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	<title>jens weinreich &#187; peking 2008</title>
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		<title>MÃ¼nchen 2018: das SportstÃ¤ttenkonzept</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 09:22:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zur Info: Das aktuelle SportstÃ¤ttenkonzept der tapsigen MÃ¼nchner Olympiabewerber ist sicher allgemein von Interesse. Garmisch-Partenkirchen ist in diesem Konzept Ã¼brigens noch dabei :) Mit anderen PrÃ¤sentationstools hatte ich zuletzt kein GlÃ¼ck, einige Leser haben sich beschwert. Mal sehen, ob es mit Slideshare besser lÃ¤uft. (FÃ¼r mangelnde technische Ausstattung der Leser-Computer bzw. langsame Internetverbindungen kann ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Info: Das aktuelle SportstÃ¤ttenkonzept der tapsigen MÃ¼nchner Olympiabewerber ist sicher allgemein von Interesse. Garmisch-Partenkirchen ist in diesem Konzept Ã¼brigens noch dabei :)</p>
<p style="text-align: center;"><object id="__sse4886940" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=sportstttenkonzept1007-100802035440-phpapp01&amp;stripped_title=sportstttenkonzept-olympiabewerbung-mnchen-2018" /><param name="name" value="__sse4886940" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="__sse4886940" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=sportstttenkonzept1007-100802035440-phpapp01&amp;stripped_title=sportstttenkonzept-olympiabewerbung-mnchen-2018" name="__sse4886940" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: left;">Mit anderen PrÃ¤sentationstools hatte ich zuletzt kein GlÃ¼ck, einige Leser haben sich beschwert. Mal sehen, ob es mit Slideshare besser lÃ¤uft. (FÃ¼r mangelnde technische Ausstattung der Leser-Computer bzw. langsame Internetverbindungen kann ich aber nichts.)</p>
<ul>
<li>die <a title="MÃ¼nchen 2018 und der intransparente Umgang mit Steuermitteln ..." href="http://www.jensweinreich.de/2010/07/16/munchen-2018-und-der-intransparente-umgang-mit-steuermitteln-wirtschaftsplan-welcher-wirtschaftsplan/#comment-26763" target="_self">aktuelle PresseÃ¼bersicht</a> zum Bewerberstadl, erstellt von <em>Ralf</em></li>
<li><a title="MÃ¼nchen 2018" href="http://www.muenchen2018.org" target="_blank">MÃ¼nchen 2018</a></li>
<li><a title="NOlympia 2018" href="http://nolympia2018.ludwighartmann.de/" target="_blank">NOlympia 2018</a></li>
<li><a title="Nolympia" href="http://www.nolympia.de/" target="_blank">Nolympia</a>, mit einem &#8220;<a title="kritisches Olympia-Lexikon" href="http://www.nolympia.de/kritisches-olympisches-lexikon/" target="_blank">kritischen Olympialexikon&#8221;</a>, was eine gute Idee ist (Mist, ich wollte lÃ¤ngst ein Wiki dazu anlegen), wobei in etlichen Texten nachgebessert werden mÃ¼sste (inhaltlich und juristisch). Und siehe, wÃ¤hrend ich das schreibe, fÃ¤llt mir auf, dass das Lexikon offline ist. WÃ¼rde mich nicht wundern, wenn es juristische Komplikationen gab. <em>(Nachtrag, 12.48 Uhr: Jetzt ist es wieder da.)</em></li>
</ul>
<p>Zum Thema olympische Nachnutzung zwei Lese- bzw. HÃ¶rbefehle:</p>
<ul>
<li>Christian Geinitz in der FAZ: <a title="faz.net" href="http://www.faz.net/s/Rub8E0FC0CD826A4ACA80504FD9153A70F2/Doc~E21F0A83DA8F5420793BA48CCECA7AA82~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Zwei Jahre nach Olympia &#8211; dabei sein war alles in Peking</a></li>
<li>Heinz Peter Kreuzer und Claus StÃ¤cker im Deutschlandfunk: <a title="DLF Hintergrund Politik" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1237945/" target="_blank">WM vorbei, Stadien leer</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>SÃ¼dafrika, Tag 10: Holland vs DÃ¤nemark</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/06/14/sudafrika-tag-10-holland-vs-danemark/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 12:14:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[SOCCER CITY. Ich stelle mal eben ein Zitat voran, das steht auch dort oben im Header: Don&#8217;t mix politics with games! Never.Â Ich will es flink nochmal klarstellen: Dies hier ist eine Politik- und ironiefreie Zone. Ich kann gern daran erinnern, wem ich das Motto dieses Blogs verdanke: Es war der totalunpolitische Sportfan Hu Jintao, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SOCCER CITY. Ich stelle mal eben ein Zitat voran, das steht auch dort oben im Header:</p>
<blockquote><p><strong>Don&#8217;t mix politics with games!</strong></p></blockquote>
<p>Never.Â Ich will es flink nochmal klarstellen: Dies hier ist eine Politik- und ironiefreie Zone.</p>
<p>Ich kann gern daran erinnern, wem ich das Motto dieses Blogs verdanke: Es war der totalunpolitische Sportfan Hu Jintao, der anno 2008 in seiner unermesslichen Weisheit an die <a title="Peking, Tag 2" href="http://jensweinreich.de/2008/08/02/peking-tag-2/" target="_self">Unvereinbarkeit von Politik und Spielen</a> erinnerte.</p>
<p>Trotz <a title="&quot;German blitzkrieg&quot;" href="http://jensweinreich.de/2010/06/14/german-blitzkrieg/" target="_self">Blitzkrieg</a> und <a title="Deutschland vs Australien" href="http://jensweinreich.de/2010/06/13/sudafrika-tag-9-deutschland-vs-australien/" target="_self">Reichsparteitag</a> schalten wir also zum: FuÃŸball. Holland gegen DÃ¤nemark, von einem normalen Sitzplatz aus beobachtet, McBook auf den Oberschenkeln. Auch mit Brille sehe ich nicht viel da unten; ich habe es mitunter erwÃ¤hnt: Man kann sich an die Bildschirme am Platz gewÃ¶hnen, ohne sie ist man/bin ich oftmals aufgeschmissen. Ich weiÃŸ, DÃ¤nemark ist nicht Australien. Bislang also bleibt die Deutsche Darbietung gestern Abend das Attraktivste bei dieser Weltmeisterschaft.</p>
<p>Off topic, oder auch nicht: Ehrlich gesagt, mich juckt&#8217;s noch am ganzen KÃ¶rper. Denn ich habe eine Phobie gegen Kriechzeug aller Art, vor allem aber gegen Kakerlaken. Es war sehr freundlich, dass mich Kollege B. vorhin im Bus darauf aufmerksam machte, dass da dort eine Horde Schaben herumkrabbelt. Nicht so groÃŸe und stolze Exemplare wie gestern Abend im Intercontinental, aber doch eben: viele. Wie das so ist mit derlei Phobien. Die sind halt da, man kann sie kaum kurieren. Blieb mir nur, einige PlÃ¤tze weiter nach vorn zu krabbeln, da war noch Platz neben einem Reporter, der ein SchlÃ¤fchen hielt, wÃ¤hrenddessen eine K. seine Jacke erkundete.</p>
<p>Okay, ich weiÃŸ, es ist Afrika. Und Medienbusse sind halt nur Medienbusse. Aber ich hoffe, seine Phobien darf man noch eingestehen, ohne gleich wieder, wie im Falle der Vuvuzelas, in den Verdacht zu geraten, afrikanische Kultur nicht zu wÃ¼rdigen. Ich gestehe ein weiteres Mal: Ich war immer fÃ¼r diese WM in SÃ¼dafrika. Ich war schon fÃ¼r die WM 2006 hier unten. Reicht das?</p>
<p>Habe mir spaÃŸeshalber das Press Briefing von FIFA und WM-OK heute Mittag reingezogen. Es ist schon putzig, wie die immer wieder sÃ¤mtliche Probleme umschiffen. Oft auf sehr plumpe Art, Nicolas Maingot etwa kommt dann immer wieder mit dem Hinweis auf die Zeit, die voranschreitet (das macht sie immer).</p>
<p>ErwartungsgemÃ¤ÃŸ hat OK-Sprecher Rich Mkhondo nun behauptet, OK-Chef Danny Jordaan sei in einem BBC-Interview am Wochenende &#8220;auÃŸerhalb des Zusammenhangs&#8221; zitiert worden. Von Jordaan war die irrwitzige Ãœberlegung weltweit verbreitet worden, unter gewissen UmstÃ¤nden erwÃ¤ge man einen Vuvuzela-Verbot (wir haben das gestern schon kurz diskutiert). Mkhondo sagte:</p>
<blockquote><p>Wir haben immer wieder klargemacht, dass die Vuvuzelas ein Symbol sind fÃ¼r die WM 2010, so wie die La Ola ein Symbol fÃ¼r die WM 1986 in Mexiko war.</p></blockquote>
<p>Und:</p>
<blockquote><p><strong>Sie sind hier, sie bleiben hier und sie werden nie verboten!</strong></p></blockquote>
<p>Hoppala, es gab Ã¼brigens eine Welle vor wenigen Minuten, ausgelÃ¶st von den HollÃ¤ndern links unten. Trotz Vuvuzelas konnte man sogar zaghafte FangesÃ¤nge vernehmen. Zaghaft. Das GetrÃ¶te machte alles schnell wieder zunichte.</p>
<p><strong>14.31 Uhr:</strong> Das erste und schÃ¶nste Eigentor dieser WM. Der SchÃ¼tze lacht, was bleibt ihm anderes Ã¼brig. Lebbe geht weida. Simon Poulsen kÃ¶pfelt Daniel Agger an die Schulter &#8211; <strong>Einsnull</strong> fÃ¼r Holland nach Flanke des ÃœbeltÃ¤ters Robin van Persie. FÃ¼nf Minuten spÃ¤ter: stÃ¼mperhafter van Persie, Mega-Chance vergeben.</p>
<p><strong>14.36 Uhr:</strong> Zu den WM-Tickets und den doch wieder gut sichtbaren LÃ¼cken auf den RÃ¤ngen. Jetzt in HÃ¤lfte zwei fÃ¼llt oder verteilt es sich besser, bestimmt werden sie wieder ausverkauft behaupten, obgleich FIFA-Mediendirektor Nicolas Maingot doch sagt, die wÃ¼rden nur die Zahl derjenigen nennen, die tatsÃ¤chlich ins Stadion kommen.</p>
<p>Ich muss schon sagen, das Soccer City Stadium ist ziemlich voll. Wir reden Ã¼ber Kleinigkeiten, die dennoch auffallen. Bei anderen Events, wo die Organisatoren behauptet haben, das Stadion sei voll, also bei der <a title="Wie voll ist ein halbleeres Stadion?" href="http://jensweinreich.de/2009/08/15/leichtathletik-wm-tag-1/" target="_self">Leichtathletik-WM 2009 in Berlin</a>, war das viel schlimmer.</p>
<p>So sieht es also gerade aus, jedenfalls links unter mir in der ersten HÃ¤lfte:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-8292 aligncenter" title="Holland vs DÃ¤nemark, Soccer City, 14. Juni 2010, erste Halbzeit" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/ned-dan-1.gif" alt="" width="530" height="298" /></p>
<p>Und so sieht es noch immer auf den besseren PlÃ¤tzen aus, in den Logen:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-8293 aligncenter" title="Holland vs DÃ¤nemark, Soccer City, 14. Juni 2010, erste Halbzeit (zweite nicht besser :)" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/ned-dan-2.gif" alt="" width="530" height="298" /></p>
<p>Ich kÃ¼mmere mich um das Thema und sammle Material. Ob etwas dabei raus kommt? Keine Ahnung. Mal <a title="Don Julio und die Ticketfrage" href="http://jensweinreich.de/2010/06/12/don-julio-und-die-ticket-frage/" target="_self">Don Julio</a> fragen.</p>
<p>Das ist mal eine Seite aus den internen Unterlagen, die das MATCH-Konsortium (Byrom, P. Blatter/Infront, Dentsu) im Januar beim Notsignal-Ticketworkshop in ZÃ¼rich prÃ¤sentiert hat. Demnach waren die Skybox-A-Pakete ausgebucht (was hier nicht so aussieht) und die Skybox-B-Pakete noch zu 85 Prozent zu haben (heute sieht es so aus, als sei seit Januar kein einziges Paket abgesetzt worden).</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-8298 aligncenter" title="MATCH Workshop Material, Januar 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/match-web.gif" alt="" width="530" height="392" /></p>
<p style="text-align: left;"><strong>14.58 Uhr:</strong> Themenwechsel. Holland spielt sich munter ein, oder?</p>
<p style="text-align: left;"><strong>15.05 Uhr:</strong> Sie sagen 83.465 Zuschauer. 84.490 passen wÃ¤hrend der WM rein.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>15.11 Uhr:</strong> Darf man den Kalauer los werden? Zweinull, der KÃ¤se ist &#8230; lieber nicht. Zu billig.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>18.12 Uhr:</strong> Sepp lÃ¤sst einmal mehr <a title="Social media oder: Fragen an @SeppBlatter" href="http://jensweinreich.de/2010/06/10/social-media-oder-fragen-an-seppblatter/" target="_self">twittern</a>. In deutschen Nachrichtenagenturen heiÃŸt es dazu, er spreche &#8220;ein Machtwort&#8221;. Ach Gottchen, es hat doch gar niemand versucht, die Vuvuzelas zu verbieten.</p>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter size-full wp-image-8304" title="@SeppBlatter" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/sepp-vuvu.gif" alt="" width="530" height="140" /></p>
<p style="text-align: left;"><strong>21.48 Uhr:</strong> Sepp verlÃ¤sst den FIFA Club frÃ¼h. Kurz vor dem Ausgleich der Italiener gegen Paraguay. Bevor er im Fahrstuhl verschwindet, macht er noch einige hollÃ¤ndische Fans glÃ¼cklich:</p>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter size-full wp-image-8309" title="Blatter, Holland-Fans, Hotel Michelangelo Towers, 14. Juni 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/sepp-ned.gif" alt="" width="530" height="298" /></p>
<p style="text-align: left;">Wir wechseln nur einige Worte. Doch immerhin, er verspricht mir ein Interview dieser Tage. &#8220;Kein Problem&#8221;, sagt er, &#8220;wir reden in Ruhe, nicht hier auf dem Flur.&#8221; Geht in Ordnung, auch darauf bin ich gespannt. Ich glaube nicht, dass er mich verarscht.</p>
<p style="text-align: left;">Dienstschluss fÃ¼r heute.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wenn das Hirn in der Hose sitzt: die schÃ¶nsten Doping-Ausreden</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/04/23/wenn-das-hirn-in-der-hose-sitzt-oder-die-schonsten-doping-ausreden/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 10:23:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[berlin 2009]]></category>
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		<category><![CDATA[doping]]></category>
		<category><![CDATA[lashawn merritt]]></category>
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		<description><![CDATA[Nun also LaShawn Merritt. Bester RundenlÃ¤ufer der vergangenen Jahre, Bezwinger des unbezwingbaren Jeremy Wariner, Olympiasieger 2008, Weltmeister 2009, Dopingsperre 2010. Drei Mal wurde Merritt positiv auf das Prohormon DHEA getestet. Er hat die Verwendung zugegeben und seine vorlÃ¤ufige Suspendierung akzeptiert, was sehr ungewÃ¶hnlich fÃ¼r amerikanische DopingfÃ¤lle ist und zwei Fragen aufwirft: Merritt ist eigentlich eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun also <a title="LaShawn Merritt" href="http://www.lashawnmerrittusa.com/" target="_blank">LaShawn Merritt</a>. Bester RundenlÃ¤ufer der vergangenen Jahre, Bezwinger des unbezwingbaren Jeremy Wariner, Olympiasieger 2008, Weltmeister 2009, Dopingsperre 2010. Drei Mal wurde Merritt positiv auf das Prohormon DHEA getestet. Er hat die Verwendung zugegeben und seine vorlÃ¤ufige Suspendierung akzeptiert, was sehr ungewÃ¶hnlich fÃ¼r amerikanische DopingfÃ¤lle ist und zwei Fragen aufwirft:</p>
<ol>
<li>Merritt ist eigentlich eine ehrliche Haut und wollte nur ein bisschen angeben, weshalb er DHEA genommen hat, um seinen Schwanz zu vergrÃ¶ÃŸern, wie er selber sagt.</li>
<li>Merritt hat anderes zu verbergen, DHEA ist nur Â eine von vielen Drogen, die er nimmt.</li>
</ol>
<p>FÃ¼r die erste These spricht u.a., dass sich Merritt als dÃ¤mlich und unreif bezeichnet.</p>
<p>FÃ¼r die zweite These spricht u.a., dass DHEA ein ziemliches Modemittel ist und von etlichen Fachdopern benutzt wurde, die in grÃ¶ÃŸere Doping-Netzwerke eingebunden waren &#8211; etwa die OlympiasiegerÂ <a title="Wikipedia Gatlin" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Justin_Gatlin" target="_blank">Justin Gatlin</a> undÂ <a title="Wikipedia Tyler Hamilton" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tyler_Hamilton" target="_blank">Tyler Hamilton</a>. Hamilton erklÃ¤rte seinerzeit, er habe DHEA gegen Depressionen genommen. Ich will mich nicht Ã¼ber Gatlins Probleme lustig machen, sage nur, dass ich nicht weiÃŸ, ob Gatlin jemals angegeben hat, DHEA gegen sein ADHS-Problem eingesetzt zu haben (mit dieser BegrÃ¼ndung konnte er 2001 seine erste Dopingsperre verkÃ¼rzen).</p>
<p>Basis-Infos Ã¼ber Dehydroepiandrosteron (DHEA)Â und Doping kann jeder <a title="Google-Suche: Merritt + DHEA" href="http://www.google.de/search?num=100&amp;hl=de&amp;newwindow=1&amp;q=%22lashawn%20merritt%22%20dhea&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;tbo=u&amp;tbs=nws:1&amp;sa=N&amp;tab=wn" target="_blank">leicht</a> <a title="Google-Suche: Doping + DHEA" href="http://www.google.de/search?num=100&amp;hl=de&amp;newwindow=1&amp;q=dhea+doping&amp;meta=&amp;aq=f&amp;aqi=&amp;aql=&amp;oq=&amp;gs_rfai=" target="_blank">googeln</a>. Nur die <a title="DSHS KÃ¶ln" href="http://www.dshs-koeln.de/biochemie/rubriken/00_home/00_pro.html" target="_blank">wichtigsten</a> <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/DHEA" target="_blank">Infos</a> <a title="sportmedininfo.de" href="http://www.sportmedinfo.de/Dhea-Substitution.html" target="_blank">fÃ¼r</a> Laien wie mich: DHEA ist ein Prohormon, eine Zwischenstufe des Testosteron; es gilt als Hormon der Jugend, wird als Anti-Aging-Mittel eingesetzt; Vertrieb in Deutschland ist verboten; in den USA sind Mittel (etwa NahrungsergÃ¤nzungsmittel) erlaubt, aber auch nicht in allen Bundesstaaten; die Wirkung ist umstritten, manche sprechen von Quacksalberei, andere wollen Wirkungen nachgewiesen haben.</p>
<p>Das soll mal reichen, anders als im <a title="alle BeitrÃ¤ge zum Fall Pechstein" href="http://jensweinreich.de/?cat=1590" target="_self">Fall Pechstein</a> liegen die Dinge hier etwas klarer. Deshalb, glaube ich, ist es angemessen, jener Spur nachzugehen, die LaShawn Merritt gewiesen hat: Der Penis-VergrÃ¶ÃŸerung. Nein, diese Spur fÃ¼hrt nicht zu Kai Diekmann, sondern zur Frage:</p>
<blockquote><p><strong>Wie lauten die absurdesten/dÃ¤mlichsten/frechsten/skurrilsten Doping-Ausreden aller Zeiten?</strong></p></blockquote>
<p>Ich erinnere mich an von der Ex gebackene Doping-Pirogen, verseuchte HÃ¼hnchenschenkel / Hackfleisch / Avocado / Bonbons / KrÃ¤utertee, zuviel Sex, Mischwesen, bÃ¶se Tanten und SchwiegermÃ¼tter, asthmakranke Hunde und etliches mehr. (<span style="text-decoration: line-through;">Die Zahnpasta erwÃ¤hne ich jetzt nicht, um keine erbitterte Ost-West-Diskussion aufflammen zu lassen.</span>)</p>
<p>Vielleicht kÃ¶nnen wir gemeinsam einiges zusammentragen. Ich werde mich anschlieÃŸend um eine dem Internetz angemessene Aufbereitung bemÃ¼hen. (Vielleicht kÃ¶nnen die Kollegen von <a title="sportticker.net" href="http://www.sportticker.net/" target="_self">sportticker.net</a> helfen, die haben oft gute Ideen.)</p>
<p>Um EmpÃ¶rungs-Kommentaren vorzubauen, etwa von meinen Freunden <em>Walter</em> und <em>Herbert</em>, es geht mir nachrangig darum, mich zu amÃ¼sieren. Listen mit angeblich dummen Ausreden kann man leicht ergooglen, jedoch traue ich derlei Zusammenstellungen nicht. Was mich hier interessiert: Finden wir gemeinsam Originale, Protokolle, CAS-Urteile etc., in denen die Ausreden auftauchen und mÃ¶glicherweise sogar belegt werden? Deshalb muss meine Fragestellung ergÃ¤nzt werden:</p>
<blockquote><p><strong>Welche skurrilen UmstÃ¤nde fÃ¼r positive Dopingproben wurden erfolgreich geltend gemacht?</strong></p></blockquote>
<p>Mich interessieren nicht x-beliebige Links, sondern die Originale, so weit verfÃ¼gbar. Also jetzt bitte nicht hundertmal RP-online und die anderen Ã¼blichen VerdÃ¤chtigen verlinken.</p>
<p>Wenn sich am Ende doch nachweisen lÃ¤sst, dass etwa asthmakranke Hunde eine Doping-Gefahr fÃ¼r leistungssporttreibende Hundebesitzer darstellen, geht das auch in Ordnung.</p>
<p><em>Nachtrag, 15.22 Uhr:</em> Die <a title="Kommentar von Ralf" href="http://jensweinreich.de/2010/04/23/wenn-das-hirn-in-der-hose-sitzt-oder-die-schonsten-doping-ausreden/#comment-23130" target="_self">Kokain-KÃ¼sse</a> von Richard Gasquet und Pamela, die zu einer positiven Dopingprobe gefÃ¼hrt haben sollen, sind natÃ¼rlich sensationell!</p>
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		<title>Vancouver, Tag 1: Jacques die MÃ¶we</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 08:39:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[VANCOUVER. Ich weiÃŸ, dass ist eine ganz billige Kiste, die ich jetzt anbiete. Tiercontent geht immer, denkt der Journalist in mir. Ab heute, dem ErÃ¶ffnungstag der Olympischen Winterspiele 2010, stelle ich wie vor zwei Jahren bei denÂ Sommerspielen in Peking in den Notiz-Modus um. So kann ich Ã¶fter bloggen und kommentieren, auch mal zwischendurch HÃ¤ppchen anbieten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>VANCOUVER. Ich weiÃŸ, dass ist eine ganz billige Kiste, die ich jetzt anbiete. Tiercontent geht immer, denkt der Journalist in mir. Ab heute, dem ErÃ¶ffnungstag der Olympischen Winterspiele 2010, stelle ich wie vor zwei Jahren bei denÂ <a title="Peking-Tagebuch" href="http://jensweinreich.de/category/peking-tagebuch/" target="_self">Sommerspielen in Peking</a> in den Notiz-Modus um. So kann ich Ã¶fter bloggen und kommentieren, auch mal zwischendurch HÃ¤ppchen anbieten, etwa live von Pressekonferenzen und aus den Eishallen. Der Versuch, allein fertige BeitrÃ¤ge anzubieten, erweist sich von so einem Ereignis doch als schwer praktikabel. Zudem: Manche meinen, meine Berichte aus Peking oder von derÂ <a title="Leichtathletik-WM 2009" href="http://jensweinreich.de/category/berlin-tagebuch/" target="_self">Leichtathletik-WM</a> mit all den Schilderungen der alltÃ¤glichen journalistischen Tiefebenen, Ã¤hnelten TagebÃ¼chern von Klassenfahrten. Andere verlangen danach. Nicht zuletzt sprachen mich in den vergangenen Tagen immer wieder Kollegen an, oder sollte ich besser sagen: sie fragten Ã¤ngstlich, ob man mit mir noch normal reden kÃ¶nne, oder gleich alles im Blog erscheine.</p>
<p>Die Antwort ist simpel: Wer mich anspricht und also beim Applefritter-Konsum stÃ¶rt, erscheint hier im Blog. Das ist mal klar. Den Anfang macht der fleiÃŸige Kollege G., den ich seit zwei Tagen nicht gesehen habe. Das ist immer so, wenn G. produziert. Er schlieÃŸt sich dann irgendwo ein mit Cola und Zigaretten und kommt erst wieder zum Vorschein, wenn sein Meisterwerk verÃ¶ffentlicht wurde. Hier in Vancouver ist der Kollege G. nicht allein in diesen schweren Stunden. Begleitet wird er von einer MÃ¶we, die er liebevoll Jacques taufte.</p>
<p><img title="Jacques, Vancouver, 9. Februar 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/jacques1.jpg" alt="" width="530" height="398" /></p>
<p>Jacques die MÃ¶we kommt beim FrÃ¼hstÃ¼ck vorbei, verschlingt BrÃ¶tchen, lÃ¤sst sich von G. fotografieren, und wenn ich G. richtig verstanden habe, dann unterhÃ¤lt er sich sogar mit Jacques. Denn Jacques ist eine gebildete MÃ¶we. Ja, das sind olympische Geschichten.</p>
<p>Der Notiz-Modus empfiehlt sich schon deshalb, weil ein Einzelner ein derartiges Mega-Event unmÃ¶glich fassen kann. Ich kann nichts weiter als Puzzleteile anbieten. Das habe ich in Peking und bei anderen Gelegenheiten oft genug beschrieben. Jeder kann Puzzleteile anbieten, in den Kommentaren. Beim nÃ¤chsten Mal, da bin ich ganz sicher, werden wir auf andere Weise kommunizieren. Vielleicht in GoogleWave oder mit irgendeinem anderen spannenden Tool.</p>
<p>Es kann sein, dass ich in den kommenden sechzehn Tagen relativ wenig Sport-Content anbiete. Ich fÃ¼rchte, man wird mir das eher nicht Ã¼bel nehmen. Im Hauptjob als freier Journalist, der von hier BeitrÃ¤ge verkaufen will, konzentriere ich mich vor allem auf Hintergrundgeschichten. Wenn alle paar Tage auch etwas verÃ¶ffentlicht werden sollte, was die Vokabel Recherche verdiente, wÃ¼rde mir das noch besser gefallen. Ich werde mich nicht nur bei den Deutschen, sondern sehr oft auch bei Russen und Koreanern herumtreiben &#8211; und in der FunktionÃ¤rsfamilie. Die vermisse ich fast ein bisschen. Habe Sepp und Jean-Marie noch gar nicht gesehen. Denn das IOC-Hotel, dass ich von meiner ersten Absteige dochÂ <a title="Vancouver: die Ruhe vor dem Sturm ..." href="http://jensweinreich.de/2010/02/03/vancouver-1-die-ruhe-vor-dem-sturm-und-die-ioc-blogger-richtlinien/" target="_self">gut im Blick</a> hatte, habe ich bisher kaum gesehen. Es ergab sich einfach nicht. Ich hatte andere Aufgaben, weshalb ich diesmal auch der IOC-Session kaum folgen konnte. Leider.</p>
<p><strike>Nachher aber, wenn das UDIOCMÂ <a title="Thomas Bach: Lebenssachverhalte im nationalen Interesse" href="http://jensweinreich.de/2010/02/10/thomas-bach-lebenssachverhalte-im-nationalen-interesse/" target="_self">wieder VizeprÃ¤sident wird</a>, will ich dort sein.</strike></p>
<p><em>Nachtrag, 5.56 Uhr:</em> Das wird leider nichts.</p>
<p>Also: Viele bunte Notizen hier. Und zwischendurch zusÃ¤tzlich meine sonstigen journalistischen ErgÃ¼sse aus herkÃ¶mmlichen Medien, liebevoll aufbereitet mit Links, Fotos und hin und wieder sogar Gedanken. Das ist mein Plan. Ich denke, das wird ganz unterhaltsam.</p>
<p>Gestern bin ich nun Ã¼brigens nach Richmond ins Holiday Inn Express umgezogen. Ein ganz neuer Kasten, durchaus komfortabel, jedenfalls wenn nachts der Flugbetrieb erlahmt. Das Hotel steht quasi neben der Startbahn des Airports. Unter der Matratze habe ich noch nicht nachgeschaut, obwohl dasÂ <a title="Google: Bettwanzenalarm in Vancouver" href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;num=100&amp;newwindow=1&amp;q=bettwanzen+vancouver&amp;btnG=Suche&amp;meta=&amp;aq=f&amp;oq=" target="_blank">aus aktuellem Anlass</a> doch empfohlen wurde. Ich habe onlineÂ <a title="Bedbugregistry.com" href="http://bedbugregistry.com/" target="_self">nachgesehen</a> und nichts gefunden.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-6666" title="Ticket ErÃ¶ffnungsfeier" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/ticket-eroeffnung.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="300" height="652" align="left" />Von den Terminen gestern war die morgendliche Pressekonferenz der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) relativ Ã¤rgerlich. DarÃ¼ber ist <a title="Ten years after: die GrÃ¼ndung der WADA" href="http://jensweinreich.de/2009/11/10/ten-years-after-grundung-der-wada/#comment-19399" target="_self">bereits diskutiert worden</a>. Wenn ich versuche zu rekonstruieren, dann hat GeneralsekretÃ¤r David Howman, der hier im Blog <a title="WADA-GeneralsekretÃ¤r David Howman sagt ..." href="http://jensweinreich.de/2009/10/07/wada-generalsekretar-david-howman-sagt/" target="_self">manchmal Fragen beantwortet</a>,Â am Mittwoch in seinem Bericht auf der IOC-Session von jenen rund 30 FÃ¤llen aus den letzten Monaten berichtet und dort gesagt, dass keiner dieser Sportler in Vancouver sei. Abends hat IOC-Kommunikationschef Mark Adams, dem fachliche Feinheiten noch fremd sind, auf der PK wohl etwas die Erwartungen geschÃ¼rt. Was soll ich sagen: Wenn so viele Journalisten lauern, dann gibt es halt Schlagzeilen Heute morgen jedenfalls erklÃ¤rten WADA-PrÃ¤sident <a title="John Fahey" href="http://jensweinreich.de/2008/03/02/john-fahey/" target="_self">John Fahey</a> und Howman gebetsmÃ¼hlenartig, es handele sich um mehr als 30 FÃ¤lle aus mehren Monaten und man werde weder Namen, Sportarten noch Nationen bekannt geben. Ich muss hier mal abkÃ¼rzen, das Thema wird uns noch eine Weile beschÃ¤ftigen.</p>
