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	<title>jens weinreich &#187; münchen 2018</title>
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		<title>München 2018: Morddrohung gegen Olympiagegner</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 06:37:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Axel Doering vom Bund Naturschutz, Kreisgruppe Garmisch-Partenkirchen, einer der treibenden Kräfte der Olympia-Opposition, teilt mit: Olympiabewerbung München 2018; Morddrohung bei Bürgerbegehren Nolympia Etwas betroffen zeigte sich Axel Doering, Kreisvorsitzender des Bund Naturschutz von einer neuen Dimension im Ringen um die Olympischen Winterspiele 2018. Adressiert an seinen Stellvertreter Dr. Andreas Keller flatterte eine computergeschriebene Morddrohung ins [...]]]></description>
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<p>Axel Doering vom Bund Naturschutz, <a title="BN GAP" href="http://www.bn-gap.de/" target="_blank">Kreisgruppe Garmisch-Partenkirchen</a>, einer der treibenden Kräfte der Olympia-Opposition, teilt mit:</p>
<blockquote><p><strong>Olympiabewerbung München 2018;  Morddrohung bei Bürgerbegehren Nolympia</strong></p>
<p>Etwas betroffen zeigte sich Axel Doering, Kreisvorsitzender des Bund Naturschutz von einer neuen Dimension im Ringen um die Olympischen Winterspiele 2018. Adressiert an seinen Stellvertreter Dr. Andreas Keller flatterte eine computergeschriebene Morddrohung ins Haus. Es wurde gedroht: &#8220;den Abschluss des Volksbegehrens überlebt ihr drei nicht&#8221;. Als die Drei wurden genannt: Axel Doering, Dr. Andreas Keller und Schumann? von den &#8220;ganz schlauen Grünen&#8221;.</p>
<p>Der anonyme Briefschreiber schildert, dass er in seiner Berufslaufbahn &#8220;nur mit Schusswaffen zu tun&#8221; habe und seine Übung, den Scharfschuss, nach einem erfolgreichen Abschluss des Vorhabens präsentieren werde. Grund war die Androhung des Netzwerks <a title="Nolympia 2018" href="http://www.nolympia2018.de" target="_blank">Nolympia</a>, in Garmisch-Partenkirchen ein Bürgerbegehren zu starten, wenn der Gemeinderat sich weiter weigert die Bürger mittels eines Ratsbegehrens zu befragen.</p>
<p>Doering erklärte, dass sich diese Art der Auseinandersetzung einreiht in die Zerstörung der Windschutzscheibe einer Olympiagegnerin und weitere Drohungen. &#8220;Wie verzweifelt müssen manche Olympiabefürworter sein, dass sie den Pfad einer sachlichen Auseinandersetzung verlassen  und zu solchen Mitteln greifen. Damit schaden sie sowohl dem olympischen Gedanken als auch dem Ort Garmisch-Partenkirchen.&#8221;</p>
<p>Der Brief wurde der Polizei in Garmisch-Partenkirchen übergeben.</p>
<p>Doering wiederholte seine Forderung die Olympiabewerbung von Garmisch-Partenkirchen zu beenden, da sie dem Ort keinen dauerhaften Nutzen, sondern nur Belastungen und, wie sich jetzt zeigt, zunehmend Zwietracht bringt.</p></blockquote>
<p>Das ist nicht so daher geschrieben: Ich habe eine Nacht überlegt, ob ich den Vorfall bloggen soll. Ich finde: Ja. Es gehört dazu. Leider.</p>
<p><em>Nachtrag, 19.33 Uhr:</em> Die Olympia GmbH verschickte um 18 Uhr diesen Text:</p>
<blockquote><p><strong>Stellungnahme zur Drohung gegen Olympia-Gegner</strong></p>
<p>München, 25. August 2010 – Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH bedauert und verurteilt die Morddrohungen gegen Axel Doering und Dr. Andreas Keller. „Wir distanzieren uns von dieser Drohung und jeglichen vergleichbaren Vorfällen“, so Willy Bogner, Chef der Bewerbungsgesellschaft München 2018. „Wir wünschen uns eine lückenlose Aufklärung durch die Polizei. Die Vorfälle stehen im Widerspruch zu den friedlichen Gedanken der Olympischen und Paralympischen Spiele. Die Werte der Olympischen Idee fordern einen kulturellen Austausch, Respekt und sportliche Fairness. Wir rufen daher nachdrücklich zum friedlichen Dialog zwischen allen Befürwortern und Gegnern auf. Die Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele gelingt nur, wenn wir gemeinsam dazu stehen. Daher sind wir auf die aktive, friedliche Unterstützung und den konstruktiven Dialog mit der Bevölkerung angewiesen und möchten dies en fördern.“ Die Bewerbungsgesellschaft steht für alle Fragen zur Verfügung.</p></blockquote>

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		<title>Olympia 2018: eine Wasserstandsmeldung und ein nervöser Bewerber</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 09:46:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[SINGAPUR. Hoppala. Da ist aber jemand empfindlich. Das hatte ich auch noch nicht. Edgar Grospiron, Chef der Olympiabewerbung von Annecy, gibt mir meine Visitenkarte zurück, weil ihm irgendwas an der Übersetzung (oder am Inhalt) eines Textes nicht gefallen hat, den ich über die Lage der Olympiabewerbung 2018 gedichtet habe. Ich hätte Grospiron für viel cooler [...]]]></description>
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<p>SINGAPUR. Hoppala. Da ist aber jemand empfindlich. Das hatte ich auch noch nicht. <a title="Edgar Grospiron" href="http://www.grospiron.net" target="_blank">Edgar Grospiron</a>, Chef der Olympiabewerbung von <a title="Annecy 2018" href="http://www.annecy2018.com/en/" target="_blank">Annecy</a>, gibt mir meine Visitenkarte zurück, weil ihm irgendwas an der Übersetzung (oder am Inhalt) <a title="FTD: Wie München IOC-Vize Bach in die Bredouille bringt" href="http://www.ftd.de/sport/:olympiabewerbung-wie-muenchen-ioc-vize-bach-in-die-bredouille-bringt/50158375.html" target="_blank">eines Textes</a> nicht gefallen hat, den ich über die Lage der Olympiabewerbung 2018 gedichtet habe. Ich hätte Grospiron für viel cooler gehalten. Aber okay, Mann kann sich täuschen. Er sagt, es herrsche zwischen allen Bewerbern eine faire Atmosphäre. Tut mir leid, das habe ich nie anders behauptet und versucht, ihm das klarzumachen.</p>
<p>Aber das interessiert ihn nicht, er hat sich gewiss erkundigt. Und da in diesen Kreisen, die Kreise sind ja überschaubar, sehr gern olympische Dauer-Berichterstatter (ja, so genannte Journalisten), Funktionären einreden, dass es besser ist, mit diesem oder jenem Journalisten nicht zu sprechen, und viele Funktionäre und Angestellte von Sportverbänden, ob sie nun IOC oder FIFA heißen, derlei Ratschläge befolgen, wie ich regelmäßig und ehrlich gesagt immer öfter erfahren darf, deshalb also befindet sich Edgar Grospiron in guter Gesellschaft.</p>
<p>Ich weiß nicht, wo das noch hinführen soll. Bin gespannt, wann jemand auf die Idee kommt, Journalisten, jedenfalls bestimmten Reportern, die Anwesenheit in den Luxushotels zu verbieten, wo die Olympier stets absteigen. Ich denke, viel fehlt nicht, das kann noch lustig werden in den kommenden Monaten. In Singapur gab es trotz Sicherheitscheck am Eingang des Ritz-Carlton keinerlei Restriktionen. (Anders als unlängst in Sotschi bzw Krasnaja Poljana, als ich nicht ins IOC-Hotel durfte, wir Journalisten von den Organisatoren verarscht und nicht über die Pläne der IOC-Prüfungsgruppe informiert wurden, und als schließlich sich die Pressechefin sogar erlaubte, ein Interview, das ich gerade mit ISU-Präsident Ottavio Cinquanta führte, zu unterbrechen. Cinquanta klärte die Sache schnell und energisch, denn welches IOC-Mitglied lässt sich schon gern unterbrechen.) Ich habe hier tagelang herumgelungert und problemlos mit vielen Leuten gesprochen, mal offen, oft konspirativ. Höflicher Weise habe ich darauf verzichtet, Fotos zu machen. Das fand ich nur fair, ich muss Leute nicht beim Kaffeetrinken fotografieren, bei offiziellen Anlässen ist das etwas anderes.</p>
<p>Ich stelle mir gerade vor, die <a title="München 2018" href="http://www.muenchen2018.org/" target="_blank">Münchener Olympiabewerber</a> wären so empfindlich wie Monsieur Grospiron. Nicht auszudenken. Aber sie stecken es sportlich lässig weg, angesichts der andauernden Kritik daheim hätten sie ihre Bewerbung sonst längst schon einstellen müssen. Die Südkoreaner aus <a title="Pyeongchang" href="http://www.pyeongchang2018.org/language/eng/index.asp?hb_Manager_PK=VDENAA01&#038;s=" target="_blank">Pyeongchang</a> sind übrigens auch ganz locker, mit denen kann man erstaunlich gut plaudern.</p>
<p>Grospiron ist ja nicht gegenüber allen, nun ja, Journalisten, so garstig. Dem so genannten Branchendienst <a title="ATR" href="http://aroundtherings.com/" target="_blank">Around the Rings</a> sponsert Annecy sogar die YOG-Berichterstattung, obwohl Around the Rings Annecy nur auf Rang drei im Rennen um die Winterspiele 2018 führt. Man könnte trefflich darüber streiten, ob Around the Rings stets Journalismus macht, aber das mit Rang drei geht schon in Ordnung, das weiß jeder.</p>
<p>Anyway, der Stein des Anstoßes, eine harmlose Lagebeschreibung:</p>
<p>SINGAPUR. Ginge es nach dem größten Aufgebot an Lobbyisten, stünde der Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2018 fest. Es wäre Pyeongchang aus Südkorea. Platz zwei ginge an München, abgeschlagener Letzter wäre das französische Annecy. Edgar Grospiron, Bewerberchef Annecys und 1992 erster Olympiasieger auf der Buckelpiste, ist zumindest technisch chic ausgestattet. Er sitzt mit seiner Assistentin tagelang in der Chihuly Lounge des Nobelhotels Ritz-Carlton von Singapur und präsentiert Annecys Vorzüge auf einem iPad. Der Ire Patrick Hickey, IOC-Mitglied und Chef der Vereinigung europäischer NOK, lässt das iPad in der Jackettasche verschwinden. &#8220;Das trifft sich gut&#8221;, witzelt er, &#8220;so ein Ding wollte ich ohnehin haben.&#8221;</p>
<p><em> (Kurz bevor ich den Beitrag hier rein kopierte hat übrigens gerade Albert von Monaco einen Blick auf die iPad-Präsentation geworfen :)</em></p>
<p>Doch Grospiron hat nichts zu verschenken, er hat nur um etwas zu bitten. Eigentlich hieß es bis vor kurzem noch, IOC-Präsident Jacques Rogge wünsche keine größeren Auftritte der Bewerber in Singapur, wo sich sein Völkchen bei den Olympischen Jugendspielen vergnügt. Selbst IOC-Vizepräsident und DOSB-Boss Thomas Bach hatte Ende Juli noch behauptet, man müsse erstmal prüfen, ob das IOC in Singapur etwas zulässt. Nun sind sie doch wieder mit großen Abordnungen dabei, außer Annecy und dem tapferen Fast-Einzelkämpfer Grospiron natürlich. Akkreditierungen für die Jugendspiele haben die Bewerber zwar nicht, aber das ist nur eine Formalie, die niemanden hindert.</p>
<p>München logiert im Mandarin Oriental nebenan und bearbeitet die Zielpersonen im Ritz zeitweise mit einem Dutzend Leuten. Alle Fäden laufen bei Bach zusammen, koordiniert wird der Einsatz von Katrin Merkel, die in einer Doppelfunktion als DOSB-Direktorin für Internationales und als Direktoriumsmitglied der Bewerber GmbH agiert. Eines Abends wuselten ein Dutzend Münchner durch die Lobby, inklusive Bach, Katarina Witt und Willy Bogner, der aber schon wieder abgereist ist. Zahlenmäßig werden die Deutschen natürlich von den Koreanern übertroffen. Deren Bewerberchef Cho Yang-Ho, Chef von Korean Air, ist zwar schon wieder daheim. Doch NOK-Präsident Park Yong-Sung, der einst wegen Korruption aus dem IOC scheiden musste, nimmt die Sache selbst in die Hand. Den ehemaligen Gouverneur Kim Jin-Sun, der die vorherigen beiden Bewerbungen betreute – Pyeongchang verlor jeweils knapp gegen Vancouver und Sotschi -, wurde ebenfalls eingeflogen.</p>
<p>Die Koreaner bevorzugen die Überfalltaktik. Vorzugsweise arbeiten sie in den Hotelsuiten, doch wenn IOC-Mitglieder in größerer Zahl etwa zu dinieren gedenken oder Termine wahrnehmen, wie die Gedenkfeier für den verstorbenen IOC-Ehrenpräsidenten Juan Antonio Samaranch, tauchen sie aus allen Richtungen in Dreier- oder Vierergruppen auf. Keiner kann ihnen entkommen.</p>
<p>Der wachsende Widerstand in bayerischen Gemeinden und München wird im IOC noch nicht groß thematisiert. Aber diejenigen, die sich für Winterspiele interessieren, nehmen die Probleme der Münchner natürlich wahr. Erfahrungsgemäß spielt derartiger Widerstand erst in den letzten Monaten einer Bewerbung eine größere Rolle – abgestimmt wird am 6. Juli 2011.</p>
<p>Interessanter sind derzeit andere sportpolitische Konstellationen. Etwa eine mögliche Olympia-Offerte von St. Moritz für 2022. Swiss Olympic wertet gerade den Bericht einer Arbeitsgruppe aus. Gian-Franco Kasper, Präsident des Ski-Weltverbandes (FIS) spricht bereits von einer Kandidatur: „Aber nur, wenn die Spiele 2018 nicht nach München gehen.“ Welchen Grund sollte es also für die fünf Schweizer IOC-Mitglieder geben, 2011 in Durban für München zu stimmen? Sie würden damit die Bewerbung von St. Moritz beerdigen, weil die Winterspiele kaum zweimal (Sotschi 2014, München 2018), aber schon gar nicht dreimal in Folge (St. Moritz 2022) nach Europa kämen. Für die Schweizer um die vier Weltpräsidenten Gian-Franco Kasper (Ski), Denis Oswald (Rudern), Joseph Blatter (Fußball) und René Fasel (Eishockey) käme eigentlich nur Pyeongchang in Frage.</p>
<p><em>(Ich weiß schon, Ihre Heiligkeit Sepp entzieht sich derlei Betrachtungen. Für ihn gelten ganz andere Regeln.)</em></p>
<p>Es ist noch komplizierter, auch das europäische Interesse (Rom) für die Sommerspiele 2020 will beachtet werden. Und Denis Oswald wird nachgesagt, er überschätze sich so sehr, dass er 2013 IOC-Präsident werden wolle. Will er das tatsächlich, dann wäre es ein probates Mittel, München zum Olympiasieg zu verhelfen, um einen IOC-Präsidenten Thomas Bach zu verhindern. Denn der Flurfunk sagt: Zwei deutsche Siege gehen nicht, das IOC wird nie erst München küren und zwei Jahre später Bach zum Präsidenten wählen. Im Grunde hat sich an dieser Konstellation seit Bewerbungsbeginn nichts geändert. Geht die Goldmedaille aber nach Pyeongchang, ist Bachs IOC-Präsidentschaft nach jetzigem Stand so gut wie sicher.</p>
<p>Opfert Bach München? Derlei Befürchtungen kursieren seit Jahren, auch in München <em>(und sie wurden hier im Blog schon oft genug diskutiert)</em>. Bach sagte mir kürzlich dazu:</p>
<blockquote><p>&#8220;Also so weit sollten sie mich eigentlich kennen, dass ich noch nie gerne angetreten bin, um zu verlieren. Das macht keinen Sinn. Wir kämpfen mit vollem Einsatz für München 2018. Der gesamte deutsche Sport steht dahinter. Und insoweit verbieten sich schon andere Überlegungen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Es gibt IOC-Mitglieder, die über solche Aussagen schallend lachen. Sie möchten sich nur nicht zitieren lassen. Anders als etwa Eishockey-Präsident Fasel, der mir schon vor Monaten in Sotschi sagte:</p>
<blockquote><p>„Thomas sagt das ja selber. Praktisch alle Mitglieder wissen, dass er ein seriöser Kandidat ist und sein wird.“</p></blockquote>

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		<title>München 2018: das Sportstättenkonzept</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 09:22:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zur Info: Das aktuelle Sportstättenkonzept der tapsigen Münchner Olympiabewerber ist sicher allgemein von Interesse. Garmisch-Partenkirchen ist in diesem Konzept übrigens noch dabei :) Mit anderen Präsentationstools hatte ich zuletzt kein Glück, einige Leser haben sich beschwert. Mal sehen, ob es mit Slideshare besser läuft. (Für mangelnde technische Ausstattung der Leser-Computer bzw. langsame Internetverbindungen kann ich [...]]]></description>
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<p>Zur Info: Das aktuelle Sportstättenkonzept der tapsigen Münchner Olympiabewerber ist sicher allgemein von Interesse. Garmisch-Partenkirchen ist in diesem Konzept übrigens noch dabei :)</p>
<p style="text-align: center;"><object id="__sse4886940" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=sportstttenkonzept1007-100802035440-phpapp01&amp;stripped_title=sportstttenkonzept-olympiabewerbung-mnchen-2018" /><param name="name" value="__sse4886940" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="__sse4886940" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=sportstttenkonzept1007-100802035440-phpapp01&amp;stripped_title=sportstttenkonzept-olympiabewerbung-mnchen-2018" name="__sse4886940" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: left;">Mit anderen Präsentationstools hatte ich zuletzt kein Glück, einige Leser haben sich beschwert. Mal sehen, ob es mit Slideshare besser läuft. (Für mangelnde technische Ausstattung der Leser-Computer bzw. langsame Internetverbindungen kann ich aber nichts.)</p>
<ul>
<li>die <a title="München 2018 und der intransparente Umgang mit Steuermitteln ..." href="http://www.jensweinreich.de/2010/07/16/munchen-2018-und-der-intransparente-umgang-mit-steuermitteln-wirtschaftsplan-welcher-wirtschaftsplan/#comment-26763" target="_self">aktuelle Presseübersicht</a> zum Bewerberstadl, erstellt von <em>Ralf</em></li>
<li><a title="München 2018" href="http://www.muenchen2018.org" target="_blank">München 2018</a></li>
<li><a title="NOlympia 2018" href="http://nolympia2018.ludwighartmann.de/" target="_blank">NOlympia 2018</a></li>
<li><a title="Nolympia" href="http://www.nolympia.de/" target="_blank">Nolympia</a>, mit einem &#8220;<a title="kritisches Olympia-Lexikon" href="http://www.nolympia.de/kritisches-olympisches-lexikon/" target="_blank">kritischen Olympialexikon&#8221;</a>, was eine gute Idee ist (Mist, ich wollte längst ein Wiki dazu anlegen), wobei in etlichen Texten nachgebessert werden müsste (inhaltlich und juristisch). Und siehe, während ich das schreibe, fällt mir auf, dass das Lexikon offline ist. Würde mich nicht wundern, wenn es juristische Komplikationen gab. <em>(Nachtrag, 12.48 Uhr: Jetzt ist es wieder da.)</em></li>
</ul>
<p>Zum Thema olympische Nachnutzung zwei Lese- bzw. Hörbefehle:</p>
<ul>
<li>Christian Geinitz in der FAZ: <a title="faz.net" href="http://www.faz.net/s/Rub8E0FC0CD826A4ACA80504FD9153A70F2/Doc~E21F0A83DA8F5420793BA48CCECA7AA82~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Zwei Jahre nach Olympia &#8211; dabei sein war alles in Peking</a></li>
<li>Heinz Peter Kreuzer und Claus Stäcker im Deutschlandfunk: <a title="DLF Hintergrund Politik" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1237945/" target="_blank">WM vorbei, Stadien leer</a></li>
</ul>
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	<li><a href="mailto:?subject=M%C3%BCnchen%202018%3A%20das%20Sportst%C3%A4ttenkonzept&amp;body=http%3A%2F%2Fwww.jensweinreich.de%2F2010%2F08%2F02%2Fmunchen-2018-das-sportstattenkonzept%2F" title="email" onfocus="sociable_description_link(this, 'E-mail this story to a friend!')" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/plugins/sociable-zyblog-edition/images/email.png" title="email" alt="email" class="sociable-hovers" /></a></li>
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	<li><a href="http://myweb2.search.yahoo.com/myresults/bookmarklet?u=http%3A%2F%2Fwww.jensweinreich.de%2F2010%2F08%2F02%2Fmunchen-2018-das-sportstattenkonzept%2F&amp;=M%C3%BCnchen%202018%3A%20das%20Sportst%C3%A4ttenkonzept" title="YahooMyWeb" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/plugins/sociable-zyblog-edition/images/yahoomyweb.png" title="YahooMyWeb" alt="YahooMyWeb" class="sociable-hovers" /></a></li>
	<li><a href="http://www.linkedin.com/shareArticle?mini=true&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.jensweinreich.de%2F2010%2F08%2F02%2Fmunchen-2018-das-sportstattenkonzept%2F&amp;title=M%C3%BCnchen%202018%3A%20das%20Sportst%C3%A4ttenkonzept&amp;source=jens+weinreich&amp;summary=EXCERPT" title="LinkedIn" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/plugins/sociable-zyblog-edition/images/linkedin.png" title="LinkedIn" alt="LinkedIn" class="sociable-hovers" /></a></li>
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		<title>Was vom Tage übrig bleibt (58): Currywurst, Pechstein, München 2018, Zwanziger</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 13:18:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vielleicht liegt es am Wetter. Ziemlich heiß draußen. Und schwül. Schlecht für den Kreislauf. Vielleicht liegt es aber auch an den handelnden Personen und Institutionen. Ich meine, von Pressemeldungen sollte Mann ohnehin nicht viel erwarten. Aber die drei, die gerade reinkamen, sind doch eine Erwähnung wert. 1) Zum Beispiel diese, Absender die powerplay medienholding AG, [...]]]></description>
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<p>Vielleicht liegt es am Wetter. Ziemlich heiß draußen. Und schwül. Schlecht für den Kreislauf. Vielleicht liegt es aber auch an den handelnden Personen und Institutionen. Ich meine, von Pressemeldungen sollte Mann ohnehin nicht viel erwarten. Aber die drei, die gerade reinkamen, sind doch eine Erwähnung wert.</p>
<p>1) Zum Beispiel diese, Absender die <a title="powerplay AG" href="http://www.powerplay.ag" target="_blank">powerplay medienholding AG</a>, die in diesem Theater <a title="tag: powerplay" href="http://www.jensweinreich.de/?s=powerplay" target="_self">gelegentlich erwähnt</a> wurde:</p>
<blockquote><p><em>Pressemitteilung / 30. Juli 2010</em></p>
<p><strong>Claudia Pechstein eröffnet „Zur Currywurst“</strong></p>
<p>Deutschlands erfolgreichste Winterolympionikin <a title="alle Beiträge zum Fall Pechstein" href="http://www.jensweinreich.de/category/claudia-pechstein/" target="_self">Claudia Pechstein</a> wird morgen zusammen mit <a title="UGMG und Pechstein" href="http://www.ugmg.de/96/Presse.html" target="_blank">Matthias Große</a>, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Matthias Große (U.G.M.G.), den bekannten Imbiß „Zur Currywurst“ am Airport-Center Waltersdorf eröffnen.</p>
<p>Nach dem erfolgten Umbau des Airport-Centers kann die neue „Zur Currywurst“ nunmehr auch dort weiterhin erfolgreich arbeiten und endlich wieder die beste Currywurst der Stadt anbieten. Der Startschuß fällt um 10 Uhr. Matthias Große, der im Januar diesen Jahres seine Zusammenarbeit mit Claudia Pechstein startete, freut sich auf die Rückkehr einer Berliner Legende und hofft, dass dies lediglich der erste von vielen Anlaufpunkten für die echte Currywurst in der Stadt ist.</p>
<p>Eröffnung:	Samstag, 31. Juli 2010 / 10 Uhr „Zur Currywurst“, Airport-Center Waltersdorf, Am Rondell 5 Pressevertreter und Fotografen sind herzlich eingeladen.</p>
<p>Kontakt: powerplay management GmbH, Seepromenade 53, 14476 Potsdam</p></blockquote>
<p>Was wohl der Arbeitgeber der &#8220;dienstunfähig erkrankten&#8221; Claudia Pechstein dazu sagt? Über das Themengeflecht Große-Pechstein-Krankschreibung-Steuermittel-Propaganda und darüber, ob darüber berichtet werden sollte oder nicht und wenn ja wie, wurde <a title="Was vom Tage übrig bleibt (56) ..." href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/30/was-vom-tage-ubrig-bleibt-56-schmitt-pluschenko-bach-gienger-korruption-champagne/" target="_self">hier schon ausführlich diskutiert</a>.</p>
<p>2) Oder diese Meldung, kam gerade aus München:</p>
<blockquote><p><strong>Olympiapark wird Nationaler Ausstatter der Münchner Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018</strong></p>
<p>München, 30. Juli 2010 – Mit dem Aufstieg auf das Dach des Münchner Olympiastadions besiegelten Willy Bogner, Chef der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH und der Geschäftsführer der Olympiapark München GmbH, Ralph Huber das Engagement des Olympiaparks als Nationaler Ausstatter der Olympia-Bewerbung Münchens für das Jahr 2018.</p>
<p>„Das Olympiastadion bietet von seinem einzigartigen Dach aus nicht nur einen tollen Ausblick auf München und die Alpen, sondern könnte 2018 das zweite Mal Austragungsort einer Olympischen Eröffnungsfeier werden“, so Bogner. „Diese gemeinsame Perspektive macht den Olympiapark zu einem perfekten Partner für unser Projekt, die Spiele nach München zu holen.“</p>
<div id="attachment_9203" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-9203" title="Willy Bogner, Chef der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH und der Geschäftsführer der Olympiapark München GmbH, Ralph Huber (c) München 2018" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/07/Bogner_Dach-Olympiapark068.jpg" alt="" width="400" height="266" /><p class="wp-caption-text">Willy Bogner, Ralph Huber (c) München 2018</p></div>
<p>Ralph Huber ergänzt: „Im Herzen und auch mit Rat und Tat haben wir die Bewerbung für München 2018 ja schon von der ersten Minute an unterstützt. Da war es nur eine logische Folge, unser Engagement nun auch offiziell zu verbriefen. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit!“</p>
<p>Pünktlich zum Start des ersten OutdoorFestivals im Olympiastadion testeten Willy Bogner und Ralph Huber die Zeltdachtour. Vom 30. Juli bis 1. August finden dort zahlreiche Aktionen zum Thema Klettern und Outdoor statt. Sportlicher Höhepunkt ist zudem der DAV Boulder-Weltcup mit dem Finale am 31. Juli. Mehr Informationen finden Interessierte unter: www.impark.de</p>
<p>Ca. 1.500 Zeichen inkl. Leerzeichen</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH</p></blockquote>
<p>Dazu sollte man vielleicht wissen, dass der Olympiapark München gewissermaßen Sponsor der ersten Stunde ist. Hier wurde nicht nur die Bewerberidee geboren, hier wurden die ersten Investitionen für die Bewerbung getätigt, hier fand die GmbH Unterschlupf und Personal etc. pp &#8211; aber man kann ja trotzdem so tun, als wäre ein neuer Sponsor gefunden, der Geld aus der Privatwirtschaft zusteuert. Es finden sich bestimmt Dumme, die das glauben.</p>
<p>3) Oder diese Meldung, soeben aus Frankfurt am Main angemailt:</p>
<blockquote><p><em>DFB-Pressemitteilung Nummer: 74/ 2010, Datum: 30.07.2010</em></p>
<p><strong>Dr. Theo Zwanziger kandidiert für weitere Amtszeit </strong></p>
<p>DFB-Präsident Dr. <a title="alle Beiträge von und mit 20er" href="http://www.jensweinreich.de/?s=theo+zwanziger" target="_self">Theo Zwanziger</a> hat auf der turnusmäßigen Sitzung das Präsidium des DFB darüber informiert, dass er auf dem ordentlichen Bundestag am 21./22. Oktober 2010 in Essen für eine weitere Amtszeit bis 2013 kandidieren wird. „Es muss legitim sein, sich am Ende einer Legislaturperiode intensive Gedanken über die zukünftige Lebensplanung zu machen. Die Gespräche mit meiner Familie, der große Rückhalt aus den unterschiedlichsten Bereichen des Fußballs, der Politik und Gesellschaft sowie die anstehenden Herausforderungen des Verbandes haben mich zu der festen Überzeugung kommen lassen, noch einmal für dieses Ehrenamt kandidieren zu wollen. Ich freue mich auf die künftigen Aufgaben“, sagt Zwanziger.</p>
<p>Zur Entscheidung des DFB-Präsidenten hat auch die Vertragsverlängerung mit der sportlichen Leitung der Nationalmannschaft beigetragen. „Das Verhalten des Bundestrainers hat mir gezeigt, dass mein Vertrauen in Joachim Löw gerechtfertigt war. Auf dieser Basis können wir weiterhin erfolgreich zusammenarbeiten“, sagt Zwanziger. Das sieht auch Bundestrainer Löw so. „Ich freue mich auf die weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit. Sein gesellschaftspolitisches Engagement kommt auch unserer Nationalmannschaft zugute. Der Präsident hat uns immer den Rücken gestärkt. Gemeinsam wollen wir unseren Erfolgsweg fortsetzen.“ Und Teammanager Oliver Bierhoff ergänzt: „Es ist eine gute Nachricht, dass sich Dr. Zwanziger wieder als DFB-Präsident zur Wahl stellt. In den vergangenen sechs Jahren hatte er für alle Wünsche der Nationalmannschaft stets ein offenes Ohr und damit maßgeblichen Anteil an der positiven Entwicklung des Teams. Viele neue Ideen hat er unterstützt und dabei wichtige Weichen gestellt.“</p>
<p>Neben den Kernaufgaben des DFB im sportlichen Bereich sieht der DFB-Präsident künftig eine zentrale Aufgabe darin, dass von ihm in den vergangenen Jahren forcierte gesellschaftliche Engagement des Verbandes nachhaltig zu etablieren. „Die hohe Identifikation der Menschen mit dem Fußball muss für uns Verpflichtung und Auftrag sein, soziale Verantwortung wahrzunehmen. Integration, Prävention, Gleichberechtigung, Umweltschutz, all diese Themenfelder werden auch für den Verband immer wichtiger. Auf dem kommenden Bundestag werden wir ein erstes Nachhaltigkeitskonzept vorstellen, dessen konsequente Umsetzung ein zentrales Anliegen von mir sein wird“, sagt Zwanziger.</p>
<p>Liga-Präsident Reinhard Rauball äußerte sich als Vertreter des Profifußballs erfreut über die erneute Kandidatur. „Ich habe mich schon vorher klar für Theo Zwanziger ausgesprochen. Der Ligaverband begrüßt seinen Wunsch nach einer weiteren Amtszeit ausdrücklich und wird ihn für die Wahl zum Präsidenten vorschlagen.“ Auch die Regional- und Landesverbände unterstützen die Kandidatur. Hermann Korfmacher, 1. Vizepräsident des DFB und verantwortlich für den Amateurbereich, sagt dazu: „Ich bin froh, dass uns Theo Zwanziger mit seiner Kompetenz und Erfahrung erhalten bleiben will. Die Basis steht hinter ihrem Präsidenten. “</p>
<p>Neben Zwanziger werden sich auch alle anderen Mitglieder des DFB-Präsidiums auf dem Bundestag in Essen zur Wiederwahl stellen, sofern sie von ihren Verbänden vorgeschlagen werden.</p>
<p>Direktion Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit</p></blockquote>
<p>Just in case, jemand hätte die Vorgeschichte verpasst:</p>
<ul>
<li><a title="DFB-Boss Zwanziger droht mit Rücktritt" href="http://www.jensweinreich.de/2008/12/08/dfb-boss-zwanziger-droht-mit-rucktritt/" target="_self">&#8220;DFB-Boss Zwanziger droht mit Rücktritt&#8221;</a></li>
<li><a title="Theo Zwanziger tritt nicht zurück" href="http://www.jensweinreich.de/2009/01/29/theo-zwanziger-tritt-nicht-zuruck/" target="_self">&#8220;Theo Zwanziger tritt nicht zurück&#8221;</a></li>
<li><a title="Theo Zwanziger droht (wieder einmal) mit Rücktritt" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/04/theo-zwanziger-droht-wieder-einmal-mit-rucktritt/" target="_self">Theo Zwanziger droht (wieder einmal) mit Rücktritt</a></li>
<li><a title="Theo Zwanziger bleibt doch (noch) im Amt" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/04/theo-zwanziger-bleibt-doch-noch-im-amt/" target="_self">Theo Zwanziger bleibt doch (noch) im Amt</a></li>
</ul>
<p>Selbstreferenzieller Hinweis, der sein muss. Lange nicht verlinkt, und seit Ewigkeiten nicht aktualisiert, was <a title="DFB ./. Weinreich: das Finale" href="http://www.jensweinreich.de/2009/03/27/dfb-weinreich-das-finale/" target="_self">etliche Male</a> <a title="google search" href="http://www.google.de/search?q=weinreich+zwanziger&amp;num=100&amp;hl=de&amp;newwindow=1&amp;sa=X&amp;ei=I81STKm5N4LFsgaW55y3AQ&amp;ved=0CBQQpwU&amp;source=lnt&amp;tbs=nws:1,sbd:1,cdr:1,cd_min:01.01.2010,cd_max:30.07.2010" target="_blank">nötig gewesen</a> wäre:</p>
<ul>
<li><a title="Webweiser DFB ./. Zwanziger" href="http://www.jensweinreich.de/referenzen/webweiser-durch-den-lugendschungel/" target="_self">Webweiser DFB ./. Zwanziger</a></li>
</ul>
<p>Ich frage mich natürlich, ob diese Menschen/Institutionen die Öffentlichkeit, sorry, verarschen wollen. Und: Was diese Menschen/Institutionen, die derartige &#8220;Meldungen&#8221; absondern, von Journalisten halten. Ganz offensichtlich nicht viel, sonst würden Redaktionen kaum mit derlei Texten belästigt werden. Aber ganz im Ernst: Bestimmt werden etliche Medien das Zeug unkommentiert unters Volk bringen.</p>
<p>Unkommentiert aber, das ist nichts als die Wahrheit, kann man davon nichts stehen lassen.</p>
<p>Übrigens, es ist Monatsende:</p>
<ul>
<li><a title="Perspektiven von Flattr ..." href="http://carta.info/31392/perspektiven-von-flattr-125-praktikanten-fuer-spiegel-online/" target="_blank">Schon</a> <a title="Die deutschen Flattr-Charts im Juli" href="http://carta.info/31379/die-deutschen-flattr-charts-im-juli/" target="_blank">geflattert?</a></li>
<li><a title="Online-Gebühren i und II: Über den Wert von Qualitätsjournalismus" href="http://www.jensweinreich.de/category/finanzierung-von-journalismus/" target="_self">Freiwillig-Online-Gebühren entrichtet?</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>München 2018 und der intransparente Umgang mit Steuermitteln: Wirtschaftsplan? Welcher &#8220;Wirtschaftsplan&#8221;?</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/07/16/munchen-2018-und-der-intransparente-umgang-mit-steuermitteln-wirtschaftsplan-welcher-wirtschaftsplan/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 09:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[berlin 2000]]></category>
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<p>Einige Anmerkungen über Intransparenz als Geschäftsprinzip deutscher Olympiabewerbungen, mehrfach von Rechnungsprüfern als &#8220;Unkultur im Umgang mit öffentlichen Mitteln&#8221; gerügt.</p>
<p>Die Münchner Olympia GmbH schließt nach jüngsten Turbulenzen die Reihen und teilt in unnachahmlicher Weise mit:</p>
<blockquote><p>Gesellschafterversammlung erhöht Bewerbungsetat um 10 Prozent und beschließt engere Koordinierung der Gesellschafter</p>
<p>München, 15. Juli – Im Anschluss an die turnusmäßige Gesellschafterversammlung der Bewerbungsgesellschaft München 2018 am heutigen Donnerstag, schauen die Gesellschafter voller Optimismus auf die kommenden Monate. Der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung und Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) Thomas Bach betonte, dass alle Beschlüsse mit absolutem Einvernehmen und großer Entschlossenheit zu Stande kamen. „Mit dem Ziel die Bewerbung noch stärker und positiver in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen, haben wir eine engere Verzahnung von Gesellschaftern und Bewerbungsgesellschaft beschlossen“, so Bach weiter. Die Gesellschafter benannten jeweils einen Koordinator, der die Zusammenarbeit stärkt. Prokurist Jürgen Bühl wurde in diesem Zusammenhang zum stellvertretenden Geschäftsführer ernannt.</p>
<p><strong>„Zudem haben wir uns einstimmig und im Einvernehmen der Geschäftsführung auf den Wirtschaftplan der Bewerbung geeinigt.“ </strong></p></blockquote>
<p>Oh, ein &#8220;Wirtschaftsplan&#8221;.</p>
<ul>
<li>Auf welchen &#8220;Wirtschaftsplan&#8221; hat man sich geeinigt?</li>
<li>Gibt es einen Beweis dafür, dass ein &#8220;Wirtschaftsplan&#8221; existiert?</li>
<li>Warum ist der &#8220;Wirtschaftsplan&#8221; nicht öffentlich?</li>
<li>Warum wird der &#8220;Wirtschaftsplan&#8221; nicht öffentlich gemacht, so wie es sein sollte, vor allem jetzt, da die öffentliche Hand wieder mit etlichen Millionen als Sponsor auftritt?</li>
<li>Warum wird Abgeordneten der Parlamente von Gesellschaftern trotz mehrfacher Anfrage dieser &#8220;Wirtschaftsplan&#8221; verheimlicht?</li>
<li>Was soll/darf die Öffentlichkeit, Hauptsponsor der Bewerbung, nicht wissen?</li>
<li>Wo sind die Beweise, dass Sponsoren bislang überhaupt Geldmittel für die Bewerbung bereit gestellt haben?</li>
<li>Wie verteilen sich die Sponsorenleistungen &#8211; sofern es überhaupt welche gibt &#8211; in Geld- und Sachmittel?</li>
<li>Wie verteilen sich die Sponsorenleistungen &#8211; sofern es überhaupt welche gibt &#8211; auf wirklich private Firmen und auf halbstaatliche bzw. staatliche &#8220;Unternehmen&#8221;, also auf verkappte Subventionen der öffentlichen Hand?</li>
<li>Warum gibt es keine sauberen, öffentlich nachprüfbare OCOG- und Non-OCOG-Etats?</li>
</ul>
<p>Das sind Kernfragen. Das ist so in Deutschland, denn Transparenz ist auch in dieser Olympia GmbH ein Fremdwort. Die Großzügigkeit im Umgang mit öffentlichen Mitteln aber ist enorm. Vor allem der &#8220;Hauptgesellschafter&#8221; DOSB und sein Präsident Thomas Bach demonstrieren das, denn nennenswerte finanzielle Mittel bringt der olympische Dachverband auch diesmal nicht ein.</p>
<p>Weiter in der Pressemitteilung:</p>
<blockquote><p>Der Münchner Oberbürgermeister und stellvertretende Vorsitzende der Gesellschafterversammlung Christian Ude stellte heraus, dass auf dem langen Weg zu den Olympischen und Paralympischen Spielen auch das eine oder andere Gewitter aufziehen kann.</p>
<p><strong>„Ab heute scheint die Sonne wieder und die Bewerbung wird nicht an finanzpolitischen Aspekten scheitern. Daher haben wir beschlossen, das Bewerbungsbudget innerhalb des geschätzten Rahmens um 10 Prozent auf 33 Millionen Euro zu erhöhen. Gesellschafterdarlehen sind hierfür nicht nötig.“ </strong></p></blockquote>
<ul>
<li>Warum sagt niemand, dass es sich um Steuermittel handelt?</li>
<li>Ist das ein Freibrief für Olympiabewerber, die &#8211; wie Bogner &#8211; ihre Unkenntnis über die Finanzierung Olympischer Spiele mehrfach bewiesen haben und konsequent Unwahrheiten verbreiten?</li>
</ul>
<p>Weiter in der Pressemitteilung:</p>
<blockquote><p>Der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer betonte: „Wir haben genug Projekte in der Pipeline, um genügend Sponsorengelder für die Bewerbung zu akquirieren.“</p>
<p>Aufatmen auch bei den Bürgern in Garmisch-Partenkirchen. Erster Bürgermeister Thomas Schmid weiß: „Durch die Tatsache, dass die Marktgemeinde kein Darlehen nachlegen muss, wird den Bürgerinnen und Bürgern eine große Sorge genommen.“</p>
<p>Auch sicherte Ministerpräsident Seehofer bei den Verhandlungen mit Grundstückseigentümern für die notwendigen Flächen zur Austragung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele seine volle Unterstützung zu. Er betonte, dass alle Entscheidungen gemeinsam mit den Bürgern vor Ort getroffen werden.</p>
<p>Willy Bogner, München 2018-Chef, zeigte sich nach der Sitzung sehr zuversichtlich: „Die zugesicherten 33 Millionen Euro machen eine erstklassige Bewerbung möglich. Ich freue mich besonders, dass sich alle Gesellschafter dazu bekannt haben mit ihrem persönlichem Engagement für die Bewerbung einzutreten und die großen Vorteile der Münchner Bewerbung stärker zu kommunizieren.“</p></blockquote>
<p>Willy Bogner hat übrigens, wenn man den Berichten glauben darf, während der Gesellschafterversammlung zum Thema Finanzen geschwiegen. Eine ausführliche Presseschau findet sich dazu <a title="Dilettantenstadl München 2018: Bogner will mehr Steuermittel, Widerstand wächst, Bewerbung am Ende?" href="http://www.jensweinreich.de/2010/07/14/dilettantenstadl-munchen-2018-willy-will-mehr-steuermittel-widerstand-wachst-bewerbung-am-ende/" target="_self">in den Kommentaren dieses Beitrags</a>.</p>
<p>Es ist kein Geheimnis, dass ich die deutsche Intransparenz, die Unkultur im Umgang mit öffentlichen Mitteln und das undemokratische Vorgehen bei der Verschleuderung von Steuermitteln nicht schätze. Den Halbgöttern Seehofer, Bach und Ude seien deshalb als Handzettel Zitate aus den Untersuchungsberichten zu vergangenen deutschen Olympiabewerbungen empfohlen. Das Thema wird in den nächsten Monaten vertieft werden müssen. Aber sicher läuft das in München besser als einst in Berlin und Leipzig.</p>
<p>In der Leipziger Olympia GmbH hatte einst eine Tiefenprüfung im Herbst 2003 ergeben, wenige Monate vor dem blamablen Vorrunden-Aus (sämtlich Zitate aus dem Prüfbericht):</p>
<ul>
<li>Fälle von Aktenvernichtungen.</li>
<li>Dass elf Firmen lediglich auf der Grundlage mündlicher Absprachen gearbeitet haben.</li>
<li>Ein Vier-Augen-Prinzip sei hierbei nicht berücksichtigt worden.</li>
<li>Bis zum 11. November 2003 bestanden keine eindeutigen Vertragszeichnungsregelungen innerhalb der GmbH.</li>
<li>Es bestand kein Vertragscontrolling hinsichtlich der Leistungen und Rechnungen der Vertragspartner.</li>
<li>Ausschreibungsgrundsätze wurden entgegen der Weisung des Aufsichtsrates nicht beachtet.</li>
<li>Für Veranstaltungen der GmbH lagen keine Kostenpläne vor, zum Teil auch keine Nachweise.</li>
<li>Eine laufende Kostenkontrolle sei derzeit in der GmbH nicht möglich.</li>
<li>Bis zum Tage der Prüfung existierte in der GmbH keine ordentliche Buchführung.</li>
<li>Eine einheitliche Anwendung der Reisekostenregelung wurde nicht beachtet.</li>
<li>Die Nutzung von zur Verfügung gestellten Pkws entbehrte jeder klaren vertraglichen Grundlage.</li>
<li>Das Vergaberecht wurde nicht eingehalten.</li>
<li>Die Aktenführung sei zum Teil nicht nachvollziehbar und unvollständig.</li>
</ul>
<p>Der Prüfer nennt Handlungsbedarf, damit die GmbH den Maßstäben &#8220;einer geordneten Tätigkeit&#8221; gerecht wird:</p>
<ul>
<li>Aktenvernichtungen haben zu unterbleiben.</li>
<li>Aktenverläufe müssen in Zukunft nachvollziehbar sein.</li>
<li>Organisatorische und inhaltliche Mängel seien abzustellen.</li>
<li>Die Unkultur im Umgang mit öffentlichen Mitteln sei abzustellen.</li>
<li>Die Beauftragung externer Firmen sei zu reduzieren (im Beauftragungsfall nur mit klarer Begründung).</li>
<li>Die Städte Leipzig und Rostock sollten sich aus dem täglichen operativen Geschäft der GmbH möglichst heraushalten.</li>
<li>Satzung und Geschäftsordnung der GmbH bedürfen einer Überarbeitung.</li>
</ul>
<p>Für Leipzig waren damals 31,5 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln für die Bewerbung verplant, plus etliche hundert Millionen, die bereits verbaut wurden in der Stadt. Wer mehr lesen will: <a title="Operation 2012" href="http://www.jensweinreich.de/referenzen/bucher/operation-2012/" target="_self">&#8220;Operation 2012&#8243;</a>.</p>
<p>In Berlin wies der Landesrechnungshof 1996, drei Jahre nach dem Olympia-Desaster (Berlin erhielt nur neun der IOC-Stimmen im Wettbewerb um die Spiele 2000, obwohl noch am Vorabend von mehr als 40 orakelt wurde!) nach, wie seinerzeit exakt 51.305.684,12 DM verpulvert wurden – 40,3 Millionen aus dem Berliner Haushalt und elf Millionen vom Bund.</p>
<p>Hier einige Kernaussagen aus dem Bericht des Berliner Rechnungshofes vom August 1996, der sich liest wie eine Kopie des Leipziger Prüfungsberichts vom November 2003 bzw. umgekehrt:</p>
<blockquote><p>Eine erhebliche Einschränkung der Erkenntnismöglichkeiten ergab sich auch dadurch, dass der Geschäftsführer der Olympia GmbH Akten der Gesellschaft hatte vernichten lassen (sog. Reißwolfaffäre). Ein Teil der Unterlagen existierte nicht, in der Mehrzahl der Fälle lagen nicht einmal schriftliche Verträge vor. Von den stichprobenweise geprüften Fremdleistungen im Wert von 17,2 Millionen DM lagen jedenfalls nur für Leistungen im Wert von 3,8 Millionen DM (das sind 22 v.H.) Vertragsdokumente vor. Soweit vertragsbegründende Unterlagen wie Angebote, Schriftwechsel über Preisverhandlungen, Aufträge und deren Änderung nicht aufbewahrt wurden oder nicht erstellt worden sind – und das gilt für den weit überwiegenden Teil der geprüften Fremdleistungen –, konnte die Olympia GmbH auch nicht den Nachweis vertragsgemäßer Lieferung und Leistung erbringen. Die Bescheinigung der sachlichen Richtigkeit auf den Rechnungen – soweit vorhanden – allein ist nicht ausreichend. Der Geschäftsführer hat sogar Millionengeschäfte mündlich abgeschlossen.</p></blockquote>
<p>Besonders lesenswert, Punkt 124 des Rechnungshof-Berichts:</p>
<blockquote><p>Die Olympia GmbH hat keine privat finanzierte Olympiabewerbung durchgeführt, sondern fast ausschließlich Steuergelder für diesen Zweck verwendet, und zwar im Umfang von über 50 Millionen DM.</p>
<p>Werden statt einer durchaus denkbaren privaten Finanzierung öffentliche Mittel eingesetzt, unabhängig in welcher Form, ist mit diesen vom Steuerzahler aufgebrachten Geldern besonders sorgfältig zu wirtschaften.</p>
<p>Die Verwendung dieser Mittel darf in keinem Fall der parlamentarischen Finanzkontrolle entzogen sein.</p>
<p>Somit verbietet es sich auch, den Begriff der Wirtschaftlichkeit neu zu definieren und jedwede allgemeine sinnvolle oder auch nur vertretbare Mittelverwendung für die Olympiabewerbung als wirtschaftlich anzusehen.</p>
<p>Der Rechnungshof verkennt nicht den politischen Stellenwert, den die Olympiabewerbung gehabt hat. Dieser rechtfertigt aber nicht, die Verwendung der Mittel letztlich nach dem Grundsatz &#8220;Der Zweck heiligt die Mittel&#8221; zu beurteilen.</p></blockquote>
<p>Wie gesagt: <a title="Goldener Plan für München 2018: mal eben 1,5 Millionen mehr aus Steuermitteln" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/22/goldener-plan-fur-munchen-2018-mal-eben-15-millionen-euro-mehr-aus-steuermitteln/" target="_self">In München läuft das bestimmt besser.</a></p>
<p>Obwohl ich da arge Zweifel habe. Denn Willy Bogner, ich sage es erneut, <a title="München 2018 und die Olympiafinanzierung: Willy Bogners Probleme mit der Wahrheit" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/19/munchen-2018-und-die-olympiafinanzierung-willy-bogners-probleme-mit-der-wahrheit/" target="_self">kennt sich in der Olympiafinanzierung nachweislich nicht aus und hat seine Falschaussagen aus etlichen Interviews meines Wissens auch nie korrigiert</a>. Mein Vertrauen hält sich also in Grenzen.<br />
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		<title>Programmhinweis (IX): &#8220;Wenn der Fußball zum Politikum wird&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 17:17:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<category><![CDATA[bayerischer rundfunk]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute Abend, &#8220;Dossier Politik&#8221; auf Bayern 2: &#8220;Wenn der Fußball zum Politikum wird&#8221;. Dazu darf ich im Gespräch mit Ingo Lierheimer einiges sagen. Die Einspieler: Die FIFA &#8211; ein millionenschwerer Verein mit korrupten Mitgliedern (Rainer Volk) &#8220;Der weiße Afrikaner&#8221; &#8211; wie Joseph Blatter die WM missbraucht hat und was Südafrika davon bleibt (Claus Stäcker) Nähe, die Erfolg [...]]]></description>
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<p>Heute Abend, &#8220;Dossier Politik&#8221; auf Bayern 2: <a title="BR2, Dossier Politik: &quot;Wenn der Fußball zum Politikum wird&quot;" href="http://www.br-online.de/bayern2/dossier-politik/fussball-politik-blatter-ID1279022121470.xml" target="_blank">&#8220;Wenn der Fußball zum Politikum wird&#8221;</a>. Dazu darf ich im Gespräch mit Ingo Lierheimer einiges sagen.</p>
<p>Die Einspieler:</p>
<ul>
<li>Die FIFA &#8211; ein millionenschwerer Verein mit korrupten Mitgliedern (Rainer Volk)</li>
<li>&#8220;Der weiße Afrikaner&#8221; &#8211; wie Joseph Blatter die WM missbraucht hat und was Südafrika davon bleibt (Claus Stäcker)</li>
<li>Nähe, die Erfolg verspricht: Kurt Beck und der 1. FC Kaiserslautern (Armin Angele)</li>
<li>Ein Zentrum für 2010: Das Feigenblatt der FIFA (Wim Dohrenbusch)</li>
<li>Wie sich die Politik in den Sport einmischt, zum Beispiel in Deutschland (Taufig Khalil)</li>
</ul>
<p>Die Sendung gibt es natürlich auch als Podcast.</p>

