ganze" href="http://www.faz.net/s/Rub9CD731D06F17450CB39BE001000DD173/Doc~E5B4A757D279249F7BA4CA34C4A8B3B86~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Es geht ums Ganze</a>&#8220;</li>
</ul>
<p>Sportpolitisch herausragend, wie ich finde:</p>
<ul>
<li>Matti Lieskes Kommentar in der Berliner Zeitung: &#8220;<a title="BLZ vom 6. Juli 2009" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0706/sport/0042/index.html" target="_blank">Zurück in die Steinzeit</a>&#8220;</li>
</ul>
<p>Einer meiner absoluten Favoritentexte dieser Tage, obgleich schon neunzehn Monate alt:</p>
<ul>
<li>Klaus Blume in der NZZ: &#8220;<a title="NZZ vom November 2009" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/mit_hohen_haemoglobinwerten_auf_weltrekordjagd_1.584702.html" target="_blank">Mit hohen Hämoglobinwerten auf Weltrekordjagd</a>&#8220;</li>
</ul>
<p>Wer die lächelnde Claudia Pechstein im gefühlten hundersten Interview dieser Tage hören und sehen mag, gestern war sie auf ihrer Bundestournee im Blickpunkt Sport BR. Das Video gibt es <a title="BR Blickpunkt Sport mit Claudia Pechstein" href="http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/blickpunkt-sport/claudia-pechstein-interview-doping-affaere-ID1246870142998.xml" target="_blank">hier</a>. Audio:</p>
<p><a href="http://www.br-online.de/imperia/md/audio/podcast/import/2009_07/2009_07_07_08_08_35_bp06072009pechstein_a.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Der Moderator, Markus Othmer, verabschiedete Claudia Pechstein übrigens so:</p>
<blockquote><p>&#8220;Alle, die Eisschnelllauf gerne sehen, mit Ihnen, natürlich auch mit Anni Friesinger bei uns hier in Bayern, wissen, dass die letzte Runde Ihre schnellste ist. Ich hoffe, dass Sie die noch vor sich haben.&#8221;</p></blockquote>
<p>Außerdem:</p>
<ul>
<li>Thomas Kistner in der Süddeutschen Zeitung: &#8220;<a title="SZ vom 7. Juli 2009" href="http://www.sueddeutsche.de/sport/67/479556/text/" target="_blank">Die Widersprüche häufen sich</a>&#8221; und der Kommentar &#8220;<a title="SZ vom 6. Juli 2009" href="http://www.sueddeutsche.de/sport/958/479449/text/" target="_blank">Alarmierende Verbände</a>&#8220;</li>
<li>Tobias Schall in der Stuttgarter Zeitung im Interview mit Grünen-Sportsprecher Winfried Hermann: &#8220;<a title="StZ: Interview mit Winfried Hermann" href="http://stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2117588_0_9223_--quot-in-der-globalen-spitzengruppe-des-dopings-quot-.html" target="_blank">In der globalen Spitzengruppe des Dopings</a>&#8220;</li>
</ul>
<p><span id="more-4196"></span>Last but not least, ein überraschender Fund in der StZ:</p>
<ul>
<li><strong>Stuttgarts längst vergessene Olympiabewerbung</strong> kostet die Steuerzahler immer noch Geld, <span style="text-decoration: line-through;">kaum zu glauben</span> logisch: &#8220;<a title="Stuttgarter Zeitung vom 7. Juli 2009 zur Stuttgarter Olympia GmbH" href="http://stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2118200_0_5055_-abwicklung-der-olympia-bewerbung-dilettantisch-und-stuemperhaft-.html" target="_self">Dilettantisch und stümperhaft</a>&#8221; schreibt Markus Heffner:</li>
</ul>
<blockquote><p>(&#8230;) Dass die Olympia 2012 GmbH immer noch nicht aus dem Handelsregister verschwunden ist und nach wie vor Kosten verursacht, hat derweil bei den einstigen Mitarbeitern und in anderen Kreisen für einige Verwunderung gesorgt. Auch bei Werner Wölfle, dem Fraktionschef der Grünen, die das Werben um Olympia mit Skepsis begleitet hatten. Als er die Vorlage aufgemacht und den Punkt &#8220;Zuschuss für die 2012 GmbH&#8221; gesehen hätte, sei er fast vom Stuhl gefallen, sagt er. &#8220;Die Abwicklung ist so dilettantisch und stümperhaft wie die Bewerbung selbst betrieben worden.&#8221; Wie berichtet, müssen die drei Gesellschafter, die Stadt Stuttgart, das Land Baden-Württemberg und der Verband Region Stuttgart, nochmals 275.000 Euro zusammen zuschießen, damit die für die Bewerbung um die Sommerspiele 2012 gegründete GmbH endlich aufgelöst werden kann. (&#8230;)</p></blockquote>
