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	<title>jens weinreich &#187; mÃ¼nchen 2018</title>
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	<description>don&#039;t mix politics with games</description>
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		<title>18 GrÃ¼nde fÃ¼r die Niederlage von MÃ¼nchen 2018</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 16:34:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[durban 2011]]></category>
		<category><![CDATA[ioc]]></category>
		<category><![CDATA[mÃ¼nchen 2018]]></category>
		<category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[pyeongchang 2018]]></category>
		<category><![CDATA[winterspiele 2018]]></category>
		<category><![CDATA[durban]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser Bid BookÂ ist zu Staub zerfallen. Thomas Bach DURBAN. Vorgestern habe ich mich an einem Olympia FAQ versucht: 18 Fragen und Antworten zur Bewerbung 2018. Gestern habe ich bis zum Absturz des Blogs live berichtet. Heute etwas kÃ¼rzer und zugespitzter: 18 GrÃ¼nde fÃ¼r MÃ¼nchens Niederlage. es war die zweitbeste Bewerbung, sagt nicht nur IOC-PrÃ¤sident Rogge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Unser Bid BookÂ ist zu Staub zerfallen.</strong></p>
<p><em>Thomas Bach</em></p></blockquote>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-10678" title="Result Election of the Host City of the 2018 Olympic Winter Games" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/07/election-2018.gif" alt="" width="429" height="496" /><br />
DURBAN. Vorgestern habe ich mich an einem Olympia FAQ versucht: <a title="18 Fragen und Antworten zu Olympia 2018" href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/05/18-fragen-und-antworten-zu-olympia-2018/" target="_self">18 Fragen und Antworten zur Bewerbung 2018</a>. Gestern habe ich bis zum Absturz des Blogs <a title="live-Blog aus Durban: die Entscheidung fÃ¼r Pyeongchang" href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/06/live-blog-aus-durban-olympia-2018-die-entscheidung/" target="_self">live berichtet</a>.</p>
<p>Heute etwas kÃ¼rzer und zugespitzter: 18 GrÃ¼nde fÃ¼r MÃ¼nchens Niederlage.</p>
<ol>
<li>es war die zweitbeste Bewerbung, sagt nicht nur IOC-PrÃ¤sident Rogge</li>
<li>das Asien-Argument: es sind schlieÃŸlich globale Spiele</li>
<li>Axel Doering und der Widerstand in Garmisch-Partenkirchen</li>
<li>Arroganz von Chef-Bewerbern und uninformierten Politikern im Umgang mit der BevÃ¶lkerung</li>
<li>diese Bewerbung war nie eine nationale Aufgabe</li>
<li>Pyeongchang 2010</li>
<li>Pyeongchang 2014</li>
<li>Samsung und Kun Hee Lee</li>
<li>Korean Air</li>
<li>BMW war zu geizig</li>
<li>Kim Un Yong</li>
<li>Madrid 2020</li>
<li>Rom 2020</li>
<li>Thomas Bach und seine Thron-Ambitionen</li>
<li>die DOSB-Entscheidung im Dezember 2007 fÃ¼r MÃ¼nchen, um Sommerbewerbungen Hamburg und Berlin zu verhindern</li>
<li>Willy Bogner</li>
<li>FIFA-Mann Franz Beckenbauer in Durban (DFB-Maskottchen Claudia Roth hÃ¤tte es gerichtet)</li>
<li>IOC-Mitglieder mit politischem Verstand: Deutschland soll lieber den Euro retten!</li>
</ol>
<p>Weil die Berichterstattung durch die <a title="Aus dem Maschinenraum (VII)" href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/07/aus-dem-maschinenraum-vii/" target="_self">Server-Probleme</a> einen Tag eingeschrÃ¤nkt war, kopiere ich flink noch meine halb-analytischen SchnellschÃ¼sse von gestern Abend und heute Nachmittag hinein. Eigentlich mÃ¼sste Mann mal wieder ein Buch drÃ¼ber schreiben.</p>
<p>Bei allem Respekt vor jenen in der Olympia GmbH, die hart und aufrecht fÃ¼r diesen Traum gearbeitet haben, ich verfalle nicht in HÃ¤me, ich respektiere ehrliche BemÃ¼hungen, aber diese Fragen mÃ¼ssen gestellt werden:</p>
<blockquote><p>Sogar die Koreaner haben nicht mit einem so klaren Sieg gerechnet. MÃ¼nchen trauten sie 35 Stimmen zu.</p>
<p>Interessant in der Nachbereitung wird nun sein, wie es der vom DOSB dominierten Bewerbungsgesellschaft gelang, dem Sponsor aus der Politik â€“ Bundesregierung, Bundestags-Sportausschuss, Landesregierung â€“ jahrelang den Eindruck zu vermitteln, MÃ¼nchen habe eine reelle Chance?</p>
<p>Darf man von einer bewussten IrrefÃ¼hrung sprechen, um viele Millionen Steuermittel zu akquirieren?</p>
<p>Eine andere Frage ist natÃ¼rlich auch, warum es bequeme, ahnungslose und eingebildete Politiker nicht besser wissen wollten und sich von Olympia-Lobbyisten aus dem DOSB instrumentalisieren lieÃŸen/lassen?</p></blockquote>
<p>Wenn ich dann lese, dass MÃ¼nchner CSU-Trottel schon wieder Ã¼ber 2022 palavern, ohne ZusammenhÃ¤nge zu begreifen, wird mir Ã¼bel.</p>
<p>Die beiden Texte:</p>
<p><em>Mittwochabend, 6. Juli</em></p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 16.0px Consolas} -->DURBAN. Die Olympischen Winterspiele 2018 finden in der sÃ¼dkoreanische Kleinstadt Pyeongchang statt. 63 von 95 stimmberechtigten Mitgliedern des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) entschieden sich im ersten Wahlgang fÃ¼r Pyeongchang. MÃ¼nchen erhielt nur 25 Stimmen. FÃ¼r das franzÃ¶sische Annecy votierten sieben IOC-Mitglieder. Um 17.18 Uhr gab IOC-PrÃ¤sident Jacques Rogge das Resultat bekannt. Wenige Minuten spÃ¤ter wurden die VertrÃ¤ge mit dem neuen Olympiagastgeber unterschrieben.</p>
<p>Wie erwartet lobte Rogge die Koreaner fÃ¼r ihre Ausdauer, denn es war Pyeongchangs dritte Bewerbung in Folge nach zwei knappen Niederlagen. â€žDie HÃ¶he des Erstrundensieges Ã¼berrascht michâ€œ, sagte Rogge:</p>
<blockquote><p>Die beste Bewerbung hat Ã¼berzeugend gewonnen. Pyeongchang hat sein Angebot kontinuierlich verbessert.</p></blockquote>
<p>FÃ¼r 2010 hatte Pyeongchang gegen Vancouver und fÃ¼r 2014 gegen Sotschi verloren.</p>
<p>25 Stimmen sind enttÃ¤uschend fÃ¼r MÃ¼nchen, die auch die UnterstÃ¼tzer in der Politik kaum in einen Sieg umdeuten kÃ¶nnen. Intern hatten Berater schon vor einiger Zeit mit einer Niederlage gerechnet, am Ende aber sprachen alle Ã¼ber eine Aufholjagd und die zweite Runde. 25 Stimmen hatte vor vier Jahren, als die Spiele 2014 vergeben worden, auch Salzburg aus Ã–sterreich geholt â€“ mit nur zehn Millionen Euro, statt 34 Millionen wie MÃ¼nchen. Und ohne ein einflussreiches IOC-Mitglied wie es die Deutschen mit VizeprÃ¤sident Thomas Bach haben, der in zwei Jahren Nachfolger von Rogge werden will.</p>
<p>Im IOC wird die Frage gestellt, ob sich Bach mit diesen 25 Stimmen blamiert hat. â€žIch glaube nichtâ€œ, sagt der Kanadier Richard Pound. â€žDas ist eine ganz andere Veranstaltung.â€œ Von einem â€žKantersiegâ€œ fÃ¼r Pyeongchang sprach er aber auch.</p>
<p>â€žWahrscheinlich ist die Entscheidung ja wirklich schon vorher gefallenâ€œ, vermutet MÃ¼nchens Frontfrau Katarina Witt unter TrÃ¤nen. Die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin hat sich nichts vorzuwerfen. Sie hat beizeiten energisch den Ã¼berforderten ehemaligen GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Willy Bogner bedrÃ¤ngt, endlich die ZÃ¼gel anzuziehen. Bogner ist einer der Hauptverantwortlichen fÃ¼r das Kommunikationsdesaster mit den WiderstÃ¤ndlern in Garmisch-Partenkirchen, der olympischen Kernregion. Die mangelnde Zustimmung der BevÃ¶lkerung sei der Schwachpunkt der Bewerbung gewesen, analysierte das ehemalige deutsche IOC-Mitglied Roland Baar.</p>
<p>Trotz nationaler Querelen trat MÃ¼nchen mit Witt international extrem besser auf als 1986 Berchtesgaden, 1993 Berlin und 2004 Leipzig, deren Bewerbungen von Skandalen und finanzieller Misswirtschaft geprÃ¤gt waren.</p>
<p>Am Mittwoch prÃ¤sentierten sich die Bewerber ein letztes Mal vor den IOC-Mitgliedern. MÃ¼nchen und Pyeongchang lieferten sehr gute Vorstellungen, die zu den besten der vergangenen zwanzig Jahre im Bewerber-Zirkus zÃ¤hlten. Einen Olympiasieg kann man mit PrÃ¤sentationen nicht erringen, wohl aber mit einer uninspirierten Vorstellung noch Stimmen verlieren.</p>
<p>MÃ¼nchens Offerte wurde geprÃ¤gt von Katarina Witt, der Blindensportlerin Verena Bentele, von Thomas Bach, Franz Beckenbauer und BundesprÃ¤sident Christian Wulff. â€žAlle Gesetze sind auf den Weg gebracht, wir sind ein verlÃ¤sslicher Partnerâ€œ, sagte Wulff. â€žWir achten die Autonomie des Sports.â€œ Alle korrupten FunktionÃ¤re im Saal wie etwa etliche Vertreter des FuÃŸball-Weltverbands FIFA um Joseph Blatter werden derlei Aussagen erfreut zur Kenntnis genommen haben. Besonders Bach warf sich mÃ¤chtig ins Zeug und bewies wohl doch, dass ihm diese Bewerbung am Herzen gelegen hat und er nicht nur auf die IOC-PrÃ¤sidentschaft konzentriert ist. Mit TrÃ¤nen in den Augen sagte er:</p>
<blockquote><p>Aus tiefstem Herzen bitten wir sie, Ja zu MÃ¼nchen zu sagen.</p></blockquote>
<p>Dann die Koreaner. Der Amerikaner Terrence Burns, der schon drei Olympiabewerbungen (Peking, Vancouver, Sotschi) und zuletzt die FuÃŸball-WM 2018 mit Russland gewonnen hatte, bereitete diese PrÃ¤sentation vor. â€žNoch nie ist mir das so schwer gefallenâ€œ, sagte Burns erleichtert, nachdem seine PrÃ¤sentatoren Ã¼ber sich hinaus gewachsen waren. Die SÃ¼dkoreaner waren spritzig und witzig. Und sieattackierten immer wieder elegant den Herausforderer MÃ¼nchen. Herausragendagierte dabei Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Yuna Kim. Koreas NOK-PrÃ¤sident Yong Sung Park, Chef des Doosan-Konzerns, witzelte in Richtung des IOC-MitgliedsFÃ¼rst Albert von Monaco:</p>
<blockquote><p>Tut mir echt leid, Ihre Hoheit, dass Sie Ihre Flitterwochen unterbrechen mÃ¼ssen, um zum dritten Mal eine PrÃ¤sentation von Pyeongchang zu verfolgen.</p></blockquote>
<p>Der Auftritt habe ihn nicht gelangweilt, sagte Albert wenig spÃ¤ter. Es sei sehr unterhaltsam gewesen. Einen vierten Auftritt von Pyeongchang wird es nicht geben, aber vielleichteinen zweiten von MÃ¼nchen â€“ in vier Jahren? Weder Thomas Bach noch OberbÃ¼rgermeister Christian Ude wollten im ersten Schock Ã¼ber eine zweiteBewerbung sprechen. Ude sagte zunÃ¤chst nur, es sei â€žkeine Fehlinvestitionâ€œ gewesen.</p>
<p>Die Koreaner haben die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt und agierten weniger aggressiv, entspannt aber bestimmt.</p>
<blockquote><p>Das war eine psychologische Meisterleistung &#8230;</p></blockquote>
<p>&#8230; sagte das Schweizer IOC-Mitglied Gian-Franco Kasper. &#8220;Man hat ein bisschen Mitleid geweckt und jederzeit die richtige emotionale Ansprache getroffen.â€œ</p>
<p>Historisch betrachtet war der Sieg im dritten Anlauf verdient. Bisher waren 20 Winterspiele nach Europa und Nordamerika vergeben worden â€“ nun die dritten nach Asien. Dieses krasse MissverhÃ¤ltnis hat das IOC etwas aufgehÃ¼bscht.Â Andererseits haben derlei Abstimmungen stets einen schlechten Beigeschmack, weil letztlich ein Systembelohnt wurde, das seit Jahrzehnten mit einer einzigartigen Symbiose aus Wirtschaftsmacht und sportpolitischem Einfluss dauerhaft fÃ¼r Korruptionsskandale sorgte. Ob Samsung-Boss Kun Hee Lee, der als IOC-Mitglied Milliarden ins Sportsponsoring steckt, oder die ehemaligen IOC-Mitglieder Park und Kim Un Yong â€“ sie alle wurden bereits wegen Korruption verurteilt. Lee sogar zweimal. Der Samsung-Chef, der einen gottÃ¤hnlichen Status in SÃ¼dkorea genieÃŸt, entzog sich einer dritten Haftstrafe durch eine gigantische Geldspende. Zuletzt wurde er im Januar 2010 begnadigt, um die Spiele nach Pyeongchang zu holen.</p>
<p>In Durban ging Kun Hee Lee nicht mal mehr in die BÃ¼tt. Er wusste, dass es fÃ¼r den souverÃ¤nen Sieg reichen wÃ¼rde. Vor vier Jahren noch in Guatemala, als Russlands damaliger PrÃ¤sident Wladimir Putin eingeflogen kam und mit dem Geld seinerOligarchen die IOC-Mitglieder beeinflusste, sprang der Ã¶ffentlichkeitsscheue Kun Hee Lee noch Ã¼ber seinen Schatten, trat zum ersten Mal Ã¼berhaupt ans Podium und flehte:</p>
<blockquote><p>Im Namen von 70 Millionen Koreanern, geben Sie uns die Spiele!</p></blockquote>
<p>Mission erfÃ¼llt, vier Jahre spÃ¤ter. Und Bewerbungschef Yang Ho Cho, der Boss von Korean Air, jubelte: â€žHeute feiert ganz Korea!â€œ</p>
<p><em>Donnerstagabend, 7. Juli</em></p>
<p>DURBAN. Der Nacht der TrÃ¤nen folgte der groÃŸe Kater. WÃ¤hrend sich die IOC-Mitglieder lÃ¤ngst wieder ihren GeschÃ¤ften widmeten und routiniert die nÃ¤chsten Programmpunkte ihrer 123. Vollversammlung abhandelten, rÃ¤umten die Mitarbeiter der MÃ¼nchner Olympia GmbH ihre BÃ¼ros. Am Donnerstagabend verlieÃŸ das Team um Katarina Witt und den GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Bernhard Schwank fast komplett den Ort der heftigen Niederlage. Es wird daheim nun einige Abschiedsessen geben zur kollektiven SchmerzbetÃ¤ubung. Ab nÃ¤chster Woche zerstreut sich die Mannschaft in alleWinde.</p>
<p>Nur die IOC-Mitglieder Thomas Bach und Claudia Bokel, IOC-Ehrenmitglied Walther TrÃ¶ger und Bachs Adjudantin Katrin Merkel blieben in Durban. Ob sich MÃ¼nchen noch einmal umWinterspiele bewirbt, steht in den Sternen. NÃ¤chste Woche trifft sich das PrÃ¤sidium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und wird auch darÃ¼ber beraten. Ein Schnellschuss kann ausgeschlossen werden. Der DOSB kÃ¶nnte sich dafÃ¼r aussprechen, doch die wichtigste Lehre, eine immer wieder neue, aus dieser Bewerbung lautet: Es muss transparenter zugehen in finanziellen Fragen â€“ und zunÃ¤chst sollten die Steuerzahler befragt werden, ob sie Olympia wirklich wollen.</p>
<p>Im IOC-Reich konzentriert sich jetzt alles auf die Sommerspiele 2012 in London und auf die Session im September 2013 in Buenos Aires, wo der Nachfolger von PrÃ¤sident Jacques Rogge gewÃ¤hlt wird. DOSB-PrÃ¤sident und IOC-Vize Thomas Bach ist erster AnwÃ¤rtert. â€žDass weiÃŸ doch jederâ€œ, hat IOC-Kollege und Eishockey-WeltprÃ¤sident Rene Fasel schon vergangenes Jahr zu Protokoll gegeben. Darauf ist die Karriere des Fecht-Olympiasiegers von 1976 angelegt. Genau deshalb hatte Bach die Sommerbewerbungen von Berlin und Hamburg fÃ¼r 2020 verhindert und sich fÃ¼r MÃ¼nchen 2018 entschieden.</p>
<p>Was bedeuten diese 25 Stimmen, die MÃ¼nchen bei der Niederlage gegen Pyeongchang (63 Stimmen) erhalten hat, fÃ¼r Bachs prÃ¤sidiale Ambitionen? Ist es denkbar, dass Bach 2013 PrÃ¤sident wird, und zwei Jahre spÃ¤ter MÃ¼nchen Olympiastadt 2022? Ist es Ã¼berhaupt sinnvoll, sich fÃ¼r 2022 zu bewerben, wenn doch 2020 voraussichtlich Olympische Sommerspiele in Europa stattfinden: in Rom (bislang einziger erklÃ¤rter Kandidat), Istanbul, Madrid oder Paris?</p>
<p>Gegen Pyeongchang, das zum dritten Mal antrat, war MÃ¼nchens Offerte immer aussichtslos. Das darf man ohne jede HÃ¤me und unabhÃ¤ngig von der Klasse der Bewerbung formulieren. Die 63:25 Stimmen sind eindeutig. 25 nur. Thomas Bach hat geweint. Manche interpretieren seine Reaktionen als Schock. Bach ist in zwanzig Jahren im IOC immer mit dem Stimmenpaket unterwegs gewesen, das einst die korrupten sÃ¼dkoreanischen FunktionÃ¤re um Kim Un Yong mit dem ehemaligen IOC-PrÃ¤sidenten Samaranch geschmiedet haben. Diese rund 35 Stimmen kamen stets auch Bach zugute. Mit MÃ¼nchen musste er nun erstmals in seiner Karriere gegen den Block der alten KoalitionÃ¤re kÃ¤mpfen. Man kÃ¶nnte sagen, er hat immerhin 25 Stimmen erhalten und sich damit als prÃ¤sidiabel erwiesen, denn in zwei Jahren werden ihm aus Pyeongchangs Paket wieder viele Voten zuflieÃŸen.</p>
<p>Jeder im Business weiÃŸ, dass sich Bach wirklich fÃ¼r MÃ¼nchen ins Zeug gelegt hat. Es mag anfangs die Ãœberlegung gegeben haben, MÃ¼nchens Bewerbung seinen prÃ¤sidialen PlÃ¤nen zu opfern. Doch das war zu riskant. Eine schwache Bewerbung mit neun Stimmchen wie sie einst Berlin erhielt, konnte sich Bach nicht leisten. Seine Rede wÃ¤hrend der MÃ¼nchner PrÃ¤sentation in Spanisch, Englisch und FranzÃ¶sisch war natÃ¼rlich auch ein Wahlkampfauftritt in eigener Sache. Er hat viel getan, und gemÃ¤ÃŸ Flurfunk nicht wirklich Chancen auf die PrÃ¤sidentschaft eingebÃ¼ÃŸt.</p>
<p>Dennoch sollen potenzielle Herausforderer wie Richard Carrion (Puerto Rico) oder Ser Miang Ng (Singapur) leuchtende Augen bekommen haben, als sie das Wahlergebnis lasen. Carrion hat als TV-UnterhÃ¤ndler des IOC vor wenigen Tagen einen <a title="Was vom Tage Ã¼brig bleibt (63): olympische TV-Milliarden, NBCU und neue Optionen fÃ¼r die Sommerspiele 2020" href="http://www.jensweinreich.de/2011/06/08/was-vom-tage-ubrig-bleibt-63-olympische-tv-milliarden-nbcu-und-neue-optionen-fur-die-sommerspiele-2020/" target="_self">4,4-Milliarden-Dollar-Vertrag</a> mit dem amerikanischen Network NBC-Universal ausgehandelt. FÃ¼r Carrion, den Banker, spricht auch, dass das IOC in 117 Jahren acht PrÃ¤sidenten hatte, von denen sieben aus Europa kamen. Die Machtverschiebung im Weltsport, die seit langem zu beobachten ist, kann sich auch schnell in der IOC-PrÃ¤sidentschaft manifestieren.</p>
<p>Sogar die Koreaner haben nicht mit einem so klaren Sieg gerechnet. MÃ¼nchen trauten sie 35 Stimmen zu. Interessant in der Nachbereitung wird nun sein, wie es der vom DOSB dominierten Bewerbungsgesellschaft gelang, dem Sponsor aus der Politik â€“ Bundesregierung, Bundestags-Sportausschuss, Landesregierung â€“ jahrelang den Eindruck zu vermitteln, MÃ¼nchen habe eine reelle Chance? Darf man von einer IrrefÃ¼hrung sprechen, um viele Millionen Steuermittel zu akquirieren? Eine andere Frage ist natÃ¼rlich auch, warum es Politiker nicht besser wissen wollen und sich von Olympia-Lobbyisten aus dem DOSB instrumentalisieren lassen?</p>
<p>MÃ¼sste morgen schon, und nicht erst 2013, ein neuer IOC-PrÃ¤sident gewÃ¤hlt werden, wÃ¼rde alles auf Thomas Bach hinauslaufen. Daran hat sich nichts geÃ¤ndert. Als IOC-PrÃ¤sident wÃ¼rde Bach in Sachen deutscher Olympiabewerbung jedoch wieder vorsichtiger, vielleicht sogar neutral agieren mÃ¼ssen. Sogar sein groÃŸes Vorbild Juan Antonio Samaranch hat einst sechs Jahre verstreichen lassen, um die Sommerspiele in seine Heimatstadt Barcelona zu holen. Auch Bach wird Ruhe bewahren. Und Deutschland wird noch ein Jahrzehnt auf Olympia warten mÃ¼ssen.</p>
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		<title>live-Blog aus Durban: Olympia 2018. Die Entscheidung fÃ¼r Pyeongchang</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 06:33:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[annecy 2018]]></category>
		<category><![CDATA[durban 2011]]></category>
		<category><![CDATA[ioc]]></category>
		<category><![CDATA[katarina witt]]></category>
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		<description><![CDATA[DURBAN. Moin, moin. Sitze nach einigen Fights mit der Security doch noch pÃ¼nktlich am Platz. In wenigen Minuten erÃ¶ffnet IOC-PrÃ¤sident Jacques Rogge die Show. Ab 8.45 Uhr prÃ¤sentiert MÃ¼nchen. Ich bitte um einen/mehrere Gefallen: Kann mir bitte jemand den SpaÃŸ komplett am Fernseher aufzeichnen? Ich nehme alles fÃ¼r mein Archiv: ARD, ntv, ZDF &#8211; wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
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<p>DURBAN. Moin, moin. Sitze nach einigen Fights mit der Security doch noch pÃ¼nktlich am Platz. In wenigen Minuten erÃ¶ffnet IOC-PrÃ¤sident Jacques Rogge die Show. Ab 8.45 Uhr prÃ¤sentiert MÃ¼nchen.</p>
<p>Ich bitte um einen/mehrere Gefallen: Kann mir bitte jemand den SpaÃŸ komplett am Fernseher aufzeichnen? Ich nehme alles fÃ¼r mein Archiv: ARD, ntv, ZDF &#8211; wer auch immer heute Ã¼bertrÃ¤gt. Und zwar in voller LÃ¤nge. Von jetzt bis heute Abend mit allen Sondersendungen. Falls es derartig veranlagte Menschen geben sollte, bitte, denkt an mich. Her damit.</p>
<p><strong>8.39 Uhr: </strong>Christophe de Kepper, als Rogges Mann neuer Generaldirektor des IOC, ist jetzt der Chef im Ring und erklÃ¤rt den Ablauf. Und hier im Pressezentrum tendiert die Temperatur gegen Null. Just to mention that.</p>
<p>Rogge wiederholt die Regeln. Sie sind etwas frÃ¼her bereit und mÃ¼ssen also wg der TV-Ãœbertragung noch vier Minuten warten. Jetzt lÃ¤sst er die Technik prÃ¼fen.</p>
<p>103 von 110 Mitglieder sind anwesend. Davon mÃ¼ssen wir noch jene abziehen, die in der ersten Runde nicht wÃ¤hlen dÃ¼rfen. Dann sollten es 97 bei der Abstimmung sein. Oder?</p>
<p>MÃ¼nchen marschiert ein.</p>
<p><strong>8.45 Uhr: </strong>Auf geht&#8217;s, MÃ¼nchen.</p>
<p>MÃ¼nchen startet mit einem altbekannten BegrÃ¼ÃŸungsvideo. Leicht aufgehÃ¼bscht, das sah man bisher bei fast allen PrÃ¤sentationen.</p>
<p>Thomas <strong>BACH</strong> beginnt.Â Gibt den Olympier. Deshalb der Hinweis, dass es die erste IOC-Vollversammlung in Afrika Ã¼berhaupt ist.</p>
<blockquote><p>Es geht allein um die Verdienste, nicht darum, wie oft sich jemand beworben hat</p></blockquote>
<p>Das bringt er seit einiger Zeit, seit der PrÃ¤sentation in Lausanne im Mai. Da hat er dann auch ausgepackt, dass das Deutschlands vierte Bewerbung ist &#8211; nach Berchtesgaden, Berlin und Leipzig, den drei Katastrophen. Auch damit wollen sie Pyeongchang toppen. Vier gegen drei. Kleine Spitze, dies.</p>
<p>Es geht um soziale Verantwortung, Umweltschutz und das Gedeihen der olympischen Bewegung. Oops?</p>
<p>Oh, der DOSB hat nun schon 28 Millionen Mitglieder. Sagt <strong>BACH</strong>.</p>
<p>Katarina <strong>WITT</strong> spricht von Architekten und Malern, die wie Sportler eine Kunst verrichten.</p>
<p>Sie ist besser als zuletzt bei allen PrÃ¤sentationen. Sie hat&#8217;s halt gelernt, vor vielen Jahren im Olympia-Eisring.</p>
<p>Willy <strong>REHM</strong> jodelt, und dieses katastrophale Internet hier bringt mich mal wieder zur Verzweiflung.</p>
<p>Christian <strong>UDE</strong> Ã¼bernimmt wie immer die Oktoberfest-Nummer, Munich = Party-Town. Er wÃ¼rde gern ein FaÃŸ Bier anstechen mit den IOC-Mitgliedern heute Abend.</p>
<p>Jetzt ein Video, in dem es u.a. um Weltklasse-Bars in MÃ¼nchen geht.</p>
<blockquote><p>Sie kÃ¶nnen drei Wochen jeden Tag in einem anderen Top-Restaurant speisen.</p></blockquote>
<p>Sagt Ude.</p>
<p>Das kann Pyeongchang derzeit nicht bieten. Aber die Koreaner werden ja alles aus Seoul transferieren. Als ich im Februar dort war zum Besuch der Evaluierungskommission, da hat der Chefkoch des Shilla-Hotels serviert. Shilla, natÃ¼rlich, gehÃ¶rt auch Kun Hee Lee bzw Samsung.</p>
<p>Bernhard <strong>SCHWANK</strong> ist fÃ¼rs Sportliche zustÃ¤ndig. Stellt das Konzept vor. Ãœberzieht etwas. Zu aufdringlich. Betont falsch, betont fast jedes Wort.</p>
<p>Seine Botschaft: Deutsche Firmen, die jetzt schon fÃ¼r 50 Prozent des Umsatzes der sieben olympischen WintersportverbÃ¤nde sorgen, werden ihr Sponsoring dramatisch erhÃ¶hen. Jedes Land, jedes NOK, jeder Sportverband wird davon profitieren. Sie alle.</p>
<p>NunÂ Christian <strong>WULFF</strong>. Spricht Deutsch. Peinlich. Er hat ja an den Proben auch nicht teilgenommen. HÃ¤tte schon etwas mehr investieren kÃ¶nnen.</p>
<blockquote><p>Schenken sie uns ihr Vertrauen fÃ¼r die Olympischen Winterspiele 2018. Wir werden daraus, frÃ¶hliche, emotionale und enthusiatische Winterspiele machen.</p></blockquote>
<p>Alle Gesetze sind auf den Weg gebracht. Wir sind verlÃ¤ssliche Partner</p>
<blockquote><p>Schenken sie Stella und der Jugend der Welt im Jahr 2018 erfolgreiche Para- und Olympische Winterspiele im Jahr 2018. Let dreams become true.</p></blockquote>
<p>Wir sind verlÃ¤ssliche Partner. Wir achten die Verantwortung und die Autonomie des Sports.Â (Notiz an mich: Bitte Haltung bewahren und mich nicht Ã¼bergeben. #FIFA #IOC #Korruption #Wahrheitsallergiker)</p>
<p>Claudia <strong>BOKEL</strong>. Gibt es eigentlich auÃŸer mir und einigen Journalisten weitere Personen, die wissen, dass Bokel seit 2008 IOC-Mitglied ist? Ich weiÃŸ nicht, was sie im IOC tut. Sie spricht FranzÃ¶sisch und im Namen der Sportler. Davon kommen dann noch einige. Zum Beispiel gleich VerenaÂ <strong>BENTELE</strong>. Sie ist sehr gut. (George Hirthler flÃ¼stert mir spÃ¤ter zu, darauf sei er besonders stolz gewesen.)</p>
<p>Nun Maria <strong>RIESCH</strong>, die lÃ¤ssig sagt, es habe wÃ¤hrend der Bewerbung viele News aus Garmisch gegeben, aber sie erzÃ¤hle nun ihre, die richtige.</p>
<blockquote><p>Glauben sie mir: Die Garmischer werden sie alle herzlich bei den Winterspielen begrÃ¼ÃŸen. Wie alle Deutschen.</p></blockquote>
<p>DerÂ <strong>FRANZ</strong>.</p>
<blockquote><p>People kohl me se Kaiser. IÂ invite you for the winter dream.</p></blockquote>
<p>Und er will auch sofort mit dem Langlauftraining beginnen.</p>
<p>LÃ¼genbaron Jerome Valcke, FIFA-General, sitzt Ã¼brigens auch im Saal.</p>
<blockquote><p>Once an athletes, always an athlete.</p></blockquote>
<p><strong>WITT</strong> spricht ein bisschen Ã¼ber sich, ihre Olympiaerfolge und ihren Job als Gesicht der Bewerbung und sagt, sie hÃ¤tte gern die IOC-Mitglieder daheim besucht. Aber wie alle wissen, ist das nicht erlaubt.</p>
<p>ZÃ¤hlt dann, wie immer, die Rekordzahlen und vollen Stadien in Deutschland auf. Achtung, Pyeongchang:</p>
<blockquote><p>We are not just promosing full stadia, we guarantee full stadia.</p></blockquote>
<p>Und noch ein wirklich hÃ¼bscher move von George Hirthler:</p>
<blockquote><p>That is the public support that counts.</p></blockquote>
<p>Sein Sportlerherz schlÃ¤gt hÃ¶her, sagtÂ <strong>BACH</strong>.</p>
<blockquote><p>One of the single word in every language is yes.Â Wir bitten sie bescheiden, sagen sie dieses eine Wort zu MÃ¼nchen 2018.</p></blockquote>
<p>KÃ¶nnen Olympische Spiele nachhaltig organisiert werden?</p>
<blockquote><p>Yes.</p></blockquote>
<p>KÃ¶nnen Olympische Spiele umweltfreundlich organisiert werden?</p>
<blockquote><p>Yes.</p></blockquote>
<p>&#8230; in magischer AmosphÃ¤re?</p>
<blockquote><p>Yes.</p></blockquote>
<p>usw usf</p>
<p>Is the election of a host city really about sports and the athletes?</p>
<blockquote><p>Yes.</p></blockquote>
<p>With stadiumsÂ full of knowledgable fans! Achtung, Pyeongchang!</p>
<blockquote><p>From the buttons of our hearts we humbly askÂ you to say yes.</p></blockquote>
<p>WillyÂ <strong>REHM</strong> jodelt wieder.</p>
<p>Die Fragerunde ist kurz. Was FÃ¼rst Albert &#8220;fragt&#8221; (richtige Fragen stellt er eigentlich nie, er Ã¤uÃŸert sich nur immer als Erster) ist wegen akkustischer MÃ¤ngel nicht zu verstehen. AuÃŸerdem Adam Pengilly (UK) und Ottavio Cinquanta (ITA). Cinquanta will Pyeongchang, das hat er mir schon im Mai klar gesagt. Er will Pyeongchang auch wegen Rom 2020.</p>
<p>Christian <strong>WULFF</strong> antwortet auf seine Frage, ob das nicht nur eine Bewerbung vom Freistaat Bayern, sondern von ganz Deutschland sei.</p>
<blockquote><p>Ich kann ihnen versichern, dass das ganze Land mit einer Ã¼berwÃ¤ltigende Mehrheit hinter dieser Bewerbung stehen.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Politik hat all diesen Bewerbungsunterlagen eiserne Garantien gegeben. Ich stehe persÃ¶nlich dafÃ¼r, dass diese Olympischen Spiele ein Ereignis werden, dass wir niemals vergessen werden.</p></blockquote>
<p>Beifall. Diplom. Abgang. <strong>9.43 Uhr</strong>.</p>
<p>Und Patrick Sandusky, der Pressechef des USOC und einstiger Pressechef von Chicago 2016 fragt auf Twitter, wo eigentlich das Diplom ist, dassÂ <a title="Ohrfeige fÃ¼r Obama" href="http://www.jensweinreich.de/2009/10/02/olympia-2016-die-abstimmung-des-ioc/" target="_self">Chicago 2016</a> imÂ <a title="Obama arrived" href="http://www.jensweinreich.de/2009/10/02/olympia-2016-die-entscheidung-obama-arrived/" target="_self">Oktober 2009</a> als groÃŸer Verlierer bekommen hat. Das liegt noch irgendwo im Bella Centre von Kopenhagen, antwortet jemand.</p>
<p><strong>11.06 Uhr:</strong> Nach der MÃ¼nchen-PK. Annecy prÃ¤sentiert. Ich verfolge das nicht. Treibe mich herum und bin erst spÃ¤ter wieder ganz Ohr bei Pyeongchang.</p>
<p>MÃ¼nchen natÃ¼rlich schwer erleichtert. Wenngleich jeder weiÃŸ, auch Wulff, der es ganz nett formuliert hat, dass das alles nicht bedeutet/bedeuten muss. Es bleibt nur das Beten und Hoffen.</p>
<p><strong>12.07 Uhr:</strong> Let&#8217;s go, Pyeongchang!</p>
<p>ZunÃ¤chst ein stimmungsvolles Video. Auch mein Freund Kwang-Bae Kang tritt auf, VizeprÃ¤sident des Bob-Weltverbandes FIBT. Dessen PrÃ¤sident Ivo Ferriani ist (auch als Italiener) ein absoluter BefÃ¼rworter von Pyeongchang.</p>
<p>TheresaÂ <strong>RAH</strong> stellt das Team vor. PrÃ¤sidentÂ <strong>LEE</strong>, Sportminister, Governor, Sonderbotschafter <strong>KIM</strong>, Yong SungÂ <strong>PARK</strong>, YunaÂ <strong>KIM</strong> (groÃŸer Beifall) &#8230; Kun HeeÂ <strong>LEE</strong>, der Samsung-Herrscher (langer Beifall, echt!), Dae SungÂ <strong>MOON</strong>, Olympiasieger und IOC-Mitglied.</p>
