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	<title>jens weinreich &#187; finanzierung von mega-events</title>
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	<description>don&#039;t mix politics with games</description>
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		<title>BÃ¼rgerbegehren gegen Olympia 2018 in Garmisch-Partenkirchen</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 04:50:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[axel doering]]></category>
		<category><![CDATA[bÃ¼rgerbegehren]]></category>
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		<description><![CDATA[Bevor notorische OlympiabefÃ¼rworter und SchÃ¶nfÃ¤rber gleich wieder aufheulen: Ich finde es ganz erstaunlich, bemerkenswert zurÃ¼ckhaltend und fair von den Initiatoren des BÃ¼rgerbegehrens gegen Olympia 2018 in Garmisch-Partenkirchen, dass sie bis nach der Alpinen Ski-WM damit gewartet haben. Sie wollten die Party nicht stÃ¶ren, so ist es. HÃ¤mische Kommentare von Olympiabewerbern kÃ¶nnen sie weiter ertragen. Nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: line-through;">Bevor notorische OlympiabefÃ¼rworter und SchÃ¶nfÃ¤rber gleich wieder aufheulen: Ich finde es ganz erstaunlich, bemerkenswert zurÃ¼ckhaltend und fair von den Initiatoren des BÃ¼rgerbegehrens gegen Olympia 2018 in Garmisch-Partenkirchen, dass sie bis nach der Alpinen Ski-WM damit gewartet haben. Sie wollten die Party nicht stÃ¶ren, so ist es. HÃ¤mische Kommentare von Olympiabewerbern kÃ¶nnen sie weiter ertragen.</span></p>
<p>Nun ist es also da, das BÃ¼rgerbegehren, von jenen gestellt, die es angeht, weil sie in Garmisch-Partenkirchen leben, und weil es ihr demokratisches Recht ist, denjenigen, die Ã¼ber die OlympiaplÃ¤ne UNVOLLSTÃ„NDIG und teilweise IRREFÃœHREND und <a title="Eines von vielen Beispielen - MÃ¼nchen 2018 und die Olympiafinanzierung: Willy Bogners Probleme mit der Wahrheit" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/19/munchen-2018-und-die-olympiafinanzierung-willy-bogners-probleme-mit-der-wahrheit/" target="_self">falsch</a> informieren, auf die Finger zu schauen.</p>
<p>Initiator <strong><a title="Bund Naturschutz GAP" href="http://www.bn-gap.de/" target="_blank">Axel Doering</a></strong> und seine Mitstreiter schreiben u.a.:</p>
<blockquote><p><strong>Keine Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen! </strong></p>
<p><strong>Gegen den Ausverkauf unserer Heimat!</strong></p>
<p>Obwohl die Verantwortlichen der Bewerbung alles getan haben, eine MeinungsÃ¤uÃŸerung ihrer BÃ¼rger unmÃ¶glich zu machen, starten wir ein BÃ¼rgerbegehren auf DurchfÃ¼hrung eines BÃ¼rgerentscheids mit dem Ziel, dass Garmisch-Partenkirchen die Vorbereitung der Olympischen Winterspiele 2018 beendet.</p>
<p>Unsere Gemeinde, die Stadt MÃ¼nchen, der Landkreis Berchtesgadener Land, Bund, Land, DOSB und die Bewerbergesellschaft MÃ¼nchen 2018 haben sich vertraglich verpflichtet, alle IOC-Bedingungen zu erfÃ¼llen und alles zu unternehmen, damit Olympische Winterspiele hier stattfinden. Zuletzt wurde sogar noch ein â€žMulti Party Agreementâ€œ abgeschlossen, dessen vorrangiges Ziel nur sein kann, den BÃ¼rger und Steuerzahler von jeder Mitwirkung auszuschlieÃŸen und ein BÃ¼rgerbegehren unmÃ¶glich zu machen. Der BÃ¼rgermeister von Garmisch-Partenkirchen hat mehrfach darauf hingewiesen, dass es jetzt keine mÃ¶gliche Fragestellung fÃ¼r ein BÃ¼rgerbegehren zu Olympia mehr geben kÃ¶nne.</p>
<p>Eine einfache Frage der Art &#8220;Sind Sie dafÃ¼r, dass Garmisch-Partenkirchen seine UnterstÃ¼tzung fÃ¼r MÃ¼nchen 2018 zurÃ¼ckzieht?&#8221; wurde durch die Vertragsgestaltung der Bewerber damit leider unmÃ¶glich gemacht, da das eine unzulÃ¤ssige Aufforderung zum Vertragsbruch wÃ¤re.</p>
<p>Wir haben nun trotzdem die ersten HÃ¼rden fÃ¼r ein BÃ¼rgerbegehren genommen.</p>
<p>Die einzige MÃ¶glichkeit, jetzt, nach der VerÃ¶ffentlichung des Bid Books, die Olympischen Winterspiele â€žMÃ¼nchen 2018â€œ noch zu verhindern, besteht darin, eine sachliche Beurteilung der VertrÃ¤ge durch einen unabhÃ¤ngigen Rechtsgutachter einholen zu lassen. Fachleute halten ohnehin einige dieser VertrÃ¤ge fÃ¼r rechtsunwirksam. Der von uns vorgeschlagene Herr Prof. Wolff besitzt u.a. als Kommentator zur Bayerischen Verfassung eine herausragende Kompetenz.</p>
<p>Nach langer Diskussion und Beratung mit AnwÃ¤lten wurde schlieÃŸlich eine korrekte Fragestellung fÃ¼r das BÃ¼rgerbegehren gefunden, das die Marktgemeinde dazu zwingt:</p>
<ul>
<li>die Rechtswirksamkeit der abgegebenen Garantien und Verpflichtungen und die mÃ¶gliche Sittenwidrigkeit der VertrÃ¤ge von einem unabhÃ¤ngigen Professor fÃ¼r Ã–ffentliches Recht prÃ¼fen zu lassen und</li>
<li>im Falle einer Feststellung der Sittenwidrigkeit der â€žKnebelvertrÃ¤geâ€œ alle als zulÃ¤ssig erachteten MaÃŸnahmen zu ergreifen, um sich von den eingegangenen Verpflichtungen zu lÃ¶sen.</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Im Deutschlandfunk habe ich gestern dazu diese Meldung fabriziert:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/02/21/dlf_20110221_2253_3de8d80e.mp3" target="_self">:</a></p>
<ul>
<li>Mein Text in der heutigen Ausgabe der Berliner Zeitung: <a title="Berliner Zeitung vom 22. Februar 2011" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0222/sport/0041/index.html" target="_blank">Angst vor dem Ausverkauf der Heimat</a></li>
<li>Sebastian Kemnitzer in der taz: <a title="taz vom 22. Februar 2011" href="http://www.taz.de/1/sport/artikel/1/die-wm-ist-vorbei-der-frieden-auch/" target="_blank">Die WM ist vorbei, der Frieden auch</a></li>
</ul>
<p>[<em>In meinen BeitrÃ¤gen habe ich leider einen Zahlendreher verursacht und von 1860 nÃ¶tigen Unterschriften gesprochen. Es sind 1680.</em>]</p>
<p>Axel Doering im DLF-Interview:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/02/21/dlf_20110221_2255_adea5ac8.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>In Kurzfassung zum <strong>zeitlichen Ablauf</strong>:</p>
<ul>
<li>zunÃ¤chst mÃ¼ssen 1680 Unterschriften gesammelt werden</li>
<li>dann wird das Begehren bei der Gemeinde eingereicht</li>
<li>zeitnah bis spÃ¤testens nach einem Monat muss ein Termin fÃ¼r den BÃ¼rgerentscheid an einem Sonntag innerhalb der nÃ¤chsten drei Monate angesetzt werden</li>
<li>theoretisch kann also ein BÃ¼rgerentscheid noch im Juni vor der IOC-Abstimmung (am 6. Juli in Durban) stattfinden</li>
<li>frÃ¼hestens kÃ¶nnte ein BÃ¼rgerentscheid (rein theoretisch) schon im MÃ¤rz stattfinden. Interessante Konstellation Ã¼brigens: Wollen die Olympiaplaner, wenn sie einen BÃ¼rgerentscheid schon nicht verhindern kÃ¶nnen, dann eventuell ganz schnell eine Entscheidung, um danach in relativer Ruhe die weiteren Vorbereitungen zu bestreiten, oder wollen sie die Sache lieber verschleppen bis kurz vor der IOC-Abstimmung?</li>
</ul>
<p>Was ist ein <a title="BÃ¼rgerbegehren" href="http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgerbegehren" target="_blank">BÃ¼rgerbegehren?</a></p>
<ul>
<li>der maÃŸgebliche Artikel in der <a title="Gemeindeordnung Freistaat Bayern" href="http://www.gesetze-bayern.de/jportal/portal/page/bsbayprod.psml?nid=s&amp;showdoccase=1&amp;doc.id=jlr-GemOBY1998V11Art18a" target="_blank">Gemeindeordnung fÃ¼r den Freistaat Bayern</a></li>
</ul>
<p>Im Kern geht es um ÃœberprÃ¼fung der KnebelvertrÃ¤ge des IOC und der zahlreichen BÃ¼rgschaften und Garantien, die Bewerber abgeben mÃ¼ssen. Wer also das BÃ¼rgerbegehren richtig einordnen und verstehen will, sollte eventuell Ã¼berlegen, dazu noch einmal diese Auflistung zu studieren:</p>
<ul>
<li><a title="Vertraulich: alle BÃ¼rgschaften und Garantien, die deutsche Volksvertreter dem IOC fÃ¼r MÃ¼nchen 2018 geben" href="http://www.jensweinreich.de/2010/10/05/vertraulich-alle-burgschaften-und-garantien-die-deutsche-volksvertreter-dem-ioc-fur-munchen-2018-geben/" target="_self">Vertraulich: alle BÃ¼rgschaften und Garantien, die deutsche Volksvertreter dem IOC fÃ¼r MÃ¼nchen 2018 geben</a></li>
</ul>
<p>Als wichtige ErgÃ¤nzung:</p>
<ul>
<li><a title="MÃ¼nchen 2018: die Bewerbungsdokumente" href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/05/munchen-2018-die-bewerbungsdokumente/" target="_self">MÃ¼nchen 2018: die Bewerbungsdokumente</a></li>
</ul>
<p>Und bei der Olympia-GmbH:</p>
<ul>
<li><a title="Bid Book Eckdaten" href="http://www.muenchen2018.org/files/muenchen2018_bid-book_eckdaten.pdf" target="_blank">Eckdaten der Bewerbung, Zusammenfassung in deutsch</a></li>
<li><a title="Download" href="http://www.muenchen2018.org/files/site/pdf/m2018_bidbook_vol1.pdf" target="_blank">Bid Book volume 1, english</a></li>
<li><a title="Download" href="http://www.muenchen2018.org/files/site/pdf/m2018_bidbook_vol2.pdf" target="_blank">Bid Book volume 2</a></li>
<li><a title="Download" href="http://www.muenchen2018.org/files/site/pdf/m2018_bidbook_vol3.pdf" target="_blank">Bid Book volume 3</a></li>
</ul>
<p>Auf <a title="Nolympia 2018" href="http://www.nolympia2018.de" target="_blank">Nolympia 2018</a> sollten die Infos zum BÃ¼rgerbegehren eigentlich auch stehen, kann sie aber derzeit aus meiner Himmelsrichtung nicht aufrufen, korrigiere ich spÃ¤ter.</p>
<p>Okay, last but not least, das Corpus Delicti:</p>
<p><object id="doc_35160226659582" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_35160226659582" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=49295895&amp;access_key=key-12cg1lgw6spfmox6u7he&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=49295895&amp;access_key=key-12cg1lgw6spfmox6u7he&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_35160226659582" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=49295895&amp;access_key=key-12cg1lgw6spfmox6u7he&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_35160226659582"></embed></object><a href="http://flattr.com/thing/136767/Burgerbegehren-gegen-Olympia-2018-in-Garmisch-Partenkirchen" target="_blank"><br />
<img title="Flattr this" src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" border="0" alt="Flattr this" /></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Olympia 2018: Au revoir, Annecy!</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Dec 2010 22:15:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[annecy 2018]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe es oft genug angedeutet, etwa nach meinem merkwÃ¼rdigen GesprÃ¤ch mit dem Olympiasieger Edgar Grospiron im August in Singapur: Annecy ist nicht wirklich ein AnwÃ¤rter auf die Olympischen Winterspiele 2018. Da weltweit kaum Interesse an diesen Winterspielen besteht &#8211; so wenige Bewerber gab es fÃ¼r Spiele seit 30 Jahren nicht -, lieÃŸ das IOC-Exekutivkomitee [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe es oft genug angedeutet, etwa nach <a title="Olympia 2018: Eine Wasserstandsmeldung und ein nervÃ¶ser Bewerber" href="http://www.jensweinreich.de/2010/08/20/olympia-2018-eine-wasserstandsmeldung-und-ein-nervoser-bewerber/" target="_self">meinem merkwÃ¼rdigen GesprÃ¤ch mit dem Olympiasieger Edgar Grospiron</a> im August in Singapur: <a title="Annecy2018.org" href="http://www.annecy2018.com/en/" target="_blank">Annecy</a> ist nicht wirklich ein AnwÃ¤rter auf die Olympischen Winterspiele 2018. Da weltweit kaum Interesse an diesen Winterspielen besteht &#8211; so wenige Bewerber gab es fÃ¼r Spiele seit 30 Jahren nicht -, lieÃŸ das IOC-Exekutivkomitee <a title="Kleiner Regelbruch: Olympia 2018, Candidate Cities" href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/22/kleiner-regelbruch-olympia-2018-die-candidate-cities/" target="_self">Annecy dennoch im Wettbewerb</a>. Denn nur Pyeongchang und MÃ¼nchen hÃ¤tte einfach zu blÃ¶d ausgesehen.</p>
<p>WÃ¤hrend also MÃ¼nchens Olympiabewerber dieser Tage in Durban den Ernstfall fÃ¼r die IOC-Session im Juli 2011 proben und die Location checken, steht Annecy kurz vor dem Aus.</p>
<p>Grospiron kommt ja nicht nur mir wegen harmloser Bemerkungen in meinen Texten blÃ¶d, er legt sich auch stÃ¤ndig mit den beiden sportpolitischen Korrespondenten der L&#8217;Equipe an. Die L&#8217;Equipe schrieb nun, dass es dem Aufsichtsrat des Bewerberkomitee an Zuversicht mangelt, um weitere zwei bis vier Millionen Euro fÃ¼r eine Bewerbung locker zu machen, die ohnehin gegen die Wand gesteuert wÃ¤re, wie Frankreichs IOC-Mitglied Guy Drut meint. Drut hat sich, im Gegensatz zum zweiten IOC-Mitglied der Franzosen, Jean-Claude Killy, wenigstens gelegentlich fÃ¼r Annecy engagiert. (Online finde ich im L&#8217;Equipe-Angebot leider <a title="L'Equipe" href="http://www.lequipe.fr/Aussi/breves2010/20101205_200215_2-a-4-m-de-plus-pour-annecy.html" target="_blank">nur</a> <a title="L'Equipe" href="http://www.lequipe.fr/Aussi/breves2010/20101205_184347_drut-rectifie-mais-ne-nie-pas.html" target="_blank">diese</a> <a title="L'Equipe" href="http://www.lequipe.fr/Aussi/breves2010/20101205_095454_killy-et-drut-lachent-annecy.html" target="_blank">Links</a>.)</p>
<p>Grospiron, derzeit ebenfalls in Durban bei der Weltkonferenz fÃ¼r <a title="Was vom Tage Ã¼brig blieb (29): Staumauern in Berglandschaften" href="http://www.jensweinreich.de/2009/03/31/was-vom-tage-ubrig-bleibt-29-staumauern-in-berglandschaften/" target="_self">Sport und Umwelt</a>, verÃ¶ffentlicht soeben eine interessante PresseerklÃ¤rung:</p>
<blockquote><p><strong>Annecy adapts its international setup for the home straight</strong></p>
<p>Edgar Grospiron, CEO of Annecy 2018, currently on a visit to South Africa, has confirmed Guy Drut and Jean-Claude Killy&#8217;s support for the French bid to host the 2018 Olympic and Paralympic Games. This statement comes in response to an article published in French sports daily L&#8217;Equipe on Sunday 5th December.</p>
<p>Christian Monteil, Chairman of the Annecy 2018 Supervisory Board and President of the Haute-Savoie General Council, and all the members of the Supervisory Board (the Government&#8217;s representative, the President of the French National Olympic Committee (CNOSF), the President of the RhÃ´ne-Alpes Region, the Mayor of Annecy) have reaffirmed their confidence in the project, highlighting the progress made during the past months:</p>
<p>&#8220;Last June, the International Olympic Committee asked Annecy to present a more compact organisation. Three months later, with the unfailing support of all concerned, Annecy 2018 presented a new, ultra-compact concept organised around the two main bases, Annecy and Chamonix Mont-Blanc. This concept is fully in line with the IOC&#8217;s demands, and was welcomed at the majorsâ€™ international presentations. Annecy 2018 has thus demonstrated its ability to adapt quickly in response to the IOC&#8217;s remarks, with the ultimate aim of submitting the best offer to host the 2018 Winter Games.</p>
<p>In a month&#8217;s time, on 11th January 2011, Annecy 2018 will submit its bid book to the IOC, along with guarantees issued by the State, all the local authorities and economic stakeholders. In February, Annecy will welcome the IOC Evaluation Commission.</p>
<p>The bid is therefore about to move into a new phase of its project&#8217;s international promotion.</p>
<p>To prepare for this new phase, the supervisory board has taken stock of the progress still to be made in terms of its international promotion efforts, which began at the Vancouver Olympics. Fully aware of the level of demand on the international stage, the Bid Committee has already put together a new organisation, designed to strengthen this international promotion, calling upon the necessary financial and human resources, in absolute compliance with Annecy 2018&#8242;s declared values.&#8221;</p>
<p>The Bid Committee and the French IOC members will meet in a week&#8217;s time to study this new organisation and move forward into the home straight for a final win, together, on 6th July 2011 in Durban.</p></blockquote>
<p>Ich denke mal, das war&#8217;s. Au revoir, Monsieur Grospiron!</p>
<p>Frankreich will zur 100-Jahr-Feier die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris, nachdem man fÃ¼r 2012 gegen London im letzten Moment an der eigenen Arroganz gescheitert ist. In Frankreich interessiert sich auÃŸer Grospiron und einigen Unentwegten kaum jemand fÃ¼r Olympia 2018 in Annecy.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>MÃ¼nchen 2018: die Bewerbungsdokumente (II)</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/11/18/munchen-2018-die-bewerbungsdokumente-ii/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2010/11/18/munchen-2018-die-bewerbungsdokumente-ii/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 13:46:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[bmi]]></category>
		<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[finanzierung von mega-events]]></category>
		<category><![CDATA[mÃ¼nchen 2018]]></category>
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		<category><![CDATA[steuermittel]]></category>
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		<category><![CDATA[winterspiele 2018]]></category>
		<category><![CDATA[bid books]]></category>
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		<category><![CDATA[monitor]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Journalistenbetrieb und seine Vorabmeldungen. Das ist so eine Sache. Oft ein Ã„rgernis. Aber wenn&#8217;s der AufklÃ¤rung hilft, wer will da schon mÃ¤keln, Mann sollte nicht kleinlich sein. Jedenfalls &#8230; &#8230;Â &#8220;Monitor&#8221;: Ministeriumsbericht zu MÃ¼nchen 2018.Â Olympische Spiele mit &#8220;finanziell bedeutsamen Risiken&#8221; &#8230; &#8230; das Dokument dazu steht seit Wochen hier im Blog, einfach so,Â nebst etlichen anderen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Journalistenbetrieb und seine <a title="Presseportal" href="http://www.presseportal.de/pm/6694/1719515/ard_das_erste" target="_blank">Vorabmeldungen</a>. Das ist so eine Sache. Oft ein Ã„rgernis. Aber wenn&#8217;s der AufklÃ¤rung hilft, wer will da schon mÃ¤keln, Mann sollte nicht kleinlich sein.</p>
<p>Jedenfalls &#8230;</p>
<ul>
<li>&#8230;Â <a title="Tagesschau.de" href="http://www.tagesschau.de/inland/olympia478.html" target="_blank">&#8220;Monitor&#8221;: Ministeriumsbericht zu MÃ¼nchen 2018.Â Olympische Spiele mit &#8220;finanziell bedeutsamen Risiken&#8221;</a> &#8230;</li>
</ul>
<p>&#8230; das Dokument dazu steht seit Wochen hier im Blog, einfach so,Â <a title="MÃ¼nchen 2018: die Bewerbungsdokumente" href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/05/munchen-2018-die-bewerbungsdokumente/" target="_self">nebst etlichen anderen Unterlagen</a>.</p>
<ul>
<li>Die Vereinbarung zwischen Politik und Sport/DOSBÂ <em>(17 Seiten)</em></li>
<li>Das Multi Party AgreementÂ <em>(8 Seiten)</em></li>
<li>Die eigentlichen Bewerbungsunterlagen, Eckdatenpapier genanntÂ <em>(208 Seiten)</em>, die nun in das so genannte Bid Book verwandelt und dem IOC im Januar 2011 Ã¼bergeben werden.</li>
</ul>
<p>Von wirklich kritischer Analyse seitens des BMI, wie die Ãœberschriften suggerieren, kann natÃ¼rlich keine Rede sein. AuÃŸerdem sind die Entscheidungen lÃ¤ngst gefallen, die Unterschriften geleistet.</p>
<p>Wer mag, darf das Papier jetzt auch ausdrucken. So aufregend ist es gar nicht. Nichts fÃ¼r Schlagzeilen, nur ein Puzzle mehr im Steuermittel-Dickicht von Dichtung und Intransparenz:</p>
<p><span id="more-9786"></span>Die Copy &amp; Paste-Funktion aber habe ich weiter gesperrt.</p>
<p><object id="doc_557141577261728" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_557141577261728" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_557141577261728" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_557141577261728"></embed></object></p>
<p><a title="MÃ¼nchen 2018: die Bewerbungsdokumente" href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/05/munchen-2018-die-bewerbungsdokumente/" target="_self">Weiter gilt</a>:</p>
<p><small>Ein Hinweis fÃ¼r Medienschaffende: In diesem Blog wird so manche Recherche ausgewalzt, werden regelmÃ¤ÃŸig Dokumente verÃ¶ffentlicht â€“ und mitunter sogar ein Gedanke. Wer sich hier bedient, sollte unter UmstÃ¤nden in ErwÃ¤gung ziehen, die Quelle zu nennen. Nur mal so, ich versuche das doch auch :)</small></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>MÃ¼nchen 2018: die Bewerbungsdokumente</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Nov 2010 15:36:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[bid books]]></category>
		<category><![CDATA[bmi]]></category>
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		<category><![CDATA[dokumentation]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem nun auch das Bundeskabinett den PlÃ¤nen fÃ¼r MÃ¼nchen 2018 zugestimmt hat, ist es mal wieder an der Zeit fÃ¼r einige aktuelle Dokumente. Die Stellungnahme des Bundesinnenministeriums fÃ¼r das Kabinett (9 Seiten) Die Vereinbarung zwischen Politik und Sport/DOSB (17 Seiten) Das Multi Party Agreement (8 Seiten) Die eigentlichen Bewerbungsunterlagen, Eckdatenpapier genannt (208 Seiten), die nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem nun auch das Bundeskabinett den PlÃ¤nen fÃ¼r MÃ¼nchen 2018 zugestimmt hat, ist es <a title="Vertraulich: alle BÃ¼rgschaften und Garantien, die deutsche Volksvertreter dem IOC fÃ¼r MÃ¼nchen 2018 geben" href="http://www.jensweinreich.de/2010/10/05/vertraulich-alle-burgschaften-und-garantien-die-deutsche-volksvertreter-dem-ioc-fur-munchen-2018-geben/" target="_self">mal wieder an der Zeit</a> fÃ¼r einige aktuelle Dokumente.</p>
<ul>
<li>Die Stellungnahme des Bundesinnenministeriums fÃ¼r das Kabinett <em>(9 Seiten)</em></li>
<li>Die Vereinbarung zwischen Politik und Sport/DOSB <em>(17 Seiten)</em></li>
<li>Das Multi Party Agreement <em>(8 Seiten)</em></li>
<li>Die eigentlichen Bewerbungsunterlagen, Eckdatenpapier genannt <em>(208 Seiten)</em>, die nun in das so genannte Bid Book verwandelt und dem IOC im Januar 2011 Ã¼bergeben werden.</li>
</ul>
<p>Das Kontrastprogramm gibt es u.a. bei &#8230;</p>
<ul>
<li>Dieter Janecek: <a title="Blog von Dieter Janecek" href="http://blog.dieter-janecek.de/2010/11/04/olympia-2018-milliarden-fur-heise-luft/" target="_blank">Olympia 2018 &#8211; Milliarden fÃ¼r heiÃŸe Luft</a> &#8230;</li>
<li>oder bei Ludwig Hartmann und dem Antrag an die Bundesdelegiertenkonferenz der &#8220;sportnarrischen Partei&#8221; (Claudia Roth): <a title="Ludwig Hartmann" href="http://www.ludwig-hartmann.de/inhaltlich/winterspiele-2018/winterspiele-details/artikel/nein-zur-olympiabewerbung-muenchen-2018-antrag-an/" target="_blank">Nein zur Olympiabewerbung MÃ¼nchen 2018</a> &#8230;</li>
<li>und natÃ¼rlich bei <a title="NOlympia 2018" href="http://nolympia2018.ludwighartmann.de/" target="_blank">NOlympia 2018</a></li>
</ul>
<p>Hier nun das Material zum Olympiaplan, fÃ¼r den <span style="text-decoration: line-through;">hunderte Millionen</span> im Prinzip Milliarden aus dem SteuersÃ¤ckel garantiert werden. So viel Transparenz im Umgang mit Ã¶ffentlichen Mitteln sollte sein, wenn es schon nicht alle durchgelesen haben, die die BÃ¼rgschaften erteilten. Lesebefehl!</p>
<ul>
<li><strong>Die Stellungnahme des Bundesinnenministeriums (BMI) fÃ¼r das Kabinett</strong></li>
</ul>
<p><object id="doc_195658640152618" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_195658640152618" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_195658640152618" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_195658640152618"></embed></object><span id="more-9722"></span></p>
<ul>
<li><strong>Die Vereinbarung zwischen Politik und Sport/DOSB</strong></li>
</ul>
<p><object id="doc_970491120012157" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_970491120012157" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=41157235&amp;access_key=key-1a08aybmts7ig9rak6z5&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=41157235&amp;access_key=key-1a08aybmts7ig9rak6z5&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_970491120012157" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=41157235&amp;access_key=key-1a08aybmts7ig9rak6z5&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_970491120012157"></embed></object></p>
<ul>
<li><strong>Das Multi Party Agreement</strong></li>
</ul>
<p><object id="doc_262789391485631" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_262789391485631" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=41157229&amp;access_key=key-syjgevpyg1da3rolhaq&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=41157229&amp;access_key=key-syjgevpyg1da3rolhaq&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_262789391485631" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=41157229&amp;access_key=key-syjgevpyg1da3rolhaq&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_262789391485631"></embed></object></p>
<ul>
<li><strong>Die eigentlichen Bewerbungsunterlagen, Eckdatenpapier genannt</strong></li>
</ul>
<p><object id="doc_16824" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_16824" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=41157223&amp;access_key=key-ndi7j2od02srsplmdn9&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=41157223&amp;access_key=key-ndi7j2od02srsplmdn9&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_16824" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=41157223&amp;access_key=key-ndi7j2od02srsplmdn9&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_16824"></embed></object></p>
<p><span style="font-size: 11px;">Ein Hinweis fÃ¼r Medienschaffende: In diesem Blog wird so manche Recherche ausgewalzt, werden regelmÃ¤ÃŸig Dokumente verÃ¶ffentlicht &#8211; und mitunter sogar ein Gedanke. Wer sich hier bedient, sollte unter UmstÃ¤nden in ErwÃ¤gung ziehen, die Quelle zu nennen. Nur mal so, ich versuche das doch auch :)</span><br />
<a href="http://flattr.com/thing/80906/Munchen-2018-die-Bewerbungsdokumente" target="_blank"><br />
<img title="Flattr this" src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" border="0" alt="Flattr this" /></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Frischzellenkur fÃ¼r das Olympia-Business</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/08/11/frischzellenkur-fur-das-olympia-business/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2010/08/11/frischzellenkur-fur-das-olympia-business/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 08:54:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
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		<description><![CDATA[SINGAPUR. Habe gerade einen Monsun getroffen. Nicht schlecht. Fotografieren lassen wollte sich dieser Monsunregen allerdings nicht. Vielleicht war ich auch nur zu feige, meine Kamera ins Wasser zu schmeiÃŸen. Nichts anderes wÃ¤re es gewesen. Ich brauche, fÃ¤llt mir da ein, unbedingt eine TaucherausrÃ¼stung. Sie haben mir gestern, als ich die Akkreditierung fÃ¼r die Youth Olympic [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SINGAPUR. Habe gerade einen Monsun getroffen. Nicht schlecht. Fotografieren lassen wollte sich dieser Monsunregen allerdings nicht. Vielleicht war ich auch nur zu feige, meine Kamera ins Wasser zu schmeiÃŸen. Nichts anderes wÃ¤re es gewesen. Ich brauche, fÃ¤llt mir da ein, unbedingt eine TaucherausrÃ¼stung. Sie haben mir gestern, als ich die Akkreditierung fÃ¼r die Youth Olympic Games abholte, zwar einen dieser kleinen Propeller gegeben, um mir beim Schreiben etwas Luft zuzufÃ¼hren, auch gab es eine KÃ¼hlmatte fÃ¼r den Laptop, nicht schlecht, gut zu gebrauchen <a title="Peking, die ErÃ¶ffnungsfeier" href="http://www.jensweinreich.de/2008/08/08/peking-die-eroffnungsfeier" target="_self">unter tropischen Konditionen</a>, wo die Dinger doch stets sehr heiÃŸ laufen, feucht werden sie auch.</p>
<p>Ab heute also einige Berichte rund um die <a title="alle BeitrÃ¤ge zu den Youth Olympic Games" href="http://www.jensweinreich.de/category/olympische-jugendspiele/" target="_self">Olympischen Jugendspiele</a> <a title="Singapore 2010" href="http://www.singapore2010.sg/public/sg2010/en.html" target="_blank">am Ã„quator</a>. Eine kleine Linksammlung mit Lesebefehlen dazu habe ich vorbereitet, die folgt spÃ¤ter, vielleicht noch heute Abend (mal nicht zu viel versprechen). Nur kurz: Man kann natÃ¼rlich sagen, diese Jugendspiele sind ein Nonsens, die interessieren uns nicht. Das sagen manche Journalisten.</p>
<p>Ich sage das nicht.</p>
<p>Ich habe die Jugendspiele vom ersten Moment an kritisiert und versucht zu beschreiben, was zu beschreiben war. Nun sind sie da. Sie wurden mit viel Geld und viel Aufwand (was ja fast dasselbe ist) vorbereitet und werden &#8211; meine These &#8211; die Olympischen Spiele prÃ¤gen und verÃ¤ndern. Ich werde in den nÃ¤chsten Tagen dazu einige Argumente zusammen tragen. Vor allem aber will ich, so weit mir das mÃ¶glich ist, in Singapur beobachten, inwieweit sich die Postulate des IOC mit der Wirklichkeit decken.</p>
<p>Ãœbrigens, Ehre wem Ehre gebÃ¼hrt. Wir kÃ¶nnen einfach nicht voneinander lassen und laufen uns immer wieder Ã¼ber den Weg. Auch heute im St. Regis Hotel. Er guckt ganz zutraulich.</p>
<div id="attachment_9294" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-9294" title="Blatter &amp; Genossen, Singapur, 11. August 2011" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/08/fab5.jpg" alt="" width="540" height="329" /><p class="wp-caption-text">Fab 5, von links: Zainudin Nordin (Singapur), Mohamed Bin Hammam (AFC, FIFA), Joseph Blatter (Gott), Mong-Joon Chung (Hyundai, FIFA, MilliardÃ¤r)</p></div>
<p>Vor <a title="GÃ¶tterdÃ¤mmerung in der FIFA" href="http://www.jensweinreich.de/2010/02/17/gotterdammerung-in-der-fifa-abschied-von-joseph-blatter/" target="_self">nicht allzu langer Zeit</a> wollten Bin Hammam und Chung den Sepp noch absÃ¤gen. Diesen Zwergenaufstand (das muss man jetzt sagen) aber hat er gemeistert.</p>
<p>Ein erster, nun ja, Stimmungsbericht aus Singapur, ein erster Eindruck:</p>
<p>Es wird noch gebohrt und gemalert auf den vielen Etagen der Marina Bay Shopping Mall. Doch ganz unten kutschen die Gondolieri schon die Touristen Ã¼ber eine Art Canale Grande, der quer durch die Mall fÃ¼hrt. Ein paar Dutzend Meter hÃ¶her hat kÃ¼rzlich ein riesiges Spielcasino erÃ¶ffnet â€“ und 200 Meter hÃ¶her spannt sich die grÃ¶ÃŸte Dachterrasse der Welt auf 340 Metern LÃ¤nge Ã¼ber drei Wolkenkratzer. Eine Terrasse in Form eines Ozeandampfers, mit Gartenanlage und 150 Meter langem Swimmingpool. Von dort hat man besten Blick auf Downtown Singapur und die Marina Bay, wo am Sonnabend in einem Freilufttheater der Superlative â€“ es soll das grÃ¶ÃŸte schwimmende Stadion der Welt sein â€“ die ersten Olympischen Jugendspiele erÃ¶ffnet werden.</p>
<div id="attachment_9295" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-9295" title="Marina Bay Sands, Singapur" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/08/marinabay.jpg" alt="" width="540" height="304" /><p class="wp-caption-text">Marina Bay Sands: So sieht die Dachterrasse von unten aus. FÃ¼r 20 Singapur-Dollar kann man auch oben baden. Ich werde das mal versuchen.</p></div>
<p>An Superlativen fehlt es in Singapur gewiss nicht. Der neue Komplex <a title="Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Marina_Bay_Sands" target="_self">Marina Bay Sands</a> hat vierienhalb Milliarden Euro gekostet, und er beherbergt auch das Medienzentrum der Jugendspiele. Es ist, natÃ¼rlich, ein Pressezentrum von olympischen AusmaÃŸen. Erstaunlicher Weise haben sie in Singapur aber begriffen, dass sie doch nicht alles stemmen kÃ¶nnen. â€žDas ist die grÃ¶ÃŸte Veranstaltung, die wir ausrichten kÃ¶nnenâ€œ, erklÃ¤rte kÃ¼rzlich Niam Chiang Meng, StaatssekretÃ¤r im Jugend- und Sportministerium. â€žWir kÃ¶nnen keine Olympischen Spiele austragen und keine FuÃŸball-WM.â€œ Das hatten sie schon mal anders geplant, aber die Krise ist auch hier zu spÃ¼ren. Ein Milliardenprojekt, das olympische Sportzentrum, sollte eigentlich im kommenden Jahr fertig sein. Nun wird es 2014, vielleicht. Vorsorglich hat man die SÃ¼dostasienspiele 2013 abgesagt. Die Youth Olympic Games aber finden statt.</p>
<p>Diese Jugendspiele sind ein Projekt des IOC-PrÃ¤sidenten Jacques Rogge, der einst als Chef der Vereinigung EuropÃ¤ischer NOK schon ein Jugendfestival auf dem alten Kontinent ins Leben gerufen hat. Vor dreieinhalb Jahren peitschte Rogge seinen Plan durch. Erst Ã¼berzeugte er die olympischen WeltverbÃ¤nde, dass Jugendspiele dazu beitragen kÃ¶nnen, die Sportarten zu modernisieren und den Olympischen Spielen zu einer Frischzellenkur zu verhelfen. Denn die meisten Sportarten haben Nachwuchsprobleme â€“ und die olympischen TV-Einschaltquoten sanken seit Anfang der neunziger Jahre bis 2004 in Athen in alarmierendem MaÃŸe. Rogge sprach auch mit Sponsoren und Fernsehpartnern, die das Ringe-Business mit jÃ¤hrlich rund einer Milliarde Euro finanzieren. Es musste damals alles sehr schnell gehen. Im Juli 2007 fÃ¼hrte das IOC die Jugendspiele fÃ¼r 14- bis 18jÃ¤hrige Sportler ein. Im Februar 2008 gewann Singapur die IOC-Abstimmung mit 53:44 gegen Moskau und wurde erster Gastgeber. Die anderen Interessenten â€“ Athen, Bangkok und Turin â€“ wurden vorher aussortiert.</p>
<p><em>(Ich habe leider in BeitrÃ¤gen fÃ¼r Zeitungen die Termine etwas durcheinander gebracht und geschrieben, die Spiele seien bereits im Dezember 2007 vergeben worden. Nein, erst zwei Monate spÃ¤ter.)</em></p>
<p>Sein IOC-VÃ¶lkchen hat Rogge auch mit der Botschaft gekÃ¶dert, die Jugendspiele seien fÃ¼r kleinere Nationen eine wunderbare MÃ¶glichkeit, das OlympiageschÃ¤ft zu betreiben. Singapur war aus vielerlei GrÃ¼nden der perfekte Partner fÃ¼r das IOC. Ein Stadtstaat mit straffen Regeln, wo Politik und Wirtschaft noch enger verzahnt sind als anderswo. Nur zweieinhalb Jahre Vorbereitungszeit hatte Singapur, nicht etwa  sieben Jahre wie die Ausrichter Olympischer Spiele. Darauf wies StaatssekretÃ¤r Meng noch einmal hin, als er nun die Verdreifachung des geplanten Budgets erklÃ¤ren musste.</p>
<p>Nimmt man jene 23 Millionen Euro zum MaÃŸstab, die das IOC den Bewerbern einst empfahl, hat sich das Budget sogar verzehnfacht. Aus 23 Millionen wurden schon in der Bewerbungsphase Singapurs 57 Millionen. Bald erhÃ¶hten die Planer in der LÃ¶wenstadt auf 68 Millionen, derzeit sind es 217 Millionen Euro. Dabei leben die 3600 Sportler aus rund 200 Nationen auf einem UniversitÃ¤tsgelÃ¤nde durchaus bescheiden. Und dabei zahlt auch das IOC eine Menge, es finanziert den Transport und die Unterkunft aller Teilnehmer, es lÃ¤sst sich die weltweite Promotion viele Millionen kosten. Insgesamt summieren sich die Ausgaben fÃ¼r diese Jugendspiele auf mehr als 300 Millionen Euro. Olympia ist immer eine teure Sache, ob im GroÃŸen oder im Kleinen. â€žEine Investition in die Zukunftâ€œ seien die Jugendspiele, sagt IOC-VizeprÃ¤sident Thomas Bach. Da lÃ¤sst man sich nicht lumpen.</p>
<div id="attachment_9296" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-9296" title="IOC-Vize Ng, IOC-Vize Bach" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/08/bach-ng-berlin.jpg" alt="IOC-VizeprÃ¤sidenten Ser Miang Ng (Singapur), Thomas Bach (Deutschland) - (c) IOC. Das IOC stellt Fotos und Filmmaterial allen Medien kostenfrei zur VerfÃ¼gung." width="540" height="360" /><p class="wp-caption-text">IOC-VizeprÃ¤sidenten Ser Miang Ng (Singapur), Thomas Bach (Deutschland) (c) IOC. Das IOC stellt Fotos und Filmmaterial allen Medien kostenfrei zur VerfÃ¼gung.</p></div>
<p>In Singapur rechnen sie den Werbeeffekt dagegen. Sie rechnen mit 1,5 Milliarden Menschen weltweit, die jene Bilder im Fernsehen sehen, die das IOC den TV-Anstalten kostenfrei zur VerfÃ¼gung stellt. IOC-VizeprÃ¤sident Ser Miang Ng mag sich mit derlei Zahlen nicht beschÃ¤ftigen. Ihm geht es schlicht â€žum die Jugend und die Zukunft Olympiasâ€œ, sagt Herr Ng, Chef des Organisationskomitees. Alles andere sei nachrangig, zumal Singapur ja keine Stadien baue, sondern temporÃ¤re Anlagen bevorzuge. Ser Miang Ng ist ganz offensichtlich ein Mann der Tat und ein Musterbeispiel fÃ¼r die singapurische Effizienz. Da der Inselstaat im Ausland nur einige Dutzend Botschaften und Konsulate unterhÃ¤lt, fungiert Ser Miang Ng im Nebenjob in diplomatischer Mission. Er ist Botschafter in Ungarn und Norwegen â€“ mit Dienstsitz Singapur.<br />