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		<title>Dilettantenstadl München 2018: Bogner will mehr Steuermittel, Widerstand wächst, Bewerbung am Ende?</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 08:22:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mensch, die kleine &#8220;offizielle Opposition&#8220;, von der im Mini-Bidbook der Münchener Olympiabewerbung die Rede war, ist ganz schön mächtig geworden. Hier geht es zur Unterschriftenliste NOlympia 2018 NOlympia auf Facebook Ist ein echtes Sommertheater, was sich da in Bayern abspielt. Hilflos trudeln die Münchner Olympiabewerber dem Abgrund entgegen. Der Widerstand einiger Einheimischer und ihrer Volksvertreter [...]]]></description>
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<p>Mensch, die kleine &#8220;<a title="Entwirf des Mini-Bidbooks ..." href="http://www.jensweinreich.de/2009/11/23/munchen-2018-entwurf-des-mini-bidbooks/" target="_self">offizielle Opposition</a>&#8220;, von der im Mini-Bidbook der Münchener Olympiabewerbung die Rede war, ist ganz schön mächtig geworden.</p>
<ul>
<li>Hier geht es zur <a title="Unterschriftenliste NOlympia 2018" href="http://nolympia2018.ludwighartmann.de/unterstuetzen/" target="_blank">Unterschriftenliste NOlympia 2018</a></li>
<li><a title="NOlympia" href="http://www.facebook.com/jens.weinreich?ref=profile#!/group.php?gid=71147566404&amp;ref=ts" target="_blank">NOlympia auf Facebook</a></li>
</ul>
<p>Ist ein echtes Sommertheater, was sich da in Bayern abspielt. Hilflos trudeln die Münchner Olympiabewerber dem Abgrund entgegen. Der Widerstand einiger Einheimischer und ihrer Volksvertreter (Oberammergau, Garmisch, <a title="alle Beiträge mit hunderten Links zu München 2018" href="http://www.jensweinreich.de/category/munchen-2018/" target="_self">alle Ereignisse und Berichte sind verlinkt</a>, u.a. hier in der Übersicht oder <a title="die Links zu den aktuellen Medienberichten" href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/22/kleiner-regelbruch-olympia-2018-die-candidate-cities/" target="_self">im letzten Beitrag</a>) lässt die Bewerber-Gesellschaft mächtig ins Schlingern geraten.</p>
<p>Einmal mehr erweist sich, wie schwach diese Gesellschaft besetzt ist: die Geschäftsführer Bernhard Schwank hat seine Stärken im sportfachlichen Bereich, keine Frage, auf Abteilungsleiter-Ebene gewissermaßen.</p>
<p>Und Hauptgeschäftsführer Willy Bogner? Eine absolute Enttäuschung. Eine Fehlbesetzung. Nicht von dieser Welt.</p>
<ul>
<li>Kommunikation? Fehlanzeige. Er weiß nicht, was das ist und wie das geht.</li>
<li>Fachliche Kenntnisse? Fehlanzeige. Er verbreitet <a title="Willy Bogners Probleme mit der Wahrheit" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/19/munchen-2018-und-die-olympiafinanzierung-willy-bogners-probleme-mit-der-wahrheit/" target="_self">Unwahrheiten über die Finanzierung Olympischer Spiele</a>, oft genug nachgewiesen. Und er lässt sich auch gar nicht von der Wahrheit beirren.</li>
<li>Umgang mit Kritik? Kritikfähigkeit? Oooops?</li>
</ul>
<p>Katarina Witt gibt es auch noch, ja, aber sie ist halt die Grüß-Kati.</p>
<p>Und was ist mit Thomas Bach, dem eigentlichen Bewerberchef, dem DOSB-Präsidenten und IOC-Vize, der unbedingt mit München ins Rennen wollte und Hamburg und Berlin deshalb, sagen wir: ein bisschen ausmanövriert hat?</p>
<p>Es bleibt dabei, ob es Bach gefällt oder nicht: Sollte München scheitern, erhöht das seine Chancen auf die IOC-Präsidentschaft, worüber 2013 entschieden wird. Wo ist eigentlich Bach, außer auf den Tribünen der Fußball-WM in Südafrika? Will er sich ähnlich aus der Verantwortung <span style="text-decoration: line-through;">stehlen</span> ziehen wie zuletzt in Berlin und Leipzig? Oder sind die Personalien der vergangenen Woche schon seine letzte Rettungsaktion?</p>
<p>Vergangenen Freitag meldete die Bewerbergesellschaft eigentlich keine schlechten Personalien:</p>
<blockquote><p>München 2018 stellt Managementteam vor</p>
<p>Zu Beginn der Candidate City Phase verstärkt die Bewerbungsgesellschaft ihr Team mit einer Kombination aus Expertise und Leidenschaft für die Winterspiele</p>
<p>München, 9. Juli 2010 – Das Managementteam der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH ist nun komplett. Auf Basis der positiven Bewertung des Internationalen Olympischen Komitees bei der Nominierung zur Candidate City kann München 2018 nun gestärkt mit einem vollzähligen Direktorium die internationale Kampagne als Kandidatenstadt starten.</p>
<p>Das komplette Direktorium besteht aus sechs Personen: Katrin Merkel (International Relations), Jürgen Bühl (Planungsprozesse) und Stefan Bruckner (Marketing). Neu dabei sind: Steffi Klein (Sport), Jochen Färber (Kommunikation) und Andreas Weinberger (Finanzen).</p>
<p>Steffi Klein war vor ihrer jetzigen Aufgabe als Sportdirektorin bei München 2018 sieben Jahre Media und Communications Managerin beim Internationalen Paralympischen Komitee. Jochen Färber wird nach seinen Erfahrungen beim TV Sender Eurosport und als Pressesprecher des Internationalen Fechtverbands die Abteilung Kommunikation leiten. Andreas Weinberger bringt für seine Aufgabe als kaufmännischer Direktor langjährige Erfahrung bei Deloitte mit, die nicht nur eines der führenden Wirtschaftsprüfungs- und Finanzdienstleistungsunternehmen ist, sondern auch offizieller Nationaler Ausstatter der Münchner Bewerbung.</p>
<p>Willy Bogner freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem vollzähligen Team, das sowohl Expertise und vor allem Leidenschaft für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele mitbringt. „München 2018 ist froh und stolz darauf, ein Team mit herausragenden Know-how, unterschiedlichen Hintergründen und nachweisbaren Erfolgen rekrutiert zu haben. Schließlich hat unsere Reise nach Durban zur IOC Session am 6. Juli 2011 eben erst begonnen. Dank dieser hervorragenden Teamerweiterung können wir nun nochmal einen Gang höher schalten. Neben der unzweifelhaften Expertise war uns auch wichtig, dass alle, wie ich, daran glauben, dass die Olympischen und Paralympischen Winterspiele in München im Jahr 2018 die freundlichsten Spiele für Athleten, die Olympische Familie und die Zukunft werden, die es je gab.“</p></blockquote>
<p>Frau Merkel koordiniert seit vier Jahren die internationale Arbeit des DOSB und ein bisschen auch die seines Präsidenten. Jochen Färber hat internationale Erfahrung und, wenn ich mich recht erinnere, einmal die Gala zum 50. Geburtstag des heutigen DOSB-Präsidenten moderiert. Zum Deloitte-Vertreter bzw. Deloitte sage ich lieber nichts &#8211; nur so viel: Was da mitunter als <a title="&quot;Olympisches Wachstum&quot;" href="http://members.gaponline.de/spd/ov-gap/aktuell/aktuell_09_11_10_olympiabewerbung2018_deloitte.pdf" target="_blank">&#8220;Studie&#8221;</a> bezeichnet wird, ist aus meiner Sicht doch nicht viel mehr als eine Stoffsammlung aus dem Internet, die ein guter Praktikant auch hinbekommen könnte. Aber ich will gar nicht ins Detail gehen, frei nach Willy Bogner &#8230;</p>
<p>Und was macht der Willy?</p>
<p><strong>Willy Bogner fällt in der Not nichts anderes ein, als nach mehr Geld vom Steuerzahler zu greinen.</strong></p>
<p>Unfassbar.</p>
<p>Warum leitet er eigentlich nicht ein bisschen Geld um, das er mit seinen Stores etwa im Gasprom-Ressort in Krasnaja Poljana (<a title="alle Beiträge zu Sotschi 2014" href="http://www.jensweinreich.de/category/sotschi-2014/" target="_self">Sotschi 2014</a>) einnimmt?</p>
<p>Dabei liegt der Öffentlichkeit weder ein sauberes Bewerbungs-Budget vor, noch ein <a title="Finanzierung Olympischer Spiele" href="http://www.jensweinreich.de/2009/05/07/finanzierung-olympischer-spiele-wir-sind-ein-privilegiertes-volkchen/" target="_self">OCOG-Budget noch ein Non-OCOG-Budget</a>. Nichts, außer einigen wenigen Zahlen, die man mit viel Mühe aus dem Mini-Book herauslesen kann.</p>
<ul>
<li>Spaßeshalber hier nochmal meine <a title="Was das BMI zur Olympiabwerbung sagt" href="http://www.jensweinreich.de/2009/02/12/munchen-2018-was-das-bmi-zur-finanzierung-der-olympiabewerbung-sagt/" target="_self">Anfragen an das BMI von Anfang 2009</a>. Präzise betrachtet hat sich doch seither nichts verändert, oder?</li>
<li>oder hier einige Aussagen zur Carte Blanche des Bundestages und dem <a title="Bundestag zu München 2018: demokratiewidriger Striptease?" href="http://www.jensweinreich.de/2009/06/30/bundestag-zu-munchen-2018-demokratiewidriger-striptease/" target="_self">demokratiewidrigen Striptease</a></li>
<li>oder hier ein bisschen was zum <a title="Goldener Plan für München 2018: mal eben 1,5 Millionen mehr aus Steuermitteln" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/22/goldener-plan-fur-munchen-2018-mal-eben-15-millionen-euro-mehr-aus-steuermitteln/" target="_self">Goldenen Plan für München</a>, den der Willy sicher gern erweitern würde</li>
</ul>
<p>Typisch deutsch. Typische deutsche Olympiabewerbungen: Intransparent. Undemokratisch. Würde mich interessieren, ob auch ähnlich gewirtschaftet wird wie zuletzt in Berchtesgaden (Winter 1992), Berlin (Sommer 2000) und Leipzig (Sommer 2012). Also zum Beispiel: Ob Aufträge ohne Ausschreibungen vergeben werden (einige Ausschreibungen gab es in München offenbar), ob es kein Controlling gibt, ob am Aufsichtsrat vorbei gewirtschaftet wird etc. pp.</p>
<p>Jedenfalls, vorläufige Höhepunkte im Dilettantenstadl sind ein Brief Bogners an die Gesellschafter und anschließend dieses Kleinod an Pressemitteilung, einfach entzückend:</p>
<blockquote><p>Pressemitteilung vom 13.07.2010</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>Willy Bogner optimistisch für München 2018</p>
<p>Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Bewerbungsgesellschaft München 2018 für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele sieht hoffnungsvoll nach vorne. „Ich habe nicht mit meinem Rücktritt gedroht und werde dies auch in der Zukunft nicht tun“, erklärte der 68-jährige Manager im Vorfeld der Gesellschafterversammlung.</p>
<p>Am Donnerstag treten zuerst der Aufsichtsrat und später die Gesellschafter in ihrer turnusmäßigen Sitzung in der Staatskanzlei zusammen. Bogner hatte sich in einem vertraulichen Brief an die Gesellschafter und den Aufsichtsrat gewandt. Darin hat der Münchner deutlich gemacht, dass sein Engagement natürlich im Zusammenhang mit den Rahmenbedingungen der Gesellschaft steht.</p>
<p>Nach der gerade hervorragend überstandenen Vorauswahl sieht Bogner gute Chancen für die Bewerbung. „Dafür ist der Rückhalt und die volle Unterstützung der Gesellschafter nach wie vor gegeben“, so Bogner.</p>
<p>Darüber hinaus liegen den für die Finanzierung verantwortlichen Gesellschaftern der öffentlichen Hand weitere positive Signale aus der Wirtschaft vor. Die Gesamtfinanzierung muss endgültig erst im nächsten Jahr gesichert sein. Über den aktuellen Stand wird am Donnerstag nach der Gesellschafterversammlung im Rahmen einer Pressekonferenz informiert.</p>
<p>Ca 1.300 Zeichen inkl. Leerzeichen</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH</p>
<p><small>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH</small></p>
<p><small> </small><small>München bewirbt sich zusammen mit Garmisch-Partenkirchen und dem Berchtesgadener Land um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018. Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung Willy Bogner und dem Geschäftsführer Bernhard Schwank erarbeitet die Bewerbung und führt sie durch. Gesellschafter der	 Bewerbungsgesellschaft sind der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) mit 51 Prozent, die Landeshauptstadt München (30 Prozent), der Freistaat	 Bayern (neun Prozent), die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen (acht Prozent) und der Landkreis Berchtesgadener Land (zwei Prozent). Unterstützt wird die Bewerbung von den nationalen Förderern Adidas, BayWa AG, BMW Group, Flughafen München GmbH, Lufthansa und Sparkassen-Finanzgruppe sowie den nationalen Ausstattern Deloitte, GfK Verein, Messe München GmbH, Norton Rose LLP, Olympiapark München GmbH und Stadtwerke München GmbH. Informationen zum Konzept, dem Bewerbungsablauf und viele weitere Details finden Interessierte unter www.muenchen2018.org.</small></p></blockquote>
<p>Tendenz derzeit: Die Bewerbung müsste eingestellt werden. Noch aber glaube ich nicht, dass es so weit kommt. Das wusste in einer ähnlichen Situation (nur mit anderen Problemen, etwa Misswirtschaft, Anzeichen von Vetternwirtschaft) schon die Politik im Herbst 2003 im Fall Leipzig zu verhindern. Damals rettete Bundesinnenminister Otto Schily eine alles in allem lächerlich geführte Bewerbung mit einem, nun ja, Machtwort. Macht haben sie ja, wenig Geist, aber Macht &#8211; und damit auch Macht über die Schatullen des Steuerbürgers.</p>
<p>Ich vermute mal, so wird es am Donnerstag auch in München kommen. Kassen auf! Volle Fahrt voraus! Ab gegen den Berg! Oder eben: in den Abgrund! Koste es, was es wolle! (Weiß ja eh niemand, was es kostet.)</p>
<p>Die wichtigsten aktuellen Beiträge zum Dilettantenstadl hat <em>Ralf</em> längst verlinkt unter dem Beitrag <a title="Olympia 2018, die Candidate Cities" href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/22/kleiner-regelbruch-olympia-2018-die-candidate-cities" target="_self">&#8220;Kleiner Regelbruch: Olympia 2018, die Candidate Cities&#8221;</a>. Hier ein Extrakt:</p>
<ul>
<li>AZ: <a rel="nofollow" href="http://www.abendzeitung.de/politik/meinung/198852">Olympisches Gezanke</a></li>
<li>SZ: <a rel="nofollow" href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen/muenchner-olympiabewerbung-brogner-droht-mit-dem-ruecktritt-1.974471">Olympia in München auf der Kippe – Bogner droht mit Rücktritt</a></li>
<li>sid: <a rel="nofollow" href="http://www.zeit.de/sport-newsticker/2010/7/13/253024xml">Bogner fordert für Olympia Hilfe der Politik</a></li>
<li>AZ: <a rel="nofollow" href="http://www.abendzeitung.de/sport/mehr_sport/198879">Olympia 2018 auf der Kippe</a></li>
<li>Merkur: <a rel="nofollow" href="http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/bogner-will-mehr-geld-olympia-bewerbung-verwirrung-ruecktrittsdrohung-839914.html">„Mehr Geld für Olympia“ – Bogner verwirrt mit Rücktrittsdrohung</a></li>
<li>BR-Video: <a rel="nofollow" href="http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/schwaben-und-altbayern-aktuell/olympia-olympiaprobleme-hilmer-ID1279031350044.xml">Olympia-Probleme: Garmischer Widerstand</a></li>
<li>SZ: <a rel="nofollow" href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen/politik/olympia-kandidatenstadt-muenchen-frust-beim-frontmann-1.974567">Frust beim Frontmann</a></li>
</ul>
<p>Wollen wir weiter abstimmen, bevor einige Optionen gestrichen werden müssen?</p>
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<p>Leicht abgewandelt:</p>
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</ul>
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		<title>Was vom Tage übrig bleibt (56): Schmitt, Pluschenko, Bach, Gienger, Korruption, Champagne, Pechstein, Sörgel</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 10:18:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt ein Leben neben der Fußball-WM. Linkfutter für zwischendurch, Lesebefehle habe ich zuletzt sträflich vernachlässigt: Fecht-Olympiasieger und IOC-Mitglied Pál Schmitt, langjähriger Protokollchef des IOC und Mitglied des Europäischen Parlaments, ist zum neuen Staatspräsidenten Ungarns gewählt worden. Pál Schmitt auf Wikipedia Webseite des ungarischen Präsidenten Oops, mal wieder eine Entscheidung des Eislauf-Weltverbandes ISU, die anderswo [...]]]></description>
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<p>Es gibt ein Leben neben der Fußball-WM. Linkfutter für zwischendurch, Lesebefehle habe ich zuletzt sträflich vernachlässigt:</p>
<p>Fecht-Olympiasieger und IOC-Mitglied <strong>Pál Schmitt</strong>, langjähriger Protokollchef des IOC und Mitglied des <a title="Pál Schmitt im EU-Parlament" href="http://www.europarl.europa.eu/members/archive/alphaOrder/view.do?language=EN&amp;id=28133" target="_blank">Europäischen Parlaments</a>, ist zum neuen <a title="google news zu Pál Schmitt" href="http://www.google.de/search?num=100&amp;hl=de&amp;newwindow=1&amp;q=pal%20schmitt&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;tbo=u&amp;tbs=nws:1&amp;source=og&amp;sa=N&amp;tab=wn" target="_blank">Staatspräsidenten Ungarns</a> gewählt worden.</p>
<ul>
<li><a title="Wikipedia: Pál Schmitt" href="http://en.wikipedia.org/wiki/P%C3%A1l_Schmitt" target="_blank">Pál Schmitt</a> auf Wikipedia</li>
<li>Webseite des <a title="Office of the President of the Republic of Hungary" href="http://www.keh.hu/home.html" target="_blank">ungarischen Präsidenten</a></li>
</ul>
<p>Oops, mal wieder eine Entscheidung des Eislauf-Weltverbandes ISU, die anderswo mindestens so ausgiebig diskutiert wird, wie in Deutschland der <a title="alle Beiträge zum Fall Pechstein" href="http://jensweinreich.de/?cat=1590" target="_self">Fall Pechstein</a>. Ich wusste gar nicht, dass die ISU noch zwischen Profis und Schauläufern und vielleicht sogar Amateuren unterscheidet. Ich halte es beim ersten Hinsehen für absurd, dass <a title="Jewgeni Pluschenko" href="http://evgeniplushenko.net/" target="_blank"><strong>Jewgeni Pluschenko</strong></a> gesperrt wird und nicht an den Winterspielen 2014 in Sotschi teilnehmen soll. Ausgerechnet Pluschenko! Hier ist er übrigens kurz nach der Verkündung von Sotschi als Olympiastadt 2014, damals im Juli 2007 in Guatemala City:</p>
<div id="attachment_8825" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><img class="size-full wp-image-8825" title="Jewgeni Pluschenko, Guatemala, Juli 2007" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/pluschenko2007.jpg" alt="Jewgeni Pluschenko, Guatemala, Juli 2007" width="530" height="398" /><p class="wp-caption-text">Jewgeni Pluschenko, Guatemala, Juli 2007</p></div>
<p>Der <a title="ISU" href="http://www.isu.org/vsite/vcontent/content/transnews/0,10869,4844-128590-19728-18885-308215-3787-4771-layout160-129898-news-item,00.html" target="_blank">ISU-Beschluss</a>, gegen den Pluschenko vor den CAS ziehen kann:</p>
<blockquote><p>Decision of the ISU Council on Eligibility of Mr. Evgeny Plushenko (RUS)</p>
<p>Based on evidence presented the Council has concluded that Mr. Evgeny Plushenko breached the ISU eligibility rule 102, paragraph 2, i) of the ISU General Regulations and as a consequence has become ineligible under paragraph 7 a) of that rule. The evidence has proved to the satisfaction of the Council that Mr. E. Plushenko, a skater and member of the Figure Skating Federation of Russia (FSFR), skated in exhibitions held in March and April 2010, in Russia and other countries, without the express prior authorization of the FSFR. Such activity is a breach of the ISU eligibility rules and results in the loss of eligibility.</p>
<p>The present decision communicated to both Mr E. Plushenko and the FSFR may be appealed to the Court of Arbitration for Sport, Lausanne, Switzerland, within 21 days upon receipt of the decision, in accordance with Article 25, paragraph 2, c) of the ISU Constitution.</p></blockquote>
<p>Wie erwartet hat sich <strong>Thomas Bach</strong> dazu durchgerungen, als DOSB-Präsident zu verlängern. Ein halbes Jahr vor der Entscheidung über die <a title="alle Beiträge zu München 2018" href="http://www.jensweinreich.de/category/munchen-2018/" target="_self">Olympischen Winterspiele 2018</a> wäre ein Ausstieg ein katastrophales Zeichen gewesen. Die Mitgliederversammlung findet am 4. Dezember 2010 in München statt. Der DOSB sagt:</p>
<blockquote><p>Am Montag erklärten Präsident Thomas Bach, Walter Schneeloch, Vizepräsident Breitensport/Sportentwicklung, Hans-Peter Krämer, Vizepräsident Wirtschaft und Finanzen, Gudrun Doll-Tepper, Vizepräsidentin Bildung und Olympische Erziehung, und Ilse Ridder-Melchers, Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung, dass sie sich am 4. Dezember 2010 dem Votum der Mitgliederversammlung stellen wollen. <a title="alle Beiträge zu Eberhard Gienger" href="http://www.jensweinreich.de/?s=eberhard+gienger" target="_self">Eberhard Gienger, Vizepräsident Leistungssport</a>, wird wegen der <strong>Doppelbelastung aus seiner politischen Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter und als DOSB-Präsidiumsmitglied</strong> nicht erneut antreten. Dies nahm das Präsidium mit Bedauern, aber auch mit Respekt und Verständnis zur Kenntnis. Ingo Weiss wird im Oktober 2010 erneut als Vorsitzender der Deutschen Sportjugend (dsj) kandidieren, ebenso Christian Breuer als Vertreter der Aktiven; die Voten der dsj bzw. der Aktiven würden der Mitgliederversammlung dann im Dezember zur Bestätigung vorgelegt werden.</p></blockquote>
<p>Ich denke, Ausstiegschancen geben sich für Bach nach der IOC-Session im Juli 2011, wenn über die Winterspiele abgestimmt wird, immer noch. Er muss dann seine IOC-Präsidentschaft vorbereiten, das IOC wählt 2013 in Buenos Aires den neuen Präsidenten/die erste Präsidentin.</p>
<p>Zu Gienger: Ist mir überhaupt nicht klar gewesen, dass der CDU-Mann mit seinen Aufgaben belastet ist.</p>
<p>Und noch mal <strong>Russland/Sotschi</strong> bzw. das <a title="Medwedew, Sotschi 2014 und das Vancouver-Nachbeben" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/31/medwedew-sotschi-2014-und-das-vancouver-nachbeben/" target="_self">Vancouver-Nachbeben</a>. Der russische Rechnungshof, wenn ich das auf die Schnelle richtig übersetze, hat einen Bericht zum Umgang mit den Olympiafinanzen für die Vorbereitung auf die Vancouver-Spiele vorgelegt. Völlig überraschend ist von Korruption und Misswirtschaft die Rede. Ja, ich weiß, Putin und Medwedew haben das in Auftrag gegeben, denen ist nicht zu trauen. Egal, was mich hier fast mehr interessiert, warum so genannte olympische Insiderdienste wie <a title="Inside the Games" href="http://insidethegames.biz/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=9927:report-finds-russian-preparations-for-vancouver-compromised-by-corruption&amp;catid=86:vancouver-2010-news&amp;Itemid=91" target="_blank">Inside the Games</a> oder <a title="Around the Rings" href="http://aroundtherings.com/" target="_blank">Around the Rings</a> und andere Medien darüber berichten, ohne Quellen zu nennen und den Bericht zu verlinken. Mich nervt das kolossal, täglich mehr, wenn ich nicht zum Original geführt werde, wenn Leute meinen, sie müssten Ihre Beiträge stets ohne Belege und weiterführende Hinweise veröffentlichen. Vielleicht war ich nur zu blöd, sicher kann mir jemand helfen und bessere Links finden als diese, etwa einen zum Originalbericht des russischen Rechnungshofes? Danke schon mal.</p>
<ul>
<li><a title="Webseite des russischen Premiers Putin" href="http://premier.gov.ru/eng/events/news/11213/" target="_blank">Putins Arbeitstag</a> mit dem &#8220;Board of the Council for Physical Fitness and Sports&#8221; vorgestern in Sotschi</li>
<li>Auf <a title="RT.com" href="http://rt.com/prime-time/2010-06-29/vancouver-oplympics-misspending-russia.html#" target="_blank">Russia Today</a> habe ich einen kleinen Bericht gefunden, verzichte aber darauf, das Video einzubinden, weil es meistens Probleme verursacht. Auf dem <a title="RT Youtube" href="http://www.youtube.com/user/RussiaToday" target="_blank">Youtube Channel</a> fand ich den Bericht noch nicht.</li>
<li>Auf der Webseite der <a title="Accounts Chamber Russia" href="http://www.ach.gov.ru/en/bulletin/529/" target="_blank">Accounts Chamber</a>, wenn es die richtige ist, gibt es zwar Bulletins, aber ich kann nichts sehen, öffnen bzw. runterladen.</li>
<li>Reuters: <a title="reuters.com" href="http://www.reuters.com/article/idUSTRE65R54Z20100628" target="_blank">&#8220;Evidence of Russian &#8216;corruption&#8217; over 2010 preparation&#8221;</a></li>
</ul>
<p>Wie gesagt, vielleicht kann jemand mit besseren Beiträgen dienen.</p>
<p>Blatters ehemaliger Außenpolitik-Chef, der kurz vor der WM unter Druck gefeuerte <a title="Unruhe in der FIFA: Blatter feuert Jerome Champagne, seinen wichtigsten Mann" href="http://www.jensweinreich.de/2010/01/16/unruhe-in-der-fifa-blatter-feuert-jerome-champagne-seinen-wichtigsten-mann/" target="_self"><strong>Jérôme Champagne</strong></a>, hat einen neuen Job. Er schreibt:</p>
<blockquote><p>Dear friends,</p>
<p>It is with pleasure that I can announce to you that the Palestinian National Authority appointed me as &#8220;Adviser to the PNA for the development of sport and football&#8221; in Palestine.</p>
<p>Here attached you can find the press release issued in Ramallah on 21st June in Arabic, English and French versions.</p>
<p>This position is attached to the PNA President, H.E. Mr. Mahmoud Abbas, and the PNA Prime Minister, H.E. Mr. Salam Fayyad, and to be executed under the guidance of the Palestinian National Olympic Committee and Palestinian FA President, Mr. Jibril Rajoub.</p>
<p>Four intital directions were given to me:</p>
<ul>
<li>the administration of Palestinian football,</li>
<li>the launch of the Palestinian professional league</li>
<li>the marketing of these activities,</li>
<li>the developement of international relations for Palestinian sport and football with sport organizations at world, continental and national levels (including the sister football federations) AND with foreign governments, international organizations, etc.</li>
</ul>
<p>This mission bears a huge responsability but represents also a privilege for me to continue what I was doing in my eleven FIFA years to help Palestinian football with the support of the FIFA President, Mr. Joseh S. Blatter.</p>
<p>This email is just a first information for you and I will contact you at a later stage when we will be able to start the first concrete projects.</p>
<p>Thanking you in advance for your future support of my new mission,</p>
<p>With my best regards,</p>
<p>Jerome</p></blockquote>
<p><em>Nachtrag</em>, apropos <strong>Pechstein</strong>: Gerade verbreitet ihr PR-Büro Powerplay die Meldung, wonach die gesperrte Eisschnellläuferin eine Einstweilige Verfügung gegen Prof. <strong>Fritz Sörgel</strong> erwirkt hat &#8211; im Eilverfahren ohne mündliche Verhandlung (einen Dringlichkeitsaspekt kann ich anders als der <a title="Buskeismus.de" href="http://www.buskeismus.de/" target="_blank">putzige Richter Buske</a> nicht erkennen).</p>
<p>Demnach</p>
<blockquote><p>&#8230; darf Sörgel nicht mehr den Eindruck erwecken, die fünfmalige Olympiasiegerin hätte in ihrer sportlichen Karriere Dopingmittel eingenommen oder verbotene Methoden zur Leistungssteigerung angewandt &#8230;</p></blockquote>
<p>Die Verfügung bezieht sich auf ein Rundfunkinterview vom 19. März 2010! Hochinteressant. Wie gesagt, der Richter heißt Buske, Prozessbevollmächtigte sind &#8220;Rechtsanwälte Schertz pp.&#8221; &#8211; muss man mehr sagen? Bitte vorsichtig sein mit den Kommentaren &#8211; Abmahngefahr. Die Verfügung findet sich auf der Webseite von <a title="Claudia Pechstein.de" href="http://claudiapechstein.de/index2.shtml" target="_blank">Claudia Pechstein</a>.</p>
<p><em>Nachtrag 2:</em> Zur Verfügung des Richters Buske teilt Prof. Sörgel soeben mit:</p>
<blockquote><p>Wir werden diese Entscheidung natürlich nicht hinnehmen. Die Begründetheit der Ansprüche werden wir in einem Klageverfahren klären lassen. Käme es dann zu einer Verhandlung, könnte auch die Öffentlichkeit einen besseren Eindruck gewinnen was die wissenschaftliche Basis der Pechstein- Seite ist. Natürlich werden wir die „Creme de la Creme“ nationaler wie internationaler, und wahrhaft unabhängiger Gutachter die Argumentation der Gegenseite kritisch überprüfen lassen.</p>
<p>Diese Entscheidung des Hamburger Gerichtes würde mir einen Maulkorb verhängen, denn Ziel ist es ja mich zum Schweigen zu bringen, zumal ich eben bisher in den wirklich wichtigen Fragen nicht in die Knie zu zwingen war. Das soll auch in Zukunft so bleiben und meine Argumente sollen Gerichten wie Öffentlichkeit jederzeit zur Verfügung stehen.</p>
<p>Ich werde so lange kämpfen bis die Wissenschaft , wie bisher beim ISU und CAS ihr Recht bekommt. Es kann nicht angehen, dass man Wissenschaftler mit guten und nachvollziehbaren Argumenten einen Maulkorb umhängen kann.</p>
<p>Die nachfolgenden Ausführungen von RA Scholz-Recht legen auch dar wie oft wir uns schon gegen die Anträge der Kanzlei Scherz &amp; Bergmann erfolgreich vor Gericht gewehrt haben. Wir haben daraus aber keine Medienkampagne gemacht. Jetzt müssen die Dinge aber ausführlich dargestellt werden.</p></blockquote>
<p>Seine Rechtsanwältin Nicola Scholz-Recht schreibt: <span id="more-8822"></span></p>
<blockquote><p><strong>1. </strong></p>
<p>Im Oktober 2009 hatte Frau Pechstein durch ihren Bevollmächtigten, Herrn Rechtsanwalt Bergmann aus Berlin, eine erste Abmahnung aussprechen lassen und Unterlassungsansprüche wegen drei verschiedener Behauptungen, die Sie im Rahmen einer ZDF-Sendung vom 23.10.2009 aufgestellt hatten, geltend gemacht.</p>
<p>Diese Unterlassungsansprüche hatte ich mit ausführlichem Schreiben vom 30.10.2009 als unbegründet zurückgewiesen.</p>
<p>Um zu verhindern, dass die Gegenseite eine einstweilige Verfügung ohne vorherige mündliche Verhandlung erwirkt, hatte ich sodann bei den Landgerichten Nürnberg-Fürth, Berlin und Hamburg sogenannte Schutzschriften hinterlegt, um die Gerichte vor Eingang eines entsprechenden Verfügungsantrags bereits über unsere Sichtweise und Argumentation zu informieren.</p>
<p>Anschließend hatte die Gegenseite beim Landgericht Berlin den Erlass einer einstweiligen Verfügung beantragt. Mit diesem Antrag ist Frau Pechstein gescheitert. Das Landgericht Berlin hat ihn als unbegründet zurückgewiesen mit der Begründung, dass „es sich sämtlichst um zulässige Meinungsäußerungen [handelt], die auch auf erkennbaren Anknüpfungstatsachen basieren“ (Beschluss des Landgerichtes Berlin vom 19.11.2009, Az.: 27 O 1084/09, Seite 2).</p>
<p>In Konsequenz musste Frau Pechstein auch die Kosten des Verfahrens tragen und hat die bei mir durch meine Tätigkeit entstandene Verfahrensgebühr erstattet.</p>
<p><strong>2. </strong></p>
<p>Frau Pechstein hat durch ihren anwaltlichen Vertreter eine weitere Abmahnung vom 22.03.2010 wegen einer in der NZZ vom 21.03.2010 erschienenen Behauptung aussprechen lassen und erneut die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung gefordert. Auch diese Abmahnung habe ich nach Rücksprache mit Ihnen als unbegründet zurückgewiesen und dargelegt, dass die angegriffene Behauptung den Tatsachen entspricht.</p>
<p>Mir ist nicht bekannt, ob die Gegenseite eventuell versucht hat, auch wegen dieser Behauptung eine einstweilige Verfügung zu beantragen. Jedenfalls wäre ein eventuell bei Gericht eingereichter Verfügungsantrag nicht erfolgreich gewesen, weil uns in dieser Angelegenheit niemals ein gerichtliches Verbot zugestellt worden ist. Entweder hat die Gegenseite diesen Anspruch nicht weiterverfolgt oder sie hatte damit keinen Erfolg.</p>
<p><strong>3. </strong></p>
<p>Am 25.03.2010 hat Frau Pechstein durch Herrn Rechtsanwalt Bergmann eine weitere Abmahnung aussprechen lassen wegen eines auf den Internetseiten von „Zapp“ veröffentlichten Interviews. Mit dieser Abmahnung wurden insgesamt zwei Behauptungen angegriffen.</p>
<p>Auch diese Abmahnung habe ich als unbegründet zurückgewiesen.</p>
<p>In diesem Fall hat die Gegenseite erneut beim Landgericht Berlin den Erlass einer einstweiligen Verfügung beantragt. Mit diesem Antrag ist sie zur Hälfte gescheitert, weil das Landgericht Berlin eine der beiden Behauptungen als zulässig angesehen hat. Die andere Behauptung (Stichwort: „Untersuchung in Quarantäne“) hat das Landgericht Berlin als unzulässig angesehen.</p>
<p>Nach längeren Überlegungen hatten wir uns allein aus prozessökonomischen Gründen entschieden, dagegen nicht vorzugehen, weil das Thema heute nicht mehr aktuell ist und es deshalb wirtschaftlich nicht lohnt, darüber einen Streit zu führen. Da die Gegenseite in diesem Verfahren die Kosten auch zur Hälfte selbst tragen musste, war eine Verteidigung gegen dieses Verbot auch aus Kostengründen nicht erforderlich.</p>
<p><strong>4. </strong></p>
<p>Am 09.04.2010 hat Frau Pechstein durch Herrn Rechtsanwalt Bergmann eine weitere Abmahnung aussprechen lassen, auf die wir nicht mehr geantwortet haben.</p>
<p>Die Gegenseite hat deshalb erneut einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gestellt, diesen aber diesmal beim Landgericht Hamburg eingereicht, vermutlich wegen der Befürchtung, beim Landgericht Berlin wiederum nicht in vollem Umfang den gewünschten Erfolg zu erzielen.</p>
<p>Das Landgericht Hamburg hat die einstweilige Verfügung in dem beantragten Umfang ebenfalls nicht erlassen. Die Gegenseite musste zunächst schriftsätzlich nochmals nachbessern und schließlich den Antrag einschränken, so dass sie auch in diesem Fall nicht in vollem Umfang Erfolg hatte, sondern das Landgericht Hamburg nur ein eingeschränktes Verbot erlassen und der Gegenseite ¼ der Kosten auferlegt hat. Dieser Beschluss wurde allerdings erlassen, ohne uns Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.</p>
<p>In diesem Fall erwägen wir, die Gegenseite zur Einreichung einer Hauptsacheklage zu zwingen, um dann die Möglichkeit zu haben, die Richtigkeit der angegriffenen Behauptung ggf. auch durch Sachverständigengutachten unter Beweis stellen zu können.</p></blockquote>
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		<title>Kleiner Regelbruch: Olympia 2018, die Candidate Cities</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 09:31:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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<div class="topsy_widget_data topsy_theme_light-green" style="float: right;margin-left: 0.75em; background: url(data:,%7B%20%22url%22%3A%20%22http%253A%252F%252Fwww.jensweinreich.de%252F2010%252F06%252F22%252Fkleiner-regelbruch-olympia-2018-die-candidate-cities%252F%22%2C%20%22shorturl%22%3A%20%22http%3A%2F%2Fbit.ly%2F9lH4PT%22%2C%20%22style%22%3A%20%22small%22%2C%20%22title%22%3A%20%22Kleiner%20Regelbruch%3A%20Olympia%202018%2C%20die%20Candidate%20Cities%22%20%7D);"></div>
<p>Diesmal nur aus der Ferne, ausnahmsweise nicht live beim IOC, sage ich: Selten so einen Quatsch beobachtet in einem olympischen Städtewettstreit! Das Interesse an den Olympischen Winterspielen ist so gering wie seit dreieinhalb Jahrzehnten nicht. Nur Pyeongchang, der große Favorit, München und Annecy bewerben sich. Und dennoch macht das IOC einen so genannten Vorausscheid, gibt heute Mittag in Lausanne jene Städte bekannt, die ab sofort den Titel &#8220;Candidate City&#8221; tragen dürfen &#8211; bis zur Entscheidung am 6. Juli 2011 in Durban.</p>
<p>Besonders in München wird daraus ein PR-Gegacker erster Güte gemacht. Als hätte das irgendetwas zu bedeuten, was Rogge nachher erzählt. Oder anders herum: Vielleicht sehen sich Münchens Bewerber in Wirklichkeit so schlecht (sie müssten es eigentlich wissen), dass sie es ehrlich als Erfolg feiern, unter lediglich drei &#8220;Applicant Cities&#8221; zu einer der &#8220;Candidate Cities&#8221; auserwählt zu werden.</p>
<p>Wer weiß, ich traue Willy Bogner, der die Öffentlichkeit in Bezug auf die Olympiafinanzierung konsequent narrt, Unsinn erzählt und hinters Licht führt, einiges zu, auch das.</p>
<p>Mir imponiert dagegen das Understatement der Südkoreaner. Zwar ist noch etwas Zeit bis zur IOC-Pressekonferenz, die Koreaner wissen aber längst bescheid und teilen das auf ihrer Homepage (<em>Dank an Henry M</em>) auch mit:</p>
<div id="attachment_8567" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/screen-candidate-city-pc.gif"><img class="size-full wp-image-8567" title="Screenshot Pyeongchang 2018" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/screen-candidate-city-pc.gif" alt="" width="530" height="407" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot PyeongChang 2018, 22. Juni 2010, 11.03 Uhr</p></div>
<p>Formal ein Bruch der Bewerberregeln, schon jetzt mit den Olympischen Ringen zu werben. Doch wer will schon kleinlich sein bei dieser heutigen Farce in Lausanne.</p>
<p>Ich werde zu diesem Thema heute noch einiges bloggen. Immer mal vorbei schauen, es lohnt sich vielleicht.</p>
<p>Noch einige Hintergründe zum Tage, klingt nur selbstreferenziell, ist erstklassiges Material :) mit Hunderten Links auch zu anderen Autoren:</p>
<ul>
<li>Der <a title="Zeitplan der Olympiabewerbung" href="http://www.jensweinreich.de/2009/10/15/olympia-2018-die-ausgangslage-pyeongchang-vor-pyeongchang-vor-pyeongchang/" target="_self">Zeitplan der Olympiabewerbung</a> 2018</li>
<li><a title="Willy Bogners Probleme mit der Wahrheit" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/19/munchen-2018-und-die-olympiafinanzierung-willy-bogners-probleme-mit-der-wahrheit/" target="_self">Willy Bogners Unwahrheiten</a> zur Olympiafinanzierung</li>
<li>So werden <a title="Finanzierung Olympischer Spiele ..." href="http://www.jensweinreich.de/2009/05/07/finanzierung-olympischer-spiele-wir-sind-ein-privilegiertes-volkchen/" target="_self">Olympische Spiele finanziert</a></li>
<li><a title="Spin Doctors und andere Berater ..." href="http://www.jensweinreich.de/2010/02/16/munchen-vs-pyeongchang-spin-doctors-und-andere-berater/" target="_self">Spin Doktoren und Lobbyisten</a> der Münchner Bewerbung</li>
<li>Christian Udes <a title="Christian Ude und die Kniffe der propagandistischen Darstellung" href="http://www.jensweinreich.de/2010/01/26/munchen-2018-christian-ude-und-die-kniffe-der-propagandistischen-darstellung/" target="_self">Kniffe der propagandistischen Darstellung</a></li>
</ul>
<p>Die Umfrage wollen wir nicht vergessen:</p>
Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.
<p><strong>13.29 Uhr:</strong> Auf Facebook werde ich darauf aufmerksam gemacht, dass Pyeongchang das Erscheinungsbild der Homepage geändert hat. Also noch ein Screenshot, sie sind wieder &#8220;Applicant City&#8221;:</p>
<div id="attachment_8574" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><img class="size-full wp-image-8574" title="PyeongChang 2018, Screenshot 22. Juni 2010, 13.23 Uhr MESZ" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/pyeongchang-screen2-1323.gif" alt="" width="530" height="414" /><p class="wp-caption-text">PyeongChang 2018, Screenshot 22. Juni 2010, 13.23 Uhr MESZ</p></div>
<p>Ich sage schon mal voraus, dass sie in Kürze wieder &#8220;Candidate City&#8221; sein werden.</p>
<p><strong>14.04 Uhr:</strong> Die Sache ist überraschend ausgegangen wie das Hornberger Schießen (hoffentlich ist das Bild nicht zu unstimmig). Jedenfalls hat das IOC doch tatsächlich drei Applikanten zu Kandidaten gemacht. Wow! Und München ist mächtig stolz!</p>
<p>Die deutschen Nachrichtenagenturen greifen das Thema oben nun auch auf und sprechen von einem Regelverstoß. Willy Bogner wird so zitiert:</p>
<blockquote><p>&#8220;Das ist ein Verstoß gegen die Regeln, dies müsste das IOC in irgend einer Form ahnden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Tut mir leid, aber das ist sportpolitisch wieder mal dumm vom Bogner. Er sollte lässig schweigen. Kann er aber nicht. Es fehlt ihm das politische Gespür. Das hat Katarina Witt, seine Frontfrau, auch nicht. Und deshalb kann es noch lustig werden. Sie werden in viele Fettnäpfchen treten.</p>
<p><strong>14.10 Uhr:</strong> So, jetzt ist in Pyeongchang wieder alles im Lot. Sie sind erwartungsgemäß Kandidat, auch online:</p>
<div id="attachment_8576" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><img class="size-full wp-image-8576" title="Screenshot PyeongChang 2018, 22. Juni 2010, 14.09 Uhr MESZ" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/screenshot-3-1409.gif" alt="" width="530" height="437" /><p class="wp-caption-text">Screenshot PyeongChang 2018, 22. Juni 2010, 14.09 Uhr MESZ</p></div>
<p><strong>14.15 Uhr:</strong></p>
<ul>
<li>Das IOC-Dokument zur Bewerbung: <a title="IOC 2018 Working Group Report" href="http://www.olympic.org/Documents/Host_city_elections/2018_Working_Group_Report_EN.pdf" target="_blank">Working Group Report</a></li>
<li>Die IOC-Pressemitteilung:</li>
</ul>
<blockquote><p>The International Olympic Committee (IOC) announced today that Munich (Germany), Annecy (France) and PyeongChang (Republic of Korea)* have all been selected as Candidate Cities to host the 2018 Olympic Winter Games. The IOC Executive Board (EB), which took the decision unanimously this morning during its meeting in Lausanne, nonetheless asked Annecy to review its venue concept.</p>
<p>‘The Executive Board today decided that all three Applicant Cities deserved to move to the second phase of the bidding procedure,” said IOC Olympic Games Executive Director Gilbert Felli. “It has been made clear, however, that Annecy needed to review its project. We look forward to working with the three Candidate Cities and wish them good luck for the year of competition ahead.”</p>
<p>The EB’s decision was based on a technical analysis of the Applicant Cities’ applications submitted earlier this year. The analysis and subsequent report was made by an IOC-appointed working group of Olympic Games experts who assessed each Applicant City&#8217;s potential for staging successful Olympic Winter Games in 2018. The technical assessment was based on a number of criteria, covering a variety of areas such as venues, transport, accommodation and security. Click here for the full report.</p>
<p>The three Candidate Cities now have until 11 January 2011 to submit their Candidature File to the IOC. These files will be analysed in detail by an IOC Evaluation Commission, which will also visit the Candidate Cities, before issuing a report no later than one month prior to the election. At this point of the bidding procedure, the EB has the possibility of narrowing down the number of cities which will be given the opportunity to present their project to the IOC Session. The cities will also take part in a technical briefing to IOC members in May. The final decision on the host city for the 2018 Olympic Winter Games will be made by the full IOC membership on 6 July 2011 in Durban, South Africa.</p>
<p>Please note: the Candidature Procedure and Questionnaire, which outlines the procedures, rules and deadlines to be respected until the election of the host city, as well as the in-depth questionnaire which Candidate Cities must respond to in their Candidature File, will be available on the IOC website as of tomorrow, www.olympic.org.</p>
<p>*Cities are listed in the order of drawing of lots.</p></blockquote>
<p>tbc<br />
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		</item>
		<item>
		<title>Willkommen im Überwachungsstaat: Alpine Ski-WM 2011</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/05/27/willkommen-im-uberwachungsstaat-die-alpine-ski-wm-2011/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 09:37:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[münchen 2018]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor einem dreiviertel Jahr hatte die Berliner tageszeitung eine überfällige Debatte über die so genannte Sicherheitsüberprüfungen von Journalisten (Stasi 2.0) eröffnet. Damals ging es um das Akkreditierungsverfahren zur Leichtathletik-WM 2009 in Berlin. Nun setzt die taz diese Debatte fort und eröffnet die Diskussion über die Alpine Ski-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen: Jürn Kruse in der taz: Berichterstattung [...]]]></description>
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<p>Vor einem dreiviertel Jahr hatte die Berliner <strong>tageszeitung</strong> <a title="taz verzichtet auf Berichterstattung von der Leichtathletik-WM" href="http://jensweinreich.de/2009/08/05/taz-verzichtet-auf-berichterstattung-von-der-leichtathletik-wm/" target="_self">eine überfällige Debatte über die so genannte Sicherheitsüberprüfungen von Journalisten</a> (Stasi 2.0) eröffnet. Damals ging es um das Akkreditierungsverfahren zur Leichtathletik-WM 2009 in Berlin. Nun setzt die taz diese Debatte fort und eröffnet die Diskussion über die Alpine Ski-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen:</p>
<ul>
<li>Jürn Kruse in der taz: <a title="taz vom 26. Mai 2010" href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/alle-sind-verdaechtig/" target="_blank">Berichterstattung über Ski-WM: Alle sind verdächtig</a></li>
</ul>
<p>Das ist eine besondere WM, nicht die einzige olympische WM im kommenden Winter in Deutschland &#8211; kurz vor der IOC-Entscheidung über die Olympischen Winterspiele 2018, um die sich auch München bewirbt. In die WM in GaPa werden <a title="München 2018 und die Olympiafinanzierung: Willy Bogners Probleme mit der Wahrheit" href="http://jensweinreich.de/2010/03/19/munchen-2018-und-die-olympiafinanzierung-willy-bogners-probleme-mit-der-wahrheit/" target="_self">Unmengen von Steuermitteln gepumpt</a>, kürzlich wurden <a title="Goldener Plan für München 2018: weitere 1,5 Millionen aus Steuermitteln ..." href="http://jensweinreich.de/2010/03/22/goldener-plan-fur-munchen-2018-mal-eben-15-millionen-euro-mehr-aus-steuermitteln/" target="_self">weitere 1,5 Millionen</a> vom Haushaltsausschuss des Bundestages genehmigt, für ein so genanntes Kulturprogramm, das nichts ist als eine Subventionierung der Olympiabewerbung, die offiziell allein aus der Privatwirtschaft finanziert wird (tatsächlich aber werden schon wieder dutzende Millionen aus öffentlichen Kassen verpulvert, die in keinem Bewerbungsetat auftauchen).</p>
<p>Kurze Zusammenfassung zur Olympia-Subventionierung und Intransparenz kürzlich im Deutschlandfunk:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/05/24/dlf_20100524_1955_8ee41036.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Aber ich will nicht abschweifen.</p>
<p>Zur mit Bundesmitteln geförderten &#8220;Kultur&#8221; dieser alpinen WM zählt natürlich auch wieder die Überwachung von Berichterstattern. Könnte ja sein, dass sich einer derjenigen Journalisten, die meist schon viele Großveranstaltungen gecovert haben und deshalb den Organisatoren, dem Ski-Weltverband und auch dem IOC (wir reden hier über olympischen Sport) bestens bekannt sind (man müsste sich nur untereinander mal verständigen), als lang gesuchte Terroristen entpuppen.</p>
<p>Jürn Kruse schreibt:</p>
<blockquote><p>Bei der Ski-WM müssen die Berichterstatter neben persönlichen Daten nun wieder eine Einwilligung zur &#8220;Zuverlässigkeitsüberprüfung&#8221; abgeben. Vollkommen freiwillig natürlich. &#8220;Sollten Sie diese allerdings verweigern, kann eine Akkreditierung nicht erfolgen&#8221;, heißt es in der &#8220;Datenschutzinformation&#8221;. Wie gesagt: vollkommen freiwillig.</p>
<p>&#8220;Das ist ganz klar eine Zwangslage&#8221;, sagt Benno Pöppelmann, Justitiar beim Deutschen Journalistenverband (DJV) – und damit nicht zulässig. Denn Journalisten hätten grundsätzlich einen Rechtsanspruch auf Akkreditierung. Außerdem müssten etwaige Sicherheitsbedenken der Behörden rechtzeitig den Journalisten direkt offenbart werden, um Gelegenheit zu geben, solche Bedenken auszuräumen.</p>
<p>Wer 2011 von der Pressetribüne aus über die Ski-Olympiasiegerinnen Maria Riesch und Viktoria Rebensburg berichten will, wird zuvor vom Bundeskriminalamt (BKA), dem Bayerischen Landeskriminalamt (BLKA) und dem Landesamt für Verfassungsschutz überprüft. Wer aus dem Ausland kommt, wird vom Bundesnachrichtendienst (BND) durchleuchtet.</p>
<p>Dabei können nicht nur Verurteilungen und laufende Ermittlungen, sondern auch eingestellte Ermittlungsverfahren zu einer Ablehnung führen – genau wie ein Eintrag in der Datei &#8220;Gewalttäter Sport&#8221;. Obwohl die Verwaltungsgerichte Hannover, Lüneburg und Karlsruhe unisono feststellten, dass es der Datensammlung an einer ausreichenden rechtlichen Grundlage fehle.</p></blockquote>
<p>Hier die Originale:</p>
<ul>
<li><a title="Alpine WM 2011, &quot;Datenschutz&quot;" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/05/datenschutzinfo.pdf" target="_blank">Datenschutzinformationen zum Akkreditierungsverfahren</a> der Alpinen WM 2011 <em>(pdf, 5 Seiten, 70 kb)</em></li>
<li><a title="LA-WM 2009 &quot;Datenschutz&quot;" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/08/berlin2009-stasi20.pdf" target="_blank">Datenschutzinformationen zum Akkreditierungsverfahren</a> der Leichtathletik-WM 2009 <em>(pdf, 6 Seiten, 1 MB)</em></li>
</ul>
<p>Natürlich haben Journalisten auch für die WM 2011 ein Wahlrecht:</p>
<blockquote><p>Es unterliegt Ihrer freien Entscheidung, Ihre Einwilligung in die hier dargestellte Datenverarbeitung, insbesondere in die Zuverlässigkeitsüberprüfung, zu erteilen. Sollten Sie diese allerdings verweigern, kann eine Akkreditierung nicht erfolgen.</p>
<p>Sie haben auch das Recht, eine einmal erteilte Einwilligung nachträglich zu widerrufen. Für diesen Fall müsste Ihnen allerdings eine bis dahin erteilte Akkreditierung wieder entzogen werden.</p></blockquote>

