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	<title>jens weinreich &#187; dokumentation</title>
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	<description>don&#039;t mix politics with games</description>
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		<title>Was vom Tage übrig bleibt (59): Nachweisverfahren für Gendoping</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 13:46:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ralf hat hier (Gendoping &#8211; die Mutanten greifen an) bereits einige Links notiert. Die Universitäten Tübingen und Mainz teilen heute mit: Gendoping mit einfachem Bluttest nachweisbar Wissenschaftler aus Tübingen und Mainz haben einen Bluttest entwickelt, der Gendoping zuverlässig auch nach längerer Zeit nachweisen kann. Wissenschaftler der Universitäten in Tübingen und Mainz haben einen Test entwickelt, [...]]]></description>
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<div class="topsy_widget_data topsy_theme_light-green" style="float: right;margin-left: 0.75em; background: url(data:,%7B%20%22url%22%3A%20%22http%253A%252F%252Fwww.jensweinreich.de%252F2010%252F09%252F02%252Fwas-vom-tage-ubrig-bleibt-59-nachweisverfahren-fur-gendopings%252F%22%2C%20%22shorturl%22%3A%20%22http%3A%2F%2Fbit.ly%2FcbreQT%22%2C%20%22style%22%3A%20%22small%22%2C%20%22title%22%3A%20%22Was%20vom%20Tage%20%C3%BCbrig%20bleibt%20%2859%29%3A%20Nachweisverfahren%20f%C3%BCr%20Gendoping%22%20%7D);"></div>
<p><em>Ralf</em> hat hier (<a title="Gendoping - die Mutanten greifen an" href="http://www.jensweinreich.de/2010/08/05/gendoping-die-mutanten-greifen-an" target="_self">Gendoping &#8211; die Mutanten greifen an</a>) bereits einige Links notiert. Die Universitäten Tübingen und Mainz <a title="PM Uni Tübingen" href="http://www.medizin.uni-tuebingen.de/Presse_Aktuell/Pressemeldungen/2010_09_02-p-28284.html" target="_blank">teilen heute mit</a>:</p>
<blockquote><p><strong>Gendoping mit einfachem Bluttest nachweisbar</strong></p>
<p><em>Wissenschaftler aus Tübingen und Mainz haben einen Bluttest entwickelt, der Gendoping zuverlässig auch nach längerer Zeit nachweisen kann.</em></p>
<p>Wissenschaftler der Universitäten in Tübingen und Mainz haben einen Test entwickelt, mit dem sich Gendoping zweifelsfrei nachweisen lässt. &#8220;Damit steht uns erstmals ein Direktnachweisverfahren zur Verfügung, um Doping durch Gentransfer in normalen Blutproben noch lange nach dem eigentlichen Dopingvorgang festzustellen&#8221;, teilte Prof. Dr. Dr. <a title="Sportmed Mainz" href="http://www.spomed.sport.uni-mainz.de/77.php" target="_blank">Perikles</a> <a title="Perikles Simon" href="http://www.psimon.net/" target="_blank">Simon</a> von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz am Donnerstag mit. &#8220;Damit lässt sich nicht nur Gendoping mit EPO, sondern auch Doping mit den wichtigsten anderen Genen relativ kostengünstig nachweisen&#8221;, sagte Simon bei der Vorstellung des Verfahrens. Sportler, die Gendoping anwenden, konnten bislang nicht ermittelt werden. &#8220;Das Verfahren, einzelne Gene in bestimmte Körperzellen einzubringen, kommt von der Idee, schwerwiegende Krankheiten durch diese neue Technologie zu heilen. Man ging bislang davon aus, dass sich Gendoping mittels Gentransfer in erster Linie wohl nur mit sehr aufwendigen indirekten Testverfahren aus der Molekularen Medizin eines Tages nachweisen lassen würde&#8221;, erklärte der Gentherapeut Prof. Dr. Michael Bitzer vom Universitätsklinikum Tübingen.</p>
<p>Das international renommierte Wissenschaftsjournal &#8220;Gene Therapy&#8221; hat die Gendoping-Studie der Tübinger und Mainzer Wissenschaftler am Donnerstag online publiziert. Wie es darin heißt, liefert der Test eindeutige &#8220;Ja-oder-Nein-Antworten&#8221;, je nachdem ob sogenannte transgene DNA in Blutproben vorhanden ist oder nicht. Transgene DNA oder tDNA stammt nicht von dem Untersuchten selbst, sondern wurde &#8211; häufig über Viren &#8211; in dessen Körper eingeschleust, um an Ort und Stelle die leistungssteigernden Stoffe wie beispielsweise Erythropoetin (EPO) zur Bildung von roten Blutkörperchen herzustellen. &#8220;Vom Körper eines gengedopten Menschen selber werden dann die leistungssteigernden Hormone hergestellt, ohne dass irgendwelche Fremdsubstanzen dem Körper zugeführt werden müssten. Der Körper wird auf Dauer zu seinem eigenen Dopinglieferanten&#8221;, erklärt Simon. Er hatte 2006 als damaliger Mitarbeiter der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen ein Verfahren entwickelt, mit dem sich geringste Spuren transgener DNA im Blut nachweisen lassen. Die Effektivität dieses Verfahrens konnte jetzt erstmals, zunächst im Mausmodell, belegt werden. Zur Anwendung kam insbesondere ein ausgeklügeltes Verfahren, das in der Lage ist, die von außen eingebrachte Erbsubstanz sehr spezifisch und um eine kleine Einstichstelle herum an die Muskulatur zu vermitteln. Dort wurde dann im Überschuss ein Hormon produziert, das die Blutgefäßneubildung anregt. Sogar noch 2 Monate nach der Genspritze in die Muskulatur konnten die Forscher anhand von sehr kleinen Blutproben sicher unterscheiden, bei welchen Tieren Gendoping stattgefunden hat und bei welchen nicht. &#8220;Durch die Entwicklung eines zuverlässigen Nachweisverfahrens für den Missbrauch von Gentransfer soll gewährleistet werden, dass diese neue Technologie mit bisher nur zum Teil bekannten Nebenwirkungen nur bei schwerwiegenden Erkrankungen eingesetzt wird&#8221;, betont Bitzer. Das Universitätsklinikum Tübingen plant in den nächsten Monaten z. B. eine entsprechende Therapiestudie bei fortgeschrittenen Tumorpatienten.</p>
<p>Die sichere und fehlerfreie Anwendung des Nachweisverfahrens der Mainzer und Tübinger Wissenschaftler wurde dann noch im Rahmen einer sogenannten Spezifitätsprüfung an 327 Blutproben von Leistungs- und Freizeitsportlern nachgewiesen. Die Forscher gehen jetzt davon aus, dass sich für Athleten der Missbrauch der Gentherapie zu Dopingzwecken nicht mehr lohnt. &#8220;Spätestens das Wissen um das Risiko, auch Monate nach einem durchgeführten Gentransfer bei einer Wettkampfkontrolle entdeckt zu werden, dürfte auch die waghalsigsten Doper abschrecken&#8221;, glaubt Simon. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat die Arbeiten an dem Gendoping-Test während der letzten 4 Jahre mit 980.000 US-Dollar gefördert.</p></blockquote>
