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	<title>jens weinreich &#187; dokumentation</title>
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	<description>don&#039;t mix politics with games</description>
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		<title>Grit Hartmann: Fragen zum &#8220;Morbus Pechstein&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 12:39:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Hommage an Grit Hartmann: Ihre hartnäckigen Recherchen und Texte haben die Diskussion über den Fall Pechstein und die Unkultur im deutschen Sport (am Beispiel Thüringen) neu befruchtet. Sie hat sich auch in beeindruckender Weise gegen die die juristischen Attacken der Olympiasiegerin gewehrt. In der Hektik dieser Tage geht nun leider etwas unter, wer der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Hommage an <strong>Grit Hartmann</strong>:</p>
<p>Ihre hartnäckigen Recherchen und Texte haben die Diskussion über den Fall Pechstein und die Unkultur im deutschen Sport (am Beispiel Thüringen) neu befruchtet. Sie hat sich auch in beeindruckender Weise gegen die die juristischen Attacken der Olympiasiegerin gewehrt.</p>
<p>In der Hektik dieser Tage geht nun leider etwas unter, wer der Urheber dieser neuen Entwicklungen war. Manches, was derzeit von aufgeregten Reportern als exklusiv verkündet wird, hat sie längst schon ruhig und bestimmt vermeldet. Man muss nur lesen wollen. (Andere Journalisten zitieren seit Wochen aus ihren Beiträgen, ohne Quellen zu nennen. Manche tun beides. Aber so ist das Geschäft.)</p>
<p>Ich weiß, dass noch einiges kommen wird. Und ich freue mich drauf.</p>
<p>Zunächst ihre jüngste Recherche, dann die älteren Texte ab April vergangenen Jahres:</p>
<blockquote><p><strong>Neue Fragen zum &#8220;Morbus Pechstein&#8221;</strong></p>
<p>Als Claudia Pechstein nach ihrer Dopingsperre aufs Eis zurückkehrte, rechnete einer ihrer eifrigsten Fürsprecher noch einmal ab mit den „Antidoping-Jägern“. Der Siegener Krankenhausarzt Winfried Gassmann schimpfte über die „Ungerechtigkeit“, die Pechstein durch den Weltsportgerichtshof CAS und ihre Kritiker widerfahren sei. „Ich bin froh, wenn ich mit dieser Szene nichts mehr zu tun habe.“</p>
<p>Das war vor einem Jahr. Längst hat es sich Gassmann, der wie andere Experten aus der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) beim Schweizer Bundesgericht ein Gutachten für Pechstein vorlegte, anders überlegt. Vor kurzem flatterte dem Bundestags-Sportausschuss wieder mal ein Brief von ihm auf den Tisch. Die aktuellen, nach wie vor schwankenden Blutwerte bei Pechstein, belehrte Gassmann die Abgeordneten, hätten „bewiesen, dass die zentrale Aussage des Richterspruchs biologisch falsch ist“. Der CAS erklärte bekanntlich die Ausschläge bei den jungen roten Blutkörperchen, den Retikulozyten, mit Doping – die Hämatologen mit einer vererbten Anomalie.</p>
<p>Spannend dürfte nun werden, was die professoralen Parteigänger der Kufenläuferin zu Erfurt vortragen, zu Pechsteins Blutbestrahlung mit ultraviolettem Licht. „Für die Wissenschaft waren die Hämatologen-Auftritte blamabel“, sagt schon jetzt der Nürnberger Pharmakologe Fritz Sörgel, einer der Wenigen, der an der Anomalie-These zweifelte. Die DGHO sei wohl „der Prominenz Pechsteins und ihrem PR-Tross“ erlegen – statt „objektiv zu arbeiten und intensiv zu recherchieren“.</p>
<p>Sörgel wagt sich nicht nur eingedenk der Hinterlassenschaft der DDR-Doktoren so weit vor: Schon die setzten die Blutpraxis in mehrwöchigen Kuren zu Dopingzwecken ein. Österreichs Skandaltrainer Walter Mayer schätzte sie ebenfalls – 2002 in Salt Lake City flogen seine Athleten damit auf. Bei den Winterspielen in Turin stießen Carabinieri im Teamquartier dann auch auf UV-Lampen.</p>
<p>Zum Mysterium der UV-Lampen hat Sörgel einige der raren Arbeiten ausgegraben.</p>
<ul>
<li><strong>1964 etwa legte ein Ärzteteam der Universität Göttingen Patienten mit diversen Hautkrankheiten unters UV-Licht. Resultat: Die Retikulozyten-Zahl fällt erst, zwischen dem 13. und 15. Tag aber kommt es zur „überschießenden Regeneration“, zu einem Plus von 36 Prozent. Hämatokrit und Hämoglobin, der rote Blutfarbstoff und wichtigste Sauerstofftransporter, bleiben unverändert.</strong></li>
<li><strong>1976 experimentierten polnische Forscher an Ratten und Hasen. Die UV-Bestrahlung „steigerte die Blutbildung im Knochenmark“. Weil eine stärkere Dosis abgefeuert wurde, stiegen die Reti-Werte um mehr als 200 Prozent, aber auch der Hämatokrit.</strong></li>
<li><strong>Die dritte Arbeit schließlich, publiziert 1986 von der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften, hält ebenfalls Interessantes fest: UV-Licht schädigt die Membranen der roten Blutkörperchen.</strong></li>
</ul>
<p>Anomalie der Membranen, verrückt spielende Retis – auf den ersten Blick verblüffende Parallelen zu Pechsteins Blutbild.</p>
<p>Allerdings: UV-Lampen wirken anders als Eigenblutmanipulation, wie der Arzt und Epo-Forscher Stefan Franz ergänzt: „Bei UV-Bestrahlung des Körpers kommt es durch eine Aktivierung verschiedener Mechanismen offensichtlich zur Freisetzung von Hormonen. Die wiederum aktivieren das Knochenmark.“</p>
<p>Bei der in Erfurt angewandten Prozedur hält Franz dies – auch er ein profunder Kritiker der DGHO-Gutachter – für unwahrscheinlich: „Obwohl Ausschließen in der Wissenschaft immer schwierig ist.“ Die Veränderung der Membranen sei „im Kontext jedoch ein interessanter Aspekt“.</p>
<p>Und wie wirkt direkte Blutbestrahlung?</p>
<p>Dazu kursieren viele von der Schulmedizin skeptisch beäugte Thesen. Einer ihrer bekannteren Vertreter ist Gerhard Frick. Er führt eine Naturheilkunde-Praxis und sitzt im Vorstand einer „Internationalen Ärztlichen Arbeitsgemeinschaft“, die der UV-Blutmethode Wunder zuschreibt. Heilkräfte soll sie bei Magen-Darm-Leiden, bei Lungen-, Nieren- und Herzkrankheiten entfalten sowie generell bei Altersbeschwerden. Zu DDR-Zeiten war Frick, damals Leiter der Transfusionsmedizin an der Universität Greifswald, noch bescheidener. In einem Artikel für die „Zeitschrift für Ärztliche Fortbildung“ sah er 1986 vor allem eine medizinische Indikation, nämlich das Kurieren arterieller Verschlusserkrankungen.</p>
<p>Das wichtigste Plus der UV-Strahlen: „Steigerung der Fließbarkeit und somit erhöhte Mikrozirkulation des Blutes“. Sogar der Physiker Manfred von Ardenne, einer der Entwickler von Stalins Atombombe und in der DDR hoch geehrter Erfinder, interessierte sich dafür. Ardenne fand angeblich „verbesserte Sauerstoffausnutzung im Gewebe“. Davon würden auch Athleten profitieren. DDR-Kliniken zögerten jedoch mit Einführung der UVB. Frick: „Weil die Wirkungen molekularbiologisch noch nicht ganz aufgeklärt sind.“</p>
<p>Kann die UV-Blutpraxis eine Erklärung für Werte wie die von Claudia Pechstein liefern? Das ist nun eine von vielen Fragen. Zumal:</p>
<p><strong>Die DGHO-Gemeinde um Gassmann lavierte in der Causa schon hart an der Grenze der Glaubwürdigkeit.</strong></p>
<p>Anfang 2010 attestierte sie zunächst eine Kugelzellanomalie, eine Sphärozytose. Die „neue Methode“, mit der diese angeblich sicher detektiert war, erwies sich indes als ungeeignet für Pechsteins Werte – das stellte sich Ende 2010 heraus, als sie publiziert wurde. Der Münchner Professor Stefan Eber entdeckte dann eine andere Anomalie, eine Xerozytose.</p>
<p>Schließlich einigte man sich auf eine Art Morbus Pechstein, eine „bisher unbekannte Mischform“ beider Zytosen.</p>
<p><strong>Nach dem Gen, auf dem beide gemeinsam lokalisiert sein sollen, wird noch gefahndet.</strong></p>
<p><em>(Erstveröffentlichung 1m 1. Februar 2012 in der Berliner Zeitung und in der Frankfurter Rundschau)</em></p></blockquote>
<p>Die Vorgeschichte:</p>
<p><span id="more-11632"></span>16. April 2011:</p>
<blockquote><p><strong>Dopingermittlungen gegen Erfurter Mediziner</strong></p>
<p>In Thüringen geht die Staatsanwaltschaft einem Dopingverdacht nach. Das Ermittlungsverfahren richtet sich gegen einen Mediziner, der dem Olympiastützpunkt eng verbunden ist und auch Eisschnellläufer betreut.</p>
<p>Es war ein durchaus auffälliger Vorgang, der sich letzen Montag in Erfurt ereignete: Im Olympiastützpunkt am Steigerwald, nur wenige Gehminuten vom Thüringer Landtag entfernt, marschierte ein halbes Dutzend Herren ein. Beobachtern der Szenerie entging nicht, dass es sich um eine Ermittlertruppe der Staatsanwaltschaft handelte. Durchsucht wurde ebenfalls, und auch das sprach sich schnell herum, eine Arztpraxis. Ihr Inhaber gilt im Erfurter Spitzensport als Koryphäe. Der Mediziner ist dem Olympiastützpunkt vertraglich verbunden; er betreut Kaderathleten aus Radsport, Leichtathletik und Eisschnelllauf.</p>
<p>Die Aktion warf eine spannende Frage auf: Geht die Staatsanwaltschaft dem Verdacht nach, dass in Erfurt Spitzensportler gedopt wurden? Auf Deutschlandfunk-Anfrage bestätigt OSP-Leiter Bernd Neudert &#8220;Durchsuchungen in einem Teil der Räume&#8221;. Auch habe sich der anwesende Staatsanwalt für &#8220;kooperative Zusammenarbeit und Unterstützung&#8221; bedankt. Mehr will Neudert vorerst nicht sagen; fügt aber hinzu, er werde gern Auskunft geben, &#8220;sobald das Verfahren einer rechtsstaatlichen Klärung zugeführt&#8221; sei.</p>
<p>Weniger zurückhaltend ist die Staatsanwaltschaft. Sprecher Hannes Grünseisen teilt mit, ermittelt werde gegen &#8220;einen Mediziner aus Erfurt&#8221;, und zwar wegen &#8220;unerlaubter Anwendung von Arzneimitteln zu Dopingzwecken bei Anderen&#8221;. Er bestätigt auch eine Durchsuchungsaktion, nennt aber nicht die Objekte. Die Staatsanwaltschaft habe Beweismittel sichergestellt.</p>
<p>Der nach Deutschlandfunk-Informationen betroffene Mediziner, Facharzt für Allgemein- und Sportmedizin, ließ eine detaillierte Anfrage unbeantwortet. Für ihn gilt, selbstverständlich, die Unschuldsvermutung. Im Angebotskatalog seiner Praxis findet sich das Übliche für Spitzensportler: Laktatmessungen oder Leistungsdiagnostik. In einer Rubrik namens &#8220;individuelle Gesundheitsleistungen&#8221; gibt es indes eine Offerte, deren Anwendung jedenfalls bei Athleten verboten wäre, nämlich: &#8220;UV-Bestrahlungen des Blutes&#8221;.</p>
<p>Dafür wird Patienten Blut entnommen, in der Regel eine kleine Menge, mit ultraviolettem Licht bestrahlt und dann zurück injiziert. Die Eigenblut-Therapie muss mehrfach wiederholt werden, soll sie eine Wirkung haben. Ob sie überhaupt eine hat, ist wissenschaftlich so umstritten, dass Kritiker von Scharlatanerie sprechen. Angeblich soll UV-Bestrahlung des Blutes aber gegen allerlei Beschwerden helfen: Infektionen, Stoffwechselstörungen, gegen das Altern und sogar gegen Krebs. Und sie soll &#8211; das macht die vermeintliche Wundermethode für Spitzensportler interessant &#8211; die Sauerstoffaufnahmefähigkeit des Gewebes erhöhen. Nachgewiesen ist indes auch das nicht. Berthold Mertes, Sprecher der Nationalen Antidoping-Agentur Nada, sagt dennoch:</p>
<p>&#8220;Die Nada und genauso die Antidopinglabore und die AG der Nada haben die intravenöse Rückfuhr von Eigenblut stets unter die verbotene Methode &#8216;Erhöhung des Sauerstofftransfers&#8217; gefasst, und insofern würde es sich um einen Verstoß gegen die Antidoping-Bestimmungen gehandelt haben.&#8221;</p>
<p>Allerdings: Der Wada-Code ließ lange einen interpretationsfähigen Spielraum. Ärzte konnten Athletenblut reinfundieren, allerdings nicht mehr als 50 Milliliter und nur bei klarer medizinischer Indikation. Erst seit Anfang des Jahres sind jegliche Entnahme, Manipulation und Reinfusion von Vollblut explizit untersagt. Sollten sich also Athleten in Erfurt einer solchen Behandlung unterzogen haben, und auch die Frage danach ließ der Mediziner unbeantwortet, wäre das ein sportrechtlich komplizierter Fall.</p>
<p>Die Erfurter Staatsanwaltschaft gibt noch eine interessante Information preis: Das Ermittlungsverfahren gegen den Sportarzt habe eine andere Staatsanwaltschaft von Amts wegen eingeleitet und Ende 2010 nach Thüringen abgegeben. Die deutschlandweit laufenden Verfahren zu Doping im Spitzensport sind überschaubar, auch in den Sportarten, die dieser Mediziner betreut. Im Radsport sind einige abgeschlossen, in der Leichtathletik ist keins bekannt. Geht es also um Eisschnelllauf? Die Erfurter Ermittler geben keine Auskunft. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft München sagt immerhin so viel: Ja, man habe &#8220;ein Verfahren nach Erfurt&#8221; abgegeben. Eines aus den Ermittlungen gegen Unbekannt &#8220;im Fall Claudia Pechstein&#8221;.</p>
<p><em>(Erstveröffentlichung im Deutschlandfunk)</em></p></blockquote>
<p>11. Januar 2012:</p>
<blockquote><p><strong>Neuer Blutdoping-Verdacht im deutschen Eisschnelllauf</strong></p>
<p>Der Deutschlandfunk hatte im April letzten Jahres exklusiv berichtet: In Erfurt durchsuchte die Staatsanwaltschaft den Olympiastützpunkt und die Praxis eines Mediziners. Sie ging und geht der Frage nach, ob der Arzt Spitzenathleten unter anderem im Eisschnelllauf gedopt hat. Nun weitet sich die Affäre aus.</p>
<p>Noch versucht der Sport, die mutmaßliche Blutdoping-Causa in Erfurt klein zu halten, denn die könnte sich zu einer Lawine entwickeln. Den ersten Stein haben die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen einen langjährigen Vertragsarzt des Olympiastützpunktes schon ins Rollen gebracht: Nach Deutschlandfunk-Informationen wurde ein Disziplinarverfahren gegen eine Eisschnellläuferin eingeleitet, die ihr Blut bei dem Mediziner behandeln ließ. Die Nationale Antidoping-Agentur bestätigt das: Es handele sich um ein laufendes Verfahren, so die knappe Antwort.</p>
<p>Gegen den Arzt ermitteln die Thüringer Staatsanwälte seit Monaten. Er steht im Verdacht, Spitzensportler gedopt zu haben, und zwar nicht nur aus Erfurt. Im Frühjahr beschlagnahmten die Fahnder Unterlagen in seiner Praxis und im Olympiastützpunkt, für den der Arzt Eisschnellläufer, Radsportler und Leichtathleten betreute. Behördensprecher Hannes Grünseisen sagte dem Deutschlandfunk, die Ermittlungen dauerten an. Wie lange noch, sei offen.</p>
<p>Das deutet auf einen komplexen Fall. Der Arzt soll eine fragwürdige Dienstleistung an Athleten praktiziert haben: UV-Bestrahlung des Blutes. Dafür wird Blut entnommen, bestrahlt und an den Sportler zurückgeführt. Angeblich verbessert das den Sauerstofftransport im Gewebe. Erst seit Anfang 2011 untersagt der Welt-Anti-Doping-Code explizit jegliche Entnahme, Manipulation und Reinfusion von Sportlerblut. Vorher war das in kleinen Mengen erlaubt, aber nur bei klarer medizinischer Indikation. Die dürfte kaum vorliegen bei einer Methode, deren Wirksamkeit wissenschaftlich nicht nachgewiesen ist.</p>
<p>Dem Dopingverfahren gegen die Eisschnellläuferin könnten weitere folgen. Denn der Mediziner hat wohl nicht nur ihr Blut bestrahlt. Für den Bund Deutscher Radfahrer sagt Generalsekretär Martin Wolf, die NADA prüfe bereits, ob es bei Radsportlern Verstöße gegen die Antidoping-Bestimmungen gab. Auch das Bundesinnenministerium bestätigt den Verdacht auf &#8211; Zitat &#8211; &#8220;rechtswidrige Behandlung&#8221; von Athleten &#8220;aus nicht nur einer Sportart&#8221;. Der Olympiastützpunkt habe den Mediziner suspendiert. Die Causa wirft viele unangenehme Fragen für den Spitzensport auf, auch diese: Wer wusste von den Behandlungen &#8211; Trainer, Funktionäre? Dem Deutschlandfunk liegen Hinweise vor, dass sie schon vor den Winterspielen 2006 in Turin praktiziert wurden.</p>
<p>Brisant ist ein weiterer Umstand:</p>
<p>Die Staatsanwaltschaft München stieß bei ihren Ermittlungen gegen Unbekannt im Fall Claudia Pechstein auf den Mediziner aus Erfurt. Kurz bevor sie ihre Bemühungen einstellte, gab sie das Verfahren gegen den Arzt nach Thüringen ab.</p>
<p>Im April, als der Deutschlandfunk erstmals über Erfurt berichtete und nachfragte, wollte Pechstein nicht sagen, ob sie bei diesem Arzt war. Sie habe niemals gedopt oder &#8220;zu unerlaubten Methoden gegriffen&#8221;. Bei der Eisschnellläuferin, gegen die nun ein Dopingverfahren läuft, handelt es sich nicht um Pechstein.</p>
<p><em>(Erstveröffentlichung im Deutschlandfunk)</em></p></blockquote>
<p>15. Januar 2012:</p>
<blockquote><p><strong>Brisante Akten in Erfurt</strong></p>
<p><em>Blutdoping-Fall bringt Nationale Antidoping-Agentur in Bedrängnis</em></p>
<p>Im deutschen Sport entfaltet sich ein neuer Dopingskandal &#8211; die Dimensionen sind bisher nur im Ansatz zu erahnen. Auslöser ist ein laufendes Ermittlungsverfahren der Erfurter Staatsanwaltschaft gegen einen Mediziner. Der Doktor war Vertragsarzt am Olympiastützpunkt Thüringen und soll Blutdoping bei Topathleten praktiziert haben.</p>
<p>Die Nationale Antidoping-Agentur NADA hält sich erkennbar bedeckt. Nur wenig gibt sie preis zur Frage, wie sie sportrechtlich umgeht mit der Strafsache gegen den langjährigen Arzt am Olympiastützpunkt Erfurt. Der erste Satz: Die NADA sei &#8220;frühzeitig über das grundsätzliche Vorgehen der Staatsanwaltschaft informiert&#8221; gewesen und habe zudem &#8220;eigene Ermittlungen angestellt&#8221;. Der zweite: Ein Disziplinar-, sprich: Dopingverfahren laufe bereits. Dritter und letzter Satz: &#8220;In anderen Fällen prüfen wir dies.&#8221;</p>
<p>Dass die NADA sonderlich energisch prüft, darf bezweifelt werden. Denn die Agentur ist nicht bloß &#8220;über das grundsätzliche Vorgehen&#8221; der Thüringer Ermittler informiert. Hannes Grünseisen, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Erfurt, sagt, sie habe sogar &#8220;vollumfänglich Akteneinsicht&#8221; in das Verfahren gegen den Mediziner. Und was in den Akten steckt, das ist nach Deutschlandfunk-Informationen mindestens in einem zweiten Fall ein glasklarer Dopingverstoß. Er ist so unmissverständlich, dass sich die Frage aufdrängt: Was genau prüft die NADA eigentlich? Doch der Reihe nach:</p>
<p>Das Verfahren gegen den Arzt wurde von der Doping-Schwerpunktstaatsanwaltschaft München I eingeleitet und Ende 2010 nach Erfurt abgegeben. Sie stieß bei den Ermittlungen gegen Unbekannt im Fall Claudia Pechstein auf die Umtriebe des Mediziners.</p>
<p>Die Münchner stellten ihr Verfahren im letzten Sommer ein. Da ermittelten die Erfurter Kollegen längst mit Hochdruck gegen den Arzt, der für den Olympiastützpunkt Eisschnellläufer, Radsportler und Leichtathleten betreute. Öffentlich wurde das, als die Fahnder im April 2011 mit einem Durchsuchungsbefehl in der Praxis des Arztes und im Olympiastützpunkt am Steigerwald einmarschierten. Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz, lautet der Vorwurf. Der Doktor soll an Topathleten eine Methode praktiziert haben, die nach dem Kodex der Welt-Antidoping-Agentur als Doping gilt: UV-Bestrahlung des Blutes. Dafür wird Blut entnommen, bestrahlt und wieder injiziert. Angeblich verbessert dies den Sauerstofftransport.</p>
<p>Nach Deutschlandfunk-Informationen wurden in der Arztpraxis verräterische Computerdateien beschlagnahmt. Sie dokumentieren zum Beispiel, dass ein Topathlet schon im Jahr 2005 den Blut-Service in Anspruch nahm.</p>
<p><strong>Auch ein aufgezeichnetes Telefonat, noch von den Münchnern zu den Akten gegeben, entlarvt angeblich diesen Sportler: In dem empfiehlt er die Spezialität des Erfurter Doktors einem anderen Athleten. Der äußert Bedenken, fragt, ob das nicht Doping sei. Antwort des Tippgebers: UV-Bestrahlung sei doch nicht nachweisbar. Eindeutiger kann ein Höchstleister kaum formulieren, dass er dopt und sich dessen bewusst ist.</strong></p>
<p>Staatsanwalt Grünseisen, nach diesen Akteninhalten befragt, sagt nur, das könne seine Behörde &#8220;nicht kommentieren&#8221;. Zugleich weist er darauf hin, dass Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz nach fünf Jahren verjähren. Das heißt: Ein solcher Fall wäre für die Ermittlungen gegen den Arzt uninteressant. Der Athlet würde auch nicht als Zeuge befragt &#8211; im Gegensatz zu anderen, die ab 2006 Kunden des Mediziners waren. Grünseisen sagt, bisher seien zehn Sportler gehört worden: Eisschnellläufer, Radsportler, Leichtathleten.</p>
<p>Die NADA müsste sich für all das brennend interessieren: Sie hat von den drei betroffenen Spitzenverbänden das so genannte Ergebnismanagement übernommen, entscheidet also allein über Doping-Sanktionen. Auch der handfeste Altfall aus 2005 ist sportrechtlich nicht verjährt &#8211; Dopingverstöße sind acht Jahre lang zu ahnden. Fragen zu diesem Fall konnte die NADA bisher nicht beantworten. Ihr Sprecher Berthold Mertes sicherte zu, es werde geprüft, ob Auskunft möglich sei.</p>
<p>Dem ersten Verfahren gegen eine Eisschnellläuferin vom ESC Erfurt müssten also weitere folgen. Noch ist offen, bei wie vielen Athleten und seit wann der Mediziner die Eigenblut-Behandlung praktiziert hat. Im Herbst 2001 zum Beispiel begleitete der Arzt die Eisschnellläufer in ein Höhentrainingslager zur Vorbereitung auf die Winterspiele in Salt Lake City. Auch damals bot seine Praxis schon Blutbestrahlung an. Noch bekannter als dieser Doktor, zu dem Athleten nicht nur aus Erfurt pilgerten, ist übrigens sein einstiger Praxispartner. Bei dem handelt es sich um einen Kollegen mit ausgewiesener Doping-Expertise, um Horst Tausch. Der Medizinalrat war bis 1989 Verbandsarzt der DDR-Schwimmerinnen. Als ihr Doper bekam er 1999 zehn Monate Bewährungsstrafe.</p>
<p><em>(Erstveröffentlichung im Deutschlandfunk)</em></p></blockquote>
<p>21. Januar 2012:</p>
<blockquote><p><strong>Erfurter Dummenfang</strong></p>
<p><em>UV-Bestrahlung des Blutes wird seit langem als Dopingmethode eingesetzt</em></p>
<p>Was der Erfurter Sportmediziner Andreas Franke in dieser Woche zu den strafrechtlichen Doping-Ermittlungen gegen ihn zu sagen hatte, klang launig: Er sei „nicht darauf gekommen“, dass die UV-Bestrahlung des Blutes bei Athleten „irgendwann einmal als dopingrelevant eingestuft werden könnte“. So therapiere er Infekte, seit 20 Jahren. Der Nürnberger Pharmakologe und Dopingkenner Fritz Sörgel lacht darüber: „Das wäre Quacksalberei“, sagt der Professor über die Methode, für die keine Krankenkasse zahlt. „Wenn der Arzt tatsächlich die Kleinstmenge von 50 Milliliter Blut nimmt und angibt, das wirke bei Infekten, ist das Dummenfang.“</p>
<p>Bernd Neudert, der Leiter des Olympiastützpunktes Thüringen, für den Franke jahrelang Eisschnellläufer, Radsportler und Leichtathleten betreute, sprang dem Doktor trotzdem bei: „Ich glaube, dass er nichts wissentlich falsch gemacht hat.“ Und die Nationale Antidoping Agentur untersucht erst noch, ob Sportler, die ihr Blut manipulieren ließen, „mit Vorsatz“ handelten. Sie leitete bisher nur ein Verfahren ein – nachdem eine Erfurter Eisschnellläuferin sich selbst angezeigt hatte.</p>
<p>Warum der Sport ein vitales Interesse daran hat, die Affäre klein zu halten, liegt auf der Hand: Schon DDR-Sportmediziner praktizierten die UV-Methode systematisch und zu Dopingzwecken. Im März 1983 etwa berichtete Manfred Höppner, der Drahtzieher des ostdeutschen Staatsdopings, in Schwerin, Kreischa und bei der Sportvereinigung Dynamo „wurden in den vergangenen zwei Jahren Untersuchungen zur Ultraviolett-Bestrahlung des Blutes durchgeführt und teilweise an Aktiven erprobt“. Die Experimente mündeten in die Anordnung, „die Untersuchungen nunmehr offiziell fortzusetzen“. Höppner alias IM „Technik“ informierte die Staatssicherheit auch über den Beifall der Genossen Funktionäre: Ihnen gelte die Blutpraxis als „Wunderwaffe für die Spiele“ in Sarajevo 1984. Höppner hielt das für voreilig, merkte aber an, „in der Humanmedizin“ diene sie „zur prophylaktischen Behandlung von Infekten“ und „zur Sauerstoffanreicherung“.</p>
<p>Wunderwaffe oder nicht – die DDR, die ihre Medaillenjagd in jenen Jahren durch verfeinerte Anabolika-Nachweise bedroht sah, setzte sie ein. So zitiert der Thüringer Wintersport-Kenner Thomas Purschke in seinem Buch „Staatsplan Sieg“ (2004) die Information eines Suhler MfS-Offiziers an die Berliner Zentrale: Nach „Instruktion“ von Sportärzten seien ab 1. Mai 1983 an „ausgewählten Olympiakandidaten Eigenblut-Transfusionen in folgendem Rhythmus vorgenommen &#8230;“ worden. Langläufern und Biathleten zapfte man in Kuren bis zu einem halben Liter Blut ab und führte es nach UV-Bestrahlung zurück. Athleten bestätigten, dass sie der „Therapie“ bis zum Ende der DDR ausgesetzt waren.</p>
<p>Die Methode überlebte die DDR. Auch Walter Mayer, Skandalnudel des österreichischen Skiverbandes (ÖSV), fiel damit auf. Als nach den Spielen in Salt Lake City 2002 eine Putzfrau im Teamquartier blutverschmierte Utensilien fand, argumentierte er so bizarr wie nun der Erfurter Franke: UV-Bestrahlung sei „kein Blutdoping“, sondern Infekt-Vorsorge. Was freilich die nach den Antidoping-Regeln nötige medizinische Indikation für Blutbehandlungen verfehlte. „Verblödung in Frankensteins Küche“, spottete Österreichs Presse. Das Internationale Olympische Komitee sperrte Mayer nach diesem Geständnis und disqualifizierte zwei Langläufer nachträglich.</p>
<p>Die Frage, ob sich die Österreicher eines Exportschlagers aus der DDR bedienten, ist erlaubt. Im ÖSV heuerten viele ostdeutsche Experten an, auch zwei aus Thüringen: der dopingbelastete Biathlon-Cheftrainer Kurt Hinze und sein Oberhofer Kollege Klaus Siebert, inzwischen Trainer in Weißrussland.</p>
<p>Die Tradition also passt wenig zu den aktuellen Unschuldsbeteuerungen in der Causa Erfurt. Eher zeigt sich darin jene reflexhafte Abwehr des Systems, die noch jeden größeren Dopingskandal begleitet hat. Zumal: Franke teilte seine Praxis mit einem DDR-Fachdoper, der 1999 einen Strafbefehl bekam – mit Schwimm-Verbandsarzt Horst Tausch.</p>
<p><em>(Erstveröffentlichung in der Frankfurter Rundschau und der Berliner Zeitung)</em></p></blockquote>
<p>Aus Zeitgründen kann ich nicht verlinken &#8211; hier unten folgen aber die automatischen Links zu etlichen Beiträgen in der Causa.</p>
<p>Die letzten Entwicklungen wurden in diesem Blogbeitrag diskutiert (und dort finden sich natürlich etliche Links, gesetzt und gesammelt von Ralf, zu anderen journalistischen Beiträgen):</p>
<ul>
<li><a title="Fall Pechstein: Urteil des Bundesgerichts zum Revisionsantrag im Wortlaut" href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/10/fall-pechstein-urteil-des-bundesgerichts-zum-revisionsantrag-im-wortlaut">Fall Pechstein: Urteil des Bundesgerichts zum Revisionsantrag im Wortlaut</a></li>
</ul>
<p>Frau Merk hatte es <a title="Das Original: “Gesetz zur Bekämpfung des Dopings und der Korruption im Sport”" href="http://www.jensweinreich.de/2009/11/26/das-original-gesetz-zur-bekampfung-des-dopings-und-der-korruption-im-sport/#comment-34107">zumindest mal versucht</a>:</p>
<ul>
<li><a title="Bayerns Justizministerin Beate Merk fordert klare Regeln für fairen Sport" href="http://www.justiz.bayern.de/ministerium/presse/archiv/2012/detail/20.php">Fälle von Eigenblutdoping/Bayerns Justizministerin Beate Merk fordert klare Regeln für fairen Sport</a></li>
</ul>
<p>Für Freunde des schrägen Geschmacks:</p>
<ul>
<li>Claudia Pechstein: <a title="www.claudiapechstein.de" href="http://claudiapechstein.de/News/news.php?news_ID=45">&#8220;Werde auf die neuerliche Schlammschlacht mit einer Strafanzeige reagieren&#8221;</a></li>
</ul>
<p><strong>Und noch der Hinweis: Ich werde die Kommentare strikt moderieren und lasse mich auf wenig Diskussionen darüber ein, wie ich moderiere und ggf. lösche. Die Gründe sind tausendmal beschrieben.</strong></p>
<p>Nachtrag zu Kommentar #6 von <em>denkbär</em>:</p>
<ul>
<li>Übersicht zu den <a title="via cycling4fans.de" href="http://www.cycling4fans.de/fileadmin/user_upload/vermischtes/doping/2012/M1-M2-Vgl-2004-2012_verbotene_Methoden.pdf" target="_blank">Veränderungen im WADA-Code von 2004 bis 2012</a> (pdf/via cycling4fans.de)</li>
</ul>
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		<title>Jérôme Champagne: &#8220;Which FIFA for the twenty-first century?&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 10:38:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[english text]]></category>
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		<description><![CDATA[Ok, some observers are thinking this man is a potential FIFA president. Some may think, the following words can be read as a presidential manifesto. The name of the author? Jérôme Champagne. I have always seen him as one of the top five competent officials in the whole Olympic World. But, he has two major [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ok, some observers are thinking this man is a potential FIFA president. Some may think, the following words can be read as a presidential manifesto.</p>
<p>The name of the author?</p>
<p><a title="Beiträge zu Jerome Champagne" href="http://www.jensweinreich.de/category/jerome-champagne/">Jérôme Champagne</a>.</p>
<div id="attachment_6052" class="wp-caption aligncenter" style="width: 502px"><img class=" wp-image-6052 " title="Jérôme Champagne" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/12/jerome.jpg" alt="" width="492" height="277" /><p class="wp-caption-text">Once upon a time, in FIFA uniform: Robben Island, December 2009</p></div>
<p>I have always seen him as one of the top five competent officials in the whole Olympic World. But, he has two major problems: Champagne is not a member of FIFA&#8217;s gerontocracy. And he is too good. He became too influential and dangerous for all powerholders in FIFA: the President, the General Secretary, some Executives. That&#8217;s why he was fired two years ago.</p>
<p>After almost two years of silence (but years of influential work on different fields) he strikes back.</p>
<p>Read his programme, which he has sent out last weekend to all 208 National Federations. It may differ from another, a journalistic manifesto :) &#8211; <a title="The real road map: investigate corruption in FIFA, what should be happening?" href="http://www.jensweinreich.de/2012/01/06/the-real-road-map-investigate-corruption-in-fifa-what-should-be-happening/">The Real Road Map: investigate corruption in FIFA, what should be happening?</a> &#8211; but it comes from inside. And it is, in general, astonishing.</p>
<p>Here it is, in length.</p>
<p><strong>By Jérôme Champagne</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>WHICH FIFA FOR THE TWENTY-FIRST CENTURY?</strong></span></p>
<p>Two years ago, exactly today, I had to leave FIFA having served there during eleven years with passion, dedication, for the football associations composing it and for football which is FIFA’s raison d’être.</p>
<p>The circumstances of my departure (see here attached FIFA press release dated 15th January 2010) have no other value than anecdotal and now form part of my past.</p>
<p>In these past two years and in spite of many requests, I remained silent and have not expressed myself on FIFA, its current affairs and its situation. I limited my public comments to my football consulting activities and to what I have been privileged to implement for Palestinian football alongside local FA President, Mr. Jibril Rajoub. In 2010, I spoke on several opportunities on the meaning for Africa and the rest of the world of the first FIFA World Cup organized in Black Africa, a project I have always considered as central towards the vision of a fairer and less racist world. Similarly, I defended in some French media the reform on bi-national players and the purpose of the changes in 2003 and 2009 of the FIFA regulations on that particular topic of bi-national players unfairly blocked in their international career.</p>
<p>But on more general topics such as FIFA’s, I always refused since I wanted to give me the time to absorb what happened in my 11 years of intense daily involvement in world football, to give me the time and the distance from the daily activities and controversies of the game in order to reflect on the future.</p>
<p>For the past months, FIFA engaged itself in a reorganizing effort made necessary by the troubled times that it is facing.</p>
<p>In this context blossomed in my mind the idea of contributing to this debate. I do it with humility and modesty without any other ambition than to stimulate it, but with the experience of my FIFA years and of all the projects I was so proud to contribute to. I do it affirming that no one has THE truth.</p>
<p>However, I do it with resolve because I love the game of football too much to remain indifferent to its fate. Because I do believe that today FIFA is needed to protect and develop this sport. And because I feel more than ever that football should play its transformative role to serve a fractured, unequal and globalized world with the vision of true world governance.</p>
<p>Moreover, the world is my passion, having lived on four of its continents, visited more than 140 countries and merged fourteen years of diplomatic career with my years spent in football (seven in the magazine France Football, one in the Local Organizing Committee of the World Cup France 98 and eleven in FIFA).</p>
<p>This contribution is structured around the triptych symptoms, diagnostic, solutions. In my opinion, one should start from the analysis of the problems faced by football today in order to be able to define its central issues and only then propose possible cures.</p>
<p>Rather than a top-down approach, it is necessary to start from football and to be aware of these central issues to define what needs to be achieved and to determine what FIFA could become in the twenty-first century. FIFA being at the service of football, the analysis of football and of its challenges will define what FIFA should be and will be. And not the other around!</p>
<p>1) <strong><span style="text-decoration: underline;">THE SYMPTOMS: A SEVERE CRISIS TO BE ANALYZED WITH THE PERSPECTIVE OF FOOTBALL HISTORY  <span id="more-11559"></span></span></strong></p>
<p><strong>1.1)</strong> <strong><span style="text-decoration: underline;">The lights are red in a lot of sectors.</span></strong></p>
<p>A lot has been said on these problems with the media detailing them page after in the written media and during hours of TV shows and programs.</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">The list of plagues affecting the game is quite long</span>:</p>
<p>. Match fixing by external persons with the cooperation of football actors (administrators, players, referees),</p>
<p>. Massive indebtedness of clubs in Western Europe (cumulatively 2.5 billion Euros in Italy, 3.5 in England and 4 in Spain) and in the rest of the world (South America notably),</p>
<p>. On all the continents, difficult economic situation for a lot of football associations and clubs, which fight often endlessly to preserve their national teams, local championships and clubs’ teams,</p>
<p>. Permanent temptation of doping contained by the fear of the controls,</p>
<p>. Permeability of football on and around the field, to the evils and plagues of our societies, violence, racism and discrimination, cheating</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">A decline of the uncertainty of the sport results accelerating in the past 15 years</span> due to an increase of the economic and football-related income gap between the continents in spite of progress, between the countries within the same continent and of course between the clubs participating to the same competitions at national and continental levels</p>
<p>-        From this trend <span style="text-decoration: underline;">emerged the feeling</span> that because of the huge increase of money available in football <span style="text-decoration: underline;">the historical methods of success in football</span> (training, mid-term work, local roots, efforts, etc.) <span style="text-decoration: underline;">have been jeopardized</span> (to sign players rather than giving an opportunity to youth; to naturalize players to strengthen the national team, to “buy” the promotion to a higher division as done by Granada 74 in Spain in 2007; to launch the idea like in England in October 2011 that relegation should be abolished, etc.) <span style="text-decoration: underline;">touching the very core of sport meritocracy, weakening the long-term vision for faster short-term success.</span></p>
<p>-        These evolutions are strengthened by <span style="text-decoration: underline;">a trend towards elitism of a minority</span>, clubs and players, an idealized elitism by media selling dreams and neglecting the reality and the grave difficulties for other players and clubs on the one hand, and of an increasingly reduced oligarchy of “winners” on the other.</p>
<p>-        Moreover, <span style="text-decoration: underline;">a decline of amateur football</span> is observed in our societies: more and more kids becoming sedentary and attracted by video games, disappearance of playgrounds in cities due to urbanization and traffic occupying the streets, increased disheartening of volunteers in amateur football often disgusted by the image provided by some “stars” and their own financial problems, decrease of registered players (in 2010 for the French FA, fourth successive year with a 6% decrease for players and -15% for volunteers jeopardizing the social fabrics of 18,000 amateur clubs, in UK -10% of sport practice in 2011 for 16-19 year old).</p>
<p>-        This is nurtured by <span style="text-decoration: underline;">a loss of trust around football</span> towards its institutions and their administrators suspected and accused of mismanagement and/or corruption; towards some of the players belonging to this tiny immensely-paid minority who concentrate both the adoration of the public and the resentment for their lifestyles and the amount of money at stake.</p>
<p>-        This perception is reinforced by the widespread feeling that <span style="text-decoration: underline;">football institutions are powerless to rein in the globalization, the deregulation, a lawyerly evolution of football towards an “industry” like any other one</span>, in a world context of a decline of solidarity mechanisms and loyalty, a strengthening of individualism and the growing absence of references and guidelines.</p>
<p>In brief, in the past twenty years, football has not been immune, insulated, and so different from the rest of the universal systemic trends of our world, notably the “triumph of greed” as defined by Economics Nobel Prize American recipient Joseph Stiglitz.</p>
<p>Football is facing a severe crisis, a crisis due both to its environment and to its own mistakes as much as to its own success and achievements since football generates passions and represents such a political and economic platform for recuperation and instrumentalization.</p>
<p>1.2) Nevertheless, <strong><span style="text-decoration: underline;">the situation is not completely dark</span></strong>:</p>
<p>However, this crisis should be analyzed in light of football in its entirety but also from the perspective of its own history.</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">Football has already experienced similar crisis in the past</span> and in various domains:</p>
<p>. Limitless politization of football at times of military and communist dictatorships manipulating and instrumentalizing football,</p>
<p>. Serious controversies around the introduction and developments of professional football primarily on salary (maximum wages rule in England in 1908) and statutory issues (French strike in 1972),</p>
<p>. Match-fixing linked to betting (in 1906 British law banning gambling, suspension of Gibson Poole, Middlesbrough Chairman in 1911 for having tried to bribe Sunderland players, “totonero” in Italy in 1980, Marseille-Valenciennes match fixed in 1993 in France, involvement of Finnish club Alianssi Vantaa and Belgian clubs La Louviere, Lierse, Saint Trond and AEC Mons in 2005),</p>
<p>. Secession of professional football leagues (in Colombia with the Dimayor league in 1946/49),</p>
<p>. Club bankruptcy and/or clubs in administration (14 English clubs in administration between 2001 and 2003, Fiorentina in 2002, SC Napoli and Leeds United in 2004, Portsmouth FC, Servette Geneva, FC Haarlem, RC Strasbourg, Real Saragosse, various lower division clubs),</p>
<p>. Controversies on player transfers or amendments to the Laws of the Game,</p>
<p>. Violence and hooliganism.</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">Football is still expanding around the world</span> (most practiced sport in the USA, development in India, improvement of the Chinese professional league, more kids playing football than rugby in New Zealand).</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">New countries appear on the map of football success</span> (Niger and Botswana in Africa, Venezuela in South America, Guyana and Antigua &amp; Barbuda in the Caribbean, Jordan and Uzbekistan in Asia, Estonia and Iceland in Europe, etc.).</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">The number of matches for amateur football still remains really high</span> (80’000, 40’000 and 30’000 per week in Germany, France and Spain respectively).</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">Football TV audiences</span> in spite of some worries affecting some matches in competitions whose formats are too dense and long <span style="text-decoration: underline;">and attendances in modernized, safe and comfortable stadiums remain high</span>.</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">Governance issues began receiving appropriate attention</span> for match-fixing (FIFA’s Early Warning System in 2006, national scandals surfacing in various countries in 2010 and 2011 with Fenerbahce “withdrawn” from the Champions League by the Turkish federation, Germany, Zimbabwe, Finland, Greece with two relegated clubs, etc.) and for transfer issues (ban on transfers on minors, transfer management on internet and FIFA’s Transfer Matching System).</p>
<p>Football is facing a severe crisis, a form of “bubble” which affected other economic sectors in the past (new technologies, real estate, financial sector) even though football seems strong enough to overcome it and survive.</p>
<p>Nevertheless, its global governance – and thus FIFA &#8211; is at some crossroads like other global issues such as water management, international financial services, diseases neglected by the pharmaceutical industry and global warming for which the international community has not found yet strong, efficient and sustainable solutions.</p>
<p>In this context of consensus on the need to strengthen football world governance, the question is to determine first the challenges that football will face in the beginning of the twenty-first century. From these challenges, it will be possible to define the reforms to be implemented in order for FIFA to fulfill its role in the interest of the game.</p>
<p><strong>2)  </strong><strong><span style="text-decoration: underline;">THE DIAGNOSTIC:</span></strong><span style="text-decoration: underline;"> <strong>SEVEN GOVERNANCE CHALLENGES FOR THE TWENTY-FIRST CENTURY</strong></span></p>
<p>In my views, football is today facing seven systemic issues which are all fundamental for its future.</p>
<p>It is possible to believe – and some do – that the principles of football, basically for 150 years since the foundation in 1863 of The Football Association in England must be abandoned. One can along the same lines think that twenty-first century football must speed up its evolution towards a pure entertainment industry, closed leagues, the emergence of a uni-polar system around one or two big leagues becoming the global league broadcast everywhere in the world through TV and once in a while exported to the rest of the world through “exhibition matches” based on purely merchandizing strategies! Towards a football NBA!</p>
<p>Personally I refuse this because football is much more than that. But let’s have a look at these seven central governance challenges.</p>
<p>2.1) <strong><span style="text-decoration: underline;">Amateur football and professional football</span></strong></p>
<p>Football grew in history thanks to the link between the 2, this link being the key of its success:</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">The first one provides the young talents</span> who replace the older generations of players and form a football pyramid whose base should be the largest possible.</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">The second one offers the supreme quality of the game</span> for the top talents, the entertainment of its competitions and the role models motivating the future generations of players</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">This pyramid is built on some key elements and links between the 2</span>, (a) – the common management of national football, amateur AND professional, under the roof of the FAs, (b) – the existence of financial solidarity from the top to the bottom symbolized by the popular success of the FA cups where all clubs whichever they are would meet in the celebration of the game.</p>
<p>But this balance is threatened:</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">The phenomenal economic success of professional football</span> in the past twenty years, which is very good for football in general, <span style="text-decoration: underline;">has nevertheless generated secessionist ambitions in some professional leagues </span>– justified at times to modernize football management by “traditional” FAs but today motivated by other hidden agendas – <span style="text-decoration: underline;">and a strengthening of its “political” control within the FAs</span> and their executive bodies (for ex. the 2011 reform in the French FA with an increase from 25 to 37% of the votes by professional football representatives in the general assembly, influence of the Premier League in the Board of the English FA, federations such as in Costa Rica with the 12 Primera clubs having 50% of the votes).</p>
<p>-        In all FAs, <span style="text-decoration: underline;">negotiations on financial contributions to amateur football are tougher and more and more difficult</span>.</p>
<p>-        Similarly one can observe <span style="text-decoration: underline;">an increased pressure on  football from lower divisions to “limit” the risks for professional football</span> by:</p>
<p>. Questioning the regulations “protecting the smaller clubs” (e.g. in the French FA Cup for the home-ground advantage for lower division clubs facing L1 clubs),</p>
<p>. Separating the clubs in various continental divisions (in Asia with three divisions for inter-clubs competitions with the AFC Champions League, AFC Cup and AFC President’s Cup</p>
<p>. Suppressing on all continents the continental Cup Winners’ Cup due to a supposed difficulty to market them,</p>
<p>. Questioning the very principle of promotion-relegation and of open leagues,</p>
<p>. Making sure that the “serious” part of the competitions will concentrate the “big” ones by modifying their formats (for ex. in Germany, in Belgium, in Kenya among others, less automatic relegations at the end of the season and play-offs for the promotion, complicated calculations in Argentina).</p>
<p>A lot was done, notably by FIFA, in the past years to preserve this balance:</p>
<p>-        Reorganization of the football associations with a rebalancing in favor of top clubs when they were marginalized and to enable the autonomy of the well-organized professional leagues (e.g. Senegal, Kenya with 3 million dollars per year in TV rights and +36% for gate receipts in 2011) but also to protect the influence of amateur football (for ex. in Peru)</p>
<p>-        Strict enforcement of Art. 18 of the FIFA statutes both for the autonomy of the leagues and the respect by the latter of the central authority of the associations</p>
<p>-        Introduction in the FIFA statutes of the principle of promotion-relegation after the Granada 74 case while respecting the two existing “closed leagues” among the 208 federations (USA, Australia),</p>
<p>-        Support to grassroots program, etc.</p>
<p>2.2) <strong><span style="text-decoration: underline;">Club football and national team football</span></strong></p>
<p>Since the oldest time of football and the 1872 Scotland-England match, football grew in history on these two legs:</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">Rhythm of the annual  calendar based on the alternation</span> of leagues, continentals cups and national team matches during the season allowing a diversity of emotions for the fans and of sport objectives for the players.</p>
<p>-        Moreover, <span style="text-decoration: underline;">in some countries, football developed more thanks to club football while it was the opposite in others</span> due to various factors linked to the history of the country and the circumstances of football success (in France Saint Etienne having preceded the glorious French national team period 1984-2006 or in Spain at the top level with its clubs and young players but having to wait until 2008 and 2010 for the consecration of the Roja).</p>
<p>-        Obviously <span style="text-decoration: underline;">national team football benefits from the efforts by clubs</span> to train and develop talents and the release of their players.</p>
<p>-        The other way around, <span style="text-decoration: underline;">club football benefits</span>, including commercially, <span style="text-decoration: underline;">from the international exposure and increased value of their players </span>as well as the impact on the national leagues of successful performance of the national teams in big competitions such as the World Cup, the African Cup of Nations and the European Championships.</p>
<p>This balance even though imperfect in the past, is threatened today:</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">Due to the pressure on the “big clubs”</span> under considerable economic constraints, but also to the increasing disconnection between them and the national teams because of the club owners (10 out of 20 English Premier League clubs owned by non-English persons), of their players and of the indifference to the foreign national teams when the players of these clubs come from abroad.</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">Due also</span> – it has to be acknowledged – <span style="text-decoration: underline;">to football associations</span> which believed that they could ignore the concerns of the clubs releasing their players (lack of insurance and medical attention for the players in case of injuries, friendly matches organized in remote countries in the middle of the season, lack of dialogue between national team coaches and clubs, etc.).</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">Due finally to changes to the competitions format</span> by an expansion by the confederations of the qualifying formula to the competitions in particular when TV sales have been centralized.</p>
<p>Nevertheless, a lot has been achieved in the past ten years:</p>
<p>-        Introduction in 2002 by FIFA of an international calendar, which was not existing at all before,</p>
<p>-        Regular reforms of the initial (Copa America every 4 years instead of every two years, cancellation of the friendly match date of March-April, increase of double dates to reduce the number of trips by players, etc.),</p>