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		<title>Und es sprach der Ruler of Dubai: &#8220;This is your chance! I have my people here. What can I do for you?&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 10:41:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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<p>DUBAI. Ich bin ein Idiot. Habe gerade die Chance meines Lebens verpasst. War heute morgen von <a title="The Ruler of Dubai" href="www.sheikhmohammed.ae" target="_blank">Scheich Mohammed</a>, dem Ruler of Dubai, zum Stehfrühstück geladen. Angemessen lässig plauderten der Scheich und seine Junior-Gattin Haya, iOC-Mitglied und Präsidentin des Reiter-Weltverbandes, über die olympische Welt, Dubais Olympia-Ambitionen, den Reitsport und die Messe <a title="Sportaccord 2010" href="http://www.sportaccordconvention.com" target="_blank">Sportaccord</a>, dieses Gipfeltreffen von Wirtschaft und Sportpolitik, das dieser Tage im Atlantis-Hotel auf der künstlichen Palmeninsel stattfindet. Über die <a title="Steroid Nation" href="http://grg51.typepad.com/steroid_nation/2009/08/dubai-shiekh-mohammed-bin-rashid-almaktoum-du-winny-horse-doper.html" target="_blank">Dopingsperre</a>, die Mohammed gerade hinter sich hat, wurde nicht geredet. Nach einer Weile geruhte der Ruler of Dubai, den Haya stets mit His Highness ansprach, recht eindringlich und äußerst nett zu fragen, ob er etwas für mich tun könne. Ob ich Wünsche hätte. Ich solle es nur sagen, frei heraus.</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;This is your chance! I have my people here. What can I do for you?&#8221;</strong></p></blockquote>
<p>Ja, ich hatte Wünsche. Jede Menge. Aber ich war zu feige, die auszusprechen. Schätze mal, es ging dem Dutzend Kollegen, die Mohammed lauschen durften, ähnlich. Im Einzelgespräch mit dem Scheich wäre uns der eine oder der andere Wunsch gewiss über die Lippen gekommen.</p>
<p>Ein paar Minuten später gab es eine zweite Chance, als der Scheich und Ruler seinem Bruder Scheich Ahmed das Wort erteilte. Der jüngere Scheich ist u.a. Boss der <a title="Scheich Ahmed, Emirates Airline" href="http://www.theemiratesgroup.com/english/our-company/leadership/leadership.aspx" target="_blank">Emirates Airline</a> und zählt als solcher zu den größten Sport (vor allem Fußball) Sponsoren des Planeten. Auch diese Chance ließ ich ungenutzt verstreichen.</p>
<p>Von dieser Unfähigkeit muss ich mich erstmal erholen und meinem Tagesgeschäft nachgehen, das heute darin besteht, eine kleine Geschichte über <a title="alle Beiträge zu Pyeongchang 2018" href="http://jensweinreich.de/category/pyeongchang-2018/" target="_self">Pyeongchang</a> und die Olympiabewerbung 2018 zu basteln. Vor dem Frühstück beim Scheich Mohammed war ich zum Frühstück bei Governor Kim aus Pyeongchang, bei NOK-Präsident Park und Yang Ho Cho, dem Chairman of Korean Air. Auf dem Rückweg vom Sofitel ins Atlantis plauderte ich von Freelancer zu Freelancer mit meinem alten Freund Jean-Marie. Ich erwähne das nur deshalb, weil <a title="alle Beiträge mit Erwähnung von Jean-Marie Weber" href="http://jensweinreich.de/?s=jean-marie+weber" target="_self">Jean-Marie</a> ja Stammgast ist hier im Blog und zuletzt während der Olympischen Winterspiele in <a title="alle Beiträge zu den Winterspielen in Vancouver" href="http://jensweinreich.de/category/vancouver-2010/" target="_self">Vancouver</a> die Frage aufgeworfen wurde, ob er in Kanada weilte oder nicht. Er war nicht dort. Hatte viel zu tun in Angola beim Africa Cup of Nations im Auftrag von CAF-Präsident und IOC-Mitglied Issa Hayatou und war dann froh, wieder nach Hause zu kommen.</p>
<p>Das ist übrigens das Hotel <a title="Atlantis the Palm" href="http://www.atlantis-the-palm.dubai.de/2-Fakten.html" target="_blank">Atlantis the Palm</a> der <a title="Kerzner Group" href="http://www.kerzner.com/kerzner.html" target="_blank">Kerzner Group</a>, ich fand immer, so ein Sportkongresss müsste mal hier ausgetragen werden, seit ich vor Jahren mal das Atlantis auf den Bahamas gesehen hatte (wo inzwischen die FIFA tatsächlich einen Kongress tanzen ließ).</p>
<p><a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/04/atlantis.gif"><img class="aligncenter size-full wp-image-7829" title="Atlantis the Palm Dubai" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/04/atlantis.gif" alt="" width="530" height="298" /></a></p>
<p>Und das ist, nur zur Dokumentation, so viel Öffentlichkeit muss sein in diesem Blog, Jean-Marie im Gespräch mit IAAF-Generalsekretär Pierre Weiss &#8211; von Elsässer zu Elsässer.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7830" title="JMW, Dubai" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/04/jmw.gif" alt="" width="530" height="298" /></p>
<p>Die beiden verbliebenen Geschäftsführer der Münchner Olympiabewerbung, <a title="Willy Bogners Probleme mit der Wahrheit" href="http://jensweinreich.de/2010/03/19/munchen-2018-und-die-olympiafinanzierung-willy-bogners-probleme-mit-der-wahrheit/" target="_self">Willy Bogner</a> und Bernhard Schwank sind natürlich auch da, nach dem Abschied von <a title="München 2018: Abschied von Richard Adam" href="http://jensweinreich.de/2010/03/22/munchen-2018-trennt-sich-von-geschaftsfuhrer-adam/" target="_self">Richard Adam</a> haben sie gut Lachen:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7831" title="Willy Bogner, Bernhard Schwank" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/04/bognerschwank.gif" alt="" width="530" height="298" /></p>
<p>Neulich in <a title="alle Beiträge zu Sotschi" href="http://jensweinreich.de/category/sotschi-2014/" target="_self">Sotschi</a> und Krasnaja Poljana habe ich übrigens jede Menge Bogner-Läden in Bestpositionen gesehen. Dazu, wie zu vielem anderen, später mehr. Ich muss mal wieder vertrösten, bin noch den Reisebericht von Moskau nach Berlin schuldig und vieles andere mehr. Als Beweis meines guten Willens liefere ich zunächst den Reisebericht meines <a title="Berlin - Moskau. Mit dem Bus." href="http://jensweinreich.de/2010/04/18/moskau-berlin-mit-dem-bus/" target="_self">Leidensgefährten</a> <a title="alle Beiträge zu Klaus Schormann" href="http://jensweinreich.de/?s=schormann" target="_self">Klaus Schormann</a>, Präsident des Weltverbandes der Modernen Fünfkämpfer.</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2010/04/28/und-es-sprach-der-ruler-of-dubai-this-is-your-chance-i-have-my-people-here-what-can-i-do-for-you/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>

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		<title>Kriselnde Olympiabewerbung München 2018: Abschied von Geschäftsführer Adam</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 14:31:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<category><![CDATA[voting]]></category>
		<category><![CDATA[winterspiele 2018]]></category>

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		<description><![CDATA[Es geht drunter und drüber zwischen München (Olympia GmbH) und Frankfurt am Main (DOSB, Hauptgesellschafter der Olympia GmbH). Hauptgeschäftsführer Willy Bogner kennt sich offenbar nicht so in der Olympiafinanzierung aus oder sagt gar bewusst die Unwahrheit; der Bewerber-Etat bleibt intransparent und top secret und ist außerdem noch nicht gefüllt; in den Satellitenorten (Garmisch-Partenkirchen, Oberammergau) wächst der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<div class="topsy_widget_data topsy_theme_light-green" style="float: right;margin-left: 0.75em; background: url(data:,%7B%20%22url%22%3A%20%22http%253A%252F%252Fwww.jensweinreich.de%252F2010%252F03%252F22%252Fmunchen-2018-trennt-sich-von-geschaftsfuhrer-adam%252F%22%2C%20%22shorturl%22%3A%20%22http%3A%2F%2Fbit.ly%2Fb9baB1%22%2C%20%22style%22%3A%20%22small%22%2C%20%22title%22%3A%20%22Kriselnde%20Olympiabewerbung%20M%C3%BCnchen%202018%3A%20Abschied%20von%20Gesch%C3%A4ftsf%C3%BChrer%20Adam%22%20%7D);"></div>
<p>Es geht drunter und drüber zwischen München (Olympia GmbH) und Frankfurt am Main (DOSB, Hauptgesellschafter der Olympia GmbH).</p>
<ul>
<li>Hauptgeschäftsführer Willy Bogner kennt sich offenbar <a title="München 2018 und die Olympiafinanzierung: Willy Bogners Probleme mit der Wahrheit" href="http://jensweinreich.de/2010/03/19/munchen-2018-und-die-olympiafinanzierung-willy-bogners-probleme-mit-der-wahrheit/" target="_self">nicht so in der Olympiafinanzierung aus oder sagt gar bewusst die Unwahrheit</a>;</li>
<li>der <a title="Goldener Plan für München 2018 ..." href="http://jensweinreich.de/2010/03/22/goldener-plan-fur-munchen-2018-mal-eben-15-millionen-euro-mehr-aus-steuermitteln/" target="_self">Bewerber-Etat bleibt intransparent</a> und top secret und ist außerdem noch nicht gefüllt;</li>
<li>in den Satellitenorten (<a title="BN-GAP" href="http://www.bn-gap.de/" target="_blank">Garmisch-Partenkirchen</a>, <a title="Gerhard Pfeil im SPIEGEL: Weiße Krawatten" href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69174757.html" target="_blank">Oberammergau</a>) <a title="Munich 2018: We do not want the Games!" href="http://jensweinreich.de/2010/02/11/munich-2018-we-do-not-want-the-games/" target="_self">wächst</a> <a title="München 2018: Studie der FH, Annäherung an die Wahrheit?" href="http://jensweinreich.de/2010/01/21/munchen-2018-studie-der-fh-annaherung-an-die-wahrheit/" target="_self">der</a> <a title="NOlympia.de" href="http://www.nolympia.de/" target="_blank">Widerstand</a>;</li>
<li>Versprechen werden gebrochen und groß <a title="Dieter Janecek: Umweltkonzept gescheitert/Bogners Märchenstunde" href="http://blog.dieter-janecek.de/2010/03/21/nolympia2018-umweltkonzept-gescheitert-bogners-marchenstunde/" target="_blank">angelegte Umweltkonzepte beerdigt</a>;</li>
<li>personell kriselt es zwischen den Beteiligten ohnehin gewaltig, <a title="München 2018: Entwurf des Mini-Bidbooks" href="http://jensweinreich.de/2009/11/23/munchen-2018-entwurf-des-mini-bidbooks/" target="_self">wie bereits vor Monaten beschrieben</a>.</li>
</ul>
<p>Gerade teilt die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH mit:</p>
<blockquote>
<div><strong>Änderung in der Geschäftsführung der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH</strong></div>
<p>München, 22. März 2010 – Die Gesellschafter der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH und Herr <strong>Richard Adam</strong> haben sich einvernehmlich auf eine Beendigung seiner Tätigkeit als Geschäftsführer verständigt. Herr Adam wird der Gesellschaft im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages weiter zur Verfügung stehen. Die Geschäftsführung wird künftig durch <strong>Willy Bogner</strong> als Vorsitzenden und <strong>Bernhard Schwank</strong> gebildet.</p></blockquote>
<p>Zuvor hatte die Deutsche Presse-Agentur gemeldet &#8230;</p>
<blockquote>
<div id="_mcePaste">Die Münchner Bewerbungsgesellschaft für Olympia 2018 hat Geschäftsführer Richard Adam <a title="Bayern Tourismus Marketing GmbH" href="http://www.bayern.by/de/richard-adam-wechsel-zur-olympia-bewerbungsgesellschaft-muenchen-2018richard-adam-wechsel-zur-olympia-bewerbungsgesellschaft-muenchen-2018.html" target="_blank">nach nur 16 Monaten</a> im Amt mit sofortiger Wirkung beurlaubt.</div>
</blockquote>
<p>&#8230; und <a title="Newsticker Zeit.de" href="http://www.zeit.de/newsticker/2010/3/22/iptc-bdt-20100322-304-24292642xml" target="_blank">schreibt jetzt gar</a> &#8230;</p>
<blockquote><p>Auch der autokratische Führungsstil <a title="Willy Bogner, Münchens Olympiachancen und die IOC-Präsidentschaft" href="http://jensweinreich.de/2010/02/26/vancouver-tag-14-willy-bogner-munchens-olympiachancen-und-die-ioc-prasidentschaft/" target="_self">Bogners</a> löst bei einigen Mitstreitern der Kandidatur Widerstand aus.</p></blockquote>
<p>Auffallend, dass in den dpa-Texten wieder mal der DOSB in bestem Licht erscheint. Armer Richard Adam, das hat er nicht verdient.</p>
<p>Handelt es sich um eine &#8220;Beurlaubung&#8221; oder um eine &#8220;einvernehmliche Trennung&#8221;? Für die Öffentlichkeit ist das egal. Für Adam nicht.</p>
<p>Die Trennung hatte sich angedeutet. Über die Gründe wird noch zu reden sein. Und schließlich liegen derlei Trennungen ganz im deutschen olympischen Trend.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7498" title="Richard Adam, Willy Bogner, Bernhard Schwank (v.l.) Foto: Olympia GmbH" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/fab-three.jpg" alt="" width="530" height="354" /></p>
<p>Mit 16 Monaten hat sich Richard Adam (l.), dem ich die Unzufriedenheit stets anzusehen glaubte, andere auch, verhältnismäßig lange im Amt gehalten als Olympia-Geschäftsführer &#8211; seit Februar 2009 an der Seite des ehemaligen NOK-Generalsekretärs und DOSB-Sportdirektors Bernhard Schwank (r.), seit November 2009 dem &#8220;Vorsitzenden der Geschäftsführung&#8221; untergeordnet, Willy Bogner (M.).</p>
<p>Andere deutsche Olympiabewerber-Geschäftsführer waren kürzer zugange:</p>
<ol>
<li><strong>Lutz Grüttke</strong> führte die Berlin 2000 Olympia GmbH einst nur von April bis September 1991. Sein Abgang vollzog sich viel schneller. Anders als Adam aber war Grüttke damals Alleinherrscher.</li>
<li>Ad interim wurde die tolpatschig-lustige Berliner GmbH dann drei Monate vom Senatsrat <strong>Dietrich Hinkefuß</strong> geführt, ehe der unnachahmliche <strong>Axel Nawrocki</strong> (CDU) die Olympiaträume vollstreckte, d.h. den Karren routiniert gegen die Wand steuerte.</li>
<li><strong>Dirk Thärichen</strong> schaffte es im Jahr 2003 kein halbes Jahr an der Spitze der Leipziger Olympia GmbH &#8211; und an der Seite des Co-Geschäftsführers (von NOK-Gnaden) <strong>Mike de Vries</strong> &#8211; bis zu seiner Beurlaubung<strong> </strong>(zuvor war er auch in der nationalen Bewerberphase Geschäftsführer gewesen).</li>
</ol>
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		<title>Goldener Plan für München 2018: Mal eben 1,5 Millionen Euro mehr aus Steuermitteln &#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 12:27:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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<p>Für zwischendurch: Sportpolitik, ganz praktisch erklärt von Fachleuten. Es lohnt sich, knapp elf Minuten des Auftritts von Thomas de Maizière (CDU) vergangene Woche in der Haushaltsberatung im Bundestag anzuschauen. Ab etwa 10:05 min geht es um Sport. Dabei auch um jene 1,5 Millionen Euro, die Sportausschuss und Haushaltsausschuss des Bundestages zuvor bereits als so genanntes &#8220;Kulturprogramm der alpinen Ski-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen&#8221; genehmigten. Diese 1,5 Millionen Euro sind astreine Olympiawerbung &#8211; sie tauchen im Etat der Münchner Bewerber GmbH für die Olympischen Winterspiele 2018 aber natürlich nicht auf. So wie viele andere Summen aus öffentlichen Kassen in diesem Etat nicht auftauchen.</p>
<p><object id="showIt" style="width: 400px; height: 255px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="255" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="data" value="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" /><param name="menu" value="true" /><param name="quality" value="high" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="swliveconnect" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="scalemode" value="showall" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="plugin_version=9.0.115&amp;bandwidth=514&amp;xasxTemplate=xasx_od.xml&amp;autoPlay=false&amp;skin=od_embed_ext&amp;application=144277506&amp;playerLink=http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_x_s-144277506/od_player.html&amp;baseUrl=http://iptv.cdn.tv1.de/iptv/player/macros&amp;params=?r=r$contentId=540154$singleton=true$forcedWidth=400$forcedHeight=225$keepVideoAspectRatio=true&amp;language=de" /><param name="src" value="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" /><embed id="showIt" style="width: 400px; height: 255px;" type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="255" src="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" flashvars="plugin_version=9.0.115&amp;bandwidth=514&amp;xasxTemplate=xasx_od.xml&amp;autoPlay=false&amp;skin=od_embed_ext&amp;application=144277506&amp;playerLink=http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_x_s-144277506/od_player.html&amp;baseUrl=http://iptv.cdn.tv1.de/iptv/player/macros&amp;params=?r=r$contentId=540154$singleton=true$forcedWidth=400$forcedHeight=225$keepVideoAspectRatio=true&amp;language=de" allowfullscreen="true" scalemode="showall" allowscriptaccess="always" swliveconnect="true" wmode="opaque" quality="high" menu="true" data="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf"></embed></object></p>
<p>Der Bundesinnenminister sagt (<a title="Protokoll der 31. Sitzung, 17. Leg-Periode" href="http://www.bundestag.de/dokumente/protokolle/plenarprotokolle/17031.pdf" target="_blank">das Protokoll</a> weicht immer ein bisschen vom tatsächlich Gesagten ab):</p>
<blockquote><p>Ich sage Ihnen Folgendes – das habe ich auch schon im Ausschuss gesagt –, wenn das irgendeine Ski-WM – die Garmischer mögen mir verzeihen – in irgendeinem Jahr gewesen wäre, hätte ich gesagt: Sie brauchen kein Geld für ein Kulturprogramm. Es gibt viele Weltmeisterschaften in Deutschland. Auch bei der Frauenfußball-Weltmeisterschaft in unserem Land haben wir, die Bundesregierung und der DFB, auf ein Kulturprogramm verzichtet.</p>
<p>(Dagmar Freitag [SPD]: Sie wollten 6 Millionen bereitstellen!)</p>
<p><strong>Aber die Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen findet im Winter 2011 statt. Im Sommer 2011 entscheidet das Olympische Komitee, ob die Olympischen Winterspiele 2018 in München, Garmisch-Partenkirchen und Umgebung stattfinden. Deswegen, ich sage: und nur deswegen, weil die Veranstaltung exakt dort stattfindet, wo wir uns um die Olympischen Spiele bewerben, sind in diesem Fall diese Mittel gerechtfertigt und gut</strong>, begründen aber keinen Anspruch darauf, dass in Zukunft auch alle anderen Weltmeisterschaften teure Kulturprogramme bekommen. Das ist meine Antwort auf Ihre Frage.</p>
<p>(Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)</p>
<p>Ich wünsche mir, dass es uns bei allem innenpolitischen Streit, den wir haben – da wende ich mich insbesondere auch an die Grünen –,</p>
<p>(Dr. Dieter Wiefelspütz [SPD]: Die haben von Sport keine Ahnung!)</p>
<p>auf Regionalebene, nicht auf Bundesebene, gelingt, in einer erstklassigen Weise professionell, finanziell und in der Art, wie wir uns um diese Olympischen Spiele bewerben, alles daranzusetzen, was vertretbar ist, um im Juli 2011 die Nachricht entgegennehmen können: Die Olympischen Spiele 2018 finden in Deutschland, in München, Garmisch-Partenkirchen und Umgebung, statt. Das wünsche ich mir. Im Übrigen wünsche ich mir bei allem Streit, dass wir in diesem Haus in dieser Frage einen Konsens erzielen.</p></blockquote>
<p>Offiziell ist es ja so, ich darf das ungern wiederholen und schließe damit kurz an den <a title="München 2018 und die Olympiafinanzierung: Willy Bogners Probleme mit der Wahrheit" href="http://jensweinreich.de/2010/03/19/munchen-2018-und-die-olympiafinanzierung-willy-bogners-probleme-mit-der-wahrheit/" target="_self">Beitrag über GmbH-Chef-Geschäftsführer Willy Bogner und seine abenteuerliche Argumentation jenseits der Wahrheit</a> an: 30 Millionen sollte angeblich der Bewerber-Etat bis zur IOC-Entscheidung im Juli 2011 betragen. 30 Millionen, die ausschließlich aus der Privatwirtschaft akquiriert werden sollten. So wurde versprochen.</p>
<p>Dass von derlei Postulaten nichts zu halten ist, habe ich oft genug nachgewiesen.</p>
<p>Fakt ist: Deutsche Bewerbungen wurden noch immer vor allem mit öffentlichen Mitteln betrieben. Zuletzt &#8211; Berchtesgaden 1986, Berlin 2000, Leipzig 2012 &#8211; wurden stets in katastrophaler Weise Steuermittel verpulvert, Akten vernichtet, teilweise Millionenaufträge nicht ausgeschrieben etc. pp. Das ist deutsche olympische Kontinuität.</p>
<p>Für München 2018 liegt kein öffentlich einsehbarer Bewerber-Etat vor. Dieser müsste korrekter Weise, doch so weit wird es nie kommen, eigentlich jene 1,5 Millionen für das putzige &#8220;Kulturprogramm&#8221;, die der Bundestag nun absegnete, und etliche andere öffentliche Leistungen enthalten. Aber im olympischen Selbstbedienungsladen, den Sport und Politik da betreiben, kümmert das niemanden.</p>
<p>Seit vergangener Woche ist klar, dass im Bewerberetat (ich wiederhole: der viele andere öffentliche Millionen nicht führt, die man mit gesundem Menschenverstand getrost dazu rechnen darf) noch 10 Millionen Euro fehlen. Mindestens zehn Millionen. Man weiß es nicht genau. Denn der Plan ist nicht öffentlich, wie vieles andere auch. Präzise betrachtet weiß man nicht mal genau, ob überhaupt ein sauberer Etat existiert, oder ob es so zugeht wie zuletzt in Berlin und Leipzig.</p>
<p>Münchens OB Christian Ude (SPD) <a title="Behauptungen von Münchens OB Christian Ude zur Olympiafinanzierung" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/Antwort-Ude.pdf" target="_blank">behauptete auf parlamentarische Anfrage ja nur</a>:</p>
<blockquote><p>Rund zwei Drittel der avisierten 30 Mio. Euro vom geplanten Bewerbungsbudget konnten mittels Sponsoren eingeworben werden.</p>
<p>Die Deckungslücke am geplanten Gesamtbudget beträgt derzeit ein Drittel der avisierten 30 Mio. Euro.</p></blockquote>
<p>Dies übrigens lässt sich auch so interpretieren, als würden gar keine Steuermittel in die Bewerbung fließen. Aber so würde das der Herr Ude sicher nie formulieren, oder?</p>
<p>Ich meine, Bund, Land und Kommunen sind doch auch irgendwie Sponsoren. Sponsoren sind wir alle, wenigstens ein bisschen. Insofern stimmt das bestimmt ganz sehr, was Ude da behauptet &#8211; ohne es zu belegen.</p>
<p>In Garmisch-Partenkirchen aber machen sich Gemeindevertreter bereits Sorgen (ich hatte das kurz erwähnt), dass sie wegen der Unterdeckung im Bewerber-Etat weitere öffentliche Mittel aus einer hochverschuldeten Kommune für die GmbH aufbringen müssen:</p>
<blockquote><p>Unabhängig davon beantragt die CSU-Fraktion die Mitglieder des Marktgemeinderates umgehend in öffentlicher Sitzung über die finanzielle Situation der Bewerbergesellschaft aufzuklären.</p>
<p>Wie der heutigen Presse zu entnehmen ist, fehlen noch über 10 Mio. Euro im Bewerbungsbudget, für die im schlimmsten Fall der Markt mit einer Haftungsquote von 16,22% aufkommen muss.</p>
<p>In diesem Zusammenhang sei auch daran erinnert, dass der Markt im Haushalt 2010 ein Darlehen über Euro 450.000.— für die Bewerbungsgesellschaft eingestellt hat.</p></blockquote>
<p>Vielleicht sollten sie einfach mal bei Thomas de Maizière und den Bundestags-Haushältern nachfragen. Die werden das schon richten.</p>
<p>De Maizière hat sich im Bundestag dagegen verwahrt, einen Zusammenhang zwischen den 1,5 Millionen für die Olympiawerbung bei der Ski-WM (&#8220;Kulturprogramm&#8221; für IOC-Mitglieder) und der Streichung des <strong>Goldenen Plans Ost</strong> herzustellen.</p>
<p>Der Bündnisgrüne Stephan Kühn sagt dazu in der oben verlinkten Bundestags-Debatte:</p>
<blockquote><p>Ich möchte gleich an die Themen Goldener Plan Ost und Ski-WM anknüpfen. Ich sage das einmal aus haushalterischer Sicht: Sie haben einen investiven Haushaltstitel gestrichen und dafür einen konsumtiven Haushaltstitel aufgesetzt.</p>
<p>(Beifall des Abg. Dr. Peter Danckert [SPD])</p>
<p>Wenn die Veranstaltung in Garmisch so lukrativ ist – übrigens so lukrativ, dass dort in umfangreicher Form Bergwald gerodet wurde –, verstehe ich nicht, warum sich nicht ausreichend Sponsoren finden lassen, um das Kulturprogramm für diese Veranstaltung zu finanzieren.</p>
<p>(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der SPD)</p>
<p>Es ist natürlich richtig, dass der Breitensport eine Angelegenheit der Kommunen ist. Wenn aber die schwarz- gelbe Bundesregierung den Kommunen jeden finanziellen Spielraum, um überhaupt in ihre Sportstätten investieren zu können, raubt, dann ist das keine gute Voraussetzung und schafft auch keine guten Bedingungen für spätere Entwicklungen im Bereich des Spitzensports. So viel dazu.</p></blockquote>
<p>Zu diesem Thema habe ich kürzlich u.a. für die Berliner Zeitung (<a title="BLZ vom 10. März 2010" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0310/sport/0007/index.html" target="_blank">&#8220;Dem Spitzensport geopfert&#8221;</a>) geschrieben. Allein schon der von de Maizière ja völlig zurecht erwähnte Symbolgehalt dieses Goldenen Plans ist es mir wert, den Beitrag einzustellen. In Memoriam sozusagen:</p>
<p><span id="more-7456"></span>BERLIN. Er ruhe in Frieden. Zwei Jahrzehnte war debattiert worden über den Goldenen Plan Ost, das Sportstättenförderprogramm für die ostdeutschen Bundesländer. Nun wurden die Reste dieses Plans vom Haushaltsausschuss des Bundestages überraschend gestrichen – und kaum jemand im Sport hat es bemerkt. Auf dem Kommunalpolitikkongress des DOSB am vergangenen Wochenende in München war der Abschied vom Goldenen Plan Ost (GPO) jedenfalls kein Thema.</p>
<p>Den GPO hatte der Deutsche Sport-Bund Anfang der neunziger Jahre unter seinem Präsidenten Hans Hansen ersonnen, um die Sport-Infrastruktur von Ost und West anzugleichen. Der GPO mit seinen Forderungen nach dutzenden Milliarden Euro war stets eine Illusion, voller Symbolgehalt, politisch umstritten. 1999 wurde unter der rot-grünen Bundesregierung tatsächlich ein Posten in den Bundesetat eingestellt, der zuletzt auf zwei Millionen Euro jährlich gesunken war.</p>
<p>Die Förderung des Breitensports gehört eigentlich nicht zu den Kernaufgaben des Bundes. Dennoch hat das BMI seit 1999 insgesamt 71 Millionen Euro für den GPO aufgebracht – zusammen mit den Mitteln von Ländern und Kommunen (auch von Vereinen) wurden für mehr als 400 Millionen Euro 528 Objekte im Osten realisiert. Das ist nicht wenig. Im Vergleich zu jenen Mitteln, die aus verschiedenen Töpfen (Bund, Länder, Gemeinden, EU) in teil abstruse Vorzeigeobjekte des Hochleistungssports geflossen sind, etwa in überdimensionierte Skisprunganlagen oder einen Skilanglauftunnel, ist das allerdings eine bescheidene Summe. Allein für die beiden ostdeutschen Stadien der Fußball-WM in Berlin und Leipzig, deren Unterhalt weiter viele Millionen Steuermittel verschlingt, hat der Bund 250 Millionen Euro überwiesen.</p>
<p>Das BMI teilte mir übrigens mit:</p>
<blockquote><p><strong>Beitrag zu einer Presseanfrage von Herrn Jens Weinreich</strong></p>
<p><strong></strong>Mit dem „Goldenen Plan Ost“ förderte der Bund von 1999 bis einschließlich 2009 mit den Neubau, die Erweiterung und den Umbau von so genannten Sportstätten der Grundversorgung (Sportplätze, Sporthallen, Schwimmbäder) in den östlichen Ländern und im ehemaligen Ostteil von Berlin. Die Zuwendungen betrugen insgesamt 71 Mio. €. Durch ergänzende Mittel der Länder, Kommunen und Vereine konnten Gesamtinvestitionen von über 400 Mio. € sichergestellt und 528 Einzelmaßnahmen auf den Weg gebracht werden.</p>
<p>Die Verteilung der Bundesmittel erfolgte entsprechend dem Verhältnis der Einwohnerzahlen der neuen Länder und des ehemaligen Ostteils von Berlin. Danach entfielen auf</p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td colspan="2" width="316" valign="top">Bundesanteil in Mio. €</td>
</tr>
<tr>
<td width="183" valign="top">Berlin (Ost)</td>
<td width="134" valign="top">5,9</td>
</tr>
<tr>
<td width="183" valign="top">Brandenburg</td>
<td width="134" valign="top">12,0</td>
</tr>
<tr>
<td width="183" valign="top">Mecklenburg-Vorpommern</td>
<td width="134" valign="top">8,3</td>
</tr>
<tr>
<td width="183" valign="top">Sachsen</td>
<td width="134" valign="top">21,0</td>
</tr>
<tr>
<td width="183" valign="top">Sachsen-Anhalt</td>
<td width="134" valign="top">12,4</td>
</tr>
<tr>
<td width="183" valign="top">Thüringen</td>
<td width="134" valign="top">11,4</td>
</tr>
<tr>
<td width="183" valign="top">Gesamt</td>
<td width="134" valign="top">71,0</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Das Programm konnte in vielen Fällen helfen, die Sportstätteninfrastruktur in den östlichen Ländern effektiv und dauerhaft an die in den westlichen Bundesländern anzugleichen. Der Goldene Plan Ost war eine zusätzliche Leistung des Bundes, da die Förderung von Sportstättenbaumaßnahmen für den Breitensport nach der Zuständigkeitsverteilung des Grundgesetzes grundsätzlich eine Angelegenheit der Länder ist. Ein Anspruch auf eine Verstetigung des Programms besteht nicht.</p>
<p>Es ist davon auszugehen, dass der Wegfall des Goldenen Plans Ost“ keine bedeutsamen Auswirkungen haben wird, da nach Mitteilung der Länder in den nächsten zwei Jahren ca. 600 Mio. € für Sportstätten des Spitzen- und Breitensportes aus dem Konjunkturpaket II verwendet werden.</p></blockquote>
<p>Vergangenen Freitag schaffte der Haushaltsausschuss mit den Koalitionsstimmen von CDU und FDP den Goldenen Plan ersatzlos ab. In derselben Sitzung wurde jedoch ein Bundeszuschuss für das so genannte Kulturprogramm zur Alpinen Ski-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen in Höhe von 1,5 Millionen Euro genehmigt (dies war zuvor im Sportausschuss kollektiv so beschlossen worden). Dies darf als verkappte Unterstützung der Olympiabewerbung 2018 und als politisches Signal gewertet werden: Die Spitzensportförderung wird erhöht, Mittel für den Breitensport werden gestrichen.</p>
<p>Dazu schrieb Timot Szent-Ivanyi in der <a title="BLZ vom 6. März 2010" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0306/politik/0022/index.html" target="_blank">Berliner Zeitung</a>:</p>
<blockquote><p>Norbert Barthle ist Skilehrer, Vorsitzender des Deutschen Verbandes des Skilehrwesens und Präsident des Internationalen Verbandes der Schneesportinstruktoren. Das bräuchte einen Flachländer in Berlin eigentlich nicht sonderlich interessieren. Doch <a title="stern.de: Geldregen für Seehofers Milchbauern" href="http://www.stern.de/politik/deutschland/haushalt-2010-geldregen-fuer-seehofers-milchbauern-1548584.html" target="_blank">Norbert</a> <a title="stern.de: Die Macht der Schwaben-Mafia" href="http://www.stern.de/politik/deutschland/berlin-vertraulich-die-macht-der-schwabenmafia-1530945.html" target="_blank">Barthle</a> ist außerdem haushaltspolitischer Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion und damit ein ziemlich wichtiger Mann in der schwarz-gelben Koalition.</p>
<p>Nicht einmal die Opposition hat etwas dagegen, dass der CDU-Politiker Skilehrer und Haushälter ist. Gestern ist jedoch etwas passiert, was die Opposition als neuen Beleg für eine Klientelpolitik der Koalition betrachtet: In den parlamentarischen Schlussberatungen über den Haushalt 2010, der sogenannten Bereinigungssitzung, beantragte die Koalition, die Bundeszuschüsse für das Förderprogramm für ostdeutsche Sportstätten (&#8220;Goldener Plan Ost&#8221;) in Höhe von zwei Millionen Euro zu streichen.</p>
<p>Gleichzeitig wurde im Etat des für den Sport zuständigen Innenministeriums ein neuer Titel mit der Nummer 6820-324 und der Bezeichnung &#8220;Bundeszuschuss für Kulturprogramm zur Ski-WM 2011&#8243; beantragt. Kostenpunkt: 1,5 Millionen Euro. Da Union und FDP die Mehrheit haben, wurde das Ganze dann auch umgehend im Haushaltsausschuss beschlossen. Für Etatexpertin Gesine Lötzsch von der Linkspartei ist die Sache klar: Das sei nicht nur Klientelpolitik, sondern sogar Selbstbedienung. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Norbert Barthle verteidigt sich im Video ab 15:48 min in Form von drei Fragen an den Bundesinnenminister. Auch selten:</p>
<p><object id="showIt" style="width: 400px; height: 255px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="255" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="data" value="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" /><param name="menu" value="true" /><param name="quality" value="high" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="swliveconnect" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="scalemode" value="showall" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="plugin_version=9.0.115&amp;bandwidth=514&amp;xasxTemplate=xasx_od.xml&amp;autoPlay=false&amp;skin=od_embed_ext&amp;application=144277506&amp;playerLink=http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_x_s-144277506/od_player.html&amp;baseUrl=http://iptv.cdn.tv1.de/iptv/player/macros&amp;params=?r=r$contentId=540154$singleton=true$forcedWidth=400$forcedHeight=225$keepVideoAspectRatio=true&amp;language=de" /><param name="src" value="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" /><embed id="showIt" style="width: 400px; height: 255px;" type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="255" src="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" flashvars="plugin_version=9.0.115&amp;bandwidth=514&amp;xasxTemplate=xasx_od.xml&amp;autoPlay=false&amp;skin=od_embed_ext&amp;application=144277506&amp;playerLink=http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_x_s-144277506/od_player.html&amp;baseUrl=http://iptv.cdn.tv1.de/iptv/player/macros&amp;params=?r=r$contentId=540154$singleton=true$forcedWidth=400$forcedHeight=225$keepVideoAspectRatio=true&amp;language=de" allowfullscreen="true" scalemode="showall" allowscriptaccess="always" swliveconnect="true" wmode="opaque" quality="high" menu="true" data="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf"></embed></object></p>
<p>Der Bund habe sich „im Zuge der zwingend notwendigen Einsparungen auf seine Pflichtaufgaben besinnen müssen“, teilt mir FDP-Sportsprecher Joachim Günther auf Anfrage mit. Unions-Sportsprecher Klaus Riegert lässt dieselben Fragen unbeantwortet. In seiner Zeit als Oppositionspolitiker zählte Riegert zu den Unterstützern des Goldenen Plans. So kritisierte er einst die rot-grüne Bundesregierung wegen der Finanzierung der Eröffnungsfeier der Fußball-WM 2006: „Feudales Feiern ist Rot-Grün wichtiger als Sportstätten in den neuen Ländern.“</p>
<p>Das war stets ein Problem des Goldenen Plans: Er wurde von allen Seiten für Parteipolitik missbraucht. Wenig überraschend erklärt die SPD-Fraktion nach der Entscheidung des Haushaltsausschusses, die Sportentwicklung in Ostdeutschland sei gefährdet: „Die schwarz-gelbe Koalition hinterlässt auf den Sportanlagen in den neuen Ländern verbrannte Erde und versenkt ad-hoc ein erfolgreiches Programm.“</p>
<p>Dagegen argumentiert das CDU-geführte BMI, der Wegfall des Goldenen Plans habe „keine bedeutsamen Auswirkungen“, da die Länder 2010/2011 etwa 600 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II für Sportstättenbau erhalten. „Der Goldene Plan war eine zusätzliche Leistung des Bundes: Anspruch auf eine Verstetigung des Programms besteht nicht.“</p>
<blockquote><p>Interessant ist in diesem Zusammenhang vielleicht auch ein elend alter anderer Artikel von mir (<a title="BLZ vom 6. Oktober 1999" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1999/1006/sport/0020/index.html" target="_blank">&#8220;Überraschung durch Statistiker&#8221;</a>), den ich gerade wieder gefunden habe und in dem aufgezeigt wird, dass schon in den neunziger Jahren aus dem Investitionsförderungsgesetz Aufbau Ost binnen kurzer Zeit mal eben 600 Millionen Euro in den Sportstättenbau flossen.</p></blockquote>
<p>Der DOSB hatte seine Mitglieder angehalten, sich exzessiv um Förderung aus dem Konjunkturpaket II zu bewerben, das vor allem für Bildungseinrichtungen und damit für Schul- und Breitensportanlagen vorgesehen ist. Dennoch wurden gerade im Osten im Rahmen des Konjunkturpakets etliche umstrittene Anlagen des Hochleistungssports genehmigt. Wie so oft in der Sportförderung – und in fast allen ostdeutschen Landssportbünden – offenbarten sich fragwürdige Systeme von Schattenwirtschaft und Klientelpolitik, nicht nur bei SPD-Ministern in Brandenburg, sondern auch in Sachsen-Anhalt: So musste sich Christoph Bergner (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im BMI, fragen lassen, warum ausgerechnet eine für seinen Verein SV Halle vorgesehene Schwimmhalle aus dem Konjunkturpaket finanziert wird.</p>
<p>Auch vor derlei Hintergründen erklärt Winfried Hermann, Sportsprecher der Bündnisgrünen, die Streichung des Goldenen Plans sei „nicht ganz so bedauerlich“. Der Plan sei zu oft unterlaufen worden: Es wurden weniger Projekt mit Modellcharakter finanziert, etwa in sozialen Brennpunkten oder mit dem Fokus auf ökologische Aspekte, Stattdessen wurden herkömmliche Sportanlagen gebaut, was Aufgabe der Kommunen sei.</p>
<p>Der DOSB propagierte auf seinem Kommunalpolitik-Kongress in München gerade die Abkehr von starren Formen der Finanzierung hin zu bedarfsgerechter Planung, wie Teilnehmer berichten. Was das heißt, soll eine Ad-hoc-Kommission formulieren. Vorerst darf als Faustformel gelten: Bedarfsgerecht ist, was den Sportpolitikern in den Kram passt. Der Goldene Plan ist es nicht mehr.</p>