<a href="http://flattr.com/thing/46964/Die-Olympischen-Jugendspiele-in-Singapur-Frischzellenkur-fur-das-Olympia-Business" target="_blank"><br />
<img src="http://api.flattr.com/button/button-compact-static-100x17.png"/></a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>MÃ¼nchen 2018: das SportstÃ¤ttenkonzept</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 09:22:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zur Info: Das aktuelle SportstÃ¤ttenkonzept der tapsigen MÃ¼nchner Olympiabewerber ist sicher allgemein von Interesse. Garmisch-Partenkirchen ist in diesem Konzept Ã¼brigens noch dabei :) Mit anderen PrÃ¤sentationstools hatte ich zuletzt kein GlÃ¼ck, einige Leser haben sich beschwert. Mal sehen, ob es mit Slideshare besser lÃ¤uft. (FÃ¼r mangelnde technische Ausstattung der Leser-Computer bzw. langsame Internetverbindungen kann ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Info: Das aktuelle SportstÃ¤ttenkonzept der tapsigen MÃ¼nchner Olympiabewerber ist sicher allgemein von Interesse. Garmisch-Partenkirchen ist in diesem Konzept Ã¼brigens noch dabei :)</p>
<p style="text-align: center;"><object id="__sse4886940" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=sportstttenkonzept1007-100802035440-phpapp01&amp;stripped_title=sportstttenkonzept-olympiabewerbung-mnchen-2018" /><param name="name" value="__sse4886940" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="__sse4886940" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=sportstttenkonzept1007-100802035440-phpapp01&amp;stripped_title=sportstttenkonzept-olympiabewerbung-mnchen-2018" name="__sse4886940" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: left;">Mit anderen PrÃ¤sentationstools hatte ich zuletzt kein GlÃ¼ck, einige Leser haben sich beschwert. Mal sehen, ob es mit Slideshare besser lÃ¤uft. (FÃ¼r mangelnde technische Ausstattung der Leser-Computer bzw. langsame Internetverbindungen kann ich aber nichts.)</p>
<ul>
<li>die <a title="MÃ¼nchen 2018 und der intransparente Umgang mit Steuermitteln ..." href="http://www.jensweinreich.de/2010/07/16/munchen-2018-und-der-intransparente-umgang-mit-steuermitteln-wirtschaftsplan-welcher-wirtschaftsplan/#comment-26763" target="_self">aktuelle PresseÃ¼bersicht</a> zum Bewerberstadl, erstellt von <em>Ralf</em></li>
<li><a title="MÃ¼nchen 2018" href="http://www.muenchen2018.org" target="_blank">MÃ¼nchen 2018</a></li>
<li><a title="NOlympia 2018" href="http://nolympia2018.ludwighartmann.de/" target="_blank">NOlympia 2018</a></li>
<li><a title="Nolympia" href="http://www.nolympia.de/" target="_blank">Nolympia</a>, mit einem &#8220;<a title="kritisches Olympia-Lexikon" href="http://www.nolympia.de/kritisches-olympisches-lexikon/" target="_blank">kritischen Olympialexikon&#8221;</a>, was eine gute Idee ist (Mist, ich wollte lÃ¤ngst ein Wiki dazu anlegen), wobei in etlichen Texten nachgebessert werden mÃ¼sste (inhaltlich und juristisch). Und siehe, wÃ¤hrend ich das schreibe, fÃ¤llt mir auf, dass das Lexikon offline ist. WÃ¼rde mich nicht wundern, wenn es juristische Komplikationen gab. <em>(Nachtrag, 12.48 Uhr: Jetzt ist es wieder da.)</em></li>
</ul>
<p>Zum Thema olympische Nachnutzung zwei Lese- bzw. HÃ¶rbefehle:</p>
<ul>
<li>Christian Geinitz in der FAZ: <a title="faz.net" href="http://www.faz.net/s/Rub8E0FC0CD826A4ACA80504FD9153A70F2/Doc~E21F0A83DA8F5420793BA48CCECA7AA82~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Zwei Jahre nach Olympia &#8211; dabei sein war alles in Peking</a></li>
<li>Heinz Peter Kreuzer und Claus StÃ¤cker im Deutschlandfunk: <a title="DLF Hintergrund Politik" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1237945/" target="_blank">WM vorbei, Stadien leer</a></li>
</ul>
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		<title>MÃ¼nchen 2018 und der intransparente Umgang mit Steuermitteln: Wirtschaftsplan? Welcher &#8220;Wirtschaftsplan&#8221;?</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 09:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einige Anmerkungen Ã¼ber Intransparenz als GeschÃ¤ftsprinzip deutscher Olympiabewerbungen, mehrfach von RechnungsprÃ¼fern als &#8220;Unkultur im Umgang mit Ã¶ffentlichen Mitteln&#8221; gerÃ¼gt. Die MÃ¼nchner Olympia GmbH schlieÃŸt nach jÃ¼ngsten Turbulenzen die Reihen und teilt in unnachahmlicher Weise mit: Gesellschafterversammlung erhÃ¶ht Bewerbungsetat um 10 Prozent und beschlieÃŸt engere Koordinierung der Gesellschafter MÃ¼nchen, 15. Juli â€“ Im Anschluss an die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einige Anmerkungen Ã¼ber Intransparenz als GeschÃ¤ftsprinzip deutscher Olympiabewerbungen, mehrfach von RechnungsprÃ¼fern als &#8220;Unkultur im Umgang mit Ã¶ffentlichen Mitteln&#8221; gerÃ¼gt.</p>
<p>Die MÃ¼nchner Olympia GmbH schlieÃŸt nach jÃ¼ngsten Turbulenzen die Reihen und teilt in unnachahmlicher Weise mit:</p>
<blockquote><p>Gesellschafterversammlung erhÃ¶ht Bewerbungsetat um 10 Prozent und beschlieÃŸt engere Koordinierung der Gesellschafter</p>
<p>MÃ¼nchen, 15. Juli â€“ Im Anschluss an die turnusmÃ¤ÃŸige Gesellschafterversammlung der Bewerbungsgesellschaft MÃ¼nchen 2018 am heutigen Donnerstag, schauen die Gesellschafter voller Optimismus auf die kommenden Monate. Der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung und PrÃ¤sident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) Thomas Bach betonte, dass alle BeschlÃ¼sse mit absolutem Einvernehmen und groÃŸer Entschlossenheit zu Stande kamen. â€žMit dem Ziel die Bewerbung noch stÃ¤rker und positiver in das Bewusstsein der Ã–ffentlichkeit zu bringen, haben wir eine engere Verzahnung von Gesellschaftern und Bewerbungsgesellschaft beschlossenâ€œ, so Bach weiter. Die Gesellschafter benannten jeweils einen Koordinator, der die Zusammenarbeit stÃ¤rkt. Prokurist JÃ¼rgen BÃ¼hl wurde in diesem Zusammenhang zum stellvertretenden GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer ernannt.</p>
<p><strong>â€žZudem haben wir uns einstimmig und im Einvernehmen der GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung auf den Wirtschaftplan der Bewerbung geeinigt.â€œ </strong></p></blockquote>
<p>Oh, ein &#8220;Wirtschaftsplan&#8221;.</p>
<ul>
<li>Auf welchen &#8220;Wirtschaftsplan&#8221; hat man sich geeinigt?</li>
<li>Gibt es einen Beweis dafÃ¼r, dass ein &#8220;Wirtschaftsplan&#8221; existiert?</li>
<li>Warum ist der &#8220;Wirtschaftsplan&#8221; nicht Ã¶ffentlich?</li>
<li>Warum wird der &#8220;Wirtschaftsplan&#8221; nicht Ã¶ffentlich gemacht, so wie es sein sollte, vor allem jetzt, da die Ã¶ffentliche Hand wieder mit etlichen Millionen als Sponsor auftritt?</li>
<li>Warum wird Abgeordneten der Parlamente von Gesellschaftern trotz mehrfacher Anfrage dieser &#8220;Wirtschaftsplan&#8221; verheimlicht?</li>
<li>Was soll/darf die Ã–ffentlichkeit, Hauptsponsor der Bewerbung, nicht wissen?</li>
<li>Wo sind die Beweise, dass Sponsoren bislang Ã¼berhaupt Geldmittel fÃ¼r die Bewerbung bereit gestellt haben?</li>
<li>Wie verteilen sich die Sponsorenleistungen &#8211; sofern es Ã¼berhaupt welche gibt &#8211; in Geld- und Sachmittel?</li>
<li>Wie verteilen sich die Sponsorenleistungen &#8211; sofern es Ã¼berhaupt welche gibt &#8211; auf wirklich private Firmen und auf halbstaatliche bzw. staatliche &#8220;Unternehmen&#8221;, also auf verkappte Subventionen der Ã¶ffentlichen Hand?</li>
<li>Warum gibt es keine sauberen, Ã¶ffentlich nachprÃ¼fbare OCOG- und Non-OCOG-Etats?</li>
</ul>
<p>Das sind Kernfragen. Das ist so in Deutschland, denn Transparenz ist auch in dieser Olympia GmbH ein Fremdwort. Die GroÃŸzÃ¼gigkeit im Umgang mit Ã¶ffentlichen Mitteln aber ist enorm. Vor allem der &#8220;Hauptgesellschafter&#8221; DOSB und sein PrÃ¤sident Thomas Bach demonstrieren das, denn nennenswerte finanzielle Mittel bringt der olympische Dachverband auch diesmal nicht ein.</p>
<p>Weiter in der Pressemitteilung:</p>
<blockquote><p>Der MÃ¼nchner OberbÃ¼rgermeister und stellvertretende Vorsitzende der Gesellschafterversammlung Christian Ude stellte heraus, dass auf dem langen Weg zu den Olympischen und Paralympischen Spielen auch das eine oder andere Gewitter aufziehen kann.</p>
<p><strong>â€žAb heute scheint die Sonne wieder und die Bewerbung wird nicht an finanzpolitischen Aspekten scheitern. Daher haben wir beschlossen, das Bewerbungsbudget innerhalb des geschÃ¤tzten Rahmens um 10 Prozent auf 33 Millionen Euro zu erhÃ¶hen. Gesellschafterdarlehen sind hierfÃ¼r nicht nÃ¶tig.â€œ </strong></p></blockquote>
<ul>
<li>Warum sagt niemand, dass es sich um Steuermittel handelt?</li>
<li>Ist das ein Freibrief fÃ¼r Olympiabewerber, die &#8211; wie Bogner &#8211; ihre Unkenntnis Ã¼ber die Finanzierung Olympischer Spiele mehrfach bewiesen haben und konsequent Unwahrheiten verbreiten?</li>
</ul>
<p>Weiter in der Pressemitteilung:</p>
<blockquote><p>Der Bayerische MinisterprÃ¤sident Horst Seehofer betonte: â€žWir haben genug Projekte in der Pipeline, um genÃ¼gend Sponsorengelder fÃ¼r die Bewerbung zu akquirieren.â€œ</p>
<p>Aufatmen auch bei den BÃ¼rgern in Garmisch-Partenkirchen. Erster BÃ¼rgermeister Thomas Schmid weiÃŸ: â€žDurch die Tatsache, dass die Marktgemeinde kein Darlehen nachlegen muss, wird den BÃ¼rgerinnen und BÃ¼rgern eine groÃŸe Sorge genommen.â€œ</p>
<p>Auch sicherte MinisterprÃ¤sident Seehofer bei den Verhandlungen mit GrundstÃ¼ckseigentÃ¼mern fÃ¼r die notwendigen FlÃ¤chen zur Austragung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele seine volle UnterstÃ¼tzung zu. Er betonte, dass alle Entscheidungen gemeinsam mit den BÃ¼rgern vor Ort getroffen werden.</p>
<p>Willy Bogner, MÃ¼nchen 2018-Chef, zeigte sich nach der Sitzung sehr zuversichtlich: â€žDie zugesicherten 33 Millionen Euro machen eine erstklassige Bewerbung mÃ¶glich. Ich freue mich besonders, dass sich alle Gesellschafter dazu bekannt haben mit ihrem persÃ¶nlichem Engagement fÃ¼r die Bewerbung einzutreten und die groÃŸen Vorteile der MÃ¼nchner Bewerbung stÃ¤rker zu kommunizieren.â€œ</p></blockquote>
<p>Willy Bogner hat Ã¼brigens, wenn man den Berichten glauben darf, wÃ¤hrend der Gesellschafterversammlung zum Thema Finanzen geschwiegen. Eine ausfÃ¼hrliche Presseschau findet sich dazu <a title="Dilettantenstadl MÃ¼nchen 2018: Bogner will mehr Steuermittel, Widerstand wÃ¤chst, Bewerbung am Ende?" href="http://www.jensweinreich.de/2010/07/14/dilettantenstadl-munchen-2018-willy-will-mehr-steuermittel-widerstand-wachst-bewerbung-am-ende/" target="_self">in den Kommentaren dieses Beitrags</a>.</p>
<p>Es ist kein Geheimnis, dass ich die deutsche Intransparenz, die Unkultur im Umgang mit Ã¶ffentlichen Mitteln und das undemokratische Vorgehen bei der Verschleuderung von Steuermitteln nicht schÃ¤tze. Den HalbgÃ¶ttern Seehofer, Bach und Ude seien deshalb als Handzettel Zitate aus den Untersuchungsberichten zu vergangenen deutschen Olympiabewerbungen empfohlen. Das Thema wird in den nÃ¤chsten Monaten vertieft werden mÃ¼ssen. Aber sicher lÃ¤uft das in MÃ¼nchen besser als einst in Berlin und Leipzig.</p>
<p>In der Leipziger Olympia GmbH hatte einst eine TiefenprÃ¼fung im Herbst 2003 ergeben, wenige Monate vor dem blamablen Vorrunden-Aus (sÃ¤mtlich Zitate aus dem PrÃ¼fbericht):</p>
<ul>
<li>FÃ¤lle von Aktenvernichtungen.</li>
<li>Dass elf Firmen lediglich auf der Grundlage mÃ¼ndlicher Absprachen gearbeitet haben.</li>
<li>Ein Vier-Augen-Prinzip sei hierbei nicht berÃ¼cksichtigt worden.</li>
<li>Bis zum 11. November 2003 bestanden keine eindeutigen Vertragszeichnungsregelungen innerhalb der GmbH.</li>
<li>Es bestand kein Vertragscontrolling hinsichtlich der Leistungen und Rechnungen der Vertragspartner.</li>
<li>AusschreibungsgrundsÃ¤tze wurden entgegen der Weisung des Aufsichtsrates nicht beachtet.</li>
<li>FÃ¼r Veranstaltungen der GmbH lagen keine KostenplÃ¤ne vor, zum Teil auch keine Nachweise.</li>
<li>Eine laufende Kostenkontrolle sei derzeit in der GmbH nicht mÃ¶glich.</li>
<li>Bis zum Tage der PrÃ¼fung existierte in der GmbH keine ordentliche BuchfÃ¼hrung.</li>
<li>Eine einheitliche Anwendung der Reisekostenregelung wurde nicht beachtet.</li>
<li>Die Nutzung von zur VerfÃ¼gung gestellten Pkws entbehrte jeder klaren vertraglichen Grundlage.</li>
<li>Das Vergaberecht wurde nicht eingehalten.</li>
<li>Die AktenfÃ¼hrung sei zum Teil nicht nachvollziehbar und unvollstÃ¤ndig.</li>
</ul>
<p>Der PrÃ¼fer nennt Handlungsbedarf, damit die GmbH den MaÃŸstÃ¤ben &#8220;einer geordneten TÃ¤tigkeit&#8221; gerecht wird:</p>
<ul>
<li>Aktenvernichtungen haben zu unterbleiben.</li>
<li>AktenverlÃ¤ufe mÃ¼ssen in Zukunft nachvollziehbar sein.</li>
<li>Organisatorische und inhaltliche MÃ¤ngel seien abzustellen.</li>
<li>Die Unkultur im Umgang mit Ã¶ffentlichen Mitteln sei abzustellen.</li>
<li>Die Beauftragung externer Firmen sei zu reduzieren (im Beauftragungsfall nur mit klarer BegrÃ¼ndung).</li>
<li>Die StÃ¤dte Leipzig und Rostock sollten sich aus dem tÃ¤glichen operativen GeschÃ¤ft der GmbH mÃ¶glichst heraushalten.</li>
<li>Satzung und GeschÃ¤ftsordnung der GmbH bedÃ¼rfen einer Ãœberarbeitung.</li>
</ul>
<p>FÃ¼r Leipzig waren damals 31,5 Millionen Euro aus Ã¶ffentlichen Mitteln fÃ¼r die Bewerbung verplant, plus etliche hundert Millionen, die bereits verbaut wurden in der Stadt. Wer mehr lesen will: <a title="Operation 2012" href="http://www.jensweinreich.de/referenzen/bucher/operation-2012/" target="_self">&#8220;Operation 2012&#8243;</a>.</p>
<p>In Berlin wies der Landesrechnungshof 1996, drei Jahre nach dem Olympia-Desaster (Berlin erhielt nur neun der IOC-Stimmen im Wettbewerb um die Spiele 2000, obwohl noch am Vorabend von mehr als 40 orakelt wurde!) nach, wie seinerzeit exakt 51.305.684,12 DM verpulvert wurden â€“ 40,3 Millionen aus dem Berliner Haushalt und elf Millionen vom Bund.</p>
<p>Hier einige Kernaussagen aus dem Bericht des Berliner Rechnungshofes vom August 1996, der sich liest wie eine Kopie des Leipziger PrÃ¼fungsberichts vom November 2003 bzw. umgekehrt:</p>
<blockquote><p>Eine erhebliche EinschrÃ¤nkung der ErkenntnismÃ¶glichkeiten ergab sich auch dadurch, dass der GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer der Olympia GmbH Akten der Gesellschaft hatte vernichten lassen (sog. ReiÃŸwolfaffÃ¤re). Ein Teil der Unterlagen existierte nicht, in der Mehrzahl der FÃ¤lle lagen nicht einmal schriftliche VertrÃ¤ge vor. Von den stichprobenweise geprÃ¼ften Fremdleistungen im Wert von 17,2 Millionen DM lagen jedenfalls nur fÃ¼r Leistungen im Wert von 3,8 Millionen DM (das sind 22 v.H.) Vertragsdokumente vor. Soweit vertragsbegrÃ¼ndende Unterlagen wie Angebote, Schriftwechsel Ã¼ber Preisverhandlungen, AuftrÃ¤ge und deren Ã„nderung nicht aufbewahrt wurden oder nicht erstellt worden sind â€“ und das gilt fÃ¼r den weit Ã¼berwiegenden Teil der geprÃ¼ften Fremdleistungen â€“, konnte die Olympia GmbH auch nicht den Nachweis vertragsgemÃ¤ÃŸer Lieferung und Leistung erbringen. Die Bescheinigung der sachlichen Richtigkeit auf den Rechnungen â€“ soweit vorhanden â€“ allein ist nicht ausreichend. Der GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer hat sogar MillionengeschÃ¤fte mÃ¼ndlich abgeschlossen.</p></blockquote>
<p>Besonders lesenswert, Punkt 124 des Rechnungshof-Berichts:</p>
<blockquote><p>Die Olympia GmbH hat keine privat finanzierte Olympiabewerbung durchgefÃ¼hrt, sondern fast ausschlieÃŸlich Steuergelder fÃ¼r diesen Zweck verwendet, und zwar im Umfang von Ã¼ber 50 Millionen DM.</p>
<p>Werden statt einer durchaus denkbaren privaten Finanzierung Ã¶ffentliche Mittel eingesetzt, unabhÃ¤ngig in welcher Form, ist mit diesen vom Steuerzahler aufgebrachten Geldern besonders sorgfÃ¤ltig zu wirtschaften.</p>
<p>Die Verwendung dieser Mittel darf in keinem Fall der parlamentarischen Finanzkontrolle entzogen sein.</p>
<p>Somit verbietet es sich auch, den Begriff der Wirtschaftlichkeit neu zu definieren und jedwede allgemeine sinnvolle oder auch nur vertretbare Mittelverwendung fÃ¼r die Olympiabewerbung als wirtschaftlich anzusehen.</p>
<p>Der Rechnungshof verkennt nicht den politischen Stellenwert, den die Olympiabewerbung gehabt hat. Dieser rechtfertigt aber nicht, die Verwendung der Mittel letztlich nach dem Grundsatz &#8220;Der Zweck heiligt die Mittel&#8221; zu beurteilen.</p></blockquote>
<p>Wie gesagt: <a title="Goldener Plan fÃ¼r MÃ¼nchen 2018: mal eben 1,5 Millionen mehr aus Steuermitteln" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/22/goldener-plan-fur-munchen-2018-mal-eben-15-millionen-euro-mehr-aus-steuermitteln/" target="_self">In MÃ¼nchen lÃ¤uft das bestimmt besser.</a></p>
<p>Obwohl ich da arge Zweifel habe. Denn Willy Bogner, ich sage es erneut, <a title="MÃ¼nchen 2018 und die Olympiafinanzierung: Willy Bogners Probleme mit der Wahrheit" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/19/munchen-2018-und-die-olympiafinanzierung-willy-bogners-probleme-mit-der-wahrheit/" target="_self">kennt sich in der Olympiafinanzierung nachweislich nicht aus und hat seine Falschaussagen aus etlichen Interviews meines Wissens auch nie korrigiert</a>. Mein Vertrauen hÃ¤lt sich also in Grenzen.<br />
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		<title>Dilettantenstadl MÃ¼nchen 2018: Bogner will mehr Steuermittel, Widerstand wÃ¤chst, Bewerbung am Ende?</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/07/14/dilettantenstadl-munchen-2018-willy-will-mehr-steuermittel-widerstand-wachst-bewerbung-am-ende/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 08:22:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mensch, die kleine &#8220;offizielle Opposition&#8220;, von der im Mini-Bidbook der MÃ¼nchener Olympiabewerbung die Rede war, ist ganz schÃ¶n mÃ¤chtig geworden. Hier geht es zur Unterschriftenliste NOlympia 2018 NOlympia auf Facebook Ist ein echtes Sommertheater, was sich da in Bayern abspielt. Hilflos trudeln die MÃ¼nchner Olympiabewerber dem Abgrund entgegen. Der Widerstand einiger Einheimischer und ihrer Volksvertreter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mensch, die kleine &#8220;<a title="Entwirf des Mini-Bidbooks ..." href="http://www.jensweinreich.de/2009/11/23/munchen-2018-entwurf-des-mini-bidbooks/" target="_self">offizielle Opposition</a>&#8220;, von der im Mini-Bidbook der MÃ¼nchener Olympiabewerbung die Rede war, ist ganz schÃ¶n mÃ¤chtig geworden.</p>
<ul>
<li>Hier geht es zur <a title="Unterschriftenliste NOlympia 2018" href="http://nolympia2018.ludwighartmann.de/unterstuetzen/" target="_blank">Unterschriftenliste NOlympia 2018</a></li>
<li><a title="NOlympia" href="http://www.facebook.com/jens.weinreich?ref=profile#!/group.php?gid=71147566404&amp;ref=ts" target="_blank">NOlympia auf Facebook</a></li>
</ul>
<p>Ist ein echtes Sommertheater, was sich da in Bayern abspielt. Hilflos trudeln die MÃ¼nchner Olympiabewerber dem Abgrund entgegen. Der Widerstand einiger Einheimischer und ihrer Volksvertreter (Oberammergau, Garmisch, <a title="alle BeitrÃ¤ge mit hunderten Links zu MÃ¼nchen 2018" href="http://www.jensweinreich.de/category/munchen-2018/" target="_self">alle Ereignisse und Berichte sind verlinkt</a>, u.a. hier in der Ãœbersicht oder <a title="die Links zu den aktuellen Medienberichten" href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/22/kleiner-regelbruch-olympia-2018-die-candidate-cities/" target="_self">im letzten Beitrag</a>) lÃ¤sst die Bewerber-Gesellschaft mÃ¤chtig ins Schlingern geraten.</p>
<p>Einmal mehr erweist sich, wie schwach diese Gesellschaft besetzt ist: die GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Bernhard Schwank hat seine StÃ¤rken im sportfachlichen Bereich, keine Frage, auf Abteilungsleiter-Ebene gewissermaÃŸen.</p>
<p>Und HauptgeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Willy Bogner? Eine absolute EnttÃ¤uschung. Eine Fehlbesetzung. Nicht von dieser Welt.</p>
<ul>
<li>Kommunikation? Fehlanzeige. Er weiÃŸ nicht, was das ist und wie das geht.</li>
<li>Fachliche Kenntnisse? Fehlanzeige. Er verbreitet <a title="Willy Bogners Probleme mit der Wahrheit" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/19/munchen-2018-und-die-olympiafinanzierung-willy-bogners-probleme-mit-der-wahrheit/" target="_self">Unwahrheiten Ã¼ber die Finanzierung Olympischer Spiele</a>, oft genug nachgewiesen. Und er lÃ¤sst sich auch gar nicht von der Wahrheit beirren.</li>
<li>Umgang mit Kritik? KritikfÃ¤higkeit? Oooops?</li>
</ul>
<p>Katarina Witt gibt es auch noch, ja, aber sie ist halt die GrÃ¼ÃŸ-Kati.</p>
<p>Und was ist mit Thomas Bach, dem eigentlichen Bewerberchef, dem DOSB-PrÃ¤sidenten und IOC-Vize, der unbedingt mit MÃ¼nchen ins Rennen wollte und Hamburg und Berlin deshalb, sagen wir: ein bisschen ausmanÃ¶vriert hat?</p>
<p>Es bleibt dabei, ob es Bach gefÃ¤llt oder nicht: Sollte MÃ¼nchen scheitern, erhÃ¶ht das seine Chancen auf die IOC-PrÃ¤sidentschaft, worÃ¼ber 2013 entschieden wird. Wo ist eigentlich Bach, auÃŸer auf den TribÃ¼nen der FuÃŸball-WM in SÃ¼dafrika? Will er sich Ã¤hnlich aus der Verantwortung <span style="text-decoration: line-through;">stehlen</span> ziehen wie zuletzt in Berlin und Leipzig? Oder sind die Personalien der vergangenen Woche schon seine letzte Rettungsaktion?</p>
<p>Vergangenen Freitag meldete die Bewerbergesellschaft eigentlich keine schlechten Personalien:</p>
<blockquote><p>MÃ¼nchen 2018 stellt Managementteam vor</p>
<p>Zu Beginn der Candidate City Phase verstÃ¤rkt die Bewerbungsgesellschaft ihr Team mit einer Kombination aus Expertise und Leidenschaft fÃ¼r die Winterspiele</p>
<p>MÃ¼nchen, 9. Juli 2010 â€“ Das Managementteam der Bewerbungsgesellschaft MÃ¼nchen 2018 GmbH ist nun komplett. Auf Basis der positiven Bewertung des Internationalen Olympischen Komitees bei der Nominierung zur Candidate City kann MÃ¼nchen 2018 nun gestÃ¤rkt mit einem vollzÃ¤hligen Direktorium die internationale Kampagne als Kandidatenstadt starten.</p>
<p>Das komplette Direktorium besteht aus sechs Personen: Katrin Merkel (International Relations), JÃ¼rgen BÃ¼hl (Planungsprozesse) und Stefan Bruckner (Marketing). Neu dabei sind: Steffi Klein (Sport), Jochen FÃ¤rber (Kommunikation) und Andreas Weinberger (Finanzen).</p>
<p>Steffi Klein war vor ihrer jetzigen Aufgabe als Sportdirektorin bei MÃ¼nchen 2018 sieben Jahre Media und Communications Managerin beim Internationalen Paralympischen Komitee. Jochen FÃ¤rber wird nach seinen Erfahrungen beim TV Sender Eurosport und als Pressesprecher des Internationalen Fechtverbands die Abteilung Kommunikation leiten. Andreas Weinberger bringt fÃ¼r seine Aufgabe als kaufmÃ¤nnischer Direktor langjÃ¤hrige Erfahrung bei Deloitte mit, die nicht nur eines der fÃ¼hrenden WirtschaftsprÃ¼fungs- und Finanzdienstleistungsunternehmen ist, sondern auch offizieller Nationaler Ausstatter der MÃ¼nchner Bewerbung.</p>
<p>Willy Bogner freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem vollzÃ¤hligen Team, das sowohl Expertise und vor allem Leidenschaft fÃ¼r die Olympischen und Paralympischen Winterspiele mitbringt. â€žMÃ¼nchen 2018 ist froh und stolz darauf, ein Team mit herausragenden Know-how, unterschiedlichen HintergrÃ¼nden und nachweisbaren Erfolgen rekrutiert zu haben. SchlieÃŸlich hat unsere Reise nach Durban zur IOC Session am 6. Juli 2011 eben erst begonnen. Dank dieser hervorragenden Teamerweiterung kÃ¶nnen wir nun nochmal einen Gang hÃ¶her schalten. Neben der unzweifelhaften Expertise war uns auch wichtig, dass alle, wie ich, daran glauben, dass die Olympischen und Paralympischen Winterspiele in MÃ¼nchen im Jahr 2018 die freundlichsten Spiele fÃ¼r Athleten, die Olympische Familie und die Zukunft werden, die es je gab.â€œ</p></blockquote>
<p>Frau Merkel koordiniert seit vier Jahren die internationale Arbeit des DOSB und ein bisschen auch die seines PrÃ¤sidenten. Jochen FÃ¤rber hat internationale Erfahrung und, wenn ich mich recht erinnere, einmal die Gala zum 50. Geburtstag des heutigen DOSB-PrÃ¤sidenten moderiert. Zum Deloitte-Vertreter bzw. Deloitte sage ich lieber nichts &#8211; nur so viel: Was da mitunter als <a title="&quot;Olympisches Wachstum&quot;" href="http://members.gaponline.de/spd/ov-gap/aktuell/aktuell_09_11_10_olympiabewerbung2018_deloitte.pdf" target="_blank">&#8220;Studie&#8221;</a> bezeichnet wird, ist aus meiner Sicht doch nicht viel mehr als eine Stoffsammlung aus dem Internet, die ein guter Praktikant auch hinbekommen kÃ¶nnte. Aber ich will gar nicht ins Detail gehen, frei nach Willy Bogner &#8230;</p>
<p>Und was macht der Willy?</p>
<p><strong>Willy Bogner fÃ¤llt in der Not nichts anderes ein, als nach mehr Geld vom Steuerzahler zu greinen.</strong></p>
<p>Unfassbar.</p>
<p>Warum leitet er eigentlich nicht ein bisschen Geld um, das er mit seinen Stores etwa im Gasprom-Ressort in Krasnaja Poljana (<a title="alle BeitrÃ¤ge zu Sotschi 2014" href="http://www.jensweinreich.de/category/sotschi-2014/" target="_self">Sotschi 2014</a>) einnimmt?</p>
<p>Dabei liegt der Ã–ffentlichkeit wederÂ ein sauberes Bewerbungs-Budget vor, noch ein <a title="Finanzierung Olympischer Spiele" href="http://www.jensweinreich.de/2009/05/07/finanzierung-olympischer-spiele-wir-sind-ein-privilegiertes-volkchen/" target="_self">OCOG-Budget noch ein Non-OCOG-Budget</a>. Nichts, auÃŸer einigen wenigen Zahlen, die man mit viel MÃ¼he aus dem Mini-Book herauslesen kann.</p>
<ul>
<li>SpaÃŸeshalber hier nochmal meine <a title="Was das BMI zur Olympiabwerbung sagt" href="http://www.jensweinreich.de/2009/02/12/munchen-2018-was-das-bmi-zur-finanzierung-der-olympiabewerbung-sagt/" target="_self">Anfragen an das BMI von Anfang 2009</a>. PrÃ¤zise betrachtet hat sich doch seither nichts verÃ¤ndert, oder?</li>
<li>oder hier einige Aussagen zur Carte Blanche des Bundestages und dem <a title="Bundestag zu MÃ¼nchen 2018: demokratiewidriger Striptease?" href="http://www.jensweinreich.de/2009/06/30/bundestag-zu-munchen-2018-demokratiewidriger-striptease/" target="_self">demokratiewidrigen Striptease</a></li>
<li>oder hier ein bisschen was zum <a title="Goldener Plan fÃ¼r MÃ¼nchen 2018: mal eben 1,5 Millionen mehr aus Steuermitteln" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/22/goldener-plan-fur-munchen-2018-mal-eben-15-millionen-euro-mehr-aus-steuermitteln/" target="_self">Goldenen Plan fÃ¼r MÃ¼nchen</a>, den der Willy sicher gern erweitern wÃ¼rde</li>
</ul>
<p>Typisch deutsch. Typische deutsche Olympiabewerbungen: Intransparent. Undemokratisch. WÃ¼rde mich interessieren, ob auch Ã¤hnlich gewirtschaftet wird wie zuletzt in Berchtesgaden (Winter 1992), Berlin (Sommer 2000) und Leipzig (Sommer 2012). Also zum Beispiel: Ob AuftrÃ¤ge ohne Ausschreibungen vergeben werden (einige Ausschreibungen gab es in MÃ¼nchen offenbar), ob es kein Controlling gibt, ob am Aufsichtsrat vorbei gewirtschaftet wird etc. pp.</p>
<p>Jedenfalls, vorlÃ¤ufige HÃ¶hepunkte im Dilettantenstadl sind ein Brief Bogners an die Gesellschafter und anschlieÃŸend dieses Kleinod an Pressemitteilung, einfach entzÃ¼ckend:</p>
<blockquote><p>Pressemitteilung vom 13.07.2010</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>Willy Bogner optimistisch fÃ¼r MÃ¼nchen 2018</p>
<p>Der Vorsitzende der GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung der Bewerbungsgesellschaft MÃ¼nchen 2018 fÃ¼r die Olympischen und Paralympischen Winterspiele sieht hoffnungsvoll nach vorne. â€žIch habe nicht mit meinem RÃ¼cktritt gedroht und werde dies auch in der Zukunft nicht tunâ€œ, erklÃ¤rte der 68-jÃ¤hrige Manager im Vorfeld der Gesellschafterversammlung.</p>
<p>Am Donnerstag treten zuerst der Aufsichtsrat und spÃ¤ter die Gesellschafter in ihrer turnusmÃ¤ÃŸigen Sitzung in der Staatskanzlei zusammen. Bogner hatte sich in einem vertraulichen Brief an die Gesellschafter und den Aufsichtsrat gewandt. Darin hat der MÃ¼nchner deutlich gemacht, dass sein Engagement natÃ¼rlich im Zusammenhang mit den Rahmenbedingungen der Gesellschaft steht.</p>
<p>Nach der gerade hervorragend Ã¼berstandenen Vorauswahl sieht Bogner gute Chancen fÃ¼r die Bewerbung. â€žDafÃ¼r ist der RÃ¼ckhalt und die volle UnterstÃ¼tzung der Gesellschafter nach wie vor gegebenâ€œ, so Bogner.</p>
<p>DarÃ¼ber hinaus liegen den fÃ¼r die Finanzierung verantwortlichen Gesellschaftern der Ã¶ffentlichen Hand weitere positive Signale aus der Wirtschaft vor. Die Gesamtfinanzierung muss endgÃ¼ltig erst im nÃ¤chsten Jahr gesichert sein. Ãœber den aktuellen Stand wird am Donnerstag nach der Gesellschafterversammlung im Rahmen einer Pressekonferenz informiert.</p>
<p>Ca 1.300 Zeichen inkl. Leerzeichen</p>
<p>Mit freundlichen GrÃ¼ÃŸen</p>
<p>Bewerbungsgesellschaft MÃ¼nchen 2018 GmbH</p>
<p><small>Die Bewerbungsgesellschaft MÃ¼nchen 2018 GmbH</small></p>
<p><small> </small><small>MÃ¼nchen bewirbt sich zusammen mit Garmisch-Partenkirchen und dem Berchtesgadener Land um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018. Die Bewerbungsgesellschaft MÃ¼nchen 2018 GmbH mit dem Vorsitzenden der GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung Willy Bogner und dem GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Bernhard Schwank erarbeitet die Bewerbung und fÃ¼hrt sie durch. Gesellschafter der	 Bewerbungsgesellschaft sind der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) mit 51 Prozent, die Landeshauptstadt MÃ¼nchen (30 Prozent), der Freistaat	 Bayern (neun Prozent), die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen (acht Prozent) und der Landkreis Berchtesgadener Land (zwei Prozent). UnterstÃ¼tzt wird die Bewerbung von den nationalen FÃ¶rderern Adidas, BayWa AG, BMW Group, Flughafen MÃ¼nchen GmbH, Lufthansa und Sparkassen-Finanzgruppe sowie den nationalen Ausstattern Deloitte, GfK Verein, Messe MÃ¼nchen GmbH, Norton Rose LLP, Olympiapark MÃ¼nchen GmbH und Stadtwerke MÃ¼nchen GmbH. Informationen zum Konzept, dem Bewerbungsablauf und viele weitere Details finden Interessierte unter www.muenchen2018.org.</small></p></blockquote>
<p>Tendenz derzeit: Die Bewerbung mÃ¼sste eingestellt werden. Noch aber glaube ich nicht, dass es so weit kommt. Das wusste in einer Ã¤hnlichen Situation (nur mit anderen Problemen, etwa Misswirtschaft, Anzeichen von Vetternwirtschaft) schon die Politik im Herbst 2003 im Fall Leipzig zu verhindern. Damals rettete Bundesinnenminister Otto Schily eine alles in allem lÃ¤cherlich gefÃ¼hrte Bewerbung mit einem, nun ja, Machtwort. Macht haben sie ja, wenig Geist, aber Macht &#8211; und damit auch Macht Ã¼ber die Schatullen des SteuerbÃ¼rgers.</p>
<p>Ich vermute mal, so wird es am Donnerstag auch in MÃ¼nchen kommen. Kassen auf! Volle Fahrt voraus! Ab gegen den Berg! Oder eben: in den Abgrund! Koste es, was es wolle! (WeiÃŸ ja eh niemand, was es kostet.)</p>
<p>Die wichtigsten aktuellen BeitrÃ¤ge zum Dilettantenstadl hat <em>Ralf</em> lÃ¤ngst verlinkt unter dem Beitrag <a title="Olympia 2018, die Candidate Cities" href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/22/kleiner-regelbruch-olympia-2018-die-candidate-cities" target="_self">&#8220;Kleiner Regelbruch: Olympia 2018, die Candidate Cities&#8221;</a>. Hier ein Extrakt:</p>
<ul>
<li>AZ:Â <a rel="nofollow" href="http://www.abendzeitung.de/politik/meinung/198852">Olympisches Gezanke</a></li>
<li>SZ:Â <a rel="nofollow" href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen/muenchner-olympiabewerbung-brogner-droht-mit-dem-ruecktritt-1.974471">Olympia in MÃ¼nchen auf der Kippe â€“ Bogner droht mit RÃ¼cktritt</a></li>
<li>sid:Â <a rel="nofollow" href="http://www.zeit.de/sport-newsticker/2010/7/13/253024xml">Bogner fordert fÃ¼r Olympia Hilfe der Politik</a></li>
<li>AZ:Â <a rel="nofollow" href="http://www.abendzeitung.de/sport/mehr_sport/198879">Olympia 2018 auf der Kippe</a></li>
<li>Merkur:Â <a rel="nofollow" href="http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/bogner-will-mehr-geld-olympia-bewerbung-verwirrung-ruecktrittsdrohung-839914.html">â€žMehr Geld fÃ¼r Olympiaâ€œ â€“ Bogner verwirrt mit RÃ¼cktrittsdrohung</a></li>
<li>BR-Video:Â <a rel="nofollow" href="http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/schwaben-und-altbayern-aktuell/olympia-olympiaprobleme-hilmer-ID1279031350044.xml">Olympia-Probleme: Garmischer Widerstand</a></li>
<li>SZ:Â <a rel="nofollow" href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen/politik/olympia-kandidatenstadt-muenchen-frust-beim-frontmann-1.974567">Frust beim Frontmann</a></li>
</ul>
<p>Wollen wir weiter abstimmen, bevor einige Optionen gestrichen werden mÃ¼ssen?</p>
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<p>Leicht abgewandelt:</p>
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		<item>
		<title>Kleiner Regelbruch: Olympia 2018, die Candidate Cities</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 09:31:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[annecy 2018]]></category>
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		<category><![CDATA[winterspiele 2018]]></category>
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		<description><![CDATA[Diesmal nur aus der Ferne, ausnahmsweise nicht live beim IOC, sage ich: Selten so einen Quatsch beobachtet in einem olympischen StÃ¤dtewettstreit! Das Interesse an den Olympischen Winterspielen ist so gering wie seit dreieinhalb Jahrzehnten nicht. Nur Pyeongchang, der groÃŸe Favorit, MÃ¼nchen und Annecy bewerben sich. Und dennoch macht das IOC einen so genannten Vorausscheid, gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesmal nur aus der Ferne, ausnahmsweise nicht live beim IOC, sage ich: Selten so einen Quatsch beobachtet in einem olympischen StÃ¤dtewettstreit! Das Interesse an den Olympischen Winterspielen ist so gering wie seit dreieinhalb Jahrzehnten nicht. Nur Pyeongchang, der groÃŸe Favorit, MÃ¼nchen und Annecy bewerben sich. Und dennoch macht das IOC einen so genannten Vorausscheid, gibt heute Mittag in Lausanne jene StÃ¤dte bekannt, die ab sofort den Titel &#8220;Candidate City&#8221; tragen dÃ¼rfen &#8211; bis zur Entscheidung am 6. Juli 2011 in Durban.</p>
<p>Besonders in MÃ¼nchen wird daraus ein PR-Gegacker erster GÃ¼te gemacht. Als hÃ¤tte das irgendetwas zu bedeuten, was Rogge nachher erzÃ¤hlt. Oder anders herum: Vielleicht sehen sich MÃ¼nchens Bewerber in Wirklichkeit so schlecht (sie mÃ¼ssten es eigentlich wissen), dass sie es ehrlich als Erfolg feiern, unter lediglich drei &#8220;Applicant Cities&#8221; zu einer der &#8220;Candidate Cities&#8221; auserwÃ¤hlt zu werden.</p>
<p>Wer weiÃŸ, ich traue Willy Bogner, der die Ã–ffentlichkeit in Bezug auf die Olympiafinanzierung konsequent narrt, Unsinn erzÃ¤hlt und hinters Licht fÃ¼hrt, einiges zu, auch das.</p>
<p>Mir imponiert dagegen das Understatement der SÃ¼dkoreaner. Zwar ist noch etwas Zeit bis zur IOC-Pressekonferenz, die Koreaner wissen aber lÃ¤ngst bescheid und teilen das auf ihrer Homepage (<em>Dank an Henry M</em>) auch mit:</p>
<div id="attachment_8567" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/screen-candidate-city-pc.gif"><img class="size-full wp-image-8567" title="Screenshot Pyeongchang 2018" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/screen-candidate-city-pc.gif" alt="" width="530" height="407" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot PyeongChang 2018, 22. Juni 2010, 11.03 Uhr</p></div>
<p>Formal ein Bruch der Bewerberregeln, schon jetzt mit den Olympischen Ringen zu werben. Doch wer will schon kleinlich sein bei dieser heutigen Farce in Lausanne.</p>
<p>Ich werde zu diesem Thema heute noch einiges bloggen. Immer mal vorbei schauen, es lohnt sich vielleicht.</p>
<p>Noch einige HintergrÃ¼nde zum Tage, klingt nur selbstreferenziell, ist erstklassiges Material :) mit Hunderten Links auch zu anderen Autoren:</p>
<ul>
<li>Der <a title="Zeitplan der Olympiabewerbung" href="http://www.jensweinreich.de/2009/10/15/olympia-2018-die-ausgangslage-pyeongchang-vor-pyeongchang-vor-pyeongchang/" target="_self">Zeitplan der Olympiabewerbung</a> 2018</li>
