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	<title>jens weinreich &#187; mark adams</title>
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	<description>don&#039;t mix politics with games</description>
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		<title>Vancouver 2010: die ersten Olympischen Social-Media-Spiele</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/02/08/vancouver-2010-die-ersten-social-media-spiele/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 13:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[VANCOUVER. Wie versprochen, noch einige Zeilen zu den IOC-Blogger-Richtlinien fÃ¼r Olympia-Akkreditierte. Je lÃ¤nger ich darÃ¼ber nachdenke, desto skandalÃ¶ser finde ich es. Glaube auch nicht, dass diese Restriktionen aufrechtzuerhalten sind im digitalen Zeitalter, wo alle Grenzen verschwimmen und jeder zum Publisher wird. Werde sicher in den kommenden Tagen einige Male drauf eingehen und zumindest einige Aspekte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>VANCOUVER. Wie versprochen, noch einige Zeilen zu den <a title="IOC-Blogger-Richtlinien fÃ¼r Olympiateilnehmer" href="http://jensweinreich.de/2010/02/07/die-ioc-blogger-richtlinien-fur-olympiateilnehmer/" target="_self">IOC-Blogger-Richtlinien fÃ¼r Olympia-Akkreditierte</a>. Je lÃ¤nger ich darÃ¼ber nachdenke, desto skandalÃ¶ser finde ich es. Glaube auch nicht, dass diese Restriktionen aufrechtzuerhalten sind im digitalen Zeitalter, wo alle Grenzen verschwimmen und jeder zum Publisher wird. Werde sicher in den kommenden Tagen einige Male drauf eingehen und zumindest einige Aspekte der hochkomplexen Thematik anreiÃŸen. In der Vorbereitung auf diesen Beitrag habe ich einen langen Artikel von <a title="RenÃ© Martens" href="http://renemartens.posterous.com/" target="_blank">RenÃ© Martens</a> in der Funkkorrespondenz vom Dezember 2009 gelesen (&#8220;Wem gehÃ¶rt der Sport?&#8221;). Der Artikel ist nicht frei verfÃ¼gbar. WÃ¼rde das liebend gern als Gastbeitrag verÃ¶ffentlichen und/oder mindestens auf das Original verlinken, just in case, RenÃ© Martens liest mit &#8230;</p>
<p>Nun aber mein aktuelles Geschichtlein:</p>
<p>Die Dienstmeldung von Lindsey Vonn kam Ã¼berraschend. Die weltbeste alpine Skirennfahrerin teilte auf <a title="Twitter, Lindsey Vonn" href="http://twitter.com/lindseyvonn" target="_blank">Twitter</a> und <a title="FB, Lindsey Vonn" href="http://m.facebook.com/LindseyVonnUSA?rd7a3dfbf&amp;v=feed&amp;story_fbid=285754899727&amp;fp=1&amp;refid=0#comments_285754899727" target="_blank">Facebook</a> mit:</p>
<blockquote><p>Hey Everyone, because of the Olympic rules (blackout period) I will not be able to post any updates from now until march 3rd. Sorry, it bums me out too! Even though I won&#8217;t be able to write to you I can still get your messages so keep them coming! :) xoxo Lv</p></blockquote>
<p>Es wird hier jetzt eine Weile ruhig. GemÃ¤ÃŸ den olympischen Richtlinien darf ich mich bis Anfang MÃ¤rz nicht melden. Die Nachricht verbreitete sich Ende vergangener Woche in Windeseile. 25.000 bestÃ¤tigte Fans hat Vonn auf Facebook, dem mit bald 400 Millionen Nutzern grÃ¶ÃŸten Online-Netzwerk der Welt. 35.000 Menschen folgen ihren Kurznachrichten auf Twitter. Vonn ist bei den Winterspielen in Vancouver eine Hauptrolle zugedacht. Gerade posierte sie auf dem Olympia-Cover von Sports Illustrated. Und nun das.</p>
<p>Das IOC verbietet Lindsey Vonn zu bloggen? Im Nu war das Thema ganz groÃŸ in den herkÃ¶mmlichen Medien. Kaum eine amerikanische Zeitung, kaum ein Internetportal, kaum eine TV-Station, die nicht berichtete.</p>
