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> <channel><title>jens weinreich &#187; novosp</title> <atom:link href="http://www.jensweinreich.de/category/novosp/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.jensweinreich.de</link> <description>don&#039;t mix politics with games</description> <lastBuildDate>Sun, 05 Feb 2012 22:16:51 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>Was vom Tage übrig bleibt (64): &#8220;Da ist überhaupt nichts dran falsch, etwas zu berichten &#8230;&#8221;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2011/10/30/was-vom-tage-ubrig-bleibt-64-da-ist-uberhaupt-nichts-dran-falsch-etwas-zu-berichten/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2011/10/30/was-vom-tage-ubrig-bleibt-64-da-ist-uberhaupt-nichts-dran-falsch-etwas-zu-berichten/#comments</comments> <pubDate>Sun, 30 Oct 2011 19:45:37 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[audio]]></category> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[cdu]]></category> <category><![CDATA[csu]]></category> <category><![CDATA[dagmar freitag]]></category> <category><![CDATA[deutschlandfunk]]></category> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[hall of shame]]></category> <category><![CDATA[herbert fischer-solms]]></category> <category><![CDATA[journalismus]]></category> <category><![CDATA[klaus riegert]]></category> <category><![CDATA[kommunikationsherrscher]]></category> <category><![CDATA[lobbyismus]]></category> <category><![CDATA[nordkorea]]></category> <category><![CDATA[novosp]]></category> <category><![CDATA[oliver fritsch]]></category> <category><![CDATA[propaganda]]></category> <category><![CDATA[selbstreferenz]]></category> <category><![CDATA[spd]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[sportfamilie]]></category> <category><![CDATA[steuermittel]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[wahrheitsallergiker]]></category> <category><![CDATA[was vom tage übrig bleibt]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=11045</guid> <description><![CDATA[Herbert Fischer-Solms hat gerade im Deutschlandfunk einen Schwerpunkt zum Bundestags-Sportausschuss gesendet, der seit Mittwoch die Öffentlichkeit aussperrt. Als Ergänzung zur bisherigen Berichterstattung über die Steuermittel verschlingenden Steinzeit-Kommunikatoren von CDU/CSU und FDP bieten sich diese drei Beiträge gewiss an: Was bisher geschah &#8211; meine Zusammenfassung: : Klaus Riegert (CDU/Schwäbischer Turnerbund) hat &#8220;an der Qualität einige Dinge&#8221; [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Herbert Fischer-Solms</strong> hat gerade im <strong>Deutschlandfunk</strong> einen Schwerpunkt zum Bundestags-Sportausschuss gesendet, der seit Mittwoch die Öffentlichkeit aussperrt. Als Ergänzung zur <strong><a
title="Bundestags-Sportausschuss schließt Medien aus: Mdb wollen sich nicht beim iPad-Spielen beobachten lassen …" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/26/bundestags-sportausschuss-schliest-medien-aus-mdb-wollen-sich-nicht-beim-ipad-spielen-beobachten-lassen/" target="_self">bisherigen</a> <a
title="Crowdsourcing: Wie erzieht man Polit-Hampel und Wahrheitsallergiker, die im Bundestag unter sich bleiben wollen?" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/28/crowdsourcing-wie-erzieht-man-polit-hampel-und-wahrheitsallergiker-die-im-bundestag-unter-sich-bleiben-wollen/" target="_self">Berichterstattung</a> </strong>über die Steuermittel verschlingenden Steinzeit-Kommunikatoren von CDU/CSU und FDP bieten sich diese drei Beiträge gewiss an:</p><p>Was bisher geschah &#8211; meine Zusammenfassung:</p><p><a
title="dradio.de" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/10/30/dlf_20111030_1910_05b7472f.mp3" target="_self">:</a></p><p><strong>Klaus Riegert (CDU/<span
style="text-decoration: line-through;">Schwäbischer Turnerbund</span>) </strong>hat &#8220;an der Qualität einige Dinge&#8221; in meinem &#8220;Statement&#8221;, &#8220;die man auch anders würdigen kann&#8221;, wenn ich ihn recht verstanden habe, was echt schwerfällt. Egal, hier auch das Interview mit demjenigen, der Öffentlichkeit und Transparenz scheut wie der Teufel das Weihwasser: Klaus Riegert, sportpolitischer Sprecher der Union.</p><p><a
title="dradio.de" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/10/30/dlf_20111030_1938_358bfe99.mp3" target="_self">:</a></p><p>Ich denke, dies und Riegerts erschreckend hilflos-ahnungslose Satzfetzen im <a
title="zeit-online: Interview mit Klaus Riegert (CDU)" href="http://www.zeit.de/sport/2011-10/sportpolitik-riegert-presse-2/komplettansicht" target="_blank">Zeit-online-Interview</a> mit Oliver Fritsch erklären einiges.</p><p>Zum Abschluss schließlich das Interview von Herbert Fischer-Solms mit der Sportausschusschefin <strong>Dagmar Freitag (SPD/Deutscher Leichtathletik-Verband)</strong>, der die Entwicklung hörbar peinlich ist:</p><p><a
title="dradio.de" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/10/30/dlf_20111030_1944_c5857dc5.mp3" target="_self">:</a></p><p><em>Nachtrag, 4. November, 11.21 Uhr:</em> Ich wurde soeben von einem schwäbischen Leser darauf hingewiesen, dass Klaus Riegert nicht mehr Vizepräsident des <a
title="Präsidium des Schwäbischen Turnerbundes" href="http://www.stb.de/stb/organisation/praesidium.html" target="_blank">Schwäbischen Turnerbundes</a> ist. Er war es lange Jahre, und auf der <a
title="BT Klaus Riegert" href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/biografien/R/riegert_klaus.html" target="_blank">Bundestags-Webseite</a> allerdings steht das bis zu diesem Moment auch noch so.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2011/10/30/was-vom-tage-ubrig-bleibt-64-da-ist-uberhaupt-nichts-dran-falsch-etwas-zu-berichten/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>9</slash:comments> <enclosure
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isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=11010</guid> <description><![CDATA[Am Anfang steht ein Zitat. Bitte aufmerksam lesen und versuchen zu begreifen, Herr Riegert und Herr Günther und all die anderen Spezialdemokraten, die sich mit Steuermitteln im Bundestag ein herrschaftliches Leben alimentieren lassen: Da sind zum einen die „Kartelle der Angst“, die sich dem Wandel entgegenstemmen. Es sind mehr oder weniger mächtige Interessengruppen, die Angst [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Am Anfang steht ein Zitat. Bitte aufmerksam lesen und versuchen zu begreifen, Herr Riegert und Herr Günther und all die anderen Spezialdemokraten, die sich mit Steuermitteln im Bundestag ein herrschaftliches Leben alimentieren lassen:</p><blockquote><p>Da sind zum einen die „Kartelle der Angst“, die sich dem Wandel entgegenstemmen. Es sind mehr oder weniger mächtige Interessengruppen, die Angst vor Veränderung haben. Sie glauben, dass ihre bisherigen wirtschaftlichen und politischen Erfolge sie moralisch dazu berechtigen, die Regeln der neuen Welt bestimmen zu können. Sie wollen weiter erfolgreich und mächtig sein, ohne sich so radikal ändern zu müssen, wie es die neuen Umstände der digitalen Welt erfordern. (&#8230;)</p><p>Viele „Kartelle der Angst“ werden zwar nach und nach von den Realitäten überholt und politisch und wirtschaftlich marginalisiert. Doch wenn sie im Untergang ihre alte Macht rücksichtslos nutzen, können sie nicht nur vorübergehenden gesellschaftlichen Schaden verursachen.</p><p><em><strong>Pavel Mayer</strong>, MdL Berlin, Die Piratenpartei, in der <a
title="FAZ.net: Die Antwort der Piraten" href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/netzfreiheit-die-antwort-der-piraten-11495541.html" target="_blank">FAZ vom 16. Oktober 2011</a></em></p></blockquote><p>Schaun mer also mal, was die MdB im Sportausschuss, Lobbyisten und Wahrheitsbeuger wie Joachim Günther (FDP) und Klaus Riegert (CDU), mittelfristig <strong><a
title="Bundestags-Sportausschuss schließt Medien aus: Mdb wollen sich nicht beim iPad-Spielen beobachten lassen …" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/26/bundestags-sportausschuss-schliest-medien-aus-mdb-wollen-sich-nicht-beim-ipad-spielen-beobachten-lassen/" target="_self">unter Ausschluss der Öffentlichkeit</a></strong> geplant haben.</p><p>Denn dieses <strong>Kartell der Angst</strong> will ja, so die Propaganda, nunmehr fachlich Höchstleistungen vollbringen und all das bieten, wozu es bisher unter den Augen von Journalisten und anderen interessierten Bürgern leider nicht in der Lage war:</p><ul><li>der Kontrollpflicht von BMI und Sportverbänden nachkommen,</li><li>sich professionell vorbereiten und fachlich kompetent sein &#8230;</li><li>&#8230; und etliches mehr. (Wer sich darüber ein Bild machen möchte, dem seien erneut meine <a
title="tag Notizen vom Sportausschuss" href="http://www.jensweinreich.de/category/novosp/" target="_self">Notizen vom Sportausschuss und viele andere Beiträge empfohlen</a>.)</li></ul><p>Jetzt aber wird alles anders.</p><p><a
title="abgeordnetenwatch.de" href="http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-575-37894--f315487.html#q315487" target="_blank">Klaus Riegert</a> <a
title="klaus-riegert.de - Erklärung seines Mitarbeiters Thomas Dorenburg" href="http://klaus-riegert.de/gaestebuch.php?SESSION_ID=d33da3c7d36e383449569076c0caf2d3" target="_blank">dumpft:</a></p><blockquote><p>In Blick auf ein effektives und fachpolitisches Arbeiten ist man daher zur ursprünglichen Form entsprechend der Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages zurückgekehrt. Diesen Wechsel als einen „Skandal“ zu bezeichnen oder diesen in Verbindung mit „autoritären Systemen“ zu stellen, spricht für sich selbst.</p></blockquote><p>Joachim Günther <a
title="joachimguenther.de" href="http://www.joachimguenther.de/" target="_blank">irrlichtert:</a></p><blockquote><p>Mit dem Ausschluss der Öffentlichkeit soll eine effizientere Arbeit ermöglicht werden. <strong>Die Presse wird im Anschluss an die Sitzungen informiert.</strong> Joachim Günther: &#8220;Auch ich stehe selbstverständlich für Themenanfragen zur Verfügung.&#8221;</p></blockquote><p>Da stimmt natürlich kaum etwas an diesen großen und kleinen Wahrheitsbeugungen. Oder soll ich etwa sagen: Lügen?</p><p>Zwei Beispiele nur, die belegen, dass der Steinzeit-Kommunikator Günther, der so gewiss auch in Nordkorea Karriere gemacht hätte, mitnichten stets zur Verfügung steht:</p><ul><li><a
title="Ein Arbeitsprotokoll ..." href="http://www.jensweinreich.de/2009/05/13/ein-protokoll-20-fragen-an-die-mdbs-im-sportausschuss/" target="_self">Ein Arbeitsprotokoll: 20 Fragen an die MdB’s im Sportausschuss</a></li><li>Grit Hartmann: <a
title="Deutschland, Bremser im internationalen Antidopingkampf (III) ..." href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/25/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf-iii-die-finanzierung-der-wada/" target="_self">Deutschland, Bremser im internationalen Antidopingkampf (III)</a> &#8211; sie schreibt &#8230;</li></ul><blockquote><p>Ich wollte von Günther Genaueres erfahren; am Donnerstag – da fühlte der Abgeordnete sich für substanzielle Antworten noch nicht gerüstet – war ein Gesprächstermin für Montag vereinbart worden. Den ließ er trotz Nachfrage in seinem Büro platzen, beantwortete auch ihm schriftlich übermittelte Fragen nicht.</p></blockquote><p>So ist das mit der Wahrheit.</p><p>Noch einmal MdB Günther:</p><blockquote><p><strong>Die Presse wird im Anschluss an die Sitzungen informiert.</strong></p></blockquote><p>Und nun weiter mit den Fakten. Zurück zur Eingangsfrage:</p><p><strong>Was planen sie also in der nächsten Zeit, die Sportpolitiker des Bundes?</strong></p><p>Hier der Stand der Ermittlungen, aus dem Bundestag, die Themenliste <span
style="text-decoration: line-through;">der kommenden Sitzungen</span> nichtöffentlichen Sitzungen des kommenden Jahres:</p><p
style="text-align: center;"><img
class="aligncenter size-full wp-image-11014" title="BT Sportausschuss, Planung 2012" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/bt1neu.png" alt="" width="498" height="769" /></p><p
style="text-align: left;"><img
class="aligncenter size-full wp-image-11015" title="BT Sportausschuss, Planung 2012" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/bt2neu.jpg" alt="" width="499" height="338" /></p><p>Das ist, nun ja, nicht sehr viel.</p><p>Ist ja auch nichts los im Sportbusiness. Nichts, was aufzuarbeiten und zu diskutieren wäre. Nichts Dringendes, nichts Drängendes. Nichts, was die Öffentlichkeit interessieren könnte. (Es gibt keinen Formel-1-Bayern-LB-Bestechungsprozess, keine flächendeckende Korruption bei der FIFA und in vielen anderen Weltverbänden, keine Misswirtschaft in deutschen Sportorganisationen, keine Verstöße gegen Dopingregeln, keinen Handball-Prozess in Kiel &#8230; die Liste, was es alles nicht gibt, ließe sich ins Unendliche verlängern, denn die Welt ist in Ordnung.)</p><p><strong>Was also tun?</strong></p><ul><li><strong>1)</strong> Ich finde, weder Medien noch die sonstige Öffentlichkeit sollten das den CDU-CSU-FDP-Kameraden durchgehen lassen.</li><li><strong>2)</strong> Mit Glossen, die gestern und heute in einigen Zeitungen zu lesen waren, ist es allein nicht getan. Es bedarf klarerer Worte und Aktionen. Denn diese Steinzeit-Handlungen höhlen die Demokratie weiter aus.</li></ul><p>Und diejenigen aus der Opposition, die nun mit <a
title="Grüne-PM" href="http://violavoncramon.de/aktuelles/aktuelles-news-single/article/angst_vor_der_oeffentlichkeit/" target="_blank">einiger</a> <a
title="Linke-PM" href="http://www.linksfraktion.de/nachrichten/schwarz-gelbe-rolle-rueckwaerts/" target="_blank">Verspätung</a> das Vorgehen der Koalition <a
title="SPD-PM" href="http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_dok/0,,58749,00.html" target="_blank">kritisieren</a>, gehen ja auch selten mit gutem Beispiel voran &#8211; überzeugende Sachpolitik im Sportausschuss jedenfalls stelle nicht nur ich mir anders vor. Jedenfalls nicht so, wie ich es seit einem Jahrzehnt im Sportausschuss erlebt habe. (Aber ich bin eben ein Träumer.)</p><p><strong>Michael Reinsch</strong> <a
title="faz.net: Spiel mit verdeckten Karten" href="http://www.faz.net/aktuell/sport/sportpolitik/sportausschuss-spiel-mit-verdeckten-karten-11506055.html" target="_blank">sieht es ähnlich</a>, und er darf gewissermaßen als Doyen der Ausschuss-Berichterstatter gelten:</p><blockquote><p>Dass die Sportpolitiker von Union und Freien Demokraten der Öffentlichkeit die Tür ins Gesicht schlagen, ist nur deshalb kein Skandal, weil sie die Bedeutung des Ausschusses (&#8230;) ohnehin längst unterminiert haben.</p></blockquote><p>Nochmal: <strong>Was also tun?</strong></p><p>Einiges ist in den <a
title="Bundestags-Sportausschuss schließt Medien aus ..." href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/26/bundestags-sportausschuss-schliest-medien-aus-mdb-wollen-sich-nicht-beim-ipad-spielen-beobachten-lassen/" target="_self">Kommentaren</a> schon andiskutiert worden.</p><p>Es gibt viele Möglichkeiten.</p><ul><li><strong>3)</strong> Ich finde, ein <strong>partieller Medienboykott</strong> ist angebracht. Weder Blogger noch Journalisten sollten von den künftigen Ausschusssitzungen berichten. Das gilt auch für Nachrichtenagenturen.</li><li><strong>4)</strong> Wohl aber sollten diese Medienmenschen ihre frei werdende Zeit sinnvoll nutzen und geschlossen wichtige Hintergründe, Skandälchen und Skandale der real existierenden deutschen Sportpolitik <strong>recherchieren</strong>.</li></ul><p>Themen gibt es en masse.</p><p>Solche Skandale wie die <a
title="Deutschland, Bremser im internationalen Antidopingkampf (III) ..." href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/25/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf-iii-die-finanzierung-der-wada/" target="_self">Bremserrolle der Deutschen im internationalen Antidopingkampf</a>, wie gerade wieder von Grit Hartmann akribisch seziert, verdienen mehr Aufmerksamkeit. Weil derlei Recherchen ein Lügengebilde entlarven.</p><p><strong>Und das übrigens ist die wichtigste Aufgabe von Journalismus. </strong></p><p>Es zählt aber nicht zu Aufgaben von Journalisten, Informationsblockern und Wahrheitsallergikern wie Riegert, dem Teppichhändler (CDU) und/oder Günther (FDP) hinterherzulaufen und sich von ihnen erzählen zu lassen, <span
style="text-decoration: line-through;">welche Spiele am iPad gespielt wurden</span> wie heldenhaft sie gerade unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Sportausschuss Demokratie gespielt haben, und derlei Propaganda dann ungeprüft und ungestraft unters Volk zu bringen.</p><p>No way.</p><p>Stattdessen sollten Journalisten und Blogger und interessierte Bürger vielmehr, zum Beispiel &#8230;</p><ul><li><strong>5)</strong> &#8230; die <a
title="google search" href="http://www.google.de/search?num=100&amp;hl=de&amp;newwindow=1&amp;q=%22joachim+g%C3%BCnther%22+isp+stasi&amp;oq=%22joachim+g%C3%BCnther%22+isp+stasi&amp;aq=f&amp;aqi=&amp;aql=1&amp;gs_sm=e&amp;gs_upl=17347l20672l0l21032l2l2l0l0l0l0l134l134l0.1l1l0" target="_blank">Geschäfte des Joachim Günther (FDP)</a> durchleuchten,</li><li><strong>6)</strong> &#8230; das <a
title="Das Eigenleben der BMI-Sportabteilung" href="http://www.jensweinreich.de/2008/11/10/das-eigenleben-der-bmi-sportabteilung/" target="_self">Eigenleben der in Bonn residierenden BMI-Sportabteilung</a> unter Gerhard Böhm beschreiben,</li><li><strong>7) </strong>&#8230; den Öffentlichkeitsblockern im Ausschuss Demokratie beibringen, nicht erst bei den nächsten Wahlen, wenn die Kreuze für die Piratenpartei gemacht werden.</li></ul><p>Es wäre viel mehr zu sagen, und es ist auch schon sehr viel gesagt worden, zur <strong><a
title="Die Propagandamaschine - Vortrag von Grit Hartmann" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/04/vortrag-grit-hartmann-dortmund-16022008.pdf" target="_self">Propagandamaschine</a></strong> (Lesebefehl, Namen und Zahlen beliebig austauschbar) und zum <a
title="We are family: der kritische Schulterschluss von Sport, Politik und Wissenschaft" href="http://www.jensweinreich.de/2009/07/10/we-are-family-der-kritische-schulterschluss-von-politik-sport-und-wissenschaft/" target="_self">Schulterschluss von Sport und Politik</a> &#8211; hier und anderswo.</p><p>Was man &#8211; Bürger, Journalisten, Blogger &#8211; also tun könnte, das würde ich gern etwas ausführlicher besprechen.</p><p>Für mich ist dieser Vorgang ein Grund mehr, endlich meinen lang gehegten Plan umzusetzen, und unter dem Label &#8220;Sport and Politics&#8221; eine sportpolitische Berichterstattung anzubieten, die weit über das hier im Blog angebotene hinausgeht und national wie international eine Marktlücke füllt.</p><p><strong>Any thoughts? Vorschläge? Lasst uns sammeln und diskutieren &#8211; Sofortmaßnahmen, Recherchethemen. Alles.</strong></p><p><strong>Nachtrag, </strong><strong></strong><strong>20.58 Uhr: </strong></p><ul><li><a
title="JonathanSachse.de" href="http://jonathansachse.de/?p=1198" target="_blank">Jonathan Sachse reagiert auf seinem Blog:</a></li></ul><blockquote><p>Vor drei Jahren habe ich meine Studium-Abschlussarbeit über “Crowdsourcing in Sportvereinen” geschrieben. Von dem Modell der “Weisen Masse” bin ich überzeugt. Man muss die Möglichkeiten der modernen online Datenbank nur sinnvoll einsetzen. Nach der passenden Mechanik muss sicherlich noch gesucht werden.</p></blockquote><p><strong>21.21 Uhr:</strong></p><p>Daniel Drepper schreibt in seinem Blog:</p><blockquote><p>Wofür braucht es noch einen Sportausschuss, wenn er weder entscheiden kann, noch öffentliche Diskussionen bietet?</p></blockquote><p>&#8230; und wenn er seiner Kontrollfunktion nicht nachkommt?</p><p><strong>Es braucht ihn gar nicht (mehr).</strong></p><p>Das sieht Perikles Simon offenbar auch so:</p><blockquote><p><strong><a
title="n-tv.de" href="http://www.n-tv.de/sport/Doping-Jaeger-plagen-Zweifel-article4316346.html" target="_blank">Ausgelacht von Sportpolitikern</a></strong></p><p>In Freiburg tauchten Feinde des Anti-Doping-Kampfes aus den verschiedensten Ecken auf. Perikles Simon, Leiter der Abteilung Sportmedizin an der Uni Mainz und einer der Hoffnungsträger der Branche, berichtete in einer Diskussion eher beiläufig, dass er von einer Gruppe deutscher Sportpolitiker eingeladen und um Rat gefragt worden war. Er sei ausgelacht worden, als er die Notwendigkeiten für einen effektiven Anti-Doping-Kampf erläuterte. Simon: <strong>&#8220;Glauben Sie, da gehe ich noch einmal hin?&#8221;</strong></p></blockquote><p>Was der Sportinformationsdienst in dieser Meldung flapsig als &#8220;Gruppe deutscher Sportpolitiker&#8221; bezeichnet, war: der Sportausschuss.</p><p>Ich meine, es handelte sich um <a
title="Die miserable Erfolgsquote der Dopinganalytik – und die Erfolgsmeldung von BMI, NADA und BVA" href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/10/die-miserable-erfolgsquote-der-dopinganalytik-und-die-erfolgsmeldung-von-bmi-nada-und-bva/" target="_self">diese Sitzung vor einem Jahr (hier findet sich auch der Vortrag von Simon)</a>, bei der sich der nun wirklich verdienstvolle Wissenschaftler heftiger Angriffe erwehren musste.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2011/10/28/crowdsourcing-wie-erzieht-man-polit-hampel-und-wahrheitsallergiker-die-im-bundestag-unter-sich-bleiben-wollen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>31</slash:comments> </item> <item><title>Bundestags-Sportausschuss schließt Medien aus: Mdb wollen sich nicht beim iPad-Spielen beobachten lassen &#8230;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2011/10/26/bundestags-sportausschuss-schliest-medien-aus-mdb-wollen-sich-nicht-beim-ipad-spielen-beobachten-lassen/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2011/10/26/bundestags-sportausschuss-schliest-medien-aus-mdb-wollen-sich-nicht-beim-ipad-spielen-beobachten-lassen/#comments</comments> <pubDate>Wed, 26 Oct 2011 13:52:00 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[cdu]]></category> <category><![CDATA[dagmar freitag]]></category> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[klaus riegert]]></category> <category><![CDATA[lobbyismus]]></category> <category><![CDATA[martin gerster]]></category> <category><![CDATA[novosp]]></category> <category><![CDATA[selbstreferenz]]></category> <category><![CDATA[spd]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[sportfamilie]]></category> <category><![CDATA[totaldemokraten]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[daniel drepper]]></category> <category><![CDATA[fdp]]></category> <category><![CDATA[novospo]]></category> <category><![CDATA[oliver fritsch]]></category> <category><![CDATA[robert kepme]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=10985</guid> <description><![CDATA[&#8230; und einige von ihnen wollen auch nicht länger beschrieben lesen, wie faul und dumm und verantwortungslos sie eigentlich agieren, diese &#8220;Volksvertreter&#8221;. Jonathan Sachse beschreibt auf seinem Blog gerade, was seit gestern in der Szene kursierte und uns bereits alarmierte: CDU-Sportlobbyist Klaus Riegert hat zu Beginn der heutigen Sitzung (von Grit Hartmann professionell medial vorbereitet) [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; und einige von ihnen wollen auch nicht länger beschrieben lesen, wie faul und dumm und verantwortungslos sie eigentlich agieren, diese &#8220;Volksvertreter&#8221;.</p><p><a
title="Jonathan Sachse" href="http://jonathansachse.de/?p=1144#more-1144" target="_blank">Jonathan Sachse</a> beschreibt auf seinem Blog gerade, was seit gestern in der Szene kursierte und uns bereits alarmierte: CDU-Sportlobbyist Klaus Riegert hat zu Beginn der heutigen Sitzung <a
title="Deutschland, Bremser im internationalen Antidopingkampf (III)" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/25/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf-iii-die-finanzierung-der-wada/" target="_self">(von Grit Hartmann professionell medial vorbereitet)</a> eine Abstimmung beantragt, die Öffentlichkeit auszuschließen. Dauerhaft nunmehr.</p><div
id="attachment_11002" class="wp-caption aligncenter" style="width: 502px"><img
class="size-full wp-image-11002  " title="Screenshot www.jonathansachse.de" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/josa-screen.jpg" alt="" width="492" height="277" /><p
class="wp-caption-text">Screenshot www.jonathansachse.de</p></div><p>Ein Skandal mehr.</p><p>Eine Spezialdemokratie.</p><p>Versagen von Politik.</p><p>Demonstration von Macht, Dummheit und Arroganz.</p><p>Unterirdisch<em> (ja, ich benutze das Wort noch einmal, für die nächste Obleute-Sitzung)</em>.</p><p>Unfassbar.</p><p>Und doch wiederum logisch.</p><p>Es ist halt schwierig, Lobbyisten und Steinzeitmenschen, die ein fürstliches Abgeordnetensalär beziehen, demokratische Gepflogenheiten beizubringen. Kommunizieren ist nicht Jedermanns Sache.</p><p>Die Vorgeschichte für diese Entscheidung ist in diesem Blog zu finden. In der Bundestags-Saison 2008/2009 habe ich mit den &#8220;Notizen vom Sportausschuss&#8221; eine neue Form der sportpolitischen Berichterstattung begonnen &#8211; Live-Berichterstattung, die zum <a
title="GOA 2009" href="http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=950" target="_blank">Grimme-Online-Award</a> beitrug und von der Jury ausdrücklich erwähnt wurde.</p><ul><li><a
rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2008/10/15/notizen-vom-sportausschuss-des-bundestages/">Notizen vom Sportausschuss (1): WM 2010 in Südafrika</a></li><li><a
rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2008/10/17/notizen-vom-bundestags-sportausschuss-2-bdr-fordermittel/">Notizen vom Sportausschuss (2): Steuermittel für den BDR?</a></li><li><a
rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2008/12/19/notizen-vom-sportausschuss-klamauk-oder-i-want-to-break-free/">Notizen vom Sportausschuss (3): “I want to break free”</a></li><li><a
rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2009/01/22/notizen-vom-sportausschuss-%e2%80%9eden-mangel-kann-man-nicht-durch-mangel-beseitigen/">Notizen vom Sportausschuss (4): „Mangel kann man nicht durch Mangel beseitigen.”</a></li><li><a
rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2009/02/11/notizen-vom-sportausschuss-5-zielvereinbarungen-transparenz-und-die-kontrolle-von-steuermitteln/">Notizen vom Sportausschuss (5): Zielvereinbarungen, Transparenz und die Kontrolle von Steuermitteln</a></li><li><a
rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2009/03/04/notizen-vom-sportausschuss-6-profifusball-vs-amateurfusball/">Notizen vom Sportausschuss (6): Profifußball vs Amateurfußball</a></li><li><a
rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2009/03/04/update-sportausschuss-6-totengraber-des-amateurfusballs/">update Sportausschuss (6): Totengräber des Amateurfußballs</a></li><li><a
rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2009/04/22/notizen-vom-sportausschuss-7-dopingkontrollen-und-datenschutz/">Notizen vom Sportausschuss (7): Dopingkontrollen und Datenschutz</a></li><li><a
rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2009/05/06/notizen-vom-sportausschuss-8-das-machen-wir-schriftlich/">Notizen vom Sportausschuss (8): “Das machen wir schriftlich!”</a></li><li><a
rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2009/05/13/notizen-vom-sportausschuss-9-oder-berlino-ist-ein-klasse-sympathietrager/">Notizen vom Sportausschuss (9) oder: “Berlino ist ein Klasse-Sympathieträger&#8221;?</a></li><li><a
rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2009/05/27/notizen-vom-sportausschuss-10-doping-im-freizeit-und-breitensport/">Notizen vom Sportausschuss (10): Doping im Freizeit- und Breitensport</a></li><li><a
rel="bookmark" href="http://www.jensweinreich.de/2009/06/17/notizen-vom-sportausschuss-11/">Notizen vom Sportausschuss (11): “eine besondere Art Mensch”</a></li><li><a
title="Die Qual der Wahl oder die Einheitsfraktion des Sports" href="http://www.jensweinreich.de/2009/09/27/die-qual-der-wahl-oder-die-einheitsfraktion-des-sports/" target="_self">Die Qual der Wahl oder: die Einheitsfraktion des Sports</a></li><li><a
title="We are family ..." href="http://www.jensweinreich.de/2009/07/10/we-are-family-der-kritische-schulterschluss-von-politik-sport-und-wissenschaft/" target="_self">“We are family”: der kritische Schulterschluss von Politik, Sport und Wissenschaft</a></li></ul><p>u.v.a.m.</p><p>Das kam nicht gut an bei vielen Abgeordneten.</p><p>Zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung zählte, dass ich die Sportlobbyisten stets als das beschrieb, was sie sind: <a
title="Die Umfaller: Sportlobbyisten im Bundestag" href="http://www.jensweinreich.de/2008/11/14/die-umfaller-sportlobbyisten-im-bundestag/" target="_self">Sportlobbyisten</a>. Und dass diese Beschreibung von Kollegen aufgenommen wurde.</p><p>Sie haben oft darüber beraten und wollten sich beschweren bei Chefredaktionen und Intendanten.</p><p>Zu Beginn der Legislaturperiode hat CDU-Riegert schon einmal den Vorstoß unternommen, die Sitzungen wieder dauerhaft unter Ausschluss der Öffentlichkeit abzuhalten. <a
title="Dagmar Freitag sagt: “Sportausschuss soll weiter öffentlich tagen”" href="http://www.jensweinreich.de/2009/11/05/dagmar-freitag-sagt-sportausschuss-soll-weiter-offentlich-tagen/" target="_self">Soweit ist es damals nicht gekommen.</a> Die Sportausschuss-Chefin Dagmar Freitag (SPD) erklärte:</p><blockquote><p><strong>Sportausschusssitzungen müssen öffentlich bleiben</strong></p><p>Zur für den 25. November 2009 geplanten Konstituierung der Ausschüsse des Deutschen Bundestages erklärt die sportpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Dagmar Freitag:</p><p>Der Sportausschuss des Deutschen Bundestages hat in der abgelaufenen Legislaturperiode grundsätzlich öffentlich getagt und Sportpolitik transparent gemacht. Sportinteressierte konnten die Standpunkte der Fraktionen live verfolgen, Journalisten konnten auf ungefilterte Originalstatements zurückgreifen. Die Arbeit des Sportausschusses und damit auch die Bedeutung der Sportpolitik wurden dank überregionaler Berichterstattung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. (…)</p></blockquote><p>Das Vorhaben der CDU/FDP hatte ich damals mit Anfragen an die Abgeordneten und diesem Beitrag hier ein wenig torpediert:</p><ul><li><a
title="Der neue Sportausschuss" href="http://www.jensweinreich.de/2009/11/16/der-neue-sportausschuss/" target="_self">Der neue Sportausschuss</a></li></ul><p>Aber jetzt ist es passiert.</p><p>Nachdem bei der letzten Sitzung <a
title="Daniel Drepper" href="http://www.danieldrepper.de/liveblog-aus-dem-sportausschuss-sport-und-korruption/" target="_blank"><strong>Daniel Drepper</strong></a> die feine Tradition des BT-live-bloggings wieder belebt hatte und auch <strong>Robert Kempe</strong> im Deutschlandfunk <a
title="dradio.de" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1583416/" target="_blank">(Disziplinlosigkeiten im Sportausschuss)</a> und <strong>Oliver Fritsch</strong> auf Zeit-online <a
title="Nickerchen im Sportausschuss" href="http://www.zeit.de/sport/2011-09/korruption-andersen-sportausschuss-bundestag/komplettansicht" target="_blank">(Nickerchen im Sportausschuss)</a>wahrheitsgemäß beschrieben haben, was die Abgeordneten so treiben. Zum Beispiel Karten spielen auf dem iPad:</p><blockquote><p>(&#8230;) Welch geringe Bedeutung dem Thema Korruption seitens deutscher Politiker beigemessen wird, war offensichtlich. Vor allem die Mitglieder der Regierungsfraktionen wirkten desinteressiert bis undiszipliniert. Nicht alle konnten während der dreistündigen Sitzung die Augen offenhalten, manche spielten mit ihrem iPad. Die Volksvertreter hinterließen einen uninformierten Eindruck. Als der längst bekannte Fakt zur Sprache kam, dass der Fifa-Präsident Blatter im Frühjahr aus undurchsichtigen Gründen zwanzig Millionen Euro an Interpol gespendet hatte, ging ein Raunen durch den Saal.</p><p>Die Gleichgültigkeit lässt sich erklären. Mit dem Sport verscherzt es sich der Politiker nicht gerne: &#8220;Wo der Sport ist, sind die Kameras.&#8221; (Andersen) Im Sportausschuss sitzen zudem einige Mitglieder, die gleichzeitig Sportämter innehaben. Die Vorsitzende Dagmar Freitag (SPD) ist Vizepräsidentin des Deutschen Leichtathletikverbands. Frank Steffel (CDU) ist Präsident des Berliner Handballvereins Füchse. Interessenskonflikte, die sich am besten an Reinhard Grindel (CDU) ablesen lassen. Er ist Abgeordneter des Bundestags, kandidiert als Vizepräsident für den Niedersächsischen Fußballverband, leitet die neue Antikorruptionskommission des DFB – und saß als externer Sachverständiger am Tisch. Entsprechend verharmlosend waren seine Einwürfe über Theo Zwanziger. (&#8230;)</p></blockquote><p>Dies sei, so faselte Riegert wohl gerade im Ausschuss, die Spitze des Eisbergs gewesen.</p><p>Dies war nichts anderes als verantwortungsvoller Journalismus. (In den Nachrichtenagenturen, die von dieser Sitzung berichteten, war davon natürlich nichts zu lesen.)</p><p>Und dann kamen auch noch so großartige, aufdeckende Artikel wie <a
title="Deutschland, Bremser im internationalen Antidopingkampf (III)" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/25/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf-iii-die-finanzierung-der-wada/" target="_self">dieser hier</a> von Grit Hartmann hinzu.</p><p>Das verträgt er nicht, der Herr Abgeordnete.</p><p><strong>17.41 Uhr:</strong> Ich habe kein Problem damit, diese <a
title="spd.de" href="http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_dok/0,,58749,00.html" target="_blank">SPD-Pressemitteilung</a> komplett zu veröffentlichen.</p><blockquote><p><strong>Sportausschuss braucht Öffentlichkeit</strong></p><p>Zur heute in nichtöffentlicher Sitzung gefallenen Entscheidung, den Sportausschuss des Deutschen Bundestags fortan ohne Beteiligung der Öffentlichkeit tagen zu lassen, erklärt der sportpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Martin Gerster:</p><p>Lebendige Demokratie braucht die öffentliche Debatte. Das gilt insbesondere beim Thema Sport, der in vielerlei Hinsicht von öffentlicher Begeisterung und transparenten, kontrollierbaren Regeln lebt. Heute haben CDU/CSU und FDP im Sportausschuss des Deutschen Bundestages hinter verschlossenen Türen entschieden, die Debatten im Sportausschuss nicht mehr der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ein verheerendes Signal in einer Zeit, in der demokratische Politik immer stärker um das Vertrauen der Bevölkerung kämpfen muss und immer weniger Menschen bereit sind, sich in Parteien und Vereinen zu engagieren. Die Motive, die der schwarz-gelben Rückkehr zur Hinterzimmerpolitik zugrunde liegen, sind ebenso einfach wie blamabel: Die Regierungskoalition hat Angst vor schlechter Presse.</p><p>Aus Sicht der SPD-Bundestagsfraktion ist das auf keinen Fall hinnehmbar. Auch im Feld der Sportpolitik muss Politik öffentlichen Gegenwind aushalten. Es ist schlicht unglaubwürdig, im Bereich der Dopingbekämpfung und des Sportbetrugs maximale Transparenz schaffen zu wollen und sich gleichzeitig der öffentlichen Berichterstattung über die eigene politische Arbeit zu entziehen. Leider wurde die Entscheidung mit Regierungsmehrheit durchgedrückt. Ein mehr als unsportliches Manöver und ein grobes Foul gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern.</p></blockquote><p>Im Prinzip kann ich das unterschreiben. Allerdings muss ich hinzufügen: Auch SPD-Sportsprecher Martin Gerster und Ausschuss-Chefin Dagmar Freitag haben Anteil daran, dass der Sportausschuss in die Bedeutungslosigkeit versinkt. Auch wenn sie heute anders als die Regierungsfraktion gestimmt haben sollten.</p><p><strong>18.21 Uhr:</strong></p><ul><li>Christoph Wolf auf n-tv.de: <a
title="n-tv.de" href="http://www.n-tv.de/sport/Sportausschuss-schliesst-Buerger-aus-article4623266.html" target="_blank">Keine Transparenz, keine Kritikfähigkeit &#8211; Sportausschuss schließt Bürger aus</a></li></ul><blockquote><p>Der Sportausschuss des Bundestages tagt künftig wieder hinter verschlossenen Türen. Aus Verärgerung über kritische Medienberichte, die von schlafenden, uninformierten oder auf iPads spielenden Teilnehmern berichten, beantragt CDU-Mann Klaus Riegert das Ende der Transparenz &#8211; und hat damit Erfolg.</p></blockquote><p><strong>18.28 Uhr:</strong> Wie hat <strong>Riegert</strong> seinen Antrag begründet?</p><p>Gemäß Ohrenzeugen u.a. damit, dass es für die Öffentlichkeit ein <strong>&#8220;Privileg&#8221;</strong> sei, <strong>&#8220;dabei sein zu dürfen&#8221;</strong>.</p><p>Wenn sich die Privilegierten nicht benehmen, also korrekt berichten, entzieht man ihnen kurzerhand die Privilegien. Die Berichterstattung kürzlich über die iPad-Spiele und die Nickerchen sei nur &#8220;die Spitze des Eisbergs&#8221; gewesen. In gewissen <a
title="www.jensweinreich.de" href="http://www.jensweinreich.de" target="_self">Blogs</a> gebe es <strong>&#8220;krassere Beispiele&#8221;</strong>.</p><p><strong>27. Oktober, 13.14 Uhr:</strong> Der Kommentar von <strong>Michael Reinsch</strong> in der FAZ steht jetzt online. Gut:</p><ul><li><a
title="faz.net" href="http://www.faz.net/aktuell/sport/sportpolitik/sportausschuss-spiel-mit-verdeckten-karten-11506055.html" target="_blank">Spiel mit verdeckten Karten</a></li></ul><blockquote><p>Der Sportausschuss des Bundestags hat seine Türen wieder geschlossen. Er geht damit den Weg zurück in den Dunstkreis, in dem Funktionäre und Politiker in Hinterzimmern mauscheln. (&#8230;)</p><p>Dass die Sportpolitiker von Union und Freien Demokraten der Öffentlichkeit die Tür ins Gesicht schlagen, ist nur deshalb kein Skandal, weil sie die Bedeutung des Ausschusses, der vor zehn Jahren noch die Entschädigung für Opfer des Dopings in der DDR initiierte, ohnehin längst unterminiert haben. (&#8230;)</p><p>Das Unterhaltungsprogramm auf Phones und Pads, dem sich mancher der Abgeordneten während der Ausschusssitzungen wohl auch weiterhin hingeben wird, war nicht nur Gastrednern unangenehm aufgefallen, die feststellen mussten, dass sie ins Leere sprachen. Es sprang auch Besuchern ins Auge, die auf der Galerie über den Parlamentariern saßen &#8211; und nicht selten sehr erstaunt waren von den Gegenständen parlamentarischer Konzentration. Nun standen die Abgeordneten vor der Frage, ob sie verbieten wollten, dass ihnen Gäste weiter über die Schulter auf die Patiencen gucken oder ob sie sich so gut vorbereiten und konzentrieren wollen, dass sie eine sportpolitische Debatte mit offenen Karten bestehen können. Ihre Antwort sagt alles.</p></blockquote> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2011/10/26/bundestags-sportausschuss-schliest-medien-aus-mdb-wollen-sich-nicht-beim-ipad-spielen-beobachten-lassen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>53</slash:comments> </item> <item><title>Sportförderung des Bundes im Olympiajahr 2012 und die Demokratie-Profis im Bundestags-Sportausschuss</title><link>http://www.jensweinreich.de/2011/09/12/sportforderung-des-bundes-im-olympiajahr-2012-und-die-demokratie-profis-im-bundestags-sportausschuss/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2011/09/12/sportforderung-des-bundes-im-olympiajahr-2012-und-die-demokratie-profis-im-bundestags-sportausschuss/#comments</comments> <pubDate>Mon, 12 Sep 2011 12:21:20 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[bmi]]></category> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[lobbyismus]]></category> <category><![CDATA[london 2012]]></category> <category><![CDATA[novosp]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[sportfamilie]]></category> <category><![CDATA[sportförderung]]></category> <category><![CDATA[staatssport]]></category> <category><![CDATA[steuermittel]]></category> <category><![CDATA[totaldemokraten]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[zielvereinbarungen]]></category> <category><![CDATA[audio]]></category> <category><![CDATA[berliner zeitung]]></category> <category><![CDATA[dagmar freitag]]></category> <category><![CDATA[daniel drepper]]></category> <category><![CDATA[dlv]]></category> <category><![CDATA[doping-jahresbericht]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[jörg winterfeldt]]></category> <category><![CDATA[martin gerster]]></category> <category><![CDATA[nada]]></category> <category><![CDATA[peking 2008]]></category> <category><![CDATA[robert kempe]]></category> <category><![CDATA[schein-demokratie]]></category> <category><![CDATA[spd]]></category> <category><![CDATA[vancouver 2010]]></category> <category><![CDATA[wada]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=10753</guid> <description><![CDATA[Einige Anmerkungen und Dokumente zur insgesamt unterirdischen Arbeit des Bundestags-Sportausschusses am Beispiel der aktuellen Haushaltszahlen zur Sportförderung 2012 durch den Bund. Zunächst die Fakten: Im Etatansatz für 2012 finanzieren 9 Bundesressorts mit 239,4 Millionen Euro Maßnahmen auf dem Gebiet des Sports. Das sind knapp 2 Millionen weniger als im laufenden Jahr, aber 3,5 Millionen mehr [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Einige Anmerkungen und Dokumente zur insgesamt unterirdischen Arbeit des Bundestags-Sportausschusses am Beispiel der aktuellen Haushaltszahlen zur Sportförderung 2012 durch den Bund.</p><p><object
id="doc_64380" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param
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title="Die Zahlen für 2008 und 2010" href="http://www.jensweinreich.de/2010/01/27/sportforderung-des-bundes-im-jahr-2010/" target="_self">bessere Vergleichsgröße</a> mag das Jahr 2008 herhalten, das Jahr der Sommerspiele in Peking: Demnach stellt der Bund im Olympiajahr 2012 mit den Sommerspielen in London 26 Millionen Euro mehr zur Verfügung als 2008.</p><p>Der größte Anteil entfällt wie immer auf die eigentliche olympische Spitzensportförderung durch das Bundesinnenministerium, mit dem Topf der so genannten Zentralen Maßnahmen, der über den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) quasi wie durch eine untergeordnete Bundesbehörde verteilt wird. Hier stehen knapp 132 Millionen zur Verfügung, 1 Million weniger als 2011, aber über 4 Millionen mehr als 2008. Und im zweitgrößten Sportetat, dem des Verteidigungsministeriums, dass die Hundertschaften von Sportsoldaten alimentiert, werden im Londoner Olympiajahr 63 Millionen verteilt, 9 Millionen mehr als 2008. Für die Olympiavorbereitung stehen 6,2 Millionen im Einzelplan des BMI.</p><ul><li>Für Feinschmecker: Der Haushaltsentwurf zum Einzelplan 06 des BMI versteckt sich in den 2670 Seiten des <a
title="Haushaltsgesetz Entwurf 2012" href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/066/1706600.pdf" target="_blank">Gesetzentwurfs der Bundesregierung über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2012</a></li></ul><p>Gespart wird, beispielsweise, bei den Zuschüssen zur Nationalen Anti-Doping-Agentur NADA und damit bei der Dopingbekämpfung. Ein Umstand, der etwa im Deutschlandfunk mehrfach thematisiert wurde &#8211; etwa von Robert Kempe: <a
title="DLF: Wie viel ist Deutschland der Kampf gegen Doping wert?" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1480017/" target="_blank">Wie viel ist Deutschland der Kampf gegen Doping wert?</a> Ob jene 20 Prozent, die dem NADA-Etat künftig fehlen sollen, aber so ein Skandal sind wie von Teilen der Opposition behauptet, sei dahingestellt. Längst weiß jeder, dass es nicht um Masse, sondern um Klasse in der Dopingfahndung geht. Und da hat die NADA, die zu sehr am <a
title="Grit Hartmann: Die NADA: Ping-Pong-Diplomatie unter Sportsfreunden?" href="http://www.jensweinreich.de/2010/01/08/die-nada-ping-pong-diplomatie-unter-sportsfreunden/" target="_self">Tropf des Bundes</a> hängt und von DOSB-Granden und Bundessportpolitikern dominiert wird, gehörigen Nachholebedarf. Von dem haben allerdings hausgemachte Skandale und peinliche Personalquerelen bisher abgelenkt.</p><p>Der Hochleistungssport-Sektor, der nach wie vor seine <a
title="tag Lobbyismus" href="http://www.jensweinreich.de/category/lobbyismus/" target="_self">Lobbyisten</a> im Sportausschuss des Bundestages <a
title="Der neue Sportausschuss ..." href="http://www.jensweinreich.de/2009/11/16/der-neue-sportausschuss/" target="_self">(diese Zusammenstellung müsste mal wieder aktualisiert werden)</a> sitzen hat, kann sich also nicht beklagen. In dermaßen unsicheren Zeiten bleibt der Etat, den der DOSB intransparent an seine Verbände verteilen darf, quasi unangetastet.</p><p>Ein Verbandspräsident, der namentlich nicht genannt werden will, hat es <a
title="Was vom Tage übrig bleibt: Bundes-Spitzensportförderung 2011 ..." href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/15/was-vom-tage-ubrig-bleibt-60-bundes-spitzensportforderung-sportsoldaten-staatssport-dopingbremerbdr/" target="_self">einmal</a> so formuliert:</p><blockquote><p>Wir haben in Deutschland ein System des Staatssports, in dem eine Ministerialbürokratie willkürlich über Sportförderung und Steuermittel entscheidet. Wer in diesem Kartell nicht drinsteckt, hat Pech gehabt.</p></blockquote><p>Alle Zahlen zur Spitzensportförderung werden nach wie vor nicht bekanntgegeben. Details kommen eher zufällig ans Tageslicht. Veröffentlichung ist nicht obligatorisch, wie bei den so genannten Zielvereinbarungen, die DOSB und BMI mit den Verbänden schließen. Das hat System. Kein Verband soll so genau wissen, was der andere bekommt, die Öffentlichkeit schon gar nicht. Obwohl es doch um Steuermittel geht.</p><p>In nicht-öffentlichen Sitzungen behandelt der Sportausschuss neuerdings wichtige Themen wie Probleme bei der NADA, Zuschüsse für die Welt-Agentur WADA und umstrittene Personalien. Verschwiegenheit und diskrete Deals unter dem Deckmäntelchen des Datenschutzes – da wo Öffentlichkeit geboten wäre. Ohne Öffentlichkeit und journalistische Berichterstattung hätte es in den vergangenen Jahren nie eine vergleichsweise energische Debatte über Doping-Jahresberichte, Versäumnisse der Verbände, Schwächen der NADA und Komplizenschaft von BMI und DOSB gegeben.</p><p>Auch das hat System unter der amtierenden Chefin des Sportausschusses, Dagmar Freitag (SPD), die zugleich Vizepräsidentin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes und Kuratoriumsmitglied der NADA ist – und in dieser Ämterverquickung traditionell keinen Interessenkonflikt sieht. Die Berliner Zeitung <a
title="BLZ" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0609/sport/0078/index.html" target="_blank">(&#8220;Wählerinteresse verletzt&#8221;)</a> hat kürzlich die Frage gestellt, ob Freitag als Sportausschuss-Chefin &#8220;noch die Richtige ist, ob sie als echte Volksvertreterin oder eher von Privatinteressen geleitet&#8221; operiere. &#8220;Ihre Furcht vor öffentlichen Ausschusssitzungen verletzt die Interessen ihrer Wähler&#8221;, kommentierte Jörg Winterfeldt.</p><p>Als echtes Kontrollorgan von Bundessportgremien und DOSB fungiert der Sportausschuss ohnehin nicht, vielleicht hat er das im bundesdeutschen Staatssportsystem auch nie getan.</p><p><strong>Wann hat es die letzte bahnbrechende Initiative dieses Ausschusses oder einer der Fraktionen gegeben? </strong></p><p>Das ist gefühlte Jahrhunderte her.</p><p><a
title="Die Einheitsfraktion des Sports" href="http://www.jensweinreich.de/2009/09/27/die-qual-der-wahl-oder-die-einheitsfraktion-des-sports/" target="_self">Nahezu alle</a> Sportausschussmitglieder verstehen sich als <a
title="“We are family”: der kritische Schulterschluss von Politik, Sport und Wissenschaft" href="http://www.jensweinreich.de/2009/07/10/we-are-family-der-kritische-schulterschluss-von-politik-sport-und-wissenschaft/" target="_self">Freund, Förderer und Partner des Sports</a> – was dem parlamentarischen Auftrag entgegen steht. Der gesamte Sportausschuss ist Teil des sportpolitischen Komplexes, und insofern ist die gespielte Auseinandersetzung um den Sportetat 2012, wie etwa der <a
title="www.spd.de" href="http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_dok/0,,58035,00.html" target="_blank">substanzlose Aufschrei</a> des ehemaligen freien Journalisten, Präsidenten des Deutschen Sportakrobatikbundes und SPD-Sportsprecher <a
title="www.martin-gerster.de" href="http://www.martin-gerster.de/person/index.htm" target="_blank">Martin Gerster</a> nicht wirklich ernstzunehmen. Er sprach von einer Stagnation der Sportförderung unter der CDU.</p><p>Alle Jahre wieder. Und ewig grüßt das Murmeltier.</p><p><em>(überarbeiteter Beitrag meiner Anmerkungen im Deutschlandfunk)</em></p><p><a
title="DLF" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/09/10/dlf_20110910_1910_c40db19c.mp3" target="_self">:</a></p><p>Okay, den Anfall von Recherchewut kurz vor der Sommerpause, an dem die SPD offenbar laborierte, will ich nicht verschweigen. <a
title="DLF: Sportförderung ohne Transparenz" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1540859/" target="_blank">Daniel Drepper</a> hat auch schon darauf hingewiesen. Auf die irrlichternden, Kontrollinteresse vortäuschenden <a
title="Kleine Anfrage der SPD vom Juli 2011" href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/065/1706530.pdf" target="_blank">41 Fragen</a> einer Kleinen Anfrage vom Juli 2011 gab die Bundesregierung <a
title="Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage der SPD" href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/066/1706672.pdf" target="_blank">eine Antwort</a>, die durchaus eine Lektüre wert ist, insbesondere die letzten Seiten mit Zahlen zur Verbandsförderung.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2011/09/12/sportforderung-des-bundes-im-olympiajahr-2012-und-die-demokratie-profis-im-bundestags-sportausschuss/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>18</slash:comments> <enclosure
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title="Trockenbob FDP/CSU" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/bob-fdp-cdu.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="250" height="440" align="left" />VANCOUVER. Im deutschen Haus sind die Koalitionäre gestern Bob gefahren: Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), Thomas Bach (DOSB, IOC, FDP) und Georg Hackl (CSU/INSM). Umgekippt ist niemand, anders als auf der Bahn in Whistler. Während ich das schreibe, haben die beiden deutschen Zweierbobs nach dem ersten Tag zunächst Rang eins und zwei inne. Es wird wohl wieder Gold und Silber geben. Nirgends sonst lassen sich Medaillen mit solcher Zuverlässigkeit produzieren wie im Eiskanal und seinen exotischen Sportarten. Ich weiß, dass ich manchen Leser damit nerve, ich wiederhole es dennoch: Bob und Rodel sind Randsportarten, die bei detektivischer Auslegung der Olympischen Charta Probleme hätten, Olympiasportarten zu bleiben. Deutsche Sportsoldaten aber, die auf vier Kunsteisbahnen (Weltrekord) für viele Millionen Euro abwärts sausen, verrichten die derlei schräge Übungen vorzüglich.</p><p><strong>&#8220;Was kostet das Gold?&#8221;</strong> hatten Michael Reinsch und Michael Horeni am 30. Januar in der FAZ gefragt und etliche Zahlen dazu aufgelistet.</p><p>(Den Beitrag finde ich leider nicht online frei verfügbar und kann deshalb nicht verlinken. Sollte mir jemand helfen könne, weil ich einmal mehr zu blöd war, die Bezahlschranke zu umgehen, wird das selbstverständlich umgehend nachgetragen.) Wenn die FAZ mal einen solchen Grundsatzartikel druckt, löst das in der nahe gelegenen Sportverwaltung (DOSB wie auch DFB residieren in Frankfurt) gewöhnlich hektische Betriebsamkeit aus.</p><p>Diesmal passierte Erstaunliches: Das UDIOCM ließ im Namen seines Präsidiums einen Leserbrief formulieren, der teilweise abgedruckt wurde und den der DOSB <a