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		<title>München 2018 und die Olympiafinanzierung: Willy Bogners Probleme mit der Wahrheit</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 11:26:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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<p>Willy Bogner, Vorsitzender der Geschäftsführung der <a title="München 2018.org" href="http://www.muenchen2018.org/ueber+uns/team/index.html" target="_blank">Bewerber GmbH</a> für die Olympischen Winterspiele 2018, verbreitet <span style="text-decoration: line-through;">beständig</span> wiederholt Unwahrheiten über die Olympiafinanzierung. Er sagte, zum Beispiel, gestern im Tagesgespräch im Radiosender Bayern 2 (<a title="Bayern 2, Tagesgespräch" href="http://www.br-online.de/bayern2/tagesgespraech/tagesgespraech-olympia-2018-willy-bogner-ID126866027883.xml" target="_blank">&#8220;Sollen die Winterspiele nach Bayern?&#8221;</a>) auf die Frage &#8220;Also, was kost&#8217; die Gaudi denn?&#8221;:</p>
<blockquote><p><strong>Diese Kosten, also das so genannte Organisationskomitee-Budget, das den Löwenanteil der Kosten ausmacht, wird uns vom IOC erstattet. Das heißt, das müssen die Gemeinden und die Bürger nicht bezahlen, sondern das bekommt man bezahlt durch die Fernsehrechte, die das IOC weltweit einnimmt. </strong></p>
<p><strong></strong>Das einzige, was übrig bleibt, sind Infrastrukturmaßnahmen, sagen wir Verkehrsprojekte, die wir aber sowieso bezahlen müssten und die durch die Olympischen Spiele beschleunigt werden. (&#8230;) Also, es ist wirklich kein großes finanzielles Risiko für die Gemeinden und die Bürger des Staates, diese Olympischen Spiele durchzuführen.</p></blockquote>
<p>Dazu in aller Kürze einige Richtigstellungen, nur einige. <em>(Ich hole gar nicht die große Keule raus und erinnere daran, dass in Brasilien gerade die Austragung der Fußball-WM 2014 und der Olympischen Sommerspiele 2016 akut gefährdet sind, weil natürlich zu viel versprochen und vielleicht auch kolossal gelogen wurde. Wenn Willy Bogner mag, kann ich ihm die Zusammenhänge gern mal erklären.)</em></p>
<ul>
<li>Das so genannte Organisationskomitee-Budget (OCOG-Budget) macht nie den Löwenanteil aller Kosten aus, schon deshalb nicht, weil das so genannte Infrastruktur-Budget (Non-OCOG-Budget) stets größer ist, als das Organisations-Budget.</li>
<li>Die Gemeinden und Bürger zahlen indirekt über etliche Kanäle natürlich auch Teile des OCOG-Budgets.<em> (Das war selbst bei der Fußball-WM 2006 so, als das Organisations-Budget nur gedeckt werden konnte, weil staatliche und halbstaatliche Sponsoren sich auf höchste politische Order hin engagierten.)</em></li>
<li>Das OCOG-Budget wurde, wird und wird auch künftig niemandem, auch nicht potenziellen Olympia-Ausrichtern in Bayern, &#8220;vom IOC erstattet&#8221;. Einmal mehr verweise ich &#8211; zum Vergleich &#8211; auf das <a title="VANOC budget January 2010" href="http://www.vancouver2010.com/dl/00/08/78/2009budgetsummary_30d-Xu.pdf" target="_blank">aktuelle Budget</a> der Winterspiele 2010 in Vancouver.</li>
<li>Nicht alle Infrastrukturmaßnahmen, die Teil von Olympiaplanungen sind, sind a) unbedingt nötig für das Gemeinwesen und müssten deshalb b) auch nicht &#8220;sowieso&#8221; bezahlt werden. Das ist in München nicht anders als etwa vor sechs Jahren bei der Olympiabewerbung von Leipzig (da war es nur extremer).</li>
</ul>
<p>Willy Bogner erzählt diesen Nonsens ja nicht zum ersten Mal. Weshalb ich frage:</p>
<ul>
<li><strong>Lügt Willy Bogner oder weiß er es einfach nicht besser?</strong></li>
</ul>
<p>Wenn er es nicht besser weiß, dann würde &#8211; wie ich finde &#8211; dieses Nichtwissen nicht davor schützen,</p>
<ul>
<li>a) Kritik einzustecken,</li>
<li>b) Kritik anzunehmen,</li>
<li>c) sich an der Wahrheit zu orientieren und also</li>
<li>d) die Angaben zu korrigieren, um</li>
<li>e) dem Bürger und Steuerzahler reinen Wein einzuschenken, oder gar</li>
<li>f) seinen Hut als Vorsitzender der Geschäftsführung zu nehmen. Wegen Inkompetenz und Lernunfähigkeit.</li>
</ul>
<p>Tut mir leid, dass ich so resolut argumentiere. Es ist halt keine Gaudi, sondern ein Grundproblem dieser deutschen Demokratie, ja, soweit gehe ich, denn im Prinzip wird Bogners Argumentation doch vom <a title="&quot;We are family&quot;: der kritische Schulterschluss zwischen Sport, Politik und Wissenschaft" href="http://jensweinreich.de/2009/07/10/we-are-family-der-kritische-schulterschluss-von-politik-sport-und-wissenschaft/" target="_self">sportpolitischen</a> <a title="Bundestag zu München 2018: &quot;demokratiewidriger Striptease&quot;" href="http://jensweinreich.de/2009/06/30/bundestag-zu-munchen-2018-demokratiewidriger-striptease/" target="_self">Komplex</a> <a title="Copy and paste im Bundestag: die Olympiabewerbungen von Leipzig und München" href="http://jensweinreich.de/2009/07/01/copy-and-paste-im-bundestag-die-olympiabewerbungen-von-leipzig-und-munchen/" target="_self">übernommen</a>.</p>
<p>Die Mär lautet: Olympia trägt sich quasi selbst.</p>
<p>Ich wiederhole: <strong>Es liegt weiterhin keine Kosten-Nutzen-Analyse auf dem Tisch.</strong></p>
<p>Die Steuerzahler werden &#8211; darf man das sagen? &#8211; verarscht.</p>
<p>Und es ist natürlich ärgerlich, wenn Bogner seinen Unsinn auf allen Kanälen landesweit immer wieder verbreiten kann. Ich stelle diese Frage ja auch vor dem Hintergrund, dass ich Bogner selbst auf seine inhaltlich falsche Argumentation hingewiesen habe. Der Mann ist aber ganz offensichtlich lernunfähig, lernunwillig &#8211; oder beides. Vor einigen Wochen habe ich aus Vancouver, nach einem halbstündigen Gespräch mit Bogner und eigenen Recherchen, <a title="Vancouver, Tag 14: Willy Bogner, Münchens Olympiachancen und die IOC-Präsidentschaft" href="http://jensweinreich.de/2010/02/26/vancouver-tag-14-willy-bogner-munchens-olympiachancen-und-die-ioc-prasidentschaft/" target="_self">u.a. geschrieben</a>:</p>
<blockquote><p><a title="Olympiagegner: &quot;We do not want the Games&quot;" href="http://jensweinreich.de/2010/02/11/munich-2018-we-do-not-want-the-games/" target="_self">Olympiagegner</a> unterteilt Bogner in „konstruktive Kritiker, die man überzeugen kann“ und „Fundamental-Oppositionelle, mit denen man nicht vernünftig reden kann“. Im IOC sei man es gewohnt, „<a title="18 Gründe gegen die Olympiabewerbung" href="http://jensweinreich.de/2010/02/19/nolympia-2018-18-grunde-gegen-die-olympiabewerbung/" target="_self">dass es nicht nur hundertprozentige Zustimmung gibt</a> und dass sich viele auf dieses weltweite Medienereignis setzen, um ihre eigenen Interessen zu vertreten“.</p>
<p>Ich will nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, nicht jeden Satz bewerten, den Bogner in unserem Gespräch formuliert hat. Eines jedoch lasse ich ihm nicht durchgehen, da sollte er argumentativ nacharbeiten und sich an der Realität orientieren.</p>
<p>Er behauptet, der Steuerzahler stehe hinter der Bewerbung, weil die Politik geschlossen hinter der Bewerbung stehe.</p>
<p>Ich sagte ihm, <a title="Copy &amp; paste im Bundestag: Die Olympiabewerbungen von Leipzig und München" href="http://jensweinreich.de/2009/07/01/copy-and-paste-im-bundestag-die-olympiabewerbungen-von-leipzig-und-munchen/" target="_self">der Bundestag</a> <a title="Bundestag zu München 2018: demokratiewidriger Striptease?" href="http://jensweinreich.de/2009/06/30/bundestag-zu-munchen-2018-demokratiewidriger-striptease/" target="_self">habe abgestimmt</a>, <a title="München 2018: Was das BMI zur Finanzierung der Olympiabewerbung sagt" href="http://jensweinreich.de/2009/02/12/munchen-2018-was-das-bmi-zur-finanzierung-der-olympiabewerbung-sagt/" target="_self">ohne einen Finanzplan zu kennen</a>. Der Öffentlichkeit, dem Steuerzahler, wurde bis heute kein belastbarer Plan (OCOG, Non-OCOG etc.) vorgelegt.</p>
<p><em>(<a title="Finanzierung Olympischer Spiele: &quot;Wir sind ein privilegiertes Völkchen&quot;" href="http://jensweinreich.de/2009/05/07/finanzierung-olympischer-spiele-wir-sind-ein-privilegiertes-volkchen/" target="_self">Hintergrund zur Finanzierung Olympischer Spiele</a>)</em></p>
<p>Er sagte, natürlich habe man die Zahlen gekannt. Das OCOG-Budget werde vom IOC finanziert, da komme mehr heraus, als das den Steuerzahler koste. Das Organisationsbudget werde durch die Fernseheinnahmen des IOC gedeckt.</p>
<p>Ich sagte: Stimmt nicht. Nur etwa zur Hälfte. Und es ist Verhandlungssache zwischen OK und IOC. Derzeit weiß niemand, was aus Lausanne überwiesen werden könnte.</p>
<p>So ging das hin und her.</p></blockquote>
<p>Entschuldigung, wenn ich das so weitschweifig wiederhole.</p>
<p>Hier übrigens der BR2-Pocast mit der Bogner-Sendung. Interessant ist in der Tat, wie <em>Ralf</em> <a title="Kommentar von Ralf" href="http://jensweinreich.de/2010/03/15/willy-goes-to-lausanne/#comment-22176" target="_self">gestern schon anmerkte</a>, dass die meisten Anrufer teilweise Fundamental-Kritik an der Bewerbung äußerten. Aber das nur am Rande.</p>
<p><a href="http://www.br-online.de/imperia/md/audio/podcast/import/2010_03/2010_03_18_13_54_57_podcasttagesgesprch18032010_a.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Interessant auch, wie Bogner reagierte, als ihn der Salzburger Grüne und Olympia-Kritiker Willi Rehberg auf seine Falschaussagen aufmerksam machte (ab etwa Time Code -10:40):</p>
<blockquote><p>Nein. Selbstverständlich kriegt man einen bestimmten Betrag erstattet. und den kann man aufteilen dann auf die Projekte, wie man selber will. (&#8230;) Insofern können wir eigentlich sehr, ja, mit gutem Vertrauen in die Zahlen und in die Finanzierungsmöglichkeiten des IOC an das heran gehen.</p></blockquote>
<p>Der Moderator wollte dann wissen: <strong>&#8220;Also, wo kommt die Milliarde her?&#8221;</strong></p>
<p>Bogner:</p>
<blockquote><p>Also das ist jetzt, das geht sehr in die Details. Man muss da wirklich drin sein, wo was her kommt, und die Ausgaben sind dieselben wie sie jetzt begriffen werden, sei es vom Staat oder eben woanders her, ist ja auch von Land zu Land verschieden, also das kann man nicht so ganz vergleichen. Aber wir sind absolut der Meinung, dass wir alles, oder fast alles, das kann man jetzt noch nicht so genau sagen, eben durch die  Leistungen des IOC abdecken werden, was wirklich Organisationskomitees-Kosten sind. (&#8230;) Es gibt da tausend Einflussfaktoren, da muss man wirklich ins Detail gehen.</p></blockquote>
<p>Der Moderator fragt anschließend allen Ernstes, ob es &#8220;ein gutes Zeichen&#8221; sei, wenn ein Drittel der Bewerbungskosten noch nicht abgedeckt sind. Bogner antwortet, er sei &#8220;<a title="München 2018: Entwurf des Mini-Bidbooks und &quot;offizielle Oppositionen&quot;" href="http://jensweinreich.de/2009/11/23/munchen-2018-entwurf-des-mini-bidbooks/" target="_self">erst einige Wochen dabei</a>&#8220;, sei aber &#8220;zuversichtlich, dass wir das Geld auftreiben können&#8221;.</p>
<p>Die Details, ja, die Details, von Land zu Land verschieden, ob nun vom Staat oder eben woanders her oder eben vom IOC. Man steckt eben nicht &#8230; drin!</p>
<p>Es ist erschreckend.</p>
<ul>
<li>Es gibt nach wie vor keinen Finanzplan für die Bewerbung, der öffentlich nachvollziehbar und somit überprüfbar wäre.</li>
<li>Es gibt nach wie vor, außer einigen dürren Angaben im so genannten Mini-Bidbook (Auszug unten), keine öffentlich überprüfbaren Angaben (detaillierte Angaben, nicht nur ein halbes Dutzend dürre Zahlen!) über das OCOG-Budget.</li>
<li>Es gibt nach wie vor (außer Zahlen zu wenigen Einzelprojekten, die sich ganz hinten im <a title="München 2018: Mini-Bidbook" href="http://www.muenchen2018.org/bewerbungsthemen/mini+bid+book/index.html" target="_blank">Mini-Bidbook</a> verstecken, zum Beispiel S. 83, 85, 107) keinen öffentlich nachvollziehbaren Plan für den Non-OCOG-Etat.</li>
</ul>
<p>Ich bemühe mich, <a title="München 2018: Was das BMI zur Finanzierung der Olympiabewerbung sagt" href="http://jensweinreich.de/2009/02/12/munchen-2018-was-das-bmi-zur-finanzierung-der-olympiabewerbung-sagt/" target="_self">dies nur erneut als Transparenzbeweis</a> meiner Dauer-Recherche, seit Ewigkeiten um derlei Angaben. Vergeblich. Nicht einmal die verantwortlichen Lokalpolitiker erhalten derartige Angaben in Gänze, nicht einmal die gewählten &#8220;Volksvertreter&#8221; werden eingeweiht, ganz im Gegenteil, sie fühlen sich oft genug hintergangen.</p>
<p>Flink noch einige aktuelle Dokumente zum Thema:</p>
<p><strong><span id="more-7370"></span>1)</strong> Die Passage aus dem Mini-Bidbook, die beweist, dass derjenige, der das <a title="Willy goes to Lausanne ..." href="http://jensweinreich.de/2010/03/15/willy-goes-to-lausanne/" target="_self">Mini-Bidbook gerade in Lausanne übergeben hat</a>, offenbar nicht weiß, was darin steht. Darin steht eben nicht, dass das IOC alle Kosten trägt. Darin wird, wie ich ständig erkläre, überhaupt keine Zahl genannt zu Überweisungen von IOC-Konten:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7387" title="Auszug Mini-Bidbook München 2018, OCOG-&quot;Budget&quot;" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/bid-book-finanz-web1.gif" alt="" width="530" height="503" /></p>
<p><strong>2)</strong> Die politisch sicher korrekte, aber dennoch vor Arroganz der Macht nur so strotzende Antwort von Münchens Oberbürgermeister Christian Ude auf eine wohlmeinende CSU-Anfrage zur Finanzierung der Olympiabewerbung. Oder besser: Da kaum Fakten genannt werden, da es keine öffentlich überprüfbaren Detailinformationen gibt (wie immer bei deutschen Olympiabewerbungen), sollte dieses Schriftstück besser nicht &#8220;Antwort&#8221; bezeichnet werden:</p>
<ul>
<li><a title="Antrag Josef Schmid (CSU) zur Finanzierung der Olympiabewerbung" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/Antrag-Josef-Schmid.pdf" target="_blank">Anfrage von CSU-Stadtrat Josef Schmid</a></li>
<li><a title="Antwort OB Christian Ude (SPD) auf CSU-Anfrage zur Finanzierung der Olympiabewerbung" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/Antwort-Ude.pdf" target="_self">Antwort OB Ude (SPD)</a></li>
</ul>
<p><strong>3)</strong> Die jüngste <a title="Anfrage von Ludwig Hartmann (Grüne) im bayerischen Landtag zur Finanzierung der Olympiabewerbung" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/Anfrage-Hartmann.pdf" target="_blank">Anfrage des Grünen-Abgeordneten Ludwig Hartmann</a> im bayerischen Landtag zur Finanzierung der Olympiabewerbung</p>
<p><strong>4)</strong> Die CSU-Gemeinderatsfraktion in Garmisch-Partenkirchen hat dem 1. Bürgermeister Thomas Schmid gestern eine Anfrage zukommen lassen, in der es u.a. heißt:</p>
<blockquote><p>Unabhängig davon beantragt die CSU-Fraktion die Mitglieder des Marktgemeinderates umgehend in öffentlicher Sitzung über die finanzielle Situation der Bewerbergesellschaft aufzuklären.</p>
<p>Wie der heutigen Presse zu entnehmen ist, fehlen noch über 10 Mio. Euro im Bewerbungsbudget, für die im schlimmsten Fall der Markt mit einer Haftungsquote von 16,22% aufkommen muss.</p>
<p>In diesem Zusammenhang sei auch daran erinnert, dass der Markt im Haushalt 2010 ein Darlehen über Euro 450.000.— für die Bewerbungsgesellschaft eingestellt hat.</p></blockquote>

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		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 08:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kein Grund zum Jubel und zu überschwänglichen Elogen. Heute ist bloß Einsendefrist für das so genannte Mini-Bidbook für die Bewerber um die Olympischen Winterspiele 2018. Nichts weiter. Pyeongchang hat bereits abgegeben, was Annecy macht, ist egal, und Münchens Vorzeige-Bewerber Willy Bogner will heute im IOC-Headquarter vorbei schauen. Den Zeitplan der Bewerbung habe ich etliche Male [...]]]></description>
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<p>Kein Grund zum Jubel und zu überschwänglichen Elogen. Heute ist bloß Einsendefrist für das so genannte Mini-Bidbook für die Bewerber um die Olympischen Winterspiele 2018. Nichts weiter. Pyeongchang hat <a title="Yonhap-Meldung" href="http://english.yonhapnews.co.kr/culturesports/2010/03/10/59/0702000000AEN20100310004300315F.HTML" target="_blank">bereits abgegeben</a>, was Annecy macht, ist egal, und Münchens Vorzeige-Bewerber <strong><a title="Willy Bogner, Münchens Olympiachancen und die IOC-Präsidentschaft ..." href="http://jensweinreich.de/2010/02/26/vancouver-tag-14-willy-bogner-munchens-olympiachancen-und-die-ioc-prasidentschaft/" target="_self">Willy Bogner</a></strong> will heute im IOC-Headquarter vorbei schauen. Den <a title="München 2018: der Weg nach Durban" href="http://jensweinreich.de/2009/08/04/munchen-2018-der-weg-nach-durban/" target="_self">Zeitplan der Bewerbung</a> habe ich etliche Male veröffentlicht, den <a title="München 2018: Entwurf des Mini-Bidbooks ..." href="http://jensweinreich.de/2009/11/23/munchen-2018-entwurf-des-mini-bidbooks/" target="_self">Entwurf des Mini-Bidbooks</a> auch. Ich gehe einfach mal davon aus, dass Bidbook-Schreiber <a title="München vs. Pyeongchang: Spin doctors und andere Berater" href="http://jensweinreich.de/2010/02/16/munchen-vs-pyeongchang-spin-doctors-und-andere-berater/" target="_self">George Hirthler</a> bessere Arbeit geliefert hat als jüngst beim Verbal-Unfall mit <a title="Vancouver, Tag 5: Olympia mit Christian, Björn und Heidi" href="http://jensweinreich.de/2010/02/17/vancouver-tag-5-christian-ude-entschuldigt-sich/" target="_self">Christian Ude</a> in Vancouver.</p>
<p>Was mich heute interessiert ist ohnehin nur: Legen die Olympiabewerber, legen die Alliierten in der Politik, endlich belastbares Zahlenmaterial vor. Und zwar komplett, nicht nur einige Ziffern: Wie sollen diese Spiele finanziert werden? Was bezahlt der Steuerbürger in der Bewerbung, im OCOG-Etat, im <a title="Finanzierung Olympischer Spiele ..." href="http://jensweinreich.de/2009/05/07/finanzierung-olympischer-spiele-wir-sind-ein-privilegiertes-volkchen/" target="_self">Non-OCOG-Etat</a>? Dass all die verkappten Subventionen genannt werden, wie etwa jüngst im Bundestag &#8211; als der <a title="Stern: Geldsegen für Seehofers Milchbauern" href="http://www.stern.de/politik/deutschland/haushalt-2010-geldregen-fuer-seehofers-milchbauern-1548584.html" target="_blank">Haushaltsausschuss</a> den <a title="BLZ: Dem Spitzensport geopfert" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0310/sport/0007/index.html" target="_blank">Goldenen Plan Ost</a> für Breitensport-Sportstätten in den ostdeutschen Bundesländern strich und stattdessen 1,5 Millionen Euro für das &#8220;Kulturprogramm&#8221; der <a title="BLZ: Rekordschulden trotz eines Rekordabbaus" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0306/politik/0022/index.html" target="_blank">Alpinen Ski-WM 2011</a> in GaPa genehmigte -, darf ohnehin niemand erwarten. So transparent ist deutsche Politik nicht, deutsche Sportpolitik eben so wenig.</p>
<p>Und die <a title="Nolympia.de" href="http://www.nolympia.de/" target="_blank">Olympia</a>-<a title="Nolympia2018.de" href="http://www.nolympia2018.de/" target="_blank">Opposition</a> wächst und formiert sich, etliche aktuelle Meldungen <a title="Nolympia 2018 ..." href="http://jensweinreich.de/2010/02/19/nolympia-2018-18-grunde-gegen-die-olympiabewerbung/" target="_self">sind hier gesammelt</a>.</p>
<p>Es darf natürlich weiter abgestimmt werden:</p>
Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.
<p><em>Nachtrag, 22.04 Uhr:</em> Willy in Lausanne.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-7342" title="Willy Bogner, Lausanne, 15. März 2010 - Foto: Bewerbungskomitee München 2018" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/bogner-lausanne.jpg" alt="" width="530" height="353" /><em>Foto © Bewerbungskomitee München 2018</em></p>
<p>Und hier noch drei Pressemeldungen im Original.</p>
<p>Das IOC sagt: <span id="more-7301"></span></p>
<blockquote><p><strong>2018 Applicant Cities submit Application Files to IOC</strong></p>
<p>The International Olympic Committee (IOC) today announced that all three cities applying to become candidates to host the XXIII Olympic Winter Games in 2018 have submitted their responses to the IOC Candidature Acceptance Procedure questionnaire.</p>
<p>Munich (Germany), Annecy (France) and PyeongChang (Republic of Korea) all had until 15 March to submit their files to the IOC headquarters in Lausanne, Switzerland.</p>
<p>The completed questionnaire provides the IOC with an overview of each Applicant City’s project and is the key element in the first phase of the procedure leading to the election of the host city of the Olympic Winter Games in 2018.</p>
<p>The responses will now be studied by an IOC-appointed working group and a report made to the IOC Executive Board. The Board will meet in June in Lausanne to decide which cities will be accepted as Candidate Cities.</p>
<p>The election of the 2018 host city will take place in Durban, South Africa, on 6 July 2011.</p>
<p>The IOC will not release any document at this stage of the procedure, but has informed Applicant Cities that they can make their responses public and post them on their websites if they so wish, as of 16 March.</p></blockquote>
<p>Das Bewerbungskomitee Pyeongchang 2018 gibt bekannt:</p>
<blockquote><p><strong>PyeongChang 2018 celebrates the submission of its Applicant City File to the International Olympic Committee</strong></p>
<p>15 March 2010, PyeongChang: The PyeongChang 2018 Olympic and Paralympic Winter Games Bid Committee today celebrated the submission of its Applicant City File to the International Olympic Committee (IOC) with a gathering of its most recently celebrated gold medallists from the Vancouver 2010 Winter Games.</p>
<p>Olympic champions Seung-hoon Lee, gold medallist in the men’s 10,000 metres; Sang-Hwa Lee, gold medallist in the women’s 500m; and Tae-Bum Mo, gold medallist in the men’s 500m gathered together at a local ice skating venue to demonstrate their support for the bid and celebrate the official submission of the technical file in Lausanne.</p>
<p>The PyeongChang 2018 Applicant File captures the city’s unique vision for the 2018 Olympic and Paralympic Winter Games, which the Bid Committee and its numerous athlete ambassadors look forward to sharing and bringing to life for the Olympic Family over the course of the campaign.</p>
<p>Seung-hoon Lee said: &#8220;Just a few weeks ago in Vancouver I realised my own sporting dream by becoming an Olympic Champion and experienced the profound joy of winning a gold medal for my country. The elation I felt after my Olympic success was then surpassed by the incredible reception I received from Korean people when I returned home and witnessed the inspiring effect of our Team’s success with young people across the country.</p>
<p>“The public&#8217;s committed and passionate support has inspired me to have a new Olympic dream, to help PyeongChang win the right to host the Winter Games in 2018 and welcome my fellow athletes from around the world to compete in my home country.&#8221;</p>
<p>On Wednesday 10 March 2010 the Bid Committee held an official signing ceremony to mark completion of the Applicant File which was attended by leading figures from PyeongChang 2018.</p>
<p>The IOC Executive Board will review and evaluate Applicant Files and announce the Candidate Cities for the 2018 Olympic and Paralympic Winter Games on 21 June 2010. The 2018 Host City will be announced at the IOC Session in Durban, South Africa on 6 July 2011.</p></blockquote>
<p>Das Bewerbungskomitee München 2018 postuliert:</p>
<blockquote><p><strong>München 2018 präsentiert Zwei-Park-Konzept im Mini Bid Book</strong></p>
<p><em>Das 116 Seiten starke Mini Bid Book eröffnet Vision der „Freundlichen Spiele“, Bewerbung baut auf Nachhaltigkeit und Deutschlands Wintersportbegeisterung</em></p>
<p>München, 15. März 2010 – Das erste Bewerbungsdokument, das sogenannte Mini Bid Book, macht deutlich, dass München 2018 für die Athleten zur ultimativen Olympia-Erfahrung werden soll. Willy Bogner hat am heutigen Montag das Mini Bid Book fristgerecht an das Internationale Olympische Komitee (IOC) in Lausanne übergeben. München 2018 entwirft in seiner Bewerbung die Vision der „Freundlichen Spiele“ und präsentiert sich mit einem Zwei-Park-Konzept. Mit dem Ice Park in München und dem Snow Park in Garmisch-Partenkirchen würden 91 % aller Wettkämpfe in den beiden Parks stattfinden.</p>
<p>Um den eigenen Anforderungen an nachhaltige Spiele gerecht zu werden, wird die bestehende Infrastruktur in Sachen Sportstätten und Transport genutzt, so dass nur drei Sportstätten neu zu bauen wären. In seinem Eingangsstatement im Mini Bid Book erläutert Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): „Für die Olympische Bewegung birgt diese Bewerbung beispiellose Möglichkeiten olympischer Nachhaltigkeit und Innovation im Rahmen einer Vision der Freundlichen Spiele – für Sportler, Zuschauer, Sport und Umwelt.“</p>
<p>„Einer unserer großen Vorteile liegt im Kernstück unseres Konzeptes begründet“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsleitung München 2018, Willy Bogner und ergänzt: „Mit dem Münchner Olympiapark haben wir ein wunderschönes, ausgereiftes Sport-, Kultur-, und Unterhaltungszentrum, das in der Welt seit 40 Jahren hoch geschätzt wird. Die sieben Sportstätten, die 1972 im Park gebaut wurden, werden noch immer intensiv genutzt. Allein im letzten Jahr fanden dort über 300 Veranstaltungen statt. Dies ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte Olympischer Nachhaltigkeit. München 2018 bietet die Möglichkeit, den Park in ein Zentrum für Winter- und Sommersport für die nächsten 40 Jahre umzugestalten. Dadurch würde für die Olympische Bewegung und den weltweiten Wintersport ein einzigartiges Erbe entstehen.“</p>
<p>Indem die Münchner Planer die Bewerbung für die Winterspiele 2018 auf das Olympische Erbe von 1972 – den Olympiapark – stützen und modernste Wettkampfstätten sowie neuen Anlagen in Garmisch-Partenkirchen und die Kunsteisbahn Königssee in das Konzept integrieren, entsteht ein hoher Komfort für die Athleten.</p>
<p>„Die Athleten werden alles, was zum Leben, Training, Wettkampf und zur Erholung notwendig ist, innerhalb weniger Minuten zu Fuß innerhalb des Olympischen Dorfes vorfinden“, erklärt Bogner.</p>
<p>Das Mini Bid Book stellt die Stärken der Münchner Bewerbung deutlich heraus:</p>
<ul>
<li>Die dokumentierte Unterstützung aller Regierungsebenen</li>
<li>Deutschlands Wintersportbegeisterung am Beispiel zahlreicher Sportevents</li>
<li>Die immer wieder unter Beweis gestellte Organisationsfähigkeit des Landes</li>
<li>Eine klare Vision, um jungen Menschen weltweit den Wintersport nahe zu bringen und zum Mitmachen zu bewegen</li>
<li>Münchens und Bayerns Erfahrung als Tourismusdestination mit hervorragenden Bedingungen für die Gäste und Fans</li>
</ul>
<p>Auch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel erklärt im Mini Bid Book: „Die Bewerbung Münchens um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 ist von nationaler Bedeutung und im Interesse Deutschlands, seiner Bundesländer, Städte und Gemeinden. Sie kann deshalb weiterhin auf die volle Unterstützung und Förderung der Bundesregierung zählen.“</p>
<p>Deutschlands mehrfach bewiesene Fähigkeit, Sportereignisse auf höchstem Niveau organisieren und ausrichten zu können, wird ebenso deutlich gemacht. Die Ausrichtung von Sportgroßveranstaltungen hat Deutschland weltweit den Ruf eines hervorragenden Organisators eingebracht. In Deutschland fanden bereits mehrfach Weltmeisterschaften statt wie die 12. IAAF Leichtathletik-WM 2009 und Mega-Events wie die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006TM. Deutschlands Enthusiasmus für den Wintersport wird ebenfalls im Mini Bid Book hervorgehoben und durch eine Aufstellung der Zuschauerzahlen bei Wintersportveranstaltungen untermauert. Die deutsche Bevölkerung zeigt jährlich eine hohe Wintersportbegeisterung, die sich im Kartenverkauf, in der Zahl der ausverkauften Wettkämpfe in allen olympischen Wintersportarten und in TV-Marktanteilen äußert. Als Land, das Wintersporttraditionen eindeutig pflegt, könnte Deutschland die Stadien bei jeder Veranstaltung und jedem Team mit fachkundigen und jubelnden Fans füllen.</p>
<p>Die Qualität der im Münchner Konzept enthaltenen Wettkampfstätten wird zusätzlich dadurch gesichert, dass Garmisch-Partenkirchen 2011 die FIS World Ski Championships beherbergt und auf der Kunsteisbahn Königssee 2011 die Bob- und Skeleton Weltmeisterschaften abgehalten werden. Beide Venues wurden in der Vorbereitung auf diese Großereignisse modernisiert, so dass sie bereits heute höchstem internationalem Niveau genügen.</p>
<p>Die Bewerbungsunterlagen erläutern außerdem Münchens Konzept um die Jugend der Welt zu erreichen: Aufbauend auf dem Erfolg der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006TM – einem nationalen und globalen Sportfest der Superlative – hat München für die Spiele einen Plan konzipiert, der mehr Teilnahmemöglichkeiten für Jugendliche durch ein Angebot von Wintersport- und Kulturveranstaltungen der Extraklasse schafft.</p>
<p>Das Bewerbungsdokument stellt darüber hinaus Münchens globale Bekanntheit in Sachen Tourismus, Sport, Kultur und Business dar. Rund 5 Millionen Besucher übernachten jährlich in München und nutzen den einzigartigen Mix aus historischer und moderner Architektur, Museen, Theater, Oper, Sport und Bildungseinrichtungen, hervorragenden Unterhaltungsangeboten, Einkaufsmöglichkeiten und kulinarischen Genüssen gepaart mit erstklassigem Service und unvergleichlicher Gastfreundlichkeit.</p>
<p>30 Prozent aller ausländischen Besucher Deutschlands reisen in den Freistaat Bayern, und 27 Millionen Gäste – das sind 77 Millionen Übernachtungen – besuchen die Dörfer und Ferienorte in den Alpen. Jedes Jahr im Herbst macht München in den internationalen Medien mit dem Oktoberfest auf sich aufmerksam, das mit 6 Millionen Besuchern zu den beliebtesten Jahresfesten der Welt gehört.</p>
<p>Das Bewerbungsdokument wurde am Freitag, den 12. März 2010, nach Lausanne gebracht und am 15. März 2010 von Willy Bogner beim IOC persönlich abgegeben.</p></blockquote>