<p>Ich werde mich aller Voraussicht nach gegen Mittag mit einer Kleinigkeit melden &#8211; und dann, wenn nichts dazwischen kommt und es eine Onlineverbindung gibt, in der kommenden Nacht (MEZ) <strong>live von der ErÃ¶ffnungsfeier bloggen</strong>.</p>
<p>Macht jemand mit?</p>
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		<title>Friedensnobelpreis fÃ¼r das IOC? Willi wills wissen</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 13:03:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[VANCOUVER. Achtung, Phrasen: Es lÃ¤uft noch nicht rund. Ich muss meinen Rhythmus finden. Insofern kommt mir die neuerliche inhaltliche Nullnummer des Willi Wichtig Lemke ganz gelegen. Darauf bin ich gestern schon kurz eingegangen. Zum Sachverhalt: Andreas Schirmer von der Deutschen Presseagentur (dpa) sagt dem UN-Sonderbeauftragten fÃ¼r Sport in einem Interview: Das IOC war immer mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>VANCOUVER. Achtung, Phrasen: Es lÃ¤uft noch nicht rund. Ich muss meinen Rhythmus finden. Insofern kommt mir die neuerliche inhaltliche Nullnummer des Willi Wichtig Lemke ganz gelegen. Darauf bin ich gestern schon <a title="Vancouver (3): PlastiklÃ¶ffel auf Papptellern" href="http://jensweinreich.de/2010/02/05/vancouver-3-eislauf-zoff-um-mitternacht/" target="_self">kurz eingegangen</a>. Zum Sachverhalt:</p>
<p>Andreas Schirmer von der Deutschen Presseagentur (dpa) sagt dem UN-Sonderbeauftragten fÃ¼r Sport in einem Interview:</p>
<blockquote><p>Das IOC war immer mal wieder im GesprÃ¤ch fÃ¼r den Friedensnobelpreis?Â HÃ¤tte es diese Auszeichnung verdient?</p></blockquote>
<p>Lemke nimmt die Verbalvorlage auf:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich wÃ¼rde das nachdrÃ¼cklich unterstÃ¼tzen. Der Sport trÃ¤gt zur Entwicklung von Frieden bei, deshalb wÃ¤re ich fÃ¼r eine Nominierung des IOC. Es wÃ¤re auch ein positives Signal im Kampf gegen die AuswÃ¼chse des Sports.&#8221;</p></blockquote>
<p>Nun, ich mÃ¶chte momentan gar nicht versuchen, auf diese &#8220;Argumente&#8221; einzugehen. Will Willi, auch wenn das folgenlos bleibt, denn er findet ja, dass die dÃ¤mlichen Journalisten viel zu bÃ¶sartig-kritisch mit dem IOC und China umgegangen sind (im Sportausschuss hat er vor einiger Zeit sogar die SÃ¼ddeutsche erwÃ¤hnt als bÃ¶ses Beispiel), nur an Tibet und Peking und das Team Darfour erinnern. Das soll reichen. Zum Thema Friedensnobelpreis habe ich jÃ¼ngst etliche Zeilen gedichtet. Ganz liebevoll hier im Blog, live von der <a title="&quot;More than just a game&quot;: PR auf Robben Island" href="http://jensweinreich.de/2009/12/05/more-than-just-a-game-pr-auf-robben-island/" target="_self">GefÃ¤ngnisinsel Robben Island</a> &#8211; und kurz darauf auch fÃ¼r SpiegelOnline (&#8220;<a title="SpOn: Nobelpreis out of Africa" href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,665363,00.html" target="_blank">Nobelpreis out of Africa</a>&#8220;), wo der Text gerade erschien. Joseph Macchiavelli Blatter selbst hat ja mit mir relativ <a title="HÃ¶rbefehl! Interview mit einem FriedensnobelpreistrÃ¤ger in spe" href="http://jensweinreich.de/2009/10/04/hor-befehl/" target="_self">munter Ã¼ber den Friedensnobelpreis geplaudert</a>. Ich weiÃŸ von etlichen Eingeweihten, wie sehr er ihn sich wÃ¼nscht, und seine PR-Jungs sind lange schon aktiv.</p>
<p>DemnÃ¤chst starte ich mal eine kleine Recherche und liste die verschiedenen Nobelpreisinitiativen von und fÃ¼r SportverbÃ¤nde auf. Ach, was sage ich, das machen wir gemeinsam &#8211; und stellen dann auch die schlagenden Argumente dagegen ein. Etwa IOC-Doyen, Junta-Fan und gelegentlicher WaffenhÃ¤ndler Joao Havelange, formerly known as FIFA-PrÃ¤sident, vom nigerianischen MassenmÃ¶rder Sani Abacha einst als HÃ¤uptling Ekwueme geadelt &#8230; usw. usf. Generalmajor Francis Nyangweso, einst Verteidigungsminister und Buddy des MenschenschlÃ¤chters Idi Amin, ist ja auch noch IOC-Mitglied. Auf Leute wie Nyangweso setzt die deutsche Sportpolitik und damit die MÃ¼nchner Olympiabewerbung. In Afrika engagieren sich nicht nur Lemke, sondern auch das UDIOCM und der Bund ganz stark, um Stimmen zu generieren. Aber dazu spÃ¤ter, ich will keinen Rundumschlag starten, ich meine, es ist hier schon 4.43 Uhr und ich sollte verdammt nochmal endlich schlafen.</p>
<p>FÃ¼r all jene, die nicht schlafen mÃ¼ssen, kopiere ich einfach mal ein Kapitelchen rein, das Thomas Kistner und ich 1996 fÃ¼r das Buch &#8220;<a title="Muskelspiele" href="http://jensweinreich.de/referenzen/bucher/muskelspiele/" target="_self">Muskelspiele</a>&#8221; verfasst haben.</p>
<p>Unredigiert, unverlinkt, unaktualisiert. Einfach so, es kann dennoch nicht schaden.</p>
<p>Mit Dank an meinen guten alten Freund Frank BrandsÃ¥s.</p>
<blockquote><p><strong>Samaranch jagt den Friedensnobelpreis</strong></p>
<p>Wer jeden Tag was Gutes tut, wer die Menschheit mit Idealen der FairneÃŸ, Gleichheit und Demokratie Ã¼berhÃ¤uft und das Hohelied auf sich selbst sogar vor der UN-Vollversammlung anstimmen darf, sollte sich zum Ausgleich etwas Besonderes gÃ¶nnen. Am besten was Angemessenes aus der hÃ¶heren Preislage. Sind es nicht humanitÃ¤re Vordenker wie Exzellenz Marquis de Samaranch oder Doktor Kim, die ihren Landsleuten jahrzehntelang das olympische Ideal der Toleranz vorlebten? Waren es nicht sozialÃ¶konomische Pioniere wie Nebiolo, Rana oder Havelange, die den Reichtum der SportvÃ¶lker mehrten, indem sie Fernsehreklame und Werbelogos erfanden? Stehen nicht die Spiele fÃ¼r ein wahrhaft vÃ¶lkerverschwÃ¤gerndes Ereignis, bei dem ein jeder die Siege der anderen bejubelt, besonders, wenn die unter fremder Flagge starten? Steht nicht das IOC fÃ¼r eine Welt kerngesunder Athleten, an denen sich die von Drogen bedrohte, schlappe Restjugend was abschneiden kann? Reines FamilienglÃ¼ck, eine Bewegung voller Vorbilder. Eine, die ihren Preis kennt: nobel muÃŸ er sein, von Friedenstauben umgurrt.</p>
<p>Der Countdown lÃ¤uft seit Jahren, 1996 soll es endlich klappen. Wenn das IOC den Friedensnobelpreis nicht zum hundertsten Geburtstag der Spiele erhÃ¤lt, dÃ¼rfte der Traum vorerst abgeschrieben werden. Getan hat man jedenfalls alles dafÃ¼r. Zumindest hinter den Kulissen.</p>
<p>In Norwegen obliegt es der â€?Stortingâ€? genannten Volksvertretung, ein eigenes Komitee zur Verleihung des Friedensnobelpreises zu berufen. Ãœber sÃ¤mtliche Nobelpreise fÃ¼r die Verdienste ums Menschengeschlecht befinden die KÃ¶niglich-Schwedischen Akademien in Stockholm, einzig der Frieden wird in Oslo proklamiert. Mag ja Zufall gewesen sein, daÃŸ die Winterspiele im Jahr des 100. IOC-Geburtstages ausgerechnet im norwegischen Lillehammer stattfanden, obwohl nicht einmal die norwegischen Ã–ko-AuÃŸenseiter selbst bei der KÃ¼r 1988 in Seoul damit gerechnet hatten, daÃŸ die Wahl auf sie fallen kÃ¶nnte. Mag ja kein cool kalkulierter Werbefeldzug gewesen sein, der Samaranch zu Spielebeginn kurz in die zerstÃ¶rte Olympiastadt von 1984, Sarajewo, fÃ¼hrte, um dort vor kopfschÃ¼ttelnden Passanten und den Kameras der Welt um Frieden fÃ¼r die Dauer der Sportsause in Lillehammer zu bitten. GewiÃŸ sind es beste Absichten im Dienste der Menschheit, die das IOC bestÃ¤ndig antreiben, endlich Sitz und Stimme in den Vereinten Nationen zu ergattern. Und doch. Es gibt da eine Kleinigkeit, die nicht so recht ins Bild edler Selbstlosigkeit paÃŸt.</p>
<p>1991 schloÃŸ das IOC in Birmingham ein Vertrag mit der weltweit operierenden Werbeagentur Grey Advertising und deren PR-Ableger GCI ab. Selbst der traditionelle IOC-Vermarkter ISL zeigte sich damals Ã¼berrumpelt. Grey indes machte die neue Liaison stolz publik: â€?Grey/GCI wird auch fÃ¼r die internationale Vision des IOC und dessen Verpflichtung werben, Ã¼ber die Sportarena hinaus einen positiven EinfluÃŸ auszuÃ¼ben&#8230; ZusÃ¤tzlich wird Grey spezielle Kommunikationsprogramme durchfÃ¼hren fÃ¼r ausgewÃ¤hlte IOC-Projekte, die bestimmt sind, ein besseres internationales VerstÃ¤ndnis und menschliche Harmonie zu fÃ¶rdern.â€?</p>
<p>Von ferne klingt durchs Weltverbesserungsgeschwafel, was vornehmliche Aufgabe des marktbeherrschenden Werbetycoons mit 260 BÃ¼ros in aller Welt ist: die FÃ¶rderung der Nobelpreiskandidatur des IOC. Aber peinlich wurde der Vorgang erst, als er in dieser Deutlichkeit publik wurde. Zwei Jahre spÃ¤ter posaunte IOC-Pressechefin Michele Verdier das freudige Ereignis voll argloser Indiskretion in die Welt: Bon, ganz richtig, der Vertrag sei mit diesem Ziel geschlossen worden. Danach kam es zu verwirrenden Dingen, die sich in summa so umschreiben lassen: Die Bewegung lief schamrot an. Das IOC streitet seither die Nobelpreisambitionen ab oder vermeidet konkrete Statements zum Thema.</p>
<p><span id="more-6560"></span>Es war das Verdienst des norwegischen Journalisten Frank Brandsaas vom â€?Arbeiderbladetâ€?, fÃ¼r umfassende AufklÃ¤rung gesorgt zu haben. Brandsaas hatte bereits erste GerÃ¼chte Ã¼ber die NobelpreisbemÃ¼hungen aufgeschnappt, als im Juli 1992 ein Artikel im â€?Atlanta Journal &amp; Constitutionâ€? erschien. Darin packte der wegen olympischer GeschÃ¤ftsverfilzungen ausgestiegene IOC-VizeprÃ¤sident Robert Helmick Ã¼ber die ehrenwerte Gesellschaft aus. Er meinte: â€?Als er (gemeint ist Samaranch/d. A.) die PR-Firma Grey Advertising anheuerte, sagte er, deren Erfolg wird sich daran messen, ob wir den Nobelpreis gewinnen oder nicht. Er will ihn fÃ¼r das IOC, aber das ist er selbst. In diesem Punkt betrachtet er sich selbst als das IOC.â€? Anfang 1993 suchte der Journalist aus Norwegen das IOC in Lausanne auf. Madame Verdier bestÃ¤tigte ihm und seinem Kollegen Einar Odden das Zitat, ohne Helmicks Namen selbst zu erwÃ¤hnen. Mehr noch, so bezeugen es die Journalisten: â€?Sie machte die Sache grÃ¶ÃŸer, indem sie sagte, daÃŸ die PR-Aktionen fÃ¼r den Nobelpreis die eigentliche Hauptaufgabe fÃ¼r Grey Advertising sei.â€? Bevor Brandsaas die Geschichte publizierte, versicherte er sich bei Helmick persÃ¶nlich. Der Anwalt aus Iowa bestÃ¤tigte die Aussage nicht nur, er wiederholte sie.</p>
<p>Mit Blick auf die Allmachtpolitik des IOC, das im Ernstfall sowohl Helmick als auch Verdier mundtot machen wÃ¼rde, fahndete Brandsaas nach weiteren Informationsquellen. Er wurde fÃ¼ndig bei einer in Oslo ansÃ¤ssigen Firma namens Jensen Grey A/S. Firmenchef Ingar Andresen erwiderte seine Frage (â€?Was haben Sie bisher unternommen, um Grey und das IOC bei der Kampagne fÃ¼r den Nobelpreis zu unterstÃ¼tzen?â€?) ausweichend: Man habe noch nicht begonnen, zudem sei diese Arbeit nicht offiziell. Am selben Abend druckte â€?Arbeiderbladetâ€? die Nobelpreisgeschichte Ã¼ber die gesamte Titelseite.</p>
<p>Brandsaas erhielt eine Einladung, die Story im nationalen Fernsehsender NRK zu debattieren. NRK teilte dazu mit, daÃŸ Ingar Andresen alles bestritten habe. Brandsaas rief Andresen an. Der stritt ab, was er zuvor angeblich NRK gesagt hatte. Brandsaas hakte nach, erkundigte sich, wie er, Andresen, wohl reagieren wÃ¼rde, wenn er in einem der bekanntesten TV-Programme per Tonband der LÃ¼ge Ã¼berfÃ¼hrt werde? Der PR-Mann lud ihn daraufhin in sein BÃ¼ro ein, um einige Papiere vorzulegen. Brandsaas ging hin und erfuhr von Andresen, daÃŸ ihn Grey/IOC angewiesen hÃ¤tten, nichts mehr zu dem Thema zu sagen.</p>
<p>Derweil hatte NRK ein Team nach Lausanne geschickt. Aus der Verabredung mit Madame Verdier wurde nichts, der Reporter hatte es statt dessen mit IOC-Generaldirektor Francois Carrard zu tun. Ãœberhaupt ist von Madame Verdier seither nicht mehr viel zu sehen. Sie nennt sich zwar noch Informationsdirektorin des IOC, bei Pressekonferenzen aber fÃ¼hrt zumeist Carrard das Wort. Frau Verdier teilt die Fragesteller ein, ansonsten sieht man sie vorwiegend mit StÃ¶ÃŸen kopierten Pressematerials im Arm durch die ArbeitssÃ¤le huschen.</p>
<p>Doch selbst des gewiegten Carrards AusflÃ¼chte retteten damals nichts mehr. Inzwischen erinnerte sich auch der Sportdirektor des norwegischen NOK, Bjorge Stensbol, gegenÃ¼ber â€?Arbeiderbladetâ€?, daÃŸ Samaranch schon drei, vier Jahre zuvor eine von Stensbol begleitete norwegische Besucherdelegation in Lausanne gefragt habe, ob einer der GÃ¤ste vielleicht Mitglieder im Nobelpreiskomitee kenne. WofÃ¼r braucht man die Bekanntschaft von Nobelpreisjuroren? Einen zum Kegeln, zwei zum Skat? Mit einer Melange aus Heiterkeit und grimmiger EmpÃ¶rung wurde in Norwegen reagiert, auch Komiteemitglieder kommentierten bÃ¶se die olympische PR-Offensive.</p>
<p>Besonders schmerzlich fÃ¼r das IOC dÃ¼rfte eine Darstellung des Vorgangs durch die angesehene â€?Neuen ZÃ¼rcher Zeitungâ€? gewesen sein, die quasi vor der eigenen HaustÃ¼r erscheint und bis ins HinterstÃ¼bchen rumpelte.Â Das Blatt schrieb im Februar 1993: â€?Schon die Tatsache, daÃŸ sich zwei Komiteemitglieder Ã¶ffentlich Ã¤uÃŸerten, kann als Ende aller IOK-Ambitionen gewertet werden. Die drei MÃ¤nner und zwei Frauen des Komitees pflegen sich fÃ¼r gewÃ¶hnlich in absolutes Schweigen Ã¼ber alle vorgeschlagenen Kandidaten zu hÃ¼llen, so daÃŸ die EmpÃ¶rung Ã¼ber das dreiste IOK-Gebaren in Oslo sehr groÃŸ gewesen sein muÃŸ. Aber auch ohne den jetzt entstandenen schalen Geschmack wÃ¤re wohl nichts aus dem Vorhaben geworden. Aud-Inger Aure, norwegisches Parlamentsmitglied der Christdemokraten, hÃ¤lt Samaranch selber fÃ¼r ein Hindernis. Seiner Meinung nach wÃ¤re es ein Hohn, den Friedenspreis an das IOK, eine &#8216;Organisation selbsternannter Bonzen&#8217; mit zum Teil schlimmer politischer Vergangenheit, zu vergeben. In der Tat wÃ¼rde Samaranch mit der hauptsÃ¤chlich von ihm betriebenen Kommerzialisierung der Spiele schwer etwa zur letzten Friedenspreis-TrÃ¤gerin Rigoberta Menchu passen, einer Indianerin aus Guatemala, die gegen das dortige MilitÃ¤rregime gekÃ¤mpft hat, das ihre Eltern und einen Bruder ermorden lieÃŸ.â€?</p>
<p>Der Vorgang bereichert die Nobelpreisgeschichte um ein Novum, denn Marketingstrategien waren zur KÃ¼r von PersÃ¶nlichkeiten wie Mutter Teresa oder Erzbischof Desmond Tutu bislang nicht erforderlich. Doch darf nicht verwundern, wenn das von GroÃŸindustriellen, Bankern und Advokaten dirigierte Weltsportimperium auch solche Ziele mehr nach den Gesetzen von Drukkerpresse und Big Business verfolgt.</p>
<p>Friedensorganisationen und Menschenrechtskommissionen haben den Eindruck, daÃŸ Toleranz und HumanitÃ¤t vorwiegend unter merkantilem Aspekt BerÃ¼cksichtigung finden im Tagwerk des superreichen IOC. Kaum eine von ihnen hat es geschafft, das IOC zu selbstloser UnterstÃ¼tzung ihrer Arbeit zu gewinnen. Gutes im stillen tun, zahlt sich nicht aus. FÃ¼r Insider wie Richard Dicker von der Menschenrechtsorganisation â€?Human Rights Watchâ€? in New York, der die subtile Machtpolitik des IOC aus nÃ¤chster NÃ¤he studieren konnte, verkÃ¶rpert die olympische Riege schlicht ein diktatorisches Gebilde, â€?zum GlÃ¼ck ohne direkten Zugriff auf ein Volk und auf die politische Machtâ€?. Der weitgereiste Tibet-Experte Dicker hatte Ã¼ber Jahre verfolgt, wie das IOC die Kandidatur Pekings fÃ¼r die Sommerspiele 2000 begÃ¼nstigte und wie die NobelpreisjÃ¤ger die massiven Proteste der von China unterdrÃ¼ckten Tibeter zu ignorieren versuchten.</p>
<p>Eine Ausgrenzung von Randgruppen paÃŸt offenbar eher ins Bild, das fÃ¼r die Praktiken des IOC steht. Aus Sorge ums werbetrÃ¤chtige Image gingen die Ringemakler in den vergangenen Jahren gar auf Distanz zu den Behindertenspielen, den Paralympics. Bei deren Fest gleich nach den Lillehammer-Spielen 1994 wurden zur ErÃ¶ffnungsfeier erstmals zwei Fahnen gehiÃŸt: Eine mit fÃ¼nf und eine mit drei TrÃ¤nen. In Nagano, dem Austragungsort der Winterspiele 1998, wird es nur noch die Flagge mit drei TrÃ¤nen sein &#8211; die mit den fÃ¼nf ZÃ¤hren ist dann fÃ¼r immer verschwunden. (&#8230;)</p>
<p>ZurÃ¼ck nach Oslo. Die Nobelpreisjury lacht Ã¼ber die guten Menschen vom IOC, und die Oberolympier fÃ¼hlen sich wieder grÃ¼ndlich miÃŸverstanden. Hatten nicht sie, die Hundertschaft der olympischen GralshÃ¼ter, Sinnstiftendes am Menschengeschlecht vollbracht? War es ihnen nicht gelungen, spÃ¤testens in Barcelona alle mal wieder zusammenzutrommeln? Haben sie SÃ¼dafrika nicht zeitig wieder die Hand geboten? Hatten sie 1992 nicht die Athleten des kriegsfÃ¼hrenden Serbiens mit einer IOC-Sondermaschine einfliegen lassen (gegen den Willen der UN, und wÃ¤hrend sich andere Teilnehmer aus dem von Serbien terrorisierten Rest-Jugoslawien irgendwie per Bus oder Autostopp nach Barcelona durchschlagen muÃŸten)?</p>
<p>IOC-Generaldirektor Carrard hatte am Vorabend der ErÃ¶ffnungsfeier in Barcelona vor der versammelten Presse mit einer denkwÃ¼rdigen Adresse an die widerspenstige UN triumphiert: â€?Das IOC hat eine Schlacht gewonnen!â€? Die Metaphorik deutet an, daÃŸ im olympischen Buhlen um den gewissen â€?human touchâ€? wenig heilig ist. Die Ziffern zÃ¤hlen. Teilnehmerkontingente, Fernseh-Milliarden, Sponsorzahlungen. Und Rekorde.</p></blockquote>
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		<title>&#8220;Don&#8217;t mix politics with games&#8221;: Petition fÃ¼r Liu Xiaobo</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 00:39:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mir ist gerade so. Ich mÃ¶chte flink mal daran erinnern, wem ich/wem wir den Titel dieses Blogs zu verdanken haben. Es sind ja doch einige Leser neu hinzu gekommen in den vergangenen anderthalb Jahren. Ich bedanke mich also einmal mehr beim Totaldemokraten Hu Jintao, der einst, am Vorabend der Olympischen Propagandaspiele 2008, ausgewÃ¤hlten Berichterstattern beschwingt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mir ist gerade so. Ich mÃ¶chte flink mal daran erinnern, wem ich/wem wir den Titel dieses Blogs zu verdanken haben. Es sind ja doch einige Leser neu hinzu gekommen in den vergangenen anderthalb Jahren. Ich bedanke mich also einmal mehr beim Totaldemokraten Hu Jintao, der einst, am Vorabend der Olympischen Propagandaspiele 2008, ausgewÃ¤hlten Berichterstattern beschwingt empfahl, <a title="Peking, Tag 2" href="http://jensweinreich.de/?p=368" target="_self">sie sollten mal bitteschÃ¶n Sport nicht mit Politik vermengen und Politik nicht mit Sport und Ã¼berhaupt</a>. Da gebe es keinen Zusammenhang, auch wenn es manchmal so scheint.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-370" title="China Daily, 2. August 2008" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/08/china-daily-02082008.jpg" alt="" width="483" height="336" /></p>
<p>Mich hat Herrn Hus Rat Ã¼berzeugt. Seitdem steht&#8217;s da oben:</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Don&#8217;t mix politics with games!&#8221;</strong></p></blockquote>
<p>Ich versuche mich stets dran zu halten, auch <a title="Olympic Legacy: China und die Todesstrafe" href="http://jensweinreich.de/?p=3346" target="_self">wenn&#8217;s oft schwer fÃ¤llt</a>.</p>
<p>Seit Weihnachten macht die Verurteilung des chinesischen Dissidenten <a title="Wikipedia: Liu Xiaobo" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liu_Xiaobo" target="_self">Liu Xiaobo</a> weltweit <a title="Google News" href="http://news.google.de/news/search?um=1&amp;cf=all&amp;ned=de&amp;hl=de&amp;q=liu+xiaobo&amp;cf=all&amp;scoring=n" target="_self">Schlagzeilen</a>. Ein Jahr ist er bereits inhaftiert, nun wurde er zu elf Jahren Haft verurteilt. Am 8. Dezember 2008, exakt vier Monate nach der olympischen Propagandashow, die am 8.08.2008 um acht Uhr acht begann, hat Liu Xiaobo mit rund 300 Intellektuellen die <strong><a title="Charta 08" href="http://www.rsf.org/IMG/pdf/Charter08-2.pdf" target="_blank">Charta 08</a></strong> verÃ¶ffentlicht. DafÃ¼r kommt man im Sportwunderland China schon mal ein Jahrzehnt in den Knast.</p>
<ul>
<li>Reporters without Borders:Â <a title="www.rsf.org" href="http://www.rsf.org/spip.php?page=article&amp;id_article=35507" target="_blank">Eleven-year jail sentence for free speech activist Liu Xiaobo, court sneakily issues verdict on Christmas Day</a></li>
<li>Human Rights Watch:Â <a title="www.hrw.org" href="http://www.hrw.org/en/news/2009/12/21/china-liu-xiaobo-s-trial-travesty-justice" target="_blank">Liu Xiaoboâ€™s Trial a Travesty of Justice</a></li>
<li>Amnesty International:Â <a title="www.amnesty.org" href="http://amnesty.org/en/library/asset/ASA17/030/2009/en/afcdf879-1090-4dcd-9b4d-1028970b1bcc/asa170302009eng.html" target="_blank">Fear of torture and other ill-treatment, Liu Xiaobo</a></li>
</ul>
<p>Michael Kleim, Stadtjugendpfarrer in Gera und ehemals in der DDR in der Initiative fÃ¼r Frieden und Menschenrechte aktiv, ist der Meinung, dass die Sportwelt sich den vielen Petitionen zur Freilassung von Liu Xiaobo anschlieÃŸen solle. Kleim hat seine Sicht auf die Dinge kÃ¼rzlich im <a title="Interview mit Michael Kleim" href="http://www.mediathek-thueringen.de/single-view-tv/?tx_ttnews[tt_news]=3221&amp;tx_ttnews[year]=2010&amp;tx_ttnews[month]=01&amp;tx_ttnews[day]=06&amp;cHash=642185f29d" target="_blank">Radio Lotte erlÃ¤utert</a>.</p>
<p>Da ich Ã¼berhaupt nicht daran glaube, dass Journalisten sich nicht mit guten Aktionen gemein machen sollten, hier ist sein Appell, der dieser Tage dem IOC und dem DOSB zugeht:</p>
<blockquote><p>Aufruf an die Sportwelt</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren!</p>
<p>FÃ¼r ein Land bedeutet es eine Ehre, Gastgeber der Olympischen Spiele zu sein. Diese Ehre schlieÃŸt die berechtigte Erwartung der Weltgemeinschaft ein, Grundstandards nicht nur im Bereich des Sports, sondern auch auf dem Gebiet der Menschenrechte zu erfÃ¼llen.</p>
<p>Die Zusage an China, die Olympiade im Jahr 2008 auszutragen, wurde von den internationalen SportverbÃ¤nden auch damit begrÃ¼ndet, dass China dadurch motiviert wird, die Menschenrechtslage im eigenen Land zu verbessern.</p>
<p>Die RealitÃ¤t der Diktatur hat die RealitÃ¤t des Sportes lÃ¤ngst eingeholt. Die weltweite Aufmerksam zu den Spielen 2008 hat letztlich der LegitimitÃ¤t einer brutalen und menschenverachtenden Politik gedient.</p>
<p>In einem beispiellosen Schauprozess wurde der bekannte chinesische Dissident Liu Xiaobo zu 11 Jahren Haft verurteilt. Liu Xiaobo hat sich im Internet fÃ¼r Demokratie und Meinungsfreiheit eingesetzt und ist Mitautor des politischen Aufrufes â€žCharta 08â€œ.</p>
<p>Durch die Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2008 sehen wir Vertreter des Sportes in einer besonderen Verantwortung. Dabei geht es hier nicht um eine allgemeine politische Streitfrage; sondern um die Wahrung von Menschlichkeit und elementaren Grundrechten.</p>
<p>Deshalb fordern wir alle Teilnehmer der Olympischen Spiele von 2008 auf, sich persÃ¶nlich und direkt an die chinesische FÃ¼hrung zu wenden und sich fÃ¼r die bedingungslose Freilassung von Liu Xiaobo einzusetzen. Wir fordern alle Sportler, insbesondere die Medaillengewinner auf, jetzt nicht zu schweigen.</p>
<p>Wir fordern ebenso die Trainer, SportfunktionÃ¤re und Nationalen Olympischen Komitees auf, sich diesem Schritt anzuschlieÃŸen.</p>
<p>Wir bitten den Deutschen Olympischen Sportbund und das International Olympic Committee unser Anliegen zu unterstÃ¼tzen und diesen Brief an alle Nationalen Olympischen Komitees, an die Sportler und Trainer der Olympischen Spiele von Peking weiterzuleiten.</p>
<p>Hochachtungsvoll</p></blockquote>
<p>Michael Kleim erreicht man <a title="Email an Michael Kleim" href="mailto:stadtjugendpfarramt.gera@gmx.de" target="_blank">per Email</a>.</p>
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		<title>Pechstein lÃ¤uft wieder &#8211; die superprovisorische VerfÃ¼gung des Schweizer Bundesgerichts</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 09:16:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Melde mich jetzt ab zu einer kurzfristigen Reise in die Schweiz zum IOC, u.a. wegen der Weiterungen im Fall Pechstein. Die wichtigsten Informationen zu diesem Beitrag stelle ich nachtrÃ¤glich ganz nach vorn. Gerade habe ich die superprovisorische VerfÃ¼gung des Schweizer Bundesgerichts erhalten. So weit ich sehe, gibt es diese VerfÃ¼gung sonst noch nirgends zu lesen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Melde mich jetzt ab zu einer kurzfristigen Reise in die Schweiz zum IOC, u.a. wegen der Weiterungen im Fall Pechstein.</p>
<p>Die wichtigsten Informationen zu diesem Beitrag stelle ich nachtrÃ¤glich ganz nach vorn. Gerade habe ich die superprovisorische VerfÃ¼gung des Schweizer Bundesgerichts erhalten. So weit ich sehe, gibt es diese VerfÃ¼gung sonst noch nirgends zu lesen. Exklusiv, fÃ¼r wenige Minuten :) voilÃ :</p>
<blockquote><p><strong><br />
V e r f Ã¼ g u n g v o m 7 . D e zÂ e m b e r 2 0 0 9<br />
I . z i v i l r e c h t l i c h e A b t e i l u n g</strong></p>
<p>Bundesrichterin Klett, PrÃ¤sidentin.</p>
<p>Claudia <strong>Pechstein</strong>, BeschwerdefÃ¼hrerin, vertreten durch Herrn Dr. Lucien W. Valloni und Dr. Thilo Pachmann, Froriep Renggli,</p>
<p><strong>gegen </strong></p>
<p>1. <strong>International Skating Union</strong>,<br />
2. <strong>Deutsche Eisschnelllauf Gemeinschaft e.V.</strong>,</p>
<p>Beschwerdegegnerinnen.</p>
<p>Internationales Schiedsgericht; Ordre public, Beschwerde gegen den Schiedsentscheid des Tribunal Arbitral du Sport (TAS) vom 25. November 2009.</p>
<p><strong>In ErwÃ¤gung,</strong></p>
<p>dass das Tribunal Arbitral du Sport (TAS) mit Entscheid vom 25. November 2009 die BeschwerdefÃ¼hrerin wÃ¤hrend zwei Jahren, beginnend ab 8. Februar 2009, fÃ¼r gesperrt erklÃ¤rte (Dispositivziffer 3) und ihr die Resultate aberkannte, die sie am 7. Februar 2009 an der von der International Skating Union organisierten Weltmeisterschaft im Eisschnelllauf erzielt hatte;</p>
<p>dass die BeschwerdefÃ¼hrerin dem Bundesgericht am 7. Dezember 2009 eine Beschwerdeschrift einreichte, mit der sie den Entscheid des TAS vom 25. November 2009 anfocht und insbesondere folgenden prozessualen Antrag stellte:</p>
