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	<title>jens weinreich &#187; olympiabewerbung</title>
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	<description>don&#039;t mix politics with games</description>
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		<title>cheat of the day (I): &#8220;We never said we would build a bullet-train track from Incheon to PyeongChang&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2012/01/04/cheat-of-the-day-i/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 12:59:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[cheat of the day]]></category>
		<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
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		<category><![CDATA[umfrage]]></category>

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		<description><![CDATA[Neues Jahr, neue Rubrik. &#8220;Cheat of the day&#8221;, Betrug des Tages, Schwindel des Tages. Ich bin sicher, die olympische Welt wird uns weiter einiges Unverfrorenes bieten. Beginnen wir also mit den Olympia-Gastgebern aus Pyeongchang. Der gewesene Bewerbungschef Cho Yang Ho, Boss von Korean Air, sagte (nicht nur) im Juli, unmittelbar vor der Entscheidung über die Winterspiele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_11492" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><img class="size-full wp-image-11492" title="68minutes" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2012/01/68minutes.jpg" alt="" width="530" height="289" /><p class="wp-caption-text">Screenshot aus einem offiziellen Bewerber-Video</p></div>
<p>Neues Jahr, neue Rubrik. <strong>&#8220;Cheat of the day&#8221;</strong>, Betrug des Tages, Schwindel des Tages. Ich bin sicher, die olympische Welt wird uns weiter einiges Unverfrorenes bieten.</p>
<p>Beginnen wir also mit den Olympia-Gastgebern aus <a title="alle Beiträge zu Pyeongchang 2018" href="http://www.jensweinreich.de/category/pyeongchang-2018/">Pyeongchang</a>.</p>
<p>Der gewesene Bewerbungschef <strong><a title="Beiträge von und mit Cho Yang Ho" href="http://www.jensweinreich.de/?s=cho+yang+ho">Cho Yang Ho</a></strong>, Boss von Korean Air, sagte (nicht nur) im Juli, <a title="reuters.com: Q&amp;A with Pyeongchang 2018 Games bid chief Cho Yang-ho" href="http://uk.reuters.com/article/2011/07/04/uk-olympics-2018-pyeongchang-qa-idUKTRE7632MD20110704" target="_blank">unmittelbar vor der Entscheidung über die Winterspiele 2018</a>, in Durban:</p>
<blockquote><p>The investment programme for the Winter Games infrastructure is already underway with projects such as the double-track express railroad which will connect Seoul&#8217;s Incheon Airport directly to Pyeongchang in 68 minutes.&#8221;</p></blockquote>
<p>Inzwischen haben es sich die Koreaner anders überlegt.<br />
<span id="more-11485"></span><br />
<strong>Sohn Chang Hwan</strong>, ein Direktor des Organisationskomitees <a title="PyeongChang 2018" href="http://pyeongchang2018.org/language/eng/index.asp?hb_Manager_PK=VDENAA01&amp;s=" target="_blank">Pyeongchang 2018</a>, erklärt <a title="WSJ Asia" href="http://blogs.wsj.com/korearealtime/2012/01/04/68-minutes-to-pyeongchang-about-that/" target="_blank">nunmehr</a> <a title="Korean Herald" href="http://www.koreaherald.com/national/Detail.jsp?newsMLId=20120104000714" target="_blank">feierlich</a>:</p>
<blockquote><p>The claim is falsely reported. We never said we would build a bullet-train track from Incheon to PyeongChang, but the media did. The only proposed plan is connecting Wonju and Gangneung with a new express railroad”</p></blockquote>
<p>Die Medien sind an allem schuld.</p>
<p>Was sagt man dazu?</p>
Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.
<p>Im Youtube-Kanal der Organisatoren kann man die 68-Minuten-Lüge auch noch finden, und nicht nur dort.</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2012/01/04/cheat-of-the-day-i/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>18 Gründe für die Niederlage von München 2018</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/07/07/18-grunde-fur-die-niederlage-von-munchen-2018/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2011/07/07/18-grunde-fur-die-niederlage-von-munchen-2018/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 16:34:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[durban 2011]]></category>
		<category><![CDATA[ioc]]></category>
		<category><![CDATA[münchen 2018]]></category>
		<category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[pyeongchang 2018]]></category>
		<category><![CDATA[winterspiele 2018]]></category>
		<category><![CDATA[durban]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser Bid Book ist zu Staub zerfallen. Thomas Bach DURBAN. Vorgestern habe ich mich an einem Olympia FAQ versucht: 18 Fragen und Antworten zur Bewerbung 2018. Gestern habe ich bis zum Absturz des Blogs live berichtet. Heute etwas kürzer und zugespitzter: 18 Gründe für Münchens Niederlage. es war die zweitbeste Bewerbung, sagt nicht nur IOC-Präsident Rogge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Unser Bid Book ist zu Staub zerfallen.</strong></p>
<p><em>Thomas Bach</em></p></blockquote>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-10678" title="Result Election of the Host City of the 2018 Olympic Winter Games" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/07/election-2018.gif" alt="" width="429" height="496" /><br />
DURBAN. Vorgestern habe ich mich an einem Olympia FAQ versucht: <a title="18 Fragen und Antworten zu Olympia 2018" href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/05/18-fragen-und-antworten-zu-olympia-2018/" target="_self">18 Fragen und Antworten zur Bewerbung 2018</a>. Gestern habe ich bis zum Absturz des Blogs <a title="live-Blog aus Durban: die Entscheidung für Pyeongchang" href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/06/live-blog-aus-durban-olympia-2018-die-entscheidung/" target="_self">live berichtet</a>.</p>
<p>Heute etwas kürzer und zugespitzter: 18 Gründe für Münchens Niederlage.</p>
<ol>
<li>es war die zweitbeste Bewerbung, sagt nicht nur IOC-Präsident Rogge</li>
<li>das Asien-Argument: es sind schließlich globale Spiele</li>
<li>Axel Doering und der Widerstand in Garmisch-Partenkirchen</li>
<li>Arroganz von Chef-Bewerbern und uninformierten Politikern im Umgang mit der Bevölkerung</li>
<li>diese Bewerbung war nie eine nationale Aufgabe</li>
<li>Pyeongchang 2010</li>
<li>Pyeongchang 2014</li>
<li>Samsung und Kun Hee Lee</li>
<li>Korean Air</li>
<li>BMW war zu geizig</li>
<li>Kim Un Yong</li>
<li>Madrid 2020</li>
<li>Rom 2020</li>
<li>Thomas Bach und seine Thron-Ambitionen</li>
<li>die DOSB-Entscheidung im Dezember 2007 für München, um Sommerbewerbungen Hamburg und Berlin zu verhindern</li>
<li>Willy Bogner</li>
<li>FIFA-Mann Franz Beckenbauer in Durban (DFB-Maskottchen Claudia Roth hätte es gerichtet)</li>
<li>IOC-Mitglieder mit politischem Verstand: Deutschland soll lieber den Euro retten!</li>
</ol>
<p>Weil die Berichterstattung durch die <a title="Aus dem Maschinenraum (VII)" href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/07/aus-dem-maschinenraum-vii/" target="_self">Server-Probleme</a> einen Tag eingeschränkt war, kopiere ich flink noch meine halb-analytischen Schnellschüsse von gestern Abend und heute Nachmittag hinein. Eigentlich müsste Mann mal wieder ein Buch drüber schreiben.</p>
<p>Bei allem Respekt vor jenen in der Olympia GmbH, die hart und aufrecht für diesen Traum gearbeitet haben, ich verfalle nicht in Häme, ich respektiere ehrliche Bemühungen, aber diese Fragen müssen gestellt werden:</p>
<blockquote><p>Sogar die Koreaner haben nicht mit einem so klaren Sieg gerechnet. München trauten sie 35 Stimmen zu.</p>
<p>Interessant in der Nachbereitung wird nun sein, wie es der vom DOSB dominierten Bewerbungsgesellschaft gelang, dem Sponsor aus der Politik – Bundesregierung, Bundestags-Sportausschuss, Landesregierung – jahrelang den Eindruck zu vermitteln, München habe eine reelle Chance?</p>
<p>Darf man von einer bewussten Irreführung sprechen, um viele Millionen Steuermittel zu akquirieren?</p>
<p>Eine andere Frage ist natürlich auch, warum es bequeme, ahnungslose und eingebildete Politiker nicht besser wissen wollten und sich von Olympia-Lobbyisten aus dem DOSB instrumentalisieren ließen/lassen?</p></blockquote>
<p>Wenn ich dann lese, dass Münchner CSU-Trottel schon wieder über 2022 palavern, ohne Zusammenhänge zu begreifen, wird mir übel.</p>
<p>Die beiden Texte:</p>
<p><em>Mittwochabend, 6. Juli</em></p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 16.0px Consolas} -->DURBAN. Die Olympischen Winterspiele 2018 finden in der südkoreanische Kleinstadt Pyeongchang statt. 63 von 95 stimmberechtigten Mitgliedern des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) entschieden sich im ersten Wahlgang für Pyeongchang. München erhielt nur 25 Stimmen. Für das französische Annecy votierten sieben IOC-Mitglieder. Um 17.18 Uhr gab IOC-Präsident Jacques Rogge das Resultat bekannt. Wenige Minuten später wurden die Verträge mit dem neuen Olympiagastgeber unterschrieben.</p>
<p>Wie erwartet lobte Rogge die Koreaner für ihre Ausdauer, denn es war Pyeongchangs dritte Bewerbung in Folge nach zwei knappen Niederlagen. „Die Höhe des Erstrundensieges überrascht mich“, sagte Rogge:</p>
<blockquote><p>Die beste Bewerbung hat überzeugend gewonnen. Pyeongchang hat sein Angebot kontinuierlich verbessert.</p></blockquote>
<p>Für 2010 hatte Pyeongchang gegen Vancouver und für 2014 gegen Sotschi verloren.</p>
<p>25 Stimmen sind enttäuschend für München, die auch die Unterstützer in der Politik kaum in einen Sieg umdeuten können. Intern hatten Berater schon vor einiger Zeit mit einer Niederlage gerechnet, am Ende aber sprachen alle über eine Aufholjagd und die zweite Runde. 25 Stimmen hatte vor vier Jahren, als die Spiele 2014 vergeben worden, auch Salzburg aus Österreich geholt – mit nur zehn Millionen Euro, statt 34 Millionen wie München. Und ohne ein einflussreiches IOC-Mitglied wie es die Deutschen mit Vizepräsident Thomas Bach haben, der in zwei Jahren Nachfolger von Rogge werden will.</p>
<p>Im IOC wird die Frage gestellt, ob sich Bach mit diesen 25 Stimmen blamiert hat. „Ich glaube nicht“, sagt der Kanadier Richard Pound. „Das ist eine ganz andere Veranstaltung.“ Von einem „Kantersieg“ für Pyeongchang sprach er aber auch.</p>
<p>„Wahrscheinlich ist die Entscheidung ja wirklich schon vorher gefallen“, vermutet Münchens Frontfrau Katarina Witt unter Tränen. Die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin hat sich nichts vorzuwerfen. Sie hat beizeiten energisch den überforderten ehemaligen Geschäftsführer Willy Bogner bedrängt, endlich die Zügel anzuziehen. Bogner ist einer der Hauptverantwortlichen für das Kommunikationsdesaster mit den Widerständlern in Garmisch-Partenkirchen, der olympischen Kernregion. Die mangelnde Zustimmung der Bevölkerung sei der Schwachpunkt der Bewerbung gewesen, analysierte das ehemalige deutsche IOC-Mitglied Roland Baar.</p>
<p>Trotz nationaler Querelen trat München mit Witt international extrem besser auf als 1986 Berchtesgaden, 1993 Berlin und 2004 Leipzig, deren Bewerbungen von Skandalen und finanzieller Misswirtschaft geprägt waren.</p>
<p>Am Mittwoch präsentierten sich die Bewerber ein letztes Mal vor den IOC-Mitgliedern. München und Pyeongchang lieferten sehr gute Vorstellungen, die zu den besten der vergangenen zwanzig Jahre im Bewerber-Zirkus zählten. Einen Olympiasieg kann man mit Präsentationen nicht erringen, wohl aber mit einer uninspirierten Vorstellung noch Stimmen verlieren.</p>
<p>Münchens Offerte wurde geprägt von Katarina Witt, der Blindensportlerin Verena Bentele, von Thomas Bach, Franz Beckenbauer und Bundespräsident Christian Wulff. „Alle Gesetze sind auf den Weg gebracht, wir sind ein verlässlicher Partner“, sagte Wulff. „Wir achten die Autonomie des Sports.“ Alle korrupten Funktionäre im Saal wie etwa etliche Vertreter des Fußball-Weltverbands FIFA um Joseph Blatter werden derlei Aussagen erfreut zur Kenntnis genommen haben. Besonders Bach warf sich mächtig ins Zeug und bewies wohl doch, dass ihm diese Bewerbung am Herzen gelegen hat und er nicht nur auf die IOC-Präsidentschaft konzentriert ist. Mit Tränen in den Augen sagte er:</p>
<blockquote><p>Aus tiefstem Herzen bitten wir sie, Ja zu München zu sagen.</p></blockquote>
<p>Dann die Koreaner. Der Amerikaner Terrence Burns, der schon drei Olympiabewerbungen (Peking, Vancouver, Sotschi) und zuletzt die Fußball-WM 2018 mit Russland gewonnen hatte, bereitete diese Präsentation vor. „Noch nie ist mir das so schwer gefallen“, sagte Burns erleichtert, nachdem seine Präsentatoren über sich hinaus gewachsen waren. Die Südkoreaner waren spritzig und witzig. Und sieattackierten immer wieder elegant den Herausforderer München. Herausragendagierte dabei Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Yuna Kim. Koreas NOK-Präsident Yong Sung Park, Chef des Doosan-Konzerns, witzelte in Richtung des IOC-MitgliedsFürst Albert von Monaco:</p>
<blockquote><p>Tut mir echt leid, Ihre Hoheit, dass Sie Ihre Flitterwochen unterbrechen müssen, um zum dritten Mal eine Präsentation von Pyeongchang zu verfolgen.</p></blockquote>
<p>Der Auftritt habe ihn nicht gelangweilt, sagte Albert wenig später. Es sei sehr unterhaltsam gewesen. Einen vierten Auftritt von Pyeongchang wird es nicht geben, aber vielleichteinen zweiten von München – in vier Jahren? Weder Thomas Bach noch Oberbürgermeister Christian Ude wollten im ersten Schock über eine zweiteBewerbung sprechen. Ude sagte zunächst nur, es sei „keine Fehlinvestition“ gewesen.</p>
<p>Die Koreaner haben die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt und agierten weniger aggressiv, entspannt aber bestimmt.</p>
<blockquote><p>Das war eine psychologische Meisterleistung &#8230;</p></blockquote>
<p>&#8230; sagte das Schweizer IOC-Mitglied Gian-Franco Kasper. &#8220;Man hat ein bisschen Mitleid geweckt und jederzeit die richtige emotionale Ansprache getroffen.“</p>
<p>Historisch betrachtet war der Sieg im dritten Anlauf verdient. Bisher waren 20 Winterspiele nach Europa und Nordamerika vergeben worden – nun die dritten nach Asien. Dieses krasse Missverhältnis hat das IOC etwas aufgehübscht. Andererseits haben derlei Abstimmungen stets einen schlechten Beigeschmack, weil letztlich ein Systembelohnt wurde, das seit Jahrzehnten mit einer einzigartigen Symbiose aus Wirtschaftsmacht und sportpolitischem Einfluss dauerhaft für Korruptionsskandale sorgte. Ob Samsung-Boss Kun Hee Lee, der als IOC-Mitglied Milliarden ins Sportsponsoring steckt, oder die ehemaligen IOC-Mitglieder Park und Kim Un Yong – sie alle wurden bereits wegen Korruption verurteilt. Lee sogar zweimal. Der Samsung-Chef, der einen gottähnlichen Status in Südkorea genießt, entzog sich einer dritten Haftstrafe durch eine gigantische Geldspende. Zuletzt wurde er im Januar 2010 begnadigt, um die Spiele nach Pyeongchang zu holen.</p>
<p>In Durban ging Kun Hee Lee nicht mal mehr in die Bütt. Er wusste, dass es für den souveränen Sieg reichen würde. Vor vier Jahren noch in Guatemala, als Russlands damaliger Präsident Wladimir Putin eingeflogen kam und mit dem Geld seinerOligarchen die IOC-Mitglieder beeinflusste, sprang der öffentlichkeitsscheue Kun Hee Lee noch über seinen Schatten, trat zum ersten Mal überhaupt ans Podium und flehte:</p>
<blockquote><p>Im Namen von 70 Millionen Koreanern, geben Sie uns die Spiele!</p></blockquote>
<p>Mission erfüllt, vier Jahre später. Und Bewerbungschef Yang Ho Cho, der Boss von Korean Air, jubelte: „Heute feiert ganz Korea!“</p>
<p><em>Donnerstagabend, 7. Juli</em></p>
<p>DURBAN. Der Nacht der Tränen folgte der große Kater. Während sich die IOC-Mitglieder längst wieder ihren Geschäften widmeten und routiniert die nächsten Programmpunkte ihrer 123. Vollversammlung abhandelten, räumten die Mitarbeiter der Münchner Olympia GmbH ihre Büros. Am Donnerstagabend verließ das Team um Katarina Witt und den Geschäftsführer Bernhard Schwank fast komplett den Ort der heftigen Niederlage. Es wird daheim nun einige Abschiedsessen geben zur kollektiven Schmerzbetäubung. Ab nächster Woche zerstreut sich die Mannschaft in alleWinde.</p>
<p>Nur die IOC-Mitglieder Thomas Bach und Claudia Bokel, IOC-Ehrenmitglied Walther Tröger und Bachs Adjudantin Katrin Merkel blieben in Durban. Ob sich München noch einmal umWinterspiele bewirbt, steht in den Sternen. Nächste Woche trifft sich das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und wird auch darüber beraten. Ein Schnellschuss kann ausgeschlossen werden. Der DOSB könnte sich dafür aussprechen, doch die wichtigste Lehre, eine immer wieder neue, aus dieser Bewerbung lautet: Es muss transparenter zugehen in finanziellen Fragen – und zunächst sollten die Steuerzahler befragt werden, ob sie Olympia wirklich wollen.</p>
<p>Im IOC-Reich konzentriert sich jetzt alles auf die Sommerspiele 2012 in London und auf die Session im September 2013 in Buenos Aires, wo der Nachfolger von Präsident Jacques Rogge gewählt wird. DOSB-Präsident und IOC-Vize Thomas Bach ist erster Anwärtert. „Dass weiß doch jeder“, hat IOC-Kollege und Eishockey-Weltpräsident Rene Fasel schon vergangenes Jahr zu Protokoll gegeben. Darauf ist die Karriere des Fecht-Olympiasiegers von 1976 angelegt. Genau deshalb hatte Bach die Sommerbewerbungen von Berlin und Hamburg für 2020 verhindert und sich für München 2018 entschieden.</p>
<p>Was bedeuten diese 25 Stimmen, die München bei der Niederlage gegen Pyeongchang (63 Stimmen) erhalten hat, für Bachs präsidiale Ambitionen? Ist es denkbar, dass Bach 2013 Präsident wird, und zwei Jahre später München Olympiastadt 2022? Ist es überhaupt sinnvoll, sich für 2022 zu bewerben, wenn doch 2020 voraussichtlich Olympische Sommerspiele in Europa stattfinden: in Rom (bislang einziger erklärter Kandidat), Istanbul, Madrid oder Paris?</p>
<p>Gegen Pyeongchang, das zum dritten Mal antrat, war Münchens Offerte immer aussichtslos. Das darf man ohne jede Häme und unabhängig von der Klasse der Bewerbung formulieren. Die 63:25 Stimmen sind eindeutig. 25 nur. Thomas Bach hat geweint. Manche interpretieren seine Reaktionen als Schock. Bach ist in zwanzig Jahren im IOC immer mit dem Stimmenpaket unterwegs gewesen, das einst die korrupten südkoreanischen Funktionäre um Kim Un Yong mit dem ehemaligen IOC-Präsidenten Samaranch geschmiedet haben. Diese rund 35 Stimmen kamen stets auch Bach zugute. Mit München musste er nun erstmals in seiner Karriere gegen den Block der alten Koalitionäre kämpfen. Man könnte sagen, er hat immerhin 25 Stimmen erhalten und sich damit als präsidiabel erwiesen, denn in zwei Jahren werden ihm aus Pyeongchangs Paket wieder viele Voten zufließen.</p>
<p>Jeder im Business weiß, dass sich Bach wirklich für München ins Zeug gelegt hat. Es mag anfangs die Überlegung gegeben haben, Münchens Bewerbung seinen präsidialen Plänen zu opfern. Doch das war zu riskant. Eine schwache Bewerbung mit neun Stimmchen wie sie einst Berlin erhielt, konnte sich Bach nicht leisten. Seine Rede während der Münchner Präsentation in Spanisch, Englisch und Französisch war natürlich auch ein Wahlkampfauftritt in eigener Sache. Er hat viel getan, und gemäß Flurfunk nicht wirklich Chancen auf die Präsidentschaft eingebüßt.</p>
<p>Dennoch sollen potenzielle Herausforderer wie Richard Carrion (Puerto Rico) oder Ser Miang Ng (Singapur) leuchtende Augen bekommen haben, als sie das Wahlergebnis lasen. Carrion hat als TV-Unterhändler des IOC vor wenigen Tagen einen <a title="Was vom Tage übrig bleibt (63): olympische TV-Milliarden, NBCU und neue Optionen für die Sommerspiele 2020" href="http://www.jensweinreich.de/2011/06/08/was-vom-tage-ubrig-bleibt-63-olympische-tv-milliarden-nbcu-und-neue-optionen-fur-die-sommerspiele-2020/" target="_self">4,4-Milliarden-Dollar-Vertrag</a> mit dem amerikanischen Network NBC-Universal ausgehandelt. Für Carrion, den Banker, spricht auch, dass das IOC in 117 Jahren acht Präsidenten hatte, von denen sieben aus Europa kamen. Die Machtverschiebung im Weltsport, die seit langem zu beobachten ist, kann sich auch schnell in der IOC-Präsidentschaft manifestieren.</p>
<p>Sogar die Koreaner haben nicht mit einem so klaren Sieg gerechnet. München trauten sie 35 Stimmen zu. Interessant in der Nachbereitung wird nun sein, wie es der vom DOSB dominierten Bewerbungsgesellschaft gelang, dem Sponsor aus der Politik – Bundesregierung, Bundestags-Sportausschuss, Landesregierung – jahrelang den Eindruck zu vermitteln, München habe eine reelle Chance? Darf man von einer Irreführung sprechen, um viele Millionen Steuermittel zu akquirieren? Eine andere Frage ist natürlich auch, warum es Politiker nicht besser wissen wollen und sich von Olympia-Lobbyisten aus dem DOSB instrumentalisieren lassen?</p>
<p>Müsste morgen schon, und nicht erst 2013, ein neuer IOC-Präsident gewählt werden, würde alles auf Thomas Bach hinauslaufen. Daran hat sich nichts geändert. Als IOC-Präsident würde Bach in Sachen deutscher Olympiabewerbung jedoch wieder vorsichtiger, vielleicht sogar neutral agieren müssen. Sogar sein großes Vorbild Juan Antonio Samaranch hat einst sechs Jahre verstreichen lassen, um die Sommerspiele in seine Heimatstadt Barcelona zu holen. Auch Bach wird Ruhe bewahren. Und Deutschland wird noch ein Jahrzehnt auf Olympia warten müssen.</p>
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		<title>live-Blog aus Durban: Olympia 2018. Die Entscheidung für Pyeongchang</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/07/06/live-blog-aus-durban-olympia-2018-die-entscheidung/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 06:33:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[annecy 2018]]></category>
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		<description><![CDATA[DURBAN. Moin, moin. Sitze nach einigen Fights mit der Security doch noch pünktlich am Platz. In wenigen Minuten eröffnet IOC-Präsident Jacques Rogge die Show. Ab 8.45 Uhr präsentiert München. Ich bitte um einen/mehrere Gefallen: Kann mir bitte jemand den Spaß komplett am Fernseher aufzeichnen? Ich nehme alles für mein Archiv: ARD, ntv, ZDF &#8211; wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
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<p>DURBAN. Moin, moin. Sitze nach einigen Fights mit der Security doch noch pünktlich am Platz. In wenigen Minuten eröffnet IOC-Präsident Jacques Rogge die Show. Ab 8.45 Uhr präsentiert München.</p>
<p>Ich bitte um einen/mehrere Gefallen: Kann mir bitte jemand den Spaß komplett am Fernseher aufzeichnen? Ich nehme alles für mein Archiv: ARD, ntv, ZDF &#8211; wer auch immer heute überträgt. Und zwar in voller Länge. Von jetzt bis heute Abend mit allen Sondersendungen. Falls es derartig veranlagte Menschen geben sollte, bitte, denkt an mich. Her damit.</p>
<p><strong>8.39 Uhr: </strong>Christophe de Kepper, als Rogges Mann neuer Generaldirektor des IOC, ist jetzt der Chef im Ring und erklärt den Ablauf. Und hier im Pressezentrum tendiert die Temperatur gegen Null. Just to mention that.</p>
<p>Rogge wiederholt die Regeln. Sie sind etwas früher bereit und müssen also wg der TV-Übertragung noch vier Minuten warten. Jetzt lässt er die Technik prüfen.</p>
<p>103 von 110 Mitglieder sind anwesend. Davon müssen wir noch jene abziehen, die in der ersten Runde nicht wählen dürfen. Dann sollten es 97 bei der Abstimmung sein. Oder?</p>
<p>München marschiert ein.</p>
<p><strong>8.45 Uhr: </strong>Auf geht&#8217;s, München.</p>
<p>München startet mit einem altbekannten Begrüßungsvideo. Leicht aufgehübscht, das sah man bisher bei fast allen Präsentationen.</p>
<p>Thomas <strong>BACH</strong> beginnt. Gibt den Olympier. Deshalb der Hinweis, dass es die erste IOC-Vollversammlung in Afrika überhaupt ist.</p>
<blockquote><p>Es geht allein um die Verdienste, nicht darum, wie oft sich jemand beworben hat</p></blockquote>
<p>Das bringt er seit einiger Zeit, seit der Präsentation in Lausanne im Mai. Da hat er dann auch ausgepackt, dass das Deutschlands vierte Bewerbung ist &#8211; nach Berchtesgaden, Berlin und Leipzig, den drei Katastrophen. Auch damit wollen sie Pyeongchang toppen. Vier gegen drei. Kleine Spitze, dies.</p>
<p>Es geht um soziale Verantwortung, Umweltschutz und das Gedeihen der olympischen Bewegung. Oops?</p>
<p>Oh, der DOSB hat nun schon 28 Millionen Mitglieder. Sagt <strong>BACH</strong>.</p>
<p>Katarina <strong>WITT</strong> spricht von Architekten und Malern, die wie Sportler eine Kunst verrichten.</p>
<p>Sie ist besser als zuletzt bei allen Präsentationen. Sie hat&#8217;s halt gelernt, vor vielen Jahren im Olympia-Eisring.</p>
<p>Willy <strong>REHM</strong> jodelt, und dieses katastrophale Internet hier bringt mich mal wieder zur Verzweiflung.</p>
<p>Christian <strong>UDE</strong> übernimmt wie immer die Oktoberfest-Nummer, Munich = Party-Town. Er würde gern ein Faß Bier anstechen mit den IOC-Mitgliedern heute Abend.</p>
<p>Jetzt ein Video, in dem es u.a. um Weltklasse-Bars in München geht.</p>
<blockquote><p>Sie können drei Wochen jeden Tag in einem anderen Top-Restaurant speisen.</p></blockquote>
<p>Sagt Ude.</p>
<p>Das kann Pyeongchang derzeit nicht bieten. Aber die Koreaner werden ja alles aus Seoul transferieren. Als ich im Februar dort war zum Besuch der Evaluierungskommission, da hat der Chefkoch des Shilla-Hotels serviert. Shilla, natürlich, gehört auch Kun Hee Lee bzw Samsung.</p>
<p>Bernhard <strong>SCHWANK</strong> ist fürs Sportliche zuständig. Stellt das Konzept vor. Überzieht etwas. Zu aufdringlich. Betont falsch, betont fast jedes Wort.</p>
<p>Seine Botschaft: Deutsche Firmen, die jetzt schon für 50 Prozent des Umsatzes der sieben olympischen Wintersportverbände sorgen, werden ihr Sponsoring dramatisch erhöhen. Jedes Land, jedes NOK, jeder Sportverband wird davon profitieren. Sie alle.</p>
<p>Nun Christian <strong>WULFF</strong>. Spricht Deutsch. Peinlich. Er hat ja an den Proben auch nicht teilgenommen. Hätte schon etwas mehr investieren können.</p>
<blockquote><p>Schenken sie uns ihr Vertrauen für die Olympischen Winterspiele 2018. Wir werden daraus, fröhliche, emotionale und enthusiatische Winterspiele machen.</p></blockquote>
<p>Alle Gesetze sind auf den Weg gebracht. Wir sind verlässliche Partner</p>
<blockquote><p>Schenken sie Stella und der Jugend der Welt im Jahr 2018 erfolgreiche Para- und Olympische Winterspiele im Jahr 2018. Let dreams become true.</p></blockquote>
<p>Wir sind verlässliche Partner. Wir achten die Verantwortung und die Autonomie des Sports. (Notiz an mich: Bitte Haltung bewahren und mich nicht übergeben. #FIFA #IOC #Korruption #Wahrheitsallergiker)</p>
<p>Claudia <strong>BOKEL</strong>. Gibt es eigentlich außer mir und einigen Journalisten weitere Personen, die wissen, dass Bokel seit 2008 IOC-Mitglied ist? Ich weiß nicht, was sie im IOC tut. Sie spricht Französisch und im Namen der Sportler. Davon kommen dann noch einige. Zum Beispiel gleich Verena <strong>BENTELE</strong>. Sie ist sehr gut. (George Hirthler flüstert mir später zu, darauf sei er besonders stolz gewesen.)</p>
<p>Nun Maria <strong>RIESCH</strong>, die lässig sagt, es habe während der Bewerbung viele News aus Garmisch gegeben, aber sie erzähle nun ihre, die richtige.</p>
<blockquote><p>Glauben sie mir: Die Garmischer werden sie alle herzlich bei den Winterspielen begrüßen. Wie alle Deutschen.</p></blockquote>
<p>Der <strong>FRANZ</strong>.</p>
<blockquote><p>People kohl me se Kaiser. I invite you for the winter dream.</p></blockquote>
<p>Und er will auch sofort mit dem Langlauftraining beginnen.</p>
<p>Lügenbaron Jerome Valcke, FIFA-General, sitzt übrigens auch im Saal.</p>
<blockquote><p>Once an athletes, always an athlete.</p></blockquote>
<p><strong>WITT</strong> spricht ein bisschen über sich, ihre Olympiaerfolge und ihren Job als Gesicht der Bewerbung und sagt, sie hätte gern die IOC-Mitglieder daheim besucht. Aber wie alle wissen, ist das nicht erlaubt.</p>
<p>Zählt dann, wie immer, die Rekordzahlen und vollen Stadien in Deutschland auf. Achtung, Pyeongchang:</p>
<blockquote><p>We are not just promosing full stadia, we guarantee full stadia.</p></blockquote>
<p>Und noch ein wirklich hübscher move von George Hirthler:</p>
<blockquote><p>That is the public support that counts.</p></blockquote>
<p>Sein Sportlerherz schlägt höher, sagt <strong>BACH</strong>.</p>
<blockquote><p>One of the single word in every language is yes. Wir bitten sie bescheiden, sagen sie dieses eine Wort zu München 2018.</p></blockquote>
<p>Können Olympische Spiele nachhaltig organisiert werden?</p>
<blockquote><p>Yes.</p></blockquote>
<p>Können Olympische Spiele umweltfreundlich organisiert werden?</p>
<blockquote><p>Yes.</p></blockquote>
<p>&#8230; in magischer Amosphäre?</p>
<blockquote><p>Yes.</p></blockquote>
<p>usw usf</p>
<p>Is the election of a host city really about sports and the athletes?</p>
