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> <channel><title>jens weinreich &#187; dosb</title> <atom:link href="http://www.jensweinreich.de/category/dosb/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.jensweinreich.de</link> <description>don&#039;t mix politics with games</description> <lastBuildDate>Sun, 05 Feb 2012 22:16:51 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>Checkliste &#8220;Korruption im Sport&#8221;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2011/02/07/checkliste-korruption-im-sport/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2011/02/07/checkliste-korruption-im-sport/#comments</comments> <pubDate>Mon, 07 Feb 2011 09:42:56 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[swiss olympic]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[anne schwÃ¶bel]]></category> <category><![CDATA[china]]></category> <category><![CDATA[korruption im sport]]></category> <category><![CDATA[menschenrechte]]></category> <category><![CDATA[olympische charta]]></category> <category><![CDATA[peking 2008]]></category> <category><![CDATA[tibet]]></category> <category><![CDATA[transparency international]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=10152</guid> <description><![CDATA[Mal eben zwischendurch aus dem Netz gefischt &#8211; eine Checkliste fÃ¼r Korruption in SportverbÃ¤nden. Zutreffendes bitte ankreuzen: Wie weiter? Haben Sie drei oder mehr Fragen mit Â«neinÂ» oder sechs mit Â«teilweiseÂ» beantwortet, besteht fÃ¼r den Verband eine erhÃ¶hte Korruptionsgefahr. In dieser Situation ist es empfehlenswert, sich von einer externen Stelle Ã¼ber Anti-Korruptionsmassnahmen beraten zu lassen. [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Mal eben zwischendurch aus dem Netz gefischt &#8211; eine <strong>Checkliste fÃ¼r Korruption</strong> in SportverbÃ¤nden. Zutreffendes bitte ankreuzen:</p><div
id="attachment_10153" class="wp-caption aligncenter" style="width: 539px"><img
class="size-full wp-image-10153 " title="Checkliste Korruption in SportverbÃ¤nden" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/02/checkliste-e1297068852671.gif" alt="" width="529" height="621" /><p
class="wp-caption-text">Checkliste Korruption in SportverbÃ¤nden</p></div><blockquote><p><strong>Wie weiter?</strong></p><p>Haben Sie drei oder mehr Fragen mit Â«neinÂ» oder sechs mit Â«teilweiseÂ» beantwortet, besteht fÃ¼r den Verband eine erhÃ¶hte Korruptionsgefahr. In dieser Situation ist es empfehlenswert, sich von einer externen Stelle Ã¼ber Anti-Korruptionsmassnahmen beraten zu lassen.</p><p>Haben Sie weniger als drei Fragen mit Â«neinÂ» oder weniger als sechs mit Â«teilweiseÂ» beantwortet, sollten Sie den betroffenen Bereichen besondere Beachtung schenken und verbandsintern diskutieren, wie Verbesserungen zur KorruptionsprÃ¤vention und -BekÃ¤mpfung angestrebt werden kÃ¶nnen. Auch hier kann je nach Situation eine externe Beratungsstelle hilfreich sein.</p></blockquote><p>Mag sein, dass ich lange Jahre etwas Ã¼bersehen habe, aber mir will partout kein Ã¤hnliches Dokument einfallen, wie dieser &#8230;</p><ul><li><a
title="Swiss Olympic: BroschÃ¼re Transparenz im Sport" href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/02/Broschuere_Transparenz_im_organisierten_Sport.pdf" target="_self">Ratgeber fÃ¼r VerbÃ¤nde: Transparenz im organisierten Sport</a> <em>(pdf, 28 Seiten, 143 kb)</em>,</li></ul><p>&#8230; den die Schweizer Dachorganisation <a
title="Swiss Olympic" href="http://www.swissolympic.ch/desktopdefault.aspx/tabid-4301/" target="_blank">Swiss Olympic</a> ihren Mitgliedern zur VerfÃ¼gung stellte, aus dem die Checkliste stammt und aus dem ich oben zitierte. Erarbeitet wurde das Papier von Anne SchwÃ¶bel, GeschÃ¤ftsfÃ¼hrerin der Schweizer Sektion von Transparency International.</p><p>Wer die Arbeit des ehemaligen Staatsanwalts JÃ¶rg Schild, PrÃ¤sident von Swiss Olympic, und von Anne SchwÃ¶bel Ã¼ber Jahre verfolgt, wird dies kaum wundern. Schild ist einer der wenigen SportfunktionÃ¤re, die sich auch in sportpolitisch heiklen Fragen, die eigentlich gar nicht heikel sein sollten, eine eigene Meinung gÃ¶nnen. Anfang 2008 hat er <a
title="Der Kongress der Verlierer" href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-56574320.html" target="_self">das IOC wegen seiner China-Politik kritisiert</a> (&#8220;der Rubikon ist Ã¼berschritten&#8221;) und verlangt, das IOC sollte bei den chinesischen Parteibonzen in der Menschenrechtsfrage intervenieren. Aber, wie der Musterdemokrat <a
title="Peking, Tag 2" href="http://www.jensweinreich.de/2008/08/02/peking-tag-2/" target="_self">Hu Jintao schon sagte</a> und wie es seither im Untertitel dieses Blogs heiÃŸt:</p><blockquote><p>Don&#8217;t mix politics with games!</p></blockquote><p>Ein andermal erklÃ¤rte Schild, gewiss auch mit seiner langjÃ¤hrigen Erfahrung als Staatsanwalt und Leiter eines BetÃ¤ubungsmitteldezernats, die Schweizer Strafgesetze und Korruptionsregeln mÃ¼ssten endlich fÃ¼r <a
title="HÃ¶rprobe: Korruption im Sport" href="http://www.jensweinreich.de/2010/12/02/horprobe-korruption-im-sport/" target="_self">SportverbÃ¤nde verschÃ¤rft werden</a>.</p><p>Gut mÃ¶glich, dass Schilds Ã„uÃŸerungen und Aktionen der angestrebten Schweizer Olympiabewerbung 2022 nicht fÃ¶rderlich sind. Von der IOC-Zentrale wird er nach MÃ¶glichkeit gemieden.</p><p>In Deutschland, Land der <a
title="tag: vielfÃ¤ltige Lebenssachverhalte" href="http://www.jensweinreich.de/?s=vielf%C3%A4ltige+lebenssachverhalte" target="_self">vielfÃ¤ltigen Lebenssachverhalte</a> im Sport, gibt es kein wirklich vergleichbares Papierchen. Ich will gar nicht behaupten, die Schweizer wÃ¼rden eine Benchmark setzen, aber die Deutschen sind davon meilenweit entfernt. Bahnbrechende Initiativen in der SportkorruptionsbekÃ¤mpfung aus Deutschland, dem Ursprungsland moderner Sportkorruption? Unbekannt.</p><p>Im so genannten <a
title="Corporate Governance Codex des DOSB" href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/02/DOSB-Richtlinien-der-VerbandsfÃ¼hrung-Corporate-Governance.pdf" target="_blank">Corporate Governance Codex des DOSB</a> taucht das Wort Korruption gar nicht erst auf.</p><p>In der <a
title="IOC: Olympic Charter" href="http://multimedia.olympic.org/pdf/en_report_122.pdf" target="_blank">Olympischen Charta</a> des IOC ja auch nicht.<br
/> <a
href="http://flattr.com/thing/129279/Checkliste-Korruption-im-Sport" target="_blank"> <img
title="Flattr this" src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" border="0" alt="Flattr this" /></a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2011/02/07/checkliste-korruption-im-sport/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>36</slash:comments> </item> <item><title>Notizen von den Jugendspielen</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/08/13/notizen-von-den-jugendspielen/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/08/13/notizen-von-den-jugendspielen/#comments</comments> <pubDate>Fri, 13 Aug 2010 18:22:32 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[chung mong-joon]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[gudrun doll-tepper]]></category> <category><![CDATA[ioc]]></category> <category><![CDATA[joseph blatter]]></category> <category><![CDATA[nordkorea]]></category> <category><![CDATA[olympische jugendspiele]]></category> <category><![CDATA[singapur 2010]]></category> <category><![CDATA[thomas bach]]></category> <category><![CDATA[udiocm]]></category> <category><![CDATA[ulf tippelt]]></category> <category><![CDATA[yog]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=9320</guid> <description><![CDATA[SINGAPUR. So stellen sie es sich vor, so wird es verkauft: Jung, nett, unbeschwert. &#8220;Every child has a wish, to glow like the stars above &#8230; raise your hand for our generation &#8230; time to fly way beyond the skies &#8230;&#8221; [Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.] [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>SINGAPUR. So stellen sie es sich vor, so wird es verkauft: Jung, nett, unbeschwert.</p><blockquote><p><em>&#8220;Every child has a wish, to glow like the stars above &#8230;</em></p><p><em>raise your hand for our generation &#8230;</em></p><p><em>time to fly way beyond the skies &#8230;&#8221;</em></p></blockquote><p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a
href="http://www.jensweinreich.de/2010/08/13/notizen-von-den-jugendspielen/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p><p>Schaun mer mal.</p><p>Einige Notizen, bevor es morgen hier richtig los geht und ich mindestens eine sehr hÃ¼bsche Exklusivgeschichte breitwalze, das darf ich schon mal sagen.Â ZunÃ¤chst etwas Selbstreferentielles: Martin Krebbers fÃ¼hrte auf <a
title="Deutschlandradio" href="http://www.dradio.de" target="_blank">DRadio Wissen</a> ein Interview mit mir zu den ersten Olympischen Jugendspielen.</p><p><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/08/13/drw_201008131202_martin_krebbers_im_gespraech_mit_a2dda9f2.mp3" target="_self">:</a></p><p>ErgÃ¤nzend ein GesprÃ¤ch mit Michael Behringer von der Sporthochschule KÃ¶ln:</p><p><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/08/13/drw_201008130802_interview_dr_michael_behringer_ue_52558a4b.mp3" target="_self">:</a></p><p>Ein Beitrag von der <a
title="Frischzellenkur fÃ¼r das Olympia-Business" href="http://www.jensweinreich.de/2010/08/11/frischzellenkur-fur-das-olympia-business/" target="_self">Begegnung mit meinem Freund Sepp</a> vorgestern:</p><blockquote><p>Er ist immer einer der ersten. Rechtzeitig vor Ort zu sein, kann nie schaden, sagt Joseph Blatter. Bei Kongressen seines FuÃŸball-Weltverbandes (FIFA) ist er stets zwei Stunden vorher im Saal. Er macht Stellproben, testet das Mikrofon und â€žwill die AtmosphÃ¤re fÃ¼hlenâ€œ. Dieses simple Prinzip der guten Vorbereitung hat ihm so manches Mal aus der Patsche geholfen. Auch zu den Olympischen Jugendspielen ist Blatter zeitig nach Singapur gekommen, vier Tage vor der ErÃ¶ffnung. PrÃ¤zise betrachtet beginnen aber diese ersten Youth Olympic Games nicht erst am Sonnabend mit einer groÃŸen Show in einem schwimmenden Stadion in der Marina Bay, sondern bereits am Donnerstag â€“ mit den ersten Spielen des FuÃŸballturniers. Die FuÃŸballer machen ja auch bei Olympia stets eine Ausnahme und kicken vor der ErÃ¶ffnungsfeier.</p><p>Blatter ist, wenn man so will, ein richtiger Olympier. Er hat ungezÃ¤hlte Skandale und brenzlige Situationen Ã¼berstanden, er ist ÃœberlebenskÃ¼nstler. Und er kennt seinen Coubertin. Den IOC-GrÃ¼nder zitiert er in FranzÃ¶sisch. Diese Jugendspiele bringen wirklich die Jugend der Welt zusammen, sagt er. So wie es Coubertin gewollt habe. Andere IOC-Mitglieder hatten zuvor schon die EinfÃ¼hrung der Olympischen Jugendspiele (durch IOC-PrÃ¤sident Jacques Rogge) auf eine Ebene gestellt mit der EinfÃ¼hrung der modernen Olympischen Spiele (durch Coubertin). Blatter beherrscht dieses Spiel. In Singapur, sagt er, â€žkÃ¶nnen die 3.600 Jungen und MÃ¤dchen diskutieren und eine bessere Zukunft aufbauenâ€œ. VoilÃ .</p><p>Es wurde viel debattiert Ã¼ber die Jugendspiele, auch in der FIFA. Denn Blatters Verband hatte den MÃ¤dchen aus dem Iran die Teilnahme an den Jugendspielen zunÃ¤chst verweigert. Kopftuchverbot: Sie durften nicht mit dem Hijab spielen. Das Thema machte etliche Wochen Schlagzeilen. SchlieÃŸlich wurde die Disqualifikation zurÃ¼ckgezogen und als Kompromiss ausgehandelt, dass die Iranerinnen mit einer Art Kappe spielen â€“ zum ersten Mal am Donnerstag gegen die TÃ¼rkei, beim eigentlichen Auftakt der Jugendspiele. IOC-Boss Rogge hat kÃ¼rzlich in einem Interview mit der Zeitung &#8220;Tagesspiegel&#8221; erklÃ¤rt, die FIFA habe befÃ¼rchtet, â€ždass durch einen Schleier jemand gewÃ¼rgt werden kÃ¶nnteâ€œ. Die VerbÃ¤nde, auch die FIFA wÃ¼rden die kulturellen Gewohnheiten berÃ¼cksichtigen. Auf den Kopftuchstreit geht Blatter am Mittwoch in Singapur in seiner Nobelabsteige St. Regis nicht weiter ein.</p><p>Die FIFA kommt den Vorstellungen des IOC-PrÃ¤sidenten, mit den Jugendspielen etwas Neues zu kreieren und nicht die sportliche HÃ¶chstleistung in den Vordergrund zu stellen, durchaus nahe. <a
title="www.fifa.com" href="http://de.fifa.com/mensyoutholympic/index.html" target="_blank">Das beweist schon das Teilnehmerfeld.</a> Bei den MÃ¤dchen: TÃ¼rkei, Iran, Chile, Trinidad, Papua-Neuguinea und Ã„quatorial-Guinea. Bei den Jungen: Bolivien, Montenegro, Haiti, Singapur, Simbabwe und Vanuatu. Die KontinentalverbÃ¤nde durften ihre Vertreter benennen, eine Art Qualifikation gab es nur in Europa. Ein Journalist aus Singapur fragt, ob es nicht besser gewesen wÃ¤re, einige der groÃŸen FuÃŸballnationen dabei zu haben. Dann wÃ¼rden sich die Tickets besser verkaufen. Blatter sagt, das wÃ¼rde â€ždem Geist dieser Jugendspiele widersprechenâ€œ.</p><p>Ausgerechnet der PrÃ¤sident des mit Steuerfreiheit gesegneten und stets mit juristischer Wucht agierenden Geldmacher-Konzerns FIFA erklÃ¤rt:</p><p><strong>â€žHier geht es nicht darum, Geld zu machen. Es geht um die Teilnahme! Ich wÃ¼rde sogar  die Stadiontore Ã¶ffnen! Wer zuschauen will, soll rein dÃ¼rfen!â€œ</strong></p><p><strong> </strong>Singapurs FuÃŸball-PrÃ¤sident Zainudin Nordin schaut nicht gerade glÃ¼cklich, als er das hÃ¶rt. Aber vielleicht spendiert Blatter in seiner altruistischen GÃ¼te den Gastgebern, deren Budget sich vervielfacht hat, einige Millionen.</p><p>Als er genug gepredigt hat, kommt Blatter doch wieder auf das TagesgeschÃ¤ft zu sprechen. Etwa auf jene beunruhigenden Meldungen aus Nordkorea, wonach dort die Spieler der WM-Mannschaft und deren Trainer Kim Jong-Hun Ã¶ffentlich gedemÃ¼tigt und mit Strafarbeit belegt worden sein sollen. Sogar von Folter war die Rede.</p><p>Blatter sagte, die FÃ¼hrung des nordkoreanischen FuÃŸballverbandes sei von der ParteifÃ¼hrung nach den drei Niederlagen bei der WM in SÃ¼dafrika ausgewechselt worden. Er habe am Dienstag der neuen FÃ¼hrung geschrieben und um AufklÃ¤rung gebeten. Asiens Verbandschef Mohamed Bin Hammam (Katar) sagte, er sei vor zwei Wochen in PjÃ¶ngjang gewesen und habe mit vier WM-Spielern Nordkoreas gesprochen. Den Trainer Kim, dessen Verbleib unklar ist, habe er nicht gesehen. Er kÃ¶nne die Berichte Ã¼ber Folterungen nicht bestÃ¤tigen.</p><p>SÃ¼dkoreas FuÃŸball-Chef Chung Mong-Joon, ein MilliardÃ¤r aus der Hyundai-Dynastie und FIFA-VizeprÃ¤sident, wollte sich zu den Meldungen aus dem Norden nicht Ã¤uÃŸern. Als derart prominenter SÃ¼dkoreaner schweigt er besser. Chung leistet sonst aber eine Menge fÃ¼r die AnnÃ¤herung zwischen den verfeindeten BrÃ¼dern. Und er ist natÃ¼rlich auch der Verbindungsmann der FIFA, um die Situation im Nachbarland zu klÃ¤ren. Da kommt Blatter mit seinen Coubertin-Zitaten nicht weiter.</p></blockquote><p>Den <a
title="Besuch in Nordkorea" href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/10/besuch-in-nordkorea/" target="_self">Nordkorea-Komplex</a> habe ich fÃ¼r den Deutschlandfunk etwas umfassender aufbereitet:</p><p><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/08/11/dlf_20100811_2250_fd8215fa.mp3" target="_self">:</a></p><p>Wobei sehr interessant ist, dass eigentlich die ganze Welt &#8211; alle Nachrichtenagenturen, die ich gelesen habe, und damit auch alle, die diese Texte gedruckt haben &#8211; berichtet hat, die FIFA habe eine Untersuchung eingeleitet. Ich halte das fÃ¼r unkorrekt. Denn Blatter hat sich beim PrÃ¤sidenten des nordkoreanischen FuÃŸballverbandes, der gerade neu von den Parteibonzen eingesetzt hat, mal eben erkundigt, was so lÃ¤uft in Nordkorea. Bezeichnend, dass die FIFA einen Tag spÃ¤ter diese Meldung auf ihre Webseite gestellt hat, die in gewisser Weise die Meldungen von der Blatter-Pressekonferenz konterkariert:</p><blockquote><p><strong>FIFA bestÃ¤tigt Schreiben an den Verband der Korea DVR</strong></p><p>Die FIFA kann bestÃ¤tigen, dass am 11. August 2010 ein Schreiben an den Fussball-Verband der Korea DVR geschickt wurde, in dem um Informationen zu den jÃ¼ngsten Medienberichten und dem auÃŸerplanmÃ¤ÃŸigen Kongress des Verbandes vom 19. Juni 2010 gebeten wird.</p><p>Bis die FIFA eine Antwort vom Verband der Korea DVR erhÃ¤lt, wird sie keine weiteren Stellungnahmen zu diesem Thema abgeben.</p></blockquote><p>Und schlieÃŸlich ein Beitrag von mir aus Singapur von heute Nachmittag:</p><p>Die olympische Welt ist klar strukturiert. Die einen logieren im Luxushotel Ritz-Carlton. Dort begrÃ¼ÃŸt der frisch gewÃ¤hlte ungarische StaatsprÃ¤sident PÃ¡l Schmitt, im Nebenjob Protokollchef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), beschwingt seine Sportkameraden. Die Stabhochspringerin Jelena Isinbajewa, russische Serien-Weltrekordlerin, beweist beim FrÃ¼hstÃ¼cksbuffet (fÃ¼r 24 Euro) gesunden Appetit. In der Lobby nebenan fÃ¼hrt John Fahey, PrÃ¤sident der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) erste Unterredungen. Es ist ein ganz gewÃ¶hnlicher Morgen im olympischen Business â€“ und doch ein besonderer. IOC-PrÃ¤sident Jacques Rogge eilt aus dem Fahrstuhl zur drauÃŸen wartenden Luxuskarosse. Es geht ins Olympische Dorf, wo er sich 30 vom IOC geladenen Nachwuchsreportern zum Interview stellt.</p><p>Im Dorf auf dem GelÃ¤nde der Nanyang-UniversitÃ¤t, zwanzig Kilometer vom Ritz entfernt, kurz vor der Grenze zu Malaysia, wohnen die 3.600 Teilnehmer der ersten Olympischen Jugendspiele. Eine sensationell gepflegte Anlage, die teilweise einem botanischen Garten gleicht. Nur die UnterkÃ¼nfte haben einige der 70 deutschen Sportler Ã¼berrascht. Toiletten auf dem Flur und Gemeinschaftsduschen finden manche gewÃ¶hnungsbedÃ¼rftig. Sie sind von Junioren-Weltmeisterschaften ein anderes Niveau gewohnt. â€žDas kÃ¶nnen sie nicht vergleichenâ€œ, sagt IOC-VizeprÃ¤sident Thomas Bach, â€žbei einer Junioren-WM sind die Sportler in Hotels, hier in einem Dorf, denn nur das schafft eine dichte AtmosphÃ¤re.â€œ</p><p>Die AtmosphÃ¤re ist sehr wichtig bei diesen Jugendspielen. Denn es soll ja, so die Postulate des IOC, nicht nur um Medaillen gehen, sondern um Bildung und Erziehung, um olympische Werte, um den alten Coubertin im dritten Jahrtausend gewissermaÃŸen. Die 14- bis 18-jÃ¤hrigen werden viel feiern in ihrem Dorf. â€žEs fÃ¼hlt sich an wie Olympia, aber mit ganz viel Drumherumâ€œ, sagt die 15-jÃ¤hrige Berliner Wasserspringerin Kieu Trang Duong, die am Sonnabend bei der ErÃ¶ffnungsfeier die deutsche Fahne in ein auf dem Meer schwimmendes Stadion trÃ¤gt.</p><p>Thomas Bach hat als PrÃ¤sident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) die Losung ausgegeben, nicht auf Medaillen zu schauen. â€žIch freue mich fÃ¼r jeden, der seine Leistung bringt und mit sich selbst zufrieden istâ€œ, sagt Bach. Als deutscher Chef de Mission fungiert allerdings der Sachse Ulf Tippelt, und der ist beim DOSB nicht als Bildungsreferent, sondern als Leistungssportdirektor angestellt. â€žIch komme aber aus dem Landessportbund Sachsenâ€œ, fÃ¼hrt Tippelt zu seiner Verteidigung an, â€žund da habe ich sehr wohl mit Jugend- und Breitensport zu tun gehabt.â€œ</p><p><span
id="more-9320"></span>In der Regel sind die Jugendspiele fÃ¼r die deutschen Teilnehmer nicht der JahreshÃ¶hepunkt, sagt Tippelt: â€žDas waren Junioren-Welt- oder Europameisterschaften.â€œ Er schwÃ¶rt geradezu, dass er keine Excel-Charts mit Medaillen und LÃ¤nderpunkten in der Arbeitstasche hat â€“ anders als bei den richtigen Olympischen Spielen. Allerdings berichten einige der 20 olympischen FachverbÃ¤nde, in denen deutsche Sportler beteiligt sind, erstaunt von Anrufen aus der DOSB-Zentrale. Da wurde nach Medaillen-Erwartungen gefragt.</p><p>Tippelt sagt: â€žEs kann Anrufe gegeben haben fÃ¼r die Planung, fÃ¼r den DOSB-PrÃ¤sidenten oder unsere EhrengÃ¤ste.â€œ Wenn VIPs einen Wettkampf besuchen, â€žwÃ¤re es natÃ¼rlich schade, wenn da kein Deutscher teilnimmt und im Finale istâ€œ. Das sei ganz harmlos gewesen. â€žWir haben keinen Leistungs- oder Erfolgsdruck auf die VerbÃ¤nde ausgeÃ¼bt.â€œ Man wolle nicht zu frÃ¼h Erwartungsdruck aufbauen.</p><blockquote><p>â€žDas ist ja gerade die Chance dieser Spiele, dass die Athleten mal ohne Leistungsdruck olympische Luft schnuppern kÃ¶nnen.â€œ</p></blockquote><p>Lernen sollen die Kids auch. Die Organisatoren unterbreiten ein umfangreiches Kultur und Bildungsprogramm. Gudrun Doll-Tepper, DOSB-Vize und ehemals PrÃ¤sidentin des Weltrates fÃ¼r Sportwissenschaft, hat daran mitgewirkt. â€žKritik an den Jugendspielen wurde nicht ausgespartâ€œ, behauptet Frau Doll-Tepper. Es sei hart gerungen worden in den Diskussionen mit dem IOC. In Singapur ist keines der Bildungsseminare obligatorisch, es steht den Sportlern frei, hinzugehen oder es sein zu lassen. Nachgefragt sind vor allem Angebote, die sich mit Fragen der langfristigen Karriereplanung und damit beschÃ¤ftigen, wie sportliche, schulische und berufliche Ausbildung in Einklang zu bringen sind. Sind sie das Ã¼berhaupt? AuÃŸerdem gut gebucht:</p><blockquote><p>â€žAlles was mit Gesundheit, DopingprÃ¤vention, Internet und neuen Technologien zu tun hat.â€œ</p></blockquote><p>Die Jugendspiele sollen das VermÃ¤chtnis des 2013 aus dem Amt scheidenden IOC-Chefs Rogge sein. Rund 300 Millionen Euro kostet das Projekt, es ist alles gerichtet. DrauÃŸen im Olympischen Dorf meldeten die Organisatoren erst einmal Alarm: Eigentlich hatten sie unter den tropischen Bedingungen â€“ Singapur liegt nur etwas mehr als 100 Kilometer vom Ã„quator entfernt â€“ tÃ¤glich mit 20 Wasserflaschen pro Sportler gerechnet. Doch das Wasser ging am Donnerstag aus. Viele Teams hatten VorrÃ¤te gebunkert. Dieses Problem lies sich lÃ¶sen.</p><p>Ãœber andere Probleme dieser Jugendspiele aber wird man weiter debattieren.<br
/> <a
href="http://flattr.com/thing/48604/Notizen-von-den-Olympischen-Jugendspielen" target="_blank"><br
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isPermaLink="false">http://www.jensweinreich.de/?p=8822</guid> <description><![CDATA[Es gibt ein Leben neben der FuÃŸball-WM. Linkfutter fÃ¼r zwischendurch, Lesebefehle habe ich zuletzt strÃ¤flich vernachlÃ¤ssigt: Fecht-Olympiasieger und IOC-Mitglied PÃ¡l Schmitt, langjÃ¤hriger Protokollchef des IOC und Mitglied des EuropÃ¤ischen Parlaments, ist zum neuen StaatsprÃ¤sidenten Ungarns gewÃ¤hlt worden. PÃ¡l Schmitt auf Wikipedia Webseite des ungarischen PrÃ¤sidenten Oops, mal wieder eine Entscheidung des Eislauf-Weltverbandes ISU, die anderswo [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt ein Leben neben der FuÃŸball-WM. Linkfutter fÃ¼r zwischendurch, Lesebefehle habe ich zuletzt strÃ¤flich vernachlÃ¤ssigt:</p><p>Fecht-Olympiasieger und IOC-Mitglied <strong>PÃ¡l Schmitt</strong>, langjÃ¤hriger Protokollchef des IOC und Mitglied des <a
title="PÃ¡l Schmitt im EU-Parlament" href="http://www.europarl.europa.eu/members/archive/alphaOrder/view.do?language=EN&amp;id=28133" target="_blank">EuropÃ¤ischen Parlaments</a>, ist zum neuen <a
title="google news zu PÃ¡l Schmitt" href="http://www.google.de/search?num=100&amp;hl=de&amp;newwindow=1&amp;q=pal%20schmitt&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;tbo=u&amp;tbs=nws:1&amp;source=og&amp;sa=N&amp;tab=wn" target="_blank">StaatsprÃ¤sidenten Ungarns</a> gewÃ¤hlt worden.</p><ul><li><a
title="Wikipedia: PÃ¡l Schmitt" href="http://en.wikipedia.org/wiki/P%C3%A1l_Schmitt" target="_blank">PÃ¡l Schmitt</a> auf Wikipedia</li><li>Webseite des <a
title="Office of the President of the Republic of Hungary" href="http://www.keh.hu/home.html" target="_blank">ungarischen PrÃ¤sidenten</a></li></ul><p>Oops, mal wieder eine Entscheidung des Eislauf-Weltverbandes ISU, die anderswo mindestens so ausgiebig diskutiert wird, wie in Deutschland der <a
title="alle BeitrÃ¤ge zum Fall Pechstein" href="http://jensweinreich.de/?cat=1590" target="_self">Fall Pechstein</a>. Ich wusste gar nicht, dass die ISU noch zwischen Profis und SchaulÃ¤ufern und vielleicht sogar Amateuren unterscheidet. Ich halte es beim ersten Hinsehen fÃ¼r absurd, dass <a
title="Jewgeni Pluschenko" href="http://evgeniplushenko.net/" target="_blank"><strong>Jewgeni Pluschenko</strong></a> gesperrt wird und nicht an den Winterspielen 2014 in Sotschi teilnehmen soll. Ausgerechnet Pluschenko! Hier ist er Ã¼brigens kurz nach der VerkÃ¼ndung von Sotschi als Olympiastadt 2014, damals im Juli 2007 in Guatemala City:</p><div
id="attachment_8825" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><img
class="size-full wp-image-8825" title="Jewgeni Pluschenko, Guatemala, Juli 2007" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/pluschenko2007.jpg" alt="Jewgeni Pluschenko, Guatemala, Juli 2007" width="530" height="398" /><p
class="wp-caption-text">Jewgeni Pluschenko, Guatemala, Juli 2007</p></div><p>Der <a
title="ISU" href="http://www.isu.org/vsite/vcontent/content/transnews/0,10869,4844-128590-19728-18885-308215-3787-4771-layout160-129898-news-item,00.html" target="_blank">ISU-Beschluss</a>, gegen den Pluschenko vor den CAS ziehen kann:</p><blockquote><p>Decision of the ISU Council on Eligibility of Mr. Evgeny Plushenko (RUS)</p><p>Based on evidence presented the Council has concluded that Mr. Evgeny Plushenko breached the ISU eligibility rule 102, paragraph 2, i) of the ISU General Regulations and as a consequence has become ineligible under paragraph 7 a) of that rule. The evidence has proved to the satisfaction of the Council that Mr. E. Plushenko, a skater and member of the Figure Skating Federation of Russia (FSFR), skated in exhibitions held in March and April 2010, in Russia and other countries, without the express prior authorization of the FSFR. Such activity is a breach of the ISU eligibility rules and results in the loss of eligibility.</p><p>The present decision communicated to both Mr E. Plushenko and the FSFR may be appealed to the Court of Arbitration for Sport, Lausanne, Switzerland, within 21 days upon receipt of the decision, in accordance with Article 25, paragraph 2, c) of the ISU Constitution.</p></blockquote><p>Wie erwartet hat sich <strong>Thomas Bach</strong> dazu durchgerungen, als DOSB-PrÃ¤sident zu verlÃ¤ngern. Ein halbes Jahr vor der Entscheidung Ã¼ber die <a
title="alle BeitrÃ¤ge zu MÃ¼nchen 2018" href="http://www.jensweinreich.de/category/munchen-2018/" target="_self">Olympischen Winterspiele 2018</a> wÃ¤re ein Ausstieg ein katastrophales Zeichen gewesen. Die Mitgliederversammlung findet am 4. Dezember 2010 in MÃ¼nchen statt. Der DOSB sagt:</p><blockquote><p>Am Montag erklÃ¤rten PrÃ¤sident Thomas Bach, Walter Schneeloch, VizeprÃ¤sident Breitensport/Sportentwicklung, Hans-Peter KrÃ¤mer, VizeprÃ¤sident Wirtschaft und Finanzen, Gudrun Doll-Tepper, VizeprÃ¤sidentin Bildung und Olympische Erziehung, und Ilse Ridder-Melchers, VizeprÃ¤sidentin Frauen und Gleichstellung, dass sie sich am 4. Dezember 2010 dem Votum der Mitgliederversammlung stellen wollen. <a
title="alle BeitrÃ¤ge zu Eberhard Gienger" href="http://www.jensweinreich.de/?s=eberhard+gienger" target="_self">Eberhard Gienger, VizeprÃ¤sident Leistungssport</a>, wird wegen der <strong>Doppelbelastung aus seiner politischen TÃ¤tigkeit als Bundestagsabgeordneter und als DOSB-PrÃ¤sidiumsmitglied</strong> nicht erneut antreten. Dies nahm das PrÃ¤sidium mit Bedauern, aber auch mit Respekt und VerstÃ¤ndnis zur Kenntnis. Ingo Weiss wird im Oktober 2010 erneut als Vorsitzender der Deutschen Sportjugend (dsj) kandidieren, ebenso Christian Breuer als Vertreter der Aktiven; die Voten der dsj bzw. der Aktiven wÃ¼rden der Mitgliederversammlung dann im Dezember zur BestÃ¤tigung vorgelegt werden.</p></blockquote><p>Ich denke, Ausstiegschancen geben sich fÃ¼r Bach nach der IOC-Session im Juli 2011, wenn Ã¼ber die Winterspiele abgestimmt wird, immer noch. Er muss dann seine IOC-PrÃ¤sidentschaft vorbereiten, das IOC wÃ¤hlt 2013 in Buenos Aires den neuen PrÃ¤sidenten/die erste PrÃ¤sidentin.</p><p>Zu Gienger: Ist mir Ã¼berhaupt nicht klar gewesen, dass der CDU-Mann mit seinen Aufgaben belastet ist.</p><p>Und noch mal <strong>Russland/Sotschi</strong> bzw. das <a
title="Medwedew, Sotschi 2014 und das Vancouver-Nachbeben" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/31/medwedew-sotschi-2014-und-das-vancouver-nachbeben/" target="_self">Vancouver-Nachbeben</a>. Der russische Rechnungshof, wenn ich das auf die Schnelle richtig Ã¼bersetze, hat einen Bericht zum Umgang mit den Olympiafinanzen fÃ¼r die Vorbereitung auf die Vancouver-Spiele vorgelegt. VÃ¶llig Ã¼berraschend ist von Korruption und Misswirtschaft die Rede. Ja, ich weiÃŸ, Putin und Medwedew haben das in Auftrag gegeben, denen ist nicht zu trauen. Egal, was mich hier fast mehr interessiert, warum so genannte olympische Insiderdienste wie <a
title="Inside the Games" href="http://insidethegames.biz/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=9927:report-finds-russian-preparations-for-vancouver-compromised-by-corruption&amp;catid=86:vancouver-2010-news&amp;Itemid=91" target="_blank">Inside the Games</a> oder <a
title="Around the Rings" href="http://aroundtherings.com/" target="_blank">Around the Rings</a> und andere Medien darÃ¼ber berichten, ohne Quellen zu nennen und den Bericht zu verlinken. Mich nervt das kolossal, tÃ¤glich mehr, wenn ich nicht zum Original gefÃ¼hrt werde, wenn Leute meinen, sie mÃ¼ssten Ihre BeitrÃ¤ge stets ohne Belege und weiterfÃ¼hrende Hinweise verÃ¶ffentlichen. Vielleicht war ich nur zu blÃ¶d, sicher kann mir jemand helfen und bessere Links finden als diese, etwa einen zum Originalbericht des russischen Rechnungshofes? Danke schon mal.</p><ul><li><a
title="Webseite des russischen Premiers Putin" href="http://premier.gov.ru/eng/events/news/11213/" target="_blank">Putins Arbeitstag</a> mit dem &#8220;Board of the Council for Physical Fitness and Sports&#8221; vorgestern in Sotschi</li><li>Auf <a
title="RT.com" href="http://rt.com/prime-time/2010-06-29/vancouver-oplympics-misspending-russia.html#" target="_blank">Russia Today</a> habe ich einen kleinen Bericht gefunden, verzichte aber darauf, das Video einzubinden, weil es meistens Probleme verursacht. Auf dem <a
title="RT Youtube" href="http://www.youtube.com/user/RussiaToday" target="_blank">Youtube Channel</a> fand ich den Bericht noch nicht.</li><li>Auf der Webseite der <a
title="Accounts Chamber Russia" href="http://www.ach.gov.ru/en/bulletin/529/" target="_blank">Accounts Chamber</a>, wenn es die richtige ist, gibt es zwar Bulletins, aber ich kann nichts sehen, Ã¶ffnen bzw. runterladen.</li><li>Reuters: <a
title="reuters.com" href="http://www.reuters.com/article/idUSTRE65R54Z20100628" target="_blank">&#8220;Evidence of Russian &#8216;corruption&#8217; over 2010 preparation&#8221;</a></li></ul><p>Wie gesagt, vielleicht kann jemand mit besseren BeitrÃ¤gen dienen.</p><p>Blatters ehemaliger AuÃŸenpolitik-Chef, der kurz vor der WM unter Druck gefeuerteÂ <a
title="Unruhe in der FIFA: Blatter feuert Jerome Champagne, seinen wichtigsten Mann" href="http://www.jensweinreich.de/2010/01/16/unruhe-in-der-fifa-blatter-feuert-jerome-champagne-seinen-wichtigsten-mann/" target="_self"><strong>JÃ©rÃ´meÂ Champagne</strong></a>, hat einen neuen Job. Er schreibt:</p><blockquote><p>Dear friends,</p><p>It is with pleasure that I can announce to you that the Palestinian National Authority appointed me as &#8220;Adviser to the PNA for the development of sport and football&#8221; in Palestine.</p><p>Here attached you can find the press release issued in Ramallah on 21st June in Arabic, English and French versions.</p><p>This position is attached to the PNA President, H.E. Mr. Mahmoud Abbas, and the PNA Prime Minister, H.E. Mr. Salam Fayyad, and to be executed under the guidance of the Palestinian National Olympic Committee and Palestinian FA President, Mr. Jibril Rajoub.</p><p>Four intital directions were given to me:</p><ul><li>the administration of Palestinian football,</li><li>the launch of the Palestinian professional league</li><li>the marketing of these activities,</li><li>the developement of international relations for Palestinian sport and football with sport organizations at world, continental and national levels (including the sister football federations) AND with foreign governments, international organizations, etc.</li></ul><p>This mission bears a huge responsability but represents also a privilege for me to continue what I was doing in my eleven FIFA years to help Palestinian football with the support of the FIFA President, Mr. Joseh S. Blatter.</p><p>This email is just a first information for you and I will contact you at a later stage when we will be able to start the first concrete projects.</p><p>Thanking you in advance for your future support of my new mission,</p><p>With my best regards,</p><p>Jerome</p></blockquote><p><em>Nachtrag</em>, apropos <strong>Pechstein</strong>: Gerade verbreitet ihr PR-BÃ¼ro Powerplay die Meldung, wonach die gesperrte EisschnelllÃ¤uferin eine Einstweilige VerfÃ¼gung gegen Prof. <strong>Fritz SÃ¶rgel</strong> erwirkt hat &#8211; im Eilverfahren ohne mÃ¼ndliche Verhandlung (einen Dringlichkeitsaspekt kann ich anders als der <a
title="Buskeismus.de" href="http://www.buskeismus.de/" target="_blank">putzige Richter Buske</a> nicht erkennen).</p><p>Demnach</p><blockquote><p>&#8230; darf SÃ¶rgel nicht mehr denÂ Eindruck erwecken, die fÃ¼nfmalige Olympiasiegerin hÃ¤tte in ihrer sportlichenÂ Karriere Dopingmittel eingenommen oder verbotene Methoden zurÂ Leistungssteigerung angewandt &#8230;</p></blockquote><p>Die VerfÃ¼gung bezieht sich auf ein Rundfunkinterview vom 19. MÃ¤rz 2010! Hochinteressant. Wie gesagt, der Richter heiÃŸt Buske, ProzessbevollmÃ¤chtigte sind &#8220;RechtsanwÃ¤lte Schertz pp.&#8221; &#8211; muss man mehr sagen? Bitte vorsichtig sein mit den Kommentaren &#8211; Abmahngefahr. Die VerfÃ¼gung findet sich auf der Webseite von <a