<p>TheresaÂ <strong>RAH</strong> erklÃ¤rt, auch diese Kleinigkeit ist wichtig, dass sie neu ist in der olympischen Bewegung. Die Diplomatengattin, die in vielen LÃ¤ndern gelebt hat, wurde als Kommunikationschefin geholt.</p>
<blockquote><p>Beharrlichkeit und Geduld.</p></blockquote>
<p>Pyeongchang ist immer wieder aufgestanden, hat sich zweimal erholt und alles getan &#8230; neue Horizonte &#8230; Wintersport in neuen Regionen entwickeln &#8230; geht alles ein bisschen zu schnell fÃ¼r mein Empfinden. Bisschen Luft holen, wÃ¤re ganz hÃ¼bsch gewesen. Aber Theresa spricht natÃ¼rlich gut.</p>
<p>Er wÃ¼nscht MÃ¼nchen und Annecy viel GlÃ¼ck, sagtÂ <a title="Im Tiefflug" href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/05/im-tiefflug/" target="_self">Yang HoÂ <strong>CHO</strong></a>. Aber nicht zu viel davon! Vom GlÃ¼ck.</p>
<p><strong>CHO</strong> hat hart gearbeitet. Er hat bisher noch NIE so gut gesprochen.</p>
<p>SÃ¼dkoreas PrÃ¤sidentÂ <strong>LEE</strong> Myung-Bak.</p>
<p>Spricht Englisch, anders als der deutsche BundesprÃ¤sident.</p>
<p>Ich finde, er macht das ziemlich gut. Den Anfang 1948 in St. Moritz und die koreanische Mini-Delegation kannte ich natÃ¼rlich schon aus anderen PrÃ¤sentationen. Aber auch dieser ganze Aufbau</p>
<blockquote><p>We are working hard. We&#8217;ll make you proud!</p>
<p>I ask you finally that our olympic and paralympic dream come true!</p></blockquote>
<p>Jin-SunÂ <strong>KIM</strong>, heute Special Ambassador, frÃ¼her 12 Jahre Provinz-Gouverneur, ist nun dran. Er verkÃ¶rpert diese Bewerbung, alle drei Bewerbungen. Und er verkÃ¶rpert all die anderen koreanischen Geschichten.</p>
<blockquote><p>Our heart were broken. But we never gave up and tried again!</p>
<p>We have heard your advise.</p></blockquote>
<p>Sie setzen auf diese Karte, und das ist auch okay so. Jetzt heult er, weil er zum dritten Mal hier steht.</p>
<blockquote><p>Our people have waited for over ten years.</p></blockquote>
<p>Ich glaube nicht mal, dass diese Emotionen gespielt sind.</p>
<p>YunaÂ <strong>KIM</strong>.</p>
<p>Sie beginnt viel besser als in Lausanne. Sie hat sieben Wochen hart trainiert, sagt sie. Und nun klingt sie wirklich ziemlich cool. Terrence BURNS hat gut gearbeitet mit seinen Leuten. Es ist MIT ABSTAND die beste PrÃ¤sentation von Pyeongchang bisher, und ich habe fast alle live verfolgen kÃ¶nnen.</p>
<p>Lichtjahre besser, unvergleichbar mit der ersten PrÃ¤sentation im Oktober in Acapulco. Heute kommt es darauf an. Heute bringen sie auch das. Das die Sache mit dem Geld und Samsung und alles lÃ¤ngst geklÃ¤rt ist, glaube ich jetzt erst recht: das Ding ist erledigt.</p>
<blockquote><p>I am an example of a living legacy!</p></blockquote>
<p>Sie darf im Video auch noch das technische Konzept vorstellen. Good move.</p>
<p>IOC-MitgliedÂ <strong>MOON</strong> spricht vom revolutionÃ¤rem Konzept, ein Olympisches Dorf fÃ¼r Olympics and Paralympics.</p>
<p>Yong SungÂ <strong>PARK</strong></p>
<blockquote><p>It has been a loooong day for you. But it has been a loooong time for us too.</p></blockquote>
<p>Sagt FÃ¼rst Albert:</p>
<blockquote><p>Tut mir echt leid, Ihre Hoheit, dass Sie ihre Flitterwochen unterbrechen mÃ¼ssen, um zum dritten Mal eine PrÃ¤sentation von Pyeongchang anzuhÃ¶ren!</p></blockquote>
<p>Park ist witzig. Auch im persÃ¶nlichen GesprÃ¤ch.</p>
<p>Viele IOC-Kollegen (er sagt immer noch: Kollegen, obwohl er lange schon wieder drauÃŸen ist aus dem IOC) hÃ¤tten ihn gefragt, was sie in P so alles machen kÃ¶nnen (nicht viel natÃ¼rlich). Also kommt ein Video zum Programm &#8220;Best of Korea&#8221;: Ich habe das schon oft geschrieben, sie holen wÃ¤hrend der Spiele alles nach P. Restaurants, Shopping Malls, Theater. Was IOC-Members und GefÃ¤hrten und Family halt so brauchen.</p>
<blockquote><p>I hope that you&#8217;ll give us the chance to prove that Pyeongchang is ready!</p></blockquote>
<p>TobyÂ <strong>DAWSON</strong>/<strong>KIM</strong> Bong-Soek, geboren un Busan 1978, 1981 adoptiert und nach Vail/Colorado gezogen. Olympiamedaillengewinner im Freestyle 2006 in Torin. Und hier Stammgast jeden Abend an der Bar.</p>
<p>Sehr, sehr gut.</p>
<p>Er verkÃ¶rpert, sagt er, die Hoffnung und den Traum von Millionen von Kids. New horizons, new markets, new hopes &#8230; sie deklinieren das Thema geschickt &#8211; und emotional. Zum ersten Mal Ã¼berhaupt! Ich sage ja: Auf die Sekunde topfit.</p>
<p>TheresaÂ <strong>RAH</strong> again.</p>
<p><em>(Und ich stelle das Blog mal um, so dass nur noch dieser Beitrag auf der Startseite erscheint. Vielleicht macht der Server dann mit.)</em></p>
<p><strong>RAH</strong> nimmt MÃ¼nchens Argument auf und sagt: Hey, 19 Mal wurden die Spiele schon im traditionellen Markt (USA, Kanada, Europa) ausgetragen &#8211; aber nur zweimal in Asien. Nie in Korea.</p>
<blockquote><p>It is a race about dream. It is a race about human potential.</p></blockquote>
<p>Nun spricht sie FranzÃ¶sisch. Wichtiges Detail, immer mal in die andere offizielle IOC-Spreache zu wechseln. FÃ¼r MÃ¼nchen erledigte das ClaudiaÂ <strong>BOKEL</strong>.Â <strong>BACH</strong> begann, auch das hatten wir schon diskutiert, in Spanisch.</p>
<p>Koreaner sind KÃ¤mpfer. I like that. Sehr guter Wettbewerb. MÃ¼nchen und Pyeongchang sehr gut. Man muss derlei PrÃ¤sentationen nicht mÃ¶gen und kann alles infrage stellen. Aber es gibt sie nun mal. Und ich habe mich in zwanzig Jahren schon mÃ¤chtig gelangweilt.</p>
<p>Heute nicht. Good entertainment.</p>
<p>Noch Fragen?</p>
<p>VÃ¶llig Ã¼berraschend von Albert, Adam Pengilly und &#8211; Ottavio Cinquanta. (Inhalte sind uninteressant.)</p>
<p>Albert sagt zu <strong>PARK</strong>: No worries, my friend, es war das dritte Mal, aber es war nicht langweilig.</p>
<p>Das stimmt.</p>
<p><strong>13.02 Uhr:</strong> PrÃ¤sentation beendet. Mittagspause. Und ich habe die Ãœberschrift schon mal aktualisiert. Glaube nicht, dass ich mich heute Nachmittag blamiere. (Und wenn: Ich habe ein dickes Fell.)</p>
<p><strong>15.24 Uhr:</strong> Mittagessen, viele GesprÃ¤che, keine GerÃ¼chte mehr Vorstellbar, dass es anders kommt, als oben beschrieben. Dass Rogge nachher nicht den Zettel mit dem Namen PYEONGCHANG aus dem Umschlag nestelt?</p>
<p>Rogge hat in kleiner Runde mal erzÃ¤hlt, das war im FrÃ¼hjahr 2007 in Peking, was das fÃ¼r eine dÃ¤mliche Situation sei, wenn er da, beobachtet von vielen Millionen Menschen, am Umschlag nestelt. Er sei da immer ganz nervÃ¶s, sagt er, und hat Angst, dass irgendjemand einen Fehler gemacht hat. Dass der Zettel fehlt. Dass der Name falsch drauf steht. Dass er sich verspricht. Irgendwas in der Art. Man muss auf Youtube mal schauen, wie ernst er stets dabei ist und wie steif und blass. Da hatten selbst die VerkÃ¼ndungen des abgebrÃ¼hten Samaranch einst mehr Leben. Ich meine das gar nicht gemein, dass Rogge das Ã¼berhaupt erzÃ¤hlte, fand ich sehr sympathisch.</p>
<p><strong>15.31 Uhr:</strong> In vier Minuten beginnt die Abstimmung. Mein Tipp: Nur ein Wahlgang ist nÃ¶tig. An eine knappe Kiste glaube ich nicht mehr. Sorry, MÃ¼nchen. Aber ich denke, sie werden ein fÃ¼r deutsche VerhÃ¤ltnisse stolzes Resultat erzielen.</p>
<p>Ich habe eigentlich nur zwei Fragen:</p>
<ul>
<li>Wie stark engagiert sich BMW wirklich? Oder besser: wie Samsung-mÃ¤ÃŸig? Kann das also etwas wenden?</li>
<li>Ist da was dran, was mir die Koreaner stecken, dass Thomas Bach etlichen Kollegen signalisiert haben soll: Pass mal auf, besser du stimmst fÃ¼r MÃ¼nchen, dann hast du ab 2013 ein angenehmeres IOC-Leben?</li>
</ul>
<p><em>(FÃ¼r Juristen: Ich habe gerade zwei FRAGEN gestellt.)</em></p>
<p><strong>15.39 Uhr: </strong>Sie sind noch bei Verfahrensfragen.</p>
<p>Das IOC-Mitglied Angelo Ruggiero <a title="Angela Ruggiero auf Twitter" href="http://twitter.com/#!/AngelaRuggiero" target="_blank">twittert</a> Ã¼brigens live aus der Session. Andere simsen, wie ich hÃ¶re.</p>
<p><strong>15.44 Uhr: </strong>The vote is now open. Ohne Rogge, Bach, Bokel, Drut, Killy, Lee, Moon und Oswald.</p>
<p><strong>15.46 Uhr: </strong>The vote is now closed.</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 14.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 14.0px Times} --><strong>15.46 Uhr:</strong> Dick Pound informiert Rogge. Der sagt:</p>
<blockquote><p>My dear colleagues: You have elected the host city for the Olympic Winter Games in 2018. The election is over!</p></blockquote>
</div>
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</div>
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		<title>18 Fragen und Antworten zu Olympia 2018</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jul 2011 20:50:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[DURBAN. Habe heute fÃ¼r Spiegel Online 18 Fragen und Antworten zur Olympiaentscheidung 2018 gedichtet. Leicht und hier im Hilton live bearbeitet und erweitert (vielleicht gehe ich in der Nacht nochmal ran): 1. Warum ist Pyeongchang Olympia-Favorit? Pyeongchang, ein ProvinzstÃ¤dtchen rund 200 Kilometer Ã¶stlich der Hauptstadt Seoul gelegen, bewirbt sich zum dritten Mal in Folge. FÃ¼r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DURBAN. Habe heute fÃ¼r <a title="SpOn" href="http://www.spiegel.de/sport/wintersport/0,1518,772506,00.html" target="_blank">Spiegel Online</a> 18 Fragen und Antworten zur Olympiaentscheidung 2018 gedichtet. Leicht und hier im Hilton live bearbeitet und erweitert <em>(vielleicht gehe ich in der Nacht nochmal ran)</em>:</p>
<p><strong>1. Warum ist Pyeongchang Olympia-Favorit?</strong></p>
<p>Pyeongchang, ein ProvinzstÃ¤dtchen rund 200 Kilometer Ã¶stlich der Hauptstadt Seoul gelegen, bewirbt sich zum dritten Mal in Folge. FÃ¼r 2010 haben die SÃ¼dkoreaner gegen Vancouver und fÃ¼r 2014 gegen Sotschi jeweils knapp verloren. Normalerweise belohnt das IOC derartige Ausdauer. Zumal die SÃ¼dkoreaner dem IOC nun seit zehn Jahren jeden WÃ¼nsch erfÃ¼llen und bereits Milliarden investiert haben. Sie tun alles fÃ¼r Olympia. Zudem haben sich koreanische Firmen wie Samsung als Sponsoren des IOC und vieler olympischer Sport-WeltverbÃ¤nde in den vergangenen Jahrzehnten unentbehrlich gemacht. Da dÃ¼rften alles in allem Milliarden an Sponsoring- und anderen Mitteln geflossen sein.</p>
<p><strong>2. Kennt das IOC denn tatsÃ¤chlich so etwas wie Dankbarkeit?</strong></p>
<p>Eigentlich nicht, sonst wÃ¤ren die Sommerspiele 2016 ja nach Chicago und nicht nach Rio vergeben worden &#8211; schlieÃŸlich hatte das US-Network NBC bis dahin schon sieben Milliarden Dollar in das GeschÃ¤ft gepumpt (und kÃ¼rzlich weitere 4,4 Mrd). In der Olympischen Charta, dem Grundgesetz des IOC, ist natÃ¼rlich nicht festgeschrieben, dass die Spiele an einen Bewerber gehen mÃ¼ssen, dessen Konzerne den Sportbetrieb groÃŸzÃ¼gig alimentieren. Aber zuletzt hat nicht nur IOC-PrÃ¤sident Jacques Rogge immer wieder gesagt, dass man es schÃ¤tzt, wenn Olympia-Interessenten Niederlagen verkraften, sich wieder bewerben, ihre Offerten verbessern und die RatschlÃ¤ge des IOC befolgen â€“ dann werden sie auch belohnt. Diese Argumente brachte er etwa nach der Wahl von Rio de Janeiro zum Austragungsort der Sommerspiele 2016. Insofern wÃ¤re Pyeongchang im dritten Anlauf der perfekte Sieger.</p>
<p><strong>3. Hat MÃ¼nchen eine reelle Chance?</strong></p>
<p>MÃ¼nchen hat eine AuÃŸenseiterchance. Vor einiger Zeit sah es noch so aus, als wÃ¼rde Pyeongchang souverÃ¤n mit rund 70 Stimmen einen Erstrundensieg landen. Davon spricht kaum jemand mehr, jedenfalls nicht von einem Erfolg in dieser HÃ¶he. Man darf eher einen knappen Ausgang erwarten, vielleicht schafft MÃ¼nchen sogar die zweite Runde. Das MÃ¼nchener Team hat international seit reichlich zwei Jahren, seit den Winterspielen 2010 in Vancouver, gut gearbeitet. Keine deutsche Bewerbung der letzten Jahrzehnte (Berchtesgaden, Berlin, Leipzig) war so gut aufgestellt. Bei den bisherigen PrÃ¤sentationen vor IOC-Mitgliedern auf diversen Sportkongressen hinterlieÃŸ MÃ¼nchen den besten Eindruck. Die technisch-organisatorischen Aspekte der Bewerbung stimmen im Grunde, bis auf kleine Abstriche.</p>
<p><strong>4. Warum ist Annecy Ã¼berhaupt Kandidat?</strong></p>
<p>Normalerweise fÃ¼hrt das IOC bei Olympiabewerbungen einen Vorentscheid durch und sortiert die schwÃ¤chsten Bewerber ein Jahr vorher aus. Da sich diesmal nur drei StÃ¤dte bewarben â€“ es ist das geringste Interesse an Olympischen Spielen seit drei Jahrzehnten -, machte man eine Ausnahme und winkte Annecy trotz gewaltiger SchwÃ¤chen durch. Denn es ist wichtig fÃ¼r das IOC, den Eindruck eines echten Bewerberwettstreits zu erwecken. In Wirklichkeit ist Annecy kein ernst zu nehmender Kandidat, sondern gewissermaÃŸen ein Platzhalter fÃ¼r die nÃ¤chste Bewerbung von Paris fÃ¼r Olympische Sommerspiele. Die Franzosen wollen dann Ã¤hnlich argumentieren wie die Koreaner: Seht her, wir bewerben uns immer wieder, stecken Niederlagen weg, hÃ¶ren auf euren Rat und stellen uns wieder an!</p>
<p><strong>5. Belasten die nationalen Querelen, der Widerstand in Garmisch-Partenkirchen die deutsche Kandidatur?</strong></p>
<p>Im Grunde sind Winterspiele im IOC ein Minderheitenprogramm. Die meisten der 110 Mitglieder kommen aus LÃ¤ndern, die schon wegen der geografischen Anforderungen keine Wintersporttradition haben und nie Winterspiele ausrichten kÃ¶nnten. Folglich ist das Interesse gering. Man nimmt das Medienecho sehr wohl wahr, doch problematisch wird es fÃ¼r IOC-Mitglieder meist erst dann, wenn Olympia-Widerstand lautstÃ¤rker und auch international geÃ¤uÃŸert wird. So gab es vor etlichen Jahren gewaltsame Proteste bei den Olympiabewerbungen von Amsterdam und Berlin. Folglich waren diese StÃ¤dte absolut chancenlos. So wie sich die Garmischer Olympiagegner aber auf die Sachebene konzentrieren und die IOC-VertrÃ¤ge mit Bewerbern und Olympia-Ausrichtern als sittenwidrig brandmarken, bleibt das eine Belastung und bringt die MÃ¼nchener Bewerber in ErklÃ¤rungsnot.</p>
<p><strong>6. Welche Rolle spielt Katarina Witt fÃ¼r MÃ¼nchen?</strong></p>
<p>Katarina Witt kann die deutsche Bewerbung in der Szene glaubwÃ¼rdig vertreten. Sie ist ein Weltstar des Wintersports. Es kam vor, dass sie IOC-Mitgliedern Autogramme gab. Sie wurde vom internationalen Team der Bewerber GmbH und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) gut eingefÃ¼hrt und hat hart gearbeitet, um auf dem sportpolitischen GelÃ¤uf zu bestehen. Das ist ihr zunehmend besser gelungen. Vor allem aber zieht sie das Interesse der internationalen Medien auf sich. Weder Pyeongchang noch Annecy kÃ¶nnen das bieten â€“ schon deshalb ist Katarina Witt ein Gewinn fÃ¼r die Bewerbung, auch wenn sie sich kaum in die Problemregion Garmisch-Partenkirchen getraut hat. Intern hat die Witt im Sommer 2009 gegen den damaligen Olympia-GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Willy Bogner opponiert. Bogners RÃ¼ckzug war eine StÃ¤rkung der Bewerbung, denn er hatte zahlreiche VersÃ¤umnisse zu verantworten.</p>
<p><strong>7. DOSB-PrÃ¤sident Thomas Bach will in zwei Jahren IOC-PrÃ¤sident werden. Kollidiert dieses Vorhaben mit MÃ¼nchens OlympiaplÃ¤nen?</strong></p>
<p>2013 wird auf der IOC-Session in Buenos Aires der Nachfolger von Jacques Rogge gewÃ¤hlt. 2013 wird auch der Austragungsort der Sommerspiele 2020 bestimmt. Deshalb galt es fÃ¼r Bach zunÃ¤chst einmal zu verhindern, dass sich Berlin oder Hamburg um die Sommerspiele 2020 bewerben. Denn auf derselben IOC-Session hÃ¤tte Deutschland nicht mit Bach und einem Sommer-Bewerber erfolgreich sein kÃ¶nnen. MÃ¼nchens Interesse an den Winterspielen 2018 kam Bach gerade recht, er setzte die Bewerbung ohne WiderstÃ¤nde durch. Da er derzeit keinen echten Konkurrenten um die IOC-PrÃ¤sidentschaft hat und die Winterspiele im IOC ohnehin nicht die groÃŸe Rolle spielen, ist durchaus beides denkbar: Am 6. Juli 2011 erst ein Olympiasieg von MÃ¼nchen, 2013 dann ein IOC-PrÃ¤sident Bach.</p>
<p><strong>8. Und was, wenn MÃ¼nchen am Mittwoch deutlich verliert: WÃ¤re das ein Zeichen der SchwÃ¤che fÃ¼r Bach?</strong></p>
<p>Das ist eine Gefahr. Das IOC will einen starken FÃ¼hrer. Ein Desaster wie einst der Olympiabewerber Berlin mit nur 9 Stimmen kann sich Bach nicht erlauben. Wenn MÃ¼nchen verliert, dann sollte es knapp sein, mit einer stolzen Anzahl von Stimmen. So wie fÃ¼r MÃ¼nchen hat sich Bach noch fÃ¼r keine deutsche Olympiabewerbung engagiert.</p>
<p><strong>9. Was sagt der PrÃ¼fbericht des IOC?</strong></p>
<p>Der Bericht der so genannten Evaluierungskommission wurde im Mai vorgelegt. Er bewertet die BewerbungsbÃ¼cher der Kandidaten, stellt aber keine Rangliste auf. Angeblich sind alle drei Bewerber olympiatauglich. Je nach Lesart liegen MÃ¼nchen und Pyeongchang nach den technischen Kriterien ungefÃ¤hr gleichauf. Nur haben derlei PrÃ¼fberichte kaum Einfluss auf die Entscheidung. Zuletzt gewannen mit Sotschi (Winterspiele 2014) und Rio (Sommerspiele 2016) die Bewerber mit den technisch schlechtesten Angeboten, die dem IOC Potemkinsche DÃ¶rfer offerierten. Kein IOC-Mitglied ist an den Evaluierungsbericht gebunden, viele lesen das Papier nicht einmal. Das IOC kÃ¶nnte mit dem riesigen Datenmaterial vergangener Spiele und den Daten neuer Bewerber sehr leicht eine durchaus objektive Rangliste erstellen. Doch daran hat niemand Interesse. Der subjektive Faktor soll dominieren.</p>
<p><strong>10. Nach welchen Kriterien entscheiden die IOC-Mitglieder?</strong></p>
<p>Es soll Mitglieder geben, die sich in die Berichte einlesen und nach bestem Wissen und Gewissen unabhÃ¤ngig entscheiden. Andere wiederum, die beispielsweise gleichzeitig in bestimmten SportverbÃ¤nden hohe Funktionen haben, entscheiden im Sinne dieser VerbÃ¤nde Ã¼ber die Olympiaaustragung. Eine dritte Fraktion lÃ¤sst sich auch von anderen Faktoren leiten.</p>
<p><strong>11. Ist Korruption im Spiel?</strong></p>
<p>Davon darf man ausgehen. Korruption ist der Missbrauch von anvertrauter Macht zu privatem Vorteil. Es hat bislang noch bei jeder Olympiabewerbung KorruptionsfÃ¤lle gegeben. Pyeongchang ist von der so genannten IOC-Ethikkommission im Herbst 2010 verwarnt worden, nachdem die koreanischen Firmen Samsung und Korean Air SponsorenvertrÃ¤ge mit den WeltverbÃ¤nden der Ruderer und EislÃ¤ufer abgeschlossen hatten. Ruder-PrÃ¤sident Denis Oswald, ein IOC-Mitglied aus der Schweiz, stimmt deshalb am Mittwoch in Durban nicht mit ab â€“ sein Verband aber kassiert das Geld von Samsung. Eislauf-PrÃ¤sident Ottavio Cinquanta, IOC-Mitglied aus Italien, stimmt mit ab â€“ der Vertrag mit Korean Air wurde auf Eis gelegt. Bis zum kommenden Donnerstag.</p>
<p><strong>12. Und MÃ¼nchen kommt ganz ohne solche Zugaben aus?</strong></p>
<p>Fakt ist: Deutsche Firmen finanzieren mehr als 50 Prozent des Umsatzes der sieben olympischen Wintersport-WeltverbÃ¤nde. BMW unterstÃ¼tzt diese Bewerbung weltweit mit seinem gigantischen politischen Netzwerk und hat groÃŸe PlÃ¤ne als Olympiasponsor. Viele IOC-Mitglieder sehen in diesem Engagement keinen groÃŸen Unterschied zu den Avancen der koreanischen Firmen. Gian-Franco Kasper, PrÃ¤sident des Ski-Weltverbandes, etwa sagt: Wenn man den MaÃŸstab der IOC-Ethikkommission anlegen wollte, dÃ¼rften die WintersportverbÃ¤nde keine VertrÃ¤ge mit deutschen Firmen und Ã¼berhaupt nie VertrÃ¤ge mit Firmen abschlieÃŸen, die aus LÃ¤ndern kommen, die sich um Olympische Spiele bewerben.</p>
<p><strong>13. Was kÃ¶nnen die Bewerber in den letzten Stunden noch tun?</strong></p>
<p>Beten. LÃ¤cheln. Reden. ZÃ¤hlen. Zahlen. Im Ernst: Es geht zunÃ¤chst darum, keine Fehler zu machen. Diejenigen, die man auf seiner Seite glaubt, mÃ¼ssen bei Laune gehalten werden. Andere IOC-Mitglieder werden weiter bearbeitet. Mit manchen, die man sicher auf der Gegenseite wÃ¤hnt, muss man gar nicht erst sprechen. Katarina Witt hatte noch eines der insgesamt 110 IOC-Mitglieder vor Durban nicht gesprochen: Den Finnen Saku Koivu. Das hat sie inzwischen nachgeholt. Es gab schon Olympiabewerbungen, die wurden in der Nacht wenige Stunden vor der Wahl entschieden: So sicherte sich Sydney einst die Sommerspiele 2000, als man mit zwei afrikanischen IOC-Mitgliedern VertrÃ¤ge abschloss. Einige Stunden spÃ¤ter gewann Sydney mit 45:43-Stimmen gegen Peking. Der Vorfall ist bestens dokumentiert. FÃ¼r die IOC-FÃ¼hrung war diese Bestechung allerdings keine Bestechung, sondern: Entwicklungshilfe.</p>
<p>Im Moment, da dieser Text hier im Blog verÃ¶ffentlicht wird, sitze ich im Hilton Hotel. MÃ¼nchens Bewerber sind gerade auf vier Dinner verteilt, wo sie 20 IOC-Mitglieder bearbeiten. Gerade kommt CEO Bernhard Schwank vorbei, absolut relaxt, und sagt mir: &#8220;Zu lange arbeiten ist ungesund!&#8221;</p>
<p><strong>14. Wie wichtig sind die AbschlussprÃ¤sentationen vor der IOC-Vollversammlung?</strong></p>
<p>Diese Vorstellungen werden kolossal Ã¼berschÃ¤tzt. Es mag eine verschwindend geringe Zahl von IOC-Mitgliedern geben, die sich von einer berauschenden PrÃ¤sentation umstimmen lassen. Niemand weiÃŸ das. Im Prinzip kann es nur darum gehen, Fehler zu vermeiden. Eine uninspirierte PrÃ¤sentation mit technischen Pannen, kann Stimmen kosten. Wer seinen Job professionell erledigt, ist auf der sicheren Seite.</p>
<p><strong>15. Hat die Debatte Ã¼ber Korruption bei der Vergabe der FuÃŸball-Weltmeisterschaften Auswirkungen auf diese Olympia-Entscheidung?</strong></p>
<p>Einige IOC-Mitglieder haben auch in der FIFA hohe Funktionen und sind in Korruptionsskandale verstrickt: etwa das FIFA-Exekutivmitglied Issa Hayatou aus Kamerun oder FIFA-EhrenprÃ¤sident Joao Havelange. Gegen beide ermittelt die IOC-Ethikkommission. Havelange, der IOC-AltersprÃ¤sident, kommt deshalb nicht nach Durban. FIFA-Boss Joseph Blatter, Hauptverantwortlicher fÃ¼r die Skandale in seinem Verband, ist ebenfalls IOC-Mitglied und stimmt am Mittwoch mit ab. Es mag sein, dass manche empfÃ¤ngliche IOC-Mitglieder wegen der lang anhaltenden FIFA-Skandale, die weltweit Schlagzeilen machen, vorsichtiger geworden sind.</p>
<p><strong>16. Was macht Franz Beckenbauer eigentlich in Durban?</strong></p>
<p>Als Ur-MÃ¼nchner verkÃ¶rpert Beckenbauer Bewerbung auf der AbschlussprÃ¤sentation glaubhaft. Andererseits sind FuÃŸballstars im IOC nicht unbedingt gern gesehen. Auch steht Beckenbauer, bis vor kurzem FIFA-Exekutivmitglied, fÃ¼r das System Blatter in der FIFA â€“ insofern kÃ¶nnte sein Auftritt bei manchen aufrechten Mitgliedern durchaus kontraproduktiv sein. Im olympischen Bereich fÃ¼hlt sich Beckenbauer nicht zu Hause, vor acht Jahren trat er schon einmal vergeblich fÃ¼r den Olympiakandidaten Salzburg 2010 an, bekannte seine Unsicherheit und hat seine Reise zur IOC-Session in Prag eher bereut.</p>
<p><strong>17. Ist Europa insgesamt nicht mehr so sexy fÃ¼r das IOC?</strong></p>
<p>Im Weltsport findet eine Machtverschiebung statt, weg vom alten Kontinent, weg auch von den USA, hin zu den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) und nach Arabien. Olympia 2014 in Sotschi, 2016 in Rio de Janeiro, FuÃŸball-WM-2014 in Brasilien, 2018 in Russland und 2022 in Katar. Das sind alles Beweise fÃ¼r diese erdrutschartigen Verschiebungen. Bislang wurden 22-mal Olympische Winterspiele vergeben: sechsmal an Nordamerika, 14-mal an Europa &#8211; aber nur zweimal an Asien. SÃ¼dkorea ist dran &#8211; und wÃ¼rde damit einer europÃ¤ischen Sommer-Olympiabewerbung fÃ¼r 2020 den Weg ebnen. Denn das IOC wechselt gern zwischen den Kontinenten. Bisher gibt es fÃ¼r 2020 nur einen Interessenten: Rom. In KÃ¼rze wird sich entscheiden, ob sich auch Istanbul bewirbt: Die TÃ¼rken wÃ¤ren Favorit, weil sie die BrÃ¼cke von Europa nach Asien schlagen. Sie kÃ¶nnen als erstes muslimisch geprÃ¤gtes Land Olympiagastgeber werden.</p>
<p><strong>18. Plant MÃ¼nchen im Falle einer Pleite eine erneute Bewerbung?</strong></p>
<p>Der Deutsche Olympische Sportbund wappnet sich fÃ¼r den Fall, dass die Kandidatur MÃ¼nchens fÃ¼r 2018 scheitert. Axel Achten, der Chef der Sportmarketing-Agentur des DSOB, hat sich die Internetadresse muenchen2022.org gesichert. Die Internetadresse der Bewerbungsgesellschaft, die die Kandidatur fÃ¼r die Winterspiele 2018 vorantreibt, lautet muenchen2018.org. &#8220;Wir mÃ¼ssen vorausschauend denken&#8221;, sagt Achten gemÃ¤ÃŸ SPIEGEL. Der Vorgang sei aber nicht als Hinweis darauf zu werten, dass sich die bayerische Landeshauptstadt im Falle einer Niederlage tatsÃ¤chlich nochmals bewerben wÃ¼rde.</p>
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		<title>Olympic bidding race 2018: die letzten Stunden</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jul 2011 15:12:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[DURBAN. Ganz ehrlich, wie immer: Mann wird hier irre. Medien sind schon was Sonderbares. Da wird eine kÃ¼nstliche Hektik erzeugt, der Mann sich kaum entziehen kann und an der Mann ja mit seiner Arbeit ein bisserl auch beteiligt ist. Ich versuche dennoch, ruhig zu bleiben und mich dem Branchentrend zur Hyperventilation zu widersetzen. Im Grunde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DURBAN. Ganz ehrlich, wie immer: Mann wird hier irre. Medien sind schon was Sonderbares. Da wird eine kÃ¼nstliche Hektik erzeugt, der Mann sich kaum entziehen kann und an der Mann ja mit seiner Arbeit ein bisserl auch beteiligt ist. Ich versuche dennoch, ruhig zu bleiben und mich dem Branchentrend zur Hyperventilation zu widersetzen.</p>
<p>Im Grunde halte ich es eher mit Gian-Franco Kasper, IOC-Mitglied und Ski-WeltverbandsprÃ¤sident aus der Schweiz, der mir vorhin gesagt hat, das Desinteresse im IOC an den Winterspielen 2018, die am Mittwoch vergeben werden, sei geradezu beÃ¤ngstigend.</p>
<p>Aber das nur am Rande.</p>
<p>Denn: It&#8217;s showtime, folks!</p>
<p>Oder, um mit <a title="JTA" href="http://www.jtassocs.com/" target="_blank"><strong>Jon Tibbs</strong></a> zu sprechen, zu dessen Kernaufgaben es zÃ¤hlt, fÃ¼r MÃ¼nchen 2018 ein Momentum zu kreieren:</p>
<blockquote><p><strong>Ein MomentumÂ ist fÃ¼r mich, wenn die Medien nicht mehr Ã¼ber die SchwÃ¤chen eines Bewerbers berichten, sondern nur noch Ã¼ber die positiven Aspekte.</strong></p>
<p><strong> </strong>Die Leute sprechen dann nur noch Ã¼ber Positives und ignorieren die SchwÃ¤chen.</p></blockquote>
<p>Ich brauche jetzt mal eine Pause, bevor es in die nÃ¤chste Schicht geht, zur ErÃ¶ffnung der IOC-Session, und hier ein weiteres Textlein erscheint.</p>
<ul>
<li>HÃ¶ren Sie doch gern noch mal rein, das war eine Heidenarbeit, diese 27 Minuten Ã¼ber olympische Spindoktoren zu produzieren:</li>
</ul>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/07/03/dlf_20110703_2330_d7274add.mp3" target="_self">:</a></p>
<ul>
<li>Oder lesen Sie <a title="Im Tiefflug" href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/05/im-tiefflug/" target="_self">diese Geschichte</a>.</li>
<li>Oder schauen Sie garÂ <a rel="nofollow" href="http://youtu.be/6Od-jNaHvF4" target="_blank">auf</a> <a rel="nofollow" href="http://youtu.be/E5o7E1mHTy4" target="_blank">Youtube</a> <a rel="nofollow" href="http://youtu.be/31-d2tmXdsU" target="_blank">vorbei</a>, zum <a title="Programmhinweis (XI): &quot;Olympiapoker&quot;" href="http://www.jensweinreich.de/2011/06/29/programmhinweis-xi-olympiapoker/" target="_self">Olympiapoker</a>.</li>
</ul>
<p>FÃ¼r morgen, Mittwoch, kÃ¼ndige ich schon mal einen echten <strong>Live-Blog von der Entscheidung an</strong>.</p>
<p>Bis gleich.</p>
<p><strong>21.22 Uhr:</strong> Treffe gerade Sepp Blatters beiden Reisebegleiter im wegen der IOC-SessionserÃ¶ffnung verwaisten Hilton Hotel. Blatter war mit den beiden gestern bei Robert Mugabe in Harare.</p>
<p>Ich: Habt ihr denn kein Gewissen? SchÃ¤mt ihr euch nicht?</p>
<p>Walter Gagg, Sepps Freund und FIFA-Direktor:</p>
<blockquote><p>Wieso? Ich war doch auch schon bei Videla und bei Pinochet.</p></blockquote>
<p><strong>21.25 Uhr:</strong> Momentaufnahmen von heute Nachmittag im Hilton, verfasst fÃ¼r einige Zeitungen:</p>
<p>Gesund leben nicht alle im hektischen olympischen Zirkel. Gian-Franco Kasper schon gar nicht. Wer Kasper sucht, muss nur vor die TÃ¼r gehen, dort wo die Raucher stehen. Im Hilton Hotel zu Durban ist das nicht anders als kÃ¼rzlich in Lausanne oder in London. Kasper braucht seine Dosis Nikotin, anders kann man es nicht sagen. Er hat schon viele Bewerbungen verfolgt, ob nun als IOC-Mitglied oder im Ski-Weltverband FIS, wo er Jahrzehnte GeneralsekretÃ¤r war und seit einer weiteren Ewigkeit als PrÃ¤sident amtiert. Vor einigen Wochen hat er Olympiabewerber als â€žparanoidâ€œ bezeichnet und kÃ¼rzlich die im Umkreis des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) herum wuselnden Lobbyisten als â€žSchmarotzerâ€œ. So kennt und schÃ¤tzt man Kasper. Er liebt klare Worte so sehr wie seine Zigaretten.</p>