<p>Das Problem war nur: Lindsey Vonn hatte die â€žIOC Blogging Guidelinesâ€œ nicht gelesen und sich aufs HÃ¶rensagen verlassen. Vom amerikanischen Olympiakomitee USOC und vom IOC wurde sie umgehend aufgeklÃ¤rt. StandesgemÃ¤ÃŸ via Twitter.</p>
<p>â€žLindsey Vonn dachte, sie dÃ¼rfe wÃ¤hrend der Spiele nichts postenâ€œ, sagte mir IOC-Kommunikationsdirektor Mark Adams. â€žDas stimmt nicht. Wir haben sofort getwittert und ihr die Regeln geschickt. Ich rÃ¤ume ein, dass die Regeln vielleicht etwas schwer zu verstehen sind. Es ist nun mal eine neue Ã„ra. Es ist schwer, die Regeln den rasanten Entwicklungen im Bereich Social Media anzupassen.â€œ</p>
<p>Das IOC hat die 13 Regeln fÃ¼r Vancouver im September 2009 verÃ¶ffentlicht. Die â€žBlogging Guidelinesâ€œ (<a title="Blogging-Guidelines Englisch" href="http://jensweinreich.de/2010/02/03/vancouver-1-die-ruhe-vor-dem-sturm-und-die-ioc-blogger-richtlinien/" target="_self">englische Version</a>, <a title="Blogging-Guidelines Deutsch" href="http://jensweinreich.de/2010/02/07/die-ioc-blogger-richtlinien-fur-olympiateilnehmer/" target="_self">deutsche Version</a>) gelten fÃ¼r alle Olympia-Akkreditierte â€“ mit Ausnahme von Journalisten. Deren Arbeit ist durch Artikel 49 der Olympischen Charta geschÃ¼tzt, sagt das IOC.</p>
<blockquote><p><strong>49 Â Media Coverage of the Olympic Games</strong></p>
<p>1. The IOC takes all necessary steps in order to ensure the fullest coverage by the different media and the widest possible audience in the world for the Olympic Games.</p>
<p>2. All decisions concerning the coverage of the Olympic Games by the media rest within the competence of the IOC.</p>
<p><em>Bye-law to Rule 49</em></p>
<p>1. It is an objective of the Olympic Movement that, through its contents, the media coverage of the Olympic Games should spread and promote the principles and values of Olympism.</p>
<p>2. The IOC Executive Board establishes all technical regulations and requirements regarding media coverage of the Olympic Games in an IOC Media Guide, which forms an integral part of the Host City Contract. The contents of the IOC Media Guide, and all other instructions of the IOC Executive Board, are binding for any and all persons involved in media coverage of the Olympic Games.</p>
<p>3. Only those persons accredited as media may act as journalists, reporters or in any other media capacity. Under no circumstances, throughout the duration of the Olympic Games, may any athlete, coach, official, press attachÃ© or any other accredited participant act as a journalist or in any other media capacity.</p></blockquote>
<p><span id="more-6605"></span>Sportler also dÃ¼rfen wÃ¤hrend der Spiele nicht journalistisch arbeiten, lediglich persÃ¶nliche Aufzeichnungen verÃ¶ffentlichen, ob nun in einem Blog oder in diversen Netzwerken. Sie dÃ¼rfen nur Tagebuch fÃ¼hren und sollen sich auf ihre Erlebnisse beschrÃ¤nken, nicht aber Ã¼ber Konkurrenten schreiben, schon gar keine olympischen Betriebsgeheimnisse verraten. So steht es in den Richtlinien. Die Regeln wurden im Vergleich zu den Sommerspielen 2008 in Peking verschÃ¤rft: Sportler dÃ¼rfen auf ihren Webseiten und Blogs keine Olympischen Ringe und auch nicht das Logo der Vancouver-Spiele benutzen. Zu einigen anderen Ã„nderungen hat sich <a title="Athletenbloggen in Vancouver ..." href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2009/05/15/screensport-am-freitag-athletenbloggen-in-vancouver-2010/" target="_blank">Dogfood schon vor Monaten geÃ¤uÃŸert</a>.</p>