<p>Interview mit Perikles Simon auf DRadio Wissen vom 2. September 2010:<br />
<a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/09/02/drw_201009021402_gen-doping_-_gespraech_mit_perikl_b386c101.mp3" target="_self"> :</a></p>
<p>Meine kleine Linksammlung zum Thema des Tages, Pflichtlektüre:</p>
<ul>
<li>Gene Therapy, 2. September 2010, Beiter et al.: <a title="Nature" rel="nofollow" href="http://dx.doi.org/10.1038/gt.2010.122" target="_blank">Direct and long-term detection of gene doping in conventional blood samples</a></li>
<li>Informationen zum <a title="Uni Tübingen" href="http://www.medizin.uni-tuebingen.de/sportmedizin/forschung/p_gendoping.htm" target="_blank">Forschungsprojekt Direktnachweis für Gendoping</a> (deutsch)</li>
<li>Projektbeschreibung bei der <a title="Projektbeschreibung, WADA" href="http://www.wada-ama.org/rtecontent/document/Simon_2006_2.pdf" target="_blank">WADA</a> (englisch)</li>
<li>WIPO: <a title="WIPO" href="http://www.wipo.int/pctdb/en/wo.jsp?WO=2007124861&amp;IA=EP2007003385&amp;DISPLAY=DESC  " target="_blank">Detection of Transgenic DNA (TDNA)</a>, Simon 2007</li>
<li>Interview mit Perikles Simon (geführt von Monika Mischke) und Gendoping-Schwerpunkt mit etlichen weiterführenden Links auf <a title="Cycling4fans.de" href="http://www.cycling4fans.de/index.php?id=4808" target="_blank">Cycling4fans.de</a></li>
<li>Gene Therapy, 13. Mai 2010, Baoutina et al.: <a title="Nature" href="http://www.nature.com/gt/journal/v17/n8/full/gt201049a.html" target="_blank">Gene doping detection: evaluation of approach for direct detection of gene transfer using erythropoietin as a model system</a></li>
<li>Michael Reinsch in der FAZ: <a title="FAZ" href="http://bit.ly/c389ru" target="_blank">Gendoping &#8211; das Unnachweisbare nachweisen</a></li>
<li><a title="DSHS, Institut für Biochemie" href="http://www.dshs-koeln.de/biochemie/rubriken/00_home/00_gen.html" target="_blank">Übersicht</a> zum <a title="DSHS" href="http://www.dshs-koeln.de/biochemie/rubriken/00_home/gendoping.pdf" target="_blank">Gendoping</a>, DSHS, Institut für Biochemie</li>
</ul>

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		</item>
		<item>
		<title>Play the Game 2011 in Köln</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/08/30/play-the-game-2011-in-koln/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2010/08/30/play-the-game-2011-in-koln/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 11:13:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<category><![CDATA[coventry]]></category>
		<category><![CDATA[köln 2011]]></category>
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		<description><![CDATA[Bitte schon mal vormerken: Die Konferenz Play the Game findet 2011 erstmals in Deutschland statt. Etwas kürzer als sonst (und damit billiger :), aber garantiert hochklassig. Ich kenne nichts Vergleichbares, war seit 2000 stets als Referent dabei, zuletzt auch zweimal in der Programmkommission, und ich hoffe sehr, dass Play the Game vom 3. bis 6. [...]]]></description>
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<p>Bitte schon mal vormerken: Die Konferenz <a title="Play the Game: German Sport University Cologne will host Play the Game 2011" href="http://www.playthegame.org/news/detailed/german-sport-university-cologne-will-host-play-the-game-2011-4968.html" target="_self">Play the Game</a> findet 2011 erstmals in Deutschland statt. Etwas kürzer als sonst (und damit billiger :), aber garantiert hochklassig. Ich kenne nichts Vergleichbares, war seit 2000 stets als Referent dabei, zuletzt auch zweimal in der Programmkommission, und ich hoffe sehr, dass Play the Game vom 3. bis 6. Oktober 2011 an der Sporthochschule ihren unverwechselbaren Charakter behält.</p>
<p>Zum wiederholten Mal und der Vollständigkeit halber alle Magazine der Konferenzen, ich denke, das ist schon ein hübscher Fundus:</p>
<ul>
<li><a title="Play the Game Magazin 2009" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/10/play-the-game-magazin-2009.pdf" target="_blank">Magazin 2009</a> <em>(pdf, 33,4 mb)</em></li>
<li><a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/09/ptgmagazine2007.pdf" target="_blank">Magazin 2007</a> <em>(pdf, 1,3 mb)</em></li>
<li><a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/09/ptgmagazine2005.pdf" target="_blank">Magazin 2005</a> <em>(pdf, 2,4 mb)</em></li>
<li><a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/09/ptgmagazine2002.pdf" target="_blank">Magazin 2002</a> <em>(pdf, 2,7 mb)</em></li>
<li><a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/09/ptgmagazine2000.pdf" target="_blank">Magazin 2000</a> <em>(pdf, 4,6 mb)</em></li>
</ul>
<p>Play the Game teilt soeben mit:</p>
<blockquote><p>After two successful visits to Iceland and the United Kingdom, Play the Game is now returning to the European mainland. Last week an agreement was settled by which the German Sport University Cologne – the biggest of its kind in Europe – takes on the role of hosting the 7th edition of the Play the Game world communication conference on sport and society.</p>
<p>Play the Game 2011 will run from 3 to 6 October 2011 and is expected to gather around 300 leading media professionals, academics and practitioners in debates about some of the most vital challenges to modern sport: doping, corruption, match fixing and the declining participation in sport and physical activity, just to mention a few.</p>
<p>“Play the Game is an important initiative helping to develop a transparent and critical view on the world of Sport and its surroundings. The German Sport University Cologne is looking forward to welcoming international journalists and scientists for an open exchange on the important societal and political topics of sport,” says the university’s President, Dr. Walter Tokarski.</p>
<p>On its side Play the Game is honored by the partnership with this internationally leading institution in sports science and physical education:</p>
<p>“Cologne is a goldmine of academic and practical insight into virtually all aspects of sport, in social as well as natural sciences, and we are convinced that the partnership will further raise the quality of information, ideas and solutions coming out of Play the Game,” says Jens Sejer Andersen, Founding Director of the conference.</p>
