<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?> <rss
version="2.0"
xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
> <channel><title>jens weinreich &#187; ethik</title> <atom:link href="http://www.jensweinreich.de/category/ethik/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.jensweinreich.de</link> <description>don&#039;t mix politics with games</description> <lastBuildDate>Sun, 05 Feb 2012 22:16:51 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>Whistleblower Mario Goijman: &#8220;Sie haben mein Leben zerstört&#8221;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2011/12/13/whistleblower-mario-goijman-sie-haben-mein-leben-zerstort/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2011/12/13/whistleblower-mario-goijman-sie-haben-mein-leben-zerstort/#comments</comments> <pubDate>Tue, 13 Dec 2011 11:23:36 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[fivb]]></category> <category><![CDATA[ioc]]></category> <category><![CDATA[jacques rogge]]></category> <category><![CDATA[jens sejer andersen]]></category> <category><![CDATA[jizhong wei]]></category> <category><![CDATA[joao havelange]]></category> <category><![CDATA[knebelverträge]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[mario goijman]]></category> <category><![CDATA[ruben acosta]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[spezialethiker]]></category> <category><![CDATA[totaldemokraten]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[volleygate]]></category> <category><![CDATA[wahrheitsallergiker]]></category> <category><![CDATA[whistleblower]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[rubén acosta]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=11414</guid> <description><![CDATA[My lonely fight in favor of an honest sport has cost me too much, lawyers fees, trips, publications, justice fees, and the persecution of loyal creditors, that now are executing me and some other FAV members, has ruined me, my patrimony and my health. Mario Goijman, Whistleblower Es gäbe unendlich mehr zu sagen als das, was [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>My lonely fight in favor of an honest sport has cost me too much, lawyers fees, trips, publications, justice fees, and the persecution of loyal creditors, that now are executing me and some other FAV members, has ruined me, my patrimony and my health.</p><p><em><strong>Mario Goijman</strong>, Whistleblower</em></p></blockquote><div
id="attachment_11416" class="wp-caption aligncenter" style="width: 479px"><img
class="size-full wp-image-11416" title="Mario Goijman" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/mario-cologne.jpg" alt="" width="469" height="640" /><p
class="wp-caption-text">Mario Goijman, Köln 2011, Foto: www.playthegame.org, Tine Harden</p></div><p>Es gäbe unendlich mehr zu sagen als das, was ich für einige Medien zusammengefasst habe. Die unendliche Geschichte des Mario Goijman raubt mir den Atem. Einmal mehr zeigt sich, wie die Parallelgesellschaft Sport funktioniert: Whistleblower werden geächtet.</p><p>Ich habe Mario Goijman viel zu verdanken, das habe ich im Laufe der Jahre hier mehrfach erwähnt. Seine Präsentation auf der Play the Game Konferenz 2005 in Kopenhagen hat mich lange weinen lassen. Und sie hat mir, so merkwürdig es klingt, Kraft gegeben. Denn Goijman, der kein Journalist ist, hat Journalisten weltweit gezeigt, wie weit man mit Recherche kommen kann. Er hat eine Wahrheit erzählt über die verruchte Branche, er hat unglaubliche Dokumente vorgelegt (leider ist seine Webseite www.volleygate.com inzwischen abgeschaltet). Ich finde, Journalisten können sich an Goijman ein Beispiel nehmen. Das klingt alles ziemlich pathetisch. Egal. Man kann die Geschichte gar nicht oft genug aufschreiben. Mario Goijman braucht Hilfe.<br
/> <span
id="more-11414"></span><br
/> [<em>Und mir ist völlig egal, ob vor Ewigkeiten mal jemand gesagt hat, Journalisten sollten sich auch mit einer guten Sache nicht gemein machen. Ich halte nichts von diesem Dogma.</em>]</p><p>Mein Beitrag im Deutschlandfunk:</p> <audio
id="wp_mep_1" src="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/12/11/dlf_20111211_1945_2ccb325c.mp3" controls="controls" preload="none" ><object
width="400" height="30" type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.jensweinreich.de/wp-content/plugins/media-element-html5-video-and-audio-player/mediaelement/flashmediaelement.swf"><param
name="movie" value="http://www.jensweinreich.de/wp-content/plugins/media-element-html5-video-and-audio-player/mediaelement/flashmediaelement.swf" /><param
name="flashvars" value="controls=true&amp;file=http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/12/11/dlf_20111211_1945_2ccb325c.mp3" /></object></audio> <script type="text/javascript">jQuery(document).ready(function($){$('#wp_mep_1').mediaelementplayer({m:1,features: ['playpause','current','progress','duration','volume','tracks','fullscreen'],audioWidth:400,audioHeight:30});});</script> <ul><li>Mein Beitrag in der FTD: <a
title="FTD: Whistleblowing lohnt sich nicht" href="http://www.ftd.de/sport/:olympiageschichte-whistleblowing-lohnt-sich-nicht/60141735.html?mode=print" target="_blank">Whistleblowing lohnt sich nicht</a></li><li>Jens Sejer Andersen, Play the Game: <a
title="Play the Game" href="http://www.playthegame.org/news/detailed/from-terrible-to-tragic-the-situation-of-sports-corruption-fighter-mario-goijman-5308.html" target="_blank">From terrible to tragic: The situation of sports corruption fighter Mario Goijman</a></li></ul><p>Mario Goijmans Präsentationen auf Play the Game Konferenzen:</p><ul><li>2005, Kopenhagen: <a
title="Mario Goijman, Play the Game 2005" href="http://www.playthegame.org/upload//Mario_Goijman_-_Exposing_Corruption_in_International_Volleyball_-_A_Personal_Account.pdf" target="_blank">Exposing Corruption in International Volleyball: A Personal Account </a></li><li>2009, Coventry: <a
title="Mario Goijman, Play the Game 2009" href="http://www.playthegame.org/uploads/media/Mario_Goijman_-_International_sport_under_Swiss_law.pdf" target="_blank">International sport under Swiss law</a> (Goijman hat nur seinen Vortrag geschickt, <a
title="Mario Goijman und die Nachwehen des Volleygates" href="http://www.jensweinreich.de/2009/06/09/mario-goijman-und-die-nachwehen-des-volleygates/">er durfte Argentinien nicht verlassen</a>)</li><li>2011, Köln: <a
title="Mario Goijman, Play the Game 2011" href="http://www.playthegame.org/fileadmin/image/PTG2011/Presentation/goijman_Mario_-volleygate-part2.pdf" target="_blank">Volleygate update</a></li></ul><p>Einer der größten Korruptionsfälle der olympischen Geschichte wurde nicht von Journalisten aufgedeckt, sondern von einem ehemaligen Sportfunktionär: Der Argentinier Mario Goijman hat detailliert nachgewiesen, wie sich der Mexikaner Rubén Acosta als langjähriger Präsident des Volleyball-Weltverbandes FIVB bereicherte. Acosta handelte mit TV-Anstalten und Sponsoren Verträge für die FIVB aus – und kassierte dafür satte Provisionen. Dieses Volleygate, wie es Goijman in Anspielung auf den Watergate-Skandal nannte, ist eine unfassbar tragische Geschichte, die in diesen Tagen einen weiteren tragischen Höhepunkt erlebt:</p><p>Acosta ist FIVB-Ehrenpräsident auf Lebenszeit und musste nicht einen Cent seiner ergaunerten Millionen erstatten.</p><p>Dagegen ist der Enthüller Mario Goijman ruiniert und verzweifelt. Er muss in diesen Tagen, weil er für Verluste aus der Männer-WM 2002 bürgt, sein Haus in Buenos Aires räumen.</p><p>Es war das letzte, was ihm geblieben war. Seine Konten sind bereits leer. Seine Ehe ist zerbrochen. Seine Gesundheit schwer angeschlagen.</p><p>„Die FIVB und das Internationale Olympische Komitee haben mich betrogen und belogen“, sagt Goijman, der die Öffentlichkeit um Hilfe bittet. „Sie haben mein Leben zerstört.“</p><p>Der 66-jährige Goijman ist ein klassischer Hinweisgeber, ein so genannter Whistleblower. Er war einst Präsident des argentinischen Volleyballverbandes FAV, er hatte Funktionen im Weltverband FIVB und hat lange mit Acosta kooperiert, bis er 2002 in Argentinien die WM ausrichtete. Als Organisationschef haftete er persönlich für einenVerlust von mehr als 800.000 Dollar. Die FIVB machte bei dieser WM einen Profit von mindestens 2,4 Millionen – wahrscheinlich viel mehr, denn alle Unterlagen des Weltverbandes hat Goijman nie gesehen.</p><p>Derlei Knebelverträge mit Organisatoren sind flächendeckend üblich im olympischen Weltsport. Es haften immer die Ausrichter, nie die Verbände, die den Profit abziehen. Im Volleyball ist das nicht anders als im Fußball und bei der FIFA oder bei den Olympischen Spielen des IOC.</p><p>Goijman hat dagegen opponiert und wurde schnell sämtliche Posten los. Sein Verband wurde sanktioniert, bald stand Goijman alleine da. Er begann zu recherchieren und sich mit den FIVB-Finanzen zu befassen. Goijman legte Dokumente vor, die Acostas Räubereien belegten. Goijman prozessierte in der Schweiz. Doch dort werden die Sportganoven traditionell vom Gesetz gedeckt. Die Sache zog sich über Jahre hin. Es wurde sogar ein alternativer Weltverband (WVBF) gegründet. Unterstützung aus dem Establishment erhielt Goijman aber kaum. Auch der deutsche Verband deckte in unanständiger Unterwürfigkeit stets den Großganoven Acosta.</p><p>Auf Goijmans Enthüllungen reagierte die IOC-Ethikkommission. Acosta trat 2004 angeblich aus Altersgründen aus dem IOC zurück, blieb aber noch vier Jahre FIVB-Alleinherrscher. Das IOC duldete diesen Deal laut Goijman auch deshalb, weil Acostas Anwalt damit gedroht hatte, Details über die schmutzigen Geschäfte einiger IOC-Mitglieder und Angestellter in der einstigen IOC-Marketingagentur Meridian zu veröffentlichen.</p><p>Im Frühjahr 2009 musste die neue FIVB-Führung auf ihrer Vorstandssitzung einräumen, dass Acosta sogar mindestens 33 Millionen Dollar abgezweigt hatte. Goijman machte auch dieses Protokoll öffentlich. Doch Acosta bleibt FIVB-Ehrenpräsident – auf Lebenszeit. Acostas Nachfolger, der Chinese Jizhong Wei, war lange Jahre treuer Diener des Patrons. Er genehmigt einigen Vizepräsidenten weiter Spesen von 500.000 Dollar pro Jahr, für die keinerlei Nachweise zu erbringen sind.</p><p>Das IOC hat sich beim Millionenbetrüger Acosta ähnlich aus der Affäre gezogen wie vergangene Woche im Fall des Millionenbetrügers und langjährigen FIFA-Chefs Joao Havelange (Brasilien). Verlogene Rücktritte werden goutiert. Die Gauner dürfen ihre Millionen behalten und sich weiter Ehrenpräsidenten ihrer olympischen Sportverbände nennen – und das IOC verheimlicht die Berichte der Ethikkommission.</p><p>„Acosta und Havelange, das ist dieselbe dreckige Geschichte“, sagt Mario Goijman.</p><p>Mit Galgenhumor erinnert er daran, dass er zur WM 2002 auf Geheiß von Acosta auch Havelange als Ehrengast bewirten musste. Auch dafür muss er heute noch büßen – die Gläubiger des WM-Organisationskomitees lassen sein Haus pfänden.</p><p>Auf die Frage, ob er in dieser akuten Lage etwas für Mario Goijman zu tun gedenke, sagte IOC-Präsident Jacques Rogge vergangene Woche in Lausanne: „Ich kenne die Details zu Herrn Goijman nicht, er heißt doch Goijman, ja? Ich muss sichernicht daran erinnern, dass Herr Acosta als IOC-Mitglied zurückgetreten ist.“ Das sollte wohl heißen: Damit geht das Thema das IOC nichts mehr an.</p><p>Whistleblower wie Goijman werden in der olympischen Welt nicht geschätzt, sie werden geächtet, auch – oder erst recht – wenn sie dazu beitragen, dass korrupte Funktionäre ihre Ämter loswerden. FIVB-Präsident Wei willigte vor zwei Jahren lediglich ein, einen Teil von Goijmans Prozesskosten zu erstatten.</p><p>Die im Grunde noch immer Acosta-hörige Verbandsspitze will Goijman zerstören.</p><p>Die FIVB ist einer der reichsten olympischen Verbände und verfügt über Millionenkonten im mondänen Lausanne, wo auch das IOC residiert. In Lausanne, wo im Olympischen Museum des IOC gerade 1,8 Millionen Franken unterschlagen wurden. Die Polizei ermittelt, dass IOC hat sich vor wenigen Tagen von einigen Mitarbeitern getrennt. Dochdies ist eine andere Geschichte im Mikrokosmos der Selbstbereicherung.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2011/12/13/whistleblower-mario-goijman-sie-haben-mein-leben-zerstort/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>23</slash:comments> <enclosure
url="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/12/11/dlf_20111211_1945_2ccb325c.mp3" length="2872320" type="audio/mpeg" /> </item> <item><title>Jacques Rogge sagt: &#8220;reports are confidential&#8221; und &#8220;a warning is not a sanction&#8221;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2011/12/08/jacques-rogge-sagt-reports-are-confidential-und-a-warning-is-not-a-sanction/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2011/12/08/jacques-rogge-sagt-reports-are-confidential-und-a-warning-is-not-a-sanction/#comments</comments> <pubDate>Thu, 08 Dec 2011 18:34:48 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[iaaf]]></category> <category><![CDATA[ioc]]></category> <category><![CDATA[isl/ismm]]></category> <category><![CDATA[issa hayatou]]></category> <category><![CDATA[jacques rogge]]></category> <category><![CDATA[joao havelange]]></category> <category><![CDATA[journalismus]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[lamine diack]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[spezialethiker]]></category> <category><![CDATA[sportfamilie]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[wahrheitsallergiker]]></category> <category><![CDATA[propaganda]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=11390</guid> <description><![CDATA[LAUSANNE. In zwei Jahrzehnten als IOC-Berichterstatter habe ich gewiss schon viele absurde, deprimierende Momente erlebt. Die gerade beendete, äußerst bizarre Pressekonferenz mit einem geradezu leblos argumentierenden IOC-Präsidenten Jacques Rogge gehört sicher dazu &#8211; irgendwo in den Top 20. Das muss Mann erst mal verdauen. Jedenfalls, Rogge, einst als Erneuerer angetreten [und von mir auch als [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>LAUSANNE. In zwei Jahrzehnten als IOC-Berichterstatter habe ich gewiss schon viele absurde, deprimierende Momente erlebt. Die gerade beendete, äußerst bizarre Pressekonferenz mit einem geradezu leblos argumentierenden IOC-Präsidenten Jacques Rogge gehört sicher dazu &#8211; irgendwo in den Top 20.</p><p>Das muss Mann erst mal verdauen.</p><p>Jedenfalls, Rogge, einst als Erneuerer angetreten [<em>und von mir auch als solcher promotet</em>], hätte nicht peinlicher agieren können. Unfassbar. Eigentlich hätte an seiner Stelle auch Samaranch sitzen können, das macht keinen Unterschied. Zu den Feinheiten: Rogge vermied es, die Vokabel &#8220;Korruption&#8221; zu benutzen [<em>ich sage es einmal mehr: das Wort Korruption taucht auch in der Olympischen Charta des IOC nicht auf</em>], er erwähnte auch nicht den Korruptionskonzern ISL/ISMM.</p><p>Als wäre nichts gewesen.</p><p>Schockierend.</p><p>Unanständig.</p><p>Es war natürlich Andrew Jennings, der überraschender Weise zwei Mal ans Mikro durfte und flink noch erwähnte, dass wir hier über ein kolossales Betrugssystem reden, das den gesamten, nunmehr von Rogge präsidierten, olympischen Weltsport umfasste. <strong><a
title="alle Beiträge zu ISL/ISMM" href="http://www.jensweinreich.de/category/islismm/">Mehr als 140 Millionen Schweizer Franken wurden nachweislich an Schmiergeld gezahlt.</a></strong> Die Dunkelziffer ist weitaus höher. Und die Bevorteilten, korrupte Funktionäre, sind zu großen Teilen noch in Amt und Würden, hundertmal angemerkt.</p><p>Nach etwa zwölf Minuten war die Freakshow beendet. Rogge behauptete:</p><blockquote><p>We will not hesitate to act. The wider world will acknowledge that the IOC means business and is accountable and transparent&#8221;</p></blockquote><p>Ich muss es gleich nachhören &#8211; und werde mich erneut gruseln.<br
/> <span
id="more-11390"></span><br
/> Nebenbei definierte Rogge die Gelben und Roten Karten im Fußball neu, oder auch die Ethikregeln. Oder beides. Es war so verworren. So verlogen.</p><blockquote><p>a warning is not a sanction</p><p>a repriment is a sanction</p><p>you could compare it to red card and yellow card in football.</p></blockquote><p>Also:</p><ul><li><strong>Lamine Diack</strong> (Senegal/IOC-Mitglied und Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF) hat insgesamt 52.880 CHF von der ISL erhalten. <a
title="ioc.org" href="http://www.olympic.org/Documents/Commissions_PDFfiles/Ethics/Ethics-2011-10-03-decision-recommendation-Lamine-Diack-Eng.pdf" target="_blank">Er wurde verwarnt.</a></li><li><strong>Issa Hayatou</strong> (Kamerun/IOC-Mitglied, FIFA-Vizepräsident, CAF-Präsident) hat 24.700 CHF von der ISL erhalten. <a
title="ioc.org" href="http://www.olympic.org/Documents/Commissions_PDFfiles/Ethics/Ethics-2011-10-03-decision-recommendation-Issa-Hayatou-Eng.pdf" target="_blank">Er wurde ermahnt.</a></li></ul><p>Beide, Diack und Hayatou, beschäftigen übrigens bis heute den ISL-Schmiergeldboten Jean-Marie Weber, der einst jene 140 Millionen verteilt hat.</p><ul><li><strong>Joao Havelange</strong> (<a
title="IOC-Doyen und FIFA-Patron João Havelange tritt zurück, weil er nicht rausgeschmissen werden will" href="http://www.jensweinreich.de/2011/12/04/ioc-doyen-und-fifa-patron-joao-havelange-tritt-zuruck-weil-er-nicht-rausgeschmissen-werden-will/">FIFA-Ehrenpräsidentm IOC-Mitglied bis vor wenigen Tagen</a>) hat mutmaßlich viele Millionen von der ISL erhalten. Die Überweisung von 1,5 Millionen aus diesem Paket ist bestens dokumentiert. Havelange wurde von Rogge nicht mal mehr erwähnt.</li></ul><p>Doch, sorry, <a
title="Wie Jacques Rogge (IOC) und Joseph Blatter (IOC, FIFA) die Öffentlichkeit verarschen" href="http://www.jensweinreich.de/2011/12/06/wie-jacques-rogge-ioc-und-joseph-blatter-ioc-fifa-die-offentlichkeit-verarschen/">Rogge sagte erneut &#8230;</a></p><blockquote><p>Mr Havelange is not an IOC member anymore. For us he is a private person.</p></blockquote><p>Und deshalb gibt es dazu keine Informationen.</p><p>Die Ermittlungsergebnisse der Ethikkommission bleiben natürlich auch geheim.</p><p>Rogge sagte:</p><blockquote><p>reports are confidential, the proposals are public</p></blockquote><p><del>Die beiden dünnen Papiere folgen in Kürze.</del></p><p><strong>19.37 Uhr:</strong> Denke ich über positive Aspekte nach, fällt mir schon mal dies ein:</p><ul><li>Die wenigen Journalisten, die sich in den vergangenen Jahrzehnten mit der ISL-Korruption befasst und wirklich recherchiert haben, beschrieben nichts als die Wahrheit.</li><li>Die Dokumente sind echt.</li><li>Die Zahlen stimmen.</li><li>Das IOC nennt exakt jene Daten und Zahlen, die Andrew Jennings &#8211; ergänzend zum bereits vorliegenden &#8211; vor einem Jahr in der BBC-Panaroma-Sendung vorgelegt hat.</li><li>Diese Fakten können auf Dauer weder IOC noch FIFA negieren.</li><li>Die historische Wahrheit bleibt die historische Wahrheit. Sie lässt sich auch von diesen milliardenschweren und intransparenten Sportkonzernen nicht beugen.</li><li>Die Wahrheit lässt sich auch von Propagandisten und als Journalisten getarnten Idioten nicht beugen.</li><li>Man könnte sogar sagen: Journalismus lohnt sich. Mann sieht, ab und an, Resultate. Wenn auch bescheidene.</li></ul><p>Weitere Resultate werden folgen.</p><p><strong>20.20 Uhr:</strong> Die Papiere sind oben nun verlinkt, und außerdem hier zu begutachten:</p><p
style="text-align: center;"><a
href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/diack1.jpg"><img
class="aligncenter size-large wp-image-11399" title="diack1" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/diack1-723x1024.jpg" alt="" width="506" height="717" /></a><br
/> <a
href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/diack2.jpg"><img
class="aligncenter size-large wp-image-11400" title="diack2" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/diack2-723x1024.jpg" alt="" width="506" height="717" /></a><br
/> <a
href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/hayatou1.jpg"><img
class="aligncenter size-large wp-image-11401" title="hayatou1" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/hayatou1-723x1024.jpg" alt="" width="506" height="717" /></a><br
/> <a
href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/hayatou2.jpg"><img
class="aligncenter size-large wp-image-11402" title="hayatou2" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/hayatou2-723x1024.jpg" alt="" width="506" height="717" /></a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2011/12/08/jacques-rogge-sagt-reports-are-confidential-und-a-warning-is-not-a-sanction/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>15</slash:comments> </item> <item><title>&#8220;How to make the whole f***-up look better for FIFA&#8221;?</title><link>http://www.jensweinreich.de/2011/11/04/how-to-make-the-whole-f-up-look-better-for-fifa/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2011/11/04/how-to-make-the-whole-f-up-look-better-for-fifa/#comments</comments> <pubDate>Fri, 04 Nov 2011 10:04:32 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[jerome valcke]]></category> <category><![CDATA[juristisches]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[lügenbarone]]></category> <category><![CDATA[mastercard]]></category> <category><![CDATA[ricardo teixeira]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[spezialethiker]]></category> <category><![CDATA[visa]]></category> <category><![CDATA[wahrheitsallergiker]]></category> <category><![CDATA[dstrict court]]></category> <category><![CDATA[geschäftsethik]]></category> <category><![CDATA[twitter]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=11107</guid> <description><![CDATA[In einem Anfall von Wahnsinn habe ich gerade einige Zitate aus den Unterlagen des US District Courts &#8211; Case 06 Civ. 3036 (LAP) &#8211; zur Visa-Mastercard-Sache getwittert. Im Grunde geht es um die Frage, ob man dem amtierenden FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke, Buddy von Tricky Ricky Teixeira (und einst als Director of FIFA Marketing &#38; TV verantwortlich [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a
href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/btwitterscreen.png"><img
class="size-large wp-image-11109 aligncenter" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px;" title="Twitter @jensweinreich" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/btwitterscreen-358x1024.png" alt="" width="358" height="1024" hspace="5" vspace="5" /></a></p><p>In einem Anfall von Wahnsinn habe ich gerade einige Zitate aus den Unterlagen des <a
title="Akute Wahrheits-Allergie im FIFA-Reich des Joseph Blatter" href="http://www.jensweinreich.de/2010/12/09/akute-wahrheits-allergie-im-fifa-reich-des-joseph-blatter/" target="_self">US District Courts &#8211; Case 06 Civ. 3036 (LAP) &#8211; zur Visa-Mastercard-Sache</a> getwittert.</p><p>Im Grunde geht es um die Frage, ob man dem amtierenden FIFA-Generalsekretär <strong>Jérôme Valcke</strong>, Buddy von <a
title="Andrew Jennings’ presentation to Senate Committee in Brasilia: “The Truth about FIFA Corruption &amp; Ricardo Teixeira”" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/31/andrew-jennings-presentation-to-senate-committee-in-brasilia-the-truth-about-fifa-corruption-ricardo-teixeira/" target="_self">Tricky Ricky Teixeira</a> (und einst als Director of FIFA Marketing &amp; TV verantwortlich für das Kreditkarten-Desaster), glauben darf.</p><p>Ich sage: Nein.</p><p><strong>Niemand sollte Valcke auch nur ein Wort glauben.</strong></p><p>Wer wird schon einem Wahrheitsallergiker glauben?</p><p>Ob er nun Emails schreibt und darin <a
title="live-Blog aus Zürich: “We are not in a crisis!”" href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/31/live-blog-aus-zurich-we-are-not-in-a-crisis/" target="_self">Katar unterstellt, die WM 2022 gekauft zu haben</a>, oder ob er andere Geschäfte betreibt. Valcke ist, liest man die Unterlagen zum Case 06 Civ. 3036 (LAP) aufmerksam, eine Art Serial Liar.</p><p>Ich verstehe nicht, wie Journalisten einen unseriösen Typen wie Valcke ernst nehmen und ständig zitieren können.<span
id="more-11107"></span></p><p>Der FIFA-General Valcke ist <a
title="live-Blog aus Zürich, Joseph Blatter greint: “Die Institution FIFA ist nicht korrupt”" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/21/live-blog-aus-zurich-sepp-mutiert-zum-korruptionsbekampfer/" target="_self">die Verkörperung der &#8220;Reformen&#8221; und der neuen &#8220;Transparenz&#8221; in der FIFA</a>. Er ist derjenige, der &#8211; beispielsweise &#8211; die so genannte Ethik-Kommission anweist, so genannte Verfahren zu eröffnen.</p><p>Und hier sind die Quotes aus den Prozessakten noch einmal im Text-Format. Wie gesagt, es gibt mehr, dies nur ein best of:</p><ul><li>FIFA’s negotiators <strong><em>lied repeatedly</em></strong> to MasterCard, including when they assured MasterCard that, consistently with MasterCard’s first right to acquire, FIFA would not sign a deal for the post-2006 sponsorship rights with anyone else unless it could not reach agreement with MasterCard.</li><li>FIFA’s negotiators <em><strong>lied</strong></em> to VISA when they <strong><em>repeatedly</em></strong> responded to the direct question of whether MasterCard had any incumbency rights by assuring VISA that MasterCard did not.</li><li>FIFA’s negotiators provided VISA with blow-by-blow descriptions of the status of the FIFA-MasterCard negotiations while <em><strong>concealing</strong></em> from its long-time partner MasterCard both the fact of the FIFA-VISA negotiations as well as the status of those negotiations – an action FIFA’s president admitted would not be “fair play&#8221;</li><li>FIFA’s marketing director <em><strong>lied to both</strong></em> MasterCard, FIFA’s long-time partner, and to VISA, its negotiating counterparty, to both of which FIFA, under Swiss law, owed a duty of good faith. When, pursuant to his engineering, VISA raised its bid to the same level as MasterCard’s, he <em><strong>declined</strong></em> his subordinates’ suggestion to give MasterCard the opportunity to submit a higher bid based on his concern for his own reputation with the FIFA Board. He also <em><strong>declined</strong></em> his subordinates’ recommendation that he recommend to the FIFA Board that it continue with its prior approval of MasterCard as the post-2006 sponsor. Instead, he told the board it was difficult for him to make a recommendation and <em><strong>never mentioned</strong></em> MasterCard’s first right to acquire the post-2006 sponsorship.</li><li>On the morning of the first of March 2006 FIFA board meetings and after all three FIFA boards had previously approved MasterCard as the post-2006 sponsor, FIFA’s marketing director called VISA to say that if VISA increased its cash bid by $30 million to the level of MasterCard’s bid, VISA “would be the partner&#8221;.</li><li>Even after MasterCard had signed the “FINAL version&#8221; of the post-2006 sponsorship agreement and returned it to FIFA, FIFA’s negotiators <em><strong>delayed telling</strong></em> MasterCard that the FIFA Board had chosen VISA; instead they waited for the VISA board to ratify the VISA agreement.</li><li>After the FIFA boards had approved MasterCard as post-2006 sponsor and after MasterCard had agreed to FIFA’s asking price and agreement had been reached on all other terms and after FIFA’s in-house counsel had solicited FIFA members for items that might be used to claim that MasterCard breached the Agreement, FIFA pointed to a trademark issue that had been present since 2000 or 2001 to justify granting the post-2006 sponsorship to VISA and sent a letter to MasterCard — after the commencement of this lawsuit — purporting to terminate the Agreement and thus MasterCard’s first right to acquire.</li></ul><div
id="attachment_11119" class="wp-caption aligncenter" style="width: 505px"><a
href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/fifaquote2.png"><img
class="size-full wp-image-11119  " title="US District Court – Case 06 Civ. 3036 (LAP)" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/fifaquote2.png" alt="" width="495" height="54" /></a><p
class="wp-caption-text">US District Court – Case 06 Civ. 3036 (LAP)</p></div><ul><li>After MasterCard and FIFA waived, under Swiss law, both the 90-day time periods set out in section 9.2 by their “conclusive conduct,&#8221; FIFA now seeks <em><strong>retroactively to revive</strong></em> one of the 90-day periods, but not the other, to justify its choice of VISA for the post-2006 sponsorship.</li><li>While the FIFA witnesses at trial boldly characterized their breaches as “<em><strong>white lies</strong></em>&#8220;, “<strong><em>commercial lies</em></strong>&#8220;, “<em><strong>bluffs</strong></em>&#8220;, and, ironically, “<strong><em>the game</em></strong>&#8220;, their internal emails discuss the “<em><strong>different excuses</strong></em> to give to MasterCard as to why the deal wasn’t done with them“, &#8220;<em><strong>h</strong></em><em><strong>ow we (as FIFA) can still be seen as having at least some business ethics&#8221;</strong></em> and how to “<em><strong>make the whole f***-up look better for FIFA</strong></em>.&#8221; They ultimately confessed, however, that “[I]t’s clear somebody has it in for MC.&#8221;</li></ul><div
id="attachment_11120" class="wp-caption aligncenter" style="width: 514px"><a
href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/fifaquote1.png"><img
class="size-full wp-image-11120 " title="US District Court – Case 06 Civ. 3036 (LAP)" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/fifaquote1.png" alt="" width="504" height="130" /></a><p
class="wp-caption-text">US District Court – Case 06 Civ. 3036 (LAP)</p></div> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2011/11/04/how-to-make-the-whole-f-up-look-better-for-fifa/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>7</slash:comments> </item> <item><title>Unter Brüdern</title><link>http://www.jensweinreich.de/2011/07/24/unter-brudern/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2011/07/24/unter-brudern/#comments</comments> <pubDate>Sun, 24 Jul 2011 15:20:12 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[jack austin warner]]></category> <category><![CDATA[joseph blatter]]></category> <category><![CDATA[katar 2022]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[kriminalistisches]]></category> <category><![CDATA[mohamed bin hammam]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[wahrheitsallergiker]]></category> <category><![CDATA[bestechung]]></category> <category><![CDATA[fifa-geschäftsethik]]></category> <category><![CDATA[spezialethiker]]></category> <category><![CDATA[totaldemokratie]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=10733</guid> <description><![CDATA[Mohamed Bin Hammam hat Humor. Das muss man ihm lassen. Auf die lebenslange Sperre durch das Witzgremium &#8220;FIFA-Ethikkommission&#8221;, die den unschuldigen Jack the Ripper daheim wieder/weiter unter Druck setzt, mit Veröffentlichung eines Briefes vom Sepp zu reagieren, das hat was. Da ganz wenige Berichterstatter weltweit ihn jedoch absurderweise als Transparenz-Hoffnung im Vergleich zu seinem langjährigen [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Mohamed Bin Hammam hat Humor. Das muss man ihm lassen. Auf die <a
title="fifa.com" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/organisation/bodies/news/newsid=1479070/index.html" target="_blank">lebenslange Sperre</a> durch das Witzgremium &#8220;FIFA-Ethikkommission&#8221;, die den unschuldigen Jack the Ripper daheim wieder/weiter <a
title="www.trinidadexpress.com" href="http://www.trinidadexpress.com/news/Cloud_over_Jack_as_Bin_Hammam_banned-126072053.html" target="_blank">unter Druck</a> setzt, mit <a
title="www.mohamedbinhammam.com" href="http://afcpresident.com/en/Blog/blog.php?menuNum=31" target="_blank">Veröffentlichung</a> eines Briefes vom Sepp zu reagieren, das hat was.</p><div
id="attachment_10734" class="wp-caption aligncenter" style="width: 539px"><img
class="size-large wp-image-10734" title="Brief von Blatter an Bin Hammam, 2008" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/07/20080618_fifa_president_to_mbh_10_year_presidency-756x1024.gif" alt="" width="529" height="717" /><p
class="wp-caption-text">(c) Mohamed Bin Hammam, www.afcpresident.com</p></div><p>Da ganz wenige Berichterstatter weltweit ihn jedoch absurderweise als Transparenz-Hoffnung im Vergleich zu seinem langjährigen Gefährten Joseph Blatter aufbauen, könnte Mann fragen, warum Bin Hammam nicht weitere, wirklich interessante Dokumente und Vorgänge aus fünfzehn Jahren an der Seite seines Bruders Sepp veröffentlicht. Totaltransparenz in der Spezialdemokratie, das wäre mal was.</p><p>Doch der Emir wird ihm das schon austreiben.</p><p>Mensch, Mann müsste wirklich mal wieder ein Buch schreiben.</p><p><em>Nachtrag, 19.50 Uhr:</em> Mein Gespräch gerade im Deutschlandfunk mit Herbert Fischer-Solms:</p><p><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/07/24/dlf_20110724_1922_c9d4491c.mp3" target="_self">:</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2011/07/24/unter-brudern/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>55</slash:comments> <enclosure
url="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/07/24/dlf_20110724_1922_c9d4491c.mp3" length="2610688" type="audio/mpeg" /> </item> <item><title>live-Blog aus Zürich: &#8220;We are not in a crisis!&#8221;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2011/05/31/live-blog-aus-zurich-we-are-not-in-a-crisis/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2011/05/31/live-blog-aus-zurich-we-are-not-in-a-crisis/#comments</comments> <pubDate>Tue, 31 May 2011 07:02:58 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[fick fufa]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[fifa-präsidentschaft]]></category> <category><![CDATA[jack austin warner]]></category> <category><![CDATA[joseph blatter]]></category> <category><![CDATA[katar 2022]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[kriminalistisches]]></category> <category><![CDATA[mohamed bin hammam]]></category> <category><![CDATA[presseschau]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[sportbetrug]]></category> <category><![CDATA[sportfamilie]]></category> <category><![CDATA[totaldemokraten]]></category> <category><![CDATA[wahrheitsallergiker]]></category> <category><![CDATA[wm 2022]]></category> <category><![CDATA[jerome valcke]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=10352</guid> <description><![CDATA[ZÜRICH. Und es sprach der Große Vorsitzende: Crisis? What is a crisis? We are not in a crisis! We are only in some difficulties. And the difficulties will be solved, will be solved inside our family. [Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.] Ich musste wirklich lachen. Und [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>ZÜRICH. Und es sprach der Große Vorsitzende:</p><blockquote><p><strong>Crisis? What is a crisis? We are not in a crisis! We are only in some difficulties. And the difficulties will be solved, will be solved inside our family.</strong></p></blockquote><p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a
href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/31/live-blog-aus-zurich-we-are-not-in-a-crisis/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p><p>Ich musste wirklich lachen. Und ich kann meine Herkunft nicht verleugnen. Die pathologische Sturköpfigkeit, mit der Sepp gestern seine Pressekonferenz bestritt, erinnerte mich an den hier &#8230;</p><p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a
href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/31/live-blog-aus-zurich-we-are-not-in-a-crisis/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p><p>&#8230; und den hier &#8230;</p><p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a
href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/31/live-blog-aus-zurich-we-are-not-in-a-crisis/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p><p>&#8230; und den hier <em>(Danke SH für den Hinweis)</em> &#8230;</p><p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a
href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/31/live-blog-aus-zurich-we-are-not-in-a-crisis/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p><p>&#8230; und den hier &#8230;</p><p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a
href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/31/live-blog-aus-zurich-we-are-not-in-a-crisis/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p><p>Das Ende der Geschichte ist bekannt.</p><ul><li>Auf dem <a
title="NYT: Goal" href="http://goal.blogs.nytimes.com/2011/05/30/blatters-news-conference-live/" target="_blank">Soccer Blog der New York Times</a> steht das Transkript dieser denkwürdigen &#8220;Pressekonferenz&#8221;</li></ul><p>Wobei das nicht ganz sauber ist, es fehlt einiges. Zum Beispiel hat sich Blatter mit den Worten verabschiedet, dass er selbst noch Mitglied der AIPS sei, des Weltverbandes der Sportjournalisten.</p><p>Keine Ahnung, was er damit sagen wollte. Ich bin übrigens kein AIPS-Mitglied.</p><p>Ich will auch heute versuchen, die Ereignisse halbwegs regelmäßig im Blog zu begleiten. (Hatte gestern ein arges technisches Problem mit dem Laptop, die das Bloggen und das Artikelschreiben schwer behindert haben. Das Problem lässt sich nicht beheben, ich muss schwer improvisieren.)</p><p>Wichtigster Termin, Tsunami-Warnung, ist um 14 Uhr im Grand Hotel Dolder die Pressekonferenz, auf der ausgerechnet Jack Dokumente (inklusive Kontoauszüge etc) vorlegen will, um Korruptionszahlungen in Höhe von 20 Millionen Dollar an vier Exekutivmitglieder zu beweisen. Es geht, natürlich, um die WM 2022 in Katar. Und, so viel kann ich mal sagen, endlich nähern wir uns den wirklichen Dimensionen des Betrugs an.</p><p>Einstweilen, Lektüre, Lesebefehle!</p><ul><li>Die <a
title="fifa.com" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/administration/news/newsid=1444139.html" target="_blank">Behauptungen</a> des FIFA-Generalsekretärs und Wahrheitsallergikers Jerome Valcke zu seiner Email an Jack Warner, in dem er schrieb, Katar habe die WM 2022 gekauft:</li></ul><blockquote><p>Herr Warner hat eine E-Mail veröffentlicht, die ich ihm geschickt habe. Ich möchte klarstellen, dass ich in E-Mails – die naturgemäß ein &#8220;leichteres&#8221; Ausdrucksmittel sind – gelegentlich einen wesentlich weniger formalen Ton verwende als bei anderen Formen der Korrespondenz. Dies vorausgeschickt, wollte ich in besagter E-Mail in Bezug auf die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022 zum Ausdruck bringen, dass die erfolgreiche Bewerbung finanzielle Stärken beim Werben um Unterstützung genutzt hat. Es handelte sich um einen Kandidaten mit sehr wichtigem Budget, welches eingesetzt wurde, um die Kandidatur auf der ganzen Welt sehr wirkungsvoll zu bewerben. Weder habe ich mich zu irgendeinem Zeitpunkt auf den Kauf von Stimmen oder auf anderes unethisches Verhalten bezogen, noch hatte ich die Absicht, dies zu tun. Ferner möchte ich klarstellen, dass es, wie ich gestern bereits sagte, bei der FIFA keinerlei Ermittlungen hinsichtlich der Vergabe der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022 gibt.</p></blockquote><ul><li>Charles Sale zeigt in der Daily Mail auf, dass Jack the Ripper sich von der Überweisung Bin Hammams das übliche Drittel abzweigte: <a
title="Daily Mail" href="http://www.dailymail.co.uk/sport/football/article-1392575/FIFAs-Jack-Warner-diverted-Caribbean-Football-Union-travel-funds-CHARLES-SALE.html#ixzz4OeWm1nT8" target="_blank">FIFA&#8217;s Jack Warner &#8216;diverted Caribbean Football Union travel funds&#8217;</a></li></ul><p>Das kennt man seit Jahrzehnten. Ein Teil ALLER Überweisungen geht stets an die CFU bzw direkt an Jack.</p><ul><li>Elmar Wagner in der NZZ: <a
title="NZZ" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/400_hundert-dollar-noten_1.10761729.html" target="_blank">400 Hundert-Dollar-Noten.</a> Wie der FIFA-Präsidentschaftskandidat Bin Hammam Stimmen kaufen wollte.</li></ul><p>Ooops, da hat die Ethikkommission wohl was durchgesteckt.</p><blockquote><p>Aufschlussreich ist bereits die Vorgeschichte jenes Spezialkongresses in der Karibik. Eigentlich war vorgesehen, dass der Fifa-Präsidentschafts-Kandidat Bin Hammam am offiziellen Kongress der Concacaf am 2. Mai in Miami anwesend ist, um dort Wahlkampf zu betreiben. Die Concacaf umfasst die zentral- und nordamerikanischen sowie karibischen Fussballverbände und versammelt 35 Delegiertenstimmen. Doch zum Besuch Bin Hammams in Miami kam es schliesslich doch nicht – offiziell, weil der Katarer das Visum für die Einreise zu spät erhalten hatte.</p><p>Aufgrund der Unterlagen im Dossier wird ersichtlich, dass Bin Hammam gar nie beabsichtigte, nach Miami zu reisen. Denn schon am 1. April fragte er den Concacaf-Präsidenten Jack Warner, ob er einen eigenen Kongress in Trinidad veranstalten dürfe. Warner sagte gemäss der vorliegenden E-Mail-Faksimiles zu, wies aber darauf hin, dass Bin Hammam für die Reisekosten der Delegierten aufkommen müsse. Der Concacaf-Generalsekretär Chuck Blazer warnte in einer E-Mail davor, dass dieses Vorgehen ethisch nicht vertretbar sei. Warner schrieb: «Ich will es aber so.»</p></blockquote><ul><li>Der <a
title="fifa.com" href="http://www.fifa.com/mm/document/affederation/administration/01/44/40/85/jdqcreview-summary.pdf" target="_blank">&#8220;Untersuchungsbericht&#8221;,</a> in dem die Äußerungen von Lord Triesman zur Korruption bei der WM-Vergabe 2018 und 2022 behandelt und ins Reich der Fabel verbannt werden</li></ul><p>Schade eigentlich, dass Sepp die Dokumente zum ISL-Bestechungsskandal, etwa die Einstellungsverfügung, nicht auch veröffentlichen lässt. Gegen Veröffentlichung der Einstellungsverfügung, in der die Namen jener genannt werden, die 5,5 Millionen Schweigegeld an die Staatskasse gezahlt haben, verhindert die FIFA seit Monaten durch Einsatz teuerster Schweizer Anwälte.</p><ul><li>Dazu der Artikel von Jean-Francois Tanda: <a
