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	<title>jens weinreich &#187; leipzig 2012</title>
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		<title>München 2018 und der intransparente Umgang mit Steuermitteln: Wirtschaftsplan? Welcher &#8220;Wirtschaftsplan&#8221;?</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 09:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einige Anmerkungen über Intransparenz als Geschäftsprinzip deutscher Olympiabewerbungen, mehrfach von Rechnungsprüfern als &#8220;Unkultur im Umgang mit öffentlichen Mitteln&#8221; gerügt. Die Münchner Olympia GmbH schließt nach jüngsten Turbulenzen die Reihen und teilt in unnachahmlicher Weise mit: Gesellschafterversammlung erhöht Bewerbungsetat um 10 Prozent und beschließt engere Koordinierung der Gesellschafter München, 15. Juli – Im Anschluss an die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einige Anmerkungen über Intransparenz als Geschäftsprinzip deutscher Olympiabewerbungen, mehrfach von Rechnungsprüfern als &#8220;Unkultur im Umgang mit öffentlichen Mitteln&#8221; gerügt.</p>
<p>Die Münchner Olympia GmbH schließt nach jüngsten Turbulenzen die Reihen und teilt in unnachahmlicher Weise mit:</p>
<blockquote><p>Gesellschafterversammlung erhöht Bewerbungsetat um 10 Prozent und beschließt engere Koordinierung der Gesellschafter</p>
<p>München, 15. Juli – Im Anschluss an die turnusmäßige Gesellschafterversammlung der Bewerbungsgesellschaft München 2018 am heutigen Donnerstag, schauen die Gesellschafter voller Optimismus auf die kommenden Monate. Der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung und Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) Thomas Bach betonte, dass alle Beschlüsse mit absolutem Einvernehmen und großer Entschlossenheit zu Stande kamen. „Mit dem Ziel die Bewerbung noch stärker und positiver in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen, haben wir eine engere Verzahnung von Gesellschaftern und Bewerbungsgesellschaft beschlossen“, so Bach weiter. Die Gesellschafter benannten jeweils einen Koordinator, der die Zusammenarbeit stärkt. Prokurist Jürgen Bühl wurde in diesem Zusammenhang zum stellvertretenden Geschäftsführer ernannt.</p>
<p><strong>„Zudem haben wir uns einstimmig und im Einvernehmen der Geschäftsführung auf den Wirtschaftplan der Bewerbung geeinigt.“ </strong></p></blockquote>
<p>Oh, ein &#8220;Wirtschaftsplan&#8221;.</p>
<ul>
<li>Auf welchen &#8220;Wirtschaftsplan&#8221; hat man sich geeinigt?</li>
<li>Gibt es einen Beweis dafür, dass ein &#8220;Wirtschaftsplan&#8221; existiert?</li>
<li>Warum ist der &#8220;Wirtschaftsplan&#8221; nicht öffentlich?</li>
<li>Warum wird der &#8220;Wirtschaftsplan&#8221; nicht öffentlich gemacht, so wie es sein sollte, vor allem jetzt, da die öffentliche Hand wieder mit etlichen Millionen als Sponsor auftritt?</li>
<li>Warum wird Abgeordneten der Parlamente von Gesellschaftern trotz mehrfacher Anfrage dieser &#8220;Wirtschaftsplan&#8221; verheimlicht?</li>
<li>Was soll/darf die Öffentlichkeit, Hauptsponsor der Bewerbung, nicht wissen?</li>
<li>Wo sind die Beweise, dass Sponsoren bislang überhaupt Geldmittel für die Bewerbung bereit gestellt haben?</li>
<li>Wie verteilen sich die Sponsorenleistungen &#8211; sofern es überhaupt welche gibt &#8211; in Geld- und Sachmittel?</li>
<li>Wie verteilen sich die Sponsorenleistungen &#8211; sofern es überhaupt welche gibt &#8211; auf wirklich private Firmen und auf halbstaatliche bzw. staatliche &#8220;Unternehmen&#8221;, also auf verkappte Subventionen der öffentlichen Hand?</li>
<li>Warum gibt es keine sauberen, öffentlich nachprüfbare OCOG- und Non-OCOG-Etats?</li>
</ul>
<p>Das sind Kernfragen. Das ist so in Deutschland, denn Transparenz ist auch in dieser Olympia GmbH ein Fremdwort. Die Großzügigkeit im Umgang mit öffentlichen Mitteln aber ist enorm. Vor allem der &#8220;Hauptgesellschafter&#8221; DOSB und sein Präsident Thomas Bach demonstrieren das, denn nennenswerte finanzielle Mittel bringt der olympische Dachverband auch diesmal nicht ein.</p>
<p>Weiter in der Pressemitteilung:</p>
<blockquote><p>Der Münchner Oberbürgermeister und stellvertretende Vorsitzende der Gesellschafterversammlung Christian Ude stellte heraus, dass auf dem langen Weg zu den Olympischen und Paralympischen Spielen auch das eine oder andere Gewitter aufziehen kann.</p>
<p><strong>„Ab heute scheint die Sonne wieder und die Bewerbung wird nicht an finanzpolitischen Aspekten scheitern. Daher haben wir beschlossen, das Bewerbungsbudget innerhalb des geschätzten Rahmens um 10 Prozent auf 33 Millionen Euro zu erhöhen. Gesellschafterdarlehen sind hierfür nicht nötig.“ </strong></p></blockquote>
<ul>
<li>Warum sagt niemand, dass es sich um Steuermittel handelt?</li>
<li>Ist das ein Freibrief für Olympiabewerber, die &#8211; wie Bogner &#8211; ihre Unkenntnis über die Finanzierung Olympischer Spiele mehrfach bewiesen haben und konsequent Unwahrheiten verbreiten?</li>
</ul>
<p>Weiter in der Pressemitteilung:</p>
<blockquote><p>Der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer betonte: „Wir haben genug Projekte in der Pipeline, um genügend Sponsorengelder für die Bewerbung zu akquirieren.“</p>
<p>Aufatmen auch bei den Bürgern in Garmisch-Partenkirchen. Erster Bürgermeister Thomas Schmid weiß: „Durch die Tatsache, dass die Marktgemeinde kein Darlehen nachlegen muss, wird den Bürgerinnen und Bürgern eine große Sorge genommen.“</p>
<p>Auch sicherte Ministerpräsident Seehofer bei den Verhandlungen mit Grundstückseigentümern für die notwendigen Flächen zur Austragung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele seine volle Unterstützung zu. Er betonte, dass alle Entscheidungen gemeinsam mit den Bürgern vor Ort getroffen werden.</p>
<p>Willy Bogner, München 2018-Chef, zeigte sich nach der Sitzung sehr zuversichtlich: „Die zugesicherten 33 Millionen Euro machen eine erstklassige Bewerbung möglich. Ich freue mich besonders, dass sich alle Gesellschafter dazu bekannt haben mit ihrem persönlichem Engagement für die Bewerbung einzutreten und die großen Vorteile der Münchner Bewerbung stärker zu kommunizieren.“</p></blockquote>
<p>Willy Bogner hat übrigens, wenn man den Berichten glauben darf, während der Gesellschafterversammlung zum Thema Finanzen geschwiegen. Eine ausführliche Presseschau findet sich dazu <a title="Dilettantenstadl München 2018: Bogner will mehr Steuermittel, Widerstand wächst, Bewerbung am Ende?" href="http://www.jensweinreich.de/2010/07/14/dilettantenstadl-munchen-2018-willy-will-mehr-steuermittel-widerstand-wachst-bewerbung-am-ende/" target="_self">in den Kommentaren dieses Beitrags</a>.</p>
<p>Es ist kein Geheimnis, dass ich die deutsche Intransparenz, die Unkultur im Umgang mit öffentlichen Mitteln und das undemokratische Vorgehen bei der Verschleuderung von Steuermitteln nicht schätze. Den Halbgöttern Seehofer, Bach und Ude seien deshalb als Handzettel Zitate aus den Untersuchungsberichten zu vergangenen deutschen Olympiabewerbungen empfohlen. Das Thema wird in den nächsten Monaten vertieft werden müssen. Aber sicher läuft das in München besser als einst in Berlin und Leipzig.</p>
<p>In der Leipziger Olympia GmbH hatte einst eine Tiefenprüfung im Herbst 2003 ergeben, wenige Monate vor dem blamablen Vorrunden-Aus (sämtlich Zitate aus dem Prüfbericht):</p>
<ul>
<li>Fälle von Aktenvernichtungen.</li>
<li>Dass elf Firmen lediglich auf der Grundlage mündlicher Absprachen gearbeitet haben.</li>
<li>Ein Vier-Augen-Prinzip sei hierbei nicht berücksichtigt worden.</li>
<li>Bis zum 11. November 2003 bestanden keine eindeutigen Vertragszeichnungsregelungen innerhalb der GmbH.</li>
<li>Es bestand kein Vertragscontrolling hinsichtlich der Leistungen und Rechnungen der Vertragspartner.</li>
<li>Ausschreibungsgrundsätze wurden entgegen der Weisung des Aufsichtsrates nicht beachtet.</li>
<li>Für Veranstaltungen der GmbH lagen keine Kostenpläne vor, zum Teil auch keine Nachweise.</li>
<li>Eine laufende Kostenkontrolle sei derzeit in der GmbH nicht möglich.</li>
<li>Bis zum Tage der Prüfung existierte in der GmbH keine ordentliche Buchführung.</li>
<li>Eine einheitliche Anwendung der Reisekostenregelung wurde nicht beachtet.</li>
<li>Die Nutzung von zur Verfügung gestellten Pkws entbehrte jeder klaren vertraglichen Grundlage.</li>
<li>Das Vergaberecht wurde nicht eingehalten.</li>
<li>Die Aktenführung sei zum Teil nicht nachvollziehbar und unvollständig.</li>
</ul>
<p>Der Prüfer nennt Handlungsbedarf, damit die GmbH den Maßstäben &#8220;einer geordneten Tätigkeit&#8221; gerecht wird:</p>
<ul>
<li>Aktenvernichtungen haben zu unterbleiben.</li>
<li>Aktenverläufe müssen in Zukunft nachvollziehbar sein.</li>
<li>Organisatorische und inhaltliche Mängel seien abzustellen.</li>
<li>Die Unkultur im Umgang mit öffentlichen Mitteln sei abzustellen.</li>
<li>Die Beauftragung externer Firmen sei zu reduzieren (im Beauftragungsfall nur mit klarer Begründung).</li>
<li>Die Städte Leipzig und Rostock sollten sich aus dem täglichen operativen Geschäft der GmbH möglichst heraushalten.</li>
<li>Satzung und Geschäftsordnung der GmbH bedürfen einer Überarbeitung.</li>
</ul>
<p>Für Leipzig waren damals 31,5 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln für die Bewerbung verplant, plus etliche hundert Millionen, die bereits verbaut wurden in der Stadt. Wer mehr lesen will: <a title="Operation 2012" href="http://www.jensweinreich.de/referenzen/bucher/operation-2012/" target="_self">&#8220;Operation 2012&#8243;</a>.</p>
<p>In Berlin wies der Landesrechnungshof 1996, drei Jahre nach dem Olympia-Desaster (Berlin erhielt nur neun der IOC-Stimmen im Wettbewerb um die Spiele 2000, obwohl noch am Vorabend von mehr als 40 orakelt wurde!) nach, wie seinerzeit exakt 51.305.684,12 DM verpulvert wurden – 40,3 Millionen aus dem Berliner Haushalt und elf Millionen vom Bund.</p>
