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	<title>jens weinreich &#187; pr-gewäsch</title>
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		<title>Was vom Tage übrig bleibt (65): BT-Grüßausschuss, PR-Ergüsse von Sepp Hosni Ben Ali Blatter</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 10:04:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Grüßausschuss: Welche Funktionen hat der Sportausschuss des Bundestages noch und was haben die Abgeordneten vor &#8211; bzw haben sie noch was vor? Sportgespräch des Deutschlandfunks, von Grit Hartmann und Robert Kempe. : Viele Abgeordnete, man muss es fairerweise sagen: nicht nur aus den Reihen der Union und der FDP, fielen durch körperliche und geistige Abwesenheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Grüßausschuss: Welche Funktionen hat der <a title="alle Beiträge zum BT-Sportausschuss" href="http://www.jensweinreich.de/category/sportausschuss/" target="_self">Sportausschuss des Bundestages</a> noch und was haben die Abgeordneten vor &#8211; bzw haben sie noch was vor?</p>
<p>Sportgespräch des <strong>Deutschlandfunks</strong>, von Grit Hartmann und Robert Kempe.</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/11/20/dlf_20111120_2330_d9a5f624.mp3" target="_self">:</a></p>
<blockquote><p>Viele Abgeordnete, man muss es fairerweise sagen: nicht nur aus den Reihen der Union und der FDP, fielen durch körperliche und geistige Abwesenheit auf, und auch die, die da waren, waren nicht immer auf Ballhöhe, was sich dann an Fragen von großer Ahnungslosigkeit offenbarte. Insofern war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann sie mit dieser Selbstentblößung Schluss machen wollten, die Mitglieder des Ausschusses.</p>
<p><em>Michael Reinsch, FAZ</em></p></blockquote>
<p><strong>Nachtrag, 12.52 Uhr:</strong> Jetzt auch <a title="dradio.de" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1608872/" target="_blank">als Text online</a>.</p>
<p>Einige Zitate. Zunächst erneut Michael Reinsch, weil er mich mit seinen Beispielen an einige Sitzungen erinnert, die ich auch erlebt und protokolliert habe:</p>
<blockquote><p>Ich werde nie vergessen &#8211; in öffentlicher Sitzung &#8211; den Auftritt des Generaldirektors Michael Vesper, der, von den Abgeordneten gebeten, die Zielvereinbarungen, die der DOSB mit seinen Fachverbänden abschließt, offen zu legen, sich geweigert hat. Und tatsächlich verlangte, dass diese Vereinbarungen, in denen also abgemacht wird, was so ein Verband sich vornimmt für die nächsten Olympischen Spiele und was er dafür für Unterstützung erhält, dass so etwas die Sportorganisationen wie ein Staatsgeheimnis behandelt wissen wollen. Und die Abgeordneten haben das so hingenommen. Der Sportausschuss hätte da natürlich eine Kraftprobe daraus machen können. Aber wenn man keine Kraft hat, lässt man es auch auf eine Probe nicht ankommen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ich denke mal, Michael Reinsch hat diese Sitzung gemeint:</p>
<ul>
<li><a title="Notizen vom Sportausschuss (5) ..." href="http://www.jensweinreich.de/2009/02/11/notizen-vom-sportausschuss-5-zielvereinbarungen-transparenz-und-die-kontrolle-von-steuermitteln/" target="_self">Notizen vom Sportausschuss (5): Zielvereinbarungen, Transparenz und die Kontrolle von Steuermitteln</a></li>
</ul>
<p>Ich empfehle wirklich, diese zweidreiviertel Jahre alten Notizen zu überfliegen, sich aber die Aussagen (soweit sie in verständlichem Deutsch formuliert wurden) von Klaus Riegert (CDU) etwas gründlicher anzusehen. Da wird dann schon eine große Leere deutlich. Kein Wunder, dass dieser Mann die Öffentlichkeit ausgeschlossen hat &#8211; und im Deutschlandfunk <span style="text-decoration: line-through;">nun tönt</span> irrlichtert:<span id="more-11248"></span></p>
<blockquote><p>Ich hab darauf hingewiesen, dass es bestimmte Veröffentlichungen gibt &#8211; nicht die Öffentlichkeit im Sportausschuss, sondern bestimmte Veröffentlichungen -, die man mal in der Sprache und im Inhalt nachlesen muss und in den Bewertungen.</p>
<p>Das können Sie sich selber &#8211; Sie werden ja eh das dann wieder kommentieren und hin und her auslegen, wie Sie wollen. Ich bleibe dabei, es gibt öffentliche Szenarien, die man einfach mal in der Sprache, darauf habe ich hingewiesen, von der Sprache her nachprüfen muss. Und da bin ich ganz deutlich der Meinung, die zielen nicht darauf hin, Parlamentarismus zu stärken, sondern ihn zu untergraben. Da können Sie in bestimmten Foren einmal selber nachlesen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Man muss das wirklich endlich mal von der Sprache her nachprüfen, ob so ein Blog, äh, bestimmte Foren, den Parlamentarismus untergraben will oder öffentliche Szenarien, äh, wollen und überhaupt.</p>
<p>Das können sie <a title="Beiträge zum Sportausschuss" href="http://www.jensweinreich.de/category/sportausschuss/" target="_self">selber nachlesen</a>, empfiehlt der Herr Abgeordnete Riegert.</p>
<p style="text-align: center;">* * *</p>
<p>Um Sprache geht es auch beim zweiten Thema meiner kleinen Medienauslese:</p>
<p>Die PR-Kampagne des FIFA-Präsidenten Sepp Hosni Ben Ali Blatter ist ja nun ziemlich verreckt, wie man vergangene Woche unschwer an <a title="google search: Blatter, racism" href="http://news.google.de/news/more?hl=en&amp;gl=de&amp;q=blatter+racism&amp;gs_upl=1835118l1838380l0l1838938l14l14l0l9l9l0l142l322l3.1l4l0&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;ncl=dc_QChNQSBFmhOMewQebfOHdMjiJM&amp;ei=xhrKTra1AY6WOoufrcQP&amp;sa=X&amp;oi=news_result&amp;ct=more-results&amp;resnum=2&amp;ved=0CDYQqgIwAQ" target="_blank">Schlagzeilen in aller Welt</a> nachlesen konnte. Sepp kämpft also <a title="fifa.com" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/organisation/president/news/newsid=1544102/index.html" target="_blank">&#8220;aktiv gegen Rassismus&#8221;</a>.</p>
<ul>
<li><a title="Sepp Blatter with black people" href="http://seppblatterwithblackpeople.wordpress.com/" target="_blank">Seppblatterwithblackpeople.wordpress.com</a> (<em>via Indirekter Freistoß</em>)</li>
</ul>