title="www.dosb.de" href="http://www.dosb.de/de/leistungssport/spitzensport-news/detail/news/bach_der_olympische_gedanke_ist_die_seele_des_sports/8768/cHash/de74307908/" target="_blank">natürlich komplett veröffentlichte</a>. Statt sachlicher Entgegnungen zur Frage, die ja &#8220;Was kostet das Gold?&#8221; lautete, gab es olympische Worthülsen, die ich gern dokumentiere zur Halbzeit der Winterspiele in Vancouver:</p><blockquote><p><strong>Bach: Olympischer Gedanke ist Seele des Sports</strong></p><p>01.02.2010</p><p><em>Mit einem Leserbrief nimmt das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes Stellung zum Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 30. Januar 2010 &#8220;Was kostet Gold?&#8221;.</em></p><p>&#8220;Der Staat ist der größte Förderer des deutschen Olympiateams &#8211; und richtet sich am Medaillenspiegel auf. Doch die Rechnung ist zynisch , ordnet jene als gescheitert ein, die nie auf dem Treppchen stehen &#8211; und vergisst Vorbildwirkung und Freude&#8221;, so lautet die Einleitung des FAZ-Artikels.</p><p>Das DOSB-Präsidium veröffentlicht dazu folgenden Kommentar:</p><p>&#8220;Es ist irritierend, wenn gerade Sportjournalisten offensichtlich den Sinn des Leistungssports verkennen und seine Förderung auf zynische Art und Weise angreifen. Deshalb muss den beiden Autoren die banale Weisheit, dass es im Leistungssport um Wettbewerb und Erfolg geht, noch einmal mitgeteilt werden.</p><p>Sie hätten sich diese selbstverständliche Erkenntnis auch bei jedem Bundesliga-Fußballspieler oder Mitglied einer Olympiamannschaft mit der einfachen Frage erwerben können, ob er denn am Wochenende mit seiner Mannschaft gewinnen oder bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver erfolgreich sein will.</p><p>Genau aus diesem Erfolg erwächst die Freude am und die Vorbildwirkung durch den Sport. Sie besteht gerade darin, dass Athletinnen und Athleten Erfolge aufgrund langjährigen täglichen Trainings, sorgfältiger Vorbereitung, hoher Disziplin und Einsatzbereitschaft erzielen. Ihnen und ihren Trainern dafür die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, ist Aufgabe der Sportförderung. Sportliche Erfolge sind also kein Abfallprodukt einer Spaßgesellschaft Leistungssport, sondern das Ergebnis zielgerichteter Anstrengungen unserer Athleten, Verbände und Förderer. Dass der Athlet dann in einem objektiven und fairen Wettkampf mit anderen erfolgreich ist, macht ihn zum Vorbild und erfüllt ihn mit Freude, um im Sprachgebrauch der Autoren zu bleiben.</p><p>Ein Leistungsprinzip, das im Übrigen in Wirtschaft und Gesellschaft akzeptiert und gefordert ist. Wir wollen zur Sicherung der Arbeitsplätze &#8220;Exportweltmeister&#8221; bleiben oder wieder werden, wir wollen zur Sicherung unserer Zukunft &#8220;Spitzenuniversitäten&#8221; im weltweiten Maßstab, wir wollen &#8220;Qualitätsjournalismus&#8221; zur Sicherung der Pressefreiheit. Selbst in der Pädagogik hängt niemand mehr den &#8220;Summerhill-Prinzipien&#8221; losgelöster, falsch verstandener Selbstverwirklichung nach.</p><p>Die Autoren verkennen in ihrem Beitrag jedoch nicht nur den Sinn des von Athleten ebenso bewusst wie freiwillig betriebenen Leistungssports. Sie verzerren darüber hinaus die Prinzipien der Förderung des Leistungssports in Deutschland. So wird eben im deutschen Sport gerade nicht die von ihnen als &#8220;zynisch&#8221; angeprangerte Kostenrechnung allein am Medaillenspiegel orientiert und &#8220;alles Sporttreiben allein dem Ziel Olympiasieg&#8221; untergeordnet. Das auch den Autoren bekannte Instrument der Zielvereinbarungen zwischen dem DOSB, dem BMI und den Verbänden beinhaltet vielmehr gemeinsam festgelegte Ziele über mehrere Jahre, auch außerhalb Olympischer Spiele und unterhalb der Medaillenränge.</p><p>Es sind im Übrigen weder der DOSB noch das BMI, die Sportler als Versager abstempeln und bei Misserfolg etwa Fördergelder zurückverlangen würden oder die Rückreise selbst bezahlen ließen. Weder Staat noch Sport ordnen Athleten als gescheitert ein, die nie auf dem Treppchen stehen &#8211; wie der Artikel behauptet. Gerade in dieser Hinsicht sollten sich die Medien ihres eigenen Umgangs mit weniger erfolgreichen Athleten selbst erinnern.</p><p>Der olympische Gedanke ist die Seele des Sports. Die Investition darin geht weit über Olympische Spiele und damit weit über den Sport hinaus. Mit 27,5 Millionen Mitgliedschaften ist der Sport die größte Bürgerbewegung Deutschlands. In der olympischen Erziehung werden unter anderem Werte wie Fairplay, Respekt oder Integration vermittelt. Der Sport ist Motor zahlreicher gesellschaftlicher Entwicklungen. Erinnert sei auch an die Wirkung der von Deutschland ausgerichteten internationalen Großereignisse. Die Fußball-WM 2006, die Leichtathletik-WM 2009, um nur zwei Beispiele zu nennen, haben das Bild unseres Landes im Ausland maßgeblich beeinflusst. Weltoffen, freundlich und sympathisch hat sich die Nation bei diesen Gelegenheiten präsentiert.</p><p>Ebenfalls bekannt ist den Autoren die Haltlosigkeit der von ihnen unwidersprochen wiedergegebenen Aussage von Wolfgang Maennig, Deutschland handele dem olympischen Geist zuwider, weil wir nicht &#8220;alle Welt zum Training auf unseren Bobbahnen einladen würden&#8221;. Nun kann man über den olympischen Geist, verbale Ansprüche an andere und eigene Verwirklichung trefflich streiten. Fakt ist jedoch, dass Deutschland eines der größten Förderungsprogramme weltweit für Sportler aus Entwicklungsländern hat und in keinem Land der Welt so viele Trainingsläufe ausländischer Bob- und Schlittensportler stattfinden wie in Deutschland.</p><p>Anscheinend war den Autoren die nicht vorhandene sachliche Begründung ihrer Thesen bewusst. Denn nur so lässt sich erklären, dass sie schließlich auch noch zum Mittel der persönlichen Diffamierung greifen. Sie werfen unserem Generaldirektor vor, er stelle &#8220;sich wie selbstverständlich in die Tradition von DDR (&#8230;) und Hitlerdeutschland (&#8230;).&#8221; Dies ist aus der Sicht des DOSB Präsidiums völlig inakzeptabel und überschreitet die Grenzen eines verantwortungsvollen Journalismus, wie wir ihn ansonsten gerade bei der FAZ gewohnt sind und schätzen.&#8221;</p><p>Das Präsidium des DOSB</p><p>Thomas Bach, Eberhard Gienger, Hans-Peter Krämer, Walter Schneeloch, Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper, Ilse Ridder-Melchers, Ingo Weiss, Christian Breuer, Michael Vesper und als ständiger Gast Claudia Bokel</p></blockquote><p>Zynischer Journalismus, verantwortungsvoller Journalismus, verantwortungsloser Journalismus, Aufgaben des Journalismus, Staatssport, DDR-Sport, Medaillenfixierung, Nazi Olympics bzw. Propagandaspiele &#8211; ich finde, da geht vieles durcheinander. Was mich bei den Verfassern nicht wundert. Da kommt also eine ganze Menge zusammen, über das sich zu diskutieren lohnt. Auch über das Journalismusbild von Bachgiengervesper. Aber das &#8220;Präsidium&#8221; knallt dem Papierchen mal eben den &#8220;olympischen Gedanken&#8221; drüber, was nichts anderes heißt als: Was wir tun, ist per se gut, was wir tun, rechtfertigt per se die Förderung aus öffentlichen Kassen, was wir tun, rechtfertigt natürlich auch die Intransparenz im Umgang mit öffentlichen Mitteln, was wir tun, entzieht sich per se jedweden Zweifeln.</p><p>Ein bisschen Stoff für die Diskussion:</p><ul><li>Matti Lieske in der Berliner Zeitung: &#8220;<a
title="BLZ" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0212/vancouver2010/0004/index.html" target="_blank">Staatsamateure auf Bewährung</a>&#8220;</li><li>Nina Klöckner in der Financial Times Deutschland: &#8220;<a
title="FTD" href="http://www.ftd.de/sport/olympia/topnews/:unterstuetzung-fuer-sportler-spiele-statt-brot/50073543.html" target="_blank">Spiele statt Brot</a>&#8220;</li><li>Markus Völker im taz-Interview mit Wolfgang Maennig: &#8220;<a
title="taz" href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=le&amp;dig=2010/02/06/a0163&amp;cHash=08e40197d3" target="_blank">Fast schon Militärfestspiele</a>&#8220;</li><li>Die Bundeswehr und der Sport: <a
title="www.bundeswehr.de" href="http://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/kcxml/04_Sj9SPykssy0xPLMnMz0vM0Y_QjzKLd44P83AHSYGYxgEh-pEwsaCUVH1vfV-P_NxU_QD9gtyIckdHRUUAoXr5cQ!!/delta/base64xml/L3dJdyEvd0ZNQUFzQUMvNElVRS82X0NfNEFM" target="_blank">Selbstdarstellung</a></li></ul><p>Die aktuelle Aufstellung der Bundesmittel für Sport habe ich kürzlich ausführlich dokumentiert (<a
title="Sportförderung des Bundes im Olympiajahr 2010" href="http://jensweinreich.de/2010/01/27/sportforderung-des-bundes-im-jahr-2010/" target="_self">mit kompletten Tischvorlagen aus dem Bundestag als pdf</a>). Wichtig sind in diesem Zusammenhang mindestens drei Punkte:</p><ol><li>Hinzu kommt sicher eine dreistellige Millionensumme aus Kassen von Ländern und Kommunen</li><li>Es existiert keine Aufstellung aller Kosten aus öffentlichen Mitteln für den Leistungssport. Die Volksvertreter sind nicht der Meinung, dass man das dem Volk zumuten und eventuell transparent gestalten könnte.</li><li>Ich finde, es ist wichtig &#8211; und es wird in journalistischen Beiträgen fast immer falsch notiert &#8211; sich die Auflistung der Bundesministerien genau anzusehen. Insgesamt sind es in diesem Jahr rund 250 Millionen Euro &#8211; und eben nicht nur die Summe, die von BMI-Kostenstellen überwiesen werden.</li></ol><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-6978" title="Bundesmittel 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/bund-sport-2010-blog-web.jpg" alt="" width="530" height="450" /></p><p><span
id="more-6971"></span>Und schließlich, denn Ausgangspunkt war ja der weltumspannende Bobsport, hier noch die Zielvereinbarung von BMI, <a
title="Zielvereinbarung BSD" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/zielvereinbarung-bsd.pdf" target="_self">DOSB und Bob- und Schlittensportverband (BSD)</a>, der passender Weise von einem ehemaligen Politiker und Sänger geführt wird (Andreas Trautvetter, CDU) als pdf-Datei (3,4 MB, 9 Seiten).</p><p>Die Qualität der Bilddateien ist nicht die dollste, dafür aber findet man diese <a
title="Beiträge zu Zielvereinbarungen" href="http://jensweinreich.de/?s=zielvereinbarungen" target="_self">Zielvereinbarung</a> (die ja nicht öffentlich ist, von BMI/DOSB/Sportausschuss/BSD und entsprechend allen anderen Verbänden gewissermaßen als Privatnummer dem Steuerzahler vorenthalten wird) nur hier. Sonst nirgends. Und hier noch ein <a
title="Zielvereinbarungen olympischer Spitzenverbände" href="http://jensweinreich.de/2009/02/11/dokumentation-zielvereinbarungen-olympischer-sportverbande/" target="_self">Mustervertrag</a>.</p><p>Die Sportsoldaten, die den Auftrag haben, &#8220;zum Ansehen Deutschlands in der Welt&#8221; beizutragen, liegen blendend im Plan bzw. streben Planübererfüllung an. 9 Medaillen waren vorgesehen. 2 Gold, 2 Silber und 3 Bronze sind es bereits nach Skeleton und Rodeln.</p><p><a
href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/ziel-bsd-web.gif"><img
class="aligncenter size-full wp-image-6981" title="Im nationalen Auftrag" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/ziel-bsd-web.gif" alt="" width="530" height="195" /></a></p><p>Ja wenn das so ist. Mit dem Argument des nationalen Auftrages und <a
title="UDIOCM: Lebenssachverhalte im nationalen Interesse" href="http://jensweinreich.de/2010/02/10/thomas-bach-lebenssachverhalte-im-nationalen-interesse/" target="_self">anderer Lebenssachverhalte</a>, lässt sich noch jede Diskussion im Keim ersticken.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/02/21/vancouver-tage-89-bobfahren-zum-ansehen-deutschlands/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>34</slash:comments> </item> <item><title>Sportförderung des Bundes im Olympiajahr 2010</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/01/27/sportforderung-des-bundes-im-jahr-2010/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/01/27/sportforderung-des-bundes-im-jahr-2010/#comments</comments> <pubDate>Wed, 27 Jan 2010 14:01:47 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[bmi]]></category> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[novosp]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[sportförderung]]></category> <category><![CDATA[steuermittel]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[bund]]></category> <category><![CDATA[sportabteilung]]></category> <category><![CDATA[sportfördermittel]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=6326</guid> <description><![CDATA[Zur Stunde tagt noch der Sportausschuss des Bundestages zur Vorbereitung des deutschen Teams auf die Olympischen Winterspiele in Vancouver (Medaillenziel: Nummer eins in der Nationenwertung) und zum Spitzensport-Haushalt 2010. Vorab oder parallel, egal, hier mal die Zahlen, diesen Umsonst-Service gibt es wie immer mit Originaldokumenten. Zunächst eine Übersicht der Förderung aus allen Bundesministerien. Aus Zeitgründen nur [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Zur Stunde tagt noch der Sportausschuss des Bundestages zur Vorbereitung des deutschen Teams auf die Olympischen Winterspiele in Vancouver (Medaillenziel: Nummer eins in der Nationenwertung) und zum Spitzensport-Haushalt 2010. Vorab oder parallel, egal, hier mal die Zahlen, diesen Umsonst-Service gibt es wie immer mit Originaldokumenten.</p><p>Zunächst eine Übersicht der Förderung aus <strong>allen Bundesministerien</strong>. Aus Zeitgründen nur als Bild-Datei, nicht als feine Tabelle:</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-6327" title="Sportförderung Bund 2010, Plan" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/01/bund-sport-2010-blog.gif" alt="" width="540" height="467" /></p><p>Nun die Übersicht der Förderung aus den Mitteln des <strong>BMI</strong>:</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-6328" title="BMI Sportförderung, Übersicht, Plan 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/01/bmi-sport-2010-blog.gif" alt="" width="540" height="642" /></p><p>Nun etwas detaillierter.</p><ul><li>Die <a
title="Bund Sportförderung 2010, Plan" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/01/bund-gesamt-2010-blog.pdf" target="_blank">Sportförderung des Bundes</a> &#8211; alle Ministerien &#8211; aufgeschlüsselt in Einzelposten für 2010 (pdf, 12 Seiten, 600 KB)</li><li>Die <a
title="BMI Sportförderung Plan 2010" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/01/bmi-ausarbeitung-2010-blog.pdf" target="_blank">BMI-Förderung 2010</a> im Detail (pdf, 29 Seiten, 2,3 MB)</li></ul> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/01/27/sportforderung-des-bundes-im-jahr-2010/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> </item> <item><title>Der neue Sportausschuss &#8230;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/11/16/der-neue-sportausschuss/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/11/16/der-neue-sportausschuss/#comments</comments> <pubDate>Mon, 16 Nov 2009 15:29:44 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[bündnis 90/die grünen]]></category> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[cdu]]></category> <category><![CDATA[dagmar freitag]]></category> <category><![CDATA[die linke]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[eberhard gienger]]></category> <category><![CDATA[fdp]]></category> <category><![CDATA[joachim günther]]></category> <category><![CDATA[katrin kunert]]></category> <category><![CDATA[klaus riegert]]></category> <category><![CDATA[lobbyismus]]></category> <category><![CDATA[michael vesper]]></category> <category><![CDATA[novosp]]></category> <category><![CDATA[peter danckert]]></category> <category><![CDATA[spd]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[umfrage]]></category> <category><![CDATA[winfried hermann]]></category> <category><![CDATA[abstimmung]]></category> <category><![CDATA[axel knoerig]]></category> <category><![CDATA[bdr]]></category> <category><![CDATA[bmi]]></category> <category><![CDATA[christian freiherr von stetten]]></category> <category><![CDATA[csu]]></category> <category><![CDATA[dieter stier]]></category> <category><![CDATA[dirk kischer]]></category> <category><![CDATA[dlv]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[frank steffel]]></category> <category><![CDATA[gabriele fograscher]]></category> <category><![CDATA[gisela piltz]]></category> <category><![CDATA[heinz peter wichtel]]></category> <category><![CDATA[karin strenz]]></category> <category><![CDATA[lutz knopek]]></category> <category><![CDATA[manfred kolbe]]></category> <category><![CDATA[martin gerster]]></category> <category><![CDATA[mechthild heil]]></category> <category><![CDATA[reinhard grindel]]></category> <category><![CDATA[sabine bätzing]]></category> <category><![CDATA[stephan mayer]]></category> <category><![CDATA[steuermittel]]></category> <category><![CDATA[viola von cramon-taubadel]]></category> <category><![CDATA[voting]]></category> <category><![CDATA[zielvereinbarungen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=5791</guid> <description><![CDATA[&#8230; des Bundestages hat sich etwas verändert. Ein Fußball-Schiedsrichter, ein Reiter, ein Fußballer, ein UDIOCM-Fan fehlen diesmal &#8211; dafür kommen ein Teppichhändler und Handballer (Steffel), eine Leichtathletin (von Cramon-Taubadel), eine ehemalige Drogenbeauftragte (Bätzing) und einige andere Abgeordnete hinzu, deren Wirken hier weiter aufmerksam verfolgt und dokumentiert wird. Allerdings nur, wenn der Ausschuss auch in der [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; des Bundestages hat sich etwas verändert. Ein Fußball-Schiedsrichter, ein Reiter, ein Fußballer, ein UDIOCM-Fan fehlen diesmal &#8211; dafür kommen ein Teppichhändler und Handballer (Steffel), eine Leichtathletin (von Cramon-Taubadel), eine ehemalige Drogenbeauftragte (Bätzing) und einige andere Abgeordnete hinzu, deren Wirken hier weiter aufmerksam verfolgt und dokumentiert wird. Allerdings nur, wenn der Ausschuss auch in der 17. Wahlperiode grundsätzlich öffentlich tagen sollte, wonach es derzeit doch wieder aussieht. Wir werden sehen.</p><p>Die Übersicht derzeit, etliche Stellvertreter müssen noch zugeordnet werde. Rechts im Vergleich dazu die alte Besetzung in der vergangenen Wahlperiode.</p><table
style="width: 394pt; border-collapse: collapse;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="526"><colgroup
span="1"><col
style="width: 107pt;" span="1" width="143"></col><col
style="width: 97pt;" span="1" width="129"></col><col
style="width: 95pt;" span="2" width="127"></col></colgroup><tbody><tr
style="height: 16.5pt;" height="22"><td
class="xl80" style="width: 394pt; height: 16.5pt; background-color: #9bbb59; text-align: center;" colspan="4" width="526" height="22"><strong>Sportausschuss des Deutschen Bundestages</strong></td></tr><tr
style="height: 16.5pt;" height="22"><td
class="xl83" style="width: 204pt; height: 16.5pt; background-color: transparent; text-align: center;" colspan="2" width="272" height="22"><strong>17. Legislaturperiode</strong></td><td
class="xl84" style="width: 190pt; background-color: transparent; text-align: center;" colspan="2" width="254">16. Legislaturperiode</td></tr><tr><td
class="xl85" style="width: 204pt; height: 16.5pt; background-color: #9bbb59;" colspan="2" width="272" height="22"><div
style="text-align: center;"><strong>CDU/CSU (7 Mitglieder)</strong></div></td><td
class="xl86" style="width: 190pt; background-color: #9bbb59;" colspan="2" width="254"><div><div
style="text-align: center;">CDU/CSU (6 Mitglieder)</div></div></td></tr><tr
style="height: 16.5pt;" height="22"><td
class="xl75" style="width: 107pt; height: 16.5pt; background-color: white;" width="143" height="22"><em>Mitglieder</em></td><td
class="xl75" style="width: 97pt; background-color: white;" width="129"><em>Stellvertreter **)</em></td><td
class="xl75" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><em>Mitglieder</em></td><td
class="xl75" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><em>Stellvertreter</em></td></tr><tr
style="height: 15.75pt;" height="21"><td
class="xl70" style="width: 107pt; height: 15.75pt; background-color: white;" width="143" height="21"><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/biografien/S/strenz_karin.html">Karin Strenz</a></td><td
class="xl71" style="width: 97pt; background-color: white;" width="129"></td><td
class="xl71" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/F/fischin0.html">Ingrid Fischbach</a></div></td><td
class="xl72" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/B/barthno0.html">Norbert Barthle</a></div></td></tr><tr
style="height: 31.5pt;" height="42"><td
class="xl76" style="width: 107pt; height: 31.5pt; background-color: #d8d8d8;" width="143" height="42"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/G/giengeb0.html">Eberhard Gienger</a></div></td><td
class="xl77" style="width: 97pt; background-color: #d8d8d8;" width="129"></td><td
class="xl77" style="width: 95pt; background-color: #d8d8d8;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/G/giengeb0.html">Eberhard Gienger</a></div></td><td
class="xl78" style="width: 95pt; background-color: #d8d8d8;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/F/fischdi0.html">Dirk Fischer (Hamburg)</a></div></td></tr><tr
style="height: 15.75pt;" height="21"><td
class="xl67" style="width: 107pt; height: 15.75pt; background-color: white;" width="143" height="21"><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/biografien/S/steffel_frank.html">Frank Steffel</a></td><td
class="xl66" style="width: 97pt; background-color: white;" width="129"></td><td
class="xl66" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/H/heynebe0.html">Bernd Heynemann</a></div></td><td
class="xl68" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/K/kolbema0.html">Manfred Kolbe</a></div></td></tr><tr
style="height: 31.5pt;" height="42"><td
class="xl76" style="width: 107pt; height: 31.5pt; background-color: #d8d8d8;" width="143" height="42"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/M/mayerst0.html">Stephan Mayer</a></div></td><td
class="xl77" style="width: 97pt; background-color: #d8d8d8;" width="129"></td><td
class="xl77" style="width: 95pt; background-color: #d8d8d8;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/M/mayerst0.html">Stephan Mayer</a></div></td><td
class="xl78" style="width: 95pt; background-color: #d8d8d8;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/S/sebaswi0.html">Wilhelm Josef Sebastian</a></div></td></tr><tr
style="height: 31.5pt;" height="42"><td
class="xl67" style="width: 107pt; height: 31.5pt; background-color: white;" width="143" height="42"><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/biografien/S/stier_dieter.html">Dieter Stier</a></td><td
class="xl66" style="width: 97pt; background-color: white;" width="129"></td><td
class="xl66" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/R/rauenpe0.html">Peter Rauen</a><br
/> stellv. Vorsitzender des Ausschusses</div></td><td
class="xl68" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/S/singhjo0.html">Johannes Singhammer</a></div></td></tr><tr
style="height: 15.75pt;" height="21"><td
class="xl76" style="width: 107pt; height: 15.75pt; background-color: #d8d8d8;" width="143" height="21"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/R/riegekl0.html">Klaus Riegert *)</a></div></td><td
class="xl77" style="width: 97pt; background-color: #d8d8d8;" width="129"></td><td
class="xl77" style="width: 95pt; background-color: #d8d8d8;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/R/riegekl0.html">Klaus Riegert *)</a></div></td><td
class="xl78" style="width: 95pt; background-color: #d8d8d8;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/W/weinbma0.html">Marcus Weinberg</a></div></td></tr><tr
style="height: 15.75pt;" height="21"><td
class="xl87" style="width: 107pt; height: 15.75pt; background-color: transparent;" width="143" height="21"><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/biografien/H/heil_mechthild.html">Mechthild Heil</a></td><td
class="xl88" style="width: 97pt; background-color: transparent;" width="129"></td><td
class="xl88" style="width: 95pt; background-color: transparent;" width="127"></td><td
class="xl89" style="width: 95pt; background-color: transparent;" width="127"></td></tr><tr
style="height: 16.5pt;" height="22"><td
class="xl90" style="width: 107pt; height: 16.5pt; background-color: transparent;" width="143" height="22"></td><td
class="xl91" style="width: 97pt; background-color: transparent;" width="129"></td><td
class="xl91" style="width: 95pt; background-color: transparent;" width="127"></td><td
class="xl92" style="width: 95pt; background-color: transparent;" width="127"></td></tr><tr
style="height: 16.5pt;" height="22"><td
class="xl85" style="width: 204pt; height: 16.5pt; background-color: #9bbb59; text-align: center;" colspan="2" width="272" height="22"><strong>SPD (4 Mitglieder)</strong></td><td
class="xl94" style="width: 190pt; background-color: #9bbb59; text-align: center;" colspan="2" width="254">SPD (6 Mitglieder)</td></tr><tr
style="height: 16.5pt;" height="22"><td
class="xl75" style="width: 107pt; height: 16.5pt; background-color: white;" width="143" height="22"><em>Mitglieder</em></td><td
class="xl75" style="width: 97pt; background-color: white;" width="129"><em>Stellvertreter</em></td><td
class="xl75" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><em>Mitglieder</em></td><td
class="xl75" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><em>Stellvertreter</em></td></tr><tr
style="height: 31.5pt;" height="42"><td
class="xl73" style="width: 107pt; height: 31.5pt; background-color: white;" width="143" height="42"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/biografien/B/baetzing_sabine.html">Sabine Bätzing</a></div></td><td
class="xl74" style="width: 97pt; background-color: white;" width="129"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/M/marksca0.html">Caren Marks</a></div></td><td
class="xl71" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/D/danckpe0.html">Dr. Peter Danckert</a><br
/> Ausschussvorsitzender</div></td><td
class="xl72" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/H/hemkere0.html">Dr. Reinhold Hemker</a></div></td></tr><tr
style="height: 15.75pt;" height="21"><td
class="xl76" style="width: 107pt; height: 15.75pt; background-color: #d8d8d8;" width="143" height="21"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/F/freitda0.html">Dagmar Freitag</a></div><div>Ausschussvorsitzende</div></td><td
class="xl79" style="width: 97pt; background-color: #d8d8d8;" width="129"><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/S/scholol0.html">Olaf Scholz</a></td><td
class="xl77" style="width: 95pt; background-color: #d8d8d8;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/F/freitda0.html">Dagmar Freitag *)</a></div></td><td
class="xl78" style="width: 95pt; background-color: #d8d8d8;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/K/koerpfr0.html">Fritz Rudolf Körper</a></div></td></tr><tr
style="height: 31.5pt;" height="42"><td
class="xl69" style="width: 107pt; height: 31.5pt; background-color: white;" width="143" height="42"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/G/gerstma0.html">Martin Gerster *)</a></div></td><td
class="xl66" style="width: 97pt; background-color: white;" width="129"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/S/schaeax0.html">Axel Schäfer</a></div></td><td
class="xl66" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/G/gerstma0.html">Martin Gerster</a></div></td><td
class="xl68" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/K/kumpfut0.html">Ute Kumpf</a></div></td></tr><tr
style="height: 31.5pt;" height="42"><td
class="xl76" style="width: 107pt; height: 31.5pt; background-color: #d8d8d8;" width="143" height="42"><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/biografien/F/fograscher_gabriele.html">Gabriele Fograscher</a></td><td
class="xl77" style="width: 97pt; background-color: #d8d8d8;" width="129"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/S/scheebe0.html">Bernd Scheelen</a></div></td><td
class="xl77" style="width: 95pt; background-color: #d8d8d8;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/G/grottwo0.html">Wolfgang Grotthaus</a></div></td><td
class="xl78" style="width: 95pt; background-color: #d8d8d8;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/M/marksca0.html">Caren Marks</a></div></td></tr><tr
style="height: 31.5pt;" height="42"><td
class="xl69" style="width: 107pt; height: 31.5pt; background-color: white;" width="143" height="42"></td><td
class="xl66" style="width: 97pt; background-color: white;" width="129"></td><td
class="xl66" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/H/hess_pe0.html">Petra Heß</a></div></td><td
class="xl68" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/S/schaeax0.html">Axel Schäfer (Bochum)</a></div></td></tr><tr
style="height: 31.5pt;" height="42"><td
class="xl76" style="width: 107pt; height: 31.5pt; background-color: #d8d8d8;" width="143" height="42"></td><td
class="xl77" style="width: 97pt; background-color: #d8d8d8;" width="129"></td><td
class="xl77" style="width: 95pt; background-color: #d8d8d8;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/S/schulsw0.html">Swen Schulz</a></div></td><td
class="xl78" style="width: 95pt; background-color: #d8d8d8;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/S/scheebe0.html">Bernd Scheelen</a></div></td></tr><tr
style="height: 16.5pt;" height="22"><td
class="xl90" style="width: 107pt; height: 16.5pt; background-color: transparent;" width="143" height="22"></td><td
class="xl91" style="width: 97pt; background-color: transparent;" width="129"></td><td
class="xl91" style="width: 95pt; background-color: transparent;" width="127"></td><td
class="xl92" style="width: 95pt; background-color: transparent;" width="127"></td></tr><tr
style="height: 16.5pt;" height="22"><td
class="xl85" style="width: 204pt; height: 16.5pt; background-color: #9bbb59; text-align: center;" colspan="2" width="272" height="22"><strong>FDP (3 Mitglieder)</strong></td><td
class="xl86" style="width: 190pt; background-color: #9bbb59; text-align: center;" colspan="2" width="254">FDP (2 Mitglieder)</td></tr><tr
style="height: 16.5pt;" height="22"><td
class="xl75" style="width: 107pt; height: 16.5pt; background-color: white;" width="143" height="22"><em>Mitglieder</em></td><td
class="xl75" style="width: 97pt; background-color: white;" width="129"><em>Stellvertreter</em></td><td
class="xl75" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><em>Mitglieder</em></td><td
class="xl75" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><em>Stellvertreter</em></td></tr><tr
style="height: 31.5pt;" height="42"><td
class="xl73" style="width: 107pt; height: 31.5pt; background-color: white;" width="143" height="42"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/G/guentjo0.html">Joachim Günther *)</a></div><div>stellv. Vorsitzender des Ausschusses</div></td><td
class="xl71" style="width: 97pt; background-color: white;" width="129"></td><td
class="xl71" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/G/guentjo0.html">Joachim Günther</a></div></td><td
class="xl72" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/A/ackerje0.html">Jens Ackermann</a></div></td></tr><tr
style="height: 15.75pt;" height="21"><td
class="xl76" style="width: 107pt; height: 15.75pt; background-color: #d8d8d8;" width="143" height="21"><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/biografien/K/knopek_lutz.html">Lutz Knopek</a></td><td
class="xl77" style="width: 97pt; background-color: #d8d8d8;" width="129"></td><td
class="xl77" style="width: 95pt; background-color: #d8d8d8;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/P/parr_de0.html">Detlef Parr *)</a></div></td><td
class="xl78" style="width: 95pt; background-color: #d8d8d8;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/G/grussmi0.html">Miriam Gruß</a></div></td></tr><tr
style="height: 15.75pt;" height="21"><td
class="xl95" style="width: 107pt; height: 15.75pt; background-color: transparent;" width="143" height="21"><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/P/piltzgi0.html">Gisela Piltz</a></td><td
class="xl88" style="width: 97pt; background-color: transparent;" width="129"></td><td
class="xl88" style="width: 95pt; background-color: transparent;" width="127"></td><td
class="xl89" style="width: 95pt; background-color: transparent;" width="127"></td></tr><tr
style="height: 16.5pt;" height="22"><td
class="xl96" style="width: 107pt; height: 16.5pt; background-color: transparent;" width="143" height="22"></td><td
class="xl91" style="width: 97pt; background-color: transparent;" width="129"></td><td
class="xl91" style="width: 95pt; background-color: transparent;" width="127"></td><td
class="xl92" style="width: 95pt; background-color: transparent;" width="127"></td></tr><tr
style="height: 16.5pt;" height="22"><td
class="xl85" style="width: 204pt; height: 16.5pt; background-color: #9bbb59; text-align: center;" colspan="2" width="272" height="22"><strong>DIE LINKE (2 Mitglieder)</strong></td><td
class="xl86" style="width: 190pt; background-color: #9bbb59; text-align: center;" colspan="2" width="254">DIE LINKE (1 Mitglied)</td></tr><tr
style="height: 16.5pt;" height="22"><td
class="xl75" style="width: 107pt; height: 16.5pt; background-color: white;" width="143" height="22"><em>Mitglieder</em></td><td
class="xl75" style="width: 97pt; background-color: white;" width="129"><em>Stellvertreter</em></td><td
class="xl75" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><em>Mitglieder</em></td><td
class="xl75" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><em>Stellvertreter</em></td></tr><tr
style="height: 15.75pt;" height="21"><td
class="xl73" style="width: 107pt; height: 15.75pt; background-color: white;" width="143" height="21"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/K/kunerka0.html">Katrin Kunert *)</a></div></td><td
class="xl71" style="width: 97pt; background-color: white;" width="129"></td><td
class="xl71" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/K/kunerka0.html">Katrin Kunert *)</a></div></td><td
class="xl72" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/S/sittepe0.html">Dr. Petra Sitte</a></div></td></tr><tr
style="height: 15.75pt;" height="21"><td
class="xl97" style="width: 107pt; height: 15.75pt; background-color: #d8d8d8;" width="143" height="21"><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/biografien/P/petermann_jens.html">Jens Petermann</a></td><td
class="xl98" style="width: 97pt; background-color: #d8d8d8;" width="129"></td><td
class="xl98" style="width: 95pt; background-color: #d8d8d8;" width="127"></td><td
class="xl99" style="width: 95pt; background-color: #d8d8d8;" width="127"></td></tr><tr
style="height: 16.5pt;" height="22"><td
class="xl90" style="width: 107pt; height: 16.5pt; background-color: transparent;" width="143" height="22"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;"> </span></td><td
class="xl91" style="width: 97pt; background-color: transparent;" width="129"></td><td
class="xl91" style="width: 95pt; background-color: transparent;" width="127"></td><td
class="xl92" style="width: 95pt; background-color: transparent;" width="127"></td></tr><tr
style="height: 16.5pt;" height="22"><td
class="xl85" style="width: 204pt; height: 16.5pt; background-color: #9bbb59; text-align: center;" colspan="2" width="272" height="22"><strong>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (2 Mitglieder)</strong></td><td
class="xl86" style="width: 190pt; background-color: #9bbb59; text-align: center;" colspan="2" width="254">BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (1 Mitglied)</td></tr><tr
style="height: 16.5pt;" height="22"><td
class="xl75" style="width: 107pt; height: 16.5pt; background-color: white;" width="143" height="22"><em>Mitglieder</em></td><td
class="xl75" style="width: 97pt; background-color: white;" width="129"><em>Stellvertreter</em></td><td
class="xl75" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><em>Mitglieder</em></td><td
class="xl75" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><em>Stellvertreter</em></td></tr><tr
style="height: 31.5pt;" height="42"><td
class="xl73" style="width: 107pt; height: 31.5pt; background-color: white;" width="143" height="42"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/H/hermawi0.html">Winfried Hermann *)</a></div></td><td
class="xl71" style="width: 97pt; background-color: white;" width="129"></td><td
class="xl71" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/H/hermawi0.html">Winfried Hermann *)</a></div></td><td
class="xl72" style="width: 95pt; background-color: white;" width="127"><div><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/G/goerika0.html">Katrin Göring-Eckardt</a></div></td></tr><tr
style="height: 30.75pt;" height="41"><td
class="xl100" style="width: 107pt; height: 30.75pt; background-color: #d8d8d8;" width="143" height="41"><a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/biografien/C/cramon_taubadel_viola.html">Viola von Cramon-Taubadel</a></td><td
class="xl101" style="width: 97pt; background-color: #d8d8d8;" width="129"></td><td
class="xl101" style="width: 95pt; background-color: #d8d8d8;" width="127"></td><td
class="xl102" style="width: 95pt; background-color: #d8d8d8;" width="127"></td></tr></tbody></table><p>Anmerkungen:</p><ul><li>*) sportpolitische Sprecher der jeweiligen Fraktionen</li><li>**) Namen und Zuordnung der meisten Stellvertreter fehlen noch. Die CDU hat ihre stellvertretenden Mitglieder benannt, aber noch nicht zugeordnet: <a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/biografien/K/knoerig_axel.html">Axel Knoerig</a>, <a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/F/fischdi0.html">Dirk Fischer</a>, <a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/biografien/K/kolbe_manfred.html">Manfred Kolbe</a>, <a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/S/stettch0.html">Christian Freiherr von Stetten</a>, <a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/S/stettch0.html">Heinz Peter Wichtel</a>, <a
href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/G/grindre0.html">Reinhard Grindel</a></li></ul><p>Zum Thema habe ich für den Deutschlandfunk diesen Beitrag gedichtet, mit O-Tönen von Winfried Hermann, Klaus Riegert und einem Archiv-Ton von Dagmar Freitag:</p><p><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/11/14/dlf_20091114_1937_5809cf02.mp3" target="_self">:</a></p><p>Die erweiterte und verlinkte Version:</p><p>Die Besetzung des neuen Bundestags-Sportausschusses steht im Prinzip, wenngleich formal noch einige Entscheidungen ausstehen. Der Ausschussvorsitz geht nach Verhandlungen unter den Fraktionschefs an die SPD &#8211; und damit an die langjährige Sportsprecherin Dagmar Freitag. Zu einem Interview war Frau Freitag noch nicht bereit, sie will noch den letzten Beschluss ihrer Fraktion abwarten.</p><p>Zunächst die Zahlen: Der Ausschuss wurde von 16 auf 18 Abgeordnete erweitert. CDU/CSU stellen 7 Abgeordnete, die FDP 3 &#8211; damit ist die Mehrheit gegen SPD (4), Linke (2) und Grüne (2) gesichert. Die SPD hat zwei Sitze verloren, alle anderen Fraktionen einen gewonnen. Die Frauenquote ist deutlich gestiegen, von 4 von 16 auf 8 von 18 Abgeordnete.</p><p>Die designierte Chefin <a
title="www.dagmar-freitag.de" href="http://dagmar-freitag.de/" target="_blank">Dagmar Freitag</a> ist 56 Jahre alt, Lehrerin von Beruf und stammt aus Iserlohn. Sie gehört seit 1994 dem Bundestag an, war seit 1998 sportpolitische Sprecherin der SPD, dieses Amt gibt sie nun an Martin Gerster ab. Sie gehörte zum so genannten Kompetenzteam des gewesenen Kanzlerkandidaten Steinmeier &#8211; insofern überrascht ihr Comeback.</p><p>Frau Freitag hatte sich mit dem scheidenden Ausschussvorsitzenden Peter Danckert in wichtigen Fragen zerstritten, ich denke, das darf man so sagen. Dicke Freunde waren sie nicht mehr. Danckert, der gern Sportminister geworden wäre, wechselt in den Haushaltsausschuss. Freitag bleibt dem auswärtigen Ausschuss treu, ist aber aufgrund der Fraktionsarithmetik plötzlich sehr im Sportausschuss gebunden.</p><p>CDU-Sportsprecher Klaus Riegert erklärt, warum sein Favorit und Parteifreund Eberhard Gienger nicht Sportchef geworden ist.</p><blockquote><p>„Ich hätte gern den Vorsitzenden Eberhard Gienger gehabt. Das ging nicht, wenn man so will, aus ganz lapidaren Gründen. Wir kriegen neun Ausschussvorsitzplätze, davon stehen zwei der CSU zu, das heißt die CDU bekommt sieben &#8211; und wir Baden-Württemberger haben mit Recht, mit Geschäftsordnung, mit Europa schon drei gezogen. Und deshalb hatte der Eberhard Gienger schlichtweg das Pech, dass er aus Baden-Württemberg kommt. Wenn er aus Rheinland-Pfalz oder Schleswig-Holstein kommen würde, hätte er den Ausschussplatz wahrscheinlich sogar bekommen.&#8221;</p></blockquote><p>Statt des DOSB-Vizepräsidenten Gienger also die DLV-Vizepräsidentin Freitag. In einer Woche will sie auf dem Verbandstag des Deutschen Leichtathletik-Verbandes in Berlin erneut für das Amt kandidieren, das sie seit 2001 hat. Vier Tage später wird sie offiziell Sportausschuss-Chefin. Interessenskonflikte in dieser Doppelfunktion (wie in vorherigen) <a
title="Ein Arbeitsprotokoll: 20 Fragen an die MdBs im Sportausschuss" href="http://jensweinreich.de/?p=3781" target="_self">sieht sie nicht</a>. Auch CDU-Sportsprecher Riegert hat damit kein Problem. Ebenso wenig die Linke-Sportsprecherin Katrin Kunert, sie sagt:</p><blockquote><p>Ein Ausschussvorsitz sollte neutral arbeiten. Einen Interessenkonflikt kann ich derzeit nicht erkennen. Außerdem stellt sich doch immer die Frage, wer zulässt, dass bestimmte Interessen &#8220;mehr&#8221; bedient werden oder nicht, hier ist der Sportausschuss in Zukunft gefragt. Warum fragen Sie nicht nach den vielen privaten Beratern bei der Bundesregierung, die Gesetzesentwürfe mitschreiben?</p></blockquote><p>Der neue FDP-Sportsprecher Joachim Günther dagegen ließ diese Fragen unbeantwortet.</p><ol><li>Werden die Sitzungen des Sportausschusses auch in dieser Legislaturperiode öffentlich sein? Wird sich irgendetwas an der Praxis der vergangenen Legislaturperiode ändern? Welche Haltung haben Sie persönlich, welche Haltung hat Ihre Fraktion dazu?</li><li>Wie bewerten Sie die bisherige Arbeit der designierten Ausschussvorsitzenden Dagmar Freitag? Wie bewerten Sie die Benennung von Frau Freitag als Ausschussvorsitzende?</li><li>Sollte Frau Freitag als Ausschussvorsitzende ihr Ehrenamt als DLV-Vizepräsidentin aufgeben oder ruhen lassen? Sehen Sie darin einen möglichen Interessenkonflikt?</li></ol><p><span
id="more-5791"></span>Grünen-Sportsprecher Winfried Hermann rät Frau Freitag, gar nicht erst wieder für den DLV zu kandidieren, sondern sich auf den Ausschussvorsitz und die gebotene Unabhängigkeit zu konzentrieren:</p><blockquote><p>„Ich erwarte jedenfalls von einer Ausschussvorsitzenden genügend Distanz auch zu den Sportorganisationen selber. Denn schließlich haben wir die Aufgabe zu kontrollieren, was der Staat macht, wir haben zu kontrollieren, was die Sportorganisationen mit dem Geld der öffentlichen Hand machen. Und da ist kritische Distanz auf jeden Fall gut und da ist es nicht so gut, wenn man selbst Teil des Verbandssystems ist.&#8221;</p></blockquote><p>In der <a
title="&quot;We are family&quot;: der kritische Schulterschluss von Politik, Sport und Wissenschaft" href="http://jensweinreich.de/?p=4265" target="_self">Familie des</a> <a
title="Die Qual der Wahl oder: die Einheitsfraktion des Sports" href="http://jensweinreich.de/?p=5222" target="_self">Sports</a>, zu der sich viele Parlamentarier zählen, gehört Lobbyismus allerdings zum Tagesgeschäft. Der Berliner Sportphilosoph Gunter Gebauer hat schon vor Monaten kritisiert:</p><blockquote><p>„Nun gibt es sehr viele Lobbyisten im Bundestag. Aber ich habe sehr selten gesehen, dass so offen über Lobbyarbeit gesprochen wird. Das ist eine Nähe zum organisierten Sport, die man in dieser Offenheit und dieser Freude des Bekenntnisses und dieser Bereitschaft, sich gegenseitig auf die Schulter zu klopfen, in anderen Ausschüssen eigentlich nicht erlebt.&#8221;</p></blockquote><p>Frau Freitag erklärte kürzlich gegenüber der <a
title="FAZ zum Thema" href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E54707048D92A4531A95A5C936D15BCFF~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">FAZ</a>, die „Männer vor mir haben ihre Ehrenämter auch nie aufgegeben&#8221;. Indes ist die Frage des Lobbyismus und möglicher Interessenkonflikte keine Frage des Geschlechts, sondern eine des Prinzips.</p><p>Als Lobbyistin und Unterstützerin der Leichtathletik-WM 2009 hat Frau Freitag ihre Rolle gespielt. Eigenständige sportpolitische Akzente aber vermisste man bislang eher von ihr. In der von Januar bis August 2009 erbittert diskutierten Frage der <a
title="alle Beiträge zu diesem Thema" href="http://jensweinreich.de/?cat=921" target="_self">Beschäftigung von Dopingtrainern mit Steuermitteln</a> zählte sie zu jenen, die das Thema gern in aller Stille <a
title="Ein Arbeitsprotokoll: 20 Fragen an die MdBs im Sportausschuss" href="http://jensweinreich.de/?p=3781" target="_self">abgehandelt hätten</a>. Das war im Interesse des DLV, des BMI, des DOSB und der Regierungskoalition. Als es vor einem darum ging wegen anhaltender Versäumnisse in der Dopingbekämpfung Steuermittel etwa für den Bund Deutscher Radfahrer zu sperren, sah auch Freitag <a
title="Die Umfaller: Sportlobbyisten im Bundestag" href="http://jensweinreich.de/?p=1694" target="_self">keinen Grund</a> für Konsequenzen.</p><p>In der vorerst letzten Sportdebatte des Bundestages Anfang Juli erklärte sie:</p><blockquote><p>„Wir ziehen Bilanz am Ende einer Legislaturperiode und das ist natürlich Anlass genug, einen kurzen Blick zurückzuwerfen. Und da fällt zwangsläufig der Blick auf die große offene Flanke, nämlich eine wirklich Erfolg versprechende Dopingbekämpfung und deren Auswirkungen in ihrer verheerenden Form auf den gesamten Sport. Meine Fraktion wäre in der Dopingbekämpfung gerne weiter gegangen. Wir sind in der Frage am Koalitionspartner und an großen Teilen des organisierten Sports gescheitert.&#8221;</p></blockquote><p>Als Ausschusschefin der Opposition kann sie daran nichts ändern, selbst wenn sie es tatsächlich wollte.</p><p>Die Führung des Deutschen Olympischen Sportbundes hat zwar den Kandidaten Gienger nicht durchgebracht, ist dennoch zufrieden, sich nicht mehr mit Danckert streiten zu müssen. DOSB-Chef Thomas Bach (FDP) <a
title="DOSB auf Schmusekurs mit Danckert-Nachfolgerin" href="http://www.zeit.de/newsticker/2009/11/11/iptc-bdt-20091110-589-22973046xml" target="_blank">erklärte</a>, man „respektiere die Autonomie der Fraktionen&#8221; und erwarte, dass die Autonomie des Sports ebenso akzeptiert werde. Der Fehler in dieser anmaßenden Aussage besteht schon darin, dass der Sport kaum autonom sein kann, weil er ohne die Alimentierung durch Steuermittel nicht existieren könnte. <em>(Dazu ließe sich mehr ausführen, wurde hier schon auch genug gesagt.)</em></p> Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.<p><a
title="Dagmar Freitag sagt: &quot;Sportausschuss soll weiter öffentlich tagen&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=5734" target="_self">Eindeutig</a> hat sich Dagmar Freitag zur Frage geäußert, ob die Sitzungen des Sportausschusses weiter öffentlich stattfinden sollten. Sie ist dafür. Winfried Hermann ist ohnehin dafür, die Linke Katrin Kunert ebenfalls. Überraschend erklärt nun CDU-Mann Riegert:</p><blockquote><p>„Meine Meinung ist, dass es nicht gehen wird, dass wir die Nicht-Öffentlichkeit herstellen. Das heißt, ich bin der Meinung, dass wir weiterhin öffentlich tagen sollten. Wenn es Fragen gibt, wo Gesprächspartner Dinge nicht öffentlich benennen können, gibt&#8217;s ja die Möglichkeit, dann nicht-öffentlich zu tagen. Aber der Grundsatz sollte bleiben, dass wir öffentlich tagen.&#8221;</p></blockquote><p>Riegert fügt allerdings an, dass seine Sport-Arbeitsgruppe dazu noch nicht beraten habe. Indes klärt sich die Richtung: Ich schätze, sie werden einige Male mehr als in den vergangenen Jahren hinter verschlossenen Türen tagen.</p><p>Manche haben halt Transparenzprobleme. Abgeordnete und Politiker wie DOSB-General Michael Vesper (Bündnis 90/Die Grünen), der vor einigen Monaten diesen Brief an Danckert schrieb und sich über <a
title="Notizen vom Sportausschuss (5): Zielvereinbarungen, Transparenz und die Kontrolle von Steuermitteln" href="http://jensweinreich.de/?p=2819" target="_self">diverse</a> <a
title="Dokumentation: Zielvereinbarungen olympischer Sportverbände" href="http://jensweinreich.de/?p=2800" target="_self">Veröffentlichungen</a> beschwerte:</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-5802" title="Brief Vesper, DOSB, Februar 2009" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/vesper-danckert-neu.jpg" alt="" width="500" height="559" /></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/11/16/der-neue-sportausschuss/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>37</slash:comments> <enclosure
url="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/11/14/dlf_20091114_1937_5809cf02.mp3" length="2399232" type="audio/mpeg" /> </item> <item><title>Dagmar Freitag sagt: &#8220;Sportausschuss soll weiter öffentlich tagen&#8221;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/11/05/dagmar-freitag-sagt-sportausschuss-soll-weiter-offentlich-tagen/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/11/05/dagmar-freitag-sagt-sportausschuss-soll-weiter-offentlich-tagen/#comments</comments> <pubDate>Thu, 05 Nov 2009 13:29:16 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[bmi]]></category> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[christoph bergner]]></category> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[journalismus]]></category> <category><![CDATA[novosp]]></category> <category><![CDATA[spd]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[steuermittel]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[umfrage]]></category> <category><![CDATA[abstimmung]]></category> <category><![CDATA[öffentlichkeit]]></category> <category><![CDATA[cdu]]></category> <category><![CDATA[dagmar freitag]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[fdp]]></category> <category><![CDATA[klaus riegert]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[sportförderung]]></category> <category><![CDATA[udicom]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=5734</guid> <description><![CDATA[Hoppala! Frau Freitag! Das ist doch mal eine Initiative! Die bisherige Sportsprecherin der SPD-Bundestagsfraktion fordert von der Koalition, dass die Sitzungen des Bundestags-Sportausschusses, der wohl von 16 auf 18 Mitglieder erweitert wird, weiter öffentlich sein sollen. Der Hintergrund für diese Forderung liegt &#8211; Achtung, Selbstreferenz, sorry &#8211; nicht zuletzt in diesem Blog, in dem zuletzt immerhin [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Hoppala! <a
title="Die Umfaller: Sportlobbyisten im Bundestag" href="http://jensweinreich.de/?p=1694" target="_self">Frau Freitag</a>! Das ist doch mal eine Initiative! Die bisherige Sportsprecherin der SPD-Bundestagsfraktion fordert von der Koalition, dass die Sitzungen des Bundestags-Sportausschusses, der wohl von 16 auf 18 Mitglieder erweitert wird, weiter öffentlich sein sollen. Der Hintergrund für diese Forderung liegt &#8211; Achtung, Selbstreferenz, sorry &#8211; nicht zuletzt in diesem Blog, in dem zuletzt immerhin elf Sitzungen liebevoll und ausführlich begleitet wurden: &#8220;<a
title="Notizen vom Sportausschuss" href="http://jensweinreich.de/?cat=1889" target="_self">Notizen vom Sportausschuss</a>&#8221; genannt. Mit <a
title="alle Beiträge zum Sportausschuss" href="http://jensweinreich.de/?cat=440" target="_self">Dokumenten, Zitaten, Schilderungen</a> und, ja, auch einigen Wertungen (<em>immer schön kursiv</em>). Das hat vielen nicht gefallen, auch nicht Dagmar Freitag (jedenfalls nicht immer, aber damals war sie ja noch Co-Sprecherin der Koalition gemeinsam mit Klaus Riegert/CDU).</p><p>Nun sagt sie im Namen der <a
title="SPD-PM vom 5. November 2009" href="http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_dok/0,,49004,00.html" target="_blank">AG Sport der SPD</a>:</p><blockquote><p><strong>Sportausschusssitzungen müssen öffentlich bleiben</strong></p><p>Zur für den 25. November 2009 geplanten Konstituierung der Ausschüsse des Deutschen Bundestages erklärt die sportpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Dagmar Freitag:</p><p>Der Sportausschuss des Deutschen Bundestages hat in der abgelaufenen Legislaturperiode grundsätzlich öffentlich getagt und Sportpolitik transparent gemacht. Sportinteressierte konnten die Standpunkte der Fraktionen live verfolgen, Journalisten konnten auf ungefilterte Originalstatements zurückgreifen. Die Arbeit des Sportausschusses und damit auch die Bedeutung der Sportpolitik wurden dank überregionaler Berichterstattung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. (&#8230;)</p></blockquote><p>Frau Freitag (Vizepräsidentin des DLV/<em>soviel Zeit muss sein</em>) spricht gewiss auch für die Leser dieses Blogs. Danke! Sie wird ihre Gründe haben, das zu fordern. Denn <a
title="Detlef Parr (FDP) sagt zum Abschied laut Servus" href="http://jensweinreich.de/?p=4094" target="_self">FDP</a>, CDU, <a
title="tag: BMI" href="http://jensweinreich.de/?cat=464" target="_self">BMI-Sportabteilung</a>, Staatsekretär <a
title="Die Verbal-Salti des Christoph Bergner" href="http://jensweinreich.de/?p=4031" target="_self">Christoph Bergner</a> (CDU/BMI/NADA/SV Halle etc. pp.) und der DOSB &#8211; <strong><a
title="&quot;We are family!&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=4265" target="_self">die große Sportfamilie</a></strong> &#8211; haben doch im Detail einiges dagegen.</p><p>Öffentlichkeit kann nerven.</p><p>Als Stammgast im Sportausschuss (mit Stammplatz in der zweiten Reihe rechts hinter dem Vorsitzenden und den Ausschuss-Sekretären) schließe mich ausnahmsweise der SPD-Forderung an, keine Frage. Die Sitzungen waren <span
style="text-decoration: line-through;">immer</span> oft sehr lehrreich, wirklich.</p><p>Da wir aber in einer Parteien-Demokratie leben, lasse ich abstimmen:</p> Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.