<p>Angeblich stehen bei den Spielen und fÃ¼r das IOC doch immer die Sportler im Mittelpunkt. Die aber haben kein privates Recht an olympischen Symbolen. Die Exklusivrechte der Sponsoren und TV-Stationen mÃ¼ssen gewahrt werden. Nur so kÃ¶nnen jene Milliarden generiert werden, â€ždie letztlich allen Sportlern und VerbÃ¤nden zugute kommenâ€œ, argumentiert Mark Adams. â€žNatÃ¼rlich dÃ¼rfen Sportler bloggen. Wir ermuntern sie sogar dazu. Sie sollen twittern und Facebook nutzen.â€œ Irritationen, wie sie nicht nur Lindsey Vonn offenbarte, will das IOC am Dienstag beim Treffen mit allen Delegationsleitern (Chef de Mission) ausrÃ¤umen. Der DOSB, traditionell fest mit dem IOC verschweiÃŸt, meldet bislang keine ProblemfÃ¤lle, wohl aber viele Fragen und Unklarheiten.</p>
<p>Die KomplexitÃ¤t der neuen Medienwirklichkeit, die Revolution auf dem Kommunikationssektor lÃ¤sst sich nicht in dreizehn Regeln fassen. Mark Adams spricht von Grauzonen, in die man sich vortaste. Das BemÃ¼hen ist dem IOC nicht abzusprechen. Man hat schnell gelernt, ist in den groÃŸen Netzwerken aktiv, seit einem Monat auch auf Facebook, wo das IOC am Sonntag 770.000 Fans hatte, und 20 Stunden spÃ¤ter, in dieser Sekunde, schon 826.000.</p>
<p>Bis Freitag, zur ErÃ¶ffnung der Winterspiele, rechnet Adams mit einer Million.</p>
<blockquote><p>â€žUnd das in vier Wochen! PhÃ¤nomenal! Und auf Facebook wird viel aktiver kommuniziert als auf unserer Webseite.â€œ</p></blockquote>
<p>Sich dieser Dynamik anzupassen, â€žfÃ¤llt jedem Apparat schwer, auch dem IOCâ€œ, sagt Adams. â€žDa drauÃŸen sind viele Menschen, die Ã¼ber uns reden. Ich sage, wir sollten zumindest versuchen, mit unseren Fans und auch mit unseren Kritikern zu diskutieren. Sich nicht zu beteiligen, ist keine Option. Denn die Diskussion findet sonst ohne uns statt.â€?</p>
<p>(Das nehme ich ihm natÃ¼rlich nicht ab, und das weiÃŸ er auch. Ich erinnere nur kurz an die unsÃ¤glichen Aktionen beim Olympischen Kongress in Kopenhagen oder daran, dass er nicht erlaubt, die SekretÃ¤rin der Ethik-Kommission zu interviewen. Viele andere Beispiele lieÃŸen sich nennen. Aber das ist nur ein Einschub, der an dieser Stelle nicht entscheidend ist, den ich mir bloÃŸ nicht verkneifen konnte. Wie so ein Tanker wie das IOC auf die Herausforderungen reagiert, zÃ¤hlt fÃ¼r mich zu den interessantesten Sportthemen des Jahres. Ich sage nur: Youth Olympic Games in Singapur.)</p>
<p>Das IOC hat inzwischen mit Alex Huot einen â€žSocial Media Managerâ€œ benannt. Eigentlich brÃ¤uchte es einige Dutzend Angestellte in diesem Bereich. Doch Unter PrÃ¤sident Jacques Rogge ist Sparsamkeit befohlen. Wenngleich das Thema Neue Medien ganz oben auf der Agenda steht.</p>
<p>Aus Sicht des IOC waren die Sommerspiele <strong>2004 in Athen die ersten richtigen Internetspiele</strong>, weil Dank Breitbandverbindungen erstmals groÃŸflÃ¤chig Online-Ãœbertragungen mÃ¶glich waren. Die Sommerspiele <strong>2008 in Peking werden als erste digitale Spiele</strong> gefÃ¼hrt und haben den Mythos ausgelÃ¶scht, dass die Online-Medien angeblich den TV-Anstalten das GeschÃ¤ft vermiesen. Nein, die GeschÃ¤ftsfelder profitieren voneinander, schreiben IOC-Medienmanager in ihrer Peking-Auswertung. Ãœber die vielen neuen KanÃ¤le erreicht der Olympiakonzern endlich wieder eine jÃ¼ngere Zielgruppe, wie interne Analysen und eine Studie der Firma â€žSponsorship Intelligenceâ€œ beweisen.</p>
<p>â€ž<strong>In Vancouver erleben wir nun die ersten Social-Media-Spiele</strong>â€œ, sagt Direktor Adams. <strong>2012 will das IOC in London in diesem Bereich richtig Geld verdienen</strong>, um drohende Mindereinnahmen aus dem herkÃ¶mmlichen TV-GeschÃ¤ft auszugleichen.</p>
<p>Ein Auszug aus den IOC-Unterlagen:</p>