<blockquote><p>Yes.</p></blockquote>
<p>With stadiums full of knowledgable fans! Achtung, Pyeongchang!</p>
<blockquote><p>From the buttons of our hearts we humbly ask you to say yes.</p></blockquote>
<p>Willy <strong>REHM</strong> jodelt wieder.</p>
<p>Die Fragerunde ist kurz. Was Fürst Albert &#8220;fragt&#8221; (richtige Fragen stellt er eigentlich nie, er äußert sich nur immer als Erster) ist wegen akkustischer Mängel nicht zu verstehen. Außerdem Adam Pengilly (UK) und Ottavio Cinquanta (ITA). Cinquanta will Pyeongchang, das hat er mir schon im Mai klar gesagt. Er will Pyeongchang auch wegen Rom 2020.</p>
<p>Christian <strong>WULFF</strong> antwortet auf seine Frage, ob das nicht nur eine Bewerbung vom Freistaat Bayern, sondern von ganz Deutschland sei.</p>
<blockquote><p>Ich kann ihnen versichern, dass das ganze Land mit einer überwältigende Mehrheit hinter dieser Bewerbung stehen.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Politik hat all diesen Bewerbungsunterlagen eiserne Garantien gegeben. Ich stehe persönlich dafür, dass diese Olympischen Spiele ein Ereignis werden, dass wir niemals vergessen werden.</p></blockquote>
<p>Beifall. Diplom. Abgang. <strong>9.43 Uhr</strong>.</p>
<p>Und Patrick Sandusky, der Pressechef des USOC und einstiger Pressechef von Chicago 2016 fragt auf Twitter, wo eigentlich das Diplom ist, dass <a title="Ohrfeige für Obama" href="http://www.jensweinreich.de/2009/10/02/olympia-2016-die-abstimmung-des-ioc/" target="_self">Chicago 2016</a> im <a title="Obama arrived" href="http://www.jensweinreich.de/2009/10/02/olympia-2016-die-entscheidung-obama-arrived/" target="_self">Oktober 2009</a> als großer Verlierer bekommen hat. Das liegt noch irgendwo im Bella Centre von Kopenhagen, antwortet jemand.</p>
<p><strong>11.06 Uhr:</strong> Nach der München-PK. Annecy präsentiert. Ich verfolge das nicht. Treibe mich herum und bin erst später wieder ganz Ohr bei Pyeongchang.</p>
<p>München natürlich schwer erleichtert. Wenngleich jeder weiß, auch Wulff, der es ganz nett formuliert hat, dass das alles nicht bedeutet/bedeuten muss. Es bleibt nur das Beten und Hoffen.</p>
<p><strong>12.07 Uhr:</strong> Let&#8217;s go, Pyeongchang!</p>
<p>Zunächst ein stimmungsvolles Video. Auch mein Freund Kwang-Bae Kang tritt auf, Vizepräsident des Bob-Weltverbandes FIBT. Dessen Präsident Ivo Ferriani ist (auch als Italiener) ein absoluter Befürworter von Pyeongchang.</p>
<p>Theresa <strong>RAH</strong> stellt das Team vor. Präsident <strong>LEE</strong>, Sportminister, Governor, Sonderbotschafter <strong>KIM</strong>, Yong Sung <strong>PARK</strong>, Yuna <strong>KIM</strong> (großer Beifall) &#8230; Kun Hee <strong>LEE</strong>, der Samsung-Herrscher (langer Beifall, echt!), Dae Sung <strong>MOON</strong>, Olympiasieger und IOC-Mitglied.</p>
<p>Theresa <strong>RAH</strong> erklärt, auch diese Kleinigkeit ist wichtig, dass sie neu ist in der olympischen Bewegung. Die Diplomatengattin, die in vielen Ländern gelebt hat, wurde als Kommunikationschefin geholt.</p>
<blockquote><p>Beharrlichkeit und Geduld.</p></blockquote>
<p>Pyeongchang ist immer wieder aufgestanden, hat sich zweimal erholt und alles getan &#8230; neue Horizonte &#8230; Wintersport in neuen Regionen entwickeln &#8230; geht alles ein bisschen zu schnell für mein Empfinden. Bisschen Luft holen, wäre ganz hübsch gewesen. Aber Theresa spricht natürlich gut.</p>
<p>Er wünscht München und Annecy viel Glück, sagt <a title="Im Tiefflug" href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/05/im-tiefflug/" target="_self">Yang Ho <strong>CHO</strong></a>. Aber nicht zu viel davon! Vom Glück.</p>
<p><strong>CHO</strong> hat hart gearbeitet. Er hat bisher noch NIE so gut gesprochen.</p>
<p>Südkoreas Präsident <strong>LEE</strong> Myung-Bak.</p>
<p>Spricht Englisch, anders als der deutsche Bundespräsident.</p>
<p>Ich finde, er macht das ziemlich gut. Den Anfang 1948 in St. Moritz und die koreanische Mini-Delegation kannte ich natürlich schon aus anderen Präsentationen. Aber auch dieser ganze Aufbau</p>
<blockquote><p>We are working hard. We&#8217;ll make you proud!</p>
<p>I ask you finally that our olympic and paralympic dream come true!</p></blockquote>
<p>Jin-Sun <strong>KIM</strong>, heute Special Ambassador, früher 12 Jahre Provinz-Gouverneur, ist nun dran. Er verkörpert diese Bewerbung, alle drei Bewerbungen. Und er verkörpert all die anderen koreanischen Geschichten.</p>
<blockquote><p>Our heart were broken. But we never gave up and tried again!</p>
<p>We have heard your advise.</p></blockquote>
<p>Sie setzen auf diese Karte, und das ist auch okay so. Jetzt heult er, weil er zum dritten Mal hier steht.</p>
<blockquote><p>Our people have waited for over ten years.</p></blockquote>
<p>Ich glaube nicht mal, dass diese Emotionen gespielt sind.</p>
<p>Yuna <strong>KIM</strong>.</p>
<p>Sie beginnt viel besser als in Lausanne. Sie hat sieben Wochen hart trainiert, sagt sie. Und nun klingt sie wirklich ziemlich cool. Terrence BURNS hat gut gearbeitet mit seinen Leuten. Es ist MIT ABSTAND die beste Präsentation von Pyeongchang bisher, und ich habe fast alle live verfolgen können.</p>
<p>Lichtjahre besser, unvergleichbar mit der ersten Präsentation im Oktober in Acapulco. Heute kommt es darauf an. Heute bringen sie auch das. Das die Sache mit dem Geld und Samsung und alles längst geklärt ist, glaube ich jetzt erst recht: das Ding ist erledigt.</p>
<blockquote><p>I am an example of a living legacy!</p></blockquote>
<p>Sie darf im Video auch noch das technische Konzept vorstellen. Good move.</p>
<p>IOC-Mitglied <strong>MOON</strong> spricht vom revolutionärem Konzept, ein Olympisches Dorf für Olympics and Paralympics.</p>
<p>Yong Sung <strong>PARK</strong></p>
<blockquote><p>It has been a loooong day for you. But it has been a loooong time for us too.</p></blockquote>
<p>Sagt Fürst Albert:</p>
<blockquote><p>Tut mir echt leid, Ihre Hoheit, dass Sie ihre Flitterwochen unterbrechen müssen, um zum dritten Mal eine Präsentation von Pyeongchang anzuhören!</p></blockquote>
<p>Park ist witzig. Auch im persönlichen Gespräch.</p>
<p>Viele IOC-Kollegen (er sagt immer noch: Kollegen, obwohl er lange schon wieder draußen ist aus dem IOC) hätten ihn gefragt, was sie in P so alles machen können (nicht viel natürlich). Also kommt ein Video zum Programm &#8220;Best of Korea&#8221;: Ich habe das schon oft geschrieben, sie holen während der Spiele alles nach P. Restaurants, Shopping Malls, Theater. Was IOC-Members und Gefährten und Family halt so brauchen.</p>
<blockquote><p>I hope that you&#8217;ll give us the chance to prove that Pyeongchang is ready!</p></blockquote>
<p>Toby <strong>DAWSON</strong>/<strong>KIM</strong> Bong-Soek, geboren un Busan 1978, 1981 adoptiert und nach Vail/Colorado gezogen. Olympiamedaillengewinner im Freestyle 2006 in Torin. Und hier Stammgast jeden Abend an der Bar.</p>
<p>Sehr, sehr gut.</p>
<p>Er verkörpert, sagt er, die Hoffnung und den Traum von Millionen von Kids. New horizons, new markets, new hopes &#8230; sie deklinieren das Thema geschickt &#8211; und emotional. Zum ersten Mal überhaupt! Ich sage ja: Auf die Sekunde topfit.</p>
<p>Theresa <strong>RAH</strong> again.</p>
<p><em>(Und ich stelle das Blog mal um, so dass nur noch dieser Beitrag auf der Startseite erscheint. Vielleicht macht der Server dann mit.)</em></p>
<p><strong>RAH</strong> nimmt Münchens Argument auf und sagt: Hey, 19 Mal wurden die Spiele schon im traditionellen Markt (USA, Kanada, Europa) ausgetragen &#8211; aber nur zweimal in Asien. Nie in Korea.</p>
<blockquote><p>It is a race about dream. It is a race about human potential.</p></blockquote>
<p>Nun spricht sie Französisch. Wichtiges Detail, immer mal in die andere offizielle IOC-Spreache zu wechseln. Für München erledigte das Claudia <strong>BOKEL</strong>. <strong>BACH</strong> begann, auch das hatten wir schon diskutiert, in Spanisch.</p>
<p>Koreaner sind Kämpfer. I like that. Sehr guter Wettbewerb. München und Pyeongchang sehr gut. Man muss derlei Präsentationen nicht mögen und kann alles infrage stellen. Aber es gibt sie nun mal. Und ich habe mich in zwanzig Jahren schon mächtig gelangweilt.</p>
<p>Heute nicht. Good entertainment.</p>
<p>Noch Fragen?</p>
<p>Völlig überraschend von Albert, Adam Pengilly und &#8211; Ottavio Cinquanta. (Inhalte sind uninteressant.)</p>
<p>Albert sagt zu <strong>PARK</strong>: No worries, my friend, es war das dritte Mal, aber es war nicht langweilig.</p>
<p>Das stimmt.</p>
<p><strong>13.02 Uhr:</strong> Präsentation beendet. Mittagspause. Und ich habe die Überschrift schon mal aktualisiert. Glaube nicht, dass ich mich heute Nachmittag blamiere. (Und wenn: Ich habe ein dickes Fell.)</p>
<p><strong>15.24 Uhr:</strong> Mittagessen, viele Gespräche, keine Gerüchte mehr Vorstellbar, dass es anders kommt, als oben beschrieben. Dass Rogge nachher nicht den Zettel mit dem Namen PYEONGCHANG aus dem Umschlag nestelt?</p>
<p>Rogge hat in kleiner Runde mal erzählt, das war im Frühjahr 2007 in Peking, was das für eine dämliche Situation sei, wenn er da, beobachtet von vielen Millionen Menschen, am Umschlag nestelt. Er sei da immer ganz nervös, sagt er, und hat Angst, dass irgendjemand einen Fehler gemacht hat. Dass der Zettel fehlt. Dass der Name falsch drauf steht. Dass er sich verspricht. Irgendwas in der Art. Man muss auf Youtube mal schauen, wie ernst er stets dabei ist und wie steif und blass. Da hatten selbst die Verkündungen des abgebrühten Samaranch einst mehr Leben. Ich meine das gar nicht gemein, dass Rogge das überhaupt erzählte, fand ich sehr sympathisch.</p>
<p><strong>15.31 Uhr:</strong> In vier Minuten beginnt die Abstimmung. Mein Tipp: Nur ein Wahlgang ist nötig. An eine knappe Kiste glaube ich nicht mehr. Sorry, München. Aber ich denke, sie werden ein für deutsche Verhältnisse stolzes Resultat erzielen.</p>
<p>Ich habe eigentlich nur zwei Fragen:</p>
<ul>
<li>Wie stark engagiert sich BMW wirklich? Oder besser: wie Samsung-mäßig? Kann das also etwas wenden?</li>
<li>Ist da was dran, was mir die Koreaner stecken, dass Thomas Bach etlichen Kollegen signalisiert haben soll: Pass mal auf, besser du stimmst für München, dann hast du ab 2013 ein angenehmeres IOC-Leben?</li>
</ul>
<p><em>(Für Juristen: Ich habe gerade zwei FRAGEN gestellt.)</em></p>
<p><strong>15.39 Uhr: </strong>Sie sind noch bei Verfahrensfragen.</p>
<p>Das IOC-Mitglied Angelo Ruggiero <a title="Angela Ruggiero auf Twitter" href="http://twitter.com/#!/AngelaRuggiero" target="_blank">twittert</a> übrigens live aus der Session. Andere simsen, wie ich höre.</p>
<p><strong>15.44 Uhr: </strong>The vote is now open. Ohne Rogge, Bach, Bokel, Drut, Killy, Lee, Moon und Oswald.</p>
<p><strong>15.46 Uhr: </strong>The vote is now closed.</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 14.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 14.0px Times} --><strong>15.46 Uhr:</strong> Dick Pound informiert Rogge. Der sagt:</p>
<blockquote><p>My dear colleagues: You have elected the host city for the Olympic Winter Games in 2018. The election is over!</p></blockquote>
</div>
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</div>
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		<title>18 Fragen und Antworten zu Olympia 2018</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jul 2011 20:50:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[DURBAN. Habe heute für Spiegel Online 18 Fragen und Antworten zur Olympiaentscheidung 2018 gedichtet. Leicht und hier im Hilton live bearbeitet und erweitert (vielleicht gehe ich in der Nacht nochmal ran): 1. Warum ist Pyeongchang Olympia-Favorit? Pyeongchang, ein Provinzstädtchen rund 200 Kilometer östlich der Hauptstadt Seoul gelegen, bewirbt sich zum dritten Mal in Folge. Für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DURBAN. Habe heute für <a title="SpOn" href="http://www.spiegel.de/sport/wintersport/0,1518,772506,00.html" target="_blank">Spiegel Online</a> 18 Fragen und Antworten zur Olympiaentscheidung 2018 gedichtet. Leicht und hier im Hilton live bearbeitet und erweitert <em>(vielleicht gehe ich in der Nacht nochmal ran)</em>:</p>
<p><strong>1. Warum ist Pyeongchang Olympia-Favorit?</strong></p>
<p>Pyeongchang, ein Provinzstädtchen rund 200 Kilometer östlich der Hauptstadt Seoul gelegen, bewirbt sich zum dritten Mal in Folge. Für 2010 haben die Südkoreaner gegen Vancouver und für 2014 gegen Sotschi jeweils knapp verloren. Normalerweise belohnt das IOC derartige Ausdauer. Zumal die Südkoreaner dem IOC nun seit zehn Jahren jeden Wünsch erfüllen und bereits Milliarden investiert haben. Sie tun alles für Olympia. Zudem haben sich koreanische Firmen wie Samsung als Sponsoren des IOC und vieler olympischer Sport-Weltverbände in den vergangenen Jahrzehnten unentbehrlich gemacht. Da dürften alles in allem Milliarden an Sponsoring- und anderen Mitteln geflossen sein.</p>
<p><strong>2. Kennt das IOC denn tatsächlich so etwas wie Dankbarkeit?</strong></p>
<p>Eigentlich nicht, sonst wären die Sommerspiele 2016 ja nach Chicago und nicht nach Rio vergeben worden &#8211; schließlich hatte das US-Network NBC bis dahin schon sieben Milliarden Dollar in das Geschäft gepumpt (und kürzlich weitere 4,4 Mrd). In der Olympischen Charta, dem Grundgesetz des IOC, ist natürlich nicht festgeschrieben, dass die Spiele an einen Bewerber gehen müssen, dessen Konzerne den Sportbetrieb großzügig alimentieren. Aber zuletzt hat nicht nur IOC-Präsident Jacques Rogge immer wieder gesagt, dass man es schätzt, wenn Olympia-Interessenten Niederlagen verkraften, sich wieder bewerben, ihre Offerten verbessern und die Ratschläge des IOC befolgen – dann werden sie auch belohnt. Diese Argumente brachte er etwa nach der Wahl von Rio de Janeiro zum Austragungsort der Sommerspiele 2016. Insofern wäre Pyeongchang im dritten Anlauf der perfekte Sieger.</p>
<p><strong>3. Hat München eine reelle Chance?</strong></p>
<p>München hat eine Außenseiterchance. Vor einiger Zeit sah es noch so aus, als würde Pyeongchang souverän mit rund 70 Stimmen einen Erstrundensieg landen. Davon spricht kaum jemand mehr, jedenfalls nicht von einem Erfolg in dieser Höhe. Man darf eher einen knappen Ausgang erwarten, vielleicht schafft München sogar die zweite Runde. Das Münchener Team hat international seit reichlich zwei Jahren, seit den Winterspielen 2010 in Vancouver, gut gearbeitet. Keine deutsche Bewerbung der letzten Jahrzehnte (Berchtesgaden, Berlin, Leipzig) war so gut aufgestellt. Bei den bisherigen Präsentationen vor IOC-Mitgliedern auf diversen Sportkongressen hinterließ München den besten Eindruck. Die technisch-organisatorischen Aspekte der Bewerbung stimmen im Grunde, bis auf kleine Abstriche.</p>
<p><strong>4. Warum ist Annecy überhaupt Kandidat?</strong></p>
<p>Normalerweise führt das IOC bei Olympiabewerbungen einen Vorentscheid durch und sortiert die schwächsten Bewerber ein Jahr vorher aus. Da sich diesmal nur drei Städte bewarben – es ist das geringste Interesse an Olympischen Spielen seit drei Jahrzehnten -, machte man eine Ausnahme und winkte Annecy trotz gewaltiger Schwächen durch. Denn es ist wichtig für das IOC, den Eindruck eines echten Bewerberwettstreits zu erwecken. In Wirklichkeit ist Annecy kein ernst zu nehmender Kandidat, sondern gewissermaßen ein Platzhalter für die nächste Bewerbung von Paris für Olympische Sommerspiele. Die Franzosen wollen dann ähnlich argumentieren wie die Koreaner: Seht her, wir bewerben uns immer wieder, stecken Niederlagen weg, hören auf euren Rat und stellen uns wieder an!</p>
<p><strong>5. Belasten die nationalen Querelen, der Widerstand in Garmisch-Partenkirchen die deutsche Kandidatur?</strong></p>
<p>Im Grunde sind Winterspiele im IOC ein Minderheitenprogramm. Die meisten der 110 Mitglieder kommen aus Ländern, die schon wegen der geografischen Anforderungen keine Wintersporttradition haben und nie Winterspiele ausrichten könnten. Folglich ist das Interesse gering. Man nimmt das Medienecho sehr wohl wahr, doch problematisch wird es für IOC-Mitglieder meist erst dann, wenn Olympia-Widerstand lautstärker und auch international geäußert wird. So gab es vor etlichen Jahren gewaltsame Proteste bei den Olympiabewerbungen von Amsterdam und Berlin. Folglich waren diese Städte absolut chancenlos. So wie sich die Garmischer Olympiagegner aber auf die Sachebene konzentrieren und die IOC-Verträge mit Bewerbern und Olympia-Ausrichtern als sittenwidrig brandmarken, bleibt das eine Belastung und bringt die Münchener Bewerber in Erklärungsnot.</p>
<p><strong>6. Welche Rolle spielt Katarina Witt für München?</strong></p>
<p>Katarina Witt kann die deutsche Bewerbung in der Szene glaubwürdig vertreten. Sie ist ein Weltstar des Wintersports. Es kam vor, dass sie IOC-Mitgliedern Autogramme gab. Sie wurde vom internationalen Team der Bewerber GmbH und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) gut eingeführt und hat hart gearbeitet, um auf dem sportpolitischen Geläuf zu bestehen. Das ist ihr zunehmend besser gelungen. Vor allem aber zieht sie das Interesse der internationalen Medien auf sich. Weder Pyeongchang noch Annecy können das bieten – schon deshalb ist Katarina Witt ein Gewinn für die Bewerbung, auch wenn sie sich kaum in die Problemregion Garmisch-Partenkirchen getraut hat. Intern hat die Witt im Sommer 2009 gegen den damaligen Olympia-Geschäftsführer Willy Bogner opponiert. Bogners Rückzug war eine Stärkung der Bewerbung, denn er hatte zahlreiche Versäumnisse zu verantworten.</p>
<p><strong>7. DOSB-Präsident Thomas Bach will in zwei Jahren IOC-Präsident werden. Kollidiert dieses Vorhaben mit Münchens Olympiaplänen?</strong></p>
<p>2013 wird auf der IOC-Session in Buenos Aires der Nachfolger von Jacques Rogge gewählt. 2013 wird auch der Austragungsort der Sommerspiele 2020 bestimmt. Deshalb galt es für Bach zunächst einmal zu verhindern, dass sich Berlin oder Hamburg um die Sommerspiele 2020 bewerben. Denn auf derselben IOC-Session hätte Deutschland nicht mit Bach und einem Sommer-Bewerber erfolgreich sein können. Münchens Interesse an den Winterspielen 2018 kam Bach gerade recht, er setzte die Bewerbung ohne Widerstände durch. Da er derzeit keinen echten Konkurrenten um die IOC-Präsidentschaft hat und die Winterspiele im IOC ohnehin nicht die große Rolle spielen, ist durchaus beides denkbar: Am 6. Juli 2011 erst ein Olympiasieg von München, 2013 dann ein IOC-Präsident Bach.</p>
<p><strong>8. Und was, wenn München am Mittwoch deutlich verliert: Wäre das ein Zeichen der Schwäche für Bach?</strong></p>
<p>Das ist eine Gefahr. Das IOC will einen starken Führer. Ein Desaster wie einst der Olympiabewerber Berlin mit nur 9 Stimmen kann sich Bach nicht erlauben. Wenn München verliert, dann sollte es knapp sein, mit einer stolzen Anzahl von Stimmen. So wie für München hat sich Bach noch für keine deutsche Olympiabewerbung engagiert.</p>
<p><strong>9. Was sagt der Prüfbericht des IOC?</strong></p>
<p>Der Bericht der so genannten Evaluierungskommission wurde im Mai vorgelegt. Er bewertet die Bewerbungsbücher der Kandidaten, stellt aber keine Rangliste auf. Angeblich sind alle drei Bewerber olympiatauglich. Je nach Lesart liegen München und Pyeongchang nach den technischen Kriterien ungefähr gleichauf. Nur haben derlei Prüfberichte kaum Einfluss auf die Entscheidung. Zuletzt gewannen mit Sotschi (Winterspiele 2014) und Rio (Sommerspiele 2016) die Bewerber mit den technisch schlechtesten Angeboten, die dem IOC Potemkinsche Dörfer offerierten. Kein IOC-Mitglied ist an den Evaluierungsbericht gebunden, viele lesen das Papier nicht einmal. Das IOC könnte mit dem riesigen Datenmaterial vergangener Spiele und den Daten neuer Bewerber sehr leicht eine durchaus objektive Rangliste erstellen. Doch daran hat niemand Interesse. Der subjektive Faktor soll dominieren.</p>
<p><strong>10. Nach welchen Kriterien entscheiden die IOC-Mitglieder?</strong></p>
<p>Es soll Mitglieder geben, die sich in die Berichte einlesen und nach bestem Wissen und Gewissen unabhängig entscheiden. Andere wiederum, die beispielsweise gleichzeitig in bestimmten Sportverbänden hohe Funktionen haben, entscheiden im Sinne dieser Verbände über die Olympiaaustragung. Eine dritte Fraktion lässt sich auch von anderen Faktoren leiten.</p>
<p><strong>11. Ist Korruption im Spiel?</strong></p>
<p>Davon darf man ausgehen. Korruption ist der Missbrauch von anvertrauter Macht zu privatem Vorteil. Es hat bislang noch bei jeder Olympiabewerbung Korruptionsfälle gegeben. Pyeongchang ist von der so genannten IOC-Ethikkommission im Herbst 2010 verwarnt worden, nachdem die koreanischen Firmen Samsung und Korean Air Sponsorenverträge mit den Weltverbänden der Ruderer und Eisläufer abgeschlossen hatten. Ruder-Präsident Denis Oswald, ein IOC-Mitglied aus der Schweiz, stimmt deshalb am Mittwoch in Durban nicht mit ab – sein Verband aber kassiert das Geld von Samsung. Eislauf-Präsident Ottavio Cinquanta, IOC-Mitglied aus Italien, stimmt mit ab – der Vertrag mit Korean Air wurde auf Eis gelegt. Bis zum kommenden Donnerstag.</p>
<p><strong>12. Und München kommt ganz ohne solche Zugaben aus?</strong></p>
<p>Fakt ist: Deutsche Firmen finanzieren mehr als 50 Prozent des Umsatzes der sieben olympischen Wintersport-Weltverbände. BMW unterstützt diese Bewerbung weltweit mit seinem gigantischen politischen Netzwerk und hat große Pläne als Olympiasponsor. Viele IOC-Mitglieder sehen in diesem Engagement keinen großen Unterschied zu den Avancen der koreanischen Firmen. Gian-Franco Kasper, Präsident des Ski-Weltverbandes, etwa sagt: Wenn man den Maßstab der IOC-Ethikkommission anlegen wollte, dürften die Wintersportverbände keine Verträge mit deutschen Firmen und überhaupt nie Verträge mit Firmen abschließen, die aus Ländern kommen, die sich um Olympische Spiele bewerben.</p>
<p><strong>13. Was können die Bewerber in den letzten Stunden noch tun?</strong></p>
<p>Beten. Lächeln. Reden. Zählen. Zahlen. Im Ernst: Es geht zunächst darum, keine Fehler zu machen. Diejenigen, die man auf seiner Seite glaubt, müssen bei Laune gehalten werden. Andere IOC-Mitglieder werden weiter bearbeitet. Mit manchen, die man sicher auf der Gegenseite wähnt, muss man gar nicht erst sprechen. Katarina Witt hatte noch eines der insgesamt 110 IOC-Mitglieder vor Durban nicht gesprochen: Den Finnen Saku Koivu. Das hat sie inzwischen nachgeholt. Es gab schon Olympiabewerbungen, die wurden in der Nacht wenige Stunden vor der Wahl entschieden: So sicherte sich Sydney einst die Sommerspiele 2000, als man mit zwei afrikanischen IOC-Mitgliedern Verträge abschloss. Einige Stunden später gewann Sydney mit 45:43-Stimmen gegen Peking. Der Vorfall ist bestens dokumentiert. Für die IOC-Führung war diese Bestechung allerdings keine Bestechung, sondern: Entwicklungshilfe.</p>
<p>Im Moment, da dieser Text hier im Blog veröffentlicht wird, sitze ich im Hilton Hotel. Münchens Bewerber sind gerade auf vier Dinner verteilt, wo sie 20 IOC-Mitglieder bearbeiten. Gerade kommt CEO Bernhard Schwank vorbei, absolut relaxt, und sagt mir: &#8220;Zu lange arbeiten ist ungesund!&#8221;</p>
<p><strong>14. Wie wichtig sind die Abschlusspräsentationen vor der IOC-Vollversammlung?</strong></p>
<p>Diese Vorstellungen werden kolossal überschätzt. Es mag eine verschwindend geringe Zahl von IOC-Mitgliedern geben, die sich von einer berauschenden Präsentation umstimmen lassen. Niemand weiß das. Im Prinzip kann es nur darum gehen, Fehler zu vermeiden. Eine uninspirierte Präsentation mit technischen Pannen, kann Stimmen kosten. Wer seinen Job professionell erledigt, ist auf der sicheren Seite.</p>
<p><strong>15. Hat die Debatte über Korruption bei der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften Auswirkungen auf diese Olympia-Entscheidung?</strong></p>
<p>Einige IOC-Mitglieder haben auch in der FIFA hohe Funktionen und sind in Korruptionsskandale verstrickt: etwa das FIFA-Exekutivmitglied Issa Hayatou aus Kamerun oder FIFA-Ehrenpräsident Joao Havelange. Gegen beide ermittelt die IOC-Ethikkommission. Havelange, der IOC-Alterspräsident, kommt deshalb nicht nach Durban. FIFA-Boss Joseph Blatter, Hauptverantwortlicher für die Skandale in seinem Verband, ist ebenfalls IOC-Mitglied und stimmt am Mittwoch mit ab. Es mag sein, dass manche empfängliche IOC-Mitglieder wegen der lang anhaltenden FIFA-Skandale, die weltweit Schlagzeilen machen, vorsichtiger geworden sind.</p>
<p><strong>16. Was macht Franz Beckenbauer eigentlich in Durban?</strong></p>
<p>Als Ur-Münchner verkörpert Beckenbauer Bewerbung auf der Abschlusspräsentation glaubhaft. Andererseits sind Fußballstars im IOC nicht unbedingt gern gesehen. Auch steht Beckenbauer, bis vor kurzem FIFA-Exekutivmitglied, für das System Blatter in der FIFA – insofern könnte sein Auftritt bei manchen aufrechten Mitgliedern durchaus kontraproduktiv sein. Im olympischen Bereich fühlt sich Beckenbauer nicht zu Hause, vor acht Jahren trat er schon einmal vergeblich für den Olympiakandidaten Salzburg 2010 an, bekannte seine Unsicherheit und hat seine Reise zur IOC-Session in Prag eher bereut.</p>
<p><strong>17. Ist Europa insgesamt nicht mehr so sexy für das IOC?</strong></p>
<p>Im Weltsport findet eine Machtverschiebung statt, weg vom alten Kontinent, weg auch von den USA, hin zu den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) und nach Arabien. Olympia 2014 in Sotschi, 2016 in Rio de Janeiro, Fußball-WM-2014 in Brasilien, 2018 in Russland und 2022 in Katar. Das sind alles Beweise für diese erdrutschartigen Verschiebungen. Bislang wurden 22-mal Olympische Winterspiele vergeben: sechsmal an Nordamerika, 14-mal an Europa &#8211; aber nur zweimal an Asien. Südkorea ist dran &#8211; und würde damit einer europäischen Sommer-Olympiabewerbung für 2020 den Weg ebnen. Denn das IOC wechselt gern zwischen den Kontinenten. Bisher gibt es für 2020 nur einen Interessenten: Rom. In Kürze wird sich entscheiden, ob sich auch Istanbul bewirbt: Die Türken wären Favorit, weil sie die Brücke von Europa nach Asien schlagen. Sie können als erstes muslimisch geprägtes Land Olympiagastgeber werden.</p>
<p><strong>18. Plant München im Falle einer Pleite eine erneute Bewerbung?</strong></p>
<p>Der Deutsche Olympische Sportbund wappnet sich für den Fall, dass die Kandidatur Münchens für 2018 scheitert. Axel Achten, der Chef der Sportmarketing-Agentur des DSOB, hat sich die Internetadresse muenchen2022.org gesichert. Die Internetadresse der Bewerbungsgesellschaft, die die Kandidatur für die Winterspiele 2018 vorantreibt, lautet muenchen2018.org. &#8220;Wir müssen vorausschauend denken&#8221;, sagt Achten gemäß SPIEGEL. Der Vorgang sei aber nicht als Hinweis darauf zu werten, dass sich die bayerische Landeshauptstadt im Falle einer Niederlage tatsächlich nochmals bewerben würde.</p>
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		<title>Olympic bidding race 2018: die letzten Stunden</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jul 2011 15:12:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>DURBAN. Ganz ehrlich, wie immer: Mann wird hier irre. Medien sind schon was Sonderbares. Da wird eine künstliche Hektik erzeugt, der Mann sich kaum entziehen kann und an der Mann ja mit seiner Arbeit ein bisserl auch beteiligt ist. Ich versuche dennoch, ruhig zu bleiben und mich dem Branchentrend zur Hyperventilation zu widersetzen.</p>
<p>Im Grunde halte ich es eher mit Gian-Franco Kasper, IOC-Mitglied und Ski-Weltverbandspräsident aus der Schweiz, der mir vorhin gesagt hat, das Desinteresse im IOC an den Winterspielen 2018, die am Mittwoch vergeben werden, sei geradezu beängstigend.</p>
<p>Aber das nur am Rande.</p>
<p>Denn: It&#8217;s showtime, folks!</p>
<p>Oder, um mit <a title="JTA" href="http://www.jtassocs.com/" target="_blank"><strong>Jon Tibbs</strong></a> zu sprechen, zu dessen Kernaufgaben es zählt, für München 2018 ein Momentum zu kreieren:</p>
<blockquote><p><strong>Ein Momentum ist für mich, wenn die Medien nicht mehr über die Schwächen eines Bewerbers berichten, sondern nur noch über die positiven Aspekte.</strong></p>
<p><strong> </strong>Die Leute sprechen dann nur noch über Positives und ignorieren die Schwächen.</p></blockquote>
<p>Ich brauche jetzt mal eine Pause, bevor es in die nächste Schicht geht, zur Eröffnung der IOC-Session, und hier ein weiteres Textlein erscheint.</p>
<ul>
<li>Hören Sie doch gern noch mal rein, das war eine Heidenarbeit, diese 27 Minuten über olympische Spindoktoren zu produzieren:</li>
</ul>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/07/03/dlf_20110703_2330_d7274add.mp3" target="_self">:</a></p>
<ul>
<li>Oder lesen Sie <a title="Im Tiefflug" href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/05/im-tiefflug/" target="_self">diese Geschichte</a>.</li>