<li><a title="Willy Bogners Probleme mit der Wahrheit" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/19/munchen-2018-und-die-olympiafinanzierung-willy-bogners-probleme-mit-der-wahrheit/" target="_self">Willy Bogners Unwahrheiten</a> zur Olympiafinanzierung</li>
<li>So werden <a title="Finanzierung Olympischer Spiele ..." href="http://www.jensweinreich.de/2009/05/07/finanzierung-olympischer-spiele-wir-sind-ein-privilegiertes-volkchen/" target="_self">Olympische Spiele finanziert</a></li>
<li><a title="Spin Doctors und andere Berater ..." href="http://www.jensweinreich.de/2010/02/16/munchen-vs-pyeongchang-spin-doctors-und-andere-berater/" target="_self">Spin Doktoren und Lobbyisten</a> der MÃ¼nchner Bewerbung</li>
<li>Christian Udes <a title="Christian Ude und die Kniffe der propagandistischen Darstellung" href="http://www.jensweinreich.de/2010/01/26/munchen-2018-christian-ude-und-die-kniffe-der-propagandistischen-darstellung/" target="_self">Kniffe der propagandistischen Darstellung</a></li>
</ul>
<p>Die Umfrage wollen wir nicht vergessen:</p>
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<p><strong>13.29 Uhr:</strong> Auf Facebook werde ich darauf aufmerksam gemacht, dass Pyeongchang das Erscheinungsbild der Homepage geÃ¤ndert hat. Also noch ein Screenshot, sie sind wieder &#8220;Applicant City&#8221;:</p>
<div id="attachment_8574" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><img class="size-full wp-image-8574" title="PyeongChang 2018, Screenshot 22. Juni 2010, 13.23 Uhr MESZ" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/pyeongchang-screen2-1323.gif" alt="" width="530" height="414" /><p class="wp-caption-text">PyeongChang 2018, Screenshot 22. Juni 2010, 13.23 Uhr MESZ</p></div>
<p>Ich sage schon mal voraus, dass sie in KÃ¼rze wieder &#8220;Candidate City&#8221; sein werden.</p>
<p><strong>14.04 Uhr:</strong> Die Sache ist Ã¼berraschend ausgegangen wie das Hornberger SchieÃŸen (hoffentlich ist das Bild nicht zu unstimmig). Jedenfalls hat das IOC doch tatsÃ¤chlich drei Applikanten zu Kandidaten gemacht. Wow! Und MÃ¼nchen ist mÃ¤chtig stolz!</p>
<p>Die deutschen Nachrichtenagenturen greifen das Thema oben nun auch auf und sprechen von einem RegelverstoÃŸ. Willy Bogner wird so zitiert:</p>
<blockquote><p>&#8220;Das ist ein VerstoÃŸ gegen die Regeln, dies mÃ¼sste das IOC in irgend einer Form ahnden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Tut mir leid, aber das ist sportpolitisch wieder mal dumm vom Bogner. Er sollte lÃ¤ssig schweigen. Kann er aber nicht. Es fehlt ihm das politische GespÃ¼r. Das hat Katarina Witt, seine Frontfrau, auch nicht. Und deshalb kann es noch lustig werden. Sie werden in viele FettnÃ¤pfchen treten.</p>
<p><strong>14.10 Uhr:</strong> So, jetzt ist in Pyeongchang wieder alles im Lot. Sie sind erwartungsgemÃ¤ÃŸ Kandidat, auch online:</p>
<div id="attachment_8576" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><img class="size-full wp-image-8576" title="Screenshot PyeongChang 2018, 22. Juni 2010, 14.09 Uhr MESZ" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/screenshot-3-1409.gif" alt="" width="530" height="437" /><p class="wp-caption-text">Screenshot PyeongChang 2018, 22. Juni 2010, 14.09 Uhr MESZ</p></div>
<p><strong>14.15 Uhr:</strong></p>
<ul>
<li>Das IOC-Dokument zur Bewerbung: <a title="IOC 2018 Working Group Report" href="http://www.olympic.org/Documents/Host_city_elections/2018_Working_Group_Report_EN.pdf" target="_blank">Working Group Report</a></li>
<li>Die IOC-Pressemitteilung:</li>
</ul>
<blockquote><p>The International Olympic Committee (IOC) announced today that Munich (Germany), Annecy (France) and PyeongChang (Republic of Korea)* have all been selected as Candidate Cities to host the 2018 Olympic Winter Games. The IOC Executive Board (EB), which took the decision unanimously this morning during its meeting in Lausanne, nonetheless asked Annecy to review its venue concept.</p>
<p>â€˜The Executive Board today decided that all three Applicant Cities deserved to move to the second phase of the bidding procedure,â€? said IOC Olympic Games Executive Director Gilbert Felli. â€œIt has been made clear, however, that Annecy needed to review its project. We look forward to working with the three Candidate Cities and wish them good luck for the year of competition ahead.â€?</p>
<p>The EBâ€™s decision was based on a technical analysis of the Applicant Citiesâ€™ applications submitted earlier this year. The analysis and subsequent report was made by an IOC-appointed working group of Olympic Games experts who assessed each Applicant City&#8217;s potential for staging successful Olympic Winter Games in 2018. The technical assessment was based on a number of criteria, covering a variety of areas such as venues, transport, accommodation and security. Click here for the full report.</p>
<p>The three Candidate Cities now have until 11 January 2011 to submit their Candidature File to the IOC. These files will be analysed in detail by an IOC Evaluation Commission, which will also visit the Candidate Cities, before issuing a report no later than one month prior to the election. At this point of the bidding procedure, the EB has the possibility of narrowing down the number of cities which will be given the opportunity to present their project to the IOC Session. The cities will also take part in a technical briefing to IOC members in May. The final decision on the host city for the 2018 Olympic Winter Games will be made by the full IOC membership on 6 July 2011 in Durban, South Africa.</p>
<p>Please note: the Candidature Procedure and Questionnaire, which outlines the procedures, rules and deadlines to be respected until the election of the host city, as well as the in-depth questionnaire which Candidate Cities must respond to in their Candidature File, will be available on the IOC website as of tomorrow, www.olympic.org.</p>
<p>*Cities are listed in the order of drawing of lots.</p></blockquote>
<p>tbc<br />
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		<item>
		<title>Goldener Plan fÃ¼r MÃ¼nchen 2018: Mal eben 1,5 Millionen Euro mehr aus Steuermitteln &#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 12:27:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[FÃ¼r zwischendurch: Sportpolitik, ganz praktisch erklÃ¤rt von Fachleuten. Es lohnt sich, knapp elf Minuten des Auftritts von Thomas de MaiziÃ¨re (CDU) vergangene Woche in der Haushaltsberatung im Bundestag anzuschauen. Ab etwa 10:05 min geht es um Sport. Dabei auch um jene 1,5 Millionen Euro, die Sportausschuss und Haushaltsausschuss des Bundestages zuvor bereits als so genanntes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>FÃ¼r zwischendurch: Sportpolitik, ganz praktisch erklÃ¤rt von Fachleuten. Es lohnt sich, knapp elf Minuten des Auftritts von Thomas de MaiziÃ¨re (CDU) vergangene Woche in der Haushaltsberatung im Bundestag anzuschauen. Ab etwa 10:05 min geht es um Sport. Dabei auch um jene 1,5 Millionen Euro, die Sportausschuss und Haushaltsausschuss des Bundestages zuvor bereits als so genanntes &#8220;Kulturprogramm der alpinen Ski-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen&#8221; genehmigten. Diese 1,5 Millionen Euro sind astreine Olympiawerbung &#8211; sie tauchen im Etat der MÃ¼nchner Bewerber GmbH fÃ¼r die Olympischen Winterspiele 2018 aber natÃ¼rlich nicht auf. So wie viele andere Summen aus Ã¶ffentlichen Kassen in diesem Etat nicht auftauchen.</p>
<p><object id="showIt" style="width: 400px; height: 255px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="255" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="data" value="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" /><param name="menu" value="true" /><param name="quality" value="high" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="swliveconnect" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="scalemode" value="showall" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="plugin_version=9.0.115&amp;bandwidth=514&amp;xasxTemplate=xasx_od.xml&amp;autoPlay=false&amp;skin=od_embed_ext&amp;application=144277506&amp;playerLink=http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_x_s-144277506/od_player.html&amp;baseUrl=http://iptv.cdn.tv1.de/iptv/player/macros&amp;params=?r=r$contentId=540154$singleton=true$forcedWidth=400$forcedHeight=225$keepVideoAspectRatio=true&amp;language=de" /><param name="src" value="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" /><embed id="showIt" style="width: 400px; height: 255px;" type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="255" src="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" flashvars="plugin_version=9.0.115&amp;bandwidth=514&amp;xasxTemplate=xasx_od.xml&amp;autoPlay=false&amp;skin=od_embed_ext&amp;application=144277506&amp;playerLink=http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_x_s-144277506/od_player.html&amp;baseUrl=http://iptv.cdn.tv1.de/iptv/player/macros&amp;params=?r=r$contentId=540154$singleton=true$forcedWidth=400$forcedHeight=225$keepVideoAspectRatio=true&amp;language=de" allowfullscreen="true" scalemode="showall" allowscriptaccess="always" swliveconnect="true" wmode="opaque" quality="high" menu="true" data="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf"></embed></object></p>
<p>Der Bundesinnenminister sagt (<a title="Protokoll der 31. Sitzung, 17. Leg-Periode" href="http://www.bundestag.de/dokumente/protokolle/plenarprotokolle/17031.pdf" target="_blank">das Protokoll</a> weicht immer ein bisschen vom tatsÃ¤chlich Gesagten ab):</p>
<blockquote><p>Ich sage Ihnen Folgendes â€“ das habe ich auch schon im Ausschuss gesagt â€“, wenn das irgendeine Ski-WM â€“ die Garmischer mÃ¶gen mir verzeihen â€“ in irgendeinem Jahr gewesen wÃ¤re, hÃ¤tte ich gesagt: Sie brauchen kein Geld fÃ¼r ein Kulturprogramm. Es gibt viele Weltmeisterschaften in Deutschland. Auch bei der FrauenfuÃŸball-Weltmeisterschaft in unserem Land haben wir, die Bundesregierung und der DFB, auf ein Kulturprogramm verzichtet.</p>
<p>(Dagmar Freitag [SPD]: Sie wollten 6 Millionen bereitstellen!)</p>
<p><strong>Aber die Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen findet im Winter 2011 statt. Im Sommer 2011 entscheidet das Olympische Komitee, ob die Olympischen Winterspiele 2018 in MÃ¼nchen, Garmisch-Partenkirchen und Umgebung stattfinden. Deswegen, ich sage: und nur deswegen, weil die Veranstaltung exakt dort stattfindet, wo wir uns um die Olympischen Spiele bewerben, sind in diesem Fall diese Mittel gerechtfertigt und gut</strong>, begrÃ¼nden aber keinen Anspruch darauf, dass in Zukunft auch alle anderen Weltmeisterschaften teure Kulturprogramme bekommen. Das ist meine Antwort auf Ihre Frage.</p>
<p>(Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)</p>
<p>Ich wÃ¼nsche mir, dass es uns bei allem innenpolitischen Streit, den wir haben â€“ da wende ich mich insbesondere auch an die GrÃ¼nen â€“,</p>
<p>(Dr. Dieter WiefelspÃ¼tz [SPD]: Die haben von Sport keine Ahnung!)</p>
<p>auf Regionalebene, nicht auf Bundesebene, gelingt, in einer erstklassigen Weise professionell, finanziell und in der Art, wie wir uns um diese Olympischen Spiele bewerben, alles daranzusetzen, was vertretbar ist, um im Juli 2011 die Nachricht entgegennehmen kÃ¶nnen: Die Olympischen Spiele 2018 finden in Deutschland, in MÃ¼nchen, Garmisch-Partenkirchen und Umgebung, statt. Das wÃ¼nsche ich mir. Im Ãœbrigen wÃ¼nsche ich mir bei allem Streit, dass wir in diesem Haus in dieser Frage einen Konsens erzielen.</p></blockquote>
<p>Offiziell ist es ja so, ich darf das ungern wiederholen und schlieÃŸe damit kurz an den <a title="MÃ¼nchen 2018 und die Olympiafinanzierung: Willy Bogners Probleme mit der Wahrheit" href="http://jensweinreich.de/2010/03/19/munchen-2018-und-die-olympiafinanzierung-willy-bogners-probleme-mit-der-wahrheit/" target="_self">Beitrag Ã¼ber GmbH-Chef-GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Willy Bogner und seine abenteuerliche Argumentation jenseits der Wahrheit</a> an: 30 Millionen sollte angeblich der Bewerber-Etat bis zur IOC-Entscheidung im Juli 2011 betragen. 30 Millionen, die ausschlieÃŸlich aus der Privatwirtschaft akquiriert werden sollten. So wurde versprochen.</p>
<p>Dass von derlei Postulaten nichts zu halten ist, habe ich oft genug nachgewiesen.</p>
<p>Fakt ist: Deutsche Bewerbungen wurden noch immer vor allem mit Ã¶ffentlichen Mitteln betrieben.Â Zuletzt &#8211; Berchtesgaden 1986, Berlin 2000, Leipzig 2012 &#8211; wurden stets in katastrophaler Weise Steuermittel verpulvert, Akten vernichtet, teilweise MillionenauftrÃ¤ge nicht ausgeschrieben etc. pp. Das ist deutsche olympische KontinuitÃ¤t.</p>
<p>FÃ¼r MÃ¼nchen 2018 liegt kein Ã¶ffentlich einsehbarer Bewerber-Etat vor. Dieser mÃ¼sste korrekter Weise, doch so weit wird es nie kommen, eigentlich jene 1,5 Millionen fÃ¼r das putzige &#8220;Kulturprogramm&#8221;, die der Bundestag nun absegnete, und etliche andere Ã¶ffentliche Leistungen enthalten. Aber im olympischen Selbstbedienungsladen, den Sport und Politik da betreiben, kÃ¼mmert das niemanden.</p>
<p>Seit vergangener Woche ist klar, dass im Bewerberetat (ich wiederhole: der viele andere Ã¶ffentliche Millionen nicht fÃ¼hrt, die man mit gesundem Menschenverstand getrost dazu rechnen darf) noch 10 Millionen Euro fehlen. Mindestens zehn Millionen. Man weiÃŸ es nicht genau. Denn der Plan ist nicht Ã¶ffentlich, wie vieles andere auch. PrÃ¤zise betrachtet weiÃŸ man nicht mal genau, ob Ã¼berhaupt ein sauberer Etat existiert, oder ob es so zugeht wie zuletzt in Berlin und Leipzig.</p>
<p>MÃ¼nchens OB Christian Ude (SPD) <a title="Behauptungen von MÃ¼nchens OB Christian Ude zur Olympiafinanzierung" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/Antwort-Ude.pdf" target="_blank">behauptete auf parlamentarische Anfrage ja nur</a>:</p>
<blockquote><p>Rund zwei Drittel der avisierten 30 Mio. Euro vom geplanten Bewerbungsbudget konnten mittels Sponsoren eingeworben werden.</p>
<p>Die DeckungslÃ¼cke am geplanten Gesamtbudget betrÃ¤gt derzeit ein Drittel der avisierten 30 Mio. Euro.</p></blockquote>
<p>Dies Ã¼brigens lÃ¤sst sich auch so interpretieren, als wÃ¼rden gar keine Steuermittel in die Bewerbung flieÃŸen. Aber so wÃ¼rde das der Herr Ude sicher nie formulieren, oder?</p>
<p>Ich meine, Bund, Land und Kommunen sind doch auch irgendwie Sponsoren. Sponsoren sind wir alle, wenigstens ein bisschen. Insofern stimmt das bestimmt ganz sehr, was Ude da behauptet &#8211; ohne es zu belegen.</p>
<p>In Garmisch-Partenkirchen aber machen sich Gemeindevertreter bereits Sorgen (ich hatte das kurz erwÃ¤hnt), dass sie wegen der Unterdeckung im Bewerber-Etat weitere Ã¶ffentliche Mittel aus einer hochverschuldeten Kommune fÃ¼r die GmbH aufbringen mÃ¼ssen:</p>
<blockquote><p>UnabhÃ¤ngig davon beantragt die CSU-Fraktion die Mitglieder des Marktgemeinderates umgehend in Ã¶ffentlicher Sitzung Ã¼ber die finanzielle Situation der Bewerbergesellschaft aufzuklÃ¤ren.</p>
<p>Wie der heutigen Presse zu entnehmen ist, fehlen noch Ã¼ber 10 Mio. Euro im Bewerbungsbudget, fÃ¼r die im schlimmsten Fall der Markt mit einer Haftungsquote von 16,22% aufkommen muss.</p>
<p>In diesem Zusammenhang sei auch daran erinnert, dass der Markt im Haushalt 2010 ein Darlehen Ã¼ber Euro 450.000.â€” fÃ¼r die Bewerbungsgesellschaft eingestellt hat.</p></blockquote>
<p>Vielleicht sollten sie einfach mal bei Thomas de MaiziÃ¨re und den Bundestags-HaushÃ¤ltern nachfragen. Die werden das schon richten.</p>
<p>De MaiziÃ¨re hat sich im Bundestag dagegen verwahrt, einen Zusammenhang zwischen den 1,5 Millionen fÃ¼r die Olympiawerbung bei der Ski-WM (&#8220;Kulturprogramm&#8221; fÃ¼r IOC-Mitglieder) und der Streichung des <strong>Goldenen Plans Ost</strong> herzustellen.</p>
<p>Der BÃ¼ndnisgrÃ¼ne Stephan KÃ¼hn sagt dazu in der oben verlinkten Bundestags-Debatte:</p>
<blockquote><p>Ich mÃ¶chte gleich an die Themen Goldener Plan Ost und Ski-WM anknÃ¼pfen. Ich sage das einmal aus haushalterischer Sicht: Sie haben einen investiven Haushaltstitel gestrichen und dafÃ¼r einen konsumtiven Haushaltstitel aufgesetzt.</p>
<p>(Beifall des Abg. Dr. Peter Danckert [SPD])</p>
<p>Wenn die Veranstaltung in Garmisch so lukrativ ist â€“ Ã¼brigens so lukrativ, dass dort in umfangreicher Form Bergwald gerodet wurde â€“, verstehe ich nicht, warum sich nicht ausreichend Sponsoren finden lassen, um das Kulturprogramm fÃ¼r diese Veranstaltung zu finanzieren.</p>
<p>(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN sowie bei Abgeordneten der SPD)</p>
<p>Es ist natÃ¼rlich richtig, dass der Breitensport eine Angelegenheit der Kommunen ist. Wenn aber die schwarz- gelbe Bundesregierung den Kommunen jeden finanziellen Spielraum, um Ã¼berhaupt in ihre SportstÃ¤tten investieren zu kÃ¶nnen, raubt, dann ist das keine gute Voraussetzung und schafft auch keine guten Bedingungen fÃ¼r spÃ¤tere Entwicklungen im Bereich des Spitzensports. So viel dazu.</p></blockquote>
<p>Zu diesem Thema habe ich kÃ¼rzlich u.a. fÃ¼r die Berliner Zeitung (<a title="BLZ vom 10. MÃ¤rz 2010" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0310/sport/0007/index.html" target="_blank">&#8220;Dem Spitzensport geopfert&#8221;</a>) geschrieben. Allein schon der von de MaiziÃ¨re ja vÃ¶llig zurecht erwÃ¤hnte Symbolgehalt dieses Goldenen Plans ist es mir wert, den Beitrag einzustellen. In Memoriam sozusagen:</p>
<p><span id="more-7456"></span>BERLIN. Er ruhe in Frieden. Zwei Jahrzehnte war debattiert worden Ã¼ber den Goldenen Plan Ost, das SportstÃ¤ttenfÃ¶rderprogramm fÃ¼r die ostdeutschen BundeslÃ¤nder. Nun wurden die Reste dieses Plans vom Haushaltsausschuss des Bundestages Ã¼berraschend gestrichen â€“ und kaum jemand im Sport hat es bemerkt. Auf dem Kommunalpolitikkongress des DOSB am vergangenen Wochenende in MÃ¼nchen war der Abschied vom Goldenen Plan Ost (GPO) jedenfalls kein Thema.</p>
<p>Den GPO hatte der Deutsche Sport-Bund Anfang der neunziger Jahre unter seinem PrÃ¤sidenten Hans Hansen ersonnen, um die Sport-Infrastruktur von Ost und West anzugleichen. Der GPO mit seinen Forderungen nach dutzenden Milliarden Euro war stets eine Illusion, voller Symbolgehalt, politisch umstritten. 1999 wurde unter der rot-grÃ¼nen Bundesregierung tatsÃ¤chlich ein Posten in den Bundesetat eingestellt, der zuletzt auf zwei Millionen Euro jÃ¤hrlich gesunken war.</p>
<p>Die FÃ¶rderung des Breitensports gehÃ¶rt eigentlich nicht zu den Kernaufgaben des Bundes. Dennoch hat das BMI seit 1999 insgesamt 71 Millionen Euro fÃ¼r den GPO aufgebracht â€“ zusammen mit den Mitteln von LÃ¤ndern und Kommunen (auch von Vereinen) wurden fÃ¼r mehr als 400 Millionen Euro 528 Objekte im Osten realisiert. Das ist nicht wenig. Im Vergleich zu jenen Mitteln, die aus verschiedenen TÃ¶pfen (Bund, LÃ¤nder, Gemeinden, EU) in teil abstruse Vorzeigeobjekte des Hochleistungssports geflossen sind, etwa in Ã¼berdimensionierte Skisprunganlagen oder einen Skilanglauftunnel, ist das allerdings eine bescheidene Summe. Allein fÃ¼r die beiden ostdeutschen Stadien der FuÃŸball-WM in Berlin und Leipzig, deren Unterhalt weiter viele Millionen Steuermittel verschlingt, hat der Bund 250 Millionen Euro Ã¼berwiesen.</p>
<p>Das BMI teilte mir Ã¼brigens mit:</p>
<blockquote><p><strong>Beitrag zu einer Presseanfrage von Herrn Jens Weinreich</strong></p>
<p><strong></strong>Mit dem â€žGoldenen Plan Ostâ€œ fÃ¶rderte der Bund von 1999 bis einschlieÃŸlich 2009 mit den Neubau, die Erweiterung und den Umbau von so genannten SportstÃ¤tten der Grundversorgung (SportplÃ¤tze, Sporthallen, SchwimmbÃ¤der) in den Ã¶stlichen LÃ¤ndern und im ehemaligen Ostteil von Berlin. Die Zuwendungen betrugen insgesamt 71Â Mio.Â â‚¬. Durch ergÃ¤nzende Mittel der LÃ¤nder, Kommunen und Vereine konnten Gesamtinvestitionen von Ã¼ber 400 Mio. â‚¬ sichergestellt und 528 EinzelmaÃŸnahmen auf den Weg gebracht werden.</p>
<p>Die Verteilung der Bundesmittel erfolgte entsprechend dem VerhÃ¤ltnis der Einwohnerzahlen der neuen LÃ¤nder und des ehemaligen Ostteils von Berlin. Danach entfielen auf</p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td colspan="2" width="316" valign="top">Bundesanteil in Mio. â‚¬</td>
</tr>
<tr>
<td width="183" valign="top">Berlin (Ost)</td>
<td width="134" valign="top">5,9</td>
</tr>
<tr>
<td width="183" valign="top">Brandenburg</td>
<td width="134" valign="top">12,0</td>
</tr>
<tr>
<td width="183" valign="top">Mecklenburg-Vorpommern</td>
<td width="134" valign="top">8,3</td>
</tr>
<tr>
<td width="183" valign="top">Sachsen</td>
<td width="134" valign="top">21,0</td>
</tr>
<tr>
<td width="183" valign="top">Sachsen-Anhalt</td>
<td width="134" valign="top">12,4</td>
</tr>
<tr>
<td width="183" valign="top">ThÃ¼ringen</td>
<td width="134" valign="top">11,4</td>
</tr>
<tr>
<td width="183" valign="top">Gesamt</td>
<td width="134" valign="top">71,0</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Das Programm konnte in vielen FÃ¤llen helfen, die SportstÃ¤tteninfrastruktur in den Ã¶stlichen LÃ¤ndern effektiv und dauerhaft an die in den westlichen BundeslÃ¤ndern anzugleichen. Der Goldene Plan Ost war eine zusÃ¤tzliche Leistung des Bundes, da die FÃ¶rderung von SportstÃ¤ttenbaumaÃŸnahmen fÃ¼r den Breitensport nach der ZustÃ¤ndigkeitsverteilung des Grundgesetzes grundsÃ¤tzlich eine Angelegenheit der LÃ¤nder ist. Ein Anspruch auf eine Verstetigung des Programms besteht nicht.</p>
<p>Es ist davon auszugehen, dass der Wegfall des Goldenen Plans Ostâ€œ keine bedeutsamen Auswirkungen haben wird, da nach Mitteilung der LÃ¤nder in den nÃ¤chsten zwei Jahren ca. 600 Mio. â‚¬ fÃ¼r SportstÃ¤tten des Spitzen- und Breitensportes aus dem Konjunkturpaket II verwendet werden.</p></blockquote>
<p>Vergangenen Freitag schaffte der Haushaltsausschuss mit den Koalitionsstimmen von CDU und FDP den Goldenen Plan ersatzlos ab. In derselben Sitzung wurde jedoch ein Bundeszuschuss fÃ¼r das so genannte Kulturprogramm zur Alpinen Ski-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen in HÃ¶he von 1,5 Millionen Euro genehmigt (dies war zuvor im Sportausschuss kollektiv so beschlossen worden). Dies darf als verkappte UnterstÃ¼tzung der Olympiabewerbung 2018 und als politisches Signal gewertet werden: Die SpitzensportfÃ¶rderung wird erhÃ¶ht, Mittel fÃ¼r den Breitensport werden gestrichen.</p>
<p>Dazu schriebÂ Timot Szent-Ivanyi in der <a title="BLZ vom 6. MÃ¤rz 2010" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0306/politik/0022/index.html" target="_blank">Berliner Zeitung</a>:</p>
<blockquote><p>Norbert Barthle ist Skilehrer, Vorsitzender des Deutschen Verbandes des Skilehrwesens und PrÃ¤sident des Internationalen Verbandes der Schneesportinstruktoren. Das brÃ¤uchte einen FlachlÃ¤nder in Berlin eigentlich nicht sonderlich interessieren. Doch <a title="stern.de: Geldregen fÃ¼r Seehofers Milchbauern" href="http://www.stern.de/politik/deutschland/haushalt-2010-geldregen-fuer-seehofers-milchbauern-1548584.html" target="_blank">Norbert</a> <a title="stern.de: Die Macht der Schwaben-Mafia" href="http://www.stern.de/politik/deutschland/berlin-vertraulich-die-macht-der-schwabenmafia-1530945.html" target="_blank">Barthle</a> ist auÃŸerdem haushaltspolitischer Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion und damit ein ziemlich wichtiger Mann in der schwarz-gelben Koalition.</p>
<p>Nicht einmal die Opposition hat etwas dagegen, dass der CDU-Politiker Skilehrer und HaushÃ¤lter ist. Gestern ist jedoch etwas passiert, was die Opposition als neuen Beleg fÃ¼r eine Klientelpolitik der Koalition betrachtet: In den parlamentarischen Schlussberatungen Ã¼ber den Haushalt 2010, der sogenannten Bereinigungssitzung, beantragte die Koalition, die BundeszuschÃ¼sse fÃ¼r das FÃ¶rderprogramm fÃ¼r ostdeutsche SportstÃ¤tten (&#8220;Goldener Plan Ost&#8221;) in HÃ¶he von zwei Millionen Euro zu streichen.</p>
<p>Gleichzeitig wurde im Etat des fÃ¼r den Sport zustÃ¤ndigen Innenministeriums ein neuer Titel mit der Nummer 6820-324 und der Bezeichnung &#8220;Bundeszuschuss fÃ¼r Kulturprogramm zur Ski-WM 2011&#8243; beantragt. Kostenpunkt: 1,5 Millionen Euro. Da Union und FDP die Mehrheit haben, wurde das Ganze dann auch umgehend im Haushaltsausschuss beschlossen. FÃ¼r Etatexpertin Gesine LÃ¶tzsch von der Linkspartei ist die Sache klar: Das sei nicht nur Klientelpolitik, sondern sogar Selbstbedienung. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Norbert Barthle verteidigt sich im Video ab 15:48 min in Form von drei Fragen an den Bundesinnenminister. Auch selten:</p>
<p><object id="showIt" style="width: 400px; height: 255px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="255" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="data" value="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" /><param name="menu" value="true" /><param name="quality" value="high" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="swliveconnect" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="scalemode" value="showall" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="plugin_version=9.0.115&amp;bandwidth=514&amp;xasxTemplate=xasx_od.xml&amp;autoPlay=false&amp;skin=od_embed_ext&amp;application=144277506&amp;playerLink=http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_x_s-144277506/od_player.html&amp;baseUrl=http://iptv.cdn.tv1.de/iptv/player/macros&amp;params=?r=r$contentId=540154$singleton=true$forcedWidth=400$forcedHeight=225$keepVideoAspectRatio=true&amp;language=de" /><param name="src" value="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" /><embed id="showIt" style="width: 400px; height: 255px;" type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="255" src="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" flashvars="plugin_version=9.0.115&amp;bandwidth=514&amp;xasxTemplate=xasx_od.xml&amp;autoPlay=false&amp;skin=od_embed_ext&amp;application=144277506&amp;playerLink=http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_x_s-144277506/od_player.html&amp;baseUrl=http://iptv.cdn.tv1.de/iptv/player/macros&amp;params=?r=r$contentId=540154$singleton=true$forcedWidth=400$forcedHeight=225$keepVideoAspectRatio=true&amp;language=de" allowfullscreen="true" scalemode="showall" allowscriptaccess="always" swliveconnect="true" wmode="opaque" quality="high" menu="true" data="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf"></embed></object></p>
<p>Der Bund habe sich â€žim Zuge der zwingend notwendigen Einsparungen auf seine Pflichtaufgaben besinnen mÃ¼ssenâ€œ, teilt mir FDP-Sportsprecher Joachim GÃ¼nther auf Anfrage mit. Unions-Sportsprecher Klaus Riegert lÃ¤sst dieselben Fragen unbeantwortet. In seiner Zeit als Oppositionspolitiker zÃ¤hlte Riegert zu den UnterstÃ¼tzern des Goldenen Plans. So kritisierte er einst die rot-grÃ¼ne Bundesregierung wegen der Finanzierung der ErÃ¶ffnungsfeier der FuÃŸball-WM 2006: â€žFeudales Feiern ist Rot-GrÃ¼n wichtiger als SportstÃ¤tten in den neuen LÃ¤ndern.â€œ</p>
<p>Das war stets ein Problem des Goldenen Plans: Er wurde von allen Seiten fÃ¼r Parteipolitik missbraucht. Wenig Ã¼berraschend erklÃ¤rt die SPD-Fraktion nach der Entscheidung des Haushaltsausschusses, die Sportentwicklung in Ostdeutschland sei gefÃ¤hrdet: â€žDie schwarz-gelbe Koalition hinterlÃ¤sst auf den Sportanlagen in den neuen LÃ¤ndern verbrannte Erde und versenkt ad-hoc ein erfolgreiches Programm.â€œ</p>
<p>Dagegen argumentiert das CDU-gefÃ¼hrte BMI, der Wegfall des Goldenen Plans habe â€žkeine bedeutsamen Auswirkungenâ€œ, da die LÃ¤nder 2010/2011 etwa 600 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II fÃ¼r SportstÃ¤ttenbau erhalten. â€žDer Goldene Plan war eine zusÃ¤tzliche Leistung des Bundes: Anspruch auf eine Verstetigung des Programms besteht nicht.â€œ</p>
<blockquote><p>Interessant ist in diesem Zusammenhang vielleicht auch ein elend alter anderer Artikel von mir (<a title="BLZ vom 6. Oktober 1999" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1999/1006/sport/0020/index.html" target="_blank">&#8220;Ãœberraschung durch Statistiker&#8221;</a>), den ich gerade wieder gefunden habe und in dem aufgezeigt wird, dass schon in den neunziger Jahren aus dem InvestitionsfÃ¶rderungsgesetz Aufbau Ost binnen kurzer Zeit mal eben 600 Millionen Euro in den SportstÃ¤ttenbau flossen.</p></blockquote>
<p>Der DOSB hatte seine Mitglieder angehalten, sich exzessiv um FÃ¶rderung aus dem Konjunkturpaket II zu bewerben, das vor allem fÃ¼r Bildungseinrichtungen und damit fÃ¼r Schul- und Breitensportanlagen vorgesehen ist. Dennoch wurden gerade im Osten im Rahmen des Konjunkturpakets etliche umstrittene Anlagen des Hochleistungssports genehmigt. Wie so oft in der SportfÃ¶rderung â€“ und in fast allen ostdeutschen LandssportbÃ¼nden â€“ offenbarten sich fragwÃ¼rdige Systeme von Schattenwirtschaft und Klientelpolitik, nicht nur bei SPD-Ministern in Brandenburg, sondern auch in Sachsen-Anhalt: So musste sich Christoph Bergner (CDU), Parlamentarischer StaatssekretÃ¤r im BMI, fragen lassen, warum ausgerechnet eine fÃ¼r seinen Verein SV Halle vorgesehene Schwimmhalle aus dem Konjunkturpaket finanziert wird.</p>
<p>Auch vor derlei HintergrÃ¼nden erklÃ¤rt Winfried Hermann, Sportsprecher der BÃ¼ndnisgrÃ¼nen, die Streichung des Goldenen Plans sei â€žnicht ganz so bedauerlichâ€œ. Der Plan sei zu oft unterlaufen worden: Es wurden weniger Projekt mit Modellcharakter finanziert, etwa in sozialen Brennpunkten oder mit dem Fokus auf Ã¶kologische Aspekte, Stattdessen wurden herkÃ¶mmliche Sportanlagen gebaut, was Aufgabe der Kommunen sei.</p>
<p>Der DOSB propagierte auf seinem Kommunalpolitik-Kongress in MÃ¼nchen gerade die Abkehr von starren Formen der Finanzierung hin zu bedarfsgerechter Planung, wie Teilnehmer berichten. Was das heiÃŸt, soll eine Ad-hoc-Kommission formulieren. Vorerst darf als Faustformel gelten: Bedarfsgerecht ist, was den Sportpolitikern in den Kram passt. Der Goldene Plan ist es nicht mehr.</p>
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		<title>MÃ¼nchen 2018 und die Olympiafinanzierung: Willy Bogners Probleme mit der Wahrheit</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 11:26:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Willy Bogner, Vorsitzender der GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung der Bewerber GmbH fÃ¼r die Olympischen Winterspiele 2018,Â verbreitet bestÃ¤ndig wiederholt Unwahrheiten Ã¼ber die Olympiafinanzierung. Er sagte, zum Beispiel, gestern im TagesgesprÃ¤ch im Radiosender Bayern 2 (&#8220;Sollen die Winterspiele nach Bayern?&#8221;) auf die Frage &#8220;Also, was kost&#8217; die Gaudi denn?&#8221;: Diese Kosten, also das so genannte Organisationskomitee-Budget, das den LÃ¶wenanteil der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Willy Bogner, Vorsitzender der GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung der <a title="MÃ¼nchen 2018.org" href="http://www.muenchen2018.org/ueber+uns/team/index.html" target="_blank">Bewerber GmbH</a> fÃ¼r die Olympischen Winterspiele 2018,Â verbreitet <span style="text-decoration: line-through;">bestÃ¤ndig</span> wiederholt Unwahrheiten Ã¼ber die Olympiafinanzierung. Er sagte, zum Beispiel, gestern im TagesgesprÃ¤ch im Radiosender Bayern 2 (<a title="Bayern 2, TagesgesprÃ¤ch" href="http://www.br-online.de/bayern2/tagesgespraech/tagesgespraech-olympia-2018-willy-bogner-ID126866027883.xml" target="_blank">&#8220;Sollen die Winterspiele nach Bayern?&#8221;</a>) auf die Frage &#8220;Also, was kost&#8217; die Gaudi denn?&#8221;:</p>
<blockquote><p><strong>Diese Kosten, also das so genannte Organisationskomitee-Budget, das den LÃ¶wenanteil der Kosten ausmacht, wird uns vom IOC erstattet. Das heiÃŸt, das mÃ¼ssen die Gemeinden und die BÃ¼rger nicht bezahlen, sondernÂ das bekommt man bezahlt durch die Fernsehrechte, die das IOC weltweit einnimmt. </strong></p>
<p><strong></strong>Das einzige, was Ã¼brig bleibt, sind InfrastrukturmaÃŸnahmen, sagen wir Verkehrsprojekte, die wir aber sowieso bezahlen mÃ¼ssten und die durch die Olympischen Spiele beschleunigt werden. (&#8230;) Also, esÂ ist wirklich kein groÃŸes finanzielles Risiko fÃ¼r die Gemeinden und die BÃ¼rger des Staates, diese Olympischen Spiele durchzufÃ¼hren.</p></blockquote>
<p>Dazu in aller KÃ¼rze einige Richtigstellungen, nur einige. <em>(Ich hole gar nicht die groÃŸe Keule raus und erinnere daran, dass in Brasilien gerade die Austragung der FuÃŸball-WM 2014 und der Olympischen Sommerspiele 2016 akut gefÃ¤hrdet sind, weil natÃ¼rlich zu viel versprochen und vielleicht auch kolossal gelogen wurde. Wenn Willy Bogner mag, kann ich ihm die ZusammenhÃ¤nge gern mal erklÃ¤ren.)</em></p>
<ul>
<li>Das so genannte Organisationskomitee-Budget (OCOG-Budget) macht nie den LÃ¶wenanteil aller Kosten aus, schon deshalb nicht, weil das so genannte Infrastruktur-Budget (Non-OCOG-Budget) stets grÃ¶ÃŸer ist, als das Organisations-Budget.</li>
<li>Die Gemeinden und BÃ¼rger zahlen indirekt Ã¼ber etliche KanÃ¤le natÃ¼rlich auch Teile des OCOG-Budgets.<em> (Das war selbst bei der FuÃŸball-WM 2006 so, als das Organisations-Budget nur gedeckt werden konnte, weil staatliche und halbstaatliche Sponsoren sich auf hÃ¶chste politische Order hin engagierten.)</em></li>
<li>Das OCOG-Budget wurde, wird und wird auch kÃ¼nftig niemandem, auch nicht potenziellen Olympia-Ausrichtern in Bayern, &#8220;vom IOC erstattet&#8221;. Einmal mehr verweise ich &#8211; zum Vergleich &#8211; auf das <a title="VANOC budget January 2010" href="http://www.vancouver2010.com/dl/00/08/78/2009budgetsummary_30d-Xu.pdf" target="_blank">aktuelle Budget</a> der Winterspiele 2010 in Vancouver.</li>
<li>Nicht alle InfrastrukturmaÃŸnahmen, die Teil von Olympiaplanungen sind, sind a) unbedingt nÃ¶tig fÃ¼r das Gemeinwesen und mÃ¼ssten deshalb b) auch nicht &#8220;sowieso&#8221; bezahlt werden. Das ist in MÃ¼nchen nicht anders als etwa vor sechs Jahren bei der Olympiabewerbung von Leipzig (da war es nur extremer).</li>
</ul>
<p>Willy Bogner erzÃ¤hlt diesen Nonsens ja nicht zum ersten Mal. Weshalb ich frage:</p>
<ul>
<li><strong>LÃ¼gt Willy Bogner oder weiÃŸ er es einfach nicht besser?</strong></li>
</ul>
<p>Wenn er es nicht besser weiÃŸ, dann wÃ¼rde &#8211; wie ich finde &#8211; dieses Nichtwissen nicht davor schÃ¼tzen,</p>
<ul>
<li>a) Kritik einzustecken,</li>
<li>b) Kritik anzunehmen,</li>
<li>c) sich an der Wahrheit zu orientieren und also</li>
<li>d) die Angaben zu korrigieren, um</li>
<li>e) dem BÃ¼rger und Steuerzahler reinen Wein einzuschenken, oder gar</li>
<li>f) seinen Hut als Vorsitzender der GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung zu nehmen. Wegen Inkompetenz und LernunfÃ¤higkeit.</li>
</ul>
<p>Tut mir leid, dass ich so resolut argumentiere. Es ist halt keine Gaudi, sondern ein Grundproblem dieser deutschen Demokratie, ja, soweit gehe ich, denn im Prinzip wird Bogners Argumentation doch vom <a title="&quot;We are family&quot;: der kritische Schulterschluss zwischen Sport, Politik und Wissenschaft" href="http://jensweinreich.de/2009/07/10/we-are-family-der-kritische-schulterschluss-von-politik-sport-und-wissenschaft/" target="_self">sportpolitischen</a> <a title="Bundestag zu MÃ¼nchen 2018: &quot;demokratiewidriger Striptease&quot;" href="http://jensweinreich.de/2009/06/30/bundestag-zu-munchen-2018-demokratiewidriger-striptease/" target="_self">Komplex</a> <a title="Copy and paste im Bundestag: die Olympiabewerbungen von Leipzig und MÃ¼nchen" href="http://jensweinreich.de/2009/07/01/copy-and-paste-im-bundestag-die-olympiabewerbungen-von-leipzig-und-munchen/" target="_self">Ã¼bernommen</a>.</p>
<p>Die MÃ¤r lautet: Olympia trÃ¤gt sich quasi selbst.</p>
<p>Ich wiederhole:Â <strong>Es liegt weiterhin keine Kosten-Nutzen-Analyse auf dem Tisch.</strong></p>
<p>Die Steuerzahler werden &#8211; darf man das sagen? &#8211; verarscht.</p>
