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	<title>jens weinreich &#187; erik eggers</title>
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		<title>Der Pharao knickt ein: Erik Eggers darf doch zur Handball-WM</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jan 2009 20:37:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erik Eggers</strong> hat gerade ein Update der Auseinandersetzung mit dem Handball-Weltverband IHF erstellt. Sein Bericht:</p>
<blockquote><p>Ich hatte gestern Abend angekündigt, im Falle einer Änderung des Status quo (keine Akkreditierung) sofort Mitteilung zu machen. Das ist jetzt der Fall: Nach 24 recht turbulenten Stunden hat der Weltverband IHF einen Rückzieher gemacht. Den Akkreditierungswünschen meiner Wenigkeit und des Kollegen Mike Glindmeier (Spiegel Online) ist nun doch entsprochen worden. Ich kann also ab Freitag (16.1.) aus Kroatien über die deutsche Gruppe und das Geschehen im Welthandball berichten.</p>
<p>Passiert war das: Ich hatte sowohl den Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS), den europäischen Sportjournalisten-Verband (UEPS) als auch den Handballmann beim Weltverband AIPS über den Fall informiert. Alle Verbandsvertreter sagten spontan Unterstützung zu. Auch der Pressesprecher des Deutschen Handballbundes (DHB) und der DHB-Delegationsleiter Horst Bredemeier (er zu mir: „Wir vertragen kritische Berichterstattung. Man kann Journalisten nicht ausschließen&#8221;) versprachen, einen entsprechenden Brandbrief in die IHF-Zentrale zu schicken. Außerdem bat ich IHF-Geschäftführer Ekke Hoffmann um Aufklärung; auch Hoffmann sagte mir sofort Hilfe zu. Zudem schickte der Chefredakteur des SPIEGEL einen recht rauen Brief an die IHF-Zentrale nach Basel, der offenbar seine Wirkung nicht verfehlte.<span id="more-2451"></span></p>
<p>Schon am Freitagabend telefonierte ein Kollege von Berliner Zeitung (Andreas Lesch) mit IHF-Präsident Hassan Moustafa, um der Sache auf den Grund zu gehen. Moustafa erklärte Folgendes: Dass ja jeder freier Journalist sich bewerben könne; mein Fehler sei wohl gewesen, dass ich nicht die Zeitungen angegeben hätte, für die ich in Kroatien schreiben wolle &#8211; ein schlechtes Argument, denn das hatte ich in meinem Akkreditierungsantrag sehr wohl getan („u.a. FTD, WAZ, FR&#8221;). Alles sei ein großes Missverständnis, erklärte er. Wenn ich das richtig verstanden habe, wurde es dann etwas hektisch in Basel. Hoffmann schrieb recht zügig eine Mail nach Kroatien, um die Akkreditierungen in unserem Sinne zu regeln. Die Organisatoren werden sich darob ein wenig gewundert haben. Denn laut Aussage von Günter Pfeistlinger (AIPS, Kommissionsvorsitzender Handball) war im Dezember allen Wünschen der deutschen Printmedien seitens des kroatischen OK entsprochen worden. Die Streichung zumindest in meinem Fall muss also danach in Basel erfolgt sein.</p>
<p>Ich nehme an, dass Mike Glindmeier gewissermaßen in Sippenhaft genommen wurde. Schließlich hatte auch der SPIEGEL im Dezember 2007 über den <a href="http://jensweinreich.de/?p=1106" target="_self">Manipulationsskandal bei der asiatischen Olympia-Qualifikation</a> berichtet, bei der, wie sich später vor dem Internationalen Gerichtshof (CAS) in Lausanne herausstellte, Moustafa direkt beteiligt war, indem er nämlich die eigentlich angesetzten deutschen Schiedsrichter Lemme/Ullrich für das in Rede stehende Spiel eigenhändig absetzte (so steht es jedenfalls im CAS-Urteil). Der SPIEGEL enthüllte seinerzeit ein Fax des kuwaitischen Scheichs Al Sabah (Präsident des Asiatischen Handballverbandes) an Moustafa, das einen Komplott klarmachte: Dafür, dass der Scheich bei den Qualifikationen in Asien freie Hand hatte, hatte er Moustafa alle Freiheiten im Weltverband versprochen. Aber über den unrühmlichen Korruptionsskandals habe ich ja recht umfangreich berichtet, und immerhin hat es ja auch was gebracht: Nicht die Landsmänner des Scheichs, sondern die Südkoreaner spielten dann in Peking.</p>
<p>Verblüffender Zufall jedenfalls, dass jetzt Glindmeier und ich keine Akkreditierung bekommen haben. Aber nun denn, jetzt ist die Sache erst mal geregelt. Falls sich daran etwas ändert, gebe ich Nachricht.</p>
<p>Es grüßt herzlich aus dem schönen Schleswig-Holstein</p>
<p>Erik Eggers</p></blockquote>
