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> <channel><title>jens weinreich &#187; nbc</title> <atom:link href="http://www.jensweinreich.de/category/nbc/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.jensweinreich.de</link> <description>don&#039;t mix politics with games</description> <lastBuildDate>Sun, 05 Feb 2012 22:16:51 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>Was vom Tage übrig bleibt (63): olympische TV-Milliarden, NBCU und neue Optionen für die Sommerspiele 2020</title><link>http://www.jensweinreich.de/2011/06/08/was-vom-tage-ubrig-bleibt-63-olympische-tv-milliarden-nbcu-und-neue-optionen-fur-die-sommerspiele-2020/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2011/06/08/was-vom-tage-ubrig-bleibt-63-olympische-tv-milliarden-nbcu-und-neue-optionen-fur-die-sommerspiele-2020/#comments</comments> <pubDate>Wed, 08 Jun 2011 10:08:21 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[alan abrahamson]]></category> <category><![CDATA[blogschau]]></category> <category><![CDATA[comcast]]></category> <category><![CDATA[dick ebersol]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[ioc]]></category> <category><![CDATA[nbc]]></category> <category><![CDATA[nbcuniversal]]></category> <category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category> <category><![CDATA[olympisches marketing]]></category> <category><![CDATA[presseschau]]></category> <category><![CDATA[sommerspiele 2020]]></category> <category><![CDATA[tv-rechte]]></category> <category><![CDATA[nbc universal]]></category> <category><![CDATA[olympic games]]></category> <category><![CDATA[tv-sport]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=10457</guid> <description><![CDATA[Da haben sich zwei gesucht und gefunden. NBC Universal bleibt also bis 2020 Olympiasender. Das ist die sportpolitische Top-Meldung dieser Tage. Die Summe hat es in sich: 4,4 Milliarden Dollar für das Paket von vier Spielen &#8211; hinzu kommen die Sponsoren-Millionen von General Electric, die schon die bis 2012 geltenden Vertragssummen um bis zu 200 [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a
title="IOC awards US broadcast rights for 2014, 2016, 2018 and 2020 Olympic Games to NBCUniversal by International Olympic Committee, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/iocmedia/5808866029/"><img
src="http://farm3.static.flickr.com/2538/5808866029_f330f342b0.jpg" alt="IOC awards US broadcast rights for 2014, 2016, 2018 and 2020 Olympic Games to NBCUniversal" width="500" height="332" /></a><p
class="wp-caption-text">(l to r) Richard Carrion IOC EB member, Brian Roberts, CEO and Chairman, Comcast, Jacques Rogge IOC President (c) IOC/Richard Juilliart</p></div><p>Da haben sich zwei gesucht und gefunden. <a
title="universalsports.com" href="http://www.universalsports.com/news-blogs/article/newsid=536211.html#ioc+awards+olympic+media+rights+nbc" target="_blank">NBC Universal bleibt also bis 2020 Olympiasender.</a> Das ist die sportpolitische Top-Meldung dieser Tage. Die Summe hat es in sich: 4,4 Milliarden Dollar für das Paket von vier Spielen &#8211; hinzu kommen die Sponsoren-Millionen von General Electric, die schon die bis 2012 geltenden Vertragssummen um bis zu 200 Millionen Dollar erhöhten. Der neue Besitzer Comcast ist überzeugt, dass die Verluste der Olympia-Abenteuer in Vancouver (mehr als 200 Mio $) und London (es wird ein deutlicher Verlust erwartet) konzernweit ausgeglichen werden und sich die Investition also dennoch rechnet.