<p>Das IOC-Hotel in Durban, fÃ¼nfzig Meter neben dem Internationalen Kongresszentrum gelegen, in dem amMittwoch auf der 123. IOC-Session die Winterspiele 2018 vergeben werden, ist eigentlich fÃ¼r derlei AnlÃ¤sse nicht geeignet. Denn es bietet nur eine winzige Lobby, da bleibt kaum Platz fÃ¼r Lobbyisten, die ihre Zielpersonen anvisieren kÃ¶nnen. Die Olympiabewerber aus Pyeongchang, MÃ¼nchen und Annecy stÃ¶rt das ein bisschen, Kasper aber ist zufrieden. â€žDa lassen sie mich in Ruhe.&#8221;</p>
<p>Als Wintersport-PrÃ¤sident muss man ihm ohnehin nichts mehr erzÃ¤hlen. Andererseits aber wundert sich Kasper, wie wenig Interesse seine IOC-Kollegen an dieser Bewerbung haben. Viele trafen erst am Dienstag in Durban ein, etwa Schwimm-WeltprÃ¤sident Julio Maglione aus Uruguay, der beim Check-In sofort vom MÃ¼nchner Lobbyisten Carlos Garcia belagert wurde, der ebenfalls aus Uruguay stammt; oder der Franzose Guy Drut, der einmal mehr bewies, wie egal ihm die Offerte aus Annecy ist.</p>
<blockquote><p>Das Desinteresse ist fast schon beschÃ¤mend und beÃ¤ngstigend &#8230;</p></blockquote>
<p>&#8230; sagt Gian-Franco Kasper. â€žDa sollte man besser eine Briefwahl machen als so eine Show.â€œ Olympische Winterspiele sind schon deshalb ein Minderheitenprogramm, weil die meisten der 110 IOC-Mitglieder aus LÃ¤ndern kommen, die keine groÃŸe Wintersporttradition haben oder aus geografischen GrÃ¼nden ohnehin nie fÃ¼r Winterspiele infrage kommen. Manche Mitglieder lesen den PrÃ¼fbericht nicht, das ist bekannt, darauf haben kritische Zeitgenossen wie Kasper oder der Kanadier Richard Pound immer wieder hingewiesen. FÃ¼r 2018 bewerben sich nur drei StÃ¤dte, Annecy nicht einmal richtig â€“ es ist das kleinste Feld seit drei Jahrzehnten. Die Absagen fÃ¼r Durban hÃ¤ufen sich. Da die Mitglieder aus den Bewerbernationen nicht votieren dÃ¼rfen, so lange ihre StÃ¤dte dabei sind, kÃ¶nnten am Mittwoch im ersten Wahlgang schon 49 Stimmen fÃ¼r die absolute Mehrheit reichen.</p>
<p>Katarina Witt hat am Montag in Durban das letzte HÃ¤kchen machen kÃ¶nnen, denn es gab bis dahin noch ein IOC-Mitglied, das sie nicht gesprochen hatte: Den Finnen Saku Koivu, der fÃ¼r die Anaheim Ducks in der NHL Eishockey spielt. Als NHL-Profi ist man gut beschÃ¤ftigt. â€žEin Treffen hat sich einfach nie ergebenâ€œ, sagt Witt. Das ist nun auch erledigt.</p>
<p>Eine Momentaufnahme, 20 Stunden vor der Wahl: Am Dienstagnachmittag, als Guy Drut gerade eincheckte, sitzt die Witt mit dem Ukrainer Sergej Bubka im Cafe. Zwei Tische weiter bearbeitet Pyeongchangs Bewerbungschef Yang Ho Cho den PrÃ¤sidenten des Amateurbox-Weltverbandes, Ching-Kuo Wu aus Taiwan. John Furlang, Organisationschef der Winterspiele 2010 in Vancouver ist ebenfalls gerade angekommen, Carlos Nuzman, IOC-Mitglied und Organisationschef der Sommerspiele 2016 in Rio, eilt zum Aufzug. Der Russe Schamil Tarpischtschew, der als Sportminister einst Milliarden veruntreut hat, schlurft gemeinsam mit Shagdarjav Magvan aus der Mongolei durch die Lobby. Magvan ist aber uninteressant fÃ¼r die Bewerber, denn als IOC-Ehrenmitglied hat er keine Stimme.</p>
<p>FÃ¼r MÃ¼nchen ist wieder die Frauen-Combo am Start: Katarina Witt und Claudia Bokel, als Athletensprecherin selbst IOC-Mitglied, assistiert von Severine Hubert aus dem Team des Spindoktors Jon Tibbs und von Katrin Merkel, die beim DOSB und in der Olympia GmbH als Direktorin fÃ¼r Internationales agiert. AuÃŸerdem stets in der NÃ¤he sind Judith Bongard und Angela Grammatikos aus der Bewerbergesellschaft. Dieses kleine Team hat in den vergangenen zwei Jahren gewiss mehr als 1.000 GesprÃ¤che angebahnt und tat das noch bis weit in die Nacht. Nebenan im Pressezentrum hat Bayerns MinisterprÃ¤sident Horst Seehofer gerade TV-Interviews gegeben, stÃ¼rzte in eine BMW-Limousine und zum nÃ¤chsten Medientermin mit MÃ¼nchens Sportbotschaftern. Hektische Betriebsamkeit auf allen Ebenen, ein reichlich absurdes Theater, wobei die interessantesten Termine ja hinter geschlossen TÃ¼ren ablaufen, auf anderen Etagen des Hilton und in weiteren Etablissements.</p>
<p>Was bespricht etwa BundesprÃ¤sident Christian Wulff mit IOC-Mitgliedern. Was versprechen die Abgesandten von BMW? Was machen die Geldverteiler von Samsung, dem IOC-Sponsor, der vom hochkorrupten IOC-Mitglied Kun Hee Lee gefÃ¼hrt wird? Das sind entscheidende Fragen, auf die es keine verlÃ¤sslichen Antworten gibt. Wie immer im Olympiapoker.</p>
<p>Charles Beigbeder, der erst seit einem halben Jahr die GeschÃ¤fte des Kandidaten Annecy fÃ¼hrt und stets fÃ¼r naiv-spitze Kommentare gut ist, hat auch diesmal Schlagzeilen gemacht. Eine franzÃ¶sische Nachrichtenagentur zitierte ihn mit den Worten, die Olympischen Winterspiele sollten keine TrophÃ¤e fÃ¼r einen Konzern sein. NatÃ¼rlich wurde dies als Attacke auf die BemÃ¼hungen von Samsung, Korean Air und BMW verstanden. Am Dienstag erklÃ¤rte der arg in BedrÃ¤ngnis geratene Beigbeder, wenig Ã¼berraschend, er sei missverstanden worden und habe das alles nicht so gemeint.</p>
<p>Schon klar.</p>
<p>Der Irrsinn geht weiter. Die Lobbyisten lauern. IOC-Mitglieder schlendern mit Schals in den sÃ¼dafrikanischen Nationalfarben vorbei, offenbar gab es irgendwo eine Einkleidung. In KÃ¼rze wird im Durban Play House die IOC-Session erÃ¶ffnet. Vorher aber gibt auch FranzBeckenbauer noch eine Pressekonferenz fÃ¼r MÃ¼nchen. WÃ¤hrend ein Reporter aus Holland gerade belustigt von einem Eislauftermin mit Pyeongchangs SuperstarYuna Kim berichtet. Es war ein Fiasko: Denn FrÃ¤ulein Kim hatte leider nicht die richtigen Schlittschuhe parat, das Eis war ihr zu weich â€“ und Ã¼berhaupt. Man kann nicht alles haben.</p>
<p>Am Mittwoch aber wollen sie alles. MÃ¼nchen und Pyeongchang. Es gibt nur eine Goldmedaille, kein Silber.</p>
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		<title>Im Tiefflug</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jul 2011 06:32:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[DURBAN. Moin, moin. Ich denke, den folgenden Text, den ich schon mal zur LektÃ¼re anbiete, werde ich spÃ¤ter mit Links, Bildern, Videos und weiteren Anmerkungen aufhÃ¼bschen: Yang Ho Cho, 62, ist Vielflieger und stÃ¤ndig unterwegs. Seine Kameras hat er immer dabei, an Motiven ist kein Mangel. Daheim in Korea lichtet er gern Wildblumen ab. Kalender [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DURBAN. <em>Moin, moin. Ich denke, den folgenden Text, den ich schon mal zur LektÃ¼re anbiete, werde ich spÃ¤ter mit Links, Bildern, Videos und weiteren Anmerkungen aufhÃ¼bschen:</em></p>
<p>Yang Ho Cho, 62, ist Vielflieger und stÃ¤ndig unterwegs. Seine Kameras hat er immer dabei, an Motiven ist kein Mangel. Daheim in Korea lichtet er gern Wildblumen ab. Kalender mit seinen Fotos verschenkt er an Freunde und GeschÃ¤ftspartner. Sehr praktisch fÃ¼r einen Hobbyfotografen und Naturliebhaber wie Cho ist es, dass er zugleich Ã¼ber eine Fluglinie herrscht, neben ein paar anderen Firmen, die er besitzt und leitet. Etwa der Hanjin-Konzern, eines der grÃ¶ÃŸten Transportunternehmen der Welt. Chos Vater hat einst Korean Air billig von der sÃ¼dkoreanischen Regierung erworben, Cho hat das Unternehmen richtig groÃŸ gemacht.</p>
<p>KÃ¼rzlich war Yang Ho Cho auf Dienstreise in der SÃ¼dsee, auf Neukaledonien. Auf der RÃ¼ckreise von Noumea nach Seoul hatte er eine Idee: WÃ¤re das Great Barrier Reef nicht ein packendes Motiv? Seine Gefolgschaft war begeistert. Flink handelte Cho mit der australischen Flugsicherung eine Tiefflugerlaubnis Ã¼ber dem grÃ¶ÃŸten Korallenriff der Erde aus. â€žIch verhandle sowieso gerade mit den Australiern, weil die an einer Direktverbindung zwischen Cairns und Seoul interessiert sindâ€œ, sagt Cho. â€žDa war das schnell geklÃ¤rt.â€œ</p>
<p>Sein Jumbo drehte zwei, drei Runden Ã¼ber dem Naturschauspiel. â€žSo lange, bis alle ihre Fotos geschossen hatten. Das war groÃŸartig.â€œ Nach einer halben Stunde ging es wieder auf ReiseflughÃ¶he und ab nach Seoul. Freundlich erkundigt sich Cho: â€žWie haben sie das eigentlich rausbekommen? Ich mÃ¶chte nicht, dass das jeder weiÃŸ.â€œ</p>
<p>Dieser Tage ist Herr Cho wieder dienstlich unterwegs. In Durban, SÃ¼dafrika. Mag sein, dass er am Wochenende auf dem RÃ¼ckflug nach Seoul einige Runden Ã¼ber den Seychellen dreht oder Ã¼ber den Malediven. Wenn er in Stimmung ist, warum nicht? Wenn Yang Ho Cho als Olympiasieger nach Hause fliegt, wenn er seine Mission erfÃ¼llt hat, ist vieles mÃ¶glich. Auch das.</p>
<p>Herr Cho will die Olympischen Winterspiele 2018 nach Pyeongchang holen. Das ist sein Job. Es geht darum, die Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zu Ã¼berzeugen. Rund 100 IOC-Mitglieder haben am Mittwoch die Wahl zwischen Pyeongchang, einem verschlafenen ProvinzstÃ¤dtchen rund 200 Kilometer Ã¶stlich der Metropole Seoul, zwischen MÃ¼nchen und dem franzÃ¶sischen Annecy. Pyeongchang ist Favorit. Zuletzt haben die Koreaner zweimal knapp verloren: fÃ¼r die Winterspiele 2010 gegen Vancouver, fÃ¼r 2014 gegen Sotschi.</p>
<p>Als Chef des Bewerberkomitees arbeitet Cho in Durban Hand in Hand mit SÃ¼dkoreas PrÃ¤sidenten Lee Myung-Bak, der schon am Sonnabend anreiste, als die HÃ¤lfte der Zielpersonen noch beim IOC-Mitglied FÃ¼rst Albert in Monaco Hochzeit feierte. Herr Cho gebietet Ã¼ber mehrere Hundertschaften von Mitarbeitern, Lakaien, Beratern,Vasallen, Lobbyisten. PrÃ¤sident Lee ist sein Star.</p>
<p>StaatsprÃ¤sident Lee hat im vergangenen Jahr einen anderen WirtschaftsfÃ¼rsten nach einem Korruptionsurteil begnadigt: Kun Hee Lee, Chef des Samsung-Konzerns, der inKorea einen gottgleichen Status genieÃŸt. Kun Hee Lee wurde beauftragt, die Olympischen Spiele nach Pyeongchang zu holen. Der Samsung-Boss ist selbst IOC-Mitglied, er sponsert das IOC, etliche WeltverbÃ¤nde und sogar den Deutschen Olympischen Sportbund. Aber er redet nicht gern Ã¼ber sein Engagement. Seine Adjudanten, die ihn von rechts und links stÃ¼tzen, wenn Chairman Lee durch die Kongresshallen wandelt, blocken jeden AnnÃ¤herungsversuch ab.</p>
<p>Es ist eine Tradition in SÃ¼dkorea, dass Konzernchefs, die Bosse der mÃ¤chtigen Chaebols, die meist noch in Familienbesitz sind, auch Ã¼ber SportverbÃ¤nde gebieten. Das Sportbusiness offeriert vielfÃ¤ltige Kontakt- und GeschÃ¤ftsoptionen. Als Seoul Anfang der 1980er Jahre die Olympischen Sommerspiele 1988 zugesprochen wurden, entlieÃŸ der damalige MilitÃ¤r-Diktator Chun Doo Hwan die komplette SportfÃ¼hrung und ersetzte sie durch Wirtschaftsbosse.</p>
<blockquote><p>Samsung-Chef Lee wurde PrÃ¤sident des Ringerverbandes, ich wurde PrÃ¤sident des Judoverbandes, der Hyundai-Chef begann mit Reiten und FuÃŸball, und viele andere Ã¼bernahmen auch FÃ¼hrungspositionen &#8230;</p></blockquote>
<p>&#8230; sagt Yong Sung Park, dessen Familie den Doosan-Konzern aufgebaut hat.</p>
<p>Herr Park, 71, beaufsichtigte 1988 in Seoul die olympischen Judo-Wettbewerbe, wurde spÃ¤ter IOC-Mitglied und PrÃ¤sident des Judo-Weltverbandes. Nach einer KorruptionsaffÃ¤re wurde er diese EhrenÃ¤mter wieder los. Daheim in Korea aber begnadigte man ihn: Park sollte die Winterspiele 2014 nach Pyeongchang holen. Das Vorhaben misslang sehr wahrscheinlich, weil russische Oligarchen mehr Geld gezahlt haben als koreanische WirtschaftsfÃ¼hrer. Die Spiele gingen nach Sotschi. Erst Vancouver, dann Sotschi. Der Kampf um die Winterspiele wurde zum Trauma fÃ¼r die SÃ¼dkoreaner.</p>
<p>YS Park, wie sie ihn nennen, ist auch PrÃ¤sident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK). Er hat eine extrem junge Mannschaft um sich geschart. Eine weltoffene Truppe, kein Vergleich zu jenen verschlossenen Teams, die sich in den vergangenen Jahren um Olympia bewarben. Klischees sind unangebracht. Korea Ã¶ffnet sich weiter. Eine von Parks Mitarbeitern im NOK heiÃŸt Yeonji Kim. Sie ist in Deutschland aufgewachsen, ihre Eltern leben noch immer in Aachen, und vielleicht ist Yeonji Kim mehr Deutsche als Koreanerin. Sogar ihren ersten von zwei Weltmeistertiteln im Taekwondo gewann sie einst in Deutschland: in Garmisch-Partenkirchen, Kernregion der MÃ¼nchner OlympiaplÃ¤ne.</p>
<p>Die Welt des Sports ist klein. Herr Park hat Yeonji Kim zuletzt fÃ¼r einige Wochen nach Frankfurt geschickt, damit sie von dort aus die deutschen Medien beobachtet und ihm berichtet. YS Park kennt sich selbst bestens in Deutschland aus. MÃ¼nchen, das er zwei Dutzend Mal besucht hat, zÃ¤hlt zu seinen Lieblings-Destinationen. Er mag deutsches Bier, hat selbst im Brauerei-GeschÃ¤ft viele Millionen gemacht, und er liebt deftiges Essen. Park schwÃ¶rt auf Schweinshaxe im Franziskaner in MÃ¼nchen.</p>
<p>Anders als YS Park ist Bewerbungschef Yang Ho Cho ein recht scheuer Mensch. Das kann ein Problem sein fÃ¼r Pyeongchang. Denn Cho mag das Rampenlicht nicht. Diese verdammte Aufregung, die ihn stets packt, wenn er vor Kameras steht und das Licht angeht â€“ er kann sie einfach nicht besiegen. Sein Team hat alles versucht. Doch Cho wird fahrig und verliert seine LÃ¤ssigkeit, die ihn im persÃ¶nlichen GesprÃ¤ch auszeichnet. Er gerÃ¤t ins Stocken, sein Englisch wirkt plÃ¶tzlich sehr bescheiden, dabei hat er in den USA studiert. Terrence Burns, ein Amerikaner, der fÃ¼r Pyeongchang die PrÃ¤sentationen vor dem IOC-Wahlvolk komponiert, hat Cho bei einer Probe vorsichtig gefragt, ob er bitte darauf verzichtenkÃ¶nne, seinen Namen vom Blatt abzulesen.</p>
<p>Das fÃ¤llt Herrn Cho schwer. Dagegen kann man nichts tun. Seine Berater und PR-Strategen versuchen ihn deshalb etwas abzuschotten. Das ist sehr misslich fÃ¼r die Bewerbung Pyeongchangs, denn auf der Seite der Konkurrenz strahlt Katarina Witt in jede Kamera und plappert munter drauflos.</p>
<p>Herr Cho hat Theresa Rah als Sprecherin verpflichtet, eine weltgewandte Diplomatengattin, die auch einige Zeit in Deutschland gelebt hat. Mit Theresa Rah, mit Pyeongchangs Kommunikationschef Muchol Chin, den er wie viele andere fÃ¼r die Bewerbungszeit von Korean Air abgezogen hat, sowie zwei Beratern aus England, Mike Lee, und Ungarn, Laszlo Vajda, sitzt Cho am Montagnachmittag im Daruma-Restaurant an der Strandpromenade von Durban. Sie besprechen die nÃ¤chsten Stunden. Die entscheidenden Stunden bis am Mittwoch ab 15.35 Uhr gewÃ¤hlt wird.</p>
<p>Es geht in diesen Tagen immer darum, ein so genanntes Momentum zu erzeugen. PlÃ¶tzlich wird wichtig, was die Medien berichten.</p>
<blockquote><p>Ein Momentum ist, wenn Journalisten nicht mehr Ã¼ber die SchwÃ¤chen eines Bewerbers berichten, sondern nur noch Ã¼ber die StÃ¤rken &#8230;</p></blockquote>
<p>&#8230; sagt der EnglÃ¤nder Jon Tibbs, der fÃ¼r MÃ¼nchen arbeitet. â€žDieses Momentum haben zuletzt die drei SiegerstÃ¤dte London, Sotschi und Rio de Janeiro demonstriert.â€œ Tibbs hat fÃ¼r Sotschi gearbeitet. Sein groÃŸer Gegenspieler Mike Lee war fÃ¼r London und Rio tÃ¤tig.</p>
<p>Schlechte Schlagzeilen in den letzten Tagen wÃ¤ren fatal, denn es geht letztlich bei Olympiabewerbungen mehr um Stimmungen, um politische Verbindungen und private Vorlieben als um Fakten. Kein IOC-Mitglied ist verpflichtet, auf der Grundlage eines IOC-PrÃ¼fberichtes zu entscheiden, der die drei Bewerbungen nach sechzehn technischen Kriterien einordnet und StÃ¤rken und SchwÃ¤chen auflistet. Und das ist das Problem in diesem Wettbewerb, bei dem Ã¼ber Milliardeninvestitionen entschieden wird.</p>
<p>Pyeongchang ist von der so genannten IOC-Ethikkkommission im vergangenen Herbst verwarnt worden, nachdem Samsung und Korean Air SponsorenvertrÃ¤ge mit den WeltverbÃ¤nden der Ruderer und EislÃ¤ufer abgeschlossen hatten. Ruder-PrÃ¤sident Dennis Oswald, ein IOC-Mitglied aus der Schweiz, stimmt deshalb am Mittwoch nicht mit ab â€“ sein Verband aber kassiert das Geld von Samsung. Eislauf-PrÃ¤sident Ottavio Cinquanta, IOC-Mitglied aus Italien, stimmt mit ab â€“ der Vertrag mit Herrn Chos Fluglinie wurde auf Eis gelegt. Bis zum kommenden Donnerstag.</p>
<p>â€žDie GeschÃ¤ftskultur in Korea ist aber schon viel transparenter gewordenâ€œ, sagt Charm Lee. Der Chef der sÃ¼dkoreanischen TourismusbehÃ¶rde hieÃŸ frÃ¼her einmal Bernhard Quandt. Er kam in den 1970er Jahren aus Bad Kreuznach nach SÃ¼dkorea und erhielt als erster Deutscher die koreanische StaatsbÃ¼rgerschaft. Charm Lee ist ein Star in Korea, sein Leben wurde als Seifenoper aufgefÃ¼hrt, mit Einschaltquoten von bis zu 70 Prozent. Lee sagt, das Engagement von Konzernchefs mit Korruptions-Hintergrund kÃ¶nne sich â€žauch negativ auswirken auf Pyeongchangs Bewerbungâ€œ.</p>
<p>Die Herausforderer aus Deutschland haben die Korruptionsgeschichten des Olympia-Favoriten nie Ã¶ffentlich kommentiert. Inoffiziell aber haben sie gern darauf hingewiesen und dabei doch stets vergessen, dass die moderne Sportkorruption in Deutschland erfunden wurde.</p>
<p>Es war der einstige Adidas-Patron Horst Dassler, der den Weltsport seit den 1970er Jahren mit einem Geflecht der Schattenwirtschaft Ã¼berzog. Zahlungen von rund 100 Millionen Euro aus seiner einstigen Marketingagentur ISL an hÃ¶chste olympische SportfunktionÃ¤re sind bestens dokumentiert. Dassler machte damals auch beste GeschÃ¤fte in SÃ¼dkorea und fÃ¶rderte das damalige IOC-Mitglied Kim Un Yong sehr.</p>
<p>Kim ist inzwischen wegen Korruption verurteilt und aus dem IOC verstoÃŸen. Als Kim seinen letzten groÃŸen olympischen Angriff startete und 2001 IOC-PrÃ¤sident werden wollte, wurde er von Thomas Bach unterstÃ¼tzt, dem heutigen DOSB-PrÃ¤sidenten und IOC-Vize. Bach bÃ¼rgte fÃ¼r Kim. FrÃ¼her hat Bach als Adlatus von Dassler gedient. Ãœber derlei ZusammenhÃ¤nge aber schweigen die Deutschen lieber.</p>
<blockquote><p>Auf der Zielgeraden kÃ¶nnen Bewerbungen gewonnen und verloren werden</p></blockquote>
<p>&#8230; sagt Mike Lee, Chef der Agentur Vero Communications. Er hat einst als politischer Campaigner bei New Labour begonnen. Gewann dann an der Seite von Premier Tony Blair 2005 auf der IOC-Session in Singapur die Olympischen Sommerspiele mit London. 2009 lotste er Brasiliens damaligen PrÃ¤sidenten Luiz InÃ¡cio Lula da Silva durch die medialen Klippen und gewann auf der IOC-Session in Kopenhagen die Sommerspiele fÃ¼r Rio. In Durban berÃ¤t er Yang Ho Cho. â€žEs geht immer um das Gesamtpaketâ€œ, sagt Lee.</p>
<p>Das Gesamtpaket von Pyeongchang stimmt. Das von MÃ¼nchen auch. Dabei sind die Pakete doch totalunterschiedlich.</p>
<p>MÃ¼nchen wirbt mit vollen Stadien, Wintersporttradition und Emotionen. Ein â€žFestival der Freundschaftâ€œ wolle man feiern. Zuletzt hat sich Sponsor BMW sehr stark engagiert und setzt den koreanischen Konzernen einiges entgegen.</p>
<p>Pyeongchang wirbt mit Wirtschaftskraft und den VerheiÃŸungen eines neuen Marktes. Der Slogan heiÃŸt: â€žNeue Horizonteâ€œ. Zwei mal erst wurden die Winterspiele auf denbevÃ¶lkerungsreichsten Kontinent vergeben â€“ aber 20 Mal nach Europa und Nordamerika. â€žPyeongchang ist bereit fÃ¼r die Spiele und wird ein groÃŸes VermÃ¤chtnis hinterlassenâ€œ, sagt Yang Ho Cho. Er hat dem IOC versprochen, bis 2018 auch als Chef des olympischen Organisationskomitees zu arbeiten.</p>
<p>Die Kernfrage hat sich seit Jahren nicht geÃ¤ndert: Kann das IOC einem Bewerber, der zweimal knapp unterlag und der in zehn Jahren sÃ¤mtliche Versprechen hielt und Milliardeninvestierte, ein drittes Mal absagen? Kann das IOC den koreanischen Konzernchefs, die mit Milliardensummen den olympischen Betrieb alimentieren, einen Korb geben?</p>
<p>Es kann. Aber es sieht nicht danach aus.</p>
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		<title>Olympic bidding race 2018: noch zwei Tage</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 07:17:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.] DURBAN. Wer wissen will, was ein MOMENTUM ist, warum dieses gefÃ¼hlte Momentum fÃ¼r MÃ¼nchen spricht, Pyeongchang aber weiter vorn liegt, wie man ein Momentum pflegen und beeinflussen kann durch Spin und warum sich die SÃ¼dkoreaner so ruhig verhalten, der kann jetzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/04/olympic-bidding-race-2018-noch-zwei-tage/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>DURBAN. Wer wissen will, was ein MOMENTUM ist, warum dieses gefÃ¼hlte Momentum fÃ¼r MÃ¼nchen spricht, Pyeongchang aber weiter vorn liegt, wie man ein Momentum pflegen und beeinflussen kann durch Spin und warum sich die SÃ¼dkoreaner so ruhig verhalten, der kann jetzt auf knapp 27 Minuten ganz bequem nachhÃ¶ren, was einige der Olympia-Protagonisten mir erzÃ¤hlt haben:</p>
<p>Ein Bericht zur Lage, den ich gestern Nachmittag fÃ¼r den Deutschlandfunk produziert habe, mit O-TÃ¶nen von MÃ¼nchens Spindoktor Jon Tibbs, Charm Lee ehemals Bernhard Quandt, Chef der sÃ¼dkoreanischen TourismusbehÃ¶rde, Koreas NOK-PrÃ¤sident Yong Sung Park, MÃ¼nchens OB Christian Ude, Bewerbungs-CEO Bernhard Schwank, DOSB-General Michael Vesper, Gian-Franco Kasper, PrÃ¤sident des Ski-Weltverbandes und IOC-Mitglied, Dennis Oswald, PrÃ¤sident des Ruder-Weltverbandes und IOC-Mitglied, sowie Pyeongchangs Spindoktor Mike Lee. Jemanden vergessen?</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/07/03/dlf_20110703_2330_d7274add.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Und weiter mit der Selbstreferenz, irgendwie muss ich das Blog ja fÃ¼llen, DLF-GesprÃ¤ch mit Philipp May:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/07/02/dlf_20110702_1945_62f21931.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Hier kann man <a rel="nofollow" href="http://youtu.be/6Od-jNaHvF4" target="_blank">ein</a> <a rel="nofollow" href="http://youtu.be/E5o7E1mHTy4" target="_blank">Filmchen</a> <a rel="nofollow" href="http://youtu.be/31-d2tmXdsU" target="_blank">betrachten</a>.</p>
<p><strong>9.01 Uhr:</strong> So, und dann vertraue ich mal wieder der Crowd: Bitte her mit den Links zu den <em>besten</em> Geschichten rund um diese Olympiabewerbung!</p>
<p>Hier ist schon mal einer, Annecys Newcomer Charles Beigbeder ist immer fÃ¼r SprÃ¼che gut:</p>
<ul>
<li><a title="AFP" href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5jB0lCc7g9G31PcTtLcUwI_c3tMSA?docId=CNG.20b633520b3633169526e8afcac80e43.711  " target="_blank">Annecy bid chief launches veiled attack on rivals</a> schreibt AFP</li>
</ul>
<p>Aus dieser Geschichte destillieren Branchendienste diese Headline:</p>
<blockquote><p>The Olympics is not a trophy for a company!</p></blockquote>
<p>Was nun, <a title="tag Samsung im Blog" href="http://www.jensweinreich.de/?s=samsung" target="_self">Samsung</a>? Was nun, Korean Air? Was nun, BMW?</p>
<p>Einfach weitermachen.</p>
<p><strong>9.33 Uhr:</strong> Zum Ablauf bis Mittwoch habe ich schon <a title="The bidding race 2018: noch 3 Tage" href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/03/olympic-bidding-race-2018-noch-3-tage/" target="_self">gestern</a> kurz notiert, was ich, da nun eine neue BÃ¼rowoche beginnt, flink wiederhole:</p>
<p>Bis zur IOC-Entscheidung am Mittwoch werden oft nur Notizen und Links erscheinen. Wenn es ernst wird, werde ich mich auch Ã¼ber Twitter und Facebook melden, technisch sollte das okay sein hier, das Netz ist stabiler als bei der WM 2010. Wer also auf dem Laufenden bleiben mÃ¶chte:</p>
<ul>
<li>Weinreich aufÂ <a title="JW on Facebook" href="http://www.facebook.com/jens.weinreich" target="_blank"><strong>Facebook</strong></a></li>
<li>Weinreich aufÂ <a title="JW on Twitter" href="http://twitter.com/#!/jensweinreich" target="_blank"><strong>Twitter</strong></a></li>
<li>FÃ¼r die Zeit in Durban steht unter den BeitrÃ¤gen auch wieder eine zusÃ¤tzliche Facebook-Button-Zeile, um die Vernetzung zu erleichtern.</li>
</ul>
<p><strong>12.54 Uhr:</strong> An <em>sternburg</em> et al, die weiter unten kommentieren, flink mein Kommentar #11 reinkopiert: Jungs, bevor Ihr Euch weiter Ã¼ber das Gesichtsbuch/Facebook aufregt, lasst Euch (einmal mehr) gesagt sein: Ich mache das nur deshalb, bzw warne nur vor, weil ich in der Hektik, besonders am Mittwoch, kaum lÃ¤ngere BlogbeitrÃ¤ge/EintrÃ¤ge fabrizieren kann. AuÃŸerdem bricht in derlei Situationen meist das Ã¼berlastete Internet in den Pressezentren zusammen bzw wÃ¤re es schneller, die Bytes zu FuÃŸ nach Deutschland zu tragen. So wie kÃ¼rzlich beim <a title="Live-Blog aus ZÃ¼rich ..." href="live-Blog aus ZÃ¼rich: KrÃ¶nungsmesse fÃ¼r den FIFA-Paten im Ozean der SolidaritÃ¤t" target="_self">FIFA-Kongress in ZÃ¼rich</a> geschehen.Â That&#8217;s it. Nur deshalb. Bleibt dann oft nur diese MÃ¶glichkeit, mit der Welt zu kommunizieren.</p>
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		<title>Olympic bidding race 2018: noch 3 Tage. MÃ¼nchen hat olympic fever</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jul 2011 10:57:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[DURBAN. Lassen wir es langsam angehen. Die erste Nachtschicht ist gemacht, wieder reingeschnuppert in die Welt der Ringe-Dealer. Die Anspannung steigt, halb SÃ¼dkorea hat Durban schon in Beschlag genommen. Die Ankunft von StaatsprÃ¤sident Lee Myung-Bak, der vor anderthalb Jahren Samsung-Chef Kun Hee Lee begnadigte, um die Spiele nach Pyeongchang zu holen, verursachte gestern an der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DURBAN. Lassen wir es langsam angehen. Die erste Nachtschicht ist gemacht, wieder reingeschnuppert in die Welt der Ringe-Dealer. Die Anspannung steigt, halb SÃ¼dkorea hat Durban schon in Beschlag genommen. Die Ankunft von StaatsprÃ¤sident <a title="Lee Myung-bak" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Myung-bak">Lee Myung-Bak</a>, der vor anderthalb Jahren Samsung-Chef Kun Hee Lee begnadigte, um die Spiele nach Pyeongchang zu holen, verursachte gestern an der Snell Parade vor dem Southern Hotel Elangeni einen mÃ¤chtigen Auflauf von SicherheitskrÃ¤ften, Polizeiwagen und, klar, Koreanern. Alle waren sie da, Korean-Air-Chef Yang Ho Cho, der Boss der Bewerbung, Doosan-Anteilseigner Yong Sung Park, der Boss des NOK &#8211; und ihre vielen Helfer und Berater. Ãœber das, was da so gewispert wurde, was sie sagen, fragen, vielleicht sogar wirklich wissen wollen, Ã¼ber die GerÃ¼chte und den Spin, den sie verbreiten, werde ich nun zunÃ¤chst fÃ¼r einige Medien berichten. Dazu spÃ¤ter mehr in diesem Theater.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-10590" title="unbekanntes Wesen" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/07/Foto.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="320" height="240" align="left" /><strong>12.49 Uhr:</strong> Es war schon witzig, dass die Herrschaften vorzugsweise im Elangeni absteigen, in dessen Ground Floor sich das Daruma befindet, mein Lieblingsrestaurant hier in Durban. Ich hatte das GlÃ¼ck, hier vor zwei Jahren mal <a title="SÃ¼dafrika 2010: &quot;The kingdom of FIFA&quot;" href="http://www.jensweinreich.de/2009/02/16/sudafrika-2010-the-kingdom-of-fifa/" target="_self">Seminare</a> abhalten zu dÃ¼rfen. Im Elangeni haben MÃ¼nchen und Pyeongchang je 50 Zimmer gebucht. Im Daruma ist Mann Ã¼brigens derzeit nicht mal vor Groupies sicher, die mit ihren Smartphones alles und jeden fotografieren. Wenn einem solche Exemplare Ã¼ber den Weg laufen, muss Mann halt einfach selbst schnell auf den AuslÃ¶ser drÃ¼cken.</p>
<p>Neben dem Hilton, wo das IOC absteigt, dÃ¼rfte das Elangeni so etwas wie das zweite Zentrum des Business werden bis Mittwoch, bis &#8230; ich zeigs einfach nochmal &#8230;</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/03/olympic-bidding-race-2018-noch-3-tage/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p><strong>12.54 Uhr:</strong> Kurz noch einiges zum Ablauf meiner Berichterstattung im Blog bis Mittwoch.</p>
<p>Ich muss in erster Linie meine Auftragnehmer bedienen und meine Reisekosten einspielen. Deshalb werden bis zur Vergabe oft nur Notizen und Links erscheinen. Ich werde dann, Ã¶fter als sonst, jeweils meine journalistischen ErgÃ¼sse hier einstellen, nachdem sie anderswo verÃ¶ffentlicht wurden. Halbwegs kontinuierlich werde ich mich Ã¼ber Twitter und Facebook melden, technisch sollte das okay sein hier, das Netz ist stabiler als bei der WM 2010, iPhone und iPad (wieder mal Schleichwerbung) sind einsatzbereit. Wer also auf dem Laufenden bleiben mÃ¶chte:</p>
<ul>
<li>Weinreich auf <a title="JW on Facebook" href="http://www.facebook.com/jens.weinreich" target="_blank"><strong>Facebook</strong></a></li>
<li>Weinreich auf <a title="JW on Twitter" href="http://twitter.com/#!/jensweinreich" target="_blank"><strong>Twitter</strong></a></li>
