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	<title>jens weinreich &#187; menschenrechte</title>
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		<title>Friedensnobelpreis fÃ¼r das IOC? Willi wills wissen</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 13:03:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[VANCOUVER. Achtung, Phrasen: Es lÃ¤uft noch nicht rund. Ich muss meinen Rhythmus finden. Insofern kommt mir die neuerliche inhaltliche Nullnummer des Willi Wichtig Lemke ganz gelegen. Darauf bin ich gestern schon kurz eingegangen. Zum Sachverhalt: Andreas Schirmer von der Deutschen Presseagentur (dpa) sagt dem UN-Sonderbeauftragten fÃ¼r Sport in einem Interview: Das IOC war immer mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>VANCOUVER. Achtung, Phrasen: Es lÃ¤uft noch nicht rund. Ich muss meinen Rhythmus finden. Insofern kommt mir die neuerliche inhaltliche Nullnummer des Willi Wichtig Lemke ganz gelegen. Darauf bin ich gestern schon <a title="Vancouver (3): PlastiklÃ¶ffel auf Papptellern" href="http://jensweinreich.de/2010/02/05/vancouver-3-eislauf-zoff-um-mitternacht/" target="_self">kurz eingegangen</a>. Zum Sachverhalt:</p>
<p>Andreas Schirmer von der Deutschen Presseagentur (dpa) sagt dem UN-Sonderbeauftragten fÃ¼r Sport in einem Interview:</p>
<blockquote><p>Das IOC war immer mal wieder im GesprÃ¤ch fÃ¼r den Friedensnobelpreis?Â HÃ¤tte es diese Auszeichnung verdient?</p></blockquote>
<p>Lemke nimmt die Verbalvorlage auf:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich wÃ¼rde das nachdrÃ¼cklich unterstÃ¼tzen. Der Sport trÃ¤gt zur Entwicklung von Frieden bei, deshalb wÃ¤re ich fÃ¼r eine Nominierung des IOC. Es wÃ¤re auch ein positives Signal im Kampf gegen die AuswÃ¼chse des Sports.&#8221;</p></blockquote>
<p>Nun, ich mÃ¶chte momentan gar nicht versuchen, auf diese &#8220;Argumente&#8221; einzugehen. Will Willi, auch wenn das folgenlos bleibt, denn er findet ja, dass die dÃ¤mlichen Journalisten viel zu bÃ¶sartig-kritisch mit dem IOC und China umgegangen sind (im Sportausschuss hat er vor einiger Zeit sogar die SÃ¼ddeutsche erwÃ¤hnt als bÃ¶ses Beispiel), nur an Tibet und Peking und das Team Darfour erinnern. Das soll reichen. Zum Thema Friedensnobelpreis habe ich jÃ¼ngst etliche Zeilen gedichtet. Ganz liebevoll hier im Blog, live von der <a title="&quot;More than just a game&quot;: PR auf Robben Island" href="http://jensweinreich.de/2009/12/05/more-than-just-a-game-pr-auf-robben-island/" target="_self">GefÃ¤ngnisinsel Robben Island</a> &#8211; und kurz darauf auch fÃ¼r SpiegelOnline (&#8220;<a title="SpOn: Nobelpreis out of Africa" href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,665363,00.html" target="_blank">Nobelpreis out of Africa</a>&#8220;), wo der Text gerade erschien. Joseph Macchiavelli Blatter selbst hat ja mit mir relativ <a title="HÃ¶rbefehl! Interview mit einem FriedensnobelpreistrÃ¤ger in spe" href="http://jensweinreich.de/2009/10/04/hor-befehl/" target="_self">munter Ã¼ber den Friedensnobelpreis geplaudert</a>. Ich weiÃŸ von etlichen Eingeweihten, wie sehr er ihn sich wÃ¼nscht, und seine PR-Jungs sind lange schon aktiv.</p>
<p>DemnÃ¤chst starte ich mal eine kleine Recherche und liste die verschiedenen Nobelpreisinitiativen von und fÃ¼r SportverbÃ¤nde auf. Ach, was sage ich, das machen wir gemeinsam &#8211; und stellen dann auch die schlagenden Argumente dagegen ein. Etwa IOC-Doyen, Junta-Fan und gelegentlicher WaffenhÃ¤ndler Joao Havelange, formerly known as FIFA-PrÃ¤sident, vom nigerianischen MassenmÃ¶rder Sani Abacha einst als HÃ¤uptling Ekwueme geadelt &#8230; usw. usf. Generalmajor Francis Nyangweso, einst Verteidigungsminister und Buddy des MenschenschlÃ¤chters Idi Amin, ist ja auch noch IOC-Mitglied. Auf Leute wie Nyangweso setzt die deutsche Sportpolitik und damit die MÃ¼nchner Olympiabewerbung. In Afrika engagieren sich nicht nur Lemke, sondern auch das UDIOCM und der Bund ganz stark, um Stimmen zu generieren. Aber dazu spÃ¤ter, ich will keinen Rundumschlag starten, ich meine, es ist hier schon 4.43 Uhr und ich sollte verdammt nochmal endlich schlafen.</p>
<p>FÃ¼r all jene, die nicht schlafen mÃ¼ssen, kopiere ich einfach mal ein Kapitelchen rein, das Thomas Kistner und ich 1996 fÃ¼r das Buch &#8220;<a title="Muskelspiele" href="http://jensweinreich.de/referenzen/bucher/muskelspiele/" target="_self">Muskelspiele</a>&#8221; verfasst haben.</p>
<p>Unredigiert, unverlinkt, unaktualisiert. Einfach so, es kann dennoch nicht schaden.</p>