<p>Ein weiterer Round Table mit ausgewählten Journalisten, der für vergangenen Freitag angesetzt war, wurde deshalb kurzfristig abgesagt. Sepp gibt aber weiter Interviews, in denen er ungehindert die Wahrheit beugen, seine Welt schönen kann und/oder seine Dialoge mit Gott wiedergeben kann, wie etwa in der <a title="fifa.com" href="http://www.fifa.com/aboutfifa/organisation/president/news/newsid=1544902/index.html?cid=twitter_president" target="_blank">Aargauer Zeitung</a>, in der BBC, gestern in der <strong>Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung</strong> &#8230;</p>
<ul>
<li><a title="faz.net" href="http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/joseph-blatter-im-gespraech-ich-werde-mich-selbst-durchleuchten-lassen-11534877.html  " target="_blank"><strong>&#8220;Ich werde mich selbst durchleuchten lassen&#8221;</strong></a></li>
</ul>
<p>&#8230; und morgen gewiss anderswo.</p>
<p>Womit will Blatter sich eigentlich durchleuchten lassen?</p>
<p>Mit einem Nacktscanner?</p>
<p>[<em>Hinweis an Sepp: Zu viele Röntgenstrahlen sind der Gesundheit abträglich.</em>]</p>
<p>Es handelt sich bei derlei Veröffentlichungen meist um weitgehend keimfreie FIFA-PR: <em>&#8220;Ich, Sepp, räume jetzt aber auf! Ich hätte schon viel früher aufgeräumt, aber ich muss leider, leider, leider mit denen arbeiten, die mir im demokratischen FIFA-Gebilde an die Seite gestellt werden :(&#8220;</em></p>
<p>Die FIFA-Propagandisten verkaufen das FAS-Gespräch sogar auf der eigenen Webseite:</p>
<ul>
<li><a title="fifa.com" href="http://www.fifa.com/aboutfifa/organisation/president/news/newsid=1545309/index.html" target="_blank">Blatter: Football has a very positive image</a></li>
<li><a title="fifa.com" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/organisation/president/news/newsid=1544942/index.html" target="_self">Blatter: Der Fußball hat ein sehr positives Image</a></li>
</ul>
<p>Blatter wolle sich ethisch durchleuchten lassen, behauptet also die FAS.</p>
<p>So ein Unsinn.</p>
<p>Blatter ist längst durchleuchtet worden. Und sollte auch weiter durchleuchtet werden. Nein, eher nicht von <a title="Korruptionsskandal in Wahlkampfzeiten" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1458829/" target="_self">Interpol</a>, <span style="text-decoration: line-through;">die hat er ja gerade mit 20 Millionen bestochen</span> denen hat er ja gerade 20 Millionen &#8220;gespendet&#8221;.</p>
<p>Sepp Blatter ist das Oberhaupt einer mafios strukturierten Familie.</p>
<p>Blatter zu durchleuchten, das war und ist und wird bleiben: die Aufgabe von Journalisten.</p>
<p>[<em>Wogegen eine Darstellerin von Transparency International, einst eine angesehene NGO, deren Mitglied ich immer noch bin, nicht als Aufklärerin, sondern - gemäß Blatter - als Beraterin des FIFA-Präsidenten agiert. Oh Gott, wie schlimm ist es bestellt.</em>]</p>
<p>Richtig ärgerlich wird es, wenn man sich anschaut, wie die FAS dieses PR-Stück verkauft, was Nachrichtenagenturen daraus machen und wie das dann im medialen Kreislauf verwertet wird <a title="google news" href="http://news.google.de/news/more?hl=de&amp;gl=de&amp;q=blatter+fifa&amp;gs_upl=2231l3900l0l4019l12l10l0l7l7l0l124l291l2.1l3l0&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;ncl=d2nl3U1z-tN9FCMPUo616aFQUXgXM&amp;ei=ihPKTpL-OYXc8gP-z4RZ&amp;sa=X&amp;oi=news_result&amp;ct=more-results&amp;resnum=1&amp;ved=0CDEQqgIwAA" target="_blank">(simple Google-News-Suche)</a>.</p>
<p>Da heißt es dann eben:</p>
<ul>
<li>&#8230; Blatter wolle sich selbst ethisch durchleuchten lassen &#8230;</li>
<li>&#8230; Blatter gebe persönliche Fehler zu &#8230;</li>
<li>&#8230; Blatter will Exekutive entmachten &#8230;</li>
</ul>
<p>oder:</p>
<ul>
<li>&#8220;Blatters Dilemma: Zwischen FIFA-Reform und Skepsis&#8221;</li>
</ul>
<p>So ein Nonsens. Mediales Versagen.</p>
<p>Blatter gibt Fehler zu?</p>
<p>Lächerlich.</p>
<p>Im Original liest sich das so:</p>
<blockquote><p><strong>In einer Kolumne im Internet haben Sie aber schon geschrieben: Es sind schreckliche Fehler gemacht worden. Von Ihnen?</strong></p>
<p>Es ist so: Wer viel arbeitet, macht ab und zu Fehler. Eines aber würde ich nie mehr machen: dass die Exekutive zwei Weltmeisterschaften gleichzeitig vergibt. Da muss es ja zu Interessenskonflikten kommen, denn es konnte jeder mitstimmen, auch wenn sein eigenes Land Kandidat war. Das war ein Fehler.</p>
<p><strong>Ein persönlicher Fehler?</strong></p>
<p>Ja, auch.</p></blockquote>
<p>Wow! Ja! Auch!</p>
<p>Blatter will sich &#8220;durchleuchten&#8221; lassen?</p>
<p>Im Original liest sich das so:</p>
<blockquote><p>(&#8230;) Unter anderem werden diese Leute die neuen Exekutivmitglieder ethisch und moralisch durchleuchten. Die Fifa wird ein Leumundszeugnis verlangen.</p>
<p><strong>Und die alten Mitglieder?</strong></p>
<p>Das ist eine juristische Frage. Aber ich bin überzeugt, dass sich alle Mitglieder einer solchen Überprüfung stellen werden.</p>
<p><strong>Und Sie selbst?</strong></p>
<p>Ja sicher.</p>
<p><strong>Wann?</strong></p>
<p>Im ersten Quartal des nächsten Jahres.</p></blockquote>
<p>Wow! Ja! Sicher! Im ersten Quartal des nächsten Jahres!</p>
<p>Noch einmal: Journalisten sind dazu da, Blatter und seine Kumpane zu durchleuchten, aber es gehört nicht zur Aufgabe von Journalisten, seine Wahrheitsbeugungen und die Ergüsse seiner Spin Doktoren nahezu ungebrochen zu verbreiten.</p>
<p>Btw, ich weiß, dass Blatters neue Berater (die fürstlich entlohnten Herren de Gregorio, Fisa, Alexander) noch nicht ganz auf der Höhe des Geschehens sind, dazu fehlen ihnen einfach zu viele Hintergründe. Aber vielleicht könnten sie Ihrem Chef &#8211; ich habe das gelegentlich schon von deren Vorgängern erbeten &#8211; mal sagen, dass er weniger Unsinn erzählen soll.</p>
<p>Zum Beispiel erklärt er:</p>
<blockquote><p>Diejenigen, die mich jagen und sagen, Sepp Blatter steht auf der [<em>ISL-</em>]Liste, irren sich.</p></blockquote>
<p>Sepp, mein Freund, das hat doch gar niemand behauptet. Es geht aber, zum Beispiel, darum, ob der einstige FIFA-Generalsekretär Joseph Blatter jene 1,5 Millionen, die für den damaligen Präsidenten Havelange bestimmt waren, aber versehentlich auf einem FIFA-Konto ankamen, auf Havelanges Konto transferiert hat.</p>