]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/11/05/dagmar-freitag-sagt-sportausschuss-soll-weiter-offentlich-tagen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>26</slash:comments> </item> <item><title>Notizen vom Sportausschuss (11): &#8220;eine besondere Art Mensch&#8221;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/06/17/notizen-vom-sportausschuss-11/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/06/17/notizen-vom-sportausschuss-11/#comments</comments> <pubDate>Wed, 17 Jun 2009 13:49:37 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[doping]]></category> <category><![CDATA[novosp]]></category> <category><![CDATA[robert kempe]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[bündnis 90/die grünen]]></category> <category><![CDATA[dopingkommission]]></category> <category><![CDATA[freiburg]]></category> <category><![CDATA[hans-joachim schäfer]]></category> <category><![CDATA[peter danckert]]></category> <category><![CDATA[spd]]></category> <category><![CDATA[winfried hermann]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=4006</guid> <description><![CDATA[(Die Notizen von Robert Kempe, der freundlicher Weise die Berichterstattung über die Umfaller und Sportlobbyisten aus dem Bundestag übernommen hat, sind jetzt komplett online. Vielen Dank noch einmal an Robert! Ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, Aussagen der kenntnisreichen und aufrechten Volksvertreter mitunter zu kommentieren und habe das kenntlich gemacht.) Zuvor noch der Beitrag von Herbert Fischer-Solms [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><em>(Die Notizen von <strong>Robert Kempe</strong>, der freundlicher Weise die Berichterstattung über die <a
title="tag: Umfaller im Bundestag" href="http://jensweinreich.de/?s=umfaller" target="_self">Umfaller und Sportlobbyisten</a> aus dem Bundestag übernommen hat, sind jetzt komplett online. Vielen Dank noch einmal an Robert! Ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, Aussagen der kenntnisreichen und aufrechten Volksvertreter mitunter zu kommentieren und habe das kenntlich gemacht.)</em></p><p>Zuvor noch der Beitrag von Herbert Fischer-Solms im Deutschlandfunk:</p><p><a
title="DLF vom 17. Juni 2009" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/06/17/dlf_20090617_2255_c5b454bc.mp3" target="_self">:</a></p><ul><li><a
title="Ein Arbeitsprotokoll: 20 Fragen an die MdB's im Sportausschuss" href="http://jensweinreich.de/?p=3781" target="_self">Ein Arbeitsprotokoll: 20 Fragen an die MdB&#8217;s im Sportausschuss</a></li><li>Christian Schwager in der Berliner Zeitung: <a
title="BLZ vom 18. Juni 2009" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0618/sport/0040/index.html" target="_self">Ein paar tadelnde Worte</a></li></ul><p>Hier der Bericht:</p><p><strong>von Robert Kempe</strong></p><p>Ein straffes Programm gibt die 77. Sitzung des Sportausschuss heute vor, <a
title="Tagesordnung 77. Sitzung" href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a05/tagesordnungen/77__Sitzung.pdf" target="_blank">15 Punkte</a> gilt es abzuhandeln. Als sicher am interessantesten zu beurteilen sind die Tagesordnungspunkte:</p><ul><li>Antrag der Grünen zur umfassenden Aufarbeitung der Dopingvergangenheit</li><li><a
title="Abschlussbericht der Freiburger Dopingkommission" href="http://jensweinreich.de/?p=3826" target="_self">Abschlussbericht</a> der Schäfer-Kommission Freiburg</li><li>Umgang mit ehemals in Dopingpraktiken verwickelten Trainern</li></ul><p>Darauf werde ich mich auch hauptsächlich konzentrieren.</p><p>Der <a
title="BT Drucksache 16/13175" href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/131/1613175.pdf" target="_self">Antrag der Grünen</a>, Tagesordnungspunkt 2, den Winfried Hermann in diesem Blog auch schon vor geraumer Zeit in den <a
title="Reaktion im Sportausschuss: Dopingtrainer-Diskussion am 17. Juni" href="http://jensweinreich.de/?p=3895" target="_self">Kommentaren</a> verlinkt hat, wurde nach hinten verschoben. Der Sportausschuss ist heute erwartet gut besucht. Neben vielen Medienvertretern sitzen u.a. Ute Krieger-Krause, Andreas Krieger sowie Uwe Trömer im Publikum. Nachdem die Anträge und Entwürfe abgestimmt wurden, geht es nun um den Abschlussbericht der Dopingkommission-Freiburg:</p><p><strong>Peter Danckert (SPD/Pferdesportverband Berlin-Brandenburg)</strong> dankt Hans Joachim Schäfer für seine geleistete Arbeit und hofft, dass alle Ausschussmitglieder den Bericht gelesen haben. </p><p><strong><span
style="color: #000000;">Hans Joachim Schäfer</span></strong> bewertet in seinem Eingangsstatement erstmal seine Anreise nach Berlin: Die ersten 800 km wären wohl gut, die letzten 200 m hinein in die Tiefgarage aber mehr als anstrengend gewesen, letztendlich hat er es doch geschafft. Hans Joachim Schäfer, der nach eigenen Aussagen zu diesem Job gekommen ist wie &#8220;die Jungfrau zum Kind&#8221;,  fasst noch einmal den Zwischen- und Abschlussbericht zusammen. Er ist zur Einsicht gekommen, dass Radfahrer &#8220;eine besondere Art Mensch&#8221; seien, die heute teilweise massiv durch ihre Anwälte abgeschirmt werden, was es schwer machte, Informationen von ihnen zu erhalten. Er hebt hervor, dass jetzt die große Frage ist, wie es mit den Ärzten weiter geht. Vor allem die  Blutdopinggeschichte mit dem verklumpten Blut bei Patrick Sinkewitz ist dabei für die Staatsanwaltschaft interessant.</p><blockquote><p><strong>&#8220;So darf ein Arzt sich nicht verhalten!&#8221;</strong></p></blockquote><p>Schäfer bekennt, dass die Kommission es nicht geschafft hat zu klären, woher das Epo kam und wie viel verwendet wurde. Dazu wertet die Staatsanwaltschaft immer noch Computer aus, um Hinweise zu erhalten. Doch glaubt er schon, dass sein Bericht gerichtsfest ist. Während er nach dem Vorabdruck im Spiegel noch Briefe von Anwaltskanzleien erhielt, sei es nach der endgültigen Vorstellung relativ ruhig geblieben. Er hat auch nicht vor, seine Zeit als Pensionär mit Prozessen zu verbringen.</p><p><strong>Dagmar Freitag (SPD/Vizepräsidentin DLV)</strong>: Hat nach eigener Aussage nichts anderes erwartet. Bei der Lektüre des Berichts hat sie in ein &#8220;moralisch, ethisch verkommenes System&#8221; geschaut. Sie wertet es als Scheitern. Als Vorgriff auf den letzten Tagesordnungspunkt blickt sie in ihrem Statement  zurück in die 70er Jahre und wundert sich nicht mehr. Sie will wissen, wo es Ansatzpunkte gibt, dieses verkommene System zu beseitigen. Außerdem stellt sich für sie die Frage, ob den <a
title="Stellungnahme der Bundesärztekammer: Doping und ärztliche Ethik" href="http://jensweinreich.de/?p=3027" target="_self">Ärzten nicht die Approbation</a> aberkannt werden sollte.</p><p>Als Reaktion meint Schäfer, dass dies geprüft werden müsste.</p><p><strong>Detlef Parr (FDP)</strong>: Er möchte mit etwas Positiven anfangen und stellt heraus, dass sowohl Prof. Dickhuth als auch Prof. Berg laut Abschlussbericht nichts vorzuwerfen sei. Man solle endlich aufhören, Generalverdacht an der Universität Freiburg zu äußern. <em>(Huch! Völlig überraschend, Herr Parr!/JW)</em></p><p><strong>Katrin Kunert (Die Linke)</strong>: Sie bringt der Abschlussbericht an &#8220;die Grenzen des Optimismus.&#8221; </p><p><strong>Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen)</strong>: Ist erschüttert, dass unter dem Dach der Sportmedizin in Deutschland, die öffentlich gehätschelt und gefördert wurde, so etwas passiert ist. Er will wissen, wo und wann öffentliche Gelder an die Ärzte Schmid und Heinrich geflossen sind. Er fragt nach Konsequenzen.</p><p><strong>Christoph Bergner (BMI/CDU/SV Halle)</strong>: Gibt an, dass keine Gelder in den Bereich Doping in Freiburg geflossen seien, doch weitere Prüfungen durch das BVA laufen. Des Weiteren ist für das BMI jetzt aber die Staatsanwaltschaft gefordert. Christoph Bergner wundert sich, dass den Ärzten noch nicht die Approbation entzogen wurde. </p><p>Jetzt geht es um den &#8220;Umgang mit ehemals in Dopingpraktiken verwickelten Trainern&#8221;</p><p><strong>Klaus Zöllig (DOH e.V.)</strong>: Er hält ein komprimiertes Eingangsstatement. Wichtig ist für den DOH die Prävention. Deswegen ist auch der Blick auf die Trainer wichtig. Dabei ist er &#8220;nicht scharf darauf, nur Osttrainer anzugreifen&#8221;, es geht auch um Trainer aus dem Westen. An der momentanen Diskussion trägt nicht nur der Fall Goldmann Schuld, sondern eher die Tatsache, dass nach 20 Jahren Schweigen &#8220;im Konjunktiv über die Dopingopfer gesprochen&#8221; wird. Und da ist &#8220;das Fass übergelaufen&#8221;. Daraufhin hat er wütende Anrufe von Dopingopfern bekommen. Das ist auch ein Anlass für die <a
title="Petitiopn des Dopingopferhilfevereins an den Bundestag" href="http://jensweinreich.de/?p=3635" target="_self">Einreichung der Petition</a> gewesen.</p><p><strong>Michael Vesper (DOSB-Generaldirektor/Bündnis 90/Die Grünen)</strong>: Laut ihm soll es auch für die Olympischen Spiele in Vancouver wieder eine Trainererklärung geben. Außerdem ist es wichtig, jeden Einzelfall zu betrachten, nur steckt man in dem Dilemma, dass es im Gegensatz zum Problem der Stasivergangenheit keine Unterlagen und Akten gibt, so dass man sich auf Zeugen verlassen muss.</p><p><em>(JW sagt: Oh Gott, was für ein unglaublicher Unsinn. Eine Frechheit. Die Negierung historischer Prozesse, Doping-Doktorarbeiten, ZERV-Ermittlungsergebnisse und vieler anderer Unterlagen. Ein Teil der neuen Argumentation des organisierten Sports.)</em></p><p><strong>Helmut Digel (Universität Tübingen/IAAF/DLV)</strong>: Spricht auch im Namen von DLV-Präsident Clemens Prokop und berichtet für das Präsidium des DLV seit 1993. Der DLV war schon immer bemüht in der Dopingopferproblematik, betont er, doch wundert er sich, dass immer nur über eine Sportart gesprochen wird. Er widerspricht Darstellungen, dass der DLV sich nicht um die Opfer gekümmert habe und verweist auf die Briefe von Clemens Prokop. Anschließend steigt er in seine Argumentation ein, die hier nur skizziert wird.</p><ul><li>Die Trainer waren Teil eines Manipulationssystems und wurden durch die medizinische Kommission gesteuert. </li><li>Es kann für ihn nicht sein, dass Trainer von Dopingpraktiken nichts wussten. Er kennt auch Athleten, die darum gebeten haben. Für ihn stellt sich die philosophische Frage, inwieweit Täter und Opfer im Hochleistungssport changieren. </li><li>Es kann aus der Diskussion keine neuen Erkenntnisse geben &#8211; &#8220;sie liegen auf dem Tisch&#8221;. Gegen eine Weiterbeschäftigung der Trainer, die seit 16 Jahren im DLV sind, ist nichts einzuwenden. </li></ul><p><em><span
id="more-4006"></span>(Interessant anzumerken ist, dass er von einem Dopingproblem im deutschen Hochleistungssport auch der deutschen Leichtathletik noch heutzutage spricht.)</em></p><p><strong>Klaus Riegert (CDU/Schwäbischer Turnerbund)</strong>: Meint, dass man keinen Schlussstrich ziehen darf und die Diskussion weiterführen muss, auch wenn sie unangenehm ist. Die Steiner-Kommission ist die richtige Antwort des Sports. Den Antrag der Grünen beschreibt er als populistisch, oberflächlich, inhaltlich falsch und gefährlich, da er weitere Geständnisse erschwere.</p><p><strong>Wolfgang Grotthaus (SPD</strong>/<em>JW: Huch, dass der sich mal meldet, <span
style="text-decoration: line-through;">nie</span> selten erlebt</em>): Ihn stört es ebenfalls, dass es nur um die Leichtathletik geht und verweist auf den Wintersport. Er fragt ob man den &#8220;Rücken so steif machen und keine Erklärung unterschreiben&#8221; muss, &#8220;um weiter zu kommen.&#8221; Er plädiert für eine zweite Chance und zieht den Kapitalverbrechensvergleich. Die Vergangenheitsaufarbeitung zu Gunsten der Opfer im Osten soll auch auf den Westen ausgedehnt werden.</p><p><strong>Detlef Paar (FDP)</strong>: Fragt, warum sich prominente Dopingopfer nicht an Präventionsprojekten beteiligen. <em>(JW: Entschuldigung, dass ich das hier kommentiere: Aber diese Frage ist keine Frage, sondern eine Frechheit. Wer sich dafür interessiert, sollte mal Dopingopfer fragen, wie sehr sie bisher in Präventionsprojekte des Sports einbezogen wurden und was aus ihren eigenen Vorschlägen dazu geworden ist.)</em> Ob das vielleicht mit dem Täter-Opfer-Changieren zu tun haben kann, den Prof. Digel anführte? Der Antrag der Grünen ist für ihn Populismus und ein Schnellschuss. Er verweist auf das Projekt des BISp. <em>(JW: Oh ja, das BISp-Projekt, oh ja, die Propaganda des Sports. Dazu ist hier schon viel gesagt worden, u.a. von </em><a
title="Zum &quot;Forschungsprojekt Dopinggeschichte&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=3513" target="_self"><strong><em>Gerhard Treutlein</em></strong></a><em>.)</em></p><p><strong>Winfried Hermann (Die Grünen)</strong>: Die Diskussion kommt immer wieder. Vielleicht &#8220;weil es keine konsequente Aufarbeitung gab&#8221;. Der Umgang mit den in Dopingpraktiken verwickelten Trainern ist inkonsequent. Er verteidigt den Antrag der Grünen u.a. damit, dass es keine Aufarbeitung gab, die die Rolle des BMI und des BISp mit einbezog. Er verweist auf die oft geäußerte kollektive Empörung im Ausschuss, nach der es danach meist nicht weitergeht und &#8220;der Schwanz eingezogen&#8221; wird.</p><p><strong>Dagmar Freitag (SPD/DLV)</strong>: Sagt, dass man darauf achten muss, dass die Diskussion nicht in ein Schreckensfahrwasser kommt. Das Thema ist in Ost und West  jahrzehntelang bekannt. Sie bedauert es, dass Bundesinnenminister Schäuble nicht anwesend ist, den sie angefragt hatte. Sie weiß auch nicht ob alles aufzuarbeiten der richtige Weg ist, da man doch schon fast alles wisse.  ( Sie verweist auf die einschlägige Literatur u.a. Berendonk, Treutlein und Singer) Sie fragt sich ob, die Anrufe von Dopingopfern, die Klaus Zöllig erhielt, wirklich die Mehrheit repräsentiert. Bei ihrer Partei hat sich niemand gemeldet.  Sie wünscht sich, dass die Erklärungen persönlicher und individueller ausgefallen wären.</p><p><strong>Peter Danckert (SPD/Pferdesportverband Berlin-Brandenburg)</strong>: Betont, dass sich nicht jedes Mitglied im DOH gleich ein staatlich anerkanntes Dopingopfer ist. Die Erklärung der fünf Trainer sind &#8220;Steine statt Brot&#8221;, eine exzellente Erklärung durch teure juristische Beratung. Jedes Wort führt zu nichts.</p><p>Der Antrag der Grünen wird abgelehnt.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/06/17/notizen-vom-sportausschuss-11/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>12</slash:comments> <enclosure
url="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/06/17/dlf_20090617_2255_c5b454bc.mp3" length="1055744" type="audio/mpeg" /> </item> <item><title>Notizen vom Sportausschuss (10): Doping im Freizeit- und Breitensport</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/05/27/notizen-vom-sportausschuss-10-doping-im-freizeit-und-breitensport/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/05/27/notizen-vom-sportausschuss-10-doping-im-freizeit-und-breitensport/#comments</comments> <pubDate>Wed, 27 May 2009 12:45:20 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[doping]]></category> <category><![CDATA[freizeit- und breitensport]]></category> <category><![CDATA[medikamentenmissbrauch]]></category> <category><![CDATA[novosp]]></category> <category><![CDATA[seyfu]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[birgit schwarze]]></category> <category><![CDATA[breitensport]]></category> <category><![CDATA[fitness]]></category> <category><![CDATA[freizeitsport]]></category> <category><![CDATA[heiko striegel]]></category> <category><![CDATA[jörg börjesson]]></category> <category><![CDATA[klaus müller]]></category> <category><![CDATA[mischa kläber]]></category> <category><![CDATA[perikles simon]]></category> <category><![CDATA[sven seyfu schulze]]></category> <category><![CDATA[video]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=3899</guid> <description><![CDATA[Die hochinteressante 76. öffentliche Sitzung des Bundestags-Sportausschusses beginnt in einigen Minuten. Thema: &#8220;Medikamentenmissbrauch im Freizeit- und Breitensport&#8221; Ich kann heute nicht live bloggen, veröffentliche aber hier als Lektüre schon mal die wichtigsten Stellungnahmen der Sachverständigen, zu denen auch Seyfu gehört:   Zunächst die Frageliste der MdB&#8217;s: Wie definieren Sie den Medikamentenmissbrauch im Freizeit- und Breitensport? [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Die hochinteressante 76. öffentliche Sitzung des Bundestags-Sportausschusses beginnt in einigen Minuten. Thema:</p><blockquote><p><strong>&#8220;Medikamentenmissbrauch im Freizeit- und Breitensport&#8221;</strong></p></blockquote><p>Ich kann heute nicht live bloggen, veröffentliche aber hier als Lektüre schon mal die wichtigsten Stellungnahmen der Sachverständigen, zu denen auch Seyfu gehört:</p><p><object
classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="445" height="364" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param
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title="Stellungnahme Mischa Kläber, pdf, 49 Seiten, 2,87 MB" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/05/1-klaeber.pdf" target="_blank">Mischa Kläber</a>, Technische Universität Darmstadt, Institut für Sportwissenschaft <em>(pdf, 49 Seiten, 2,87 MB)</em></li><li><a
title="Stellungnahme Arbeitgeberverband Fitness..." href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/05/2-arbeitgeberverband.pdf" target="_blank">Birgit Schwarze</a>, Präsidentin Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheitsanlagen <em>(pdf, 6 Seiten, 24 kb)</em></li><li>Prof. Dr. R. <a
title="Stellungnahme Müller" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/05/3-mueller.pdf" target="_blank">Klaus Müller</a>, Brandes-Waldsteinberg <em>(pdf, 1 Seite, 7 kb)</em></li><li>Prof. Dr. Dr. <a
title="Stellungnahme Simon/Striegel" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/05/4-simon-striegel.pdf" target="_blank">Perikles Simon</a>, Universität Mainz; Dr. Dr. Heiko Striegel, Universität Tübingen <em>(pdf, 6 Seiten, 27 kb)</em></li><li>Vorstand des Verbandes Deutscher <a
title="Stellungnahme Fitnessunternehmen" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/05/5-fitnessverband.pdf" target="_blank">Fitness- und Gesundheitsunternehmen</a> (pdf, 2 Seiten, 15 kb)</li><li><a
title="Stellungnahme Seyfu" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/05/6-seyfu.pdf" target="_blank">Sven (Seyfu) Schulze</a>, Berlin <em>(pdf, 2 Seiten, 10 kb)</em></li></ul><p>Es fehlen die schriftlichen Stellungnahmen von Albert Busek, Präsident Deutscher Bodybuilding und Fitness-Verband e.V. (sicher sehr interessant) und <a
title="Jörg Börjesson: Ich bin doping-frei.de" href="http://www.doping-frei.de/home/dopingfreies_zentrum.php" target="_blank">Jörg D. Börjesson</a>.</p><p>Warum Sven Seyfu Schulze zu den Sachverständigen zählt? Ich höre, ein MdB hätte ihn mal auf einer Veranstaltung erlebt und fand es toll, &#8220;mal eine andere Meinung zu hören&#8221;. Seyfu antwortet übrigens auf die Fragen so: <span
id="more-3899"></span></p><blockquote><p>1. die nachfrage bestimmt das angebot<br
/> 2. mir sind keine bekannt, zwar warnen hin und wieder mal verschiedene ärzte vor den nebenwirkungen, aber von untersuchungen hab ich noch nichts gehört<br
/> 3. so ziehmlich jede personengruppe ist betroffen<br
/> ob nun der hartz 4 empfänger oder irgendwelche bonzen aus wannsee<br
/> motive können sein:<br
/> -minderwertigkeitskomplexe<br
/> -neugier/studieren geht über probieren<br
/> -alltagsstress kompensieren<br
/> -sportliche ziele<br
/> -existenzbedingt<br
/> 4. das sortiment hat sich enorm erweitert hat ein arnodl schwarzenegger dianabol verwendet, konsumiert ein ronny coleman heutzutage wachstumshormone HGH<br
/> 5. aufgrund der nebenwirkungen welche eintreten können, zieht dies eine negavbilanz der krankenkassen mit sich, es kann auch zu so starken gesunichen schäden kommen das es zu einer arbeitsunfähigkeit kommt, was man dann zu den wirtschaftlichen schäden zählen müsste<br
/> 6. natürlich auch in der arbeitswelt, gearde bei der nachtarbeit kann es zum beispiel zum gebrauch von coffeintabletten kommen<br
/> 7. ich denke auf die nebenwirkungen wird der verbraucher genü hingewiesen wenn man bedenkt das nur ganz bestimmte mittel legal in deutschland erhältlich sind<br
/> 8. einstiegsalter 12-16 jahre/besonders betroffen 16-25 jahre/es konsumieren mehr männer als frauen<br
/> 9. kann auf jeden fall hergestellt werden<br
/> - in der schule tut man es eher weil man einem bestimmten trend nachgeht(körperkult)<br
/> - in der arbeitsweltkann dies auch der fall sein mitunter halt aber auch mehr ein ausgleich<br
/> 10. frage nicht ganz klar<br
/> 11. einstiegsmedikament: testosteron enanthat und thais(dianabol)<br
/> am meisten konsumiert werden die einstiegsmedikamente sowie trenbolon deca sustanon wachstumshormone ephidrin<br
/> 12. normalerweise erfolgt die einnahme zuhause, notgedrungen kann es aber auch mal dazu kommen das sich ies in fitnessstudio verlagert<br
/> 13. mir sind keine maßnahmen bekannt ausser die werbung von ALPECIN-Doping für die haar;)<br
/> - man sollte die menschen über die medien aúfklären fernsehen/kino<br
/> 14. das internet und der sehweg<br
/> 15 ich würde die einnahme sowie den besitz und erwerb legalisieren<br
/> - nur so erreiche ich die zielgruppe in ihrem ganzen<br
/> -wenn ich die leute allerdings so hinstelle als wären sie kriminelle und teilweise auch dumm da sie ihrem körper sowas antun, geh ich alles andere als zu auf diese leute, sie entfernen sich eher von mir<br
/> -denn desto mehr leute sich dazu bekennen, desto übersichtlicher wird es für mich</p></blockquote> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/05/27/notizen-vom-sportausschuss-10-doping-im-freizeit-und-breitensport/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>31</slash:comments> </item> <item><title>Notizen vom Sportausschuss (9) oder: “Berlino ist ein Klasse-Sympathieträger&#8221;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/05/13/notizen-vom-sportausschuss-9-oder-berlino-ist-ein-klasse-sympathietrager/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/05/13/notizen-vom-sportausschuss-9-oder-berlino-ist-ein-klasse-sympathietrager/#comments</comments> <pubDate>Wed, 13 May 2009 11:51:05 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[berlin 2009]]></category> <category><![CDATA[bmi]]></category> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[dlv]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[finanzierung von mega-events]]></category> <category><![CDATA[leichtathletik]]></category> <category><![CDATA[münchen 2018]]></category> <category><![CDATA[novosp]]></category> <category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[bündnis 90/die grünen]]></category> <category><![CDATA[bernhard schwank]]></category> <category><![CDATA[cdu]]></category> <category><![CDATA[dagmar freitag]]></category> <category><![CDATA[detlef parr]]></category> <category><![CDATA[die linke]]></category> <category><![CDATA[fdp]]></category> <category><![CDATA[frank hensel]]></category> <category><![CDATA[heinrich clausen]]></category> <category><![CDATA[martin gerster]]></category> <category><![CDATA[michael mronz]]></category> <category><![CDATA[michael vesper]]></category> <category><![CDATA[peter danckert]]></category> <category><![CDATA[richard adam]]></category> <category><![CDATA[spd]]></category> <category><![CDATA[stephan mayer]]></category> <category><![CDATA[steuermittel]]></category> <category><![CDATA[winfried hermann]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=3814</guid> <description><![CDATA[Wie immer, live aus dem Sportausschuss des Bundestages, heute die 74. Sitzung. Auch diesmal gilt: Ich versuche, mich mit Kommentaren zurückzuhalten und derartige Anmerkungen brav kursiv zu kennzeichnen. Die Geplänkel zu Anträgen von Linken und FDP (Thema Prävention als Gesundheitsvorsorge) leiten das Meeting ein. Zu Beginn funktioniert die Technik nicht, aber glücklicherweise läuft das im Bundestag [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Wie immer, live aus dem <a
title="Ein Protokoll: 20 Fragen an die MdB's im Sportausschuss" href="http://jensweinreich.de/?p=3781" target="_self">Sportausschuss</a> des Bundestages, heute die 74. Sitzung. Auch diesmal gilt: Ich versuche, mich mit Kommentaren zurückzuhalten und derartige Anmerkungen <em>brav</em> <em>kursiv zu kennzeichnen</em>.</p><p>Die Geplänkel zu Anträgen von Linken und FDP (Thema Prävention als Gesundheitsvorsorge) leiten das Meeting ein. Zu Beginn funktioniert die Technik nicht, aber glücklicherweise läuft das im Bundestag so: Jemand ruft einen Techniker an, der Mann kommt sofort und beseitigt das Problem &#8211; <span
style="text-decoration: line-through;">wie im richtigen Leben</span>. Über einen Grünen-Antrag (&#8220;Alle Formen von Diskriminierungen thematisieren &#8211; Bürgerrechte von Fußballfans stärken &#8211; Für einen friedlichen und integrativen Fußballsport&#8221;) wird ebenfalls debattiert. Martin <strong>Gerster</strong> (SPD/Präsident des Sportakrobatik-Bundes) signalisiert Zustimmung &#8220;für die Zielrichtung&#8221; des Antrages, lehnt den Antrag wegen wichtiger Details (u.a. wollen die Grünen die Kosten für Polizeieinsätze bei Fußballspielen auch den profitorientierten Profivereinen aufbürden) allerdings für seine Fraktion ab. Grünen-Sportsprecher Winfried <strong>Hermann</strong> möchte die zwölf Punkte des Antrages später noch einmal diskutieren, sagt aber auch:</p><blockquote><p><strong>&#8220;Wenn die Mehrheit weiß, dass sie es sowieso ablehnt, egal wie, dann kann man das heute vollstrecken.&#8221;</strong></p></blockquote><p>Peter <strong>Danckert</strong> (SPD) entgegnet leicht verärgert: &#8221;Also von Vollstreckung reden wir nicht, wir handeln nach der Geschäftsordnung.&#8221; Klar, dass nun der Koalitionspartner dran ist: Also redet Klaus <strong>Riegert</strong> (CDU/Vizepräsident des Schwäbischen Turnerbundes) &#8220;von einer ganzen Reihe von Selbstverständlichkeiten und Banalitäten&#8221;, es handele sich &#8220;um einen Schauantrag&#8221;. Er beantragt deshalb <span
style="text-decoration: line-through;">Vollstreckung</span> Ablehnung.</p><p>Der (<em>interessante und wichtige</em>) Antrag, <a
title="pdf der BT-Drucksache 16/12115" href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/121/1612115.pdf" target="_self">BT-Drucksache 16/12115</a>, wird zügig abgelehnt mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP gegen Grüne und Linke. </p><p>Schwerpunkte aus meiner Sicht: die Berichterstattung zur Leichtathletik-WM 2009 in Berlin (nicht zum ersten Mal im Ausschuss) und vor allem zur Olympiabewerbung Münchens für die Winterspiele 2018 (zum ersten Mal im Ausschuss). Zum <a
title="München 2018: Was das BMI zur Finanzierung der Olympiabewerbung sagt" href="http://jensweinreich.de/?p=2889" target="_self">Thema der Finanzierung</a> &#8211; weitgehend öffentlicher Finanzierung &#8211; habe ich mich etliche Male geäußert (und oft genug angekündigt, dass es weitere Beiträge geben wird). Der Olympia-Aufsichtsrat aus dem Sportausschuss, <a
title="Wie Mann (CSU) Olympia-Aufsichtsrat wird" href="http://jensweinreich.de/?p=2884" target="_self">Stephan Mayer (CSU)</a>, ist eine halbe Stunde nach Sitzungsbeginn noch nicht eingetroffen.</p><p>Richtig los geht&#8217;s mit der Leichtathletik-WM.</p><p><strong><img
class="alignleft size-full wp-image-3838" title="Sportabzeichen: Politiker auf blauer Bahn, 12. Mai 2009, Screenshot www.dosb.de" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/05/sportabzeichen-bundestag.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="296" height="224" align="left" />Michael Mronz (OK Leichtathletik-WM)<br
/> </strong>Gratuliert zunächst den Abgeordneten, die am Dienstag im Olympiastadion Sport trieben, zur &#8220;Absolvierung des Sportabzeichens&#8221;. (Foto, <a
title="DOSB.de: Politiker auf blauer Bahn" href="http://www.deutsches-sportabzeichen.de/de/das-sportabzeichen/aktuelle-nachrichten/news-singleview/news/bundespraesident_beim_fitnesstest/11280/cHash/3606ca36c6/" target="_self">Screenshot DOSB</a>: Bundespräsident/vorn/lange Hose &#8211; Sportausschuss-Chef Danckert/weiße Hose, 2. v.r.) </p><p>Innerhalb der nächsten zehn, vierzehn Tage soll der vierte Sponsoren-Partner (&#8220;ebenfalls ein Dax-Unternehmen&#8221;) vorgestellt werden. Gespräche mit dem fünften Partner laufen. &#8220;Wir gehen davon aus, dass wir unser Ziel erzielen werden, wie es in dem Haushaltsplan vorgesehen ist.&#8221; Derzeit sind 220.000 Tickets verkauft &#8211; er nennt wie schon beim letzten Besuch des BOC Vergleichszahlen zu Paris 2003 und Osaka 2007. Erläutert Details seiner <em>peinlichen</em> &#8220;Roadshow&#8221; durch Deutschland.</p><blockquote><p><strong>&#8220;Das <a
title="Berlino und andere Scheußlichkeiten" href="http://jensweinreich.de/?p=3283" target="_self">Maskottchen</a> ist umfangreich unterwegs. Umfangreich ist Berlino im Einsatz. Das ist ein Klasse-Sympathieträger!&#8221;</strong></p></blockquote><p>(<em>Berlino heißt hier im Blog nach demokratischer Abstimmung: <a
title="And the winner is: der Problembär" href="http://jensweinreich.de/?p=2789" target="_self">Problembär</a>.</em>) Mronz sagt natürlich noch: &#8220;Wir alle können uns freuen auf eine good time in Berlin im August.&#8221;</p><p><span
id="more-3814"></span>Katrin <strong>Kunert</strong> (Die Linke) fragt u.a. Michael <strong>Vesper</strong> (DOSB-Generaldirektor/Bündnis 90/Die Grünen), wie viele Medaillen Deutschland bei der WM holen wird. Winfried <strong>Hermann</strong> (Grüne) will u. a. etwas zum Umweltprogramm des Organisationskomitees (&#8220;Go Green&#8221;, aufgelegt vom Sponsor Deutsche Post) wissen. Peter <strong>Danckert</strong> (SPD) sagt daraufhin: &#8220;Nicht alles, was grün ist, hat mit euch zu tun!&#8221; Und schon ruft Klaus <strong>Riegert</strong> (CDU) dazwischen: &#8220;Die Bahn ist blau!&#8221;</p><p>Axel <strong>Schäfer</strong> (SPD/europapolitischer Sprecher und Leichtathletik-Experte) lobt das BOC (Organisationskomitee), fragt u.a. nach der Anzahl der IOC-Mitglieder, die in Berlin sein werden, was eventuell für die Münchner Olympiabewerbung hilfreich wäre. Peter <strong>Danckert</strong> (SPD) bedauert, dass es nicht gelungen ist, dem Wunsch des Sportausschusses nachzukommen und die Marathonstrecke am Parlament vorbei führen zu lassen. Das hätte, sagt er, das Parlament auch ein bisschen ins Bild gerückt. Leider hätten sich &#8220;nicht nachvollziehbare Sicherheitsbedenken von ein paar Experten durchgesetzt&#8221;, sagt Danckert. &#8220;Das ist wirklich eine ganz ärgerliche Entscheidung gewesen.&#8221;</p><p>Bevor <strong>Mronz</strong> zum Flieger und damit zum nächsten Termin eilt, bestellt <strong>Danckert</strong> schnell noch 20 Schülerkarten für eine Vormittagsveranstaltung:</p><blockquote><p>&#8220;Bezahlkarten, das halte ich ausdrücklich fest!&#8221;</p></blockquote><p><strong>Frank Hensel (BOC und DLV-Generalsekretär)</strong><br
/> Zu den Finanzen: Wenn das BOC gut wirtschaftet, verringere sich möglicherweise der Zuschauss des Landes Berlin (offiziell 20 Millionen Euro). Hensel versucht einen Witz: &#8220;Zur Frage der Medaillenausbeute&#8221;, sagt er zu Kunert: &#8220;sage ich ihnen das nachher unter vier Augen.&#8221; Er spricht über &#8220;medialen Hyperwahn&#8221; mit HDTV-Technik: 90 TV-Kameras im Olympiastadion, wogegen es, sagt er, 1972 während der Olympischen Spiele in München überhaupt insgesamt nur 56 Kameras gegeben habe. Zur Frage der Nachhaltigkeit sagt er u.a., der DLV und seine Vereine hätten &#8220;jetzt schon Kapazitätsprobleme&#8221;. Viele Interessenten müssten von den Verein abgewiesen werden.</p><p><strong>Heinrich Clausen (Geschäftsführer BOC 2009)<br
/> </strong>500 Urinproben muss das BOC bezahlen, die IAAF wohl ebenfalls 500. Außerdem würden während der WM 1000 Blutproben genommen. Die Proben werden drei Mal am Tag in die Labore nach Köln und Kreischa geschickt, &#8220;damit wir auch relativ zeitnah die Resultate bekommen&#8221;. Zur Marathonstrecke und zu Danckerts Bemerkung sagt er: Die Strecke durfte nicht unter dem Dach des Paul-Löbe-Hauses entlang führen. So geht es eben auch nicht am Reichstag vorbei, dafür aber am Bundeskanzleramt. Irgendwann habe man sich nicht mehr um das Thema kümmern können: &#8220;Irgendwann mussten wir das abschließen, denn wir müssen ja auch arbeiten.&#8221;</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>&#8220;Wir wünschen Ihnen und auch uns, dass diese Leichtathletik-WM 2009 in Berlin ein Riesen-Erfolg wird!&#8221;</p><p>Zu München 2018, nun ist auch Stephan Mayer (CSU) anwesend.</p><p><strong>Michael Vesper (DOSB/Bündnis 90)<br
/> </strong>Er weiß mitzuteilen, dass es bis zur Leichtathletik-WM noch 93 und bis zur IOC-Entscheidung über die Winterspiele 2018 noch 784 Tage sind. Am 9. Juli 2009 wird nach der Bewerbergesellschaft und dem Aufsichtsrat mit dem Kuratorium ein drittes Gremium gegründet.</p><p><strong>Richard Adam (Geschäftsführer der Olympia GmbH)<br
/> </strong>&#8220;Für uns ist das wesentliche Datum der 6. Juli 2011, bis dahin gehen wir davon aus, dass auf dem berühmten Umschlag München 2018 steht.&#8221; Erläutert einen &#8220;detaillierten mit Fristen und Zuständigkeiten versehenen Projektplan&#8221;. Man müsse &#8220;der Sache erstmal Substanz verleihen&#8221;. Ausschreibung für Kalkulation und Verifizierung des <a
title="Finanzierung Olympischer Spiele ..." href="http://jensweinreich.de/?p=3771" target="_self">Ocog- und Non-Ocog-Budgets</a> ist gelaufen, Auftrag werde in Kürze vergeben. &#8220;Wir müssen sicherstellen, dass wir uns im Juli 2011 nicht sagen müssen: Hätten wir das nur vorher gewusst!&#8221;</p><blockquote><p><strong>&#8220;Meine Damen und Herren, ich freue mich, dass sie dem entstehenden Erfolgsprojekt München 2018 Interesse schenken.&#8221; </strong></p></blockquote><p><strong>Bernhard Schwank (Geschäftsführer der Olympia GmbH/DOSB)</strong><br
/> Gibt Überblick über den Stand der Masterplanung der Sportstätten. &#8220;Grundlage unserer Bewerbung ist und bleibt das Zwei-Cluster-Konzept. Das ist der Kern dieser Bewerbung und macht diese Bewerbung auch international wettbewerbsfähig.&#8221; Eiscluster München &#8211; Schneecluster Garmisch. Für alle Sportstätten sei &#8220;ein entsprechend tiefer Planungsstand realisiert und das Olympic Overlay erreicht&#8221;. <em>Okay, gut zu wissen</em>.</p><p>Schwank stellt alle Stätten vor, als es um die Curling-Anlage in der Olympiaschwimmhalle von 1972 geht, macht Vesper von links nebenan einen Witz: &#8220;Das Wasser wird aber ausgelassen.&#8221; Keiner lacht. Schwank hofft, dass der Münchner Olympiapark zum Zeitraum der Spiele 2018 &#8220;dann hoffentlich in weiß erscheint und für eine entsprechende Stimmung sorgt&#8221;.</p><p>Interessant: Er sagt, die Bobbahn am Königssee werde &#8220;jetzt mit den Mitteln des Investitionsprogramms, des Konjunkturprogramms in einen entsprechenden Stand versetzt&#8221;. <em>Also mit Steuermitteln, die später natürlich in keinem der offiziellen Etats einfließen werden?</em></p><p><strong>Axel Schäfer (SPD)<br
/> </strong>Zweifelt am Konzept grundsätzlich &#8220;in einem Punkt&#8221; und fragt: &#8220;Wird Schnee im Eiscluster München grundsätzlich ausgeschlossen?&#8221; Schwärmt von Biathlonwettbewerben zehn Tage vor je 70.000 Zuschauern im vollbesetzten Olympiastadion. &#8220;Warum kann man solche zarten Reformen nicht durchführen?&#8221;</p><p>Zur Bewerbersituation: Fragt nach Harbin/China &#8211; kommt da noch was? &#8220;Es wird wirklich darauf ankommen, bei denen im IOC, die man noch überzeugen kann und die nicht durch irgendwelche Dinge festgelegt sind, Eindruck macht.&#8221; Er war in Harbin bei der Winter-Universiade und spricht von einer Katastrophe. Hat im Archiv gewühlt und sagt, Schade, dass die Entscheidung 2011 nicht an einem 7. Juli fällt: Denn an 7. Julis hat die BRD 1974 die Fußball-WM und Boris Becker 1985 Wimbledon gewonnen.</p><blockquote><p>&#8220;Wir werden gewinnen.&#8221;</p></blockquote><p><strong>Dagmar Freitag (SPD/DLV-Vizepräsidentin)<br
/> </strong>&#8220;Einige im Raum haben geradezu traumatische Erinnerungen an den letzten Versuch unseres Landes, sich um Olympische Spiele zu bewerben. Der eine oder andere im Raum kann sich vielleicht noch daran erinnern.&#8221; Schaut sich um: &#8220;Ich sehe Nicken!&#8221;</p><p>Fragt nach Inzell und Eisschnelllauf. Dort seien ja kaum noch Athleten.</p><p><strong>Klaus Riegert (CDU/VP des Schwäbischen Turnerbundes)<br
/> </strong>Signalisiert Unterstützung für diese nationale Bewerbung: &#8220;Wir müssen alle dahinter stehen!&#8221;</p><p><strong>Stephan Mayer (CSU/Aufsichtsrat der Olympia GmbH)<br
/> </strong>Betont ebenfalls den Punkt: Die Bewerbung kann und wird nur Erfolg haben, wenn wirklich die gesamte Nation dahinter steht! Aber Gottvertrauen alleine wird auch nicht dazu führen, dass die Bewerbung Erfolg hat.&#8221; Bisher sei alles so gelaufen, wie man sich das vorgestellt habe. Widrigkeiten hätten nur mit der aktuellen Weltwirtschaftssituation zu tun. Bittet um weitere Infos zur Organisationstruktur der Bewerbung.</p><p>&#8220;Man soll ja hier durchaus auch kritische Aspekte mit erwähnen&#8221;, sagt er überraschend. Nennt die Haltung der Grünen in München und bittet die Bewerber, &#8220;mal was klarzustellen&#8221;, damit &#8220;irgendwie in der Bevölkerung der Eindruck entstehen könnte, es würde zu wenig auf Nachhaltigkeit und ökologische Aspekte geachtet werden&#8221;.</p><p>Die Leichtathletik-Organisatoren fragt er, wie sie auf die Olympiabewerbung hinweisen wollen. Spricht von idealer Werbeplattform <em>(huch, das hatte Berlin 1993 mit Stuttgart auch erhofft)</em>.</p><p>Man solle sich in der Öffentlichkeit nicht zu sehr den Kopf über die Stärken anderer Bewerber zerbrechen.</p><blockquote><p><strong>&#8220;Auch als Deutscher Bundestag tun wir gut daran, andere Bewerber nicht zu diskreditieren aber auch nicht zu überhöhen in ihrer Stärke. Ich glaube, dann werden wir mit der Bewerbung auch Erfolg haben.&#8221;</strong></p></blockquote><p><strong>Detlef Parr (FDP)<br
/> </strong>Sagt zu Harbin und Pyeongchang: &#8220;Was die Chinesen können, können Koreaner auch!&#8221; Spricht über &#8220;Stinkstiefel-Kultur&#8221; in München in der Bevölkerung &#8211; er will &#8220;eine geschlossene Bevölkerung hinter uns&#8221;! Fragt: &#8220;Haben wir eigentlich eine Bewerbung mit Gesicht? Gibt es einen Franz Beckenbauer des Wintersports? Gold-Rosi oder wer auch immer?&#8221;</p><p><strong>Katrin Kunert (Die Linke)<br
/> </strong>Wenn es denn vor Ort Widerstände gibt &#8211; wie werden denn die Regionalpolitiker einbezogen? Sie hält Verkehrswege in Garmisch für eine Katastrophe.</p><p><strong>Michael Vesper (DOSB-General/Bündnis 90/Die Grünen)<br
/> </strong>&#8220;Erst mal herzlichen Dank für die Unterstützung. Das ist wirklich wichtig, dass es hier eine nationale Bewerbung wird!&#8221; Spricht über Nachnutzungsaspekt, den er sehr sehr ernst nimmt; hat gerade mit dem Umweltbeauftragten Schwartz und Adam einen Tag mit &#8220;allen Umweltverbänden&#8221; beraten. Erwähnt, dass Schwank in Vancouver 2010 Chef de Mission ist und dass die Deutschen dort Versuchen, international Überzeugungsarbeit leisten wollen.</p><p>Zu Mitbewerbern solle man sich überhaupt nicht äußern.</p><p><strong>Bernhard Schwank (Olympia GmbH/DOSB)<br
/> </strong>Zu Biathlon und der Frage von Schäfer: Wir werden auch ein Gespräch mit der IBU haben und dann werde ich mal fragen und auch vorfühlen, wie die zu Ihrem Vorschlag stünden.&#8221; Zu anderen Bewerbern: &#8220;Uns sind andere ernsthafte Hinweise aus Harbin nicht bekannt. Andere Bewerber zeigen sich im Moment, und soweit wir informiert sind, nicht.&#8221; Natürlich nutze man &#8220;alle bestehenden und noch auf uns zu kommenden Sportwettbewerbe&#8221; zur Präsentation. Man sei überall dort unterwegs, &#8220;wo Mitglieder des IOC aufschlagen&#8221;.</p><p><strong>Richard Adam (Olympia GmbH)<br
/> </strong>&#8220;Den Franz Beckenbauer im Wintersport, den gibt es nun mal nicht.&#8221; Wir müssen anders denken. &#8220;Keiner hat den Lebenszyklus gehabt, den der Franz Beckenbauer gehabt hat.&#8221; Man werde 20 Botschafter haben und müsse &#8220;sicherstellen, dass die dann auch alle das gleiche sagen&#8221;. Danckert meint, es bringe nichts, wenn Adam ein Organisationschart der GmbH zeige, was Mayer erbeten hatte. Danckert: &#8220;Das bringt jetzt nichts.&#8221;</p><p>Adam spricht von aktuell zehn, zwölf Mitarbeitern. Schwank erledigt das Sportliche. &#8220;Ich mache die Vermarktung und das Kaufmännische.&#8221; Auch unter den Münchner Grünen gebe es viele Befürworter, in der Fachkommission Umwelt &#8220;sind alle Umweltverbände einbezogen in einen Prozess&#8221;.</p><p><strong>Axel Schäfer (SPD)<br
/> </strong>Ergänzt, dass Deutschland am 6. Juli 2000 den Zuschlag für die Fußball-WM 2006 bekommen hat.</p><p><span
style="color: #888888;"><strong><span
style="color: #000000;">Peter Danckert (SPD)</span><br