<p>Mit Dank an meinen guten alten Freund Frank BrandsÃ¥s.</p>
<blockquote><p><strong>Samaranch jagt den Friedensnobelpreis</strong></p>
<p>Wer jeden Tag was Gutes tut, wer die Menschheit mit Idealen der FairneÃŸ, Gleichheit und Demokratie Ã¼berhÃ¤uft und das Hohelied auf sich selbst sogar vor der UN-Vollversammlung anstimmen darf, sollte sich zum Ausgleich etwas Besonderes gÃ¶nnen. Am besten was Angemessenes aus der hÃ¶heren Preislage. Sind es nicht humanitÃ¤re Vordenker wie Exzellenz Marquis de Samaranch oder Doktor Kim, die ihren Landsleuten jahrzehntelang das olympische Ideal der Toleranz vorlebten? Waren es nicht sozialÃ¶konomische Pioniere wie Nebiolo, Rana oder Havelange, die den Reichtum der SportvÃ¶lker mehrten, indem sie Fernsehreklame und Werbelogos erfanden? Stehen nicht die Spiele fÃ¼r ein wahrhaft vÃ¶lkerverschwÃ¤gerndes Ereignis, bei dem ein jeder die Siege der anderen bejubelt, besonders, wenn die unter fremder Flagge starten? Steht nicht das IOC fÃ¼r eine Welt kerngesunder Athleten, an denen sich die von Drogen bedrohte, schlappe Restjugend was abschneiden kann? Reines FamilienglÃ¼ck, eine Bewegung voller Vorbilder. Eine, die ihren Preis kennt: nobel muÃŸ er sein, von Friedenstauben umgurrt.</p>
<p>Der Countdown lÃ¤uft seit Jahren, 1996 soll es endlich klappen. Wenn das IOC den Friedensnobelpreis nicht zum hundertsten Geburtstag der Spiele erhÃ¤lt, dÃ¼rfte der Traum vorerst abgeschrieben werden. Getan hat man jedenfalls alles dafÃ¼r. Zumindest hinter den Kulissen.</p>
<p>In Norwegen obliegt es der â€?Stortingâ€? genannten Volksvertretung, ein eigenes Komitee zur Verleihung des Friedensnobelpreises zu berufen. Ãœber sÃ¤mtliche Nobelpreise fÃ¼r die Verdienste ums Menschengeschlecht befinden die KÃ¶niglich-Schwedischen Akademien in Stockholm, einzig der Frieden wird in Oslo proklamiert. Mag ja Zufall gewesen sein, daÃŸ die Winterspiele im Jahr des 100. IOC-Geburtstages ausgerechnet im norwegischen Lillehammer stattfanden, obwohl nicht einmal die norwegischen Ã–ko-AuÃŸenseiter selbst bei der KÃ¼r 1988 in Seoul damit gerechnet hatten, daÃŸ die Wahl auf sie fallen kÃ¶nnte. Mag ja kein cool kalkulierter Werbefeldzug gewesen sein, der Samaranch zu Spielebeginn kurz in die zerstÃ¶rte Olympiastadt von 1984, Sarajewo, fÃ¼hrte, um dort vor kopfschÃ¼ttelnden Passanten und den Kameras der Welt um Frieden fÃ¼r die Dauer der Sportsause in Lillehammer zu bitten. GewiÃŸ sind es beste Absichten im Dienste der Menschheit, die das IOC bestÃ¤ndig antreiben, endlich Sitz und Stimme in den Vereinten Nationen zu ergattern. Und doch. Es gibt da eine Kleinigkeit, die nicht so recht ins Bild edler Selbstlosigkeit paÃŸt.</p>
<p>1991 schloÃŸ das IOC in Birmingham ein Vertrag mit der weltweit operierenden Werbeagentur Grey Advertising und deren PR-Ableger GCI ab. Selbst der traditionelle IOC-Vermarkter ISL zeigte sich damals Ã¼berrumpelt. Grey indes machte die neue Liaison stolz publik: â€?Grey/GCI wird auch fÃ¼r die internationale Vision des IOC und dessen Verpflichtung werben, Ã¼ber die Sportarena hinaus einen positiven EinfluÃŸ auszuÃ¼ben&#8230; ZusÃ¤tzlich wird Grey spezielle Kommunikationsprogramme durchfÃ¼hren fÃ¼r ausgewÃ¤hlte IOC-Projekte, die bestimmt sind, ein besseres internationales VerstÃ¤ndnis und menschliche Harmonie zu fÃ¶rdern.â€?</p>
<p>Von ferne klingt durchs Weltverbesserungsgeschwafel, was vornehmliche Aufgabe des marktbeherrschenden Werbetycoons mit 260 BÃ¼ros in aller Welt ist: die FÃ¶rderung der Nobelpreiskandidatur des IOC. Aber peinlich wurde der Vorgang erst, als er in dieser Deutlichkeit publik wurde. Zwei Jahre spÃ¤ter posaunte IOC-Pressechefin Michele Verdier das freudige Ereignis voll argloser Indiskretion in die Welt: Bon, ganz richtig, der Vertrag sei mit diesem Ziel geschlossen worden. Danach kam es zu verwirrenden Dingen, die sich in summa so umschreiben lassen: Die Bewegung lief schamrot an. Das IOC streitet seither die Nobelpreisambitionen ab oder vermeidet konkrete Statements zum Thema.</p>