title="Claudia Pechstein.de" href="http://claudiapechstein.de/index2.shtml" target="_blank">Claudia Pechstein</a>.</p><p><em>Nachtrag 2:</em> Zur VerfÃ¼gung des Richters Buske teilt Prof. SÃ¶rgel soeben mit:</p><blockquote><p>Wir werden diese Entscheidung natÃ¼rlich nicht hinnehmen. Die BegrÃ¼ndetheit der AnsprÃ¼che werden wir in einem Klageverfahren klÃ¤ren lassen.Â KÃ¤me es dann zu einer Verhandlung, kÃ¶nnte auch die Ã–ffentlichkeit einen besseren Eindruck gewinnen was die wissenschaftliche Basis der Pechstein- Seite ist.Â NatÃ¼rlich werden wir die â€žCreme de la Cremeâ€œ nationaler wie internationaler, und wahrhaft unabhÃ¤ngiger Gutachter die Argumentation der Gegenseite kritisch Ã¼berprÃ¼fen lassen.</p><p>Diese Entscheidung des Hamburger Gerichtes wÃ¼rde mir einen Maulkorb verhÃ¤ngen, denn Ziel ist es ja mich zum Schweigen zu bringen, zumal ich eben bisher in den wirklich wichtigen Fragen nicht in die Knie zu zwingen war. Das soll auch in Zukunft so bleiben und meine Argumente sollen Gerichten wie Ã–ffentlichkeit jederzeit zur VerfÃ¼gung stehen.</p><p>Ich werde so lange kÃ¤mpfen bis die Wissenschaft , wie bisher beim ISU und CAS ihr Recht bekommt. Es kann nicht angehen, dass man Wissenschaftler mit guten und nachvollziehbaren Argumenten einen Maulkorb umhÃ¤ngen kann.</p><p>Die nachfolgenden AusfÃ¼hrungen von RA Scholz-Recht legen auch dar wie oft wir uns schon gegen die AntrÃ¤ge der Kanzlei Scherz &amp; Bergmann erfolgreich vor Gericht gewehrt haben. Wir haben daraus aber keine Medienkampagne gemacht. Jetzt mÃ¼ssen die Dinge aber ausfÃ¼hrlich dargestellt werden.</p></blockquote><p>Seine RechtsanwÃ¤ltin NicolaÂ Scholz-Recht schreibt: <span
id="more-8822"></span></p><blockquote><p><strong>1. </strong></p><p>Im Oktober 2009 hatte Frau Pechstein durch ihren BevollmÃ¤chtigten, Herrn Rechtsanwalt Bergmann aus Berlin, eine erste Abmahnung aussprechen lassen und UnterlassungsansprÃ¼che wegen drei verschiedener Behauptungen, die Sie im Rahmen einer ZDF-Sendung vom 23.10.2009 aufgestellt hatten, geltend gemacht.</p><p>Diese UnterlassungsansprÃ¼che hatte ich mit ausfÃ¼hrlichem Schreiben vom 30.10.2009 als unbegrÃ¼ndet zurÃ¼ckgewiesen.</p><p>Um zu verhindern, dass die Gegenseite eine einstweilige VerfÃ¼gung ohne vorherige mÃ¼ndliche Verhandlung erwirkt, hatte ich sodann bei den Landgerichten NÃ¼rnberg-FÃ¼rth, Berlin und Hamburg sogenannte Schutzschriften hinterlegt, um die Gerichte vor Eingang eines entsprechenden VerfÃ¼gungsantrags bereits Ã¼ber unsere Sichtweise und Argumentation zu informieren.</p><p>AnschlieÃŸend hatte die Gegenseite beim Landgericht Berlin den Erlass einer einstweiligen VerfÃ¼gung beantragt. Mit diesem Antrag ist Frau Pechstein gescheitert. Das Landgericht Berlin hat ihn als unbegrÃ¼ndet zurÃ¼ckgewiesen mit der BegrÃ¼ndung, dass â€žes sich sÃ¤mtlichst um zulÃ¤ssige MeinungsÃ¤uÃŸerungen [handelt], die auch auf erkennbaren AnknÃ¼pfungstatsachen basierenâ€œ (Beschluss des Landgerichtes Berlin vom 19.11.2009, Az.: 27 O 1084/09, Seite 2).</p><p>In Konsequenz musste Frau Pechstein auch die Kosten des Verfahrens tragen und hat die bei mir durch meine TÃ¤tigkeit entstandene VerfahrensgebÃ¼hr erstattet.</p><p><strong>2. </strong></p><p>Frau Pechstein hat durch ihren anwaltlichen Vertreter eine weitere Abmahnung vom 22.03.2010 wegen einer in der NZZ vom 21.03.2010 erschienenen Behauptung aussprechen lassen und erneut die Abgabe einer strafbewehrten UnterlassungserklÃ¤rung gefordert. Auch diese Abmahnung habe ich nach RÃ¼cksprache mit Ihnen als unbegrÃ¼ndet zurÃ¼ckgewiesen und dargelegt, dass die angegriffene Behauptung den Tatsachen entspricht.</p><p>Mir ist nicht bekannt, ob die Gegenseite eventuell versucht hat, auch wegen dieser Behauptung eine einstweilige VerfÃ¼gung zu beantragen. Jedenfalls wÃ¤re ein eventuell bei Gericht eingereichter VerfÃ¼gungsantrag nicht erfolgreich gewesen, weil uns in dieser Angelegenheit niemals ein gerichtliches Verbot zugestellt worden ist. Entweder hat die Gegenseite diesen Anspruch nicht weiterverfolgt oder sie hatte damit keinen Erfolg.</p><p><strong>3. </strong></p><p>Am 25.03.2010 hat Frau Pechstein durch Herrn Rechtsanwalt Bergmann eine weitere Abmahnung aussprechen lassen wegen eines auf den Internetseiten von â€žZappâ€œ verÃ¶ffentlichten Interviews. Mit dieser Abmahnung wurden insgesamt zwei Behauptungen angegriffen.</p><p>Auch diese Abmahnung habe ich als unbegrÃ¼ndet zurÃ¼ckgewiesen.</p><p>In diesem Fall hat die Gegenseite erneut beim Landgericht Berlin den Erlass einer einstweiligen VerfÃ¼gung beantragt. Mit diesem Antrag ist sie zur HÃ¤lfte gescheitert, weil das Landgericht Berlin eine der beiden Behauptungen als zulÃ¤ssig angesehen hat. Die andere Behauptung (Stichwort: â€žUntersuchung in QuarantÃ¤neâ€œ) hat das Landgericht Berlin als unzulÃ¤ssig angesehen.</p><p>Nach lÃ¤ngeren Ãœberlegungen hatten wir uns allein aus prozessÃ¶konomischen GrÃ¼nden entschieden, dagegen nicht vorzugehen, weil das Thema heute nicht mehr aktuell ist und es deshalb wirtschaftlich nicht lohnt, darÃ¼ber einen Streit zu fÃ¼hren. Da die Gegenseite in diesem Verfahren die Kosten auch zur HÃ¤lfte selbst tragen musste, war eine Verteidigung gegen dieses Verbot auch aus KostengrÃ¼nden nicht erforderlich.</p><p><strong>4. </strong></p><p>Am 09.04.2010 hat Frau Pechstein durch Herrn Rechtsanwalt Bergmann eine weitere Abmahnung aussprechen lassen, auf die wir nicht mehr geantwortet haben.</p><p>Die Gegenseite hat deshalb erneut einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen VerfÃ¼gung gestellt, diesen aber diesmal beim Landgericht Hamburg eingereicht, vermutlich wegen der BefÃ¼rchtung, beim Landgericht Berlin wiederum nicht in vollem Umfang den gewÃ¼nschten Erfolg zu erzielen.</p><p>Das Landgericht Hamburg hat die einstweilige VerfÃ¼gung in dem beantragten Umfang ebenfalls nicht erlassen. Die Gegenseite musste zunÃ¤chst schriftsÃ¤tzlich nochmals nachbessern und schlieÃŸlich den Antrag einschrÃ¤nken, so dass sie auch in diesem Fall nicht in vollem Umfang Erfolg hatte, sondern das Landgericht Hamburg nur ein eingeschrÃ¤nktes Verbot erlassen und der Gegenseite Â¼ der Kosten auferlegt hat. Dieser Beschluss wurde allerdings erlassen, ohne uns Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.</p><p>In diesem Fall erwÃ¤gen wir, die Gegenseite zur Einreichung einer Hauptsacheklage zu zwingen, um dann die MÃ¶glichkeit zu haben, die Richtigkeit der angegriffenen Behauptung ggf. auch durch SachverstÃ¤ndigengutachten unter Beweis stellen zu kÃ¶nnen.</p></blockquote><p><script type="text/javascript">// < ![CDATA[
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isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=7804</guid> <description><![CDATA[Leichte Kost fÃ¼r zwischendurch: einige BeitrÃ¤ge, die ich in den vergangenen Tagen fÃ¼r den Deutschlandfunk produziert habe. Kann das alles aus ZeitgrÃ¼nden nicht webgemÃ¤ÃŸ aufarbeiten, verschÃ¶nern und zu Quellen verlinken &#8211; ausnahmsweise. HÃ¶ren ist gewiss auch mal ganz schÃ¶n. 1) Ein Bericht Ã¼ber die Olympiavorbereitungen in Sotschi Und es sprach Ski-WeltprÃ¤sident Gian-Franco Kasper: â€?Was wir [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Leichte Kost fÃ¼r zwischendurch: einige BeitrÃ¤ge, die ich in den vergangenen Tagen fÃ¼r den Deutschlandfunk produziert habe. Kann das alles aus ZeitgrÃ¼nden nicht webgemÃ¤ÃŸ aufarbeiten, verschÃ¶nern und zu Quellen verlinken &#8211; ausnahmsweise. HÃ¶ren ist gewiss auch mal ganz schÃ¶n.</p><p>1) <strong>Ein Bericht Ã¼ber die Olympiavorbereitungen in Sotschi</strong></p><p>Und es sprach Ski-WeltprÃ¤sident Gian-Franco Kasper:</p><blockquote><p>â€?Was wir jetzt sagen kÃ¶nnen, und das ist natÃ¼rlich rein vom Auge her: Man sieht Ã¼berall eine Riesen-Baustelle, hÃ¶chstwahrscheinlich die grÃ¶ÃŸte Baustelle im Moment in Europa. Und es wird also gearbeitet wie wild, also 24 Stunden. Das sieht gewaltig aus. Wie viel wirklich realisiert wird, das sei dahingestellt. Aber ich muss schon sagen, die meisten PlÃ¤ne, die man seit drei Jahren gehabt hat, die sind jetzt in der Realisation. Es fehlen noch einige Sachen, wenn ich an meinen Sport zum Beispiel denke.Â Ich wÃ¼rde sagen, es sieht im Moment sicher nicht schlecht aus mit den Vorbereitungen. Aber es muss noch enorm viel gearbeitet werden. Und man kann nie damit rechnen, dass alles nach Plan lÃ¤uft, etwa beim Tunnelbau, da kann es immer geologische GrÃ¼nde geben, die eine VerzÃ¶gerung bringen. Aber VerzÃ¶gerungen vertrÃ¤gt man ganz sicher nicht.â€?</p></blockquote><p><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/04/17/dlf_20100417_1937_17ebb848.mp3" target="_self">:</a></p><p>2) <strong>Die Zukunft des UDIOCM</strong></p><p>Macht Thomas Bach als DOSB-PrÃ¤sident weiter? Kann er DOSB-PrÃ¤sident bleiben und sich gleichzeitig ansprechend um seine IOC-PrÃ¤sidentschaft kÃ¼mmern?Â Erstaunlich dabei, dass mir Eishockey-WeltprÃ¤sident RenÃ© Fasel verraten hat, was Bach in Deutschland ja Ã¶ffentlich einfach nicht zugeben will, oder habe ich etwas verpasst?</p><p>RenÃ© Fasel sagt:</p><blockquote><p>Thomas sagt das ja selber, er ist ein Kandidat fÃ¼r 2013. Er ist ein fÃ¤higer Kandidat, auch ein guter Kandidat. Warum nicht?</p></blockquote><p><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/04/18/dlf_20100418_1950_2aa90e53.mp3" target="_self">:</a></p><p>3) <strong>Nachruf auf Juan Antonio Samaranch</strong></p><p>Wie sagte Willi Daume schon zu Samaranchs Amtsantritt Anfang der 1980er Jahre?</p><blockquote><p>&#8220;Sie wissen von bedenklichen Erscheinungen beim IOC. Die tumultarische Entwicklung der Fernseheinnahmen, deren AusmaÃŸ mit den neuen Medien noch gar nicht abzusehen ist, hat einiges Schlimme bewirkt. Organisation breitet sich in unvorstellbarem MaÃŸe aus. Immer neue Organisationen ohne einleuchtende Aufgaben, Wichtigtuerei, Politik und Propaganda im Hintergrund. Kein Wissen um die Grenzen in dieser Hinsicht, keine Bescheidenheit. Sport und die Jugend stehen im Hintergrund, keine geistige FÃ¼hrung. Wohin soll das alles fÃ¼hren?&#8221;</p></blockquote><p><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/04/24/dlf_20100424_1951_0dc8c4cb.mp3" target="_self">:</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/04/26/was-vom-tage-ubrig-bleibt-55-sotschi-karriereplane-des-udiocm-samaranch/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>4</slash:comments> <enclosure
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isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=7566</guid> <description><![CDATA[Der Deutsche Olympische Sportbund teilt mit, dass er soeben neueÂ Pro-Bono-Anzeigen entworfen hat: Wir wÃ¼rden Sie bitten, diese Information an die Anzeigenabteilung Ihres Hauses weiterzugeben.Â Es wÃ¤re erfreulich, wenn Sie die Anzeigen wie in der Vergangenheit auf freien PlÃ¤tzen in den Publikationen Ihres Verlages einsetzen wÃ¼rden. (&#8230;) Besten Dank fÃ¼r Ihre UnterstÃ¼tzung! In diesem Haus liegen Journalismus [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Der Deutsche Olympische Sportbund teilt mit, dass er soeben neueÂ Pro-Bono-Anzeigen entworfen hat:</p><blockquote><p>Wir wÃ¼rden Sie bitten, diese Information an die Anzeigenabteilung Ihres Hauses weiterzugeben.Â Es wÃ¤re erfreulich, wenn Sie die Anzeigen wie in der Vergangenheit auf freien PlÃ¤tzen in den Publikationen Ihres Verlages einsetzen wÃ¼rden. (&#8230;)</p><p>Besten Dank fÃ¼r Ihre UnterstÃ¼tzung!</p></blockquote><p>In diesem Haus liegen Journalismus und Anzeigenmanagement in einer Hand. Und freie PlÃ¤tze sind ausreichend vorhanden.</p><p>Mir ist gerade so, kurz vor den Feiertagen. VoilÃ :</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-7567" title="dosb1-web" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/04/dosb1-web.gif" alt="" width="530" height="264" /></p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-7568" title="dosb2-web" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/04/dosb2-web.gif" alt="" width="530" height="263" /></p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-7569" title="dosb3-web" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/04/dosb3-web.gif" alt="" width="530" height="263" /></p><p>Um die Werbepause komplett zu machen:</p><ul><li>hier noch die <a
title="DOSB ImagebroschÃ¼re 2009" href="http://www.dosb.de/fileadmin/fm-dosb/downloads/DOSB-Textsammlung/DOSB_Image_D_72web.pdf" target="_blank"><strong>ImagebroschÃ¼re</strong></a> des DOSB <em>(pdf, 6 MB)</em></li></ul><p><em></em>Viel VergnÃ¼gen!</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/04/01/werbepause-der-dosb/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>11</slash:comments> </item> <item><title>Wie DOSB und BMI den Bundestags-Sportausschuss narren</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/03/06/wie-dosb-und-bmi-den-bundestags-sportausschuss-verarschen/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/03/06/wie-dosb-und-bmi-den-bundestags-sportausschuss-verarschen/#comments</comments> <pubDate>Sat, 06 Mar 2010 19:48:03 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[bmi]]></category> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[dagmar freitag]]></category> <category><![CDATA[deutschlandfunk]]></category> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[doping]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[steuermittel]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[antidopingbericht]]></category> <category><![CDATA[astrid rawohl]]></category> <category><![CDATA[bÃ¼ndnis 90/die grÃ¼nen]]></category> <category><![CDATA[cdu]]></category> <category><![CDATA[christoph bergner]]></category> <category><![CDATA[dlv]]></category> <category><![CDATA[eberhard gienger]]></category> <category><![CDATA[fdp]]></category> <category><![CDATA[grit hartmann]]></category> <category><![CDATA[joachim gÃ¼nther]]></category> <category><![CDATA[klaus riegert]]></category> <category><![CDATA[michael vesper]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=7219</guid> <description><![CDATA[Nachklapp zur Schein-Debatte im Bundestags-Sportausschuss, zum sportpolitischen Komplex und dem so genannten Antidopingbericht 2008. Zum ReinhÃ¶ren: Gerade hat Astrid Rawohl im Deutschlandfunk ein ausfÃ¼hrliches Interview mit der DLV-VizeprÃ¤sidentin und Sportausschuss-Chefin im Bundestag gefÃ¼hrt, mit Dagmar Freitag (SPD). Es ist in gewisser Weise ein Dokument der Hilflosigkeit, Frau Freitag muss mehrfach schwer schlucken. Wer aufmerksam zuhÃ¶rt, [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Nachklapp zur Schein-Debatte im Bundestags-Sportausschuss, zum <a
title="Der sportpolitische Komplex oder: DopingmÃ¤ngel bei den GoldverbÃ¤nden BSD und DESG" href="http://jensweinreich.de/2010/03/03/der-sportpolitische-komplex-oder-dopingverstose-der-goldverbande-bsd-und-desg/" target="_self">sportpolitischen Komplex</a> und dem so genannten <a
title="Dopingbericht 2008: die 19 sÃ¤umigen VerbÃ¤nde" href="http://jensweinreich.de/2010/03/04/dopingbericht-2008-die-19-saumigen-verbande/" target="_self">Antidopingbericht 2008</a>. Zum ReinhÃ¶ren: Gerade hat Astrid Rawohl im Deutschlandfunk ein ausfÃ¼hrliches Interview mit der DLV-VizeprÃ¤sidentin und Sportausschuss-Chefin im Bundestag gefÃ¼hrt, mit Dagmar Freitag (SPD). Es ist in gewisser Weise ein Dokument der Hilflosigkeit, Frau Freitag muss mehrfach schwer schlucken. Wer aufmerksam zuhÃ¶rt, dÃ¼rfte die These der Ãœberschrift bestÃ¤tigt finden:</p><p><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/03/06/dlf_20100306_1941_208411c5.mp3" target="_self">:</a></p><p>Ich finde ja, demnÃ¤chst sollte man sich mehr um jene kÃ¼mmern, die <em>imho</em> ein bisschen Demokratie aushebeln &#8211; wie auch Dagmar Freitag eindrÃ¼cklich beschrieben hat: Allen voran der Parlamentarische StaatssekretÃ¤r Christoph Bergner (CDU/SV Halle), die BMI-Sportabteilung, die FDP-Bundestagssportler um Joachim GÃ¼nther und die CDU/CSU-Clique um Klaus Riegert (SchwÃ¤bischer Turnerbund) und Eberhard Gienger (DOSB-VizeprÃ¤sident) und natÃ¼rlich DOSB-General Michael Vesper von den BÃ¼ndnisgrÃ¼nen.</p><p>Einige Informationen mehr zur traurigen Posse um den Antidopingbericht 2008 von Grit Hartmann im DLF:</p><p><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/03/06/dlf_20100306_1937_60d3e4e9.mp3" target="_self">:</a></p><p>Und hier jener Brief, den DOSB-General Vesper am 4. MÃ¤rz an betroffene VerbÃ¤nde geschickt hat.</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-7225" title="Vesper Brief vom 4. MÃ¤rz 2010, Seite 1" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/vesper-brief-1.gif" alt="" width="530" height="750" /><br
/> <span
id="more-7219"></span><br
/> <img
class="aligncenter size-full wp-image-7226" title="Vesper Brief vom 4. MÃ¤rz 2010, Seite 2" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/vesper-brief-2.gif" alt="" width="530" height="498" /></p><p>Den Bericht des BVA reiche ich vielleicht noch nach. Ich mÃ¼sste allerdings erst etliche Daten schwÃ¤rzen oder weiÃŸen. Mal sehen. Mir geht es weniger um einzelne Namen, sondern vor allem um Strukturen.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/03/06/wie-dosb-und-bmi-den-bundestags-sportausschuss-verarschen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>8</slash:comments> <enclosure
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isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=7121</guid> <description><![CDATA[VANCOUVER. Das Ende naht. In 20 Stunden ist alles vorbei. FÃ¼r mich gibt es aber noch ein volles Programm. IOC-Session am Morgen (ab 18 Uhr MEZ), dann das Eishockeyfinale und am Abend die Abschlussfeier. Das wird stimmungsvoll. Sollte jemand Interesse an einem bescheidenen Live-Blogging von der Abschlussfeier haben &#8211; bitte melden und in die Kommentarliste [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>VANCOUVER. Das Ende naht. In 20 Stunden ist alles vorbei. FÃ¼r mich gibt es aber noch ein volles Programm. IOC-Session am Morgen (ab 18 Uhr MEZ), dann das Eishockeyfinale und am Abend die Abschlussfeier. Das wird stimmungsvoll. Sollte jemand Interesse an einem bescheidenen Live-Blogging von der Abschlussfeier haben &#8211; bitte melden und in die Kommentarliste eintragen. Bei mehr als 30 Interessenten wird gebloggt, einen Arbeitsplatz mit Internet habe ich bekommen.</p><p>Und weil ich gerade so in Stimmung gerate, erÃ¶ffne ich die Notizen vom letzten Tag dieser Olympischen Winterspiele mit einem Freundschaftsfoto. Andere finden sich bereits in der <a
title="Die Kammer des Schreckens" href="http://jensweinreich.de/termine/kammer-des-schreckens/" target="_self">Kammer des Schreckens</a>. Ich komme gerade von einem Empfang des Koreanischen Olympischen Komitees (<a
title="KOC" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Korean_Olympic_Committee#Liste_der_Pr.C3.A4sidenten_des_KOC" target="_blank">KOC</a>), wo ich Gelegenheit hatte, eine Weile mit PrÃ¤sident <strong>Park Yong Sung</strong> zu plaudern. Herr Park war auch mal IOC-Mitglied und PrÃ¤sident des Judo-Weltverbandes. Nun ist er als NOK-Chef eine treibende Kraft der Olympiabewerbung von Pyeongchang 2018. Weil der Fotograf des Herrn Park ohnehin schwer beschÃ¤ftigt war, hat er fÃ¼r mich auch gleich noch ein Foto fÃ¼rs Poesiealbum gemacht.</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-7122" title="Park Yong-Sung (r.), Weinreich (l.)" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/park-jw-web.jpg" alt="" width="530" height="282" /></p><p>Die Geschichte dazu erzÃ¤hle ich spÃ¤ter. Nur falls jemand fragen sollte, ob es demnÃ¤chst auch ein Freundschaftsfoto mit dem DOSB-PrÃ¤sidenten gibt: Ich weiÃŸ nicht. FÃ¼rchte, dieses Versprechen kann ich gar nicht erst abgeben.</p><p>Was es aber hier gibt, und was ich ausnahmsweise <a
title="Vancouver, Tag 15: Sechskommanull fÃ¼r Anni Friesinger" href="http://jensweinreich.de/2010/02/27/vancouver-tag-15-sechskommanull-fur-anni-friesinger/" target="_self">wiederhole</a>, damit es nicht untergeht: Die Bilanzen der deutschen Top-FunktionÃ¤re aus Vancouver:</p><p>Es sprichtÂ <strong>Bernhard Schwank</strong>, ehemals NOK-GeneralsekretÃ¤r, heute einer der GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer der MÃ¼nchner Olympia GmbH und Chef de Mission des deutschen Olympiateams in Vancouver:</p><p><a
title="Schwank Bilanz" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/schwank-bilanz.mp3" target="_self">:</a></p><p>Es spricht dasÂ <strong>UDIOCM</strong> (FDP):</p><p><a
title="Bach Bilanz" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/bach-bilanzkl.mp3" target="_self">:</a></p><p>Es sprichtÂ <strong>Michael Vesper</strong> (GrÃ¼ne), DOSB-Generaldirektor und Vorsitzender des Aufsichtsrats (!) der MÃ¼nchner Olympia GmbH:</p><p><a
title="Vesper Bilanz" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/vesper-bilanz.mp3" target="_self">:</a></p><p>Eine Mini-Bilanz von einem FrÃ¼hstÃ¼ck mitÂ <strong>Jacques Rogge</strong>, zu dem etwa 25 Journalisten aus aller Welt in das Westin Bayshore geladen waren, habe ich bereits fÃ¼r den Deutschlandfunk zusammen gefasst. Ich denke, dazu werde ich heute Abend von der Abschlussfeier noch etwas mehr schreiben.</p><p><a
title="Bilanz Rogge" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/DLF-Bilanz-Rogge-26022010.mp3" target="_self">:</a></p><p><strong>11.50 Uhr:</strong> Dienstbeginn in der Hockey Arena. Habe in der Halle aber leider nur einen Sitz-, keinen Arbeitsplatz. Kann deshalb nicht viel machen. Im Sub-Pressezentrum hat gerade Premier Stephen Harper den Verkehr aufgehalten. Acht schwere Security-Jungs. Die IOC-Session musste ich leider sausen lassen. Problem: Habe die Nacht im Pressezentrum verbracht. War erst nach sieben Uhr im Hotel. Habe kurz Ã¼berlegt, nach einer heiÃŸen Dusche sofort ins IOC-Hotel zu fahren, mich aber dann doch fÃ¼r ein Nickerchen entschieden. Schade eigentlich.</p><p>Wie ich sehe, bleibe ich heute Abend bei der ErÃ¶ffnungsfeier arbeitslos. Nicht genug Interesse.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/02/28/vancouver-der-letzte-tag/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>54</slash:comments> <enclosure
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isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=7099</guid> <description><![CDATA[VANCOUVER. Ich weiÃŸ nicht, ob es kuriosere Szenen gab bei diesen Winterspielen. Aber was Anni Friesinger-Postma da gerade aufs Eis des Olympic Oval gezaubert hat, war schon sehenswert. Ich wÃ¼rde sagen: Sechskommanull, ist noch mal alles gut gegangen, und in anderthalb Stunden gibt es vielleicht sogar eine Goldmedaille. Im Halbfinale des Teamwettbewerbs gegen die USA [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>VANCOUVER. Ich weiÃŸ nicht, ob es kuriosere Szenen gab bei diesen Winterspielen. Aber was Anni Friesinger-Postma da gerade aufs Eis des Olympic Oval gezaubert hat, war schon sehenswert. Ich wÃ¼rde sagen: Sechskommanull, ist noch mal alles gut gegangen, und in anderthalb Stunden gibt es vielleicht sogar eine Goldmedaille.</p><p>Im Halbfinale des Teamwettbewerbs gegen die USA rutschte Friesinger gerade so ins Ziel <em>(Screenshot ARD)</em>:</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-7100" title="Screenshot ARD" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/friesinger1-web.jpg" alt="" width="530" height="311" /></p><p>In der Totalen sah das so aus.</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-7101" title="Screenshot ARD" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/friesinger2-web.jpg" alt="" width="530" height="328" /></p><p>War wirklich sehr hÃ¼bsch anzuschauen, der Moment, als sie begriff, dass sie trotzdem im Finale steht. Und ich Ã¤rgere mich, dass ich von der Bilanz-Pressekonferenz im Deutschen Haus nicht eher aufgebrochen bin, um nach Richmond zurÃ¼ckzufahren zum Eisschnelllaufen.</p><p>Eine verrÃ¼ckte Zuspitzung <a
title="alle BeitrÃ¤ge zum Fall Pechstein" href="http://jensweinreich.de/?cat=1590" target="_self">nach all dem</a>.</p><p>Ganz groÃŸes Kino natÃ¼rlich auch im Langlauf der Frauen: Die Dreifachsiegerin Marit BjÃ¶rgen gegen Justyna Kowalczyk, die BjÃ¶rgen gerade Doping vorgeworfen hatte, oder sollten wir sagen: Medikamentenmissbrauch?</p><blockquote><p>&#8220;Ohne ihre Medikamente hÃ¤tte sie nicht gewonnen. Marit weiÃŸ genau, dass sie ohne ihre Hilfsmittel nicht viel zu bieten hÃ¤tte.&#8221;</p></blockquote><p>Oh, ich glaube, das war nicht nur Sport. Was fÃ¼r ein Duell. Gold fÃ¼r Kowalczyk. Bin auf den Verbal-Wettbewerb gespannt.</p><p><strong>13.24 Uhr:</strong> Kleine Indiskretion: Ich sitze noch im Deutschen Haus. Vor mir ein Flatscreen. Gerade kommt eine Horde jener Bundespolizisten vorbei, die hier als gefÃ¼hlte Hundertschaft fÃ¼r Ordnung und Sicherheit sorgen. Auf dem Bildschirm: der Friesinger-Sturz. Einer der Bundespolizisten im breitesten SÃ¤chsisch: &#8220;Sie hat&#8217;s versaut!&#8221;</p><p>Ich glaube, das war Volkes Stimme.</p><p><strong>14.16 Uhr:</strong> Kurz vor dem Team-ESL-Finale. Hier schon mal erste deutsche Bilanzen. Unkommentiert. Nur O-TÃ¶ne:</p><p>Es spricht <strong>Bernhard Schwank</strong>, ehemals NOK-GeneralsekretÃ¤r, heute einer der GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer der MÃ¼nchner Olympia GmbH und Chef de Mission des deutschen Olympiateams in Vancouver:</p><p><a
title="Schwank Bilanz" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/schwank-bilanz.mp3" target="_self">:</a></p><p>Es spricht das <strong>UDIOCM</strong> (FDP):</p><p><a
title="Bach Bilanz" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/bach-bilanzkl.mp3" target="_self">:</a></p><p>Es spricht <strong>Michael Vesper</strong> (GrÃ¼ne), DOSB-Generaldirektor und Vorsitzender des Aufsichtsrats (!) der MÃ¼nchner Olympia GmbH:</p><p><a
title="Vesper Bilanz" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/vesper-bilanz.mp3" target="_self">:</a></p><p><span
id="more-7099"></span>Finale Deutschland vs. Japan mit Katrin Mattscherodt statt Anni Friesinger. Schnell 1,5 Sekunden zurÃ¼ck. 1,7 sogar. GroÃŸe Aufholjagd, Frau Beckert. Gold fÃ¼r die Deutschen.</p><p>Und noch eine Indiskretion, die Bundespolizisten stehen hinter mir, neben mir, Ã¼berall, wieder wird gesÃ¤chselt: &#8220;Gottseidank ohne Friesinger! Kriegt die etwa auch eine Medaille?&#8221;</p><p>Klar.</p><p>Ein letzter Screenshot, die AuflÃ¶sung des Ganzen, bevor ich mich hier verdrÃ¼cke, sonst werde ich wegen fortlaufender Indiskretionen noch verhaftet.</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-7113" title="Screenshot ARD" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/team-web.jpg" alt="" width="530" height="318" /></p><p>Sage nur niemand, die Ãœberschrift stimme nicht: FÃ¼r Sechskommanull gab es frÃ¼her immer Gold.</p><p><strong>16.29 Uhr:</strong> Transkript der Pressekonferenz.</p><blockquote><p>Â© IOC, VANOC</p><p>Ladies&#8217; Team Pursuit: ANSCHUTZ THOMS, MATTSCHERODT, FRIESINGER-POSTMA, BECKERT (GER) &#8211; Gold</p><p>RICHMOND, Feb 27 &#8211; Comments from Gold medallists Daniela ANSCHUTZ THOMS (GER),  Katrin MATTSCHERODT (GER),  Anna FRIESINGER-POSTMA (GER), Stephanie BECKERT (GER) after the Ladies&#8217; Team Pursuit Final A at Richmond Olympic Oval on Saturday.</p><p><strong>Daniela ANSCHUTZ THOMS (GER) &#8211; Gold</strong></p><p>On winning Gold:</p><p>&#8220;I can&#8217;t describe this feeling. I have waited so long for my luck to come back, especially after the disaster of the 3000 m.&#8221;</p><p>&#8220;Anni&#8217;s [Anna FRIESINGER-POSTMA, GER] fall gave us the courage to go on.&#8221;</p><p><strong>Katrin MATTSCHERODT (GER) &#8211; Gold</strong></p><p>On the Ladies&#8217; Team Pursuit:</p><p>&#8220;It is very important. It was a very exciting day. Both the Semifinal and the Final were very close.&#8221;</p><p>On their victory:</p><p>&#8220;It will take a couple of days to digest our win. The chance to race with the team is better than just watching [in the semifinal race she was the team's reserve].&#8221;</p><p><strong>Anna FRIESINGER-POSTMA (GER) &#8211; Gold</strong></p><p>On winning Gold:</p><p>&#8220;My feelings are up and down. It was like a carousel. I nearly messed it up.&#8221;</p><p>&#8220;I dreamt of Gold. This will be a great farewell to Vancouver.&#8221;</p><p>On falling at the finish line in the semifinal race:</p><p>&#8220;I thought, &#8216;No, No, I&#8217;m falling. Oh no, oh no no no, I thought I messed up for the team.&#8221;</p><p>&#8220;I yelled but no one heard me, so I just kept on going. We decided last night what would happen if one of us had to drop out.&#8221;</p><p>On her teammate Stephanie BECKERT (GER):</p><p>&#8220;Stephanie BECKERT (GER) is the kick at the end. She just keeps going and going.&#8221;</p><p><strong>Stephanie BECKERT (GER) &#8211; Gold</strong></p><p>On her teammates:</p><p>&#8220;The girls gave me a big push.&#8221;</p><p>On winning another medal at the Vancouver Games:</p><p>&#8220;I am ecstatic with my third medal. I feel lucky.&#8221;</p></blockquote> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/02/27/vancouver-tag-15-sechskommanull-fur-anni-friesinger/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>46</slash:comments> <enclosure
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isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=7069</guid> <description><![CDATA[VANCOUVER. Das Gesicht der Bewerbung ist mÃ¼de. Willy Bogner sitzt in der Lounge II des Deutschen Hauses in Vancouver und braucht jetzt einen Kaffee. Er ist schon wieder zwÃ¶lf Stunden auf den Beinen, und der Abend hat nicht einmal begonnen. Er muss noch zwei Interviews geben und in KÃ¼rze gibt es ein Essen zur Erinnerung [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>VANCOUVER. Das Gesicht der Bewerbung ist mÃ¼de. Willy Bogner sitzt in der Lounge II des Deutschen Hauses in Vancouver und braucht jetzt einen Kaffee. Er ist schon wieder zwÃ¶lf Stunden auf den Beinen, und der Abend hat nicht einmal begonnen. Er muss noch zwei Interviews geben und in KÃ¼rze gibt es ein Essen zur Erinnerung an die Sommerspiele 1972 in MÃ¼nchen. Walther TrÃ¶ger kommt gleich, der BÃ¼rgermeister des Olympischen Dorfes von 1972, der in Vancouver mit seinen 81 Jahren â€“ und trotz tagelanger heftiger Zahnschmerzen â€“ tapfer fÃ¼rs Vaterland schuftet. TrÃ¶ger, seit Januar IOC-Ehrenmitglied, damit nicht mehr stimmberechtigt und also relativ unabhÃ¤ngig, blÃ¼ht wieder auf. Denn MÃ¼nchen ist seine olympische Liebe. Er umgarnt die Ã¤lteren IOC-Mitglieder, von denen es viele gibt, und er fÃ¼hrt seinen Kumpel Willy Bogner (68) in diesen bizarren Zirkel ein.</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-7077" title="DFL wirbt fÃ¼r MÃ¼nchen 2018 (c) MÃ¼nchen 2018 GmbH" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/dfl_muc2018_trikot-web.jpg" alt="" width="530" height="351" /></p><p>So eine Olympiabewerbung ist eine anstrengende Sache. Jeden Morgen um 7.30 Uhr lÃ¤sst Thomas Bach, IOC-VizeprÃ¤sident und Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), seine Pappenheimer aufmarschieren. Dann werden im Deutschen Haus die groÃŸen Themen und winzige Details besprochen. Die Deutschen sind grÃ¼ndlich.</p><p>Nach dieser PrÃ¤sidialrunde schwÃ¤rmen sie aus, um IOC-Mitglieder zu treffen und zu antichambrieren. â€žMehr als 90 IOC-Mitglieder habe ich bisher gesprochenâ€œ, sagt Bogner. Ein Dutzend werden in Vancouver dazu kommen. Im Jacket hat er stets ein kleines BÃ¼chlein mit Passfotos, Funktionen und wichtigsten Infos Ã¼ber die Zielpersonen. Sehr hilfreich. Nach jedem Treffen werden Notizen gemacht. Wer, wann, wo, mit wem, was wurde besprochen? â€žIch muss mich doch daran erinnern kÃ¶nnen, und die anderen mÃ¼ssen das wissen.â€œ</p><p>Die Notizen werden von der Olympia GmbH zentral erfasst, sagt Bogner. Man hat ihm erklÃ¤rt, dass das mal ein heikles Thema war in einer deutschen Bewerbung: Denn Berlin, das sich damals um Olympia 2000 bewarb, hatte Anfang der neunziger Jahre auch Bemerkungen Ã¼ber sexuelle Orientierungen von IOC-Mitgliedern zusammen getragen. Deshalb fÃ¼gt Bogner flink an: â€žWir stellen nichts Regelwidriges zusammen! Selbst wenn man diese Datei finden wÃ¼rde, steht da nur drin, mit wem wir geredet haben. Wir haben da keine Angst.â€œ</p><p>Im Fokus der Medien stehen vornehmlich Olympiasiegerin <a
title="Zielgruppenoptimierung: MÃ¼nchen 2018 verpflichtet das schÃ¶nste Gesicht des Sozialismus" href="http://jensweinreich.de/2009/07/09/zielgruppenoptimierung-munchen-2018-verpflichtet-das-schonste-gesicht-des-sozialismus/" target="_self">Katarina Witt</a> und der <a
title="World of Bogner" href="http://www.bogner.com/en/WORLD-OF-BOGNER/WILLY-BOGNER-FILM#/de/Home" target="_blank">Textilfabrikant</a> <a
title="MÃ¼nchen 2018: Entwurf des Mini-Bidbooks ..." href="http://jensweinreich.de/2009/11/23/munchen-2018-entwurf-des-mini-bidbooks/" target="_self">Bogner</a>. Bei beiden verschwimmt vieles. Die Witt ist ja eigentlich als ARD-Mitarbeiterin vor Ort, co-kommentiert, schreibt ein <a
title="www.katarina.de" href="http://www.katarina.de/newstermine/details/article/buuhhuuhhhaahhh.html" target="_blank">Blog</a>, dreht bunte Fernsehschnipsel, ist Olympia-Lobbyistin. <a
title="Bogner Junior" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Willy_Bogner_junior" target="_blank">Bogner</a> war selbst Olympia-Skifahrer, wie sein <a
title="Bogner Senior" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Willy_Bogner_senior" target="_blank">Vater</a>, der 1936 bei den Nazi-Spielen in Garmisch-Partenkirchen den olympischen Eid sprach. Bogner Junior stattet seit Jahrzehnten deutsche Olympiamannschaften aus, hat mal an James-Bond-Filmen mitgewirkt, vor drei Jahren fÃ¼r Sotschi ein Bewerbungsfilmchen produziert, und auÃŸerdem hat er mit seiner brasilianischen Frau Sonia eine Wette laufen: 2016 wollen die beiden die Sommerspiele in ihrer Heimat Rio erleben, 2018 in Bogners Heimat die Winterspiele in MÃ¼nchen.</p><p>Katarina Witt und Willy Bogner sind die so genannten Gesichter der Bewerbung. Aber sie machen das, was ihnen andere sagen. Denn Boss des Ganzen ist Thomas Bach. Und im Hintergrund arbeitet ein Team mit einer im sportpolitischen Deutschland nie dagewesenen Vernetzung. Ich habe es <a