title="tagesanzeiger.ch" href="http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Wie-die-Fifa-die-Namen-bezahlter-Funktionaere-geheim-halten-will/story/30396858" target="_blank">Wie die FIFA die Namen bezahlter Funktionäre geheim halten will</a></li></ul><p>tbc</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2011/05/31/live-blog-aus-zurich-we-are-not-in-a-crisis/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>25</slash:comments> </item> <item><title>live-Blog aus Zürich: Jack the Ripper on revenge trail</title><link>http://www.jensweinreich.de/2011/05/30/live-blog-die-ehrenwerte-familie-1/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2011/05/30/live-blog-die-ehrenwerte-familie-1/#comments</comments> <pubDate>Mon, 30 May 2011 06:56:08 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[carlos hanimann]]></category> <category><![CDATA[chuck blazer]]></category> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[fifa-präsidentschaft]]></category> <category><![CDATA[jack austin warner]]></category> <category><![CDATA[jerome valcke]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[kriminalistisches]]></category> <category><![CDATA[mohamed bin hammam]]></category> <category><![CDATA[petrus damaseb]]></category> <category><![CDATA[presseschau]]></category> <category><![CDATA[roland büchel]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[sportbetrug]]></category> <category><![CDATA[totaldemokraten]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[wahrheitsallergiker]]></category> <category><![CDATA[joseph blatter]]></category> <category><![CDATA[korruption im sport]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=10338</guid> <description><![CDATA[ZÜRICH. Moin, moin, willkommen am Hauptsitz der FIFA-Mafia. Nach einem selten bizarren Erlebnis gestern Abend, der Pressekonferenz der so genannten FIFA-Ethikkommission, flankiert vom Lügenbaron Jerome Valcke, FIFA-Generalsekretär, werde ich an den kommenden drei Tagen bis zur Krönungsmesse halbwegs live bloggen. Es gibt mit boshafter Regelmäßigkeit Links und Schnipsel und Dokumente des Grauens &#8211; und vielleicht [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
class="aligncenter size-full wp-image-10345" title="crush FIFA!" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/05/FIFA_ftgftf_2A.gif" alt="" width="414" height="255" /></p><p>ZÜRICH. Moin, moin, willkommen am Hauptsitz der FIFA-Mafia. Nach einem selten bizarren Erlebnis gestern Abend, der Pressekonferenz der so genannten FIFA-Ethikkommission, flankiert vom Lügenbaron Jerome Valcke, FIFA-Generalsekretär, werde ich an den kommenden drei Tagen bis zur Krönungsmesse halbwegs live bloggen. Es gibt mit boshafter Regelmäßigkeit Links und Schnipsel und Dokumente des Grauens &#8211; und vielleicht sogar einige Gedanken. Who knows. Es wird auf jeden Fall ein ziemlich langer Beitrag. Also, immer mal aktualisieren und ans Ende scrollen.</p><p>Ehre wem Ehre gebührt: Beginnen wir mit Petrus Damaseb aus Namibia, dem stellvertretenden Chef der &#8220;Ethikkommission&#8221;.</p><p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a
href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/30/live-blog-die-ehrenwerte-familie-1/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p><p>Hier kann man die komplette Pressekonferenz, die vom FIFA-Kommunikationsverhinderer Nicolas Maingot wie üblich resolut beendet wurde, <a
title="FIFA PK 29. Mai 2011" href="http://streamstudio.world-television.com/CCUIv3/frameset.aspx?ticket=645-676-9890&amp;target=en-default-&amp;status=ondemand&amp;browser=ns-0-0-0-10-0&amp;stream=flash-video-300" target="_blank">sehen und hören</a>.</p><p>Natürlich ist diese &#8220;Ethikkommission&#8221; kein unabhängiges Gremium, sondern eine lächerliche Institution, die sich für den bislang größten Schmiergeldskandal der Sportgeschichte, die <a
title="alle Beiträge zu ISL/ISMM" href="http://www.jensweinreich.de/category/islismm/" target="_self">141 ISL-Millionen</a>, nicht interessierte &#8211; warum auch, schließlich zahlte die FIFA 5,5 Millionen Franken Schweigegeld (und mehr), um die Namen von Schmiergeldempfängern geheim zu halten. Kurz noch einige Argumente und Hintergründe, nichts Neues für Stammleser:</p><ul><li><a
title="Stil- und Textkritik: der FIFA-Ethikcode" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/23/stil-und-textkritik-der-fifa-ethikcode/  " target="_self">Stil- und Textkritik: der FIFA-Ethikcode</a></li><li><a
title="update: Korruption in der FIFA" href="http://www.jensweinreich.de/2010/10/18/update-korruption-in-der-fifa/" target="_self">update: Korruption in der FIFA</a></li></ul><p>Über die Entscheidungen der &#8220;&#8221; habe ich für den Deutschlandfunk gestern das Sportgespräch mit dem Schweizer Nationalrat <a
title="Offener Brief an FIFA-Boss Joseph Blatter" href="http://www.jensweinreich.de/2011/01/12/roland-rino-buchel-offener-brief-an-fifa-boss-joseph-blatter/" target="_self">Roland</a> <a
title="Roland Büchel" href="http://www.rolandbuechel.ch/" target="_blank">Büchel</a> (SVP) und <a
title="WOZ: Seco untersucht FIFA" href="http://www.woz.ch/artikel/2011/nr12/wirtschaft/20519.html" target="_self">Carlos</a> <a
title="Nation of Swine" href="http://nationofswine.ch/2011/01/12/der-mann-in-blatters-nacken/" target="_blank">Hanimann</a> von der WOZ geführt:</p><p><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/05/29/dlf_20110529_2331_d66cd384.mp3" target="_self">:</a></p><p><a
title="alle Beiträge von und mit Jack Warner" href="http://www.jensweinreich.de/category/jack-austin-warner/" target="_self">Jack Austin Warner</a> sagt dazu übrigens &#8211; Lesebefehl! (Gestern Nacht in den <a
title="Bin Hammam pulls out ..." href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/29/bin-hammam-pulls-out-step-back-morally-corrupt-sepp/" target="_self">Kommentaren</a> wie einige andere Lesebefehle natürlich schon verlinkt.)</p><blockquote><p>I attended the FIFA enquiry today at 12 noon pursuant to a request made of me by FIFA to answer allegation made by Chuck Blazer, General Secretary of CONCACAF.</p><p>I have learned this evening via the media that I have been provisionally suspended by the FIFA Ethics Committee.  This has come both as a shock and surprise to me.  At the conclusion of the enquiry I specifically requested that I be notified of any decision as I had learned via the media before attending the hearing that a decision would be handed down at 5:00PM.  Despite leaving my contact details, up to this point, I still have not received any notification from the FIFA.</p><p>At the hearing I indicated that I submitted two written statements outlining my position.  I expressed my disappointment with the way in which the enquiry was conducted as I was given less than twenty four hours to submit a statement for consideration by the committee and, moreover, one of the five members of the Committee is from Uruguay and did not have the value of a translated version of my or Mr bin Hammam&#8217;s submission.  This lack of translation services brings into question the issue of due process.</p><p>In addition, FIFA did not have the courtesy to provide me with copies of the allegations before the hearing and it was only during the hearing were the allegations read to me.</p><p>At the hearing, among other things, I was asked about the special meeting with the CFU to hear Mr Bin Hammam and whether such a meeting was normal I indicated that President Blatter earlier this year had held a similar meeting in South Africa with thirty seven countries and no objections had been made of that to date.  In fact this has been the practice of FIFA in holding meetings with member countries before elections.</p><p>I denied the allegations that I made statements at the CFU meeting about gifts being given by Mr Bin Hammam.  I also indicated that at the Miami CONCACAF Congress on May 3rd Mr. Blatter made a gift of one million USD to CONCACAF to spend as it deems fit. This annoyed President Michel Platini who was present and he approached Secretary General Jerome Valcke complaining that Mr Blatter had no permission from the Finance Committee to make this gift to which Jerome replied that he will find the money for Mr Blatter.</p><p>I also indicated at the CFU meeting held in Trinidad on May 10 which was requested by Mr. Bin Hammam, FIFA through Mr. Blatter organised gifts of laptops and projectors to all members of the Caribbean and no objections have been made today of this to date.</p><p>In my statement I attached letters from thirteen Federations whose members attended the CFU Meeting where the allegations of gifts were made.</p><p>These statements from the 13 members denied the allegations that have been made against me and any participation of these individuals in the act complained of. While with regard to the allegation of payment only one statement was submitted by Collins &amp; Collins.</p><p>On May 18 when I realised that the political battle between Blatter and Bin Hammam was getting out of hand I wrote Secretary General Valcke telling him, among other things, that the outcome of the elections may cause some fracture in the Arab world  which we can ill afford now and that I will like to ask Bin Hammam to withdraw from the race. To which Jerome replied to me and I quote :</p><p>&#8220;For MBH, I never understood why he was running. If really he thought he had a chance or just being an extreme way to express how much he does not like anymore JSB. Or he thought you can buy FIFA as they bought the WC. I have a bet since day one, he will withdraw but on June 1st after his 10 min speech. By doing so he can say he push Blatter to make new commitments bla bla bla and get out under applause. Before means he is a looser. So&#8230;He will get some votes. Less than 60 today after CAF support. It will be the &#8220;coup de grace&#8221; if you would officially send a message as the CONCACAF President by saying CONCACAF supports unanimously. So I am not giving you an advice but just my feeling about what I think is the situation.&#8221;</p><p>Despite the plea from SG Valcke, I refused to give any advice about how CONCACAF will be voting.</p><p>At no time during this matter was I ever contacted by Mr. Blazer nor did he contact the Executive or the Emergency Committee of the CONCACAF and it is informative for one to look at Mr Blazer&#8217;s credibility by referring to the report of the NY District Court Judge in the matter between Master Card and Visa in the FIFA matter of 7th December 2006 .</p><p><em>(para 213) Mr. Blazer&#8217;s testimony was generally without credibility based on his attitude and demeanor on his evasive answers on cross-examination.</em></p><p><em>(para 214) Thus, for that reason and based on his evasive answers and his attitude and demeanor, Mr. Blazer&#8217;s testimony as the March 14, 2006 Marketing &amp; TV AG Board meeting is rejected as fabricated.</em></p><p>The complaints  made in this matter are politically motivated against Mr Bin Hammam and me and are designed, among other things, to cause serious prejudice and damage to both Mr Bin Hammam and myself at one of the most critical times for the FIFA.</p><p>It is also shocking that at the close of an inquiry at around 5:47pm when the decision was already delivered new evidence in the form of a fax from the Puerto Rico FF appears making allegations which were treated as part of the evidence in this matter. This further demonstrates in the way the enquiry was conducted and the prejudice against me.</p><p>The decision to suspend me is an abuse of the process and achieves no real purpose as stated in the decision and again demonstrates the bias of this enquiry.</p><p>I intend to say a lot more on this matter shortly.</p><p>In the meantime, I will vigorously defend my reputation as well as the reputation of the rest of the Caribbean members.</p><p>Respectfully submitted</p><p>Sgd Jack Warner</p></blockquote><p>Der Jack will doch nicht wohl doch einen Tsunami auslösen, wie er versprochen hat? Ich kann es mir, ganz ehrlich, immer noch nicht vorstellen.</p><p>Sehr witzig übrigens, dass auch Jack (wie ich es gern tue) den Report des New Yorker Distriktgerichts im Visa-Mastercard-Skandal erwähnt &#8211; denn da kommen sowohl Chuck Blazer als auch Jerome Valcke verdammt schlecht weg. Lügen über Lügen.</p><p>Mohamed Bin Hammam erklärt:</p><blockquote><p><strong>Provisional ban is completely disproportionate – lack of fair play</strong></p><p>Doha and Zurich, May 29, 2011 – Mohamed bin Hammam acknowledged the decision taken today by the FIFA Ethics Committee. However, he fails to understand how despite him not being found guilty, but yet, he has been suspended.</p><p>“I have been referred to the Ethics Committee based on evidence which was strong enough in the views of the FIFA General Secretary for such procedure. However, the Ethics Committee in it&#8217;s meeting today did not find this evidence sufficient to convict me. Consequently, I should have been given the benefit of doubt but instead, I have been banned from all football activities.&#8221;</p><p>&#8220;I have been given the impression that the Ethics Committee is absolutely an independent committee, but in the press conference we have seen today, the General Secretary made clear that he is the one who has the influence in this Committee.&#8221;</p><p>During today&#8217;s press conference, FIFA General Secretary Jérôme Valcke commented on the decision of the FIFA Ethics Committee and presented new evidence against Mr. Bin Hammam which had not been part of the proceedings so far and which nobody was able to review. He did not hesitate to predict that other parties, in the new fully-fledged investigation, will proof the guiltiness of Mr. Bin Hammam. This is contradictory to the rules of justice by an allegedly independent commission.</p><p>Mohamed Bin Hammam said: “I’m very disappointed about the way the status of the proceeding has been presented at the media conference. I am expecting that this will continue. This is not how I understand fair play. I’m reserving all my rights.&#8221;</p></blockquote><p>Und weil ich die Visa-Mastercard-Sache nun schon erwähnte (wie Jack), sie ist ja auch wichtig, um das FIFA-Geschäftsgebaren zu beschreiben und Valcke als notorischen Lügner zu brandmarken &#8211; hier flink noch eine Summary reinkopiert, die ich vor einiger Zeit schon mal angeboten habe (<a
title="Akute Wahrheitsallergie im FIFA-Reich des Joseph Blatter" href="http://www.jensweinreich.de/2010/12/09/akute-wahrheits-allergie-im-fifa-reich-des-joseph-blatter/" target="_self">Akute Wahrheitsallergie im FIFA-Reich des Joseph Blatter</a>):</p><p>Valcke war damals FIFA-Marketingchef, <a
title="FIFA fires four execs after MasterCard mess" href="http://sports.yahoo.com/soccer/news?slug=fifafirings" target="_blank">wurde<img
id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.59/t.gif" alt="" /></a> <a
title="FIFA-Pressemitteilung Dezember 2006" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/releases/newsid=108638.html" target="_blank">gefeuert<img
id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.59/t.gif" alt="" /></a>, kam wenige Monate später als <a
title="FIFA.com" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/bodies/media/newsid=540197.html" target="_blank">Generalsekretär<img
id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.59/t.gif" alt="" /></a> wieder, und der Sepp stellte es doch tatsächlich so dar, als sei Valcke nie gefeuert worden.</p><p>Eine feine Analyse dazu gab es mal im Independent:</p><ul><li><a
title="The Independent" href="http://www.independent.co.uk/news/people/profiles/jr244me-valcke-he-scored-the-worstever-own-goal-now-hes-running-football-398086.html" target="_blank">Jérôme Valcke: He scored the worst-ever own goal. Now he’s running football<img
id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.59/t.gif" alt="" /></a>- He lost his job in marketing at Fifa after a judge ruled he had lied over a sponsorship deal. But 10 months on, he’s the boss. David Owen hears his comeback story</li></ul><p>Im Original liest sich das <a
title="findlaw.com" href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;source=web&amp;cd=1&amp;sqi=2&amp;ved=0CC0QFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Ffl1.findlaw.com%2Fnews.findlaw.com%2Fhdocs%2Fdocs%2Fsports%2Fmastercardfifa120706opn.pdf&amp;ei=69IATd73HI2MswaglvjyDg&amp;usg=AFQjCNEcSDUzVNAyXQ2N_ZtQspHuYgrkrg&amp;sig2=uMGJn6YFiYBdbH7bfnCFmQ" target="_blank">im ersten Urteil<img
id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.59/t.gif" alt="" /></a> so:</p><blockquote><ul><li>FIFA’s negotiators <strong><em>lied repeatedly</em></strong> to MasterCard, including when they assured MasterCard that, consistently with MasterCard’s first right to acquire, FIFA would not sign a deal for the post-2006 sponsorship rights with anyone else unless it could not reach agreement with MasterCard.</li><li>FIFA’s negotiators <em><strong>lied</strong></em> to VISA when they <strong><em>repeatedly</em></strong> responded to the direct question of whether MasterCard had any incumbency rights by assuring VISA that MasterCard did not.</li><li>FIFA’s negotiators provided VISA with blow-by-blow descriptions of the status of the FIFA-MasterCard negotiations while <em><strong>concealing</strong></em> from its long-time partner MasterCard both the fact of the FIFA-VISA negotiations as well as the status of those negotiations – an action FIFA’s president admitted would not be “fair play.&#8221;</li><li>FIFA’s marketing director <em><strong>lied to both</strong></em> MasterCard, FIFA’s long-time partner, and to VISA, its negotiating counterparty, to both of which FIFA, under Swiss law, owed a duty of good faith. When, pursuant to his engineering, VISA raised its bid to the same level as MasterCard’s, he <em><strong>declined</strong></em> his subordinates’ suggestion to give MasterCard the opportunity to submit a higher bid based on his concern for his own reputation with the FIFA Board. He also <em><strong>declined</strong></em> his subordinates’ recommendation that he recommend to the FIFA Board that it continue with its prior approval of MasterCard as the post-2006 sponsor. Instead, he told the board it was difficult for him to make a recommendation and <em><strong>never mentioned</strong></em> MasterCard’s first right to acquire the post-2006 sponsorship.</li><li>On the morning of the first of March 2006 FIFA board meetings and after all three FIFA boards had previously approved MasterCard as the post-2006 sponsor, FIFA’s marketing director called VISA to say that if VISA increased its cash bid by $30 million to the level of MasterCard’s bid, VISA “would be the partner.&#8221;</li><li>Even after MasterCard had signed the “FINAL version&#8221; of the post-2006 sponsorship agreement and returned it to FIFA, FIFA’s negotiators <em><strong>delayed telling</strong></em> MasterCard that the FIFA Board had chosen VISA; instead they waited for the VISA board to ratify the VISA agreement.</li><li>After the FIFA boards had approved MasterCard as post-2006 sponsor and after MasterCard had agreed to FIFA’s asking price and agreement had been reached on all other terms and after FIFA’s in-house counsel had solicited FIFA members for items that might be used to claim that MasterCard breached the Agreement, FIFA pointed to a trademark issue that had been present since 2000 or 2001 to justify granting the post-2006 sponsorship to VISA and sent a letter to MasterCard — after the commencement of this lawsuit — purporting to terminate the Agreement and thus MasterCard’s first right to acquire.</li><li>After MasterCard and FIFA waived, under Swiss law, both the 90-day time periods set out in section 9.2 by their “conclusive conduct&#8221;, FIFA now seeks <em><strong>retroactively to revive</strong></em> one of the 90-day periods, but not the other, to justify its choice of VISA for the post-2006 sponsorship.</li><li>While the FIFA witnesses at trial boldly characterized their breaches as “<em><strong>white lies</strong></em>&#8221;, “<strong><em>commercial lies</em></strong>&#8221;, “<em><strong>bluffs</strong></em>&#8221;, and, ironically, “<strong><em>the game</em></strong>&#8221;, their internal emails discuss the “<em><strong>different excuses</strong></em> to give to MasterCard as to why the deal wasn’t done with them&#8221;, “<em><strong>how we (as FIFA) can still be seen as having at least some business ethics</strong></em>&#8221; and how to “<em><strong>make the whole f***-up look better for FIFA</strong></em>.&#8221; They ultimately confessed, however, that “[I]t’s clear somebody has it in for MC.&#8221;</li></ul></blockquote><p><strong>13.06 Uhr:</strong> Hotel-Rundreise beendet. Dolder Grand, Marriott, Savoy, Baur au Lac, Swissotel etc. Sepp getroffen (begleitet von Jerome Valcke und Ahmed Schäfer). Hand geschüttelt. Finger sind noch dran. Havelange gesehen. Platini. Grondona. Jack verpasst. Es ist ein absurder Wettlauf zwischen Hase und Igel. Die einen sind immer schon da gewesen. Vor dem Hotels bzw bei manchen in der Lobby lauern die Agentur-Journalisten. Das he-said-she-said kann man dann nachlesen.</p><p>Notiz an den Blog-Betreiber: Lern es doch endlich! Es geht nicht beides! Du kannst nicht vernünftig recherchieren und Gespräche führen &#8211; und gleichzeitig aktuell produzieren! Die richtigen Geschichten wird es so nicht geben.</p><p>Doch wer hat die schon?</p><p>Die richtigen Geschichten über die FIFA findet man auf Nummernkonten in Steuer-Oasen.</p><p><strong>13.40 Uhr:</strong> Jetzt wird weiter produziert. 18 Uhr dann PK vom Sepp oben im Home of FIFA.</p><p>Flink noch einige Links:</p><ul><li>The Guardian: Digger Matt Scott beschreibt den Reformationsbedarf der FIFA an <a
title="FIFA scandal: five problems to tackle" href="http://www.guardian.co.uk/football/blog/2011/may/12/fifa-scandal-five-problems?CMP=twt_gu" target="_blank">fünf Beispielen</a>. Viel zu kurz gegriffen. Der Laden muss zerschlagen werden. Viele wichtige Dinge fehlen. Okay, ein Versuch, aber zu harmlos.</li><li>The Telegraph: <a
title="The Telegraph" href="http://www.telegraph.co.uk/sport/sportvideo/footballvideo/8545810/Fifa-executive-Jack-Warner-Sepp-Blatter-must-be-stopped.html" target="_blank">Video</a> von Jack the Ripper: &#8220;Blatter must be stopped!&#8221; Die Reuters-Kollegen haben mir von einem längeren Interview gestern spätabends erzählt. Das findet sich sicher irgendwo, vielleicht kann es jemand verlinken.</li><li>Zum Kopfschütteln: <a
title="The Telegraph" href="http://www.telegraph.co.uk/sport/football/8544698/Fifa-president-Sepp-Blatter-doing-a-wonderful-job-says-Franz-Beckenbauer-despite-bribery-crisis.html" target="_blank">Blatter macht einen wunderbaren Job</a>, sagt Firlefranz Beckenbauer im Telegraph.</li><li>Fanhouse: <a
title="Fanhouse" href="http://www.fanhouse.co.uk/2011/05/30/fifa-soap-opera-latest-jack-warner-says-2022-world-cup-was-bou/" target="_blank">FIFA soap opera &#8230;</a></li><li>Paul Kelso im Telegraph: <a
title="Telegraph: Fifa general secretary Jerome Valcke insists email suggesting Qatar bought 2022 World Cup is genuine" href="http://www.telegraph.co.uk/sport/football/international/8545888/Fifa-general-secretary-Jerome-Valcke-insists-email-suggesting-Qatar-bought-2022-World-Cup-is-genuine.html" target="_blank">Fifa general secretary Jerome Valcke insists email suggesting Qatar bought 2022 World Cup is genuine</a></li><li>Kai Pahl auf allesaussersport: <a
title="aas: Selbstzerfleischung der FIFA" href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2011/05/30/selbstzerfleischung-der-fifa/#comments" target="_blank">Selbstzerfleischung der FIFA</a></li></ul><p><strong>13.46 Uhr:</strong> Und mal eben noch den Titel für den Beitrag ändern. Einige Vorschläge kamen per Email. Ich habe mich für den zweiten entschieden. Danke!</p><p></p><ul><li>Caribbean Tsunami hits Blatter</li><li>Jack the Ripper on revenge trail</li><li>Jack außer Kontrolle</li></ul><p><strong>20.19 Uhr:</strong> Ich hätte gern von dieser bizarren PK des Sepp berichtet. Leider ist mein Laptop zwei Stunden zuvor abgeschmiert. Keine Ahnung, was er hat, wahrscheinlich die Hitze. Oder ein FIFA-Hacker. Demnächst mehr.</p><p>tbc</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2011/05/30/live-blog-die-ehrenwerte-familie-1/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>41</slash:comments> <enclosure
url="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/05/29/dlf_20110529_2331_d66cd384.mp3" length="12322304" type="audio/mpeg" /> </item> <item><title>Was vom Tage übrig bleibt (62): FIFA Family at War</title><link>http://www.jensweinreich.de/2011/05/27/was-vom-tage-ubrig-bleibt-62-fifa-family-at-war/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2011/05/27/was-vom-tage-ubrig-bleibt-62-fifa-family-at-war/#comments</comments> <pubDate>Fri, 27 May 2011 09:39:00 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[chuck blazer]]></category> <category><![CDATA[daily mail]]></category> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[fick fufa]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[fifa-präsidentschaft]]></category> <category><![CDATA[hall of shame]]></category> <category><![CDATA[insideworldfootball.biz]]></category> <category><![CDATA[jack austin warner]]></category> <category><![CDATA[joseph blatter]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[mafia]]></category> <category><![CDATA[mohamed bin hammam]]></category> <category><![CDATA[presseschau]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[the guardian]]></category> <category><![CDATA[the independent]]></category> <category><![CDATA[the telegraph]]></category> <category><![CDATA[trinidad express]]></category> <category><![CDATA[was vom tage übrig bleibt]]></category> <category><![CDATA[ethik-kommission]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=10304</guid> <description><![CDATA[[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.] Doch Jack kann auch ganz anders &#8230; [Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.] However. &#8220;Badfellas &#8211; FIFA Family at War&#8221;, so hieß schon vor Jahren ein Buch von John Sugden und Alan Tomlinson, [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a
href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/27/was-vom-tage-ubrig-bleibt-62-fifa-family-at-war/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p><p>Doch Jack kann auch ganz anders &#8230;</p><p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a
href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/27/was-vom-tage-ubrig-bleibt-62-fifa-family-at-war/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p><p>However. &#8220;Badfellas &#8211; FIFA Family at War&#8221;, so hieß schon vor Jahren ein Buch von John Sugden und Alan Tomlinson, die sich in den ersten Jahren der präsidialen Ära Blatter ein wenig mit den FIFA-Geschäften befassten.</p><p>FIFA Family at War &#8211; das gilt auch jetzt wieder. Und so langsam geht es ans Eingemachte.</p><p>Soeben (11.37 Uhr) teilt die FIFA per Pressmeldung mit:</p><blockquote><p><strong>FIFA Ethics Committee opens further ethics proceedings</strong></p><p>On 26 May 2011, FIFA Executive Committee member Mohamed bin Hammam has requested the FIFA Ethics Committee to open ethics proceedings against FIFA President Joseph S. Blatter on the basis that, in the report submitted by FIFA Executive Committee member Chuck Blazer earlier this week, FIFA Vice-President Jack A. Warner would have informed the FIFA President in advance about alleged cash payments to delegations attending a special meeting of the Caribbean Football Union (CFU) apparently organised jointly by Jack A. Warner and Mohamed bin Hammam on 10 and 11 May 2011 and that the FIFA President would have had no issue with these.</p><p>Subsequently, the FIFA Ethics Committee today opened a procedure against the FIFA President in compliance with art. 16 of the FIFA Code of Ethics.</p><p>Joseph S. Blatter has been invited to take position by 28 May 2011, 11:00 CET and to attend a hearing by the FIFA Ethics Committee at the Home of FIFA (Zurich) on 29 May 2011.</p><p>No additional comments will be made by FIFA until further notice.</p></blockquote><p>Wer mehr wissen will über die jüngsten Entwicklungen, der muss englischsprachige Medien verfolgen. Die Anzeige von Chuck Blazer bei der so genannten und abhängigen Ethik-Kommission gibt einen weiteren Einblick ins FIFA-Innere, wir erfahren einmal mehr, und diesmal aus erster Hand, wie das mit dem Stimmenkauf seit Jahrzehnten läuft.</p><p>Danke, Chuck!</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-5945" title="Screenshot &quot;Travels with Chuck Blazer ...&quot;" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/12/chuckthedevil.jpg" alt="" width="380" height="259" /></p><p>Das Bildchen, was hierzulande manche Medien malen, stimmt halt nicht: Im FIFA-Präsidialkampf gibt es nicht Gut und Böse. Es gibt nur: Böse. Ob Sepp oder Mohamed, einen Unterschied macht das nicht.</p><p>Oder lassen wir besser Mohamed Bin Hammam sprechen. Wie formulierte er doch so hübsch &#8230;</p><blockquote><p>I will happily and unreservedly restate that I firmly believe FIFA, as a decision-making body and as an organisation, is not corrupt &#8230;</p></blockquote><p>&#8230; oder &#8230;</p><blockquote><p>I remain deeply indebted to Mr Warner for his sense of fair play &#8230;</p></blockquote><p>Und das sagen die &#8220;Kandidaten&#8221; zu den jüngsten Entwicklungen:</p><ul><li>Sepp Blatters Kolumne auf insideworldfootball.biz, wo ich mich in der Kommentarspalte gestern mächtig aufgeregt und den Betreiber Duncan MacKay aufgefordert habe, dem Hauptverantwortlichen für das mafios zu nennende FIFA-System keine Propaganda-Plattform mehr zu geben: <a
title="Sepp Blatter's column" href="http://www.insideworldfootball.biz/sepp-blatter-column/9247-sepp-blatter-it-gives-me-no-joy  " target="_blank">Sepp Blatter: It gives me no joy</a></li></ul><p>Der wirre/irre Schluss:</p><blockquote><p>When a Swiss farmer&#8217;s neighbour has a cow while he has none, the less fortunate farmer will work twice as hard so that one day he can buy a cow as well. When another farmer, elsewhere, on an island, say, has no cow but his neighbour does, that farmer will kill the neighbour&#8217;s cow out of sheer malice.</p><p>I&#8217;d rather be a Swiss farmer, like it or not.</p></blockquote><p>Das sagt Mohamed auf seinem Blog:</p><ul><li><a
title="Mohamed Bin Hammam Blog" href="http://www.mohamedbinhammam.com/en/Blog/blog.php?menuNum=31  " target="_blank">Bin Hammam asks for investigation to include Mr. Blatter</a></li></ul><blockquote><p>He rejects these accusations and confirms that they are without substance. The accusations also contain statements according to which Mr. Blatter, the incumbent FIFA president, was informed of, but did not oppose, payments allegedly made to members of the Caribbean Football Union. Mr. Bin Hammam has therefore requested that the investigation by the Ethics Committee be extended to include Mr. Blatter himself.</p><p>The timing of the accusations so close to the election of FIFA president on June 1, 2011 suggests that they are part of a plan to damage Mr. Bin Hammam and force him to withdraw as a candidate for the FIFA presidency.</p></blockquote><p>Und hier einige Fakten aus der Übersee-Presse. In Deutschland findet sich nichts dergleichen.</p><ul><li>Charles Sale in der <strong>Daily Mail</strong>: <a
title="Daily Mail" href="http://www.dailymail.co.uk/news/article-1391056/Mohamed-Bin-Hammam-charged-FIFA-officials-cash-votes-scandal.html  " target="_blank">FIFA in the dock again: Leadership candidate charged with handing over bundles of dollars in vote-buying scandal</a></li></ul><blockquote><p>The fresh allegations concern a meeting in Trinidad this month, jointly organised by Warner and Bin Hammam, at which the Qatari presented his presidency case to the Caribbean Football Union.</p><p>Blazer&#8217;s evidence is contained in a file put together by CONCACAF&#8217;s Chicago-based lawyers containing sworn affidavits and damning pictures from CFU officials, who claim they were offered cash for &#8216;development&#8217; projects.</p><p>Some of the money was accepted, according to the report. But a number of CFU delegates refused and reported back to Blazer, the CONCACAF general secretary, with their concerns.</p><p>The whistleblowers included the president of one of the CFU member countries.</p><p>Bin Hammam is known to have bankrolled the Caribbean event on May 10 and 11, reportedly paying for luxury accommodation at the Grand Hyatt Hotel in Port of Spain and travel for the representatives from 22 CFU countries.</p><p>Blazer has alleged that &#8216;violations were committed under the FIFA code of ethics in relation to the upcoming FIFA presidential election&#8217; &#8211; in other words cash for votes.</p></blockquote><p><em>(Wie großzügig ich bin, Charlie Sale zu zitieren, der jüngst in unvergleichlicher ekliger Art und Weise <a
title="FIFA: Football's Shame!" href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/26/fifa-footballs-shame/" target="_self">Andrew Jennings</a> öffentlich beleidigte.)</em></p><ul><li>Andrew Warshaw auf <strong>insideworldfootball.biz</strong>: <a
title="insideworldfootball.biz" href="http://www.insideworldfootball.biz/news/1-latest-news/9249-exclusive-damning-new-revelations-emerge-in-bin-hammam-corruption-scandal  " target="_blank">Damning new revelations emerge in Bin Hammam corruption scandal</a></li></ul><p><a
title="insideworldfootball.biz" href="http://www.insideworldfootball.biz/news/1-latest-news/9249-exclusive-damning-new-revelations-emerge-in-bin-hammam-corruption-scandal  " target="_blank"> </a></p><blockquote><p>As Presidential candidate Mohamed Bin Hammam and veteran FIFA vice-president Jack Warner prepare to face FIFA&#8217;s Ethics Committee on Sunday (May 29) after being charged with alleged bribery, insideworldfootball has learned that at least five national associations from Warner&#8217;s Caribbean Football Union (CFU) were offered cash bungs but refused to accept them.</p><p>Although the countries cannot be named, the bungs, understood to have involved several thousand dollars in cash, are believed to be documented in a file of evidence put together by a firm of US-based lawyers and sent to FIFA.</p><p>While several associations refused to accept the sweeteners – handed over by two junior CFU members who have also been charged but who were apparently only acting on instruction &#8211; others readily accepted the money for &#8220;development projects&#8221; having been assured no rules were being broken, insideworldfootball has been told.</p><p>When he was unable to attend last month&#8217;s CONCACAF Congress in Miami, it was claimed, and reported by this website on good authority, that Bin Hammam was refused a visa to the United States even though he holds a diplomatic passport.</p><p>Instead, he was invited by Warner, ostensibly in the interests of fair play, to address Caribbean members of CONCACAF at an alternative one-off meeting in Warner&#8217;s native Trinidad a few days later.</p><p>insideworldfootball has learned, however, that the documentation provided to FIFA shows that Warner and Bin Hammam exchanged a series of private emails arranging the Trinidad meeting where the bribes allegedly took place well before the CONCACAF Congess in Miami and well before any visa problems may or may not have arisen.</p><p>Sources have confirmed that the pair initially discussed holding a second full CONCACAF summit just for Bin Hammam to explain his election manifesto.</p><p>Blazer apparently blocked that move so Warner turned it into a event solely for Caribbean members of CONCACAF.</p></blockquote><p>Ich kann mich noch gut an die Pressekonferenz in Miami nach dem CONCACAF-Kongress erinnern, auf dem Medienvertreter auf Jacks Geheiß nicht zugelassen waren und Jack uns danach die Visa-Lüge auftischte. Danach tauschten Sepp und Jack und Chuck noch flink Wimpel:</p><div
id="attachment_10309" class="wp-caption aligncenter" style="width: 526px"><img
class="size-full wp-image-10309 " title="CONCACAF Kongress, Miami, Mai 2011" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/05/trio-concacaf-wimpel.gif" alt="" width="516" height="356" /><p
class="wp-caption-text">CONCACAF Kongress, Miami, Mai 2011</p></div><p>Weiter in der Presseschau:</p><p>Owen Gibson im <strong>Guardian</strong>: <a
title="The Guardian" href="http://www.guardian.co.uk/football/2011/may/26/mohamed-bin-hammam-fifa-sepp-blatter  " target="_blank">Mohamed bin Hammam wants Fifa to investigate Sepp Blatter, too</a></p><p><a
title="The Guardian" href="http://www.guardian.co.uk/football/2011/may/26/mohamed-bin-hammam-fifa-sepp-blatter  " target="_blank"> </a></p><blockquote><p>Amid febrile claim and counter-claim, further details emerged of the allegations contained in the dossier compiled by the US attorney John Collins at the behest of Fifa&#8217;s US executive committee member, Chuck Blazer, the Concacaf secretary general. The file, which contains signed affidavits from officials approached at a specially convened meeting of the Caribbean Football Union and offered payments of up to $40,000 from Bin Hammam, is believed to allege the &#8220;football development&#8221; cash was proffered in private briefings with the 25 attendees.</p><p>Some of those who rejected the cash approached Blazer following the specially convened conference on 10 and 11 May, arranged after Bin Hammam said he was earlier unable to attend the confederation&#8217;s Congress in Miami for visa reasons. Concacaf, controlled by its controversial and much-criticised president, Jack Warner, has consistently played a pivotal role in presidential elections due to exercising its bloc of 35 votes of the 208 on offer.</p></blockquote><p>Sam Wallace im <strong>Independent</strong>: <a
title="The Independent" href="http://www.independent.co.uk/sport/football/news-and-comment/bin-hammam-hits-back-at-blatter-in-corruption-row-2289582.html  " target="_blank">Bin Hammam hits back at Blatter in corruption row</a></p><p><a
title="The Independent" href="http://www.independent.co.uk/sport/football/news-and-comment/bin-hammam-hits-back-at-blatter-in-corruption-row-2289582.html  " target="_blank"> </a></p><blockquote><p>It also emerged yesterday that Bin Hammam had persuaded Warner to organise a special congress of Concacaf, the region representing North and Central America of which Warner is president, ahead of the organisation&#8217;s official event in Miami on 3 May. Warner told Blazer to ratify the proposal but Blazer blocked it and Bin Hammam did not go to Miami. He cited visa problems, although he is understood to have a diplomatic passport.</p><p>The CFU meeting which Bin Hammam and Warner attended went ahead on 10 May. One attendee contacted yesterday claimed that she did not see evidence of bribes being handed out. Franka Pickering, the president of the British Virgin Islands football association, said: &#8220;We discussed why he [Bin Hammam] was running [for president] and that was about it. Us small islands are just a drop in the bucket.&#8221;</p><p>However, Blazer has alleged that bundles of cash were handed out at the meeting and is understood to have compiled a dossier of evidence with his lawyer John Collins that includes sworn affidavits and photographs. New evidence of alleged corruption is emerging all the time, most recently an email from Warner to Triesman which was leaked to the BBC.</p><p>In the email sent to Triesman in February last year, Warner asked the English FA to donate $1.6m (£980,000) to Haiti so the country could buy the licence to broadcast that summer&#8217;s World Cup on public screens. Fifa has since confirmed that no licence existed and nowhere in the world would a public viewing licence have cost so much, let alone Haiti. &#8230;</p></blockquote><p>Hier ist außerdem das bizarre Gestammel von Blatter schön auseinandergenommen. Aber nicht bis zum Schluss: Meint er die Verbandsfunktionäre der karibischen Nachbarinseln, die seinen Freund Jack – bzw. die Quelle seines Reichtums – abstellen wollen?</p><blockquote><p>Blatter, who faces arguably the most critical weekend of his 13-year reign as Fifa president, said that it was wrong to assume that he took a &#8220;perverse satisfaction&#8221; in the corruption charges against Bin Hammam and Warner. But at no point did he refer by name to either of the two men, who will learn their fate at an ethics committee meeting on Sunday. In what looked like a direct attack on the former Football Association chairman Lord Triesman, who alleged Fifa corruption in evidence to Parliament this month, Blatter attacked &#8220;some malicious others who have neither put up nor shut up&#8221;.</p><p>Otherwise Blatter sat firmly on the fence, sympathising with &#8220;two men who stood by my side for some two decades&#8221; who, he said, had been made to &#8220;suffer through public humiliation without having been convicted of any wrongdoing&#8221;. Yet in trademark style he also praised their accuser Chuck Blazer, another ExCo member, for his &#8220;civic courage&#8221;.</p><p>Blatter hinted at his own state of mind by ending his column for the Inside World Football website with a bizarre proverb about Swiss farmers having their cows killed by jealous neighbours. &#8220;When another farmer, elsewhere, on an island, say, has no cow but his neighbour does, that farmer will kill the neighbour&#8217;s cow out of sheer malice,&#8221; he wrote. &#8220;I&#8217;d rather be a Swiss farmer, like it or not.&#8221;</p></blockquote><p>Ian Prescott im <strong>Trinidad Express</strong>: <a