/> </strong></span>&#8220;Wir schauen mit großem Interesse und heißem Herzen zu, wie die Dinge sich entwickeln.&#8221;</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/05/13/notizen-vom-sportausschuss-9-oder-berlino-ist-ein-klasse-sympathietrager/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>24</slash:comments> </item> <item><title>Notizen vom Sportausschuss (8): &#8220;Das machen wir schriftlich!&#8221;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/05/06/notizen-vom-sportausschuss-8-das-machen-wir-schriftlich/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/05/06/notizen-vom-sportausschuss-8-das-machen-wir-schriftlich/#comments</comments> <pubDate>Wed, 06 May 2009 11:56:53 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[bmi]]></category> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[novosp]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[auswärtiges amt]]></category> <category><![CDATA[bündnis 90/die grünen]]></category> <category><![CDATA[bernd heynemann]]></category> <category><![CDATA[cdu]]></category> <category><![CDATA[dagmar freitag]]></category> <category><![CDATA[detlef parr]]></category> <category><![CDATA[die linke]]></category> <category><![CDATA[dlv]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[fpd]]></category> <category><![CDATA[günther fahrion]]></category> <category><![CDATA[katrin kunert]]></category> <category><![CDATA[martin gerster]]></category> <category><![CDATA[michael john]]></category> <category><![CDATA[michael vepser]]></category> <category><![CDATA[michael zenner]]></category> <category><![CDATA[peter danckert]]></category> <category><![CDATA[sportförderung]]></category> <category><![CDATA[winfried hermann]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=3764</guid> <description><![CDATA[Auch heute wieder live aus dem Bundestag: Notizen vom Sportausschuss, 73. Sitzung. Ich werde nicht alle kleineren Themen anreißen können. Denke, ein Bild wird man sich dennoch machen können. Meine Anmerkungen und Kommentare wie immer kursiv. Verlinkt wird später. Peter Danckert (SPD) Bittet alle Anwesenden, sich kurz zu fassen, selbst wenn sie eine weite Anreise [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Auch heute wieder live aus dem Bundestag: Notizen vom Sportausschuss, 73. Sitzung. Ich werde nicht alle kleineren Themen anreißen können. Denke, ein Bild wird man sich dennoch machen können. <em>Meine Anmerkungen und Kommentare wie immer kursiv.</em> Verlinkt wird später.</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>Bittet alle Anwesenden, sich kurz zu fassen, selbst wenn sie eine weite Anreise hatten. „Unser Freund Schlappi&#8221;, sagt Danckert mit Blick auf den anwesenden Fußballtrainer Klaus Schlappner, „hat mir gesagt, dass er so ungefähr aus China kommt.&#8221;</p><p><strong>Ministerialdirigent Michael Zenner (Auswärtiges Amt)<br
/> </strong>Spricht über internationale Sportprojekte in Entwicklungsländern im Rahmen der „auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik&#8221;. Dafür werden in diesem Jahr 5,4 Millionen Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung gestellt &#8211; im Vergleich zu 2,4 Millionen in 2007. Hat eine Broschüre mitgebracht, die später verteilt wird, in der zahlreiche Projekte aufgelistet sind. Auch Trainingslager für Verbände aus Entwicklungsländern, insgesamt 585.000 Euro, finanziert vom Auswärtigen Amt. <em>(Also auch hier Steuermittel, die wohl eher nicht im WM-Etat auftauchen, der ja angeblich 44 Millionen betragen soll, davon angeblich nur 20 Millionen aus Steuermitteln, wobei schon hier die zusätzlichen Maßnahmen für die Modernisierungen im Olympiastadion schon nicht mitzählen.) </em>Zenner erwähnt namentlich nur die behinderte Weitspringerin Baader-Bille, Siegerin der Paralympics, die sich in Senegal aufgehalten hat. <em>(Ihren Trainer, den dopingbelasteten Trainer Erich Drechsler erwähnt er nicht.)</em></p><p><strong>Dagmar Freitag (SPD, Vizepräsidentin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes)<br
/> </strong>Überschwängliches Lob. „Wenn man in der Politik mit gutem Gewissen von einer Erfolgsstory sprechen kann, dann gilt das für diesen Bereich&#8221;, sagt MdB Freitag. Fügt an: „Ich darf auch ausdrücklich für den Koalitionspartner sprechen.&#8221;</p><p><strong>Detlef Parr (FDP)<br
/> </strong>Unterstützt die Kollegin. Erinnert an seinen (den kürzlichen Besuch einer Delegation des Sportausschusses) in Tansania. Internationale Arbeit auch im Behindertesnsport: „Ganz herzlichen Dank von meiner Fraktion.&#8221;</p><p><strong>Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen)<br
/> </strong>Ebenfalls Lob. Fragt nach Absprachen innerhalb der Regierung und nach Projekten über das Ministerium für Entwicklungszusammenarbeit. Fragt nach einem Projekt mit Erich Drechsler (im Senegal, oben erwähnt). „Fand das statt, wurde das mit Steuermitteln finanziert und wenn ja, warum?&#8221;</p><p><strong>Detlef Parr (FDP)<br
/> </strong>„Die Frage ist doch schon beantwortet!&#8221;</p><p><em>(Wie immer unterdrückt Parr damit jede kritische Frage im Ausschuss. Er unterbricht immer und redet dazwischen.)</em></p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>&#8220;Es nimmt ihnen niemand übel, wenn sie sagen, wir machen das schriftlich.&#8221;</p><p><strong>Michael Zenner (Auswärtiges Amt)<br
/> </strong>„Wir wählen die Experten mit dem DOSB aus. Was die Frage des Herrn Drechsler angeht, das machen wir schriftlich.&#8221; <span
id="more-3764"></span></p><ul><li>Bericht über die deutsche Personalpräsenz in internationalen Organisationen.</li></ul><p><strong>Herr Schlüter (Auswärtiges Amt)<br
/> </strong>Spricht über Willi Lemkes Job als Sonderberater Sport des UN-Präsidenten. Großes Lob etc.pp. „Haben uns davon leiten lassen, dass davon indirekt die Beförderung deutscher Bewerbungen für Sportgroßereignisse betroffen sein könnte.&#8221; So habe es auch der DOSB ausgedrückt. Lemke = „Stärkung unseres Profils im Weltsport&#8221;. Finanzierung dieses Jobs: 450.000 Euro im Frühjahr 2008 zur Verfügung gestellt. Daraus wird ein Teil der Mitarbeiter, sowie eine Aufwandsentschädigung und Reise- und andere Kosten für das Büro in Genf.</p><p>Lemke hat erste große Bewährungsprobe vor den Olympischen Spielen im Zusammenhang mit der Situation in Tibet bestanden. Hat versucht, „den Ball flach zu halten&#8221; und das sportpolitische zu betonen.</p><ul><li>Bericht zu den World Games im Juli 2009 in Taiwan.</li></ul><p><strong>Michael Vesper (DOSB-Generalsekretär, Bündnis 90/Die Grünen)<br
/> </strong>Deutschland an 21 von 33 Sportarten (170) Wettbewerbe beteiligt. 400.000 Euro aus dem Sporthaushalt. Verwendung: Reisekosten, zwei Zusatztage für die Sportler, Transport der Sportgeräte, Versicherungen, Einkleidung etc. „Die Regeln bezogen auf den Antidopingkampf haben wir ähnlich gestaltet wie wir das bei Olympischen Spielen tun.&#8221;</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>„Ich vermute malm dass die beiden Zusatztage dazu dienen, sich zu akklimatisieren? Und keine Urlaubstage sind.&#8221;</p><p><strong>Michael Vesper (DOSB-General)<br
/> </strong>„Auf keinen Fall. Akklimatisierung. Natürlich. Nur.&#8221;</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>„Ich wollte das nur noch mal unterstreichen, nicht dass hier im Kreis der Zuhörer der Eindruck entsteht, dass wir Urlaubsreisen finanzieren. Das können wir nämlich nicht.&#8221;</p><p><strong>Michael John (DOSB, Abteilungsleiter Wissenschaft)<br
/> </strong>World Games seien die größte nichtolympische Multi-Sportveranstaltung. „Von Wasserski bis Aerobic ist alles vertreten!&#8221; Erzählt die Geschichte der World Games, die bei acht Auflagen zwei Mal in Deutschland stattgefunden haben (Karlsruhe, Duisburg) und 2013 wieder in Duisburg stattfinden sollten, was aber wegen finanzieller Probleme im Herbst 2008 scheiterte. Organisationskomitee übernimmt Aufenthalt nur für einen Anreisetag vor Eröffnung bis einen Tag nach den Spielen. Auch hier: Ehrenerklärung analog zu Olympischen Spielen, Voraussetzung für Entsendung. Inklusive Anhörung Steiner-Kommission für Offiziellen. „Verstöße führen zur Rückführung der Kosten.&#8221; <em>(So klar sagt das bei Olympischen Spielen und ihren bundesgeförderten Sportarten übrigens niemand, siehe Goldmann &amp; Co.)</em> Auf Taiwan, besonders wichtig, wird „auch das heimische Verpflegungsangebot zur Verfügung gestellt&#8221;.</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>Lobt seinen Parteifreund Martin Gerster, Sportausschuss-Mitglied und Präsident des Tanzsport-Verbandes, dessen Engagement es zu verdanken sei, dass nicht nur olympische, sondern auch nichtolympische Sportarten mit Bundesmitteln gefördert werden. „Was nicht immer allen gefällt.&#8221;</p><p><strong>Günther Farion (Präsident des Kraft- und Rasensportverbandes, Sprecher der nichtolympischen Verbände)<br
/> </strong>Erläutert weitere technische Details der World Games.</p><p><strong>Bernd Heynemann (CDU)<br
/> </strong><em>(Ein äußerst seltener Moment, der gewesene Fußball-Schiedsrichter äußerst sich kaum.)</em> Fragt nach politischen Verwicklungen in Taiwan und ob China teilnimmt. Fragt nach Akkreditierungen und Medienberichterstattung sowie Dopingsituation bei World Games: „Gibt es Schwerpunktsportarten, die besonders auffällig und besonders anfällig sind.&#8221;</p><p><strong>Martin Gerster (SPD, Präsident des <span
style="text-decoration: line-through;">Tanzsport-Verbandes</span> Sportakrobatik-Bundes)<br
/> </strong>Lobt das ehrenamtliche Engagement bei nichtolympischen Sportarten, das viel größer als bei olympischen Sportarten und Olympischen Spielen sei. Fragt nach Qualifikationsmodus. Was bedeutet eine schlechte Platzierung dort &#8211; im Vergleich zu Olympischen Spielen und ihren Förderkritierien u. a.</p><p><strong>Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen)<br
/> </strong>Fragt ebenfalls nach Situation Taiwan &#8211; China und Folgen für den Sport wg. Teilnahme bei World Games.</p><p><strong>Katrin Kunert (Die Linke)<br
/> </strong>Testet ihr historisches Wissen. „Ich glaube, Tauziehen <em>(das auch bei den World Games ausgetragen wird)</em> war doch mal olympisch, oder? 1896?&#8221;</p><p><strong>Günther Fahrion<br
/> </strong>„Nee, 1900 bis 1920.&#8221;</p><p><strong>Detlef Parr (FDP)<br
/> </strong>Wie kommt das, dass als olympische Sportart Trampolin ins Programm der World Games kommt? Spricht darüber, dass laut Unterlagen die Einkleidung des deutschen Teams nicht gewährleistet sei. „Ist denn da nicht noch was über Sponsoring möglich?&#8221;</p><p><strong>Michael Vesper (DOSB-General)<br
/> </strong>Zur politischen Frage, China: „Wir haben da bisher keinerlei Hinweise darauf, dass es zu Problemen kommen könnte.&#8221; Sagt, Taiwan (Chinese Taipeh) sei 2008 bei der Eröffnungsfeier in Peking von den Zuschauern sehr freundlich begrüßt worden. Zu Gerster: Der Vergleich zu Olympischen Spielen ist nicht sinnvoll, was die mediale Aufmerksamkeit angeht. Widerspricht Gerster: „Ehrenamtliches Engagement ist auch bei unseren olympischen Verbänden nach wie vor erforderlich.&#8221; Das Fördersystem werden wir auch im nichtolympischen Bereich nicht nach dem alten Grundsatz „belohnen und bestrafen&#8221; aufbauen. Da gehen viele Kriterien in die Bewertung ein.</p><p><strong>Michael John (DOSB-Abteilungsleiter)<br
/> </strong>Erinnert an neues Förderkonzept für nichtolympischen Spitzensport, das im Dezember 2008 vom DOSB abgesegnet wurde. Für alle Sportarten, die es nicht zu den World Games schaffen, gilt das Abschneiden bei diversen Weltmeisterschaften. Zur Einkleidung: „Es ist nicht gelungen, ein Sponsoring unseres Vertragspartners Adidas zu erreichen.&#8221; Wegen wirtschaftlicher Nöte von Adidas. Angebot lautet an DOSB: 20 Prozent unter Einkaufspreis. John: Kein Teilnehmer muss seine Klamotten selbst bezahlen.</p><p><em>(Es plätschert vor sich hin. Peter Rauen/CDU, Danckerts Stellvertreter, ist schon sanft entschlummert.)</em></p><p>Zur politischen Lage: Wir sind das sehr zuversichtlich, dass alles in guten und freundschaftlichen Bahnen abläuft. Lobt die Entspannungspolitik zwischen China und Taiwan. Zum Doping: Es gibt die üblichen Einteilungen der Nada nach besonders gefährdeten Sportarten (könnte Kraftdreikampf sein), die auch besonders im Fokus stehen, und weniger belastete Sportarten, „wie vielleicht Billard&#8221;.</p><p><strong>Günther Fahrion<br
/> </strong>Die Organisatoren stellen täglich 30 Minuten TV-Material zur Verfügung. &#8220;Was die Anstalten daraus machen, weiß ich nicht.&#8221; Hat demnächst TV-Termine. ZDF habe gesagt, eventuell werde während Tour de France-Übertragungen etwas gezeigt. Trampolin ist mit Synchron und anderen Disziplinen deshalb dabei, weil bei Olympia nur Einzelwettbewerbe ausgetragen werden.</p><p><span
style="color: #000000;"><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong></span>Wünscht eine &#8220;glückliche Hand&#8221; in Taiwan.</p><ul><li>Nächstes Thema: Die Special Olympics in Idaho. Dahin wurde laut Danckert &#8220;unserem Kollegen Detlef Parr eine Dienstreise finanziert&#8221;.</li></ul><p><em><strong>KORREKTUR</strong>, 7. Mai: In der ersten Version des Berichts habe ich Erich Drechsler irrtümlich als stasibelastet bezeichnet. Das war ein bedauerlicher Fehler.</em></p><div><em></em><em><strong>KORREKTUR</strong>, 10. Mai: In der ersten Version des Berichts habe ich Martin Gerster als Präsident des Tanzsport-Verbandes bezeichnet &#8211; er ist aber Präsident des Sportakrobatik-Bundes. Sorry. Ich werde das auch in früheren Beiträgen korrigieren.</em></div> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/05/06/notizen-vom-sportausschuss-8-das-machen-wir-schriftlich/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>22</slash:comments> </item> <item><title>Notizen vom Sportausschuss (7): Dopingkontrollen und Datenschutz</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/04/22/notizen-vom-sportausschuss-7-dopingkontrollen-und-datenschutz/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/04/22/notizen-vom-sportausschuss-7-dopingkontrollen-und-datenschutz/#comments</comments> <pubDate>Wed, 22 Apr 2009 12:19:03 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[adams]]></category> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[datenschutz]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[doping]]></category> <category><![CDATA[novosp]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[wada]]></category> <category><![CDATA[anja berninger]]></category> <category><![CDATA[athletensprecher]]></category> <category><![CDATA[athletenvertreter]]></category> <category><![CDATA[bündnis 90/die grünen]]></category> <category><![CDATA[bmi]]></category> <category><![CDATA[cdu]]></category> <category><![CDATA[christian breuer]]></category> <category><![CDATA[christian schreiber]]></category> <category><![CDATA[christoph bergner]]></category> <category><![CDATA[detlef parr]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[fdp]]></category> <category><![CDATA[göttrik wewer]]></category> <category><![CDATA[nada]]></category> <category><![CDATA[peter danckert]]></category> <category><![CDATA[peter rauen]]></category> <category><![CDATA[roland bachmeier]]></category> <category><![CDATA[spd]]></category> <category><![CDATA[winfried hermann]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=3587</guid> <description><![CDATA[Mal wieder live aus dem Bundestag. Heute aus dem Reichstag, 3. Etage, CDU/CSU-Fraktionssaal. Interessantester Tagesordnungspunkt: TOP 8 &#8211; Bericht zur Vereinbarkeit des Wada-Codes und des Adams-Systems mit Datenschutzbestimmungen Die Sitzung hat gerade mit einer Schweigeminute für Holger Schück begonnen. Chef im Ring ist heute Peter Rauen (CDU), der ehemalige Chef des Sportausschusses. Der amtierende Ausschusschef [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Mal wieder live aus dem Bundestag. Heute aus dem Reichstag, 3. Etage, CDU/CSU-Fraktionssaal. Interessantester Tagesordnungspunkt:</p><p><strong>TOP 8 &#8211; Bericht zur Vereinbarkeit des Wada-Codes und des Adams-Systems mit Datenschutzbestimmungen</strong></p><p>Die Sitzung hat gerade mit einer Schweigeminute für <a
title="Holger Schück gestorben" href="http://jensweinreich.de/?p=3553" target="_self">Holger Schück</a> begonnen.</p><p>Chef im Ring ist heute Peter Rauen (CDU), der ehemalige Chef des Sportausschusses. Der amtierende Ausschusschef Peter Danckert (SPD) ist wegen &#8220;wichtiger Gespräche auf Bitte von Parteichef Müntefering und Ministerpräsident Platzeck&#8221; entschuldigt, Winfried Hermann (Bündnis/Grüne) ist krank, damit dürfte es weniger turbulent zu gehen &#8211; schade eigentlich für rund 60 Studenten, die heute zuhören. Rauen hat noch Probleme, sich an die neue Sitzordnung im ungewohnten Ambiente zu gewöhnen. Das wird schon.</p><p>Während noch diverse TOP durchgewunken werden, hier schon mal Lektüre: Die <a
title="Stellungnahme des Datenschutzbeauftragten zum Wada-Code, Adams-System ..." href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/04/datenschutz-adams.pdf" target="_blank">Stellungnahme des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit</a> (pdf-Datei) zur Vereinbarkeit von Wada-Code und Adams mit den Datenschutzbestimmungen.</p><p><em>Kurze Erklärung: </em><a
title="Nada-Webseite" href="http://www.nada-bonn.de/athleten/adams/" target="_blank"><em>ADAMS</em></a><em> = Anti-Doping Administration and Management System.</em></p><p>Rauen macht aus der Fraktion B90/Die Grünen mal eben: „Bündnis 90/Die Linken&#8221;. Dann kommt er „zu einem sehr spannenden Thema&#8221;.</p><p><strong>Peter Rauen (CDU)<br
/> </strong>Das Thema betrifft die Dopingbekämpfung in ihrem Kern: „Sollten Persönlichkeitsrechte wesentlich verletzt sein, wäre das Dopingkontrollsystem seiner Grundlage beraubt.&#8221;</p><p><strong>Christian Breuer (Vorsitzender des Beirats der Aktiven im DOSB)<br
/> </strong>„Wir möchten vorweg stellen, dass wir eigentlich uns natürlich grundsätzlich freiwillig diesem System unterwerfen.&#8221; Wir wollen den sauberen Sport, das geht nur über eine hundertprozentige Kontrollmöglichkeit. Historischer Exkurs: Als Aktiver, Eisschnellläufer, hat er mit einer fünftägigen Frist begonnen, später drei Tage, jetzt drei Monate im Voraus. Unterstreicht:</p><blockquote><p>„Sauberer Sport geht anscheinend nur, in dem wir uns immer kontrollieren lassen können.&#8221;</p></blockquote><p>Vergleicht Adams, das Informations- und Meldesystem der Nada/Wada, mit Amazon und diversen Onlinebestellungen &#8211; diese Daten werden auch gespeichert, und da ist man sich auch nicht immer sicher, wo diese Daten gespeichert werden, wo sie liegen und was damit passiert. Spricht über einen umfassenden Datenvorhalt &#8211; umfangreicher Datensatz über Adressen, Telefonnummern des Sportlers und anderer Personen. Muss gewährleistet sein, dass das unter Datenschutzbestimmungen sauber abläuft.</p><p><span
id="more-3587"></span>Breuer mit Powerpoint-Präsentation. &#8220;Es geht uns gar nicht darum, dass die persönlichen Daten gespeichert werden und in dem Adams-System liegen (also auf Servern in Montreal, dem Wada-Hauptsitz), sondern was mit den Daten geschieht.&#8221; Welche Kontrolleure haben zum Beispiel umfassenden Einblick und speziellen Zugriff/Leserechte in den kompletten Kalender des Sportlers. Es sollte auf das beschränkt werden, was für eine Kontrolle wirklich nötig ist &#8211; dazu präsentiert Breuer einen fiktiven Kalender für drei Tage. Offenbar aber haben Kontrolleure leicht einen Ausdruck über einen kompletten Monatskalender der Sportler parat. Darf er das?</p><p>Das Ziel der Sportler ist laut Breuer: Nur der Tag, an dem die Kontrolle erfolgen soll, soll einsehbar für Kontrolleure sein. „Leserechte sollen sich nicht über den ganzen Monat erstrecken.&#8221;</p><p>Nun präsentiert er die Adams-Oberfläche. <em>(Wer einen Outlook-Kalender oder Kalender über Google und andere Anbieter nutzt, weiß, wie so etwas aussieht.)</em></p><blockquote><p>„Wir wollen es für die Sportler so angenehm wie möglich machen, so dass es ein Prozess ist von fünf Minuten täglich, die Angaben zu machen, wenn sich der Aufenthaltsort ändert.&#8221;</p></blockquote><p><strong>Christian Schreiber (Ruder-Weltmeister, Aktivensprecher)<br
/> </strong>Früher galt: Wer betrügt, fliegt raus. Als er begann, gab es lebenslange Sperre bei Ruderern, sagt er. Irgendwann musste man sich per Fax abmelden; dann per Brief oder Fax an Verband und Weltverband ausführliche Angaben. „Wir haben das immer weiter so hingenommen.&#8221; Tour-de-France-Skandale „haben uns gewisser Maßen auch an den Pranger gestellt&#8221;.</p><p>Spricht über Umsetzung des neuen Codes zum 31. Dezember 2008 &#8211; davon war hier im Blog oft die Rede.</p><p>Als Sportler hat man natürlich ein gewisses Gerechtigkeits- und Ungerechtigkeitsempfinden. Sagt: „Lex Fifa geht Sportlern gegen den Strich. Das können wir nicht hinnehmen!&#8221;</p><blockquote><p>„Wer überprüft, dass unsere persönlichen Daten sicher sind &#8211; und was passiert bei Verstößen?&#8221;</p></blockquote><p><strong>Roland Bachmeier (Leiter der Dienststelle beim Bundesbeauftragten für den Datenschutz)<br
/> </strong>Sein Chef spricht heute in Großbritannien mit den Kollegen aus anderen Ländern über das Thema. Bachmeier sagt: Für die Nada ist die Landesbeauftragte für den Datenschutz in NRW zuständig. „Wir meinen, dass der Wada-Code in einigen Punkten dringende einer Nachbesserung bedarf. Hier wird noch Spielraum sein. In einigen Fragen gibt es mehr Fragen als Antworten.&#8221;</p><p>„Ich werde Ihnen heute nicht sagen, dass der Wada-Code gegen europäisches Recht verstößt. Aber es bedarf einer dringenden Diskussion miteinander.&#8221; Zum Beispiel eine Wada-Anhörung im <span
style="text-decoration: line-through;">Juli</span> Juni. </p><p>Datenübermittlung ins Ausland ist ein Thema, dass man erörtern muss. Nicht nur Informationen in Montreal gespeichert, die Wada muss diese Daten Veranstaltern im Ausland zugänglich machen &#8211; was also, wenn ein Sportveranstalter in Teheran derartige Daten erhält, also ein so genannter Verfolgerstaat?</p><p><em>(Bachmeier macht einen sehr coolen Eindruck, keinesfalls festgelegt, sondern diskutiert sehr offen und plastisch.)</em></p><p>Gibt eine Kurzfassung der schriftlichen <a
title="Stellungnahme des Datenschutzbeauftragten zum Wada-Code, Adams-System ..." href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/04/datenschutz-adams.pdf" target="_blank">Stellungnahme</a>, die er als Opinion bezeichnet.</p><p><strong>Göttrik Wewer (Nada-Geschäftsführer, ehemals Schilys Sport-Staatssekretär)</strong><br
/> Die Diskussion ist in weiten Teilen aufgebauscht. Das Niveau der Diskussion sei bescheiden. Die eruopäische Artikel-29-Gruppe &#8211; ein Beraterorgan der EU-Kommission &#8211; kritisiert er scharf, die erst einen Bericht fertigstellt &#8211; und viel später die Wada hören will. Viele Diskussionsteilnehmer würden nicht verstehen, worüber sie reden.</p><p>Die Kritik der Nada richtet sich weniger gegen Datenschutz als vielmehr auf die Bedienung des Adams-Systems, die einfacher werden müsse. Erinnert daran, dass deutsche Vertreter (Nada, BMI, Athleten) gemeinsam gegen die Einstundenregelung des Wada-Codes gekämpft haben (u.a. auf der Antidopingweltkonferenz 2007 in Madrid).</p><blockquote><p>Ist jemand gegen das Adams-System oder wird der Datenschutz einfach mal vorgeschoben, weil die Meldepflichten lästig sind?</p></blockquote><p>Man dürfe Ursache und Wirkung nicht verwechseln. Solange betrogen wird, braucht es ein solches System.</p><p>Erinnert daran, dass das Adams-System mal &#8220;ein dringender Wunsch der Athleten war&#8221;. Die sagten: &#8220;Könnt ihr uns das im Zeitalter der Elektronik nicht vom Hals nehmen?&#8221; (Die vielen verschiedenen Meldemöglichkeiten). &#8220;Die Antwort darauf ist Adams.&#8221;</p><blockquote><p>&#8220;Nicht jeder Hans und Franz kann da reingucken! Ich darf es zum Beispiel nicht.&#8221;</p></blockquote><p>Bei der Wada sind es insgesamt sechs Leute. Standards für Meldepflichten bleibt bestehen, unabhängig davon, ob wir es per Brieftaube, per Fax oder per SMS machen. Dieser Standard gilt weltweit. Die Wada sagt: Ihr könnt nicht erwarten, dass ihr deutschen Datenschutzstandard nach Burkina Faso exportiert. Es bleibt also ein Mindesstandard, der kompatibel gemacht werden muss mit den jeweiligen Datenschutzrechten. Wir sind also frei, auf diesen Mindeststandard etwas draufzusatteln. Wir haben auch nicht alles gemacht, was die Wada uns vorgeschrieben hat, weichen gelegentlich ab, etwa bei der Frage der Dopingkontrollen von Sportlern unter 16 Jahren.</p><p>In Deutschland stimmt jeder Athlet mindestens dreimal zu, dass seine Daten für Dopingkontrollen genutzt werden können. Erinnert an den Standard für Datenschutz <em>(bitte nachsehen, kann man auf der Nada-Webseite runterladen)</em>.</p><ol><li>Wer sich einer Organisation, einem Sportverband anschließt, unterwirft sich gewissen Regeln. Sportverbände verpflichten sich, den Wada/Nada-Code zu übernehmen. Wer also einem Verband beitritt, unterwirft sich diesen Regeln.</li><li>Zusätzlich individuelle Athletenvereinbarung. Der Athlet stimmt dem zu.</li><li>Wenn sich der Athlet das erste Mal ins Adams-System einloggt, muss er ebenfalls sagen, dass er einverstanden ist. Er kann das auch verneinen. Dann unterliegt er dennoch dem Kontrollsystem.</li></ol><blockquote><p><strong>Er muss sich melden bei uns. Aber er muss nicht Adams nutzen. Er kann es auch per Fax oder Brieftaube tun. Wir haben sogar Angebote von Athleten gehabt, dass wir sie per Handy oder elektronischer Fußfessel orten sollen. Das haben wir nicht getan.</strong></p></blockquote><p>Zur Lex-Fußball: &#8220;Wir sind sehr dankbar, dass die Wada am Montagabend auf ihrer Homepage klargestellt hat: Es gibt keine Lex Fußball.&#8221;</p><p>Noch einmal zur Artikel 29 Gruppe der EU-Kommission. Die Kommission habe ein Problem, sagt Wewer, denn sie habe mehrfach bestätigt, dass das kanadische Datenschutzrecht (wg Montreal, Wada-Sitz) dem europäischen adäquat ist. In vielen Punkten sogar konsequenter.</p><p>Die Nada will einen Datenschutzbeauftragten installieren, der als Ombudsmann für die Athleten fungieren kann. Bislang habe es kein Leck gegeben. Aber auch hier gilt der Standard: Vielleicht kann man das noch narrensicherer machen.</p><blockquote><p>Vielleicht kriegen wir die Aufgeregtheit ja allmählich in ein normales Maß kanalisiert.</p></blockquote><p><strong>Christoph Bergner (CDU, parlamentarischer Staatssekretär)<br
/> </strong>Sagt, Grundlage des Handelns sei immer und bleibt immer: Stärkung von Nada und Wada. Wundert sich über Gespräche zwischen Wada und Fifa: Selbst der Rückzieher per Internet deutet Reformbedarf an. &#8220;Unabhängig von der Frage, wie nun das letzte Wort in dieser Lex Fifa lauten wird.&#8221; <em>(Für seine Verhältnisse: grantig, stellt Rolle von Wada-General Howman in Frage.)</em></p><p>Aufnahme des Standards für Datenschutz (siehe auch Wada-Webseite) sei ein wichtiger Erfolg der Europäer bei der 3. Weltkonferenz 2007 in Madrid gewesen. <em>(Da saß er im Wada-Board.)</em> Im Moment nehmen 50 Prozent der europäischen Nada&#8217;s nicht an Adams teil! Datenschützer halten sich mit abschließendem Votum zurück.</p><blockquote><p>An anderer Stelle erlebe ich Datenschützer nicht so zurückhaltend.</p></blockquote><p>Wir respektieren die Entscheidung der Nada, sich dem System voll anzuschließen. Zum Burkina-Faso-Zitat von Wewer: Das Adams-System hat seinen Sinn darin, dass es überall gelten muss. Man kann nicht einfach darauf verweisen, dass die Welt geteilt und das Niveau unterschiedlich ist. &#8220;Wir müssen für ein internationales Verbundsystem auch mit der nötigen Datensicherheit sorgen.&#8221; Wir wollen sicherstellen, dass die Arbeit der Wada mit möglichst großer Rechtssicherheit und einem &#8220;möglichst großen Maß an Klarheit und Sicherheit&#8221; betreiben kann. Auch bei der Wada soll es einen Ombudsmann geben &#8211; für Datenschutz und Persönlichkeitsrechte der Athleten.</p><p><strong>Klaus Riegert (CDU)<br
/> </strong>Er muss gleich wieder weg zum nächsten Termin, wie er sagt, und versucht sich an kurzen Fragen. Sagt, er habe Sorge, dass die Wada hinter die Standards zurückfällt &#8211; die Sache aus Spanien, dass zwischen 23 und 8 Uhr nicht kontrolliert wird, beunruhigt. Fragt danach und nach der Lex Fifa, die ihn ebenfalls beunruhigt.</p><p>Frage an Wewer:</p><blockquote><p>Was passiert denn, wenn der Christian Schreiber demnächst wie der Michael Ballack Urlaub beantragt?</p></blockquote><p><strong>Christian Breuer<br
/> </strong>Zur spanischen Regelung: Das halte ich nicht für sinnvoll. Was, wenn ein Mittel um 23.30 Uhr mit einer Nachweisbarkeit von vier Stunden kontrolliert werden muss? Sagt aber auch: Wer nachts um eins jemanden aus dem Schlaf klingelt &#8211; das findet er abwegig. &#8220;Damit ist ja ein Familienleben verbunden.&#8221; In der normalen Strafprozessordnung braucht man ab 21 Uhr eine Ausnahmeregelung.</p><blockquote><p><strong>Der Sportler bleibt normaler Mensch. Wir sind nicht im offenen Vollzug.</strong> Wir sind Sportler, die sich freiwillig kontrollieren lassen.</p></blockquote><p><strong>Christian Schreiber<br
/> </strong>In Deutschland gilt Bereitschaft zwischen 6 bis 23 Uhr. Viele Sportler legen sich ihre 60 Minuten-Angabe auf 6-7 Uhr und sagen: Mal sehen, ob der Kontrolleur so früh schon wach ist. Dann kritisiert er erneut die Wada-Fifa-Gespräche. Schon der Ort der Gespräche, das Fifa-Hauptquartier, sage vieles.</p><p><strong>Göttrik Wewer<br
/> </strong>Spricht von verdrucksten Pressemitteilungen von Fifa und Wada. Man habe tagelang versucht rauszukriegen, was wirklich stattfand: Das war nicht sehr einfach.</p><blockquote><p><strong>&#8220;Wir waren richtig erleichtert und froh durch die Klarstellung der Wada. Herr Schreiber, ich kann Ihnen sagen: Herr Ballack hat dieselben Regeln wie Sie.&#8221;</strong></p></blockquote><p>Habe bislang keine Signale vom DFB empfangen, die sagen: Das muss man jetzt kündigen oder ändern. Zu Spanien: Neun Stunden sind sehr viel, da kann man sehr viel machen. Zu Breuer: Wir sind gut erzogen, wir kommen in der Regel nicht nachts um zwei. Wir haben aber einige Sportler auf dem Radarschrim, da würde ich gern mal nachts um eins hingehen, dass müsse er auch sagen. Aber für 99 Prozent der Athleten gelte das nicht.</p><p><strong>Anja Berninger (Nada-Justitiarin)<br
/> </strong>Problematisch an der Wada-Fifa-Vereinbarung waren kontrollfreie Zeiträume. Jetzt haben wir das klare Signal, dass es das nicht geben wird! In Deutschland gelten für alle Sportler, ob Ballack oder Nowitziki, dieselben Recht und dieselben Pflichten. Es gibt keine Urlaubszeit, die für kontrollfreie Zeit genutzt werden könne.</p><p><strong>Dagmar Freitag (SPD, Vizepräsidentin des DLV)<br
/> </strong>&#8220;Ich hoffe sehr, Frau Berninger, dass sich das auch umsetzen lässt.&#8221; Fordert Bergner und die Bundesregierung auf, die Lex Fifa bzw. die Klarstellung der Wada zu überprüfen.</p><blockquote><p><strong>Wenn es eine Lex Fifa geben sollte, wäre das ein Dammbruch. Das wäre der Einstieg in das Ende der internationalen Dopingbekämpfung.</strong></p></blockquote><p>Sagt, der autonome Sport mit seiner Dopingbekämnpfung hat sich nicht als Erfolgsmodell erwiesen.</p><p><em>(Und schon meldet sich Detlef Parr, der <a
title="Notizen vom Sportausschuss (3) &quot;I want to break free!&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=2366" target="_self">Queen-Fan und Freund des UDIOCM</a>, und verteidigt vehement den Sport.)</em></p><p><strong>Detlef Parr (FDP)<br
/> </strong>Warnt davor, dem Staat zu viel Macht zu überlassen. &#8221;Möchte nachhaltig dafür plädieren, die Autonomie des Sports nicht in Frage zu stellen.&#8221;</p><p>Putzig: Parr trägt dann in Vertretung von Katrin Kunert (Die Linke) zwei Fragen vor, u.a.: Wer kontrolliert eigentlich den Datenschutz?</p><p><strong>Eberhard Gienger (CDU, DOSB-Vizepräsident für Leistungssport)<br
/> </strong>Fragt, ob man sich auch telefonisch abmelden kann. Ein Nicken von Wewer &#8211; Gienger: &#8220;Danke, dann ist das für mich geklärt.&#8221; Fragt Bachmeier, wer iegentlich die Nada oder die Wada überprüft. Fragt nach Zeitraum der Datenspeicherung von über acht Jahren.</p><p><strong>Peter Rauen (CDU)<br
/> </strong>Was muss der Kontrolleur wissen? Rauen findet es ausreichend, wenn der Kontrolleur nur das an die Hand bekommt, was er am Tage der Kontrolle braucht. &#8220;Herr Wewer, wie schnell kann man so was umsetzen?&#8221;</p><p><strong>Christoph Bergner (CDU, BMI)<br
/> </strong>Adams ist nur ein Werkzeug, mit dem sich allerdings die Frage des Datenschutzes verschärft hat. Sagt, Datenschutz sei immer berücksichtigt worden bei Erstellung des neuen Codes <em>(er war damals nicht nur Wada-Vorstand, er hatte auch zeitweise die Präsidentschaft unter den EU-Sportministern)</em>. Kontrollinstanz für das Datenrecht? Wenn die Datenschutzbeauftragte von NRW der Meinung wäre, die Nada-Entscheidung sei falsch, könnte sie der Nada ein Bußgeld verhängen. So ist im Moment die Rechtskonstruktion.</p><p><strong>Roland Bachmeier (Leiter der Dienststelle des Datenschutzbeauftragten)<br
/> </strong>Die Einbindung der Datenschutz-Institutionen wurde nicht beachtet bei der Erstellung der Wada/Nada-Codes. Die NRW-Beauftragte hat jetzt erst einen Fragebogen an die Nada geschickt. Zum kanadischen Datenschutz und zum Datenschutzgesetz sagt er, anders als Wewer: Wir wissen das gar nicht. Ich habe den Eindruck, es gibt niemanden im Moment, der die Wada kontrolliert, es gibt niemanden, der ein Auge drauf wirft. Das Datenschutzgesetz in Kanada gelte nur für die Wirtschaft. Er sagt: Ich weiß nicht, ob die Wada in Kanada als Wirtschaftsunternehmen geführt wird. Geht auf Stellungnahme der Wada zum Papier der 29er EU-Gruppe ein: Die Reaktion sei ja nun nicht sehr freundlich. Er hoffe, dass sich die Fronten nicht verhärten, sondern eher aufweichen.</p><p>Meldepflicht geht den Datenschutz nichts an, dringt aus dem Wada-Schreiben. Er aber sagt: &#8220;Die Meldepflicht ist eine der wesentlichen Datenschutzfragen.&#8221; Vor allem: Übermittlung von Daten in Drittstaaten. &#8220;Wir sind uns einig, dass es in der Welt so viele Rechtsstaaten nicht gibt.&#8221;</p><p>Spricht über Menschenrechte und Verhältnismäßigkeit. &#8220;Entspricht das, was man im Wada-Code verankert hat, der Verhältnismäßigkeit?&#8221; Oder muss hier überarbeitet werden.</p><p><strong>Christian Breuer (DOSB-Aktivensprecher)<br
/> </strong>Zu Parrs Lieblingsfrage der SMS-Abmeldung: Das dient nur für den Notfall. Das kann keine Ausrede sein. Adams-Online ist der Maßstab, nichts anderes. Zur Grünen-Frage der Überbrückung von Netzwerk-Problemen wie gestern beim T-Mobile-Ausfall: &#8220;Da reden wir über ein Luxusproblem.&#8221; Der Sportler muss ni8cht ständig online sein, er muss auch bei keinem normalen Einkauf seinen Aufenthaltsort in Adams ändern.</p><blockquote><p>Ballack-Debatte finde ich einen Witz und einen Hohn gegenüber allen anderen Sportlern. Ein Herr Ballack oder andere, könnten sich drei, vier Assistenten leisten, die täglich ihren Kalender führen. Das ist ein Schlag ins Gesicht aller anderen Sportler, aller Amateursportler. Das würde ich Herrn Ballack auch persönlich sagen, aber das Gespräch findet nie statt.</p></blockquote><p>Zu Giengers-Frage nach den acht Jahren Aufbewahrung der Daten: Das sei auch im Interesse der Sportler, Sauberkeit zu beweisen, nicht nur im Interesse derjenigen, die Betrüger erwischen wollen. Es geht u.a. um die Erstellung von aussagekräftigen und wirksamen Profilen.</p><p><strong>Christian Schreiber (Ruder-Weltmeister)<br
/> </strong>Zu Ballack: &#8220;So etwas zu sagen, ist ein Unding!&#8221; Er hätte sich gewünscht, dass sich prominente Sportler wie Ballack offensiver zum sauberen Sport äußern und nicht nur durch derartige Bemerkungen auffallen.</p><p>Zu Wewers Bemerkung: &#8220;Freiwillige Unterwerfung? So freiwillig ist das nicht! Wer sich allein das DOSB-Regelwerk für Peking anschaut, das war so dick wie ein Schönfelder!&#8221; (Juristen-Lehrbuch)</p><p><strong>Göttrik Wewer (Nada-Geschäftsführer)<br
/> </strong>Wir schlagen uns auch mit der Wada rum, sind auch nicht mit allem einverstanden, was die Wada macht. Das vergangene Jahr, der neue Code: ein wahnsinniger Aufwand. Behauptet, die Nada hätte als einige der wenigen Antidopingagenturen der Welt den Wada-Code vorbildlich umgesetzt.</p><blockquote><p>Die Wada ist ein kleiner Laden, der für die ganze Welt zuständig ist. Ich möchte mit meinem Kollegen Howman nicht tauschen!</p></blockquote><p>Man muss sich mal angucken, welche Länder bei Adams nicht mitmachen wollen.</p><p>Warum kommt diese Debatte jetzt auch? Ich würde sagen, wegen der Einstundenregelung. Die betrifft in Deutschland ja nur einen Teil der Athleten &#8211; ungefähr 500 Top-Athleten. Als die Athleten das gemerkt haben, auch die Athleten, die geglaubt haben, sie seien betroffen, aber nicht betroffen sind, haben sie gedacht: Das ist ja wirklich lästig. &#8220;Das bestreiten wir aber auch nicht.&#8221;</p><p><em>Und noch etwas Beruhigendes zur Datenweitergabe, als hübsches Schlusswort.</em> Die Nada gibt die Daten nur an die Wada und damit nach Montreal, sagt Göttrik Wewer:</p><blockquote><p><strong>Wir würden natürlich nicht den Chinesen die Daten unserer Athleten geben.</strong></p></blockquote> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/04/22/notizen-vom-sportausschuss-7-dopingkontrollen-und-datenschutz/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>65</slash:comments> </item> <item><title>update Sportausschuss (6): Totengräber des Amateurfußballs</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/03/04/update-sportausschuss-6-totengraber-des-amateurfusballs/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/03/04/update-sportausschuss-6-totengraber-des-amateurfusballs/#comments</comments> <pubDate>Wed, 04 Mar 2009 21:43:43 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[amateurfußball]]></category> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[dfb]]></category> <category><![CDATA[dfl]]></category> <category><![CDATA[novosp]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[tv-rechte]]></category> <category><![CDATA[ard]]></category> <category><![CDATA[axel balkausky]]></category> <category><![CDATA[bündnis 90]]></category> <category><![CDATA[benjamin siebert]]></category> <category><![CDATA[bundesliga]]></category> <category><![CDATA[cdu]]></category> <category><![CDATA[christian klaue]]></category> <category><![CDATA[christian seifert]]></category> <category><![CDATA[dagmar freitag]]></category> <category><![CDATA[detlef parr]]></category> <category><![CDATA[die grünen]]></category> <category><![CDATA[die linke]]></category> <category><![CDATA[dieter gruschwitz]]></category> <category><![CDATA[em 2012]]></category> <category><![CDATA[fdp]]></category> <category><![CDATA[joachim günther]]></category> <category><![CDATA[katrin kunert]]></category> <category><![CDATA[klaus riegert]]></category> <category><![CDATA[peter danckert]]></category> <category><![CDATA[peter rauen]]></category> <category><![CDATA[polen]]></category> <category><![CDATA[preußen münster]]></category> <category><![CDATA[reiner grundmann]]></category> <category><![CDATA[sc schaffrath]]></category> <category><![CDATA[sid]]></category> <category><![CDATA[spd]]></category> <category><![CDATA[swen schultz]]></category> <category><![CDATA[theo zwanziger]]></category> <category><![CDATA[tv-fußball]]></category> <category><![CDATA[winfried hermann]]></category> <category><![CDATA[wolfgang niersbach]]></category> <category><![CDATA[zdf]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=3207</guid> <description><![CDATA[Die Fortsetzung meiner Notizen von der 68. Sitzung des Bundestags-Sportausschusses, heute mal an anderem Ort, nicht im Paul-Löbe-Haus, sondern im Jakob-Kaiser-Haus. Aber in Berlin, natürlich. Einen Vorgeschmack auf die Diskussion habe ich am Nachmittag noch aus dem Sitzungssaal 1.302 gegeben. Hier nun etwas mehr, in der üblichen Form, wie seit einem halben Jahr (fast) immer [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Die Fortsetzung meiner Notizen von der <a
href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a05/tagesordnungen/68__Sitzung___ffentlich.pdf" target="_blank">68. Sitzung</a> des Bundestags-Sportausschusses, heute mal an anderem Ort, nicht im Paul-Löbe-Haus, sondern im Jakob-Kaiser-Haus. Aber in Berlin, natürlich. Einen <a
href="http://jensweinreich.de/?p=3198" target="_self">Vorgeschmack</a> auf die Diskussion habe ich am Nachmittag noch aus dem Sitzungssaal 1.302 gegeben. Hier nun etwas mehr, in der üblichen Form, wie seit einem halben Jahr (fast) immer <a
href="http://jensweinreich.de/?s=%22notizen+vom+sportausschuss%22" target="_self">bei den Sitzungen</a> - und später vielleicht <em>(gua! sternburg! trebor!)</em> noch mit einigen O-Tönen, die ich anschließend eingefangen habe.</p><p><a
href="http://jensweinreich.de/?p=2819">Auch diesmal</a> sage ich: Das war eine sehr muntere Diskussion im Sportausschuss. Inhaltlich vielleicht nicht immer hochklassig, aber doch unterhaltsam. </p><ul><li>Christian Klaue und Benjamin Siebert schreiben im <strong>Sportinformationsdienst</strong>: <a
href="http://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/0903/News/sportausschuss-amateurvereine-dfl.html" target="_blank">Sportausschuss springt Amateurvereinen zur Seite</a>: Massive Kritik der Politik am Sonntagsspiel / DFL in der Defensive</li></ul><p>Ich konzentriere mich in meinen Notizen auf die zuletzt doch <a
href="http://jensweinreich.de/?p=3147">sehr heftig geführte Diskussion</a> über Wohl und Wehe von Profi- und Amateurfußball, die sich an der TV-Vermarktung der Fußball-Bundesliga entzündete &#8211; und davon, nun ja, war hier auch aus sehr persönlichen Gründen viel die Rede. Denn dass zwischen den Wünschen des Präsidiums des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Deutschen Fußball-Liga (DFL) einerseits und der Basis im organisierten Fußball, auch beim Konsumenten, doch beträchtliche Lücken klaffen, wurde selten so deutlich wie in dieser Debatte, die ja nicht erst im Juli vergangenen Jahres begonnen hat.</p><p>Den zweiten großen Tagesordnungspunkt, die Vorbereitungen auf die Fußball-EM 2012 in Polen, zu dem Vertreter des polnischen Parlaments sprachen, kann ich leider nicht umfassend dokumentieren, ich hatte andere Verpflichtungen und konnte kaum folgen. Was ich nach Fragen der deutschen Parlamentarier und Antworten der polnischen Freunde noch mitbekommen habe, war u. a.: In Polen läuft das mit dem Autobahn- und Stadionbau nicht so, weil man gegen eine &#8220;Beamtenstruktur&#8221;, gegen &#8220;eine archaische Struktur&#8221; ankämpfe. Public Viewing dagegen wird es in Polen problemlos geben. Mit der Korruption im polnischen Verband ist es auch nicht mehr so schlimm, die polnischen Abgeordneten orientieren sich in der EM-Vorbereitung sehr am Organisationskomitee der Leichtathletik-WM 2009 in Berlin und überhaupt: Es wird schon werden. Das hört man doch gern.</p><p><em>(Wie immer: Ohne Gewähr! Bin für jede Korrektur dankbar.)</em></p><p>Die polnische Kollegen verspäteten sich eine Viertelstunde. Mehrere Anwesende (die Namen verrate ich ausnahmsweise nicht) spotteten: „Die verhandeln bestimmt noch mit der Ukraine.&#8221;</p><p>Genug gefrotzelt. Kommen wir zum Chef des Ganzen: <strong>Peter Danckert (SPD)</strong>, Vorsitzender des Sportausschusses, erteilt zum ersten Thema, &#8220;Erstattung von Ausbildungsleistungen und Nachwuchsförderung im Fußball&#8221;, dem DFB-Abgesandten das Wort.</p><p><strong>Wolfgang Niersbach (DFB-Generalsekretär)<br