<p>“As one of the biggest countries in Europe Germany also features some of the most innovative thinking as well as some of the toughest dilemmas in the social and financial development of sport, so there will be a lot of inspiration and case stories to deal with when we meet in Cologne.”</p>
<p>The German Sport University Cologne – also called Deutsche Sporthochschule Köln – is a learning place for 5,200 students of which around 500 come from abroad. It counts 19 scientific institutes, including one for media and communication research, located on a campus with facilities for 30 different sports.</p>
<p>The chairman of Play the Game, Jens Brinch, also pay tributes to the other contenders for hosting Play the Game 2011.</p>
<p>“We are grateful for the interesting bids we received from Stellenbosch University in South Africa and SPOLINT institute in Slovenia, and we hope that the contacts made in this process will be the base of future cooperation in other projects. Both places offered fresh perspectives for developing the conference, but at the end of the day Cologne had the stronger position.”</p>
<p>A contract will be signed in September upon the meeting of the Management Board of the German Sport University Cologne.</p>
<p>More information on registration, conference themes, call for abstracts etc. is expected to be available on www.playthegame.org in October 2010.</p></blockquote>

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		<title>&#8220;Gendoping &#8211; Die Mutanten greifen an&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 22:02:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[arte]]></category>
		<category><![CDATA[beat glogger]]></category>
		<category><![CDATA[dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[doping]]></category>
		<category><![CDATA[gendoping]]></category>

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		<description><![CDATA[Internet-TV ist wirklich kundenfreundlich. Mein Seh-Befehl für heute, so lange noch online verfügbar: Die Gendoping-Dokumentation von Beat Glogger vom vergangenen Freitag auf Arte. Ich guck jetzt mal, mein nächtliches Bildungsprogramm: Gemäß Arte wird die Wissenschafts-Doku in den nächsten Tagen auch im ZDF gezeigt. Im Fernsehen. Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue [...]]]></description>
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<p>Internet-TV ist wirklich kundenfreundlich. Mein Seh-Befehl für heute, so lange noch online verfügbar: Die Gendoping-Dokumentation von <a title="Arte" href="http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/Gendoping---Die-Mutanten-greifen-an/3343656,CmC=3345918.html" target="_blank">Beat Glogger</a> vom vergangenen Freitag auf Arte. Ich guck jetzt mal, mein nächtliches Bildungsprogramm:</p>
<p><object id="playerArte" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="255" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="quality" value="high" /><param name="src" value="http://videos.arte.tv/videoplayer.swf?localizedPathUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fcae%2Fstatic%2Fflash%2Fplayer%2F&amp;admin=false&amp;configFileUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fcae%2Fstatic%2Fflash%2Fplayer%2Fconfig%2Exml&amp;lang=de&amp;mode=prod&amp;videorefFileUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fde%2Fdo%5Fdelegate%2Fvideos%2Fgendoping%2D3341920%2Cview%2CasPlayerXml%2Exml&amp;videoId=3341920&amp;embed=true" /><param name="name" value="playerArte" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="playerArte" type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="255" src="http://videos.arte.tv/videoplayer.swf?localizedPathUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fcae%2Fstatic%2Fflash%2Fplayer%2F&amp;admin=false&amp;configFileUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fcae%2Fstatic%2Fflash%2Fplayer%2Fconfig%2Exml&amp;lang=de&amp;mode=prod&amp;videorefFileUrl=http%3A%2F%2Fvideos%2Earte%2Etv%2Fde%2Fdo%5Fdelegate%2Fvideos%2Fgendoping%2D3341920%2Cview%2CasPlayerXml%2Exml&amp;videoId=3341920&amp;embed=true" name="playerArte" quality="high" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Gemäß <a title="Arte" href="http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/Gendoping---Die-Mutanten-greifen-an/3343656,CmC=3343970.html" target="_blank">Arte</a> wird die Wissenschafts-Doku in den nächsten Tagen auch im ZDF gezeigt. Im Fernsehen.</p>

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		<item>
		<title>Das Bundesgericht sagt im Fall Pechstein &#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 10:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[cas]]></category>
		<category><![CDATA[claudia pechstein]]></category>
		<category><![CDATA[desg]]></category>
		<category><![CDATA[dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[doping]]></category>
		<category><![CDATA[eisschnelllauf]]></category>
		<category><![CDATA[isu]]></category>
		<category><![CDATA[schweizer bundesgericht]]></category>

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		<description><![CDATA[Claudia Pechstein verkauft Currywürste, derweil hat sich das Schweizer Bundesgericht wieder einmal zu ihrem Fall geäußert. Die Lage bleibt aussichtslos für die wegen Dopings gesperrte Olympiasiegerin, wenn ich das richtig lesen, wird der Revisionsantrag erfolglos bleiben. Aber ich kann es niemandem abnehmen, sich durch den Text der &#8220;Zwischenverfügung&#8221; zu kämpfen. Zuvor noch die obligatorische Übersicht [...]]]></description>
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<div class="topsy_widget_data topsy_theme_light-green" style="float: right;margin-left: 0.75em; background: url(data:,%7B%20%22url%22%3A%20%22http%253A%252F%252Fwww.jensweinreich.de%252F2010%252F08%252F02%252Fdas-bundesgericht-sagt-im-fall-pechstein%252F%22%2C%20%22shorturl%22%3A%20%22http%3A%2F%2Fbit.ly%2F8YE6Sk%22%2C%20%22style%22%3A%20%22small%22%2C%20%22title%22%3A%20%22Das%20Bundesgericht%20sagt%20im%20Fall%20Pechstein%20...%22%20%7D);"></div>
<p>Claudia Pechstein <a title="Was vom Tage übrig bleibt (58) ..." href="http://www.jensweinreich.de/2010/07/30/was-vom-tage-ubrig-bleibt-58-currywurst-pechstein-munchen-2018-zwanziger/" target="_self">verkauft Currywürste</a>, derweil hat sich das Schweizer Bundesgericht wieder einmal zu ihrem Fall geäußert. Die Lage bleibt aussichtslos für die wegen Dopings gesperrte Olympiasiegerin, wenn ich das richtig lesen, wird der Revisionsantrag erfolglos bleiben. Aber ich kann es niemandem abnehmen, sich durch den Text der &#8220;Zwischenverfügung&#8221; zu kämpfen. Zuvor noch die obligatorische Übersicht zum Fall:</p>