<p><em>&#8220;Der Beschwerde sei superprovisorisch, d.h. ohne AnhÃ¶rung der Beschwerdegegnerin 1, eventualiter provisorisch, die aufschiebende Wirkung zu erteilen, sodass die BeschwerdefÃ¼hrerin per sofort an alle WettkÃ¤mpfe und Trainingseinheiten zugelassen wird und insbesondere am 11.-13. Dezember 2009 an dem 3000 Meter Eisschnelllauf Weltcuprennen in Salt Lake City starten darf.&#8221;;</em></p>
<p>dass die BeschwerdefÃ¼hrerin zur BegrÃ¼ndung ihres Gesuchs vorbringt, das erwÃ¤hnte Rennen in Salt Lake City stelle fÃ¼r sie die letzte MÃ¶glichkeit dar, sich fÃ¼r die Olympischen Spiele in Vancouver im Februar 2010 zu qualifizieren, und dass unmittelbar nach diesem Rennen, am 17. Dezember 2009, die Deutsche Eisschnelllauf Gemeinschaft e.V (abgekÃ¼rzt DESG) die Nominierung des DESGOlympiakaders vornehme;</p>
<p>dass die BeschwerdefÃ¼hrerin auf ein Schreiben der DESG vom 1. Dezember 2009 hinweist, das ihre Darstellung bestÃ¤tigt;</p>
<p>dass die BeschwerdefÃ¼hrerin zudem vorbringt, dass die Olympischen Spiele in Vancouver aufgrund ihres jetzigen Alters von 37 Jahren voraussichtlich die letzte Gelegenheit zur Teilnahme an solchen Spielen wÃ¤re und dass die vom TAS ausgesprochene Sperre somit ihre Karriere als Profisportlerin beenden wÃ¼rde;</p>
<p><span id="more-6074"></span>dass die Beschwerde an das Bundesgericht in der Regel keine aufschiebende Wirkung hat (Art. 103 Abs. 1 BGG), diese jedoch vom Instruktionsrichter oder der Instruktionsrichterin namentlich angeordnet werden kann, wenn von der Seite der gesuchstellenden Partei ein Ã¼berwiegendes Interesse besteht (Art. 103 Abs. 3 BGG), und gemÃ¤ss Art. 104 BGG von Amtes wegen oder auf Antrag einer Partei andere vorsorgliche Massnahmen getroffen werden kÃ¶nnen, um bedrohte Interessen einstweilen sicher zu stellen;</p>
<p><!--more-->dass solche Massnahmen nach der Praxis des Bundesgerichts auch superprovisorisch angeordnet werden kÃ¶nnen;</p>
<p>dass unter den gegebenen UmstÃ¤nden ein Ã¼berwiegendes Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin daran besteht, dass sie trotz der in Dispositivziffer 3 des angefochtenen Entscheides angeordneten Sperre am 11.-13. Dezember 2009 an dem 3000 Meter Eisschnelllauf Weltcuprennen in Salt Lake City teilnehmen kann;</p>
<p>dass somit der Antrag der BeschwerdefÃ¼hrerin in diesem Umfang als vorsorgliche Massnahme im Sinne von Art. 104 BGG gutzuheissen ist und diese Anordnung wegen zeitlicher Dringlichkeit superprovisorisch, das heisst ohne vorgÃ¤ngige AnhÃ¶rung der anderen am Verfahren Beteiligten erfolgt;</p>
<p>dass dagegen im jetzigen Zeitpunkt kein Anlass besteht, Ã¼ber den weitergehenden Antrag auf Zulassung der BeschwerdefÃ¼hrerin &#8220;an alle WettkÃ¤mpfe und Trainingseinheiten&#8221; zu entscheiden;</p>
<p><strong></strong></p>
<p>verfÃ¼gt die PrÃ¤sidentin:</p>
<ol>
<li>Es wird angeordnet, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin am 11.-13. Dezember 2009 an dem in Salt Lake City stattfindenden 3000 Meter Eisschnelllauf Weltcuprennen teilnehmen darf.</li>
<li>Dem TAS und den Beschwerdegegnerinnen wird mit separaten Formularen Frist zur Stellungnahme zur Eingabe der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 7. Dezember 2009 angesetzt.</li>
<li>Diese VerfÃ¼gung wird den Parteien und dem Tribunal Arbitral du Sport (TAS) schriftlich mitgeteilt.</li>
</ol>
<p>Lausanne, 7. Dezember 2009</p>
<p>Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung des Schweizerischen Bundesgerichts</p>
<p>Die PrÃ¤sidentin: Klett</p></blockquote>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Wie witzig: Ausgerechnet</span> in Salt Lake City<span style="text-decoration: line-through;">, Hauptstadt der olympischen Korruption,</span> darf Claudia Pechstein beim Eisschnelllauf-Weltcup teilnehmen.</p>
<p><strong>10.16 Uhr:</strong> Das <a title="Schweizer Bundesgericht" href="http://www.bger.ch/index.htm" target="_self">Schweizer Bundesgericht</a> akzeptierte ihren Eilantrag. Wer auf der Webseite sucht, wird bisher allerdings nichts finden. Die letzte Mitteilung unter dem Punkt &#8220;aktuelles&#8221; stammt vom August :)</p>
<p>Ich habe Kontakt zum Bundesgericht aufgenommen, werde im Laufe des Tages ein bisschen mitbloggen.</p>
<p>Das ist der <a title="Weltcup Salt Lake City" href="http://live.isuresults.eu/2009-2010/salt%20lake%20city/" target="_self">Zeitplan des Weltcups</a> in Salt Lake City vom Freitag (11. Dezember) bis Sonntag (13. Dezember).</p>
<p>Eine <strong>Liste von Fragen</strong>, die wir im Laufe des Tages gemeinsam ergÃ¤nzen und verfeinern sollten:</p>
<ol>
<li>Darf Pechstein in SLC auch wieder die InfrastrukturÂ der DESG (und damit die BMI-FÃ¶rderung!) nutzen?</li>
<li>Denn sportrechtlich ist sie jaÂ gesperrt, oder nicht?</li>
<li>Und das BMI hat ja in der Pressemitteilung zusammen mit dem DOSB aufÂ die wirksamkeit des Urteils/der Sperre hingewiesen. Oder nicht?</li>
<li>War Pechstein in den letzten Wochen im Testpool der NADA?</li>
<li>LÃ¤uft Sie mit dem Bundesadler auf?</li>
<li>Kann ihr das IOC den Start in Vancouver verweigern, auch wenn sie sich jetzt qualifizieren wÃ¼rde?</li>
</ol>
<p>Wunderbare VorschlÃ¤ge von <em><a title="Kommentar von Herrn Holle" href="http://jensweinreich.de/?p=6074#comment-16632" target="_self">Herrn Holle</a></em> fÃ¼r Sponsoren auf dem GanzkÃ¶rperanzug:</p>
<ul>
<li>&#8220;Kampf dem Doping&#8221;</li>
<li>&#8220;Keine Macht den Drogen&#8221;</li>
<li>&#8220;Keine Macht den Doofen&#8221;</li>
<li>&#8220;Gegen kritischen Journalismus&#8221;</li>
<li>&#8220;Kanzlei SchertzBergmann&#8221;</li>
<li>Konto der Anwaltskanzlei (Spendenkonto fÃ¼r die Rechtsanwalts-Honorare)</li>
<li>Vielleicht unterschreiben auch Mitglieder des Bundestags-Sportausschusses sowie des DOSB auf ihrem Laufanzug.Â Am besten unter dem Slogan:Â <span style="text-decoration: line-through;">mutmaÃŸlich dopend</span> â€“&gt;Â <strong>absolut unschuldig</strong>.</li>
</ul>
<p><strong>15.03 Uhr</strong>, vom Flughafen: Manche Fragen haben sich erledigt. Das Sportkartell ist sich wieder einmal einig, die Familie hÃ¤lt zusammen. Die DESG <a title="DESG" href="http://www.desg.de/?p=2367" target="_blank">teilt mit</a>:</p>
<blockquote><p><strong>Pechstein startet fÃ¼r die DESG</strong></p>
<p>(&#8230;) Die Berlinerin ist fÃ¼r den Zeitraum des Weltcups Teil der deutschen Mannschaft. Sie erhÃ¤lt das Startrecht gemÃ¤ÃŸ Satzungen und Regularien der DESG und der ISU. Das Vorgehen ist mit dem DOSB und dem Bundesinnenministerium abgestimmt. Die vorlÃ¤ufige Startgenehmigung hat keinen Einfluss auf das endgÃ¼ltige Ergebnis des Berufungsverfahrens durch das Bundesgericht.</p></blockquote>
<p><strong>22.25 Uhr</strong>, aus Lausanne: Ein Nachtrag &#8211; natÃ¼rlich habe ich mich schon heute morgen bei Grengelbergmann nach den Details des Eilantrags/der EilantrÃ¤ge, nach dem Original also, erkundigt. Eine Antwort bekam ich nicht.</p>
<p>Kann es sein, dass bislang keine Nachrichtenagentur ihre Pflicht erfÃ¼llt und sich die MÃ¼he gemacht hat, aus dem Beschluss des Bundesgerichts zu zitieren? Dass dieser Beschluss den Agenturen vielleicht gar nicht vorliegt, weil sie sich nicht die MÃ¼he gemacht haben, ihn zu erhalten, zu lesen und auszuwerten? Kann es sein, dass eine Mitteilung/ein Anruf der Pechstein-Seite genÃ¼gte, um die Nachricht in die Welt zu setzen, Zitate aus Deutschland zu sammeln, ohne aber mit dem Dokument des Tages zu arbeiten? Ich habe bislang jedenfalls nichts gesehen.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Olympias Programm-Kosmetik</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 09:06:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bevor ich es mir morgen im Stadion gemÃ¼tlich mache und hier wÃ¤hrend der WM regelmÃ¤ÃŸiger zur Sache gehe, noch schnell ein Nachtrag zur Sitzung des IOC-Exekutivkomitees gestern in Berlin und zu den BeschlÃ¼ssen zum olympischen Programm. (Aus ZeitgrÃ¼nden kann ich nicht umfangreicher verlinken, sorry.) Die Sperren fÃ¼r die Olympia-Reiter von Peking wurden Ã¼brigens &#8220;ratifiziert&#8221;, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor ich es mir morgen im Stadion gemÃ¼tlich mache und hier wÃ¤hrend der WM regelmÃ¤ÃŸiger zur Sache gehe, noch schnell ein Nachtrag zur Sitzung des IOC-Exekutivkomitees gestern in Berlin und zu den BeschlÃ¼ssen zum <a title="tag: Olympisches Programm" href="http://jensweinreich.de/?cat=1529" target="_self">olympischen Programm</a>. <em>(Aus ZeitgrÃ¼nden kann ich nicht umfangreicher verlinken, sorry.)</em></p>
<ul>
<li>Die Sperren fÃ¼r die Olympia-Reiter von Peking wurden Ã¼brigens &#8220;ratifiziert&#8221;, wie es im olympischen Sprachgebrauch heiÃŸt: Hier geht es zur <a title="Peking-DopingfÃ¤lle: &quot;some elements of answer&quot;" href="http://www.olympic.org/uk/news/media_centre/press_release_uk.asp?release=3093" target="_self">Liste der Peking-DopingfÃ¤lle</a> und hier gibt es alle aktuellen <a title="IOC: Sanktionen fÃ¼r Olympiareiter von Peking" href="http://www.olympic.org/uk/news/media_centre/press_release_uk.asp?release=3093" target="_self">IOC-Informationen mitsamt der Protokolle</a> (als pdf).</li>
</ul>
<p>Jacques Rogge verkÃ¼ndete die Botschaft kurz und schmerzlos. LÃ¤nger als gewÃ¶hnlich hatte die Sitzung des IOC-Exekutivkomitees im Berliner Hotel Interconti gedauert. Die Herrschaften wirkten gestresst, als sie einer nach dem anderen vor der Pressmeute flÃ¼chteten. Als Rogge, PrÃ¤sident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), dann mit einigen Minuten VerspÃ¤tung zur Pressekonferenz erschien, sagte er zunÃ¤chst nur: â€žWir haben zwei wichtige Entscheidungen getroffen. Wir haben Frauen-Boxen ins Programm der Sommerspiele 2012 aufgenommen. Wir schlagen Rugby und Golf fÃ¼r 2016 vor. Fragen bitte!&#8221;</p>
<p>Auf diese Mitteilung hat die Olympische Bewegung nun mehr als vier Jahre gewartet. Zwei von 28 Sommersportarten waren 2005 in Singapur von der IOC-Session abgewÃ¤hlt worden: Softball und Baseball. Sieben Sportarten wollten fÃ¼r 2016 ins Programm: Softball, Baseball, Rugby, Golf, Inlineskating, Squash und Karate. Nur zwei dieser sieben WeltverbÃ¤nde dÃ¼rfen nun weiter hoffen. Die IOC-Vollversammlung muss im Oktober in Kopenhagen mit einfacher Mehrheit Ã¼ber Rugby und Golf entscheiden. Ausgerechnet Rugby, Rogge war einst belgischer Nationalspieler. Auch deshalb, weil seine Liebe zum Rugby bekannt ist, betonte Rogge einmal mehr, dass er bei derlei Entscheidungen nicht abstimmt.</p>
<p>Nach einem jahrlangen Ringen der sieben WeltverbÃ¤nde, nach einer viele Millionen Dollar teuren PR-Kampagne, lag es also in der Macht von vierzehn IOC-VorstÃ¤ndlern, Ã¼ber die Zukunft ganzer Sportler-Generationen zu entscheiden. Hochinteressant dabei, dass Golf, oft als Sport der alten MÃ¤nner verspottet, in den ersten beiden WahlgÃ¤ngen nur eine Stimme erhielt. <a title="Protokoll der IOC-Abstimmung" href="http://multimedia.olympic.org/pdf/en_report_1453.pdf" target="_blank">Rugby setzte sich schnell durch</a>, eliminiert wurden dann in dieser Reihenfolge: Inlineskating, Squash, Baseball, Karate, Softball &#8211; bis Golf als zweiter Sieger Ã¼brig blieb.</p>
<p><span id="more-4660"></span>â€žWir haben alles versucht&#8221;, sagte ein tieftrauriger Softball-PrÃ¤sident Don Porter (USA), der schon 2005 unterlegen war. Rogge argumentierte, nach dem Abschied von Softball (das Olympiaturnier wurde mit 120 Frauen gespielt) wachseÂ  mit Rugby (144 Frauen) und Golf (60 Frauen) der weibliche Anteil an Olympiasportlern. â€žIch sehe das anders&#8221;, sagte Porter: â€žDas IOC hÃ¤tte es leichter haben kÃ¶nnen. Als wir vor Jahren unser Feld aufstocken wollten, haben sie es nicht erlaubt.&#8221; Porter will nun die Basis seines Sports stÃ¤rken und sich auf die QualitÃ¤t internationaler Meisterschaften konzentrieren, bevor es wieder um die Olympiateilnahme geht. Andere VerbandsprÃ¤sidenten Ã¤uÃŸerten sich Ã¤hnlich.</p>
<p>Rogge hielt ausdrÃ¼cklich fest, dass Golf und Rugby noch nicht am Ziel sind. â€žWir haben nur etwas vorgeschlagen, die IOC-Session hat das letzte Wort.&#8221; Entschieden hat das Exekutivkomitee allerdings die Aufnahme von Frauen-Boxen schon fÃ¼r London 2012: Es wird eine MÃ¤nner-Gewichtsklasse gestrichen &#8211; dafÃ¼r kommen drei Frauen-Klassen mit je acht Boxerinnen hinzu. UrsprÃ¼nglich wollte der Box-Weltverband AIBA fÃ¼nf Gewichtsklassen. Rogge erinnerte an das Beispiel Ringen, wo einst auch in drei Klassen Frauen begannen. AIBA-PrÃ¤sident Ching-Kuo Wu (Taiwan) fÃ¼gte sich. Wu, selbst IOC-Mitglied, passte seine WÃ¼nsche stets den MaÃŸgaben der IOC-FÃ¼hrung an und freute sich diebisch: â€žDas ist nur der erste Schritt!&#8221;.</p>
<p>Die WÃ¼nsche vieler VerbÃ¤nde &#8211; es lagen AntrÃ¤ge aus siebzehn FÃ¶derationen vor &#8211; wurden nicht erfÃ¼llt. Ringer, Radfahrer, Schwimmer und andere stellten sich ungeschickt an. Sie wollten ihr Programm fÃ¼r London betrÃ¤chtlich ausweiten. Rogge machte klar, dass Ã¼ber den beiden Quoten &#8211; rund 300 Entscheidungen, etwa 10.500 Sportler bei Sommerspielen &#8211; nichts lÃ¤uft. Wenn also der Schwimm-Weltverband (FINA) drei weitere 50-Meter-Sprints und je eine Langstrecke bei MÃ¤nnern und Frauen im Programm haben will, gibt es nur eine LÃ¶sung: â€žSie mÃ¼ssen etwas anderes streichen.&#8221;</p>
<p>Die aus deutscher Sicht wichtige <a title="IOC: ProgrammÃ¤nderungen fÃ¼r London 2012" href="http://www.olympic.org/uk/news/olympic_news/full_story_uk.asp?id=3092" target="_blank">Entscheidung des Exekutivkomitees</a> betrifft den Kanurennsport: Schon in London wird es im MÃ¤nnerbereich keine 500-Meter-Rennen mehr geben &#8211; sondern nur noch Sprints Ã¼ber 200 Meter. â€žDas ist spektakulÃ¤rer&#8221;, glaubt der IOC-PrÃ¤sident. Er verteidigte die Entscheidung fÃ¼r Golf und verglich die Situation mit der Zulassung von Tennis (ab 1988) sowie den Profis im Basketball (1992) und Eishockey (1992). â€žDamals hieÃŸ es auch, diese Profis wÃ¼rden sich nicht fÃ¼r Olympia interessieren&#8221;, sagte Rogge. â€žDas Gegenteil ist der Fall. Fragen sie Nadal. Fragen sie Federer. Fragen sie die NHL- und die NBA-Spieler. Das wird beim Golf nicht anders sein.&#8221;</p>
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		<title>One year after: Peking 2008</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Aug 2009 13:10:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
		<category><![CDATA[peking-tagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[selbstreferenz]]></category>
		<category><![CDATA[was vom tage Ã¼brig bleibt]]></category>
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		<description><![CDATA[Zum JubilÃ¤um der Olympischen Sommerspiele in China mÃ¶chte ich daran erinnern, wem ich den Untertitel dieses Blogs zu verdanken habe. Es war Hu Jintao, Chinas PrÃ¤sident, KP-Chef und Musterdemokrat, der damals ausgewÃ¤hlten Journalisten frÃ¶hlich zurief: &#8220;Don&#8217;t mix politics with Games!&#8221; Wer am Wochenende schmÃ¶kern mÃ¶chte, hier der Tag &#8220;peking 2008&#8221; mit allen BeitrÃ¤gen, die ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum JubilÃ¤um der Olympischen Sommerspiele in China mÃ¶chte ich daran erinnern, wem ich den Untertitel dieses Blogs zu verdanken habe. Es war Hu Jintao, Chinas PrÃ¤sident, KP-Chef und Musterdemokrat, der damals ausgewÃ¤hlten Journalisten <a title="Peking, Tag 2" href="http://jensweinreich.de/?p=368" target="_self">frÃ¶hlich zurief</a>:</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Don&#8217;t mix politics with Games!&#8221;</strong></p></blockquote>
<p>Wer am Wochenende schmÃ¶kern mÃ¶chte, hier der Tag &#8220;<a title="tag: Peking 2008" href="http://jensweinreich.de/?cat=91" target="_self">peking 2008</a>&#8221; mit allen BeitrÃ¤gen, die ich darunter abgelegt habe (auch: &#8220;<a title="Olympic legacy: China und die Todesstrafe" href="http://jensweinreich.de/?p=3346" target="_self">Olympic legacy</a>&#8220;), mÃ¼sste also auch das komplette <a title="tag: Peking-Tagebuch" href="http://jensweinreich.de/?cat=140" target="_self">Peking-Tagebuch</a> dabei sein. Manfred von Richthofen sagt in der SÃ¼ddeutschen Zeitung: &#8220;Die Olympischen Spiele in Peking waren kein Ruhmesblatt in der Geschichte des Sports&#8221;. Peking, ein Jahr danach: Ich empfehle einfach mal <a title="Google News Peking 2008" href="http://news.google.de/news?um=1&amp;ned=de&amp;hl=de&amp;q=peking+2008&amp;cf=all&amp;scoring=n" target="_self">Google News</a> und natÃ¼rlich die Seiten verschiedener NGOs, die ich oft genug verlinkt habe.</p>
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		<title>Olympiasiegerin Thanou?</title>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2009 18:49:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[athen 2004]]></category>
		<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[doping]]></category>
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		<description><![CDATA[Walter bringt in den Kommentaren mal wieder eine Frage auf, die den olympischen Weltsport schon lange beschÃ¤ftigt und doch lÃ¤ngst geklÃ¤rt sein mÃ¼sste. Aber das IOC-Exekutivkomitee kann sich nicht entscheiden. Die Frage ist, ob Ekaterini Thanou, die griechische Motorrad-Doperin, anstelle der Balco-Doperin Marion JonesÂ mit der Goldmedaille fÃ¼r den 100-m-Sprint bei den Olympischen Spielen 2000 in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="445" height="364" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Qx_-DpRDwIs&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="445" height="364" src="http://www.youtube.com/v/Qx_-DpRDwIs&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p><em>Walter</em> bringt in den <a title="Notizen vom Sportausschuss (7): Dopingkontrollen und Datenschutz" href="http://jensweinreich.de/?p=3587#comment-9254" target="_self">Kommentaren</a> mal wieder eine Frage auf, die den olympischen Weltsport schon lange beschÃ¤ftigt und doch lÃ¤ngst geklÃ¤rt sein mÃ¼sste. Aber das IOC-Exekutivkomitee kann sich nicht entscheiden. Die Frage ist, ob Ekaterini Thanou, die griechische <a title="BLZ, 14. August 2008: Sprinter auf der Flucht" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/0814/athen2004/0008/index.html" target="_blank">Motorrad-Doperin</a>, anstelle der <a title="Marion Jones - Juni 2004" href="http://jensweinreich.de/?p=81" target="_self">Balco</a>-<a title="Marion Jones - Oktober 2007" href="http://jensweinreich.de/?p=82" target="_self">Doperin</a> <a title="Marion Jones - Januar 2008" href="http://jensweinreich.de/?p=93" target="_self">Marion</a> <a title="Marion Jones released from prison" href="http://jensweinreich.de/?p=970" target="_self">Jones</a>Â mit der Goldmedaille fÃ¼r den <a title="BLZ: Schlaflos in Sydney" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0925/seite1/0028/index.html" target="_blank">100-m-Sprint</a> bei den <a title="BLZ-Beitrag zum Dopingfall C.J. Hunter" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0926/none/0003/index.html" target="_blank">Olympischen Spielen</a> 2000 in Sydney geehrt werden sollte.</p>
<p>Die Frage ist offenbar schwierig zu beantworten.</p>
<p>Das IOC-Exko hat Jones im <a title="BLZ: Hoffnung auf Hilfe vom FBI" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/1211/sport/0040/index.html" target="_blank">Dezember</a> <a title="BLZ: Disqualifikation nach sieben Jahren" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/1213/sport/0013/index.html" target="_blank">2007</a> in Lausanne nachtrÃ¤glich fÃ¼r die Olympischen Spiele 2000 und 2004 disqualifiziert. Im April 2008 wurden in Peking auch den USA-Staffeln von Sydney die Medaillen aberkannt. Der Eiertanz um die Weiterreichung der Medaillen wird im Prinzip seit der Balco-AffÃ¤re betrieben. In der offiziellen olympischenÂ Geschichtsschreibung sieht das Medaillentableau von Sydney (in Athen nahm Jones nur am Weitsprung teil und wurde FÃ¼nfte, aber auch dieses Resultat ist anulliert) durchaus kurios aus &#8211; hoffentlich kommt niemand auf die Idee, sÃ¤mtliche Dopinggeschichten zu allen aufgefÃ¼hrten Medaillengewinnern aufzulisten, das wÃ¼rde dann noch etwas komplizierter und absurder, als es ohnehin schon ist:</p>
<p><img class="size-full wp-image-3869 alignnone" title="sydney-100" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/05/sydney-100.jpg" alt="" width="363" height="118" align="middle" /></p>
<p>NachrÃ¼ckerin, bisher Vierte, wÃ¤re, surprise, surprise: Merlene Ottey (JAM, zuletzt SLO).</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3870" title="sydney-200" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/05/sydney-200.jpg" alt="" width="375" height="117" align="centre" /></p>
<p>NachrÃ¼ckerin, bisher Vierte, wÃ¤re: Beverly MsDonald (JAM).</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3871" title="sydney-long" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/05/sydney-long.jpg" alt="" width="373" height="118" align="centre" /></p>
<p>NachrÃ¼ckerin, bisher Vierte, wÃ¤re: Tatjana Kotowa (RUS).</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3872" title="sydney-4100" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/05/sydney-4100.jpg" alt="" width="392" height="460" align="centre" /></p>
<p>NachrÃ¼cker wÃ¤re die franzÃ¶sische Staffel.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3873" title="sydney-4400" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/05/sydney-4400.jpg" alt="" width="395" height="542" align="centre" /></p>
<p>NachrÃ¼cker wÃ¤re die Staffel aus Nigeria.</p>
<p>Ich spare mir jetzt nachzusehen, auf wie vielen Sitzungen das IOC-Exekutivkomitee den Fall Jones/Thanou schon vertagt hat. Mag sein, dass das Thema Mitte Juni in Lausanne abgeschlossen werden soll. Ich weiÃŸ es nicht, ist mir im Moment auch egal. Dank <em>Walters</em> Neugier habe ich mir noch einmal die Empfehlungen der IOC-Disziplinarkommission und das Urteil des Exekutivkomitees zum Fall Thanou vom August 2008 durchgelesen. Ich denke, darin finden sich einige Hinweise &#8211; eher, nun ja, moralischer Natur -, die mich sagen lassen: Thanou, die fÃ¼r die Sommerspiele 2004 &#8220;zurÃ¼ckzog&#8221; und 2008 nicht zugelassen wurde,Â wird die Goldmedaille von SydneyÂ nicht bekommen. Keine Sorge.</p>
<p>Hier zunÃ¤chst die entsprechenden Dokumente (allesamt im Original als pdf-Datei):</p>
<ul>
<li><a title="IOC Disziplinarkommission Jones Dezember 2007" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/05/jones-verdict-ioc-disciplinary-commission-dec-2007.pdf" target="_self">IOC-Disziplinarkommission zum Fall Marion Jones</a>, Dezember 2007</li>
<li><a title="IOC Exko Jones Dezember 2007" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/05/jones-verdict-ioc-exko-dec-2007.pdf" target="_blank">IOC-Exekutivkomitee zum Fall Marion Jones</a>, Dezember 2007</li>
<li><a title="IOC Disziplinarkommission Thanou August 2008" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/05/thanou-verdict-ioc-disciplinary-commission-aug-2008.pdf" target="_blank">IOC-Disziplinarkommission zum Fall Ekaterini Thanou</a>, August 2008</li>
<li><a title="IOC Exko Thanou August 2008" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/05/thanou-verdict-ioc-exko-aug-2008.pdf" target="_blank">IOC-Exekutivkomitee zum Fall Ekaterini Thanou</a>, August 2008</li>
</ul>
<p>Ich denke, im Fall Thanou macht das IOC einmal das, was es selten macht (und viele Male hÃ¤tte machen sollen/mÃ¼ssen): Es nutzt sein Hausrecht. Dem IOC gehÃ¶ren die Spiele, folglich kann es entscheiden, welche Athleten, welche VerbÃ¤nde/Sportarten und welche Nationen es teilnehmen lÃ¤sst. Hier trifft es, ja: ausnahmsweise, mal die Richtige, finde ich. Einige der Punkte aus den Empfehlungen der Disziplinarkommission werden wir so Ã¤hnlich in einer BegrÃ¼ndung wiederfinden, warum Thanou nicht mit der Sydney-Goldmedaille geschmÃ¼ckt wird &#8211; wenn so eine BegrÃ¼ndung Ã¼berhaupt gegeben wird. Zum Beispiel: <span id="more-3866"></span></p>
<blockquote><p><span style="color: #000000;">7. </span><span style="color: #000000;">The issue in question is to determine whether Ms Thanou should be declared ineligible for oneÂ </span><span style="color: #000000;">or several editions of the Olympic Games. In August 2004, the scope of the ruling by the IOC </span><span style="color: #000000;">Executive Board was to leave open any decision against Ms Thanou until she would apply for p</span><span style="color: #000000;">articipation in a subsequent edition of the Games. Such is now the case.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">8. </span><span style="color: #000000;">In order to assess the situation, one must take into account not only Ms Thanou&#8217;s personalÂ </span><span style="color: #000000;">behaviour at the time of the 2004 Athens Olympic Games, but also all further circumstances, </span><span style="color: #000000;">facts or developments.</span></p>
<p align="left"><span style="color: #000000;">10. </span><span style="color: #000000;">First of all, it must be recalled that through her unacceptable behaviour on the occasion of the </span><span style="color: #000000;">2004 Athens Olympic Games, even if she did not finally participate therein, Ms Thanou caused a </span><span style="color: #000000;">very serious prejudice to the Olympic Movement by being the cause of a major scandal which </span><span style="color: #000000;">was widely covered and reported in the world media. She put the Olympic Movement into </span><span style="color: #000000;">disrepute.</span></p>
<p align="left"><span style="color: #000000;">11.Â </span><span style="color: #000000;">Some of the acts which Ms Thanou committed at the time &#8211; and which resulted into her currently </span><span style="color: #000000;">awaiting a criminal trial in Greece &#8211; are the following, apart from escaping doping controls:<br />
</span><span style="color: #000000;">- repeatedly pretending she had a traffic accident;<br />
</span><span style="color: #000000;">- giving false testimony to the authorities under oath in relation to such non-existent traffic </span><span style="color: #000000;">accident;<br />