title="MÃ¼nchen vs. Pyeongchang: Spin doctors und andere Berater" href="http://jensweinreich.de/2010/02/16/munchen-vs-pyeongchang-spin-doctors-und-andere-berater/" target="_self">kÃ¼rzlich schon angedeutet</a>. Hier noch einige Beispiele:</p><p>Frau Merkel spielt eine zentrale Rolle. Nicht die Kanzlerin, Ã¼ber deren UnterstÃ¼tzung Bogner stets in hÃ¶chsten TÃ¶nen redet. Nein, Katrin Merkel, DOSB-Abteilungsleiterin Internationales. Seit drei Jahren ist sie die rechte Hand des DOSB-PrÃ¤sidenten auf Reisen. Sie kennt alle IOC-Mitglieder und deren bessere HÃ¤lften, vor allem: Man kennt sie ebenfalls. Katrin Merkel weiÃŸ, wer mit wem und wieso und warum, nimmt am Damenprogramm teil, koordiniert, zieht die FÃ¤den, kÃ¼mmert sich um Kleinigkeiten: Bezahlt mitunter Bachs Rechnungen an der Bar, und wenn der Ire Patrick Hickey, IOC-Mitglied und Chef der europÃ¤ischen NOK-Vereinigung, hurtig ins Deutsche Haus schreitet, um seinen Alliierten Bach zu treffen, dann nimmt Frau Merkel selbstverstÃ¤ndlich die Garderobe entgegen.</p><p>Jeder hat seine Aufgaben. Da greift ein RÃ¤dchen ins andere.</p><p>FÃ¼r die internationalen Medienkontakte wurde der EnglÃ¤nder Jon Tibbs verpflichtet. Seine Mitarbeiterin SÃ©verine Hubert betreut auch IOC-Mitglieder. Auf derlei Kontakte spezialisiert ist Carlos Garcia aus Uruguay. Garcia war bis vor kurzem VizeprÃ¤sident des Weltverbandes der Sportjournalisten (AIPS) und ist schon etliche Jahre in der Bewerbungsbranche tÃ¤tig. Nun ist er Experte fÃ¼r die Latino-Fraktion, fÃ¼r SÃ¼damerikaner, Spanier, Italiener. â€žDer Carlos macht gute Arbeitâ€œ, sagt Bogner.</p><p>Walther TrÃ¶ger kÃ¼mmert sich um die Routiniers. Thomas Bach um alle.</p><p>Als graue Eminenz stets zugegen ist Bachs Freund Dieter KÃ¼hnle, ebenfalls ein ehemaliger Journalist, wie Garcia. KÃ¼hnle ist ein Beobachter, der vielfÃ¤ltige Lebenssachverhalte und &#8220;den Thomas&#8221; zu schÃ¤tzen weiÃŸ. Er hat stets auch die Medien im Blick, und man fragt sich, ob er vielleicht sogar den einen oder anderen Reporter beeinflussen kÃ¶nnte, wenn er denn wollte. Nur mal so eine Frage.</p><p>Dieter KÃ¼hnle war mal Chefredakteur des Sportinformationsdienstes und zeitweise VizeprÃ¤sident des Bundes Deutscher Radfahrer. Vor allem aber ist er Verbindungsmann zwischen <a
title="Daimler und das IOC: Entwicklungshilfe und SportfÃ¶rderung" href="http://www.daimler.com/dccom/0-5-1096066-49-1101419-1-0-0-1161484-0-0-135-7145-0-0-0-0-0-0-0.html" target="_blank">Daimler und dem IOC</a>, konzentriert sich auf das Entwicklungshilfeprogramm und hat beispielsweise schon mehr als 100 Kleinbusse in Dritte-Welt- und SchwellenlÃ¤ndern Ã¼bergeben. Oft gemeinsam mit Bach. Aber nicht immer, darauf legt er Wert. Auf einer Liste des IOC, in welchen LÃ¤ndern wann mit welchen IOC-Mitgliedern Kleinbusse und andere Gaben Ã¼berreicht wurden, steht der Name Bach tatsÃ¤chlich nicht hinter jedem Termin &#8211; sondern nur einige Male.</p><p>KÃ¼hnle hat viele Dutzend IOC-Mitglieder daheim besucht, er kennt Geschichten und Schicksale. Ich finde, er ist wichtig fÃ¼r diese Geschichte. Und er steht, neben einigen anderen, die noch nicht genannt wurden, fÃ¼r ein Teilchen des Beziehungsnetzwerks im groÃŸen olympischen Puzzle, das, wenn es gelÃ¶st ist, im Juli 2011 (auf der <a
title="MÃ¼nchen 2018: der Weg nach Durban" href="http://jensweinreich.de/2009/08/04/munchen-2018-der-weg-nach-durban/" target="_self">IOC-Session in Durban</a>) nicht nur MÃ¼nchen die Winterspiele 2018 beschert haben soll, sondern zwei Jahre spÃ¤ter (auf der IOC-Session in Buenos Aires) auch Thomas Bach die IOC-PrÃ¤sidentschaft.</p><p>Das ist der Masterplan, <a
title="Thomas Bach: Lebenssachverhalte im nationalen Interesse" href="http://jensweinreich.de/2010/02/10/thomas-bach-lebenssachverhalte-im-nationalen-interesse/" target="_self">Ã¼ber den sie nicht gern reden</a>. Den es vielleicht gar nicht gibt, diesen Masterplan, was weiÃŸ ich schon von Lebenssachverhalten, die sich zufÃ¤llig ergeben kÃ¶nnten.</p><blockquote><p>Kleiner Einschub. Es ist <a
title="Olympia 2018, die Ausgangslage: Pyeongchang vor Pyeongchang vor Pyeongchang" href="http://jensweinreich.de/2009/10/15/olympia-2018-die-ausgangslage-pyeongchang-vor-pyeongchang-vor-pyeongchang/" target="_self">mal wieder Zeit fÃ¼r eine Wasserstandsmeldung</a>, nach bestem Wissen (beschrÃ¤nkt) und Gewissen (sauber). Ich sage heute:</p><p>1) <strong>MÃ¼nchen ist gefÃ¼hlter Front-runner im Wettbewerb um die Winterspiele 2018</strong>, rund sechzehn Monate vor der Abstimmung. MÃ¼nchen arbeitet sehr gut und versucht, eine Idee zu verkaufen. Wogegen Pyeongchang, die Koreaner Ã¼berhaupt, noch mit sich selbst beschÃ¤ftigt sind, nicht in die GÃ¤nge kommen und sogar Schwierigkeiten haben, eine Botschaft zu verkaufen. Sie mÃ¼ssen sich sputen und ein Momentum entwickeln. (DemnÃ¤chst werde ich versuchen, mal eine Rangliste anhand olympischer Kriterien vorzulegen.)</p><p>2) Thomas Bach hat momentan keinen ernsthaften Konkurrenten um den IOC-Thron. <strong>MÃ¼sste die Sache heute entschieden werden, wÃ¤re das UDIOCM IOC-PrÃ¤sident.</strong> Ich bin gespannt, ob sich da Ã¼berhaupt noch etwas tut.</p><p>3) <strong>Im Moment sieht vieles danach aus, als kÃ¶nnte das olympische Doppel 2011/2013 gelingen.</strong> Zwar gibt es auch in MÃ¼nchen viele, die Bach misstrauen, die Angst haben, ob das eine mit dem anderen vermischt werden kÃ¶nnte, all diese Lebenssachverhalte, doch es deutet kaum etwas darauf hin, dass Bach sich nicht energisch fÃ¼r MÃ¼nchen engagieren wÃ¼rde. Ganz im Gegenteil. So hat man ihn noch fÃ¼r keine deutsche Olympiabewerbung strampeln sehen.</p></blockquote><p>Ich finde, es kÃ¶nnte weiter abgestimmt werden:</p> Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.<p><span
id="more-7069"></span>Neben Frau Merkel sind noch andere Frauen sehr wichtig fÃ¼r die Bewerbung und die Karriere des UDIOCM. Seine SekretÃ¤rin zum Beispiel, hochprofessionell steht sie mitten im olympischen Familienleben, und seine Frau Claudia, die in letzter Zeit erstaunlich offensiv agiert und bei vielen AnlÃ¤ssen aktiv einschreitet. Das war nicht immer so. Manche sagen, Claudia Bach habe in vielerlei Hinsicht Stil entwickelt und sei bereits prÃ¤sidiabel.</p><p>FÃ¼r die an Lebensjahren jungen Mitglieder ist Claudia Bokel zustÃ¤ndig. Die ehemalige Fecht-Weltmeisterin kam im Sommer 2008 Ã¼ber die Athletenkommission ins IOC. Es geht um 15-20 Stimmen, wenngleich es der vielsprachigen Bokel sicher nicht gelingen wird, alle zu Ã¼berzeugen. KÃ¼rzlich betreute sie im Deutschen Haus SÃ¼dkoreas Olympiasieger Dae Sung Moon. Dessen Problem ist: Er vertrÃ¤gt nicht viel Alkohol, verbringt aber tÃ¤glich viele Stunden in Lounges und Suiten, wo ihm stets Drinks gereicht werden. Moon wird manchmal etwas lauter, um nicht zu sagen: ruppiger. Er ist eigentlich ein netter Kerl, aber er kommt aus dem Taekwondo-Sport, vielleicht liegt es daran.</p><p>Von Willy Bogner wÃ¼rde man derlei Geschichten nie hÃ¶ren. Vermintes Terrain, zu gefÃ¤hrlich. Er bevorzugt aalglatte, politisch korrekte SÃ¤tze. Etwa: â€žEs gilt, das grÃ¶ÃŸte Medien-Event der Welt in unser Heimatland zu holen. Ein Event mit unglaublichem Werbe-Effekt, um unser Land sympathisch und sportlich darzustellen.â€œ</p><p><a
title="Olympiagegner: &quot;We do not want the Games&quot;" href="http://jensweinreich.de/2010/02/11/munich-2018-we-do-not-want-the-games/" target="_self">Olympiagegner</a> unterteilt Bogner in â€žkonstruktive Kritiker, die man Ã¼berzeugen kannâ€œ und â€žFundamental-Oppositionelle, mit denen man nicht vernÃ¼nftig reden kannâ€œ. Im IOC sei man es gewohnt, â€ž<a
title="18 GrÃ¼nde gegen die Olympiabewerbung" href="http://jensweinreich.de/2010/02/19/nolympia-2018-18-grunde-gegen-die-olympiabewerbung/" target="_self">dass es nicht nur hundertprozentige Zustimmung gibt</a> und dass sich viele auf dieses weltweite Medienereignis setzen, um ihre eigenen Interessen zu vertretenâ€œ.</p><p>Ich will nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, nicht jeden Satz bewerten, den Bogner in unserem GesprÃ¤ch formuliert hat. Eines jedoch lasse ich ihm nicht durchgehen, da sollte er argumentativ nacharbeiten und sich an der RealitÃ¤t orientieren.</p><p>Er behauptet, der Steuerzahler stehe hinter der Bewerbung, weil die Politik geschlossen hinter der Bewerbung stehe.</p><p>Ich sagte ihm, <a
title="Copy &amp; paste im Bundestag: Die Olympiabewerbungen von Leipzig und MÃ¼nchen" href="http://jensweinreich.de/2009/07/01/copy-and-paste-im-bundestag-die-olympiabewerbungen-von-leipzig-und-munchen/" target="_self">der Bundestag</a> <a
title="Bundestag zu MÃ¼nchen 2018: demokratiewidriger Striptease?" href="http://jensweinreich.de/2009/06/30/bundestag-zu-munchen-2018-demokratiewidriger-striptease/" target="_self">habe abgestimmt</a>, <a
title="MÃ¼nchen 2018: Was das BMI zur Finanzierung der Olympiabewerbung sagt" href="http://jensweinreich.de/2009/02/12/munchen-2018-was-das-bmi-zur-finanzierung-der-olympiabewerbung-sagt/" target="_self">ohne einen Finanzplan zu kennen</a>. Der Ã–ffentlichkeit, dem Steuerzahler, wurde bis heute kein belastbarer Plan (OCOG, Non-OCOG etc.) vorgelegt.</p><ul><li><a
title="Finanzierung Olympischer Spiele: &quot;Wir sind ein privilegiertes VÃ¶lkchen&quot;" href="http://jensweinreich.de/2009/05/07/finanzierung-olympischer-spiele-wir-sind-ein-privilegiertes-volkchen/" target="_self">Hintergrund zur Finanzierung Olympischer Spiele</a></li></ul><p>Er sagte, natÃ¼rlich habe man die Zahlen gekannt. Das OCOG-Budget werde vom IOC finanziert, da komme mehr heraus, als das den Steuerzahler koste.Â Das Organisationsbudget werde durch die Fernseheinnahmen des IOC gedeckt.</p><p>Ich sagte: Stimmt nicht. Nur etwa zur HÃ¤lfte. Und es ist Verhandlungssache zwischen OK und IOC. Derzeit weiÃŸ niemand, was aus Lausanne Ã¼berwiesen werden kÃ¶nnte.</p><p>So ging das hin und her.</p><p>Willy Bogner sieht in MÃ¼nchen und Umgebung keine wirklichen Probleme. Dass in Deutschland heftig Ã¼ber die unglÃ¼cklichen Auftritte von <a
title="Olympia mit Christian, BjÃ¶rn und Heidi" href="http://jensweinreich.de/2010/02/17/vancouver-tag-5-christian-ude-entschuldigt-sich/" target="_self">Christian Ude</a> und Horst Seehofer in Vancouver diskutiert wurde, nimmt er gelassen. â€žDa wurden aus MÃ¼cken Elefanten gemacht.â€œ</p><p>Schon ist sie um, die halbe Stunde mit Willy Bogner im Beisein von zwei Medienbetreuern (Simone Seefried/Olympia GmbH, Christian Klaue/DOSB), die wissen, dass ihr Klient keinen Fehler gemacht hat. Es wartet bereits der nÃ¤chste Journalist.</p><p>Und drauÃŸen im Flur treffe ich Walther TrÃ¶ger. &#8220;Wie war&#8217;s mit Willy&#8221;, will er wissen. Bisschen zu friedlich, entgegne ich, Bogner habe seine Lektionen gelernt und gebe sich keine BlÃ¶ÃŸe. Damit ist TrÃ¶ger sehr zufrieden. â€žDer Willy lernt schnellâ€œ, sagt TrÃ¶ger und dehnt ein breites olympisches Grinsen. Dann dreht er ab.</p><p>Er muss die Tischordnung fÃ¼r das Abendessen mit IOC-Mitgliedern prÃ¼fen.</p><p><em>(Eine Kurzfassung dieses Beitrages findet sich in der <a
title="Stuttgarter Zeitung" href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2400966_0_9223_-olympia-2018-muenchen-und-die-charmeoffensive.html" target="_blank">Stuttgarter Zeitung</a>.)</em></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/02/26/vancouver-tag-14-willy-bogner-munchens-olympiachancen-und-die-ioc-prasidentschaft/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>43</slash:comments> </item> <item><title>Das DOSB-PrÃ¤sidium und das elfte Gebot: Lass dich nicht erwischen!</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/02/21/das-dosb-prasidium-und-das-elfte-gebot-lass-dich-nicht-erwischen/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/02/21/das-dosb-prasidium-und-das-elfte-gebot-lass-dich-nicht-erwischen/#comments</comments> <pubDate>Sun, 21 Feb 2010 19:52:46 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[sportfÃ¶rderung]]></category> <category><![CDATA[sportsoldaten]]></category> <category><![CDATA[sportwissenschaft]]></category> <category><![CDATA[steuermittel]]></category> <category><![CDATA[vancouver 2010]]></category> <category><![CDATA[volker schÃ¼rmann]]></category> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[deutsche sporthochschule]]></category> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[doping]]></category> <category><![CDATA[elf gebote]]></category> <category><![CDATA[faz]]></category> <category><![CDATA[moral]]></category> <category><![CDATA[philosophie]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[wissenschaft]]></category> <category><![CDATA[zehn gebote]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=6992</guid> <description><![CDATA[VANCOUVER. Volker SchÃ¼rmann ist Leiter der Abteilung Philosophie des Instituts fÃ¼r PÃ¤dagogik und Philosophie der Deutschen Sporthochschule KÃ¶ln. Er hat mir gerade eine Stellungnahme zum Leserbrief des DOSB-PrÃ¤sidiums in der FAZ Ã¼bermittelt. Ich dokumentiere das gern. Es wird die Diskussion gewiss befruchten. â€žDer olympische Gedanke ist die Seele des Sports.â€œ Ein â€žVersuch, ohne Zynismus auszukommen&#8221; [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>VANCOUVER. <strong>Volker SchÃ¼rmann</strong> ist Leiter der Abteilung Philosophie des Instituts fÃ¼r PÃ¤dagogik und Philosophie der Deutschen Sporthochschule KÃ¶ln. Er hat mir gerade eine Stellungnahme zum <a
title="Vancouver, Tag 8/9: Bobfahren &quot;zum Ansehen Deutschlands&quot;" href="http://jensweinreich.de/2010/02/21/vancouver-tage-89-bobfahren-zum-ansehen-deutschlands/" target="_self">Leserbrief des DOSB-PrÃ¤sidiums in der FAZ</a> Ã¼bermittelt. Ich dokumentiere das gern. Es wird die Diskussion gewiss befruchten.</p><blockquote><p><strong>â€žDer olympische Gedanke ist die Seele des Sports.â€œ Ein â€žVersuch, ohne Zynismus auszukommen&#8221;<br
/> </strong> (Bourdieu)</p><p><em>Zum Leserbrief des DOSB-PrÃ¤sidiums: Der olympische Gedanke ist die Seele des Sports vom 3.2.2010</em></p><p><em></em>Es ist irritierend, wenn gerade SportfunktionÃ¤re offensichtlich den Sinn des olympischen Leistungssports verkennen und den guten Sinn seiner FÃ¶rderung auf peinlichste Art und Weise begrÃ¼nden. Deshalb muss diesen FunktionÃ¤ren und der Ã–ffentlichkeit offenkundig noch einmal die banale Weisheit mitgeteilt werden, dass der olympische Gedanke in dem Imperativ besteht, das Beste, nicht aber Alles, fÃ¼r den Sieg zu geben.</p><p>Sie hÃ¤tten diese selbstverstÃ¤ndliche Einsicht in jeder ihrer eigenen Sonntagsreden nachlesen kÃ¶nnen. Solche Sonntagsreden handeln von Fairness und Doping-Verbot, sie sind gespickt mit einem EmpÃ¶rungsgestus gegen Schiedsrichter-Bestechungen und Wettskandale, sie schalten um in den Modus der nachdenklichen Betroffenheit angesichts der Tabu-Themen im Sport, kurz: Sie erinnern daran, dass die Seele des Sports, um im Sprachgebrauch dieser Sonntagsreden zu bleiben, immer in einem konkreten KÃ¶rper lebt â€“ oder auch stirbt. Die Seele des Sports stirbt, wenn ihr KÃ¶rper ausschlieÃŸlich am Erfolg orientiert ist. Ein sportlicher Erfolg ist dann und nur dann ein sportlicher, wenn er auf faire Weise errungen wird.</p><p>Das DOSB-PrÃ¤sidium versteht den Sinn des Sonntags nicht. An Sonntagen muss immer einmal wieder eine Rede gehalten werden, die an den guten Sinn einer guten Idee erinnert. Dass es sich jedoch bei der Stellungnahme des DOSB um eine bloÃŸe Sonntagsrede handelt, kann jeder und jede lesen. Die eindeutige Botschaft ist:</p><p>â€žEs geht im Leistungssport um Wettkampf und Erfolg.â€œ</p><p>Dann kommt ein Punkt. Und dann geht es weiter mit â€žund dannâ€œ, nÃ¤mlich: â€žDass der Athlet dann(!) in einem ob- jektiven und fairen Wettkampf mit anderen erfolgreich ist &#8230;â€œ.</p><p>Das heiÃŸt nichts ande- res, als dass das Fairness-Gebot eine einschrÃ¤nkende Bedingung fÃ¼r den Erfolg wÃ¤re. Und das wiederum heiÃŸt: Wenn man diese einschrÃ¤nkende Bedingung beachtet, ist das schÃ¶n; wenn man sie nicht einhÃ¤lt oder gar: nicht einhalten kann, um Erfolg zu haben, dann gilt das 11. Gebot, sich nicht erwischen zu lassen.</p><p>Ganz offenkundig ist genau damit die Seele des olympischen Sports gestorben, denn diese wahrlich gute Idee besagte, dass Fairness nicht eine einschrÃ¤nkende Bedingung fÃ¼r Erfolg ist, son- dern konstitutiv und damit alles entscheidend fÃ¼r das, was Ã¼berhaupt als sportlicher Erfolg zÃ¤hlt. Eben nicht Alles, sondern das Beste fÃ¼r den Sieg zu geben. DAS war mal gemeint.</p></blockquote> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/02/21/das-dosb-prasidium-und-das-elfte-gebot-lass-dich-nicht-erwischen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Vancouver, Tage 8/9: Bobfahren &#8220;zum Ansehen Deutschlands&#8221;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/02/21/vancouver-tage-89-bobfahren-zum-ansehen-deutschlands/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/02/21/vancouver-tage-89-bobfahren-zum-ansehen-deutschlands/#comments</comments> <pubDate>Sun, 21 Feb 2010 07:37:52 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[bmi]]></category> <category><![CDATA[bsd]]></category> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[bundeswehr]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[novosp]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[sportfÃ¶rderung]]></category> <category><![CDATA[sportsoldaten]]></category> <category><![CDATA[steuermittel]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[vancouver 2010]]></category> <category><![CDATA[zielvereinbarungen]]></category> <category><![CDATA[andreas trautvetter]]></category> <category><![CDATA[berliner zeitung]]></category> <category><![CDATA[bobsport]]></category> <category><![CDATA[cdu]]></category> <category><![CDATA[csu]]></category> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[eberhard gienger]]></category> <category><![CDATA[fas]]></category> <category><![CDATA[faz]]></category> <category><![CDATA[fdp]]></category> <category><![CDATA[georg hackl]]></category> <category><![CDATA[karl-theodor zu guttenberg]]></category> <category><![CDATA[markus vÃ¶lker]]></category> <category><![CDATA[matti lieske]]></category> <category><![CDATA[michael reinsch]]></category> <category><![CDATA[michael vepser]]></category> <category><![CDATA[rodeln]]></category> <category><![CDATA[skeleton]]></category> <category><![CDATA[taz]]></category> <category><![CDATA[thomas bach]]></category> <category><![CDATA[winterspiele]]></category> <category><![CDATA[wolfgang maennig]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=6971</guid> <description><![CDATA[VANCOUVER. Im deutschen Haus sind die KoalitionÃ¤re gestern Bob gefahren: Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), Thomas Bach (DOSB, IOC, FDP) und Georg Hackl (CSU/INSM). Umgekippt ist niemand, anders als auf der Bahn in Whistler. WÃ¤hrend ich das schreibe, haben die beiden deutschen Zweierbobs nach dem ersten Tag zunÃ¤chst Rang eins und zwei inne. Es wird wohl [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
title="Trockenbob FDP/CSU" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/bob-fdp-cdu.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="250" height="440" align="left" />VANCOUVER. Im deutschen Haus sind die KoalitionÃ¤re gestern Bob gefahren: Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), Thomas Bach (DOSB, IOC, FDP) und Georg Hackl (CSU/INSM). Umgekippt ist niemand, anders als auf der Bahn in Whistler. WÃ¤hrend ich das schreibe, haben die beiden deutschen Zweierbobs nach dem ersten Tag zunÃ¤chst Rang eins und zwei inne. Es wird wohl wieder Gold und Silber geben. Nirgends sonst lassen sich Medaillen mit solcher ZuverlÃ¤ssigkeit produzieren wie im Eiskanal und seinen exotischen Sportarten. Ich weiÃŸ, dass ich manchen Leser damit nerve, ich wiederhole es dennoch: Bob und Rodel sind Randsportarten, die bei detektivischer Auslegung der Olympischen Charta Probleme hÃ¤tten, Olympiasportarten zu bleiben. Deutsche Sportsoldaten aber, die auf vier Kunsteisbahnen (Weltrekord) fÃ¼r viele Millionen Euro abwÃ¤rts sausen, verrichten die derlei schrÃ¤ge Ãœbungen vorzÃ¼glich.</p><p><strong>&#8220;Was kostet das Gold?&#8221;</strong> hatten Michael Reinsch und Michael Horeni am 30. Januar in der FAZ gefragt und etliche Zahlen dazu aufgelistet.</p><p>(Den Beitrag finde ich leider nicht online frei verfÃ¼gbar und kann deshalb nicht verlinken. Sollte mir jemand helfen kÃ¶nne, weil ich einmal mehr zu blÃ¶d war, die Bezahlschranke zu umgehen, wird das selbstverstÃ¤ndlich umgehend nachgetragen.)Â Wenn die FAZ mal einen solchen Grundsatzartikel druckt, lÃ¶st das in der nahe gelegenen Sportverwaltung (DOSB wie auch DFB residieren in Frankfurt) gewÃ¶hnlich hektische Betriebsamkeit aus.</p><p>Diesmal passierte Erstaunliches: Das UDIOCM lieÃŸ im Namen seines PrÃ¤sidiums einen Leserbrief formulieren, der teilweise abgedruckt wurde und den der DOSBÂ <a
title="www.dosb.de" href="http://www.dosb.de/de/leistungssport/spitzensport-news/detail/news/bach_der_olympische_gedanke_ist_die_seele_des_sports/8768/cHash/de74307908/" target="_blank">natÃ¼rlich komplett verÃ¶ffentlichte</a>. Statt sachlicher Entgegnungen zur Frage, die ja &#8220;Was kostet das Gold?&#8221; lautete, gab es olympische WorthÃ¼lsen, die ich gern dokumentiere zur Halbzeit der Winterspiele in Vancouver:</p><blockquote><p><strong>Bach: Olympischer Gedanke ist Seele des Sports</strong></p><p>01.02.2010</p><p><em>Mit einem Leserbrief nimmt das PrÃ¤sidium des Deutschen Olympischen Sportbundes Stellung zum Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 30. Januar 2010 &#8220;Was kostet Gold?&#8221;.</em></p><p>&#8220;Der Staat ist der grÃ¶ÃŸte FÃ¶rderer des deutschen Olympiateams &#8211; und richtet sich am Medaillenspiegel auf. Doch die Rechnung ist zynisch , ordnet jene als gescheitert ein, die nie auf dem Treppchen stehen &#8211; und vergisst Vorbildwirkung und Freude&#8221;, so lautet die Einleitung des FAZ-Artikels.</p><p>Das DOSB-PrÃ¤sidium verÃ¶ffentlicht dazu folgenden Kommentar:</p><p>&#8220;Es ist irritierend, wenn gerade Sportjournalisten offensichtlich den Sinn des Leistungssports verkennen und seine FÃ¶rderung auf zynische Art und Weise angreifen. Deshalb muss den beiden Autoren die banale Weisheit, dass es im Leistungssport um Wettbewerb und Erfolg geht, noch einmal mitgeteilt werden.</p><p>Sie hÃ¤tten sich diese selbstverstÃ¤ndliche Erkenntnis auch bei jedem Bundesliga-FuÃŸballspieler oder Mitglied einer Olympiamannschaft mit der einfachen Frage erwerben kÃ¶nnen, ob er denn am Wochenende mit seiner Mannschaft gewinnen oder bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver erfolgreich sein will.</p><p>Genau aus diesem Erfolg erwÃ¤chst die Freude am und die Vorbildwirkung durch den Sport. Sie besteht gerade darin, dass Athletinnen und Athleten Erfolge aufgrund langjÃ¤hrigen tÃ¤glichen Trainings, sorgfÃ¤ltiger Vorbereitung, hoher Disziplin und Einsatzbereitschaft erzielen. Ihnen und ihren Trainern dafÃ¼r die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, ist Aufgabe der SportfÃ¶rderung. Sportliche Erfolge sind also kein Abfallprodukt einer SpaÃŸgesellschaft Leistungssport, sondern das Ergebnis zielgerichteter Anstrengungen unserer Athleten, VerbÃ¤nde und FÃ¶rderer. Dass der Athlet dann in einem objektiven und fairen Wettkampf mit anderen erfolgreich ist, macht ihn zum Vorbild und erfÃ¼llt ihn mit Freude, um im Sprachgebrauch der Autoren zu bleiben.</p><p>Ein Leistungsprinzip, das im Ãœbrigen in Wirtschaft und Gesellschaft akzeptiert und gefordert ist. Wir wollen zur Sicherung der ArbeitsplÃ¤tze &#8220;Exportweltmeister&#8221; bleiben oder wieder werden, wir wollen zur Sicherung unserer Zukunft &#8220;SpitzenuniversitÃ¤ten&#8221; im weltweiten MaÃŸstab, wir wollen &#8220;QualitÃ¤tsjournalismus&#8221; zur Sicherung der Pressefreiheit. Selbst in der PÃ¤dagogik hÃ¤ngt niemand mehr den &#8220;Summerhill-Prinzipien&#8221; losgelÃ¶ster, falsch verstandener Selbstverwirklichung nach.</p><p>Die Autoren verkennen in ihrem Beitrag jedoch nicht nur den Sinn des von Athleten ebenso bewusst wie freiwillig betriebenen Leistungssports. Sie verzerren darÃ¼ber hinaus die Prinzipien der FÃ¶rderung des Leistungssports in Deutschland. So wird eben im deutschen Sport gerade nicht die von ihnen als &#8220;zynisch&#8221; angeprangerte Kostenrechnung allein am Medaillenspiegel orientiert und &#8220;alles Sporttreiben allein dem Ziel Olympiasieg&#8221; untergeordnet. Das auch den Autoren bekannte Instrument der Zielvereinbarungen zwischen dem DOSB, dem BMI und den VerbÃ¤nden beinhaltet vielmehr gemeinsam festgelegte Ziele Ã¼ber mehrere Jahre, auch auÃŸerhalb Olympischer Spiele und unterhalb der MedaillenrÃ¤nge.</p><p>Es sind im Ãœbrigen weder der DOSB noch das BMI, die Sportler als Versager abstempeln und bei Misserfolg etwa FÃ¶rdergelder zurÃ¼ckverlangen wÃ¼rden oder die RÃ¼ckreise selbst bezahlen lieÃŸen. Weder Staat noch Sport ordnen Athleten als gescheitert ein, die nie auf dem Treppchen stehen &#8211; wie der Artikel behauptet. Gerade in dieser Hinsicht sollten sich die Medien ihres eigenen Umgangs mit weniger erfolgreichen Athleten selbst erinnern.</p><p>Der olympische Gedanke ist die Seele des Sports. Die Investition darin geht weit Ã¼ber Olympische Spiele und damit weit Ã¼ber den Sport hinaus. Mit 27,5 Millionen Mitgliedschaften ist der Sport die grÃ¶ÃŸte BÃ¼rgerbewegung Deutschlands. In der olympischen Erziehung werden unter anderem Werte wie Fairplay, Respekt oder Integration vermittelt. Der Sport ist Motor zahlreicher gesellschaftlicher Entwicklungen. Erinnert sei auch an die Wirkung der von Deutschland ausgerichteten internationalen GroÃŸereignisse. Die FuÃŸball-WM 2006, die Leichtathletik-WM 2009, um nur zwei Beispiele zu nennen, haben das Bild unseres Landes im Ausland maÃŸgeblich beeinflusst. Weltoffen, freundlich und sympathisch hat sich die Nation bei diesen Gelegenheiten prÃ¤sentiert.</p><p>Ebenfalls bekannt ist den Autoren die Haltlosigkeit der von ihnen unwidersprochen wiedergegebenen Aussage von Wolfgang Maennig, Deutschland handele dem olympischen Geist zuwider, weil wir nicht &#8220;alle Welt zum Training auf unseren Bobbahnen einladen wÃ¼rden&#8221;. Nun kann man Ã¼ber den olympischen Geist, verbale AnsprÃ¼che an andere und eigene Verwirklichung trefflich streiten. Fakt ist jedoch, dass Deutschland eines der grÃ¶ÃŸten FÃ¶rderungsprogramme weltweit fÃ¼r Sportler aus EntwicklungslÃ¤ndern hat und in keinem Land der Welt so viele TrainingslÃ¤ufe auslÃ¤ndischer Bob- und Schlittensportler stattfinden wie in Deutschland.</p><p>Anscheinend war den Autoren die nicht vorhandene sachliche BegrÃ¼ndung ihrer Thesen bewusst. Denn nur so lÃ¤sst sich erklÃ¤ren, dass sie schlieÃŸlich auch noch zum Mittel der persÃ¶nlichen Diffamierung greifen. Sie werfen unserem Generaldirektor vor, er stelle &#8220;sich wie selbstverstÃ¤ndlich in die Tradition von DDR (&#8230;) und Hitlerdeutschland (&#8230;).&#8221; Dies ist aus der Sicht des DOSB PrÃ¤sidiums vÃ¶llig inakzeptabel und Ã¼berschreitet die Grenzen eines verantwortungsvollen Journalismus, wie wir ihn ansonsten gerade bei der FAZ gewohnt sind und schÃ¤tzen.&#8221;</p><p>Das PrÃ¤sidium des DOSB</p><p>Thomas Bach, Eberhard Gienger, Hans-Peter KrÃ¤mer, Walter Schneeloch, Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper, Ilse Ridder-Melchers, Ingo Weiss, Christian Breuer, Michael Vesper und als stÃ¤ndiger Gast Claudia Bokel</p></blockquote><p>Zynischer Journalismus, verantwortungsvoller Journalismus, verantwortungsloser Journalismus, Aufgaben des Journalismus, Staatssport, DDR-Sport, Medaillenfixierung, Nazi Olympics bzw. Propagandaspiele &#8211; ich finde, da geht vieles durcheinander. Was mich bei den Verfassern nicht wundert. Da kommt also eine ganze Menge zusammen, Ã¼ber das sich zu diskutieren lohnt. Auch Ã¼ber das Journalismusbild von Bachgiengervesper. Aber das &#8220;PrÃ¤sidium&#8221; knallt dem Papierchen mal eben den &#8220;olympischen Gedanken&#8221; drÃ¼ber, was nichts anderes heiÃŸt als: Was wir tun, ist per se gut, was wir tun, rechtfertigt per se die FÃ¶rderung aus Ã¶ffentlichen Kassen, was wir tun, rechtfertigt natÃ¼rlich auch die Intransparenz im Umgang mit Ã¶ffentlichen Mitteln, was wir tun, entzieht sich per se jedweden Zweifeln.</p><p>Ein bisschen Stoff fÃ¼r die Diskussion:</p><ul><li>Matti Lieske in der Berliner Zeitung: &#8220;<a
title="BLZ" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0212/vancouver2010/0004/index.html" target="_blank">Staatsamateure auf BewÃ¤hrung</a>&#8220;</li><li>Nina KlÃ¶ckner in der Financial Times Deutschland: &#8220;<a
title="FTD" href="http://www.ftd.de/sport/olympia/topnews/:unterstuetzung-fuer-sportler-spiele-statt-brot/50073543.html" target="_blank">Spiele statt Brot</a>&#8220;</li><li>Markus VÃ¶lker im taz-Interview mit Wolfgang Maennig: &#8220;<a
title="taz" href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=le&amp;dig=2010/02/06/a0163&amp;cHash=08e40197d3" target="_blank">Fast schon MilitÃ¤rfestspiele</a>&#8220;</li><li>Die Bundeswehr und der Sport: <a
title="www.bundeswehr.de" href="http://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/kcxml/04_Sj9SPykssy0xPLMnMz0vM0Y_QjzKLd44P83AHSYGYxgEh-pEwsaCUVH1vfV-P_NxU_QD9gtyIckdHRUUAoXr5cQ!!/delta/base64xml/L3dJdyEvd0ZNQUFzQUMvNElVRS82X0NfNEFM" target="_blank">Selbstdarstellung</a></li></ul><p>Die aktuelle Aufstellung der Bundesmittel fÃ¼r Sport habe ich kÃ¼rzlich ausfÃ¼hrlich dokumentiert (<a
title="SportfÃ¶rderung des Bundes im Olympiajahr 2010" href="http://jensweinreich.de/2010/01/27/sportforderung-des-bundes-im-jahr-2010/" target="_self">mit kompletten Tischvorlagen aus dem Bundestag als pdf</a>). Wichtig sind in diesem Zusammenhang mindestens drei Punkte:</p><ol><li>Hinzu kommt sicher eine dreistellige Millionensumme aus Kassen von LÃ¤ndern und Kommunen</li><li>Es existiert keine Aufstellung aller Kosten aus Ã¶ffentlichen Mitteln fÃ¼r den Leistungssport. Die Volksvertreter sind nicht der Meinung, dass man das dem Volk zumuten und eventuell transparent gestalten kÃ¶nnte.</li><li>Ich finde, es ist wichtig &#8211; und es wird in journalistischen BeitrÃ¤gen fast immer falsch notiert &#8211; sich die Auflistung der Bundesministerien genau anzusehen. Insgesamt sind es in diesem Jahr rund 250 Millionen Euro &#8211; und eben nicht nur die Summe, die von BMI-Kostenstellen Ã¼berwiesen werden.</li></ol><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-6978" title="Bundesmittel 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/bund-sport-2010-blog-web.jpg" alt="" width="530" height="450" /></p><p><span
id="more-6971"></span>Und schlieÃŸlich, denn Ausgangspunkt war ja der weltumspannende Bobsport, hier noch die Zielvereinbarung von BMI, <a
title="Zielvereinbarung BSD" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/zielvereinbarung-bsd.pdf" target="_self">DOSB und Bob- und Schlittensportverband (BSD)</a>, der passender Weise von einem ehemaligen Politiker und SÃ¤nger gefÃ¼hrt wird (Andreas Trautvetter, CDU)Â als pdf-Datei (3,4 MB, 9 Seiten).</p><p>Die QualitÃ¤t der Bilddateien ist nicht die dollste, dafÃ¼r aber findet man diese <a
title="BeitrÃ¤ge zu Zielvereinbarungen" href="http://jensweinreich.de/?s=zielvereinbarungen" target="_self">Zielvereinbarung</a> (die ja nicht Ã¶ffentlich ist, von BMI/DOSB/Sportausschuss/BSD und entsprechend allen anderen VerbÃ¤nden gewissermaÃŸen als Privatnummer dem Steuerzahler vorenthalten wird) nur hier. Sonst nirgends. Und hier noch ein <a
title="Zielvereinbarungen olympischer SpitzenverbÃ¤nde" href="http://jensweinreich.de/2009/02/11/dokumentation-zielvereinbarungen-olympischer-sportverbande/" target="_self">Mustervertrag</a>.</p><p>Die Sportsoldaten, die den Auftrag haben, &#8220;zum Ansehen Deutschlands in der Welt&#8221; beizutragen, liegen blendend im Plan bzw. streben PlanÃ¼bererfÃ¼llung an. 9 Medaillen waren vorgesehen. 2 Gold, 2 Silber und 3 Bronze sind es bereits nach Skeleton und Rodeln.</p><p><a
href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/ziel-bsd-web.gif"><img
class="aligncenter size-full wp-image-6981" title="Im nationalen Auftrag" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/ziel-bsd-web.gif" alt="" width="530" height="195" /></a></p><p>Ja wenn das so ist. Mit dem Argument des nationalen Auftrages und <a
title="UDIOCM: Lebenssachverhalte im nationalen Interesse" href="http://jensweinreich.de/2010/02/10/thomas-bach-lebenssachverhalte-im-nationalen-interesse/" target="_self">anderer Lebenssachverhalte</a>, lÃ¤sst sich noch jede Diskussion im Keim ersticken.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/02/21/vancouver-tage-89-bobfahren-zum-ansehen-deutschlands/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>34</slash:comments> </item> <item><title>Thomas Bach: Lebenssachverhalte im nationalen Interesse</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/02/10/thomas-bach-lebenssachverhalte-im-nationalen-interesse/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/02/10/thomas-bach-lebenssachverhalte-im-nationalen-interesse/#comments</comments> <pubDate>Wed, 10 Feb 2010 04:10:20 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[ioc]]></category> <category><![CDATA[lee kun-hee]]></category> <category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[udiocm]]></category> <category><![CDATA[vancouver 2010]]></category> <category><![CDATA[winterspiele 2018]]></category> <category><![CDATA[atlanta 1996]]></category> <category><![CDATA[bernd schiphorst]]></category> <category><![CDATA[christian klaue]]></category> <category><![CDATA[fdp]]></category> <category><![CDATA[hans friederichs]]></category> <category><![CDATA[hans-dietrich genscher]]></category> <category><![CDATA[hans-hermann tiedje]]></category> <category><![CDATA[joachim krannich]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[lobbyismus]]></category> <category><![CDATA[mÃ¼nchen 2018]]></category> <category><![CDATA[otto schily]]></category> <category><![CDATA[pr]]></category> <category><![CDATA[propaganda]]></category> <category><![CDATA[pyeongchang 2018]]></category> <category><![CDATA[samsung]]></category> <category><![CDATA[sydney 2000]]></category> <category><![CDATA[thomas bach]]></category> <category><![CDATA[turin 2006]]></category> <category><![CDATA[tv media]]></category> <category><![CDATA[vancouver]]></category> <category><![CDATA[vielfÃ¤ltige lebenssachverhalte]]></category> <category><![CDATA[wmp eurocom]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=6627</guid> <description><![CDATA[VANCOUVER. Thomas Bach hat blau-gelb gewÃ¤hlt. Eine Krawatte in den Farben der FDP, der er seit Jahrzehnten angehÃ¶rt. Zu seinen GÃ¶nnern und gelegentlichen GeschÃ¤ftspartnern zÃ¤hlten einige frÃ¼here FDP-Bundesminister wie Hans-Dietrich Genscher und Hans Friederichs. Derzeit, sagt Bach, habe er aber keine Parteifunktionen mehr. Allein der Sitz im Kuratorium der parteinahen Friedrich-Naumann-Stiftung fÃ¤llt ihm ein. Sein [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>VANCOUVER. Thomas Bach hat blau-gelb gewÃ¤hlt. Eine Krawatte in den Farben der FDP, der er seit Jahrzehnten angehÃ¶rt. Zu seinen GÃ¶nnern und gelegentlichen GeschÃ¤ftspartnern zÃ¤hlten einige frÃ¼here FDP-Bundesminister wie Hans-Dietrich Genscher und Hans Friederichs. Derzeit, sagt Bach, habe er aber keine Parteifunktionen mehr. Allein der Sitz im Kuratorium der parteinahen Friedrich-Naumann-Stiftung fÃ¤llt ihm ein. Sein Blick signalisiert: KÃ¶nnen wir jetzt bitte wieder Ã¼ber Sport sprechen?</p><p>In der Lounge des Deutschen Hauses in Vancouver hat Bach, DOSB-PrÃ¤sident und IOC-Vize, zu einem so genannten HintergrundgesprÃ¤ch geladen. Derlei Runden lÃ¤sst er seit langem organisieren, immer vor Olympischen Spielen und IOC-Sessionen. Journalisten, von denen er sich ungerechtfertigt kritisiert fÃ¼hlt, waren von diesen Terminen komischer WeiseÂ <a