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		<title>IHF verweigert Erik Eggers die WM-Akkreditierung</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 17:48:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Imperium des Dr. Hassan Moustafa, Pharao des Handball-Weltverbandes IHF, schlägt zurück. Eigentlich wollte sich der freie Journalist Erik Eggers kommende Woche auf die Reise zur Männer-WM nach Kroatien begeben. Eggers, der größte journalistische Kritiker von Moustafa (wer es noch nicht getan hat, sollte unbedingt seine Geschichten hier nachlesen), hat bislang von vier Weltmeisterschaften (Frauen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://jensweinreich.de/?p=1106" target="_self">Imperium des Dr. Hassan Moustafa</a>, Pharao des Handball-Weltverbandes IHF, schlägt zurück. Eigentlich wollte sich der freie Journalist <strong>Erik Eggers</strong> kommende Woche auf die Reise zur Männer-WM nach Kroatien begeben. Eggers, der größte journalistische Kritiker von Moustafa <em>(wer es noch nicht getan hat, sollte </em><a href="http://jensweinreich.de/?p=1106" target="_self"><em>unbedingt seine Geschichten hier nachlesen</em></a><em>)</em>, hat bislang von vier Weltmeisterschaften (Frauen und Männer), zwei Olympiaturnieren und drei Europameisterschaften berichtet. Als er nun noch einmal in das Online-Akkreditierungssystem auf der <a href="http://www.croatia2009.com/eng_index.php" target="_blank">WM-Webseite</a> schaute, staunte er sehr über das, was er dort lesen musste:</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Sorry, your request has been rejected&#8221;</strong></p></blockquote>
<p>Keine Frage, dass diese &#8220;Nachricht&#8221; mit der Berichterstattung von Erik Eggers zu tun hat. Gerade hat er wieder über Versäumnisse der IHF geschrieben, diesmal über Versäumnisse in der <a href="http://sport.zdf.de/ZDFsport/inhalt/3/0,5676,7503363,00.html?dr=1" target="_self">Dopingbekämpfung</a>. <em>(Den Text, der auch in der taz erscheint, hat Ralf hier längst schon in den Kommentaren verlinkt.) </em></p>
<p>Erik Eggers hat sich gerade telefonisch in der IHF-Zentrale beschwert und schickt eine Depesche hinterher. Es wird spannend zu beobachten sein, ob sich Journalisten auf seine Seite schlagen und die IHF bzw. ob Moustafa einknickt. </p>
<p>Einen ähnlichen Fall gab es vor exakt drei Jahren vor der Fußball-WM in Deutschland, als Fifa-Vizepräsident <a href="http://jensweinreich.de/?p=2099" target="_self">Jack &#8220;The Ripper&#8221; Warner dem famosen Kollegen Lasana Liburd</a> die Akkreditierung verweigern wollte. Damals haben Protestnoten dazu beigetragen, dass Lasana doch nach Deutschland durfte. Ich hatte ihm geraten, er solle sich an den damaligen Fifa-Medienofficer Andreas Herren wenden, der seinen Job seriös verrichtete. Die Kurzfassung der Geschichte um Lasana Liburds Akkreditierung liefert <a href="http://playthegame.org/Home/News/Up_To_Date/FIFA_overturns_Warners_attempt_to_deny_reporter_accreditation.aspx" target="_blank">Play the Game</a>:</p>
<blockquote><p><strong><span style="color: #000000;">FIFA overturns Warners attempt to deny reporter accreditation</span></strong></p>
<p>In an about-turn, FIFA has now decided to grant accreditation to cover the World Cup to reporter Lasana Liburd of the Trinidad Express.  Earlier in January, Liburd was denied accreditation by the local Trinidad and Tobago Football Federation (T&amp;TFF) after writing a series of articles which incurred the wrath of  FIFA vice-president Jack Warner.</p>
<p>A press officer with the T&amp;TFF has told Lasana Liburd that Jack Warner personally vetoed Liburd&#8217;s request for accreditation. And at a press conference for the initiation of a FIFA Goal Project in Antigua, Jack Warner insisted he had the full support of FIFA in denying Lasana Liburd accreditation.</p>
<p>&#8220;How could you attack the FIFA, Jack Warner and Blatter in the worst way and then want to cover the sport that these people administer?&#8221; Warner asked.</p>
<p>However, it seems that Jack Warner did not have the full support of FIFA in this matter. After some correspondence, Andreas Herren, head of FIFA&#8217;s Media Department, asked Lasana Liburd to apply directly to him for accreditation. </p>
<p>On 24 January, FIFA confirmed that Lasana Liburd would receive a press pass for the World Cup &#8211; eight days after the official deadline for global accreditation expired.</p></blockquote>
<p>Ich hoffe, dass es gut ausgeht für Erik Eggers. Anderseits ist der Gegner hier nicht ein Verbandsvize, sondern ein Pharao.</p>
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