<p>Hier einige Kernaussagen aus dem Bericht des Berliner Rechnungshofes vom August 1996, der sich liest wie eine Kopie des Leipziger Prüfungsberichts vom November 2003 bzw. umgekehrt:</p>
<blockquote><p>Eine erhebliche Einschränkung der Erkenntnismöglichkeiten ergab sich auch dadurch, dass der Geschäftsführer der Olympia GmbH Akten der Gesellschaft hatte vernichten lassen (sog. Reißwolfaffäre). Ein Teil der Unterlagen existierte nicht, in der Mehrzahl der Fälle lagen nicht einmal schriftliche Verträge vor. Von den stichprobenweise geprüften Fremdleistungen im Wert von 17,2 Millionen DM lagen jedenfalls nur für Leistungen im Wert von 3,8 Millionen DM (das sind 22 v.H.) Vertragsdokumente vor. Soweit vertragsbegründende Unterlagen wie Angebote, Schriftwechsel über Preisverhandlungen, Aufträge und deren Änderung nicht aufbewahrt wurden oder nicht erstellt worden sind – und das gilt für den weit überwiegenden Teil der geprüften Fremdleistungen –, konnte die Olympia GmbH auch nicht den Nachweis vertragsgemäßer Lieferung und Leistung erbringen. Die Bescheinigung der sachlichen Richtigkeit auf den Rechnungen – soweit vorhanden – allein ist nicht ausreichend. Der Geschäftsführer hat sogar Millionengeschäfte mündlich abgeschlossen.</p></blockquote>
<p>Besonders lesenswert, Punkt 124 des Rechnungshof-Berichts:</p>
<blockquote><p>Die Olympia GmbH hat keine privat finanzierte Olympiabewerbung durchgeführt, sondern fast ausschließlich Steuergelder für diesen Zweck verwendet, und zwar im Umfang von über 50 Millionen DM.</p>
<p>Werden statt einer durchaus denkbaren privaten Finanzierung öffentliche Mittel eingesetzt, unabhängig in welcher Form, ist mit diesen vom Steuerzahler aufgebrachten Geldern besonders sorgfältig zu wirtschaften.</p>
<p>Die Verwendung dieser Mittel darf in keinem Fall der parlamentarischen Finanzkontrolle entzogen sein.</p>
<p>Somit verbietet es sich auch, den Begriff der Wirtschaftlichkeit neu zu definieren und jedwede allgemeine sinnvolle oder auch nur vertretbare Mittelverwendung für die Olympiabewerbung als wirtschaftlich anzusehen.</p>
<p>Der Rechnungshof verkennt nicht den politischen Stellenwert, den die Olympiabewerbung gehabt hat. Dieser rechtfertigt aber nicht, die Verwendung der Mittel letztlich nach dem Grundsatz &#8220;Der Zweck heiligt die Mittel&#8221; zu beurteilen.</p></blockquote>
<p>Wie gesagt: <a title="Goldener Plan für München 2018: mal eben 1,5 Millionen mehr aus Steuermitteln" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/22/goldener-plan-fur-munchen-2018-mal-eben-15-millionen-euro-mehr-aus-steuermitteln/" target="_self">In München läuft das bestimmt besser.</a></p>
<p>Obwohl ich da arge Zweifel habe. Denn Willy Bogner, ich sage es erneut, <a title="München 2018 und die Olympiafinanzierung: Willy Bogners Probleme mit der Wahrheit" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/19/munchen-2018-und-die-olympiafinanzierung-willy-bogners-probleme-mit-der-wahrheit/" target="_self">kennt sich in der Olympiafinanzierung nachweislich nicht aus und hat seine Falschaussagen aus etlichen Interviews meines Wissens auch nie korrigiert</a>. Mein Vertrauen hält sich also in Grenzen.<br />
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		</item>
		<item>
		<title>Kriselnde Olympiabewerbung München 2018: Abschied von Geschäftsführer Adam</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 14:31:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es geht drunter und drüber zwischen München (Olympia GmbH) und Frankfurt am Main (DOSB, Hauptgesellschafter der Olympia GmbH). Hauptgeschäftsführer Willy Bogner kennt sich offenbar nicht so in der Olympiafinanzierung aus oder sagt gar bewusst die Unwahrheit; der Bewerber-Etat bleibt intransparent und top secret und ist außerdem noch nicht gefüllt; in den Satellitenorten (Garmisch-Partenkirchen, Oberammergau) wächst der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es geht drunter und drüber zwischen München (Olympia GmbH) und Frankfurt am Main (DOSB, Hauptgesellschafter der Olympia GmbH).</p>
<ul>
<li>Hauptgeschäftsführer Willy Bogner kennt sich offenbar <a title="München 2018 und die Olympiafinanzierung: Willy Bogners Probleme mit der Wahrheit" href="http://jensweinreich.de/2010/03/19/munchen-2018-und-die-olympiafinanzierung-willy-bogners-probleme-mit-der-wahrheit/" target="_self">nicht so in der Olympiafinanzierung aus oder sagt gar bewusst die Unwahrheit</a>;</li>
<li>der <a title="Goldener Plan für München 2018 ..." href="http://jensweinreich.de/2010/03/22/goldener-plan-fur-munchen-2018-mal-eben-15-millionen-euro-mehr-aus-steuermitteln/" target="_self">Bewerber-Etat bleibt intransparent</a> und top secret und ist außerdem noch nicht gefüllt;</li>
<li>in den Satellitenorten (<a title="BN-GAP" href="http://www.bn-gap.de/" target="_blank">Garmisch-Partenkirchen</a>, <a title="Gerhard Pfeil im SPIEGEL: Weiße Krawatten" href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69174757.html" target="_blank">Oberammergau</a>) <a title="Munich 2018: We do not want the Games!" href="http://jensweinreich.de/2010/02/11/munich-2018-we-do-not-want-the-games/" target="_self">wächst</a> <a title="München 2018: Studie der FH, Annäherung an die Wahrheit?" href="http://jensweinreich.de/2010/01/21/munchen-2018-studie-der-fh-annaherung-an-die-wahrheit/" target="_self">der</a> <a title="NOlympia.de" href="http://www.nolympia.de/" target="_blank">Widerstand</a>;</li>
<li>Versprechen werden gebrochen und groß <a title="Dieter Janecek: Umweltkonzept gescheitert/Bogners Märchenstunde" href="http://blog.dieter-janecek.de/2010/03/21/nolympia2018-umweltkonzept-gescheitert-bogners-marchenstunde/" target="_blank">angelegte Umweltkonzepte beerdigt</a>;</li>
<li>personell kriselt es zwischen den Beteiligten ohnehin gewaltig, <a title="München 2018: Entwurf des Mini-Bidbooks" href="http://jensweinreich.de/2009/11/23/munchen-2018-entwurf-des-mini-bidbooks/" target="_self">wie bereits vor Monaten beschrieben</a>.</li>
</ul>
<p>Gerade teilt die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH mit:</p>
<blockquote>
<div><strong>Änderung in der Geschäftsführung der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH</strong></div>
<p>München, 22. März 2010 – Die Gesellschafter der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH und Herr <strong>Richard Adam</strong> haben sich einvernehmlich auf eine Beendigung seiner Tätigkeit als Geschäftsführer verständigt. Herr Adam wird der Gesellschaft im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages weiter zur Verfügung stehen. Die Geschäftsführung wird künftig durch <strong>Willy Bogner</strong> als Vorsitzenden und <strong>Bernhard Schwank</strong> gebildet.</p></blockquote>
<p>Zuvor hatte die Deutsche Presse-Agentur gemeldet &#8230;</p>
<blockquote>
<div id="_mcePaste">Die Münchner Bewerbungsgesellschaft für Olympia 2018 hat Geschäftsführer Richard Adam <a title="Bayern Tourismus Marketing GmbH" href="http://www.bayern.by/de/richard-adam-wechsel-zur-olympia-bewerbungsgesellschaft-muenchen-2018richard-adam-wechsel-zur-olympia-bewerbungsgesellschaft-muenchen-2018.html" target="_blank">nach nur 16 Monaten</a> im Amt mit sofortiger Wirkung beurlaubt.</div>
</blockquote>
<p>&#8230; und <a title="Newsticker Zeit.de" href="http://www.zeit.de/newsticker/2010/3/22/iptc-bdt-20100322-304-24292642xml" target="_blank">schreibt jetzt gar</a> &#8230;</p>
<blockquote><p>Auch der autokratische Führungsstil <a title="Willy Bogner, Münchens Olympiachancen und die IOC-Präsidentschaft" href="http://jensweinreich.de/2010/02/26/vancouver-tag-14-willy-bogner-munchens-olympiachancen-und-die-ioc-prasidentschaft/" target="_self">Bogners</a> löst bei einigen Mitstreitern der Kandidatur Widerstand aus.</p></blockquote>
<p>Auffallend, dass in den dpa-Texten wieder mal der DOSB in bestem Licht erscheint. Armer Richard Adam, das hat er nicht verdient.</p>
<p>Handelt es sich um eine &#8220;Beurlaubung&#8221; oder um eine &#8220;einvernehmliche Trennung&#8221;? Für die Öffentlichkeit ist das egal. Für Adam nicht.</p>
<p>Die Trennung hatte sich angedeutet. Über die Gründe wird noch zu reden sein. Und schließlich liegen derlei Trennungen ganz im deutschen olympischen Trend.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7498" title="Richard Adam, Willy Bogner, Bernhard Schwank (v.l.) Foto: Olympia GmbH" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/fab-three.jpg" alt="" width="530" height="354" /></p>
<p>Mit 16 Monaten hat sich Richard Adam (l.), dem ich die Unzufriedenheit stets anzusehen glaubte, andere auch, verhältnismäßig lange im Amt gehalten als Olympia-Geschäftsführer &#8211; seit Februar 2009 an der Seite des ehemaligen NOK-Generalsekretärs und DOSB-Sportdirektors Bernhard Schwank (r.), seit November 2009 dem &#8220;Vorsitzenden der Geschäftsführung&#8221; untergeordnet, Willy Bogner (M.).</p>
<p>Andere deutsche Olympiabewerber-Geschäftsführer waren kürzer zugange:</p>
<ol>
<li><strong>Lutz Grüttke</strong> führte die Berlin 2000 Olympia GmbH einst nur von April bis September 1991. Sein Abgang vollzog sich viel schneller. Anders als Adam aber war Grüttke damals Alleinherrscher.</li>
<li>Ad interim wurde die tolpatschig-lustige Berliner GmbH dann drei Monate vom Senatsrat <strong>Dietrich Hinkefuß</strong> geführt, ehe der unnachahmliche <strong>Axel Nawrocki</strong> (CDU) die Olympiaträume vollstreckte, d.h. den Karren routiniert gegen die Wand steuerte.</li>
<li><strong>Dirk Thärichen</strong> schaffte es im Jahr 2003 kein halbes Jahr an der Spitze der Leipziger Olympia GmbH &#8211; und an der Seite des Co-Geschäftsführers (von NOK-Gnaden) <strong>Mike de Vries</strong> &#8211; bis zu seiner Beurlaubung<strong> </strong>(zuvor war er auch in der nationalen Bewerberphase Geschäftsführer gewesen).</li>
</ol>