<p>Und es ist natÃ¼rlich Ã¤rgerlich, wenn Bogner seinen Unsinn auf allen KanÃ¤len landesweit immer wieder verbreiten kann. Ich stelle diese Frage ja auch vor dem Hintergrund, dass ich Bogner selbst auf seine inhaltlich falsche Argumentation hingewiesen habe. Der Mann ist aber ganz offensichtlich lernunfÃ¤hig, lernunwillig &#8211; oder beides.Â Vor einigen Wochen habe ich aus Vancouver, nach einem halbstÃ¼ndigen GesprÃ¤ch mit Bogner und eigenen Recherchen, <a title="Vancouver, Tag 14: Willy Bogner, MÃ¼nchens Olympiachancen und die IOC-PrÃ¤sidentschaft" href="http://jensweinreich.de/2010/02/26/vancouver-tag-14-willy-bogner-munchens-olympiachancen-und-die-ioc-prasidentschaft/" target="_self">u.a. geschrieben</a>:</p>
<blockquote><p><a title="Olympiagegner: &quot;We do not want the Games&quot;" href="http://jensweinreich.de/2010/02/11/munich-2018-we-do-not-want-the-games/" target="_self">Olympiagegner</a> unterteilt Bogner in â€žkonstruktive Kritiker, die man Ã¼berzeugen kannâ€œ und â€žFundamental-Oppositionelle, mit denen man nicht vernÃ¼nftig reden kannâ€œ. Im IOC sei man es gewohnt, â€ž<a title="18 GrÃ¼nde gegen die Olympiabewerbung" href="http://jensweinreich.de/2010/02/19/nolympia-2018-18-grunde-gegen-die-olympiabewerbung/" target="_self">dass es nicht nur hundertprozentige Zustimmung gibt</a> und dass sich viele auf dieses weltweite Medienereignis setzen, um ihre eigenen Interessen zu vertretenâ€œ.</p>
<p>Ich will nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, nicht jeden Satz bewerten, den Bogner in unserem GesprÃ¤ch formuliert hat. Eines jedoch lasse ich ihm nicht durchgehen, da sollte er argumentativ nacharbeiten und sich an der RealitÃ¤t orientieren.</p>
<p>Er behauptet, der Steuerzahler stehe hinter der Bewerbung, weil die Politik geschlossen hinter der Bewerbung stehe.</p>
<p>Ich sagte ihm,Â <a title="Copy &amp; paste im Bundestag: Die Olympiabewerbungen von Leipzig und MÃ¼nchen" href="http://jensweinreich.de/2009/07/01/copy-and-paste-im-bundestag-die-olympiabewerbungen-von-leipzig-und-munchen/" target="_self">der Bundestag</a> <a title="Bundestag zu MÃ¼nchen 2018: demokratiewidriger Striptease?" href="http://jensweinreich.de/2009/06/30/bundestag-zu-munchen-2018-demokratiewidriger-striptease/" target="_self">habe abgestimmt</a>,Â <a title="MÃ¼nchen 2018: Was das BMI zur Finanzierung der Olympiabewerbung sagt" href="http://jensweinreich.de/2009/02/12/munchen-2018-was-das-bmi-zur-finanzierung-der-olympiabewerbung-sagt/" target="_self">ohne einen Finanzplan zu kennen</a>. Der Ã–ffentlichkeit, dem Steuerzahler, wurde bis heute kein belastbarer Plan (OCOG, Non-OCOG etc.) vorgelegt.</p>
<p><em>(<a title="Finanzierung Olympischer Spiele: &quot;Wir sind ein privilegiertes VÃ¶lkchen&quot;" href="http://jensweinreich.de/2009/05/07/finanzierung-olympischer-spiele-wir-sind-ein-privilegiertes-volkchen/" target="_self">Hintergrund zur Finanzierung Olympischer Spiele</a>)</em></p>
<p>Er sagte, natÃ¼rlich habe man die Zahlen gekannt. Das OCOG-Budget werde vom IOC finanziert, da komme mehr heraus, als das den Steuerzahler koste.Â Das Organisationsbudget werde durch die Fernseheinnahmen des IOC gedeckt.</p>
<p>Ich sagte: Stimmt nicht. Nur etwa zur HÃ¤lfte. Und es ist Verhandlungssache zwischen OK und IOC. Derzeit weiÃŸ niemand, was aus Lausanne Ã¼berwiesen werden kÃ¶nnte.</p>
<p>So ging das hin und her.</p></blockquote>
<p>Entschuldigung, wenn ich das so weitschweifig wiederhole.</p>
<p>Hier Ã¼brigens der BR2-Pocast mit der Bogner-Sendung. Interessant ist in der Tat, wie <em>Ralf</em> <a title="Kommentar von Ralf" href="http://jensweinreich.de/2010/03/15/willy-goes-to-lausanne/#comment-22176" target="_self">gestern schon anmerkte</a>, dass die meisten Anrufer teilweise Fundamental-Kritik an der Bewerbung Ã¤uÃŸerten. Aber das nur am Rande.</p>
<p><a href="http://www.br-online.de/imperia/md/audio/podcast/import/2010_03/2010_03_18_13_54_57_podcasttagesgesprch18032010_a.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Interessant auch, wie Bogner reagierte, als ihn der Salzburger GrÃ¼ne und Olympia-Kritiker Willi Rehberg auf seine Falschaussagen aufmerksam machte (ab etwa Time Code -10:40):</p>
<blockquote><p>Nein. SelbstverstÃ¤ndlich kriegt man einen bestimmten Betrag erstattet. und den kann man aufteilen dann auf die Projekte, wie man selber will. (&#8230;) Insofern kÃ¶nnen wir eigentlich sehr, ja, mit gutem Vertrauen in die Zahlen und in die FinanzierungsmÃ¶glichkeiten des IOC an das heran gehen.</p></blockquote>
<p>Der Moderator wollte dann wissen: <strong>&#8220;Also, wo kommt die Milliarde her?&#8221;</strong></p>
<p>Bogner:</p>
<blockquote><p>Also das ist jetzt, das geht sehr in die Details. Man muss da wirklich drin sein, wo was her kommt, und die Ausgaben sind dieselben wie sie jetzt begriffen werden, sei es vom Staat oder eben woanders her, ist ja auch von Land zu Land verschieden, also das kann man nicht so ganz vergleichen. Aber wir sind absolut der Meinung, dass wir alles, oder fast alles, das kann man jetzt noch nicht so genau sagen, eben durch die Â Leistungen des IOC abdecken werden, was wirklich Organisationskomitees-Kosten sind. (&#8230;) Es gibt da tausend Einflussfaktoren, da muss man wirklich ins Detail gehen.</p></blockquote>
<p>Der Moderator fragt anschlieÃŸend allen Ernstes, ob es &#8220;ein gutes Zeichen&#8221; sei, wenn ein Drittel der Bewerbungskosten noch nicht abgedeckt sind. Bogner antwortet, er sei &#8220;<a title="MÃ¼nchen 2018: Entwurf des Mini-Bidbooks und &quot;offizielle Oppositionen&quot;" href="http://jensweinreich.de/2009/11/23/munchen-2018-entwurf-des-mini-bidbooks/" target="_self">erst einige Wochen dabei</a>&#8220;, sei aber &#8220;zuversichtlich, dass wir das Geld auftreiben kÃ¶nnen&#8221;.</p>
<p>Die Details, ja, die Details, von Land zu Land verschieden, ob nun vom Staat oder eben woanders her oder eben vom IOC. Man steckt eben nicht &#8230; drin!</p>
<p>Es ist erschreckend.</p>
<ul>
<li>Es gibt nach wie vor keinen Finanzplan fÃ¼r die Bewerbung, der Ã¶ffentlich nachvollziehbar und somit Ã¼berprÃ¼fbar wÃ¤re.</li>
<li>Es gibt nach wie vor, auÃŸer einigen dÃ¼rren Angaben im so genannten Mini-Bidbook (Auszug unten), keine Ã¶ffentlich Ã¼berprÃ¼fbaren Angaben (detaillierte Angaben, nicht nur ein halbes Dutzend dÃ¼rre Zahlen!) Ã¼ber das OCOG-Budget.</li>
<li>Es gibt nach wie vor (auÃŸer Zahlen zu wenigen Einzelprojekten, die sich ganz hinten im <a title="MÃ¼nchen 2018: Mini-Bidbook" href="http://www.muenchen2018.org/bewerbungsthemen/mini+bid+book/index.html" target="_blank">Mini-Bidbook</a> verstecken, zum Beispiel S. 83, 85, 107) keinen Ã¶ffentlich nachvollziehbaren Plan fÃ¼r den Non-OCOG-Etat.</li>
</ul>
<p>Ich bemÃ¼he mich, <a title="MÃ¼nchen 2018: Was das BMI zur Finanzierung der Olympiabewerbung sagt" href="http://jensweinreich.de/2009/02/12/munchen-2018-was-das-bmi-zur-finanzierung-der-olympiabewerbung-sagt/" target="_self">dies nur erneut als Transparenzbeweis</a> meiner Dauer-Recherche, seit Ewigkeiten um derlei Angaben. Vergeblich. Nicht einmal die verantwortlichen Lokalpolitiker erhalten derartige Angaben in GÃ¤nze, nicht einmal die gewÃ¤hlten &#8220;Volksvertreter&#8221; werden eingeweiht, ganz im Gegenteil, sie fÃ¼hlen sich oft genug hintergangen.</p>
<p>Flink noch einige aktuelle Dokumente zum Thema:</p>
<p><strong><span id="more-7370"></span>1)</strong> Die Passage aus dem Mini-Bidbook, die beweist, dass derjenige, der das <a title="Willy goes to Lausanne ..." href="http://jensweinreich.de/2010/03/15/willy-goes-to-lausanne/" target="_self">Mini-Bidbook gerade in Lausanne Ã¼bergeben hat</a>, offenbar nicht weiÃŸ, was darin steht. Darin steht eben nicht, dass das IOC alle Kosten trÃ¤gt. Darin wird, wie ich stÃ¤ndig erklÃ¤re, Ã¼berhaupt keine Zahl genannt zu Ãœberweisungen von IOC-Konten:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7387" title="Auszug Mini-Bidbook MÃ¼nchen 2018, OCOG-&quot;Budget&quot;" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/bid-book-finanz-web1.gif" alt="" width="530" height="503" /></p>
<p><strong>2)</strong> Die politisch sicher korrekte, aber dennoch vor Arroganz der Macht nur so strotzende Antwort von MÃ¼nchens OberbÃ¼rgermeister Christian Ude auf eine wohlmeinende CSU-Anfrage zur Finanzierung der Olympiabewerbung. Oder besser: Da kaum Fakten genannt werden, da es keine Ã¶ffentlich Ã¼berprÃ¼fbaren Detailinformationen gibt (wie immer bei deutschen Olympiabewerbungen), sollte dieses SchriftstÃ¼ck besser nicht &#8220;Antwort&#8221; bezeichnet werden:</p>
<ul>
<li><a title="Antrag Josef Schmid (CSU) zur Finanzierung der Olympiabewerbung" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/Antrag-Josef-Schmid.pdf" target="_blank">Anfrage von CSU-Stadtrat Josef Schmid</a></li>
<li><a title="Antwort OB Christian Ude (SPD) auf CSU-Anfrage zur Finanzierung der Olympiabewerbung" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/Antwort-Ude.pdf" target="_self">Antwort OB Ude (SPD)</a></li>
</ul>
<p><strong>3)</strong> Die jÃ¼ngste <a title="Anfrage von Ludwig Hartmann (GrÃ¼ne) im bayerischen Landtag zur Finanzierung der Olympiabewerbung" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/Anfrage-Hartmann.pdf" target="_blank">Anfrage des GrÃ¼nen-Abgeordneten Ludwig Hartmann</a> im bayerischen Landtag zur Finanzierung der Olympiabewerbung</p>
<p><strong>4)</strong> Die CSU-Gemeinderatsfraktion in Garmisch-Partenkirchen hat dem 1. BÃ¼rgermeister Thomas Schmid gestern eine Anfrage zukommen lassen, in der es u.a. heiÃŸt:</p>
<blockquote><p>UnabhÃ¤ngig davon beantragt die CSU-Fraktion die Mitglieder des Marktgemeinderates umgehend in Ã¶ffentlicher Sitzung Ã¼ber die finanzielle Situation der Bewerbergesellschaft aufzuklÃ¤ren.</p>
<p>Wie der heutigen Presse zu entnehmen ist, fehlen noch Ã¼ber 10 Mio. Euro im Bewerbungsbudget, fÃ¼r die im schlimmsten Fall der Markt mit einer Haftungsquote von 16,22% aufkommen muss.</p>
<p>In diesem Zusammenhang sei auch daran erinnert, dass der Markt im Haushalt 2010 ein Darlehen Ã¼ber Euro 450.000.â€” fÃ¼r die Bewerbungsgesellschaft eingestellt hat.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/03/19/munchen-2018-und-die-olympiafinanzierung-willy-bogners-probleme-mit-der-wahrheit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>53</slash:comments>
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		</item>
		<item>
		<title>Willy goes to Lausanne &#8230;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/03/15/willy-goes-to-lausanne/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 08:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[finanzierung von mega-events]]></category>
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		<description><![CDATA[Kein Grund zum Jubel und zu Ã¼berschwÃ¤nglichen Elogen. Heute ist bloÃŸ Einsendefrist fÃ¼r das so genannte Mini-Bidbook fÃ¼r die Bewerber um die Olympischen Winterspiele 2018. Nichts weiter. Pyeongchang hat bereits abgegeben, was Annecy macht, ist egal, und MÃ¼nchens Vorzeige-Bewerber Willy Bogner will heute im IOC-Headquarter vorbei schauen. Den Zeitplan der Bewerbung habe ich etliche Male [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kein Grund zum Jubel und zu Ã¼berschwÃ¤nglichen Elogen. Heute ist bloÃŸ Einsendefrist fÃ¼r das so genannte Mini-Bidbook fÃ¼r die Bewerber um die Olympischen Winterspiele 2018. Nichts weiter. Pyeongchang hat <a title="Yonhap-Meldung" href="http://english.yonhapnews.co.kr/culturesports/2010/03/10/59/0702000000AEN20100310004300315F.HTML" target="_blank">bereits abgegeben</a>, was Annecy macht, ist egal, und MÃ¼nchens Vorzeige-Bewerber <strong><a title="Willy Bogner, MÃ¼nchens Olympiachancen und die IOC-PrÃ¤sidentschaft ..." href="http://jensweinreich.de/2010/02/26/vancouver-tag-14-willy-bogner-munchens-olympiachancen-und-die-ioc-prasidentschaft/" target="_self">Willy Bogner</a></strong> will heute im IOC-Headquarter vorbei schauen. Den <a title="MÃ¼nchen 2018: der Weg nach Durban" href="http://jensweinreich.de/2009/08/04/munchen-2018-der-weg-nach-durban/" target="_self">Zeitplan der Bewerbung</a> habe ich etliche Male verÃ¶ffentlicht, den <a title="MÃ¼nchen 2018: Entwurf des Mini-Bidbooks ..." href="http://jensweinreich.de/2009/11/23/munchen-2018-entwurf-des-mini-bidbooks/" target="_self">Entwurf des Mini-Bidbooks</a> auch. Ich gehe einfach mal davon aus, dass Bidbook-Schreiber <a title="MÃ¼nchen vs. Pyeongchang: Spin doctors und andere Berater" href="http://jensweinreich.de/2010/02/16/munchen-vs-pyeongchang-spin-doctors-und-andere-berater/" target="_self">George Hirthler</a> bessere Arbeit geliefert hat als jÃ¼ngst beim Verbal-Unfall mit <a title="Vancouver, Tag 5: Olympia mit Christian, BjÃ¶rn und Heidi" href="http://jensweinreich.de/2010/02/17/vancouver-tag-5-christian-ude-entschuldigt-sich/" target="_self">Christian Ude</a> in Vancouver.</p>
<p>Was mich heute interessiert ist ohnehin nur: Legen die Olympiabewerber, legen die Alliierten in der Politik, endlich belastbares Zahlenmaterial vor. Und zwar komplett, nicht nur einige Ziffern: Wie sollen diese Spiele finanziert werden? Was bezahlt der SteuerbÃ¼rger in der Bewerbung, im OCOG-Etat, im <a title="Finanzierung Olympischer Spiele ..." href="http://jensweinreich.de/2009/05/07/finanzierung-olympischer-spiele-wir-sind-ein-privilegiertes-volkchen/" target="_self">Non-OCOG-Etat</a>? Dass all die verkappten Subventionen genannt werden, wie etwa jÃ¼ngst im Bundestag &#8211; als der <a title="Stern: Geldsegen fÃ¼r Seehofers Milchbauern" href="http://www.stern.de/politik/deutschland/haushalt-2010-geldregen-fuer-seehofers-milchbauern-1548584.html" target="_blank">Haushaltsausschuss</a> den <a title="BLZ: Dem Spitzensport geopfert" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0310/sport/0007/index.html" target="_blank">Goldenen Plan Ost</a> fÃ¼r Breitensport-SportstÃ¤tten in den ostdeutschen BundeslÃ¤ndern strich und stattdessen 1,5 Millionen Euro fÃ¼r das &#8220;Kulturprogramm&#8221; der <a title="BLZ: Rekordschulden trotz eines Rekordabbaus" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0306/politik/0022/index.html" target="_blank">Alpinen Ski-WM 2011</a> in GaPa genehmigte -, darf ohnehin niemand erwarten. So transparent ist deutsche Politik nicht, deutsche Sportpolitik eben so wenig.</p>
<p>Und die <a title="Nolympia.de" href="http://www.nolympia.de/" target="_blank">Olympia</a>-<a title="Nolympia2018.de" href="http://www.nolympia2018.de/" target="_blank">Opposition</a> wÃ¤chst und formiert sich, etliche aktuelle Meldungen <a title="Nolympia 2018 ..." href="http://jensweinreich.de/2010/02/19/nolympia-2018-18-grunde-gegen-die-olympiabewerbung/" target="_self">sind hier gesammelt</a>.</p>
<p>Es darf natÃ¼rlich weiter abgestimmt werden:</p>
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<p><em>Nachtrag, 22.04 Uhr:</em> Willy in Lausanne.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-7342" title="Willy Bogner, Lausanne, 15. MÃ¤rz 2010 - Foto: Bewerbungskomitee MÃ¼nchen 2018" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/bogner-lausanne.jpg" alt="" width="530" height="353" /><em>Foto Â©Â Bewerbungskomitee MÃ¼nchen 2018</em></p>
<p>Und hier noch drei Pressemeldungen im Original.</p>
<p>Das IOC sagt: <span id="more-7301"></span></p>
<blockquote><p><strong>2018 Applicant Cities submit Application Files to IOC</strong></p>
<p>The International Olympic Committee (IOC) today announced that all three cities applying to become candidates to host the XXIII Olympic Winter Games in 2018 have submitted their responses to the IOC Candidature Acceptance Procedure questionnaire.</p>
<p>Munich (Germany), Annecy (France) and PyeongChang (Republic of Korea) all had until 15 March to submit their files to the IOC headquarters in Lausanne, Switzerland.</p>
<p>The completed questionnaire provides the IOC with an overview of each Applicant Cityâ€™s project and is the key element in the first phase of the procedure leading to the election of the host city of the Olympic Winter Games in 2018.</p>
<p>The responses will now be studied by an IOC-appointed working group and a report made to the IOC Executive Board. The Board will meet in June in Lausanne to decide which cities will be accepted as Candidate Cities.</p>
<p>The election of the 2018 host city will take place in Durban, South Africa, on 6 July 2011.</p>
<p>The IOC will not release any document at this stage of the procedure, but has informed Applicant Cities that they can make their responses public and post them on their websites if they so wish, as of 16 March.</p></blockquote>
<p>Das Bewerbungskomitee Pyeongchang 2018 gibt bekannt:</p>
<blockquote><p><strong>PyeongChang 2018 celebrates the submission of its Applicant City File to the International Olympic Committee</strong></p>
<p>15 March 2010, PyeongChang: The PyeongChang 2018 Olympic and Paralympic Winter Games Bid Committee today celebrated the submission of its Applicant City File to the International Olympic Committee (IOC) with a gathering of its most recently celebrated gold medallists from the Vancouver 2010 Winter Games.</p>
<p>Olympic champions Seung-hoon Lee, gold medallist in the menâ€™s 10,000 metres; Sang-Hwa Lee, gold medallist in the womenâ€™s 500m; and Tae-Bum Mo, gold medallist in the menâ€™s 500m gathered together at a local ice skating venue to demonstrate their support for the bid and celebrate the official submission of the technical file in Lausanne.</p>
<p>The PyeongChang 2018 Applicant File captures the cityâ€™s unique vision for the 2018 Olympic and Paralympic Winter Games, which the Bid Committee and its numerous athlete ambassadors look forward to sharing and bringing to life for the Olympic Family over the course of the campaign.</p>
<p>Seung-hoon Lee said: &#8220;Just a few weeks ago in Vancouver I realised my own sporting dream by becoming an Olympic Champion and experienced the profound joy of winning a gold medal for my country. The elation I felt after my Olympic success was then surpassed by the incredible reception I received from Korean people when I returned home and witnessed the inspiring effect of our Teamâ€™s success with young people across the country.</p>
<p>â€œThe public&#8217;s committed and passionate support has inspired me to have a new Olympic dream, to help PyeongChang win the right to host the Winter Games in 2018 and welcome my fellow athletes from around the world to compete in my home country.&#8221;</p>
<p>On Wednesday 10 March 2010 the Bid Committee held an official signing ceremony to mark completion of the Applicant File which was attended by leading figures from PyeongChang 2018.</p>
<p>The IOC Executive Board will review and evaluate Applicant Files and announce the Candidate Cities for the 2018 Olympic and Paralympic Winter Games on 21 June 2010. The 2018 Host City will be announced at the IOC Session in Durban, South Africa on 6 July 2011.</p></blockquote>
<p>Das Bewerbungskomitee MÃ¼nchen 2018 postuliert:</p>
<blockquote><p><strong>MÃ¼nchen 2018 prÃ¤sentiert Zwei-Park-Konzept im Mini Bid Book</strong></p>
<p><em>Das 116 Seiten starke Mini Bid Book erÃ¶ffnet Vision der â€žFreundlichen Spieleâ€œ, Bewerbung baut auf Nachhaltigkeit und Deutschlands Wintersportbegeisterung</em></p>
<p>MÃ¼nchen, 15. MÃ¤rz 2010 â€“ Das erste Bewerbungsdokument, das sogenannte Mini Bid Book, macht deutlich, dass MÃ¼nchen 2018 fÃ¼r die Athleten zur ultimativen Olympia-Erfahrung werden soll. Willy Bogner hat am heutigen Montag das Mini Bid Book fristgerecht an das Internationale Olympische Komitee (IOC) in Lausanne Ã¼bergeben. MÃ¼nchen 2018 entwirft in seiner Bewerbung die Vision der â€žFreundlichen Spieleâ€œ und prÃ¤sentiert sich mit einem Zwei-Park-Konzept. Mit dem Ice Park in MÃ¼nchen und dem Snow Park in Garmisch-Partenkirchen wÃ¼rden 91 % aller WettkÃ¤mpfe in den beiden Parks stattfinden.</p>
<p>Um den eigenen Anforderungen an nachhaltige Spiele gerecht zu werden, wird die bestehende Infrastruktur in Sachen SportstÃ¤tten und Transport genutzt, so dass nur drei SportstÃ¤tten neu zu bauen wÃ¤ren. In seinem Eingangsstatement im Mini Bid Book erlÃ¤utert Thomas Bach, PrÃ¤sident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): â€žFÃ¼r die Olympische Bewegung birgt diese Bewerbung beispiellose MÃ¶glichkeiten olympischer Nachhaltigkeit und Innovation im Rahmen einer Vision der Freundlichen Spiele â€“ fÃ¼r Sportler, Zuschauer, Sport und Umwelt.â€œ</p>
<p>â€žEiner unserer groÃŸen Vorteile liegt im KernstÃ¼ck unseres Konzeptes begrÃ¼ndetâ€œ, sagt der Vorsitzende der GeschÃ¤ftsleitung MÃ¼nchen 2018, Willy Bogner und ergÃ¤nzt: â€žMit dem MÃ¼nchner Olympiapark haben wir ein wunderschÃ¶nes, ausgereiftes Sport-, Kultur-, und Unterhaltungszentrum, das in der Welt seit 40 Jahren hoch geschÃ¤tzt wird. Die sieben SportstÃ¤tten, die 1972 im Park gebaut wurden, werden noch immer intensiv genutzt. Allein im letzten Jahr fanden dort Ã¼ber 300 Veranstaltungen statt. Dies ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte Olympischer Nachhaltigkeit. MÃ¼nchen 2018 bietet die MÃ¶glichkeit, den Park in ein Zentrum fÃ¼r Winter- und Sommersport fÃ¼r die nÃ¤chsten 40 Jahre umzugestalten. Dadurch wÃ¼rde fÃ¼r die Olympische Bewegung und den weltweiten Wintersport ein einzigartiges Erbe entstehen.â€œ</p>
<p>Indem die MÃ¼nchner Planer die Bewerbung fÃ¼r die Winterspiele 2018 auf das Olympische Erbe von 1972 â€“ den Olympiapark â€“ stÃ¼tzen und modernste WettkampfstÃ¤tten sowie neuen Anlagen in Garmisch-Partenkirchen und die Kunsteisbahn KÃ¶nigssee in das Konzept integrieren, entsteht ein hoher Komfort fÃ¼r die Athleten.</p>
<p>â€žDie Athleten werden alles, was zum Leben, Training, Wettkampf und zur Erholung notwendig ist, innerhalb weniger Minuten zu FuÃŸ innerhalb des Olympischen Dorfes vorfindenâ€œ, erklÃ¤rt Bogner.</p>
<p>Das Mini Bid Book stellt die StÃ¤rken der MÃ¼nchner Bewerbung deutlich heraus:</p>
<ul>
<li>Die dokumentierte UnterstÃ¼tzung aller Regierungsebenen</li>
<li>Deutschlands Wintersportbegeisterung am Beispiel zahlreicher Sportevents</li>
<li>Die immer wieder unter Beweis gestellte OrganisationsfÃ¤higkeit des Landes</li>
<li>Eine klare Vision, um jungen Menschen weltweit den Wintersport nahe zu bringen und zum Mitmachen zu bewegen</li>
<li>MÃ¼nchens und Bayerns Erfahrung als Tourismusdestination mit hervorragenden Bedingungen fÃ¼r die GÃ¤ste und Fans</li>
</ul>
<p>Auch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel erklÃ¤rt im Mini Bid Book: â€žDie Bewerbung MÃ¼nchens um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 ist von nationaler Bedeutung und im Interesse Deutschlands, seiner BundeslÃ¤nder, StÃ¤dte und Gemeinden. Sie kann deshalb weiterhin auf die volle UnterstÃ¼tzung und FÃ¶rderung der Bundesregierung zÃ¤hlen.â€œ</p>
<p>Deutschlands mehrfach bewiesene FÃ¤higkeit, Sportereignisse auf hÃ¶chstem Niveau organisieren und ausrichten zu kÃ¶nnen, wird ebenso deutlich gemacht. Die Ausrichtung von SportgroÃŸveranstaltungen hat Deutschland weltweit den Ruf eines hervorragenden Organisators eingebracht. In Deutschland fanden bereits mehrfach Weltmeisterschaften statt wie die 12. IAAF Leichtathletik-WM 2009 und Mega-Events wie die FIFA FuÃŸball-Weltmeisterschaft 2006TM. Deutschlands Enthusiasmus fÃ¼r den Wintersport wird ebenfalls im Mini Bid Book hervorgehoben und durch eine Aufstellung der Zuschauerzahlen bei Wintersportveranstaltungen untermauert. Die deutsche BevÃ¶lkerung zeigt jÃ¤hrlich eine hohe Wintersportbegeisterung, die sich im Kartenverkauf, in der Zahl der ausverkauften WettkÃ¤mpfe in allen olympischen Wintersportarten und in TV-Marktanteilen Ã¤uÃŸert. Als Land, das Wintersporttraditionen eindeutig pflegt, kÃ¶nnte Deutschland die Stadien bei jeder Veranstaltung und jedem Team mit fachkundigen und jubelnden Fans fÃ¼llen.</p>
<p>Die QualitÃ¤t der im MÃ¼nchner Konzept enthaltenen WettkampfstÃ¤tten wird zusÃ¤tzlich dadurch gesichert, dass Garmisch-Partenkirchen 2011 die FIS World Ski Championships beherbergt und auf der Kunsteisbahn KÃ¶nigssee 2011 die Bob- und Skeleton Weltmeisterschaften abgehalten werden. Beide Venues wurden in der Vorbereitung auf diese GroÃŸereignisse modernisiert, so dass sie bereits heute hÃ¶chstem internationalem Niveau genÃ¼gen.</p>
<p>Die Bewerbungsunterlagen erlÃ¤utern auÃŸerdem MÃ¼nchens Konzept um die Jugend der Welt zu erreichen: Aufbauend auf dem Erfolg der FIFA FuÃŸball-Weltmeisterschaft 2006TM â€“ einem nationalen und globalen Sportfest der Superlative â€“ hat MÃ¼nchen fÃ¼r die Spiele einen Plan konzipiert, der mehr TeilnahmemÃ¶glichkeiten fÃ¼r Jugendliche durch ein Angebot von Wintersport- und Kulturveranstaltungen der Extraklasse schafft.</p>
<p>Das Bewerbungsdokument stellt darÃ¼ber hinaus MÃ¼nchens globale Bekanntheit in Sachen Tourismus, Sport, Kultur und Business dar. Rund 5 Millionen Besucher Ã¼bernachten jÃ¤hrlich in MÃ¼nchen und nutzen den einzigartigen Mix aus historischer und moderner Architektur, Museen, Theater, Oper, Sport und Bildungseinrichtungen, hervorragenden Unterhaltungsangeboten, EinkaufsmÃ¶glichkeiten und kulinarischen GenÃ¼ssen gepaart mit erstklassigem Service und unvergleichlicher Gastfreundlichkeit.</p>
<p>30 Prozent aller auslÃ¤ndischen Besucher Deutschlands reisen in den Freistaat Bayern, und 27 Millionen GÃ¤ste â€“ das sind 77 Millionen Ãœbernachtungen â€“ besuchen die DÃ¶rfer und Ferienorte in den Alpen. Jedes Jahr im Herbst macht MÃ¼nchen in den internationalen Medien mit dem Oktoberfest auf sich aufmerksam, das mit 6 Millionen Besuchern zu den beliebtesten Jahresfesten der Welt gehÃ¶rt.</p>
<p>Das Bewerbungsdokument wurde am Freitag, den 12. MÃ¤rz 2010, nach Lausanne gebracht und am 15. MÃ¤rz 2010 von Willy Bogner beim IOC persÃ¶nlich abgegeben.</p></blockquote>
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		<title>Vancouver, Tag 14: Willy Bogner, MÃ¼nchens Olympiachancen und die IOC-PrÃ¤sidentschaft</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 07:01:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>VANCOUVER. Das Gesicht der Bewerbung ist mÃ¼de. Willy Bogner sitzt in der Lounge II des Deutschen Hauses in Vancouver und braucht jetzt einen Kaffee. Er ist schon wieder zwÃ¶lf Stunden auf den Beinen, und der Abend hat nicht einmal begonnen. Er muss noch zwei Interviews geben und in KÃ¼rze gibt es ein Essen zur Erinnerung an die Sommerspiele 1972 in MÃ¼nchen. Walther TrÃ¶ger kommt gleich, der BÃ¼rgermeister des Olympischen Dorfes von 1972, der in Vancouver mit seinen 81 Jahren â€“ und trotz tagelanger heftiger Zahnschmerzen â€“ tapfer fÃ¼rs Vaterland schuftet. TrÃ¶ger, seit Januar IOC-Ehrenmitglied, damit nicht mehr stimmberechtigt und also relativ unabhÃ¤ngig, blÃ¼ht wieder auf. Denn MÃ¼nchen ist seine olympische Liebe. Er umgarnt die Ã¤lteren IOC-Mitglieder, von denen es viele gibt, und er fÃ¼hrt seinen Kumpel Willy Bogner (68) in diesen bizarren Zirkel ein.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7077" title="DFL wirbt fÃ¼r MÃ¼nchen 2018 (c) MÃ¼nchen 2018 GmbH" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/dfl_muc2018_trikot-web.jpg" alt="" width="530" height="351" /></p>
<p>So eine Olympiabewerbung ist eine anstrengende Sache. Jeden Morgen um 7.30 Uhr lÃ¤sst Thomas Bach, IOC-VizeprÃ¤sident und Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), seine Pappenheimer aufmarschieren. Dann werden im Deutschen Haus die groÃŸen Themen und winzige Details besprochen. Die Deutschen sind grÃ¼ndlich.</p>
<p>Nach dieser PrÃ¤sidialrunde schwÃ¤rmen sie aus, um IOC-Mitglieder zu treffen und zu antichambrieren. â€žMehr als 90 IOC-Mitglieder habe ich bisher gesprochenâ€œ, sagt Bogner. Ein Dutzend werden in Vancouver dazu kommen. Im Jacket hat er stets ein kleines BÃ¼chlein mit Passfotos, Funktionen und wichtigsten Infos Ã¼ber die Zielpersonen. Sehr hilfreich. Nach jedem Treffen werden Notizen gemacht. Wer, wann, wo, mit wem, was wurde besprochen? â€žIch muss mich doch daran erinnern kÃ¶nnen, und die anderen mÃ¼ssen das wissen.â€œ</p>
<p>Die Notizen werden von der Olympia GmbH zentral erfasst, sagt Bogner. Man hat ihm erklÃ¤rt, dass das mal ein heikles Thema war in einer deutschen Bewerbung: Denn Berlin, das sich damals um Olympia 2000 bewarb, hatte Anfang der neunziger Jahre auch Bemerkungen Ã¼ber sexuelle Orientierungen von IOC-Mitgliedern zusammen getragen. Deshalb fÃ¼gt Bogner flink an: â€žWir stellen nichts Regelwidriges zusammen! Selbst wenn man diese Datei finden wÃ¼rde, steht da nur drin, mit wem wir geredet haben. Wir haben da keine Angst.â€œ</p>
<p>Im Fokus der Medien stehen vornehmlich Olympiasiegerin <a title="Zielgruppenoptimierung: MÃ¼nchen 2018 verpflichtet das schÃ¶nste Gesicht des Sozialismus" href="http://jensweinreich.de/2009/07/09/zielgruppenoptimierung-munchen-2018-verpflichtet-das-schonste-gesicht-des-sozialismus/" target="_self">Katarina Witt</a> und der <a title="World of Bogner" href="http://www.bogner.com/en/WORLD-OF-BOGNER/WILLY-BOGNER-FILM#/de/Home" target="_blank">Textilfabrikant</a> <a title="MÃ¼nchen 2018: Entwurf des Mini-Bidbooks ..." href="http://jensweinreich.de/2009/11/23/munchen-2018-entwurf-des-mini-bidbooks/" target="_self">Bogner</a>. Bei beiden verschwimmt vieles. Die Witt ist ja eigentlich als ARD-Mitarbeiterin vor Ort, co-kommentiert, schreibt ein <a title="www.katarina.de" href="http://www.katarina.de/newstermine/details/article/buuhhuuhhhaahhh.html" target="_blank">Blog</a>, dreht bunte Fernsehschnipsel, ist Olympia-Lobbyistin. <a title="Bogner Junior" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Willy_Bogner_junior" target="_blank">Bogner</a> war selbst Olympia-Skifahrer, wie sein <a title="Bogner Senior" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Willy_Bogner_senior" target="_blank">Vater</a>, der 1936 bei den Nazi-Spielen in Garmisch-Partenkirchen den olympischen Eid sprach. Bogner Junior stattet seit Jahrzehnten deutsche Olympiamannschaften aus, hat mal an James-Bond-Filmen mitgewirkt, vor drei Jahren fÃ¼r Sotschi ein Bewerbungsfilmchen produziert, und auÃŸerdem hat er mit seiner brasilianischen Frau Sonia eine Wette laufen: 2016 wollen die beiden die Sommerspiele in ihrer Heimat Rio erleben, 2018 in Bogners Heimat die Winterspiele in MÃ¼nchen.</p>
<p>Katarina Witt und Willy Bogner sind die so genannten Gesichter der Bewerbung. Aber sie machen das, was ihnen andere sagen. Denn Boss des Ganzen ist Thomas Bach. Und im Hintergrund arbeitet ein Team mit einer im sportpolitischen Deutschland nie dagewesenen Vernetzung. Ich habe es <a title="MÃ¼nchen vs. Pyeongchang: Spin doctors und andere Berater" href="http://jensweinreich.de/2010/02/16/munchen-vs-pyeongchang-spin-doctors-und-andere-berater/" target="_self">kÃ¼rzlich schon angedeutet</a>. Hier noch einige Beispiele:</p>
<p>Frau Merkel spielt eine zentrale Rolle. Nicht die Kanzlerin, Ã¼ber deren UnterstÃ¼tzung Bogner stets in hÃ¶chsten TÃ¶nen redet. Nein, Katrin Merkel, DOSB-Abteilungsleiterin Internationales. Seit drei Jahren ist sie die rechte Hand des DOSB-PrÃ¤sidenten auf Reisen. Sie kennt alle IOC-Mitglieder und deren bessere HÃ¤lften, vor allem: Man kennt sie ebenfalls. Katrin Merkel weiÃŸ, wer mit wem und wieso und warum, nimmt am Damenprogramm teil, koordiniert, zieht die FÃ¤den, kÃ¼mmert sich um Kleinigkeiten: Bezahlt mitunter Bachs Rechnungen an der Bar, und wenn der Ire Patrick Hickey, IOC-Mitglied und Chef der europÃ¤ischen NOK-Vereinigung, hurtig ins Deutsche Haus schreitet, um seinen Alliierten Bach zu treffen, dann nimmt Frau Merkel selbstverstÃ¤ndlich die Garderobe entgegen.</p>
<p>Jeder hat seine Aufgaben. Da greift ein RÃ¤dchen ins andere.</p>
<p>FÃ¼r die internationalen Medienkontakte wurde der EnglÃ¤nder Jon Tibbs verpflichtet. Seine Mitarbeiterin SÃ©verine Hubert betreut auch IOC-Mitglieder. Auf derlei Kontakte spezialisiert ist Carlos Garcia aus Uruguay. Garcia war bis vor kurzem VizeprÃ¤sident des Weltverbandes der Sportjournalisten (AIPS) und ist schon etliche Jahre in der Bewerbungsbranche tÃ¤tig. Nun ist er Experte fÃ¼r die Latino-Fraktion, fÃ¼r SÃ¼damerikaner, Spanier, Italiener. â€žDer Carlos macht gute Arbeitâ€œ, sagt Bogner.</p>
<p>Walther TrÃ¶ger kÃ¼mmert sich um die Routiniers. Thomas Bach um alle.</p>
<p>Als graue Eminenz stets zugegen ist Bachs Freund Dieter KÃ¼hnle, ebenfalls ein ehemaliger Journalist, wie Garcia. KÃ¼hnle ist ein Beobachter, der vielfÃ¤ltige Lebenssachverhalte und &#8220;den Thomas&#8221; zu schÃ¤tzen weiÃŸ. Er hat stets auch die Medien im Blick, und man fragt sich, ob er vielleicht sogar den einen oder anderen Reporter beeinflussen kÃ¶nnte, wenn er denn wollte. Nur mal so eine Frage.</p>
<p>Dieter KÃ¼hnle war mal Chefredakteur des Sportinformationsdienstes und zeitweise VizeprÃ¤sident des Bundes Deutscher Radfahrer. Vor allem aber ist er Verbindungsmann zwischen <a title="Daimler und das IOC: Entwicklungshilfe und SportfÃ¶rderung" href="http://www.daimler.com/dccom/0-5-1096066-49-1101419-1-0-0-1161484-0-0-135-7145-0-0-0-0-0-0-0.html" target="_blank">Daimler und dem IOC</a>, konzentriert sich auf das Entwicklungshilfeprogramm und hat beispielsweise schon mehr als 100 Kleinbusse in Dritte-Welt- und SchwellenlÃ¤ndern Ã¼bergeben. Oft gemeinsam mit Bach. Aber nicht immer, darauf legt er Wert. Auf einer Liste des IOC, in welchen LÃ¤ndern wann mit welchen IOC-Mitgliedern Kleinbusse und andere Gaben Ã¼berreicht wurden, steht der Name Bach tatsÃ¤chlich nicht hinter jedem Termin &#8211; sondern nur einige Male.</p>
<p>KÃ¼hnle hat viele Dutzend IOC-Mitglieder daheim besucht, er kennt Geschichten und Schicksale. Ich finde, er ist wichtig fÃ¼r diese Geschichte. Und er steht, neben einigen anderen, die noch nicht genannt wurden, fÃ¼r ein Teilchen des Beziehungsnetzwerks im groÃŸen olympischen Puzzle, das, wenn es gelÃ¶st ist, im Juli 2011 (auf der <a title="MÃ¼nchen 2018: der Weg nach Durban" href="http://jensweinreich.de/2009/08/04/munchen-2018-der-weg-nach-durban/" target="_self">IOC-Session in Durban</a>) nicht nur MÃ¼nchen die Winterspiele 2018 beschert haben soll, sondern zwei Jahre spÃ¤ter (auf der IOC-Session in Buenos Aires) auch Thomas Bach die IOC-PrÃ¤sidentschaft.</p>
<p>Das ist der Masterplan, <a title="Thomas Bach: Lebenssachverhalte im nationalen Interesse" href="http://jensweinreich.de/2010/02/10/thomas-bach-lebenssachverhalte-im-nationalen-interesse/" target="_self">Ã¼ber den sie nicht gern reden</a>. Den es vielleicht gar nicht gibt, diesen Masterplan, was weiÃŸ ich schon von Lebenssachverhalten, die sich zufÃ¤llig ergeben kÃ¶nnten.</p>
<blockquote><p>Kleiner Einschub. Es ist <a title="Olympia 2018, die Ausgangslage: Pyeongchang vor Pyeongchang vor Pyeongchang" href="http://jensweinreich.de/2009/10/15/olympia-2018-die-ausgangslage-pyeongchang-vor-pyeongchang-vor-pyeongchang/" target="_self">mal wieder Zeit fÃ¼r eine Wasserstandsmeldung</a>, nach bestem Wissen (beschrÃ¤nkt) und Gewissen (sauber). Ich sage heute:</p>
<p>1) <strong>MÃ¼nchen ist gefÃ¼hlter Front-runner im Wettbewerb um die Winterspiele 2018</strong>, rund sechzehn Monate vor der Abstimmung. MÃ¼nchen arbeitet sehr gut und versucht, eine Idee zu verkaufen. Wogegen Pyeongchang, die Koreaner Ã¼berhaupt, noch mit sich selbst beschÃ¤ftigt sind, nicht in die GÃ¤nge kommen und sogar Schwierigkeiten haben, eine Botschaft zu verkaufen. Sie mÃ¼ssen sich sputen und ein Momentum entwickeln. (DemnÃ¤chst werde ich versuchen, mal eine Rangliste anhand olympischer Kriterien vorzulegen.)</p>
<p>2) Thomas Bach hat momentan keinen ernsthaften Konkurrenten um den IOC-Thron. <strong>MÃ¼sste die Sache heute entschieden werden, wÃ¤re das UDIOCM IOC-PrÃ¤sident.</strong> Ich bin gespannt, ob sich da Ã¼berhaupt noch etwas tut.</p>
<p>3) <strong>Im Moment sieht vieles danach aus, als kÃ¶nnte das olympische Doppel 2011/2013 gelingen.</strong> Zwar gibt es auch in MÃ¼nchen viele, die Bach misstrauen, die Angst haben, ob das eine mit dem anderen vermischt werden kÃ¶nnte, all diese Lebenssachverhalte, doch es deutet kaum etwas darauf hin, dass Bach sich nicht energisch fÃ¼r MÃ¼nchen engagieren wÃ¼rde. Ganz im Gegenteil. So hat man ihn noch fÃ¼r keine deutsche Olympiabewerbung strampeln sehen.</p></blockquote>
<p>Ich finde, es kÃ¶nnte weiter abgestimmt werden:</p>
Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.