title="Trinidad Express" href="http://www.trinidadexpress.com/news/Two_other_Trinis_charged_with_Warner-122704423.html  " target="_blank">Two other Trinis charged with Warner</a></p><blockquote><p>FIFA also said CFU employees Debbie Minguell and Jason Sylvester are under investigation. &#8230; Minguell and Sylvester both work for the Caribbean Football Union, which is based in Warner&#8217;s CONCACAF office on Edward Street, Port of Spain. Minguell is currently assistant to CFU general secretary Anganie Kanhai. Minguell has been with the CFU for a while and has previously worked with Kerry Alleyne, who was the first woman to hold the position of CFU general secretary, before resigning in 2006 and migrating to the United States.</p><p>A call to the CONCACAF president&#8217;s office yesterday revealed that Minguell was on vacation. Sylvester has been with CFU for four years where he is the event coordinator. His job includes handling tournaments. Sylvester is currently in Guyana where he is in charge of the CFU Club Championship Finals involving Tempete (Haiti), Alpha (Guyana), Puerto Rico Islanders and Trinidad and Tobago champions Defence Force.</p><p>Warner&#8217;s lawyer Om Lalla was yesterday asked to shed light on whether the Caribbean Football Union officials were also required to travel to Switzerland to face FIFA as well. Lalla, represents both Warner and the Trinidad and Tobago Football Federation.</p><p>Lalla would likely represent both Warner and his CFU counterparts, but he could not yet say if the other CFU officials will be required to travel to Zurich. Lalla also said he will confirm today whether he will be accompanying Warner to Zurich.</p><p>&#8220;It is a tribunal hearing governed by the rules of FIFA,&#8221; Lalla disclosed. &#8220;Like any other tribunal , persons will be call upon to make statements and present whatever evidence, but of the exact details, I don&#8217;t have the particulars as yet.“</p></blockquote><p>Paul Kelso im <strong>Telegraph</strong>: <a
title="The Telegraph" href="http://www.telegraph.co.uk/sport/football/news/8536967/Fifa-president-Sepp-Blatter-and-world-footballs-governing-body-face-their-biggest-challenge-so-far.html" target="_blank">Fifa president Sepp Blatter and world football’s governing body face their biggest challenge so far</a></p><blockquote><p>Then on Wednesday, a week before planet football goes to the polls, his only challenger is charged with corruption. Co-incidence? Fifa is so tainted by Blatter’s appalling record in dealing with previous allegations that few were willing to accept that it was. Bin Hammam certainly believes not and last night claimed that the charges are entirely politically motivated. Fifa sources counter that Blatter was not aware of the substance of the allegations until the report was handed to Fifa. Fifa president Sepp Blatter and world football’s governing body face their biggest challenge so far.</p><p>There could also be advantages in removing Warner, although the politics involved would make Machiavelli blush. The pantomime villain of world football has been in a mutually supportive embrace with the president for a decade, trading votes for immunity from punishment for offences including ticket touting. So what better way to show that you are serious about corruption than to remove a man who sums up Fifa’s failings?</p><p>But these charges are too serious and, on the face of it, substantial to dismiss as a conspiracy. Their strength, as well as their weakness, is that for the first time they come from inside the organisation.</p><p>Chuck Blazer’s claims have been investigated by a former US federal prosecutor, and the dossier contains sworn affidavits and documentary evidence. Fifa, and the lawyers, believe they have “a very well documented case&#8221;.</p></blockquote><p>tbc</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2011/05/27/was-vom-tage-ubrig-bleibt-62-fifa-family-at-war/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>3</slash:comments> </item> <item><title>&#8220;FIFA: Football&#8217;s Shame&#8221;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2011/05/26/fifa-footballs-shame/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2011/05/26/fifa-footballs-shame/#comments</comments> <pubDate>Thu, 26 May 2011 07:23:20 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[andrew jennings]]></category> <category><![CDATA[bbc]]></category> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[fick fufa]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[fifa-präsidentschaft]]></category> <category><![CDATA[joseph blatter]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[kriminalistisches]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[paul kelso]]></category> <category><![CDATA[the telegraph]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=10293</guid> <description><![CDATA[Ja, Andrew Jennings hat Recht: Diese FIFA muss zerstört werden. Diese absurde Nummer, der so genannte Machtkampf, gern auch als Schlammschlacht apostrophiert, zwischen Joseph Sepp Macchiavelli Blatter und Mohamed Bin Hammam ist an Schrägheiten kaum zu überbieten. Das Ergebnis des FIFA-Kongresses am 1. Juni in Zürich steht ja schon fest: In der FIFA bleibt alles [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ja, <a
title="alle Beiträge zu Andrew Jennings" href="http://www.jensweinreich.de/category/andrew-jennings/" target="_self">Andrew</a> <a
title="Webseite von AJ: Transparency in Sport" href="http://transparencyinsport.org/" target="_blank">Jennings</a> hat Recht: <strong>Diese FIFA muss zerstört werden.</strong> Diese absurde Nummer, der so genannte Machtkampf, gern auch als Schlammschlacht apostrophiert, zwischen Joseph Sepp Macchiavelli Blatter und Mohamed Bin Hammam ist an Schrägheiten kaum zu überbieten. Das Ergebnis des FIFA-Kongresses am 1. Juni in Zürich steht ja schon fest: In der FIFA bleibt alles beim Alten. Und genau deshalb ist dieser 1. Juni völlig unwichtig: Denn aus diesem korrupten Haufen heraus, vor allem nicht aus dieser im Kern hochkorrupten Führungsclique, Exekutivkomitee genannt, ist nichts zu erwarten. Die Ganoven, Wunder-Millionäre, Wahrheitsverbieger und Berufslügner &#8211; ob sie nun Sepp, Jack, Ricardo, Marios, Issa, Jacques, Worawi, Mohamed, Julio oder Jerome heißen &#8211; haben abgewirtschaftet.</p><p>Veränderung kann nur von außen kommen.</p><p>Und derlei klare, einprägsame Stücke wie die BBC Panorama-Sendung (endlich auch in diesen Breitengraden online) von Andrew Jennings tragen dazu bei.</p><p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a
href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/26/fifa-footballs-shame/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p><p>Da kann der Sepp noch so viel Geld von den 1,3 Milliarden Dollar FIFA-Rücklagen verschleudern für Wahlgeschenke, Interpol-Spenden und charakterlose so genannte Berater (ehemalige vermeintliche Journalisten wie Brian Alexander oder <a
title="Akute Wahrheits-Allergie im FIFA-Reich des Joseph Blatter" href="http://www.jensweinreich.de/2010/12/09/akute-wahrheits-allergie-im-fifa-reich-des-joseph-blatter/" target="_self">Walter de Gregorio</a>) und professionelle PR-Weißwäscher. Diese Hilflosen können das Image der FIFA nicht mehr reinwaschen.</p><p>Es ist vorbei, Sepp. Nur noch nicht am 1. Juni.</p><ul><li>Zum aktuellen &#8220;Ethik&#8221;-Fall Blazer vs Warner vs Bin Hammam gibt es einige Neuigkeiten bei Paul Kelso im Telegraph: <a
title="The Telegraph" href="http://www.telegraph.co.uk/sport/football/international/8536701/Jack-Warner-and-Mohamed-Bin-Hammam-to-be-accused-of-offering-40000-bribes-to-national-associations.html" target="_blank">Jack Warner and Mohamed Bin Hammam to be accused of offering $40,000 bribes to national associations</a></li></ul><p>40.000 Dollar? Oh, my god! Ist dem Katari das Geld ausgegangen?</p><p>Gewiss nicht. Es ist vielmehr so: Bei 40.000 Dollar, angeblich (aber ehrlich gesagt: damit kann man nicht mal den ungierigsten FIFA-Mann aus der Hängematte locken), dürfte die &#8220;Bestrafung&#8221; durch die &#8220;unabhängige&#8221; &#8220;Ethikkommission&#8221; nicht so arg ausfallen. Und darauf kommt&#8217;s an.</p><p><em>(Den Gänsefüsschen-Quatsch lasse ich dann mal sein. Es ist aber auch schwierig, normalerweise müsste man im FIFA-Reich des Sepp B. fast jedes Wort in Gänsefüsschen setzen. Ethik? Unabhängigkeit? Bääh.)</em></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2011/05/26/fifa-footballs-shame/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>19</slash:comments> </item> <item><title>Roland Rino Büchel: Offener Brief an FIFA-Boss Joseph Blatter</title><link>http://www.jensweinreich.de/2011/01/12/roland-rino-buchel-offener-brief-an-fifa-boss-joseph-blatter/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2011/01/12/roland-rino-buchel-offener-brief-an-fifa-boss-joseph-blatter/#comments</comments> <pubDate>Wed, 12 Jan 2011 18:21:33 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[isl/ismm]]></category> <category><![CDATA[joseph blatter]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[waca]]></category> <category><![CDATA[wahrheitsallergiker]]></category> <category><![CDATA[bestechung]]></category> <category><![CDATA[roland dino büchel]]></category> <category><![CDATA[svp]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=10112</guid> <description><![CDATA[LAUSANNE. Der ehemalige ISL-Manager und heutige SVP-Nationalrat Roland Rino Büchel hat Seiner FIFA-Heiligkeit Joseph Blatter einen Offenen Brief geschrieben, den ich mit Büchels Zustimmung gern zur Kenntnis gebe. via Nation of Swine/Carlos Hanimann, vielen Dank auch für das schöne Wort &#8220;Wahrheitsallergiker&#8220;, das ich flink mal in meine Tag-Liste aufnehme Internationale Sportfunktionäre sind schwer korrupt Die [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>LAUSANNE. Der ehemalige ISL-Manager und heutige SVP-Nationalrat <a
title="www.rolandbuechel.ch" href="http://www.rolandbuechel.ch/" target="_self">Roland Rino Büchel</a> hat Seiner FIFA-Heiligkeit Joseph Blatter einen Offenen Brief geschrieben, den ich mit Büchels Zustimmung gern zur Kenntnis gebe.</p><p><em>via <a
title="Nation of Swine" href="http://nationofswine.ch/2011/01/12/der-mann-in-blatters-nacken/" target="_blank">Nation of Swine</a>/Carlos Hanimann, vielen Dank auch für das schöne Wort &#8220;<a
title="Wahrheits-Allergie im FIFA-Reich des Joseph Blatter" href="http://www.jensweinreich.de/2010/12/09/akute-wahrheits-allergie-im-fifa-reich-des-joseph-blatter/" target="_self">Wahrheitsallergiker</a>&#8220;, das ich flink mal in meine Tag-Liste aufnehme</em></p><blockquote><p><strong>Internationale Sportfunktionäre sind schwer korrupt</strong></p><p>Die Weltwoche gab FIFA-Präsident Sepp Blatter vor Weihnachten die Möglichkeit, seine Sicht der Dinge auf einem halben Dutzend Seiten auszubreiten. Die FIFA sei nicht korrupt, war seine Kernaussage.</p><p>Eine Replik ist angebracht. – Der Brief an FIFA-Präsident Sepp Blatter:</p><p><em>Bern, 11. Januar 2011</em></p><p>Geschätzter FIFA-Präsident, lieber Sepp</p><p>Kürzlich gaben Sie der Weltwoche ein Mammut-Interview. Als ob das nicht genug wäre, doppelten Sie in den Schweizer Tageszeitungen flächendeckend nach. Am Tag vor Weihnachten sagten Sie auf DRS 1, dass Sie auf den Friedensnobelpreis aspirierten. Genauer: nicht Sie selbst, sondern die FIFA.</p><p>Ich beziehe mich nicht auf das lange Gespräch am Radio, sondern auf das Geschriebene. Dazu gehört auch Ihr grosses Interview vom Berchtoldstag: In der Sonntagszeitung kündigten Sie allerhand an. Von all dem wären zwei Aussagen relevant. Falls sie den Tatsachen entsprächen.</p><p>Behauptung Nummer eins: „Roland Büchel fordert mehr Staat im Sport.“ Das ist Humbug. Ich richte mich auf Walliserdiitsch an Sie und frage: Wer hat Ihnen diesen „blaggruschtig“ erzählt?</p><p>Was ist eigentlich Sache? – Genau das Gegenteil von dem, was Sie vermelden. Staatliche Hyperaktivität ist nicht das, was ich will. Sondern mehr Eigenverantwortung bei den internationalen Sportverbänden. Meine Motion gibt den Milliardenkonzernen FIFA, IOC und, falls nötig, UEFA bis Ende 2011 Zeit, das leidige Problem mit ihren korrupten Spitzenfunktionären anzugehen und zu regeln.</p><p>UEFA-Präsident und FIFA-Vize Michel Platini will die Arbeit auslagern. Er verlangt eine Anti- Korruptions-Sport-Polizei: „Was wir brauchen, ist ein länderübergreifendes Instrument, eine internationale Sportpolizei“, liess er deutsche Medien wissen. Wir sind uns einig: Die Version Platini würde definitiv mehr Staat im Sport bedeuten.</p><p><strong>FIFA-Funktionäre sind korrupt</strong></p><p>Behauptung Nummer zwei: „Die FIFA ist nicht korrupt.“ Ihnen ist klar, wie wenig ich von dieser Aussage halte. Bern denkt gleich. Sowohl der Bundesrat als auch der Nationalrat. Nur nebenbei: Im Nationalrats-Saal werden an den Sessions-Donnerstagen jeweils zuerst die WOZ und die Weltwoche gelesen. Das berühmte Exemplar des Köppel-Magazins mit Ihrem Bild auf der Titelseite lag ganz oben auf den Pulten der Parlamentarier. Ihr Blick, Sepp, ist in die Ferne gerichtet. An allen vorbei. Und an allem. Die Schlagzeile darunter: „In der FIFA gibt es keine Korruption.“ Das war im Dezember 2010.</p><p>Im Interview geben Sie sich nuancierter als auf dem Titelblatt: „Es gibt keine systematische Korruption in der FIFA“, lauten ihre Worte dort.</p><p>Macht es Sinn, gemäss Chaosprinzip zu schmieren, anstatt mit System? Ich weiss es nicht. Bestechung ist so oder so ein diffiziles Business. Vor ein paar Wochen lief bei der FIFA so ziemlich alles aus dem Ruder: Journalisten von der Sunday Times liessen einen Nigerianer und einen Fussballfunktionär aus Tahiti, beide Mitglieder Ihres Exekutiv-Komitees, in die Falle tappen. Zur Hälfte wenigstens. Der Afrikaner hätte seine Stimme für rund 800‘000 Franken verkauft, der Mann aus der Südsee für drei Millionen Neuseeland-Dollars. Soviel zu den Fakten.</p><p>Nun zum Amüsanten. Oder zum Traurigen, je nach Sichtweise. Kürzlich traf ich einen westafrikanischen Minister. Er trat mit ernster Miene auf mich zu: „Ich schäme mich für Afrika.“ Ich verstand nur Bahnhof. Denn für mich war klar, dass wegen eines einzigen käuflichen Funktionärs nicht ein ganzer Kontinent an den Pranger zu stellen ist.</p><p>Doch Son Excellence insistierte. Der Mann schämte sich wirklich abgrundtief. „Es ist ein Skandal. Schauen Sie, Monsieur Roland, unser Freund aus dem riesigen Nigeria wollte seine Stimme tatsächlich für drei Mal weniger Geld hergegeben als der Typ aus dem kleinen Tahiti in der Südsee. Wir Afrikaner kennen unseren Wert nicht. Es ist eine Schande.“</p><p><strong><a
title="Korruptionsbilanz in FIFA und IOC" href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/29/korruptionsbilanz-in-fifa-und-ioc-140-785-61893-chf-mindestens/" target="_self">140‘785‘618.93 Franken Schmiergeld</a></strong></p><p>Nehmen oder nicht nehmen? Diese Frage stellen sich hohe Sportfunktionäre seit ein paar Jahren. Und, falls ja, wie viel? Wie gross ist der Kuchen, und wie wird er aufgeteilt? Dazu wissen wir heute: In den letzten zwölf Jahren ihrer Existenz zahlte allein die Sportrechteagentur ISL 140‘785‘618.93 Franken reines Schmiergeld. Die Gegenleistung? Null. Über diese Tatsache müssen wir nicht lange diskutieren; alles ist gerichtsfest bewiesen. Hohe und höchste Sportfunktionäre haben genommen. Die ISL gab und ging bankrott.</p><p>Am 30. November 2010 brachte die Sendung Panorama auf BBC 1 eine Liste mit Namen von korrupten Spitzenfunktionären an die Öffentlichkeit. Jemand hatte sie dem wohl bekanntesten aller journalistischen Wadenbeisser zugespielt: Auf Andrew Jennings‘ Tabelle sind 175 Zahlungen fein säuberlich aufgelistet. Unter dem Strich resultiert eine dreistellige Millionensumme für Repräsentanten des Sports.</p><p>Mindestens drei Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees und drei IOC-Mitglieder nahmen Bakschisch aus der Schweiz entgegen. Der OK-Präsident der kommenden Fussball-WM in Brasilien, um nur ein Beispiel zu nennen, erhielt einen zweistelligen Millionenbetrag: Ricardo Teixeira gehört zu den Mächtigen unter den 24 FIFA-ExCo-Mitgliedern. Doch das muss ich Ihnen nicht erklären.</p><p><strong><span
id="more-10112"></span>Jennings‘ List</strong></p><p>Trotz Jennings‘ List: Mehr als 90 Prozent der Endempfänger dieser Bestechungsgelder sind bis heute nicht bekannt. Nicht einmal jene vom folgenden konkreten Fall: Richter Marc Siegwart schilderte vor dem Zuger Strafgericht eindrücklich, wie Schmiergeldzahlungen in Sportkreisen abgewickelt werden.</p><p>Von den involvierten Individuen über die Briefkastenfirmen bis hin zu den Koffern voller Scheine ist alles ominös. Der Magistrat fantasiert nicht, wenn er sagt, dass Fr. 5‘873‘224.&#8211; zuerst auf die British Virgin Islands gesandt und dann aus der Karibik an eine Anstalt in einem kleinen Fürstentum überwiesen wurden. Dort hob es ein innerschweizer Anwalt in bar ab und übergab die Scheine an einen der ISL-Bosse. Jener spielte den Pestalozzi. Und verteilte. Entweder an Mittelsmänner oder an die Endempfänger aus den Sportverbänden.</p><p>Herr Blatter, weshalb wollen Sie nicht wissen, welche von Ihren Kompagnons sich diese knapp sechs und weitere 120 namenlose Millionen unter den Nagel gerissen haben? Weshalb interessiert es Sie nicht, was für unsaubere Typen die wichtigsten Entscheide in Ihrem Milliardenkonzern treffen?</p><p>Ich verstehe Franz Beckenbauer, dass er seinen Rücktritt aus Ihrem Exekutiv-Komitee gegeben und verkündet hat: „Mein Vertrauen in die FIFA ist eingeschränkt.“ Und heute lese ich in den Zeitungen, dass der ehemalige Präsident des Deutschen Bundesgerichtshofs nicht mehr Mitglied der Ethik-Kommission ist. Für Prof. h.c. Dr. iur. Günter Hirsch ist klar, „dass die Verantwortlichen der FIFA kein wirkliches Interesse daran haben, eine aktive Rolle bei der Aufklärung, Verfolgung und Vorbeugung von Verstössen gegen das Ethikreglement der FIFA zu spielen.“</p><p>Die Mitglieder aus Guam, Namibia, Panama, dem Senegal, Kolumbien, Papua-Neuguinea sowie der Präsident aus dem Ticino verbleiben im Amt.</p><p><strong>Family Business</strong></p><p>Sie bezeichnen die FIFA oft und gerne als Familie. Dass meine Kollegen im Eidgenössischen Parlament dabei an eine etwas spezielle sizilianische Familienform denken, dürfen Sie ihnen nicht übel nehmen. Ich komme eher auf ein anderes Modell: <a
title="&quot;We are the Blatter family!&quot;" href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/10/sudafrika-tag-6-we-are-the-blatter-family/" target="_self">die Walliser Sippe</a>. Ihr Neffe Philippe Blatter ist Präsident und CEO der Sportrechte-Agentur Infront. Die Zuger Firma hat sich die Filetstücke aus der kunstvoll sezierten ISL ergattert.</p><p>Ihr jüngerer Bruder, Prof. Prof. h.c. Marco Blatter, ist Chefpromotor der möglichen Schweizer Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2022 oder 2026. Der ehemalige Direktor von Swiss Olympic trägt gleich zwei Ehrenprofessorentitel. Sie wurden ihm von bulgarischen Universitäten wegen seiner Verdienste für „Fairplay und Ethik in der Sportbewegung“ verliehen.</p><p>Sepp, Ihre Familie ist Ihnen heilig. Sie haben es in der Hand, dafür zu sorgen, dass die beiden Blatters einen guten Job erledigen können. Oder wollen Sie, dass auch Ihre engsten Verwandten mit deren Firmen und Projekten gegen die Wand fahren, nur weil sie Abermillionen in korrupte Funktionäre investieren müssen?</p><p><strong>Hofierende Nationalräte im FIFA-Palast?</strong></p><p>Themawechsel und zurück in die Bundeshauptstadt: Im Weltwoche-Interview schiessen Sie auf Gegner, die Sie in Bern zu haben glauben. „Bevor uns einzelne Nationalräte öffentlich kritisieren, sollen sie doch zuerst hierherkommen. Jeder ist herzlich eingeladen“, verkünden Sie. Schliesslich würden sogar Staatschefs bei Ihnen im FIFA-Palast zu Zürich „antichambrieren“ und „hofieren“. Schön. Und gut, dass wir 200 Nationalräte das nicht tun.</p><p>Auch ich lade Sie herzlich ein: Kommen Sie nach Bern. Spüren Sie die Stimmung im Parlament. Erfahren Sie aus erster Hand, warum Mitglieder aller Fraktionen meine Motion unterschrieben haben. Und weshalb sogar der Bundesrat von „Machenschaften“ innerhalb der internationalen Sportverbände schreibt.</p><p>Geschätzter Sepp, ich bin überzeugt, dass es in dieser leidigen Korruptionsaffäre eine Lösung braucht. Für die Sportler und den Sport ist sie noch wichtiger als für Sie persönlich. Der Schlüssel für eine Lösung liegt in Ihren Händen. Packen Sie die Chance, räumen Sie auf.</p><p>Das neue Gremium, welches Sie auf Juni 2011 angekündigt haben, soll mit „Promis“ bestückt werden. Doch es braucht andere Leute. Nämlich solche, die das Business kennen. Ich sage es Ihnen schon heute: Die Gesetzgeber in Bundesbern geben sich mit einem zahnlosen Ausschuss nicht zufrieden.</p><p>Die parlamentarische Frist für brauchbare Resultate aus den internationalen Verbänden kennen Sie: Der 31. Dezember 2011 ist das Datum der Deadline. Auch für die FIFA.</p><p>Respektvoll,</p><p>Roland Rino Büchel</p></blockquote> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2011/01/12/roland-rino-buchel-offener-brief-an-fifa-boss-joseph-blatter/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>13</slash:comments> </item> <item><title>Die Autoritäten der FIFA und ihre Ethik-Narren</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/11/18/die-autoritaten-der-fifa-und-ihre-ethik-narren/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/11/18/die-autoritaten-der-fifa-und-ihre-ethik-narren/#comments</comments> <pubDate>Thu, 18 Nov 2010 12:36:59 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[andrew jennings]]></category> <category><![CDATA[bestechung]]></category> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[isl/ismm]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[korruptionsverdunklungsvertrag]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[sportfamilie]]></category> <category><![CDATA[totaldemokraten]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[wm 2018]]></category> <category><![CDATA[wm 2022]]></category> <category><![CDATA[ethikfragen]]></category> <category><![CDATA[ethikkommission]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=9778</guid> <description><![CDATA[Ganz ehrlich: Es ist mal wieder schlimmer gekommen, als ich vermutet habe. Ich dachte wirklich, das Witz-Organ namens FIFA-Ethikkommission schmeißt wenigstens den Nigerianer Amos Adamu aus dem Exekutivkomitee. Stattdessen reihen sich die nächsten Peinlichkeiten aneinander, die allesamt erneut belegen: In diesem mafiosen System der Sportfamilie ist keinerlei Besserung in Sicht. Lustig, weil ich seit ein [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ganz ehrlich: Es ist mal wieder schlimmer gekommen, als ich vermutet habe. Ich dachte wirklich, das Witz-Organ namens FIFA-Ethikkommission schmeißt wenigstens den Nigerianer <a
title="update: Korruption in der FIFA" href="http://www.jensweinreich.de/2010/10/18/update-korruption-in-der-fifa/" target="_self">Amos Adamu</a> aus dem <a
title="Sepp Blatters Tafelrunde: das ehrenwerte FIFA-Exekutivkomitee" href="http://www.jensweinreich.de/2010/10/25/sepp-blatters-tafelrunde-das-ehrenwerte-fifa-exekutivkomitee/" target="_self">Exekutivkomitee</a>. Stattdessen reihen sich die nächsten Peinlichkeiten aneinander, die allesamt erneut belegen:</p><p><strong>In diesem mafiosen <a
title="&quot;Bribes as salaries for sports leaders&quot;" href="http://www.jensweinreich.de/2010/10/19/bribes-as-salaries-for-sports-leaders/" target="_self">System der Sportfamilie</a> ist keinerlei Besserung in Sicht.</strong></p><p>Lustig, weil ich seit ein paar Tagen in Moskau auf, sagen wir, Korruptionsrecherche bin und mich &#8211; zum Beispiel &#8211; gestern lange mit einem russischen Unternehmer unterhalten habe, der etwa in Sotschi große Geschäfte macht und sich erdreistet hat, sein Leben zu gefährden, weil er gegen die Korruptionszahlungen aufbegehrt, die nicht nur kriminelle Autoritäten fordern, sondern auch staatliche. Bei der FIFA ist das ähnlich, anders kann ich die lächerliche Pressemeldung nicht werten, und wenn ich die Äußerungen lese, die FIFA-Oberethiker Claudio Sulser offenbar in Zürich getätigt hat.</p><p>Perikles Monioudis jedenfalls <a
title="NZZ: FIFA straft milde" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/fussball/fifa_reynald_temarii_amos_adamu_1.8418214.html" target="_blank">schreibt in der NZZ</a>:</p><blockquote><p>Sulser verstieg sich in einer Belehrung der Medien, die zwar «für die Demokratie in einem Land» wichtig seien. Im Fussball wollten «die Menschen aber Freude erfahren», keine Zwietracht vorgesetzt bekommen.</p></blockquote><p>Ähnliches Dämliches habe ich doch gerade von Englands WM-Bewerbungs-CEO Andy Anson <a
title="sportbusiness.com" href="http://www.sportbusiness.com/news/182606/england-2018-bid-leader-slams-unpatriotic-bbc?utm_source=sbinsl&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=nov18" target="_blank">gelesen</a>. Der hat Angst vor Andrew Jennings und den Jungs von der BBC, die gerade eine Panorama-Sendung zur FIFA vorbereiten. Seit Wochen versuchen Fußballfunktionäre und sogar Politiker schon, die Ausstrahlung vor dem 2. Dezember, wenn das FIFA-Exekutivkomitee in Zürich die WM-Länder 2018 und 2022 bestimmt, zu verhindern. Anson sagt:</p><p></p><blockquote><p>I am incredibly disappointed with the timing of what the BBC seems to be proposing with Panorama,&#8221; he said. &#8220;If they truly believe there is a journalistic reason to run this programme, then they could have done it any time in the last two years. To do it the week before the vote is about one thing and that&#8217;s sensationalism. I don&#8217;t think that&#8217;s helpful and I don&#8217;t think it&#8217;s patriotic.&#8221;</p></blockquote><p>Mir kommt das alles sehr bekannt vor. Journalisten hätten &#8220;patriotisch&#8221; zu sein, sagen die Patrioten, die nichts von Journalismus verstehen und denen es auch völlig egal ist, etwas davon zu verstehen, so lange diejenigen, die sich Journalisten nennen, sich an die Regeln derjenigen halten, die im Sportbusiness Milliarden umsetzen.</p><p>Mir wird ganz schlecht.</p><p>[<em>Notiz am mich:  Ist doch immer wieder nett, negativ überrascht zu werden. Erhalte Dir nur das bisschen Optimismus. Wäre es nicht viel schlimmer und langweiliger, nie überrascht zu werden und immer zu glauben, alles schon gewusst zu haben?</em>]</p><ul><li><a
title="Text- und Stilkritik: der FIFA-Ethikcode" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/23/stil-und-textkritik-der-fifa-ethikcode/" target="_self">Den &#8220;FIFA-Ethikcode&#8221; hatte ich ja kürzlich bereits einer Text- und Stilkritik unterzogen</a></li></ul><p>Oh ja, hier also noch die <a
title="FIFA.com" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/bodies/media/newsid=1336782.html" target="_blank">Meldung</a> der FIFA-Narren:</p><blockquote><p><strong>Ethikkommission suspendiert sechs Offizielle</strong></p><p>Die FIFA-Ethikkommission, bestehend aus Claudio Sulser (Vorsitz, Schweiz), Petrus Damaseb (Namibia), Juan Pedro Damiani (Uruguay), Dominique Rocheteau (Frankreich), Dali Tahir (Indonesien) und Robert Torres (Guam), suspendierte sechs Fussballoffizielle für jegliche Tätigkeit im Fussball (Administration, Sport etc.) für ein bis vier Jahre, nachdem sie des Verstoßes gegen mehrere Artikel des FIFA-Ethikreglements für schuldig befunden worden waren. Bei ihrer Sitzung vom 15. bis 17. November 2010 fällte die Ethikkommission folgende Entscheide:</p><ul><li>Reynald Temarii (FIFA-Vizepräsident) darf während eines Jahres weder national noch international in irgendeiner Form im Fussball tätig sein (Administration, Sport etc.). Darüber hinaus wird er mit einer Geldstrafe von CHF 5.000 belegt.</li></ul><ul><li>Amos Adamu (Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees) darf während dreier Jahre weder national noch international in irgendeiner Form im Fussball tätig sein (Administration, Sport etc.). Darüber hinaus wird er mit einer Geldstrafe von CHF 10.000 belegt.</li></ul><ul><li>Slim Aloulou (Vorsitzender der FIFA-Kammer zur Beilegung von Streitigkeiten und Mitglied der Kommission für den Status von Spielern) darf während zweier Jahre weder national noch international in irgendeiner Form im Fussball tätig sein (Administration, Sport etc.). Darüber hinaus wird er mit einer Geldstrafe von CHF 10.000 belegt.</li></ul><ul><li>Ahongalu Fusimalohi (Generalsekretär des Fussballverbands von Tonga) darf während dreier Jahre weder national noch international in irgendeiner Form im Fussball tätig sein (Administration, Sport etc.). Darüber hinaus wird er mit einer Geldstrafe von CHF 10.000 belegt.</li></ul><ul><li>Amadou Diakite (Mitglied der FIFA-Schiedsrichterkommission) darf während dreier Jahre weder national noch international in irgendeiner Form im Fussball tätig sein (Administration, Sport etc.). Darüber hinaus wird er mit einer Geldstrafe von CHF 10.000 belegt.</li></ul><ul><li>Ismael Bhamjee (CAF-Ehrenmitglied) darf während vier Jahren weder national noch international in irgendeiner Form im Fussball tätig sein (Administration, Sport etc.). Darüber hinaus wird er mit einer Geldstrafe von CHF 10.000 belegt.</li></ul><p>Die FIFA hatte am 18. Oktober 2010 gegen zwei Mitglieder des Exekutivkomitees ein Verfahren eröffnet und die Ethikkommission zu diesem Zweck mit einer unabhängigen, eingehenden Untersuchung beauftragt. Am 20. Oktober verfügte die Ethikkommission daraufhin eine provisorische Suspendierung gegen sechs Offizielle (siehe <a
title="FIFA.com" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/bodies/media/newsid=1320880.html" target="_blank">Medienmitteilung</a> vom 20 Oktober).</p><p>Die Ethikkommission untersuchte darüber hinaus auch die Hinweise auf angebliche Absprachen zwischen Mitgliedsverbänden und ihren Bewerbungskomitees im Rahmen des Bewerbungsverfahrens für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018/2022™, fand jedoch keine ausreichenden Beweise für eine Verletzung der Bewerbungsregistrierung und des Ethikreglements.</p></blockquote><p>Ich weiß gar nicht, wie oft Typen wie Bhamjee noch suspendiert werden sollen. Manche von denen gehören, sorry, nirgendwo anders hin als in den Knast. Mich würde natürlich interessieren, ob die FIFA auch diesmal die Geldstrafe für die Ganoven bezahlt, wie etwa die <a
title="Wie sich korrupte FIFA-Funktionäre im Reich des Joseph Blatter mit Millionen freikaufen" href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/25/wie-sich-korrupte-funktionare-im-fifa-reich-des-joseph-blatter-mit-millionen-frei-kaufen/" target="_self">5,5 Millionen zum Korruptionsverdunklungsvertrag</a> in der <a
title="Der ISL-Korruptionsskandal" href="http://jensweinreich.de/?cat=59" target="_self">ISL-Sache</a>.</p><p><strong>Absurder geht nicht.</strong></p><p><span
id="more-9778"></span>Weshalb ich gern noch einmal daran erinnere, dass wir hier im Blog mal einen passenden <a
title="Voting für Sepp Blatter: wer soll die FIFA-Ethikkommission leiten?" href="http://www.jensweinreich.de/2009/02/18/voting-fur-sepp-blatter-wer-soll-die-fifa-ethikkommission-leiten/" target="_self">FIFA-Ethikchef gesucht</a> und also abgestimmt haben. Andrew Jennings <a
title="And the winner is: Andrew Jennings" href="http://www.jensweinreich.de/2009/02/20/and-the-winner-is-andrew-jennings/" target="_self">setzte sich damals knapp durch</a>. Und ich schrieb an die FIFA-Gottheit:</p><blockquote><p><strong>Von:</strong> Jens Weinreich<br
/> <strong>Gesendet:</strong> Freitag, 20. Februar 2009 09:23<br
/> <strong>An:</strong> Joseph S. Blatter<br
/> <strong>Cc:</strong> Klaus, Hans (FIFA); Maingot, Nicolas (FIFA)<br
/> <strong>Betreff:</strong> Vorschlag für die Fifa-Ethikkommission</p><p>Lieber Herr Blatter,</p><p>ich habe mit Interesse vernommen, dass Lord Coe sich entschieden hat, den Vorsitz der FIFA-Ethikkommission ruhen zu lassen, weil er – neben seinen vielen anderen Verpflichtungen in der IAAF und als Chef des Londoner Olympiaorganisationskomitees – gern auch noch Englands Bewerbung für die Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 unterstützen will.</p><p>Ich habe mir erlaubt, die Leser meines Blogs nach über einen geeigneten Nachfolger (präziser wohl: Stellvertreter für die Zeit, in der Lord Coe sich bei der FIFA um eine WM bewirbt, bevor er dann wieder vollethisch tätig sein will) für Sebastian Coe abstimmen zu lassen.</p><p>Der Favorit des Volkes, Sie verzeihen mir diese schnittige Bemerkung, ich weiß, dass Sie meinen mitunter derben Humor verstehen, kommt nun leider nicht aus der bestehenden Ethik-Kommission. Es ist, sorry, ausgerechnet Andrew Jennings, der sich knapp vor Wladimir Putin durchgesetzt hat. Auf den Plätzen folgen Jack Austin Warner, Gerhard Mayer-Vorfelder, Robert Hoyzer und Sie.</p><p>Meine Stimme hat Andrew Jennings allerdings nicht bekommen. Ich halte ihn zwar geeignet für dieses Ehrenamt, wie Sie wissen – da wird wohl immer Dissens zwischen uns bestehen -, habe aber dennoch für Sie gestimmt und kein Problem damit, das Wahlgeheimnis zu lüften.</p><p>Ich wollte Ihnen diesen Vorschlag gern noch vor der Sitzung der Ethikkommission, die ja um 10 Uhr beginnt, übermitteln.</p><p>Ich grüße Sie herzlich und würde mich sehr freuen, wenn wir uns in naher Zukunft mal wieder über ethische Fragen unterhalten könnten. Gern auch über Fragen, die Sie derzeit mehr bewegen wie etwa die 6+5-Regel. Die Leser meines sportpolitischen Blogs würden sich auch sehr freuen, hier mit Ihnen zu diskutieren. Vielleicht haben Sie ja Lust dazu.</p><p>Jens Weinreich</p></blockquote><p>Andrew Jennings nahm die Wahl mit <a
title="Andrew Jennings nimmt die Wahl zum FIFA-Ethikchef an" href="http://www.jensweinreich.de/2009/02/20/andrew-jennings-nimmt-die-wahl-zum-fifa-ethikchef-an/" target="_self">diesem Schreiben</a> an:</p><blockquote><p><strong>Von:</strong> Andrew Jennings<br
/> <strong>Gesendet:</strong> Freitag, 20. Februar 2009 11:15<br
/> <strong>An:</strong> Jens Weinreich<br
/> <strong>Betreff:</strong> Re: you are elected!</p><p>Thank you. I promise to follow in the steps of my illustrious predecessor<a
href="http://jensweinreich.de/?p=2990" target="_self">Lord</a> <a
href="http://jensweinreich.de/?p=2406" target="_self">Coe</a> and do absolutely nothing to clean up the racketeering at FIFA. That’s what Seb and Jack and Don Julio and Chuckles and the rest of the gang would want.</p><p>Sorry, must stop, have to rush, my allocation of 5,000 <a
href="http://jensweinreich.de/?p=2099" target="_self">World Cup tickets</a>has arrived.</p><p>Andrew Jennings</p></blockquote><p>Schade eigentlich, er hätte seine Sache besser gemacht als Claudio Sulser. Aber Andrew hat ja noch eine Chance: am 29. November, auf BBC Panorama.</p><p>Good luck.</p><p><strong>Nachtrag:</strong> Hübsche frische Geschichte übrigens: <a
title="T&amp;Ts Newsday" href="http://www.newsday.co.tt/news/0,130997.html" target="_blank">British PM invites Warner to lunch in Zurich</a></p><p><a
href="http://flattr.com/thing/85451/Die-Autoritaten-der-FIFA-und-ihre-Ethik-Narren" target="_blank"><img
title="Flattr this" src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" border="0" alt="Flattr this" /></a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/11/18/die-autoritaten-der-fifa-und-ihre-ethik-narren/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>5</slash:comments> </item> <item><title>Verwarnung für Pyeongchang: &#8220;IOC rules on potential conflict of interests&#8221;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/11/03/verwarnung-fur-pyeongchang-ioc-rules-on-potential-conflict-of-interests/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/11/03/verwarnung-fur-pyeongchang-ioc-rules-on-potential-conflict-of-interests/#comments</comments> <pubDate>Wed, 03 Nov 2010 22:37:53 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[denis oswald]]></category> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[fisa]]></category> <category><![CDATA[ioc]]></category> <category><![CDATA[isu]]></category> <category><![CDATA[korean air]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[kun hee lee]]></category> <category><![CDATA[lee kun-hee]]></category> <category><![CDATA[münchen 2018]]></category> <category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category> <category><![CDATA[ottavio cinquanta]]></category> <category><![CDATA[pyeongchang 2018]]></category> <category><![CDATA[samsung]]></category> <category><![CDATA[winterspiele 2018]]></category> <category><![CDATA[yang ho cho]]></category> <category><![CDATA[abstimmung]]></category> <category><![CDATA[bernhard schwank]]></category> <category><![CDATA[christian ude]]></category> <category><![CDATA[gunilla lindberg]]></category> <category><![CDATA[josef fendt]]></category> <category><![CDATA[klaus schormann]]></category> <category><![CDATA[thomas bach]]></category> <category><![CDATA[voting]]></category> <category><![CDATA[winterspiele]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=9710</guid> <description><![CDATA[Es wird noch spannend in diesem Wettbewerb um die Winterspiele 2018. Und München holt international auf, das erzähle ich seit Vancouver, das bestätigte sich in Dubai und erst recht in Acapulco. Inzwischen ist es nicht mehr überraschend. München holt auch deshalb auf und hat Chancen auf die Spiele, weil die Südkoreaner Fehler machen. Sie können [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Es wird noch spannend in diesem Wettbewerb um die Winterspiele 2018. Und München holt international auf, das erzähle ich <a
title="München vs Pyeongchang: Spin Doctors und andere Berater" href="http://www.jensweinreich.de/2010/02/16/munchen-vs-pyeongchang-spin-doctors-und-andere-berater/" target="_self">seit Vancouver</a>, das bestätigte sich in Dubai und <a
title="Olympia 2018: München darf hoffen" href="http://www.jensweinreich.de/2010/10/23/olympia-2018-munchen-darf-hoffen/" target="_self">erst recht in Acapulco</a>. Inzwischen ist es nicht mehr überraschend. München holt auch deshalb auf und hat Chancen auf die Spiele, weil die Südkoreaner Fehler machen. Sie können halt nicht anders. In Korea stehen viele Konzerne hinter der Bewerbung, und die machen das, was sie immer machen, so sind sie groß geworden im Olympia-Business. Sie kaufen Image und Stimmen mit Sponsorverträgen, zum Beispiel. Sonderlich geschickt sind sie dabei nicht, aber wenn sie die Spiele haben wollen, müssen sie sich ein wenig smarter anstellen &#8230;</p><ul><li>&#8230; <a
title="Vertrag Korean Air - ISU" href="http://www.koreanair.com/" target="_blank">als gerade Korean Air</a>, in Besitz der Familie Cho, deren Sprössling <a
title="Herr Cho auf Facebook" href="http://www.facebook.com/KoreanAirCEO?v=wall" target="_blank">Yang Ho Cho</a> sowohl als Chairman und CEO von Korean Air als auch des <a
title="Pyeongchang 2018" href="http://pyeongchang2018.org/language/eng/sub02/sub02_01.asp" target="_blank">Bewerbungskomitees</a> agiert &#8230;</li><li>&#8230; und <a
title="Vertrag Samsung - FISA" href="http://www.worldrowing.com/display/modules/news/dspNews.php?newid=324959" target="_blank">als gerade Samsung</a>, immer noch vom göttergleichen <a
title="Der reichste Koreaner ..." href="http://www.jensweinreich.de/2009/05/04/der-reichste-koreaner-ioc-mitglied-lee-kun-hee/" target="_self">Lee Kun Hee</a> geführt, dem olympischen Korruptions-Champion &#8230;</li><li>&#8230; oder als <a
title="Kleiner Regelbruch ..." href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/22/kleiner-regelbruch-olympia-2018-die-candidate-cities/" target="_self">Pyeongchangs PR-Abteilung</a>.</li></ul><p>Nun, der Eislauf-Weltverband ISU muss seinen Vertrag mit Korean Air bis nach der 2018er Entscheidung am 6. Juli 2011 auf Eis legen. Der Samsung-Vertrag mit dem Ruder-Weltverband FISA verstößt angeblich nicht gegen IOC-Regeln, wohl aber wird FISA-Boss und IOC-Exekutivmitglied Denis Oswald in Durban nun nicht mit abstimmen. ISU-Präsident Ottavio Cinquanta dagegen wird <a
title="The IOC, the 2016 bidding race and the question of a secrect, democratic election" href="http://www.jensweinreich.de/2009/08/13/the-ioc-the-2016-bidding-race-and-the-question-of-a-secrect-democratic-election/" target="_self">das elektronische Votingsystem</a> betätigen.</p><p><a
title="IOC PM vom 3. November 2011" href="http://www.olympic.org/en/content/Media/?articleNewsGroup=-1&amp;articleId=105925" target="_blank">Das IOC teilt gerade mit:</a></p><blockquote><p><strong>IOC rules on potential conflict of interests</strong></p><p>After indications last week of potential conflict of interests concerning partnership deals involving International Sports Federations and commercial partners, the IOC Ethics Commission has taken the following action.</p><p>The International Skating Federation (ISU) and Korean Air &#8211; a partner of the Pyeongchang 2018 bid committee &#8211; have agreed to postpone their partnership until after the vote on who will host the Olympic Winter Games in 2018. The election will take place in Durban on 6 July 2011. The Ethics Commission reminded Pyeongchang 2018 and its related organisations to fully respect the Rules of Conduct related to Candidate Cities and issued a warning.</p><p>The Ethics Commission also looked into the partnership deal between the International Rowing Federation (FISA) and Samsung, a global (TOP) sponsor of the Olympic Movement. The agreement did not infringe IOC rules. FISA President and IOC member Denis Oswald decided to abstain from voting in Durban to avoid a perception of conflict of interests. The IOC Ethics Commission recognised that FISA and its President acted in good faith.</p></blockquote><p>Wer mehr wissen will, die Papiere werden gewiss noch gebraucht:</p><ul><li><a
title="IOC Code of Ethics 2009" href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/11/IOC-Code-of-Ethics-2009.pdf" target="_self">IOC Code of Ethics</a></li><li><a