<li>FÃ¼r die Zeit in Durban steht unter den BeitrÃ¤gen auch wieder eine zusÃ¤tzliche Facebook-Button-Zeile, um die Vernetzung zu erleichtern.</li>
<li>Wer beim Einspielen der Reisekosten behilflich sein mÃ¶chte, kann mir gern AuftrÃ¤ge schicken und/oder den <a title="JW on Flattr" href="http://flattr.com/thing/30835/jensweinreich-de-dont-mix-politics-with-games" target="_blank"><strong>Flattr-Button</strong></a> hier und in der Sidebar rechts benutzen.</li>
</ul>
<p>That&#8217;s it. Nun kann es bald richtig losgehen. Noch einmal: Viel VergnÃ¼gen!</p>
<p><strong>14.23 Uhr: </strong>MÃ¼nchens erste Pressekonferenz. Bernhard Schwank spricht gerade Ã¼ber die olympischen Benimm-Regeln und sagt also gar nichts Ã¼ber die Mitbewerber. Nur soviel: Es sei ein Dreikampf, kein Zweikampf.</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Arial} p.p2 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Arial; min-height: 14.0px} -->Die drei Herren Vesper, Ude und Schwank haben allesamt <em>olympic fever</em>. Muss man sich Sorgen machen?</p>
<p>Wow, <em>olympic fever</em>, da haben sich die teuren Berater aber was Tolles ausgedacht.</p>
<p>Ãœbrigens:</p>
<p>Michael Vesper:</p>
<blockquote><p>new global standards in green mega events staging</p></blockquote>
<p>Bernhard Schwank:</p>
<blockquote><p>new white elephants anywhere.Â magical atmosphere in our stadiums</p></blockquote>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-10599" title="PK MÃ¼nchen, Durban, 3. Juli 2011" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/07/pkmuc.jpg" alt="" width="512" height="382" /></p>
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		<title>Olympic bidding race 2018: noch 4 Tage</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 17:24:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[DURBAN. Touchdown. Noch kann Mann ungestÃ¶rt durch jene Bereiche schlendern, die von Montag bis Mittwoch zur Hochsicherheitszone erklÃ¤rt werden: [Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.] Immerhin habe ich der Versuchung widerstanden, meinen SchÃ¤del erneut in die Kamera zu halten . Und ich habe mich verzÃ¤hlt, denn es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DURBAN. Touchdown.</p>
<p>Noch kann Mann ungestÃ¶rt durch jene Bereiche schlendern, die von Montag bis Mittwoch zur Hochsicherheitszone erklÃ¤rt werden:</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/02/olympic-bidding-race-2018-noch-4-tage/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Immerhin habe ich der Versuchung widerstanden, meinen SchÃ¤del <a title="Programmhinweis (XI): " href="http://www.jensweinreich.de/2011/06/29/programmhinweis-xi-olympiapoker/" target="_self">erneut</a> in die <a rel="nofollow" href="http://youtu.be/6Od-jNaHvF4" target="_blank">Kamera</a> <a rel="nofollow" href="http://youtu.be/E5o7E1mHTy4" target="_blank">zu</a> <a rel="nofollow" href="http://youtu.be/31-d2tmXdsU" target="_blank">halten</a> . Und ich habe mich verzÃ¤hlt, denn es sind ja nur noch vier Tage bis zur Entscheidung Ã¼ber die Winterspiele 2018 hier im International Congress Centre zu Durban. Nicht fÃ¼nf, so viel zum Thema QualitÃ¤tsjournalismus.</p>
<p>Aber zum Thema Countdown habe ich gerade dieses hÃ¼bsche Video gefunden:</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/02/olympic-bidding-race-2018-noch-4-tage/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Okay. Am Mittwoch ist die Sache entschieden &#8211; und das ist dann auch gut so.</p>
<p>Die Akkreditierung der olympischen Familie baumelt mir um den Hals. FÃ¼r das IOC-Hotel Hilton, wenige Meter neben dem ICC, gibt es spÃ¤ter noch einen zweiten Badge, wie immer fÃ¼r die Mitglieder der so genannten <a title="Open letter to the Olympic Journalists Association" href="http://www.jensweinreich.de/2009/06/14/open-letter-to-the-olympic-journalists-association/" target="_self">Olympic</a> <a title="IOC-Direktor Mark Adams sagt: â€œThey want to have a quiet meeting to discuss their issuesâ€?" href="http://www.jensweinreich.de/2009/10/03/ioc-direktor-mark-adams-sagt-they-want-to-have-a-quiet-meeting-to-discuss-their-issues/" target="_self">Journalists</a> <a title="The day after, Olympic Congress: IOC sperrt Journalisten aus*" href="http://www.jensweinreich.de/2009/10/03/the-day-after-olympic-congress/" target="_self">Association</a>, die olympischen Dauerberichterstatter sind schon ein privilegiertes VÃ¶lkchen.</p>
<p>Noch herrscht Ruhe vor dem kurzen Sturm in Durban. Die IOC-Mitglieder feiern Hochzeit mit FÃ¼rst Albert, die Truppe, sogar der PrÃ¤sident, trudelt erst Montag ein. Da kÃ¶nnen die Olympiabewerber in Ruhe proben. Erster Eindruck, erste Infos: Durban ist fest in koreanischer Hand. Korean Air, die Gesellschaft des Bewerbungschefs Yang Ho Cho hat mehrere Hundertschaften runtergeflogen.</p>
<p>Ich gehe jetzt ein bisschen arbeiten.</p>
<p><em>(Musste mir Ã¼brigens unterwegs in Johannesburg neue Schuhe kaufen, weil ich jenes Paar, das ich mir im MÃ¤rz gekauft hatte, bei den Dreharbeiten zum Olympiapoker tatsÃ¤chlich durchgelaufen habe. Kein Witz.)</em></p>
<p>Gerade im Deutschlandfunk gelaufen, Beitrag von Herbert Fischer-Solms zu letzten Fragen und Hochrechnungen:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/07/02/dlf_20110702_1943_52f0c8b3.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Philipp May versucht mich auf einen Sieger festzulegen und ich komme gegen Ende ziemlich ins Schwimmen:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/07/02/dlf_20110702_1945_62f21931.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Mehr Links spÃ¤ter.</p>
<p><strong>21.22 Uhr: </strong>Mann kann nicht mal in Ruhe Sushi essen in Durban @Daruma grosser Polizei- und Koreaner-Auflauf. Denn Koreas Praesident checkt gerade ein im Hotel im selben Gebaeude. #VIP-Alarm</p>
<p><strong>21.09 Uhr:</strong> &#8230; oh, gut wenn Mann die Restaurants in Durban in frueheren Jahren geckeckt hat. Right place, right moment: Frau Witt kommt auch gerade rein. Ziemlich erschoepft.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Durban. The final countdown</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/07/01/durban-the-final-countdown/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 10:36:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<category><![CDATA[winterspiele 2018]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin auf dem Weg nach Durban. Ab Samstag wird hier rund um die IOC-Session und die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018 gebloggt. Viel VergnÃ¼gen! [Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.] Wie tausendmal gesagt: Pyeongchang oder MÃ¼nchen, das ist hier die Frage. &#8220;New horizons&#8221; oder &#8220;festival of [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin auf dem Weg nach Durban. Ab Samstag wird hier rund um die IOC-Session und die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018 gebloggt. Viel VergnÃ¼gen!</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/01/durban-the-final-countdown/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Wie <a title="Programmhinweis (XI): &quot;Olympiapoker&quot;" href="http://www.jensweinreich.de/2011/06/29/programmhinweis-xi-olympiapoker/" target="_self">tausendmal gesagt</a>: Pyeongchang oder MÃ¼nchen, das ist hier die Frage. &#8220;New horizons&#8221; oder &#8220;festival of friendship&#8221;.</p>
<p>(Tut mir ja auch leid fÃ¼r die Franzosen.)</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/01/durban-the-final-countdown/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/01/durban-the-final-countdown/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<ul>
<li>Hier finden Sie das <a title="Archiv Olympiabewerbung 2018" href="http://jensweinreich.de/category/olympiabewerbung/" target="_self">Bewerbungs-Archiv</a> dieses Blogs mit tausenden Links und vielen, vielen Dokumenten.</li>
<li>Das jÃ¼ngste Gutachten Ã¼ber die Rechtswirksamkeit der IOC-Host-City-VertrÃ¤ge <a title="NOlympia 2018" href="http://www.nolympia.de/2011/06/pm-olympiabewerbung-munchen-2018-gutachten-bestatigt-host-city-vertrag-nicht-rechtswirksam/" target="_blank">im Original auf NOlympia2018</a>.</li>
</ul>
<p>Oops, <strong><a href="http://youtu.be/6Od-jNaHvF4" target="_blank">ein</a>, <a href="http://youtu.be/E5o7E1mHTy4" target="_blank">zwei</a>, <a href="http://youtu.be/31-d2tmXdsU" target="_blank">drei</a> </strong>Ãœberraschungen.</p>
<p>FÃ¼r alle, die es ganz genau wissen wollen: Was geht ab in Durban?</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/07/durban1.gif"><img class="size-full wp-image-10563 aligncenter" title="Schedule IOC-Session Durban 2011 - 1" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/07/durban1.gif" alt="" width="491" height="174" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-10564" title="Schedule IOC-Session Durban 2011 - 2" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/07/durban2.gif" alt="" width="491" height="337" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-10565" title="Schedule IOC-Session Durban 2011 - 3" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/07/durban3.gif" alt="" width="491" height="259" /></p>
<p>Also, bis demnÃ¤chst in diesem Theater.</p>
<p>Ein Ende mit Schrecken.</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/01/durban-the-final-countdown/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Programmhinweis (XI): &#8220;Olympiapoker&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/06/29/programmhinweis-xi-olympiapoker/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 14:58:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<category><![CDATA[durban 2011]]></category>
		<category><![CDATA[ioc]]></category>
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		<category><![CDATA[selbstreferenz]]></category>
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		<category><![CDATA[programmhinweis]]></category>

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		<description><![CDATA[FÃ¼r alle, die heute am Mittwoch, 29. Juni, gegen Mitternacht nichts Besseres zu tun haben sollten, eine Programmempfehlung. ARD-Fernsehen einschalten: 23.45 Uhr, &#8220;Olympiapoker&#8221;, Film von Albert Knechtel und Jens Weinreich Wiederholungen gemÃ¤ÃŸ ARD-Programmvorschau: Freitag, 1. Juli,Â 21:02 &#8211; 21:45,Â EinsExtra Sonnabend, 2. Juli,Â 12:45 &#8211; 13:30,Â WDR MÃ¼nster Dienstag, 5. Juli,Â 14:15 &#8211; 15:00,Â Phoenix Pyeongchang oder MÃ¼nchen, das ist hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>FÃ¼r alle, die <span style="text-decoration: line-through;">heute</span> am Mittwoch, 29. Juni, gegen Mitternacht nichts Besseres zu tun haben sollten, eine Programmempfehlung. ARD-Fernsehen einschalten:</p>
<ul>
<li><a title="ard.de" href="http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,wlzsyp1nkjnu83s7~cm.asp" target="_blank">23.45 Uhr, <strong>&#8220;Olympiapoker&#8221;</strong></a>, Film von Albert Knechtel und Jens Weinreich</li>
</ul>
<p>Wiederholungen gemÃ¤ÃŸ ARD-<a title="Termine Olympiapoker" href="http://programm.ard.de/Programm/Sender?suche=olympiapoker#top" target="_self">Programmvorschau</a>:</p>
<div id="_mcePaste">
<ul>
<li>Freitag, 1. Juli,Â 21:02 &#8211; 21:45,Â <strong>EinsExtra</strong></li>
<li>Sonnabend, 2. Juli,Â 12:45 &#8211; 13:30,Â <strong>WDR MÃ¼nster</strong></li>
<li>Dienstag, 5. Juli,Â 14:15 &#8211; 15:00,Â <strong>Phoenix</strong></li>
</ul>
</div>
<p><a title="alle BeitrÃ¤ge zum Bidding Race hier im Blog" href="http://www.jensweinreich.de/category/olympiabewerbung/" target="_self">Pyeongchang oder MÃ¼nchen</a>, das ist hier die Frage.</p>
<p>Was soll ich sagen. Mir ist noch immer unwohl dabei, stÃ¤ndig durchs Bild zu laufen. Aber das ist nun mal die LÃ¶sung, fÃ¼r die wir uns entschieden haben, <a title="tagesspiegel.de" href="http://www.tagesspiegel.de/medien/muenchen-auf-silberkurs/4333726.html" target="_blank">rasender Reporter</a>. Die Szenen, als ich auf einer einsamen SÃ¼dseeinsel den Strand beschlendere und mir einen mÃ¤chtigen Sonnenbrand geholt habe, sind (leider) genauso rausgeflogen, wie die enthÃ¼llenden Bilder mit Laptop und Drink am Hotelpool, die Bussis mit/fÃ¼r Katarina &#8211; und manches andere Entlarvende mehr. Etwa die Aufsager, die wir an allen mÃ¶glichen Orten geprobt haben, und bei denen ich den famosen Kameramann Frank zur WeiÃŸglut gebracht habe. Ist auch blÃ¶d, wenn einer 30 Mal ansetzen muss, oder waren es wirklich 300 Mal, wie Lehmann behauptet?</p>
<p>Die Location will bei derlei Dreharbeiten natÃ¼rlich stets exakt besprochen werden, manchmal schon morgens um sieben in gleiÃŸendem Sonnenlicht:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-10543" title="Teambesprechung auf irgendeiner einsamen SÃ¼dsee-Sonneninsel" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/06/teambesprechung.jpg" alt="" width="515" height="293" /></p>
<p>Jedenfalls, ich bedanke mich bei Simone, Albert, Frank und Felix und anderen, dass sie es so lange ausgehalten haben.</p>
<p>Diese TV-Dokumentation war ein Grund dafÃ¼r, dass ich mich hier im Wohnzimmer zuletzt etwas zurÃ¼ckgehalten habe. Versprechen darf ich jedoch, dass diese Erfahrungen, GesprÃ¤che und Recherchen in den kommenden Tagen verwoben werden und vielleicht dabei helfen, den Blick auf den Olympiapoker zu weiten, der am 6. Juli entschieden wird. <span style="text-decoration: line-through;">Da bin ich mir sogar relativ sicher.</span></p>
<p><strong>Ich werde so ab 2. Juli auch im Blog live aus Durban berichten, natÃ¼rlich &#8211; Ã¼ber die Spiele-Vergabe hinaus &#8211; bis zum Ende der IOC-Session am 9. Juli.</strong></p>
<p>Habe lange Ã¼berlegt, ob ich den &#8220;Olympiapoker&#8221; hier bewerbe. WÃ¼rde mir untreu werden, sollte ich mich der Kritik nicht auch diesmal stellen. Deshalb doch noch ein Programmhinweis kurz vor Ausstrahlung.</p>
<p><em>Mitwirkende am &#8220;Olympiapoker&#8221; sind Ã¼brigens, in der Reihenfolge ihres Auftretens: Bernhard Schwank, Thomas Bach, Yang Ho Cho, Theresa Rah, Yuna Kim, Katarina Witt, Richard Pound, Walther TrÃ¶ger, Juan Antonio Samaranch â€ , Jean-Pierre MÃ©an, Angela Merkel, Axel Doering, Chin Im, Yong Sung Park, Kun Hee Lee, Ottavio Cinquanta, Manfred von Richthofen, Jacques Rogge, Leo Wallner, Robin Mitchell, Kevan Gosper, Ian Robertson, Jon Tibbs, George Hirthler, Gian-Franco Kasper, Terrence Burns, Sam Ramsamy. Was unweigerlich bedeutet, dass die gefÃ¼hlten 200 anderen Personen, die uns dankenswerter Weise zumindest fÃ¼r KurzgesprÃ¤che zur VerfÃ¼gung standen, aus verschiedenen GrÃ¼nden nicht untergebracht werden konnten &#8211; in den knapp 44 Minuten.</em></p>
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		<title>Winterspiele 2018: der IOC-Evaluierungsbericht</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/05/10/winterspiele-2018-der-ioc-evaluierungsbericht/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2011/05/10/winterspiele-2018-der-ioc-evaluierungsbericht/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 May 2011 08:15:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[dokumentation]]></category>
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		<category><![CDATA[evaluierungsbericht]]></category>

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		<description><![CDATA[Das IOC hat soeben den Evaluierungsbericht zu den Olympiabewerbungen 2018 verÃ¶ffentlicht. Es darf diskutiert werden. Aber bitte bedenken: So ein Bericht ist (fast) nie entscheidend. Die Pressemeldung des IOC dazu: The International Olympic Committee (IOC) today released the report by the Evaluation Commission for the XXIII Olympic Winter Games in 2018. This report follows the [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das IOC hat soeben den Evaluierungsbericht zu den Olympiabewerbungen 2018 verÃ¶ffentlicht. Es darf diskutiert werden. Aber bitte bedenken: So ein Bericht ist (fast) nie entscheidend.</p>
<p><iframe class="scribd_iframe_embed" src="http://www.scribd.com/embeds/55078081/content?start_page=1&#038;view_mode=list&#038;access_key=key-a0higa7lu7s646wae0z" data-auto-height="true" data-aspect-ratio="1" scrolling="no" id="doc_74780" width="100%" height="600" frameborder="0"></iframe><script type="text/javascript">(function() { var scribd = document.createElement("script"); scribd.type = "text/javascript"; scribd.async = true; scribd.src = "http://www.scribd.com/javascripts/embed_code/inject.js"; var s = document.getElementsByTagName("script")[0]; s.parentNode.insertBefore(scribd, s); })();</script></p>
<p>Die <a title="IOC Press Release" href="http://www.olympic.org/media?articlenewsgroup=-1&amp;articleid=128019&amp;searchpageipp=10&amp;searchpage=1" target="_blank">Pressemeldung des IOC</a> dazu:</p>
<blockquote><p>The International Olympic Committee (IOC) today released the report by the Evaluation Commission for the XXIII Olympic Winter Games in 2018. This report follows the Commissionâ€™s visits to the three Candidate Cities bidding to host the Games: Munich (Germany), Annecy (France) and PyeongChang (Republic of Korea).*</p>
<p>The Evaluation Commission, chaired by the IOC member in Sweden Gunilla Lindberg, spent four days in each Candidate City earlier this year (see dates below) to conduct on-site inspections and carry out an assessment of the citiesâ€™  2018 Olympic Winter Games projects.</p>
<p>The report is a technical analysis which is being provided to IOC members prior to the â€œ2018 Briefing for IOC Members&#8221; which will be held on 18 and 19 May in Lausanne.  During this meeting the Candidate Cities will have the opportunity to present the technical aspects of their candidatures to the IOC members and answer questions.</p>
<p><a title="Evaluierungsbericht 2018" href="http://www.olympic.org/Documents/Commissions_PDFfiles/Evaluation_Commission/FINAL_DRAFT_2018_EV_COM-ENG.pdf" target="_blank">Download the report</a></p>
<p>The election of the host city of the 2018 Olympic Winter Games will take place on 6 July 2011 during the 123rd IOC Session in Durban (South Africa). Prior to the IOC members casting their votes, the Candidate Cities will make their final presentations, followed by a final report by Evaluation Commission Chair Gunilla Lindberg. The city that obtains an absolute majority of votes will be elected.</p>
<p>The election in Durban will be the culmination of a process that began on 31 July 2009, when the IOC asked National Olympic Committees to nominate cities for the 2018 Games. On 16 October 2009, the IOC announced Munich, Annecy and PyeongChang as the three Applicant Cities. The citiesâ€™ responses to the IOCâ€™s Applicant City Questionnaire were studied by an IOC Working Group, which produced a report for the IOC Executive Board (EB). Based on this report, all three cities were named Candidate Cities by the EB at its meeting on 22 June 2010. The cities submitted their Candidature Files, based on the 17 themes outlined in the IOCâ€™s Candidature Procedure and Questionnaire, by the deadline of 11 January 2011.</p>
<p>* Cities are listed in the order of drawing of lots as performed by the IOC Executive Board on 10 December 2009. This is the order in which the cities bidding for the 2018 Games will be listed, make presentations, etc., until the election of the host city in July 2011.</p>
<p>Note to the editors:</p>
<p>The dates of the Evaluation Commission visits were:</p>
<ul>
<li>Annecy: 9â€“12 February 2011</li>
<li>PyeongChang: 16â€“19 February 2011</li>
<li>Munich: 1â€“4 March 2011</li>
</ul>
</blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Olympia 2018: der Tag der Wahrheit in Garmisch-Partenkirchen</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/05/08/olympia-2018-der-tag-der-wahrheit-in-garmisch-partenkirchen/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 May 2011 06:44:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
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		<description><![CDATA[GARMISCH-PARTENKIRCHEN. Auf geht&#8217;s. Ab an die Wahlurnen. Die eine oder andere Notiz werde ich im Laufe des Tages &#8211; wie immer natÃ¼rlich live vor Ort &#8211; aus GaPa bloggen. (Nachtrag: Dachte ich, aber viel mehr als ein paar Facebook-Notizen und Tweets sind es nicht geworden, ich war gut beschÃ¤ftigt mit Dreharbeiten.) Alles, was es bisher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>GARMISCH-PARTENKIRCHEN. Auf geht&#8217;s. Ab an die Wahlurnen. Die eine oder andere Notiz werde ich im Laufe des Tages &#8211; wie immer natÃ¼rlich live vor Ort &#8211; aus GaPa bloggen. <em>(Nachtrag: Dachte ich, aber viel mehr als ein paar <a title="JW auf Facebook" href="http://www.facebook.com/jens.weinreich" target="_blank">Facebook-Notizen</a> und Tweets sind es nicht geworden, ich war gut beschÃ¤ftigt mit Dreharbeiten.)</em></p>
<p>Alles, was es bisher dazu zu sagen gibt und was es zu lesen gab, hat <em>Ralf</em> gewohnt zuverlÃ¤ssig und grÃ¼ndlich <strong><a title="Testabstimmung fÃ¼r den 8. Mai 2011" href="http://www.jensweinreich.de/2011/03/31/8-mai-2011/" target="_self">hier verlinkt</a></strong>.</p>
<p>Und natÃ¼rlich hier:</p>
<ul>
<li><a title="GAP Fakten" href="http://gap-fakten.blog.de/" target="_blank">GAP-Fakten-Blog von Heidemarie Trickl</a></li>
<li><a title="NOlympia, Ludwig Hartmann" href="http://nolympia2018.ludwighartmann.de/nolympia-presseschau-fur-mai-2011/" target="_blank">NOlympia 2018, Presseschau</a></li>
<li><a title="Nolympia.de" href="http://www.nolympia.de/chronologie/" target="_blank">Nolympia.de, die Chronologie</a></li>
<li><a title="www.gapa.de" href="http://buergerservice.gapa.de/de/878f5a86-0654-460e-1e5b-0df13fa5e8f8.html" target="_blank">Unterlagen</a> zum BÃ¼rgerentscheid auf der Webseite der Gemeinde GaPa</li>
</ul>
<p>Es darf diskutiert werden. Unsere koreanischen Sportfreunde in Seoul und Pyeongchang, der Olympiastadt 2018, schauen natÃ¼rlich aufmerksam zu. Ein herzlicher GruÃŸ nach SÃ¼dkorea!</p>
<p>Die Fragen und das Abstimmungsergebnis im Blog &#8230;</p>
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<p><img class="aligncenter size-full wp-image-10222" title="BÃ¼rgerentscheid GaPa" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/03/bÃ¼rgerentscheid1.gif" alt="" width="419" height="591" /></p>
<p>&#8230; sowie nun endlich die offiziellen Resultate &#8230;</p>
<p>Eine knappe Mehrheit von 58 Prozent fÃ¼r Olympia also. Angesichts der teuren PR-Kampagne ist das nicht viel.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-10267" title="Frage 1" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/05/entscheid1.gif" alt="" width="509" height="268" /></p>
<p>Beim BÃ¼rgerentscheid 2 fehlten der Opposition nur 131 Stimmen &#8211; oder, je nach Sichtweise, hÃ¤tten sich 66 BÃ¼rger fÃ¼r Ja statt Nein entschieden, wÃ¤re das ein Sieg der Opposition geworden. Sehr knapp jedenfalls.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-10270" title="Frage 2" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/05/entscheid2.gif" alt="" width="511" height="266" /></p>
<p>Die Stichfrage, auch hier eine Mehrheit fÃ¼r die OlympiabefÃ¼rworter:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-10272" title="Frage 3" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/05/entscheid3.gif" alt="" width="510" height="267" /></p>
<ul>
<li>Die <strong>Wahlergebnisse</strong> auf der Webseite der <a title="buergerservice.gapa.de" href="http://buergerservice.gapa.de/portal/wahl/be20110508/180117_000059/index.html" target="_blank">Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen</a>.</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Testabstimmung fÃ¼r den 8. Mai 2011</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/03/31/8-mai-2011/</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 06:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[axel doering]]></category>
		<category><![CDATA[bÃ¼rgerbegehren]]></category>
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		<category><![CDATA[abstimmung]]></category>
		<category><![CDATA[poll]]></category>
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		<description><![CDATA[Wow, hat der Axel Doering die Ruhe weg. Wenn am 8. Mai in Garmisch-Partenkirchen Ã¼ber die Olympiabewerbung entschieden wird, fÃ¤hrt er nach Venedig. Der Termin stehe schon lange fest, sagt der Frontmann der Olympia-Skeptiker, Kreisvorsitzende des Bundes Naturschutz, SPD-Mann und FÃ¶rster. Ralf wird gewiss gleich in unnachahmlicher FleiÃŸarbeit und QualitÃ¤t die wichtigsten Berichte des Tages [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wow, hat der Axel Doering die Ruhe weg. Wenn am 8. Mai in Garmisch-Partenkirchen Ã¼ber die Olympiabewerbung entschieden wird, fÃ¤hrt er nach Venedig. Der Termin stehe schon lange fest, sagt der Frontmann der Olympia-Skeptiker, Kreisvorsitzende des Bundes Naturschutz, SPD-Mann und FÃ¶rster. <em>Ralf</em> wird gewiss gleich in unnachahmlicher FleiÃŸarbeit und QualitÃ¤t die wichtigsten Berichte des Tages von der Gemeinderatssitzung in Garmisch-Partenkirchen verlinken.</p>
<p>Hier flink der Entwurf des Wahlzettels, weiter unten darf abgestimmt werden!</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-10222" title="Muster BÃ¼rgerentscheid GaPa" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/03/bÃ¼rgerentscheid1.gif" alt="" width="419" height="591" /></p>
<p>So, eigentlich kÃ¶nnen wir das mal durchspielen. VoilÃ :</p>
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		</item>
		<item>
		<title>BÃ¼rgerbegehren gegen Olympia 2018 in Garmisch-Partenkirchen</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/02/22/burgerbegehren-gegen-olympia-2018-in-garmisch-partenkirchen/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2011/02/22/burgerbegehren-gegen-olympia-2018-in-garmisch-partenkirchen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 04:50:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[axel doering]]></category>
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		<description><![CDATA[Bevor notorische OlympiabefÃ¼rworter und SchÃ¶nfÃ¤rber gleich wieder aufheulen: Ich finde es ganz erstaunlich, bemerkenswert zurÃ¼ckhaltend und fair von den Initiatoren des BÃ¼rgerbegehrens gegen Olympia 2018 in Garmisch-Partenkirchen, dass sie bis nach der Alpinen Ski-WM damit gewartet haben. Sie wollten die Party nicht stÃ¶ren, so ist es. HÃ¤mische Kommentare von Olympiabewerbern kÃ¶nnen sie weiter ertragen. Nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: line-through;">Bevor notorische OlympiabefÃ¼rworter und SchÃ¶nfÃ¤rber gleich wieder aufheulen: Ich finde es ganz erstaunlich, bemerkenswert zurÃ¼ckhaltend und fair von den Initiatoren des BÃ¼rgerbegehrens gegen Olympia 2018 in Garmisch-Partenkirchen, dass sie bis nach der Alpinen Ski-WM damit gewartet haben. Sie wollten die Party nicht stÃ¶ren, so ist es. HÃ¤mische Kommentare von Olympiabewerbern kÃ¶nnen sie weiter ertragen.</span></p>
<p>Nun ist es also da, das BÃ¼rgerbegehren, von jenen gestellt, die es angeht, weil sie in Garmisch-Partenkirchen leben, und weil es ihr demokratisches Recht ist, denjenigen, die Ã¼ber die OlympiaplÃ¤ne UNVOLLSTÃ„NDIG und teilweise IRREFÃœHREND und <a title="Eines von vielen Beispielen - MÃ¼nchen 2018 und die Olympiafinanzierung: Willy Bogners Probleme mit der Wahrheit" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/19/munchen-2018-und-die-olympiafinanzierung-willy-bogners-probleme-mit-der-wahrheit/" target="_self">falsch</a> informieren, auf die Finger zu schauen.</p>
<p>Initiator <strong><a title="Bund Naturschutz GAP" href="http://www.bn-gap.de/" target="_blank">Axel Doering</a></strong> und seine Mitstreiter schreiben u.a.:</p>
<blockquote><p><strong>Keine Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen! </strong></p>
<p><strong>Gegen den Ausverkauf unserer Heimat!</strong></p>
<p>Obwohl die Verantwortlichen der Bewerbung alles getan haben, eine MeinungsÃ¤uÃŸerung ihrer BÃ¼rger unmÃ¶glich zu machen, starten wir ein BÃ¼rgerbegehren auf DurchfÃ¼hrung eines BÃ¼rgerentscheids mit dem Ziel, dass Garmisch-Partenkirchen die Vorbereitung der Olympischen Winterspiele 2018 beendet.</p>