<p><span id="more-6560"></span>Es war das Verdienst des norwegischen Journalisten Frank Brandsaas vom â€?Arbeiderbladetâ€?, fÃ¼r umfassende AufklÃ¤rung gesorgt zu haben. Brandsaas hatte bereits erste GerÃ¼chte Ã¼ber die NobelpreisbemÃ¼hungen aufgeschnappt, als im Juli 1992 ein Artikel im â€?Atlanta Journal &amp; Constitutionâ€? erschien. Darin packte der wegen olympischer GeschÃ¤ftsverfilzungen ausgestiegene IOC-VizeprÃ¤sident Robert Helmick Ã¼ber die ehrenwerte Gesellschaft aus. Er meinte: â€?Als er (gemeint ist Samaranch/d. A.) die PR-Firma Grey Advertising anheuerte, sagte er, deren Erfolg wird sich daran messen, ob wir den Nobelpreis gewinnen oder nicht. Er will ihn fÃ¼r das IOC, aber das ist er selbst. In diesem Punkt betrachtet er sich selbst als das IOC.â€? Anfang 1993 suchte der Journalist aus Norwegen das IOC in Lausanne auf. Madame Verdier bestÃ¤tigte ihm und seinem Kollegen Einar Odden das Zitat, ohne Helmicks Namen selbst zu erwÃ¤hnen. Mehr noch, so bezeugen es die Journalisten: â€?Sie machte die Sache grÃ¶ÃŸer, indem sie sagte, daÃŸ die PR-Aktionen fÃ¼r den Nobelpreis die eigentliche Hauptaufgabe fÃ¼r Grey Advertising sei.â€? Bevor Brandsaas die Geschichte publizierte, versicherte er sich bei Helmick persÃ¶nlich. Der Anwalt aus Iowa bestÃ¤tigte die Aussage nicht nur, er wiederholte sie.</p>
<p>Mit Blick auf die Allmachtpolitik des IOC, das im Ernstfall sowohl Helmick als auch Verdier mundtot machen wÃ¼rde, fahndete Brandsaas nach weiteren Informationsquellen. Er wurde fÃ¼ndig bei einer in Oslo ansÃ¤ssigen Firma namens Jensen Grey A/S. Firmenchef Ingar Andresen erwiderte seine Frage (â€?Was haben Sie bisher unternommen, um Grey und das IOC bei der Kampagne fÃ¼r den Nobelpreis zu unterstÃ¼tzen?â€?) ausweichend: Man habe noch nicht begonnen, zudem sei diese Arbeit nicht offiziell. Am selben Abend druckte â€?Arbeiderbladetâ€? die Nobelpreisgeschichte Ã¼ber die gesamte Titelseite.</p>
<p>Brandsaas erhielt eine Einladung, die Story im nationalen Fernsehsender NRK zu debattieren. NRK teilte dazu mit, daÃŸ Ingar Andresen alles bestritten habe. Brandsaas rief Andresen an. Der stritt ab, was er zuvor angeblich NRK gesagt hatte. Brandsaas hakte nach, erkundigte sich, wie er, Andresen, wohl reagieren wÃ¼rde, wenn er in einem der bekanntesten TV-Programme per Tonband der LÃ¼ge Ã¼berfÃ¼hrt werde? Der PR-Mann lud ihn daraufhin in sein BÃ¼ro ein, um einige Papiere vorzulegen. Brandsaas ging hin und erfuhr von Andresen, daÃŸ ihn Grey/IOC angewiesen hÃ¤tten, nichts mehr zu dem Thema zu sagen.</p>
<p>Derweil hatte NRK ein Team nach Lausanne geschickt. Aus der Verabredung mit Madame Verdier wurde nichts, der Reporter hatte es statt dessen mit IOC-Generaldirektor Francois Carrard zu tun. Ãœberhaupt ist von Madame Verdier seither nicht mehr viel zu sehen. Sie nennt sich zwar noch Informationsdirektorin des IOC, bei Pressekonferenzen aber fÃ¼hrt zumeist Carrard das Wort. Frau Verdier teilt die Fragesteller ein, ansonsten sieht man sie vorwiegend mit StÃ¶ÃŸen kopierten Pressematerials im Arm durch die ArbeitssÃ¤le huschen.</p>
<p>Doch selbst des gewiegten Carrards AusflÃ¼chte retteten damals nichts mehr. Inzwischen erinnerte sich auch der Sportdirektor des norwegischen NOK, Bjorge Stensbol, gegenÃ¼ber â€?Arbeiderbladetâ€?, daÃŸ Samaranch schon drei, vier Jahre zuvor eine von Stensbol begleitete norwegische Besucherdelegation in Lausanne gefragt habe, ob einer der GÃ¤ste vielleicht Mitglieder im Nobelpreiskomitee kenne. WofÃ¼r braucht man die Bekanntschaft von Nobelpreisjuroren? Einen zum Kegeln, zwei zum Skat? Mit einer Melange aus Heiterkeit und grimmiger EmpÃ¶rung wurde in Norwegen reagiert, auch Komiteemitglieder kommentierten bÃ¶se die olympische PR-Offensive.</p>
<p>Besonders schmerzlich fÃ¼r das IOC dÃ¼rfte eine Darstellung des Vorgangs durch die angesehene â€?Neuen ZÃ¼rcher Zeitungâ€? gewesen sein, die quasi vor der eigenen HaustÃ¼r erscheint und bis ins HinterstÃ¼bchen rumpelte.Â Das Blatt schrieb im Februar 1993: â€?Schon die Tatsache, daÃŸ sich zwei Komiteemitglieder Ã¶ffentlich Ã¤uÃŸerten, kann als Ende aller IOK-Ambitionen gewertet werden. Die drei MÃ¤nner und zwei Frauen des Komitees pflegen sich fÃ¼r gewÃ¶hnlich in absolutes Schweigen Ã¼ber alle vorgeschlagenen Kandidaten zu hÃ¼llen, so daÃŸ die EmpÃ¶rung Ã¼ber das dreiste IOK-Gebaren in Oslo sehr groÃŸ gewesen sein muÃŸ. Aber auch ohne den jetzt entstandenen schalen Geschmack wÃ¤re wohl nichts aus dem Vorhaben geworden. Aud-Inger Aure, norwegisches Parlamentsmitglied der Christdemokraten, hÃ¤lt Samaranch selber fÃ¼r ein Hindernis. Seiner Meinung nach wÃ¤re es ein Hohn, den Friedenspreis an das IOK, eine &#8216;Organisation selbsternannter Bonzen&#8217; mit zum Teil schlimmer politischer Vergangenheit, zu vergeben. In der Tat wÃ¼rde Samaranch mit der hauptsÃ¤chlich von ihm betriebenen Kommerzialisierung der Spiele schwer etwa zur letzten Friedenspreis-TrÃ¤gerin Rigoberta Menchu passen, einer Indianerin aus Guatemala, die gegen das dortige MilitÃ¤rregime gekÃ¤mpft hat, das ihre Eltern und einen Bruder ermorden lieÃŸ.â€?</p>