title="Rules of Conduct für Olympiabewerbungen" href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/11/2018-rules-of-conduct.pdf" target="_self">Rules of Conduct für Olympiabewerbungen</a></li></ul><p>Zum Thema Samsung habe ich mich zuletzt aus Acapulco im Hintergrund Politik des Deutschlandfunks geäußert.</p><p><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/10/22/dlf_20101022_1840_d4c77eed.mp3" target="_self">:</a></p><p>Die Original-Passage daraus (es musste für die Sendung gekürzt werden):</p><p>(&#8230;) In der Nacht vor der Wahl hat es oft genug wundersame Entwicklungen gegeben. Sydney gewann einst die Sommerspiele 2000 gegen Peking, nachdem wenige Stunden vor der Abstimmung bei einem Nachtmahl zwei Korruptionsverträge mit afrikanischen IOC-Mitgliedern geschlossen wurden.</p><p>Korruption ist weder Deutschen noch Franzosen fremd. Ein Deutscher, der ehemalige Adidas-Chef Horst Dassler, bei dem Thomas Bach einst als Direktor angestellt war, hat das System der modernen olympischen Korruption sogar erfunden. Bis heute wirkt das Netzwerk Dasslers, der 1987 an Augenkrebs starb. Das von ihm noch gegründete ISL-Firmengeflecht hat in den neunziger Jahren 138 Millionen Schweizer Franken Schmiergeld an hohe Sportfunktionäre gezahlt, darunter IOC-Mitglieder. Das ist gerichtsfest dokumentiert.</p><p>In Südkorea ist Korruption eine Art Volkssport. NOK-Präsident Park wurde bereits wegen Korruption verurteilt, flog aus dem IOC und verlor seinen Posten als Präsident des Judo-Weltverbandes. Südkoreas Ikone Kun Hee Lee, der Kopf des Samsung-Konzerns, wurde gar schon zweimal verurteilt und wieder begnadigt – zuletzt Anfang des Jahres mit der Begründung, Lee solle im nationalen Auftrag die Winterspiele nach PyeongChang holen.</p><p>Der Milliardär Kun Hee Lee hält derzeit im Acapulco Princess Hotel Hof. Er saß schweigend bei der Präsentation auf dem Podium. Samsung beherrscht den koreanischen Sport und etliche olympische Weltverbände. Lee blieb trotz seiner Dauer-Vergehen IOC-Mitglied – und Samsung Sponsor im IOC-Vermarktungsprogramm TOP. Eine bizarre Konstellation.</p><p>PyeongChang unterbreitete den Nationalen Olympiakomitees für die Winterspielen 2018 neue Angebote. So will man jedem NOK kostenlos ein Haus für Festivitäten bereitstellen. Das dürfte etwas mehr kosten als die von München versprochenen Trainingslager in Deutschlands Spitzensportzentren. Christian Ude preschte mit seiner Kritik vor, die im IOC-Umfeld sicher nicht gern gehört wird.</p><blockquote><p>Wir sollen andere Bewerbungen nicht kommentieren. Das steht uns nicht zu. Persönlich war ich schon überrascht, dass Angebote finanzieller Entlastung von Nationalen Olympischen Komitees Gegenstand einer Bewerbung sind. Aber ich habe gesagt, dass wir uns dadurch nicht einschüchtern lassen, weil solche Offerten ja durchaus auch eine kontraproduktive Wirkung haben können.</p></blockquote><p>Auch Klaus Schormann betrachtet das Engagement von Samsung und Kun Hee Lee kritisch:</p><blockquote><p>Ich selber habe mich mit ihm nie beschäftigt, weil ich aus meinem ethischen Gefühl anders handle und anders arbeite, auch mit meiner Union, wie wir an Gelder kommen und wie wir mit Partnern arbeiten. Wir wissen natürlich, dass die Bewerbung von Pyeongchang weitaus besser aufgestellt ist, finanziell. Aber man weiß, je mehr Geld man hat, je mehr kann man bewegen. Aber nicht das Geld macht&#8217;s nur, sondern das Know-how. Es ist nicht immer nur eine Ikone, die dann den letzten Ausschlag gibt.</p></blockquote><p>Ein gewisses Verständnis für Samsung und Kun Hee Lee äußert Thomas Bach, der zu den Koreanern seit langem beste Beziehungen unterhält und einst sogar den inzwischen wegen Korruption aus dem IOC verbannten Un Yong Kim unterstützte &#8211; etwa mit seiner Unterschrift für die Präsidentschaftskandidatur von Kim im Sommer 2001.</p><blockquote><p>Samsung ist ein TOP-Sponsor des IOC. da sind die Regeln auch klar, dass sich TOP-Sponsoren nicht engagieren dürfen für eine Bewerbung. Aber Natürlich wird wahrgenommen, dass Samsung aus Korea kommt und im übrigen im breitensportlichen Bereich auch ein Förderer des DOSB ist auf der nationalen Ebene. Also es handelt sich hier um ein langwieriges internationales Engagement.</p></blockquote><p>Josef Fendt ist Präsident des Rodel-Weltverbandes und als Berchtesgadener ein Fürsprecher der Münchner Offerte. Er glaubt, dass die Schlagzeilen der vergangenen Tage über Korruption im Fußball-Weltverband FIFA die olympische Szene zumindest momentan beeinflussen.</p><blockquote><p>Kann sein, dass diese Probleme, die sich jetzt in der FIFA abgespielt haben, eine gewisse Rolle spielen. Aber die Wahlen sind erst nächstes Jahr im Juni oder im Juli. Bis dahin kann schon wieder viel vergessen sein.</p></blockquote><p>Für die Einhaltung der Regeln in der Bewerbungsphase ist unter anderen die Schwedin Gunilla Lindberg zuständig, eine der erfahrensten Frauen im olympischen Weltsport. Lindberg, selbst IOC-Mitglied, fungiert als Chefin der Evaluierungskommission, die im kommenden Jahr die Bewerberstädte bereist und danach einen Prüfbericht anfertigt.</p><blockquote><p>Ich glaube nicht, dass irgendjemand versuchen wird, mich zu bestechen. Das wäre absoluter Nonsens. Wir müssen peinlich genau auf die Ethik-Reglen achten. Nun ist es aber so: Samsung ist schon lange IOC-Sponsor. Wenn wir Länder, die TOP-Sponsoren haben, nicht erlauben würden, sich um Olympische Spiele zu bewerben, hätten wir nur noch sehr wenige Bewerber.</p></blockquote><p>Bernhard Schwank, Geschäftsführer der Olympia GmbH, verspricht:</p><blockquote><p>Also für uns ist eins völlig klar: Wir halten uns an die Regeln. Wir arbeiten auf der Grundlage der Regeln, die vorgegeben sind. Nicht nur weil sie vorgegeben sind, sondern, jedenfalls kann ich das für meiner Person sagen, aus Überzeugung. Ich will einen fairen und sauberen Wettbewerb führen um diese Vergabe der Spiele. Und das werde ich auch bis zum Ende so halten.</p></blockquote><p>Der Wettbewerb um die Olympischen Winterspiele 2018 hat in Acapulco erst richtig begonnen. München startete gut in die finale Phase und erntete Lob von allen Seiten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. München ist nicht mehr chancenlos. Aber es ist in der Sportpolitik wie im richtigen Leben: Jähe Wendungen sind nicht ausgeschlossen. (&#8230;)</p><p>Manche finden das albern, egal: Wollen wir weiter abstimmen?</p><p>Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.<br
/> <a
href="http://flattr.com/thing/80366/Verwarnung-fur-Pyeongchang-IOC-rules-on-potential-conflict-of-interests" target="_blank"><br
/> <img
src="http://api.flattr.com/button/button-compact-static-100x17.png" alt="Flattr this" title="Flattr this" border="0" /></a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/11/03/verwarnung-fur-pyeongchang-ioc-rules-on-potential-conflict-of-interests/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>14</slash:comments> <enclosure
url="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/10/22/dlf_20101022_1840_d4c77eed.mp3" length="8834560" type="audio/mpeg" /> </item> <item><title>&#8220;Bribes as salaries for sports leaders&#8221;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/10/19/bribes-as-salaries-for-sports-leaders/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/10/19/bribes-as-salaries-for-sports-leaders/#comments</comments> <pubDate>Tue, 19 Oct 2010 13:23:06 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[bestechung]]></category> <category><![CDATA[english text]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[fivb]]></category> <category><![CDATA[hassan moustafa]]></category> <category><![CDATA[ihf]]></category> <category><![CDATA[ioc]]></category> <category><![CDATA[isl/ismm]]></category> <category><![CDATA[jean-marie weber]]></category> <category><![CDATA[jens sejer andersen]]></category> <category><![CDATA[journalismus]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[mario goijman]]></category> <category><![CDATA[olympischer kongress]]></category> <category><![CDATA[play the game]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[sportfamilie]]></category> <category><![CDATA[totaldemokraten]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[volleygate]]></category> <category><![CDATA[waca]]></category> <category><![CDATA[welt-anti-korruptions-agentur]]></category> <category><![CDATA[whistleblower]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=9619</guid> <description><![CDATA[Mein Freund und Kollege Jens Sejer Andersen hat vergangene Woche an der Universität Antwerpen einen Vortrag zu einem ewig aktuellen (und derzeit wieder brandaktuellen) Thema gehalten, den ich gern veröffentliche. Es tauchen viele der üblichen Verdächtigen und alten Bekannten auf, ob nun der Handball-Pharao, Ruben Acosta oder Jean-Marie Weber. (Aus Zeitgründen muss ich leider weitgehend [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Mein Freund und Kollege <a
title="alle Beiträge von und mit Jens Sejer Andersen" href="http://www.jensweinreich.de/?s=jens+sejer+andersen" target="_self">Jens Sejer</a> <a
title="Jens Sejer Andersen Bio" href="http://www.playthegame.org/knowledge-bank/author-profile/jens-sejer-andersen.html" target="_blank">Andersen</a> hat vergangene Woche an der <a
title="Antwerp University, workshop &quot;Sports, a matter of peace?&quot;" href="http://www.sportanddev.org/?1331/Sports-a-Matter-of-Peace-UCSIA-International-Workshop" target="_blank">Universität Antwerpen</a> einen Vortrag zu einem ewig aktuellen (und derzeit wieder brandaktuellen) Thema gehalten, den ich gern veröffentliche. Es tauchen viele der üblichen Verdächtigen und alten Bekannten auf, ob nun der Handball-Pharao, Ruben Acosta oder Jean-Marie Weber. (Aus Zeitgründen muss ich leider weitgehend auf Verlinkungen verzichten, zu allen gibt es im Blog etliche Geschichten.)</p><p>Voilà:</p><p><strong>The Magicians of Sport: How the Greatest Corruption Scandal in World Sport Vanished Before We Knew It Existed</strong></p><p><em>By Jens Sejer Andersen</em></p><p><em> </em></p><p><em>International Director and founder, </em><a
title="Play the Game" href="http://www.playthegame.org" target="_blank"><em>Play the Game</em></a></p><p>Usually, I am a great admirer of magicians. People who can make elephants appear out of nowhere or escape from underwater cages hand-cuffed and wrapped in chains, really deserve respect.</p><p>There are, however, some magicians that we should beware of, and quite a few of them do their tricks in sport. I am not referring to artists like Lionel Messi or Justine Henin who can make unimaginable things with a ball. No, the magicians I would like to talk about are exercising their witchcraft more discreetly.</p><p>They do not seek our admiration over their skills. On the contrary: They shun the public eye so much that they have become experts in one aspect of magic: They know how to make us look in one direction while they do their work in the other direction, and more than that, when we look back we do not even notice something mysterious has happened.</p><p>Thanks to these magic abilities, a number of corruption scandals in the highest ranks of sports leadership continue to vanish, even before we realise that they actually exist.</p><p>Where were for instance your eyes looking in late June this year? I suppose that they, like mine, were directed at a flat screen TV to follow the last matches in the group stage of the FIFA world cup in South Africa.</p><p>Abracadabra! While we were staring on one of the greatest shows on earth, the biggest corruption scandal ever documented in sport disappeared out in the blue.</p><p>Did you notice?</p><p>If not, don’t feel ashamed. It was not meant for you to see.</p><p>While events in South Africa spellbound the world, a dry and formal sheet of paper was produced more than 8,000 kilometres away, by the public prosecutor in Zug, the Swiss canton in which FIFA resides.</p><p>On the 24 June, the prosecutor ended eight years of legal proceedings with a statement that put an end to the so-called ISL-affair.</p><p>Simultaneously, FIFA noted in a very brief media release “FIFA is pleased that the prosecutor of Zug has finalised his investigations?.</p><p>FIFA had reasons to be satisfied indeed. For although the Swiss prosecutor that day confirmed that FIFA officials had received millions of Swiss francs from the ISL company and kept them in their pockets, and that FIFA should pay a compensation of 5,5 million Swiss francss – around 4 million euros – things could have turned out much worse for football’s governing body.</p><p><strong>The collapse of a marketing giant</strong></p><p>For the ISL was no street vendor of services to FIFA. ISL stands for International Sport and Leisure and was from the early 1980’ies and until its collapse in 2001 by far the biggest sport marketing company in the world. It was founded by the Horst Dassler, whose family owned Adidas.</p><p>ISL bought TV and marketing rights from the international sports federations and the International Olympic Committee and re-sold them to media companies and private sponsors. Thanks to its close personal relations to FIFA and other big federations it became a driving force in the explosive commercialisation of elite sport.</p><p>However, even a booming company in a booming sector can make mistakes, and in 2001 the ISL collapsed because it had seriously overestimated the value of its products.</p><p>When the Swiss administrators took over the bankrupt ISL and started looking at the internal papers, they soon discovered some strange payments. In the first place, the liquidator of the company, Thomas Baur, found that at least 3,5 million Swiss francs (at the time 2,2 million euros) had been paid out in personal commissions and they started writing leading sports officials in order to get the money back.</p><p>And in 2004, Mr Bauer did get most of that money back. Not in many small portions, but on one big check of 2,5 million Swiss francs. It would of course be interesting where this sum came from and on behalf of which sports leaders it was paid back, but after hard work from a splendid Swiss lawyer, Peter Nobel – the Federal Court, the highest court in Switzerland, ruled that no names should be named.</p><p>Peter Nobel is not only an excellent player in the court room – a magician in his field you may say – he was also the man who issued the big check. And, coincidentally perhaps, he has for many years been the personal lawyer of Joseph S. Blatter, President of FIFA.</p><p>But this was only the beginning. Other parts of the Swiss justice had an interest in the ISL, and one investigative judge, Thomas Hildbrand, was particularly active, launching firstly one investigation into how six ISL-directors managed their affairs, and secondly another one into the relation between FIFA and the ISL.</p><p><strong>138 million Swiss francs in kickbacks</strong></p><p>In 2008, the court in the Swiss city of Zug concluded the first of these two cases, the proceedings against six former ISL directors for embezzling large portions of money belonging to FIFA. The legal case itself ended up with acquittals and mild sentences since the defendants could convince the judges that FIFA in reality had accepted the way ISL handled FIFA’s money.</p><p>But in the indictment a stunning revelation was brought forward and confirmed by the defendants in the court room:</p><p>Over 12 years, from 1989 to its bankruptcy in 2001, ISL handed out no less than 138 million Swiss francs – then 87 million euros &#8211; in personal commissions to sports leaders in order to get lucrative TV and marketing contracts.</p><p>The payments were channelled to the private pockets or bank accounts of high ranking sports leaders through an advanced system of secret funds in Liechtenstein and the British Virgin Islands. Some of the kickbacks were handed over personally by the top executive of the ISL, Jean-Marie Weber, who travelled around the world with a suitcase filled with cash.</p><p><strong>Bribes as salaries for sports leaders</strong></p><p>According to the defendant ISL directors, these payments were a normal and integral part of the daily sports business and a precondition if ISL wanted to sign contracts with their customers.</p><blockquote><p>“I was told the company would not have existed if it had not made such payments,?</p></blockquote><p>said former chief executive of the ISL Christoph Malms, and was backed the former director of finances, Hans-Jürg Schmid.</p><blockquote><p>“It was like paying salaries. Otherwise they would have stopped working immediately?,</p></blockquote><p>he said about the sports officials.</p><p>How come that the six directors admitted these secret personal commissions so freely? The answer is simple. In Switzerland this kind of kickbacks or bribes were not criminal until new anti-corruption legislation was passed in 2006.</p><p>And although the directors were quite open-mouthed, they did not risk their future career by dropping names in the court.</p><p>We only know that when ISL flourished, some of its most important customers besides FIFA were the ATP in tennis, IAAF in athletics, FINA in swimming, FIBA in basketball and for some years also the IOC.</p><p>You would perhaps expect that these organisations did react to the revelations in Zug by tracing corrupt sports leaders in their own ranks or at least distancing themselves publically from such malicious practices.</p><p>But no: From the international sports community there has only been one reaction to what is beyond comparison the biggest known corruption scandal in sport: Unanimous and complete silence.</p><p>After the verdicts in Zug 2008, there was still a hope: Perhaps the third and last criminal investigation could help us answer the simple question: Who took the bribes?</p><p>How much did they get each? – after all, 87 million euros is a lot of money, and not that many persons were in charge of TV and marketing contracts. Do these persons still hold important positions in sport?</p><p>Unfortunately, the end of the ISL affair this summer did not answer any of these questions.</p><p>The settlement does confirm what FIFA has long denied: That FIFA officials have taken millions of Swiss francs from the ISL in return for contracts. And it does oblige FIFA to pay back some of the money stolen from sport.</p><p>But even if we assume that all cheques have been paid by FIFA: 2,5 million Swiss francs to the liquidators, 5,5 million Swiss francs in the recent decision plus the costs of the legal procedure – we are still far from the impressing 138 million Swiss francs that went with the corruption. The financial balance is clearly in favour of those who cheated.</p><p>Before I go deeper into analysing the mechanisms that allow such a huge scandal to run almost unnoticed by the world public, one more important question arises from the ISL case:</p><p>Is the magic over?</p><p>Did corruption in sports organisations die with the ISL in 2001, and is the buying and selling of TV and marketing rights now a clean business?</p><p><strong>No answers given at Olympic congress</strong></p><p>I raised this question during a session about “Good governance and ethichs? at the Olympic Congress in Copenhagen last year where over 1,200 high ranking sports officials gathered to discuss the challenges to sport. The answer from the moderator, Youssoupha Ndiaye from the IOC Ethics Commission, was easy to understand:</p><blockquote><p>“The panel does not answer questions?.</p></blockquote><p>To be fair, the audience was quite amused by that response. Well, perhaps not all – probably not the man sitting a few rows from me, Jean-Marie Weber, the man who once travelled the world with a suitcase full of money.</p><p>I do not know which tasks the elegant Weber had at the Olympic Congress, but it cost the IOC President Rogge some sweat explaining Weber’s presence. It was apparently not the IOC itself that had invited him, but to get an accreditation through the strict security measures of that meeting you had to have very good connections in the so-called Olympic family of sport. <span
id="more-9619"></span></p><p>Only several weeks after the congress Rogge declared that Weber would not get Olympic accreditation in the future.</p><p>Although Jean-Marie Weber was in his time without comparison the most influential sorcerer in sport, he was not and is not the only one, and there are several cases that prove that corruption in sport did not vanish with the bankruptcy of the ISL.</p><p><strong>The royalties of volleyball</strong></p><p>Take for instance the great leader of world volleyball from 1984-2008, Ruben Acosta from Mexico – or Dr. Acosta as he prefers to be called though no papers supports this doctorial title.</p><p>As a President of the Federation Internationale du Volleyball (FIVB), Ruben Acosta – very actively assisted by his flamboyant wife Malú &#8211; introduced a kind of management style that is comparable to absolute monarchy.</p><p>Ruben Acosta made the FIVB a resounding commercial success: He changed the counting system of volleyball, he decreed tiny shorts for female players, and last but not least: He embraced and developed beach volley with its flavour of sun, sex and soft drinks. All these initiatives were aimed at making the ailing sport more appetizing on the TV screens.</p><p>And here we go again: While you and I were staring at the suntanned men and women playing in the sand with very little clothes on, the magician went to work.</p><p>Without asking anyone he introduced a rule by which every person who signed a TV or marketing contract on behalf of FIVB, was entitled to a personal commission of 10 percent of the contract sum.</p><p>He also introduced another rule: That the president signs all contracts.</p><p>According to their critics, this procedure may have secured at least 25 million US-dollars for the Acosta family.</p><p>Sooner or later this practice had to be ratified by the General Assembly. When some volleyball leaders began to question them, a code of conduct was soon introduced, according to which anyone who criticises volleyball or its institutions, could be excluded by the president.</p><p>On that account, several respected international volleyball leaders have had to retire involuntarily in the last decade. They are not even allowed to enter the local volleyball club, so in fact they are deprived of a basic civic right, the right to take part in association life.</p><p><strong>Removed critical auditor’s note</strong></p><p>But even magicians sometimes fail. When the FIVB accounts for 2001 showed that Ruben Acosta that year alone had received 8.4 million Swiss francs, over 5 million euros in personal commissions, Acosta decided to hide the number by grouping it with other amounts. Perhaps he thought that the General Assembly would not be able to handle such a big figure.</p><p>The auditors, however, took the rare step to make a critical note in the accounts because the personal commission was not transparent. This made Acosta even more worried: How would the General Assembly be able to hand such a complex message?</p><p>So in order not to confuse the delegates, Acosta simply decided to delete the critical note of the auditors before the FIVB accounts was published. This action is illegal in most countries, even in Switzerland.</p><p>So in 2006 the local court in Lausanne decided that Acosta and his nearest aides at the FIVB offices had really done something wrong. But as the judge felt that no harm had been done and there had been no criminal intent, Acosta was acquitted. His only obligation was to pay legal costs in the amount of 4.300 Swiss francs. Again, a good financial balance for the cheater.</p><p>Acosta’s magic tricks did not go unnoticed at the IOC. The IOC’s Ethics Commission produced a devastating report about Acosta’s mismanagement already in 2004. But as Acosta reacted by leaving his IOC seat in anger and protest, the IOC decided to keep the report secret, and Acosta got four more years to harvest the money that belonged to volleyball.</p><p><strong>The handball Pharao</strong></p><p>Acosta’s successor from 2008, long-standing Vice-President Jizhong Wei from China, has fortunately decided to replace his loyalty to Acosta with a loyalty to his sport. Wei has stopped all payments to Acosta, upsetting many of Acosta’s friends, and he has taken many other positive steps. But he has still not succeeded in rehabilitating those volleyball leaders that were excluded from all volleyball because of a sense of ethics.</p><p>This sensibility is not predominant in another sport where the top grabs for more than the ball.</p><p>The Egyptian business man Hassan Moustafa has had a firm control of the International Handball Federation for the past ten years and has his own way of understanding good governance.</p><p>It is well documented that he has tried to influence the outcome of Olympic qualifiers. That he has travelled for over 300,000 euros without presenting receipts. And that he has demanded insight into the doping testing plans for national teams.</p><p>At the General Assembly of the IFH in Cairo last year, it was also evident that the European opponents were not allowed to speak. A rival for the presidency, the Luxembourger Jean Kaiser, simply had his microphone cut off.</p><p>These facts did not impress the assembly which re-elected Hassan Moustafa by an overwhelming majority, 115 against 25. A similar majority ousted the long-standing secretary general Peter Mühlematter, who had dared to tell the public what Moustafa was doing with handball’s money.</p><p>Earlier this year a new story has been confirmed. From 2007 to 2009, Hassan Moustafa was employed as an advisor for the German marketing company Sportfive. Moustafa’s salary was 602,000 Euro.</p><p>Curiously, in that same period, Sportfive acquired the TV rights for the International Handball Federation.</p><p>And even more curiously: When Sportfive’s director, Robert Müller von Vultejus, left his position and went to rivaling company UFA, a quite new player in sports marketing, this company won the next bid for the IHF TV rights. Thought-provoking, isn’t it?</p><p><strong>The Bermuda Triangle: Sport, sponsors, media</strong></p><p>Would it have hindered the re-election of Moustafa if his constituency had heard about these magic events?</p><p>I guess not. Moustafa is simply a typical representative of the power structures that international sport has developed since the early 1980’ies, thanks to visionary businessmen like the late Horst Dassler.</p><p>30 years ago a triangle was created which you may call the Bermuda Triangle of sport – a triangle where transparency, accountability and true democratic standards always disappears mysteriously.</p><p>Roughly explained the triangle has three legs that support each others: sports organizations, multinational companies and TV companies.</p><p>Adidas and other consumer goods producers give sponsorships to sports organizations to ensure that they are run by people with the right mindset – some of the first to benefit from this was the late IOC President Juan Antonio Samaranch and the former FIFA President Joao Havelange.</p><p>In return, these outstanding sports leaders ensured that their sponsors got exposure and access to emerging markets everywhere in the world. By signing marketing contracts with national federations the sponsors could get an even stronger foothold on local markets.</p><p>The globalization of the TV media was of course a driving force in this development. TV companies saw the potential of elite sport to build up audiences and were willing to invest huge sums in acquiring broadcasting rights. These rights were paid either with tax-payers’ money – or in case of private TV companies, with money from advertising by consumer goods producers.</p><p>TV and corporate companies have one thing in common. They are on a highly competitive market. They need sport in this competition, and they are ready to raise the stakes to get sport on their side.</p><p>This has been to the great advantage of sports organizations which in their turn are on a market with very low competition. Within each sport, they are de facto monopolies. Internationally and nationally there is only one federation in every sport.</p><p>As a result, sport has been able to gather ever-increasing revenues from the sponsors as well as from media companies.</p><p><strong>A breeding ground for corruption</strong></p><p>Much of this money has been used by the sports presidents to globalise sport and strengthen their own position. The main procedure has been to establish new federations in poor countries with no structure for athletics, handball, volleyball or any other sport and to provide these new federations with generous grants and other kinds of privileges. They have been so eager to recruit new members that FIFA and some other sports federations have more member countries than the United Nations.</p><p>The upside of this development is that the leaders of sport can claim that they are breaking the colonial scheme of sport, fulfilling the goal of making their specific sport accessible to the whole world, also to the less privileged people and countries. By involving new groups and giving each new member state a vote, they can with some right say that they are making sport more global and more democratic.</p><p>But there is also a remarkable downside. The one-country-one-vote system is also yielding a lot of power to countries with no particular engagement in a given sport, and – if you take into account that the generous amounts are granted without any strict control over their use – power is also given to sports leaders who may think more about their own fortune that about the fate of their sport.</p><p>When we are talking sport in a development context, this is a factor we have to take seriously. Can we say without blushing that the fortunes that the international federations have spread out over the developing countries for the past 25 years, have had an important impact on sports participation in the populations? Are the international federations efficient and reliable partners in the expansion of grassroot sport?</p><p>At the 2nd Magglingen conference for sport and development in Switzerland in 2005 I had the opportunity to briefly encourage small grassroot sports projects to prepare for a situation where corruption in one project could destroy the reputation of sport in development more broadly.</p><p>Immediately a middle-aged man grabbed the microphone and declared he was “livid?: There is no corruption at all in sport for development, he stated, and I owed everybody an apology!</p><p>I was quite surprised by this reaction. And I became even more surprised when I found out that the furious man was the Zimbabwean Tommy Ganda Sithole, prominent IOC director of international cooperation and development.</p><p>It is not only surprising, it is deeply worrying if a man in that position rejects that sport is vulnerable to corruption everywhere, even in developing countries.</p><p>The fact is that sports organisations are too often breeding grounds for corruption, and there is no real interest in stopping this state of affairs from the inside. On the contrary, the power base of the leadership of sport is built on this scheme of clientelism, of quid pro quo.</p><p><strong>The family culture</strong></p><p>Those few sports leaders who dare speak up against this system of governance, are met with ridicule, exclusion or marginalisation. Such behaviour is not only threatening the power structures, being illoyal to your leaders is also incompatible with the cultural concept that sports leaders like to promote: Sport as a family.</p><p>Over and over again, Sepp Blatter and his likes refer to their sport as a family, the football family, the family of volleyball and above all the all-embracing Olympic family.</p><p>The family word may produce good feelings in the corridors of power, but is not as innocent and heart-warming as it may seem. The family unity is also used as a shield against open internal debates.</p><p>In a family we are loyal to each other. We do not have any real conflicts of interest. We do not hang our dirty laundry out in the open. And at the end of the day, Daddy knows what is best for us.</p><p>If sport was regarded as a community rather than a family, conditions for the debate would change radically. They might even become truly democratic. The family is based on the idea that we all share the same interests. Democracy is based on an understanding that we have different interests and it offers us a way to resolve our conflicts. And top do so, it is a prerequisite that the conflicts are visible and can be discussed publicly.</p><p>If the affairs of sport really were a matter for sport only, we could leave the family members to take care of themselves. But during the last 30 years, sport has developed into an unparalleled economic, political and cultural power, and it is therefore of fundamental importance to democratic societies that sport takes its internal democracy seriously as exactly that – and stops seeing itself as a family.</p><p>Otherwise the world of sport runs the risk of blending into other industrious groups that handle big fortunes, live outside the law, operate freely across borders – and is based on family values. We have a name for this type of organisation – a word borrowed from Italian.</p><p><strong>The media as part of the fan crowd</strong></p><p>I have now discussed some of the most important internal factors that make sport unable to clean up its governance by itself.</p><p>Let me – in equally rough terms – look at those external forces that you would expect to exercise some control.</p><p>One is the world I come from as a journalist: The media. I am embarrassed to say that you should not expect too much. Very few, if any, major sport scandals have in the first place been revealed by investigative journalists.</p><p>Sports journalism emerged as a twin to sport, in the late 19th century. From the outset, sports journalists has seen themselves as fans, gladly assisting sport with bringing out its message of character building, national pride and peace in the world.</p><p>It has probably oiled the media’s willingness to co-operate that sport was always an item that could attract readers and advertisers. And in recent times, the commercial partnership has grown enormously with the TV media as one of the leg in the before mentioned Bermuda Triangle of sport.</p><p>So although sport, as I just mentioned, exercises considerable influence in society, journalists are still focused on the battle field rather on the games in the corridors.</p><p>To give you an example: When searching in the international newspaper database Lexis-Nexis which covers most of the Western Hemisphere I found only 44 articles mentioning the ISL and FIFA after the decision to settle the case in June. The articles reached only 12 out of the 208 member nations of FIFA.</p><p>We often regard the media as the fourth branch of power in democracies. Sport is a notable exception.</p><p><strong>Protecting the autonomy of sport</strong></p><p>With such a silence from the inside of sports as well as from the media it is hard to blame our elected politicians that they do not react. Why should they?</p><p>Sport is regarded as widely popular, and politicians would not like to provoke their voters by opposing sport. Also, sport might single out critical politicians and stop inviting them to getting media exposure at national team games and medal ceremonies.</p><p>Moreover, in many countries sport is seen as a part of the independent civil society, a no-go for politicians, and protecting sport’s autonomy is on top of the agenda of all sports organisations.</p><p>Whenever the IOC mentions the need for good governance, they also mention autonomy of sport. There is a clear underlying warning to politicians: If they do not listen, sport will react.</p><p>Every now and then FIFA issues a bulletin against a member nation’s government for interfering in football’s own issues. Sometimes FIFA might be in its right to do so, but we have seen many cases in which FIFA intervened against governments that tried to stop corrupt football leaders. Ask in Poland, ask in Greece, Kenya, ask right now in Nigeria.</p><p>And independently of the reasons, when FIFA threatens a country with being suspended from international football, most governments pull back.</p><p>Last but not least, sports organisations prevent political and police intervention by placing their headquarters in countries that have very favourable working conditions.</p><p>Home country number one is of course Switzerland where the organisations enjoy special tax privileges plus the same legal status as any local bowling or household association. This means that the kind of corruption that distorts business competition, like in the ISL case, may well be illegal now. But it is still not illegal to hand over personal commissions in relation to internal events, like elections or choosing hosts of sporting events.</p><p>So what can we do to demand transparency, democracy and fair play from such important and potent players in a global, billion-dollar entertainment industry, that are intimately linked to the largest consumer good producers, protected by media conglomerates, and blessed with enormous political, financial and cultural influence?</p><p><strong>A solution derived from an emerging threat</strong></p><p>The solution may be helped forward from an unexpected side, from people that care even less about sport’s integrity and are even more powerful and unscrupulous.</p><p>In the past years, the combination of match fixing and illegal gambling on the Internet has become a growing industry and a growing threat to sport – especially to sport as a business.</p><p>Match fixing is indeed an impressive threat. Experts assess that the annual revenues in the world gambling market reach 350 billion dollars – out of which 100 billion dollars are derived from the illegal market, dominated by organised crime in Asia.</p><p>If the public in general looses confidence in how sports results are made – in equal competition with uncertainty of the outcome – it will not only affect the state gambling companies that finance sports organisations in most of Europe and many other countries around the world.</p><p>It will also affect the lucrative Bermuda Triangle seriously and the core business interest of sport, the media and sponsors.</p><p>This threat is by nature global, crossing sports as well as geographical boundaries. An increasing number of sports officials understand that a global all-comprehensive threat must be faced with a global all-comprehensive answer.</p><p><strong>A global coalition for good governance</strong></p><p>Play the Game suggested in 2006 at a seminar organised by the European Council and UEFA, that we let ourselves be inspired by the World Anti Doping Agency which has proved that a legally binding cooperation between governments, supranational institutions and sport can create considerable progress.</p><p>We believe it is time to create a new world institution – a “Global Coalition for Good Governance in Sport?.</p><p>This new anti-corruption body should be run jointly by the International Olympic Committee and the international sport federations, by the United Nations, by governmental organisations like the EU and the European Council, and – as a supplement to the structure we know from WADA – should also invite representatives of the media, the scientific community, the fan trusts and the sports business side to the board.</p><p>The “Global Coalition for Good Governance in Sport? should</p><ol><li>define minimum standards for transparency, accountability and democratic procedures</li><li>have administrative capacity to ensure that the minimum standards are respected</li><li>Build up a global co-operation between the betting industry and governments to counter illegal gambling and match fixing</li><li>actively welcome sports leaders and administrators, media professionals, sports researchers and other stakeholders to report irregularities</li><li>have a legal mandate and professional expertise to investigate cases of mismanagement and corruption, including the right to search sports offices, archives etc. without prior notice</li><li>be equipped with right to issue bans against individuals or groups who violate the global standards and suspend those who are under investigation</li><li>be provided with a legal status that enables it to report supposed violations to national or international legal authorities for further trial</li><li>communicate its findings to the public through annual reports, conferences etc.</li></ol><p>Though the focus these years is mostly on match fixing, it would be a great failure to focus narrowly on this aspect of corruption which is managed by organised crime.</p><p>Also sports organisations and their leaders must accept that they should be held accountable for their practices.</p><p><strong>Rays of hope</strong></p><p>Last week, the Secretary General of WADA, David Howman, suggested exactly such a WADA-style anti-corruption body to the sports ministers from the Commonwealth countries. He said he will repeat this proposal to the sports ministers from the European Union at their meeting next week.</p><p>And a month ago, sports ministers from the European Council agreed to act against match fixing.</p><p>Though I may have painted a quite dark picture of sports politics, I see some hope in these recent developments.</p><p>More than that, there is a hope in the fact that sport really can be used to more noble ends than filling the pocket and building prestige of a privileged few magicians in sport.</p><p>Let us not turn our eyes away from these magicians, let us instead take a much closer look at them and see if their tricks will survive our awareness.</p><p>At our next Play the Game conference from 3-6 October 2011 at the German Sport University Cologne, we will once again invite leading whistleblowers, academics, investigative journalists and sports officials to discuss how we can build alliances against corruption and for democracy, transparency and freedom of expression in sport. I sincerely hope that you will take part and contribute with your ideas and efforts to ensure that the many magicians will not make the values of sport disappear.</p><p>Let me end on a quote by an author who has highlighted magic more than anybody else, the inventor of Harry Potter, J.K. Rowlings who has said:</p><blockquote><p>“We do not need magic to change the world. We carry all the power we need inside ourselves already: we have the power to imagine better.?</p></blockquote><p><a
href="http://flattr.com/thing/74466/Bribes-as-salaries-for-sports-leaders" target="_blank"><br
/> <img