</p><p>Damit sind die USA nun auch wieder für die Olympischen Sommerspiele 2020 im Spiel. Die Amis und ihr USOC wären dämlich, würden sie diese Chance nicht nutzen.</p><p>IOC-Präsident Jacques Rogge hat sie gestern regelrecht aufgefordert:</p><blockquote><p>You are the country that has organized the most Olympic Games, with the best athletes in the world.  If there is a bid coming for 2020 from the USA, we would be very happy.&#8217;</p></blockquote><p>Wer außer Rom ist derzeit im Olympia-Rennen? Südafrika hat abgesagt. Die Türken werden sich nach der Wahl (am 12. Juni) flink zwischen einer neuerlichen Euro-Bewerbung (für 2022) und einer weiteren Olympiabewerbung von Istanbul entscheiden müssen. Die Amerikaner sind zwar international sportpolitisch noch immer isoliert und tragen schwer am Trauma der Desaster von New York (vorletzter Platz im Wettbewerb um die Sommerspiele 2012) und Chicago (letzter Platz im Rennen um 2016), jedoch hat sich ihre Lage mit der neuen USOC-Führung, den positiven Entwicklungen in den Verhandlungen um das olympic revenue sharing und diesem neuerlichen Milliardendeal extrem verbessert. Es bleibt dabei: In den USA wird fast die Hälfte des IOC-Umsatzes generiert.</p><p>Allein NBC hat, diesmal erstmals ohne Dick Ebersol, der im Mai den Dienst quittierte, den IOC-Deal aber noch mit vorbereitete, seit dem 1988er Vertrag mehr als 11 Milliarden Dollar für olympische TV-Rechte bezahlt.</p><ul><li>1988, Seoul: 300 Mio $</li><li>1992, Barcelona: 401 Mio $</li><li>1996, Atlanta: 456 Mio $</li><li>2000, Sydney: 705 Mio $</li><li>2002, Salt Lake City: 545 Mio $</li><li>2004, Athen: 793 Mio $</li><li>2006, Turin: 613 Mio $</li><li>2008, Peking: 894 Mio $</li><li>2010, Vancouver: 820 Mio $</li><li>2012, London: 1181 Mio $</li><li>2014, Sotschi: <strong>775 Mio $</strong></li><li>2016, Rio de Janeiro: <strong>1226 Mio $</strong></li><li>2018, München oder PyeongChang: <strong>963 Mio $</strong></li><li>2020:  <strong>1418 Mio $</strong></li></ul><p>Die letzten/aktuellsten verfügbaren IOC-Statistiken:</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-10465" title="IOC TV revenue Olympic Games" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/06/tv-revenue.gif" alt="" width="368" height="612" /></p><p>So hat sich das Verhältnis von US-Markt und Einnahmen in anderen Territorien zuletzt entwickelt:</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-10466" title="IOC TV revenue, territories since 1998" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/06/tv-revenue2.gif" alt="" width="526" height="253" /></p><p>Hoch interessant, was der aufmüpfige Urs Leutert, Sportchef des Schweizer Fernsehens, zur IOC-Strategie der Gewinnmaximierung einmal mehr im NZZ-Interview sagt <a
title="nzz.ch" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/verrat_an_der_olympischen_idee_1.10816984.html" target="_blank">(Verrat an der olympischen Idee)</a>:</p><blockquote><p><em>Die Rechte für die Spiele 2014 und 2016 haben Sie noch nicht. Wo stehen die Verhandlungen?</em></p><p>Das Internationale Olympische Komitee hat nach über 50 Jahren Zusammenarbeit mit der EBU, dem Zusammenschluss der Service-Public-Sender in Europa, gebrochen und die Vermarktung der TV-Rechte einer Agentur übertragen. Diese ehrenwerten und integren Verkäufer kommen nun zur Türe rein und stellen als Erstes klar: «Sie wissen, wir sind keine Nonprofitorganisation.» Und dann reden wir aneinander vorbei:</p><ul><li><strong>Wir reden von Sport, sie reden von Geld;</strong></li><li><strong>wir reden von Fernsehen, sie reden von Geld;</strong></li><li><strong>wir reden vom Olympiaprogramm, sie reden von Geld.