<p>Der Vorgang bereichert die Nobelpreisgeschichte um ein Novum, denn Marketingstrategien waren zur KÃ¼r von PersÃ¶nlichkeiten wie Mutter Teresa oder Erzbischof Desmond Tutu bislang nicht erforderlich. Doch darf nicht verwundern, wenn das von GroÃŸindustriellen, Bankern und Advokaten dirigierte Weltsportimperium auch solche Ziele mehr nach den Gesetzen von Drukkerpresse und Big Business verfolgt.</p>
<p>Friedensorganisationen und Menschenrechtskommissionen haben den Eindruck, daÃŸ Toleranz und HumanitÃ¤t vorwiegend unter merkantilem Aspekt BerÃ¼cksichtigung finden im Tagwerk des superreichen IOC. Kaum eine von ihnen hat es geschafft, das IOC zu selbstloser UnterstÃ¼tzung ihrer Arbeit zu gewinnen. Gutes im stillen tun, zahlt sich nicht aus. FÃ¼r Insider wie Richard Dicker von der Menschenrechtsorganisation â€?Human Rights Watchâ€? in New York, der die subtile Machtpolitik des IOC aus nÃ¤chster NÃ¤he studieren konnte, verkÃ¶rpert die olympische Riege schlicht ein diktatorisches Gebilde, â€?zum GlÃ¼ck ohne direkten Zugriff auf ein Volk und auf die politische Machtâ€?. Der weitgereiste Tibet-Experte Dicker hatte Ã¼ber Jahre verfolgt, wie das IOC die Kandidatur Pekings fÃ¼r die Sommerspiele 2000 begÃ¼nstigte und wie die NobelpreisjÃ¤ger die massiven Proteste der von China unterdrÃ¼ckten Tibeter zu ignorieren versuchten.</p>
<p>Eine Ausgrenzung von Randgruppen paÃŸt offenbar eher ins Bild, das fÃ¼r die Praktiken des IOC steht. Aus Sorge ums werbetrÃ¤chtige Image gingen die Ringemakler in den vergangenen Jahren gar auf Distanz zu den Behindertenspielen, den Paralympics. Bei deren Fest gleich nach den Lillehammer-Spielen 1994 wurden zur ErÃ¶ffnungsfeier erstmals zwei Fahnen gehiÃŸt: Eine mit fÃ¼nf und eine mit drei TrÃ¤nen. In Nagano, dem Austragungsort der Winterspiele 1998, wird es nur noch die Flagge mit drei TrÃ¤nen sein &#8211; die mit den fÃ¼nf ZÃ¤hren ist dann fÃ¼r immer verschwunden. (&#8230;)</p>
<p>ZurÃ¼ck nach Oslo. Die Nobelpreisjury lacht Ã¼ber die guten Menschen vom IOC, und die Oberolympier fÃ¼hlen sich wieder grÃ¼ndlich miÃŸverstanden. Hatten nicht sie, die Hundertschaft der olympischen GralshÃ¼ter, Sinnstiftendes am Menschengeschlecht vollbracht? War es ihnen nicht gelungen, spÃ¤testens in Barcelona alle mal wieder zusammenzutrommeln? Haben sie SÃ¼dafrika nicht zeitig wieder die Hand geboten? Hatten sie 1992 nicht die Athleten des kriegsfÃ¼hrenden Serbiens mit einer IOC-Sondermaschine einfliegen lassen (gegen den Willen der UN, und wÃ¤hrend sich andere Teilnehmer aus dem von Serbien terrorisierten Rest-Jugoslawien irgendwie per Bus oder Autostopp nach Barcelona durchschlagen muÃŸten)?</p>
<p>IOC-Generaldirektor Carrard hatte am Vorabend der ErÃ¶ffnungsfeier in Barcelona vor der versammelten Presse mit einer denkwÃ¼rdigen Adresse an die widerspenstige UN triumphiert: â€?Das IOC hat eine Schlacht gewonnen!â€? Die Metaphorik deutet an, daÃŸ im olympischen Buhlen um den gewissen â€?human touchâ€? wenig heilig ist. Die Ziffern zÃ¤hlen. Teilnehmerkontingente, Fernseh-Milliarden, Sponsorzahlungen. Und Rekorde.</p></blockquote>
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		<title>Public Eye Awards 2010: Das IOC als Ã¼belstes Unternehmen des Jahres?</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 07:43:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Internationale Olympische Komitee (IOC) ist drauf und dran, mal wieder einen einzigartigen Preis einzufahren. Nein, diesmal geht es nicht um gelegentlicheÂ feuchte TrÃ¤ume vom Friedensnobelpreis. Vor einem Jahr errang das IOC den Titel &#8220;intransparentestes Unternehmen der Welt&#8220;. Dieser Tage, am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos, wo sich fÃ¼hrende IOC-Mitglieder traditionell gern unter die ganz Wichtigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.publiceye.ch/de/vote"><img class="alignleft size-full wp-image-6283" title="Voting Public Eye Awards 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/01/img-180-242-de_.gif" alt="" hspace="5" vspace="5" width="180" height="242" align="left" /></a>Das Internationale Olympische Komitee (IOC) ist drauf und dran, mal wieder einen einzigartigen Preis einzufahren. Nein, diesmal geht es nicht um gelegentlicheÂ <span style="text-decoration: line-through;">feuchte</span> TrÃ¤ume vom <a title="tag: Friedensnobelpreis" href="http://jensweinreich.de/?s=friedensnobelpreis" target="_self">Friedensnobelpreis</a>. Vor einem Jahr errang das IOC den Titel &#8220;<a title="Das intransparenteste Unternehmen der Welt" href="http://jensweinreich.de/?p=2394" target="_self">intransparentestes Unternehmen der Welt</a>&#8220;. Dieser Tage, am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos, wo sich fÃ¼hrende IOC-Mitglieder traditionell gern unter die ganz Wichtigen mischen (und wo Sepp M. Blatter, der FriedensnobelpreistrÃ¤ger in spe, diesmal u.a. den sÃ¼dkoreanischen StaatsprÃ¤sidenten trifft), kÃ¶nnte einer der <a title="Public Eye Awards" href="http://www.publiceye.ch/de/about/was-sind-die-public-eye-awards" target="_blank">Public Eye Awards</a> fÃ¼r die &#8220;Ã¼belsten Unternehmen des Jahres&#8221; hinzukommen.</p>