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		</item>
		<item>
		<title>Katar und die WM 2022: Fußball im Kühlschrank</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 10:35:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[JOHANNESBURG. Gruppenbild mit Junior-Emir: Katars WM-Botschafter Gabriel Batistuta (l.), Ronald de Boer (r.), Sami Al-Jaber (2. v.r.) und Katars Bewerberchef (Mitte), Sohn des Emirs &#8211; His Excellency Sheikh Mohammed bin Hamad bin Khalifa Al-Thani. Einer der Al-Thani Sippe. Ein anderer Sohn des Emirs ist IOC-Mitglied, das nur am Rande. Mein alter Freund Mohamed Bin Hammam [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>JOHANNESBURG. Gruppenbild mit Junior-Emir: Katars WM-Botschafter Gabriel Batistuta (l.), Ronald de Boer (r.), Sami Al-Jaber (2. v.r.) und Katars Bewerberchef (Mitte), Sohn des Emirs &#8211; His Excellency Sheikh Mohammed bin Hamad bin Khalifa Al-Thani. Einer der Al-Thani Sippe. Ein anderer Sohn des Emirs ist IOC-Mitglied, das nur am Rande. Mein alter Freund <a title="Beiträge zu Mohamed Bin Hammam" href="http://jensweinreich.de/?cat=42" target="_self">Mohamed Bin Hammam</a> tritt dagegen derzeit kaum in Erscheinung.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5982" title="Go, Qatar, go! Jannesburg, 1. Dezember 2009" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/12/gabriel-deboer-scheich.jpg" alt="" width="500" height="302" /></p>
<p>Es wird noch viel zu reden sein über eine weitere abstruse Idee des Joseph Blatter: zwei Fußball-Weltmeisterschaften gleichzeitig zu vergeben. In genau einem Jahr ist es so weit: Die Ehrenmänner des FIFA-Exekutivkomitees werden auf einer Sitzung über die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 entscheiden. Warum ein Mega-Event zwölf Jahre vorher vergeben wird: Es gibt keine vernünftigen Gründe dafür. Was Blatter anführt, man habe damit bessere Vermarktungsmöglichkeiten, ist großer Unsinn. Ein Hirngespinst. Ich werde später sicher mal eine Liste der Fragen und negativen Seiten zusammenstellen, d<script type="text/javascript" src="http://jensweinreich.de/wp-content/plugins/nextgen-gallery/tinymce3/langs/de.js?ver=311"></script><script type="text/javascript" src="http://jensweinreich.de/wp-content/plugins/cforms/js/langs/de.js?ver=311"></script><script type="text/javascript" src="http://jensweinreich.de/wp-content/plugins/skype-online-status/js/langs/de.js?ver=311"></script><script type="text/javascript" src="http://jensweinreich.de/wp-content/plugins/wp-polls/tinymce/plugins/polls/langs/de.js?ver=311"></script>ie damit verbunden sind.</p>
<p>Wichtig scheint mir, <a title="&quot;Ungefähr zwölf Stadien&quot;: Bewerbung um die Fußball-WM 2018/2022" href="http://jensweinreich.de/?p=2651" target="_self">noch einmal daran zu erinnern</a>, dass diese doppelte WM-Vergabe wieder so ein blattersches Hirngespinst war/ist. Denn auf dem FIFA-Kongress 2008 in Sydney war das nicht wirklich ein Thema. Blatter hat es danach auf der Pressekonferenz erzählt und fast alle Anwesenden überrascht. Der FIFA war das in der Erklärung zum Kongress nicht eine Zeile wert &#8211; kein Wunder, denn die <a title="FIFA-PM vom 30. Mai 2008" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/bodies/media/newsid=783716.html#ja+zielen+ratifizierung+wada+kodex" target="_blank">Pressemitteilung</a>, die das Kongressgeschehen zusammenfasste, wurde geschrieben, bevor der Große Vorsitzende den Einfall der Welt zu verkünden geruhte.</p>
<p>In einer zweiten <a title="FIFA-PM vom 30. Mai 2008" href="http://www.fifa.com/aboutfifa/federation/bodies/news/newsid=783630.html" target="_blank">FIFA-Pressemitteilung</a> hieß es nach der PK Blatters:</p>
<blockquote><p>&#8220;A new method of awarding the 2018 and 2022 FIFA World Cups was announced.&#8221;</p></blockquote>
<p>So stellte sich der Große Vorsitzende das vor:</p>
<blockquote><p>&#8220;The Executive Committee of FIFA will decide the host countries for the 2018 and 2022 World Cups at the same time, and this will be before June 2011. Currently interested are Mexico, United States, England, Spain, Netherlands-Belgium, Russia, Qatar, China, Japan and Australia. If we can offer two competitions for eight years to our partners and broadcasters and give extra time for planning, the economic result for FIFA will be better. The existing rule that a continent cannot host the FIFA World Cup twice in a row will not be changed. This was to make sure that it would go to Africa otherwise it never would have. As the next two World Cups will be in the southern hemisphere, it is perhaps logical that Australia concentrates on the 2022 tournament. The two tournaments will be held in different continents.&#8221;</p></blockquote>
<p>Halten wir im Dezember 2009 fest: Mehr ist der Welt nicht bekannt. Wie genau das FIFA-Exko entscheiden will? Derlei Fragen stellen sich die WM-Bewerber auch. Sie nehmen es, wie es kommt &#8211; denn eins ist doch klar: Im Zweifel gilt der Willen des Präsidenten. Den muss man erahnen. Was braucht es gedruckte Regeln? Dieses <a title="Zirkularschreiben der FIFA zur WM 2018/2022" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/01/20182022invitationtobidcircularda.pdf" target="_self">Zirkularschreiben</a> muss reichen &#8211; es ist das einzige öffentliche Dokument zu dieser Bewerbung. Und wenn es nicht reicht, dann gilt automatisch Regel Nummer eins in Sepps Reich: Was er sagt, ist Gesetz.</p>
<p>Die lange Vorrede musste sein.</p>
<p>Einen <a title="Wikipedia zu 2018/2022 World Cup" href="http://en.wikipedia.org/wiki/2018_and_2022_FIFA_World_Cup_bids" target="_blank">wunderbaren Überblick</a> der WM-Bewerbungen gibt übrigens Wikipedia, ich sollte gar nicht erst versuchen, das zu toppen, ich kann nur versuchen, kleine Geschichten zusammenzutragen und zu erzählen.</p>
<p>Am Freitag organisiert die FIFA für internationale Medienvertreter in Kapstadt einen Workshop mit den WM-Bewerbern. Mit etlichen habe ich bereits in Johannesburg gesprochen und mir mein Bild gemacht. Auch deshalb bin ich hier. Viele Geschichten sind darüber noch zu schreiben. Einen ersten Eindruck habe ich gestern notiert:</p>
<p>JOHANNESBURG. Ronald de Boer gerät ins Schwärmen, als er die Vorzüge seiner Heimat aufzählt. „Eine fantastische Infrastruktur&#8221;, „gastfreundliche, weltoffene Menschen&#8221;, „wunderbare Schulen&#8221; und vieles andere mehr. Dann sagt der 67-malige holländische Fußballnationalspieler: „Ich kann mir keinen besseren Gastgeber einer Fußball-WM vorstellen als Katar.&#8221;</p>
<p>Jawohl, Katar.</p>
<p>Nicht etwa Holland, das sich gemeinsam mit Belgien um die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 bewirbt.</p>
<p><span id="more-5979"></span>Es ist der größte WM-Wettbewerb aller Zeiten. Zwar weiß noch immer niemand, warum die FIFA in einem Jahr gleich zwei Weltmeisterschaften gemeinsam vergibt. Unklar bleibt das Procedere der Wahl durch das Exekutivkomitee. Inzwischen hat Mexiko zurückgezogen, von Indonesien und seinem wegen Korruption verurteilten Fußballchef Nurdin Halid wird der Rückzug in Kürze erwartet &#8211; es bleiben immer noch die Offerten von England, Russland, Spanien/Portugal, Holland/Belgien, USA, Katar, Japan, Südkorea und Australien. Katar und Südekorea bewerben sich nur für 2022. Alle anderen Nationen gehen zwei Mal ins Rennen: für 2018 und 2022.</p>
<p>Für alle ist diese Tagungswoche in Südafrika der erste ganz große Auftritt. „Es geht um 24 Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees&#8221;, sagt Andy Anson, Geschäftsführer der englischen Bewerbung: „Es geht allein darum, mit den richtigen Leuten zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und vertrauliche Gespräche zu führen.&#8221; So wie vergangene Woche beim Commonwealth-Gipfel in Port of Spain (Trinidad und Tobago), als nicht nur Englands Premier Gordon Brown, sondern auch Australiens Premier Kevin Rudd der FIFA-Skandalnudel Jack Warner ihre Aufwartung machten. Vizepräsident Warner liefert sich seit Monaten eine Privatfehde mit den Engländern. Nun erklärte er, England sei 2018 dran und habe die beste Infrastruktur überhaupt. Kurz zuvor hatte er gesagt, Australien habe eine exzellente Chance.</p>
<p>Am Dienstag stellten die Kataris Ronald de Boer als WM-Botschafter vor, den Argentinier Gabriel Batustata gleich mit, der einst für sechs Millionen Dollar jährlich in der Operettenliga am Golf spazieren ging. „Ich bin Kosmopolit. Ich lebe hier seit sechs Jahren. Meine drei Töchter wachsen in Doha auf. Ich liebe Katar&#8221;, erklärt de Boer. Über Geld sagt er nichts. Holländische Journalisten sagen, er habe schon Anfang der neunziger Jahre, als er noch für Ajax Amsterdam spielte, nur zwei Interessen gehabt: Geld und Aktien. Präzise betrachtet ist das natürlich eine Interessenslage, es ist ja auch kein Verbrechen, in Doha märchenhafte Reichtümer anzuhäufen.</p>
<p>In Johannesburg beköstigen Katars Bewerber täglich die Tausendschaft an Delegierten der Messe Soccerexpo. Scheich Mohammed, Sohn des Emirs, wird vor der Weiterreise nach Kapstadt seine Kreditkarte zücken. Katar investiert geschätzte 60 Millionen Dollar (oops: <a title="Daily Mail, Charles Sales Kolumne" href="http://www.dailymail.co.uk/sport/article-1232462/Charles-Sale-Chelsea-owner-Roman-Abramovich-bankrolls-Russias-2018-World-Cup-bid.html" target="_blank">Charlie Sale</a> spricht gar von mehr als 100 Millionen Pfund, da müssen wir wohl noch etwas justieren an den Zahlen). Die russische Bewerbung soll 40 Millionen kosten, die Hälfte garantiert der Staat, 20 Millionen sollen von Oligarchen wie Roman Abramowitsch kommen. Australien mit seinem Milliardär Frank Lowy gibt offiziell 45 Millionen aus und sicherte sich gerade die Dienste von Andreas Abold. Der Münchner war mit seiner <a title="Abold.de" href="http://www.abold.de" target="_blank">Agentur</a> zuletzt zweimal WM-Gewinner: er betreute die Offerten von Deutschland (2006) und Südafrika (2010). Erfolgreich war er auch im nationalen Olympiawettbewerb mit <a title="Beiträge zu Leipzig 2012" href="http://jensweinreich.de/?cat=50" target="_self">Leipzig 2012</a>.</p>