<p>Ganz davon abgesehen, dass Sepp Blatter stets eine zentrale Rolle im von seinem alten Kumpel Horst Dassler, der ihn auch in der FIFA installierte, begründeten ISL-Korruptionssystem gespielt hat. Ganz davon abgesehen, dass Sepp sich vom Emir von Katar und von Mohamed Bin Hammam 1998 und 2002 inthronisieren ließ. Ganz davon abgesehen &#8230;</p>
<p>&#8230; aber ich will nicht die gesamte Korruptionsgeschichte der FIFA ausbreiten.</p>
<p>Übrigens: <a title="transparencyinsport.org" href="http://www.transparencyinsport.org/Secret_KPMG_letters_reveal_FIFA_rackets/secret_kpmg_letters_reveal_fifa_rackets.html" target="_blank">Andrew Jennings hat wieder publiziert</a>, basierend auf langjähriger, hartnäckiger Recherche und auf Dokumenten.</p>
<p>Ganz ohne Körperscanner.</p>
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		<title>Was vom Tage übrig bleibt (58): Currywurst, Pechstein, München 2018, Zwanziger</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 13:18:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vielleicht liegt es am Wetter. Ziemlich heiß draußen. Und schwül. Schlecht für den Kreislauf. Vielleicht liegt es aber auch an den handelnden Personen und Institutionen. Ich meine, von Pressemeldungen sollte Mann ohnehin nicht viel erwarten. Aber die drei, die gerade reinkamen, sind doch eine Erwähnung wert. 1) Zum Beispiel diese, Absender die powerplay medienholding AG, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht liegt es am Wetter. Ziemlich heiß draußen. Und schwül. Schlecht für den Kreislauf. Vielleicht liegt es aber auch an den handelnden Personen und Institutionen. Ich meine, von Pressemeldungen sollte Mann ohnehin nicht viel erwarten. Aber die drei, die gerade reinkamen, sind doch eine Erwähnung wert.</p>
<p>1) Zum Beispiel diese, Absender die <a title="powerplay AG" href="http://www.powerplay.ag" target="_blank">powerplay medienholding AG</a>, die in diesem Theater <a title="tag: powerplay" href="http://www.jensweinreich.de/?s=powerplay" target="_self">gelegentlich erwähnt</a> wurde:</p>
<blockquote><p><em>Pressemitteilung / 30. Juli 2010</em></p>
<p><strong>Claudia Pechstein eröffnet „Zur Currywurst“</strong></p>
<p>Deutschlands erfolgreichste Winterolympionikin <a title="alle Beiträge zum Fall Pechstein" href="http://www.jensweinreich.de/category/claudia-pechstein/" target="_self">Claudia Pechstein</a> wird morgen zusammen mit <a title="UGMG und Pechstein" href="http://www.ugmg.de/96/Presse.html" target="_blank">Matthias Große</a>, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Matthias Große (U.G.M.G.), den bekannten Imbiß „Zur Currywurst“ am Airport-Center Waltersdorf eröffnen.</p>
<p>Nach dem erfolgten Umbau des Airport-Centers kann die neue „Zur Currywurst“ nunmehr auch dort weiterhin erfolgreich arbeiten und endlich wieder die beste Currywurst der Stadt anbieten. Der Startschuß fällt um 10 Uhr. Matthias Große, der im Januar diesen Jahres seine Zusammenarbeit mit Claudia Pechstein startete, freut sich auf die Rückkehr einer Berliner Legende und hofft, dass dies lediglich der erste von vielen Anlaufpunkten für die echte Currywurst in der Stadt ist.</p>
<p>Eröffnung:	Samstag, 31. Juli 2010 / 10 Uhr „Zur Currywurst“, Airport-Center Waltersdorf, Am Rondell 5 Pressevertreter und Fotografen sind herzlich eingeladen.</p>
<p>Kontakt: powerplay management GmbH, Seepromenade 53, 14476 Potsdam</p></blockquote>
<p>Was wohl der Arbeitgeber der &#8220;dienstunfähig erkrankten&#8221; Claudia Pechstein dazu sagt? Über das Themengeflecht Große-Pechstein-Krankschreibung-Steuermittel-Propaganda und darüber, ob darüber berichtet werden sollte oder nicht und wenn ja wie, wurde <a title="Was vom Tage übrig bleibt (56) ..." href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/30/was-vom-tage-ubrig-bleibt-56-schmitt-pluschenko-bach-gienger-korruption-champagne/" target="_self">hier schon ausführlich diskutiert</a>.</p>
<p>2) Oder diese Meldung, kam gerade aus München:</p>
<blockquote><p><strong>Olympiapark wird Nationaler Ausstatter der Münchner Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018</strong></p>
<p>München, 30. Juli 2010 – Mit dem Aufstieg auf das Dach des Münchner Olympiastadions besiegelten Willy Bogner, Chef der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH und der Geschäftsführer der Olympiapark München GmbH, Ralph Huber das Engagement des Olympiaparks als Nationaler Ausstatter der Olympia-Bewerbung Münchens für das Jahr 2018.</p>
<p>„Das Olympiastadion bietet von seinem einzigartigen Dach aus nicht nur einen tollen Ausblick auf München und die Alpen, sondern könnte 2018 das zweite Mal Austragungsort einer Olympischen Eröffnungsfeier werden“, so Bogner. „Diese gemeinsame Perspektive macht den Olympiapark zu einem perfekten Partner für unser Projekt, die Spiele nach München zu holen.“</p>
<div id="attachment_9203" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-9203" title="Willy Bogner, Chef der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH und der Geschäftsführer der Olympiapark München GmbH, Ralph Huber (c) München 2018" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/07/Bogner_Dach-Olympiapark068.jpg" alt="" width="400" height="266" /><p class="wp-caption-text">Willy Bogner, Ralph Huber (c) München 2018</p></div>
<p>Ralph Huber ergänzt: „Im Herzen und auch mit Rat und Tat haben wir die Bewerbung für München 2018 ja schon von der ersten Minute an unterstützt. Da war es nur eine logische Folge, unser Engagement nun auch offiziell zu verbriefen. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit!“</p>
<p>Pünktlich zum Start des ersten OutdoorFestivals im Olympiastadion testeten Willy Bogner und Ralph Huber die Zeltdachtour. Vom 30. Juli bis 1. August finden dort zahlreiche Aktionen zum Thema Klettern und Outdoor statt. Sportlicher Höhepunkt ist zudem der DAV Boulder-Weltcup mit dem Finale am 31. Juli. Mehr Informationen finden Interessierte unter: www.impark.de</p>
<p>Ca. 1.500 Zeichen inkl. Leerzeichen</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH</p></blockquote>