<li>Oder schauen Sie gar <a rel="nofollow" href="http://youtu.be/6Od-jNaHvF4" target="_blank">auf</a> <a rel="nofollow" href="http://youtu.be/E5o7E1mHTy4" target="_blank">Youtube</a> <a rel="nofollow" href="http://youtu.be/31-d2tmXdsU" target="_blank">vorbei</a>, zum <a title="Programmhinweis (XI): &quot;Olympiapoker&quot;" href="http://www.jensweinreich.de/2011/06/29/programmhinweis-xi-olympiapoker/" target="_self">Olympiapoker</a>.</li>
</ul>
<p>Für morgen, Mittwoch, kündige ich schon mal einen echten <strong>Live-Blog von der Entscheidung an</strong>.</p>
<p>Bis gleich.</p>
<p><strong>21.22 Uhr:</strong> Treffe gerade Sepp Blatters beiden Reisebegleiter im wegen der IOC-Sessionseröffnung verwaisten Hilton Hotel. Blatter war mit den beiden gestern bei Robert Mugabe in Harare.</p>
<p>Ich: Habt ihr denn kein Gewissen? Schämt ihr euch nicht?</p>
<p>Walter Gagg, Sepps Freund und FIFA-Direktor:</p>
<blockquote><p>Wieso? Ich war doch auch schon bei Videla und bei Pinochet.</p></blockquote>
<p><strong>21.25 Uhr:</strong> Momentaufnahmen von heute Nachmittag im Hilton, verfasst für einige Zeitungen:</p>
<p>Gesund leben nicht alle im hektischen olympischen Zirkel. Gian-Franco Kasper schon gar nicht. Wer Kasper sucht, muss nur vor die Tür gehen, dort wo die Raucher stehen. Im Hilton Hotel zu Durban ist das nicht anders als kürzlich in Lausanne oder in London. Kasper braucht seine Dosis Nikotin, anders kann man es nicht sagen. Er hat schon viele Bewerbungen verfolgt, ob nun als IOC-Mitglied oder im Ski-Weltverband FIS, wo er Jahrzehnte Generalsekretär war und seit einer weiteren Ewigkeit als Präsident amtiert. Vor einigen Wochen hat er Olympiabewerber als „paranoid“ bezeichnet und kürzlich die im Umkreis des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) herum wuselnden Lobbyisten als „Schmarotzer“. So kennt und schätzt man Kasper. Er liebt klare Worte so sehr wie seine Zigaretten.</p>
<p>Das IOC-Hotel in Durban, fünfzig Meter neben dem Internationalen Kongresszentrum gelegen, in dem amMittwoch auf der 123. IOC-Session die Winterspiele 2018 vergeben werden, ist eigentlich für derlei Anlässe nicht geeignet. Denn es bietet nur eine winzige Lobby, da bleibt kaum Platz für Lobbyisten, die ihre Zielpersonen anvisieren können. Die Olympiabewerber aus Pyeongchang, München und Annecy stört das ein bisschen, Kasper aber ist zufrieden. „Da lassen sie mich in Ruhe.&#8221;</p>
<p>Als Wintersport-Präsident muss man ihm ohnehin nichts mehr erzählen. Andererseits aber wundert sich Kasper, wie wenig Interesse seine IOC-Kollegen an dieser Bewerbung haben. Viele trafen erst am Dienstag in Durban ein, etwa Schwimm-Weltpräsident Julio Maglione aus Uruguay, der beim Check-In sofort vom Münchner Lobbyisten Carlos Garcia belagert wurde, der ebenfalls aus Uruguay stammt; oder der Franzose Guy Drut, der einmal mehr bewies, wie egal ihm die Offerte aus Annecy ist.</p>
<blockquote><p>Das Desinteresse ist fast schon beschämend und beängstigend &#8230;</p></blockquote>
<p>&#8230; sagt Gian-Franco Kasper. „Da sollte man besser eine Briefwahl machen als so eine Show.“ Olympische Winterspiele sind schon deshalb ein Minderheitenprogramm, weil die meisten der 110 IOC-Mitglieder aus Ländern kommen, die keine große Wintersporttradition haben oder aus geografischen Gründen ohnehin nie für Winterspiele infrage kommen. Manche Mitglieder lesen den Prüfbericht nicht, das ist bekannt, darauf haben kritische Zeitgenossen wie Kasper oder der Kanadier Richard Pound immer wieder hingewiesen. Für 2018 bewerben sich nur drei Städte, Annecy nicht einmal richtig – es ist das kleinste Feld seit drei Jahrzehnten. Die Absagen für Durban häufen sich. Da die Mitglieder aus den Bewerbernationen nicht votieren dürfen, so lange ihre Städte dabei sind, könnten am Mittwoch im ersten Wahlgang schon 49 Stimmen für die absolute Mehrheit reichen.</p>
<p>Katarina Witt hat am Montag in Durban das letzte Häkchen machen können, denn es gab bis dahin noch ein IOC-Mitglied, das sie nicht gesprochen hatte: Den Finnen Saku Koivu, der für die Anaheim Ducks in der NHL Eishockey spielt. Als NHL-Profi ist man gut beschäftigt. „Ein Treffen hat sich einfach nie ergeben“, sagt Witt. Das ist nun auch erledigt.</p>
<p>Eine Momentaufnahme, 20 Stunden vor der Wahl: Am Dienstagnachmittag, als Guy Drut gerade eincheckte, sitzt die Witt mit dem Ukrainer Sergej Bubka im Cafe. Zwei Tische weiter bearbeitet Pyeongchangs Bewerbungschef Yang Ho Cho den Präsidenten des Amateurbox-Weltverbandes, Ching-Kuo Wu aus Taiwan. John Furlang, Organisationschef der Winterspiele 2010 in Vancouver ist ebenfalls gerade angekommen, Carlos Nuzman, IOC-Mitglied und Organisationschef der Sommerspiele 2016 in Rio, eilt zum Aufzug. Der Russe Schamil Tarpischtschew, der als Sportminister einst Milliarden veruntreut hat, schlurft gemeinsam mit Shagdarjav Magvan aus der Mongolei durch die Lobby. Magvan ist aber uninteressant für die Bewerber, denn als IOC-Ehrenmitglied hat er keine Stimme.</p>
<p>Für München ist wieder die Frauen-Combo am Start: Katarina Witt und Claudia Bokel, als Athletensprecherin selbst IOC-Mitglied, assistiert von Severine Hubert aus dem Team des Spindoktors Jon Tibbs und von Katrin Merkel, die beim DOSB und in der Olympia GmbH als Direktorin für Internationales agiert. Außerdem stets in der Nähe sind Judith Bongard und Angela Grammatikos aus der Bewerbergesellschaft. Dieses kleine Team hat in den vergangenen zwei Jahren gewiss mehr als 1.000 Gespräche angebahnt und tat das noch bis weit in die Nacht. Nebenan im Pressezentrum hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer gerade TV-Interviews gegeben, stürzte in eine BMW-Limousine und zum nächsten Medientermin mit Münchens Sportbotschaftern. Hektische Betriebsamkeit auf allen Ebenen, ein reichlich absurdes Theater, wobei die interessantesten Termine ja hinter geschlossen Türen ablaufen, auf anderen Etagen des Hilton und in weiteren Etablissements.</p>
<p>Was bespricht etwa Bundespräsident Christian Wulff mit IOC-Mitgliedern. Was versprechen die Abgesandten von BMW? Was machen die Geldverteiler von Samsung, dem IOC-Sponsor, der vom hochkorrupten IOC-Mitglied Kun Hee Lee geführt wird? Das sind entscheidende Fragen, auf die es keine verlässlichen Antworten gibt. Wie immer im Olympiapoker.</p>
<p>Charles Beigbeder, der erst seit einem halben Jahr die Geschäfte des Kandidaten Annecy führt und stets für naiv-spitze Kommentare gut ist, hat auch diesmal Schlagzeilen gemacht. Eine französische Nachrichtenagentur zitierte ihn mit den Worten, die Olympischen Winterspiele sollten keine Trophäe für einen Konzern sein. Natürlich wurde dies als Attacke auf die Bemühungen von Samsung, Korean Air und BMW verstanden. Am Dienstag erklärte der arg in Bedrängnis geratene Beigbeder, wenig überraschend, er sei missverstanden worden und habe das alles nicht so gemeint.</p>
<p>Schon klar.</p>
<p>Der Irrsinn geht weiter. Die Lobbyisten lauern. IOC-Mitglieder schlendern mit Schals in den südafrikanischen Nationalfarben vorbei, offenbar gab es irgendwo eine Einkleidung. In Kürze wird im Durban Play House die IOC-Session eröffnet. Vorher aber gibt auch FranzBeckenbauer noch eine Pressekonferenz für München. Während ein Reporter aus Holland gerade belustigt von einem Eislauftermin mit Pyeongchangs SuperstarYuna Kim berichtet. Es war ein Fiasko: Denn Fräulein Kim hatte leider nicht die richtigen Schlittschuhe parat, das Eis war ihr zu weich – und überhaupt. Man kann nicht alles haben.</p>
<p>Am Mittwoch aber wollen sie alles. München und Pyeongchang. Es gibt nur eine Goldmedaille, kein Silber.</p>
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		<title>Im Tiefflug</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jul 2011 06:32:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[DURBAN. Moin, moin. Ich denke, den folgenden Text, den ich schon mal zur Lektüre anbiete, werde ich später mit Links, Bildern, Videos und weiteren Anmerkungen aufhübschen: Yang Ho Cho, 62, ist Vielflieger und ständig unterwegs. Seine Kameras hat er immer dabei, an Motiven ist kein Mangel. Daheim in Korea lichtet er gern Wildblumen ab. Kalender [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DURBAN. <em>Moin, moin. Ich denke, den folgenden Text, den ich schon mal zur Lektüre anbiete, werde ich später mit Links, Bildern, Videos und weiteren Anmerkungen aufhübschen:</em></p>
<p>Yang Ho Cho, 62, ist Vielflieger und ständig unterwegs. Seine Kameras hat er immer dabei, an Motiven ist kein Mangel. Daheim in Korea lichtet er gern Wildblumen ab. Kalender mit seinen Fotos verschenkt er an Freunde und Geschäftspartner. Sehr praktisch für einen Hobbyfotografen und Naturliebhaber wie Cho ist es, dass er zugleich über eine Fluglinie herrscht, neben ein paar anderen Firmen, die er besitzt und leitet. Etwa der Hanjin-Konzern, eines der größten Transportunternehmen der Welt. Chos Vater hat einst Korean Air billig von der südkoreanischen Regierung erworben, Cho hat das Unternehmen richtig groß gemacht.</p>
<p>Kürzlich war Yang Ho Cho auf Dienstreise in der Südsee, auf Neukaledonien. Auf der Rückreise von Noumea nach Seoul hatte er eine Idee: Wäre das Great Barrier Reef nicht ein packendes Motiv? Seine Gefolgschaft war begeistert. Flink handelte Cho mit der australischen Flugsicherung eine Tiefflugerlaubnis über dem größten Korallenriff der Erde aus. „Ich verhandle sowieso gerade mit den Australiern, weil die an einer Direktverbindung zwischen Cairns und Seoul interessiert sind“, sagt Cho. „Da war das schnell geklärt.“</p>
<p>Sein Jumbo drehte zwei, drei Runden über dem Naturschauspiel. „So lange, bis alle ihre Fotos geschossen hatten. Das war großartig.“ Nach einer halben Stunde ging es wieder auf Reiseflughöhe und ab nach Seoul. Freundlich erkundigt sich Cho: „Wie haben sie das eigentlich rausbekommen? Ich möchte nicht, dass das jeder weiß.“</p>
<p>Dieser Tage ist Herr Cho wieder dienstlich unterwegs. In Durban, Südafrika. Mag sein, dass er am Wochenende auf dem Rückflug nach Seoul einige Runden über den Seychellen dreht oder über den Malediven. Wenn er in Stimmung ist, warum nicht? Wenn Yang Ho Cho als Olympiasieger nach Hause fliegt, wenn er seine Mission erfüllt hat, ist vieles möglich. Auch das.</p>
<p>Herr Cho will die Olympischen Winterspiele 2018 nach Pyeongchang holen. Das ist sein Job. Es geht darum, die Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zu überzeugen. Rund 100 IOC-Mitglieder haben am Mittwoch die Wahl zwischen Pyeongchang, einem verschlafenen Provinzstädtchen rund 200 Kilometer östlich der Metropole Seoul, zwischen München und dem französischen Annecy. Pyeongchang ist Favorit. Zuletzt haben die Koreaner zweimal knapp verloren: für die Winterspiele 2010 gegen Vancouver, für 2014 gegen Sotschi.</p>
<p>Als Chef des Bewerberkomitees arbeitet Cho in Durban Hand in Hand mit Südkoreas Präsidenten Lee Myung-Bak, der schon am Sonnabend anreiste, als die Hälfte der Zielpersonen noch beim IOC-Mitglied Fürst Albert in Monaco Hochzeit feierte. Herr Cho gebietet über mehrere Hundertschaften von Mitarbeitern, Lakaien, Beratern,Vasallen, Lobbyisten. Präsident Lee ist sein Star.</p>
<p>Staatspräsident Lee hat im vergangenen Jahr einen anderen Wirtschaftsfürsten nach einem Korruptionsurteil begnadigt: Kun Hee Lee, Chef des Samsung-Konzerns, der inKorea einen gottgleichen Status genießt. Kun Hee Lee wurde beauftragt, die Olympischen Spiele nach Pyeongchang zu holen. Der Samsung-Boss ist selbst IOC-Mitglied, er sponsert das IOC, etliche Weltverbände und sogar den Deutschen Olympischen Sportbund. Aber er redet nicht gern über sein Engagement. Seine Adjudanten, die ihn von rechts und links stützen, wenn Chairman Lee durch die Kongresshallen wandelt, blocken jeden Annäherungsversuch ab.</p>
<p>Es ist eine Tradition in Südkorea, dass Konzernchefs, die Bosse der mächtigen Chaebols, die meist noch in Familienbesitz sind, auch über Sportverbände gebieten. Das Sportbusiness offeriert vielfältige Kontakt- und Geschäftsoptionen. Als Seoul Anfang der 1980er Jahre die Olympischen Sommerspiele 1988 zugesprochen wurden, entließ der damalige Militär-Diktator Chun Doo Hwan die komplette Sportführung und ersetzte sie durch Wirtschaftsbosse.</p>
<blockquote><p>Samsung-Chef Lee wurde Präsident des Ringerverbandes, ich wurde Präsident des Judoverbandes, der Hyundai-Chef begann mit Reiten und Fußball, und viele andere übernahmen auch Führungspositionen &#8230;</p></blockquote>
<p>&#8230; sagt Yong Sung Park, dessen Familie den Doosan-Konzern aufgebaut hat.</p>
<p>Herr Park, 71, beaufsichtigte 1988 in Seoul die olympischen Judo-Wettbewerbe, wurde später IOC-Mitglied und Präsident des Judo-Weltverbandes. Nach einer Korruptionsaffäre wurde er diese Ehrenämter wieder los. Daheim in Korea aber begnadigte man ihn: Park sollte die Winterspiele 2014 nach Pyeongchang holen. Das Vorhaben misslang sehr wahrscheinlich, weil russische Oligarchen mehr Geld gezahlt haben als koreanische Wirtschaftsführer. Die Spiele gingen nach Sotschi. Erst Vancouver, dann Sotschi. Der Kampf um die Winterspiele wurde zum Trauma für die Südkoreaner.</p>
<p>YS Park, wie sie ihn nennen, ist auch Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK). Er hat eine extrem junge Mannschaft um sich geschart. Eine weltoffene Truppe, kein Vergleich zu jenen verschlossenen Teams, die sich in den vergangenen Jahren um Olympia bewarben. Klischees sind unangebracht. Korea öffnet sich weiter. Eine von Parks Mitarbeitern im NOK heißt Yeonji Kim. Sie ist in Deutschland aufgewachsen, ihre Eltern leben noch immer in Aachen, und vielleicht ist Yeonji Kim mehr Deutsche als Koreanerin. Sogar ihren ersten von zwei Weltmeistertiteln im Taekwondo gewann sie einst in Deutschland: in Garmisch-Partenkirchen, Kernregion der Münchner Olympiapläne.</p>
<p>Die Welt des Sports ist klein. Herr Park hat Yeonji Kim zuletzt für einige Wochen nach Frankfurt geschickt, damit sie von dort aus die deutschen Medien beobachtet und ihm berichtet. YS Park kennt sich selbst bestens in Deutschland aus. München, das er zwei Dutzend Mal besucht hat, zählt zu seinen Lieblings-Destinationen. Er mag deutsches Bier, hat selbst im Brauerei-Geschäft viele Millionen gemacht, und er liebt deftiges Essen. Park schwört auf Schweinshaxe im Franziskaner in München.</p>
<p>Anders als YS Park ist Bewerbungschef Yang Ho Cho ein recht scheuer Mensch. Das kann ein Problem sein für Pyeongchang. Denn Cho mag das Rampenlicht nicht. Diese verdammte Aufregung, die ihn stets packt, wenn er vor Kameras steht und das Licht angeht – er kann sie einfach nicht besiegen. Sein Team hat alles versucht. Doch Cho wird fahrig und verliert seine Lässigkeit, die ihn im persönlichen Gespräch auszeichnet. Er gerät ins Stocken, sein Englisch wirkt plötzlich sehr bescheiden, dabei hat er in den USA studiert. Terrence Burns, ein Amerikaner, der für Pyeongchang die Präsentationen vor dem IOC-Wahlvolk komponiert, hat Cho bei einer Probe vorsichtig gefragt, ob er bitte darauf verzichtenkönne, seinen Namen vom Blatt abzulesen.</p>
<p>Das fällt Herrn Cho schwer. Dagegen kann man nichts tun. Seine Berater und PR-Strategen versuchen ihn deshalb etwas abzuschotten. Das ist sehr misslich für die Bewerbung Pyeongchangs, denn auf der Seite der Konkurrenz strahlt Katarina Witt in jede Kamera und plappert munter drauflos.</p>
<p>Herr Cho hat Theresa Rah als Sprecherin verpflichtet, eine weltgewandte Diplomatengattin, die auch einige Zeit in Deutschland gelebt hat. Mit Theresa Rah, mit Pyeongchangs Kommunikationschef Muchol Chin, den er wie viele andere für die Bewerbungszeit von Korean Air abgezogen hat, sowie zwei Beratern aus England, Mike Lee, und Ungarn, Laszlo Vajda, sitzt Cho am Montagnachmittag im Daruma-Restaurant an der Strandpromenade von Durban. Sie besprechen die nächsten Stunden. Die entscheidenden Stunden bis am Mittwoch ab 15.35 Uhr gewählt wird.</p>
<p>Es geht in diesen Tagen immer darum, ein so genanntes Momentum zu erzeugen. Plötzlich wird wichtig, was die Medien berichten.</p>
<blockquote><p>Ein Momentum ist, wenn Journalisten nicht mehr über die Schwächen eines Bewerbers berichten, sondern nur noch über die Stärken &#8230;</p></blockquote>
<p>&#8230; sagt der Engländer Jon Tibbs, der für München arbeitet. „Dieses Momentum haben zuletzt die drei Siegerstädte London, Sotschi und Rio de Janeiro demonstriert.“ Tibbs hat für Sotschi gearbeitet. Sein großer Gegenspieler Mike Lee war für London und Rio tätig.</p>
<p>Schlechte Schlagzeilen in den letzten Tagen wären fatal, denn es geht letztlich bei Olympiabewerbungen mehr um Stimmungen, um politische Verbindungen und private Vorlieben als um Fakten. Kein IOC-Mitglied ist verpflichtet, auf der Grundlage eines IOC-Prüfberichtes zu entscheiden, der die drei Bewerbungen nach sechzehn technischen Kriterien einordnet und Stärken und Schwächen auflistet. Und das ist das Problem in diesem Wettbewerb, bei dem über Milliardeninvestitionen entschieden wird.</p>
<p>Pyeongchang ist von der so genannten IOC-Ethikkkommission im vergangenen Herbst verwarnt worden, nachdem Samsung und Korean Air Sponsorenverträge mit den Weltverbänden der Ruderer und Eisläufer abgeschlossen hatten. Ruder-Präsident Dennis Oswald, ein IOC-Mitglied aus der Schweiz, stimmt deshalb am Mittwoch nicht mit ab – sein Verband aber kassiert das Geld von Samsung. Eislauf-Präsident Ottavio Cinquanta, IOC-Mitglied aus Italien, stimmt mit ab – der Vertrag mit Herrn Chos Fluglinie wurde auf Eis gelegt. Bis zum kommenden Donnerstag.</p>
<p>„Die Geschäftskultur in Korea ist aber schon viel transparenter geworden“, sagt Charm Lee. Der Chef der südkoreanischen Tourismusbehörde hieß früher einmal Bernhard Quandt. Er kam in den 1970er Jahren aus Bad Kreuznach nach Südkorea und erhielt als erster Deutscher die koreanische Staatsbürgerschaft. Charm Lee ist ein Star in Korea, sein Leben wurde als Seifenoper aufgeführt, mit Einschaltquoten von bis zu 70 Prozent. Lee sagt, das Engagement von Konzernchefs mit Korruptions-Hintergrund könne sich „auch negativ auswirken auf Pyeongchangs Bewerbung“.</p>
<p>Die Herausforderer aus Deutschland haben die Korruptionsgeschichten des Olympia-Favoriten nie öffentlich kommentiert. Inoffiziell aber haben sie gern darauf hingewiesen und dabei doch stets vergessen, dass die moderne Sportkorruption in Deutschland erfunden wurde.</p>
<p>Es war der einstige Adidas-Patron Horst Dassler, der den Weltsport seit den 1970er Jahren mit einem Geflecht der Schattenwirtschaft überzog. Zahlungen von rund 100 Millionen Euro aus seiner einstigen Marketingagentur ISL an höchste olympische Sportfunktionäre sind bestens dokumentiert. Dassler machte damals auch beste Geschäfte in Südkorea und förderte das damalige IOC-Mitglied Kim Un Yong sehr.</p>
<p>Kim ist inzwischen wegen Korruption verurteilt und aus dem IOC verstoßen. Als Kim seinen letzten großen olympischen Angriff startete und 2001 IOC-Präsident werden wollte, wurde er von Thomas Bach unterstützt, dem heutigen DOSB-Präsidenten und IOC-Vize. Bach bürgte für Kim. Früher hat Bach als Adlatus von Dassler gedient. Über derlei Zusammenhänge aber schweigen die Deutschen lieber.</p>
<blockquote><p>Auf der Zielgeraden können Bewerbungen gewonnen und verloren werden</p></blockquote>
<p>&#8230; sagt Mike Lee, Chef der Agentur Vero Communications. Er hat einst als politischer Campaigner bei New Labour begonnen. Gewann dann an der Seite von Premier Tony Blair 2005 auf der IOC-Session in Singapur die Olympischen Sommerspiele mit London. 2009 lotste er Brasiliens damaligen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva durch die medialen Klippen und gewann auf der IOC-Session in Kopenhagen die Sommerspiele für Rio. In Durban berät er Yang Ho Cho. „Es geht immer um das Gesamtpaket“, sagt Lee.</p>
<p>Das Gesamtpaket von Pyeongchang stimmt. Das von München auch. Dabei sind die Pakete doch totalunterschiedlich.</p>
<p>München wirbt mit vollen Stadien, Wintersporttradition und Emotionen. Ein „Festival der Freundschaft“ wolle man feiern. Zuletzt hat sich Sponsor BMW sehr stark engagiert und setzt den koreanischen Konzernen einiges entgegen.</p>
<p>Pyeongchang wirbt mit Wirtschaftskraft und den Verheißungen eines neuen Marktes. Der Slogan heißt: „Neue Horizonte“. Zwei mal erst wurden die Winterspiele auf denbevölkerungsreichsten Kontinent vergeben – aber 20 Mal nach Europa und Nordamerika. „Pyeongchang ist bereit für die Spiele und wird ein großes Vermächtnis hinterlassen“, sagt Yang Ho Cho. Er hat dem IOC versprochen, bis 2018 auch als Chef des olympischen Organisationskomitees zu arbeiten.</p>
<p>Die Kernfrage hat sich seit Jahren nicht geändert: Kann das IOC einem Bewerber, der zweimal knapp unterlag und der in zehn Jahren sämtliche Versprechen hielt und Milliardeninvestierte, ein drittes Mal absagen? Kann das IOC den koreanischen Konzernchefs, die mit Milliardensummen den olympischen Betrieb alimentieren, einen Korb geben?</p>
<p>Es kann. Aber es sieht nicht danach aus.</p>
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		<title>Olympic bidding race 2018: noch zwei Tage</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 07:17:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<category><![CDATA[samsung]]></category>
		<category><![CDATA[yong sung park]]></category>

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		<description><![CDATA[[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.] DURBAN. Wer wissen will, was ein MOMENTUM ist, warum dieses gefühlte Momentum für München spricht, Pyeongchang aber weiter vorn liegt, wie man ein Momentum pflegen und beeinflussen kann durch Spin und warum sich die Südkoreaner so ruhig verhalten, der kann jetzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/04/olympic-bidding-race-2018-noch-zwei-tage/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>DURBAN. Wer wissen will, was ein MOMENTUM ist, warum dieses gefühlte Momentum für München spricht, Pyeongchang aber weiter vorn liegt, wie man ein Momentum pflegen und beeinflussen kann durch Spin und warum sich die Südkoreaner so ruhig verhalten, der kann jetzt auf knapp 27 Minuten ganz bequem nachhören, was einige der Olympia-Protagonisten mir erzählt haben:</p>
<p>Ein Bericht zur Lage, den ich gestern Nachmittag für den Deutschlandfunk produziert habe, mit O-Tönen von Münchens Spindoktor Jon Tibbs, Charm Lee ehemals Bernhard Quandt, Chef der südkoreanischen Tourismusbehörde, Koreas NOK-Präsident Yong Sung Park, Münchens OB Christian Ude, Bewerbungs-CEO Bernhard Schwank, DOSB-General Michael Vesper, Gian-Franco Kasper, Präsident des Ski-Weltverbandes und IOC-Mitglied, Dennis Oswald, Präsident des Ruder-Weltverbandes und IOC-Mitglied, sowie Pyeongchangs Spindoktor Mike Lee. Jemanden vergessen?</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/07/03/dlf_20110703_2330_d7274add.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Und weiter mit der Selbstreferenz, irgendwie muss ich das Blog ja füllen, DLF-Gespräch mit Philipp May:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/07/02/dlf_20110702_1945_62f21931.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Hier kann man <a rel="nofollow" href="http://youtu.be/6Od-jNaHvF4" target="_blank">ein</a> <a rel="nofollow" href="http://youtu.be/E5o7E1mHTy4" target="_blank">Filmchen</a> <a rel="nofollow" href="http://youtu.be/31-d2tmXdsU" target="_blank">betrachten</a>.</p>
<p><strong>9.01 Uhr:</strong> So, und dann vertraue ich mal wieder der Crowd: Bitte her mit den Links zu den <em>besten</em> Geschichten rund um diese Olympiabewerbung!</p>
<p>Hier ist schon mal einer, Annecys Newcomer Charles Beigbeder ist immer für Sprüche gut:</p>
<ul>
<li><a title="AFP" href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5jB0lCc7g9G31PcTtLcUwI_c3tMSA?docId=CNG.20b633520b3633169526e8afcac80e43.711  " target="_blank">Annecy bid chief launches veiled attack on rivals</a> schreibt AFP</li>
</ul>
<p>Aus dieser Geschichte destillieren Branchendienste diese Headline:</p>
<blockquote><p>The Olympics is not a trophy for a company!</p></blockquote>
<p>Was nun, <a title="tag Samsung im Blog" href="http://www.jensweinreich.de/?s=samsung" target="_self">Samsung</a>? Was nun, Korean Air? Was nun, BMW?</p>
<p>Einfach weitermachen.</p>
<p><strong>9.33 Uhr:</strong> Zum Ablauf bis Mittwoch habe ich schon <a title="The bidding race 2018: noch 3 Tage" href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/03/olympic-bidding-race-2018-noch-3-tage/" target="_self">gestern</a> kurz notiert, was ich, da nun eine neue Bürowoche beginnt, flink wiederhole:</p>
<p>Bis zur IOC-Entscheidung am Mittwoch werden oft nur Notizen und Links erscheinen. Wenn es ernst wird, werde ich mich auch über Twitter und Facebook melden, technisch sollte das okay sein hier, das Netz ist stabiler als bei der WM 2010. Wer also auf dem Laufenden bleiben möchte:</p>
<ul>
<li>Weinreich auf <a title="JW on Facebook" href="http://www.facebook.com/jens.weinreich" target="_blank"><strong>Facebook</strong></a></li>
<li>Weinreich auf <a title="JW on Twitter" href="http://twitter.com/#!/jensweinreich" target="_blank"><strong>Twitter</strong></a></li>
<li>Für die Zeit in Durban steht unter den Beiträgen auch wieder eine zusätzliche Facebook-Button-Zeile, um die Vernetzung zu erleichtern.</li>
</ul>
<p><strong>12.54 Uhr:</strong> An <em>sternburg</em> et al, die weiter unten kommentieren, flink mein Kommentar #11 reinkopiert: Jungs, bevor Ihr Euch weiter über das Gesichtsbuch/Facebook aufregt, lasst Euch (einmal mehr) gesagt sein: Ich mache das nur deshalb, bzw warne nur vor, weil ich in der Hektik, besonders am Mittwoch, kaum längere Blogbeiträge/Einträge fabrizieren kann. Außerdem bricht in derlei Situationen meist das überlastete Internet in den Pressezentren zusammen bzw wäre es schneller, die Bytes zu Fuß nach Deutschland zu tragen. So wie kürzlich beim <a title="Live-Blog aus Zürich ..." href="live-Blog aus Zürich: Krönungsmesse für den FIFA-Paten im Ozean der Solidarität" target="_self">FIFA-Kongress in Zürich</a> geschehen. That&#8217;s it. Nur deshalb. Bleibt dann oft nur diese Möglichkeit, mit der Welt zu kommunizieren.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Olympic bidding race 2018: noch 3 Tage. München hat olympic fever</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jul 2011 10:57:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[DURBAN. Lassen wir es langsam angehen. Die erste Nachtschicht ist gemacht, wieder reingeschnuppert in die Welt der Ringe-Dealer. Die Anspannung steigt, halb Südkorea hat Durban schon in Beschlag genommen. Die Ankunft von Staatspräsident Lee Myung-Bak, der vor anderthalb Jahren Samsung-Chef Kun Hee Lee begnadigte, um die Spiele nach Pyeongchang zu holen, verursachte gestern an der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DURBAN. Lassen wir es langsam angehen. Die erste Nachtschicht ist gemacht, wieder reingeschnuppert in die Welt der Ringe-Dealer. Die Anspannung steigt, halb Südkorea hat Durban schon in Beschlag genommen. Die Ankunft von Staatspräsident <a title="Lee Myung-bak" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Myung-bak">Lee Myung-Bak</a>, der vor anderthalb Jahren Samsung-Chef Kun Hee Lee begnadigte, um die Spiele nach Pyeongchang zu holen, verursachte gestern an der Snell Parade vor dem Southern Hotel Elangeni einen mächtigen Auflauf von Sicherheitskräften, Polizeiwagen und, klar, Koreanern. Alle waren sie da, Korean-Air-Chef Yang Ho Cho, der Boss der Bewerbung, Doosan-Anteilseigner Yong Sung Park, der Boss des NOK &#8211; und ihre vielen Helfer und Berater. Über das, was da so gewispert wurde, was sie sagen, fragen, vielleicht sogar wirklich wissen wollen, über die Gerüchte und den Spin, den sie verbreiten, werde ich nun zunächst für einige Medien berichten. Dazu später mehr in diesem Theater.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-10590" title="unbekanntes Wesen" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/07/Foto.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="320" height="240" align="left" /><strong>12.49 Uhr:</strong> Es war schon witzig, dass die Herrschaften vorzugsweise im Elangeni absteigen, in dessen Ground Floor sich das Daruma befindet, mein Lieblingsrestaurant hier in Durban. Ich hatte das Glück, hier vor zwei Jahren mal <a title="Südafrika 2010: &quot;The kingdom of FIFA&quot;" href="http://www.jensweinreich.de/2009/02/16/sudafrika-2010-the-kingdom-of-fifa/" target="_self">Seminare</a> abhalten zu dürfen. Im Elangeni haben München und Pyeongchang je 50 Zimmer gebucht. Im Daruma ist Mann übrigens derzeit nicht mal vor Groupies sicher, die mit ihren Smartphones alles und jeden fotografieren. Wenn einem solche Exemplare über den Weg laufen, muss Mann halt einfach selbst schnell auf den Auslöser drücken.</p>
<p>Neben dem Hilton, wo das IOC absteigt, dürfte das Elangeni so etwas wie das zweite Zentrum des Business werden bis Mittwoch, bis &#8230; ich zeigs einfach nochmal &#8230;</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/03/olympic-bidding-race-2018-noch-3-tage/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p><strong>12.54 Uhr:</strong> Kurz noch einiges zum Ablauf meiner Berichterstattung im Blog bis Mittwoch.</p>