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		<title>Vancouver, Tag 15: Sechskommanull für Anni Friesinger</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 20:57:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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<p>VANCOUVER. Ich weiß nicht, ob es kuriosere Szenen gab bei diesen Winterspielen. Aber was Anni Friesinger-Postma da gerade aufs Eis des Olympic Oval gezaubert hat, war schon sehenswert. Ich würde sagen: Sechskommanull, ist noch mal alles gut gegangen, und in anderthalb Stunden gibt es vielleicht sogar eine Goldmedaille.</p>
<p>Im Halbfinale des Teamwettbewerbs gegen die USA rutschte Friesinger gerade so ins Ziel <em>(Screenshot ARD)</em>:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7100" title="Screenshot ARD" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/friesinger1-web.jpg" alt="" width="530" height="311" /></p>
<p>In der Totalen sah das so aus.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7101" title="Screenshot ARD" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/friesinger2-web.jpg" alt="" width="530" height="328" /></p>
<p>War wirklich sehr hübsch anzuschauen, der Moment, als sie begriff, dass sie trotzdem im Finale steht. Und ich ärgere mich, dass ich von der Bilanz-Pressekonferenz im Deutschen Haus nicht eher aufgebrochen bin, um nach Richmond zurückzufahren zum Eisschnelllaufen.</p>
<p>Eine verrückte Zuspitzung <a title="alle Beiträge zum Fall Pechstein" href="http://jensweinreich.de/?cat=1590" target="_self">nach all dem</a>.</p>
<p>Ganz großes Kino natürlich auch im Langlauf der Frauen: Die Dreifachsiegerin Marit Björgen gegen Justyna Kowalczyk, die Björgen gerade Doping vorgeworfen hatte, oder sollten wir sagen: Medikamentenmissbrauch?</p>
<blockquote><p>&#8220;Ohne ihre Medikamente hätte sie nicht gewonnen. Marit weiß genau, dass sie ohne ihre Hilfsmittel nicht viel zu bieten hätte.&#8221;</p></blockquote>
<p>Oh, ich glaube, das war nicht nur Sport. Was für ein Duell. Gold für Kowalczyk. Bin auf den Verbal-Wettbewerb gespannt.</p>
<p><strong>13.24 Uhr:</strong> Kleine Indiskretion: Ich sitze noch im Deutschen Haus. Vor mir ein Flatscreen. Gerade kommt eine Horde jener Bundespolizisten vorbei, die hier als gefühlte Hundertschaft für Ordnung und Sicherheit sorgen. Auf dem Bildschirm: der Friesinger-Sturz. Einer der Bundespolizisten im breitesten Sächsisch: &#8220;Sie hat&#8217;s versaut!&#8221;</p>
<p>Ich glaube, das war Volkes Stimme.</p>
<p><strong>14.16 Uhr:</strong> Kurz vor dem Team-ESL-Finale. Hier schon mal erste deutsche Bilanzen. Unkommentiert. Nur O-Töne:</p>
<p>Es spricht <strong>Bernhard Schwank</strong>, ehemals NOK-Generalsekretär, heute einer der Geschäftsführer der Münchner Olympia GmbH und Chef de Mission des deutschen Olympiateams in Vancouver:</p>
<p><a title="Schwank Bilanz" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/schwank-bilanz.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Es spricht das <strong>UDIOCM</strong> (FDP):</p>
<p><a title="Bach Bilanz" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/bach-bilanzkl.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Es spricht <strong>Michael Vesper</strong> (Grüne), DOSB-Generaldirektor und Vorsitzender des Aufsichtsrats (!) der Münchner Olympia GmbH:</p>
<p><a title="Vesper Bilanz" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/vesper-bilanz.mp3" target="_self">:</a></p>
<p><span id="more-7099"></span>Finale Deutschland vs. Japan mit Katrin Mattscherodt statt Anni Friesinger. Schnell 1,5 Sekunden zurück. 1,7 sogar. Große Aufholjagd, Frau Beckert. Gold für die Deutschen.</p>
<p>Und noch eine Indiskretion, die Bundespolizisten stehen hinter mir, neben mir, überall, wieder wird gesächselt: &#8220;Gottseidank ohne Friesinger! Kriegt die etwa auch eine Medaille?&#8221;</p>
<p>Klar.</p>
<p>Ein letzter Screenshot, die Auflösung des Ganzen, bevor ich mich hier verdrücke, sonst werde ich wegen fortlaufender Indiskretionen noch verhaftet.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7113" title="Screenshot ARD" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/team-web.jpg" alt="" width="530" height="318" /></p>
<p>Sage nur niemand, die Überschrift stimme nicht: Für Sechskommanull gab es früher immer Gold.</p>
<p><strong>16.29 Uhr:</strong> Transkript der Pressekonferenz.</p>
<blockquote><p>© IOC, VANOC</p>
<p>Ladies&#8217; Team Pursuit: ANSCHUTZ THOMS, MATTSCHERODT, FRIESINGER-POSTMA, BECKERT (GER) &#8211; Gold</p>
<p>RICHMOND, Feb 27 &#8211; Comments from Gold medallists Daniela ANSCHUTZ THOMS (GER),  Katrin MATTSCHERODT (GER),  Anna FRIESINGER-POSTMA (GER), Stephanie BECKERT (GER) after the Ladies&#8217; Team Pursuit Final A at Richmond Olympic Oval on Saturday.</p>
<p><strong>Daniela ANSCHUTZ THOMS (GER) &#8211; Gold</strong></p>
<p>On winning Gold:</p>
<p>&#8220;I can&#8217;t describe this feeling. I have waited so long for my luck to come back, especially after the disaster of the 3000 m.&#8221;</p>
<p>&#8220;Anni&#8217;s [Anna FRIESINGER-POSTMA, GER] fall gave us the courage to go on.&#8221;</p>
<p><strong>Katrin MATTSCHERODT (GER) &#8211; Gold</strong></p>
<p>On the Ladies&#8217; Team Pursuit:</p>
<p>&#8220;It is very important. It was a very exciting day. Both the Semifinal and the Final were very close.&#8221;</p>
<p>On their victory:</p>
<p>&#8220;It will take a couple of days to digest our win. The chance to race with the team is better than just watching [in the semifinal race she was the team's reserve].&#8221;</p>
<p><strong>Anna FRIESINGER-POSTMA (GER) &#8211; Gold</strong></p>
<p>On winning Gold:</p>
<p>&#8220;My feelings are up and down. It was like a carousel. I nearly messed it up.&#8221;</p>
<p>&#8220;I dreamt of Gold. This will be a great farewell to Vancouver.&#8221;</p>
<p>On falling at the finish line in the semifinal race:</p>
<p>&#8220;I thought, &#8216;No, No, I&#8217;m falling. Oh no, oh no no no, I thought I messed up for the team.&#8221;</p>
<p>&#8220;I yelled but no one heard me, so I just kept on going. We decided last night what would happen if one of us had to drop out.&#8221;</p>
<p>On her teammate Stephanie BECKERT (GER):</p>
<p>&#8220;Stephanie BECKERT (GER) is the kick at the end. She just keeps going and going.&#8221;</p>
<p><strong>Stephanie BECKERT (GER) &#8211; Gold</strong></p>
<p>On her teammates:</p>
<p>&#8220;The girls gave me a big push.&#8221;</p>
<p>On winning another medal at the Vancouver Games:</p>
<p>&#8220;I am ecstatic with my third medal. I feel lucky.&#8221;</p></blockquote>

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		<title>Vancouver, Tag 14: Willy Bogner, Münchens Olympiachancen und die IOC-Präsidentschaft</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 07:01:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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<p>VANCOUVER. Das Gesicht der Bewerbung ist müde. Willy Bogner sitzt in der Lounge II des Deutschen Hauses in Vancouver und braucht jetzt einen Kaffee. Er ist schon wieder zwölf Stunden auf den Beinen, und der Abend hat nicht einmal begonnen. Er muss noch zwei Interviews geben und in Kürze gibt es ein Essen zur Erinnerung an die Sommerspiele 1972 in München. Walther Tröger kommt gleich, der Bürgermeister des Olympischen Dorfes von 1972, der in Vancouver mit seinen 81 Jahren – und trotz tagelanger heftiger Zahnschmerzen – tapfer fürs Vaterland schuftet. Tröger, seit Januar IOC-Ehrenmitglied, damit nicht mehr stimmberechtigt und also relativ unabhängig, blüht wieder auf. Denn München ist seine olympische Liebe. Er umgarnt die älteren IOC-Mitglieder, von denen es viele gibt, und er führt seinen Kumpel Willy Bogner (68) in diesen bizarren Zirkel ein.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7077" title="DFL wirbt für München 2018 (c) München 2018 GmbH" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/dfl_muc2018_trikot-web.jpg" alt="" width="530" height="351" /></p>
<p>So eine Olympiabewerbung ist eine anstrengende Sache. Jeden Morgen um 7.30 Uhr lässt Thomas Bach, IOC-Vizepräsident und Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), seine Pappenheimer aufmarschieren. Dann werden im Deutschen Haus die großen Themen und winzige Details besprochen. Die Deutschen sind gründlich.</p>
<p>Nach dieser Präsidialrunde schwärmen sie aus, um IOC-Mitglieder zu treffen und zu antichambrieren. „Mehr als 90 IOC-Mitglieder habe ich bisher gesprochen“, sagt Bogner. Ein Dutzend werden in Vancouver dazu kommen. Im Jacket hat er stets ein kleines Büchlein mit Passfotos, Funktionen und wichtigsten Infos über die Zielpersonen. Sehr hilfreich. Nach jedem Treffen werden Notizen gemacht. Wer, wann, wo, mit wem, was wurde besprochen? „Ich muss mich doch daran erinnern können, und die anderen müssen das wissen.“</p>
<p>Die Notizen werden von der Olympia GmbH zentral erfasst, sagt Bogner. Man hat ihm erklärt, dass das mal ein heikles Thema war in einer deutschen Bewerbung: Denn Berlin, das sich damals um Olympia 2000 bewarb, hatte Anfang der neunziger Jahre auch Bemerkungen über sexuelle Orientierungen von IOC-Mitgliedern zusammen getragen. Deshalb fügt Bogner flink an: „Wir stellen nichts Regelwidriges zusammen! Selbst wenn man diese Datei finden würde, steht da nur drin, mit wem wir geredet haben. Wir haben da keine Angst.“</p>
<p>Im Fokus der Medien stehen vornehmlich Olympiasiegerin <a title="Zielgruppenoptimierung: München 2018 verpflichtet das schönste Gesicht des Sozialismus" href="http://jensweinreich.de/2009/07/09/zielgruppenoptimierung-munchen-2018-verpflichtet-das-schonste-gesicht-des-sozialismus/" target="_self">Katarina Witt</a> und der <a title="World of Bogner" href="http://www.bogner.com/en/WORLD-OF-BOGNER/WILLY-BOGNER-FILM#/de/Home" target="_blank">Textilfabrikant</a> <a title="München 2018: Entwurf des Mini-Bidbooks ..." href="http://jensweinreich.de/2009/11/23/munchen-2018-entwurf-des-mini-bidbooks/" target="_self">Bogner</a>. Bei beiden verschwimmt vieles. Die Witt ist ja eigentlich als ARD-Mitarbeiterin vor Ort, co-kommentiert, schreibt ein <a title="www.katarina.de" href="http://www.katarina.de/newstermine/details/article/buuhhuuhhhaahhh.html" target="_blank">Blog</a>, dreht bunte Fernsehschnipsel, ist Olympia-Lobbyistin. <a title="Bogner Junior" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Willy_Bogner_junior" target="_blank">Bogner</a> war selbst Olympia-Skifahrer, wie sein <a title="Bogner Senior" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Willy_Bogner_senior" target="_blank">Vater</a>, der 1936 bei den Nazi-Spielen in Garmisch-Partenkirchen den olympischen Eid sprach. Bogner Junior stattet seit Jahrzehnten deutsche Olympiamannschaften aus, hat mal an James-Bond-Filmen mitgewirkt, vor drei Jahren für Sotschi ein Bewerbungsfilmchen produziert, und außerdem hat er mit seiner brasilianischen Frau Sonia eine Wette laufen: 2016 wollen die beiden die Sommerspiele in ihrer Heimat Rio erleben, 2018 in Bogners Heimat die Winterspiele in München.</p>
<p>Katarina Witt und Willy Bogner sind die so genannten Gesichter der Bewerbung. Aber sie machen das, was ihnen andere sagen. Denn Boss des Ganzen ist Thomas Bach. Und im Hintergrund arbeitet ein Team mit einer im sportpolitischen Deutschland nie dagewesenen Vernetzung. Ich habe es <a title="München vs. Pyeongchang: Spin doctors und andere Berater" href="http://jensweinreich.de/2010/02/16/munchen-vs-pyeongchang-spin-doctors-und-andere-berater/" target="_self">kürzlich schon angedeutet</a>. Hier noch einige Beispiele:</p>
<p>Frau Merkel spielt eine zentrale Rolle. Nicht die Kanzlerin, über deren Unterstützung Bogner stets in höchsten Tönen redet. Nein, Katrin Merkel, DOSB-Abteilungsleiterin Internationales. Seit drei Jahren ist sie die rechte Hand des DOSB-Präsidenten auf Reisen. Sie kennt alle IOC-Mitglieder und deren bessere Hälften, vor allem: Man kennt sie ebenfalls. Katrin Merkel weiß, wer mit wem und wieso und warum, nimmt am Damenprogramm teil, koordiniert, zieht die Fäden, kümmert sich um Kleinigkeiten: Bezahlt mitunter Bachs Rechnungen an der Bar, und wenn der Ire Patrick Hickey, IOC-Mitglied und Chef der europäischen NOK-Vereinigung, hurtig ins Deutsche Haus schreitet, um seinen Alliierten Bach zu treffen, dann nimmt Frau Merkel selbstverständlich die Garderobe entgegen.</p>
<p>Jeder hat seine Aufgaben. Da greift ein Rädchen ins andere.</p>
<p>Für die internationalen Medienkontakte wurde der Engländer Jon Tibbs verpflichtet. Seine Mitarbeiterin Séverine Hubert betreut auch IOC-Mitglieder. Auf derlei Kontakte spezialisiert ist Carlos Garcia aus Uruguay. Garcia war bis vor kurzem Vizepräsident des Weltverbandes der Sportjournalisten (AIPS) und ist schon etliche Jahre in der Bewerbungsbranche tätig. Nun ist er Experte für die Latino-Fraktion, für Südamerikaner, Spanier, Italiener. „Der Carlos macht gute Arbeit“, sagt Bogner.</p>
<p>Walther Tröger kümmert sich um die Routiniers. Thomas Bach um alle.</p>
<p>Als graue Eminenz stets zugegen ist Bachs Freund Dieter Kühnle, ebenfalls ein ehemaliger Journalist, wie Garcia. Kühnle ist ein Beobachter, der vielfältige Lebenssachverhalte und &#8220;den Thomas&#8221; zu schätzen weiß. Er hat stets auch die Medien im Blick, und man fragt sich, ob er vielleicht sogar den einen oder anderen Reporter beeinflussen könnte, wenn er denn wollte. Nur mal so eine Frage.</p>
<p>Dieter Kühnle war mal Chefredakteur des Sportinformationsdienstes und zeitweise Vizepräsident des Bundes Deutscher Radfahrer. Vor allem aber ist er Verbindungsmann zwischen <a title="Daimler und das IOC: Entwicklungshilfe und Sportförderung" href="http://www.daimler.com/dccom/0-5-1096066-49-1101419-1-0-0-1161484-0-0-135-7145-0-0-0-0-0-0-0.html" target="_blank">Daimler und dem IOC</a>, konzentriert sich auf das Entwicklungshilfeprogramm und hat beispielsweise schon mehr als 100 Kleinbusse in Dritte-Welt- und Schwellenländern übergeben. Oft gemeinsam mit Bach. Aber nicht immer, darauf legt er Wert. Auf einer Liste des IOC, in welchen Ländern wann mit welchen IOC-Mitgliedern Kleinbusse und andere Gaben überreicht wurden, steht der Name Bach tatsächlich nicht hinter jedem Termin &#8211; sondern nur einige Male.</p>
<p>Kühnle hat viele Dutzend IOC-Mitglieder daheim besucht, er kennt Geschichten und Schicksale. Ich finde, er ist wichtig für diese Geschichte. Und er steht, neben einigen anderen, die noch nicht genannt wurden, für ein Teilchen des Beziehungsnetzwerks im großen olympischen Puzzle, das, wenn es gelöst ist, im Juli 2011 (auf der <a title="München 2018: der Weg nach Durban" href="http://jensweinreich.de/2009/08/04/munchen-2018-der-weg-nach-durban/" target="_self">IOC-Session in Durban</a>) nicht nur München die Winterspiele 2018 beschert haben soll, sondern zwei Jahre später (auf der IOC-Session in Buenos Aires) auch Thomas Bach die IOC-Präsidentschaft.</p>
<p>Das ist der Masterplan, <a title="Thomas Bach: Lebenssachverhalte im nationalen Interesse" href="http://jensweinreich.de/2010/02/10/thomas-bach-lebenssachverhalte-im-nationalen-interesse/" target="_self">über den sie nicht gern reden</a>. Den es vielleicht gar nicht gibt, diesen Masterplan, was weiß ich schon von Lebenssachverhalten, die sich zufällig ergeben könnten.</p>
<blockquote><p>Kleiner Einschub. Es ist <a title="Olympia 2018, die Ausgangslage: Pyeongchang vor Pyeongchang vor Pyeongchang" href="http://jensweinreich.de/2009/10/15/olympia-2018-die-ausgangslage-pyeongchang-vor-pyeongchang-vor-pyeongchang/" target="_self">mal wieder Zeit für eine Wasserstandsmeldung</a>, nach bestem Wissen (beschränkt) und Gewissen (sauber). Ich sage heute:</p>
<p>1) <strong>München ist gefühlter Front-runner im Wettbewerb um die Winterspiele 2018</strong>, rund sechzehn Monate vor der Abstimmung. München arbeitet sehr gut und versucht, eine Idee zu verkaufen. Wogegen Pyeongchang, die Koreaner überhaupt, noch mit sich selbst beschäftigt sind, nicht in die Gänge kommen und sogar Schwierigkeiten haben, eine Botschaft zu verkaufen. Sie müssen sich sputen und ein Momentum entwickeln. (Demnächst werde ich versuchen, mal eine Rangliste anhand olympischer Kriterien vorzulegen.)</p>
<p>2) Thomas Bach hat momentan keinen ernsthaften Konkurrenten um den IOC-Thron. <strong>Müsste die Sache heute entschieden werden, wäre das UDIOCM IOC-Präsident.</strong> Ich bin gespannt, ob sich da überhaupt noch etwas tut.</p>
<p>3) <strong>Im Moment sieht vieles danach aus, als könnte das olympische Doppel 2011/2013 gelingen.</strong> Zwar gibt es auch in München viele, die Bach misstrauen, die Angst haben, ob das eine mit dem anderen vermischt werden könnte, all diese Lebenssachverhalte, doch es deutet kaum etwas darauf hin, dass Bach sich nicht energisch für München engagieren würde. Ganz im Gegenteil. So hat man ihn noch für keine deutsche Olympiabewerbung strampeln sehen.</p></blockquote>
<p>Ich finde, es könnte weiter abgestimmt werden:</p>
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<p><span id="more-7069"></span>Neben Frau Merkel sind noch andere Frauen sehr wichtig für die Bewerbung und die Karriere des UDIOCM. Seine Sekretärin zum Beispiel, hochprofessionell steht sie mitten im olympischen Familienleben, und seine Frau Claudia, die in letzter Zeit erstaunlich offensiv agiert und bei vielen Anlässen aktiv einschreitet. Das war nicht immer so. Manche sagen, Claudia Bach habe in vielerlei Hinsicht Stil entwickelt und sei bereits präsidiabel.</p>
<p>Für die an Lebensjahren jungen Mitglieder ist Claudia Bokel zuständig. Die ehemalige Fecht-Weltmeisterin kam im Sommer 2008 über die Athletenkommission ins IOC. Es geht um 15-20 Stimmen, wenngleich es der vielsprachigen Bokel sicher nicht gelingen wird, alle zu überzeugen. Kürzlich betreute sie im Deutschen Haus Südkoreas Olympiasieger Dae Sung Moon. Dessen Problem ist: Er verträgt nicht viel Alkohol, verbringt aber täglich viele Stunden in Lounges und Suiten, wo ihm stets Drinks gereicht werden. Moon wird manchmal etwas lauter, um nicht zu sagen: ruppiger. Er ist eigentlich ein netter Kerl, aber er kommt aus dem Taekwondo-Sport, vielleicht liegt es daran.</p>
<p>Von Willy Bogner würde man derlei Geschichten nie hören. Vermintes Terrain, zu gefährlich. Er bevorzugt aalglatte, politisch korrekte Sätze. Etwa: „Es gilt, das größte Medien-Event der Welt in unser Heimatland zu holen. Ein Event mit unglaublichem Werbe-Effekt, um unser Land sympathisch und sportlich darzustellen.“</p>
<p><a title="Olympiagegner: &quot;We do not want the Games&quot;" href="http://jensweinreich.de/2010/02/11/munich-2018-we-do-not-want-the-games/" target="_self">Olympiagegner</a> unterteilt Bogner in „konstruktive Kritiker, die man überzeugen kann“ und „Fundamental-Oppositionelle, mit denen man nicht vernünftig reden kann“. Im IOC sei man es gewohnt, „<a title="18 Gründe gegen die Olympiabewerbung" href="http://jensweinreich.de/2010/02/19/nolympia-2018-18-grunde-gegen-die-olympiabewerbung/" target="_self">dass es nicht nur hundertprozentige Zustimmung gibt</a> und dass sich viele auf dieses weltweite Medienereignis setzen, um ihre eigenen Interessen zu vertreten“.</p>
<p>Ich will nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, nicht jeden Satz bewerten, den Bogner in unserem Gespräch formuliert hat. Eines jedoch lasse ich ihm nicht durchgehen, da sollte er argumentativ nacharbeiten und sich an der Realität orientieren.</p>
<p>Er behauptet, der Steuerzahler stehe hinter der Bewerbung, weil die Politik geschlossen hinter der Bewerbung stehe.</p>
<p>Ich sagte ihm, <a title="Copy &amp; paste im Bundestag: Die Olympiabewerbungen von Leipzig und München" href="http://jensweinreich.de/2009/07/01/copy-and-paste-im-bundestag-die-olympiabewerbungen-von-leipzig-und-munchen/" target="_self">der Bundestag</a> <a title="Bundestag zu München 2018: demokratiewidriger Striptease?" href="http://jensweinreich.de/2009/06/30/bundestag-zu-munchen-2018-demokratiewidriger-striptease/" target="_self">habe abgestimmt</a>, <a title="München 2018: Was das BMI zur Finanzierung der Olympiabewerbung sagt" href="http://jensweinreich.de/2009/02/12/munchen-2018-was-das-bmi-zur-finanzierung-der-olympiabewerbung-sagt/" target="_self">ohne einen Finanzplan zu kennen</a>. Der Öffentlichkeit, dem Steuerzahler, wurde bis heute kein belastbarer Plan (OCOG, Non-OCOG etc.) vorgelegt.</p>
<ul>
<li><a title="Finanzierung Olympischer Spiele: &quot;Wir sind ein privilegiertes Völkchen&quot;" href="http://jensweinreich.de/2009/05/07/finanzierung-olympischer-spiele-wir-sind-ein-privilegiertes-volkchen/" target="_self">Hintergrund zur Finanzierung Olympischer Spiele</a></li>
</ul>
<p>Er sagte, natürlich habe man die Zahlen gekannt. Das OCOG-Budget werde vom IOC finanziert, da komme mehr heraus, als das den Steuerzahler koste. Das Organisationsbudget werde durch die Fernseheinnahmen des IOC gedeckt.</p>
<p>Ich sagte: Stimmt nicht. Nur etwa zur Hälfte. Und es ist Verhandlungssache zwischen OK und IOC. Derzeit weiß niemand, was aus Lausanne überwiesen werden könnte.</p>
<p>So ging das hin und her.</p>
<p>Willy Bogner sieht in München und Umgebung keine wirklichen Probleme. Dass in Deutschland heftig über die unglücklichen Auftritte von <a title="Olympia mit Christian, Björn und Heidi" href="http://jensweinreich.de/2010/02/17/vancouver-tag-5-christian-ude-entschuldigt-sich/" target="_self">Christian Ude</a> und Horst Seehofer in Vancouver diskutiert wurde, nimmt er gelassen. „Da wurden aus Mücken Elefanten gemacht.“</p>
<p>Schon ist sie um, die halbe Stunde mit Willy Bogner im Beisein von zwei Medienbetreuern (Simone Seefried/Olympia GmbH, Christian Klaue/DOSB), die wissen, dass ihr Klient keinen Fehler gemacht hat. Es wartet bereits der nächste Journalist.</p>
<p>Und draußen im Flur treffe ich Walther Tröger. &#8220;Wie war&#8217;s mit Willy&#8221;, will er wissen. Bisschen zu friedlich, entgegne ich, Bogner habe seine Lektionen gelernt und gebe sich keine Blöße. Damit ist Tröger sehr zufrieden. „Der Willy lernt schnell“, sagt Tröger und dehnt ein breites olympisches Grinsen. Dann dreht er ab.</p>
<p>Er muss die Tischordnung für das Abendessen mit IOC-Mitgliedern prüfen.</p>
<p><em>(Eine Kurzfassung dieses Beitrages findet sich in der <a title="Stuttgarter Zeitung" href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2400966_0_9223_-olympia-2018-muenchen-und-die-charmeoffensive.html" target="_blank">Stuttgarter Zeitung</a>.)</em></p>

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		<title>NOlympia 2018: 18 Gründe gegen die Olympiabewerbung</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/02/19/nolympia-2018-18-grunde-gegen-die-olympiabewerbung/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 22:05:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[finanzierung von mega-events]]></category>
		<category><![CDATA[ioc]]></category>
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		<category><![CDATA[winterspiele 2018]]></category>
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		<description><![CDATA[VANCOUVER. Das nenne ich Timing: Pünktlich zum bayerischen Abend heute im Deutschen Haus in Vancouver wird die Webseite der Olympia-Opposition lebendig. Auf Facebook ist man auch aktiv. Es bleibt aber natürlich ein ungleiches Duell: Hier ein politisch-industrieller Komplex &#8211; dort wenige Enthusiasten. Hier in Teilen gesteuerte Medien, mitunter Propagandaaktionen &#8211; dort das Bemühen von Einzelkämpfern, [...]]]></description>
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<p>VANCOUVER. Das nenne ich Timing: Pünktlich zum bayerischen Abend heute im Deutschen Haus in Vancouver wird die Webseite der Olympia-Opposition lebendig. Auf Facebook ist man auch aktiv. Es bleibt aber natürlich ein ungleiches Duell:</p>
<p>Hier ein politisch-industrieller Komplex &#8211; dort wenige Enthusiasten. Hier in Teilen gesteuerte Medien, mitunter Propagandaaktionen &#8211; dort das Bemühen von Einzelkämpfern, die auf vielfältige Weise unter Druck gesetzt werden. Kommunikationsherrschaft ist allerdings in Zeiten von Social Media schwer aufrechtzuerhalten. Manche haben Probleme damit, das anzuerkennen.</p>
<p>Über das englische Thesenpapier der Olympiagegner, das letzte Woche veröffentlicht wurde (<a title="Munich 2018: We do not want the Games!" href="http://jensweinreich.de/2010/02/11/munich-2018-we-do-not-want-the-games/" target="_self">Munich2018: We do not want the Games!</a>), hat man in der Branche schon heftig debattiert.</p>
<ul>
<li>Lesebefehl: <strong><a title="NOlympia München 2018" href="http://www.nolympia.de" target="_blank">www.NOlympia.de</a></strong></li>
</ul>
<p>Die achtzehn Gründe gegen die Olympiabewerbung lauten:</p>
<ol>
<li><a title="Klimawandel" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/klimawandel/">Klimawandel</a></li>
<li><a title="Schnee?" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/schnee-oder-nicht-schnee/">Schnee?</a></li>
<li><a title="Wasserbedarf" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/wasserbedarf/">Wasserbedarf</a></li>
<li><a title="Naturschutz" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/landschafts-und-naturschutz/">Naturschutz</a></li>
<li><a title="Ski-WM 2011" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/erfahrungen-mit-der-ski-wm-2011/">Ski-WM 2011</a></li>
<li><a title="Sportstätten" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/das-gescheiterte-konzept-der-sportstatten/">Sportstätten</a></li>
<li><a title="Platzbedarf" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/platzbedarf/">Platzbedarf</a></li>
<li><a title="Verkehr" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/verkehrsentwicklung/">Verkehr</a></li>
<li><a title="Finanzrisiko" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/finanzrisiko-fuer-austragungsstaetten/">Finanzrisiko</a></li>
<li><a title="Erfahrungen" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/bisherige-erfahrungen-mit-olympischen-winterspielen/">Erfahrungen</a></li>
<li><a title="Bevölkerung" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/belastungen-fur-bevolkerung/">Bevölkerung</a></li>
<li><a title="Tourismus" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/entwicklung-des-tourismus1/">Tourismus</a></li>
<li><a title="Dialog" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/partizipationsfalle-oder-dialog/">Dialog</a></li>
<li><a title="Sicherheit" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/grunde-gegen-olympia-2018sicherheit/">Sicherheit</a></li>
<li><a title="Verträge IOC" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/vertrage-des-ioc/">Verträge IOC</a></li>
<li><a title="Umweltkonzept 18 Leitprojekte 2018" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/bewertung-18-leitprojekte-2018/">Umweltkonzept 18 Leitprojekte 2018</a></li>
<li><a title="München 2018" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/munchen/">München 2018</a></li>
<li><a title="Vancouver" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/vancouver/">Vancouver</a></li>
</ol>
<ul></ul>

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		<title>Vancouver, Tag 7</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 08:08:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<category><![CDATA[münchen 2018]]></category>
		<category><![CDATA[vancouver 2010]]></category>
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		<category><![CDATA[winterspiele 2018]]></category>

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		<description><![CDATA[VANCOUVER. Hier ist noch Donnerstag, 18. Februar. Insofern stimmt es: Tag 7 der Spiele. Was soll man sagen: Ich habe ein bisschen Material gesammelt und mir zwischendurch mit Sepp Macchiavelli Blatter die Zeit vertrieben. Demnächst wieder mehr Text, vorerst nur einige Impressionen. Die wichtigen Bekanntschaften zuerst. Ich bin ein Wiedersehensfoto von Jacques der Möwe schuldig. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<div class="topsy_widget_data topsy_theme_light-green" style="float: right;margin-left: 0.75em; background: url(data:,%7B%20%22url%22%3A%20%22http%253A%252F%252Fwww.jensweinreich.de%252F2010%252F02%252F19%252Fvancouver-tag-7%252F%22%2C%20%22shorturl%22%3A%20%22http%3A%2F%2Fbit.ly%2Fd0wxsA%22%2C%20%22style%22%3A%20%22small%22%2C%20%22title%22%3A%20%22Vancouver%2C%20Tag%207%22%20%7D);"></div>
<p>VANCOUVER. Hier ist noch Donnerstag, 18. Februar. Insofern stimmt es: Tag 7 der Spiele. Was soll man sagen: Ich habe ein bisschen Material gesammelt und mir zwischendurch mit <a title="Götterdämmerung in der FIFA: Abschied von Joseph Blatter" href="http://jensweinreich.de/2010/02/17/gotterdammerung-in-der-fifa-abschied-von-joseph-blatter/" target="_self">Sepp Macchiavelli Blatter</a> die Zeit vertrieben. Demnächst wieder mehr Text, vorerst nur einige Impressionen. Die wichtigen Bekanntschaften zuerst. Ich bin ein Wiedersehensfoto von <a title="Vancouver, Tag 1 ..." href="http://jensweinreich.de/2010/02/12/vancouver-tag-1-jacques-die-mowe/" target="_self">Jacques der Möwe</a> <a title="Vancouver, Tag 4 ..." href="http://jensweinreich.de/2010/02/16/vancouver-tag-4/" target="_self">schuldig</a>. Der Freund (oder die Freundin, woran erkennt man das bei Möwen) des Kollegen G. wird immer zutraulicher. Ihre Lebensgeschichten haben sie sich erzählt, jetzt fangen sie an zu schmusen. Jacques kommt ihm schon ganz nah &#8230;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6916" title="Jacques, die IOC-Möwe" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/jacques2.jpg" alt="" width="530" height="398" /></p>
<p>&#8230; und mag den Imbiss vom IOC-Sponsor &#8230;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6917" title="Jacques, die IOC-Möwe" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/jacquesmc.jpg" alt="" width="530" height="398" /></p>
<p>Werde jetzt gleich im Russky Dom die Stimmung testen nach der Niederlage gegen die Slowakei. Hoffentlich komme ich heil da raus. Eishockeyspieler sollen da eigentlich jeden Abend tanzen. Getanzt, eher wild geturnt, wird sonst vor allem im Korean House im Hyatt Hotel, wo natürlich auch Samsung sein Headquarter unterhält &#8230;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6924" title="Korean House" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/korea.jpg" alt="" width="530" height="398" /></p>
<p>&#8230; während die Deutschen ganz brav ihre Kontakte pflegen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6925" title="Deutsches Haus" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/dh.jpg" alt="" width="530" height="398" /></p>
<p>Im Deutschen Haus scheint nie viel los zu sein. Es ist sicher etwas überdimensioniert (jedoch winzig klein im Vergleich zum Russky Dom), doch in der Lounge ist stets Betrieb. Heute Abend ist die bisherige Rekordzahl an IOC-Mitgliedern zu vermelden, die allesamt mit dem UDIOCM, Claudia Bokel und Ehrenmitglied Walther Tröger plauderten. Ich sage doch, die machen das gut. Eigentlich können nur Ude oder Seehofer (morgen beim bayerischen Abend, das wird bestimmt eine Gaudi) oder eben Samsung die Tour vermiesen.</p>
<p><strong>Aufgepasst: Wer die meisten IOC-Mitglieder auf dem Foto oben erkennt, dem bringe ich aus Vancouver einen Zauberwürfel der Münchner Olympiabewerbung mit.</strong> Ich hoffe, die Sportfreunde stiften mir einen.</p>
<p>Meine neue Favoritin unter den IOC-Mitgliedern ist übrigens <a title="Weihnachten im IOC: Haya &amp; Feisal und der Heilige Minos" href="http://jensweinreich.de/2009/12/09/weihnachten-im-ioc-haya-feisal-und-der-heilige-minos/" target="_self">Yang Yang</a>, die ich vorgestern beim Eisschnelllaufen an der Seite von Frankie Fredericks traf. Es steht ihr wirklich gut, nicht mehr in Rennanzug und Sturzhelm gekleidet zu sein wie beim Short-Track-Laufen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6926" title="Yang Yang" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/yangyang.jpg" alt="" width="530" height="398" /></p>