<p>Die Chancen auf den Einzug in die <strong>Hall of Shame</strong> sind passabel. Das IOC befindet sich in unguter Gesellschaft, wie man der Kandidatenliste entnehmen kann, und hat es souverÃ¤n in die Endrunde geschafft. Wer mag, kann noch mit abstimmen, einfach auf den Button links klicken &#8211; gefragt ist der mÃ¼ndige BÃ¼rger.</p>
<ul>
<li>Die <a title="Nominierungen PEA 2010" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/01/Uebersicht_Nominierungen_d_PEA.pdf" target="_blank">Nominierungen</a> fÃ¼r die Public Eye Awards 2010</li>
<li>Die <a title="PEA 2010, IOC" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/01/IOC_de.pdf" target="_blank">BegrÃ¼ndung</a> fÃ¼r das IOC</li>
</ul>
<p>Auszug aus der BegrÃ¼ndung, mit einem schÃ¶nen GruÃŸ nach Garmisch-Partenkirchen, SchÃ¶nau und Oberammergau:</p>
<blockquote><p>Konzernmanieren unter dem VereinsdeckmÃ¤ntelchen: Das in Lausanne ansÃ¤ssige International Olympic Committee (IOC) ist ein weltumspannender Verband, der â€“ auch durch seine Holding-Struktur durchaus vergleichbar mit Grossunternehmen â€“ Ã¼ber sehr viel Macht und Geld verfÃ¼gt. Mit der Vergabe der Olympischen Winterspiele 2010 an Kanada vertreibt das IOC nun einen Grossteil der indigenen BevÃ¶lkerung rund um den Austragungsort Vancouver. Denn die Spiele werden auf unabgetretenem indianischem Land ausgetragen. Das hat verheerende Folgen fÃ¼r Mensch und Umwelt: Riesige FlÃ¤chen an Naturlandschaften und RÃ¼ckzugsorten fÃ¼r Wildtiere wurden dem Aus- oder Neubau von Autobahnen, Wintersportzentren und anderer Infrastruktur geopfert. Die Obdachlosigkeit in der Region Vancouver hat sich seit der Vergabe der Spiele verdreifacht, wovon vor allem die â€žFirst Nationsâ€œ betroffen sind. Es ist verwerflich, dass global operierende Konzerne an den Spielen Millionen verdienen, wÃ¤hrend lokale soziale Versprechen nicht eingehalten werden. Die betroffene BevÃ¶lkerung wird in ihren Ghettos und Reservaten sich selbst Ã¼berlassen.</p></blockquote>
<p style="text-align: center;">[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2010/01/25/public-eye-awards-2010-das-ioc-als-ubelstes-unternehmen-des-jahres/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
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		</item>
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		<title>&#8220;Don&#8217;t mix politics with games&#8221;: Petition fÃ¼r Liu Xiaobo</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/01/14/dont-mix-politics-with-games-petition-fur-liu-xiaobo/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 00:39:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mir ist gerade so. Ich mÃ¶chte flink mal daran erinnern, wem ich/wem wir den Titel dieses Blogs zu verdanken haben. Es sind ja doch einige Leser neu hinzu gekommen in den vergangenen anderthalb Jahren. Ich bedanke mich also einmal mehr beim Totaldemokraten Hu Jintao, der einst, am Vorabend der Olympischen Propagandaspiele 2008, ausgewÃ¤hlten Berichterstattern beschwingt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mir ist gerade so. Ich mÃ¶chte flink mal daran erinnern, wem ich/wem wir den Titel dieses Blogs zu verdanken haben. Es sind ja doch einige Leser neu hinzu gekommen in den vergangenen anderthalb Jahren. Ich bedanke mich also einmal mehr beim Totaldemokraten Hu Jintao, der einst, am Vorabend der Olympischen Propagandaspiele 2008, ausgewÃ¤hlten Berichterstattern beschwingt empfahl, <a title="Peking, Tag 2" href="http://jensweinreich.de/?p=368" target="_self">sie sollten mal bitteschÃ¶n Sport nicht mit Politik vermengen und Politik nicht mit Sport und Ã¼berhaupt</a>. Da gebe es keinen Zusammenhang, auch wenn es manchmal so scheint.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-370" title="China Daily, 2. August 2008" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/08/china-daily-02082008.jpg" alt="" width="483" height="336" /></p>