<p>Dazu sollte man vielleicht wissen, dass der Olympiapark München gewissermaßen Sponsor der ersten Stunde ist. Hier wurde nicht nur die Bewerberidee geboren, hier wurden die ersten Investitionen für die Bewerbung getätigt, hier fand die GmbH Unterschlupf und Personal etc. pp &#8211; aber man kann ja trotzdem so tun, als wäre ein neuer Sponsor gefunden, der Geld aus der Privatwirtschaft zusteuert. Es finden sich bestimmt Dumme, die das glauben.</p>
<p>3) Oder diese Meldung, soeben aus Frankfurt am Main angemailt:</p>
<blockquote><p><em>DFB-Pressemitteilung Nummer: 74/ 2010, Datum: 30.07.2010</em></p>
<p><strong>Dr. Theo Zwanziger kandidiert für weitere Amtszeit </strong></p>
<p>DFB-Präsident Dr. <a title="alle Beiträge von und mit 20er" href="http://www.jensweinreich.de/?s=theo+zwanziger" target="_self">Theo Zwanziger</a> hat auf der turnusmäßigen Sitzung das Präsidium des DFB darüber informiert, dass er auf dem ordentlichen Bundestag am 21./22. Oktober 2010 in Essen für eine weitere Amtszeit bis 2013 kandidieren wird. „Es muss legitim sein, sich am Ende einer Legislaturperiode intensive Gedanken über die zukünftige Lebensplanung zu machen. Die Gespräche mit meiner Familie, der große Rückhalt aus den unterschiedlichsten Bereichen des Fußballs, der Politik und Gesellschaft sowie die anstehenden Herausforderungen des Verbandes haben mich zu der festen Überzeugung kommen lassen, noch einmal für dieses Ehrenamt kandidieren zu wollen. Ich freue mich auf die künftigen Aufgaben“, sagt Zwanziger.</p>
<p>Zur Entscheidung des DFB-Präsidenten hat auch die Vertragsverlängerung mit der sportlichen Leitung der Nationalmannschaft beigetragen. „Das Verhalten des Bundestrainers hat mir gezeigt, dass mein Vertrauen in Joachim Löw gerechtfertigt war. Auf dieser Basis können wir weiterhin erfolgreich zusammenarbeiten“, sagt Zwanziger. Das sieht auch Bundestrainer Löw so. „Ich freue mich auf die weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit. Sein gesellschaftspolitisches Engagement kommt auch unserer Nationalmannschaft zugute. Der Präsident hat uns immer den Rücken gestärkt. Gemeinsam wollen wir unseren Erfolgsweg fortsetzen.“ Und Teammanager Oliver Bierhoff ergänzt: „Es ist eine gute Nachricht, dass sich Dr. Zwanziger wieder als DFB-Präsident zur Wahl stellt. In den vergangenen sechs Jahren hatte er für alle Wünsche der Nationalmannschaft stets ein offenes Ohr und damit maßgeblichen Anteil an der positiven Entwicklung des Teams. Viele neue Ideen hat er unterstützt und dabei wichtige Weichen gestellt.“</p>
<p>Neben den Kernaufgaben des DFB im sportlichen Bereich sieht der DFB-Präsident künftig eine zentrale Aufgabe darin, dass von ihm in den vergangenen Jahren forcierte gesellschaftliche Engagement des Verbandes nachhaltig zu etablieren. „Die hohe Identifikation der Menschen mit dem Fußball muss für uns Verpflichtung und Auftrag sein, soziale Verantwortung wahrzunehmen. Integration, Prävention, Gleichberechtigung, Umweltschutz, all diese Themenfelder werden auch für den Verband immer wichtiger. Auf dem kommenden Bundestag werden wir ein erstes Nachhaltigkeitskonzept vorstellen, dessen konsequente Umsetzung ein zentrales Anliegen von mir sein wird“, sagt Zwanziger.</p>
<p>Liga-Präsident Reinhard Rauball äußerte sich als Vertreter des Profifußballs erfreut über die erneute Kandidatur. „Ich habe mich schon vorher klar für Theo Zwanziger ausgesprochen. Der Ligaverband begrüßt seinen Wunsch nach einer weiteren Amtszeit ausdrücklich und wird ihn für die Wahl zum Präsidenten vorschlagen.“ Auch die Regional- und Landesverbände unterstützen die Kandidatur. Hermann Korfmacher, 1. Vizepräsident des DFB und verantwortlich für den Amateurbereich, sagt dazu: „Ich bin froh, dass uns Theo Zwanziger mit seiner Kompetenz und Erfahrung erhalten bleiben will. Die Basis steht hinter ihrem Präsidenten. “</p>
<p>Neben Zwanziger werden sich auch alle anderen Mitglieder des DFB-Präsidiums auf dem Bundestag in Essen zur Wiederwahl stellen, sofern sie von ihren Verbänden vorgeschlagen werden.</p>
<p>Direktion Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit</p></blockquote>
<p>Just in case, jemand hätte die Vorgeschichte verpasst:</p>
<ul>
<li><a title="DFB-Boss Zwanziger droht mit Rücktritt" href="http://www.jensweinreich.de/2008/12/08/dfb-boss-zwanziger-droht-mit-rucktritt/" target="_self">&#8220;DFB-Boss Zwanziger droht mit Rücktritt&#8221;</a></li>
<li><a title="Theo Zwanziger tritt nicht zurück" href="http://www.jensweinreich.de/2009/01/29/theo-zwanziger-tritt-nicht-zuruck/" target="_self">&#8220;Theo Zwanziger tritt nicht zurück&#8221;</a></li>
<li><a title="Theo Zwanziger droht (wieder einmal) mit Rücktritt" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/04/theo-zwanziger-droht-wieder-einmal-mit-rucktritt/" target="_self">Theo Zwanziger droht (wieder einmal) mit Rücktritt</a></li>
<li><a title="Theo Zwanziger bleibt doch (noch) im Amt" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/04/theo-zwanziger-bleibt-doch-noch-im-amt/" target="_self">Theo Zwanziger bleibt doch (noch) im Amt</a></li>
</ul>
<p>Selbstreferenzieller Hinweis, der sein muss. Lange nicht verlinkt, und seit Ewigkeiten nicht aktualisiert, was <a title="DFB ./. Weinreich: das Finale" href="http://www.jensweinreich.de/2009/03/27/dfb-weinreich-das-finale/" target="_self">etliche Male</a> <a title="google search" href="http://www.google.de/search?q=weinreich+zwanziger&amp;num=100&amp;hl=de&amp;newwindow=1&amp;sa=X&amp;ei=I81STKm5N4LFsgaW55y3AQ&amp;ved=0CBQQpwU&amp;source=lnt&amp;tbs=nws:1,sbd:1,cdr:1,cd_min:01.01.2010,cd_max:30.07.2010" target="_blank">nötig gewesen</a> wäre:</p>
<ul>
<li><a title="Webweiser DFB ./. Zwanziger" href="http://www.jensweinreich.de/referenzen/webweiser-durch-den-lugendschungel/" target="_self">Webweiser DFB ./. Zwanziger</a></li>
</ul>
<p>Ich frage mich natürlich, ob diese Menschen/Institutionen die Öffentlichkeit, sorry, verarschen wollen. Und: Was diese Menschen/Institutionen, die derartige &#8220;Meldungen&#8221; absondern, von Journalisten halten. Ganz offensichtlich nicht viel, sonst würden Redaktionen kaum mit derlei Texten belästigt werden. Aber ganz im Ernst: Bestimmt werden etliche Medien das Zeug unkommentiert unters Volk bringen.</p>
<p>Unkommentiert aber, das ist nichts als die Wahrheit, kann man davon nichts stehen lassen.</p>
<p>Übrigens, es ist Monatsende:</p>