<p>-        Substantial financial contribution by FIFA to the clubs from the World Cup funds starting in 2010,</p>
<p>-        Establishment of sanctions on football associations and players returning late to their clubs</p>
<p>But there is a widespread feeling of a growing mutual misunderstanding between clubs and football associations around these issues, which are so important for the future of football</p>
<p>2.3) <strong><span style="text-decoration: underline;">European football and football in the rest of the world</span></strong></p>
<p>The balance of power within international football followed both the evolutions of the game and the evolutions of the world:</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">In the nineteenth century</span>, football was regulated by Europeans in fact British, exported by Europeans (via the colonization and via British and non-British migrations such as engineers’ for railways, shipyards for Athletic Bilbao, steel industry for Shakhtar Donetsk), with FIFA created in 1904 by Europeans (Argentina affiliated in 1912 as the first non-European association).</p>
<p>-        Then <span style="text-decoration: underline;">a bipolar football world emerged with South America</span> (and Latin America with Mexico) with the creation of CONMEBOL in 1916 and the Copa America in 1917, the wealth of South America, which hosted the first World Cup in Uruguay in 1930, the long domination of Brazil 1958-1970 and the format of the Intercontinental Cup limited to two continents only.</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">From the 1960s on, a finally-independent Africa claims for its fair place in world football</span> with:</p>
<p>. Football as a symbol for their struggles (Namdi Azikiwe in Nigeria as soon as the 40’s, the FLN team 1958-1962 in the middle of the colonial war in Algeria, the Makana FA founded in 1969 on Robben Island by the anti-Apartheid Freedom Fighters),</p>
<p>. This struggle also took place within the football institutions where Africa conquered its place step by step (in 1966 boycott of the World Cup because Africa did not obtain a direct entry to the final phase, decisive role for President Havelange’s election in 1974, launch of development programs at the end of the 70’s to the large benefit of the continent, again decisive role in the FIFA elections 1998 and 2002 in support of the winner, first World Cup in Africa in 2010),</p>
<p>. A growing sport success (first World Cup quarterfinalist in 1990, Gold medals at the Olympic Games 1996 and 2000, massive presence of African talents in European leagues but also in the rest of the world) but still a lack of development of a largely extraverted African football (talents abroad and economic problems for the local championships).</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">The other evolutions of our world were reflected in football’s</span> with the emergence of the other continents in the Far East (Japan and the two Koreas in particular the North in 1966, and then the 2002 World Cup), in the Arab world in two phases (1<sup>st</sup> in the1970/80’s and the second more recently since 2000 with heavy investments from this region in European football, Manchester City, Paris SG, Al-Jazeera TV), in North America (USA World Cup in 1994 and success of the MLS with in 2011 an average attendance of 17’800 higher than the NBA and the NHL).</p>
<p>But this evolution towards a multi-polar football was not flawless nor without conflict with a particular element, <span style="text-decoration: underline;">a sport and economic domination from Western Europe and resolute efforts by football structures from other countries and continents to develop while being at the same time victims and beneficiaries of this hegemony</span>.</p>
<p>The latter is a multi-faceted hegemony:</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">In political terms</span>, by controlling eight of the 24 FIFA Executive Committee seats, European football remains at the center of any decision.</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">In sport terms</span>, it reinforces the world economic inequalities by various elements and consequences:</p>
<p>. Attraction to Europe of the best players from all continents,</p>
<p>. Emptying the local leagues from their best players transforming them – except a few – in endangered competitions (e.g. in Cameroon decline from a period when stadiums were sold out for the Yaounde derby match Canon-Tonnerre),</p>
<p>. Unrestricted competition by European leagues images broadcasts endangering the very existence of these local leagues (e.g. the Hong Kong professional league in spite of being the oldest Asian league with a foundation in 1908 became semi-pro at the end of the twentieth century with the arrival of satellite TV).</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">In terms of football regulations</span>, their Eurocentric dimension favors European football regarding the FIFA international calendar established according to European leagues ignoring climatic constraints on other continents, regarding the transfer regulations influenced by EU law, etc.</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">In economic terms</span> with increasing gaps and inequalities in football wealth distribution with the result of a financial concentration to benefit a very limited number of big clubs and leagues.</p>
<p>Two concrete examples are very revealing:</p>
<p>-        The international TV rights of the English Premier League – by the way a very exciting competition – reach £1.4 billion for the period 2010-2013 (the double of the period 2007-2010) without any economic benefit for the local football of the 212 countries and territories where it is broadcast. Moreover, it does not impose abroad the same – justified – restrictions existing in England (no match live at 3pm on Saturdays to keep the sold-out stadiums) but broadcasts 4 or 5 matches live every weekend abroad imposing contortions  on local leagues when establishing their own fixtures,</p>
<p>For ex. recently, on 23 October 2011, the Rwandese federation was compelled to postpone by one hour the kick-off time of the big local derby match APR-Rayon and to show some images of Manchester United-Manchester City on Kigali Amahoro stadium screens in order to attract fans!</p>
<p>-        In Peru – but the situation is similar in many other countries -, the local professional league is on pay-TV, which limits its access to the wider Peruvian population for economic reasons (a little less than a million households, i.e. more or less 5 of the 35 million Peruvians) while the European Champions League having generated so much money elsewhere, can be broadcast in Peru in free-to-air TV.</p>
<p>As a consequence, a 10-year old Peruvian boy/girl from a modest family will see more European football than the local one!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Clearly, world football is facing a situation characterized by a severe lack of balance in sport, economic and even cultural terms</span> due to the oligopolistic domination of the football images coming from 2-3 European leagues, on world TV screens.</p>
<p>Beyond these 2-3 Western European leagues and because this phenomena is identical in other West- and East-European countries, <span style="text-decoration: underline;">a vicious circle has been established</span>: less talents in local leagues, less spectators and thus less income, departure of the best and also mid-quality players in great quantity, necessity to watch the European leagues on TV to follow the players transferred to Europe (Western Europe?), thus less income for the local TV rights, tapping of the local markets through the merchandizing and exhibition tours of these big clubs (notably in Asia).</p>
<p>In front of this systemic trend, FIFA has tried to correct the situation by:</p>
<p>-        A 1/3 of its budget – coming up to 95% from the World Cup rights &#8211; earmarked for development programs (Goal, Win in Africa with Africa, FAP, etc.) which made a real difference on the ground in spite of what can be said by their critics,</p>
<p>-        A better representation of the other continents in world competitions,</p>
<p>-        The creation of the Club World Cup to give a chance to all continental champions after years of entrenched opposition,</p>
<p>-        Multiple decisions in regulatory terms to try to compensate the above-described inequalities:</p>
<p>. In 2002 5%-solidarity mechanisms on transfers and training compensation calculated on costs in arrival countries and not anymore on departing countries for players transferred to Europe,</p>
<p>. In 2007 ban on transfers of minors,</p>
<p>. In 2003 and 2009 amendment for bi-national players to strengthen national teams,</p>
<p>. In 2009 introduction of the 5-year residency clause after 18 years of age to limit the naturalizations.</p>
<p>But it is clear that these efforts remained insufficient to compensate the growth of inequalities in football.</p>
<p>2.4) <strong><span style="text-decoration: underline;">Clubs and players</span></strong></p>
<p>The maxim makes common-sense: without players, there is no football but without clubs, there is no match, no championship, not even a football association!</p>
<p>This club-player relationship has always been a permanent source of tensions in the history of the game but became more complex in the past years:</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">The evolution is 180 degrees</span> between the era when players were contractually tied to the clubs for all their career, and the situation nowadays dominated by a fury of transfers, rarely-completed contracts until their expiration date, infinite bargaining between clubs and clubs, clubs and players, enticement of players away from their clubs and approach both ways in violation of the FIFA regulations and even the basic rules of courtesy,</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">The issue of the players’ salaries </span>allegedly too high today has always been a hot topic in football but became central in a period of economic crisis with the emergence of notions such as the salary cap (discussed in Europe, in Australia for the A-League) to emulate the North-American closed leagues (for example the NBA) but often circumvented when decided (in the MLS).</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">A feeling in the public opinion that football is disconnected</span> from today’s reality because of very high salaries, idealized life-styles and a glamorous star-system around top players. This is unfair since no one questions singers’ and movie stars’ income, or their lifestyles whose private and public excesses go way beyond footballers’!</p>
<p>In that matter, it is in my views <span style="text-decoration: underline;">essential to overcome stereotypes</span> in order to avoid judging global issues in light of the situation of a very tiny minority of stars. Of course, players share the responsibility due to the behavior of a few among them (at a time Ortega in Fenerbahce, the French players during the South African World Cup in 2010, and Tevez in Manchester City in 2011) and to their “objective complicity” with club managers to increase salaries.</p>
<p>For nearly all the players in the world but also in Europe, their situation is dominated by:</p>
<p>-        Short careers and potentially brutally-interrupted for injuries,</p>
<p>-        One-sided contracts in favor of the clubs, or for a one-year period, and even without any contract at all,</p>
<p>-        Fast growing unemployment of players (90% of players in Ireland),</p>
<p>-        Salaries for 99% of the players representing a very small percentage of the salaries – largely deserved by the way – of immense players such as Messi and Ronaldo,</p>
<p>-        More and more players are not paid (e.g. Estela Amadora in Portugal, Cork City in Ireland two seasons ago, Spain’s Rayo Vallecano in 2010/11, more recently FC Karlovac in Croatia’s first division just to name a few), while some pretend – wrongly in my opinion – that the only solution be a salary cap.</p>
<p>-        Violations of players’ elementary rights (passports withdrawn upon arrival in the country, firing in the middle of the season, harassment tactics to impose salary reductions or severance of the contracts, physical pressure in extreme cases),</p>
<p>-        Difficulty to defend their rights.</p>
<p>The situation is a worldwide phenomena observed on all continents beyond the myths; increasing problems in Eastern Europe but positive changes in other continents (decisions against indebted clubs in Peru and Colombia, well-managed clubs in Africa, such as TP Mazembe in DR Congo).</p>
<p>With the vision that football cannot develop today without a fair and sound balance between clubs and players, important measures were taken by FIFA:</p>
<p>-        In 2003 first-ever worldwide “sport” labor tribunal (Dispute Resolution Chamber) with equal representation of clubs and players, employers and employees,</p>
<p>-        Decisions to have a minimum standard requirements for contracts, national dispute resolution chambers,</p>
<p>-        At the same time dialogue with clubs: FIFA club forum in 2004, FIFA Task-Force for the good of the game in 2005-2007, FIFA Club football committee in 2009,</p>
<p>-        Dialogue with the players with the FIFA-FIFPro agreement signed on 2 November 2006.</p>
<p>2.5) <strong><span style="text-decoration: underline;">Relationship of football with money between the need of it and the dangers of its excesses</span></strong></p>
<p>From a historical perspective, the following facts have to be kept in mind:</p>
<p>-        There was a time when in FIFA and elsewhere <span style="text-decoration: underline;">there was little or no money in football </span>and even a time when football had to pay to be shown on TV screens.</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">This lack of funds is still central in the huge majority of countries and football associations around the world</span> in spite of some progress (for ex. in Africa emerging professional leagues in Kenya, Senegal, Ghana, Cameroon, Namibia supported by the private sector),</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">Money is more than ever the sinews of war</span> because it is needed (a) – to sustain the clubs and the FAs, (b) – to finance solidarity mechanism and development programs and (c) – and it is a new trend, to create a return to club owners and stakeholders</p>
<p>Regarding this issue, it is necessary to underline – and in the interest of all &#8211; how important it is for the sport and economic development of football that the image of the sport and the image of its governing bodies be unstained.</p>
<p>Nevertheless this influx of money – so welcome &#8211; amplified a lot of problems which had already appeared in the past (corruption, match-fixing, betting) but also generated new phenomena:</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">Facing the financial stakes, the sporting risk and the uncertainty of the result are questioned or reduced</span>  in order to protect the heavy investments in today’ s football:</p>
<p>. <span style="text-decoration: underline;">Through competition formats</span> which, due to the difficulty to establish closed leagues, guarantee as much as possible to the “big” clubs to reach the more-remunerating final phases of these competitions (754 million Euros for the 32 clubs qualified to the group phase of the Champions League),</p>
<p>. <span style="text-decoration: underline;">Through “transferring” eliminated clubs to other competitions</span> (for ex. to the Europa League for the clubs eliminated in play-offs in August and finishing in December 3<sup>rd</sup> in the group phase of the Champions League),</p>
<p>Let’s take note that four of the six finalists positions in the three last editions of the Europa League were occupied by clubs eliminated from the Champions League thus strengthening “big” clubs domination (Shakhtar Donetsk winner and Werder Bremen finalist in 2009 after a 3<sup>rd</sup> place in the group phase of the Champions League 2008/09, Atletico Madrid winner in 2010 after a play-off elimination in the Champions League 2009/10, Braga finalist in 2011 after a 3<sup>rd</sup> place in the group phase of the Champions League 2010/11).</p>
<p>. <span style="text-decoration: underline;">Through financial distribution mechanism</span> favoring these so-called “big clubs” when the rights are centrally marketed and sold:</p>
<p>a)     – On the basis of the market, for ex. with the “market pool” criteria in the European Champions League with the consequence that in 2010/11 the quarterfinalist Ukrainian club Shaktar Donetsk earned only two-thirds of the share of Bayern Munich eliminated in the previous round, and only half of Chelsea’s even though the London club was at the same level of the competition,</p>
<p>b)     – On the basis of a so-called “club fame”, for example in the French League with the “celebrity index” which made that in 2010/11 Olympique Marseille et Olympique Lyon received more money than Lille who clinched the French champion title,</p>
<p>c)     – On the basis of a “TV audience” ranking representing 22% and 25% of the TV rights in England and Italy respectively,</p>
<p>. <span style="text-decoration: underline;">Through very important inequalities</span> when the rights are sold individually by the clubs as in Spain where Real Madrid and FC Barcelona gather 35% of the total TV income, generating temptations to do the same in other countries among “big clubs” (in November 2011 statement by Liverpool FC Managing Director suggesting individual selling of the English Premier League international TV rights)</p>
<p>. <span style="text-decoration: underline;">Through an increasing income gap with lower professional divisions</span> – when they exist in a football association -, (in 2012 in England, decrease by 26% of the TV rights of the Football League for the period 2012-2014 comparing to 2009-2011, hardened negotiations on “relegation” financial “parachutes”, etc.) making promotion-relegation mechanisms more difficult for the concerned clubs.</p>
<p>-        Because of these inequalities, <span style="text-decoration: underline;">a decline of the competitiveness of the competitions both at national and continental levels</span> can be observed:</p>
<p>. <span style="text-decoration: underline;">At national level</span>, titles are monopolized by a limited number of clubs: England with 3 clubs having clinched 18 of the 19 Premier League titles since 1993, Germany with Bayern with 9 of the last 15, and similar concentrations in Portugal (FC Porto with 7 of the 10 last titles), Scotland (all titles clinched by Rangers FC and Celtic with only one other club, Hearts, having occupied in 2006 the 2<sup>nd</sup> position since the creation of the SPL in 1998) and Spain (3 titles only of 15 having escaped from Barca and Real Madrid),</p>
<p>. <span style="text-decoration: underline;">At Champions League qualification level</span>, through a mechanical effect, the national domination of the same clubs generates a decline of the diversity of the clubs qualified to the richest club competition, reinforcing thus a “virtuous circle” for the wealthiest clubs preserving their national success, and a phenomena observed of course in Europe but also appearing on other continents (for example the Esperance in Tunisia) due to the increase of the TV rights of these competitions and the well-prized qualification to the FIFA Club World Cup.</p>
<p>For example, in England, since the qualification to the Champions League 2005-2006 of Everton ranked 4<sup>th</sup> in the Premier League 2004/05, all the qualifications sports were monopolized by the “big four” (Manchester United, Arsenal, Chelsea and Liverpool) until Tottenham (UCL 2010/11) and Manchester City (UCL 2011/12) broke the monopoly.</p>
<p>. <span style="text-decoration: underline;">At continental level itself</span> in Europe with a total of 33 of 40 semifinalists positions in the ten past years of the Champions League occupied (with the derived income) by the clubs of three countries only (England 15, Spain 11 and Italy 7), a concentration that the recent qualifications of FC Copenhagen and APOEL Nicosia to the Champions league 1/8 of finals 2010/11 and 2011/12, affect marginally only, like the fig leaf not hiding a lot.</p>
<p>-        Coming with these sporting and financial inequalities, emerges, as a cause and a consequence at the same time, <span style="text-decoration: underline;">a concentration of the best players among a limited number of the wealthiest clubs</span>, which develop a policy of acquisition as a security of the best young talents, often to retain them from signing in competing clubs, and are even able to impose on lower division clubs a decrease of the training fees (in England last October with the “agreement” by the Football League to a demand of the Premier League).</p>
<p>This elitist trend at club football level is observed by all, felt as dangerous by the majority and supported by some. The category of the latter gathers those who already benefit from it and those who aspire to join this group by defending even more unequal financial distribution mechanisms at national level because, according to them, this would enable better competitiveness at European level even though the price to pay is the decline of national championships and leagues.</p>
<p>Finally, others have been active for years to set up a truly European league to substitute the current competitions.</p>
<p>In this never-ending stop-gap evolution, the trend leads to a devaluation of national leagues because regular qualifications to the Champions League became more important than a national title (six of the fourteen Champions League winners without having been the national champion during the previous season), but also the devaluation of other competitions – including the World Cup according to some – since the best players of the world are now concentrated in eight clubs playing the quarterfinals of the Champions League.</p>
<p>In this context of growing inequalities within world football, it is widely felt that the only global redistributive system – the income of the World Cup redistributed by FIFA – is not ample enough to correct these profound trends beyond a marginal impact.</p>
<p>2.6) <strong><span style="text-decoration: underline;">Autonomy of football and dialogue with its environment, specificity and ordinary justice</span></strong></p>
<p>Let’s try to approach this issue, like all the others, beyond the caricature:</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">It is an illusion for the Olympic and sport movement to pretend that sport and politics have been separated when so many contradicting facts prove the opposite:</span></p>
<p>. The foundations of sport and its ideology have been influenced at the origin by politics (for example to train stronger citizens) and an aristocratic vision of society (myth of the amateur sportsman existing during decades within Olympics).</p>
<p>. Decisions on hosting the big competitions fully integrate political strategies of heads of state and governments from Uruguay in 1930, to the votes for 2018 and 2022 for Russia and Qatar, wand symbiotic relations with decision-makers for these competitions,</p>
<p>. Sport institutions depend on public funding to build the stadiums necessary for these competitions.</p>
<p>. The presence of political leaders in the bodies of the various sport institutions has been and remains important.</p>
<p>. Pressuring methods on sport entities available to political authorities have diversified: financing the national team, control on stadiums, governmental responsibilities inherited from pre-democratic and totalitarian regimes (in Spain and France sport legal situation inherited from Franco’s and Petain’s regimes), abuse of the law against the federations, interference in their management, etc.</p>
<p>-        Moreover, <span style="text-decoration: underline;">the concept of the autonomy has regularly been instrumentalized to hide</span> unethical and sometimes illegal <span style="text-decoration: underline;">behavior</span> of sport administrators from external assessment.</p>
<p>-        On the other hand, <span style="text-decoration: underline;">those denying the need of this sport autonomy are precisely the same persons trying to seize sport for themselves</span> for the benefit of their personal, political ambitions, disguising these ambitions behind ethical, transparency and financial accountability concerns.</p>
<p>-        Similarly it can be observed that most of the opponents to the <em>lex sportiva</em> and to sport justice based on principles (constitutional rights, superiority of ordinary justice) are precisely those whose sport behavior does not match sport ethics. <span style="text-decoration: underline;">Having recourse to ordinary justice has no other purpose to gain time due to the slowness of ordinary justice</span>, <span style="text-decoration: underline;">to block competitions</span> they are supposed to join by multiplying appeals, <span style="text-decoration: underline;">to attract attention</span> of media and public opinion on the topic of “victim vs. the nasty sport institutions” which suddenly become “associations registered under Swiss private law” (i.e. in the past years cases of Juventus FC, the swimmer David Meca-Medina, FC Sion, etc.).</p>
<p>Where do we stand for football in the twenty-first century?</p>
<p>-        Should we abandon the notions of autonomy for football and of the independence of the federations as defined at article 17 of the FIFA statutes? And the defense of the autonomy by FIFA? Of course no.</p>
<p>-        But does this autonomy mean that it prevents any dialogue, any space of collaboration with governmental authorities? Here again, of course no.</p>
<p>-        And does this autonomy represent a “blank check” enabling the sport institutions to behave erratically, to violate defense rights in sport justice process, to violate their own statutes arbitrarily, etc.? Once again of course no.</p>
<p>This autonomy for football is more necessary than ever for multiple reasons:</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">Football must remain neutral</span> politically and from partisanship, internationally and nationally. Football is not from the right or the left, not conservative, nor progressive, because since football cannot belong to any one, it should remain the sport of the whole people</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">The time of football and of its management</span> dominated by its annual and quadrennial rhythm of its competitions, <span style="text-decoration: underline;">are not compatible with the time of its environment</span>, politics, ordinary justice and short-term objectives.</p>
<p>-        For the last twenty years, <span style="text-decoration: underline;">football in particular</span> (and sport in general) <span style="text-decoration: underline;">has been experiencing one of the most serious interferences of its history due to the policy of the European Union institutions to use football to serve their integration, deregulation and free-trade vision</span>, to mould it in a federal frame denying national realities and sport competences (for ex. repeated attempts by the European Commission to have the EU flag at the Olympic Games and on jerseys), and even transforming football as a vehicle of the conflicts among European institutions (Commission vs. the member-states) for political pre-eminence.</p>
<p>Moreover today, European law and jurisprudence cases place sporting rules under the authority of EU law as soon as these rules have economic consequences (2006 Meca-Medina decision). Now, nearly all sporting rules have economic consequences (from a goal cancelled for off-side to the doping suspension of a player).</p>
<p>Finally considering Western European hegemony on football, this EU law “dictatorship” expanded to the whole world football via the obligation upon FIFA, UEFA and EU member-states football federations to respect it.</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">The autonomy should be completed by a trustful and transparent dialogue with external entities</span> since it is a necessity for football:</p>
<p>. Sport in schools curriculum,</p>
<p>. Legal and tax environment positive for sport professional and amateur activities,</p>
<p>. Building of sport facilities and stadiums,</p>
<p>. Cooperation in the fight against plagues and criminal activities surrounding sport (corruption, doping, racism, trafficking of minors, etc.)</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">Last but not least, the autonomy of sport cannot be a “blank check” given to sport institutions</span> which have to deserve it. The autonomy cannot merely be a return to the “pre-Bosman” unilateral methods of the past.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">It is the recognition that the specificity of sport exists</span> as it is included – after a long sport-political battle against the objections from the European Commission itself – at article 165 of the Lisbon Treaty. But this specificity is not an exemption from the law, neither an exception (for ex. for cultural goods), nor a regression for the rights (in particular for the employees in football, the players) but contrary to that the definition – negotiated with football stakeholders – of all topics which make and justify that football is not an activity like any other one.</p>
<p><strong>2.7)</strong> <strong><span style="text-decoration: underline;">Globalization, identity and imbalances</span></strong></p>
<p>Like the rest of the world and other human activities, football has been experiencing in the last twenty years a dangerous cocktail of deregulation, globalization in a context of systemic research of legal, tax, regulatory and judicial loopholes to escape for the football regulations (sporting rules but also on topics such as transfers, club ownership, abuse of fiscal paradises, off-shore and screen companies, etc.).</p>
<p>These changes have produced some winners, a few, and a lot of losers, in particular when the internationalization of club squads is considered:</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">The balance between training the local talents and resorting to the worldwide market of players disappeared</span>, when the “policy of the checkbook” replaces the long-term effort through youth academies so strongly – and exceptionally &#8211; symbolized today by the FC Barcelona, winner of the 2011 Club World Cup with nine players of the starting eleven from the club’s youth academy!</p>
<p>The current crisis may, however, encourage some clubs to revert to training programs but this “correction” is likely to have a marginal impact only (relegated clubs, clubs in administration and clubs which decidedly position their future and their economic model as “training clubs” feeding the upper echelon, etc.).</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">The internationalization of players</span> (43.5% of the regularly-fielded players of the top 5 West-European leagues according to the Professional Football Players’ Observatory) <span style="text-decoration: underline;">developed in contrast with the social reality</span> (for ex. an average 7% of the EU population is not a citizen of the country of residence) <span style="text-decoration: underline;">revealing a distortion of football labor market</span>.</p>
<p>-        This internationalization is combined with <span style="text-decoration: underline;">a concentration of the top players among a more and more limited number of clubs and leagues which are obviously the wealthiest</span> for ex. in England (more than 55% of foreign players).</p>
<p>England personifies this evolution:</p>
<p>. 27 February 1999, last match of a Premier League club with 11 English players (Aston Villa),</p>
<p>. 26 December 1999, first match of a Premier League club without any English player in the starting 11 (Chelsea),</p>
<p>. 14 February 2005, first match of a Premier League club without any English player on the 16 players’ list (starting players and substitutes, Arsenal),</p>
<p>. 31 December 2009, first match of the Premier League without any English player in both teams at the beginning of the match (Portsmouth-Arsenal until the 90<sup>th</sup> and the substitution of Michael Brown for Portsmouth).</p>
<p>-        The consequences of this concentration on Europe can be seen with <span style="text-decoration: underline;">the extraversion of football in African and South American countries</span> whose international players play for European clubs, except a few, to the detriment of the sustainability and the development of the local leagues.</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">Consequences are also felt on football and on the national teams of importing countries and leagues</span> and even on some positions of the field of play (for ex. controversies around the goalkeepers of the English national team and the fact that the majority of Premier League clubs field foreign goalkeepers).</p>
<p>-        The consequences of this “foot drain” are <span style="text-decoration: underline;">criminal as well</span> (child trafficking, tax evasion, embezzlement, etc.).</p>
<p>But more largely, this <span style="text-decoration: underline;">trend jeopardizes a central element of sport success</span> (training over money, the mid-term over the short-term) <span style="text-decoration: underline;">and threatens the belief in sport ethics</span>.</p>
<p>-        Is it the acclaimed success for Portuguese football when three of its clubs (FC Porto, Benfica and Sporting Braga) reach the semifinals of the Europa League 2010/11 while only 7 of the 33 fielded players are eligible to the national team?</p>
<p>-        Is it a success for Cypriot football to see APOEL Nicosia qualify to the group phase and the 1/8 of final of the Champions League with a maximum of three Cypriot players and when the local championship has the highest percentage in Europe of non-eligible players to the national team (72%)?</p>
<p>-        Is it confirm to the spirit of the competitions, like the two preceding cases, when this partially “artificial” success induces sped-up progressions in the ranking of the UEFA “association coefficient” decisive for the number of spots, for the entry in the competitions in the various qualifying rounds, and thus additional financial income?</p>
<p>-        The same issue exists on other continents when the Qatari club of Al-Sadd clinches the Asian Champions League title 2011 with only one player born in Qatar and six naturalized players to comply with the AFC rule of four foreign players maximum (3 out of Asia and one from Asia)?</p>
<p>-        &#8211; Is it in line with sport ethics when federations (in Gulf states and Qatar again, in Africa, Mauritania and others, including for women’s football) obtain fast naturalizations from the public authorities to improve the sport performance, the chances to qualify and their world ranking?</p>
<p>By definition and due to its history, club football has always been characterized by mix and diversity of origins. And this is good. <span style="text-decoration: underline;">But today, it is not about this at all but merely the economic and financial concentration to win at any cost…</span></p>
<p>In the past years some measures were taken:</p>
<p>-        Transfer ban for players under 18 years of age,</p>
<p>-        Restrictions on the impact of naturalizations on sport eligibility (in 2009 approval of the 5-year residency after 18 years clause) to protect football from trends observed in other sports (New Zealanders in rugby national teams, and Chinese athletes for table-tennis, etc.),</p>
<p>-        Limits decided by some federations on the number of foreign players authorized to play in their championships (Russia, Singapore, Ukraine) and even for some particular positions on the field (no foreign goalkeeper in the Saudi league), and even introduction of the clause of the “first license” of the player to circumvent European rules (Luxembourg),</p>
<p>-        Leading role in the debate on “6+5” and its various formulas (“home-born” players, 9+9) torpedoed by a combination of the European Commission and some football stakeholders.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">But what impacts football and what football is suffering from, is a lot larger</span> than the “simple” issue of players which is only the consequence rather than the cause of the problems football is currently facing.</p>
<p>While observing the current world financial crisis, it is clear that it is combined by tectonic changes jeopardizing key elements of our communities:</p>
<p>. Explosion of inequalities (1% of Americans owning 23% of the national wealth against only 10% en 1980, in France the wealth owned by the 10% most privileged represent 35 times the 50% less privileged’ s),</p>
<p>. Growing tolerance to social discriminations,</p>
<p>. Increased focus on individual rights over common interests and purposes,</p>
<p>. Return of the privileges in parallel of a dismantling of solidarity mechanisms,</p>
<p>. Decline of the social fabrics (“99% vs. 1%”).</p>
<p>In face of this crisis of a rudderless globalization without governance, states lose ground to the markets and the stock exchanges.</p>
<p>But take this sentence and replace the words “states”, “markets” and stock exchanges” by “federations”, “leagues” and “clubs” respectively, <span style="text-decoration: underline;">the similarity is even more striking</span>.</p>
<p>Like today’s world deregulated globalization, the current situation of football is presented as a ineluctable trend that no one, not even FIFA, can redress due to the deep intertwining of legal clauses, economic needs and football market constraints.</p>
<p>The current situation is supposedly irreversible and the wild laissez-faire globalization is the unavoidable horizon for twenty-first century football. In this perspective, FIFA and national federations alike would only remain with the power to marginally correct some of the problems but not to touch the core and the roots of the problems.</p>
<p>It is not my purpose here to simplify the debate but on the contrary <span style="text-decoration: underline;">to underline the essential difference existing between the universalization of football</span> in solidarity, respect given to all, with the search of a development as harmonious as possible for all, <span style="text-decoration: underline;">and the current globalization, wild to benefit only a few</span>!</p>
<p>Can we continue like that in football as the French economist Pierre Rosanvallon put it for the world economy: “There is a nearly total unanimity to consider that the current inequalities are unsustainable but at the same time the mechanisms producing these inequalities are globally accepted”?</p>
<p align="center">x     x     x</p>
<p> These seven football governance challenges for the twenty-first century are important, complex and difficult to manage, but they clearly demonstrate that ONLY a strong governance structure at world level is capable to deal with them in order to preserve the nature of sport and its universality.</p>
<p><strong>3)  </strong><strong> <span style="text-decoration: underline;">THE CURE: ELEVEN CONCRETE PROPOSALS</span></strong></p>
<p>To face these challenges, FIFA is more necessary than ever but this is also why it needs a reform.</p>
<p>With this logic in mind, it could be useful to remember the FIFA provisional statutes adopted on twenty-first May 1904 upon its foundation and to review the objectives given to FIFA at that time:</p>
<p>-        FIFA is a federation of federations (even though the FC Madrid, later named Real Madrid, was representing Spanish football in absence of a federation which was set up only later) which agree to “mutually and exclusively recognize each other”.</p>
<p>-        It is already in charge of issues related to clubs and players (prohibition to play “simultaneously” in two different federations), to their transfers and to their disciplinary issues (mutual recognition of disciplinary suspensions).</p>
<p>-        It is stressed that matches should be played according to the IFAB Laws of the Game.</p>
<p>-        By the article 9 of these provisional statutes, FIFA receives the exclusivity of the organization of an “inter-national competition”.</p>
<p>In fact, nearly 108 years later, nothing has really changed and the objectives remain the same. In brief, if FIFA would not exist in 2012, it would have to be invented and created.</p>
<p>But considering the above-described challenges, which are the measures necessary for FIFA to remain relevant in the twenty-first century? For FIFA to act for the good of the game and of the world because at the end of the day, it is what FIFA is about, and only that. Rather than serving personal ambitions or rivalries between institutions.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Please find hereunder eleven concrete proposals which are not ranked according to their importance or their calendar of implementation. In fact, it is from a package of measures that sustainable solutions will surface.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>3.1) <strong><span style="text-decoration: underline;">Revive the democratic debate within football pyramid</span></strong></p>
<p>This proposal has the following purpose:</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To stimulate debates</span> in the FIFA Congress (e.g. organization on two full working days, program with working groups and reports in plenary session, enlarge the capacity to present topics and motions, additional time left for debates beyond the statutory topics, etc.),</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To reinforce the role of the FIFA Committees</span> whose decisions are today purely consultative</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To set up mechanisms to consult the federations and to involve them in decisions between the congresses</span> through the use of new technologies (possibility for the President and the Executive Committee to present “questions”, to establish voting consultations on various subjects, etc.),</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To publish agendas and minutes of FIFA committees meetings</span>.</p>
<p>To re-launch the debate within the pyramid is really necessary since so many fundamental and structural issues regarding the future of the game are of utmost importance (for ex. and among others the international calendar whose alleged reform is said to be prepared without a large and previous consultation of the federations by football “political” authorities). To read in the media the existence of such projects prepared by the football techno-structure or by non-elected committees, does not reinforce the feeling of belonging and democracy within an organization.</p>
<p>Along the same line, topics such as players’ insurance for international duties, refereeing and the use of new technologies, etc., could easily become the focus of a wide and encompassing consultation process launched by FIFA.</p>
<p>3.2) <strong><span style="text-decoration: underline;">Increase even more development programs with new solidarity mechanisms</span></strong></p>
<p>This proposal includes several facets:</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To recognize that today’s inequalities in football jeopardize its very future</span> and that their correction or at least their reduction is a strategic objective,</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To increase even further FIFA’s development programs based on FIFA’s healthy financial reserves</span>, for example with a worldwide ambitious program of artificial fields in less favored countries and areas with lower costs thanks to scale reduction,</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To establish a special program reserved for the less well-off</span></p>
<p>In fact, all FIFA current development programs (Goal, FAP, “Win in…”) benefit all without any distinction according to the economic and financial situation. If it is normal that all federations receive their share of FIFA income, FIFA cannot support the same way a wealthy federation from Europe, the Gulf or Far-East, than less favored federations from Africa, Latin America, the Caribbean, Oceania and even Eastern Europe.</p>
<p>It seems thus indispensable to individualize programs and to increase the financial support to less favored federations, leagues, clubs, in order to enable them to both speed up the establishment of professional leagues and sustain the adjustments to new regulations and criteria induced by professionalism. For ex. How is it possible to request a first division club in Africa or elsewhere to open a youth academy when lack of finances makes salary payment and transportation logistics difficult and irregular?</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To reinforce transparency and tracking of financial assistance</span> from FIFA and from football in general (assistance from other football institutions, public funding, etc.).</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To launch a global discussion on that topic with a task-force grouping football institutions under the leadership of FIFA</span> (UEFA and other confederations, football associations, Premier League and other European Leagues broadcast internationally) with some objectives:</p>
<p>. Establishment of a “World Higher Council for football development” under the auspices of FIFA grouping the organizers of major contributing competitions (confederations, federations leagues) and representatives of benefitting federations for the definition of strategies and development programs with decision-making and control power by the contributors,</p>
<p>. Establishment of a “World Fund” managed by the “Higher Council” and of a contribution based on a percentage of the TV rights sold internationally, with a “return” country per country to “compensate” and strengthen local football,</p>
<p>. Possibility to receive public and private funding to build infrastructures (e.g. similarly to the 2008 program to build the 1<sup>st</sup> Palestinian stadium meeting international standards),</p>
<p>. Assistance to football associations applying for third party development grants,</p>
<p>. Responsibility given to this “Higher Council” to ensure the coordination of development programs which multiply today according to donators’ political decisions,</p>
<p>. Strict control on the disbursement of these funds to ensure tracking and total transparency.</p>
<p>-        To add on this “Higher Council” ‘s agenda on financial redistribution, <span style="text-decoration: underline;">the topic of regulations in order to sustain a better-balanced world football</span> (for example reinforced protection of training clubs and exporting countries).</p>
<p>3.3) <strong><span style="text-decoration: underline;">Involve leagues, clubs and players in the decision-making process</span></strong></p>
<p>The organization modalities have evolved for a vertical mode of authority (dictatorships, religions, militarism, etc.) towards a horizontal form induced by the increase of individualism, interest or influence groups, IT explosion based on networks, democratic aspirations before the approval of collective decisions, etc.</p>
<p>It is obvious that considering the evolution of football, to combine this verticality of the decisions (to avoid becoming a tooth-less and rudderless structure) and the horizontality of participation and consultation (to make sure measures are not rejected) is necessary.</p>
<p>Associating clubs/leagues on the one hand and players on the other would enable regulatory decisions to be better conceived because they would be more debated with more input, and better accepted because their approval would be based on inclusion:</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To implement fully of the FIFA-FIFPro agreement</span> signed in November 2006  including on the definition of what is specific in football in comparison of ordinary law,</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To encourage the creation of a “world federation of clubs/leagues”</span> to be pyramidal, democratic and really representative to <span style="text-decoration: underline;">ensure that the voice of the clubs of all countries</span> (a rough total of 3’000 top-division clubs in the 208 federations) and not only 201 European clubs, <span style="text-decoration: underline;">their concerns and their proposals could be heard at FIFA </span>level but also with continental branches (e.g. FIF-Clubs/Leagues Africa for topics related to CAF), considering that at national level, leagues and/or professional club associations already exist for the dialogue with the federations.</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To create two seats in the FIFA Executive Committee for the presidents of the future FIF-Clubs/Leagues and of current FIFPro</span>,</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To decide the presence of players’ representatives</span> in general assemblies and executive committees of the 208 federations, <span style="text-decoration: underline;">and of representatives of professional leagues in federal structures </span>to recognize the central role played by their competitions, <span style="text-decoration: underline;">and to support FIFPro’s expansion to all countries where it is not yet implanted</span>,</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To negotiate under FIFA’s leadership with FIF-Clubs/Leagues and FIFPro a form of “world collective bargaining agreement” for football</span> based on the notion of specificity of football, mutual co-operations and the common good of the game, rights and obligations of players and clubs, strengthening of international and national arbitration mechanisms, dialogue to elaborate FIFA regulations affecting the two parties, etc.</p>
<p>3.4) <strong><span style="text-decoration: underline;">Restore the role and the centrality of the FAs while clarifying the relations with the confederations</span></strong></p>