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		<title>Vancouver, Tag 5: Olympia mit Christian, Björn und Heidi</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 23:28:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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<p>VANCOUVER. Mag sein, dass ich gestern nicht meinen besten Tag hatte und nicht ganz auf der Höhe war. Der Aussage von Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, wonach es in München seit dem Olympia-Attentat 1972 keinen dramatischen Zwischenfall mehr gegeben habe, hatte ich keine große Bedeutung beigemessen. Ein anderer schon. Und die Olympiabewerber wohl auch. Denn noch in der kanadischen Nacht wurde eine <a title="München.de" href="http://www.muenchen.de/Rathaus/dir/presseservice/2010/pressemitteilungen/396278/Olympia_Missverstaendnis.html" target="_blank">Stellungnahme</a> veröffentlicht.</p>
<blockquote><p><strong>OB Ude bedauert Missverständnis</strong></p>
<p>(16.2.2010) Auf der gestrigen Pressekonferenz der Olympia-Bewerberstädte in Vancouver gab eine Aussage von Oberbürgermeister Christian Ude Anlass zu einem Missverständnis.</p>
<p>Wie der Sport-Informationsdienst (sid) und die AZ berichten, hatte OB Ude in der auf englisch abgehaltenen Pressekonferenz erklärt, auf dem Oktoberfest hätte es noch keinen &#8220;major security incident&#8221; gegeben.</p>
<p>OB Ude: „Ich bedaure dieses Missverständnis außerordentlich. Selbstverständlich sollte mit keinem Wort die Erinnerung an das schreckliche Wiesn-Attentat von 1980 in Frage gestellt werden. Ganz im Gegenteil: Nach der würdigen Umgestaltung des Denkmals auf der Theresienwiese plant die Stadt nun zum 30. Jahrestag eine große Gedenkveranstaltung, mit der die Hintergründe des Attentats beleuchtet und der Opfer gedacht werden soll.</p>
<p>Der falsche Bezug der Aussage auf das Oktoberfest entstand durch eine kurzfristige Änderung des Manuskripts. Gemeint war, dass es im Münchner Olympiapark in den fast 40 Jahren seiner nacholympischen Nutzung keinen &#8220;major security incident&#8221; gegeben habe.</p></blockquote>
<p>Um ganz genau zu sein: <strong>Thomas Häberlein vom SID</strong>, dessen Beitrag etliche Medien verwendet haben, hat als Münchner besondere Sensoren für derlei Fehler und hat, wenn ich das richtig sehe, als einziger darüber berichtet. Die Stellungnahme brachte der SID, wenn ich auch das richtig sehe, zehn Stunden vor der dauerbegeisterten Konkurrenz auf den Markt.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6872" title="Katarina Witt, Christian Ude" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/wittude-web.jpg" alt="" width="530" height="313" /></p>
<p>Just in case, die Erklärung aus dem Münchener Rathaus wolle ein bisschen offen lassen, es könne ja anders gewesen sein. Im Protokoll der wichtigsten Aussagen dieser PK in Vancouver, das ich in anderen Beiträgen gestern <a title="München vs. Pyeongchang: Spin Doctors und andere Berater" href="http://jensweinreich.de/2010/02/16/munchen-vs-pyeongchang-spin-doctors-und-andere-berater/" target="_self">zweimal</a><a title="Vancouver, Tag 4 ..." href="http://jensweinreich.de/2010/02/16/vancouver-tag-4/" target="_self"> komplett</a> veröffentlicht habe, steht:</p>
<blockquote><p><strong>“Every year six million people visit our famous Oktoberfest, which will celebrate its 200th year this year and has never had a major security incident.”</strong></p></blockquote>
<p>Anmerkung am Rande: Ich schätze die Öffentlichkeitsarbeit der Bewerber als nicht sonderlich professionell ein. Dieser Vorgang bestätigt mich in meinem Urteil. Vielleicht bekommt das von denen demnächst jemand hin, dass Journalisten, die sich ständig mit dem Thema beschäftigen, auch mit derlei Richtigstellungen versorgt werden. Danke.</p>
<p>Mehr dazu:</p>
<ul>
<li>merkur-online: <a title="Merkur" href="http://www.merkur-online.de/olympia-2010-vancouver/aktuell/vancouver-ude-bedauert-missverstaendnis-632763.html" target="_blank">Ude bedauert Missverständnis</a></li>
<li>sueddeutsche.de: <a title="sueddeutsche.de" href="http://www.sueddeutsche.de/sport/136/503360/text/" target="_blank">Böser Ausrutscher</a></li>
<li>Der Artikel von Thomas Häberlein u.a. auf abendzeitung.de: <a title="Abendzeitung" href="http://www.abendzeitung.de/sport/olympia/166430" target="_blank">Peinlicher Patzer in Vancouver</a></li>
</ul>
<p>Ich werde beim nächsten Mal wieder aufmerksamer sein. Will doch nicht verpassen, wenn sich Münchens selbstverliebter OB in den Spuren der Olympia-Dilettanten Eberhard Diepgen und Wolfgang Tiefensee verfängt.</p>
<p><strong>18.34 Uhr: </strong>Back in office. Ich meine, irgendwo im MPC. Akuter Müdigkeitsanfall. Habe leider meine Isomatte nicht dabei. In Kriechweite sehe ich blaue Sofas. Fürchte aber, ich würde erst morgen aufwachen, sollte ich es wagen &#8230;</p>
<p><strong>20.48 Uhr:</strong> Auch schräg, Björn Ferry ist Biathlon-Olympiasieger. Er hatte vor einigen Tagen noch über eine Todesstrafe für Doper fabuliert. Aber wenigstens sollte man sie &#8220;<a title="Google News zu Ferry/Todesstrafe" href="http://news.google.de/news?source=ig&amp;hl=de&amp;rlz=&amp;q=ferry%20todesstrafe&amp;lr=&amp;oq=&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;sa=N&amp;tab=wn" target="_blank">mit wiederholten Schlägen auf die Eier</a>&#8221; züchtigen. The Swedish Way. Machen die das da oben so? Kann jemand Schwedisch? Hier seine Webseite: &#8220;<a title="Ferry Tales" href="http://www.bjornferry.com/" target="_blank">Ferry Tales</a>&#8220;.</p>
<p>Es heißt, Ferry sei immer mal mit drastischen Äußerungen aufgefallen. Ist halt ein Mann der Extreme. Seine Frau übrigens auch. Heidi Andersson-Ferry kommt aus dem Dorf Einsamkeit und kann ordentlich zupacken. Nehme ich jedenfalls an, denn sie ist siebenfache <a title="Heidi Andersson" href="http://www.heidiandersson.com/Default.asp?path=5082,5114&amp;pageid=6493" target="_blank">Weltmeisterin im Armdrücken</a>.</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2010/02/17/vancouver-tag-5-christian-ude-entschuldigt-sich/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>

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		<title>München vs. Pyeongchang: Spin Doctors und andere Berater</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 10:44:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[VANCOUVER. Jon Tibbs braucht vor allem Stehvermögen. Die Nächte sind kurz, die Aufgaben delikat. Er pendelt zwischen dem Westin Bayshore Hotel, wo das IOC residiert, dem Deutschen Haus im Harbour Centre und dem Russky Dom, der überreichlich dimensonierten Heimstätte der Russen im Science Centre. In Vancouver betreut er drei wichtige Klienten: Den jordanischen Prinzen Feisal, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<div class="topsy_widget_data topsy_theme_light-green" style="float: right;margin-left: 0.75em; background: url(data:,%7B%20%22url%22%3A%20%22http%253A%252F%252Fwww.jensweinreich.de%252F2010%252F02%252F16%252Fmunchen-vs-pyeongchang-spin-doctors-und-andere-berater%252F%22%2C%20%22shorturl%22%3A%20%22http%3A%2F%2Fbit.ly%2F9sYMAC%22%2C%20%22style%22%3A%20%22small%22%2C%20%22title%22%3A%20%22M%C3%BCnchen%20vs.%20Pyeongchang%3A%20Spin%20Doctors%20und%20andere%20Berater%22%20%7D);"></div>
<p>VANCOUVER. <strong>Jon Tibbs</strong> braucht vor allem Stehvermögen. <a title="Vancouver, Tag 3: &quot;honored worker of physical training&quot;" href="http://jensweinreich.de/2010/02/14/vancouver-tag-3-honoured-worker-of-physical-training/" target="_self">Die Nächte sind kurz</a>, die Aufgaben delikat. Er pendelt zwischen dem Westin Bayshore Hotel, wo das IOC residiert, dem Deutschen Haus im Harbour Centre und dem Russky Dom, der überreichlich dimensonierten Heimstätte der Russen im Science Centre. In Vancouver betreut er drei wichtige Klienten:</p>
<ul>
<li>Den <a title="Weihnachten im IOC: Haya, Feisal und der Heilige Minos" href="http://jensweinreich.de/2009/12/09/weihnachten-im-ioc-haya-feisal-und-der-heilige-minos/" target="_self">jordanischen Prinzen Feisal</a>, der vergangenen Freitag ins IOC aufgenommen wurde. (Feisal traf ich gestern <a title="Vancouver, Tag 4" href="http://jensweinreich.de/2010/02/16/vancouver-tag-4/" target="_self">beim Eiskunstlaufen</a>.)</li>
<li>Tibbs arbeitet seit langem für <a title="alle Beiträge zu Sotschi 2014" href="http://jensweinreich.de/category/sotschi-2014/" target="_self">Sotschi</a>, Gastgeber der Winterspiele 2014.</li>
<li>Seit Oktober ist er auch für <a title="alle Beiträge zu München 2018" href="http://jensweinreich.de/category/munchen-2018/" target="_self">Münchens Olympiabewerber</a> tätig.</li>
</ul>
<p>Tibbs verkauft ein rares Gut im olympischen Zirkus, das er mit zwei Worten beschreibt: „Gewinnbringende Kommunikationskampagnen“.</p>
<p>Die Verpflichtung von Jon Tibbs wurde nicht aktiv kommuniziert. Auf die Personalie angesprochen, reagieren die Münchner recht einsilbig. Oberbürgermeister Christian Ude formuliert kryptisch, er habe „keine einzelnen Bekanntschaften mit Personen, deren Dienstleistung man in Anspruch nimmt“. Co-Geschäftsführer Bernhard Schwank erklärt: „Tibbs ist für internationale Kommunikation zuständig und spielt seine erstklassigen Kontakte aus. Wir haben aber keine Lobbyisten unter Vertrag genommen.“</p>
<p>Lobbyisten gelten im olympischen Bereich spätestens seit dem <a title="Ten years after: Marc Hodler" href="http://jensweinreich.de/2008/12/11/ten-years-after-marc-hodler/" target="_self">IOC-Bestechungsskandal</a> als Männer mit den Geldkoffern. Das ist so falsch wie richtig. Die Tätigkeit von Auskennern wie Tibbs hat nichts mit der Tätigkeit von Geldkofferträgern wie Jean-Marie Weber zu tun.</p>
<p>„Ich bin kein Lobbyist“, sagt Jon Tibbs. In Vancouver hat er zunächst Katarina Witt und Willy Bogner, die so genannten Gesichter der Bewerbung, mit den wenigen einflussreichen Berichterstattern zusammengebracht: Reporter der großen internationalen Nachrichtenagenturen und Herausgeber von Branchendiensten. Es sind die wenigen Kollegen von AP, Reuters, L&#8217;Equipe, <a title="ATR" href="http://www.aroundtherings.com/" target="_blank">Around the Rings</a>, <a title="Inside the Games" href="http://insidethegames.biz/" target="_blank">Inside the Games</a> u.a., die allen IOC-Terminen folgen, insgesamt nur rund ein Dutzend Multiplikatoren.</p>
<p>Die Bewerbung wird zielgruppenoptimiert betrieben. Es geht um Kommunikationshoheit, um wirkungsvolle Botschaften. (Fast bin ich geneigt zu sagen: Es geht um Kommunikationsherrschaft :)</p>
<p>Jon Tibbs sagt: „Wir müssen Tempo aufnehmen!“</p>
<p>Das haben sie versucht, am Montag in Vancouver mit einer Pressekonferenz im MPC, die von den üblichen Verdächtigen hymnisch besungen wird. Auch wenn ich es gestern Nacht schon einmal veröffentlicht habe, kopiere ich die Quotes der PK zum zweiten Mal rein, hier gehört es hin, also, copy &amp; paste:</p>
<blockquote><p>© IOC, VANOC</p>
<p>Press Conference Highlights</p>
<p><strong>Munich 2018 Olympic Bid</strong></p>
<p>VANCOUVER, Feb 15 – Comments from CEO of the Munich 2018 bid Willy BOGNER (GER); IOC Member and President of the German Olympic Sports Confederation (DOSB) Thomas BACH (GER); Lord Mayor of Munich Christian UDE (GER); German Federal Minister of the Interior and Sport Thomas de MAIZIERE (GER); and Chair of the Munich 2018 bid committee Katarina WITT (GER) during a press conference on the Munich 2018 Olympic Bid, at the Main Press Centre on Monday.</p>
<p><strong>Willy BOGNER (GER) – CEO of the Munich 2018 bid</strong></p>
<p>On his background in winter sports, including competing in Alpine Skiing:</p>
<p>“Like all Germans, I love winter sports. I grew up on skis. My father was an Olympian. I became an Olympian in 1960.”</p>
<p>“I’ve carried the Olympic Flame with me my whole life.”</p>
<p>“(As a filmmaker) I even got the chance to make James Bond look like an Olympic skier.”</p>
<p>On the Munich 2018 bid:</p>
<p>“We have a clear vision for winter 2018. We’d like to make it the friendly Games.”</p>
<p>“We’ve used existing venues as much as possible and only need to build three new permanent Olympic venues.”</p>
<p>“As a legacy we dream about making friends through sport even 20 or 30 years after the Games.”</p>
<p><strong>Thomas BACH (GER) – IOC member and president of the German Olympic Sports Confederation (DOSB)</strong></p>
<p>On the enthusiasm of the German people for winter sports:</p>
<p>“This enthusiasm you can also see if you look at TV ratings of major winter sports.”</p>
<p>“Our two major channels in Germany, they broadcast eight hours plus of winter sports with high ratings.”</p>
<p>On the proximity of the two major venue clusters, Munich and Garmisch-Partenkirchen:</p>
<p>“Never ever have the two major clusters been closer together as with Munich and Garmisch. This is about 80 km and I don’t know if any of you have ever experienced a German Autobahn without a speed limit, but even if you respect the speed limit in your own country you make it in about one hour. This is more of an advantage as we see it.”</p>
<p>On reusing the Munich Olympic Park from the 1972 Olympic Games:</p>
<p>“We hope this is one of our strengths of our bid, making use of an Olympic legacy to create a new one.”</p>
<p><strong>Christian UDE (GER) – Lord Mayor of Munich</strong></p>
<p>On Munich’s ability to host large events:</p>
<p>“Every year six million people visit our famous Oktoberfest, which will celebrate its 200th year this year and has never had a major security incident.”</p>
<p>“Last year we hosted over 300 events in the park (Munich Olympic Park) and attracted over 400 million people.”</p>
<p>On whether the 1972 massacre at the Olympic Games in Munich will have any impact on security for the city’s 2018 bid:</p>
<p>“Of course we remember the incident in 1972, but this was the rise of global terrorism in the world and every country has had its experience with terrorism since.”</p>
<p>“We learned from this incident. We’ve had more than 10,000 events in the Olympic Park without any security issue.”</p>
<p><strong>Thomas de MAIZIERE (GER) – German federal minister of the Interior and Sport</strong></p>
<p>On the support of the German government and people for the Munich 2018 bid:</p>
<p>“The German Chancellor supports this bid. The German government supports this bid. The German Parliament supports this bid.”</p>
<p>“The German public supports this bid. We have polls that show around 75 percent plus support Munich 2018.”</p>
<p>On whether the 1972 massacre at the Olympic Games in Munich will have any impact on security for the city’s 2018 bid:</p>
<p>“We learned a lesson and history never repeats.”</p>
<p>On the ability of Munich to host the 2018 Olympic Winter Games:</p>
<p>“As minister of the Interior I can assure you, and we proved this during the FIFA World Cup (in 2006), that we can organize safe and secure Games.”</p>
<p><strong>Katarina WITT (GER) – Chair of the Munich 2018 bid committee:</strong></p>
<p>On the Munich 2018 bid:</p>
<p>“In Germany, it seems that winter sport is in our DNA.”</p>
<p>“We’re planning to have a big celebration and the world should be a part of it and they shouldn’t miss it.”</p>
<p>On her recent foray in to social media:</p>
<p>“I went on Facebook 10 days ago and I already have 171 friends.”</p>
<p>ONS aj/brs/jtc/eb/adg</p></blockquote>
<p>Seine Agentur <a title="JTA" href="http://www.jtassocs.com" target="_blank">Jon Tibbs Associates</a> (JTA) ist eigentlich Zwei-Personen-Betrieb, zu dem noch Séverine Hubert gehört, die jeden kennt in der olympischen Familie. Für München arbeiten „sechs oder sieben Leute“, sagt er, unter seiner Ägide.</p>
<p>Hier mal ein Screenshot der Klienten von Tibbs.</p>
<p><a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/jta-screen-web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6852" title="Screenshot JTA, 16. Februar 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/jta-screen-web.jpg" alt="" width="530" height="356" /></a></p>
<p>Interessant ist, dass auch Samsung dazu gehört oder gehörte &#8211; ich muss noch nachfragen. Hochinteressant ist das allemal, denn auf Samsung und das wegen Steuerhinterziehung und Korruption schon zweimal zu Haftstrafen verurteilte (und wieder begnadigte) IOC-Mitglied <a title="alle Beiträge zu Lee Kun Hee" href="http://jensweinreich.de/category/lee-kun-hee/" target="_self">Lee Kun Hee</a> konzentriert sich vieles im Wettbewerb um die Winterspiele 2018. Lee Kun Hee wird von den Münchner Strategen geschickt als Bösewicht aufgebaut &#8211; <a title="Thomas Bach: Lebenssachverhalte in nationalem Interesse" href="http://jensweinreich.de/2010/02/10/thomas-bach-lebenssachverhalte-im-nationalen-interesse/" target="_self">offiziell aber kommentiert man natürlich nichts</a>.</p>
<p>München hat etliche weitere Fachkräfte angeheuert. Ich werde sie in nächster Zeit allesamt und die Bewerberstrategie analysieren, aufzeigen, wer sich um welche IOC-Mitglieder kümmert, wo die Fäden zusammenlaufen. Etliche dieser Münchner Lobbyisten (ich benutze das Wort an dieser Stelle wertneutral, unterstelle überhaupt nichts, sondern nur: das sich jemand für eine Bewerbung einsetzt und das der Zielperson schmackhaft macht) waren auf der Pressekonferenz am Montag zugegen. Sie saßen aber natürlich nicht auf dem Podium, sondern im Publikum oder standen, wie Tibbs, am Rande.</p>
<p>Die PK, dessen Transkript oben nachzulesen ist, hat maßgeblich <strong>George Hirthler</strong> mit vorbereitet. Der Mann aus Atlanta gilt weltweit als bester Schreiber von Bewerbungsbüchern. Er betreut mit München schon die zehnte Bewerbung und kennt schon deshalb Gott und die Welt in diesem Business. Ich glaube, er ist ein ganz Netter. In Vancouver erstellt George Präsentationen, Reden und Statements, gibt Ratschläge. Man darf davon ausgehen, dass er die Texte und Argumente für de Maizière, Ude, Witt und Bogner zusammengestellt hat. Er hat das Skript der PK geschrieben, <strong><a title="Vancouver, Tag 5: Christian Ude entschuldigt sich" href="http://jensweinreich.de/2010/02/17/vancouver-tag-5-christian-ude-entschuldigt-sich/" target="_self">die allerdings ärgerliche Folgen hatte</a></strong>. <span id="more-6850"></span></p>
<p>George Hirthler (Mitte) mit IOC-Mitglied Claudia Bokel und dem ehemaligen NOK-Präsidenten Klaus Steinbach:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6856" title="Klaus Steinbach, George Hirthler, Claudia Bokel" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/hirthler.jpg" alt="" width="530" height="398" /></p>
<p>George Hirthler bezeichnet sich als Brand Communications Strategist. Das Profil von <a title="Hirthler &amp; Partners" href="http://www.hirthler.com" target="_blank">Hirthler &amp; Partners</a>:</p>
<blockquote><p><strong>Premiere Olympic Communications Strategists</strong></p>
<p>Hirthler &amp; Partners is dedicated to helping the Olympic Movement tell its story to the world. To that end, the company offers brand positioning and communications strategies to all members of the Olympic Family — the International Olympic Committee, Organizing Committees, National Olympic Committees, Sports Federations, Bid Cities, Sponsors and Broadcasters. As passionate advocates of the Olympic Ideal, Hirthler &amp; Partners offer unique insights into the power of the Olympic brand. With a combination of seasoned creative strategists in George Hirthler &amp; Rebecca D’Attilio, the firm brings to the table an unrivaled ability to help articulate in word and image the extraordinary promise and potential of the Olympic Movement. While offering the full array of strategic brand and creative services, the firm has developed a particular ability in managing campaigns with specific Olympic objectives for clients around the world.</p>
<p><strong>World’s Foremost Olympic Bid Strategists </strong></p>
<p>For cities with an interest in bidding for the Olympic Games or other international sporting events, Hirthler &amp; Partners is a leading global campaign strategist. The company offers a comprehensive package of brand positioning and communications services designed to enhance a city’s chances for success in their bid campaigns. In Olympic bid circles, George Hirthler is recognized as the world’s leading brand communications strategist.</p></blockquote>
<p>Es heißt, Spitzenkräfte unter den Olympiastrategen könnten bis zu 8.000 Euro pro Tag berechnen. Fürstliche Honorare waren bei zurückliegenden Bewerbungen (etwa Berlin, Leipzig, Salzburg) stets Themen von Debatten und Skandalen. Zahlen zur Verpflichtung von Jon Tibbs werden nicht genannt. „Ich werde dem Markt angemessen bezahlt“, sagt er. „Verträge sind grundsätzlich vertraulich und nicht öffentlich“, sagt Schwank.</p>
<p>Neben München bewerben sich Pyeongchang (Südkorea) und Annecy (Frankreich) um die Winterspiele 2018. Annecy nimmt niemand ernst, nicht einmal die Franzosen. In Wirklichkeit ist es also ein Zweikampf zwischen München und Pyeongchang. Und es ist ein Duell der Spin Doktoren: Jon Tibbs (München) gegen <strong>Mike Lee</strong> (Pyeongchang). Beide Engländer, beide kampferprobt.</p>
<p>Jon Tibbs hat drei Olympiabewerbungen in verschiedenen Funktionen erfolgreich bestritten:</p>
<ul>
<li>Athen 2004</li>
<li>Peking 2008</li>
<li>Sotschi 2014</li>
</ul>
<p>Mike Lee gewann zweimal:</p>
<ul>
<li>London 2012</li>
<li><a title="alle Beiträge zu Rio 2016" href="http://jensweinreich.de/category/rio-de-janeiro-2016/" target="_self">Rio de Janeiro</a> 2016</li>
</ul>
<p>Über ihre Flops reden sie ungern. Tibbs unterlag, zum Beispiel, mit Paris und Tokio. Lee verlor mit Salzburg und <a title="IOC-Absurditätenkabinett" href="http://jensweinreich.de/2008/06/04/ioc-absurditatenkabinett/" target="_self">Doha</a>. In einem kleineren Wettbewerb schlug Lee Tibbs im Oktober 2009 auf der IOC-Session: Lee schaffte es, Rugby olympisch zu machen &#8211; Tibbs scheiterte beim Versuch, Softball wieder ins Programm zu hieven. Man sieht: Es geht nicht nur um Städte, auch mit Sportarten, Funktionären, Nationen, mit allen möglichen, die etwas erreichen wollen im Olymp, lässt sich Geld verdienen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6853" title="Cover: The Race for the 2012 Olympics" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/buch-lee.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="240" height="240" align="left" />Anders als Tibbs, der sich lieber im Hintergrund hält und nur selten in Medien erwähnt wird, verkauft Lee sich eher als Held. Über Londons Olympiasieg hat er mit zwei Journalisten ein Buch geschrieben, das viele hübsche Episoden, aber vor allem die Botschaft erzählt, wie man in der Branche lästert: Ohne mich wäre London nichts geworden! Rios Olympiasieg wurde noch nicht in Buchform gewürdigt.</p>
<p>Lees Siege sind spektakulärer. Er ist lauter. Er hat einst mit politischen Kampagnen für die Labour Partei begonnen. Tibbs war bis Ende der 1990er Jahre Direktor der berüchtigten PR-Weißwäscher von Hill &amp; Knowlton, bevor er seine eigene Firma gründete. „Ich bin einige Jahre länger im Geschäft als Mike“, sagt Tibbs. „Ich denke, dass ich mehr Erfahrung habe.“</p>
<p>Ich beobachte Mike Lee seit rund zehn Jahren, als er seinerzeit Kommunikationschef der UEFA war. Bei der Europäischen Fußball-Union legte er eine suboptimale Performance hin, der Versuch, Joseph Blatter abzulösen, scheiterte im Frühsommer 2002 grandios. Im Januar 2007 scheiterte er bei der UEFA-Wahl an der Seite von Lennart Johansson, der ihn für den Wahlkampf angeheuert hatte, ebenfalls grandios &#8211; wieder an Blatter (und Platini). Im Fußball hat Mike Lee halt kein glückliches Händchen. Es irritiert übrigens, dass Lee mit seiner Agentur <a title="Vero Comminications" href="http://www.verocom.co.uk" target="_blank">Vero Communications</a> für die Olympiabewerbung Peyongchangs arbeitet und gleichzeitig für die Bewerbung <a title="Katar und die WM 2022: Fußball im Kühlschrank" href="http://jensweinreich.de/2009/12/02/katar-und-die-wm-2022-fusball-im-kuhlschrank/" target="_blank">Katars um die Fußball-WM 2022</a>. Einer der Konkurrenten Katars ist Südkorea. Tibbs ist über ein Mandat für die britische Regierung indirekt in die WM-Bewerbung eingebunden.</p>
<p>Der Vollständigkeit halber hier noch eine Auflistung von Klienten (gewesene und aktuelle) von Lees Firma Vero.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6855" title="Screenshot Vero Communications, 16. Februar 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/vero-screen-web.jpg" alt="" width="530" height="531" /></p>
<p>Die Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 werden im Dezember 2010 von der FIFA vergeben. Sieben Monate später, Anfang Juli 2011, entscheidet das IOC in Durban über die Winterspiele 2018. Beide Wahlen sind im Zusammenhang zu betrachten, mit vielfältigen Optionen. Beide Wahlen werden dadurch verkompliziert, dass es in der FIFA auch um die Präsidialwahlen 2011 geht – und im IOC 2013 ein neuer Präsident gewählt wird.</p>
<p>Soviel Sportpolitik war selten. Das wird sehr spannend &#8211; auch hier im Blog. Das Geschäft von Tibbs und Lee besteht u.a. darin, den Bewerbern zu erklären, sie hätten sündhaft teure Strategieberatung nötig, um nicht die Übersicht zu verlieren.</p>
<p>Damit die Kombattanten mal gezeigt werden. Zunächst Mike Lee, ein Foto von gestern, als er (links, gelber Schal) die Bewerber Pyeongchangs zum Gruppenfoto dirigierte:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6857" title="Mike Lee (l.), Pyeongchang 2018" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/lee-2018-web.jpg" alt="" width="530" height="346" /></p>
<p>Von Jon Tibbs habe ich leider kein schönes Foto. Nur eines, das ihn mit dem <a title="Vancouver, Tag 3 ..." href="http://jensweinreich.de/2010/02/14/vancouver-tag-3-honoured-worker-of-physical-training/" target="_self">Sportminister von Tatarstan</a> zeigt, aufgenommen vor drei Tagen:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6858" title="John Tibbs (l)" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/tibbs.jpg" alt="" width="530" height="398" /></p>
<p>Wir werden uns noch oft treffen in diesem Jahr. Es gibt viele wichtige Termine. Da werden sich gewiss Gelegenheiten für ansprechende Freundschaftsfotos bieten.</p>
<p><em>(Eine kürzere und unverlinkte Fassung dieses Beitrages ist u.a. in der <a title="Ein Strippenzieher für delikate Aufgaben" href="http://www.sueddeutsche.de/sport/55/503279/text/" target="_blank">Süddeutschen Zeitung</a> erschienen.)</em></p>

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		<title>Vancouver, Tag 4: &#8220;I don&#8217;t know if any of you have ever experienced a German Autobahn without a speed limit&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/02/16/vancouver-tag-4/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2010/02/16/vancouver-tag-4/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 00:36:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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<p>VANCOUVER. Deutschland schläft, und ich taste mich langsam rein in den Tag. Zunächst etwas Erfreuliches: Es gibt Neues von der <a title="Vancouver, Tag 1: Jacques die Möwe" href="http://jensweinreich.de/2010/02/12/vancouver-tag-1-jacques-die-mowe/" target="_self">Möwe Jacques</a> (Foto wird nachgereicht)! Jacques flirtet weiter mit dem Kollegen G., der auch wieder aufgetaucht ist und mit dem ich vorhin ein Mittagessen genossen habe (Tim Horten&#8217;s). Erstaunlich.</p>
<p>Olympia meint es ja nicht immer gut mit Tieren. Gedopte Pferde (Peking 2008), gebratene Friedenstauben (Seoul 1988/<em>ab 4:40 im Video</em>), das sind so die Schlagzeilen.</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2010/02/16/vancouver-tag-4/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Seither müssen keine Tauben mehr bei Eröffnungsfeiern ins Verderben fliegen.</p>
<p>Nicht dass sich Olympia und die Tiere am Ende noch versöhnen. Das wäre doch mal ein Thema, über das Journalisten berichten sollten. G. wird dazu allerdings schweigen. G. ist ein stiller Genießer. Er bevorzugt auch in seiner Arbeit die leisen Töne und meint, wenn ich ab und an im Blog ein Foto veröffentliche, müsse das reichen. Er wolle seine Beziehung  nicht öffentlich besprechen. Das kann ich verstehen und respektieren.</p>
<p><strong>18.50 Uhr:</strong> Lassen wir also den bisherigen Tag Revue passieren. Mich haben besonders die Auftritte der Olympiabewerber 2018 interessiert, was an <a title="Kommentar von mb" href="http://jensweinreich.de/2010/02/11/munich-2018-we-do-not-want-the-games/#comment-19924" target="_self">anderer Stelle</a> kurz angerissen wurde.</p>
<p><strong>Annecy</strong> konnte ich leider nicht sehen. Allgemeines Urteil derjenigen, die ich dazu befragt habe:  Dürftig. Aber die gesamte Bewerbung ist nicht ernst zu nehmen. Geredet wurde viel über das IOC-Mitglied Jean-Claude Killy &#8211; blöd nur, dass Killy durch Abwesenheit glänzte. Guy Drut, ein weiteres französisches IOC-Mitglied, fehlte ebenfalls, tauchte zwei Stunden später aber als Gast in der PK von Pyeongchang auf. Was das wohl bedeutet?</p>
<p>Das Protokoll:</p>
<blockquote><p>© IOC, VANOC</p>
<p>VANCOUVER, Feb 15 &#8211; Comments from Edgar GROSPIRON (FRA), CEO of the Annecy 2018 Olympic bid, Jean-Luc RIGAUT (FRA), mayor of Annecy; Roselyne BACHELOT (FRA), French Minister of Sport and Health; and Denis MASSEGLIA (FRA), president of the French Olympic Committee (CNOSF) on Monday at the Main Press Centre.</p>
<p><strong>Edgar GROSPIRON (FRA) &#8211; CEO of the Annecy 2018 Olympic bid</strong></p>
<p>On the winter climate in Annecy, where weather forecasts predict rain and temperatures of 6 degrees Celsius this week:</p>
<p>&#8220;We chose the date for 2018 Olympic during February and this is the best conditions we can have in the winter. For sure not every day is sunny with big powder snow but if you take (this) Saturday and Sunday, it was great sunshine and the snow was very good over there.</p>
<p>&#8220;For sure we are going to work with the water to make artificial snow also. But the weather is the only thing we cannot totally control. The French Alps for a long time there are good conditions in winter for skiing and I think the place is good for that.&#8221;</p>
<p><strong>Jean-Luc RIGAUT (FRA), the mayor of Annecy</strong></p>
<p>On the region:</p>
<p>&#8220;Annecy is in the heart of the French Alps, at half an hour from Geneva and 45 minutes from Mont Blanc.&#8221;</p>
<p>&#8220;Mont Blanc, where snow is guaranteed.&#8221;</p>
<p>&#8220;Our region is the prime destination for winter sports in the world.&#8221;</p>
<p>&#8220;We will be able to welcome the whole Olympic family with our hearts and professionalism, but we also like to party.&#8221;</p>
<p>On existing facilities and infrastructure:</p>
<p>&#8220;It is 65 percent of the sites that are ready.&#8221;</p>
<p>&#8220;We will use the infrastructure in La Plagne in Savoie, which is in the heart of the Alps. We will use the airport in Geneva and the highways of Geneva. Geneva is 30 km, 40 minutes from Annecy. Of course we have an agreement with Geneva, which is our neighbour. But it remains a National French bid, as the rules require.&#8221;</p>
<p>On the venues they need to build:</p>
<p>&#8220;The big project is to build the speed skating oval because we don&#8217;t have one in France.&#8221;</p>
<p>&#8220;This will be the remaining legacy.&#8221;</p>
<p>&#8220;The French federation is in favour of this.&#8221;</p>
<p>&#8220;(But) at La Clusaz there will be no construction of the (ski) jumps because it is a natural slope, what is important is that they will already be inscribed in nature.&#8221;</p>
<p><strong>Roselyne BACHELOT (FRA) &#8211; French minister of sport and health</strong></p>
<p>On funding the Annecy 2018 bid after the failed Paris 2012 bid:</p>
<p>&#8220;I don&#8217;t want to talk about Paris. Paris is in the past.&#8221;</p>
<p>&#8220;We are with the athletes and we will give all the human and financial support required.&#8221;</p>
<p>&#8220;The French state has committed to two thirds of the (bid cost).&#8221;</p>
<p>&#8220;As for the 1.5 billion necessary for this project, we are going to be behind it and behind the project.&#8221;</p>
<p><strong>Denis MASSEGLIA (FRA), president of the French Olympic Committee (CNOSF)</strong></p>
<p>&#8220;France is a resolute candidate and the French Olympic Committee unanimously decided to take up the challenge of organising the Annecy 2018 bid. All the federations, summer and winter, are not only with but by the side of the 2018 bid.&#8221;</p></blockquote>
<p>Kleiner Einschub: Die Ad hoc Kammer des Weltsportgerichtshofes CAS teilt soeben mit:</p>
<blockquote><p>WOMEN&#8217;S SPEED SKATING</p>
<p>THE AD HOC DIVISION OF THE COURT OF ARBITRATION FOR SPORT (CAS) REGISTERS AN APPLICATION FROM THE GERMAN SPEED SKATER CLAUDIA PECHSTEIN</p>
<p><em>Vancouver</em>, <em>15 February 2010 </em>– The German speed skater <strong>Claudia Pechstein</strong> has filed an application at the ad hoc Division of the Court of Arbitration for Sport against the German Olympic Committee (DOSB) and the International Olympic Committee. In her application, Ms Pechstein requests that she be nominated for and allowed to participate in the female speed skating competitions of the Vancouver 2010 Olympic Winter Games.</p>
<p>The application of Ms Pechstein is being transmitted to the Respondents DOSB and IOC. In the meantime, the CAS will not comment any further on this matter.</p></blockquote>
<p>Ich werde jetzt auch nicht kommentieren on this matter.</p>
<p>Weiter mit den Olympiabewerbungen:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6834" title="München 2018 in Vancouver, 15. Februar 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/munich-2018.jpg" alt="" width="530" height="271" /></p>
<p>So strahlten Sie um die Wette, die Bittsteller aus <strong>München</strong>, von links: Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), Thomas Bach (FDP, IOC, DOSB), Willy Bogner, Katarina Witt (ARD). Christian Ude (SPD), Siegfried Schneider (CSU). Ich fand ja, der eindeutig beste Spruch kam vom UDIOCM, den habe ich weiter unten gefettet &#8211; umweltpolitisch ist Bachs Aussage nicht unbedingt das smarteste, was er sagen konnte, aber es war schlagfertig.</p>
<p><em>Nachtrag, einen Tag später:</em> Christian Ude sah sich zu einer <a title="Vancouver, Tag 5: Christian Ude entschuldigt sich" href="http://jensweinreich.de/2010/02/17/vancouver-tag-5-christian-ude-entschuldigt-sich/" target="_self">Richtigstellung seiner Aussagen</a> gezwungen.</p>
<p>Wer es genau wissen will, dem empfehle ich die unparteiischen Notizen des Olympic News Service: <span id="more-6822"></span></p>
<blockquote><p>© IOC, VANOC</p>
<p>Press Conference Highlights</p>
<p><strong>Munich 2018 Olympic Bid</strong></p>
<p>VANCOUVER, Feb 15 &#8211; Comments from CEO of the Munich 2018 bid Willy BOGNER (GER); IOC Member and President of the German Olympic Sports Confederation (DOSB) Thomas BACH (GER); Lord Mayor of Munich Christian UDE (GER); German Federal Minister of the Interior and Sport Thomas de MAIZIERE (GER); and Chair of the Munich 2018 bid committee Katarina WITT (GER) during a press conference on the Munich 2018 Olympic Bid, at the Main Press Centre on Monday.</p>
<p><strong>Willy BOGNER (GER) &#8211; CEO of the Munich 2018 bid<span style="font-weight: normal;"> </span></strong></p>
<p>On his background in winter sports, including competing in Alpine Skiing:</p>
<p>&#8220;Like all Germans, I love winter sports. I grew up on skis. My father was an Olympian. I became an Olympian in 1960.&#8221;</p>
<p>&#8220;I&#8217;ve carried the Olympic Flame with me my whole life.&#8221;</p>
<p>&#8220;(As a filmmaker) I even got the chance to make James Bond look like an Olympic skier.&#8221;</p>
<p>On the Munich 2018 bid:</p>
<p>&#8220;We have a clear vision for winter 2018. We&#8217;d like to make it the friendly Games.&#8221;</p>
<p>&#8220;We&#8217;ve used existing venues as much as possible and only need to build three new permanent Olympic venues.&#8221;</p>
<p>&#8220;As a legacy we dream about making friends through sport even 20 or 30 years after the Games.&#8221;</p>
<p><strong>Thomas BACH (GER) &#8211; IOC member and president of the German Olympic Sports Confederation (DOSB)<span style="font-weight: normal;"> </span></strong></p>
<p>On the enthusiasm of the German people for winter sports:</p>
<p>&#8220;This enthusiasm you can also see if you look at TV ratings of major winter sports.&#8221;</p>
<p>&#8220;Our two major channels in Germany, they broadcast eight hours plus of winter sports with high ratings.&#8221;</p>
<p>On the proximity of the two major venue clusters, Munich and Garmisch-Partenkirchen:</p>
<p>&#8220;Never ever have the two major clusters been closer together as with Munich and Garmisch. <strong>This is about 80 km and I don&#8217;t know if any of you have ever experienced a German Autobahn without a speed limit, but even if you respect the speed limit in your own country you make it in about one hour. This is more of an advantage as we see it.</strong>&#8221;</p>
<p>On reusing the Munich Olympic Park from the 1972 Olympic Games:</p>
<p>&#8220;We hope this is one of our strengths of our bid, making use of an Olympic legacy to create a new one.&#8221;</p>
<p><strong>Christian UDE (GER) &#8211; Lord Mayor of Munich<span style="font-weight: normal;"> </span></strong></p>
<p>On Munich&#8217;s ability to host large events:</p>
<p>&#8220;Every year six million people visit our famous Oktoberfest, which will celebrate its 200th year this year and has never had a major security incident.&#8221;</p>
<p>&#8220;Last year we hosted over 300 events in the park (Munich Olympic Park) and attracted over 400 million people.&#8221;</p>
<p>On whether the 1972 massacre at the Olympic Games in Munich will have any impact on security for the city&#8217;s 2018 bid:</p>
<p>&#8220;Of course we remember the incident in 1972, but this was the rise of global terrorism in the world and every country has had its experience with terrorism since.&#8221;</p>
<p>&#8220;We learned from this incident. We&#8217;ve had more than 10,000 events in the Olympic Park without any security issue.&#8221;</p>
<p><strong>Thomas de MAIZIERE (GER) &#8211; German federal minister of the Interior and Sport </strong></p>
<p>On the support of the German government and people for the Munich 2018 bid:</p>
<p>&#8220;The German Chancellor supports this bid. The German government supports this bid. The German Parliament supports this bid.&#8221;</p>
<p>&#8220;The German public supports this bid. We have polls that show around 75 percent plus support Munich 2018.&#8221;</p>
<p>On whether the 1972 massacre at the Olympic Games in Munich will have any impact on security for the city&#8217;s 2018 bid:</p>
<p>&#8220;We learned a lesson and history never repeats.&#8221;</p>
<p>On the ability of Munich to host the 2018 Olympic Winter Games:</p>
<p>&#8220;As minister of the Interior I can assure you, and we proved this during the FIFA World Cup (in 2006), that we can organize safe and secure Games.&#8221;</p>
<p><strong>Katarina WITT (GER) &#8211; Chair of the Munich 2018 bid committee: </strong></p>
<p>On the Munich 2018 bid:</p>
<p>&#8220;In Germany, it seems that winter sport is in our DNA.&#8221;</p>
<p>&#8220;We&#8217;re planning to have a big celebration and the world should be a part of it and they shouldn&#8217;t miss it.&#8221;</p>
<p>On her recent foray in to social media:</p>
<p>&#8220;I went on Facebook 10 days ago and I already have 171 friends.&#8221;</p>
<p>ONS aj/brs/jtc/eb/adg</p></blockquote>
<p>Das muss die Kati noch lernen. Sie hat keine 171 Freunde auf Facebook, sondern Fans, denn sie hat eine Fanseite eingerichtet. Habe mich gerade als 195. Fan bei ihr gemeldet.</p>
<p>Irritierend fand ich, dass Katarina Witt als letzte von Bogner vorgestellt wurde, und auch als letzte die Journalisten begrüßte. Die Rolle der Conférencieuse hätte der Witt zugestanden, ich glaube, sie hätte das auch lässiger erledigt als Bogner, dessen Charme mir verborgen blieb. Bach, Ude, de Maizière hatten ihre Lektionen gelernt, wenngleich Ude sicher seine Behauptung erklären muss, es habe auf dem Oktoberfest nie größere Zwischenfälle gegeben. Ich habe George Hirthler aus Atlanta, der die PK arrangiert hat, gefragt, warum die Witt nicht durchs Programm führte. Aber er fand das so in Ordnung. Das Beste zuletzt, meinte er. Was soll er auch auf so eine dumme Frage sagen: Etwa, dass er einen Fehler gemacht hat?</p>
<p><strong>19.56 Uhr:</strong> Bevor ich zu Pyeongchang komme, noch ein kurzer Einschub. Denn inzwischen sitze ich im Pacific Coliseum &#8211; links neben mir ein Chinese, der noch mehr Knoblauch konsumiert hat, als ich an wilden Tagen, rechts jubelnde russische Reporter &#8211; und schaue mir die Paarlauf-Entscheidung an. Wen traf ich hier wohl als erstes?</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6836" title="Juan Antonio Samaranch" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/jas-pc.jpg" alt="" width="530" height="351" /></p>
<p>Don Juan Antonio Samaranch mit seiner Ewig-Sekretärin Annie. Ich habe ihn schon vermisst, den Patron. Muss unbedingt regelmäßiger im Westin Bayshore vorbei schauen. Gerade fragt mich Bernhard Schwank, Chef de Mission der Deutschen und München 2018 Geschäftsführer, ob Sawtschenko/Szolkowy es wohl schaffen. Woher soll ich das wissen. <span style="text-decoration: line-through;">Wahrheitsgemäß</span> <a title="Skate-Gate, Teil 2 ..." href="http://jensweinreich.de/2010/02/15/skate-gate-teil-2-das-korruptionsproblem-im-preis-und-kampfrichterwesen/" target="_self">vermutungsgemäß</a> sagte ich: nein.</p>
<p><strong>20.24 Uhr:</strong> Kurz vor der Paarlauf-Entscheidung noch schnell das &#8211; wie immer unvollständige und in diesem Fall um die putzigen Passagen (<a title="alle Beiträge zu Lee Kun Hee" href="http://jensweinreich.de/category/lee-kun-hee/" target="_self">Korruption</a>? Wir schauen nach vorn und nicht zurück!) bereinigte &#8211; Transkript der Presekonferenz von <strong>Pyeongchang</strong>. Das Bewerberthema werde ich später in der Nacht in einem gesonderten Beitrag behandeln.</p>
<blockquote><p>© IOC, VANOC</p>
<p>VANCOUVER, Feb 15 &#8211; Comments from Yang Ho CHO (KOR) co-chair of the bid committee; Jin Sun KIM (KOR), governor of Gangwon Province; Yong Sung PARK (KOR), president of the Korean Olympic Committee; and So Hee KIM (KOR), 1994 Olympic Short Track Gold medallist, during a press conference on the 2018 PyeongChang Olympic Bid at the Main Press Centre on Monday.</p>
<p><strong>Jin Sun KIM (KOR) &#8211; governor of Gangwon Province</strong></p>
<p>On PyeongChang losing its bids for the 2010 and 2014 Olympic Games:</p>
<p>&#8220;We have had our disappointments in the past. But we have never given up our hopes and dreams.&#8221;</p>
<p>On what they have learned from their previous bids:</p>
<p>&#8220;We have learnt that Winter Olympics and all Olympics must be athlete-centred. We also need to find out what is the legacy we can take from the Winter Games.&#8221;</p>
<p>On the PyeongChang Winter Games bringing together the Korean Republic and Democratic People&#8217;s Republic of Korea:</p>
<p>&#8220;Holding the Winter Games in PyeongChang would symbolise the beginnings of reconciliation of the Korean Peninsula.&#8221;</p>
<p>&#8220;We are all making an effort to engage dialogue between North and South Korea.&#8221;</p>
<p><strong>Yang Ho CHO (KOR) &#8211; co-chair of the bid committee</strong></p>
<p>On PyeongChang&#8217;s bid:</p>
<p>&#8220;PyeongChang is the centre of Asia.&#8221;</p>
<p>&#8220;In Asia, there have only been two winter Games and both were in Japan. So Korea would be the perfect place to host another Winter Games in Asia.&#8221;</p>
<p>&#8220;We are the right time, right place, right now.&#8221;</p>
<p>On the legacy PyeongChang wishes to create by hosting the 2018 Olympic Games:</p>
<p>&#8220;We have a Dream Programme for young people who live in countries where winter sports are not developed.&#8221;</p>
<p>&#8220;Our vision is of a truly world-wide Olympic Winter Games.&#8221;</p>
<p>&#8220;Our vision of the legacy of a Winter Games in PyeongChang is to help grow winter sports around the world.&#8221;</p>
<p><strong>Yong Sung PARK (KOR) &#8211; president of the Korean Olympic Committee</strong></p>
<p>On this being PyeongChang&#8217;s third Olympic bid:</p>
<p>&#8220;We keep all the promises we made during the past two bids.&#8221;</p>
<p>On whether the Munich and the Annecy bids pose a threat:</p>
<p>&#8220;Munich is Munich. Annecy is Annecy. PyeongChang is PyeongChang.&#8221;</p>
<p><strong>So Hee KIM (KOR) &#8211;  1994 Olympic Short Track Gold medallist</strong></p>
<p>On the popularity of winter sports in Asia:</p>
<p>&#8220;The popularity of winter sports in Korea is increasing.&#8221;</p>
<p>On the PyeongChang 2018 bid:</p>
<p>&#8220;Now I look forward to realising my new Olympic dreams in 2018.&#8221;</p>
<p>&#8220;They will be the most compact Games in the history. Ninety percent of athletes will be able to reach their venue within five minutes of leaving the Athletes Village.&#8221;</p></blockquote>
<p><strong>20.31 Uhr:</strong> Tut mir leid. Aber der Strauchler von Szolkowy hat&#8217;s wohl entschieden.</p>
<p>Ich gestehe meine Schwäche. Aber Eiskunstlaufen, Paarlaufen und Eistanz vor allem, auf diesem Niveau ist was fürs Herz. Schöne Schnulze, toll gelaufen. Gänsehaut, das erste Mal in Vancouver.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6845" title="Sawtschenko/Szolkowy" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/paarlauf2010.jpg" alt="" width="530" height="287" /></p>
<p>Meine persönliche Nummer eins aller Zeiten (vor der 88er Carmen): Marina Klimowa und Sergej Ponomarenko 1992 in Albertville!</p>
<p>Die Chinesen Pang/Tong waren perfekt. Haben das Publikum, aber nicht mich mitgerissen. Jetzt noch Shen Xue und Zhao Hongbo. Großartig. Ich glaube, in meinem zweiten Leben werde ich doch Eiskunstlaufberichterstatter und nicht Sportfunktionär. Zuletzt war ich vor acht Jahren dabei, bei <a title="BLZ, Salt Lake City 2002" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2002/0221/olympischewinterspiele/0267/index.html" target="_blank">Kwan vs. Slutskaja</a>. Ich meine, beim Eiskunstlaufen hat man so ziemlich alles: Herzschmerz, Liebe, Leiden, Korruption, die Mafia.</p>