</strong></li></ul><p>Und sie bieten uns einzelne Sportarten und einzelne Pakete zum Beispiel für TV, Radio oder Internet an.</p><p><strong>Diese Aufsplittung der Sportarten und diese unersättliche Geldgier des IOK sind ein totaler Verrat an der olympischen Idee. </strong></p><p>Die vermeintlichen Treuhänder des Sports in Lausanne agieren heute wie Banker.</p></blockquote><p>Die olympischen TV-Verträge und die Umstände, unter denen diese Verträge geschlossen wurden, waren lange eines meiner Lieblingsthemen. Aus Zeitgründen muss ich diesmal passen, konnte gestern LEIDER auch nicht in Lausanne sein, ein gewiss einmaliges Erlebnis, und das meine ich extrem ernst, und muss mich auch heute kurz fassen.</p><p>Im Blog habe ich mich einige Male mit dem Thema befasst, in den Kommentaren hat Ralf wie gewohnt professionell ein hübsches Archiv verlinkt:</p><ul><li><a
title="Dick Ebersol: Olympias Milliardenmann" href="http://www.jensweinreich.de/2009/03/30/dick-ebersol-olympias-milliardenmann/" target="_self">Dick Ebersol: Olympias Milliardenmann</a></li><li><a
title="Lust und Frust: olympische TV-Milliarden" href="http://www.jensweinreich.de/2008/12/09/lust-und-frust-olympische-tv-milliarden/" target="_self">Lust und Frust: olympische TV-Milliarden</a> <em>(hier finden sich etliche Tabellen, die die Abhängigkeit der meisten olympischen Sportverbände von den IOC-Einnahmen illustrieren)</em></li></ul><p>Einige Lesebefehle:</p><ul><li>Alan Abrahamson (ehemals NBCUniversal online) auf seinem Blog <strong>3 wire sports</strong>: <a
title="3 wire sports" href="http://3wiresports.com/2011/06/07/nbcs-4-38-billion-knockout-punch/" target="_blank">NBC’s $4.38 billion knockout punch</a></li><li>Phil Hersh in der Chicago Tribune: <a
title="Chicago Tribune" href="http://articles.chicagotribune.com/2011-06-07/sports/chi-are-there-now-438-billion-reasons-for-us-to-bid-for-2020-summer-games-20110607_1_usoc-chief-executive-ioc-s-rogge-usoc-and-ioc" target="_blank">Are there now 4.38 billion reasons for U.S. to bid for 2020 Summer Games?</a></li><li>Kai Pahl hat sich auf allesaussersport vorab mit dem Thema befasst &#8211; <a
title="allesaussersport.de" href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2011/06/07/screensport-am-dienstag-drei-monate-alter-handelsblatt-kase/" target="_blank">Olympia sucht US-TV</a> &#8211; und amüsiert sich nun vor allem über jene exorbitanten 900 Mio $, die NBCU mehr geboten hat als Konkurrent Fox:</li></ul><blockquote><p>Gewonnen hat NBC, die im Vergleich zu den Mitbewerbern so deutlich mehr drauf gepackt haben, dass der Verdacht naheliegt, Sportrechtehändler des ZDF hätten einen lukrativen Nebenjob gefunden.</p></blockquote><ul><li>AP: <a
rel="nofollow" href="http://www.usatoday.com/sports/olympics/2011-06-08-1972975086_x.htm">NBC locks up US Olympic TV rights through 2020<img
id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.59/t.gif" alt="" /></a></li><li>USA Today: <a
rel="nofollow" href="http://www.usatoday.com/sports/columnist/hiestand-tv/2011-06-07-olympics-rights-nbc_n.htm">NBC pays out, but do the Olympics pay off?<img
id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.59/t.gif" alt="" /></a></li></ul><p>Die komplette IOC-Pressemitteilung muss sein:</p><blockquote><p><strong><a