<ul>
<li><a title="Perspektiven von Flattr ..." href="http://carta.info/31392/perspektiven-von-flattr-125-praktikanten-fuer-spiegel-online/" target="_blank">Schon</a> <a title="Die deutschen Flattr-Charts im Juli" href="http://carta.info/31379/die-deutschen-flattr-charts-im-juli/" target="_blank">geflattert?</a></li>
<li><a title="Online-Gebühren i und II: Über den Wert von Qualitätsjournalismus" href="http://www.jensweinreich.de/category/finanzierung-von-journalismus/" target="_self">Freiwillig-Online-Gebühren entrichtet?</a></li>
</ul>
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		<title>Südafrika, Tag 31: Ein Gruß aus Nordkorea</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/07/05/sudafrika-tag-31-ein-grus-aus-nordkorea/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2010/07/05/sudafrika-tag-31-ein-grus-aus-nordkorea/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 15:52:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[amaury]]></category>
		<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[fifa]]></category>
		<category><![CDATA[joseph blatter]]></category>
		<category><![CDATA[nigeria]]></category>
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		<category><![CDATA[pr-gewäsch]]></category>
		<category><![CDATA[propaganda]]></category>
		<category><![CDATA[südafrika 2010]]></category>
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		<description><![CDATA[SANDTON. Es geht auf die Zielgerade. Morgen fliege ich für zwei Tage nach Durban (natürlich mit Kulula), Halbfinale schauen &#8211; und am Mittwoch etwas umfassender als bisher live bloggen. Könnte ein Spaß werden. Ganz und gar unspaßig sind derzeit Termine bei der FIFA. Komme gerade von so einem PR-Event. Die FIFA und die Amaury Group [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SANDTON. Es geht auf die Zielgerade. Morgen fliege ich für zwei Tage nach Durban (<a title="Sepp the Dog, Fick Fufa!" href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/20/sudafrika-tag-16-sepp-the-dog-fick-fufa/" target="_self">natürlich mit Kulula</a>), Halbfinale schauen &#8211; und am Mittwoch etwas umfassender als bisher live bloggen. Könnte ein Spaß werden.</p>
<p>Ganz und gar unspaßig sind derzeit Termine bei der FIFA. Komme gerade von so einem PR-Event. Die FIFA und die <a title="Amaury" href="http://www.lequipeandco.com/index.php?id=39" target="_blank">Amaury Group</a> (Tour de France, L&#8217;Equipe, France Football) schmeißen ihre Umfragen nach Europas Fußballer des Jahres (France Football) und dem Weltfußballer des Jahres (FIFA) zusammen und feiern am 10. Januar 2011 erstmals gemeinsam in Zürich, sicher wieder im Opernhaus, den Gewinner des Ballon d&#8217;Or, also nach jetzigem Stand Bastian Schweinsteiger.</p>
<p>Und wieder kooperiert ein Unternehmen, das im Kerngeschäft (oder täusche ich mich da?) mit Journalismus handelt (oder mit getarntem Journalismus oder vorgibt, mit Journalismus zu handeln), mit einem Sportkonzern. Für die Amaury-Gruppe ist das ja nichts Neues.</p>
<div id="attachment_9007" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><img class="size-full wp-image-9007" title="Francois Morinière, Marie-Odile Amaury, JSB - Johannesburg/Sandton, 5. Juli 2010  " src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/07/amaury1.jpg" alt="Francois Morinière, Marie-Odile Amaury, JSB - Johannesburg/Sandton, 5. Juli 2010  " width="530" height="299" /><p class="wp-caption-text">Francois Morinière, Marie-Odile Amaury, JSB - Johannesburg/Sandton, 5. Juli 2010  </p></div>
<p>Journalismus, PR, Marketing, Propaganda &#8211; ich schmeiße mal alle Begriffe durcheinander. Zurecht. Darum geht es ja ständig bei derlei Mega-Events. Vorhin wieder schön zu beobachten, bei der so genannten Pressekonferenz. FIFA-Kommunikationschef <a title="alle Beiträge zu Nicolas Maingot" href="http://www.jensweinreich.de/?s=nicolas+maingot" target="_self">Nicolas Maingot</a>, Dr. No, leitete den bizarren Termin erneut mit dem Hinweis ein, dass nur Fragen zum Thema zugelassen sind. Also nicht zur WM, denn die ist ja nicht das Thema, bzw. nicht zum FIFA-Ultimatum für Nigeria, das in knapp einer Stunde (18.00 Uhr) ausläuft, und auch nicht zur etwas angespannten Beziehung zwischen der FIFA und Frankreich, wo sich ja auch Politiker in die Belange des ach so unpolitischen Sports einmischen. Ich verstehe das, steht ja ganz oben im Blog:</p>
<blockquote><p>Don&#8217;t mix politics with games!</p></blockquote>
<p>Das Copyright auf diesen Spruch, ich habe es oft erzählt, hält der unpolitische Sportfan <a title="Peking, Tag 2" href="http://www.jensweinreich.de/2008/08/02/peking-tag-2/" target="_self">Hu Jintao</a>.</p>
<p>Jedenfalls, ich habe Blatter höflich aber bestimmt gesagt, wir seien hier doch sicher nicht in Nordkorea und es wäre vielleicht angebracht, würde er ein paar Worte zu den schwelenden Auseinandersetzungen mit Nigeria und Frankreich verlieren.</p>
<p>Das hat er getan.</p>
<p>Gegen Nigeria, so Staatspräsident Goodluck Jonathan nicht umfällt, wird die FIFA in Kürze wohl einen Bann verhängen (das hat er nicht gesagt, das ist meine Interpretation, er sagte nur: man sei bereit zu handeln). Und die Sache mit den Franzosen, nun ja, da täuscht sich die Welt: Denn einen Disput hätten einzig und allein die bösen Medien erfunden.</p>
<p>Er sagte auch:</p>
<blockquote><p>Ich bin ein sehr glücklicher Präsident. Ich war gestern ein glücklicher Präsident, ich bin es heute und ich werde es hoffentlich morgen sein.</p>
<p>Wir wollen heute nicht über Probleme reden, nicht über Forderungen, nicht über Referees. Heute sprechen wir über die Spieler. Die stehen ja schließlich im Mittelpunkt.</p>
<p>Die Welt hat Probleme. Sie hören täglich die schlechten Nachrichten. Wir hoffen alle, dass die Kameras, die heute Fußball übertragen und der Welt Hoffnung geben, morgen auch mal gute Nachrichten übertragen.</p></blockquote>