<p><em>(Private Botschaft an Herrn Abold: Sie werden doch nicht etwa Fedor Radmann reaktivieren?)</em></p>
<p>Der WM-Zirkus ernährt andere alte Bekannte ebenfalls fürstlich: Als Spin-Doktor für Katar agiert der Engländer Mike Lee (<a title="Vero Communications" href="http://www.verocom.co.uk/" target="_blank">Vero Communications</a>), einstiger UEFA-Kommunikationsdirektor, der zuletzt die siegreichen Olympiabewerbungen von London (2012) und <a title="Rio 2016" href="http://jensweinreich.de/?cat=1083" target="_self">Rio de Janeiro</a> (2016) bearbeitete, mit Salzburg 2014 weniger erfolgreich war, dennoch 4.000 Euro Tagessatz kassierte. „Katar hat das Geld&#8221;, prahlt Lee. So viel Geld, dass 2022 alle WM-Spiele im arabischen Hochsommer in riesigen Hallen bestens klimatisiert stattfinden sollen. Für das IOC waren die Bedingungen am Golf vor anderthalb Jahren noch Ausschlusskriterium der <a title="Doha 2016" href="http://jensweinreich.de/?cat=1983" target="_self">Olympiabewerbung Dohas</a>. Nun eine WM im Kühlschrank? „Kein Problem&#8221;, sagt Ronald de Boer, „und kein Vergleich mit den USA 1994, als ich mit Holland in Orlando gegen Brasilien in der Mittagshitze bei 40 Grad spielen musste.&#8221;</p>
<p>Die Fußball-WM in der Luxusenklave Katar werde ein großer Spaß, verspricht de Boer. „Nach dem Spiel sind sie in maximal dreißig Minuten in den besten Hotels, die man sich vorstellen kann. Perfekt.&#8221; Er sieht die zweifelnden Blicke und schiebt nach:</p>
<p>„Glauben Sie mir, ich erzähle nicht eine einzige Lüge!&#8221;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>München 2018: Entwurf des Mini-Bidbooks und &#8220;offizielle Oppositionen&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/11/23/munchen-2018-entwurf-des-mini-bidbooks/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2009/11/23/munchen-2018-entwurf-des-mini-bidbooks/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 12:48:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gruppenbild ohne Dame bzw. ohne Katarina Witt, das schönste Gesicht des Sozialismus und &#8220;Gesicht&#8221; der Münchner Olympiabewerbung. So strahlten die Herrschaften am Freitag nach der Gesellschafterversammlung der Olympia GmbH in die Kameras (Foto: München 2018). Es gibt mehrere gute Gründe, das Bild zu veröffentlichen, zum Beispiel diesen: Willy Bogner, neuer Vorsitzender der Geschäftsleitung und ehemals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gruppenbild ohne Dame bzw. ohne Katarina Witt, das schönste Gesicht des Sozialismus und &#8220;<a title="Zielgruppenoptimierung: München 2018 verpflichtet das schönste Gesicht des Sozialismus" href="http://jensweinreich.de/?p=4249" target="_self">Gesicht</a>&#8221; der Münchner Olympiabewerbung. So strahlten die Herrschaften am Freitag nach der Gesellschafterversammlung der Olympia GmbH in die Kameras (<em>Foto: München 2018</em>). Es gibt mehrere gute Gründe, das Bild zu veröffentlichen, zum Beispiel diesen: Willy Bogner, neuer Vorsitzender der Geschäftsleitung und ehemals für <a title="alle Beiträge zu Sotschi 2014" href="http://jensweinreich.de/?cat=424" target="_self">Putins Oligarchenbewerbung</a> in Sotschi tätig, kam hier bislang zu kurz. Bogner ist der <span style="text-decoration: line-through;">lächelnde</span> grinsende Herr ganz links.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5838" title="Gesellschafterversammlung München 2018, 20. November 2009" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/mh_gruppenfoto_001-3.jpg" alt="" width="500" height="219" /></p>
<p>Die Installierung von Bogner als Ein-Euro-Mann und Boss der beiden eigentlichen Geschäftsführer Berhard Schwank (DOSB/Bach) und Richard Adam (München/Ude) ist ein weiteres Zeichen dafür, dass es im Gebälk sehr knarzt. Ähnliche Komplikationen, allerdings etwas heftiger, hatte es bereits bei der <a title="Beiträge zu Leipzig 2012" href="http://jensweinreich.de/?cat=50" target="_self">Leipziger Olympiabewerbung</a> gegeben, als Sportminister Otto Schily im Herbst 2003 in größter Not den Ein-Euro-Mann Peter Zühlsdorff verpflichtete. Es ist halt kompliziert, wenn alles nach den IOC/DOSB-Regeln tanzen soll. Konkret: Der DOSB hat gemäß Olympischer Charta die Mehrheit (51 Prozent) in der Gesellschaft, obgleich er kein Geld aufbringt. Bezahlen müssen die Bürger &#8211; und die Politiker haben das Geld, die Milliarden, herbeizuschaffen. So simpel ist das.</p>
<p>Schon vorher hatte die Installierung von Schwank bei den eigentlichen Bewerbern in München für Unmut gesorgt. Selbst hochrangige Vertreter der Bewerbergesellschaft nehmen kaum noch ein Blatt vor den Mund und kritisieren in kleinen Kreisen ungefragt die Politik des DOSB, wobei der FDP-Mann in der Mitte des Fotos (vierter von rechts), DOSB-Chef und IOC-Vize Thomas Bach, kaum besser wegkommt als der Herr ganz rechts: DOSB-General Michael Vesper, ein Bündnisgrüner, für den und dessen Methoden - Achtung, Quellenschutz! &#8211; in München ein wenig schmeichelhafter <a title="Wikipedia: Stalinismus" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stalinismus" target="_blank">Begriff</a> verbreitet wird. Ich kann das schlecht einschätzen, muss gerade deshalb meinen Quellen trauen. Das Mehrquellenprinzip, das darf ich gern mitteilen, habe ich selbstverständlich berücksichtigt.</p>
<p>Sie haben dennoch Grund zur Freude, die Herrschaften. Alle beteiligten Kommunen sind auf Kurs gebracht, das so genannte <a title="PM München 2018" href="http://www.muenchen2018.org/presse/news-55-olympia-bewerbung-muenchen-2018-gesellschafterversammlung-beschliesst-eckpunktepapier.html" target="_blank">Eckpunktepapier</a> verabschiedet. Mit der Transparenz haben sie es nach wie vor nicht so, das wird sich auch nicht ändern, aber es gibt ja Blogs, in denen man zumindest Entwürfe dieses Eckpunktepapiers lesen kann, aus dem das so genannte Mini-Bidbook erstellt wird, das wiederum bis zum 15. März 2010 dem IOC überreicht werden muss.</p>
<p>Voilà, ich sage mal nicht: exklusiv. Aber selten:</p>
<ul>
<li><a title="Eckpunkte Minibidbook München 2018" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/minibidbook.pdf" target="_blank"><strong>Eckdaten der Münchner Olympiabewerbung</strong></a><strong> <em>(69 Seiten, pdf, 3,9 MB)</em></strong></li>
</ul>
<p>Die Meinung der kundigen Leser zu diesem Entwurf interessiert mich natürlich sehr. (<em>Achtung, kleine Medienkritik: Es ist übrigens mal wieder interessant, was die Nachrichtenagentur dpa unter &#8220;Eckpunkte&#8221; der Bewerbung versteht. Keinesfalls Details etwa zur Finanzierung, nein, bloß eine simple Chronik der Ereignisse.</em>)</p>
<p>Gemäß <a title="Olympia2018, die Ausgangslage ..." href="http://jensweinreich.de/?p=5584" target="_self">Timetable der Olympiabewerbung 2018</a> muss das Bidbook im März vorliegen, das eigentliche Bewerbungsbuch dann im Januar 2011.</p>
<ul>
<li>Hier <a title="München 2018: der Weg nach Durban" href="http://jensweinreich.de/?p=4485" target="_self"><span style="color: #6b8e23;">einmal mehr</span></a> das 101 Seiten umfassende <a title="IOC 2018 Candidature Acceptance Procedure" href="http://multimedia.olympic.org/pdf/en_report_1451.pdf" target="_blank"><span style="color: #6b8e23;">2018 Candidature Acceptance Procedure</span></a> <em>(pdf, 3,5 MB)</em>  des IOC.</li>
</ul>
<p>Andererseits: Womöglich vergeht den deutschen Olympiabewerber-Bossen das Lachen bald. Denn in Südkorea sind die Konkurrenten doch sehr aktiv, wie der <a title="Korea Herald" href="http://www.koreaherald.co.kr/NEWKHSITE/data/html_dir/2009/11/24/200911240016.asp" target="_blank">Korea Herald</a> gerade wieder meldet. Ex-Samsung-Boss <a title="Pyeongchang: Olympiafavorit für 2018" href="http://jensweinreich.de/?p=3624" target="_self">Kun</a> <a title="Der reichste Koreaner: IOC-Mitglied Kun Hee Lee" href="http://jensweinreich.de/?p=3727" target="_self">Hee</a> <a title="Samsung &amp; Co: &quot;natural partners&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=3886" target="_self">Lee</a> - mehrfach wegen gigantischer Korruption verurteiltes IOC-Mitglied und Freund des DOSB-Chefs - soll zum wiederholten Male begnadigt werden.</p>
<p>Muss sich München fürchten? Gewiss.</p>
<blockquote><p><strong>Amnesty for ex-Samsung-chief?</strong></p>
<p>Korea&#8217;s sports and corporate leaders are calling on the government to grant a presidential pardon to Lee Kun-hee, the former chairman of Samsung Group who received a suspended jail term for breach of trust in August.</p>
<p>Leaders of sports organizations last week suggested that President Lee Myung-bak include Lee in the presidential amnesty to be granted around Christmas. They said that presidential leniency is necessary in part to promote the bid for the 2018 Winter Olympics of the Korean city of Pyeongchang, Gangwon Province.</p>
<p>Lee, a member of the International Olympic Committee since 1996, the Olympic-governing body, voluntarily relinquished his IOC membership in July last year, citing the need to resolve legal disputes surrounding him and Samsung.</p>
<p>Lee was handed a three-year prison term, which was suspended for five years, on conviction of illegal bond trading. He was also fined 110 billion won ($95 million). The 66-year-old tycoon quit as chairman of Samsung Group, Korea&#8217;s largest family-controlled conglomerate, in April last year.</p>
<p>Now that the final court sentencing has been made, an increasing number of people are calling on the government to grant Lee a presidential pardon.</p>