title="Peking, Tag 6" href="http://jensweinreich.de/2008/08/06/peking-tag-6/" target="_self">oft ausgeschlossen</a>. Das hatte Methode, etwa in jenen Jahren als die <strong>TV Media</strong> fÃ¼r das IOC und auch fÃ¼r Bach in Deutschland PR erledigte, zeitlich ungefÃ¤hr <a
title="BLZ: Wettlaufen auf dem Kontakthof" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2003/0702/sport/0005/index.html" target="_blank">bis zu diesem Artikel</a>:</p><blockquote><p>(&#8230;) Das vom ehemaligen Bild-Chefredakteur Hans-Hermann Tiedje geleitete Unternehmen versuchte fortan, den Olympiakonzern und dessen PrÃ¤sidenten Samaranch hier zu Lande in besserem Licht erscheinen zu lassen. Schnell wurde eine Liste missliebiger Berichterstatter erstellt, wie der damalige IOC-Sprecher Franklin Servan-Schreiber bestÃ¤tigte, zugleich wurden in den Medien allerlei Kontakte, positive Kommentare und Artikel lanciert. Ganz im Sinne der Firmenphilosophie. &#8220;Unsere StÃ¤rke ist es, Themen am Markt der Ã¶ffentlichen Meinung durchzusetzen. Wir sorgen fÃ¼r Ã¶ffentliche Meinungsbildung und sind spezialisiert auf mediales Krisenmanagement&#8221;, so formuliert es der Unternehmensberater Roland Berger, der bei der TV-Media-Muttergesellschaft WMP Eurocom AG im Aufsichtsrat sitzt. Die professionellen Netzwerker loben ihre &#8220;effizienten Verbindungen zu den wichtigsten Medien in Deutschland&#8221;.</p><p>Als der Vertrag mit dem IOC Anfang des Jahres auslief, hat sich TV Media mit einem 41 Seiten umfassenden SchriftstÃ¼ck fÃ¼r eine weitere Zusammenarbeit empfohlen. (&#8230;) In dem Papier listen die Meinungsmacher ihre vermeintlichen Erfolge im olympischen Dunstkreis auf: Abgesehen von wenigen, namentlich benannten Ausnahmen sei die Berichterstattung Ã¼ber das IOC in Deutschland objektiver geworden, heiÃŸt es. Dazu hÃ¤tten AktivitÃ¤ten der PR-Firma beigetragen. So hat TV Media unter anderem &#8220;Statements, Kolumnen und Pressemeldungen, die vom IOC-VizeprÃ¤sidenten Thomas Bach autorisiert worden sind, in SchlÃ¼sselmedien lanciert&#8221;. AufgezÃ¤hlt werden eine Reihe von Journalisten, mit denen angeblich nicht nur die Strategie der Berichterstattung, sondern auch einzelne Artikel abgestimmt werden. Sollte es sich so verhalten, wie von TV Media dargelegt, wÃ¤re dies eine alarmierende Zustandsbeschreibung des deutschen Sportjournalismus. Die PR-Firma rÃ¼hmt sich gleichfalls bester Kontakte und vor allem der Einflussnahme in hÃ¶chste Kreise der Sportpolitik, etwa zu Sportminister Otto Schily oder dem Sportkoordinator im Bundeskanzleramt, Joachim Krannich. (&#8230;)</p></blockquote><p>TV Media ist eine Tochter derÂ <a
title="SPIEGEL: Beraten und verkauft" href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29341618.html" target="_blank">WMP Eurocom</a>, in dessen Vorstand neben Hans-Hermann Tiedje auch der langjÃ¤hrige Bertelsmann-ManagerÂ <a
title="Vorstand WMP Eurocom" href="http://www.wmp-ag.de/vorstand.php" target="_blank">Bernd Schiphorst</a> sitzt, einer der engsten Freunde des UDIOCM. Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der WMP Eurocom ist Ã¼brigens Genscher. Eine FDP-Connection.</p><p>Diese ErklÃ¤rung zu manchen HintergrÃ¼nden von HintergrundgesprÃ¤chen musste sein. Nun zurÃ¼ck nach Vancouver: <a
title="Was vom Tage Ã¼brig bleibt (47)" href="http://jensweinreich.de/2009/10/28/was-vom-tage-ubrig-bleibt-47-koalitionsvertrag-klaue-pechstein-studie-auf-staatskosten/" target="_self">Christian Klaue</a>, ehemals sportpolitischer Korrespondent des SID, nun seit drei Monaten Sprecher des DOSB und seines PrÃ¤sidenten, bemÃ¼ht sich um einen professionelleren und fairen Umgang mit den Medien. Aber natÃ¼rlich auch darum, seinen Chef positiv zu positionieren, das ist nun mal so.</p><p>Zu den Regeln derartiger Runden gehÃ¶rt es, dass zwar viel erzÃ¤hlt wird, aber alles, was nicht ausdrÃ¼cklich freigegeben wurde, nicht zitiert werden darf. Das fÃ¼hrt zu absurden Situationen, wenn Ã¼ber banalste Aussagen gefeilscht werden muss. Politikern wie Bach kommt das entgegen. Ãœber den Fall des schwer korrupten Koreaners <a
title="Der reichste Koreaner: IOC-Mitglied Lee Kun Hee" href="http://jensweinreich.de/?s=lee+kun+hee" target="_self">Lee Kun Hee</a>, der IOC-Mitglied bleiben darf (<a
title="BLZ: Es bleibt alles in der Familie" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0209/sport/0011/index.html" target="_blank">hier mein Bericht</a>, hier <a
title="IOC Ethics" href="http://www.olympic.org/en/content/The-IOC/Commissions/The-ethics-commission/?Tab=4&amp;articleNewsGroup=-1&amp;articleId=76796" target="_blank">das Papier</a> der IOC-Ethikkommission, hier einige <a
title="Google News zu Lee Kun Hee" href="http://news.google.de/news/story?um=1&amp;cf=all&amp;ned=de&amp;hl=en&amp;num=100&amp;cf=all&amp;ncl=d_yD6KoxMPxS20MuU1A1aY0zyCQDM" target="_blank">internationale Reaktionen</a>) spricht Bach beispielsweise nur Off the Records, also nicht zu zitieren.</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-3730" title="Athen 2004, ErÃ¶ffnung IOC-Session: Thomas Bach, Lee Kun Hee, Juan Antonio Samaranch, Frau Lee" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/05/lee-jas-bach.jpg" alt="" width="538" height="253" /></p><p>Jede Aussage zu Lee, dem langjÃ¤hrigen Samsung-Chef und IOC-Sponsor, kÃ¶nnte als Kritik am Olympiabewerber Pyeongchang interpretiert werden, behauptet Bach. SchlieÃŸlich bewirbt sich MÃ¼nchen ebenfalls um die <a
title="tag: Winterspiele 2018" href="http://jensweinreich.de/category/winterspiele-2018/" target="_self">Winterspiele 2018</a>, mit Bach an der Spitze des Bewerberkomitees. Und Olympiabewerber dÃ¼rfen sich nicht kritisieren. So sind die Regeln, und mit den Regeln kennt sich Bach aus. Er darf die Regeln mit gestalten und Ã¼ber deren Einhaltung wachen. Er ist Chef der juristischen Kommission des IOC.</p><p>Man muss derartigen Argumentationen nicht reflexartig folgen. Man kann auch fragen, wie groÃŸ der Opportunismus eines SportfunktionÃ¤rs und Juristen wohl sein muss, <strong>nationales Interesse</strong> vorzuschieben, um sich einer zitierbaren Meinung zu enthalten?</p><p>Ich habe genau das gefragt.</p><p><span
id="more-6627"></span>Wie groÃŸ der Schmerz, als Volldemokrat mit einem Korruptionsweltmeister wie Lee im IOC sein zu mÃ¼ssen? Und ob nicht vielleicht auch Bachs GeschÃ¤ftsinteressen als Lobbyist und Wirtschaftsanwalt im Umgang mit koreanischen Firmen eine unmissverstÃ¤ndliche Stellungnahme verhindern? Hat er GeschÃ¤fte mit koreanischen Konzernen gemacht, als Berater, Lobbyist, Vermittler, Wirtschaftsanwalt?</p><p>Bach hÃ¤lt derartige Fragen fÃ¼r unseriÃ¶s, das hat er mir auch bei anderen Gelegenheiten deutlich gemacht. DarÃ¼ber mag er nicht reden. Seine Mandate sind Mandate und damit GeschÃ¤ftsgeheimnis. Sport ist Sport. Olympia ist Olympia. Politik ist Politik. Und Ehrenamt ist Ehrenamt. Wenn doch Ã¶ffentlich Ã¼ber pikante Verflechtungen debattiert wird, etwa als seine fÃ¼rstlich bezahlte LobbyistentÃ¤tigkeit fÃ¼r den Siemens-Konzern enthÃ¼llt wurde, benutzt er gern denÂ <a
title="VielfÃ¤ltige Lebenssachverhalte" href="http://jensweinreich.de/2008/09/22/vielfaltige-lebenssachverhalte/" target="_self">Begriff</a> â€ž<a
title="VielfÃ¤ltige Lebenssachverhalte (II)" href="http://jensweinreich.de/2008/09/25/vielfaltige-lebenssachverhalte-ii/" target="_self">vielfÃ¤ltige</a> <a
title="VielfÃ¤ltige Lebenssachverhalte (III)" href="http://jensweinreich.de/2008/12/20/vielfaltige-lebenssachverhalte-iii/" target="_self">Lebenssachverhalte</a>â€œ. Als sei das Leben eine Ansammlung von real existierenden ZufÃ¤lligkeiten.</p><p>In Vancouver spricht Bach auch darÃ¼ber, dass er sich noch nicht festgelegt habe, ob er im Dezember fÃ¼r eine weitere Amtszeit als DOSB-Chef zur VerfÃ¼gung stehe. Er nennt GrÃ¼nde dafÃ¼r und dagegen. Nicht alles ist zur VerÃ¶ffentlichung freigegeben. Vielleicht darf man es ungestraft so umschreiben: Der DOSB-Job fordert Bach mehr als erwartet. Die Zeit fehlt fÃ¼r andere AktivitÃ¤ten. Bach will bis Sommer 2010 seine DOSB-Zukunft entscheiden. Im <strong>nationalen Interesse</strong> (MÃ¼nchen 2018) wird er sich wohl durchringen, mindestens bis zur IOC-Session 2011 in Durban weiterzumachen. Bach ist nicht nur Patriot, letztlich ist es doch so:</p><blockquote><p>â€žDass ich gern tue, was ich tue, ist kein groÃŸes Geheimnis.â€œ</p></blockquote><p>Eben.</p><p>Gut anderthalb Stunden plaudert Bach Ã¼ber Vancouver, Herrn Lee, Gendoping, den DOSB, MÃ¼nchen 2018 und das IOC. Dann muss er zum nÃ¤chsten Termin. Er lÃ¤uft am selben Nachmittag mit dem olympischen Feuer.</p><p>Und ich denke, auch wenn man kaum etwas aus diesem GesprÃ¤ch verwenden darf, es ist vielleicht interessant, die UmstÃ¤nde zu schildern. Denn inhaltlich ist ja nichts passiert bzw. darf kaum etwas weiter gegeben werden, selbst das nicht, was so banal ist, dass sich kaum jemand dafÃ¼r interessieren wÃ¼rde, wenn es weiter gegeben werden dÃ¼rfte.</p><p>Mein Lieblingszitat, offiziell freigegeben, glaube ich, ist dies zum Thema Gendoping:</p><blockquote><p>&#8220;Nehmen sie doch mein Zitat aus der Rede in der Paulskirche, das steht ja schon alles drin.&#8221;</p></blockquote><p>In Vancouver wird Bach auf der IOC-Session zum dritten Mal als VizeprÃ¤sident bestÃ¤tigt. Anders als <a
title="September 2000: Im Niemandsland" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0914/sport/0073/index.html" target="_blank">2000 in Sydney</a> und 2006 in Turin &#8211; oder <a
title="Juli 1996: Juans Liebling" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1996/0717/reporter/0003/index.html" target="_blank">1996 in Atlanta</a>, als er ins Exekutivkomitee kam &#8211; hat er keinen Gegenkandidaten.</p><p>Das IOC entscheidet in Kanada Ã¼brigens auch Ã¼ber den Gastgeber der IOC-Session des Jahres 2013. Dies wird eine ganz wichtige Sitzung fÃ¼r Thomas Bach, denn 2013 wird ein neuer IOC-PrÃ¤sident gewÃ¤hlt â€“ entweder in Kuala Lumpur oder in Buenos Aires. Beides sind attraktive Destinationen. Bach tendiert eher zur argentinischen Hauptstadt, vergisst aber zu sagen, ob man das schreiben darf oder weglassen soll. In Buenos Aires ist er 1977 mit den Florettfechtern Mannschaftsweltmeister geworden. â€žInsofernâ€œ, formuliert er, juristisch ausgewogen und politisch neutral, â€žhabe ich daran eine schÃ¶ne Erinnerung.â€œ</p><p>Ob er 2013 fÃ¼r den IOC-Vorsitz kandidiert, sagt er natÃ¼rlich nicht, sondern lediglich, wie so oft: â€žIch habe keinen Plan.â€œ</p><p>Vielleicht ist alles nur eine Frage der Definition. Was den einen der Plan, sind den anderen die vielfÃ¤ltigen Lebenssachverhalte. Und die kÃ¶nnen sich allemal gÃ¼nstig gestalten.</p><p>Btw: Hatte ich eigentlich schon mal gesagt, wie gut es sich trifft, dass Deutschland gerade einen blau-gelben AuÃŸenminister hat? Wie gut sich dies mit ehrgeizigen sportpolitischen PlÃ¤nen kombinieren lÃ¤sst? Ich glaube, das ist mal eine andere Geschichte.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/02/10/thomas-bach-lebenssachverhalte-im-nationalen-interesse/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>24</slash:comments> </item> <item><title>Antidopingberichte 2008 der deutschen SportfachverbÃ¤nde</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/01/27/antidopingberichte-2007-der-deutschen-sportfachverbande/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/01/27/antidopingberichte-2007-der-deutschen-sportfachverbande/#comments</comments> <pubDate>Wed, 27 Jan 2010 17:09:59 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[bmi]]></category> <category><![CDATA[bva]]></category> <category><![CDATA[christoph bergner]]></category> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[nada]]></category> <category><![CDATA[steuermittel]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[antidopingberichte]]></category> <category><![CDATA[bmi-sportabteilung]]></category> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[doping]]></category> <category><![CDATA[spitzenverbÃ¤nde]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[thomas de maiziÃ¨re]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=6352</guid> <description><![CDATA[Interessante Notiz zwischendurch: Die Sportabteilung des BMI, die sich in den vergangenen Jahren doch einige Male vorgefÃ¼hrt fÃ¼hlte, kommuniziert proaktiv. Noch immer stehen bekanntlich die Antidopingberichte fÃ¼r 2008 aus. Ich meine, wir schreiben das Jahr 2010, demnÃ¤chst sollen die SpitzensportverbÃ¤nde ihre Berichte fÃ¼r 2009 vorlegen, und der Gesamtbericht fÃ¼r 2008 ist noch immer nicht Ã¶ffentlich. [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Interessante Notiz zwischendurch: Die <a
title="Das Eigenleben der BMI-Sportabteilung" href="http://jensweinreich.de/?p=1627" target="_self">Sportabteilung des BMI</a>, die sich in den vergangenen Jahren doch einige Male vorgefÃ¼hrt fÃ¼hlte, kommuniziert proaktiv. Noch immer stehen bekanntlich die Antidopingberichte fÃ¼r 2008 aus. Ich meine, wir schreiben das Jahr 2010, demnÃ¤chst sollen die SpitzensportverbÃ¤nde ihre Berichte fÃ¼r 2009 vorlegen, und der Gesamtbericht fÃ¼r 2008 ist noch immer nicht Ã¶ffentlich.</p><p>PrÃ¤zise betrachtet wurde der <a
title="Antidopingberichte der deutschen SpitzenverbÃ¤nde 2007" href="http://jensweinreich.de/?p=2342" target="_self">Bericht fÃ¼r 2007</a> ja nur von Journalisten verÃ¶ffentlicht, zuerst vonÂ <a
title="Holger SchÃ¼ck gestorben" href="http://jensweinreich.de/?p=3553" target="_self">Holger SchÃ¼ck</a>, im Original steht er nur hier.</p><p>Ich habe mich leidlich um den Bericht fÃ¼r 2008 bemÃ¼ht, der derzeit von BMI und DOSB unter Mitwirkung von BVA und NADA aufgehÃ¼bscht wird. Bundesinnenminister Thomas de MaiziÃ¨re hat <a
title="DLF-Beitrag" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1089662/" target="_blank">im Dezember im Sportausschuss</a> angedeutet, dass es mit etlichen VerbÃ¤nden Probleme gibt. Seither glÃ¼hen die DrÃ¤hte. Der Ausschuss will das Thema behandeln, planmÃ¤ÃŸig aber erst im MÃ¤rz.</p><p>Und siehe, soeben verkÃ¼ndet das BMI per Presseverteiler:</p><blockquote><p><strong>Dr. <a
title="BeitrÃ¤ge zu Christoph Bergner" href="http://jensweinreich.de/?cat=463" target="_self">Christoph Bergner</a>, Parlamentarischer StaatssekretÃ¤r, zum derzeitigen Stand der Auswertung der Anti-Dopingberichte 2008</strong></p><p>Das Bundesministerium des Innern (BMI) und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) haben sich auf ein gemeinsames Verfahren verstÃ¤ndigt, nach dem die Anstrengungen der SportfachverbÃ¤nde und ErfÃ¼llung ihrer Verpflichtungen bei der BekÃ¤mpfung des Dopings im Sport ermittelt und bewertet werden. Dies geschieht in Form der sogenannten Anti-Dopingberichte. Hierbei handelt es sich um SelbstauskÃ¼nfte der VerbÃ¤nde, die jeweils zum 31. MÃ¤rz Ã¼ber das vorangegangene Jahr erhoben werden. Sie werden von der NADA unter Einbeziehung vorhandener Erkenntnisse auf PlausibilitÃ¤t und SchlÃ¼ssigkeit geprÃ¼ft und anschlieÃŸend vom BVA unter zuwendungsrechtlichen Aspekten ausgewertet.</p><p>In Auswertung der Anti-Dopingberichte 2008 wurden bei 41 ZuwendungsempfÃ¤ngern (von 60 = 68%) keine Beanstandungen festgestellt. StaatssekretÃ¤r Dr. Bergner begrÃ¼ÃŸt ausdrÃ¼cklich, dass damit die Mehrheit (mehr als Zweidrittel) der VerbÃ¤nde im Berichtsjahr eine vollstÃ¤ndige Umsetzung der umfangreichen Vorgaben zur Anti-DopingbekÃ¤mpfung erreicht hat.</p><p><strong>Bei 19 ZuwendungsempfÃ¤ngern (= 32%) sind MÃ¤ngel festgestellt worden.</strong> Dabei handelt es sich um &#8211; vielfach formale &#8211; VerstÃ¶ÃŸe aus dem Jahr 2008, die zum Beispiel in der nicht ausreichenden Umsetzung des NADA-Codes in den Satzungen, fehlerhaften Antidopingklauseln in den ArbeitsvertrÃ¤gen der BeschÃ¤ftigten oder der unzureichenden DurchfÃ¼hrung von Wettkampfkontrollen lagen. Hier werden RÃ¼ckforderungsverfahren eingeleitet. Insgesamt belaufen sich die mÃ¶glichen RÃ¼ckforderungen nach heutigem Stand auf gut 200.000 Euro.</p><p>Bei einigen VerbÃ¤nden werden vor Erlass des RÃ¼ckforderungsbescheides derzeit erneut AnhÃ¶rungen des BVA durchgefÃ¼hrt. Angesichts der noch laufenden Verwaltungsverfahren kÃ¶nnen weitergehende Angaben derzeit nicht gemacht werden. Ãœber diesen Sachstand sind heute auch die Obleute im Sportausschuss des Deutschen Bundestages unterrichtet worden.</p><p>VerstÃ¶ÃŸe in der Umsetzung des NADA-Codes oder gegen Auflagen in den Zuwendungsbescheiden werden mit diesen RÃ¼ckforderungen konsequent verfolgt. Damit unterstreicht die Bundesregierung ihren Grundsatz, Steuergelder nur sauberem Sport bei konsequenter DopingbekÃ¤mpfung zur VerfÃ¼gung zu stellen. Diese deutlichen Sanktionen sind schmerzhaft fÃ¼r die verstoÃŸenden VerbÃ¤nde, werden zugleich Signalwirkung fÃ¼r die Zukunft haben und die VerbÃ¤nde zu einer noch konsequenteren Beachtung der Anti-Doping Regelungen anhalten.</p></blockquote><p>Soweit zu den Behauptungen des BMI.</p><p>Was die Ministerialen und Sportpolitiker, die von Steuermitteln leben, natÃ¼rlich immer noch nicht begreifen und in ihrer Arroganz nicht begreifen wollen: Dass dieser Bericht, das alle Berichte schon lÃ¤ngst Ã¶ffentlich sein mÃ¼ssten &#8211; im Internetz.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/01/27/antidopingberichte-2007-der-deutschen-sportfachverbande/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>38</slash:comments> </item> <item><title>MÃ¼nchen 2018: Christian Ude und die &#8220;Kniffe der propagandistischen Darstellung&#8221;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/01/26/munchen-2018-christian-ude-und-die-kniffe-der-propagandistischen-darstellung/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/01/26/munchen-2018-christian-ude-und-die-kniffe-der-propagandistischen-darstellung/#comments</comments> <pubDate>Tue, 26 Jan 2010 18:42:28 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[christian ude]]></category> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[finanzierung von mega-events]]></category> <category><![CDATA[mÃ¼nchen 2018]]></category> <category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category> <category><![CDATA[propaganda]]></category> <category><![CDATA[steuermittel]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[winterspiele 2018]]></category> <category><![CDATA[dosb-presse]]></category> <category><![CDATA[vancouver 2010]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=6317</guid> <description><![CDATA[Achtung, ÃœberlÃ¤nge: Ich konnte vergangenen Freitag leider nicht beim Neujahrsempfang des DOSB in Frankfurt/Main sein. Und werde morgen leider auch nicht die Pressekonferenz der MÃ¼nchner Olympiabewerber in MÃ¼nchen besuchen kÃ¶nnen. Frankfurt und MÃ¼nchen sind doch ein bisschen weitab vom Schuss, und mir fehlen die Sponsoren fÃ¼r all die teuren und zeitaufwendigen Reisen. Leipzig war damals [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><em>Achtung, ÃœberlÃ¤nge:</em> Ich konnte vergangenen Freitag leider nicht beim Neujahrsempfang des DOSB in Frankfurt/Main sein. Und werde morgen leider auch nicht die Pressekonferenz der MÃ¼nchner Olympiabewerber in MÃ¼nchen besuchen kÃ¶nnen. Frankfurt und MÃ¼nchen sind doch ein bisschen weitab vom Schuss, und mir fehlen die Sponsoren fÃ¼r all die teuren und zeitaufwendigen Reisen. Leipzig war damals bequemer. Doch egal, ich will nicht klagen, im Grunde bleiben wir hier ja durchaus auf dem Laufenden, wenngleich ich den Herrschaften gern energischer auf die Pelle rÃ¼cken wÃ¼rde, so wie damals in Leipzig.</p><p>FÃ¼r Hartgesottene wieder eine LektÃ¼re: Jener Teil der Rede von MÃ¼nchens OberbÃ¼rgermeister <strong>Christian Ude</strong> (SPD) auf dem Neujahrsempfang, den der DOSB-Pressedienst gerade dokumentiert hat. Klingt kampfeslustig wie immer, aber auch ziemlich angefressen. Kampfeslustig muss er sein, weil er es ja nicht nur, wie es in seinem Vortrag anklingt, mit renitenten UmweltschÃ¼tzern, GrÃ¼nen, Christsozialen und unverbesserlichen Journalisten zu tun hat, sondern weil er &#8211; wie oft genug aus zuverlÃ¤ssigen Quellen verlautet &#8211; mitunter sehr verÃ¤rgert gewesen sein soll Ã¼ber den DOSB. Aber er wÃ¼rde es sicher nie Ã¶ffentlich zugeben. SchlieÃŸlich ist der Sportbund Mehrheitsgesellschafter (allerdings ohne entsprechend mehr fÃ¼r die Party zu zahlen, zahlen die Ã¼berhaupt?).</p><blockquote><p><strong>MÃ¼nchens OberbÃ¼rgermeister Ude: â€žWir werden alle Register ziehenâ€œ</strong></p><p><em>Christian Ude, OberbÃ¼rgermeister der Landeshauptstadt MÃ¼nchen und VizeprÃ¤sident des Deutschen StÃ¤dtetages, hielt die Ansprache beim Neujahrsempfang des Deutschen Olympischen Sportbundes am 22. Januar im Frankfurter RÃ¶mer. Sein Thema: die Bewerbung MÃ¼nchens und Garmisch-Partenkirchens um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018. Als stellvertretender Vorsitzender der Gesellschafterversammlung ging Ude dabei vor den rund 300 GÃ¤sten des Empfangs im Kaisersaal auch auf jÃ¼ngste Kritik an der Bewerbung ein. Wir verÃ¶ffentlichen die Rede in AuszÃ¼gen.</em></p><p>â€ž (&#8230;) Man kann natÃ¼rlich bei einem Thema wie der olympischen Bewerbung vor einem so sportbegeisterten Publikum wie diesem einfach im Konsens baden oder aber auch den einen oder anderen Widerspruch drauÃŸen aufgreifen, um sich mit ihm auseinanderzusetzen. Ich tendiere zur zweiten MÃ¶glichkeit, weil es einfach interessanter ist und auch aktuell geboten.</p><p>Denn vielleicht haben Sie (&#8230;) gelesen, dass es <a
title="MÃ¼nchen 2018. Studie der FH, AnnÃ¤herung an die Wahrheit?" href="http://jensweinreich.de/?p=6230" target="_self">ganz triste Nachrichten</a> um die Bewerbung geben soll: (&#8230;) dass es leider nur eine ganz kÃ¼mmerliche (&#8230;) Mehrheit von 57 Prozent der Garmischer gibt, die fÃ¼r die Spiele sind, wÃ¤hrend eine beeindruckende (&#8230;) Zahl von 27 Prozent kritisch gegenÃ¼berstehen. Das ist mir relativ neu, dass 57 Prozent Mitleid erregend und 27 Prozent imposant sind, aber man kann mit einigen Kniffen der propagandistischen Darstellung natÃ¼rlich ein gewÃ¼nschtes Meinungsbild herbei schreiben. Wenn man bedenkt, dass 16 Prozent noch keine Meinung haben, ergibt sogar diese Umfrage eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Und das in einer Situation im November vergangenen Jahres, als die Ã¶rtliche CSU noch ein BÃ¼rgerbegehren gegen Olympia propagiert hat. (&#8230;)</p><p>Vielleicht sind wir Kommunalpolitiker einfach bescheidenere Leute â€“ aber ich war mit Zwei-Drittel-Mehrheiten immer ganz zufrieden.</p><p>Die Stimmung ist ja in Wahrheit beglÃ¼ckend, wenn ich daran erinnern darf, was alles seit dem 8. Dezember 2007 geschehen ist, als der Deutsche Olympische Sportbund sich einstimmig hinter die MÃ¼nchner Bewerbung gestellt hat. (&#8230;) Das war die InitialzÃ¼ndung an die Stadt MÃ¼nchen, an die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen und an den Landkreis Berchtesgadener Land, sich um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2018 zu bewerben.</p></blockquote><p>Kurze Unterbrechung, so habe ich damals die DOSB-Mitgliederversammlung in Hamburg erlebt und fÃ¼r die <a
title="BLZ vom 10. Februar 2007" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/1210/sport/0005/index.html" target="_blank">Berliner Zeitung</a> beschrieben:</p><p><strong>Todernste Begeisterung</strong></p><p><em>Auf einem Konvent der inhaltlichen Leere beschlieÃŸt der DOSB die Olympiabewerbung 2018</em></p><p>HAMBURG. Um 13.58 Uhr packte Rudolf Scharping seine Sachen. Die Vollversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) war noch lange nicht beendet, als Scharping beschwingt aus dem BÃ¶rsensaal der Hamburger Handelskammer schlenderte. Er hatte genug gehÃ¶rt, korrekter muss es allerdings heiÃŸen: Er hatte gar nichts gehÃ¶rt. Denn, rein theoretisch: HÃ¤tte man sich nicht vorstellen kÃ¶nnen, dass der DOSB die erdbebenartigen Skandale des Jahres 2007 thematisiert? Dass die Blutdopingpraktiken der Freiburger UniversitÃ¤tsmedizin, seit Jahrzehnten enger Partner des DOSB und seiner VorgÃ¤nger DSB/NOK, in angemessener Weise gewÃ¼rdigt werden? Etwa in einem Ãœberblick zum Stand der Ermittlungen und mÃ¶glichen MaÃŸnahmen des Sports? Dass das systematische Doping im Team Telekom, im Radsport Ã¼berhaupt, verhandelt wird? Das Chaos in der Nationalen Antidopingagentur Nada und in den VerbÃ¤nden wegen Hunderter verpasste Trainingskontrollen? Die mangelnde Bereitschaft der SpitzenverbÃ¤nde, im kommenden Jahr hÃ¶here Kosten fÃ¼r Dopingkontrollen zu begleichen? Oder, weil es ja auch um die Winterspiele 2018 ging: Das Vermarktungsdesaster des Deutschen Skiverbandes &#8211; wurde das etwa thematisiert?</p><p>Nein, davon hat Rudolf Scharping, PrÃ¤sident des unsÃ¤glichen Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), nichts gehÃ¶rt. Sicher, einige Punkte wurden in der Rede des DOSB-PrÃ¤sidenten Thomas Bach mit wenigen Worten gestreift. Das meiste aber blieb gÃ¤nzlich unerwÃ¤hnt. Niemand wurde kritisiert. Nichts wurde aufgearbeitet. Eine Debatte fand nicht statt. Kein Wunder, dass Scharping lÃ¤chelnd abmarschieren konnte.</p><p><em>100 Prozent Zustimmung</em></p><p>Bach sprach von einem Bewusstseinswandel, der nÃ¶tig sei; regte an, keine RekordprÃ¤mien mehr zu zahlen; auf Tempomacher, so genannte Hasen, in der Leichtathletik zu verzichten; im Fernsehen keine Weltrekordmarken mehr einzublenden. Kurzum: Er klaubte ein paar Forderungen zusammen, auf die er nicht das Copyright hat. Forderungen, die von kritischen Geistern in den Medien, in der Wissenschaft, sogar im Sport teilweise seit Jahrzehnten vorgebracht werden, ohne dass FunktionÃ¤re vom Schlage Bach dies jemals unterstÃ¼tzt hÃ¤tten. Und schlieÃŸlich zwirbelte Bach HalbsÃ¤tze wie diesen: Er behauptete, deutsche Athleten wÃ¼rden die &#8220;Null-Toleranzpolitik zur Erhaltung und RÃ¼ckgewinnung der GlaubwÃ¼rdigkeit des Sports&#8221; unterstÃ¼tzen.</p><p>So sieht sie also aus, diese &#8220;Null-Toleranzpolitik zur Erhaltung und RÃ¼ckgewinnung der GlaubwÃ¼rdigkeit des Sports&#8221;: Keine Debatte. Das Ausblenden elementarer Sachverhalte. Keinerlei Rechenschaftslegung. Keine Rechenschaftsforderung an jene &#8211; und davon saÃŸen viele im BÃ¶rsensaal &#8211; die lange Jahre mit Dopern kollaborierten.</p><p>In seiner inhaltlichen Leere war es ein beÃ¤ngstigender Konvent. DrauÃŸen auf den Fluren, aber nur dort, konnte man es von den Delegierten hÃ¶ren, wenn man hÃ¶ren wollte: Es sei ja kein Wunder, dass es so zugehe; wer hier seine Meinung sage und kritisiere, der habe bald nichts mehr zu sagen &#8211; aber bitte, nicht zitieren! Keiner wollte seinen Namen in der Zeitung sehen. Man frage nach bei Helmut Digel: Wer Wahrheiten formuliert, verliert rasant schnell Einfluss und Posten.</p><p>Zu welchem Tagesordnungspunkt auch immer, ob nun zur MÃ¼nchner Olympiabewerbung oder zur EinfÃ¼hrung des Deutschen Sportausweises, wenn sich Ã¼berhaupt jemand zu Wort meldete aus dem Plenum, dann lieferte er, wie bestellt, eine GruÃŸadresse ab. Hier saÃŸen die Vertreter von 27,5 Millionen Vereinsmitgliedern. Es war eine gespenstische AtmosphÃ¤re, die ihren HÃ¶hepunkt erreichte, als Bach in der MÃ¼nchen-Frage EinmÃ¼tigkeit abverlangte: &#8220;Deshalb rufe ich Ihnen zu, stimmen Sie zu! Wenn wir alle begeistern wollen, mÃ¼ssen wir zunÃ¤chst selbst begeistert sein! Zeigen Sie Ihre Begeisterung nicht nur mit Ihrer Stimmkarte, zeigen Sie sie mit voller Begeisterung.&#8221;</p><p>Daraufhin gab es etwa fÃ¼nf Sekunden braven Applaus.</p><p>AnschlieÃŸend zÃ¼ckten, wie erwartet, sÃ¤mtliche Delegierten ihre KÃ¤rtchen und erklÃ¤rten MÃ¼nchen mit seinen beiden Partnern Garmisch-Partenkirchen und SchÃ¶nau zum Bewerber um die Olympischen Winterspiele 2018. Eher zÃ¶gernd erhoben sich die FunktionÃ¤re und applaudierten im Stehen, damit dieser Moment fÃ¼r die Nachwelt festgehalten werden konnte, denn so war es geplant: EinmÃ¼tigkeit im deutschen Sport. Als Synonyme lieÃŸen sich in beliebiger Anzahl und Kombination auch Begriffe wie Sprachlosigkeit, Hilflosigkeit, Feigheit, Bequemlichkeit, Ideenlosigkeit, Geistlosigkeit, Opportunismus, OberflÃ¤chlichkeit verwenden.</p><p>WÃ¤hrend der anschlieÃŸenden Kaffeepause wurde nicht etwa vergnÃ¼gt geplaudert. Es blieb auffÃ¤llig ruhig &#8211; als sei es den Sportkameraden doch peinlich gewesen, hundertprozentig einer Meinung gewesen zu sein. In einer Ecke sprach Bundesinnenminister Wolfgang SchÃ¤uble in Mikrofone und erklÃ¤rte mit todernster Miene seine Begeisterung Ã¼ber die BegeisterungsfÃ¤higkeit des deutschen Sports.</p><p><em><span
id="more-6317"></span>Das alte Bewerbungs-Muster</em></p><p>MÃ¼nchen geht also auf die lange Reise. Die offizielle Bewerbung wird vom Deutschen Olympischen Sportbund erst Ende 2009 beim IOC eingereicht. Bis dahin muss unter anderem das Bewerbungsbudget gesichert werden. Die Rede ist von 30 Millionen Euro, und es wird wie immer interessant zu beobachten sein, ob und in welcher HÃ¶he sich die Wirtschaft an der Finanzierung beteiligt. Vom Sport kommt natÃ¼rlich kein Geld. In der Regel muss der Steuerzahler den LÃ¶wenanteil einbringen. Gesucht wird auch noch ein wettkampftaugliches Bewerberteam. Wer soll den GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer geben, der international punkten kann? SchlieÃŸlich wÃ¤re es interessant zu wissen, wie MÃ¼nchen kÃ¼nftig in der Ã–ffentlichkeit Begeisterung schÃ¼ren will, wenn schon die PrÃ¤sentation vor dem DOSB so fade, langweilig und uninspiriert geriet.</p><p>NatÃ¼rlich hat wieder der MÃ¼nchner PR-Mann Andreas Abold die Darbietung arrangiert. Wie schon fÃ¼r die Bewerbung um die FuÃŸball-Weltmeisterschaft 2006, wie schon fÃ¼r Leipzigs Olympiakandidatur vor dem NOK im April 2003, wie schon fÃ¼r SÃ¼dafrikas WM-Bewerbung 2010, wie zuletzt fÃ¼r die deutsche Bewerbung um die FrauenfuÃŸball-WM 2011. Doch Masse bedeutet nicht zwangslÃ¤ufig Klasse. Die Filmchen sind immer nach demselben Muster gestrickt. Und am Ende erfleht meistens irgendein Prominenter die UnterstÃ¼tzung der Wahlberechtigten. Diesmal war es die unvermeidliche Gold-Rosi Mittermeier, die nicht viel mehr stammelte als: &#8220;Bittebittebitte. Damit wir beim IOC &#8216;nen guten Eindruck hinterlassen, jetzt geht&#8217;s darum, einstimmig abzustimmen.&#8221;</p><p>Nichts leichter als das. Die Anweisungen in diesem drittklassigen DOSB-Drehbuch wurden bis ins letzte Detail befolgt.</p><ul><li>Weiter im Text von <strong>Christian Ude</strong>:</li></ul><blockquote><p>Wir haben seit diesem Votum des Deutschen Olympischen Sportbundes die Bewerbung in Fahrt gebracht. (&#8230;) Und wenn Ihnen manchmal der Eindruck vermittelt wird, es gebe da ein Kopf-an- Kopf-Rennen von BefÃ¼rwortern und Gegnern, darf ich Ihnen doch einmal die Tatsachen vorfÃ¼hren, die in den Medien nicht immer ganz klar herÃ¼berkommen. In der Landeshauptstadt hat sich der Stadtrat mit 95 Prozent der Stimmen fÃ¼r die Olympiabewerbung ausgesprochen, das waren also nicht nur die SPD und die CSU, das waren auch die FDP und natÃ¼rlich die Fraktion von BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen. (&#8230;)</p><p>Die Voten im Gemeinderat von Garmisch-Partenkirchen und im Landkreisrat von Berchtesgaden <a
href="http://jensweinreich.de/?p=5834">waren ebenfalls Ã¼berwÃ¤ltigend</a>. Und ich finde, in einer <a
href="http://jensweinreich.de/?p=2884">Demokratie</a> spielt es auch eine Rolle, dass sich der Bayerische Landtag mit 90 Prozent der Mehrheit fÃ¼r die Bewerbung ausgesprochen hat und der <a
href="http://jensweinreich.de/?p=4064">Deutsche Bundestag mit Ã¼ber 80 Prozent</a>.</p><p>Ich frage mich wirklich, wie viel Mehrheit und wie viel BevÃ¶lkerungs-Zustimmung und wie viel <a
href="http://jensweinreich.de/?p=4073">ParlamentsbeschlÃ¼sse</a> denn noch beigebracht werden sollen, bis auch <a
href="http://blog.dieter-janecek.de/2009/10/13/olympische-spiele-2018-sind-kein-gewinn-fur-unsere-region/">die wenigen akzeptieren</a>, dass dies tatsÃ¤chlich eine auf breiter Mehrheit mitgetragene deutsche Bewerbung ist. Ich weiÃŸ es nicht, was noch fehlt. (&#8230;)</p><p>Die Bewerbung hat zum GlÃ¼ck auch <a
title="Zielgruppenoptimierung: MÃ¼nchen 2018 verpflichtet das schÃ¶nste Gesicht des Sozialismus" href="http://jensweinreich.de/?p=4249" target="_self">Gesichter</a>. Seit dem 15. November steht Willy Bogner als Vorsitzender der GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung der Bewerbungsgesellschaft vor. Ich halte diesen Personalvorschlag, den Dr. Bach gemacht hat, fÃ¼r wirklich phantastisch. (&#8230;) Bogner stellt sein ganzes Renommee als Weltmeister, als Wintersportfan, als erfolgreicher Unternehmer, als Kommunikator zur VerfÃ¼gung und wirft es in die Waagschale. Das hat der Bewerbung Schwung gegeben.</p><p>Genauso wie die <a
href="http://jensweinreich.de/?p=5144">Vielzahl von Sportbotschaftern</a>, die sich fÃ¼r die Bewerbung einsetzen. Da sind alle groÃŸen Namen des deutschen Wintersports aus den vergangenen Jahrzehnten dabei, aber auch viele Vertreter des Sommersports. Ich fand, dass es eine gute Wahl war, dass mit Katarina Witt nicht nur eine international bekannte Wintersportlerin das Kuratorium leitet, sondern dass sie auch die gesamtdeutsche Dimension der Bewerbung deutlich macht. (&#8230;)</p><p>Die Frage nach dem Nutzen wird uns immer wieder gestellt. Vor allem dann, wenn <a