<p><span id="more-7069"></span>Neben Frau Merkel sind noch andere Frauen sehr wichtig fÃ¼r die Bewerbung und die Karriere des UDIOCM. Seine SekretÃ¤rin zum Beispiel, hochprofessionell steht sie mitten im olympischen Familienleben, und seine Frau Claudia, die in letzter Zeit erstaunlich offensiv agiert und bei vielen AnlÃ¤ssen aktiv einschreitet. Das war nicht immer so. Manche sagen, Claudia Bach habe in vielerlei Hinsicht Stil entwickelt und sei bereits prÃ¤sidiabel.</p>
<p>FÃ¼r die an Lebensjahren jungen Mitglieder ist Claudia Bokel zustÃ¤ndig. Die ehemalige Fecht-Weltmeisterin kam im Sommer 2008 Ã¼ber die Athletenkommission ins IOC. Es geht um 15-20 Stimmen, wenngleich es der vielsprachigen Bokel sicher nicht gelingen wird, alle zu Ã¼berzeugen. KÃ¼rzlich betreute sie im Deutschen Haus SÃ¼dkoreas Olympiasieger Dae Sung Moon. Dessen Problem ist: Er vertrÃ¤gt nicht viel Alkohol, verbringt aber tÃ¤glich viele Stunden in Lounges und Suiten, wo ihm stets Drinks gereicht werden. Moon wird manchmal etwas lauter, um nicht zu sagen: ruppiger. Er ist eigentlich ein netter Kerl, aber er kommt aus dem Taekwondo-Sport, vielleicht liegt es daran.</p>
<p>Von Willy Bogner wÃ¼rde man derlei Geschichten nie hÃ¶ren. Vermintes Terrain, zu gefÃ¤hrlich. Er bevorzugt aalglatte, politisch korrekte SÃ¤tze. Etwa: â€žEs gilt, das grÃ¶ÃŸte Medien-Event der Welt in unser Heimatland zu holen. Ein Event mit unglaublichem Werbe-Effekt, um unser Land sympathisch und sportlich darzustellen.â€œ</p>
<p><a title="Olympiagegner: &quot;We do not want the Games&quot;" href="http://jensweinreich.de/2010/02/11/munich-2018-we-do-not-want-the-games/" target="_self">Olympiagegner</a> unterteilt Bogner in â€žkonstruktive Kritiker, die man Ã¼berzeugen kannâ€œ und â€žFundamental-Oppositionelle, mit denen man nicht vernÃ¼nftig reden kannâ€œ. Im IOC sei man es gewohnt, â€ž<a title="18 GrÃ¼nde gegen die Olympiabewerbung" href="http://jensweinreich.de/2010/02/19/nolympia-2018-18-grunde-gegen-die-olympiabewerbung/" target="_self">dass es nicht nur hundertprozentige Zustimmung gibt</a> und dass sich viele auf dieses weltweite Medienereignis setzen, um ihre eigenen Interessen zu vertretenâ€œ.</p>
<p>Ich will nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, nicht jeden Satz bewerten, den Bogner in unserem GesprÃ¤ch formuliert hat. Eines jedoch lasse ich ihm nicht durchgehen, da sollte er argumentativ nacharbeiten und sich an der RealitÃ¤t orientieren.</p>
<p>Er behauptet, der Steuerzahler stehe hinter der Bewerbung, weil die Politik geschlossen hinter der Bewerbung stehe.</p>
<p>Ich sagte ihm, <a title="Copy &amp; paste im Bundestag: Die Olympiabewerbungen von Leipzig und MÃ¼nchen" href="http://jensweinreich.de/2009/07/01/copy-and-paste-im-bundestag-die-olympiabewerbungen-von-leipzig-und-munchen/" target="_self">der Bundestag</a> <a title="Bundestag zu MÃ¼nchen 2018: demokratiewidriger Striptease?" href="http://jensweinreich.de/2009/06/30/bundestag-zu-munchen-2018-demokratiewidriger-striptease/" target="_self">habe abgestimmt</a>, <a title="MÃ¼nchen 2018: Was das BMI zur Finanzierung der Olympiabewerbung sagt" href="http://jensweinreich.de/2009/02/12/munchen-2018-was-das-bmi-zur-finanzierung-der-olympiabewerbung-sagt/" target="_self">ohne einen Finanzplan zu kennen</a>. Der Ã–ffentlichkeit, dem Steuerzahler, wurde bis heute kein belastbarer Plan (OCOG, Non-OCOG etc.) vorgelegt.</p>
<ul>
<li><a title="Finanzierung Olympischer Spiele: &quot;Wir sind ein privilegiertes VÃ¶lkchen&quot;" href="http://jensweinreich.de/2009/05/07/finanzierung-olympischer-spiele-wir-sind-ein-privilegiertes-volkchen/" target="_self">Hintergrund zur Finanzierung Olympischer Spiele</a></li>
</ul>
<p>Er sagte, natÃ¼rlich habe man die Zahlen gekannt. Das OCOG-Budget werde vom IOC finanziert, da komme mehr heraus, als das den Steuerzahler koste.Â Das Organisationsbudget werde durch die Fernseheinnahmen des IOC gedeckt.</p>
<p>Ich sagte: Stimmt nicht. Nur etwa zur HÃ¤lfte. Und es ist Verhandlungssache zwischen OK und IOC. Derzeit weiÃŸ niemand, was aus Lausanne Ã¼berwiesen werden kÃ¶nnte.</p>
<p>So ging das hin und her.</p>
<p>Willy Bogner sieht in MÃ¼nchen und Umgebung keine wirklichen Probleme. Dass in Deutschland heftig Ã¼ber die unglÃ¼cklichen Auftritte von <a title="Olympia mit Christian, BjÃ¶rn und Heidi" href="http://jensweinreich.de/2010/02/17/vancouver-tag-5-christian-ude-entschuldigt-sich/" target="_self">Christian Ude</a> und Horst Seehofer in Vancouver diskutiert wurde, nimmt er gelassen. â€žDa wurden aus MÃ¼cken Elefanten gemacht.â€œ</p>
<p>Schon ist sie um, die halbe Stunde mit Willy Bogner im Beisein von zwei Medienbetreuern (Simone Seefried/Olympia GmbH, Christian Klaue/DOSB), die wissen, dass ihr Klient keinen Fehler gemacht hat. Es wartet bereits der nÃ¤chste Journalist.</p>
<p>Und drauÃŸen im Flur treffe ich Walther TrÃ¶ger. &#8220;Wie war&#8217;s mit Willy&#8221;, will er wissen. Bisschen zu friedlich, entgegne ich, Bogner habe seine Lektionen gelernt und gebe sich keine BlÃ¶ÃŸe. Damit ist TrÃ¶ger sehr zufrieden. â€žDer Willy lernt schnellâ€œ, sagt TrÃ¶ger und dehnt ein breites olympisches Grinsen. Dann dreht er ab.</p>
<p>Er muss die Tischordnung fÃ¼r das Abendessen mit IOC-Mitgliedern prÃ¼fen.</p>
<p><em>(Eine Kurzfassung dieses Beitrages findet sich in der <a title="Stuttgarter Zeitung" href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2400966_0_9223_-olympia-2018-muenchen-und-die-charmeoffensive.html" target="_blank">Stuttgarter Zeitung</a>.)</em></p>
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		<title>NOlympia 2018: 18 GrÃ¼nde gegen die Olympiabewerbung</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 22:05:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[VANCOUVER. Das nenne ich Timing: PÃ¼nktlich zum bayerischen Abend heute im Deutschen Haus in Vancouver wird die Webseite der Olympia-Opposition lebendig. Auf Facebook ist man auch aktiv. Es bleibt aber natÃ¼rlich ein ungleiches Duell: Hier ein politisch-industrieller Komplex &#8211; dort wenige Enthusiasten. Hier in Teilen gesteuerte Medien, mitunter Propagandaaktionen &#8211; dort das BemÃ¼hen von EinzelkÃ¤mpfern, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>VANCOUVER. Das nenne ich Timing: PÃ¼nktlich zum bayerischen Abend heute im Deutschen Haus in Vancouver wird die Webseite der Olympia-Opposition lebendig. Auf Facebook ist man auch aktiv. Es bleibt aber natÃ¼rlich ein ungleiches Duell:</p>
<p>Hier ein politisch-industrieller Komplex &#8211; dort wenige Enthusiasten. Hier in Teilen gesteuerte Medien, mitunter Propagandaaktionen &#8211; dort das BemÃ¼hen von EinzelkÃ¤mpfern, die auf vielfÃ¤ltige Weise unter Druck gesetzt werden. Kommunikationsherrschaft ist allerdings in Zeiten von Social Media schwer aufrechtzuerhalten. Manche haben Probleme damit, das anzuerkennen.</p>
<p>Ãœber das englische Thesenpapier der Olympiagegner, das letzte Woche verÃ¶ffentlicht wurde (<a title="Munich 2018: We do not want the Games!" href="http://jensweinreich.de/2010/02/11/munich-2018-we-do-not-want-the-games/" target="_self">Munich2018: We do not want the Games!</a>), hat man in der Branche schon heftig debattiert.</p>
<ul>
<li>Lesebefehl: <strong><a title="NOlympia MÃ¼nchen 2018" href="http://www.nolympia.de" target="_blank">www.NOlympia.de</a></strong></li>
</ul>
<p>Die achtzehn GrÃ¼nde gegen die Olympiabewerbung lauten:</p>
<ol>
<li><a title="Klimawandel" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/klimawandel/">Klimawandel</a></li>
<li><a title="Schnee?" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/schnee-oder-nicht-schnee/">Schnee?</a></li>
<li><a title="Wasserbedarf" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/wasserbedarf/">Wasserbedarf</a></li>
<li><a title="Naturschutz" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/landschafts-und-naturschutz/">Naturschutz</a></li>
<li><a title="Ski-WM 2011" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/erfahrungen-mit-der-ski-wm-2011/">Ski-WM 2011</a></li>
<li><a title="SportstÃ¤tten" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/das-gescheiterte-konzept-der-sportstatten/">SportstÃ¤tten</a></li>
<li><a title="Platzbedarf" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/platzbedarf/">Platzbedarf</a></li>
<li><a title="Verkehr" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/verkehrsentwicklung/">Verkehr</a></li>
<li><a title="Finanzrisiko" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/finanzrisiko-fuer-austragungsstaetten/">Finanzrisiko</a></li>
<li><a title="Erfahrungen" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/bisherige-erfahrungen-mit-olympischen-winterspielen/">Erfahrungen</a></li>
<li><a title="BevÃ¶lkerung" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/belastungen-fur-bevolkerung/">BevÃ¶lkerung</a></li>
<li><a title="Tourismus" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/entwicklung-des-tourismus1/">Tourismus</a></li>
<li><a title="Dialog" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/partizipationsfalle-oder-dialog/">Dialog</a></li>
<li><a title="Sicherheit" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/grunde-gegen-olympia-2018sicherheit/">Sicherheit</a></li>
<li><a title="VertrÃ¤ge IOC" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/vertrage-des-ioc/">VertrÃ¤ge IOC</a></li>
<li><a title="Umweltkonzept 18 Leitprojekte 2018" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/bewertung-18-leitprojekte-2018/">Umweltkonzept 18 Leitprojekte 2018</a></li>
<li><a title="MÃ¼nchen 2018" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/munchen/">MÃ¼nchen 2018</a></li>
<li><a title="Vancouver" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/vancouver/">Vancouver</a></li>
</ol>
<ul></ul>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Munich 2018: &#8220;We do not want the Games!&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 11:27:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Statement of the Munich 2018 Olympic Resistance Network: NOlympics 2018 in Munich! Resistance network is growing! Amongst the local community the â€œMunich +2â€? bid for the Olympic Winter Games 2018 is a topic of ever increasing controversy. The pro Olympic contingent generates glowing prospects of financial gain, an improved infrastructure and a boost for the [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Statement of the Munich 2018 Olympic Resistance Network:</em></p>
<blockquote><p><strong><span style="font-weight: normal;"><strong>NOlympics 2018 in Munich! Resistance network is growing!</strong></span></strong></p>
<p>Amongst the local community the â€œMunich +2â€? bid for the Olympic Winter Games 2018 is a topic of ever increasing controversy. The pro Olympic contingent generates glowing prospects of financial gain, an improved infrastructure and a boost for the region in positive publicity. Garmisch-Partenkirchen maintains that the town to this day still reaps the benefits that are a result of the 1936 Nazi Olympics. Unfortunately, this dark chapter in the history of Garmisch-Partenkirchen has never thoroughly come to light.</p>
<p><strong><em>The dark side of the coin</em></strong></p>
<p>All that glitters is not golden and in reference to the shimmering Olympic medal there is also a darker side of that coin. Greenwashing and Alpine Disneyland in spite of the climate change, zero transparency and lack of democratic control, immoral adhesion contracts for the host towns, the actual expenditure for the games themselves is constantly rising and megalomaniac road construction projects â€“ in short, the Munich, Garmisch-Partenkirchen and SchÃ¶nau bid for the Olympic Winter Games 2018 represents all of this and more.</p>
<p>If we take a realistic view at the requirements and planning proposals of the Munich bid, it is plain to see that the 2018 games are not only an uncalculated ecological and economical venture but they also pose as a social risk for many local citizens, more so for the people who dwell in the mountains towns of Garmisch-Partenkirchen, Berchtesgaden and Oberammergau.</p>
<p><strong><em>The opposition is gaining momentum <span id="more-6650"></span><br />
</em></strong></p>
<p>The platform NOlympia was founded in Munich on January 11, 2010, with a view to preventing this pending disaster by stopping the Olympic Winter Games from taking place in these harrowing times of climate change. The platform comprises large nature preserve associations such as the Bund Naturschutz, political parties such as the Greens or the Ã–DP, the Society for Ecological Research and dedicated private individuals. In addition, there is growing opposition from the local citizens of Garmisch-Partenkirchen and Oberammergau and from the land owners who will be affected. With each new piece of legitimate information that is added to the growing dossier, this opposing movement finds a mounting response. A survey that was conducted in November 2009 in Garmisch-Partenkirchen revealed that only 57% were in favour of the games. A more detailed and in-depth line of questioning revealed, however, that the votes in favour are generally the people who are uninformed and unaware of the concealed negative effects. In short, this means that the more information gathered, the more likely it will be for the percentage of those who are in favour of the games to decrease.</p>
<p>Currently, there are two websites under construction which will possibly go live in February:Â <a title="NOlympia.de" href="http://www.nolympia.de" target="_blank">NOlympia</a> andÂ <a title="NOlympia 2018" href="http://www.nolympia2018.de" target="_blank">NOlympia2018</a>. As an example, the website of the Society for Ecological Research reveals the drastic environmental interventions with regards to the forest clearing that will be necessary to create the Ski World Cup slopes in Garmisch-Partenkirchen (www.goef.de : Arbeitsschwerpunkte/Olympische Winterspiele). Several more information events, with â€“ amongst others â€“ the Olympia critic Willy Rehberg from Salzburg, are already planned (March 9 in Garmisch-Partenkirchen and March 11 in Berchtesgaden).</p>
<p><em><strong>No snow guarantee due to climate change</strong></em></p>
<p>â€œMunich + 2â€? â€“ the town of Munich and the communities of Garmisch-Partenkirchen, Oberammergau and SchÃ¶nau am KÃ¶nigssee â€“ make their bid with the promises of â€œecologicalâ€?, â€œsustainableâ€? and â€œclimate neutralâ€? games. Even a â€œgreen heritageâ€? for the local area has been pledged. But how can they possibly fulfil theses requirements for 2018, i.e. in eight years time, in the times of the climate change? How can they guarantee e.g. reliable snow conditions? It is a fact that the affected Alpine region is ecologically very sensitive and has only low altitudes that range from 900 to 1700 metres.</p>
<p>Currently, the televised images of the drastic measures taken in Vancouver are in view for the whole world see. Gigantic trucks and helicopters hauling massive loads of snow as the slopes of Vancouver are subjected to record spring-like temperatures. This should be a warning of grim prospects for us if the Munich 2018 games take place (as early as 2007, the world cup in Garmisch could only be secured by colossal transportations of snow using trucks from the Wipptal which is 100 km away). The effects of producing snow for a large area are the opposite of sustainable with regards to the local water supply and the massive energy consumption that goes along with it. Already in 2007, the costs for one single snow cannon were greater than the amount of money that the Garmisch council received for the sale of one social flat.</p>
<p><em><strong>What must be built to accommodate the games, interventions into nature and the environment</strong></em></p>
<p>Contrary to the statements of the bidders, a large number of new facilities would have to be built such as the â€œSnow Villageâ€? and the Media Village, the street for the sporting facilities, parking places, a small jump, lifts and even more facilities that would be necessary for the skiing competitions. The construction of these facilities constitutes a massive intervention into nature and will permanently destroy the century old small scale agriculture and valuable cultural landscape devastating the abundant wildlife species in the meadows. The large-scale forest clearings at the Kandahar slope in Garmisch which was within the framework of the preparations for the Ski World Cup 2011 proved that such invention can turn out to be a lot bigger than originally planned and approved: baring this in mind prepare for substantial serious consequences as the results of the Olympic constructions.</p>
<p>Temporary facilities for cross-country skiing and biathlon are planned to be built on the beautiful suntrap meadows of Oberammergau in the midst of a wonderful natural and cultural landscape.</p>
<p>In addition to the plans for road construction, there also exist other extensive construction plans with regards to the bid for 2018:</p>
<p>The plans for motorway and main road construction is estimated at the cost of about 2 billion Euros; whereas the extension of public transport is planned with an investment of only 300 million Euros, a clear thwarting of the goad of sustainable games. If all main roads in the area of the Loisachtal â€“ in which Garmisch-Partenkirchen is located â€“ are built, then the valley will be part of a new transit road, this will result in a massive increase in traffic that will greatly influence the future of the affected towns and the landscapes.</p>
<p><em><strong>Security Costs</strong></em></p>
<p>In Vancouver, the security costs quintupled. According to estimations, the security costs alone will reach 1 billion $ (for the Munich bid the security costs were estimated with 17 to 21 million â‚¬, even though the risk of danger is a very real prospect due to the terror attack at the Summer Olympic Games). Up to now, there has been no mention whatsoever in the bidding documents of 16 thousand soldiers and policemen who are planned to be deployed as the security force.</p>
<p><em><strong>The IOC and their adhesion contracts</strong></em></p>
<p>The IOC places all responsibilities and liabilities, all costs and succeeding costs (occurring after the games), all risks firmly onto the shoulders of bidding townsâ€™ in contrast the IOC secures all advantages, rights and financial securities for itself. When Salzburg was still in the bidding, Austrian finance lawyers proclaimed these contracts as â€œimmoral adhesion contractsâ€?.</p>
<p>We do not want to be amongst the towns that submit themselves to the diktat of these immoral contracts through the IOC: Contracts in which the undersigning local councils have to make guarantees at a time where the actual contract is not yet available. The following passage is taken from the annex to the consultation basics: â€œThe decision making on this guarantee must be made without knowing the later content of the contract and the respective duties that have yet to be revealed.â€?<img title="Weiterlesen..." src="http://jensweinreich.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p><em><strong>The financial effects on the communities and their citizens</strong></em></p>
<p>The bidding towns of Munich, Garmisch-Partenkirchen and Oberammergau are already amongst the towns with the highest rate of debt in Bavaria. The financial effects of hosting the winter games will render these communities unable to act and redeem.</p>
<p>The Olympic winter games lead to massive cost increases in the town, to the construction of second homes and a rise in rents. This means that the living costs of the local population will substantially increase and remain so.</p>
<p><em><strong>We do not want the games!</strong></em></p>
<p>The constant planning and re-planning and the never ending discussion on which location for both the permanent and temporary facilities already makes it quite clear at this early stage that the valley of Garmisch-Partenkirchen is far too small to host such a huge event.</p>
<p>Another example for the insecurity of the planning is the promise of a â€œlighthouse project within the environmental conceptâ€? of the bidding association: Already even before submitting the bidding documents the so-called biosphere reservation â€“ announced as green heritage â€“ was found to be unfeasible.</p>
<p>Knowing that the games will also be a high risk for the tourism branch in a town like Garmisch-Partenkirchen, that the increase in the guest figures are mere fiction, that the debts and problems will suffocate all of the participating towns of the bid â€œMunich + 2 we do not want the games, especially not here in Upper Bavaria.</p>
<p>In these dire times of the climate change responsible actions to avoid any CO2 output are required more than ever before. Every four years the Olympic winter games in their current dimensions become a massive detriment to each and every new hosting mountain area.</p>
<p>February 11, 2010</p>
<p><strong>NOlympia 2018</strong></p>
<p><em>Contact:</em></p>
<ul>
<li>Axel Doering, Garmisch-Partenkirchen: doering@bn-gap.de</li>
<li>Korbinian Freier, Oberammergau: korbinian.freier@zmaw.de</li>
<li>Christian Hierneis, MÃ¼nchen: hierneis@gmx.de</li>
<li>Ludwig Hartmann: Ludwig.Hartmann@gruene-fraktion-bayern.de</li>
<li>Bartl Wimmer, Berchtesgadener Land: wimmer@synlab.de</li>
<li>Dieter Janecek, GrÃ¼ne Bayern: dieter.janecek@bayern.gruene.de</li>
</ul>
</blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Poverty Olympics, Vancouver: &#8220;World class poverty in a world class city!&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 10:10:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Old Hands [Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.] Poverty Olympics Anthem (sing to the tune of &#8220;Oh Canada) Oh Canada Our home on Native land. A billion for security, Instead of building homes. Olympic spending has gone sky high While thousands sleep outside. From far and wide [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><strong>Old Hands</strong></p>
<p style="text-align: center;">[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2010/02/08/poverty-olympics-2010-world-class-poverty-in-a-world-class-city/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Poverty Olympics Anthem<br />
<span style="font-weight: normal;"><em>(sing to the tune of &#8220;Oh Canada)</em></span></strong></p>
<p style="text-align: center;">Oh Canada<br />
Our home on Native land.<br />
A billion for security,<br />
Instead of building homes.<br />
Olympic spending has gone sky high<br />
While thousands sleep outside.<br />
From far and wide</p>
<p style="text-align: center;">Oh Canada<br />
Invite the world to see<br />
A quarter million souls,<br />
Poor and freezing cold.<br />
Oh Canada, where is e-qual-i-ty?<br />
Oh Canada, we are ashamed of thee.</p>
<p>VANCOUVER. Einige Impressionen von den <a title="Poverty Olympics: Five Ring Circus, Socialized Debt" href="http://jensweinreich.de/2010/02/04/vancouver-2-five-ring-circus/" target="_self">Poverty Olympics</a> gestern Nachmittag in der Japanese Language School, Downtown East Vancouver. Das Budget dieser Poverty Olympics betrug 7 Dollar &#8211; im Vergleich zu 7 Milliarden, die in die Olympischen Winterspiele gepumpt worden sind.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Torch Relay, Olympic Cauldron</strong></p>
<p style="text-align: center;">[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2010/02/08/poverty-olympics-2010-world-class-poverty-in-a-world-class-city/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Poverty Olympics Anthem</strong> (Text s. o.)</p>
<p style="text-align: center;">[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2010/02/08/poverty-olympics-2010-world-class-poverty-in-a-world-class-city/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Slalom of the Broken Promises</strong></p>
<p style="text-align: center;">[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2010/02/08/poverty-olympics-2010-world-class-poverty-in-a-world-class-city/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Wrestling for the Community</strong></p>
<p style="text-align: center;">[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2010/02/08/poverty-olympics-2010-world-class-poverty-in-a-world-class-city/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Mein Beitrag vom Sonnabend im Deutschlandfunk:<br />
<a title="Poverty Olympics" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/02/06/dlf_20100206_1929_36548c45.mp3" target="_self">:</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Five Ring Circus: Privatized Profit, Socialized Debt</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/02/04/vancouver-2-five-ring-circus/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 07:42:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[VANCOUVER. Es hat was, bei Olympischen Spielen rechtzeitig vor Ort zu sein. So kann Mann beispielsweise die obligatorische ErkÃ¤ltung (Flieger, Air Condition) gleich mal zwei Tage auskurieren. Oder auch drei, Mann wird sehen. Widrigen UmstÃ¤nden trotzend :), hier einige Links zur Vorbereitung auf die Winterspiele: Jeff Lee ist sicher der am besten informierte Journalist, wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>VANCOUVER. Es hat was, bei Olympischen Spielen rechtzeitig vor Ort zu sein. So kann Mann beispielsweise die obligatorische ErkÃ¤ltung (Flieger, Air Condition) gleich mal zwei Tage auskurieren. Oder auch drei, Mann wird sehen.</p>
<p>Widrigen UmstÃ¤nden trotzend :), hier einige Links zur Vorbereitung auf die Winterspiele:</p>
<p><strong>Jeff Lee</strong> ist sicher der am besten informierte Journalist, wenn es ums &#8220;Vancouver Organizing Committee for the 2010 Olympic and Paralympic Winter Games&#8221; (VANOC) geht. Jeff Lee verfolgt den olympischen Zirkus seit der Bewerberzeit, die im Juli 2003 mit dem Olympiasieg Vancouvers auf der IOC-Session in Prag gekrÃ¶nt wurde.</p>
<ul>
<li>Blog von Jeff Lee: <a title="Jeff Lee Blog, Vancouver Sun" href="http://communities.canada.com/vancouversun/blogs/insideolympics/default.aspx" target="_blank">Inside the Olympics</a></li>
<li>PflichtlektÃ¼re in diese Tagen: <a title="Vancouver Sun" href="http://www.vancouversun.com" target="_blank">Vancouver Sun</a>. Wer immer mal reinschaut, kann sich derzeit deutsche Nachrichtenagenturen sparen, in der Sun taucht alles etwas frÃ¼her auf</li>
<li><a title="Vancouver Sun" href="http://www.vancouversun.com/sports/2010wintergames/index.html" target="_blank">Olympia-Schwerpunkt</a> der Sun</li>
<li>Das Trio wird komplettiert von der <a title="Olympic Winter Games 2010" href="http://www.vancouver2010.com" target="_blank">offiziellen Olympia-Webseite</a> 2010 des VANOC</li>
</ul>
<p>AuÃŸerdem:</p>
<ul>
<li><a title="CBC Olympic Coverage" href="http://www.cbc.ca/olympics/  " target="_blank">Canadian Broadcasting Corporation</a> (CBC)</li>
<li>Toronto Star: <a title="Toronto Star: Blog von Randy Starkman" href="http://thestar.blogs.com/olympics/  " target="_blank">Randy Starkmanâ€™s Olympic Blog</a></li>
</ul>
<p>Alternativen bieten verschiedene Projekte, hinter denen meist <strong>Christopher Shaw</strong> steckt, der hauptberuflich <a title="Vita von Christopher Shaw" href="http://www.neuroscience.ubc.ca/shaw.htm" target="_blank">etwas ganz anderes macht</a>:</p>