<p>Mich hat Herrn Hus Rat Ã¼berzeugt. Seitdem steht&#8217;s da oben:</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Don&#8217;t mix politics with games!&#8221;</strong></p></blockquote>
<p>Ich versuche mich stets dran zu halten, auch <a title="Olympic Legacy: China und die Todesstrafe" href="http://jensweinreich.de/?p=3346" target="_self">wenn&#8217;s oft schwer fÃ¤llt</a>.</p>
<p>Seit Weihnachten macht die Verurteilung des chinesischen Dissidenten <a title="Wikipedia: Liu Xiaobo" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liu_Xiaobo" target="_self">Liu Xiaobo</a> weltweit <a title="Google News" href="http://news.google.de/news/search?um=1&amp;cf=all&amp;ned=de&amp;hl=de&amp;q=liu+xiaobo&amp;cf=all&amp;scoring=n" target="_self">Schlagzeilen</a>. Ein Jahr ist er bereits inhaftiert, nun wurde er zu elf Jahren Haft verurteilt. Am 8. Dezember 2008, exakt vier Monate nach der olympischen Propagandashow, die am 8.08.2008 um acht Uhr acht begann, hat Liu Xiaobo mit rund 300 Intellektuellen die <strong><a title="Charta 08" href="http://www.rsf.org/IMG/pdf/Charter08-2.pdf" target="_blank">Charta 08</a></strong> verÃ¶ffentlicht. DafÃ¼r kommt man im Sportwunderland China schon mal ein Jahrzehnt in den Knast.</p>
<ul>
<li>Reporters without Borders:Â <a title="www.rsf.org" href="http://www.rsf.org/spip.php?page=article&amp;id_article=35507" target="_blank">Eleven-year jail sentence for free speech activist Liu Xiaobo, court sneakily issues verdict on Christmas Day</a></li>
<li>Human Rights Watch:Â <a title="www.hrw.org" href="http://www.hrw.org/en/news/2009/12/21/china-liu-xiaobo-s-trial-travesty-justice" target="_blank">Liu Xiaoboâ€™s Trial a Travesty of Justice</a></li>
<li>Amnesty International:Â <a title="www.amnesty.org" href="http://amnesty.org/en/library/asset/ASA17/030/2009/en/afcdf879-1090-4dcd-9b4d-1028970b1bcc/asa170302009eng.html" target="_blank">Fear of torture and other ill-treatment, Liu Xiaobo</a></li>
</ul>
<p>Michael Kleim, Stadtjugendpfarrer in Gera und ehemals in der DDR in der Initiative fÃ¼r Frieden und Menschenrechte aktiv, ist der Meinung, dass die Sportwelt sich den vielen Petitionen zur Freilassung von Liu Xiaobo anschlieÃŸen solle. Kleim hat seine Sicht auf die Dinge kÃ¼rzlich im <a title="Interview mit Michael Kleim" href="http://www.mediathek-thueringen.de/single-view-tv/?tx_ttnews[tt_news]=3221&amp;tx_ttnews[year]=2010&amp;tx_ttnews[month]=01&amp;tx_ttnews[day]=06&amp;cHash=642185f29d" target="_blank">Radio Lotte erlÃ¤utert</a>.</p>
<p>Da ich Ã¼berhaupt nicht daran glaube, dass Journalisten sich nicht mit guten Aktionen gemein machen sollten, hier ist sein Appell, der dieser Tage dem IOC und dem DOSB zugeht:</p>
<blockquote><p>Aufruf an die Sportwelt</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren!</p>
<p>FÃ¼r ein Land bedeutet es eine Ehre, Gastgeber der Olympischen Spiele zu sein. Diese Ehre schlieÃŸt die berechtigte Erwartung der Weltgemeinschaft ein, Grundstandards nicht nur im Bereich des Sports, sondern auch auf dem Gebiet der Menschenrechte zu erfÃ¼llen.</p>
<p>Die Zusage an China, die Olympiade im Jahr 2008 auszutragen, wurde von den internationalen SportverbÃ¤nden auch damit begrÃ¼ndet, dass China dadurch motiviert wird, die Menschenrechtslage im eigenen Land zu verbessern.</p>
<p>Die RealitÃ¤t der Diktatur hat die RealitÃ¤t des Sportes lÃ¤ngst eingeholt. Die weltweite Aufmerksam zu den Spielen 2008 hat letztlich der LegitimitÃ¤t einer brutalen und menschenverachtenden Politik gedient.</p>
<p>In einem beispiellosen Schauprozess wurde der bekannte chinesische Dissident Liu Xiaobo zu 11 Jahren Haft verurteilt. Liu Xiaobo hat sich im Internet fÃ¼r Demokratie und Meinungsfreiheit eingesetzt und ist Mitautor des politischen Aufrufes â€žCharta 08â€œ.</p>
<p>Durch die Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2008 sehen wir Vertreter des Sportes in einer besonderen Verantwortung. Dabei geht es hier nicht um eine allgemeine politische Streitfrage; sondern um die Wahrung von Menschlichkeit und elementaren Grundrechten.</p>
<p>Deshalb fordern wir alle Teilnehmer der Olympischen Spiele von 2008 auf, sich persÃ¶nlich und direkt an die chinesische FÃ¼hrung zu wenden und sich fÃ¼r die bedingungslose Freilassung von Liu Xiaobo einzusetzen. Wir fordern alle Sportler, insbesondere die Medaillengewinner auf, jetzt nicht zu schweigen.</p>
<p>Wir fordern ebenso die Trainer, SportfunktionÃ¤re und Nationalen Olympischen Komitees auf, sich diesem Schritt anzuschlieÃŸen.</p>