<p>Unsere Gemeinde, die Stadt MÃ¼nchen, der Landkreis Berchtesgadener Land, Bund, Land, DOSB und die Bewerbergesellschaft MÃ¼nchen 2018 haben sich vertraglich verpflichtet, alle IOC-Bedingungen zu erfÃ¼llen und alles zu unternehmen, damit Olympische Winterspiele hier stattfinden. Zuletzt wurde sogar noch ein â€žMulti Party Agreementâ€œ abgeschlossen, dessen vorrangiges Ziel nur sein kann, den BÃ¼rger und Steuerzahler von jeder Mitwirkung auszuschlieÃŸen und ein BÃ¼rgerbegehren unmÃ¶glich zu machen. Der BÃ¼rgermeister von Garmisch-Partenkirchen hat mehrfach darauf hingewiesen, dass es jetzt keine mÃ¶gliche Fragestellung fÃ¼r ein BÃ¼rgerbegehren zu Olympia mehr geben kÃ¶nne.</p>
<p>Eine einfache Frage der Art &#8220;Sind Sie dafÃ¼r, dass Garmisch-Partenkirchen seine UnterstÃ¼tzung fÃ¼r MÃ¼nchen 2018 zurÃ¼ckzieht?&#8221; wurde durch die Vertragsgestaltung der Bewerber damit leider unmÃ¶glich gemacht, da das eine unzulÃ¤ssige Aufforderung zum Vertragsbruch wÃ¤re.</p>
<p>Wir haben nun trotzdem die ersten HÃ¼rden fÃ¼r ein BÃ¼rgerbegehren genommen.</p>
<p>Die einzige MÃ¶glichkeit, jetzt, nach der VerÃ¶ffentlichung des Bid Books, die Olympischen Winterspiele â€žMÃ¼nchen 2018â€œ noch zu verhindern, besteht darin, eine sachliche Beurteilung der VertrÃ¤ge durch einen unabhÃ¤ngigen Rechtsgutachter einholen zu lassen. Fachleute halten ohnehin einige dieser VertrÃ¤ge fÃ¼r rechtsunwirksam. Der von uns vorgeschlagene Herr Prof. Wolff besitzt u.a. als Kommentator zur Bayerischen Verfassung eine herausragende Kompetenz.</p>
<p>Nach langer Diskussion und Beratung mit AnwÃ¤lten wurde schlieÃŸlich eine korrekte Fragestellung fÃ¼r das BÃ¼rgerbegehren gefunden, das die Marktgemeinde dazu zwingt:</p>
<ul>
<li>die Rechtswirksamkeit der abgegebenen Garantien und Verpflichtungen und die mÃ¶gliche Sittenwidrigkeit der VertrÃ¤ge von einem unabhÃ¤ngigen Professor fÃ¼r Ã–ffentliches Recht prÃ¼fen zu lassen und</li>
<li>im Falle einer Feststellung der Sittenwidrigkeit der â€žKnebelvertrÃ¤geâ€œ alle als zulÃ¤ssig erachteten MaÃŸnahmen zu ergreifen, um sich von den eingegangenen Verpflichtungen zu lÃ¶sen.</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Im Deutschlandfunk habe ich gestern dazu diese Meldung fabriziert:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/02/21/dlf_20110221_2253_3de8d80e.mp3" target="_self">:</a></p>
<ul>
<li>Mein Text in der heutigen Ausgabe der Berliner Zeitung: <a title="Berliner Zeitung vom 22. Februar 2011" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0222/sport/0041/index.html" target="_blank">Angst vor dem Ausverkauf der Heimat</a></li>
<li>Sebastian Kemnitzer in der taz: <a title="taz vom 22. Februar 2011" href="http://www.taz.de/1/sport/artikel/1/die-wm-ist-vorbei-der-frieden-auch/" target="_blank">Die WM ist vorbei, der Frieden auch</a></li>
</ul>
<p>[<em>In meinen BeitrÃ¤gen habe ich leider einen Zahlendreher verursacht und von 1860 nÃ¶tigen Unterschriften gesprochen. Es sind 1680.</em>]</p>
<p>Axel Doering im DLF-Interview:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/02/21/dlf_20110221_2255_adea5ac8.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>In Kurzfassung zum <strong>zeitlichen Ablauf</strong>:</p>
<ul>
<li>zunÃ¤chst mÃ¼ssen 1680 Unterschriften gesammelt werden</li>
<li>dann wird das Begehren bei der Gemeinde eingereicht</li>
<li>zeitnah bis spÃ¤testens nach einem Monat muss ein Termin fÃ¼r den BÃ¼rgerentscheid an einem Sonntag innerhalb der nÃ¤chsten drei Monate angesetzt werden</li>
<li>theoretisch kann also ein BÃ¼rgerentscheid noch im Juni vor der IOC-Abstimmung (am 6. Juli in Durban) stattfinden</li>
<li>frÃ¼hestens kÃ¶nnte ein BÃ¼rgerentscheid (rein theoretisch) schon im MÃ¤rz stattfinden. Interessante Konstellation Ã¼brigens: Wollen die Olympiaplaner, wenn sie einen BÃ¼rgerentscheid schon nicht verhindern kÃ¶nnen, dann eventuell ganz schnell eine Entscheidung, um danach in relativer Ruhe die weiteren Vorbereitungen zu bestreiten, oder wollen sie die Sache lieber verschleppen bis kurz vor der IOC-Abstimmung?</li>
</ul>
<p>Was ist ein <a title="BÃ¼rgerbegehren" href="http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgerbegehren" target="_blank">BÃ¼rgerbegehren?</a></p>
<ul>
<li>der maÃŸgebliche Artikel in der <a title="Gemeindeordnung Freistaat Bayern" href="http://www.gesetze-bayern.de/jportal/portal/page/bsbayprod.psml?nid=s&amp;showdoccase=1&amp;doc.id=jlr-GemOBY1998V11Art18a" target="_blank">Gemeindeordnung fÃ¼r den Freistaat Bayern</a></li>
</ul>
<p>Im Kern geht es um ÃœberprÃ¼fung der KnebelvertrÃ¤ge des IOC und der zahlreichen BÃ¼rgschaften und Garantien, die Bewerber abgeben mÃ¼ssen. Wer also das BÃ¼rgerbegehren richtig einordnen und verstehen will, sollte eventuell Ã¼berlegen, dazu noch einmal diese Auflistung zu studieren:</p>
<ul>
<li><a title="Vertraulich: alle BÃ¼rgschaften und Garantien, die deutsche Volksvertreter dem IOC fÃ¼r MÃ¼nchen 2018 geben" href="http://www.jensweinreich.de/2010/10/05/vertraulich-alle-burgschaften-und-garantien-die-deutsche-volksvertreter-dem-ioc-fur-munchen-2018-geben/" target="_self">Vertraulich: alle BÃ¼rgschaften und Garantien, die deutsche Volksvertreter dem IOC fÃ¼r MÃ¼nchen 2018 geben</a></li>
</ul>
<p>Als wichtige ErgÃ¤nzung:</p>
<ul>
<li><a title="MÃ¼nchen 2018: die Bewerbungsdokumente" href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/05/munchen-2018-die-bewerbungsdokumente/" target="_self">MÃ¼nchen 2018: die Bewerbungsdokumente</a></li>
</ul>
<p>Und bei der Olympia-GmbH:</p>
<ul>
<li><a title="Bid Book Eckdaten" href="http://www.muenchen2018.org/files/muenchen2018_bid-book_eckdaten.pdf" target="_blank">Eckdaten der Bewerbung, Zusammenfassung in deutsch</a></li>
<li><a title="Download" href="http://www.muenchen2018.org/files/site/pdf/m2018_bidbook_vol1.pdf" target="_blank">Bid Book volume 1, english</a></li>
<li><a title="Download" href="http://www.muenchen2018.org/files/site/pdf/m2018_bidbook_vol2.pdf" target="_blank">Bid Book volume 2</a></li>
<li><a title="Download" href="http://www.muenchen2018.org/files/site/pdf/m2018_bidbook_vol3.pdf" target="_blank">Bid Book volume 3</a></li>
</ul>
<p>Auf <a title="Nolympia 2018" href="http://www.nolympia2018.de" target="_blank">Nolympia 2018</a> sollten die Infos zum BÃ¼rgerbegehren eigentlich auch stehen, kann sie aber derzeit aus meiner Himmelsrichtung nicht aufrufen, korrigiere ich spÃ¤ter.</p>
<p>Okay, last but not least, das Corpus Delicti:</p>
<p><object id="doc_35160226659582" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_35160226659582" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=49295895&amp;access_key=key-12cg1lgw6spfmox6u7he&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=49295895&amp;access_key=key-12cg1lgw6spfmox6u7he&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_35160226659582" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=49295895&amp;access_key=key-12cg1lgw6spfmox6u7he&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_35160226659582"></embed></object><a href="http://flattr.com/thing/136767/Burgerbegehren-gegen-Olympia-2018-in-Garmisch-Partenkirchen" target="_blank"><br />
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		<title>Ein bayrisches QualitÃ¤tsprodukt &#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 13:04:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[br]]></category>
		<category><![CDATA[katarina witt]]></category>
		<category><![CDATA[mÃ¼nchen 2018]]></category>
		<category><![CDATA[monika gruber]]></category>
		<category><![CDATA[winterspiele 2018]]></category>
		<category><![CDATA[klugsch-eisser]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; nein, natÃ¼rlich nicht Katarina Witt, die morgen in Lausanne das Bid Book fÃ¼r die Winterspiele 2018 beim IOC abgibt, sondern Monika Gruber. &#8220;Klugsch-Eisser&#8221; mit Monika Gruber Ã¼ber sozialistische Monumente, charakterlich gefestigte bayerische Bauern, die Doping-Bagage und vorolympische Simultan-Ãœbersetzungen: [Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.] Dank an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; nein, natÃ¼rlich nicht Katarina Witt, die morgen in Lausanne das Bid Book fÃ¼r die Winterspiele 2018 beim IOC abgibt, sondern Monika Gruber.</p>
<p><a title="BR, Klugsch-Eisser" href="http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/klugsch-eisser-und-co-kg/index.xml" target="_blank">&#8220;Klugsch-Eisser&#8221;</a> mit Monika Gruber Ã¼ber sozialistische Monumente, charakterlich gefestigte bayerische Bauern, die Doping-Bagage und vorolympische Simultan-Ãœbersetzungen:</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/01/10/ein-bayrisches-qualitatsprodukt/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p><em>Dank an <a title="Kommentar von Ralf" href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/18/munchen-2018-die-bewerbungsdokumente-ii/#comment-29533" target="_self">Ralf</a> (an wen sonst?)</em></p>
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		<title>Olympia 2018: Au revoir, Annecy!</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Dec 2010 22:15:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[annecy 2018]]></category>
		<category><![CDATA[edgar grospiron]]></category>
		<category><![CDATA[finanzierung von mega-events]]></category>
		<category><![CDATA[mÃ¼nchen 2018]]></category>
		<category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[pyeongchang 2018]]></category>
		<category><![CDATA[winterspiele 2018]]></category>
		<category><![CDATA[l'equipe]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe es oft genug angedeutet, etwa nach meinem merkwÃ¼rdigen GesprÃ¤ch mit dem Olympiasieger Edgar Grospiron im August in Singapur: Annecy ist nicht wirklich ein AnwÃ¤rter auf die Olympischen Winterspiele 2018. Da weltweit kaum Interesse an diesen Winterspielen besteht &#8211; so wenige Bewerber gab es fÃ¼r Spiele seit 30 Jahren nicht -, lieÃŸ das IOC-Exekutivkomitee [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe es oft genug angedeutet, etwa nach <a title="Olympia 2018: Eine Wasserstandsmeldung und ein nervÃ¶ser Bewerber" href="http://www.jensweinreich.de/2010/08/20/olympia-2018-eine-wasserstandsmeldung-und-ein-nervoser-bewerber/" target="_self">meinem merkwÃ¼rdigen GesprÃ¤ch mit dem Olympiasieger Edgar Grospiron</a> im August in Singapur: <a title="Annecy2018.org" href="http://www.annecy2018.com/en/" target="_blank">Annecy</a> ist nicht wirklich ein AnwÃ¤rter auf die Olympischen Winterspiele 2018. Da weltweit kaum Interesse an diesen Winterspielen besteht &#8211; so wenige Bewerber gab es fÃ¼r Spiele seit 30 Jahren nicht -, lieÃŸ das IOC-Exekutivkomitee <a title="Kleiner Regelbruch: Olympia 2018, Candidate Cities" href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/22/kleiner-regelbruch-olympia-2018-die-candidate-cities/" target="_self">Annecy dennoch im Wettbewerb</a>. Denn nur Pyeongchang und MÃ¼nchen hÃ¤tte einfach zu blÃ¶d ausgesehen.</p>
<p>WÃ¤hrend also MÃ¼nchens Olympiabewerber dieser Tage in Durban den Ernstfall fÃ¼r die IOC-Session im Juli 2011 proben und die Location checken, steht Annecy kurz vor dem Aus.</p>
<p>Grospiron kommt ja nicht nur mir wegen harmloser Bemerkungen in meinen Texten blÃ¶d, er legt sich auch stÃ¤ndig mit den beiden sportpolitischen Korrespondenten der L&#8217;Equipe an. Die L&#8217;Equipe schrieb nun, dass es dem Aufsichtsrat des Bewerberkomitee an Zuversicht mangelt, um weitere zwei bis vier Millionen Euro fÃ¼r eine Bewerbung locker zu machen, die ohnehin gegen die Wand gesteuert wÃ¤re, wie Frankreichs IOC-Mitglied Guy Drut meint. Drut hat sich, im Gegensatz zum zweiten IOC-Mitglied der Franzosen, Jean-Claude Killy, wenigstens gelegentlich fÃ¼r Annecy engagiert. (Online finde ich im L&#8217;Equipe-Angebot leider <a title="L'Equipe" href="http://www.lequipe.fr/Aussi/breves2010/20101205_200215_2-a-4-m-de-plus-pour-annecy.html" target="_blank">nur</a> <a title="L'Equipe" href="http://www.lequipe.fr/Aussi/breves2010/20101205_184347_drut-rectifie-mais-ne-nie-pas.html" target="_blank">diese</a> <a title="L'Equipe" href="http://www.lequipe.fr/Aussi/breves2010/20101205_095454_killy-et-drut-lachent-annecy.html" target="_blank">Links</a>.)</p>
<p>Grospiron, derzeit ebenfalls in Durban bei der Weltkonferenz fÃ¼r <a title="Was vom Tage Ã¼brig blieb (29): Staumauern in Berglandschaften" href="http://www.jensweinreich.de/2009/03/31/was-vom-tage-ubrig-bleibt-29-staumauern-in-berglandschaften/" target="_self">Sport und Umwelt</a>, verÃ¶ffentlicht soeben eine interessante PresseerklÃ¤rung:</p>
<blockquote><p><strong>Annecy adapts its international setup for the home straight</strong></p>
<p>Edgar Grospiron, CEO of Annecy 2018, currently on a visit to South Africa, has confirmed Guy Drut and Jean-Claude Killy&#8217;s support for the French bid to host the 2018 Olympic and Paralympic Games. This statement comes in response to an article published in French sports daily L&#8217;Equipe on Sunday 5th December.</p>
<p>Christian Monteil, Chairman of the Annecy 2018 Supervisory Board and President of the Haute-Savoie General Council, and all the members of the Supervisory Board (the Government&#8217;s representative, the President of the French National Olympic Committee (CNOSF), the President of the RhÃ´ne-Alpes Region, the Mayor of Annecy) have reaffirmed their confidence in the project, highlighting the progress made during the past months:</p>
<p>&#8220;Last June, the International Olympic Committee asked Annecy to present a more compact organisation. Three months later, with the unfailing support of all concerned, Annecy 2018 presented a new, ultra-compact concept organised around the two main bases, Annecy and Chamonix Mont-Blanc. This concept is fully in line with the IOC&#8217;s demands, and was welcomed at the majorsâ€™ international presentations. Annecy 2018 has thus demonstrated its ability to adapt quickly in response to the IOC&#8217;s remarks, with the ultimate aim of submitting the best offer to host the 2018 Winter Games.</p>
<p>In a month&#8217;s time, on 11th January 2011, Annecy 2018 will submit its bid book to the IOC, along with guarantees issued by the State, all the local authorities and economic stakeholders. In February, Annecy will welcome the IOC Evaluation Commission.</p>
<p>The bid is therefore about to move into a new phase of its project&#8217;s international promotion.</p>
<p>To prepare for this new phase, the supervisory board has taken stock of the progress still to be made in terms of its international promotion efforts, which began at the Vancouver Olympics. Fully aware of the level of demand on the international stage, the Bid Committee has already put together a new organisation, designed to strengthen this international promotion, calling upon the necessary financial and human resources, in absolute compliance with Annecy 2018&#8242;s declared values.&#8221;</p>
<p>The Bid Committee and the French IOC members will meet in a week&#8217;s time to study this new organisation and move forward into the home straight for a final win, together, on 6th July 2011 in Durban.</p></blockquote>
<p>Ich denke mal, das war&#8217;s. Au revoir, Monsieur Grospiron!</p>
<p>Frankreich will zur 100-Jahr-Feier die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris, nachdem man fÃ¼r 2012 gegen London im letzten Moment an der eigenen Arroganz gescheitert ist. In Frankreich interessiert sich auÃŸer Grospiron und einigen Unentwegten kaum jemand fÃ¼r Olympia 2018 in Annecy.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Pyeongchang 2018 und die Korea-Krise</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/11/26/pyeongchang-2018-und-die-korea-krise/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 09:33:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[mÃ¼nchen 2018]]></category>
		<category><![CDATA[nordkorea]]></category>
		<category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[pyeongchang 2018]]></category>
		<category><![CDATA[winterspiele 2018]]></category>
		<category><![CDATA[winterspiele]]></category>

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		<description><![CDATA[BELGRAD. Herr Cho schleppt zwei schwere Kameras. An jeder Schulter baumelt ein teures Objektiv. Sightseeing ist angesagt am Donnerstagmorgen. Herr Cho will sich die Belgrader Altstadt anschauen, und wie er durch die Lobby des Hyatt Regency Hotels schreitet, erfÃ¼llt er zweifellos jenes Klischee, dass EuropÃ¤er von asiatischen Touristen pflegen. Doch Yang Ho Cho ist geschÃ¤ftlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>BELGRAD. Herr Cho schleppt zwei schwere Kameras. An jeder Schulter baumelt ein teures Objektiv. Sightseeing ist angesagt am Donnerstagmorgen. Herr Cho will sich die Belgrader Altstadt anschauen, und wie er durch die Lobby des Hyatt Regency Hotels schreitet, erfÃ¼llt er zweifellos jenes Klischee, dass EuropÃ¤er von asiatischen Touristen pflegen. Doch Yang Ho Cho ist geschÃ¤ftlich in Belgrad. Cho, CEO von Korean Air, ist auch PrÃ¤sident des Bewerbungskomitees, das die Olympischen Winterspiele 2018 nach Pyeongchang holen will. Am Freitag prÃ¤sentieren sich Pyeongchang, MÃ¼nchen und Annecy (Frankreich) vor der Vollversammlung der europÃ¤ischen Nationalen Olympischen Komitees.</p>
<p>WÃ¤hrend die Artillerie-Attacke Nordkoreas auf die sÃ¼dkoreanische Insel Yeonpyeong weltweit Schlagzeilen macht, wÃ¤hrend der Machthaber des Nordens weitere Drohungen gegen den SÃ¼den ausstÃ¶ÃŸt und damit auch die Frage akut wird, ob dieser Konflikt der Olympiabewerbung Pyeongchangs schadet, entspannt sich Herr Cho fÃ¼r ein paar Stunden. Die SÃ¼dkoreaner nehmen es demonstrativ gelassen. â€žSie mÃ¼ssen das verstehenâ€œ,sagt Muchol Chin, PR-Chef des Bewerbungskomitees: â€žWir leben seit sechzig Jahren mit dem Problem.â€œ Er verweist auf die einseitige schriftliche Stellungnahme vom Vortag. Darin wird korrekt erwÃ¤hnt, dass 1988 die Olympischen Sommerspiele und 2002 die FuÃŸball-Weltmeisterschaft ohne ZwischenfÃ¤lle ausgetragen wurden, so wie kÃ¼rzlich auch der G20-Gipfel in Seoul. â€žPyeongchang und die sÃ¼dkoreanische Regierung werden alles tun, um 2018 sichere Winterspiele auszutragenâ€œ, heiÃŸt es. Man glaube, dass diese Winterspiele zum Frieden in der Region beitragen kÃ¶nnen.</p>
<p>Sie werden das Thema auf der PrÃ¤sentation vor den europÃ¤ischen NOK kaum offensiv ansprechen. Die Stellungnahme soll vorerst reichen. Aber sie sind auf Fragen eingestellt. Ã„ndern kÃ¶nnen sie ohnehin nichts. Sie haben nicht den Fehler gemacht und Olympiawettbewerbe im Norden geplant â€“ so wie etwa SÃ¼dkoreas Offerte fÃ¼r die FuÃŸball-WM 2022, Ã¼ber die kommende Woche entschieden wird, vier Spiele im Norden einplant. Dieses Versprechen wirkt angesichts der kriegerischen Attacke des ungleichen Bruders nur bizarr.</p>
<p>â€žTerroranschlÃ¤ge und bewaffnete Konflikte kÃ¶nnen generell ein Kriterium fÃ¼r die Vergabe von Olympischen Spielen seinâ€œ, sagt Gian-Franco Kasper, PrÃ¤sident des Ski-Weltverbandes (FIS) und IOC-Mitglied. Der Schweizer erinnert an die Bombenattentate in der Londoner U-Bahn im Juli 2005, als 52 Menschen getÃ¶tet wurden â€“ einen Tag nachdem das IOC die Sommerspiele 2012 nach London vergeben hatte. Mike Lee war damals Kommunikationsdirektor der Londoner Olympiabewerbung. Heute berÃ¤t er Pyeongchang und sagt, man werde sich nicht auf ein Sicherheitsthema fokussieren, das nicht neu ist, sondern Teil der koreanischen Geschichte und der Weltpolitik. Man werde stattdessen weiter Pyeongchangs VorzÃ¼ge preisen: etwa den ungesÃ¤ttigten asiatischen Wintersportmarkt.</p>
<p>So tragisch es ist, aber Attentate sind Teil der olympischen Geschichte. In Atlanta explodierte 1996 eine Splitterbombe, und in MÃ¼nchen wurden 1972 die als â€žheiterâ€œ apostrophierten Sommerspiele vom Mordanschlag auf israelische Olympiateilnehmer Ã¼berschattet. Es gab andere ZwischenfÃ¤lle, nicht nur bei Olympia. Der Sport lebt mit der Gefahr. 1981, als SÃ¼dkoreas Hauptstadt Seoul vom IOC die Sommerspiele 1988 zugesprochen wurden, hatte es zuvor auch eine bewaffnete Auseinandersetzung gegeben.</p>
<p>Vor drei Jahren, als Pyeongchang sich um die Winterspiele 2014 bewarb und knapp an Sotschi scheiterte, hatte man die Offerte noch mit kÃ¼hnen Botschaften, dem Traum von der Wiedervereinigung und vom ewigen Frieden in Korea garniert. Das war zu doll aufgetragen. Ã„hnlich argumentierte Pyeongchang im Kampf um die Winterspiele 2010, als es gegen Vancouver unterlag. Die Bewerber fÃ¼r 2018 haben daraus gelernt. Sie Ã¤uÃŸern sich sehr zurÃ¼ckhaltend und verzichten auf blumige Friedensbotschaften.</p>
<p>Glaubt man dem Flurfunk in Belgrad und den ersten Wortwechseln mit IOC-Insidern, die meist nicht zitiert werden wollen, dann dÃ¼rften die ZwischenfÃ¤lle in Korea keinen negativen Einfluss auf Pyeongchangs Olympiabewerbung haben. Noch nicht. Das sei Tagespolitik â€“ die IOC-Abstimmung am 6. Juli 2011 in Durban aber eine strategische Entscheidung, heiÃŸt es. â€žKurz vor der Wahl kÃ¶nnte so eine kriegerische Attacke vielleicht Verunsicherung schaffenâ€œ, sagt Gian-Franco Kasper am Telefon. â€žMomentan ist es aber zu frÃ¼h, darÃ¼ber zu spekulieren.â€œ Er schiebt schnell nach: â€žUnd das ist keinesfalls zynisch gemeint.â€œ</p>
<p><em>P.S.: Verlinkt wird spÃ¤ter (vielleicht :), bin etwas im Stress derzeit.</em><br />
<a href="http://flattr.com/thing/88809/Winterspiele-2018-Pyeongchang-und-die-Korea-Krise" target="_blank"><br />
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		<title>MÃ¼nchen 2018: die Bewerbungsdokumente (II)</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 13:46:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Journalistenbetrieb und seine Vorabmeldungen. Das ist so eine Sache. Oft ein Ã„rgernis. Aber wenn&#8217;s der AufklÃ¤rung hilft, wer will da schon mÃ¤keln, Mann sollte nicht kleinlich sein. Jedenfalls &#8230; &#8230;Â &#8220;Monitor&#8221;: Ministeriumsbericht zu MÃ¼nchen 2018.Â Olympische Spiele mit &#8220;finanziell bedeutsamen Risiken&#8221; &#8230; &#8230; das Dokument dazu steht seit Wochen hier im Blog, einfach so,Â nebst etlichen anderen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Journalistenbetrieb und seine <a title="Presseportal" href="http://www.presseportal.de/pm/6694/1719515/ard_das_erste" target="_blank">Vorabmeldungen</a>. Das ist so eine Sache. Oft ein Ã„rgernis. Aber wenn&#8217;s der AufklÃ¤rung hilft, wer will da schon mÃ¤keln, Mann sollte nicht kleinlich sein.</p>
<p>Jedenfalls &#8230;</p>
<ul>
<li>&#8230;Â <a title="Tagesschau.de" href="http://www.tagesschau.de/inland/olympia478.html" target="_blank">&#8220;Monitor&#8221;: Ministeriumsbericht zu MÃ¼nchen 2018.Â Olympische Spiele mit &#8220;finanziell bedeutsamen Risiken&#8221;</a> &#8230;</li>
</ul>
<p>&#8230; das Dokument dazu steht seit Wochen hier im Blog, einfach so,Â <a title="MÃ¼nchen 2018: die Bewerbungsdokumente" href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/05/munchen-2018-die-bewerbungsdokumente/" target="_self">nebst etlichen anderen Unterlagen</a>.</p>
<ul>
<li>Die Vereinbarung zwischen Politik und Sport/DOSBÂ <em>(17 Seiten)</em></li>
<li>Das Multi Party AgreementÂ <em>(8 Seiten)</em></li>
<li>Die eigentlichen Bewerbungsunterlagen, Eckdatenpapier genanntÂ <em>(208 Seiten)</em>, die nun in das so genannte Bid Book verwandelt und dem IOC im Januar 2011 Ã¼bergeben werden.</li>
</ul>
<p>Von wirklich kritischer Analyse seitens des BMI, wie die Ãœberschriften suggerieren, kann natÃ¼rlich keine Rede sein. AuÃŸerdem sind die Entscheidungen lÃ¤ngst gefallen, die Unterschriften geleistet.</p>
<p>Wer mag, darf das Papier jetzt auch ausdrucken. So aufregend ist es gar nicht. Nichts fÃ¼r Schlagzeilen, nur ein Puzzle mehr im Steuermittel-Dickicht von Dichtung und Intransparenz:</p>
<p><span id="more-9786"></span>Die Copy &amp; Paste-Funktion aber habe ich weiter gesperrt.</p>
<p><object id="doc_557141577261728" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_557141577261728" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_557141577261728" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_557141577261728"></embed></object></p>
<p><a title="MÃ¼nchen 2018: die Bewerbungsdokumente" href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/05/munchen-2018-die-bewerbungsdokumente/" target="_self">Weiter gilt</a>:</p>
<p><small>Ein Hinweis fÃ¼r Medienschaffende: In diesem Blog wird so manche Recherche ausgewalzt, werden regelmÃ¤ÃŸig Dokumente verÃ¶ffentlicht â€“ und mitunter sogar ein Gedanke. Wer sich hier bedient, sollte unter UmstÃ¤nden in ErwÃ¤gung ziehen, die Quelle zu nennen. Nur mal so, ich versuche das doch auch :)</small></p>
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		<title>MÃ¼nchen 2018: die Bewerbungsdokumente</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/11/05/munchen-2018-die-bewerbungsdokumente/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Nov 2010 15:36:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem nun auch das Bundeskabinett den PlÃ¤nen fÃ¼r MÃ¼nchen 2018 zugestimmt hat, ist es mal wieder an der Zeit fÃ¼r einige aktuelle Dokumente. Die Stellungnahme des Bundesinnenministeriums fÃ¼r das Kabinett (9 Seiten) Die Vereinbarung zwischen Politik und Sport/DOSB (17 Seiten) Das Multi Party Agreement (8 Seiten) Die eigentlichen Bewerbungsunterlagen, Eckdatenpapier genannt (208 Seiten), die nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem nun auch das Bundeskabinett den PlÃ¤nen fÃ¼r MÃ¼nchen 2018 zugestimmt hat, ist es <a title="Vertraulich: alle BÃ¼rgschaften und Garantien, die deutsche Volksvertreter dem IOC fÃ¼r MÃ¼nchen 2018 geben" href="http://www.jensweinreich.de/2010/10/05/vertraulich-alle-burgschaften-und-garantien-die-deutsche-volksvertreter-dem-ioc-fur-munchen-2018-geben/" target="_self">mal wieder an der Zeit</a> fÃ¼r einige aktuelle Dokumente.</p>
<ul>
<li>Die Stellungnahme des Bundesinnenministeriums fÃ¼r das Kabinett <em>(9 Seiten)</em></li>
<li>Die Vereinbarung zwischen Politik und Sport/DOSB <em>(17 Seiten)</em></li>
<li>Das Multi Party Agreement <em>(8 Seiten)</em></li>
<li>Die eigentlichen Bewerbungsunterlagen, Eckdatenpapier genannt <em>(208 Seiten)</em>, die nun in das so genannte Bid Book verwandelt und dem IOC im Januar 2011 Ã¼bergeben werden.</li>
</ul>
<p>Das Kontrastprogramm gibt es u.a. bei &#8230;</p>
<ul>
<li>Dieter Janecek: <a title="Blog von Dieter Janecek" href="http://blog.dieter-janecek.de/2010/11/04/olympia-2018-milliarden-fur-heise-luft/" target="_blank">Olympia 2018 &#8211; Milliarden fÃ¼r heiÃŸe Luft</a> &#8230;</li>
<li>oder bei Ludwig Hartmann und dem Antrag an die Bundesdelegiertenkonferenz der &#8220;sportnarrischen Partei&#8221; (Claudia Roth): <a title="Ludwig Hartmann" href="http://www.ludwig-hartmann.de/inhaltlich/winterspiele-2018/winterspiele-details/artikel/nein-zur-olympiabewerbung-muenchen-2018-antrag-an/" target="_blank">Nein zur Olympiabewerbung MÃ¼nchen 2018</a> &#8230;</li>
<li>und natÃ¼rlich bei <a title="NOlympia 2018" href="http://nolympia2018.ludwighartmann.de/" target="_blank">NOlympia 2018</a></li>
</ul>
<p>Hier nun das Material zum Olympiaplan, fÃ¼r den <span style="text-decoration: line-through;">hunderte Millionen</span> im Prinzip Milliarden aus dem SteuersÃ¤ckel garantiert werden. So viel Transparenz im Umgang mit Ã¶ffentlichen Mitteln sollte sein, wenn es schon nicht alle durchgelesen haben, die die BÃ¼rgschaften erteilten. Lesebefehl!</p>
<ul>
<li><strong>Die Stellungnahme des Bundesinnenministeriums (BMI) fÃ¼r das Kabinett</strong></li>
</ul>
<p><object id="doc_195658640152618" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_195658640152618" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_195658640152618" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_195658640152618"></embed></object><span id="more-9722"></span></p>
<ul>
<li><strong>Die Vereinbarung zwischen Politik und Sport/DOSB</strong></li>
</ul>
<p><object id="doc_970491120012157" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_970491120012157" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=41157235&amp;access_key=key-1a08aybmts7ig9rak6z5&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=41157235&amp;access_key=key-1a08aybmts7ig9rak6z5&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_970491120012157" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=41157235&amp;access_key=key-1a08aybmts7ig9rak6z5&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_970491120012157"></embed></object></p>
<ul>
<li><strong>Das Multi Party Agreement</strong></li>
</ul>