title="olympic.org" href="http://www.olympic.org/media?articlenewsgroup=-1&amp;articleid=130827&amp;searchpageipp=10&amp;searchpage=1" target="_blank">IOC awards US broadcast rights for 2014, 2016, 2018 and 2020 Olympic Games to NBCUniversal</a></strong></p><p>The International Olympic Committee (IOC) today awarded NBCUniversal (NBCU) the broadcast rights in the US for the XXII Olympic Winter Games (2014) in Sochi, Russia, and the Games of the XXXI Olympiad (2016) in Rio De Janeiro, Brazil, as well as the 2018 and 2020 Olympic Games, which have yet to be awarded to a host city.</p><p>NBCU has acquired the broadcast rights across all media platforms, including free-to-air television, subscription television, internet and mobile. The total agreement is valued at USD 4.38 billion.</p><p>“We are delighted to have reached an agreement with our longstanding partner NBCU,&#8221; said IOC President Jacques Rogge. “We received three excellent bids and would like to thank each broadcaster for their presentations. In the end we were most impressed with NBCU, which not only has a track record for broadcasting the Games that speaks for itself, but also has a clear and innovative vision of where it wants to take the broadcast of the Games between now and 2020. We look forward to continuing to build on our already strong relationship beginning in London next year.&#8221;</p><p>The IOC based its decision on a long-term broadcast strategy aimed at ensuring broadcast of the Olympic Games of the highest quality, maximising exposure across all available media platforms, and securing the financial future of the Olympic Games and the Olympic Movement.</p><p>“We had an obligation to pick the best bid on behalf of the entire Olympic Movement,&#8221; said IOC Executive Board member Richard Carrión, who, along with IOC President Jacques Rogge, led the negotiations. “We assessed each bid against a thorough set of criteria and believe that the long-term nature of this agreement will not only ensure fantastic Olympic broadcast coverage in the US, but also support the long-term financial stability of the Olympic Movement as a whole. NBCU has proven its worth time and again over the years and we’re very excited to continue working with them.&#8221;</p><p>The IOC has enjoyed a long partnership with NBCU, and this agreement will mean that by 2020, NBCU will have covered a total of 17 editions of the Games, beginning in 1964.</p><p>&#8220;We are honoured to continue as the US Olympic broadcaster for the remainder of this decade. The vision for our new Comcast-NBCUniversal was to create new platforms and technologies to distribute the very best content. Every two years the Olympic Games provides iconic content for us to deliver on all platforms. We are proud to continue the rich heritage and long association that NBC has had with the IOC and I personally want to thank President Rogge and Richard Carrión for their long-term trust,&#8221; said Brian Roberts, CEO and Chairman, Comcast, parent company of NBCUniversal.</p><p>The decision came after two days of meetings held at the IOC headquarters in Lausanne, Switzerland, during which ESPN, Fox and NBCU each gave a presentation and submitted their proposals to the IOC. The negotiation process started earlier this year with preliminary discussions conducted with all interested parties. Each proposal was discussed by an IOC delegation chaired by President Rogge.</p><p>###</p><p><a