title="Flattr this" src="http://api.flattr.com/button/button-compact-static-100x17.png" border="0" alt="Flattr this" /></a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/10/19/bribes-as-salaries-for-sports-leaders/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Soca Warriors vs Jack the Ripper</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/08/03/soca-warriors-vs-jack-the-ripper/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/08/03/soca-warriors-vs-jack-the-ripper/#comments</comments> <pubDate>Tue, 03 Aug 2010 13:11:24 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[jack austin warner]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[lasana liburd]]></category> <category><![CDATA[soca warriors]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[sportfamilie]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[andrew jennings]]></category> <category><![CDATA[trinidad express]]></category> <category><![CDATA[trinidad tobago]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=9251</guid> <description><![CDATA[Es sieht so aus, als sollten die Fußballer aus Trinidad &#38; Tobago nach vielen Jahren doch noch ein bisschen Geld für die WM-Qualifikation 2006 und die Teilnahme an der Endrunde in Deutschland erhalten. Jack Austin Warner, die FIFA-Skandalnudel, inzwischen Transportminister auf den Inseln und in Kürze wieder WM-Gastgeber, hatte sie mächtig geschröpft. Die Spieler sind [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Es sieht so aus, als sollten die Fußballer aus Trinidad &amp; Tobago nach vielen Jahren doch noch ein bisschen Geld für die WM-Qualifikation 2006 und die Teilnahme an der Endrunde in Deutschland erhalten. <a
title="alle Beiträge zu Jack Warner" href="http://www.jensweinreich.de/category/jack-austin-warner/" target="_self">Jack Austin Warner</a>, die FIFA-Skandalnudel, inzwischen <a
title="A brilliant piece of ass kissing ..." href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/04/minister-jack-warner-oder-a-brilliant-piece-of-ass-kissing/" target="_self">Transportminister</a> auf den Inseln und in Kürze wieder <a
title="FIFA u17 Word Cup" href="http://de.fifa.com/u17womensworldcup/index.html" target="_blank">WM-Gastgeber</a>, hatte sie mächtig geschröpft. Die Spieler sind vier Jahre lang von Anwalt zu Anwalt, Schlichter zu Schlichter und Gericht zu Gericht gezogen. Mein Freund Lasana Liburd, der schon etliche Privatgeschäfte von Jack the Ripper enthüllt hat und immer an der Prämien-Geschichte drangeblieben ist, fasst im Trinidad Express die jüngsten Entwicklungen zusammen.</p><p>Zur Vorgeschichte:</p><ul><li>Lasana Liburd: <a
title="Fußballfunktionäre und der Umgang mit der Wahrheit ..." href="http://www.jensweinreich.de/2008/11/30/jack-the-ripper-oder-fusballfunktionare-und-der-umgang-mit-der-wahrheit/" target="_self">The Jack Warner production - How a humble school teacher became a multimillionaire</a></li><li>Andrew Jennings: <a
title="Transparency in Sport" href="http://www.transparencyinsport.org/jack-warner(page1).html" target="_blank">Jack Warner still won’t pay Soca Warriors their 2006 World Cup money</a></li><li>Torhüter Shaka Hislops <a
href="http://playthegame.org/Home/Conferences/Play_the_Game_2007/presentations/hisloppaper.aspx" target="_blank">Vortrag auf der Play the Game Konferenz</a> 2007</li><li>Ein Zwischenstand von Lasana Liburd im Mai 2008: <a
href="http://playthegame.org/Home/News/Up_To_Date/Arbitrators_rule_in_favour_of_players_in_dispute_over_World_Cup_earnings_23050001.aspx" target="_blank">FIFA Vice-president loses dispute over World Cup bonus to players</a></li></ul><p>Die neuen Geschichten von Lasana Liburd:</p><ul><li>1. August 2010: <a
title="Trinidad Express" href="http://www.trinidadexpress.com/news/99707534.html" target="_blank">High Court backs payments for Soca Warriors: &#8230;TTFF ordered to honour 2006 W/Cup agreement</a></li><li>1. August 2010: <a
title="Trinidad Express" href="http://www.trinidadexpress.com/sports/99709839.html" target="_blank">Warriors elated by World Cup judgment</a></li><li>3. August 2010: <a
title="Trinidad Express" href="http://www.trinidadexpress.com/commentaries/99814954.html" target="_blank">A political football</a></li><li>3. August 2010: <a
title="Trinidad Express" href="http://www.trinidadexpress.com/sports/99814969.html" target="_blank">From World Cup to High Court</a></li></ul><p>Die letzten beiden Texte:</p><blockquote><p><strong>Warner’s political football</strong></p><p><em>Lasana Liburd </em></p><p>Four years and two successful legal battles since the 2006 Germany World Cup, the “Soca Warriors? look set to receive bonuses promised by Minister of Works and Transport and Trinidad and Tobago Football Federation (TTFF) Special Adviser Jack Warner.</p><p>Last Thursday, Acting Justice Devindra Rampersad dismissed a stay of proceedings by the TTFF and paved the way for the Warriors to receive 50 percent of commercial revenue associated with the 2006 World Cup as well as legal costs.</p><p>Still, the players’ attorney, English solicitor Michael Townley, cautioned his clients that, despite positive judgments from the London-based Sport Dispute Resolution Panel (SDRP) and the local High Court, they should not rule out further delay tactics from the TTFF who are accused of trying to deny justice.</p><p>Whatever the final outcome, it is a disgraceful end to one of Trinidad and Tobago ’s greatest sporting legacies and reflects poorly on the tenure of Warner—the country’s most experienced and successful sporting administrator and the person who negotiated the controversial bonus deal.</p><p>British arbitrator Ian Mill Q.C. lamented Warner’s failure to present himself to the SDRP for cross-examination while Rampersad described the TTFF’s conduct as “troublesome? and their appeal as “otiose?.</p><p>The TTFF’s accounting over the past four years have been contradictory at best and involve figures much higher than the $2 million spent on the national flag at the Hasely Crawford Stadium, which proved the nadir of ex-Sport Minister Gary Hunt.</p><p>In October 2006, the TTFF declared World Cup earnings of $18,255,952 and a net profit of $282,203 from which the Warriors were offered $5,644.08 per player. After the players rejected this figure, the T&amp;TFF “revised? their calculations and came up with a net profit of $950,403.49, which meant $19,008.07 per player.</p><p>Two years later, in a curt meeting at the Crowne Plaza Hotel, Port of Spain, Warner made a “take it or leave it? offer to the players of US$30,000 or $193,569 each.</p><p>By then, a Freedom of Information Act request had placed the TTFF’s World Cup income at $173,690,113.50 exclusive of gate receipts from World Cup qualifying and friendly matches, broadcast rights including television revenue and several international sponsors.</p><p>The TTFF’s shifting stance regarding the legal battle also seems dubious.</p><p>As the players prepared to file suit against the sporting body in the local High Court, a FIFA Congress—which Warner attended in his capacity as FIFA vice-president—announced an amendment to its statutes on May 30, 2007 that obliged all member associations “to insert a clause in their statutes or regulations stipulating that disputes affecting the football family may not be taken to ordinary courts of law?.</p><p>Warner subsequently declared that the Warriors’ proposed use of the High Court could result in the country’s expulsion from FIFA—a move that would ban local club and national teams from playing against teams outside their shores and kill the dreams of hundreds of local players seeking overseas jobs.</p><p>But, after the Warriors accepted the SDRP alternative offered by the TTFF and won there, the same sporting body then used the High Court in an effort to deny the players their judgment. They were unsuccessful there too.</p><p>It seems certain that the TTFF owes the Warriors and surely a forensic, independent audit of the football body, which Warner remains a special part of, is in keeping with the transparency insisted upon by the ruling government.</p><p>It is time for the TTFF to come clean.</p><p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a
href="http://www.jensweinreich.de/2010/08/03/soca-warriors-vs-jack-the-ripper/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p><p><strong>From Germany World Cup to Trinidad High Court </strong></p><p><em>Lasana Liburd looks at the 2006 Soca Warriors’ extraordinary battle with the TTFF and a FIFA VP</em></p><p>It was the morning of October 5, 2006 when the “Soca Warriors? finally received word on bonuses promised to them by Trinidad and Tobago Football Federation (TTFF) Special Adviser and FIFA Vice President Jack Warner for their historic qualification for the Germany World Cup.</p><p>At the Hasely Crawford Stadium in Port of Spain , the jaws of over a dozen young men sagged and faces contorted as a contingent returned from the TTFF headquarters with news of their financial reward.</p><p>“How they came up with that?? asked one footballer.</p><p>One year prior, the national footballers hammered out a deal worth 30 percent of all commercial revenue attributed to the 2006 World Cup should they be successful in their qualifying bid but, in the following months, the TTFF proved elusive when it came to honouring its promise.</p><p>The Warriors returned from Germany to a $1 million prize and Chaconia Gold awards from the government but there was still no word from the TTFF. By then, Warner’s offer had risen to 50 percent although there was no mention of a dollar figure.</p><p>In October, the TTFF finally made an offer of $5,644 each and national captain and ex-Manchester United star Dwight Yorke phoned Hislop, who was not in the squad, to relay the news.</p><p>“(Dwight) was talking very quickly and sounded very agitated,? said Hislop. “His tone was one of absolute disbelief and disgust.?</p><p>In the subsequent press statement read by Yorke but written by Hislop, the national players threatened to resign as their contracts with the TTFF were allegedly “not worth the paper they are printed on? although they went on to thrash St Vincent 5-1 in a friendly on October 6 and, two days later, defeated Panama 2-1.</p><p>After a second unsatisfactory TTFF offer of $19,008.07, the players hired English sport attorney Michael Townley to act as their counsel although Yorke and veteran playmaker Russell Latapy decided against proceeding.</p><p>“I understood why they didn’t want to go to court,? said Hislop. “I agreed with Russell on their stance. Let us just say they had different professional and personal circumstances which I respected.?</p><p>Dennis Lawrence, whose goal secured a famous win against Bahrain , also declined to participate in legal action as did Jason Scotland, Carlos Edwards and Clayton Ince. All four players were represented by English agent Mike Berry who also worked as liaison officer for the TTFF in the build-up to the World Cup.</p><p>Caledonia AIA midfielder Densill Theobald also broke ranks.</p><p>“Densil contacted me when the TTFF pressured him and we had a long talk and I really sympathised with him,? said Hislop. “I don’t criticize him at all. I know what it is like to be at that age and put under pressure by the national team… He always had my utmost respect despite what others may believe.?</p><p>The cracks were widening by now between players and administrators and among the Warriors themselves.</p><p>Theobald was the only World Cup player named in the 2007 Concacaf Gold Cup squad and Warner congratulated the TTFF on “the principled stand you guys have taken in resisting being blackmailed? by “a mercenary few?.</p><p>After the Trinidad and Tobago government revealed, on September 14, 2007, that the TTFF had understated their World Cup earnings by nearly $155 million, the TTFF offered to go to arbitration and the blacklist was lifted.</p><p>In May 2008, Warner made his last offer to players at a meeting in Crowne Plaza , Port of Spain .</p><p>“Jack walked in nonchalantly and asked ‘what allyuh want’ and ‘what is the problem’,? said World Cup defender Brent Sancho. “I answered that ‘you called us to meet so what is your offer’. He said he was tired of this nonsense and that we were lucky he was giving us a bonus at all.</p><p>“He told us the deal was 30,000 US ‘take it or leave it’. The room was stunned into silence. He then said ‘you know what to do if you want the money’ and walked out.?</p><p>There was nervous laughter in Warner’s wake but, as the months passed, Marvin Andrews settled while Chris Birchall and Ian Cox are believed to have followed suit.</p><p>Four years on, though, at least 13 players remain defiant.</p><p>World Cup and Ma Pau defender Cyd Gray shared much of his initial reward from the government with family and friends while he married Natakie, the mother of his five year old son Jardel, in 2007.</p><p>“My life revolves around my son and my wife and I hope I can use this money to look after them,? said Gray. “I hope this fight can help in the long run too. Maybe if Jardel grows up to play for the national team, it will be different for him.?</p><p>Hislop singled out 26-year-old Ma Pau utility player Anthony Wolfe for special praise. Wolfe was 22 at the World Cup and did not play while the court case took its toll on his subsequent career.</p><p>“As much as we share equally in this step forward, Anthony Wolfe is the face of this victory for me,? said Hislop. “Wolfey has not wavered in his commitment to see this through, when the personal cost to him has probably been the greatest and while many who hold themselves in higher regard have fallen by the wayside.</p><p>“He is someone you’d want in the trenches alongside you when the going gets tough.?</p><p>Wolfe, an unsuccessful candidate for the PNM at the Local Elections, used his government reward to build a home in his Manzanilla hometown at 23.</p><p>“The bonus would be to put things in place for my son Anthony Junior,? said Wolfe, “but before I even touch the money I am going to give a donation to my church (Manzanilla Pentecostal) because I think God played an important role in us winning the case.</p><p>“I thank Mr Warner for the opportunity to play in the World Cup but he is not a man of his word. Nobody begged for this (money). They are the ones who promised us so how come we are called greedy??</p><p>Wolfe, like his teammates, vowed to go the distance in the court room against daunting odds just as they did, five years ago, on the field of play.</p><p>The battle ground has changed but the Warrior spirit lives on.</p></blockquote> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/08/03/soca-warriors-vs-jack-the-ripper/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>5</slash:comments> </item> <item><title>† Anwar Chowdhry</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/06/22/%e2%80%a0-anwar-chowdhry/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/06/22/%e2%80%a0-anwar-chowdhry/#comments</comments> <pubDate>Mon, 21 Jun 2010 22:38:24 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[adidas]]></category> <category><![CDATA[aiba]]></category> <category><![CDATA[anwar chowdhry]]></category> <category><![CDATA[ching-kuo wu]]></category> <category><![CDATA[der fuchs im hühnerstall]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[gafour rachimow]]></category> <category><![CDATA[horst dassler]]></category> <category><![CDATA[ioc]]></category> <category><![CDATA[juan antonio samaranch]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[sportbetrug]]></category> <category><![CDATA[boxen]]></category> <category><![CDATA[isl/ismm]]></category> <category><![CDATA[jean-marie weber]]></category> <category><![CDATA[john boulter]]></category> <category><![CDATA[thomas bach]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=8542</guid> <description><![CDATA[Kleine Nachtlektüre. Einer der korruptesten olympischen Sportfunktionäre aller Zeiten, das will schon was heißen, ist verstorben. Anwar Chowdhry aus Pakistan, einst Mitglied der so genannten sportpolitischen Abteilung von Adidas (neben John Boulter, Jean-Marie Weber, Thomas Bach und anderen), wurde 88 Jahre alt. Er war ein enger Kampfgefährte des kürzlich ebenfalls verblichenen IOC-Supremo Juan Antonio Samaranch, [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
class="size-full wp-image-8550 alignnone" style="margin: 5px;" title="Anwar Chowdhry" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/Chowdhry.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="150" height="200" align="left" />Kleine Nachtlektüre. Einer der korruptesten olympischen Sportfunktionäre aller Zeiten, das will schon was heißen, ist verstorben. Anwar Chowdhry aus Pakistan, einst Mitglied der so genannten sportpolitischen Abteilung von Adidas (neben John Boulter, <a
title="tag: Jean-Marie Weber" href="http://www.jensweinreich.de/category/jean-marie-weber/" target="_self">Jean-Marie Weber</a>, Thomas Bach und anderen), wurde 88 Jahre alt. Er war ein enger Kampfgefährte des kürzlich ebenfalls verblichenen IOC-Supremo <a
title="† Juan Antonio Samaranch" href="http://www.jensweinreich.de/2010/04/21/%e2%80%a0-juan-antonio-samaranch/" target="_self">Juan Antonio Samaranch</a>, wurde 1986 von Adidas auf den AIBA-Thron gehievt, in einer sagenumwobenen Wahlschlacht in Bangkok, mit Sex und Huren und Geld und allem &#8211; blendend dokumentiert sind die Vorgänge übrigens in Stasi-Akten.</p><p>Ich habe in den vergangenen Jahren viel berichtet über Chowdhrys Machenschaften, u.a. <a
title="Der olympische Sumpf" href="http://www.jensweinreich.de/referenzen/bucher/der-olympische-sumpf/" target="_self">in diesem Buch</a>. Eine Reportage von den Olympischen Spielen 2000 in Sydney fasst seine Ära ganz gut zusammen, glaube ich. Es ist eine meiner Lieblingsgeschichten zu Anwar Chowdhry, der sich gern als <strong>&#8220;höchstdekorierten Sportführer der Welt?</strong> bezeichnet hat. Ich finde es außerordentlich schade, dass ich damals noch nicht fotografiert habe. Dieses Gespräch mit ihm in den Katakomben der olympischen Box-Arena hätte ich auch ganz gern auf Video aufgenommen.</p><p>Ching-Kuo Wu, Präsident des Amateur-Box-Weltverbandes AIBA und IOC-Exekutivmitglied aus Taiwan, schreibt zum Tode Chowdhrys:</p><div
id="attachment_8544" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><img
class="size-full wp-image-8544" title="Condolence-Letter-to-all-NFs-on-Chowdhry's-Death---June-20" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/Condolence-Letter-to-all-NFs-on-Chowdhrys-Death-June-20.gif" alt="" width="530" height="750" /><p
class="wp-caption-text">Condolence Letter to all NFs on Chowdhry&#39;s Death, June 20, 2010 (c) AIBA</p></div><p>SYDNEY, 19. September 2000. Wenn sich die Besten der Weltjugend prügeln im Convention Centre von Darling Harbour, sitzen die beiden Oberaufseher ganz nah am Ring. Anwar Chowdhry und Loring Baker, Präsident und Generalsekretär des Box-Weltverbandes AIBA, verfolgen die Kämpfe an einem Tischchen, auf dem sich Computerbildschirme befinden, mit denen sie die Arbeit der Punktrichter überwachen können. Die ergrauten Sportfreunde, die gemeinsam über 153 Jahre Lebenserfahrung verfügen, sind derzeit hart gefordert. Gilt doch die AIBA als Synonym für Bestechung jeder Art. Für Betrug am Sport und an den Athleten. So war es kein Zufall, dass zu jenen beiden des organisierten Verbrechens verdächtigen Sportfunktionären, denen vor knapp zwei Wochen die Einreise nach Australien verweigert wurde, der AIBA-Funktionär <a
title="tag: Gafour Rachimow" href="http://www.jensweinreich.de/?s=gafour+rachimow" target="_self">Gafour Rachimow</a> gehörte.</p><p>Der Pakistani Chowdhry ist zwar dafür bekannt, dass er gern laut und viel erzählt, am liebsten während ausschweifender nächtlicher Saufgelage, doch Interviews liebt er eigentlich nicht. Um so überraschender, dass sich Chowdhry diesmal auf ein Gespräch einlässt, ja sogar in sein Büro einlädt.</p><blockquote><p>„Ich werde Ihnen mal die Wahrheit erzählen, junger Mann“, sagt er, „denn in den Zeitungen steht ja nur Scheiße über mich.“</p></blockquote><p>So ist Anwar Chowdhry, der in der AIBA nur „der Professor“ genannt wird: auf seine Art sehr direkt.</p><p>Einer seiner Bodyguards führt in präsidiale Office, das schmucklos eingerichtet ist. Nur einer von vielen mit Wänden aus Hartpappe abgetrennten Arbeitsräumen in den Katakomben des Convention Centre: Schreibtisch, zwei Sofas, ein Tischlein, wenige Stühle, in einer Ecke steht ein kleiner Tresor. Chowdhry lässt sich tief in seinen Sessel plumpsen und referiert drauflos. Seine schlichten Thesen lassen sich leicht zusammenfassen:</p><blockquote><p>„Ich bin kein Gauner. Ich bin kein Heuchler. Ich sage die Wahrheit. Ich bin ein großer und geachteter Sportfunktionär.“</p></blockquote><p>Dies verkündet er wörtlich und in vielerlei Variationen. In dieser Beziehung ist der Professor sehr erfindungsreich.</p><p>Natürlich ist es müßig, den Fuchs im Hühnerstall zu fragen, ob er gerade ein Huhn zu verspeisen beabsichtige oder wie viele er im Laufe seines Lebens bereits verschlungen hat. So wie der Fuchs diese Frage nicht wahrheitsgetreu beantworten wird, sieht auch Chowdhry keinen Grund, sich als derjenige zu enttarnen, als der er in weiten Kreisen des Weltsports verrufen ist: als Ganove.</p><p>Der Berliner Karl-Heinz Wehr, der Chowdhry als AIBA-Generalsekretär anderthalb Jahrzehnte die Geschäfte geführt hat, beschrieb den Pakistani einmal so:</p><blockquote><p>„Chowdhry ist charakterlich ein absolutes Schwein, unaufrichtig, hinterhältig und verschlagen. Chowdhry ist ein absoluter Geschäftemacher und in jeder Beziehung korrupt.“</p></blockquote><p>Zahlreiche Veröffentlichungen aus Wehrs umfänglichen Stasi-Akten haben Chowdhry in den neunziger Jahren Probleme bereitet. So musste auf Grundlage dieser Unterlagen eine der katastrophalsten Fehlentscheidungen der Sportgeschichte überprüft werden: Das Urteil im Finalkampf der Olympischen Spiele 1988 gegen den Amerikaner Roy Jones. Nach Monaten der Verschleppungstaktik und nicht gar so intensiver Recherche erklärte das IOC jedoch, es hätten sich keine Beweise für Bestechung am olympischen Boxring gegeben. Ein lächerliches Urteil. Roy Jones, inzwischen zum Profi-Weltmeister aufgestiegen, nahm kurz darauf dennoch einen Olympischen Orden an.</p><p>Chowdhry hat sich spätestens 1998 mit Karl-Heinz Wehr entzweiht. Der Deutsche verbündete sich damals mit dem Taiwanesen Ching-Kuo Wu, einem IOC-Mitglied, und mit dem Amerikaner Paul Konnor. Das Trio wollte Chowdhry und seine „russisch-balkanische Fraktion“ (Wehr) stürzen. Konnor, damals Chef der AIBA-Rechtskommission, beschwerte sich bei IOC-Präsident Samaranch: Goldmedaillen seien käuflich, schrieb Konnor, Chowdhry begehe „verachtenswerte Verbrechen&#8221; an Sportlern und habe sich mit 400.000 Dollar aus der Verbandskasse bedient. Samaranch hat nie reagiert.</p><blockquote><p>„Konnor ist ein Feigling“, sagt Chowdhry, er hat mir immer gesagt, dass ich ein vorbildlicher Präsident bin. Er hat nie den Mut gehabt, etwas öffentlich gegen mich vorzubringen. Als er dann den Mund aufgemacht hat, wurde er aus der AIBA rausgeschmissen. Das ist unsere Demokratie. So einfach ist das.“</p></blockquote><p>Wehr formulierte seinerzeit gemeinsam mit Wu ein Manifest für „Ehrlichkeit und Fairplay im olympischen Boxen &#8211; gegen alle Formen der Manipulation, der Korruption, der Bestechung und des Dopings“. Doch Samaranch unterstützte auch diese beiden Opponenten nicht. So wurden Wehr, Wu und Konnor auf dem AIBA-Kongress im November 1998 im türkischen Antalya vorgeführt. Sie verloren alle Posten, auch ihre Sitze im Exekutivkomitee.</p><p>„Ich habe Karl-Heinz Wehr immer wie einen Bruder behandelt“, säuselt Chowdhry, „ich weiß nicht, was plötzlich in ihn gefahren war, dass er gegen mich arbeitet und auch noch glaubt, er hätte damit Erfolg.“ Es habe vor Antalya sogar Morddrohungen gegen ihn gegeben, berichtete Wehr. Dies und die Anschuldigung, dass die „Wahlen“ von Chowdhrys Gefolgsleuten gekauft worden seien, bestreitet der AIBA-Präsident. Selbstverständlich. Im Reiche Chowdhry funktioniert das ganz anders, viel einfacher, nämlich so:</p><blockquote><p>„Ich bin auf der ganzen Welt für meine Rechtschaffenheit bekannt. Die Leute lieben mich. Kann etwa jemand immer wieder einstimmig gewählt werden, der ein Schweinehund ist? Wir haben 190 Mitgliedsverbände in der AIBA. Glauben sie, das diese 190 Wahlmänner alle Trottel sind?“</p></blockquote><p>Im Arbeitsraum haben sich inzwischen einige Kampfgefährten versammelt. Auch der Türke Caner Doganeli, Vizepräsident der AIBA und angeblich Favorit auf die Nachfolge Chowdhrys. Die Claqueure begleiten jeden Satz ihres Meisters mit Beifall.</p><blockquote><p>„Der Professor“, sagt Doganeli, „hat unendlich viel für den Boxsport getan. Es ist ein Skandal, dass er sich ständig mit solchen bösen Unterstellungen herumärgern muss.“</p></blockquote><p>Zu dumm aber auch, dass Chowdhry &amp; Co. inzwischen in aller Welt als Gangsterbande bezeichnet werden. Angeblich hat die Mafia, ob nun russische, mittelasiatische oder türkische Gruppierungen, längst das Kommando in der AIBA übernommen. „Die Vorgänge sind eine Schande“, hat das norwegische IOC-Mitglied Gerhard Heiberg öffentlich gesagt, eine Überprüfung gefordert und den Ausschluss aus dem olympischen Programm angedroht.</p><blockquote><p>„Nichts wissen Leute wie Heiberg“, entgegnet Chowdhry, „mit mir hat er kein Wort gesprochen. Und was da in den Zeitungen geschrieben steht, ist shit, shit, shit. Bloody shit.“</p></blockquote><p>Großvater Chowdhry redet sich schnell in Rage. Er brüllt oft und im Verlauf des einstündigen Gesprächs knallt er dutzende Male die Fäuste auf den Tisch. Der kleine Recorder, der das Interview mitschneidet, hüpft jedesmal zehn Zentimeter in die Höhe. Die Tischplatte biegt sich gefährlich tief. Doch dann hat sich der Choleriker auch schon wieder beruhigt.</p><p>Am meisten hat Chowdhry verletzt, dass sein „Freund Gafour“ Rachimow aus Usbekistan nicht nach Australien einreisen durfte. Chowdhry sagt, er sei wie IOC-Präsident Samaranch bereits Ende August vom SOCOG-Sicherheitschef Sandy Hollway informiert worden, dass es Schwierigkeiten geben würde mit Rchimow, dem mutmaßlichen Mafiapaten und Chef der AIBA-Businesskommission. Er hat daraufhin die Usbeken informiert, die beschwerten sich bei der australischen Botschaft in Moskau – aber die Olympiagastgeber blieben hart.</p><div
id="attachment_8548" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><img
class="size-full wp-image-8548" title="SMH" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/SMH.gif" alt="" width="530" height="485" /><p
class="wp-caption-text">Titelseite Sydney Morning Herald, September 2000</p></div><p>Das IOC, das laut Chowdhry doch längst Bescheid wusste, tat dann so, als sei die Einreiseverweigerung überraschend gekommen. Für Chowdhry ist Rachimow selbstverständlich ein Ehrenmann.</p><blockquote><p>„Er hatte bereits eine VIP-Akkreditierung, so wie auch Nelson Mandela. Ich begreife nicht, warum man ihm die wieder wegnehmen kann.“</p></blockquote><p>Chowdhry redet noch eine Weile über seinen aufopferungsvollen Kampf gegen korrupte Kampfrichter, lobt sich als Erfinder des Punktcomputers (was er in Wirklichkeit nicht ist) und beschließt dann die Audienz mit einer milden Gabe zu beenden. Ein Lakai trägt eine schwarze Umhängetasche für den Gast herbei.</p><blockquote><p>„Nehmen Sie ruhig, das ist keine Bestechung, das fällt noch unter die IOC-Geschenkregel von 200 Dollar“, witzelt der AIBA-Präsident.</p></blockquote><p>200 Dollar ist die Grenze, die das IOC 1999 auf seiner Krisensession nach dem <a
title="Ten years after: Marc Hodler" href="http://www.jensweinreich.de/2008/12/11/ten-years-after-marc-hodler/" target="_self">Bestechungsskandal von Salt Lake City</a> festgelegt hat. Ein Blick zu seinen mürrisch dreinschauenden Gorilla lässt den Gedanken aufkommen, es sei vielleicht besser, das Präsent nicht abzulehnen. Also trollt man sich mit dem Täschen, neugierig darauf, was der Professor da so alles verschenkt.</p><p>Eine Mappe mit all seinen Verdiensten und Ehrentiteln findet sich darin, eine Krawatte, eine Uhr – alles ist in irgendeiner Form mit Chowdhrys Namen geschmückt. Schließlich noch eine Geldbörse. Wie beziehungsreich. Jedoch finden sich keine Dollarscheine.</p><p><em>(Ich habe die Uhr übrigens noch irgendwo liegen.)</em></p><p>Okay, die Nacht ist lang, und da ich stets zu Übertreibungen neige, flink noch die wichtigsten Geschichten nach dieser, meiner Lieblingsgeschichte über die Ära Chowdhry. Aus den Jahren zuvor, wer das leider vergriffene Buch &#8220;Der olympische Sumpf&#8221; nicht lesen kann, wäre noch diese Seite-3-Geschichte aus der Berliner Zeitung vom September 1996 interessant, als Übersichtstext:</p><ul><li><a
title="BLZ, September 1996" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1996/0918/reporter/0003/index.html" target="_blank">Ein paar Millionen sollen die IOC-Direktorin kalt gestellt haben</a></li></ul><p>Samaranch, <a
title="KGB Gate" href="http://www.jensweinreich.de/2009/11/06/kgb-gate-samaranch-more-russian-olympic-secret-agents-ioc-fifa-and-the-opus-dei/" target="_self">der mutmaßliche KGB-Spion</a>, hat nach dieser Geschichte in Spanien auf einer Pressekonferenz übrigens gesagt, wenn alle Informationen der Stasi (ich habe lang aus Akten zitiert) so unzutreffend wären, wie diese, könne er nur lachen.</p><p>Die weiteren Geschichten zur unendlichen AIBA-Story:</p><p><em>30. Oktober 2002</em></p><blockquote><p><strong>Sein Wille geschehe</strong></p><p>Die olympische Bewegung erlebt in dieser Woche ein weiteres Beispiel gelebter Demokratie: den &#8220;Wahl&#8221;-Kongress im Weltverband der Amateurboxer (AIBA) im ziemlich teuren Hotel Meridien in Kairo. Obwohl die Boxfunktionäre erst von Donnerstag bis Sonnabend in der ägyptischen Metropole tagen und tafeln, stehen die wichtigsten Ergebnisse dieses sehr speziellen Konvents bereits fest. Anwar Chowdhry, dieser routiniert jung gebliebene Ehrenmann aus Pakistan, bleibt auch die nächsten vier Jahre Präsident.</p><p>Als &#8220;epochales Ereignis&#8221; wurde in der AIBA bereits Chowdhrys Benennung von 97 der 190 Mitgliedsverbände gefeiert. Einen Gegenkandidaten gibt es selbstverständlich nicht (das wäre ja auch einmal etwas Neues), nachdem die zeitweise interessierten Robert Voy (USA) und Ching-Kuo Wu (IOC-Mitglied aus Taiwan) unter Druck rechtzeitig ihren Verzicht erklärten. So wird also Anwar Chowdhry, der am 26. Oktober bereits sein 79. Lebensjahr vollendete und der sich gern als &#8220;höchstdekorierten Sportführer der Welt&#8221; bezeichnet, in Kairo per Akklamation im Amt bestätigt werden, das er bereits seit 1986 einnimmt.</p><p>Die Mitglieder des AIBA-Exekutivkomitees wurden ausnahmslos von Chowdhry selbst auserwählt. Sekundiert wird Chowdhry auch weiterhin von seinen wichtigsten langjährigen Getreuen: Caner Doganeli (Türkei), dem neuen AIBA-Generalsekretär, und Gafour Rachimow (Usbekistan), dem Vizepräsidenten und Chef der so genannten AIBA-Business-Kommission.</p><p>Nur zur Erinnerung: Rachimow ist jener Ehrenamtler aus dem total-demokratischen Sportwunderland Usbekistan, der zu den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney keine Einreise erhalten hatte, weil ihn die Behörden des Gastgeberlandes als &#8220;Gefahr für die Sicherheit des australischen Volkes&#8221; geortet hatten. Rachimow soll einer der Köpfe des Drogenhandels in Mittelasien sein. Rachimow zählt zu den Geschäftspartnern und Freunden des derzeit in Italien inhaftierten mutmaßlichen Mafioso Alimsan Tochtachunow, der vom FBI unter anderem verdächtigt wird, Kampfrichter-Entscheidungen bei den Eiskunstlaufwettbewerben (Paarlauf, Eistanz) bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City manipuliert zu haben. So viel zum ruhmreichen Einfluss usbekischer Granden im olympischen Sport.</p><p><span
id="more-8542"></span>Zurück zur AIBA. Zwar steht das Amateurboxen nicht auf jener umfassenden Streichliste, über die Ende November auf der IOC-Vollversammlung in Mexiko-Stadt entschieden wird, doch ist der Verbleib im olympischen Programm keinesfalls hundertprozentig gesichert. Denn die von der Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees im August abgesegneten Reform-Vorschläge sagen relativ klar aus, dass Amateurboxen, ein Hort der Korruption, ständig auf dem Prüfstand steht. Sollten weitere negative Schlagzeilen folgen, soll das IOC-Exekutivkomitee Maßnahmen ergreifen. Nimmt man nun jene Beschlüsse zum Maßstab, die nach Chowdhrys heiligem Willen in Kairo gefasst werden sollen, dann dürfte die IOC-Führung gefordert sein.</p><p>Beispiele gefällig? Der Berliner Karl-Heinz Wehr, von Chowdhry abservierter langjähriger AIBA-Generalsekretär, hat die Anträge und Beschlussentwürfe des AIBA-Kongresses in Kairo analysiert. Er kommt zu einem vernichtenden Urteil: &#8220;Normalerweise hatte man erwartet, dass die AIBA aus den Diskussionen um den Verbleib im olympischen Programm einige positive Vorschläge umsetzt. Leider ist dies nicht der Fall. Die Leute um Chowdhry sind überhaupt nicht an Veränderungen interessiert. Das olympische Boxen wurde in eine Katastrophe geführt.&#8221;</p><p>Es wird im Amateurboxen auch künftig keine offene Wertung geben. Die ebenfalls vom IOC geforderte Rückkehr zur Kampfzeit von 3 x 3 Minuten (derzeit 4 x 2) wurde verworfen. Bei der Benennung der Ring- und Punktrichter (traditionell durch Chowdhry &amp; Co.) bleibt alles beim Alten. Zudem werden die weißen Trefferflächen an den Boxhandschuhen abgeschafft, was für noch mehr Verwirrung in der Wertungsfrage sorgen wird. Schließlich will man die Grenzen zwischen Amateur- und Profiboxer weiter verwischen. Das Exekutivkomitee der AIBA wird ermächtigt, Kämpfen zwischen Amateuren und Profis zuzustimmen, zudem sollen Profis künftig an nationalen, kontinentalen und Weltmeisterschaften teilnehmen können. Das AIBA-Exekutivkomitee werde &#8220;den Profis schon den Weg ins olympische Boxturnier ebnen&#8221;, hatte Chowdhry schon im März dieses Jahres getönt.</p><p>Es hat vor dem Kongress durchaus vernünftige Vorschläge gegeben &#8211; Chowdhry hat sie abgelehnt. So wurden von 40 Vorschlägen, die europäische Verbände eingereicht haben, lediglich vier akzeptiert. Dem gegenüber stehen 85 teilweise recht unsinnige Ideen, die sich Chowdhry und seine Vasallen in Kairo absegnen lassen. Dazu gehört nicht zuletzt der Plan, Weltmeisterschaften künftig jährlich auszutragen.</p><p>Ein nicht ganz unwichtiger Tagesordnungspunkt sei nicht verschwiegen. Der Verband wird umbenannt: Statt Amateur International Boxing Association soll er künftig Olympic International Boxing Association (OIBA) heißen. Irgendwie legt man auf das Wort &#8220;olympic&#8221; doch großen Wert. Schließlich lebt die AIBA/OIBA vor allem von jenen vier Millionen Dollar, die das IOC als Anteil an den olympischen Fernsehrechten überweist. Dummerweise weiß niemand genau, was mit dem Geld geschieht.</p></blockquote><p><em>6. November 2006</em></p><blockquote><p><strong>Letzter Gang für den Box-Paten</strong></p><p><em>Der Weltverband wählt den Präsidenten Chowdhry ab</em></p><p>Das ist doch mal eine gute Nachricht für den Sport: Anwar Chowdhry (83) ist gestürzt. Der Weltverband der Amateurboxer (AIBA) hat einen neuen Präsidenten. 20 Jahre lang hat der Pakistani Chowdhry die AIBA mit vorsintflutlichen Methoden geführt, auf dem Kongress in Santo Domingo verlor er die Abstimmung gegen den 60 Jahre alten Taiwanesen Ching-Kuo Wu mit 79:83 Stimmen bei einer Enthaltung. Eine so knappe Entscheidung hat es in der olympischen Welt bisher kaum gegeben.</p><p>Für das Amateurboxen ging es um Leben oder Tod. Zwar hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC), zu dessen Mitgliedern Ching-Kuo Wu seit 1988 zählt, auf seiner Session im Juli 2005 in Singapur dem Sport noch einmal bis 2012 den Olympiastatus verpasst, eine Zahlung aus den Fernsehgeldern in Höhe von 9,15 Millionen US-Dollar war jedoch eingefroren worden. Das Problem der AIBA heißt seit zwei Jahrzehnten Anwar Chowdhry. Es ist selten nachvollziehbar, auf welchen Konten in diesem Verband Geld verschwindet. Von der Opposition war moniert worden, dass über Ausgaben von 670 000 Dollar keine Belege existieren. Verantwortlich dafür: Chowdhry und sein Generalsekretär Caner Doganelli (Türkei).</p><p>Chowdhry hatte noch in Santo Domingo getönt, nur er allein könne die AIBA führen. &#8220;Wu hat keine Ahnung, der weiß nichts über Boxen&#8221;, sagte er. Nun wurde Chowdhry davon gejagt. Doganelli allerdings, der ebenfalls einen katastrophalen Ruf genießt und dem Nähe zur organisierten Kriminalität nachgesagt wird, darf bleiben. Wegen des Umsturzes nun aber von einer Revolution zu sprechen, wäre verfrüht. Sicher, Sportkamerad Wu hat einen guten Leumund; allerdings darf man nicht vergessen, dass sein Weg ins Präsidentenamt vor allem durch die zurückgezogene Kandidatur eines mutmaßlichen Drogendealers namens Gafour Rachimow möglich wurde. Der Usbeke, der im Visier von Europol, FBI und anderen Ganovenjägern steht, hatte selbst Präsident werden wollen. Zuletzt empfahl er dem AIBA-Völkchen &#8211; und hier besonders den afrikanischen Delegierten -, Ching-Kuo Wu zu wählen. Er dürfte seine freundliche Empfehlung unterlegt haben mit diversen Gaben, anders läuft es in diesem Verband kaum.</p><p>Das Problem der AIBA ist also noch lange nicht gelöst. Korruption, ob nun in Form von Unterschlagung, Kampfrichterbetrug oder Erpressung, dominiert nach wie vor den klinisch toten Verband. Herr Dr. Wu, ein ehemaliger Basketballer und Architekt, steht eine titanische Aufgabe bevor. Es wird interessant sein, welche Skandale er ans Tageslicht befördert und wie er sich zu Doganelli und Rachimow verhält.</p><p>Die Nähe zum IOC ist schon mal gegeben. Durch Ching-Kuo Wu persönlich und durch den Umstand, dass die AIBA in der Schweiz ihre Geschäftsstelle hat. Eines hat sogar Rachimow begriffen, wie er den nationalen Boxverbänden kürzlich schriftlich mitteilte: &#8220;Eine der perspektivischen Aufgaben der AIBA besteht meiner Ansicht nach darin, in einen konstruktiven Dialog mit dem IOC zu treten und bedingungslos alle Empfehlungen des IOC zu akzeptieren.&#8221; Nun dann.</p></blockquote><p><em>20. Februar 2007</em></p><blockquote><p><strong>Thriller von Taipeh</strong></p><h4><span