</span><span style="color: #000000;">- causing medical doctors Kounelis, Fragakis and Mpaltopoulos to issue false medical </span><span style="color: #000000;">certificates;<br />
</span><span style="color: #000000;">- causing six medical doctors to hospitalise her for five days in order to avoid IOC controls;<br />
</span><span style="color: #000000;">- postponing her appearance in front of the IOC Disciplinary Commission, thus seeking to </span><span style="color: #000000;">avoid a sanction of disqualification from the 2004 Athens Olympic Games and possible </span><span style="color: #000000;">exclusion from future Olympic Games (Exhibit 9).</span>Â Â 
</p>
<p align="left"><span style="color: #000000;">12</span><span style="color: #000000;">. The acts and events listed under Paragraph 11 above resulted in a scandalous saga which cast </span><span style="color: #000000;">a most negative shadow over the 2004 Athens Olympic Games at the time of their Opening </span><span style="color: #000000;">Ceremony. Ms Thanou was a key figure and perpetrator therein.</span><span style="color: #000000;">Â </span></p>
<p><span style="color: #000000;">16</span><span style="color: #000000;">. While the IOC has no authority of any kind to express any opinion as to the criminal nature of </span><span style="color: #000000;">the charges, and while we acknowledge the principle that criminally, any indicted or accused </span><span style="color: #000000;">person is presumed innocent, the fact remains that the charges against Ms Thanou constitute </span><span style="color: #000000;">more than serious indications of a pattern of gross misconduct incompatible with the Olympic </span><span style="color: #000000;">Charter and the spirit of Olympism.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">17</span><span style="color: #000000;">. The tone and threats expressed by Ms Thanou&#8217;s counsel also reveal an attitude which is totally </span><span style="color: #000000;">incompatible with the Olympic spirit. Such is for instance the case of threats to use illegally </span><span style="color: #000000;">recorded conversations (Exhibit 3) or to initiate &#8220;a series of different actions, legal or otherwise </span><span style="color: #000000;">(Exhibits 8 and 11) against the IOC and certain individuals of the Olympic Movement&#8221;.</span></p>
<p>18. <span style="color: #000000;">The Disciplinary Commission considers that Ms Thanou&#8217;s attitude is unacceptable. In 2004, she </span><span style="color: #000000;">never acknowledged or admitted any breach of any anti-doping rules. On the contrary, she tried </span><span style="color: #000000;">by all means to avoid any testing as well as escaping her responsibilities, accepting even to </span><span style="color: #000000;">position herself as a victim in a highly doubtful motorcycle accident, thus escaping once more an </span><span style="color: #000000;">occasion of being tested.</span></p></blockquote>
<p>Ach, Frau Thanou. Ich bin ihr ewig dankbar, denn ich verdanke ihr eine der <a title="August 2004: Wirre Wendung" href="https://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/0819/athen2004/0006/index.html" target="_blank">angenehmsten IOC-Pressekonferenzen</a> meines Lebens und einen Schnappschuss, den ich auch nicht vergesse: Die damalige IOC-Sprecherin <a title="Giselle Davies ..." href="http://jensweinreich.de/?p=955" target="_self">Giselle Davies</a> mit den Akkreditierungen von Thanou, Kenteris und Trainer Tsekos. Tsekos Ã¼brigens wollte mich mal verprÃ¼geln, wirklich, aber das ist mal eine andere Geschichte.</p>
<p><img class="size-full wp-image-956 alignnone" title="IOC-Sprecherin Giselle Davies 2004 in Athen mit den Akkreditierungen von Thanou, Kenteris und Tsekos" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/09/davies-2004-ken-tha.jpg" alt="" width="490" height="326" align="centre" /></p>
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		</item>
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		<title>Die Peking-Nachlese: sechs Cera-FÃ¤lle</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/04/28/die-peking-nachlese-sechs-cera-falle/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2009/04/28/die-peking-nachlese-sechs-cera-falle/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 19:14:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[doping]]></category>
		<category><![CDATA[ioc]]></category>
		<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
		<category><![CDATA[cera]]></category>
		<category><![CDATA[dopingproben]]></category>
		<category><![CDATA[nachuntersuchungen]]></category>
		<category><![CDATA[sommerspiele]]></category>
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		<description><![CDATA[Zum Problem der positiven Tests, der GlaubwÃ¼rdigkeit der Tests bei den Sommerspielen 2008 in Peking, vielen UnstimmigkeitenÂ und den Nachuntersuchungen haben wir schon umfassend diskutiert: &#8220;some elements of answer&#8221; Nachuntersuchungen der Dopingproben von Peking Der IO-Bericht: Kritik an den Dopingkontrollen in Peking Es wird sich wohl nicht vermeiden lassen, einiges aus dieser Diskussion nachzulesen. Am Ende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Problem der positiven Tests, der GlaubwÃ¼rdigkeit der Tests bei den Sommerspielen 2008 in Peking, vielen UnstimmigkeitenÂ und den Nachuntersuchungen haben wir schon umfassend diskutiert:</p>
<ul>
<li><a href="http://jensweinreich.de/?p=982" target="_self">&#8220;some elements of answer&#8221;</a></li>
<li><a href="http://jensweinreich.de/?p=1206" target="_self">Nachuntersuchungen der Dopingproben von Peking</a></li>
<li><a href="http://jensweinreich.de/?p=1276" target="_self">Der IO-Bericht: Kritik an den Dopingkontrollen in Peking</a></li>
</ul>
<p>Es wird sich wohl nicht vermeiden lassen, einiges aus dieser Diskussion nachzulesen. Am Ende dieses merkwÃ¼rdigen, ein dreiviertel Jahr wÃ¤hrenden Procederes bleiben ohnehin mehr Fragen als Antworten &#8211; ich nehme die <a title="IOC-Pressemitteilung vom 28. April 2009" href="http://www.olympic.org/uk/news/media_centre/press_release_uk.asp?release=3009" target="_blank">Pressemitteilung</a> des IOC von heute Abend, 19.23 Uhr, zur Kenntnis, mein Vertrauen hÃ¤lt sich in Grenzen.</p>
<blockquote><p><strong>Beijing 2008: IOC completes further analysis of Beijing samples</strong></p>
<p>The International Olympic Committee (IOC) announced today that it has received the results from the further analysis on the samples collected last summer during the Olympic Games in Beijing. Of 948 samples that were analysed, 7 resulted in an adverse analytical finding (AAF) concerning 6 athletes.Â </p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Details of the results:</span></p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0" width="420">
<tbody>
<tr>
<td width="188"><strong>Substances</strong></td>
<td width="121"><strong>Total number of tests</strong></td>
<td width="121"><strong>Number of negative tests</strong></td>
<td width="121"><strong>Number of AAFs</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="188">
<div>CERA</div>
<div>New version of the endurance-enhancing hormone</div>
</td>
<td width="121">
<p align="center">847</p>
</td>
<td width="121">840</td>
<td width="121">7</td>
</tr>
<tr>
<td width="188">
<div>Insulin</div>
<div>Hormone that can enhance performance by influencing the glycogen metabolism</div>
</td>
<td width="121">
<p align="center">101</p>
</td>
<td width="121">101</td>
<td width="121">0</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&#8220;The further analysis of the Beijing samples that we conducted should send a clear message that cheats can never assume that they have avoided detection,&#8221; said Arne Ljungqvist, Chairman of the IOC Medical Commission. &#8220;The vast majority of athletes do not seek an unfair advantage. We intend to do all we can to ensure that they have a fair environment for competition.&#8221;</p>
<p>In accordance with the IOC&#8217;s usual procedures, the IOC is notifying the athletes of any AAF through their National Olympic Committee (NOC).Â Â </p>
<p>Any necessary disciplinary procedures, including hearings, will be conducted based upon the IOC&#8217;s Anti-Doping Rules applicable to the 2008 Beijing Olympic Games. Pending the decision by the IOC, appropriate steps can be taken by the relevant International Federation, in particular with respect to provisional suspension.</p>
<p>Due to the presumption of innocence, <strong>the IOC</strong> <strong>will not comment on any individual case.</strong>Â </p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Background Information</span></p>
<p>As part of its zero-tolerance policy against doping, the IOC is storing samples collected during the Olympic Games for eight years. This allows the IOC to analyse samples retroactively should new fully validated tests to detect new prohibited substances/methods become available.Â </p>
<p>The latest round of testing, which began in January, focused primarily on endurance events in cycling, rowing, swimming and athletics. The testing took advantage of improved technology to seek evidence of the prohibited use of CERA (equivalent to the intake of EPO) and insulin. Most of the work was conducted at the WADA-accredited laboratory in Lausanne, in close collaboration with the accredited labs in Paris and Cologne.</p>
<p>More details are provided below.Â </p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0" width="420">
<tbody>
<tr>
<td width="182"><strong>Substances</strong></td>
<td width="247"><strong>Tests</strong></td>
<td width="109"><strong>Laboratory</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="182">
<div>CERA</div>
<div>New version of the endurance-enhancing hormone</div>
</td>
<td width="247">Blood test recently developed by the WADA-accredited laboratory in Paris and used to retest samples from the Tour de France</td>
<td width="109">Paris/ Lausanne</td>
</tr>
<tr>
<td width="182">
<div>Insulin</div>
<div>Hormone that can enhance performance by influencing the glycogen metabolism</div>
</td>
<td width="247">Urine test recently perfected by the WADA-accredited laboratory in Cologne</td>
<td width="109">Cologne</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>The further analysis effort builds on the approximately 4,770 doping tests that were conducted in Beijing as part of the largest ever testing programme for an Olympic Games. The tests included 3,801 urine and 969 blood tests. Urine tests included 817 EPO tests, and blood tests covered 471 human Growth Hormone (hGH) tests. All the tests covered the 29-day period from 27 July until 24 August 2008. Athletes qualified for the Beijing 2008 Olympic Games were tested by the World Anti-Doping Agency and BOCOG under the authority of the IOC. As a general rule, all top five finishers, plus a further two, were tested.</p></blockquote>
<p>Vielleicht mÃ¼sste nun die Liste der DopingsÃ¼nder aktualisiert werden. Dabei kann mir sicher jemand helfen, denn es gab ja zu den Reitern (u. a.) einige Urteile. Ohne GewÃ¤hr vorerst diese Liste, die ich mit allen Urteilen verlinkt und zum letzten Mal von der IOC-Exekutivsitzung am 11. Dezember 2008 aktualisiert habe: <span id="more-3664"></span></p>
<ol>
<li><a href="http://www.olympic.org/uk/games/torino2006/presscenter/pressrelease_uk.asp?id=2724" target="_blank"><span style="color: #6b8e23;">Maria Isabel Moreno</span></a> (Spanien) Radsport (Epo)</li>
<li><a href="http://www.olympic.org/uk/news/media_centre/press_release_uk.asp?release=2733" target="_blank"><span style="color: #6b8e23;">Kim Jong-Su</span></a> (Nordkorea) SchieÃŸen (Betablocker), Silber freie Pistole, Bronze Luftpistole</li>
<li><a href="http://www.olympic.org/uk/news/media_centre/press_release_uk.asp?release=2733" target="_blank"><span style="color: #6b8e23;">Do Thi Ngan</span></a> Thuong (Vietnam) Turnen (Diuretikum)</li>
<li><a href="http://www.olympic.org/uk/games/beijing/full_story_uk.asp?id=2745" target="_blank"><span style="color: #6b8e23;">Fani Halkia</span></a> (Griechenland/Sensations-&#8221;Olympiasiegerin&#8221; 2004) Leichtathletik (Methyltrienolon)</li>
<li><a href="http://www.olympic.org/uk/games/torino2006/presscenter/pressrelease_uk.asp?id=2764" target="_blank"><span style="color: #6b8e23;">Ludmilla Blonska</span></a> (Ukraine) Leichtathletik (Methyltestosteron), Silber im Siebenkampf</li>
<li><a href="http://www.olympic.org/uk/news/olympic_news/full_story_uk.asp?id=2768" target="_blank"><span style="color: #6b8e23;">Igor Rasoronow</span></a> (Ukraine) Gewichtheben (Nandrolon)</li>
<li><a href="http://www.olympic.org/common/asp/download_report.asp?file=en_report_1388.pdf&amp;id=1388" target="_blank"><span style="color: #6b8e23;">Wadim Dewjatowski</span></a> (WeiÃŸrussland) Leichtathletik (Testosteron), Silber im Hammerwerfen, Sperre lebenslang</li>
<li><a href="http://www.olympic.org/common/asp/download_report.asp?file=en_report_1387.pdf&amp;id=1387" target="_blank"><span style="color: #6b8e23;">Iwan Tichon</span></a> (WeiÃŸrussland) Leichtathletik (Testosteron), Bronze im Hammerwerfen, Sperre 2 Jahre</li>
<li><a href="http://www.olympic.org/common/asp/download_report.asp?file=en_report_1386.pdf&amp;id=1386" target="_blank"><span style="color: #6b8e23;">Adam Seroczynski</span></a> (Polen), Kanurennsport (Clenbuterol)</li>
<li>Athanasia Tsoumeleka (Griechenland/Sensations-&#8221;Olympiasiegerin&#8221; 2004) Leichtathletik (Epo, Cera),Â Sperre 2 Jahre</li>
<li>Vanja Perisic (Kroatien) Leichtathletik/800 mÂ (Cera)</li>
<li>Yudelquis Contreras (Domikanische Republik) Gewichtheben/5. Platz (Cera)</li>
<li><a title="&quot;Schumacher aussi positif!&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=1184" target="_self">Stefan Schumacher</a> (Deutschland/NÃ¼rtingen) Rad (Cera)</li>
<li>Davide Rebellin (Italien) RadÂ (Cera) Silber im StraÃŸenrennen</li>
<li>Rashid Ramzi (Bahrain) Leichtathletik (Cera) Gold Ã¼ber 1.500 m</li>
<li>Christian Ahlmann (Deutschland/Marl) Springreiten (Capsaicin), Sperre 8 Monate</li>
<li>Tony Andre Hansen (Norwegen) Springreiten (Capsaicin), Bronze mit dem Team, Verfahren lÃ¤uft vor dem Cas</li>
<li>Denis Lynch (Irland) Springreiten (Capsaicin), Sperre 3 Monate</li>
<li>Bernardo Alves (Brasilien) Springreiten (Capsaicin), Sperre 3,5 Monate</li>
<li>Courtney King (USA) Dressur (Felbinac), Sperre 1 Monat</li>
<li>Rodrigo Pessoa (Brasilien) Springreiten (Nonivamide), Sperre 4,5 Monate</li>
</ol>
<p>In den FÃ¤llenÂ 17-21 geht es natÃ¼rlich um die GÃ¤ule.</p>
<p>Nachtrag, 21.21 Uhr: Es geht jetzt munter los, dpa meldet:</p>
<blockquote><p>Nach Angaben der Online-Ausgabe der &#8220;La Gazzetta dello Sport&#8221; soll einer der mutmaÃŸlichen DopingsÃ¼nder der italienische Radprofi <strong>Davide Rebellin</strong> sein. Der 37-JÃ¤hrige hatte in Peking hinter dem Spanier Samuel Sanchez und vor dem Schweizer Fabian Cancellara die Silbermedaille im StraÃŸenrennen gewonnen.</p></blockquote>
<p>Nachtrag, 21.25 Uhr: Der Sportinformationsdienst fÃ¼hrt auch Tsoumeleka, sie habe ich oben nachgetragen.</p>
<p>Nachtrag, 29. April, 19.28 Uhr: So langsam klÃ¤rt sich der Himmel auf. Habe die Namen eingetragen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was vom Tage Ã¼brig bleibt (29): Staumauern in Berglandschaften</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/03/31/was-vom-tage-ubrig-bleibt-29-staumauern-in-berglandschaften/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 01:44:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein erster Eindruck aus Vancouver, der Olympiastadt 2010, wo derzeit die IOC-Koordinierungskommission die Vorbereitungen inspiziert und die gemeinsam von IOC und UNEP ausgerichtete 8th World Conference for Sport and Environment tagt (Programm). Ein Beitrag im DLF, mit Stimmen von Josef Fendt, PrÃ¤sident des Rodel-Weltverbandes FIL, der die olympische Rodelbahn von Albertville als Staumauer in einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3447" title="Protest am 30. MÃ¤rz 2009 in Vancouver" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/03/vancouver-protest.jpg" alt="" width="500" height="322" /></p>
<p>Ein erster Eindruck aus Vancouver, der Olympiastadt 2010, wo derzeit die IOC-Koordinierungskommission die Vorbereitungen inspiziert und die gemeinsam von IOC und UNEP ausgerichtete <a title="WCSE 2009" href="http://www.wcse2009.com/" target="_blank">8th World Conference for Sport and Environment</a> tagt (<a title="Programm WCSE 2009" href="http://www.wcse2009.com/documents/confProg_eng.pdf" target="_blank">Programm</a>).</p>
<p>Ein Beitrag im DLF, mit Stimmen von Josef Fendt, PrÃ¤sident des Rodel-Weltverbandes <a title="FIL Webseite" href="http://www.fil-luge.org/" target="_blank">FIL</a>, der die olympische Rodelbahn von Albertville als Staumauer in einer Berglandschaft bezeichnet, und Boris Schwartz, Leiter Umweltgelegenheiten der Bewerbungsgesellschaft MÃ¼nchen 2018 GmbH:</p>
<p><a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/03/sport-and-environment-dlf.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Dass das Thema vielschichtiger ist, als es sich in einigen Ãœberblicksminuten darstellen lÃ¤sst, versteht sich von selbst. Hier einige aktuelle Leseempfehlungen:<span id="more-3443"></span></p>
<ul>
<li>Dokumentation von Greenpeace: <a title="Greenpeace: China after the Olympics" href="http://www.greenpeace.org/china/en/news/green" target="_blank">China after the Olympics: Lessons from Beijing</a></li>
<li>United Nations Environment Programme (<a title="UNEP" href="http://www.unep.org/Documents.Multilingual/Default.asp?DocumentID=562&amp;ArticleID=6086&amp;l=en&amp;t=long" target="_blank">UNEP</a>): <a title="UNEP Report Peking" href="http://www.oeko.de/files/publications/brochures/application/pdf/beijing_report_complete.pdf" target="_blank">Independent Environmental Assessment &#8211; Beijing 2008 Olympic Games<br />
</a></li>
<li>UNEP-Ãœbersicht zur Kooperation mit dem IOC: <a title="Sport and Environment, UNEP" href="http://www.unep.org/sport_env/Olympic_Games/index.asp" target="_blank">Sport and Environment</a></li>
<li>SÃ¼ddeutsche Zeitung: <a title="SZ vom 11. MÃ¤rz 2009" href="http://www.sueddeutsche.de/555384/783/2794132/Skeptische-Umweltverbaende.html" target="_blank">Skeptische UmweltverbÃ¤nde</a>, <a title="SZ vom 11. MÃ¤rz 2009" href="http://www.sueddeutsche.de/254388/829/2794131/Oekologische-Wettbewerbe-gibt-es-nicht.html" target="_blank">Ã–kologische Wettbewerbe gibt es nicht</a></li>
</ul>
<p>Und schlieÃŸlich ein Geheimtipp, den ich schon immer mal los werden wollte, ein Lesebefehl!, nicht wirklich eine Umweltwebseite, sondern zwischen Themen wie Nachhaltigkeit, Menschenrechten und Umwelt changierend:</p>
<ul>
<li>Das Centre in Housing Rights and Evictions (<a title="COHRE" href="http://www.cohre.org/index.php" target="_blank">COHRE</a>) befasst sich seit Jahren mit den Auswirkungen von Mega-Events (Olympia, WM in FuÃŸball, Rugby, Leichtathletik) auf, sagen wir: Unterprivilegierte. Es bietet zahlreiche Studien zu vergangenen und kÃ¼nftigen GroÃŸereignissen</li>
</ul>
<p>Nachtrag: Wie das so ist im Leben, kleine SÃ¼nden werden sofort bestraft. Kaum hatte ich das Tagungshotel, das Grand Pacific Vancouver verlassen, erinnerte mich eine Demo daran, dass ich eine Webseite vergessen hatte:</p>
<ul>
<li><a title="No Vancouver 2010 " href="http://no2010.com/" target="_blank">www.no2010.com</a>: No 2010 Olympic on stolen native land. Resist the 2010 corporate circus</li>
</ul>
<p>Wenigstens zwei HochkarÃ¤ter aus dem Umfeld des IOC haben die Proteste mitbekommen, lieÃŸen sich aber nicht sonderlich beeindrucken. Umweltkommissionsmitglied <a title="BLZ: Ã„rmel hoch fÃ¼r 2012" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2003/0704/sport/0005/index.html" target="_blank">Masato</a> <a title="BLZ: Brieflein fÃ¼r Wowereit" href="https://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2005/0809/sport/0058/index.html" target="_blank">Mizuno</a>, Chef des gleichnamigen Sportartikelkonzerns, der das IOC <a title="BLZ: Ein kleines, gewichtiges StÃ¼ck Textil" href="https://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1998/0209/sport/0043/index.html" target="_blank">ausrÃ¼stet</a>, flitzte mit seiner Entourage an dem GrÃ¼ppchen der Demonstranten vorbei zu den Limousinen. RenÃ© Fasel, IOC-Mitglied, PrÃ¤sident des Eishockey-Weltverbandes <a title="IIHF Webseite" href="http://www.iihf.com/de/iihf-home/home.html" target="_blank">IIHF</a> und Chef der Koordinierungskommission fÃ¼r Vancouver, stahl sich ebenfalls an den paar Dutzend Menschen vorbei durch den Regen, ohne dass er erkannt und angesprochen wurde. Fasel positionierte sich auf der anderen StraÃŸenseite mit einem Begleiter. Er wollte in Ruhe ein Zigarillo rauchen:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3449" title="Links: RenÃ© Fasel, IOC-Mitglied, Chef der Vancouver-Kommission" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/03/fasel-vancouver.jpg" alt="" width="500" height="285" /></p>
]]></content:encoded>
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<enclosure url="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/03/sport-and-environment-dlf.mp3" length="2150111" type="audio/mpeg" />
		</item>
		<item>
		<title>Olympic legacy: China und die Todesstrafe</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/03/24/olympic-legacy-china-und-die-todesstrafe/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 23:48:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[amnesty international]]></category>
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		<category><![CDATA[olympische spiele]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Don&#8217;t mix politics with games.&#8221; Hu Jintao GemÃ¤ÃŸ der aktuellen TodesstrafenstatistikÂ von Amnesty International verdreifachte sich die Zahl der bekannt gewordenen Hinrichtungen in China im Olympiajahr. 2008 wurden danach mindestens 1718 Menschen hingerichtet &#8211; im Jahr 2007 wurden 470 Hinrichtungen bekannt. Eine Stellungnahme des IOC dazu ist noch nicht bekannt. Warum auch. AP schreibt: Damit vollstreckte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>&#8220;Don&#8217;t mix politics with games.&#8221;</strong><a title="Peking, Tag 2" href="http://jensweinreich.de/?p=368" target="_self"><em><br />
Hu Jintao</em></a></p></blockquote>
<p>GemÃ¤ÃŸ der aktuellen TodesstrafenstatistikÂ von <a title="Amnesty International, Todesstrafenstatistik 2009" href="http://www.amnesty.de/todesstrafe-2009" target="_self">Amnesty International</a> verdreifachte sich die Zahl der bekannt gewordenen Hinrichtungen in China im Olympiajahr. 2008 wurden danach mindestens 1718 Menschen hingerichtet &#8211; im Jahr 2007 wurden 470 Hinrichtungen bekannt.</p>
<p>Eine Stellungnahme des IOC dazu ist noch nicht bekannt. Warum auch.</p>
<p>AP schreibt:</p>
<blockquote><p>Damit vollstreckte die Volksrepublik wieder mehr Todesurteile als jeder andere Staat der Welt. Die Hoffnung, dass die Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2008 an Peking etwas daran Ã¤ndern kÃ¶nnte, erfÃ¼llte sich nicht. (&#8230;) Damit trÃ¤gt China auch die Verantwortung dafÃ¼r, dass sich die Zahl der weltweit registrierten Hinrichtungen 2008 fast verdoppelte &#8211; von mindestens 1252 auf mindestens 2390. Die Volksrepublik, so Amnesty, sei auch im Olympiajahr &#8220;grausamer Weltmeister&#8221; der Todesstrafe geblieben.</p></blockquote>
<p>dpa schreibt:</p>
<blockquote><p>Die tatsÃ¤chliche Zahl der Hinrichtungen liegt nach Amnesty-EinschÃ¤tzung &#8220;um ein Vielfaches hÃ¶her&#8221;. Die SchÃ¤tzungen von Menschenrechtlern reichen bis zu 10.000 FÃ¤llen pro Jahr. Von chinesischen Gerichten wurden im vergangenen Jahr mehr als 7000 Todesurteile verhÃ¤ngt. Hoffnungen, dass die Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2008 an Peking am Umgang mit der Todesstrafe in China etwas Ã¤ndern kÃ¶nnte, erfÃ¼llten sich damit nicht. Das bevÃ¶lkerungsreichste Land der Welt sei weiterhin &#8220;grausamer Weltmeister bei der Todesstrafe&#8221;, kritisierte Amnesty International.</p></blockquote>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Den Bericht finde ich auf den Amnesty-Webseiten noch nicht. Die Verlinkung wird nachgeholt.</span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Olympische Spiele &#8211; wie ich sie sehe!&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/02/07/olympische-spiele-wie-ich-sie-sehe/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2009/02/07/olympische-spiele-wie-ich-sie-sehe/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 16:03:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Den Kunstwettbewerb fÃ¼r SchÃ¼ler (&#8220;Olympische Spiele &#8211; wie ich sie sehe!&#8221;) gibt es seit 1984, lese ich auf der Webseite der Deutschen Olympischen Akademie (DOA). Gestern wurden am Rande des Festakts zum 80. Geburtstag von Walther TrÃ¶ger &#8211; Ã¼ber den ich noch berichten will &#8211; im Frankfurter RÃ¶mer die PreistrÃ¤ger gekÃ¼rt. Hier gern einige der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den Kunstwettbewerb fÃ¼r SchÃ¼ler (&#8220;Olympische Spiele &#8211; wie ich sie sehe!&#8221;) gibt es seit 1984, lese ich auf der Webseite der Deutschen Olympischen Akademie (DOA). Gestern wurden am Rande des Festakts zum 80. Geburtstag von Walther TrÃ¶ger &#8211; Ã¼ber den ich noch berichten will &#8211; im Frankfurter RÃ¶mer die PreistrÃ¤ger gekÃ¼rt. Hier gern einige der Arbeiten (wohl wissend, dass die AuflÃ¶sung den Originalen nicht gerecht wird), die mich durchaus beeindruckt haben. So also sahenÂ SchÃ¼ler die Olympischen Spiele in Peking, mehr Bilder gibt&#8217;s nebenan bei der <a href="http://www.doa-info.de" target="_blank">DOA</a>:</p>
<p>1)<img class="aligncenter size-full wp-image-2767" title="maike-basten1" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/02/maike-basten1.jpg" alt="" width="417" height="600" align="middle" /></p>
<p><span id="more-2758"></span></p>