<p>Some measures already announced by FIFA (choice of the host of the World Cup by the Congress as it was the case before 1966, election by the Congress of the members of the Disciplinary, Appeal and Ethics Committees) proceed along this direction but more needs to be done:</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To reaffirm that FIFA is a federation of federations</span> and to implement this principle with resolve in concrete terms with more rights to the FAs (seats in the Executive Committee, one position at least for all of them in the FIFA Committees, improved consulting process, re-establishment of a direction exclusively dedicated to their problems) but also more responsibilities (more control and more respect of rules),</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To recognize the universality and the oneness of football rules and regulations</span>, which are essential to respect <span style="text-decoration: underline;">the fundamental principle of one FA-one vote</span> already questioned in the 1960s by some such as Sir Stanley Rous, FIFA President at that time,</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To confirm the important role played by the confederations</span> for the organization of their continental competitions, and <span style="text-decoration: underline;">study the possibility to *deconcentrate” the implementation of some of the FIFA competences</span> (e.g. co-organization of qualification tournaments) but <span style="text-decoration: underline;">not the decentralization of some key elements of the universality of the rules</span> (federations issues), <span style="text-decoration: underline;">the consistency of their application</span> (jurisprudence on players-clubs disputes for example), and <span style="text-decoration: underline;">the world duty of FIFA to balance football between the continents</span>,</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To reaffirm the role of the football associations at national level as THE football-governing body but with the responsibilities coming with that role</span> (democracy, balance between amateur and professional football, between clubs and players, transparency, etc.),</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To confer additional competences to the FIFA Associations Committee</span> composed with associations presidents only and which should be elected by the Congress</p>
<p>3.5) – <strong><span style="text-decoration: underline;">Adjust FIFA to the evolutions of today’s world to reflect them better</span></strong></p>
<p>The world has changed – this can be easily seen from the ranking of economic powers – and football has too, giving FIFA the duty to better reflect it (similarly to the debates when the G7-G8 faded away to give more pre-eminence to the G-20 and around the reform of the UN Security Council whose composition is a 70-year old inheritance).</p>
<p>The same observation can and must be made regarding the absence of women in the governance of football (only one female President in Burundi out of 208 associations) and the growing imbalance in light of the rapid growth of women’s football.</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To expand the FIFA Executive Committee without rendering it inoperative</span>: proposal of 31 members, the 24 current ones, the FIF-Clubs/Leagues and FIFPro Presidents, and four additional seats, one for Africa, one for Asia, one for North and Central America/Caribbean and one for South America as well as one for women’s football to be elected or appointed according to modalities to be defined,</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To balance the nomination in the FIFA committees among countries and continents</span>,</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To fully recognize the principle of the continental rotation for the FIFA competitions</span>.</p>
<p>3.6) <strong><span style="text-decoration: underline;">Reshuffle the power responsibilities between the FIFA President, the Executive Committee and the Associations</span></strong></p>
<p>It seems necessary at this stage to review the situation and revisit the myth of the President’s all mightiness.</p>
<p>Inherited from the British aristocratic vision of nineteenth century sport management, the position of the FIFA President was and still is a position of a “giant on a small scale”. It was in the 2003 FIFA Congress in Doha only and with the statutes reforms approved at that time and perceived as a correction of the 2001/02 institutional crisis, that a form of “political preeminence” was bestowed on the FIFA President who at last and after laborious compromises with reluctant confederations, also received competences (article 32) a little more in conformity with the fact that he is the only one elected on a worldwide basis.</p>
<p>Moreover, within the Executive Committee, the increased political power of the confederations reduced the space open to individual voting and led the way to an Executive committee where decisions are made after bargaining between voting-blocks and members.</p>
<p>This situation opened the path to all negotiations, including compromise submitted to the political interests of the persons or the continental administrations, and sometimes to the detriment of a collective vision for world football and even for FIFA itself.</p>
<p>As far as the President is concerned, he ends up facing an Executive Committee elected through different voting modes and sometimes opposed visions, as if a head of state would have the legitimacy of his/her people without the possibility to govern with a cabinet of his/her choosing!</p>
<p>Or as if the UN Security Council would not be composed anymore by the representatives of the nations but by delegates of regional blocks, the ASEAN, the African Union, the European Union, the Gulf Co-operation Council, NAFTA or Mercosud!</p>
<p>This situation of the absence in the executive Committee of a stable majority linked to the President and based on a shared collective vision, contributed to the current situation: slowness or blocking-up of reforms, distancing from the common good, decline of individual voting within the executive Committee due to voting instructions given to the members, implementation of the regulations according to the relative influence of such member, accusation of the president to be responsible of all the FIFA problems while he is not politically responsible of everything, etc.</p>
<p>Due to all of the above, reforms are needed:</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To preserve the universal legitimacy of the FIFA President</span> who is the one elected by all, on the basis of a manifesto, who is accountable to the voting associations of his policies and the implementation of this manifesto, and <span style="text-decoration: underline;">who has to have the executive powers within FIFA because if this legitimacy</span>,</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To reform the election modalities of the FIFA President by an election for a group of members with 15 Executive Committee positions in order to guarantee a stable majority </span>(16 seats out of 31) for the management and the governance of football with a genuine consistency during four years and team spirit.</p>
<p>Each candidate to the presidency would run with 15 associations presidents distributed on the six continents, united around a manifesto and with these 16 person list to be elected during the FIFA Congress. In clarity rather than after hotel suites arrangements and why not announcing in advance the future responsibilities that the various candidates would deal with within FIFA if elected as it is the case for future cabinet members.</p>
<p>The fifteen other positions in the Executive Committee would be occupied by the Presidents of the six Confederations becoming automatically FIFA Vice-presidents, the three representatives of clubs/ligues, players and women’s football, and six remaining positions which could be voted in confederations congresses at it is the case today.</p>
<p>Regarding the British vice-presidency, remnant of a historical domination, it should be discussed without any taboo because it resulted into a long absence of English representative from FIFA’s highest body and a feeling of isolation and resentment towards FIFA among English football community due to inter-British rivalries around the three Celtic “nations”. One can even believe that without this statutory British vice-presidency, English football which brings so much to world football would have been much more often elected to the Executive Committee.</p>
<p>However, I do not believe in the limitation of the number of mandates which sounds more than a politically correct form answer in troubled times than a real solution for the following reasons:</p>
<p>-        The choice should stay with the voters able to choose every four years to re-elect or to change their leaders,</p>
<p>-        Moreover, the impact of football of a president, of a governance team and of a manifesto cannot really be felt over eight years. By the way, the IOC voted the limitation of mandates while doubling the duration of the first one to eight years!</p>
<p>3.7) <strong><span style="text-decoration: underline;">Strengthen FIFA’s governance structures</span></strong></p>
<p>Various options are possible:</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To enlarge a strictly legal vision of governance by establishing a strong Governance Division within FIFA</span>.</p>
<p>This division will work “up-stream” unlike the current Division for Legal Affairs which intervenes when problems surface. Its mission would be to establish the dialogue with Associations and other football sectors (FIF-Clubs/Leagues, FIFPro), the drafting of the rules and regulations as well as their implementation, the relations with public and governmental authorities, etc.</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To strengthen sport justice</span> in order to make it faster, more efficient, cheaper and more transparent at world level (creation of a football chamber with the CAS, more diverse list of arbitrators including for chamber and cases presidents, etc.) but also at national level where it remains mostly embryonic or does not respect international arbitration principles.</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To enforce the corpus <em>lex FIFA</em> in a proactive way</span> and notably all the texts and regulations which entered into force in 2008 (standard electoral code, national dispute resolutions chambers for clubs-players, national arbitration bodies at national level, financial transparency procedures, co-operation with governmental authorities, intervention in case of violations of associations statutes, in case of disrespect of their obligations by associations members or in case of violations of the latter’s rights, nationality clause of the players, etc.) <span style="text-decoration: underline;">and in total independence for internal or external pressure</span>. The double-standard approach has to be banned.</p>
<p>Regarding this and in spite of some statements, FIFA has the means to impose its decisions and the respect of its principles over the members of the football pyramid (associations, leagues, clubs and players). Unlike the IOC whose members, the national Olympic committees, are “only” recognized, football stakeholders are either direct members of FIFA (associations) or indirect members (the others being members of a FIFA member). As a consequence, the notion of internal or local affairs or even the pretext of an absence of competence, sometimes invoked by FIFA not to intervene, does not hold.</p>
<p>Firstly because of the above-mentioned legal point but more globally and often observed, when FIFA does not intervene in an association whose leaders violate the regulations, the statutes of their own associations, etc., because they feel “protected” or because they instrumentalize the notion of the autonomy of sport to escape from sanctions, while the public scrutiny clearly reveals those violations.</p>
<p>In the global village which we can call home today, dominated by the instantaneousness of television, mobile phone and internet imposed on our lives, FIFA is automatically blamed – and its image tainted – when these violations are committed by some of its members and when FIFA does not move in to correct them. The improvement of FIFA’s image will be conditioned as well by a strict and proactive implementation of its regulations.</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To improve FIFA’s weapons in case of violation of its principles.</span></p>
<p>For example regarding the defense of the autonomy of a federation, FIFA resorts to suspend the association and to punish the whole national football community while the responsibility can be clearly identified. FIFA should have the possibility to suspend the authors of the violation (administrators, clubs, etc.) in a more focused and individualized way.</p>
<p>3.8) <strong><span style="text-decoration: underline;">Reform FIFA’s administration</span></strong></p>
<p>Several options are feasible:</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To internationalize the FIFA management as well as the administration staff</span> to reflect world nature of the organization (without adopting the formula of quotas whose inefficiency was demonstrated both in New York and Brussels)</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To modernize the president-secretary general relation</span> which is also inherited from the nineteenth century aristocratic vision of a British club and was only partially reformed in 2003:</p>
<p>. The president must have the prerogative to change his administrative arm on his own (article 31.10).</p>
<p>. The overlapping competences (articles 32 and 68) must be eliminated to benefit the president who is the elected official among the two.</p>
<p>. A real management board chaired by the FIFA president must be established to give him the means to implement the manifesto he has been elected for.</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">To separate FIFA football-governing missions and FIFA’s purely economic activities</span></p>
<p>The first ones should remain of a quasi-governmental nature and as a consequence benefit from the autonomy. The latter belong to the commercial environment and remain integrally under the auspices of ordinary law.</p>
<p>However considering that corruption issues and suspicions surface from the confusion of the two kinds of activities, it will be fundamental to elaborate the appropriate mechanism and structures for FIFA to keep control on its commercial activities without any risk of suspicion of conflict of interest.</p>
<p>3.9) <strong><span style="text-decoration: underline;">Modify the insulation of refereeing debates</span></strong></p>
<p>In the history of football, the stability of the Laws of the Game has been of utmost importance since they were protected by the complexity to amend them (3/4<sup>th</sup> if the eight votes) within the International Football Association Board (IFAB) from brutal changes often requested by television channels to allegedly make a sport more attractive. This asset – stability not being confused with conservatism – is today enshrined with the introduction of the IFAB in the FIFA statutes.</p>
<p>But today, there is a huge dichotomy between the public debate on refereeing, among fans and media alike, and the perception – genuine or false – that in fact decisions are taken by a very tiny group of persons without a lot of transparency.</p>
<p>Moreover, the debates project an image of parochial wars, or personal disputes, with some dogmatism and perception of a rear-guard fight (video vs. the death of football, end of romanticism, the end of the universality of refereeing and the Laws of the Game while unique but are implemented differently between the various competitions for example when the radio link is used between the referees, etc.).</p>
<p>And <span style="text-decoration: underline;">the contribution to new technologies</span> (for goal-line, for video-assisted refereeing when the game is stopped, cancelled goal after a unclear off-side, penalty-kick decided after a foul occurring at the limit of the penalty-box, etc.) <span style="text-decoration: underline;">is inevitable</span> due to the very fast evolutions of these technologies. It can be foreseen that in stadiums, fans will be able to watch in real time and replay the off-side line on their smartphones and ipads, while the central referee will be the only one not having access to this information!</p>
<p>Some options are available without endangering the stability of the Laws of the Game:</p>
<p>-        To launch a very large consultation of FIFA member associations,</p>
<p>-        To enlarge the debate with technology issues added to the mandate of the Task-Force 2014 on refereeing chaired by Franz Beckenbauer</p>
<p>-        To reflect – without any taboo &#8211; on the experience on refereeing in other sports (tennis. Rugby) and their own methods (temporary exclusions, public explanation of the decisions by the referees, 10-meter advance for penalties in case of criticism, penalty-try, etc.)</p>
<p>3.10) <strong><span style="text-decoration: underline;">Define and implement  a more comprehensive notion of autonomy</span></strong></p>
<p>Several axes are necessary:</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">Autonomy from political and diplomatic issues</span>: football cannot be influenced by regional conflicts and rivalries between states:</p>
<p>. Right to play for all for recognized states (Kosovo) and to play at home as FIFA defended it for Israel in 2003 and for Palestine in 2008,</p>
<p>. Supremacy of sporting rules (integral draws of competitions without any interference not to create any precedent, organization in 2008 of the World Cup qualification matches Chad-Sudan) and supremacy of competitions regulations (for example in 2009 organization on neutral ground of the two matches North Korea-South Korea since the PDRK authorities did not all the ROK national anthem to be played in Pyongyang).</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">Autonomy in favor of sport justice</span> but with the condition that it is confirmed and improved thanks to wide consultation process with football stakeholders,</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">Autonomy from European law</span> in at least three directions:</p>
<p>. <span style="text-decoration: underline;">To define the content of the notion of sport specificity</span> existing in article 165 of the Lisbon Treaty which has today no definition at all, through a common position with players and clubs/leagues,</p>
<p>. <span style="text-decoration: underline;">To categorize sporting rules and decisions taken by sport institutions</span> to contain the impact of the Meca-Medina case:</p>
<p>a)     <span style="text-decoration: underline;">Purely sporting rules</span> (e.g. the size of the field of play) <span style="text-decoration: underline;">and decisions during the match</span> (penalty, cards, suspension, etc.) would be outside the area of the European law,</p>
<p>b)     <span style="text-decoration: underline;">Sporting rules with no economic purpose but with economic consequences only</span> (fight against doping, promotion-relegation, selection for national teams, talent’ and minors’ protection mechanisms, protection of the national teams) would be considered as “specific” after negotiation with the actors of football and thus not submitted to EU law,</p>
<p>c)     <span style="text-decoration: underline;">Economic regulations taken with a purely sporting objective without any economic purpose</span> (e.g. centralized sales of TV rights, ban on club multi-ownership, control of betting modalities, regulations on broadcasting to fill up stadiums, etc.) would “allegedly specific” but submitted to the control of a dialogue between sport institutions and political authorities,</p>
<p>d)     <span style="text-decoration: underline;">Purely economic decisions</span> (sales of rights, marketing, ticketing, tenders, etc.) would fully submitted to EU law,</p>
<p>. <span style="text-decoration: underline;">To re-assert the universality of the rules</span> stressing that specificity is not “the specificity of football in Europe regarding football in the rest of the world because of EU law” but “the specificity of football regarding EU law”.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">It is not possible to have two sets of rules, one for football in the 27 EU member-states and one for the rest of the world</span>. It is not possible neither to have a “dictatorship” of European law over football in the whole world because of the pre-eminence of West-European leagues.</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">Autonomy and dialogue between associations and governments</span> based on a strong initiative from FIFA to facilitate, encourage and codify this dialogue with the dual goal to support the development of local football and to avoid repetitive crises (suspensions, threats, etc.).</p>
<p>3.11) <strong><span style="text-decoration: underline;">Reconnect FIFA with the “people of football”</span></strong></p>
<p>A reform has been launched (strengthening of the code of ethics and of investigation powers of the Ethics Committee, capacity to investigate at its own initiative every time there is a suspicion including retro-actively) to contribute to the reconstruction of FIFA’s image, to the redefinition of its style (more casual chic than suit and tie?) but could be usefully completed among others by the following:</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">A wider openness to world cultures</span> (for example on the issue of the Muslim veil for female players since it is better that young girl and woman plays football with the veil rather than not playing without it, the issue of the official languages with Portuguese and Arabic to be considered),</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">A renewed commitment on societal issues such as racism and discriminations</span> (in line with the work done since the 2001 1ts-ever football conference against racism), <span style="text-decoration: underline;">gender equality</span> and <span style="text-decoration: underline;">hooliganism still present</span> (“Barras bravas” in Argentina, Paraguay, in Switzerland even and Indonesia with two dead for the final of the SEA Games football tournament),</p>
<p>-        <span style="text-decoration: underline;">A strengthened communication in direction of football actors,</span> clubs (with and via the future FIF-Clubs/Leagues), professional players (with and via FIFPro) and registered amateur players in the 208 associations, <span style="text-decoration: underline;">as well as with the fans </span>who are so central in the passion around football but so often neglected.</p>
<p align="center">x     x     x</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>I have the strong belief that only a strong, proactive, reformed and respected FIFA can fulfill its mission in the face of the very serious challenges faced by football in the twenty-first century and among which the fundamental balance of this sport and the balance between its components and actors occupy a central position.</p>
<p>Any degree of supremacy, any advantage or any element of pre-eminence given to one of them, whether clubs over FAs, between players and clubs, whether some clubs over the others, between continents and countries, would just reinforce and speed up the  distortions the game and jeopardize its future as well as any return to a healthier situation.</p>
<p>Secondly and in face of this uncontrolled stop-gap evolution, strengthened world governance represents the only solution to take the necessary decisions in a world whose governance has failed in so many areas: international financial services, climate issues, emergence of a fair trade order, health and alimentation problems and water distribution.</p>
<p>In spite of the – unfair – perception of FIFA today, football plays in the world an incredibly positive role to bring together peoples and nations, to fight inequalities, exclusions and discriminations of all kinds, to redistribute its income derived for the World Cup to the benefit of those in need.</p>
<p>Football is only a game and should remain so.</p>
<p>But if the organization of football embraces this universal, solidarity, respectful and proactive vision, football can offer an example and a method to emulate for the international finances characterized by the laisser-faire, disorganized, artificial and even criminal and benefitting an ultra-minority, for health issues and diseases neglected by the pharmaceutical companies when they affect low-income patients, for environmental issues dominated by short-term interest prevailing over our common future, for poverty in the world where live scandalously in parallel hunger and agricultural waste.</p>
<p>For football, only FIFA is able to preserve the above-described seven balances and a strong model of governance but FIFA will not be able to tackle these twenty-first century challenges with institutions and mechanisms dating from the nineteenth.</p>
<p>The French futurist Jacques Attali wrote in 2007 in “A brief history of the future” (Publisher Fayard) revealing pages on FIFA which either will lose control over football drifting progressively towards various forms of segmented mafia, or it would preserve this solidarity, universalist path respectful of differences for the common good and then FIFA will be able around 2050 to “blossom around a world general interest” and become a “planetary democratic government”.</p>
<p>In a world dominated by triumphant individualism, the increased indifference for collective challenges becoming more and more difficult to understand, football can supply this vehicle for coexistence, for the live-together, for the common good.</p>
<p>This “planetary general interest” is central at the very moment when football due to its success, belongs less and less to its actors, and becomes by the day a geo-political and geo-economic tool! And its principal asset lies in the fact that football offers this divided and unequal world the only really universal human activity where nationals, peoples and individuals can express their own pride without detesting or hating the others.</p>
<p>This is this human asset that a strong, proactive and revamped FIFA has the duty to protect during the twenty-first century.</p>
<p><em>Zurich, Ramallah, Paris, November-December 2011</em></p>
<p>Read this:</p>
<ul>
<li><strong>Steve Menary</strong>, sportingintelligence.com: <a title="Champagne proposals for Fifa reform set stage for presidential bid" href="http://www.sportingintelligence.com/2012/01/16/champagne-proposals-for-fifa-reform-set-stage-for-presidential-bid160101/" target="_blank">Champagne proposals for Fifa reform set stage for presidential bid</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2012/01/16/jerome-champagne-which-fifa-for-the-twenty-first-century/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>16</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>The real road map: investigate corruption in FIFA, what should be happening?</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2012/01/06/the-real-road-map-investigate-corruption-in-fifa-what-should-be-happening/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2012/01/06/the-real-road-map-investigate-corruption-in-fifa-what-should-be-happening/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 10:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Statement from  Andrew Jennings,  Jean François Tanda and Jens Weinreich Friday January 6, 2012 As journalists we have investigated FIFA corruption for many years. We are recognized internationally as experts on the dark world of Joseph Blatter and his associates, inside and outside FIFA. We have been invited to co-operate with Joseph Blatter’s so-called ‘reform [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Statement from  Andrew Jennings,  Jean </strong><strong>François</strong><strong> Tanda and Jens Weinreich</strong></p>
<p><em><small>Friday January 6, 2012</small></em></p>
<p>As journalists we have investigated FIFA corruption for many years. We are <a title="Andrew Jennings’ presentation to Senate Committee in Brasilia: “The Truth about FIFA Corruption &amp; Ricardo Teixeira”" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/31/andrew-jennings-presentation-to-senate-committee-in-brasilia-the-truth-about-fifa-corruption-ricardo-teixeira/">recognized</a> <a title="Kontrastprogramm zur Blatter-FIFA-Propaganda powered by Bild: Andrew Jennings vor dem Europarat" href="http://www.jensweinreich.de/2011/12/06/kontrastprogramm-zur-blatter-fifa-propaganda-powered-by-bild-andrew-jennings-vor-dem-europarat/">internationally</a> as <a title="JW vita" href="http://www.jensweinreich.de/vita/">experts on the dark world of Joseph Blatter</a> and his associates, inside and outside FIFA.</p>
<p>We have been invited to co-operate with Joseph Blatter’s so-called ‘reform process’ at FIFA.</p>
<p>It is absurd that Blatter, who has benefited from the explosion of corruption during his tenure as FIFA General Secretary and President and who managed the kickback scandals for at least two decades, is controlling this ‘clean-up’ scheme. It is created by Blatter to protect him and those close to him. His pretence of a ‘road map to reform’ is risible.</p>
<p>Also, we are concerned that Professor Mark Pieth, through an employee, threatened legal action<strong> </strong>against one of our colleagues investigating how much Pieth was paid by FIFA and how much he will get from FIFA in future for the work in the so called <a title="FIFA’s “Independent Governance Committee” is far from independent" href="http://www.jensweinreich.de/2011/12/19/fifas-independent-governance-committee-is-far-from-independent/">Independent Governance Committee (IGC)</a>, although<strong> </strong>Professor Pieth eventually confirmed the figures.</p>
<p><strong>In these circumstances &#8211; and for the reasons given below &#8211; we are unable to co-operate with FIFA’s Independent Governance Committee.</strong><br />
<span id="more-11497"></span><br />
Firstly, there has to be a rigorous investigation of FIFA’s embedded corruption. The discoveries in this process would guide subsequent governance reforms.</p>
<p>Additionally, we cannot participate in any process that includes:</p>
<p>- <em>The Amaury Group.</em> They have a commercial relationship with FIFA, Blatter and Jérôme Valcke, staging the <em>Ballon d´Or </em>ceremony.  That such a conflicted company could have been included in the IGC calls into question the use of the word ‘independent.’</p>
<p>We also state our solidarity with Denis Chaumier,<strong> </strong>the editor of the Group’s publication <em>France Football</em>, recently fired by Amaury General Director François Morinière. As journalists, we have no interest in collaborating with a committee that includes Mr Morinière.</p>
<p>- <em>Sunil Gulati,</em> president of the United States Soccer Federation. Mr Gulati has been silent during the two decades of Jack Warner and Chuck Blazer’s controversial stewardship of CONCACAF’s finances and the massive World Cup ticket rackets run through this regional confederation. It is reported that Mr Gulati has political aspirations at FIFA and this is an additional reason to disqualify him.</p>
<p>We are concerned that there has not been fuller disclosure of financial and other interests by several other members of Professor Pieth’s IGC. We support the views of the Football Supporters Europe who have also declined to be involved.</p>
<p><strong>What should be happening</strong>:</p>
<ol>
<li>Without delay Blatter can and must publish his personal copy of the report by Zug Investigating Magistrate Thomas Hildbrand into kickback corruption at FIFA and the recipients of more than <a title="Wie Jacques Rogge (IOC) und Joseph Blatter (IOC, FIFA) die Öffentlichkeit verarschen" href="http://www.jensweinreich.de/2011/12/06/wie-jacques-rogge-ioc-und-joseph-blatter-ioc-fifa-die-offentlichkeit-verarschen/">140 million Swiss Francs</a> (US$100 million) in bribes paid by former marketing company <a title="Beiträge zum ISL/ISMM-Bestechungssystem" href="http://www.jensweinreich.de/category/islismm/">ISL/ISMM</a>.We are advised that there is no legal impediment to Blatter putting his copy online today. We do not believe his claims that unnamed people are delaying publication by him. We are told that the report destroys his claim in June 2010 to have been ‘cleared’ by the investigation.</li>
<li>Blatter should publically instruct his friend <a title="Beiträge zu Jean-Marie Weber" href="http://www.jensweinreich.de/?s=jean-marie+weber">Jean-Marie Weber</a>, who organised the 140 million Swiss Francs  worth of kickbacks paid by ISL, to disclose the identities of all sports officials who received them.</li>
<li>FIFA should adopt immediately genuine transparency. This means putting all FIFA information online – as do all first world governments &#8211; including audio/visual streaming and written minutes of all committees, accompanied by all reports submitted. All votes on all occasions must be recorded by name.</li>
<li>FIFA’s published accounts are a disgrace, designed to disguise how football’s money is spent – and on whom. KPMG should be replaced by an auditor committed to transparency.</li>
<li>Publication of all confidential management letters from auditors KPMG since 1999. These contain explosive evidence about misuse of FIFA funds and criminal money-laundering through FIFA’s Finance Department.</li>
<li>All FIFA financial documentation since 1998 when Sepp Blatter became FIFA President should be put on-line – and then subjected to independent forensic examination.</li>
<li>This material should include all payment orders made by Blatter using his astonishing power to be <a title="“Will Sepp Blatter flee with FIFA’s billions?”" href="http://www.jensweinreich.de/2011/11/14/will-sepp-blatter-flee-with-fifa%e2%80%99s-billions/">sole signatory of cheques</a>. Let the world see a list of who got the money.</li>
<li>FIFA’s Finance Department must produce the documentation of the <a title="IOC-Doyen und FIFA-Patron João Havelange tritt zurück, weil er nicht rausgeschmissen werden will" href="http://www.jensweinreich.de/2011/12/04/ioc-doyen-und-fifa-patron-joao-havelange-tritt-zuruck-weil-er-nicht-rausgeschmissen-werden-will/">$1 million kickback of March 3, 1997 from ISL to Havelange</a> that was mistakenly sent to FIFA’s UBS account and then re-routed by General Secretary Blatter to Havelange.</li>
<li>Immediate suspension of FIFA ExCo member <a title="New revelations: FIFA Excecutives named as ISL bribe-takers" href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/29/new-revelations-fifa-excecutives-named-as-isl-bribe-takers/">Nicolas Leoz</a>, identified in court in Zug in March 2008 as the recipient of $130,000 in bribes from ISL. (Later we discovered he got an additional $600,000!)<br />
<strong>FIFA can achieve the above, swiftly, without any outside intervention. That would show a genuine commitment to reform. Then the investigations can commence.</strong></li>
<li>We think that the only credible approach is for Professor Pieth to be empowered to hire a reputable, independent investigative company to conduct due diligence into all areas of alleged FIFA corruption. We suggest the following crucial areas of investigation followed by rapid publication:</li>
<li>The salaries, bonuses and other benefits paid in the last decade to Blatter, <a title="“How to make the whole f***-up look better for FIFA”?" href="http://www.jensweinreich.de/2011/11/04/how-to-make-the-whole-f-up-look-better-for-fifa/">Jérôme Valcke</a> and all departmental directors.</li>
<li>All fees, bonuses and expenses – submitted and paid – of ExCo members in the last decade. And details of their Swiss tax arrangements.</li>
<li>The contracts and cost since 1998 of Blatter’s use of expensive chartered jets, his destinations and justifications for trips.</li>
<li>The allegations of corruption in the awarding of the <a title="One year after: wer überprüft die WM-Vergaben an Russland und Katar?" href="http://www.jensweinreich.de/2011/12/02/one-year-after-wer-uberpruft-die-wm-vergaben-an-russland-und-katar/">2018 World Cup to Russia and to Qatar in 2022</a> and the actions, where appropriate, of ExCo members Issa Hayatou, Jacques Anouma, Hany Abo Rida and Amos Adamu. This crucial investigation should be handled professionally <a title="FIFA-corruption: Richard Pound demands investigative commission and law enforcement assistance" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/01/fifa-corruption-richard-pound-demands-investigative-commission-and-law-enforcement-assistance/">by law enforcement agencies</a> or an independent investigation company, and where possible, liaising and assisting the current <a title="FIFA, IOC, Katar 2022: Recherche vs Propaganda" href="http://www.jensweinreich.de/2011/12/08/fifa-ioc-katar-2022-recherche-vs-propaganda/">FBI investigations</a>.</li>
<li>Investigating all aspects of the FIFA-related activities of <a title="Beiträge über Worawi Makudi" href="http://www.jensweinreich.de/category/worawi-makudi/">Worawi Makudi</a> of Thailand including the disclosure of money from FIFA’s Goal and FAP-programme and also World Cup TV rights for Thailand.</li>
<li>Investigation of allegations made in Argentina that FIFA finance committee chair <a title="Die märchenhaften Reichtümer des FIFA-Finanzchefs Don Julio Grondona: woher kommen mehr als 100 Millionen Dollar auf seinen Auslandskonten?" href="http://www.jensweinreich.de/2011/11/15/die-marchenhaften-reichtumer-des-fifa-finanzchefs-don-julio-grondona-woher-kommen-mehr-als-100-millionen-dollar-auf-seinen-auslandskonten/">Julio Grondona</a> controls offshore accounts, mostly in Switzerland, containing $120 million. There seems no obvious source of this wealth.</li>
<li>Investigation is long overdue into how <a title="FIFA-Whistleblower Chuck Blazer kassiert 9,6 Millionen Dollar (und mehr)" href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/17/fifa-saubermann-chuck-blazer-kassiert-96-millionen-dollar-und-mehr/">Chuck Blazer</a> could simultaneously be both Treasurer and General Secretary of CONCACAF &#8211; and the secret payment to him of $10 million in recent years as ‘commissions.’ Have his offshore assets come from FIFA funds – including his vintage Mercedes car registered in Zurich in FIFA’s name?</li>
<li>Re-open the investigation into <a title="Beiträge zu Jack Warner" href="http://www.jensweinreich.de/?s=jack+warner">Jack Warner</a> and extend it to embrace every payment of any kind since 1998 to Warner, members of his family, companies owned by him including Simpaul travel agency, the CFU, CONCACAF and the João Havelange Centre of Excellence.</li>
<li>Investigate Blatter’s election campaign expenses for every election including 1998. In that campaign he charged his expenses to FIFA.</li>
<li>Who paid Walter de Gregorio and Brian Alexander to organise Blatter’s campaign in 2011 to retain the Presidency? Mr Alexander does not appear to be employed by FIFA but he briefs reporters at FIFA House on behalf of Blatter. Who pays him now?</li>
</ol>
<p><strong>Additional comments by</strong>:</p>
<p><a title="Transparency in Sport" href="http://www.transparencyinsport.org" target="_blank"><em>Andrew Jennings:</em></a></p>
<p>1. I am becoming weary of the continual deceptions of FIFA’s press office which appears under orders to protect Blatter and General Secretary Valcke and ignore the public interest.</p>
<p>2. FIFA ticks all the boxes in academic definitions of Organised Crime Syndicates. I welcome more discussion of this theme.</p>
<p><a title="Jean François Tanda" href="http://www.tanda.ch" target="_blank"><em>Jean François Tanda:</em></a></p>
<p>1. This is my personal view and not that of my editor.</p>
<p>2. Regarding the TV rights for Jack Warner the crucial point is: Who approved the books/accounts of Fifa every year despite the fact that Warner is alleged never to have paid for them? In the books of Fifa, these TV rights were not booked with only 1 US $.</p>
<p><em>Jens Weinreich:</em></p>
<p>1. The 20 points of action we demand can only be a starting point for all FIFA investigations. Every further suggestion is welcomed.</p>
<p>2. I totally agree with the analysis that FIFA ticks all the boxes in academic definitions of Organised Crime Syndicates. I welcome more discussion of this theme.</p>
<p>3. Disclosure and destination of all fees, expenses and other monies paid to Blatter’s (former?) so-called personal ‘strategic advisor’ Peter Hargitay and businesses – including media and World Cup tickets &#8211; he has been connected with in the last decade. Where inappropriate, repayment to be demanded.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Jacques Rogge sagt: &#8220;reports are confidential&#8221; und &#8220;a warning is not a sanction&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/12/08/jacques-rogge-sagt-reports-are-confidential-und-a-warning-is-not-a-sanction/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2011/12/08/jacques-rogge-sagt-reports-are-confidential-und-a-warning-is-not-a-sanction/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 18:34:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[ethik]]></category>
		<category><![CDATA[fifa]]></category>
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		<description><![CDATA[LAUSANNE. In zwei Jahrzehnten als IOC-Berichterstatter habe ich gewiss schon viele absurde, deprimierende Momente erlebt. Die gerade beendete, äußerst bizarre Pressekonferenz mit einem geradezu leblos argumentierenden IOC-Präsidenten Jacques Rogge gehört sicher dazu &#8211; irgendwo in den Top 20. Das muss Mann erst mal verdauen. Jedenfalls, Rogge, einst als Erneuerer angetreten [und von mir auch als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>LAUSANNE. In zwei Jahrzehnten als IOC-Berichterstatter habe ich gewiss schon viele absurde, deprimierende Momente erlebt. Die gerade beendete, äußerst bizarre Pressekonferenz mit einem geradezu leblos argumentierenden IOC-Präsidenten Jacques Rogge gehört sicher dazu &#8211; irgendwo in den Top 20.</p>
<p>Das muss Mann erst mal verdauen.</p>
<p>Jedenfalls, Rogge, einst als Erneuerer angetreten [<em>und von mir auch als solcher promotet</em>], hätte nicht peinlicher agieren können. Unfassbar. Eigentlich hätte an seiner Stelle auch Samaranch sitzen können, das macht keinen Unterschied. Zu den Feinheiten: Rogge vermied es, die Vokabel &#8220;Korruption&#8221; zu benutzen [<em>ich sage es einmal mehr: das Wort Korruption taucht auch in der Olympischen Charta des IOC nicht auf</em>], er erwähnte auch nicht den Korruptionskonzern ISL/ISMM.</p>
<p>Als wäre nichts gewesen.</p>
<p>Schockierend.</p>
<p>Unanständig.</p>
<p>Es war natürlich Andrew Jennings, der überraschender Weise zwei Mal ans Mikro durfte und flink noch erwähnte, dass wir hier über ein kolossales Betrugssystem reden, das den gesamten, nunmehr von Rogge präsidierten, olympischen Weltsport umfasste. <strong><a title="alle Beiträge zu ISL/ISMM" href="http://www.jensweinreich.de/category/islismm/">Mehr als 140 Millionen Schweizer Franken wurden nachweislich an Schmiergeld gezahlt.</a></strong> Die Dunkelziffer ist weitaus höher. Und die Bevorteilten, korrupte Funktionäre, sind zu großen Teilen noch in Amt und Würden, hundertmal angemerkt.</p>
<p>Nach etwa zwölf Minuten war die Freakshow beendet. Rogge behauptete:</p>
<blockquote><p>We will not hesitate to act. The wider world will acknowledge that the IOC means business and is accountable and transparent&#8221;</p></blockquote>
<p>Ich muss es gleich nachhören &#8211; und werde mich erneut gruseln.<br />
<span id="more-11390"></span><br />
Nebenbei definierte Rogge die Gelben und Roten Karten im Fußball neu, oder auch die Ethikregeln. Oder beides. Es war so verworren. So verlogen.</p>
<blockquote><p>a warning is not a sanction</p>
<p>a repriment is a sanction</p>
<p>you could compare it to red card and yellow card in football.</p></blockquote>
<p>Also:</p>
<ul>
<li><strong>Lamine Diack</strong> (Senegal/IOC-Mitglied und Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF) hat insgesamt 52.880 CHF von der ISL erhalten. <a title="ioc.org" href="http://www.olympic.org/Documents/Commissions_PDFfiles/Ethics/Ethics-2011-10-03-decision-recommendation-Lamine-Diack-Eng.pdf" target="_blank">Er wurde verwarnt.</a></li>
<li><strong>Issa Hayatou</strong> (Kamerun/IOC-Mitglied, FIFA-Vizepräsident, CAF-Präsident) hat 24.700 CHF von der ISL erhalten. <a title="ioc.org" href="http://www.olympic.org/Documents/Commissions_PDFfiles/Ethics/Ethics-2011-10-03-decision-recommendation-Issa-Hayatou-Eng.pdf" target="_blank">Er wurde ermahnt.</a></li>
</ul>
<p>Beide, Diack und Hayatou, beschäftigen übrigens bis heute den ISL-Schmiergeldboten Jean-Marie Weber, der einst jene 140 Millionen verteilt hat.</p>
<ul>
<li><strong>Joao Havelange</strong> (<a title="IOC-Doyen und FIFA-Patron João Havelange tritt zurück, weil er nicht rausgeschmissen werden will" href="http://www.jensweinreich.de/2011/12/04/ioc-doyen-und-fifa-patron-joao-havelange-tritt-zuruck-weil-er-nicht-rausgeschmissen-werden-will/">FIFA-Ehrenpräsidentm IOC-Mitglied bis vor wenigen Tagen</a>) hat mutmaßlich viele Millionen von der ISL erhalten. Die Überweisung von 1,5 Millionen aus diesem Paket ist bestens dokumentiert. Havelange wurde von Rogge nicht mal mehr erwähnt.</li>
</ul>
<p>Doch, sorry, <a title="Wie Jacques Rogge (IOC) und Joseph Blatter (IOC, FIFA) die Öffentlichkeit verarschen" href="http://www.jensweinreich.de/2011/12/06/wie-jacques-rogge-ioc-und-joseph-blatter-ioc-fifa-die-offentlichkeit-verarschen/">Rogge sagte erneut &#8230;</a></p>
<blockquote><p>Mr Havelange is not an IOC member anymore. For us he is a private person.</p></blockquote>
<p>Und deshalb gibt es dazu keine Informationen.</p>
<p>Die Ermittlungsergebnisse der Ethikkommission bleiben natürlich auch geheim.</p>
<p>Rogge sagte:</p>
<blockquote><p>reports are confidential, the proposals are public</p></blockquote>
<p><del>Die beiden dünnen Papiere folgen in Kürze.</del></p>
<p><strong>19.37 Uhr:</strong> Denke ich über positive Aspekte nach, fällt mir schon mal dies ein:</p>
<ul>
<li>Die wenigen Journalisten, die sich in den vergangenen Jahrzehnten mit der ISL-Korruption befasst und wirklich recherchiert haben, beschrieben nichts als die Wahrheit.</li>
<li>Die Dokumente sind echt.</li>
<li>Die Zahlen stimmen.</li>
<li>Das IOC nennt exakt jene Daten und Zahlen, die Andrew Jennings &#8211; ergänzend zum bereits vorliegenden &#8211; vor einem Jahr in der BBC-Panaroma-Sendung vorgelegt hat.</li>
<li>Diese Fakten können auf Dauer weder IOC noch FIFA negieren.</li>
<li>Die historische Wahrheit bleibt die historische Wahrheit. Sie lässt sich auch von diesen milliardenschweren und intransparenten Sportkonzernen nicht beugen.</li>
<li>Die Wahrheit lässt sich auch von Propagandisten und als Journalisten getarnten Idioten nicht beugen.</li>
<li>Man könnte sogar sagen: Journalismus lohnt sich. Mann sieht, ab und an, Resultate. Wenn auch bescheidene.</li>
</ul>
<p>Weitere Resultate werden folgen.</p>
<p><strong>20.20 Uhr:</strong> Die Papiere sind oben nun verlinkt, und außerdem hier zu begutachten:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/diack1.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-11399" title="diack1" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/diack1-723x1024.jpg" alt="" width="506" height="717" /></a><br />
<a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/diack2.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-11400" title="diack2" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/diack2-723x1024.jpg" alt="" width="506" height="717" /></a><br />
<a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/hayatou1.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-11401" title="hayatou1" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/hayatou1-723x1024.jpg" alt="" width="506" height="717" /></a><br />
<a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/hayatou2.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-11402" title="hayatou2" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/12/hayatou2-723x1024.jpg" alt="" width="506" height="717" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die märchenhaften Reichtümer des FIFA-Finanzchefs Don Julio Grondona: woher kommen mehr als 100 Millionen Dollar auf seinen Auslandskonten?</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/11/15/die-marchenhaften-reichtumer-des-fifa-finanzchefs-don-julio-grondona-woher-kommen-mehr-als-100-millionen-dollar-auf-seinen-auslandskonten/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2011/11/15/die-marchenhaften-reichtumer-des-fifa-finanzchefs-don-julio-grondona-woher-kommen-mehr-als-100-millionen-dollar-auf-seinen-auslandskonten/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 15:19:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das ist eines meiner Lieblingsbilder. Ich habe es im Frühsommer 2007 in Zürich aufgenommen, als es Sepp und Don Julio noch besser ging. Mittlerweile haben sie weniger zu lachen, der FIFA-Präsident und sein Senior Vice President und Chef der FIFA-Finanzkommission, Don Julio Humberto Grondona. Die unfassbaren Details über Grondonas Auslandskonten, die seit einigen Wochen in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist eines meiner Lieblingsbilder. Ich habe es im Frühsommer 2007 in Zürich aufgenommen, als es Sepp und Don Julio noch besser ging.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7526" title="FIFA-Präsident Joseph Blatter, FIFA Senior Vice President Don Julio Grondona" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/sepp-don-web.jpg" alt="" width="530" /></p>
<p>Mittlerweile haben sie weniger zu lachen, der FIFA-Präsident und sein<strong> Senior Vice President und Chef der FIFA-Finanzkommission, <a title="alle Beiträge von und mit Julio Grondona" href="http://www.jensweinreich.de/category/julio-humberto-grondona/" target="_self">Don Julio Humberto Grondona</a></strong>. Die unfassbaren Details über Grondonas Auslandskonten, die seit einigen Wochen in argentinischen Medien verhandelt werden, sind gewiss nur die Spitze des Eisberges. Es geht um Geldwäsche, Betrug, Steuerhinterziehung und derlei Vergehen &#8211; um Korruption natürlich auch.</p>
<p><strong>Aktenzeichen C 28.078/2011</strong>.</p>
<p>Nach meiner Rechnung, mit einigen Unbekannten und Unsicherheiten, reden wir über <strong>mehr als 100 Millionen Dollar</strong>, die der Grondona-Clan im Ausland geparkt hat. Und das sind nur die Konten, deren Salden wir nun kennen (komplette Kontoauszüge mit Absendern und Zahlungsgründen kennen wir nicht). Wir ahnen, dass Grondona viele andere Konten hat, zum Beispiel in Steueroasen in der Karibik, manche Details sind in den vergangenen Jahren im Laufe anderer Affären ansatzweise publik geworden.</p>