/> </strong>Die Uefa unternimmt gemeinsam mit der EU den Versuch, alle Transfers unter 18 Jahren zu verbieten. Uns scheint die bessere Lösung zu sein, die 6+5-Regelung der Fifa durchzusetzen. Es kam das Gegenargument, diese Regelung lasse sich nicht mit europäischem Recht vereinbaren. Nun liegt seit wenigen Tagen ein <a
href="http://de.fifa.com/mm/document/affederation/federation/01/03/27/08/inea_media_release_d.pdf" target="_blank">Rechtsgutachten</a> vor, das die Fifa in Auftrag gegeben hat und das besagt, dass es doch möglich ist. Das Gutachten sagt: 6+5 ist sehr wohl mit der Wahl des Arbeitsplatzes und europäischer Freizügigkeit vereinbar. Nach unserer Einschätzung wäre es ein Fortschritt für alle Mannschaftssportarten, ein Schritt in die richtige Richtung.</p><p>Zurück zu Transfers: Besonders der südamerikanische Bereich wird sehr beackert von den Scouts aus allen möglichen Ländern. In Deutschland sind Ablöseregelungen und Transferentschädigungen für die Vereine seit geraumer Zeit geregelt. National haben wir seit 1998, Urteil des Oberlandesgerichtes Oldenburg, nicht mehr diese einzelnen Entschädigungen. Seither gibt es ein Solidaritätsmodell, das die DFL auf freiwilliger Basis Entschädigungen an die ausbildenden Vereine zahlt (50.000 Euro in erster und 25.000 in zweiter Bundesliga). &#8220;Wir hoffen, dass dieses Modell bestehen bleiben kann.&#8221; </p><p><strong>Christian Seifert (DFL-Geschäftsführer)<br
/> </strong>Wir können uns nicht mit Ligen vergleichen, in denen die Vereine ein dreistelligen Millionenverlust schreiben können.</p><blockquote><p><strong>&#8220;Wir sind die einzige Liga, in der alle Klubs ein positives wirtschaftliches Ergebnis schreiben.&#8221;</strong></p></blockquote><p>Wir setzen u. a. auf ein System der Nachwuchsleistungszentren. Der Betrieb der Nachwuchsleistungszentren kostet uns insgesamt 69 Millionen Euro in der ersten und zweiten Bundesliga pro Jahr. Dort werden fast 5.000 Spieler ausgebildet, künftige Nationalspieler. Das sind positive Entwicklungen, der u19-Europameistertitel vom vergangenen Sommer ist auch ein Ergebnis dieser Nachwuchsleistungszentren.</p><p>Auch Seifert erinnert an das Oldenburger Urteil von 1998. „Ironischer Weise haben sich damals zwei Amateurvereine verklagt.&#8221; Pro Jahr wird eine Million Euro an Entschädigungen gezahlt, die Zahlung wird fällig, wenn der Spieler sein erstes Spiel macht. In diesem Jahr werden rund 700.000 Euro an Amateurklubs gezahlt, rund 300.000 Euro bewegen sich weiter im Bereich der Bundesligen. Rechtlich sind wir nicht dazu gezwungen, gehen aber davon aus, dass diese Praxis so beibehalten wird. </p><p><em>Nun geht es zum spannendsten Tagesordnungspunkt &#8211; TOP 4: „Fußball und Medien&#8221;</em> </p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>Erinnert an die Ausschuss-Sitzung im Dezember 2007, als wegen des neuen Kirch-Vertrages debattiert wurde: „Das war aus heutiger Sicht sehr weitsichtig.&#8221; Ich bin bereit, das Protokoll allen Interessierten zur Verfügung zu stellen. Hauptthema, das alle beschäftige, sei nun die Ansetzung der Bundesliga am Sonntagnachmittag um 15.30 Uhr ab der kommenden Saison.</p><p><strong>Christian Seifert (DFL)<br
/> </strong>Ich finde es sehr positiv, dass sich der Sportausschuss des Bundestages damit beschäftigt. <em>(Reitet sofort eine Attacke, oh Gott, taktisch unklug!)</em></p><blockquote><p><strong><span
style="color: #000000;">Leider hat der eine oder andere auch aus diesem Raum nicht der Versuchung widerstehen können, zu diesem sehr emotionalen Thema eine Einordnung vorzunehmen, ohne vielleicht alle Fakten zu kennen.</span></strong></p></blockquote><p>Die Bundesliga ist ein Industriezweig, der 37.000 Arbeitsplätze schafft und 600 Millionen Euro Steuern zahlt. Diesen Industriezweig will keiner nach Tschechien verlagern. Der Fußball sieht sich einer medialen Situation gegenüber, die nicht mehr zeitgemäß ist. Es gibt nur einen Pay-TV-View-Anbieter, der in einem nicht einfachen Zustand ist. Wir wollten Nachfrage stärken und eine Infrastruktur schaffen, die letztlich allen Sportarten (Eishockey, Basketball u.a.) zugute kommt. Die Interventuion des Kartellamtes hat dieses Modell verhindert. Das ist jetzt ein eingeschränkter Wettbewerb. &#8220;Ich hätte mir gewünscht, dass in dieser Zeit <em>(im Sommer 2008, d. A.)</em> der Sportausschuss sich auch mal mit der Frage befasst hätte.&#8221;</p><blockquote><p><strong>Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in eine Situation kommen, in der gar nichts mehr geht.</strong></p></blockquote><p><em>Dann legt er richtig los, spricht über:</em> Widersinniges Verbot von Sportwetten, Quellensteuer, Compliance-Regeln &#8211; über alles muss man sprechen.</p><blockquote><p><strong>Ich würde mir wünschen, dass das Interesse eines Politikers am Fußball weiter reicht als der Schwenkbereich der Kamera bei einem DFB-Pokalendspiel, das möchte ich an dieser Stelle auch einmal sagen.</strong></p></blockquote><p><span
id="more-3207"></span>Die fünf verschiedenen Anstosszeiten waren in dem Sirius-Vertrag nicht vorgesehen. Sagt oft/mehrfach: Wir sollten nicht allzu leichtfertig an einen Kernfinanzierungsvertrag der Liga herangehen, die TV-Verträge. Die Bundesliga wird auch die Winterpause verkürzen. Wir sprechen also über 20-25 Sonntagsspiele pro Saison. Die Fakten bei aller verständlicher Emotion sind: Theoretisch spielt jeder Bundesligist zwei Mal sonntags um 15.30 Uhr. &#8220;Weniger Sonntagsspiele als bisher.&#8221;</p><blockquote><p><strong>Ich bedauere sehr, dass es nicht gelungen ist, in diesem Prozess an die Basis zu transportieren, was ein funktiuonierender TV-Vertrag für den Amateurfußball bedeutet. Das werde auch im DFB-Prtäsidium diskutiert. Ob es nicht gefährlich ist, die Basis zu verlieren, ist vielleicht eine Diskussion, die sie auch in der Politik führen.</strong></p></blockquote><p>Aus TV-Vetrag 3 Prozent an den DFB. Profiklubs zahlen 3 Prozent ihrer Zuschauereinnahmen an den DFB. Sie zahlen auch 3 Prozent ihrer Zuschauereinnahmen an die Landesverbände. Ohne diese Finanzierung &#8211; mit Ausbildungsentschädigung (s. o.) - kein Überleben des Amateurbereichs.</p><blockquote><p><strong>Wir sprechen über 20-25 Spiele pro Jahr. 1800 Minuten Profifußball können den Amateurfußball nicht ruinieren.</strong></p></blockquote><p>Dass das nicht kommuniziert werden konnte, ist eine Schwäche des Systems &#8211; und das System macht sich darüber seine Gedanken.</p><p><em>(Hier kann ich mir eine Anmerkung natürlich nicht verkneifen. Denn das System: Das ist der DFB bzw. seine Führungsgremien. Also, sorry: Die Kommunikationsherrscher.)</em></p><p><em>Es wird brenzlig für Seifert, das merkt er. Also spricht er ein wenig über seine Beziehung zum Amateurbereich:</em> &#8220;Ich unterstütze einen Kreisligaklub als Privatmann an der Basis.&#8221;</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>Bittet Seifert, zum Ende zu kommen.</p><p><strong>Christian Seifert (DFL)<br
/> </strong>&#8220;Ich bitte darum, neben den Emotionen auch die Fakten zu beachten.&#8221;</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>Bittet um Einhaltung des Zeitplans und erteilt Reiner Grundmann, dem Sprecher der Amateurvereine, das Wort.</p><p><strong>Reiner Grundmann (Vorsitzender des Kreisligisten SC Schaffrath)<br
/> </strong>Beginnt famos:</p><blockquote><p><strong>Der Herr Seifert wird&#8217;s mir nachsehen, dass ich mir hier nicht so viele grundlegende Gedanken über das Wohl und Wege von Premiere mache, und auch nicht von der DFL, sondern dass mir die Sorgen der Basis wichtig sind.</strong></p></blockquote><p>Ich bin Vorsitzender eines Kreisligavereins mit einem Jahresetat von circa 50.000 Euro. &#8220;Wir befürchten ein Massensterben der kleinen Vereine.&#8221;</p><p>Nimmt das Argument auseinander, die Leistungsstärke der Nationalmannschaft sei nur durch diesen Vertrag zu gewährleisten, was DFB-Größen den Kleinen ständig erzählen. &#8220;Wenn wir das als Amateurvereine nicht begreifen, wären wir mit am Untergang des Heiligen Römischen Reiches und am Untergang der Nationalmannschaft Schuld. Das ist uns in der vergangenen Woche mehrfach klar gesagt worden.&#8221;</p><p>Unsere Zielsetzung bleibt aber &#8211; gegen diese Sonntagsspiele.</p><blockquote><p>Wir haben feststellen müssen, wie rücksichtslos die Vertragspartner vorgegangen sind und wie sie halt gegen 26.000 Amateurvereine ihr Wohl und Wehe für 36 Profivereine durchdrücken.</p></blockquote><p>Wir haben schon in der Vergangenheit festgestellt, dass wir bereits durch das Vorziehen der 17.30 Uhr Spiele auf 17 Uhr in arge Schwierigkeiten kommen. Die Zuschauer kommen zwar noch auf die Plätze, aber ein richtiges Vereinsleben ist nicht mehr gewährleistet. Um Viertel vor fünf ist das Spiel zu Ende, um fünf ist schon niemand mehr auf dem Platz, weil es alle nach Hause zieht. Stellen Sie sich vor, die Spiele finden 15.30 Uhr statt: Weniger Zuschauer, weniger Umsätze, weniger Vereinsleben, weniger Stimmung, und dann werden uns auch die Spieler ausgehen. Unser Vorstand, unsere Spieler, unsere Zuschauer &#8211; viele haben Jahreskarten von Schalke. Die zieht es dann alle in die Arena, es wird mit Sicherheit zu Schwierigkeiten im Spielsystem kommen.</p><p><strong>Peter Dankert (SPD)<br
/> </strong>Erkundigt sich: Herr Grundmann, sind sie fertig?</p><p><strong>Reiner Grundmann (SC Schaffrath)<br
/> </strong>Kleiner Nachsatz, zitiert aus einem Artikel in der Welt kompakt über Pokal-Halbfinale zwischen Leverkusen und Bayern München. 290.000 Prämie für Leverkusen zusätzlich zu einer Leistung, die man einfach erwarten kann &#8211; das ist der Sechsjahres-Etat von unserem Verein. Wie wollen sie solche Summen der kleinen Amateurvereinen noch verkaufen? Das ist bald nicht mehr möglich. Und künftig: Wird dann vielleicht das erste Spiel schon um 11 Uhr angefangen mit Blick auf den asiatischen Markt?</p><blockquote><p><strong><span
style="color: #000000;">Herr Niersbach, sie schütteln schon den Kopf, aber man kann meine Argumente gar nicht oft genug hören, bis sie sich wirklich in alle Köpfe eingebrannt haben.</span></strong></p></blockquote><p><strong>Carsten Gockel (Geschäftsführer Preußen Münster)</strong><br
/> Wir sind ein Traditionsverein, wir sind 103 Jahre alt, wir sind Gründungsmitglied der Bundesliga. Vergangenes Jahr 4.500 Zuschauer, sicher Rekordschnitt in den Oberligen, in diesem Jahr 3.600 Zuschauer im Schnitt. Etat für erste Mannschaft 1,7 Millionen Euro, inklusive aller Beiträge, das regeln wir schon. Platz fünf bundesweit in dieser Liga. Wir bieten Profifußball an auf der ganzen Breite. Wir stecken jährlich 200.000 Euro in die Ausbildung unserer Jugendmannschaften, führen negatives Vereinsvermögen (also Schulden) Jahr für Jahr zurück. Fernsehgelder 4,8 Prozent des laufenden Etats. 163.000 Euro TV-Einnahmen im vergangenen Jahr. &#8220;Das Ärgerliche ist, dass das noch einmal gekürzt wird, im kommenden Jahr soll das auf 90.000 Euro schrumpfen, das wären 2,7 Prozent unseres Etats.&#8221; Wir durchlaufen ein Lizensierungsverfahren, was sich nicht von einem Drittliga-Verein unterscheidet. Wir haben zehn hauptamtliche Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle. Wir betreiben Riesenaufwand für das Lizensierungsverfahren und haben größte Sorge, unsere Wirtschaftlichkeit nachzuweisen. Wir sind auf Gedeih und Verderb von unseren Sponsoren abhängig, die 65 Prozent unserer Einnahmen tragen.</p><p>Er fordert eine Ligareform, sagt aber nicht wie.</p><blockquote><p>Finanzielle Solidarität zwischen Basis und Spitze müsste die Grundlage des neuen TV-Vertrages sein. So wie ich Herrn Zwanziger immer verstanden habe, soll das auch ein Ziel sein.</p></blockquote><p><strong>Christian Seifert (DFL)<br
/> </strong>Damit sich hier nicht das Falsche festsetzt: Die DFL ist nicht verantwortlich für die Geldverteilung unterhalb der zweiten Bundesliga. Das ist ausschließlich Sache des DFB.</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>Danke.</p><p><strong>Axel Balkausky (ARD-Sportkoordinator)<br
/> </strong>In Teilen sind wir, Herr Gruschwitz und ich, ja falsche Ansprechpartner. Die Spiele sonntags um 15.30 Uhr sind ja ausschließlich im Interesse des TV-TV-Partners gewählt. 18 bis 20 Prozent unseres DFB-Vertragsvolumens umfasst die dritte und vierte Liga.</p><p><em>Schöner Versprecher von Balkausky:</em> &#8220;ARD und ZDF sind in der Lage, <strong>ziemlich unfassbar</strong> über diese Spiele der dritten und vierten Liga zu berichten.&#8221;</p><blockquote><p><strong>Die Anstoßzeiten, die die Amateurvereine betreffen, sind von uns weder angestrebt noch gewollt.</strong></p></blockquote><p><strong>Dieter Gruschwitz (ZDF-Hauptabteilungsleiter Sport)<br
/> </strong>Wir sind keine Vertragspartner in Fragen der Live-Spiele. Wir sind an Spielberichten und Zusammenfassung interessiert. Geht auf Grundmann ein: Wir fühlen uns teilweise nicht angesprochen. Das Ganze ist eine Struktur- und Systemfrage des deutschen Fußballs. Diese Probleme können nur in den entscheidenden Institutionen gelöst werden: beim DFB-Bundestag und bei der DFL. DFB und DFL sind die Veranstalter.</p><blockquote><p><strong>Das ist nicht unser Bier, muss ich mal so deutlich sagen, die Ansetzungen sind in den Ausschreibungen festgelegt worden. Wir haben uns beworben auf bestehende Fakten, wir müssen damit leben.</strong></p></blockquote><p><strong>Wolfgang Niersbach (DFB)<br
/> </strong>Die Runde hat gezeigt, wie schwierig es ist, diese ganzen Interessen unter einen Hut zu bringen. Einzigartiges Modell im europäischen Vergleich: &#8220;Ohne Breite keine Spitze, ohne Spitze keine Breite.&#8221; Die englische Premier League guckt nicht ins Amateurlager, die guckt nicht mal in die zweite Liga. Basis unseres Handelns ist die Satzung. Der DFB ist ein Verband der Verbände, also der Regional- und Landesverbände, und die DFL kommt mit dem Ligavertrag hinzu.</p><blockquote><p><strong>Wenn die DFL morgen auf die Idee käme, alle Spiele um 15.30 Uhr anzusetzen, hätte der DFB kein Mittel, das zu verhindern.</strong></p></blockquote><p>Es ist nicht der Grundlagenvertrag die Bibel, sondern die Satzung. Wir betrachten diesen Grundlagenvertrag als Solidarpakt, der von den Erfindern nach harten Verhandlungen zustande gekommen ist. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass die Bundesligisten ein Prozent ihrer Einnahmen ans das Amateurlager abführen. <em>(Hat sich auf Grundmann vorbereitet:)</em> Der Fußball- und Leichtathletikverband Nordrhein-Westfalen bekommt pro Jahr 400.000 Euro vom DFB, weitere 250.000 von den Vereinen der ersten und zweiten Bundesliga, und ein Verein dort muss für die Abwicklung des Spielbetriebs nur knapp über 400 Euro pro Jahr bezahlen.</p><blockquote><p><strong>Premiere darf ihnen auch als Amateurverein nicht egal sein. Denn wenn Premiere wegbrechen würde, würden ihnen auch Einnahmen wegbrechen, die dem gesamten Amateurfußball zugute kommen.</strong></p></blockquote><p>Nennt Beispiel: 20 Millionen Euro DFB im vergangenen Jahr für den Bau von Mini-Fußballfeldern. Das geht alles nur, wenn das Verhältnis von Breite und Spitze stimmt. Das gesamte DFB-Präsidium inklusive der Amateurvertreter ist zu dem Ergebnis gekommen, dass es keine andere Wahl gibt. Sonntagsspiele gibt es schließlich schon seit 1996. Im Verhältnis Spitze &#8211; Breite muss man eine Balance finden, da müssen immer an irgend einer Stelle Kompromisse gemacht werden.</p><p>Die Probleme, Herr Grundmann, die von ihnen vorgetragen werden &#8211; ich kann vor ihrer Leistung nur den Hut ziehen, das hat Hochachtung verdient. Aber:</p><blockquote><p><strong>Diese Probleme existieren in den meisten Bundesländern nicht. Es kommen keine Klagen aus Niedersachsen oder aus Nord-Baden, wo ich gerade war.</strong></p></blockquote><p>Wir bekennen uns als DFB zur Spitze und gehen da auch Risiken ein.</p><blockquote><p><strong>Die WM 2006 war in ihrer Vorbereitung ein wirtschaftliches Risiko, das allein der DFB getragen hat.</strong></p></blockquote><p><em>(Sorry, mein Kommentar: Das ist wirklich hanebüchen, möchte ich auch nicht so stehen lassen. Kann ich gern mal darauf eingehen, später.)</em></p><p>Aber wir meinen, das es richtig ist, diese Risiken auf uns zu nehmen. Wir können nur appellieren, dass wir diesen Grundlagenvertrag, den wir ab 1. Juli ja verlängern müssen, auch so durchzubringen</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>Ich will mal meinen Gesamteindruck in zwei Sätzen sagen: “Was im Moment an vielen Ecken in Deutschland passiert, ist extrem bemerkenswert. Ich kann mich an keine ähnliche Situation erinnern.? Ich glaube, das ist zum Teil hier sehr einseitig gesehen worden. <em>(Meint DFB und DFL) </em></p><p><strong>Peter Rauen (CDU)<br
/> </strong>“Herr Seifert, sie haben sich ein bisschen gewundert, dass wir heute über dieses Thema sprechen. Das sollten sie eigentlich nicht tun. Denn als wir im Dezember 2007 über den tollen Sirius-Vertrag mit dem 3-Milliarden-Versprechen diskutiert haben, auch gesagt, dass das nicht zu Lasten des Amateurfußballs gehen darf.?</p><blockquote><p><strong>Das brennt im Amateurfußball von Kiel bis Burghausen. Das ist kein separates Thema in Gelsenkirchen. In allen Bereichen hat man das Gefühl, dass der Amateurfußball an den Wand gedrückt wird. </strong></p></blockquote><p>Zitiert den Trierschen Volksfreund. Wir haben es hier mit einem Flächenbrand zu tun. Ich habe zum ersten Mal das Gefühl, dass die Solidarität im deutschen Fußball nicht mehr existiert und dass sie von den Profivereinen aufgekündigt wird.</p><p>Was der neue Fernsehvertrag vorsieht, das schlägt aus meiner Sicht dem Fass den Boden aus. Er zählt dann alle Ansetzungen und Sendeplätze für Live-Berichterstattung auf. Das ist ein flächendeckendes Programm und jetzt frage ich sie: Wohin soll denn der Amateurfußball noch ausweichen.</p><p>Rechnet 50.000 Spiele pro Wochenende vor. </p><p><strong>Wolfgang Niersbach (DFB)<br
/> </strong>Ruft dazwischen: „80.000 sogar.? </p><p><strong>Peter Rauen (CDU)<br
/> </strong>Rechnet vor, dass im Amateurbereich 7,6 Millionen Euro pro Jahr fehlen, wenn „bei diesen 50.000 Spielen nur 25 Zuschauer pro Spiel fehlen.</p><p>„Da nutzt uns auch kein Grundlagenvertrag mehr.? Mahnt Seifert, der leise protestiert und sich gerade von ihm weggedreht hat: „Herr Seifert, ich habe ihnen auch zugehört.?</p><p>Das englische Beispiel könne nicht die Vision des deutschen Fußballs sein. &#8220;Das Faß ist endgültig zum Überlaufen gebracht worden.&#8221;</p><p><em>(Beifall für Rauen, den ehemaligen Fußballpräsidenten in Salmrohr und Trier, aus allen Fraktionen. Tischklopfer. Noch nie erlebt in diesem Gremium.)</em></p><p><strong>Christian Seifert (DFL)<br
/> </strong>Ruft dazwischen und benutzt oft das Wort „Fakten?. </p><p><strong>Swen Schultz (SPD)<br
/> </strong>“Herr Seifert, sie haben nicht das Wort.?</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>“Herr Seifert, sie müssen zur Kenntnis nehmen, dass die Position von Peter Rauen von den Volksvertretern sehr geteilt wird.? Wird laut: Die Frage, wie viel sie in den TV-Verträgen nehmen, hängt doch an den utopischen Gehältern der Spieler. </p><p><strong>Dagmar Freitag (SPD)<br
/> </strong>“Herr Seifert, ich verstehe ihre Aufregung nicht. Wir haben ihnen doch auch eine Stunde zugehört.? Die Gepflogenheiten in diesem Ausschuss sind so, dass wir einander zu hören. Ich habe selten so oft das Wort Fakten gehört. Das hat mich irritiert. Was mir an ihrem Vortrag völlig gefehlt hat, ist der emotionale Zugang zum Sport.</p><blockquote><p><strong>Streiks im Fußball, das hat es so noch nicht gegeben. Das sollte doch zumindest zum Denken, vielleicht sogar zum Nachdenken führen.</strong></p></blockquote><p>Die Zahlungen an den Amateurbereich sind für mich eine schlichte Selbstverständlichkeit. Wir sollten schon sehen, dass der Breitensport letztlich die Basis ist, dass wir auch Spitze entwickeln. Verein ist Gemeinschaftsgefühl, Verein ist ein soziales Gefüge, Verein ist mehr als elf Leute, die gegen einen Ball treten.</p><p>Sie zitiert die Westfälische Rundschau, in der stand, dass die ARD die Ziehung der Lottozahlen verschieben will wegen der Bundesliga. „Da frage ich mich: heute die Lottozahlen und morgen die Tagesschau?? Kann das wirklich alles so normal sein?</p><p>Ich weiß, dass auch in Baden-Württemberg durchaus Klagen sind. An Niersbach: Sie sollten das nicht als westfälisches Problem abtun. Wir sollten den Sport und den Fußball nicht nur ausschließlich unter fiskalischen Gesichtspunkten betrachten. </p><p><strong>Joachim Günther (FDP)<br
/> </strong>Peter Rauen hat mir aus der Seele gesprochen. Ich kenne mich da aus, ich habe über Jahre einem Verein vorgestanden. Fernsehvertrag ist amateurfeindlich, familienfeindlich und es ist auch insgesamt für die Sportgestaltung schädlich &#8211; in angrenzenden Sportarten. Er findet das alles unmöglich. Dann spricht er von seiner Zielstellung, in einer deutschen Mannschaft mindestens sechs deutsche Spieler einzusetzen. Appell:</p><blockquote><p><strong>„Unterschätzt das nicht! Das ist eine Flächensache! Ich bitte dringend, das Konzept zu überdenken.? </strong></p></blockquote><p><strong>Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen)<br
/> </strong>Auch er unterstützt Peter Rauen. An Niersbach: Macht es Sinn, dass jede zweit- und drittklassige Spiel im Uefa-Cup zur Primetime übertragen wird? “Mir stinkt es einfach, das jedes dieser Spiele gezeigt wird.? Spricht von „absolutem medialen Overkill in schlechtem Fußball?. Erinnert an das Schicksal von Tennis. „Weinger ist mehr!? Sie sollten sich mehr bescheiden! </p><p><strong>Detlef Parr (FDP)<br
/> </strong>Hat sich geärgert, sagt er, nimmt sich aber zurück, sagt er. „Wir haben das Recht, dieses Thema hier diskutieren und dieses Thema in die Öffentlichkeit zu bringen!? Man müsse dem Fußball in Bereichen des Sponsoring (Compliance-Stichwort von Seifert) unter die Arme greifen. Diese Diskussion müsse man aufrichtig führen. Heute in der Diskussion führt in die Irre, weil wir am Ende weniger Mittel zur Verfügung hätten.</p><p>Könnte man nicht darüber nachdenken, ein halbes Prozent nachzulegen, fragt Parr Seifert und Niersbach &#8211; und meint den TV-Vertrag und den Anteil der Amateure.</p><p><strong>Peter Rauen (CDU)<br
/> </strong>Ruft dazwischen: „Zehn Prozent! Mindestens!&#8221;</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>&#8220;0,5 und zehn Prozent. Nur damit wir es im Protokoll richtig festhalten.&#8221;</p><p><strong>Klaus Riegert (CDU)<br
/> </strong>Wenn sie wünsche an die Politik haben, Herr Seifert, dann bitte ich, dass sie auf uns zu kommen. Aber wenn sie vom „unseligen Verbot von Sportwetten reden&#8221;, sehe ich keinen Konsens</p><p><em>(Es geht dann eine Weile um die Frage, ob der Deutsche an einer &#8220;Überdosis Fußball&#8221; leide.)</em></p><p><strong>Katrin Kunert (Die Linke)</strong><br
/> Bedankt sich bei Seifert: &#8220;Sie müssen sich uns nicht stellen, aber wenn sie schon hier sind, sollten sie auch zuhören.</p><p>&#8220;Ich habe einfach die Bitte, dass sie sich wirklich an die Basis begeben und mit der Basis reden. Wie wollen sie das in den nächsten Tagen hinkriegen?&#8221;</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>Ich will keine Debatte zum Thema Sportwetten anfangen. Aber wir sind da schon in Sorge angesichts der Zahlen und Entwicklungen.</p><p><em>(Danckert nennt ARD-Balkausky übrigens gern BALLKOWSKI)</em></p><p><strong>Christian Seifert (DFL)</strong></p><blockquote><p><strong>Auch wenn ich das schlimme Wort Fakten noch einmal verwende: Wir sind gemäß einer Auflage der EU verpflichtet, alle 612 Spiele live zu übertragen. Ich bin völlig ihrer Ansicht, dass das einer Überdosis angrenzt. Viele Grüße aus Brüssel, wir sind uns da völlig einig.</strong></p></blockquote><p>Es gibt Zweitligaspiele, die haben im Pay TV weniger Zuschauer, als hier im Raum sitzen, sagt Seifert.</p><p><em>(Im Raum sitzen inklusive der polnischen Gäste circa 50 Personen, die Anzahl der Gäste auf der Tribüne kann ich nur schätzen: 20)</em></p><p>Zur Solidarität: „Es ist eine Selbstverständlichkeit!&#8221; Sagt, Solidarität sei beim Thema Sportwetten ebenfalls selbstverständlich. &#8220;In dieser Situation ist nur sehr, sehr bedingt ein Spagat hinzubekommen.&#8221; Herr Zwanziger sagt: Dieser TV-Vertrag sei alternativenlos. Ich sage: die Diskussion wird folgenlos bleiben. &#8220;Meine Aufgabe als Geschäftsführer ist es, über Geld zu reden, dafür werde ich bezahlt.&#8221;</p><p>Lassen sie uns wirkluich über die strukturellen Probleme des Amateurfußballs sprechen. Erwähnt, dass schon in der Kreisliga A Geld gezahlt wird. Und nochmal zur Überdosis an TV-Fußballspielen: „Diese Überdosierung haben wir uns leider nicht selber ausgesucht.&#8221;</p><p><strong>Axel <span
style="text-decoration: line-through;">Ballkowski</span> Balkausky (ARD-Sportkoordinator)<br
/> </strong>Acht Prozent ist der Gesamtanteil des Sportes am ARD-Programm. 60 Prozent davon sind Fußball. </p><p><strong>Wolfgang Niersbach (DFB-Generalsekretär)<br
/> </strong>Erwähnt eine Konferenz am Freitag in Frankfurt mit Kreisvorsitzenden <em>(die offenbar auf Linie gebracht werden sollen)</em>. &#8220;Wir sind in dem Dialog mittendrin, aber wir müssen auch ehrlich sein.&#8221;</p><blockquote><p><strong>Zur Ehrlichkeit gehört, dass wir an diesem Vertrag, wie er jetzt ist zur neuen Saison, nichts mehr ändern können. Herr Seifert hat das ausgehandelt, da sind wir jetzt drin.</strong></p></blockquote><p>Wir betrachten es als unseren täglichen Job, den Kontakt zur Spitze ebenso zu halten wie zur Basis.</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>Sie sind mit großem Dank entlassen. Ich glaube, hier muss noch einiges nachgearbeitet werden.</p><p><strong>Reiner Grundmann (SC Schaffrath)<br
/> </strong><em>Tritt nach gegen Niersbach, der gerade den Saal verlassen und zum nächsten Termin will:  </em>Sie hätten wenigstens mal eine klare Aussage zugunsten der Amateurfußballer machen können. Dass ich hier sitzen muss und in diesem Gremium sprechen muss, das ist an sich schon der Skandal.</p><blockquote><p><strong>Wir möchten nur eins: Wir möchten den Sonntagnachmittag frei haben, damit wir uns selber eigenständig finanzieren können. Mehr möchten wir nicht!</strong></p></blockquote><p>Wir haben von vielen vielen Vereinen, nicht nur von Medienvertretern in ganz Deutschland einen sehr sehr großen Rückhalt bekommen. Zu Seifert:</p><blockquote><p><strong>Erzählen sie mir bitte nicht, das sei nur ein lokales Problem. In ganz Deutschland stehen sie als Totengräber der Amateurvereine da.</strong></p></blockquote><p><em>(Seifert sitzt direkt neben ihm.)</em></p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>Erklärt Seifert: &#8220;Wir sind hier nicht zusammen gekommen, um irgendein Tribunal zu machen oder irgend jemanden zu beschimpfen. Es geht doch auch gar nicht gegen sie persönlich.&#8221; Man wolle wenigstens zum Nachdenken bringen, sagt er. Sie sind in der Klemme, weil die Forderungen der Ligavereine kommen. Deshalb war ja auch die Begeisterung so groß, als Sirius 500 Millionen versprochen hatte. Wir hatten schon damals unsere Probleme, uns vorzustellen, wie das gehen sollte.</p><p>Herr Gruschwitz und Herr Balkausky: Ganz kann ich nicht den Eindruck gewinnen, dass sie als öffentlich-rechtliche Vertreter gar keine Rolle spielen in der Diskussion. Wenn sie sagen würden: Das können wir gar nicht vertreten, wir können da nicht Partner werden, dann hätten sie schon Einfluss.</p><p>Ich würde schon dafür plädieren, dass man dem einen Partner (dem Amateurfußball) nicht nur sagt: Das musst du akzeptieren.</p><blockquote><p><strong>Herr Seifert, sie mögen ja über uns in diesem Raum hier denken, wie sie wollen, unsere Wahrnehmung ist, dass da im Moment ein Flächenbrand entsteht.</strong></p></blockquote><p>Auch Banken haben uns jahrelang erzählt, wie toll alles ist, was sie machen. Und sie haben uns mit ihrem Geschätsgebaren in die schlimmste Situation der vergangenen 50 Jahre gebracht. Aber er wolle das natürlich nicht vergleichen, sagt Danckert. <em>(Hat er aber.)</em></p><blockquote><p>Das ist eine neue Qualität, die da entstanden ist. Und wenn das um sich greift, weiß niemand, wie das weiter geht. Nachher demonstrieren die vor den Stadien und lassen da keinen mehr rein.</p></blockquote><p>Ich wünsche mir, dass es zu einem Ausgleich der Interessen kommt. &#8220;Dieser Ausgleich kann nicht darin bestehen, dass man sagt: Es ist so, ihr ändert das nicht. Und sagt: Friss Vogel oder Stirb.&#8221;</p><p>Versöhnlich zu Seifert: &#8220;Ich hoffe, dass sie ausreichend honoriert werden für ihre schwere Tätigkeit. Sie machen ja auch einen guten Job.&#8221;</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/03/04/update-sportausschuss-6-totengraber-des-amateurfusballs/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>13</slash:comments> </item> <item><title>Notizen vom Sportausschuss (6): Profifußball vs Amateurfußball</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/03/04/notizen-vom-sportausschuss-6-profifusball-vs-amateurfusball/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/03/04/notizen-vom-sportausschuss-6-profifusball-vs-amateurfusball/#comments</comments> <pubDate>Wed, 04 Mar 2009 14:44:38 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[amateurfußball]]></category> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[dfb]]></category> <category><![CDATA[novosp]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[bündnis 90/die grünen]]></category> <category><![CDATA[cdu]]></category> <category><![CDATA[christian seifert]]></category> <category><![CDATA[dagmar freitag]]></category> <category><![CDATA[detlef parr]]></category> <category><![CDATA[dfl]]></category> <category><![CDATA[fdp]]></category> <category><![CDATA[joachim günther]]></category> <category><![CDATA[peter danckert]]></category> <category><![CDATA[peter rauen]]></category> <category><![CDATA[spd]]></category> <category><![CDATA[tv-rechte]]></category> <category><![CDATA[winfried hermann]]></category> <category><![CDATA[wolfgang niersbach]]></category> <guid
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/> </strong>Ich will mal meinen Gesamteindruck in zwei Sätzen sagen: &#8220;Was im Moment an vielen Ecken in Deutschland passiert, ist extrem bemerkenswert. Ich kann mich an keine ähnliche Situation erinnern.&#8221; Ich glaube, das ist zum Teil hier sehr einseitig gesehen worden. <em>(Meint DFB und DFL) </em></p><p><strong>Peter Rauen (CDU)<br
/> </strong>&#8220;Herr Seifert, sie haben sich ein bisschen gewundert, dass wir heute über dieses Thema sprechen. Das sollten sie eigentlich nicht tun. Denn als wir im Dezember 2007 über den tollen Sirius-Vertrag mit dem 3-Milliarden-Versprechen diskutiert haben, auch gesagt, dass das nicht zu Lasten des Amateurfußballs gehen darf.&#8221;</p><blockquote><p><strong>Das brennt im Amateurfußball von Kiel bis Burghausen. Das ist kein separates Thema in Gelsenkirchen. In allen Bereichen hat man das Gefühl, dass der Amateurfußball an den Wand gedrückt wird. </strong></p></blockquote><p>Zitiert den Trierschen Volksfreund. Wir haben es hier mit einem Flächenbrand zu tun. Ich habe zum ersten Mal das Gefühl, dass die Solidarität im deutschen Fußball nicht mehr existiert und dass sie von den Profivereinen aufgekündigt wird.</p><p>Was der neue Fernsehvertrag vorsieht, das schlägt aus meiner Sicht dem Fass den Boden aus. Er zählt dann alle Ansetzungen und Sendeplätze für Live-Berichterstattung auf. Das ist ein flächendeckendes Programm und jetzt frage ich sie: Wohin soll denn der Amateurfußball noch ausweichen.</p><p>Rechnet 50.000 Spiele pro Wochenende vor. </p><p><strong>Wolfgang Niersbach (DFB)<br
/> </strong>Ruft dazwischen: „80.000 sogar.&#8221; </p><p><strong>Peter Rauen (CDU)<br
/> </strong>Rechnet vor, dass im Amateurbereich 7,6 Millionen Euro pro Jahr fehlen, wenn „bei diesen 50.000 Spielen nur 25 Zuschauer pro Spiel fehlen.</p><p>„Da nutzt uns auch kein Grundlagenvertrag mehr.&#8221; Mahnt Seifert, der leise protestiert und sich gerade von ihm weggedreht hat: „Herr Seifert, ich habe ihnen auch zugehört.&#8221;</p><p>Das englische Beispiel könne nicht die Vision des deutschen Fußballs sein. Das Faß ist endgültig zum Überlaufen gebracht worden </p><p><em>(Beifall für Rauen aus allen Fraktionen. Tischklopfer. Noch nie erlebt in diesem Gremium.)</em></p><p><strong>Christian Seifert (DFL)<br
/> </strong>Ruft dazwischen und benutzt oft das Wort „Fakten&#8221;. </p><p><strong>Swen Schultz (SPD)<br
/> </strong>&#8220;Herr Seifert, sie haben nicht das Wort.&#8221;</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>&#8220;Herr Seifert, sie müssen zur Kenntnis nehmen, dass die Position von Peter Rauen von den Volksvertretern sehr geteilt wird.&#8221; Wird laut: Die Frage, wie viel sie in den TV-Verträgen nehmen, hängt doch an den utopischen Gehältern der Spieler. </p><p><strong>Dagmar Freitag (SPD)<br
/> </strong>&#8220;Herr Seifert, ich verstehe ihre Aufregung nicht. Wir haben ihnen doch auch eine Stunde zugehört.&#8221; Die Gepflogenheiten in diesem Ausschuss sind so, dass wir einander zu hören. Ich habe selten so oft das Wort Fakten gehört. Das hat mich irritiert. Was mir an ihrem Vortrag völlig gefehlt hat, ist der emotionale Zugang zum Sport.</p><blockquote><p><strong>Streiks im Fußball, das hat es so noch nicht gegeben. Das sollte doch zumindest zum Denken, vielleicht sogar zum Nachdenken führen.</strong></p></blockquote><p>Die Zahlungen an den Amateurbereich sind für mich eine schlichte Selbstverständlichkeit. Wir sollten schon sehen, dass der Breitensport letztlich die Basis ist, dass wir auch Spitze entwickeln.</p><p>Verein ist Gemeinschaftsgefühl, Verein ist ein soziales Gefüge, Verein ist mehr als elf Leute, die gegen einen Ball treten.</p><p>Sie zitiert die Westfälische Rundschau, in der stand, dass die ARD die Ziehung der Lottozahlen verschieben will wegen der Bundesliga. „Da frage ich mich: heute die Lottozahlen und morgen die Tagesschau?&#8221; Kann das wirklich alles so normal sein?</p><p>Ich weiß, dass auch in Baden-Württemberg durchaus Klagen sind. An Niersbach: Sie sollten das nicht als westfälisches Problem abtun. Wir sollten den Sport und den Fußball nicht nur ausschließlich unter fiskalischen Gesichtspunkten betrachten. </p><p><strong>Joachim Günther (FDP)<br
/> </strong>Peter Rauen hat mir aus der Seele gesprochen. Ich kenne mich da aus, ich habe über Jahre einem Verein vorgestanden. Fernsehvertrag ist amateurfeindlich, familienfeindlich und es ist auch insgesamt für die Sportgestaltung schädlich &#8211; in angrenzenden Sportarten. Er findet das alles unmöglich. Dann spricht er von seiner Zielstellung, in einer deutschen Mannschaft mindestens sechs deutsche Spieler einzusetzen. Appell:</p><blockquote><p><strong>„Unterschätzt das nicht! Das ist eine Flächensache! Ich bitte dringend, das Konzept zu überdenken.&#8221; </strong></p></blockquote><p><strong>Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen)<br
/> </strong>Auch er unterstützt Peter Rauen. An Niersbach: Macht es Sinn, dass jede zweit- und drittklassige Spiel im Uefa-Cup zur Primetime übertragen wird? &#8220;Mir stinkt es einfach, das jedes dieser Spiele gezeigt wird.&#8221; Spricht von „absolutem medialen Overkill in schlechtem Fußball&#8221;. Erinnert an das Schicksal von Tennis. „Weinger ist mehr!&#8221; Sie sollten sich mehr bescheiden! </p><p><strong>Detlef Parr (FDP)<br
/> </strong>Hat sich geärgert, sagt er, nimmt sich aber zurück, sagt er. „Wir haben das Recht, dieses Thema hier diskutieren und dieses Thema in die Öffentlichkeit zu bringen!&#8221;</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/03/04/notizen-vom-sportausschuss-6-profifusball-vs-amateurfusball/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>14</slash:comments> </item> <item><title>Notizen vom Sportausschuss (5): Zielvereinbarungen, Transparenz und die Kontrolle von Steuermitteln</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/02/11/notizen-vom-sportausschuss-5-zielvereinbarungen-transparenz-und-die-kontrolle-von-steuermitteln/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/02/11/notizen-vom-sportausschuss-5-zielvereinbarungen-transparenz-und-die-kontrolle-von-steuermitteln/#comments</comments> <pubDate>Wed, 11 Feb 2009 18:58:56 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[bmi]]></category> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[novosp]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[zielvereinbarungen]]></category> <category><![CDATA[andreas trautvetter]]></category> <category><![CDATA[bündnis 90]]></category> <category><![CDATA[bernhard schwank]]></category> <category><![CDATA[bobsport]]></category> <category><![CDATA[bsd]]></category> <category><![CDATA[cdu]]></category> <category><![CDATA[christoph bergner]]></category> <category><![CDATA[csu]]></category> <category><![CDATA[dagmar freitag]]></category> <category><![CDATA[die grünen]]></category> <category><![CDATA[die linke]]></category> <category><![CDATA[dieter adolfs]]></category> <category><![CDATA[dttb]]></category> <category><![CDATA[eberhard gienger]]></category> <category><![CDATA[katrin kunert]]></category> <category><![CDATA[klaus riegert]]></category> <category><![CDATA[michael vesper]]></category> <category><![CDATA[peter danckert]]></category> <category><![CDATA[rennrodeln]]></category> <category><![CDATA[rodeln]]></category> <category><![CDATA[skeleton]]></category> <category><![CDATA[spd]]></category> <category><![CDATA[stephan mayer]]></category> <category><![CDATA[steuermittel]]></category> <category><![CDATA[thomas weickert]]></category> <category><![CDATA[tischtennis]]></category> <category><![CDATA[winfried hermann]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=2819</guid> <description><![CDATA[Heißa, das war doch eine recht muntere Diskussion zum TOP 10 der 67. Sitzung des Bundestags-Sportausschusses heute Nachmittag im angestammten Saal 4.800 des Paul-Löbe-Hauses in Berlin. &#8220;Zielvereinbarungen &#8211; Sportverbände&#8221; hieß TOP 10. Ein Dokument dazu habe ich heute Vormittag schon veröffentlicht, hier noch einmal das gute Stück (pdf, 8 Seiten), auf dieser Präsentation baute DOSB-Leistungssportdirektor Bernhard [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Heißa, das war doch eine recht muntere Diskussion zum TOP 10 der 67. Sitzung des Bundestags-Sportausschusses heute Nachmittag im angestammten Saal 4.800 des Paul-Löbe-Hauses in Berlin. &#8220;Zielvereinbarungen &#8211; Sportverbände&#8221; hieß TOP 10. Ein Dokument dazu habe ich <a
href="http://jensweinreich.de/?p=2800" target="_self">heute Vormittag</a> schon veröffentlicht, hier <a
href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/02/zielvereinbarungen-praes-022009.pdf" target="_blank">noch einmal das gute Stück</a> (pdf, 8 Seiten), auf dieser Präsentation baute DOSB-Leistungssportdirektor Bernhard Schwank seinen Vortrag auf. Wie bereits im letzten Beitrag notiert, ist für mich die Veröffentlichung dieser Zielvereinbarungen eine Selbstverständlichkeit. Die Diskussion bewies, dass jene, die hier mit Millionensummen aus öffentlichen Töpfen (Bundesinnenministerium und zahlreiche andere Ministerien &#8211; <a
href="http://jensweinreich.de/?p=1627" target="_self">eine Aufstellung gibt es hier</a>) gefördert werden, diese Transparenz gar nicht gut heißen. Doch genug der Vorrede, ich habe diesen Umstand schon <a
href="http://jensweinreich.de/?s=zielvereinbarungen" target="_self"><span
style="color: #6b8e23;">in mehreren Beiträgen kritisiert</span></a>. Jeder kann lesen und sich selbst ein Bild machen. Es sind ja nicht meine ersten Notizen von Sportausschuss-Sitzungen, einigen Lesern sind die handelnden Personen schon ganz gut vertraut. Und: Sie spielen ihre Rollen wieder gut.</p><p><strong>Peter Danckert (SPD, Chef des Sportausschusses)<br
/> </strong>Er moniert zunächst, dass DOSB-Generalsekretär Michael Vesper (Bündnis 90/Die Grünen) hinter seinem Rücken, wie er es darstellte, die Obleute von CDU und SPD telefonisch bearbeitet hat. &#8220;Gab es eine Intervention durch Dich, Michael Vesper? Dazu würde ich gern mal die Obleute hören.&#8221; Danckert kritisiert, dass nicht, wie er als ausgemacht betrachtete, zwei Zielvereinbarungen (einmal Sommer, einmal Winter) von zwei Verbänden im Original dem Ausschuss vorliegen. &#8220;Warum haben wir diese konkreten Zielvereinbarungen heute nicht vorliegen?&#8221;</p><p><strong>Michael Vesper (DOSB/Bündnis 90/Die Grünen)<br
/> </strong>Der Vorsitzende hat sich nicht an uns sondern an das BMI gewandt. Die Zielvereinbarungen <em>(künftig immer mal ZV genannt)</em> enthalten perspnenbezogene Daten, die nicht veröffentlicht werden können, sollen und dürfen. Selbstverständlich sind wir jederzeit bereit, auch im Detail in einem Obleutegespräch zu berichten. Aber wir können und dürfen diese Zielvereinbarungen nicht veröffentlichen.<span
id="more-2819"></span></p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>Das BMI hat gesagt: Wendet Euch an den DOSB, das haben wir dann gemacht. &#8220;Was hat es auf sich mit personenbezogenen Daten, sind damit Trainergehälter gemeint?&#8221;</p><p><strong>Klaus Riegert (CDU, Vizepräsident des Schwäbischen Turnerbundes)<br
/> </strong>Schlägt vor, dass man endlich in die Debatte einsteigt. Es würde reichen, dass den Abgeordneten eine Musterzielvereinbarung vorliegt <em>(das Dokument, das auch den Lesern dieses Blogs vorliegt)</em>. In Zeiten des Datenschutzes <em>(das ausgerechnet von einem Mann aus Schäubles Partei)</em> muss natürlich jeder einzelne Sportverband entscheiden, ob ein Vertrag zwischen zwei Vertragspartnern weitergegeben werden darf. <em>(Tatsächlich?)</em></p><p><span