<p>On Nov. 17, Kim Jin-sun, governor of Gangwon Province, called for a presidential amnesty for Lee, saying that Pyeongchang needs Lee&#8217;s assistance at the IOC and other international organizations. Pyeongchang makes its third bid to host the Winter Olympics after it lost to Canada&#8217;s Vancouver and Russia&#8217;s Sochi in its two previous attempts to host the 2010 and 2014 Winter Games. The Korean city is expected to compete with Annecy of France and Munich of Germany for the right to host the 2018 Winter Games.</p>
<p><script src="/khjs/banner/article_340.js"></script>On Nov. 19, Cho Yang-ho, chairman of Hanjin Group who jointly heads the Pyeongchang bidding committee, said in a news conference that the committee suggested to the government that it grant a presidential pardon for Lee.</p>
<p>&#8220;I think his reinstatement will greatly help Pyeongchang expand its support base (in the IOC),&#8221; Cho said.</p>
<p>He said Lee&#8217;s resumption of Olympic activity is &#8220;desperately needed&#8221; ahead of a meeting of IOC members in Vancouver, Canada, next February which will be the last meeting before the IOC decides the venue for the 2018 Winter Olympics in July 2011.</p>
<p>On Friday, Sohn Kyung-sik, chairman of the Korea Chamber of Commerce and Industry, joined the appeal for a presidential pardon for Lee. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Es darf also weiter abgestimmt werden:</p>
<p>Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.Auf die <a title="alle Beiträge: Finanzierung von Mega-Events" href="http://jensweinreich.de/?cat=692" target="_self">Finanzierungsfrage</a> inklusive der <a title="Finanzierung Olympischer Spiele: &quot;Wir sind ein priviligiertes Völkchen!&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=3771" target="_self">OCOG- und Non-OCOG-Etats</a> gehe ich demnächst wie versprochen noch einmal ausführlich ein. Zum Reinhören und Nachlesen nur kurz ein Beitrag, den ich vergangenen Samstag für den Deutschlandfunk produziert habe. Inzwischen haben die Grünen in Bayern sich tatsächlich gegen die Olympiabewerbung ausgesprochen.</p>
<ul>
<li>der Antrag des Grünen-Kreisverbandes Fürstenfeldbruck für die <a title="Resolution der bayerischen Grünen gegen die Olympiabewerbung vom 22. November 2009" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/reso_3_olympia_1109.pdf" target="_self">Resolution gegen Olympia</a> (<em>pdf, 3 Seiten</em>)</li>
<li>Mein DLF-Beitrag:</li>
</ul>
<p style="TEXT-ALIGN: center"><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/11/21/dlf_20091121_1932_1e830c93.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Münchens Olympiabewerber haben die Eckpunkte der Offerte für die Winterspiele 2018 verabschiedet. Nach den Turbulenzen der vergangenen Wochen demonstriert man Einigkeit. Getreu dem Motto des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): Der Sport möge „mit einer Stimme&#8221; sprechen. Doch unter der Oberfläche brodelt es weiter.</p>
<p>Eine Große Koalition von Sport und Politik ist sich einig: Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) und DOSB-Präsident Thomas Bach (FDP) verabschiedeten auf der Gesellschafterversammlung der Olympia GmbH die Eckdaten für das erste umfassende Bewerbungsdokument.</p>
<p>DOSB-Chef Bach behauptet eine aktuelle Zustimmungsrate von 82 Prozent für die Pläne. Horst Seehofer sagt:</p>
<blockquote><p>„In allen Umfragen ist die ganz große Mehrheit der Bevölkerung hinter dieser Olympiabewerbung. Und deshalb, glaube ich, handeln wir im Interesse der ganz, ganz überwiegenden Mehrheit der bayerischen Bevölkerung.&#8221;</p></blockquote>
<p>Zwischen 2,9 und 3,5 Milliarden Euro soll das Abenteuer kosten &#8211; in beiden Etats, dem reinen Organisations- und dem Infrastrukturetat. Detaillierte, nachprüfbare Posten liegen der Öffentlichkeit allerdings nicht vor.</p>
<p>In den Lokalparlamenten von München, Garmisch-Partenkirchen, Oberammergau und Berchtesgaden gab es zuletzt erbitterte Diskussionen &#8211; doch Mehrheiten stimmten für die „Eckpunkte&#8221; der Bewerbung.</p>
<p>SPD-Mann Ude bezeichnete Abgeordnete, die Fragen stellten, und Olympiakritiker gemäß SZ als „unseriös&#8221;, „unqualifiziert&#8221; und als „radikale Minderheiten&#8221;.</p>
<p>Im Entwurf des Bewerbungsbuches heißt es:</p>
<blockquote><p><strong>„Bislang sind keine offiziellen Oppositionen bekannt.&#8221;</strong></p></blockquote>
<p>Es werde Wert auf Transparenz und die Einbindung von NGOs in Fachkommissionen gelegt.</p>
<p>Nur: Etliche dieser Gruppen haben sich aus der Fachkommission Umwelt, um die geht es vor allem, längst verabschiedet. Vor längerer Zeit schon der <a title="PM Bund Naturschutz" href="http://www.bund-naturschutz.de/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/1467/pm/cc200efb83.html" target="_blank">Bund Naturschutz</a> &#8211; zuletzt etwa der „Verein zum Schutz der Bergwelt&#8221;. Auch dieser Verein kritisiert, unseriös vereinnahmt und zu Mitautoren eines angeblichen „Umweltkonzeptes&#8221; gemacht worden zu sein. Die Bewerbung sei „die Verschwendung von Natur für Ruhm und Ehre&#8221;.</p>
<p>Das angebliche <a title="München 2018" href="http://www.muenchen2018.org/bewerbungsthemen/umwelt/index.html" target="_blank">Umweltkonzept</a> sei ein PR-Papier, das von den wirklichen Problemen ablenke, sagen Fachleute.</p>
<p>Axel Doering, Kreisvorsitzender des Bundes Naturschutz aus Garmisch-Partenkirchen, ist eine Art Oppositionsführer. Er strebt einen Bürgerentscheid an &#8211; möglichst bis zum 15. März 2010, wenn das Mini-Bidbook beim IOC abgegeben werden muss.</p>
<blockquote><p>„Also wenn ein Bürgerentscheid negativ ausgeht für die Olympiabewerber, dann ist das hier in Garmisch-Partenkirchen vorbei. Es ist allerdings sehr schwierig. Viele Leute sagen: Wir fühlen uns unter Druck gesetzt. Und viele Leute, die eigentlich Olympische Spiele auch nicht wollen, werden deshalb nichts organisieren, das habe ich in letzter Zeit oft erlebt. Das ist natürlich sehr schwierig, weil diese ganzen wachs- und windelweichen Versprechungen viele Leute mit diesem Zauberwort Olympia locken.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der Ort sei zu klein und außerdem pleite, die Eingriffe zu weitreichend, sagt Doering. Er kritisiert die Informationspolitik der Bewerber, die lediglich Phrasen verbreite.</p>
<blockquote><p>„Im Moment ist alles was offiziell kommt, das ist nur: Es ist toll, und das bringt uns weiter, das bringt uns Straßen, das bringt uns Tourismus und das bringt uns das Glück der Welt. Und das kann&#8217;s nicht sein.&#8221;</p></blockquote>
<p>Doering kritisiert auch Diktat des Internationalen Olympischen Komitees, dem Bund, Freistaat und Kommunen zahlreiche Blankovollmachten ausstellen.</p>
<blockquote><p>„Das IOC ist ja eine bekannt intransparente Organisation. Und das IOC behält sich also in dieser Vertragsgestaltung bis zuletzt die Änderung aller Bedingungen vor. Es kann seine Zahlungen ändern, es kann die Sportarten ändern, es kann alles ändern. Es ist so, dass dieser entsprechende Vertrag vor drei Jahren in Salzburg zum Beispiel von den österreichischen Landesanwälten als sittenwidrig und Knebelungsvertrag gewürdigt wurde.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wenigstens da widerspricht ihm Münchens OB Ude nicht grundsätzlich. Ude nennt die IOC-Vertragsgestaltung „<a title="Süddeutsche Zeitung" href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/820/494160/text/" target="_self">eine Zumutung</a>&#8220;.</p>
<p>Der nächste Schreck für die Olympiabewerber kam am Sonntag, als sich Bayerns Grüne auf ihrer Landesversammlung in Bamberg gegen die Pläne aussprachen. Der Grünen-Landesvorsitzende Dieter Janecek sagte vorab:</p>
<blockquote><p>„Ich rechne damit, dass es einen ablehnenden Beschluss geben wird. Die Leute sind einfach sehr skeptisch. Je näher sie dran sind an den Sportstätten, desto weniger glaubt man den Versprechungen des IOC und der Bewerbergesellschaft. Man glaubt vielmehr, dass man Naturzerstörungen erleben wird, dass Schneekanonen massiv eingesetzt werden, dass die Schuldenberge immer höher werden, wie bei Garmisch: bereits schon 100 Millionen Schulden. In München sieht man das ein bisschen anders, da glauben die Leute anscheinend eher, dass sei so eine Art Oktoberfest mit Schlittenrennen. Aber wenn man draußen ist auf dem Land, dann hat man da einen ganz anderen Eindruck.&#8221;</p></blockquote>
<p>Kurios dabei: Die Grünen im Bundestag, allen voran Claudia Roth, und die Fraktion im Münchner Rathaus sind für Olympia. Alle anderen Gremien und Fraktionen der bayerischen Grünen sind dagegen. Dieter Janecek hat sich in einigen Grundsatzpapieren mit der Bewerbung beschäftigt. Sein Fazit: „<a title="Blog von Dieter Janecek" href="http://blog.dieter-janecek.de/2009/10/13/olympische-spiele-2018-sind-kein-gewinn-fur-unsere-region/" target="_self">Olympische Spiele 2018 sind kein Gewinn für unsere Region.</a>&#8221;</p>
<ul>
<li>Und noch ein Interview im <strong>DLF</strong>: Tobias Oelmaier im Gespräch mit Garmisch-Partenkirchens Bürgermeister Thomas Schmid:</li>
</ul>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/11/21/dlf_20091121_1936_aecf8d64.mp3" target="_self">:</a></p>