<p><object id="doc_262789391485631" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_262789391485631" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=41157229&amp;access_key=key-syjgevpyg1da3rolhaq&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=41157229&amp;access_key=key-syjgevpyg1da3rolhaq&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_262789391485631" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=41157229&amp;access_key=key-syjgevpyg1da3rolhaq&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_262789391485631"></embed></object></p>
<ul>
<li><strong>Die eigentlichen Bewerbungsunterlagen, Eckdatenpapier genannt</strong></li>
</ul>
<p><object id="doc_16824" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_16824" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=41157223&amp;access_key=key-ndi7j2od02srsplmdn9&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=41157223&amp;access_key=key-ndi7j2od02srsplmdn9&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_16824" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=41157223&amp;access_key=key-ndi7j2od02srsplmdn9&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_16824"></embed></object></p>
<p><span style="font-size: 11px;">Ein Hinweis fÃ¼r Medienschaffende: In diesem Blog wird so manche Recherche ausgewalzt, werden regelmÃ¤ÃŸig Dokumente verÃ¶ffentlicht &#8211; und mitunter sogar ein Gedanke. Wer sich hier bedient, sollte unter UmstÃ¤nden in ErwÃ¤gung ziehen, die Quelle zu nennen. Nur mal so, ich versuche das doch auch :)</span><br />
<a href="http://flattr.com/thing/80906/Munchen-2018-die-Bewerbungsdokumente" target="_blank"><br />
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		<title>Verwarnung fÃ¼r Pyeongchang: &#8220;IOC rules on potential conflict of interests&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/11/03/verwarnung-fur-pyeongchang-ioc-rules-on-potential-conflict-of-interests/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 22:37:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es wird noch spannend in diesem Wettbewerb um die Winterspiele 2018. Und MÃ¼nchen holt international auf, das erzÃ¤hle ich seit Vancouver, das bestÃ¤tigte sich in Dubai und erst recht in Acapulco. Inzwischen ist es nicht mehr Ã¼berraschend. MÃ¼nchen holt auch deshalb auf und hat Chancen auf die Spiele, weil die SÃ¼dkoreaner Fehler machen. Sie kÃ¶nnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es wird noch spannend in diesem Wettbewerb um die Winterspiele 2018. Und MÃ¼nchen holt international auf, das erzÃ¤hle ich <a title="MÃ¼nchen vs Pyeongchang: Spin Doctors und andere Berater" href="http://www.jensweinreich.de/2010/02/16/munchen-vs-pyeongchang-spin-doctors-und-andere-berater/" target="_self">seit Vancouver</a>, das bestÃ¤tigte sich in Dubai und <a title="Olympia 2018: MÃ¼nchen darf hoffen" href="http://www.jensweinreich.de/2010/10/23/olympia-2018-munchen-darf-hoffen/" target="_self">erst recht in Acapulco</a>. Inzwischen ist es nicht mehr Ã¼berraschend. MÃ¼nchen holt auch deshalb auf und hat Chancen auf die Spiele, weil die SÃ¼dkoreaner Fehler machen. Sie kÃ¶nnen halt nicht anders. In Korea stehen viele Konzerne hinter der Bewerbung, und die machen das, was sie immer machen, so sind sie groÃŸ geworden im Olympia-Business. Sie kaufen Image und Stimmen mit SponsorvertrÃ¤gen, zum Beispiel. Sonderlich geschickt sind sie dabei nicht, aber wenn sie die Spiele haben wollen, mÃ¼ssen sie sich ein wenig smarter anstellen &#8230;</p>
<ul>
<li>&#8230; <a title="Vertrag Korean Air - ISU" href="http://www.koreanair.com/" target="_blank">als gerade Korean Air</a>, in Besitz der Familie Cho, deren SprÃ¶ssling <a title="Herr Cho auf Facebook" href="http://www.facebook.com/KoreanAirCEO?v=wall" target="_blank">Yang Ho Cho</a> sowohl als Chairman und CEO von Korean Air als auch des <a title="Pyeongchang 2018" href="http://pyeongchang2018.org/language/eng/sub02/sub02_01.asp" target="_blank">Bewerbungskomitees</a> agiert &#8230;</li>
<li>&#8230; und <a title="Vertrag Samsung - FISA" href="http://www.worldrowing.com/display/modules/news/dspNews.php?newid=324959" target="_blank">als gerade Samsung</a>, immer noch vom gÃ¶ttergleichen <a title="Der reichste Koreaner ..." href="http://www.jensweinreich.de/2009/05/04/der-reichste-koreaner-ioc-mitglied-lee-kun-hee/" target="_self">Lee Kun Hee</a> gefÃ¼hrt, dem olympischen Korruptions-Champion &#8230;</li>
<li>&#8230; oder als <a title="Kleiner Regelbruch ..." href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/22/kleiner-regelbruch-olympia-2018-die-candidate-cities/" target="_self">Pyeongchangs PR-Abteilung</a>.</li>
</ul>
<p>Nun, der Eislauf-Weltverband ISU muss seinen Vertrag mit Korean Air bis nach der 2018er Entscheidung am 6. Juli 2011 auf Eis legen. Der Samsung-Vertrag mit dem Ruder-Weltverband FISA verstÃ¶ÃŸt angeblich nicht gegen IOC-Regeln, wohl aber wird FISA-Boss und IOC-Exekutivmitglied Denis Oswald in Durban nun nicht mit abstimmen. ISU-PrÃ¤sident Ottavio Cinquanta dagegen wird <a title="The IOC, the 2016 bidding race and the question of a secrect, democratic election" href="http://www.jensweinreich.de/2009/08/13/the-ioc-the-2016-bidding-race-and-the-question-of-a-secrect-democratic-election/" target="_self">das elektronische Votingsystem</a> betÃ¤tigen.</p>
<p><a title="IOC PM vom 3. November 2011" href="http://www.olympic.org/en/content/Media/?articleNewsGroup=-1&amp;articleId=105925" target="_blank">Das IOC teilt gerade mit:</a></p>
<blockquote><p><strong>IOC rules on potential conflict of interests</strong></p>
<p>After indications last week of potential conflict of interests concerning partnership deals involving International Sports Federations and commercial partners, the IOC Ethics Commission has taken the following action.</p>
<p>The International Skating Federation (ISU) and Korean Air &#8211; a partner of the Pyeongchang 2018 bid committee &#8211; have agreed to postpone their partnership until after the vote on who will host the Olympic Winter Games in 2018. The election will take place in Durban on 6 July 2011. The Ethics Commission reminded Pyeongchang 2018 and its related organisations to fully respect the Rules of Conduct related to Candidate Cities and issued a warning.</p>
<p>The Ethics Commission also looked into the partnership deal between the International Rowing Federation (FISA) and Samsung, a global (TOP) sponsor of the Olympic Movement. The agreement did not infringe IOC rules. FISA President and IOC member Denis Oswald decided to abstain from voting in Durban to avoid a perception of conflict of interests. The IOC Ethics Commission recognised that FISA and its President acted in good faith.</p></blockquote>
<p>Wer mehr wissen will, die Papiere werden gewiss noch gebraucht:</p>
<ul>
<li><a title="IOC Code of Ethics 2009" href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/11/IOC-Code-of-Ethics-2009.pdf" target="_self">IOC Code of Ethics</a></li>
<li><a title="Rules of Conduct fÃ¼r Olympiabewerbungen" href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/11/2018-rules-of-conduct.pdf" target="_self">Rules of Conduct fÃ¼r Olympiabewerbungen</a></li>
</ul>
<p>Zum Thema Samsung habe ich mich zuletzt aus Acapulco im Hintergrund Politik des Deutschlandfunks geÃ¤uÃŸert.</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/10/22/dlf_20101022_1840_d4c77eed.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Die Original-Passage daraus (es musste fÃ¼r die Sendung gekÃ¼rzt werden):</p>
<p>(&#8230;) In der Nacht vor der Wahl hat es oft genug wundersame Entwicklungen gegeben. Sydney gewann einst die Sommerspiele 2000 gegen Peking, nachdem wenige Stunden vor der Abstimmung bei einem Nachtmahl zwei KorruptionsvertrÃ¤ge mit afrikanischen IOC-Mitgliedern geschlossen wurden.</p>
<p>Korruption ist weder Deutschen noch Franzosen fremd. Ein Deutscher, der ehemalige Adidas-Chef Horst Dassler, bei dem Thomas Bach einst als Direktor angestellt war, hat das System der modernen olympischen Korruption sogar erfunden. Bis heute wirkt das Netzwerk Dasslers, der 1987 an Augenkrebs starb. Das von ihm noch gegrÃ¼ndete ISL-Firmengeflecht hat in den neunziger Jahren 138 Millionen Schweizer Franken Schmiergeld an hohe SportfunktionÃ¤re gezahlt, darunter IOC-Mitglieder. Das ist gerichtsfest dokumentiert.</p>
<p>In SÃ¼dkorea ist Korruption eine Art Volkssport. NOK-PrÃ¤sident Park wurde bereits wegen Korruption verurteilt, flog aus dem IOC und verlor seinen Posten als PrÃ¤sident des Judo-Weltverbandes. SÃ¼dkoreas Ikone Kun Hee Lee, der Kopf des Samsung-Konzerns, wurde gar schon zweimal verurteilt und wieder begnadigt â€“ zuletzt Anfang des Jahres mit der BegrÃ¼ndung, Lee solle im nationalen Auftrag die Winterspiele nach PyeongChang holen.</p>
<p>Der MilliardÃ¤r Kun Hee Lee hÃ¤lt derzeit im Acapulco Princess Hotel Hof. Er saÃŸ schweigend bei der PrÃ¤sentation auf dem Podium. Samsung beherrscht den koreanischen Sport und etliche olympische WeltverbÃ¤nde. Lee blieb trotz seiner Dauer-Vergehen IOC-Mitglied â€“ und Samsung Sponsor im IOC-Vermarktungsprogramm TOP. Eine bizarre Konstellation.</p>
<p>PyeongChang unterbreitete den Nationalen Olympiakomitees fÃ¼r die Winterspielen 2018 neue Angebote. So will man jedem NOK kostenlos ein Haus fÃ¼r FestivitÃ¤ten bereitstellen. Das dÃ¼rfte etwas mehr kosten als die von MÃ¼nchen versprochenen Trainingslager in Deutschlands Spitzensportzentren. Christian Ude preschte mit seiner Kritik vor, die im IOC-Umfeld sicher nicht gern gehÃ¶rt wird.</p>
<blockquote><p>Wir sollen andere Bewerbungen nicht kommentieren. Das steht uns nicht zu. PersÃ¶nlich war ich schon Ã¼berrascht, dass Angebote finanzieller Entlastung von Nationalen Olympischen Komitees Gegenstand einer Bewerbung sind. Aber ich habe gesagt, dass wir uns dadurch nicht einschÃ¼chtern lassen, weil solche Offerten ja durchaus auch eine kontraproduktive Wirkung haben kÃ¶nnen.</p></blockquote>
<p>Auch Klaus Schormann betrachtet das Engagement von Samsung und Kun Hee Lee kritisch:</p>
<blockquote><p>Ich selber habe mich mit ihm nie beschÃ¤ftigt, weil ich aus meinem ethischen GefÃ¼hl anders handle und anders arbeite, auch mit meiner Union, wie wir an Gelder kommen und wie wir mit Partnern arbeiten. Wir wissen natÃ¼rlich, dass die Bewerbung von Pyeongchang weitaus besser aufgestellt ist, finanziell. Aber man weiÃŸ, je mehr Geld man hat, je mehr kann man bewegen. Aber nicht das Geld macht&#8217;s nur, sondern das Know-how. Es ist nicht immer nur eine Ikone, die dann den letzten Ausschlag gibt.</p></blockquote>
<p>Ein gewisses VerstÃ¤ndnis fÃ¼r Samsung und Kun Hee Lee Ã¤uÃŸert Thomas Bach, der zu den Koreanern seit langem beste Beziehungen unterhÃ¤lt und einst sogar den inzwischen wegen Korruption aus dem IOC verbannten Un Yong Kim unterstÃ¼tzte &#8211; etwa mit seiner Unterschrift fÃ¼r die PrÃ¤sidentschaftskandidatur von Kim im Sommer 2001.</p>
<blockquote><p>Samsung ist ein TOP-Sponsor des IOC. da sind die Regeln auch klar, dass sich TOP-Sponsoren nicht engagieren dÃ¼rfen fÃ¼r eine Bewerbung. Aber NatÃ¼rlich wird wahrgenommen, dass Samsung aus Korea kommt und im Ã¼brigen im breitensportlichen Bereich auch ein FÃ¶rderer des DOSB ist auf der nationalen Ebene. Also es handelt sich hier um ein langwieriges internationales Engagement.</p></blockquote>
<p>Josef Fendt ist PrÃ¤sident des Rodel-Weltverbandes und als Berchtesgadener ein FÃ¼rsprecher der MÃ¼nchner Offerte. Er glaubt, dass die Schlagzeilen der vergangenen Tage Ã¼ber Korruption im FuÃŸball-Weltverband FIFA die olympische Szene zumindest momentan beeinflussen.</p>
<blockquote><p>Kann sein, dass diese Probleme, die sich jetzt in der FIFA abgespielt haben, eine gewisse Rolle spielen. Aber die Wahlen sind erst nÃ¤chstes Jahr im Juni oder im Juli. Bis dahin kann schon wieder viel vergessen sein.</p></blockquote>
<p>FÃ¼r die Einhaltung der Regeln in der Bewerbungsphase ist unter anderen die Schwedin Gunilla Lindberg zustÃ¤ndig, eine der erfahrensten Frauen im olympischen Weltsport. Lindberg, selbst IOC-Mitglied, fungiert als Chefin der Evaluierungskommission, die im kommenden Jahr die BewerberstÃ¤dte bereist und danach einen PrÃ¼fbericht anfertigt.</p>
<blockquote><p>Ich glaube nicht, dass irgendjemand versuchen wird, mich zu bestechen. Das wÃ¤re absoluter Nonsens. Wir mÃ¼ssen peinlich genau auf die Ethik-Reglen achten. Nun ist es aber so: Samsung ist schon lange IOC-Sponsor. Wenn wir LÃ¤nder, die TOP-Sponsoren haben, nicht erlauben wÃ¼rden, sich um Olympische Spiele zu bewerben, hÃ¤tten wir nur noch sehr wenige Bewerber.</p></blockquote>
<p>Bernhard Schwank, GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer der Olympia GmbH, verspricht:</p>
<blockquote><p>Also fÃ¼r uns ist eins vÃ¶llig klar: Wir halten uns an die Regeln. Wir arbeiten auf der Grundlage der Regeln, die vorgegeben sind. Nicht nur weil sie vorgegeben sind, sondern, jedenfalls kann ich das fÃ¼r meiner Person sagen, aus Ãœberzeugung. Ich will einen fairen und sauberen Wettbewerb fÃ¼hren um diese Vergabe der Spiele. Und das werde ich auch bis zum Ende so halten.</p></blockquote>
<p>Der Wettbewerb um die Olympischen Winterspiele 2018 hat in Acapulco erst richtig begonnen. MÃ¼nchen startete gut in die finale Phase und erntete Lob von allen Seiten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. MÃ¼nchen ist nicht mehr chancenlos. Aber es ist in der Sportpolitik wie im richtigen Leben: JÃ¤he Wendungen sind nicht ausgeschlossen. (&#8230;)</p>
<p>Manche finden das albern, egal: Wollen wir weiter abstimmen?</p>
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<a href="http://flattr.com/thing/80366/Verwarnung-fur-Pyeongchang-IOC-rules-on-potential-conflict-of-interests" target="_blank"><br />
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		<title>Olympia 2018: MÃ¼nchen darf hoffen</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Oct 2010 23:51:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ACAPULCO. Wie sieht es aus fÃ¼r MÃ¼nchen in der internationalen Arena? Ich bleibe dabei: besser als daheim. Die Dienstreise nach Acapulco hat sich fÃ¼r die Olympiabewerber definitiv gelohnt. Und mir gerade eine Nacht ohne Schlaf beschert. Das ist dabei herausgekommen: : Ein Hintergrund Politk gestern Abend im Deutschlandfunk, mit O-TÃ¶nen von Olympia-Kuratoriumschefin Katarina Witt, IOC-ChefprÃ¼ferin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ACAPULCO. Wie sieht es aus fÃ¼r MÃ¼nchen in der internationalen Arena? Ich bleibe dabei: besser als daheim. Die Dienstreise nach Acapulco hat sich fÃ¼r die Olympiabewerber definitiv gelohnt. Und mir gerade eine Nacht ohne Schlaf beschert. Das ist dabei herausgekommen:</p>
<p><a title="DLF Hintergrund Politik MÃ¼nchen 2018" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/10/22/dlf_20101022_1840_d4c77eed.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Ein Hintergrund Politk gestern Abend im <a title="DLF, Hintergrund Politik vom 22. Oktober 2010" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1302136/" target="_blank">Deutschlandfunk</a>, mit O-TÃ¶nen von</p>
<ul>
<li>Olympia-Kuratoriumschefin Katarina Witt,</li>
<li>IOC-ChefprÃ¼ferin Gunilla Lindberg,</li>
<li>Spin Doctor Jon Tibbs,</li>
<li>Bernie-Ecclestone-Berater Michael Payne,</li>
<li>Rodel-WeltverbandsprÃ¤sident Josef Fendt,</li>
<li>IOC-Vize Thomas Bach,</li>
<li>SÃ¼dkoreas NOK-Boss Park Yong Sung,</li>
<li>Moderner-FÃ¼nfkampf-WeltverbandsprÃ¤sident Klaus Schormann,</li>
<li>Olympia-GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Bernhard Schwank,</li>
<li>Ski-WeltverbandsprÃ¤sident Gian-Franco Kasper,</li>
<li>OberbÃ¼rgermeister Christian Ude und</li>
<li>Bob-WeltverbandsprÃ¤sident Ivo Ferriani</li>
</ul>
<p>Es fehlt ein bisschen Atmo von den PrÃ¤sentationen. Die Mexikaner hatten einfach keine MitschneidemÃ¶glichkeit eingerichtet. Ich werde den Text sicher auch noch reinkopieren, allerdings etwas erweitert. Bis dahin, ich wurde schon gemahnt, sollten wir mal wieder abstimmen.</p>
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<p>Diesen Text fÃ¼r die <a title="Winter voller Wunder" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/1023/seite3/0006/index.html" target="_blank">Berliner Zeitung</a> habe ich auch noch gebastelt:</p>
<p>ACAPULCO. Richard Pound hat einige BÃ¼cher gelesen in seinem sieben Jahrzehnte wÃ¤hrenden Leben. Der Top-Jurist und langjÃ¤hrige VizeprÃ¤sident des IOC hat sogar etliche geschrieben. Der Kanadier mit schottischen Wurzeln liebt klare, deftige Worte. Nirgendwo werde so viel gelogen, pflegt er zu sagen, wie in olympischen BewerbungsbÃ¼chern.</p>
<p>Derlei SprÃ¼che sind unter deutschen Politiker und SportfunktionÃ¤re, die nach Monaten und verzehrenden Auseinandersetzungen mit MÃ¼he die kleine bavarische Olympia-Opposition ausmanÃ¶vriert haben, nicht eben beliebt. Gerade jetzt nicht, wo die Olympiabewerber aus MÃ¼nchen doch ihre internationale Tour beginnen und im nationalen Auftrag um die Austragung der Olympischen Spiele 2018 buhlen. Ohne alle Planungszahlen zu kennen, hat so ziemlich jedes Parlament, vom Gemeinderat Garmisch-Partenkirchen bis zum Bundestag (der schon vorab im Sommer vergangenen Jahres), dem Abenteuer einen Freibrief erteilt. Die Politik hat dem IOC rund 50 umfassende ZugestÃ¤ndnisse gemacht und sich natÃ¼rlich auch verpflichtet, mit Steuermitteln fÃ¼r etwaige Verluste eines olympischen Organisationskomitees aufzukommen.</p>
<p>Zuletzt haben alle siegreichen Truppen â€“ ob Sydney, Salt Lake City, Athen, Turin, Vancouver und natÃ¼rlich Peking â€“ gelogen, dass sich die Balken bogen. Da wurden angebliche Planungen in Windeseile zu Makulatur, das vervielfachten sich Kosten im Sprinttempo, da wollte man von zahlreichen Versprechen nichts mehr wissen. So ist das im Leben. Und im MilliardengeschÃ¤ft mit den Olympischen Spielen. So werden auch die Kosten der MÃ¼nchner Offerte, die bislang auf maximal drei Milliarden Euro geschÃ¤tzt wurden, in BÃ¤lde steigen, sollte MÃ¼nchen auf der Session des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am 6. Juli 2011 in Durban zum Sieger erklÃ¤rt werden.</p>
<p>Die Konkurrenten sind Pyeongchang aus SÃ¼dkorea und Annecy aus Frankreich. Beide wurden von MÃ¼nchens Bewerbern in der Nacht zum Donnerstag an pazifischen Gestaden empfindlich distanziert. Obwohl: Annecy, nun ja, ist kein wirklicher Bewerber. Warum, das wurde bei der PrÃ¤sentation vor der Vollversammlung aller 205 nationalen Olympiakomitees, an der drei Dutzend IOC-Mitglieder teilnehmen, sehr deutlich. Annecy schaffte es nicht einmal, die franzÃ¶sischen IOC-Mitglieder nach Acapulco zu locken. Das mag daran liegen, dass der Weltenbummler und Privatjetflieger Jean-Claude Killy den Zustand des Fairmont Princess Hotel einzuschÃ¤tzen weiÃŸ. Die Absteige trÃ¤gt fÃ¤lschlicher Weise noch das Label eines Luxushotels, verbreitet allerdings den Charme heruntergekommener Plattenbauten. Doch immerhin: zwischen den dunklen Betonplatten stolzieren hÃ¼bsch-rosarote Flamingos.</p>
<p>Und drauÃŸen wachen die testosterongeschwÃ¤ngerten, schwer bewaffneten Jungs von der PolicÃ­a Federal Ã¼ber die Sicherheit der wichtigen Kunden. Don Mario VÃ¡zquez Rana, MultimillionÃ¤r, MultifunktionÃ¤r und Freund von Fidel Castro, ist Gastgeber des Kongresses. Er hat sich um die Bundespolizei bemÃ¼ht, weil er den OrdnungskrÃ¤ften in Acapulco nicht traute. Die Barones, die Drogenbosse, so heiÃŸt es, haben wÃ¤hrend der IOC-Tagung aber Ruhe versprochen. Keine EntfÃ¼hrungen und andere unappetitliche Taten.</p>
<p>Auch Carlo Bruni kam nicht nach Acapulco. Sie Ã¼bermittelte, wie Angela Merkel fÃ¼r MÃ¼nchen, eine GruÃŸbotschaft per Video. WÃ¤hrend das SportvÃ¶lkchen der Kanzlerin aber hÃ¶flich lauschte, wurde die Bruni verspottet. Mon Dieu, die Franzosen, was sie sich antun mÃ¼ssen. Das IOC lieÃŸ sie im Rennen, weil es sich nicht die BlÃ¶ÃŸe geben wollte, das ohnehin kleinste Starterfeld seit drei Jahrzehnten vorab auf MÃ¼nchen und Pyeongchang zu reduzieren.</p>
<p>So stiehlt also in Acapulco niemand Katarina Witt die Show. â€žThe legendary Wittâ€œ, wie der deutsche Oberolympier und IOC-VizeprÃ¤sident Thomas Bach antichambrierte. Die Witt ist im olympischen Zirkus tatsÃ¤chlich noch eine groÃŸe Nummer, und sie hat sich im vergangenen Jahr durchaus beeindruckend eingearbeitet in das Business, in dem sie berÃ¼hmt geworden ist. â€žDamals, in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhundertsâ€œ, wie sie vor den Hundertschaften einflussreicher SportfunktionÃ¤re kokettierte. Die SÃ¼dkoreaner hatten darauf verzichtet, ihren Teenager Kim Yu-Na, die aktuelle Olympiasiegerin und einkommensstÃ¤rkste Sportlerin des Planeten, gegen die Witt aufzubieten. FrÃ¤ulein Kim hat sich gerade von ihrem Coach Brian Orser getrennt und hat einige Probleme.</p>
<p>Katarina Witt kennt Brian Orser natÃ¼rlich bestens und sie erwÃ¤hnt gÃ¼tig, dass es fÃ¼r Kim Yu-Na sicher besser ist, â€žsich auf die kommende Weltmeisterschaft vorzubereitenâ€œ. Wer kann eleganter als eine Eislauf-Diva keifen?</p>
<p>Die 20 Minuten wÃ¤hrende PrÃ¤sentation der MÃ¼nchner Olympiabewerber erfÃ¼llte gewiss keine gehobenen kÃ¼nstlerischen AnsprÃ¼che. Doch in dieser Branche ist man bescheiden geworden. PrÃ¤zise betrachtet war es der beste Auftritt einer deutschen Delegation seit Jahrzehnten. Das mag angesichts der Dilettanten aus Berlin (Bewerbung fÃ¼r die Sommerspiele 2000) und Leipzig (Sommer 2012) nicht viel heiÃŸen. Doch es zÃ¤hlt der Moment. Und der spricht nicht gegen MÃ¼nchen.</p>
<p>Es ging darum, im WahlvÃ¶lkchen Emotionen zu wecken, mit den olympischen Vokabeln und SehnsÃ¼chten zu spielen. Eine heile, hoffnungsfrohe Welt zu suggerieren, im Fall MÃ¼nchen mit den zentralen, oft wiederholten Vokabeln: Oktoberfest, Festival, â€žunvergessliches Winterwunderâ€œ (Witt). Dazu gab es nett geschnittene Videos mit lustigen Bayern, die mehrheitlich einen Migrationshintergrund vorweisen konnten.</p>
<p>Die Witt fÃ¼hrte sicher durchs Kurzprogramm und war nicht sklavisch an ihr Skript gebunden. FDP-Mann Thomas Bach, fÃ¼rs Sportpolitische zustÃ¤ndig, ist kein Showman, sondern Wirtschaftslobbyist. Aber er weiÃŸ wie kein Zweiter, was so ein Gremium hÃ¶ren mÃ¶chte. Fehlerfrei blieb diesmal auch MÃ¼nchens OberbÃ¼rgermeister Christian Ude, der wie auf einer Tourismus-BÃ¶rse minutenlang das Kulturangebot, die Shopping Malls und Nobel-Restaurants seiner Heimatstadt lobte. Das Sportkonzept wurde vom Olympia-GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Bernhard Schwank vorgestellt, ebenfalls kein Showmaster, aber den meisten Delegierten bestens vertraut, weil er seit in etlichen Funktionen mit ihnen arbeitet.</p>
<p>Und schlieÃŸlich die Kanzlerin. Es wÃ¤re ihr eine Ehre, die SportfÃ¼hrer 2018 in MÃ¼nchen begrÃ¼ÃŸen zu dÃ¼rfen, hat sie gesagt. Sie wird doch wohl nicht? Dazwischen liegen noch mindestens zwei Bundestagswahlen.</p>
<p>Waren deutsche Olympiabewerber jemals so aufgekratzt? Man muss weit in den sechziger Jahren recherchieren, um Ã¤hnliche Endorphin-AusschÃ¼ttungen zu attestieren. Vom GlÃ¼ckshormon beseelt werden Willi Daume und seine GefÃ¤hrten 1966 in Rom die IOC-Abstimmung Ã¼ber die Sommerspiele 1972 aufgenommen haben. MÃ¼nchen wurde zum Ausrichter bestimmt. 44 Jahre spÃ¤ter lÃ¤sst sich sagen: MÃ¼nchen hat durchaus Chancen auf die Winterspiele 2018. Das ist kein schlechter Start in die internationale Kampagne.</p>
<p>Was passiert ist in den vergangenen Monaten daheim in Bayern â€“ der tapfere Kampf der Opposition, die hausgemachten Pannen, das Kommunikationsdesaster -, es hat die internationale Stellung der Bewerbung nicht nachhaltig geschwÃ¤cht. Denn es gibt keinen Ãœberflieger in diesem kleinsten Wettbewerb seit dreiÃŸig Jahren.</p>
<p>Die Koreaner aus Pyeongchang, lange Zeit klarer Olympiafavorit, waren nicht viel besser als die Franzosen. Sie verfÃ¼gen Dank der UnterstÃ¼tzung von Staat und etlichen Chaebols zwar Ã¼ber mÃ¤rchenhafte Geldmittel, schaffen es aber nicht, eine technisch saubere PrÃ¤sentation mit einigermaÃŸen verstÃ¤ndlichen Sprechern abzuliefern. â€žNeue Horizonteâ€œ heiÃŸt ihr Slogan. Doch die haben sich nicht wirklich erÃ¶ffnet. Stattdessen mÃ¼ssen sie sich vor MÃ¼nchen fÃ¼rchten.</p>
<p>NatÃ¼rlich weiÃŸ niemand, was so eine gefÃ¼hlte Rangliste, so ein deutlicher Erfolg bei einer PrÃ¤sentation, fÃ¼r die es weder Punkte noch Orden gibt, wirklich bedeutet.</p>
<p>Die Architekten dieses Auftritts, der Amerikaner George Hirthler und der EnglÃ¤nder Jon Tibbs, verkÃ¼ndeten stolz, dies sei erst der Anfang. Man werde weiter hart arbeiten und die Vorstellungen professionalisieren.</p>
<p>Hinter dem Schleier aus Folklore und SÃ¼ÃŸholzraspeln verbergen sich â€“ bei MÃ¼nchen und Peyongchang â€“ eindeutige Botschaften, die beide bis Juli 2011 penetrieren werden. MÃ¼nchen protzt mit den wintersportverrÃ¼ckten deutschen Fans, die bei den Weltcups und Weltmeisterschaften des kommenden Winters so manche gigantische Kulisse fÃ¼r neue Werbefilmchen abgeben. Der MÃ¼nchen-BefÃ¼rworter Michael Payne, langjÃ¤hriger Marketingdirektor des IOC und heute Berater von Formel-1-Boss Bernie Ecklestone, spricht von einer â€žRÃ¼ckkehr in die Heimat des Wintersportsâ€œ, von einer Phase der Besinnung nach dem artifiziellen Abenteuer Sotschi 2014. Das wÃ¼rde auch Sponsoren und TV-Anstalten gefallen, glaubt Payne. Und der Mann hat Ahnung.</p>
<p>Die Koreaner wollen Neuland betreten. â€žNew Horizonsâ€œ eben. Sie erzÃ¤hlen wieder und wieder, dass sie seit einem Jahrzehnt alle Forderungen des IOC erfÃ¼llt, Milliardensummen investiert und viele hundert junge Sportler aus allen Teilen der Welt, die umsonst in den Sportzentren residieren, glÃ¼cklich gemacht haben. Sie haben zuletzt zwei Mal Ã¤uÃŸerst knapp gegen Vancouver (Winterspiele 2010) und Sotschi (Winterspiele 2014) verloren. Nun sind sie dran, fordern sie und wollen neuerdings Theater, Restaurants und Einkaufszentren wÃ¤hrend der Spiele temporÃ¤r von Seoul nach Pyeongchang verlegen, um damit MÃ¼nchens Luxus-Verlockungen zu entgegnen. Und sie werden allen NOK sie wÃ¤hrend der Spiele Dependancen fÃ¼r umfassende FestivitÃ¤ten einrichten. Auf zweihundert HÃ¤user mehr kommt es nicht an. Geld ist reichlich vorhanden. Christian Ude fand das gar nicht lustig. Derlei Offerten â€žkÃ¶nnten auch eine kontraproduktive Wirkung habenâ€œ. Pyeongchang, so der unterschwellige Vorwurf, wolle sich alles, was es nicht habe, flink noch kaufen.</p>
<p>Der groÃŸe Zampano SÃ¼dkoreas, den sie wie eine Gottheit verehren, saÃŸ wÃ¤hrend der PrÃ¤sentation schweigend auf dem Podium: Samsung-Gebieter Kun Hee Lee, selbst IOC-Mitglied und vor Monaten vom StaatsprÃ¤sidenten mal wieder nach einem schweren Korruptionsfall begnadigt. Herr Lee hÃ¤lt seit Tagen Hof im Princess Hotel. Was er am Donnerstag sah, konnte ihm nicht gefallen. Da muss er wohl noch einige Millionen drauflegen. Mit welchen Folgen, das ist eine der spannenden Fragen.</p>
<p>Sepp Fendt, der Rodel-WeltverbandsprÃ¤sident aus Berchtesgaden, attestiert der Szene derzeit eine gewisse Gereiztheit wegen der Korruptionsgeschichten, die gerade im FuÃŸballweltverband FIFA verhandelt werden. In einem halben Jahr aber, meint Fendt, â€žkann das schon wieder vergessen seinâ€œ.<br />
Dann geht die Olympiabewerbung in die entscheidende Phase.<br />
<a href="http://flattr.com/thing/75891/Olympia-2018-Munchen-darf-hoffen" target="_blank"><br />
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Festival of Friendship&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/10/21/festival-of-friendship/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Oct 2010 06:33:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ACAPULCO. MÃ¼nchens Olympiabewerbern steht der bisher wichtigste internationale Auftritt bevor. In der Nacht zum Freitag (MESZ) mÃ¼ssen sich die drei Interessenten fÃ¼r die Olympischen Winterspiele 2018 zum ersten Mal einem groÃŸen Kreis von SportfunktionÃ¤ren prÃ¤sentieren, seit sie im Juni vom IOC-Exekutivkomitee in den Rang von â€žCandidate Citiesâ€œ erhoben wurden. Auf der Vollversammlung aller 205 Nationalen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ACAPULCO. MÃ¼nchens Olympiabewerbern steht der bisher wichtigste internationale Auftritt bevor. In der Nacht zum Freitag (MESZ) mÃ¼ssen sich die drei Interessenten fÃ¼r die Olympischen Winterspiele 2018 zum ersten Mal einem groÃŸen Kreis von SportfunktionÃ¤ren prÃ¤sentieren, seit sie im Juni vom IOC-Exekutivkomitee in den Rang von â€žCandidate Citiesâ€œ erhoben wurden. Auf der Vollversammlung aller 205 Nationalen Olympischen Komitees nehmen im Fairmont Acapulco Princess Hotel einige Dutzend IOC-Mitglieder teil. FÃ¼r MÃ¼nchen, den Favoriten Pyeongchang (SÃ¼dkorea) und Annecy (Frankreich) geht es um mehr als Sympathiepunkte. Es ist bei derlei Offerten stets wichtig, die Stimmungslage im Internationalen Olympischen Komitee auszuloten und von Beginn an einen professionellen Eindruck zu hinterlassen.</p>