<ul>
<li>Sein Buch &#8220;Five Ring Circus&#8221; von ist meine ReiselektÃ¼re. Wer mag, Ã¼ber Amazon kommt es rechtzeitig zu den Spielen ins Haus. (Bei mir hat es zwei Tage gedauert.)</li>
<li>Blog von Chris Shaw im Vancouver Observer: &#8220;<a title="Olympics Retort" href="http://www.vancouverobserver.com/blogs/olympicsretort" target="_blank">Olympics Retort</a>&#8220;</li>
<li>Vortrag von Chris Shaw auf der Konferenz Play the Game 2009 in Coventry (pdf, 58 Seiten) zur Frage aller Fragen:Â <a title="Chris Shaw, Play the Game 2009" href="http://www.playthegame.org/uploads/media/Chris_Shaw_-__The_Hidden_4th_Pillar_of_Olympism.pdf" target="_blank">&#8220;The Hidden 4th Pillar ofÂ Olympism: Privatized Profit,Â Socialized Debt&#8221;</a></li>
<li>Das <strong><a title="ORN" href="http://olympicresistance.net/" target="_blank">Olympic Resistance Network</a></strong></li>
<li><strong><a title="ORN" href="http://olympicresistance.net/" target="_blank"></a><span style="font-weight: normal;">Ein bisschen auÃŸer Puste und nicht up to date: <a title="2010 Watch" href="http://2010watch.com/  " target="_blank">2010 Watch</a></span></strong></li>
<li><strong><span style="font-weight: normal;"><a title="2010 Watch" href="http://2010watch.com/  " target="_blank"></a>Webseite der TV-Dokumentation &#8220;<a title="Five Ring Circus" href="http://www.thefiveringcircus.com/  " target="_blank">Five Ring Circus: The true cost of the Olympic Games</a>&#8220;, die es in acht Teilen auch auf Youtube gibt, hier der Trailer:</span></strong></li>
</ul>
<p style="text-align: center;">[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2010/02/04/vancouver-2-five-ring-circus/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Den Poverty Olympics Torch Relay habe ich heute im vorolympischen Stau leider verpasst, <span style="text-decoration: line-through;">das hole ich spÃ¤testens am Sonntag nach</span> (siehe Sidebar) das habe ich heute nachgeholt:</p>
<ul>
<li><a title="Poverty Olympics" href="http://povertyolympics.ca/  " target="_blank">Poverty Olympics</a></li>
<li><a title="Poverty Olympics" href="http://povertyolympics.ca/  " target="_blank"></a><a title="No 2010 " href="http://www.no2010.com/  " target="_blank">No 2010 Olympics on Stolen Native Land</a></li>
</ul>
<p>(Das WLAN hier im Empire Landmark Hotel ist Ã¼brigens auch nicht mehr das, was es einmal war. Seit Stunden kaum einmal vernÃ¼nftiger Empfang, gefÃ¼hlte tausend AbbrÃ¼che, aber wen interessiert das schon auÃŸer mir. Soll sich nur niemand beschweren, ich hÃ¤tte falsch verlinkt. Jedenfalls, das <a title="Vimeo: Eight Reasons to oppose the 2010 Winter Olympics" href="http://vimeo.com/4872922" target="_blank">Vimeo-StÃ¼ck</a> &#8220;Eight Reasons to Oppose the 2010 Winter Olympics&#8221; konnte ich mir hier leider nicht anschauen &#8211; aber vielleicht klappt das aus Deutschland.)</p>
<p>Nachtrag: Hier ist es:</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="270" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4872922&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="270" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4872922&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Auch so eine Linkliste ist selbstverstÃ¤ndlich ein kollaboratives Projekt &#8211; nur zu. Die Kommentarspalte vertrÃ¤gt eine Menge.</p>
<ul>
<li>Markus VÃ¶lker hat fÃ¼r die taz schon mal ein bisschen in den Materialien von Chris Shaw &amp; anderen geschmÃ¶kert, heraus kam dieser Text: &#8220;<a title="taz.de" href="http://taz.de/1/sport/artikel/1/dr-no-und-der-marktstalinismus/" target="_blank">Dr. No und der Marktstalinismus</a>&#8220;</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>MÃ¼nchen 2018: Christian Ude und die &#8220;Kniffe der propagandistischen Darstellung&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/01/26/munchen-2018-christian-ude-und-die-kniffe-der-propagandistischen-darstellung/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 18:42:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Achtung, ÃœberlÃ¤nge: Ich konnte vergangenen Freitag leider nicht beim Neujahrsempfang des DOSB in Frankfurt/Main sein. Und werde morgen leider auch nicht die Pressekonferenz der MÃ¼nchner Olympiabewerber in MÃ¼nchen besuchen kÃ¶nnen. Frankfurt und MÃ¼nchen sind doch ein bisschen weitab vom Schuss, und mir fehlen die Sponsoren fÃ¼r all die teuren und zeitaufwendigen Reisen. Leipzig war damals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Achtung, ÃœberlÃ¤nge:</em> Ich konnte vergangenen Freitag leider nicht beim Neujahrsempfang des DOSB in Frankfurt/Main sein. Und werde morgen leider auch nicht die Pressekonferenz der MÃ¼nchner Olympiabewerber in MÃ¼nchen besuchen kÃ¶nnen. Frankfurt und MÃ¼nchen sind doch ein bisschen weitab vom Schuss, und mir fehlen die Sponsoren fÃ¼r all die teuren und zeitaufwendigen Reisen. Leipzig war damals bequemer. Doch egal, ich will nicht klagen, im Grunde bleiben wir hier ja durchaus auf dem Laufenden, wenngleich ich den Herrschaften gern energischer auf die Pelle rÃ¼cken wÃ¼rde, so wie damals in Leipzig.</p>
<p>FÃ¼r Hartgesottene wieder eine LektÃ¼re: Jener Teil der Rede von MÃ¼nchens OberbÃ¼rgermeister <strong>Christian Ude</strong> (SPD) auf dem Neujahrsempfang, den der DOSB-Pressedienst gerade dokumentiert hat. Klingt kampfeslustig wie immer, aber auch ziemlich angefressen. Kampfeslustig muss er sein, weil er es ja nicht nur, wie es in seinem Vortrag anklingt, mit renitenten UmweltschÃ¼tzern, GrÃ¼nen, Christsozialen und unverbesserlichen Journalisten zu tun hat, sondern weil er &#8211; wie oft genug aus zuverlÃ¤ssigen Quellen verlautet &#8211; mitunter sehr verÃ¤rgert gewesen sein soll Ã¼ber den DOSB. Aber er wÃ¼rde es sicher nie Ã¶ffentlich zugeben. SchlieÃŸlich ist der Sportbund Mehrheitsgesellschafter (allerdings ohne entsprechend mehr fÃ¼r die Party zu zahlen, zahlen die Ã¼berhaupt?).</p>
<blockquote><p><strong>MÃ¼nchens OberbÃ¼rgermeister Ude: â€žWir werden alle Register ziehenâ€œ</strong></p>
<p><em>Christian Ude, OberbÃ¼rgermeister der Landeshauptstadt MÃ¼nchen und VizeprÃ¤sident des Deutschen StÃ¤dtetages, hielt die Ansprache beim Neujahrsempfang des Deutschen Olympischen Sportbundes am 22. Januar im Frankfurter RÃ¶mer. Sein Thema: die Bewerbung MÃ¼nchens und Garmisch-Partenkirchens um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018. Als stellvertretender Vorsitzender der Gesellschafterversammlung ging Ude dabei vor den rund 300 GÃ¤sten des Empfangs im Kaisersaal auch auf jÃ¼ngste Kritik an der Bewerbung ein. Wir verÃ¶ffentlichen die Rede in AuszÃ¼gen.</em></p>
<p>â€ž (&#8230;) Man kann natÃ¼rlich bei einem Thema wie der olympischen Bewerbung vor einem so sportbegeisterten Publikum wie diesem einfach im Konsens baden oder aber auch den einen oder anderen Widerspruch drauÃŸen aufgreifen, um sich mit ihm auseinanderzusetzen. Ich tendiere zur zweiten MÃ¶glichkeit, weil es einfach interessanter ist und auch aktuell geboten.</p>
<p>Denn vielleicht haben Sie (&#8230;) gelesen, dass es <a title="MÃ¼nchen 2018. Studie der FH, AnnÃ¤herung an die Wahrheit?" href="http://jensweinreich.de/?p=6230" target="_self">ganz triste Nachrichten</a> um die Bewerbung geben soll: (&#8230;) dass es leider nur eine ganz kÃ¼mmerliche (&#8230;) Mehrheit von 57 Prozent der Garmischer gibt, die fÃ¼r die Spiele sind, wÃ¤hrend eine beeindruckende (&#8230;) Zahl von 27 Prozent kritisch gegenÃ¼berstehen. Das ist mir relativ neu, dass 57 Prozent Mitleid erregend und 27 Prozent imposant sind, aber man kann mit einigen Kniffen der propagandistischen Darstellung natÃ¼rlich ein gewÃ¼nschtes Meinungsbild herbei schreiben. Wenn man bedenkt, dass 16 Prozent noch keine Meinung haben, ergibt sogar diese Umfrage eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Und das in einer Situation im November vergangenen Jahres, als die Ã¶rtliche CSU noch ein BÃ¼rgerbegehren gegen Olympia propagiert hat. (&#8230;)</p>
<p>Vielleicht sind wir Kommunalpolitiker einfach bescheidenere Leute â€“ aber ich war mit Zwei-Drittel-Mehrheiten immer ganz zufrieden.</p>
<p>Die Stimmung ist ja in Wahrheit beglÃ¼ckend, wenn ich daran erinnern darf, was alles seit dem 8. Dezember 2007 geschehen ist, als der Deutsche Olympische Sportbund sich einstimmig hinter die MÃ¼nchner Bewerbung gestellt hat. (&#8230;) Das war die InitialzÃ¼ndung an die Stadt MÃ¼nchen, an die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen und an den Landkreis Berchtesgadener Land, sich um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2018 zu bewerben.</p></blockquote>
<p>Kurze Unterbrechung, so habe ich damals die DOSB-Mitgliederversammlung in Hamburg erlebt und fÃ¼r die <a title="BLZ vom 10. Februar 2007" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/1210/sport/0005/index.html" target="_blank">Berliner Zeitung</a> beschrieben:</p>
<p><strong>Todernste Begeisterung</strong></p>
<p><em>Auf einem Konvent der inhaltlichen Leere beschlieÃŸt der DOSB die Olympiabewerbung 2018</em></p>
<p>HAMBURG. Um 13.58 Uhr packte Rudolf Scharping seine Sachen. Die Vollversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) war noch lange nicht beendet, als Scharping beschwingt aus dem BÃ¶rsensaal der Hamburger Handelskammer schlenderte. Er hatte genug gehÃ¶rt, korrekter muss es allerdings heiÃŸen: Er hatte gar nichts gehÃ¶rt. Denn, rein theoretisch: HÃ¤tte man sich nicht vorstellen kÃ¶nnen, dass der DOSB die erdbebenartigen Skandale des Jahres 2007 thematisiert? Dass die Blutdopingpraktiken der Freiburger UniversitÃ¤tsmedizin, seit Jahrzehnten enger Partner des DOSB und seiner VorgÃ¤nger DSB/NOK, in angemessener Weise gewÃ¼rdigt werden? Etwa in einem Ãœberblick zum Stand der Ermittlungen und mÃ¶glichen MaÃŸnahmen des Sports? Dass das systematische Doping im Team Telekom, im Radsport Ã¼berhaupt, verhandelt wird? Das Chaos in der Nationalen Antidopingagentur Nada und in den VerbÃ¤nden wegen Hunderter verpasste Trainingskontrollen? Die mangelnde Bereitschaft der SpitzenverbÃ¤nde, im kommenden Jahr hÃ¶here Kosten fÃ¼r Dopingkontrollen zu begleichen? Oder, weil es ja auch um die Winterspiele 2018 ging: Das Vermarktungsdesaster des Deutschen Skiverbandes &#8211; wurde das etwa thematisiert?</p>
<p>Nein, davon hat Rudolf Scharping, PrÃ¤sident des unsÃ¤glichen Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), nichts gehÃ¶rt. Sicher, einige Punkte wurden in der Rede des DOSB-PrÃ¤sidenten Thomas Bach mit wenigen Worten gestreift. Das meiste aber blieb gÃ¤nzlich unerwÃ¤hnt. Niemand wurde kritisiert. Nichts wurde aufgearbeitet. Eine Debatte fand nicht statt. Kein Wunder, dass Scharping lÃ¤chelnd abmarschieren konnte.</p>
<p><em>100 Prozent Zustimmung</em></p>
<p>Bach sprach von einem Bewusstseinswandel, der nÃ¶tig sei; regte an, keine RekordprÃ¤mien mehr zu zahlen; auf Tempomacher, so genannte Hasen, in der Leichtathletik zu verzichten; im Fernsehen keine Weltrekordmarken mehr einzublenden. Kurzum: Er klaubte ein paar Forderungen zusammen, auf die er nicht das Copyright hat. Forderungen, die von kritischen Geistern in den Medien, in der Wissenschaft, sogar im Sport teilweise seit Jahrzehnten vorgebracht werden, ohne dass FunktionÃ¤re vom Schlage Bach dies jemals unterstÃ¼tzt hÃ¤tten. Und schlieÃŸlich zwirbelte Bach HalbsÃ¤tze wie diesen: Er behauptete, deutsche Athleten wÃ¼rden die &#8220;Null-Toleranzpolitik zur Erhaltung und RÃ¼ckgewinnung der GlaubwÃ¼rdigkeit des Sports&#8221; unterstÃ¼tzen.</p>
<p>So sieht sie also aus, diese &#8220;Null-Toleranzpolitik zur Erhaltung und RÃ¼ckgewinnung der GlaubwÃ¼rdigkeit des Sports&#8221;: Keine Debatte. Das Ausblenden elementarer Sachverhalte. Keinerlei Rechenschaftslegung. Keine Rechenschaftsforderung an jene &#8211; und davon saÃŸen viele im BÃ¶rsensaal &#8211; die lange Jahre mit Dopern kollaborierten.</p>
<p>In seiner inhaltlichen Leere war es ein beÃ¤ngstigender Konvent. DrauÃŸen auf den Fluren, aber nur dort, konnte man es von den Delegierten hÃ¶ren, wenn man hÃ¶ren wollte: Es sei ja kein Wunder, dass es so zugehe; wer hier seine Meinung sage und kritisiere, der habe bald nichts mehr zu sagen &#8211; aber bitte, nicht zitieren! Keiner wollte seinen Namen in der Zeitung sehen. Man frage nach bei Helmut Digel: Wer Wahrheiten formuliert, verliert rasant schnell Einfluss und Posten.</p>
<p>Zu welchem Tagesordnungspunkt auch immer, ob nun zur MÃ¼nchner Olympiabewerbung oder zur EinfÃ¼hrung des Deutschen Sportausweises, wenn sich Ã¼berhaupt jemand zu Wort meldete aus dem Plenum, dann lieferte er, wie bestellt, eine GruÃŸadresse ab. Hier saÃŸen die Vertreter von 27,5 Millionen Vereinsmitgliedern. Es war eine gespenstische AtmosphÃ¤re, die ihren HÃ¶hepunkt erreichte, als Bach in der MÃ¼nchen-Frage EinmÃ¼tigkeit abverlangte: &#8220;Deshalb rufe ich Ihnen zu, stimmen Sie zu! Wenn wir alle begeistern wollen, mÃ¼ssen wir zunÃ¤chst selbst begeistert sein! Zeigen Sie Ihre Begeisterung nicht nur mit Ihrer Stimmkarte, zeigen Sie sie mit voller Begeisterung.&#8221;</p>
<p>Daraufhin gab es etwa fÃ¼nf Sekunden braven Applaus.</p>
<p>AnschlieÃŸend zÃ¼ckten, wie erwartet, sÃ¤mtliche Delegierten ihre KÃ¤rtchen und erklÃ¤rten MÃ¼nchen mit seinen beiden Partnern Garmisch-Partenkirchen und SchÃ¶nau zum Bewerber um die Olympischen Winterspiele 2018. Eher zÃ¶gernd erhoben sich die FunktionÃ¤re und applaudierten im Stehen, damit dieser Moment fÃ¼r die Nachwelt festgehalten werden konnte, denn so war es geplant: EinmÃ¼tigkeit im deutschen Sport. Als Synonyme lieÃŸen sich in beliebiger Anzahl und Kombination auch Begriffe wie Sprachlosigkeit, Hilflosigkeit, Feigheit, Bequemlichkeit, Ideenlosigkeit, Geistlosigkeit, Opportunismus, OberflÃ¤chlichkeit verwenden.</p>
<p>WÃ¤hrend der anschlieÃŸenden Kaffeepause wurde nicht etwa vergnÃ¼gt geplaudert. Es blieb auffÃ¤llig ruhig &#8211; als sei es den Sportkameraden doch peinlich gewesen, hundertprozentig einer Meinung gewesen zu sein. In einer Ecke sprach Bundesinnenminister Wolfgang SchÃ¤uble in Mikrofone und erklÃ¤rte mit todernster Miene seine Begeisterung Ã¼ber die BegeisterungsfÃ¤higkeit des deutschen Sports.</p>
<p><em><span id="more-6317"></span>Das alte Bewerbungs-Muster</em></p>
<p>MÃ¼nchen geht also auf die lange Reise. Die offizielle Bewerbung wird vom Deutschen Olympischen Sportbund erst Ende 2009 beim IOC eingereicht. Bis dahin muss unter anderem das Bewerbungsbudget gesichert werden. Die Rede ist von 30 Millionen Euro, und es wird wie immer interessant zu beobachten sein, ob und in welcher HÃ¶he sich die Wirtschaft an der Finanzierung beteiligt. Vom Sport kommt natÃ¼rlich kein Geld. In der Regel muss der Steuerzahler den LÃ¶wenanteil einbringen. Gesucht wird auch noch ein wettkampftaugliches Bewerberteam. Wer soll den GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer geben, der international punkten kann? SchlieÃŸlich wÃ¤re es interessant zu wissen, wie MÃ¼nchen kÃ¼nftig in der Ã–ffentlichkeit Begeisterung schÃ¼ren will, wenn schon die PrÃ¤sentation vor dem DOSB so fade, langweilig und uninspiriert geriet.</p>
<p>NatÃ¼rlich hat wieder der MÃ¼nchner PR-Mann Andreas Abold die Darbietung arrangiert. Wie schon fÃ¼r die Bewerbung um die FuÃŸball-Weltmeisterschaft 2006, wie schon fÃ¼r Leipzigs Olympiakandidatur vor dem NOK im April 2003, wie schon fÃ¼r SÃ¼dafrikas WM-Bewerbung 2010, wie zuletzt fÃ¼r die deutsche Bewerbung um die FrauenfuÃŸball-WM 2011. Doch Masse bedeutet nicht zwangslÃ¤ufig Klasse. Die Filmchen sind immer nach demselben Muster gestrickt. Und am Ende erfleht meistens irgendein Prominenter die UnterstÃ¼tzung der Wahlberechtigten. Diesmal war es die unvermeidliche Gold-Rosi Mittermeier, die nicht viel mehr stammelte als: &#8220;Bittebittebitte. Damit wir beim IOC &#8216;nen guten Eindruck hinterlassen, jetzt geht&#8217;s darum, einstimmig abzustimmen.&#8221;</p>
<p>Nichts leichter als das. Die Anweisungen in diesem drittklassigen DOSB-Drehbuch wurden bis ins letzte Detail befolgt.</p>
<ul>
<li>Weiter im Text von <strong>Christian Ude</strong>:</li>
</ul>
<blockquote><p>Wir haben seit diesem Votum des Deutschen Olympischen Sportbundes die Bewerbung in Fahrt gebracht. (&#8230;) Und wenn Ihnen manchmal der Eindruck vermittelt wird, es gebe da ein Kopf-an- Kopf-Rennen von BefÃ¼rwortern und Gegnern, darf ich Ihnen doch einmal die Tatsachen vorfÃ¼hren, die in den Medien nicht immer ganz klar herÃ¼berkommen. In der Landeshauptstadt hat sich der Stadtrat mit 95 Prozent der Stimmen fÃ¼r die Olympiabewerbung ausgesprochen, das waren also nicht nur die SPD und die CSU, das waren auch die FDP und natÃ¼rlich die Fraktion von BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen. (&#8230;)</p>
<p>Die Voten im Gemeinderat von Garmisch-Partenkirchen und im Landkreisrat von Berchtesgaden <a href="http://jensweinreich.de/?p=5834">waren ebenfalls Ã¼berwÃ¤ltigend</a>. Und ich finde, in einer <a href="http://jensweinreich.de/?p=2884">Demokratie</a> spielt es auch eine Rolle, dass sich der Bayerische Landtag mit 90 Prozent der Mehrheit fÃ¼r die Bewerbung ausgesprochen hat und der <a href="http://jensweinreich.de/?p=4064">Deutsche Bundestag mit Ã¼ber 80 Prozent</a>.</p>
<p>Ich frage mich wirklich, wie viel Mehrheit und wie viel BevÃ¶lkerungs-Zustimmung und wie viel <a href="http://jensweinreich.de/?p=4073">ParlamentsbeschlÃ¼sse</a> denn noch beigebracht werden sollen, bis auch <a href="http://blog.dieter-janecek.de/2009/10/13/olympische-spiele-2018-sind-kein-gewinn-fur-unsere-region/">die wenigen akzeptieren</a>, dass dies tatsÃ¤chlich eine auf breiter Mehrheit mitgetragene deutsche Bewerbung ist. Ich weiÃŸ es nicht, was noch fehlt. (&#8230;)</p>
<p>Die Bewerbung hat zum GlÃ¼ck auch <a title="Zielgruppenoptimierung: MÃ¼nchen 2018 verpflichtet das schÃ¶nste Gesicht des Sozialismus" href="http://jensweinreich.de/?p=4249" target="_self">Gesichter</a>. Seit dem 15. November steht Willy Bogner als Vorsitzender der GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung der Bewerbungsgesellschaft vor. Ich halte diesen Personalvorschlag, den Dr. Bach gemacht hat, fÃ¼r wirklich phantastisch. (&#8230;) Bogner stellt sein ganzes Renommee als Weltmeister, als Wintersportfan, als erfolgreicher Unternehmer, als Kommunikator zur VerfÃ¼gung und wirft es in die Waagschale. Das hat der Bewerbung Schwung gegeben.</p>
<p>Genauso wie die <a href="http://jensweinreich.de/?p=5144">Vielzahl von Sportbotschaftern</a>, die sich fÃ¼r die Bewerbung einsetzen. Da sind alle groÃŸen Namen des deutschen Wintersports aus den vergangenen Jahrzehnten dabei, aber auch viele Vertreter des Sommersports. Ich fand, dass es eine gute Wahl war, dass mit Katarina Witt nicht nur eine international bekannte Wintersportlerin das Kuratorium leitet, sondern dass sie auch die gesamtdeutsche Dimension der Bewerbung deutlich macht. (&#8230;)</p>
<p>Die Frage nach dem Nutzen wird uns immer wieder gestellt. Vor allem dann, wenn <a href="http://jensweinreich.de/?p=2889">Kostenfragen in die Gemeindeparlamente oder in Landtag und Bundestag kommen</a>. (&#8230;) Das Interesse der internationalen Ã–ffentlichkeit wird auf Deutschland, auf Bayern, auf MÃ¼nchen gelenkt und wir kÃ¶nnen uns mit Eigenschaften wie Sportbegeisterung und Gastfreundschaft prÃ¤sentieren. Aber auch (&#8230;) mit Ã¶kologischen Anliegen und Pioniertaten, die diese Bewerbung auszeichnen werden. Ich finde die Kritik von UmweltschÃ¼tzern, deren Anliegen ich ja verstehe und teile, auch in diesem Punkt eher ungerecht. (&#8230;)</p>
<p>Ich denke, dass wir gerade jetzt in diesen Wochen am Beispiel Vancouver sehen kÃ¶nnen, wie ein Land die olympische Bewerbung und die Ausrichtung von Spielen umfangreich nutzen kann. Das wird gemacht mit der Kampagne â€žInvest in Canadaâ€œ. Das gesamte diplomatische Korps Kanadas wird weltweit eingesetzt, um zu werbenden Veranstaltungen fÃ¼r Kanada einzuladen, die natÃ¼rlich nur wegen der Olympischen Spiele jetzt die entsprechende Resonanz finden.</p>
<p>Aber es ist schon wahr, dass es Olympische Spiele nicht zum Nulltarif gibt. Das ist keine Freifahrt. Das haben wir auch nie behauptet. Aber wir haben zunehmende Erfolge bei dem BemÃ¼hen, die Kosten der Bewerbung tatsÃ¤chlich mit Sponsoren zu regeln und nicht mit Ã¶ffentlichen Geldern. (&#8230;) Sie werden, das verspreche ich Ihnen, in den nÃ¤chsten Wochen Schlag auf Schlag von weiteren GroÃŸsponsoren erfahren, die sich zur UnterstÃ¼tzung dieser Bewerbung entschlossen haben.</p>
<p>Und was die Anstrengungen der Ã¶ffentlichen Hand angeht, sollten wir auch mehr von den Vorteilen reden (&#8230;).</p>
<p>MÃ¼nchen zum Beispiel hat eigentlich nur ein wirklich bedrÃ¼ckendes Problem: den Wohnungsmangel. Wir haben die Chance, dank der olympischen Bewerbung vom Bund ein Areal des Verteidigungsministeriums zu erhalten und dort ein Ã¶kologisch vorbildliches Olympisches Dorf zu errichten, (&#8230;) das dann dem MÃ¼nchner Wohnungsmarkt 1.100 Wohneinheiten auf einen Schlag zur VerfÃ¼gung stellt. (&#8230;)</p>
<p>Genauso gibt es fÃ¼r Garmisch VorzÃ¼ge, wieder als Wintersportort weltweit in den Blickpunkt gerÃ¼ckt zu werden, neue SportstÃ¤tten zu erhalten und Verbesserungen der Ã¶ffentlichen Verkehrsanbindung im Schienenverkehr oder Tunnel, die seit Jahrzehnten gefordert werden. Das wird sich im Laufe der kommenden Diskussionen auch vor Ort herumsprechen und sicherlich aus der Zwei-Drittel-Mehrheit eine Drei-Viertel-Mehrheit finden. Und ich verspreche Ihnen eines: Wenn es zur ErÃ¶ffnung der Olympischen Spiele 2018 kommt, wird sich, so ist es nun einmal um das politische KurzzeitgedÃ¤chtnis bestellt, niemand mehr daran erinnern kÃ¶nnen, jemals dagegen gewesen zu sein. Es wird nur noch ein Gerangel um die Platzkarten geben. (&#8230;)</p>
<p>Ich kenne keine andere MÃ¶glichkeit, so viele VÃ¶lker der Welt zu einer gemeinsamen Veranstaltung zu motivieren, die Jugend der Welt auf gemeinsame Spielregeln zu verpflichten (&#8230;). Dies zu negieren und nur noch ein Haar in der Suppe zu finden, weil man damit groÃŸe Medienresonanz erzielen kann, halte ich nicht nur fÃ¼r leichtfertig, sondern fÃ¼r ausgesprochen dumm. (&#8230;)</p>
<p>Am 12. Februar werden wir in Vancouver Erfahrungen machen und dann hoffentlich am 2. MÃ¤rz deutsche Medaillengewinnerinnen und Medaillengewinner (&#8230;) am Schwabinger Siegestor ehren und auf dem Rathausbalkon begrÃ¼ÃŸen kÃ¶nnen. Ich denke, dass da die Sportbegeisterung des Publikums in einer GroÃŸstadt dann auch im Fernsehen zu besichtigen sein wird. Am 15. MÃ¤rz werden wir das Mini Bid Book abgeben. Im Juli werden die BewerberstÃ¤dte benannt, dass wir eine Candidate City werden, erscheint mir ziemlich sicher, und dann haben wir hart zu arbeiten, um 2011 im Januar das 500 Seiten starke zweite Bewerbungsdokument abzugeben. Bis dahin kÃ¶nnen noch letzte Detailfragen, die jetzt noch als Sand im Getriebe empfunden werden, sich in Wohlgefallen auflÃ¶sen. Und dann gibt es am <a href="http://jensweinreich.de/?p=4485">6. Juli 2011 die Entscheidung in Durban</a>.</p>
<p>Ich kann Ihnen versprechen (&#8230;): Wir werden bis zu diesem Tag alle Register ziehen, um eine optimale Bewerbung abzuliefern und auch ein freundliches Umfeld zu schaffen, die Sportbegeisterung zu dokumentieren und den vÃ¶lkerverbindenden Charakter Olympischer Spiele im In- und Ausland zu propagieren. Sie sind dabei als ReprÃ¤sentanten des Sports mit die wichtigsten Multiplikatoren, die wir haben. Ich darf Sie um Ihre weitere Mithilfe bitten und mich schon heute ganz herzlich dafÃ¼r bedanken.â€œ</p></blockquote>
<p><em>SÃ¤mtliche KÃ¼rzungen wurden von der DOSB-Pressestelle vorgenommen. Ich habe nur einige Fehler korrigiert, verlinkt &#8211; und mir, was schwer fiel, Kommentare verkniffen.</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>MÃ¼nchen 2018: Studie der FH, AnnÃ¤herung an die Wahrheit?</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 17:34:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Immerhin, die Studie der Hochschule fÃ¼r Angewandte Wissenschaften MÃ¼nchen, FakultÃ¤t fÃ¼r Tourismus, zur deutschen Olympiabewerbung 2018 und speziell zur Stimmung in der Krisenregion Garmisch-Partenkirchen hat es in die Medien geschafft. Sogar die traditionell olympiabegeisterten Nachrichtenagenturen, die in den vergangenen Wochen jeden Unsinn der Olympia GmbH hochgejazzt haben, berichten darÃ¼ber und liefern schrÃ¤ge Ãœberschriften, etwa die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immerhin, die Studie der Hochschule fÃ¼r Angewandte Wissenschaften MÃ¼nchen, <a title="FH MÃ¼nchen, FakultÃ¤t fÃ¼r Tourismus" href="http://tr.fh-muenchen.de/" target="_blank">FakultÃ¤t fÃ¼r Tourismus</a>, zur deutschen Olympiabewerbung 2018 und speziell zur Stimmung in der Krisenregion Garmisch-Partenkirchen hat es in die Medien geschafft. Sogar die traditionell olympiabegeisterten Nachrichtenagenturen, die in den vergangenen Wochen jeden Unsinn der Olympia GmbH hochgejazzt haben, berichten darÃ¼ber und liefern schrÃ¤ge Ãœberschriften, etwa die dpa: &#8220;Euphorie ist anders: Gegenwind fÃ¼r Olympia-Bewerbung&#8221;.</p>
<p>Hier nun wie gewohnt die <strong><a title="Olympiastudie GAP, Januar 2010" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/01/olympia2018_noch_keine_euphorie.pdf" target="_blank">Studie im Original</a></strong> (pdf, 12 Seiten, 311 KB) und einige Kernaussagen, die nicht so sehr mit den frÃ¶hlichen PR-MÃ¤rchen korrespondieren, die von Olympiaplanern und ihren Fans in Politik und Medienwirtschaft in Umlauf gebracht werden:</p>
<ul>
<blockquote>
<li>Knapp die HÃ¤lfte der BÃ¼rger befÃ¼rwortet eine Bewerbung, etwas mehr als ein Viertel lehnt sie ab</li>
<li>Die Erwartung an einen positiven Ausgang eines BÃ¼rgerentscheids Ã¼berwiegt â€“ dennoch wird von einem knappen Ergebnis ausgegangen</li>
<li>Die HÃ¤lfte der BÃ¼rger kennt das <a title="MÃ¼nchen 2018: Bewerbungsstart mit neuem Logo" href="http://jensweinreich.de/?p=5649" target="_self">Bewerbungslogo</a> nicht</li>
<li>Viele<span> </span>BefÃ¼rworter<span> </span>erhoffen<span> </span>sich<span> </span>umfassendeÂ Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen</li>
<li>Der Kenntnisstand zu dem wahren Umfang und den Auswirkungen der Spiele ist gering</li>
<li>Ãœber die HÃ¤lfte der BÃ¼rger informiert sich nur ab und zu oder nie Ã¼ber die Bewerbung</li>
<li>Die Mehrheit ist mit der Informationspolitik rund um die Bewerbung unzufrieden, vor allem die Gegner</li>
<li>Die grÃ¶ÃŸte Hoffnung liegt auf der Werbung fÃ¼r den Tourismus und eine allgemeine Bekanntheitssteigerung</li>
<li>Die Angst vor Verschuldung und Ãœberschuldung, Verkehrschaos und NaturzerstÃ¶rung prÃ¤gt die BefÃ¼rchtungen</li>
<li>Die persÃ¶nlichen Hoffnungen und BefÃ¼rchtungen sind sehr gering</li>
</blockquote>
</ul>
<p>Das sind jetzt nicht unbedingt sensationelle Erkenntnisse, aber gut zu wissen ist es allemal.</p>
<p>ErgÃ¤nzend dazu mein bislang letzter <a title="MÃ¼nchen 2018: Entwurf des Mini-Bidbooks ..." href="http://jensweinreich.de/?p=5834" target="_self">ausfÃ¼hrlicher Beitrag zur Olympiabewerbung</a> mit zahlreichen Dokumenten (u.a. Entwurf des Mini-Bewerbungsbuches) und natÃ¼rlich den wichtigsten Links aus anderen Medien, von Ralf gewohnt aufopfernd zusammengestellt (vielen Dank mal wieder dafÃ¼r).</p>
<p>Es tut sich was, und siehe: Auch <a title="www.nolympia2018.de" href="http://www.nolympia2018.de/" target="_blank">dieses zarte PflÃ¤nzchen</a> wÃ¤chst und gedeiht.</p>
<p>Darf ich mal wieder an diese Abstimmung erinnern?</p>
Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.