title="olympic.org" href="http://www.olympic.org/media?q=nbc&amp;chkcat=010&amp;articlenewsgroup=-1&amp;articleid=52392&amp;searchpageipp=10&amp;searchpage=1" target="_blank">NBCU acquired the right to be the IOC’s broadcast partner for the London 2012 Olympic Games in 2003.</a></p><p>The 2018 Olympic Winter Games host city vote will take place at the 123rd IOC Session in Durban, South Africa, in July 2011.</p><p>The 2020 Olympic Games host city vote will take place at the 125th IOC Session in Buenos Aires, Argentina, in September 2013.</p></blockquote> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2011/06/08/was-vom-tage-ubrig-bleibt-63-olympische-tv-milliarden-nbcu-und-neue-optionen-fur-die-sommerspiele-2020/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>21</slash:comments> </item> <item><title>Dick Ebersol: Olympias Milliardenmann</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/03/30/dick-ebersol-olympias-milliardenmann/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/03/30/dick-ebersol-olympias-milliardenmann/#comments</comments> <pubDate>Mon, 30 Mar 2009 05:54:52 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[denver]]></category> <category><![CDATA[dick ebersol]]></category> <category><![CDATA[ioc]]></category> <category><![CDATA[nbc]]></category> <category><![CDATA[olympisches marketing]]></category> <category><![CDATA[tv-rechte]]></category> <category><![CDATA[apolo ohno]]></category> <category><![CDATA[athen 2004]]></category> <category><![CDATA[atlanta 1996]]></category> <category><![CDATA[barcelona 1992]]></category> <category><![CDATA[fernsehrechte]]></category> <category><![CDATA[general electric]]></category> <category><![CDATA[jacques rogge]]></category> <category><![CDATA[lindsay vonn]]></category> <category><![CDATA[london 2012]]></category> <category><![CDATA[marketing]]></category> <category><![CDATA[michael phelps]]></category> <category><![CDATA[muhammad ali]]></category> <category><![CDATA[nbc universal]]></category> <category><![CDATA[peking 2008]]></category> <category><![CDATA[richard carrion]]></category> <category><![CDATA[salt lake city 2002]]></category> <category><![CDATA[sebastian coe]]></category> <category><![CDATA[seoul 1988]]></category> <category><![CDATA[shani davis]]></category> <category><![CDATA[shaun white]]></category> <category><![CDATA[sponsoren]]></category> <category><![CDATA[sportaccord]]></category> <category><![CDATA[sydney 2000]]></category> <category><![CDATA[timo lumme]]></category> <category><![CDATA[turin 2006]]></category> <category><![CDATA[vancouver 2010]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=3411</guid> <description><![CDATA[Manche bezeichnen Dick Ebersol, Sportchef von NBC Universal, als den eigentlichen Boss im Geschäft mit den olympischen Ringen. Ebersol hat bislang diese olympischen TV-Rechte für die USA erworben und besorgte damit mehr als die Hälfte sämtlicher IOC-Einnahmen: 1988, Seoul: 300 Mio $ 1992, Barcelona: 401 Mio $ 1996, Atlanta: 456 Mio $ 2000, Sydney: 705 Mio $ [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
class="size-full wp-image-3412 alignleft" style="margin: 5px;" title="Dick Ebersol, screenshot NBC" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/03/ebersol.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="284" height="322" align="right" />Manche bezeichnen <a
title="Wikipedia, Dick Ebersol" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dick_Ebersol" target="_blank">Dick</a> <a