style="color: #888888;"><span
style="color: #000000;"><strong>Dagmar Freitag (SPD, Vizepräsidentin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes)</strong></span><br
/> </span>In der Tat habe ich auch einen Anruf bekommen, in dem über personenbezogene Daten gesprochen worden ist. Habe mir ZV des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) angesehen, sechs Zahlen von sechs Bundestrainern, das hätte man schwärzen können, das gehört nicht an die Öffentlichkeit.</p><blockquote><p>&#8220;Interessant ist so eine ZV für diesen Ausschuss dennoch, es geht ja um öffentliche Mittel.&#8221;</p></blockquote><p>Hat wegen der Südafrika-Reise die DLV-ZV erst heute bekommen. Man hätte schwärzen können, damit hätte man den einen oder anderen Missklang heute vermeiden können.</p><p><strong>Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen)<br
/> </strong>Man erwartet von uns, dass wir wissen, wofür wir Geld ausgeben. Lange Zeit war das sehr intransparent. Ich will nicht das Gehalt eines einzelnen Bundestrainers wissen, aber die grundsätzlichen Aussagen sollten wir schon kennen. &#8220;Es geht mir nicht um einzelen Daten, sondern um eine Transparenz der Mittelverwendung.&#8221;</p><p><strong>Michael Vesper (DOSB)<br
/> </strong>Regt an, jetzt erst mal über die Sache zu sprechen.</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong><em>(Regt sich jetzt erst recht auf.)</em> Der Ausschuss sei als Ganzes zu behandeln. Vesper solle nicht versuchen, &#8220;den Ausschuss hintenrum zu hinterlaufen, so nach dem Motto: Wenn ich die beiden Obleute hinter mir habe, kann nichts passieren&#8221;.</p><p><strong>Michael Vesper<br
/> </strong>&#8220;Darum geht es nicht.&#8221;</p><p><strong>Peter Danckert<br
/> </strong>Können wir uns darauf verständigen?</p><p><strong>Michael Vesper<br
/> </strong>&#8220;Wir sind weder von Ihnen noch von Ihren Mitarbeitern gebeten worden, diese ZV zur Verfügung zu stellen.&#8221; Wir stehen selbstverständlich für größtmögliche Transparenz. Wenn dann noch Fragen offen bleiben, sind wir selbstverständlich bereit, diese zu beantworten.</p><blockquote><p><strong>Womit wir auch ein Problem haben: In den Zielvereinbarungen sind Medaillenziele vereinbart. Es kann nicht sein, dass diese Ziele mal eben hochgerechnet werden und man dann das Medaillenziel für London addiert. Das wäre keine gute Lage für die Vorbereitung der deutschen Mannschaft für die Olympischen Spiele.</strong></p></blockquote><p><strong>Peter Danckert<br
/> </strong>Wir wollten nur zwei ZV haben, eine Sommer, eine Winter.</p><blockquote><p><strong>Die Zahl der Gesamtmedaillen ist doch eine interessante Zahl gegenüber der Öffentlichkeit. Damit müssen wir argumentieren gegenüber den Haushältern.</strong></p></blockquote><p><em>(Das Spielchen zwischen Vesper und Danckert kennt man schon. Die beiden beißen sich, wo es nur geht. Vesper schwärzt den Auschuss-Vorsitzenden gern auch in Briefen an hohe Sportfunktionäre an.)</em></p><p><strong>Michael Vesper (DOSB)<br
/> </strong><em>(Kann nun mit seinem Vortrag beginnen.) </em>Ausgangspunkt war das Olympiaabschneiden 2004 in Athen. Förderkonzept damals richtete sich nach dem Abschneiden vergangener Jahre, Leistungsentwicklungen und Perspektiven wurden kaum berücksichtigt. Dadurch wurden die stärkeren Verbände immer stärker und schwächere Verbände gerieten in eine Abwärtsspirale.</p><p>Spricht von einer strategischen Gesamtzielstellung:</p><ul><li>a) Null Toleranz in Dopingfragen</li><li>b) Wintersport: Erster Platz in Vancouver 2010</li><li>c) Sommersport: Platz unter ersten Fünf in London 2012</li></ul><p>&#8220;Mutter aller Zielvereinbarungen ist diejenige, die zwischen dem BMI und dem DOSB abgeschlossen worden ist.&#8221; Vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2012. Verbindliche Erfolgsziele und strukturelle Ziele. Er sagt: Bereitstellung zusätzlicher Mittel sei zwingend erforderlich. Weil a) Ausweitung des internationalen Kalenders inklusive der teilweise schon beginnenden Qualifikationen für London 2012, teilweise auf allen fünf Kontinenten stattfindeneden Weltcups und Qualifikationsturnieren. Internationale Trainingscamps und Leistungsvergleiche. Im einzelnen wird das der Herr Schwank am Beispiel zweier Zielvereinbarungen erläutern.</p><p><strong>Bernhard Schwank (DOSB-Direktor für Leistungssport)<br
/> </strong>Wir brauchen für jedes Ziel klare Zielkriterien, an denen sie nach Ablauf feststellen können: Ziel erreicht oder Ziel nicht erreicht. Dann liest er das vor, was schon online steht, ohne den Verband zu nennen.</p><blockquote><p><strong>Die Klarheit war in der Vergangenheit nicht immer klar.</strong></p></blockquote><p>Sie können nur klar steuern, wenn sie sich auf Meilensteine einigen. <em>(Ein Journalisten-Kollege neben mir bemerkt treffend: &#8220;Das ist doch Esoterik, oder?&#8221;) Schwank trägt dann aus der </em><a
href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/02/zielvereinbarungen-praes-022009.pdf" target="_blank"><em>hier nochmals verlinkten Vereinbarung</em></a><em> vor. </em>Über alle Verbände hinweg sind 82 zusätzliche Stellen bei der Bundeswehr und 33 zusätzliche Stellen bei der Bundespolizei ermittelt worden. Haben eine Menge an Meilensteinen und dementsprechenden Steps erarbeitet, nun sind wir gerade dabei, eine eigene Stelle als Monitoring-Einrichtung im DOSB zu schaffen.</p><p><strong>Christoph Bergner (CDU, Parlamentarischer Staatssekretär im BMI)<br
/> </strong>Spricht über die &#8220;wechselseitigen Kenntnisse&#8221; der Vereinbarungen und über die &#8220;Realisierung der gestellten Ziele&#8221;. <em>(Bergner at his best, wunderbare Formulierungen.)</em> Es sei ein neues und zukunftsgewandtes Verfahren gewählt worden. Den Verbänden Entwicklungschancen zu geben, sei ein Verfahren, dass man durchaus begrüßen kann.</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>&#8220;Das beantwortet meine Anfrage an das BMI noch nicht. Sitzen Sie da mit am Tisch und segnen das ab? Und das Fachgremium Sportausschuss und das Fachgremium Haushaltsausschuss nicken dann nur noch ab, ja?&#8221; Für mich persönlich die Frage: Ist das eigentlich unseren verschiedenen Aufgaben angemessen.</p><p><strong>Dieter Adolfs (zuständiger Referatsleiter in der <a
href="http://jensweinreich.de/?p=1627" target="_blank">Abteilung Sport des BMI in Bonn</a>)<br
/> </strong>Bei den Verhandlungen war immer ein Vertreter des BMI dabei. Dabei ging es aber nur darum, wie viel Geld zur Verfügung steht und ob zuwendungsrechtlich nichts vereinbart wird, das nicht möglich ist. Weiteres Verfahren: Bundessportfachverbände sind gezwungen, das in den ZV festgesetzte in formelle Anträge auf Förderung umzusetzen. Wenn die Anträge kommen, wird beim DOSB nachgefragt, ob es rechtens ist, dann geht es zum Bundesverwaltungsamt.</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>&#8220;Das klingt ja alles sehr schlicht und einfach.&#8221;</p><p><strong>Klaus Riegert (CDU)<br
/> </strong>(Springt wie so oft dem Sport hilfreich zur Seite.) &#8220;Vielleicht sollten wir die Verbände mal hören.&#8221;</p><p><strong>Thomas Weickert (Präsident des Deutschen Tischtennis-Bundes/DTTB)<br
/> </strong>Transparenz war oft genannt und Transparenz ist auch das Stichwort. Was macht der Verband damit? Altes Förderkonzept ewar Belohnung und Bestrafung. Warum wir Geldmittel bekommen, war uns nicht nachvollziehbar. Jetzt ist die Transparenz sehr gut gegeben für uns. Diese Transparenz spiegelt sich auch in den eigentlichen Verhandlungen wieder. Ich fomuliere die Ziele und das Handeln ist zielgerichtet. Wenn wir nicht tun, was ausgemacht ist, dann kriegen wir eben kein Geld. Wir haben ein wirklich starkes Controlling. Was passiert, wenn unser Ziel verfehlt wird?</p><p><strong>Andreas Trautvetter (CDU, Präsident des Bob- und Schlittenverbandes/BSD)<br
/> </strong>&#8220;Wir arbeiten als Verband hervorragend mit dem BMI zusammen, die Zusammenarbeit auf vielen Ebenen geht weit über die Zielvereinbarungen hinaus.&#8221;</p><blockquote><p>Aber: Das ist für mich eine Sache der internen Organisation des Sportes. <span
style="color: #000000;"><strong>Das soll eine interne Sache des Sportes bleiben. Ich hätte etwas dagegen, wenn alle ZV aller 33 olympischen Sportverbände zusammen gelegt wird und da wird ein Buch draus gemacht und das würde auf dem Markt ausgetragen.</strong></span></p></blockquote><p>Das gäbe Auseinandersetzungen innerhalb des Sports. Da würde der eine Verband nach dem anderen Verband fragen. Als BSD-Chef tue ich mich sehr leicht, über meine Zielvereinbarungen zu reden. Es hat kein anderes Land vier Kunsteisbahnen, daraus ableitend schon müssen wir hohe Ziele haben. Alexander Resch hat mal gesagt: &#8220;Wir fahren doch nicht zu einer Weltmeisterschaft, um den Bus vollzukriegen.&#8221; Unser Anspruch ist, dass wir bei jeder internationalen Veranstaltung jemanden, nach Möglichkeit mehr als einen, aufs Treppchen bekommen. Das ist selbst für uns nicht einfach, Lake Placid und Whistler haben gerade gezeigt, dass wir dort einiges zu tun haben. Zielstellung: Zehn Wettkämpfe = zehn Medaillen. Aber wir gehen weiter, weil wir diese Zielstellungen mit Entwicklungszielen für die Zukunft verbinden. Ich kann nicht nur Vancouver 2010, ich muss auch Sotschi 2014 und sogar München 2018 im Auge haben.</p><p>Problematik der Förderung: Wir fördern erst dann, wenn eine Leistungssportdisziplin olympische Disziplin wird. Interessant: Weist auf die Schwäche der Leichtathletik hin, die bedeutet, dass wir ein Problem im Bobfahren bekomme. Ich muss also eigene Athleten entwickeln, was dazu führt, dass ich erst in zehn Jahren neue Athleten für meinen Sport bekomme auf Weltniveau.</p><p>Weiteres Problem wg Veröffentlichung: Wir haben ja genug Kämpfe in den Sportverbänden in unserem föderalen System. Ich kann meine Zielvereinbarungenn nicht runterbrechen auf meine Landesverbände. Da gibt es andere Zuständigkeiten, da stört unser föderales System.</p><p><strong>Dagmar Freitag (SPD)<br
/> </strong>Ich habe einige Feststellungen mit gewissem Erstaunen zur Kenntnis genommen. Erste Frage an Vesper, bezieht sich auf einen Beitrag im Generalanzeiger Bonn vom November 2008, in dem Vesper behauptet, dass Verbände, mit denen man rechtzeitig Zielvereinbarungen geschlossen hatten, in Peking erfolgreicher waren als andere. Wie ist diese sehr kühne Festellung und diese sehr flinke Wirkung zu erklären?</p><p>Herr Trautvetter, ich habe sie so verstanden, dass Sie meinen, es sei ganz gut, wenn der eine Verband nicht weiß, was der andere bekommt. Diese Meinung teile ich nicht. Transparenz im Spitzensport sollte gewährleistet sein. Wenn die Transparenz vorhanden wäre, die gewährleistet werden könnte, könnte die eine oder andere schwierige Diskussion beseitigt werden. Fragt nach Bundeswehr und Karriere nach dem Sport.</p><p>Sie stört sich an Formulierungen: Der DOSB wirkt darauf hin (Umsetzung von Antidopingmaßnahmen). Es habe zu heißen: Er verlangt. Wer kontrolliert das? Und warum formulieren Sie das dermaßen zögerlich?</p><p><strong>Klaus Riegert (CDU)<br
/> </strong><em>(Versucht sich wieder mal an einem Witz, der misslingt. Kaum einer im Raum versteht ihn. Will dann wohl über die Kontrollfunktion des Ausschusses reden, auch das bleibt unklar.) Dann doch klare Fragen: </em>Was passiert, wenn die Zielvereinbarungen nicht eingehalten werden? Wie gehen die ZV in veränderte ZV und Förderung des Nachwuchses über? Haushaltsfragen: Wir haben nebenbei erfahren, dass Sie von zusätzlichen 115 Stellen bei der Bundeswehr und Bundespolizei ausgehen? Wovon gehen Sie da aus? Wie legen Sie Ihre Forderungen an? Kann man die Forderungen so hochschrauben, dass sie vom Geldgeber nicht eingehalten werden können, dann haben wir schon einen Schuldigen, wenn die Ziele nicht eingehalten werden.</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>Das scheint mit eine sehr berechtigte Frage zu sein.</p><p><strong>Katrin Kunert (Die Linke)<br
/> </strong>Will wissen, ob es gemeinsam mit Sportlern Analysen vor den ZV gegeben hat. <em>(Oder so.)</em> Gibt es gesonderte Verträge mit Olympiastützpunkten und Institutionen wie dem IAT? Frage an Bergner zur &#8220;Mutter der Zielvereinbarungen&#8221;, nach welchen Kriterien prüft das BMI?</p><p><strong>Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen)<br
/> </strong>Sieht ein Problem: Wer langfristig plant, muss sicherstellen, dass er langfristig Mittel bekommt. Schon deshalb muss die Politik insgesamt mit einbezogen werden.</p><blockquote><p><strong>Wenn man von öffentlichem Geld lebt, muss man auch mit öffentlicher Kontrolle leben. Ich bedauere es, dass es so lange gedauert hat. Es kann nicht sein, dass es auf Dauer das Geheimnis der Sportverbände und der Sportverwaltung bleibt, wer welche Mittel bekommt.</strong></p></blockquote><p>Wenn der Sport beschließt, wir machen jetzt eine Medaillenstrategie, dann kommt er schnell auf die Idee, dass er sich auf Sportarten konzentriert, wo es viele Medaillen aber wenig Konkurrenz gibt. Nur: Wo ist die gesellschaftliche Basis des Skeletons und des Bobsports. Es gibt also Sportarten, die gesellschaftlich relavanter sind. Das ist eine politische Debatte, die der DOSB führen muss. Darüber muss es einen Diskurs geben, nur dann kann auch die parlamentarische Unterstützung greifen. Zum Geld: Es gibt eine Tendenz zum Drauflegen. Aber es muss auch einen Ort geben, an dem man mal die Effizienz der Strukturen diskutiert. Wie sieht eine Zielvereinbarung in einer Mannschaftssportart aus?</p><p><strong>Eberhard Gienger (CDU, DOSB-Vizepräsident Leistungssport)<br
/> </strong><em>(Auf seine Wortmeldung hatte man sich schon gefreut, und in der Tat, Gienger, Cheflobbyist des DOSB im Ausschuss, bleibt sich treu.)</em></p><blockquote><p>Die meisten Fragen, die ich mir auch aufgeschrieben hatte, hat der Klaus Riegert schon gestellt.</p></blockquote><p>Er fragt dann nach Übererfüllung von Zielvereinbarungen: &#8220;Wird es dann auch zu Bonuszahlungen führen und wo kommen die gegebenenfalls her? Gibt es denn Vergleiche zu anderen Nationen?&#8221;</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>&#8220;Wir werden die Probleme nicht im Interesse des Sports lösen können, wenn wir die gegenseitigen Rollen nicht beachten.&#8221; Ich sage es an den ehemaligen Kollegen und Parlamentarier Trautvetter: Unsere Aufgabe ist es, die Verwendung der Mittel zu rechtfertigen. &#8220;Naja, Michael Vesper, wir sind genauso schlau wie Du, Du bist ja auch neu in diesem Geschäft.&#8221; <em>(Vesper protestiert, murmelt etwas, Danckert aber ist lauter und redet weiter.)</em></p><blockquote><p><strong>Wir werden nur auf einen gemeinsamen Nenner kommen, wenn an dieser Stelle Transparenz gegeben ist. Jeder Versuch, etwas unter den Teppich zu kehren, wird schief gehen. Wenn wir diese Zielvereinbarungen nicht kennen, können wir dazu auch gar nichts sagen. Ich schlage vor, dass wir eine Arbeitsebene finden, erster Schritt dazu: Offenheit und Information.</strong></p></blockquote><p>Wenn das Ministerium die einzelnen Zielvereinbarungen kennt, dann kennen sie auch die Summe der Medaillen. Auch die Öffentlichkeit sollte informiert sein, denn hier geht es um Steuergelder und nicht um irgendwelche privaten Mäzene, die sich da beteiligen.</p><p>Chancen für die Zukunft zu bescheiben, ist vage. Vergangenheit ist konkret. Herr Schwank, wie geht man also da vor, wie schätzt man Chancen ab?</p><p>Ich wüsste gern, ob in diesen Zielvereinbarungen neben den Gehältern der Trainer auch die Namen derjenigen sind, die sie für chancenreich erachten.</p><p><strong>Klaus Riegert (CDU)<br
/> </strong>Will eine Erklärung abgeben, &#8220;damit kein falscher Eindruck bei den Zuhörern hier im Saal verbleibt&#8221;.</p><blockquote><p>Wir wissen, wo unser Geld hingeht. Wir wissen von jedem Euro und jedem Cent, wo er ausgegeben wird.</p></blockquote><p><strong>Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen)<br
/> </strong><em>Protestiert:</em></p><blockquote><p>Das ist ein Märchen.</p></blockquote><p><strong>Stephan Mayer (CSU)<br
/> </strong>Fragt nach Überarbeitungsmöglichkeiten der ZV auf halbem Wege zu einem Höhepunkt. Ist eine zwischenzeitliche Evaluation angedacht?</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>Es gibt ja auch den Grundsatz: Wegfall der Geschäftsgrundlage.</p><p><strong>Dagmar Freitag (SPD)<br
/> </strong>Fragt nach Ausstiegsklauseln in den Zielvereinbarungen, wenn das Material nicht stimmt, wie jüngst von Bobfahrer Lange erneut kritisiert.</p><p><strong>Michael Vesper (DOSB/Bündnis 90)</strong></p><blockquote><p>Sie, Herr Vorsitzender, rücken es immer gern ins Zwielicht. Diese Vereinbarungen werden nicht in Hinterzimmern, sondern in der Otto-Fleck-Schneise im Willi-Daume-Zimmer oder in den Zimmern 12 bis 15 ausgehandelt, immer ist ein Vertreter des BMI dabei.</p></blockquote><p>Wir arbeiten nicht mit einer Glaskugel. Ein Fördersystem gab es in dieser Transparenz vorher nicht. <em>(Dann geht er &#8211; wie immer &#8211; darauf ein: &#8220;Das war ja alles vor meiner Zeit.&#8221; Der HIntergrund: Alles Gute in der Otto-Fleck-Schneise, wo der DFB, der DOSB und früher auch NOK und DSB sitzen, begann quasi mit Vespers Amtsantritt Ende 2006, er vergisst selten, diese Bemerkungen in seine Ausführungen einzuflechten.)</em> Demokratisch gewählte Gremien des Sports hätten diese Vereinbarungen getroffen, sagte Vesper. Zum Zitat, dass Freitag gebracht hat, sagt er: Das habe ich so nicht gesagt, das war nicht autorisiert. Er habe lediglich gesagt, dass Verbände, die mit FES und IAT arbeiten, erfolgreicher seien, als Verbände, die es nicht tun. Der DOSB ist ein Dachverband autonomer Verbände. Es ist unser Job, Verbänden zu helfen. Wir machen alles, wir knöpfen uns auch den Gürtel doppelt und dreifach zu.</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong><em>Wenn Vesper redet, ruft er natürlich dazwischen (kann man ja auch verstehen, zumindest ein bisschen).</em></p><blockquote><p><strong>Jeder einzelne Verwendungsnachweis unterliegt der öffentlichen Kontrolle.</strong></p></blockquote><p><strong>Michael Vesper (DOSB)<br
/> </strong>Ich glaube nicht, dass in jedem Förderbescheid anderer Ministerien das so ist. Habe das immer so verstanden, dass der Haushaltsausschuss einen Rahmen vorgibt und Gestaltungsmöglichkeiten bleiben.</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong><em>(sehr genervt) </em>&#8220;Man kann nur nach vorne gucken, wenn man die Entwicklungen, die zur Gegenwart geführt haben, mit im Blick hat.&#8221;</p><p><strong>Michael Vesper (DOSB)<br
/> </strong>&#8220;Wir sind uns doch immer einig.&#8221;</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>&#8220;So würde ich das nicht sagen.&#8221;</p><p><strong>Bernhard Schwank (DOSB)<br
/> </strong>Evaluation der ZV passiert ständig. Zusätzliche Planstelle ist nötig, um Fakten, Daten, Zahlen zu bewältigen. Beispiel: Eishockeyspielerinnen sind nicht für Vancouver qualifiziert, also haben wir das Projekt eingestellt, die Mittel im fünfstelligen Bereich fließen zurück und können für andere Zwecke verwendet werden. Mit den Finanzdaten bewegen wir uns natürlich absolut im Haushalt des BMI in dem Rahmen, der uns zur Verfügung steht. Der Bedarf, das will ich auch deutlich sagen, ist natürlich noch höher.</p><p>Zu Namen: WIr reden immer vom Top-Team, die Namen sind also bekannt. Und in einigen Sportarten werden zu einzelnen Athleten konkrete Ziele benannt, nicht alle, aber doch einige. Trainer, wissenschaftliche Unterstützung, Nachwuchsförderung, Wettkampfsystem, all das wird einbezogen, alles sehr konkret. Wir sind die einzige Nation gewesen in Peking, die alle Sportartengruppen gefördert hat.</p><p><strong>Andreas Trautvetter (CDU, BSD)<br
/> </strong>Bedankt sich bei Klaus Riegert für &#8220;die Klarstellung der Mittelverwendung. Wir werden natürlich jedes Jahr geprüft durch das Bundesverwaltungsamt. Die Verwendung erfolgt außerordentlich korrekt.&#8221;</p><blockquote><p><strong>Ich habe nichts gegen Transparenz. Als Bob- und Schlittenverband kann ich mit Transparenz sehr gut leben. Was ich sagen wollte, dass ich Angst habe vor einer Vergleichbarkeit. </strong></p></blockquote><p>Wie sich der Leichtathletik-Verband aufstellt ist Sache des DLV, wie sich der Schgwimmverband aufstellt, ist Sache des DSV. Da habe ich nicht mitzureden. Man kann die Aufstellungen der Verbände und die entsprechenden Kosten nicht miteinander vergleichen. Wenn wir es nicht begründen können, kriegen wir auch kein Geld. Widerspricht Frau Freitag: Wir sind nicht so erfolgreich, weil wir keine Konkurrenz haben. Wir sind erfolgreich, weil ich der Überzeugung bin, dass wir das effektivste Trainingssystem aufgebaut haben. Seit die Schweizer und polnischen Rennrodler mit dem deutschen Verband trainieren, seit wir diese Patenschaft haben, fahren diese Rodler mit unter die ersten zehn. Das zeigt doch: Das muss doch wirklich trainingssystematisch sein.</p><p>Wir haben jederzeit den Überblick, was unsere Athleten nach der sportlichen Karriere machen. Zum FES-Problem: Rennrodler, Skeleton, Zweierbob &#8211; alle fahren FES-Schlitten, und zwar erfolgreich. Es gibt derzeit nur mit dem Viererbob Probleme, aber deshalb stelle ich doch die gesamten Einrichtungen nicht in Frage. Ich wünschte mir eine weitere Zusammenarbeit und eine bessere Ausstattung des FES. Wir wären noch erfolgreicher, wenn die kontinuierlich an den Sportarten arbeiten.</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>&#8220;Kann man sagen: Vom Bob- und Schlittenverband lernen, heißt siegen lernen?&#8221;</p><p><strong>Dagmar Freitag (SPD)<br
/> </strong>Zu Trautvetter: &#8220;Sie dürfen jetzt nicht nein sagen.&#8221;</p><p><strong>Andreas Trautvetter (CDU, BSD)<br
/> </strong>Man kann sagen, dass es sich für andere Verbände lohnen könnte, sich unsere Trainingsmethodik einmal anzuschauen.</p><p><strong>Peter Danckert (SDP)<br
/> </strong>&#8220;Wenn das geheim bleibt und die Zielvereinbarungen nicht öffentlich sind, dann wird es eben schwer.&#8221;</p><p><strong>Thomas Weickert (DTTB)<br
/> </strong>Spricht über die Dopingvereinbarungen/Antidopingklauseln. Wenn wir nicht das tun, gibt&#8217;s eben die Sanktionsmöglichkeiten.</p><p><strong>Christoph Bergner (CDU/BMI)<br
/> </strong>Verknüpfung zum BMI und zum Haushaltsgesetzgeber:</p><blockquote><p><strong>Wir sind sicher gefordert, uns eine parlamentsfreudige Arbeitsform in der Auswertung zu überlegen.</strong></p></blockquote><p>Ich würde bloß gerne an dem Grundsatz festhalten, das ja auch in dieser Runde nicht in Frage gestellt wird: Es geht um Zuwendungen an unabhängige Sportverbände. Die Vertragsgestaltung müsse an dieser Unabhängigkeit gemessen werden. Die Zielvereinbarungen führen zu einer Priorisierung der Verbandsförderung innerhalb des gesetzten Haushaltsrahmens. Bitte keine Verbandsdiskussion betreiben. Das BMI vermittelt nur den Rahmen, den der Haushaltsgesetzgeber ihm gestellt hat.</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>Die Formulierung &#8220;parlamentsfreudige Arbeitsform&#8221; gefällt mir schon ganz gut, wir sind auf dem richtigen Wege. Wenn wir vernünftig zusammen arbeiten, haben sie immer die Unterstützung des gesamten Ausschusses und damit auch des Parlaments.</p><p><strong>Klaus Riegert (CDU)<br
/> </strong><em>Will noch etwas von Danckert wissen, auch nicht das erste Mal, er </em><a
href="http://jensweinreich.de/?p=2366" target="_self"><em>kommt gern mit solchen Anmerkungen</em></a><em> am Ende der Sitzungen:</em> &#8220;Sie werden zitiert in der Presse: Sportausschussvorsitzender Danckert sieht flächendeckendes Doping.&#8221; Man muss Daten, Fakten und Namen nennen, wenn man solcher Erkenntnisse hat und selbst im Präsidialausschuss der Nada sitzt. Damit ist ein Generalverdacht verbunden. Wir sind der Meinung, dass das nicht der Sportausschussvorsitzende in seiner Eigenschaft als Vorsitzender, sondern nur der Abgeordnete Danckert.</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>&#8220;Ich habe jetzt keine Absicht, mit Dir darüber zu reden in diesem Ausschuss.&#8221; Beruft sich auf &#8220;Informantenschutz nach dem Grundgesetz&#8221;. Wir werden nicht jetzt und nicht hier und schon gar nicht unter Verschiedenes darüber reden. Ich habe hundert Mal gesagt und brauche keine weiteren Belehrungen, dass ich es als Abgeordneter gesagt habe, der auch Vorsitzender dieses Ausschusses ist. Ich bin sehr beunruhigt und werde diese Dimnge hier jetzt nicht auf den Tisch legen, das kommt gar nicht in Frage.</p><p><em>Man verabschiedet sich murmelnd.</em></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/02/11/notizen-vom-sportausschuss-5-zielvereinbarungen-transparenz-und-die-kontrolle-von-steuermitteln/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>12</slash:comments> </item> <item><title>Notizen vom Sportausschuss (4): „Mangel kann man nicht durch Mangel beseitigen.&#8221;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/01/22/notizen-vom-sportausschuss-%e2%80%9eden-mangel-kann-man-nicht-durch-mangel-beseitigen/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/01/22/notizen-vom-sportausschuss-%e2%80%9eden-mangel-kann-man-nicht-durch-mangel-beseitigen/#comments</comments> <pubDate>Thu, 22 Jan 2009 14:38:32 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[bmi]]></category> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[novosp]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[sportwissenschaft]]></category> <category><![CDATA[trainerstudie]]></category> <category><![CDATA[ansgar thiel]]></category> <category><![CDATA[armin baumert]]></category> <category><![CDATA[bündnis 90]]></category> <category><![CDATA[brigitte michel]]></category> <category><![CDATA[cdu]]></category> <category><![CDATA[christoph bergner]]></category> <category><![CDATA[claudia bokel]]></category> <category><![CDATA[dagmar freitag]]></category> <category><![CDATA[detlef parr]]></category> <category><![CDATA[deutschlandfunk]]></category> <category><![CDATA[die grünen]]></category> <category><![CDATA[die linke]]></category> <category><![CDATA[dlv]]></category> <category><![CDATA[dopingopfer]]></category> <category><![CDATA[eberhard gienger]]></category> <category><![CDATA[fdp]]></category> <category><![CDATA[helmut digel]]></category> <category><![CDATA[ioc]]></category> <category><![CDATA[jürgen mallow]]></category> <category><![CDATA[jessica sturmberg]]></category> <category><![CDATA[joachim mester]]></category> <category><![CDATA[katrin kunert]]></category> <category><![CDATA[klaus riegert]]></category> <category><![CDATA[lutz nordmann]]></category> <category><![CDATA[michael vesper]]></category> <category><![CDATA[nada]]></category> <category><![CDATA[osp]]></category> <category><![CDATA[peter danckert]]></category> <category><![CDATA[peter rauen]]></category> <category><![CDATA[radio]]></category> <category><![CDATA[spd]]></category> <category><![CDATA[sporthochschule köln]]></category> <category><![CDATA[trainerakademie]]></category> <category><![CDATA[universität tübingen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=2576</guid> <description><![CDATA[Ich kann auch nichts dafür. Ich konnte es einfach nicht lassen. Hier also in der Tradition einiger anderer früherer Beiträge meine Notizen von der ersten Sitzung des Bundestags-Sportausschusses 2009. Zuvor aber noch einige Verlinkungen. (Die Beiträge in der Süddeutschen und der Welt hat Ralf hier bereits angeboten.) Ein paar Aspekte zur Diskussion über die Trainerproblematik des deutschen Sports habe [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann auch nichts dafür. Ich konnte es einfach nicht lassen. Hier also in <a
href="http://jensweinreich.de/?p=1358" target="_self">der</a> <a
href="http://jensweinreich.de/?p=1383" target="_self">Tradition</a> <a
href="http://jensweinreich.de/?p=1556" target="_self">einiger</a> <a
href="http://jensweinreich.de/?p=1627" target="_self">anderer</a> <a
href="http://jensweinreich.de/?p=1694" target="_self">früherer</a> <a
href="http://jensweinreich.de/?p=2366" target="_self">Beiträge</a> meine Notizen von der ersten Sitzung des Bundestags-Sportausschusses 2009.</p><p>Zuvor aber noch einige Verlinkungen. (Die Beiträge in der Süddeutschen und der Welt hat Ralf <a
href="http://jensweinreich.de/?p=2366#comment-5435" target="_blank">hier bereits angeboten</a>.) Ein paar Aspekte zur Diskussion über die Trainerproblematik des deutschen Sports habe ich am Sonnabend im Deutschlandfunk behandelt:</p><p><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/01/17/dlf_20090117_1927_bf955e0a.mp3" target="_self">:</a></p><p>Dazu ein Interview von Jessica Sturmberg mit <span
style="color: #000000;"><strong>Brigitte Michel</strong></span> &#8230;</p><p><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/01/18/dlf_20090118_1934_ff502891.mp3" target="_self">:</a></p><p>&#8230; und ein Gespräch mit <strong>Armin Baumert</strong> &#8230;</p><p><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/01/17/dlf_20090117_1942_42076b4f.mp3" target="_self">:</a></p><p>Die drei Beiträge sind als Package zu sehen bzw. zu hören.</p><p>Nun also die Notizen zur 65. Ausschuss-Sitzung und der Anhörung über den <strong>&#8220;Stellenwert der Trainer im deutschen Spitzensport&#8221;</strong>. Um der Diskussion einordnen zu können, empfehle ich zwei Dokumente zur vom <a
href="http://www.bisp.de" target="_blank">Bundesinstitut für Sportwissenschaft</a> (BISp) geförderten Trainerstudie der <a
href="http://medien2.ifs.sozialwissenschaften.uni-tuebingen.de/ifs/institutsinfo/veroeffentlichungen/pressemitteilung_trainerprojekte.pdf" target="_self">Universität Tübingen</a>:</p><ul><li>Die <a
href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/01/berufsfeld_trainer_pressemappe.pdf" target="_blank">Pressemappe</a> mit einer Zusammenfassung (pdf)</li><li>Eine <a
href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/01/berufsfeld_trainer_prasentation_bundestrainergrosseminar.pdf" target="_blank">Präsentation</a> auf dem Bundestrainer-Großseminar im Herbst 2008 (pdf)</li></ul><p>Erster Redner im Sportausschuss war einer der Autoren der Studie:</p><p><strong>Prof. Ansgar Thiel (Universität Tübingen)</strong><br
/> AUSBILDUNG: „Erfolgreiche Trainer sind gut informierte Trainer.&#8221; Strukturen der Informationsversorgung im Spitzensport sind in vielen Bereichen mangelhaft. Trainer werden nicht unbedingt mit Informationen versorgt. Zwischen dem Trainerstudium (aus soziologischer Perspektive: eine Laienausbildung) und den Erfordernissen der Praxis klafft große Lücke. In anderen Ländern, etwa Australien, werden Trainer in die Forschung einbezogen. </p><p>REKRUTIERUNG: Im Prinzip nur eine Person für einen Trainerposten. „Man schaut nur in die Reihen der Bekannten, man sucht nicht gezielt nach Nachwuchs und schaut nicht in die Zukunft.&#8221; Keine Trainee-Programme. Oft nur ein Trainer für eine Disziplin. Anteil der Arbeit mit Athleten zunehmend geringer, weil man auf höchstem Niveau koordinierende Arbeiten machen muss.</p><p>BEZAHLUNG: Schlecht, wie ehrenamtliches Engagement, aber es wird von ihnen erwartet, dass sie Olympiasieger oder Weltmeister ausbilden. </p><p><strong>Jürgen Mallow (Sportdirektor des Deutschen Leichtathletik-Verbandes)<br
/> </strong>„Wir sollen die eiererlegende Wollmilchsau anbieten.&#8221; Man muss einen Trainermarkt überhaupt erst schaffen, und damit Karrierechancen und einen Wettbewerb ermöglichen. Trainer sind grundlegend abhängig beschäftigt: von Funktionären, von Geldgebern, von Athleten. Abhängigkeiten wirken sich als Disbalance aus, der Trainer entscheidet den Trainingsprozess nicht mehr, sondern gibt den Wünschen der Athleten nach. Es gibt nur einen Wettbewerb um Athleten, aber nicht um Trainer. Der Trainerberuf bringt problematische Anstellungsverhältnisse mit sich. Rekrutierung von Trainernachwuchs ist schwierig. </p><p><strong><span
id="more-2576"></span>Claudia Bokel (IOC-Mitglied, Aktivenvertreterin)<br
/> </strong>Was wünschen wir von unseren Trainern? Hohen Grad an Spezialisierung, Kompetenzen aus psychologischer, medizinischer, pädagogischer und leistungsdiagnostischer Sicht. „Das scheint mir nicht so leicht zu sein.&#8221; Der Trainer &#8211; Stichwort duale Karriere &#8211; soll die Sportler auch noch ins gesellschaftliche Umfeld einbinden. Problem Sportler &#8211; Trainer: „Für Sportler kann es auch beruhigend sein, wenn er eine Klausur geschrieben hat und die bestanden hat. Für den Trainer eher nicht.&#8221; Trainer ist für mich auch der Busfahrer gewesen, der zu den Wettkämpfen fährt, er hat das Hotel gebucht in Budapest und musste sich da auch sprachlich durchsetzen. Trainer haben geringe Karrierechancen, unattraktive Vergütung, hoher Erfolgsdruck, unregelmäßige Arbeitszeiten. </p><p>Lösungsansätze: Trainee-Programme, Sportler schon während der Karriere ausbilden. „Parallele und flexible Trainerausbildung bei Bundeswehr und Bundespolizei hätten wir als Ideen mit anzubieten.&#8221;</p><p><strong>Michael Vesper (DOSB-Generaldirektor/Bündnis 90, Die Grünen)<br
/> </strong><em>(Lobt sich zunächst wieder selbst, wie immer.)</em> „Unmittelbar nach der DOSB-Gründung haben wir die Traineroffensive ausgerufen.&#8221; Wollen das Ansehen des Trainerberufs erhöhen, Arbeitsbedingungen verbessern, nicht nur materielle Bedingungen, auch die Qualität. Seit 1997 hat es keine Tarifanpassung der Trainerbezahlung gegeben. Dann 7-prozentige Erhöhung der Trainerbezüge für 2009. Haben für 2010 für Bundeshaushalt um weitere Mittel gebeten. Zusätzliche Trainerstellen mit Mitteln des Bundestages vergangenes Jahr geschaffen: 40 hauptamtliche Bundestrainer, 28 OSP-mischfinanzierte. Leistungsanreize in Olympiajahres schaffen: erfolgsbezogene Prämienausstattung. Prämien <em>(die Rede ist von 50.000 Euro für einen Olympiasieg/Sportler bekommen von der Sporthilfe 15.000 Euro)</em> müssen auf die gesamte Trainerschaft aufgeteilt werden, die an einem Athleten arbeitet oder gearbeitet hat, bis hin zu dem, der das Talent entdeckt hat. In der Trainerausbildung sei „dringend darauf hinzuwirken, dass mit Abschluss an Trainerakademie die Vergabe des Bachelors verbunden sein muss&#8221;. Kettenarbeitsverträge werfen juristische Probleme auf. Vierjährige olympische Verträge: es wäre sicherlich zielführend, wenn man dafür eine juristische Grundlage schaffen könnte. Wäre hilfreich, wenn man sich in den olympischen Zyklen vergewissern könnte, wo ist das Höchstmaß an Kompetenz vorhanden.</p><p><strong>Lutz Nordmann (Direktor der Trainerakademie in Köln)<br
/> </strong>Instrument Trainerakademie muss geschärft werden. „Viele Trainer haben uns gesagt: diese Ergebnisse (in der Studie) haben wir uns erwartet, in vielen Facetten war uns das klar. Mehr Dynamik und Vernetzung nötig. Kritik:</p><blockquote><p><strong>&#8220;Mit Gründung des DOSB haben wir den Beirat der Bundestrainer abgeschafft, eine Interessensvertretung der Trainer gibt es kaum.&#8221;</strong></p></blockquote><p><strong>Joachim Mester (ehemaliger Rektor der Sporthochschule Köln)<br
/> </strong>Dilemma, dass von einem leitenden Bundestrainer eine Kompetenz erwartet wird, die er eigentlich gar nicht leisten kann/gerecht werden kann. „Wenn wir das Problem nicht weiter denken, werden wir das Problem auch nicht lösen können.&#8221; Im Fußball <em>(im Profifußball, der sich kaum mit den Bedingungen im sonstigen olympischen Sport vergleichen lässt)</em> haben das viele Vereine gelernt, sie haben Trainerstäbe geschafft, um den Cheftrainer herum. „Wir brauchen junge Leute, Anforderung: Sie müssen sich in ihrer Sportart auskennen und mindestens ein wissenschaftliches Fach beherrschen, dann kommen sie in Traineeprogramme hinein.&#8221; Wenn wir es nicht schaffen, von unten her, breitere Ausbildungsprogramme zu streuen, ist auch keine Besserung in Sicht.</p><p><strong>Klaus Riegert (CDU)<br
/> </strong>Spricht darüber, Potenziale besser zu nutzen. Zur Erfolgsprämie: „Entdecker das Talents soll auch davon profitieren &#8211; da würde mich ihre Einschätzung interessieren.&#8221; Arbeitsplatzsicherheit? Erinnert an die Diskussion über „Beamtenmentalität&#8221; Mitte der neunziger Jahre <em>(als beispielsweise <a
href="https://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1996/0820/none/0039/index.html" target="_blank">dieses Interview</a> mit Armin Baumert <a
href="https://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1996/0926/none/0009/index.html" target="_blank">erhebliche</a> <a
href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/1211/none/0008/index.html" target="_blank">Diskussionen</a> hervorgerufen hatte)</em>. „Zwischen den beiden Extremen wird es für den Einzelnen doch sehr problematisch. Wie können wir diesen Zielkonflikt vernünftig lösen?&#8221; Trainerteams? „Sind die olympischen Sportverbände darauf eingerichtet? Wir nehmen ja in der öffentlichen Wahrnehmung eher war, dass die Bundestrainer und die Heimtrainer miteinander streiten? Besteht da nicht teilweise in der Praxis zu viel Konkurrenz zueinander?</p><p><strong>Dagmar Freitag (SPD/DLV-Vizepräsidentin)<br
/> </strong>„Der Wissenstransfer weist doch wohl Defizite auf? Wie funktioniert der tatsächliche Wissenstransfer? Wie ist die Aufnahmebereitschaft unser heutigen Trainerinnen und Trainer? Es gibt eine Menge von modernen Kommunikationstechniken, und zwar nicht erst seit letzter Woche. Wie funktioniert das konkret und welche Verbesserungsvorschläge gibt es?&#8221; Will Genaueres zum Thema Bachelor für Trainer wissen. Und zur Frage der Prämierung &#8211; auch an die Entdecker von Olympiasiegern: „Entdecker? Wen suchen wir? Den oder die Grundschullehrerin, der/die gesagt hat, Kind du bist talentiert. Oder wen?&#8221; </p><p><strong>Detlef Parr (FDP)<br
/> </strong>Zitiert einige erschreckende Fakten aus der Trainerstudie:</p><blockquote><p><strong>„Mehr als ein Viertel der Spitzentrainer zählt zu den Informationsabstinenten. Das hat mich fast vom Stuhl gehauen.&#8221;</strong></p></blockquote><p>Gründe: zu hohe Belastung, die meisten sind Teilzeittrainer, haben noch einen Beruf. Will mehr über das Sabbatjahr wissen? Zu Vesper: Personalentwicklung in Verbänden, in der Trainerschaft &#8211; sind diese Themen Bestandteil der <a
href="http://jensweinreich.de/?p=2366" target="_self"><strong>(geheim gehaltenen)</strong></a> Zielvereinbarungen zwischen BMI, Verbänden, DOSB? An den parlamentarischen Staatssekretär Christoph Bergner (CDU): Kettenarbeitsverträge, kommt man da raus? <em>(Interessant auch für den Fall Goldmann. Bergners Antwort habe ich leider verpasst. Vielleicht ist es in einem der verlinkten Berichte erwähnt.)</em></p><p><strong>Katrin Kunert (Die Linke)<br
/> </strong>Was hat sich seit 1992 im deutschen Sport im Trainerbereich verändert? Angestellte Trainerinnen verdienen 1000 Euro weniger. Ist überhaupt nicht hinnehmbar? Gibt es Unterschiede zwischen den Sommersportarten und den Wintersportarten? Verhältnis von Heimtrainern und Bundestrainern? Es werden laut Mallow im DLV keine Arbeitszeiten für Trainer festgelegt:</p><blockquote><p>„Da frage ich mich: wo sind eigentlich die Gewerkschaften?&#8221;</p></blockquote><p><strong>Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen)<br
/> </strong>Paradoxe und widersprüchliche Ausführungen hat er gehört. Von den Trainer wird verlangt: Hohe Spezialisierung &#8211; viel Allgemeines. Höchste Erwartungen &#8211; prekäres Beschäftigungsverhältnis. Sport wird immer professioneller, Trainer haben semiprofessionelle Bedingungen, im Grunde. </p><p><strong>Eberhard Gienger (CDU/DOSB-Vizepräsident)<br
/> </strong><em>(Beweist sich einmal mehr als Lobbyist, der er ist, sorry, aber zunächst gibt er eine kleine Antwort in seiner Eigenschaft als DOSB-Vizepräsident für Leistungssport und nicht als MdB an die rechts von ihm sitzende Kollegin Freitag.)</em> Zuständige Gremien müssen Lösungen finden. <em>(Ah. Ja.)</em> „Ist es denn wünschenswert, Herr Mallow, dass man ein solches einheitliches Trainerbild kreiert? Also ein Berufsbild, wenn man Trainer ist, ist man so etwas wie Bäcker oder Metzger, also ein richtiges Berufsbild, was steckt dahinter?&#8221; Zu Mester: „Ist es wünschenswert, dass die Trainer von den Universitäten herunter kommen? Gewisser Maßen der akademische Grad des Trainers eingeführt wird.&#8221; Bundeswehr/Bundespolizei: soll das noch ausgebaut werden? <em>(Fragt er seine eigenen Leute)</em></p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>„Die größte Baustelle des Spitzensports ist die Aus- und Weiterbildung der Trainer. Was mich ratlos lässt: keiner hat mir eine Antwort gegeben, wie das Gebilde, das um den Trainer herum aufgebaut werden soll, eigentlich aussieht? Wie muss das strukturiert sein? Brauchen wie ein mit staatlichen Mitteln finanziert und ausgestattetes Trainerinstitut? Ein großes Trainingszentrum? Ist damit nicht den Sportlern sehr viel mehr gedient, als wenn sie ihren Heimtrainer haben, der weiß, wie viel Übungen es zu machen gilt, aber der andere Fähigkeiten gar nicht haben kann?</p><p>Ermahnt den FDP-Kollegen Parr: „Kannst Du mal die Zwischenbemerkungen lassen?&#8221; Parr, beleidigt, petzt: „Das war nicht ich, das war der Kollege Hermann.&#8221;</p><p><em>(Danckert stellt eine ganz erstaunliche, aber angesichts der vielen ungelösten Fragen, haarsträubenden Probleme und der wenigen Lösungsangebote naheliegende Frage, wenngleich es ein wenig nach Staatssport klingt)</em></p><blockquote><p><strong>Ist das richtig, dass das unter der Ägide des DOSB läuft? Ist das nicht eine gesamtstaatliche Aufgabe?</strong></p></blockquote><p><strong>Joachim Mester<br
/> </strong>Verdeutlicht die Unterschiede in Mentalität, Tradition und Bereitschaft, Trainerjob mit Wissenschaft zu verbinden, an zwei Beispielen. Das <a
href="http://www.acsm.org" target="_blank">American College of Sports Medicine</a> (ACSM) habe rund 50 Prozent Mitglieder aus der Trainerschaft. Das europäische Pendant <span
style="text-decoration: line-through;">ACSS </span><em><span
style="text-decoration: line-through;">(habe die Abkürzung möglicherweise falsch verstanden)</span></em> <a