style="font-weight: normal;"><em>Der Amateurbox-Weltverband AIBA suspendiert seinen dubiosen Generalsekretär Caner Doganeli</em></span></h4><p>Im Weltverband der Amateurboxer geht es weiter herzhaft zur Sache. Wie AIBA-Sprecher Richard Baker dieser Zeitung bestätigte, wurde in der vergangenen Woche in aller Stille der AIBA-Generalsekretär Caner Doganeli (Türkei) suspendiert. Ihm wird Misswirtschaft und Veruntreuung vorgeworfen. Es geht, vorerst, um mehr als eine halbe Million US-Dollar. Die Sache wurde der Ethikkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) übergeben.</p><p>Der Fall Doganeli beweist, dass nach einer 20 Jahre währenden Diktatur der Korruption durch den Präsidenten Anwar Chowdhry (Pakistan) die Aufräumarbeiten begonnen haben. Auf dem AIBA-Kongress in Santo Domingo im November 2006 war ja nicht nur unter mysteriösen Umständen ein Delegierter aus Mali, Pierre Diakite, ums Leben gekommen (er hatte sich gegen Chowdhry ausgesprochen und wurde später tot im Fahrstuhlschacht seines Hotels gefunden), der Kongress hatte auch einen neuen Präsidenten gewählt: Ching-Kuo Wu aus Taiwan gewann mit 83:79 Stimmen gegen Chowdhry. Wu setzte allerdings zunächst weiter auf Generalsekretär Doganeli und hatte sich auch mit dem Usbeken Gafur Rachimow verbündet. Rachimow, der in Dokumenten von polizeilichen Ermittlungsbehörden mit der organisierten Kriminalität und Drogenhandel in Verbindung gebracht wird, ist AIBA-Vizepräsident. Den Wahlkampf des Dr. Wu hatte mit Ho Kim (Südkorea) ein weiterer Funktionär zweifelhaften Rufes gemanagt. Kim wurde dafür zum Exekutivdirektor der AIBA berufen.</p><p>Drei Monate später trennt sich Wu von Doganeli. Schweizer Rechnungsprüfer, die AIBA-Zentrale sitzt in Lausanne, haben ihren Bericht in Taipeh dem neuen AIBA-Exekutivkomitee vorgetragen. Das Exko leitete den Fall an seine Reformkommission weiter, die vom Norweger Gerhard Heiberg geleitet wird, dem Chef der IOC-Marketingkommission. Heiberg hatte schon im Herbst 2000 in dieser Zeitung Reformen in der AIBA angemahnt: &#8220;Wenn Boxen olympisch bleiben soll, muss sich schleunigst etwas ändern.&#8221; Nun soll er im Auftrag von IOC-Chef Jacques Rogge handeln.</p><p>Das IOC hat inzwischen 300 000 Dollar, einen Teil der eingefrorenen olympischen Fernsehgelder, an die AIBA überwiesen. Die Lage ist vertrackt, denn Wu, selbst IOC-Mitglied, hat sich mit Personen verbündet, die Dreck am Stecken haben. Zudem werden Wu von einigen Verbänden Satzungsverstöße vorgeworfen. Merkwürdig erscheinen auch die Umstände der Ausbootung seines größten Kritikers, des russischen Verbandschefs und AIBA-Vizepräsidenten Eduard Kusainow. Dieser hatte Wu am 18. Januar in einem Brief vorgeworfen, er habe die eine Diktatur durch eine andere abgelöst, setze auf den &#8220;absolut identischen Clan&#8221; von Chowdhry und verletze die Regeln auf &#8220;kriminelle&#8221; Weise. Kurz darauf wurde Kusainow von der AIBA-Führung suspendiert. Es wurde behauptet, er gehöre einer islamischen Terrorgruppe an. Kusainow durfte deshalb nicht an der AIBA-Exekutivsitzung teilnehmen, er musste sich stattdessen einem Verhör durch die Kollegen stellen.</p><p>Der russische NOK-Präsident Leonid Tjagatschow erklärte umgehend schriftlich, Kusainow sei mit einem bereits verurteilten Terroristen verwechselt worden. Daraufhin wurden die Russen mit der Austragung der Box-WM im September 2007 besänftigt. Aber auch das war kurios: Denn eigentlich wurde die WM schon vor einiger Zeit vergeben. Weil nun aber Sportkamerad Ho Kim, der neue AIBA-Exekutivdirektor, die WM gern in Südkorea gesehen hätte, wurde vergangene Woche in Taipeh ein zweites Mal abgestimmt. 22:9 für Moskau.</p><p>Kompliziert ist die Welt des Amateurboxens. Wer lügt oder wer vielleicht sogar die Wahrheit sagt, ist schwer auszumachen. Zu den vielen Merkwürdigkeiten zählt auch, dass die Suspendierung des Generalsekretärs Doganeli nicht öffentlich publik gemacht wurde. Präsident Wu hat lediglich E-Mails an seine Exekutive geschrieben. AIBA-Sprecher Richard Baker, frisch im Amt, hat Schwierigkeiten, die Abläufe darzulegen. Blöde Lage für ihn, den Neuling. &#8220;Geben Sie uns beziehungsweise der IOC-Ethikkommission einige Wochen Zeit&#8221;, sagt Baker. Es wird weiter nach belastendem Material gefahndet. Und sicher wird sich Caner Doganeli, kein Kind von Traurigkeit, der gern Mal mit teuren Klagen droht, demnächst lautstark verteidigen.</p></blockquote><p><em>21. Februar 2007.</em> Nach diesem Interview mit Ching-Kuo Wu, das ins Englische übersetzt und verbreitet wurde, habe ich mal Post von Gafour Rachimows Anwalt bekommen. Es ging glimpflich aus.</p><blockquote><p><strong>&#8220;Ich hasse Leute, die ständig Lügen verbreiten&#8221;</strong></p><p><em>Weltbox-Präsident Ching-Kuo Wu über Korruptionsfälle und die Zukunft des olympischen Boxen</em></p><p>Etwas hat sich schon geändert im Amateurbox-Weltverband AIBA. Wer je versuchte, den langjährigen Präsidenten Anwar Chowdhry zu kontaktieren, konnte verzweifeln. Bei Chowdhrys Nachfolger Ching-Kuo Wu, einem Architekten aus Taiwan, läuft das so: Man schickt ihm eine Email, die er prompt beantwortet; und kaum ist man am nächsten Morgen im Büro eingetroffen, ruft das IOC-Mitglied bereits an. Dr. Wu meldet sich aus Los Angeles. Seine Botschaft: &#8220;Die Leute sollen nicht länger glauben, die AIBA sei ein korrupter Verein.&#8221;</p><p><em>Herr Wu, warum wurde Generalsekretär Doganeli suspendiert?</em></p><p>Ich wurde im November 2006 zum Präsidenten gewählt. Auf diesem Kongress in Santo Domingo wurde ja kein Finanzbericht vorgelegt. Also war es meine erste Aufgaben, unabhängige Rechnungsprüfer anzufordern. Wir haben die Akten im AIBA-Hauptquartier von PriceWaterhouseCoopers prüfen lassen. Das hat sehr viele Fragen aufgeworfen. Der Umgang mit den Finanzen der AIBA zeichnet meiner Meinung nach ein klares Bild.</p><p><em>Werden die Unterlagen der gesamte Chowdhry-Ära geprüft?</em></p><p>Nur die letzten vier Jahre.</p><p><em>Aus AIBA-Quellen heißt es, bei Doganeli gehe es um mehr als eine halbe Million Dollar, bei Chowdhry wahrscheinlich um mehrere Millionen.</em></p><p>Ich spreche nicht über Zahlen, ich kenne sie gar nicht. Ich habe, wie alle Kollegen im Exekutivkomitee, ja nur einen Kurzbericht der Prüfer gehört. Es geht um viele Unregelmäßigkeiten und wohl auch um Unterschlagung. Es sind ernste Vorwürfe, sehr gut dokumentiert. Die Buchprüfer haben viele Personen interviewt, auch die Herren Chowdhry und Doganeli. Aber die Auskünfte waren offenbar nicht überzeugend. Der gesamte Bericht, ein sehr dicker übrigens, wurde unserer Ethikkommission übergeben, die eine vorläufige Empfehlung ausgesprochen hat. Deshalb wurde Herr Doganeli suspendiert. Er kann sich nun verteidigen und alle Vorwürfe aufklären.</p><p><em>Es ist nicht etwa die IOC-Ethikkommission damit befasst?</em></p><p>Nein, das ist ein Missverständnis. Der Fall liegt in den Händen der AIBA-Ethikkommission. Die wird vom langjährigen IOC-Generaldirektor François Carrard geleitet. Wir warten nun auf die abschließenden Empfehlungen. Ich denke, im Mai oder Juni werden wir auf einer außerordentlichen Sitzung des Exekutivkomitees entscheiden müssen.</p><p><em>Also noch vor der IOC-Vollversammlung in Guatemala, auf der Sie Anfang Juli gern eine erneuerte AIBA präsentieren würden.</em></p><p>Wir haben in der Tat schon viel erreicht für unseren Sport. Jedem unserer 197 Nationalverbände können wir Ausrüstung im Wert von 5 000 Dollar schicken. Wir haben unsere Regeln transparenter gemacht. Bei der Frauen-WM in Indien und den Asienspielen in Katar wurde ganz offen gewertet: Jeder Aktive, jeder Zuschauer, jeder Offizielle war jederzeit über die Zwischenstände informiert. Es gab keine Beschwerden. Das wird nie wieder anders sein. IOC-Präsident Jacques Rogge hat anderthalb Stunden zugesehen. Er war sehr beeindruckt. Wir erleben ein anderes Boxen. Die Zeit der Mauscheleien von Kampfrichtern und Funktionären ist vorbei. Dieses Versprechen habe ich gemacht, ich werde es halten.</p><p><em>Haben Sie Kontakt zu Chowdhry?</em></p><p>Er ist ein alter und kranker Mann. Er hat mir eine Email geschickt und seine Unterstützung versprochen. Er hat auch einige Briefe geschrieben, in denen er auf die Unterschlagungsvorwürfe eingegangen ist. Ich habe diese Post an die Buchprüfer weiter gereicht.</p><p><em>War es wirklich nötig, sich mit Doganeli zu verbünden, um die Macht übernehmen zu können?</em></p><p>Ich arbeite mit allen Menschen zusammen, die ein ehrliches Interesse am Boxsport haben. Aber sie müssen sauber und transparent agieren. Herr Doganeli wurde bisher von keinem Gericht verurteilt.</p><p><em>Warum haben Sie sich noch nicht vom AIBA-Vizepräsidenten Gafur Rachimow getrennt, der als &#8220;Pate von Taschkent&#8221; bezeichnet wird, der laut Polizeiberichten angeblich im mittelasiatischen Drogenhandel eine große Nummer sein soll.</em></p><p>Ich kenne diese Vorwürfe, und ich bin vorsichtig. Ich will die AIBA säubern. Aber ich brauche bessere Beweise. Auch Gafur Rachimow wurde bisher nie verurteilt.</p><p><em>Den russischen Verbandspräsidenten Eduard Kusainow haben Sie allerdings aufgrund von Zeitungsberichten suspendiert. Hat das damit zu tun, dass Kusainow Sie scharf kritisierte, Rachimow aber mit Ihnen zusammenarbeitet?</em></p><p>Es gab in der Tat die öffentliche Information, wonach Kusainow in terroristische Aktivitäten verwickelt sein soll und deshalb zu einer Haftstrafe verurteilt wurde. Wir haben ihn um eine Erklärung gebeten. Er hat nichts Substanzielles gesagt. Wir haben eine halbe Stunde lang gefragt. Er hat nicht geantwortet. So haben wir einstimmig entschieden. Auch dieser Fall liegt bei der Ethikkommission. Das hat überhaupt nichts mit seiner Kritik an meiner Arbeit zu tun. Mir wird ja auch vorgeworfen, dass ich Ho Kim (umstrittener Wahlkampfmanager von Ching-Kuo Wu/d. R.) zum Geschäftsführenden Direktor der AIBA gemacht habe. Das ist ebenfalls Unsinn. Denn diese Personalie wurde auf einer Exekutivsitzung von Leuten bestätigt, die mir nun deshalb Vorwürfe machen.</p><p><em>Sportpolitik ist kompliziert.</em></p><p>Ich weiß, dass die AIBA gerade in Deutschland sehr kritisch gesehen wird. Fragen Sie doch Gerhard Heiberg aus Norwegen, der unsere Reformkommission leitet. Sie wissen, dass er zu den angesehensten IOC-Mitgliedern gehört. Er hat sich immer für Transparenz im Boxen eingesetzt. Er weiß, dass es mir nur um die Zukunft des olympischen Boxens geht. Ich habe keine finanziellen Interessen an diesem Amt. Gerhard Heiberg traut mir, jeder kann mir trauen.</p><p><em>Sie sind zumindest das einzige IOC-Mitglied, das all seine Telefonnummern und Email-Adressen auf seiner eigenen Webseite bereitstellt.</em></p><p>Ich bin total transparent und offen. Mit mir kann man jederzeit reden. Die Zeiten, als in der AIBA nur eine Stimme gehört wurde, sind ein für alle Mal vorbei. Ich hasse Leute, die ständig Lügen verbreiten.</p></blockquote><p>Ich finde ja Sportpolitik noch immer faszinierend.<br
/> <script type="text/javascript">// < ![CDATA[
	var flattr_url = 'http://www.jensweinreich.de/2010/06/22/%E2%80%A0-anwar-chowdhry/';
	var flattr_btn='compact';
// ]]&gt;</script><br
/> <script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"></script></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/06/22/%e2%80%a0-anwar-chowdhry/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>17</slash:comments> </item> <item><title>Südafrika, Tag 5: Jack Warner sagt &#8230;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/06/09/sudafrika-tag-5-jack-warner-sagt/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/06/09/sudafrika-tag-5-jack-warner-sagt/#comments</comments> <pubDate>Wed, 09 Jun 2010 14:24:00 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[jack austin warner]]></category> <category><![CDATA[sicherheit]]></category> <category><![CDATA[wm 2010]]></category> <category><![CDATA[bestechung]]></category> <category><![CDATA[concacaf]]></category> <category><![CDATA[fussball-wm]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[südafrika 2010]]></category> <category><![CDATA[video]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=8111</guid> <description><![CDATA[JOHANNESBURG. Es gab vereinzelte Nachfragen: Nein, mein Guesthouse wurde heute Nacht nicht überfallen und ich auch nicht ausgeraubt. Keine Sorge. Ich würde mich jetzt auch nicht unbedingt von diesen Zwischenfällen kirre machen lassen, weder hier noch in Deutschland. Es gibt verschiedene Wahrheiten über Südafrika und diese WM-Tage. Das sagt sich als Nichtüberfallener, der bislang nur [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>JOHANNESBURG. Es gab vereinzelte Nachfragen: Nein, mein Guesthouse wurde heute Nacht <a
title="SpOn: Bewaffnete überfallen WM-Journalisten im Hotel" href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,699650,00.html" target="_blank">nicht überfallen</a> und ich auch nicht ausgeraubt. Keine Sorge. Ich würde mich jetzt auch nicht unbedingt von diesen Zwischenfällen kirre machen lassen, weder hier noch in Deutschland. Es gibt verschiedene Wahrheiten über Südafrika und diese WM-Tage. Das sagt sich als Nichtüberfallener, der bislang nur mit Staus, exorbitanten Kosten und zähem Datenfluss zu kämpfen hat, aber schon wieder an seinem Arbeitsplatz an einer Bar des gut bewachten FIFA-Hotels sitzt, natürlich leicht daher. Es gibt im Leben immer einige Wahrheiten. Wer wüsste das &#8211; Achtung, abrupter Übergang &#8211; nicht besser als die <a
title="alle Beiträge von und mit Jack Warner" href="http://jensweinreich.de/?s=jack+warner" target="_self">FIFA-Skandalnudel Jack Warner</a>.</p><p>Jack, Boss der Konföderation CONCACAF (Karibik, Nord- und Mittelamerika), ist nicht nur Geschäftemacher und Sepps Stimmenbeschaffer, seit kurzem ist er auch <a
title="Minister Jack Warner oder: &quot;a brilliant piece of ass kissing&quot;" href="http://jensweinreich.de/2010/06/04/minister-jack-warner-oder-a-brilliant-piece-of-ass-kissing/" target="_self">Arbeits- und Transportminister</a> von Trinidad &amp; Tobago. Ich freue mich deshalb sehr, dass Jack Warner den Auftakt macht zu einer Reihe von Grußbotschaften zu Beginn der Blatter-Festspiele in Südafrika. Voilà:</p><p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a
href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/09/sudafrika-tag-5-jack-warner-sagt/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p><p><span
style="text-decoration: line-through;">Es folgen heute etliche weitere Notizen. Kurze Pause zum Durchschnaufen.</span></p><p>Muss wohl dazu sagen, dass mich Jack ganz offensichtlich nicht erkannt hat. Kein Problem, Lasana Liburd und Andrew Jennings haben ihm mehr Sorgen bereitet. Ich hatte auch meine Gefechte mit Jack, er hat mir mehrfach klargemacht, was er von mir hält, nur ausnahmsweise etwas galanter als der ehemalige FIFA-Mitarbeiter, der mir gestern Abend freunclich-resolut mitteilte: &#8220;I don&#8217;t even give a shit on you!&#8221;</p><p>Danke, sehr freundlich.</p><p>Diesmal hat mich Jack nicht erkannt. Ich denke, das liegt zum einen daran, dass ich fetter geworden bin, zum anderen an der Kamera. Meine bescheidene Erfahrung mit der Handycam und aus einigen Jahren TV-Tätigkeit: Die Menschen, selbst Funktionäre und Ganoven, benehmen sich immer anders, wenn die Kamera läuft. Ich meine, zu Andrew Jennings hat Jack einst gesagt, er sei Abfall, auf den er nicht mehr spucken würde, go, fuck your mother, und andere hässliche Sätze. Zu mir war er ausgesucht höflich, wenngleich es in ihm grübelte, wer dieser Hurensohn sei, der ihm da Mikro und Optik vors Gesicht hält.</p><p>Sitze gerade beim Sushi, bereit zur nächsten Schicht. Im TV läuft noch einmal der Umzug von Bafana Bafana heute Mittag hier in Sandton, weshalb ich Trottel 90 Minuten im stehenden Taxi verbracht habe. Dennoch: Extrem beeindruckende Bilder. So sähe in Deutschland die Parade von Weltmeistern aus. Hat das jemand gesehen?<br
/> <script type="text/javascript">var flattr_url = 'http://jensweinreich.de/2010/06/09/sudafrika-tag-5-jack-warner-sagt/';
	var flattr_btn='compact';</script><br
/> <script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"></script></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/06/09/sudafrika-tag-5-jack-warner-sagt/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>10</slash:comments> </item> <item><title>Südafrika, Tag 3: &#8220;the internet is down in the whole building&#8221;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/06/07/sudafrika-tag-3-the-internet-is-down-in-the-whole-building/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/06/07/sudafrika-tag-3-the-internet-is-down-in-the-whole-building/#comments</comments> <pubDate>Mon, 07 Jun 2010 16:02:24 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[david triesman]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[südafrika 2010]]></category> <category><![CDATA[selbstreferenz]]></category> <category><![CDATA[technik]]></category> <category><![CDATA[wm 2010]]></category> <category><![CDATA[fussball-wm]]></category> <category><![CDATA[joseph blatter]]></category> <category><![CDATA[journalismus]]></category> <category><![CDATA[wlan]]></category> <category><![CDATA[wm 2018]]></category> <category><![CDATA[wm 2022]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=8083</guid> <description><![CDATA[JOHANNESBURG. Es wird eine aufregende WM. Eine lustige WM. Eine spannende WM. Eine ärgerliche WM. Eine großartige WM. Keine Frage. Ich weiß nur noch nicht, ob alles, was zu berichten wäre, auch einigermaßen zeitnah berichtet werden kann &#8211; zum Beispiel hier im Blog. Okay, das ist Afrika, und keine Sorge, ich werde kein plumpes Afrika-Bashing [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>JOHANNESBURG. Es wird eine aufregende WM. Eine lustige WM. Eine spannende WM. Eine ärgerliche WM. Eine großartige WM. Keine Frage. Ich weiß nur noch nicht, ob alles, was zu berichten wäre, auch einigermaßen zeitnah berichtet werden kann &#8211; zum Beispiel hier im Blog. Okay, das ist Afrika, und keine Sorge, ich werde kein plumpes Afrika-Bashing betreiben, nur weil die Netzverbindungen am anderen Ende der Welt nicht sonderlich stabil sind. Im Sandton Sun Hotel, wo heute Mittag eine Pressekonferenz des Großen Vorsitzenden stattfand, gab es überhaupt keine Verbindung. &#8220;The internet is down in the whole building&#8221;, sagte eine reichlich verzweifelte FIFA-Mitarbeiterin. Bin echt gespannt, wie das wird, wenn die Tausendschaften Journalisten erst eingeritten sind und in den Stadien dann mit zehntausenden Fans die UMTS und WLAN-Netze besetzen. Ich ahne, was passiert. Das hatte vor vier Jahren in Deutschland schon einige Probleme gegeben. (Die UMTS-Karte, angeblich G3, die ich gekauft habe, liefert derzeit rund 1-2 kb. kb, ja, nicht die versprochenen bis zu 7 MB. Fürchte, muss auch diese Karte abschreiben, just in case, das Finanzamt liest mit, und mir die nächste kaufen.)</p><p>Er sei ziemlich genervt, sagt Kollege C. gerade, der in einem Café im FIFA-Hotel Michelangelo Towers (mein Zweitquartier in diesen Wochen) neben mir sitzt. Hier funktioniert WLAN, muss man schon sagen. Bin Hammam verschwindet gerade im Aufzug, Platini talkt mit Chung, sie kommen jetzt alle &#8211; Leoz, Teixeira, d&#8217;Hooghe, Mutko, Jack, Hayatou, später auch Franz und Fedor und Lennart -, denn es geht zum Essen. Ein langjähriger FIFA-Berater raunt mir soeben zu: &#8220;Sie sitzen hier unten falsch, oben müssen Sie sitzen!&#8221; Stimmt. Nur oben, in der größeren Lobby und an der Bar habe ich kein WLAN. Mann kann halt nicht alles haben.</p><p>Der Kollege C. zum Beispiel kann seine Emails nicht auf dem Handy empfangen, was für Tech-Junkies natürlich sehr dämlich ist. Zudem war er gestern auf dem Weg zum <a
title="Südafrika, Tag 2: on the road" href="http://jensweinreich.de/2010/06/06/sudafrika-tag-2-on-the-road/" target="_self">FIFA-Schiedsrichter-Workshop</a> kurzzeitig verschollen. Nach stundenlanger Irrfahrt trat er die Heimreise nach Sandton an. Schätze, es wird viele derartiger Geschichten geben &#8211; ein buntes Sammelsurium, hoffentlich nur bunt.</p><p>Ich halte es einstweilen mit meinem Freund Sepp, der vorhin sagte:</p><blockquote><p>We are in South Africa, in the best organised country in the whole african continent. You may face problems, I ask for your understanding.</p></blockquote><p>Kein Problem.</p><p>Was Joseph Blatter übrigens auch sagte: &#8220;Die <a
title="Lord Triesman sagt: alles nicht so gemeint!" href="http://jensweinreich.de/2010/05/28/lord-triesman-sagt-alles-nicht-so-gemeint/" target="_self">Akte Triesman</a> ist definitiv geschlossen!&#8221; Und zwar aus diesem einfachen, selbst mir einleuchtenden Grund:</p><blockquote><p>As Lord Triesman has withdrawn from all his positions and functions in football, he is not a member of the Football Family anymore.</p></blockquote><p>Wer nicht der Familie angehört, gegen den kann auch nicht mehr ermittelt werden. Die Ethikkommission, erklärte Sepp, ist schließlich nur für Problemfälle in der Familie zuständig, für nichts sonst.</p><p>Es gab übrigens eine Situation, in der sich unsere Blicke auf interessante Weise kreuzten. Als Blatter von einem Australier gefragt wurde, welche Regeln für die WM-Bewerber 2018/2022 gelten &#8211; etwa hier in Südafrika, wo man so einiges hört über Katars unglaubliche Offerten -, grinste er und sagte:</p><blockquote><p>Regeln? Haben wir überhaupt welche?</p></blockquote><p>Ich fand, er kam der Wahrheit sehr nah.</p><p>Habe gestern an einer Bar übrigens noch eine Weile mit dem WM-Hospitality-Chef Enrique Byrom geschwätzt. Einen Extrakt des Gesprächs versuchte ich heute in einen Artikel zu packen, den ich Zeitungen angeboten habe, der aber nach der Internet-Konfusion zu wünschen übrig ließ. Sepp würde sagen: &#8220;You may face problems, I ask for your understanding.&#8221;</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/06/07/sudafrika-tag-3-the-internet-is-down-in-the-whole-building/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>7</slash:comments> </item> <item><title>Die Zehn Gebote der FIFA</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/06/02/die-zehn-gebote-der-fifa/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/06/02/die-zehn-gebote-der-fifa/#comments</comments> <pubDate>Wed, 02 Jun 2010 10:38:27 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[andrew jennings]]></category> <category><![CDATA[arte]]></category> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[friedensnobelpreis]]></category> <category><![CDATA[isl/ismm]]></category> <category><![CDATA[joseph blatter]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[südafrika 2010]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[wm 2010]]></category> <category><![CDATA[zehn gebote]]></category> <category><![CDATA[albert knechtel]]></category> <category><![CDATA[bestechung]]></category> <category><![CDATA[fussball-wm]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=8002</guid> <description><![CDATA[Die Zehn Gebote der Fédération Internationale de Football (FIFA) haben mich schon immer amüsiert. Voilà: Inzwischen hat Sepp den FIFA-Slogan &#8220;For the Good of the Game&#8221; zwar geändert in ein bescheidenes: &#8220;For the Game. For the World.&#8221; Was tut er nicht alles für die Rettung der Welt: &#8220;Wir müssen die Werte des Fußballs verteidigen gegen [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Die Zehn Gebote der Fédération Internationale de Football (FIFA) haben mich schon immer amüsiert. Voilà:</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-8007" title="Die Zehn Gebote der FIFA" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/for-the-good-of-the-game-bild.gif" alt="" width="450" height="450" /></p><p>Inzwischen hat Sepp den FIFA-Slogan &#8220;For the Good of the Game&#8221; zwar geändert in ein bescheidenes: <a
title="Sepp, im Banne der Dämonen" href="http://jensweinreich.de/2007/05/31/sepp-im-banne-der-damonen/" target="_self">&#8220;For the Game. For the World.&#8221;</a> Was tut er nicht alles für die Rettung der Welt:</p><blockquote><p>&#8220;Wir müssen die Werte des Fußballs verteidigen gegen die Teufel, die es gibt. Wenn wir gegen die Dämonen kämpfen, müssen wir unsere eigenen Gesetze durchsetzen und nicht darauf warten, bis uns fremde Gerichte sagen, wo es lang geht.&#8221;</p></blockquote><p>Mein alter Freund <a
title="AJ" href="http://www.transparencyinsport.org" target="_blank">Andrew Jennings</a> hat im Gespräch mit dem verdammt guten Filmemacher Albert Knechtel einmal mehr die Zehn Gebote der FIFA hinterfragt. Den Beitrag hat Arte gestern Abend gesendet, wobei mich wundert, dass keine neue, aktuelle FIFA-Dokumentation produziert wurde, sondern nur Andrews BBC-Film aus dem Jahr 2006 wiederholt wurde. Wenn nicht Arte, wer sonst? Da sind wir wieder beim alten Lied: Recherchejournalismus kostet. Man muss es sich auch etwas kosten lassen wollen.</p><p>Egal, soll diesmal nicht mein Thema sein. Hier also das 18-Minuten-Stück mit Andrew Jennings. Es geht um Themen, die den Stammgästen hier sehr vertraut sind. Um Jack&#8217;n Sepp, Stimmenkauf, den <a
title="tag: Friedensnobelpreis" href="http://jensweinreich.de/?s=friedensnobelpreis" target="_self">Friedensnobelpreis</a>, den <a
title="tag: Friedensnobelpreis" href="http://jensweinreich.de/category/islismm/" target="_self">ISL-Bestechungsskandal</a>, putzige Ethikkkommissionen und die <a
title="tag: WACA" href="http://jensweinreich.de/category/waca/" target="_self">Welt-Anti-Korruptions-Agentur</a> (WACA).</p><p>Eine kleine Einstimmung auf die WM, die kommende Woche beginnt. Ich werde mich im Blog auch bald darauf einstimmen. Am Freitag geht der Flieger nach Johannesburg. Was ich in Südafrika und in diesem Theater plane? In Kürze mehr dazu.</p><p><object
id="playerArte" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="255" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param
name="allowFullScreen" value="true" /><param
name="allowScriptAccess" value="always" /><param
name="quality" value="high" /><param
name="src" value="http://videos.arte.tv/videoplayer.swf?lang=de&amp;videorefFileUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fde%2Fdo%5Fdelegate%2Fvideos%2Fgespraech%5Fandrew%5Fjennings%5Fueber%5Fdie%5Ffifa%5Fund%5Fdie%5Fwm%5Fin%5Fsuedafrika%2D3235982%2Cview%2CasPlayerXml%2Exml&amp;mode=prod&amp;localizedPathUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fcae%2Fstatic%2Fflash%2Fplayer%2F&amp;videoId=3235982&amp;admin=false&amp;configFileUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fcae%2Fstatic%2Fflash%2Fplayer%2Fconfig%2Exml&amp;embed=true" /><param
name="name" value="playerArte" /><param
name="allowfullscreen" value="true" /><embed
id="playerArte" type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="255" src="http://videos.arte.tv/videoplayer.swf?lang=de&amp;videorefFileUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fde%2Fdo%5Fdelegate%2Fvideos%2Fgespraech%5Fandrew%5Fjennings%5Fueber%5Fdie%5Ffifa%5Fund%5Fdie%5Fwm%5Fin%5Fsuedafrika%2D3235982%2Cview%2CasPlayerXml%2Exml&amp;mode=prod&amp;localizedPathUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fcae%2Fstatic%2Fflash%2Fplayer%2F&amp;videoId=3235982&amp;admin=false&amp;configFileUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fcae%2Fstatic%2Fflash%2Fplayer%2Fconfig%2Exml&amp;embed=true" name="playerArte" quality="high" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p><p>Sepp soll natürlich zu Wort kommen &#8211; hier darf jeder seine Meinung sagen. Was immer Andrew an Argumenten aufführen mag, Sepp glaubt nicht, dass der Weltsport energischere Antikorruptionsmaßnahmen brauche, oder missverstehe ich ihn da?</p><p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a
href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/02/die-zehn-gebote-der-fifa/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p><p><script type="text/javascript">// < ![CDATA[
// < ![CDATA[
// < ![CDATA[
	var flattr_url = 'http://jensweinreich.de/2010/06/02/die-zehn-gebote-der-fifa/';
	var flattr_btn='compact';
// ]]&gt;</script><br
/> <script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"></script></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/06/02/die-zehn-gebote-der-fifa/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>6</slash:comments> </item> <item><title>Lord Triesman sagt: alles nicht so gemeint!</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/05/28/lord-triesman-sagt-alles-nicht-so-gemeint/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/05/28/lord-triesman-sagt-alles-nicht-so-gemeint/#comments</comments> <pubDate>Fri, 28 May 2010 14:51:13 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[david triesman]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[wm 2018]]></category> <category><![CDATA[lord triesman]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=7994</guid> <description><![CDATA[Der Witz des Tages. Stellungnahme der so genannten FIFA-Ethikkommisison von vor wenigen Minuten. (Nichts anderes hatte ich erwartet.) Alles Paletti. Bewerbungsverfahren für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022™ Stellungnahme von Lord Triesman Der Vorsitzende der FIFA-Ethikkommission, Claudio Sulser, hat die Vorwürfe untersucht, die Lord Triesman, ehemaliger Präsident des englischen Fussballverbands und des englischen Bewerbungskomitees für [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Der Witz des Tages. Stellungnahme der so genannten FIFA-Ethikkommisison von vor wenigen Minuten. (Nichts anderes hatte ich erwartet.) Alles Paletti.</p><blockquote><p><em>Bewerbungsverfahren für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022™</em></p><p><strong>Stellungnahme von Lord Triesman</strong></p><p>Der Vorsitzende der FIFA-Ethikkommission, Claudio Sulser, hat die Vorwürfe untersucht, die Lord Triesman, ehemaliger Präsident des englischen Fussballverbands und des englischen Bewerbungskomitees für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018™, vor Kurzem vorgebracht hatte.</p><p>Lord Triesman äusserte u. a. die Behauptung, dass Spanien die Bewerbung für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018™ zurückziehen könnte, wenn Mitbewerber Russland dabei helfe, diesen Sommer bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ in Südafrika Schiedsrichter zu bestechen.</p><p>Nach der Veröffentlichung dieser Aussagen bat die FIFA-Ethikkommission Lord Triesman und den englischen Fussballverband um eine Stellungnahme.</p><p>Gemäss den Aussagen beider Parteien gegenüber der FIFA sprach Lord Triesman bei einem Privatgespräch mit einer befreundeten Person, das – ohne sein Wissen – aufgezeichnet und dann einer britischen Zeitung zugesteckt wurde, von <strong>„Spekulationen unter Journalisten in Europa über Verschwörungen weltweit“</strong>.</p><p>In seinem Schreiben an die FIFA erklärte Lord Triesman, dass diese Mutmassung keine Anschuldigung seinerseits, sondern ihm als Privatperson zugetragen worden sei und weder dem englischen Fussballverband noch dem englischen Bewerbungskomitee für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018™ bekannt sei, was vom englischen Fussballverband bestätigt wurde.</p><p>Lord Triesman fügte an, dass die Spekulation weder seine Meinung noch diejenige des englischen Fussballverbands und des englischen Bewerbungskomitees für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018™ wiedergebe und die Kommentare, die in der britischen Zeitung abgedruckt worden seien, <strong>in keiner Weise ernst gemeint </strong>gewesen seien.</p><p>In ihren Schreiben an die FIFA sowie an die Fussballverbände Spaniens und Russlands entschuldigten sich der englische Fussballverband und das englische Bewerbungskomitee für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018™ in aller Form und äusserten ihr tiefes Bedauern über die privaten Aussagen von Lord Triesman. Der englische Fussballverband bestätigte zudem den Rücktritt von Lord Triesman als Präsident sowohl des englischen Fussballverbands als auch des englischen WM-Bewerbungskomitees im Zuge der Veröffentlichung der genannten Vorwürfe.</p><p>Die FIFA kontaktierte in dieser Sache ebenfalls die Fussballverbände Russlands und Spaniens und erhielt von beiden eine Stellungnahme. Die FIFA prüfte ferner alle Informationen, die sie aus verschiedenen Quellen erhalten hatte. <strong>Bei dieser eingehenden Untersuchung fand die FIFA keinerlei Anzeichen für die Stichhaltigkeit der Behauptungen, die Lord Triesman zugetragen worden waren. </strong></p><p>Angesichts dessen beschloss der Vorsitzende der FIFA-Ethikkommission, die Angelegenheit nicht weiter zu verfolgen. Er ermahnte die Mitgliedsverbände und die Bewerbungskomitees jedoch, während der Bewerbungsphase im Sinne der Integrität, des Ansehens und des Rufs sowohl der FIFA als auch ihrer Wettbewerbe ein ethisch absolut einwandfreies Verhalten an den Tag zu legen.</p><p><strong>Die FIFA-Ethikkommission wird weiterhin wachsam sein</strong> und dafür sorgen, dass beim Bewerbungsverfahren für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022™ ethisches Verhalten und Fairness garantiert sind.</p></blockquote> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/05/28/lord-triesman-sagt-alles-nicht-so-gemeint/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>15</slash:comments> </item> <item><title>Goodbye England oder: Ärger mit der Ex</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/05/16/goodbye-england-oder-arger-mit-der-ex/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/05/16/goodbye-england-oder-arger-mit-der-ex/#comments</comments> <pubDate>Sun, 16 May 2010 20:22:11 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[david triesman]]></category> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[fa]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[fußball-wm]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[sebastian coe]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[wm 2018]]></category> <category><![CDATA[england]]></category> <category><![CDATA[ethik-kommission]]></category> <category><![CDATA[fifa-geschäftsethik]]></category> <category><![CDATA[fussball-wm]]></category> <category><![CDATA[geoff thompson]]></category> <category><![CDATA[lord coe]]></category> <category><![CDATA[lord triesman]]></category> <category><![CDATA[melissa jacobs]]></category> <category><![CDATA[russland]]></category> <category><![CDATA[schiedsrichterbestechung]]></category> <category><![CDATA[spanien]]></category> <category><![CDATA[video]]></category> <category><![CDATA[wm 2022]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=7881</guid> <description><![CDATA[Dumm gelaufen für England. [Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.] Am Freitag wurden mit großem Brimborium in Zürich die Bewerber-Dokumente der WM-Interessenten 2018/2022 an FIFA-Boss Sepp Blatter und seinen Generalsekretär Valcke übergeben. England, mit David Beckham im Home of FIFA, galt im Wettbewerb um die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Dumm gelaufen für England.</p><p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a
href="http://www.jensweinreich.de/2010/05/16/goodbye-england-oder-arger-mit-der-ex/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p><p>Am Freitag wurden mit großem Brimborium in Zürich die Bewerber-Dokumente der <a
title="FIFA" href="http://de.fifa.com/newscentre/news/newsid=1210984.html#fifa+erhielt+bewerbungen" target="_blank">WM-Interessenten</a> <a
title="alle Beiträge zur WM-Bewerbung 2018" href="http://jensweinreich.de/category/wm-2018/" target="_self">2018</a>/<a
title="alle Beiträge zur WM-Bewerbung 2022" href="http://jensweinreich.de/category/wm-2022/" target="_self">2022</a> an FIFA-Boss Sepp Blatter und seinen Generalsekretär Valcke übergeben. England, mit David Beckham im <a
title="FIFA.com" href="http://de.fifa.com/newscentre/news/newsid=1211277.html#reaktionen+abgabe+kandidaturen" target="_self">Home of FIFA</a>, galt im Wettbewerb um die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 zwar zuletzt nur als Außenseiter &#8211; hinter der Totaldemokratie Russland, wo <a
title="alle Beiträge zu Wladimir Putin" href="http://jensweinreich.de/category/wladimir-putin/" target="_self">Wladimir Putin</a> und seine <a
title="Diebe im Gesetz" href="http://jensweinreich.de/2010/05/10/diebe-im-gesetz/" target="_self">Diebe im Gesetz</a> mächtig werkeln. Seit einer hübschen Enthüllung der <strong>Mail on Sunday</strong> (Daily Mail) dürfte es nun ganz vorbei sein.</p><p>Denn dummerweise hat Lord <a
title="alle Beiträge zu Lord Triesman" href="http://jensweinreich.de/?s=triesman" target="_self">David</a> <a
title="Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/David_Triesman,_Baron_Triesman" target="_blank">Triesman</a>, bis eben noch Chef der Football Association und des <a
title="www.england2018bid.com" href="http://www.england2018bid.com/" target="_blank">Bewerberkomitees</a>, in einem Gespräch mit seiner Ex (Melissa Jacobs) das erzählt, was eh alle in der Szene tuscheln:</p><p>Zum Nachlesen:</p><blockquote><p>‘My assumption is that the Latin Americans, although they’ve not said so, will vote for Spain. And if Spain drop out, <strong>because Spain are looking for help from the Russians to help bribe the referees in the World Cup, their votes may then switch to Russia</strong>.’</p><p>At this point, Miss Jacobs asks: ‘Would Russia help them with that?’</p><p>Lord Triesman: ‘Oh, I think Russia will cut deals.’</p><p>Miss Jacobs: ‘Why will Russia help? Are Russia in the World Cup?’</p><p>Lord Triesman: ‘No, they’re not.’</p><p>Miss Jacobs: ‘Oh no they’re not, they’ve got nothing to lose?’</p><p>Lord Triesman: ‘Absolutely nothing at all to lose. Exactly.’</p></blockquote><p>Zum Nachhören:</p><p><a
title="Audio Lord Triesman" href="http://i.dailymail.co.uk/i/pix/2010/05_03/clip2.mp3" target="_self">:</a></p><p>Was lernen wir daraus? Mann sollte die Ex schon mal fragen, ob sie nicht zufällig ihr iPhone auf Aufnahme gestellt hat, wenn Mann mit heißen Insider-Geschichten angibt.</p><ul><li>Die komplette Story der <strong>Mail on Sunday</strong>: &#8220;<a
title="Mail on Sunday" href="http://www.dailymail.co.uk/news/article-1278706/FA-chief-Lord-Triesman-Spain-bid-bribe-World-Cup-referees.html#ixzz0o7iEMUix" target="_blank"><strong>Lord Triesman quits as FA chairman after accusing Spain and Russia of trying to bribe World Cup referees</strong></a>&#8220;</li></ul><p>Es ging beeindruckend schnell (anders als gewöhnlich beim DFB): Lord Triesman ist die längste Zeit FA- und Bewerbungschef gewesen. Warum eigentlich? Gegen welchen Paragrafen des abenteuerlichen <a
title="Text- und Stilkritik: der FIFA-Ethikcode" href="http://jensweinreich.de/2010/03/23/stil-und-textkritik-der-fifa-ethikcode/" target="_self">FIFA-Ethikcodes</a> hat er verstoßen?<span
id="more-7881"></span>Die <a
title="FA statement: Lord Triesman" href="http://www.thefa.com/TheFA/NewsAndFeatures/2010/Lord-Triesman-statement" target="_blank">FA teilt mit</a>:</p><blockquote><p>The FA Board today met at Wembley Stadium to discuss allegations published in a national newspaper which have been attributed to The FA and England’s 2018 FIFA World Cup Bid Chairman Lord Triesman.</p><p>After fully discussing and considering the alleged comments with Lord Triesman, The FA Board accepted his resignation as FA Chairman and Chairman of the World Cup Bid Board with immediate effect.</p><p>Lord Triesman said: “I have decided to resign as chairman of The FA and the 2018 Bid board.</p><p>“A private conversation with someone whom I thought to be a friend was taped without my knowledge and passed to a national newspaper. That same friend has also chosen to greatly exaggerate the extent of our friendship.</p><p>“In that conversation I commentated on speculation circulating about conspiracies around the World. Those comments were never intended to be taken seriously as indeed is the case with many private conversations.</p><p>“The views expressed were not the views of the 2018 Bid board or the FA. Nobody should be under any misapprehension that The FA or 2018 Bid board are disrespectful of other nations or FIFA and I regret any such inference that may have been drawn from what has been reported.</p><p>“Entrapment especially by a friend is an unpleasant experience both for my family and me but it leaves me with no alternative but to resign. I have immediately informed The FA Board of my decision.</p><p>“I have enjoyed hugely my time at The FA and the Bid and feel I accomplished a great deal in areas I love – qualification for the World Cup in South Africa, healthy growth in grass roots, women’s and disability football, and changes in the representation of fans who are the lifeblood of English football and the involvement of our diverse communities. The 2018 FIFA World Cup Bid has made enormous progress both around the world and in the technical bid in England. I wish everyone associated with FA all the very best for what is a very exciting future for the game we all love.?</p><p>The FA Board have today appointed Board members David Sheepshanks (Chairman of the Professional Game Board) and Roger Burden (Chairman of the National Game Board) as joint acting Chairmen of The FA.</p><p>Vice-Chairman Barry Bright will take on the role of acting Chairman of The FA Council and will chair this week’s AGM.</p><p>Speaking on behalf of all the Board Barry Bright said: “The Football Association would like to thank Lord Triesman for his efforts over the past two and a half years as the first independent Chairman of The FA. The Board expressed its considerable regret at the circumstances of his departure and wish him and his family well for the future?.</p><p>The FA Board also gave its unanimous support to the World Cup Bid and is working with the Bid Board to plan the most effective way forward.</p></blockquote><p><em>Der erste Nachtrag, 22.53 Uhr:</em> Ich habe es geahnt, dass diese Geschichte noch viele lustige Pointen generieren wird. Die nächste lautet: Lord Coe, der <a
title="Text- und Stilkritik: der FIFA-Ethikcode" href="http://jensweinreich.de/2010/03/23/stil-und-textkritik-der-fifa-ethikcode/" target="_self">beurlaubte Ethik-Chef</a>, kehrt in FIFA-Gefilde zurück! Gerade meldet <a
title="Insidethegames" href="http://www.insidethegames.biz/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=9632:exclusive-coe-and-mills-to-ride-to-rescue-of-england-2018-world-cup-bid&amp;catid=84:london-2012-news&amp;Itemid=89" target="_blank">insidethegames</a>:</p><blockquote><p>Coe , now the chairman of London 2012, is due to speak to FIFA President Sepp Blatter tomorrow to try to begin to repair the damage caused by Triesman&#8217;s comments, he told insidethegames.</p><p>Geoff Thompson, the former chairman of the Football Association and England&#8217;s representative on the FIFA Executive Committee, is set to take over as the new chairman of the World Cup with David Dein, the former Arsenal vice-chairman, as his deputy.</p></blockquote><p>Englischer Humor.</p><p><em>23.17 Uhr:</em> <a
title="England 2018" href="http://www.england2018bid.com/news/236/geoff-thompson-confirmed-as-chairman.aspx" target="_blank">Geoff Thompson confirmed as Chairman</a>, meldet die Bewerber-Webseite.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/05/16/goodbye-england-oder-arger-mit-der-ex/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>16</slash:comments> <enclosure
url="http://i.dailymail.co.uk/i/pix/2010/05_03/clip2.mp3" length="164808" type="audio/mpeg" /> </item> <item><title>Stil- und Textkritik: der FIFA-Ethikcode</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/03/23/stil-und-textkritik-der-fifa-ethikcode/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/03/23/stil-und-textkritik-der-fifa-ethikcode/#comments</comments> <pubDate>Tue, 23 Mar 2010 13:00:38 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[jack austin warner]]></category> <category><![CDATA[joseph blatter]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[sebastian coe]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[totaldemokraten]]></category> <category><![CDATA[fifa-geschäftsethik]]></category> <category><![CDATA[isl/ismm]]></category> <category><![CDATA[julio umberzto grondona]]></category> <category><![CDATA[urs linsi]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=7360</guid> <description><![CDATA[&#8220;Wir müssen die ethischen und moralischen Grundsätze des Sports für zukünftige Generationen schützen und fördern.&#8221; Lord Sebastian Coe, ehemaliger FIFA-Ethikchef, IAAF-Vizepräsident, Organisationschef der Olympischen Spiele 2012 und IOC-Mitglied in spe, bei Amtsantritt als Sepp Blatters Ober-Ethiker Hoppala! Hatte ich nicht kürzlich angemahnt, dass der FIFA derzeit eine Ethik und eine Ethik-Kommission fehlt? Nach dem erfolgreich [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>&#8220;Wir müssen die ethischen und moralischen Grundsätze des Sports für zukünftige Generationen schützen und fördern.&#8221;</strong></p><p><em>Lord Sebastian Coe, ehemaliger FIFA-Ethikchef, IAAF-Vizepräsident, Organisationschef der Olympischen Spiele 2012 und IOC-Mitglied in spe, bei Amtsantritt als Sepp Blatters Ober-Ethiker</em></p></blockquote><p>Hoppala! Hatte ich nicht <a
title="&quot;The autumn of football's patriarch&quot;" href="http://jensweinreich.de/2010/02/19/andrew-jennings-uber-joseph-blatter-the-autumn-of-footballs-patriarch/" target="_self">kürzlich angemahnt</a>, dass der FIFA derzeit eine Ethik und eine Ethik-Kommission fehlt? Nach dem erfolgreich eingereichten <a
title="Ethik-Pause für Lord Coe" href="http://jensweinreich.de/2009/02/18/ethik-pause-fur-lord-coe/" target="_self">Urlaub von Lord Sebastian Coe</a> war ja nicht nur der Posten des Kommissionschefs verwaist, bis vor wenigen Tagen existierte nicht einmal mehr ein Gebilde, das sich in irgendeiner Weise mit, nun ja, ethischen Fragen hätte beschäftigen können. Das <a
title="Andrew Jennings nimmt die Wahl zum FIFA-Ethikchef an" href="http://jensweinreich.de/2009/02/20/andrew-jennings-nimmt-die-wahl-zum-fifa-ethikchef-an/" target="_self">amtlich bestätigte</a> <a
title="And the winner is: Andrew Jennings" href="http://jensweinreich.de/2009/02/20/and-the-winner-is-andrew-jennings/" target="_self">Ergebnis</a> unserer freundlichen <a
title="Voting für Sepp Blatter: Wer soll die FIFA-Ethik-Kommission leiten?" href="http://jensweinreich.de/2009/02/18/voting-fur-sepp-blatter-wer-soll-die-fifa-ethikkommission-leiten/" target="_self">Umfrage</a> hier im Blog hat FIFA-Präsident Joseph Machiavelli Blatter allerdings ignoriert: Statt des Investigativjournalisten <a