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		<title>Was vom Tage übrig bleibt (35): Der ISU-Beschluss im Fall Pechstein</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 18:29:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich vergaß im gestrigen Beitrag den vollständigen Beschluss der ISU-Disziplinarkommission zu liefern: Decision of the ISU Disciplinary Commission in the matter of International Skating Union against Claudia Pechstein and Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft e.V. concerning alleged violation of rule 2.2 of the ISU Anti-Doping-Rules. (Technische Anmerkung: Vielleicht ist jemand in der Lage, aus dem eingescannten pdf eine Textdatei zu machen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich vergaß im <a title="Claudia Pechstein wegen Blutdopings gesperrt" href="http://jensweinreich.de/?p=4108" target="_self">gestrigen Beitrag</a> den vollständigen <a title="ISU Beschluss im Fall Pechstein" href="http://isu.sportcentric.net/db//files/serve.php?id=1477" target="_blank">Beschluss</a> der ISU-Disziplinarkommission zu liefern: <strong>Decision of the ISU Disciplinary Commission in the matter of International Skating Union against Claudia Pechstein and Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft e.V. concerning alleged violation of rule 2.2 of the ISU Anti-Doping-Rules</strong>.</p>
<p><em>(<span style="text-decoration: line-through;">Technische Anmerkung: Vielleicht ist jemand in der Lage, aus dem eingescannten pdf eine Textdatei zu machen und mir zu schicken. Ich vermag das technisch nicht.</span> Danke, ist erledigt.)</em></p>
<p>Der Beschluss gibt einige Antworten auf in der Diskussion <a title="Claudia Pechstein wegen Blutdopings gesperrt" href="http://jensweinreich.de/?p=4108" target="_self">erörterte</a> <a title="Erklärung von Claudia Pechstein" href="http://jensweinreich.de/?p=4138" target="_self">Fragen</a>. Das Papier, soweit ich es gelesen habe und verstehe, bestärkt mich zunächst in der Meinung, dass bisher nur die ISU Fakten auf den Tisch legt. Andere behaupten nur etwas, bislang ohne öffentlich nachprüfbare Belege.</p>
<p><a style="margin: 12px auto 6px auto; font-family: Helvetica,Arial,Sans-serif; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 14px; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal; -x-system-font: none; display: block; text-decoration: underline;" title="View Decision of the ISU Disciplinary Commission 1 July 2009 on Scribd" href="http://www.scribd.com/doc/17116447/Decision-of-the-ISU-Disciplinary-Commission-1-July-2009"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="500" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="id" value="doc_510498263061269" /><param name="name" value="doc_510498263061269" /><param name="align" value="middle" /><param name="quality" value="high" /><param name="play" value="true" /><param name="loop" value="true" /><param name="scale" value="showall" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="devicefont" value="false" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="menu" value="true" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="salign" /><param name="src" value="http://d.scribd.com/ScribdViewer.swf?document_id=17116447&amp;access_key=key-22aw7ex2jy6nif361j69&amp;page=1&amp;version=1&amp;viewMode=" /><embed id="doc_510498263061269" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="500" src="http://d.scribd.com/ScribdViewer.swf?document_id=17116447&amp;access_key=key-22aw7ex2jy6nif361j69&amp;page=1&amp;version=1&amp;viewMode=" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" quality="high" play="true" loop="true" scale="showall" wmode="opaque" devicefont="false" bgcolor="#ffffff" menu="true" name="doc_510498263061269" align="middle"></embed></object></a></p>