<p>2)<img class="aligncenter size-full wp-image-2769" title="sihyrek1" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/02/sihyrek1.jpg" alt="" width="500" height="353" /></p>
<p>3)<img class="aligncenter size-full wp-image-2768" title="raphael_schneider1" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/02/raphael_schneider1.jpg" alt="" width="500" height="359" /></p>
<p>4)<img class="aligncenter size-full wp-image-2761" title="celina_frenkel1" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/02/celina_frenkel1.jpg" alt="" width="500" height="369" /></p>
<p>5)<img class="aligncenter size-full wp-image-2762" title="inabat_tlegen1" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/02/inabat_tlegen1.jpg" alt="" width="500" height="347" /></p>
<p>6)<img class="aligncenter size-full wp-image-2763" title="jan_rinck1" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/02/jan_rinck1.jpg" alt="" width="500" height="351" /></p>
<p>7)<img class="aligncenter size-full wp-image-2765" title="lukas_kramp2" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/02/lukas_kramp2.jpg" alt="" width="500" height="361" /></p>
<p>8)<img class="aligncenter size-full wp-image-2759" title="aileen_mueller1" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/02/aileen_mueller1.jpg" alt="" width="500" height="367" /></p>
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		<title>Helden des Jahres</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Dec 2008 15:57:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die kleine Auszeit war nÃ¶tig. Ab jetzt ist wieder mehr los in diesem Theater. IchÂ muss mich ja auch gegen die medienkritische Konkurrenz von dogfood wehren, der sich keinen Weihnachtsschlaf gÃ¶nnte und Ã¼ber die Feiertage wieder gewaltig loslegte :) Einige Versprechen waren dazu da, gebrochen zu werden. Einen Top/Flop-JahresrÃ¼ckblick beispielsweise wird es nicht geben. Sorry. Habe, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die kleine Auszeit war nÃ¶tig. Ab jetzt ist wieder mehr los in diesem Theater. IchÂ muss mich ja auch gegen die <a href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2008/12/30/screensport-am-dienstag-wattebausche-fur-die-bundesliga/" target="_blank">medienkritische Konkurrenz</a> von dogfood wehren, der sich keinen Weihnachtsschlaf gÃ¶nnte und Ã¼ber die Feiertage wieder gewaltig loslegte :)</p>
<p>Einige Versprechen waren dazu da, gebrochen zu werden. Einen Top/Flop-JahresrÃ¼ckblick beispielsweise wird es nicht geben. Sorry. Habe, soviel zum Thema RÃ¼ckblick,Â nur mal nachgesehen, was unsere Helden des Jahres eigentlich seit dem Sommer angestellt haben. <a href="http://jensweinreich.de/?p=671" target="_self"><strong>The Big M</strong></a> und der <a href="http://jensweinreich.de/?p=765" target="_self"><strong>Witzbolt</strong></a>. Voila:</p>
<p>Der Witzbolt, dessen <a href="http://jensweinreich.de/?p=1113" target="_self">Tanzlehrer</a> David Alexander Smith vergangenen Freitag in Kingston <a href="http://www.smh.com.au/news/world/creator-of-usain-bolts-olympic-victory-dance-shot-to-death/2008/12/27/1229998777352.html" target="_blank">erschossen wurde</a>,Â erklÃ¤rt uns noch einmal, wie er das angestellt hat,Â damals im Vogelnest:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="500" height="405" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/zzSpPaCIG0g&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="405" src="http://www.youtube.com/v/zzSpPaCIG0g&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p>Bei <strong>Letterman</strong> durfte der Witzbolt auch sitzen:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="500" height="405" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/g8wfwy-QfiA&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="405" src="http://www.youtube.com/v/g8wfwy-QfiA&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p>The Big M in <strong>Grey&#8217;s Anatomy</strong> &#8230;</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="500" height="405" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/S5NlRmlsmZc&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="405" src="http://www.youtube.com/v/S5NlRmlsmZc&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p>&#8230; und in <strong>60 Minutes</strong>:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="500" height="405" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/p0DNPn4x_-I&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="405" src="http://www.youtube.com/v/p0DNPn4x_-I&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
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		<title>Vom Umgang mit Dopingproben</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/10/13/vom-umgang-mit-dopingproben/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Oct 2008 16:27:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe ein paar Emails bekommen, in denen ich gefragt werde, wie ich das denn gemeint habe, mit den Dopingproben, die seit mindestens sieben Wochen (einige seit mehr als zehn Wochen, wenn ich die Olympic Period berechne) in Peking lagern und jetzt doch irgendwie-irgendwo-irgendwann nach Lausanne geschafft werden sollen. (Laut IOC-Boss Rogge sind sie bereits da. Aber wer weiÃŸ, wer glaubt das schon.) Alles nur, weil ich <a href="http://jensweinreich.de/?p=1308" target="_self">heute morgen</a> gefragt habe, ob man den Chinesen trauen kann. NatÃ¼rlich kommt es mirÂ  <span style="text-decoration: line-through;">spanisch</span> chinesisch vor, wenn IOC-Vertreter wie Medizindirektor Schamasch erst <span style="text-decoration: line-through;">lÃ¼gen</span> behaupten, das Zeug wÃ¼rde in Windeseile ausgeflogen. Die Proben sind wunderbares sportpolitisches Druckmittel in der Hand der falschen Leute. Zumal in dieser Situation mit all den <a href="http://jensweinreich.de/?p=1276" target="_self">VersÃ¤umnissen</a>, und <a href="http://jensweinreich.de/?p=1206" target="_self">propagandistischen</a> <a href="http://jensweinreich.de/?p=982" target="_self">ManÃ¶vern</a>. Es fehlt halt an Transparenz.Â So lief das schon immer im olympischen Sport, was ich gleich an einigen Beispielen zeigen werde. Sage nur niemand, es handele sich um olle Kamellen, nur weil die Geschichten aus den 1980er Jahren sind. Einige Personen, die erwÃ¤hnt werden, sind noch in Amt und WÃ¼rden. Und: So wie die Ostdeutschen, deren Chef-Doping-Spitzel Manfred HÃ¶ppner alias &#8220;IM Technik&#8221; das alles fÃ¼r die Stasi notiert hat, haben das auch andere gemacht.</p>
<p>Also, ein paar Beispiele aus dem reichen Fundus des IM Technik.</p>
<p><strong>Beispiel 1 &#8211; Turn-WM in Moskau:</strong> Ein DDR-Turner wird erwischt. Die Russen melden es dem Turn-Weltverband FIG, deren PrÃ¤sident passender Weise der Russe Juri Titow war, allerdings nicht. Der sowjetische Sportchef Marat Gramow klÃ¤rt das mit dem DDR-Sportchef Manfred Ewald unter vier Augen &#8211; und schon haben die Russen die ostdeutschen WaffenbrÃ¼der &#8220;in der Hand&#8221;, wie der IM notiert.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1317" title="technik-1" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/10/technik-1.jpg" alt="" width="500" height="434" /></p>
<p><strong><span id="more-1313"></span>Beispiel 2 &#8211; Gewichtheberturnier in MeiÃŸen:</strong> Wie so oft (meistens) bei GroÃŸereignissen in der DDR/im Ostblock wurde vorher geklÃ¤rt, was mit den Proben passiert. Mehr muss ich dazu nicht sagen, das Dokument erklÃ¤rt sich selbst.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1318" title="technik-2" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/10/technik-2.jpg" alt="" width="500" height="328" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1319" title="technik-3" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/10/technik-3.jpg" alt="" width="500" height="595" /></p>
<p><strong>BeispielÂ 3 &#8211; WM im Gewichtheben:</strong> Hier geht es um die WM 1979 in Saloniki.Â Aus vier positiven Proben wurden null positive Proben. Verantwortlich laut IM Technik, der auch den medizinischen Kommissionen von WeltverbÃ¤nden (Leichtathletik, Gewichtheben) angehÃ¶rte,Â war Tamas Ajan, damals GeneralsekretÃ¤r der International Weightlifting Federation (IWF). Der Ungar Ajan ist seit dem Jahr 2000 IWF-PrÃ¤sident und lÃ¤ngst auch IOC-Mitglied.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1322" title="technik-7" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/10/technik-7.jpg" alt="" width="500" height="582" /></p>
<p><strong>Beispiel 4 &#8211; Gewichtheberturnier in MeiÃŸen:</strong> Auch diesmal war beim &#8220;Pokal der blauen Schwerter&#8221; im Einflussbereich des heutigen IOC-Mitglieds alles gerichtet. Der dumme Zwischenfall mit dem kanadischen Zoll, der in dem Stasi-Bericht erwÃ¤hnt wird,Â betraf Ã¼brigens den zweimaligen Olympiasieger Alexander Kurlowitsch aus WeiÃŸrussland, den Mehrfach-Doper &#8211; heute Mitglied des technischen Komitees der IWF. Kurlowitsch antwortete damals auf die Frage der ZÃ¶llner, warum er einen Koffer Anabolika mit sich schleppe: &#8220;Anabolika, was ist das?&#8221; Das mÃ¤chtige LockenkÃ¶pfchen sagte: &#8220;Das sind Haarwuchsmittel.&#8221; Aber das ist wieder eine andere Geschichte.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1320" title="technik-4" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/10/technik-4.jpg" alt="" width="500" height="719" /></p>
<p>So lief das im Weltsport. So lÃ¤uft das in Teilen immer noch. Warum sollte ich also den Chinesen trauen? Und dem IOC, das die Dopingproben rund zwei Monate inÂ Peking lÃ¤sst, obwohl anderes <span style="text-decoration: line-through;">gelogen</span> behauptet wurde?</p>
<p><small><strong>Quellennachweis:</strong> Die Dokumente habe ich aus dem Recherchebericht &#8220;MfS und Leistungssport&#8221; der BStU von 1994 entnommen.</small></p>
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		<title>Der IO-Bericht: Kritik an den Dopingkontrollen in Peking</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 21:22:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[WÃ¤hrend mancher Kommentator in den vergangenen Tagen vorschnell ein hartes Eingreifen des IOC in der Dopingfrage bejubelte, weil unter fÃ¼r mich durchaus mysteriÃ¶sen UmstÃ¤nden angekÃ¼ndigt wurde, die Blutproben von Peking noch einmal analysieren zu lassen, empfiehlt es sich, die wenigen Fakten ins Licht zu rÃ¼cken. Zum Beispiel den Bericht der so genannten Independent Observer fÃ¼r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-1278" title="io-report-oct-2008" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/10/io-report-oct-2008.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="267" height="393" align="right" />WÃ¤hrend mancher Kommentator in den vergangenen Tagen vorschnell ein hartes Eingreifen des IOC in der Dopingfrage bejubelte, weil unter fÃ¼r mich durchaus <a href="http://jensweinreich.de/?p=1206" target="_self">mysteriÃ¶sen</a> <a href="http://jensweinreich.de/?p=982" target="_self">UmstÃ¤nden</a> angekÃ¼ndigt wurde, die Blutproben von Peking noch einmal analysieren zu lassen, empfiehlt es sich, die wenigen Fakten ins Licht zu rÃ¼cken. Zum Beispiel den Bericht der so genannten <strong>Independent Observer</strong> fÃ¼r die Dopingkontrollen wÃ¤hrend der Peking-Spiele. Denn dieser Bericht liegt dem IOC seit dem 19. September vor, der Ã–ffentlichkeit seit wenigen Stunden. Nur hat das bisher kaum jemand bemerkt. Soweit ich diese 50 Seiten auf die Schnelle Ã¼berblicke, finde ich doch einige hoch interessante Sachverhalte. Manches kommt hammerhart und entlarvt einige LÃ¼gen der olympischen Branche. Die wichtigsten Punkte will ich flink mal zur Diskussion stellen. Ich frage mich einmal mehr und entschuldige mich gleich auch fÃ¼r meine Wortwahl: Wie lange wollen die uns eigentlich noch verarschen?</p>
<p>Bevor ich einige Beispiele bringe, kurz zur Klarstellung: WÃ¤hrend der so genanntenÂ Olympic Period (27. Juli bis 24. August) gebot das IOC Ã¼ber die Dopingkontrollen &#8211; wie immer bei Olympischen Spielen. Wie immer bei den Spielen war dieÂ World Anti-Doping Agency (Wada) nur Beobachter. Eingesetzt wurde eine zwÃ¶lfkÃ¶pfige Gruppe von Independent Observern, geleitet von der EnglÃ¤nderin Sarah Lewis, GeneralsekretÃ¤rin des Ski-Weltverbandes Fis.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>1. DieÂ Meldepflicht</strong></span></p>
<p><strong>102 Nationale Olympische Komitees</strong> (von 205) haben die Whereabouts ihrer Sportler in Peking nicht angegeben. Nach Ermahnungen lieferten nur 8 NOK Informationen. Das IOC handelte nicht.<span id="more-1276"></span></p>
<blockquote><p>3.5.2 After the reminder issued by the IOC Medical Director at the NOC Team Doctors Meeting on 7th August 2008, the number of NOCs providing whereabouts information increased, but there were nevertheless approximately 102 NOCs (half the total participating NOCs) who did not provide whereabouts. During the Games, the IOC did not take any further action against those NOCs who were non-compliant with the Athlete Whereabouts Requirements of the IOC-ADR, however the IOC Medical Director and Doping Control Administrative Coordinator informed the IO Team that the NOCs concerned will receive written notification about their non-compliance after the Games.</p></blockquote>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">2. vorolympisches Blut-Screening</span></strong></p>
<p>Hier haben <strong>nur 4 von 28 olympischen WeltverbÃ¤nden</strong> mitgemacht &#8211; und nur einer nutzte die Ergebnisse auch in Peking, wenn ich das richtig verstehe. Nicht die Radfahrer, die ja bekanntlich keine Blutpanscher sind, sondern die FÃ¼nfkÃ¤mpfer.</p>
<blockquote><p>2. 4. 3 Four IFs carried out pre-competition blood screening, IAAF (Athletics), UCI (Cycling), FISA (Rowing), UIPM (Modern Pentathlon). This testing was outside of the scope of the IOC WADA-BOCOG pre-Games Testing or In-Competition Testing. The four IFs used the same testing protocol and the results were used for their own information purposes, which may have been used for potential target testing of Athletes with suspicious blood values. Modern Pentathlon was the only IF that usedÂ <span style="font-size: x-small; color: #231f20; font-family: DIN-Light;"><span style="font-size: x-small; color: #231f20; font-family: DIN-Light;"><span style="font-size: x-small; color: #231f20; font-family: DIN-Light;">the pre-competition blood screening in Beijing </span></span></span>to determine a no-start for Athletes whose haematocrit exceeded their rules of 50 for men and 47 for women or haemoglobin values of 17 dl/g for men and 16 dl/g for women.</p></blockquote>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">3. Das Pekinger Labor wurde nicht kontrolliert!</span></strong></p>
<p>Tja, das habe ich in Peking von IOC-Leuten und Wada-Offiziellen ganz anders gehÃ¶rt.</p>
<blockquote><p>Observation of the work of the WADA accredited Laboratory was not part of the IO Assignment in Beijing. The reason for this was that theÂ Laboratory is independent of the owner of the Olympic Games, the IOC and the Organising Committee BOCOG. And the Laboratory has been granted accreditation by WADA who receives the results of all adverse analytical findings, as provided for in the International Standard for Laboratories. Furthermore, the Laboratory was supported by 17 highly experienced international WADA accredited Laboratory directors and technicians who were carrying out the analyses, as well as supporting the operation. Additionally the Laboratory&#8217;s work was overseen by members of the IOC Medical Commission, who are themselves WADA accredited Laboratory Directors.</p></blockquote>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">4. Observer werden nicht zu Meetings zugelassen</span></strong></p>
<p>Zwar fanden zahlreiche GesprÃ¤che mit Mitgliedern der IOC-Medizinkommission, dem Laborchef und anderen statt, doch bei den regulÃ¤ren Meetings und den TUE-Verhandlungen (siehe Punkt 8) mussten die Observer drauÃŸen bleiben. Ihrer Kontrollaufgabe konnten sie somit nicht nachkommen.</p>
<blockquote><p>Other than the Meeting of the IOC-MC on the final day of the Olympic Games, the IO Team was otherwise not invited to attend the first two meetings of the IOC Medical Commission or any of the daily informal meetings of the IOC-MC, the IOC-MC and BOCOG Doping Control or discussions in the IOC-MC TUEC.</p></blockquote>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">5. Ooops: 300 von 4770 Testergebnissen fehlen den Observern</span></strong></p>
<blockquote><p>An area that left room for improvement was the administrative reporting of the Laboratory. Additionally there is considerable potential to make the results management administrative work more efficient and less susceptible to mistakes through multiple administrative systems used by BOCOG and the IOC. Since the development over the past few years of ADAMS, a secure integrated administrative programme specifically for doping control management, its&#8217; use at the Olympic Games would make the processes much more efficient for all parties.</p>
<p>This is underlined by the fact that once the Laboratory had apparently delivered all reports to the IO Team, it transpired that around 300 test results were missing in comparison to the doping control forms. The IO Team therefore checked the status of the receipt of these Laboratory results with the IOCMC, but at the time of the delivery of this report on 19th September 2008, the IOC had not been able to finish processing the test results from the Laboratory. They believed however, that they too may be missing some reports.</p></blockquote>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">6.Â Der fehlende Insulintest</span></strong></p>
<p>Ich habe <a href="http://jensweinreich.de/?p=1206" target="_self">vorgestern </a>gerade noch auf einen Artikel von Grit Hartmann dazu im Stern verlinkt, in dem beschrieben wird, das eine im KÃ¶lner Labor entwickelte Testmethode nicht akzeptiert wurde: <a href="http://www.stern.de/sport-motor/sportwelt/:Olympische-Spiele-Anti-Doping-Agentur-Testmethode/615123.html" target="_blank">Wada ignoriert neue Testmethode</a>. Eine IOC-SprecherinÂ hat wÃ¤hrend der Spiele <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/wp/2008/8/18/news-70194373/detail.html" target="_blank">behauptet</a>: Es gebe keinen Insulin-Nachweis,Â der valideÂ ist.Â â€žDie Olympischen Spiele sind nicht der Ort fÃ¼r Experimente auf dem Feld im Kampf gegen Doping.&#8221; Die Independent Observer halten fest:</p>
<blockquote><p>VIII. The IO Team was informed by an IOC-MC Laboratory observer that the WADA accredited Laboratory in Beijing was unable to test for insulin. The IOC Medical Director was of the opinion that the WADA accreditation of the Laboratory determines which substances are tested. General practice, however, is for the client to decide on the test menu directly with the Laboratory. Nevertheless, all samples will be stored for 8 years to enable eventual re-testing, should the IOC deem this to be necessary in any cases.</p>
<p>a) During the process undertaken by WADA to accredit the Laboratory for the Olympic Games, verification is required that the Laboratory is equipped to analyse all substances on the Prohibited List. Should the Laboratory not have the equipment or know-how to handle any substances or methods on the Prohibited List, the IOC (the Client) must be informed in order that it can review this with the Laboratory.</p></blockquote>
<p>Ich kann mich tÃ¤uschen, aber meine Informationen sagen, dass das Pekinger Labor sehr wohl in der Lage war, den Test durchzufÃ¼hren. Derjenige, der den Test entwickelt hat, war ja auch vor Ort. Doch der Test war nicht gewollt. Ein paar Wochen spÃ¤ter wurde er bei der Deutschland-Tour erstmals eingesetzt.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">7. Testosteron/Epitestosteron-Quotient &#8211; AuffÃ¤lligkeiten</span></strong></p>
<p>Das Pekinger Labor hat 140 auffÃ¤llige Proben nicht als auffÃ¤llig gemeldet.</p>
<blockquote><p>In the course of the review of the Laboratory results received by the IO Team, there were approximately 100 samples where the T/E ratio exceeded the reporting level of 4 and another 40 samples reported elevated levels of other reportable substances, each of which subsequently each had a negative IRMS test. As a consequence they are therefore not considered as an adverse analytical finding. The IOC Medical Director informed the IO Team, that the IFs would be sent a copy of the test results for elevated T/E samples following the conclusion of the Olympic Games. It would then be the responsibility of the respective IF to investigate the status of the Athletes in question, whether there is a case history on file, or if follow-up testing is required, as provided for in the International Standard for Testing.</p>
<p>Nevertheless, the elevated T/E ratios were reported by the Laboratory as negative, and not as Atypical and without mentioning the T/E values, which is not in accordance with the International Standard for Laboratories (see item V. of Comments and Issues to Laboratory Services (3.10) above).</p></blockquote>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">8. Die Ausnahmeregeln, Therapeutic Use Exemption</span></strong></p>
<p>Ohne Kommentar, nur kurz den Link zur ErklÃ¤rung der <a href="http://www.wada-ama.org/en/exemptions.ch2" target="_blank"><strong>TUE</strong></a>.</p>
<blockquote><p>5.1.5 The chairman of the IOC-MC TUEC reported at the conclusion of the Olympic Games as follows (summarised): Of the total of 40 TUE applications submitted, all except one were approved. The Athletes were from 19 NOCs and 17 IFs.</p>
<ul>
<li>813 applications were submitted for the use of beta 2 agonists (IBA).</li>
<li>781 were approved, 147 of which were for Athletes already granted for the Olympic Games in Athens, 2004. 711 of the 781 approved applications also took inhaled corticosteroids (ICS), as did 16 of the rejected IBA applicants. An additional 121 Athletes submitted a TUE applications for ICS.</li>
<li>271 TUEs were acknowledged for the use of injected corticosteroids (injCS). This number was substantially lower than Athens 2004, since the reporting threshold has been increased from 1 ng/mL in 2004 to 30 ng/mL in 2008.</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Das soll fÃ¼rs Erste genÃ¼gen. Ganz erstaunlich finde ich, dass die Wada die VerÃ¶ffentlichung dieses Berichtes nicht mit einer Pressemitteilung begleitet hat, sondern offenbar gestern nur still und leise auf ihre Webseite gestellt hat. Wer mag, kann sich diese <a href="http://www.wada-ama.org/rtecontent/document/WADA_IO_Report_Beijing_2008_FINAL_ENG.pdf" target="_blank">50 Seiten als pdf</a> downloaden. Viel VergnÃ¼gen.</p>
<p>Nachtrag am 13. Oktober:</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">9. Epo-Tests</span></strong></p>
<p>Evi Simeoni fÃ¤llt <a href="http://www.faz.net/s/Rub9CD731D06F17450CB39BE001000DD173/Doc~EB310C775E7B747FF9CF67674CB0DACE5~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">in der FAZ</a> das hier auf, und Recht hat sie:</p>
<blockquote><p>Kritik Ã¼bten die Wada-Gesandten auch am Spektrum der Anti-Doping-Tests. So seien nur 817 Urinproben auf das weitverbreitete Dopingmittel Epo untersucht worden. Das hÃ¤lt die Gruppe angesichts einer Rekord-Gesamtzahl von 4770 Tests fÃ¼r verhÃ¤ltnismÃ¤ÃŸig wenig. In unterschiedlichen Sportarten wurden nur die Sieger, in anderen die Medaillengewinner, Rekordler und manchmal auch noch ausgeloste Athleten auf Epo getestet.</p></blockquote>
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		<title>Nachuntersuchung der Dopingproben von Peking</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Oct 2008 11:30:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Angeblich soll jetzt alles ganz schnell gehen. Nachrichtenagenturen &#8211; AP, dpa &#8211; berufen sich auf IOC-Sprecherin Emmanuelle Moreau und melden, das Internationale Olympische Komitee (IOC) wolle die eingefroenen Dopingproben von Peking nachuntersuchen lassen. So plÃ¶tzlich? Nachdem man doch die ganze Zeit geblockt hat und auch keine hilfreichen Aussagen zu den eingefrorenen Proben treffen wollte, auÃŸer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angeblich soll jetzt alles ganz schnell gehen. Nachrichtenagenturen &#8211; AP, dpa &#8211; berufen sich auf IOC-Sprecherin Emmanuelle Moreau und melden, das Internationale Olympische Komitee (IOC) wolle die eingefroenen Dopingproben von Peking nachuntersuchen lassen. So plÃ¶tzlich? Nachdem man doch <a href="http://jensweinreich.de/?p=982" target="_self">die ganze Zeit geblockt hat</a> und auch keine hilfreichen Aussagen zu den eingefrorenen Proben treffen wollte, auÃŸer den Beteuerungen, man werde alles perfekt sichern, wie es mir IOC-Medizindirektor Patrick Schamasch in Peking gesagt hat.</p>
<blockquote><p><strong>AP</strong> meldet zunÃ¤chst: &#8220;The International Olympic Committee will retest doping samples from the Beijing Games to check for traces of a new blood-boostingÂ drug. The unprecedented move, announced Wednesday, is designed to search for a banned substance that was only recently detected during retesting of samples from the Tour deÂ France. The Beijing samples â€” across all sports â€” are being sent to the World Anti-Doping Agency accredited laboratory in Lausanne, IOC spokeswoman Emmanuelle MoreauÂ said. The IOC conducted more than 5,000 drug tests during the Beijing Games. It wasn&#8217;t immediately clear how many of the samples will beÂ retested. <small><em>(via </em><a href="http://iht.com/articles/ap/2008/10/08/sports/OLY-IOC-Doping.php" target="_blank"><em>IHT</em></a><em>)</em></small></p>
<p><strong>dpa</strong> zieht nach: &#8220;Diese Untersuchungen betreffen alle Sportarten und beinhalten speziell auch die Substanz CERA&#8221;, erklÃ¤rte IOC-Sprecherin Emmanuelle Moreau am Mittwoch. Der Zeitpunkt der Tests stehe noch nicht fest. Das IOC fÃ¼hrte in Peking die Rekordzahl von mehr als 5000 Tests durch.&#8221; <small><em>(via <a href="http://www.ftd.de/sport/:IOC-will-Doping-Proben-von-Peking-nachuntersuchen/423444.html" target="_blank">FTD</a>)</em></small></p></blockquote>