title="Transparency in Sport" href="http://www.transparencyinsport.org" target="_blank">Andrew Jennings</a> wurde <strong>Claudio Sulser</strong> neuer Ober-Ethiker der FIFA.  Die PR-Schaffenden der FIFA <a
title="FIFA-PM" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/bodies/media/newsid=1181444.html" target="_blank">teilen dazu mit</a>:</p><blockquote><p>Claudio Sulser ist Anwalt und ehemaliger Fussballspieler. Er spielte für Vevey-Sports, Grasshopper Club Zürich (vier Meisterschaftstitel und ein Pokalsieg) und den FC Lugano. Zudem bestritt er 49 Länderspiele für die Schweiz. Als Stürmer war er zweimal Torschützenkönig der Schweizer Liga und einmal des Europapokal der Pokalsieger. Er ist Mitglied der Anti-Doping-Kommission von Swiss Olympic und als selbständiger Anwalt in der Kanzlei Sulser &amp; Jelmini in Lugano tätig.</p></blockquote><p>Zu Herrn Sulser später mal mehr. Erst einmal bin ich beruhigt, dass in der FIFA wieder auf Geschäftsethik geachtet wird.</p><p>Vor einigen Tagen sah die Webseite zur Ethikkommission noch so aus:</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-7509" title="Screenshot FIFA.com Februar 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/ethik-alt-web.gif" alt="" width="400" height="108" /></p><p>Nun ist sie wieder lebendig:</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-7510" title="Screenshot FIFA.com, März 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/ethik-neu-web.gif" alt="" width="400" height="368" /></p><p>Und wir können uns den Inhalten widmen. Ich muss ein schweres Versäumnis gestehen, denn noch nie habe ich den fein ziselierten &#8220;<a
title="FIFA Code of Ethics, 2009" href="http://de.fifa.com/mm/document/affederation/administration/50/02/82/efsdcodeofethics_web.pdf" target="_blank">FIFA Code of Ethics</a>&#8221; verlinkt, geschweige denn besprochen. Das holen wir nun gemeinsam nach.</p><p>Ich erinnere mich übrigens noch sehr gut daran, dass ich mal Thema eines Vorläufers der FIFA-Ethikkommission war, in einem Aufwasch mit Fatih Terim und <a
title="alle Beiträge zu Jack Warner" href="http://jensweinreich.de/category/jack-warner/" target="_self">Jack Warner</a>. Nur geschah das hinter meinem Rücken.</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-7523" title="Deckblatt Protokoll Ethik-Kommission, Sitzung Feb 2006" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/ethic-minutes-1-web.gif" alt="" width="530" height="379" /></p><p>Denn Angeklagte, wenn sie so schwere Verbrechen begangen haben wie ich, werden von der Kommission nicht gehört. Kann auch daran liegen, dass ich nicht zur Familie gehöre. Egal.</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-7524" title="Protokoll Sitzung FIFA Kommission Ethik und Fairplay, Feb 2006" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/ethic-minutes-2-web.gif" alt="" width="530" height="298" /></p><p>Als ich einige Monate später das Protokoll jener Kommissionssitzung in den Händen hielt, in der ich zur <em>persona non grata</em>, erklärt wurde, habe ich mich sofort per Email an den Präsidenten gewandt und um Aufklärung gebeten. Das traf sich gut, denn es war gerade Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland und der Präsident deshalb regelmäßig im Interconti in Berlin. Es vergingen nur einige Minuten, da wurde ich für den kommenden Tag zum Frühstück bei Sepp geladen. Er gab sich keine Mühe,</p><ul><li>a) zu verbergen, dass ihm die Geschichte durchaus peinlich war, und</li><li>b) war er echt neugierig, über welche Quelle wohl das Protokoll nach außen gelangt war.</li><li>c) entschuldigte er sich bei mir und erklärte, der Bann der Ethik-Kommission sei ja nie ratifiziert worden, weil er das Thema von der Tagesordnung der Sitzung des Exekutivkomitees im März 2006 genommen hatte.</li></ul><p>Sein damaliger Generalsekretär Urs Linsi hatte das zwar gewollt &#8211; doch Sepp hatte (und hat) das letzte Wort. &#8220;Sie wissen doch, der Linsi &#8230;&#8221; Mehr möchte ich aus jenem Gespräch gar nicht weitergeben, schließlich muss es Geheimnisse zwischen mir und Sepp geben, ein Gespräch unter Männern sollte nicht in jedem x-beliebigen Blog ausgebreitet werden.</p><p>Ein Ehrenwort bleibt ein Ehrenwort.</p><p>Jedenfalls, nicht erst in diesen Minuten begriff ich, dass Linsi nicht mehr sehr lange Generalsekretär bleiben würde. Schließlich hatte ich einige Monate zuvor in Marrakesch jene legendäre Auslosung verfolgt, als Linsi beim Versuch scheiterte, für zwei Play-off-Spiele (Australien/Uruiguay, Bahrain/Trinidad &amp; Tobago) unfallfrei das Heimrecht &#8220;auszulosen&#8221;. Es galt also lediglich eine Kugel aus einem Topf zu ziehen &#8211; Blatter saß daneben und feixte.</p><p>Doch ich schweife ab. Wer mehr über Linsi lesen mag und darüber, was er heute so treibt (Präsident und CEO von GC), bitteschön: Eine interessante Geschichte fand ich dieser Tage im Tagesanzeiger bzw. der Basler Zeitung von Thomas Schifferle: &#8220;<a
title="Basler Zeitung" href="http://bazonline.ch/sport/fussball/Immer-der-Macht-nach/story/22203462" target="_blank">Immer der Macht nach</a>&#8220;. Ich frage mich zwar, warum ich in Schweizer Zeitungen derlei Analysen und Episoden erst immer lese, wenn diejenigen, die beschrieben werden, nicht mehr so mächtig sind. Egal.</p><p>Am liebsten würde ich jetzt also ein wenig über Form und Inhalt des FIFA Ethik-Codes diskutieren. Macht jemand mit?</p><p>Hier zunächst das prächtige Corpus Delicti (im umgangssprachlichen Sinn gemeint, liebe FIFA-Anwälte):</p><blockquote><p><span
style="text-decoration: underline;"><strong>PRÄAMBEL</strong></span></p><p>Die FIFA trifft eine besondere Verantwortung, die Integrität und das Ansehen des Fussballs weltweit zu wahren. Die FIFA ist unablässig bestrebt, den Ruf des Fussballs und insbesondere der FIFA vor unmoralischen oder unethischen Machenschaften und Praktiken zu schützen. Vor diesem Hintergrund wurde das folgende Reglement erlassen.</p><p><strong><span
style="text-decoration: underline;">I. ANWENDUNGSBEREICH</span></strong></p><p><strong>1. Natürliche Personen</strong></p><ol><li>Dieses Reglement gilt für alle Offiziellen. Offizielle sind alle Vorstandsmitglieder, Kommissionsmitglieder, Schiedsrichter und Schiedsrichterassistenten, Trainer, Betreuer sowie die technischen, medizinischen und administrativen Verantwortlichen der FIFA, einer Konföderation, eines Verbands, einer Liga oder eines Klubs.</li><li>Art. 2, 3, 7, 8, 13 und 14 sowie Kapitel III dieses Reglements gelten analog für Spieler, Spielervermittler und Spielvermittler gemäss Definition in den FIFA-Statuten.</li><li>Andere Ethik- und Verhaltensvorschriften, die für Offizielle, Spieler, Spielervermittler und Spielvermittler gelten, bleiben von diesem Reglement unberührt, sofern sie den nachfolgenden Bestimmungen nicht widersprechen.</li></ol><p><strong><span
id="more-7360"></span>2. Zeitlicher Anwendungsbereich</strong></p><p>Das Reglement kommt bei allen Vorfällen zur Anwendung, die sich nach dem Inkrafttreten des vorliegenden Reglements ereignet haben. Zusätzlich kommt es bei einem früheren Vergehen zur Anwendung, wenn die Sanktion für den Urheber dadurch gleich oder geringer ausfällt und die FIFA-Ethikkommission erst nach Inkrafttreten des vorliegenden Reglements über den betreffenden Vorfall entscheidet.</p><p><strong>3. Allgemeine Bestimmungen</strong></p><ol><li>Von den Offiziellen wird erwartet, dass sie sich der Bedeutung ihres Amts und der damit verbundenen Pflichten und Verantwortlichkeiten bewusst sind. Sie haben mit ihrem Verhalten den Zweck und die Zielsetzung der FIFA, der Konföderationen, Verbände, Ligen und Klubs in jeder Hinsicht zu unterstützen und zu fördern und alles zu unterlassen, was diesem Zweck und dieser Zielsetzung abträglich ist. Sie respektieren die Tragweite ihrer Treuepflicht gegenüber der FIFA, den Konföderationen, Verbänden, Ligen und Klubs und vertreten diese ehrlich, aufrichtig, respektvoll und integer.</li><li>Bei der Ausübung ihres Amts sind Offizielle zu ethischem, würdevollem, absolut glaubwürdigem und integrem Verhalten verpflichtet.</li><li>Bei der Ausübung ihres Amts dürfen Offizielle ihre Stellung in keiner Weise missbrauchen. Sie dürfen ihre Stellung insbesondere nicht für private Zwecke oder persönliche Vorteile ausnutzen.</li></ol><p><strong>4. Wählbarkeit und Absetzung</strong></p><ol><li>Nur Personen, die sich durch ein moralisch hochstehendes und integres Verhalten auszeichnen und sich vorbehaltlos zur Einhaltung dieses Reglements verpflichten, sind als Offizielle wählbar.</li><li>Vorbestrafte Personen sind nicht wählbar, sofern sich das Vergehen nicht mit der Ausübung ihres Amts vereinbaren lässt.</li><li>Offizielle, die dieses Reglement nicht einhalten oder ihre Pflichten und Verantwortlichkeiten insbesondere in finanzieller Hinsicht schwerwiegend verletzen oder unangemessen erfüllen, sind nicht länger wählbar und ihres Amtes zu entheben.</li></ol><p><strong><span
style="text-decoration: underline;">II. VERHALTENSREGELN</span></strong></p><p><strong>5. Interessenkonflikte</strong></p><ol><li>Vor einer Wahl oder Ernennung müssen Offizielle ihre persönlichen Interessenbindungen offenlegen, die ihr Amt tangieren könnten.</li><li>Bei der Ausübung ihres Amts müssen Offizielle alle Situationen vermeiden, die zu Interessenkonflikten führen können. Interessenkonflikte entstehen, wenn Offizielle private oder persönliche Interessen haben oder zu haben scheinen, die eine integre, unabhängige und zielgerichtete Erfüllung ihrer Pflichten als Offizielle beeinträchtigen. Private oder persönliche Interessen umfassen jeden möglichen Vorteil für sich selbst, seine Familie, Verwandten, Freunde und Bekannten.</li><li>Bei einem bestehenden oder möglichen Interessenkonflikt dürfen Offizielle ihr Amt nicht ausüben. Ein solcher Interessenkonflikt ist unverzüglich offenzulegen und der Organisation zu melden, für die der Offizielle sein Amt ausübt.</li><li>Wird hinsichtlich eines bestehenden oder möglichen Interessenkonflikts Einwand erhoben, ist dies unverzüglich der Organisation zu melden, für die der Offizielle sein Amt ausübt.</li><li>Die Entscheidinstanz der betreffenden Organisation entscheidet über solche Interessenkonflikte.</li></ol><p><strong>6. Verhalten gegenüber staatlichen und privaten Organisationen</strong></p><p>Im Umgang mit staatlichen Institutionen, nationalen und internationalen Organisationen, Verbänden und Gruppierungen sind Offizielle neben der Einhaltung der allgemeinen Bestimmungen von Art. 3 zu einem politisch neutralen, integren und ihrem Amt angemessenen Verhalten im Sinne des Zwecks und der Zielsetzung der FIFA, der Konföderationen, Verbände, Ligen und Klubs verpflichtet.</p><p><strong>7. Diskriminierung</strong></p><p>Offiziellen ist es verboten, eine Person oder eine Gruppe von Personen durch herabwürdigende, diskriminierende oder verunglimpfende Äusserungen oder Handlungen in Bezug auf Herkunft, Rasse, Hautfarbe, Kultur, Sprache, Religion oder Geschlecht zu verletzen.</p><p><strong>8. Schutz der Persönlichkeitsrechte</strong></p><p>Offizielle sind bei der Ausübung ihres Amts dafür besorgt, dass die Persönlichkeitsrechte der Personen, mit denen sie in Kontakt treten und die von ihrem Wirken betroffen sind, gewahrt, respektiert und geschützt werden.</p><p><strong>9. Loyalität und Geheimhaltung</strong></p><ol><li>Offizielle haben sich bei der Ausübung ihres Amts insbesondere gegenüber der FIFA, den Konföderationen, Verbänden, Ligen und Klubs absolut loyal zu verhalten.</li><li>Informationen, von denen Offizielle bei der Ausübung ihres Amts Kenntnis erlangen, sind je nach Amt und als Zeichen der Loyalität vertraulich zu behandeln oder geheim zu halten. Informationen oder Meinungsäusserungen sind gemäss den Grundsätzen, Weisungen und Zielen der FIFA, der Konföderationen, Verbände, Ligen und Klubs weiterzuleiten.</li></ol><p><strong>10. Annahme und Gewährung von Geschenken und sonstigen Vorteilen</strong></p><ol><li>Offiziellen ist es untersagt, von Dritten Geschenke und sonstige Vorteile anzunehmen, die angesichts der örtlichen kulturellen Gegebenheiten einen üblichen und verhältnismässigen Wert überschreiten. Im Zweifelsfall ist das Geschenk zurückzuweisen. Die Annahme von Geldgeschenken ist in jeder Höhe und Form verboten.</li><li>Offizielle dürfen bei der Ausübung ihres Amts Dritten Geschenke und sonstige Vorteile gewähren, die angesichts der örtlichen kulturellen Gegebenheiten einen üblichen und verhältnismässigen Wert nicht überschreiten, sofern damit keine unredlichen Vorteile erlangt werden und dadurch keine Interessenkonflikte entstehen.</li><li>Offiziellen ist es ohne ausdrückliche Erlaubnis untersagt, sich bei offiziellen Veranstaltungen auf Kosten der FIFA, der Konföderationen, Verbände, Ligen, Klubs oder anderer Organisationen von Familienmitgliedern oder Partnern begleiten zu lassen.</li></ol><p><strong>11. Bestechung</strong></p><ol><li>Offizielle dürfen sich nicht bestechen lassen. Geschenke oder sonstige Vorteile, die ihnen zum Zweck einer Pflichtverletzung oder eines unredlichen Verhaltens zum Vorteil Dritter angeboten oder versprochen werden oder zugekommen sind, haben sie folglich zurückzuweisen.</li><li>Offiziellen ist es untersagt, Dritte zu bestechen oder zur Bestechung anzuhalten oder anzustiften, um sich oder einem Dritten dadurch einen Vorteil zu verschaffen.</li></ol><p><strong>12. Provisionszahlungen</strong></p><p>Offiziellen ist es ohne ausdrückliche Erlaubnis der vorgesetzten Behörde untersagt, für die Vermittlung von Geschäften jeder Art im Zusammenhang mit der Ausübung ihres Amts Provisionszahlungen anzunehmen oder versprechen zu lassen. Bei Fehlen einer vorgesetzten Behörde entscheidet das Gremium, dem der Offizielle angehört.</p><p><strong>13. Wettspiele</strong></p><p>Offiziellen ist es untersagt, sich direkt oder indirekt an Wetten, Glücksspielen, Lotterien oder ähnlichen Veranstaltungen oder Geschäften im Zusammenhang mit Fussballspielen zu beteiligen. Sie dürfen sich weder aktiv noch passiv an Gesellschaften, Unternehmen, Organisationen etc. beteiligen, die solche Veranstaltungen oder Geschäfte fördern, vermitteln, organisieren oder betreiben.</p><p><strong>14. Anzeige- und Rechenschaftspflicht</strong></p><ol><li>Offizielle müssen Vorkommnisse, die einen Verstoss gegen die Verhaltensvorschriften dieses Reglements beweisen, dem FIFA-Generalsekretär melden, der diese dem zuständigen Organ meldet.</li><li>Die beteiligten Personen haben sich auf entsprechende Anordnung bei der zuständigen Behörde zu melden und insbesondere Rechenschaft über ihre Einkünfte abzulegen und angeforderte Belege zur Einsichtnahme vorzulegen.</li></ol><p><span
style="text-decoration: underline;"><strong>III. VERFAHRENSORDNUNG</strong></span></p><p><strong>15. Zuständigkeit der Ethikkommission</strong></p><ol><li>Die Ethikkommission beurteilt Fälle, die in die Zuständigkeit der FIFA fallen.</li><li>Die FIFA ist für das Verhalten von FIFA-Offiziellen zuständig.</li><li>Die FIFA ist ferner für das Verhalten von Offiziellen bei Konföderationen, Verbänden, Ligen und Klubs sowie von Spielern, Spielervermittlern und Spielvermittlern zuständig, sofern der Sachverhalt, der dem mutmasslich regelwidrigen Verhalten zugrunde liegt, eine internationale (verbandsüberschreitende) Dimension hat und nicht auf Konföderationsebene zur Beurteilung gelangt.</li><li>Die FIFA ist ebenfalls für nationale Fälle zuständig, sofern es Verbände, Konföderationen und andere Sportorganisationen unterlassen, ein Verfahren einzuleiten, oder sie dieses nicht gemäss den geltenden Rechtsgrundsätzen durchführen.</li></ol><p><strong>16. Anzeige</strong></p><p>Die FIFA nimmt nur Anzeigen des Exekutivkomitees eines Verbands, des Exekutivkomitees einer Konföderation, der Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees und des FIFA-Generalsekretärs entgegen.</p><p><strong>17. Anwendbarkeit des FIFA-Disziplinarreglements</strong></p><ol><li>Die Ethikkommission kann alle in den FIFA-Statuten und dem FIFA-Disziplinarreglement festgehaltenen Disziplinarmassnahmen aussprechen.</li><li>Alle Organisations- und Verfahrensvorschriften des FIFA-Disziplinarreglements finden bei den von der Ethikkommission geführten Verfahren unmittelbar Anwendung, sofern das vorliegende Reglement keine anderslautenden Bestimmungen enthält oder soweit die Vorschriften des FIFA-Disziplinarreglements mit Blick auf den Zweck und den Inhalt des vorliegenden Reglements offenkundig nicht angewandt werden können.</li></ol><p><strong>18. Rechtsmittel</strong></p><p>Gegen alle Entscheide der Ethikkommission kann bei der Berufungskommission Rechtsmittel eingelegt werden, mit Ausnahme der Entscheide, bei der die folgenden Sanktionen ausgesprochen wurden:</p><ul><li>a) Ermahnung;</li><li>b) Verweis;</li><li>c) Sperre von weniger als drei Spielen oder höchstens zwei Monaten;</li><li>d) Geldstrafe von unter CHF 7500.</li></ul><p>Die Berufungskommission entscheidet letztinstanzlich. Vorbehalten bleibt die Berufung beim Sportschiedsgericht (CAS) gemäss Art. 63 der FIFA-Statuten.</p><p><strong>19. Zuständigkeitsüberschneidungen</strong></p><p>Sachverhalte, die in den Anwendungsbereich sowohl des Ethikreglements als auch des FIFA-Disziplinarreglements fallen, werden primär von der FIFA-Disziplinarkommission beurteilt. Die Vorsitzenden der beiden Kommissionen stimmen sich hinsichtlich der Zuständigkeit aber in jedem Fall ab.</p><p><strong><span
style="text-decoration: underline;">IV. SCHLUSSBESTIMMUNGEN</span></strong></p><p><strong>20. Offizielle Sprachen</strong></p><ol><li>Dieses Reglement erscheint in den vier offiziellen Sprachen der FIFA (Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch).</li><li>Im Falle unterschiedlicher Auslegung der vier Versionen ist der englische Text massgebend.</li></ol><p><strong>21. Inkrafttreten</strong></p><p>Dieses Reglement wurde vom FIFA-Exekutivkomitee am 31. Mai 2009 genehmigt und tritt am 1. September 2009 in Kraft.</p></blockquote><p>Was fällt mir dazu ein. Grundsätzlich dies: Ich stelle mir vor, wie Sepp &amp; <a
title="Don Julio verpflichtet Maradona" href="http://jensweinreich.de/2008/10/29/don-julio-verpflichtet-maradona/" target="_self">Don Julio</a> gelacht haben müssen, als sie das Papier verabschiedeten.</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-7526" title="Joseph Blatter, Julio Grondona" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/sepp-don-web.jpg" alt="" width="530" height="398" /></p><p>Einige meiner Lieblingspassagen <em>(meine Kommentare kursiv in Klammern)</em>:</p><ul><li>Die FIFA ist unablässig bestrebt, den Ruf des Fussballs und insbesondere der FIFA vor unmoralischen oder unethischen Machenschaften und Praktiken zu schützen.<em> (No comment :)</em></li><li>Das Reglement kommt bei allen Vorfällen zur Anwendung, die sich nach dem Inkrafttreten des vorliegenden Reglements ereignet haben. <em>(Das gefällt mir außerordentlich. Denn als irgendwann im Herbst 2006 Jack Warner trotz tonnenweise Belastungsmaterial mit der Begründung freigepaukt wurde, die Kommission könne nicht “retrospektiv&#8221; tätig werden. Ich verliebte mich augenblicklich in dieses Wort: </em><a
title="BLZ, Oktober 2006" href="https://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2006/0919/sport/0055/index.html " target="_blank"><em>Ethisch retrospektiv!</em></a><em>)</em></li><li>Bei der Ausübung ihres Amts sind Offizielle zu ethischem, würdevollem, absolut glaubwürdigem und integrem Verhalten verpflichtet. Bei der Ausübung ihres Amts dürfen Offizielle ihre Stellung in keiner Weise missbrauchen. Sie dürfen ihre Stellung insbesondere nicht für private Zwecke oder persönliche Vorteile ausnutzen. Nur Personen, die sich durch ein moralisch hochstehendes und integres Verhalten auszeichnen und sich vorbehaltlos zur Einhaltung dieses Reglements verpflichten, sind als Offizielle wählbar. Vorbestrafte Personen sind nicht wählbar, sofern sich das Vergehen nicht mit der Ausübung ihres Amts vereinbaren lässt. <em>(Wer hat das denn formuliert, Trottel!? Soll der Laden auseinander fliegen?)</em></li><li>Vor einer Wahl oder Ernennung müssen Offizielle ihre persönlichen Interessenbindungen offenlegen, die ihr Amt tangieren könnten. <em>(Bei Jack Warner würde das einige Jahre dauern.)</em></li><li>Bei der Ausübung ihres Amts müssen Offizielle alle Situationen vermeiden, die zu Interessenkonflikten führen können. Interessenkonflikte entstehen, wenn Offizielle private oder persönliche Interessen haben oder zu haben scheinen, die eine integre, unabhängige und zielgerichtete Erfüllung ihrer Pflichten als Offizielle beeinträchtigen. Private oder persönliche Interessen umfassen jeden möglichen Vorteil für sich selbst, seine Familie, Verwandten, Freunde und Bekannten.<em> (Oh, meinen die das ernst, Jack? Was soll der Quatsch?)</em></li><li>Bei einem bestehenden oder möglichen Interessenkonflikt dürfen Offizielle ihr Amt nicht ausüben. Ein solcher Interessenkonflikt ist unverzüglich offenzulegen und der Organisation zu melden, für die der Offizielle sein Amt ausübt.<em> (Jack, mach mal, und sag Ricardofranzjulio auch gleich Bescheid, okay?!)</em></li><li>Die Entscheidinstanz der betreffenden Organisation entscheidet über solche Interessenkonflikte. <em>(Clevere Jungs :)</em></li><li>Informationen, von denen Offizielle bei der Ausübung ihres Amts Kenntnis erlangen, sind je nach Amt und als Zeichen der Loyalität vertraulich zu behandeln oder geheim zu halten. Informationen oder Meinungsäusserungen sind gemäss den Grundsätzen, Weisungen und Zielen der FIFA, der Konföderationen, Verbände, Ligen und Klubs weiterzuleiten. <em>(Scheiß auf Whistle-Blower! Verräter!)</em></li><li>Offiziellen ist es untersagt, von Dritten Geschenke und sonstige Vorteile anzunehmen, die angesichts der örtlichen kulturellen Gegebenheiten einen üblichen und verhältnismässigen Wert überschreiten.<em> (In Saudi-Arabien geht schon mal ein Benz durch.)</em></li><li>Offiziellen ist es ohne ausdrückliche Erlaubnis untersagt, sich bei offiziellen Veranstaltungen auf Kosten der FIFA, der Konföderationen, Verbände, Ligen, Klubs oder anderer Organisationen von Familienmitgliedern oder Partnern begleiten zu lassen. (<em>Oh, hat da jemand einen Schreibfehler gemacht? Diesen blöden Satz bitte: löschen!)</em></li><li>Offizielle dürfen sich nicht bestechen lassen. Geschenke oder sonstige Vorteile, die ihnen zum Zweck einer Pflichtverletzung oder eines unredlichen Verhaltens zum Vorteil Dritter angeboten oder versprochen werden oder zugekommen sind, haben sie folglich zurückzuweisen. <em>(Alles klar, Jack!)</em></li><li>Offiziellen ist es untersagt, Dritte zu bestechen oder zur Bestechung anzuhalten oder anzustiften, um sich oder einem Dritten dadurch einen Vorteil zu verschaffen.<em> (<a
title="alle Beiträge zu Jean-Marie Weber" href="http://jensweinreich.de/category/jean-marie-weber/" target="_self">Jean-Marie</a> ist ja kein Offizieller, sondern nur Geschäftspartner und Berater von Issa Hayatou.)</em></li><li>Offiziellen ist es ohne ausdrückliche Erlaubnis der vorgesetzten Behörde untersagt, für die Vermittlung von Geschäften jeder Art im Zusammenhang mit der Ausübung ihres Amts Provisionszahlungen anzunehmen oder versprechen zu lassen. Bei Fehlen einer vorgesetzten Behörde entscheidet das Gremium, dem der Offizielle angehört. <em>(Da muss man nacharbeiten oder vielleicht auch den ganzen Paragrafen löschen?)</em></li><li>Offiziellen ist es untersagt, sich direkt oder indirekt an Wetten, Glücksspielen, Lotterien oder ähnlichen Veranstaltungen oder Geschäften im Zusammenhang mit Fussballspielen zu beteiligen. Sie dürfen sich weder aktiv noch passiv an Gesellschaften, Unternehmen, Organisationen etc. beteiligen, die solche Veranstaltungen oder Geschäfte fördern, vermitteln, organisieren oder betreiben. <em>(Das könnte interessant werden. Gilt der Paragraf auch für Aufsichts/Verwaltungsräte bei Lotto-Toto, Oddset oder sonstwo?)</em></li><li>Offizielle müssen Vorkommnisse, die einen Verstoss gegen die Verhaltensvorschriften dieses Reglements beweisen, dem FIFA-Generalsekretär melden, der diese dem zuständigen Organ meldet.<em> (Unbedingt erst an die FIFA gehen, nicht gleich an die Ethik-Kommission. Man weiß ja nie, ob so ein Ethik-Kommissionschef nicht durchdreht und ethisch agiert.)</em></li><li>Die Ethikkommission beurteilt Fälle, die in die Zuständigkeit der FIFA fallen. Die FIFA ist für das Verhalten von FIFA-Offiziellen zuständig. <em>(Wie jetzt? Seit wann denn das?)</em></li><li>Die FIFA nimmt nur Anzeigen des Exekutivkomitees eines Verbands, des Exekutivkomitees einer Konföderation, der Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees und des FIFA-Generalsekretärs entgegen. <em>(Sicher ist sicher. Diese Absicherung muss sein. Wäre ja noch schöner, wenn jeder anzeigen oder whistleblowen dürfte!)</em></li></ul> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/03/23/stil-und-textkritik-der-fifa-ethikcode/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>15</slash:comments> </item> <item><title>Das DOSB-Präsidium und das elfte Gebot: Lass dich nicht erwischen!</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/02/21/das-dosb-prasidium-und-das-elfte-gebot-lass-dich-nicht-erwischen/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/02/21/das-dosb-prasidium-und-das-elfte-gebot-lass-dich-nicht-erwischen/#comments</comments> <pubDate>Sun, 21 Feb 2010 19:52:46 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[sportförderung]]></category> <category><![CDATA[sportsoldaten]]></category> <category><![CDATA[sportwissenschaft]]></category> <category><![CDATA[steuermittel]]></category> <category><![CDATA[vancouver 2010]]></category> <category><![CDATA[volker schürmann]]></category> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[deutsche sporthochschule]]></category> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[doping]]></category> <category><![CDATA[elf gebote]]></category> <category><![CDATA[faz]]></category> <category><![CDATA[moral]]></category> <category><![CDATA[philosophie]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[wissenschaft]]></category> <category><![CDATA[zehn gebote]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=6992</guid> <description><![CDATA[VANCOUVER. Volker Schürmann ist Leiter der Abteilung Philosophie des Instituts für Pädagogik und Philosophie der Deutschen Sporthochschule Köln. Er hat mir gerade eine Stellungnahme zum Leserbrief des DOSB-Präsidiums in der FAZ übermittelt. Ich dokumentiere das gern. Es wird die Diskussion gewiss befruchten. „Der olympische Gedanke ist die Seele des Sports.“ Ein „Versuch, ohne Zynismus auszukommen&#8221; [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>VANCOUVER. <strong>Volker Schürmann</strong> ist Leiter der Abteilung Philosophie des Instituts für Pädagogik und Philosophie der Deutschen Sporthochschule Köln. Er hat mir gerade eine Stellungnahme zum <a
title="Vancouver, Tag 8/9: Bobfahren &quot;zum Ansehen Deutschlands&quot;" href="http://jensweinreich.de/2010/02/21/vancouver-tage-89-bobfahren-zum-ansehen-deutschlands/" target="_self">Leserbrief des DOSB-Präsidiums in der FAZ</a> übermittelt. Ich dokumentiere das gern. Es wird die Diskussion gewiss befruchten.</p><blockquote><p><strong>„Der olympische Gedanke ist die Seele des Sports.“ Ein „Versuch, ohne Zynismus auszukommen&#8221;<br
/> </strong> (Bourdieu)</p><p><em>Zum Leserbrief des DOSB-Präsidiums: Der olympische Gedanke ist die Seele des Sports vom 3.2.2010</em></p><p><em></em>Es ist irritierend, wenn gerade Sportfunktionäre offensichtlich den Sinn des olympischen Leistungssports verkennen und den guten Sinn seiner Förderung auf peinlichste Art und Weise begründen. Deshalb muss diesen Funktionären und der Öffentlichkeit offenkundig noch einmal die banale Weisheit mitgeteilt werden, dass der olympische Gedanke in dem Imperativ besteht, das Beste, nicht aber Alles, für den Sieg zu geben.</p><p>Sie hätten diese selbstverständliche Einsicht in jeder ihrer eigenen Sonntagsreden nachlesen können. Solche Sonntagsreden handeln von Fairness und Doping-Verbot, sie sind gespickt mit einem Empörungsgestus gegen Schiedsrichter-Bestechungen und Wettskandale, sie schalten um in den Modus der nachdenklichen Betroffenheit angesichts der Tabu-Themen im Sport, kurz: Sie erinnern daran, dass die Seele des Sports, um im Sprachgebrauch dieser Sonntagsreden zu bleiben, immer in einem konkreten Körper lebt – oder auch stirbt. Die Seele des Sports stirbt, wenn ihr Körper ausschließlich am Erfolg orientiert ist. Ein sportlicher Erfolg ist dann und nur dann ein sportlicher, wenn er auf faire Weise errungen wird.</p><p>Das DOSB-Präsidium versteht den Sinn des Sonntags nicht. An Sonntagen muss immer einmal wieder eine Rede gehalten werden, die an den guten Sinn einer guten Idee erinnert. Dass es sich jedoch bei der Stellungnahme des DOSB um eine bloße Sonntagsrede handelt, kann jeder und jede lesen. Die eindeutige Botschaft ist:</p><p>„Es geht im Leistungssport um Wettkampf und Erfolg.“</p><p>Dann kommt ein Punkt. Und dann geht es weiter mit „und dann“, nämlich: „Dass der Athlet dann(!) in einem ob- jektiven und fairen Wettkampf mit anderen erfolgreich ist &#8230;“.</p><p>Das heißt nichts ande- res, als dass das Fairness-Gebot eine einschränkende Bedingung für den Erfolg wäre. Und das wiederum heißt: Wenn man diese einschränkende Bedingung beachtet, ist das schön; wenn man sie nicht einhält oder gar: nicht einhalten kann, um Erfolg zu haben, dann gilt das 11. Gebot, sich nicht erwischen zu lassen.</p><p>Ganz offenkundig ist genau damit die Seele des olympischen Sports gestorben, denn diese wahrlich gute Idee besagte, dass Fairness nicht eine einschränkende Bedingung für Erfolg ist, son- dern konstitutiv und damit alles entscheidend für das, was überhaupt als sportlicher Erfolg zählt. Eben nicht Alles, sondern das Beste für den Sieg zu geben. DAS war mal gemeint.</p></blockquote> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/02/21/das-dosb-prasidium-und-das-elfte-gebot-lass-dich-nicht-erwischen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Andrew Jennings über Joseph Blatter: &#8220;The autumn of football&#8217;s patriarch&#8221;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/02/19/andrew-jennings-uber-joseph-blatter-the-autumn-of-footballs-patriarch/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/02/19/andrew-jennings-uber-joseph-blatter-the-autumn-of-footballs-patriarch/#comments</comments> <pubDate>Fri, 19 Feb 2010 12:45:12 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[afc]]></category> <category><![CDATA[andrew jennings]]></category> <category><![CDATA[chung mong-joon]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[fifa-präsidentschaft]]></category> <category><![CDATA[joseph blatter]]></category> <category><![CDATA[mohamed bin hammam]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[wm 2018]]></category> <category><![CDATA[wm 2022]]></category> <category><![CDATA[ethik-kommission]]></category> <category><![CDATA[lord coe]]></category> <category><![CDATA[südafrika 2010]]></category> <category><![CDATA[sebastian coe]]></category> <category><![CDATA[wm 2010]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=6938</guid> <description><![CDATA[VANCOUVER. Hier wollen sie rein. Mohamed Bin Hammam, Chung Mong-Joon, Michel Platini, Jack Warner und einige andere. Das ist der Fingerscanner zu Joseph Macchiavelli Blatters Büro im FIFA House in Zürich. Die Tür zum Machtzentrum des Weltfussballs öffnet sich nur für Sepp. Nein, es geht nicht um Fingerabdrücke, die die Cops von FIFA-Funktionären nehmen. Die [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>VANCOUVER. Hier wollen sie rein. <a
title="Götterdämmerung in der FIFA: Abschied von Joseph Blatter" href="http://jensweinreich.de/2010/02/17/gotterdammerung-in-der-fifa-abschied-von-joseph-blatter/" target="_self">Mohamed Bin Hammam, Chung Mong-Joon</a>, Michel Platini, Jack Warner und einige andere. Das ist der Fingerscanner zu Joseph Macchiavelli Blatters Büro im FIFA House in Zürich. Die Tür zum Machtzentrum des Weltfussballs öffnet sich nur für Sepp. Nein, es geht nicht um Fingerabdrücke, die die Cops von FIFA-Funktionären nehmen.</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-6939" title="FIFA Headquarter" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/sepp.jpg" alt="" width="530" height="398" /></p><p>Die Frage ist, ob dieser Schlüssel zum Glück im Sommer nächsten Jahres neu programmiert werden muss. Ob die Finger eines anderen FIFA-Supremo eingescannt werden müssen. Oder ob sich Sepp nicht schon früher verabschiedet.</p><p>Einen außerordentlich fiktiven, grandiosen, frei erfundenen, satirischen Beitrag zur Situation eines großen Sportverbandes hat <strong>Andrew Jennings</strong> geschrieben.</p><p>Lesebefehl!</p><p>Eine Kostprobe:</p><blockquote><p><a
title="Transparency in Sport" href="http://www.transparencyinsport.org/The_Autumn_of_Footballs_Patriarch/the_autumn_of_footballs_patriarch(page1).html" target="_blank">&#8220;The Autumn of Football&#8217;s Patriarch&#8221;</a></p><p><em>by Andrew Jennnings</em></p><p>THE OLD MAN, he’s 74 in a few weeks, sits upright in his uncomfortable leather chair and gazes towards his interviewer a yard and a half from his eyes. He’s been waiting many months for her and, appreciating her good fortune, she is reverential, notebook on her knee and pen in hand but only the audio recorder balanced on the arm of her matching chair can capture the nuances of his long-rehearsed delivery.</p><p>All must be in its place for the set-piece, decorating his life’s narrative. Behind his head, a replica golden World Cup Trophy. On the coffee table is a branded banner, maybe 18 inches high, with his final attempt to be taken more seriously than he knows he deserves, the contrived slogan ‘For the Game, For the World.’</p><p>He is dressed as the mortician would like to receive him, pale blue shirt, slightly darker tie, dark suit, skull polished, remaining hairs smoothed back to his neck. Outside the polished aluminium window frame it is still late winter on the bleak hill above Zurich. (&#8230;)</p><p>Over-shadowing the endgame of Patriarch is the flapping jalabiyya of the man who once bankrolled him but now, between mouthfuls of honey, dates and coffee, practices swinging the curved executioner’s sword.</p><p>‘With Mohamed, we had a wonderful time together as friends up to the last congress in May,’ says Patriarch. ‘All of a sudden our friendship was broken. Ask him, why? I don&#8217;t know.’</p><p>OH YES HE DOES. Patriarch went behind the back of the man from the Gulf, and 14 months from now there must be retribution in football’s Chop Square. Such an inept manoeuvre shows the Big P is losing his touch. To mock a man backed by an Emir’s billions is unwise.</p><p>The alliances that will form the death squad are still being negotiated. There’s a second shadow, a kimchi billionaire of heavy industry and politics from the Far East and nearer home, dangerously near, across a few Alpine ranges to the south and closeted with his advisors in his modern palace overlooking Lac Geneva, the third shadow of a charismatic, curly-haired, beautiful former athlete.</p><p>Unlike Patriarch, this man’s tie, shirt collar and jacket always look dishevelled, as if he’s come straight from a kickabout in the car park. In his homeland, France, he cannot walk the streets without being mobbed. Patriarch never knew such popularity, such love. (&#8230;)</p><p>When his long-time Polish girlfriend Ilona walked out in late 2008 he knew his game would henceforth be going down, not up. Increasingly disorientated, he has fumbled his way through recent public appearances.</p><p>He giggled away concerns of John Terry’s philandering as ‘Anglo Saxon’ exceptionalism. ‘If this had happened in, let&#8217;s say, Latin countries, then I think he would have been applauded.’ There was a kind of group holding of breath. Then embarrassment rippled across the world.</p><p>A man who has worked with him for much of two decades and watched him when he didn’t, says Patriarch is now a confused specimen. ‘In his own mind he casts himself as a victim, now doubting he can anymore walk on water.’</p><p>When Patriarchs summon God to support their cause, you can hear the mortician cough and reach for his measuring stick. ‘If I&#8217;m still wanted by the congress and God will give me health I will go, but if the congress says no, then I will say &#8216;thank you,’ meaning he’s undecided when exactly to reach for his coat and turn in the car keys.</p><p>Uh huh. Why did she wait so long to give us this second, fin de siècle announcement. It is because she defers to the Great Dictator but we are the lucky ones because she lets him dictate his obituary as he would wish it were constructed for his favourite newspaper, the Neue Zürcher Zeitung.</p><p>BACK TO Patriarch’s custom-built mirror. He dazzles himself with talk of his 35 year ‘mission’ to make the world a better place but still his meanness writhes in a dark corner as he tells her that ‘unlike former presidents’ (that’s one in the shrivelled nuts for the previous Patriarch, now aged 93 and, in Rio, beyond the reach of the Swiss cops) he has been ‘committed to a wide range of humanitarian projects.’</p><p>Fighting child labour: Tick that box. UNICEF, tick again. Fair Play, Respect, Discipline, Social Advancement, Mutual Understanding, Eradicate Polio, Improve Public Health.</p><p>Switch Ticking machine to rapid fire, fax results to NZZ Obituaries Department.</p><p>Keep reading, here’s Patriarch’s ‘Love Affair With Africa.’ Indeed he so much loves Africa that, lacking a son, he has bequeathed it to Nephew. Patriarch talks frequently of the Family of Football – but when there’s money to be extracted, it’s a very small family. Nephew has been given an enormous chunk of the television rights to the Big Games in South Africa this year and if that isn’t enough, he’s been gifted a large bite size of the ticketing for the corporations. (&#8230;)</p><p><em>read more on www.transparencyinsport.org</em></p></blockquote><p>Ich war immer skeptisch und habe die nimmermüde, einmalig begeisternde Euphorie meines Freundes Andrew Jennings selten verstanden, diesmal aber komme ich ins Grübeln. Denn es ist ja so: Die neuen Herausforderer Bin Hammam und Chung haben nicht nur Geld und eine Hausmacht, sie haben im Laufe der Jahre Wissen angesammelt, das Sepp akut gefährdet.</p><p>Nicht zu vergessen: Während des Wahlkampfes um die FIFA-Präsidentschaft, während der gigantischen Schlacht um die Weltmeisterschaften 2018/2022 bleibt der Posten des Chefs der FIFA-&#8221;Ethikkommission&#8221; verwaist &#8211; denn Lord Sebastian Coe hat sich ja vor <a
title="Ethik-Pause für Lord Coe" href="http://jensweinreich.de/2009/02/18/ethik-pause-fur-lord-coe/" target="_self">mehr als einem Jahr</a> <a
title="Voting für Sepp Blatter: Wer soll die FIFA-Ethikkommission leiten?" href="http://jensweinreich.de/2009/02/18/voting-fur-sepp-blatter-wer-soll-die-fifa-ethikkommission-leiten/" target="_self">beurlauben</a> <a
title="Andrew Jennings nimmt die Wahl zum FIFA-Ethikchef an" href="http://jensweinreich.de/2009/02/20/andrew-jennings-nimmt-die-wahl-zum-fifa-ethikchef-an/" target="_self">lassen</a>.</p><p>Sollte man deshalb besser sagen: Die FIFA hat weder eine Ethik, noch eine Ethikkommission, noch Mitglieder einer Ethikkommission? (Der Link auf der deutschen FIFA-Webseite führt <a
title="www.fifa.com" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/bodies/committee=1882034.html" target="_blank">ins Leere</a>, auf der <a
title="www.fifa.com" href="http://www.fifa.com/aboutfifa/federation/bodies/committee=1882034.html" target="_blank">englischen Variante</a> steht seit langer Zeit: The new composition of this committee will be confirmed in due course.)</p><p>Geschäftsethik beweist die FIFA auch nicht immer. Der VISA-Mastercard-Gerichtsgang, der den Verband rund 100 Millionen Franken kostete, hat das einst grandios bestätigt. In den Gerichtsakten fand sich damals eine FIFA-interne Email, in der sich <a
title="SÜddeutsche: Fouls der Funktionäre" href="http://www.sueddeutsche.de/sport/827/389621/text/" target="_blank">die Kameraden</a> um den <a
title="Nichts als Lügen" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/0623/sport/0048/index.html" target="_self">damaligen Vielfachlügner</a>, danach <a
title="Zurück von der Reservebank" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/0628/sport/0048/index.html" target="_self">von Blatter gefeuerten und kurz darauf zum Generalsekretär ernannten</a> <a
title="Im Reich der Lügen" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/0702/sport/0027/index.html" target="_blank">Jérôme Valcke</a> gefragt:</p><blockquote><p><strong>&#8220;Was müssen wir tun, dass es wenigstens ein bisschen so aussieht, als habe die FIFA-Geschäftsethik?&#8221;</strong></p></blockquote><p>Sehr gute Frage. Nächste Frage bitte. Oder mal Jack Warner fragen.</p><p>Einige Fragen, die ich FIFA-Medienchef Nicolas Maingot gestellt habe, sind noch offen. Derweil ein kurzer Nachklapp zum gestrigen Beitrag, eine Zusammenfassung, erschienen u.a. in <a
title="Allianz gegen den Alleinherrscher" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0219/sport/0010/index.html" target="_blank">Berliner</a> und Süddeutscher Zeitung: <span