<p>Ich muss in erster Linie meine Auftragnehmer bedienen und meine Reisekosten einspielen. Deshalb werden bis zur Vergabe oft nur Notizen und Links erscheinen. Ich werde dann, öfter als sonst, jeweils meine journalistischen Ergüsse hier einstellen, nachdem sie anderswo veröffentlicht wurden. Halbwegs kontinuierlich werde ich mich über Twitter und Facebook melden, technisch sollte das okay sein hier, das Netz ist stabiler als bei der WM 2010, iPhone und iPad (wieder mal Schleichwerbung) sind einsatzbereit. Wer also auf dem Laufenden bleiben möchte:</p>
<ul>
<li>Weinreich auf <a title="JW on Facebook" href="http://www.facebook.com/jens.weinreich" target="_blank"><strong>Facebook</strong></a></li>
<li>Weinreich auf <a title="JW on Twitter" href="http://twitter.com/#!/jensweinreich" target="_blank"><strong>Twitter</strong></a></li>
<li>Für die Zeit in Durban steht unter den Beiträgen auch wieder eine zusätzliche Facebook-Button-Zeile, um die Vernetzung zu erleichtern.</li>
<li>Wer beim Einspielen der Reisekosten behilflich sein möchte, kann mir gern Aufträge schicken und/oder den <a title="JW on Flattr" href="http://flattr.com/thing/30835/jensweinreich-de-dont-mix-politics-with-games" target="_blank"><strong>Flattr-Button</strong></a> hier und in der Sidebar rechts benutzen.</li>
</ul>
<p>That&#8217;s it. Nun kann es bald richtig losgehen. Noch einmal: Viel Vergnügen!</p>
<p><strong>14.23 Uhr: </strong>Münchens erste Pressekonferenz. Bernhard Schwank spricht gerade über die olympischen Benimm-Regeln und sagt also gar nichts über die Mitbewerber. Nur soviel: Es sei ein Dreikampf, kein Zweikampf.</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Arial} p.p2 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Arial; min-height: 14.0px} -->Die drei Herren Vesper, Ude und Schwank haben allesamt <em>olympic fever</em>. Muss man sich Sorgen machen?</p>
<p>Wow, <em>olympic fever</em>, da haben sich die teuren Berater aber was Tolles ausgedacht.</p>
<p>Übrigens:</p>
<p>Michael Vesper:</p>
<blockquote><p>new global standards in green mega events staging</p></blockquote>
<p>Bernhard Schwank:</p>
<blockquote><p>new white elephants anywhere. magical atmosphere in our stadiums</p></blockquote>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-10599" title="PK München, Durban, 3. Juli 2011" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/07/pkmuc.jpg" alt="" width="512" height="382" /></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Olympic bidding race 2018: noch 4 Tage</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 17:24:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[DURBAN. Touchdown. Noch kann Mann ungestört durch jene Bereiche schlendern, die von Montag bis Mittwoch zur Hochsicherheitszone erklärt werden: [Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.] Immerhin habe ich der Versuchung widerstanden, meinen Schädel erneut in die Kamera zu halten . Und ich habe mich verzählt, denn es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DURBAN. Touchdown.</p>
<p>Noch kann Mann ungestört durch jene Bereiche schlendern, die von Montag bis Mittwoch zur Hochsicherheitszone erklärt werden:</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/02/olympic-bidding-race-2018-noch-4-tage/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Immerhin habe ich der Versuchung widerstanden, meinen Schädel <a title="Programmhinweis (XI): " href="http://www.jensweinreich.de/2011/06/29/programmhinweis-xi-olympiapoker/" target="_self">erneut</a> in die <a rel="nofollow" href="http://youtu.be/6Od-jNaHvF4" target="_blank">Kamera</a> <a rel="nofollow" href="http://youtu.be/E5o7E1mHTy4" target="_blank">zu</a> <a rel="nofollow" href="http://youtu.be/31-d2tmXdsU" target="_blank">halten</a> . Und ich habe mich verzählt, denn es sind ja nur noch vier Tage bis zur Entscheidung über die Winterspiele 2018 hier im International Congress Centre zu Durban. Nicht fünf, so viel zum Thema Qualitätsjournalismus.</p>
<p>Aber zum Thema Countdown habe ich gerade dieses hübsche Video gefunden:</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/02/olympic-bidding-race-2018-noch-4-tage/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Okay. Am Mittwoch ist die Sache entschieden &#8211; und das ist dann auch gut so.</p>
<p>Die Akkreditierung der olympischen Familie baumelt mir um den Hals. Für das IOC-Hotel Hilton, wenige Meter neben dem ICC, gibt es später noch einen zweiten Badge, wie immer für die Mitglieder der so genannten <a title="Open letter to the Olympic Journalists Association" href="http://www.jensweinreich.de/2009/06/14/open-letter-to-the-olympic-journalists-association/" target="_self">Olympic</a> <a title="IOC-Direktor Mark Adams sagt: “They want to have a quiet meeting to discuss their issues?" href="http://www.jensweinreich.de/2009/10/03/ioc-direktor-mark-adams-sagt-they-want-to-have-a-quiet-meeting-to-discuss-their-issues/" target="_self">Journalists</a> <a title="The day after, Olympic Congress: IOC sperrt Journalisten aus*" href="http://www.jensweinreich.de/2009/10/03/the-day-after-olympic-congress/" target="_self">Association</a>, die olympischen Dauerberichterstatter sind schon ein privilegiertes Völkchen.</p>
<p>Noch herrscht Ruhe vor dem kurzen Sturm in Durban. Die IOC-Mitglieder feiern Hochzeit mit Fürst Albert, die Truppe, sogar der Präsident, trudelt erst Montag ein. Da können die Olympiabewerber in Ruhe proben. Erster Eindruck, erste Infos: Durban ist fest in koreanischer Hand. Korean Air, die Gesellschaft des Bewerbungschefs Yang Ho Cho hat mehrere Hundertschaften runtergeflogen.</p>
<p>Ich gehe jetzt ein bisschen arbeiten.</p>
<p><em>(Musste mir übrigens unterwegs in Johannesburg neue Schuhe kaufen, weil ich jenes Paar, das ich mir im März gekauft hatte, bei den Dreharbeiten zum Olympiapoker tatsächlich durchgelaufen habe. Kein Witz.)</em></p>
<p>Gerade im Deutschlandfunk gelaufen, Beitrag von Herbert Fischer-Solms zu letzten Fragen und Hochrechnungen:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/07/02/dlf_20110702_1943_52f0c8b3.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Philipp May versucht mich auf einen Sieger festzulegen und ich komme gegen Ende ziemlich ins Schwimmen:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/07/02/dlf_20110702_1945_62f21931.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Mehr Links später.</p>
<p><strong>21.22 Uhr: </strong>Mann kann nicht mal in Ruhe Sushi essen in Durban @Daruma grosser Polizei- und Koreaner-Auflauf. Denn Koreas Praesident checkt gerade ein im Hotel im selben Gebaeude. #VIP-Alarm</p>
<p><strong>21.09 Uhr:</strong> &#8230; oh, gut wenn Mann die Restaurants in Durban in frueheren Jahren geckeckt hat. Right place, right moment: Frau Witt kommt auch gerade rein. Ziemlich erschoepft.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Durban. The final countdown</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/07/01/durban-the-final-countdown/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 10:36:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[annecy 2018]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich bin auf dem Weg nach Durban. Ab Samstag wird hier rund um die IOC-Session und die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018 gebloggt. Viel Vergnügen! [Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.] Wie tausendmal gesagt: Pyeongchang oder München, das ist hier die Frage. &#8220;New horizons&#8221; oder &#8220;festival of [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin auf dem Weg nach Durban. Ab Samstag wird hier rund um die IOC-Session und die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018 gebloggt. Viel Vergnügen!</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/01/durban-the-final-countdown/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Wie <a title="Programmhinweis (XI): &quot;Olympiapoker&quot;" href="http://www.jensweinreich.de/2011/06/29/programmhinweis-xi-olympiapoker/" target="_self">tausendmal gesagt</a>: Pyeongchang oder München, das ist hier die Frage. &#8220;New horizons&#8221; oder &#8220;festival of friendship&#8221;.</p>
<p>(Tut mir ja auch leid für die Franzosen.)</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/01/durban-the-final-countdown/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/01/durban-the-final-countdown/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<ul>
<li>Hier finden Sie das <a title="Archiv Olympiabewerbung 2018" href="http://jensweinreich.de/category/olympiabewerbung/" target="_self">Bewerbungs-Archiv</a> dieses Blogs mit tausenden Links und vielen, vielen Dokumenten.</li>
<li>Das jüngste Gutachten über die Rechtswirksamkeit der IOC-Host-City-Verträge <a title="NOlympia 2018" href="http://www.nolympia.de/2011/06/pm-olympiabewerbung-munchen-2018-gutachten-bestatigt-host-city-vertrag-nicht-rechtswirksam/" target="_blank">im Original auf NOlympia2018</a>.</li>
</ul>
<p>Oops, <strong><a href="http://youtu.be/6Od-jNaHvF4" target="_blank">ein</a>, <a href="http://youtu.be/E5o7E1mHTy4" target="_blank">zwei</a>, <a href="http://youtu.be/31-d2tmXdsU" target="_blank">drei</a> </strong>Überraschungen.</p>
<p>Für alle, die es ganz genau wissen wollen: Was geht ab in Durban?</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/07/durban1.gif"><img class="size-full wp-image-10563 aligncenter" title="Schedule IOC-Session Durban 2011 - 1" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/07/durban1.gif" alt="" width="491" height="174" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-10564" title="Schedule IOC-Session Durban 2011 - 2" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/07/durban2.gif" alt="" width="491" height="337" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-10565" title="Schedule IOC-Session Durban 2011 - 3" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/07/durban3.gif" alt="" width="491" height="259" /></p>
<p>Also, bis demnächst in diesem Theater.</p>
<p>Ein Ende mit Schrecken.</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/01/durban-the-final-countdown/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Programmhinweis (XI): &#8220;Olympiapoker&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/06/29/programmhinweis-xi-olympiapoker/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2011/06/29/programmhinweis-xi-olympiapoker/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 14:58:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[ard]]></category>
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		<category><![CDATA[programmhinweis]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=10537</guid>
		<description><![CDATA[Für alle, die heute am Mittwoch, 29. Juni, gegen Mitternacht nichts Besseres zu tun haben sollten, eine Programmempfehlung. ARD-Fernsehen einschalten: 23.45 Uhr, &#8220;Olympiapoker&#8221;, Film von Albert Knechtel und Jens Weinreich Wiederholungen gemäß ARD-Programmvorschau: Freitag, 1. Juli, 21:02 &#8211; 21:45, EinsExtra Sonnabend, 2. Juli, 12:45 &#8211; 13:30, WDR Münster Dienstag, 5. Juli, 14:15 &#8211; 15:00, Phoenix Pyeongchang oder München, das ist hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für alle, die <span style="text-decoration: line-through;">heute</span> am Mittwoch, 29. Juni, gegen Mitternacht nichts Besseres zu tun haben sollten, eine Programmempfehlung. ARD-Fernsehen einschalten:</p>
<ul>
<li><a title="ard.de" href="http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,wlzsyp1nkjnu83s7~cm.asp" target="_blank">23.45 Uhr, <strong>&#8220;Olympiapoker&#8221;</strong></a>, Film von Albert Knechtel und Jens Weinreich</li>
</ul>
<p>Wiederholungen gemäß ARD-<a title="Termine Olympiapoker" href="http://programm.ard.de/Programm/Sender?suche=olympiapoker#top" target="_self">Programmvorschau</a>:</p>
<div id="_mcePaste">
<ul>
<li>Freitag, 1. Juli, 21:02 &#8211; 21:45, <strong>EinsExtra</strong></li>
<li>Sonnabend, 2. Juli, 12:45 &#8211; 13:30, <strong>WDR Münster</strong></li>
<li>Dienstag, 5. Juli, 14:15 &#8211; 15:00, <strong>Phoenix</strong></li>
</ul>
</div>
<p><a title="alle Beiträge zum Bidding Race hier im Blog" href="http://www.jensweinreich.de/category/olympiabewerbung/" target="_self">Pyeongchang oder München</a>, das ist hier die Frage.</p>
<p>Was soll ich sagen. Mir ist noch immer unwohl dabei, ständig durchs Bild zu laufen. Aber das ist nun mal die Lösung, für die wir uns entschieden haben, <a title="tagesspiegel.de" href="http://www.tagesspiegel.de/medien/muenchen-auf-silberkurs/4333726.html" target="_blank">rasender Reporter</a>. Die Szenen, als ich auf einer einsamen Südseeinsel den Strand beschlendere und mir einen mächtigen Sonnenbrand geholt habe, sind (leider) genauso rausgeflogen, wie die enthüllenden Bilder mit Laptop und Drink am Hotelpool, die Bussis mit/für Katarina &#8211; und manches andere Entlarvende mehr. Etwa die Aufsager, die wir an allen möglichen Orten geprobt haben, und bei denen ich den famosen Kameramann Frank zur Weißglut gebracht habe. Ist auch blöd, wenn einer 30 Mal ansetzen muss, oder waren es wirklich 300 Mal, wie Lehmann behauptet?</p>
<p>Die Location will bei derlei Dreharbeiten natürlich stets exakt besprochen werden, manchmal schon morgens um sieben in gleißendem Sonnenlicht:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-10543" title="Teambesprechung auf irgendeiner einsamen Südsee-Sonneninsel" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/06/teambesprechung.jpg" alt="" width="515" height="293" /></p>
<p>Jedenfalls, ich bedanke mich bei Simone, Albert, Frank und Felix und anderen, dass sie es so lange ausgehalten haben.</p>
<p>Diese TV-Dokumentation war ein Grund dafür, dass ich mich hier im Wohnzimmer zuletzt etwas zurückgehalten habe. Versprechen darf ich jedoch, dass diese Erfahrungen, Gespräche und Recherchen in den kommenden Tagen verwoben werden und vielleicht dabei helfen, den Blick auf den Olympiapoker zu weiten, der am 6. Juli entschieden wird. <span style="text-decoration: line-through;">Da bin ich mir sogar relativ sicher.</span></p>
<p><strong>Ich werde so ab 2. Juli auch im Blog live aus Durban berichten, natürlich &#8211; über die Spiele-Vergabe hinaus &#8211; bis zum Ende der IOC-Session am 9. Juli.</strong></p>
<p>Habe lange überlegt, ob ich den &#8220;Olympiapoker&#8221; hier bewerbe. Würde mir untreu werden, sollte ich mich der Kritik nicht auch diesmal stellen. Deshalb doch noch ein Programmhinweis kurz vor Ausstrahlung.</p>
<p><em>Mitwirkende am &#8220;Olympiapoker&#8221; sind übrigens, in der Reihenfolge ihres Auftretens: Bernhard Schwank, Thomas Bach, Yang Ho Cho, Theresa Rah, Yuna Kim, Katarina Witt, Richard Pound, Walther Tröger, Juan Antonio Samaranch †, Jean-Pierre Méan, Angela Merkel, Axel Doering, Chin Im, Yong Sung Park, Kun Hee Lee, Ottavio Cinquanta, Manfred von Richthofen, Jacques Rogge, Leo Wallner, Robin Mitchell, Kevan Gosper, Ian Robertson, Jon Tibbs, George Hirthler, Gian-Franco Kasper, Terrence Burns, Sam Ramsamy. Was unweigerlich bedeutet, dass die gefühlten 200 anderen Personen, die uns dankenswerter Weise zumindest für Kurzgespräche zur Verfügung standen, aus verschiedenen Gründen nicht untergebracht werden konnten &#8211; in den knapp 44 Minuten.</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2011/06/29/programmhinweis-xi-olympiapoker/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>28</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was vom Tage übrig bleibt (63): olympische TV-Milliarden, NBCU und neue Optionen für die Sommerspiele 2020</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/06/08/was-vom-tage-ubrig-bleibt-63-olympische-tv-milliarden-nbcu-und-neue-optionen-fur-die-sommerspiele-2020/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2011/06/08/was-vom-tage-ubrig-bleibt-63-olympische-tv-milliarden-nbcu-und-neue-optionen-fur-die-sommerspiele-2020/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 10:08:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[alan abrahamson]]></category>
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		<category><![CDATA[sommerspiele 2020]]></category>
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		<description><![CDATA[Da haben sich zwei gesucht und gefunden. NBC Universal bleibt also bis 2020 Olympiasender. Das ist die sportpolitische Top-Meldung dieser Tage. Die Summe hat es in sich: 4,4 Milliarden Dollar für das Paket von vier Spielen &#8211; hinzu kommen die Sponsoren-Millionen von General Electric, die schon die bis 2012 geltenden Vertragssummen um bis zu 200 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a title="IOC awards US broadcast rights for 2014, 2016, 2018 and 2020 Olympic Games to NBCUniversal by International Olympic Committee, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/iocmedia/5808866029/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2538/5808866029_f330f342b0.jpg" alt="IOC awards US broadcast rights for 2014, 2016, 2018 and 2020 Olympic Games to NBCUniversal" width="500" height="332" /></a><p class="wp-caption-text">(l to r) Richard Carrion IOC EB member, Brian Roberts, CEO and Chairman, Comcast, Jacques Rogge IOC President (c) IOC/Richard Juilliart</p></div>
<p>Da haben sich zwei gesucht und gefunden. <a title="universalsports.com" href="http://www.universalsports.com/news-blogs/article/newsid=536211.html#ioc+awards+olympic+media+rights+nbc" target="_blank">NBC Universal bleibt also bis 2020 Olympiasender.</a> Das ist die sportpolitische Top-Meldung dieser Tage. Die Summe hat es in sich: 4,4 Milliarden Dollar für das Paket von vier Spielen &#8211; hinzu kommen die Sponsoren-Millionen von General Electric, die schon die bis 2012 geltenden Vertragssummen um bis zu 200 Millionen Dollar erhöhten. Der neue Besitzer Comcast ist überzeugt, dass die Verluste der Olympia-Abenteuer in Vancouver (mehr als 200 Mio $) und London (es wird ein deutlicher Verlust erwartet) konzernweit ausgeglichen werden und sich die Investition also dennoch rechnet.</p>
<p>Damit sind die USA nun auch wieder für die Olympischen Sommerspiele 2020 im Spiel. Die Amis und ihr USOC wären dämlich, würden sie diese Chance nicht nutzen.</p>
<p>IOC-Präsident Jacques Rogge hat sie gestern regelrecht aufgefordert:</p>
<blockquote><p>You are the country that has organized the most Olympic Games, with the best athletes in the world.  If there is a bid coming for 2020 from the USA, we would be very happy.&#8217;</p></blockquote>
<p>Wer außer Rom ist derzeit im Olympia-Rennen? Südafrika hat abgesagt. Die Türken werden sich nach der Wahl (am 12. Juni) flink zwischen einer neuerlichen Euro-Bewerbung (für 2022) und einer weiteren Olympiabewerbung von Istanbul entscheiden müssen. Die Amerikaner sind zwar international sportpolitisch noch immer isoliert und tragen schwer am Trauma der Desaster von New York (vorletzter Platz im Wettbewerb um die Sommerspiele 2012) und Chicago (letzter Platz im Rennen um 2016), jedoch hat sich ihre Lage mit der neuen USOC-Führung, den positiven Entwicklungen in den Verhandlungen um das olympic revenue sharing und diesem neuerlichen Milliardendeal extrem verbessert. Es bleibt dabei: In den USA wird fast die Hälfte des IOC-Umsatzes generiert.</p>
<p>Allein NBC hat, diesmal erstmals ohne Dick Ebersol, der im Mai den Dienst quittierte, den IOC-Deal aber noch mit vorbereitete, seit dem 1988er Vertrag mehr als 11 Milliarden Dollar für olympische TV-Rechte bezahlt.</p>
<ul>
<li>1988, Seoul: 300 Mio $</li>
<li>1992, Barcelona: 401 Mio $</li>
<li>1996, Atlanta: 456 Mio $</li>
<li>2000, Sydney: 705 Mio $</li>
<li>2002, Salt Lake City: 545 Mio $</li>
<li>2004, Athen: 793 Mio $</li>
<li>2006, Turin: 613 Mio $</li>
<li>2008, Peking: 894 Mio $</li>
<li>2010, Vancouver: 820 Mio $</li>
<li>2012, London: 1181 Mio $</li>
<li>2014, Sotschi: <strong>775 Mio $</strong></li>
<li>2016, Rio de Janeiro: <strong>1226 Mio $</strong></li>
<li>2018, München oder PyeongChang: <strong>963 Mio $</strong></li>
<li>2020:  <strong>1418 Mio $</strong></li>
</ul>
<p>Die letzten/aktuellsten verfügbaren IOC-Statistiken:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-10465" title="IOC TV revenue Olympic Games" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/06/tv-revenue.gif" alt="" width="368" height="612" /></p>
<p>So hat sich das Verhältnis von US-Markt und Einnahmen in anderen Territorien zuletzt entwickelt:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-10466" title="IOC TV revenue, territories since 1998" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/06/tv-revenue2.gif" alt="" width="526" height="253" /></p>
<p>Hoch interessant, was der aufmüpfige Urs Leutert, Sportchef des Schweizer Fernsehens, zur IOC-Strategie der Gewinnmaximierung einmal mehr im NZZ-Interview sagt <a title="nzz.ch" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/verrat_an_der_olympischen_idee_1.10816984.html" target="_blank">(Verrat an der olympischen Idee)</a>:</p>
<blockquote><p><em>Die Rechte für die Spiele 2014 und 2016 haben Sie noch nicht. Wo stehen die Verhandlungen?</em></p>
<p>Das Internationale Olympische Komitee hat nach über 50 Jahren Zusammenarbeit mit der EBU, dem Zusammenschluss der Service-Public-Sender in Europa, gebrochen und die Vermarktung der TV-Rechte einer Agentur übertragen. Diese ehrenwerten und integren Verkäufer kommen nun zur Türe rein und stellen als Erstes klar: «Sie wissen, wir sind keine Nonprofitorganisation.» Und dann reden wir aneinander vorbei:</p>
<ul>
<li><strong>Wir reden von Sport, sie reden von Geld;</strong></li>
<li><strong>wir reden von Fernsehen, sie reden von Geld;</strong></li>
<li><strong>wir reden vom Olympiaprogramm, sie reden von Geld.</strong></li>
</ul>
<p>Und sie bieten uns einzelne Sportarten und einzelne Pakete zum Beispiel für TV, Radio oder Internet an.</p>
<p><strong>Diese Aufsplittung der Sportarten und diese unersättliche Geldgier des IOK sind ein totaler Verrat an der olympischen Idee. </strong></p>
<p>Die vermeintlichen Treuhänder des Sports in Lausanne agieren heute wie Banker.</p></blockquote>
<p>Die olympischen TV-Verträge und die Umstände, unter denen diese Verträge geschlossen wurden, waren lange eines meiner Lieblingsthemen. Aus Zeitgründen muss ich diesmal passen, konnte gestern LEIDER auch nicht in Lausanne sein, ein gewiss einmaliges Erlebnis, und das meine ich extrem ernst, und muss mich auch heute kurz fassen.</p>
<p>Im Blog habe ich mich einige Male mit dem Thema befasst, in den Kommentaren hat Ralf wie gewohnt professionell ein hübsches Archiv verlinkt:</p>
<ul>
<li><a title="Dick Ebersol: Olympias Milliardenmann" href="http://www.jensweinreich.de/2009/03/30/dick-ebersol-olympias-milliardenmann/" target="_self">Dick Ebersol: Olympias Milliardenmann</a></li>
<li><a title="Lust und Frust: olympische TV-Milliarden" href="http://www.jensweinreich.de/2008/12/09/lust-und-frust-olympische-tv-milliarden/" target="_self">Lust und Frust: olympische TV-Milliarden</a> <em>(hier finden sich etliche Tabellen, die die Abhängigkeit der meisten olympischen Sportverbände von den IOC-Einnahmen illustrieren)</em></li>
</ul>
<p>Einige Lesebefehle:</p>
<ul>
<li>Alan Abrahamson (ehemals NBCUniversal online) auf seinem Blog <strong>3 wire sports</strong>: <a title="3 wire sports" href="http://3wiresports.com/2011/06/07/nbcs-4-38-billion-knockout-punch/" target="_blank">NBC’s $4.38 billion knockout punch</a></li>
<li>Phil Hersh in der Chicago Tribune: <a title="Chicago Tribune" href="http://articles.chicagotribune.com/2011-06-07/sports/chi-are-there-now-438-billion-reasons-for-us-to-bid-for-2020-summer-games-20110607_1_usoc-chief-executive-ioc-s-rogge-usoc-and-ioc" target="_blank">Are there now 4.38 billion reasons for U.S. to bid for 2020 Summer Games?</a></li>
<li>Kai Pahl hat sich auf allesaussersport vorab mit dem Thema befasst &#8211; <a title="allesaussersport.de" href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2011/06/07/screensport-am-dienstag-drei-monate-alter-handelsblatt-kase/" target="_blank">Olympia sucht US-TV</a> &#8211; und amüsiert sich nun vor allem über jene exorbitanten 900 Mio $, die NBCU mehr geboten hat als Konkurrent Fox:</li>
</ul>
<blockquote><p>Gewonnen hat NBC, die im Vergleich zu den Mitbewerbern so deutlich mehr drauf gepackt haben, dass der Verdacht naheliegt, Sportrechtehändler des ZDF hätten einen lukrativen Nebenjob gefunden.</p></blockquote>
<ul>
<li>AP: <a rel="nofollow" href="http://www.usatoday.com/sports/olympics/2011-06-08-1972975086_x.htm">NBC locks up US Olympic TV rights through 2020<img id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.59/t.gif" alt="" /></a></li>
<li>USA Today: <a rel="nofollow" href="http://www.usatoday.com/sports/columnist/hiestand-tv/2011-06-07-olympics-rights-nbc_n.htm">NBC pays out, but do the Olympics pay off?<img id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.59/t.gif" alt="" /></a></li>
</ul>
<p>Die komplette IOC-Pressemitteilung muss sein:</p>
<blockquote><p><strong><a title="olympic.org" href="http://www.olympic.org/media?articlenewsgroup=-1&amp;articleid=130827&amp;searchpageipp=10&amp;searchpage=1" target="_blank">IOC awards US broadcast rights for 2014, 2016, 2018 and 2020 Olympic Games to NBCUniversal</a></strong></p>
<p>The International Olympic Committee (IOC) today awarded NBCUniversal (NBCU) the broadcast rights in the US for the XXII Olympic Winter Games (2014) in Sochi, Russia, and the Games of the XXXI Olympiad (2016) in Rio De Janeiro, Brazil, as well as the 2018 and 2020 Olympic Games, which have yet to be awarded to a host city.</p>
<p>NBCU has acquired the broadcast rights across all media platforms, including free-to-air television, subscription television, internet and mobile. The total agreement is valued at USD 4.38 billion.</p>
<p>“We are delighted to have reached an agreement with our longstanding partner NBCU,&#8221; said IOC President Jacques Rogge. “We received three excellent bids and would like to thank each broadcaster for their presentations. In the end we were most impressed with NBCU, which not only has a track record for broadcasting the Games that speaks for itself, but also has a clear and innovative vision of where it wants to take the broadcast of the Games between now and 2020. We look forward to continuing to build on our already strong relationship beginning in London next year.&#8221;</p>
<p>The IOC based its decision on a long-term broadcast strategy aimed at ensuring broadcast of the Olympic Games of the highest quality, maximising exposure across all available media platforms, and securing the financial future of the Olympic Games and the Olympic Movement.</p>
<p>“We had an obligation to pick the best bid on behalf of the entire Olympic Movement,&#8221; said IOC Executive Board member Richard Carrión, who, along with IOC President Jacques Rogge, led the negotiations. “We assessed each bid against a thorough set of criteria and believe that the long-term nature of this agreement will not only ensure fantastic Olympic broadcast coverage in the US, but also support the long-term financial stability of the Olympic Movement as a whole. NBCU has proven its worth time and again over the years and we’re very excited to continue working with them.&#8221;</p>
<p>The IOC has enjoyed a long partnership with NBCU, and this agreement will mean that by 2020, NBCU will have covered a total of 17 editions of the Games, beginning in 1964.</p>
<p>&#8220;We are honoured to continue as the US Olympic broadcaster for the remainder of this decade. The vision for our new Comcast-NBCUniversal was to create new platforms and technologies to distribute the very best content. Every two years the Olympic Games provides iconic content for us to deliver on all platforms. We are proud to continue the rich heritage and long association that NBC has had with the IOC and I personally want to thank President Rogge and Richard Carrión for their long-term trust,&#8221; said Brian Roberts, CEO and Chairman, Comcast, parent company of NBCUniversal.</p>
<p>The decision came after two days of meetings held at the IOC headquarters in Lausanne, Switzerland, during which ESPN, Fox and NBCU each gave a presentation and submitted their proposals to the IOC. The negotiation process started earlier this year with preliminary discussions conducted with all interested parties. Each proposal was discussed by an IOC delegation chaired by President Rogge.</p>
<p>###</p>
<p><a title="olympic.org" href="http://www.olympic.org/media?q=nbc&amp;chkcat=010&amp;articlenewsgroup=-1&amp;articleid=52392&amp;searchpageipp=10&amp;searchpage=1" target="_blank">NBCU acquired the right to be the IOC’s broadcast partner for the London 2012 Olympic Games in 2003.</a></p>