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		<title>&#8220;Leitlinien des Sportjournalismus&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 11:14:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin ja, obgleich Anfang 2006 aus Protest aus dem Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) ausgetreten, immer noch Abonnent der Monatszeitschrift &#8220;Sportjournalist&#8221;. Und dort lese ich in einem der legendären Editorials des VDS-Präsidenten Erich Laaser, dass der Verband neue &#8220;Leitlinien des Sportjournalismus&#8221; erarbeitet hat, die den so genannten Ehrenkodex aus dem Jahr 1995 ablösen sollen. Voilà, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ja, obgleich Anfang 2006 aus <a title="Offener Brief an den Verband Deutscher Sportjournalisten" href="http://sportnetzwerk.eu/?p=5" target="_blank">Protest</a> aus dem Verband Deutscher Sportjournalisten (<a title="VDS-Webseite" href="http://www.sportjournalist.de" target="_blank">VDS</a>) ausgetreten, immer noch Abonnent der Monatszeitschrift &#8220;Sportjournalist&#8221;. Und dort lese ich in einem der legendären Editorials des VDS-Präsidenten Erich Laaser, dass der Verband neue &#8220;Leitlinien des Sportjournalismus&#8221; erarbeitet hat, die den so genannten <a title="VDS-Ehrenkodex" href="http://www.vds-berlin.de/?p=10" target="_blank">Ehrenkodex</a> aus dem Jahr 1995 ablösen sollen. Voilà, weil hier ein wenig über Journalismus und &#8220;die Medien&#8221; diskutiert wird, warum nicht darüber:</p>
<blockquote><p><strong>Leitlinien des Sportjournalismus</strong></p>
<p>Sportjournalisten &#8211; gleichgültig in welchem Medium tätig und unabhängig vom Arbeitsverhältnis &#8211; verpflichten sich in ihrer Arbeit zu folgenden ethischen Ansprüchen und beruflichen Zielsetzungen:</p>
<ol>
<li>Das berufsständische Privileg, das Sportjournalisten durch Artikel 5 des Grundgesetzes, die Allgemeinen Erklärungen der Menschenrechte, die Konvention des Europarates sowie die nationalen Pressegesetze, Rundfunkrechte und Staatsverträge zugestanden wird, ist verantwortungsbewusst und moralisch unanfechtbar anzuwenden.</li>
<li>Sportjournalisten widersetzen sich jeder nationalistischen, chauvinistischen, rassistischen, religiösen und politischen Verleumdung und Ausgrenzung.</li>
<li>Sportjournalisten bearbeiten und bewerten alle Bereiche des Sports. Sie üben damit eine öffentliche Kontrollfunktion aus. Sportjournalisten setzen sich für einen humanen, von Korruption und Doping freien Sport ein.</li>
<li>Sportjournalisten lassen sich von niemandem vereinnahmen und instrumentalisieren, wahren ihre journalistische Unabhängigkeit und lehnen Einladungen und Geschenke ab, die diese in Frage stellen könnten.</li>
<li>Menschenwürde, der Schutz der Persönlichkeit und die Intimsphäre sind in der sportjournalistischen Arbeit zu achten. In jedem Fall sind die Folgen der Berichterstattung zu bedenken.</li>
<li>Grundlagen der Arbeit sind sorgfältige Recherche, korrekte Wiedergabe von Zitaten und eine unmissverständliche Sprache. Sportjournalisten verpflichten sich zur wahrheitsgemäßen und sachlichen Berichterstattung.</li>
<li>Sportjournalisten setzen sich für journalistische Qualität ein. Sie streben ein hohes Aus-und Fortbildungsniveau des Berufsstandes an.</li>
<li>Sportjournalisten pflegen trotz der Konkurrenz der Medienbereiche und Mediensysteme untereinander einen fairen Umgang und offene Kritik und verpflichten sich zur gegenseitigen Wertschätzung.</li>
</ol>
</blockquote>
<p>Ich muss allerdings sagen, dass die hübschen Leitlinien im selben Heft konterkariert werden, u.a. auf Seite 26, wo die Aufnahme von Dirk Thärichen in den VDS verkündet wird. Kann mich nicht erinnern, dass der Mann jemals Journalist gewesen sein sollte, aber ich mag da nur über rudimentäre Kenntnisse verfügen. Wohl aber war er &#8211; u.a. &#8211; <a title="Ans Tageslicht" href="http://www.anstageslicht.de/index.php?STORY_ID=5&amp;UP_ID=1&amp;NAVZU_ID=14" target="_blank">Geschäftsführer der Leipziger Olympia GmbH</a> und ist seit kurzem Pressesprecher des Heimatsenders MDR. Damit ist er offenbar bestens geeignet für eine VDS-Mitgliedschaft.</p>
<p>Auch derlei Personalien waren für mich und zwei Dutzend Kollegen einst ein Grund, den VDS zu verlassen und die <a title="Reaktionen auf die Gründung des sportnetzwerks" href="http://sportnetzwerk.eu/?p=7" target="_blank">Initiative</a> <a title="sportnetzwerk" href="http://www.sportnetzwerk.eu" target="_blank">sportnetzwerk</a> <a title="Google-Suche: sportnetzwerk + VDS" href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;num=100&amp;newwindow=1&amp;q=sportnetzwerk+vds&amp;meta=&amp;aq=f&amp;oq=" target="_blank">anzustoßen</a>.</p>
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		<item>
		<title>Copy and paste im Bundestag: die Olympiabewerbungen von Leipzig und München</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 17:17:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Komme gerade aus dem Reichstag, wo der Sportausschuss des Bundestages in einer eher kleinen Runde seinen 40. Geburtstag gefeiert hat, den er offiziell zwar erst im November begeht, aber man kann ja nie wissen. Im September sind Wahlen, und danach kann alles anders sein. Zur Feierstunde vielleicht später noch einige Details, zumindest einige interessante Zitate. Vorweg dies, Peter Danckert (SPD/Pferdesportverband Berlin-Brandenburg/Nada-Kuratorium):</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir sind eine große Familie. Aber in dieser Familie kann nicht immer mit einer Stimme gesprochen werden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Immerhin, das unterscheidet sich schon mal von anderen <a title="Und es sprach Hassan Moustafa ..." href="http://jensweinreich.de/?p=3340" target="_self">Familienpatriarchen</a>.</p>
<p>In einer kurzen Sitzung haben die Abgeordneten um 13 Uhr noch ihre <span style="text-decoration: line-through;">bedingungslose</span> Unterstützung für die Olympiabewerbung von München bekräftigt (bei Enthaltungen von Bündnis 90/Die Grünen und den Linken), obgleich keine Finanzierungskonzepte und transparente Kalkulationen im Umgang mit Steuermitteln vorliegen. Es gab, nicht zum ersten Mal, eine durchaus <span style="text-decoration: line-through;">muntere</span> engagierte Diskussion über eine gewisse Berichterstattung, wie mir berichtet wurde. Dagmar Freitag (SPD/DLV-Vizepräsidentin) wedelte mit der Kopie eines Zeitungsartikels <a title="BLZ vom 30. Juni 2009: Politiker im Olympiarausch" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0630/sport/0022/index.html" target="_blank">&#8220;Politiker im Olympiarausch&#8221;</a>, der ihr nicht gefallen hat.</p>
<p>Als Nachtrag zum gestrigen Beitrag <a title="Bundestag zu München 2018: &quot;demokratiewidriger Striptease&quot;?" href="http://jensweinreich.de/?p=4073" target="_self">&#8220;Bundestag zu München 2018: &#8216;demokratiewidriger Striptease?&#8221;</a> habe ich mal flink die Resolutionen des Bundestages aus dem Dezember 2003 (<a title="BT Drucksache Olympia 2012 in Leipzig" href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/15/021/1502170.pdf" target="_blank">Olympiabewerbung 2012 Leipzig</a>) und die morgen im Parlament zu verabschiedende Resolution (<a title="BT Drucksache Olympia 2018 in München" href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/134/1613481.pdf" target="_blank">Olympiabewerbung 2018 München</a>) verglichen. Es geht um die vermeintlichen Segnungen Olympias (Fairplay?! Arbeitsplätze ?! etc. pp?!) und solche Sachen. Und um Steuermittel in beträchtlicher Höhe. Für Leipzig 2012 waren in den Arbeitsgruppen des BMI und der Sächsischen Staatskanzlei intern 9 bis 14 Milliarden Europ kalkuliert &#8211; eine Zahl, die von Politik und Sport nie öffentlich gemacht werden sollte. Da waren sich die Herrschaften einig.</p>
<p>Hier die acht Punkte der Bundestags-Resolutionen zu <strong>Leipzig (2003)</strong> und <strong>München (2009)</strong>. Mehr als ein copy-paste-Verfahren? Wer Unterschiede feststellt: Bitte melden und in der Kommentarspalte festhalten.</p>
<blockquote><p>Der Deutsche Bundestag wolle beschließen:</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Erstens</strong></span></p>
<p><strong>2003:</strong> Der Deutsche Bundestag begrüßt und unterstützt nachhaltig die Bewerbung der Stadt Leipzig mit dem Segelstandort Rostock um die Ausrichtung der XXX. Olympischen Sommerspiele und der XIV. Paralympics 2012. Er sieht die Bewerbung und die angestrebte Ausrichtung der Spiele als nationale Aufgabe an.</p>
<p><strong>2009:</strong> Der Deutsche Bundestag begrüßt und unterstützt nachdrücklich die beabsichtigte Bewerbung der Landeshauptstadt München zusammen mit der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen und dem Landkreis Berchtesgadener Land zur Ausrichtung der XXIII. Olympischen und XII. Paralympischen Winterspiele 2018. Er sieht die Bewerbung und die angestrebte Ausrichtung der Spiele als nationale Aufgabe an.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Zweitens</span></strong></p>
<p><strong><span style="color: #000000;">2003:</span></strong> Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, die Olympiabewerbung weiterhin tatkräftig zu fördern. Die Mitwirkung der Bundesregierung im Aufsichtsrat der Bewerbungskomitee Leipzig 2012 GmbH wird begrüßt.</p>
<p><strong><span style="color: #000000;">2009:</span></strong> Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, die Olympiabewerbung weiterhin zu fördern und zu unterstützen.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Drittens</span></strong></p>
<p><strong>2003:</strong> Der Deutsche Bundestag begrüßt das zwischen Bundesregierung, Freistaat Sachsen und der Stadt Leipzig einvernehmlich verabschiedete Programm für Sofortmaßnahmen, um die deutsche Bewerbung international wettbewerbsfähig aufzustellen. Er appelliert an alle Beteiligten, in diesem Geiste die Bewerbung weiter erfolgreich voranzubringen.</p>
<p><strong>2009:</strong> Der Deutsche Bundestag begrüßt die Mitwirkung der Bundesregierung im Aufsichtsrat der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH sowie die Tatsache, dass auch ein Vertreter des Deutschen Bundestages Sitz und Stimme hat. <span id="more-4064"></span></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Viertens</span></strong></p>