<p>Da hat es jetzt offenbar jemand eilig. Bevor ich einige Fragen zu den angeblichen Blitz-Analysen aufwerfe, flink noch ein kurzer RÃ¼ckblick und ein Interview mit Wilhelm SchÃ¤nzer.Â Zu den Proben habe ich vor einem MonatÂ einen Beitrag fÃ¼r den Deutschlandfunk verfasst:</p>
<blockquote><p>DopingbekÃ¤mpfung ist auch ein Glaubenskampf. Die einen, internationale Sportorganisationen unter FÃ¼hrung des IOC, behaupten, sie wÃ¼rden alles gegen Doping unternehmen. Doch in der kritischen Ã–ffentlichkeit wachsen die Zweifel daran, was sich den Peking-Spielen an zwei unabhÃ¤ngigen Meinungsumfragen in Deutschland belegen lieÃŸ: Nur eine Minderheit der Deutschen glaubt, dass die Wunderleistungen von Peking sauber erzielt worden sind.</p>
<p>Zweifel wachsen auch deshalb, weil IOC-PrÃ¤sident Jacques Rogge immer wieder die Mehrfach-Olympiasieger und Serien-Weltrekordler Michael Phelps und Usain Bolt als â€žIkonen dieser Spiele&#8221; gerÃ¼hmt hat. Ausgerechnet jene Athleten also, deren Leistungen am heftigsten bezweifelt wurden. Hinter deren Leistungen die grÃ¶ÃŸten Fragezeichen stehen.</p>
<p>Welches Interesse sollte das IOC daran haben, mÃ¶glicherweise nachtrÃ¤glich seine eigenen Ikonen zu stÃ¼rzen?</p>
<p>Das IOC hat versprochen, die mehr als 5000 in Peking genommenen Urin- und Blutproben acht Jahre lang sachgemÃ¤ÃŸ zu lagern und fÃ¼r kÃ¼nftige Analysen bereit zu halten &#8211; wann immer die Analytiker neue Nachweisverfahren entwickelt haben, wann immer Dopingmittel und Methoden bekannt und aufspÃ¼rbar sind, die wÃ¤hrend der Peking-Spiele noch nicht zu detektieren waren.</p>
<p>Das ist das Versprechen. â€žDas wirkt abschreckend&#8221;, sagt Jacques Rogge.</p>
<p>Patrick Schamasch, der IOC-Medizindirektor, hat schon in Peking jeden Zweifel an der Lauterkeit dieses Versprechens bekÃ¤mpft. Er sagte: SÃ¤mtliche Proben wÃ¼rden binnen drei Wochen ausgeflogen und an einen geheimen Ort gebracht. Die Auslagerung der Proben stelle hÃ¶chste logistische Anforderungen. Die Urin- und Blutproben mÃ¼ssen gut gekÃ¼hlt in SpezialbehÃ¤ltern transportiert werden. Alles muss zÃ¼gig ablaufen, um die Proben nicht zu beschÃ¤digen. Dies impliziert allerdings auch, dass es vielfÃ¤ltige ManipulationsmÃ¶glichkeiten geben kÃ¶nnte.</p>
<p>Schamasch entgegnete darauf: â€žDie Proben sind hundertprozentig sicher. Ich garantiere es.&#8221;</p>
<p>Einen Beweis dafÃ¼r gibt es allerdings nicht. Es liegen keinerlei Informationen vor, die das Versprechen des IOC bestÃ¤tigen kÃ¶nnten. Die Ã–ffentlichkeit hat keine MÃ¶glichkeit, die Olympier zu Ã¼berprÃ¼fen. Dem IOC gehÃ¶ren die Olympischen Spiele. Dem IOC gehÃ¶ren auch die eingefrorenen Proben. Die Weltantidopingagentur Wada ist nur Beobachter.</p>
<p>Bei vergangenen Olympischen Spielen sind auf mysteriÃ¶se Weise zahlreiche positive Proben verschwunden &#8211; etwa 1984 in Los Angeles. Andere positive Proben &#8211; etwa 1980 in Moskau &#8211; wurden erst gar nicht als solche analysiert. Die FÃ¤lle wurden nie aufgeklÃ¤rt.</p>
<p>Seit den Sommerspielen 2004 in Athen werden die Proben acht Jahre aufbewahrt. Einen peinlichen Fehler gab es gleich zu Beginn: Dem Amerikaner Tyler Hamilton, dem langjÃ¤hrigen Gehilfen von Lance Armstrong und Olympiasieger im Einzelzeitfahren, wurde Blutdoping nachgewiesen &#8211; aber nur in der A-Probe.</p>
<p>Die B-Probe konnte wegen unsachgemÃ¤ÃŸer Lagerung nicht verwendet werden: Vollblut und Blutplasma waren im selben Container eingefroren worden. Der Doper Tyler Hamilton bleibt also Olympiasieger.</p>
<p>Ein Fehler, der sich nicht wiederholen soll, verspricht IOC-Kommunikationsdirektorin <a href="http://jensweinreich.de/?p=955" target="_self">Giselle Davies</a>. Es ist eines von vielen Versprechen.</p></blockquote>
<p>Dazu auch ein Beitrag auf von Fred Kowasch auf <a href="http://www.interpool.tv/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=332&amp;Itemid=1&amp;limit=1&amp;limitstart=1" target="_blank">interpool.tv</a> undÂ ein InterviewÂ von Jessica Sturmberg im DLF mit dem KÃ¶lner Laborchef Wilhelm SchÃ¤nzer Ã¼ber Langzeitlagerungen, eingefrorenes Serum und die Fehler im FallÂ Tyler Hamilton:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/09/07/dlf_20080907_1935_d64e8bc5.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Einerseits ist das ja schlagzeilentrÃ¤chtig, die Proben jetzt schon zu analysieren, da dasÂ Radbusiness <a href="http://jensweinreich.de/?p=1184" target="_self">seit Montag (Schumacher &amp; Co.) wieder in Aufruhr ist</a>. Andererseits ergeben sich gerade aus dieser Nachanalyse der Dopingproben bei der Tour de France jede Menge Fragen:</p>
<p><strong><span id="more-1206"></span>1)</strong> Das Labor in der Capitale Olympique Lausanne ist, trotz des jÃ¼ngsten Fortschritts,Â auf diesem Gebiet nicht der MarktfÃ¼hrer, sondern das inÂ Chatenay-Malabry.</p>
<p><strong>2)</strong> WarumÂ sollen die Proben (der Konjunktiv empfiehlt sich) also unbedingt nach Lausanne geschafft werden?</p>
<p><strong>3)</strong>Â Warum wartet man ausgerechnet jetzt, wo den Analytikern doch ein wunderbarer Coup gelungen ist, Cera auch im Blut nachzuweisen (SZ: <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/206/313114/text/" target="_blank">&#8220;Sprengstoff in den Labors&#8221;</a>), nicht ein paar Wochen und sieht zu, was noch mÃ¶glich ist?</p>
<blockquote><p>Zumal das ZDF gerade <a href="http://tour.zdf.de/ZDFsport/inhalt/28/0,5676,7387260,00.html?dr=1" target="_blank">meldet</a>:</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1212" title="zdf-bordry-08102008" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/10/zdf-bordry-08102008.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="301" height="154" align="centre" /></p>
<p>&#8220;Wir sind bereits im Besitz ernstzunehmender Hinweise auf FÃ¤lle von Eigenbluttransfusionen. Um wen es sich handelt, werden wir wohl erst spÃ¤ter sagen kÃ¶nnen&#8221;, sagte AFLD-PrÃ¤sident Pierre Bordy dem TV-Sender am Mittwoch. Ãœber die bisher bekannten FÃ¤lle hinaus seien daher weitere positive Testergebnisse von anderen Fahrern zu erwarten. Die AFLD war bei der diesjÃ¤hrigen Frankreich-Rundfahrt fÃ¼r die Tests verantwortlich gewesen. In nachtrÃ¤glichen Untersuchungen wurden der NÃ¼rtinger Stefan Schumacher und der Italiener Leonardo Piepoli in der A-Probe positiv auf Doping mit dem EPO-PrÃ¤parat CERA getestet. Schumacher hat bisher stets Doping bestritten.</p>
<p>Dem ZDF kÃ¼ndigte Bordry an, dass weitere Nachuntersuchungen von eingelagerten Proben verdÃ¤chtiger Fahrer bevorstehen. Dabei soll es sich laut Bordry um 30 Profis handeln. Derzeit suche man zwar nur nach CERA. &#8220;Aber bald schon kÃ¶nnen wir mit dem neuen Verfahren Eigenbluttransfusionen nachweisen und wir werden dann auch damit nachtesten&#8221;, sagte Bordry.</p></blockquote>
<p><strong>4)</strong> Steht dahinter vieleicht der Gedanke, lieber jetzt alles schnell zu testen, um kÃ¼nftig &#8211; wenn die Analytiker noch weiter sind und die Zusammenarbeit mit Pharmakonzernen, die ja durchausÂ Erfolge bringt, wie der Cera-Nachweis zeigt, intensiviert werden kÃ¶nnte &#8211; weit bÃ¶sere Ãœberraschungen zu vermeiden?</p>
<p><strong>5)</strong> Daran anschlieÃŸend lieÃŸe sich argumentieren: Im Moment kÃ¶nnen vielleicht nur Radler enttarnt werden &#8211; in wenigen Monaten aber auch Ikonen der Spiele 2008?</p>
<p>Ich muss gestehen, dass ich momentan gar nicht weiÃŸ, ob die Proben, wenn sie einmal &#8220;eingefroren&#8221; sind, beliebig oft geÃ¶ffnet werden kÃ¶nnen und fÃ¼r etliche Nachuntersuchungen ausreichen. Aber das lÃ¤sst sich ja in der Diskussion sicher klÃ¤ren.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Laut IOC wurden in Peking 4.770 Proben genommen, davon 3.801 Urin- und 969 Blutproben. Da dieser neue Cera-Nachweis (s. o.) im Blut erfolgt, kommen nur die Blutproben von Peking in Frage. Bleibt zu klÃ¤ren:</p>
<p><strong>6)</strong> Wie viel Milliliter Blut braucht man fÃ¼r so einen Nachweis &#8211; bleibt also ein Rest, der in einiger Zeit noch einmal analysiert werden kÃ¶nnte?</p>
<p><strong>7)</strong> Was macht die Wada?</p>
<p><strong>8)</strong> Warum werden die Verfahren (Cera u.a.) nicht an alle anderen akkreditierten Labors weiter gegeben und dort angewandt?</p>
<p><strong>9)</strong> Warum wurde bislang der in KÃ¶ln entwickelte <a href="http://www.stern.de/sport-motor/sportwelt/:Olympische-Spiele-Anti-Doping-Agentur-Testmethode/615123.html" target="_blank">Insulintest</a> nicht genehmigt und durchgefÃ¼hrt?</p>
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		<item>
		<title>Korruption im Welt-Handball oder: der Pharao der IHF</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 16:12:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Achtung, dies wird ein hundsgemein langer Blogeintrag, der hÃ¤tte schon lÃ¤ngst geschrieben werden mÃ¼ssen. Das Thema rechtfertigt die LÃ¤nge: Der freie Journalist <strong>Erik EggersÂ </strong>Ã¤rgert seit einem Jahr die FunktionÃ¤re des Handball-Weltverbandes IHF gewaltig, allen voran Hassan Moustafa, den Ã¤gyptischen PrÃ¤sidenten. NatÃ¼rlich auch den kuwaitischen Scheich Ahmed Al-Fahad Al-Ahmed Al-Sabah, den &#8220;<a href="http://jensweinreich.de/?p=1059" target="_self">Freund und Kollegen</a>&#8221; des DOSB-PrÃ¤sidenten (hier im Blog UDIOCM genannt), der es immerhinÂ in die Siemens-Akten gebracht hat.</p>
<p>Da sind wirÂ mitten im Thema: Handballgate,Â <a href="http://jensweinreich.de/?page_id=27" target="_self">Korruption im Sportbusiness</a>. Der jÃ¼ngste Coup von Erik EggersÂ ist heute u. a. in der Frankfurter Rundschau nachzulesen:Â â€œ<a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/sport/aktuell/?em_cnt=1604121&amp;" target="_blank"><span style="color: #6b8e23;">Bestechung auf Pump &#8211; DHB versuchte 2002 vergeblich, die WM 2005 zu kaufen</span></a>â€œ. Hier ist das Dokument dazu, das ich wie die nachfolgenden Texte und Dokumente mit freundlicher Genehmigung von Erik Eggers verÃ¶ffentliche:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1107" title="ihf-fax-an-dhb" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/09/ihf-fax-an-dhb.jpg" alt="" width="500" height="494" /></p>
<p>Das also ist die jÃ¼ngste Geschichte:</p>
<blockquote><p><strong>Bestechung auf Pump</strong></p>
<p><em>Der Deutsche Handball-BundÂ versuchte 2002 vergeblich, die WM 2005 zu kaufen</em></p>
<p>Der Plan klang gut: vier groÃŸen Handballern sollte ein denkwÃ¼rdiger Abschied vor eigenem Publikum bereitet werden: Stefan Kretzschmar, Christian Schwarzer, Klaus-Dieter Petersen und Volker Zerbe. Als die FunktionÃ¤re des Deutschen Handball-Bundes (DHB) und Bundestrainer Heiner Brand im November 2002 zum Kongress der Internationalen Handball-FÃ¶deration (IHF) nach St. Petersburg flogen, um die WM 2005 nach Deutschland zu holen, war DHB-Boss Ulrich Strombach noch zuversichtlich. Er habe ein &#8220;sehr, sehr gutes GefÃ¼hl&#8221;, sagte der Anwalt aus Gummersbach.</p>
<p>Heraus kam bekanntlich eine sensationelle 44:46-Abstimmungsniederlage gegen Tunesien, und Strombach schimpfte Ã¶ffentlich auf gekaufte &#8220;Stimmkartelle&#8221;, die IHF-PrÃ¤sident Hassan Moustafa organisiert habe. Moustafa sei fÃ¼r ihn ein &#8220;toter Mann&#8221;, wÃ¼tete Strombach, er forderte &#8220;grÃ¶ÃŸere Transparenz&#8221; und sprach sogar Ã¼ber einen WM-Boykott. Erst als der DHB zwei Jahre spÃ¤ter die WM 2007 erhielt, geriet die Episode in Vergessenheit.</p>
<p>Nun holt ihn diese Geschichte wieder ein. Nach Informationen des NDR-Sportclubs und der Frankfurter Rundschau hat die DHB-FÃ¼hrung damals fÃ¼r 50.000 US-Dollar die WM kaufen wollen. Wie DHB-VizeprÃ¤sident Horst Bredemeier und DHB-Schatzmeister Wolfgang Gremmel bestÃ¤tigten, hatte der Handballbund dem favorisierten Mitbewerber aus Russland vor dem entscheidenden Wahlgang diese Summe fÃ¼r einen RÃ¼ckzug versprochen. Die Russen schlugen ein.</p>
<p>Als aber der DHB die Wahl dennoch verlor, weil die Tunesier offensichtlich ebenfalls bestochen hatten, war das Dilemma groÃŸ. Denn nun musste der DHB fÃ¼r die 50.000 Dollar aufkommen, die eigentlich ein WM-Sponsor aus der Wirtschaft hatte zahlen wollen. Die Zwangslage bestand darin, berichtet Gremmel, dass der versuchte WM-Kauf ein Alleingang der DHB-Spitze gewesen war &#8211; ohne die Gremien zu informieren. Kenntnis hatten laut Gremmel DHB-PrÃ¤sident Strombach, Bredemeier und er selbst. &#8220;Ich als Schatzmeister musste das doch verbuchen&#8221;, sagt er. Strombach will derzeit keine Stellung nehmen.<span id="more-1106"></span></p>
<p>Ein weiteres Problem war damals die klamme Finanzlage des DHB. Deswegen erhielt der russische Handballverband zunÃ¤chst nur 10.000 Dollar. Den Rest blieb der DHB bis Dezember 2005 schuldig. Erst nach einem KrisengesprÃ¤ch zwischen den beteiligten VerbÃ¤nden und der IHF am Rande der World Games 2005 in Duisburg gab es folgende LÃ¶sung: Der Weltverband schoss 40.000 Dollar fÃ¼r den DHB vor. &#8220;Die Verrechnung erfolgt mit der Zahlung fÃ¼r die WM 2007 in Deutschland&#8221;, heiÃŸt es in einem zusammenfassenden Fax-Brief der IHF an Strombach, der dem NDR und der Frankfurter Rundschau vorliegt. Mittlerweile war die WM 2007 an den DHB vergeben worden.</p>
<p>Bizarr ist diese Bestechung auf Pump in mehrfacher Hinsicht. Erstens tolerierte der Weltverband die Wahl-Korruption nicht nur, er finanzierte sie im Nachhinein sogar. Zweitens setzten Strombach &amp; Co. Geld des DHB ein, ohne dafÃ¼r legitimiert gewesen zu sein. Drittens erweist sich Strombach im Nachhinein als Heuchler, wenn er damals Ã¼ber Stimmenkartelle zeterte, gleichzeitig aber den favorisierten Mitbewerber mit Geld zum RÃ¼ckzug bewegt hatte.</p>
<p>Sanktionen seitens des Weltverbandes hat der DHB angesichts der Verwicklung der IHF nicht zu befÃ¼rchten. Aus Reihen der LandesverbÃ¤nde jedoch regt sich starke Kritik am autokratischen FÃ¼hrungsstil des PrÃ¤sidenten. &#8220;Das wird ein heiÃŸer Bundestag&#8221;, kÃ¼ndigt Holger Nickert vom badischen Verband vor der DHB-Vollversammlung am Samstag an.</p>
<p><small>verÃ¶ffentlicht am 29. September 2008 u. a. in der Frankfurter Rundschau</small></p></blockquote>
<p>Da kann man mal sehen, wie naiv ich damals war. In meinem Artikel fÃ¼r die Berliner Zeitung im Dezember 2002 &#8211; &#8220;<a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2002/1203/sport/0019/index.html" target="_blank">Ein Fall fÃ¼r das Schiedsgericht</a>&#8221; &#8211; wurde ein Zitat von Strombach eingeblockt: <strong>&#8220;Wir sind von der Richtigkeit unseres Weges Ã¼berzeugt&#8221;</strong>. Mal sehen, ob das die Delegierten des DHB-Bundestages auch so sehen.</p>
<p>Zuvor hatte Erik Eggers die Korruption bei der Olympiaqualifikation fÃ¼r die Sommerspiele 2008 in Peking aufgedeckt. Die wichtigsten Artikel:</p>
<blockquote><p><strong>SÃ¼dkoreaner sprechen von Betrug</strong></p>
<p><em>Manipulationsverdacht bei der Asien-Qualifikation fÃ¼rs olympische Handballturnier in Peking</em></p>
<p><span style="font-size: xx-small;">verÃ¶ffentlicht am 17. Oktober 2007 u. a. in der Frankfurter Rundschau</span></p>
<p>&#8220;Normalerweise&#8221;, sagt Kyung-Shin Yoon, &#8220;gewinnen wir gegen ein Team wie Kuwait mit zehn Toren&#8221;. Im September jedoch war alles anders. Als der koreanische Handballstar im japanischen Toyota-Stadt das Olympiaticket fÃ¼r Peking lÃ¶sen wollte, sah die Fachwelt VerblÃ¼ffendes: SÃ¼dkorea, das neben dem Weltklasse-LinkshÃ¤nder Yoon (HSV Hamburg) auch den Balinger Chi-Hyo Cho in seinen Reihen hatte, verlor das Auftaktspiel gegen Kuwait 20:28 &#8211; weil die jordanischen Schiedsrichter Alshobali/Hirzallach die Koreaner, wie neutrale Augenzeugen und Videoaufnahmen bestÃ¤tigen, mit dreisten Entscheidungen um den Sieg brachten. &#8220;Das war kein Handball mehr&#8221;, klagt Yoon und scheut sich nicht, von &#8220;Betrug&#8221; und &#8220;Manipulation&#8221; zu sprechen.</p>
<p>Wie eine Satire auf den Handball wirken die Bilder des koreanischen Fernsehens. In der ersten Halbzeit wurde dem Olympiazweiten von 1988 jeder Angriff mit KÃ¶rperkontakt als StÃ¼rmerfoul ausgelegt, die Kuwaitis profitierten nach harmlosen ZweikÃ¤mpfen von Siebenmetern. Der Betrug war so offensichtlich, dass sogar die japanischen Zuschauer irgendwann den Erzrivalen aus Korea anfeuerten. &#8220;Das Publikum hat aus Wut Flaschen aufs Spielfeld geworfen&#8221;, berichtet Yoon. Es half nichts: Kuwait hat das nun Olympiaticket.</p>
<p>Derlei Manipulation hat bei asiatischen Qualifikationen Tradition. BÃ¶se verpfiffen wurden die Koreaner bereits im Iran, als es um die Teilnahme an der WM 2003 ging. Als Konsequenz schickt die IHF seither offizielle Beobachter zu den Turnieren. Wie sich nun zeigt: ohne Erfolg. Selbst IHF-Supervisor Alexander Kozhukow musste dem Skandalspiel machtlos zusehen. &#8220;Das ist kein Sport&#8221;, soll Kozhukow wÃ¤hrend der Partie gezischt haben, so hat es Noriyuki Ichihara, VizeprÃ¤sident des japanischen Handball-Verbands, Zeitungen gegenÃ¼ber berichtet. &#8220;Jetzt bemÃ¼ht Euch mal um Fairness und Korrektheit&#8221;, habe Kozhukow die jordanischen Schiedsrichter in der Halbzeit angeherrscht.</p>
<p>Unternehmen will die IHF trotz des offenkundigen Betrugs nichts. &#8220;Kuwait hat zurecht gewonnen, das Ranking in Japan ist in Ordnung&#8221;, sagte IHF-GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Frank Birkefeld, eine Neuansetzung sei &#8220;nicht nÃ¶tig&#8221;. Alarmierte deutsche HandballfunktionÃ¤re sehen das anders. &#8220;Das sind sportpolitische Entscheidungen, die mit Fair Play nicht zu tun haben&#8221;, schimpft Rainer Witte, VizeprÃ¤sident des Deutschen Handball-Bundes. Und fÃ¼r Frank Bohmann, GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer der Bundesliga, &#8220;schadet das dem gesamten Handball. Das muss in der IHF Konsequenzen haben.&#8221;</p>
<p>Dass sich etwas Ã¤ndert, ist nach Lage der Dinge unwahrscheinlich. Als Drahtzieher der Manipulationen gilt der kuwaitische Scheich Ahmed Al-Fahad Al Sabah, PrÃ¤sident des Asiatischen Kontinentalverbandes (AHF). Die Schiedsrichter seien bestochen, heiÃŸt es, oder aber die AHF-FunktionÃ¤re arbeiteten mit Drohungen. Warum die IHF nicht auf die Machenschaften reagiert, ist in der Fachwelt kein Geheimnis: Der Scheich gilt als guter Freund des Ã¤gyptischen IHF-PrÃ¤sidenten Hassan Moustafa.</p>
<p>Perfekt macht den Skandal, dass die IHF, wie Birkefeld bestÃ¤tigt, den SÃ¼dkoreanern zuvor schriftlich versprochen hatte, das renommierte deutsche Schiedsrichterpaar Lemme/Ullrich werde die entscheidende Partie gegen Kuwait leiten. Die beiden Magdeburger, Leiter des WM-Finales 2005, waren bass erstaunt, als sie drei Stunden vor Anpfiff vom Einsatz der Jordanier erfuhren.</p></blockquote>
<p>Das sÃ¼dkoreanische Fernsehen berichtet &#8211; und man kann die Schiebung auch ohne koreanische Sprachkenntnisse wahrnehmen:</p>
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<p>Bericht und Interview mit Kyung-Shin Yoon im NDR:</p>
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<blockquote><p><strong>&#8220;MafiÃ¶se Strukturen&#8221;</strong></p>
<p><em>Das IOC will nicht ruhig zusehen, wenn in der Olympiaqualifikation offenbar bestochen wird. Dem Handball droht in letzter Konsequenz der Ausschluss von den Spielen</em></p>
<p><span style="font-size: xx-small;">verÃ¶ffentlicht am 1. November 2007 u. a. in der Financial Times Deutschland</span></p>
<p>Die Angelegenheit ist heikel. Wie geht man gegen Korruption vor, ohne den Ruf der Sportart zu beschÃ¤digen? Das fragen sich momentan diejenigen FunktionÃ¤re in der Internationalen HandballfÃ¶deration (IHF), die sportliche Gerechtigkeit wollen. Der Manipulationsskandal beim olympischen Qualifikationsturnier der Asiatischen HandballfÃ¶deration (AHF), der Anfang September dem krassen AuÃŸenseiter Kuwait das Olympiaticket fÃ¼r Peking 2008 ermÃ¶glichte, hat den Handball in arge BedrÃ¤ngnis gebracht. Aufgeschreckt durch Presseberichte und den wÃ¼tenden Protest des koreanischen Olympischen Komitees bittet nun nÃ¤mlich auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) um rasche AufklÃ¤rung.</p>
<p>Offenbar befÃ¼rchtet das IOC um den PrÃ¤sidenten Jacques Rogge, der sich den Kampf gegen Korruption auf die Fahnen geschrieben hat, einen schweren Imageschaden fÃ¼r die olympische Bewegung. Noch gibt es aus der IOC-Zentrale in Lausanne kein offizielles Statement zu diesem Fall. Doch hinter den Kulissen rumort es, und nicht nur die beiden deutschen IOC-Mitglieder warnen. &#8220;Wenn es sich um eine Olympiaqualifikation handelt, dann muss das IOC eingreifen. Da kÃ¶nnen wir uns nicht raushalten&#8221;, sagt Walther TrÃ¶ger. Die Hoheit liege bei den FachverbÃ¤nden, erklÃ¤rt IOC-VizeprÃ¤sident Thomas Bach, &#8220;allerdings beobachten wir, was im Handball passiert&#8221;. Das Beispiel des Boxens zeige, dass das IOC bei KorruptionsfÃ¤llen nicht untÃ¤tig bleibe: &#8220;Dort haben wir Reformen angemahnt und auch nach vorne getrieben, etwa im Schiedsrichterwesen.&#8221; Sollte die Korruption im Handball kein Ende nehmen, sei sogar der Status als olympische Sportart in Gefahr, drohen manche im IOC.</p>
<p>Das Video, das mittlerweile in Lausanne vorliegt, lÃ¤sst keine Zweifel an der Schiedsrichtermanipulation. Im ersten Spiel des Qualifikationsturniers von Toyota-Stadt hatten die beiden jordanischen Referees Alshobali und Hirzallach die kuwaitische Mannschaft mit zahlreichen klaren Fehlentscheidungen zuungunsten der hochfavorisierten SÃ¼dkoreaner zu einem 28:20-Sieg gepfiffen. Perfekt machte den Skandal, dass die IHF dem sÃ¼dkoreanischen Handballverband zuvor den Einsatz des deutschen Spitzenschiedsrichtergespanns Lemme/Ullrich (Magdeburg) zugesagt hatte. Die angereisten Referees wurden kurz vor Spielbeginn abberufen.</p>
<p>In Asiens Handball hat Schiebung Tradition &#8211; bereits 2003 waren die SÃ¼dkoreaner in einer WM-Qualifikation aus Protest dazu Ã¼bergegangen, den Ball ins eigene Tor zu werfen. Auch aus afrikanischen Olympiaqualifikationen sind Schiedsrichterskandale bekannt. Etwa als Ã„gypten 2003 das entscheidende Spiel gegen Tunesien gewann und sich damit das Ticket fÃ¼r Athen 2004 sicherte. Das bestÃ¤tigten damals jedenfalls Mitarbeiter der IHF und versprachen Untersuchungen &#8211; die bislang im Sande verliefen.</p>
<p>Bindeglied zwischen beiden Skandalspielen ist eine unheilvolle Koalition zwischen Weltverband und asiatischem Kontinentalverband. Der Ã¤gyptische IHF-PrÃ¤sident Hassan Moustafa und der kuwaitische AHF-Chef Scheich Ahmad al-Fahad al-Sabah &#8211; man half sich schon bei der Inthronisierung &#8211; gelten als enge VerbÃ¼ndete. Sie decken sich gegenseitig, wenn sie sich auf illegalem Wege Olympiatickets organisieren &#8211; und &#8220;ignorieren dabei schon seit Jahren jegliches sportliches Fair Play&#8221;, wie ein HandballfunktionÃ¤r klagt. Deutsche LigafunktionÃ¤re wie der Balinger Manager GÃ¼nther Kirschbaum bezeichnen das Milieu um Moustafa als &#8220;mafiÃ¶se Strukturen&#8221;. Dabei gehÃ¶rt der kuwaitische Scheich dem IOC seit 1992 an.</p>
<p>Eigentlich bleibt der IHF nur ein einziger Ausweg aus der Misere: eine Wiederholung des Turniers unter regulÃ¤ren UmstÃ¤nden. IHF-PrÃ¤sident Moustafa soll diesen Vorschlag, so wird in der Zentrale des Handball-Weltverbands hinter vorgehaltener Hand berichtet, wÃ¼tend abgelehnt haben. Ein entsprechender Antrag fÃ¼r die nÃ¤chste IHF-Ratssitzung im Dezember, dem hÃ¶chsten Gremium zwischen den Kongressen, soll bereits dennoch formuliert sein. Auch das olympische Qualifikationsturnier der Frauen in Almaty, wo sich der Handballzwerg Kasachstan sensationell gegen Vizeolympiasieger SÃ¼dkorea durchsetzte, bedarf wohl einer strengen Untersuchung: Auch hier kam es nach Aussage von sÃ¼dkoreanischen FunktionÃ¤ren zu skandalÃ¶sen Schiedsrichterauftritten. Vor Spielbeginn soll die schwedische IHF-FunktionÃ¤rin Carin Nilsson Green, die als Supervisorin vorgesehen war, von IHF-PrÃ¤sident Moustafa zurÃ¼ckgepfiffen worden sein.</p>
<p>Angesprochen auf die VorgÃ¤nge, windet sich die neue IHF-GeschÃ¤ftsfÃ¼hrerin Hala Helmy: Das alles seien VorgÃ¤nge aus der Zeit vor ihrem Amtsantritt. Dabei ist die Schweizerin mit Ã¤gyptischen Wurzeln, die als reine ErfÃ¼llungsgehilfin des Ã¤gyptischen PrÃ¤sidenten gilt, schon seit August eingearbeitet worden und kennt alle Facetten der jÃ¼ngsten Skandale.</p>
<p>Den FunktionÃ¤ren, die auf eine Wiederholung der Qualifikationsspiele drÃ¤ngen, dauert die BewÃ¤ltigung viel zu lang. Zumal die Zeit drÃ¤ngt: Bis Ende Januar mÃ¼ssen die kontinentalen Qualifikationen laut IOC-Reglement abgeschlossen sein. Kyung-Shin Yoon, der betrogene koreanische Star in Diensten des HSV Hamburg, hat vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung zumindest wieder etwas Zuversicht getankt: &#8220;Hoffentlich gibt es eine Wiederholung mit neutralen Schiedsrichtern.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die <a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/09/korea-beschwerde.pdf" target="_blank">Beschwerde der Koreaner</a> (pdf, 40 kb).</p>
<blockquote><p><strong>Verpfiffen in Kasachstan</strong></p>
<p><em>Auch bei der Qualifikation fÃ¼r das olympische Frauenhandballturnier ist es zu UnregelmÃ¤ÃŸigkeiten gekommen. Das Team aus SÃ¼dkorea soll in Almaty von den Schiedsrichtern betrogen worden sein</em></p>
<p><span style="font-size: xx-small;">verÃ¶ffentlicht am 11. DezemberÂ 2007 u. a. in der tageszeitung</span></p>
<p>Sie waren gekommen, um Handball zu spielen. Was die SÃ¼dkoreanerinnen aber vorfanden, waren ZustÃ¤nde wie im Krieg. â€žÃœberall waren Soldaten&#8221;, erzÃ¤hlt SÃ¼dkoreas Trainer Lim Yongchul von der bedrohlichen Kulisse im kasachischen Almaty, wo Ende August das Olympiaticket des Asiatischen Handballverbandes (AHF) fÃ¼r Peking 2008 vergeben wurde. Mit einem derartigen Szenario hatte die Delegation aus SÃ¼dkorea gerechnet. Auch damit, dass sie von den Schiedsrichtern des AHF stark benachteiligt werden wÃ¼rden. Aber dass sie gewaltsam gehindert wÃ¼rden, diese Manipulationen mit Filmaufnahmen zu dokumentieren, das war dann doch des Schlechten zu viel. â€žWenn unsere Leute filmen wollten, dann sind Soldaten gekommen und haben es verhindert&#8221;, berichtet Lim am Rande der 18. Weltmeisterschaft in Frankreich, wo Deutschland schon vor dem letzten Hauptrundenspiel heute gegen RumÃ¤nienÂ fÃ¼r das Viertelfinale qualifiziert ist.</p>