<p>The 2018 Olympic Winter Games host city vote will take place at the 123rd IOC Session in Durban, South Africa, in July 2011.</p>
<p>The 2020 Olympic Games host city vote will take place at the 125th IOC Session in Buenos Aires, Argentina, in September 2013.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>21</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Winterspiele 2018: der IOC-Evaluierungsbericht</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/05/10/winterspiele-2018-der-ioc-evaluierungsbericht/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2011/05/10/winterspiele-2018-der-ioc-evaluierungsbericht/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 May 2011 08:15:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[annecy 2018]]></category>
		<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Das IOC hat soeben den Evaluierungsbericht zu den Olympiabewerbungen 2018 veröffentlicht. Es darf diskutiert werden. Aber bitte bedenken: So ein Bericht ist (fast) nie entscheidend. Die Pressemeldung des IOC dazu: The International Olympic Committee (IOC) today released the report by the Evaluation Commission for the XXIII Olympic Winter Games in 2018. This report follows the [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das IOC hat soeben den Evaluierungsbericht zu den Olympiabewerbungen 2018 veröffentlicht. Es darf diskutiert werden. Aber bitte bedenken: So ein Bericht ist (fast) nie entscheidend.</p>
<p><iframe class="scribd_iframe_embed" src="http://www.scribd.com/embeds/55078081/content?start_page=1&#038;view_mode=list&#038;access_key=key-a0higa7lu7s646wae0z" data-auto-height="true" data-aspect-ratio="1" scrolling="no" id="doc_74780" width="100%" height="600" frameborder="0"></iframe><script type="text/javascript">(function() { var scribd = document.createElement("script"); scribd.type = "text/javascript"; scribd.async = true; scribd.src = "http://www.scribd.com/javascripts/embed_code/inject.js"; var s = document.getElementsByTagName("script")[0]; s.parentNode.insertBefore(scribd, s); })();</script></p>
<p>Die <a title="IOC Press Release" href="http://www.olympic.org/media?articlenewsgroup=-1&amp;articleid=128019&amp;searchpageipp=10&amp;searchpage=1" target="_blank">Pressemeldung des IOC</a> dazu:</p>
<blockquote><p>The International Olympic Committee (IOC) today released the report by the Evaluation Commission for the XXIII Olympic Winter Games in 2018. This report follows the Commission’s visits to the three Candidate Cities bidding to host the Games: Munich (Germany), Annecy (France) and PyeongChang (Republic of Korea).*</p>
<p>The Evaluation Commission, chaired by the IOC member in Sweden Gunilla Lindberg, spent four days in each Candidate City earlier this year (see dates below) to conduct on-site inspections and carry out an assessment of the cities’  2018 Olympic Winter Games projects.</p>
<p>The report is a technical analysis which is being provided to IOC members prior to the “2018 Briefing for IOC Members&#8221; which will be held on 18 and 19 May in Lausanne.  During this meeting the Candidate Cities will have the opportunity to present the technical aspects of their candidatures to the IOC members and answer questions.</p>
<p><a title="Evaluierungsbericht 2018" href="http://www.olympic.org/Documents/Commissions_PDFfiles/Evaluation_Commission/FINAL_DRAFT_2018_EV_COM-ENG.pdf" target="_blank">Download the report</a></p>
<p>The election of the host city of the 2018 Olympic Winter Games will take place on 6 July 2011 during the 123rd IOC Session in Durban (South Africa). Prior to the IOC members casting their votes, the Candidate Cities will make their final presentations, followed by a final report by Evaluation Commission Chair Gunilla Lindberg. The city that obtains an absolute majority of votes will be elected.</p>
<p>The election in Durban will be the culmination of a process that began on 31 July 2009, when the IOC asked National Olympic Committees to nominate cities for the 2018 Games. On 16 October 2009, the IOC announced Munich, Annecy and PyeongChang as the three Applicant Cities. The cities’ responses to the IOC’s Applicant City Questionnaire were studied by an IOC Working Group, which produced a report for the IOC Executive Board (EB). Based on this report, all three cities were named Candidate Cities by the EB at its meeting on 22 June 2010. The cities submitted their Candidature Files, based on the 17 themes outlined in the IOC’s Candidature Procedure and Questionnaire, by the deadline of 11 January 2011.</p>
<p>* Cities are listed in the order of drawing of lots as performed by the IOC Executive Board on 10 December 2009. This is the order in which the cities bidding for the 2018 Games will be listed, make presentations, etc., until the election of the host city in July 2011.</p>
<p>Note to the editors:</p>
<p>The dates of the Evaluation Commission visits were:</p>
<ul>
<li>Annecy: 9–12 February 2011</li>
<li>PyeongChang: 16–19 February 2011</li>
<li>Munich: 1–4 March 2011</li>
</ul>
</blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2011/05/10/winterspiele-2018-der-ioc-evaluierungsbericht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>74</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Olympia 2018: der Tag der Wahrheit in Garmisch-Partenkirchen</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/05/08/olympia-2018-der-tag-der-wahrheit-in-garmisch-partenkirchen/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2011/05/08/olympia-2018-der-tag-der-wahrheit-in-garmisch-partenkirchen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 08 May 2011 06:44:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[bürgerbegehren]]></category>
		<category><![CDATA[bürgerentscheid]]></category>
		<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[garmisch-partenkirchen]]></category>
		<category><![CDATA[münchen 2018]]></category>
		<category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[winterspiele 2018]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=10262</guid>
		<description><![CDATA[GARMISCH-PARTENKIRCHEN. Auf geht&#8217;s. Ab an die Wahlurnen. Die eine oder andere Notiz werde ich im Laufe des Tages &#8211; wie immer natürlich live vor Ort &#8211; aus GaPa bloggen. (Nachtrag: Dachte ich, aber viel mehr als ein paar Facebook-Notizen und Tweets sind es nicht geworden, ich war gut beschäftigt mit Dreharbeiten.) Alles, was es bisher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>GARMISCH-PARTENKIRCHEN. Auf geht&#8217;s. Ab an die Wahlurnen. Die eine oder andere Notiz werde ich im Laufe des Tages &#8211; wie immer natürlich live vor Ort &#8211; aus GaPa bloggen. <em>(Nachtrag: Dachte ich, aber viel mehr als ein paar <a title="JW auf Facebook" href="http://www.facebook.com/jens.weinreich" target="_blank">Facebook-Notizen</a> und Tweets sind es nicht geworden, ich war gut beschäftigt mit Dreharbeiten.)</em></p>
<p>Alles, was es bisher dazu zu sagen gibt und was es zu lesen gab, hat <em>Ralf</em> gewohnt zuverlässig und gründlich <strong><a title="Testabstimmung für den 8. Mai 2011" href="http://www.jensweinreich.de/2011/03/31/8-mai-2011/" target="_self">hier verlinkt</a></strong>.</p>
<p>Und natürlich hier:</p>
<ul>
<li><a title="GAP Fakten" href="http://gap-fakten.blog.de/" target="_blank">GAP-Fakten-Blog von Heidemarie Trickl</a></li>
<li><a title="NOlympia, Ludwig Hartmann" href="http://nolympia2018.ludwighartmann.de/nolympia-presseschau-fur-mai-2011/" target="_blank">NOlympia 2018, Presseschau</a></li>
<li><a title="Nolympia.de" href="http://www.nolympia.de/chronologie/" target="_blank">Nolympia.de, die Chronologie</a></li>
<li><a title="www.gapa.de" href="http://buergerservice.gapa.de/de/878f5a86-0654-460e-1e5b-0df13fa5e8f8.html" target="_blank">Unterlagen</a> zum Bürgerentscheid auf der Webseite der Gemeinde GaPa</li>
</ul>
<p>Es darf diskutiert werden. Unsere koreanischen Sportfreunde in Seoul und Pyeongchang, der Olympiastadt 2018, schauen natürlich aufmerksam zu. Ein herzlicher Gruß nach Südkorea!</p>
<p>Die Fragen und das Abstimmungsergebnis im Blog &#8230;</p>
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<p><img class="aligncenter size-full wp-image-10222" title="Bürgerentscheid GaPa" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/03/bürgerentscheid1.gif" alt="" width="419" height="591" /></p>
<p>&#8230; sowie nun endlich die offiziellen Resultate &#8230;</p>
<p>Eine knappe Mehrheit von 58 Prozent für Olympia also. Angesichts der teuren PR-Kampagne ist das nicht viel.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-10267" title="Frage 1" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/05/entscheid1.gif" alt="" width="509" height="268" /></p>
<p>Beim Bürgerentscheid 2 fehlten der Opposition nur 131 Stimmen &#8211; oder, je nach Sichtweise, hätten sich 66 Bürger für Ja statt Nein entschieden, wäre das ein Sieg der Opposition geworden. Sehr knapp jedenfalls.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-10270" title="Frage 2" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/05/entscheid2.gif" alt="" width="511" height="266" /></p>
<p>Die Stichfrage, auch hier eine Mehrheit für die Olympiabefürworter:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-10272" title="Frage 3" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/05/entscheid3.gif" alt="" width="510" height="267" /></p>
<ul>
<li>Die <strong>Wahlergebnisse</strong> auf der Webseite der <a title="buergerservice.gapa.de" href="http://buergerservice.gapa.de/portal/wahl/be20110508/180117_000059/index.html" target="_blank">Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen</a>.</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Testabstimmung für den 8. Mai 2011</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/03/31/8-mai-2011/</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 06:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wow, hat der Axel Doering die Ruhe weg. Wenn am 8. Mai in Garmisch-Partenkirchen über die Olympiabewerbung entschieden wird, fährt er nach Venedig. Der Termin stehe schon lange fest, sagt der Frontmann der Olympia-Skeptiker, Kreisvorsitzende des Bundes Naturschutz, SPD-Mann und Förster. Ralf wird gewiss gleich in unnachahmlicher Fleißarbeit und Qualität die wichtigsten Berichte des Tages [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wow, hat der Axel Doering die Ruhe weg. Wenn am 8. Mai in Garmisch-Partenkirchen über die Olympiabewerbung entschieden wird, fährt er nach Venedig. Der Termin stehe schon lange fest, sagt der Frontmann der Olympia-Skeptiker, Kreisvorsitzende des Bundes Naturschutz, SPD-Mann und Förster. <em>Ralf</em> wird gewiss gleich in unnachahmlicher Fleißarbeit und Qualität die wichtigsten Berichte des Tages von der Gemeinderatssitzung in Garmisch-Partenkirchen verlinken.</p>
<p>Hier flink der Entwurf des Wahlzettels, weiter unten darf abgestimmt werden!</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-10222" title="Muster Bürgerentscheid GaPa" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/03/bürgerentscheid1.gif" alt="" width="419" height="591" /></p>
<p>So, eigentlich können wir das mal durchspielen. Voilà:</p>
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		<title>Bürgerbegehren gegen Olympia 2018 in Garmisch-Partenkirchen</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/02/22/burgerbegehren-gegen-olympia-2018-in-garmisch-partenkirchen/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 04:50:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bevor notorische Olympiabefürworter und Schönfärber gleich wieder aufheulen: Ich finde es ganz erstaunlich, bemerkenswert zurückhaltend und fair von den Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen Olympia 2018 in Garmisch-Partenkirchen, dass sie bis nach der Alpinen Ski-WM damit gewartet haben. Sie wollten die Party nicht stören, so ist es. Hämische Kommentare von Olympiabewerbern können sie weiter ertragen. Nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: line-through;">Bevor notorische Olympiabefürworter und Schönfärber gleich wieder aufheulen: Ich finde es ganz erstaunlich, bemerkenswert zurückhaltend und fair von den Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen Olympia 2018 in Garmisch-Partenkirchen, dass sie bis nach der Alpinen Ski-WM damit gewartet haben. Sie wollten die Party nicht stören, so ist es. Hämische Kommentare von Olympiabewerbern können sie weiter ertragen.</span></p>
<p>Nun ist es also da, das Bürgerbegehren, von jenen gestellt, die es angeht, weil sie in Garmisch-Partenkirchen leben, und weil es ihr demokratisches Recht ist, denjenigen, die über die Olympiapläne UNVOLLSTÄNDIG und teilweise IRREFÜHREND und <a title="Eines von vielen Beispielen - München 2018 und die Olympiafinanzierung: Willy Bogners Probleme mit der Wahrheit" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/19/munchen-2018-und-die-olympiafinanzierung-willy-bogners-probleme-mit-der-wahrheit/" target="_self">falsch</a> informieren, auf die Finger zu schauen.</p>
<p>Initiator <strong><a title="Bund Naturschutz GAP" href="http://www.bn-gap.de/" target="_blank">Axel Doering</a></strong> und seine Mitstreiter schreiben u.a.:</p>
<blockquote><p><strong>Keine Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen! </strong></p>
<p><strong>Gegen den Ausverkauf unserer Heimat!</strong></p>
<p>Obwohl die Verantwortlichen der Bewerbung alles getan haben, eine Meinungsäußerung ihrer Bürger unmöglich zu machen, starten wir ein Bürgerbegehren auf Durchführung eines Bürgerentscheids mit dem Ziel, dass Garmisch-Partenkirchen die Vorbereitung der Olympischen Winterspiele 2018 beendet.</p>
<p>Unsere Gemeinde, die Stadt München, der Landkreis Berchtesgadener Land, Bund, Land, DOSB und die Bewerbergesellschaft München 2018 haben sich vertraglich verpflichtet, alle IOC-Bedingungen zu erfüllen und alles zu unternehmen, damit Olympische Winterspiele hier stattfinden. Zuletzt wurde sogar noch ein „Multi Party Agreement“ abgeschlossen, dessen vorrangiges Ziel nur sein kann, den Bürger und Steuerzahler von jeder Mitwirkung auszuschließen und ein Bürgerbegehren unmöglich zu machen. Der Bürgermeister von Garmisch-Partenkirchen hat mehrfach darauf hingewiesen, dass es jetzt keine mögliche Fragestellung für ein Bürgerbegehren zu Olympia mehr geben könne.</p>
<p>Eine einfache Frage der Art &#8220;Sind Sie dafür, dass Garmisch-Partenkirchen seine Unterstützung für München 2018 zurückzieht?&#8221; wurde durch die Vertragsgestaltung der Bewerber damit leider unmöglich gemacht, da das eine unzulässige Aufforderung zum Vertragsbruch wäre.</p>
<p>Wir haben nun trotzdem die ersten Hürden für ein Bürgerbegehren genommen.</p>
<p>Die einzige Möglichkeit, jetzt, nach der Veröffentlichung des Bid Books, die Olympischen Winterspiele „München 2018“ noch zu verhindern, besteht darin, eine sachliche Beurteilung der Verträge durch einen unabhängigen Rechtsgutachter einholen zu lassen. Fachleute halten ohnehin einige dieser Verträge für rechtsunwirksam. Der von uns vorgeschlagene Herr Prof. Wolff besitzt u.a. als Kommentator zur Bayerischen Verfassung eine herausragende Kompetenz.</p>
<p>Nach langer Diskussion und Beratung mit Anwälten wurde schließlich eine korrekte Fragestellung für das Bürgerbegehren gefunden, das die Marktgemeinde dazu zwingt:</p>
<ul>
<li>die Rechtswirksamkeit der abgegebenen Garantien und Verpflichtungen und die mögliche Sittenwidrigkeit der Verträge von einem unabhängigen Professor für Öffentliches Recht prüfen zu lassen und</li>
<li>im Falle einer Feststellung der Sittenwidrigkeit der „Knebelverträge“ alle als zulässig erachteten Maßnahmen zu ergreifen, um sich von den eingegangenen Verpflichtungen zu lösen.</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Im Deutschlandfunk habe ich gestern dazu diese Meldung fabriziert:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/02/21/dlf_20110221_2253_3de8d80e.mp3" target="_self">:</a></p>
<ul>
<li>Mein Text in der heutigen Ausgabe der Berliner Zeitung: <a title="Berliner Zeitung vom 22. Februar 2011" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0222/sport/0041/index.html" target="_blank">Angst vor dem Ausverkauf der Heimat</a></li>
<li>Sebastian Kemnitzer in der taz: <a title="taz vom 22. Februar 2011" href="http://www.taz.de/1/sport/artikel/1/die-wm-ist-vorbei-der-frieden-auch/" target="_blank">Die WM ist vorbei, der Frieden auch</a></li>
</ul>
<p>[<em>In meinen Beiträgen habe ich leider einen Zahlendreher verursacht und von 1860 nötigen Unterschriften gesprochen. Es sind 1680.</em>]</p>
<p>Axel Doering im DLF-Interview:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/02/21/dlf_20110221_2255_adea5ac8.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>In Kurzfassung zum <strong>zeitlichen Ablauf</strong>:</p>
<ul>
<li>zunächst müssen 1680 Unterschriften gesammelt werden</li>
<li>dann wird das Begehren bei der Gemeinde eingereicht</li>
<li>zeitnah bis spätestens nach einem Monat muss ein Termin für den Bürgerentscheid an einem Sonntag innerhalb der nächsten drei Monate angesetzt werden</li>
<li>theoretisch kann also ein Bürgerentscheid noch im Juni vor der IOC-Abstimmung (am 6. Juli in Durban) stattfinden</li>
<li>frühestens könnte ein Bürgerentscheid (rein theoretisch) schon im März stattfinden. Interessante Konstellation übrigens: Wollen die Olympiaplaner, wenn sie einen Bürgerentscheid schon nicht verhindern können, dann eventuell ganz schnell eine Entscheidung, um danach in relativer Ruhe die weiteren Vorbereitungen zu bestreiten, oder wollen sie die Sache lieber verschleppen bis kurz vor der IOC-Abstimmung?</li>
</ul>
<p>Was ist ein <a title="Bürgerbegehren" href="http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgerbegehren" target="_blank">Bürgerbegehren?</a></p>
<ul>
<li>der maßgebliche Artikel in der <a title="Gemeindeordnung Freistaat Bayern" href="http://www.gesetze-bayern.de/jportal/portal/page/bsbayprod.psml?nid=s&amp;showdoccase=1&amp;doc.id=jlr-GemOBY1998V11Art18a" target="_blank">Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern</a></li>
</ul>
<p>Im Kern geht es um Überprüfung der Knebelverträge des IOC und der zahlreichen Bürgschaften und Garantien, die Bewerber abgeben müssen. Wer also das Bürgerbegehren richtig einordnen und verstehen will, sollte eventuell überlegen, dazu noch einmal diese Auflistung zu studieren:</p>
<ul>
<li><a title="Vertraulich: alle Bürgschaften und Garantien, die deutsche Volksvertreter dem IOC für München 2018 geben" href="http://www.jensweinreich.de/2010/10/05/vertraulich-alle-burgschaften-und-garantien-die-deutsche-volksvertreter-dem-ioc-fur-munchen-2018-geben/" target="_self">Vertraulich: alle Bürgschaften und Garantien, die deutsche Volksvertreter dem IOC für München 2018 geben</a></li>
</ul>
<p>Als wichtige Ergänzung:</p>
<ul>
<li><a title="München 2018: die Bewerbungsdokumente" href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/05/munchen-2018-die-bewerbungsdokumente/" target="_self">München 2018: die Bewerbungsdokumente</a></li>
</ul>
<p>Und bei der Olympia-GmbH:</p>
<ul>
<li><a title="Bid Book Eckdaten" href="http://www.muenchen2018.org/files/muenchen2018_bid-book_eckdaten.pdf" target="_blank">Eckdaten der Bewerbung, Zusammenfassung in deutsch</a></li>
<li><a title="Download" href="http://www.muenchen2018.org/files/site/pdf/m2018_bidbook_vol1.pdf" target="_blank">Bid Book volume 1, english</a></li>
<li><a title="Download" href="http://www.muenchen2018.org/files/site/pdf/m2018_bidbook_vol2.pdf" target="_blank">Bid Book volume 2</a></li>
<li><a title="Download" href="http://www.muenchen2018.org/files/site/pdf/m2018_bidbook_vol3.pdf" target="_blank">Bid Book volume 3</a></li>
</ul>
<p>Auf <a title="Nolympia 2018" href="http://www.nolympia2018.de" target="_blank">Nolympia 2018</a> sollten die Infos zum Bürgerbegehren eigentlich auch stehen, kann sie aber derzeit aus meiner Himmelsrichtung nicht aufrufen, korrigiere ich später.</p>
<p>Okay, last but not least, das Corpus Delicti:</p>
<p><object id="doc_35160226659582" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_35160226659582" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=49295895&amp;access_key=key-12cg1lgw6spfmox6u7he&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=49295895&amp;access_key=key-12cg1lgw6spfmox6u7he&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_35160226659582" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=49295895&amp;access_key=key-12cg1lgw6spfmox6u7he&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_35160226659582"></embed></object><a href="http://flattr.com/thing/136767/Burgerbegehren-gegen-Olympia-2018-in-Garmisch-Partenkirchen" target="_blank"><br />
<img title="Flattr this" src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" border="0" alt="Flattr this" /></a></p>
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		<item>
		<title>Olympia 2018: Au revoir, Annecy!</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Dec 2010 22:15:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[annecy 2018]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe es oft genug angedeutet, etwa nach meinem merkwürdigen Gespräch mit dem Olympiasieger Edgar Grospiron im August in Singapur: Annecy ist nicht wirklich ein Anwärter auf die Olympischen Winterspiele 2018. Da weltweit kaum Interesse an diesen Winterspielen besteht &#8211; so wenige Bewerber gab es für Spiele seit 30 Jahren nicht -, ließ das IOC-Exekutivkomitee [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe es oft genug angedeutet, etwa nach <a title="Olympia 2018: Eine Wasserstandsmeldung und ein nervöser Bewerber" href="http://www.jensweinreich.de/2010/08/20/olympia-2018-eine-wasserstandsmeldung-und-ein-nervoser-bewerber/" target="_self">meinem merkwürdigen Gespräch mit dem Olympiasieger Edgar Grospiron</a> im August in Singapur: <a title="Annecy2018.org" href="http://www.annecy2018.com/en/" target="_blank">Annecy</a> ist nicht wirklich ein Anwärter auf die Olympischen Winterspiele 2018. Da weltweit kaum Interesse an diesen Winterspielen besteht &#8211; so wenige Bewerber gab es für Spiele seit 30 Jahren nicht -, ließ das IOC-Exekutivkomitee <a title="Kleiner Regelbruch: Olympia 2018, Candidate Cities" href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/22/kleiner-regelbruch-olympia-2018-die-candidate-cities/" target="_self">Annecy dennoch im Wettbewerb</a>. Denn nur Pyeongchang und München hätte einfach zu blöd ausgesehen.</p>
<p>Während also Münchens Olympiabewerber dieser Tage in Durban den Ernstfall für die IOC-Session im Juli 2011 proben und die Location checken, steht Annecy kurz vor dem Aus.</p>
<p>Grospiron kommt ja nicht nur mir wegen harmloser Bemerkungen in meinen Texten blöd, er legt sich auch ständig mit den beiden sportpolitischen Korrespondenten der L&#8217;Equipe an. Die L&#8217;Equipe schrieb nun, dass es dem Aufsichtsrat des Bewerberkomitee an Zuversicht mangelt, um weitere zwei bis vier Millionen Euro für eine Bewerbung locker zu machen, die ohnehin gegen die Wand gesteuert wäre, wie Frankreichs IOC-Mitglied Guy Drut meint. Drut hat sich, im Gegensatz zum zweiten IOC-Mitglied der Franzosen, Jean-Claude Killy, wenigstens gelegentlich für Annecy engagiert. (Online finde ich im L&#8217;Equipe-Angebot leider <a title="L'Equipe" href="http://www.lequipe.fr/Aussi/breves2010/20101205_200215_2-a-4-m-de-plus-pour-annecy.html" target="_blank">nur</a> <a title="L'Equipe" href="http://www.lequipe.fr/Aussi/breves2010/20101205_184347_drut-rectifie-mais-ne-nie-pas.html" target="_blank">diese</a> <a title="L'Equipe" href="http://www.lequipe.fr/Aussi/breves2010/20101205_095454_killy-et-drut-lachent-annecy.html" target="_blank">Links</a>.)</p>
<p>Grospiron, derzeit ebenfalls in Durban bei der Weltkonferenz für <a title="Was vom Tage übrig blieb (29): Staumauern in Berglandschaften" href="http://www.jensweinreich.de/2009/03/31/was-vom-tage-ubrig-bleibt-29-staumauern-in-berglandschaften/" target="_self">Sport und Umwelt</a>, veröffentlicht soeben eine interessante Presseerklärung:</p>
<blockquote><p><strong>Annecy adapts its international setup for the home straight</strong></p>
<p>Edgar Grospiron, CEO of Annecy 2018, currently on a visit to South Africa, has confirmed Guy Drut and Jean-Claude Killy&#8217;s support for the French bid to host the 2018 Olympic and Paralympic Games. This statement comes in response to an article published in French sports daily L&#8217;Equipe on Sunday 5th December.</p>
<p>Christian Monteil, Chairman of the Annecy 2018 Supervisory Board and President of the Haute-Savoie General Council, and all the members of the Supervisory Board (the Government&#8217;s representative, the President of the French National Olympic Committee (CNOSF), the President of the Rhône-Alpes Region, the Mayor of Annecy) have reaffirmed their confidence in the project, highlighting the progress made during the past months:</p>
<p>&#8220;Last June, the International Olympic Committee asked Annecy to present a more compact organisation. Three months later, with the unfailing support of all concerned, Annecy 2018 presented a new, ultra-compact concept organised around the two main bases, Annecy and Chamonix Mont-Blanc. This concept is fully in line with the IOC&#8217;s demands, and was welcomed at the majors’ international presentations. Annecy 2018 has thus demonstrated its ability to adapt quickly in response to the IOC&#8217;s remarks, with the ultimate aim of submitting the best offer to host the 2018 Winter Games.</p>
<p>In a month&#8217;s time, on 11th January 2011, Annecy 2018 will submit its bid book to the IOC, along with guarantees issued by the State, all the local authorities and economic stakeholders. In February, Annecy will welcome the IOC Evaluation Commission.</p>
<p>The bid is therefore about to move into a new phase of its project&#8217;s international promotion.</p>
<p>To prepare for this new phase, the supervisory board has taken stock of the progress still to be made in terms of its international promotion efforts, which began at the Vancouver Olympics. Fully aware of the level of demand on the international stage, the Bid Committee has already put together a new organisation, designed to strengthen this international promotion, calling upon the necessary financial and human resources, in absolute compliance with Annecy 2018&#8242;s declared values.&#8221;</p>
<p>The Bid Committee and the French IOC members will meet in a week&#8217;s time to study this new organisation and move forward into the home straight for a final win, together, on 6th July 2011 in Durban.</p></blockquote>
<p>Ich denke mal, das war&#8217;s. Au revoir, Monsieur Grospiron!</p>
<p>Frankreich will zur 100-Jahr-Feier die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris, nachdem man für 2012 gegen London im letzten Moment an der eigenen Arroganz gescheitert ist. In Frankreich interessiert sich außer Grospiron und einigen Unentwegten kaum jemand für Olympia 2018 in Annecy.</p>
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		<title>Wasserstandsmeldung: Olympia 2018, FIFA, Korruption, WM-Vergabe 2018/2022</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Nov 2010 19:19:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ZÜRICH. Ich bin vom EOC-Kongress aus Belgrad schnurstracks nach Zürich geeilt (eine kleine Summary). Es gibt feine Nachrichten, liebe Leute. Grund zur Freude. Neue Fakten zur FIFA- und zur olympischen Korruption werden die üblichen Verdächtigen aufbereiten: Andrew Jennings am Montag in der BBC (Panorama), und bei Jean Francois Tanda (Tagesanzeiger) und Thomas Kistner (Süddeutsche) gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ZÜRICH. Ich bin vom <a title="Pyeongchang 2018 und die Korea-Krise" href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/26/pyeongchang-2018-und-die-korea-krise/" target="_self">EOC-Kongress aus Belgrad</a> schnurstracks nach Zürich geeilt (<a title="mein Beitrag im DLF" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1329736/" target="_self">eine kleine Summary</a>). Es gibt feine Nachrichten, liebe Leute. Grund zur Freude. Neue Fakten zur FIFA- und zur olympischen Korruption werden die üblichen Verdächtigen aufbereiten: Andrew Jennings am Montag in der BBC (Panorama), und bei Jean Francois Tanda (Tagesanzeiger) und Thomas Kistner (Süddeutsche) gibt es ebenfalls etwas zu lesen. Ja, auch die<a title="Wie sich korrupte FIFA-Funktionäre mit Millionen frei kaufen ..." href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/25/wie-sich-korrupte-funktionare-im-fifa-reich-des-joseph-blatter-mit-millionen-frei-kaufen/" target="_self"> ISL-Story wird fortgeschrieben</a>, und zwar von jenen, die sich seit vielen Jahren darum verdient machen. Wunderbar. Verzeihung, wenn ich schon mal öffentlich frohlocke. Es freut mich auch deshalb sehr, weil ich mir gerade von einigen Beratern, die für Olympiabewerber 2018 und für WM-Bewerber 2018/2022 fürstliche Gagen kassieren, anhören musste, Jennings hätte nichts Neues zu bieten.</p>