href="http://jensweinreich.de/?p=2889">Kostenfragen in die Gemeindeparlamente oder in Landtag und Bundestag kommen</a>. (&#8230;) Das Interesse der internationalen Ã–ffentlichkeit wird auf Deutschland, auf Bayern, auf MÃ¼nchen gelenkt und wir kÃ¶nnen uns mit Eigenschaften wie Sportbegeisterung und Gastfreundschaft prÃ¤sentieren. Aber auch (&#8230;) mit Ã¶kologischen Anliegen und Pioniertaten, die diese Bewerbung auszeichnen werden. Ich finde die Kritik von UmweltschÃ¼tzern, deren Anliegen ich ja verstehe und teile, auch in diesem Punkt eher ungerecht. (&#8230;)</p><p>Ich denke, dass wir gerade jetzt in diesen Wochen am Beispiel Vancouver sehen kÃ¶nnen, wie ein Land die olympische Bewerbung und die Ausrichtung von Spielen umfangreich nutzen kann. Das wird gemacht mit der Kampagne â€žInvest in Canadaâ€œ. Das gesamte diplomatische Korps Kanadas wird weltweit eingesetzt, um zu werbenden Veranstaltungen fÃ¼r Kanada einzuladen, die natÃ¼rlich nur wegen der Olympischen Spiele jetzt die entsprechende Resonanz finden.</p><p>Aber es ist schon wahr, dass es Olympische Spiele nicht zum Nulltarif gibt. Das ist keine Freifahrt. Das haben wir auch nie behauptet. Aber wir haben zunehmende Erfolge bei dem BemÃ¼hen, die Kosten der Bewerbung tatsÃ¤chlich mit Sponsoren zu regeln und nicht mit Ã¶ffentlichen Geldern. (&#8230;) Sie werden, das verspreche ich Ihnen, in den nÃ¤chsten Wochen Schlag auf Schlag von weiteren GroÃŸsponsoren erfahren, die sich zur UnterstÃ¼tzung dieser Bewerbung entschlossen haben.</p><p>Und was die Anstrengungen der Ã¶ffentlichen Hand angeht, sollten wir auch mehr von den Vorteilen reden (&#8230;).</p><p>MÃ¼nchen zum Beispiel hat eigentlich nur ein wirklich bedrÃ¼ckendes Problem: den Wohnungsmangel. Wir haben die Chance, dank der olympischen Bewerbung vom Bund ein Areal des Verteidigungsministeriums zu erhalten und dort ein Ã¶kologisch vorbildliches Olympisches Dorf zu errichten, (&#8230;) das dann dem MÃ¼nchner Wohnungsmarkt 1.100 Wohneinheiten auf einen Schlag zur VerfÃ¼gung stellt. (&#8230;)</p><p>Genauso gibt es fÃ¼r Garmisch VorzÃ¼ge, wieder als Wintersportort weltweit in den Blickpunkt gerÃ¼ckt zu werden, neue SportstÃ¤tten zu erhalten und Verbesserungen der Ã¶ffentlichen Verkehrsanbindung im Schienenverkehr oder Tunnel, die seit Jahrzehnten gefordert werden. Das wird sich im Laufe der kommenden Diskussionen auch vor Ort herumsprechen und sicherlich aus der Zwei-Drittel-Mehrheit eine Drei-Viertel-Mehrheit finden. Und ich verspreche Ihnen eines: Wenn es zur ErÃ¶ffnung der Olympischen Spiele 2018 kommt, wird sich, so ist es nun einmal um das politische KurzzeitgedÃ¤chtnis bestellt, niemand mehr daran erinnern kÃ¶nnen, jemals dagegen gewesen zu sein. Es wird nur noch ein Gerangel um die Platzkarten geben. (&#8230;)</p><p>Ich kenne keine andere MÃ¶glichkeit, so viele VÃ¶lker der Welt zu einer gemeinsamen Veranstaltung zu motivieren, die Jugend der Welt auf gemeinsame Spielregeln zu verpflichten (&#8230;). Dies zu negieren und nur noch ein Haar in der Suppe zu finden, weil man damit groÃŸe Medienresonanz erzielen kann, halte ich nicht nur fÃ¼r leichtfertig, sondern fÃ¼r ausgesprochen dumm. (&#8230;)</p><p>Am 12. Februar werden wir in Vancouver Erfahrungen machen und dann hoffentlich am 2. MÃ¤rz deutsche Medaillengewinnerinnen und Medaillengewinner (&#8230;) am Schwabinger Siegestor ehren und auf dem Rathausbalkon begrÃ¼ÃŸen kÃ¶nnen. Ich denke, dass da die Sportbegeisterung des Publikums in einer GroÃŸstadt dann auch im Fernsehen zu besichtigen sein wird. Am 15. MÃ¤rz werden wir das Mini Bid Book abgeben. Im Juli werden die BewerberstÃ¤dte benannt, dass wir eine Candidate City werden, erscheint mir ziemlich sicher, und dann haben wir hart zu arbeiten, um 2011 im Januar das 500 Seiten starke zweite Bewerbungsdokument abzugeben. Bis dahin kÃ¶nnen noch letzte Detailfragen, die jetzt noch als Sand im Getriebe empfunden werden, sich in Wohlgefallen auflÃ¶sen. Und dann gibt es am <a
href="http://jensweinreich.de/?p=4485">6. Juli 2011 die Entscheidung in Durban</a>.</p><p>Ich kann Ihnen versprechen (&#8230;): Wir werden bis zu diesem Tag alle Register ziehen, um eine optimale Bewerbung abzuliefern und auch ein freundliches Umfeld zu schaffen, die Sportbegeisterung zu dokumentieren und den vÃ¶lkerverbindenden Charakter Olympischer Spiele im In- und Ausland zu propagieren. Sie sind dabei als ReprÃ¤sentanten des Sports mit die wichtigsten Multiplikatoren, die wir haben. Ich darf Sie um Ihre weitere Mithilfe bitten und mich schon heute ganz herzlich dafÃ¼r bedanken.â€œ</p></blockquote><p><em>SÃ¤mtliche KÃ¼rzungen wurden von der DOSB-Pressestelle vorgenommen. Ich habe nur einige Fehler korrigiert, verlinkt &#8211; und mir, was schwer fiel, Kommentare verkniffen.</em></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/01/26/munchen-2018-christian-ude-und-die-kniffe-der-propagandistischen-darstellung/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>47</slash:comments> </item> <item><title>Bundesgericht lehnt Antrag ab: Pechstein nicht in Vancouver</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/01/26/bundesgericht-lehnt-antrag-ab-pechstein-nicht-in-vancouver/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/01/26/bundesgericht-lehnt-antrag-ab-pechstein-nicht-in-vancouver/#comments</comments> <pubDate>Tue, 26 Jan 2010 09:37:33 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[cas]]></category> <category><![CDATA[claudia pechstein]]></category> <category><![CDATA[desg]]></category> <category><![CDATA[doping]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[isu]]></category> <category><![CDATA[schweizer bundesgericht]]></category> <category><![CDATA[vancouver 2010]]></category> <category><![CDATA[blutdoping]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[eisschnelllauf]]></category> <category><![CDATA[journalismus]]></category> <category><![CDATA[powerplay]]></category> <category><![CDATA[sid]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=6307</guid> <description><![CDATA[Es war mittlerweile die 1-2-3-4-fÃ¼nfte VerfÃ¼gung des Schweizer Bundesgerichts im Fall Pechstein, die soeben erging. Der Eilantrag, die Zweijahressperre wegen angeblichen Blutdopings aufzuheben, wurde wie erwartet abgelehnt. Claudia Pechstein wird nicht an den Olympischen Winterspielen in Vancouver teilnehmen. Damit hat der DOSB, Ã¼ber dessen HintertÃ¼rchen-Taktik hier diskutiert wurde (ab Kommentar 179), seine Ruhe. FÃ¼r den [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Es war mittlerweile die <a
title="1. VerfÃ¼gung" href="http://jensweinreich.de/?p=6074" target="_self"><strong>1</strong></a>-<a
title="2. VerfÃ¼gung" href="http://jensweinreich.de/?p=6118" target="_self"><strong>2</strong></a>-<a
title="3. VerfÃ¼gung" href="http://jensweinreich.de/?p=6133" target="_self"><strong>3</strong></a>-<a
title="4. VerfÃ¼gung" href="http://jensweinreich.de/?p=6169" target="_self"><strong>4</strong></a>-<strong>fÃ¼nfte</strong> VerfÃ¼gung des Schweizer Bundesgerichts im Fall Pechstein, die soeben erging. Der Eilantrag, die Zweijahressperre wegen angeblichen Blutdopings aufzuheben, wurde wie erwartet abgelehnt. <strong>Claudia Pechstein</strong> wird nicht an den Olympischen Winterspielen in Vancouver teilnehmen. Damit hat der DOSB, Ã¼ber dessen HintertÃ¼rchen-Taktik <a
title="Olympia ohne Pechstein" href="http://jensweinreich.de/?p=6140" target="_self">hier diskutiert wurde</a> (<em>ab Kommentar 179</em>), seine Ruhe. FÃ¼r den Moment.</p><p>Wenn ich das auf die Schnelle richtig lese, weist dieser Punkt auf das endgÃ¼ltige Urteil des Bundesgerichts hin, das ja noch aussteht:</p><blockquote><p>dass beim Entscheid Ã¼ber die aufschiebende Wirkung die auf dem Spiel stehenden Interessen gegeneinander abzuwÃ¤gen sind, wobei das Interesse der Beschwerdegegnerin oder des Beschwerdegegners Ã¼berwiegt, wenn aufgrund einer vorlÃ¤ufigen PrÃ¼fung der erhobenen RÃ¼gen angenommen werden kann, dass die Beschwerde aus formellen oder materiellen GrÃ¼nden erfolglos bleiben wird</p></blockquote><p>&#8230; wenn angenommen werden kann, dass die Beschwerde (hier also: das Hauptsacheverfahren) erfolglos bleiben wird.</p><p><em>Nachtrag, 12.22 Uhr: </em>Ich weiÃŸ nicht so recht, warum sich der SID einen Gerichtsbeschluss von einem &#8220;PR-Manager&#8221; bestÃ¤tigen lassen muss, um seine Meldung zu machen. Da geht was durcheinander. Kann aber auch damit zu tun haben, dass man schon wieder so eine komische Umfrage lanciert, die erst Ã¼ber den (unabhÃ¤ngigen?) Agenturticker lÃ¤uft und wenig spÃ¤ter (wieder einmal) vom &#8220;PR-Mann&#8221; verbreitet wird. Die entsprechende Pressemitteilung der Powerplay AG findet sich am Ende dieses Beitrags.</p><p>Nun aber die heutige VerfÃ¼gung, wie immer im Wortlaut:</p><blockquote><p><strong>VerfÃ¼gung vom 26. Januar 2010 I. zivilrechtliche Abteilung<br
/> </strong> Bundesrichterin Klett, PrÃ¤sidentin.</p><p>Claudia Pechstein, BeschwerdefÃ¼hrerin, vertreten durch RechtsanwÃ¤lte Dr. Lucien W. Valloni und Dr. Thilo Pachmann,</p><p>International Skating Union, chemin de Primrose 2, 1007 Lausanne, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Jean-CÃ©dric Michel, rue FranÃ§ois-Bellot 6, 1206 GenÃ¨ve,</p><p>Deutsche Eisschnelllauf Gemeinschaft e.V., Menzingerstrasse 68, DE-80992 MÃ¼nchen, Deutschland, Verfahrensbeteiligte.</p><p>Internationales Schiedsgericht; Ordre public,</p><p>Beschwerde gegen den Schiedsentscheid des Tribunal Arbitral du Sport (TAS) vom 25. November 2009.</p><p><strong>In ErwÃ¤gung</strong>,</p><p>dass das Tribunal Arbitral du Sport (TAS) mit Entscheid vom 25. November 2009 die BeschwerdefÃ¼hrerin wÃ¤hrend zwei Jahren, beginnend ab 8. Februar 2009, fÃ¼r gesperrt erklÃ¤rte und ihr die Resultate aberkannte, die sie am 7. Februar 2009 an der von der International Skating Union (Beschwerdegegnerin) organisierten Weltmeisterschaft im Eisschnelllauf erzielt hatte;</p><p>dass die BeschwerdefÃ¼hrerin dem Bundesgericht am 7. Dezember 2009 eine Beschwerdeschrift einreichte, mit der sie den Entscheid des TAS vom 25. November 2009 anfocht und insbesondere folgenden prozessualen Antrag stellte:</p><p>&#8220;Der Beschwerde sei superprovisorisch, d.h. ohne AnhÃ¶rung der Beschwerdegegnerin 1, eventualiter provisorisch, die aufschiebende Wirkung zu erteilen, sodass die BeschwerdefÃ¼hrerin per sofort an alle WettkÃ¤mpfe und Trainingseinheiten zugelassen wird und insbesondere am 11.-13. Dezember 2009 an dem 3000 Meter Eisschnelllauf Weltcuprennen in Salt Lake City starten darf.&#8221;;</p><p>dass der Beschwerdegegnerin und dem TAS mit VerfÃ¼gungen vom 8. Dezember 2009 Frist gesetzt wurde, bis zum 17. Dezember 2009 zum Gesuch um aufschiebende Wirkung Stellung zu nehmen;</p><p>dass das TAS am 17. Dezember 2009 eine Stellungnahme einreichte, in der es keinen bestimmten Antrag stellte, indessen geltend machte, dass der von der BeschwerdefÃ¼hrerin behauptete, nicht wieder gutzumachende Nachteil bereits eingetreten sei, weil sie nach dem Stand der Dinge nicht mehr auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen von Vancouver hoffen kÃ¶nne;</p><p><span
id="more-6307"></span>dass die Beschwerdegegnerin mit Stellungnahme vom 17. Dezember 2009 Antrag auf Abweisung des Gesuchs um aufschiebende Wirkung stellte;</p><p>dass die BeschwerdefÃ¼hrerin am 17. Dezember 2009 eine als &#8220;ErgÃ¤nzung des Gesuchs um Erteilung der aufschiebenden Wirkung und dem Erlass vorsorglicher Massnahmen&#8221; bezeichnet Rechtsschrift einreichte, in der sie die AntrÃ¤ge stellte, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen und sie sei per sofort an alle WettkÃ¤mpfe und Trainingseinheiten zuzulassen;</p><p>dass mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 22. Dezember 2009 dem TAS und der Beschwerdegegnerin Frist gesetzt wurde, bis zum 18. Januar 2010 zur Eingabe der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 17. Dezember 2009 Stellung zu nehmen;</p><p>dass die BeschwerdefÃ¼hrer dem Bundesgericht am 11. Januar 2010, dem Tag des Ablaufs der dreissigtÃ¤gigen Beschwerdefrist von Art. 100 Abs. 1 BGG, eine weitere Rechtsschrift zur BegrÃ¼ndung der Beschwerde einreichte, wobei sie namentlich folgende AntrÃ¤ge stellte:</p><p>&#8220;1.Der Beschwerde sei superprovisorisch, d.h. ohne AnhÃ¶rung der Beschwerdegegnerin 1, eventualiter provisorisch unverzÃ¼glich die aufschiebende Wirkung zu erteilen.</p><p>2.Die BeschwerdefÃ¼hrerin sei superprovisorisch, d.h. ohne AnhÃ¶rung der Beschwerdegegnerin 1 und unverzÃ¼glich, eventualiter provisorisch, von den Beschwerdegegnerinnen per sofort an alle WettkÃ¤mpfe und Trainingseinheiten zuzulassen, sodass sie an allen Weltcuprennen, den Eisschnelllauf Weltmeisterschaften vom 19.-21. MÃ¤rz 2010 in Heerenveen (Holland) und fÃ¼r den Fall der Selektionierung durch den DOSB an den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver starten darf.&#8221;;</p><p>dass die Beschwerdegegnerin in ihrer Stellungnahme vom 18. Januar 2010 zur Eingabe der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 17. Dezember 2009 die Abweisung des Gesuchs um aufschiebende Wirkung und um Anordnung vorsorglicher Massnahmen beantragte;</p><p>dass das TAS in seiner Stellungnahme vom 18. Januar 2010 zur erwÃ¤hnten Eingabe der BeschwerdefÃ¼hrerin keinen bestimmten Antrag stellte, sondern ihre bereits mit der Stellungnahme vom 17. Dezember 2009 vorgebrachten Bemerkungen wiederholte;</p><p>dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mit Eingabe vom 22. Januar 2010 unaufgefordert zur Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 18. Januar 2010 Stellung nahm;</p><p>dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mit einer weiteren Eingabe an das Bundesgericht vom 22. Januar 2010 erklÃ¤rte, &#8220;gestÃ¼tzt auf die neuesten Entwicklungen den Sachverhalt der mit der Beschwerde vom 11. Januar 2010 eingereichten superprovisorischen AntrÃ¤ge&#8221; zu ergÃ¤nzen;</p><p>dass der Beschwerde an das Bundesgericht in der Regel keine aufschiebende Wirkung zukommt, diese jedoch vom instruierenden Gerichtsmitglied auf Antrag oder von Amtes wegen erteilt werden kann (Art. 103 Abs. 1 und 3 BGG);</p><p>dass die Vorschrift, wonach einer Beschwerde in Zivilsachen gegen ein Gestaltungsurteil von Gesetzes wegen die aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 103 Abs. 2 lit. a BGG), im vorliegenden Verfahren nicht zur Anwendung kommt (Art. 77 Abs. 2 BGG);</p><p>dass beim Entscheid Ã¼ber die aufschiebende Wirkung die auf dem Spiel stehenden Interessen gegeneinander abzuwÃ¤gen sind, wobei das Interesse der Beschwerdegegnerin oder des Beschwerdegegners Ã¼berwiegt, wenn aufgrund einer vorlÃ¤ufigen PrÃ¼fung der erhobenen RÃ¼gen angenommen werden kann, dass die Beschwerde aus formellen oder materiellen GrÃ¼nden erfolglos bleiben wird;</p><p>dass eine solche PrÃ¼fung im vorliegenden Fall bisher nicht vorgenommen werden konnte, weil die BeschwerdefÃ¼hrerin die bereits mit der Beschwerdeschrift vom 7. Dezember 2009 vorgebrachte BeschwerdebegrÃ¼ndung bis zum Ablauf der Beschwerdefrist am 11. Januar 2010 ergÃ¤nzen durfte;</p><p>dass die nun vorgenommene vorlÃ¤ufige WÃ¼rdigung der von der BeschwerdefÃ¼hrerin erhobenen, zulÃ¤ssigen RÃ¼gen (vgl. dazu Art. 77 Abs. 3 BGG und Art. 190 Abs. 2 IPRG) zum Ergebnis fÃ¼hrt, dass die Beschwerde voraussichtlich erfolglos bleiben wird;</p><p>dass unter diesen UmstÃ¤nden ein Ã¼berwiegendes Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin an der GewÃ¤hrung der aufschiebenden Wirkung zu verneinen und ihr entsprechendes Gesuch abzuweisen ist;</p><p>dass damit auch die am 17. Dezember 2009 und 11. Januar 2010 gestellten AntrÃ¤ge auf superprovisorische Anordnung vorsorglicher Massnahmen abzuweisen sind;</p><p><strong>verfÃ¼gt die PrÃ¤sidentin</strong>:</p><p>1.Â Das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung und die Gesuche der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 17. Dezember 2009 und 11. Januar 2010 auf superprovisorische Anordnung vorsorglicher Massnahmen werden abgewiesen.</p><p>2.Â Diese VerfÃ¼gung wird den Parteien und dem Tribunal Arbitral du Sport (TAS) schriftlich mitgeteilt.</p><p>Lausanne, 26. Januar 2010</p><p>Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung des Schweizerischen Bundesgerichts</p><p>Die PrÃ¤sidentin:</p><p>Klett</p></blockquote><p>KomplementÃ¤r-Material, die Pressemeldung von Grengelbergmanns:</p><p>PresseerklÃ¤rung vom 26. Januar 2010</p><blockquote><p><strong>Nach dem Entscheid des Schweizer Bundesgerichtes konzentriert sich Claudia Pechstein auf das Revisionsverfahren</strong></p><p>Mit Entscheid des Schweizer Bundesgerichtes von heute ist der Eilantrag Claudia Pechsteins auf Aussetzung ihrer Sperre bis zur Entscheidung im Hauptverfahren abgelehnt worden. Damit ist endgÃ¼ltig geklÃ¤rt, dass die fÃ¼nfmalige Olympiasiegerin nicht an den Olympischen Spielen in Vancouver teilnehmen kann.</p><p>â€žDie Entscheidung kommt leider nicht Ã¼berraschendâ€œ, erklÃ¤rte ihr Anwalt Simon Bergmann und fÃ¼gte hinzu: â€žEs zeigt sich gerade an diesem Fall, dass die Sportgerichtsbarkeit reformiert werden muss. Es kann nicht sein, dass die beiden einzigen Tatsacheninstanzen vor von Interessen geleiteten Schiedsgerichten stattfinden und die erste neutrale Instanz die Urteile nur noch auf schwerwiegende Verfahrensfehler Ã¼berprÃ¼ft. Der Sportler erhÃ¤lt hierdurch kein faires Verfahren und muss selbst erkennbar falsche Urteile mit schwerwiegenden Folgen hinnehmen.â€œ</p><p>Das Schweizer Bundesgericht hatte den Eilantrag u.a. mit dem Hinweis darauf abgelehnt, dass es auch im Hauptverfahren keine groÃŸen Erfolgsaussichten sehe. Dennoch bedeutet der heutige Entscheid aus Sicht von Claudia Pechstein noch lange nicht das Ende des gerichtlichen Weges. â€žWir werden uns jetzt darauf konzentrieren, das Revisionsverfahren erfolgreich durchzufÃ¼hrenâ€œ, erlÃ¤uterte Bergmann die Strategie der kommenden Wochen. â€žHiermit werden wir zwar keine Olympiateilnahme mehr durchsetzen kÃ¶nnen, aber durch die angestrebte Wiederaufnahme des Verfahrens hoffentlich doch noch die Aufhebung der Sperre erreichen. Im Mittelpunkt werden dabei neue Erkenntnisse zur Blutanomalie Claudia Pechsteins stehen, die zum Zeitpunkt der CAS-Verhandlung noch nicht bekannt waren.â€œ</p><p>Hintergrund des Revisionsverfahrens sind neuartige medizinische Untersuchungen, die Claudia Pechstein optimistisch in die Zukunft blicken lassen, trotz des heutigen Entscheides: â€žMich wundert in diesem Fall nichts mehr. Ich bin mir trotzdem zu hundert Prozent sicher, frÃ¼her oder spÃ¤ter vollumfÃ¤nglich rehabilitiert zu werden.â€œ</p><p>Weiteren Zuspruch erhÃ¤lt Claudia Pechstein derweilen aus der deutschen BevÃ¶lkerung. Nach einer reprÃ¤sentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes promit fÃ¼r den Sportinformationsdienst (sid) hÃ¤tten fast 70 Prozent der Deutschen Claudia Pechstein gerne bei den Spielen in Vancouver gesehen. â€žEs freut mich natÃ¼rlich, dass die Menschen hierzulande ein feines GespÃ¼r fÃ¼r das haben, was mir widerfÃ¤hrt. Alle, die an mich glauben und mich unterstÃ¼tzen, kÃ¶nnen gewiss sein, dass sie mich auf jeden Fall nochmals auf dem Eis wiedersehen werdenâ€œ, verspricht Deutschlands erfolgreichste Winterolympionikin.</p></blockquote> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/01/26/bundesgericht-lehnt-antrag-ab-pechstein-nicht-in-vancouver/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>69</slash:comments> </item> <item><title>&#8220;Don&#8217;t mix politics with games&#8221;: Petition fÃ¼r Liu Xiaobo</title><link>http://www.jensweinreich.de/2010/01/14/dont-mix-politics-with-games-petition-fur-liu-xiaobo/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2010/01/14/dont-mix-politics-with-games-petition-fur-liu-xiaobo/#comments</comments> <pubDate>Thu, 14 Jan 2010 00:39:34 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[ioc]]></category> <category><![CDATA[liu xiaobo]]></category> <category><![CDATA[menschenrechte]]></category> <category><![CDATA[michael kleim]]></category> <category><![CDATA[peking 2008]]></category> <category><![CDATA[peking-tagebuch]]></category> <category><![CDATA[propaganda]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[amnesty international]]></category> <category><![CDATA[hu jintao]]></category> <category><![CDATA[human rights watch]]></category> <category><![CDATA[petition]]></category> <category><![CDATA[reporters without borders]]></category> <category><![CDATA[sommerspiele]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=6205</guid> <description><![CDATA[Mir ist gerade so. Ich mÃ¶chte flink mal daran erinnern, wem ich/wem wir den Titel dieses Blogs zu verdanken haben. Es sind ja doch einige Leser neu hinzu gekommen in den vergangenen anderthalb Jahren. Ich bedanke mich also einmal mehr beim Totaldemokraten Hu Jintao, der einst, am Vorabend der Olympischen Propagandaspiele 2008, ausgewÃ¤hlten Berichterstattern beschwingt [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Mir ist gerade so. Ich mÃ¶chte flink mal daran erinnern, wem ich/wem wir den Titel dieses Blogs zu verdanken haben. Es sind ja doch einige Leser neu hinzu gekommen in den vergangenen anderthalb Jahren. Ich bedanke mich also einmal mehr beim Totaldemokraten Hu Jintao, der einst, am Vorabend der Olympischen Propagandaspiele 2008, ausgewÃ¤hlten Berichterstattern beschwingt empfahl, <a
title="Peking, Tag 2" href="http://jensweinreich.de/?p=368" target="_self">sie sollten mal bitteschÃ¶n Sport nicht mit Politik vermengen und Politik nicht mit Sport und Ã¼berhaupt</a>. Da gebe es keinen Zusammenhang, auch wenn es manchmal so scheint.</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-370" title="China Daily, 2. August 2008" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/08/china-daily-02082008.jpg" alt="" width="483" height="336" /></p><p>Mich hat Herrn Hus Rat Ã¼berzeugt. Seitdem steht&#8217;s da oben:</p><blockquote><p><strong>&#8220;Don&#8217;t mix politics with games!&#8221;</strong></p></blockquote><p>Ich versuche mich stets dran zu halten, auch <a
title="Olympic Legacy: China und die Todesstrafe" href="http://jensweinreich.de/?p=3346" target="_self">wenn&#8217;s oft schwer fÃ¤llt</a>.</p><p>Seit Weihnachten macht die Verurteilung des chinesischen Dissidenten <a
title="Wikipedia: Liu Xiaobo" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liu_Xiaobo" target="_self">Liu Xiaobo</a> weltweit <a
title="Google News" href="http://news.google.de/news/search?um=1&amp;cf=all&amp;ned=de&amp;hl=de&amp;q=liu+xiaobo&amp;cf=all&amp;scoring=n" target="_self">Schlagzeilen</a>. Ein Jahr ist er bereits inhaftiert, nun wurde er zu elf Jahren Haft verurteilt. Am 8. Dezember 2008, exakt vier Monate nach der olympischen Propagandashow, die am 8.08.2008 um acht Uhr acht begann, hat Liu Xiaobo mit rund 300 Intellektuellen die <strong><a
title="Charta 08" href="http://www.rsf.org/IMG/pdf/Charter08-2.pdf" target="_blank">Charta 08</a></strong> verÃ¶ffentlicht. DafÃ¼r kommt man im Sportwunderland China schon mal ein Jahrzehnt in den Knast.</p><ul><li>Reporters without Borders:Â <a
title="www.rsf.org" href="http://www.rsf.org/spip.php?page=article&amp;id_article=35507" target="_blank">Eleven-year jail sentence for free speech activist Liu Xiaobo, court sneakily issues verdict on Christmas Day</a></li><li>Human Rights Watch:Â <a
title="www.hrw.org" href="http://www.hrw.org/en/news/2009/12/21/china-liu-xiaobo-s-trial-travesty-justice" target="_blank">Liu Xiaoboâ€™s Trial a Travesty of Justice</a></li><li>Amnesty International:Â <a
title="www.amnesty.org" href="http://amnesty.org/en/library/asset/ASA17/030/2009/en/afcdf879-1090-4dcd-9b4d-1028970b1bcc/asa170302009eng.html" target="_blank">Fear of torture and other ill-treatment, Liu Xiaobo</a></li></ul><p>Michael Kleim, Stadtjugendpfarrer in Gera und ehemals in der DDR in der Initiative fÃ¼r Frieden und Menschenrechte aktiv, ist der Meinung, dass die Sportwelt sich den vielen Petitionen zur Freilassung von Liu Xiaobo anschlieÃŸen solle. Kleim hat seine Sicht auf die Dinge kÃ¼rzlich im <a
title="Interview mit Michael Kleim" href="http://www.mediathek-thueringen.de/single-view-tv/?tx_ttnews[tt_news]=3221&amp;tx_ttnews[year]=2010&amp;tx_ttnews[month]=01&amp;tx_ttnews[day]=06&amp;cHash=642185f29d" target="_blank">Radio Lotte erlÃ¤utert</a>.</p><p>Da ich Ã¼berhaupt nicht daran glaube, dass Journalisten sich nicht mit guten Aktionen gemein machen sollten, hier ist sein Appell, der dieser Tage dem IOC und dem DOSB zugeht:</p><blockquote><p>Aufruf an die Sportwelt</p><p>Sehr geehrte Damen und Herren!</p><p>FÃ¼r ein Land bedeutet es eine Ehre, Gastgeber der Olympischen Spiele zu sein. Diese Ehre schlieÃŸt die berechtigte Erwartung der Weltgemeinschaft ein, Grundstandards nicht nur im Bereich des Sports, sondern auch auf dem Gebiet der Menschenrechte zu erfÃ¼llen.</p><p>Die Zusage an China, die Olympiade im Jahr 2008 auszutragen, wurde von den internationalen SportverbÃ¤nden auch damit begrÃ¼ndet, dass China dadurch motiviert wird, die Menschenrechtslage im eigenen Land zu verbessern.</p><p>Die RealitÃ¤t der Diktatur hat die RealitÃ¤t des Sportes lÃ¤ngst eingeholt. Die weltweite Aufmerksam zu den Spielen 2008 hat letztlich der LegitimitÃ¤t einer brutalen und menschenverachtenden Politik gedient.</p><p>In einem beispiellosen Schauprozess wurde der bekannte chinesische Dissident Liu Xiaobo zu 11 Jahren Haft verurteilt. Liu Xiaobo hat sich im Internet fÃ¼r Demokratie und Meinungsfreiheit eingesetzt und ist Mitautor des politischen Aufrufes â€žCharta 08â€œ.</p><p>Durch die Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2008 sehen wir Vertreter des Sportes in einer besonderen Verantwortung. Dabei geht es hier nicht um eine allgemeine politische Streitfrage; sondern um die Wahrung von Menschlichkeit und elementaren Grundrechten.</p><p>Deshalb fordern wir alle Teilnehmer der Olympischen Spiele von 2008 auf, sich persÃ¶nlich und direkt an die chinesische FÃ¼hrung zu wenden und sich fÃ¼r die bedingungslose Freilassung von Liu Xiaobo einzusetzen. Wir fordern alle Sportler, insbesondere die Medaillengewinner auf, jetzt nicht zu schweigen.</p><p>Wir fordern ebenso die Trainer, SportfunktionÃ¤re und Nationalen Olympischen Komitees auf, sich diesem Schritt anzuschlieÃŸen.</p><p>Wir bitten den Deutschen Olympischen Sportbund und das International Olympic Committee unser Anliegen zu unterstÃ¼tzen und diesen Brief an alle Nationalen Olympischen Komitees, an die Sportler und Trainer der Olympischen Spiele von Peking weiterzuleiten.</p><p>Hochachtungsvoll</p></blockquote><p>Michael Kleim erreicht man <a
title="Email an Michael Kleim" href="mailto:stadtjugendpfarramt.gera@gmx.de" target="_blank">per Email</a>.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/01/14/dont-mix-politics-with-games-petition-fur-liu-xiaobo/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Bundesgericht lehnt vierten Pechstein-Antrag ab</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/12/30/bundesgericht-lehnt-vierten-pechstein-antrag-ab/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/12/30/bundesgericht-lehnt-vierten-pechstein-antrag-ab/#comments</comments> <pubDate>Wed, 30 Dec 2009 11:45:20 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[cas]]></category> <category><![CDATA[claudia pechstein]]></category> <category><![CDATA[desg]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[doping]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[eisschnelllauf]]></category> <category><![CDATA[isu]]></category> <category><![CDATA[schweizer bundesgericht]]></category> <category><![CDATA[vancouver 2010]]></category> <category><![CDATA[blutdoping]]></category> <category><![CDATA[bundesgericht]]></category> <category><![CDATA[eisschnelllaufen]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=6169</guid> <description><![CDATA[Zum Jahreswechsel: Die vierte EilverfÃ¼gung des Schweizer Bundesgerichts im Dopingfall Pechstein. Die fÃ¼nfmalige Olympiasiegerin wollte an den kommenden WettkÃ¤mpfen teilnehmen, um sich bis zur letzten Nominierungsrunde des DOSB am 22. Januar ihre Olympiachance fÃ¼r Vancouver zu erhalten. Abgelehnt. Die VerfÃ¼gung, wenige Minuten alt, wie gewohnt im Wortlaut. Schwierig zu konsumieren und doch eine gute Zusammenfassung [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Zum Jahreswechsel: Die vierte EilverfÃ¼gung des Schweizer Bundesgerichts im Dopingfall Pechstein. Die fÃ¼nfmalige Olympiasiegerin wollte an den kommenden WettkÃ¤mpfen teilnehmen, um sich bis zur letzten Nominierungsrunde des DOSB am 22. Januar ihre Olympiachance fÃ¼r Vancouver zu erhalten. Abgelehnt.</p><p>Die VerfÃ¼gung, wenige Minuten alt, wie gewohnt im Wortlaut. Schwierig zu konsumieren und doch eine gute Zusammenfassung der verschiedenen AktivitÃ¤ten des Bundesgerichts bisher:</p><blockquote><p><strong>Cause cÃ©lÃ¨bre Embargo: gemÃ¤ss Anweisung des prÃ¤sidierenden Mitglieds Kolly ohne Sperrfrist</strong></p><p>VerfÃ¼gung vom 30. Dezember 2009 I. zivilrechtliche Abteilung</p><p>Bundesrichter Kolly, prÃ¤sidierendes Mitglied.</p><ul><li>Claudia Pechstein, (&#8230;), Deutschland, BeschwerdefÃ¼hrerin, vertreten durch RechtsanwÃ¤lte Dr. Lucien W. Valloni und Dr. Thilo Pachmann, Bellerivestrasse 201, 8034 ZÃ¼rich,</li></ul><p>gegen</p><ol><li>International Skating Union, chemin de Primrose 2, 1007 Lausanne, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Jean-CÃ©dric Michel, rue FranÃ§ois-Bellot 6, 1206 GenÃ¨ve,</li><li>Deutsche Eisschnelllauf Gemeinschaft e.V., Menzingerstrasse 68, DE-80992 MÃ¼nchen, Deutschland, Verfahrensbeteiligte,</li></ol><p>Internationales Schiedsgericht; Ordre public,</p><p>Beschwerde gegen den Schiedsentscheid des Tribunal Arbitral du Sport (TAS) vom 25. November 2009.</p><p><strong>In ErwÃ¤gung,</strong></p><p>dass das Tribunal Arbitral du Sport (TAS) mit Entscheid vom 25. November 2009 die BeschwerdefÃ¼hrerin wÃ¤hrend zwei Jahren, beginnend ab 8. Februar 2009, fÃ¼r gesperrt erklÃ¤rte und ihr die Resultate aberkannte, die sie am 7. Februar 2009 an der von der International Skating Union (Beschwerdegegnerin) organisierten Weltmeisterschaft im Eisschnelllauf erzielt hatte;</p><p>dass die BeschwerdefÃ¼hrerin dem Bundesgericht am 7. Dezember 2009 eine Beschwerdeschrift einreichte, mit der sie den Entscheid des TAS vom 25. November 2009 anfocht und insbesondere folgenden prozessualen Antrag stellte:</p><p>â€žDer Beschwerde sei superprovisorisch, d.h. ohne AnhÃ¶rung der Beschwerdegegnerin (1), eventualiter provisorisch, die aufschiebende Wirkung zu erteilen, sodass die BeschwerdefÃ¼hrerin per sofort an alle WettkÃ¤mpfe und Trainingseinheiten zugelassen wird und insbesondere am 11.-13. Dezember 2009 an dem 3000 Meter Eisschnelllauf Weltcuprennen in Salt Lake City starten darf.â€œ</p><p>dass die BeschwerdefÃ¼hrerin zur BegrÃ¼ndung dieses Gesuchs vorbrachte, dass das Rennen in Salt Lake City fÃ¼r sie die letzte MÃ¶glichkeit darstelle, sich fÃ¼r die Olympischen Spiele in Vancouver im Februar 2010 zu qualifizieren, und dass unmittelbar nach diesem Rennen, am 17. Dezember 2009, die Deutsche Eisschnelllauf Gemeinschaft e.V (abgekÃ¼rzt DESG) die Nominierung des DESG- Olympiakaders vornehme;</p><p>dass mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 7. Dezember 2009 im Sinne einer vorsorglichen Massnahme nach Art. 104 BGG superprovisorisch angeordnet wurde, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin am 11.-13. Dezem- ber 2009 an dem in Salt Lake City stattfindenden 3000 Meter Eis- schnelllauf Weltcuprennen teilnehmen darf;</p><p><span