<p>Es ist immer wieder erstaunlich, mit welchen Chuzpe die Kameraden sich die Welt zurecht<span style="text-decoration: line-through;">lügen</span>biegen. Oder war es tatsächlich nur eine Erfindung der bösen Medien, die den FIFA-Generalsekretär Jerôme Valcke kürzlich u.a. weltweit so zitierten:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich habe der französischen Sportministerin gesagt, dass sie vorsichtig sein soll. Kein Politiker kann einen Sportfunktionär zum Rücktritt zwingen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Manchmal bin ich es leid, mich zu wiederholen. Vor allem, wenn ich mich zum Ferrari-Fahrer Valcke äußere. Habe oft genug die Geschichte erzählt und ausgiebig verlinkt, auch zum Gerichtsdokument in der VISA/Mastercard-Sache, die die FIFA nicht nur rund 100 Millionen gekostet hat, sondern in der der damalige Manager der FIFA Marketing AG, Valcke nämlich, als eine Art Serienlügner überführt worden ist &#8211; nachzulesen in den Gerichtsakten, hier oben rechts einfach die Suchfunktion benutzen oder googeln.</p>
<p>Was soll&#8217;s, hier flink ein Beitrag von mir vom Juni 2007 aus der Berliner Zeitung:</p>
<blockquote><p><strong>Zurück von der Reservebank</strong></p>
<p><em>Jerôme Valcke ist neuer Generalsekretär der Fifa</em></p>
<p>BERLIN. Eine der wichtigsten Positionen des Weltsports ist neu besetzt worden: Der Franzose Jerôme Valcke (46) wird Generalsekretär des Fußball-Weltverbandes Fifa. Als sein Stellvertreter fungiert nach Beschluss des Fifa-Exekutivkomitees der Deutsche Markus Kattner. Er war bislang Finanzdirektor. Jerôme Valcke ist Nachfolger des Schweizers Urs Linsi.</p>
<p>Erst vor einem halben Jahr hatte sich die Fifa von Valcke, damals war er noch Marketingchef, und drei weiteren Mitarbeitern &#8220;mit sofortiger Wirkung getrennt&#8221;. Sie waren für das Finanz- und Vertragsdesaster mit dem Sponsor Mastercard verantwortlich. Die Fifa hatte das Vorkaufsrecht für einen Achtjahresvertrag mit Mastercard missachtet und einen Vertrag mit dem Konkurrenten Visa abgeschlossen, den ein New Yorker Gericht für nichtig erklärte. Dazu teilte die Fifa am 12. Dezember 2006 mit: &#8220;Den Fifa-Mitarbeitern, die mit Visa und Mastercard verhandelt haben, wurde wiederholte Unehrlichkeit bei den Verhandlungen und auch Falschinformationen vorgeworfen&#8221;, die Fifa könne &#8220;ein solches Verhalten ihrer eigenen Mitarbeiter nicht einfach hinnehmen&#8221;. Valcke hatte vor einem Gericht den Vertragsbruch als &#8220;normales Gebaren in diesem Geschäft&#8221; bezeichnet.</p>
<p>Am Mittwoch, kurz nachdem die Fifa gegen Zahlung von 90 Millionen Dollar einen Vergleich mit Mastercard geschlossen hatte, behauptete Präsident Joseph Blatter, Valcke sei &#8220;nie gefeuert worden, nur suspendiert&#8221;. Sein Vertrag laufe bis 30. Juni. Ab 1. Juli erhält er einen neuen Kontrakt, sicher besser dotiert als zuvor. &#8220;Wenn jemand auf der Auswechselbank sitzt, ist er nicht aus dem Team&#8221;, sagte Blatter. Den finanziellen Verlust im Mastercard-Desaster spielte Blatter plötzlich auf angeblich 60 Millionen Dollar herunter und wertete das sogar als Erfolg, weil Mastercard eine Kompensationszahlung von mehr als 270 Millionen verlangt hatte. Valcke sei eine &#8220;dominierende Persönlichkeit&#8221;, sagte Blatter. Es passiere &#8220;in jeder Firma der Welt, dass manchmal ein Geschäft nicht so läuft&#8221;.</p>
<p>Das New Yorker Gericht hatte in seinem Urteil auch interne Besprechungen von Valckes Team zitiert, das darüber rätselte, wie man es so aussehen lassen könne, als habe die Fifa &#8220;wenigstens ein bisschen Geschäftsethik&#8221;, und wie es anzustellen sei, damit der &#8220;Fuck-up&#8221; für die Fifa besser aussehe. Für den Franzosen Jerôme Valcke, in der Mastercard-Sache Vielfach-Lügner und Verursacher eines Gesamtschadens von etwa 100 Millionen Dollar, sieht es jetzt besser aus: Er ist Fifa-Generalsekretär und damit wichtigster Mitarbeiter des Chef-Ethikers Blatter. Wie sich die Zeiten ändern.</p></blockquote>
<p>Bizarr finde ich immer wieder dieses weinerliche Verhalten von Valcke und vom Sepp, etwa kürzlich in einem, ja was eigentlich: Interview? PR-Geleier?, mit dem <a title="Handelsblatt" href="http://www.handelsblatt.com/scharfer-angriff-auf-deutschland-fifa-beklagt-kreuzzug-der-medien;2609948" target="_blank">Handelsblatt</a>. Da greinte er:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich weiß: Es gibt einen Kreuzzug gegen die Fifa in einigen Ländern von einigen Journalisten. Wenn Sie das wollen, gerne. Aber ich werde dieses Spiel nicht mitmachen, mit keinem Medium.&#8221; Die Medien hätten vieles schlechtgemacht, an der Organisation und am Ausrichterland &#8211; und vieles getan, &#8220;um die Menschen davon abzuhalten, nach Südafrika zu fliegen&#8221;, erzürnte sich Valcke. (&#8230;)</p>
<p>Der ehemalige TV-Journalist, der als rechte Hand des Fifa-Präsidenten Joseph Blatter gilt, war insbesondere auf Deutschland schlecht zu sprechen: &#8220;Deutschland arbeitet gegen diese Weltmeisterschaft, seit Südafrika die Austragung gewonnen hat. Und ich wäre sehr interessiert zu erfahren, warum Deutschland gegen diese WM in Südafrika war&#8221;, sagte er.</p></blockquote>
<p>Ach Gottchen.</p>
<p>Es ist schon komisch, ich gebe mir ja nun wirklich Mühe, diese Typen zu verstehen und mache und tue und sitze schon wieder an der FIFA-Bar und versuche, ins Gespräch zu kommen und so colourful wie nur möglich die Mechanismen und Typen zu beschreiben, versuche sogar, ausgewogen zu berichten, was manche Journalisten überhaupt nicht verstehen können, und immer wenn ich einen dieser, sagen wir: ausgewogenen/abwägenden Texte gedichtet habe, echt jetzt :), wie <a title="SpOn: Der Sonnenkönig von Südafrika" href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,704703,00.html" target="_blank">heute Morgen auch</a>, dann kommt garantiert die nächste Entgleisung und ich sage mir: Eigentlich haben die nichts anderes verdient als Verbaldresche und viel hübsche kleine Entzauberungen und Enthüllungen.</p>
<p><a title="Freunde von FIFA-Franz und FIFA-Sepp: WM-Lobbyisten mit Steuermillionen" href="http://www.jensweinreich.de/2010/07/01/freunde-von-fifa-franz-und-fifa-sepp-wm-lobbyisten-und-steuermillionen/" target="_self">Fedor Radmann</a>, der wieder hier ist und mit dem ich gestern ausgiebig plauderte, findet übrigens, dass die Medienvertreter ganz generell schlechte Arbeit abliefern und auch nicht mehr das sind, was sie früher einmal waren.</p>