id="more-6938"></span></p><blockquote><p><strong>Allianz gegen den Alleinherrscher</strong></p><p><em>Asiens Konföderationschef Mohamed Bin Hammam will Fifa-Präsident werden und die Ära von Joseph Blatter beenden</em></p><p>Im Fußball-Weltverband Fifa steht ein Machtwechsel bevor. Die beiden mächtigsten asiatischen Fußballfunktionäre haben sich gegen den Fifa-Präsidenten Joseph Blatter, 73, verbündet und eine Gegenkandidatur für die Präsidentenwahl im kommenden Jahr angekündigt. Asiens Konföderationschef Mohamed Bin Hammam (Katar) und der südkoreanische Milliardär Chung Mong-Joon, ein Sohn des Hyundai-Gründers, traten in Seoul gemeinsam vor die Presse. Das allein grenzt schon an ein Wunder, denn beide waren bislang verfeindet und haben sich noch im vergangenen Jahr hässliche Verbal-Scharmützel geliefert. &#8220;Wir würden gern einen Asiaten als Fifa-Präsidenten sehen&#8221;, sagt Bin Hammam nun, &#8220;unseren Kandidaten wird ganz Asien unterstützen.&#8221;</p><p>Im Privatjet des Emirs</p><p>Vor wenigen Wochen hatte Bin Hammam bereits die arabische Fußballwelt befriedet, als er sich mit Scheich Salman Al-Khalifa aus dem winzigen Nachbarland Bahrain versöhnte. Scheich Salman hatte ihn 2009 bei der Wahl zum Präsidenten der asiatischen Konföderation AFC herausgefordert und war von Chung unterstützt worden. Bin Hammam drohte damals Salman und Chung: &#8220;Wer sich mir in den Weg stellt, dem schlage ich Kopf, Hände und Beine ab!&#8221; Wenn Bin Hammam, Fifa-Vizepräsident Chung und Scheich Salman kooperieren, wird Asien geschlossen hinter dem Herausforderer stehen. Das Trio gebietet über unerhörte finanzielle Mittel. Diese Allianz dürfte das Ende der Ära Blatter einleiten. Blatter kam 1975 als Entwicklungshilfedirektor zur Fifa, wurde 1981 Generalsekretär und ist seit 1998 Präsident. Bei seiner ersten Wahl, überschattet von Korruptionsvorwürfen, versprach er, nur zwei Amtszeiten lang zu agieren. 2011 aber tritt er zum vierten Mal an, was Bin Hammam vor einiger Zeit kritisierte; er forderte damals eine Begrenzung auf drei Amtszeiten.</p><p>Es gibt kaum Zweifel daran, dass der 60-jährige Bin Hammam Blatters Herausforderer wird. Pikanterweise wird er von Peter Hargitay beraten, dem ehemaligen persönlichen Berater Blatters. Seit 1998 hat Bin Hammam, ausgestattet mit einer Blankovollmacht des Emirs von Katar, mit dem er eng befreundet ist, Blatter stets unterstützt und viele Stimmen in Asien und vor allem Afrika gesichert. Wochenlang tourte man im Privatjet des Emirs durch die Dritte Welt, verteilte Bares und leistete sogenannte Entwicklungshilfe. Blatter hat einmal gesagt, es sei nur normal, dass Bin Hammam dafür Gegenleistungen erwarte und bekomme. Bislang gingen diese Stimmen stets an Blatter. Künftig gehen sie an Bin Hammam persönlich.</p><p>In der 106-jährigen Geschichte der Fifa gab es bislang acht Präsidenten &#8211; den Brasilianer João Havelange und sieben Europäer. Dieses Momentum für einen neuen Kontinent ist nicht zu unterschätzen. Asien und Afrika stellen zusammen etwa die Hälfte der 208 Stimmen im Fifa-Kongress. Blatter lässt sich zitieren: &#8220;Es gibt nun offenbar Kandidaten für 2011. Meine Position aber hat sich nicht geändert: Ich habe meine Mission noch nicht beendet, und wenn der Kongress so entscheidet, dann stehe ich zur Verfügung. Die Wahlen sind aber erst 2011.&#8221;</p><p>Blatter taumelt derzeit von einer Krise zur nächsten und steht mit der Weltmeisterschaft in Südafrika vor einer kolossalen Herausforderung. Kürzlich musste er auf Druck einiger Exekutivmitglieder &#8211; Drahtzieher war ebenfalls Bin Hammam &#8211; in Jérôme Champagne seinen wichtigsten Mitarbeiter entlassen. Die Hilfe des französischen Diplomaten, der lange Jahre exklusiv mit den Fifa-Nationalverbänden verhandelt und sich selbst eine Hausmacht erarbeitet hatte, würde der Präsident Blatter jetzt brauchen.</p><p>Der Ruf des Geldes</p><p>Parallel zum nun eröffneten Wahlkampf und zu den WM-Vorbereitungen laufen die Bewerbungen um die beiden Weltmeisterschaften 2018 und 2022. Auch hier tut sich Erstaunliches: Für 2018 könnte Russland dem Favoriten England den Rang ablaufen. Für 2022 gelten Australien und die USA als Favoriten. Es bewerben sich auch Katar und Südkorea &#8211; die langjährigen Streithähne Bin Hammam und Chung sind also direkt beteiligt und werden einen Deal anstreben.</p><p>Wenn Asien sich einig ist und die meisten Stimmen aus Afrika sicher hat, fehlt nur noch das Stimmenpaket aus der Konföderation von Nordamerika und der Karibik (Concacaf), dann wäre Blatter geschlagen. Fifa-Vizepräsident und Concacaf-Boss Jack Warner, Skandalnudel aus Trinidad, gebietet mittlerweile über 40 Stimmen. Warner kennt keine Freundschaften, er folgt allein dem Ruf des Geldes. Da hat Blatter nichts zu bieten &#8211; Mohamed Bin Hammam und Chung Mong-Joon locken indes mit märchenhaften Reichtümern für alle, die helfen, Joseph Blatter zu stürzen.</p></blockquote> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/02/19/andrew-jennings-uber-joseph-blatter-the-autumn-of-footballs-patriarch/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Thomas Bach: Lebenssachverhalte im nationalen Interesse</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/02/10/thomas-bach-lebenssachverhalte-im-nationalen-interesse/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/02/10/thomas-bach-lebenssachverhalte-im-nationalen-interesse/#comments</comments> <pubDate>Wed, 10 Feb 2010 04:10:20 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[ioc]]></category> <category><![CDATA[lee kun-hee]]></category> <category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[udiocm]]></category> <category><![CDATA[vancouver 2010]]></category> <category><![CDATA[winterspiele 2018]]></category> <category><![CDATA[atlanta 1996]]></category> <category><![CDATA[bernd schiphorst]]></category> <category><![CDATA[christian klaue]]></category> <category><![CDATA[fdp]]></category> <category><![CDATA[hans friederichs]]></category> <category><![CDATA[hans-dietrich genscher]]></category> <category><![CDATA[hans-hermann tiedje]]></category> <category><![CDATA[joachim krannich]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[lobbyismus]]></category> <category><![CDATA[münchen 2018]]></category> <category><![CDATA[otto schily]]></category> <category><![CDATA[pr]]></category> <category><![CDATA[propaganda]]></category> <category><![CDATA[pyeongchang 2018]]></category> <category><![CDATA[samsung]]></category> <category><![CDATA[sydney 2000]]></category> <category><![CDATA[thomas bach]]></category> <category><![CDATA[turin 2006]]></category> <category><![CDATA[tv media]]></category> <category><![CDATA[vancouver]]></category> <category><![CDATA[vielfältige lebenssachverhalte]]></category> <category><![CDATA[wmp eurocom]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=6627</guid> <description><![CDATA[VANCOUVER. Thomas Bach hat blau-gelb gewählt. Eine Krawatte in den Farben der FDP, der er seit Jahrzehnten angehört. Zu seinen Gönnern und gelegentlichen Geschäftspartnern zählten einige frühere FDP-Bundesminister wie Hans-Dietrich Genscher und Hans Friederichs. Derzeit, sagt Bach, habe er aber keine Parteifunktionen mehr. Allein der Sitz im Kuratorium der parteinahen Friedrich-Naumann-Stiftung fällt ihm ein. Sein [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>VANCOUVER. Thomas Bach hat blau-gelb gewählt. Eine Krawatte in den Farben der FDP, der er seit Jahrzehnten angehört. Zu seinen Gönnern und gelegentlichen Geschäftspartnern zählten einige frühere FDP-Bundesminister wie Hans-Dietrich Genscher und Hans Friederichs. Derzeit, sagt Bach, habe er aber keine Parteifunktionen mehr. Allein der Sitz im Kuratorium der parteinahen Friedrich-Naumann-Stiftung fällt ihm ein. Sein Blick signalisiert: Können wir jetzt bitte wieder über Sport sprechen?</p><p>In der Lounge des Deutschen Hauses in Vancouver hat Bach, DOSB-Präsident und IOC-Vize, zu einem so genannten Hintergrundgespräch geladen. Derlei Runden lässt er seit langem organisieren, immer vor Olympischen Spielen und IOC-Sessionen. Journalisten, von denen er sich ungerechtfertigt kritisiert fühlt, waren von diesen Terminen komischer Weise <a
title="Peking, Tag 6" href="http://jensweinreich.de/2008/08/06/peking-tag-6/" target="_self">oft ausgeschlossen</a>. Das hatte Methode, etwa in jenen Jahren als die <strong>TV Media</strong> für das IOC und auch für Bach in Deutschland PR erledigte, zeitlich ungefähr <a
title="BLZ: Wettlaufen auf dem Kontakthof" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2003/0702/sport/0005/index.html" target="_blank">bis zu diesem Artikel</a>:</p><blockquote><p>(&#8230;) Das vom ehemaligen Bild-Chefredakteur Hans-Hermann Tiedje geleitete Unternehmen versuchte fortan, den Olympiakonzern und dessen Präsidenten Samaranch hier zu Lande in besserem Licht erscheinen zu lassen. Schnell wurde eine Liste missliebiger Berichterstatter erstellt, wie der damalige IOC-Sprecher Franklin Servan-Schreiber bestätigte, zugleich wurden in den Medien allerlei Kontakte, positive Kommentare und Artikel lanciert. Ganz im Sinne der Firmenphilosophie. &#8220;Unsere Stärke ist es, Themen am Markt der öffentlichen Meinung durchzusetzen. Wir sorgen für öffentliche Meinungsbildung und sind spezialisiert auf mediales Krisenmanagement&#8221;, so formuliert es der Unternehmensberater Roland Berger, der bei der TV-Media-Muttergesellschaft WMP Eurocom AG im Aufsichtsrat sitzt. Die professionellen Netzwerker loben ihre &#8220;effizienten Verbindungen zu den wichtigsten Medien in Deutschland&#8221;.</p><p>Als der Vertrag mit dem IOC Anfang des Jahres auslief, hat sich TV Media mit einem 41 Seiten umfassenden Schriftstück für eine weitere Zusammenarbeit empfohlen. (&#8230;) In dem Papier listen die Meinungsmacher ihre vermeintlichen Erfolge im olympischen Dunstkreis auf: Abgesehen von wenigen, namentlich benannten Ausnahmen sei die Berichterstattung über das IOC in Deutschland objektiver geworden, heißt es. Dazu hätten Aktivitäten der PR-Firma beigetragen. So hat TV Media unter anderem &#8220;Statements, Kolumnen und Pressemeldungen, die vom IOC-Vizepräsidenten Thomas Bach autorisiert worden sind, in Schlüsselmedien lanciert&#8221;. Aufgezählt werden eine Reihe von Journalisten, mit denen angeblich nicht nur die Strategie der Berichterstattung, sondern auch einzelne Artikel abgestimmt werden. Sollte es sich so verhalten, wie von TV Media dargelegt, wäre dies eine alarmierende Zustandsbeschreibung des deutschen Sportjournalismus. Die PR-Firma rühmt sich gleichfalls bester Kontakte und vor allem der Einflussnahme in höchste Kreise der Sportpolitik, etwa zu Sportminister Otto Schily oder dem Sportkoordinator im Bundeskanzleramt, Joachim Krannich. (&#8230;)</p></blockquote><p>TV Media ist eine Tochter der <a
title="SPIEGEL: Beraten und verkauft" href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29341618.html" target="_blank">WMP Eurocom</a>, in dessen Vorstand neben Hans-Hermann Tiedje auch der langjährige Bertelsmann-Manager <a
title="Vorstand WMP Eurocom" href="http://www.wmp-ag.de/vorstand.php" target="_blank">Bernd Schiphorst</a> sitzt, einer der engsten Freunde des UDIOCM. Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der WMP Eurocom ist übrigens Genscher. Eine FDP-Connection.</p><p>Diese Erklärung zu manchen Hintergründen von Hintergrundgesprächen musste sein. Nun zurück nach Vancouver: <a
title="Was vom Tage übrig bleibt (47)" href="http://jensweinreich.de/2009/10/28/was-vom-tage-ubrig-bleibt-47-koalitionsvertrag-klaue-pechstein-studie-auf-staatskosten/" target="_self">Christian Klaue</a>, ehemals sportpolitischer Korrespondent des SID, nun seit drei Monaten Sprecher des DOSB und seines Präsidenten, bemüht sich um einen professionelleren und fairen Umgang mit den Medien. Aber natürlich auch darum, seinen Chef positiv zu positionieren, das ist nun mal so.</p><p>Zu den Regeln derartiger Runden gehört es, dass zwar viel erzählt wird, aber alles, was nicht ausdrücklich freigegeben wurde, nicht zitiert werden darf. Das führt zu absurden Situationen, wenn über banalste Aussagen gefeilscht werden muss. Politikern wie Bach kommt das entgegen. Über den Fall des schwer korrupten Koreaners <a
title="Der reichste Koreaner: IOC-Mitglied Lee Kun Hee" href="http://jensweinreich.de/?s=lee+kun+hee" target="_self">Lee Kun Hee</a>, der IOC-Mitglied bleiben darf (<a
title="BLZ: Es bleibt alles in der Familie" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0209/sport/0011/index.html" target="_blank">hier mein Bericht</a>, hier <a
title="IOC Ethics" href="http://www.olympic.org/en/content/The-IOC/Commissions/The-ethics-commission/?Tab=4&amp;articleNewsGroup=-1&amp;articleId=76796" target="_blank">das Papier</a> der IOC-Ethikkommission, hier einige <a
title="Google News zu Lee Kun Hee" href="http://news.google.de/news/story?um=1&amp;cf=all&amp;ned=de&amp;hl=en&amp;num=100&amp;cf=all&amp;ncl=d_yD6KoxMPxS20MuU1A1aY0zyCQDM" target="_blank">internationale Reaktionen</a>) spricht Bach beispielsweise nur Off the Records, also nicht zu zitieren.</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-3730" title="Athen 2004, Eröffnung IOC-Session: Thomas Bach, Lee Kun Hee, Juan Antonio Samaranch, Frau Lee" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/05/lee-jas-bach.jpg" alt="" width="538" height="253" /></p><p>Jede Aussage zu Lee, dem langjährigen Samsung-Chef und IOC-Sponsor, könnte als Kritik am Olympiabewerber Pyeongchang interpretiert werden, behauptet Bach. Schließlich bewirbt sich München ebenfalls um die <a
title="tag: Winterspiele 2018" href="http://jensweinreich.de/category/winterspiele-2018/" target="_self">Winterspiele 2018</a>, mit Bach an der Spitze des Bewerberkomitees. Und Olympiabewerber dürfen sich nicht kritisieren. So sind die Regeln, und mit den Regeln kennt sich Bach aus. Er darf die Regeln mit gestalten und über deren Einhaltung wachen. Er ist Chef der juristischen Kommission des IOC.</p><p>Man muss derartigen Argumentationen nicht reflexartig folgen. Man kann auch fragen, wie groß der Opportunismus eines Sportfunktionärs und Juristen wohl sein muss, <strong>nationales Interesse</strong> vorzuschieben, um sich einer zitierbaren Meinung zu enthalten?</p><p>Ich habe genau das gefragt.</p><p><span
id="more-6627"></span>Wie groß der Schmerz, als Volldemokrat mit einem Korruptionsweltmeister wie Lee im IOC sein zu müssen? Und ob nicht vielleicht auch Bachs Geschäftsinteressen als Lobbyist und Wirtschaftsanwalt im Umgang mit koreanischen Firmen eine unmissverständliche Stellungnahme verhindern? Hat er Geschäfte mit koreanischen Konzernen gemacht, als Berater, Lobbyist, Vermittler, Wirtschaftsanwalt?</p><p>Bach hält derartige Fragen für unseriös, das hat er mir auch bei anderen Gelegenheiten deutlich gemacht. Darüber mag er nicht reden. Seine Mandate sind Mandate und damit Geschäftsgeheimnis. Sport ist Sport. Olympia ist Olympia. Politik ist Politik. Und Ehrenamt ist Ehrenamt. Wenn doch öffentlich über pikante Verflechtungen debattiert wird, etwa als seine fürstlich bezahlte Lobbyistentätigkeit für den Siemens-Konzern enthüllt wurde, benutzt er gern den <a
title="Vielfältige Lebenssachverhalte" href="http://jensweinreich.de/2008/09/22/vielfaltige-lebenssachverhalte/" target="_self">Begriff</a> „<a
title="Vielfältige Lebenssachverhalte (II)" href="http://jensweinreich.de/2008/09/25/vielfaltige-lebenssachverhalte-ii/" target="_self">vielfältige</a> <a
title="Vielfältige Lebenssachverhalte (III)" href="http://jensweinreich.de/2008/12/20/vielfaltige-lebenssachverhalte-iii/" target="_self">Lebenssachverhalte</a>“. Als sei das Leben eine Ansammlung von real existierenden Zufälligkeiten.</p><p>In Vancouver spricht Bach auch darüber, dass er sich noch nicht festgelegt habe, ob er im Dezember für eine weitere Amtszeit als DOSB-Chef zur Verfügung stehe. Er nennt Gründe dafür und dagegen. Nicht alles ist zur Veröffentlichung freigegeben. Vielleicht darf man es ungestraft so umschreiben: Der DOSB-Job fordert Bach mehr als erwartet. Die Zeit fehlt für andere Aktivitäten. Bach will bis Sommer 2010 seine DOSB-Zukunft entscheiden. Im <strong>nationalen Interesse</strong> (München 2018) wird er sich wohl durchringen, mindestens bis zur IOC-Session 2011 in Durban weiterzumachen. Bach ist nicht nur Patriot, letztlich ist es doch so:</p><blockquote><p>„Dass ich gern tue, was ich tue, ist kein großes Geheimnis.“</p></blockquote><p>Eben.</p><p>Gut anderthalb Stunden plaudert Bach über Vancouver, Herrn Lee, Gendoping, den DOSB, München 2018 und das IOC. Dann muss er zum nächsten Termin. Er läuft am selben Nachmittag mit dem olympischen Feuer.</p><p>Und ich denke, auch wenn man kaum etwas aus diesem Gespräch verwenden darf, es ist vielleicht interessant, die Umstände zu schildern. Denn inhaltlich ist ja nichts passiert bzw. darf kaum etwas weiter gegeben werden, selbst das nicht, was so banal ist, dass sich kaum jemand dafür interessieren würde, wenn es weiter gegeben werden dürfte.</p><p>Mein Lieblingszitat, offiziell freigegeben, glaube ich, ist dies zum Thema Gendoping:</p><blockquote><p>&#8220;Nehmen sie doch mein Zitat aus der Rede in der Paulskirche, das steht ja schon alles drin.&#8221;</p></blockquote><p>In Vancouver wird Bach auf der IOC-Session zum dritten Mal als Vizepräsident bestätigt. Anders als <a
title="September 2000: Im Niemandsland" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0914/sport/0073/index.html" target="_blank">2000 in Sydney</a> und 2006 in Turin &#8211; oder <a
title="Juli 1996: Juans Liebling" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1996/0717/reporter/0003/index.html" target="_blank">1996 in Atlanta</a>, als er ins Exekutivkomitee kam &#8211; hat er keinen Gegenkandidaten.</p><p>Das IOC entscheidet in Kanada übrigens auch über den Gastgeber der IOC-Session des Jahres 2013. Dies wird eine ganz wichtige Sitzung für Thomas Bach, denn 2013 wird ein neuer IOC-Präsident gewählt – entweder in Kuala Lumpur oder in Buenos Aires. Beides sind attraktive Destinationen. Bach tendiert eher zur argentinischen Hauptstadt, vergisst aber zu sagen, ob man das schreiben darf oder weglassen soll. In Buenos Aires ist er 1977 mit den Florettfechtern Mannschaftsweltmeister geworden. „Insofern“, formuliert er, juristisch ausgewogen und politisch neutral, „habe ich daran eine schöne Erinnerung.“</p><p>Ob er 2013 für den IOC-Vorsitz kandidiert, sagt er natürlich nicht, sondern lediglich, wie so oft: „Ich habe keinen Plan.“</p><p>Vielleicht ist alles nur eine Frage der Definition. Was den einen der Plan, sind den anderen die vielfältigen Lebenssachverhalte. Und die können sich allemal günstig gestalten.</p><p>Btw: Hatte ich eigentlich schon mal gesagt, wie gut es sich trifft, dass Deutschland gerade einen blau-gelben Außenminister hat? Wie gut sich dies mit ehrgeizigen sportpolitischen Plänen kombinieren lässt? Ich glaube, das ist mal eine andere Geschichte.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/02/10/thomas-bach-lebenssachverhalte-im-nationalen-interesse/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>24</slash:comments> </item> <item><title>Christer Ahl: Hassan Moustafa and the priority of personal enrichment</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/01/28/christer-ahl-hassan-moustafa-and-the-priority-of-personal-enrichment/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/01/28/christer-ahl-hassan-moustafa-and-the-priority-of-personal-enrichment/#comments</comments> <pubDate>Thu, 28 Jan 2010 21:29:01 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[christer ahl]]></category> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[english text]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[handball]]></category> <category><![CDATA[hassan moustafa]]></category> <category><![CDATA[ihf]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[lobbyismus]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[teamhandballnews.com]]></category> <category><![CDATA[tv-rechte]]></category> <category><![CDATA[ufa sports]]></category> <category><![CDATA[waca]]></category> <category><![CDATA[crossposting]]></category> <category><![CDATA[der spiegel]]></category> <category><![CDATA[pharao]]></category> <category><![CDATA[play the game]]></category> <category><![CDATA[robert müller von vultejus]]></category> <category><![CDATA[sportfive]]></category> <category><![CDATA[teamhandballworld]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[welt-anti-korruptions-agentur]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=6369</guid> <description><![CDATA[by Christer Ahl, former chairman of the IHF Playing Rules and Referees Commission Last weekend the German magazine ‘Der Spiegel’ has revealed that Hassan Moustafa, president of the International Handball federation (IHF) had been under a personal contract with the Sportfive marketing agency, with a remuneration of 602,000 Euro, during a period for which Sportfive [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><strong>by Christer Ahl</strong>,<br
/> <em>former chairman of the IHF Playing Rules and Referees Commission</em></p><p>Last weekend the German magazine ‘Der Spiegel’ has revealed that Hassan Moustafa, president of the International Handball federation (IHF) <a
title="Hassan Moustafa, Handball, Sportfive, Lobbyismus und Korruption" href="http://jensweinreich.de/?p=6273" target="_self">had been under a personal contract with the Sportfive marketing agency</a>, with a remuneration of 602,000 Euro, during a period for which Sportfive had won a contract with the IHF for the TV rights to all IHF events. ‘Der Spiegel’ had obtained a copy of the contract between Moustafa and Sportfive, and also a confirmation directly from Moustafa.</p><p>Clearly, for Mr. Moustafa to obtain a very vague, but lucrative personal contract from Sportfive while at the same time the IHF is selling its valuable TV rights to the very same company, in a competitive bid situation, smacks of conflict of interest, to put it mildly. That some observers will take it a step further and start talking about kick-backs is rather understandable, especially as they feel that Moustafa has shown over the years that he has no understanding of, or regard for, the concept of ‘conflict of interest’. This remarkable state of affairs was picked up by handball media around the world, for instance in the major handball web site ‘Handball-World’.</p><p><img
align="right" vspace="5" hspace="5" class="alignright size-full wp-image-6371" title="Christer Ahl, 2009, (c) Play the Game" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/01/christer-ahl-2009.jpg" alt="" width="266" height="400" />Not surprisingly, the IHF president found it necessary to try to counter these damning reports. On January 26, the IHF issued a press bulletin regarding the Spiegel report to back up statements the president had made.</p><p>This press bulletin, however, was only provided to German news outlets, and has not been posted on the IHF website.</p><p>The impression is that the IHF avoids giving its own press bulletin too much publicity, in an attempt to keep the exposure of the whole matter as limited as possible. This does not tend to be the methods of someone who has nothing to hide.</p><p>But the key points of the press bulletin are worth noting: in the face of the existing evidence, the president does not attempt to deny the existence of the lucrative contract.</p><p><strong>Instead, he tries to downplay the issue with rather hilarious arguments.</strong></p><p>For instance, “he was at this time primarily a businessman with a Cairo-based company, with which Sportfive had obtained a contract, and his position with the IHF was in any event just an honorary one.?</p><p>Well, while the president may feel that this attempt to portray his relative priorities may provide some kind of excuse, it all too well reflects precisely what his critics have said about the priority he has given to personal enrichment, in contrast to his treating the development of world handball as a small matter on the side.</p><p>It is also somewhat amusing that the press bulletin closes with the comment that the “the IHF has come to the conclusion that Moustafa in all respects has acted correctly?.</p><p><span
id="more-6369"></span>I think it is universally understood that an IHF Media Officer will describe an ‘IHF conclusion’ in the way that the autocratic president orders it to be described… The typical reactions of knowledgeable people to both the initial revelations and the attempt at a rebuttal are well captured in the web site of the well-known German investigating journalist Jens Weinreich, who also criticizes sports media in handball-crazy Germany for not giving the matter quicker and more prominent coverage.</p><p>An interesting twist to the whole story is that the Director of Sportfive during the period through 2009, when Sportfive had both the IHF TV rights and the personal services contract with Moustafa, was a Robert Mueller von Vultejus, who has since abandoned Sportfive in favor of a rival entity, UFA Sports, a subsidiary of the important German media group RTL. UFA Sports, which was established as recently as in 2008, was in early 2009 ready to jump into the competition for the IHF TV rights for the new quadrennial 2010-13.</p><p>Somewhat to the surprise of the sports media world, UFA managed to beat out Sportfive and other competitors and gained the rights for 2010-13. These results were announced in connection with the IHF Congress in June 2009.</p><p><strong>At the time, it may simply have seemed that this ‘coup’ could be ascribed to the experience acquired by Mueller von Vultejus when dealing with the IHF while at Sportfive.</strong></p><p>But after the most recent revelations, the new regime at Sportfive is perhaps beginning to wonder if there’s more to the story as they have indicated that they are now examining the events involving Sportfive’s relationship with the IHF and Moustafa. They are bound to be asking if their former Director brought his questionable practices with him to his new company and therefore whether the bidding was really won fairly by UFA, as now is being forcefully claimed by Mueller von Vultejus.</p><p><strong>Perhaps the bidding was not as ‘sealed’ and confidential as it should have been!?</strong></p><p>Persons connected with the IHF who are familiar with the process would understandably be unwilling to risk their situation by speaking openly, but it would not come as a shock if one day it came out in the public that UFA had indeed been given a chance to ensure that they had the winning bid&#8230;</p><p>Finally, on a personal note, I would like to say that it is painful to have reasons to keep writing negative things about the IHF. But my loyalty is to handball, its image and success, and to the people who work in an honest and selfless way for handball, not to the IHF and its current regime.</p><p><em>Crossposting von <a
title="Interview mit Christer Ahl" href="http://teamhandballnews.com/comment-n762.html" target="_blank">teamhandballnews.com</a> mit freundlicher Genehmigung von Christer Ahl</em></p><ul><li>Christer Ahl <a
title="tag Christer Ahl" href="http://jensweinreich.de/?s=christer+ahl" target="_self">hier im Blog</a></li><li><a
title="Vita Christer Ahl" href="http://www.playthegame.org/knowledge-bank/author-profile/christer-ahl.html" target="_blank">Kurzbio</a> von Christer Ahl</li><li>Vortrag von Christer Ahl auf der Konferenz <a
title="tag: Play the Game" href="http://jensweinreich.de/?cat=12" target="_self">Play the Game</a> 2009 in Coventry: &#8220;<a
title="Vortrag Play the Game 2009" href="http://www.playthegame.org/uploads/media/Christer_Ahl_-_World_handball_hi-jacked.pdf  " target="_blank">World Handball hi-jacked by its president: structural problems, scandals and an urgent need for change</a>&#8220;</li></ul> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/01/28/christer-ahl-hassan-moustafa-and-the-priority-of-personal-enrichment/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>16</slash:comments> </item> <item><title>Hassan Moustafa, Handball, Sportfive, Lobbyismus und Korruption</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/01/27/hassan-moustafa-handball-sportfive-lobbyismus-und-korruption/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/01/27/hassan-moustafa-handball-sportfive-lobbyismus-und-korruption/#comments</comments> <pubDate>Wed, 27 Jan 2010 21:15:24 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[der spiegel]]></category> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[handball]]></category> <category><![CDATA[hassan moustafa]]></category> <category><![CDATA[ihf]]></category> <category><![CDATA[isl/ismm]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[lobbyismus]]></category> <category><![CDATA[michael wulzinger]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[sportfive]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[tv-rechte]]></category> <category><![CDATA[ufa sports]]></category> <category><![CDATA[waca]]></category> <category><![CDATA[dpa]]></category> <category><![CDATA[ethik-kommission]]></category> <category><![CDATA[ioc]]></category> <category><![CDATA[jacques rogge]]></category> <category><![CDATA[journalismus]]></category> <category><![CDATA[parallelgesellschaft]]></category> <category><![CDATA[robert müller von vultejus]]></category> <category><![CDATA[sid]]></category> <category><![CDATA[strafgesetzbuch]]></category> <category><![CDATA[transparency international]]></category> <category><![CDATA[vermarktungsverträge]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=6273</guid> <description><![CDATA[Zu meinen Lieblingsgästen hier im Blog zählt der altruistische Pharao Hassan Moustafa, Präsident des Handball-Weltverbandes IHF. Unermüdlich werkelt er für das Wohl seines Sports, für das Wohl der Familie und &#8211; wer will es ihm verübeln &#8211; auch ein bisschen für das eigene Konto. Bevor ich einige Gedanken zur Enthüllung von Michael Wulzinger im Spiegel [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Zu meinen Lieblingsgästen hier im Blog zählt der altruistische <a
title="Beiträge zum Pharao" href="http://jensweinreich.de/?cat=258" target="_self"><strong>Pharao Hassan Moustafa</strong></a>, Präsident des Handball-Weltverbandes IHF. Unermüdlich werkelt er für das Wohl seines Sports, für das Wohl der Familie und &#8211; wer will es ihm verübeln &#8211; auch ein bisschen für das eigene Konto. Bevor ich einige Gedanken zur <a
title="SpOn: Moustafa hatte Geheimvertrag mit Vermarktungsagentur" href="http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,673558,00.html" target="_blank">Enthüllung von Michael Wulzinger im Spiegel</a> äußere, schlage ich vor, wir hören den Pharao. Denn er hat mir ja nicht nur einmal erklärt, dass es im Sport keine Korruption gibt, ganz einfach, weil der Sport immer sauber ist.</p><p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a
href="http://www.jensweinreich.de/2010/01/27/hassan-moustafa-handball-sportfive-lobbyismus-und-korruption/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p><p>Wer mag, kann gern <a
title="Umfrage unter Sportfürsten: Braucht der Sport eine WACA?" href="http://jensweinreich.de/?cat=1205" target="_self">die sechs Teile meiner Umfrage</a> unter Weltverbandspräsidenten und IOC-Mitgliedern nachhören (und anschauen). <strong>Es galt, die Frage zu beantworten, ob der Sport eine Welt-Anti-Korruptions-Agentur braucht?</strong></p><p>Doch zurück zum Pharao.  Die <a
title="SpOn: Moustafa hatte Geheimvertrag mit Vermarktungsagentur" href="http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,673558,00.html" target="_blank">Spiegel-Geschichte</a> in Kurzfassung, demnächst wird der gesamte Text aus dem aktuellen Heft ja online verfügbar sein:</p><blockquote><p>Hassan Moustafa, der Präsident der Internationalen Handball-Föderation (IHF), hatte über seine nahe Kairo ansässige Firma Sport Group einen geheimen Beratervertrag mit der Sportvermarktungsagentur Sportfive. Demnach zahlte das Hamburger Unternehmen, das bis zum 31. Dezember 2009 die Fernsehrechte des Welthandball-Verbandes verwertete und bis dahin der mit Abstand wichtigste Geschäftspartner der IHF war, dem Spitzenfunktionär <strong>von Oktober 2007 bis zum 31. Dezember 2009 für seine Lobbyistendienste 602.000 Euro</strong>. Mindestens die Hälfte dieses Honorars wurde Moustafa auf ein Privatkonto bei einer Filiale der Bank BNP Paribas in der ägyptischen Stadt Gizeh überwiesen.</p><p>Wie es in dem Vertrag heißt, der dem SPIEGEL vorliegt, sollte Moustafa seine &#8220;guten Beziehungen zu Sportorganisationen und ihren Entscheidungsträgern&#8221; sowie zu Mediengesellschaften exklusiv für die kommerziellen Interessen von Sportfive nutzen. Zudem sollte Moustafa Sportfive &#8220;nach besten Kräften in seiner Anstrengung unterstützen, sich die Vermarktungsrechte an bedeutenden Veranstaltungen zu sichern&#8221;.</p></blockquote><p>Einige Anmerkungen:</p><p><strong>1)</strong> Interessant (oder doch eher wieder typisch) ist zunächst, dass die Enthüllung &#8211; und ich nenne es Enthüllung, wenn ein solcher Vertrag öffentlich wird &#8211; vorab am 23. Januar 2010 veröffentlicht wurde. Deutsche Nachrichtenagenturen haben aber, wenn ich mich nicht täusche, erst am 25. Januar um 9.40 Uhr (SID) bzw. 17.31 Uhr (dpa) darüber berichtet. Hallo? Ich meine, hier geht es nicht um eine beliebige Kleinigkeit, sondern um einen Präsidenten eines olympischen Weltverbandes, um einen vorbelasteten Sportkameraden, der in einer urdeutschen Sportart sein Unwesen treibt, für etliche Skandale und korruptive Umtriebe verantwortlich ist und mächtig abkassiert.</p><p>Aber die Zurückhaltung deutscher Agenturjournalisten kann neben allgemeinem Desinteresse an derlei brisanten Themen natürlich auch mit Anordnungen zusammenhängen :), die Stefan Niggemeier gerade dokumentierte: &#8220;<a
title="Stefan Niggemeier: Klare Ansage bei dpa: Lieber spät als falsch" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/klare-ansage-bei-dpa-lieber-spaet-als-falsch/" target="_self">Klare Ansage bei dpa: Lieber spät als falsch</a>&#8221;</p><p>Nein, ernsthaft: Es liegt ein Vertrag zwischen Moustafa und dem Rechteverwerter vor, den beide Seiten bestätigen, also auch der frühere Sportfive-Geschäftsführer und heutige Ufa Sports-Chef Robert Müller von Vultejus.</p><ul><li>Sportfive = alter IHF-Vermarkter.</li><li>Ufa Sports = neuer Sportvermarkter (Vertrag <a
title="Wellnessprogramm für die Sportfamilie" href="http://jensweinreich.de/?p=3928" target="_self">2009 vergeben</a>, Laufzeit 2010-2013, Volumen 60 Millionen Franken).</li></ul><p>Da gibt es nur eins: Die Geschichte ist zu vermelden. Sie hat Relevanz, und zwar beträchtliche Relevanz.</p><p><em>(Wie das mit Vermarktungsverträgen, Bietern und denjenigen, die Verträge vergeben, oftmals läuft, <a
title="Kleiner Rückblick: Sepp Blatter, die milliardenschweren TV-Rechte, Leo Kirch und die ISL" href="http://jensweinreich.de/?p=5993" target="_self">habe ich sehr ausführlich hier beschrieben</a>.)</em></p><p><strong> 2)</strong> Der Vorgang beweist einmal mehr, wie lächerlich irrelevant die so genannte IOC-Ethikkommission ist. Und wie großzügig das IOC noch unter dem selbst ernannten Null-Toleranz-Präsidenten Jacques Rogge agiert. Daran ändert der Umstand nicht, dass das IOC neuerdings behauptet, <a
title="Beiträge zu Jean-Marie Weber" href="http://jensweinreich.de/?cat=171" target="_self">Jean-Marie Weber</a>, der in der Familie <a
title="Jean-Marie Weber: Ich habe nicht Illegales getan!" href="http://jensweinreich.de/?p=4000" target="_self">nie etwas Illegales getan hat</a> und der nach wie vor für etliche IOC-Mitglieder, deren Verbände und Sportarten arbeitet (Fußball, Leichtathletik etc.), werde <a
title="Transparency in Sport" href="http://transparencyinsport.org/Rogge_bans_the_Bagman/rogge_bans_the_bagman.html" target="_blank">nicht mehr zu IOC-Veranstaltungen akkreditiert</a>. (Ich werde mir das in Vancouver anschauen.)</p><p><strong>3)</strong> Der Vorgang beweist, dass die von der ISL einst geprägte Praxis des Geben und Nehmen noch immer an der Tagesordnung ist. Wie sagten einst Manager des ISL-Konzerns, der &#8211; nur das wissen wir &#8211; <a
title="The ISL bribery system ..." href="http://jensweinreich.de/?p=3975" target="_self">138 Millionen Schweizer Franken Bestechungsgeld</a> an hohe Sportfunktionäre gezahlt hat?</p><p>Im ISL-Prozess sagte der ehemalige <a
title="Deutschlandfunk: Krumme Geschäfte mit dem Sport" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/810712/" target="_blank">ISL-Finanzchef Hans-Jürg Schmid</a> vor Gericht:</p><blockquote><p>„Das ist, als wenn man Lohn bezahlen muss. Sonst wird nicht mehr gearbeitet. Ansonsten wären diese Verträge von der anderen Seite nicht unterschrieben worden. Alle diese Zahlungen waren notwendig, um überhaupt Verträge zu bekommen und dass die sich dran halten.“</p></blockquote><p>ISL-Vorstand Christoph Malms erklärte damals:</p><blockquote><p>„Diese Praxis war unerlässlich, sie war branchenüblich, sie gehörte zum Stil des Geschäfts. Ohne das geht es nicht.“</p></blockquote><p>In den Prozessunterlagen finden sich etliche andere Aussagen und Beweise. Dies soll heute genügen.</p><p><strong>4)</strong> Gemäß dpa von heute (&#8220;<a
title="FTD" href="http://www.ftd.de/sport/sportmix/handball/:ihf-praesident-moustafa-weist-vorwuerfe-zurueck/50065391.html" target="_blank">Moustafa weist Vorwürfe zurück</a>&#8220;) hat die IHF inzwischen ein Statement abgegeben, das ich aber weder online finde, noch kann mir ein Kollege, der zurzeit bei der Handball-EM ist, mit einem Schriftstück aushelfen (ich denke, das Original trage ich bald nach). Die dpa schreibt:</p><blockquote><p>Hassan Moustafa, Präsident der Internationalen Handball-Föderation (IHF), hat Vorwürfe wegen angeblich fragwürdiger Geschäfte zurückgewiesen. Bei dem Vertrag zwischen dem ehemaligen IHF-Sport- und Fernsehrechte-Vermarkter Sportfive und der Firma Sport Group aus Kairo handele es sich um eine &#8220;normale geschäftliche Verbindung&#8221;, betonte der 65-Jährige in einer Verbandsmitteilung am Dienstag. Diese Zusammenarbeit sei Moustafa als Inhaber der Firma eingegangen, und dies habe &#8220;absolut nichts&#8221; mit seiner Funktion als IHF-Präsident zu tun. Zugleich erhielt er Rückendeckung durch den Verband. Die IHF sei zu dem Ergebnis gekommen, dass sich Moustafa in allen Belangen korrekt verhalten habe.</p></blockquote><p>Ich will das gern auseinandernehmen. Andere werden das demnächst ebenfalls tun, zum Beispiel <a
title="www.teamhandballnews.com" href="http://teamhandballnews.com/index.php" target="_blank">Christer Ahl</a>, langjähriger IHF-Schiedsrichterchef, der aus Protest gegen die Machenschaften Hassan Moustafas zurückgetreten ist.</p><ul><li>&#8220;Angeblich fragwürdig&#8221;? Ein Witz.</li><li>&#8220;Normale geschäftliche Verbindung&#8221;? In dieser Branche ja.</li></ul><p>Tatsächlich aber ist das der <a
title="Definition und Formen von Korruption im Sport" href="http://jensweinreich.de/?p=3246" target="_self">Missbrauch von anvertrauter Macht zu privatem Vorteil</a> &#8211; und erfüllt damit exakt die <strong>Korruptions-Definition</strong> von Transparency International.</p><p>Soviel Klarheit sollte sein. <strong>Korruption ist und bleibt ein illegaler Deal.</strong></p><p>Ich finde, das hätte auch im Spiegel besser herausgearbeitet werden können.</p><p><strong>5)</strong> Strafrechtlich könnte die Sache für Vermarkter (Sportfive, Ufa Sports) und die entsprechenden Rechtehändler, die Unschuld beteuern, schon noch interessant werden. Ich sage nur: Siemens. Hier mal ein Auszug aus dem Strafgesetzbuch:</p><blockquote><p><strong>§ 299 Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr<span
id="more-6273"></span><br
/> </strong></p><p>(1) Wer als Angestellter oder Beauftragter eines geschäftlichen Betriebes im geschäftlichen Verkehr einen Vorteil für sich oder einen Dritten als Gegenleistung dafür fordert, sich versprechen läßt oder annimmt, daß er einen anderen bei dem Bezug von Waren oder gewerblichen Leistungen im Wettbewerb in unlauterer Weise bevorzuge, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.</p><p>(2) Ebenso wird bestraft, wer im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs einem Angestellten oder Beauftragten eines geschäftlichen Betriebes einen Vorteil für diesen oder einen Dritten als Gegenleistung dafür anbietet, verspricht oder gewährt, daß er ihn oder einen anderen bei dem Bezug von Waren oder gewerblichen Leistungen in unlauterer Weise bevorzuge.</p><p>(3) Die Absätze 1 und 2 gelten auch für Handlungen im ausländischen Wettbewerb.</p></blockquote><p>Wer selbst in den <a
title="Strafgesetzbuch" href="http://bundesrecht.juris.de/stgb/index.html" target="_blank">Paragrafen schmökern möchte</a>. Ich frage mich: Muss die Staatsanwaltschaft Hamburg nach Veröffentlichung des Spiegel-Artikels von Amts wegen ermitteln? Wer ist zuständig oder entziehen sich die Firma Sportfive und deren verantwortliche Manager deutscher Jurisdiktion?</p><p><em>Nachtrag:</em> Sportfive veröffentlichte <a
title="PM Sportfive" href="http://www.sportfive.com/index.php?id=693&amp;L=1&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=170&amp;tx_ttnews%5BbackPid%5D=91&amp;cHash=df06300283" target="_blank">diese PM</a>:</p><blockquote><p>In der aktuellen Ausgabe des &#8220;Spiegel&#8221; und auf &#8220;Spiegel Online&#8221; sind Artikel erschienen, die SPORTFIVE unmittelbar betreffen. Die Artikel handeln von Transaktionen und Beratertätigkeiten aus dem Jahr 2007 zwischen SPORTFIVE und der Sport Group, Kairo. Unmittelbar nachdem wir über diesen Sachverhalt informiert und um eine Stellungnahme gebeten wurden, haben wir mit der Überprüfung der Angelegenheit begonnen.</p><p>Nach derzeitigem Kenntnisstand gab es zwei Beraterverträge, abgeschlossen im Jahr 2007. Die Personen, die den Vertrag verhandelt und unterzeichnet haben, sind nicht mehr für SPORTFIVE tätig und haben das Unternehmen im Dezember 2007 verlassen. Der Abschluss des im Artikel angesprochenen Vertrags fällt in diesen Zeitraum und damit in die Zeit vor dem Antritt der jetzigen Geschäftsführung.</p></blockquote><p><strong>6)</strong> Lustig sind mal wieder die Begrifflichkeiten. Gegenüber Michael Wulzinger orakelt Moustafa über &#8220;Lebenswirklichkeit in meinem Heimatland&#8221;. Deutsche Funktionäre, deren Beraterverträge gelegentlich öffentlich werden, sprechen mitunter von &#8220;<a
title="&quot;Vielfältige Lebenssachverhalte&quot; (III)" href="http://jensweinreich.de/?p=2383" target="_self">vielfältigen Lebenssachverhalten</a>&#8220;, und da liegen die Sachverhalte völlig anders.</p><p><strong>7)</strong> Das Schlusswort.</p><p>Es hat natürlich Hassan Moustafa:</p><p><a
href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/03/hassansfamilie.mp3">:</a></p><p>Ging zu schnell?</p><p><a
href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/03/hassansfamilie.mp3">:</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/01/27/hassan-moustafa-handball-sportfive-lobbyismus-und-korruption/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>13</slash:comments> <enclosure
url="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/03/hassansfamilie.mp3" length="132883" type="audio/mpeg" /> </item> </channel> </rss>