<p>Eine erste Lagebeschreibung aus Zürich habe ich gerade im Gespräch mit Astrid Rawohl im Deutschlandfunk abgegeben:<br />
<a title="DLF Interview" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/11/28/dlf_20101128_1920_5be03d24.mp3" target="_self"> :</a></p>
<p>Morgen folgt zwischendurch vielleicht noch eine kurze Analyse zum Wettbewerb um die Winterspiele 2018 &#8211; ansonsten aber vor allem: FIFA, FIFA, FIFA, Korruption, ISL, WM 2018/2022. Ich garantiere viel Vergnügen in den nächsten Tagen. Im Blog wird es selbstverständlich etliche Dokumente dazu geben.</p>
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		<title>Pyeongchang 2018 und die Korea-Krise</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 09:33:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[BELGRAD. Herr Cho schleppt zwei schwere Kameras. An jeder Schulter baumelt ein teures Objektiv. Sightseeing ist angesagt am Donnerstagmorgen. Herr Cho will sich die Belgrader Altstadt anschauen, und wie er durch die Lobby des Hyatt Regency Hotels schreitet, erfüllt er zweifellos jenes Klischee, dass Europäer von asiatischen Touristen pflegen. Doch Yang Ho Cho ist geschäftlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>BELGRAD. Herr Cho schleppt zwei schwere Kameras. An jeder Schulter baumelt ein teures Objektiv. Sightseeing ist angesagt am Donnerstagmorgen. Herr Cho will sich die Belgrader Altstadt anschauen, und wie er durch die Lobby des Hyatt Regency Hotels schreitet, erfüllt er zweifellos jenes Klischee, dass Europäer von asiatischen Touristen pflegen. Doch Yang Ho Cho ist geschäftlich in Belgrad. Cho, CEO von Korean Air, ist auch Präsident des Bewerbungskomitees, das die Olympischen Winterspiele 2018 nach Pyeongchang holen will. Am Freitag präsentieren sich Pyeongchang, München und Annecy (Frankreich) vor der Vollversammlung der europäischen Nationalen Olympischen Komitees.</p>
<p>Während die Artillerie-Attacke Nordkoreas auf die südkoreanische Insel Yeonpyeong weltweit Schlagzeilen macht, während der Machthaber des Nordens weitere Drohungen gegen den Süden ausstößt und damit auch die Frage akut wird, ob dieser Konflikt der Olympiabewerbung Pyeongchangs schadet, entspannt sich Herr Cho für ein paar Stunden. Die Südkoreaner nehmen es demonstrativ gelassen. „Sie müssen das verstehen“,sagt Muchol Chin, PR-Chef des Bewerbungskomitees: „Wir leben seit sechzig Jahren mit dem Problem.“ Er verweist auf die einseitige schriftliche Stellungnahme vom Vortag. Darin wird korrekt erwähnt, dass 1988 die Olympischen Sommerspiele und 2002 die Fußball-Weltmeisterschaft ohne Zwischenfälle ausgetragen wurden, so wie kürzlich auch der G20-Gipfel in Seoul. „Pyeongchang und die südkoreanische Regierung werden alles tun, um 2018 sichere Winterspiele auszutragen“, heißt es. Man glaube, dass diese Winterspiele zum Frieden in der Region beitragen können.</p>
<p>Sie werden das Thema auf der Präsentation vor den europäischen NOK kaum offensiv ansprechen. Die Stellungnahme soll vorerst reichen. Aber sie sind auf Fragen eingestellt. Ändern können sie ohnehin nichts. Sie haben nicht den Fehler gemacht und Olympiawettbewerbe im Norden geplant – so wie etwa Südkoreas Offerte für die Fußball-WM 2022, über die kommende Woche entschieden wird, vier Spiele im Norden einplant. Dieses Versprechen wirkt angesichts der kriegerischen Attacke des ungleichen Bruders nur bizarr.</p>
<p>„Terroranschläge und bewaffnete Konflikte können generell ein Kriterium für die Vergabe von Olympischen Spielen sein“, sagt Gian-Franco Kasper, Präsident des Ski-Weltverbandes (FIS) und IOC-Mitglied. Der Schweizer erinnert an die Bombenattentate in der Londoner U-Bahn im Juli 2005, als 52 Menschen getötet wurden – einen Tag nachdem das IOC die Sommerspiele 2012 nach London vergeben hatte. Mike Lee war damals Kommunikationsdirektor der Londoner Olympiabewerbung. Heute berät er Pyeongchang und sagt, man werde sich nicht auf ein Sicherheitsthema fokussieren, das nicht neu ist, sondern Teil der koreanischen Geschichte und der Weltpolitik. Man werde stattdessen weiter Pyeongchangs Vorzüge preisen: etwa den ungesättigten asiatischen Wintersportmarkt.</p>
<p>So tragisch es ist, aber Attentate sind Teil der olympischen Geschichte. In Atlanta explodierte 1996 eine Splitterbombe, und in München wurden 1972 die als „heiter“ apostrophierten Sommerspiele vom Mordanschlag auf israelische Olympiateilnehmer überschattet. Es gab andere Zwischenfälle, nicht nur bei Olympia. Der Sport lebt mit der Gefahr. 1981, als Südkoreas Hauptstadt Seoul vom IOC die Sommerspiele 1988 zugesprochen wurden, hatte es zuvor auch eine bewaffnete Auseinandersetzung gegeben.</p>
<p>Vor drei Jahren, als Pyeongchang sich um die Winterspiele 2014 bewarb und knapp an Sotschi scheiterte, hatte man die Offerte noch mit kühnen Botschaften, dem Traum von der Wiedervereinigung und vom ewigen Frieden in Korea garniert. Das war zu doll aufgetragen. Ähnlich argumentierte Pyeongchang im Kampf um die Winterspiele 2010, als es gegen Vancouver unterlag. Die Bewerber für 2018 haben daraus gelernt. Sie äußern sich sehr zurückhaltend und verzichten auf blumige Friedensbotschaften.</p>
<p>Glaubt man dem Flurfunk in Belgrad und den ersten Wortwechseln mit IOC-Insidern, die meist nicht zitiert werden wollen, dann dürften die Zwischenfälle in Korea keinen negativen Einfluss auf Pyeongchangs Olympiabewerbung haben. Noch nicht. Das sei Tagespolitik – die IOC-Abstimmung am 6. Juli 2011 in Durban aber eine strategische Entscheidung, heißt es. „Kurz vor der Wahl könnte so eine kriegerische Attacke vielleicht Verunsicherung schaffen“, sagt Gian-Franco Kasper am Telefon. „Momentan ist es aber zu früh, darüber zu spekulieren.“ Er schiebt schnell nach: „Und das ist keinesfalls zynisch gemeint.“</p>
<p><em>P.S.: Verlinkt wird später (vielleicht :), bin etwas im Stress derzeit.</em><br />
<a href="http://flattr.com/thing/88809/Winterspiele-2018-Pyeongchang-und-die-Korea-Krise" target="_blank"><br />
<img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" alt="Flattr this" title="Flattr this" border="0" /></a></p>
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		<title>München 2018: die Bewerbungsdokumente (II)</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 13:46:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Journalistenbetrieb und seine Vorabmeldungen. Das ist so eine Sache. Oft ein Ärgernis. Aber wenn&#8217;s der Aufklärung hilft, wer will da schon mäkeln, Mann sollte nicht kleinlich sein. Jedenfalls &#8230; &#8230; &#8220;Monitor&#8221;: Ministeriumsbericht zu München 2018. Olympische Spiele mit &#8220;finanziell bedeutsamen Risiken&#8221; &#8230; &#8230; das Dokument dazu steht seit Wochen hier im Blog, einfach so, nebst etlichen anderen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Journalistenbetrieb und seine <a title="Presseportal" href="http://www.presseportal.de/pm/6694/1719515/ard_das_erste" target="_blank">Vorabmeldungen</a>. Das ist so eine Sache. Oft ein Ärgernis. Aber wenn&#8217;s der Aufklärung hilft, wer will da schon mäkeln, Mann sollte nicht kleinlich sein.</p>
<p>Jedenfalls &#8230;</p>
<ul>
<li>&#8230; <a title="Tagesschau.de" href="http://www.tagesschau.de/inland/olympia478.html" target="_blank">&#8220;Monitor&#8221;: Ministeriumsbericht zu München 2018. Olympische Spiele mit &#8220;finanziell bedeutsamen Risiken&#8221;</a> &#8230;</li>
</ul>
<p>&#8230; das Dokument dazu steht seit Wochen hier im Blog, einfach so, <a title="München 2018: die Bewerbungsdokumente" href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/05/munchen-2018-die-bewerbungsdokumente/" target="_self">nebst etlichen anderen Unterlagen</a>.</p>
<ul>
<li>Die Vereinbarung zwischen Politik und Sport/DOSB <em>(17 Seiten)</em></li>
<li>Das Multi Party Agreement <em>(8 Seiten)</em></li>
<li>Die eigentlichen Bewerbungsunterlagen, Eckdatenpapier genannt <em>(208 Seiten)</em>, die nun in das so genannte Bid Book verwandelt und dem IOC im Januar 2011 übergeben werden.</li>
</ul>
<p>Von wirklich kritischer Analyse seitens des BMI, wie die Überschriften suggerieren, kann natürlich keine Rede sein. Außerdem sind die Entscheidungen längst gefallen, die Unterschriften geleistet.</p>
<p>Wer mag, darf das Papier jetzt auch ausdrucken. So aufregend ist es gar nicht. Nichts für Schlagzeilen, nur ein Puzzle mehr im Steuermittel-Dickicht von Dichtung und Intransparenz:</p>
<p><span id="more-9786"></span>Die Copy &amp; Paste-Funktion aber habe ich weiter gesperrt.</p>
<p><object id="doc_557141577261728" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_557141577261728" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_557141577261728" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_557141577261728"></embed></object></p>
<p><a title="München 2018: die Bewerbungsdokumente" href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/05/munchen-2018-die-bewerbungsdokumente/" target="_self">Weiter gilt</a>:</p>
<p><small>Ein Hinweis für Medienschaffende: In diesem Blog wird so manche Recherche ausgewalzt, werden regelmäßig Dokumente veröffentlicht – und mitunter sogar ein Gedanke. Wer sich hier bedient, sollte unter Umständen in Erwägung ziehen, die Quelle zu nennen. Nur mal so, ich versuche das doch auch :)</small></p>
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		</item>
		<item>
		<title>München 2018: die Bewerbungsdokumente</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Nov 2010 15:36:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem nun auch das Bundeskabinett den Plänen für München 2018 zugestimmt hat, ist es mal wieder an der Zeit für einige aktuelle Dokumente. Die Stellungnahme des Bundesinnenministeriums für das Kabinett (9 Seiten) Die Vereinbarung zwischen Politik und Sport/DOSB (17 Seiten) Das Multi Party Agreement (8 Seiten) Die eigentlichen Bewerbungsunterlagen, Eckdatenpapier genannt (208 Seiten), die nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem nun auch das Bundeskabinett den Plänen für München 2018 zugestimmt hat, ist es <a title="Vertraulich: alle Bürgschaften und Garantien, die deutsche Volksvertreter dem IOC für München 2018 geben" href="http://www.jensweinreich.de/2010/10/05/vertraulich-alle-burgschaften-und-garantien-die-deutsche-volksvertreter-dem-ioc-fur-munchen-2018-geben/" target="_self">mal wieder an der Zeit</a> für einige aktuelle Dokumente.</p>
<ul>
<li>Die Stellungnahme des Bundesinnenministeriums für das Kabinett <em>(9 Seiten)</em></li>
<li>Die Vereinbarung zwischen Politik und Sport/DOSB <em>(17 Seiten)</em></li>
<li>Das Multi Party Agreement <em>(8 Seiten)</em></li>
<li>Die eigentlichen Bewerbungsunterlagen, Eckdatenpapier genannt <em>(208 Seiten)</em>, die nun in das so genannte Bid Book verwandelt und dem IOC im Januar 2011 übergeben werden.</li>
</ul>
<p>Das Kontrastprogramm gibt es u.a. bei &#8230;</p>
<ul>
<li>Dieter Janecek: <a title="Blog von Dieter Janecek" href="http://blog.dieter-janecek.de/2010/11/04/olympia-2018-milliarden-fur-heise-luft/" target="_blank">Olympia 2018 &#8211; Milliarden für heiße Luft</a> &#8230;</li>
<li>oder bei Ludwig Hartmann und dem Antrag an die Bundesdelegiertenkonferenz der &#8220;sportnarrischen Partei&#8221; (Claudia Roth): <a title="Ludwig Hartmann" href="http://www.ludwig-hartmann.de/inhaltlich/winterspiele-2018/winterspiele-details/artikel/nein-zur-olympiabewerbung-muenchen-2018-antrag-an/" target="_blank">Nein zur Olympiabewerbung München 2018</a> &#8230;</li>
<li>und natürlich bei <a title="NOlympia 2018" href="http://nolympia2018.ludwighartmann.de/" target="_blank">NOlympia 2018</a></li>
</ul>
<p>Hier nun das Material zum Olympiaplan, für den <span style="text-decoration: line-through;">hunderte Millionen</span> im Prinzip Milliarden aus dem Steuersäckel garantiert werden. So viel Transparenz im Umgang mit öffentlichen Mitteln sollte sein, wenn es schon nicht alle durchgelesen haben, die die Bürgschaften erteilten. Lesebefehl!</p>
<ul>
<li><strong>Die Stellungnahme des Bundesinnenministeriums (BMI) für das Kabinett</strong></li>
</ul>
<p><object id="doc_195658640152618" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_195658640152618" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_195658640152618" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_195658640152618"></embed></object><span id="more-9722"></span></p>
<ul>
<li><strong>Die Vereinbarung zwischen Politik und Sport/DOSB</strong></li>
</ul>
<p><object id="doc_970491120012157" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_970491120012157" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=41157235&amp;access_key=key-1a08aybmts7ig9rak6z5&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=41157235&amp;access_key=key-1a08aybmts7ig9rak6z5&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_970491120012157" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=41157235&amp;access_key=key-1a08aybmts7ig9rak6z5&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_970491120012157"></embed></object></p>
<ul>
<li><strong>Das Multi Party Agreement</strong></li>
</ul>
<p><object id="doc_262789391485631" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_262789391485631" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=41157229&amp;access_key=key-syjgevpyg1da3rolhaq&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=41157229&amp;access_key=key-syjgevpyg1da3rolhaq&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_262789391485631" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=41157229&amp;access_key=key-syjgevpyg1da3rolhaq&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_262789391485631"></embed></object></p>
<ul>
<li><strong>Die eigentlichen Bewerbungsunterlagen, Eckdatenpapier genannt</strong></li>
</ul>
<p><object id="doc_16824" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_16824" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=41157223&amp;access_key=key-ndi7j2od02srsplmdn9&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=41157223&amp;access_key=key-ndi7j2od02srsplmdn9&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_16824" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=41157223&amp;access_key=key-ndi7j2od02srsplmdn9&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_16824"></embed></object></p>
<p><span style="font-size: 11px;">Ein Hinweis für Medienschaffende: In diesem Blog wird so manche Recherche ausgewalzt, werden regelmäßig Dokumente veröffentlicht &#8211; und mitunter sogar ein Gedanke. Wer sich hier bedient, sollte unter Umständen in Erwägung ziehen, die Quelle zu nennen. Nur mal so, ich versuche das doch auch :)</span><br />
<a href="http://flattr.com/thing/80906/Munchen-2018-die-Bewerbungsdokumente" target="_blank"><br />
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]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Verwarnung für Pyeongchang: &#8220;IOC rules on potential conflict of interests&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/11/03/verwarnung-fur-pyeongchang-ioc-rules-on-potential-conflict-of-interests/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 22:37:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es wird noch spannend in diesem Wettbewerb um die Winterspiele 2018. Und München holt international auf, das erzähle ich seit Vancouver, das bestätigte sich in Dubai und erst recht in Acapulco. Inzwischen ist es nicht mehr überraschend. München holt auch deshalb auf und hat Chancen auf die Spiele, weil die Südkoreaner Fehler machen. Sie können [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es wird noch spannend in diesem Wettbewerb um die Winterspiele 2018. Und München holt international auf, das erzähle ich <a title="München vs Pyeongchang: Spin Doctors und andere Berater" href="http://www.jensweinreich.de/2010/02/16/munchen-vs-pyeongchang-spin-doctors-und-andere-berater/" target="_self">seit Vancouver</a>, das bestätigte sich in Dubai und <a title="Olympia 2018: München darf hoffen" href="http://www.jensweinreich.de/2010/10/23/olympia-2018-munchen-darf-hoffen/" target="_self">erst recht in Acapulco</a>. Inzwischen ist es nicht mehr überraschend. München holt auch deshalb auf und hat Chancen auf die Spiele, weil die Südkoreaner Fehler machen. Sie können halt nicht anders. In Korea stehen viele Konzerne hinter der Bewerbung, und die machen das, was sie immer machen, so sind sie groß geworden im Olympia-Business. Sie kaufen Image und Stimmen mit Sponsorverträgen, zum Beispiel. Sonderlich geschickt sind sie dabei nicht, aber wenn sie die Spiele haben wollen, müssen sie sich ein wenig smarter anstellen &#8230;</p>
<ul>
<li>&#8230; <a title="Vertrag Korean Air - ISU" href="http://www.koreanair.com/" target="_blank">als gerade Korean Air</a>, in Besitz der Familie Cho, deren Sprössling <a title="Herr Cho auf Facebook" href="http://www.facebook.com/KoreanAirCEO?v=wall" target="_blank">Yang Ho Cho</a> sowohl als Chairman und CEO von Korean Air als auch des <a title="Pyeongchang 2018" href="http://pyeongchang2018.org/language/eng/sub02/sub02_01.asp" target="_blank">Bewerbungskomitees</a> agiert &#8230;</li>
<li>&#8230; und <a title="Vertrag Samsung - FISA" href="http://www.worldrowing.com/display/modules/news/dspNews.php?newid=324959" target="_blank">als gerade Samsung</a>, immer noch vom göttergleichen <a title="Der reichste Koreaner ..." href="http://www.jensweinreich.de/2009/05/04/der-reichste-koreaner-ioc-mitglied-lee-kun-hee/" target="_self">Lee Kun Hee</a> geführt, dem olympischen Korruptions-Champion &#8230;</li>
<li>&#8230; oder als <a title="Kleiner Regelbruch ..." href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/22/kleiner-regelbruch-olympia-2018-die-candidate-cities/" target="_self">Pyeongchangs PR-Abteilung</a>.</li>
</ul>
<p>Nun, der Eislauf-Weltverband ISU muss seinen Vertrag mit Korean Air bis nach der 2018er Entscheidung am 6. Juli 2011 auf Eis legen. Der Samsung-Vertrag mit dem Ruder-Weltverband FISA verstößt angeblich nicht gegen IOC-Regeln, wohl aber wird FISA-Boss und IOC-Exekutivmitglied Denis Oswald in Durban nun nicht mit abstimmen. ISU-Präsident Ottavio Cinquanta dagegen wird <a title="The IOC, the 2016 bidding race and the question of a secrect, democratic election" href="http://www.jensweinreich.de/2009/08/13/the-ioc-the-2016-bidding-race-and-the-question-of-a-secrect-democratic-election/" target="_self">das elektronische Votingsystem</a> betätigen.</p>
<p><a title="IOC PM vom 3. November 2011" href="http://www.olympic.org/en/content/Media/?articleNewsGroup=-1&amp;articleId=105925" target="_blank">Das IOC teilt gerade mit:</a></p>
<blockquote><p><strong>IOC rules on potential conflict of interests</strong></p>
<p>After indications last week of potential conflict of interests concerning partnership deals involving International Sports Federations and commercial partners, the IOC Ethics Commission has taken the following action.</p>
<p>The International Skating Federation (ISU) and Korean Air &#8211; a partner of the Pyeongchang 2018 bid committee &#8211; have agreed to postpone their partnership until after the vote on who will host the Olympic Winter Games in 2018. The election will take place in Durban on 6 July 2011. The Ethics Commission reminded Pyeongchang 2018 and its related organisations to fully respect the Rules of Conduct related to Candidate Cities and issued a warning.</p>
<p>The Ethics Commission also looked into the partnership deal between the International Rowing Federation (FISA) and Samsung, a global (TOP) sponsor of the Olympic Movement. The agreement did not infringe IOC rules. FISA President and IOC member Denis Oswald decided to abstain from voting in Durban to avoid a perception of conflict of interests. The IOC Ethics Commission recognised that FISA and its President acted in good faith.</p></blockquote>
<p>Wer mehr wissen will, die Papiere werden gewiss noch gebraucht:</p>
<ul>
<li><a title="IOC Code of Ethics 2009" href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/11/IOC-Code-of-Ethics-2009.pdf" target="_self">IOC Code of Ethics</a></li>
<li><a title="Rules of Conduct für Olympiabewerbungen" href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/11/2018-rules-of-conduct.pdf" target="_self">Rules of Conduct für Olympiabewerbungen</a></li>
</ul>
<p>Zum Thema Samsung habe ich mich zuletzt aus Acapulco im Hintergrund Politik des Deutschlandfunks geäußert.</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/10/22/dlf_20101022_1840_d4c77eed.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Die Original-Passage daraus (es musste für die Sendung gekürzt werden):</p>
<p>(&#8230;) In der Nacht vor der Wahl hat es oft genug wundersame Entwicklungen gegeben. Sydney gewann einst die Sommerspiele 2000 gegen Peking, nachdem wenige Stunden vor der Abstimmung bei einem Nachtmahl zwei Korruptionsverträge mit afrikanischen IOC-Mitgliedern geschlossen wurden.</p>
<p>Korruption ist weder Deutschen noch Franzosen fremd. Ein Deutscher, der ehemalige Adidas-Chef Horst Dassler, bei dem Thomas Bach einst als Direktor angestellt war, hat das System der modernen olympischen Korruption sogar erfunden. Bis heute wirkt das Netzwerk Dasslers, der 1987 an Augenkrebs starb. Das von ihm noch gegründete ISL-Firmengeflecht hat in den neunziger Jahren 138 Millionen Schweizer Franken Schmiergeld an hohe Sportfunktionäre gezahlt, darunter IOC-Mitglieder. Das ist gerichtsfest dokumentiert.</p>
<p>In Südkorea ist Korruption eine Art Volkssport. NOK-Präsident Park wurde bereits wegen Korruption verurteilt, flog aus dem IOC und verlor seinen Posten als Präsident des Judo-Weltverbandes. Südkoreas Ikone Kun Hee Lee, der Kopf des Samsung-Konzerns, wurde gar schon zweimal verurteilt und wieder begnadigt – zuletzt Anfang des Jahres mit der Begründung, Lee solle im nationalen Auftrag die Winterspiele nach PyeongChang holen.</p>
<p>Der Milliardär Kun Hee Lee hält derzeit im Acapulco Princess Hotel Hof. Er saß schweigend bei der Präsentation auf dem Podium. Samsung beherrscht den koreanischen Sport und etliche olympische Weltverbände. Lee blieb trotz seiner Dauer-Vergehen IOC-Mitglied – und Samsung Sponsor im IOC-Vermarktungsprogramm TOP. Eine bizarre Konstellation.</p>
<p>PyeongChang unterbreitete den Nationalen Olympiakomitees für die Winterspielen 2018 neue Angebote. So will man jedem NOK kostenlos ein Haus für Festivitäten bereitstellen. Das dürfte etwas mehr kosten als die von München versprochenen Trainingslager in Deutschlands Spitzensportzentren. Christian Ude preschte mit seiner Kritik vor, die im IOC-Umfeld sicher nicht gern gehört wird.</p>
<blockquote><p>Wir sollen andere Bewerbungen nicht kommentieren. Das steht uns nicht zu. Persönlich war ich schon überrascht, dass Angebote finanzieller Entlastung von Nationalen Olympischen Komitees Gegenstand einer Bewerbung sind. Aber ich habe gesagt, dass wir uns dadurch nicht einschüchtern lassen, weil solche Offerten ja durchaus auch eine kontraproduktive Wirkung haben können.</p></blockquote>
<p>Auch Klaus Schormann betrachtet das Engagement von Samsung und Kun Hee Lee kritisch:</p>
<blockquote><p>Ich selber habe mich mit ihm nie beschäftigt, weil ich aus meinem ethischen Gefühl anders handle und anders arbeite, auch mit meiner Union, wie wir an Gelder kommen und wie wir mit Partnern arbeiten. Wir wissen natürlich, dass die Bewerbung von Pyeongchang weitaus besser aufgestellt ist, finanziell. Aber man weiß, je mehr Geld man hat, je mehr kann man bewegen. Aber nicht das Geld macht&#8217;s nur, sondern das Know-how. Es ist nicht immer nur eine Ikone, die dann den letzten Ausschlag gibt.</p></blockquote>
<p>Ein gewisses Verständnis für Samsung und Kun Hee Lee äußert Thomas Bach, der zu den Koreanern seit langem beste Beziehungen unterhält und einst sogar den inzwischen wegen Korruption aus dem IOC verbannten Un Yong Kim unterstützte &#8211; etwa mit seiner Unterschrift für die Präsidentschaftskandidatur von Kim im Sommer 2001.</p>
<blockquote><p>Samsung ist ein TOP-Sponsor des IOC. da sind die Regeln auch klar, dass sich TOP-Sponsoren nicht engagieren dürfen für eine Bewerbung. Aber Natürlich wird wahrgenommen, dass Samsung aus Korea kommt und im übrigen im breitensportlichen Bereich auch ein Förderer des DOSB ist auf der nationalen Ebene. Also es handelt sich hier um ein langwieriges internationales Engagement.</p></blockquote>
<p>Josef Fendt ist Präsident des Rodel-Weltverbandes und als Berchtesgadener ein Fürsprecher der Münchner Offerte. Er glaubt, dass die Schlagzeilen der vergangenen Tage über Korruption im Fußball-Weltverband FIFA die olympische Szene zumindest momentan beeinflussen.</p>
<blockquote><p>Kann sein, dass diese Probleme, die sich jetzt in der FIFA abgespielt haben, eine gewisse Rolle spielen. Aber die Wahlen sind erst nächstes Jahr im Juni oder im Juli. Bis dahin kann schon wieder viel vergessen sein.</p></blockquote>
<p>Für die Einhaltung der Regeln in der Bewerbungsphase ist unter anderen die Schwedin Gunilla Lindberg zuständig, eine der erfahrensten Frauen im olympischen Weltsport. Lindberg, selbst IOC-Mitglied, fungiert als Chefin der Evaluierungskommission, die im kommenden Jahr die Bewerberstädte bereist und danach einen Prüfbericht anfertigt.</p>
<blockquote><p>Ich glaube nicht, dass irgendjemand versuchen wird, mich zu bestechen. Das wäre absoluter Nonsens. Wir müssen peinlich genau auf die Ethik-Reglen achten. Nun ist es aber so: Samsung ist schon lange IOC-Sponsor. Wenn wir Länder, die TOP-Sponsoren haben, nicht erlauben würden, sich um Olympische Spiele zu bewerben, hätten wir nur noch sehr wenige Bewerber.</p></blockquote>
<p>Bernhard Schwank, Geschäftsführer der Olympia GmbH, verspricht:</p>
<blockquote><p>Also für uns ist eins völlig klar: Wir halten uns an die Regeln. Wir arbeiten auf der Grundlage der Regeln, die vorgegeben sind. Nicht nur weil sie vorgegeben sind, sondern, jedenfalls kann ich das für meiner Person sagen, aus Überzeugung. Ich will einen fairen und sauberen Wettbewerb führen um diese Vergabe der Spiele. Und das werde ich auch bis zum Ende so halten.</p></blockquote>
<p>Der Wettbewerb um die Olympischen Winterspiele 2018 hat in Acapulco erst richtig begonnen. München startete gut in die finale Phase und erntete Lob von allen Seiten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. München ist nicht mehr chancenlos. Aber es ist in der Sportpolitik wie im richtigen Leben: Jähe Wendungen sind nicht ausgeschlossen. (&#8230;)</p>
<p>Manche finden das albern, egal: Wollen wir weiter abstimmen?</p>
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		<title>Olympia 2018: München darf hoffen</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Oct 2010 23:51:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ACAPULCO. Wie sieht es aus für München in der internationalen Arena? Ich bleibe dabei: besser als daheim. Die Dienstreise nach Acapulco hat sich für die Olympiabewerber definitiv gelohnt. Und mir gerade eine Nacht ohne Schlaf beschert. Das ist dabei herausgekommen: : Ein Hintergrund Politk gestern Abend im Deutschlandfunk, mit O-Tönen von Olympia-Kuratoriumschefin Katarina Witt, IOC-Chefprüferin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ACAPULCO. Wie sieht es aus für München in der internationalen Arena? Ich bleibe dabei: besser als daheim. Die Dienstreise nach Acapulco hat sich für die Olympiabewerber definitiv gelohnt. Und mir gerade eine Nacht ohne Schlaf beschert. Das ist dabei herausgekommen:</p>
<p><a title="DLF Hintergrund Politik München 2018" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/10/22/dlf_20101022_1840_d4c77eed.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Ein Hintergrund Politk gestern Abend im <a title="DLF, Hintergrund Politik vom 22. Oktober 2010" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1302136/" target="_blank">Deutschlandfunk</a>, mit O-Tönen von</p>
<ul>
<li>Olympia-Kuratoriumschefin Katarina Witt,</li>
<li>IOC-Chefprüferin Gunilla Lindberg,</li>
<li>Spin Doctor Jon Tibbs,</li>
<li>Bernie-Ecclestone-Berater Michael Payne,</li>
<li>Rodel-Weltverbandspräsident Josef Fendt,</li>
<li>IOC-Vize Thomas Bach,</li>
<li>Südkoreas NOK-Boss Park Yong Sung,</li>
<li>Moderner-Fünfkampf-Weltverbandspräsident Klaus Schormann,</li>
<li>Olympia-Geschäftsführer Bernhard Schwank,</li>
<li>Ski-Weltverbandspräsident Gian-Franco Kasper,</li>
<li>Oberbürgermeister Christian Ude und</li>
<li>Bob-Weltverbandspräsident Ivo Ferriani</li>
</ul>
<p>Es fehlt ein bisschen Atmo von den Präsentationen. Die Mexikaner hatten einfach keine Mitschneidemöglichkeit eingerichtet. Ich werde den Text sicher auch noch reinkopieren, allerdings etwas erweitert. Bis dahin, ich wurde schon gemahnt, sollten wir mal wieder abstimmen.</p>
Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.