<p>Eine für mich zentrale Frage: Handelte es sich nur um eine Probe, wie zuvor spekuliert wurde? Zitat von Seite 5 des Beschlusses: <span id="more-4140"></span></p>
<ul>
<li>15. On the day before the 2009 ISU World Allround Speed Skating Championsships in Hamar, on February 6. 2009, blood samples were taken from all skaters as part of the ISU blood testing program. The results of the Alleged Offender gave rise to a suspicion of blood doping, because it showed an abnormal reticulocytes value of 3.5 %, which is 1.1 % point above the upper normal limit applied by the ISU.</li>
<li>16. The next day, on February 7, 2009, a post race sample was taken from the Alleged Offender after the 3000 meter race; the results again showed high values of percent reticulocytes (3.46 % and 3.34 %). Consequently, an out of competition blood test was taken from the Alleged Offender on February 18, 2009. From the values of these tests, combined with the results of many earlier tests taken from the Alleged Offender from the year 2000 on, the Complainant came to the conclusion that blood doping had taken place shortly before the 2009 ISU World Allround Speed Skating Championships in Hamar.</li>
</ul>
<p>Lektüre:</p>
<ul>
<li>Anno Hecker in der FAS: <a title="faz.net vom 4. Juli 2009" href="http://www.faz.net/s/Rub9CD731D06F17450CB39BE001000DD173/Doc~EB7E44B5DF303494F842F83394DE29B0C~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlenews" target="_blank">&#8220;Kampf gegen ein vernichtendes Urteil&#8221;</a></li>
</ul>
<div>
<blockquote><p>(&#8230;) Dass andere Blutwerte wie etwa das Hämatokrit in Claudia Pechsteins Proben unauffällig blieben, könnte aber einen plausiblen Grund haben. Sie sind leicht manipulierbar: „Das kann man mit einem Plasmavolumen-Expander machen&#8221;, sagte ein Profi unter den Analytikern dieser Zeitung: „Bei den Retikulozyten geht das nicht so einfach. Sie machen nur einen Prozentsatz der Blutkörperchen aus. Deshalb haben sie so eine Bedeutung bei der Interpretation.&#8221;</p>
<p>Der falsche Wert wurde in der Urteilsbegründung als Folge der Verwendung unterschiedlicher Maßeinheiten in den verschiedenen Ländern erklärt, Lücken nach der Datenübertragung in Excel-Tabellen der Pechstein-Zahlen als unwesentlich für den Gesamteindruck bezeichnet. Nur in einem Fall folgte die Disziplinar-Kommission einem entlastenden Hinweis des Gerichtsgutachters Professor Max Gassmann. Der Schweizer wollte nicht ausschließen, dass neben Blutdoping eine Blutkrankheit zur Erhöhung der Retikulozyten geführt haben könnte. „Bei 10.000 Proben gab es acht Fälle&#8221;, schilderte dagegen der Kläger, „in einem waren die Blutwerte so wie bei Claudia Pechstein.&#8221; Eine Blutkrankheit hielten die Sportrichter zwar für unwahrscheinlich. Und sie zeigten sich überrascht, dass die Deutsche, obwohl lange informiert, bis zehn Tage vor der mündlichen Verhandlung keine eigenen Untersuchungen zum Beweis ihrer Unschuld eingeleitet hatte. (&#8230;)</p></blockquote>
</div>
<ul>
<li>Interview mit Claudia Pechstein in der Welt am Sonntag (Welt online) <a title="welt.de vom 4. Juli 2009" href="http://www.welt.de/sport/article4057735/Pechstein-ist-von-Olympia-Start-2010-ueberzeugt.html" target="_blank">&#8220;Pechstein ist von Olympia-Start 2010 in Vancouver überzeugt&#8221;</a>, geführt von Jörg Winterfeldt, Stefan Frommann und Raik Hannemann</li>
</ul>
<div>
<blockquote><p>(&#8230;)<strong> WELT ONLINE: </strong>Wie lief Ihr Verfahren dann ab?</p>