<p>Noch einmal: Julio Grondona (wer mehr <a title="Don Julio verpflichtet Maradona" href="http://www.jensweinreich.de/2008/10/29/don-julio-verpflichtet-maradona/" target="_self">zu seiner Vita</a> lesen will, lese zum Beispiel, <a title="Play the Game 2011" href="http://www.playthegame.org/fileadmin/image/PTG2011/Presentation/Ezequiel_Fernandez_Moores.pdf" target="_blank">Ezequiel Fernández Moores)</a> ist nicht irgendein FIFA-Funktionär:</p>
<ul>
<li>er ist Blatters Stellvertreter als Senior Vice President</li>
<li>er ist Chef der FIFA-Finanzkommission (durchsetzt mit Gaunern, aber die Zusammensetzung der Kommissionen ist mal eine andere Geschichte)</li>
<li>er <a title="&quot;Will Sepp Blatter flee with FIFA's billions?&quot;" href="http://www.jensweinreich.de/2011/11/14/will-sepp-blatter-flee-with-fifa%e2%80%99s-billions/" target="_self">ist zeichnungsberechtigt für die FIFA</a></li>
<li>er ist die Nummer zwei des Weltfußballs und besetzt Schlüsselpositionen</li>
</ul>
<p>Und das ist (ein Teil) der Auslandskonten, die er mit seinem Buddy Eduardo de Luca (Generalsekretär des CONMEBOL aus Paraguay) und seinen Kindern Liliana und Humberto unterhält:<span id="more-11210"></span></p>
<div id="attachment_11211" class="wp-caption aligncenter" style="width: 488px"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/accounts-grondona.png"><img class="size-large wp-image-11211 " title="Auslandskonten des Grondona-Clans" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/accounts-grondona-597x1024.png" alt="" width="478" height="819" /></a><p class="wp-caption-text">Auslandskonten des Grondona-Clans</p></div>
<p>Bleiben wir künftig in der Währung, in der die Grondona-Konten öffentlich verhandelt werden, in US-Dollar.</p>
<p>Demnach ergibt sich folgende Übersicht:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-11215" title="summary Grondona Konten" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/summary-accounts.png" alt="" width="399" height="103" /></p>
<p>Hier sind die entsprechenden Belege, es darf sich jeder bedienen <em>(und mir bei der Analyse helfen, darauf komme ich gleich zurück)</em>:</p>
<p><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/grondona-accounts-1.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-11220 alignnone" title="grondona-accounts-1" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/grondona-accounts-1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/grondona-accounts-2.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-11221 alignnone" title="grondona-accounts-2" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/grondona-accounts-2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/grondona-accounts-3.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-11222" title="grondona-accounts-3" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/grondona-accounts-3-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/grondona-accounts-4.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-11223" title="grondona-accounts-4" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/grondona-accounts-4-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/grondona-accounts-5.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-11224" title="grondona-accounts-5" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/grondona-accounts-5-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/grondona-accounts-6.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-11225" title="grondona-accounts-6" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/grondona-accounts-6-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/grondona-accounts-7.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-11226" title="grondona-accounts-7" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/grondona-accounts-7-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/grondona-accounts-8.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-11227" title="grondona-accounts-8" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/grondona-accounts-8-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/grondona-accounts-9.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-11228" title="grondona-accounts-9" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/grondona-accounts-9-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/grondona-accounts-10.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-11229" title="grondona-accounts-10" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/grondona-accounts-10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/grondona-accounts-11.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-11230" title="grondona-accounts-11" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/grondona-accounts-11-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p><strong><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/grondona-accounts-11.jpg"></a>Woher kommt das Geld?</strong></p>
<p>Man weiß es nicht.</p>
<ul>
<li>Wer hat wofür überwiesen?</li>
<li>Die Korruptionsagentur ISL/ISMM? Mindestens zwei Konten bestanden schon in den neunziger Jahren.</li>
<li>Die FIFA?</li>
<li>Russland 2018?</li>
<li>Katar 2022?</li>
</ul>
<p>Das sind so Fragen. Wichtige Fragen.</p>
<p>Andere lauten:</p>
<ul>
<li>Warum unternimmt die FIFA nichts gegen Grondona?</li>
<li>Warum &#8220;ermittelt&#8221; keine Ethikkommission?</li>
<li>Warum ist Grondona noch auf freiem Fuß?</li>
<li>Warum lassen Blatter, Don Julio &amp; Co weiter jegliche Transparenz vermissen?</li>
</ul>
<p><strong>Argentiniens Justiz hat einige Fragen. Rechtshilfeersuchen (letters rogatory) an die Schweiz, Liechtenstein, USA u.a. sind auf den Weg gebracht. Das Financial Information Unit des Justizministeriums <a title="UIF Argentina" href="http://www.uif.gov.ar/eng/index.html" target="_blank">(Unidad de Informacion Financiera)</a>, das u.a. auf Geldwäsche spezialisiert ist, hat sich ebenfalls Don Julio angenommen.</strong></p>
<p>Hier sind die entsprechenden, bislang wohl unveröffentlichten Briefwechsel der Behörden &#8211; im spanischen Original und jeweils einer englischen Übersetzung &#8211; soweit ich sie bisher bekommen konnte.</p>
<ul>
<li>Aufs Bild <a title="letters Prosecutor Argentina" href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/Don-Julio.pdf" target="_blank">oder hier klicken</a> und es erscheint eine pdf-Datei von 18 Seiten (5,5 MB)</li>
</ul>
<p>Es darf sich jeder bedienen <em>(Hinweise sind willkommen, ich komme gleich darauf zurück)</em>:</p>
<div id="attachment_11233" class="wp-caption aligncenter" style="width: 539px"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/Don-Julio.pdf"><img class="size-full wp-image-11233 " title="Argentina, Crime, Don Julio, Prosecutor" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/viviana.jpg" alt="" width="529" height="364" /></a><p class="wp-caption-text">Schreiben von Staatsanwältin Viviana Beatriz Fein</p></div>
<p>Ich habe die Geschichte &#8211; in extremer Kurzfassung &#8211; für den <a title="dradio.de" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1604684/" target="_blank">Deutschlandfunk</a> und für einige Zeitungen, beispielsweise die <a title="FIFA-Vize unter Korruptionsverdacht" href="http://www.ftd.de/sport/:weltfussballverband-fifa-vize-unter-korruptionsverdacht/60129257.html" target="_blank">Financial Times</a>, produziert.</p>
<p><a title="dradio.de" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/11/12/dlf_20111112_1924_ef9f09f0.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Hier der Rohtext für die Zeitungen, er gibt allerdings nicht mehr als einen groben Überblick:</p>
<blockquote><p>Zu jenen Funktionären des Fußball-Weltverbandes FIFA, die sich <a title="&quot;Die Institution FIFA ist nicht korrupt!&quot;" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/21/live-blog-aus-zurich-sepp-mutiert-zum-korruptionsbekampfer/" target="_self">vor drei Wochen in Zürich ein so genanntes Reformpaket verordnet haben</a>, zählte auch der Argentinier Julio Humberto Grondona. Die 80-jährige Skandalnudel mit Nähe zur organisierten Kriminalität fungiert als Erster FIFA-Vizepräsident und als Chef der Finanzkommission. Grondona ist zeichnungsberechtigt für die milliardenschweren FIFA-Konten, schon das muss alarmieren. Denn seit Monaten steht er in seiner Heimat Argentinien einmal mehr wegen dunkler Geschäfte im Fokus. Auslandskonten, die mit 72 Millionen US-Dollar und Schweizer Franken prall gefüllt sind, wurden bereits dokumentiert. Die Strafsache 228078/2011 spitzt sich weiter zu und entwickelt sich zu einem internationalen Krimi.</p>
<p>Vor zwei Wochen hat Staatsanwältin Viviana Beatriz Fein Rechtshilfeersuchen beantragt, um ein Dutzend von Grondonas Schwarzkonten aufzuklären: Die 72 Millionen lagern vor allem in der Schweiz, auch in Liechtenstein, Spanien und den USA. Schon heißt es, es seien sogar 106 Millionen Dollar nachzuweisen. Dabei wird es nicht bleiben. Grondona steht zudem in Verdacht, Schmiergelder in märchenhafter Höhe von den WM-Ausrichtern Russland (2018) und Katar (2922) kassiert zu haben. Die staatliche Behörde für Finanzverbrechen (UIF) ist eingeschaltet. Es geht um Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Korruption, schweren Betrug und andere Delikte. Es wird diskutiert, die Steuerunterlagen und sämtliche Geschäftsdaten Grondonas aus den vergangenen zehn Jahren einzuziehen. Und was unternimmt die FIFA angesichts der Vorwürfe gegen ihren Finanzchef? Nichts. Natürlich nicht.</p>
<p>„Grondona ist nicht irgendeiner, der irgendwie ein bisschen korrupt ist. Grondona ist der ErsteVizepräsident und Finanzchef der FIFA und damit die Nummer zwei des Weltfußballs“, sagt der Schweizer Nationalrat Roland Büchel (SVP), der sich seit langem um Korruptionsaufklärung in der FIFA bemüht.</p>
<p><strong>„Ich bin überrascht, dass diese neue Summe zum Vorschein kommt. Niemand kann annehmen, dass diese Dutzenden von Millionen sauberes Geld sind!“</strong></p>
<p>Grondona führt seit 1979 den argentinischenVerband AFA und hat sich im Oktober für weitere vier Jahre im Amt bestätigen lassen. Seit 1988 gehört er dem FIFA-Exekutivkomitee an. Er behauptet, mächtiger als jeder argentinische Präsident zu sein. Über zahlreiche Unternehmen beherrscht er den Fußballmarkt in Südamerika, zu seinen Firmen zählt auch ein Überbleibsel der ISL-Gruppe, die Top-Funktionäre in FIFA und IOC nachweislich mit mehr als 141 Millionen Franken geschmiert hat.</p>
<p>Der Auslöser im aktuellen spektakulären Kriminalfall ist die Vertragsbrüchigkeit des AFA-Präsidenten mit der Firma TyC (Torneos y Competencias), die lange Jahre die TV-Rechte am argentinischen Fußball vermarktet und Grondona gemäß Aktenlage auch geschmiert hat. Seine ehemaligen Kompagnons rächen sich und veröffentlichen atemraubende Dokumente. Grondona und sein Kumpel Eduardo de Luca, Generalsekretär des südamerikanischen Verbandes CONMEBOL, wurden von einem Team mit versteckter Kamera gefilmt. Zwei Privatsender haben Teile der Videos ausgestrahlt. Da sagt also Blatters Stellvertreter über seine Rivalen:</p>
<p><strong> &#8220;Wenn ich die beiden umbringen kann, werde ich sie umbringen.&#8221;</strong></p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/11/15/die-marchenhaften-reichtumer-des-fifa-finanzchefs-don-julio-grondona-woher-kommen-mehr-als-100-millionen-dollar-auf-seinen-auslandskonten/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Natürlich hat nun auch Grondona Anwälte eingeschaltet und spricht trotz der Belege von Verleumdungen. Der Fall birgt viele brisante Fragen, weit über Argentinien hinaus: Wie wurden die Schwarzkonten des Grondona-Clans gefüllt? Wer hat wofür die Millionen überwiesen? Gingen auf den Konten auch Zahlungen der ISL und der FIFA ein? Aus Russland und Katar ebenfalls?</p>
<p>Dass Grondona über weitere Millionenkonten in anderen Ländern verfügt, etwa in Steueroasen in der Karibik, darf als nahezu sicher gelten. Er soll auch gemeinsam mit Brasiliens Verbandschef Ricardo Teixeira &#8211; FIFA-Exekutivmitglied, ISL-Schmiergeldempfänger und WM-Organisationschef 2014 – an der berüchtigten Firma Traffic beteiligt sein. Diese Figuren haben über Jahrzehnte mit Milliarden jongliert. Über eine seiner Firmen, Rotamund, dealt Grondona seit Ewigkeiten, natürlich, mit Tickets für Fußball-Weltmeisterschaften und sündhaft teuren Reisepaketen.</p>
<p>Dutzende Firmen kannte man bereits, nun kommen neue dazu, wie aus den Angaben zu den Schwarzkonten ersichtlich ist. Allein die &#8220;Kellog Development&#8221;, für die er selbst, sein Sohn Humberto und seine Tochter Liliana eingeschrieben sind, unterhält Konten, auf denen mehr als 60 Millionen Dollar lagern. Es sind die üblichen Banken, die man aus anderen Ganovenstücken kennt: die UBS, die Centrum Bank, die Citibank – hochinteressant für den Schweizer Nationalrat Roland Büchel ist dabei die Hyposwiss Privatbank AG, denn die befindet sich in öffentlicher Hand.</p>
<p>„Die Hyposwiss gehört der St. Gallischen Kantonalbank, die vom St. Galler Volk getragen wird. Und die gibt ja sogar eine Staatsgarantie ab“, sagt Büchel. „Da müssen jetzt im Kanton St. Gallen Vorstöße laufen, damit das definitiv abgeklärt wird. Ich werde dafür sorgen.“ Büchel fordert die FIFA und Grondona auf, unverzüglich sämtliche Kontodaten, Transfers und Geschäftsbeziehungen offen zu legen. „Da muss sofort Transparenz auf dem Tisch“, sagt der Nationalrat.</p>
<p><strong>„Die Schweiz hat eine spezielle Verantwortung dafür zu sorgen, dass Sportverbände sauber arbeiten. Es geht um den Ruf unseres Landes.“</strong></p></blockquote>
<p>Wer halbwegs aufmerksam liest, wird feststellen, dass es mit den Millionensummen auf Grondonas Konten munter durcheinander geht. Das hat Gründe, und wer sich im Bankgewerbe auskennt (oder wer einfach nur detektivisches Gespür hat), kann bei der Aufklärung gern helfen.</p>
<p>Ich habe, wenn ich den Fall Grondona erwähnt habe, zuletzt auch immer von jenen 72 Millionen gesprochen, die in Argentinien verhandelt werden. Habe nie so recht verstanden, wie die Summe errechnet wird, denn wenn ich mir die Kontostände anschaue, komme ich zu anderen Ergebnissen. Hier nochmal meine Auflistung, um etwas Systematik reinzubringen:</p>
<div id="attachment_11211" class="wp-caption aligncenter" style="width: 448px"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/accounts-grondona.png"><img class="size-large wp-image-11211 " title="Auslandskonten des Grondona-Clans" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/accounts-grondona-597x1024.png" alt="" width="478" height="819" /></a><p class="wp-caption-text">Auslandskonten des Grondona-Clans</p></div>
<p>Dazu muss ich sagen:</p>
<ul>
<li>manche Konten sind in CHF geführt, andere in US Dollar. Zu den meisten fehlt die Währungs-Angabe, oder ich habe das übersehen</li>
<li>in der Tabelle habe ich deshalb Angaben gefettet: nur zweimal habe ich explizit US $ gelesen, ansonsten bin ich von CHF ausgegangen</li>
<li>ich habe mit dem heutigen Wechselkurs CHF/US $ gerechnet</li>
</ul>
<p>Ich bin selbst erst nach mehrfacher Lektüre dieses Textes von <strong>Carlos Ardiles auf analitica.com</strong> darauf gekommen, dass es um viel mehr Geld geht:</p>
<ul>
<li><strong><a title="analitica.com" href="http://www.analitica.com/deportes/9328785.asp  " target="_blank">Julio Grondona y las cuentas no declaradas por 106 millones de dólares: ¿soborno qatarí?</a></strong></li>
</ul>
<p>Carlos Ardiles schreibt von 106 Millionen (wobei sich mir nicht ganz erschließt, wie er darauf kommt).</p>
<p>Aber, so scheint mir, auch die meisten Kollegen in Argentinien, die darüber berichtet haben, vergaßen (sofern ihnen die Kontodaten vorlagen), dass da neben den Salden ja noch anderes verzeichnet ist, Festgeld und Fonds. Deshalb habe ich nun diese Aufstellung gemacht:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-11215" title="summary Grondona Konten" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/summary-accounts.png" alt="" width="399" height="103" /></p>
<p>Wir können gemeinsam an den Daten arbeiten. Gewiss habe ich Fehler gemacht, manches übersehen, insgesamt aber sollte sich die Summe schon auf mehr als 100 Millionen Dollar einpegeln.</p>
<p>Was sagen Experten, die mitlesen:</p>
<ul>
<li><strong>Ist die Auflistung einigermaßen korrekt?</strong></li>
<li><strong>Was lässt sich aus den elf Kontoblättern (oben verlinkt) noch ablesen?</strong></li>
<li><strong>Was lohnt sich, zu recherchieren?</strong></li>
<li><strong>Findet jemand Details zu den Firmen? </strong></li>
<li><strong>Litemax Enterprise Corp?</strong></li>
<li><strong>Anfal Inc?</strong></li>
<li><strong>Kellog Development Inc?</strong></li>
<li><strong>Harvard Society Limited?</strong></li>
</ul>
<p>Es kursieren zu manchen Konten Daten aus dem Jahr 2009, oben habe ich jeweils den letzten Stand, teilweise Ende 2010, veröffentlicht. Was mir dabei aufgefallen ist, sind kräftige Zuwächse auf zwei Konten der <strong>Kellog Development Inc (Konto 8 und 9 in der Tabelle)</strong>.</p>
<p>Theoretisch &#8211; Arbeitshypothese, aber man soll ja ergebnisoffen recherchieren &#8211; könnte das mit WM-Bewerbungen zu tun haben.</p>
<p>Nur so. Laut gedacht. (Aber es wäre gewiss zu einfach.)</p>
<p>Ob 72, 106 oder 121 Millionen &#8211; einerseits ist es egal. Andererseits möchte ich schon mehr wissen.</p>
<p>Also, kann jemand helfen?</p>
<p>Banker aus der Schweiz oder Liechtenstein, die die kompletten Kontoauszüge als pdf und oder auf CD bereitstellen wollen, sind natürlich auch willkommen &#8211; nur Geld kann ich dafür leider nicht zahlen :)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Will Sepp Blatter flee with FIFA’s billions?&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 14:35:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[andrew jennings]]></category>
		<category><![CDATA[dokumentation]]></category>
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		<category><![CDATA[korruption]]></category>
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		<category><![CDATA[wahrheitsallergiker]]></category>
		<category><![CDATA[vetternwirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Vetternwirtschaft unter Journalisten: also mal wieder ein Crosspost meines Freundes Andrew Jennings. Er schreibt über die Einzelunterschrifts-Berechtigung des FIFA-Patrons Joseph Hosni Ben Ali Blatter. Ein Umstand, den vor Jahren in Geschichten über die Desinteresse-Erklärung der FIFA im ISL-Verfahren schon Jean François Tanda berichtet hat. Ich finde allerdings, die Story, die AJ da nun veröffentlicht, ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vetternwirtschaft unter Journalisten: also mal wieder ein <a title="Will sleazy Sepp flee with FIFA’s cash?" href="http://www.transparencyinsport.org/Will_Sepp_Blatter_flee_with_FIFAs_billions/will_sepp_blatter_flee_with_fifas_billions.html" target="_blank">Crosspost</a> meines Freundes Andrew Jennings. Er schreibt über die Einzelunterschrifts-Berechtigung des FIFA-Patrons Joseph Hosni Ben Ali Blatter. Ein Umstand, den vor Jahren in Geschichten über die Desinteresse-Erklärung der FIFA im ISL-Verfahren schon Jean François Tanda berichtet hat. Ich finde allerdings, die Story, die AJ da nun veröffentlicht, ist heute wichtiger denn je, da Sepp sich schon den albernen Segen einer Vertreterin von Transparency International geholt hat und behauptet, <a title="live-Blog aus Zürich, Joseph Blatter greint: “Die Institution FIFA ist nicht korrupt”" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/21/live-blog-aus-zurich-sepp-mutiert-zum-korruptionsbekampfer/" target="_self">die FIFA werde zu einer volltransparenten Organisation mutieren</a>.</p>
<p>Nun ja. Die Fakten sprechen ein wenig dagegen.</p>
<p>Ich habe da etwas beizusteuern, eine Kleinigkeit nur, öffentlich zugängliche Daten, die leicht abrufen kann, wer sich dafür interessiert. Der Sepp darf nicht nur für die FIFA Einzelunterschriften leisten:</p>
<div id="attachment_11193" class="wp-caption aligncenter" style="width: 517px"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/sepp-signatures.png"><img class="size-full wp-image-11193   " title="Sepp Blatter, Einzelunterschriftsberechtigungen (c) Teledata.ch" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/sepp-signatures.png" alt="" width="507" height="198" /></a><p class="wp-caption-text">Sepp Blatter, Einzelunterschriftsberechtigungen (c) Teledata.ch</p></div>
<p>Hier nun der Beitrag. Viel Vergnügen:</p>
<p><strong>By Andrew Jennings</strong></p>
<p>FIFA president Blatter has given himself the authority to sign cheques without the approval of his staff or colleagues. Documents at the Zurich Commercial Register reveal that Blatter has had sole signatory powers for nearly two decades.</p>
<p>João Havelange, his predecessor as FIFA president, currently under investigation by the IOC for bribe-taking, had this power but as he lived in Rio, he allowed his then general secretary Sepp Blatter also to have sole rights.</p>
<p>As corruption allegations swirl around President Blatter he could, if he wanted, write himself a cheque for the $1.6 billion in FIFA’s bank account, take his empty suitcases to FIFA’s bankers UBS on Zurich’s Bahnhofstrasse, speed on to the airport, take his last trip on a FIFA-funded jet (he never flies scheduled airlines) and abscond to safe haven in countries like Burma, Russia, Azerbaijan and Zimbabwe where he has been given warm welcomes in the last year.<span id="more-11191"></span></p>
<p>When Blatter took the presidency in 1998 he kept this power of sole signatory for himself but has denied it to his three successive general secretaries – including incumbent Jérôme Valcke. Even Julio Grondona, the chairman of FIFA’s Finance Committee, does not have this power.</p>
<p><em>Funny money bank accounts</em></p>
<p>Mr Grondona is currently under investigation by police in Buenos Aires following the revelation two weeks ago that he and his family and close aides control bank accounts in Switzerland containing more than $70 million. Although the accounts have featured prominently in the Swiss media, Blatter has declined to refer Grondona to FIFA’s Ethics Committee. Police in Buenos Aires are on the case.</p>
<div id="attachment_11200" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/Blatter-Single-signature.gif"><img class="size-large wp-image-11200  " title="Blatter Single Signature" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/11/Blatter-Single-signature-1024x409.gif" alt="" width="491" height="196" /></a><p class="wp-caption-text">Blatter Single Signature</p></div>
<p>This disclosure calls into question the reassuring reports of FIFA’s Audit Committee, chaired for many years by IOC member Franco Carraro who resigned in 2006 as President of Italian football after allegations of involvement in the Juventus match-fixing scandal. Mr Carraro was subsequently cleared of any wrongdoing.</p>
<p>He once commented that FIFA’s Code of Ethics ‘guarantees transparency and strictly ethical standards among the various bodies and officials of FIFA, and football in general.’</p>
<p>Another luminary of FIFA’s seven-member Audit Committee is Justino Fernandes, former governor of Luanda. He was attacked by philanthropist George Soros, the UK, the USA and the European Parliament after ordering the jailing of a critical reporter in Angola.</p>
<p><em>$9.5 million in kickbacks</em></p>
<p>Also on the Audit Committee is José Carlos Salim from Brazil, a close confidant of FIFA’s Executive Committee member Ricardo Teixeira, under investigation by Federal Police for tax evasion and money laundering following disclosures by BBC Panorama that he allegedly took $9.5 million in kickbacks from the company awarded FIFA’s World Cup marketing contracts. Mr Salim is an executive of the Brazilian football federation, chaired by Teixeira – who is in charge of the 2014 World Cup.</p>
<p>The existence of Blatter’s sole power of signatory also casts doubt on the due diligence of FIFA’s executive committee. Vice-president Issa Hayatou from Cameroun is under investigation by the IOC for bribe-taking. Nicolas Leoz from Paraguay was also accused by Panorama of pocketing $730,000 in contract kickbacks &#8211; but Blatter has again refused to act in either case.</p>
<p><em>Uhu – here come the Feds </em></p>
<p>American member Chuck Blazer may not have been troubled as he flouts good governance rules by being both general secretary and treasurer of regional football in North America, Central America and the Caribbean. <a title="FIFA-Whistleblower Chuck Blazer kassiert 9,6 Millionen Dollar (und mehr)" href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/17/fifa-saubermann-chuck-blazer-kassiert-96-millionen-dollar-und-mehr/" target="_self">His offshore bank accounts and assets are currently being examined by the FBI</a> – but Blatter declines to refer Blazer to the ethics committee.</p>
<p>Although there are no allegations of any kind against Michel Platini neither he nor Britain’s former FIFA vice-president Britain’s Geoff Thompson, or his recent successor Jim Boyce from Belfast, appear to have raised the issue of Blatter’s extraordinary power.</p>
<p>This reporter has been banned from FIFA press conferences since 2003 after he published a documented story disclosing that Blatter pays himself a secret six-figure annual bonus for ‘loyalty.’ Blatter announced the story was ‘fiction’ and promised to sue. He didn’t. Blatter refuses to reveal what he pays himself in salary, bonuses, expenses and other perks. And what he takes in cash.</p>
<ul>
<li>Andrew Jennings hat noch eine Geschichte parat über Sepp und Philippe und die im Kerngeschäft doch sehr kleine FIFA-Familie, Lesebefehl: <strong><a title="transparencyinsport.org" href="http://www.transparencyinsport.org/No_tendering_for_World_Cup_tix_contract/no_tender_for_world_cup_tickets.html" target="_blank">No tendering for World Cup tix contract</a></strong></li>
</ul>
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		<title>Was vom Tage übrig bleibt (64): &#8220;Da ist überhaupt nichts dran falsch, etwas zu berichten &#8230;&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/10/30/was-vom-tage-ubrig-bleibt-64-da-ist-uberhaupt-nichts-dran-falsch-etwas-zu-berichten/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 19:45:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Herbert Fischer-Solms hat gerade im Deutschlandfunk einen Schwerpunkt zum Bundestags-Sportausschuss gesendet, der seit Mittwoch die Öffentlichkeit aussperrt. Als Ergänzung zur bisherigen Berichterstattung über die Steuermittel verschlingenden Steinzeit-Kommunikatoren von CDU/CSU und FDP bieten sich diese drei Beiträge gewiss an: Was bisher geschah &#8211; meine Zusammenfassung: : Klaus Riegert (CDU/Schwäbischer Turnerbund) hat &#8220;an der Qualität einige Dinge&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Herbert Fischer-Solms</strong> hat gerade im <strong>Deutschlandfunk</strong> einen Schwerpunkt zum Bundestags-Sportausschuss gesendet, der seit Mittwoch die Öffentlichkeit aussperrt. Als Ergänzung zur <strong><a title="Bundestags-Sportausschuss schließt Medien aus: Mdb wollen sich nicht beim iPad-Spielen beobachten lassen …" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/26/bundestags-sportausschuss-schliest-medien-aus-mdb-wollen-sich-nicht-beim-ipad-spielen-beobachten-lassen/" target="_self">bisherigen</a> <a title="Crowdsourcing: Wie erzieht man Polit-Hampel und Wahrheitsallergiker, die im Bundestag unter sich bleiben wollen?" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/28/crowdsourcing-wie-erzieht-man-polit-hampel-und-wahrheitsallergiker-die-im-bundestag-unter-sich-bleiben-wollen/" target="_self">Berichterstattung</a> </strong>über die Steuermittel verschlingenden Steinzeit-Kommunikatoren von CDU/CSU und FDP bieten sich diese drei Beiträge gewiss an:</p>
<p>Was bisher geschah &#8211; meine Zusammenfassung:</p>
<p><a title="dradio.de" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/10/30/dlf_20111030_1910_05b7472f.mp3" target="_self">:</a></p>
<p><strong>Klaus Riegert (CDU/<span style="text-decoration: line-through;">Schwäbischer Turnerbund</span>) </strong>hat &#8220;an der Qualität einige Dinge&#8221; in meinem &#8220;Statement&#8221;, &#8220;die man auch anders würdigen kann&#8221;, wenn ich ihn recht verstanden habe, was echt schwerfällt. Egal, hier auch das Interview mit demjenigen, der Öffentlichkeit und Transparenz scheut wie der Teufel das Weihwasser: Klaus Riegert, sportpolitischer Sprecher der Union.</p>
<p><a title="dradio.de" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/10/30/dlf_20111030_1938_358bfe99.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Ich denke, dies und Riegerts erschreckend hilflos-ahnungslose Satzfetzen im <a title="zeit-online: Interview mit Klaus Riegert (CDU)" href="http://www.zeit.de/sport/2011-10/sportpolitik-riegert-presse-2/komplettansicht" target="_blank">Zeit-online-Interview</a> mit Oliver Fritsch erklären einiges.</p>
<p>Zum Abschluss schließlich das Interview von Herbert Fischer-Solms mit der Sportausschusschefin <strong>Dagmar Freitag (SPD/Deutscher Leichtathletik-Verband)</strong>, der die Entwicklung hörbar peinlich ist:</p>
<p><a title="dradio.de" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/10/30/dlf_20111030_1944_c5857dc5.mp3" target="_self">:</a></p>
<p><em>Nachtrag, 4. November, 11.21 Uhr:</em> Ich wurde soeben von einem schwäbischen Leser darauf hingewiesen, dass Klaus Riegert nicht mehr Vizepräsident des <a title="Präsidium des Schwäbischen Turnerbundes" href="http://www.stb.de/stb/organisation/praesidium.html" target="_blank">Schwäbischen Turnerbundes</a> ist. Er war es lange Jahre, und auf der <a title="BT Klaus Riegert" href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/biografien/R/riegert_klaus.html" target="_blank">Bundestags-Webseite</a> allerdings steht das bis zu diesem Moment auch noch so.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Deutschland, Bremser im internationalen Antidopingkampf (III): die Finanzierung der WADA</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/10/25/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf-iii-die-finanzierung-der-wada/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 16:37:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Grit Hartmann Zur Einstimmung ein Filmchen. Alleindarsteller: Sportminister Hans-Peter Friedrich (CSU). Ein Ausschnitt aus der jüngsten Folge der beliebten Reihe „Sie fragen – der Minister antwortet“. Diesmal salbungsvolle Worte zum Fairplay im Sport. [Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.] Diese Aussagen noch einmal zum Nachlesen: Als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>von Grit Hartmann</strong></p>
<p>Zur Einstimmung ein Filmchen. Alleindarsteller: Sportminister Hans-Peter Friedrich (CSU). Ein Ausschnitt aus der <a title="BMI" href="http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Videos/DE/Podcast/Fairplay/fairplay_podcast.html" target="_blank">jüngsten Folge</a> der beliebten Reihe <em>„Sie fragen – der Minister antwortet“</em>. Diesmal salbungsvolle Worte zum Fairplay im Sport.</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/25/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf-iii-die-finanzierung-der-wada/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Diese Aussagen noch einmal zum Nachlesen:</p>
<blockquote><p>Als Sportminister ist es für mich natürlich wichtig, Chancengleichheit im Sport auch zu erzeugen. Und das wichtigste Thema in dem Zusammenhang ist die Bekämpfung von Doping. Doping bedeutet, dass die Chancen nicht gleich sind, sondern dass unfair gearbeitet wird, und deswegen ist für mich die Bekämpfung von Doping ein wichtiger Punkt, national wie international. Und das ist meine Aufgabe als Sportminister, die ich insbesondere unter diesem Aspekt – Chancengleichheit – sehe.</p></blockquote>
<p>Dass Friedrich sogar den Kopf bei Ersterwähnung des D-Worts schüttelt, lässt das darstellerische Talent des Ministers ahnen. Denn die politische Realität kann er nicht meinen. Der Mann, der bisher eher durch Neigung zu den populären Seiten der Leibesübungen auffiel, auf der Tribüne, wenn deutsche Kicker antraten, oder als Redner bei Verbandsjubiläen. Morgen (Mittwoch, 26. Oktober) soll bekanntlich der Sportausschuss dem Begehr seines Hauses zustimmen, die Beiträge für die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA auf derzeitigem Niveau einzufrieren. Diese Unternehmung, inzwischen eine europäische, startete im Juni 2010 Gerhard Böhm, Chef der Sportabteilung im BMI. Seine Begründung:</p>
<p><strong>Eingedenk der globalen Finanzkrise sei es „schwierig, ein kontinuierlich steigendes WADA-Budget in Deutschland zu vermitteln“.</strong></p>
<p>Deutschland spart damit phänomenale 10.000 Euro.</p>
<p>Der WADA aber, die u.a. für die laut Friedrich so wichtige Chancengleichheit zu sorgen hat (Ein anderes Thema: Sie erledigt das ungenügend, allerdings auch, weil sie mit 27 Millionen Dollar im Jahr unterfinanziert ist.), geht viel mehr verloren, denn alle ihre Finanziers aus Politik und Sport müssten mitziehen. Auch der deutschen NADA streicht Minister Friedrich die jährliche Million fürs Stiftungskapital, die Zahlung war von Beginn an befristet. Aber immerhin: Die Million vom Bund fürs Dopingkontrollsystem soll, anders als geplant, auch in 2012 noch fließen.</p>
<p>Die famose Initiative des BMI, der WADA zwei Prozent Plus und damit einen Inflationsausgleich nicht zu genehmigen, wäre vermutlich niemals öffentlich geworden, hätte nicht die grüne Abgeordnete Viola von Cramon die letzten Weihnachtsferien in Montreal verbracht und dort auch die WADA-Zentrale besucht. WADA-Generaldirektor David Howman hatte dann, <a title="Deutschland, Bremser im internationalen Antidopingkampf" href="http://www.jensweinreich.de/2011/01/31/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf/" target="_self">im Januar, kein Problem, sein Unverständnis öffentlich zu artikulieren</a>.</p>
<p>Im Juni setzte der Sportausschuss die WADA-Frage auf die Tagesordnung <strong>einer erstaunlicher Weise nicht-öffentlichen Sitzung</strong>.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/34-SpA-Protokoll.pdf"><img class="size-large wp-image-10956 aligncenter" title="Protokoll 34. Sitzung des Sportausschusses im BT" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/34sitzung-sa-1024x616.jpg" alt="" width="491" height="296" /></a></p>
<p>Hier das 51 Seiten starke Wortprotokoll dieser 34. Sitzung. Viel Stoff, der erstens die Frage aufwirft, was denn da der Öffentlichkeit nicht mitgeteilt werden sollte. Aus heutiger Sicht ist, zweitens, recht spannend, was die Volksvertreter der Union und der FDP den WADA-Justiziar Olivier Niggli alles NICHT gefragt haben.</p>
<ul>
<li><a title="Protokoll 34. Sitzung BT Sportausschuss" href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/34-SpA-Protokoll.pdf" target="_blank">Protokoll 34. Sitzung des Sportausschusses</a> (pdf, 51 Seiten, 538 kb)</li>
</ul>
<p><a title="Deutschland, Bremser im internationalen Antidopingkampf (II)" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/04/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf-ii/" target="_self"><strong>Vor vier Wochen</strong></a> lieferte Howman dann eine bemerkenswerte Zahl: Die deutschen Beiträge für die WADA sind 2011 sogar niedriger als im ersten Zahljahr 2002, was am starken Euro (im Vergleich zum Dollar) liegt. Der WADA-Beamte fand dann zu ungewöhnlicher Deutlichkeit gegenüber Berlin, er sprach von „Feindseligkeit“ und „Politikergeschwafel“.</p>
<p><a title="DLF" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1580740/" target="_blank"><strong>Vor zwei Wochen</strong></a> haben Abgeordnete des Sportausschusses (nicht die der Koalition, bis auf eine Ausnahme) für den DLF Fragen dazu beantwortet.</p>
<p>Vor einer Woche wurde, unter mäßigem Interesse, anberaten. Nachzulesen ist diese Entwicklung hier, in Beiträgen auch von Robert Kempe:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1376181/">DLF, 29.1.2011: Bremser im internationalen Antidopingkampf</a></li>
<li><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1478087/ ">DLF, 8.6.2011, Robert Kempe: 9000 Euro</a></li>
<li><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1568914/">DLF, 2.10.2011: Feindseliges gobbledygook</a></li>
<li><a title="DLF" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1580740/" target="_blank">DLF, 16.10.2011: Ausflüchte und Ablehnung</a></li>
<li><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1583416/">DLF, 19.10.2011, Robert Kempe: Disziplinlosigkeit im Sportausschuss</a></li>
</ul>
<p>Morgen wird abgestimmt. Von SPD und Grünen liegen zwei Änderungsanträge zum BMI-Haushaltstitel 68614, Zuschuss an die Welt-Anti-Doping Agentur WADA, vor. Für die Linke schreibt deren sportpolitische Sprecherin Katrin Kunert, ihre Partei schließe sich diesen Anträgen an:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/Brief-Linke.pdf"><img class="size-large wp-image-10965 aligncenter" title="Brief Linke" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/Brief-Linke-723x1024.jpg" alt="" width="506" height="717" /></a></p>
<p>Der Antrag der Grünen:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/Antrag-Grüne.pdf  "><img class="size-large wp-image-10968 aligncenter" title="Antrag Grüne" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/Antrag-Grüne-723x1024.jpg" alt="" width="506" height="717" /></a></p>
<p>Der Antrag der SPD: <span id="more-10927"></span><br />
<!--more--></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/Antrag-SPD.pdf  "><img class="size-large wp-image-10969 aligncenter" title="Antrag SPD" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/Antrag-SPD-723x1024.jpg" alt="" width="506" height="717" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/Antrag-SPD.pdf  "><img class="size-large wp-image-10970 aligncenter" title="Antrag SPD" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/Antrag-SPD2-723x1024.jpg" alt="" width="506" height="717" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Die Begründungen sagen: Die Opposition hat hier ihren Job gemacht, sie führt vor, dass die BMI-Sparidee zum Fairplay-Filmchen von Minister Friedrich und sonstigen Fensterreden aus dem Land der selbsternannten Antidoping-Weltmeister recht wenig passt. Die Frage ist nun: Warum folgen dem die Regierungsfraktionen im Sportausschuss vermutlich trotzdem? Gibt es schlüssige Argumente, die nur noch nicht zu hören waren? Ein Antwortversuch im Ausschlussverfahren:</p>
<p>Zunächst darf BMI-Abteilungsleiter Böhm als widerlegt gelten. Es ist keineswegs schwierig, ein moderat steigendes WADA-Budget in Deutschland zu vermitteln – als schwierig erweist es sich vielmehr, das Gegenteil, das Einfrieren, zu vermitteln. Das gelingt auch in dieser <a title="CDU/CSU" href=" http://www.cducsu.de/Titel__pressemitteilung_automatische_steigerungen_der_beitraege_zur_welt_anti_doping_agentur_nicht_gerechtf/TabID__6/SubTabID__7/InhaltTypID__1/InhaltID__19954/Inhalte.aspx" target="_blank">Pressemitteilung</a> der Union nicht. Sportsprecher Klaus Riegert behauptet zwar eine</p>
<blockquote><p>gut begründete, gesamteuropäische Linie gegen die automatische Steigerung der WADA-Beiträge“</p></blockquote>
<p>Die Begründung ist dann aber ein sportpolitisches Armutszeugnis par excellence: ein Mix aus Unkenntnis oder Täuschung und – nach Angaben der Beteiligten – falschen bzw. unwahren Angaben. Riegert sagt, es müsse kritisiert werden &#8230;</p>
<blockquote><p>dass die WADA der Aufforderung nach einem transparenten Finanz- und zukunftsorientierten Businessplan nicht nachkam.</p>
<p>Auch wurden Vorschläge der NADA zur Verbesserung des Datenschutzes und zur Änderung der Ein-Stunden-Regelung im Meldesystem für Top-Athleten in der Vergangenheit nicht berücksichtigt.</p>
<p>Nach dem WADA-Code müssen Top-Athleten täglich eine Stunde festlegen, in der sie von den Doping-Kontrolleuren an einem bestimmten Ort garantiert angetroffen werden können.</p></blockquote>
<p>Riegert weiß selbstverständlich (Oder weiß er das tatsächlich nicht?), dass der WADA-Code nicht ad hoc auf deutschen Wunsch hin geändert werden kann. Die Ein-Stunden-Regelung wurde im Rahmen der letzten Revision des Codes, gültig seit 2009, aufgenommen. Deutschland war dagegen, konnte sich aber gegen die Mehrheit der Stakeholder nicht durchsetzen.</p>
<p>Ich habe David Howman die Vorwürfe der Union, die wohl auf der Welle der Datenschützer-Kritik am Meldesystem mitreiten wollte, dennoch vorgetragen, obgleich mir das ein wenig peinlich war, und um Kommentar gebeten. Hier ist er:</p>
<blockquote><p>Please also note that the World Anti-Doping Code is not a document that WADA produces in isolation; rather, it is a document that is produced following detailed consultation and approval from all WADA stakeholders, including governments, sport, and Anti-Doping Organizations. The German Government has every opportunity to suggest changes to the Code during the Code Review Process, but those changes are not approved by WADA but by all its stakeholders.</p></blockquote>
<p>Ebenso entlarvend für BMI/Union/Riegert ist die Auskunft zum angeblich fehlenden „transparenten Finanz- und zukunftsorientierten Businessplan“. Es gibt einen, sogar zweimal im Jahr:</p>
<blockquote><p>Please be advised that WADA presents a detailed budget and business plan to its Foundation Board twice a year, and recently was praised for the meticulous management of its financial affairs. The Foundation Board comprises members from governments and sport across the world, and while there exists differing opinions on the overall budget for WADA, there is general agreement that WADA is totally transparent and efficient with the presentation of its finances.</p></blockquote>
<p>Details zur WADA-Finanzierung kann man <a title="WADA Finanzen" href="http://wada-ama.org/en/About-WADA/Funding/" target="_blank">unschwer auf deren Webseite nachlesen</a>, wenn man will:</p>
<ul>
<li><a href="http://wada-ama.org/Documents/About_WADA/Funding/WADA_Contributions_2011_update_EN.pdf" target="_blank">2011 Contributions</a></li>
<li><a href="http://wada-ama.org/Documents/About_WADA/Funding/WADA_Regional_Split_EN.pdf" target="_blank">Current Status of Contributions per Region</a></li>
<li><a href="http://wada-ama.org/Documents/About_WADA/Funding/Financial_Statements/WADA_Financial_statements_2010_EN.pdf" target="_blank">2010 Financial Statements</a></li>
<li><a href="http://wada-ama.org/Documents/About_WADA/Funding/WADA_FinancialStatements_2009_EN.pdf" target="_blank">2009 Financial Statements</a></li>
<li><a href="http://wada-ama.org/Documents/About_WADA/Funding/WADA_FinancialStatements_2008_EN.pdf" target="_blank">2008 Financial Statements</a></li>
<li><a href="http://wada-ama.org/Documents/About_WADA/Funding/WADA_FinancialStatements_2007_EN.pdf" target="_blank">2007 Financial Statements</a></li>
<li><a href="http://wada-ama.org/Documents/About_WADA/Funding/WADA_FinancialStatements_2006_EN.pdf" target="_blank">2006 Financial Statements</a></li>
<li><a href="http://wada-ama.org/Documents/About_WADA/Funding/WADA_FinancialStatements_2005_EN.pdf" target="_blank">2005 Financial Statements</a></li>
<li><a href="http://wada-ama.org/Documents/About_WADA/Funding/WADA_FinancialStatements_2004_EN.pdf" target="_blank">2004 Financial Statements</a></li>
<li><a href="http://wada-ama.org/Documents/About_WADA/Funding/WADA_FinancialStatements_2003_EN.pdf" target="_blank">2003 Financial Statements</a></li>
<li><a href="http://wada-ama.org/Documents/About_WADA/Funding/WADA_FinancialStatements_2002_EN.pdf" target="_blank">2002 Financial Statements</a></li>
</ul>
<p>Vielleicht ist, was die WADA vorlegt, Berlin auch bloß nicht „zukunftsorientiert“ genug. Allerdings spricht eine dritte Behauptung Riegerts eher dafür, dass hier der parlamentarische Erfüllungsgehilfe des BMI die Öffentlichkeit umfassend narren möchte: Vorschläge der NADA würden nicht berücksichtigt.</p>
<p>Auch dies ist, wie sich herausstellt, vorgeschoben.</p>
<p>Berthold Mertes, NADA-Sprecher, hat am Telefon zunächst – wie Howman &#8211; das Prozedere der Revision des Codes erörtert, der neue soll bis 2013 stehen. Am Ende hat er zusammengefasst:</p>
<blockquote><p>Also, auf Widerstände bei der WADA sind wir da nicht gestoßen.</p></blockquote>
<p>Die Frage, was man in Bonn von der Sparidee hält, beantwortet Mertes diplomatisch, aber klar:</p>
<blockquote><p>Dafür gibt es von uns offiziell nur einen Satz: Wir wünschen uns eine starke WADA und eine starke NADA.</p></blockquote>
<p>Seriöse Befassung mit dem Thema ist der Union also kaum zu bescheinigen. Keine völlige Überraschung – zuletzt haben etwa <a title="zeit-online" href=" http://www.zeit.de/sport/2011-09/korruption-andersen-sportausschuss-bundestag " target="_blank">Oliver Fritsch auf Zeit online </a> oder <a title="DanielDrepper.de" href=" http://www.danieldrepper.de/liveblog-aus-dem-sportausschuss-sport-und-korruption/ " target="_blank">Daniel Drepper in seinem Blog</a> über ausdauerndes Kartenspielen auf iPads oder laute Unterhaltungen auf den Sesseln der Fraktion berichtet. Wenn die nicht leer waren. Was man Riegert &amp; Co. allerdings nicht absprechen kann, ist eine gewisse Kreativität im Erfinden von Scheinargumenten.</p>
<p>[<em>Jens Weinreich sagt: <a title="tag: Sportausschuss" href="http://www.jensweinreich.de/category/sportausschuss/" target="_self"><strong>Tag "Sportausschuss" hier im Blog mit (fast) vollständigen Notizen der Sitzungen in der Saison 2008/2009</strong></a>. Mit Dokumentationen zur Sportfamilie, zum Lobbyismus im Ausschuss und dem Versagen von Kontrollmechanismen/Demokratie</em>]</p>
<p>Haben die FDP-Sportexperten bessere? Am Sonnabend gab der sportpolitische Sprecher der Partei, Joachim Günther, dem Deutschlandfunk ziemlich verwirrende Auskünfte:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/10/22/dlf_20111022_1947_eb76c27d.mp3" target="_self"> :</a></p>
<p>Einerseits will sich Günther wegen vermeintlicher 10.000 Euro „nicht streiten“. Andererseits erwartet der Liberale „ein Gespräch“, er erwartet, dass „effektive Mittel eingesetzt werden“, er erwartet Signale von der WADA „für eine Zusammenarbeit in dieser Richtung“. Dann ließe er, der Sportausschuss-Vize, mit sich reden.</p>
<p>Günther plustert gern: Eigentlich ist er ja Staatswissenschaftler mit Fernstudien-Diplom von der (DDR-Funktionärs-) Akademie für Staat und Recht (Potsdam), laut seiner <a title="BT Joachim Günther" href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/biografien/G/guenther_joachim.html " target="_blank">Bundestagsbiografie</a> hat er aber ein „Fernstudium Wirtschaftsrecht“ absolviert. Das Auf-den-Putz-Hauen kann man putzig finden, so 20 Jahre nach dem verdienten Exitus der DDR.</p>
<p>Lustig ist es auch bei der WADA nicht. Im Juni, in der 34. Sitzung, hatte Günther keine einzige Frage an den WADA-Vertreter. Von permanenten Konsultationen in Einrichtungen wie dem Foundation Board oder dem Executive Board scheint der Mann aus Plauen auch noch nie gehört zu haben.</p>
<p>Ich wollte von Günther Genaueres erfahren; am Donnerstag – da fühlte der Abgeordnete sich für substanzielle Antworten noch nicht gerüstet – war ein Gesprächstermin für Montag vereinbart worden. Den ließ er trotz Nachfrage in seinem Büro platzen, beantwortete auch ihm schriftlich übermittelte Fragen nicht. Für den Fall, dass er zu Sachfragen &#8211; konkrete liberale Kritikpunkte an der WADA-Arbeit, präzise Vorschläge für mehr Effektivität oder dazu, wie weniger Geld diese befördern könnte – nicht so viel zu sagen hätte, gab es eine letzte Frage:</p>
<blockquote><p>Warum liegt es offensichtlich in deutschem Interesse (oder auch nur dem der BMI-Bürokratie), die WADA kleinzuhalten?</p></blockquote>
<p>Für Spekulationen über die tatsächlichen Motive bleibt viel Raum &#8211; wie immer, wenn politisch derart getäuscht und getrickst wird. Man kann beispielsweise den Umstand heranziehen, dass deutsche Stars bisher nur bei internationalen Kontrollen (oder Ermittlungen) als Betrüger auffällig geworden sind. Vielleicht verhält es sich aber viel simpler, so, wie es ein Gerücht besagt. Man müsste das nicht zitieren, wenn denn ein einziger nachvollziehbarer Grund für das Einfrieren der WADA-Zuschüsse vorgetragen worden wäre. Man hört dieses Gerücht aus dem BMI und auf den Fluren des Bundestages:</p>
<p><strong>Einer aus der BMI-Bürokratie, heißt es dort, könne mit einem aus der WADA-Spitze nicht. Deshalb lasse Deutschland, einer der großen Beitragszahler in Europa, jetzt die Muskeln spielen. Der deutsche Einfluss sei groß genug, eine solche Maßnahme durchzudrücken.</strong></p>
<p>Nicht ausgeschlossen, dass aus Animositäten entsteht, was sich dann als Politik verkleiden möchte. Nur: Überzeugungskraft kann einem solchen Vorgang dann nicht einmal das Darstellertalent eines Ministers verleihen.</p>
<p><em>Und wem die bisherigen Links nicht reichen sollten, JW empfiehlt auch:</em></p>
<ul>
<li><a title="Deutschland, Bremser im Antidopingkampf (I)" href="http://www.jensweinreich.de/2011/01/31/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf/" target="_self">Deutschland, Bremser im Antidopingkampf (I)</a></li>
<li><a title="Deutschland, Bremser im Antidopingkampf (II)" href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/04/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf-ii/" target="_self">Deutschland, Bremser im Antidopingkampf (II)</a></li>
<li><a title="Das Eigenleben der BMI-Sportabteilung" href="http://www.jensweinreich.de/2008/11/10/das-eigenleben-der-bmi-sportabteilung/" target="_self">Das Eigenleben der BMI-Sportabteilung</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2011/10/25/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf-iii-die-finanzierung-der-wada/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>16</slash:comments>
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		</item>
		<item>
		<title>live-Blog aus Zürich, Joseph Blatter greint: &#8220;Die Institution FIFA ist nicht korrupt&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/10/21/live-blog-aus-zurich-sepp-mutiert-zum-korruptionsbekampfer/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2011/10/21/live-blog-aus-zurich-sepp-mutiert-zum-korruptionsbekampfer/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 11:17:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[fifa]]></category>
		<category><![CDATA[joseph blatter]]></category>
		<category><![CDATA[korruption]]></category>
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		<category><![CDATA[worawi makudi]]></category>

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		<description><![CDATA[ZÜRICH. Auf geht&#8217;s. Und nicht vergessen, was Sepp mir schon vor zwei Jahren sagte, für englischsprachige Leser: The world of sport does not need an Anti-Corruption-Agency! [Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.] Weil es so schön war, hier nochmal meine damalige Umfrage unter Top-Funktionären, ob der Sport [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ZÜRICH. Auf geht&#8217;s. Und nicht vergessen, was Sepp mir schon vor zwei Jahren sagte, für englischsprachige Leser:</p>