<p>Diesen Text für die <a title="Winter voller Wunder" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/1023/seite3/0006/index.html" target="_blank">Berliner Zeitung</a> habe ich auch noch gebastelt:</p>
<p>ACAPULCO. Richard Pound hat einige Bücher gelesen in seinem sieben Jahrzehnte währenden Leben. Der Top-Jurist und langjährige Vizepräsident des IOC hat sogar etliche geschrieben. Der Kanadier mit schottischen Wurzeln liebt klare, deftige Worte. Nirgendwo werde so viel gelogen, pflegt er zu sagen, wie in olympischen Bewerbungsbüchern.</p>
<p>Derlei Sprüche sind unter deutschen Politiker und Sportfunktionäre, die nach Monaten und verzehrenden Auseinandersetzungen mit Mühe die kleine bavarische Olympia-Opposition ausmanövriert haben, nicht eben beliebt. Gerade jetzt nicht, wo die Olympiabewerber aus München doch ihre internationale Tour beginnen und im nationalen Auftrag um die Austragung der Olympischen Spiele 2018 buhlen. Ohne alle Planungszahlen zu kennen, hat so ziemlich jedes Parlament, vom Gemeinderat Garmisch-Partenkirchen bis zum Bundestag (der schon vorab im Sommer vergangenen Jahres), dem Abenteuer einen Freibrief erteilt. Die Politik hat dem IOC rund 50 umfassende Zugeständnisse gemacht und sich natürlich auch verpflichtet, mit Steuermitteln für etwaige Verluste eines olympischen Organisationskomitees aufzukommen.</p>
<p>Zuletzt haben alle siegreichen Truppen – ob Sydney, Salt Lake City, Athen, Turin, Vancouver und natürlich Peking – gelogen, dass sich die Balken bogen. Da wurden angebliche Planungen in Windeseile zu Makulatur, das vervielfachten sich Kosten im Sprinttempo, da wollte man von zahlreichen Versprechen nichts mehr wissen. So ist das im Leben. Und im Milliardengeschäft mit den Olympischen Spielen. So werden auch die Kosten der Münchner Offerte, die bislang auf maximal drei Milliarden Euro geschätzt wurden, in Bälde steigen, sollte München auf der Session des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am 6. Juli 2011 in Durban zum Sieger erklärt werden.</p>
<p>Die Konkurrenten sind Pyeongchang aus Südkorea und Annecy aus Frankreich. Beide wurden von Münchens Bewerbern in der Nacht zum Donnerstag an pazifischen Gestaden empfindlich distanziert. Obwohl: Annecy, nun ja, ist kein wirklicher Bewerber. Warum, das wurde bei der Präsentation vor der Vollversammlung aller 205 nationalen Olympiakomitees, an der drei Dutzend IOC-Mitglieder teilnehmen, sehr deutlich. Annecy schaffte es nicht einmal, die französischen IOC-Mitglieder nach Acapulco zu locken. Das mag daran liegen, dass der Weltenbummler und Privatjetflieger Jean-Claude Killy den Zustand des Fairmont Princess Hotel einzuschätzen weiß. Die Absteige trägt fälschlicher Weise noch das Label eines Luxushotels, verbreitet allerdings den Charme heruntergekommener Plattenbauten. Doch immerhin: zwischen den dunklen Betonplatten stolzieren hübsch-rosarote Flamingos.</p>
<p>Und draußen wachen die testosterongeschwängerten, schwer bewaffneten Jungs von der Policía Federal über die Sicherheit der wichtigen Kunden. Don Mario Vázquez Rana, Multimillionär, Multifunktionär und Freund von Fidel Castro, ist Gastgeber des Kongresses. Er hat sich um die Bundespolizei bemüht, weil er den Ordnungskräften in Acapulco nicht traute. Die Barones, die Drogenbosse, so heißt es, haben während der IOC-Tagung aber Ruhe versprochen. Keine Entführungen und andere unappetitliche Taten.</p>
<p>Auch Carlo Bruni kam nicht nach Acapulco. Sie übermittelte, wie Angela Merkel für München, eine Grußbotschaft per Video. Während das Sportvölkchen der Kanzlerin aber höflich lauschte, wurde die Bruni verspottet. Mon Dieu, die Franzosen, was sie sich antun müssen. Das IOC ließ sie im Rennen, weil es sich nicht die Blöße geben wollte, das ohnehin kleinste Starterfeld seit drei Jahrzehnten vorab auf München und Pyeongchang zu reduzieren.</p>
<p>So stiehlt also in Acapulco niemand Katarina Witt die Show. „The legendary Witt“, wie der deutsche Oberolympier und IOC-Vizepräsident Thomas Bach antichambrierte. Die Witt ist im olympischen Zirkus tatsächlich noch eine große Nummer, und sie hat sich im vergangenen Jahr durchaus beeindruckend eingearbeitet in das Business, in dem sie berühmt geworden ist. „Damals, in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts“, wie sie vor den Hundertschaften einflussreicher Sportfunktionäre kokettierte. Die Südkoreaner hatten darauf verzichtet, ihren Teenager Kim Yu-Na, die aktuelle Olympiasiegerin und einkommensstärkste Sportlerin des Planeten, gegen die Witt aufzubieten. Fräulein Kim hat sich gerade von ihrem Coach Brian Orser getrennt und hat einige Probleme.</p>
<p>Katarina Witt kennt Brian Orser natürlich bestens und sie erwähnt gütig, dass es für Kim Yu-Na sicher besser ist, „sich auf die kommende Weltmeisterschaft vorzubereiten“. Wer kann eleganter als eine Eislauf-Diva keifen?</p>
<p>Die 20 Minuten währende Präsentation der Münchner Olympiabewerber erfüllte gewiss keine gehobenen künstlerischen Ansprüche. Doch in dieser Branche ist man bescheiden geworden. Präzise betrachtet war es der beste Auftritt einer deutschen Delegation seit Jahrzehnten. Das mag angesichts der Dilettanten aus Berlin (Bewerbung für die Sommerspiele 2000) und Leipzig (Sommer 2012) nicht viel heißen. Doch es zählt der Moment. Und der spricht nicht gegen München.</p>
<p>Es ging darum, im Wahlvölkchen Emotionen zu wecken, mit den olympischen Vokabeln und Sehnsüchten zu spielen. Eine heile, hoffnungsfrohe Welt zu suggerieren, im Fall München mit den zentralen, oft wiederholten Vokabeln: Oktoberfest, Festival, „unvergessliches Winterwunder“ (Witt). Dazu gab es nett geschnittene Videos mit lustigen Bayern, die mehrheitlich einen Migrationshintergrund vorweisen konnten.</p>
<p>Die Witt führte sicher durchs Kurzprogramm und war nicht sklavisch an ihr Skript gebunden. FDP-Mann Thomas Bach, fürs Sportpolitische zuständig, ist kein Showman, sondern Wirtschaftslobbyist. Aber er weiß wie kein Zweiter, was so ein Gremium hören möchte. Fehlerfrei blieb diesmal auch Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, der wie auf einer Tourismus-Börse minutenlang das Kulturangebot, die Shopping Malls und Nobel-Restaurants seiner Heimatstadt lobte. Das Sportkonzept wurde vom Olympia-Geschäftsführer Bernhard Schwank vorgestellt, ebenfalls kein Showmaster, aber den meisten Delegierten bestens vertraut, weil er seit in etlichen Funktionen mit ihnen arbeitet.</p>
<p>Und schließlich die Kanzlerin. Es wäre ihr eine Ehre, die Sportführer 2018 in München begrüßen zu dürfen, hat sie gesagt. Sie wird doch wohl nicht? Dazwischen liegen noch mindestens zwei Bundestagswahlen.</p>
<p>Waren deutsche Olympiabewerber jemals so aufgekratzt? Man muss weit in den sechziger Jahren recherchieren, um ähnliche Endorphin-Ausschüttungen zu attestieren. Vom Glückshormon beseelt werden Willi Daume und seine Gefährten 1966 in Rom die IOC-Abstimmung über die Sommerspiele 1972 aufgenommen haben. München wurde zum Ausrichter bestimmt. 44 Jahre später lässt sich sagen: München hat durchaus Chancen auf die Winterspiele 2018. Das ist kein schlechter Start in die internationale Kampagne.</p>
<p>Was passiert ist in den vergangenen Monaten daheim in Bayern – der tapfere Kampf der Opposition, die hausgemachten Pannen, das Kommunikationsdesaster -, es hat die internationale Stellung der Bewerbung nicht nachhaltig geschwächt. Denn es gibt keinen Überflieger in diesem kleinsten Wettbewerb seit dreißig Jahren.</p>
<p>Die Koreaner aus Pyeongchang, lange Zeit klarer Olympiafavorit, waren nicht viel besser als die Franzosen. Sie verfügen Dank der Unterstützung von Staat und etlichen Chaebols zwar über märchenhafte Geldmittel, schaffen es aber nicht, eine technisch saubere Präsentation mit einigermaßen verständlichen Sprechern abzuliefern. „Neue Horizonte“ heißt ihr Slogan. Doch die haben sich nicht wirklich eröffnet. Stattdessen müssen sie sich vor München fürchten.</p>
<p>Natürlich weiß niemand, was so eine gefühlte Rangliste, so ein deutlicher Erfolg bei einer Präsentation, für die es weder Punkte noch Orden gibt, wirklich bedeutet.</p>
<p>Die Architekten dieses Auftritts, der Amerikaner George Hirthler und der Engländer Jon Tibbs, verkündeten stolz, dies sei erst der Anfang. Man werde weiter hart arbeiten und die Vorstellungen professionalisieren.</p>
<p>Hinter dem Schleier aus Folklore und Süßholzraspeln verbergen sich – bei München und Peyongchang – eindeutige Botschaften, die beide bis Juli 2011 penetrieren werden. München protzt mit den wintersportverrückten deutschen Fans, die bei den Weltcups und Weltmeisterschaften des kommenden Winters so manche gigantische Kulisse für neue Werbefilmchen abgeben. Der München-Befürworter Michael Payne, langjähriger Marketingdirektor des IOC und heute Berater von Formel-1-Boss Bernie Ecklestone, spricht von einer „Rückkehr in die Heimat des Wintersports“, von einer Phase der Besinnung nach dem artifiziellen Abenteuer Sotschi 2014. Das würde auch Sponsoren und TV-Anstalten gefallen, glaubt Payne. Und der Mann hat Ahnung.</p>
<p>Die Koreaner wollen Neuland betreten. „New Horizons“ eben. Sie erzählen wieder und wieder, dass sie seit einem Jahrzehnt alle Forderungen des IOC erfüllt, Milliardensummen investiert und viele hundert junge Sportler aus allen Teilen der Welt, die umsonst in den Sportzentren residieren, glücklich gemacht haben. Sie haben zuletzt zwei Mal äußerst knapp gegen Vancouver (Winterspiele 2010) und Sotschi (Winterspiele 2014) verloren. Nun sind sie dran, fordern sie und wollen neuerdings Theater, Restaurants und Einkaufszentren während der Spiele temporär von Seoul nach Pyeongchang verlegen, um damit Münchens Luxus-Verlockungen zu entgegnen. Und sie werden allen NOK sie während der Spiele Dependancen für umfassende Festivitäten einrichten. Auf zweihundert Häuser mehr kommt es nicht an. Geld ist reichlich vorhanden. Christian Ude fand das gar nicht lustig. Derlei Offerten „könnten auch eine kontraproduktive Wirkung haben“. Pyeongchang, so der unterschwellige Vorwurf, wolle sich alles, was es nicht habe, flink noch kaufen.</p>
<p>Der große Zampano Südkoreas, den sie wie eine Gottheit verehren, saß während der Präsentation schweigend auf dem Podium: Samsung-Gebieter Kun Hee Lee, selbst IOC-Mitglied und vor Monaten vom Staatspräsidenten mal wieder nach einem schweren Korruptionsfall begnadigt. Herr Lee hält seit Tagen Hof im Princess Hotel. Was er am Donnerstag sah, konnte ihm nicht gefallen. Da muss er wohl noch einige Millionen drauflegen. Mit welchen Folgen, das ist eine der spannenden Fragen.</p>
<p>Sepp Fendt, der Rodel-Weltverbandspräsident aus Berchtesgaden, attestiert der Szene derzeit eine gewisse Gereiztheit wegen der Korruptionsgeschichten, die gerade im Fußballweltverband FIFA verhandelt werden. In einem halben Jahr aber, meint Fendt, „kann das schon wieder vergessen sein“.<br />
Dann geht die Olympiabewerbung in die entscheidende Phase.<br />
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		<title>&#8220;Festival of Friendship&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Oct 2010 06:33:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>ACAPULCO. Münchens Olympiabewerbern steht der bisher wichtigste internationale Auftritt bevor. In der Nacht zum Freitag (MESZ) müssen sich die drei Interessenten für die Olympischen Winterspiele 2018 zum ersten Mal einem großen Kreis von Sportfunktionären präsentieren, seit sie im Juni vom IOC-Exekutivkomitee in den Rang von „Candidate Cities“ erhoben wurden. Auf der Vollversammlung aller 205 Nationalen Olympischen Komitees nehmen im Fairmont Acapulco Princess Hotel einige Dutzend IOC-Mitglieder teil. Für München, den Favoriten Pyeongchang (Südkorea) und Annecy (Frankreich) geht es um mehr als Sympathiepunkte. Es ist bei derlei Offerten stets wichtig, die Stimmungslage im Internationalen Olympischen Komitee auszuloten und von Beginn an einen professionellen Eindruck zu hinterlassen.</p>
<p>Die harten innerdeutschen Auseinandersetzungen mit der Olympia-Opposition blieben dem Wahlvolk nicht verborgen. Die Schwedin Gunilla Lindberg ist Chefin der IOC-Evaluierungskommission, die Anfang 2011 die Bewerberstädte besucht. „In Demokratien sind derartige Diskussionen selbstverständlich“, sagt Lindberg. „In einer freien Gesellschaft werden sie nie hundertprozentige Zustimmung haben.“ Für die Visite im März in München, Garmisch-Partenkirchen und Schönau kündigt sie an:</p>
<blockquote><p>„Natürlich treffen wir uns mit den Olympiagegnern.“</p></blockquote>
<p>Für München gehen in Acapulco Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katarina Witt, Chefin des Olympia-Kuratoriums, IOC-Vizepräsident Thomas Bach (FDP), Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) und Olympia-Geschäftsführer Bernhard Schwank in die Bütt. Die Aufgaben sind 20 Minuten lang klar verteilt: Witt ist für Emotionen zuständig, Bach fürs Sportpolitische, Ude für Lokalkolorit, Schwank für den sporttechnischen Aspekt. Bei der Präsentation mit Video-Einlagen wird auch der neue Bewerberslogan vorgestellt. National wirbt München seit einigen Wochen mit dem Claim „die freundlichen Spiele“. International soll nun der Slogan „Festival of Friendship“ beeindrucken. Ein Festival der Freundschaft.</p>
<p>Eigentlich war am Dienstag die Generalprobe angesagt. Der Engländer Jon Tibbs, der als Berater einst mit Peking (Sommerspiele 2008) und Sotschi (Winterspiele 2014) Olympiasiege feierte, übernahm im Sitzungssaal schon das Kommando. Einige wenige Journalisten mussten den Raum verlassen. Doch als Münchens Delegation proben wollte, wurde sie von mexikanischen Technikern vertröstet. Der Saal war noch nicht fertig hergerichtet. Der Test musste um 24 Stunden verschoben werden. München passt das durchaus, denn dadurch konnte auch Christian Ude noch an der Generalprobe teilnehmen. Ude kam am Mittwoch in Acapulco an, er reiste gemeinsam mit Claudia Bokel, dem zweiten deutschen IOC-Mitglied.</p>
<p>Ude hatte bei der ersten internationalen Pressekonferenz der Bewerbergesellschaft im Februar 2010 in Vancouver einen Fauxpas begangen, als er einen englischen Text vortrug und dabei behauptete, es habe auf dem Oktoberfest niemals einen ernsthaften Zwischenfall gegeben. Die Verantwortung für den Fehler, das Bombenattentat von 1980 zu unterschlagen, übernahm der Amerikaner George Hirthler. Er fertigt nicht nur die englische Version des Bewerbungsbuchs, das München im Januar 2011 beim IOC in Lausanne abgeben muss, sondern schreibt alle wichtigen Reden der Bewerber. In Acapulco choreographiert er auch die Präsentation. Es ist Hirthler etwas unangenehm, an Vancouver erinnert zu werden. „Das passiert uns nicht noch einmal“, verspricht der Mann aus Atlanta, der an drei siegreichen Bewerbungen mitwirkte: Atlanta 1996, Peking 2008 und Vancouver 2010.</p>
<p>Im Nachbarhotel probte die Konkurrenz aus Pyeongchang mehrere Stunden lang, gecoacht von Terrence Burns, einem ehemaligen Geschäftspartner von Hirthler. Die Welt der Consultants ist klein. Man kennt sich. Auch Burns führt drei Olympiasiege im Portfolio: Peking, Vancouver und Sotschi 2014. Je zwei davon errang er mit Hirthler und Tibbs, die jetzt auf der Gegenseite für München werkeln.</p>
<p>Die Koreaner verzichten in Acapulco nun doch auf ihre Nationalheldin Kim Yu-Na. Die Eiskunstlauf-Olympiasiegerin von 2010 war eigentlich im Charme-Duell gegen Katarina Witt erwartet worden. Diese Auseinandersetzung wird es erst im Frühjahr geben: Bei den Präsentationen im April auf der Branchen-Messe Sportaccord in London, vor dem IOC im Mai in Lausanne – und auf der entscheidenden IOC-Vollversammlung am 6. Juli 2011 in Durban.</p>
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		<title>Vertraulich: alle Bürgschaften und Garantien, die deutsche Volksvertreter dem IOC für München 2018 geben</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 12:49:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer Olympische Spiele ausrichten will, muss nur flink seine nationale Rechtsordnung außer Kraft setzen (<em>das ist zuspitzend kommentierend formuliert, liebe Juristen</em>), sich dem Diktat des steuerbefreiten Weltkonzerns IOC und seiner <a title="&quot;Korruption im Sport&quot;" href="http://www.jensweinreich.de/referenzen/bucher/korruption-im-sport/" target="_self">Parallelgesellschaft</a><a title="tag: Korruption im Sport" href="http://www.jensweinreich.de/category/korruption/" target="_self"> &#8220;olympischer Sport&#8221;</a> unterwerfen – und natürlich einige Dutzend staatliche Garantien abgeben: Ausfallbürgschaften, viele andere finanzielle Bürgschaften (wobei die Sicherheitskosten, medizinische Versorgung etc pp in keinem Etat auftauchen, das wird den Steuerzahler noch einige hundert Millionen Euro kosten, so genau nimmt’s man da nicht) und etliches mehr.</p>
<p><a title="Finanzierung Olympischer Spiele: &quot;Wir sind ein privilegiertes Völkchen&quot;" href="http://www.jensweinreich.de/2009/05/07/finanzierung-olympischer-spiele-wir-sind-ein-privilegiertes-volkchen/" target="_self">Olympia ist ein Franchise-Unternehmen</a>, vergleichbar mit einer McDonald&#8217;s-Filiale: Der Franchise-Geber behält alle Rechte und den Profit. Der Franchise-Nehmer agiert weitgehend rechtlos und trägt das finanzielle Risiko komplett. Das Risiko bei Olympischen Spielen trägt immer allein der Steuerzahler.</p>
<p>Voilà, hier ist die Liste der Garantien, die deutsche Sportfunktionäre (als hätten sie etwas zu sagen, als würden sie etwas riskieren, als würden sie finanziell für Kosten einstehen) und deutsche Politiker (Stuttgart21 lässt grüßen) dem <a title="Das intransparenteste Unternehmen der Welt" href="http://jensweinreich.de/?p=2394" target="_self">intransparentesten Unternehmen der Welt</a>, dem IOC, demnächst für die Bewerbung um die <a title="alle Beiträge zur Münchner Olympiabewerbung" href="http://jensweinreich.de/?cat=49" target="_self">Olympischen Winterspiele 2018</a> abgeben.</p>
<p>Das ellenlange Dokument sind zehn Seiten von rund 800 Seiten Bewerbungsunterlagen, die teilweise als “streng vertraulich? gekennzeichnet sind und die am Mittwoch von den Kommunalparlamenten beschlossen werden. Der <a title="München 2018: demokratiewidriger Striptease" href="http://www.jensweinreich.de/2009/06/30/bundestag-zu-munchen-2018-demokratiewidriger-striptease/" target="_self">Bundestag hat ja</a> in einem demokratiewidrigen Striptease bereits <a title="Copy and paste im Bundestag" href="http://www.jensweinreich.de/2009/07/01/copy-and-paste-im-bundestag-die-olympiabewerbungen-von-leipzig-und-munchen/" target="_self">seinen Freibrief gegeben</a>. Ich finde allerdings, Entscheidungen und Garantien solcher Tragweite sollten wirklich öffentlich verhandelt werden.</p>
<p>Wenn ich richtig gezählt habe, sind es 47 Garantien/Bürgschaften, Unterpunkte nicht eingerechnet. Mag sein, dass noch einige dazu kommen, einen Hinweis auf die Steuerbefreiung für IOC-Einnahmen im Zusammenhang mit den Spielen habe ich beim Überarbeiten womöglich nur übersehen.</p>
<p>Ich freue mich auf die Diskussion.</p>
<blockquote><p>Aus dem “Eckpunktepapier? zum “Bid Book München 2018?</p>
<p><strong>Multi Party Agreement</strong></p>
<p><strong>Präambel</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund (DOSB) sowie die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH geben gemeinsam folgende Garantien ab:</p>
<p><strong>Garantie 3.3</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund, werden unseren finanziellen Beitrag für die erfolgreiche Durchführung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 leisten und alle Maßnahmen ergreifen und Ressourcen zur Verfügung stellen, welche für die sichere und friedliche Durchführung der Spiele erforderlich sind. Wir werden für die Achtung der Olympischen Charta einstehen und die hieraus folgenden Verpflichtungen erfüllen. Wir sichern zu, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass die übrigen Unterzeichner ihre Verpflichtungen erfüllen.</p>
<p><strong>Garantie 4.1</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land bestätigen, dass wir a) die Achtung der Olympischen Charta und des Host City-Vertrages garantieren;</p>
<ul>
<li>b) verstehen und damit einverstanden sind, dass alle Zusicherungen, Gewährleistungen und Zusagen, die sowohl in den Bewerbungsunterlagen der Bewerberstadt als auch in allen anderen Verpflichtungserklärungen &#8211; mündlicher oder schriftlicher Art &#8211; von der Bewerberstadt (einschließlich der Bewerbungsgesellschaft) oder dem Nationalen Olympischen Komitee (NOC) gegenüber dem IOC abgegeben worden sind, für die Bewerberstadt verbindlich sind; und</li>
<li>c) garantieren, dass alle notwendigen Maßnahmen getroffen werden, damit die Bewerberstadt alle ihre Verpflichtungen vollumfänglich erfüllt.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 4.2</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund, garantieren, dass in der Landeshauptstadt München, in ihrer Umgebung oder anderen Austragungsorten keine anderen wichtigen nationalen oder internationalen Treffen oder Veranstaltungen während der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 in München (nachfolgend: &#8220;Spiele&#8221;) oder unmittelbar eine Woche vor oder eine Woche nach den Spielen stattfinden.</p>
<p><strong>Garantie 4.4</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, in Form der beiliegenden Dokumente, dass wir angemessene Maßnahmen ergriffen haben, um die Wortmarken &#8220;Munich 2018&#8243; und &#8220;München 2018&#8243; innerhalb der Bundesrepublik Deutschland schützen und die Domains Muenchen2018/Munich2018.com/net/org/de registrieren zu lassen.</p>
<p><strong>Garantie 4.5</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland und der Deutsche Olympische Sport Bund garantieren, dass der weitgehende Schutz des Olympischen Emblems (die Olympischen Ringe) und der Olympischen Bezeichnungen (&#8220;Olympiade&#8221;, &#8220;Olympia&#8221; &#8220;olympisch&#8221;) durch das Gesetz zum Schutz des olympischen Emblems und der olympischen Bezeichnungen vom 31.03.2004 erfolgt. Andere Kennzeichen mit Bezug auf die Olympischen Spiele (z. B. Symbole, Motto) können über das Markenrecht einen Markenschutz und bei entsprechender Werkqualität über das Urheberrecht Urheberschutz erlangen.</p>
<p>Deutschland ist Vertragspartei des Madrider Abkommens über die internationale Registrierung von Marken sowie des Protokolls zum Madrider Abkommen über die internationale Registrierung von Marken. Einen im Bereich der Europäischen Union geltenden Markenschutz regelt die Verordnung Nr. 40/94 des Rates über die Gemeinschaftsmarke. Darüber hinaus gilt das nationale Markengesetz.</p>
<p>Einen ergänzenden Schutz gewährt das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Danach kann das Anlehnen an den Ruf und das Ansehen eines fremden Kennzeichens gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen.</p>
<p><strong>Garantie 4.7.1</strong></p>
<p>Die Landeshauptstadt München garantiert hiermit, dass</p>
<ul>
<li>a) die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH (Bid Committee Munich 2018 GmbH), ermächtigt ist, die Organisation und Koordination der Bewerbung für uns durchzuführen und uns in Belangen der Bewerbung zu gemäß den Gesellschafterverträgen und Vereinbarungen zu vertreten;</li>
<li>b) die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH durch ihre Geschäftsführer Bernhard Schwank und Jürgen Bühl gesetzlich vertreten wird, wodurch diese ermächtigt sind, rechtsgültig Verträge und andere Dokumente für die Bewerbungsgesellschaft zu schließen. Die Vertretungsberechtigung und Berechtigung zum Abschluss von verbindlichen Dokumenten (wie etwa dem Host City-Vertrag) für die Stadt München obliegt dem Oberbürgermeister.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 5.3</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass alle akkreditierten Personen, die über einen gültigen Reisepass und eine Olympische Ausweis- und Akkreditierungskarte verfügen, in die Bundesrepublik einreisen und ihre olympische oder paralympische Funktion für die Dauer der Spiele sowie je einen Monat vor und nach den Spielen ausüben können, in Einklang mit dem &#8220;International Olympic Committee&#8217;s Accreditation and Entries at the Olympic Games &#8211; Users&#8217; Guide&#8221;. Sofern sie nicht zur visumfreien Einreise berechtigt sind, werden ihnen gebührenfreie Visa zur mehrfachen Einreise und zum Aufenthalt in die bzw. der Bundesrepublik erteilt.</p>
<p><strong>Garantie 5.4</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass andere Personen, die an der Organisation der Olympischen Spiele mitwirken und nicht im Besitz einer olympischen Akkreditierungskarte sind, auf der Grundlage entsprechender Nachweise im Rahmen der nationalen und bzw. europäischen Aufenthaltsbestimmungen zügig und gebührenfrei einen Aufenthaltstitel erhalten werden, der die Einreise, zum Aufenthalt und erforderlichenfalls zur Erwerbstätigkeit in der Bundesrepublik berechtigt.</p>
<p>Schon jetzt benötigt ein Teil der im 2018 Candidate Procedure and Questionnaire genannten Personengruppen, wie etwa Angehörige der meisten EU-Staaten, keine Arbeitsgenehmigung.</p>