<p>Wir bitten den Deutschen Olympischen Sportbund und das International Olympic Committee unser Anliegen zu unterstÃ¼tzen und diesen Brief an alle Nationalen Olympischen Komitees, an die Sportler und Trainer der Olympischen Spiele von Peking weiterzuleiten.</p>
<p>Hochachtungsvoll</p></blockquote>
<p>Michael Kleim erreicht man <a title="Email an Michael Kleim" href="mailto:stadtjugendpfarramt.gera@gmx.de" target="_blank">per Email</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die FIFA, Coca-Cola, MassenmÃ¶rder Robert Mugabe und der FuÃŸball-Weltpokal</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 16:10:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[coca-cola]]></category>
		<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[ethik]]></category>
		<category><![CDATA[joseph blatter]]></category>
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		<category><![CDATA[human rights]]></category>
		<category><![CDATA[simbabwe]]></category>
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		<description><![CDATA[JOHANNESBURG. Auf der Soccerex hat FIFA-PrÃ¤sident Joseph Blatter heute noch einen Witz versucht. Frei wiedergeben hat er geplaudert, die ehemaligen europÃ¤ischen KolonialmÃ¤chte &#8211; er nannte England, Belgien, Spanien und Frankreich &#8211; werden sich im kommenden Jahr schon noch wundern, wozu Afrika fÃ¤hig sei. Blatter scheut keine noch so billige Stimmungsmache um sich als allafrikanischer Held, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>JOHANNESBURG. Auf der Soccerex hat FIFA-PrÃ¤sident Joseph Blatter heute <a title="Handspiel? Henry? Blatter lÃ¤stert Ã¼ber Irlands FuÃŸballverband" href="http://jensweinreich.de/?p=5932" target="_blank">noch einen</a> Witz versucht. Frei wiedergeben hat er geplaudert, die ehemaligen europÃ¤ischen KolonialmÃ¤chte &#8211; er nannte England, Belgien, Spanien und Frankreich &#8211; werden sich im kommenden Jahr schon noch wundern, wozu Afrika fÃ¤hig sei. Blatter scheut keine noch so billige Stimmungsmache um sich als allafrikanischer Held, Bewahrer des Fairplay, Volldemokrat, HÃ¼ter des Weltfriedens und Retter der Menschheit aufzuspielen. Was ich vergangene Woche leider Ã¼bersehen habe, trage ich nun nach: Die FIFA organisiert derzeit gemeinsam mit Coca-Cola, einem ihrer langjÃ¤hrigen Hauptsponsoren, die &#8220;<a title="World Cup Trophy Tour" href="http://de.fifa.com/worldcup/organisation/trophytour/index.html" target="_blank">World Cup Trophy Tour</a>&#8220;. Vergangenen Donnerstag kam der FIFA-Weltpokal, sponsored by Coca-Cola, auch in Simbabwes Hauptstadt Harare vorbei. Einziger Simbabwer, der den World Cup liften durfte, war &#8230;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5938" title="Robert Mugabe, FIFA World Cup, screenshot Guardian" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/mugabe-wc.jpg" alt="" width="476" height="374" /></p>
<p>&#8230; MassenmÃ¶rder Robert Mugabe. Das Foto ist ein Screenshot<script type="text/javascript" src="http://jensweinreich.de/wp-content/plugins/nextgen-gallery/tinymce3/langs/de.js?ver=311"></script><script type="text/javascript" src="http://jensweinreich.de/wp-content/plugins/cforms/js/langs/de.js?ver=311"></script><script type="text/javascript" src="http://jensweinreich.de/wp-content/plugins/skype-online-status/js/langs/de.js?ver=311"></script><script type="text/javascript" src="http://jensweinreich.de/wp-content/plugins/wp-polls/tinymce/plugins/polls/langs/de.js?ver=311"></script> aus dem Guardian, der das Thema aufgegriffen hat: &#8220;<a title="The Guardian" href="http://www.guardian.co.uk/world/2009/nov/27/robert-mugabe-holds-world-cup" target="_blank">Anger as Robert Mugabe raises World Cup trophy</a>&#8220;.</p>
<p>Simbabwes Regierung sieht das so:</p>
<blockquote><p><a title="Webseite der Regierung Simbabwes" href="http://www.gta.gov.zw/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=424:fans-enjoy-world-cup-show&amp;catid=1:latest-news" target="_blank">Fans enjoy World Cup show</a></p>
<p>SOME people came on buses, others on cars, a few in lorries but the majority used public transport into the city centre, and then completed the journey on foot to the Harare International Conference Centre, for a date with the iconic Fifa World Cup trophy.</p>
<p>The trophy arrived in Zimbabwe on Thursday night with President Mugabe being the only Zimbabwean citizen handling the solid gold at a glamorous ceremony at the Harare International Airport.</p>