<ul>
<li><a title="alle Beiträge zum Fall Pechstein" href="http://www.jensweinreich.de/category/claudia-pechstein/" target="_self">alle Beiträge hier im Blog</a> mit einigen tausend Kommentaren</li>
<li><a title="Claudia Pechstein von der ISU wegen Blutdopings gesperrt" href="http://jensweinreich.de/2009/07/03/claudia-pechstein-des-blutdopings-uberfuhrt/" target="_self">ISU-Beschluss vom Juli 2009</a></li>
<li><a title="CAS-Urteil: Claudia Pechstein bleibt gesperrt und zieht vor das Bundesgericht" href="http://jensweinreich.de/2009/11/25/cas-urteil-im-fall-pechstein/" target="_self">CAS-Urteil vom Herbst 2009</a></li>
<li><a title="1. Verfügung" href="http://jensweinreich.de/?p=6074" target="_self">1. Verfügung des Schweizer Bundesgerichts</a></li>
<li><a title="2. Verfügung" href="http://jensweinreich.de/?p=6118" target="_self">2. Verfügung des Bundesgerichts</a></li>
<li><a title="3. Verfügung" href="http://jensweinreich.de/?p=6133" target="_self">3. Verfügung des Bundesgerichts</a></li>
<li><a title="4. Verfügung" href="http://jensweinreich.de/?p=6169" target="_self">4. Verfügung des Bundesgerichts</a></li>
<li><a title="... Pechstein nicht in Vancouver" href="http://jensweinreich.de/2010/01/26/bundesgericht-lehnt-antrag-ab-pechstein-nicht-in-vancouver/" target="_self">5. Verfügung des Bundesgerichts</a></li>
<li><a title="Bundesgericht lehnt Pechstein-Beschwerde ab" href="http://jensweinreich.de/2010/02/10/bundesgericht-lehnt-pechstein-beschwerde-ab/" target="_self">6. Verfügung des Bundesgerichts</a></li>
<li><a title="Bundesgericht lehnt Pechstein-Beschwerde ab" href="http://jensweinreich.de/2010/02/10/bundesgericht-lehnt-pechstein-beschwerde-ab/" target="_self"></a><a title="Im Wortlaut: das Urteil des Bundesgerichts im Fall Pechstein" href="http://www.jensweinreich.de/2010/05/11/im-wortlaut-das-urteil-des-bundesgerichts-im-fall-pechstein/" target="_self">7. Verfügung des Bundesgerichts</a></li>
<li><a title="Im Wortlaut: das Urteil des Bundesgerichts im Fall Pechstein" href="http://www.jensweinreich.de/2010/05/11/im-wortlaut-das-urteil-des-bundesgerichts-im-fall-pechstein/" target="_self"></a><a title="Im Wortlaut: das Urteil des Bundesgerichts im Fall Pechstein" href="http://www.jensweinreich.de/2010/05/11/im-wortlaut-das-urteil-des-bundesgerichts-im-fall-pechstein/" target="_self">Wortlaut des Urteil des Bundesgerichts vom Februar 2010</a></li>
<li><a title="Im Wortlaut: das Urteil des Bundesgerichts im Fall Pechstein" href="http://www.jensweinreich.de/2010/05/11/im-wortlaut-das-urteil-des-bundesgerichts-im-fall-pechstein/" target="_self"></a><a title="Claudia Pechstein und die Kugelzell-Anomalie" href="http://jensweinreich.de/2010/03/15/claudia-pechstein-und-die-kugelzell-anomalie/" target="_self">Materialien und Diskussion zur Kugelzell-Anomalie</a></li>
</ul>
<p>Das frische Dokument, gerade verschickt:</p>
<blockquote><p>Bundesgericht Tribunal fédéral Tribunale federale Tribunal federal, 4A_144/2010</p>
<p>Verfügung vom 28. Juli 2010 I. zivilrechtliche Abteilung</p>
<p>Bundesrichterin Klett, Präsidentin.</p>
<p><strong>Claudia Pechstein</strong>, vertreten durch Advokaten Dr. Philippe Nordmann und Eva Senn, Gesuchstellerin,</p>
<p>gegen</p>
<p><strong>International Skating Union (ISU)</strong>, vertreten durch Rechtsanwalt Jean-Cédric Michel, Gesuchsgegnerin.</p>
<p>Internationales Schiedsgericht; Revision, Revision gegen den Entscheid des Tribunal Arbitral du Sport (TAS) vom 25. November 2009.</p>
<p>In Erwägung,</p>
<ul>
<li>dass das Tribunal Arbitral du Sport (TAS) mit Entscheid vom 25. November 2009 die Gesuchstellerin während zwei Jahren, beginnend ab 8. Februar 2009, für gesperrt erklärte und ihr die Resultate aberkannte, die sie am 7. Februar 2009 an der von der International Skating Union	(Gesuchsgegnerin)	organisierten	Weltmeisterschaft	im	Eisschnelllauf erzielt hatte;</li>
<li>dass das Bundesgericht die von der Gesuchstellerin gegen diesen Entscheid eingereichte Beschwerde in Zivilsachen mit Urteil vom 10. Februar 2010 abwies, soweit es darauf eintrat;</li>
<li>dass die Gesuchstellerin dem Bundesgericht am 4. März 2010 ein Revisionsgesuch einreichte mit dem Antrag, es sei der Entscheid des TAS vom 25. November 2009 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an das TAS zurückzuweisen;</li>
<li>dass die Gesuchstellerin zudem den prozessualen Antrag stellte, dass sie superprovisorisch und unverzüglich, eventualiter provisorisch, per sofort zu sämtlichen Trainingsveranstaltungen, inkl. Trainingsrennen, die von der DESG (Deutsche Eisschnelllauf Gemeinschaft e.V) und deren Vereinen organisiert werden, zuzulassen sei;</li>
<li>dass das Bundesgericht dieses Gesuch mit Verfügung vom 23. April 2010 abwies;</li>
<li>dass die Gesuchstellerin dem Bundesgericht mit Eingabe vom 22. Juli 2010 ein Gesuch um Wiedererwägung einreichte mit dem unveränderten Antrag auf superprovisorische, eventualiter provisorische Anordnung ihrer sofortigen Zulassung zu sämtlichen Trainingsveranstaltungen;</li>
<li>dass die Gesuchstellerin ihre Eingabe damit begründet, dass einerseits ein Entscheid in der Sache vermutlich erst im Spätherbst 2010 ergehen könne, was bei ihr noch schwerere nicht wieder gutzumachende Nachteile hervorrufe als ein Trainingsverzicht bis im Juli 2010 und andererseits noch offensichtlicher geworden sei, dass es sich keinesfalls um ein aussichtsloses Revisionsgesuch handle;</li>
<li>dass die Gesuchstellerin dem Bundesgericht mit ihrem Wiedererwägungsgesuch ein Schreiben des DESG vom 20. Juli 2010 zu den geplanten Trainingsmassnahmen der deutschen Nationalmannschaft sowie einen Ermittlungsbericht der Bundespolizeiakademie vom 7. Juli 2010 einreichte;</li>
<li>dass das Bundesgericht in seiner Verfügung vom 23. April 2010 unter anderem berücksichtigte, dass bei normalem Verlauf des Revisionsverfahrens mit einem Entscheid über das Revisionsgesuch bis spätestens Ende Juli 2010 zu rechnen sei und der Ausschluss der Gesuchstellerin von den erwähnten Trainingsveranstaltungen bis zu diesem Zeitpunkt zumutbar erscheine;</li>
<li>dass sich das Verfahren aufgrund des von der Gesuchstellerin beantragten zweiten Schriftenwechsels verzögert hat, weshalb ein Entscheid bis Ende Juli 2010, der einen normalen Verfahrensverlauf vorausgesetzt hätte, nicht ergehen kann;</li>