title="Biografie Dick Ebersol auf NBC Universal" href="http://www.nbcuni.com/About_NBC_Universal/Executive_Bios/ebersol_dick.shtml" target="_blank">Ebersol</a>, Sportchef von NBC Universal, als den eigentlichen Boss im Geschäft mit den olympischen Ringen. Ebersol hat bislang diese olympischen TV-Rechte für die USA erworben und besorgte damit mehr als die Hälfte sämtlicher IOC-Einnahmen:</p><ul><li>1988, Seoul: 300 Mio $</li><li>1992, Barcelona: 401 Mio $</li><li>1996, Atlanta: 456 Mio $</li><li>2000, Sydney: 705 Mio $</li><li>2002, Salt Lake City: 545 Mio $</li><li>2004, Athen: 793 Mio $</li><li>2006, Turin: 613 Mio $</li><li>2008, Peking: 894 Mio $</li><li>2010, Vancouver: 820 Mio $</li><li>2012, London: 1181 Mio $</li></ul><p>Wenn ich diesmal richtig addiert habe, sind das bislang 6,7 Milliarden Dollar gewesen, zuzüglich jener 160 Millionen (mindestens), die NBC für 2009-2012 zusätzlich als Partner des IOC-Sponsorenprogramms zahlt. <em>(Es lohnt sich immer wieder, den Taschenrechner zu bemühen, denn </em><a
title="Zeit online, 29. März 2009: Big Spender in Turnschuhen" href="http://www.zeit.de/online/2009/14/ioc-ebersol-rogge-london-chicago" target="_blank"><em>hier habe ich mich leider doch wieder verrechnet</em></a><em>, weil ich Seoul und Barcelona vergaß.)</em></p><p>Ich habe Ebersol vergangene Woche in Denver zugehört und beobachtet &#8211; und dies notiert:</p><p>Der Boss trägt Turnschuhe. Als Sebastian Coe den hoch aufgeschossenen Grauschopf im Foyer des Hyatt Regency Hotels erblickt, schnürt er umgehend in dessen Nähe. Der Boss tätschelte Coe, den er um Kopfeslänge überragt, wohlwollend die Schulter. Ein putziges Pärchen geben die beiden ab: Lord Coe, Olympiasieger und Cheforganisator der Sommerspiele 2012 in London (und <a
title="Ethik-Pause für Lord Coe" href="http://jensweinreich.de/?p=2990" target="_self">beurlaubter Chef</a> der <a
title="And the winner is: Andrew Jennings" href="http://jensweinreich.de/?p=3020" target="_self">Fifa-Ethikkommission</a>), und der Big Spender der olympischen Bewegung, der seit 1993 schon <span
style="text-decoration: line-through;">6,2</span> 6,7 Milliarden Dollar in den Zirkus gepumpt hat: Dick Ebersol, 61, Sportchef des TV-Giganten NBC Universal.</p><p>Tags darauf, als Ebersol auf der Messe Sportaccord ein Interview gibt, erinnert er an sein Treffen mit Lord Coe. Gönnerhaft merkt er an, niemand müsse fürchten, dass NBC in London den Zeitplan ändere, um nachts um eins die Puppen tanzen zu lassen, damit Olympiafinals zur Primetime an der amerikanischen Ostküste live übertragen werden können. Gespannte Stille im Saal. „Keine Sorge&#8221;, schiebt Ebersol nach, „wir werden das niemals tun.&#8221; Er lacht als einziger über diese Bemerkung.</p><p>Er versucht sich noch an anderen Witzchen. So sagt er, das Beste wäre, Olympia würde immer in Amerika ausgetragen. Dann stimme die Quote, NBC wäre glücklich, auch in Europa und Asien könne man sich damit arrangieren. Wieder lacht er. Und fügt an: „Bitte schreiben sie, dass ich es witzig gemeint habe. Das ist keiner dieser dubiosen Ebersol-Pläne.&#8221;</p><p>Wer zahlt, der bestimmt mit über die Regeln. Zumal wenn es sich um einen so unbescheidenen, genialen Vordenker wie Ebersol handelt. Als Rechercheur für den damaligen Olympiasender ABC hat er 1967 angefangen und schnell begriffen, was es für gelungene Olympiaübertragungen braucht. „Kuriositäten&#8221;, ruft er einem Verbandsvertreter zu, der ihn um Tipps für die TV-Darstellung bittet: „Kuriositäten müssen sie liefern. Einzigartige Geschichten!&#8221; Er nennt ein Beispiel: Die Michael-Phelps-Saga auf NBC wurde mit einer Homestory über „die Liebesaffäre mit seinem Hund&#8221; eingeleitet.</p><p><span