href="http://www.ecss.de/" target="_blank">European College of Sport Science</a> (ECSS) dagegen nur drei Prozent.  Wie weiter verfahren: Von oben nach unten zu läuft das nicht. „Ich würde empfehlen: einfach mal solche Expertenteams zu machen und mit den Verbänden arbeiten zu lassen.&#8221; Bottom-up-Initiativen! Breit aufgestellt!</p><blockquote><p><strong>„Auch wir sind an vielen Stellen ratlos. Es lassen sich wenig Lösungen finden, die das Problem strukturell lösen können. Ich kenne keine.&#8221;</strong></p></blockquote><p>Das Wissen steht zur Verfügung, es kostet nichts. Ich muss es verarbeiten können, ich muss es verstehen, sonst führt es zu Verunsicherungen.</p><p><strong>Lutz Nordmann<br
/> </strong>Wissenstransfer, Defizit? „Möglicherweise. Man darf sich Trainerausbildung nicht als Bildungskino vorstellen! Der Trainer muss wissen, wie ein Knie aufgebaut ist. Aber er muss es nicht operieren können.&#8221;</p><p><strong>Ansgar Thiel<br
/> </strong>Wir haben nur Spitzentrainer befragt, von C-Kader aufwärts, sozusagen erste Bundesliga. Wir wollen keine Verbände desavouieren. Man kann Verbände nicht miteinander vergleichen, monetäre, sachliche Ressourcen. Bsp. Nordischer Skiverband, die sind als Nationalmannschaft mit dem Trainer fast das ganze Jahr zusammen &#8211; vgl Leichtathletik, dezentral, ein Athlet hat dann vier unterschiedliche Ansprechpartner.</p><p>Zum Informationsschock von Parr: zu geringe Vernetzung von universitärer Forschung und Trainerpraxis. Manche Erkenntnisse, die in der Wissenschaft drei, vier Jahre existieren, kommen einfach nicht in der Praxis an. Es gibt da keine Info-Netzwerke, Strukturen sind einfach nicht geschaffen, Trainern allein überlassen, ob sie sich vernetzen oder nicht, ob sie sich weiterbilden oder nicht, kann es nicht sein. Arbeitgeber sind gefordert, Weiterbildungsrichtlinien zu erarbeiten. „Ein Drittel aller Befragten hat noch nie eine Hospitation gemacht.&#8221; Gibt nicht so viele vergleichbare Studien. In den USA ist der Anteil der hochschulausgebildeten Trainer deutlich höher. In Kanada und den USA ist die Weiterbildung besser. Kein Modell für Lösung dieses komplexen Problems, aber man kann lernen von anderen Ländern, Systemen, Sportverbände sollte voneinander lernen. Schwierigkeiten bei der Studie, für die 1812 Trainer (ab C-Kader aufwärts) und 616 Funktionäre befragt wurden:</p><blockquote><p><strong>„Manche Heimtrainer mussten wir über sehr, sehr viele Umwege herausfinden, weil sie in der Zentrale gar nicht bekannt waren.&#8221;</strong></p></blockquote><p><strong>Jürgen Mallow<br
/> </strong>Woran wir keinen Mangel haben: Wir haben in aller Regel hochidealistisch engagierte Trainer. Der Mangel ist trotzdem nicht zu beseitigen. Patchwork-Trainer. Arbeitszeitregelung sinnvoller Weise abgeschafft. Es ist nicht sonderlich motivierend, wenn ein Trainer Woche für Woche zehn bis zwanzig Überstunden schreibt und sowieso weiß, er wird nie Geld dafür sehen, er wird auch nie diese Stunden abbummeln können. „Wenn wir das mit einer auch nur annähernd akzeptablen Arbeitszeiten, dann brauchen wir erheblich mehr Stellen.&#8221;</p><p>Zahlen des DLV seit 1992: Zunächst 50, dann runter auf 25, jetzt 32,5 hauptamtliche Trainerstellen. Vergleich Skiverband: Er sagt 250 hauptamtliche Trainer. 7,8 Prozent seiner Grundfördermittel gibt DLV aus für Weiterbildung &#8211; trotzdem bleibt am Ende der Mangel. „Das Wesentliche: Wir haben keinen Arbeitsmarkt!&#8221; Verschleißtatbestand nach zehn, fünfzehn, 20 Jahren &#8211; was soll denn einer machen, wenn er hauptamtlicher Hammerwurftrainer war? Wir haben keine hauptamtlichen Nachwuchstrainerstellen. Wenn man weg will von der derzeitigen Überforderung muss man einen  Arbeitsmarkt schaffen. Mangelbeseitigung erfordert strukturierte Optimierung, da sehe ich auch bei uns noch Chancen.</p><blockquote><p><strong>„Den Mangel kann man nicht durch Mangel beseitigen.&#8221;</strong></p></blockquote><p>Dazu wirft Danckert ein: „Das wird morgen die Überschrift in den Zeitungen, das sehe ich schon.&#8221; <em>(Hier im Blog habe ich ihm den Gefallen getan. Gern geschehen.)</em></p><p><strong>Michael Vesper<br
/> </strong>Ein Großteil der Probleme hängt an den vorhandenen Mitteln. Prämie nach unseren Vorstellungen 50.000 &#8211; aber nicht nur an aktuellen Trainer, Konzept erarbeitet, der jeweilige Verband schlägt sehr konkret vor, an welche Beteiligten diese Prämie ausgezahlt werden soll. Athleten von der Sporthilfe 15.000 Euro. Ist im internationalen Vergleich relativ wenig. Zum Trainerbeirat: „Der ist abgeschafft worden, da war ich noch gar nicht im Amt, um die Gremienvielfalt verschlanken.&#8221; Der Beirat Leistungssport, zu dem auch Mallow gehört: „Das ist jetzt eigentlich der Ort, um all diese Fragen zu diskutieren.&#8221; Teil der Zielvereinbarungen sind auch die Personalkonzepte. „Konsequenzen aus dieser Studie konnten wir noch nicht einarbeiten.&#8221; </p><p><strong>Christoph Bergner<br
/> </strong><em>(Musste kurz aus dem Saal, habe einiges nicht mitbekommen.)</em> Wenn es um die Flexibilität hinsichtlich Nachverwendung geht &#8230; Verschleißtatbestände müssen berücksichtigt werden. Finanzierung Trainerakademie: Aktuell 260.000 Euro Sockelfinanzierung. Bundesrechnungshof hat gefordert, Finanzierung der TA noch stärker bedarfsgerecht sicherzustellen. Von 2008 auf 2009 Mittel für Aus- und Weiterbildung: 280.000 auf 490.000 Euro gestiegen. </p><p><strong>Peter Rauen (CDU)<br
/> </strong>„Da wo wir dezentral arbeiten, sind wir weniger erfolgreich.&#8221; Erinnert an Japaner, nachdem die 2004 in Athen so erfolgreich waren, haben wir uns das angeguckt. <em>(Sportausschuss-Mitglieder waren in Japan. Die Ausführungen sind etwas verworren, wenn ich es recht verstanden habe, glaubt Rauen, man müsse nur zentraler arbeiten und ein bisschen rigoroser vorgehen, dann wird das schon. Oder so ähnlich. Jedenfalls führt er immer wieder den Vergleich Wintersport/Sommersport vor, vergisst da aber offenbar, dass es sich bei den erfolgreichen deutschen Wintersportlern fast nur um Sportsoldaten handelt, die in Disziplinen erfolgreich sind, in der es teilweise keinen wirklichen weltweiten Wettbewerb gibt.)</em> </p><p><strong>Peter Danckert<br
/> </strong>Man darf nicht nur Steuermittel erwarten, sondern muss dafür auch ein schlüssiges Konzept bieten!</p><blockquote><p><strong>„Wenn es dem Sport nicht gelingt, hier Abhilfe zu schaffen, dann weiß ich nicht, wie wir dem Parlament gegenüber diese Ausgaben rechtfertigen sollen. So wie sich diese Baustelle im Moment darstellt, kann sie nicht bleiben.&#8221;</strong></p></blockquote><p>Zum Teilergebnis der Studie, dass fest angestellte Trainerinnen im Schnitt 1000 Euro weniger verdienen als Trainer, sagt er: „Ich finde es skandalös. Ich bitte, das Ministerium hier einen Ausgleich zu schaffen!&#8221;</p><p><strong>Dagmar Freitag<br
/> </strong>Bittet Vesper, ihnen das Konzept kurzfristig zuzuleiten. <em>(Wie gemein: Gibt es eins?)</em></p><p><strong>Winfried Hermann<br
/> </strong>Frage der Zentralisierung in einem föderalen System, leichter gesagt als getan. Sport ist das Zerrbild der Föderalisierung. Wir müssen neue Kompetenznetzwerke aufbauen.</p><p><strong>Michael Vesper (DOSB)<br
/> </strong>Konzentration: Wintersport ist auch deshalb erfolgreicher als der Sommersport, weil die Zentren konzentrierter sind. Das sei alles nicht so einfach. Nennt große Leistungszentren: Kienbaum, Warendorf, Wiesbaden (Schießen). „Aber unsere Athleten machen doch in aller Regel noch etwas anderes.&#8221; Meint: Berufliche Ausbildung. „Ein entscheidendes Problem: was Bundestrainer und Sportdirektoren vorgeben an modernsten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen muss durch die Heimtrainer umgesetzt werden. Diese Verbindlichkeit versuchen wir hinzukriegen.&#8221; Nicht einen Trainer mit 50.000 Euro prämieren, sondern im Grunde genommen an den Verband die 50.000 Euro zu geben. Wir arbeiten seit Gründung des DOSB an einem stärkeren wissenschaftlichen Verbundsystem Leistungssport. <em>(Was einige Wissenschaftler im Raum mit Raunen und Grinsen quittieren. Haben sie etwa davon noch nichts gemerkt? Oder malt Vesper sich die Wirklichkeit schön?)</em></p><p>Im Prinzip war&#8217;s das, bis auf wenige Anmerkungen sollten die wichtigsten Passagen der Diskussion erwähnt sein. Frage jetzt nur niemand nach Schlussforderungen oder einem Ergebnis der Anhörung. Mal sehen.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/01/22/notizen-vom-sportausschuss-%e2%80%9eden-mangel-kann-man-nicht-durch-mangel-beseitigen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>8</slash:comments> <enclosure
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isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=2366</guid> <description><![CDATA[Hier also die Notizen von der 64. Sitzung des Bundestag-Sportausschusses am 17. Dezember 2008. (Hatte mir eigentlich vorgenommen, jede Sitzung so ausführlich zu würdigen.) Zur Vorgeschichte dieser Sitzung wurde hier im Blog das eine oder andere gesagt. Pflichtdokument zum Verständnis dieser Sitzungsnotizen ist das von der Nada verfasste Papier zu den Antidopingberichten 2007 der Spitzensportverbände, das [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Hier also die Notizen von der 64. Sitzung des Bundestag-Sportausschusses am 17. Dezember 2008. (Hatte mir eigentlich vorgenommen, jede Sitzung <a
href="http://jensweinreich.de/?p=1383" target="_self">so ausführlich</a> zu würdigen.) Zur <a
href="http://jensweinreich.de/?p=1694" target="_self">Vorgeschichte</a> dieser Sitzung wurde hier im Blog <a
href="http://jensweinreich.de/?p=2165" target="_self">das eine</a> oder <a
href="http://jensweinreich.de/?p=2205" target="_self">andere</a> gesagt. Pflichtdokument zum Verständnis dieser Sitzungsnotizen ist das von der Nada verfasste Papier zu den <a
href="http://jensweinreich.de/?p=2342" target="_self"><strong>Antidopingberichten 2007</strong></a> der Spitzensportverbände, das hier exklusiv dokumentiert wird.</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-2368" title="sportausschuss-17122008" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/12/sportausschuss-17122008.jpg" alt="" width="500" height="385" /></p><p>Zu Beginn gab es am Mittwoch um 14 Uhr im angestammten Sitzungssaal 4.800 des Paul-Löbe-Hauses ein Mannschaftsfoto: Parlamentarier und BMI-Mitarbeiter wurden von Vertretern des Landessportbundes Berlin mit Sportabzeichen geehrt. Für Eberhard Gienger (CDU/3. v. l.), Vizepräsident Leistungssport des DOSB, war das gewissermaßen der Höhepunkt der Veranstaltung. Jedenfalls, ich habe ihn später nicht mehr gehört. Mag sein, dass ich einen gewichtigen Wortbeitrag verpasst habe, aber eigentlich bin ich mir ziemlich sicher, dass Gienger nichts Substanzielles beizutragen wusste zur Diskussion. Sein Magdeburger Kollege Bernd Heynemann (CDU) natürlich auch nicht, vom Schiedsrichter bin ich es ebenfalls nicht anders gewöhnt, er meldet sich nur gelegentlich mit störenden Zwischenrufen.</p><p><span
id="more-2366"></span>Ans Werk: Den ersten Teil der Sitzung, knapp zwei Stunden zur Auswertung der Paralympics, lasse ich mal aus. Das kann man später im Wortprotokoll nachlesen. Ich steige ein um 15.50 Uhr mit Beginn der Dopingdebatte.</p><p>Sportausschuss-Chef <strong>Peter Danckert (SPD)</strong> zitiert zu Beginn aus dem ein Jahr alten Bericht der <a
href="http://www.bmi.bund.de/Internet/Content/Common/Anlagen/Broschueren/2007/Abschlussbericht__Doping,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Abschlussbericht_Doping.pdf" target="_blank">Projektgruppe Sonderprüfung Doping</a> des BMI (hier jetzt Task Force genannt). Denn auf Seite 49 dieses Berichts wurde, glaubt Danckert, das desaströse Ergebnis des Falls Florian Busch/Deutscher Eishockey-Bund (DEB) schon vorweggenommen. Am 19. Dezember 2007 wurde notiert:</p><blockquote><p>Da formale Mängel der Rechtsgrundlagen oft zu inhaltlichen Abweichungen vom NADA-Code führen, kann im Extremfall die Folge sein, dass ein gedopter Athlet oder ein Trainer, der Dopingsubstanzen an Sportlerinnen und Sportler verabreicht oder Dopingmaßnahmen in sonstiger Weise unterstützt hat, nicht entsprechend dem NADA-Code sanktioniert werden kann. Formale Mängel in der Umsetzung sind damit grundsätzlich geeignet, einen relevanten Verstoß gegen Auflagen des Zuwendungsbescheides zu begründen, der auch mit entsprechenden Mitteln (insbesondere Rückforderung von Fördermitteln) sanktioniert werden kann.</p></blockquote><p>Danckert erteilt Christoph Bergner (CDU) das Wort, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium BMI.</p><p><strong>Christoph Bergner (CDU)<br
/> </strong>Er spricht Danckert erstmal mit „Herr Präsident&#8221; an und nimmt sich dann zurück: „Äh, Herr Vorsitzender.&#8221; Danckert ist (noch) gnädig gestimmt: „Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen.&#8221; Bergner will ausführen, „wie komplex der Antidopingkampf gerade auch für eine zuwendende Behörde sich darstellen kann&#8221; und wünscht sich, dass die „öffentliche Berichterstattung&#8221; und „parlamentarische Berichterstattung&#8221; vom Bewusstsein dieser Komplexität getragen wäre. Er geißelt „Klamaukberichterstattung&#8221;, was er später auf Nachfrage ausführt. <em>(Es geht ihm u. a. um meinen Text in der SZ: </em><a
href="http://www.sueddeutsche.de/756381/598/2682595/Ein-Transparenzproblem.html" target="_blank"><em>&#8220;EinTransparenzproblem&#8221;</em></a><em>)</em> Bergner will das aber gesagt haben, „ohne Kritik an irgendjemandem zu üben&#8221;. Er wisse wovon er rede, sagt er, und frage sich nach so einer Zeitungslektüre: „Was hilft es uns jetzt?&#8221;</p><p>Nach langer Vorrede beginnt er an den Mai 2007 und den Einsatz der Projektgruppe Doping zu erinnern. Im Dezember 2007 hat diese Projektgruppe ihren Bericht vorgelegt <em>(der im Vergleich zum Zwischenbericht vom August doch ein wenig entschlackt und um heißen Themen entkernt wurde)</em>. Der Abschlussbericht sei seither Leitlinie des Handelns für BMI, Nada und DOSB, sagt Bergner. Er macht Ausführungen zum unabhängigen Schiedsgericht, zur Meldepflicht und den Missed Tests (seit 25. Juni 2008 klärt das die Nada zunächst mit den Athleten und informiert erst dann die betreffenden Verbände) sowie zur verbesserten personellen und finanziellen Ausstattung der Nada. Er mahnt Sport, Länder und Wirtschaft, sich stärker an der Nada-Finanzierung zu beteiligen. Zum Thema Trainer mit Dopingvergangenheit erwähnt er die am 21. April 2008 konstituierte Steiner-Kommission des DOSB. Zum Thema Prävention erinnert er an die Studie der TU München vom September 2008 und den Versuch, einen nationalen Dopingpräventionsplan zu entwickeln. So langsam nähert er sich dem Kern. Erinnert kurz noch an eine Unstimmigkeit mit dem DOSB: Der Dachverband will weiterhin Medikamente aus Steuermitteln finanzieren, wogegen das BMI argumentiert, Medikamente seien &#8211; außer der Olympiaapotheke &#8211; grundsätzlich nicht zuwendungsfähig. Eine Klärung dieses Disputs sei für Februar 2009 mit DOSB-Generaldirektor Michael Vesper (Bündnis 90/Die Grünen) vorgesehen. Bergner: „Ich gehe davon aus, dass wir zu einer Einigung finden, Herr Vesper, die vor den kritischen Augen des Sportausschusses stand halten wird.&#8221;</p><p>Nun kommt er zu den Fachverbänden und erinnert an die im Herbst 2007 (u. a. im Task-Force-Bericht) verabredete jährliche Berichtspflicht: Bis jeweils zum 31. März des Folgejahres &#8211; beginnend am 31. März 2008 &#8211; sollen die Sportverbände auf einem genormten Fragebogen Auskunft über ihren Antidopingkampf erteilen. <a
href="http://jensweinreich.de/?p=2342" target="_self">Die Nada bewertet diese Papiere in einem Bericht</a>, den sie dem BMI, dem Bundesverwaltungsamt (BVA) und dem DOSB übermittelt. Termin für die Erhebung zum Jahr 2007 war folglich der 31. März 2008. Die letzten Verbände meldeten aber erst Ende Juni, weshalb die Nada ihren Bericht erst am 30. Juli 2008 fertigstellen konnte. Das BVA, das die Rechtmäßigkeit der Zuwendungen aus der Bundeskasse prüft, sah in Schreiben an das BMI „erheblichen Bedarf der Nachermittlung&#8221; und habe auch eine Frageliste an die Nada geschickt.</p><p>Bergner betont, dass es in diesem Bericht nur um 2007 geht. Für 2008 werden die Daten erst zum 31. März 2009 erhoben. Es handelt sich nur um eine „freiwillige Selbstauskunft&#8221; der Verbände zur Umsetzung beispielsweise der jeweiligen Nada-Codes (der neue NADC gilt ab 1. Januar 2009). Bergner süffisant, bezogen auf Medienberichte und offenbar die Pressemitteilung der SPD-Sportsprecherin Dagmar Freitag (SPD) vom 12. Dezember („Ahnungslosigkeit auf allen Ebenen?&#8221;):</p><blockquote><p>Man wird vielleicht den Betroffenen in BMI, BVA, DOSB und Nada den einen oder anderen Vorwurf machen können, bestimmte Dinge nicht antizipiert zu haben, aber man darf nicht behaupten, dass wir die Dopingbekämpfung nicht ernst nehmen. Kritik darf sich nicht auf vordergründige Pauschalvorwürfe konzentrieren.</p></blockquote><p><strong>Peter Danckert (SPD)</strong> dazu: „Vielen Dank, Herr Vorsitzender. Ihren Berichtsteil und ihren Verteidigungsteil haben sie geschickt zusammengefasst.&#8221;</p><p><strong>Giso Schütz, Vizepräsident des Bundesverwaltungsamtes (BVA)<br
/> </strong>Er stellt fest: „Das Bundesverwaltungsamt ist keine Ausführungsbehörde.&#8221; Die Nada sei für den fachlichen Teil, des BMI für den sportpolitischen Teil und das BVA für den zuwendungsrechtlichen Teil der Verbandsförderung zuständig. Im Jahr 2007, so habe es auch der Task-Force-Bericht dargelegt, habe es „absoluten Wildwuchs&#8221; in den Verbänden gegeben. Das BVA prüft jetzt noch das Jahr 2007, ab März 2009 wird es sich mit dem Jahr 2008 befassen &#8211; und erst im Frühjahr 2010 mit dem Jahr 2009. „Das heißt nicht, dass man nicht auch Ad-hoc-Maßnahmen machen kann&#8221;, wie etwa in einem Fall Busch. „Aber unser Ziel ist es nicht, den Sport zu töten, abzutöten, unser Ziel ist es, einen dopingfreien Sport zu fördern. </p><p><strong>Peter Danckert (SPD)</strong> ruft dazwischen: „Komische Haltung!&#8221; <em>(Er wird später darauf eingehen.)</em></p><p><strong>Giso Schütz</strong> sagt, dass er etwas aus dem Konzept gebracht sei.</p><p><strong>Michael Vesper (DOSB-Generaldirektor/Bündnis 90/Die Grünen)</strong>: „Das war seine Absicht.&#8221; </p><p>Nun ist <strong>DOSB-General Vesper</strong> offiziell an der Reihe:<br
/> Er rühmt die Maßnahmen des DOSB, der auch den Bericht der BMI-Projektgruppe begrüßt habe. Vesper erinnert an die Antidopingberichte der Verbände, die bis 31. März 2009 auf aktualisierten Formblättern für 2008 Stellung beziehen müssen. Die Umsetzung des neuen NADC sei gerade nach dem Fall Busch von „entschiedenem Interesse&#8221; und wichtig für die „Akzeptanz des Spitzensports&#8221;. Dann zitiert sich Vesper selbst (was man „normalerweise nicht tut&#8221;, wie er sagt, was er aber, wie alle Anwesenden wissen, sehr gern tut) und sagt, dass sich der Fall Busch nicht wiederholen dürfe. Die Weltantidopingagentur Wada habe sich viel Zeit genommen mit ihrem WADC, weshalb die Zeit für die Nada, den NADC und die nationalen Verbände sehr gering sei, dies umzusetzen.</p><p>Er erinnert an die Daten:</p><ul><li>17. November 2007: Verabschiedung des neuen Wada-Codes auf der Weltantidopingkonferenz in Madrid.</li><li>Dezember 2007: Tagungen der Arbeitsgruppen Recht von DOSB und Verbänden mit Nada und Mahnung an die Verbände, sicherzustellen, dass der Code rechtzeitig übernommen werden kann.</li><li>Januar 2008: „DOSB-Treffen mit allen Akteuren.&#8221;</li><li>Februar 2008: Infotreffen der Nada mit den Verbänden.</li><li>Aber erst im Mai 2008 lagen die Teststandards vor.</li><li>Am 8. August, dem Eröffnungstag der Peking-Sommerspiele, sei der Entwurf des NADC den deutschen Verbänden zugegangen. (Die hatten jetzt natürlich anderes zu tun.)</li><li>September/Oktober 2008: Workshops mit allen Beauftragten und Vertrauensleuten der Verbände.</li><li>Dezember 2008: Auf Basis der Muster-Antidopingordnung des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) hat der Rostocker Professor Martin Nolte eine Muster-Ordnung und Übergangsregelungen erstellt. „Seit 9. Dezember liegt das Konvolut vor&#8221;, sagt Vesper. (Die Schriftstücke sind <a
href="http://www.nada-bonn.de/nc/aktuelles/nachrichten/artikel/artikel/muster-anti-doping-code-liegt-vor/4/" target="_blank">auf der Nada-Homepage</a> abrufbar.) Am 11. Dezember seien die Papiere allen Verbänden zugegangen &#8211; <a
href="http://jensweinreich.de/?p=2205" target="_self">drei Wochen vor dem Stichtag</a>.</li></ul><p>Am Mittwochmorgen, 17. Dezember, habe Vesper die letzten Rückmeldungen der Verbände zur Umsetzung des NADC 2009 erhalten. „Es ist eine Selbstauskunft der Verbände, die von uns auf Plausibilität geprüft wird.&#8221; Die Rückmeldungen haben einen Umfang von „zwei bis drei Seiten&#8221; bis „zu 72 Seiten Ausarbeitung&#8221;.</p><p><span
style="color: #000000;"><strong>Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen)</strong> </span>fragt Vesper, ob er nicht mal zum Punkt kommen könne.</p><p><strong>Vesper</strong> sagt, er teile Fakten mit.</p><p><strong>Klaus Riegert (CDU)</strong> behauptet, für Hermann seien „Fakten störend&#8221;.</p><p><strong>Vesper</strong> sagt: 32 der 33 olympischen Verbände setzen den NADC fristgemäß um. „In einem Fall gibt es eine Prognose, dass er nicht fristgerecht umgesetzt wird.&#8221; 17 Verbände hätten eine eigene Antidopingordnung entwickelt; 6 geben eine dynamische Verweisung zum NADC in ihren Statuten; 5 geben eine konkrete Verweisung zum NADC in den Statuten; 14 haben zusätzliche Athletenvereinbarungen geschlossen; 4 Verbände haben es nicht geschafft, die Musterordnung in ihre Satzungen aufzunehmen, haben es aber über Athletenvereinbarungen geschafft. (Versuche nur niemand, die Zahlen zu addieren.) Vespers nächste Prognose: Sämtliche olympischen Verbände setzen den NADC fristgemäß um. Von 25 nichtolympischen Verbänden haben 9 die Regelung aufgenommen; 5 haben Übergangsregelungen über Athletenvereinbarungen; 4 wollen das bis Ende Januar 2009 realisieren; und 7 Verbände sagen, sie werden das „im Frühjahr&#8221; erledigen. Vesper: „Ich halte Sie gerne auf dem Laufenden.&#8221;</p><p><strong>Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen)</strong> erkundigt sich jetzt, 16.39 Uhr, wie lange die Sitzung noch dauert. Er hat Angst, dass Schluss ist, bevor es richtig los geht.</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)</strong> sagt: „Sicherlich bis 18 Uhr.&#8221;</p><p><strong>Peter Rauen (CDU)</strong> wirft empört ein: „Nee, nee, nee, nee, nee!&#8221;</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)</strong> erwidert: „Natürlich müssen alle Abgeordneten ihre Fragen stellen.&#8221;</p><p><strong>Göttrik Wewer (SPD), ehemals BMI-Staatssekretär, heute Nada-Geschäftsführer</strong><br
/> Im „hochkomplexen und schwierigen Thema&#8221; der Dopingbekämpfung sei man „nach vorne hin sehr gut aufgestellt, immer mit dem Vorbehalt, dass die Angaben auf der Selbstauskunft der Verbände beruhen&#8221;. Genau. Er kennt ein halbes Dutzend Verbände mit Problemen. „Wir sind nicht in der Lage, die Selbstauskunft der Verbände kritisch zu hinterfragen.&#8221; Seine Ausführungen wirken nicht stringent, denn nun sagt er: Es handele sich um eine Mischung aus Selbstauskünften, Nachfragen und Recherchen. „Jetzt können Sie ihre Schlüsse draus ziehen, was stimmt denn jetzt&#8221;, sagt er den Parlamentariern. Ein klarer Satz: </p><blockquote><p>Welcher Verband jetzt im Jahr 2008 den Schuss noch nicht gehört hat, dem kann man auch nicht mehr helfen.</p></blockquote><p><strong>Peter Danckert (SPD)</strong> ruft dazwischen: „Der kriegt auch kein Geld mehr!&#8221;</p><p><strong>Klaus Riegert (CDU)<br
/> </strong>Auch er erwähnt die „Komplexität&#8221; des Problems. „Ich will aber für meine Fraktion ganz deutlich sagen, dass wir für ein rechtsstaatliches Verfahren sind. Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit.&#8221; <em>(Die Frage ist nur: Welches Verfahren meint er. Und: <a
href="http://jensweinreich.de/?p=1694" target="_self">Schnell hat die CDU in der Dopingfrage noch nie gehandelt.</a>)</em></p><p>Riegert will vom BMI wissen, ob es Verbände gibt, von denen Geld zurückgefordert werden muss. Dann geht er auf jenen aktuellen Text aus der <a
href="http://www.sueddeutsche.de/756381/598/2682595/Ein-Transparenzproblem.html" target="_blank">SZ</a> ein, in dem geschrieben steht:</p><blockquote><p>Die Abteilung SP des BMI und der DOSB verrichten ihre Geschäfte weitgehend ohne öffentliche Kontrolle, obwohl mit öffentlichen Mitteln in beträchtlicher Höhe gedealt wird. Mitgliedern des Bundestages bleibt, sollten sie gelegentlich ein Informationsbedürfnis verspüren, nur das Recht, freundlich nachzufragen.</p></blockquote><p>Riegert sagt: „Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Dass muss ich doch zurückweisen, dass wir mit Geldern dealen. Wir sind bereit, auch die Kontrolle darüber zu suchen.&#8221; Seine Frage lautet deshalb zur Umsetzung des NADC: „Wann sind Ergebnisse zu erwarten?&#8221;</p><p><strong>Dagmar Freitag (SPD)<br
/> </strong>Sie geht auf die von Bergner kritisierte „Klaumaukberichterstattung&#8221; einund bezieht das Wort auf die Berichterstattung zum Fall Busch/DEB: „Das war Berichterstattung über einen handfesten Skandal! Wenn das jemand als Klamauk begriffen hat, was es der DEB in Person des Herrn Harnos. Das war ein handfester Skandal, der dem deutschen Sport geschadet hat.&#8221; Sie bleibt, anders als es Bergner darstellt, bei ihrer Ansicht, dass zwischen Abgabe der Antidopingberichte durch die Verbände und der noch nicht erfolgten Würdigung durch BVA/BMI skandalöse neun Monate vergangen sind, was stimmt, wie jeder leicht nachrechnen kann (und was Bergner später auch einräumen wird). „Dermaßen schleppende Antworten halte ich nicht für akzeptabel&#8221;, sagt Frau Freitag. „Die Verbände haben ein Bringschuld. Man sollte deutlich machen, dass das Konsequenzen haben könnte.&#8221; (Nur wie: Kein Parlamentarier hat einen Antrag eingereicht und reicht auch keinen ein in den nachfolgenden Minuten der Diskussion. Frau Freitag selbst zählte im Fall des BDR zu den Umfallern und sagt stets, sie habe nicht anders handeln können, weil keine Fakten vorlagen.)</p><p>Zu Vesper sagt sie: „Welche Verbände wie geantwortet haben, wäre von größtem Interesse!&#8221; Sie zitiert aus dem BMI-Bericht vom Dezember 2007, wo auf Seite 80 u. a. vermerkt wird: </p><blockquote><p>Die Umsetzung des NADA-Code durch die (hier geprüften) Verbände ist von dem Wunsch geprägt, eine „eigenständige&#8221; Lösung für die Dopingbekämpfung zu finden. Kein Lösungsweg der Verbände gleicht dem anderen. Diese Art der „rechtlichen Selbstverwirklichung&#8221; ist ohne Mehrwert. Warum die Verbände bei der Umsetzung des NADA-Code nicht den Wortlaut, die Struktur und den Aufbau des NADA-Code übernehmen (soweit nicht verbandsspezifische Besonderheiten ein Abgehen erzwingen), ist schlichtweg unerfindlich. Ein solches Vorgehen riskiert nur Regelungskonflikte und Umsetzungsdefizite und macht darüber hinaus auch einen fruchtbaren Informations-und Erfahrungsaustausch zwischen den Verbänden unmöglich.</p></blockquote><p>Frau Freitag sagt, sie werde hellhörig und fragt Vesper: „Kontrolliert das eigentlich mal jemand, was Ihnen dort von den Verbänden erzählt wird?&#8221; Mehr als dass DOSB und Nada hin und wieder auf den Webseiten der Verbände nachschauen, habe sie nicht erfahren heute Nachmittag. Und sie erkundigt sich mehrfach danach, ob der DOSB seiner Fürsorgepflicht und seiner Pflicht als Dienstleister nachgekommen ist und den kleinen Verbänden die nötige Hilfestellung bei der Umsetzung des NADC gegeben habe. </p><p><strong>Detlef Parr (FDP)<br
/> </strong>Sagt das, was er immer sagt: „Ich möchte mich gegen pauschale Kritik an Vereinen und Verbänden nachdrücklich wehren.&#8221; Im Vergleich zur Schweiz, er zitiert einen NZZ-Artikel vom selben Tage, seien „Detailfragen in Deutschland auf sehr hervorragendem Wege&#8221;. Er kritisiert aber die Praxis der Zielvereinbarungen zwischen DOSB/BMI und Verbänden: „Das closed-shop-Verfahren gefällt mir nicht.&#8221; Es sei richtig, „dass nicht alles auf dem Markt diskutiert werden kann&#8221;, es handele sich schließlich um vertrauliche Vereinbarungen (über Steuermittel übrigens). Er habe aber ein Anrecht darauf, Inhalte zu erfahren: <strong>„Auch wenn wir dann vielleicht zurückkehren müssen zu nichtöffentlichen Sitzungen.&#8221;</strong> <em>(Das sagt der FDP-Mann, Parteifreund des DOSB-Präsidenten Bach. Dabei ist es Danckerts größtes sportpolitisches Verdienst, die Sitzungen des Sportausschusses öffentlich und damit nachprüfbar gemacht zu haben. Der Sportausschuss ist der einzige Ausschuss des Bundestages, der konsequent öffentlich tagt.)</em> Umsetzungsfragen seien sehr wichtig, Deutschland sei aber auf einem „sehr, sehr gutem Wege&#8221;. Man solle Geduld haben und „nicht bei jeder Abweichung Skandal buhen&#8221;.</p><p>Im Übrigen werden Parrs Anmerkungen zweimal vom Klingeln seines Handys unterbrochen. Ein gewöhnungsbedürftiger Klingelton: Queen, „I want to break free.&#8221; Okay, kurze Pause:</p><p><object
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/> </strong>Erkundigt sich gleich mal bei Parr, wie er das meinte, ob er die Sportausschuss-Sitzungen wieder geschlossen abhalten wolle. </p><p><strong>Klaus Riegert und Bernd Heynemann</strong> von der CDU rufen unisono dazwischen, Parr unterstützend: „Wir haben das schon richtig verstanden!&#8221;<br
/> <em>(Wie sie es verstanden haben, sagen sie nicht.)</em> </p><p><strong>Hermann</strong> sagt: „Es ist doch die pure Selbstverständlichkeit, dass wenn mit öffentlichen Mitteln gefördert wird, auch öffentliche Kontrolle ausgeübt wird.&#8221; Im Ausschuss sei es aber Praxis, diejenigen, die suchen und nicht gleich etwas finden, lächerlich zu machen. „Das kann ja wohl nicht sein!&#8221; Er rügt, dass hier über einen Bericht geredet wird, den die Parlamentarier noch immer nicht haben (den Antidopingbericht 2007).</p><p><strong>Detlef Parr (FDP)</strong> ruft nun dazwischen: „Sie lesen es nicht mal.&#8221;</p><p><strong>Hermann</strong> zeigt seinen Task-Force-Bericht, schmeißt ihn auf dem Tisch in Richtung Parr und sagt: „Sie können es gern angucken.&#8221; Er hat viel angestrichen.</p><p><strong>Klaus Riegert (CDU)</strong> behauptet: „Reingeguckt habe ich auch!&#8221;</p><p><strong>Hermann</strong> will wissen, warum es DOSB/BMI/BVA/Nada bei Selbstauskünften der Verbände belassen. Man stelle sich das mal unter Athleten vor: Statt Dopingproben werden nur noch Selbstauskünfte eingeholt! Zu Vesper sagt er, er habe erwartet, dass die Auskünfte überprüft werden. Vom BMI will er wissen, ob die Zuwendungsbescheide auch nur auf Selbstauskünften beruhen.</p><p><strong>Peter Rauen (CDU)</strong> sorgt sich ums leibliche Wohl. Er will wissen, ob er das Catering rufen soll: „Oder ob wir in absehbarer Zeit durchkommen?&#8221;</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>„Wir haben viel zu lange gewartet, um die Debatte anzustoßen. Was wir heute erleben, ist für mich erschreckend.&#8221; Das zentrale Thema Dopingbekämpfung funktioniere in der Umsetzung überhaupt nicht. Verantwortung werde nur umher geschoben. Auch er zitiert aus dem Bericht von 2007 und den Anmerkungen der Gutachter Ulrich Haas und Tanja Haug, die von „rechtlicher Selbstverwirklichung&#8221; der Verbände sprachen. Danckert wird immer lauter und knöpft sich die Institutionen einzeln vor.</p><ul><li><strong>BMI:</strong> Lässt ein Jahr tatenlos vergehen.</li><li><strong>BVA:</strong> Nimmt nicht die Interessen des Parlaments wahr, sagt Danckert: „Ihre Aufgabe ist es, unsere Zielsetzung umzusetzen. Hätten Sie das ein einziges Mal umgesetzt (also auch mal Verbände bestraft), wäre das Problem innerhalb von vier Wochen gelöst.&#8221;</li><li><strong>DOSB:</strong> Selbstauskunft sei zu wenig. Es fehle an Druck und Willen. Zu Vesper: „Ja, so ist es! Du kannst mit dem Kopf schütteln, solange Du willst.&#8221;</li></ul><p>Im Nada-Bericht seien die Defizite „mit den Händen zu greifen&#8221;. Seither aber hätten BVA und BMI nicht gehandelt. „Das ist schlicht ein Unding, was hier passiert. Ich weiß gar nicht, womit sie sich beschäftigen!&#8221; Es sei ihm „heute schlagartig klar geworden, wie hier gearbeitet wird&#8221;. Erschreckend sei dies. Aber „offenbar sind sich alle einig, dass das alles wunderbar ist&#8221;. Es brauche weniger juristische Beratung als vielmehr klare Anweisungen, den NADC 1:1 umzusetzen.</p><p><strong>Detlef Parr (FDP)</strong> ruft dazwischen: „Das ist Klamauk!&#8221;</p><p><strong>Danckert</strong> setzt fort und erklärt,  er hören, der Fördermittelstopp für den DEB von 100.000 Euro werde sogar auf zwei Jahre gestreckt. Zum BVA: „Diese Mittel hätten Sie gar nicht auszahlen dürfen! Weil Sie nämlich eine große Mitschuld an diesem Desaster haben.&#8221; Es sei ein schweres Versäumnis, wie mit dem klaren Auftrag des Parlaments &#8211; hundertprozentige Umsetzung des NADC &#8211; umgegangen werde.</p><p><strong>Detlef Parr (FDP)</strong> findet Danckerts Ausführungen „nicht in Ordnung&#8221;.</p><blockquote><p><em>Nachtrag am 20. Dezember:</em> Ich sehe gerade, dass der <strong>sportinformationsdienst</strong> am 18. Dezember, also einen Tag nach der Ausschusssitzung unter Berufung auf den DEB gemeldet hat:</p><p>(&#8230;) Das Bundesinnenministerium hat Fördergelder in Höhe von 128.000 Euro einbehalten. Dieser Strafe stimmte der DEB nun zu. &#8220;Wir haben unsere Rechtsmittel zurückgenommen. Dieser Entscheid ist jetzt rechtskräftig&#8221;, verkündete DEB-Präsident Uwe Harnos nach dem 1:2 nach Verlängerung in Hamburg gegen die Schweiz und fügte an: &#8220;Damit sollte es jetzt sein Bewenden haben.&#8221; (&#8230;) Das BMI strich dem DEB für 2008 und 2009 jeweils 50.000 der ihm zustehenden 370.000 Euro. Zudem behielt es 28.000 Euro für den Zeitraum ein, in dem es keine Trainingskontrollvereinbarung mit der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) gab. Die NADA hatte den Vertrag im Frühjahr gekündigt, knapp einen Monat später wurde eine neue Vereinbarung unterschrieben.</p></blockquote><p><strong>Danckert</strong> poltert weiter, und weil Parr schimpft, erwähnt er das IOC, dessen Vizepräsident Bach zu <a
href="http://jensweinreich.de/?p=1694" target="_self">Parrs Partei- und Duzfreunden</a> zählt. Es ist eines von Danckerts Lieblingsthemen: Das IOC könne Exempel an säumigen Nationalen Olympischen Komitees und Verbänden statuieren, macht es aber nicht. „Sie kehren es unter den Teppich!&#8221; Gleiches gelte aber auch für DOSB, BVA und BMI. </p><p><strong>Christoph Bergner (CDU)<br
/> </strong>Vergleicht die Diskussion mit einem Gewitter, das reinigende Wirkung haben könne. Geht noch einmal auf seinen Begriff der „Klamaukberichterstattung&#8221; ein und erwähnt wie Riegert den SZ-Artikel, der „eine gewisse Klamaukstimmung erzeuge&#8221;. Zum Nada-Bericht sagt er: „Ich hoffe, dass es nie wieder passiert, dass wir einen Bericht erst im übernächsten Jahr abschließen können.&#8221; Denn es ist ja klar, dass sich in diesem Jahr nichts Entscheidendes mehr tut. Er sagt aber auch, dass Danckert als Mitglied des Nada-Kuratoriums den Bericht eigentlich im Sommer erhalten haben müsste. <em>(Danckert hat vor zwei Wochen in der <a
href="http://jensweinreich.de/?p=1694" target="_self">Bundestagsdebatte zum Sport</a> gesagt, dass er sich den Bericht besorgt habe.)</em></p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>Kontert Bergner, indem er aus einem Brief des Staatssekretärs zitiert, der ihm geschrieben hat: „Ich möchte anregen, zum jetzigen Zeitpunkt den Bericht nicht im Ausschuss zu diskutieren.&#8221; </p><p><strong>Christoph Bergner (CDU)<br
/> </strong>Stellt sich „ausdrücklich vor das BVA&#8221;, übernimmt die Verantwortung für Verzögerungen: „Ich bitte, die entsprechenden Vorwürfe an uns direkt, an mich zu wenden.&#8221; Sagt: „Mir war klar, dass immer Sprengkraft in dieser Nummer liegt. Ich hätte mir nur gewünscht, dass wir schon mal vorher aneinander geraten wären.&#8221; Es sei ein „ernster Beratungsgegenstand&#8221;. </p><p><strong>Göttrik Wewer (SPD, Nada)<br
/> </strong>Legt dar, wir kompliziert die Erstellung des Berichts gewesen sei, weil einige Verbände nur schleppend geantwortet haben und sich die Nada viele Satzungen selbst besorgen musste. </p><p><strong>Michael Vesper (DOSB, Bündnis 90/Die Grünen)<br
/> </strong>Mahnt die präzise Trennung aller Vorgänge und Berichte zwischen den Jahren 2007, 2008 und 2009 an. „Das wird sonst nämlich eine ungenießbare Brühe.&#8221; Grundsätzlich findet er: „Wir haben hier eine gute Nachricht abgegeben!&#8221; Erwähnt noch einmal, dass es vier Methoden gäbe, den NADC umzusetzen: über die Verbandssatzung, den dynamischen Verweis, den konkreten Verweis, die Athletenvereinbarungen. Er nennt Dagmar Freitag beim Vornamen, was bei dieser nicht gut ankommt, sie redet ihn konsequent mit „Herr Dr. Vesper&#8221; an, woraufhin Vesper später nicht mehr „Dagmar&#8221; sagt, sondern: „Die Abgeordnete Frau Freitag.&#8221; Desweiteren spricht er von einer „Bringschuld der Verbände&#8221;, erinnert an die DOSB-Workshops im September in Köln und im Oktober in Bonn: „Wir haben unsere Pflichten erfüllt!&#8221; </p><p><strong>Willm Wöllgens (Referatsleiter Sport des BVA)<br
/> </strong><em>(Der coolste Beitrag des Nachmittags. Routiniert übergeht er Danckerts Attacken und widmet sich der einzigen Frage, die er „in Erinnerung hat&#8221;. Welche Frage das war, habe ich in einem Moment des Amüsements allerdings vergessen.)</em></p><p><strong>Dagmar Freitag (SPD)<br
/> </strong>Erinnert an den Fall Krabbe und sagt, den Verbänden müsse seit fast 20 Jahren klar sein, um was es gehe. Ihr Mitgefühl halte sich in Grenzen. </p><p><strong>Peter Rauen (CDU)<br
/> </strong>Hat die Sache mit dem Catering aufgegeben. Sagt nun: „Ich muss gestehen, ich habe in langen Jahren so eine erbitterte und lange Auseinandersetzung im Sportausschuss nicht mitgemacht.&#8221; Maßlos geärgert habe ihn der Fall Busch. Vesper fragt er: „Können wir wechselseitig davon ausgehen, dass jetzt wirklich alles getan wird, um die Voraussetzungen zu schaffen &#8230;&#8221; </p><p><strong>Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen)<br
/> </strong><em>(Hat es wieder schwer, das Wort zu ergreifen, weil &#8211; wie meistens &#8211; Riegert dazwischen ruft und ihm unterstellt, er höre nicht zu und wolle dieses und jenes nicht hören. Der übliche Riegert halt.) </em>Hermann sagt schließlich, man solle nicht auf die Verwaltung einprügeln für Dinge, die politisch zu verantworten sind. Er kritisert Danckert, der den Nada-Bericht und andere Berichte kannte und dennoch den Haushalt 2009 verabschiedet habe, ohne jede Auflage für Verbände. Hermann sagt: „Ich möchte gern den ungeschönten Bericht haben, den möchte ich haben.&#8221; <em>(Hintergrund ist offenbar, dass seit Wochen das Gerücht gehandelt wird, BMI, DOSB, BVA wollten den Nada-Bericht schönen.)</em></p><p><strong>Christoph Bergner (CDU, BMI)<br
/> </strong>Er sagt: „Der Nada-Bericht steht für sich. Und der wird auch nicht mehr geändert!&#8221; Es sei nur die Frage gewesen, ob der Bericht im Sportausschuss diskutiert werden solle. Da habe er Danckert empfohlen: „Lassen wir es erstmal.&#8221; Zum Fall Busch sagt Bergner „ungeschützt&#8221; (eine seiner Lieblingsformulierungen): „Welchen Sinn haben Dopingkontrollen noch, wenn Sanktionsfragen nicht geklärt sind?&#8221;</p><p><strong>Göttrik Wewer (SPD, Nada)<br
/> </strong>Erwähnt einen schwierigen Verband: „Handball war ein schwieriger Fall und die Einsichtsfähigkeit nicht sonderlich ausgeprägt.&#8221; Man sei nun aber auf einem guten Weg und überhaupt: „Doppelt genäht hält besser!&#8221; Und noch einmal: „Aber jetzt wird auch alles besser!&#8221; </p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>Stellt die Abläufe richtig: Er hat am 13. November an das BMI geschrieben, Bergner hat ihm am 20. November mitgeteilt, er solle den Nada-Bericht lieber nicht im Sportausschuss behandeln. Allerdings sagt das nichts darüber aus, dass er den Bericht &#8211; wie Bergner erklärt hat &#8211; schon Monate länger als Nada-Kuratoriumsmitglied gehabt haben soll. </p><p><strong>Klaus Riegert (CDU)<br
/> </strong>Hat ja die SZ gelesen und fragt Danckert deshalb auch, ob es stimme, dass BDR-Leistungssportdirektor Burckhard Bremer von ihm (und Hermann) eine Unterlassungserklärung haben will. Es geht bei Danckert um ein <a
href="http://www.dradio.de/aod/html/?broadcast=233844" target="_blank">Sportgespräch des Deutschlandfunks</a> vom 16. November, bei Hermann um ein <a
href="http://www.sueddeutsche.de/256384/151/2634039/Es-gibt-keine-kritische-Distanz-zum-Radsport.html" target="_blank">SZ-Interview</a> vom 15. November. Danckert wirkt wenig souverän. Er sagt: „Ich habe als Privatmann in Gegenwart von Herrn Bergner, er ist mein Zeuge, eine Bemerkung gemacht.&#8221; <em>(Tags darauf erklärten Danckert und Hermann, sie werden die geforderte Erklärung <a
href="http://de.eurosport.yahoo.com/18122008/30/danckert-hermann-unterlassungserklaerung.html" target="_blank">nicht abgeben</a>.)</em></p><p>Und noch drei Links:</p><ul><li>Claudio Catuogno in der Süddeutschen: &#8220;<a
href="http://www.sueddeutsche.de/054384/511/2684121/Alles-nicht-so-einfach.html" target="_blank">Alles nicht so einfach&#8221;</a>, <a
href="http://www.sueddeutsche.de/sport/371/452079/text/" target="_blank">&#8220;Brandrede gegen die alte Seilschaft&#8221;</a></li><li>Frankfurter Rundschau: <a