<li>dass der Gesuchsgegnerin eine Frist bis 16. August 2010 zur Einreichung ihrer Duplik angesetzt wurde, wobei im Fall eines entsprechenden Gesuchs voraussichtlich nur eine kurze Fristerstreckung gewährt werden wird;</li>
<li>dass die Sache spruchreif ist, sobald die Gesuchsgegnerin dem Bundesgericht ihre Duplik eingereicht hat, sofern sich die Parteien nicht nochmals vernehmen lassen;</li>
<li>dass bei der Abwägung der sich gegenüber stehenden Interessen nebst den Schwierigkeiten der Gesuchstellerin hinsichtlich der Vorbereitung auf zukünftige Wettkämpfe auch das öffentliche Interesse am Kampf gegen Doping zu berücksichtigen ist sowie das Interesse der anderen professionellen Eisschnellläuferinnen, die zusammen mit der Gesuchstellerin am Training teilnehmen würden;</li>
<li>dass weder der Verweis der Gesuchstellerin auf die verschiedenen mit der Replik eingereichten Gutachten noch der mit dem Wiedererwägungsgesuch eingereichte Ermittlungsbericht der Bundespolizeiakademie einen unmittelbaren Rückschluss auf die Erfolgsaussichten des Revisionsgesuchs zulassen, weshalb an den Ausführungen der Verfügung vom 23. April 2010 hinsichtlich der Erfolgschancen eines auf Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG gestützten Revisionsgesuchs festzuhalten ist;</li>
<li>dass aus diesen Gründen das Wiedererwägungsgesuch der Gesuchstellerin vom 22. Juli 2010 abzuweisen ist;</li>
</ul>
<p>verfügt die Präsidentin:</p>
<ol>
<li>Das Wiedererwägungsgesuch vom 22. Juli 2010 wird abgewiesen.</li>
<li>Diese Verfügung wird den Parteien und dem Tribunal Arbitral du Sport (TAS) schriftlich mitgeteilt.</li>
</ol>
<p>Lausanne, 28. Juli 2010</p>
<p>Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung des Schweizerischen Bundesgerichts</p>
<p>Die Präsidentin: Klett</p></blockquote>
<p>Sicher habe ich wieder etwas verpasst, kann mir deshalb bitte jemand erklären, worum es sich beim &#8220;Ermittlungsbericht der Bundespolizeiakademie&#8221; handelt?</p>
<p>Danke.<br />
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		<title>Was vom Tage übrig bleibt (58): Currywurst, Pechstein, München 2018, Zwanziger</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 13:18:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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<p>Vielleicht liegt es am Wetter. Ziemlich heiß draußen. Und schwül. Schlecht für den Kreislauf. Vielleicht liegt es aber auch an den handelnden Personen und Institutionen. Ich meine, von Pressemeldungen sollte Mann ohnehin nicht viel erwarten. Aber die drei, die gerade reinkamen, sind doch eine Erwähnung wert.</p>
<p>1) Zum Beispiel diese, Absender die <a title="powerplay AG" href="http://www.powerplay.ag" target="_blank">powerplay medienholding AG</a>, die in diesem Theater <a title="tag: powerplay" href="http://www.jensweinreich.de/?s=powerplay" target="_self">gelegentlich erwähnt</a> wurde:</p>
<blockquote><p><em>Pressemitteilung / 30. Juli 2010</em></p>
<p><strong>Claudia Pechstein eröffnet „Zur Currywurst“</strong></p>
<p>Deutschlands erfolgreichste Winterolympionikin <a title="alle Beiträge zum Fall Pechstein" href="http://www.jensweinreich.de/category/claudia-pechstein/" target="_self">Claudia Pechstein</a> wird morgen zusammen mit <a title="UGMG und Pechstein" href="http://www.ugmg.de/96/Presse.html" target="_blank">Matthias Große</a>, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Matthias Große (U.G.M.G.), den bekannten Imbiß „Zur Currywurst“ am Airport-Center Waltersdorf eröffnen.</p>
<p>Nach dem erfolgten Umbau des Airport-Centers kann die neue „Zur Currywurst“ nunmehr auch dort weiterhin erfolgreich arbeiten und endlich wieder die beste Currywurst der Stadt anbieten. Der Startschuß fällt um 10 Uhr. Matthias Große, der im Januar diesen Jahres seine Zusammenarbeit mit Claudia Pechstein startete, freut sich auf die Rückkehr einer Berliner Legende und hofft, dass dies lediglich der erste von vielen Anlaufpunkten für die echte Currywurst in der Stadt ist.</p>
<p>Eröffnung:	Samstag, 31. Juli 2010 / 10 Uhr „Zur Currywurst“, Airport-Center Waltersdorf, Am Rondell 5 Pressevertreter und Fotografen sind herzlich eingeladen.</p>
<p>Kontakt: powerplay management GmbH, Seepromenade 53, 14476 Potsdam</p></blockquote>
<p>Was wohl der Arbeitgeber der &#8220;dienstunfähig erkrankten&#8221; Claudia Pechstein dazu sagt? Über das Themengeflecht Große-Pechstein-Krankschreibung-Steuermittel-Propaganda und darüber, ob darüber berichtet werden sollte oder nicht und wenn ja wie, wurde <a title="Was vom Tage übrig bleibt (56) ..." href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/30/was-vom-tage-ubrig-bleibt-56-schmitt-pluschenko-bach-gienger-korruption-champagne/" target="_self">hier schon ausführlich diskutiert</a>.</p>
<p>2) Oder diese Meldung, kam gerade aus München:</p>
<blockquote><p><strong>Olympiapark wird Nationaler Ausstatter der Münchner Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018</strong></p>
<p>München, 30. Juli 2010 – Mit dem Aufstieg auf das Dach des Münchner Olympiastadions besiegelten Willy Bogner, Chef der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH und der Geschäftsführer der Olympiapark München GmbH, Ralph Huber das Engagement des Olympiaparks als Nationaler Ausstatter der Olympia-Bewerbung Münchens für das Jahr 2018.</p>
<p>„Das Olympiastadion bietet von seinem einzigartigen Dach aus nicht nur einen tollen Ausblick auf München und die Alpen, sondern könnte 2018 das zweite Mal Austragungsort einer Olympischen Eröffnungsfeier werden“, so Bogner. „Diese gemeinsame Perspektive macht den Olympiapark zu einem perfekten Partner für unser Projekt, die Spiele nach München zu holen.“</p>
<div id="attachment_9203" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-9203" title="Willy Bogner, Chef der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH und der Geschäftsführer der Olympiapark München GmbH, Ralph Huber (c) München 2018" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/07/Bogner_Dach-Olympiapark068.jpg" alt="" width="400" height="266" /><p class="wp-caption-text">Willy Bogner, Ralph Huber (c) München 2018</p></div>
<p>Ralph Huber ergänzt: „Im Herzen und auch mit Rat und Tat haben wir die Bewerbung für München 2018 ja schon von der ersten Minute an unterstützt. Da war es nur eine logische Folge, unser Engagement nun auch offiziell zu verbriefen. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit!“</p>