<p><strong>Garantie 5.7.1</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass für die Zwecke der Durchführung der Spiele die vorübergehende Einfuhr und anschließende Wiederausfuhr und der Gebrauch der vom IOC, vom Internationalen Paralympischen Komitee (IPC), den internationalen Sportverbänden (IF), den Nationalen Olympischen Komitees und ihren Delegationen, den Medien, Sponsoren und Zulieferern eingeführten Waren inklusive Verbrauchsgüter ohne Erhebung von Zöllen, Einfuhrumsatzsteuer oder sonstigen staatlichen Steuern und Abgaben gestattet wird.</p>
<p><strong>Garantie 6.7</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Freistaat Bayern, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass alle gemeldeten Baumaßnahmen, die im Rahmen der Organisation der Spiele erforderlich sind, kommunalen, landesrechtlichen und bundesrechtlichen Umweltgesetzen und -Verordnungen ebenso entsprechen wie internationalen Vereinbarungen und Protokollen (soweit anwendbar), welche die Planung, Konstruktion und den Schutz der Umwelt betreffen.</p>
<p><strong>Garantie 7.1</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sportbund im Namen des zukünftigen &#8220;Organising Committee of the Olympic Games&#8221; (OCOG) garantieren gemeinsam mit der Bundesrepublik Deutschland die Deckung jeglichen potentiellen Fehlbetrags des OCOG, einschließlich eventueller Rückerstattungen an das IOC solcher Vorausleistungen und Beiträge, die das IOC dem OCOG gegenüber erbracht hat und die das IOC im Falle eines Schadens, wie etwa dem teilweisen oder vollständigen Ausfall der Spiele, Dritten gegenüber erstatten muss.</p>
<p><strong>Garantie 7.2</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass sie dem OCOG Dienstleistungen in Bezug auf Zoll und Einreise kostenlos zur Verfügung stellt. Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass sie dem OCOG Dienstleistungen betreffend der öffentlichen medizinischen Versorgung kostenlos zu Verfügung stellen. Die Bundesrepublik Deutschland und der Freistaat Bayern garantieren, dass sie dem OCOG Dienstleistungen in Bezug auf die Sicherheit kostenlos zur Verfügung stellen werden.</p>
<p><strong>Garantie 7.3</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland bestätigt, dass aufgrund des in Deutschland herrschenden Prinzips der freien Marktwirtschaft kein System zur generellen Preiskontrolle besteht. Die bestehenden Zivil- und Strafgesetze der Bundesrepublik Deutschland ermöglichen jedoch ein Vorgehen gegen Wucher.</p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH bestätigt, dass sie mit einer Vielzahl von Hotels im Raum der Austragungsorte Optionsverträge geschlossen hat, worin feste Hotelpreise vereinbart wurden.</p>
<p><strong>Garantie 8.1</strong></p>
<p>&#8220;Joint Marketing Programme Agreement&#8221; &#8211; Vorlage wird zur Verfügung gestellt.</p>
<p><strong>Garantie 8.2</strong></p>
<p>Das Nationale Paralympische Komitee (NPC), der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund &#8211; im Namen des zukünftigen &#8220;Organising Committee of the Olympic Games&#8221; (OCOG)</p>
<ul>
<li>a) bestätigen hiermit, dass das Paralympische geistige Eigentum innerhalb Deutschlands zwischen dem 1. Januar 2013 und dem 31. Dezember 2020 einheitlich durch das OCOG vermarktet wird. Zu diesem Zweck werden die Parteien bis zum 31. Juli 2012 ein &#8220;Paralympic Joint Marketing Programme Agreement&#8221; (PJMPA) abschließen, welches den Anforderungen des IOC entspricht. Darin werden alle kommerziellen Rechte des NPC von dem OCOG für den Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2020 wahrgenommen.</li>
<li>b) erkennen an, dass das PJMPA mit Genehmigung durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) und das Internationale Paralympische Komitee (IPC) in Kraft treten soll.</li>
</ul>
<p>Das NPC verpflichtet sich weiter,</p>
<ul>
<li>a) in die NPC-Sponsoren-Verträge Klauseln aufzunehmen, dass diese Verträge am 31. Dezember 2012 enden und NPC-Sponsoren kein Recht haben, sich wirtschaftlich in irgendeiner Weise mit den Paralympics, dem OCOG, dem NPC (nach dem 31. Dezember 2012) oder den Paralympic Teams des NPC von 2014, 2016 und 2018 zu assoziieren; weiterhin haben sie weder ein Vorrecht auf Verhandlungen (sog. &#8220;right of first discussion&#8221;) noch sonstige Vorzugsrechte in Verbindung mit den Paralympics, dem OCOG, dem NPC oder den Paralympic Teams des NPC von 2014, 2016 und 2018;</li>
<li>b) zu gewährleisten, dass die nationalen paralympischen Sportverbände (sowohl der Sommer- als auch der Winterwettkampfdisziplinen, im Folgenden &#8220;NF&#8221;) mit dem OCOG zusammenzuarbeiten, um Gebiete zu identifizieren, in denen gemeinsame Marketing-Interessen bestehen und dass die NFs von jeglichen Ambush-Marketing-Aktivitäten Abstand nehmen bzw. ihre Sponsoren dazu veranlassen, jegliche Ambush-Marketing-Aktivitäten zu unterlassen, wie insbesondere die Entwicklung von Marketing-Aktivitäten, die in irgendeinem Zusammenhang mit den Spielen, der Stadt München, dem Jahr der Spiele oder Olympischer und Paralympischer Teams stehen.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 8.3.1</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland und der Deutsche Olympische Sport Bund garantieren, dass entsprechende Gesetze zur effektiven Reduktion und Sanktionierung von Ambush-Marketing (z. B. zur Verhinderung von unlauterem Wettbewerb durch Wettbewerber der Olympischen Sponsoren) bereits bestehen. Sofern nach dem Olympiaschutzgesetz, dem Markengesetz, der EG-Verordnung Nr. 40/94 über die Gemeinschaftsmarke oder dem Urheberrechtsgesetz geschützte Rechte verletzt werden, besteht Schutz aufgrund der entsprechenden gesetzlichen Regelungen. Darüber hinaus gewährt das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb Schutz, wenn unlautere geschäftliche Handlungen, wie etwa irreführende Werbung oder Ausnutzung oder Beeinträchtigung der Wertschätzung der Ware oder Dienstleistung eines Unternehmens, erfolgen. Die genannten Gesetze sehen insbesondere Unterlassungsansprüche, die schnell und effektiv im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes durchgesetzt werden können, sowie Schadensersatz-Ansprüche vor. Gegen unerwünschte Werbung in den vom Veranstalter genutzten Gebäuden und auf den vom Veranstalter genutzten Grundstücke (insbesondere an den Austragungsstätten) kann sich dieser durch Ausübung des ihm zustehenden Hausrechts schützen, wonach Werbemaßnahmen von Nicht-Sponsoren auf dem Gelände ausgeschlossen werden können.</p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen im Zeitraum von zwei Wochen vor der Eröffnungszeremonie bis zur Schlusszeremonie der Spiele Straßenverkäufe und Werbeflächen im öffentlichen Raum (Plakatwände, Werbung in öffentlichen Verkehrsmitteln) kontrolliert werden. Der Freistaat Bayern garantiert, dass der Luftraum über den Austragungsorten derart kontrolliert werden kann, dass die Verhinderung von Veröffentlichungen im Luftraum sichergestellt ist.</p>
<p><strong>Garantie 8.3.2</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass wir mit allen Eigentümern verbindliche Vereinbarung zum Erwerb aller existierenden oder noch entstehenden Außenwerbeflächen im öffentlichen Raum in München und anderen operativen Städten (z. B. Austragungsorte, Verkehrsknotenpunkte) zu den 2010 geltenden marktüblichen Konditionen abgeschlossen haben bzw. noch abschließen werden.</p>
<p><strong>Garantie 8.3.3</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass wir mit allen Eigentümern verbindliche Vereinbarung zum Erwerb aller existierenden oder noch entstehenden Werbeflächen in öffentlichen Verkehrsmitteln (z. B. Busse, U-Bahn und Tram) in München und anderen operativen Städten (Austragungsorte, Verkehrsknotenpunkte) zu den 2010 geltenden marktüblichen Konditionen abgeschlossen haben.</p>
<p><strong>Garantie 8.3.4</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, dass sie mit den Betreibergesellschaften der Flughäfen München, Innsbruck und Salzburg verbindliche Vereinbarungen zur Kontrolle aller existierenden oder noch entstehenden Werbeflächen (innen und außen) an den für die Spiele genutzten Flughäfen zu den 2010 geltenden marktüblichen Konditionen abgeschlossen hat.</p>
<p><strong>Garantie 8.4</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen , der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund, garantieren, als zukünftige Gesellschafter des OCOG, die bedingungslose Teilnahme des OCOG am TOP-Programm (&#8220;The Olympic Partner Programme&#8221;) und anderen Marketing Programmen des IOC. Das TOP-Programm, das vom IOC durchgeführt wird, ist das einzige Sponsoring mit exklusiven Marketingrechten für sowohl die Sommer- als auch die Winterspiele.</p>
<p><strong>Garantie 9.7</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren die Finanzierung sämtlicher Baumaßnahmen für Wettkampf- und Nicht-Wettkampfstätten für die Austragung der Spiele.</p>
<p><strong>Garantie 9.8</strong></p>
<p><strong>(1)</strong> Als Eigentümerin der Olympiapark München GmbH garantiert die Landeshauptstadt München, als Eigentümerin der für die Schneewettbewerbe vorgesehen Grundstücke im Markt Garmisch-Partenkirchen garantiert der Markt Garmisch-Partenkirchen, als Eigentümer der Kunsteisbahn Königssee garantiert der Landkreis Berchtesgadener Land, als Eigentümer des für die Austragung der Biathlon- und Langlaufwettbewerbe benötigten Grundstücks und des für die temporär zu errichtende Eisschnelllaufhalle benötigten Grundstücks garantiert der Freistaat Bayern, dass das OCOG</p>
<ul>
<li>exklusive Nutzungsrechte über die Wettkampfstätten für die Spiele erhält;</li>
<li>das Recht (und die Pflicht) erhält, um den Zugang der Delegationen der Nationalen Olympischen Komitees für Trainingszwecke und Kennenlernen der Wettkampfstätten zu erleichtern; und</li>
<li>alle Rechte hinsichtlich kommerzieller Rechte erhält (einschließlich der Konditionen, wie sie im &#8220;Clean Venue Appendix&#8221; aufgeführt sind) für den Zeitraum während der Olympischen und Paralympischen Winterspiele sowie der Testevents.</li>
</ul>
<p>Die Garantiegeber verpflichten sich ferner, die Bedingungen der Olympischen Charta und des Host City-Vertrages während der Dauer des Miet-/Pachtvertrages mit dem OCOG einzuhalten.</p>
<p><strong>(2)</strong> Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, dass die betroffenen Internationalen Sportverbände schriftlich bestätigt haben, dass die jeweilige Wettkampfstätte den spezifischen Anforderungen entspricht bzw. gemäß den Planungen der Bewerbungsgesellschaft entsprechen wird.</p>
<p><strong>Garantie 9.9</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass alle Wettkampf- und Nicht-Wettkampfstätten, die im öffentlichen Eigentum stehen, dem OCOG kostenfrei bzw. gegen eine vom IOC gebilligte Miete für die Durchführung der Spiele zur Verfügung stehen.</p>
<p><strong>Garantie 10.5.4</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 bestätigt, dass gemäß Bid Book alle Venues für die Paralympischen Spiele bereits während der Olympischen Winterspiele genutzt werden und somit die Kontrolle der kommerziellen Rechte an diesen Venues durch Garantie 9.8 geklärt sind.</p>
<p><strong>Garantie 10.9.2</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass nationale und internationale Richtlinien zur Barrierefreiheit in allen Planungs- und Bauphasen berücksichtigt werden, insbesondere, aber nicht abschließend,</p>
<ul>
<li>a) das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und dessen Zusatzprotokoll; Ziel des auch von Deutschland ratifizierten Übereinkommens ist es, die Rechte behinderter Menschen zu garantieren, zu schützen und zu fördern;</li>
<li>b) das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (BGG), dessen Ziel es ist, jegliche Benachteiligungen behinderter Menschen zu beseitigen und zu verhindern sowie die gleichberechtigte Teilhabe von behinderten Menschen am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten und ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen;</li>
<li>c) das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), dessen Ziel es ist, jegliche Diskriminierung u. a. aufgrund von Behinderungen zu verhindern; und</li>
<li>d) das Bayerische Gesetz zur Gleichstellung, Integration und Teilhabe von Menschen mit Behinderung (BayBGG), wobei insbesondere die unter a), b) und c) aufgeführten Gesetze auch spezielle Vorschriften zur Barrierefreiheit in den Bereichen Bau und Verkehr enthalten; hiernach sind zivile Neubauten, Um- und Erweiterungsbauten sowie sonstige Anlagen, öffentliche Wege, Plätze und Straßen sowie sonstige öffentlich zugängliche Verkehrsanlagen und Beförderungsmittel im öffentlichen Personennahverkehr barrierefrei zu gestalten.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 10.12.1</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass sämtliche finanziellen Mittel für die Durchführung der Paralympischen Winterspiele 2018 gewährleistet werden.</p>
<p><strong>Garantie 11.2</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass die für die Errichtung der Olympischen Dörfer in München, Garmisch-Partenkirchen und der Athletenunterkunft in Schönau a. Königssee im Landkreis Berchtesgadener Land (nachfolgend: Olympisches Dorf genannt) dem Stadtentwicklungs- bzw. Raumordnungsplan entsprechen und den Standards, um eine bauliche Genehmigung zu erhalten.</p>
<p><strong>Garantie 11.4</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München als zukünftige Eigentümerin des für das in München vorgesehene Olympische Dorf vorgesehenen Grundstücks, der Markt Garmisch-Partenkirchen als zukünftiger Eigentümer des für das in Garmisch-Partenkirchen vorgesehenen Grundstücks, der Landkreis Berchtesgadener Land als Vertragspartner des Eigentümers der Athletenunterkunft in Schönau a. Königssee, garantieren, dass das OCOG in die Planung hinsichtlich der Errichtung des Olympischen Dorfes einbezogen werden wird.</p>
<p><strong>Garantie 11.5</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass ausreichend finanzielle Mittel für die Errichtung des Olympischen Dorfes vorhanden sind bzw. von uns bereitgestellt werden, sofern bei der Errichtung des Olympischen Dorfes durch Private eine Deckungslücke entstehen sollte. Die Angaben zu den Finanzierungsfragen und den Beträgen entnehmen sie der Tabelle 11.5 im Bid Book.</p>
<p><strong>Garantie 11.7</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass sich auf den Grundstücken für das geplante Olympische Dorf keine Gebäude befinden bzw. diese nicht für das Olympische Dorf genutzt werden müssen.</p>
<p><strong>Garantie 11.8</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und das Berchtesgadener Land garantieren, dass das Olympische und Paralympische Dorf sämtlichen nationalen und internationalen Standards zur Barrierefreiheit entspricht bzw. entsprechen wird, nämlich insbesondere, aber nicht abschließend,</p>
<ul>
<li>a) das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und dessen Zusatzprotokoll; Ziel des auch von Deutschland ratifizierten Übereinkommens ist es, die Rechte behinderter Menschen zu garantieren, zu schützen und zu fördern;</li>
<li>b) dem Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (BGG), dessen Ziel es ist, jegliche Benachteiligungen behinderter Menschen zu beseitigen und zu verhindern sowie die gleichberechtigte Teilhabe von behinderten Menschen am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten und ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen;</li>
<li>c) dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG), dessen Ziel es ist, jegliche Diskriminierung u. a. aufgrund von Behinderungen zu verhindern; und</li>
<li>d) dem Bayerischen Gesetz zur Gleichstellung, Integration und Teilhabe von Menschen mit Behinderung (BayBGG), wobei insbesondere die unter a) b) und c) aufgeführten Gesetze auch spezielle Vorschriften zur Barrierefreiheit in den Bereichen Bau und Verkehr enthalten; hiernach sind zivile Neubauten, Um- und Erweiterungsbauten sowie sonstige Anlagen, öffentliche Wege, Plätze und Straßen sowie sonstige öffentlich zugängliche Verkehrsanlagen und Beförderungsmittel im öffentlichen Personennahverkehr barrierefrei zu gestalten.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 11.10</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München und der&#8217; Markt Garmisch-Partenkirchen als zukünftige Eigentümer und der Landkreis Berchtesgadener Land als Vertragspartner des Eigentümers garantieren, dass die jeweiligen Eigentümer alle kommerziellen Rechte (einschließlich der im &#8220;Clean Venue Appendix&#8221; enthaltenen Konditionen) an den Teilen des Olympischen Dorfes, die unter ihrer Verfügungsbefugnis stehen, dem OCOG für den Zeitraum, in dem das OCOG Kontrolle über die Wettkampfstätten ausübt, überlassen.</p>
<p><strong>Garantie 11.18.1</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land, und der Deutsche Olympische Sport Bund, garantieren, als zukünftige Gesellschafter des OCOG, dass das OCOG</p>
<ul>
<li>a) die Reisekosten für alle Delegationen der NOCs und der NPCs, die an den Spielen als qualifizierte und akkreditierte Athleten teilnehmen oder akkreditierte Personen sind, die nach Regel 39 der Olympischen Charta berechtigt sind, im Olympischen Dorf zu wohnen, erstatten wird. Diese Reisekostenübernahme berechnet sich auf der Grundlage eines Economy Class-Fluges von der Hauptstadt oder eines anderen, vom jeweiligen NOC identifizierten Haupt-Flughafens des Heimatlandes zu dem internationalen Flughafen der Gastgeberstadt München;</li>
<li>b) vom IOC gesetzte Verfahren und Fristen befolgen wird; und</li>
<li>c) gewährleisten wird, dass &#8211; im Einklang mit der IOC-IPC-Vereinbarung &#8211; die Reisebedingungen für Athleten und Team-Mitglieder der Paralympischen Winterspiele 2018 die gleichen sein werden wie für die Olympischen Winterspiele.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 12.14</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund, garantieren, dass der Welt-Anti-Doping-Code und die Anti-Doping-Regeln des IOC, die im Jahr 2018 gelten werden, uneingeschränkt auf die Spiele angewendet werden.</p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland und der Deutsche Olympische Sport Bund, garantieren unsere volle Kooperation und Unterstützung betreffend der Umsetzung der IOC Anti-Doping-Regeln während der Olympischen Winterspiele, insbesondere in Bezug auf Untersuchungen und Verfahren betreffend der Athletenbetreuer oder jede andere Person, die in den illegalen Handel involviert ist oder die in sonst einer strafbaren Weise in Bezug auf die Verwendung von verbotenen Substanzen oder verbotenen Methoden Unterstützung leistet.</p>
<p><strong>Garantie 13.15/13.16</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren die sichere und friedliche Ausrichtung der Spiele. Wir werden alle betroffenen Stellen nachhaltig unterstützen, damit bei den Olympischen und Paralympischen Winterspielen 2018 für die Delegationen der Nationalen Olympischen Komitees und der Nationalen Paralympischen Komitees, für die Delegationen des IOC und IPC und für alle Zuschauer und Medienvertreter ein größtmöglicher Sicherheitsstandard geschaffen wird. Die finanzielle, planerische und organisatorische Verantwortung obliegt dem Freistaat Bayern als einsatzführendem Land. Die oberste zuständige Behörde ist das Bayerische Staatsministerium des Innern.</p>
<p><strong>Garantie 14.2</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, dass die im Bewerbungsdokument dargestellten Gesamtunterbringungskapazitäten mittels Optionsvertrag von dem jeweiligen Hoteleigentümer/-Betreiber zugesichert worden sind und für die Spiele zur Verfügung stehen. Die Gesamtunterbringungskapazitäten wurden ebenfalls durch das &#8220;National Tourist Board&#8221; bestätigt.</p>
<p><strong>Garantie 14.7.1</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, dass die in den beigefügten Tabellen angeführten Hotels und Medienunterkünfte zu den entsprechend angeführten Preisen verfügbar sind. Dies wurde mittels Optionsvertrag von den Hoteleigentümern/-Betreibern bestätigt (Optionsverträge siehe Anlage).</p>
<p><strong>Garantie 14.7.2</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, dass die in der beigefügten Liste angeführten Gebäude zu Unterbringungszwecken zur Verfügung stehen.</p>
<p><strong>Garantie 14.7.3</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, dass die in der beigefügten Liste angeführten Hotels nach Angaben der Eigentümer und Betreiber in Planung sind. Entsprechende Genehmigungen, Zeitpläne, die Finanzierung und die Betreiber lassen sich ebenfalls der Anlage entnehmen.</p>
<p><strong>Garantie 15.3</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, dass die in der beigefügten Tabelle angeführten Kapazitäten am Flughafen München, Innsbruck und Salzburg durch die Betreibergesellschaften der Flughäfen schriftlich bestätigt wurden (siehe Anlage) und internationalen Standards entsprechen. Der in den Bewerbungsunterlagen dargestellte Standard wird bis und einschließlich zum Jahr 2018 aufrecht erhalten.</p>
<p><strong>Garantie 15.6</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass die in der beigefügten Tabelle angeführten Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen geplant sind. Weiterhin garantieren wir, dass die für diese Infrastrukturmaßnahmen erforderlichen Genehmigungen angeben werden und die Finanzierung gesichert ist. Zeitpläne und verantwortliche Behörden lassen sich ebenfalls der Anlage entnehmen.</p>
<p><strong>Garantie 15.11</strong></p>
<p>Eine Erweiterung des Fuhrparks von öffentlichen Personennah- und Regionalverkehrsmitteln ist nicht erforderlich und somit nicht geplant.</p>
<p><strong>Garantie 15.19</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass sog. Olympic Lanes für den Zeitraum der Spiele bzw. einen angemessenen Zeitraum vor und nach den Spielen zur Verfügung stehen. Diese Pläne sind im Bewerbungsdokument zu den Spielen näher spezifiziert.</p>
<p><strong>Garantie 15.22</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren die Umsetzung eines olympischen Verkehrsmanagementsystems. Die städtische und regionale Transport- und Verkehrsleitung steht während der Spiele unter Leitung und Kontrolle des Freistaats Bayern.</p>
<p><strong>Garantie 16.8</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass die erforderlichen Funkfrequenzen für die Übertragung der Spiele bereitgestellt, verwaltet und kontrolliert werden.</p>
<p><strong>Garantie 16.9</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass die Kosten für die Bereitstellung der erforderlichen Funkfrequenzen für die Übertragung der Spiele den Athleten, dem IOC, den NOCs, dem OCOG, den Internationalen Sportverbänden, den Medien, den Rundfunksendern und den Olympischen Partnern für den Zeitraum eines Monats vor der Eröffnungszeremonie der Spiele bis eine Woche nach Ende der Schlussfeier der Paralympischen Winterspiele 2018 von ihr übernommen werden.</p>
<p><strong>Garantie 17.1</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund garantieren im Namen des zukünftigen OCOG, dass mit dem erforderlichen Zeitvorlauf von mindestens 9 Monaten vor Beginn der Spiele ein auf höchstem Ausstattungsniveau stehendes Internationales Radio- und Fernsehzentrum (International Broadcasting Centre, IBC) eingerichtet wird, das allen technischen Anforderungen des 2018 Candidature Procedure and Questionnaire gerecht wird. Eine entsprechende schriftliche Zusage der Messe München GmbH (eine Tochtergesellschaft der Landeshauptstadt München) als Betreiber des in den Bewerbungsunterlagen dargestellten Geländes/Hallen liegt vor.</p></blockquote>
<p>Unterschreiben Sie hier:</p>
<blockquote><p>Berlin, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.</p>
<p>Für die Regierung der Bundesrepublik Deutschland<br />
<strong>Dr. Angela Merkel, Bundeskanzlerin</strong></p>
<p>München, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>Für die Regierung des Freistaates Bayern<br />
<strong>Horst Seehofer, Ministerpräsident</strong></p>
<p>München, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>Für die Landeshauptstadt München<br />
<strong>Christian Ude, Oberbürgermeister</strong></p>
<p>München, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>Für den Markt Garmisch-Partenkirchen<br />
<strong>Thomas Schmid, Erster Bürgermeister</strong></p>
<p>München, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>Für den Landkreis Berchtesgadener Land<br />
<strong>Georg Grabner, Landrat</strong></p>
<p>München, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>Für den Deutschen Olympischen Sportbund<br />
<strong>Dr. Thomas Bach, Präsident</strong></p>
<p>München, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>Für die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH<br />
<strong>Bernhard Schwank, Vorsitzender der Geschäftsführung</strong></p></blockquote>
<p><a href="http://flattr.com/thing/69690/Vertraulich-alle-Burgschaften-und-Garantien-die-deutsche-Volksvertreter-dem-IOC-fur-Munchen-2018-g" target="_blank"><br />
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