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		</item>
		<item>
		<title>Katar und die WM 2022: FuÃŸball im KÃ¼hlschrank</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 10:35:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[JOHANNESBURG. Gruppenbild mit Junior-Emir: Katars WM-Botschafter Gabriel Batistuta (l.), Ronald de Boer (r.), Sami Al-Jaber (2. v.r.) und Katars Bewerberchef (Mitte), Sohn des Emirs &#8211; His Excellency Sheikh Mohammed bin Hamad bin Khalifa Al-Thani. Einer der Al-Thani Sippe. Ein anderer Sohn des Emirs ist IOC-Mitglied, das nur am Rande. Mein alter Freund Mohamed Bin Hammam [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>JOHANNESBURG. Gruppenbild mit Junior-Emir: Katars WM-Botschafter Gabriel Batistuta (l.), Ronald de Boer (r.), Sami Al-Jaber (2. v.r.) und Katars Bewerberchef (Mitte), Sohn des Emirs &#8211; His Excellency Sheikh Mohammed bin Hamad bin Khalifa Al-Thani. Einer der Al-Thani Sippe. Ein anderer Sohn des Emirs ist IOC-Mitglied, das nur am Rande. Mein alter Freund <a title="BeitrÃ¤ge zu Mohamed Bin Hammam" href="http://jensweinreich.de/?cat=42" target="_self">Mohamed Bin Hammam</a> tritt dagegen derzeit kaum in Erscheinung.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5982" title="Go, Qatar, go! Jannesburg, 1. Dezember 2009" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/12/gabriel-deboer-scheich.jpg" alt="" width="500" height="302" /></p>
<p>Es wird noch viel zu reden sein Ã¼ber eine weitere abstruse Idee des Joseph Blatter: zwei FuÃŸball-Weltmeisterschaften gleichzeitig zu vergeben. In genau einem Jahr ist es so weit: Die EhrenmÃ¤nner des FIFA-Exekutivkomitees werden auf einer Sitzung Ã¼ber die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 entscheiden. Warum ein Mega-Event zwÃ¶lf Jahre vorher vergeben wird: Es gibt keine vernÃ¼nftigen GrÃ¼nde dafÃ¼r. Was Blatter anfÃ¼hrt, man habe damit bessere VermarktungsmÃ¶glichkeiten, ist groÃŸer Unsinn. Ein Hirngespinst. Ich werde spÃ¤ter sicher mal eine Liste der Fragen und negativen Seiten zusammenstellen, d<script type="text/javascript" src="http://jensweinreich.de/wp-content/plugins/nextgen-gallery/tinymce3/langs/de.js?ver=311"></script><script type="text/javascript" src="http://jensweinreich.de/wp-content/plugins/cforms/js/langs/de.js?ver=311"></script><script type="text/javascript" src="http://jensweinreich.de/wp-content/plugins/skype-online-status/js/langs/de.js?ver=311"></script><script type="text/javascript" src="http://jensweinreich.de/wp-content/plugins/wp-polls/tinymce/plugins/polls/langs/de.js?ver=311"></script>ie damit verbunden sind.</p>
<p>Wichtig scheint mir, <a title="&quot;UngefÃ¤hr zwÃ¶lf Stadien&quot;: Bewerbung um die FuÃŸball-WM 2018/2022" href="http://jensweinreich.de/?p=2651" target="_self">noch einmal daran zu erinnern</a>, dass diese doppelte WM-Vergabe wieder so ein blattersches Hirngespinst war/ist. Denn auf dem FIFA-Kongress 2008 in Sydney war das nicht wirklich ein Thema. Blatter hat es danach auf der Pressekonferenz erzÃ¤hlt und fast alle Anwesenden Ã¼berrascht. Der FIFA war das in der ErklÃ¤rung zum Kongress nicht eine Zeile wert &#8211; kein Wunder, denn die <a title="FIFA-PM vom 30. Mai 2008" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/bodies/media/newsid=783716.html#ja+zielen+ratifizierung+wada+kodex" target="_blank">Pressemitteilung</a>, die das Kongressgeschehen zusammenfasste, wurde geschrieben, bevor der GroÃŸe Vorsitzende den Einfall der Welt zu verkÃ¼nden geruhte.</p>
<p>In einer zweiten <a title="FIFA-PM vom 30. Mai 2008" href="http://www.fifa.com/aboutfifa/federation/bodies/news/newsid=783630.html" target="_blank">FIFA-Pressemitteilung</a> hieÃŸ es nach der PK Blatters:</p>
<blockquote><p>&#8220;A new method of awarding the 2018 and 2022 FIFA World Cups was announced.&#8221;</p></blockquote>
<p>So stellte sich der GroÃŸe Vorsitzende das vor:</p>
<blockquote><p>&#8220;The Executive Committee of FIFA will decide the host countries for the 2018 and 2022 World Cups at the same time, and this will be before June 2011. Currently interested are Mexico, United States, England, Spain, Netherlands-Belgium, Russia, Qatar, China, Japan and Australia. If we can offer two competitions for eight years to our partners and broadcasters and give extra time for planning, the economic result for FIFA will be better. The existing rule that a continent cannot host the FIFA World Cup twice in a row will not be changed. This was to make sure that it would go to Africa otherwise it never would have. As the next two World Cups will be in the southern hemisphere, it is perhaps logical that Australia concentrates on the 2022 tournament. The two tournaments will be held in different continents.&#8221;</p></blockquote>
<p>Halten wir im Dezember 2009 fest: Mehr ist der Welt nicht bekannt. Wie genau das FIFA-Exko entscheiden will? Derlei Fragen stellen sich die WM-Bewerber auch. Sie nehmen es, wie es kommt &#8211; denn eins ist doch klar: Im Zweifel gilt der Willen des PrÃ¤sidenten. Den muss man erahnen. Was braucht es gedruckte Regeln? Dieses <a title="Zirkularschreiben der FIFA zur WM 2018/2022" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/01/20182022invitationtobidcircularda.pdf" target="_self">Zirkularschreiben</a> muss reichen &#8211; es ist das einzige Ã¶ffentliche Dokument zu dieser Bewerbung. Und wenn es nicht reicht, dann gilt automatisch Regel Nummer eins in Sepps Reich: Was er sagt, ist Gesetz.</p>
<p>Die lange Vorrede musste sein.</p>
<p>Einen <a title="Wikipedia zu 2018/2022 World Cup" href="http://en.wikipedia.org/wiki/2018_and_2022_FIFA_World_Cup_bids" target="_blank">wunderbaren Ãœberblick</a> der WM-Bewerbungen gibt Ã¼brigens Wikipedia, ich sollte gar nicht erst versuchen, das zu toppen, ich kann nur versuchen, kleine Geschichten zusammenzutragen und zu erzÃ¤hlen.</p>
<p>Am Freitag organisiert die FIFA fÃ¼r internationale Medienvertreter in Kapstadt einen Workshop mit den WM-Bewerbern. Mit etlichen habe ich bereits in Johannesburg gesprochen und mir mein Bild gemacht. Auch deshalb bin ich hier. Viele Geschichten sind darÃ¼ber noch zu schreiben. Einen ersten Eindruck habe ich gestern notiert:</p>
<p>JOHANNESBURG. Ronald de Boer gerÃ¤t ins SchwÃ¤rmen, als er die VorzÃ¼ge seiner Heimat aufzÃ¤hlt. â€žEine fantastische Infrastruktur&#8221;, â€žgastfreundliche, weltoffene Menschen&#8221;, â€žwunderbare Schulen&#8221; und vieles andere mehr. Dann sagt der 67-malige hollÃ¤ndische FuÃŸballnationalspieler: â€žIch kann mir keinen besseren Gastgeber einer FuÃŸball-WM vorstellen als Katar.&#8221;</p>
<p>Jawohl, Katar.</p>
<p>Nicht etwa Holland, das sich gemeinsam mit Belgien um die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 bewirbt.</p>
<p><span id="more-5979"></span>Es ist der grÃ¶ÃŸte WM-Wettbewerb aller Zeiten. Zwar weiÃŸ noch immer niemand, warum die FIFA in einem Jahr gleich zwei Weltmeisterschaften gemeinsam vergibt. Unklar bleibt das Procedere der Wahl durch das Exekutivkomitee. Inzwischen hat Mexiko zurÃ¼ckgezogen, von Indonesien und seinem wegen Korruption verurteilten FuÃŸballchef Nurdin Halid wird der RÃ¼ckzug in KÃ¼rze erwartet &#8211; es bleiben immer noch die Offerten von England, Russland, Spanien/Portugal, Holland/Belgien, USA, Katar, Japan, SÃ¼dkorea und Australien. Katar und SÃ¼dekorea bewerben sich nur fÃ¼r 2022. Alle anderen Nationen gehen zwei Mal ins Rennen: fÃ¼r 2018 und 2022.</p>
<p>FÃ¼r alle ist diese Tagungswoche in SÃ¼dafrika der erste ganz groÃŸe Auftritt. â€žEs geht um 24 Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees&#8221;, sagt Andy Anson, GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer der englischen Bewerbung: â€žEs geht allein darum, mit den richtigen Leuten zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und vertrauliche GesprÃ¤che zu fÃ¼hren.&#8221; So wie vergangene Woche beim Commonwealth-Gipfel in Port of Spain (Trinidad und Tobago), als nicht nur Englands Premier Gordon Brown, sondern auch Australiens Premier Kevin Rudd der FIFA-Skandalnudel Jack Warner ihre Aufwartung machten. VizeprÃ¤sident Warner liefert sich seit Monaten eine Privatfehde mit den EnglÃ¤ndern. Nun erklÃ¤rte er, England sei 2018 dran und habe die beste Infrastruktur Ã¼berhaupt. Kurz zuvor hatte er gesagt, Australien habe eine exzellente Chance.</p>
<p>Am Dienstag stellten die Kataris Ronald de Boer als WM-Botschafter vor, den Argentinier Gabriel Batustata gleich mit, der einst fÃ¼r sechs Millionen Dollar jÃ¤hrlich in der Operettenliga am Golf spazieren ging. â€žIch bin Kosmopolit. Ich lebe hier seit sechs Jahren. Meine drei TÃ¶chter wachsen in Doha auf. Ich liebe Katar&#8221;, erklÃ¤rt de Boer. Ãœber Geld sagt er nichts. HollÃ¤ndische Journalisten sagen, er habe schon Anfang der neunziger Jahre, als er noch fÃ¼r Ajax Amsterdam spielte, nur zwei Interessen gehabt: Geld und Aktien. PrÃ¤zise betrachtet ist das natÃ¼rlich eine Interessenslage, es ist ja auch kein Verbrechen, in Doha mÃ¤rchenhafte ReichtÃ¼mer anzuhÃ¤ufen.</p>
<p>In Johannesburg bekÃ¶stigen Katars Bewerber tÃ¤glich die Tausendschaft an Delegierten der Messe Soccerexpo. Scheich Mohammed, Sohn des Emirs, wird vor der Weiterreise nach Kapstadt seine Kreditkarte zÃ¼cken. Katar investiert geschÃ¤tzte 60 Millionen Dollar (oops: <a title="Daily Mail, Charles Sales Kolumne" href="http://www.dailymail.co.uk/sport/article-1232462/Charles-Sale-Chelsea-owner-Roman-Abramovich-bankrolls-Russias-2018-World-Cup-bid.html" target="_blank">Charlie Sale</a> spricht gar von mehr als 100 Millionen Pfund, da mÃ¼ssen wir wohl noch etwas justieren an den Zahlen). Die russische Bewerbung soll 40 Millionen kosten, die HÃ¤lfte garantiert der Staat, 20 Millionen sollen von Oligarchen wie Roman Abramowitsch kommen. Australien mit seinem MilliardÃ¤r Frank Lowy gibt offiziell 45 Millionen aus und sicherte sich gerade die Dienste von Andreas Abold. Der MÃ¼nchner war mit seiner <a title="Abold.de" href="http://www.abold.de" target="_blank">Agentur</a> zuletzt zweimal WM-Gewinner: er betreute die Offerten von Deutschland (2006) und SÃ¼dafrika (2010). Erfolgreich war er auch im nationalen Olympiawettbewerb mit <a title="BeitrÃ¤ge zu Leipzig 2012" href="http://jensweinreich.de/?cat=50" target="_self">Leipzig 2012</a>.</p>
<p><em>(Private Botschaft an Herrn Abold: Sie werden doch nicht etwa Fedor Radmann reaktivieren?)</em></p>
<p>Der WM-Zirkus ernÃ¤hrt andere alte Bekannte ebenfalls fÃ¼rstlich: Als Spin-Doktor fÃ¼r Katar agiert der EnglÃ¤nder Mike Lee (<a title="Vero Communications" href="http://www.verocom.co.uk/" target="_blank">Vero Communications</a>), einstiger UEFA-Kommunikationsdirektor, der zuletzt die siegreichen Olympiabewerbungen von London (2012) und <a title="Rio 2016" href="http://jensweinreich.de/?cat=1083" target="_self">Rio de Janeiro</a> (2016) bearbeitete, mit Salzburg 2014 weniger erfolgreich war, dennoch 4.000 Euro Tagessatz kassierte. â€žKatar hat das Geld&#8221;, prahlt Lee. So viel Geld, dass 2022 alle WM-Spiele im arabischen Hochsommer in riesigen Hallen bestens klimatisiert stattfinden sollen. FÃ¼r das IOC waren die Bedingungen am Golf vor anderthalb Jahren noch Ausschlusskriterium der <a title="Doha 2016" href="http://jensweinreich.de/?cat=1983" target="_self">Olympiabewerbung Dohas</a>. Nun eineÂ WM im KÃ¼hlschrank? â€žKein Problem&#8221;, sagt Ronald de Boer, â€žund kein Vergleich mit den USA 1994, als ich mit Holland in Orlando gegen Brasilien in der Mittagshitze bei 40 Grad spielen musste.&#8221;</p>
<p>Die FuÃŸball-WM in der Luxusenklave Katar werde ein groÃŸer SpaÃŸ, verspricht de Boer. â€žNach dem Spiel sind sie in maximal dreiÃŸig Minuten in den besten Hotels, die man sich vorstellen kann. Perfekt.&#8221; Er sieht die zweifelnden Blicke und schiebt nach:</p>
<p>â€žGlauben Sie mir, ich erzÃ¤hle nicht eine einzige LÃ¼ge!&#8221;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>MÃ¼nchen 2018: Entwurf des Mini-Bidbooks und &#8220;offizielle Oppositionen&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/11/23/munchen-2018-entwurf-des-mini-bidbooks/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 12:48:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gruppenbild ohne Dame bzw. ohne Katarina Witt, das schÃ¶nste Gesicht des Sozialismus und &#8220;Gesicht&#8221; der MÃ¼nchner Olympiabewerbung. So strahlten die Herrschaften am Freitag nach der Gesellschafterversammlung der Olympia GmbH in die Kameras (Foto: MÃ¼nchen 2018). Es gibt mehrere gute GrÃ¼nde, das Bild zu verÃ¶ffentlichen, zum Beispiel diesen: Willy Bogner, neuer Vorsitzender der GeschÃ¤ftsleitung und ehemals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gruppenbild ohne Dame bzw. ohne Katarina Witt, das schÃ¶nste Gesicht des Sozialismus und &#8220;<a title="Zielgruppenoptimierung: MÃ¼nchen 2018 verpflichtet das schÃ¶nste Gesicht des Sozialismus" href="http://jensweinreich.de/?p=4249" target="_self">Gesicht</a>&#8221; der MÃ¼nchner Olympiabewerbung. So strahlten die Herrschaften am Freitag nach der Gesellschafterversammlung der Olympia GmbH in die Kameras (<em>Foto: MÃ¼nchen 2018</em>). Es gibt mehrere gute GrÃ¼nde, das Bild zu verÃ¶ffentlichen, zum Beispiel diesen: Willy Bogner, neuer Vorsitzender der GeschÃ¤ftsleitung und ehemals fÃ¼r <a title="alle BeitrÃ¤ge zu Sotschi 2014" href="http://jensweinreich.de/?cat=424" target="_self">Putins Oligarchenbewerbung</a> in Sotschi tÃ¤tig, kam hier bislang zu kurz. Bogner ist der <span style="text-decoration: line-through;">lÃ¤chelnde</span> grinsende Herr ganz links.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5838" title="Gesellschafterversammlung MÃ¼nchen 2018, 20. November 2009" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/mh_gruppenfoto_001-3.jpg" alt="" width="500" height="219" /></p>
<p>Die Installierung von Bogner als Ein-Euro-Mann und Boss der beiden eigentlichen GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Berhard Schwank (DOSB/Bach) und Richard Adam (MÃ¼nchen/Ude) ist ein weiteres Zeichen dafÃ¼r, dass es im GebÃ¤lk sehr knarzt. Ã„hnliche Komplikationen, allerdings etwas heftiger, hatte es bereits bei der <a title="BeitrÃ¤ge zu Leipzig 2012" href="http://jensweinreich.de/?cat=50" target="_self">Leipziger Olympiabewerbung</a> gegeben, als Sportminister Otto Schily im Herbst 2003 in grÃ¶ÃŸter Not den Ein-Euro-Mann Peter ZÃ¼hlsdorff verpflichtete. Es ist halt kompliziert, wenn alles nach den IOC/DOSB-Regeln tanzen soll. Konkret: Der DOSB hat gemÃ¤ÃŸ Olympischer Charta die Mehrheit (51 Prozent) in der Gesellschaft, obgleich er kein Geld aufbringt. Bezahlen mÃ¼ssen die BÃ¼rger &#8211; und die Politiker haben das Geld, die Milliarden, herbeizuschaffen. So simpel ist das.</p>
<p>Schon vorher hatte die Installierung von Schwank bei den eigentlichen Bewerbern in MÃ¼nchen fÃ¼r Unmut gesorgt. Selbst hochrangige Vertreter der Bewerbergesellschaft nehmen kaum noch ein Blatt vor den Mund und kritisieren in kleinen Kreisen ungefragt die Politik des DOSB, wobei der FDP-Mann in der Mitte des Fotos (vierter von rechts), DOSB-Chef und IOC-Vize Thomas Bach, kaum besser wegkommt als der Herr ganz rechts: DOSB-General Michael Vesper, ein BÃ¼ndnisgrÃ¼ner, fÃ¼r den und dessen MethodenÂ - Achtung, Quellenschutz! &#8211; in MÃ¼nchen ein wenig schmeichelhafterÂ <a title="Wikipedia: Stalinismus" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stalinismus" target="_blank">Begriff</a> verbreitet wird. Ich kann das schlecht einschÃ¤tzen, muss gerade deshalb meinen Quellen trauen. Das Mehrquellenprinzip, das darf ich gern mitteilen, habe ich selbstverstÃ¤ndlich berÃ¼cksichtigt.</p>
<p>Sie haben dennoch Grund zur Freude, die Herrschaften. Alle beteiligten Kommunen sind auf Kurs gebracht, das so genannte <a title="PM MÃ¼nchen 2018" href="http://www.muenchen2018.org/presse/news-55-olympia-bewerbung-muenchen-2018-gesellschafterversammlung-beschliesst-eckpunktepapier.html" target="_blank">Eckpunktepapier</a> verabschiedet. Mit derÂ Transparenz haben sie es nach wie vor nicht so, das wird sich auch nicht Ã¤ndern,Â aber es gibt ja Blogs, in denen man zumindest EntwÃ¼rfe dieses Eckpunktepapiers lesen kann, aus dem das so genannte Mini-Bidbook erstellt wird, das wiederum bis zum 15. MÃ¤rz 2010 dem IOC Ã¼berreicht werden muss.</p>
<p>VoilÃ , ich sage mal nicht: exklusiv. Aber selten:</p>
<ul>
<li><a title="Eckpunkte Minibidbook MÃ¼nchen 2018" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/minibidbook.pdf" target="_blank"><strong>Eckdaten der MÃ¼nchner Olympiabewerbung</strong></a><strong> <em>(69 Seiten, pdf, 3,9 MB)</em></strong></li>
</ul>
<p>Die Meinung der kundigen Leser zu diesem Entwurf interessiert mich natÃ¼rlich sehr. (<em>Achtung, kleine Medienkritik: Es ist Ã¼brigens mal wieder interessant, was die Nachrichtenagentur dpa unter &#8220;Eckpunkte&#8221; der Bewerbung versteht. Keinesfalls Details etwa zur Finanzierung, nein, bloÃŸÂ eine simple Chronik der Ereignisse.</em>)</p>
<p>GemÃ¤ÃŸ <a title="Olympia2018, die Ausgangslage ..." href="http://jensweinreich.de/?p=5584" target="_self">Timetable der Olympiabewerbung 2018</a> muss dasÂ Bidbook im MÃ¤rzÂ vorliegen, das eigentliche Bewerbungsbuch dann im Januar 2011.</p>
<ul>
<li>Hier <a title="MÃ¼nchen 2018: der Weg nach Durban" href="http://jensweinreich.de/?p=4485" target="_self"><span style="color: #6b8e23;">einmal mehr</span></a> das 101 Seiten umfassende <a title="IOC 2018 Candidature Acceptance Procedure" href="http://multimedia.olympic.org/pdf/en_report_1451.pdf" target="_blank"><span style="color: #6b8e23;">2018 Candidature Acceptance Procedure</span></a>Â <em>(pdf, 3,5 MB)</em>Â  des IOC.</li>
</ul>
<p>Andererseits: WomÃ¶glich vergeht den deutschen Olympiabewerber-Bossen das Lachen bald. Denn in SÃ¼dkorea sind die Konkurrenten doch sehr aktiv, wie der <a title="Korea Herald" href="http://www.koreaherald.co.kr/NEWKHSITE/data/html_dir/2009/11/24/200911240016.asp" target="_blank">Korea Herald</a> gerade wieder meldet. Ex-Samsung-Boss <a title="Pyeongchang: Olympiafavorit fÃ¼r 2018" href="http://jensweinreich.de/?p=3624" target="_self">Kun</a> <a title="Der reichste Koreaner: IOC-Mitglied Kun Hee Lee" href="http://jensweinreich.de/?p=3727" target="_self">Hee</a> <a title="Samsung &amp; Co: &quot;natural partners&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=3886" target="_self">Lee</a>Â - mehrfach wegenÂ gigantischer Korruption verurteiltesÂ IOC-Mitglied und Freund des DOSB-ChefsÂ - soll zum wiederholten MaleÂ begnadigt werden.</p>
<p>Muss sich MÃ¼nchen fÃ¼rchten? Gewiss.</p>
<blockquote><p><strong>Amnesty for ex-Samsung-chief?</strong></p>
<p>Korea&#8217;s sports and corporate leaders are calling on the government to grant a presidential pardon to Lee Kun-hee, the former chairman of Samsung Group who received a suspended jail term for breach of trust in August.</p>
<p>Leaders of sports organizations last week suggested that President Lee Myung-bak include Lee in the presidential amnesty to be granted around Christmas. They said that presidential leniency is necessary in part to promote the bid for the 2018 Winter Olympics of the Korean city of Pyeongchang, Gangwon Province.</p>
<p>Lee, a member of the International Olympic Committee since 1996, the Olympic-governing body, voluntarily relinquished his IOC membership in July last year, citing the need to resolve legal disputes surrounding him and Samsung.</p>
<p>Lee was handed a three-year prison term, which was suspended for five years, on conviction of illegal bond trading. He was also fined 110 billion won ($95 million). The 66-year-old tycoon quit as chairman of Samsung Group, Korea&#8217;s largest family-controlled conglomerate, in April last year.</p>
<p>Now that the final court sentencing has been made, an increasing number of people are calling on the government to grant Lee a presidential pardon.</p>
<p>On Nov. 17, Kim Jin-sun, governor of Gangwon Province, called for a presidential amnesty for Lee, saying that Pyeongchang needs Lee&#8217;s assistance at the IOC and other international organizations. Pyeongchang makes its third bid to host the Winter Olympics after it lost to Canada&#8217;s Vancouver and Russia&#8217;s Sochi in its two previous attempts to host the 2010 and 2014 Winter Games. The Korean city is expected to compete with Annecy of France and Munich of Germany for the right to host the 2018 Winter Games.</p>
<p><script src="/khjs/banner/article_340.js"></script>On Nov. 19, Cho Yang-ho, chairman of Hanjin Group who jointly heads the Pyeongchang bidding committee, said in a news conference that the committee suggested to the government that it grant a presidential pardon for Lee.</p>
<p>&#8220;I think his reinstatement will greatly help Pyeongchang expand its support base (in the IOC),&#8221; Cho said.</p>
<p>He said Lee&#8217;s resumption of Olympic activity is &#8220;desperately needed&#8221; ahead of a meeting of IOC members in Vancouver, Canada, next February which will be the last meeting before the IOC decides the venue for the 2018 Winter Olympics in July 2011.</p>
<p>On Friday, Sohn Kyung-sik, chairman of the Korea Chamber of Commerce and Industry, joined the appeal for a presidential pardon for Lee. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Es darf also weiter abgestimmt werden:</p>
<p>Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.Auf die <a title="alle BeitrÃ¤ge: Finanzierung von Mega-Events" href="http://jensweinreich.de/?cat=692" target="_self">Finanzierungsfrage</a> inklusive der <a title="Finanzierung Olympischer Spiele: &quot;Wir sind ein priviligiertes VÃ¶lkchen!&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=3771" target="_self">OCOG- und Non-OCOG-Etats</a> gehe ich demnÃ¤chst wie versprochen noch einmal ausfÃ¼hrlich ein. Zum ReinhÃ¶ren und Nachlesen nur kurz ein Beitrag, den ich vergangenen Samstag fÃ¼r den Deutschlandfunk produziert habe. Inzwischen haben die GrÃ¼nen in Bayern sich tatsÃ¤chlich gegen die Olympiabewerbung ausgesprochen.</p>
<ul>
<li>der Antrag des GrÃ¼nen-Kreisverbandes FÃ¼rstenfeldbruck fÃ¼r die <a title="Resolution der bayerischen GrÃ¼nen gegen die Olympiabewerbung vom 22. November 2009" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/reso_3_olympia_1109.pdf" target="_self">Resolution gegen Olympia</a> (<em>pdf, 3 Seiten</em>)</li>
<li>Mein DLF-Beitrag:</li>
</ul>
<p style="TEXT-ALIGN: center"><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/11/21/dlf_20091121_1932_1e830c93.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>MÃ¼nchens Olympiabewerber haben die Eckpunkte der Offerte fÃ¼r die Winterspiele 2018 verabschiedet. Nach den Turbulenzen der vergangenen Wochen demonstriert man Einigkeit. Getreu dem Motto des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): Der Sport mÃ¶ge â€žmit einer Stimme&#8221; sprechen. Doch unter der OberflÃ¤che brodelt es weiter.</p>
<p>Eine GroÃŸe Koalition von Sport und Politik ist sich einig: Bayerns MinisterprÃ¤sident Horst Seehofer (CSU), MÃ¼nchens OberbÃ¼rgermeister Christian Ude (SPD) und DOSB-PrÃ¤sident Thomas Bach (FDP) verabschiedeten auf der Gesellschafterversammlung der Olympia GmbH die Eckdaten fÃ¼r das erste umfassende Bewerbungsdokument.</p>
<p>DOSB-Chef Bach behauptet eine aktuelle Zustimmungsrate von 82 Prozent fÃ¼r die PlÃ¤ne. Horst Seehofer sagt:</p>
<blockquote><p>â€žIn allen Umfragen ist die ganz groÃŸe Mehrheit der BevÃ¶lkerung hinter dieser Olympiabewerbung. Und deshalb, glaube ich, handeln wir im Interesse der ganz, ganz Ã¼berwiegenden Mehrheit der bayerischen BevÃ¶lkerung.&#8221;</p></blockquote>
<p>Zwischen 2,9 und 3,5 Milliarden Euro soll das Abenteuer kosten &#8211; in beiden Etats, dem reinen Organisations- und dem Infrastrukturetat. Detaillierte, nachprÃ¼fbare Posten liegen der Ã–ffentlichkeit allerdings nicht vor.</p>
<p>In den Lokalparlamenten von MÃ¼nchen, Garmisch-Partenkirchen, Oberammergau und Berchtesgaden gab es zuletzt erbitterte Diskussionen &#8211; doch Mehrheiten stimmten fÃ¼r die â€žEckpunkte&#8221; der Bewerbung.</p>
<p>SPD-Mann Ude bezeichnete Abgeordnete, die Fragen stellten, und Olympiakritiker gemÃ¤ÃŸ SZ als â€žunseriÃ¶s&#8221;, â€žunqualifiziert&#8221; und als â€žradikale Minderheiten&#8221;.</p>
<p>Im Entwurf des Bewerbungsbuches heiÃŸt es:</p>
<blockquote><p><strong>â€žBislang sind keine offiziellen Oppositionen bekannt.&#8221;</strong></p></blockquote>
<p>Es werde Wert auf Transparenz und die Einbindung von NGOs in Fachkommissionen gelegt.</p>
<p>Nur: Etliche dieser Gruppen haben sich aus der Fachkommission Umwelt, um die geht es vor allem, lÃ¤ngst verabschiedet. Vor lÃ¤ngerer Zeit schon der <a title="PM Bund Naturschutz" href="http://www.bund-naturschutz.de/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/1467/pm/cc200efb83.html" target="_blank">Bund Naturschutz</a> &#8211; zuletzt etwa der â€žVerein zum Schutz der Bergwelt&#8221;. Auch dieser Verein kritisiert, unseriÃ¶s vereinnahmt und zu Mitautoren eines angeblichen â€žUmweltkonzeptes&#8221; gemacht worden zu sein. Die Bewerbung sei â€ždie Verschwendung von Natur fÃ¼r Ruhm und Ehre&#8221;.</p>
<p>Das angebliche <a title="MÃ¼nchen 2018" href="http://www.muenchen2018.org/bewerbungsthemen/umwelt/index.html" target="_blank">Umweltkonzept</a> sei ein PR-Papier, das von den wirklichen Problemen ablenke, sagen Fachleute.</p>
<p>Axel Doering, Kreisvorsitzender des Bundes Naturschutz aus Garmisch-Partenkirchen, ist eine Art OppositionsfÃ¼hrer. Er strebt einen BÃ¼rgerentscheid an &#8211; mÃ¶glichst bis zum 15. MÃ¤rz 2010, wenn das Mini-Bidbook beim IOC abgegeben werden muss.</p>
<blockquote><p>â€žAlso wenn ein BÃ¼rgerentscheid negativ ausgeht fÃ¼r die Olympiabewerber, dann ist das hier in Garmisch-Partenkirchen vorbei. Es ist allerdings sehr schwierig. Viele Leute sagen: Wir fÃ¼hlen uns unter Druck gesetzt. Und viele Leute, die eigentlich Olympische Spiele auch nicht wollen, werden deshalb nichts organisieren, das habe ich in letzter Zeit oft erlebt. Das ist natÃ¼rlich sehr schwierig, weil diese ganzen wachs- und windelweichen Versprechungen viele Leute mit diesem Zauberwort Olympia locken.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der Ort sei zu klein und auÃŸerdem pleite, die Eingriffe zu weitreichend, sagt Doering. Er kritisiert die Informationspolitik der Bewerber, die lediglich Phrasen verbreite.</p>
<blockquote><p>â€žIm Moment ist alles was offiziell kommt, das ist nur: Es ist toll, und das bringt uns weiter, das bringt uns StraÃŸen, das bringt uns Tourismus und das bringt uns das GlÃ¼ck der Welt. Und das kann&#8217;s nicht sein.&#8221;</p></blockquote>
<p>Doering kritisiert auch Diktat des Internationalen Olympischen Komitees, dem Bund, Freistaat und Kommunen zahlreiche Blankovollmachten ausstellen.</p>
<blockquote><p>â€žDas IOC ist ja eine bekannt intransparente Organisation. Und das IOC behÃ¤lt sich also in dieser Vertragsgestaltung bis zuletzt die Ã„nderung aller Bedingungen vor. Es kann seine Zahlungen Ã¤ndern, es kann die Sportarten Ã¤ndern, es kann alles Ã¤ndern. Es ist so, dass dieser entsprechende Vertrag vor drei Jahren in Salzburg zum Beispiel von den Ã¶sterreichischen LandesanwÃ¤lten als sittenwidrig und Knebelungsvertrag gewÃ¼rdigt wurde.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wenigstens da widerspricht ihm MÃ¼nchens OB Ude nicht grundsÃ¤tzlich. Ude nennt die IOC-Vertragsgestaltung â€ž<a title="SÃ¼ddeutsche Zeitung" href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/820/494160/text/" target="_self">eine Zumutung</a>&#8220;.</p>
<p>Der nÃ¤chste Schreck fÃ¼r die Olympiabewerber kam am Sonntag, als sich Bayerns GrÃ¼ne auf ihrer Landesversammlung in Bamberg gegen die PlÃ¤ne aussprachen. Der GrÃ¼nen-Landesvorsitzende Dieter Janecek sagte vorab:</p>
<blockquote><p>â€žIch rechne damit, dass es einen ablehnenden Beschluss geben wird. Die Leute sind einfach sehr skeptisch. Je nÃ¤her sie dran sind an den SportstÃ¤tten, desto weniger glaubt man den Versprechungen des IOC und der Bewerbergesellschaft. Man glaubt vielmehr, dass man NaturzerstÃ¶rungen erleben wird, dass Schneekanonen massiv eingesetzt werden, dass die Schuldenberge immer hÃ¶her werden, wie bei Garmisch: bereits schon 100 Millionen Schulden. In MÃ¼nchen sieht man das ein bisschen anders, da glauben die Leute anscheinend eher, dass sei so eine Art Oktoberfest mit Schlittenrennen. Aber wenn man drauÃŸen ist auf dem Land, dann hat man da einen ganz anderen Eindruck.&#8221;</p></blockquote>
<p>Kurios dabei: Die GrÃ¼nen im Bundestag, allen voran Claudia Roth, und die Fraktion im MÃ¼nchner Rathaus sind fÃ¼r Olympia. Alle anderen Gremien und Fraktionen der bayerischen GrÃ¼nen sind dagegen. Dieter Janecek hat sich in einigen Grundsatzpapieren mit der Bewerbung beschÃ¤ftigt. Sein Fazit: â€ž<a title="Blog von Dieter Janecek" href="http://blog.dieter-janecek.de/2009/10/13/olympische-spiele-2018-sind-kein-gewinn-fur-unsere-region/" target="_self">Olympische Spiele 2018 sind kein Gewinn fÃ¼r unsere Region.</a>&#8221;</p>
<ul>
<li>Und noch ein Interview im <strong>DLF</strong>: Tobias Oelmaier im GesprÃ¤ch mit Garmisch-Partenkirchens BÃ¼rgermeister Thomas Schmid:</li>
</ul>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/11/21/dlf_20091121_1936_aecf8d64.mp3" target="_self">:</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Olympia 2018, die Ausgangslage: Pyeongchang vor Pyeongchang vor Pyeongchang</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/10/15/olympia-2018-die-ausgangslage-pyeongchang-vor-pyeongchang-vor-pyeongchang/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 11:01:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das ist doch mal eine knackige Umfrage, die anderthalb Jahre lÃ¤uft und im Laufe der Jahre, bis zum 6. Juli 2011, lÃ¤ssig den UmstÃ¤nden angepasst werden kann: StammgÃ¤ste mag verwundern, dass ich Jack Warner und JMW diesmal nicht als Antwortoptionen angefÃ¼hrt habe. Mal sehen, welche Entwicklungen die Sportpolitik noch bereit hÃ¤lt. Ich denke, Jack ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist doch mal eine knackige Umfrage, die anderthalb Jahre lÃ¤uft und im Laufe der Jahre, bis zum 6. Juli 2011, lÃ¤ssig den UmstÃ¤nden angepasst werden kann:</p>
Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.
<p>StammgÃ¤ste mag verwundern, dass ich Jack Warner und JMW diesmal nicht als Antwortoptionen angefÃ¼hrt habe. Mal sehen, welche Entwicklungen die Sportpolitik noch bereit hÃ¤lt. Ich denke, Jack ist bis Dezember 2010 zunÃ¤chst mit den GeschÃ¤ften um die FuÃŸball-Weltmeisterschaften <a title="tag: WM 2010" href="http://jensweinreich.de/?cat=422" target="_self">2010</a>, <a title="tag: WM 2018" href="http://jensweinreich.de/?cat=990" target="_self">2018</a> und <a title="tag: WM 2022" href="http://jensweinreich.de/?cat=991" target="_self">2022</a> voll ausgelastet.</p>
<p>Nun ganz sachlich:</p>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Heute</span> <a title="MÃ¼nchen 2018: Bewerbungsstart mit neuem Logo" href="http://jensweinreich.de/?p=5649" target="_self">Morgen</a> gibtÂ das Internationale Olympische Komitee (IOC) die BewerberstÃ¤dte fÃ¼r die <a title="tag: MÃ¼nchen 2018" href="http://jensweinreich.de/?cat=49" target="_self">Olympischen Winterspiele 2018</a> bekannt. <em>(Nachtrag: Ich habe mich im Tag geirrt. Korrekt: Heute ist Bewerbungsschluss. Morgen Bekanntgabe und gleich auch PR-Party in MÃ¼nchen mit Vorstellung des Logos.)</em> Da man eher nicht davon ausgehen sollte, dass ernst gemeinte Bewerbungen &#8211; es geht schlieÃŸlich um Milliardenprojekte &#8211; in der letzten Minute in Lausanne abgegeben werden, wird es dabei bleiben, was ich seit Monaten erzÃ¤hle: Seit drei Jahrzehnten hat es nicht so ein geringes Interesse an Winterspielen gegeben. Daraus erwachsen schon rein rechnerisch grÃ¶ÃŸere Chancen fÃ¼r alle ernsthaften und halbwegs ernsthaften Bewerber, also: <a title="Pyeongchang 2018" href="http://pyeongchang2018.org/home/page/index.asp" target="_blank">Pyeongchang</a> (SÃ¼dkorea), <a title="MÃ¼nchen 2018" href="http://muenchen2018.org/de/index.html" target="_blank">MÃ¼nchen</a> und Satellitengemeinden (Bayern) und <a title="Annecy 2018" href="http://www.annecy-2018.com/" target="_blank">Annecy</a> (Frankreich).</p>
<p>Sollte nun tatsÃ¤chlich noch eine Stadt wie etwa Almaty auf der Liste der Bittsteller auftauchen, darf man das getrost unter dem Faktor Folklore verbuchen. Die ehemaligen Sowjetrepubliken, allesamt Totaldemokratien, wie wir wissen, haben sich schon immer gern um Olympische Spiele beworben &#8211; oder haben so getan, als wÃ¼rden sie sich bewerben. Taschkent, Baku, Almaty oder einst St. Petersburg &#8211; es ging meistens darum, wie es ein schwedischer Staatsanwalt einst so hÃ¼bsch formulierte: &#8220;Geld rein, Geld raus, und alles unter dem DeckmÃ¤ntelchen Olympia.&#8221;</p>
<ul>
<li>Hier <a title="MÃ¼nchen 2018: der Weg nach Durban" href="http://jensweinreich.de/?p=4485" target="_self">noch einmal</a> das 101 Seiten umfassende <a title="IOC 2018 Candidature Acceptance Procedure" href="http://multimedia.olympic.org/pdf/en_report_1451.pdf" target="_blank">2018 Candidature Acceptance Procedure</a>Â <em>(pdf, 3,5 MB)</em>Â  des IOC.</li>
</ul>
<p>Die Ã¼blichen beiden Phasen einer <a title="tag: Olympiabewerbung" href="http://jensweinreich.de/?cat=26" target="_self">Olympiabewerbung</a> werden in diesem Fall verschmelzen:</p>
<table style="width: 383pt; border-collapse: collapse;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="510">
<colgroup span="1">
<col style="width: 42pt; mso-width-source: userset; mso-width-alt: 2048;" span="1" width="56"></col>
<col style="width: 78pt; mso-width-source: userset; mso-width-alt: 3803;" span="1" width="104"></col>
<col style="width: 263pt; mso-width-source: userset; mso-width-alt: 12800;" span="1" width="350"></col>
</colgroup>
<tbody>
<tr style="height: 15.75pt;" height="21">
<td class="xl83" style="border-right: black 1pt solid; border-top: windowtext 1pt solid; border-left: windowtext 1pt solid; width: 383pt; border-bottom: windowtext 1pt solid; height: 15.75pt; background-color: #9bbb59; text-align: center;" colspan="3" width="510" height="21"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;"><strong>Zeitplan Olympiabewerbung 2018</strong></span></td>
</tr>
<tr style="height: 30pt;" height="40">
<td class="xl80" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext 1pt solid; border-bottom: black 1pt solid; height: 210.75pt; background-color: white; text-align: center;" rowspan="8" height="281"><strong><span style="font-size: large; font-family: Calibri;">Phase 1</span></strong></td>
<td class="xl69" style="BORDER-RIGHT: windowtext 0.5pt solid; BORDER-TOP: #f0f0f0; BORDER-LEFT: #f0f0f0; BORDER-BOTTOM: windowtext 0.5pt solid; BACKGROUND-COLOR: transparent; TEXT-ALIGN: center"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">15.10.2009</span></td>
<td class="xl68" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: #f0f0f0; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: transparent; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Bewerbungsschluss beim IOC. DOSB hat MÃ¼nchen angemeldet</span></td>
</tr>
<tr style="height: 15pt;" height="20">
<td class="xl75" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 15pt; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" height="20"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">01.11.2009</span></td>
<td class="xl76" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Unterschrift des Candidature Acceptance Procedure</span></td>
</tr>
<tr style="height: 30pt;" height="40">
<td class="xl70" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 30pt; background-color: transparent; text-align: center;" height="40"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">01.11.2009</span></td>
<td class="xl65" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: transparent; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Zahlung der BewerbergebÃ¼hr (Candidature Acceptance Fee) von 150.000 US-Dollar</span></td>
</tr>
<tr style="height: 15pt;" height="20">
<td class="xl77" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 15pt; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" height="20"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">2.-5.12.2009</span></td>
<td class="xl76" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">IOC Seminar fÃ¼r Applicant Cities</span></td>
</tr>
<tr style="height: 45pt;" height="60">
<td class="xl71" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 45pt; background-color: transparent; text-align: center;" height="60"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">12.-28.02.2010</span></td>
<td class="xl66" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: transparent; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Teilnahme der Bewerber am Olympic Games Observer&#8217;s Programme des IOC bei den Winterspielen in Vancouver</span></td>
</tr>
<tr style="height: 30pt;" height="40">
<td class="xl75" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 30pt; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" height="40"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">15.03.2010</span></td>
<td class="xl76" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Abgabe der Bewerbungsunterlagen und der Garantien beim IOC</span></td>
</tr>
<tr style="height: 15pt;" height="20">
<td class="xl72" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 15pt; background-color: transparent; text-align: center;" height="20"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">bis Juni 2010</span></td>
<td class="xl65" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: transparent; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">PrÃ¼fung der Unterlagen durch das IOC</span></td>
</tr>
<tr style="height: 30.75pt;" height="41">
<td class="xl78" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 1pt solid; height: 30.75pt; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" height="41"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">7.-10.06.2010</span></td>
<td class="xl79" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 1pt solid; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Debriefing Vancouver 2010 in Sotschi, Teilnahme der Bewerber fÃ¼r 2018</span></td>
</tr>
<tr style="height: 45pt;" height="60">
<td class="xl80" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext 1pt solid; border-bottom: black 1pt solid; height: 135.75pt; background-color: white; text-align: center;" rowspan="5" height="181"><strong><span style="font-size: large; font-family: Calibri;">Phase 2</span></strong></td>
<td class="xl73" style="BORDER-RIGHT: windowtext 0.5pt solid; BORDER-TOP: #f0f0f0; BORDER-LEFT: #f0f0f0; BORDER-BOTTOM: windowtext 0.5pt solid; BACKGROUND-COLOR: transparent; TEXT-ALIGN: center"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Ende Juni 2010</span></td>