<p>Pünktlich zum Start des ersten OutdoorFestivals im Olympiastadion testeten Willy Bogner und Ralph Huber die Zeltdachtour. Vom 30. Juli bis 1. August finden dort zahlreiche Aktionen zum Thema Klettern und Outdoor statt. Sportlicher Höhepunkt ist zudem der DAV Boulder-Weltcup mit dem Finale am 31. Juli. Mehr Informationen finden Interessierte unter: www.impark.de</p>
<p>Ca. 1.500 Zeichen inkl. Leerzeichen</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH</p></blockquote>
<p>Dazu sollte man vielleicht wissen, dass der Olympiapark München gewissermaßen Sponsor der ersten Stunde ist. Hier wurde nicht nur die Bewerberidee geboren, hier wurden die ersten Investitionen für die Bewerbung getätigt, hier fand die GmbH Unterschlupf und Personal etc. pp &#8211; aber man kann ja trotzdem so tun, als wäre ein neuer Sponsor gefunden, der Geld aus der Privatwirtschaft zusteuert. Es finden sich bestimmt Dumme, die das glauben.</p>
<p>3) Oder diese Meldung, soeben aus Frankfurt am Main angemailt:</p>
<blockquote><p><em>DFB-Pressemitteilung Nummer: 74/ 2010, Datum: 30.07.2010</em></p>
<p><strong>Dr. Theo Zwanziger kandidiert für weitere Amtszeit </strong></p>
<p>DFB-Präsident Dr. <a title="alle Beiträge von und mit 20er" href="http://www.jensweinreich.de/?s=theo+zwanziger" target="_self">Theo Zwanziger</a> hat auf der turnusmäßigen Sitzung das Präsidium des DFB darüber informiert, dass er auf dem ordentlichen Bundestag am 21./22. Oktober 2010 in Essen für eine weitere Amtszeit bis 2013 kandidieren wird. „Es muss legitim sein, sich am Ende einer Legislaturperiode intensive Gedanken über die zukünftige Lebensplanung zu machen. Die Gespräche mit meiner Familie, der große Rückhalt aus den unterschiedlichsten Bereichen des Fußballs, der Politik und Gesellschaft sowie die anstehenden Herausforderungen des Verbandes haben mich zu der festen Überzeugung kommen lassen, noch einmal für dieses Ehrenamt kandidieren zu wollen. Ich freue mich auf die künftigen Aufgaben“, sagt Zwanziger.</p>
<p>Zur Entscheidung des DFB-Präsidenten hat auch die Vertragsverlängerung mit der sportlichen Leitung der Nationalmannschaft beigetragen. „Das Verhalten des Bundestrainers hat mir gezeigt, dass mein Vertrauen in Joachim Löw gerechtfertigt war. Auf dieser Basis können wir weiterhin erfolgreich zusammenarbeiten“, sagt Zwanziger. Das sieht auch Bundestrainer Löw so. „Ich freue mich auf die weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit. Sein gesellschaftspolitisches Engagement kommt auch unserer Nationalmannschaft zugute. Der Präsident hat uns immer den Rücken gestärkt. Gemeinsam wollen wir unseren Erfolgsweg fortsetzen.“ Und Teammanager Oliver Bierhoff ergänzt: „Es ist eine gute Nachricht, dass sich Dr. Zwanziger wieder als DFB-Präsident zur Wahl stellt. In den vergangenen sechs Jahren hatte er für alle Wünsche der Nationalmannschaft stets ein offenes Ohr und damit maßgeblichen Anteil an der positiven Entwicklung des Teams. Viele neue Ideen hat er unterstützt und dabei wichtige Weichen gestellt.“</p>
<p>Neben den Kernaufgaben des DFB im sportlichen Bereich sieht der DFB-Präsident künftig eine zentrale Aufgabe darin, dass von ihm in den vergangenen Jahren forcierte gesellschaftliche Engagement des Verbandes nachhaltig zu etablieren. „Die hohe Identifikation der Menschen mit dem Fußball muss für uns Verpflichtung und Auftrag sein, soziale Verantwortung wahrzunehmen. Integration, Prävention, Gleichberechtigung, Umweltschutz, all diese Themenfelder werden auch für den Verband immer wichtiger. Auf dem kommenden Bundestag werden wir ein erstes Nachhaltigkeitskonzept vorstellen, dessen konsequente Umsetzung ein zentrales Anliegen von mir sein wird“, sagt Zwanziger.</p>
<p>Liga-Präsident Reinhard Rauball äußerte sich als Vertreter des Profifußballs erfreut über die erneute Kandidatur. „Ich habe mich schon vorher klar für Theo Zwanziger ausgesprochen. Der Ligaverband begrüßt seinen Wunsch nach einer weiteren Amtszeit ausdrücklich und wird ihn für die Wahl zum Präsidenten vorschlagen.“ Auch die Regional- und Landesverbände unterstützen die Kandidatur. Hermann Korfmacher, 1. Vizepräsident des DFB und verantwortlich für den Amateurbereich, sagt dazu: „Ich bin froh, dass uns Theo Zwanziger mit seiner Kompetenz und Erfahrung erhalten bleiben will. Die Basis steht hinter ihrem Präsidenten. “</p>
<p>Neben Zwanziger werden sich auch alle anderen Mitglieder des DFB-Präsidiums auf dem Bundestag in Essen zur Wiederwahl stellen, sofern sie von ihren Verbänden vorgeschlagen werden.</p>
<p>Direktion Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit</p></blockquote>
<p>Just in case, jemand hätte die Vorgeschichte verpasst:</p>
<ul>
<li><a title="DFB-Boss Zwanziger droht mit Rücktritt" href="http://www.jensweinreich.de/2008/12/08/dfb-boss-zwanziger-droht-mit-rucktritt/" target="_self">&#8220;DFB-Boss Zwanziger droht mit Rücktritt&#8221;</a></li>
<li><a title="Theo Zwanziger tritt nicht zurück" href="http://www.jensweinreich.de/2009/01/29/theo-zwanziger-tritt-nicht-zuruck/" target="_self">&#8220;Theo Zwanziger tritt nicht zurück&#8221;</a></li>
<li><a title="Theo Zwanziger droht (wieder einmal) mit Rücktritt" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/04/theo-zwanziger-droht-wieder-einmal-mit-rucktritt/" target="_self">Theo Zwanziger droht (wieder einmal) mit Rücktritt</a></li>
<li><a title="Theo Zwanziger bleibt doch (noch) im Amt" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/04/theo-zwanziger-bleibt-doch-noch-im-amt/" target="_self">Theo Zwanziger bleibt doch (noch) im Amt</a></li>
</ul>
<p>Selbstreferenzieller Hinweis, der sein muss. Lange nicht verlinkt, und seit Ewigkeiten nicht aktualisiert, was <a title="DFB ./. Weinreich: das Finale" href="http://www.jensweinreich.de/2009/03/27/dfb-weinreich-das-finale/" target="_self">etliche Male</a> <a title="google search" href="http://www.google.de/search?q=weinreich+zwanziger&amp;num=100&amp;hl=de&amp;newwindow=1&amp;sa=X&amp;ei=I81STKm5N4LFsgaW55y3AQ&amp;ved=0CBQQpwU&amp;source=lnt&amp;tbs=nws:1,sbd:1,cdr:1,cd_min:01.01.2010,cd_max:30.07.2010" target="_blank">nötig gewesen</a> wäre:</p>
<ul>
<li><a title="Webweiser DFB ./. Zwanziger" href="http://www.jensweinreich.de/referenzen/webweiser-durch-den-lugendschungel/" target="_self">Webweiser DFB ./. Zwanziger</a></li>
</ul>