<blockquote><p>London 2012 is certainly expected to set an example in terms of proven &amp; profitable commercial model being reached on digital media broadcast of the Olympic Games spectacle. With ongoing efforts of our partners and ourselves, we expect to embrace more digital media and user participation centric exploitations. These initiatives, to include exploitation of our valuable Olympic Games Archives and social networking platforms, should help develop a presence outside Games-time as well paving the way for reaching out to new audience.</p></blockquote>
<p>Und noch eine Passage, auch wenn ich Gefahr laufe, abzuschweifen:</p>
<blockquote><p>The Digital Revolution encompasses various tools &amp; devices, evolving technology and consumption patterns. Through its various mediums and range of mechanisms of delivery of content whether in data or video format, it enables full exploitation of an Olympic Games broadcast. This means that each moment of an Olympic Games, be it part of ceremonies or sporting action, is guaranteed to be available to the public. It surpasses barriers of famous vs small sports, qualification or final round of events.</p>
<p>Each produced moment is thus guaranteed to be ready for consumption and hence rising opportunities of monetization of this vast and spectacular content that we have to offer in form of the Olympic Games. Digital Media, in particularly the Internet, thus enables all of the content produced (5000 hours for Summer and 1000 hours for Winter Games produced by OBS alone) be broadcast live over multi-streams simultaneously or in VOD, while TV could only show 10% of the whole Games on average.</p>
<p>New content delivery methods across different platforms and mediums, (e.g. Internet including broadband or IPTV, mobile etc.) and growing consumption trends also enhance the number of potential clients interested in Olympic Games broadcast rights, including the telecom firms and Internet Service Providers (ISPs). This increase in interest, of exploiting these rights, is expected to enhance value of these rights and in return the revenue streams of the Olympic Movement.</p>
<p>More than one method of delivery and consumption through Digital Media platforms mean that now we can talk about real interactive user experience of the Olympic Games. It empowers users to view the content on their own terms based on platform, device, time, location and with whole of produced content on offer, they can watch the sport of their choice. Latest technology developments, including ongoing analogue switch-off and others as observed in Beijing, to a certain extent, also enable merger of data and video, resulting in more user centric activation and features like user generated content (UGC), text commentary, trivias, bios, forums, surveys, etc.</p>
<p>All these features extend for taking this enhanced user-experience to outside the Games-time through dissemination of over 35â€™000 hours of archival video content as well as over 600â€™000 images as well as activation through communities based on pillars of Olympic Games in form of the athletes, volunteers, collectors and spectators.</p>
<p>Although we strongly believe that the benefits outnumber the threats, the Digital Revolution comes with a few challenges.</p></blockquote>
<p>PrÃ¤sident Rogge sagte unlÃ¤ngst: Die digitalen Medien seien â€ždie beste Erfindung seit der Erfindung des Fernsehensâ€œ.</p>
<p>Zumindest in diesem Punkt wird Lindsey Vonn nicht widersprechen. Auch wenn sie sich auf Twitter korrigieren musste:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6609" title="Twitter, Lindsey Vonn" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/vonn2.jpg" alt="" width="511" height="162" /></p>
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		</item>
		<item>