<blockquote><p>The world of sport does not need an Anti-Corruption-Agency!</p></blockquote>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/10/21/live-blog-aus-zurich-sepp-mutiert-zum-korruptionsbekampfer/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Weil es so schön war, hier nochmal meine damalige Umfrage unter Top-Funktionären, ob der Sport eine Welt-Anti-Korruptions-Agentur braucht. Starring: Fürst Albert, Dick Pound, Joseph Blatter, Prinz Willem von Oranjen, Thomas Bach, Hassan Mustafa und viele andere mehr &#8230;</p>
<ul>
<li><a title="Umfrage unter Top-Funktionären (1): Braucht der Sport eine Welt-Anti-Korruptions-Agentur?" href="http://www.jensweinreich.de/2009/10/05/umfrage-unter-top-funktionaren-1-braucht-der-sport-eine-welt-anti-korruptions-agentur/">Umfrage unter Top-Funktionären (1): Braucht der Sport eine Welt-Anti-Korruptions-Agentur?</a></li>
<li><a title="Umfrage unter Top-Funktionären (2): Braucht der Sport eine Welt-Anti-Korruptions-Agentur?" href="http://www.jensweinreich.de/2009/10/06/umfrage-unter-top-funktionaren-2-braucht-der-sport-eine-welt-anti-korruptions-agentur/">Umfrage unter Top-Funktionären (2): Braucht der Sport eine Welt-Anti-Korruptions-Agentur?</a></li>
<li><a title="Umfrage unter Top-Funktionären (3): Braucht der Sport eine Welt-Anti-Korruptions-Agentur?" href="http://www.jensweinreich.de/2009/10/06/umfrage-unter-top-funktionaren-3-braucht-der-sport-eine-welt-anti-korruptions-agentur/">Umfrage unter Top-Funktionären (3): Braucht der Sport eine Welt-Anti-Korruptions-Agentur?</a></li>
<li><a title="Umfrage unter Top-Funktionären (4): Braucht der Sport eine Welt-Anti-Korruptions-Agentur?" href="http://www.jensweinreich.de/2009/10/08/umfrage-unter-top-funktionaren-4-braucht-der-sport-eine-welt-anti-korruptions-agentur/">Umfrage unter Top-Funktionären (4): Braucht der Sport eine Welt-Anti-Korruptions-Agentur?</a></li>
<li><a title="Umfrage unter Top-Funktionären (5): Braucht der Sport eine Welt-Anti-Korruptions-Agentur?" href="http://www.jensweinreich.de/2009/10/08/umfrage-unter-top-funktionaren-5-braucht-der-sport-eine-welt-anti-korruptions-agentur/">Umfrage unter Top-Funktionären (5): Braucht der Sport eine Welt-Anti-Korruptions-Agentur?</a></li>
<li><a title="Umfrage unter Top-Funktionären (6): Braucht der Sport eine Welt-Anti-Korruptions-Agentur?" href="http://www.jensweinreich.de/2009/10/08/umfrage-unter-top-funktionaren-6-braucht-der-sport-eine-welt-anti-korruptions-agentur/">Umfrage unter Top-Funktionären (6): Braucht der Sport eine Welt-Anti-Korruptions-Agentur?</a></li>
</ul>
<p><strong>13.26 Uhr: </strong>Um 15 Uhr wird Joseph Hosni Ben Ali Blatter die große Lösung verkünden, die &#8220;Lösungskommission&#8221;, wie er sie auf dem FIFA-Kongress im Juni genannt hat. Und Theo Zwanziger sitzt am Schalthebel &#8211; äh, schräges Bild. Egal.</p>
<p><strong>13.40 Uhr:</strong> Oh, Neuigkeiten vom Großganoven und FIFA-Exekutivmitglied Worawi Makudi.  Richard Conway schreibt auf der BBC-Webseite:</p>
<ul>
<li><a title="Fifa probes Thai FA president land deal" href="http://news.bbc.co.uk/sport2/hi/football/15400710.stm" target="_blank">Fifa probes Thai FA president land deal</a></li>
</ul>
<p>Okay, und hier ist schon mal ein bisher weltweit unveröffentlichtes Dokument dazu &#8211; Makudi hat der FIFA im Jahr 2003, damals war er noch Generalsekretär, versprochen, ein Grundstück dem thailändischen Verband zu übertragen, damit darauf mit Mitteln aus dem GOAL-Projekt der FIFA ein technisches Zentrum errichtet werden kann. Doch Makudi hat dieses Versprechen nicht eingelöst, weshalb bisher schon 860.000 Dollar aus zwei GOAL-Projekten dazu gedient haben, den Wert seiner Ländereien in Nong Jok, seiner Heimat, zu steigern. Weiteres Geld zahlt die thailändische Regierung unter anderem für Infrastrukturmaßnahmen (42 Millionen Dollar) für die Hallen-WM 2012, die auch Nong Jok und seinen Ländereien zugute kommen.</p>
<p><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/makudi-2003.c16.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-10911" title="Makudi Land Promises 2003" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/makudi-2003.c16.png" alt="" width="409" height="591" /></a></p>
<p>Gleich mehr zu Makudi. Schon mal so viel: Die 860.000 US-Dollar für die beiden GOAL-Projekte entsprechen ziemlich genau jener Summe (543.000 Pfund) , die im September 2011 auf den Accounts der <strong>Makudi Investment Limited</strong> (Manchester) verzeichnet ist.</p>
<p>(Ich war mehrfach in Thailand auf Recherche und habe mit Leuten gesprochen, die Todesangst haben, wenn sie über Makudis Geschäfte auspacken. Dazu irgendwann mal mehr. Zunächst nur: Natürlich wird das mit GOAL-Mitteln errichtete FA-Gebäude in Nong Jok nicht genutzt. Es steht leer. Stattdessen sitzt die FA noch immer im alten Nationalstadion in maroden Räumen.)</p>
<p>Nur zur Erinnerung: Ich habe Makudi im Juni in Berlin nach Korruption fragen wollen &#8211; noch während ich eine lange bzw mehrere Fragen formulierte, wurde die <a title="Die FIFA und die Medien: Gruß aus Nordkorea" href="http://www.jensweinreich.de/2011/06/27/die-fifa-und-die-medien-grus-aus-nordkorea-ii/" target="_self">Eröffnungspressekonferenz der Frauen-WM 2011 abgebrochen</a>. Blatter und Makudi verließen fluchtartig das Podium.</p>
<p><strong>14.54 Uhr: </strong>Immerhin, Sepps Kumpel Walter Gagg begrüßt mich noch herzlich. Unverwüstlich.</p>
<p><strong>14.55 Uhr: </strong>Das Auditorium füllt sich. Alles wartet auf Hosni Blatter.</p>
<p><strong>15.19 Uhr:</strong> Ein Witz. Nichts Konkretes. Nur 4 (!!!) Kommissionen, die alle zum Good Governance Komitee gehören.</p>
<ol>
<li>Task Force Revision of Statutes (Zwanziger)</li>
<li>Task Force FIFA Ethics Committee</li>
<li>Task Force Transparency &amp; Compliance</li>
<li>Task Force Football 2014 (Beckenbauer)</li>
</ol>
<div id="attachment_10924" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/fifa1.png"><img class="size-medium wp-image-10924" title="Das Wirrwarr der neuen Kommissionen - das Exko hat das letzte Wort" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/fifa1-300x223.jpg" alt="" width="300" height="223" /></a><p class="wp-caption-text">Das Wirrwarr der neuen Kommissionen - das Exko hat das letzte Wort</p></div>
<p>Zeitplan, natürlich bis zum <span style="text-decoration: line-through;">Kongress 2012 in Budapest</span>. Nein, sogar bis 2013 auf Mauritius. Road map:</p>
<div id="attachment_10925" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/fifa2.png"><img class="size-medium wp-image-10925" title="FIFA's roadmap to &quot;reforms&quot;" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/fifa2-300x223.jpg" alt="" width="300" height="223" /></a><p class="wp-caption-text">FIFA&#39;s roadmap to &quot;reforms&quot;</p></div>
<p><strong>15.25 Uhr:</strong> Das Exko mit allen Ganoven bleibt Herr des Verfahrens. Natürlich. Unglaublich. Wer das Reform nennt, ist ein Idiot. Und ein Propagandist der FIFA.</p>
<p><strong>15.35 Uhr:</strong> Fragen zur ISL-Akte sind nicht erlaubt. Erst im Dezember. Doch die erste Frage kommt natürlich.</p>
<p><strong>17.02 Uhr:</strong> Ich ergänze später. Muss jetzt einen Zeitungstext schreiben.</p>
<p><strong>20.39 Uhr:</strong> Transparency International twittert &#8230;</p>
<p><a href="http://twitter.com/#!/anticorruption"><img class="aligncenter size-full wp-image-10921" title="tweet @anticorruption" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/ti1.png" alt="" width="358" height="112" /></a></p>
<p>&#8230; und ich antworte &#8230;</p>
<p><a href="http://twitter.com/#!/jensweinreich"><img class="aligncenter size-full wp-image-10922" title="tweet @jensweinreich" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/ti2.png" alt="" width="346" height="192" /></a></p>
<p><strong>20.41 Uhr: </strong>Mein Zeitungs-Schnellschuss in voller, unredigierter Länge:</p>
<blockquote><p>ZÜRICH. Die Führung des korruptionsverseuchten Fußball-Weltverbandes FIFA spielt auf Zeit. Es werden keinerlei Maßnahmen wegen der zahlreichen aktuellen Korruptionsfälle im Exekutivkomitee ergriffen. Die FIFA-Regierung, durchsetzt mit unglaubwürdigen Personen, hat am Freitag unter großen öffentlichen Druck nur einige neue <a title="FIFA.com" href="http://www.fifa.com/mm/document/affederation/committees/01/53/05/80/proposal_pdt_21102011.pdf" target="_blank">Kommissionen</a> gegründet. Mit einer schwer zu durchschaubaren Struktur soll der FIFA Transparenz und Glaubwürdigkeit verordnet werden. Ein „Good Governance“ Komitee sammelt künftig die Vorschläge von vier weiteren Kommissionen: von einer Task Force, die sich mit der Revision der FIFA-Statuten beschäftigt (geleitet von DFB-Präsident Theo Zwanziger, dem neuen Exekutivmitglied); einer Task Force „FIFA-Ethikkomitee“; einer Task Force „Transparency &amp; Compliance“ und der schon bestehenden Task Force „Fußball 2014“, geleitet vom ehemaligen Exekutivmitglied Franz Beckenbauer. Schwer zu durchschauen, das Konstrukt – und alles andere als transparent.</p>
<p>Die personellen Besetzungen der Komitees sollen auf der nächsten Exekutivsitzung im Dezember in Tokio beschlossen werden. Ab Januar 2012 werde gearbeitet, behauptete Präsident Joseph Blatter in Zürich. Einen Rücktritt schließt Blatter, der seit 30 Jahren die Verantwortung für das FIFA-System trägt, weiterhin aus. Im Gegenteil: Er inszenierte sich als Retter. „Ich habe mich an die Arbeit gemacht, um den Beschlüssen des FIFA-Kongresses vom Juni Leben einzuhauchen“, dichtete er.</p>
<p>Im März würden die Kommissionen erste Berichte vorlegen. Im Frühsommer 2012 werde der FIFA-Kongress in Budapest die Statutenänderungen absegnen. Das letzte Wort habe dann der Kongress 2013 in der Urlaubsdestination Mauritius. Diesen Zeitplan bezeichnete Blatter als „ambitioniert“ und zügig. Beinahe Formel-1-Geschwindigkeit, sagte er. „Spätestens 2013, hoffe ich zumindest, werden wir den guten Ruf der FIFA wieder hergestellt haben.“</p>
<p>Verantwortlich für die Wiederherstellung des „guten Rufes“ sind nun die Mitglieder desExekutivkomitees, Blatters Tafelrunde. Denn die vielen neuen Kommissionen haben dem Exekutivkomitee Bericht zu erstatten, das dann Vorschläge für die FIFA-Kongresse unterbreiten soll. Absurder geht es nicht. Und eine Organisation wie Transparency International, die von Blatter verbal in den Beraterstatuserhoben wurde, wirkt an dieser FIFA-Propaganda aktiv mit und ist dabei, ihre Reputation zu verspielen.</p>
<p>Bei der einfachen Frage, warum die Welt einem Exekutivkomitee glauben solle, in dem rund die Hälfte der Mitglieder sich gegen diverse Korruptionsvorwürfe (vieles gut dokumentiert) erwehren müssen, geriet der FIFA-Präsident etwas außer Fassung. „Ich bin nicht einverstanden mit ihrer Statistik, das ist definitiv nicht richtig“, behauptete er. „Ich akzeptiere nicht, wenn sie behaupten, dass die Hälfte der Mitglieder nicht mehr im Amt sein sollte.“</p>
<p>Dem Mann kann geholfen werden. Eine unvollständige Liste jener Exekutivler, die sich mindestens im moralischen Sinne als korrupt erwiesen haben und gegen die teilweise Dokumente vorliegen: Ricardo Teixeira (Brasilien), Julio Grondona (Argentinien), Nicolas Leoz (Paraguay), Issa Hayatou (Kamerun), Chuck Blazer (USA), Worawi Makudi (Thailand), Jacques Anouma (Elfenbeinküste), Hany Abo Rida (Ägypten), Mohamed Raouraoua (Algerien), Vernon Manilal Fernando (Sri Lanka). Joseph Blatter, den die korrupten ehemaligen Top-Funktionäre Jack Warner und Mohamed Bin Hammam beschuldigen, muss natürlich auch dazu gezählt werden – so wie FIFA-Ehrenpräsident Joao Havelange. Oder Senes Erzik (Türkei), Ehrenpräsident von Fenerbahce Istanbul, jenem Verein, der wegen vielfältiger Manipulationen gerade von der Champions League ausgeschlossen wurde.</p>
<p>„Die Institution FIFA ist nicht korrupt“, erklärte Blatter weinerlich. „Ich muss die FIFA verteidigen, und ich muss auch mich selbst verteidigen.“ Er sucht weiter nach prominenten Namen für seine Kommissionen, unter anderem will er einen hochrangigen, aktuellen Politiker dafür gewinnen. Blatter borgt sich Glaubwürdigkeit.</p>
<p>Zur Vorwärtsverteidigung zählt neuerdings auch das Versprechen, die so genannte Einstellungsverfügung aus dem ISL-Bestechungsskandal herauszurücken. Die ISL-Gruppe hatte einst mit mindestens 141 Millionen Schweizer Franken hochrangige Funktionäre aus vielen Weltverbänden geschmiert, vor allem aber Fußball-Offizielle. Vor einem Jahr noch haben die FIFA und zwei Funktionäre 5,5 Millionen an die Justizkasse gezahlt, um die Namen und das Dokument geheim zu halten. Gegen die juristischen Versuche etlicher Medien, an die Einstellungsverfügung zu kommen, wehrt sich die FIFA bislang vehement. Nun verspricht Blatter, auf der Exko-Sitzung im Dezember werde „die Akte geöffnet“. Dabei muss die FIFA die Unterlagen doch nur online stellen. Stattdessen aber soll die Akte dann „einer unabhängigen externen Organisation“ übergeben werden. Angeblich sei das juristisch alles sehr kompliziert.</p>
<p>Nonsens, auch diese Behauptung des FIFA-Präsidenten, die Teil einer gerissenen Propaganda ist. Es ist viel einfacher: Die FIFA kann die Unterlagen, die vor allem Teixeira und Havelange belasten, jederzeit online stellen. Niemand hindert sie daran.</p></blockquote>
<p><strong>20.50 Uhr: </strong>Die FIFA <a title="FIFA.com" href="http://www.fifa.com/aboutfifa/organisation/bodies/news/newsid=1530616/index.html" target="_blank">verkündet</a>:</p>
<blockquote><p><strong>FIFA confirms its strong commitment to reforms by adopting governance structures and road map</strong></p>
<p>Following the proposals made by the FIFA President, Joseph S. Blatter, at the last FIFA Congress on June 1 in terms of good governance, transparency and zero tolerance towards wrongdoing on and also off the pitch – proposals which were overwhelmingly approved by the Congress – the FIFA Executive Committee, meeting yesterday and today at the Home of FIFA in Zurich, agreed on a series of major measures:</p>
<p>- the creation of four task forces, mandated to propose reforms:</p>
<p>• “Task Force Revision of Statutes”, chaired by Dr Theo Zwanziger (Germany)</p>
<p>• “Task Force FIFA Ethics Committee”, chaired by the Chairman of the Ethics Committee, Claudio Sulser (Switzerland)</p>
<p>• “Task Force Transparency and Compliance”, chaired by Juan Ángel Napout (President of the Paraguayan FA) and Frank Van Hattum (President of the New Zealand FA)</p>
<p>• “Task Force Football 2014” (operating since May 2011), chaired by Franz Beckenbauer (Germany)</p>
<p>- the creation of a “Committee Good Governance” (to be established at the next meeting of the FIFA Executive Committee in December 2011) which, among other tasks, will oversee reforms undertaken by FIFA. It will comprise of representatives not only from the international football family but also from other spheres</p>
<p>- establishment of a “FIFA Good Governance” road map (between today and the 2013 FIFA Congress) according to which the first reform proposals will be submitted by the four Task Forces to the Executive Committee in December 2011</p>
<p>It should be noted that since the last FIFA Congress, FIFA has taken the step of consulting external bodies and experts such as Transparency International and Prof. Mark Pieth on governance matters.</p>
<p>More detailed information on the measures taken today is <a title="FIFA road map ..." href="http://www.fifa.com/mm/document/affederation/committees/01/53/05/80/proposal_pdt_21102011.pdf" target="_blank">provided in the document linked on the right</a>.</p>
<p>Furthermore, following a proposal from the FIFA President, the Executive Committee stated its full support for the release of the dossier on the ISL-ISMM case. However, this can only be done after a thorough legal analysis because of the complexity of the matter. The case will be opened at the next meeting of the Executive Committee in December 2011. It will then be given to an independent body for further examination.</p></blockquote>
<p>tbc</p>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>59</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>live aus Zürich, Sepp Blatters Tafelrunde: &#8220;Crisis? What is a crisis?&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/10/19/live-aus-zurich-sepp-blatters-tafelrunde/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2011/10/19/live-aus-zurich-sepp-blatters-tafelrunde/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 11:38:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ZÜRICH. Oh je. Jetzt werden gewiss wieder die Angestellten in der FIFA-Zentrale traktiert und gefilzt. Wie zum Teufel kommt die Traktandendenliste der Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees in dieses Blog? Nun, was ich schon immer sage: Es gibt auch in Zürich in der FIFA noch halbwegs aufrechte Personen. Ich werde ab jetzt ein wenig rund um die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ZÜRICH. Oh je. Jetzt werden gewiss wieder die Angestellten in der FIFA-Zentrale traktiert und gefilzt. Wie zum Teufel kommt die Traktandendenliste der Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees in dieses Blog? Nun, was ich schon immer sage: Es gibt auch in Zürich in der FIFA noch halbwegs aufrechte Personen.</p>
<p>Ich werde ab jetzt ein wenig rund um die durchaus mit Spannung erwartete Exekutivsitzung bloggen und schicke die Agenda mal als ersten Anreißer voraus. Da fällt mir doch <a title="live-Blog aus Zürich: &quot;We are not in a crisis!&quot;" href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/31/live-blog-aus-zurich-we-are-not-in-a-crisis/" target="_self">ein Zitat</a> des Großen Vorsitzenden Joseph Hosni Ben Ali Blatter ein:</p>
<blockquote><p><strong>Crisis? What is a crisis? We are not in a crisis! We are only in some difficulties. And the difficulties will be solved, will be solved inside our family.</strong></p></blockquote>
<p>Und für die Problemlösung ist, wenn ich richtig lese, genau einer von 21 Tagesordnungspunkten vorgesehen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-10876" title="Agenda FIFA Exko Oktober 2011 - 1" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/exkoagenda1.jpg" alt="" width="524" height="466" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-10877" title="Agenda FIFA Exko Oktober 2011 - 2" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/exkoagenda2.jpg" alt="" width="521" height="668" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-10878" title="Agenda FIFA Exko Oktober 2011 - 3" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/10/exkoagenda3.jpg" alt="" width="533" height="678" /></p>
<p>Für Journalisten: Sollten Sie aus dieser Traktandenliste zitieren, geben Sie doch bitte sauber die Quelle an: <a title="www.jensweinreich.de" href="http://www.jensweinreich.de" target="_self">www.jensweinreich.de</a>.</p>
<p>Danke.</p>
<p>Bloggern muss ich das ja nicht sagen.</p>
<p><strong>18.45 Uhr:</strong> Habe auf <a title="jw on Twitter" href="http://twitter.com/#!/jensweinreich" target="_blank">Twitter</a> gerade mal in die Runde gefragt, ob</p>
<ul>
<li>&#8230; eigentlich irgendein Journalist schon eine Einladung zur FIFA-Pressekonferenz nach der Exko-Sitzung am Freitag erhalten hat (ich jedenfalls nicht) &#8230;</li>
<li>&#8230; und ob es stimmt, dass die FIFA-Propagandaabteilung auch hier in Zürich handverlesene Journalisten zu einem round table geladen hat, um gute Stimmung zu organisieren.</li>
</ul>
<p><strong>22.44 Uhr:</strong> Die exklusive Runde, in der Journalisten wohl auf FIFA-Linie gebracht werden sollen, findet am Donnerstagmorgen im FIFA-House statt. Habe mich jetzt per Email wenigstens für die PK angemeldet. Eine Info dazu gibt es weiterhin nicht.</p>
<p>Flink noch ein langer Roh-Text (nur ansatzweise redigiert und unverlinkt), den ich heute verschiedenen Zeitungen angeboten habe:</p>
<blockquote><p>ZÜRICH. Jahrelang haben sich nur wenige Medien mit der flächendeckenden Korruption im Fußball-Weltverband FIFA befasst. Doch seit einem Jahr ist das Thema en vogue, kein Tag vergeht ohne neue Meldungen über millionenschwere Schmiergelder, Machtmissbrauch, Schwarzkonten, in dunklen Kanälen verschollene Fördermittel – Korruption auf allen Ebenen der FIFA-Pyramide und auf allen Kontinenten. Gerade hat der wegen Korruption zurückgetretene langjährige FIFA-Präsident Jack Warner (Trinidad) erneut einen Tsunami an Enthüllungen versprochen. Gerade wurden in Argentinien weitere Details über die Geschäfte des FIFA-Vizepräsidenten Don Julio Grondona bekannt, es geht unter anderem um Schmiergelder in Höhe von 30 Millionen Dollar auf Schweizer Bankkonten. Doch ab Donnerstag soll auf der zweitägigen Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees aufgeräumt werden: „Warten Sie den 21. Oktober ab! Dann wird Präsident Blatter sein Reformpaket vorstellen.“ So trommeln die PR-Herolde des Fußball-Weltverbandes FIFA seit Wochen.</p>
<p>Was ist davon zu halten, wenn ausgerechnet Joseph Blatter, von 1981 bis 1998 Generalsekretär, seither FIFA-Präsident, Aufklärung, Transparenz, Demokratie und Korruptionsbekämpfung verspricht?</p>
<p>Fakt ist zunächst: Blatter hatte 30 Jahre Zeit, sich darum zu kümmern. Stattdessen hat er das System des Gebens und Nehmens in herausragenden Positionen geprägt. Noch zwei Tage vor seiner absurden Wiederwahl zum FIFA-Präsidenten (bis 2015) hat er Ende Mai auf einer absurd-turbulenten und abgebrochenen Pressekonferenz erklärt: „Krise? Wir haben keine Krise, nur einige Schwierigkeiten. Und die lösen wir in der Familie!“</p>
<p>Tatsächlich ist nicht einmal die Tagesordnung der Sitzung des Exekutivkomitees öffentlich, die dieser Zeitung allerdings vorliegt. 21 Punkte stehen auf der dreiseitigen Traktandenliste. Thema Korruption? Fehlanzeige. Unter Punkt 18 heißt es lediglich: „Ethikkommission“. Das soll wohl Blatters großer Auftritt werden.</p>
<p>Doch zuvor erstatten Bericht: die Großganoven Ricardo Teixeira (als Organisationschef der WM 2014), Grondona (als Chef der FIFA-Finanzkommission) und der US-Amerikaner Chuck Blazer, der als Generalsekretär der nordamerikanischen Konföderation CONCACAF nachweislich mindestens zehn Millionen Dollar Kommissionen kassiert hat. Die FIFA unternimmt nichts gegen Blazers Millionendeals, weil der schwergewichtige Absahner Ende des Jahres die CONCACAF verlassen will, sind alle zufrieden.</p>
<p>Außerdem zählt Afrikas Fußballchef Issa Hayatou (Kamerun) zu den Berichterstattern. Gegen Hayatou ermittelt die IOC-Ethikkommission wegen Bestechung, Blatter hat ihn dennochgerade zum Chef der GOAL-Kommission ernannt, die hunderte Millionen an Entwicklungshilfegeldern verteilt. Viele Millionen dieser GOAL-Projekte sind jedoch verschollen, unter anderem in Thailand, wo der FIFA-Exekutivler Worawi Makudi sein Unwesen und mit FIFA-Investitionen den Wert seiner privaten Grundstücke in die Höhe treibt. Makudi wird in Zürich zur Frauen-WM 2011 reden und gewiss einige Worte zum Tagesordnungspunkt 11 sagen, zur Vorbereitung auf die Hallenfußball-WM 2012 in Thailand. Auch hier werden Mittel dazu abgezweigt, seinen Reichtum zu mehren.</p>
<p>Es ließen sich andere brandaktuelle Beispiel von Privatgeschäften der FIFA-Vorständler nennen. Wird einer der Neuen im Gremium, DFB-Präsident Theo Zwanziger, wohl den Mut haben, diese Skandale anzusprechen und unverzüglich Aufklärung zu fordern?</p>
<p>Zwanziger hat sich dafür entschieden, vor dieser Sitzung keine Interviews zu geben. Aus seinem Umfeld verlautet, er sei gut vorbereitet und aufmunitioniert, auch habe er sich mit dem Ligaverband und Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge abgesprochen, der auch als Präsident der europäischen Klubvereinigung ECA agiert. Rummenigge hatte Blatter vor einigen Wochen noch mit dem gestürzten ägyptischen Diktator Hosni Mubarak verglichen und war zuletzt etwas leiser geworden.</p>
<p>Zwanziger kann sich offenbar eine herausragende Rolle in einer neu geschaffenen Kommission vorstellen, ob die nun Ethikkommission oder „Lösungskommission“ heißt, wie von Blatter auf dem FIFA-Kongress vor drei Monaten absurder Weise vorgeschlagen. Eine der Kernfragen lautet aber: Warum sollte Blatter ausgerechnet Zwanziger, einen Neuling in der FIFA, der nicht in den alten Seilschaften hängt, damit beauftragen, Lösungen herbeizuführen? Und welche Kompetenzen würden einem solchen Lösungsbeauftragten zugesprochen? Ermittlungskompetenzen unter Einbeziehung von Staatsanwaltschaften, FBI, Interpol und anderen Experten für organisierte Kriminalität etwa?</p>
<p>Derlei Freiräume wird es gewiss nicht geben. Denn dann müssten, zum Beispiel, die Vergaben der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 an Russland und 2022 an Katar unabhängig untersucht werden. Die Hälfte der 24 FIFA-Vorständler liefe Gefahr, als Betrüger aufzufliegen. FIFA-Neuling Zwanziger wird am Donnerstagmorgen, noch vor der Exekutivsitzung, schnell merken, welcher Wind weht. Dann nämlich empfängt UEFA-Präsident Michel Platini, Blatters sportpolitischer Ziehsohn, die europäischen Exekutivmitglieder, um diese wie üblich auf seine Linie einzuschwören.</p>
<p>Inzwischen läuft die FIFA-Propaganda auf Hochtouren. Erst kürzlich wurden mit dem Schweizer Walter de Gregorio, dem Österreicher Bernd Fisa und dem Briten Brian Alexander drei hochbezahlte Leute für die Kommunikationsabteilung verpflichtet, die den Auftrag haben, die Wahrheit zu beugen und Blatter als Reformer zu verkaufen.</p>
<p>Einer der ersten Jobs der FIFA-Direktors de Gregorio war ein so genannter Runder Tisch mit handverlesenen englischen Journalisten in London, um die britische Presse zu befrieden. Wort- und faktengewaltige Recherche-Journalisten wie Andrew Jennings waren nicht geladen, das hat System, stattdessen wurde schlecht über jenen Mann geredet, der die meisten FIFA-Skandale aufgedeckt hat – und den die FIFA auf die schwarze Liste gesetzt hat; seit beinahe einem Jahrzehnt darf Jennings nicht mehr von offiziellen FIFA-Terminen berichten.</p>
<p>Es ist gewiss kein Zufall, dass nun in zwei englischen Medien zwei schlagzeilenträchtige Geschichten verbreitet wurden, das riecht nach gezielten Durchstechereien aus der FIFA-Kommunikationsabteilung. Vergangene Woche wurde vom Telegraph jenes Video des Korruptionstreffens der nordamerikanischen Konföderation CONCACAF veröffentlicht, auf dem der damalige FIFA-Vizepräsident Jack unverfroren die Umstände der 40.000-Dollar-Gaben seines Kollegen Mohamed Bin Hammam (Katar) erläutert.</p>
<p>In dieser Woche  berichtete die BBC über einen angeblichen Plan von Blatter, ein Korruptions-Dokument der Schweizer Justiz zu veröffentlichen, dessen Herausgabe die FIFA seit langem mit viel Geld und allen juristischenFinessen verhindert. Der Weltverband hat 2010 sogar 5,5 Millionen Franken Schweigegeld an die Justizkasse gezahlt, damit die Einstellungsverfügung zum ISL-Prozess nicht bekannt wird, in der hohe FIFA-Funktionäre wie der Organisationschef der WM 2014, Brasiliens Verbandspräsident Ricardo Teixeira, und der langjährige FIFA-Präsident Joao Havelange als Empfänger von Bestechungsgeldern genannt werden.</p>
<p>Der ISL-Konzern hatte die olympische Sportwelt, auch das Internationale Olympische Komitee (IOC), vorallem aber die FIFA, einst mit einem umfassenden Schmiergeldsystem überzogen. Angeblich will Blatter, der seine Anwälte losschickte, um die Vorgänge geheim zu halten, nun das Exekutivkomitee befragen, ob man vor Gericht nicht beantragen solle, die Einstellungsverfügung zu veröffentlichen.</p>
<p>Wie absurd! Und zwar aus mehreren Gründen: Zunächst wird Teixeira, der viele Millionen von der ISL kassierte und gegen den in Brasilien nun ein Ermittlungsverfahren eröffnetwurde, kaum dafür stimmen. Zudem stellt sich die Frage, ob Blatter in der Vergangenheit das Exekutivkomitee befragt hat, wenn es galt, ISL-Ermittlungen zu behindern oder zu vertuschen. Offiziell hatte die FIFA sogar ihr Desinteresse an einer weiteren Verfolgung des Bestechungsskandals bekundet. Als das nichts half und im ISL-Prozess gerichtsfest dokumentiert wurde, dass 141 Millionen Franken an Sportfunktionäre flossen, zahlte die FIFA 5,5 Millionen Schweigegeld. Hat Blatter sich diese Millionen vom Exekutivkomitee absegnen lassen?</p>
<p>Blatter, so das Kalkül seiner Berater, wird fein raus sein, sollte das Exekutivkomitee seiner Bitte nicht nachkommen. Dann wird er, der an der Vertuschung mitgewirkt hat, frech behaupten: Ich wollte das Dokument ja veröffentlichen lassen, aber das Exekutivkomitee hat dagegen gestimmt und mir sind deshalb die Hände gebunden.</p>
<p>Es ist viel einfacher: Die FIFA könnte die Einstellungsverfügung, die sie ja besitzt, einfach online stellen. Und schon kann sich die Welt ein Bild davon machen. Doch momentan reicht es nicht einmal zu dieser Geste, die das morsche Gebäude weiter insWanken bringen könnte.</p></blockquote>
<p>Morgen mehr dazu. Systematischer. Besser. Mit Links, wie es sich gehört.</p>
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		<title>Deutschland: Bremser im internationalen Antidopingkampf (II)</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 10:05:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unterbrechen wir das Programm von Play the Game für einen Moment und widmen uns einem aktuellen deutschen Thema, das Grit Hartmann exklusiv recherchiert und im Deutschlandfunk berichtet hat. Einmal mehr kristallisiert sich heraus, dass Deutschland, Brutstätte des organisierten Dopings (in Ost und West), betätigt sich im internationalen Antidopingkampf als Bremser. Lesen Sie dazu gern noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unterbrechen wir das Programm von Play the Game für einen Moment und widmen uns einem aktuellen deutschen Thema, das Grit Hartmann exklusiv recherchiert und im <a title="Feindseliges „gobbledygook“" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1568914/" target="_blank">Deutschlandfunk</a> berichtet hat. Einmal mehr kristallisiert sich heraus, dass Deutschland, Brutstätte des organisierten Dopings (in Ost und West), betätigt sich im internationalen Antidopingkampf als Bremser.</p>
<p>Lesen Sie dazu gern noch einmal Grit Hartmanns <a title="Deutschland: Bremser im internationalen Antidopingkampf" href="http://www.jensweinreich.de/2011/01/31/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf/" target="_self">Beitrag vom Januar</a> nach, dann diesen hier. Sie können, sehr bequem, auch hören:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/10/02/dlf_20111002_1939_3b20e7ce.mp3" target="_self">:</a></p>
<p><strong>von Grit Hartmann</strong></p>
<p>Feindseliges „gobbledygook“</p>
<p>Kontroverse um die WADA-Finanzierung eskaliert</p>
<p><em>Die Europäer wollen, angeführt von der Bundesregierung, ab 2012 ihre Beiträge für die Welt-Antidopingagentur WADA einfrieren. Für den internationalen Antidopingkampf würde Berlin damit ein fatales Zeichen setzen. Der Sportausschuss soll in der nächsten Sitzung zustimmen. WADA-Generaldirektor David Howman spricht von einem absurden Vorgang, und die Zahlen geben ihm Recht.</em></p>
<p><em></em>Der <a title="bundestag.de" href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/066/1706600.pdf" target="_blank">Sporthaushalt des Bundes</a> (<a title="Sportförderung des Bundes im Olympiajahr 2012 ..." href="http://www.jensweinreich.de/2011/09/12/sportforderung-des-bundes-im-olympiajahr-2012-und-die-demokratie-profis-im-bundestags-sportausschuss/" target="_self">Beitrag hier im Blog</a>), der derzeit dem Parlament zur Beratung vorliegt, enthält scheinbar eine durchaus positive Überraschung: Formal hat das Bundesministerium des Innern den Zuschuss für die Welt-Antidopingagentur WADA nämlich deutlich erhöht: Mit 586.000 Euro soll die Speerspitze der Betrugsbekämpfung 2012 vom deutschen Steuerzahler alimentiert werden &#8211; 42.000 Euro mehr, als dieses Jahr im Haushalt eingestellt sind.</p>
<p>Dabei hatte die Bundesregierung noch Ende Juni, in ihrer <a title="bundestag.de" href=" http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/066/1706672.pdf" target="_blank">Antwort auf eine Kleine SPD-Anfrage zur Sportpolitik</a>, allerlei Gründe dafür vorgetragen, warum der deutsche Beitrag und mit ihm der aller Europäer an die WADA eingefroren werden sollte, statt wie bisher um moderate zwei Prozent pro Jahr zu steigen: Wirtschaftskrise, fehlende Auskünfte von der WADA, ihre angebliche Intransparenz.</p>
<p>Der Deutschlandfunk hatte die Kontroverse schon im Januar <a title="dradio.de" href=" http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1376181/ " target="_blank">öffentlich gemacht</a>. Ein <a title="Deutschland: Bremser im Antidopingkampf" href="http://www.jensweinreich.de/2011/01/31/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf/ " target="_blank">Brief des BMI</a> an den Europarat, seinerzeit im Original auf diesem Blog, entlarvte die Deutschen als Initiator der Sparmaßnahme. Die brächte Berlin zwar nur ein vierstelliges Sümmchen &#8211; der ohnehin nicht üppig ausgestatteten WADA aber würden ein paar hunderttausend Dollar fehlen. Denn ihre <a title="wada-ama.org" href=" http://www.wada-ama.org/en/About-WADA/Funding/" target="_blank">Statuten</a> sehen vor, dass dann alle Finanziers, Regierungen wie IOC, mitziehen müssten.</p>
<p>Nun also die Kehrtwende? Statt Kürzung ein Aufschlag? Zur taufrischen Imagebroschüre aus dem BMI namens <a title="bmi.de" href="http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/2010/sportflyer.html" target="_blank">&#8220;Partner des Spitzensports&#8221;</a> würde das passen. Da lobt sich die Koalition für &#8220;konsequente Dopingbekämpfung&#8221;, ganz im Dienst von &#8211; Zitat &#8211; &#8220;Glaubwürdigkeit, Faszination und Vorbildfunktion&#8221; des Sports. WADA-Generaldirektor David Howman:</p>
<blockquote><p>Im Moment ist das Signal aus Europa, dass sie überhaupt keine Erhöhung unseres Etats wünschen.</p></blockquote>
<p>Der Haushaltsplan mit dem imposanten Plus für die WADA vermittelt also ein Trugbild. Die Erklärung dafür ist simpel: Die WADA-Abgabe bemisst sich in US-Dollar, deshalb basiert der Euro-Betrag im Haushalt auf einem geschätzten künftigen Wechselkurs. In den vergangenen Jahren lag diese Schätzung fast immer höher als die Summe, die später tatsächlich an die Wada floss, manchmal um 100.000 Euro darüber.</p>
<p>[<em>Hier wird noch eine Tabelle nachgetragen, kann auf die Schnelle jemand bei der Erstellung helfen, die Daten haben wir da.</em>]</p>
<p>Man weiß also nicht, ob 2012 wirklich 586.000 Euro anfallen. Klar ist nur, was der Haushaltsposten verbirgt: das Einfrieren der WADA-Beiträge.</p>
<p>Wie unangebracht Vertrauen auf Berliner Imagebroschüren wäre, illustriert dabei vor allem dieser Fakt: Deutschland steuert im laufenden Jahr weniger bei als 2002, im ersten Zahljahr. Damals waren es 536.000 Euro. 2011, die Wada hat gerade ihre Rechnung gestellt, sind es rund 2000 Euro weniger. Howman verlangt deshalb eine an der Realität orientierte Debatte:</p>
<blockquote><p>Ich finde es unglaublich, dass wir über Erhöhungen reden, ohne über reale Geldbeträge zu sprechen. Ich halte das nur für absurd. Wir müssen in die Realität zurück, zur Frage: Wie viel zahlen die Europäer in ihrer Währung, in Euro? Und wenn man sieht, sie zahlen dasselbe oder sogar weniger als 2002, dann fragt man sich doch, ob wir noch in denselben Begriffen sprechen oder ob es sich um gobbledygook, um Politikergeschwafel, handelt. &#8211; Wir sollten weg vom gobbledygook und die Realität verhandeln. Und wenn man in der ankommt, dann heißt das: Deutschland bezahlt im Moment keinen Cent mehr als 2002. Das ist keine Erhöhung!</p></blockquote>
<p>Was sagt es, dass die Bundesregierung diesen Fakt verschweigt? Wie wäre es zu erklären, dass Berlin die WADA-Arbeit torpediert? Wohl eher nicht mit deren Mängeln. Der WADA fehlt es an Durchsetzungskraft gegenüber Weltsportverbänden, die Doping tolerieren. Ihre Testpraxis gilt als unzulänglich. Doch sorgt sie für Druck auf Betrüger; in Dritte-Welt-Ländern ermöglicht sie überhaupt erst Kontrollen. Howman meint, ganz offensichtlich sei der Stellenwert des Antidopingkampfes gesunken:</p>
<blockquote><p>Die europäischen Regierungen sagen der WADA: Wir wollen nicht mehr dasselbe zahlen wie 2002. Und das zeigt klar an, dass es nicht mehr dasselbe Bekenntnis dazu gibt.</p></blockquote>
<p>Vorwürfen der Bundesregierung, die Wada habe nicht begründet, wofür sie mehr Geld brauche, sie sei nicht transparent, widerspricht Howman scharf. Zwei Prozent Plus würden lediglich die Inflation abfangen. Außerdem:</p>
<blockquote><p>Es gibt nichts, das wir den Regierungen oder der Öffentlichkeit vorenthalten. Wir führen unsere Konten aktuell, wir legen sie gegenüber den Regierungen offen, wir teilen ihnen jeden Aspekt unserer Ausgaben und Einnahmen mit. In meinem ganzen Leben als Generaldirektor bin ich nie damit konfrontiert worden, dass wir nicht transparent seien. Ich finde das ein bisschen &#8230; vermutlich feindselig. &#8211; Was wir erwarten, ist, dass uns jemand sagt: Nun, wir sehen das anders. Ihr solltet weniger Geld für Forschung ausgeben, ihr solltet weniger Geld für einige andere Projekte ausgeben. Aber wir bekommen keine solche Ansprache. Wir hören nur: Ihr könnt euer Budget nicht um zwei Prozent erhöhen!</p></blockquote>
<p>Richtig ist, dass die Wada die erste Organisation des Weltsports war, die Haushalt und <a title="wada-ama.org" href="http://www.wada-ama.org/en/About-WADA/Funding/" target="_blank">Financial Statements</a> online publiziert hat, im Rahmen ihrer <a title="wada-ama.org" href="http://www.wada-ama.org/en/Resources/Publications/Annual-Report/" target="_blank">Jahresberichte</a>.</p>
<p>Der Sportausschuss debattiert den BMI-Haushalt in zwei Wochen. Die Grünen wollen die Kürzung nicht mittragen, sagt Viola von Cramon, die sportpolitische Sprecherin der Partei. Sie nennt ein Beispiel, das illustriert, wie willkürlich die Bundesregierung Transparenz misst: das Bundesinstitut für Sportwissenschaften &#8211; gerade von Historikern als einstiger Koordinator dubioser Dopingforschungen benannt und in jüngster Vergangenheit häufig für undurchsichtige Auftragsvergaben gerügt:</p>
<blockquote><p>Also, wenn man sich den Einzelplan 6 des BMI, des Bundesinnenministeriums, anschaut, dann sieht man ja, dass da ein gewisses Missverhältnis auftaucht. Da gibt es den Posten des Bundesinstituts für Sportwissenschaften. Dieser wird erhöht, und zwar um 500.000. Das heißt: Da ist Spielraum nach oben. Und warum jetzt gerade der Posten für die internationale Dopingbekämpfung eingefroren werden soll oder tatsächlich sogar zurückgefahren werden soll, das ist für uns nicht nachvollziehbar.</p></blockquote>
<p>Bislang sei das nicht überzeugend erklärt.</p>
<blockquote><p>Und solange das nicht passiert, werden wir natürlich dafür werben und werden wir natürlich einen Antrag stellen, dass wir die ganz normale zweiprozentige Erhöhung einstellen.</p></blockquote>
<p>Auf Deutschlandfunk-Anfrage übermittelt auch IOC-Vize Thomas Bach, sonst nicht für dergleichen bekannt, Kritik an der Bundesregierung. Er hoffe, &#8220;dass es nicht zum Einfrieren der Zahlungen an die Wada kommt&#8221;. Begründung: Der Wada müssten auch weiter &#8220;beste Bedingungen für den Kampf gegen Doping ermöglicht werden&#8221;.</p>
<p>David Howman formuliert es umgekehrt. Die Wada stecke rund 30 Prozent ihres Etats in die Verfeinerung der Analysemethoden; würde sie beschnitten, würden den gewieften Betrügern beste Bedingungen ermöglicht:</p>
<blockquote><p>Wenn wir diese Hochniveau-Doper erwischen wollen, müssen wir dafür Geld ausgeben. Wenn wir darauf nicht vorbereitet sind &#8211; warum geben wir dann all das Geld aus, um die dummen Doper zu erwischen? Wir überführen die Dummen und sind glücklich, dass die Cleveren davonkommen.</p></blockquote>
<p>Dass dies zuerst an die Adresse der Bundesregierung geht, offenbart den Kern der deutschen Antidoping-Politik: Mehr als ein Feigenblatt ist hierzulande nicht gewollt.</p>
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		<title>Sportförderung des Bundes im Olympiajahr 2012 und die Demokratie-Profis im Bundestags-Sportausschuss</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 12:21:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Einige Anmerkungen und Dokumente zur insgesamt unterirdischen Arbeit des Bundestags-Sportausschusses am Beispiel der aktuellen Haushaltszahlen zur Sportförderung 2012 durch den Bund.</p>
<p><object id="doc_64380" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_64380" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=64666378&amp;access_key=key-15xp6kroa7v5tklq852w&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=64666378&amp;access_key=key-15xp6kroa7v5tklq852w&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_64380" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=64666378&amp;access_key=key-15xp6kroa7v5tklq852w&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_64380"></embed></object></p>
<p>Zunächst die Fakten: Im Etatansatz für 2012 finanzieren 9 Bundesressorts mit 239,4 Millionen Euro Maßnahmen auf dem Gebiet des Sports. Das sind knapp 2 Millionen weniger als im laufenden Jahr, aber 3,5 Millionen mehr als im Winter-Olympiajahr 2010. Als <a title="Die Zahlen für 2008 und 2010" href="http://www.jensweinreich.de/2010/01/27/sportforderung-des-bundes-im-jahr-2010/" target="_self">bessere Vergleichsgröße</a> mag das Jahr 2008 herhalten, das Jahr der Sommerspiele in Peking: Demnach stellt der Bund im Olympiajahr 2012 mit den Sommerspielen in London 26 Millionen Euro mehr zur Verfügung als 2008.</p>
<p>Der größte Anteil entfällt wie immer auf die eigentliche olympische Spitzensportförderung durch das Bundesinnenministerium, mit dem Topf der so genannten Zentralen Maßnahmen, der über den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) quasi wie durch eine untergeordnete Bundesbehörde verteilt wird. Hier stehen knapp 132 Millionen zur Verfügung, 1 Million weniger als 2011, aber über 4 Millionen mehr als 2008. Und im zweitgrößten Sportetat, dem des Verteidigungsministeriums, dass die Hundertschaften von Sportsoldaten alimentiert, werden im Londoner Olympiajahr 63 Millionen verteilt, 9 Millionen mehr als 2008. Für die Olympiavorbereitung stehen 6,2 Millionen im Einzelplan des BMI.</p>
<ul>
<li>Für Feinschmecker: Der Haushaltsentwurf zum Einzelplan 06 des BMI versteckt sich in den 2670 Seiten des <a title="Haushaltsgesetz Entwurf 2012" href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/066/1706600.pdf" target="_blank">Gesetzentwurfs der Bundesregierung über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2012</a></li>
</ul>
<p>Gespart wird, beispielsweise, bei den Zuschüssen zur Nationalen Anti-Doping-Agentur NADA und damit bei der Dopingbekämpfung. Ein Umstand, der etwa im Deutschlandfunk mehrfach thematisiert wurde &#8211; etwa von Robert Kempe: <a title="DLF: Wie viel ist Deutschland der Kampf gegen Doping wert?" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1480017/" target="_blank">Wie viel ist Deutschland der Kampf gegen Doping wert?</a> Ob jene 20 Prozent, die dem NADA-Etat künftig fehlen sollen, aber so ein Skandal sind wie von Teilen der Opposition behauptet, sei dahingestellt. Längst weiß jeder, dass es nicht um Masse, sondern um Klasse in der Dopingfahndung geht. Und da hat die NADA, die zu sehr am <a title="Grit Hartmann: Die NADA: Ping-Pong-Diplomatie unter Sportsfreunden?" href="http://www.jensweinreich.de/2010/01/08/die-nada-ping-pong-diplomatie-unter-sportsfreunden/" target="_self">Tropf des Bundes</a> hängt und von DOSB-Granden und Bundessportpolitikern dominiert wird, gehörigen Nachholebedarf. Von dem haben allerdings hausgemachte Skandale und peinliche Personalquerelen bisher abgelenkt.</p>
<p>Der Hochleistungssport-Sektor, der nach wie vor seine <a title="tag Lobbyismus" href="http://www.jensweinreich.de/category/lobbyismus/" target="_self">Lobbyisten</a> im Sportausschuss des Bundestages <a title="Der neue Sportausschuss ..." href="http://www.jensweinreich.de/2009/11/16/der-neue-sportausschuss/" target="_self">(diese Zusammenstellung müsste mal wieder aktualisiert werden)</a> sitzen hat, kann sich also nicht beklagen. In dermaßen unsicheren Zeiten bleibt der Etat, den der DOSB intransparent an seine Verbände verteilen darf, quasi unangetastet.</p>
<p>Ein Verbandspräsident, der namentlich nicht genannt werden will, hat es <a title="Was vom Tage übrig bleibt: Bundes-Spitzensportförderung 2011 ..." href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/15/was-vom-tage-ubrig-bleibt-60-bundes-spitzensportforderung-sportsoldaten-staatssport-dopingbremerbdr/" target="_self">einmal</a> so formuliert:</p>
<blockquote><p>Wir haben in Deutschland ein System des Staatssports, in dem eine Ministerialbürokratie willkürlich über Sportförderung und Steuermittel entscheidet. Wer in diesem Kartell nicht drinsteckt, hat Pech gehabt.</p></blockquote>
<p>Alle Zahlen zur Spitzensportförderung werden nach wie vor nicht bekanntgegeben. Details kommen eher zufällig ans Tageslicht. Veröffentlichung ist nicht obligatorisch, wie bei den so genannten Zielvereinbarungen, die DOSB und BMI mit den Verbänden schließen. Das hat System. Kein Verband soll so genau wissen, was der andere bekommt, die Öffentlichkeit schon gar nicht. Obwohl es doch um Steuermittel geht.</p>
<p>In nicht-öffentlichen Sitzungen behandelt der Sportausschuss neuerdings wichtige Themen wie Probleme bei der NADA, Zuschüsse für die Welt-Agentur WADA und umstrittene Personalien. Verschwiegenheit und diskrete Deals unter dem Deckmäntelchen des Datenschutzes – da wo Öffentlichkeit geboten wäre. Ohne Öffentlichkeit und journalistische Berichterstattung hätte es in den vergangenen Jahren nie eine vergleichsweise energische Debatte über Doping-Jahresberichte, Versäumnisse der Verbände, Schwächen der NADA und Komplizenschaft von BMI und DOSB gegeben.</p>
<p>Auch das hat System unter der amtierenden Chefin des Sportausschusses, Dagmar Freitag (SPD), die zugleich Vizepräsidentin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes und Kuratoriumsmitglied der NADA ist – und in dieser Ämterverquickung traditionell keinen Interessenkonflikt sieht. Die Berliner Zeitung <a title="BLZ" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0609/sport/0078/index.html" target="_blank">(&#8220;Wählerinteresse verletzt&#8221;)</a> hat kürzlich die Frage gestellt, ob Freitag als Sportausschuss-Chefin &#8220;noch die Richtige ist, ob sie als echte Volksvertreterin oder eher von Privatinteressen geleitet&#8221; operiere. &#8220;Ihre Furcht vor öffentlichen Ausschusssitzungen verletzt die Interessen ihrer Wähler&#8221;, kommentierte Jörg Winterfeldt.</p>
<p>Als echtes Kontrollorgan von Bundessportgremien und DOSB fungiert der Sportausschuss ohnehin nicht, vielleicht hat er das im bundesdeutschen Staatssportsystem auch nie getan.</p>
<p><strong>Wann hat es die letzte bahnbrechende Initiative dieses Ausschusses oder einer der Fraktionen gegeben? </strong></p>
<p>Das ist gefühlte Jahrhunderte her.</p>
<p><a title="Die Einheitsfraktion des Sports" href="http://www.jensweinreich.de/2009/09/27/die-qual-der-wahl-oder-die-einheitsfraktion-des-sports/" target="_self">Nahezu alle</a> Sportausschussmitglieder verstehen sich als <a title="“We are family”: der kritische Schulterschluss von Politik, Sport und Wissenschaft" href="http://www.jensweinreich.de/2009/07/10/we-are-family-der-kritische-schulterschluss-von-politik-sport-und-wissenschaft/" target="_self">Freund, Förderer und Partner des Sports</a> – was dem parlamentarischen Auftrag entgegen steht. Der gesamte Sportausschuss ist Teil des sportpolitischen Komplexes, und insofern ist die gespielte Auseinandersetzung um den Sportetat 2012, wie etwa der <a title="www.spd.de" href="http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_dok/0,,58035,00.html" target="_blank">substanzlose Aufschrei</a> des ehemaligen freien Journalisten, Präsidenten des Deutschen Sportakrobatikbundes und SPD-Sportsprecher <a title="www.martin-gerster.de" href="http://www.martin-gerster.de/person/index.htm" target="_blank">Martin Gerster</a> nicht wirklich ernstzunehmen. Er sprach von einer Stagnation der Sportförderung unter der CDU.</p>
<p>Alle Jahre wieder. Und ewig grüßt das Murmeltier.</p>
<p><em>(überarbeiteter Beitrag meiner Anmerkungen im Deutschlandfunk)</em></p>
<p><a title="DLF" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/09/10/dlf_20110910_1910_c40db19c.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Okay, den Anfall von Recherchewut kurz vor der Sommerpause, an dem die SPD offenbar laborierte, will ich nicht verschweigen. <a title="DLF: Sportförderung ohne Transparenz" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1540859/" target="_blank">Daniel Drepper</a> hat auch schon darauf hingewiesen. Auf die irrlichternden, Kontrollinteresse vortäuschenden <a title="Kleine Anfrage der SPD vom Juli 2011" href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/065/1706530.pdf" target="_blank">41 Fragen</a> einer Kleinen Anfrage vom Juli 2011 gab die Bundesregierung <a title="Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage der SPD" href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/066/1706672.pdf" target="_blank">eine Antwort</a>, die durchaus eine Lektüre wert ist, insbesondere die letzten Seiten mit Zahlen zur Verbandsförderung.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2011/09/12/sportforderung-des-bundes-im-olympiajahr-2012-und-die-demokratie-profis-im-bundestags-sportausschuss/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Was vom Tage übrig bleibt (63): olympische TV-Milliarden, NBCU und neue Optionen für die Sommerspiele 2020</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/06/08/was-vom-tage-ubrig-bleibt-63-olympische-tv-milliarden-nbcu-und-neue-optionen-fur-die-sommerspiele-2020/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 10:08:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da haben sich zwei gesucht und gefunden. NBC Universal bleibt also bis 2020 Olympiasender. Das ist die sportpolitische Top-Meldung dieser Tage. Die Summe hat es in sich: 4,4 Milliarden Dollar für das Paket von vier Spielen &#8211; hinzu kommen die Sponsoren-Millionen von General Electric, die schon die bis 2012 geltenden Vertragssummen um bis zu 200 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a title="IOC awards US broadcast rights for 2014, 2016, 2018 and 2020 Olympic Games to NBCUniversal by International Olympic Committee, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/iocmedia/5808866029/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2538/5808866029_f330f342b0.jpg" alt="IOC awards US broadcast rights for 2014, 2016, 2018 and 2020 Olympic Games to NBCUniversal" width="500" height="332" /></a><p class="wp-caption-text">(l to r) Richard Carrion IOC EB member, Brian Roberts, CEO and Chairman, Comcast, Jacques Rogge IOC President (c) IOC/Richard Juilliart</p></div>