<p>Die harten innerdeutschen Auseinandersetzungen mit der Olympia-Opposition blieben dem Wahlvolk nicht verborgen. Die Schwedin Gunilla Lindberg ist Chefin der IOC-Evaluierungskommission, die Anfang 2011 die BewerberstÃ¤dte besucht. â€žIn Demokratien sind derartige Diskussionen selbstverstÃ¤ndlichâ€œ, sagt Lindberg. â€žIn einer freien Gesellschaft werden sie nie hundertprozentige Zustimmung haben.â€œ FÃ¼r die Visite im MÃ¤rz in MÃ¼nchen, Garmisch-Partenkirchen und SchÃ¶nau kÃ¼ndigt sie an:</p>
<blockquote><p>â€žNatÃ¼rlich treffen wir uns mit den Olympiagegnern.â€œ</p></blockquote>
<p>FÃ¼r MÃ¼nchen gehen in Acapulco Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katarina Witt, Chefin des Olympia-Kuratoriums, IOC-VizeprÃ¤sident Thomas Bach (FDP), OberbÃ¼rgermeister Christian Ude (SPD) und Olympia-GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Bernhard Schwank in die BÃ¼tt. Die Aufgaben sind 20 Minuten lang klar verteilt: Witt ist fÃ¼r Emotionen zustÃ¤ndig, Bach fÃ¼rs Sportpolitische, Ude fÃ¼r Lokalkolorit, Schwank fÃ¼r den sporttechnischen Aspekt. Bei der PrÃ¤sentation mit Video-Einlagen wird auch der neue Bewerberslogan vorgestellt. National wirbt MÃ¼nchen seit einigen Wochen mit dem Claim â€ždie freundlichen Spieleâ€œ. International soll nun der Slogan â€žFestival of Friendshipâ€œ beeindrucken. Ein Festival der Freundschaft.</p>
<p>Eigentlich war am Dienstag die Generalprobe angesagt. Der EnglÃ¤nder Jon Tibbs, der als Berater einst mit Peking (Sommerspiele 2008) und Sotschi (Winterspiele 2014) Olympiasiege feierte, Ã¼bernahm im Sitzungssaal schon das Kommando. Einige wenige Journalisten mussten den Raum verlassen. Doch als MÃ¼nchens Delegation proben wollte, wurde sie von mexikanischen Technikern vertrÃ¶stet. Der Saal war noch nicht fertig hergerichtet. Der Test musste um 24 Stunden verschoben werden. MÃ¼nchen passt das durchaus, denn dadurch konnte auch Christian Ude noch an der Generalprobe teilnehmen. Ude kam am Mittwoch in Acapulco an, er reiste gemeinsam mit Claudia Bokel, dem zweiten deutschen IOC-Mitglied.</p>
<p>Ude hatte bei der ersten internationalen Pressekonferenz der Bewerbergesellschaft im Februar 2010 in Vancouver einen Fauxpas begangen, als er einen englischen Text vortrug und dabei behauptete, es habe auf dem Oktoberfest niemals einen ernsthaften Zwischenfall gegeben. Die Verantwortung fÃ¼r den Fehler, das Bombenattentat von 1980 zu unterschlagen, Ã¼bernahm der Amerikaner George Hirthler. Er fertigt nicht nur die englische Version des Bewerbungsbuchs, das MÃ¼nchen im Januar 2011 beim IOC in Lausanne abgeben muss, sondern schreibt alle wichtigen Reden der Bewerber. In Acapulco choreographiert er auch die PrÃ¤sentation. Es ist Hirthler etwas unangenehm, an Vancouver erinnert zu werden. â€žDas passiert uns nicht noch einmalâ€œ, verspricht der Mann aus Atlanta, der an drei siegreichen Bewerbungen mitwirkte: Atlanta 1996, Peking 2008 und Vancouver 2010.</p>
<p>Im Nachbarhotel probte die Konkurrenz aus Pyeongchang mehrere Stunden lang, gecoacht von Terrence Burns, einem ehemaligen GeschÃ¤ftspartner von Hirthler. Die Welt der Consultants ist klein. Man kennt sich. Auch Burns fÃ¼hrt drei Olympiasiege im Portfolio: Peking, Vancouver und Sotschi 2014. Je zwei davon errang er mit Hirthler und Tibbs, die jetzt auf der Gegenseite fÃ¼r MÃ¼nchen werkeln.</p>
<p>Die Koreaner verzichten in Acapulco nun doch auf ihre Nationalheldin Kim Yu-Na. Die Eiskunstlauf-Olympiasiegerin von 2010 war eigentlich im Charme-Duell gegen Katarina Witt erwartet worden. Diese Auseinandersetzung wird es erst im FrÃ¼hjahr geben: Bei den PrÃ¤sentationen im April auf der Branchen-Messe Sportaccord in London, vor dem IOC im Mai in Lausanne â€“ und auf der entscheidenden IOC-Vollversammlung am 6. Juli 2011 in Durban.</p>
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		<title>Vertraulich: alle BÃ¼rgschaften und Garantien, die deutsche Volksvertreter dem IOC fÃ¼r MÃ¼nchen 2018 geben</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 12:49:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer Olympische Spiele ausrichten will, muss nur flink seine nationale Rechtsordnung auÃŸer Kraft setzen (das ist zuspitzend kommentierend formuliert, liebe Juristen), sich dem Diktat des steuerbefreiten Weltkonzerns IOC und seiner Parallelgesellschaft &#8220;olympischer Sport&#8221; unterwerfen â€“ und natÃ¼rlich einige Dutzend staatliche Garantien abgeben: AusfallbÃ¼rgschaften, viele andere finanzielle BÃ¼rgschaften (wobei die Sicherheitskosten, medizinische Versorgung etc pp in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer Olympische Spiele ausrichten will, muss nur flink seine nationale Rechtsordnung auÃŸer Kraft setzen (<em>das ist zuspitzend kommentierend formuliert, liebe Juristen</em>), sich dem Diktat des steuerbefreiten Weltkonzerns IOC und seiner <a title="&quot;Korruption im Sport&quot;" href="http://www.jensweinreich.de/referenzen/bucher/korruption-im-sport/" target="_self">Parallelgesellschaft</a><a title="tag: Korruption im Sport" href="http://www.jensweinreich.de/category/korruption/" target="_self"> &#8220;olympischer Sport&#8221;</a> unterwerfen â€“ und natÃ¼rlich einige Dutzend staatliche Garantien abgeben: AusfallbÃ¼rgschaften, viele andere finanzielle BÃ¼rgschaften (wobei die Sicherheitskosten, medizinische Versorgung etc pp in keinem Etat auftauchen, das wird den Steuerzahler noch einige hundert Millionen Euro kosten, so genau nimmtâ€™s man da nicht) und etliches mehr.</p>
<p><a title="Finanzierung Olympischer Spiele: &quot;Wir sind ein privilegiertes VÃ¶lkchen&quot;" href="http://www.jensweinreich.de/2009/05/07/finanzierung-olympischer-spiele-wir-sind-ein-privilegiertes-volkchen/" target="_self">Olympia ist ein Franchise-Unternehmen</a>, vergleichbar mit einer McDonald&#8217;s-Filiale: Der Franchise-Geber behÃ¤lt alle Rechte und den Profit. Der Franchise-Nehmer agiert weitgehend rechtlos und trÃ¤gt das finanzielle Risiko komplett. Das Risiko bei Olympischen Spielen trÃ¤gt immer allein der Steuerzahler.</p>
<p>VoilÃ , hier ist die Liste der Garantien, die deutsche SportfunktionÃ¤re (als hÃ¤tten sie etwas zu sagen, als wÃ¼rden sie etwas riskieren, als wÃ¼rden sie finanziell fÃ¼r Kosten einstehen) und deutsche Politiker (Stuttgart21 lÃ¤sst grÃ¼ÃŸen) dem <a title="Das intransparenteste Unternehmen der Welt" href="http://jensweinreich.de/?p=2394" target="_self">intransparentesten Unternehmen der Welt</a>, dem IOC, demnÃ¤chst fÃ¼r die Bewerbung um die <a title="alle BeitrÃ¤ge zur MÃ¼nchner Olympiabewerbung" href="http://jensweinreich.de/?cat=49" target="_self">Olympischen Winterspiele 2018</a> abgeben.</p>
<p>Das ellenlange Dokument sind zehn Seiten von rund 800 Seiten Bewerbungsunterlagen, die teilweise als â€œstreng vertraulichâ€? gekennzeichnet sind undÂ die am Mittwoch von den Kommunalparlamenten beschlossen werden. Der <a title="MÃ¼nchen 2018: demokratiewidriger Striptease" href="http://www.jensweinreich.de/2009/06/30/bundestag-zu-munchen-2018-demokratiewidriger-striptease/" target="_self">Bundestag hat ja</a> in einem demokratiewidrigen Striptease bereits <a title="Copy and paste im Bundestag" href="http://www.jensweinreich.de/2009/07/01/copy-and-paste-im-bundestag-die-olympiabewerbungen-von-leipzig-und-munchen/" target="_self">seinen Freibrief gegeben</a>. Ich finde allerdings, Entscheidungen und Garantien solcher Tragweite sollten wirklich Ã¶ffentlich verhandelt werden.</p>
<p>Wenn ich richtig gezÃ¤hlt habe, sind es 47 Garantien/BÃ¼rgschaften, Unterpunkte nicht eingerechnet. Mag sein, dass noch einige dazu kommen, einen Hinweis auf die Steuerbefreiung fÃ¼r IOC-Einnahmen im Zusammenhang mit den Spielen habe ich beim Ãœberarbeiten womÃ¶glich nur Ã¼bersehen.</p>
<p>Ich freue mich auf die Diskussion.</p>
<blockquote><p>Aus dem â€œEckpunktepapierâ€? zum â€œBid Book MÃ¼nchen 2018â€?</p>
<p><strong>Multi Party Agreement</strong></p>
<p><strong>PrÃ¤ambel</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund (DOSB) sowie die Bewerbungsgesellschaft MÃ¼nchen 2018 GmbH geben gemeinsam folgende Garantien ab:</p>
<p><strong>Garantie 3.3</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund, werden unseren finanziellen Beitrag fÃ¼r die erfolgreiche DurchfÃ¼hrung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 leisten und alle MaÃŸnahmen ergreifen und Ressourcen zur VerfÃ¼gung stellen, welche fÃ¼r die sichere und friedliche DurchfÃ¼hrung der Spiele erforderlich sind. Wir werden fÃ¼r die Achtung der Olympischen Charta einstehen und die hieraus folgenden Verpflichtungen erfÃ¼llen. Wir sichern zu, alle notwendigen MaÃŸnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass die Ã¼brigen Unterzeichner ihre Verpflichtungen erfÃ¼llen.</p>
<p><strong>Garantie 4.1</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land bestÃ¤tigen, dass wir a) die Achtung der Olympischen Charta und des Host City-Vertrages garantieren;</p>
<ul>
<li>b) verstehen und damit einverstanden sind, dass alle Zusicherungen, GewÃ¤hrleistungen und Zusagen, die sowohl in denÂ Bewerbungsunterlagen der Bewerberstadt als auch in allen anderen VerpflichtungserklÃ¤rungen &#8211; mÃ¼ndlicher oder schriftlicher Art &#8211; von der Bewerberstadt (einschlieÃŸlich der Bewerbungsgesellschaft) oder dem Nationalen Olympischen Komitee (NOC) gegenÃ¼ber dem IOC abgegeben worden sind, fÃ¼r die Bewerberstadt verbindlich sind; und</li>
<li>c) garantieren, dass alle notwendigen MaÃŸnahmen getroffen werden, damit die Bewerberstadt alle ihre Verpflichtungen vollumfÃ¤nglich erfÃ¼llt.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 4.2</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund, garantieren, dass in der Landeshauptstadt MÃ¼nchen, in ihrer Umgebung oder anderen Austragungsorten keine anderen wichtigen nationalen oder internationalen Treffen oder Veranstaltungen wÃ¤hrend der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 in MÃ¼nchen (nachfolgend: &#8220;Spiele&#8221;) oder unmittelbar eine Woche vor oder eine Woche nach den Spielen stattfinden.</p>
<p><strong>Garantie 4.4</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft MÃ¼nchen 2018 GmbH garantiert, in Form der beiliegenden Dokumente, dass wir angemessene MaÃŸnahmen ergriffen haben, um die Wortmarken &#8220;Munich 2018&#8243; und &#8220;MÃ¼nchen 2018&#8243; innerhalb der Bundesrepublik Deutschland schÃ¼tzen und die Domains Muenchen2018/Munich2018.com/net/org/de registrieren zu lassen.</p>
<p><strong>Garantie 4.5</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland und der Deutsche Olympische Sport Bund garantieren, dass der weitgehende Schutz des Olympischen Emblems (die Olympischen Ringe) und der Olympischen Bezeichnungen (&#8220;Olympiade&#8221;, &#8220;Olympia&#8221; &#8220;olympisch&#8221;) durch das Gesetz zum Schutz des olympischen Emblems und der olympischen Bezeichnungen vom 31.03.2004 erfolgt. Andere Kennzeichen mit Bezug auf die Olympischen Spiele (z. B. Symbole, Motto) kÃ¶nnen Ã¼ber das Markenrecht einen Markenschutz und bei entsprechender WerkqualitÃ¤t Ã¼ber das Urheberrecht Urheberschutz erlangen.</p>
<p>Deutschland ist Vertragspartei des Madrider Abkommens Ã¼ber die internationale Registrierung von Marken sowie des Protokolls zum Madrider Abkommen Ã¼ber die internationale Registrierung von Marken. Einen im Bereich der EuropÃ¤ischen Union geltenden Markenschutz regelt die Verordnung Nr. 40/94 des Rates Ã¼ber die Gemeinschaftsmarke. DarÃ¼ber hinaus gilt das nationale Markengesetz.</p>
<p>Einen ergÃ¤nzenden Schutz gewÃ¤hrt das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Danach kann das Anlehnen an den Ruf und das Ansehen eines fremden Kennzeichens gegen das Wettbewerbsrecht verstoÃŸen.</p>
<p><strong>Garantie 4.7.1</strong></p>
<p>Die Landeshauptstadt MÃ¼nchen garantiert hiermit, dass</p>
<ul>
<li>a) die Bewerbungsgesellschaft MÃ¼nchen 2018 GmbH (Bid Committee Munich 2018 GmbH), ermÃ¤chtigt ist, die Organisation und Koordination der Bewerbung fÃ¼r uns durchzufÃ¼hren und uns in Belangen der Bewerbung zu gemÃ¤ÃŸ den GesellschaftervertrÃ¤gen und Vereinbarungen zu vertreten;</li>
<li>b) die Bewerbungsgesellschaft MÃ¼nchen 2018 GmbH durch ihre GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Bernhard Schwank und JÃ¼rgen BÃ¼hl gesetzlich vertreten wird, wodurch diese ermÃ¤chtigt sind, rechtsgÃ¼ltig VertrÃ¤ge und andere Dokumente fÃ¼r die Bewerbungsgesellschaft zu schlieÃŸen. Die Vertretungsberechtigung und Berechtigung zum Abschluss von verbindlichen Dokumenten (wie etwa dem Host City-Vertrag) fÃ¼r die Stadt MÃ¼nchen obliegt dem OberbÃ¼rgermeister.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 5.3</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass alle akkreditierten Personen, die Ã¼ber einen gÃ¼ltigen Reisepass und eine Olympische Ausweis- und Akkreditierungskarte verfÃ¼gen, in die Bundesrepublik einreisen und ihre olympische oder paralympische Funktion fÃ¼r die Dauer der Spiele sowie je einen Monat vor und nach den Spielen ausÃ¼ben kÃ¶nnen, in Einklang mit dem &#8220;International Olympic Committee&#8217;s Accreditation and Entries at the Olympic Games &#8211; Users&#8217; Guide&#8221;. Sofern sie nicht zur visumfreien Einreise berechtigt sind, werden ihnen gebÃ¼hrenfreie Visa zur mehrfachen Einreise und zum Aufenthalt in die bzw. der Bundesrepublik erteilt.</p>
<p><strong>Garantie 5.4</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass andere Personen, die an der Organisation der Olympischen Spiele mitwirken und nicht im Besitz einer olympischen Akkreditierungskarte sind, auf der Grundlage entsprechender Nachweise im Rahmen der nationalen und bzw. europÃ¤ischen Aufenthaltsbestimmungen zÃ¼gig und gebÃ¼hrenfrei einen Aufenthaltstitel erhalten werden, der die Einreise, zum Aufenthalt und erforderlichenfalls zur ErwerbstÃ¤tigkeit in der Bundesrepublik berechtigt.</p>
<p>Schon jetzt benÃ¶tigt ein Teil der im 2018 Candidate Procedure and Questionnaire genannten Personengruppen, wie etwa AngehÃ¶rige der meisten EU-Staaten, keine Arbeitsgenehmigung.</p>
<p><strong>Garantie 5.7.1</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass fÃ¼r die Zwecke der DurchfÃ¼hrung der Spiele die vorÃ¼bergehende Einfuhr und anschlieÃŸende Wiederausfuhr und der Gebrauch der vom IOC, vom Internationalen Paralympischen Komitee (IPC), den internationalen SportverbÃ¤nden (IF), den Nationalen Olympischen Komitees und ihren Delegationen, den Medien, Sponsoren und Zulieferern eingefÃ¼hrten Waren inklusive VerbrauchsgÃ¼ter ohne Erhebung von ZÃ¶llen, Einfuhrumsatzsteuer oder sonstigen staatlichen Steuern und Abgaben gestattet wird.</p>
<p><strong>Garantie 6.7</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Freistaat Bayern, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass alle gemeldeten BaumaÃŸnahmen, die im Rahmen der Organisation der Spiele erforderlich sind, kommunalen, landesrechtlichen und bundesrechtlichen Umweltgesetzen und -Verordnungen ebenso entsprechen wie internationalen Vereinbarungen und Protokollen (soweit anwendbar), welche die Planung, Konstruktion und den Schutz der Umwelt betreffen.</p>
<p><strong>Garantie 7.1</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sportbund im Namen des zukÃ¼nftigen &#8220;Organising Committee of the Olympic Games&#8221; (OCOG) garantieren gemeinsam mit der Bundesrepublik Deutschland die Deckung jeglichen potentiellen Fehlbetrags des OCOG, einschlieÃŸlich eventueller RÃ¼ckerstattungen an das IOC solcher Vorausleistungen und BeitrÃ¤ge, die das IOC dem OCOG gegenÃ¼ber erbracht hat und die das IOC im Falle eines Schadens, wie etwa dem teilweisen oder vollstÃ¤ndigen Ausfall der Spiele, Dritten gegenÃ¼ber erstatten muss.</p>
<p><strong>Garantie 7.2</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass sie dem OCOG Dienstleistungen in Bezug auf Zoll und Einreise kostenlos zur VerfÃ¼gung stellt. Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass sie dem OCOG Dienstleistungen betreffend der Ã¶ffentlichen medizinischen Versorgung kostenlos zu VerfÃ¼gung stellen. Die Bundesrepublik Deutschland und der Freistaat Bayern garantieren, dass sie dem OCOG Dienstleistungen in Bezug auf die Sicherheit kostenlos zur VerfÃ¼gung stellen werden.</p>
<p><strong>Garantie 7.3</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland bestÃ¤tigt, dass aufgrund des in Deutschland herrschenden Prinzips der freien Marktwirtschaft kein System zur generellen Preiskontrolle besteht. Die bestehenden Zivil- und Strafgesetze der Bundesrepublik Deutschland ermÃ¶glichen jedoch ein Vorgehen gegen Wucher.</p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft MÃ¼nchen 2018 GmbH bestÃ¤tigt, dass sie mit einer Vielzahl von Hotels im Raum der Austragungsorte OptionsvertrÃ¤ge geschlossen hat, worin feste Hotelpreise vereinbart wurden.</p>
<p><strong>Garantie 8.1</strong></p>
<p>&#8220;Joint Marketing Programme Agreement&#8221; &#8211; Vorlage wird zur VerfÃ¼gung gestellt.</p>
<p><strong>Garantie 8.2</strong></p>
<p>Das Nationale Paralympische Komitee (NPC), der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund &#8211; im Namen des zukÃ¼nftigen &#8220;Organising Committee of the Olympic Games&#8221; (OCOG)</p>
<ul>
<li>a) bestÃ¤tigen hiermit, dass das Paralympische geistige Eigentum innerhalb Deutschlands zwischen dem 1. Januar 2013 und dem 31. Dezember 2020 einheitlich durch das OCOG vermarktet wird. Zu diesem Zweck werden die Parteien bis zum 31. Juli 2012 ein &#8220;Paralympic Joint Marketing Programme Agreement&#8221; (PJMPA) abschlieÃŸen, welches den Anforderungen des IOC entspricht. Darin werden alle kommerziellen Rechte des NPC von dem OCOG fÃ¼r den Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2020 wahrgenommen.</li>
<li>b) erkennen an, dass das PJMPA mit Genehmigung durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) und das Internationale Paralympische Komitee (IPC) in Kraft treten soll.</li>
</ul>
<p>Das NPC verpflichtet sich weiter,</p>
<ul>
<li>a) in die NPC-Sponsoren-VertrÃ¤ge Klauseln aufzunehmen, dass diese VertrÃ¤ge am 31. Dezember 2012 enden und NPC-Sponsoren kein Recht haben, sich wirtschaftlich in irgendeiner Weise mit den Paralympics, dem OCOG, dem NPC (nach dem 31. Dezember 2012) oder den Paralympic Teams des NPC von 2014, 2016 und 2018 zu assoziieren; weiterhin haben sie weder ein Vorrecht aufÂ Verhandlungen (sog. &#8220;right of first discussion&#8221;) noch sonstige Vorzugsrechte in Verbindung mit den Paralympics, dem OCOG, dem NPC oder den Paralympic Teams des NPC von 2014, 2016 und 2018;</li>
<li>b) zu gewÃ¤hrleisten, dass die nationalen paralympischen SportverbÃ¤nde (sowohl der Sommer- als auch der Winterwettkampfdisziplinen, im Folgenden &#8220;NF&#8221;) mit dem OCOG zusammenzuarbeiten, um Gebiete zu identifizieren, in denen gemeinsame Marketing-Interessen bestehen und dass die NFs von jeglichen Ambush-Marketing-AktivitÃ¤ten Abstand nehmen bzw. ihre Sponsoren dazu veranlassen, jegliche Ambush-Marketing-AktivitÃ¤ten zu unterlassen, wie insbesondere die Entwicklung von Marketing-AktivitÃ¤ten, die in irgendeinem Zusammenhang mit den Spielen, der Stadt MÃ¼nchen, dem Jahr der Spiele oder Olympischer und Paralympischer Teams stehen.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 8.3.1</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland und der Deutsche Olympische Sport Bund garantieren, dass entsprechende Gesetze zur effektiven Reduktion und Sanktionierung von Ambush-Marketing (z. B. zur Verhinderung von unlauterem Wettbewerb durch Wettbewerber der Olympischen Sponsoren) bereits bestehen. Sofern nach dem Olympiaschutzgesetz, dem Markengesetz, der EG-Verordnung Nr. 40/94 Ã¼ber die Gemeinschaftsmarke oder dem Urheberrechtsgesetz geschÃ¼tzte Rechte verletzt werden, besteht Schutz aufgrund der entsprechenden gesetzlichen Regelungen. DarÃ¼ber hinaus gewÃ¤hrt das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb Schutz, wenn unlautere geschÃ¤ftliche Handlungen, wie etwa irrefÃ¼hrende Werbung oder Ausnutzung oder BeeintrÃ¤chtigung der WertschÃ¤tzung der Ware oder Dienstleistung eines Unternehmens, erfolgen. Die genannten Gesetze sehen insbesondere UnterlassungsansprÃ¼che, die schnell und effektiv im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes durchgesetzt werden kÃ¶nnen, sowie Schadensersatz-AnsprÃ¼che vor. Gegen unerwÃ¼nschte Werbung in den vom Veranstalter genutzten GebÃ¤uden und auf den vom Veranstalter genutzten GrundstÃ¼cke (insbesondere an den AustragungsstÃ¤tten) kann sich dieser durch AusÃ¼bung des ihm zustehenden Hausrechts schÃ¼tzen, wonach WerbemaÃŸnahmen von Nicht-Sponsoren auf dem GelÃ¤nde ausgeschlossen werden kÃ¶nnen.</p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen im Zeitraum von zwei Wochen vor der ErÃ¶ffnungszeremonie bis zur Schlusszeremonie der Spiele StraÃŸenverkÃ¤ufe und WerbeflÃ¤chen im Ã¶ffentlichen Raum (PlakatwÃ¤nde, Werbung in Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln) kontrolliert werden. Der Freistaat Bayern garantiert, dass der Luftraum Ã¼ber den Austragungsorten derart kontrolliert werden kann, dass die Verhinderung von VerÃ¶ffentlichungen im Luftraum sichergestellt ist.</p>
<p><strong>Garantie 8.3.2</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass wir mit allen EigentÃ¼mern verbindliche Vereinbarung zum Erwerb aller existierenden oder noch entstehenden AuÃŸenwerbeflÃ¤chen im Ã¶ffentlichen Raum in MÃ¼nchen und anderen operativen StÃ¤dten (z. B. Austragungsorte, Verkehrsknotenpunkte) zu den 2010 geltenden marktÃ¼blichen Konditionen abgeschlossen haben bzw. noch abschlieÃŸen werden.</p>
<p><strong>Garantie 8.3.3</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass wir mit allen EigentÃ¼mern verbindliche Vereinbarung zum Erwerb aller existierenden oder noch entstehenden WerbeflÃ¤chen in Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln (z. B. Busse, U-Bahn und Tram) in MÃ¼nchen und anderen operativen StÃ¤dten (Austragungsorte, Verkehrsknotenpunkte) zu den 2010 geltenden marktÃ¼blichen Konditionen abgeschlossen haben.</p>
<p><strong>Garantie 8.3.4</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft MÃ¼nchen 2018 GmbH garantiert, dass sie mit den Betreibergesellschaften der FlughÃ¤fen MÃ¼nchen, Innsbruck und Salzburg verbindliche Vereinbarungen zur Kontrolle aller existierenden oder noch entstehenden WerbeflÃ¤chen (innen und auÃŸen) an den fÃ¼r die Spiele genutzten FlughÃ¤fen zu den 2010 geltenden marktÃ¼blichen Konditionen abgeschlossen hat.</p>
<p><strong>Garantie 8.4</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen , der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund, garantieren, als zukÃ¼nftige Gesellschafter des OCOG, die bedingungslose Teilnahme des OCOG am TOP-Programm (&#8220;The Olympic Partner Programme&#8221;) und anderen Marketing Programmen des IOC. Das TOP-Programm, das vom IOC durchgefÃ¼hrt wird, ist das einzige Sponsoring mit exklusiven Marketingrechten fÃ¼r sowohl die Sommer- als auch die Winterspiele.</p>
<p><strong>Garantie 9.7</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren die Finanzierung sÃ¤mtlicher BaumaÃŸnahmen fÃ¼r Wettkampf- und Nicht-WettkampfstÃ¤tten fÃ¼r die Austragung der Spiele.</p>
<p><strong>Garantie 9.8</strong></p>
<p><strong>(1)</strong> Als EigentÃ¼merin der Olympiapark MÃ¼nchen GmbH garantiert die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, als EigentÃ¼merin der fÃ¼r die Schneewettbewerbe vorgesehen GrundstÃ¼cke im Markt Garmisch-Partenkirchen garantiert der Markt Garmisch-Partenkirchen, als EigentÃ¼mer der Kunsteisbahn KÃ¶nigssee garantiert der Landkreis Berchtesgadener Land, als EigentÃ¼mer des fÃ¼r die Austragung der Biathlon- und Langlaufwettbewerbe benÃ¶tigten GrundstÃ¼cks und des fÃ¼r die temporÃ¤r zu errichtende Eisschnelllaufhalle benÃ¶tigten GrundstÃ¼cks garantiert der Freistaat Bayern, dass das OCOG</p>
<ul>
<li>exklusive Nutzungsrechte Ã¼ber die WettkampfstÃ¤tten fÃ¼r die Spiele erhÃ¤lt;</li>
<li>das Recht (und die Pflicht) erhÃ¤lt, um den Zugang der Delegationen der Nationalen Olympischen Komitees fÃ¼r Trainingszwecke und Kennenlernen der WettkampfstÃ¤tten zu erleichtern; und</li>
<li>alle Rechte hinsichtlich kommerzieller Rechte erhÃ¤lt (einschlieÃŸlich der Konditionen, wie sie im &#8220;Clean Venue Appendix&#8221; aufgefÃ¼hrt sind) fÃ¼r den Zeitraum wÃ¤hrend der Olympischen und Paralympischen Winterspiele sowie der Testevents.</li>
</ul>
<p>Die Garantiegeber verpflichten sich ferner, die Bedingungen der Olympischen Charta und des Host City-Vertrages wÃ¤hrend der Dauer des Miet-/Pachtvertrages mit dem OCOG einzuhalten.</p>
<p><strong>(2)</strong> Die Bewerbungsgesellschaft MÃ¼nchen 2018 GmbH garantiert, dass die betroffenen Internationalen SportverbÃ¤nde schriftlich bestÃ¤tigt haben, dass die jeweilige WettkampfstÃ¤tte den spezifischen Anforderungen entspricht bzw. gemÃ¤ÃŸ den Planungen der Bewerbungsgesellschaft entsprechen wird.</p>
<p><strong>Garantie 9.9</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass alle Wettkampf- und Nicht-WettkampfstÃ¤tten, die im Ã¶ffentlichen Eigentum stehen, dem OCOG kostenfrei bzw. gegen eine vom IOC gebilligte Miete fÃ¼r die DurchfÃ¼hrung der Spiele zur VerfÃ¼gung stehen.</p>
<p><strong>Garantie 10.5.4</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft MÃ¼nchen 2018 bestÃ¤tigt, dass gemÃ¤ÃŸ Bid Book alle Venues fÃ¼r die Paralympischen Spiele bereits wÃ¤hrend der Olympischen Winterspiele genutzt werden und somit die Kontrolle der kommerziellen Rechte an diesen Venues durch Garantie 9.8 geklÃ¤rt sind.</p>
<p><strong>Garantie 10.9.2</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass nationale und internationale Richtlinien zur Barrierefreiheit in allen Planungs- und Bauphasen berÃ¼cksichtigt werden, insbesondere, aber nicht abschlieÃŸend,</p>
<ul>
<li>a) das Ãœbereinkommen der Vereinten Nationen Ã¼ber die Rechte von Menschen mit Behinderungen und dessen Zusatzprotokoll; Ziel des auch von Deutschland ratifizierten Ãœbereinkommens ist es, die Rechte behinderter Menschen zu garantieren, zu schÃ¼tzen und zu fÃ¶rdern;</li>
<li>b) das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (BGG), dessen Ziel es ist, jegliche Benachteiligungen behinderter Menschen zu beseitigen und zu verhindern sowie die gleichberechtigte Teilhabe von behinderten Menschen am Leben in der Gesellschaft zu gewÃ¤hrleisten und ihnen eine selbstbestimmte LebensfÃ¼hrung zu ermÃ¶glichen;</li>
<li>c) das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), dessen Ziel es ist, jegliche Diskriminierung u. a. aufgrund von Behinderungen zu verhindern; und</li>
<li>d) das Bayerische Gesetz zur Gleichstellung, Integration und Teilhabe von Menschen mit Behinderung (BayBGG), wobei insbesondere die unter a), b) und c) aufgefÃ¼hrten Gesetze auch spezielle Vorschriften zur Barrierefreiheit in den Bereichen Bau und Verkehr enthalten; hiernach sind zivile Neubauten, Um- und Erweiterungsbauten sowie sonstige Anlagen, Ã¶ffentliche Wege, PlÃ¤tze und StraÃŸen sowie sonstige Ã¶ffentlich zugÃ¤ngliche Verkehrsanlagen und BefÃ¶rderungsmittel im Ã¶ffentlichen Personennahverkehr barrierefrei zu gestalten.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 10.12.1</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass sÃ¤mtliche finanziellen Mittel fÃ¼r die DurchfÃ¼hrung der Paralympischen Winterspiele 2018 gewÃ¤hrleistet werden.</p>
<p><strong>Garantie 11.2</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass die fÃ¼r die Errichtung der Olympischen DÃ¶rfer in MÃ¼nchen, Garmisch-Partenkirchen und der Athletenunterkunft in SchÃ¶nau a. KÃ¶nigssee im Landkreis Berchtesgadener Land (nachfolgend: Olympisches Dorf genannt) dem Stadtentwicklungs- bzw. Raumordnungsplan entsprechen und den Standards, um eine bauliche Genehmigung zu erhalten.</p>
<p><strong>Garantie 11.4</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen als zukÃ¼nftige EigentÃ¼merin des fÃ¼r das in MÃ¼nchen vorgesehene Olympische Dorf vorgesehenen GrundstÃ¼cks, der Markt Garmisch-Partenkirchen als zukÃ¼nftiger EigentÃ¼mer des fÃ¼r das in Garmisch-Partenkirchen vorgesehenen GrundstÃ¼cks, der Landkreis Berchtesgadener Land als Vertragspartner des EigentÃ¼mers der Athletenunterkunft in SchÃ¶nau a. KÃ¶nigssee, garantieren, dass das OCOG in die Planung hinsichtlich der Errichtung des Olympischen Dorfes einbezogen werden wird.</p>