id="more-6169"></span>dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mit Eingabe vom 9. Dezember 2009 ein Gesuch um ErlÃ¤uterung und ErgÃ¤nzung der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 7.Dezember 2009 einreichte und den Antrag stellte, die BeschwerdefÃ¼hrerin sei superprovisorisch, ohne AnhÃ¶rung der Gegenpartei, an die WettkÃ¤mpfe und Trainingseinheiten betreffend die Eisschnelllauf Weltcuprennen in Salt Lake City vom 11.-13. Dezember 2009 in den Disziplinen 1500 Meter, 3000 Meter und im Teamwettbewerb zuzulassen;</p><p>dass<span> </span>dem<span> </span>ErlÃ¤uterungsantrag<span> </span>mit<span> </span>PrÃ¤sidialverfÃ¼gung<span> </span>vom 10.Dezember 2009 entsprochen und die PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 7. Dezember<span> </span>2009<span> </span>dahingehend<span> </span>ergÃ¤nzt<span> </span>wurde,<span> </span>dass<span> </span>die BeschwerdefÃ¼hrerin auch am Training teilnehmen dÃ¼rfe, soweit dieses als Vorbereitung zum 3000 Meter Rennen diene;</p><p>dass dagegen der Antrag auf Ausdehnung der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 7. Dezember 2009 auf andere Rennen abgewiesen wurde, weil jene VerfÃ¼gung auf einer â€“ nach der Darstellung der BeschwerdefÃ¼hrerin â€“ besonderen Situation und Interessenlage beruht habe, die in Bezug auf die anderen Rennen, insbesondere die Teamrennen, eindeutig nicht gegeben sei;</p><p>dass die BeschwerdefÃ¼hrerin am 11. Dezember 2009 ein erneutes Gesuch mit dem Antrag stellte, es sei superprovisorisch anzuordnen, dass sie von der Beschwerdegegnerin und der DESG an die WettkÃ¤mpfe und Trainingseinheiten betreffend das Eisschnelllauf Weltcuprennen in Salt Lake City vom 12. Dezember 2009 in der Disziplin 1500 Meter zuzulassen sei, sofern die BeschwerdefÃ¼hrerin sich am Eisschnelllauf Weltcuprennen am 11. Dezember 2009 Ã¼ber 3000 Meter nicht unter die ersten acht LÃ¤uferinnen klassiere;</p><p>dass dieses Gesuch mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 11. Dezember 2009 abgewiesen wurde;</p><p>dass das TAS und die Beschwerdegegnerin je mit Stellungnahmen vom 17. Dezember 2009 die Abweisung des mit der Beschwerdeschrift vom 7. Dezember 2009 gestellten Gesuchs um GewÃ¤hrung der aufschiebenden Wirkung beantragten;</p><p>dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mit Eingabe vom 17. Dezember 2009 in ErgÃ¤nzung ihres Gesuchs um vorsorgliche Massnahmen darum ersuchte, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen und die BeschwerdefÃ¼hrerin sei von der Beschwerdegegnerin und der DESG per sofort an alle WettkÃ¤mpfe und Trainingseinheiten zuzulassen, sodass sie an allen Weltcuprennen, den Eisschnelllauf Europameisterschaften vom 9.-10. Januar 2010 in Hamar (Norwegen), den Eisschnelllauf Weltmeisterschaften vom 19. &#8211; 21. MÃ¤rz 2010 in Heerenveen (Holland) und fÃ¼r den Fall der Selektionierung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) an den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver starten dÃ¼rfe;</p><p>dass mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 22. Dezember 2009 entschieden wurde, dass das Gesuch um Erlass von weiteren superprovisorischen vorsorglichen<span> </span>Massnahmen<span> </span>abgewiesen<span> </span>werde,<span> </span>und<span> </span>die Beschwerdegegnerin und das TAS eingeladen wurden, bis zum 18.Januar 2010 zur ErgÃ¤nzung des Gesuchs um vorsorgliche Massnahmen gemÃ¤ss Eingabe der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 17. Dezember 2009 Stellung zu nehmen, wobei Stillschweigen als EinverstÃ¤ndnis ausgelegt werde;</p><p>dass in der BegrÃ¼ndung der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung namentlich festgehalten wurde, dass mit Bezug auf die eventuelle Teilnahme der BeschwerdefÃ¼hrerin an den Olympischen Spielen 2010 keine zeitliche Dringlichkeit dargetan sei, die den Erlass einer superprovisorischen Massnahme im beantragten Sinn rechtfertigen kÃ¶nnte, und dass auch bezÃ¼glich der Teilnahme der BeschwerdefÃ¼hrerin an anderen Rennen bzw. an Trainingseinheiten kein dringliches und Ã¼berwiegendes Interesse dargetan sei, das nicht schon in den vorhergegangenen PrÃ¤sidialverfÃ¼gungen berÃ¼cksichtigt worden wÃ¤re und den Erlass einer superprovisorischen Massnahme im beantragten Sinn rechtfertigen kÃ¶nnte;</p><p>dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mit Eingabe vom 28. Dezember 2009 folgenden verfahrensleitenden Antrag stellte:</p><p>&#8220;Die den Beschwerdegegnern und dem TAS vom Bundesgericht mit VerfÃ¼gung vom 22. Dezember 2009 angesetzte Frist, zum Antrag der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 17. Dezember 2009 Stellung zu nehmen, sei derart zu verkÃ¼rzen, dass eine Entscheidung des Bundesgerichts Ã¼ber diesen Antrag vor den am 8.-10. Januar 2010 stattfindenden Eisschnelllauf Europameisterschaften in Hamar (Norwegen), eventualiter vor der abschliessenden<span> </span>Nominierungsrunde<span> </span>des<span> </span>Deutschen<span> </span>Olympischen Sportbundes fÃ¼r die Olympischen Spiele in Vancouver (Kanada) am 22. Januar 2010, ergeht.&#8221;</p><p>dass die BeschwerdefÃ¼hrerin zur BegrÃ¼ndung des verfahrensleitenden Antrags vorbrachte, die Ansetzung der Vernehmlassungsfrist bis zum 18. Januar 2010 verunmÃ¶gliche ihr von vornherein eine Teilnahme an den Europameisterschaften und verhindere faktisch ebenfalls, dass das Bundesgericht vor dem 22. Januar 2010, dem Tag der zweiten und abschliessenden Selektionsrunde des DOSB, Ã¼ber die aufschiebende Wirkung entscheide;</p><p>dass zunÃ¤chst hervorzuheben ist, dass die PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 22.Dezember 2009 in Kenntnis der von der BeschwerdefÃ¼hrerin geschilderten zukÃ¼nftigen Ereignisse &#8211; Europameisterschaften in Hamar am 8. &#8211; 10. Januar 2010, Nominierungstermin am 22. Januar 2010 â€“ erging;</p><p>dass daraus einerseits geschlossen werden muss, dass mit der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 22. Dezember 2009 ein Entscheid Ã¼ber das Gesuch um aufschiebende Wirkung vor dem 22. Januar 2010 bewusst ausgeschlossen wurde;</p><p>dass andererseits mit der ausdrÃ¼cklichen Abweisung des Gesuchs um Anordnung einer weiteren superprovisorischen Massnahme und der diesbezÃ¼glichen BegrÃ¼ndung eindeutig zum Ausdruck gebracht wurde, dass die von der BeschwerdefÃ¼hrerin geschilderten zukÃ¼nftigen Ereignisse keinen ausreichenden Grund bilden, eine kÃ¼rzere Frist anzusetzen;</p><p>dass der verfahrensleitende Antrag der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 28. Dezember 2009 somit abzuweisen ist, weil die vorgebrachten GrÃ¼nde bereits mit der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 22. Dezember 2009 verworfen wurden und unter den gegebenen UmstÃ¤nden kein Anlass besteht, auf diese VerfÃ¼gung zurÃ¼ck zu kommen;</p><p><strong>verfÃ¼gt das prÃ¤sidierende Mitglied:</strong></p><ol><li>Der verfahrensleitende Antrag der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 28. Dezember 2009 wird abgewiesen.</li><li>Diese VerfÃ¼gung wird den Parteien und dem Tribunal Arbitral du Sport (TAS) schriftlich mitgeteilt.</li></ol><p>Lausanne, 30. Dezember 2009</p><p>Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung des Schweizerischen Bundesgerichts</p><p>Das prÃ¤sidierende Mitglied:</p><p>Kolly</p></blockquote> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/12/30/bundesgericht-lehnt-vierten-pechstein-antrag-ab/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>29</slash:comments> </item> <item><title>Sportpolitische Web-Juwelen (2): der General</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/12/02/sportpolitische-web-juwelen-2-der-general/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/12/02/sportpolitische-web-juwelen-2-der-general/#comments</comments> <pubDate>Wed, 02 Dec 2009 17:47:32 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[michael vesper]]></category> <category><![CDATA[web-juwelen]]></category> <category><![CDATA[weihnachtsserie]]></category> <category><![CDATA[bÃ¼ndnis 90/die grÃ¼nen]]></category> <category><![CDATA[michael vepser]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[udiocm]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=5988</guid> <description><![CDATA[Muss schnell gehen heute, gerade noch Sepp getroffen, Texte geschrieben, hektisch gewesen, Arbeit noch nicht beendet, der Magen knurrt und der RÃ¼cken will auch wieder behandelt werden. Zu Sepp und zur FIFA gibt es heute Nacht noch einen Beitrag. Sport and Politics, hier nunÂ meine 2. Weihnachts-Empfehlung fÃ¼r die Favoritenliste: www.michael-vesper.de Nicht wirklich web2.0socialmedia. Verwunderlich angesichts [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Muss schnell gehen heute, gerade noch Sepp getroffen, Texte geschrieben, hektisch gewesen, Arbeit noch nicht beendet, der Magen knurrt und der RÃ¼cken will auch wieder behandelt werden. Zu Sepp und zur FIFA gibt es heute Nacht noch einen Beitrag.</p><p>Sport and Politics, hier nunÂ <strong>meine 2. Weihnachts-Empfehlung</strong> fÃ¼r die Favoritenliste:</p><blockquote><p><a
href="http://www.michael-vesper.de"><strong>www.michael-vesper.de</strong></a></p></blockquote><p>Nicht wirklich web2.0socialmedia. Verwunderlich angesichts der Ã¼berragenden QualitÃ¤ten dieses Mannes, der bekanntlich einigesÂ auf sich hÃ¤lt. Eines Mannes, den das UDIOCM vom Ministerposten aus NRW in die DOSB-Zentrale in die Otto-Fleck-Schneise gelotst hat. Billig war das nicht &#8211; und Statussymbole, die dem DOSB-General gefallen,Â mussten ebenfalls sein. Ist ja ohnehin kein Widerspruch: Statussymbole verursachen auchÂ Kosten.</p><p>Wem Vespers Webseite ein bisschen wenig aussagekrÃ¤ftig erscheinen sollte, der kann sich <a
title="Michael Vesper im NRW-Landtag" href="http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/Webmaster/GB_I/I.1/Abgeordnete/abgeordnetendetail.jsp?k=01231" target="_blank">hier</a> oder <a
title="Wikipedia: Michael Vesper" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Vesper" target="_blank">hier</a> einlesen.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/12/02/sportpolitische-web-juwelen-2-der-general/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>4</slash:comments> </item> <item><title>Treffen in Berlin: Der DOSB sagt zum Fall Pechstein &#8230;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/11/30/treffen-in-berlin-der-dosb-sagt-zum-fall-pechstein/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/11/30/treffen-in-berlin-der-dosb-sagt-zum-fall-pechstein/#comments</comments> <pubDate>Mon, 30 Nov 2009 14:06:04 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[bmi]]></category> <category><![CDATA[cas]]></category> <category><![CDATA[claudia pechstein]]></category> <category><![CDATA[desg]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[doping]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[christoph bergner]]></category> <category><![CDATA[dlv]]></category> <category><![CDATA[eisschnellaufen]]></category> <category><![CDATA[gerd heinze]]></category> <category><![CDATA[grit breuer]]></category> <category><![CDATA[mÃ¼nchen 2018]]></category> <category><![CDATA[michael vesper]]></category> <category><![CDATA[simon bergmann]]></category> <category><![CDATA[sportfÃ¶rderung]]></category> <category><![CDATA[staatsanwaltschaften]]></category> <category><![CDATA[steuermittel]]></category> <category><![CDATA[thomas bach]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=5927</guid> <description><![CDATA[Ich weiÃŸ noch nicht, was es bedeutet, was sich dahinter versteckt. Aber wichtig genug scheint mir die Sonntagsrunde, die sich gestern in Berlin getroffen hat. Eine Runde mit allen Ã¼blichen VerdÃ¤chtigen, sogar Gerd Heinze durfte teilnehmen. Soeben teilt der DOSB mit: ErklÃ¤rung Gestern haben sich im Berliner HauptstadtbÃ¼ro des deutschen Sports auf Einladung von DOSB-PrÃ¤sident [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiÃŸ noch nicht, was es bedeutet, was sich dahinter versteckt. Aber wichtig genug scheint mir die Sonntagsrunde, die sich gestern in Berlin getroffen hat. Eine Runde mit allen Ã¼blichen VerdÃ¤chtigen, sogar Gerd Heinze durfte teilnehmen. Soeben teilt der DOSB mit:</p><blockquote><p
align="center"><strong>ErklÃ¤rung</strong></p><p>Gestern haben sich im Berliner HauptstadtbÃ¼ro des deutschen Sports auf Einladung von DOSB-PrÃ¤sident Thomas Bach der Parlamentarische StaatssekretÃ¤r im Bundesinnenministerium, Christoph Bergner MdB, der PrÃ¤sident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG), Gerd Heinze, Claudia Pechstein, ihr Anwalt Simon Bergmann und DOSB-Generaldirektor Michael Vesper getroffen, um alle anstehenden Fragen nach der Entscheidung des Court of Arbitration for Sport (CAS) vom 25. November 2009 zu erÃ¶rtern. Das GesprÃ¤ch verlief in einer offenen, konstruktiven AtmosphÃ¤re, in der auch das VerstÃ¤ndnis der Teilnehmer fÃ¼r die menschlich schwierige Lage von Claudia Pechstein zum Ausdruck kam. Es hatte im Wesentlichen folgendes Ergebnis:</p><ol><li>BMI, DOSB und DESG akzeptieren den Schiedsspruch des CAS als sportrechtlich bindend gemÃ¤ÃŸ den nationalen und internationalen sportrechtlichen Bestimmungen sowie der UNESCO-Konvention zum Kampf gegen Doping.</li><li>Zugleich respektieren BMI, DOSB und DESG die Berufung von Claudia Pechstein vor dem Schweizer Bundesgericht als ihr unverÃ¤uÃŸerliches persÃ¶nliches Recht.</li><li>Der DOSB entspricht dem Wunsch von Claudia Pechstein, ihre persÃ¶nliche Mitgliedschaft im DOSB bis zum rechtskrÃ¤ftigen Abschluss des Verfahrens vor dem Schweizer Bundesgericht ruhen zu lassen.</li><li>Die DESG wird bei der zustÃ¤ndigen Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen Unbekannt wegen des Verdachts des VerstoÃŸes gegen Â§ 6a des Arzneimittelgesetzes stellen. Der DOSB und Claudia Pechstein begrÃ¼ÃŸen diese Anzeige.</li><li>Claudia Pechstein bekrÃ¤ftigt, sie habe nicht gedopt. Sie wird in dem Ermittlungsverfahren im vollen Umfang mitwirken und alle Anstrengungen zur vollstÃ¤ndigen AufklÃ¤rung des Falles unterstÃ¼tzen.</li></ol></blockquote><p>Ich denke mal, ein (vielleicht nicht mal nachrangiger Aspekt) dieser ErklÃ¤rung ist, dass MÃ¼nchens Olympiabewerbung wegen nachhaltiger Differenzen nicht nur einer Athletin, sondern auch eines Verbandes, nicht negativ beeinflusst sehen will. Zum Beispiel. More to say, nur zu &#8230;</p><p>Ein erster Nachtrag: Claudia Pechstein lÃ¤sst &#8220;ihre persÃ¶nliche Mitgliedschaft im DOSB &#8230; ruhen&#8221;, heiÃŸt es. Dahinter <a
title="Personalbesetzung des DOSB" href="http://www.dosb.de/fileadmin/fm-dsb/downloads/dosb/DOSB-Personalbesetzung2.pdf" target="_blank">verbirgt sich dies</a>. Mich erinnert der Vorgang allerdings auch an den Fall Breuer und die damalige <a
title="Kuhhandel im olympischen Sport: Pechstein, Breuer, Goldmann und der DLV" href="http://jensweinreich.de/?p=4158" target="_self">BegrÃ¼ndung des DLV</a>, keine Sanktionierungsverfahren anzustrengen.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/11/30/treffen-in-berlin-der-dosb-sagt-zum-fall-pechstein/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>8</slash:comments> </item> <item><title>Was vom Tage Ã¼brig bleibt (48): SÃ¼dafrika, Soccerex, DOSB-Ethikpreis, The Fastest Couple</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/11/29/was-vom-tage-ubrig-bleibt-48-sudafrika-soccerex-dosb-ethikpreis-the-fastest-couple/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/11/29/was-vom-tage-ubrig-bleibt-48-sudafrika-soccerex-dosb-ethikpreis-the-fastest-couple/#comments</comments> <pubDate>Sun, 29 Nov 2009 16:15:57 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[doping]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[ethik]]></category> <category><![CDATA[fifa]]></category> <category><![CDATA[friedensnobelpreis]]></category> <category><![CDATA[marion jones]]></category> <category><![CDATA[mÃ¼nchen 2018]]></category> <category><![CDATA[presseschau]]></category> <category><![CDATA[sÃ¼dafrika 2010]]></category> <category><![CDATA[soccerex]]></category> <category><![CDATA[sportfamilie]]></category> <category><![CDATA[tim montgomery]]></category> <category><![CDATA[wm 2010]]></category> <category><![CDATA[christoph bergner]]></category> <category><![CDATA[ethikpreis]]></category> <category><![CDATA[familie]]></category> <category><![CDATA[friedennobelpreis]]></category> <category><![CDATA[fuÃŸball]]></category> <category><![CDATA[fuÃŸball-wm]]></category> <category><![CDATA[fussball]]></category> <category><![CDATA[jack austin warner]]></category> <category><![CDATA[joseph blatter]]></category> <category><![CDATA[juan antonio samaranch]]></category> <category><![CDATA[kgb]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category> <category><![CDATA[opus dei]]></category> <category><![CDATA[owen slot]]></category> <category><![CDATA[sÃ¼dafrika]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[the times]]></category> <category><![CDATA[was vom tage Ã¼brig bleibt]]></category> <category><![CDATA[werner goldmann]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=5917</guid> <description><![CDATA[Moin. Melde mich heute aus Sandton, Johannesburg. Unten auf dem Nelson Mandela Square gewinnt gerade Holland nach drei Toren von Pierre van Hoijdonk das &#8220;World Cup legends tournament&#8221; im Finale gegen England. Ja, es geht in den nÃ¤chsten Tagen um FuÃŸball. Es gibt ein Wiedersehen mit Sepp&#8217;n Jack, Ricardo &#38; Franz &#38; Chuck und all [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
class="aligncenter size-full wp-image-5919" title="Soccerex 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/soccerex11.jpg" alt="" width="448" height="252" /></p><p>Moin. Melde mich heute aus Sandton, Johannesburg. Unten auf dem Nelson Mandela Square gewinnt gerade Holland nach drei Toren von Pierre van Hoijdonk das &#8220;World Cup legends tournament&#8221; im Finale gegen England. Ja, es geht in den nÃ¤chsten Tagen um FuÃŸball. Es gibt ein Wiedersehen mit <a
title="BeitrÃ¤ge zu Joseph Blatter" href="http://jensweinreich.de/?s=blatter" target="_self">Sepp&#8217;n</a> <a
title="BeitrÃ¤ge zu Jack Warner" href="http://jensweinreich.de/?cat=664" target="_self">Jack</a>, Ricardo &amp; Franz &amp; Chuck und all den anderen. Nach der Messe <a
title="Soccerex 2009" href="http://www.soccerex.com" target="_self">Soccerex</a> hier im Sandton Convention Centre bin ich noch einige Tage in Kapstadt, u.a. am Donnerstag bei der Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees auf Robben Island (<a
title="Interview mit einem FriedensnobelpreistrÃ¤ger in spe" href="http://jensweinreich.de/?p=5444" target="_self">Friedensnobelpreis</a>, ick hÃ¶r Dir trapsen) und natÃ¼rlich bei der WM-Gruppenauslosung am Freitag, die ich sicher live mitbloggen werde. Ich hoffe, wir werden etwas SpaÃŸ haben.</p><p>Bevor der FuÃŸball dominiert, noch einige Pflichtthemen, die flink abgearbeitet werden mÃ¼ssen. Von Sepp&#8217;n Jack, anderen Totalspezialdemokraten, Ethikexperten und dem Friedensnobelpreis ist es nicht schwer, die BrÃ¼cke zu schlagen zum DOSB, der heute dazu <a
title="DOSB PM vom 29 November 2009" href="http://www.dosb.de/de/organisation/verbands-news/detail/news/dosb_ethikpreis_fuer_2010_ausgeschrieben/9746/cHash/220a7353b9/" target="_blank">aufgerufen</a> hat, VorschlÃ¤ge fÃ¼r den &#8220;<strong>DOSB-Ethikpreis 2010</strong>&#8221; zu unterbreiten. Ich finde, hier ist der richtige Platz, um VorschlÃ¤ge zu diskutieren und parallel natÃ¼rlich auch beim DOSB einzureichen. Einsendeschluss ist der 15. Dezember:</p><blockquote><p>2010 vergibt der DOSB zum ersten Mal den DOSB-Ethikpreis. Damit sollen kÃ¼nftig alle zwei Jahre <strong>eine PersÃ¶nlichkeit oder eine Gruppe ausgezeichnet werden, die sich in besonderer Weise um die FÃ¶rderung der ethischen Werte im Sport verdient gemacht hat</strong>.</p><p>Der DSOB-Ethikpreis wird 2010 erstmals verliehen.</p><p>Angesichts der vielfÃ¤ltigen Herausforderungen, unter denen sich der Sport heute bewÃ¤hren muss, werden bei der Vergabe des DOSB-Ethikpreises insbesondere gewÃ¼rdigt: Verdienste im Bereich der Werteerziehung, soziales und Ã¶kologisches Engagement sowie Fairness und moralische IntegritÃ¤t.</p><p>Der DOSB-Ethikpreis wird in KontinuitÃ¤t zur Ludwig-Wolker-Plakette verliehen, die an einen der bedeutendsten ReprÃ¤sentanten der kirchlichen Sportbewegung erinnerte.</p><p>Jede Mitgliedsorganisation kann einen begrÃ¼ndeten Vorschlag machen, der mit entsprechenden Unterlagen bis zum 15. Dezember 2009 an die Kuratoriumsvorsitzende Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper zu leiten ist.</p><p>Weitere Anfragen und RÃ¼cksendungen bitte an Stephanie Primus, Fax: 069-6700-1207, Mail: <a
title="Ã–ffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Mail" href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('ocknvq,rtkowuBfqud0fg');">primus(at)dosb.de</a> , Tel: 069-6700-207 oder per Post: Stephanie Primus, DOSB, Otto-Fleck-Schneise 12, 60528 Frankfurt am Main.</p></blockquote><p>Nur zu, ich rufe auf zur Diskussion:</p><p><strong>Wer hat sich in der Vergangenheit um ethische Werte im Sport verdient gemacht? Wer soll den DOSB-Ethikpreis erhalten?</strong></p><p>Einige Namen habe ich weiter oben schon ins Spiel gebracht. Das UDIOCM (FDP) und sein DOSB-General von den BÃ¼ndnisgrÃ¼nen, <a
title="StaatssekretÃ¤r Christoph Bergner (CDU) Ã¼ber Doping und andere Ã„rgerlichkeiten" href="http://jensweinreich.de/?p=5890" target="_self">Christoph Bergner</a> (CDU), <a
title="War Samaranch KGB-Agent" href="http://jensweinreich.de/?cat=438" target="_self">Juan Antonio Samaranch</a> (Opus Dei/KGB?) oder <a
title="Dopingtrainer, Dopingopfer" href="http://jensweinreich.de/?cat=921" target="_self">Werner Goldmann</a> sind natÃ¼rlich auch Kandidaten &#8211; aber die werden sich doch wohl nicht selbst auszeichnen? Oder etwa ihren Freund 20er?</p><p><em>Nachtrag, 19.28 Uhr:</em> Oh, ich hatte Ã¼bersehen, dass hier keine VorschlÃ¤ge gemacht werden dÃ¼rfen, weil diese kleine feine Ã–ffentlichkeit nicht zur <a
title="&quot;We are family&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=4265" target="_self">Sportfamilie</a> gehÃ¶rt. Es dÃ¼rfen nur Mitgliedsorganisationen Namen einreichen, und die definiert der DOSB so:</p><blockquote><p>Unter SportfamilieÂ verstehen wirÂ die 97 Mitgliedsorganisationen sowie deren Untergliederungen, die den Sport in Deutschland gestalten und organisieren.</p><p>Zu den Mitgliedern im Deutschen Olympischen Sportbund gehÃ¶ren:</p><ul><li><a
href="http://www.dosb.de/de/organisation/mitgliedsorganisationen/landessportbuende/" target="_self">16 LandessportbÃ¼nde</a></li><li><a
href="http://www.dosb.de/de/organisation/mitgliedsorganisationen/spitzenverbaende/" target="_self">61 SpitzenverbÃ¤nde (33 olympische und 28 nichtolympische)</a></li><li><a
href="http://www.dosb.de/de/organisation/mitgliedsorganisationen/verbaende-mit-besonderen-aufgaben/" target="_self">20 SportverbÃ¤nde mit besonderen Aufgaben</a></li><li>2 IOC-Mitglieder</li><li>15 PersÃ¶nliche Mitglieder</li></ul></blockquote><p>Obwohl ich jetzt nicht weiÃŸ, warum auf der DOSB-Webseite nur &#8220;2 IOC-Mitglieder&#8221; genannt werden. Noch sind es drei. Und ein Mann wie Walther TrÃ¶ger, der am 31. Dezember IOC-Ehrenmitglied wird, sollte im DOSB eigentlich noch einen Sitz haben dÃ¼rfen. Wie auch immer: Wer mag, sollte der Chef-Ethikerin Frau Doll-Tepper trotzdem eine Email schicken.</p><p>Die Ethik also. Schon sind wir beim heutigen Lesebefehl:</p><p>Ich habe immer wieder Geschichten Ã¼ber das einstige The Fastest Couple on Earth verlinkt: <a
title="alle BeitrÃ¤ge zu Marion Jones" href="http://jensweinreich.de/?s=marion+jones" target="_self">Marion Jones</a> und <a
title="alle BeitrÃ¤ge zu Tim Montgomery" href="http://jensweinreich.de/?cat=382" target="_self">Tim Montgomery</a>. Diese Stories von <strong><span
style="color: #000000;">Times</span></strong>-Sportchefreporter Owen Slot sollte man ebenfalls lesen:</p><ul><li><a
title="The Times" href="http://www.timesonline.co.uk/tol/sport/more_sport/athletics/article6934111.ece" target="_blank">Unabashed Tim Montgomery and Marion Jones kept drugs in fridge</a></li><li><a
title="The Times" href="http://www.timesonline.co.uk/tol/sport/more_sport/athletics/article6934021.ece" target="_blank">Tim Montgomery: â€˜I had the best job in the world â€“ now Iâ€™m in prison clearing leavesâ€™</a></li></ul><p>Und zum Abschluss noch ein Jobangebot. Ich meine, die Zeiten sind hart. Angesichts <a
title="DOSB-Stellenangebot" href="http://www.dosb.de/de/organisation/stellenangebote/dosb-sucht/#c28694" target="_blank">dieser Offerte</a> des DOSB zur Mitarbeit an der MÃ¼nchner Olympiabewerbung Ã¼berlege ich ernsthaft, die Seiten zu wechseln. Klingt vielversprechend. Oder hat jemand einen besseren Vorschlag? MÃ¶chte sich jemand bewerben? <span
id="more-5917"></span></p><blockquote><p><strong>Ihr Aufgabengebiet umfasst im Wesentlichen</strong></p><ul><li>kommunikative Schnittstelle zwischen dem DOSB und der Bewerbergesellschaft MÃ¼nchen 2018</li><li>inhaltliche und organisatorische UnterstÃ¼tzung der Projektverantwortlichen</li><li>Aufbau und Betreuung eines internen Projektmanagements</li><li>interne Koordination aller Informationen und TÃ¤tigkeiten der beteiligten GeschÃ¤ftsbereiche des DOSB</li><li>Koordination, Vorbereitung und Begleitung medienwirksamer Veranstaltungen</li><li>Vor- und Nachbereitung von Sitzungen der Gremien und Arbeitsgruppen der Bewerbergesellschaft MÃ¼nchen 2018</li></ul><p><strong>Wir erwarten</strong></p><ul><li>Abgeschlossenes Hochschulstudium in einem relevanten Fachgebiet oder vergleichbare Qualifikation</li><li>Erfahrungen im Projektmanagement</li><li>umfassende Kenntnis der Sportstrukturen</li><li>soziale Kompetenz, KontaktfÃ¤higkeit und KommunikationsstÃ¤rke</li><li>Organisationstalent und Erfahrungen im Bereich der Netzwerk- sowie Gremienarbeit</li><li>sehr gutes AusdrucksvermÃ¶gen in Deutsch und Englisch</li><li>sehr gute IT-AnwendungsfÃ¤higkeiten (Word, Excel, Powerpoint)</li><li>Bereitschaft zu ReisetÃ¤tigkeit und flexiblen Arbeitszeiten</li></ul><p>Wir bieten eine fordernde Aufgabe, ein fÃ¶rderndes Umfeld und eine leistungsgerechte VergÃ¼tung. Ihre aussagefÃ¤hige Bewerbung mit der Angabe Ihres Gehaltswunsches richten Sie bitte bis zum <strong>18. Dezember 2009</strong> an:</p><p><strong>Deutscher Olympischer SportBund<br
/> </strong>Frau Astrid Heidl<br
/> Otto-Fleck-Schneise 12<br
/> 60528 Frankfurt am Main</p></blockquote> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/11/29/was-vom-tage-ubrig-bleibt-48-sudafrika-soccerex-dosb-ethikpreis-the-fastest-couple/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>21</slash:comments> </item> <item><title>Was vom Tage Ã¼brig bleibt (47): Koalitionsvertrag, Klaue, &#8220;Pechstein-Studie auf Staatskosten&#8221;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/10/28/was-vom-tage-ubrig-bleibt-47-koalitionsvertrag-klaue-pechstein-studie-auf-staatskosten/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/10/28/was-vom-tage-ubrig-bleibt-47-koalitionsvertrag-klaue-pechstein-studie-auf-staatskosten/#comments</comments> <pubDate>Wed, 28 Oct 2009 10:27:08 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[christian klaue]]></category> <category><![CDATA[claudia pechstein]]></category> <category><![CDATA[deutschlandfunk]]></category> <category><![CDATA[doping]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[koalitionsvertrag]]></category> <category><![CDATA[presseschau]]></category> <category><![CDATA[steuermittel]]></category> <category><![CDATA[udiocm]]></category> <category><![CDATA[was vom tage Ã¼brig bleibt]]></category> <category><![CDATA[bÃ¼ndnis 90/die grÃ¼nen]]></category> <category><![CDATA[bmi]]></category> <category><![CDATA[bundespolizei]]></category> <category><![CDATA[bundestag]]></category> <category><![CDATA[cdu]]></category> <category><![CDATA[csu]]></category> <category><![CDATA[dieter hennig]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[eberhard gienger]]></category> <category><![CDATA[evi simeoni]]></category> <category><![CDATA[faz]]></category> <category><![CDATA[fdp]]></category> <category><![CDATA[finanzierung von mega-events]]></category> <category><![CDATA[gutachten]]></category> <category><![CDATA[herbert fischer-solms]]></category> <category><![CDATA[jÃ¶rg stratmann]]></category> <category><![CDATA[mÃ¼nchen 2018]]></category> <category><![CDATA[michael vesper]]></category> <category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category> <category><![CDATA[peter danckert]]></category> <category><![CDATA[spd]]></category> <category><![CDATA[spezialdemokratie]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[sportinformationsdienst]]></category> <category><![CDATA[thomas bach]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=5687</guid> <description><![CDATA[Selbst wenn einiges bereits verlinkt wurde, diskutierenswert ist es allemal. Einige Lesebefehle und Empfehlungen. Das sagt der Koalitionsvertrag (Entwurfsversion) von CDU, CSU und FDP im weitesten Sinne zum Sport: Seite 14: Der Zugang von auslÃ¤ndischen HochqualifiziertenÂ und FachkrÃ¤ften zum deutschen Arbeitsmarkt muss systematisch an den BedÃ¼rfnissen des deutschen Arbeitsmarkts ausgerichtet und nach zusammenhÃ¤ngenden, klaren, transparenten und [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Selbst wenn einiges bereits verlinkt wurde, diskutierenswert ist es allemal. Einige Lesebefehle und Empfehlungen.</p><ul><li>Das sagt der <span
style="color: #000000;"><strong>Koalitionsvertrag </strong></span>(<a
title="Koalitionsvertrag 2009-2013" href="http://www.cdu.de/doc/pdfc/091024-koalitionsvertrag-cducsu-fdp.pdf" target="_blank">Entwurfsversion</a>) von CDU, CSU und FDP im weitesten Sinne zum Sport:</li></ul><p>Seite 14:</p><blockquote><p
align="left">Der Zugang von auslÃ¤ndischen HochqualifiziertenÂ und FachkrÃ¤ften zum deutschen Arbeitsmarkt muss systematisch an den BedÃ¼rfnissen des deutschen Arbeitsmarkts ausgerichtet und nach zusammenhÃ¤ngenden, klaren, transparenten und gewichteten Kriterien wie beispielsweise Bedarf,Â Qualifizierung und IntegrationsfÃ¤higkeiten gestaltet werden. DarÃ¼ber hinaus werden wir Regelungen zur Aufnahme einer selbstÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit, Arbeitsplatzannahme fÃ¼r Studenten mit deutschem Hochschulabschluss, fÃ¼r KÃ¼nstler und Sportler sowie fÃ¼r SaisonarbeitskrÃ¤fte Ã¼berprÃ¼fen und Vereinfachungen anstreben.</p></blockquote><p>Seite 69:</p><blockquote><p
align="left">Mit dem Programm â€žIntegration durch Sport&#8221; wollen wir besonders Frauen und MÃ¤dchen mit Migrationshintergrund ansprechen, um sie als Teilnehmer und auch Ãœbungsleiter zu gewinnen.</p></blockquote><p>Seiten 88/89:</p><blockquote><p
align="left">Wir wissen, dass Sport fÃ¼r die Aktivierung und den Zusammenhalt einer modernen Gesellschaft unverzichtbare BeitrÃ¤ge leistet und dass Deutschland auf groÃŸartige Traditionen und Leistungen im Sport verweisen kann, die es zu bewahren und zu entwickeln gilt. Deshalb werden wir unsere Aufgaben als Partner und FÃ¶rderer des Sports mit besonderer Verantwortung wahrnehmen. Wir streben an, im Rahmen der Kompetenzen und MÃ¶glichkeiten des Bundes den Erhalt und Ausbau vonÂ SportstÃ¤tten in Deutschland weiter zu fÃ¶rdern.</p><p
align="left"><strong>SpitzensportfÃ¶rderung</strong></p><p
align="left">Wir werden die finanzielle FÃ¶rderung des Spitzensports in Deutschland auf hohem Niveau fortfÃ¼hren. Die BemÃ¼hungen, Spitzensportlerinnen und -sportlern mit Behinderung den Zugang zu einer â€ždualen Karriere&#8221; zu erÃ¶ffnen, werden wir intensivieren.</p><p
align="left"><strong>Bewerbung MÃ¼nchen 2018</strong>Â </p><p
align="left">Olympische und Paralympische Spiele sind <a
title="Copy and paste im Bundestag ..." href="http://jensweinreich.de/?p=4064" target="_self">herausragende Sportereignisse</a>. DieÂ Bewerbung der Stadt MÃ¼nchen um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 und, bei Zuschlag durch das IOC im Juli 2011, deren Ausrichtung,Â sind ein <a
title="Wie Mann (CSU) sich um einen Platz im Olympia-Aufsichtsrat bewirbt" href="http://jensweinreich.de/?p=2884" target="_self">nationales Anliegen</a> im gemeinsamen <a
title="Was das BMI zur Olympiafinanzierung sagt" href="http://jensweinreich.de/?p=2889" target="_self">Interesse von Bund, Land undÂ Kommunen</a> und werden weiterhin <a
title="Bundestag zu MÃ¼nchen 2018: demokratiewidriger Striptease?" href="http://jensweinreich.de/?p=4073" target="_self">gefÃ¶rdert und unterstÃ¼tzt</a>.</p><p
align="left"><strong>Anti-Doping-Politik</strong></p><p
align="left">FÃ¼r das SelbstverstÃ¤ndnis unserer Sportpolitik ist die Autonomie des Sports undÂ seiner VerbÃ¤nde von zentraler Bedeutung. Wir wollen den Sport bei der SicherungÂ und Realisierung seiner Werte unterstÃ¼tzen. Im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit steht dabei die <strong><a
title="alle BeitrÃ¤ge zur Finanzierung von Dopingtrainern mit Steuermitteln" href="http://jensweinreich.de/?cat=921" target="_self">konsequente</a></strong> <a
title="alle BeitrÃ¤ge zum Bundestags-Sportausschuss" href="http://jensweinreich.de/?cat=440" target="_self">BekÃ¤mpfung von Doping</a> im ZusammenwirkenÂ von sportlichen Sanktionen und strafrechtlichen VerfolgungsmaÃŸnahmen. FÃ¼r unsÂ ist nur <a
title="MÃ¼nchen wirbt mit hochdekoriertem Anabolika-Doper" href="http://jensweinreich.de/?p=5144" target="_self">dopingfreier Sport fÃ¶rderungswÃ¼rdig</a>. Wir werden den im Sommer 2009 zwischen Bund, LÃ¤ndern, dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und derÂ Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) verabschiedeten Nationalen <a
title="tag: PrÃ¤vention, Doping, Korruption" href="http://jensweinreich.de/?s=pr%C3%A4vention" target="_self">DopingprÃ¤ventionsplan</a> umsetzen. Die Forschung zur BekÃ¤mpfung des Dopings muss gezielt weiter gefÃ¶rdert werden.</p><p
align="left">Ziele wie die BekÃ¤mpfung von Doping, die Einordnung der autonomen Sportbewegungen und ihrer Regeln in den europÃ¤ischen Rechtsrahmen kÃ¶nnen vor allemÂ in lÃ¤nderÃ¼bergreifender Weise effektiv wahrgenommen werden. Wir werden deshalb die internationale sportpolitische Zusammenarbeit verstÃ¤rken.</p></blockquote><p>Zum Vergleich, im <a
title="Koalitionsvertrag 2005-2009" href="http://www.cdu.de/doc/pdf/05_11_11_Koalitionsvertrag.pdf" target="_blank">Koalitionsvertrag</a> von CDU, CSU und SPD hieÃŸ es im Jahr 2005:</p><p>Seite 80:</p><blockquote><p
align="left"><strong>FÃ¶rderung Sport</strong></p><p
align="left">Die Koalitionsparteien fÃ¼hren das SonderfÃ¶rderprogramm â€žGoldener Plan Ost&#8221; fÃ¼rÂ den SportstÃ¤ttenbau in Ostdeutschland fort.</p></blockquote><p>Seite 106:</p><blockquote><p
align="left">Es geht um Vielfalt, Respekt fÃ¼r andere, Demokratie, Toleranz und die BekÃ¤mpfung des Antisemitismus. Wir wollen, dass Jugendliche vor Ort motiviert werden und in ihrem Engagement verlÃ¤sslich unterstÃ¼tzt werden. Dabei setzen wir auf ein engeres Zusammenwirken mit LÃ¤ndern und Kommunen, mit Medien, den Kirchen, Wirtschaft, Gewerkschaften, Sportvereinen, den JugendverbÃ¤nden und vielen anderen. Integrierte lokale Strategien sind besonders Erfolg versprechend. Es gilt, kÃ¼nftig noch stÃ¤rker BrÃ¼cken zu den Projekten zu schlagen, die sich mit gefÃ¤hrdeten bzw. in der rechten Szene bereits gefestigten Jugendlichen beschÃ¤ftigen.</p></blockquote><p>Seite 115:</p><blockquote><p
align="left"><strong>Deutschland &#8211; Sportland</strong></p><p>Deutschland ist ein anerkanntes Sportland mit sportbegeisterten Menschen. Sport bewegt die Menschen und fÃ¶rdert die soziale Integration. Er ist als PrÃ¤vention gegen zunehmenden Bewegungsmangel insbesondere bei Kindern und Jugendlichen verstÃ¤rkt zu nutzen und zu unterstÃ¼tzen. Die Grundlage des deutschen Sports sind die Vereine, die wiederum auf das Engagement vieler ehrenamtlich TÃ¤tiger angewiesen sind. Wir wollen den Breiten-, Spitzen- und Behindertensport weiter fÃ¶rdern. Breiten- und Spitzensport bedingen und brauchen einander. Der Spitzensport rekrutiert sich immer wieder aus den Besten des Breitensports und die Spitzenleistungen der Athleten ziehen Millionen Zuschauer in ihren Bann. Wir freuen uns auf die vielen Welt- und Europameisterschaften in unserem Land und insbesondere auf die FuÃŸballweltmeisterschaft 2006, bei der sich Deutschland als gastfreundliches, weltoffenes und sportbegeistertes Land prÃ¤sentieren wird. Wir werden uns weiterhin fÃ¼r herausragende internationale Sportereignisse bewerben.</p><p
align="left">Wir werden die Neuorganisation des deutschen Spitzensports positiv begleiten und sein BemÃ¼hen um einen sauberen und fairen Sport unterstÃ¼tzen. Deutschland wird seine Verpflichtungen aus dem Welt-Anti-Doping-Code umsetzen.</p></blockquote><p>So weit, so gut.</p><p>Praktische Sportpolitik sieht in Deutschland so aus: <span
id="more-5687"></span></p><ul><li>&#8220;<a
title="FAZ vom 27. Oktober 2009" href="http://www.faz.net/s/Rub9CD731D06F17450CB39BE001000DD173/Doc~E01F4F5FF00754D35815FF80BAEE71653~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Doping-Verfahren: Pechstein-Studie auf Staatskosten</a>&#8220;, Evi Simeoni in der <strong>FAZ</strong></li></ul><p>Wieder mal Steuermittel. <a