<p>Doch auch obwohl keine Videodokumentation vorliegt, ist dieser Skandal zu den FunktionÃ¤ren der Internationalen Handball-FÃ¶deration (IHF) vorgedrungen. â€žAlle wissen, dass es in Almaty nicht mit rechten Dingen zugegangen ist&#8221;, sagt ein Mitglied des IHF-Councils, das hÃ¶chste IHF-Gremium, das im Anschluss an die WM tagt. â€žAuch dieser Skandal wird detailliert zur Sprache kommen.&#8221;</p>
<p>Dass die sÃ¼dkoreanischen MÃ¤nner um das Olympiaticket betrogen wurden, gilt nÃ¤mlich inzwischen als unstrittig. Auf welche absurde Weise SÃ¼dkorea das entscheidende Spiel im japanischen Toyota gegen Kuwait verlor (20:28), dokumentiert laut Informationen dieser Zeitung inzwischen ein Gutachten der IHF-Schiedsrichterkommission. In den strittigen Szenen haben die jordanischen Schiedsrichter Alshobali/Hirzallach demnach 38-mal fÃ¼r Kuwait entschieden &#8211; fÃ¼r SÃ¼dkorea hingegen nicht ein einziges Mal! Bizarr genug, dass dieser Fall Ã¼berhaupt noch auf der Council-Sitzung verhandelt wird und nicht lÃ¤ngst ein Wiederholungsturnier unter fairen Bedingungen angesetzt ist.</p>
<p>Auch das Frauen-Turnier mÃ¼sse wiederholt werden, fordern die SÃ¼dkoreaner. â€žAber ohne TV-Beweise haben wir wahrscheinlich keine Chance&#8221;, glaubt Trainer Lim. Die Augenzeugenberichte sprechen indes BÃ¤nde. Das ganze Turnier sei â€žkomisch&#8221; gewesen, berichtet Torfrau Mami Tanaka (Buxtehuder SV), die mit Japan in Kasachstan um das Olympiaticket kÃ¤mpfte: â€žAlles haben die Schiedsrichter gemacht, das war kein Handball.&#8221; Dabei weiÃŸ auch die 29-JÃ¤hrige, dass der zweimalige Olympiasieger SÃ¼dkorea eigentlich nicht zu schlagen ist: â€žNormalerweise ist das die absolut beste Mannschaft in Asien.&#8221; Am Ende aber siegte Gastgeber Kasachstan und qualifizierte sich erstmals fÃ¼r die Olympischen Spiele (wofÃ¼r die Spielerinnen laut AFP 30.000 Dollar SiegprÃ¤mie erhielten) &#8211; scheiterte aber bei der aktuellen WM schon in der Vorrunde klÃ¤glich. SÃ¼dkorea hingegen hat als einzige asiatische Mannschaft die Hauptrunde erreicht und kÃ¤mpft heute gegen Ungarn um den Einzug ins Viertelfinale.</p>
<p>Sollten die Augenzeugenberichte zutreffen, wurden die sÃ¼dkoreanischen Frauen noch perfider betrogen als die MÃ¤nner. Angeblich wurden sie beim Auftaktspiel gegen Japan (29:30) erstmals verschaukelt. Dann siegte Kasachstan, offenbar ebenfalls begÃ¼nstigt durch die Schiedsrichter, mit 28:22 gegen Japan. Auf diese Weise genÃ¼gte den Gastgeberinnen nun schon eine knappe Niederlage im letzten Spiel gegen SÃ¼dkorea, um im Dreiervergleich wegen des TorverhÃ¤ltnisses die Nase vorn zu haben. Und genau so ist es geschehen: SÃ¼dkorea gewann zwar 32:31, verlor aber das Olympiaticket.</p>
<p>In diesem letzten Spiel soll das iranische Schiedsrichterpaar Karbas Chi/Koolahdouzan die Ostasiatinnen ebenfalls krass benachteiligt haben, heiÃŸt es. Und sofort tauchte dieser Verdacht auf: Hat hier etwa der kasachische Handballverband, der 2007 sein 50-jÃ¤hriges Bestehen feiert, bei den Schiedsrichtern und den AHF-FunktionÃ¤ren mit Petro-Dollars nachgeholfen?</p>
<p>â€žDas Ergebnis von Kasachstan war erstaunlich&#8221;, soviel immerhin sagt Christer Ahl, der Chef der IHF-Schiedsrichterkommission. Auch die Vorgeschichte ist schon merkwÃ¼rdig genug: Wie bei den MÃ¤nnern, hatte die IHF auch fÃ¼r das Frauenturnier ein europÃ¤isches Schiedsrichterpaar (die DÃ¤nen Olesen/Pedersen) und eine IHF-Supervisorin (das schwedische Council-Mitglied Carin Nilsson-Green) fÃ¼r Almaty angesetzt, um das Geschehen bei diesem offiziellen IHF-Turnier zu kontrollieren &#8211; diese wurden jedoch kurz vor dem Turnier zurÃ¼ckgepfiffen, angeblich auf Weisung des Ã¤gyptischen IHF-PrÃ¤sident Hassan Moustafa. Nicht das einzige Detail, das die IHF aufzuklÃ¤ren hat. Nach Lage der Dinge sollte das Internationale Olympische Komitee (IOC), das bereits den Skandal im MÃ¤nnerhandball penibel untersucht haben will, auch einmal die skandalÃ¶sen VorfÃ¤lle in Kasachstan in Augenschein nehmen.</p></blockquote>
<p>Ein weiterer NDR-Beitrag:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="349" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/2JuWDVUlS_4&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;border=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/v/2JuWDVUlS_4&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;border=1" allowfullscreen="true"></embed></object>Â </p>
<blockquote><p><span style="color: #000000;"><strong>Qualifikationen neu angesetzt</strong></span></p>
<p><em>Handballverband reagiert auf skandalÃ¶se VorfÃ¤lle bei Olympia-Vorausscheidungen in Asien</em></p>
<p><span style="font-size: xx-small;">verÃ¶ffentlicht am 19. DezemberÂ 2007 u. a. in der Frankfurter Rundschau</span></p>
<p>&#8220;Wie bitte? Wirklich?&#8221;, fragt Kyung-Shin Yoon. Fast unglÃ¤ubig vernimmt der sÃ¼dkoreanische Weltklassehandballer am spÃ¤ten Montagabend die Entscheidung, auf die er seit Tagen gewartet hat. Aber die Nachricht ist offiziell: &#8220;Das IHF-Council hat heute in Paris entschieden, dass die beiden Qualifikationsturniere in Asien fÃ¼r die Olympischen Spiele 2008 in Peking neu gespielt werden&#8221;, verkÃ¼ndete die Internationale Handball-FÃ¶deration (IHF) kurz vor Mitternacht auf ihrer Internetseite. HeiÃŸt: Die beiden Nationalteams SÃ¼dkoreas, die vor rund drei Monaten durch Korruption und Schiedsrichtermanipulationen um ihr China-Ticket gebracht wurden, erhalten eine neue Chance auf die Olympiateilnahme.</p>
<p>&#8220;Das wÃ¤re ein Traum, am Ende meiner langen Karriere in Peking aufzulaufen&#8221;, frohlockt Yoon, der 34 Jahre alte Bundesligaprofi des HSV Hamburg.</p>
<p>Bis Donnerstagabend will die IHF bekannt geben, unter welchen Bedingungen die Turniere, die &#8220;unter voller Verantwortung der IHF&#8221; ausgetragen werden sollen, wiederholt werden. Nach einer Vorgabe des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), das den Welthandballverband zu einer Stellungnahme aufgefordert hatte, mÃ¼ssen sie bis Ende Januar 2008 ausgespielt werden.</p>
<p>Die sÃ¼dkoreanischen Frauen werden die Nachrichten gleichermaÃŸen unglÃ¤ubig aufnehmen. SchlieÃŸlich sind die Koreaner seit Jahren regelmÃ¤ÃŸig klar benachteiligt worden, wie IHF-PrÃ¤sident Hassan Moustafa am Sonntag in Paris auf einer Pressekonferenz erstmals in aller Ã–ffentlichkeit einrÃ¤umte: &#8220;Wir hatten schon oft Probleme mit diesen Turnieren&#8221;, bestÃ¤tigte der Ã„gypter am Rande der 18. Weltmeisterschaft der Frauen, hatte sich aber herausreden wollen: &#8220;Die Qualifikationsturniere fÃ¼r die Weltmeisterschaften und fÃ¼r die Olympischen Spiele unterstehen nicht der IHF, sondern den KontinentalverbÃ¤nden.&#8221; Eine Schiedsgerichtskommission der IHF habe im laufenden Verfahren so entschieden. Der IHF und auch ihm seien die HÃ¤nde gebunden.</p>
<p>Eine Schutzbehauptung, wie nicht nur der ehemalige IHF-GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Frank Birkefeld entlarvte, der noch wÃ¤hrend der Pressekonferenz die AusfÃ¼hrungen Moustafas vehement bestritt. Das IOC habe die IHF vielmehr konkret dazu aufgefordert, die olympischen Qualifikationsturniere im Auftrag des IOC zu kontrollieren, erklÃ¤rte Birkefeld. Am Montag enthÃ¼llte dann der Spiegel, dass der Ã¤gyptische IHF-PrÃ¤sident Hassan Moustafa offenbar tief in die Machenschaften des Asiatischen Handballverbandes (AHF) verstrickt ist. Das <a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=54683213&amp;aref=image036/2007/12/15/ROSP200705101410141.PDF&amp;thumb=false" target="_blank">Nachrichtenmagazin zitierte</a> aus einem Fax des kuwaitischen AHF-PrÃ¤sidenten Ahmed al-Fahd-al-Sabbah aus Kuwait an Moustafa, in dem sich der Scheich im Juli darÃ¼ber beschwert, dass sich die IHF in die Belange Asiens einmische, indem es einen Supervisor und Schiedsrichter zum Olympiaqualifikationsturnier ins japanische Toyota schicke. &#8220;Du hast mir persÃ¶nlich versprochen, dass die kontinentalen Qualifikationsturniere unter dem Schirm der KontinentalverbÃ¤nde bleiben sollen&#8221;, soll der Scheich den Ã„gypter an eine geheime Abrede erinnert haben.</p>
<p>Beim MÃ¤nnerturnier Anfang September im japanischen Toyota hatten die zwei jordanischen Schiedsrichter Alshobali/Hirzallach, die anstelle der von der IHF angesetzten deutschen Schiedsrichter Lemme/Ullrich pfiffen, den kuwaitischen Handballern das Olympiaticket zugeschanzt. Das belegt ein IHF-internes Gutachten. Danach ist Kuwait in strittigen Szenen mit 38:0 (!) Entscheidungen bevorteilt worden. Die Pfiffe der Schiedsrichter seien &#8220;exzessiv und einseitig&#8221; gewesen. Auch das Frauenturnier Ende August im kasachischen Almaty, wo sich das zweitklassige Team Kasachstans vor der Weltklasseauswahl SÃ¼dkoreas platziert hatte, war laut Augenzeugen ebenfalls manipuliert worden.</p></blockquote>
<p>Das Fax des Scheichs anÂ den IHF-PrÃ¤sidenten:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1111" title="fax-scheich-moustafa" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/09/fax-scheich-moustafa.jpg" alt="" width="500" height="736" /></p>
<p>Play the Game resÃ¼miert: <a href="http://playthegame.org/Home/News/Up_To_Date/Handball_replays_could_cost_Tokyo_2016_Olympics_though_boost_relations_with_Korea_05020001.aspx" target="_blank">Handball replays could cost Tokyo 2016 Olympics though boost relations with KoreaÂ </a></p>
<p>AuÃŸerdem: <a href="http://playthegame.org/Home/News/Up_To_Date/AHF_Insider_Corruption_routine_in_Asian_handball_0502001121.aspx" target="_blank">AHF Insider: Corruption routine in Asian handball</a></p>
<p>Und weiter geht&#8217;s mit Erik Eggers:</p>
<blockquote><p><strong>Vielflieger aus Kairo</strong></p>
<p><em>Hassan Moustafa, Chef des Welthandballverbands, findet nicht, dass man Ausgaben belegen muss. Mit dieser Haltung steuert der Ã„gypter auf seinen nÃ¤chsten groÃŸen Skandal zu</em></p>
<p><span style="font-size: xx-small;">verÃ¶ffentlicht am 14. April 2008Â u. a. in der Financial Times Deutschland</span></p>
<p>Es ist nicht lange her, dass sich Hassan Moustafa, PrÃ¤sident der Internationalen HandballfÃ¶deration (IHF), in bester Laune zeigte. Alle Probleme seien gelÃ¶st, lieÃŸ der Ã„gypter wissen, als er Ende MÃ¤rz mit IOC-VizeprÃ¤sident Thomas Bach (&#8220;mein Freund&#8221;) das Olympiaqualifikationsturnier der Frauen in Leipzig besuchte. Dass der Internationale Sportgerichtshof just die IHF hart kritisiert hatte in jenem spektakulÃ¤ren Manipulationsskandal, der &#8211; einmalig in der 112-jÃ¤hrigen olympischen Geschichte &#8211; eine Wiederholung der asiatischen Olympiaqualifikationen nÃ¶tig gemacht hatte: dem obersten HandballfunktionÃ¤r egal. Dass die IHF diesen Skandal selbst drei Monate lang verschleppt hatte: kein Thema mehr. Sogar IOC-PrÃ¤sident Jacques Rogge, prahlte Moustafa, habe ihm persÃ¶nlich &#8220;bestÃ¤tigt, dass die IHF keine Fehler gemacht hat&#8221;. Und dann kÃ¼ndigte er an, noch fÃ¼r eine dritte Amtszeit kandidieren zu wollen.</p>
<p>Nun, nur zwei Wochen spÃ¤ter, ist die gute Stimmung dahin. Der Ã„gypter muss sich mit einem neuen Skandal auseinandersetzen. Gegenstand diesmal: das seltsame Finanzgebaren des PrÃ¤sidenten. Nach Recherchen der FTD und des NDR hat Moustafa zwischen Dezember 2000, als er sein Amt als IHF-PrÃ¤sident antrat, und Juni 2007 fÃ¼r seine zahlreichen FlÃ¼ge im Auftrage des Welthandballs keine Belege vorgelegt &#8211; und dennoch rund 560 000 Schweizer Franken dafÃ¼r aus der IHF-Kasse erhalten. Das bestÃ¤tigte IHF-Innenrevisor JÃ¼rg Steib auf Anfrage &#8211; und verteidigte sich selbst: &#8220;Seit ich Revisor bin, weise ich auf die unvisierten oder fehlenden Belege hin.&#8221; Steib sieht vor allem in dem spanischen IHF-Schatzmeister Miguel Roca Mas den Verantwortlichen fÃ¼r die erheblichen UnregelmÃ¤ÃŸigkeiten: &#8220;Es liegt am IHF-Finanzchef zu entscheiden, ob und wann eine Rechnung oder Spesennote zu bezahlen oder zurÃ¼ckzuweisen ist.&#8221;</p>
<p>Auszahlungen ohne Belege, erklÃ¤rt Steib lÃ¤chelnd, gehÃ¶rten zum SelbstverstÃ¤ndnis des IHF-PrÃ¤sidenten: &#8220;Das ist die MentalitÃ¤t der Ã„gypter, das kann man nicht Ã¤ndern.&#8221; Moustafa selbst verteidigt sich so: Dass Belege nÃ¶tig seien, habe ihm bei Amtsantritt im Jahre 2000 &#8220;niemand gesagt&#8221;. Erst vor rund einem halben Jahr sei diese Praxis &#8220;plÃ¶tzlich&#8221; ein Thema geworden. Daraufhin habe er dem IHF-Council unverzÃ¼glich diesen Fall vorgelegt &#8211; und dort sei dann beschlossen worden, dass er als PrÃ¤sident weiterhin ohne Belege abrechnen dÃ¼rfe. &#8220;Das geht mit unseren Statuten, das hat der Kongress oder der Rat beschlossen&#8221;, versichert Moustafa.</p>
<p>TatsÃ¤chlich hat Moustafa versucht, sich nachtrÃ¤glich einen Persilschein fÃ¼r die fragwÃ¼rdigen Barauszahlungen ausstellen zu lassen. Der entsprechende Beschluss des IHF-Council am 17./18. Dezember 2007 besagt, dass Moustafa mit seinen Reisespesenbelegen weiter wie in den &#8220;vergangenen 17 Jahren&#8221; seiner IHF-TÃ¤tigkeit verfahren dÃ¼rfe; Moustafas Reisekosten, heiÃŸt es weiter, sollen weiterhin auf Basis von Rechnungen des ReisebÃ¼ros erstattet werden. Allerdings: Rechnungen liegen nicht vor. Sondern lediglich maximal KostenvoranschlÃ¤ge, wie Revisor Steib und die Buchhalterin der IHF, Anne Gsell, Ã¼bereinstimmend erklÃ¤ren. &#8220;Das haben GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer und Exekutive auch immer so akzeptiert&#8221;, so Gsell, die ihre Notizen als &#8220;Belege&#8221; bezeichnet. Eine Handhabung, die in Deutschland &#8220;vÃ¶llig unvorstellbar wÃ¤re&#8221;, sagt Gerhard Schunke von der Finanzkommission des Deutschen Handballbunds.</p>
<p>Auch die Schweizer SteuerbehÃ¶rden und womÃ¶glich die Staatsanwaltschaft dÃ¼rften sich dafÃ¼r interessieren. Zumal das Reisekostenreglement der IHF wenig Spielraum lÃ¤sst: &#8220;Wann immer mÃ¶glich, sind der Abrechnung Belege beizufÃ¼gen.&#8221; Der Verdacht, dass Moustafa womÃ¶glich die Belege woanders noch einmal abrechne oder, als wichtiger Ã¤gyptischer Sportpolitiker, bei Egypt Air eventuell kostenlos fliege, interessiert IHF-Revisor Steib nicht: &#8220;Das kann man nicht kontrollieren und will man auch nicht.&#8221; Warum Gsell das Geld jahrelang gegen jede Vorschrift ausgezahlt hat, beantwortet Steib so: â€žMoustafa ist der Pharao der IHF, Frau Gsell ist eine einfache Buchhalterin&#8221;, und er fragt: &#8220;Soll Frau Gsell dem Dr. Moustafa sagen: Das Geld bekommst du nicht, wenn kein Beleg da ist?&#8221;</p>
<p>Moustafa, dem ein barscher und autokratischer FÃ¼hrungsstil nachgesagt wird, dÃ¼rften nun unruhige Zeiten bevorstehen, zumal die Mitglieder des IHF-Council Ã¼ber das AusmaÃŸ der kreativen BuchfÃ¼hrung offenbar nicht detailliert informiert worden sind. Ã„ndern will der Ã¤gyptische HandballfunktionÃ¤r die verwegenen Praktiken keinesfalls. Auch in Zukunft, sagt Moustafa, werde er bei der Abrechnung seiner FlÃ¼ge keine Belege einreichen. Das sei auch weiterhin, erklÃ¤rt er, &#8220;eine Sache des Vertrauens&#8221;.</p></blockquote>
<p>Und hier, vorerst als Abschluss, die Geschichte zum <a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/09/cas-ihf-2008.pdf" target="_blank">Urteil des Welt-Sportgerichtshofes</a> Cas, das als pdf-Datei (41 Seiten, 3 MB) nachzulesen ist.</p>
<p>AuÃŸerdem bei Play the Game: <a href="http://playthegame.org/Home/News/Up_To_Date/CAS_decision_on_handball_controversy_highlights_failings_at_IHF_and_AHF_2907002.aspx" target="_blank">CAS decision on Handball controversy highlights top-level failings at IHF and AHF</a></p>
<blockquote><p><strong>Wenn der Schiedsrichter Partei ergreift</strong></p>
<p><em>Dem Handball-WeltverbandsprÃ¤sidenten wurden Manipulationen in der Qualifikation nachgewiesen &#8211; bei Olympia mischt er dennoch mit</em></p>
<p><span style="font-size: xx-small;">verÃ¶ffentlicht am 29. JuliÂ 2008 u. a. in der FTD</span></p>
<p>Der Fall beschÃ¤ftigte die Handballwelt Ã¼ber Monate hinweg und stÃ¼rzte die Internationale Handball-FÃ¶deration (IHF) in die tiefste Krise ihrer Geschichte. Der Manipulationsskandal beim asiatischen Qualifikationsturnier geriet Anfang September 2007 im japanischen Toyota City auch zur Satire: Im Match zwischen Kuwait und SÃ¼dkorea (28:20) begÃ¼nstigte das jordanische Schiedsrichterpaar Hirzallach/Alshobaki die Araber in 38 (!) Situationen und schanzte ihnen so das Olympiaticket fÃ¼r Peking zu. Der in Basel ansÃ¤ssige Weltverband versuchte, diesen Skandal totzuschweigen. Das sei Sache der Asiatischen Handball-FÃ¶deration (AHF), beteuerte der Ã¤gyptische IHF-PrÃ¤sident Hassan Moustafa im Herbst 2007. Er selbst habe mit der Sache nichts zu tun.</p>
<p>Nun stellt sich heraus: Der Ã„gypter hatte seine Finger doch mit im Spiel. Moustafa selbst sorgte dafÃ¼r, dass das deutsche Spitzen-Schiedsrichterpaar Lemme/Ullrich, das die IHF fÃ¼r das entscheidende Spiel eingeflogen hatte, wieder abgesetzt wurde &#8211; und jene Jordanier pfeifen durften, die nicht einmal den nÃ¶tigen Status besaÃŸen. SpÃ¤ter bescheinigte ihnen ein detailliertes Gutachten der IHF-Schiedsrichterkommission, sie hÃ¤tten das Spiel absichtlich verpfiffen.</p>
<p>Moustafas Mitschuld geht aus der 41-seitigen UrteilsbegrÃ¼ndung des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) hervor, die nun Ã¶ffentlich ist. Die AHF hatte den Weltverband im MÃ¤rz 2008 verklagt, weil der die Wiederholung der Qualifikation beschlossen hatte. Damals ging es um â€ždie GlaubwÃ¼rdigkeit gegenÃ¼ber dem Internationalen Olympischen Komitee&#8221;, trug die IHF vor dem CAS vor: Die WeltverbandsfunktionÃ¤re fÃ¼rchteten, aufgrund des Skandals werde der Handball seinen olympischen Status verlieren. In der Wiederholung siegte dann SÃ¼dkorea &#8211; am 10. August erster Gegner der deutschen Mannschaft in Peking.</p>
<p>Die IHF-AnwÃ¤lte erklÃ¤rten laut CAS-Urteil vor dem Lausanner Gericht, der PrÃ¤sident habe eingesehen, dass er mit der Schiedsrichter-Ansetzung â€žeinen Schritt zu weit&#8221; gegangen sei. â€žDer PrÃ¤sident&#8221; &#8211; also Moustafa.</p>
<p>Die Vorgeschichte, die in Lausanne ebenfalls auf den Richtertisch kam, gibt einen Einblick in die Machenschaften des obersten HandballfunktionÃ¤rs. Etwa durch ein entlarvendes Faxdokument des kuwaitischen AHF-PrÃ¤sidenten, Scheich Ahmed El-Fahad Al Sabah, der Moustafa im Sommer 2007 an ein geheimes Versprechen erinnerte: Danach sicherte Moustafa ihm zu, die IHF habe keine Rechte bei den asiatischen Olympiaqualifikationen &#8211; obwohl dort Schiedsrichterkorruption seit Jahren an der Tagesordnung war. Deshalb hatte die IHF ja die deutschen Schiedsrichter nach Japan geschickt. Moustafa leugnete dieses Versprechen trotz erschlagender Beweise. Obwohl als Zeuge genannt, zog er es vor, beim Prozess nicht zu erscheinen. Auch das russische IHF-Exekutivmitglied Alexander Kozhukow, der als Augenzeuge den Skandal in Toyota zunÃ¤chst schÃ¶ngeredet hatte, blieb dem Gerichtssaal fern.</p>
<p>Moustafa beharrte noch Ende 2007 darauf, dass die IHF keinen Einfluss auf die Qualifikation nehmen dÃ¼rfe. Dabei hatte das IOC dem Handball-Weltverband schon 2003 und nochmals 2006 deutlich gemacht, dass sie fÃ¼r die Abwicklung dieser Turniere verantwortlich sei. Im Prozess beriefen sich die IHF-AnwÃ¤lte denn auch auf die GrundsÃ¤tze der Olympischen Charta, die genau dies festlegen.</p>
<p>VerblÃ¼ffend, dass Moustafa aus diesem Skandal bislang unbeschadet hervorgegangen ist. BeÃ¤ngstigend allerdings ist, dass sich so ein Schiedsrichterskandal in Peking wiederholen kann. Denn die IHF-Exekutive muss laut Statuten jede Schiedsrichteransetzung des olympischen Handballturniers bestÃ¤tigen. Die beiden Exekutivratsmitglieder Moustafa und Kozhukow, die wichtigsten Figuren im Skandal von Toyota, kÃ¶nnten demnach jeden Schiedsrichter blockieren.</p></blockquote>
<p>Fortsetzung folgt.</p>
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		<title>&#8220;some elements of answer&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Sep 2008 17:36:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe mich mal wieder verzÃ¤hlt und gelobe Besserung.Â Wenn ich es nun also richtigÂ Ã¼berprÃ¼ft habe, und etliche GesprÃ¤chspartner bestÃ¤rken mich in dieser Behauptung, dann sind in Peking bei den Sommerspielen bisher neun Sportler und sechs GÃ¤ule erwischt worden. So sieht das aus, alle Angaben ohne GewÃ¤hr: Sportler, bestÃ¤tigt 1 Maria Isabel Moreno (Spanien) Radsport (Epo) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mich <span style="text-decoration: line-through;">mal wieder</span> <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/342/309280/text/" target="_blank">verzÃ¤hlt</a> und gelobe Besserung.Â Wenn ich es nun also richtigÂ Ã¼berprÃ¼ft habe, und etliche GesprÃ¤chspartner bestÃ¤rken mich in dieser Behauptung, dann sind in Peking bei den Sommerspielen bisher neun Sportler und sechs GÃ¤ule erwischt worden. So sieht das aus, alle Angaben ohne GewÃ¤hr:</p>
<p><strong>Sportler, bestÃ¤tigt<br />
</strong>1 <a href="http://www.olympic.org/uk/games/torino2006/presscenter/pressrelease_uk.asp?id=2724" target="_blank">Maria Isabel Moreno</a> (Spanien) Radsport (Epo)<br />
2 <a href="http://www.olympic.org/uk/news/media_centre/press_release_uk.asp?release=2733" target="_blank">Kim Jong-Su</a> (Nordkorea) SchieÃŸen (Betablocker), Silber freie Pistole, Bronze Luftpistole<br />
3 <a href="http://www.olympic.org/uk/news/media_centre/press_release_uk.asp?release=2733" target="_blank">Do Thi Ngan</a> Thuong (Vietnam) Turnen (Diuretikum)<br />
4 <a href="http://www.olympic.org/uk/games/beijing/full_story_uk.asp?id=2745" target="_blank">Fani Halkia</a> (Griechenland) Leichtathletik (Methyltrienolon)<br />
5 <a href="http://www.olympic.org/uk/games/torino2006/presscenter/pressrelease_uk.asp?id=2764" target="_blank">Ludmilla Blonska</a> (Ukraine) Leichtathletik (Methyltestosteron), Silber im Siebenkampf<br />
6 <a href="http://www.olympic.org/uk/news/olympic_news/full_story_uk.asp?id=2768" target="_blank">Igor Rasoronow</a> (Ukraine) Gewichtheben (Nandrolon)</p>
<p><strong><span style="text-decoration: line-through;">Sportler, unbestÃ¤tigt bzw. noch ohne Urteil der Disziplinarkommission<br />
</span></strong><em>(Nachtrag am 11. Dezember: Diese FÃ¤lle wurden heute vom IOC-Exekutivkomitee entschieden)<br />
</em>7 <a href="http://www.olympic.org/common/asp/download_report.asp?file=en_report_1388.pdf&amp;id=1388" target="_blank">Wadim Dewjatowski</a> (WeiÃŸrussland) Leichtathletik (Testosteron), Silber im Hammerwerfen<br />
8 <a href="http://www.olympic.org/common/asp/download_report.asp?file=en_report_1387.pdf&amp;id=1387" target="_blank">Iwan Tichon</a> (WeiÃŸrussland) Leichtathletik (Testosteron), Bronze im Hammerwerfen<br />
9 <a href="http://www.olympic.org/common/asp/download_report.asp?file=en_report_1386.pdf&amp;id=1386" target="_blank">Adam Seroczynski</a> (Polen), Kanurennsport (Clenbuterol)</p>
<p><strong>Sportler bzw. ihre GÃ¤ule, bestÃ¤tigt<br />
</strong>10 Christian Ahlmann (Deutschland/Marl) Springreiten (Capsaicin)<br />
11 Tony Andre Hansen (Norwegen) Springreiten (Capsaicin), Bronze mit dem Team<br />
12 Denis Lynch (Irland) Springreiten (Capsaicin)<br />
13 Bernardo Alves (Brasilien) Springreiten (Capsaicin)<br />
14 Courtney King (USA) Dressur (Felbinac)<br />
15 Rodrigo Pessoa (Brasilien) Springreiten (Nonivamide)</p>
<p>Nichts Genaues weiÃŸ man aber nicht. Vor allem deshalb nicht, weil das IOC seine Ã¼blich destruktive Informationspolitik betreibt. Nach sechs Jahren unter der vielgelobten <a href="http://jensweinreich.de/?p=955" target="_self">Giselle Davies</a> ist das Informationsangebot des Olympiakonzerns &#8211; ich meine wirkliche Informationen, nicht PR &#8211; doch eher erbÃ¤rmlich. Nun ja, RSS-Feeds werden seit einiger Zeit angeboten, doch die Feeds funktionieren meist nicht, und wenn doch, dann kommt nur alle paar Wochen etwas, wenn Ã¼berhaupt. Eine Kleinigkeit, dieÂ mich seit Jahren Ã¤rgert, sind die Olympic Directories, BÃ¼chlein mit den aktuellen Adressdaten der so genannten olympischen Bewegung, also IOC, olympische WeltverbÃ¤nde und NOK&#8217;s. Hilfreich fÃ¼r die Arbeit. Aber die Hefte werden selbst IOC-Dauerberichterstattern nicht zugeschickt, es gibt keine pdf&#8217;s, wie mittlerweile in vielen VerbÃ¤nden Ã¼blich. In Peking konnte ich im Presseraum der IOC-Session gerade noch ein abgegriffenes StÃ¼ck ergaunern, das jemand liegen gelassen hatte.</p>
<p>Aber es gibt Ã¤rgerlichere VersÃ¤umnisse. Was ist das schon gegen das unvergleichliche PR-Joint-Venture mit Chinas KP-Bonzen und die unvergleichlichen &#8220;Pressekonferenzen&#8221; in Peking.Â Warum, um zurÃ¼ck zum Thema Doping in Peking zu kommen, lÃ¤sst sich auf der <a href="http://www.olympic.org" target="_blank">IOC-Webseite</a> nicht der aktuelle Stand der DopingfÃ¤lle abrufen? Es ist natÃ¼rlich nicht schwierig, diese Infos bereit zu stellen, die ich in diesem Blogeintrag besser zusammen gefasst habe als ein Weltkonzern. Es ist, ganz einfach, nur nicht gewollt. Denn eine solche Liste wÃ¼rde nicht besonders trefflich mit dem riefenstahl&#8217;schen Selbstbild dieser Bewegung korrespondieren: Mit jenen unfehlbaren Superwesen aus dem Werbeclip der Kampagne <a href="http://www.olympic.org/uk/bestofus/index_uk.asp" target="_blank">The Best of Us</a>.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="349" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ILTK5-gzTTo&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/v/ILTK5-gzTTo&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>PrÃ¤zise betrachtet existiert auf der IOC-Webseite nicht einmal jene Disziplinarkommission, die vom UDIOCM geleitet wird und angeblich am 21. September die neusten drei DopingfÃ¤lle (Nr. 7 bis 9 in obiger Liste) behandeln soll. Dagegen findet man selbstverstÃ¤ndlich zahlreiche &#8220;Informationen&#8221; zur eminent wichtigen, von Juan Antonio Samaranch Senior geleiteten <a href="http://www.olympic.org/uk/organisation/commissions/collectors/index_uk.asp" target="_blank">Olympic Philately,Â Numismatic andÂ Memorabilia CommissionÂ (OPNMC)</a>. Nur mal so. Eine schÃ¶ne AbkÃ¼rzung Ã¼brigens: OPNMC. HÃ¤tte von mir stammen kÃ¶nnen.</p>