		<title>IOC-Direktor Mark Adams sagt: &#8220;They want to have a quiet meeting to discuss their issues&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/10/03/ioc-direktor-mark-adams-sagt-they-want-to-have-a-quiet-meeting-to-discuss-their-issues/</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 18:09:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Play the Game: &#8220;The secret Olympic Congress in Copenhagen&#8220; Die Fortsetzung der Geschichte, die mich heute arbeitsmÃ¤ÃŸig etwas eingeschrÃ¤nkt hat. Sperrt das IOC Journalisten aus? Ich meine noch immer: Ja. Komme gerade von einem Press Briefing mit IOC-Kommunikationsdirektor Mark Adams. Er sagt, frei wiedergegeben: Im Kongressbereich selbst werden auch morgen wohl nur 20 bis 30 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li><strong>Play the Game</strong>: &#8220;<a title="PTG: The secret Olympic Congress" href="http://www.playthegame.org/news/detailed/the-secret-olympic-congress-in-copenhagen-4541.html" target="_blank">The secret Olympic Congress in Copenhagen</a>&#8220;</li>
</ul>
<p>Die Fortsetzung <a title="The day after, Olympic Congress: IOC sperrt Journalisten aus*" href="http://jensweinreich.de/?p=5399" target="_self">der Geschichte</a>, die mich heute arbeitsmÃ¤ÃŸig etwas eingeschrÃ¤nkt hat. Sperrt das IOC Journalisten aus? Ich meine noch immer: Ja. Komme gerade von einem Press Briefing mit IOC-Kommunikationsdirektor Mark Adams. Er sagt, frei wiedergegeben:</p>
<ul>
<li>Im Kongressbereich selbst werden auch morgen wohl nur 20 bis 30 ausgewÃ¤hlte Journalisten zugelassen. &#8220;They want to have a quiet meeting.&#8221; Jeder Journalist kÃ¶nne sich nicht jederzeit Ã¼berall bewegen.Â Also, mit meinen Worten:Â seiner Arbeit nachgehen.</li>
<li>Adams sprach von &#8220;sensitive access&#8221;. Es werde &#8220;at least&#8221; der Lobbybereich fÃ¼r alle Journalisten zugÃ¤nglich sein. Etwa 200 sind noch in Kopenhagen. Eigentlich rechnen alle damit, dass es tÃ¤glich weniger werden. Man soll sich aber bitte &#8220;diskret&#8221; verhalten und nicht so oft fotografieren.</li>
<li>Auf die Bemerkung, dass das quasi historische BeschrÃ¤nkungen auf IOC-Kongressen seien (nicht auf Sessionen, da darf man auch heute nicht rein, nur seit 1999 kann man sie live am TV verfolgen), sagte Adams: &#8220;Unfortunately, I can&#8217;t give you a historical view.&#8221;</li>
<li>Er hat das System umgesetzt, das ihm aufgetragen wurde. &#8220;The system I was asked to do.&#8221; Sein Boss heiÃŸt Jacques Rogge.</li>
<li>200 Journalisten kÃ¶nnen also nie und nimmer in den Kongressbereich, sagt er. Als hÃ¤tte Adams (zuvor beim World Ecenomic Forum), als hÃ¤tten die meisten Kollegen und erst recht die Delegierten, nicht schon jeder mindestens 100, viele wohl tausend Konferenzen erlebt. Wenn eine Session Ã¼berfÃ¼llt ist, versucht man einen Stehplatz zu finden, wenn das auch nicht gelingt, Ã¤rgert und trollt man sich und versucht, die Session an einem Bildschirm oder hier eben im Internet-Livestream. Eigentlich recht simpel und nicht der ErwÃ¤hnung wert. Doch leider ist das im IOC nicht selbstverstÃ¤ndlich. Noch einmal: Selbst der letzte Olympische Kongress 1994 in Paris unter Samaranch Senior war Ã¶ffentlicher und besser vorbereitet, Journalisten konnten sich mit Ausnahme von <a title="tag: Andrew Jennings" href="http://jensweinreich.de/?s=andrew+jennings" target="_self">Andrew</a> <a title="Transparency in Sport" href="http://www.transparencyinsport.org" target="_blank">Jennings</a>, den das IOC damals mit einem Bann und Akkreditierungsverbot belegt hatte, relativ frei bewegen. Wir brachten Jennings damals die gedruckten Reden raus in das CafÃ© am Eingang des Kongresszentrums in La Fayette.</li>