href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/sport/aktuell/1648183_Im-Sportausschuss-fliegen-die-Fetzen.html?sid=a68a0f32ab94163e05ac6c8e713b3f29" target="_blank">&#8220;Im Sportausschuss fliegen die Fetzen&#8221;</a></li></ul> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/12/19/notizen-vom-sportausschuss-klamauk-oder-i-want-to-break-free/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>39</slash:comments> </item> <item><title>Notizen vom Sportausschuss (2): Steuermittel für den BDR?</title><link>http://www.jensweinreich.de/2008/10/17/notizen-vom-bundestags-sportausschuss-2-bdr-fordermittel/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2008/10/17/notizen-vom-bundestags-sportausschuss-2-bdr-fordermittel/#comments</comments> <pubDate>Thu, 16 Oct 2008 23:08:48 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[bdr]]></category> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[doping]]></category> <category><![CDATA[novosp]]></category> <category><![CDATA[radsport]]></category> <category><![CDATA[bündnis 90]]></category> <category><![CDATA[bmi]]></category> <category><![CDATA[bund deutscher radfahrer]]></category> <category><![CDATA[burckhard bremer]]></category> <category><![CDATA[cdu]]></category> <category><![CDATA[christoph bergner]]></category> <category><![CDATA[cialis]]></category> <category><![CDATA[dagmar freitag]]></category> <category><![CDATA[detlef parr]]></category> <category><![CDATA[die grünen]]></category> <category><![CDATA[die linke]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[eberhard gienger]]></category> <category><![CDATA[gerhard böhm]]></category> <category><![CDATA[haushaltsausschuss]]></category> <category><![CDATA[katrin kunert]]></category> <category><![CDATA[klaus riegert]]></category> <category><![CDATA[martin gerster]]></category> <category><![CDATA[mountainbike]]></category> <category><![CDATA[nada]]></category> <category><![CDATA[peter danckert]]></category> <category><![CDATA[reinhold hemker]]></category> <category><![CDATA[rudolf scharping]]></category> <category><![CDATA[sonderprüfung doping]]></category> <category><![CDATA[spd]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[sportförderung]]></category> <category><![CDATA[steuermittel]]></category> <category><![CDATA[thomas bach]]></category> <category><![CDATA[udiocm]]></category> <category><![CDATA[winfried hermann]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=1383</guid> <description><![CDATA[So, passend zum Tage der zweite Teil meiner Notizen zur 59. Sitzung des Sportausschusses des Deutschen Bundestages am Mittwoch, 15. Oktober. Was bisher geschah, kann man hier nachlesen. Die Session mit Willi Lemke, die partiell witzig war, lasse ich aus, darum kümmere ich mich später mal. Nur noch dies: Lemke wäre nicht Lemke, also nicht [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>So, passend zum Tage der zweite Teil meiner Notizen zur 59. Sitzung des Sportausschusses des Deutschen Bundestages am Mittwoch, 15. Oktober. Was bisher geschah, kann man <a
href="http://jensweinreich.de/?p=1358" target="_self">hier nachlesen</a>. Die Session mit Willi Lemke, die partiell witzig war, lasse ich aus, darum kümmere ich mich später mal. Nur noch dies: Lemke wäre nicht Lemke, also nicht der Verkäufer seiner Sache, als der er bekannt geworden ist, wenn er mir nicht, wie allen anderen Anwesenden, noch <a
href="http://www.un.org/themes/sport/brochure.pdf" target="_blank">diese Broschüre</a> in die Hand gedrückt, die ich gern symbolisch weiter reiche. &#8220;Hier bitte, auch für Sie&#8221;, sagte der UN-Sonderbeauftragte. Ich sage: Danke, Willi.</p><p>Noch zwei Vorbemerkungen:</p><ol><li>Unter seinem Vorsitzenden Peter Danckert (SPD) tagt der Sportausschuss seit Beginn der Legislaturperiode öffentlich. Alle anderen Ausschüsse des Bundestages tagen grundsätzlich nichtöffentlich. Damit ist aus meiner Sicht nur im Sportausschuss ein Mindestmaß an Transparenz gewährleistet. Beobachter können sich ein Bild von der Arbeit der Abgeordneten machen.</li><li>Ich habe nach bestem Wissen und Gewissen Notizen gemacht. <em>Anmerkungen, die mir als Erläuterung wichtig scheinen, sind kursiv gesetzt (heißt das so im Blog, &#8220;setzen&#8221;? Scheint eher ein Begriff aus dem Holzmedium).</em></li></ol><p>Nun zu dem, was wirklich wichtig war. Am Morgen hatte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen diesen Antrag im Sekretariat des Sportausschusses eingereicht:</p><blockquote><p><strong>Beratungen Bundeshaushalt 2009, EP 06 Bundesministerium des Innern/Kapitel 0602</strong></p><p><em>Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt:</em></p><p>Beim Haushaltstitel 684 11 (&#8220;Zentrale Maßnahmen auf dem Gebiet des Sports&#8221;) <strong>werden die vorgesehenen Ausgaben für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) gestrichen. Stattdessen werden die nicht benötigten Mittel für die Dopinganalytik, Anti-Dopingforschung sowie für die Dopingprävention verwendet</strong>.</p><p><em>Begründung:</em></p><p>Der Staat darf Sportorganisationen und -einrichtungen nur dann finanziell fördern, wenn dort ein glaubwürdiger und konsequenter Weg in der Dopingbekämpfung gegangen wird. Ein dopingfreier Radsport ist jedoch zur Zeit offenbar nicht möglich. Besonders im Profiradsport wird seit Jahren und über Team- und Mannschaftsgrenzen hinweg gedopt. Doping ist in diesem Bereich zu einem systemimmanenten Zwang geworden. Die vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) angekündigten Anti-Doping-Initiativen sind nicht realisiert worden. Von einem dopingfreien Neustart, auch im deutschen Radsport, kann keine Rede sein.</p><p>Der Staat muss in der Dopingbekämpfung konsequent handeln. Gesetzgeberische Veränderungen in der Dopingbekämpfung müssen durch Förderentscheidungen der Verwaltungen ergänzt werden. Als ein weiterer Schritt in der Dopingbekämpfung soll daher eine Rahmenvereinbarung zwischen BMI mit DOSB und allen geförderten Sportfachverbänden geschlossen werden. Darin sollen sich die Sportorganisationen (analog zur sog. Ehrenerklärung von Spitzensportlerinnen und -sportlern) verpflichten, bei Verstößen gegen die Regeln der Dopingbekämpfung die öffentliche Sportförderung des Vorjahres zurückzuzahlen und dem Anti-Doping-Kampf zur Verfügung zu stellen.</p><p>Auch von den Sportorganisationen wird in Zukunft ein dauerhafter finanzieller Beitrag für die Arbeit der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) erwartet.</p></blockquote><p>Als gegen 16 Uhr endlich begonnen wurde, darüber zu debattieren, waren leider nicht mehr so viele Abgeordnete anwesend. Wenn ich richtig zähle, gibt es <a
href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a05/fotoliste.html" target="_blank">16 ordentliche Mitglieder</a> im Sportausschuss. Davon waren zu Beginn der Sitzung zehn anwesend und ein stellvertretendes Mitglied (Reinhold Hemker/SPD). Nach den Programmpunkten Südafrika und Lemke verschwanden der Fußballfan Klaus Riegert (CDU), langjähriger Kapitän des FC Bundestag, Reinhold Hemker, Martin Gerster (SPD) und Katrin Kunert (Die Linke). Sie hatten sicher andere, ganz wichtige Termine. So verblieben lediglich:</p><ul><li>Ausschuss-Chef Peter Danckert (SPD),</li><li>sein Stellvertreter Peter Rauen (CDU),</li><li>Dagmar Freitag (SPD),</li><li>Eberhard Gienger (CDU),</li><li>Detlef Parr (FDP),</li><li>Winfried Hermann (Bündnis 90/Grüne).</li></ul><p><span
id="more-1383"></span>Außerdem im Sitzungssaal 4.800: der Parlamentarische Staatssekretär im BMI Christoph Bergner (CDU) mit einigen Mitarbeitern und Gerhard Böhm, Sportberater der Kanzlerin. Einen Teil der Diskussion &#8211; etwa über die Entsendungskosten des deutschen Teams für die World Games auf Taiwan &#8211; vernachlässige ich und bleibe am Thema: Entzug der Steuermittel für den Bund Deutscher Radfahrer.</p><p><strong>Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen)<br
/> </strong>Er verliest noch einmal Teile der oben erwähnten Ausschussdrucksache 179 und unterstreicht, dass es im Radsport „einen Zwang zum Doping&#8221; gäbe. „Wir müssen mal ein Zeichen setzen!&#8221; Der BDR hat keine Antidopingkommission, bei der Deutschen Meisterschaft der Mountainbiker hat kürzlich keine Dopingkontrolle stattgefunden, Hermann zählt einige aktuelle Beispiele auf. „Das ist völlig inakzeptabel&#8221;, sagt er. Und dann zitiert er „zu guter letzt den Abgeordneten Danckert, der ebenfalls eine Haushaltssperre gefordert hat&#8221;. <em>Das war raffiniert und ein bisschen gemein, denn Danckert, der 2008 bei der Tour ein paar Tage im Begleitfahrzeug des Milram-Teams verbrachte, hat ja schon so oft Forderungen gestellt, die er dann vielleicht selbst nicht konsequent durchzusetzen versucht hat, um es positiv zu formulieren.</em> Hermann: „Jetzt muss man endlich mal Farbe bekennen und handeln!&#8221;</p><p><strong>Peter Rauen (CDU)<br
/> </strong>Leitet ein, dass er ja nicht für „vorschnelle Maßnahmen&#8221; bekannt sei. Sagt dann: „Gerolstein liegt in meinem Wahlkreis. Ich habe die Faszination erlebt, die vom Radsport ausging in der Eifel. Ich war immer der Meinung, dass, wenn es einer ehrlich meint mit der Bekämpfung des Dopingsumpfes, dass es der Holczer gewesen ist.&#8221; Nun aber noch Schumacher und Kohl: „Dann ist das offenbar in diesem Sport ein Sumpf, dass man als Parlamentarier versuchen muss, etwas entgegen zu setzen, dass es wirklich einen Aufschrei gibt. Wir müssen ein ganz klares und deutliches Zeichen ohne wenn und aber setzen.&#8221;</p><p><em>Rauens Auftritt schien wichtig zu sein, weil die CDU gewöhnlich jeden Versuch, der in diese Richtung läuft, abblockt. (Die SPD aber letztlich auch, die FDP erst recht, aber das nur am Rande von mir.)</em></p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>„Vielen Dank, Peter Rauen. Ich schließe mich dem an.&#8221;</p><p><strong>Dagmar Freitag (SPD)<br
/> </strong>Stellt dem BMI-Staatssekretär Bergner eine Frage, „um eine klare und nicht nur gefühlte Stimmung zu haben: Hat ihr Haus mittlerweile geprüft, ob die <a
href="http://www.faz.net/s/Rub9CD731D06F17450CB39BE001000DD173/Doc~EE3C664233F7249B9A101BD709D803646~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">nichterfolgten Dopingkontrollen bei der DM der Mountainbiker</a> einen klaren Verstoß gegen die Zuwendungsbestimmungen bedeutet?&#8221; Es gebe „nicht nur diese Sportler in den Rennställen, die nach Belieben gelogen und betrogen haben. Aber es gibt noch eine andere Form des Radsports, ich maße mir aber nicht an zu sagen, dort werde nicht gedopt.&#8221; Ist sehr dafür, beim Radsport und beim BDR eine ganz harte Gangart anzulegen. Aber dennoch müssen wir uns vor Augen halten: Es gibt auch einen Bereich des Radsports, der das noch nicht so weit treibt. Nochmal zu Bergner: „Können sie in irgendeiner Form, können sie auflisten, wie eigentlich die Bundesmittel im Bund Deutscher Radfahrer wofür verwendet werden?&#8221; Man müsse aufpassen, durch Mittelstreichungen oder Kürzungen „Strukturen, die Arbeitnehmer betreffen in einem Verband, nicht zerstören. Wir können nicht leichter Hand sagen, wir sperren die 1,7 Millionen und der Verband muss Arbeitnehmer entlassen.</p><p><em>Detlef Parr (FDP) pflichtet ihr mehrfach laut bei. Ich vermute, Frau Freitag weist so ausdrücklich auf Verbandssorgen hin, weil sie als Vizepräsident des Leichtathletikverbandes eine Art Solidarität empfindet? Dem DLV könnte es ja mal ähnlich gehen.</em></p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>„Wir haben nicht darüber zu entscheiden, ob gesperrt wird oder nicht, wir haben als zuständiger Ausschuss eine Empfehlung an den Haushaltsausschuss abzugeben. Wir müssen hier schon mal irgendwo Farbe bekennen. Was uns der BDR hier bietet mit seinen Personalentscheidungen und Verrenkungen, bedarf einer klaren Empfehlung des Parlaments.&#8221;</p><p><strong>Eberhard Gienger (CDU)<br
/> </strong><em>Zu Eberhard Gienger muss man fairerweise sagen, dass er als Vizepräsident Leistungssport des DOSB eine Art Lobbyist des olympischen Dachverbandes ist.<br
/> </em>Gienger merkt „als Jurist&#8221; an: „Jeder Verbrecher, jeder Mörder hat das Recht sich zu äußern zu seinen Verfehlungen!&#8221; Er will erst den BDR hören, um dann möglicher Weise „zum Schwert der Haushaltssperre zu greifen&#8221;. Das BMI (Bergner) fragt er: „Hat der Verband die Erwartungen, die wir an ihn geknüpft haben, nicht erfüllt?&#8221; Noch einmal: „Die Sprache des Geldes würde sicher wirken. Aber ich denke: Die andere Seite möge gehört werde. Das wäre der richtige Weg, den wir hier gehen sollten.&#8221;</p><p><strong>Detlef Parr (FDP)<br
/> </strong>Der Parteifreund des UDIOCM sagt, man müsse „differenziert&#8221; an die Sache herangehen. Man habe zu wenig in der Hand, „um mit berechtigter Empörung symbolpolitisch zu reagieren&#8221;. Peter Rauen habe sehr eindrucksvoll dargestellt, welche Begeisterung in der Bevölkerung für den Radsport immer noch vorhanden ist. „Wir können zwar auch nicht garantieren, ob da sauber gearbeitet wird, aber wir dürfen den Radsport in Gänze nicht so verurteilen, dass er nicht mehr auf die Beine kommt. Ich werde den Antrag hier ablehnen. Wir plädieren für mehr Differenzierung.&#8221; TV-Übertragungen von der Tour de France abzubrechen, sei für ihn nie ein Thema gewesen, aber: „Jetzt muss man umdenken.&#8221; </p><p><strong>Winfried Hermann (Grüne)<br
/> </strong>„Habe mit Freunde zur Kenntnis genommen, dass es doch eine Bereitschaft gibt, in dieser Richtung was zu machen.&#8221; Der Sportausschuss solle dem Haushaltsausschuss empfehlen, die Mittel für den BDR zu sperren, nicht zu streichen. Dann habe der Haushaltsausschuss Möglichkeiten zu prüfen, was sozialverträglich zu streichen ist.</p><p>Parr ruft dazwischen: „Wir haben das zu entscheiden, es ist unsere fachliche Botschaft!&#8221; Hermann stellt auch etliche Fragen an Staatssekretär Bergner.</p><p><strong>Christoph Bergner (CDU)<br
/> </strong>„Es besteht in dem Kreise ja Einigkeit, dass wir die Förderung des Sports mit der Forderung sauberer Sport verbinden.&#8221; Der Antrag der Grünen sei ein „neues Instrument&#8221;. Bisher galt, dass im Zuwendungsbescheid „ausdrückliche Verpflichtungen&#8221; formuliert worden. Nun wolle man vorher Mittel stoppen. Verwaltungstechnisch sei das schwierig, sagt Bergner: „Das bedeutet, dass es erst einen solchen Zuwendungsbescheid geben muss und dass man im abweichenden Fall Rückforderungen prüfen muss.&#8221; Er verweist auf die Vorschläge der Task Force aus dem Jahr 2007, deren Umsetzung im Sportausschuss in diesem Herbst ohnehin noch Thema sein sollte. Zu fehlenden Kontrollen bei der Mountainbike-DM in Singen im September sagt er: „Gegenwärtiger Stand ist, dass die Nada sich an den BDR gewandt hat und eine Klärung eingeleitet hat, warum es das nicht gegeben hat. Das ist Gegenstand der Nada und wäre ein Verstoß gegen den Nada-Code.&#8221; Noch einmal grundsätzlich zum Grünen-Antrag: „Was jetzt kommt ist eine völlig neue Geschichte, insofern neu, als wir jetzt sagen: Wir stoppen präventiv. Noch ehe überhaupt ein Verstoß stattfinden kann, sagen wir: uns hat die Bilanz des Jahres 2008 nicht gefallen, streichen wir auch gleich 2009. Das ist ein völlig neues Verfahren gegenüber dem bisherigen, verwaltungstechnisch abgesicherten Verfahren: Rücknahme eines abgesegneten Verwaltungsaktes. Ich fühle mich nicht in der Lage zu sagen, wie die verwaltungstechnischen Vorschriften wären.&#8221;</p><p>Er beziffert die Zahlungen an den BDR auf insgesamt 4,2 Millionen: 1,7 Millionen Euro Verbandsförderung und 2,5 Millionen für Leistungssportpersonal. <em>(Die Angaben scheinen ein Missverständnis zu sein. Ich konnte es noch nicht abschließend prüfen, aber im Task-Force-Bericht waren für 2007 nur 1,7 Mio plus 715.000 genannt. In dieser Größenordnung, also 2,4 Millionen plus Olympiaaufschlag dürfte das 2008 gewesen sein.)</em> „Ich bin auch Parlamentarier. Aber hier sind sie der Souverän&#8221;, sagt Bergner. „Wenn sie sagen, das bisherige Element, rückwirkender Eingriff in Bewilligungsbescheide, Rücknahme eines Verwaltungsaktes reicht uns nicht, wir greifen präventiv ein und sagen Schluss, das geht nicht, bin ich außerstande zu sagen, wie sich das verwaltungsrechtlich darstellt.&#8221; Zu Danckert: „Sie sind der Jurist.&#8221;</p><ul><li>Spätestens hier muss ich das Dokument verlinken: <a
href="http://www.bmi.bund.de/Internet/Content/Common/Anlagen/Broschueren/2007/Abschlussbericht__Doping,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Abschlussbericht_Doping.pdf" target="_blank">Abschlussbericht Projektgruppe Sonderprüfung Doping</a> des BMI (die so genannte Task Force) vom 19. Dezember 2007 (pdf, 3 MB, 117 Seiten). Pflichtlektüre!</li></ul><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>„Das ist doch ein Beschluss des Parlamentes, das ist doch kein Verwaltungsakt!&#8221; Dann: „Ich erlaube mir einfach zu sagen, Herr Bergner, dazu haben wir uns ein paar Mal hier erklärt, ich habe schon damals nicht verstanden, dass bei den Ergebnissen der Task Force niemand es gewagt hat in ihrem Hause, das auch mal exemplarisch durchzuziehen. Was wir jetzt machen ist eine Empfehlung an den Haushaltsausschuss, einen Teil der Mittel zu sperren.&#8221; </p><p><strong>Dagmar Freitag (SPD)<br
/> </strong>„Ich glaube, habe unmissverständlich deutlich gemacht, dass ich auch dagegen bin.&#8221; Aber es müsse „rechtsstaatlich Sinn machen&#8221;. Also das BMI auffordern, umgehend eine Stellungnahme des BDR anzufordern. BDR-Verantwortliche sollen auf der nächsten Sitzung des Sportausschusses am 12. November gehört werden. Tags darauf ist Bereinigungssitzung zum Etat mit dem Haushaltsausschuss. In der Sitzung am 12. November soll „nach Anhörung des Bundes Deutscher Radfahrer eine Erklärung verabschiedet&#8221; werden: „Demjenigen, dem man etwas vorwirft, Möglichkeit der Stellungnahme geben.&#8221; Zur Mountainbike-DM: „Wenn da gegen den Nada-Code verstoßen würde, würde das bedeuten, dass da Mittel zurückgefordert werden müssten.&#8221;. Zu Bergner: „Sie haben zu kontrollieren, ob die Vorschriften im Zuwendungsbescheid eingehalten wurden. Das hat mit der Task Force gar nichts zu tun. Wenn dagegen verstoßen wurde, haben sie Mittel zurückzufordern.&#8221; </p><p><span
style="color: #888888;"><strong><span
style="color: #000000;">Christoph Bergner (CDU)</span><br
/> </strong></span>Im Task Force Bericht sind die Bewilligungsbescheide an den BDR ganz prominent.</p><p><strong>Dagmar Freitag (SPD)<br
/> </strong>„Mich interessiert tatsächlich, wie sich die Gelder an den BDR verteilen.&#8221; Sagt noch einmal, dass sie für eine Vertagung des Beschlusses „sehr dankbar&#8221; wäre: „Außerdem können wir dem Haushaltsausschuss jederzeit solche Empfehlungen zukommen zu lassen.&#8221; </p><p><strong>Eberhard Gienger (CDU)<br
/> </strong>„Wir sollten Vertretern des BDR die Möglichkeiten geben, sich hier zu artikulieren. Wenn wir der Meinung sind, dass diese Argumente nicht ausreichen und sie die schwerwiegenden Bedenken nicht ausräumen können, können wir immer noch einen Tage vor der Sitzung die Entscheidung fällen.&#8221; </p><p><strong>Peter Rauen (CDU)<br
/> </strong>„Ich bin gegen die Komplizierung. Wir verhandeln hier über 218 Millionen Euro Sportförderung. Wir haben das Haushaltsrecht.&#8221; Es müsse klar sein: „Es gibt hier einen Punkt, wo die Damen und Herren des Sportausschusses nicht mehr mitmachen.&#8221;</p><p>Danckert übergibt die Sitzungsleitung an Rauen, um selbst zu sprechen.</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>„Wir sind an einem ganz spannenden Punkt angekommen. Nach dem Bericht der Task Force sind erhebliche Bedenken aufgekommen.&#8221; Dann erwähnt er süffisant ein pikantes Beispiel aus dem Bericht, die Cialis-Affäre:</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-1390" title="bdr-cialis" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/10/bdr-cialis.jpg" alt="" width="500" height="387" /></p><p>„Für wie bekloppt hält man uns eigentlich&#8221;, fragt Danckert. „Auch als Jurist sage ich: Das machen wir jetzt mal.&#8221; <em>(Die Haushaltssperre.)</em> Und dem BMI sagt er, bezogen auf die Mountainbike-DM: „Nach allem, was ich dazu gelesen habe, ist es sonnenklar, durch mehrere authentische Berichte belegt, dass gegen den Nada-Code verstoßen worden ist. Ich wundere mich, das ist ja jetzt schon vier Wochen her, dass diejenigen, die dafür verantwortlich sind, keine klare Position haben. Hat da eine Dopingkontrolle stattgefunden oder nicht? Das ist eine ganz einfache Tatsachenfrage.&#8221; Zur (üblichen und von der FDP eingebrachten Argumentation, die tags darauf natürlich via dpa vom BDR verbreitet wird), eine Sperre würde Nachwuchssportler betreffen, sagt Danckert: „Nachwuchssportler sind gar nicht betroffen, wir sind als Bund gar nicht berechtigt, Nachwuchs zu fördern! Der Bund hat die einzige Kompetenz, den Spitzensport zu fördern!&#8221;</p><p>Es sei „ein deutliches Signal, was hier aus dem Kreis des Ausschusses gekommen ist, zum ersten Mal seit langer, langer Zeit&#8221;. Er unterstützt den von Dagmar Freitag vorgeschlagenen Zeitplan: Anhörung des BDR am 12. November mit sofortiger Entscheidung. „Inzwischen werden sie sicherlich, Herr Dr. Bergner, sich dafür einsetzen, dass sie in ihrem Hause zur Vergangenheit Stellung beziehen.&#8221; Wir empfehlen ja nicht willkürlich eine Sperre. Es gehe um die Haltung des Verbandes, handelnde Personen, Strukturen. </p><p><strong>Winfried Hermann (Grüne)<br
/> </strong>Schließt sich Danckert an und will nichts wiederholen. „Wir waren an dem Punkt, wo wir heute angelangt sind, auch vor einem Jahr schon mal. Herr Dr. Bergner, sie haben es vor einem Jahr schon gesagt. Sie haben es nur teilweise getan. Ich erwarte, dass wir nicht nur den BDR hier haben, sondern dass wir vom Ministerium auch einen klaren Bericht haben. Dass man die Nada auch nochmal fragt.&#8221;</p><p><strong>Detlef Parr (FDP)<br
/> </strong>„Ich bin froh darüber, dass wir heute nicht spontan die Haushaltssperre beschließen. Ich möchte wissen, wie viel geht in welche Bereiche hinein und was betrifft die Haushaltssperre?&#8221; Zu Danckert und Rauen: „Natürlich sind wir auch verantwortlich für den Nachwuchsleistungssport.&#8221; Noch einmal sagt er: „Nicht den gesamten Radsport an den Pranger stellen und fertig machen! Es gibt viele Bereiche im Radsport, in denen gute Arbeit geleistet wird.&#8221; </p><p><strong>Christoph Bergner (CDU)<br
/> </strong>Verspricht Prüfung im Hause des BMI. „Sie hätten ihrem Anliegen keinen guten Dienst erwiesen, wenn sie jetzt einen Hüftschuss gemacht hätten.&#8221; Kommt wieder mit verwaltungstechnischen Dingen: Sperrvermerk. Titel. Welcher Charakter. Wie werden Bedingungen für Aufhebung formuliert und solche Fragen mehr.</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>„Wir nehmen also das Angebot der Exekutive dankbar entgegen. Damit haben wir heute einen wichtigen Punkt erreicht. Ohne das man irgend etwas verkleistert, trotzdem einen Konsens erreicht.&#8221;</p><p>Soweit meine Notizen von der 59. Sitzung des Sportausschusses. Es geht weiter mit der 60. Sitzung am 12. November. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste: In Berlin hat am selben Tag einer der umstrittenen BDR-Funktionäre eine ziemlich hohe Auszeichnung dieses Landes erhalten. Screenshot von der <span
style="text-decoration: line-through;">BDR-</span>Webseite <a
href="http://www.rad-net.de">www.rad-net.de</a>:</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-1386" title="screen-bdr-bremer1" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/10/screen-bdr-bremer1.jpg" alt="" width="500" height="289" /></p><p>Das Ordensamt des Bundespräsidialamtes habe ich um die Begründung für Bremers Ehrung gebeten.</p><p>Zwei Meldungen aus dem Panoptikum der Sportpolitik: In Berlin debattiert am Mittwochabend der Sportausschuss des Deutschen Bundestages heftig über die Frage, ob wegen anhaltender Versäumnisse in der Dopingbekämpfung ein sofortiger Fördermittelstopp gegen den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) zu verfügen sei. In Berlin erhält am Mittwoch, nur wenige Kilometer vom Bundestag entfernt, der umstrittene BDR-Leistungssportdirektor Burckhard Bremer, von Innensenator Erhart Körting das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.</p><p>Die Diskrepanz zwischen Fördermittelstopp und Verdienstorden illustriert das Dilemma der deutschen Sportpolitik. Auf die Frage, ob dieser tief wurzelnde Konflikt auch nur in Ansätzen lösbar ist, wird es in den nächsten Wochen Antworten geben müssen. In vier Wochen will man also über die Zukunft des BDR entscheiden. Bislang ist nur eines klar: Burckhard Bremer wird hoher Ordensträger der Bundesrepublik Deutschland bleiben.</p><p>Eine Mini-Kommentierung gönne ich mir noch: Ich habe Diskussionen über Doping, Radsport und den BDR ja nicht zum ersten Mal im Sportausschuss erlebt. Und bin doch immer wieder erstaunt, wie manche Abgeordnete über Jahre mit denselben argumentativen Reflexen agieren. Dabei ist doch alles sonnenklar. Könnte das alles viel gemeiner formulieren, verkneife es mir aber. Bin sehr gespannt, ob sie sich am 12. November zu einer Sperre oder gar klitzekleinen Streichung durchringen. Ich sehe eine minimale Chance, aber nur deshalb, weil es bis dahin noch einige Berichte der üblichen Verdächtigen in den Medien geben wird.</p><p>Nachtrag: Mit Dank an Ralf, der darauf in den Kommentaren hinweist. Gerade <span
style="text-decoration: line-through;">hat der BDR auf seiner</span> wird auf der <a
href="http://www.rad-net.de/index.php?newsid=16004" target="_blank">Internetseite</a> rad-net.de dies veröffentlicht:</p><blockquote><p>17.10.2008 08:59<br
/> <strong>Martin Wolf: «Wenn ich sowas höre, platzt mir der Kragen»</strong></p><p>Frankfurt (rad-net) &#8211; Martin Wolf, Generalsekretär des Bund Deutscher Radfahrer (BDR), fordert von den Mitgliedern des Sportausschusses, die sich derzeit medial mit zahlreichen Äußerungen zum Radsport und Forderungen nach Streichung von Mitteln für den BDR präsentieren, ein Gespräch und Sachkunde. «Es wird versucht, uns kaputt zu machen. Der Sportausschuss des Bundestages hat sich noch kein einziges Mal bei uns erkundigt oder ein Gespräch gesucht», so Wolf gegenüber der «Offenbach-Post». «Wenn ich das mit dem Streichen der kompletten Förderung höre, platzt mir entsprechend der Kragen», so Wolf.</p><p>«Betroffen durch das Streichen der Fördermittel vom Bund wären die Nachwuchssportler und Bereiche wie zum Beispiel Mountainbike und BMX. Diese Bereiche sind zu 99 Prozent sauber. Im Gegensatz zur den Profis im Straßenradsport. Und mit denen hat der BDR so gut wie nicht zu tun. Wir stellen ihnen die Lizenz aus, und sie starten einmal im Jahr bei der WM unter unserer Leitung und alle vier Jahre bei Olympischen Spielen. Das sind ein, zwei Kontakte im Jahr &#8211; mehr gibt es nicht.» Gleichzeitig forderte der 45-Jährige ein höheres Strafmaß für Doper: Vier Jahre sollen es nach Wunsch von Wolf werden, darüber hinaus wünsche er sich, dass die entsprechenden Profis den Nachwuchsfahrern ins Gesicht sehen und Rede und Antwort stehen sollten. «Sie stehlen den Jungs und uns die Basis.»</p><p>Der Bund fördert den Bund Deutscher Radfahrer zuletzt mit etwa 2,4 Millionen Euro. Der Anteil davon, der für den Profisport aufgebracht wird, liege nach Aussage von Wolf bei gerade einem Prozent. «Das zeigt schon einmal die Verhältnisse. Wenn dann die Förderung komplett gestrichen wird, wären wir nicht mehr handlungsfähig, dann wäre das Thema Radfahren durch.»</p></blockquote><p>Ist das nicht ein Irrsinn? Das ist die deutsche Sportwirklichkeit. Die deutsche Verbandswirklichkeit. Weiß der Mann, Martin Wolf, dass es kein Grundrecht auf Steuermittel gibt?</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/10/17/notizen-vom-bundestags-sportausschuss-2-bdr-fordermittel/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>18</slash:comments> </item> <item><title>Notizen vom Sportausschuss (1): WM 2010 in Südafrika</title><link>http://www.jensweinreich.de/2008/10/15/notizen-vom-sportausschuss-des-bundestages/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2008/10/15/notizen-vom-sportausschuss-des-bundestages/#comments</comments> <pubDate>Wed, 15 Oct 2008 13:47:26 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[novosp]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[wm 2010]]></category> <category><![CDATA[bündnis 90]]></category> <category><![CDATA[bernd heynemann]]></category> <category><![CDATA[cdu]]></category> <category><![CDATA[dagmar freitag]]></category> <category><![CDATA[detlef parr]]></category> <category><![CDATA[dfb]]></category> <category><![CDATA[die grünen]]></category> <category><![CDATA[die linke]]></category> <category><![CDATA[fdp]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[fussball]]></category> <category><![CDATA[gerhard böhm]]></category> <category><![CDATA[horst r. schmidt]]></category> <category><![CDATA[katrin kunert]]></category> <category><![CDATA[klaus riegert]]></category> <category><![CDATA[peter danckert]]></category> <category><![CDATA[ralph arend]]></category> <category><![CDATA[südafrika]]></category> <category><![CDATA[spd]]></category> <category><![CDATA[un]]></category> <category><![CDATA[willi lemke]]></category> <category><![CDATA[winfried hermann]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=1358</guid> <description><![CDATA[Ich sitze gerade in der 59. Sitzung des Sportausschusses des Deutschen Bundestages. Eigentlich bin ich wegen der Beratungen zum Sporthaushalt und der Diskussion über eine Sperre von Fördermitteln an den Bund Deutscher Radfahrer gekommen. Nun reden sie aber erst über die WM 2010 und über Willi Lemkes Rolle bei den Vereinten Nationen. Die zarte Debatte [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ich sitze gerade in der <strong>59. Sitzung des Sportausschusses des Deutschen Bundestages</strong>. Eigentlich bin ich wegen der Beratungen zum Sporthaushalt und der Diskussion über eine Sperre von Fördermitteln an den Bund Deutscher Radfahrer gekommen. Nun reden sie aber erst über die WM 2010 und über Willi Lemkes Rolle bei den Vereinten Nationen. Die zarte Debatte habe ich mal stenografiert, um einen Eindruck zu geben von der Arbeit im Sportausschuss hier im Sitzungssaal 4.800 des Paul-Löbe-Hauses. (Links folgen später am Abend.) Ich wollte den Sportausschuss ohnehin regelmäßig im Blog begleiten, also fange ich einfach mal an.</p><p>Zu Beginn weist Ausschuss-Chef Peter Danckert (SPD) darauf hin: „Liebe Kollegen, bei aller Bedeutung des Sports sind die Dinge, die derzeit die ganze Welt betreffen, eine ganze Menge wichtiger.&#8221; Deshalb fehlen auch einige Abgeordnete, weil sie in anderen Ausschüssen werkeln. Der ehemalige Schiedsrichter Bernd Heynemann (CDU) fehlt aus, aus anderen Gründen. Zugegen ist dafür Gerhard Böhm, Sportberater der Kanzlerin. Und natürlich: Horst R. Schmidt, Willi Lemke und Ralph Arend, Botschaftsrat der Botschaft der Republik Südafrika in Berlin. „Ich begrüße unseren Freund Horst Schmidt vom DFB&#8221;, sagt Danckert. Dann beginnt Schmidt, der jahrelang DFB-Generalsekretär war, Cheforganisator der WM 2006 in Deutschland &#8211; und seit Ende 2006 nun Fifa-Berater für die WM 2010 in Südafrika.</p><p><strong><span
id="more-1358"></span>Horst R. Schmidt (DFB/Fifa)<br
/> </strong>„Ich versuche ganz kurz, Ihnen zu sagen, was ich eigentlich da tue&#8221;, sagt Schmidt. Der Job lautet: „Erkenntnisse transferieren, so weit das eben geht.&#8221; Als Schmidt gerade über die „Vollfinanzierung der WM durch die Regierung&#8221; spricht, stellt der Room Service für ihn und Lemke Kaffee hin. Weil leise über die Bezahlung desselben diskutiert wird, unterbricht Danckert und ruft ins Mikrofon: „Ich übernehm das dann da. Hallo!&#8221; Also kann Schmidt weiter reden, Danckert bezahlen, und Schmitt sagt u. a.:</p><p>Die Neubaumaßnahmen sind hervorragend in Gang gekommen. Es bestehe „gar kein Zweifel, dass es die technischen Voraussetzungen hat, um solche Projekte zu managen&#8221;. Die Bauzeit der Stadien liege im wesentlichen zwischen 30 und 34 Monaten, aber die Projekte gehen im wesentlichen gut voran. „Es gibt schon mal einen Streik, es gibt schon mal einen Budget-Overrun. Aus meiner Sicht aber besteht kein Zweifel, dass man diese Stadion im wesentlichen on time übergeben kann.&#8221; Schmidt sorgt für Lacher, als er über die Stiftung der KfW Entwicklungsbank redet und deren Engagement in Südafrika erwähnt. Die KfW, die ja auch ein bisschen Geld vernichtet hat, will 100 Bolzplätze in Südafrika errichten.</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>„Das war ein interessanter Einblick in ihre umfangreiche, ich hätte fast gesagt: segensvolle Tätigkeit zum Gelingen der WM 2006. Dann werden wir hier ergänzende Fragen stellen zum Thema Sicherheit, zum Thema Stromversorgung.&#8221;</p><p><strong><span
style="color: #000000;">Ralph Arend (südafrikanische Botschaft in Deutschland)<br
/> </span></strong>„Ich möchte einen Dank aussprechen an Herrn Schmidt. Er lobt sich nicht selber, aber wir können ihn loben für den Beitrag, die er da unten leistet und die Unterstützung.&#8221; Die WM sei wichtiger, als das Spiel selber. „Unser Land und die Bevölkerung stehen dahinter. Das merkt man nur nicht so.&#8221; Südafrika bewegt sich mehr ins Demokratische, wir sind mündig geworden in dem Sinne, dass man sich jetzt vielleicht mal eine dritte oder vierte Opposition leisten kann.</p><p><strong>Klaus Riegert (CDU)<br
/> </strong>„Das war für uns schon sehr wichtig. Weil die Presseverlautbarungen, was auch diskutiert wurde innerhalb der Fifa, war doch sehr besorgniserregend. Ich muss sagen: hohen Respekt, wenn sie in Südafrika sechs neue Stadion bauen. Uns haben schon die beiden gereicht.&#8221; (Um beide, in Berlin und Leipzig, hatte es viele Diskussionen gegeben, Skandale gab es natürlich auch.) Riegert sagt weiter: „In der Tat ist ja das Signal, das nach außen gegeben wird, das ganz entscheidende.&#8221; Er spricht dann von der Faszination Fußball. Stellt aber keine Fragen an die Gäste. Dies nur noch: „Ich möchte mich bei ihnen beiden, insbesondere auch beim Herrn Schmidt bedanken. Und wünsche uns allen, dass wir auf diesem Wege auch noch ein bisschen mehr das Positive in der Öffentlichkeit betonen können.&#8221;</p><p><strong>Dagmar Freitag (SPD)<br
/> </strong>„In der Tat gibt es eine sehr kritische, weniger positive Berichterstattung.&#8221; Sie glaubt, dass „es in Südafrika schwieriger ist, eine WM zu organisieren als in Deutschland. Ich denke, die Vorfreude, die es hier in Deutschland gegeben hat, wird es dort nicht genauso geben können. Aber dennoch, Herr Schmidt, würde mich interessieren, wie so die gefühlte Stimmungslage der Bevölkerung ist? Gelingt es, die unterschiedlichen Gruppierungen der Bevölkerung näher zusammen zu führen?&#8221; Frau Freitag hat „vor zwei, drei Tagen einen sehr kritischen Fernsehbericht gesehen&#8221; und fragt deshalb nach einem Konzept der nachhaltigen Nutzung für diese neuen Stadien. „Sie haben von einer halben Million Touristen gesprochen. Da werden doch wohl Anforderungen an ein Sicherheitskonzept gestellt, dass weit über das in Deutschland geleistete hinausgeht?&#8221;</p><p><strong>Detlef Parr (FDP)<br
/> </strong>„Ich bin froh, dass ein Sportgroßereignis ins Haus steht, über das im Vorfeld nicht überkritisch berichtet und diskutiert wird. Bei der Veranstaltung gestern in der südafrikanischen Botschaft hat man wirklich die Vorfreude gespürt, die entstanden ist. Auch mit ihrem Maskottchen sind sie sicher einen guten Weg gegangen. Wie geht man nun damit um, dieses Ereignis für die ganze Welt zu einem attraktiven Ereignis zu machen. Ich hatte den Eindruck, dass sie ein wenig zu defensiv mit dem Thema Sicherheit umgehen. Ich würde mir wünschen, dass offensiver mit dem Thema umgegangen wird und auch wir alle einen Beitrag dazu leisten, dass wir all diese Fragen, die sicher berechtigt sind, im Vorfeld schon positiv beantworten.&#8221; Parr erkundigt sich nach Sponsoren, da hätte er „schon ganz gern mehr gewusst&#8221;. Und er geht auf die geplante Reise des Sportausschusses ins WM-Land ein: „Wir sollten, Peter, auch unsere Reise im nächsten Jahr überlegen und uns dem Sport auf dem afrikanischen Kontinent mehr zuzuwenden.&#8221;</p><p><strong>Katrin Kunert (Linke)<br
/> </strong>Sie schließt sich den Ausführungen ihrer Kollegen an. Fragt nach Sicherheitsaspekten und Zusammenarbeit. Spricht auch von der Vorfreude auf die WM und fragt, in welcher Art es ähnliche Sportstrukturen wie in Deutschland gibt und inwieweit man Kinder und Jugendliche in die Vorfreude einbezieht.</p><p><strong>Winfried Hermann (Bündnis/Grüne)</strong><br
/> Fragt natürlich nach dem Konzept Green Goal und wie das umgesetzt wird, Recycling, Wasser, Abfall und derlei Dinge. Fragt nach Ticketing, ob es die breite Masse sich leisten kann. Fragt nach Fußball als Integrationsmittel in der Gesellschaft und nach Kulturbegleitprogrammen. Fragt nach Sicherheitsfrage, in Deutschland werde gesagt: Das Land ist zwar schön aber nicht sicher. Man sagt: Geh‘ da nicht hin, wenn du nicht ausgeraubt werden willst.</p><p><strong>Peter Danckert (SPD)<br
/> </strong>„Der Schwerpunkt Sicherheit würde mich auch interessieren. Man hört hin und wieder, der Strom würde nicht ausreichen. Also bitte.&#8221;</p><p><strong>Horst R. Schmidt<br
/> </strong>Redet über den Leoparden <a
href="http://de.fifa.com/worldcup/organisation/mascot/index.html" target="_blank">Zakumi</a> als WM-Maskottchen, der ganz nett geworden sei. Vor allem: „Er hat, anders als einst Goleo, eine Hose an.&#8221; Schmidt geht dann auf eines der großen Ziele der Rainbow Nation ein: Integration zu schaffen. Für den ganzen Kontinent zu arbeiten, Südafrika sagt: Wir fühlen uns als die Stellvertreter aller afrikanischen Länder. „Ein hehres Ziel, aber in der Praxis gar nicht so leicht umzusetzen.&#8221; Die Hoffnung der Nachbarn war, dass die qualifizierten Länder dort ihre Trainingslager durchführen. „Die Fifa sagt aber: Fünf Tage vor den ersten Spielen müssen alle in Südafrika ihre Quartiere bezogen haben. Venues sind auch in 1700 Meter Höhe, insofern spielt das für die Trainer eine große Rolle, sich rechtzeitig anzupassen.&#8221;</p><p>„Auf die Frage, Nutzung der Stadien nach der WM, kann ich Ihnen, Frau Freitag, auch keine Antwort geben. Ich habe immer gesagt: Holt die Betreiber an Bord, es geht nicht nur um eine WM, es geht um die Nachnutzung. Hier bei uns in Deutschland hat jeder Verein seinen Homeground und spielt dort halt alle 14 Tage. Dort hat man zur Nutzung der großen Stadien auch die Rugby-Klubs.&#8221;</p><p>Entfernung der Spielorte: &#8220;Wird als Transportmittel das Flugzeug genutzt und auch der Flugverkehr ausgebaut werden.&#8221; Regierung hat schon Busse gekauft und will Kleinunternehmern helfen, das Transportsystem auszubauen. In der Soccer City Johannesburg, hat er vorher bereits gesagt, schaffen die öffentlichen Bahnen mehr Personen in der Stunde zu befördern, als in München zur Arena. &#8220;Allerdings müssen die Bahnverbindungen noch upgegraded werden. In Südafrika wird das Ticket, anders als in Deutschland, auch nicht als Nahverkehrsticket gelten.&#8221;</p><p>Zur Sicherheit: &#8220;Wenn sie dem Sicherheitsbeauftragten dort 20 Minuten zu hören, sind sie überzeugt, dass überhaupt nichts passiert. Selbstverständlich kann man nicht das gesamte Land mit Polizeibeamten ausstatten. Man versucht es mit der Ausbildung der Polizeibeamten. Es tauchen immer wieder Fachleute aus verschiedenen Ländern aus, nicht nur aus Deutschland, auch aus England. An Beratung fehlt es nicht und das wird auch angenommen.&#8221;</p><p>Zum Marketing: &#8220;Alle arbeiten heftig an diesem Bereich. Es geht nicht nur um die Summe, die man für das LOC heranholen möchte. Die Partner tragen auch zur Promotion bei. Eine Bank ist der wichtigste Förderer, ich habe noch nichts davon gehört, dass die Bank wackelt.&#8221;</p><p>Zum Ticketing: Die Preise können sie durchaus mit unserem messen von der WM 2006. Das kann man gar nicht anders machen, weil es eine der Haupteinnahmequellen ist. Es gibt aber eine Preiskategorie 4, die war in Deutschland 35 Euro, ist in Südafrika 20 US-Dollar: „Und die ist besonders für südafrikanische Menschen gedacht.&#8221; Es gibt auch 120.000 Tickets, die an Bevölkerungskreise verteilt werden sollen, die es sich sonst nicht leisten könnten. &#8220;Fußball ist in der Tat der Sport der schwarzen Bevölkerung, deshalb muss man alles tun, um denen den Weg ins Stadion zu öffnen.&#8221;</p><p>Green Goal: Relativ spät auf den Weg gebracht. &#8220;Im Stadionbau wird da nicht viel passieren. Wenn die Zeitpläne ohnehin so eng sind, kann man nicht mehr sagen: Halt, jetzt müsst ihr noch an Green Goal und Energiesparen denken.&#8221; Als Promotionsmaßnahme (über Promotion haben alle viel gesprochen) gibt es Schulprojekte und Kulturprogramm, aber „das ist alles hinten angestellt. Zunächst einmal wollte man die Pflichtprogramme erledigen.&#8221;</p><p><strong>Ralph Arend<br
/> </strong>Er spricht noch einmal über Strom und Sicherheit. „Wir arbeiten sehr eng zusammen mit den deutschen Sicherheitsbehörden, zum Beispiel Polizei und BND.&#8221; Das Sicherheitsprogramm werde momentan bei den Vereinten Nationen als Beispiel für Großveranstaltungen benutzt. „Unser Sicherheitsprogramm sieht sehr gut aus. Es gibt Eventsicherheit. Man arbeitet an der Nationalen Sicherheit. Man muss jetzt damit beginnen, das Land im WM-Form zu bringen. Wir hatten die Probleme der Stromversorgung, weil keine Wartung geleistet wurde und die Kohleförderung wegen des vielen Regens behindert war. Jedes Stadion wird einen Generator haben. Ich kann ihnen versichern: Es wird kein Fußball gespielt mit Taschenlampen.&#8221; Und noch eines: In Johannesburg schneit es manchmal, es ist dann bei uns Winter. „Vielleicht sollten die Mannschaften, die in der Höhe spielen, warme Sachen mitbringen.&#8221;</p><p>Das war&#8217;s zum Thema WM 2010. Knallhart ging es zur Sache.</p><p>Danckert fährt fort: „Willi Lemke, ich kann das jetzt nicht machen, dass ich Dich mit einem Mal sieze, nur weil du jetzt so eine herausragende Funktion eingenommen hast. Vielleicht kannst Du uns jetzt mal Dein Tagesgeschäft erklären.&#8221; Dann redet Willi Lemke über China und Olympia und seinen One-Dollar-Job bei den Vereinten Nationen, den er so definiert: „Ich soll Anwalt und Förderer des Weltsports sein.&#8221; Willi Lemke spricht über „die unbändige Freude&#8221;, die sein Besuch kürzlich in Jakutsk ausgelöst hat. Als er fertig ist, sagt Danckert: „Willi, ich darf dir sagen, die Freude ist nicht nur in Sibirien groß, wenn du da auftauchst, sondern auch in Berlin!&#8221;</p><p>Demnächst mehr.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2008/10/15/notizen-vom-sportausschuss-des-bundestages/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>11</slash:comments> </item> </channel> </rss>