<p><strong>2003:</strong> Der Deutsche Bundestag erkennt an, dass das Internationale Olympische Komitee voraussichtlich einen erheblichen Finanzbeitrag zur Durchführung der Sommerspiele 2012 leisten wird. Gleichzeitig begrüßt er die durch die olympische Bewegung und von den Spielen ausgehenden Impulse für die Sportentwicklung, die Ausstattung mit modernen Sportstätten sowie Infrastruktureinrichtungen in der Gastgeberstadt Leipzig und dem Segelstandort Rostock, den Regionen und im gesamten Land. Die sich daraus ergebenden vielfältigen positiven Wirkungen auf Tourismus, auf Arbeitsplätze und Steuereinnahmen lassen eine staatliche Förderung verantwortbar erscheinen, ohne die trotz des Finanzbeitrags des IOC die Spiele nicht durchführbar sind. Der Deutsche Bundestag setzt dabei auf ein erfolgreiches Zusammenwirken zwischen der Bewerberstadt Leipzig und dem Segelstandort Rostock, den Ländern sowie dem Bund.</p>
<p><strong>2009:</strong> Der Deutsche Bundestag begrüßt die durch die olympische Bewegung und von den Spielen ausgehenden Impulse für die Sportentwicklung und Infrastruktur im eigenen Land. Er sieht zudem die Chance, mit einer Durchführung der Spiele einen positiven Beitrag für die Fortentwicklung der olympischen Idee, mit ihren Kernelementen der Völkerverständigung, Respekt und Toleranz sowie des Fair Play, zu leisten.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Fünftens</span></strong></p>
<p><strong>2003:</strong> Der Unterstützungsbeschluss der Regierungschefs von Bund und Ländern vom 26. Juni 2003 wird als wichtiges Signal gesehen, dass die Olympiabewerbung als gesamtstaatliche Aufgabe begriffen wird. Der Deutsche Bundestag appelliert an alle Beteiligten, der daraus resultierenden Verantwortung im Laufe des Bewerbungsverfahrens und bei einem Zuschlag Rechnung zu tragen.</p>
<p><strong>2009:</strong> Der Deutsche Bundestag geht davon aus, dass das Internationale Olympische Komitee sich seiner Verantwortung stellen und daher einen erheblichen Finanzbeitrag zur Durchführung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 leisten wird. Die sich daraus ergebenden vielfältigen positiven Wirkungen auf Tourismus, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen lassen eine staatliche Förderung verantwortbar erscheinen, ohne die Olympische und Paralympische Winterspiele in Deutschland, trotz des Finanzbeitrages des IOC und anderer freier Träger aus der Wirtschaft, nicht durchführbar sind. Der Deutsche Bundestag setzt dabei auf ein erfolgreiches Zusammenwirken zwischen der Landeshauptstadt München, der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen und dem Landkreis Berchtesgadener Land sowie den Ländern und dem Bund.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Sechstens</span></strong></p>
<p><strong>2003:</strong> Der Deutsche Bundestag macht nachdrücklich darauf aufmerksam, dass bei der Erarbeitung von Alleinstellungsmerkmalen besonders die Barrierefreiheit, kurze Wege und Umweltfreundlichkeit der Spiele herausgearbeitet werden sollen.</p>
<p><strong>2009:</strong> Der Unterstützungsbeschluss der Regierungschefs von Bund und Ländern wird als wichtiges Signal gesehen, dass die Olympiabewerbung als gesamt- staatliche Aufgabe begriffen wird. Der Deutsche Bundestag appelliert an alle Beteiligten, der daraus resultierenden Verantwortung im Laufe des Bewerbungsverfahrens und bei einem Zuschlag zur Ausrichtung der Spiele Rechnung zu tragen.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Siebentens</span></strong></p>
<p><strong>2003:</strong> Der Deutsche Bundestag setzt sich ein für Olympische Spiele und Paralympics der Nachhaltigkeit als wichtigen Beitrag für eine zukunftsfähige Sportentwicklung in Deutschland.</p>
<p><strong>2009:</strong> Der Deutsche Bundestag macht alle Beteiligten darauf aufmerksam, dass bei der Bewerbung neben den sportlichen und infrastrukturellen insbesondere auch die ökologischen und kulturellen Belange sowie die nachhaltige Nutzung der Sportstätten und der Liegenschaften zur Unterbringung der Sportlerinnen und Sportler sowie Trainer und Betreuer einen besonderen Stellenwert einnehmen sollen.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Achtens</span></strong></p>
<p><strong>2003:</strong> Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, die kulturelle Darstellung Deutschlands sowie der Region Leipzig und der Region Rostock bei den Olympischen Spielen zu unterstützen.</p>
<p><strong>2009:</strong> Der Deutsche Bundestag setzt sich für Olympische und Paralympische Spiele der Nachhaltigkeit als wichtigen Beitrag für eine zukunftsfähige Sportentwicklung in Deutschland ein.</p>
<p>Berlin, den 10. Dezember 2003: Franz Müntefering und Fraktion, Dr. Angela Merkel, Michael Glos und Fraktion, Katrin Göring-Eckardt, Krista Sager und Fraktion, Dr. Wolfgang Gerhardt und Fraktion</p>
<p>Berlin, den 18. Juni 2009: Volker Kauder, Dr. Peter Ramsauer und Fraktion, Dr. Peter Struck und Fraktion, Dr. Guido Westerwelle und Fraktion</p></blockquote>
<p><script type="text/javascript"></script></p>
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		</item>
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		<title>Samsung &amp; Co: “natural partners&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/05/19/samsung-co-natural-partners/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 May 2009 14:05:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Achtung, München! Achtung, Olympiabewerber! Der Konkurrent Südkorea Pyeongchang Samsung baut sein sportpolitisches Netzwerk aus. Soeben melden der Leichtathletik-Weltverband IAAF und sein täppischer, aber geschäftstüchtiger Präsident Lamine Diack einen neuen Sponsorenvertrag mit dem Giganten aus Fernost: IAAF signs major marketing partnership with Samsung Monte Carlo &#8211; The IAAF is delighted to announce the conclusion of a [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Achtung, München! Achtung, Olympiabewerber! Der <a title="Pyeongchang: Olympiafavorit für 2018" href="http://jensweinreich.de/?p=3624" target="_self">Konkurrent</a> <span style="text-decoration: line-through;">Südkorea</span> <span style="text-decoration: line-through;">Pyeongchang</span> <a title="Der reichste Koreaner: IOC-Mitglied Lee Kun Hee" href="http://jensweinreich.de/?p=3727" target="_self">Samsung baut sein sportpolitisches Netzwerk aus</a>. Soeben melden der Leichtathletik-Weltverband <a title="IAAF signs major marketing partnership with Samsung" href="http://www.iaaf.org/aboutiaaf/news/newsid=50615.html" target="_blank">IAAF</a> und sein täppischer, aber geschäftstüchtiger Präsident Lamine Diack einen neuen Sponsorenvertrag mit dem Giganten aus Fernost:</p>
<blockquote><p><strong>IAAF signs major marketing partnership with Samsung</strong></p>
<p>Monte Carlo &#8211; The IAAF is delighted to announce the conclusion of a worldwide marketing partnership with Samsung, the world&#8217;s leading consumer electronics‘ brand concerning the World Championships in Athletics. Samsung has agreed to become an Official IAAF Partner of the 2009 and 2011 IAAF World Championships in Athletics and the 2010 IAAF World Indoor Championships.</p>
<p>Samsung will also help the above mentioned World Championships events with products and  provide support for the IAAF&#8217;s Continental and National Championships programmes, thus providing a more direct benefit to the IAAF Areas and Member Federations. With the conclusion of this agreement, the IAAF secures its seventh marketing partner for the 2009 World Championships with the other partners being TDK, Toyota, adidas, Epson, Seiko and VTB as well as Official IAAF Supplier, Mondo. (&#8230;)</p>
<p>Samsung Electronics Co., Ltd. is a global leader in semiconductor, telecommunication, digital media and digital convergence technologies with 2008 consolidated sales of US$96 billion. Employing approximately 150,000 people in 134 offices in 62 countries, the company consists of two business units: Digital Media &amp; Communications and Device Solutions. Recognized as one of the fastest growing global brands, Samsung Electronics is a leading producer of digital TVs, mobile phones and TFT-LCDs. For more information, please visit <a href="http://www.samsung.com/">www.samsung.com</a></p>
<p>IAAF President Lamine Diack said: &#8220;I believe that the IAAF and Samsung are natural partners. I am very proud that a top corporation like Samsung, which is already renowned for its work with the Olympic movement, has now agreed to become the partner of athletics, which has such a historic connection with the summer Olympic Games.&#8221; (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Mein Beitrag im <a title="Sportportal des Deutschlandfunks" href="http://www.dradio.de/portale/sport/" target="_blank">Deutschlandfunk</a> zur Lage der Münchner Bewerbung vom Wochenende &#8211; mit O-Tönen der Geschäftsführer Bernhard Schwank und Richard Adam sowie DOSB-General Vesper, eingeholt nach der letzten <a title="Notizen vom Sportausschuss (9): &quot;Berlino ist ein Klasse-Sympathieträger&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=3814" target="_self">Sportausschuss-Sitzung</a>:</p>
<p><a title="DLF vom 16. Mai 2009" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/05/16/dlf_20090516_1952_be4e8df1.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Erst am 15. Oktober ist Bewerbungsschluss für Interessenten an den Winterspielen in neun Jahren. Bislang sieht es nach einem historischen geringen Interesse und deshalb schon rein rechnerisch nach einer guten Chance für München aus. Münchens Olympiabewerber stellten sich in dieser Woche im Sportausschuss des Bundestages vor.</p>