<p>President Mugabe was also the first Zimbabwean to have his photo taken with the World Cup Trophy before senior Government officials, led by Deputy Prime Minister Arthur Mutambara, got as close as possible, but without touching the Trophy.</p>
<p>The President and the First Family were at the Harare International Airport to receive the World Cup Trophy.</p>
<p>Yesterday fans went to the HICC with many hopeful of catching a glimpse of the Trophy and, for the lucky ones, getting a photo opportunity with the trophy in its glass box.</p>
<p>It was truly a carnival atmosphere with Zimbabweans from different races, colours, cultural backgrounds, ages and professions hoping for that photo with the one and only authentic Fifa World Cup. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Und auf der <a title="FIFA.com" href="http://de.fifa.com/tournaments/photo/photolist.html#1140781" target="_blank">FIFA-Webseite</a> (Screenshot) steht dieses Foto mit Mugabe, dem Weltpokal (Mitte) und Mugabes Frau Grace:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5939" title="Screenshot FIFA.com" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/fifa-mugabe.jpg" alt="" width="500" height="357" /></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Olympic legacy: China und die Todesstrafe</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/03/24/olympic-legacy-china-und-die-todesstrafe/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 23:48:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[amnesty international]]></category>
		<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
		<category><![CDATA[amnestie international]]></category>
		<category><![CDATA[china]]></category>
		<category><![CDATA[hinrichtungen]]></category>
		<category><![CDATA[ioc]]></category>
		<category><![CDATA[olympische spiele]]></category>
		<category><![CDATA[todesstrafe]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Don&#8217;t mix politics with games.&#8221; Hu Jintao GemÃ¤ÃŸ der aktuellen TodesstrafenstatistikÂ von Amnesty International verdreifachte sich die Zahl der bekannt gewordenen Hinrichtungen in China im Olympiajahr. 2008 wurden danach mindestens 1718 Menschen hingerichtet &#8211; im Jahr 2007 wurden 470 Hinrichtungen bekannt. Eine Stellungnahme des IOC dazu ist noch nicht bekannt. Warum auch. AP schreibt: Damit vollstreckte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>&#8220;Don&#8217;t mix politics with games.&#8221;</strong><a title="Peking, Tag 2" href="http://jensweinreich.de/?p=368" target="_self"><em><br />
Hu Jintao</em></a></p></blockquote>
<p>GemÃ¤ÃŸ der aktuellen TodesstrafenstatistikÂ von <a title="Amnesty International, Todesstrafenstatistik 2009" href="http://www.amnesty.de/todesstrafe-2009" target="_self">Amnesty International</a> verdreifachte sich die Zahl der bekannt gewordenen Hinrichtungen in China im Olympiajahr. 2008 wurden danach mindestens 1718 Menschen hingerichtet &#8211; im Jahr 2007 wurden 470 Hinrichtungen bekannt.</p>
<p>Eine Stellungnahme des IOC dazu ist noch nicht bekannt. Warum auch.</p>
<p>AP schreibt:</p>
<blockquote><p>Damit vollstreckte die Volksrepublik wieder mehr Todesurteile als jeder andere Staat der Welt. Die Hoffnung, dass die Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2008 an Peking etwas daran Ã¤ndern kÃ¶nnte, erfÃ¼llte sich nicht. (&#8230;) Damit trÃ¤gt China auch die Verantwortung dafÃ¼r, dass sich die Zahl der weltweit registrierten Hinrichtungen 2008 fast verdoppelte &#8211; von mindestens 1252 auf mindestens 2390. Die Volksrepublik, so Amnesty, sei auch im Olympiajahr &#8220;grausamer Weltmeister&#8221; der Todesstrafe geblieben.</p></blockquote>
<p>dpa schreibt:</p>
<blockquote><p>Die tatsÃ¤chliche Zahl der Hinrichtungen liegt nach Amnesty-EinschÃ¤tzung &#8220;um ein Vielfaches hÃ¶her&#8221;. Die SchÃ¤tzungen von Menschenrechtlern reichen bis zu 10.000 FÃ¤llen pro Jahr. Von chinesischen Gerichten wurden im vergangenen Jahr mehr als 7000 Todesurteile verhÃ¤ngt. Hoffnungen, dass die Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2008 an Peking am Umgang mit der Todesstrafe in China etwas Ã¤ndern kÃ¶nnte, erfÃ¼llten sich damit nicht. Das bevÃ¶lkerungsreichste Land der Welt sei weiterhin &#8220;grausamer Weltmeister bei der Todesstrafe&#8221;, kritisierte Amnesty International.</p></blockquote>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Den Bericht finde ich auf den Amnesty-Webseiten noch nicht. Die Verlinkung wird nachgeholt.</span></p>
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