<p>Da haben sich zwei gesucht und gefunden. <a title="universalsports.com" href="http://www.universalsports.com/news-blogs/article/newsid=536211.html#ioc+awards+olympic+media+rights+nbc" target="_blank">NBC Universal bleibt also bis 2020 Olympiasender.</a> Das ist die sportpolitische Top-Meldung dieser Tage. Die Summe hat es in sich: 4,4 Milliarden Dollar für das Paket von vier Spielen &#8211; hinzu kommen die Sponsoren-Millionen von General Electric, die schon die bis 2012 geltenden Vertragssummen um bis zu 200 Millionen Dollar erhöhten. Der neue Besitzer Comcast ist überzeugt, dass die Verluste der Olympia-Abenteuer in Vancouver (mehr als 200 Mio $) und London (es wird ein deutlicher Verlust erwartet) konzernweit ausgeglichen werden und sich die Investition also dennoch rechnet.</p>
<p>Damit sind die USA nun auch wieder für die Olympischen Sommerspiele 2020 im Spiel. Die Amis und ihr USOC wären dämlich, würden sie diese Chance nicht nutzen.</p>
<p>IOC-Präsident Jacques Rogge hat sie gestern regelrecht aufgefordert:</p>
<blockquote><p>You are the country that has organized the most Olympic Games, with the best athletes in the world.  If there is a bid coming for 2020 from the USA, we would be very happy.&#8217;</p></blockquote>
<p>Wer außer Rom ist derzeit im Olympia-Rennen? Südafrika hat abgesagt. Die Türken werden sich nach der Wahl (am 12. Juni) flink zwischen einer neuerlichen Euro-Bewerbung (für 2022) und einer weiteren Olympiabewerbung von Istanbul entscheiden müssen. Die Amerikaner sind zwar international sportpolitisch noch immer isoliert und tragen schwer am Trauma der Desaster von New York (vorletzter Platz im Wettbewerb um die Sommerspiele 2012) und Chicago (letzter Platz im Rennen um 2016), jedoch hat sich ihre Lage mit der neuen USOC-Führung, den positiven Entwicklungen in den Verhandlungen um das olympic revenue sharing und diesem neuerlichen Milliardendeal extrem verbessert. Es bleibt dabei: In den USA wird fast die Hälfte des IOC-Umsatzes generiert.</p>
<p>Allein NBC hat, diesmal erstmals ohne Dick Ebersol, der im Mai den Dienst quittierte, den IOC-Deal aber noch mit vorbereitete, seit dem 1988er Vertrag mehr als 11 Milliarden Dollar für olympische TV-Rechte bezahlt.</p>
<ul>
<li>1988, Seoul: 300 Mio $</li>
<li>1992, Barcelona: 401 Mio $</li>
<li>1996, Atlanta: 456 Mio $</li>
<li>2000, Sydney: 705 Mio $</li>
<li>2002, Salt Lake City: 545 Mio $</li>
<li>2004, Athen: 793 Mio $</li>
<li>2006, Turin: 613 Mio $</li>
<li>2008, Peking: 894 Mio $</li>
<li>2010, Vancouver: 820 Mio $</li>
<li>2012, London: 1181 Mio $</li>
<li>2014, Sotschi: <strong>775 Mio $</strong></li>
<li>2016, Rio de Janeiro: <strong>1226 Mio $</strong></li>
<li>2018, München oder PyeongChang: <strong>963 Mio $</strong></li>
<li>2020:  <strong>1418 Mio $</strong></li>
</ul>
<p>Die letzten/aktuellsten verfügbaren IOC-Statistiken:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-10465" title="IOC TV revenue Olympic Games" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/06/tv-revenue.gif" alt="" width="368" height="612" /></p>
<p>So hat sich das Verhältnis von US-Markt und Einnahmen in anderen Territorien zuletzt entwickelt:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-10466" title="IOC TV revenue, territories since 1998" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/06/tv-revenue2.gif" alt="" width="526" height="253" /></p>
<p>Hoch interessant, was der aufmüpfige Urs Leutert, Sportchef des Schweizer Fernsehens, zur IOC-Strategie der Gewinnmaximierung einmal mehr im NZZ-Interview sagt <a title="nzz.ch" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/verrat_an_der_olympischen_idee_1.10816984.html" target="_blank">(Verrat an der olympischen Idee)</a>:</p>
<blockquote><p><em>Die Rechte für die Spiele 2014 und 2016 haben Sie noch nicht. Wo stehen die Verhandlungen?</em></p>
<p>Das Internationale Olympische Komitee hat nach über 50 Jahren Zusammenarbeit mit der EBU, dem Zusammenschluss der Service-Public-Sender in Europa, gebrochen und die Vermarktung der TV-Rechte einer Agentur übertragen. Diese ehrenwerten und integren Verkäufer kommen nun zur Türe rein und stellen als Erstes klar: «Sie wissen, wir sind keine Nonprofitorganisation.» Und dann reden wir aneinander vorbei:</p>
<ul>
<li><strong>Wir reden von Sport, sie reden von Geld;</strong></li>
<li><strong>wir reden von Fernsehen, sie reden von Geld;</strong></li>
<li><strong>wir reden vom Olympiaprogramm, sie reden von Geld.</strong></li>
</ul>
<p>Und sie bieten uns einzelne Sportarten und einzelne Pakete zum Beispiel für TV, Radio oder Internet an.</p>
<p><strong>Diese Aufsplittung der Sportarten und diese unersättliche Geldgier des IOK sind ein totaler Verrat an der olympischen Idee. </strong></p>
<p>Die vermeintlichen Treuhänder des Sports in Lausanne agieren heute wie Banker.</p></blockquote>
<p>Die olympischen TV-Verträge und die Umstände, unter denen diese Verträge geschlossen wurden, waren lange eines meiner Lieblingsthemen. Aus Zeitgründen muss ich diesmal passen, konnte gestern LEIDER auch nicht in Lausanne sein, ein gewiss einmaliges Erlebnis, und das meine ich extrem ernst, und muss mich auch heute kurz fassen.</p>
<p>Im Blog habe ich mich einige Male mit dem Thema befasst, in den Kommentaren hat Ralf wie gewohnt professionell ein hübsches Archiv verlinkt:</p>
<ul>
<li><a title="Dick Ebersol: Olympias Milliardenmann" href="http://www.jensweinreich.de/2009/03/30/dick-ebersol-olympias-milliardenmann/" target="_self">Dick Ebersol: Olympias Milliardenmann</a></li>
<li><a title="Lust und Frust: olympische TV-Milliarden" href="http://www.jensweinreich.de/2008/12/09/lust-und-frust-olympische-tv-milliarden/" target="_self">Lust und Frust: olympische TV-Milliarden</a> <em>(hier finden sich etliche Tabellen, die die Abhängigkeit der meisten olympischen Sportverbände von den IOC-Einnahmen illustrieren)</em></li>
</ul>
<p>Einige Lesebefehle:</p>
<ul>
<li>Alan Abrahamson (ehemals NBCUniversal online) auf seinem Blog <strong>3 wire sports</strong>: <a title="3 wire sports" href="http://3wiresports.com/2011/06/07/nbcs-4-38-billion-knockout-punch/" target="_blank">NBC’s $4.38 billion knockout punch</a></li>
<li>Phil Hersh in der Chicago Tribune: <a title="Chicago Tribune" href="http://articles.chicagotribune.com/2011-06-07/sports/chi-are-there-now-438-billion-reasons-for-us-to-bid-for-2020-summer-games-20110607_1_usoc-chief-executive-ioc-s-rogge-usoc-and-ioc" target="_blank">Are there now 4.38 billion reasons for U.S. to bid for 2020 Summer Games?</a></li>
<li>Kai Pahl hat sich auf allesaussersport vorab mit dem Thema befasst &#8211; <a title="allesaussersport.de" href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2011/06/07/screensport-am-dienstag-drei-monate-alter-handelsblatt-kase/" target="_blank">Olympia sucht US-TV</a> &#8211; und amüsiert sich nun vor allem über jene exorbitanten 900 Mio $, die NBCU mehr geboten hat als Konkurrent Fox:</li>
</ul>
<blockquote><p>Gewonnen hat NBC, die im Vergleich zu den Mitbewerbern so deutlich mehr drauf gepackt haben, dass der Verdacht naheliegt, Sportrechtehändler des ZDF hätten einen lukrativen Nebenjob gefunden.</p></blockquote>
<ul>
<li>AP: <a rel="nofollow" href="http://www.usatoday.com/sports/olympics/2011-06-08-1972975086_x.htm">NBC locks up US Olympic TV rights through 2020<img id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.59/t.gif" alt="" /></a></li>
<li>USA Today: <a rel="nofollow" href="http://www.usatoday.com/sports/columnist/hiestand-tv/2011-06-07-olympics-rights-nbc_n.htm">NBC pays out, but do the Olympics pay off?<img id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.59/t.gif" alt="" /></a></li>
</ul>
<p>Die komplette IOC-Pressemitteilung muss sein:</p>
<blockquote><p><strong><a title="olympic.org" href="http://www.olympic.org/media?articlenewsgroup=-1&amp;articleid=130827&amp;searchpageipp=10&amp;searchpage=1" target="_blank">IOC awards US broadcast rights for 2014, 2016, 2018 and 2020 Olympic Games to NBCUniversal</a></strong></p>
<p>The International Olympic Committee (IOC) today awarded NBCUniversal (NBCU) the broadcast rights in the US for the XXII Olympic Winter Games (2014) in Sochi, Russia, and the Games of the XXXI Olympiad (2016) in Rio De Janeiro, Brazil, as well as the 2018 and 2020 Olympic Games, which have yet to be awarded to a host city.</p>
<p>NBCU has acquired the broadcast rights across all media platforms, including free-to-air television, subscription television, internet and mobile. The total agreement is valued at USD 4.38 billion.</p>
<p>“We are delighted to have reached an agreement with our longstanding partner NBCU,&#8221; said IOC President Jacques Rogge. “We received three excellent bids and would like to thank each broadcaster for their presentations. In the end we were most impressed with NBCU, which not only has a track record for broadcasting the Games that speaks for itself, but also has a clear and innovative vision of where it wants to take the broadcast of the Games between now and 2020. We look forward to continuing to build on our already strong relationship beginning in London next year.&#8221;</p>
<p>The IOC based its decision on a long-term broadcast strategy aimed at ensuring broadcast of the Olympic Games of the highest quality, maximising exposure across all available media platforms, and securing the financial future of the Olympic Games and the Olympic Movement.</p>
<p>“We had an obligation to pick the best bid on behalf of the entire Olympic Movement,&#8221; said IOC Executive Board member Richard Carrión, who, along with IOC President Jacques Rogge, led the negotiations. “We assessed each bid against a thorough set of criteria and believe that the long-term nature of this agreement will not only ensure fantastic Olympic broadcast coverage in the US, but also support the long-term financial stability of the Olympic Movement as a whole. NBCU has proven its worth time and again over the years and we’re very excited to continue working with them.&#8221;</p>
<p>The IOC has enjoyed a long partnership with NBCU, and this agreement will mean that by 2020, NBCU will have covered a total of 17 editions of the Games, beginning in 1964.</p>
<p>&#8220;We are honoured to continue as the US Olympic broadcaster for the remainder of this decade. The vision for our new Comcast-NBCUniversal was to create new platforms and technologies to distribute the very best content. Every two years the Olympic Games provides iconic content for us to deliver on all platforms. We are proud to continue the rich heritage and long association that NBC has had with the IOC and I personally want to thank President Rogge and Richard Carrión for their long-term trust,&#8221; said Brian Roberts, CEO and Chairman, Comcast, parent company of NBCUniversal.</p>
<p>The decision came after two days of meetings held at the IOC headquarters in Lausanne, Switzerland, during which ESPN, Fox and NBCU each gave a presentation and submitted their proposals to the IOC. The negotiation process started earlier this year with preliminary discussions conducted with all interested parties. Each proposal was discussed by an IOC delegation chaired by President Rogge.</p>
<p>###</p>
<p><a title="olympic.org" href="http://www.olympic.org/media?q=nbc&amp;chkcat=010&amp;articlenewsgroup=-1&amp;articleid=52392&amp;searchpageipp=10&amp;searchpage=1" target="_blank">NBCU acquired the right to be the IOC’s broadcast partner for the London 2012 Olympic Games in 2003.</a></p>
<p>The 2018 Olympic Winter Games host city vote will take place at the 123rd IOC Session in Durban, South Africa, in July 2011.</p>
<p>The 2020 Olympic Games host city vote will take place at the 125th IOC Session in Buenos Aires, Argentina, in September 2013.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>23</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die beschämende Wahrheit (I): was die DFB-Vertreter Zwanziger und Beckenbauer auf dem FIFA-Kongress sagen &#8230;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/06/01/nichts-als-die-wahrheit-was-dfb-vertreter-auf-dem-fifa-kongress-sagen/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 14:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; das möchte ich doch gern dokumentieren. Der eigentliche Bericht über Sepps Krönungsmesss geht hier weiter. DFB-Präsident und Neu-FIFA-Exekutivmitglied Theo Zwanziger hat was gesagt auf dem Kongress? Eigentlich nichts. Hat er den halbwegs aufrechten FA-Präsidenten David Bernstein öffentlich unterstützt, der eine Verlegung der Wahl gefordert hat? Nein. Er hat rund um den Kongress ein paar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; das möchte ich doch gern dokumentieren. Der eigentliche Bericht über <strong><a title="live-Blog aus Zürich: Krönungsmesse für den FIFA-Paten im Ozean der Solidarität" href="http://www.jensweinreich.de/2011/06/01/live-blog-aus-zurich-kronungsmesse-fur-den-fifa-paten/" target="_self">Sepps Krönungsmesss geht hier weiter</a></strong>.</p>
<p>DFB-Präsident und Neu-FIFA-Exekutivmitglied Theo Zwanziger hat was gesagt auf dem Kongress?</p>
<p>Eigentlich nichts.</p>
<p>Hat er den halbwegs aufrechten FA-Präsidenten David Bernstein öffentlich unterstützt, der eine Verlegung der Wahl gefordert hat?</p>
<p>Nein.</p>
<p>Er hat rund um den Kongress ein paar Interviews gegeben. Mehr nicht. Aber als es darauf ankam, während des Kongresses Stellung zu beziehen, hat er geschwiegen.</p>
<p>Am Ende, als Blatter ihn offiziell zum Exko-Mitglied ernannte, passierte dies:</p>
<p><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/06/zwanziger-kongress.mp3">:</a></p>
<p>Franz Beckenbauer, scheidendes FIFA-Exekutivmitglied, hat in seiner Eigenschaft als Chef der FIFA Task Force Football 2014 das gesagt:</p>
<p><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/06/beckenbauer-fifa-kongress.mp3">:</a></p>
<p><em>(Die ersten paar Sekunden fehlen. Gegen Ende, bei ca. 11:00 habe ich mal kurz auf die Übersetzungen geschaltet. Es hat eine dreiviertel Stunde gedauert, bis ich das endlich veröffentlichen konnte. #internetfail-fifa)</em></p>
<p>So weit die Ausführungen deutscher Fußballvertreter auf diesem denkwürdigen FIFA-Kongress. Nur für die Akten. Allein das zählt &#8211; manchmal muss man cojones zeigen -, und nicht, was davor und danach in Mikrofone gehaucht wird.</p>
<p>Ich sage gern: Wer in solchen Momenten schweigt und nicht Stellung bezieht, macht sich mit schuldig.</p>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>49</slash:comments>
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		<title>live-Blog aus Zürich: &#8220;We are not in a crisis!&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/05/31/live-blog-aus-zurich-we-are-not-in-a-crisis/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 May 2011 07:02:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ZÜRICH. Und es sprach der Große Vorsitzende: Crisis? What is a crisis? We are not in a crisis! We are only in some difficulties. And the difficulties will be solved, will be solved inside our family. [Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.] Ich musste wirklich lachen. Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ZÜRICH. Und es sprach der Große Vorsitzende:</p>
<blockquote><p><strong>Crisis? What is a crisis? We are not in a crisis! We are only in some difficulties. And the difficulties will be solved, will be solved inside our family.</strong></p></blockquote>
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<p>Ich musste wirklich lachen. Und ich kann meine Herkunft nicht verleugnen. Die pathologische Sturköpfigkeit, mit der Sepp gestern seine Pressekonferenz bestritt, erinnerte mich an den hier &#8230;</p>
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<p>&#8230; und den hier &#8230;</p>
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<p>&#8230; und den hier <em>(Danke SH für den Hinweis)</em> &#8230;</p>
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<p>&#8230; und den hier &#8230;</p>
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<p>Das Ende der Geschichte ist bekannt.</p>
<ul>
<li>Auf dem <a title="NYT: Goal" href="http://goal.blogs.nytimes.com/2011/05/30/blatters-news-conference-live/" target="_blank">Soccer Blog der New York Times</a> steht das Transkript dieser denkwürdigen &#8220;Pressekonferenz&#8221;</li>
</ul>
<p>Wobei das nicht ganz sauber ist, es fehlt einiges. Zum Beispiel hat sich Blatter mit den Worten verabschiedet, dass er selbst noch Mitglied der AIPS sei, des Weltverbandes der Sportjournalisten.</p>
<p>Keine Ahnung, was er damit sagen wollte. Ich bin übrigens kein AIPS-Mitglied.</p>
<p>Ich will auch heute versuchen, die Ereignisse halbwegs regelmäßig im Blog zu begleiten. (Hatte gestern ein arges technisches Problem mit dem Laptop, die das Bloggen und das Artikelschreiben schwer behindert haben. Das Problem lässt sich nicht beheben, ich muss schwer improvisieren.)</p>
<p>Wichtigster Termin, Tsunami-Warnung, ist um 14 Uhr im Grand Hotel Dolder die Pressekonferenz, auf der ausgerechnet Jack Dokumente (inklusive Kontoauszüge etc) vorlegen will, um Korruptionszahlungen in Höhe von 20 Millionen Dollar an vier Exekutivmitglieder zu beweisen. Es geht, natürlich, um die WM 2022 in Katar. Und, so viel kann ich mal sagen, endlich nähern wir uns den wirklichen Dimensionen des Betrugs an.</p>
<p>Einstweilen, Lektüre, Lesebefehle!</p>
<ul>
<li>Die <a title="fifa.com" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/administration/news/newsid=1444139.html" target="_blank">Behauptungen</a> des FIFA-Generalsekretärs und Wahrheitsallergikers Jerome Valcke zu seiner Email an Jack Warner, in dem er schrieb, Katar habe die WM 2022 gekauft:</li>
</ul>
<blockquote><p>Herr Warner hat eine E-Mail veröffentlicht, die ich ihm geschickt habe. Ich möchte klarstellen, dass ich in E-Mails – die naturgemäß ein &#8220;leichteres&#8221; Ausdrucksmittel sind – gelegentlich einen wesentlich weniger formalen Ton verwende als bei anderen Formen der Korrespondenz. Dies vorausgeschickt, wollte ich in besagter E-Mail in Bezug auf die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022 zum Ausdruck bringen, dass die erfolgreiche Bewerbung finanzielle Stärken beim Werben um Unterstützung genutzt hat. Es handelte sich um einen Kandidaten mit sehr wichtigem Budget, welches eingesetzt wurde, um die Kandidatur auf der ganzen Welt sehr wirkungsvoll zu bewerben. Weder habe ich mich zu irgendeinem Zeitpunkt auf den Kauf von Stimmen oder auf anderes unethisches Verhalten bezogen, noch hatte ich die Absicht, dies zu tun. Ferner möchte ich klarstellen, dass es, wie ich gestern bereits sagte, bei der FIFA keinerlei Ermittlungen hinsichtlich der Vergabe der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022 gibt.</p></blockquote>
<ul>
<li>Charles Sale zeigt in der Daily Mail auf, dass Jack the Ripper sich von der Überweisung Bin Hammams das übliche Drittel abzweigte: <a title="Daily Mail" href="http://www.dailymail.co.uk/sport/football/article-1392575/FIFAs-Jack-Warner-diverted-Caribbean-Football-Union-travel-funds-CHARLES-SALE.html#ixzz4OeWm1nT8" target="_blank">FIFA&#8217;s Jack Warner &#8216;diverted Caribbean Football Union travel funds&#8217;</a></li>
</ul>
<p>Das kennt man seit Jahrzehnten. Ein Teil ALLER Überweisungen geht stets an die CFU bzw direkt an Jack.</p>
<ul>
<li>Elmar Wagner in der NZZ: <a title="NZZ" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/400_hundert-dollar-noten_1.10761729.html" target="_blank">400 Hundert-Dollar-Noten.</a> Wie der FIFA-Präsidentschaftskandidat Bin Hammam Stimmen kaufen wollte.</li>
</ul>
<p>Ooops, da hat die Ethikkommission wohl was durchgesteckt.</p>
<blockquote><p>Aufschlussreich ist bereits die Vorgeschichte jenes Spezialkongresses in der Karibik. Eigentlich war vorgesehen, dass der Fifa-Präsidentschafts-Kandidat Bin Hammam am offiziellen Kongress der Concacaf am 2. Mai in Miami anwesend ist, um dort Wahlkampf zu betreiben. Die Concacaf umfasst die zentral- und nordamerikanischen sowie karibischen Fussballverbände und versammelt 35 Delegiertenstimmen. Doch zum Besuch Bin Hammams in Miami kam es schliesslich doch nicht – offiziell, weil der Katarer das Visum für die Einreise zu spät erhalten hatte.</p>
<p>Aufgrund der Unterlagen im Dossier wird ersichtlich, dass Bin Hammam gar nie beabsichtigte, nach Miami zu reisen. Denn schon am 1. April fragte er den Concacaf-Präsidenten Jack Warner, ob er einen eigenen Kongress in Trinidad veranstalten dürfe. Warner sagte gemäss der vorliegenden E-Mail-Faksimiles zu, wies aber darauf hin, dass Bin Hammam für die Reisekosten der Delegierten aufkommen müsse. Der Concacaf-Generalsekretär Chuck Blazer warnte in einer E-Mail davor, dass dieses Vorgehen ethisch nicht vertretbar sei. Warner schrieb: «Ich will es aber so.»</p></blockquote>
<ul>
<li>Der <a title="fifa.com" href="http://www.fifa.com/mm/document/affederation/administration/01/44/40/85/jdqcreview-summary.pdf" target="_blank">&#8220;Untersuchungsbericht&#8221;,</a> in dem die Äußerungen von Lord Triesman zur Korruption bei der WM-Vergabe 2018 und 2022 behandelt und ins Reich der Fabel verbannt werden</li>
</ul>
<p>Schade eigentlich, dass Sepp die Dokumente zum ISL-Bestechungsskandal, etwa die Einstellungsverfügung, nicht auch veröffentlichen lässt. Gegen Veröffentlichung der Einstellungsverfügung, in der die Namen jener genannt werden, die 5,5 Millionen Schweigegeld an die Staatskasse gezahlt haben, verhindert die FIFA seit Monaten durch Einsatz teuerster Schweizer Anwälte.</p>
<ul>
<li>Dazu der Artikel von Jean-Francois Tanda: <a title="tagesanzeiger.ch" href="http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Wie-die-Fifa-die-Namen-bezahlter-Funktionaere-geheim-halten-will/story/30396858" target="_blank">Wie die FIFA die Namen bezahlter Funktionäre geheim halten will</a></li>
</ul>
<p>tbc</p>
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		<title>live-Blog aus Zürich: Jack the Ripper on revenge trail</title>
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		<pubDate>Mon, 30 May 2011 06:56:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ZÜRICH. Moin, moin, willkommen am Hauptsitz der FIFA-Mafia. Nach einem selten bizarren Erlebnis gestern Abend, der Pressekonferenz der so genannten FIFA-Ethikkommission, flankiert vom Lügenbaron Jerome Valcke, FIFA-Generalsekretär, werde ich an den kommenden drei Tagen bis zur Krönungsmesse halbwegs live bloggen. Es gibt mit boshafter Regelmäßigkeit Links und Schnipsel und Dokumente des Grauens &#8211; und vielleicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-10345" title="crush FIFA!" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/05/FIFA_ftgftf_2A.gif" alt="" width="414" height="255" /></p>
<p>ZÜRICH. Moin, moin, willkommen am Hauptsitz der FIFA-Mafia. Nach einem selten bizarren Erlebnis gestern Abend, der Pressekonferenz der so genannten FIFA-Ethikkommission, flankiert vom Lügenbaron Jerome Valcke, FIFA-Generalsekretär, werde ich an den kommenden drei Tagen bis zur Krönungsmesse halbwegs live bloggen. Es gibt mit boshafter Regelmäßigkeit Links und Schnipsel und Dokumente des Grauens &#8211; und vielleicht sogar einige Gedanken. Who knows. Es wird auf jeden Fall ein ziemlich langer Beitrag. Also, immer mal aktualisieren und ans Ende scrollen.</p>
<p>Ehre wem Ehre gebührt: Beginnen wir mit Petrus Damaseb aus Namibia, dem stellvertretenden Chef der &#8220;Ethikkommission&#8221;.</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/30/live-blog-die-ehrenwerte-familie-1/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Hier kann man die komplette Pressekonferenz, die vom FIFA-Kommunikationsverhinderer Nicolas Maingot wie üblich resolut beendet wurde, <a title="FIFA PK 29. Mai 2011" href="http://streamstudio.world-television.com/CCUIv3/frameset.aspx?ticket=645-676-9890&amp;target=en-default-&amp;status=ondemand&amp;browser=ns-0-0-0-10-0&amp;stream=flash-video-300" target="_blank">sehen und hören</a>.</p>
<p>Natürlich ist diese &#8220;Ethikkommission&#8221; kein unabhängiges Gremium, sondern eine lächerliche Institution, die sich für den bislang größten Schmiergeldskandal der Sportgeschichte, die <a title="alle Beiträge zu ISL/ISMM" href="http://www.jensweinreich.de/category/islismm/" target="_self">141 ISL-Millionen</a>, nicht interessierte &#8211; warum auch, schließlich zahlte die FIFA 5,5 Millionen Franken Schweigegeld (und mehr), um die Namen von Schmiergeldempfängern geheim zu halten. Kurz noch einige Argumente und Hintergründe, nichts Neues für Stammleser:</p>
<ul>
<li><a title="Stil- und Textkritik: der FIFA-Ethikcode" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/23/stil-und-textkritik-der-fifa-ethikcode/  " target="_self">Stil- und Textkritik: der FIFA-Ethikcode</a></li>
<li><a title="update: Korruption in der FIFA" href="http://www.jensweinreich.de/2010/10/18/update-korruption-in-der-fifa/" target="_self">update: Korruption in der FIFA</a></li>
</ul>
<p>Über die Entscheidungen der &#8220;&#8221; habe ich für den Deutschlandfunk gestern das Sportgespräch mit dem Schweizer Nationalrat <a title="Offener Brief an FIFA-Boss Joseph Blatter" href="http://www.jensweinreich.de/2011/01/12/roland-rino-buchel-offener-brief-an-fifa-boss-joseph-blatter/" target="_self">Roland</a> <a title="Roland Büchel" href="http://www.rolandbuechel.ch/" target="_blank">Büchel</a> (SVP) und <a title="WOZ: Seco untersucht FIFA" href="http://www.woz.ch/artikel/2011/nr12/wirtschaft/20519.html" target="_self">Carlos</a> <a title="Nation of Swine" href="http://nationofswine.ch/2011/01/12/der-mann-in-blatters-nacken/" target="_blank">Hanimann</a> von der WOZ geführt:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/05/29/dlf_20110529_2331_d66cd384.mp3" target="_self">:</a></p>
<p><a title="alle Beiträge von und mit Jack Warner" href="http://www.jensweinreich.de/category/jack-austin-warner/" target="_self">Jack Austin Warner</a> sagt dazu übrigens &#8211; Lesebefehl! (Gestern Nacht in den <a title="Bin Hammam pulls out ..." href="http://www.jensweinreich.de/2011/05/29/bin-hammam-pulls-out-step-back-morally-corrupt-sepp/" target="_self">Kommentaren</a> wie einige andere Lesebefehle natürlich schon verlinkt.)</p>
<blockquote><p>I attended the FIFA enquiry today at 12 noon pursuant to a request made of me by FIFA to answer allegation made by Chuck Blazer, General Secretary of CONCACAF.</p>
<p>I have learned this evening via the media that I have been provisionally suspended by the FIFA Ethics Committee.  This has come both as a shock and surprise to me.  At the conclusion of the enquiry I specifically requested that I be notified of any decision as I had learned via the media before attending the hearing that a decision would be handed down at 5:00PM.  Despite leaving my contact details, up to this point, I still have not received any notification from the FIFA.</p>
<p>At the hearing I indicated that I submitted two written statements outlining my position.  I expressed my disappointment with the way in which the enquiry was conducted as I was given less than twenty four hours to submit a statement for consideration by the committee and, moreover, one of the five members of the Committee is from Uruguay and did not have the value of a translated version of my or Mr bin Hammam&#8217;s submission.  This lack of translation services brings into question the issue of due process.</p>
<p>In addition, FIFA did not have the courtesy to provide me with copies of the allegations before the hearing and it was only during the hearing were the allegations read to me.</p>
<p>At the hearing, among other things, I was asked about the special meeting with the CFU to hear Mr Bin Hammam and whether such a meeting was normal I indicated that President Blatter earlier this year had held a similar meeting in South Africa with thirty seven countries and no objections had been made of that to date.  In fact this has been the practice of FIFA in holding meetings with member countries before elections.</p>
<p>I denied the allegations that I made statements at the CFU meeting about gifts being given by Mr Bin Hammam.  I also indicated that at the Miami CONCACAF Congress on May 3rd Mr. Blatter made a gift of one million USD to CONCACAF to spend as it deems fit. This annoyed President Michel Platini who was present and he approached Secretary General Jerome Valcke complaining that Mr Blatter had no permission from the Finance Committee to make this gift to which Jerome replied that he will find the money for Mr Blatter.</p>
<p>I also indicated at the CFU meeting held in Trinidad on May 10 which was requested by Mr. Bin Hammam, FIFA through Mr. Blatter organised gifts of laptops and projectors to all members of the Caribbean and no objections have been made today of this to date.</p>
<p>In my statement I attached letters from thirteen Federations whose members attended the CFU Meeting where the allegations of gifts were made.</p>
<p>These statements from the 13 members denied the allegations that have been made against me and any participation of these individuals in the act complained of. While with regard to the allegation of payment only one statement was submitted by Collins &amp; Collins.</p>
<p>On May 18 when I realised that the political battle between Blatter and Bin Hammam was getting out of hand I wrote Secretary General Valcke telling him, among other things, that the outcome of the elections may cause some fracture in the Arab world  which we can ill afford now and that I will like to ask Bin Hammam to withdraw from the race. To which Jerome replied to me and I quote :</p>
<p>&#8220;For MBH, I never understood why he was running. If really he thought he had a chance or just being an extreme way to express how much he does not like anymore JSB. Or he thought you can buy FIFA as they bought the WC. I have a bet since day one, he will withdraw but on June 1st after his 10 min speech. By doing so he can say he push Blatter to make new commitments bla bla bla and get out under applause. Before means he is a looser. So&#8230;He will get some votes. Less than 60 today after CAF support. It will be the &#8220;coup de grace&#8221; if you would officially send a message as the CONCACAF President by saying CONCACAF supports unanimously. So I am not giving you an advice but just my feeling about what I think is the situation.&#8221;</p>
<p>Despite the plea from SG Valcke, I refused to give any advice about how CONCACAF will be voting.</p>
<p>At no time during this matter was I ever contacted by Mr. Blazer nor did he contact the Executive or the Emergency Committee of the CONCACAF and it is informative for one to look at Mr Blazer&#8217;s credibility by referring to the report of the NY District Court Judge in the matter between Master Card and Visa in the FIFA matter of 7th December 2006 .</p>
<p><em>(para 213) Mr. Blazer&#8217;s testimony was generally without credibility based on his attitude and demeanor on his evasive answers on cross-examination.</em></p>
<p><em>(para 214) Thus, for that reason and based on his evasive answers and his attitude and demeanor, Mr. Blazer&#8217;s testimony as the March 14, 2006 Marketing &amp; TV AG Board meeting is rejected as fabricated.</em></p>
<p>The complaints  made in this matter are politically motivated against Mr Bin Hammam and me and are designed, among other things, to cause serious prejudice and damage to both Mr Bin Hammam and myself at one of the most critical times for the FIFA.</p>
<p>It is also shocking that at the close of an inquiry at around 5:47pm when the decision was already delivered new evidence in the form of a fax from the Puerto Rico FF appears making allegations which were treated as part of the evidence in this matter. This further demonstrates in the way the enquiry was conducted and the prejudice against me.</p>
<p>The decision to suspend me is an abuse of the process and achieves no real purpose as stated in the decision and again demonstrates the bias of this enquiry.</p>
<p>I intend to say a lot more on this matter shortly.</p>
<p>In the meantime, I will vigorously defend my reputation as well as the reputation of the rest of the Caribbean members.</p>
<p>Respectfully submitted</p>
<p>Sgd Jack Warner</p></blockquote>
<p>Der Jack will doch nicht wohl doch einen Tsunami auslösen, wie er versprochen hat? Ich kann es mir, ganz ehrlich, immer noch nicht vorstellen.</p>
<p>Sehr witzig übrigens, dass auch Jack (wie ich es gern tue) den Report des New Yorker Distriktgerichts im Visa-Mastercard-Skandal erwähnt &#8211; denn da kommen sowohl Chuck Blazer als auch Jerome Valcke verdammt schlecht weg. Lügen über Lügen.</p>
<p>Mohamed Bin Hammam erklärt:</p>
<blockquote><p><strong>Provisional ban is completely disproportionate – lack of fair play</strong></p>
<p>Doha and Zurich, May 29, 2011 – Mohamed bin Hammam acknowledged the decision taken today by the FIFA Ethics Committee. However, he fails to understand how despite him not being found guilty, but yet, he has been suspended.</p>
<p>“I have been referred to the Ethics Committee based on evidence which was strong enough in the views of the FIFA General Secretary for such procedure. However, the Ethics Committee in it&#8217;s meeting today did not find this evidence sufficient to convict me. Consequently, I should have been given the benefit of doubt but instead, I have been banned from all football activities.&#8221;</p>
<p>&#8220;I have been given the impression that the Ethics Committee is absolutely an independent committee, but in the press conference we have seen today, the General Secretary made clear that he is the one who has the influence in this Committee.&#8221;</p>
<p>During today&#8217;s press conference, FIFA General Secretary Jérôme Valcke commented on the decision of the FIFA Ethics Committee and presented new evidence against Mr. Bin Hammam which had not been part of the proceedings so far and which nobody was able to review. He did not hesitate to predict that other parties, in the new fully-fledged investigation, will proof the guiltiness of Mr. Bin Hammam. This is contradictory to the rules of justice by an allegedly independent commission.</p>
<p>Mohamed Bin Hammam said: “I’m very disappointed about the way the status of the proceeding has been presented at the media conference. I am expecting that this will continue. This is not how I understand fair play. I’m reserving all my rights.&#8221;</p></blockquote>
<p>Und weil ich die Visa-Mastercard-Sache nun schon erwähnte (wie Jack), sie ist ja auch wichtig, um das FIFA-Geschäftsgebaren zu beschreiben und Valcke als notorischen Lügner zu brandmarken &#8211; hier flink noch eine Summary reinkopiert, die ich vor einiger Zeit schon mal angeboten habe (<a title="Akute Wahrheitsallergie im FIFA-Reich des Joseph Blatter" href="http://www.jensweinreich.de/2010/12/09/akute-wahrheits-allergie-im-fifa-reich-des-joseph-blatter/" target="_self">Akute Wahrheitsallergie im FIFA-Reich des Joseph Blatter</a>):</p>
<p>Valcke war damals FIFA-Marketingchef, <a title="FIFA fires four execs after MasterCard mess" href="http://sports.yahoo.com/soccer/news?slug=fifafirings" target="_blank">wurde<img id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.59/t.gif" alt="" /></a> <a title="FIFA-Pressemitteilung Dezember 2006" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/releases/newsid=108638.html" target="_blank">gefeuert<img id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.59/t.gif" alt="" /></a>, kam wenige Monate später als <a title="FIFA.com" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/bodies/media/newsid=540197.html" target="_blank">Generalsekretär<img id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.59/t.gif" alt="" /></a> wieder, und der Sepp stellte es doch tatsächlich so dar, als sei Valcke nie gefeuert worden.</p>
<p>Eine feine Analyse dazu gab es mal im Independent:</p>
<ul>
<li><a title="The Independent" href="http://www.independent.co.uk/news/people/profiles/jr244me-valcke-he-scored-the-worstever-own-goal-now-hes-running-football-398086.html" target="_blank">Jérôme Valcke: He scored the worst-ever own goal. Now he’s running football<img id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.59/t.gif" alt="" /></a>- He lost his job in marketing at Fifa after a judge ruled he had lied over a sponsorship deal. But 10 months on, he’s the boss. David Owen hears his comeback story</li>
</ul>
<p>Im Original liest sich das <a title="findlaw.com" href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;source=web&amp;cd=1&amp;sqi=2&amp;ved=0CC0QFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Ffl1.findlaw.com%2Fnews.findlaw.com%2Fhdocs%2Fdocs%2Fsports%2Fmastercardfifa120706opn.pdf&amp;ei=69IATd73HI2MswaglvjyDg&amp;usg=AFQjCNEcSDUzVNAyXQ2N_ZtQspHuYgrkrg&amp;sig2=uMGJn6YFiYBdbH7bfnCFmQ" target="_blank">im ersten Urteil<img id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.59/t.gif" alt="" /></a> so:</p>
<blockquote>
<ul>
<li>FIFA’s negotiators <strong><em>lied repeatedly</em></strong> to MasterCard, including when they assured MasterCard that, consistently with MasterCard’s first right to acquire, FIFA would not sign a deal for the post-2006 sponsorship rights with anyone else unless it could not reach agreement with MasterCard.</li>
<li>FIFA’s negotiators <em><strong>lied</strong></em> to VISA when they <strong><em>repeatedly</em></strong> responded to the direct question of whether MasterCard had any incumbency rights by assuring VISA that MasterCard did not.</li>
<li>FIFA’s negotiators provided VISA with blow-by-blow descriptions of the status of the FIFA-MasterCard negotiations while <em><strong>concealing</strong></em> from its long-time partner MasterCard both the fact of the FIFA-VISA negotiations as well as the status of those negotiations – an action FIFA’s president admitted would not be “fair play.&#8221;</li>
<li>FIFA’s marketing director <em><strong>lied to both</strong></em> MasterCard, FIFA’s long-time partner, and to VISA, its negotiating counterparty, to both of which FIFA, under Swiss law, owed a duty of good faith. When, pursuant to his engineering, VISA raised its bid to the same level as MasterCard’s, he <em><strong>declined</strong></em> his subordinates’ suggestion to give MasterCard the opportunity to submit a higher bid based on his concern for his own reputation with the FIFA Board. He also <em><strong>declined</strong></em> his subordinates’ recommendation that he recommend to the FIFA Board that it continue with its prior approval of MasterCard as the post-2006 sponsor. Instead, he told the board it was difficult for him to make a recommendation and <em><strong>never mentioned</strong></em> MasterCard’s first right to acquire the post-2006 sponsorship.</li>
<li>On the morning of the first of March 2006 FIFA board meetings and after all three FIFA boards had previously approved MasterCard as the post-2006 sponsor, FIFA’s marketing director called VISA to say that if VISA increased its cash bid by $30 million to the level of MasterCard’s bid, VISA “would be the partner.&#8221;</li>
<li>Even after MasterCard had signed the “FINAL version&#8221; of the post-2006 sponsorship agreement and returned it to FIFA, FIFA’s negotiators <em><strong>delayed telling</strong></em> MasterCard that the FIFA Board had chosen VISA; instead they waited for the VISA board to ratify the VISA agreement.</li>
<li>After the FIFA boards had approved MasterCard as post-2006 sponsor and after MasterCard had agreed to FIFA’s asking price and agreement had been reached on all other terms and after FIFA’s in-house counsel had solicited FIFA members for items that might be used to claim that MasterCard breached the Agreement, FIFA pointed to a trademark issue that had been present since 2000 or 2001 to justify granting the post-2006 sponsorship to VISA and sent a letter to MasterCard — after the commencement of this lawsuit — purporting to terminate the Agreement and thus MasterCard’s first right to acquire.</li>
<li>After MasterCard and FIFA waived, under Swiss law, both the 90-day time periods set out in section 9.2 by their “conclusive conduct&#8221;, FIFA now seeks <em><strong>retroactively to revive</strong></em> one of the 90-day periods, but not the other, to justify its choice of VISA for the post-2006 sponsorship.</li>
<li>While the FIFA witnesses at trial boldly characterized their breaches as “<em><strong>white lies</strong></em>&#8221;, “<strong><em>commercial lies</em></strong>&#8221;, “<em><strong>bluffs</strong></em>&#8221;, and, ironically, “<strong><em>the game</em></strong>&#8221;, their internal emails discuss the “<em><strong>different excuses</strong></em> to give to MasterCard as to why the deal wasn’t done with them&#8221;, “<em><strong>how we (as FIFA) can still be seen as having at least some business ethics</strong></em>&#8221; and how to “<em><strong>make the whole f***-up look better for FIFA</strong></em>.&#8221; They ultimately confessed, however, that “[I]t’s clear somebody has it in for MC.&#8221;</li>
</ul>
</blockquote>
<p><strong>13.06 Uhr:</strong> Hotel-Rundreise beendet. Dolder Grand, Marriott, Savoy, Baur au Lac, Swissotel etc. Sepp getroffen (begleitet von Jerome Valcke und Ahmed Schäfer). Hand geschüttelt. Finger sind noch dran. Havelange gesehen. Platini. Grondona. Jack verpasst. Es ist ein absurder Wettlauf zwischen Hase und Igel. Die einen sind immer schon da gewesen. Vor dem Hotels bzw bei manchen in der Lobby lauern die Agentur-Journalisten. Das he-said-she-said kann man dann nachlesen.</p>
<p>Notiz an den Blog-Betreiber: Lern es doch endlich! Es geht nicht beides! Du kannst nicht vernünftig recherchieren und Gespräche führen &#8211; und gleichzeitig aktuell produzieren! Die richtigen Geschichten wird es so nicht geben.</p>
<p>Doch wer hat die schon?</p>
<p>Die richtigen Geschichten über die FIFA findet man auf Nummernkonten in Steuer-Oasen.</p>
<p><strong>13.40 Uhr:</strong> Jetzt wird weiter produziert. 18 Uhr dann PK vom Sepp oben im Home of FIFA.</p>
<p>Flink noch einige Links:</p>
<ul>
<li>The Guardian: Digger Matt Scott beschreibt den Reformationsbedarf der FIFA an <a title="FIFA scandal: five problems to tackle" href="http://www.guardian.co.uk/football/blog/2011/may/12/fifa-scandal-five-problems?CMP=twt_gu" target="_blank">fünf Beispielen</a>. Viel zu kurz gegriffen. Der Laden muss zerschlagen werden. Viele wichtige Dinge fehlen. Okay, ein Versuch, aber zu harmlos.</li>
<li>The Telegraph: <a title="The Telegraph" href="http://www.telegraph.co.uk/sport/sportvideo/footballvideo/8545810/Fifa-executive-Jack-Warner-Sepp-Blatter-must-be-stopped.html" target="_blank">Video</a> von Jack the Ripper: &#8220;Blatter must be stopped!&#8221; Die Reuters-Kollegen haben mir von einem längeren Interview gestern spätabends erzählt. Das findet sich sicher irgendwo, vielleicht kann es jemand verlinken.</li>
<li>Zum Kopfschütteln: <a title="The Telegraph" href="http://www.telegraph.co.uk/sport/football/8544698/Fifa-president-Sepp-Blatter-doing-a-wonderful-job-says-Franz-Beckenbauer-despite-bribery-crisis.html" target="_blank">Blatter macht einen wunderbaren Job</a>, sagt Firlefranz Beckenbauer im Telegraph.</li>
<li>Fanhouse: <a title="Fanhouse" href="http://www.fanhouse.co.uk/2011/05/30/fifa-soap-opera-latest-jack-warner-says-2022-world-cup-was-bou/" target="_blank">FIFA soap opera &#8230;</a></li>
<li>Paul Kelso im Telegraph: <a title="Telegraph: Fifa general secretary Jerome Valcke insists email suggesting Qatar bought 2022 World Cup is genuine" href="http://www.telegraph.co.uk/sport/football/international/8545888/Fifa-general-secretary-Jerome-Valcke-insists-email-suggesting-Qatar-bought-2022-World-Cup-is-genuine.html" target="_blank">Fifa general secretary Jerome Valcke insists email suggesting Qatar bought 2022 World Cup is genuine</a></li>
<li>Kai Pahl auf allesaussersport: <a title="aas: Selbstzerfleischung der FIFA" href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2011/05/30/selbstzerfleischung-der-fifa/#comments" target="_blank">Selbstzerfleischung der FIFA</a></li>
</ul>
<p><strong>13.46 Uhr:</strong> Und mal eben noch den Titel für den Beitrag ändern. Einige Vorschläge kamen per Email. Ich habe mich für den zweiten entschieden. Danke!</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 13.0px Consolas} p.p2 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 13.0px Consolas; min-height: 15.0px} --></p>
<ul>
<li>Caribbean Tsunami hits Blatter</li>
<li>Jack the Ripper on revenge trail</li>
<li>Jack außer Kontrolle</li>
</ul>
<p><strong>20.19 Uhr:</strong> Ich hätte gern von dieser bizarren PK des Sepp berichtet. Leider ist mein Laptop zwei Stunden zuvor abgeschmiert. Keine Ahnung, was er hat, wahrscheinlich die Hitze. Oder ein FIFA-Hacker. Demnächst mehr.</p>
<p>tbc</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Winterspiele 2018: der IOC-Evaluierungsbericht</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/05/10/winterspiele-2018-der-ioc-evaluierungsbericht/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 May 2011 08:15:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das IOC hat soeben den Evaluierungsbericht zu den Olympiabewerbungen 2018 veröffentlicht. Es darf diskutiert werden. Aber bitte bedenken: So ein Bericht ist (fast) nie entscheidend. Die Pressemeldung des IOC dazu: The International Olympic Committee (IOC) today released the report by the Evaluation Commission for the XXIII Olympic Winter Games in 2018. This report follows the [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das IOC hat soeben den Evaluierungsbericht zu den Olympiabewerbungen 2018 veröffentlicht. Es darf diskutiert werden. Aber bitte bedenken: So ein Bericht ist (fast) nie entscheidend.</p>
<p><iframe class="scribd_iframe_embed" src="http://www.scribd.com/embeds/55078081/content?start_page=1&#038;view_mode=list&#038;access_key=key-a0higa7lu7s646wae0z" data-auto-height="true" data-aspect-ratio="1" scrolling="no" id="doc_74780" width="100%" height="600" frameborder="0"></iframe><script type="text/javascript">(function() { var scribd = document.createElement("script"); scribd.type = "text/javascript"; scribd.async = true; scribd.src = "http://www.scribd.com/javascripts/embed_code/inject.js"; var s = document.getElementsByTagName("script")[0]; s.parentNode.insertBefore(scribd, s); })();</script></p>
<p>Die <a title="IOC Press Release" href="http://www.olympic.org/media?articlenewsgroup=-1&amp;articleid=128019&amp;searchpageipp=10&amp;searchpage=1" target="_blank">Pressemeldung des IOC</a> dazu:</p>
<blockquote><p>The International Olympic Committee (IOC) today released the report by the Evaluation Commission for the XXIII Olympic Winter Games in 2018. This report follows the Commission’s visits to the three Candidate Cities bidding to host the Games: Munich (Germany), Annecy (France) and PyeongChang (Republic of Korea).*</p>
<p>The Evaluation Commission, chaired by the IOC member in Sweden Gunilla Lindberg, spent four days in each Candidate City earlier this year (see dates below) to conduct on-site inspections and carry out an assessment of the cities’  2018 Olympic Winter Games projects.</p>
<p>The report is a technical analysis which is being provided to IOC members prior to the “2018 Briefing for IOC Members&#8221; which will be held on 18 and 19 May in Lausanne.  During this meeting the Candidate Cities will have the opportunity to present the technical aspects of their candidatures to the IOC members and answer questions.</p>
<p><a title="Evaluierungsbericht 2018" href="http://www.olympic.org/Documents/Commissions_PDFfiles/Evaluation_Commission/FINAL_DRAFT_2018_EV_COM-ENG.pdf" target="_blank">Download the report</a></p>
<p>The election of the host city of the 2018 Olympic Winter Games will take place on 6 July 2011 during the 123rd IOC Session in Durban (South Africa). Prior to the IOC members casting their votes, the Candidate Cities will make their final presentations, followed by a final report by Evaluation Commission Chair Gunilla Lindberg. The city that obtains an absolute majority of votes will be elected.</p>
<p>The election in Durban will be the culmination of a process that began on 31 July 2009, when the IOC asked National Olympic Committees to nominate cities for the 2018 Games. On 16 October 2009, the IOC announced Munich, Annecy and PyeongChang as the three Applicant Cities. The cities’ responses to the IOC’s Applicant City Questionnaire were studied by an IOC Working Group, which produced a report for the IOC Executive Board (EB). Based on this report, all three cities were named Candidate Cities by the EB at its meeting on 22 June 2010. The cities submitted their Candidature Files, based on the 17 themes outlined in the IOC’s Candidature Procedure and Questionnaire, by the deadline of 11 January 2011.</p>
<p>* Cities are listed in the order of drawing of lots as performed by the IOC Executive Board on 10 December 2009. This is the order in which the cities bidding for the 2018 Games will be listed, make presentations, etc., until the election of the host city in July 2011.</p>
<p>Note to the editors:</p>
<p>The dates of the Evaluation Commission visits were:</p>
<ul>
<li>Annecy: 9–12 February 2011</li>
<li>PyeongChang: 16–19 February 2011</li>
<li>Munich: 1–4 March 2011</li>
</ul>
</blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Checkliste &#8220;Korruption im Sport&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/02/07/checkliste-korruption-im-sport/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 09:42:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[dokumentation]]></category>
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		<category><![CDATA[korruption]]></category>
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		<description><![CDATA[Mal eben zwischendurch aus dem Netz gefischt &#8211; eine Checkliste für Korruption in Sportverbänden. Zutreffendes bitte ankreuzen: Wie weiter? Haben Sie drei oder mehr Fragen mit «nein» oder sechs mit «teilweise» beantwortet, besteht für den Verband eine erhöhte Korruptionsgefahr. In dieser Situation ist es empfehlenswert, sich von einer externen Stelle über Anti-Korruptionsmassnahmen beraten zu lassen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mal eben zwischendurch aus dem Netz gefischt &#8211; eine <strong>Checkliste für Korruption</strong> in Sportverbänden. Zutreffendes bitte ankreuzen:</p>
<div id="attachment_10153" class="wp-caption aligncenter" style="width: 539px"><img class="size-full wp-image-10153 " title="Checkliste Korruption in Sportverbänden" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/02/checkliste-e1297068852671.gif" alt="" width="529" height="621" /><p class="wp-caption-text">Checkliste Korruption in Sportverbänden</p></div>
<blockquote><p><strong>Wie weiter?</strong></p>
<p>Haben Sie drei oder mehr Fragen mit «nein» oder sechs mit «teilweise» beantwortet, besteht für den Verband eine erhöhte Korruptionsgefahr. In dieser Situation ist es empfehlenswert, sich von einer externen Stelle über Anti-Korruptionsmassnahmen beraten zu lassen.</p>
<p>Haben Sie weniger als drei Fragen mit «nein» oder weniger als sechs mit «teilweise» beantwortet, sollten Sie den betroffenen Bereichen besondere Beachtung schenken und verbandsintern diskutieren, wie Verbesserungen zur Korruptionsprävention und -Bekämpfung angestrebt werden können. Auch hier kann je nach Situation eine externe Beratungsstelle hilfreich sein.</p></blockquote>
<p>Mag sein, dass ich lange Jahre etwas übersehen habe, aber mir will partout kein ähnliches Dokument einfallen, wie dieser &#8230;</p>