<li>Ob Mikrofone erlaubt sind und also Interviews mit den hohen Herrschaften, weiÃŸ ich jetzt nicht genau. Als jemand, der auch fÃ¼rs Radio arbeitet und gern <a title="Interview mit Thomas Bach" href="http://jensweinreich.de/?p=3458" target="_self">Interviews im Blog verÃ¶ffentlicht</a>, wÃ¤re das sehr hilfreich. Oder anders: Es ist vÃ¶llig normal, dass ich meine GesprÃ¤che und Interviews in RundfunkqualitÃ¤t aufnehme. Das kann mir eigentlich niemand verbieten. Wir werden sehen.</li>
<li>Achso: Ab morgen, dem zweiten Kongresstag und dem vierten Tagungstag in Kopenhagen, soll es fÃ¼r alle Journalisten einen Zeitplan mit den Themen und Reden und Referenten geben.</li>
<li>Achso: Ab morgen, dem zweiten Kongresstag und dem vierten Tagungstag in Kopenhagen, soll es fÃ¼r alle Journalisten einen Zeitplan des zweiten Teils der IOC-Session (7.-9. Oktober) geben, die ja unter anderem Ã¼ber die Wiederwahl von Rogge und die Aufnahme von Rugby und Golf ins <a title="tag: Olympisches Programm" href="http://jensweinreich.de/?cat=1529" target="_self">Olympische Programm</a> befindet. Ein detaillierter Zeitplan? &#8220;Ja, das kÃ¶nnen wir tun&#8221;, sagt Adams. &#8220;Warum eigentlich nicht?&#8221;</li>
<li>Ein Journalist, der zehn Jahre in China gelebt hat, berichtet Ã¼ber den Volkskongress, der mehr BewegungmÃ¶glichkeiten, wenngleich keine DiskussionsmÃ¶glichkeiten (hier auch nicht) fÃ¼r Journalisten biete &#8211; und mehr Informationen. Wenn die Chinesen das schon kÃ¶nnen, sei das wohl auch dem IOC zuzutrauen. GelÃ¤chter. Offensichtlich ist es anders. China und das IOC und die Internetfrage &#8211; <a title="tag: Internetfrage" href="http://jensweinreich.de/?s=internetfrage" target="_self">hier entlang</a>.</li>
<li>Lars Werge aus DÃ¤nemark fragt nach der Ã¶ffentlichen Debatte bei diesem Kongress, der ja ein besonderer sein sollte, es war so eine Debatte versprochen worden im Februar 2006, als der Kongress an Kopenhagen vergeben wurde. Adams berichtet von 1300 VorschlÃ¤gen im &#8220;virtuell Kongress&#8221; (ich habe Ã¼brigens vor Ewigkeiten versucht, mich dort einzuloggen und VorschlÃ¤ge zur KorruptionsbekÃ¤mpfung zu machen. Ich habe es nicht geschafft &#8211; oder das System hat mich nicht gewollt) und rund 20.000 Zugriffen bei Youtube. Lars Werge Ã¤tzt: &#8220;Oh, soviel seit dreieinhalb Jahren, das ist beeindruckend.&#8221; Finde ich auch :)</li>
</ul>
<p>Mal sehen, ob sich die IOC Pressekommission mit dem Thema befasst. Ich habe da wenig Hoffnung, die von Kevan Gosper geleiteteÂ  <a title="IOC Press Commission" href="http://www.olympic.org/en/content/The-IOC/Commissions/Press/" target="_blank"><span style="color: #6b8e23;">Pressekommission</span></a>Â oder dieÂ <a title="Open letter to the Olympic Journalists Association" href="http://jensweinreich.de/?p=3963" target="_self"><span style="color: #6b8e23;">Olympic Journalists Association</span></a>Â stehen doch eher fÃ¼r etwas anderes. Adams sagt: Nachdem, was heute abging, wird das diskutiert werden.</p>
<p>Schlusswort Mark Adams heute Abend:</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Thanks, this was the most enjoyable press briefing.&#8221;</strong></p></blockquote>
<p>Gern geschehen.</p>
<p>Was Ã¼brigens wieder typisch war: Die meisten derjenigen, die eine der komischen grÃ¼nen Armbinden erhalten haben, kÃ¼mmerten sich nicht mehr um das Meeting mit Adams. Sie waren ja bedient worden. So sind sie, die Journalisten.</p>
<p><strong>4. Oktober, 8.50 Uhr:</strong> Die ersten Kollegen berichten, heute dÃ¼rften sich Journalisten frei bewegen &#8211; ob mit oder ohne giftgrÃ¼nes Armband. Na bitte, geht doch.</p>
]]></content:encoded>
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