<td class="xl68" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: #f0f0f0; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: transparent; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">IOC-Exekutive wollte Ã¼ber die Finalrunde entscheiden und aus Applicant Cities die Candidate Cities machen &#8211; das ist angesichts des geringen Interesses Formsache</span></td>
</tr>
<tr style="height: 15pt;" height="20">
<td class="xl75" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 15pt; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" height="20"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">11.01.2011</span></td>
<td class="xl76" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Abgabe des Bewerbungsbuches beim IOC</span></td>
</tr>
<tr style="height: 30pt;" height="40">
<td class="xl71" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 30pt; background-color: transparent; text-align: center;" height="40"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">FrÃ¼hjahr 2011</span></td>
<td class="xl65" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: transparent; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Besuche der IOC-Evaluierungskommission bei den Candidate Cities</span></td>
</tr>
<tr style="height: 15pt;" height="20">
<td class="xl77" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 15pt; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" height="20"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">FrÃ¼hsommer 2011</span></td>
<td class="xl76" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Bericht der IOC Evaluierungskommission</span></td>
</tr>
<tr style="height: 30.75pt;" height="41">
<td class="xl74" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 1pt solid; height: 30.75pt; background-color: transparent; text-align: center;" height="41"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">06.07.2011</span></td>
<td class="xl67" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 1pt solid; background-color: transparent; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Wahl der Olympiastadt 2018 auf der 123. IOC-Session in Durban</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Aus dem geringen Interesse an den <a title="tag: Winterspiele 2018" href="http://jensweinreich.de/?cat=49" target="_self">Winterspielen 2018</a> sollte man nicht zu viel ableiten. Zum einen rekrutierte und dezimierte sich das Feld auf ganz unterschiedliche Weise, der Faktor Zufall spielte ebenso eine Rolle. Zum anderen sind es, wie derÂ Name schon sagt: nur Winterspiele. In weiten Teilen des Planeten interessiert sich niemand dafÃ¼r. Winterspiele sind, anders als derÂ Gigantenwettstreit um die <a title="tag: Sommerspiele 2016" href="http://jensweinreich.de/?cat=1081" target="_self">Sommerspiele 2016</a>, den wir gerade in Kopenhagen erlebten, nun mal ein Minderheitenprogramm. Wo auÃŸerhalb Deutschlands und des deutschen Sprachraums interessiert man sich schon fÃ¼r Ãœbungen wie Biathlon, Rodeln, Bobfahren? Hierzulande werden diese Disziplinen allerdings mit soldatischem Eifer von einer Hundertschaft Bundespolizisten und Sportsoldaten betrieben, Ã¼bertragen Ã¶ffentlich-rechtliche TV-Stationen tagelang x-beliebige Weltcupveranstaltungen, werden so viele umweltschÃ¤dliche und die Umwelt verschandelnde Kunsteisbahnen unterhalten wie sonst nirgends auf der Welt, neuerdings wurde mit Steuermitteln in Oberhof gar eine Skilanglaufhalle errichtet. Ziemlich irre, das. Die Sinnfrage sollte man eher nicht stellen.</p>
<p>EinfÃ¤ltige GemÃ¼ter leiten nun aber gerade aus dieser SchwÃ¤che der Deutschen fÃ¼r derlei deutsche Ãœbungen (etwa SchieÃŸen und Weglaufen, vulgo: Biathlon) exorbitante Olympiachancen ab. EinfÃ¤ltige Geister haben auch aus einer eher mangelhaft organisierten und schlecht besuchten Biathlon-WM vergangenen Winter in Pyeongchang abgeleitet, dass MÃ¼nchens Olympiachancen gestiegen seien. Nun ja, derartige GedankensprÃ¼nge sind nicht ganz richtig, aber im Grunde doch grundfalsch. Will sagen: Wir bewegen uns auf dem Feld der internationalen Sportpolitik. Es empfiehlt sich, eher nicht von auf Sachargumenten basierenden Entscheidungen auszugehen.</p>
<p>Von Sachargumenten geleitet und mit sachdienlichen Informationen gespickt sollte allerdings in einem demokratischen Gemeinwesen eine Olympiabewerbung immer sein. Ich verweise gern noch einmal darauf, dass deutsche Bewerbungen dagegen seit Jahrzehnten an Intransparenz laborieren, an chronischer Intransparenz, wenn es um Finanzierungsfragen geht. Die Basis-LÃ¼ge war stets: eine Bewerbung wÃ¼rde &#8220;privat finanziert&#8221;. An denÂ Beispielen <a title="Berlin 2000" href="http://jensweinreich.de/?p=177" target="_self">Berlin 2000</a> und <a title="tag: Leipzig 2012" href="http://jensweinreich.de/?cat=50" target="_self">Leipzig 2012</a>, zuvor auch Berchtesgaden, hat man gesehen, dass es sich tatsÃ¤chlich immer etwas anders verhielt. Der &#8220;private&#8221; Anteil an den Bewerbungskosten war verschwindend gering, wurde teilweise in Sachleistungen erbracht, hat den so genannten Sponsoren oft mehr direkte AuftrÃ¤ge eingebracht, als ins &#8220;Sponsoring&#8221; investiert werden musste. Vor allem: Die wahren Kosten wurden den Steuerzahlern stets verschleiert, verheimlicht, Einblicke in Unterlagen verwehrt &#8211; und wenn es kritisch wurde, Staatsanwaltschaften vorsichtig &#8220;ermittelten&#8221;, sich RechnungshÃ¶fe interessiertenÂ und parlamentarische &#8220;Untersuchungskommissionen&#8221; notgedrungen aktiv werden mussten (nach journalistischen Recherchen), dann arbeiteten die ReiÃŸwÃ¶lfe auf Hochtouren. ReiÃŸwÃ¶lfe und Aktenschredder fÃ¼ttern &#8211; auch das ist eine olympische Disziplin. Ich empfehle das Buch: &#8220;<a title="Operation 2012" href="http://jensweinreich.de/?cat=50" target="_self">Operation 2012, Leipzigs deutscher Olympiatrip</a>&#8220;.</p>
<p>Und, ja, all die Unterlagen, die interessant sind aus den letzten Jahren (Berchtesgaden, Berlin, Leipzig), werde ichÂ bis zur Entscheidung des IOC im Sommer 2011 in Durban hier selbstverstÃ¤ndlich aufbereiten. Ich meine, wozu habe ich das Zeug denn gesammelt und so lange aufbewahrt. Wir wollen doch alle SpaÃŸ daran haben und etwas genauer erfahren, wie so etwas lÃ¤uft.</p>
<ul>
<li>An alle, die noch Informationen aus Berchtesgaden, Berlin und Leipzig haben, an alle, die Informationen Ã¼ber die Olympiabewerbung MÃ¼nchens los werden wollen: <strong>Jede Zuschrift wird selbstverstÃ¤ndlich vertraulich behandelt. Jedes Dokument wird sorgfÃ¤ltig geprÃ¼ft und vor einer eventuellen VerÃ¶ffentlichung so bearbeitet, dass keine RÃ¼ckschlÃ¼sse auf den Informanten/Whistleblower mÃ¶glich sind.</strong></li>
</ul>
<p>Ich darf das mal in eigener Sache sagen, bin ja hier der Hausherr: Tiefensee &amp; Co wÃ¼rden noch heute viel dafÃ¼r geben,Â dÃ¼rften sie erfahren, wer meine Informanten waren, die mich wÃ¤hrend der Leipziger Olympiabewerbung 2003/2004 in die Lage versetzten, mit etlichen Exklusivgeschichten das Tempo zu bestimmen, <a title="WÃ¤chterpreis 2005" href="http://www.anstageslicht.de/index.php?UP_ID=1&amp;NAVZU_ID=16&amp;STORY_ID=5" target="_blank">phasenweise Transparenz herzustellen</a> und die Bewerbung dadurch fast zu stoppen. Ja, noch so eineÂ deutsche Konstante: TransparenzÂ ist keine olympische Disziplin.</p>
<p><span id="more-5584"></span>Auszug aus einem Protokoll des Leipziger Olympia-Aufsichtsrats im Herbst 2003:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5593" title="ar-leipzig-2012" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/10/ar-leipzig-2012.jpg" alt="" width="500" height="83" /></p>
<p>Ich will jetzt gar nicht groÃŸ auf die <a title="tag: Finanzierung von Mega-Events" href="http://jensweinreich.de/?cat=692" target="_self">allgegenwÃ¤rtige Finanzierungsfrage</a> eingehen, habe <a title="tag: Was vom Tage Ã¼brig bleibt (45) ..." href="http://jensweinreich.de/?p=5246" target="_self">gestern</a> erst darauf hingewiesen und einiges verlinkt. Ich bin allerdings gespannt, ob MÃ¼nchen/Freistaat Bayern/DOSB wenigstens pÃ¼nktlich die Candidature Acceptance Fee von 150.000 US-Dollar aufbringen. Bitte rechtzeitig Ã¼berweisen!</p>
<p>Nur ganz kurz ein <a title="dpa-Meldung vom 15. Oktober 2009" href="http://www.kreiszeitung.de/sport/mehr-sport/muenchen-gespannt-bewirbt-sich-2018-493444.html" target="_blank">Zitat</a> aus einem Beitrag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) von gestern, das sehr schÃ¶n illustriert, wie Journalisten und Olympiabewerber ticken:</p>
<blockquote><p>(&#8230;) Ã„rgerlich fÃ¼r die MÃ¼nchner Olympia-Macher, dass kurzfristig die Finanzierung wieder in den Mittelpunkt rÃ¼ckte. Die Bewerbungskosten in HÃ¶he von 30 Millionen Euro sollen ausschlieÃŸlich Ã¼ber private Sponsoren generiert werden. In der Vorwoche bestÃ¤tigte die Bewerbungsgesellschaft, ein Ã¶ffentliches Darlehen in HÃ¶he von einer Million Euro in Anspruch genommen zu haben. GezwungenermaÃŸen &#8211; denn bereits zugesagte Gelder von Sponsoren waren ausgeblieben.</p>
<p>Dies sei auch ein Resultat der Weltwirtschaftskrise, sagte Adam: &#8220;Es ist nicht mehr so einfach, an private Gelder zu kommen.&#8221; Allein die Bewerbung um Olympische Spiele sei aber derart lohnenswert fÃ¼r MÃ¼nchen, &#8220;dass es zunÃ¤chst einmal zweitrangig ist, woher die Finanzierung kommt.&#8221; (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Ich spare mir eine Grundsatzdebatte, mÃ¶chteÂ vorerst bloÃŸ anmerken, mit Wirtschaftskrise hat das weniger zu tun, denn eine weitere deutsche olympische Konstante lautet doch: Unternehmen sind nicht so blÃ¶d, Geld in ein Projekt zu stecken, von dem sie wissen, dass die Ã¶ffentliche Hand ohnehin geschrÃ¶pft wird und Politiker bereit sind, alles zu unternehmen, um auf legalem und halblegalen Wege (siehe Berlin, siehe Leipzig) an Steuermittel zu gelangen.</p>
<p>Das Thema wird uns noch lange beschÃ¤ftigen.</p>
<p>Nun aber, <strong><span style="color: #000000;">meine erste Hochrechnung</span></strong>, am Tag 1 des offiziellen Wettbewerbs, 629 Tage vor der Entscheidung:</p>
<ol>
<li><strong><a title="tag: Pyeongchang 2018" href="http://jensweinreich.de/?cat=1414" target="_self">PYEONGCHANG</a></strong></li>
<li>Pyeongchang</li>
<li>Pyeongchang</li>
<li>MÃ¼nchen</li>
<li>Annecy</li>
</ol>
<p>Die Ausgangslage fÃ¼r Pyeongchang habe ich <a title="Pyeongchang: Olympiafavorit fÃ¼r 2018" href="http://jensweinreich.de/?p=3624" target="_self">schon einmal erlÃ¤utert</a>. Nach der Entscheidung <a title="tag: Rio 2016" href="http://jensweinreich.de/?cat=1083" target="_self">Rio 2016</a>Â hat sich aus meiner Sicht nur dies geÃ¤ndert:</p>
<ul>
<li>Es hÃ¤tte schlimmer kommen kÃ¶nnen fÃ¼r MÃ¼nchen &#8211; wenn Madrid Olympiastadt geworden wÃ¤re.</li>
<li>Es hÃ¤tte schlimm kommen kÃ¶nnen fÃ¼r Pyeongchang &#8211; wenn Tokio Olympiastadt geworden wÃ¤re.</li>
</ul>
<p>So aber bleibt die Lage im Prinzip unverÃ¤ndert. Nach dem Gesetz der asiatischen Serie ist Pyeongchang (gegen Vancouver fÃ¼r 2010 und Sotschi fÃ¼r 2014 zweimal knapp unterlegen) nun 2018 dran: <a title="tag: Seoul 1988" href="http://jensweinreich.de/?cat=209" target="_self">Seoul 1988</a>, Nagano 1998, <a title="tag: Peking 2008" href="http://jensweinreich.de/?cat=91" target="_self">Peking 2008</a>. DafÃ¼r spricht auch die Argumentation des IOC nach der Entscheidung fÃ¼r Rio de Janeiro: Rio habe 2004, als man im Wettbewerb fÃ¼r 2012 in der Vorrunde rausflog (wie Leipzig) gut zugehÃ¶rt und alle SchwÃ¤chen abgestellt. Man muss das natÃ¼rlich nicht glauben, nur: Was soll man den Koreanern erzÃ¤hlen, die zweimal knapp unterlagen, weitere Millionen investierten, dem IOC sÃ¤mtliche WÃ¼nsche erfÃ¼llen und wieder antreten?</p>
<p>Okay, ist ein Argument: Irgendwas kann man ihnen immer erzÃ¤hlen. NatÃ¼rlich.</p>
<p>Weil der Text nun doch schon so lang geworden ist, halte ich mich mit meiner EinschÃ¤tzung einiger StÃ¤rken und SchwÃ¤chen, Plus- und MinuspunkteÂ der Bewerber zurÃ¼ck. AusfÃ¼hrliche BegrÃ¼ndungen (sofern nicht lÃ¤ngst geschehen) gibt es spÃ¤ter. Manches muss man nicht groÃŸ begrÃ¼nden, weil es offensichtlich ist und/oder weil hier ja versierte Sportpolitiker lesen und diskutieren :) Anderes erwÃ¤hne ich aus rechtlichen GrÃ¼nden lieber nicht. Weiteres, Umweltkonzepte etc., spielt vorerst keine Rolle. Womit ich robust das Thema BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen umschiffe, wo auÃŸer der Stadtrat-Fraktion in MÃ¼nchen, eigentlich alle anderen bayerischen Gremien gegen die Bewerbung sind, wenn ich das recht durchschaue.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">1, 2, 3) PYEONGCHANG</span></strong></p>
<p><strong>Plus:</strong></p>
<ul>
<li>Zwei Niederlagen gegen Vancouver und Sotschi.</li>
<li>Geld ist kein Thema.</li>
<li>Koreas Chaebols.</li>
<li>Ausdauer.</li>
<li>Eifer.</li>
<li>UngesÃ¤ttigter Wintersportmarkt.</li>
<li>Koreas korrupte IOC-Mitglieder, sofern nicht lÃ¤ngst rausgeschmissen.</li>
<li>Sie wissen inzwischen, was Biathlon ist.</li>
</ul>
<p><strong>Minus:</strong></p>
<ul>
<li>Pyeongchang ist nicht Rio &#8211; und einkaufen kÃ¶nnen IOC-Gattinnen anderswo ohnehin besser.</li>
<li>Koreas korrupte IOC-Mitglieder, sofern nicht lÃ¤ngst rausgeschmissen.</li>
<li>Keine Wintersportnation, aber es geht ja um neue MÃ¤rkte.</li>
</ul>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">4) MÃœNCHEN</span></strong></p>
<p><strong>Plus:</strong></p>
<ul>
<li>Wenn Thomas Bach (UDIOCM/DOSB/FDP) seinen IOC-Kollegen sagen wÃ¼rde: <em>Freunde, wÃ¤hlt im Juli 2011 MÃ¼nchen und vergesst meine Kandidatur fÃ¼r die IOC-PrÃ¤sidentschaft im Jahr 2013. Ich bin Patriot, eine deutsche Olympiastadt ist mir wichtiger als meine Karriere.</em></li>
<li>International war der deutsche Sport seit Jahrzehnten nicht so straff, zentralistisch und professionellÂ aufgestellt wie derzeit unter dem Dach des DOSB.Â Dieses &#8220;Mit-einer-Stimme-sprechen&#8221; in derÂ Sport-AuÃŸenpolitik muss man nicht gut finden, es entspricht nicht unbedingt demokratischen Usancen. Andererseits: Die VorarbeitenÂ sind beachtlich.</li>
<li>Wintersportnation Deutschland.</li>
</ul>
<p><strong>Minus:</strong></p>
<ul>
<li>Pyeongchang ist einfach dran.</li>
<li>Europa hat andere PlÃ¤ne &#8211; fÃ¼r 2020.</li>
<li>Wenn Thomas Bach (UDIOCM/DOSB/FDP) seinen IOC-Kollegen sagen wÃ¼rde: <em>Freunde, vergesst im Juli 2011 MÃ¼nchen, aber wÃ¤hlt mich zwei Jahre spÃ¤ter zum IOC-PrÃ¤sidenten.Â Ich bin zwar Patriot, aber ich weiÃŸ, dass ich nicht alles haben kann, und eineÂ deutsche Olympiastadt ist mir nun mal weniger wichtig als meine Karriere.</em></li>
<li>Mangelnde UnterstÃ¼tzung der Wirtschaft.</li>
<li>Der Siemens-Skandal.</li>
<li>Fehlendes Finanzierungskonzept, IntransparenzÂ in Finanzfragen.</li>
<li>GesÃ¤ttigter Wintersportmarkt.</li>
<li>Traditionell: Misstrauen in FÃ¼hrungsgremien. Auch wenn alle offiziell etwas anderes erzÃ¤hlen.</li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>5) ANNECY</strong></span></p>
<p><strong>Plus:</strong></p>
<ul>
<li>?</li>
<li>?</li>
<li>?</li>
</ul>
<p><strong>Minus:</strong></p>
<ul>
<li>Paris 2020?</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Olympia-Milliarden: â€œWe are less dependent on economical downturn&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 08:36:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Moin. Heute mal kein Einbruch in mein Auto &#8211; hoffe ich jedenfalls, es steht noch in der Werkstatt Ebbe Elmer Biler A/S. Ich habe schon gestern Abend beschlossen, mich nicht lÃ¤nger aufzuregen und hatte ja einen unterhaltsamen Abend an der Marriott-Bar. Heute morgen zunÃ¤chst ein Kaffee bei Dmitri Tschernyschenko, Organisationschef der Winterspiele 2014 in Sotschi, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Moin. Heute mal kein <a title="Scherben, Ã„rger, Polizei" href="http://jensweinreich.de/?p=5481" target="_self">Einbruch in mein Auto</a> &#8211; hoffe ich jedenfalls, es steht noch in der Werkstatt Ebbe Elmer Biler A/S. Ich habe schon gestern Abend beschlossen, mich nicht lÃ¤nger aufzuregen und hatte ja einen unterhaltsamen Abend an der Marriott-Bar. Heute morgen zunÃ¤chst ein Kaffee bei Dmitri Tschernyschenko, Organisationschef der <a title="tag: Sotschi 2014" href="http://jensweinreich.de/?cat=424" target="_self">Winterspiele 2014 in Sotschi</a>, der in diesem Moment vor der IOC-Session einen Vortrag hÃ¤lt. In Kurzfassung: Alles paletti in Sotschi, alles bestens!</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;We are less dependent on economical downturn! Our Prime Minister Wladimir Putin told us: Enjoy the green light in running the project!&#8221;</strong></p></blockquote>
<p>Live aus der Session, die offiziellen Zahlen:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5494" title="Sotschi Budget, Oktober 2009" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/10/sochi-budget-07102009.jpg" alt="" width="500" height="408" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5495" title="Sotschi Sponsoring, Oktober 2009" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/10/sotschi2.jpg" alt="" width="500" height="408" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5496" title="Sotschi, Sponsoren, Oktober 2009" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/10/sochi3.jpg" alt="" width="500" height="408" /></p>
<p>Sotschis PrÃ¤sentation musste eine Kaffeepause vorgeschaltet werden, weil Olympiaminister Dmitri Kosak sich verspÃ¤tete. Kosak im GesprÃ¤ch mit den russischen IOC-Mitgliedern Witali Smirnow und Schamil Tarpischtschew (einst Tennislehrer von Boris Jelzin und verantwortlich fÃ¼r den Verlust von <a title="BLZ: Die Absahner" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2001/0714/magazin/0002/index.html" target="_blank">einigen Milliarden Dollar aus dem so genannten Wodka-Fond</a>):</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5498" title="Smirnow, Tarpischtschew, Kosak" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/10/smirnow-tarp-kosak.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Und hier noch die aktuellen Zahlen, schneller als Nachrichtenagenturen :)Â zum IOC-VermÃ¶gen und zu den Einnahmen des Olympiakonzerns, dieÂ IOC-PrÃ¤sident Jacques Rogge vorhin prÃ¤sentierte.</p>
<p><strong><span id="more-5493"></span>TV-Einnahmen </strong>(USA und europÃ¤ische BinnenmÃ¤rkte wie Deutschland sind fÃ¼r 2014/16 noch nicht verkauft, das wird aber kein riesieges Problem)</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5502" title="ioc-tv-07102009" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/10/ioc-tv-07102009.jpg" alt="" width="500" height="338" /></p>
<p><strong>Sponsorenprogramm TOP</strong></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5503" title="ioc-marketing-07102009" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/10/ioc-marketing-07102009.jpg" alt="" width="500" height="363" /></p>
<p><strong>IOC-RÃ¼cklagen</strong></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5504" title="ioc-ruecklagen-06102009" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/10/ioc-ruecklagen-06102009.jpg" alt="" width="500" height="343" /></p>
<p>Wenn es um Geld geht, darf er auf der IOC-Session nicht fehlen:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5501" title="Hayatou, JMW" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/10/dsc05908.jpg" alt="" width="500" height="342" /></p>
<p>IOC-Mitglied und FIFA-VizeprÃ¤sident Issa Hayatou im trauten GesprÃ¤ch mit Jean-Marie Weber. Aber das ist mal eine andere Geschichte :) Wir haben ja in den vergangenen Tagen erfahren, dass viele IOC-Mitglieder noch nie vom <a title="tag: ISL/ISMM, Korruption" href="http://jensweinreich.de/?cat=59" target="_self">ISL-Bestechungsskandal</a>gehÃ¶rt haben.</p>
<p><strong>10.39 Uhr:</strong> Fast hÃ¤tte ich vergessen zu erwÃ¤hnen, dass vor mir auf den PresseplÃ¤tzen zwei Kollegen sitzen, die unterschiedlicher kaum sein kÃ¶nnen: <a title="tag: Andrew Jennings" href="http://jensweinreich.de/?cat=18" target="_self">Andrew Jennings</a> und Jean-Marie Weber (<a title="cat: Olympic Journalists Association" href="http://jensweinreich.de/?cat=1514" target="_self">OJA</a>).</p>
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		<title>Wie die Leichtathletik-WM nach Berlin kam</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 09:09:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-4652" title="WM-Vergabe an Berlin, Helsinki, Dezember 2004" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/08/berlin-jubel-2004.jpg" alt="" width="500" height="304" /></p>
<p>So war das damals, am 4. Dezember 2004, als das IAAF-Council die Leichtathletik-WM 2009 an Berlin vergab.Â Da freuten sich Otto Schily, Clemens Prokop, Klaus Wowereit, Klaus BÃ¶ger,Â Dagmar Freitag und einige andere der Ã¼blichen VerdÃ¤chtigen. Der Weg zur WM war steinig und lang. Er war, nicht nur gelegentlich, kurios.Â Und oft genug auch aufregend. Ich habe mal eine kleine Chronik zusammengestellt, wie Berlin an diese WM kam. Es ist wirklich nur eine Andeutung der vielen Geschichten. Aus ZeitgrÃ¼nden kann ich kaum etwas verlinken. Ich habe selbst viel dazu in der <a title="Die Fahrscheine, bitte! GefÃ¤lschte Urkunden, kaputte Laptops, flunkernde FunktionÃ¤re - wie die WM 2009 nach Berlin kam. Eine Chronik" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0813/none/0004/index.html" target="_blank">Berliner Zeitung</a> geschrieben, etliche Textpassagen finden sich in der Chronik. Wer Lust hat, ein wenig zu googlen: Im Lokalteil der BLZ, im Tagesspiegel (Frank Bachner, JÃ¶rg Wenig), in der Morgenpost (Sebastian Arlt), in der FAZ (Michael Reinsch) und in der SÃ¼ddeutschen (Robert Hartmann) sollten sich dazu viele andere BeitrÃ¤ge finden. Eine hÃ¼bsche Chronik, die auch die Ereignisse und SchmierenkomÃ¶dien ab Dezember 2004 einbezieht, findet sich u.a. <a title="Berlins langer Weg zur WM" href="http://www.sport1.de/de/leichtathletik/leichtathletik_wm/artikel_132255.html" target="_blank">auf sport1.de</a>.</p>
<p>Auf der Webseite des WM-Organisationskomitees (BOC)Â <a title="BOC: Historie WM 2009" href="http://www.berlin2009.org/39-0-historie-wm-2009.html" target="_blank">beginnt die Geschichte</a> der WM 2009 erst im FrÃ¼hjahr 2005. TatsÃ¤chlich aber hat Berlin mehr als zwanzig Jahre auf die WM gewartet. 1989, kurz vor dem Mauerfall, war Berlin mit seiner Offerte fÃ¼r die WM 1991 gegen Tokio unterlegen. Kurz darauf folgte die peinliche Bewerbung um die <a title="Beijing 2000" href="http://jensweinreich.de/?p=177" target="_self">Olympischen Spiele 2000</a>, die lange nachwirkte, weil der damalige Regierende BÃ¼rgermeister Eberhard Diepgen (CDU) ein solches Desaster auf internationaler BÃ¼hne nicht noch einmal erleben wollte.</p>
<p>Die Leichtathletik-WM wurde erst wieder im Sommer 1999 ein Thema. Eine (unvollstÃ¤ndige) Chronik der Ereignisse:</p>
<p><strong>August 1999:</strong> Am Morgen des letzten Tages der WM in Sevilla lÃ¤dt der Italiener Primo Nebiolo, seit knapp zwanzig Jahren IAAF-Supremo, einige Journalisten zum Imbiss. In seiner unvergleichlichen Art, mit krÃ¤chzender Stimme, gibt er <a title="BLZ vom 31. August 1999" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1999/0831/none/0011/index.html" target="_blank">seine PlÃ¤ne</a> fÃ¼r die nÃ¤chste Dekade zum Besten: Die Weltmeisterschaften sollen in Metropolen ausgetragen und gleich im Paket vergeben werden. Nebiolo hat sich auf diese Ausrichter festgelegt: Paris (2003), London (2005), Tokio (2007), Berlin (2009). â€žDie StÃ¤dte haben diese Daten akzeptiert&#8221;, flunkert er. Im politischen Berlin weiÃŸ man angeblich von nichts. Dabei hatte sich Nebiolo schon 1998 mit Diepgen getroffen, doch der war zÃ¶gerlich geblieben und konnte andere Verpflichtungen vorschieben &#8211; Regierungsumzug, Wahlkampf -, um nicht nach Sevilla fliegen zu mÃ¼ssen. Rudi Thiel, damals Istaf-Chef, hat wie immer groÃŸe PlÃ¤ne: â€žWir wollen das neue Olympiastadion 2005 mit der Leichtathletik-WM einweihen!&#8221; IAAF-Councilmitglied Helmut Digel sagt: â€ž2009 ist eigentlich viel zu spÃ¤t, da leben wir ja bald nicht mehr.&#8221; Digel erklÃ¤rt auÃŸerdem: â€žBisher war die WM-Vergabe eine emotionale und irrationale Entscheidung. Jetzt ist sie professionell und marktorientiert.&#8221; Was zu beweisen wÃ¤re.</p>
<p><strong>November 1999:</strong> Primo Nebiolo stirbt im Alter von 76 Jahren an einem Herzinfarkt. Lamine Diack aus dem Senegal wird zunÃ¤chst Interims-PrÃ¤sident der IAAF, ab 2001 dann regulÃ¤rer Chef.</p>
<p><strong>Januar 2000: </strong>Berlin verpasst den Bewerbungsschluss fÃ¼r die WM 2003 und 2005. Die IAAF signalisiert, eine verspÃ¤tete Offerte anzunehmen. â€žWir wollen die WM 2005&#8243;, sagt der damalige Istaf-Manager Michael John, â€žaber die Operation kann nicht in einer Woche Ã¼ber die BÃ¼hne gehen.&#8221; Die Politik kalkuliert einen Zuschuss von 15 Millionen Mark aus Ã¶ffentlichen Mitteln. Digel schimpft: â€žWenn Berlin die WM 2005 will, muss man sich endlich artikulieren!&#8221;</p>
<p><strong>Februar 2000:</strong> Der Senat reicht die von der IAAF geforderte Finanzgarantie nach. Zu spÃ¤t, Berlin kommt nicht mehr in den Wettbewerb.</p>
<p><strong><span id="more-4650"></span>April 2000:</strong> Das IAAF-Council setzt Nebiolos PlÃ¤ne um. Die WM 2003 geht an Paris, die WM 2005 an London, obwohl die Briten kein WM-taugliches Stadion haben.</p>
<p><strong>April 2001:</strong> London hat zu viel versprochen, hat aber weder ein Stadion noch Geld, um die WM auszurichten. London gibt die WM 2005 zurÃ¼ck. Gleichzeitig gerÃ¤t die IAAF wie viele andere WeltverbÃ¤nde &#8211; und auch das Istaf &#8211; in finanzielle Turbulenzen, weil die weltgrÃ¶ÃŸte <a title="tag: ISL/ISMM" href="http://jensweinreich.de/?cat=59" target="_self">Sportmarketingagentur ISL/ISMM</a> Konkurs anmelden muss. Diepgen sieht seine Felle auch langsam davon schwimmen. Schwere Zeiten brechen an.</p>
<p><strong>November 2001:</strong> Die IAAF beendet das Kapitel London endgÃ¼ltig, nachdem die britische Regierung eine Stadionfinanzierung ablehnt. Die WM 2005 wird neu ausgeschrieben.</p>
<p><strong>Januar 2002:</strong> In Berlin regiert jetzt Klaus Wowereit (SPD). Sein Senat beschlieÃŸt eine <a title="BLZ vom 12. Januar 2002" href="https://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2002/0112/sport/0277/index.html" target="_blank">WM-Bewerbung</a>Â fÃ¼r 2005 und will sich mit 15 Millionen Euro beteiligen. â€žWenn es teurer wird, werden wir andere Wege finden&#8221;, sagt SPD-Fraktionschef Peter Strieder. â€žDer neue Senat hat schnell Einigkeit demonstriert&#8221;, erklÃ¤rt Digel. â€žTrotz der notwendigen Sparpolitik ist es ganz wichtig, dass man der BevÃ¶lkerung das eine oder andere Highlight prÃ¤sentiert.&#8221;</p>
<p><strong>Februar 2002:</strong> Der DLV entscheidet sich gegen die Offerten von Stuttgart und MÃ¼nchen &#8211; fÃ¼r die Bewerbung Berlins. <a title="BLZ vom 19. Februar 2002" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2002/0219/sport/0007/index.html" target="_blank">IAAF-VizeprÃ¤sident Digel</a> rÃ¤t: â€žDa muss sich Berlin einiges einfallen lassen. Man kann ja in dieser Stadt nicht gerade auf ein besonders leidenschaftliches Leichtathletik-Publikum zurÃ¼ckgreifen. Die Arbeit muss deshalb sofort beginnen, um 2005 an jedem Tag ein volles Stadion zu haben.&#8221;</p>
<p><strong>MÃ¤rz 2002:</strong> Bundeskanzler Gerhard SchrÃ¶der (SPD), sonst nur als FuÃŸballfan bekannt, hilft seinem Genossen Wowereit und empfÃ¤ngt die IAAF-PrÃ¼fungskommission im Bundeskanzleramt. Delegationschef Lou Dapeng (China) spricht der Bewerbung â€žolympisches Niveau&#8221; zu.</p>
<p><strong>12. April 2002:</strong> Berlins WM-Bewerber um Klaus Wowereit sind schon nach Nairobi zur entscheidenden IAAF-Councilsitzung unterwegs, als sich die Lage des Istaf zuspitzt &#8211; die TrÃ¤gergesellschaft muss Insolvenz anmelden. Istaf-Manager StÃ©phane Franke ist sauer auf alles und jeden. Auf den DLV und den Senat sowieso. â€žBei der WM-Bewerbung haben sie sich alle gedrÃ¤ngt&#8221;, schimpft Franke. â€žDas Ãœberleben des grÃ¶ÃŸten deutschen Leichtathletik-Meetings scheint ihnen offensichtlich nicht so wichtig zu sein.&#8221; Die IAAF-Councilmitglieder erhalten ein Fax mit Istaf-Briefkopf, das Ã¼ber den Insolvenz-AntragÂ  informiert. UnterstÃ¼tzung durch Politik und Wirtschaft kÃ¶nne man in Berlin vergessen, heiÃŸt es. Aufruhr im WM-Team. Digel wettert: â€žDer Autor hat auf kriminelle Weise versucht, die Bewerbung zu beeinflussen. Da kamen Intelligenz und Dummheit zusammen.&#8221; Der DLV erstattet Anzeige gegen Unbekannt.</p>
<p><strong>13. April 2002:</strong> Wowereit versucht im GesprÃ¤ch mit Diack zu retten, was nicht zu retten ist. Das Bundeskanzleramt lÃ¤sst die TelefondrÃ¤hte nach Nairobi glÃ¼hen.</p>
<p><strong>14. April 2002:</strong> Das IAAF-Council entscheidet sich die IAAF im vierten Wahlgang fÃ¼r Helsinki &#8211; gegen Berlin und Budapest. Moskau, BrÃ¼ssel und Rom schieden zuvor aus. Die Berliner beschlieÃŸen noch am Abend eine erneute Bewerbung, fÃ¼r die IHK-Chef Werner Gegenbauer das Kommando hat, der spÃ¤ter auch das Istaf Ã¼bernimmt. Vier Jahre spÃ¤terÂ akzeptiert StÃ©phane Franke gemÃ¤ÃŸ FAZ (Juni 2006) einen Strafbefehl wegen UrkundenfÃ¤lschung. Das ominÃ¶se Fax, das die Unterschrift des damaligen Istaf-GeschÃ¤ftsfÃ¼hrers JÃ¼rgen Demmel trug, stammte von ihm.</p>
<p><strong>November 2002:</strong> Wowereit fliegt zur IAAF-Gala nach Monaco. Helsinki hat Probleme, weshalb er auch einen Berliner Seiteneinstieg hofft. Die IAAF vergibt die WM 2007 an Osaka.</p>
<p><strong>November 2003:</strong> Berlin bereitet die Bewerbung fÃ¼r 2009 nun generalstabsmÃ¤ÃŸig vor und richtet die Sitzung des IAAF-Councils aus.</p>
<p><strong>MÃ¤rz 2004:</strong> Offizielle GrÃ¼ndung des Bewerbungskomitees.</p>
<p><strong>Juni 2004:</strong> Ãœbergabe der Bewerbungsunterlagen an die IAAF in Monte Carlo. Die WM-Kosten werden auf <a title="DLV.de, Juni 2004" href="http://www.deutscher-leichtathletik-verband.de/index.php?NavID=122&amp;SiteID=393&amp;NewsID=5734&amp;IsArchive=1" target="_blank">40 Millionen Euro</a> geschÃ¤tzt. Berlin trÃ¤gt davon 17 Millionen. â€žWir hoffen noch auf einen Gewinn&#8221;, sagt DLV-PrÃ¤sident Clemens Prokop. â€žWir sind gut aufgestellt&#8221;, verspricht Wowereit.</p>
<p><strong>September 2004:</strong> Im fÃ¼r fast eine Viertelmilliarde Euro frisch renovierten Olympiastadion, das Ende Juli erÃ¶ffnet wurde, ist die blaue Bahn der Star. Beim 63. Istaf melden die Organisatoren um Werner Gegenbauer Besucherrekord: Angeblich sollen es 60.000 Menschen gewesen sein. Berlin und seine Zuschauerzahlen &#8211; ein Thema fÃ¼r sich. Egal, die anwesenden IAAF-FunktionÃ¤re sind beeindruckt. Berlin punktet.</p>
<p><strong>November 2004:</strong> Die WM-Bewerbung gerÃ¤t in Gefahr. Als die Evaluierungskommission der IAAF mit der S-Bahn zum Olympiastadion fÃ¤hrt, steigt ein Kontrolleur ein und will Tickets sehen. Gegenbauer wundert sich: â€žSonst kontrolliert hier niemand!&#8221;. Er hat aber vorgesorgt: &#8220;Wir hatten bezahlt, bloÃŸ gut.&#8221;</p>
<p><strong>4. Dezember 2004:</strong> IAAF-Councilsitzung in Helsinki. Verbliebene Berliner Kontrahenten sind Split und Valencia, die niemand ernst nimmt. WÃ¤hrend die Berliner ihre PrÃ¤sentation &#8211; mit den ehemaligen Stars Heike Drechsler und Frankie Fredericks (Namibia) sowie der Kanadierin Charmaine Crooks &#8211; mehrfach proben, stellten sich die Gegner an wie Amateure. Spaniens Verbandschef Jose Maria Odriozola versucht verzweifelt, seinen Laptop anzuschmeiÃŸen. Das amerikanische Councilmitglied Robert Hersh ruft ihm zu: â€žVersuch&#8217;s mal mit Strom.&#8221;</p>
<p>Kein Problem fÃ¼r Berlin: SouverÃ¤ner WM-Sieg mit 24 von 26 Stimmen. Das Ende der Tour der Leiden, der letzte Wille von Primo Nebiolo.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-4653" title="Otto Schily, Klaus Wowereit, BÃ¤rchen - Helsinki 2004" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/08/schily-wowi-2004-helsinki.jpg" alt="" width="500" height="333" /></p>
<p>Auf der Pressekonferenz nach dem Sieg sitzen Wowereit und Schily in der ersten Reihe. Gegenbauer hat sich schon zurÃ¼ckgezogen &#8211; symbolhaft fÃ¼r seinen baldigen Abschied aus der WM-Organisation, die die SPD-Truppe um Wowereit und Prokop dominiert.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>S-Bahn-Hersteller sponsert die Leichathletik-WM im S-Bahn-Krisengebiet</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Jul 2009 12:01:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es wird noch richtig lustig zur Leichtathletik-WM in Berlin. Heute morgen hinterlieÃŸ erst ein leibhaftiges WM-Maskottchen (Â© BOC 2009) einen PR-Kommentar hier im Blog. UndÂ geradeÂ verkÃ¼ndet das WM-Organisationskomitee (BOC) seinen nÃ¤chsten &#8220;nationalen FÃ¶rderer&#8221;: Bombardier Transportation. Angesichts der weitgehend S-Bahn-freien Berliner Innenstadt hat die Partnerschaft mit dem &#8220;weltweiten MarktfÃ¼hrer in der Schienenverkehrstechnologie&#8221; durchausÂ Witz. Ich sage nur: &#8220;Be [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2790" title="WM-Maskottchen (c) BOC 2009" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/02/problembaer-vote.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="196" height="227" align="left" />Es wird noch richtig lustig zur Leichtathletik-WM in Berlin.</p>
<p>Heute morgen hinterlieÃŸ erst ein leibhaftiges <a title="And the winner is: der ProblembÃ¤r" href="http://jensweinreich.de/?p=2789" target="_self">WM-Maskottchen</a> (<em>Â© BOC 2009</em>) einen <strong>PR-Kommentar</strong> hier im Blog. UndÂ geradeÂ verkÃ¼ndet das WM-Organisationskomitee (BOC) seinen <a title="Leichtathletik-WM in Berlin: Interview mit Gesichtern auf Flaschen-RÃ¼ckseiten" href="http://jensweinreich.de/?p=4320" target="_self">nÃ¤chsten</a> &#8220;nationalen FÃ¶rderer&#8221;: Bombardier Transportation.</p>
<p>Angesichts der weitgehend <a title="Webseite S-Bahn Berlin, Suchergebnis Bombardier" href="http://www.s-bahn-berlin.de/suche/index.php?cx=015723998419849412855:fqyojabclx0&amp;q=bombardier%20'S-Bahn%20Berlin%20GmbH'&amp;cof=FORID:9&amp;string=bombardier" target="_blank">S-Bahn-freien</a> Berliner Innenstadt hat die Partnerschaft mit dem &#8220;weltweiten MarktfÃ¼hrer in der Schienenverkehrstechnologie&#8221; durchausÂ Witz. Ich sage nur: <a title="Voting zur Leichtathletik-WM: &quot;Be happy and pay the deficit!&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=2699" target="_self"><strong>&#8220;Be happy and pay the deficit!&#8221;</strong></a> Der Vertrag mit Vattenfall war jedenfalls weniger amÃ¼sant.</p>
<p>Ach, ist das alles putzig. Am Tage, als die <a title="Belriner Morgenpost vom 27. Juli 2009" href="http://www.morgenpost.de/berlin/article1139850/S_Bahn_Krise_Bahn_greift_Zughersteller_an.html" target="_blank">Deutsche Bahn den Zughersteller der S-Bahn kritisiert</a>, gibt das BOC einen Vertrag mit diesem Zughersteller fÃ¼r das S-Bahn-Chaos bekannt. Wie durchschaubar. Wie berlinerisch absurd. Andererseits, ich bin mal ausnahmsweise egoistisch und sage: Vielleicht istÂ Bombardier ja der richtige WM-FÃ¶rderer. Vielleicht fÃ¤hrt im August doch wieder eine S-Bahn durch die Innenstadt und rollt sogar zum Olympiastadion? Ich meine, irgendwie muss auch ich dahin kommen, mit dem Auto klappt es nicht, denn am Stadion gibt es zu wenig ParkplÃ¤tze &#8211; aber das ist mal eine andere Geschichte.</p>
<p>Der Reihe nach.</p>
<p><strong>1)</strong> Wer <strong>&#8220;berlinos&#8221; Kommentar </strong>nochmal <a title="Kommentar von &quot;berlino&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=4320#comment-11415" target="_self">nachlesen</a> mÃ¶chte, hier isser:</p>
<blockquote><p>Ich schaue zuversichtlich auf die in 19 Tagen startende WM. Das Publikum von Leichtathletik- Veranstaltungen lÃ¤sst sich nicht vergleichen mit FuÃŸballfans.</p>
<p>Ich bin mir sicher und habe Vertrauen darauf das es ausreichend Berliner und Brandenburger geben wird die sich das Spektakel im Olympiastadion anschauen werden.</p>
<p>Man sollte gar nicht so weit zurÃ¼ck schauen bis nach Stuttgart 1993. Die Leichtathletik Europameisterschaft in MÃ¼nchen im Jahre 2002 war ein riesiger Erfolg. Die Leute haben sich von der Stimmung am Fernseher anstecken lassen und sind trotz Regen ins Stadion gepilgert. Der Vorverkauf war damals sogar eher schleppender als diesmal zur Weltmeisterschaft.</p>
<p>Ich freue mich auch mÃ¶glichst viele Leser von Herrn Weinreich in Berlin begrÃ¼ÃŸen zu kÃ¶nnen.</p>
<p>HAVE A GOOD TIME!</p></blockquote>
<p><strong>2)</strong> Die Pressemitteilung des BOC im schÃ¶nsten PR-Kauderwelsch:</p>
<blockquote><p><strong>Bombardier Transportation wird Nationaler FÃ¶rderer der 12. IAAF Leichtathletik WM berlin 2009â„¢</strong></p>
<p>Bombardier Transportation, weltweiter MarktfÃ¼hrer in der <a title="Bombardier Webseite" href="http://www.bombardier.com/de/transportation/produkte-und-service/schienenfahrzeuge?docID=0901260d8001c864" target="_blank">Schienenverkehrstechnologie</a> mit weltweitem Hauptsitz in Berlin, wird Nationaler FÃ¶rderer der 12. IAAF Leichtathletik WM berlin 2009â„¢.</p>
<p>Sharon Christians, Vice President Communications &amp; Public Affairs, sagte zum Engagement des Unternehmens fÃ¼r die Leichtathletik-WM: â€žRund um den Globus verbindet Bombardier Transportation Menschen, StÃ¤dte und LÃ¤nder. Wir sind sicher, dass dies auch den Athleten bei der Leichtathletik-WM gelingen wird. Als global arbeitendes, aber in Berlin verankertes Unternehmen freuen wir uns ganz besonders, dieses herausragende, internationale Spitzenevent unterstÃ¼tzen zu kÃ¶nnen.&#8221;</p>
<p><span id="more-4354"></span>Laurens Lipperheide, Marketingdirektor des WM-Organisationskomitees, zeigte sich erfreut Ã¼ber die Partnerschaft: â€žMit Bombardier konnten wir ein weiteres Unternehmen mit starkem Bezug zu Berlin als Partner der weltgrÃ¶ÃŸten Sportveranstaltung des Jahres gewinnen und so die internationale Bedeutung der Leichtathletik-WM in und fÃ¼r Berlin einmal mehr unterstreichen. Gemeinsam kÃ¶nnen wir zeigen, dass Berlin â€ž<strong>the place to be</strong>&#8221; ist &#8211; nicht nur fÃ¼r Sport.&#8221;</p>
<p>Bombardier Transportation bietet seinen Kunden innovative Produkte und Dienstleistungen, die neue Standards fÃ¼r nachhaltige MobilitÃ¤t setzen. BOMBARDIER* ECO4*-Technologien (* Marken von Bombardier Inc. oder ihrer Tochtergesellschaften) basieren auf den vier Eckpfeilern Energie, Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit; sie sparen Energie, schÃ¼tzen die Umwelt und verbessern die Gesamtleistung des Schienenverkehrs.</p></blockquote>
<p>Noch Fragen?</p>
<p>Have a good time! The place to be!</p>
<p>Am Dienstag ist Ã¼brigens wieder eine &#8220;Telefonkonferenz mit einem WM-Gesicht&#8221;. Diesmal mit Christina ObergfÃ¶ll.</p>
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