<p>Bisher stehen nur Pyeongchang aus Südkorea und Annecy in Frankreich als Konkurrenten fest. Das kann sich allerdings ändern, vielleicht sogar noch Anfang Oktober nach der IOC-Entscheidung über die Sommerspiele 2016. Bernhard Schwank, einer von zwei Geschäftsführern der Münchner Bewerbergesellschaft: &#8220;Also im Moment ist klar, mit wem wir nicht rechnen müssen. Nämlich mit Norwegen, mit Schweden und der Schweiz, die alle deutlich signalisiert haben, dass sie sich für 2018 nicht bewerben werden. Es gibt immer wieder Hinweise aus Kasachstan mit Almaty. Es gibt aus unserer Sicht keine Hinweise, dass zum Beispiel Harbin, das jetzt die Winter-Universiade ausgetragen hat, sich bewerben wird. Bleibt also aus unserer Sicht der 15. Oktober abzuwarten &#8211; und dann wissen wir es.&#8221;</p>
<p>Die größte Gefahr für Münchens Bewerbung bleibt ein <a title="Samaranch Junior" href="http://jensweinreich.de/?p=3394" target="_self">Olympiasieg von Madrid</a>. Wenn die spanische Hauptstadt die Sommerspiele 2016 bekommt, sinken Münchens Chancen exorbitant, weil die Spiele nach London, Sotschi und Madrid sicher nicht zum vierten Mal in Folge in Europa ausgetragen würden. Und diese Gefahr ist in dieser Woche gestiegen, weil sich das Exekutivkomitee der Europäischen Nationalen Olympiakomitees auf seiner Sitzung in Dubrovnik klar zur Unterstützung Madrids ausgesprochen hat.</p>
<p><span id="more-3886"></span>In München will man die internationalen Vorgänge nicht kommentieren, sondern sich auf die eigene Arbeit konzentrieren. Richard Adam, der zweite Geschäftsführer: &#8220;Alles was jetzt ist, ist Spekulation. Wir wissen es im Oktober und dann können wir die Sache beurteilen. Weil es kann bis Oktober auch noch Überraschungen geben. Wir wissen es einfach nicht.&#8221;</p>
<p>Während Schwank für das technische Konzept zuständig ist, kümmert sich Adam, ein Tourismusfachmann, um das Marketing und auch um die Finanzen. Der Finanzplan für eine etwaige Ausrichtung der Spiele, also die Erstellung von <a title="Finanzierung Olympischer Spiele" href="http://jensweinreich.de/?p=3771" target="_self">Organisations- und Infrastrukturetat</a>, wurde gerade ausgeschrieben. Belastbare Zahlen gibt es noch nicht. Die Hochrechnungen in den <strong><a title="Was das BMI zur Finanzierung der Olympiabewerbung sagt" href="http://jensweinreich.de/?p=2889" target="_self">Arbeitsgruppen der bayerischen Staatskanzlei und des Bundesinnenministeriums sind nicht bekannt</a></strong>.</p>
<p>Inzwischen beschäftigt die Bewerber GmbH zwölf Mitarbeiter. Und Adam reagiert auf Fragen nach den Finanzen schon ziemlich genervt &#8211; auch deshalb, weil es selbst in der Region Bayern schwer fällt, die 30 Millionen Euro für die Bewerbungsphase einzutreiben. &#8220;Was die Finanzen betrifft. Es ist doch letztlich so, dass wir nicht in der Goldgräbersituation sind, weltweit. Insofern tue ich mich immer schwer, wenn Leute, die dem Sport verbunden sind, immer so genüsslich, fast sadistisch auf dieser Frage herumreiten. Fest steht, wir müssen uns nicht mit Rücklagen beschäftigen und stillen Reserven, wie sie angelegt werden. Aber es steht genauso gut fest, was wir zum Arbeiten brauchen, das haben wir. Es wird nicht bis zum Jahr 2011 reichen, deswegen müssen wir uns auch strecken, um die Finanzierung für die gesamte Bewerbung noch letztlich einzutreiben. Aber das gehört einfach dazu zu diesem Geschäft.&#8221;</p>
<p>Zuletzt sind drei deutsche Bewerbungen &#8211; Berchtesgaden, Berlin und <a title="Das Ergebnis heißt ... Leipzig" href="http://jensweinreich.de/?p=192" target="_self">Leipzig</a> &#8211; desaströs gescheitert. Am Ende aller drei Bewerbungen wiesen Rechnungshöfe und Untersuchungskommissionen die kolossale Verschwendung von Steuermitteln nach. Gegen diese Tradition hat sich München zu behaupten. Michael Vesper, Generaldirektor des Hauptgesellschafters, des Deutschen Olympischen Sportbundes.</p>
<p>&#8220;Es ist schwieriger geworden, in Zeiten dieser riesigen Finanz- und Wirtschaftskrise Mittel einzuwerben und Förderer zu gewinnen. Gerade deswegen kann man zufrieden sein mit dem bisher erreichten Stand der Zusagen, die noch nicht immer Verträge sind. Aber worauf sie anspielen, das ist ja die Verwendung von Steuergeldern. Bislang sind noch keine Steuergelder in diese Bewerbung geflossen. Es ist deswegen nach wie vor der Wille und die Absicht aller Gesellschafter, dass diese Bewerbung, wie das München ja versprochen hat, aus privaten Mitteln finanziert wird.&#8221;</p>
<p>Natürlich fließen Steuermittel in die Bewerbung, verkappt und teilweise auch direkt. Ein Beispiel: Die Bob- und Rodelbahn am Königssee wird mit Mitteln aus dem Konjunkturprogramm II der Bundesregierung saniert. Im Vergleich zum Projekt Leipzig 2012, für das bis zu 14 Milliarden Euro nötig gewesen wären, würde die Austragung von Winterspielen allerdings bedeutend billiger sein. Aus der Erfahrung Leipzig habe der Sport in vielerlei Hinsicht gelernt &#8211; behaupten die Sportfunktionäre.</p>
<p>&#8220;Wir haben gelernt, dass eine solche Bewerbung nur dann erfolgreich sein kann, wenn sie nicht nur vom gesamten Sport, sondern von der gesamten Nation getragen wird. Wenn es darum keine politischen Scharmützel gibt, sondern wenn es einen übergreifenden Willen gibt, diese Bewerbung zum Erfolg zu führen. Und diesen Eindruck habe ich bei der Bewerbung Münchens um die Paralympics und die Olympischen Winterspiele im Jahr 2018.&#8221;</p>
<p>Vesper selbst hat damals als Minister in NRW die Bewerbung von Düsseldorf/Rheinruhr unterstützt. Schwank wurde kurz vor der Entscheidung im innerdeutschen Wettbewerb, im Frühjahr 2003, Verwaltungschef des damaligen NOK.</p>
<p>&#8220;Als ich Generalsekretär wurde, daran kann ich mich noch erinnern, da war die Leipzig-Bewerbung weit fortgeschritten. Und wenn ich das so sagen darf: Die Fehler waren bereits gemacht. Und diese Fehler, die in der Grundausrichtung der Leipziger Bewerbung lagen und auch im Verfahren, dass da vorgeschaltet wurde, die haben wir, glaube ich, dieses Mal nicht gemacht, die haben wir vermieden. Und deswegen ist auch der Start und das weitere Vorgehen dieser Bewerbung zurzeit so stark und läuft auf den richtigen Bahnen.&#8221;</p>
<p>Für Schwank wird es in den nächsten Monaten übrigens doppelt schwer. Denn er ist nicht nur Olympiageschäftsführer, sondern als Chef de Mission auch für das deutsche Team bei den Winterspielen 2010 in Vancouver verantwortlich.</p>
<p>&#8220;Im Moment ist die Arbeit als Geschäftsführer der Olympiabewerbung ein Fulltimejob und mehr als das. Als ich noch beim DOSB gearbeitet habe, haben wir schon an der Vorbereitung Vancouver gesessen und viele, viele Dinge schon auf den Weg gebracht. Dort gibt es hochqualifizierte Kolleginnen und Kollegen, die das weiter treiben. Mit denen bin ich regelmäßig in Kontakt und lasse mich informieren, führe aber auch selbst mit den Verbänden von Zeit zu Zeit Planungsgespräche, um da voll auf dem Laufenden zu bleiben.&#8221;</p>
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		<title>Das Ergebnis heißt &#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Apr 2008 08:05:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img vspace="5" align="left" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/04/2012logoklein.jpg" hspace="5" alt="2012logoklein.jpg" />Am Sonnabend jährt sich Leipzigs kleiner Olympiasieg zum fünften Mal. Schon vergessen? Den 12. April 2003? München, Hilton Park Hotel. Gerhard Schröders ungelenke Worte: <em>Das Ergebnis heißt &#8230; Leipzig</em>. Zuvor <em>dona nobis pacem</em> von Wolfgang Tiefensee &#8211; es war der Höhepunkt der Karriere des ehemaligen Stadtmusikanten, gegen den gerade die <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,545546,00.html">Staatsanwaltschaft</a> wegen des Verdachts der Beihilfe zur Vorteilsnahme ermittelt.</p>
<p>Peter Neumann (MDR Radio Sachsen) erinnert daran in einer einstündigen Dokumentation, die man hier hören kann: <a target="_blank" href="http://www.mdr.de/mdr1-radio-sachsen/5405143.html">Was ist vom olympischen Traum geblieben?</a></p>
<p>Der letzte Olympia-Geschäftsführer Peter Zühlsdorff sagt übrigens:</p>
<blockquote><p>Der Fehler ist passiert bei der emotionalen Entscheidung für Leipzig.</p></blockquote>
<p>Also am 12. April 2003.</p>
<p>Peter Neumann, der sagt, er habe damals &#8220;vor Glück geschrien&#8221;, hat mit (fast) allen gesprochen, die damals Verantwortung trugen: mit dem olympischen Geist, mit Wolfgang Tiefensee (über Käsekuchen bei NOK-Mitgliedern), mit Dirk Thärichen (über Wechselwähler und Heuchelei von Aufsichtsräten), mit Wolfram Köhler (über Katarina Witt als Wunsch-Geschäftführerin), mit Burkhard Jung (über städtische Provisionen und neues Olympia-Denken), mit Mike de Vries (über unbegründete Anfeindungen), mit Georg Milbradt (über Lokalkolorit), mit Peter Zühlsdorff (über seinen Ein-Euro-Job); nur nicht mit dem damaligen Sportminister und dem gewesenen NOK-Präsidenten. Aber was haben diese beiden schon noch zu sagen.</p>
<p>Wer zum Jubiläum etwas nachlesen möchte, hier bitte:</p>
<ul>
<li>Der so genannte <a target="_blank" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/04/nok-evaluierungsbericht-120303.pdf">Evaluierungsbericht</a> des NOK.</li>
<li>Eine Summary des Leipziger <a target="_blank" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/04/leipzig-bidbook.pdf">Bid Books</a>.</li>
</ul>
<p>Und natürlich eines von vielen Dokumenten, über die zu reden war, damals, vor fünf Jahren. Ein zentrales Dokument, dessen Veröffentlichung die Bewerbung gefährlich ins Schlingern brachte. Es geht um Provisionen auf städtische Mittel:</p>
<p><img src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/04/provisionen-leipzig.jpg" alt="provisionen-leipzig.jpg" /></p>
<p><small>(disclaimer: Ich war nicht ganz unbeteiligt damals. Das kann man u. a. <a target="_blank" href="http://jensweinreich.de/?page_id=22">hier</a> und <a target="_blank" href="http://www.anstageslicht.de/index.php?UP_ID=1&amp;NAVZU_ID=16&amp;STORY_ID=5">hier</a> nachlesen.)</small></p>
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