<p>Ich frage mich natürlich, ob diese Menschen/Institutionen die Öffentlichkeit, sorry, verarschen wollen. Und: Was diese Menschen/Institutionen, die derartige &#8220;Meldungen&#8221; absondern, von Journalisten halten. Ganz offensichtlich nicht viel, sonst würden Redaktionen kaum mit derlei Texten belästigt werden. Aber ganz im Ernst: Bestimmt werden etliche Medien das Zeug unkommentiert unters Volk bringen.</p>
<p>Unkommentiert aber, das ist nichts als die Wahrheit, kann man davon nichts stehen lassen.</p>
<p>Übrigens, es ist Monatsende:</p>
<ul>
<li><a title="Perspektiven von Flattr ..." href="http://carta.info/31392/perspektiven-von-flattr-125-praktikanten-fuer-spiegel-online/" target="_blank">Schon</a> <a title="Die deutschen Flattr-Charts im Juli" href="http://carta.info/31379/die-deutschen-flattr-charts-im-juli/" target="_blank">geflattert?</a></li>
<li><a title="Online-Gebühren i und II: Über den Wert von Qualitätsjournalismus" href="http://www.jensweinreich.de/category/finanzierung-von-journalismus/" target="_self">Freiwillig-Online-Gebühren entrichtet?</a></li>
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		<title>Greg LeMond sagt und sagt und sagt &#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 16:15:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich weiß jetzt nicht, was alles neu ist an und in den vielen Interviews, die Greg LeMond derzeit gibt &#8211; und die von Ralf u.a. hier im Beitrag &#8220;Floyd Landis packt aus&#8221; verlinkt worden sind. Von diesem kriminellen Rad-Milieu habe ich mich vor Jahren entfernt, in dem ich beispielsweise die Tour-de-France-Berichterstattung der Berliner Zeitung etwas [...]]]></description>
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<p>Ich weiß jetzt nicht, was alles neu ist an und in den vielen Interviews, die Greg LeMond derzeit gibt &#8211; und die von <em>Ralf</em> u.a. hier im Beitrag <a title="Floyd Landis packt aus" href="http://www.jensweinreich.de/2010/05/20/floyd-landis-packt-aus/" target="_self">&#8220;Floyd Landis packt aus&#8221;</a> verlinkt worden sind. Von diesem kriminellen Rad-Milieu habe ich mich <a title="Eine Frage des Prinzips" href="http://www.jensweinreich.de/2007/07/07/eine-frage-des-prinzips/" target="_self">vor Jahren entfernt</a>, in dem ich beispielsweise die <a title="tag: Tour de France" href="http://www.jensweinreich.de/category/tour-de-france/" target="_self">Tour-de-France</a>-Berichterstattung der Berliner Zeitung etwas anders gestaltete als sonst üblich, und kümmere mich lieber um andere Milieus, wo noch Hoffnung besteht. Vielleicht mag ja jemand den Vortrag von LeMond nachhören, den er im vergangenen Jahr auf der Konferenz <a title="Play the Game" href="http://www.playthegame.org" target="_blank">Play the Game</a> in Coventry gehalten hat. Just in case &#8230;</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2010/07/19/greg-lemond-sagt-und-sagt-und-sagt/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Und gern auch <a title="Doping und die Medien" href="http://www.jensweinreich.de/2009/07/10/doping-und-die-medien/" target="_self">nochmal diese Links</a>:</p>
<ul>
<li>Angelika Mikus: <a title="Diplomarbeit Angelika Mikus, TU Dortmund, 2009" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/07/diplomarbeit-angelika-mikus-2009.pdf" target="_blank">“Chancen, Schergen, Scharlatane – Der Sportjournalismus und die Tour de France”</a>. Diplomarbeit, vorgelegt im Januar 2009, Institut für Journalistik, TU Dortmund</li>
<li>Lukas Eberle: <a title="Bachelorarbeit Lukas Eberle, Uni Tübingen, 2008" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/07/lukas-eberle-bachelorarbeit-2008.pdf" target="_blank">„Die Tour de France 2007 – Doping und der differente Umgang damit in den Tageszeitungen“</a>. Abschlussarbeit im Bachelor-Studiengang „Sportpublizistik“, Universität Tübingen, Januar 2008</li>
</ul>
<p>Mensch, Kinder, die Jahre gehen ins Land. Und es ändert sich nichts. Wenn nicht ständig diese Dopingmeldungen kämen, wüsste ich gar nicht, dass Tour de France ist. Ich schaue und lese nichts.</p>
<p><em>Nachtrag</em>, kam soeben rein:</p>
<ul>
<li>Der aktuelle <a title="WADA annual report" href="http://annualreport.wada-ama.org/" target="_blank">Jahresbericht der World-Anti-Doping-Agency</a> (WADA)</li>
</ul>

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		<title>ISU-Erklärung zum Fall Pechstein</title>
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		<comments>http://www.jensweinreich.de/2010/05/18/isu-erklarung-zum-fall-pechstein/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 18 May 2010 20:10:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[cas]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich bin etwas spät, war eine Weile nicht online. Der Eislauf-Weltverband ISU (International Skating Union) hat heute Nachmittag eine Erklärung zum Fall Pechstein veröffentlicht. Das Original auf der ISU-Webseite, hier als pdf (3 Seiten) und hier zum Studieren und Diskutieren. Was mir beim ersten Überfliegen auffällt: Die ISU zweifelt die Kugelzell-Anämie-Diagnose an: All experts addressed [...]]]></description>
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<p>Ich bin etwas spät, war eine Weile nicht online. Der Eislauf-Weltverband ISU (International Skating Union) hat heute Nachmittag eine Erklärung zum Fall Pechstein veröffentlicht. Das Original auf der <a title="ISU" href="http://www.isu.org/vsite/vnavsite/page/directory/0,10853,4844-137020-154236-nav-list,00.html" target="_blank">ISU-Webseite</a>, <a title="ISU Erklärung zu Pechstein, 18. Mai 2010" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/05/ISU-Erklärung-zu-Pechstein-18052010.pdf" target="_blank">hier als pdf</a> (3 Seiten) und hier zum Studieren und Diskutieren.</p>
<p>Was mir beim ersten Überfliegen auffällt: Die ISU zweifelt die Kugelzell-Anämie-Diagnose an:</p>
<blockquote><p>All experts addressed by the ISU have independently of each other confirmed that no new scientific method for diagnosis of HS exists and that the method alleged by the German experts to be a diagnostic method has never been validated, even as a screening procedure, in any recognized scientific medical journal, subjected to “peer review” by medical experts in the same medical field, and, in the opinion of the experts consulted, has never been applied before, even as a screening tool, in actual medical practice. In addition, all these experts have also expressed the opinion that regardless of the non &#8211; existence of any new scientific method, the new tests did not bring evidence that C. Pechstein suffered HS.</p></blockquote>