<ul>
<li><a title="Swiss Olympic: Broschüre Transparenz im Sport" href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/02/Broschuere_Transparenz_im_organisierten_Sport.pdf" target="_self">Ratgeber für Verbände: Transparenz im organisierten Sport</a> <em>(pdf, 28 Seiten, 143 kb)</em>,</li>
</ul>
<p>&#8230; den die Schweizer Dachorganisation <a title="Swiss Olympic" href="http://www.swissolympic.ch/desktopdefault.aspx/tabid-4301/" target="_blank">Swiss Olympic</a> ihren Mitgliedern zur Verfügung stellte, aus dem die Checkliste stammt und aus dem ich oben zitierte. Erarbeitet wurde das Papier von Anne Schwöbel, Geschäftsführerin der Schweizer Sektion von Transparency International.</p>
<p>Wer die Arbeit des ehemaligen Staatsanwalts Jörg Schild, Präsident von Swiss Olympic, und von Anne Schwöbel über Jahre verfolgt, wird dies kaum wundern. Schild ist einer der wenigen Sportfunktionäre, die sich auch in sportpolitisch heiklen Fragen, die eigentlich gar nicht heikel sein sollten, eine eigene Meinung gönnen. Anfang 2008 hat er <a title="Der Kongress der Verlierer" href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-56574320.html" target="_self">das IOC wegen seiner China-Politik kritisiert</a> (&#8220;der Rubikon ist überschritten&#8221;) und verlangt, das IOC sollte bei den chinesischen Parteibonzen in der Menschenrechtsfrage intervenieren. Aber, wie der Musterdemokrat <a title="Peking, Tag 2" href="http://www.jensweinreich.de/2008/08/02/peking-tag-2/" target="_self">Hu Jintao schon sagte</a> und wie es seither im Untertitel dieses Blogs heißt:</p>
<blockquote><p>Don&#8217;t mix politics with games!</p></blockquote>
<p>Ein andermal erklärte Schild, gewiss auch mit seiner langjährigen Erfahrung als Staatsanwalt und Leiter eines Betäubungsmitteldezernats, die Schweizer Strafgesetze und Korruptionsregeln müssten endlich für <a title="Hörprobe: Korruption im Sport" href="http://www.jensweinreich.de/2010/12/02/horprobe-korruption-im-sport/" target="_self">Sportverbände verschärft werden</a>.</p>
<p>Gut möglich, dass Schilds Äußerungen und Aktionen der angestrebten Schweizer Olympiabewerbung 2022 nicht förderlich sind. Von der IOC-Zentrale wird er nach Möglichkeit gemieden.</p>
<p>In Deutschland, Land der <a title="tag: vielfältige Lebenssachverhalte" href="http://www.jensweinreich.de/?s=vielf%C3%A4ltige+lebenssachverhalte" target="_self">vielfältigen Lebenssachverhalte</a> im Sport, gibt es kein wirklich vergleichbares Papierchen. Ich will gar nicht behaupten, die Schweizer würden eine Benchmark setzen, aber die Deutschen sind davon meilenweit entfernt. Bahnbrechende Initiativen in der Sportkorruptionsbekämpfung aus Deutschland, dem Ursprungsland moderner Sportkorruption? Unbekannt.</p>
<p>Im so genannten <a title="Corporate Governance Codex des DOSB" href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/02/DOSB-Richtlinien-der-Verbandsführung-Corporate-Governance.pdf" target="_blank">Corporate Governance Codex des DOSB</a> taucht das Wort Korruption gar nicht erst auf.</p>
<p>In der <a title="IOC: Olympic Charter" href="http://multimedia.olympic.org/pdf/en_report_122.pdf" target="_blank">Olympischen Charta</a> des IOC ja auch nicht.<br />
<a href="http://flattr.com/thing/129279/Checkliste-Korruption-im-Sport" target="_blank"> <img title="Flattr this" src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" border="0" alt="Flattr this" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Blickpunkt Doping: eine Studie zu Meinungen und Einstellungen von Sportjournalisten &#8230;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/02/01/blickpunkt-doping-eine-studie-zu-meinungen-und-einstellungen-von-sportjournalisten/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 15:01:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[doping]]></category>
		<category><![CDATA[fabian kautz]]></category>
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		<category><![CDATA[selbstreferenz]]></category>
		<category><![CDATA[tu münchen]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Es liegt mal wieder eine interessante Diplomarbeit vor. Fabian Kautz hat im Diplomstudiengang Sportwissenschaft der Technischen Universität München dieses Thema bearbeitet: Blickpunkt Doping – eine explorative Studie zu Meinungen und Einstellungen von Sportjournalisten im Bezug auf Doping, die Berichterstattung darüber und mögliche Lösungen des Dopingproblems. Fabian Kautz hat dazu eine stattliche Zahl von Journalisten befragt: Armin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es liegt mal wieder eine interessante Diplomarbeit vor. <strong>Fabian Kautz</strong> hat im Diplomstudiengang Sportwissenschaft der Technischen Universität München dieses Thema bearbeitet:</p>
<blockquote><p>Blickpunkt Doping – eine explorative Studie zu Meinungen und Einstellungen von Sportjournalisten im Bezug auf Doping, die Berichterstattung darüber und mögliche Lösungen des Dopingproblems.</p></blockquote>
<p>Fabian Kautz hat dazu eine stattliche Zahl von Journalisten befragt:</p>
<ul>
<li>Armin Gibis, Münchner Merkur</li>
<li>Evi Simeoni, Frankfurter Allgemeine Zeitung</li>
<li>Florian Kinast, Abendzeitung</li>
<li>Gerhard Pfeil, Der Spiegel</li>
<li>Hans-Joachim Seppelt, ARD</li>
<li>Hartmut Scherzer, Freier Journalist</li>
<li>Herbert Fischer-Solms, Deutschlandfunk</li>
<li>Holger Kühner, ARD</li>
<li>Joachim Logisch, BILD</li>
<li>Jörg Winterfeldt, DIE WELT (jetzt Berliner Zeitung)</li>
<li>Michael Antwerpes, ARD</li>
<li>Ralf Meutgens, Freier Journalist</li>
<li>Thomas Hahn, Süddeutsche Zeitung</li>
<li>Thomas Kistner, Süddeutsche Zeitung</li>
<li>Wolf-Dieter Poschmann, ZDF</li>
</ul>
<p>Ich gehöre auch zu den Interviewten.</p>
<p>Vor <a title="Doping und die Medien" href="http://www.jensweinreich.de/2009/07/10/doping-und-die-medien/" target="_self">einiger Zeit</a> hatte ich bereits die Arbeiten von Angelika Mikus und Lukas Eberle vorgestellt.</p>
<ul>
<li>Angelika Mikus: <a title="Diplomarbeit Angelika Mikus, TU Dortmund, 2009" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/07/diplomarbeit-angelika-mikus-2009.pdf" target="_blank">“Chancen, Schergen, Scharlatane – Der Sportjournalismus und die Tour de France?</a>. Diplomarbeit, vorgelegt im Januar 2009, Institut für Journalistik, TU Dortmund</li>
<li>Lukas Eberle: <a title="Bachelorarbeit Lukas Eberle, Uni Tübingen, 2008" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/07/lukas-eberle-bachelorarbeit-2008.pdf" target="_blank">„Die Tour de France 2007 – Doping und der differente Umgang damit in den Tageszeitungen“</a>. Abschlussarbeit im Bachelor-Studiengang „Sportpublizistik“, Universität Tübingen, Januar 2008</li>
</ul>
<p><strike>Die Diplomarbeit von Fabian Kautz gibt es hier als Download (950 kb, alles in allem 223 Seiten).</strike></p>
<p><strong>Nachtrag, 19. Februar, 5.11 Uhr:</strong> Fabian Kautz hat mich gebeten, die Arbeit wieder aus dem Netz zu nehmen. Warum? Das wollte er eigentlich in einem Kommentar erklären. Schade.</p>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Deutschland: Bremser im internationalen Antidopingkampf</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/01/31/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2011/01/31/deutschland-bremser-im-internationalen-antidopingkampf/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 12:17:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwischen Dichtung und Wahrheit heißt hier eine meiner Lieblingsrubriken. Einen wunderbaren Beitrag zu diesem Thema hat gerade Grit Hartmann exklusiv für den Deutschlandfunk produziert. Ein Teilchen mehr im großen Puzzle, das die PR-Mär, Deutschland gehe im so genannten Antidopingkampf unentwegt voran, einmal mehr mit Fakten widerlegt. Hörbefehl: : Lesebefehl: Bremser im internationalen Antidopingkampf WADA-Budget wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwischen <a title="tag: Dichtung und Wahrheit" href="http://www.jensweinreich.de/category/dichtung-und-wahrheit/" target="_self">Dichtung und Wahrheit</a> heißt hier eine meiner Lieblingsrubriken. Einen wunderbaren Beitrag zu diesem Thema hat gerade <strong>Grit Hartmann</strong> exklusiv für den Deutschlandfunk produziert. Ein Teilchen mehr im großen Puzzle, das die PR-Mär, Deutschland gehe im so genannten Antidopingkampf unentwegt voran, <a title="Die NADA: Ping-Pong-Diplomatie unter Sportsfreunden" href="http://www.jensweinreich.de/2010/01/08/die-nada-ping-pong-diplomatie-unter-sportsfreunden/" target="_self">einmal mehr</a> mit Fakten widerlegt.</p>
<p>Hörbefehl:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/01/29/dlf_20110129_1946_13cd1ef1.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Lesebefehl:</p>
<p><em>Bremser im internationalen Antidopingkampf</em></p>
<p><strong>WADA-Budget wird reduziert – auf Initiative der Bundesregierung</strong></p>
<p>von Grit Hartmann</p>
<p>Für den Antidopingkampf verfügen Bundesregierung wie Sportfunktionäre über eine beliebte Sprachregelung: Der müsse, im Interesse der Chancengleichheit, weltweit harmonisiert werden.</p>
<p>Deshalb war eine moderat steigende Unterstützung der Weltantidoping-Agentur <a title="WADA" href="http://www.wada-ama.org" target="_blank">WADA</a> aus dem deutschen Steuersäckel konsensfähig. Offiziell hat sich daran nichts geändert &#8211; hinter den Kulissen schon. Der WADA setzt eine irritierende Initiative der Bundesregierung zu.</p>
<p>Es ist nicht neu, dass sportpolitische Ärgernisse zufällig öffentlich werden. Dieser Fall jedoch hat Seltenheitswert. Die grüne Bundestagsabgeordnete Viola von Cramon:</p>
<blockquote><p>In diesem Jahr haben wir unseren Familienurlaub, unseren Weihnachtsurlaub in Montreal verbracht. Mein Mann stammt daher. Und ich hab die Gelegenheit wahrgenommen, Anfang Januar mal ein Gespräch zu suchen bei der WADA, die ja dort ihr Headquarter hat. Wir hatten verschiedene Themen. Und da gab es einen Punkt, der besonders interessant war, und der betraf das deutsche Engagement innerhalb der WADA, bei der Finanzierung.&#8221;</p></blockquote>
<p>WADA-Mitarbeiter präsentierten einen brisanten Brief, datiert vom Juni 2010. Absender: Gerhard Böhm, Chef der Sportabteilung im Bundesinnenministerium. Adressat: der Europarat, wo die europäischen Staaten sich über ihren Jahresbeitrag zum WADA-Haushalt verständigen. Eine Hälfte zahlt das IOC, die andere die Regierungen, wobei der europäische Anteil bei 47,5 Prozent liegt. Die Bundesrepublik gehört zu den größten Zahlern; sie gibt so viel wie Rom, London und Paris, 722.000 US-Dollar im letzten Jahr. Böhm wurde nun mit dem Anliegen vorstellig, die WADA-Zuwendungen &#8211; bisher stets leicht geklettert &#8211; ab 2011 einzufrieren.</p>
<p>Begründung: Eingedenk der globalen Finanzkrise sei es &#8220;schwierig, ein kontinuierlich steigendes WADA-Budget in Deutschland zu vermitteln&#8221;.</p>
<p><object id="doc_182136450311197" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_182136450311197" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=47870750&amp;access_key=key-257q4k0q5jmr1qtkbpga&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=47870750&amp;access_key=key-257q4k0q5jmr1qtkbpga&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_182136450311197" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=47870750&amp;access_key=key-257q4k0q5jmr1qtkbpga&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_182136450311197"></embed></object></p>
<p>Davon hat man zwar noch nichts gehört &#8211; im Gegenteil: In der Haushaltsdebatte gab es Kritik an gleichbleibenden Ausgaben für den Antidopingkampf. Dennoch lautete die interne Empfehlung von Ministerialdirektor Böhm, die WADA solle &#8220;Kosten einsparen&#8221;, gefolgt von der Ansage, künftig werde Berlin mögliche Erhöhungen, so wörtlich, &#8220;missachten&#8221;.</p>
<blockquote><p>Zur BMI-Sportabteilung unter diesem und einem anderen Boss u.a. auch hier:</p>
<ul>
<li><a title="Das Eigenleben der BMI-Sportabteilung" href="http://www.jensweinreich.de/2008/11/10/das-eigenleben-der-bmi-sportabteilung/" target="_self">Das Eigenleben der BMI-Sportabteilung</a></li>
<li><a title="Die Verbal-Salti des Christoph Bergner" href="http://www.jensweinreich.de/2009/06/22/die-verbal-salti-des-christoph-bergner/" target="_self">Die Verbal-Salti des Christoph Bergner</a></li>
<li><a title="“We are family&#8221;: der kritische Schulterschluss von Politik, Sport und Wissenschaft" href="http://www.jensweinreich.de/2009/07/10/we-are-family-der-kritische-schulterschluss-von-politik-sport-und-wissenschaft/  " target="_self">“We are family&#8221;: der kritische Schulterschluss von Politik, Sport und Wissenschaft</a></li>
</ul>
</blockquote>
<p>Vorab das Resultat des Vorstoßes: Unbemerkt von der Öffentlichkeit einigten sich Europas Regierungen im November darauf, ihre Beiträge in diesem Jahr nur um zwei Prozent aufzustocken &#8211; das kleinste Plus seit Gründung der WADA vor elf Jahren. WADA-Generaldirektor David Howman sagt, damit fange man lediglich die Inflation ab:</p>
<blockquote><p>Im Wesentlichen heißt das für uns Stillstand. Wir kommen nicht voran. Bei Nullwachstum würden wir schrumpfen, uns zurückbewegen. Und das ist ein wenig beunruhigend. Insbesondere, wenn man sich zum Beispiel den EU-Haushalt ansieht &#8211; der wurde für 2011 um sechs Prozent erhöht. Um zu verdeutlichen, worüber wir bei Europa sprechen: Ein Prozent Erhöhung für die WADA sind 150.000 US-Dollar, verteilt auf 47 Länder &#8211; das ist ein ziemlich kleiner Betrag.&#8221;</p></blockquote>
<p>2012 würde, geht es nach den Europäern, aus dem Stillstand ein Zurück. Die Beiträge sollen eingefroren werden. Viola von Cramon erinnert an der Deutschen liebste Klage. Sie lautet, dass deutsche Athleten, weil angeblich bestens kontrolliert, international benachteiligt sind:</p>
<blockquote><p>Dann müsste es ja eigentlich im deutschen Interesse sein, genau diese Institution zu stärken, die sich für die weltweite Überprüfung der Athleten einsetzt, und das ist die WADA. Da müsste man die WADA nicht mit weniger Geld versehen, sondern mit deutlich mehr Geld.&#8221;</p></blockquote>
<p>Dass die Betrugsbekämpfer mit ihrem 27-Millionen-Dollar-Budget unterfinanziert sind, gilt als ausgemacht. Howman sagt, was die WADA erreicht habe, habe sie nicht dank ihrer finanziellen Ausstattung erreicht, sondern trotzdem. Mag es Kritik an der WADA geben &#8211; für weltweite Harmonisierung des Antidopingkampfes ist sie unverzichtbar. In 15 ärmeren Regionen finanziert sie Antidoping-Organisationen; die assistieren derzeit 122 Ländern bei der Kontrolle von Athleten. Fast im Alleingang finanziert sie die Verfeinerung der Analytik. Mit einer Zahl für die letzten sieben Jahre illustriert Howman die Absurdität des deutschen Vorstoßes:</p>
<blockquote><p>Aus unserem Forschungsetat sind mehr als 32 Millionen Dollar zurück nach Europa gegangen, in Forschungsprojekte. Das ist fast genauso viel wie die Einzahlungen, die wir aus Europa bekommen haben. Verglichen mit anderen Kontinenten bewegen sich die Europäer also in einem Geld-Rein-Geld-Raus-Szenario.&#8221;</p></blockquote>
<p>In Montreal rätselt man deshalb, was die Bundesregierung wirklich antreibt:<br />
<span id="more-10121"></span></p>
<blockquote><p>Deutschland ist einer der starken Befürworter der WADA gewesen und geblieben. Wir haben diese Unterstützung begrüßt. Das ist seit der WADA-Gründung so gewesen, und wir hatten damit gerechnet, dass es dabei bleibt. Deshalb war es für uns überraschend, dass so ein Vorstoß kam. Wir haben ein bisschen recherchiert und festgestellt, dass der Sportetat des Bundesinnenministeriums in diesem Jahr de facto gestiegen ist, gleichzeitig aber wollen sie unser Budget reduzieren. Das finde ich etwas beunruhigend.&#8221;</p></blockquote>
<p>Von Cramon fragt nun nach dem Gehalt frommer Fensterreden. Im <a title="Was vom Tage übrig bleibt (60): Bundes-Spitzensportförderung, Sportsoldaten, Staatssport, Doping/Bremer/BDR" href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/15/was-vom-tage-ubrig-bleibt-60-bundes-spitzensportforderung-sportsoldaten-staatssport-dopingbremerbdr/" target="_self">jüngsten Sportbericht</a>, er wurde gerade im Bundestag debattiert, belobigt sich die Koalition eifrig für ihre &#8220;führende Rolle&#8221; im internationalen Antidopingkampf.</p>
<blockquote><p>Dann könnte man davon ausgehen, dass die Bundesregierung ausschließlich den sauberen Sport fördert. Wenn man aber sieht, was sie tatsächlich macht, dann kann man nicht davon ausgehen, dass das ein ernstgemeintes Bekenntnis ist. Und ich denke, das ist ein ganz fatales politisches Signal für den weltweiten Antidopingkampf.&#8221;</p></blockquote>
<p>Zusätzliche Sprengkraft bezieht der deutsche Vorstoß aus der Herausforderung, die Howman formuliert:</p>
<blockquote><p>Wir wissen, dass der raffinierte Doper, der smarte und vermutlich bestens finanzierte Doper riskanteste Verbindungen eingeht, um den Nachweis zu vermeiden. Und das funktioniert seit einer Weile. Wir können eine Menge Geld für bessere Analytik ausgeben, um ihn zu erwischen. Aber wir müssen dafür andere Wege gehen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Heißt, die WADA sieht ihren Job zunehmend in Detektivarbeit, darin, kriminelle Strukturen aufzudecken, in denen ausgereifte Dopingpraktiken gedeihen &#8211; vornehmlich in entwickelten Nationen wie Deutschland. Das liefert Stoff für Mutmaßungen: Verbirgt sich hinter der neuen Berliner Sparsamkeit ein stiller Dienst des sportpolitischen Kartells am offiziell vorbildhaft sauberen deutschen Athleten? Howman will nächste Woche bei einem Deutschland-Besuch um Aufklärung bitten. Auch von Cramon hat der Bundesregierung Fragen übermittelt. Zweitens werde sich der Sportausschuss mit der Causa befassen.</p>
<blockquote><p>Und drittens ist es natürlich so, dass über die Gelder nicht nur die Bundesregierung entscheidet, sondern ganz sicher auch wir Parlamentarier, also der Deutsche Bundestag.&#8221;</p></blockquote>
<p>Hier nochmals die <a title="Was vom Tage übrig bleibt (60): Bundes-Spitzensportförderung, Sportsoldaten, Staatssport, Doping/Bremer/BDR " href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/15/was-vom-tage-ubrig-bleibt-60-bundes-spitzensportforderung-sportsoldaten-staatssport-dopingbremerbdr/" target="_self">Übersicht</a> zur Bundes-Sportförderung:</p>
<p><object id="doc_443684399070863" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_443684399070863" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=42610164&amp;access_key=key-12mix47qnzvsi1nld1fs&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=42610164&amp;access_key=key-12mix47qnzvsi1nld1fs&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_443684399070863" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=42610164&amp;access_key=key-12mix47qnzvsi1nld1fs&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_443684399070863"></embed></object><br />
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		<title>München 2018: die Bewerbungsdokumente (II)</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 13:46:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Journalistenbetrieb und seine Vorabmeldungen. Das ist so eine Sache. Oft ein Ärgernis. Aber wenn&#8217;s der Aufklärung hilft, wer will da schon mäkeln, Mann sollte nicht kleinlich sein. Jedenfalls &#8230; &#8230; &#8220;Monitor&#8221;: Ministeriumsbericht zu München 2018. Olympische Spiele mit &#8220;finanziell bedeutsamen Risiken&#8221; &#8230; &#8230; das Dokument dazu steht seit Wochen hier im Blog, einfach so, nebst etlichen anderen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Journalistenbetrieb und seine <a title="Presseportal" href="http://www.presseportal.de/pm/6694/1719515/ard_das_erste" target="_blank">Vorabmeldungen</a>. Das ist so eine Sache. Oft ein Ärgernis. Aber wenn&#8217;s der Aufklärung hilft, wer will da schon mäkeln, Mann sollte nicht kleinlich sein.</p>
<p>Jedenfalls &#8230;</p>
<ul>
<li>&#8230; <a title="Tagesschau.de" href="http://www.tagesschau.de/inland/olympia478.html" target="_blank">&#8220;Monitor&#8221;: Ministeriumsbericht zu München 2018. Olympische Spiele mit &#8220;finanziell bedeutsamen Risiken&#8221;</a> &#8230;</li>
</ul>
<p>&#8230; das Dokument dazu steht seit Wochen hier im Blog, einfach so, <a title="München 2018: die Bewerbungsdokumente" href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/05/munchen-2018-die-bewerbungsdokumente/" target="_self">nebst etlichen anderen Unterlagen</a>.</p>
<ul>
<li>Die Vereinbarung zwischen Politik und Sport/DOSB <em>(17 Seiten)</em></li>
<li>Das Multi Party Agreement <em>(8 Seiten)</em></li>
<li>Die eigentlichen Bewerbungsunterlagen, Eckdatenpapier genannt <em>(208 Seiten)</em>, die nun in das so genannte Bid Book verwandelt und dem IOC im Januar 2011 übergeben werden.</li>
</ul>
<p>Von wirklich kritischer Analyse seitens des BMI, wie die Überschriften suggerieren, kann natürlich keine Rede sein. Außerdem sind die Entscheidungen längst gefallen, die Unterschriften geleistet.</p>
<p>Wer mag, darf das Papier jetzt auch ausdrucken. So aufregend ist es gar nicht. Nichts für Schlagzeilen, nur ein Puzzle mehr im Steuermittel-Dickicht von Dichtung und Intransparenz:</p>
<p><span id="more-9786"></span>Die Copy &amp; Paste-Funktion aber habe ich weiter gesperrt.</p>
<p><object id="doc_557141577261728" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_557141577261728" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_557141577261728" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_557141577261728"></embed></object></p>
<p><a title="München 2018: die Bewerbungsdokumente" href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/05/munchen-2018-die-bewerbungsdokumente/" target="_self">Weiter gilt</a>:</p>
<p><small>Ein Hinweis für Medienschaffende: In diesem Blog wird so manche Recherche ausgewalzt, werden regelmäßig Dokumente veröffentlicht – und mitunter sogar ein Gedanke. Wer sich hier bedient, sollte unter Umständen in Erwägung ziehen, die Quelle zu nennen. Nur mal so, ich versuche das doch auch :)</small></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Was vom Tage übrig bleibt (61): Bundes-Spitzensportförderung, Sportsoldaten, Staatssport, Doping/Bremer/BDR</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/11/15/was-vom-tage-ubrig-bleibt-60-bundes-spitzensportforderung-sportsoldaten-staatssport-dopingbremerbdr/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 10:48:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es wird mal wieder etwas umfangreicher. Einige Leser &#8211; aus dem Leistungssportbereich und aus der Verwaltung &#8211; haben sich doch sehr an den Service gewöhnt, hier regelmäßig Dokumente zur Sportförderung des Bundes zu finden &#8211; und fordern dies recht offensiv ein. Denn es ist ja weiterhin so, dass man diese Zahlen nicht einfach irgendwo abrufen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es wird mal wieder etwas umfangreicher. Einige Leser &#8211; aus dem Leistungssportbereich und aus der Verwaltung &#8211; haben sich doch sehr an den Service gewöhnt, hier regelmäßig Dokumente zur <a title="tag: Sportförderung" href="http://www.jensweinreich.de/?s=sportf%C3%B6rderung" target="_self">Sportförderung</a> des <a title="Sportförderung des Bundes im Olympiajahr 2010" href="http://www.jensweinreich.de/2010/01/27/sportforderung-des-bundes-im-jahr-2010/" target="_self">Bundes</a> zu finden &#8211; und fordern dies recht offensiv ein. Denn es ist ja weiterhin so, dass man diese Zahlen nicht einfach irgendwo abrufen kann. Komisch. Die Intransparenz im sportpolitischen Komplex habe ich oft genug kritisiert.</p>
<p>Wie hat es einer der Anrufer, sogar Präsident eines Sportverbandes, gerade so hübsch formuliert:</p>
<blockquote><p>Wir haben in Deutschland ein System des Staatssports, in dem eine Ministerialbürokratie willkürlich über Sportförderung und Steuermittel entscheidet. Wer in diesem Kartell nicht drinsteckt, hat Pech gehabt.</p></blockquote>
<p>Stimmt. Eike Emrich hat das einmal (siehe: <a title="Das Eigenleben der BMI-Sportabteilung" href="http://www.jensweinreich.de/2008/11/10/das-eigenleben-der-bmi-sportabteilung/" target="_self">Das Eigenleben der BMI-Sportabteilung</a>) so ausgedrückt:</p>
<blockquote><p>Wer gut bedient werden will, muss bereit sein, zu jeder geforderten Zeit, und sei es kurz vor wichtigen Sportereignissen, der gutachterlichen Behörde seine Aufwartung zu machen. In diesem sozialen Umfeld erweist sich stets, dass Intrigen, Ränke- und Machtspiele sowie der strategische Umgang mit Informationen nebst Partizipation an den richtigen Seilschaften Bestandteil der Erfolg verheißenden Handlungsmaxime der Akteure sind.</p>
<p>Also sind im Schnittfeld zwischen Politik und Sport durchaus höfische Einflüsse auf moderne Organisation erkennbar, was aufgrund der traditional-feudalen Momente sowohl im Sportsystem als auch im politischen Beamtenwesen nicht weiter verwundert. Darüber hinaus verlangt die sportliche Behörde von anderen Organisationen in allen nur denkbaren Punkten immer mehr Transparenz, um zugleich umgekehrt proportional zu diesen Ansprüchen die eigenen Kriterien der Entscheidungen teilweise intransparent zu gestalten.</p>
<p><small>via <a href="http://jensweinreich.de/?page_id=27" target="_self">Korruption im Sport</a>. Originalquelle: Emrich, E./Papathanassiou, V.: Zur Führungskultur in assoziativen Systemen – As­pekte machtzentrierter traditionaler Denk- und Handlungsmuster im Sportsystem. In: Sportwissenschaft, 3/2003, S. 239 ff.</small></p></blockquote>
<p>Ich gebe zu, da hole ich wieder mal sehr weit aus. Aber das Leben ist nun mal kompliziert, Mann sollte es auch in diesem Diskussionsforum nicht einfacher machen, als es ist.</p>
<p>Vielleicht hat sich die Haltung des BMI unter dem neuen Sport-Abteilungsleiter Gerhard Böhm, ehemals Sportberater der Kanzlerin, ja grundlegend geändert, wer weiß. Ich habe mich kürzlich ganz angeregt mit Herrn Böhm unterhalten. Wer weiß, vielleicht gibt das BMI ja demnächst endlich mal die detaillierten Zahlen zur Spitzensportförderung bekannt? Besonders interessiert natürlich die Einzelförderung der Verbände, die sich unter dem Punkt &#8220;zentrale Maßnahmen auf dem Gebiet des Sports&#8221; versteckt. Vielleicht habe ich gerade einen Blackout, ich lasse mich überaus gern korrigieren &#8211; aber ist es nicht so, dass die Zuwendungen für die einzelnen Verbände nicht öffentlich sind, wie vieles andere auch, etwa die <a title="tag: Zielvereinbarungen" href="http://www.jensweinreich.de/?s=zielvereinbarung" target="_self">Zielvereinbarungen</a>? Natürlich soll niemand wissen, was der andere bekommt. Obwohl es doch um Steuermittel geht.</p>
<p>Also, wenn jemand mitliest aus DOSB/BMI, immer her mit den Zahlen &#8211; Diskretion ist garantiert.</p>
<p>Andererseits, so lange <a title="alle Beiträge von und mit Christoph Bergner" href="http://www.jensweinreich.de/?s=christoph+bergner" target="_self">Christoph Bergner</a> parlamentarischer Staatssekretär bleibt, wird sich so schnell wohl nichts ändern. Habe mir sagen lassen, der CDU-Mann habe sich vergangene Woche im Sportausschuss zum wiederholten Male über meine Berichterstattung erregt bzw. darüber, dass Details zum so genannten <a title="zum Antidopingbericht 2009" href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/10/die-miserable-erfolgsquote-der-dopinganalytik-und-die-erfolgsmeldung-von-bmi-nada-und-bva/" target="_self">Antidopingbericht 2009</a> vorab im Deutschlandfunk veröffentlicht worden sind. Ach, der <a title="Die Verbal-Salti des Christoph Bergner" href="http://www.jensweinreich.de/2009/06/22/die-verbal-salti-des-christoph-bergner/" target="_self">Herr Bergner</a>, wenn ich ihn um kurze Statements bitte, ist er eigentlich immer sehr nett. Man hört aber so Sachen, dass er schon mal in kleinen Kreisen überlegen soll, wie man gewissen Journalisten das Handwerk erschweren könnte. Ich bevorzuge allerdings das offene Visier.</p>
<p>Egal. Hier also einige halbwegs frische Dokumente.</p>
<p>Hier zunächst der <strong><a title="12. Sportbericht der Bundesregierung" href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/028/1702880.pdf" target="_blank">12. Sportbericht der Bundesregierung</a></strong>, falls den jemand übersehen hat (garantiert :), der gewissermaßen die politischen Rahmenbedingungen der Sportförderung in Deutschland festlegt (im <a title="Sport im Koalitionsvertrag" href="http://www.jensweinreich.de/2009/10/28/was-vom-tage-ubrig-bleibt-47-koalitionsvertrag-klaue-pechstein-studie-auf-staatskosten/" target="_self">Koalitionsvertrag von CDU/CSU und FDP</a> steht natürlich auch etwas):</p>
<p><object id="doc_274923593636601" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_274923593636601" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=42610126&amp;access_key=key-263rww962d5zw76v73is&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=42610126&amp;access_key=key-263rww962d5zw76v73is&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_274923593636601" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=42610126&amp;access_key=key-263rww962d5zw76v73is&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_274923593636601"></embed></object></p>
<p>Nun zum eigentlichen Thema, dem Haushalt 2011. Die <strong>Zusammenstellung des BMI über Sportfördermittel des Bundes 2009, 2010, 2011</strong>. Bis auf marginale Abweichungen ging das so durch:<span id="more-9762"></span></p>
<p><object id="doc_892580355784594" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_892580355784594" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=42610164&amp;access_key=key-12mix47qnzvsi1nld1fs&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=42610164&amp;access_key=key-12mix47qnzvsi1nld1fs&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_892580355784594" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=42610164&amp;access_key=key-12mix47qnzvsi1nld1fs&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_892580355784594"></embed></object></p>
<p>Aus dem <strong>Einzelplan 06, die Aufgliederung der Sportfördermittel des BMI 2011</strong>:</p>
<p><object id="doc_103422500211253" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_103422500211253" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=42610158&amp;access_key=key-1aqcn4y03mrom6c8fnlg&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=42610158&amp;access_key=key-1aqcn4y03mrom6c8fnlg&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_103422500211253" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=42610158&amp;access_key=key-1aqcn4y03mrom6c8fnlg&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_103422500211253"></embed></object></p>
<p>Das wirksame System der Sportsoldaten innerhalb des Staatssportssystems in der <strong>Olympia-Analyse (Vancouver 2010) des DOSB</strong>:</p>
<p><object id="doc_471594346959025" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_471594346959025" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=42610169&amp;access_key=key-2440ko56lb6ozsh9uhbl&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=42610169&amp;access_key=key-2440ko56lb6ozsh9uhbl&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_471594346959025" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=42610169&amp;access_key=key-2440ko56lb6ozsh9uhbl&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_471594346959025"></embed></object></p>
<p>Und schließlich, ein Klassiker im sportpolitischen Journalismus und hier im Blog.</p>
<p>Zum Fall des (gerichtsfest) dopingbelasteten BDR-Sportdirektors Burckhard Bremer, der <a title="Die miserable Erfolgsquote der Dopinganalytik – und die Erfolgsmeldung von BMI, NADA und BVA" href="http://www.jensweinreich.de/2010/11/10/die-miserable-erfolgsquote-der-dopinganalytik-und-die-erfolgsmeldung-von-bmi-nada-und-bva/" target="_self">jüngst wieder andiskutiert</a> wurde und der im Januar weiter im Sportausschuss verhandelt werden soll. Die <strong>Drucksache 17/3004, Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Bündnisgrünen</strong>:</p>
<p><object id="doc_8720696817260" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_8720696817260" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=42610172&amp;access_key=key-2ee5d5g33xpaq34ypi23&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=42610172&amp;access_key=key-2ee5d5g33xpaq34ypi23&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_8720696817260" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=42610172&amp;access_key=key-2ee5d5g33xpaq34ypi23&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_8720696817260"></embed></object></p>
<p>Weiterführend zum Fall Bremer:</p>
<ul>
<li>Die Drucksache 17/3004 <a title="Bundestag Drucksache 17/3004" href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/030/1703004.pdf" target="_blank">im Original</a> auf der Bundestags-Webseite und die <a title="Bundestag.de" href="http://www.bundestag.de/presse/hib/2010_10/2010_325/02.html" target="_self">Meldung</a> dazu</li>
<li>Beiträge auf dem Blog von <a title="Winfried Hermann, tag: Bremer" href="http://www.winnehermann.de/2010/tag/bremer/" target="_blank">Winfried Hermann</a> (tag: Bremer)</li>
<li>Beiträge im Blog (<a title="tag: Burckhard Bremer" href="http://www.jensweinreich.de/?s=burckhard+bremer" target="_self">tag: Bremer</a>), insbesondere der mit zahlreichen Links gefütterte und stets aktualisierte Beitrag (mal wieder: Danke, Ralf) <a title="Winfried Hermann ./. BDR-Leistungssportdirektor Burckhard Bremer" href="http://www.jensweinreich.de/2009/04/16/winfried-hermann-bdr-leistungssportdirektor-burckhard-bremer/" target="_self">Winfried Hermann ./. BDR-Leistungssportdirektor Burckhard Bremer</a></li>
</ul>
<p>Ich wünsche eine erhellende Lektüre.<br />
<a href="http://flattr.com/thing/84240/Was-vom-Tage-ubrig-bleibt-60-Bundes-Spitzensportforderung-Sportsoldaten-Staatssport-DopingBre" target="_blank"><br />
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]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jensweinreich.de/2010/11/15/was-vom-tage-ubrig-bleibt-60-bundes-spitzensportforderung-sportsoldaten-staatssport-dopingbremerbdr/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>27</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fall Pechstein: Urteil des Bundesgerichts zum Revisionsantrag im Wortlaut</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/11/10/fall-pechstein-urteil-des-bundesgerichts-zum-revisionsantrag-im-wortlaut/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2010/11/10/fall-pechstein-urteil-des-bundesgerichts-zum-revisionsantrag-im-wortlaut/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 11:16:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[cas]]></category>
		<category><![CDATA[claudia pechstein]]></category>
		<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[doping]]></category>
		<category><![CDATA[eisschnelllauf]]></category>
		<category><![CDATA[isu]]></category>
		<category><![CDATA[schweizer bundesgericht]]></category>
		<category><![CDATA[eisschnelllaufen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Vollständigkeit halber: Ein weiteres Dokument im Fall Pechstein. Das Schweizer Bundesgericht hat zum Urteil vom 28. September 2010 nun den Wortlaut veröffentlicht und soeben zugestellt. Ich denke, inhaltlich passt das ganz gut zum PR-Gedöns um ein Buch. Ich darf um eine maßvolle Diskussion bitten, wie fast immer bisher. Kann sein, dass ich ohne weitere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Vollständigkeit halber: Ein weiteres Dokument im <a title="alle Beiträge zum Fall Pechstein" href="http://jensweinreich.de/?cat=1590" target="_self">Fall Pechstein</a>. Das Schweizer Bundesgericht hat zum <a title="Das Schweizer Bundesgericht weist Pechsteins Revisionsgesuch ab" href="http://www.jensweinreich.de/2010/10/01/bundesgericht-weist-pechsteins-revisionsgesuch-ab/" target="_self">Urteil vom 28. September 2010</a> nun den Wortlaut veröffentlicht und soeben zugestellt. Ich denke, inhaltlich passt das ganz gut zum PR-Gedöns um ein Buch.</p>
<p>Ich darf um eine maßvolle Diskussion bitten, wie fast immer bisher. Kann sein, dass ich ohne weitere Vorwarnung diesen oder jenen Kommentar lösche. Wer sich, beispielsweise, über Journalisten beschweren will, die nicht den Namen des Bloginhabers tragen, soll das woanders tun. Pechsteins Anwälte (oder ist es nur einer?) lesen mit und basteln mitunter aus den Diskussionssträngen des Blogs Argumentationen vor Gericht.</p>
<p>Zwei weitere Bemerkungen kann ich mir nicht verkneifen:</p>
<ul>
<li>Sämtliche Dokumente zum Fall gibt es nur hier, in keinem anderen Qualitätsmedium ;)</li>
<li>Ich bin gespannt, ob sich eine deutsche Nachrichtenagentur erdreistet/bemüßigt fühlt, ausnahmsweise aus dem Urteil zu zitieren bzw. überhaupt zu vermelden.</li>
</ul>
<p><strong>Nachtrag, 23.58 Uhr:</strong> Kann sein, dass ich etwas übersehen habe. Aber ich habe wie erwartet KEINE Meldung einer deutschen Nachrichtenagentur gefunden, die sich mit dem Wortlaut-Urteil auseinandergesetzt hätte. Es wird einfach nicht vermeldet. Scheint mir doch sehr typisch für die gesamte Pechstein-Berichterstattung zu sein, mehr noch für dpa als für den Sportinformationsdienst: Aus Dokumenten, aus Originalen, aus Gerichtsbeschlüssen etc. wird fast gar nicht zitiert. Man nimmt das kaum zur Kenntnis. Ich finde das: merkwürdig, höflich formuliert.</p>
<blockquote><p><strong>Urteil vom 28. September 2010 I. zivilrechtliche Abteilung</strong></p>
<p>Bundesrichterin Klett, Präsidentin, Bundesrichter Corboz, Bundesrichterin Rottenberg Liatowitsch, Bundesrichter Kolly, Bundesrichterin Kiss, Gerichtsschreiber Leemann.</p>
<p><strong>Claudia</strong> <strong>Pechstein</strong>, vertreten durch Advokaten Dr. Philippe Nordmann und Eva Senn, Gesuchstellerin,</p>
<p>gegen</p>
<p><strong>International Skating Union (ISU)</strong>, vertreten durch Rechtsanwalt Jean-Cédric Michel, Gesuchsgegnerin.</p>
<p>Internationales Schiedsgericht; Revision,</p>
<p>Revision des Schiedsentscheids des Tribunal Arbitral du Sport (TAS) vom 25. November 2009.</p>
<p><strong>Sachverhalt:</strong></p>
<p><strong>A. A.a </strong>Claudia Pechstein, Diensdorf/Deutschland, (Gesuchstellerin) ist eine deutsche Eisschnellläuferin.</p>
<p>Die International Skating Union (Gesuchsgegnerin) ist ein Verein schweizerischen Rechts mit Sitz in Lausanne. Sie ist als Weltverband für die Sportarten Eiskunstlauf und Eisschnelllauf anerkannt.</p>
<p><strong>A.b </strong>Die Gesuchstellerin unterzog sich zwischen dem 4. Februar 2000 und dem 30. April 2009 zahlreichen Dopingkontrollen, die keine Hinweise auf verbotene Substanzen ergaben. Im gleichen Zeitraum erhob die Gesuchsgegnerin im Rahmen ihres Blutprofilprogramms mehr als neunzig Blutproben der Gesuchstellerin. Insbesondere wurden zwischen dem 20. Oktober 2007 und dem 30. April 2009 siebenundzwanzig Blutproben der Athletin entnommen, die letzten zwölf zwischen Januar und April 2009.</p>
<p>Die im Rahmen des Blutprofilprogramms der Gesuchsgegnerin erhobenen und aufgezeichneten Blutparameter beinhalten unter anderem Hämoglobin, Hämatokrit und den prozentualen Anteil unreifer roter Blutzellen (Retikulozyten). Der Retikulozytenwert ermöglicht als Blutparameter eine aktuelle Beurteilung der Bildung roter Blutkörperchen im menschlichen Organismus.</p>
<p>Während die Gesuchsgegnerin einen Retikulozytenwert zwischen 0.4 % und 2.4 % für normal erachtet, ergaben die Resultate der Blutuntersuchungen bei der Gesuchstellerin Retikulozytenwerte, die weit über 2.4 % lagen und danach jeweils stark abfielen.</p>
<p>Am 7./8. Februar 2009 fand die von der Gesuchsgegnerin organisierte Eisschnelllauf-Weltmeisterschaft in Hamar (Norwegen) statt. Am Morgen vor Wettkampfbeginn, also am 6. Februar 2009, wurden von sämt- lichen Athleten Blutproben entnommen. Der Retikulozytenwert der Gesuchstellerin wurde auf 3.49 % gemessen.</p>
<p>Als Folge dieses Resultats erhob die Gesuchsgegnerin am Morgen bzw. am Nachmittag des 7. Februar 2009 zwei weitere Blutproben bei der Gesuchstellerin. Die gemessenen Retikulozytenwerte betrugen 3.54 % bzw. 3.38 %. An den Rennen des nächsten Tages nahm die Gesuchstellerin nicht mehr teil.</p>
<p>Am 18. Februar 2009 wurde bei der Athletin ausserhalb des Wettkampfs eine weitere Blutprobe entnommen. Diese zeigte einen Retikulozytenwert von 1.37 % an.</p>
<p><strong>B. B.a </strong>Nach Überprüfung des Blutprofils leitete die Gesuchsgegnerin bei ihrer Disziplinarkommission ein Verfahren gegen die Gesuchstellerin ein. Nach einem in Bern abgehaltenen Hearing vom 29./30. Juni 2009 stellte die Disziplinarkommission der Gesuchsgegnerin mit Entscheid vom 1. Juli 2009 ein Dopingvergehen in Form von Blutdoping fest, aberkannte die anlässlich der Weltmeisterschaft vom 7. Februar 2009 erzielten Resultate und sprach eine zweijährige Sperre ab 9. Februar 2009 gegen die Gesuchstellerin aus.</p>
<p><strong>B.b </strong>Am 21. Juli 2009 erklärte die Gesuchstellerin beim Tribunal Arbitral du Sport (TAS) Berufung gegen den Entscheid der Disziplinarkommission vom 1. Juli 2009.</p>
<p>Mit Eingabe vom 3. August 2009 reichte die Gesuchstellerin dem TAS ihre Berufungsbegründung ein.</p>
<p>Am 16. September 2009 beantragte die Gesuchstellerin, es sei ihr zu gestatten, schriftlich zur Berufungsantwort der Gesuchsgegnerin Stellung zu nehmen. Diese sprach sich gegen einen weiteren Schriftenwechsel aus. Mit Schreiben vom 23. September 2009 teilte das TAS den Parteien mit, dass es in Anwendung von Artikel R56 des TAS- Code einen weiteren Schriftenwechsel nicht zulasse. Es gewährte der Athletin jedoch ausnahmsweise die Möglichkeit, bis spätestens acht Tage vor dem auf den 22./23. Oktober 2009 angesetzten Hearing unter anderem neue Beweise aus medizinischen Untersuchungen an ihrer Person sowie entsprechende Bemerkungen dazu einzureichen (&#8220;to present any new evidence deriving from medical investigations performed on her, with comments thereto&#8221;).</p>
<p>Am Hearing, das am 22. und 23. Oktober 2009 in Lausanne stattfand, wurden insgesamt zwölf von den Parteien bezeichnete Sachverständige angehört. Die Parteien hatten jeweils die Möglichkeit, Fragen an die Experten zu richten.</p>
<p>Nach den letzten Parteivorträgen und der Schlusserklärung der Gesuchstellerin schloss das Schiedsgericht das Hearing.</p>
<p>Mit Faxschreiben vom 23. und 24. November 2009 reichte die Gesuchstellerin dem Schiedsgericht einen dringlichen Antrag für die Wiedereröffnung des Verfahrens ein, um im Rahmen eines Kreuzverhörs Fragen an Prof. Sottas zu stellen, der am Hearing vom 22./23. Oktober 2009 nicht teilgenommen hatte. Der Antrag wurde damit begründet, dass einer der Rechtsvertreter der Gesuchstellerin vernommen habe, dass Prof. Sottas seine ursprüngliche Meinung aufgrund der von ihr am 14. Oktober 2009 vorgelegten Beweise offenbar geändert habe, und dass er von der Gesuchsgegnerin aus diesem Grund nicht für das Hearing aufgeboten worden sei.</p>
<p>Das TAS wies den Antrag um Wiedereröffnung des Verfahrens und die Berufungen der Gesuchstellerin mit Schiedsentscheid vom 25. November 2009 ab und bestätigte die zweijährige Sperre der Athletin, mit der geringfügigen Änderung, dass die Sperre bereits ab dem 8. Februar 2009 gelte.</p>
<p><strong>B.c </strong>Eine von der Gesuchstellerin gegen den Schiedsspruch des TAS vom 25. November 2009 eingereichte Beschwerde in Zivilsachen wies das Bundesgericht mit Urteil vom 10. Februar 2010 ab, soweit es darauf eintrat.</p>
<p><strong>C.</strong></p>
<p>Mit Revisionsgesuch vom 4. März 2010 beantragt die Gesuchstellerin dem Bundesgericht, es sei der Entscheid des TAS vom 25. November 2009 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an das TAS zurückzuweisen.</p>
<p>Die Gesuchsgegnerin beantragt die Abweisung des Revisionsgesuchs. Das TAS hat auf eine Stellungnahme verzichtet.</p>
<p><span id="more-9739"></span>Am 6. Juli 2010 reichte die Gesuchstellerin dem Bundesgericht eine Replik ein. Dazu nahm die Gesuchsgegnerin mit Duplik vom 3. September 2010 Stellung.</p>
<p><strong>D.</strong></p>
<p>Mit Verfügung vom 23. April 2010 wies das Bundesgericht den Antrag der Gesuchstellerin um Anordnung einer vorsorglichen Massnahme ab.</p>
<p>Mit Verfügung vom 28. Juli 2010 wies das Bundesgericht das Wiedererwägungsgesuch vom 22. Juli 2010, mit dem die Gesuchstellerin wiederum die Anordnung einer vorsorglichen Massnahme verlangte, ab.</p>
<p><strong>Erwägungen:</strong></p>
<p><strong>1.</strong></p>
<p>Die Gesuchstellerin macht geltend, nach dem Urteil des TAS vom 25. November 2009 habe Dr. Lutz, der Arzt des deutschen National- verbands, am 27. November 2009 &#8220;von Kollegen den Hinweis erhalten, dass es gegebenenfalls neue, bislang unbekannte Möglichkeiten der Spezialdiagnostik gebe, mit denen das Blutbild der Gesuchstellerin untersucht werden könnte&#8221;. Dr. Lutz habe unverzüglich mit Dr. Andreas Weimann vom CharitéCentrum für diagnostische und präventive Labormedizin Kontakt aufgenommen, der dies habe bestätigen können. Es handle sich genau genommen um erst im Jahre 2009 von einem belgischen Doktoranden entwickelte und bislang zum Teil noch nicht publizierte Auswertungs-Algorithmen zur Erfassung abortiv-milder bis schwerer Formen von Kugelzellen-Anämie. Dr. Weimann sei auf den Sphärozytose- Quotienten erstmals auf einem Fachkongress in Istanbul im Mai 2009 aufmerksam geworden. Er sei an dieser bislang nur mündlich in Fachkreisen publizierten Methodik hoch interessiert gewesen und habe ab November 2009 über die Verfasser der dann eingereichten (aber noch nicht publizierten) Studie die Möglichkeit erhalten, den Quotienten für eigene Forschungszwecke zu erproben.</p>
<p>Dr. Weimann habe Anfang Dezember 2009 mittels der neuen Methodik an fünf Tagen sechs Blutproben der Gesuchstellerin analysiert. Zusätzlich sei die Familie der Gesuchstellerin mit der neuen Mess- methode untersucht worden. Die Ergebnisse der durchgeführten Untersuchungen seien der Gesuchstellerin zum ersten Mal am 7. Dezember 2009 übermittelt worden. Dr. Weimann halte zusammenfassend fest, dass sich die &#8220;Diagnose einer hereditären Membranopathie in Form einer abortiv-milden Form von hereditärer Sphärozytose&#8221; ergebe. Diese Konstellation könne &#8220;dauerhaft oder intermittierend – also bisweilen auftretend – mit auch deutlich erhöhten Retikulozyten-Werten einhergehen, was durch die erhöhten MCHC-Werte bestätigt&#8221; werde.</p>
<p>Nach Erhalt der Diagnose habe sich die Gesuchstellerin am 15. Dezember 2009 entschlossen, die in Hamar gemessenen Blutwerte auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen. Hierauf hätten sich zahlreiche Gutachter bei ihr gemeldet, so unter anderem Prof. Winfried Gassmann, Chefarzt der Klinik für Hämatologie und internistische Onkolo- gie am St. Marienkrankenhaus, Siegen, und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Labor in der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie.</p>
<p>Basierend auf den Untersuchungen von Dr. Weimann hätten sich weitere renommierte Experten gutachterlich zu den angeblich neuen Erkenntnissen geäussert und die Diagnose bestätigt.</p>
<p><strong>2.</strong></p>
<p>Das Bundesgesetz über das internationale Privatrecht vom 18. Dezember 1987 (IPRG; SR 291) enthält keine Bestimmungen betreffend die Revision von Schiedsentscheiden im Sinne von Art. 176 ff. IPRG. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts, das diese Gesetzeslücke gefüllt hat, steht den Parteien eines internationalen Schiedsverfahrens das ausserordentliche Rechtsmittel der Revision zur Verfügung, für das die Zuständigkeit des Bundesgerichts gegeben ist. Heisst das Bundesgericht ein Revisionsgesuch gut, entscheidet es nicht selbst in der Sache, sondern weist diese an das Schiedsgericht, das entschieden hat, oder an ein neu zu bildendes Schiedsgericht zurück (BGE 134 III 286 E. 2 S. 286 f. mit Hinweisen).</p>
<p><strong>2.1 2.1.1 </strong>Unter der Verfahrensordnung des OG konnten sich die Parteien auf die in Art. 137 OG vorgesehenen Revisionsgründe berufen, und auf das Verfahren fanden die Art. 140 &#8211; 143 OG sinngemäss Anwendung (BGE 118 II 199 E. 4 S. 204; Urteil 4P.120/2002 vom 3. September 2002 E. 1.1, publ. in Pra 2002 Nr. 199 S. 1041 ff.). Dies gilt grund- sätzlich weiterhin für die geltende Regelung des BGG, namentlich für den Revisionsgrund gemäss Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG, der demjenigen von Art. 137 lit. b OG entspricht (BGE 134 III 45 E. 2.1 S. 47, 286 E. 2.1 S. 287).</p>
<p><strong>2.1.2 </strong>Nach Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG kann die Revision verlangt werden, wenn die ersuchende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter Ausschluss von Tatsachen und Beweismitteln, die erst nach dem Entscheid entstanden sind.</p>
<p>Die neuen Tatsachen müssen erheblich sein, das heisst sie müssen geeignet sein, die tatsächliche Grundlage des angefochtenen Urteils zu verändern, so dass sie bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung führen können. Neue Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt waren, aber zum Nachteil des Gesuchstellers unbewiesen geblieben sind. Sollen bereits vorgebrachte Tatsachen mit den neuen Mitteln bewiesen werden, so hat der Gesuchsteller darzutun, dass er die Beweismittel im früheren Verfahren nicht beibringen konnte. Erheblich ist ein Beweismittel, wenn anzunehmen ist, es hätte zu einem anderen Urteil geführt, falls das Gericht im Hauptverfahren davon Kenntnis gehabt hätte. Ausschlaggebend ist, dass das Beweismittel nicht bloss der Sachverhaltswürdigung, sondern der Sachverhaltsermittlung dient. Ein Revisionsgrund ist nicht schon dann gegeben, wenn das Gericht bereits im Hauptverfahren bekannte Tatsachen unrichtig gewürdigt hat. Notwendig ist vielmehr, dass die unrichtige Würdigung erfolgte, weil für den Entscheid wesentliche Tatsachen unbewiesen geblieben sind (BGE 127 V 353 E. 5b S. 358 mit Hinweisen; 110 V 138 E. 2 S. 141; vgl. auch BGE 121 IV 317 E. 2 S. 322; 118 II 199 E. 5 S. 205).</p>
<p>Wird die Revision eines internationalen Schiedsgerichtsurteils beantragt, hat das Bundesgericht gestützt auf die in diesem Urteil aufgeführten Entscheidgründe zu beurteilen, ob die Tatsache erheblich ist und – wäre sie bewiesen worden – wahrscheinlich zu einem anderen Entscheid geführt hätte (Urteile 4A_42/2008 vom 14. März 2008 E. 4.1, nicht publ. in BGE 134 III 286 ff.; 4P.102/2006 vom 29. August 2006 E. 2.1).</p>