<p>Jedenfalls, da die World <a href="http://www.wada-ama.org" target="_blank">Anti-Doping Agency</a> (Wada) sich nicht zustÃ¤ndig fÃ¼hlt und ja auch nicht zustÃ¤ndig war wÃ¤hrend der Spiele,Â habe ich versucht, vom ZustÃ¤ndigen, also dem IOC, Antworten auf fÃ¼nf Fragenkomplexe zu den weiÃŸrussischen Hammerwerfern zu bekommen (vom Kanuten wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts). So wollte ich u. a. wissen:<span id="more-982"></span></p>
<ul>
<li>Was den Fall so speziell macht, dass die DopingtestsÂ eines Wettbewerbs, der am 17. August beendet war, erst zwei Wochen spÃ¤ter durch einen Medienbericht Ã¶ffentlich werden?</li>
<li>Was der Grund fÃ¼r die VerzÃ¶gerung der Testergebnisse war, denn im Fall Blonska hat es ja nur vier Tage vom Wettkampf bis zur Sperre gedauert.</li>
<li>Ob es ein Wettkampf-, ein Trainingstest war und wann der Test/die Tests durchgefÃ¼hrt wurden?</li>
<li>Welche verbotene Substanz und/oder Methode nachgewiesen wurde?</li>
<li>Ob es stimmt, dass die WeiÃŸrussen noch nicht informiert worden sind, wie sie behaupten?</li>
</ul>
<p>Man kÃ¶nnte behaupten, ich sei ein bisschen einfÃ¤ltig, Antworten auf derart einfache Fragen zu erwarten. Okay. Andererseits verbreiten einige in dieser Branche, auch aus dem nÃ¤heren Umfeld des UDIOCM und so genannte Journalisten, das GerÃ¼cht, ich zÃ¤hle zu denjenigen, die keine Fragen an die ZustÃ¤ndigen stellen, was natÃ¼rlich nicht stimmt. Ich habe also Fragen gestellt. Nun, basically war die schriftliche Antwort aus dem Press Office diese:</p>
<blockquote><p>Here are <strong>some elements of answer</strong> to your questions. You will understand that as the procedure is ongoing it is difficult for us to give you the details of the nature and date of the tests. All this information will be available in the decision of the Executive Board. In some cases, the laboratory has to go through the necessary steps to ensure that it provides a correct interpretation of the results and informs the IOC when it deems appropriate.</p>
<p>I hope this will help.</p></blockquote>
<p>Nee, auch wenn ich die stets charmante AntwortschreiberinÂ schÃ¤tze, das hilft eben nicht. Und ist auch kein angemessenes Anwortschreiben. Aber so ist das nun mal, und amÃ¼sant war die Erkundigung zu den Pekinger Positivtests ja auch: Denn mir fiel auf, dass es seit MÃ¤rz 2007 ausgerechnet in Minsk ein BÃ¼ro einer so genannten Rado (Regional Anti-Doping Organization) der Wada gibt. Diese Rado fÃ¼r Osteuropa koordiniert die Kontrollen fÃ¼r zwÃ¶lf LÃ¤nder,Â von Serbien bis Russland. Das BÃ¼ro wirdÂ von WeiÃŸrusslands Regierung und dem weiÃŸrussischen NOK gesponsert.Â Als Wada/Rado-Sponsor agiert demnach Staats- und NOK-PrÃ¤sident <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lukaschenko" target="_blank">Alexander Lukaschenko</a>, Europas letzter Diktator, wie es oft heiÃŸt. Hoch lebe die DopingbekÃ¤mpfung in WeiÃŸrussland!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Giselle Davies &#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Sep 2008 09:11:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; nimmt wie angekÃ¼ndigt Abschied vom IOC. Seit 2002 war sie Kommunikationsdirektorin des Olympiakonzerns. Wie angekÃ¼ndigt werden private GrÃ¼nde fÃ¼r die Trennung genannt. Ein IOC-Statement folgt im Laufe des Tages (15.30 Uhr), AP hat die TrennungÂ bereits vermeldet. Dass Giselle Davies vom Job ziemlich frustriert war, hat man ihr seit einiger Zeit angesehen, nicht erst seit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; nimmt <a href="http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,569692,00.html" target="_blank">wie</a> <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/647/305615/text/" target="_blank">angekÃ¼ndigt</a> Abschied vom IOC. Seit 2002 war sie Kommunikationsdirektorin des Olympiakonzerns. Wie angekÃ¼ndigt werden private GrÃ¼nde fÃ¼r die Trennung genannt. Ein IOC-Statement folgt im Laufe des Tages (<a href="http://www.olympic.org/uk/news/media_centre/press_release_uk.asp?release=2795" target="_blank">15.30 Uhr</a>), AP hat die TrennungÂ bereits <a href="http://sportsillustrated.cnn.com/2008/olympics/09/05/ioc.davies.resigns.ap/index.html?eref=si_latest" target="_blank">vermeldet</a>. Dass Giselle Davies vom Job ziemlich frustriert war, hat man ihr seit einiger Zeit angesehen, nicht erst seit jenen peinlichen &#8220;Pressekonferenzen&#8221; in Peking, die sie gemeinsam mit den BOCOG-Hardlinern durchpeitschte, wenn Ã¼berhaupt noch Pressetermine stattfanden. Das VertrauensverhÃ¤ltnis zum IOC-PrÃ¤sidenten JacquesÂ Rogge istÂ zerrÃ¼ttet. Davies gehÃ¶rt nicht zum extrem kleinen Kreis der Eingeweihten, was fÃ¼r eine Kommunikationsdirektorin eines Weltkonzerns irgendwie blÃ¶d ist. Das merkte man dann auch.</p>
<p>Mein Lieblingsfoto von Giselle Davies habe ich am 18. August 2004 in Athen gemacht. Da guckt sie auch etwas verkrampft, aber egal, ich fand, es war einÂ netter Anlass. In der rechten Hand hÃ¤lt sie die Akkreditierungen von Ekaterini Thanou und Kostas Kenteris, den <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/0814/athen2004/0008/index.html" target="_blank">Motorradfahrern</a>.<span id="more-955"></span></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-956" title="davies-2004-ken-tha" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/09/davies-2004-ken-tha.jpg" alt="" width="490" height="326" /></p>
<p>Kleiner Nachtrag um 11.49 Uhr: Giselle Davies bei der <span style="text-decoration: line-through;">Journalismusbehinder</span>Arbeit in Peking, auf einer der so genannten Pressekonferenzen. Ihre Antworten auf die Fragen von Alex Thomson (<a href="http://www.channel4.com/news/articles/arts_entertainment/media/ioc+asked+are+you+embarrassed+over+beijings+broken+promises++/2400807" target="_blank">Channel 4</a>).</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="486" height="412" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="flashObj" /><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><param name="flashvars" value="videoId=1729899964&amp;playerId=1184614595&amp;viewerSecureGatewayURL=https://console.brightcove.com/services/amfgateway&amp;servicesURL=http://services.brightcove.com/services&amp;cdnURL=http://admin.brightcove.com&amp;domain=embed&amp;autoStart=false&amp;" /><param name="src" value="http://services.brightcove.com/services/viewer/federated_f8/1184614595" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="486" height="412" src="http://services.brightcove.com/services/viewer/federated_f8/1184614595" flashvars="videoId=1729899964&amp;playerId=1184614595&amp;viewerSecureGatewayURL=https://console.brightcove.com/services/amfgateway&amp;servicesURL=http://services.brightcove.com/services&amp;cdnURL=http://admin.brightcove.com&amp;domain=embed&amp;autoStart=false&amp;" bgcolor="#FFFFFF" name="flashObj"></embed></object></p>
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		<title>Da Dong</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/26/da-dong/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Aug 2008 10:41:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[gourmet-tipps]]></category>
		<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
		<category><![CDATA[peking-tagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[selbstreferenz]]></category>
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		<description><![CDATA[Da Dong Roast Duck Restaurant å¤§è‘£çƒ¤é¸­åº— 1-2/F , Nanxincang Int&#8217;l Building, A22, Dongsi Shitiao, Dongsishitiao Southwest of Dongsi Shitiao Bridge ä¸œå››å??æ?¡ç”²22å?·å?—æ–°ä»“å›½é™…å¤§åŽ¦1-2å±‚ ä¸œå››å??æ?¡æ¡¥è¥¿å?— Den kulinarischen HÃ¶hepunkt der Olympia-Dienstreise muss ich noch aufarbeiten. Schon um meinem zustÃ¤ndigen Finanzamt eine Freude zu bereiten, denn ich habe die Kollegen G und L bewirtet. Der Steuerzahler trÃ¤gt also anteilig die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Da Dong Roast Duck Restaurant å¤§è‘£çƒ¤é¸­åº—</strong></p>
<p>1-2/F , Nanxincang Int&#8217;l Building, A22, Dongsi Shitiao, Dongsishitiao Southwest of Dongsi Shitiao Bridge ä¸œå››å??æ?¡ç”²22å?·å?—æ–°ä»“å›½é™…å¤§åŽ¦1-2å±‚<br />
ä¸œå››å??æ?¡æ¡¥è¥¿å?—</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-931" title="dadong1" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/08/dadong1.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="307" height="230" align="left" />Den kulinarischen HÃ¶hepunkt der Olympia-Dienstreise muss ich noch aufarbeiten. Schon um meinem zustÃ¤ndigen Finanzamt eine Freude zu bereiten, denn ich habe die Kollegen G und L bewirtet. Der Steuerzahler trÃ¤gt also anteilig die Kosten unseres GeschÃ¤ftsessens beim GroÃŸmeisterÂ <a href="http://jensweinreich.de/?p=576" target="_self">Da Dong</a>, einem der berÃ¼hmtesten Entenbrater Pekings. Wie ich erfahren musste, ist Da Dong aber noch mehr fÃ¼r seine wunderbaren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Seegurken" target="_blank">Seegurken</a> <span style="text-decoration: line-through;">berÃ¼chtigt</span> bekannt. Die habe ich nicht getestet. Dem Herrn G ist ohnehin irgendwas auf den Magen geschlagen, er meint, es sei der Nachtisch gewesen: Mango- und Papaya-Eis. Doch der Reihe nach, denn zunÃ¤chst einmal gab es eine Ãœberraschung.</p>
<p><span id="more-927"></span>Wie klein doch die Welt ist, die olympische, wurde uns im Eingangsbereich klar. Bei Da Dong hatte also schon ein anderer GroÃŸmeister gespeist. Sogar an einem symbolischen Tag, dem 8. 8. 2008, dem Tag der ErÃ¶ffnungsfeier.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-934" title="dadong2" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/08/dadong2.jpg" alt="" width="492" height="655" /></p>
<p>Mit seinen 88 Jahren sieht er noch knackig aus, Juan Antonio Samaranch.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-935" title="dadong3" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/08/dadong3.jpg" alt="" width="492" height="369" /></p>
<p>Ihr habt eine Goldmedaille verdient, schreibt der IOC-EhrenprÃ¤sident.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-938" title="dadong41" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/08/dadong41.jpg" alt="" width="492" height="637" /></p>
<p>Habe gar nichts gegen Samaranchs Urteil einzuwenden. So von Feinschmecker zu Feinschmecker. Auch wenn das Herr G heute anders sehen mag. Jedenfalls, gestern stand dies auf dem Speiseplan:</p>
<blockquote><p><strong>Aperetif:</strong> 2 Margaritas.Â Sehr gut, die Chinesen kÃ¶nnen mixen, sagt auch Kollege L, der mal eine Rundreise durch China gemacht und dabei etliche Bars getestet hat.</p>
<p><strong>Vorspeise:</strong> Chef Dong&#8217;s Fried Prawns with spicy sauce. Ein Genuss, so dass die Herren L und G, die eigentlich nur Ente wollten, richtig reingelangt haben.</p>
<p><strong>Hauptgang:</strong> Chef Dong&#8217;s Roast Duck special selection. Ja, sehr okay.</p>
<p><strong>GetrÃ¤nke:</strong> Domaine Chanson Chablis-AOC (mit Schraubverschluss und Korken?). Herr G, der Barbare,Â blieb beim Qiangdao, wahrscheinlich hat ihm das den Magen verdorben.</p>
<p><strong>Dessert:</strong> Obst, Mango- und Papaya-Eis. Und weil&#8217;s wirklich lecker war: Noch mal Chef Dong&#8217;s Fried Prawns with spicy sauce.</p></blockquote>
<p>Alles in allem: eine runde Sache. Sehr zu empfehlen.</p>
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		<title>The day after</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 05:21:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
		<category><![CDATA[peking-tagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[selbstreferenz]]></category>
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		<description><![CDATA[12.21: Nach 24 Tagen in der Parallelgesellschaft wird es ein wenig dauern, im wahren Leben anzukommen. Ich denke, dass ich mir morgen das MPC, den Water Cube und das Birds Nest noch mal in Ruhe betrachten werde. Wie ich die Chinesen kennengelernt habe, werden schon vergangene Nacht Zehntausendschaften die AufrÃ¤umarbeiten beendet haben. Es wird ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>12.21:</strong> Nach 24 Tagen in der Parallelgesellschaft wird es ein wenig dauern, im wahren Leben anzukommen. Ich denke, dass ich mir morgen das MPC, den Water Cube und das Birds Nest noch mal in Ruhe betrachten werde. Wie ich die Chinesen kennengelernt habe, werden schon vergangene Nacht Zehntausendschaften die AufrÃ¤umarbeiten beendet haben. Es wird ja nicht alles abgebaut. Die ZÃ¤une um den Hochsicherheitstrakt Olympia bleiben vorerst, bis zu bzw. nach den Paralympics. Der Kollege H Ã¼brigens macht gleich durch. Er bleibt in Peking und schreibt auch Ã¼ber die Paralympics. Der Kollege H ist ein Steher, ich glaube, er lÃ¤uft sogar Marathon.</p>
<p><strong>12.50:</strong> Ich weiÃŸ noch nicht, wie ich die drei Wochen nachbereite hier in diesem Blog. Ein paar Themen fÃ¼r kÃ¼nftige Artikel und Recherchen, die fallen mir allerdings so langsam ein. In zwei Wochen <span style="text-decoration: line-through;">soll</span> darf ich in Lillehammer bei der <a href="http://www.gijc2008.no/" target="_blank">Global Investigative Journalism Conference</a> nicht nur Ã¼ber &#8220;Crime and Corruption in Sport&#8221;, sondern auch darÃ¼ber reden:Â <strong>&#8220;What happened in China during the Olympics?&#8221;</strong> Ehrlich gesagt, ich weiÃŸ das nicht. Ich war nicht wirklich in China. Ich war nur auf einem Raumschiff Olympia, das zufÃ¤llig in China Station gemacht hat. Interessant dazu auch dieser Kommentar von Henrik Bork in der SZ: &#8220;<a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/606/307558/text/" target="_blank">Die synthetischen Spiele</a>&#8220;. Auf einige andere Fazit-StÃ¼cke hatte ich <a href="http://jensweinreich.de/?p=882" target="_self">hier bereits hingewiesen</a>.</p>
<p><strong>13.16:</strong> So, das Abendessen heute wÃ¤re geklÃ¤rt. Kein IOC-Sponsorenmahl mehr. Kein Caramel FrappÃ©, sondern selbstverstÃ¤ndlich Ente von Meister <a href="http://jensweinreich.de/?p=576" target="_self">Da Dong</a>.</p>
<p><strong>19.04:</strong> Siebzehn Stunden im Bett sind auch mal ganz schÃ¶n. Ein paar Stunden war mein kleiner Freund dabei, der <a href="http://jensweinreich.de/?p=280" target="_self">SZ71VN</a>. Als sein Besitzer mal wieder entschlummerte, ist er aus dem Bett geflogen. Hat es aber Ã¼berlebt, sonst kÃ¶nnte ich ja diesen Eintrag nicht schreiben.</p>
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		<title>Peking, Tag 24</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Aug 2008 05:38:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
		<category><![CDATA[peking-tagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[selbstreferenz]]></category>
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		<description><![CDATA[10.34: Power off. Jemand hat mir den Stecker gezogen. Da helfen auch keine double-shot-Espresso vom IOC-Sponsor. 11.27: Jacques Rogges letzte Pressekonferenz, nachdem erÂ gestern, wie ich den Kommentaren zum Tag 23 entnehme, seinen TV-Rundgang absolviert hat. Im chinesischen Staatsfernsehen war er, in der ARD (mit dem UDIOCM), bei der BBC und und und. Immer dasselbe. Siegesgewiss. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>10.34:</strong> Power off. Jemand hat mir den Stecker gezogen. Da helfen auch keine double-shot-Espresso vom IOC-Sponsor.</p>
<p><strong>11.27:</strong> Jacques Rogges letzte Pressekonferenz, nachdem erÂ gestern, wie ich den Kommentaren zum Tag 23 entnehme, seinen TV-Rundgang absolviert hat. Im chinesischen Staatsfernsehen war er, in der ARD (mit dem UDIOCM), bei der BBC und und und. Immer dasselbe. Siegesgewiss. Das IOC verkauft die Spiele als grandiosen Erfolg. <a href="http://jensweinreich.de/?p=765" target="_self">Witz-Bolt</a> und <a href="http://jensweinreich.de/?p=671" target="_self">The Big M</a> sind fÃ¼r ihn &#8220;icons of the Beijing Games&#8221;. Rogge spricht oft von &#8220;langfristigen Wirkungen&#8221;. Wenn er sich da mal nicht tÃ¤uscht. Ich habe gestern schon <a href="http://jensweinreich.de/?p=882" target="_self">etliche andere Meinungen</a> verlinkt. Ein interessantes Ergebnis brachte eine Emnid-Umfrage im Auftrag der Berliner Zeitung, fÃ¼r die ich &#8211; disclaimer -Â als Autor tÃ¤tig bin. <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0823/peking2008/0064/index.html" target="_blank">Einige Details</a>:</p>
<ul>
<blockquote>
<li>Nur 48 Prozent der BundesbÃ¼rger glauben, dass es im Spitzensport mit rechten Dingen zugeht.</li>
<li>Jeder Dritte der Befragten gab an, dass sich seine Einstellung gegenÃ¼ber den Olympischen Spielen in den letzten Jahren zum Negativen verÃ¤ndert habe. Bei Ã¤lteren Menschen ab 60 Jahren (39 Prozent) und bei den formal hÃ¶her Gebildeten mit Abitur- oder Studienabschluss (38 Prozent) ist das FrustrationsgefÃ¼hl am grÃ¶ÃŸten.</li>
<li>Nur 34 Prozent der BundesbÃ¼rger glauben, dass Michael Phelps seine acht Goldmedaillen ungedopt erschwommen hat. Jeder Zweite glaubt, dass Phelps gedopt hat.</li>
<li>Jeder fÃ¼nfte Deutsche ist der Meinung, dass Britta SteffenÂ bei ihren Olympiasiegen gedopt war.</li>
<li>Mehr als jeder vierte Deutsche spricht sich dafÃ¼r aus, dass in Zukunft keine weiteren Steuergelder in den Leistungssport flieÃŸen sollten. Nur noch 66 Prozent der Deutschen sehen ein, dass die Olympiafahrer von Ã¶ffentlichen Geldern subventioniert werden.</li>
</blockquote>
</ul>
<p><strong>12.08:</strong> Auf dem Weg zum Mittagessen treffe ich Gennadi Schwets, den russischen NOK-Sprecher. Er lacht. &#8220;Da war ich wohl zu pessimistisch&#8221;, sagt er. Schwets erinnert sich genau an jene Zahlen, die er mir bei unserem GesprÃ¤ch auf meinen Block gekritzelt hat: 17 Goldmedaillen, 55 insgesamt, hat er getippt und auf die <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/937/306894/text/" target="_blank">Schockwirkung fÃ¼r den russischen Sport</a> gesetzt.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-908" title="russian-medal-count" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/08/russian-medal-count.jpg" alt="" width="491" height="363" /></p>
<p>Momentan sind es 22 Gold, 21 Silber, 28 Bronze. Insgesamt zwar ein FÃ¼nftel weniger Medaillen als in Athen. Doch die Russen haben ihr Gesicht gewahrt, weil sie GroÃŸbritannien in der LÃ¤nderwertung Ã¼berholen und doch wieder auf Rang drei kommen. So eine Nationenwertung bietet fÃ¼r jeden was: China hat die meisten Goldmedaillen, die Amerikaner die meisten Medaillen Ã¼berhaupt &#8211; und alle sind ein bisschen damit zufrieden.</p>
<p><strong><span id="more-907"></span>23.07:</strong> So, liebe Sportsfreunde: Ich lebe noch. Doch wie ich vÃ¶llig unkokett heute morgen ankÃ¼ndigte, ist der Saft raus bzw. hat jemand den Stecker gezogen. Es war ein absurdes Herumirren heute. Passiert mir bei solchen Terminen immer mal nach einem freien Tag, also dem Samstag. Obgleich ich schon eine Stunde vor der Rogge-Pressekonferenz im MPC war. Mit MÃ¼he und verspÃ¤tet die Aufgaben erledigt. Dann noch so dumm gewesen, die teuer erstandene Lan-Karte nicht dabei zu haben, weshalb ich aus dem Olympiastadion wieder flÃ¼chtete ins MPC, um dort die letzten Texte fertig zu schreiben und schlieÃŸlich zu senden. Und jetzt: Darauf ein Tsingtao. Ich melde mich in ein paar Stunden nochmal &#8211; und bis Mittwoch bastele ich bestimmt auch ein Olympia-Fazit. Hier, in diesem Theater.</p>
<p><strong>01.50:</strong> Oops, gerade erreicht mich eine Pressemitteilung des Schwimm-Weltverbandes Fina. Hurra! VÃ¶llig Ã¼berraschend sind sÃ¤mtliche Dopingtests negativ ausgefallen. Es waren also total saubere Schwimmspiele. Dass ein paar weniger Proben genommen wurden als Rekorde gefallen sind, interessiert doch sicher keinen, oder?</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-915" title="fina-pm2" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/08/fina-pm2.jpg" alt="" width="496" height="354" /></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Peking, Tag 23</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Aug 2008 07:59:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
		<category><![CDATA[peking-tagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[selbstreferenz]]></category>
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		<description><![CDATA[15.52: Moin. Bekomme gerade einen Anruf aus London. Was los sei, will jemand wissen, ich hÃ¤tte noch keine RSS verschickt heute. Ich begreife dieses Internet-Dingsda ja auch nicht richtig, doch soweit ich glaube, es zu kapieren, verschicken sich diese RSS irgendwie selbst, werden abgerufen oder &#8230; exklusiv fÃ¼r die besorgteÂ Anruferin, die befÃ¼rchtete, ich sei erschÃ¶pft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>15.52:</strong> Moin. Bekomme gerade einen Anruf aus London. Was los sei, will jemand wissen, ich hÃ¤tte noch keine RSS verschickt heute. Ich begreife dieses Internet-Dingsda ja auch nicht richtig, doch soweit ich glaube, es zu kapieren, verschicken sich diese RSS irgendwie selbst, werden abgerufen oder &#8230; exklusiv fÃ¼r die besorgteÂ Anruferin, die befÃ¼rchtete, ich sei erschÃ¶pft umgefallen oder von den Triaden verschleppt: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/RSS" target="_blank">Hier steht, wie das mit diesen RSS-Dingern funktioniert</a>.</p>
<p><strong>15.59:</strong> Die Pressekonferenz des UDIOCM (unpolitischstes deutsches IOC-Mitglied) heute morgen im Deutschen Haus habe ich Ã¼brigens verschlafen. Werde auch morgen nicht zur Abschluss-PK der deutschen Bilanzzieher gehen, zu Michael Vesper, Ausputzer des UDIOCM. Auch mal was Neues: WÃ¤hrend der gesamten Spiele nur ein mal im Deutschen Haus gewesen &#8211; bei der ErÃ¶ffnungs-PK. Dann nie wieder, auch abends nicht, beim von vielen so geschÃ¤tzten Umtrunk.</p>
<p><strong>16.08:</strong> Das UDIOCM sagte: &#8220;Es waren Spiele der Athleten mit wunderschÃ¶ner Stimmung. Die Olympische Bewegung geht gestÃ¤rkt aus ihnen hervor.&#8221; Gesiegt hÃ¤ttenÂ die &#8220;Faszination der Spiele&#8221; und die &#8220;Macht der RealitÃ¤t&#8221;. Oh. Ja. HÃ¶rt da eigentlich noch jemand zu? Glaubt dem UDIOCM jemand?</p>
<p>Gesiegt hat natÃ¼rlich die <strong>Macht der Bilder</strong>, und das war nie anders zu erwarten gewesen. <a href="http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=6D31J6" target="_blank">Darauf lief alles hinaus</a>. So war es geplant. Ãœber die Nachbeben dieser unvergleichlichen Retortenspiele auf dem Raumschiff Olympia, dieses Propaganda-Joint-Ventures von IOC und chinesischer KP, wird noch viel zu reden sein in den nÃ¤chsten Monaten und Jahren. Auf die Schnelle einige aktuelle Texte einiger meiner LIeblingsautoren: <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0822/meinung/0019/index.html" target="_blank">Christian Bommarius</a>Â (Erster sein), <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/419/307373/text/" target="_blank">Ralf Wiegand</a> (zu Tode gesiegt), <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0823/peking2008/0018/index.html" target="_blank">Matti Lieske</a>Â (GesprÃ¤ch mit der Kanzlerin), <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/519/307473/text/" target="_blank">Thomas Kistner</a> (Das Raumschiff gekapert). Auch <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0823/peking2008/0004/index.html" target="_blank">Bernhard Bartsch</a> und Reinhard Mohr &#8211; <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,573633,00.html" target="_blank">Gute Miene zu bÃ¶sen Spielen</a> &#8211; sind lesenswert. Und ich habe mich an einem Beitrag Ã¼ber den <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/olympia_2008/1581843_Der-Herr-der-schoenen-Bilder.html" target="_blank">Herrn der Bilder</a> versucht. Als LektÃ¼reempfehlung sollte das bis zur letzten Leichtathletik-Session reichen.</p>
<p>Ich tippe Ã¼brigens, dass die Jamaikaner heute Witz-Bolt auch in der Rundenstaffel laufen lassen. Nur so eine Idee.</p>
<p><strong>17.03:</strong> Der Dopingfall, schneller vermeldet als die Nachrichtenagenturen, hier auf diesem Blog :) Es ist der Gewichtheber Igor Rasoronow aus der Ukraine (wie Blonska). Das <a href="http://multimedia.olympic.org/pdf/en_report_1361.pdf" target="_blank">IOC-Dokument</a> dazu.</p>
<p><strong>18:17:</strong> Oh Gott, um manche Kollegen ist es schlimm bestellt nach drei Wochen in diesem Zirkus. Unterhalten sich die Herren B und L eben doch tatsÃ¤chlich Ã¼ber Pitchen beim Baseball (Finale Kuba vs Korea Republic) und die Netto-Action in dieser Sportart, die, so Kollege B, bei maximal 15 Minuten liegt.</p>
<p><iframe src="http://www.coveritlive.com/index2.php?option=com_altcaster&#038;task=viewaltcast&#038;altcast_code=262a38f7ec&#038;height=550&#038;width=470" scrolling="no" height="550px" width="470px" frameBorder ="0" ></iframe>  Â </p>
<p><strong><span id="more-882"></span>21.29:</strong> Und das ist also Belgiens Hochsprung-Olympiasiegerin: Tia Hellebaut:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-896" title="hallebaut" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/08/hallebaut.jpg" alt="" width="492" height="305" /></p>
<p><strong>21.44:</strong> Wie versprochen, fÃ¼r Chris: Woher wusstest Du, dass Fotografieren verboten ist?</p>
<div><img class="aligncenter size-full wp-image-899" title="nophoto1" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/08/nophoto1.jpg" alt="" width="492" height="369" /></div>
<p>Und falls man den Sticker nicht lesen kann, hier die VergrÃ¶ÃŸerung, wÃ¤hrend Belgiens Hymne durchs Vogelnest tÃ¶nt:</p>
<div><img class="aligncenter size-full wp-image-900" title="nophoto2" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/08/nophoto2.jpg" alt="" width="492" height="376" /></div>
]]></content:encoded>
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