title="Der Kampf um die Deutungshoheit ..." href="http://jensweinreich.de/?p=4576" target="_self">Wieder mal</a> ein &#8220;<a
title="Inszenierung mit Parteigutachten" href="http://jensweinreich.de/?p=4554" target="_self">Gutachter</a>&#8221; von der CharitÃ©.</p><blockquote><p>â€žWir kÃ¶nnen Ihnen bestÃ¤tigen, dass fÃ¼r Frau Pechstein eine Kostenzusage zu einer Untersuchung in der CharitÃ© zu Lasten der HeilfÃ¼rsorge der Bundespolizei gegeben wurdeâ€œ, erklÃ¤rte das Ministerium. â€žDies geschah, um krankheitswertige hÃ¤matologische StÃ¶rungen auszuschlieÃŸen.â€œ Und weiter: â€žAuch bei allen anderen Bundespolizisten und -polizistinnen werden ggf. solche Untersuchungen zur AbklÃ¤rung unklarer Befunde in Auftrag gegeben.â€œ Dame, bisher in der Boulevard-Presse nur als â€žProfessor xâ€œ bekannt, legt Wert darauf, dass seine Studie nicht von Claudia Pechstein, sondern von der Bundespolizei in Auftrag gegeben wurde, er also nicht als bestellter Gutachter anzusehen sei.</p></blockquote><p>Dazu klÃ¤rt &#8220;ha&#8221; in den <a
title="Kommentare zu: ... der Kampf um die Deutungshoheit" href="http://jensweinreich.de/?p=4576#comment-15312" target="_self">Kommentaren</a> auf:</p><blockquote><p>Mit der HeilfÃ¼rsorge der Bundespolizei scheint es sich im Ã¼brigen wie mit Doping-Indizien zu verhalten &#8211; alles eine Frage der Interpretation. Anspruch auf Kostenerstattung besteht nach dieser <a
title="Bundespolizeigewerkschaft.de" href="http://www.bundespolizeigewerkschaft.de/infothek/bgv_ratgeber/heilfuersorge.pdf" target="_blank">BMI-Verwaltungsvorschrift</a>:Â </p><p>a) zur VerhÃ¼tung von Krankheiten und von deren Verschlimmerung,<br
/> b) zur FrÃ¼herkennung von Krankheiten,<br
/> c) zur Behandlung einer Krankheit,<br
/> d) zur medizinischen Rehabilitation,<br
/> e) zur Pflege (&#8230;)</p><p>Kosten fÃ¼r aufwÃ¤ndigere Behandlungen, die den in dieser Allgemeinen Verwaltungsvorschrift festgelegten Leistungsumfang Ã¼bersteigen, werden nicht auf HeilfÃ¼rsorgemittel Ã¼bernommen. Sich aus einer aufwÃ¤ndigeren Behandlung ergebende Mehrkosten sind von der/dem HeilfÃ¼rsorgeberechtigten selbst zu tragen. Ferner werden grundsÃ¤tzlich keine Kosten auf HeilfÃ¼rsorgemittel fÃ¼r Leistungen Ã¼bernommen, die in dem in dieser Allgemeinen Verwaltungsvorschrift enthaltenen Leistungsumfang nicht aufgefÃ¼hrt sind.</p></blockquote><p>Wer wird neuer Chef des <a
title="alle BeitrÃ¤ge zum Bundestags-Sportausschuss" href="http://jensweinreich.de/?cat=440" target="_self">Bundestags-Sportausschusses</a>? Der Turner und DOSB-Lobbyist <a
title="tag: Eberhard Gienger" href="http://jensweinreich.de/?s=gienger" target="_self">Eberhard Gienger</a> (CDU), der sich nicht daran erinnern kann, einmal eine Entscheidung als Parlamentarier gegen die Interessen des DOSB, dessen VizeprÃ¤sident Leistungssport er ist,Â getroffen zu haben? WirdÂ der Ausschuss endgÃ¼ltig zur Lachnummer oder siedelt nach Nordkorea aus, sollte ein DOSB-VizeprÃ¤sident Chef eines &#8220;demokratisch legitimierten&#8221; Kontrollorgans werden? Und wirdÂ der Sportausschuss kÃ¼nftig wieder in geschlossenen Runden tagen (oder etwa in PjÃ¶ngjang), wie ich einige Male orakelt habe?</p><p>Herbert Fischer Solms im <strong>Deutschlandfunk</strong> mit einigen Informationen &#8230;</p><p
style="TEXT-ALIGN: center"><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/10/25/dlf_20091025_1933_a7bc536d.mp3" target="_self">:</a></p><p>&#8230; und im Interview mit dem gewesenen Sportausschuss-Chef <a
title="tag: Peter Danckert" href="http://jensweinreich.de/?s=danckert" target="_self">Peter Danckert</a> (SPD)</p><p
style="TEXT-ALIGN: center"><a
href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/10/25/dlf_20091025_1935_e800bcea.mp3" target="_self">:</a></p><p>Auch interessant, mal wieder ein Medienthema:</p><blockquote><p><a
title="DOSB" href="http://www.dosb.de/de/organisation/verbands-news/detail/news/christian_klaue_wird_neuer_pressesprecher_des_dosb/9746/cHash/4e8a90346d/" target="_blank">Christian Klaue wird neuer Pressesprecher des DOSB</a></p><p>Christian Klaue wird zum 1. November neuer Pressesprecher des DOSB. Der 34-JÃ¤hrige kommt vom Sport-Informations-Dienst (SID) und tritt die Nachfolge des bisherigen Ressortleiters Gerd Graus an.Â </p><p>Als neuer Chefredakteur der DOSB-Medien kommt JÃ¶rg Stratmann nach Frankfurt. Der 55-JÃ¤hrige war zuletzt Ressortleiter Sport und Lokales beim Bonner General-Anzeiger und Ã¼bernimmt die Aufgaben von Walter Mirwald, der seit 1. Oktober das neu ins Leben gerufene Projekt &#8220;GedÃ¤chtnis des Sports&#8221; leitet.</p><p>Der aus Wernigerode im Harz stammende Christian Klaue arbeitete von 2006 bis 2009 als SID-Redakteur mit den Schwerpunkten Sportpolitik/Olympia und Leichtathletik im Berliner SID-BÃ¼ro. Er wird in seiner neuen Funktion auch Sprecher des DOSB-PrÃ¤sidiums und des DOSB-PrÃ¤sidenten Thomas Bach.</p><p>Der Bonner JÃ¶rg Stratmann, mehrmaliger deutscher Meister und Olympiateilnehmer 1984 im SÃ¤belfechten, arbeitete seit 1986 als Redakteur bei der Tageszeitung â€žDie Welt&#8221; und anschlieÃŸend als Korrespondent fÃ¼r die â€žFrankfurter Allgemeine Zeitung&#8221; mit den Schwerpunkten Sportpolitik/Olympia, ehe er 2005 zum General-Anzeiger wechselte.</p></blockquote><p>Was Christian Klaue und der Fechter JÃ¶rg Stratmann bisher sportpolitisch formuliert und wie kritisch/unkritisch sie waren, etwa im Umgang mit dem Fechter UDIOCM (FDP) kann jeder selbst leicht mit einem Blick ins Archiv Ã¼berprÃ¼fen. Ich bedauere die Entscheidung von Christian Klaue, kann seinen Schritt allerdings auch verstehen und wÃ¼nsche ihm viel Erfolg, ganz ehrlich, auch im Umgang mit renitenten DOSB-Berichterstattern. Mal sehen, wo das hinfÃ¼hrt. Ich kann (fast) jeden verstehen, der in diesen schweren Zeiten, da der Journalismus flÃ¤chendeckend zusammen bricht (zumindest der auf dem freien Markt, nicht der alimentierte), das Metier wechselt. Ich denke auch, dass Christian Klaue eine ganz andere, eine halbwegs transparente Art der Pressearbeit anstreben wird. Sein Risiko, sich in den tÃ¤glichen Nahkampf mit Thomas Bach (FDP) und Michael Vesper (BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen) zu begeben, wird er mannhaft tragen mÃ¼ssen. DafÃ¼r wird er kÃ¼nftig bezahlt.</p><p>Journalistisch &#8211; unter dem Aspekt der Meinungsvielfalt &#8211; ist die Entscheidung Klaues ein groÃŸer Verlust. Der SID hat sportpolitisch unter seiner Verantwortung seit Sommer 2008, seit der <a
title="BeitrÃ¤ge zu Dieter Hennig, SID, Peking 2008" href="http://jensweinreich.de/?s=dieter+hennig" target="_self">AffÃ¤re Hennig</a>,Â sehr schnell an Profil gewonnen und ein breiteres Spektrum abgedeckt. Der Konkurrent dpa wurde imho trotz deutlich schlechterer Rahmenbedingungen deutlich distanziert &#8211; mit Engagement, Niveau und Interesse an der Sache.</p><p>Ich glaube nicht, dass der SID auf die Schnelle einen echten Nachfolger fÃ¼r Christian Klaue herbei zaubern kann. Schaue ich mir einige Meldungen der vergangenen Tage an &#8211; etwa zur Olympiabewerbung MÃ¼nchens, wo scheinbar jede BlÃ¤hung zur Geschichte aufgeblasen wird -, glaube ich zu ahnen, in welche Richtung es geht. Zumal: Die NÃ¤he des SID zur Otto-Fleck-Schneise und den dortigen Institutionen ist traditionell gegeben.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/10/28/was-vom-tage-ubrig-bleibt-47-koalitionsvertrag-klaue-pechstein-studie-auf-staatskosten/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>26</slash:comments> </item> <item><title>Olympia 2018, die Ausgangslage: Pyeongchang vor Pyeongchang vor Pyeongchang</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/10/15/olympia-2018-die-ausgangslage-pyeongchang-vor-pyeongchang-vor-pyeongchang/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/10/15/olympia-2018-die-ausgangslage-pyeongchang-vor-pyeongchang-vor-pyeongchang/#comments</comments> <pubDate>Thu, 15 Oct 2009 11:01:12 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[annecy 2018]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[finanzierung von mega-events]]></category> <category><![CDATA[ioc]]></category> <category><![CDATA[mÃ¼nchen 2018]]></category> <category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category> <category><![CDATA[pyeongchang 2018]]></category> <category><![CDATA[rio de janeiro 2016]]></category> <category><![CDATA[sommerspiele 2016]]></category> <category><![CDATA[thomas bach]]></category> <category><![CDATA[transparenzfragen]]></category> <category><![CDATA[umfrage]]></category> <category><![CDATA[winterspiele 2018]]></category> <category><![CDATA[almaty 2018]]></category> <category><![CDATA[bÃ¼ndnis 90/die grÃ¼nen]]></category> <category><![CDATA[berchtesgaden 1992]]></category> <category><![CDATA[berlin 2000]]></category> <category><![CDATA[dpa]]></category> <category><![CDATA[durban]]></category> <category><![CDATA[durban 2011]]></category> <category><![CDATA[fdp]]></category> <category><![CDATA[journalismus]]></category> <category><![CDATA[korruption]]></category> <category><![CDATA[leipzig 2012]]></category> <category><![CDATA[olympia-gmbh]]></category> <category><![CDATA[olympic bid]]></category> <category><![CDATA[olympic bid 2018]]></category> <category><![CDATA[richard adam]]></category> <category><![CDATA[sotschi 2014]]></category> <category><![CDATA[steuermittel]]></category> <category><![CDATA[transparenz]]></category> <category><![CDATA[udiocm]]></category> <category><![CDATA[vancouver 2010]]></category> <category><![CDATA[winterspiele]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=5584</guid> <description><![CDATA[Das ist doch mal eine knackige Umfrage, die anderthalb Jahre lÃ¤uft und im Laufe der Jahre, bis zum 6. Juli 2011, lÃ¤ssig den UmstÃ¤nden angepasst werden kann: StammgÃ¤ste mag verwundern, dass ich Jack Warner und JMW diesmal nicht als Antwortoptionen angefÃ¼hrt habe. Mal sehen, welche Entwicklungen die Sportpolitik noch bereit hÃ¤lt. Ich denke, Jack ist [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Das ist doch mal eine knackige Umfrage, die anderthalb Jahre lÃ¤uft und im Laufe der Jahre, bis zum 6. Juli 2011, lÃ¤ssig den UmstÃ¤nden angepasst werden kann:</p> Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.<p>StammgÃ¤ste mag verwundern, dass ich Jack Warner und JMW diesmal nicht als Antwortoptionen angefÃ¼hrt habe. Mal sehen, welche Entwicklungen die Sportpolitik noch bereit hÃ¤lt. Ich denke, Jack ist bis Dezember 2010 zunÃ¤chst mit den GeschÃ¤ften um die FuÃŸball-Weltmeisterschaften <a
title="tag: WM 2010" href="http://jensweinreich.de/?cat=422" target="_self">2010</a>, <a
title="tag: WM 2018" href="http://jensweinreich.de/?cat=990" target="_self">2018</a> und <a
title="tag: WM 2022" href="http://jensweinreich.de/?cat=991" target="_self">2022</a> voll ausgelastet.</p><p>Nun ganz sachlich:</p><p><span
style="text-decoration: line-through;">Heute</span> <a
title="MÃ¼nchen 2018: Bewerbungsstart mit neuem Logo" href="http://jensweinreich.de/?p=5649" target="_self">Morgen</a> gibtÂ das Internationale Olympische Komitee (IOC) die BewerberstÃ¤dte fÃ¼r die <a
title="tag: MÃ¼nchen 2018" href="http://jensweinreich.de/?cat=49" target="_self">Olympischen Winterspiele 2018</a> bekannt. <em>(Nachtrag: Ich habe mich im Tag geirrt. Korrekt: Heute ist Bewerbungsschluss. Morgen Bekanntgabe und gleich auch PR-Party in MÃ¼nchen mit Vorstellung des Logos.)</em> Da man eher nicht davon ausgehen sollte, dass ernst gemeinte Bewerbungen &#8211; es geht schlieÃŸlich um Milliardenprojekte &#8211; in der letzten Minute in Lausanne abgegeben werden, wird es dabei bleiben, was ich seit Monaten erzÃ¤hle: Seit drei Jahrzehnten hat es nicht so ein geringes Interesse an Winterspielen gegeben. Daraus erwachsen schon rein rechnerisch grÃ¶ÃŸere Chancen fÃ¼r alle ernsthaften und halbwegs ernsthaften Bewerber, also: <a
title="Pyeongchang 2018" href="http://pyeongchang2018.org/home/page/index.asp" target="_blank">Pyeongchang</a> (SÃ¼dkorea), <a
title="MÃ¼nchen 2018" href="http://muenchen2018.org/de/index.html" target="_blank">MÃ¼nchen</a> und Satellitengemeinden (Bayern) und <a
title="Annecy 2018" href="http://www.annecy-2018.com/" target="_blank">Annecy</a> (Frankreich).</p><p>Sollte nun tatsÃ¤chlich noch eine Stadt wie etwa Almaty auf der Liste der Bittsteller auftauchen, darf man das getrost unter dem Faktor Folklore verbuchen. Die ehemaligen Sowjetrepubliken, allesamt Totaldemokratien, wie wir wissen, haben sich schon immer gern um Olympische Spiele beworben &#8211; oder haben so getan, als wÃ¼rden sie sich bewerben. Taschkent, Baku, Almaty oder einst St. Petersburg &#8211; es ging meistens darum, wie es ein schwedischer Staatsanwalt einst so hÃ¼bsch formulierte: &#8220;Geld rein, Geld raus, und alles unter dem DeckmÃ¤ntelchen Olympia.&#8221;</p><ul><li>Hier <a
title="MÃ¼nchen 2018: der Weg nach Durban" href="http://jensweinreich.de/?p=4485" target="_self">noch einmal</a> das 101 Seiten umfassende <a
title="IOC 2018 Candidature Acceptance Procedure" href="http://multimedia.olympic.org/pdf/en_report_1451.pdf" target="_blank">2018 Candidature Acceptance Procedure</a>Â <em>(pdf, 3,5 MB)</em>Â  des IOC.</li></ul><p>Die Ã¼blichen beiden Phasen einer <a
title="tag: Olympiabewerbung" href="http://jensweinreich.de/?cat=26" target="_self">Olympiabewerbung</a> werden in diesem Fall verschmelzen:</p><table
style="width: 383pt; border-collapse: collapse;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="510"><colgroup
span="1"><col
style="width: 42pt; mso-width-source: userset; mso-width-alt: 2048;" span="1" width="56"></col><col
style="width: 78pt; mso-width-source: userset; mso-width-alt: 3803;" span="1" width="104"></col><col
style="width: 263pt; mso-width-source: userset; mso-width-alt: 12800;" span="1" width="350"></col></colgroup><tbody><tr
style="height: 15.75pt;" height="21"><td
class="xl83" style="border-right: black 1pt solid; border-top: windowtext 1pt solid; border-left: windowtext 1pt solid; width: 383pt; border-bottom: windowtext 1pt solid; height: 15.75pt; background-color: #9bbb59; text-align: center;" colspan="3" width="510" height="21"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;"><strong>Zeitplan Olympiabewerbung 2018</strong></span></td></tr><tr
style="height: 30pt;" height="40"><td
class="xl80" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext 1pt solid; border-bottom: black 1pt solid; height: 210.75pt; background-color: white; text-align: center;" rowspan="8" height="281"><strong><span
style="font-size: large; font-family: Calibri;">Phase 1</span></strong></td><td
class="xl69" style="BORDER-RIGHT: windowtext 0.5pt solid; BORDER-TOP: #f0f0f0; BORDER-LEFT: #f0f0f0; BORDER-BOTTOM: windowtext 0.5pt solid; BACKGROUND-COLOR: transparent; TEXT-ALIGN: center"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">15.10.2009</span></td><td
class="xl68" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: #f0f0f0; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: transparent; text-align: center;" width="350"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">Bewerbungsschluss beim IOC. DOSB hat MÃ¼nchen angemeldet</span></td></tr><tr
style="height: 15pt;" height="20"><td
class="xl75" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 15pt; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" height="20"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">01.11.2009</span></td><td
class="xl76" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" width="350"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">Unterschrift des Candidature Acceptance Procedure</span></td></tr><tr
style="height: 30pt;" height="40"><td
class="xl70" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 30pt; background-color: transparent; text-align: center;" height="40"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">01.11.2009</span></td><td
class="xl65" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: transparent; text-align: center;" width="350"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">Zahlung der BewerbergebÃ¼hr (Candidature Acceptance Fee) von 150.000 US-Dollar</span></td></tr><tr
style="height: 15pt;" height="20"><td
class="xl77" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 15pt; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" height="20"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">2.-5.12.2009</span></td><td
class="xl76" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" width="350"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">IOC Seminar fÃ¼r Applicant Cities</span></td></tr><tr
style="height: 45pt;" height="60"><td
class="xl71" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 45pt; background-color: transparent; text-align: center;" height="60"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">12.-28.02.2010</span></td><td
class="xl66" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: transparent; text-align: center;" width="350"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">Teilnahme der Bewerber am Olympic Games Observer&#8217;s Programme des IOC bei den Winterspielen in Vancouver</span></td></tr><tr
style="height: 30pt;" height="40"><td
class="xl75" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 30pt; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" height="40"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">15.03.2010</span></td><td
class="xl76" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" width="350"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">Abgabe der Bewerbungsunterlagen und der Garantien beim IOC</span></td></tr><tr
style="height: 15pt;" height="20"><td
class="xl72" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 15pt; background-color: transparent; text-align: center;" height="20"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">bis Juni 2010</span></td><td
class="xl65" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: transparent; text-align: center;" width="350"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">PrÃ¼fung der Unterlagen durch das IOC</span></td></tr><tr
style="height: 30.75pt;" height="41"><td
class="xl78" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 1pt solid; height: 30.75pt; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" height="41"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">7.-10.06.2010</span></td><td
class="xl79" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 1pt solid; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" width="350"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">Debriefing Vancouver 2010 in Sotschi, Teilnahme der Bewerber fÃ¼r 2018</span></td></tr><tr
style="height: 45pt;" height="60"><td
class="xl80" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext 1pt solid; border-bottom: black 1pt solid; height: 135.75pt; background-color: white; text-align: center;" rowspan="5" height="181"><strong><span
style="font-size: large; font-family: Calibri;">Phase 2</span></strong></td><td
class="xl73" style="BORDER-RIGHT: windowtext 0.5pt solid; BORDER-TOP: #f0f0f0; BORDER-LEFT: #f0f0f0; BORDER-BOTTOM: windowtext 0.5pt solid; BACKGROUND-COLOR: transparent; TEXT-ALIGN: center"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">Ende Juni 2010</span></td><td
class="xl68" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: #f0f0f0; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: transparent; text-align: center;" width="350"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">IOC-Exekutive wollte Ã¼ber die Finalrunde entscheiden und aus Applicant Cities die Candidate Cities machen &#8211; das ist angesichts des geringen Interesses Formsache</span></td></tr><tr
style="height: 15pt;" height="20"><td
class="xl75" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 15pt; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" height="20"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">11.01.2011</span></td><td
class="xl76" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" width="350"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">Abgabe des Bewerbungsbuches beim IOC</span></td></tr><tr
style="height: 30pt;" height="40"><td
class="xl71" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 30pt; background-color: transparent; text-align: center;" height="40"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">FrÃ¼hjahr 2011</span></td><td
class="xl65" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: transparent; text-align: center;" width="350"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">Besuche der IOC-Evaluierungskommission bei den Candidate Cities</span></td></tr><tr
style="height: 15pt;" height="20"><td
class="xl77" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 15pt; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" height="20"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">FrÃ¼hsommer 2011</span></td><td
class="xl76" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" width="350"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">Bericht der IOC Evaluierungskommission</span></td></tr><tr
style="height: 30.75pt;" height="41"><td
class="xl74" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 1pt solid; height: 30.75pt; background-color: transparent; text-align: center;" height="41"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">06.07.2011</span></td><td
class="xl67" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 1pt solid; background-color: transparent; text-align: center;" width="350"><span
style="font-size: small; font-family: Calibri;">Wahl der Olympiastadt 2018 auf der 123. IOC-Session in Durban</span></td></tr></tbody></table><p>Aus dem geringen Interesse an den <a
title="tag: Winterspiele 2018" href="http://jensweinreich.de/?cat=49" target="_self">Winterspielen 2018</a> sollte man nicht zu viel ableiten. Zum einen rekrutierte und dezimierte sich das Feld auf ganz unterschiedliche Weise, der Faktor Zufall spielte ebenso eine Rolle. Zum anderen sind es, wie derÂ Name schon sagt: nur Winterspiele. In weiten Teilen des Planeten interessiert sich niemand dafÃ¼r. Winterspiele sind, anders als derÂ Gigantenwettstreit um die <a
title="tag: Sommerspiele 2016" href="http://jensweinreich.de/?cat=1081" target="_self">Sommerspiele 2016</a>, den wir gerade in Kopenhagen erlebten, nun mal ein Minderheitenprogramm. Wo auÃŸerhalb Deutschlands und des deutschen Sprachraums interessiert man sich schon fÃ¼r Ãœbungen wie Biathlon, Rodeln, Bobfahren? Hierzulande werden diese Disziplinen allerdings mit soldatischem Eifer von einer Hundertschaft Bundespolizisten und Sportsoldaten betrieben, Ã¼bertragen Ã¶ffentlich-rechtliche TV-Stationen tagelang x-beliebige Weltcupveranstaltungen, werden so viele umweltschÃ¤dliche und die Umwelt verschandelnde Kunsteisbahnen unterhalten wie sonst nirgends auf der Welt, neuerdings wurde mit Steuermitteln in Oberhof gar eine Skilanglaufhalle errichtet. Ziemlich irre, das. Die Sinnfrage sollte man eher nicht stellen.</p><p>EinfÃ¤ltige GemÃ¼ter leiten nun aber gerade aus dieser SchwÃ¤che der Deutschen fÃ¼r derlei deutsche Ãœbungen (etwa SchieÃŸen und Weglaufen, vulgo: Biathlon) exorbitante Olympiachancen ab. EinfÃ¤ltige Geister haben auch aus einer eher mangelhaft organisierten und schlecht besuchten Biathlon-WM vergangenen Winter in Pyeongchang abgeleitet, dass MÃ¼nchens Olympiachancen gestiegen seien. Nun ja, derartige GedankensprÃ¼nge sind nicht ganz richtig, aber im Grunde doch grundfalsch. Will sagen: Wir bewegen uns auf dem Feld der internationalen Sportpolitik. Es empfiehlt sich, eher nicht von auf Sachargumenten basierenden Entscheidungen auszugehen.</p><p>Von Sachargumenten geleitet und mit sachdienlichen Informationen gespickt sollte allerdings in einem demokratischen Gemeinwesen eine Olympiabewerbung immer sein. Ich verweise gern noch einmal darauf, dass deutsche Bewerbungen dagegen seit Jahrzehnten an Intransparenz laborieren, an chronischer Intransparenz, wenn es um Finanzierungsfragen geht. Die Basis-LÃ¼ge war stets: eine Bewerbung wÃ¼rde &#8220;privat finanziert&#8221;. An denÂ Beispielen <a
title="Berlin 2000" href="http://jensweinreich.de/?p=177" target="_self">Berlin 2000</a> und <a
title="tag: Leipzig 2012" href="http://jensweinreich.de/?cat=50" target="_self">Leipzig 2012</a>, zuvor auch Berchtesgaden, hat man gesehen, dass es sich tatsÃ¤chlich immer etwas anders verhielt. Der &#8220;private&#8221; Anteil an den Bewerbungskosten war verschwindend gering, wurde teilweise in Sachleistungen erbracht, hat den so genannten Sponsoren oft mehr direkte AuftrÃ¤ge eingebracht, als ins &#8220;Sponsoring&#8221; investiert werden musste. Vor allem: Die wahren Kosten wurden den Steuerzahlern stets verschleiert, verheimlicht, Einblicke in Unterlagen verwehrt &#8211; und wenn es kritisch wurde, Staatsanwaltschaften vorsichtig &#8220;ermittelten&#8221;, sich RechnungshÃ¶fe interessiertenÂ und parlamentarische &#8220;Untersuchungskommissionen&#8221; notgedrungen aktiv werden mussten (nach journalistischen Recherchen), dann arbeiteten die ReiÃŸwÃ¶lfe auf Hochtouren. ReiÃŸwÃ¶lfe und Aktenschredder fÃ¼ttern &#8211; auch das ist eine olympische Disziplin. Ich empfehle das Buch: &#8220;<a
title="Operation 2012" href="http://jensweinreich.de/?cat=50" target="_self">Operation 2012, Leipzigs deutscher Olympiatrip</a>&#8220;.</p><p>Und, ja, all die Unterlagen, die interessant sind aus den letzten Jahren (Berchtesgaden, Berlin, Leipzig), werde ichÂ bis zur Entscheidung des IOC im Sommer 2011 in Durban hier selbstverstÃ¤ndlich aufbereiten. Ich meine, wozu habe ich das Zeug denn gesammelt und so lange aufbewahrt. Wir wollen doch alle SpaÃŸ daran haben und etwas genauer erfahren, wie so etwas lÃ¤uft.</p><ul><li>An alle, die noch Informationen aus Berchtesgaden, Berlin und Leipzig haben, an alle, die Informationen Ã¼ber die Olympiabewerbung MÃ¼nchens los werden wollen: <strong>Jede Zuschrift wird selbstverstÃ¤ndlich vertraulich behandelt. Jedes Dokument wird sorgfÃ¤ltig geprÃ¼ft und vor einer eventuellen VerÃ¶ffentlichung so bearbeitet, dass keine RÃ¼ckschlÃ¼sse auf den Informanten/Whistleblower mÃ¶glich sind.</strong></li></ul><p>Ich darf das mal in eigener Sache sagen, bin ja hier der Hausherr: Tiefensee &amp; Co wÃ¼rden noch heute viel dafÃ¼r geben,Â dÃ¼rften sie erfahren, wer meine Informanten waren, die mich wÃ¤hrend der Leipziger Olympiabewerbung 2003/2004 in die Lage versetzten, mit etlichen Exklusivgeschichten das Tempo zu bestimmen, <a
title="WÃ¤chterpreis 2005" href="http://www.anstageslicht.de/index.php?UP_ID=1&amp;NAVZU_ID=16&amp;STORY_ID=5" target="_blank">phasenweise Transparenz herzustellen</a> und die Bewerbung dadurch fast zu stoppen. Ja, noch so eineÂ deutsche Konstante: TransparenzÂ ist keine olympische Disziplin.</p><p><span
id="more-5584"></span>Auszug aus einem Protokoll des Leipziger Olympia-Aufsichtsrats im Herbst 2003:</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-5593" title="ar-leipzig-2012" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/10/ar-leipzig-2012.jpg" alt="" width="500" height="83" /></p><p>Ich will jetzt gar nicht groÃŸ auf die <a
title="tag: Finanzierung von Mega-Events" href="http://jensweinreich.de/?cat=692" target="_self">allgegenwÃ¤rtige Finanzierungsfrage</a> eingehen, habe <a
title="tag: Was vom Tage Ã¼brig bleibt (45) ..." href="http://jensweinreich.de/?p=5246" target="_self">gestern</a> erst darauf hingewiesen und einiges verlinkt. Ich bin allerdings gespannt, ob MÃ¼nchen/Freistaat Bayern/DOSB wenigstens pÃ¼nktlich die Candidature Acceptance Fee von 150.000 US-Dollar aufbringen. Bitte rechtzeitig Ã¼berweisen!</p><p>Nur ganz kurz ein <a
title="dpa-Meldung vom 15. Oktober 2009" href="http://www.kreiszeitung.de/sport/mehr-sport/muenchen-gespannt-bewirbt-sich-2018-493444.html" target="_blank">Zitat</a> aus einem Beitrag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) von gestern, das sehr schÃ¶n illustriert, wie Journalisten und Olympiabewerber ticken:</p><blockquote><p>(&#8230;) Ã„rgerlich fÃ¼r die MÃ¼nchner Olympia-Macher, dass kurzfristig die Finanzierung wieder in den Mittelpunkt rÃ¼ckte. Die Bewerbungskosten in HÃ¶he von 30 Millionen Euro sollen ausschlieÃŸlich Ã¼ber private Sponsoren generiert werden. In der Vorwoche bestÃ¤tigte die Bewerbungsgesellschaft, ein Ã¶ffentliches Darlehen in HÃ¶he von einer Million Euro in Anspruch genommen zu haben. GezwungenermaÃŸen &#8211; denn bereits zugesagte Gelder von Sponsoren waren ausgeblieben.</p><p>Dies sei auch ein Resultat der Weltwirtschaftskrise, sagte Adam: &#8220;Es ist nicht mehr so einfach, an private Gelder zu kommen.&#8221; Allein die Bewerbung um Olympische Spiele sei aber derart lohnenswert fÃ¼r MÃ¼nchen, &#8220;dass es zunÃ¤chst einmal zweitrangig ist, woher die Finanzierung kommt.&#8221; (&#8230;)</p></blockquote><p>Ich spare mir eine Grundsatzdebatte, mÃ¶chteÂ vorerst bloÃŸ anmerken, mit Wirtschaftskrise hat das weniger zu tun, denn eine weitere deutsche olympische Konstante lautet doch: Unternehmen sind nicht so blÃ¶d, Geld in ein Projekt zu stecken, von dem sie wissen, dass die Ã¶ffentliche Hand ohnehin geschrÃ¶pft wird und Politiker bereit sind, alles zu unternehmen, um auf legalem und halblegalen Wege (siehe Berlin, siehe Leipzig) an Steuermittel zu gelangen.</p><p>Das Thema wird uns noch lange beschÃ¤ftigen.</p><p>Nun aber, <strong><span
style="color: #000000;">meine erste Hochrechnung</span></strong>, am Tag 1 des offiziellen Wettbewerbs, 629 Tage vor der Entscheidung:</p><ol><li><strong><a
title="tag: Pyeongchang 2018" href="http://jensweinreich.de/?cat=1414" target="_self">PYEONGCHANG</a></strong></li><li>Pyeongchang</li><li>Pyeongchang</li><li>MÃ¼nchen</li><li>Annecy</li></ol><p>Die Ausgangslage fÃ¼r Pyeongchang habe ich <a
title="Pyeongchang: Olympiafavorit fÃ¼r 2018" href="http://jensweinreich.de/?p=3624" target="_self">schon einmal erlÃ¤utert</a>. Nach der Entscheidung <a
title="tag: Rio 2016" href="http://jensweinreich.de/?cat=1083" target="_self">Rio 2016</a>Â hat sich aus meiner Sicht nur dies geÃ¤ndert:</p><ul><li>Es hÃ¤tte schlimmer kommen kÃ¶nnen fÃ¼r MÃ¼nchen &#8211; wenn Madrid Olympiastadt geworden wÃ¤re.</li><li>Es hÃ¤tte schlimm kommen kÃ¶nnen fÃ¼r Pyeongchang &#8211; wenn Tokio Olympiastadt geworden wÃ¤re.</li></ul><p>So aber bleibt die Lage im Prinzip unverÃ¤ndert. Nach dem Gesetz der asiatischen Serie ist Pyeongchang (gegen Vancouver fÃ¼r 2010 und Sotschi fÃ¼r 2014 zweimal knapp unterlegen) nun 2018 dran: <a
title="tag: Seoul 1988" href="http://jensweinreich.de/?cat=209" target="_self">Seoul 1988</a>, Nagano 1998, <a
title="tag: Peking 2008" href="http://jensweinreich.de/?cat=91" target="_self">Peking 2008</a>. DafÃ¼r spricht auch die Argumentation des IOC nach der Entscheidung fÃ¼r Rio de Janeiro: Rio habe 2004, als man im Wettbewerb fÃ¼r 2012 in der Vorrunde rausflog (wie Leipzig) gut zugehÃ¶rt und alle SchwÃ¤chen abgestellt. Man muss das natÃ¼rlich nicht glauben, nur: Was soll man den Koreanern erzÃ¤hlen, die zweimal knapp unterlagen, weitere Millionen investierten, dem IOC sÃ¤mtliche WÃ¼nsche erfÃ¼llen und wieder antreten?</p><p>Okay, ist ein Argument: Irgendwas kann man ihnen immer erzÃ¤hlen. NatÃ¼rlich.</p><p>Weil der Text nun doch schon so lang geworden ist, halte ich mich mit meiner EinschÃ¤tzung einiger StÃ¤rken und SchwÃ¤chen, Plus- und MinuspunkteÂ der Bewerber zurÃ¼ck. AusfÃ¼hrliche BegrÃ¼ndungen (sofern nicht lÃ¤ngst geschehen) gibt es spÃ¤ter. Manches muss man nicht groÃŸ begrÃ¼nden, weil es offensichtlich ist und/oder weil hier ja versierte Sportpolitiker lesen und diskutieren :) Anderes erwÃ¤hne ich aus rechtlichen GrÃ¼nden lieber nicht. Weiteres, Umweltkonzepte etc., spielt vorerst keine Rolle. Womit ich robust das Thema BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen umschiffe, wo auÃŸer der Stadtrat-Fraktion in MÃ¼nchen, eigentlich alle anderen bayerischen Gremien gegen die Bewerbung sind, wenn ich das recht durchschaue.</p><p><strong><span
style="text-decoration: underline;">1, 2, 3) PYEONGCHANG</span></strong></p><p><strong>Plus:</strong></p><ul><li>Zwei Niederlagen gegen Vancouver und Sotschi.</li><li>Geld ist kein Thema.</li><li>Koreas Chaebols.</li><li>Ausdauer.</li><li>Eifer.</li><li>UngesÃ¤ttigter Wintersportmarkt.</li><li>Koreas korrupte IOC-Mitglieder, sofern nicht lÃ¤ngst rausgeschmissen.</li><li>Sie wissen inzwischen, was Biathlon ist.</li></ul><p><strong>Minus:</strong></p><ul><li>Pyeongchang ist nicht Rio &#8211; und einkaufen kÃ¶nnen IOC-Gattinnen anderswo ohnehin besser.</li><li>Koreas korrupte IOC-Mitglieder, sofern nicht lÃ¤ngst rausgeschmissen.</li><li>Keine Wintersportnation, aber es geht ja um neue MÃ¤rkte.</li></ul><p><strong><span
style="text-decoration: underline;">4) MÃœNCHEN</span></strong></p><p><strong>Plus:</strong></p><ul><li>Wenn Thomas Bach (UDIOCM/DOSB/FDP) seinen IOC-Kollegen sagen wÃ¼rde: <em>Freunde, wÃ¤hlt im Juli 2011 MÃ¼nchen und vergesst meine Kandidatur fÃ¼r die IOC-PrÃ¤sidentschaft im Jahr 2013. Ich bin Patriot, eine deutsche Olympiastadt ist mir wichtiger als meine Karriere.</em></li><li>International war der deutsche Sport seit Jahrzehnten nicht so straff, zentralistisch und professionellÂ aufgestellt wie derzeit unter dem Dach des DOSB.Â Dieses &#8220;Mit-einer-Stimme-sprechen&#8221; in derÂ Sport-AuÃŸenpolitik muss man nicht gut finden, es entspricht nicht unbedingt demokratischen Usancen. Andererseits: Die VorarbeitenÂ sind beachtlich.</li><li>Wintersportnation Deutschland.</li></ul><p><strong>Minus:</strong></p><ul><li>Pyeongchang ist einfach dran.</li><li>Europa hat andere PlÃ¤ne &#8211; fÃ¼r 2020.</li><li>Wenn Thomas Bach (UDIOCM/DOSB/FDP) seinen IOC-Kollegen sagen wÃ¼rde: <em>Freunde, vergesst im Juli 2011 MÃ¼nchen, aber wÃ¤hlt mich zwei Jahre spÃ¤ter zum IOC-PrÃ¤sidenten.Â Ich bin zwar Patriot, aber ich weiÃŸ, dass ich nicht alles haben kann, und eineÂ deutsche Olympiastadt ist mir nun mal weniger wichtig als meine Karriere.</em></li><li>Mangelnde UnterstÃ¼tzung der Wirtschaft.</li><li>Der Siemens-Skandal.</li><li>Fehlendes Finanzierungskonzept, IntransparenzÂ in Finanzfragen.</li><li>GesÃ¤ttigter Wintersportmarkt.</li><li>Traditionell: Misstrauen in FÃ¼hrungsgremien. Auch wenn alle offiziell etwas anderes erzÃ¤hlen.</li></ul><p><span