<p><strong>2.2 </strong>Die Gesuchstellerin reicht dem Bundesgericht zur Begründung ihres Revisionsgesuchs verschiedene neue Gutachten ein, so unter anderem von Dr. Weimann, Prof. Dr. Heimpel, Prof. Dr. Schrezenmeier, Prof. Dr. Winfried Gassmann, Prof. Dr. Anjo Veerman sowie Prof. Dr. André Tichelli, die zwischen Februar und März 2010 erstellt wurden. Ob die nunmehr vorliegenden, allesamt erst nach dem Schiedsspruch des TAS vom 25. November 2009 ausgefertigten medizinischen Gutachten als nachträglich aufgefundene Beweismittel im Sinne von Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG zu betrachten sind, erscheint im Hinblick auf den klaren Gesetzeswortlaut (vgl. letzter Teilsatz) als fraglich (vgl. ELISABETH ESCHER, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2008, N. 6 f. zu Art. 123 BGG; YVES DONZALLAZ, Loi sur le Tribunal fédéral, 2008, Rz. 4710; PIERRE FERRARI, in: Bernard Corboz et al. [Hrsg.], Com- mentaire de la LTF, 2009, N. 22 zu Art. 123 BGG). Dies gilt auch, wenn davon ausgegangen wird, wie dies die Gesuchstellerin vorbringt, dass der nunmehr ins Feld geführte Algorithmus grundsätzlich bereits seit Mai 2009 zur Verfügung gestanden habe, zumal der Algorithmus für sich allein kaum als Beweismittel geeignet wäre, sondern nach Darstellung der Gesuchstellerin auch Dr. Weimann erst &#8220;ab November 2009&#8243; die Möglichkeit erhalten habe, &#8220;den Quotienten für eigene Forschungszwecke zu erproben&#8221; und eine angebliche Diagnose erst Anfang Dezember 2009 mit Hilfe zahlreicher erneut entnommener Blutproben gestellt werden konnte. Die Frage braucht jedoch nicht abschliessend geprüft zu werden, da das Revisionsgesuch aus anderen Gründen abzuweisen ist.</p>
<p><strong>2.3 </strong>Die Gesuchstellerin bringt in ihrem Revisionsgesuch keine neu entdeckten Tatsachen vor, sondern beruft sich vielmehr auf angeblich neu entdeckte Beweismittel zum Beleg ihres bereits im Schiedsverfahren vorgebrachten Einwands, sie leide unter einer Blutanomalie. Wie die Gesuchstellerin selber vorbringt, versuchte sie sowohl vor der Disziplinarkommission als auch vor dem angerufenen Schiedsgericht vergeblich, ihre Behauptung, die erhöhten Retikulozytenwerte seien auf eine Blutabnormalität zurückzuführen, durch medizinische Gutachten zu erhärten. Der Gesuchstellerin wurde im Schiedsverfahren die Möglichkeit eingeräumt, bis acht Tage vor dem am 22./23. Oktober 2009 stattfindenden Hearing neue medizinische Erkenntnisse vorzulegen. Die Frage, ob bei der Gesuchstellerin eine hereditäre Sphärozytose vorliege, die allenfalls die in Hamar festgestellten abnormalen Blutwerte erklären könnte, wurde anlässlich des Verhandlungstermins auch nach der Darstellung im Revisionsgesuch intensiv diskutiert, und sie wurde vom TAS auf Grundlage der verschiedenen von den Parteien eingereichten Gutachten sowie der Anhörung zahlreicher Experten anlässlich des Hearings vom 22./23. Oktober 2009 eingehend geprüft. Das Schiedsgericht hat den Einwand der Gesuchstellerin verworfen und hat es aufgrund des durchgeführten Beweisverfahrens für erwiesen erachtet, dass die abnormalen Blutwerte der Gesuchstellerin vom 6. und 7. Februar 2009 sowie der am 18. Februar 2009 festgestellte starke Rückgang des Retikulozytenwerts nicht durch eine angeborene oder erworbene Anomalie erklärt werden könnten, sondern auf eine Blutmanipulation zurückzuführen seien.</p>
<p>Die Revision ist ein ausserordentliches Rechtsmittel und dient nicht einfach der Weiterführung des Verfahrens. Es obliegt den Prozessparteien, rechtzeitig und prozesskonform zur Klärung des Sachverhalts entsprechend ihrer Beweispflicht beizutragen. Dass es ihnen unmöglich war, Tatsachen und Beweismittel bereits im früheren Verfahren beizubringen, ist nur mit Zurückhaltung anzunehmen (ESCHER, a.a.O., N. 8 zu Art. 123 BGG). Dies gilt ganz besonders, wenn im Revisionsverfahren mit angeblich neu entdeckten Beweismitteln bereits im Schiedsverfahren aufgestellte Behauptungen belegt werden sollen, die vom Schiedsgericht aufgrund eines aufwändigen Beweisverfahrens mit zahlreichen Gutachtern als unzutreffend erachtet wurden. Entsprechend hat der Gesuchsteller im Revisionsgesuch darzutun, dass er die Beweismittel im früheren Verfahren trotz hinreichender Sorgfalt nicht beibringen konnte (BGE 127 V 353 E. 5b S. 358 mit Hinweisen; Urteile 4A_42/2008 vom 14. März 2008 E. 4.1, nicht publ. in BGE 134 III 286 ff.; 4P.102/2006 vom 29. August 2006 E. 2.1).</p>
<p>Die Gesuchstellerin bringt lediglich vor, sie habe erst am 27. November 2009 – mithin zwei Tage nach dem Urteil des Schiedsgerichts – Kenntnis davon erhalten, dass seit Mai 2009 ein neuer Algorithmus zur Verfügung stehe, der &#8220;eine genauere Diagnose als bisher ermöglichen könnte&#8221;. Darauf will sie von Dr. Lutz, dem Arzt des Nationalverbands, aufmerksam gemacht worden sein, der seinerseits &#8220;von Kollegen&#8221; einen entsprechenden Hinweis erhalten haben soll. Mit diesen vagen Behauptungen legt die Gesuchstellerin nicht hinreichend dar, weshalb es ihr nicht bereits während des Schiedsverfahrens möglich gewesen wäre, sich auf die angeblich neu entdeckte Diagnosemöglichkeit zu berufen, genauer bis Mitte Oktober 2009, als die Gesuchstellerin dem Schiedsgericht noch neue medizinische Erkenntnisse hätte vorlegen können. Die Erklärung der Gesuchstellerin dafür, dass sie zwei Tage nach Abweisung ihrer Berufung durch das TAS durch blossen Hinweis des Verbandsarztes eine bisher unbekannte Methode entdeckt haben will, auf die sie sich nur wenige Wochen früher vor dem TAS bei sorgfältiger Beweisführung unmöglich hätte berufen können, erscheint nicht plausibel.</p>
<p>Es kann nicht angehen, sich in einem Schiedsverfahren zunächst auf wissenschaftlich anerkannte Methoden zu verlassen und entsprechende medizinische Gutachten und Experten zum Beweis anzubieten, um sich nach einem negativ ausgefallenen Schiedsurteil im Rahmen des Revisionsverfahrens nunmehr auf unpublizierte und wissenschaftlich noch wenig erhärtete Methoden zu berufen. Hätte sich die Gesuchstellerin zur Untermauerung ihres Prozessstandpunkts auf weitere denkbare Diagnosemöglichkeiten stützen wollen, wären ihr entsprechende Bemühungen zur Beibringung solcher Beweismittel zumutbar gewesen. Sie zeigt in ihrem Revisionsgesuch jedoch nicht auf, welche konkreten Schritte sie in diese Richtung unternommen hätte (vgl. Urteil 4P.213/1998 vom 11. Mai 1999 E. 3b/aa; JEAN-FRANÇOIS POUDRET, Commentaire de la loi fédérale d&#8217;organisation judiciaire, Bd. V, 1992, N. 2.2.5 zu Art. 137 OG, S. 30; ANTONIO RIGOZZI/MICHAEL SCHÖLL, Die Revision von Schiedssprüchen nach dem 12. Kapitel des IPRG, 2002, S. 44 und 46). Auch wäre es der Gesuchstellerin unbenommen gewesen, ihre in Hamar gemessenen Blutwerte bereits während des Schiedsverfahrens weiteren Sachverständigen zugänglich zu machen oder etwa auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen, wie sie dies nach eigenen Angaben nach erfolgtem Schiedsentscheid tat, worauf sich zahlreiche Gutachter bei ihr gemeldet hätten. Es wäre ihr während des Schiedsverfahrens sodann freigestanden, Blutanalysen bei Familienmitgliedern zu veranlassen, wie sie dies nur wenige Tage nach dem Schiedsspruch des TAS getan hat.</p>
<p><strong>2.4 </strong>Schliesslich erscheint auch fraglich, ob die nunmehr im Revisionsverfahren vorgebrachten Beweismittel angesichts der im Schiedsspruch des TAS vom 25. November 2009 aufgeführten Entscheidgründe als erheblich zu erachten wären. Das TAS hat gestützt auf die Aussage von Prof. d&#8217;Onofrio nämlich erwogen, dass selbst die (unwahrscheinliche) Diagnose einer hereditären Sphärozytose die bei der Gesuchstellerin festgestellten Schwankungen in Form von abnormal hohen Werten während der Weltmeisterschaft vom 6./7. Februar 2009 sowie dem anschliessend starken Abfall nicht erklären könnten. Die von der Gesuchstellerin im Rahmen des Revisionsverfahrens angeblich auf einen neu entdeckten Algorithmus gestützte Diagnose einer hereditären Sphärozytose könnte daher lediglich die schiedsgerichtliche Feststellung in Frage stellen, wonach eine solche vererbte Blutanomalie bei der Gesuchstellerin nicht habe nachgewiesen werden können. Vom angeblich neuen Beweismittel unberührt bliebe jedoch die für den Entscheid wesentliche Erwägung des TAS, selbst eine solche Diagnose vermöge die konkreten Schwankungen der Blutwerte nicht zu erklären.</p>
<p>Die Gesuchstellerin behauptet nun zwar, auch dieser Einwand des TAS sei durch die Gutachten von Dr. Weimann, Prof. Gassmann und Prof. Schrezenmeier aus dem Weg geräumt. Die von ihr angeführten Experten bestätigen auch, dass die nunmehr angeblich erfolgte Diagnose mit erhöhten Retikulozytenwerten einhergehen könne. Dass die festgestellten Schwankungen der Blutwerte durch eine Sphärozytose erklärbar seien, wurde allerdings von den von der Gesuchstellerin bezeichneten Gutachtern bereits im Schiedsverfahren vertreten, vom TAS jedoch aufgrund seiner Beweiswürdigung abweichend beurteilt. Die Gesuchstellerin zeigt in ihrem Revisionsgesuch nicht auf, inwiefern die angeblich neu entdeckte Methode über die Diagnose einer Blutanomalie hinaus auch – bisher unbekannte – Rückschlüsse hinsichtlich der festgestellten Schwankungen zulassen soll. Wenn die angeführten Gutachter erklärten, die anhand neuer Blutproben angeblich diagnostizierte Sphärozytose könne zu erhöhten Retikulozytenwerten führen, so ist damit noch keineswegs dargelegt, welche neuen Schlüsse die angeblich neue Methode hinsichtlich der konkret festgestellten Schwankungen im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft in Hamar zulassen soll. In dieser Hinsicht zielen die Vorbringen der Gesuchstellerin bloss auf eine erneute Sachverhaltswürdigung ab. Ein Revisionsgrund ist jedoch nicht schon dann gegeben, wenn das Schiedsgericht bereits im Hauptverfahren bekannte Tatsachen unrichtig gewürdigt haben sollte. Ob die Erwägung des Schiedsgerichts, selbst eine hereditäre Sphärozytose könne die konkreten Schwankungen der Blutwerte nicht erklären, zutrifft oder nicht, kann das Bundesgericht auf Grundlage der Vorbringen der Gesuchstellerin von vornherein nicht überprüfen. Damit erscheinen die nunmehr vorgebrachten Beweismittel unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten als nicht erheblich.</p>
<p><strong>3.</strong></p>
<p>Das Revisionsgesuch ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Verfahrensausgang wird die Gesuchstellerin kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG).</p>
<p><strong>Demnach erkennt das Bundesgericht:</strong></p>
<ol>
<li>Das Revisionsgesuch wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.</li>
<li>Die Gerichtskosten von Fr. 5&#8217;000.&#8211; werden der Gesuchstellerin auferlegt.</li>
<li>Die Gesuchstellerin hat die Gesuchsgegnerin für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 6&#8217;000.&#8211; zu entschädigen.</li>
<li>Dieses Urteil wird den Parteien und dem Tribunal Arbitral du Sport (TAS) schriftlich mitgeteilt.</li>
</ol>
<p>Lausanne, 28. September 2010</p>
<p>Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung des Schweizerischen Bundesgerichts</p>
<p>Die Präsidentin: Klett</p>
<p>Der Gerichtsschreiber: Leemann</p></blockquote>
<p><a href="http://flattr.com/thing/82399/Fall-Pechstein-Urteil-des-Bundesgerichts-zum-Revisionsantrag-im-Wortlaut" target="_blank"><br />
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		</item>
		<item>
		<title>München 2018: die Bewerbungsdokumente</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/11/05/munchen-2018-die-bewerbungsdokumente/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Nov 2010 15:36:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem nun auch das Bundeskabinett den Plänen für München 2018 zugestimmt hat, ist es mal wieder an der Zeit für einige aktuelle Dokumente. Die Stellungnahme des Bundesinnenministeriums für das Kabinett (9 Seiten) Die Vereinbarung zwischen Politik und Sport/DOSB (17 Seiten) Das Multi Party Agreement (8 Seiten) Die eigentlichen Bewerbungsunterlagen, Eckdatenpapier genannt (208 Seiten), die nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem nun auch das Bundeskabinett den Plänen für München 2018 zugestimmt hat, ist es <a title="Vertraulich: alle Bürgschaften und Garantien, die deutsche Volksvertreter dem IOC für München 2018 geben" href="http://www.jensweinreich.de/2010/10/05/vertraulich-alle-burgschaften-und-garantien-die-deutsche-volksvertreter-dem-ioc-fur-munchen-2018-geben/" target="_self">mal wieder an der Zeit</a> für einige aktuelle Dokumente.</p>
<ul>
<li>Die Stellungnahme des Bundesinnenministeriums für das Kabinett <em>(9 Seiten)</em></li>
<li>Die Vereinbarung zwischen Politik und Sport/DOSB <em>(17 Seiten)</em></li>
<li>Das Multi Party Agreement <em>(8 Seiten)</em></li>
<li>Die eigentlichen Bewerbungsunterlagen, Eckdatenpapier genannt <em>(208 Seiten)</em>, die nun in das so genannte Bid Book verwandelt und dem IOC im Januar 2011 übergeben werden.</li>
</ul>
<p>Das Kontrastprogramm gibt es u.a. bei &#8230;</p>
<ul>
<li>Dieter Janecek: <a title="Blog von Dieter Janecek" href="http://blog.dieter-janecek.de/2010/11/04/olympia-2018-milliarden-fur-heise-luft/" target="_blank">Olympia 2018 &#8211; Milliarden für heiße Luft</a> &#8230;</li>
<li>oder bei Ludwig Hartmann und dem Antrag an die Bundesdelegiertenkonferenz der &#8220;sportnarrischen Partei&#8221; (Claudia Roth): <a title="Ludwig Hartmann" href="http://www.ludwig-hartmann.de/inhaltlich/winterspiele-2018/winterspiele-details/artikel/nein-zur-olympiabewerbung-muenchen-2018-antrag-an/" target="_blank">Nein zur Olympiabewerbung München 2018</a> &#8230;</li>
<li>und natürlich bei <a title="NOlympia 2018" href="http://nolympia2018.ludwighartmann.de/" target="_blank">NOlympia 2018</a></li>
</ul>
<p>Hier nun das Material zum Olympiaplan, für den <span style="text-decoration: line-through;">hunderte Millionen</span> im Prinzip Milliarden aus dem Steuersäckel garantiert werden. So viel Transparenz im Umgang mit öffentlichen Mitteln sollte sein, wenn es schon nicht alle durchgelesen haben, die die Bürgschaften erteilten. Lesebefehl!</p>
<ul>
<li><strong>Die Stellungnahme des Bundesinnenministeriums (BMI) für das Kabinett</strong></li>
</ul>
<p><object id="doc_195658640152618" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_195658640152618" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_195658640152618" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=41157242&amp;access_key=key-1m987zxtcu48uqiu7d4b&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_195658640152618"></embed></object><span id="more-9722"></span></p>
<ul>
<li><strong>Die Vereinbarung zwischen Politik und Sport/DOSB</strong></li>
</ul>
<p><object id="doc_970491120012157" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_970491120012157" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=41157235&amp;access_key=key-1a08aybmts7ig9rak6z5&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=41157235&amp;access_key=key-1a08aybmts7ig9rak6z5&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_970491120012157" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=41157235&amp;access_key=key-1a08aybmts7ig9rak6z5&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_970491120012157"></embed></object></p>
<ul>
<li><strong>Das Multi Party Agreement</strong></li>
</ul>
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<ul>
<li><strong>Die eigentlichen Bewerbungsunterlagen, Eckdatenpapier genannt</strong></li>
</ul>
<p><object id="doc_16824" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="600" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_16824" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=41157223&amp;access_key=key-ndi7j2od02srsplmdn9&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="document_id=41157223&amp;access_key=key-ndi7j2od02srsplmdn9&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><embed id="doc_16824" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="600" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=41157223&amp;access_key=key-ndi7j2od02srsplmdn9&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="#ffffff" wmode="opaque" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" name="doc_16824"></embed></object></p>
<p><span style="font-size: 11px;">Ein Hinweis für Medienschaffende: In diesem Blog wird so manche Recherche ausgewalzt, werden regelmäßig Dokumente veröffentlicht &#8211; und mitunter sogar ein Gedanke. Wer sich hier bedient, sollte unter Umständen in Erwägung ziehen, die Quelle zu nennen. Nur mal so, ich versuche das doch auch :)</span><br />
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]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Vertraulich: alle Bürgschaften und Garantien, die deutsche Volksvertreter dem IOC für München 2018 geben</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/10/05/vertraulich-alle-burgschaften-und-garantien-die-deutsche-volksvertreter-dem-ioc-fur-munchen-2018-geben/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 12:49:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer Olympische Spiele ausrichten will, muss nur flink seine nationale Rechtsordnung außer Kraft setzen (das ist zuspitzend kommentierend formuliert, liebe Juristen), sich dem Diktat des steuerbefreiten Weltkonzerns IOC und seiner Parallelgesellschaft &#8220;olympischer Sport&#8221; unterwerfen – und natürlich einige Dutzend staatliche Garantien abgeben: Ausfallbürgschaften, viele andere finanzielle Bürgschaften (wobei die Sicherheitskosten, medizinische Versorgung etc pp in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer Olympische Spiele ausrichten will, muss nur flink seine nationale Rechtsordnung außer Kraft setzen (<em>das ist zuspitzend kommentierend formuliert, liebe Juristen</em>), sich dem Diktat des steuerbefreiten Weltkonzerns IOC und seiner <a title="&quot;Korruption im Sport&quot;" href="http://www.jensweinreich.de/referenzen/bucher/korruption-im-sport/" target="_self">Parallelgesellschaft</a><a title="tag: Korruption im Sport" href="http://www.jensweinreich.de/category/korruption/" target="_self"> &#8220;olympischer Sport&#8221;</a> unterwerfen – und natürlich einige Dutzend staatliche Garantien abgeben: Ausfallbürgschaften, viele andere finanzielle Bürgschaften (wobei die Sicherheitskosten, medizinische Versorgung etc pp in keinem Etat auftauchen, das wird den Steuerzahler noch einige hundert Millionen Euro kosten, so genau nimmt’s man da nicht) und etliches mehr.</p>
<p><a title="Finanzierung Olympischer Spiele: &quot;Wir sind ein privilegiertes Völkchen&quot;" href="http://www.jensweinreich.de/2009/05/07/finanzierung-olympischer-spiele-wir-sind-ein-privilegiertes-volkchen/" target="_self">Olympia ist ein Franchise-Unternehmen</a>, vergleichbar mit einer McDonald&#8217;s-Filiale: Der Franchise-Geber behält alle Rechte und den Profit. Der Franchise-Nehmer agiert weitgehend rechtlos und trägt das finanzielle Risiko komplett. Das Risiko bei Olympischen Spielen trägt immer allein der Steuerzahler.</p>
<p>Voilà, hier ist die Liste der Garantien, die deutsche Sportfunktionäre (als hätten sie etwas zu sagen, als würden sie etwas riskieren, als würden sie finanziell für Kosten einstehen) und deutsche Politiker (Stuttgart21 lässt grüßen) dem <a title="Das intransparenteste Unternehmen der Welt" href="http://jensweinreich.de/?p=2394" target="_self">intransparentesten Unternehmen der Welt</a>, dem IOC, demnächst für die Bewerbung um die <a title="alle Beiträge zur Münchner Olympiabewerbung" href="http://jensweinreich.de/?cat=49" target="_self">Olympischen Winterspiele 2018</a> abgeben.</p>
<p>Das ellenlange Dokument sind zehn Seiten von rund 800 Seiten Bewerbungsunterlagen, die teilweise als “streng vertraulich? gekennzeichnet sind und die am Mittwoch von den Kommunalparlamenten beschlossen werden. Der <a title="München 2018: demokratiewidriger Striptease" href="http://www.jensweinreich.de/2009/06/30/bundestag-zu-munchen-2018-demokratiewidriger-striptease/" target="_self">Bundestag hat ja</a> in einem demokratiewidrigen Striptease bereits <a title="Copy and paste im Bundestag" href="http://www.jensweinreich.de/2009/07/01/copy-and-paste-im-bundestag-die-olympiabewerbungen-von-leipzig-und-munchen/" target="_self">seinen Freibrief gegeben</a>. Ich finde allerdings, Entscheidungen und Garantien solcher Tragweite sollten wirklich öffentlich verhandelt werden.</p>
<p>Wenn ich richtig gezählt habe, sind es 47 Garantien/Bürgschaften, Unterpunkte nicht eingerechnet. Mag sein, dass noch einige dazu kommen, einen Hinweis auf die Steuerbefreiung für IOC-Einnahmen im Zusammenhang mit den Spielen habe ich beim Überarbeiten womöglich nur übersehen.</p>
<p>Ich freue mich auf die Diskussion.</p>
<blockquote><p>Aus dem “Eckpunktepapier? zum “Bid Book München 2018?</p>
<p><strong>Multi Party Agreement</strong></p>
<p><strong>Präambel</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund (DOSB) sowie die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH geben gemeinsam folgende Garantien ab:</p>
<p><strong>Garantie 3.3</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund, werden unseren finanziellen Beitrag für die erfolgreiche Durchführung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 leisten und alle Maßnahmen ergreifen und Ressourcen zur Verfügung stellen, welche für die sichere und friedliche Durchführung der Spiele erforderlich sind. Wir werden für die Achtung der Olympischen Charta einstehen und die hieraus folgenden Verpflichtungen erfüllen. Wir sichern zu, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass die übrigen Unterzeichner ihre Verpflichtungen erfüllen.</p>
<p><strong>Garantie 4.1</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land bestätigen, dass wir a) die Achtung der Olympischen Charta und des Host City-Vertrages garantieren;</p>
<ul>
<li>b) verstehen und damit einverstanden sind, dass alle Zusicherungen, Gewährleistungen und Zusagen, die sowohl in den Bewerbungsunterlagen der Bewerberstadt als auch in allen anderen Verpflichtungserklärungen &#8211; mündlicher oder schriftlicher Art &#8211; von der Bewerberstadt (einschließlich der Bewerbungsgesellschaft) oder dem Nationalen Olympischen Komitee (NOC) gegenüber dem IOC abgegeben worden sind, für die Bewerberstadt verbindlich sind; und</li>
<li>c) garantieren, dass alle notwendigen Maßnahmen getroffen werden, damit die Bewerberstadt alle ihre Verpflichtungen vollumfänglich erfüllt.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 4.2</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund, garantieren, dass in der Landeshauptstadt München, in ihrer Umgebung oder anderen Austragungsorten keine anderen wichtigen nationalen oder internationalen Treffen oder Veranstaltungen während der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 in München (nachfolgend: &#8220;Spiele&#8221;) oder unmittelbar eine Woche vor oder eine Woche nach den Spielen stattfinden.</p>
<p><strong>Garantie 4.4</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, in Form der beiliegenden Dokumente, dass wir angemessene Maßnahmen ergriffen haben, um die Wortmarken &#8220;Munich 2018&#8243; und &#8220;München 2018&#8243; innerhalb der Bundesrepublik Deutschland schützen und die Domains Muenchen2018/Munich2018.com/net/org/de registrieren zu lassen.</p>
<p><strong>Garantie 4.5</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland und der Deutsche Olympische Sport Bund garantieren, dass der weitgehende Schutz des Olympischen Emblems (die Olympischen Ringe) und der Olympischen Bezeichnungen (&#8220;Olympiade&#8221;, &#8220;Olympia&#8221; &#8220;olympisch&#8221;) durch das Gesetz zum Schutz des olympischen Emblems und der olympischen Bezeichnungen vom 31.03.2004 erfolgt. Andere Kennzeichen mit Bezug auf die Olympischen Spiele (z. B. Symbole, Motto) können über das Markenrecht einen Markenschutz und bei entsprechender Werkqualität über das Urheberrecht Urheberschutz erlangen.</p>
<p>Deutschland ist Vertragspartei des Madrider Abkommens über die internationale Registrierung von Marken sowie des Protokolls zum Madrider Abkommen über die internationale Registrierung von Marken. Einen im Bereich der Europäischen Union geltenden Markenschutz regelt die Verordnung Nr. 40/94 des Rates über die Gemeinschaftsmarke. Darüber hinaus gilt das nationale Markengesetz.</p>
<p>Einen ergänzenden Schutz gewährt das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Danach kann das Anlehnen an den Ruf und das Ansehen eines fremden Kennzeichens gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen.</p>
<p><strong>Garantie 4.7.1</strong></p>
<p>Die Landeshauptstadt München garantiert hiermit, dass</p>
<ul>
<li>a) die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH (Bid Committee Munich 2018 GmbH), ermächtigt ist, die Organisation und Koordination der Bewerbung für uns durchzuführen und uns in Belangen der Bewerbung zu gemäß den Gesellschafterverträgen und Vereinbarungen zu vertreten;</li>
<li>b) die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH durch ihre Geschäftsführer Bernhard Schwank und Jürgen Bühl gesetzlich vertreten wird, wodurch diese ermächtigt sind, rechtsgültig Verträge und andere Dokumente für die Bewerbungsgesellschaft zu schließen. Die Vertretungsberechtigung und Berechtigung zum Abschluss von verbindlichen Dokumenten (wie etwa dem Host City-Vertrag) für die Stadt München obliegt dem Oberbürgermeister.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 5.3</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass alle akkreditierten Personen, die über einen gültigen Reisepass und eine Olympische Ausweis- und Akkreditierungskarte verfügen, in die Bundesrepublik einreisen und ihre olympische oder paralympische Funktion für die Dauer der Spiele sowie je einen Monat vor und nach den Spielen ausüben können, in Einklang mit dem &#8220;International Olympic Committee&#8217;s Accreditation and Entries at the Olympic Games &#8211; Users&#8217; Guide&#8221;. Sofern sie nicht zur visumfreien Einreise berechtigt sind, werden ihnen gebührenfreie Visa zur mehrfachen Einreise und zum Aufenthalt in die bzw. der Bundesrepublik erteilt.</p>
<p><strong>Garantie 5.4</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass andere Personen, die an der Organisation der Olympischen Spiele mitwirken und nicht im Besitz einer olympischen Akkreditierungskarte sind, auf der Grundlage entsprechender Nachweise im Rahmen der nationalen und bzw. europäischen Aufenthaltsbestimmungen zügig und gebührenfrei einen Aufenthaltstitel erhalten werden, der die Einreise, zum Aufenthalt und erforderlichenfalls zur Erwerbstätigkeit in der Bundesrepublik berechtigt.</p>
<p>Schon jetzt benötigt ein Teil der im 2018 Candidate Procedure and Questionnaire genannten Personengruppen, wie etwa Angehörige der meisten EU-Staaten, keine Arbeitsgenehmigung.</p>
<p><strong>Garantie 5.7.1</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass für die Zwecke der Durchführung der Spiele die vorübergehende Einfuhr und anschließende Wiederausfuhr und der Gebrauch der vom IOC, vom Internationalen Paralympischen Komitee (IPC), den internationalen Sportverbänden (IF), den Nationalen Olympischen Komitees und ihren Delegationen, den Medien, Sponsoren und Zulieferern eingeführten Waren inklusive Verbrauchsgüter ohne Erhebung von Zöllen, Einfuhrumsatzsteuer oder sonstigen staatlichen Steuern und Abgaben gestattet wird.</p>
<p><strong>Garantie 6.7</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Freistaat Bayern, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass alle gemeldeten Baumaßnahmen, die im Rahmen der Organisation der Spiele erforderlich sind, kommunalen, landesrechtlichen und bundesrechtlichen Umweltgesetzen und -Verordnungen ebenso entsprechen wie internationalen Vereinbarungen und Protokollen (soweit anwendbar), welche die Planung, Konstruktion und den Schutz der Umwelt betreffen.</p>
<p><strong>Garantie 7.1</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sportbund im Namen des zukünftigen &#8220;Organising Committee of the Olympic Games&#8221; (OCOG) garantieren gemeinsam mit der Bundesrepublik Deutschland die Deckung jeglichen potentiellen Fehlbetrags des OCOG, einschließlich eventueller Rückerstattungen an das IOC solcher Vorausleistungen und Beiträge, die das IOC dem OCOG gegenüber erbracht hat und die das IOC im Falle eines Schadens, wie etwa dem teilweisen oder vollständigen Ausfall der Spiele, Dritten gegenüber erstatten muss.</p>
<p><strong>Garantie 7.2</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass sie dem OCOG Dienstleistungen in Bezug auf Zoll und Einreise kostenlos zur Verfügung stellt. Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass sie dem OCOG Dienstleistungen betreffend der öffentlichen medizinischen Versorgung kostenlos zu Verfügung stellen. Die Bundesrepublik Deutschland und der Freistaat Bayern garantieren, dass sie dem OCOG Dienstleistungen in Bezug auf die Sicherheit kostenlos zur Verfügung stellen werden.</p>
<p><strong>Garantie 7.3</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland bestätigt, dass aufgrund des in Deutschland herrschenden Prinzips der freien Marktwirtschaft kein System zur generellen Preiskontrolle besteht. Die bestehenden Zivil- und Strafgesetze der Bundesrepublik Deutschland ermöglichen jedoch ein Vorgehen gegen Wucher.</p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH bestätigt, dass sie mit einer Vielzahl von Hotels im Raum der Austragungsorte Optionsverträge geschlossen hat, worin feste Hotelpreise vereinbart wurden.</p>
<p><strong>Garantie 8.1</strong></p>
<p>&#8220;Joint Marketing Programme Agreement&#8221; &#8211; Vorlage wird zur Verfügung gestellt.</p>
<p><strong>Garantie 8.2</strong></p>
<p>Das Nationale Paralympische Komitee (NPC), der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund &#8211; im Namen des zukünftigen &#8220;Organising Committee of the Olympic Games&#8221; (OCOG)</p>
<ul>
<li>a) bestätigen hiermit, dass das Paralympische geistige Eigentum innerhalb Deutschlands zwischen dem 1. Januar 2013 und dem 31. Dezember 2020 einheitlich durch das OCOG vermarktet wird. Zu diesem Zweck werden die Parteien bis zum 31. Juli 2012 ein &#8220;Paralympic Joint Marketing Programme Agreement&#8221; (PJMPA) abschließen, welches den Anforderungen des IOC entspricht. Darin werden alle kommerziellen Rechte des NPC von dem OCOG für den Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2020 wahrgenommen.</li>
<li>b) erkennen an, dass das PJMPA mit Genehmigung durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) und das Internationale Paralympische Komitee (IPC) in Kraft treten soll.</li>
</ul>
<p>Das NPC verpflichtet sich weiter,</p>
<ul>
<li>a) in die NPC-Sponsoren-Verträge Klauseln aufzunehmen, dass diese Verträge am 31. Dezember 2012 enden und NPC-Sponsoren kein Recht haben, sich wirtschaftlich in irgendeiner Weise mit den Paralympics, dem OCOG, dem NPC (nach dem 31. Dezember 2012) oder den Paralympic Teams des NPC von 2014, 2016 und 2018 zu assoziieren; weiterhin haben sie weder ein Vorrecht auf Verhandlungen (sog. &#8220;right of first discussion&#8221;) noch sonstige Vorzugsrechte in Verbindung mit den Paralympics, dem OCOG, dem NPC oder den Paralympic Teams des NPC von 2014, 2016 und 2018;</li>
<li>b) zu gewährleisten, dass die nationalen paralympischen Sportverbände (sowohl der Sommer- als auch der Winterwettkampfdisziplinen, im Folgenden &#8220;NF&#8221;) mit dem OCOG zusammenzuarbeiten, um Gebiete zu identifizieren, in denen gemeinsame Marketing-Interessen bestehen und dass die NFs von jeglichen Ambush-Marketing-Aktivitäten Abstand nehmen bzw. ihre Sponsoren dazu veranlassen, jegliche Ambush-Marketing-Aktivitäten zu unterlassen, wie insbesondere die Entwicklung von Marketing-Aktivitäten, die in irgendeinem Zusammenhang mit den Spielen, der Stadt München, dem Jahr der Spiele oder Olympischer und Paralympischer Teams stehen.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 8.3.1</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland und der Deutsche Olympische Sport Bund garantieren, dass entsprechende Gesetze zur effektiven Reduktion und Sanktionierung von Ambush-Marketing (z. B. zur Verhinderung von unlauterem Wettbewerb durch Wettbewerber der Olympischen Sponsoren) bereits bestehen. Sofern nach dem Olympiaschutzgesetz, dem Markengesetz, der EG-Verordnung Nr. 40/94 über die Gemeinschaftsmarke oder dem Urheberrechtsgesetz geschützte Rechte verletzt werden, besteht Schutz aufgrund der entsprechenden gesetzlichen Regelungen. Darüber hinaus gewährt das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb Schutz, wenn unlautere geschäftliche Handlungen, wie etwa irreführende Werbung oder Ausnutzung oder Beeinträchtigung der Wertschätzung der Ware oder Dienstleistung eines Unternehmens, erfolgen. Die genannten Gesetze sehen insbesondere Unterlassungsansprüche, die schnell und effektiv im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes durchgesetzt werden können, sowie Schadensersatz-Ansprüche vor. Gegen unerwünschte Werbung in den vom Veranstalter genutzten Gebäuden und auf den vom Veranstalter genutzten Grundstücke (insbesondere an den Austragungsstätten) kann sich dieser durch Ausübung des ihm zustehenden Hausrechts schützen, wonach Werbemaßnahmen von Nicht-Sponsoren auf dem Gelände ausgeschlossen werden können.</p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen im Zeitraum von zwei Wochen vor der Eröffnungszeremonie bis zur Schlusszeremonie der Spiele Straßenverkäufe und Werbeflächen im öffentlichen Raum (Plakatwände, Werbung in öffentlichen Verkehrsmitteln) kontrolliert werden. Der Freistaat Bayern garantiert, dass der Luftraum über den Austragungsorten derart kontrolliert werden kann, dass die Verhinderung von Veröffentlichungen im Luftraum sichergestellt ist.</p>
<p><strong>Garantie 8.3.2</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass wir mit allen Eigentümern verbindliche Vereinbarung zum Erwerb aller existierenden oder noch entstehenden Außenwerbeflächen im öffentlichen Raum in München und anderen operativen Städten (z. B. Austragungsorte, Verkehrsknotenpunkte) zu den 2010 geltenden marktüblichen Konditionen abgeschlossen haben bzw. noch abschließen werden.</p>
<p><strong>Garantie 8.3.3</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass wir mit allen Eigentümern verbindliche Vereinbarung zum Erwerb aller existierenden oder noch entstehenden Werbeflächen in öffentlichen Verkehrsmitteln (z. B. Busse, U-Bahn und Tram) in München und anderen operativen Städten (Austragungsorte, Verkehrsknotenpunkte) zu den 2010 geltenden marktüblichen Konditionen abgeschlossen haben.</p>
<p><strong>Garantie 8.3.4</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, dass sie mit den Betreibergesellschaften der Flughäfen München, Innsbruck und Salzburg verbindliche Vereinbarungen zur Kontrolle aller existierenden oder noch entstehenden Werbeflächen (innen und außen) an den für die Spiele genutzten Flughäfen zu den 2010 geltenden marktüblichen Konditionen abgeschlossen hat.</p>
<p><strong>Garantie 8.4</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen , der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund, garantieren, als zukünftige Gesellschafter des OCOG, die bedingungslose Teilnahme des OCOG am TOP-Programm (&#8220;The Olympic Partner Programme&#8221;) und anderen Marketing Programmen des IOC. Das TOP-Programm, das vom IOC durchgeführt wird, ist das einzige Sponsoring mit exklusiven Marketingrechten für sowohl die Sommer- als auch die Winterspiele.</p>
<p><strong>Garantie 9.7</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren die Finanzierung sämtlicher Baumaßnahmen für Wettkampf- und Nicht-Wettkampfstätten für die Austragung der Spiele.</p>
<p><strong>Garantie 9.8</strong></p>
<p><strong>(1)</strong> Als Eigentümerin der Olympiapark München GmbH garantiert die Landeshauptstadt München, als Eigentümerin der für die Schneewettbewerbe vorgesehen Grundstücke im Markt Garmisch-Partenkirchen garantiert der Markt Garmisch-Partenkirchen, als Eigentümer der Kunsteisbahn Königssee garantiert der Landkreis Berchtesgadener Land, als Eigentümer des für die Austragung der Biathlon- und Langlaufwettbewerbe benötigten Grundstücks und des für die temporär zu errichtende Eisschnelllaufhalle benötigten Grundstücks garantiert der Freistaat Bayern, dass das OCOG</p>
<ul>
<li>exklusive Nutzungsrechte über die Wettkampfstätten für die Spiele erhält;</li>
<li>das Recht (und die Pflicht) erhält, um den Zugang der Delegationen der Nationalen Olympischen Komitees für Trainingszwecke und Kennenlernen der Wettkampfstätten zu erleichtern; und</li>
<li>alle Rechte hinsichtlich kommerzieller Rechte erhält (einschließlich der Konditionen, wie sie im &#8220;Clean Venue Appendix&#8221; aufgeführt sind) für den Zeitraum während der Olympischen und Paralympischen Winterspiele sowie der Testevents.</li>
</ul>
<p>Die Garantiegeber verpflichten sich ferner, die Bedingungen der Olympischen Charta und des Host City-Vertrages während der Dauer des Miet-/Pachtvertrages mit dem OCOG einzuhalten.</p>
<p><strong>(2)</strong> Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, dass die betroffenen Internationalen Sportverbände schriftlich bestätigt haben, dass die jeweilige Wettkampfstätte den spezifischen Anforderungen entspricht bzw. gemäß den Planungen der Bewerbungsgesellschaft entsprechen wird.</p>
<p><strong>Garantie 9.9</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass alle Wettkampf- und Nicht-Wettkampfstätten, die im öffentlichen Eigentum stehen, dem OCOG kostenfrei bzw. gegen eine vom IOC gebilligte Miete für die Durchführung der Spiele zur Verfügung stehen.</p>
<p><strong>Garantie 10.5.4</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 bestätigt, dass gemäß Bid Book alle Venues für die Paralympischen Spiele bereits während der Olympischen Winterspiele genutzt werden und somit die Kontrolle der kommerziellen Rechte an diesen Venues durch Garantie 9.8 geklärt sind.</p>
<p><strong>Garantie 10.9.2</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass nationale und internationale Richtlinien zur Barrierefreiheit in allen Planungs- und Bauphasen berücksichtigt werden, insbesondere, aber nicht abschließend,</p>
<ul>
<li>a) das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und dessen Zusatzprotokoll; Ziel des auch von Deutschland ratifizierten Übereinkommens ist es, die Rechte behinderter Menschen zu garantieren, zu schützen und zu fördern;</li>
<li>b) das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (BGG), dessen Ziel es ist, jegliche Benachteiligungen behinderter Menschen zu beseitigen und zu verhindern sowie die gleichberechtigte Teilhabe von behinderten Menschen am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten und ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen;</li>
<li>c) das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), dessen Ziel es ist, jegliche Diskriminierung u. a. aufgrund von Behinderungen zu verhindern; und</li>
<li>d) das Bayerische Gesetz zur Gleichstellung, Integration und Teilhabe von Menschen mit Behinderung (BayBGG), wobei insbesondere die unter a), b) und c) aufgeführten Gesetze auch spezielle Vorschriften zur Barrierefreiheit in den Bereichen Bau und Verkehr enthalten; hiernach sind zivile Neubauten, Um- und Erweiterungsbauten sowie sonstige Anlagen, öffentliche Wege, Plätze und Straßen sowie sonstige öffentlich zugängliche Verkehrsanlagen und Beförderungsmittel im öffentlichen Personennahverkehr barrierefrei zu gestalten.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 10.12.1</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass sämtliche finanziellen Mittel für die Durchführung der Paralympischen Winterspiele 2018 gewährleistet werden.</p>
<p><strong>Garantie 11.2</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass die für die Errichtung der Olympischen Dörfer in München, Garmisch-Partenkirchen und der Athletenunterkunft in Schönau a. Königssee im Landkreis Berchtesgadener Land (nachfolgend: Olympisches Dorf genannt) dem Stadtentwicklungs- bzw. Raumordnungsplan entsprechen und den Standards, um eine bauliche Genehmigung zu erhalten.</p>
<p><strong>Garantie 11.4</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München als zukünftige Eigentümerin des für das in München vorgesehene Olympische Dorf vorgesehenen Grundstücks, der Markt Garmisch-Partenkirchen als zukünftiger Eigentümer des für das in Garmisch-Partenkirchen vorgesehenen Grundstücks, der Landkreis Berchtesgadener Land als Vertragspartner des Eigentümers der Athletenunterkunft in Schönau a. Königssee, garantieren, dass das OCOG in die Planung hinsichtlich der Errichtung des Olympischen Dorfes einbezogen werden wird.</p>
<p><strong>Garantie 11.5</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass ausreichend finanzielle Mittel für die Errichtung des Olympischen Dorfes vorhanden sind bzw. von uns bereitgestellt werden, sofern bei der Errichtung des Olympischen Dorfes durch Private eine Deckungslücke entstehen sollte. Die Angaben zu den Finanzierungsfragen und den Beträgen entnehmen sie der Tabelle 11.5 im Bid Book.</p>
<p><strong>Garantie 11.7</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass sich auf den Grundstücken für das geplante Olympische Dorf keine Gebäude befinden bzw. diese nicht für das Olympische Dorf genutzt werden müssen.</p>
<p><strong>Garantie 11.8</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und das Berchtesgadener Land garantieren, dass das Olympische und Paralympische Dorf sämtlichen nationalen und internationalen Standards zur Barrierefreiheit entspricht bzw. entsprechen wird, nämlich insbesondere, aber nicht abschließend,</p>
<ul>
<li>a) das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und dessen Zusatzprotokoll; Ziel des auch von Deutschland ratifizierten Übereinkommens ist es, die Rechte behinderter Menschen zu garantieren, zu schützen und zu fördern;</li>
<li>b) dem Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (BGG), dessen Ziel es ist, jegliche Benachteiligungen behinderter Menschen zu beseitigen und zu verhindern sowie die gleichberechtigte Teilhabe von behinderten Menschen am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten und ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen;</li>
<li>c) dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG), dessen Ziel es ist, jegliche Diskriminierung u. a. aufgrund von Behinderungen zu verhindern; und</li>
<li>d) dem Bayerischen Gesetz zur Gleichstellung, Integration und Teilhabe von Menschen mit Behinderung (BayBGG), wobei insbesondere die unter a) b) und c) aufgeführten Gesetze auch spezielle Vorschriften zur Barrierefreiheit in den Bereichen Bau und Verkehr enthalten; hiernach sind zivile Neubauten, Um- und Erweiterungsbauten sowie sonstige Anlagen, öffentliche Wege, Plätze und Straßen sowie sonstige öffentlich zugängliche Verkehrsanlagen und Beförderungsmittel im öffentlichen Personennahverkehr barrierefrei zu gestalten.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 11.10</strong></p>
<p>Wir, die Landeshauptstadt München und der&#8217; Markt Garmisch-Partenkirchen als zukünftige Eigentümer und der Landkreis Berchtesgadener Land als Vertragspartner des Eigentümers garantieren, dass die jeweiligen Eigentümer alle kommerziellen Rechte (einschließlich der im &#8220;Clean Venue Appendix&#8221; enthaltenen Konditionen) an den Teilen des Olympischen Dorfes, die unter ihrer Verfügungsbefugnis stehen, dem OCOG für den Zeitraum, in dem das OCOG Kontrolle über die Wettkampfstätten ausübt, überlassen.</p>
<p><strong>Garantie 11.18.1</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land, und der Deutsche Olympische Sport Bund, garantieren, als zukünftige Gesellschafter des OCOG, dass das OCOG</p>
<ul>
<li>a) die Reisekosten für alle Delegationen der NOCs und der NPCs, die an den Spielen als qualifizierte und akkreditierte Athleten teilnehmen oder akkreditierte Personen sind, die nach Regel 39 der Olympischen Charta berechtigt sind, im Olympischen Dorf zu wohnen, erstatten wird. Diese Reisekostenübernahme berechnet sich auf der Grundlage eines Economy Class-Fluges von der Hauptstadt oder eines anderen, vom jeweiligen NOC identifizierten Haupt-Flughafens des Heimatlandes zu dem internationalen Flughafen der Gastgeberstadt München;</li>
<li>b) vom IOC gesetzte Verfahren und Fristen befolgen wird; und</li>
<li>c) gewährleisten wird, dass &#8211; im Einklang mit der IOC-IPC-Vereinbarung &#8211; die Reisebedingungen für Athleten und Team-Mitglieder der Paralympischen Winterspiele 2018 die gleichen sein werden wie für die Olympischen Winterspiele.</li>
</ul>
<p><strong>Garantie 12.14</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund, garantieren, dass der Welt-Anti-Doping-Code und die Anti-Doping-Regeln des IOC, die im Jahr 2018 gelten werden, uneingeschränkt auf die Spiele angewendet werden.</p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland und der Deutsche Olympische Sport Bund, garantieren unsere volle Kooperation und Unterstützung betreffend der Umsetzung der IOC Anti-Doping-Regeln während der Olympischen Winterspiele, insbesondere in Bezug auf Untersuchungen und Verfahren betreffend der Athletenbetreuer oder jede andere Person, die in den illegalen Handel involviert ist oder die in sonst einer strafbaren Weise in Bezug auf die Verwendung von verbotenen Substanzen oder verbotenen Methoden Unterstützung leistet.</p>
<p><strong>Garantie 13.15/13.16</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren die sichere und friedliche Ausrichtung der Spiele. Wir werden alle betroffenen Stellen nachhaltig unterstützen, damit bei den Olympischen und Paralympischen Winterspielen 2018 für die Delegationen der Nationalen Olympischen Komitees und der Nationalen Paralympischen Komitees, für die Delegationen des IOC und IPC und für alle Zuschauer und Medienvertreter ein größtmöglicher Sicherheitsstandard geschaffen wird. Die finanzielle, planerische und organisatorische Verantwortung obliegt dem Freistaat Bayern als einsatzführendem Land. Die oberste zuständige Behörde ist das Bayerische Staatsministerium des Innern.</p>
<p><strong>Garantie 14.2</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, dass die im Bewerbungsdokument dargestellten Gesamtunterbringungskapazitäten mittels Optionsvertrag von dem jeweiligen Hoteleigentümer/-Betreiber zugesichert worden sind und für die Spiele zur Verfügung stehen. Die Gesamtunterbringungskapazitäten wurden ebenfalls durch das &#8220;National Tourist Board&#8221; bestätigt.</p>
<p><strong>Garantie 14.7.1</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, dass die in den beigefügten Tabellen angeführten Hotels und Medienunterkünfte zu den entsprechend angeführten Preisen verfügbar sind. Dies wurde mittels Optionsvertrag von den Hoteleigentümern/-Betreibern bestätigt (Optionsverträge siehe Anlage).</p>
<p><strong>Garantie 14.7.2</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, dass die in der beigefügten Liste angeführten Gebäude zu Unterbringungszwecken zur Verfügung stehen.</p>
<p><strong>Garantie 14.7.3</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, dass die in der beigefügten Liste angeführten Hotels nach Angaben der Eigentümer und Betreiber in Planung sind. Entsprechende Genehmigungen, Zeitpläne, die Finanzierung und die Betreiber lassen sich ebenfalls der Anlage entnehmen.</p>
<p><strong>Garantie 15.3</strong></p>
<p>Die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH garantiert, dass die in der beigefügten Tabelle angeführten Kapazitäten am Flughafen München, Innsbruck und Salzburg durch die Betreibergesellschaften der Flughäfen schriftlich bestätigt wurden (siehe Anlage) und internationalen Standards entsprechen. Der in den Bewerbungsunterlagen dargestellte Standard wird bis und einschließlich zum Jahr 2018 aufrecht erhalten.</p>
<p><strong>Garantie 15.6</strong></p>
<p>Wir, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren, dass die in der beigefügten Tabelle angeführten Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen geplant sind. Weiterhin garantieren wir, dass die für diese Infrastrukturmaßnahmen erforderlichen Genehmigungen angeben werden und die Finanzierung gesichert ist. Zeitpläne und verantwortliche Behörden lassen sich ebenfalls der Anlage entnehmen.</p>
<p><strong>Garantie 15.11</strong></p>
<p>Eine Erweiterung des Fuhrparks von öffentlichen Personennah- und Regionalverkehrsmitteln ist nicht erforderlich und somit nicht geplant.</p>
<p><strong>Garantie 15.19</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land, garantieren, dass sog. Olympic Lanes für den Zeitraum der Spiele bzw. einen angemessenen Zeitraum vor und nach den Spielen zur Verfügung stehen. Diese Pläne sind im Bewerbungsdokument zu den Spielen näher spezifiziert.</p>
<p><strong>Garantie 15.22</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen und der Landkreis Berchtesgadener Land garantieren die Umsetzung eines olympischen Verkehrsmanagementsystems. Die städtische und regionale Transport- und Verkehrsleitung steht während der Spiele unter Leitung und Kontrolle des Freistaats Bayern.</p>
<p><strong>Garantie 16.8</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass die erforderlichen Funkfrequenzen für die Übertragung der Spiele bereitgestellt, verwaltet und kontrolliert werden.</p>
<p><strong>Garantie 16.9</strong></p>
<p>Die Bundesrepublik Deutschland garantiert, dass die Kosten für die Bereitstellung der erforderlichen Funkfrequenzen für die Übertragung der Spiele den Athleten, dem IOC, den NOCs, dem OCOG, den Internationalen Sportverbänden, den Medien, den Rundfunksendern und den Olympischen Partnern für den Zeitraum eines Monats vor der Eröffnungszeremonie der Spiele bis eine Woche nach Ende der Schlussfeier der Paralympischen Winterspiele 2018 von ihr übernommen werden.</p>
<p><strong>Garantie 17.1</strong></p>
<p>Wir, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Markt Garmisch-Partenkirchen, der Landkreis Berchtesgadener Land und der Deutsche Olympische Sport Bund garantieren im Namen des zukünftigen OCOG, dass mit dem erforderlichen Zeitvorlauf von mindestens 9 Monaten vor Beginn der Spiele ein auf höchstem Ausstattungsniveau stehendes Internationales Radio- und Fernsehzentrum (International Broadcasting Centre, IBC) eingerichtet wird, das allen technischen Anforderungen des 2018 Candidature Procedure and Questionnaire gerecht wird. Eine entsprechende schriftliche Zusage der Messe München GmbH (eine Tochtergesellschaft der Landeshauptstadt München) als Betreiber des in den Bewerbungsunterlagen dargestellten Geländes/Hallen liegt vor.</p></blockquote>
<p>Unterschreiben Sie hier:</p>
<blockquote><p>Berlin, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.</p>
<p>Für die Regierung der Bundesrepublik Deutschland<br />
<strong>Dr. Angela Merkel, Bundeskanzlerin</strong></p>
<p>München, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>Für die Regierung des Freistaates Bayern<br />
<strong>Horst Seehofer, Ministerpräsident</strong></p>
<p>München, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>Für die Landeshauptstadt München<br />
<strong>Christian Ude, Oberbürgermeister</strong></p>
<p>München, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>Für den Markt Garmisch-Partenkirchen<br />
<strong>Thomas Schmid, Erster Bürgermeister</strong></p>
<p>München, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>Für den Landkreis Berchtesgadener Land<br />
<strong>Georg Grabner, Landrat</strong></p>
<p>München, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>Für den Deutschen Olympischen Sportbund<br />
<strong>Dr. Thomas Bach, Präsident</strong></p>
<p>München, &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>Für die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH<br />
<strong>Bernhard Schwank, Vorsitzender der Geschäftsführung</strong></p></blockquote>
<p><a href="http://flattr.com/thing/69690/Vertraulich-alle-Burgschaften-und-Garantien-die-deutsche-Volksvertreter-dem-IOC-fur-Munchen-2018-g" target="_blank"><br />
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