<p>Und während ich das erzähle und versuche, die aufziehende Erkältung mit Gin-Tonic (sehr ungesund) zu bekämpfen, kommt auch schon die Meldung rein, dass Nigerias Regierung eingelenkt hat. Der Sportinformationsdienst berichtet:</p>
<blockquote><p>Den Bannstrahl im letzten Moment aufgehoben, die FIFA gerade noch besänftigt: Nigerias Regierung hat unmittelbar vor dem Ablauf des Ultimatums auf den drohenden Ausschluss aus der Fußball-Familie reagiert und den &#8220;Super Eagles&#8221; sowie allen weiteren Nationalteams wieder die Teilnahme an internationalen Wettbewerben ermöglicht. Staatspräsident Goodluck Jonathan handelte damit am Montag, gut eine Stunde vor Ende des Ultimatums um 18.00 Uhr, doch noch im Sinne des nigerianische Fußball-Verbandes NFF. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Mensch, ist Sepp mächtig. In seinem Reich ist er fast so mächtig wie Kim Jong Il in seinem. Sepp aus Visp im Wallis. Kim, die Sonne der Menschheit.<br />
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		</item>
		<item>
		<title>S-Bahn-Hersteller sponsert die Leichathletik-WM im S-Bahn-Krisengebiet</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/07/27/s-bahn-hersteller-sponsert-die-leichathletik-wm-im-s-bahn-krisengebiet/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Jul 2009 12:01:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[berlin 2009]]></category>
		<category><![CDATA[finanzierung von mega-events]]></category>
		<category><![CDATA[leichtathletik]]></category>
		<category><![CDATA[pr-gewäsch]]></category>
		<category><![CDATA[problembär]]></category>
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		<category><![CDATA[boc 2009]]></category>
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		<description><![CDATA[Es wird noch richtig lustig zur Leichtathletik-WM in Berlin. Heute morgen hinterließ erst ein leibhaftiges WM-Maskottchen (© BOC 2009) einen PR-Kommentar hier im Blog. Und gerade verkündet das WM-Organisationskomitee (BOC) seinen nächsten &#8220;nationalen Förderer&#8221;: Bombardier Transportation. Angesichts der weitgehend S-Bahn-freien Berliner Innenstadt hat die Partnerschaft mit dem &#8220;weltweiten Marktführer in der Schienenverkehrstechnologie&#8221; durchaus Witz. Ich sage nur: &#8220;Be [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2790" title="WM-Maskottchen (c) BOC 2009" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/02/problembaer-vote.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="196" height="227" align="left" />Es wird noch richtig lustig zur Leichtathletik-WM in Berlin.</p>
<p>Heute morgen hinterließ erst ein leibhaftiges <a title="And the winner is: der Problembär" href="http://jensweinreich.de/?p=2789" target="_self">WM-Maskottchen</a> (<em>© BOC 2009</em>) einen <strong>PR-Kommentar</strong> hier im Blog. Und gerade verkündet das WM-Organisationskomitee (BOC) seinen <a title="Leichtathletik-WM in Berlin: Interview mit Gesichtern auf Flaschen-Rückseiten" href="http://jensweinreich.de/?p=4320" target="_self">nächsten</a> &#8220;nationalen Förderer&#8221;: Bombardier Transportation.</p>
<p>Angesichts der weitgehend <a title="Webseite S-Bahn Berlin, Suchergebnis Bombardier" href="http://www.s-bahn-berlin.de/suche/index.php?cx=015723998419849412855:fqyojabclx0&amp;q=bombardier%20'S-Bahn%20Berlin%20GmbH'&amp;cof=FORID:9&amp;string=bombardier" target="_blank">S-Bahn-freien</a> Berliner Innenstadt hat die Partnerschaft mit dem &#8220;weltweiten Marktführer in der Schienenverkehrstechnologie&#8221; durchaus Witz. Ich sage nur: <a title="Voting zur Leichtathletik-WM: &quot;Be happy and pay the deficit!&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=2699" target="_self"><strong>&#8220;Be happy and pay the deficit!&#8221;</strong></a> Der Vertrag mit Vattenfall war jedenfalls weniger amüsant.</p>
<p>Ach, ist das alles putzig. Am Tage, als die <a title="Belriner Morgenpost vom 27. Juli 2009" href="http://www.morgenpost.de/berlin/article1139850/S_Bahn_Krise_Bahn_greift_Zughersteller_an.html" target="_blank">Deutsche Bahn den Zughersteller der S-Bahn kritisiert</a>, gibt das BOC einen Vertrag mit diesem Zughersteller für das S-Bahn-Chaos bekannt. Wie durchschaubar. Wie berlinerisch absurd. Andererseits, ich bin mal ausnahmsweise egoistisch und sage: Vielleicht ist Bombardier ja der richtige WM-Förderer. Vielleicht fährt im August doch wieder eine S-Bahn durch die Innenstadt und rollt sogar zum Olympiastadion? Ich meine, irgendwie muss auch ich dahin kommen, mit dem Auto klappt es nicht, denn am Stadion gibt es zu wenig Parkplätze &#8211; aber das ist mal eine andere Geschichte.</p>
<p>Der Reihe nach.</p>
<p><strong>1)</strong> Wer <strong>&#8220;berlinos&#8221; Kommentar </strong>nochmal <a title="Kommentar von &quot;berlino&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=4320#comment-11415" target="_self">nachlesen</a> möchte, hier isser:</p>
<blockquote><p>Ich schaue zuversichtlich auf die in 19 Tagen startende WM. Das Publikum von Leichtathletik- Veranstaltungen lässt sich nicht vergleichen mit Fußballfans.</p>
<p>Ich bin mir sicher und habe Vertrauen darauf das es ausreichend Berliner und Brandenburger geben wird die sich das Spektakel im Olympiastadion anschauen werden.</p>
<p>Man sollte gar nicht so weit zurück schauen bis nach Stuttgart 1993. Die Leichtathletik Europameisterschaft in München im Jahre 2002 war ein riesiger Erfolg. Die Leute haben sich von der Stimmung am Fernseher anstecken lassen und sind trotz Regen ins Stadion gepilgert. Der Vorverkauf war damals sogar eher schleppender als diesmal zur Weltmeisterschaft.</p>
<p>Ich freue mich auch möglichst viele Leser von Herrn Weinreich in Berlin begrüßen zu können.</p>
<p>HAVE A GOOD TIME!</p></blockquote>
<p><strong>2)</strong> Die Pressemitteilung des BOC im schönsten PR-Kauderwelsch:</p>
<blockquote><p><strong>Bombardier Transportation wird Nationaler Förderer der 12. IAAF Leichtathletik WM berlin 2009™</strong></p>
<p>Bombardier Transportation, weltweiter Marktführer in der <a title="Bombardier Webseite" href="http://www.bombardier.com/de/transportation/produkte-und-service/schienenfahrzeuge?docID=0901260d8001c864" target="_blank">Schienenverkehrstechnologie</a> mit weltweitem Hauptsitz in Berlin, wird Nationaler Förderer der 12. IAAF Leichtathletik WM berlin 2009™.</p>