id="more-3411"></span>Ebersol erzählt, wie er IOC-Präsident Jacques Rogge schon im Sommer 2001, bei dessen Antrittsbesuch in den USA, erläutert habe, dass man über den Zeitplan der Sommerspiele in Peking nachdenken müsse. „Wir haben erst einige Jahre später wieder drüber geredet.&#8221; Sollte heißen: Rogge hatte begriffen. Die Finals im Schwimmen und Turnen fanden früh am Morgen statt &#8211; damit NBC in der Primetime übertragen konnte. Ebersol bedankt sich bei den Weltverbänden der Schwimmer und Turner „und bei Jacques&#8221; für deren „aufopfernde Initiative&#8221;. Er stellt er es so dar, als seien die morgendlichen Finals für die Rekordflut im Schwimmbecken verantwortlich gewesen. „Allein morgens fielen mehr Weltrekorde als bei den beiden vorangegangen Spielen zusammen!&#8221; Wie gut nur, dass der Zeitplan geändert wurde.</p><p>Amerikanische Stars, die bei den Winterspielen in Vancouver die Hauptrolle übernehmen könnten, die Phelps für NBC in Peking so prächtig spielte, hat Dick Ebersol längst ausgemacht: Skiläuferin Lindsay Vonn, Shorttrack-Star Apolo Ohno, Eisschnellläufer Shani Davis und Snowboarder Shaun White &#8211; dessen knallroter Schopf begeistert Ebersol besonders: „Das kommt wunderbar im High-Definition-Format!&#8221; Während der Spiele, so geht die Saga, lebt Ebersol siebzehn Tage ununterbrochen in seinem Büro im Fernsehzentrum, in Peking ausgestattet mit 30 Flachbildschirmen, einem Bett und „einem Bad von der Größe eines olympischen Aufwärmbeckens&#8221;. Wieder lacht Ebersol sehr auffällig.</p><p>Seit 1996 überträgt NBC die Sommerspiele. Dass der an Parkinson erkrankte Muhammad Ali damals in Atlanta das olympische Feuer entzündete, hat sich Ebersol ausgedacht. Sagt Ebersol. Winterspiele zeigt NBC seit 2002. Für Vancouver 2010 überweist man 820 Millionen Dollar, für London knapp 1,2 Milliarden. Der Mutterkonzern General Electric zahlt zusätzlich 160 Millionen als einer von neun IOC-Sponsoren. Die Liaison ist finanziell erfolgreich, bislang verkaufte NBC stets genügend Werbeplätze. Zudem, auch das ist ein Wert: Olympia lockt Frauen an die TV-Geräte. „Da gucken mehr Frauen als Männer.&#8221;</p><p>Ebersol, der 2004 einen Flugzeugabsturz überlebte, bei dem einer seiner Söhne starb, lässt keinen Zweifel daran, dass er auch ab 2014 Olympia übertragen will. Nur wolle man mit der Vertragsunterzeichnung nichts überstürzen. „Wait and see&#8221;, sagt er: „Es ist im Interesse des IOC, auch der Nationalen Olympischen Komitees und der Sportfachverbände, auf eine bessere wirtschaftliche Situation zu warten.&#8221; Das sagen auch Rogge und die IOC-Unterhändler, etwa Marketingchef Timo Lumme: „Wir können warten. Unser Job ist es, ein maximales Ergebnis zu erlösen.&#8221; Richard Carrion, Chef der IOC-Finanzkommission, formuliert es ähnlich: „Wir haben keine Eile.&#8221;</p><p>Ebersol erinnert daran, dass die TV-Verhandlungen Anfang der neunziger Jahre wegen der schlechten ökonomischen Lage schon einmal verschoben wurden: 1990 erhielt Atlanta die Sommerspiele 1996 &#8211; aber erst 1993 wurden die TV-Rechte für Atlanta vergeben. Und nun bewirbt sich Chicago um die Sommerspiele 2016. „Ich kann mir nicht vorstellen&#8221;, behauptet Ebersol, dass die Diskussion über die Fernsehrechte und über die Sonderrolle des amerikanischen NOK in der Olympiavermarktung „die Entscheidung über die Sommerspiele 2016 beeinflussen&#8221;. Was man so sagt als Big Spender.</p><p>Die meisten Zuhörer können sich auch etwas nicht vorstellen: Dass Dick Ebersol das ernst meint.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/03/30/dick-ebersol-olympias-milliardenmann/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>7</slash:comments> </item> </channel> </rss>