style="text-decoration: underline;"><strong>5) ANNECY</strong></span></p><p><strong>Plus:</strong></p><ul><li>?</li><li>?</li><li>?</li></ul><p><strong>Minus:</strong></p><ul><li>Paris 2020?</li></ul> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/10/15/olympia-2018-die-ausgangslage-pyeongchang-vor-pyeongchang-vor-pyeongchang/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>45</slash:comments> </item> <item><title>Der Sport, die Politik, die Dopingopfer und der Bundesgerichtshof</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/07/01/der-sport-die-politik-die-dopingopfer-und-der-bundesgerichtshof/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/07/01/der-sport-die-politik-die-dopingopfer-und-der-bundesgerichtshof/#comments</comments> <pubDate>Wed, 01 Jul 2009 09:44:13 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[doh]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[doping]]></category> <category><![CDATA[dopingopfer]]></category> <category><![CDATA[dopingtrainer]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[sportausschuss]]></category> <category><![CDATA[vergangenheitsbewÃ¤ltigung]]></category> <category><![CDATA[andreas krieger]]></category> <category><![CDATA[bernd pansold]]></category> <category><![CDATA[bernd richter]]></category> <category><![CDATA[bgh]]></category> <category><![CDATA[clemens prokop]]></category> <category><![CDATA[dagmar freitag]]></category> <category><![CDATA[ddr]]></category> <category><![CDATA[deutschlandfunk]]></category> <category><![CDATA[dlv]]></category> <category><![CDATA[dopingopferhilfeverein]]></category> <category><![CDATA[dopingopferrente]]></category> <category><![CDATA[gudrun doll-tepper]]></category> <category><![CDATA[herbert fischer-solms]]></category> <category><![CDATA[holger niese]]></category> <category><![CDATA[ines geipel]]></category> <category><![CDATA[juristisches]]></category> <category><![CDATA[peter danckert]]></category> <category><![CDATA[petition]]></category> <category><![CDATA[spd]]></category> <category><![CDATA[stasi]]></category> <category><![CDATA[steiner-kommission]]></category> <category><![CDATA[thomas bach]]></category> <category><![CDATA[udo steiner]]></category> <category><![CDATA[uwe trÃ¶mer]]></category> <category><![CDATA[werner goldmann]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=4081</guid> <description><![CDATA[Es wurde aber auch Zeit. Zum Treffen von Dopingopfern mit der DOSB-Spitze gestern in Berlin mein Kurzbeitrag im Deutschlandfunk: : Die Ã¼berarbeitete und verlinkte Variante des Beitrags folgt sofort. Zuvor aber noch einige Gedanken zur Frage: Was/wer ist eigentlich ein Dopingopfer? Die Frage ist ja seit einigen Tagen brennend aktuell, nicht nur deshalb, weil in [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Es wurde aber auch Zeit. Zum Treffen von Dopingopfern mit der DOSB-Spitze gestern in Berlin mein Kurzbeitrag im Deutschlandfunk:</p><p><a
title="DLF vom 30. Juni 2009 - Dopingopfer/DOSB" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/06/30/dlf_20090630_2257_7fc98652.mp3" target="_self">:</a></p><p>Die Ã¼berarbeitete und verlinkte Variante des Beitrags folgt sofort. Zuvor aber noch einige Gedanken zur Frage: Was/wer ist eigentlich ein Dopingopfer? Die Frage ist ja seit einigen Tagen brennend aktuell, nicht nur deshalb, weil in SPD-Kreisen (Dagmar Freitag/DLV-VizeprÃ¤sidentin), Clemens Prokop (DLV-PrÃ¤sident), Peter Danckert (Sportausschuss-Chef) ganz plÃ¶tzlich Irritationen auftreten. WerdenÂ hier Opfer gezieltÂ diskreditiert?</p><p>Es lohnt sich, derlei Fragen zu erÃ¶rtern. FÃ¼r Juristen und fÃ¼r solche, die es werden wollen, als Argumentationshilfe: Der Beschluss des Bundesgerichtshofes vom 9. Februar 2000 in der Strafsache gegen den Dopingarzt und Stasispitzel (IM <a
title="BLZ: Von &quot;Hirnhormonen&quot; und &quot;kriminellen Vergehen&quot;" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1998/0416/sport/0020/index.html" target="_self">JÃ¼rgen Wendt</a>) Bernd Pansold, der bei Red Bull in Salzburg fÃ¼r Nachwuchssportler zustÃ¤ndig ist.</p><ul><li><a
title="BGH-Beschluss vom 9. Februar 2000" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/07/bgh-pansold-dopingopfer.pdf" target="_blank">BGH-Beschluss</a>, pdf (9 Seiten &#8211; 1,3 MB)</li></ul><p>Darin geht es vor allemÂ um die Frage der VerjÃ¤hrung von Dopingtaten, auf Seite 7Â wird eine Art Opfer-Definition getroffen, finde ich.</p><blockquote><p><strong>Die betroffenen minderjÃ¤hrigen Sportlerinnen wurden von Staats wegen unter Hintanstellung wesentlicher persÃ¶nlicher Belange fÃ¼r staatliche Zwecke instrumentalisiert.</strong></p></blockquote><p>Weiter, und nachfolgende Passage gilt m. E. auch fÃ¼r erwachsene Sportler, die gedopt wurden:</p><blockquote><p><strong>Obgleich sie nicht als Systemgegner angesehen waren, vielmehr vom System als besonders fÃ¶rderungswÃ¼rdig anerkannt waren, wurden auch sie zu Opfern des Systems, da ihnen ohne RÃ¼cksicht auf ihren Willen eine sogar ihrem Wissen vorenthaltene Aufopferung ihrer Gesundheit durch Hinnahme betrÃ¤chtlicher gesundheitlicher GefÃ¤hrdung abverlangt wurde.</strong></p></blockquote><p>Es ist traurig und beschÃ¤mend, dass diese Frage im Jahr 20 nach der Wende noch diskutiert werden muss und neu aufgeworfen wird.</p><p>Hier nun meine Anmerkungen &#8211; sachlich, versteht sich &#8211; zum gestrigen Termin:</p><p>Die Eckdaten des Treffens am 30. Juni in der Berliner Dependance des Deutschen Olympischen Sportbundes: Das GesprÃ¤ch dauerte zweieinhalb Stunden. Auf Seiten des DOSB diskutierten: PrÃ¤sident Thomas Bach, VizeprÃ¤sidentin Gudrun Doll-Tepper und Generaldirektor Michael Vesper. FÃ¼r die Dopingopfer sprachen: Ines Geipel, <a
title="Andreas Krieger zum Fall Goldmann" href="http://jensweinreich.de/?p=2531" target="_self">Andreas Krieger</a>, Uwe TrÃ¶mer und Bernd Richter. Geipel, TrÃ¶mer und Krieger sind seit langem WortfÃ¼hrer der DopinggeschÃ¤digten. Bernd Richter, ehemals Hammerwerfer beim ASK Potsdam, wurde in der DDR auch politisch verfolgt und saÃŸ im Stasi-GefÃ¤ngnis.</p><p>In Kernfragen der Auseinandersetzung Ã¼ber den Umgang mit DopingtÃ¤tern gab es keine AnnÃ¤herung. Ines Geipel: â€žKlar ist, dass wir zu denÂ belasteten Dopingtrainern unterschiedliche Positionen haben. Wir haben noch mal sehr klar gemacht, dass eine Entschuldungspauschale nicht reicht. Wir bleiben dabei, dass es konkreter zugehen muss im Zusammenhang mit den belasteten Trainern.&#8221;</p><p>Die Opfer werden weiter dagegen angehen und <a
title="&quot;Historische Hypotheken des deutschen Sports&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=4057" target="_self">rechtliche Mittel gegen Trainer und die Vergabe von SportfÃ¶rdergeldern</a> prÃ¼fen. Eine umfassende <a
title="Petition des Dopingopferhilfevereins an den Bundestag" href="http://jensweinreich.de/?p=3635" target="_self">Eingabe beim Petitionsausschuss</a> des Bundestages ist anhÃ¤ngig. Es bleibt auch bei den bereits angekÃ¼ndigten Protestaktionen im August rund um die Leichtathletik-WM in Berlin. â€žEs wird eine internationale Pressekonferenz geben. Es wird die Andreas-Krieger-Medaille vergeben werden&#8221;, sagt Ines Geipel. Damit werden wir ein deutliches Signal auch im Kontext dieser Trainerdebatte setzen. Also soviel UnabhÃ¤ngigkeit muss es von unserer Seite aus geben. Und das, dÃ¤chten wir, ertrÃ¤gt der freie Sport in Deutschland auch.&#8221;</p><p><span
id="more-4081"></span>DOSB-Generaldirektor Vesper hatte sich am Montag vehement gegen eine Pressemitteilung der Dopingopfer verwahrt (<em><a
title="&quot;Historische Hypotheken des deutschen Sports&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=4057" target="_self">hier wurde darÃ¼ber diskutiert</a>, der DOSB-General fÃ¼rchtete offenbar um seine Kommunikationsherrschaft</em>). Er machte nun im GesprÃ¤ch erneut die Grundhaltung von Sport und Politik deutlich: â€žUnsere Position ist klar: <a
title="Die Propagandamaschine brummt" href="http://jensweinreich.de/?p=3473" target="_self">Wir stehen gegen eine Generalamnestie fÃ¼r Trainer</a>, die sich am Doping in der DDR, am Staatsdopingsystem beteiligt haben. Wir stehen aber auch gegen eine Generalverurteilung dieser Trainer fÃ¼r immer und ewig, sondern wir sagen: Wir mÃ¶chten uns gerne mit den EinzelfÃ¤llen beschÃ¤ftigen und die Kommission, die wir eingesetzt haben unter Udo Steiner, sich damit befassen lassen.&#8221; (<em>Es wÃ¤re Ã¼brigens dringend geboten, wÃ¼rde die Steiner-Kommission endlich sÃ¤mtliche zur VerfÃ¼gung stehenden Dokumente, etwa GerichtsbeschlÃ¼sse, wahrnehmen. Die Opfer wollen wohl einige pdf-Dateien und Originale zur VerfÃ¼gung stellen.</em>)</p><p>Gleichzeitig sagt Vesper, er wende sich gegen jede <a
title="Notizen vom Sportausschuss (11): &quot;eine besondere Art Mensch&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=4006" target="_self">Verunglimpfung von Dopingopfern</a>, wie sie in diesen Tagen vor allem aus dem Sportausschuss des Bundestages zu vernehmen waren. Dazu hat Andreas Krieger einen persÃ¶nlichen Brief an Peter Danckert (SPD/Pferdesportverband Berlin-Brandenburg/Nada-Kuratorium) geschrieben. Danckert kÃ¤mpft um seine Wiederwahl in einem Ost-Wahlkreis und wÃ¼rde nur zu gern eine Art Sportminister werden. SeineÂ HaltungÂ - geschichtsklitternd? ostalgisch? populistisch auf seinen Wahlkreis zugeschnitten?Â - illustriertÂ vielleicht dieses <a
title="DLF-Interview mit Peter Danckert vom 28. Juni 2009" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/990503/" target="_blank">Interview</a> im Deutschlandfunk mit Herbert Fischer-Solms:</p><p><a
title="Interview Danckert, DLF, 28. Juni 2009" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/06/28/dlf_20090628_1940_9880f141.mp3" target="_self">:</a></p><p>DOSB und Dopingopfer wollenÂ kÃ¼nftig punktuell gemeinsam arbeiten. Die Opfer sollen in PrÃ¤ventionsmaÃŸnahmen des Sports eingebunden werden (dieses Versprechen hatte es vor Jahren schon einmal gegeben), es soll einen Ansprechpartner beim DOSB geben, das wird wahrscheinlich der Justitiar Holger Niese sein, auÃŸerdem eine gemeinsame Beratungsstelle (mit dem DOH/auch dieses Projekt wurde vor Jahren schon einmal besprochen). In Berlin suchten beide Seiten den Dialog, ohne sich zu verleugnen. Die Opferrente ist dabei eine zentrale Forderungen der ehemaligen Athleten. Vesper sagt: â€žWir haben verabredet, dass wir uns sehr bald nach der Bundestagswahl wieder zusammensetzen. Weil eine der Fragen, die wir heute diskutiert haben, die Frage der Rentenzahlungen fÃ¼r schwer geschÃ¤digte Dopingopfer, diese Frage ist nicht von uns zu lÃ¶sen, die ist allein von der Politik zu lÃ¶sen. Und da denken wir, dass wir GesprÃ¤che fÃ¼hren werden nach der Bundestagswahl, wenn die neue Regierung sich gebildet hat.&#8221;</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/07/01/der-sport-die-politik-die-dopingopfer-und-der-bundesgerichtshof/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>11</slash:comments> <enclosure
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isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=4073</guid> <description><![CDATA[Hoppala, eine neue Website taucht auf. Die der Olympiabewerbung von MÃ¼nchen und Satelliten fÃ¼r die Winterspiele 2018.Â Na ja, noch nicht ganz, aber ganz bestimmt bald wird das eine richtige Anlaufstelle fÃ¼r alle Informationshungrigen. Bestimmt finden sich dann dort auch sÃ¤mtliche FinanzplÃ¤ne, Hochrechnungen und etliche andereÂ Dokumente. Gewiss. Kurz vor dem Ende der Legislaturperiode soll Ã¼brigens im [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
class="alignnone size-full wp-image-4075" title="Screenshot muenchen2018.org" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/06/muenchen2018.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="299" height="382" align="left" />Hoppala, eine neue Website taucht auf. Die der <a
title="Website MÃ¼nchen 2018" href="http://www.muenchen2018.org/" target="_self">Olympiabewerbung von MÃ¼nchen</a> und Satelliten fÃ¼r die Winterspiele 2018.Â Na ja, noch nicht ganz, aber ganz bestimmt bald wird das eine richtige Anlaufstelle fÃ¼r alle Informationshungrigen. Bestimmt finden sich dann dort auch sÃ¤mtliche FinanzplÃ¤ne, Hochrechnungen und etliche andereÂ Dokumente. Gewiss.</p><p>Kurz vor dem Ende der Legislaturperiode soll Ã¼brigens im Bundestag noch flink ein Antrag zur UnterstÃ¼tzung der MÃ¼nchner Olympiabewerbung durchgebracht werden. Die <a
title="BT Drucksache 16/13481" href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/134/1613481.pdf" target="_blank">Drucksache 16/13481</a>, eingebracht von den Fraktionen SPD, CDU/CSU und FDP, wird am Mittwoch vom Sportausschuss abgesegnet und gelangt einen Tag spÃ¤ter ins Parlament. Im ersten von acht Unterpunkten des Antrages heiÃŸt es: Die Olympiabewerbung sei eine nationale Aufgabe. Im zweiten Punkt kommt es zum Kern: â€žDer Bundestag fordert die Bundesregierung auf, die Olympiabewerbung weiterhin zu fÃ¶rdern und zu unterstÃ¼tzen.&#8221;</p><p>Diese Passage wird von politischen Insidern &#8211; von mir natÃ¼rlich auch &#8211; als eine Art Freibrief fÃ¼r die UnterstÃ¼tzung der Bewerbung mit Steuermitteln interpretiert. KÃ¼rzlich gab es ja schon ein leidenschaftliches Stelldichein des <a
title="DOSB.de: Angela Merkel: Mit Leidenschaft fÃ¼r MÃ¼nchen 2018 kÃ¤mpfen" href="http://www.dosb.de/de/olympia/detail/news/bundeskanzlerin_angela_merkel_mit_leidenschaft_fuer_muenchen_2018_kaempfen/8605/cHash/6e502fd940/" target="_self">UDIOCM</a> und anderen ElitevertreternÂ bei der Kanzlerin.</p><p>Deutsche Bewerbungen &#8211; ob nun Berchtesgaden (fÃ¼r die Winterspiele 1992), Berlin (Sommer 2000) oder Leipzig (Sommer 2012) &#8211; haben indes traditionell Transparenzprobleme, um es hÃ¶flich zu formulieren. Nach allen diesen Bewerbungen rÃ¼gten RechnungshÃ¶fe und Untersuchungskommissionen den katastrophalen, unsachgemÃ¤ÃŸen Umgang mit Steuermitteln und die Verschwendung Ã¶ffentlicher Mittel. Zuletzt hatte der Bundestag im Dezember 2003 Leipzigs Olympiabewerbung unterstÃ¼tzt, in der Finanzfrage jedoch durchaus zurÃ¼ckhaltender als im Antrag zu MÃ¼nchen.</p><p>Noch immer haben die MÃ¼nchner Bewerber kein <a
title="Was das BMI zur Finanzierung der Olympiabewerbung sagt" href="http://jensweinreich.de/?p=2889" target="_self">belastbares Finanzierungskonzept</a> vorgelegt, weder die Bewerbungsgesellschaft, noch die Stabsstelle MÃ¼nchen 2018 in der bayerischen Landeshauptstadt oder die entsprechenden Gremien der Landesregierung und des Bundesinnenministeriums. Im Antrag der Parlamentarier heiÃŸt es nun: â€žDer Deutsche Bundestag geht davon aus, dass das IOC sich seiner Verantwortung stellen und daher einen erheblichen Finanzbeitrag zur DurchfÃ¼hrung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 leisten wird.&#8221; Dies lasse â€žeine staatliche FÃ¶rderung verantwortbar erscheinen&#8221;.</p><p>Viel mehr als das Versprechen, dass die Bewerbungsphase bis zur IOC-Entscheidung im Juli 2011 in Durban mit 30 Millionen aus der Privatwirtschaft finanziert werden soll, gibt es bisher nicht. Die Zahlen werden nicht offen gelegt.</p><p>Vor knapp zwei WochenÂ hat die Bewerber GmbH mit der <a
title="Pressemitteilung zur BMW Group" href="http://www.muenchen2018.org/PM_BMW_Group_PK_Olympia_Engagement_160609.pdf" target="_blank">BMW Group</a> den ersten von erhofften zehn nationalen FÃ¶rderern prÃ¤sentiert, der angeblich drei bis fÃ¼nf Millionen Euro zahlen will. BMW-Chef Norbert Reithofer erklÃ¤rte dabei: â€žAb sofort befinden wir uns im sportlichen Wettkampf um die Olympischen Winterspiele 2018.&#8221; PrÃ¤zise betrachtet ist dies ein Bruch der IOC-Regeln. WÃ¼rde das IOC seine Regeln ernst nehmen, mÃ¼ssten MÃ¼nchen und sein Sponsor von der Ethik-Kommission verwarnt werden. Denn noch immer handelt es sich bei MÃ¼nchen lediglich um einen Olympia-Interessenten. International fokussiert sich gerade alles auf die Entscheidung Ã¼ber die Sommerspiele 2016, die am 2. Oktober fÃ¤llt. Erst danach, nach Abgabe der offiziellen Bewerbung durch den DOSB in Lausanne, ist MÃ¼nchen mit seinen Satelliten eine â€žApplicant City&#8221;. Kandidatenstadt, Candidate City, wird man erst 2010.Â </p><p>Dass MÃ¼nchen, anders als zuletzt Leipzig, in die Finalrunde gelangt, scheint sicher. Denn das Interesse an Olympischen Spielen ist fÃ¼r das Jahr 2018 <a
title="Samsung &amp; Co: &quot;natural partners&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=3886" target="_self">historisch gering</a>: Bisher wollen nur MÃ¼nchen, die zuletzt zweimal knapp unterlegene Region Pyeongchang in SÃ¼dkorea und Annecy in Frankreich die Spiele.</p><p>Mehrheitsgesellschafter der GmbH ist der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB). Dessen Generaldirektor Michael Vesper hatte kÃ¼rzlich erklÃ¤rt: â€žBislang sind noch keine Steuergelder in diese Bewerbung geflossen. Es ist nach wie vor der Wille und die Absicht aller Gesellschafter, dass diese Bewerbung, wie das MÃ¼nchen ja versprochen hat, aus privaten Mitteln finanziert wird.&#8221;</p><p>Die Bewerbung wird aber bereits direkt und indirekt von der Ã¶ffentlichen Hand subventioniert. Ein Beispiel und ein regelrechter Klassiker in dieser Branche &#8211; wie auch am Beispiel Leipzig 2012 zu besichtigen war &#8211; ist die Finanzierung durch die Flughafen MÃ¼nchen GmbH (FMG): Die FMG gehÃ¶rt zu 51 Prozent dem Freistaat Bayern, zu 26 Prozent der Bundesrepublik Deutschland und zu 23 Prozent der Landeshauptstadt MÃ¼nchen. Sie erbringt derzeit halbjÃ¤hrlich 500.000 EuroÂ fÃ¼r die Bewerber GmbH. Bis 2011 werden es drei Millionen sein, wie eine schriftliche <a
title="Schriftliche Anfrage von Christian Magerl, Landtag Bayern, MÃ¤rz 2009" href="http://www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP16/Drucksachen/Schriftliche%20Anfragen/16_0001124.pdf" target="_blank">Anfrage</a> von Christian Magerl (BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen)Â im bayerischen Landtag ergab:Â </p><blockquote><p><strong>Ich frage die Staatsregierung:</strong></p><p>1. Plant die FMG, das Olympiasponsoring in diesem und den nÃ¤chsten Jahren fortzusetzen?</p><p>2. Wenn ja, in welcher HÃ¶he pro Jahr?</p><p>3. Geht diese Summe zulasten des Regionalsponsorings, wenn ja, in welcher GrÃ¶ÃŸenordnung?</p><p><strong>Antwort </strong><strong>des Staatsministeriums der Finanzen </strong>vom 07.04.2009</p><p>Die Schriftliche Anfrage des Herrn Abgeordneten Dr. Christian Magerl vom 18.03.2009 betreffendÂ â€žUnterstÃ¼tzung der Olympiabewerbung der Stadt MÃ¼nchen durch die Flughafen MÃ¼nchen GmbH&#8221; beantworte ich auf der Grundlage einer Stellungnahme der Flughafen MÃ¼nchen GmbH (FMG) wie folgt:</p><p>Zu 1.: Die vertraglichen Vereinbarungen mit der Olympiabewerbungsgesellschaft sehen eine FÃ¶rderung bis zum ersten Halbjahr 2010 &#8211; fÃ¼r den Fall, dass die Stadt MÃ¼nchen vom Internationalen Olympischen Komitee in die â€žCandidate Phase&#8221; Ã¼bernommen wird &#8211; bis zum ersten Halbjahr 2011 vor.</p><p>Zu 2.: Die GesamtfÃ¶rderung der Olympiabewerbungsgesellschaft durch die Flughafen MÃ¼nchen GmbH sieht bei einer Fortdauer der Bewerbung bis in die â€žCandidate Phase&#8221; sechs Halbjahresraten zu jeweils 500.000 EUR vor.</p><p>Zu 3.: Der Etat fÃ¼r das Regionalsponsoring bleibt von der finanziellen UnterstÃ¼tzung derÂ Olympiabewerbung der Landeshauptstadt MÃ¼nchen unbeeinflusst.</p></blockquote><p>Von derlei finanziellen und sportpolitischen Details ist der parlamentarische Antrag von SPD, CDU/CSU und FDP im Bundestag nicht geprÃ¤gt. In dem Antrag wird etwa das Umweltkonzept der Bewerbung ausdrÃ¼cklich gelobt. Dabei hatte der Bund Naturschutz vergangene Woche seine Mitarbeit an der Bewerbung aufgekÃ¼ndigt und DieterÂ Janecek, Landesvorsitzender der GrÃ¼nen in Bayern, der SÃ¼ddeutschen Zeitung gesagt, das Bewerberkonzept sei <a
title="Focus: Oberammergau darf auf Olympische Spiele hoffen" href="http://www.focus.de/sport/olympia-2008/aktuell/news/olympia-sportpolitik-oberammergau-darf-auf-olympische-spiele-hoffen_aid_411370.html" target="_blank">Ã¶kologisch gescheitert</a>. Die GrÃ¼nen hatten schon Ende MÃ¤rz in der <a
title="GrÃ¼nen Antrag vom 31. MÃ¤rz 2009" href="http://www.gruenemuenchen.de/fileadmin/stadtverband/Archiv/BeschluesseStadtversammlungen/Olympia_Antrag_Stadtversammlung_31_03_09_FINAL.pdf" target="_blank">Stadtversammlung</a> verlangt:</p><blockquote><p>Zudem fordern wir eine baldige Offenlegung der Finanzstrukturen.</p><ul><li>Wir haben als Steuerzahler Anspruch zu erfahren, wie Risiken und Ertrag zwischen Bund, Land, beteiligten Gemeinden und IOC aufgeteilt sind.</li><li>Wer haftet im Falle einer BudgetÃ¼berschreitung?</li><li>Welcher nachhaltige Ã¶konomische Mehrwert ist jeweils auf die bezogene Region zu erwarten?</li></ul><p>Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die BegeisterungsfÃ¤higkeit fÃ¼r GroÃŸsportereignisse im Anschluss an die DurchfÃ¼hrung schlagartig abnimmt, wenn die Ausrichter auf einem riesigen Schuldenberg sitzen geblieben sind und die nÃ¤chsten Jahrzehnte von den Zinslasten erdrÃ¼ckt werden (siehe Oberstdorf). Deshalb benÃ¶tigen wir gerade Ã¼ber die Ã¶konomischen Kriterien hÃ¶chste Transparenz und demokratische Kontrolle und zwar Ã¼ber den gesamten Prozess der Bewerbung und DurchfÃ¼hrung hinweg.</p></blockquote><p>Doch die <span
style="text-decoration: line-through;">Fans</span> Bundestagsabgeordneten um den Olympia-Aufsichtsrat <a
title="Wie Mann (CSU) sich um einen Platz im Olympia-Aufsichtsrat bewirbt" href="http://jensweinreich.de/?p=2884" target="_self">Stephan</a> <a
title="Wie Mann (CSU) Olympia-Aufsichtsrat wird" href="http://jensweinreich.de/?p=2880" target="_self">Mayer</a>,Â die eigentlich Kontrollfunktionen wahrnehmen sollten, verschreiben sich der Terminologie von SportfunktionÃ¤ren.</p><p><span
id="more-4073"></span>Ganz allgemein zur Wirksamkeit von Abgeordneten ist dieser Leitartikel <a
title="SZ vom 29. Juni 2009: Helden und Deppen" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/75/476586/text/" target="_blank">&#8220;Helden und Deppen&#8221;</a> von Heribert Prantl aus der SZ zu empfehlen:</p><blockquote><p>Zu konstatieren ist also ein merkwÃ¼rdiger, demokratiewidriger Striptease der Legislative, der jetzt, in der Finanz- und Wirtschaftskrise, seinen HÃ¶hepunkt findet: Der Kaiser der Demokratie, der Bundestag, ist nackt. Er sagt nichts, er will nichts sagen, er hat nichts zu sagen.</p></blockquote><p>Olympische Spiele wÃ¼rden â€žwirtschaftliche Aufbruchsstimmung&#8221; erzeugen, heiÃŸt es, und fÃ¼r eine â€žBelebung des Tourismus und des Arbeitsmarktes&#8221; sorgen &#8211; allesamt hÃ¶chst umstrittene Behauptungen. â€žDie wirtschaftlichen Wirkungen&#8221; wÃ¼rden â€ždurch einen erheblichen finanziellen Beitrag des Internationalen Olympischen Komitees aus seinen Vermarktungseinnahmen unterstÃ¼tzt&#8221;.</p><p><a
title="Finanzierung Olympischer Spiele: &quot;Wir sind ein privilegiertes VÃ¶lkchen&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=3771" target="_self">DasÂ IOC Ã¼berweist den Winter-Gastgebern <span
style="text-decoration: line-through;">nur</span> rund eine halbe Milliarde Dollar</a>Â aus den TV-VertrÃ¤gen &#8211; so war es bisher, <strong>an dieser Stelle muss ich zu meiner Schande einen kleinen Fehler eingestehen, denn wie ich dem <a
title="VANOC OCOG Budget" href="http://www.vancouver2010.com/dl/00/40/13/-/40132/prop=data/1i80lc0/40132.pdf" target="_blank">Budget</a> des Organisationskomitees von Vancouver entnehme, geht inzwischen auch ein Teil aus dem IOC-Sponsorenprogramm an das Organisationskomitee.</strong> Das ist mir neu, das gab meine olympische Lehre bislang nicht her. Doch an der grundsÃ¤tzlichen Kalkulation Ã¤ndernÂ das nicht viel.</p><p><img
class="aligncenter size-full wp-image-4077" title="VANOC budget: OCOG-budget" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/06/vanoc-ocog-budget.jpg" alt="" width="500" height="241" /></p><p>Am Beispiel Vancouver 2010 bedeutet das: Der IOC-Anteil am ausgewiesenen Organisationsetat betrÃ¤gt nach Abzug der TV-Produktionskosten rund 37Â Prozent. Der Infrastrukturetat fÃ¼r Olympische Spiele, der so genannte Non-Ocog-Etat, betrÃ¤gt aber meist ein Vielfaches des Organisationsetats. Weshalb der IOC-Anteil, insgesamt betrachtet, durchaus in den tiefen zweistelligen oder gar in denÂ einstelligen Prozentbereich sinken kann.</p><p>Wie etwa in Athen, Peking, London, Sotschi etc. pp.</p><p><em><span
style="font-size: xx-small;">(KÃ¼zere und frÃ¼here Varianten dieses Beitrages wurden im <a
title="DLF: Nationale Aufgabe?" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/990216/" target="_blank">Deutschlandfunk</a>, in der <a
title="BLZ: Politiker im Olympiarausch" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0630/sport/0022/index.html" target="_blank">Berliner Zeitung</a> <em><span
style="font-size: xx-small;"><em><span
style="font-size: xx-small;">und in derÂ <a
title="SZ: RÃ¼ckhaltlos fÃ¼r Olympia" href="http://www.sueddeutsche.de/z5s38Z/2948313/Rueckhaltlos-fuer-Olympia.html" target="_blank">SÃ¼ddeutschen Zeitung</a> verÃ¶ffentlicht.)</span></em></span></em></span></em><em></em></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/06/30/bundestag-zu-munchen-2018-demokratiewidriger-striptease/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>11</slash:comments> </item> <item><title>&#8220;Historische Hypotheken des deutschen Sports&#8221;</title><link>http://www.jensweinreich.de/2009/06/29/historische-hypotheken-des-deutschen-sports/</link> <comments>http://www.jensweinreich.de/2009/06/29/historische-hypotheken-des-deutschen-sports/#comments</comments> <pubDate>Mon, 29 Jun 2009 10:00:55 +0000</pubDate> <dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator> <category><![CDATA[ddr]]></category> <category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category> <category><![CDATA[doh]]></category> <category><![CDATA[dokumentation]]></category> <category><![CDATA[doping]]></category> <category><![CDATA[dopingopfer]]></category> <category><![CDATA[dopingtrainer]]></category> <category><![CDATA[dosb]]></category> <category><![CDATA[vergangenheitsbewÃ¤ltigung]]></category> <category><![CDATA[andreas krieger]]></category> <category><![CDATA[bÃ¼ndnis 90/die grÃ¼nen]]></category> <category><![CDATA[bernd richter]]></category> <category><![CDATA[christian klaue]]></category> <category><![CDATA[ines geipel]]></category> <category><![CDATA[michael vesper]]></category> <category><![CDATA[sportinformationsdienst]]></category> <category><![CDATA[steiner-kommission]]></category> <category><![CDATA[thomas bach]]></category> <category><![CDATA[uwe trÃ¶mer]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=4057</guid> <description><![CDATA[Die aktuelle Pressemitteilung einiger DDR-Dopingopfer vor dem GesprÃ¤ch mit DOSB-PrÃ¤sident Thomas Bach am morgigen Dienstag in Berlin: DDR-Dopingopfer fordern: DOSB muss die historischen Hypotheken des deutschen Sports endlich annehmen und dabei zu verbindlichen Vereinbarungen kommen Eine Gruppe von anerkannten DDR-Dopingopfern (Andreas Krieger, Uwe TrÃ¶mer, Bernd Richter, Ines Geipel) wird am Dienstag, den 30. Juni 2009, [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Die aktuelle Pressemitteilung einiger DDR-Dopingopfer vor dem GesprÃ¤ch mit DOSB-PrÃ¤sident Thomas Bach am morgigen Dienstag in Berlin:</p><blockquote><p><strong>DDR-Dopingopfer fordern: DOSB muss die historischen Hypotheken des deutschen Sports endlich annehmen und dabei zu verbindlichen Vereinbarungen kommen</strong></p><p>Eine Gruppe von anerkannten DDR-Dopingopfern (Andreas Krieger, Uwe TrÃ¶mer, Bernd Richter, Ines Geipel) wird am Dienstag, den 30. Juni 2009, in einem GesprÃ¤ch in Berlin mit dem PrÃ¤sidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Dr. Thomas Bach, die aus ihrer Sicht dringendsten Themen zum Umgang mit der Dopinghistorie des deutschen Spitzensports besprechen und dabei auf verbindliche LÃ¶sungen drÃ¤ngen.Â </p><p>Die Anfang April diesen Jahres erfolgten <a
title="Die Propagandamaschine brummt" href="http://jensweinreich.de/?p=3473" target="_self">Pauschalentschuldungen</a> fÃ¼r fÃ¼nf dopingbelastete Bundestrainer des Deutschen Leichathletikverbandes (DLV) waren auf den <a
title="DDR-Dopingopfer zur &quot;Entschuldungspauschale fÃ¼r Sportkriminelle&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=3454" target="_self">massiven</a> <a
title="Antje und Henner Misersky: &quot;Erst die Medaillen, dann die Moral!&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=3468" target="_self">Protest</a> der <a
title="ErklÃ¤rung von DDR-Dopingopfern: &quot;Kein fauler Frieden in der Doping-Aufarbeitung&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=3152" target="_self">GeschÃ¤digten</a> getroffen. Ihre BegrÃ¼ndung lautet:</p><p>â€žDiese Art anonymisierter Aufarbeitung nivelliert nicht nur die historischen Tatsachen, sie wird auch dem erlittenen Unrecht im DDR-Sport in keiner Weise gerecht&#8221;.</p><p>Nach Auffassung der Doping-GeschÃ¤digten ist im Vorfeld der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin â€žeine politisch durchsichtige, aber umso <a
title="Notizen vom Sportausschuss (11): &quot;eine besondere Art Mensch&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=4006" target="_self">aggressivere Diskreditierung der Opfer</a> von Seiten der <a
title="Wolfgang SchÃ¤uble oder: vom Umgang mit der Wahrheit und mit Dopingrekorden" href="http://jensweinreich.de/?p=3420" target="_self">Politik</a> und des Sports im Gange.&#8221;</p><p><strong>Sie weisen diese Verleumdungen entschieden zurÃ¼ck und verlangen, dass der Regression in der Aufarbeitung deutlich Einhalt geboten wird.</strong></p><p><span
id="more-4057"></span>In der Frage der dopingbelasteten Trainer halten die ehemaligen Athleten ihren Protest aufrecht und verweisen darauf, dass eine WeiterbeschÃ¤ftigung dieser Trainer nur in Betracht kommen kann, wenn sie ihren AufklÃ¤rungspflichten nachkommen und endlich konkrete Aussagen zum Tatgeschehen treffen, die der Ãœberwindung der vorsÃ¤tzlichen SchÃ¤digungen der Sportlerinnen und Sportler dienen.</p><p>Zugleich erinnern sie daran, dass die VerjÃ¤hrungsfrist bei zivilrechtlichen SchadensersatzansprÃ¼chen wegen KÃ¶rperverletzung nach Â§199 Abs. 2 BGB grundsÃ¤tzlich 30 Jahre dauert, gerechnet ab Begehung der Tat.Â </p><p>In das GesprÃ¤ch mit DOSB-PrÃ¤sident Bach gehen die frÃ¼heren Athleten mit der Forderung nach einem gemeinsamen Treffen mit Bundesinnenminister Wolfgang SchÃ¤uble, mit dem DLV-PrÃ¤sidenten Clemens Prokop sowie mit einem unabhÃ¤ngigen Juristen zur KlÃ¤rung rechtlicher Fragen sowie zur Herstellung von Transparenz hinsichtlich der Arbeit der Steiner-Kommission des DOSB.</p><p>GesprÃ¤chsthema wird auÃŸerdem die <a
title="Die Verbal-Salti des Christoph Bergner" href="http://jensweinreich.de/?p=4031" target="_self">rechtswidrige Mittelvergabe der SportfÃ¶rderpolitik des Bundes</a> sein, die im Juni des Jahres auch Gegenstand einer <a
title="Petition des Dopingopferhilfevereins an den Bundestag" href="http://jensweinreich.de/?p=3635" target="_self">Petition des Dopingopferhilfevereins</a> (DOH) geworden ist. Hier ist zu klÃ¤ren, ob eine Strafverfolgung der dafÃ¼r Verantwortlichen wegen Untreue gemÃ¤ÃŸ Â§66 StGB in Betracht kommt. In jedem Fall sei es politisch angreifbar, dass BMI-StaatssekretÃ¤r Bergner erst kÃ¼rzlich widersprÃ¼chliche Ã„uÃŸerungen hinsichtlich der MittelrÃ¼ckgabepolitik gemacht hat.</p><p>Der DOSB hatte in seinem â€žZehn-Punkte-Aktionsplan gegen Doping&#8221; im Dezember 2006 angekÃ¼ndigt, DDR-Dopingopfer zu bitten, an der DopingprÃ¤vention mitzuwirken, denn niemand kÃ¶nne â€žglaubwÃ¼rdiger als sie Ã¼ber die schlimmen Folgen des Dopings berichten&#8221;. Da der DOSB das Angebot der Doping-GeschÃ¤digten bisher nicht angenommen hat, fordern sie nunmehr die aktive Einbeziehung bei Planung, DurchfÃ¼hrung und Evaluation von Anti-Doping-AktivitÃ¤ten des DOSB, etwa des seit einem Jahr angekÃ¼ndigten Forschungsprojektes zur Aufarbeitung der Dopinggeschichte Deutschlands. Des weiteren soll das GesprÃ¤ch ergeben, wie die MÃ¶glichkeit einer speziellen Dopingopferrente gemeinsam in Angriff zu nehmen ist und wie eine unabhÃ¤ngige Doping-PrÃ¤ventions- und Beratungsstelle in TrÃ¤gerschaft des DOH verwirklicht werden kann. Hier geht es darum, DOSB, SportverbÃ¤nde und Stiftungen zu finanzieller Beteiligung und zu mehr Kooperation zu bewegen, um das Schadensvolumen des deutschen Sports projektiv und nachhaltig aufzufangen.</p></blockquote><p>Nachtrag, 15.16 Uhr: Oh, der Herr <a
title="www.michael-vesper.de" href="http://www.michael-vesper.de/" target="_blank">Vesper</a> (DOSB-Generaldirektor/BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen) ist verÃ¤rgert Ã¼ber die Pressemitteilung. Tja, er ist es gewÃ¶hnt, die Nachrichten zu bestimmen. Christian Klaue schreibt im <strong>Sportinformationsdienst</strong> u.a.:</p><blockquote><p>Berlin (SID) Mit der VerÃ¶ffentlichung eines Forderungskatalogs haben DDR-Dopingopfer vor einem GesprÃ¤ch mit DOSB-PrÃ¤sident Thomas Bach am Dienstag in Berlin (15 Uhr) den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) verÃ¤rgert. In einer Pressemitteilung, verbreitet von der Autorin und Literatur-Professorin Ines Geipel, hatte es zuvor geheiÃŸen: &#8220;Der DOSB muss die historischen Hypotheken des deutschen Sports endlich annehmen. Wir werden auf verbindliche<br
/> LÃ¶sungen drÃ¤ngen.&#8221;</p><p>Der DOSB zeigte sich befremdet, dass vor einem internen GesprÃ¤ch via Presse ein Forderungskatalog &#8220;auf den Tisch geknallt wird&#8221;, wie Generaldirektor Michael Vesper sagte: &#8220;Das ist kein Umgang miteinander. Es lÃ¤sst befÃ¼rchten, dass hier kein ernsthaftes GesprÃ¤ch gesucht wird, sondern eine Ã¶ffentliche Show inszeniert werden soll.&#8221; (&#8230;)</p></blockquote><p>Ich betrachte Vespers Behauptung, es werde &#8220;kein ernsthaftes GesprÃ¤ch gesucht&#8221; nicht nur als Nonsens, sondern als perfide. Politische Propaganda halt.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2009/06/29/historische-hypotheken-des-deutschen-sports/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>59</slash:comments> </item> </channel> </rss>