<p><strong>Pechstein: </strong>Da waren neun Juristen, drei Ankläger, drei Richter, Verbandsjuristen und mein Anwalt. Es wurden fünf Sachverständige gehört. Alles auf Englisch. Mir wurde nicht mit der Anklage Anfang März die Möglichkeit gegeben, mich zu verteidigen. Die Anklage wurde gestützt auf eine Studie von Robinson/Sottas aus dem Antidopinglabor in Lausanne. Meine Werte hätten ein paar Mal über den Normalwerten gelegen. Dann gab es eine zweite Studie, dass Retikoluzytenwerte Anlass sein können, um weiter nachzuforschen nach Blutdoping. Die alternativen Erklärungen für solche Abweichungen folgten erst, als meine Sachverständigen in das Verfahren Ende April Eingang finden konnten. Dann erst folgten zwei Gutachten des Verbandes. Und schließlich noch ein unabhängiger Sachverständiger, Max Gassmann aus der Schweiz. Der sagt, dass der zwingende Nachweis für Blutdoping so nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit geführt werden kann. Weil zum Beispiel eine erbliche Blutkrankheit die Anomalie auch erklären kann oder eine leichte Hämolyse, 300 mögliche Blutanomalien und Infekte vor allen Dingen. Obwohl Gassmann der neutrale Zeuge war, hatte seine Einschätzung keinen Einfluss auf das Urteil.</p>
<p><strong>WELT ONLINE: </strong>Dass die Höchstwerte immer genau zu den Wettkampf-Höhepunkten aufgetreten sind, sprach nicht gegen eine Erbkrankheit?</p>
<p><strong>Pechstein:</strong> Das war nicht der Fall. Die waren zum Teil auch im August. Da lässt sich kein System erkennen. Das mussten die in der Klageschrift selbst korrigieren. Ich bin in dem Zeitraum 160 Mal getestet worden, die Hälfte davon außerhalb von Wettkämpfen und es hat nie einen positiven Test gegeben. Sie können gern alle meine eingefrorenen Proben mit den neuen Methoden nachkontrollieren. Oder mich zu jeder Zeit pinkeln lassen.</p>
<p><strong>WELT ONLINE: </strong>Die indirekten Nachweismethoden wurden ja gerade zugelassen, weil vor allem Radfahrer wie Bernhard Kohl gezeigt haben, dass sie trotz negativer Tests gedopt waren.</p>
<p><strong>Pechstein:</strong> Aber wo ist denn die Logistik hinter mir? Das Labor? Der Arzt? Der Helfer?</p>
<p><strong>WELT ONLINE: </strong>Kennen Sie den österreichischen Sportmanager Stefan Matschiner?</p>
<p><strong>Pechstein: </strong>Nein.</p>
<p><strong>WELT ONLINE: </strong>Waren Sie schon mal in einer Blutbank?</p>
<p><strong>Pechstein: </strong>Erst im Nachhinein. Ich war zuletzt in der Charité, um mein Blut testen zu lassen.</p>
<p><strong>WELT ONLINE: </strong>Waren Sie mal in der Sportmedizin der Universitätsklinik Freiburg?</p>
<p><strong>Pechstein:</strong> Nein.</p>
<p><strong>WELT ONLINE: </strong>Haben Sie mit Ihrem Trainer Joachim Franke über Doping gesprochen?</p>
<p><strong>Pechstein:</strong> Natürlich. Immer, wenn mal wieder ein aktueller Höhepunkt da war. Aber wir hatten selbst mit Doping nichts zu tun.</p>
<p><strong>WELT ONLINE: </strong>Haben Sie mit Franke über seine Arbeit in der DDR gesprochen: Dass er 1975 in der geheimen Forschungsgruppe „zusätzliche Leistungsreserven&#8221; über Doping mitgearbeitet hat?</p>
<p><strong>Pechstein:</strong> Darüber habe ich mit ihm nicht gesprochen. Mich interessiert nicht, was er in der Vergangenheit gemacht hat. Für mich ist er ein sehr guter Trainer, der mich von 1992 bis 2007 sehr gut betreut hat. Das hatte nichts mit Doping zu tun.</p>
<p><strong>WELT ONLINE: </strong>Fragt man nicht als Athlet automatisch nach, weil der Ruf des Trainers auf einen zurückfallen könnte?</p>
<p><strong>Pechstein:</strong> Nein. Ich hätte mich gefragt, wenn er gefragt hätte, ob ich das und das schon mal ausprobiert hätte. Aber er war beim Ergebnis jetzt auch geschockt. Er hat gesagt: Das haben wir nicht nötig. (&#8230;)</p></blockquote>
</div>
<ul>
<li>Analyse von mir auf Spiegel Online: <a title="Spon vom 4. Juli 2009: Streit bis aufs Blut" href="http://www.spiegel.de/sport/wintersport/0,1518,634337,00.html" target="_blank">&#8220;Streit bis aufs Blut&#8221;</a></li>
</ul>
<p>Analyse im Deutschlandfunk:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/07/04/dlf_20090704_1934_9c1915b0.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Interview von Herbert Fischer-Solms im Deutschlandfunk mit dem Zürcher Anwalt und CAS-Richter <a title="Webseite von Stephan Netzle" href="http://www.netzle.com/de-ch/team/stephan-netzle.html" target="_blank">Stephan Netzle</a>:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/07/04/dlf_20090704_1938_7bdf743c.mp3" target="_self">:</a></p>
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