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		<title>Munich 2018: &#8220;We do not want the Games!&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 11:27:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Statement of the Munich 2018 Olympic Resistance Network: NOlympics 2018 in Munich! Resistance network is growing! Amongst the local community the “Munich +2” bid for the Olympic Winter Games 2018 is a topic of ever increasing controversy. The pro Olympic contingent generates glowing prospects of financial gain, an improved infrastructure and a boost for the [...]]]></description>
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<p><em>Statement of the Munich 2018 Olympic Resistance Network:</em></p>
<blockquote><p><strong><span style="font-weight: normal;"><strong>NOlympics 2018 in Munich! Resistance network is growing!</strong></span></strong></p>
<p>Amongst the local community the “Munich +2” bid for the Olympic Winter Games 2018 is a topic of ever increasing controversy. The pro Olympic contingent generates glowing prospects of financial gain, an improved infrastructure and a boost for the region in positive publicity. Garmisch-Partenkirchen maintains that the town to this day still reaps the benefits that are a result of the 1936 Nazi Olympics. Unfortunately, this dark chapter in the history of Garmisch-Partenkirchen has never thoroughly come to light.</p>
<p><strong><em>The dark side of the coin</em></strong></p>
<p>All that glitters is not golden and in reference to the shimmering Olympic medal there is also a darker side of that coin. Greenwashing and Alpine Disneyland in spite of the climate change, zero transparency and lack of democratic control, immoral adhesion contracts for the host towns, the actual expenditure for the games themselves is constantly rising and megalomaniac road construction projects – in short, the Munich, Garmisch-Partenkirchen and Schönau bid for the Olympic Winter Games 2018 represents all of this and more.</p>
<p>If we take a realistic view at the requirements and planning proposals of the Munich bid, it is plain to see that the 2018 games are not only an uncalculated ecological and economical venture but they also pose as a social risk for many local citizens, more so for the people who dwell in the mountains towns of Garmisch-Partenkirchen, Berchtesgaden and Oberammergau.</p>
<p><strong><em>The opposition is gaining momentum <span id="more-6650"></span><br />
</em></strong></p>
<p>The platform NOlympia was founded in Munich on January 11, 2010, with a view to preventing this pending disaster by stopping the Olympic Winter Games from taking place in these harrowing times of climate change. The platform comprises large nature preserve associations such as the Bund Naturschutz, political parties such as the Greens or the ÖDP, the Society for Ecological Research and dedicated private individuals. In addition, there is growing opposition from the local citizens of Garmisch-Partenkirchen and Oberammergau and from the land owners who will be affected. With each new piece of legitimate information that is added to the growing dossier, this opposing movement finds a mounting response. A survey that was conducted in November 2009 in Garmisch-Partenkirchen revealed that only 57% were in favour of the games. A more detailed and in-depth line of questioning revealed, however, that the votes in favour are generally the people who are uninformed and unaware of the concealed negative effects. In short, this means that the more information gathered, the more likely it will be for the percentage of those who are in favour of the games to decrease.</p>
<p>Currently, there are two websites under construction which will possibly go live in February: <a title="NOlympia.de" href="http://www.nolympia.de" target="_blank">NOlympia</a> and <a title="NOlympia 2018" href="http://www.nolympia2018.de" target="_blank">NOlympia2018</a>. As an example, the website of the Society for Ecological Research reveals the drastic environmental interventions with regards to the forest clearing that will be necessary to create the Ski World Cup slopes in Garmisch-Partenkirchen (www.goef.de : Arbeitsschwerpunkte/Olympische Winterspiele). Several more information events, with – amongst others – the Olympia critic Willy Rehberg from Salzburg, are already planned (March 9 in Garmisch-Partenkirchen and March 11 in Berchtesgaden).</p>
<p><em><strong>No snow guarantee due to climate change</strong></em></p>
<p>“Munich + 2” – the town of Munich and the communities of Garmisch-Partenkirchen, Oberammergau and Schönau am Königssee – make their bid with the promises of “ecological”, “sustainable” and “climate neutral” games. Even a “green heritage” for the local area has been pledged. But how can they possibly fulfil theses requirements for 2018, i.e. in eight years time, in the times of the climate change? How can they guarantee e.g. reliable snow conditions? It is a fact that the affected Alpine region is ecologically very sensitive and has only low altitudes that range from 900 to 1700 metres.</p>
<p>Currently, the televised images of the drastic measures taken in Vancouver are in view for the whole world see. Gigantic trucks and helicopters hauling massive loads of snow as the slopes of Vancouver are subjected to record spring-like temperatures. This should be a warning of grim prospects for us if the Munich 2018 games take place (as early as 2007, the world cup in Garmisch could only be secured by colossal transportations of snow using trucks from the Wipptal which is 100 km away). The effects of producing snow for a large area are the opposite of sustainable with regards to the local water supply and the massive energy consumption that goes along with it. Already in 2007, the costs for one single snow cannon were greater than the amount of money that the Garmisch council received for the sale of one social flat.</p>
<p><em><strong>What must be built to accommodate the games, interventions into nature and the environment</strong></em></p>
<p>Contrary to the statements of the bidders, a large number of new facilities would have to be built such as the “Snow Village” and the Media Village, the street for the sporting facilities, parking places, a small jump, lifts and even more facilities that would be necessary for the skiing competitions. The construction of these facilities constitutes a massive intervention into nature and will permanently destroy the century old small scale agriculture and valuable cultural landscape devastating the abundant wildlife species in the meadows. The large-scale forest clearings at the Kandahar slope in Garmisch which was within the framework of the preparations for the Ski World Cup 2011 proved that such invention can turn out to be a lot bigger than originally planned and approved: baring this in mind prepare for substantial serious consequences as the results of the Olympic constructions.</p>
<p>Temporary facilities for cross-country skiing and biathlon are planned to be built on the beautiful suntrap meadows of Oberammergau in the midst of a wonderful natural and cultural landscape.</p>
<p>In addition to the plans for road construction, there also exist other extensive construction plans with regards to the bid for 2018:</p>
<p>The plans for motorway and main road construction is estimated at the cost of about 2 billion Euros; whereas the extension of public transport is planned with an investment of only 300 million Euros, a clear thwarting of the goad of sustainable games. If all main roads in the area of the Loisachtal – in which Garmisch-Partenkirchen is located – are built, then the valley will be part of a new transit road, this will result in a massive increase in traffic that will greatly influence the future of the affected towns and the landscapes.</p>
<p><em><strong>Security Costs</strong></em></p>
<p>In Vancouver, the security costs quintupled. According to estimations, the security costs alone will reach 1 billion $ (for the Munich bid the security costs were estimated with 17 to 21 million €, even though the risk of danger is a very real prospect due to the terror attack at the Summer Olympic Games). Up to now, there has been no mention whatsoever in the bidding documents of 16 thousand soldiers and policemen who are planned to be deployed as the security force.</p>
<p><em><strong>The IOC and their adhesion contracts</strong></em></p>
<p>The IOC places all responsibilities and liabilities, all costs and succeeding costs (occurring after the games), all risks firmly onto the shoulders of bidding towns’ in contrast the IOC secures all advantages, rights and financial securities for itself. When Salzburg was still in the bidding, Austrian finance lawyers proclaimed these contracts as “immoral adhesion contracts”.</p>
<p>We do not want to be amongst the towns that submit themselves to the diktat of these immoral contracts through the IOC: Contracts in which the undersigning local councils have to make guarantees at a time where the actual contract is not yet available. The following passage is taken from the annex to the consultation basics: “The decision making on this guarantee must be made without knowing the later content of the contract and the respective duties that have yet to be revealed.”<img title="Weiterlesen..." src="http://jensweinreich.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p><em><strong>The financial effects on the communities and their citizens</strong></em></p>
<p>The bidding towns of Munich, Garmisch-Partenkirchen and Oberammergau are already amongst the towns with the highest rate of debt in Bavaria. The financial effects of hosting the winter games will render these communities unable to act and redeem.</p>
<p>The Olympic winter games lead to massive cost increases in the town, to the construction of second homes and a rise in rents. This means that the living costs of the local population will substantially increase and remain so.</p>
<p><em><strong>We do not want the games!</strong></em></p>
<p>The constant planning and re-planning and the never ending discussion on which location for both the permanent and temporary facilities already makes it quite clear at this early stage that the valley of Garmisch-Partenkirchen is far too small to host such a huge event.</p>
<p>Another example for the insecurity of the planning is the promise of a “lighthouse project within the environmental concept” of the bidding association: Already even before submitting the bidding documents the so-called biosphere reservation – announced as green heritage – was found to be unfeasible.</p>
<p>Knowing that the games will also be a high risk for the tourism branch in a town like Garmisch-Partenkirchen, that the increase in the guest figures are mere fiction, that the debts and problems will suffocate all of the participating towns of the bid “Munich + 2 we do not want the games, especially not here in Upper Bavaria.</p>
<p>In these dire times of the climate change responsible actions to avoid any CO2 output are required more than ever before. Every four years the Olympic winter games in their current dimensions become a massive detriment to each and every new hosting mountain area.</p>
<p>February 11, 2010</p>
<p><strong>NOlympia 2018</strong></p>
<p><em>Contact:</em></p>
<ul>
<li>Axel Doering, Garmisch-Partenkirchen: doering@bn-gap.de</li>
<li>Korbinian Freier, Oberammergau: korbinian.freier@zmaw.de</li>
<li>Christian Hierneis, München: hierneis@gmx.de</li>
<li>Ludwig Hartmann: Ludwig.Hartmann@gruene-fraktion-bayern.de</li>
<li>Bartl Wimmer, Berchtesgadener Land: wimmer@synlab.de</li>
<li>Dieter Janecek, Grüne Bayern: dieter.janecek@bayern.gruene.de</li>
</ul>
</blockquote>

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		<title>München 2018: Christian Ude und die &#8220;Kniffe der propagandistischen Darstellung&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 18:42:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Achtung, Überlänge: Ich konnte vergangenen Freitag leider nicht beim Neujahrsempfang des DOSB in Frankfurt/Main sein. Und werde morgen leider auch nicht die Pressekonferenz der Münchner Olympiabewerber in München besuchen können. Frankfurt und München sind doch ein bisschen weitab vom Schuss, und mir fehlen die Sponsoren für all die teuren und zeitaufwendigen Reisen. Leipzig war damals [...]]]></description>
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<p><em>Achtung, Überlänge:</em> Ich konnte vergangenen Freitag leider nicht beim Neujahrsempfang des DOSB in Frankfurt/Main sein. Und werde morgen leider auch nicht die Pressekonferenz der Münchner Olympiabewerber in München besuchen können. Frankfurt und München sind doch ein bisschen weitab vom Schuss, und mir fehlen die Sponsoren für all die teuren und zeitaufwendigen Reisen. Leipzig war damals bequemer. Doch egal, ich will nicht klagen, im Grunde bleiben wir hier ja durchaus auf dem Laufenden, wenngleich ich den Herrschaften gern energischer auf die Pelle rücken würde, so wie damals in Leipzig.</p>
<p>Für Hartgesottene wieder eine Lektüre: Jener Teil der Rede von Münchens Oberbürgermeister <strong>Christian Ude</strong> (SPD) auf dem Neujahrsempfang, den der DOSB-Pressedienst gerade dokumentiert hat. Klingt kampfeslustig wie immer, aber auch ziemlich angefressen. Kampfeslustig muss er sein, weil er es ja nicht nur, wie es in seinem Vortrag anklingt, mit renitenten Umweltschützern, Grünen, Christsozialen und unverbesserlichen Journalisten zu tun hat, sondern weil er &#8211; wie oft genug aus zuverlässigen Quellen verlautet &#8211; mitunter sehr verärgert gewesen sein soll über den DOSB. Aber er würde es sicher nie öffentlich zugeben. Schließlich ist der Sportbund Mehrheitsgesellschafter (allerdings ohne entsprechend mehr für die Party zu zahlen, zahlen die überhaupt?).</p>
<blockquote><p><strong>Münchens Oberbürgermeister Ude: „Wir werden alle Register ziehen“</strong></p>
<p><em>Christian Ude, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München und Vizepräsident des Deutschen Städtetages, hielt die Ansprache beim Neujahrsempfang des Deutschen Olympischen Sportbundes am 22. Januar im Frankfurter Römer. Sein Thema: die Bewerbung Münchens und Garmisch-Partenkirchens um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018. Als stellvertretender Vorsitzender der Gesellschafterversammlung ging Ude dabei vor den rund 300 Gästen des Empfangs im Kaisersaal auch auf jüngste Kritik an der Bewerbung ein. Wir veröffentlichen die Rede in Auszügen.</em></p>
<p>„ (&#8230;) Man kann natürlich bei einem Thema wie der olympischen Bewerbung vor einem so sportbegeisterten Publikum wie diesem einfach im Konsens baden oder aber auch den einen oder anderen Widerspruch draußen aufgreifen, um sich mit ihm auseinanderzusetzen. Ich tendiere zur zweiten Möglichkeit, weil es einfach interessanter ist und auch aktuell geboten.</p>
<p>Denn vielleicht haben Sie (&#8230;) gelesen, dass es <a title="München 2018. Studie der FH, Annäherung an die Wahrheit?" href="http://jensweinreich.de/?p=6230" target="_self">ganz triste Nachrichten</a> um die Bewerbung geben soll: (&#8230;) dass es leider nur eine ganz kümmerliche (&#8230;) Mehrheit von 57 Prozent der Garmischer gibt, die für die Spiele sind, während eine beeindruckende (&#8230;) Zahl von 27 Prozent kritisch gegenüberstehen. Das ist mir relativ neu, dass 57 Prozent Mitleid erregend und 27 Prozent imposant sind, aber man kann mit einigen Kniffen der propagandistischen Darstellung natürlich ein gewünschtes Meinungsbild herbei schreiben. Wenn man bedenkt, dass 16 Prozent noch keine Meinung haben, ergibt sogar diese Umfrage eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Und das in einer Situation im November vergangenen Jahres, als die örtliche CSU noch ein Bürgerbegehren gegen Olympia propagiert hat. (&#8230;)</p>
<p>Vielleicht sind wir Kommunalpolitiker einfach bescheidenere Leute – aber ich war mit Zwei-Drittel-Mehrheiten immer ganz zufrieden.</p>
<p>Die Stimmung ist ja in Wahrheit beglückend, wenn ich daran erinnern darf, was alles seit dem 8. Dezember 2007 geschehen ist, als der Deutsche Olympische Sportbund sich einstimmig hinter die Münchner Bewerbung gestellt hat. (&#8230;) Das war die Initialzündung an die Stadt München, an die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen und an den Landkreis Berchtesgadener Land, sich um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2018 zu bewerben.</p></blockquote>
<p>Kurze Unterbrechung, so habe ich damals die DOSB-Mitgliederversammlung in Hamburg erlebt und für die <a title="BLZ vom 10. Februar 2007" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/1210/sport/0005/index.html" target="_blank">Berliner Zeitung</a> beschrieben:</p>
<p><strong>Todernste Begeisterung</strong></p>
<p><em>Auf einem Konvent der inhaltlichen Leere beschließt der DOSB die Olympiabewerbung 2018</em></p>
<p>HAMBURG. Um 13.58 Uhr packte Rudolf Scharping seine Sachen. Die Vollversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) war noch lange nicht beendet, als Scharping beschwingt aus dem Börsensaal der Hamburger Handelskammer schlenderte. Er hatte genug gehört, korrekter muss es allerdings heißen: Er hatte gar nichts gehört. Denn, rein theoretisch: Hätte man sich nicht vorstellen können, dass der DOSB die erdbebenartigen Skandale des Jahres 2007 thematisiert? Dass die Blutdopingpraktiken der Freiburger Universitätsmedizin, seit Jahrzehnten enger Partner des DOSB und seiner Vorgänger DSB/NOK, in angemessener Weise gewürdigt werden? Etwa in einem Überblick zum Stand der Ermittlungen und möglichen Maßnahmen des Sports? Dass das systematische Doping im Team Telekom, im Radsport überhaupt, verhandelt wird? Das Chaos in der Nationalen Antidopingagentur Nada und in den Verbänden wegen Hunderter verpasste Trainingskontrollen? Die mangelnde Bereitschaft der Spitzenverbände, im kommenden Jahr höhere Kosten für Dopingkontrollen zu begleichen? Oder, weil es ja auch um die Winterspiele 2018 ging: Das Vermarktungsdesaster des Deutschen Skiverbandes &#8211; wurde das etwa thematisiert?</p>
<p>Nein, davon hat Rudolf Scharping, Präsident des unsäglichen Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), nichts gehört. Sicher, einige Punkte wurden in der Rede des DOSB-Präsidenten Thomas Bach mit wenigen Worten gestreift. Das meiste aber blieb gänzlich unerwähnt. Niemand wurde kritisiert. Nichts wurde aufgearbeitet. Eine Debatte fand nicht statt. Kein Wunder, dass Scharping lächelnd abmarschieren konnte.</p>
<p><em>100 Prozent Zustimmung</em></p>
<p>Bach sprach von einem Bewusstseinswandel, der nötig sei; regte an, keine Rekordprämien mehr zu zahlen; auf Tempomacher, so genannte Hasen, in der Leichtathletik zu verzichten; im Fernsehen keine Weltrekordmarken mehr einzublenden. Kurzum: Er klaubte ein paar Forderungen zusammen, auf die er nicht das Copyright hat. Forderungen, die von kritischen Geistern in den Medien, in der Wissenschaft, sogar im Sport teilweise seit Jahrzehnten vorgebracht werden, ohne dass Funktionäre vom Schlage Bach dies jemals unterstützt hätten. Und schließlich zwirbelte Bach Halbsätze wie diesen: Er behauptete, deutsche Athleten würden die &#8220;Null-Toleranzpolitik zur Erhaltung und Rückgewinnung der Glaubwürdigkeit des Sports&#8221; unterstützen.</p>
<p>So sieht sie also aus, diese &#8220;Null-Toleranzpolitik zur Erhaltung und Rückgewinnung der Glaubwürdigkeit des Sports&#8221;: Keine Debatte. Das Ausblenden elementarer Sachverhalte. Keinerlei Rechenschaftslegung. Keine Rechenschaftsforderung an jene &#8211; und davon saßen viele im Börsensaal &#8211; die lange Jahre mit Dopern kollaborierten.</p>
<p>In seiner inhaltlichen Leere war es ein beängstigender Konvent. Draußen auf den Fluren, aber nur dort, konnte man es von den Delegierten hören, wenn man hören wollte: Es sei ja kein Wunder, dass es so zugehe; wer hier seine Meinung sage und kritisiere, der habe bald nichts mehr zu sagen &#8211; aber bitte, nicht zitieren! Keiner wollte seinen Namen in der Zeitung sehen. Man frage nach bei Helmut Digel: Wer Wahrheiten formuliert, verliert rasant schnell Einfluss und Posten.</p>
<p>Zu welchem Tagesordnungspunkt auch immer, ob nun zur Münchner Olympiabewerbung oder zur Einführung des Deutschen Sportausweises, wenn sich überhaupt jemand zu Wort meldete aus dem Plenum, dann lieferte er, wie bestellt, eine Grußadresse ab. Hier saßen die Vertreter von 27,5 Millionen Vereinsmitgliedern. Es war eine gespenstische Atmosphäre, die ihren Höhepunkt erreichte, als Bach in der München-Frage Einmütigkeit abverlangte: &#8220;Deshalb rufe ich Ihnen zu, stimmen Sie zu! Wenn wir alle begeistern wollen, müssen wir zunächst selbst begeistert sein! Zeigen Sie Ihre Begeisterung nicht nur mit Ihrer Stimmkarte, zeigen Sie sie mit voller Begeisterung.&#8221;</p>
<p>Daraufhin gab es etwa fünf Sekunden braven Applaus.</p>
<p>Anschließend zückten, wie erwartet, sämtliche Delegierten ihre Kärtchen und erklärten München mit seinen beiden Partnern Garmisch-Partenkirchen und Schönau zum Bewerber um die Olympischen Winterspiele 2018. Eher zögernd erhoben sich die Funktionäre und applaudierten im Stehen, damit dieser Moment für die Nachwelt festgehalten werden konnte, denn so war es geplant: Einmütigkeit im deutschen Sport. Als Synonyme ließen sich in beliebiger Anzahl und Kombination auch Begriffe wie Sprachlosigkeit, Hilflosigkeit, Feigheit, Bequemlichkeit, Ideenlosigkeit, Geistlosigkeit, Opportunismus, Oberflächlichkeit verwenden.</p>
<p>Während der anschließenden Kaffeepause wurde nicht etwa vergnügt geplaudert. Es blieb auffällig ruhig &#8211; als sei es den Sportkameraden doch peinlich gewesen, hundertprozentig einer Meinung gewesen zu sein. In einer Ecke sprach Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble in Mikrofone und erklärte mit todernster Miene seine Begeisterung über die Begeisterungsfähigkeit des deutschen Sports.</p>
<p><em><span id="more-6317"></span>Das alte Bewerbungs-Muster</em></p>
<p>München geht also auf die lange Reise. Die offizielle Bewerbung wird vom Deutschen Olympischen Sportbund erst Ende 2009 beim IOC eingereicht. Bis dahin muss unter anderem das Bewerbungsbudget gesichert werden. Die Rede ist von 30 Millionen Euro, und es wird wie immer interessant zu beobachten sein, ob und in welcher Höhe sich die Wirtschaft an der Finanzierung beteiligt. Vom Sport kommt natürlich kein Geld. In der Regel muss der Steuerzahler den Löwenanteil einbringen. Gesucht wird auch noch ein wettkampftaugliches Bewerberteam. Wer soll den Geschäftsführer geben, der international punkten kann? Schließlich wäre es interessant zu wissen, wie München künftig in der Öffentlichkeit Begeisterung schüren will, wenn schon die Präsentation vor dem DOSB so fade, langweilig und uninspiriert geriet.</p>
<p>Natürlich hat wieder der Münchner PR-Mann Andreas Abold die Darbietung arrangiert. Wie schon für die Bewerbung um die Fußball-Weltmeisterschaft 2006, wie schon für Leipzigs Olympiakandidatur vor dem NOK im April 2003, wie schon für Südafrikas WM-Bewerbung 2010, wie zuletzt für die deutsche Bewerbung um die Frauenfußball-WM 2011. Doch Masse bedeutet nicht zwangsläufig Klasse. Die Filmchen sind immer nach demselben Muster gestrickt. Und am Ende erfleht meistens irgendein Prominenter die Unterstützung der Wahlberechtigten. Diesmal war es die unvermeidliche Gold-Rosi Mittermeier, die nicht viel mehr stammelte als: &#8220;Bittebittebitte. Damit wir beim IOC &#8216;nen guten Eindruck hinterlassen, jetzt geht&#8217;s darum, einstimmig abzustimmen.&#8221;</p>
<p>Nichts leichter als das. Die Anweisungen in diesem drittklassigen DOSB-Drehbuch wurden bis ins letzte Detail befolgt.</p>
<ul>
<li>Weiter im Text von <strong>Christian Ude</strong>:</li>
</ul>
<blockquote><p>Wir haben seit diesem Votum des Deutschen Olympischen Sportbundes die Bewerbung in Fahrt gebracht. (&#8230;) Und wenn Ihnen manchmal der Eindruck vermittelt wird, es gebe da ein Kopf-an- Kopf-Rennen von Befürwortern und Gegnern, darf ich Ihnen doch einmal die Tatsachen vorführen, die in den Medien nicht immer ganz klar herüberkommen. In der Landeshauptstadt hat sich der Stadtrat mit 95 Prozent der Stimmen für die Olympiabewerbung ausgesprochen, das waren also nicht nur die SPD und die CSU, das waren auch die FDP und natürlich die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen. (&#8230;)</p>
<p>Die Voten im Gemeinderat von Garmisch-Partenkirchen und im Landkreisrat von Berchtesgaden <a href="http://jensweinreich.de/?p=5834">waren ebenfalls überwältigend</a>. Und ich finde, in einer <a href="http://jensweinreich.de/?p=2884">Demokratie</a> spielt es auch eine Rolle, dass sich der Bayerische Landtag mit 90 Prozent der Mehrheit für die Bewerbung ausgesprochen hat und der <a href="http://jensweinreich.de/?p=4064">Deutsche Bundestag mit über 80 Prozent</a>.</p>
<p>Ich frage mich wirklich, wie viel Mehrheit und wie viel Bevölkerungs-Zustimmung und wie viel <a href="http://jensweinreich.de/?p=4073">Parlamentsbeschlüsse</a> denn noch beigebracht werden sollen, bis auch <a href="http://blog.dieter-janecek.de/2009/10/13/olympische-spiele-2018-sind-kein-gewinn-fur-unsere-region/">die wenigen akzeptieren</a>, dass dies tatsächlich eine auf breiter Mehrheit mitgetragene deutsche Bewerbung ist. Ich weiß es nicht, was noch fehlt. (&#8230;)</p>
<p>Die Bewerbung hat zum Glück auch <a title="Zielgruppenoptimierung: München 2018 verpflichtet das schönste Gesicht des Sozialismus" href="http://jensweinreich.de/?p=4249" target="_self">Gesichter</a>. Seit dem 15. November steht Willy Bogner als Vorsitzender der Geschäftsführung der Bewerbungsgesellschaft vor. Ich halte diesen Personalvorschlag, den Dr. Bach gemacht hat, für wirklich phantastisch. (&#8230;) Bogner stellt sein ganzes Renommee als Weltmeister, als Wintersportfan, als erfolgreicher Unternehmer, als Kommunikator zur Verfügung und wirft es in die Waagschale. Das hat der Bewerbung Schwung gegeben.</p>
<p>Genauso wie die <a href="http://jensweinreich.de/?p=5144">Vielzahl von Sportbotschaftern</a>, die sich für die Bewerbung einsetzen. Da sind alle großen Namen des deutschen Wintersports aus den vergangenen Jahrzehnten dabei, aber auch viele Vertreter des Sommersports. Ich fand, dass es eine gute Wahl war, dass mit Katarina Witt nicht nur eine international bekannte Wintersportlerin das Kuratorium leitet, sondern dass sie auch die gesamtdeutsche Dimension der Bewerbung deutlich macht. (&#8230;)</p>
<p>Die Frage nach dem Nutzen wird uns immer wieder gestellt. Vor allem dann, wenn <a href="http://jensweinreich.de/?p=2889">Kostenfragen in die Gemeindeparlamente oder in Landtag und Bundestag kommen</a>. (&#8230;) Das Interesse der internationalen Öffentlichkeit wird auf Deutschland, auf Bayern, auf München gelenkt und wir können uns mit Eigenschaften wie Sportbegeisterung und Gastfreundschaft präsentieren. Aber auch (&#8230;) mit ökologischen Anliegen und Pioniertaten, die diese Bewerbung auszeichnen werden. Ich finde die Kritik von Umweltschützern, deren Anliegen ich ja verstehe und teile, auch in diesem Punkt eher ungerecht. (&#8230;)</p>
<p>Ich denke, dass wir gerade jetzt in diesen Wochen am Beispiel Vancouver sehen können, wie ein Land die olympische Bewerbung und die Ausrichtung von Spielen umfangreich nutzen kann. Das wird gemacht mit der Kampagne „Invest in Canada“. Das gesamte diplomatische Korps Kanadas wird weltweit eingesetzt, um zu werbenden Veranstaltungen für Kanada einzuladen, die natürlich nur wegen der Olympischen Spiele jetzt die entsprechende Resonanz finden.</p>
<p>Aber es ist schon wahr, dass es Olympische Spiele nicht zum Nulltarif gibt. Das ist keine Freifahrt. Das haben wir auch nie behauptet. Aber wir haben zunehmende Erfolge bei dem Bemühen, die Kosten der Bewerbung tatsächlich mit Sponsoren zu regeln und nicht mit öffentlichen Geldern. (&#8230;) Sie werden, das verspreche ich Ihnen, in den nächsten Wochen Schlag auf Schlag von weiteren Großsponsoren erfahren, die sich zur Unterstützung dieser Bewerbung entschlossen haben.</p>
<p>Und was die Anstrengungen der öffentlichen Hand angeht, sollten wir auch mehr von den Vorteilen reden (&#8230;).</p>
<p>München zum Beispiel hat eigentlich nur ein wirklich bedrückendes Problem: den Wohnungsmangel. Wir haben die Chance, dank der olympischen Bewerbung vom Bund ein Areal des Verteidigungsministeriums zu erhalten und dort ein ökologisch vorbildliches Olympisches Dorf zu errichten, (&#8230;) das dann dem Münchner Wohnungsmarkt 1.100 Wohneinheiten auf einen Schlag zur Verfügung stellt. (&#8230;)</p>
<p>Genauso gibt es für Garmisch Vorzüge, wieder als Wintersportort weltweit in den Blickpunkt gerückt zu werden, neue Sportstätten zu erhalten und Verbesserungen der öffentlichen Verkehrsanbindung im Schienenverkehr oder Tunnel, die seit Jahrzehnten gefordert werden. Das wird sich im Laufe der kommenden Diskussionen auch vor Ort herumsprechen und sicherlich aus der Zwei-Drittel-Mehrheit eine Drei-Viertel-Mehrheit finden. Und ich verspreche Ihnen eines: Wenn es zur Eröffnung der Olympischen Spiele 2018 kommt, wird sich, so ist es nun einmal um das politische Kurzzeitgedächtnis bestellt, niemand mehr daran erinnern können, jemals dagegen gewesen zu sein. Es wird nur noch ein Gerangel um die Platzkarten geben. (&#8230;)</p>
<p>Ich kenne keine andere Möglichkeit, so viele Völker der Welt zu einer gemeinsamen Veranstaltung zu motivieren, die Jugend der Welt auf gemeinsame Spielregeln zu verpflichten (&#8230;). Dies zu negieren und nur noch ein Haar in der Suppe zu finden, weil man damit große Medienresonanz erzielen kann, halte ich nicht nur für leichtfertig, sondern für ausgesprochen dumm. (&#8230;)</p>
<p>Am 12. Februar werden wir in Vancouver Erfahrungen machen und dann hoffentlich am 2. März deutsche Medaillengewinnerinnen und Medaillengewinner (&#8230;) am Schwabinger Siegestor ehren und auf dem Rathausbalkon begrüßen können. Ich denke, dass da die Sportbegeisterung des Publikums in einer Großstadt dann auch im Fernsehen zu besichtigen sein wird. Am 15. März werden wir das Mini Bid Book abgeben. Im Juli werden die Bewerberstädte benannt, dass wir eine Candidate City werden, erscheint mir ziemlich sicher, und dann haben wir hart zu arbeiten, um 2011 im Januar das 500 Seiten starke zweite Bewerbungsdokument abzugeben. Bis dahin können noch letzte Detailfragen, die jetzt noch als Sand im Getriebe empfunden werden, sich in Wohlgefallen auflösen. Und dann gibt es am <a href="http://jensweinreich.de/?p=4485">6. Juli 2011 die Entscheidung in Durban</a>.</p>
<p>Ich kann Ihnen versprechen (&#8230;): Wir werden bis zu diesem Tag alle Register ziehen, um eine optimale Bewerbung abzuliefern und auch ein freundliches Umfeld zu schaffen, die Sportbegeisterung zu dokumentieren und den völkerverbindenden Charakter Olympischer Spiele im In- und Ausland zu propagieren. Sie sind dabei als Repräsentanten des Sports mit die wichtigsten Multiplikatoren, die wir haben. Ich darf Sie um Ihre weitere Mithilfe bitten und mich schon heute ganz herzlich dafür bedanken.“</p></blockquote>
<p><em>Sämtliche Kürzungen wurden von der DOSB-Pressestelle vorgenommen. Ich habe nur einige Fehler korrigiert, verlinkt &#8211; und mir, was schwer fiel, Kommentare verkniffen.</em></p>

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		<title>Public Eye Awards 2010: Das IOC als übelstes Unternehmen des Jahres?</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 07:43:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Internationale Olympische Komitee (IOC) ist drauf und dran, mal wieder einen einzigartigen Preis einzufahren. Nein, diesmal geht es nicht um gelegentliche feuchte Träume vom Friedensnobelpreis. Vor einem Jahr errang das IOC den Titel &#8220;intransparentestes Unternehmen der Welt&#8220;. Dieser Tage, am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos, wo sich führende IOC-Mitglieder traditionell gern unter die ganz Wichtigen [...]]]></description>
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<p><a href="http://www.publiceye.ch/de/vote"><img class="alignleft size-full wp-image-6283" title="Voting Public Eye Awards 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/01/img-180-242-de_.gif" alt="" hspace="5" vspace="5" width="180" height="242" align="left" /></a>Das Internationale Olympische Komitee (IOC) ist drauf und dran, mal wieder einen einzigartigen Preis einzufahren. Nein, diesmal geht es nicht um gelegentliche <span style="text-decoration: line-through;">feuchte</span> Träume vom <a title="tag: Friedensnobelpreis" href="http://jensweinreich.de/?s=friedensnobelpreis" target="_self">Friedensnobelpreis</a>. Vor einem Jahr errang das IOC den Titel &#8220;<a title="Das intransparenteste Unternehmen der Welt" href="http://jensweinreich.de/?p=2394" target="_self">intransparentestes Unternehmen der Welt</a>&#8220;. Dieser Tage, am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos, wo sich führende IOC-Mitglieder traditionell gern unter die ganz Wichtigen mischen (und wo Sepp M. Blatter, der Friedensnobelpreisträger in spe, diesmal u.a. den südkoreanischen Staatspräsidenten trifft), könnte einer der <a title="Public Eye Awards" href="http://www.publiceye.ch/de/about/was-sind-die-public-eye-awards" target="_blank">Public Eye Awards</a> für die &#8220;übelsten Unternehmen des Jahres&#8221; hinzukommen.</p>
<p>Die Chancen auf den Einzug in die <strong>Hall of Shame</strong> sind passabel. Das IOC befindet sich in unguter Gesellschaft, wie man der Kandidatenliste entnehmen kann, und hat es souverän in die Endrunde geschafft. Wer mag, kann noch mit abstimmen, einfach auf den Button links klicken &#8211; gefragt ist der mündige Bürger.</p>
<ul>
<li>Die <a title="Nominierungen PEA 2010" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/01/Uebersicht_Nominierungen_d_PEA.pdf" target="_blank">Nominierungen</a> für die Public Eye Awards 2010</li>
<li>Die <a title="PEA 2010, IOC" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/01/IOC_de.pdf" target="_blank">Begründung</a> für das IOC</li>
</ul>
<p>Auszug aus der Begründung, mit einem schönen Gruß nach Garmisch-Partenkirchen, Schönau und Oberammergau:</p>
<blockquote><p>Konzernmanieren unter dem Vereinsdeckmäntelchen: Das in Lausanne ansässige International Olympic Committee (IOC) ist ein weltumspannender Verband, der – auch durch seine Holding-Struktur durchaus vergleichbar mit Grossunternehmen – über sehr viel Macht und Geld verfügt. Mit der Vergabe der Olympischen Winterspiele 2010 an Kanada vertreibt das IOC nun einen Grossteil der indigenen Bevölkerung rund um den Austragungsort Vancouver. Denn die Spiele werden auf unabgetretenem indianischem Land ausgetragen. Das hat verheerende Folgen für Mensch und Umwelt: Riesige Flächen an Naturlandschaften und Rückzugsorten für Wildtiere wurden dem Aus- oder Neubau von Autobahnen, Wintersportzentren und anderer Infrastruktur geopfert. Die Obdachlosigkeit in der Region Vancouver hat sich seit der Vergabe der Spiele verdreifacht, wovon vor allem die „First Nations“ betroffen sind. Es ist verwerflich, dass global operierende Konzerne an den Spielen Millionen verdienen, während lokale soziale Versprechen nicht eingehalten werden. Die betroffene Bevölkerung wird in ihren Ghettos und Reservaten sich selbst überlassen.</p></blockquote>
<p style="text-align: center;">[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2010/01/25/public-eye-awards-2010-das-ioc-als-ubelstes-unternehmen-des-jahres/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>München 2018: Studie der FH, Annäherung an die Wahrheit?</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/01/21/munchen-2018-studie-der-fh-annaherung-an-die-wahrheit/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 17:34:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[fh münchen]]></category>
		<category><![CDATA[finanzierung von mega-events]]></category>
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		<category><![CDATA[winterspiele 2018]]></category>
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		<category><![CDATA[garmisch-partenkirchen]]></category>
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		<description><![CDATA[Immerhin, die Studie der Hochschule für Angewandte Wissenschaften München, Fakultät für Tourismus, zur deutschen Olympiabewerbung 2018 und speziell zur Stimmung in der Krisenregion Garmisch-Partenkirchen hat es in die Medien geschafft. Sogar die traditionell olympiabegeisterten Nachrichtenagenturen, die in den vergangenen Wochen jeden Unsinn der Olympia GmbH hochgejazzt haben, berichten darüber und liefern schräge Überschriften, etwa die [...]]]></description>
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<p>Immerhin, die Studie der Hochschule für Angewandte Wissenschaften München, <a title="FH München, Fakultät für Tourismus" href="http://tr.fh-muenchen.de/" target="_blank">Fakultät für Tourismus</a>, zur deutschen Olympiabewerbung 2018 und speziell zur Stimmung in der Krisenregion Garmisch-Partenkirchen hat es in die Medien geschafft. Sogar die traditionell olympiabegeisterten Nachrichtenagenturen, die in den vergangenen Wochen jeden Unsinn der Olympia GmbH hochgejazzt haben, berichten darüber und liefern schräge Überschriften, etwa die dpa: &#8220;Euphorie ist anders: Gegenwind für Olympia-Bewerbung&#8221;.</p>
<p>Hier nun wie gewohnt die <strong><a title="Olympiastudie GAP, Januar 2010" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/01/olympia2018_noch_keine_euphorie.pdf" target="_blank">Studie im Original</a></strong> (pdf, 12 Seiten, 311 KB) und einige Kernaussagen, die nicht so sehr mit den fröhlichen PR-Märchen korrespondieren, die von Olympiaplanern und ihren Fans in Politik und Medienwirtschaft in Umlauf gebracht werden:</p>
<ul>
<blockquote>
<li>Knapp die Hälfte der Bürger befürwortet eine Bewerbung, etwas mehr als ein Viertel lehnt sie ab</li>
<li>Die Erwartung an einen positiven Ausgang eines Bürgerentscheids überwiegt – dennoch wird von einem knappen Ergebnis ausgegangen</li>
<li>Die Hälfte der Bürger kennt das <a title="München 2018: Bewerbungsstart mit neuem Logo" href="http://jensweinreich.de/?p=5649" target="_self">Bewerbungslogo</a> nicht</li>
<li>Viele<span> </span>Befürworter<span> </span>erhoffen<span> </span>sich<span> </span>umfassende Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen</li>
<li>Der Kenntnisstand zu dem wahren Umfang und den Auswirkungen der Spiele ist gering</li>
<li>Über die Hälfte der Bürger informiert sich nur ab und zu oder nie über die Bewerbung</li>
<li>Die Mehrheit ist mit der Informationspolitik rund um die Bewerbung unzufrieden, vor allem die Gegner</li>
<li>Die größte Hoffnung liegt auf der Werbung für den Tourismus und eine allgemeine Bekanntheitssteigerung</li>
<li>Die Angst vor Verschuldung und Überschuldung, Verkehrschaos und Naturzerstörung prägt die Befürchtungen</li>
<li>Die persönlichen Hoffnungen und Befürchtungen sind sehr gering</li>
</blockquote>
</ul>
<p>Das sind jetzt nicht unbedingt sensationelle Erkenntnisse, aber gut zu wissen ist es allemal.</p>
<p>Ergänzend dazu mein bislang letzter <a title="München 2018: Entwurf des Mini-Bidbooks ..." href="http://jensweinreich.de/?p=5834" target="_self">ausführlicher Beitrag zur Olympiabewerbung</a> mit zahlreichen Dokumenten (u.a. Entwurf des Mini-Bewerbungsbuches) und natürlich den wichtigsten Links aus anderen Medien, von Ralf gewohnt aufopfernd zusammengestellt (vielen Dank mal wieder dafür).</p>
<p>Es tut sich was, und siehe: Auch <a title="www.nolympia2018.de" href="http://www.nolympia2018.de/" target="_blank">dieses zarte Pflänzchen</a> wächst und gedeiht.</p>
<p>Darf ich mal wieder an diese Abstimmung erinnern?</p>
Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.