<p>Sharon Christians, Vice President Communications &amp; Public Affairs, sagte zum Engagement des Unternehmens für die Leichtathletik-WM: „Rund um den Globus verbindet Bombardier Transportation Menschen, Städte und Länder. Wir sind sicher, dass dies auch den Athleten bei der Leichtathletik-WM gelingen wird. Als global arbeitendes, aber in Berlin verankertes Unternehmen freuen wir uns ganz besonders, dieses herausragende, internationale Spitzenevent unterstützen zu können.&#8221;</p>
<p><span id="more-4354"></span>Laurens Lipperheide, Marketingdirektor des WM-Organisationskomitees, zeigte sich erfreut über die Partnerschaft: „Mit Bombardier konnten wir ein weiteres Unternehmen mit starkem Bezug zu Berlin als Partner der weltgrößten Sportveranstaltung des Jahres gewinnen und so die internationale Bedeutung der Leichtathletik-WM in und für Berlin einmal mehr unterstreichen. Gemeinsam können wir zeigen, dass Berlin „<strong>the place to be</strong>&#8221; ist &#8211; nicht nur für Sport.&#8221;</p>
<p>Bombardier Transportation bietet seinen Kunden innovative Produkte und Dienstleistungen, die neue Standards für nachhaltige Mobilität setzen. BOMBARDIER* ECO4*-Technologien (* Marken von Bombardier Inc. oder ihrer Tochtergesellschaften) basieren auf den vier Eckpfeilern Energie, Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit; sie sparen Energie, schützen die Umwelt und verbessern die Gesamtleistung des Schienenverkehrs.</p></blockquote>
<p>Noch Fragen?</p>
<p>Have a good time! The place to be!</p>
<p>Am Dienstag ist übrigens wieder eine &#8220;Telefonkonferenz mit einem WM-Gesicht&#8221;. Diesmal mit Christina Obergföll.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Leichtathletik-WM in Berlin: Interview mit Gesichtern auf Flaschen-Rückseiten</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/07/21/leichtathletik-wm-in-berlin-interview-mit-gesichtern-auf-flaschen-ruckseiten/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 06:15:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[berlin 2009]]></category>
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		<description><![CDATA[Was die Sportkameraden vom WM-Organisationskomitee so treiben, wird langsam albern. Zur Erinnerung: In wenigen Wochen findet in Berlin die Leichtathletik-WM 2009 statt, deren Motto &#8220;Have a good time&#8221; lautet und deren Maskottchen hier im Blog nicht umsonst Problembär statt Berlino genannt wird. Vielleicht fährt dann ja auch eine S-Bahn, mal sehen. Nachdem sich in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was die Sportkameraden vom WM-Organisationskomitee so treiben, wird langsam albern. Zur Erinnerung: In wenigen Wochen findet in Berlin die Leichtathletik-WM 2009 statt, deren Motto &#8220;<a title="Sebastian Bayer oder: &quot;have a good time&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=3259" target="_self">Have a good time</a>&#8221; lautet und deren Maskottchen hier im Blog nicht umsonst <a title="And the winner is: der Problembär" href="http://jensweinreich.de/?p=2789" target="_self">Problembär</a> statt Berlino genannt wird. Vielleicht fährt dann ja auch eine S-Bahn, mal sehen.</p>
<p>Nachdem sich in den vergangenen Wochen ein deutscher Vorzeigeathleten wie Sebastian Bayer als &#8220;Karteileiche&#8221; bezeichnet hat, weil er zwar als &#8220;Gesicht der WM&#8221; vorgesehen war aber nie zum Einsatz gekommen ist, und auch Speerwerferin Christina Obergföll, noch ein Gesicht der WM und einzige deutsche Medaillengewinnerin 2008 in Peking, geschimpft hat &#8220;<a title="Berliner Zeitung vom 16. Juli 2009" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0716/sport/0043/index.html" target="_blank">Irgendetwas läuft da schief</a>&#8220;, muss es jetzt schnell ganz gerade laufen. Denn es ist ja bald WM. In Berlin.</p>
<p>Jedenfalls, seit einigen Tagen sind die Berliner WM-Organisatoren ganz rührend um Publicity bemüht. Vergangenen Donnerstag wurde zur &#8220;Telefonkonferenz mit WM-Gesicht Bianca Kappler&#8221; eingeladen, die dann erklärte: &#8220;<a title="Webseite WM 2009" href="http://www.berlin2009.org/75-0-221-1-wm-gesicht-bianca-kappler-die-weltmeisterschaft-in-berlin-ist-etwas-ganz-besonderes.html" target="_blank">Die Weltmeisterschaft in Berlin ist etwas ganz besonderes</a>&#8220;. Heute Nachmittag findet eine &#8220;Telefonkonferenz mit WM-Gesicht Silke Spiegelburg&#8221; statt, und zuvor soll gar der &#8220;Start der Großflächenkampagne in Berlin-Brandenburg mit Präsentation des ersten Plakatmotivs&#8221; erfolgen. Mensch, jetzt machen sie aber ernst. Berlino und Michael Mronz sind übrigens auch da.</p>
<p>Mein Favorit aus dem unvergleichlichen Qualitätsangebot der Pressemitteilungen ist allerdings diese hier vom vergangenen Mittwoch:</p>
<blockquote>
<p align="left">Das Berliner Premium-Pilsner wird ab sofort umfangreiche Werbung für die Leichtathletik-WM leisten. In einer groß angelegten Promotionaktion wird in den kommenden Wochen auf knapp zehn Millionen Flaschenetiketten sowie auf www.berliner-pilsner.de für die weltweit größte Sportveranstaltung des Jahres geworben.</p>
<p align="left">Kerstin Wegner, Brandmanagerin von Berliner Pilsner, sieht die Weltmeisterschaft als hervorragendes Umfeld für die Marke: „Wir freuen uns, mit Berliner Pilsner als ortsansässigem Produkt die internationale Plattform der Leichtathletik-WM nutzen zu können. Vor allem eint uns der gemeinsame Standort: Berliner Pilsner und die Leichtathletik-WM sind ‚Made in Berlin‘.&#8221;</p>
<p align="left">Laurens Lipperheide, Marketingdirektor des WM-Organisationskomitees, erläutert: „Wir freuen uns insbesondere mit Berliner Pilsner bei den Weltmeisterschaften ein Berliner Produkt präsentieren und die Rückseiten der Flaschen als hervorragende Promotionplattform nutzen zu können.&#8221;</p>
<p align="left">Das feinherb-spritzige Metropolen-Premium wird sowohl im Olympiastadion Berlin als auch rund um das KulturStadion® am Pariser Platz erhältlich sein.</p>
</blockquote>
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