<p><strong>Garantie 11.5</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass ausreichend finanzielle Mittel fÃ¼r die Errichtung des Olympischen Dorfes vorhanden sind bzw. von uns bereitgestellt werden, sofern bei der Errichtung des Olympischen Dorfes durch Private eine DeckungslÃ¼cke entstehen sollte. Die Angaben zu den Finanzierungsfragen und den BetrÃ¤gen entnehmen sie der Tabelle 11.5 im Bid Book.</p>
<p><strong>Garantie 11.7</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass sich auf den GrundstÃ¼cken fÃ¼r das geplante Olympische Dorf keine GebÃ¤ude befinden bzw. diese nicht fÃ¼r das Olympische Dorf genutzt werden mÃ¼ssen.</p>
<p><strong>Garantie 11.8</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen und das Berchtesgadener Land garantieren, dass das Olympische und Paralympische Dorf sÃ¤mtlichen nationalen und internationalen Standards zur Barrierefreiheit entspricht bzw. entsprechen wird, nÃ¤mlich insbesondere, aber nicht abschlieÃŸend,</p>
<ul>
<li>a) das Ãœbereinkommen der Vereinten Nationen Ã¼ber die Rechte von Menschen mit Behinderungen und dessen Zusatzprotokoll; Ziel des auch von Deutschland ratifizierten Ãœbereinkommens ist es, die Rechte behinderter Menschen zu garantieren, zu schÃ¼tzen und zu fÃ¶rdern;</li>
<li>b) dem Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (BGG), dessen Ziel es ist, jegliche Benachteiligungen behinderter Menschen zu beseitigen und zu verhindern sowie die gleichberechtigte Teilhabe von behinderten Menschen am Leben in der Gesellschaft zu gewÃ¤hrleisten und ihnen eine selbstbestimmte LebensfÃ¼hrung zu ermÃ¶glichen;</li>
<li>c) dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG), dessen Ziel es ist, jegliche Diskriminierung u. a. aufgrund von Behinderungen zu verhindern; und</li>
<li>d) dem Bayerischen Gesetz zur Gleichstellung, Integration und Teilhabe von Menschen mit Behinderung (BayBGG), wobei insbesondere die unter a) b) und c) aufgefÃ¼hrten Gesetze auch spezielle Vorschriften zur Barrierefreiheit in den Bereichen Bau und Verkehr enthalten; hiernach sind zivile Neubauten, Um- und Erweiterungsbauten sowie sonstige Anlagen, Ã¶ffentliche Wege, PlÃ¤tze und StraÃŸen sowie sonstige Ã¶ffentlich zugÃ¤ngliche Verkehrsanlagen und BefÃ¶rderungsmittel im Ã¶ffentlichen Personennahverkehr barrierefrei zu gestalten.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 11.10</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen und der&#8217; Markt Garmisch-Partenkirchen als zukÃ¼nftige EigentÃ¼mer und der Landkreis Berchtesgadener Land als Vertragspartner des EigentÃ¼mers garantieren, dass die jeweiligen EigentÃ¼mer alle kommerziellen Rechte (einschlieÃŸlich der im &#8220;Clean Venue Appendix&#8221; enthaltenen Konditionen) an den Teilen des Olympischen Dorfes, die unter ihrer VerfÃ¼gungsbefugnis stehen, dem OCOG fÃ¼r den Zeitraum, in dem das OCOG Kontrolle Ã¼ber die WettkampfstÃ¤tten ausÃ¼bt, Ã¼berlassen.</p>
<p><strong>Garantie 11.18.1</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land, und der Deutsche Olympische Sport Bund, garantieren, als zukÃ¼nftige Gesellschafter des OCOG, dass das OCOG</p>
<ul>
<li>a) die Reisekosten fÃ¼r alle Delegationen der NOCs und der NPCs, die an den Spielen als qualifizierte und akkreditierte Athleten teilnehmen oder akkreditierte Personen sind, die nach Regel 39 der Olympischen Charta berechtigt sind, im Olympischen Dorf zu wohnen, erstatten wird. Diese ReisekostenÃ¼bernahme berechnet sich auf der Grundlage eines Economy Class-Fluges von der Hauptstadt oder eines anderen, vom jeweiligen NOC identifizierten Haupt-Flughafens des Heimatlandes zu dem internationalen Flughafen der Gastgeberstadt MÃ¼nchen;</li>
<li>b) vom IOC gesetzte Verfahren und Fristen befolgen wird; und</li>
<li>c) gewÃ¤hrleisten wird, dass &#8211; im Einklang mit der IOC-IPC-Vereinbarung &#8211; die Reisebedingungen fÃ¼r Athleten und Team-Mitglieder der Paralympischen Winterspiele 2018 die gleichen sein werden wie fÃ¼r die Olympischen Winterspiele.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 12.14</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund, garantieren, dass der Welt-Anti-Doping-Code und die Anti-Doping-Regeln des IOC, die im Jahr 2018 gelten werden, uneingeschrÃ¤nkt auf die Spiele angewendet werden.</p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland und der Deutsche Olympische Sport Bund, garantieren unsere volle Kooperation und UnterstÃ¼tzung betreffend der Umsetzung der IOC Anti-Doping-Regeln wÃ¤hrend der Olympischen Winterspiele, insbesondere in Bezug auf Untersuchungen und Verfahren betreffend der Athletenbetreuer oder jede andere Person, die in den illegalen Handel involviert ist oder die in sonst einer strafbaren Weise in Bezug auf die Verwendung von verbotenen Substanzen oder verbotenen Methoden UnterstÃ¼tzung leistet.</p>
<p><strong>Garantie 13.15/13.16</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren die sichere und friedliche Ausrichtung der Spiele. Wir werden alle betroffenen Stellen nachhaltig unterstÃ¼tzen, damit bei den Olympischen und Paralympischen Winterspielen 2018 fÃ¼r die Delegationen der Nationalen Olympischen Komitees und der Nationalen Paralympischen Komitees, fÃ¼r die Delegationen des IOC und IPC und fÃ¼r alle Zuschauer und Medienvertreter ein grÃ¶ÃŸtmÃ¶glicher Sicherheitsstandard geschaffen wird. Die finanzielle, planerische und organisatorische Verantwortung obliegt dem Freistaat Bayern als einsatzfÃ¼hrendem Land. Die oberste zustÃ¤ndige BehÃ¶rde ist das Bayerische Staatsministerium des Innern.</p>
<p><strong>Garantie 14.2</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft MÃ¼nchen 2018 GmbH garantiert, dass die im Bewerbungsdokument dargestellten GesamtunterbringungskapazitÃ¤ten mittels Optionsvertrag von dem jeweiligen HoteleigentÃ¼mer/-Betreiber zugesichert worden sind und fÃ¼r die Spiele zur VerfÃ¼gung stehen. Die GesamtunterbringungskapazitÃ¤ten wurden ebenfalls durch das &#8220;National Tourist Board&#8221; bestÃ¤tigt.</p>
<p><strong>Garantie 14.7.1</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft MÃ¼nchen 2018 GmbH garantiert, dass die in den beigefÃ¼gten Tabellen angefÃ¼hrten Hotels und MedienunterkÃ¼nfte zu den entsprechend angefÃ¼hrten Preisen verfÃ¼gbar sind.Â Dies wurde mittels Optionsvertrag von den HoteleigentÃ¼mern/-Betreibern bestÃ¤tigt (OptionsvertrÃ¤ge siehe Anlage).</p>
<p><strong>Garantie 14.7.2</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft MÃ¼nchen 2018 GmbH garantiert, dass die in der beigefÃ¼gten Liste angefÃ¼hrten GebÃ¤ude zu Unterbringungszwecken zur VerfÃ¼gung stehen.</p>
<p><strong>Garantie 14.7.3</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft MÃ¼nchen 2018 GmbH garantiert, dass die in der beigefÃ¼gten Liste angefÃ¼hrten Hotels nach Angaben der EigentÃ¼mer und Betreiber in Planung sind. Entsprechende Genehmigungen, ZeitplÃ¤ne, die Finanzierung und die Betreiber lassen sich ebenfalls der Anlage entnehmen.</p>
<p><strong>Garantie 15.3</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft MÃ¼nchen 2018 GmbH garantiert, dass die in der beigefÃ¼gten Tabelle angefÃ¼hrten KapazitÃ¤ten am Flughafen MÃ¼nchen, Innsbruck und Salzburg durch die Betreibergesellschaften der FlughÃ¤fen schriftlich bestÃ¤tigt wurden (siehe Anlage) und internationalen Standards entsprechen. Der in den Bewerbungsunterlagen dargestellte Standard wird bis und einschlieÃŸlich zum Jahr 2018 aufrecht erhalten.</p>
<p><strong>Garantie 15.6</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass die in der beigefÃ¼gten Tabelle angefÃ¼hrten VerkehrsinfrastrukturmaÃŸnahmen geplant sind. Weiterhin garantieren wir, dass die fÃ¼r diese InfrastrukturmaÃŸnahmen erforderlichen Genehmigungen angeben werden und die Finanzierung gesichert ist. ZeitplÃ¤ne und verantwortliche BehÃ¶rden lassen sich ebenfalls der Anlage entnehmen.</p>
<p><strong>Garantie 15.11</strong></p>
<p>Eine Erweiterung des Fuhrparks von Ã¶ffentlichen Personennah- und Regionalverkehrsmitteln ist nicht erforderlich und somit nicht geplant.</p>
<p><strong>Garantie 15.19</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass sog. Olympic Lanes fÃ¼r den Zeitraum der Spiele bzw. einen angemessenen Zeitraum vor und nach den Spielen zur VerfÃ¼gung stehen. Diese PlÃ¤ne sind im Bewerbungsdokument zu den Spielen nÃ¤her spezifiziert.</p>
<p><strong>Garantie 15.22</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren die Umsetzung eines olympischen Verkehrsmanagementsystems. Die stÃ¤dtische und regionale Transport- und Verkehrsleitung steht wÃ¤hrend der Spiele unter Leitung und Kontrolle des Freistaats Bayern.</p>
<p><strong>Garantie 16.8</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass die erforderlichen Funkfrequenzen fÃ¼r die Ãœbertragung der Spiele bereitgestellt, verwaltet und kontrolliert werden.</p>
<p><strong>Garantie 16.9</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass die Kosten fÃ¼r die Bereitstellung der erforderlichen Funkfrequenzen fÃ¼r die Ãœbertragung der Spiele den Athleten, dem IOC, den NOCs, dem OCOG, den Internationalen SportverbÃ¤nden, den Medien, den Rundfunksendern und den Olympischen Partnern fÃ¼r den Zeitraum eines Monats vor der ErÃ¶ffnungszeremonie der Spiele bis eine Woche nach Ende der Schlussfeier der Paralympischen Winterspiele 2018 von ihr Ã¼bernommen werden.</p>
<p><strong>Garantie 17.1</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund garantieren im Namen des zukÃ¼nftigen OCOG, dass mit dem erforderlichen Zeitvorlauf von mindestens 9 Monaten vor Beginn der Spiele ein auf hÃ¶chstem Ausstattungsniveau stehendes Internationales Radio- und Fernsehzentrum (International Broadcasting Centre, IBC) eingerichtet wird, das allen technischen Anforderungen des 2018 Candidature Procedure and Questionnaire gerecht wird. Eine entsprechende schriftliche Zusage der Messe MÃ¼nchen GmbH (eine Tochtergesellschaft der Landeshauptstadt MÃ¼nchen) als Betreiber des in den Bewerbungsunterlagen dargestellten GelÃ¤ndes/Hallen liegt vor.</p></blockquote>
<p>Unterschreiben Sie hier:</p>
<blockquote><p>Berlin, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.</p>
<p>FÃ¼r die Regierung der Bundesrepublik Deutschland<br />
<strong>Dr. Angela Merkel, Bundeskanzlerin</strong></p>
<p>MÃ¼nchen, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>FÃ¼r die Regierung des Freistaates Bayern<br />
<strong>Horst Seehofer, MinisterprÃ¤sident</strong></p>
<p>MÃ¼nchen, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>FÃ¼r die Landeshauptstadt MÃ¼nchen<br />
<strong>Christian Ude, OberbÃ¼rgermeister</strong></p>
<p>MÃ¼nchen, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>FÃ¼r den Markt Garmisch-Partenkirchen<br />
<strong>Thomas Schmid, Erster BÃ¼rgermeister</strong></p>
<p>MÃ¼nchen, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>FÃ¼r den Landkreis Berchtesgadener Land<br />
<strong>Georg Grabner, Landrat</strong></p>
<p>MÃ¼nchen, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>FÃ¼r den Deutschen Olympischen Sportbund<br />
<strong>Dr. Thomas Bach, PrÃ¤sident</strong></p>
<p>MÃ¼nchen, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>FÃ¼r die Bewerbungsgesellschaft MÃ¼nchen 2018 GmbH<br />
<strong>Bernhard Schwank, Vorsitzender der GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung</strong></p></blockquote>
<p><a href="http://flattr.com/thing/69690/Vertraulich-alle-Burgschaften-und-Garantien-die-deutsche-Volksvertreter-dem-IOC-fur-Munchen-2018-g" target="_blank"><br />
<img title="Flattr this" src="http://api.flattr.com/button/button-compact-static-100x17.png" border="0" alt="Flattr this" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/10/05/vertraulich-alle-burgschaften-und-garantien-die-deutsche-volksvertreter-dem-ioc-fur-munchen-2018-geben/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Was vom Tage Ã¼brig bleibt (60): infantiles PROlympia 2018</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/10/05/was-vom-tage-ubrig-bleibt-60-infantiles-prolympia-2018/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 10:13:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[junge union]]></category>
		<category><![CDATA[mÃ¼nchen 2018]]></category>
		<category><![CDATA[nolympia 2018]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist schier unfassbar, mit welchem infantilen Nonsens MÃ¼nchens Olympiabewerber die Welt belÃ¤stigen &#8211; und noch bis mindestens zum 6. Juli 2011 nerven werden. Man sucht ja krampfhaft nach UnterstÃ¼tzern der Bewerbung und hofft, dass endlich Schnee fÃ¤llt, die Wettbewerbe im SchieÃŸen und Weglaufen und im Eisrinnen-Bergabrasen beginnen, wobei wieder tausende Deutsche ihren Sportsoldaten zujubeln. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schier unfassbar, mit welchem infantilen Nonsens MÃ¼nchens Olympiabewerber die Welt belÃ¤stigen &#8211; und noch bis mindestens zum 6. Juli 2011 nerven werden. Man sucht ja krampfhaft nach UnterstÃ¼tzern der Bewerbung und hofft, dass endlich Schnee fÃ¤llt, die Wettbewerbe im SchieÃŸen und Weglaufen und im Eisrinnen-Bergabrasen beginnen, wobei wieder tausende Deutsche ihren Sportsoldaten zujubeln. Das gibt feine Bilder fÃ¼r den sicher einige Millionen Euro teuren Werbefilm fÃ¼r die IOC-Session in Durban. Bis es soweit ist, verteilt GoldmÃ¤del Maria Riesch so genannte FreundschaftsbÃ¤nder.</p>
<div id="attachment_9577" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><img class="size-full wp-image-9577" title=" â€žPROlympia â€“ Marias Freunde fÃ¼r MÃ¼nchen 2018â€œ" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/10/maria_riesch_pierre_brice_kl.jpg" alt=" â€žPROlympia â€“ Marias Freunde fÃ¼r MÃ¼nchen 2018â€œ. Freund Pierre Brice, Freundschaftsband, Freundin Maria Riesch. (c) MÃ¼nchen 2018" width="530" height="353" /><p class="wp-caption-text"> â€žPROlympia â€“ Marias Freunde fÃ¼r MÃ¼nchen 2018â€œ. Freund Pierre Brice, Freundschaftsband, Freundin Maria Riesch. (c) MÃ¼nchen 2018</p></div>
<p>Der Schwachsinn im Original, Zitat aus einer so genannten Pressemitteilung der Olympia GmbH:</p>
<blockquote><p>Pierre Brice ist der dritte stolze Besitzer eines PROlympia Freundschaftsbandes von Maria Riesch. Vor der groÃŸartigen Kulisse des Olympia-Skistadions in ihrem Heimatort Garmisch-Partenkirchen Ã¼bergab Maria Riesch das Band mit der Aufschrift â€žPROlympia â€“ Marias Freunde fÃ¼r MÃ¼nchen 2018â€œ  an ihren Freund Pierre Brice.</p>
<p>Pierre Brice, den man mit der Figur des Apachen-HÃ¤uptlings Winnetou verbindet, ist nach Thomas Gottschalk und Reinhold Beckmann der dritte prominente Freund von Maria Riesch, dem sie bisher ein PROlympia Freundschaftsband Ã¼berreicht hat. â€žIn den Winnetou-Filmen galt die BlutsbrÃ¼derschaft als Zeichen der Freundschaft. Weniger schmerzhaft und deutlich sichtbarer ist mein Freundschaftsband, das die UnterstÃ¼tzung und Verbundenheit zu der Bewerbung MÃ¼nchens und Garmisch-Partenkirchens um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 signalisiertâ€œ, meint Maria Riesch, MÃ¼nchen 2018 Sport-Botschafterin.</p></blockquote>
<p>Aus gegebenem Anlass &#8211; gestern haben sich die MÃ¼nchner GrÃ¼nen gegen eine Olympiabewerbung ausgesprochen (<a title="MÃ¼nchen 2018: Abschied von GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Willy Bogner" href="http://www.jensweinreich.de/2010/09/06/munchen-2018-abschied-von-bogner/#comment-28033" target="_self">Links dazu hier</a>), morgen stehen Rudimente des Bid Books in diversen Gremien zur Abstimmung &#8211; einige Lesebefehle, auch wenn ich mich wiederhole:</p>
<ul>
<li>Das <a title="GAP Fakten" href="http://gap-fakten.blog.de/2010/10/05/title-9524285/" target="_blank">GAP-Fakten-Blog</a> von Heidemarie Trickl</li>
<li><a title="NOlympia 2018" href="http://www.nolympia.de/" target="_blank">NOlympia 2018</a> mit einem kritischen Olympialexikon</li>
<li><a title="NOlympia 2018 Ludwig Hartmann" href="http://nolympia2018.ludwighartmann.de/" target="_blank">NOlympia 2018 Blog</a> von Ludwig Hartmann (GrÃ¼ne)</li>
</ul>
<p>SÃ¤mtliche BeitrÃ¤ge &#8211; mit tausenden Links &#8211; die hier zur Bewerbung verÃ¶ffentlicht wurden: <a title="alle BeitrÃ¤ge zu MÃ¼nchen 2018" href="http://jensweinreich.de/?cat=49" target="_self">MÃ¼nchen, die Opposition und die Frage der Transparenz</a></p>
<p>Interessant war gestern die ErklÃ¤rung der <a title="JU GAP" href="http://www.ju-garmisch-partenkirchen.de/" target="_blank">Jungen Union, Kreisverband Garmisch-Partenkirchen</a>, gegen die Olympiabewerbung. Interessant auch deshalb, weil vor drei Wochen, als ich auf Einladung der Jungen Union in GAP an einer <a title="GAP Fakten Blog" href="http://gap-fakten.blog.de/2010/09/18/veranstaltungen-olympiabewerbung-junger-union-bayerischem-fernsehen-9412608/" target="_blank">Diskussionsrunde</a> teilnehmen durfte (<em>disclosure</em>), am Ende der zweistÃ¼ndigen Debatte im prall gefÃ¼llten Wirtshaus jemand die Frage stellte: Was hÃ¤lt eigentlich die Jugend von der Bewerbung? Nun, ein Teil der bayerischen Jugend sagt (Auszug aus der Pressemitteilung):</p>
<blockquote><p><strong>Junge Union fordert NEIN zu Olympia 2018!</strong></p>
<p>Der Kreisverband der Jungen Union Garmisch-Partenkirchen fordert die GemeinderÃ¤te auf, am 06. Oktober mit NEIN gegen Olympia 2018 zu stimmen!</p>
<ul>
<li>1. Die Jugend muss die Zeche zahlen!</li>
</ul>
<p>FÃ¼r eine nachhaltig positive Entwicklung Garmisch-Partenkirchens ist es entscheidend, dass die Marktgemeinde die horrenden Schulden in HÃ¶he von ca. 115 Millionen Euro schnellstmÃ¶glich tilgt. Durch die Planungen im Bereich des NON-OCOG Budgets (Infrastrukturbudget), in HÃ¶he von ca. 7,37 Millionen Euro und zusÃ¤tzlich durch den Ankauf des Aurelis GelÃ¤ndes (sicherlich im zweistelligen Millionenbereich) und den Umbau des Kongresshauses, muss die Gemeinde jedoch erneut Kredite aufnehmen. Altlasten im Aurelis GelÃ¤nde kÃ¶nnen diese Kosten zudem in die HÃ¶he treiben. Inflation, Zinsaufwand und Abschreibungen sind darin nicht enthalten, obwohl diese langfristig die LiquiditÃ¤t des Ortes belasten werden und die realen Kosten in die HÃ¶he treiben. Weitere Kostensteigerungen wurden nicht berÃ¼cksichtigt.</p>
<p>Ein groÃŸes Risiko sind zudem unvorhersehbare Kosten, denn die Anforderungen an die Infrastruktur in Garmisch-Partenkirchen kÃ¶nnen sich bis 2018 erheblich Ã¤ndern. (&#8230;) Das IOC kann durch den Host City Vertrag weitere InfrastrukturmaÃŸnahmen fordern, die die Gemeinde umzusetzen und zu bezahlen hat, ohne dies ablehnen zu kÃ¶nnen. Die Erfahrung mit anderen Bewerbungen zeigt, dass dies geschehen wird. Eine FÃ¶rderung des Freistaates von 60% reicht bei diesen MaÃŸnahmen nicht aus, denn auch 40% sind zu viel fÃ¼r den Ã¼berschuldeten Ort Garmisch-Partenkirchen. Die Zwangsverwaltung durch den Landkreis steht bereits heute vor der TÃ¼r.</p>
<p>FÃ¼r Garmisch-Partenkirchen bedeutet die weitere Ãœberschuldung zwangslÃ¤ufig den Verkauf aller GrundstÃ¼cke, die ErhÃ¶hung der Gewerbe- und Grundsteuer, die Entlassung von Gemeindemitarbeitern, die Streichung jeglicher Werbebudgets und der Verkauf von Zugspitzbahn und Gemeindewerke.</p>
<p>Dies geht langfristig zu Lasten der Jugend!</p>
<ul>
<li>2. Langfristige Entwicklung Garmisch-Partenkirchens in die falsche Richtung</li>
</ul>
<p>Mit der Austragung der Olympischen Winterspiele 2018 positioniert sich Garmisch- Partenkirchen langfristig (mind. 20-30 Jahre) in Richtung Wintersport. Prof. Dr. Thomas Bausch hat bereits 2009 im Landkreisentwicklungskonzept aufgezeigt, dass die Gemeinde vielmehr den Sommertourismus fÃ¶rdern sollte, der schon heute hÃ¶here Ankunfts- und Ãœbernachtungszahlen aufweist, als der Wintertourismus und der durch eine Intensivierung des Wintersports Schaden nehmen wÃ¼rde. Der Klimawandel macht zudem deutlich, dass die Zukunft nicht im Wintertourismus liegen kann. Durch die Austragung der Winterspiele wird sich Garmisch-Partenkirchen in die falsche Richtung entwickeln und sich dabei langfristig binden.</p>
<ul>
<li>3. Keine Transparenz, trotz langfristiger Bindung!</li>
</ul>
<p>Obwohl sich die Gemeinde langfristig (mind. 20-30 Jahre) mit diesem Projekt bindet, wurden die Planungen (Eckdatenpapier, Bid Book) nicht verÃ¶ffentlicht. Die GemeinderÃ¤te haben lediglich 7 Tage Zeit um sich durch die mehrere hundert Seiten dicken Planungen zu arbeiten und zudem die Zahlen und Aussagen zu hinterfragen. Die BevÃ¶lkerung wurde bis heute nicht gefragt, dies soll erst nach bindender Zustimmung des Gemeinderates geschehen.</p>
<p>Auch auf umliegende Gemeinden und den gesamten Landkreis hat Olympia 2018 Auswirkungen. Gerade verkehrstechnisch bedeuten die Spiele zwei Monate Ausnahmezustand fÃ¼r den gesamten Landkreis. Die Vertreter des Landkreises oder der umliegenden Gemeinden wurden aber nicht befragt oder in den Planungsprozess eingebunden.</p>
<ul>
<li>4. Die Meinung der Jugend</li>
</ul>
<p>Obwohl immer die Rede davon ist, man veranstalte die Winterspiele fÃ¼r die Jugend, gab es nie eine Meinungsumfrage bei diesen. Als einziger politischer Jugendverband im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, mit rund 400 Mitgliedern, mÃ¶chten wir einen Beitrag dazu leisten. Eine adÃ¤quate und unabhÃ¤ngige BÃ¼rgerbefragung muss folgen â€“ gerade bei Jugendlichen, die die Folgen der Olympischen Spiele und die Langzeitfolgen mehr zu tragen haben als alle anderen.</p>
<ul>
<li>5. Schulden des Landes sind Schulden eines jeden BÃ¼rgers</li>
</ul>
<p>Eine Kostenexplosion des NON-OCOG Budgets, wie sie in anderen Austragungsorten (z.B. Vancouver 2010 von 1,3 Mrd. $ auf 7,9 Mrd. $ oder London 2012 von 2,9 Mrd. â‚¬ auf schon heute 10,4 Mrd. â‚¬) passiert ist, kÃ¶nnte den Freistaat mehrere Milliarden Euro kosten und damit Ã¼berschulden. Aber auch ohne Kostenexplosion ist eine Investition des Freistaates von rund einer Milliarde Euro fÃ¼r sechs Wochen Olympische und Paralympische Spiele viel zu viel. Dieses Geld fehlt an anderer Stelle, wie z.B. bei dem Ausbau von KindergÃ¤rten und Schulen, der Anstellung weiterer Lehrer und der FÃ¶rderung sozialer Projekte. Ein ausgeglichener, generationengerechter Haushalt rÃ¼ckt in weite Ferne!</p>
<p>GrundsÃ¤tzlich gilt, die Jugend muss die Schulden zahlen!</p></blockquote>
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		<title>MÃ¼nchen 2018: Gunilla Lindberg wird IOC-Inspektorin</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Sep 2010 13:04:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<category><![CDATA[gunilla lindberg]]></category>
		<category><![CDATA[ioc]]></category>
		<category><![CDATA[mÃ¼nchen 2018]]></category>
		<category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[winterspiele 2018]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist die kleinste Evaluierungskommission des IOC der vergangenen Jahrzehnte. Damit wird dem bescheidenen internationalen Interesse an den Olympischen Winterspielen 2018 Rechnung getragen. Denn schlieÃŸlich interessieren sich so wenige StÃ¤dte/Regionen fÃ¼r diese Spiele, wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr. Anyway, in den diplomatischen Rang eines Staatsgastes wird demnÃ¤chst in Deutschland die schwedische BerufsfunktionÃ¤rin Gunilla Lindberg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist die kleinste Evaluierungskommission des IOC der vergangenen Jahrzehnte. Damit wird dem bescheidenen internationalen Interesse an den Olympischen Winterspielen 2018 Rechnung getragen. Denn schlieÃŸlich interessieren sich so wenige StÃ¤dte/Regionen fÃ¼r diese Spiele, wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr.</p>
<p>Anyway, in den diplomatischen Rang eines Staatsgastes wird demnÃ¤chst in Deutschland die schwedische BerufsfunktionÃ¤rin <a title="www.olympic.org" href="http://www.olympic.org/en/content/The-IOC/Members/Ms-Gunilla-LINDBERG/" target="_blank">Gunilla Lindberg</a> erhoben: Sie wurde von IOC-PrÃ¤sident Jacques Rogge dazu auserkoren, die Evaluierungskommission 2018 zu leiten.</p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;">Die IOC-Pressemitteilung:</span></strong></p>
<blockquote><p><strong> IOC announces composition of Evaluation Commission for 2018 Winter Games</strong></p>
<p>The International Olympic Committee (IOC) announced today that Swedish IOC member Gunilla Lindberg will chair an 11-member Evaluation Commission tasked with making a comprehensive technical appraisal of the three Candidate Cities bidding to host the 2018 Olympic Winter Games: Munich (Germany), Annecy (France) and PyeongChang (South Korea).*</p>
<p>The Evaluation Commission is composed of representatives of the Olympic Movement as well as a number of advisors, and enjoys full continental representation.</p>
<p>Lindberg, a member of the IOC Executive Board from 2000 to 2004 and IOC Vice-President from 2004 to 2008, is vastly experienced from her time spent on Coordination Commissions for five Olympic Games and her work with the Evaluation Commission for the 2006 Turin Olympic Winter Games.</p>
<p>The 2018 Evaluation Commission will analyse the candidature files before making on-site inspections of the cities between 8 February and 5 March 2011. The Commission will issue its report for IOC members ahead of the election of the host city on 6 July 2011, during the 122nd IOC Session in Durban, South Africa.</p>
<p>â€œThe Evaluation Commission will be well-served by the appointment of Gunilla Lindberg as its Chair,â€? said IOC President Jacques Rogge. â€œMs Lindberg has extensive knowledge of what it takes to host an Olympic Games, in particular a Winter Games, and possesses all the skills necessary to lead our team of experts and make the best possible analyses of the three Candidate Cities.â€?</p>
<p>Commenting on her appointment, Lindberg said: â€œIt is a great honour for me to have been chosen to head such an important commission within the IOC. I very much look forward to working with my highly qualified colleagues in evaluating the bids from three excellent Candidate Cities.â€?</p>
<p>Representatives from Munich, Annecy and PyeongChang will give presentations to all IOC members during a technical meeting scheduled for next May in Lausanne. The Evaluation Commissionâ€™s report will coincide with this meeting.</p>
<p>The composition of the Commission is as follows:</p>
<table cellspacing="0" cellpadding="0" width="479.0">
<tbody>
<tr>
<td valign="middle">Gunilla LINDBERG</td>
<td valign="middle">Chair, IOC Member</td>
<td valign="middle">SWE</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle">Gilbert FELLI</td>
<td valign="middle">Olympic Games Executive Director</td>
<td valign="middle">SUI</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle">Angela RUGGIERO</td>
<td valign="middle">IOC Member, Athletes Commiss. Representative</td>
<td valign="middle">USA</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle">Barry MAISTER</td>
<td valign="middle">IOC Member</td>
<td valign="middle">NZL</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle">Dwight BELL</td>
<td valign="middle">AIOWF Representative</td>
<td valign="middle">USA</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle">Tsunekazu TAKEDA</td>
<td valign="middle">ANOC Representative</td>
<td valign="middle">JPN</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle">Ann CODY</td>
<td valign="middle">IPC Representative</td>
<td valign="middle">USA</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle"><strong>ADVISORS</strong></td>
<td valign="middle"></td>
<td valign="middle"></td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle">Simon BALDERSTONE</td>
<td valign="middle">Environment</td>
<td valign="middle">AUS</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle">Philippe BOVY</td>
<td valign="middle">Transport</td>
<td valign="middle">SUI</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle">John MCLAUGHLIN</td>
<td valign="middle">Finance</td>
<td valign="middle">CAN</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle">Grant THOMAS</td>
<td valign="middle">Infrastructure</td>
<td valign="middle">USA</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>* Cities are listed in the order of drawing of lots as performed by the IOC Executive Board in December 2007.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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