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		</item>
		<item>
		<title>Was vom Tage übrig bleibt (48): Südafrika, Soccerex, DOSB-Ethikpreis, The Fastest Couple</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 16:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Moin. Melde mich heute aus Sandton, Johannesburg. Unten auf dem Nelson Mandela Square gewinnt gerade Holland nach drei Toren von Pierre van Hoijdonk das &#8220;World Cup legends tournament&#8221; im Finale gegen England. Ja, es geht in den nächsten Tagen um Fußball. Es gibt ein Wiedersehen mit Sepp&#8217;n Jack, Ricardo &#38; Franz &#38; Chuck und all [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<div class="topsy_widget_data topsy_theme_light-green" style="float: right;margin-left: 0.75em; background: url(data:,%7B%20%22url%22%3A%20%22http%253A%252F%252Fwww.jensweinreich.de%252F2009%252F11%252F29%252Fwas-vom-tage-ubrig-bleibt-48-sudafrika-soccerex-dosb-ethikpreis-the-fastest-couple%252F%22%2C%20%22style%22%3A%20%22small%22%2C%20%22title%22%3A%20%22Was%20vom%20Tage%20%C3%BCbrig%20bleibt%20%2848%29%3A%20S%C3%BCdafrika%2C%20Soccerex%2C%20DOSB-Ethikpreis%2C%20The%20Fastest%20Couple%22%20%7D);"></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5919" title="Soccerex 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/soccerex11.jpg" alt="" width="448" height="252" /></p>
<p>Moin. Melde mich heute aus Sandton, Johannesburg. Unten auf dem Nelson Mandela Square gewinnt gerade Holland nach drei Toren von Pierre van Hoijdonk das &#8220;World Cup legends tournament&#8221; im Finale gegen England. Ja, es geht in den nächsten Tagen um Fußball. Es gibt ein Wiedersehen mit <a title="Beiträge zu Joseph Blatter" href="http://jensweinreich.de/?s=blatter" target="_self">Sepp&#8217;n</a> <a title="Beiträge zu Jack Warner" href="http://jensweinreich.de/?cat=664" target="_self">Jack</a>, Ricardo &amp; Franz &amp; Chuck und all den anderen. Nach der Messe <a title="Soccerex 2009" href="http://www.soccerex.com" target="_self">Soccerex</a> hier im Sandton Convention Centre bin ich noch einige Tage in Kapstadt, u.a. am Donnerstag bei der Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees auf Robben Island (<a title="Interview mit einem Friedensnobelpreisträger in spe" href="http://jensweinreich.de/?p=5444" target="_self">Friedensnobelpreis</a>, ick hör Dir trapsen) und natürlich bei der WM-Gruppenauslosung am Freitag, die ich sicher live mitbloggen werde. Ich hoffe, wir werden etwas Spaß haben.</p>
<p>Bevor der Fußball dominiert, noch einige Pflichtthemen, die flink abgearbeitet werden müssen. Von Sepp&#8217;n Jack, anderen Totalspezialdemokraten, Ethikexperten und dem Friedensnobelpreis ist es nicht schwer, die Brücke zu schlagen zum DOSB, der heute dazu <a title="DOSB PM vom 29 November 2009" href="http://www.dosb.de/de/organisation/verbands-news/detail/news/dosb_ethikpreis_fuer_2010_ausgeschrieben/9746/cHash/220a7353b9/" target="_blank">aufgerufen</a> hat, Vorschläge für den &#8220;<strong>DOSB-Ethikpreis 2010</strong>&#8221; zu unterbreiten. Ich finde, hier ist der richtige Platz, um Vorschläge zu diskutieren und parallel natürlich auch beim DOSB einzureichen. Einsendeschluss ist der 15. Dezember:</p>
<blockquote><p>2010 vergibt der DOSB zum ersten Mal den DOSB-Ethikpreis. Damit sollen künftig alle zwei Jahre <strong>eine Persönlichkeit oder eine Gruppe ausgezeichnet werden, die sich in besonderer Weise um die Förderung der ethischen Werte im Sport verdient gemacht hat</strong>.</p>
<p>Der DSOB-Ethikpreis wird 2010 erstmals verliehen.</p>
<p>Angesichts der vielfältigen Herausforderungen, unter denen sich der Sport heute bewähren muss, werden bei der Vergabe des DOSB-Ethikpreises insbesondere gewürdigt: Verdienste im Bereich der Werteerziehung, soziales und ökologisches Engagement sowie Fairness und moralische Integrität.</p>
<p>Der DOSB-Ethikpreis wird in Kontinuität zur Ludwig-Wolker-Plakette verliehen, die an einen der bedeutendsten Repräsentanten der kirchlichen Sportbewegung erinnerte.</p>
<p>Jede Mitgliedsorganisation kann einen begründeten Vorschlag machen, der mit entsprechenden Unterlagen bis zum 15. Dezember 2009 an die Kuratoriumsvorsitzende Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper zu leiten ist.</p>
<p>Weitere Anfragen und Rücksendungen bitte an Stephanie Primus, Fax: 069-6700-1207, Mail: <a title="Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Mail" href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('ocknvq,rtkowuBfqud0fg');">primus(at)dosb.de</a> , Tel: 069-6700-207 oder per Post: Stephanie Primus, DOSB, Otto-Fleck-Schneise 12, 60528 Frankfurt am Main.</p></blockquote>
<p>Nur zu, ich rufe auf zur Diskussion:</p>
<p><strong>Wer hat sich in der Vergangenheit um ethische Werte im Sport verdient gemacht? Wer soll den DOSB-Ethikpreis erhalten?</strong></p>
<p>Einige Namen habe ich weiter oben schon ins Spiel gebracht. Das UDIOCM (FDP) und sein DOSB-General von den Bündnisgrünen, <a title="Staatssekretär Christoph Bergner (CDU) über Doping und andere Ärgerlichkeiten" href="http://jensweinreich.de/?p=5890" target="_self">Christoph Bergner</a> (CDU), <a title="War Samaranch KGB-Agent" href="http://jensweinreich.de/?cat=438" target="_self">Juan Antonio Samaranch</a> (Opus Dei/KGB?) oder <a title="Dopingtrainer, Dopingopfer" href="http://jensweinreich.de/?cat=921" target="_self">Werner Goldmann</a> sind natürlich auch Kandidaten &#8211; aber die werden sich doch wohl nicht selbst auszeichnen? Oder etwa ihren Freund 20er?</p>
<p><em>Nachtrag, 19.28 Uhr:</em> Oh, ich hatte übersehen, dass hier keine Vorschläge gemacht werden dürfen, weil diese kleine feine Öffentlichkeit nicht zur <a title="&quot;We are family&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=4265" target="_self">Sportfamilie</a> gehört. Es dürfen nur Mitgliedsorganisationen Namen einreichen, und die definiert der DOSB so:</p>
<blockquote><p>Unter Sportfamilie verstehen wir die 97 Mitgliedsorganisationen sowie deren Untergliederungen, die den Sport in Deutschland gestalten und organisieren.</p>
<p>Zu den Mitgliedern im Deutschen Olympischen Sportbund gehören:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.dosb.de/de/organisation/mitgliedsorganisationen/landessportbuende/" target="_self">16 Landessportbünde</a></li>
<li><a href="http://www.dosb.de/de/organisation/mitgliedsorganisationen/spitzenverbaende/" target="_self">61 Spitzenverbände (33 olympische und 28 nichtolympische)</a></li>
<li><a href="http://www.dosb.de/de/organisation/mitgliedsorganisationen/verbaende-mit-besonderen-aufgaben/" target="_self">20 Sportverbände mit besonderen Aufgaben</a></li>
<li>2 IOC-Mitglieder</li>
<li>15 Persönliche Mitglieder</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Obwohl ich jetzt nicht weiß, warum auf der DOSB-Webseite nur &#8220;2 IOC-Mitglieder&#8221; genannt werden. Noch sind es drei. Und ein Mann wie Walther Tröger, der am 31. Dezember IOC-Ehrenmitglied wird, sollte im DOSB eigentlich noch einen Sitz haben dürfen. Wie auch immer: Wer mag, sollte der Chef-Ethikerin Frau Doll-Tepper trotzdem eine Email schicken.</p>
<p>Die Ethik also. Schon sind wir beim heutigen Lesebefehl:</p>
<p>Ich habe immer wieder Geschichten über das einstige The Fastest Couple on Earth verlinkt: <a title="alle Beiträge zu Marion Jones" href="http://jensweinreich.de/?s=marion+jones" target="_self">Marion Jones</a> und <a title="alle Beiträge zu Tim Montgomery" href="http://jensweinreich.de/?cat=382" target="_self">Tim Montgomery</a>. Diese Stories von <strong><span style="color: #000000;">Times</span></strong>-Sportchefreporter Owen Slot sollte man ebenfalls lesen:</p>
<ul>
<li><a title="The Times" href="http://www.timesonline.co.uk/tol/sport/more_sport/athletics/article6934111.ece" target="_blank">Unabashed Tim Montgomery and Marion Jones kept drugs in fridge</a></li>
<li><a title="The Times" href="http://www.timesonline.co.uk/tol/sport/more_sport/athletics/article6934021.ece" target="_blank">Tim Montgomery: ‘I had the best job in the world – now I’m in prison clearing leaves’</a></li>
</ul>
<p>Und zum Abschluss noch ein Jobangebot. Ich meine, die Zeiten sind hart. Angesichts <a title="DOSB-Stellenangebot" href="http://www.dosb.de/de/organisation/stellenangebote/dosb-sucht/#c28694" target="_blank">dieser Offerte</a> des DOSB zur Mitarbeit an der Münchner Olympiabewerbung überlege ich ernsthaft, die Seiten zu wechseln. Klingt vielversprechend. Oder hat jemand einen besseren Vorschlag? Möchte sich jemand bewerben? <span id="more-5917"></span></p>
<blockquote><p><strong>Ihr Aufgabengebiet umfasst im Wesentlichen</strong></p>
<ul>
<li>kommunikative Schnittstelle zwischen dem DOSB und der Bewerbergesellschaft München 2018</li>
<li>inhaltliche und organisatorische Unterstützung der Projektverantwortlichen</li>
<li>Aufbau und Betreuung eines internen Projektmanagements</li>
<li>interne Koordination aller Informationen und Tätigkeiten der beteiligten Geschäftsbereiche des DOSB</li>
<li>Koordination, Vorbereitung und Begleitung medienwirksamer Veranstaltungen</li>
<li>Vor- und Nachbereitung von Sitzungen der Gremien und Arbeitsgruppen der Bewerbergesellschaft München 2018</li>
</ul>
<p><strong>Wir erwarten</strong></p>
<ul>
<li>Abgeschlossenes Hochschulstudium in einem relevanten Fachgebiet oder vergleichbare Qualifikation</li>
<li>Erfahrungen im Projektmanagement</li>
<li>umfassende Kenntnis der Sportstrukturen</li>
<li>soziale Kompetenz, Kontaktfähigkeit und Kommunikationsstärke</li>
<li>Organisationstalent und Erfahrungen im Bereich der Netzwerk- sowie Gremienarbeit</li>
<li>sehr gutes Ausdrucksvermögen in Deutsch und Englisch</li>
<li>sehr gute IT-Anwendungsfähigkeiten (Word, Excel, Powerpoint)</li>
<li>Bereitschaft zu Reisetätigkeit und flexiblen Arbeitszeiten</li>
</ul>
<p>Wir bieten eine fordernde Aufgabe, ein förderndes Umfeld und eine leistungsgerechte Vergütung. Ihre aussagefähige Bewerbung mit der Angabe Ihres Gehaltswunsches richten Sie bitte bis zum <strong>18. Dezember 2009</strong> an:</p>
<p><strong>Deutscher Olympischer SportBund<br />
</strong>Frau Astrid Heidl<br />
Otto-Fleck-Schneise 12<br />
60528 Frankfurt am Main</p></blockquote>

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</ul>
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		</item>
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		<title>München 2018: Entwurf des Mini-Bidbooks und &#8220;offizielle Oppositionen&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/11/23/munchen-2018-entwurf-des-mini-bidbooks/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 12:48:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gruppenbild ohne Dame bzw. ohne Katarina Witt, das schönste Gesicht des Sozialismus und &#8220;Gesicht&#8221; der Münchner Olympiabewerbung. So strahlten die Herrschaften am Freitag nach der Gesellschafterversammlung der Olympia GmbH in die Kameras (Foto: München 2018). Es gibt mehrere gute Gründe, das Bild zu veröffentlichen, zum Beispiel diesen: Willy Bogner, neuer Vorsitzender der Geschäftsleitung und ehemals [...]]]></description>
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<p>Gruppenbild ohne Dame bzw. ohne Katarina Witt, das schönste Gesicht des Sozialismus und &#8220;<a title="Zielgruppenoptimierung: München 2018 verpflichtet das schönste Gesicht des Sozialismus" href="http://jensweinreich.de/?p=4249" target="_self">Gesicht</a>&#8221; der Münchner Olympiabewerbung. So strahlten die Herrschaften am Freitag nach der Gesellschafterversammlung der Olympia GmbH in die Kameras (<em>Foto: München 2018</em>). Es gibt mehrere gute Gründe, das Bild zu veröffentlichen, zum Beispiel diesen: Willy Bogner, neuer Vorsitzender der Geschäftsleitung und ehemals für <a title="alle Beiträge zu Sotschi 2014" href="http://jensweinreich.de/?cat=424" target="_self">Putins Oligarchenbewerbung</a> in Sotschi tätig, kam hier bislang zu kurz. Bogner ist der <span style="text-decoration: line-through;">lächelnde</span> grinsende Herr ganz links.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5838" title="Gesellschafterversammlung München 2018, 20. November 2009" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/mh_gruppenfoto_001-3.jpg" alt="" width="500" height="219" /></p>
<p>Die Installierung von Bogner als Ein-Euro-Mann und Boss der beiden eigentlichen Geschäftsführer Berhard Schwank (DOSB/Bach) und Richard Adam (München/Ude) ist ein weiteres Zeichen dafür, dass es im Gebälk sehr knarzt. Ähnliche Komplikationen, allerdings etwas heftiger, hatte es bereits bei der <a title="Beiträge zu Leipzig 2012" href="http://jensweinreich.de/?cat=50" target="_self">Leipziger Olympiabewerbung</a> gegeben, als Sportminister Otto Schily im Herbst 2003 in größter Not den Ein-Euro-Mann Peter Zühlsdorff verpflichtete. Es ist halt kompliziert, wenn alles nach den IOC/DOSB-Regeln tanzen soll. Konkret: Der DOSB hat gemäß Olympischer Charta die Mehrheit (51 Prozent) in der Gesellschaft, obgleich er kein Geld aufbringt. Bezahlen müssen die Bürger &#8211; und die Politiker haben das Geld, die Milliarden, herbeizuschaffen. So simpel ist das.</p>
<p>Schon vorher hatte die Installierung von Schwank bei den eigentlichen Bewerbern in München für Unmut gesorgt. Selbst hochrangige Vertreter der Bewerbergesellschaft nehmen kaum noch ein Blatt vor den Mund und kritisieren in kleinen Kreisen ungefragt die Politik des DOSB, wobei der FDP-Mann in der Mitte des Fotos (vierter von rechts), DOSB-Chef und IOC-Vize Thomas Bach, kaum besser wegkommt als der Herr ganz rechts: DOSB-General Michael Vesper, ein Bündnisgrüner, für den und dessen Methoden - Achtung, Quellenschutz! &#8211; in München ein wenig schmeichelhafter <a title="Wikipedia: Stalinismus" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stalinismus" target="_blank">Begriff</a> verbreitet wird. Ich kann das schlecht einschätzen, muss gerade deshalb meinen Quellen trauen. Das Mehrquellenprinzip, das darf ich gern mitteilen, habe ich selbstverständlich berücksichtigt.</p>
<p>Sie haben dennoch Grund zur Freude, die Herrschaften. Alle beteiligten Kommunen sind auf Kurs gebracht, das so genannte <a title="PM München 2018" href="http://www.muenchen2018.org/presse/news-55-olympia-bewerbung-muenchen-2018-gesellschafterversammlung-beschliesst-eckpunktepapier.html" target="_blank">Eckpunktepapier</a> verabschiedet. Mit der Transparenz haben sie es nach wie vor nicht so, das wird sich auch nicht ändern, aber es gibt ja Blogs, in denen man zumindest Entwürfe dieses Eckpunktepapiers lesen kann, aus dem das so genannte Mini-Bidbook erstellt wird, das wiederum bis zum 15. März 2010 dem IOC überreicht werden muss.</p>
<p>Voilà, ich sage mal nicht: exklusiv. Aber selten:</p>
<ul>
<li><a title="Eckpunkte Minibidbook München 2018" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/minibidbook.pdf" target="_blank"><strong>Eckdaten der Münchner Olympiabewerbung</strong></a><strong> <em>(69 Seiten, pdf, 3,9 MB)</em></strong></li>
</ul>
<p>Die Meinung der kundigen Leser zu diesem Entwurf interessiert mich natürlich sehr. (<em>Achtung, kleine Medienkritik: Es ist übrigens mal wieder interessant, was die Nachrichtenagentur dpa unter &#8220;Eckpunkte&#8221; der Bewerbung versteht. Keinesfalls Details etwa zur Finanzierung, nein, bloß eine simple Chronik der Ereignisse.</em>)</p>
<p>Gemäß <a title="Olympia2018, die Ausgangslage ..." href="http://jensweinreich.de/?p=5584" target="_self">Timetable der Olympiabewerbung 2018</a> muss das Bidbook im März vorliegen, das eigentliche Bewerbungsbuch dann im Januar 2011.</p>
<ul>
<li>Hier <a title="München 2018: der Weg nach Durban" href="http://jensweinreich.de/?p=4485" target="_self"><span style="color: #6b8e23;">einmal mehr</span></a> das 101 Seiten umfassende <a title="IOC 2018 Candidature Acceptance Procedure" href="http://multimedia.olympic.org/pdf/en_report_1451.pdf" target="_blank"><span style="color: #6b8e23;">2018 Candidature Acceptance Procedure</span></a> <em>(pdf, 3,5 MB)</em>  des IOC.</li>
</ul>
<p>Andererseits: Womöglich vergeht den deutschen Olympiabewerber-Bossen das Lachen bald. Denn in Südkorea sind die Konkurrenten doch sehr aktiv, wie der <a title="Korea Herald" href="http://www.koreaherald.co.kr/NEWKHSITE/data/html_dir/2009/11/24/200911240016.asp" target="_blank">Korea Herald</a> gerade wieder meldet. Ex-Samsung-Boss <a title="Pyeongchang: Olympiafavorit für 2018" href="http://jensweinreich.de/?p=3624" target="_self">Kun</a> <a title="Der reichste Koreaner: IOC-Mitglied Kun Hee Lee" href="http://jensweinreich.de/?p=3727" target="_self">Hee</a> <a title="Samsung &amp; Co: &quot;natural partners&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=3886" target="_self">Lee</a> - mehrfach wegen gigantischer Korruption verurteiltes IOC-Mitglied und Freund des DOSB-Chefs - soll zum wiederholten Male begnadigt werden.</p>
<p>Muss sich München fürchten? Gewiss.</p>
<blockquote><p><strong>Amnesty for ex-Samsung-chief?</strong></p>
<p>Korea&#8217;s sports and corporate leaders are calling on the government to grant a presidential pardon to Lee Kun-hee, the former chairman of Samsung Group who received a suspended jail term for breach of trust in August.</p>
<p>Leaders of sports organizations last week suggested that President Lee Myung-bak include Lee in the presidential amnesty to be granted around Christmas. They said that presidential leniency is necessary in part to promote the bid for the 2018 Winter Olympics of the Korean city of Pyeongchang, Gangwon Province.</p>
<p>Lee, a member of the International Olympic Committee since 1996, the Olympic-governing body, voluntarily relinquished his IOC membership in July last year, citing the need to resolve legal disputes surrounding him and Samsung.</p>
<p>Lee was handed a three-year prison term, which was suspended for five years, on conviction of illegal bond trading. He was also fined 110 billion won ($95 million). The 66-year-old tycoon quit as chairman of Samsung Group, Korea&#8217;s largest family-controlled conglomerate, in April last year.</p>
<p>Now that the final court sentencing has been made, an increasing number of people are calling on the government to grant Lee a presidential pardon.</p>
<p>On Nov. 17, Kim Jin-sun, governor of Gangwon Province, called for a presidential amnesty for Lee, saying that Pyeongchang needs Lee&#8217;s assistance at the IOC and other international organizations. Pyeongchang makes its third bid to host the Winter Olympics after it lost to Canada&#8217;s Vancouver and Russia&#8217;s Sochi in its two previous attempts to host the 2010 and 2014 Winter Games. The Korean city is expected to compete with Annecy of France and Munich of Germany for the right to host the 2018 Winter Games.</p>
<p><script src="/khjs/banner/article_340.js"></script>On Nov. 19, Cho Yang-ho, chairman of Hanjin Group who jointly heads the Pyeongchang bidding committee, said in a news conference that the committee suggested to the government that it grant a presidential pardon for Lee.</p>
<p>&#8220;I think his reinstatement will greatly help Pyeongchang expand its support base (in the IOC),&#8221; Cho said.</p>
<p>He said Lee&#8217;s resumption of Olympic activity is &#8220;desperately needed&#8221; ahead of a meeting of IOC members in Vancouver, Canada, next February which will be the last meeting before the IOC decides the venue for the 2018 Winter Olympics in July 2011.</p>
<p>On Friday, Sohn Kyung-sik, chairman of the Korea Chamber of Commerce and Industry, joined the appeal for a presidential pardon for Lee. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Es darf also weiter abgestimmt werden:</p>
<p>Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.Auf die <a title="alle Beiträge: Finanzierung von Mega-Events" href="http://jensweinreich.de/?cat=692" target="_self">Finanzierungsfrage</a> inklusive der <a title="Finanzierung Olympischer Spiele: &quot;Wir sind ein priviligiertes Völkchen!&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=3771" target="_self">OCOG- und Non-OCOG-Etats</a> gehe ich demnächst wie versprochen noch einmal ausführlich ein. Zum Reinhören und Nachlesen nur kurz ein Beitrag, den ich vergangenen Samstag für den Deutschlandfunk produziert habe. Inzwischen haben die Grünen in Bayern sich tatsächlich gegen die Olympiabewerbung ausgesprochen.</p>
<ul>
<li>der Antrag des Grünen-Kreisverbandes Fürstenfeldbruck für die <a title="Resolution der bayerischen Grünen gegen die Olympiabewerbung vom 22. November 2009" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/reso_3_olympia_1109.pdf" target="_self">Resolution gegen Olympia</a> (<em>pdf, 3 Seiten</em>)</li>
<li>Mein DLF-Beitrag:</li>
</ul>
<p style="TEXT-ALIGN: center"><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/11/21/dlf_20091121_1932_1e830c93.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Münchens Olympiabewerber haben die Eckpunkte der Offerte für die Winterspiele 2018 verabschiedet. Nach den Turbulenzen der vergangenen Wochen demonstriert man Einigkeit. Getreu dem Motto des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): Der Sport möge „mit einer Stimme&#8221; sprechen. Doch unter der Oberfläche brodelt es weiter.</p>
<p>Eine Große Koalition von Sport und Politik ist sich einig: Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) und DOSB-Präsident Thomas Bach (FDP) verabschiedeten auf der Gesellschafterversammlung der Olympia GmbH die Eckdaten für das erste umfassende Bewerbungsdokument.</p>
<p>DOSB-Chef Bach behauptet eine aktuelle Zustimmungsrate von 82 Prozent für die Pläne. Horst Seehofer sagt:</p>
<blockquote><p>„In allen Umfragen ist die ganz große Mehrheit der Bevölkerung hinter dieser Olympiabewerbung. Und deshalb, glaube ich, handeln wir im Interesse der ganz, ganz überwiegenden Mehrheit der bayerischen Bevölkerung.&#8221;</p></blockquote>
<p>Zwischen 2,9 und 3,5 Milliarden Euro soll das Abenteuer kosten &#8211; in beiden Etats, dem reinen Organisations- und dem Infrastrukturetat. Detaillierte, nachprüfbare Posten liegen der Öffentlichkeit allerdings nicht vor.</p>
<p>In den Lokalparlamenten von München, Garmisch-Partenkirchen, Oberammergau und Berchtesgaden gab es zuletzt erbitterte Diskussionen &#8211; doch Mehrheiten stimmten für die „Eckpunkte&#8221; der Bewerbung.</p>
<p>SPD-Mann Ude bezeichnete Abgeordnete, die Fragen stellten, und Olympiakritiker gemäß SZ als „unseriös&#8221;, „unqualifiziert&#8221; und als „radikale Minderheiten&#8221;.</p>
<p>Im Entwurf des Bewerbungsbuches heißt es:</p>
<blockquote><p><strong>„Bislang sind keine offiziellen Oppositionen bekannt.&#8221;</strong></p></blockquote>
<p>Es werde Wert auf Transparenz und die Einbindung von NGOs in Fachkommissionen gelegt.</p>
<p>Nur: Etliche dieser Gruppen haben sich aus der Fachkommission Umwelt, um die geht es vor allem, längst verabschiedet. Vor längerer Zeit schon der <a title="PM Bund Naturschutz" href="http://www.bund-naturschutz.de/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/1467/pm/cc200efb83.html" target="_blank">Bund Naturschutz</a> &#8211; zuletzt etwa der „Verein zum Schutz der Bergwelt&#8221;. Auch dieser Verein kritisiert, unseriös vereinnahmt und zu Mitautoren eines angeblichen „Umweltkonzeptes&#8221; gemacht worden zu sein. Die Bewerbung sei „die Verschwendung von Natur für Ruhm und Ehre&#8221;.</p>
<p>Das angebliche <a title="München 2018" href="http://www.muenchen2018.org/bewerbungsthemen/umwelt/index.html" target="_blank">Umweltkonzept</a> sei ein PR-Papier, das von den wirklichen Problemen ablenke, sagen Fachleute.</p>
<p>Axel Doering, Kreisvorsitzender des Bundes Naturschutz aus Garmisch-Partenkirchen, ist eine Art Oppositionsführer. Er strebt einen Bürgerentscheid an &#8211; möglichst bis zum 15. März 2010, wenn das Mini-Bidbook beim IOC abgegeben werden muss.</p>
<blockquote><p>„Also wenn ein Bürgerentscheid negativ ausgeht für die Olympiabewerber, dann ist das hier in Garmisch-Partenkirchen vorbei. Es ist allerdings sehr schwierig. Viele Leute sagen: Wir fühlen uns unter Druck gesetzt. Und viele Leute, die eigentlich Olympische Spiele auch nicht wollen, werden deshalb nichts organisieren, das habe ich in letzter Zeit oft erlebt. Das ist natürlich sehr schwierig, weil diese ganzen wachs- und windelweichen Versprechungen viele Leute mit diesem Zauberwort Olympia locken.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der Ort sei zu klein und außerdem pleite, die Eingriffe zu weitreichend, sagt Doering. Er kritisiert die Informationspolitik der Bewerber, die lediglich Phrasen verbreite.</p>
<blockquote><p>„Im Moment ist alles was offiziell kommt, das ist nur: Es ist toll, und das bringt uns weiter, das bringt uns Straßen, das bringt uns Tourismus und das bringt uns das Glück der Welt. Und das kann&#8217;s nicht sein.&#8221;</p></blockquote>
<p>Doering kritisiert auch Diktat des Internationalen Olympischen Komitees, dem Bund, Freistaat und Kommunen zahlreiche Blankovollmachten ausstellen.</p>
<blockquote><p>„Das IOC ist ja eine bekannt intransparente Organisation. Und das IOC behält sich also in dieser Vertragsgestaltung bis zuletzt die Änderung aller Bedingungen vor. Es kann seine Zahlungen ändern, es kann die Sportarten ändern, es kann alles ändern. Es ist so, dass dieser entsprechende Vertrag vor drei Jahren in Salzburg zum Beispiel von den österreichischen Landesanwälten als sittenwidrig und Knebelungsvertrag gewürdigt wurde.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wenigstens da widerspricht ihm Münchens OB Ude nicht grundsätzlich. Ude nennt die IOC-Vertragsgestaltung „<a title="Süddeutsche Zeitung" href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/820/494160/text/" target="_self">eine Zumutung</a>&#8220;.</p>
<p>Der nächste Schreck für die Olympiabewerber kam am Sonntag, als sich Bayerns Grüne auf ihrer Landesversammlung in Bamberg gegen die Pläne aussprachen. Der Grünen-Landesvorsitzende Dieter Janecek sagte vorab:</p>
<blockquote><p>„Ich rechne damit, dass es einen ablehnenden Beschluss geben wird. Die Leute sind einfach sehr skeptisch. Je näher sie dran sind an den Sportstätten, desto weniger glaubt man den Versprechungen des IOC und der Bewerbergesellschaft. Man glaubt vielmehr, dass man Naturzerstörungen erleben wird, dass Schneekanonen massiv eingesetzt werden, dass die Schuldenberge immer höher werden, wie bei Garmisch: bereits schon 100 Millionen Schulden. In München sieht man das ein bisschen anders, da glauben die Leute anscheinend eher, dass sei so eine Art Oktoberfest mit Schlittenrennen. Aber wenn man draußen ist auf dem Land, dann hat man da einen ganz anderen Eindruck.&#8221;</p></blockquote>
<p>Kurios dabei: Die Grünen im Bundestag, allen voran Claudia Roth, und die Fraktion im Münchner Rathaus sind für Olympia. Alle anderen Gremien und Fraktionen der bayerischen Grünen sind dagegen. Dieter Janecek hat sich in einigen Grundsatzpapieren mit der Bewerbung beschäftigt. Sein Fazit: „<a title="Blog von Dieter Janecek" href="http://blog.dieter-janecek.de/2009/10/13/olympische-spiele-2018-sind-kein-gewinn-fur-unsere-region/" target="_self">Olympische Spiele 2018 sind kein Gewinn für unsere Region.</a>&#8221;</p>
<ul>
<li>Und noch ein Interview im <strong>DLF</strong>: Tobias Oelmaier im Gespräch mit Garmisch-Partenkirchens Bürgermeister Thomas Schmid:</li>
</ul>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/11/21/dlf_20091121_1936_aecf8d64.mp3" target="_self">:</a></p>

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		<title>München 2018: &#8220;Münchner Herzl für deutsche Vancouver-Mannschaft&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 12:25:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die unendliche Serie der überflüssigsten und dämlichsten Pressemitteilungen (Foto: München 2018 GmbH) wird in den kommenden Monaten bis zur IOC-Entscheidung über die Olympischen Winterspiele 2018 gewiss mit zahlreichen Elaboraten aus München ergänzt werden dürfen. In loser Folge erlaube ich mir, einige bizarre Ergüsse in Gänze zur Kenntnis zu geben. Zum Beispiel die &#8220;Pressemitteilung&#8221; von heute [...]]]></description>
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<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5699" title="Lebkuchen für Olympia (c) München 2016 Bewerber GmbH" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/10/lebkuchen2018-1.jpg" alt="" width="500" height="298" /></p>
<p>Die unendliche Serie der überflüssigsten und dämlichsten Pressemitteilungen <em>(Foto: München 2018 GmbH)</em> wird in den kommenden Monaten bis zur <a title="Olympia 2018, die Ausgangslage ..." href="http://jensweinreich.de/?p=5584" target="_self">IOC-Entscheidung über die Olympischen Winterspiele 2018</a> gewiss mit zahlreichen Elaboraten aus <a title="alle Beiträge zu München 2018" href="http://jensweinreich.de/?cat=49" target="_self">München</a> ergänzt werden dürfen. In loser Folge erlaube ich mir, einige bizarre Ergüsse in Gänze zur Kenntnis zu geben. Zum Beispiel die &#8220;Pressemitteilung&#8221; von heute Mittag; übrigens gibt es derlei Meldungen jetzt auch in Englisch:</p>
<blockquote><p><strong><a title="München 2018" href="http://www.muenchen2018.org" target="_blank">Munich 2018</a> Send Best Wishes to the German Olympic Team</strong></p>
<p>Munich, 29 October 2009 &#8211; As Germany&#8217;s finest winter athletes gathered in Munich today for their official apparel outfitting for the 2010 Olympic and Paralympic Winter Games in Vancouver, they were each given a surprise good luck gift by the Munich 2018 Bid Committee.</p>
<p>Munich 2018 presented a world famous Bavarian &#8220;Lebkuchenherzl&#8221; (gingerbread heart), containing the message &#8220;Munich 2018 in the heart&#8221;, to each athlete.</p>
<p>Bernhard Schwank, Joint Director of the Munich 2018 Bid Committee and Germany&#8217;s &#8220;Chef de Mission&#8221; for the Olympic Winter Games in Vancouver said:</p>
<p>&#8220;We are delighted to pass on best wishes to our Olympic athletes for Vancouver 2010. It is wonderful to have the German team here in Munich; it has already created a fantastic Olympic atmosphere in our city.</p>
<p>&#8220;So many of these athletes dream about performing at the Olympic Winter Games in their own country and we are determined to help them realise their dreams&#8221;.</p>
<p><strong>„München 2018 im Herz&#8217;n&#8221; &#8211; Olympioniken erhalten Lebkuchenherz </strong></p>
<p>München, 29. Oktober 2009 &#8211; Die Vorbereitungen für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2010 in Vancouver sind auf der Zielgeraden. Bei der offiziellen Einkleidung der deutschen Mannschaft erhielt jeder Athlet auch ein Lebkuchenherz der Bewerbungsgesellschaft München 2018 mit der Aufschrift „München 2018 im Herz&#8217;n&#8221;.</p>
<p>„Das Münchner Wiesn-Herz ist weltberühmt. Wir geben es unseren Athletinnen und Athleten mit auf den Weg nach Vancouver. Sie stehen in Vancouver im Mittelpunkt und sind gleichzeitig Botschafter von München 2018. Wenn ich in die jungen Gesichter blicke, dann hoffe ich, dass wir gemeinsam den Weg bis 2018 gehen können. Olympische Spiele im eigenen Land, da stimmen uns insbesondere die Athletinnen und Athleten zu, sind ein Traum, für den auch die Bewerbungsgesellschaft eine Höchstleistung erbringen wird. Die Einkleidung der Olympia-Mannschaft in München durchzuführen ist ein schönes Signal für die Bewerbung,&#8221; so Bernhard Schwank, Geschäftsführer der Bewerbungsgesellschaft München 2018 und Chef de Mission für die Olympischen Winterspiele in Vancouver.</p></blockquote>
<p>Bin mal gespannt, welche Qualitätsmedien diese Texte sonst noch veröffentlichen. Wer mag, kann die entsprechenden Links einstellen.</p>
<p><em>Nachtrag, 13.35 Uhr:</em> Der SID hat&#8217;s gemeldet, natürlich:</p>
<blockquote><p>(&#8230;) &#8220;Unsere Athleten sollen aber nicht nur saubere, faire und erfolgreiche Leistungen abliefern, sondern sie werden hervorragende Botschafter für München 2018 sein. Wir wollen zeigen, dass das Land hinter der Bewerbung steht und wir in Deutschland endlich wieder einmal Olympische Spiele feiern wollen&#8221;, sagte der oberste deutsche Olympier. Die sieben Olympia- und vier Paralympics-Models bekamen deshalb auch auf der Bühne ein Lebkuchenherz mit der Aufschrift &#8220;München 2018 im Herzen&#8221; und dem Logo umgehängt.</p>
<p>Um das doppelte Ziel in Vancouver zu unterstreichen, wird Bernhard Schwank das deutsche Team bei den Winterspielen als Chef de Mission führen. Der Geschäftsführer der Münchner Bewerbungsgesellschaft für 2018 erklärte, dass das Vancouver-Team von der Begeisterung in Deutschland getragen werden solle: &#8220;Für alle Sportler in unserem Team geht mit der Olympia-Teilnahme ein Traum in Erfüllung. Viele fahren dorthin und wollen gewinnen. Alle wollen aber auch dabei helfen, dass sich unser Traum von Olympia 2018 erfüllt.&#8221; (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Auf die bis Juli 2011 laufende Umfrage möchte ich erneut verweisen:</p>
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		<title>München 2018: Bewerbungsstart mit neuem Logo</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/10/16/munchen-2018-das-rennen-beginnt-mit-neuem-logo/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 10:34:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[annecy 2018]]></category>
		<category><![CDATA[ioc]]></category>
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		<category><![CDATA[winterspiele 2018]]></category>
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		<description><![CDATA[Das ist das neue Logo der Münchener Olympiabewerber. Kurzer Nachtrag zum gestrigen ausführlichen Beitrag über die Olympischen Winterspiele 2018: Es ist bei drei Interessenten und damit dem geringsten Interesse an Olympischen Spielen seit 1981 geblieben. Pyeongchang, Annecy und München heißen die Bewerber. Historisch einmalig, man muss schon bis ins Jahr 1981 zurückschauen: Damals bewarben sich [...]]]></description>
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<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5650" title="(c) München 2018" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/10/logo-munchen-2018.jpg" alt="" width="500" height="264" /></p>
<p>Das ist das <a title="München 2018: der Weg nach Durban" href="http://jensweinreich.de/?p=4485" target="_self">neue</a> <a title="Webseite München 2018" href="http://www2.muenchen2018.org/news/news-40-der-startschuss-ist-gefallen-muenchen-2018-stellt-logo-fuer-bewerbung-um-olympische-winterspiele-vor.html" target="_blank">Logo</a> der Münchener Olympiabewerber. Kurzer Nachtrag zum <a title="Olympia 2018, die Ausgangslage: Pyeongchang vor Pyeongchang vor Pyeongchang" href="http://jensweinreich.de/?p=5584" target="_self">gestrigen ausführlichen Beitrag</a> über die Olympischen Winterspiele 2018: Es ist bei drei Interessenten und damit dem geringsten Interesse an Olympischen Spielen seit 1981 geblieben. Pyeongchang, Annecy und München heißen die Bewerber.</p>
<p>Historisch einmalig, man muss schon bis ins Jahr 1981 zurückschauen: Damals bewarben sich Seoul und Nogoya um die Sommerspiele 1988 &#8211; sowie Calgary, Falun und Cortina um die Winterspiele 1988. Die Spiele wurden auf jener IOC-Session in Baden-Baden an Seoul und Calgary vergeben, auf der auch die Kommerzialisierung Olympias eingeläutet wurde.</p>
<p>Somit kann unsere kleine Umfrage den aktuellen Bedingungen angepasst werden, die Auswahl &#8220;Überraschungskandidat&#8221; wurde gestrichen:</p>
Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.
<p>Der Vollständigkeit halber noch die extrem kurze <a title="www.olympic.org" href="http://www.olympic.org/en/content/Media/?articleNewsGroup=-1&amp;articleId=73677" target="_blank">Pressemitteilung</a> des IOC.</p>
<blockquote><p><strong>Three Applicant Cities for the 2018 Olympic Winter Games</strong></p>
<p>The International Olympic Committee (IOC) has announced that three cities have been put forward by their respective National Olympic Committees (NOCs) to apply to host the XXIII Olympic Winter Games and XII Paralympic Winter Games in 2018. The cities, in alphabetical order, are: Annecy (France), Munich (Germany) and PyeongChang (Republic of Korea).* NOCs had until 15 October 2009 to notify the IOC that a city within their jurisdiction was interested in applying.</p>
<p>The three Applicant Cities will now proceed to Phase 1 of the IOC&#8217;s two-step procedure, which will lead to the election of the 2018 host city in Durban, South Africa, in July 2011. Phase 1, called the Candidature Acceptance Procedure, involves a thorough review by the IOC of each city&#8217;s potential to organise successful Olympic Winter Games in 2018. Cities must answer a questionnaire, and their answers are studied by the IOC, before the IOC Executive Board selects the cities that will become Candidate Cities and therefore move on to Phase 2.</p>
<p>In Phase 2, known as the Candidature Procedure, Candidate Cities will be requested to submit their Candidature File &#8211; which is an in-depth description of their Olympic project &#8211; and will be subject to a technical assessment made by a visiting team &#8211; the IOC Evaluation Commission. The IOC Evaluation Commission publishes a report, which is sent to the IOC members no later than one month before they cast their vote at the 123rd IOC Session in Durban.</p>
<p>* The cities will be listed in alphabetical order until such time as the official drawing of lots is carried out by the IOC Executive Board. The order of drawing of lots will then be used until the election of the 2018 host city.</p></blockquote>
<p>Sämtliche anderen Infos zum <a title="Olympia 2018, die Ausgangslage ..." href="http://jensweinreich.de/?p=5584" target="_self">Zeitplan und den Bewerberrichtlinien</a> finden Sie im gestrigen Beitrag und hier in den automatisch verlinkten Beiträgen.</p>

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