<p>Was mir negativ auffällt: Was hat so ein Franke-Zitat in einer offiziellen Stellungnahme zu suchen?</p>
<blockquote><p>Dr. Franke is reported to have also stated: “How should the bone marrow know when she (Pechstein) has big competitions?”</p></blockquote>
<p>In Deutschland hieß das vor etlichen Wochen: Wie soll ihr Knochenmark wissen, wann wichtige Wettkämpfe sind?</p>
<p>Die Erklärung im Wortlaut:</p>
<blockquote><p>INTERNATIONAL SKATING UNION</p>
<p><strong>ISU Position in the Pechstein Case</strong></p>
<p>The International Skating Union (ISU) filed on Monday with the Swiss Federal Tribunal in Lausanne (the Swiss Supreme Court), its Reply to the Request of Claudia Pechstein for “Revisionsverfahren” (a Swiss law term for a “Revision Procedure”).</p>
<p>Ms Pechstein’s Request seeks:</p>
<ol>
<li>cancellation of the CAS Final Arbitration Award of November 25, 2009 and,</li>
<li>return of the case to the CAS for retrial.</li>
</ol>
<p>On February 10, 2010, a first judgment of the Swiss Federal Tribunal denied Ms. Pechstein’s Appeal against the CAS Final Arbitration Award of November 25, 2009. The CAS Award upheld a Decision of the ISU Disciplinary Commission (DC) of July 1, 2009, finding C. Pechstein to have committed an ISU Anti-doping rule violation and imposing the mandatory 2 year suspension.</p>
<p>Since the publication of the DC decision in July 2009, the ISU has not publicly reacted to the numerous media campaigns against the ISU which have been organized by C. Pechstein, her lawyer Dr. S. Bergmann and her management team. These campaigns consisted of TV talk shows, press conferences, interviews and commentary on C. Pechstein ́s website, and often were the source of unjustified and sometimes incredible accusations against the ISU.</p>
<p>The above campaigns included allegations that the ISU data base of blood tests results was not reliable; that the anonymity bar-codes on blood samples were wrong; that wrong blood samples were used; that the dates of certain tests were wrong; and expanded into accusations that the ISU had suppressed evidence allegedly favorable of C. Pechstein; and that the panel of CAS arbitrators had been composed in violation of the applicable rules. Incredible accusations of improper interfering were made against the Secretary General of the CAS and even against the International Olympic Committee (IOC).</p>
<p>Up until today, the ISU has respected the principle that no public-relations-type Press Releases or comments should be made while a case is pending in the CAS and in the Swiss court.</p>
<p>The ISU has fought, with patience, within the Swiss legal system, against all accusations made by C. Pechstein in the arbitration and court proceedings. None of the allegations were proven to be justified and all have been disposed of by the CAS decision and also by the Decision of the Swiss Tribunal Federal dated February 10, 2010 dismissing the Appeal of C. Pechstein against the CAS award. The Court has also dismissed accusations that the CAS proceeding and decision violated Swiss law (Swiss public order) and that the rights of Ms. Pechstein to a fair trial and equal treatment have not been respected.</p>
<p>Ms. Pechstein filed the Request for “Revisionsverfahren” mentioned above on March 4, 2010 based on the Swiss law rules allowing such filing on the basis of an allegation that new evidence has been found that was not available during the CAS proceedings. The substance of her new claim is that a new scientific method to diagnose a blood disease called hereditary spherocytosis (HS) has been developed in 2009 but was not known and available to C. Pechstein, and that new tests using the new method conducted by German experts in hematology after the date of the CAS decision have revealed the presence of the above disease in her body.</p>
<p>When preparing a reply to the new Request, the ISU had to use a number of experts to review the opinions of the German experts and the test results obtained by them. Among these experts was also Prof. Alberto Zanella who is a well-known expert in blood disorders and the former Director of a Hematological Unit in the Milan University Hospital.</p>
<p><strong>All experts addressed by the ISU have independently of each other confirmed that no new scientific method for diagnosis of HS exists and that the method alleged by the German experts to be a diagnostic method has never been validated, even as a screening procedure, in any recognized scientific medical journal, subjected to “peer review” by medical experts in the same medical field, and, in the opinion of the experts consulted, has never been applied before, even as a screening tool, in actual medical practice.</strong></p>
<p><span id="more-7919"></span>In addition, all these experts have also expressed the opinion that regardless of the non &#8211; existence of any new scientific method, the new tests did not bring evidence that C. Pechstein suffered HS. Nevertheless, Prof. Alberto Zanella, has expressed the opinion that C. Pechstein “was likely to carry hereditary red cell membrane defect of the stomatocytic type (xerocytosis?)” (HSt). However, Prof. Zanella had not the possibility to examine Ms. Pechstein and to perform his own testing of her blood samples. He was dependent on the tests results presented by Ms. Pechstein in her new Request.</p>
<p>The ISU, for proper legal order and transparency, included the opinion of Prof. Zanella with its filing with the court, but based on opinions of other experts who have specialized experience in the detection of athletic doping, the ISU remains convinced that not even the HSt can explain all the abnormal values in Ms. Pechstein ́s blood profile and their variability. The ISU Reply attaches the expert opinions and carefully explains this aspect of the case.</p>
<p>These opinions explicitly exclude the possibility that her abnormal blood profile can be explained by HSt. Several renowned and reputed German doping experts, such as Dr. F.Sörgel, Dr. W. Franke and Dr.A. Ganser (the former President of the German Hematological Society), have publicly expressed similar opinions after it had been announced that Ms. Pechstein was suffering HS.</p>
<p>Dr. Franke is reported to have also stated: “How should the bone marrow know when she (Pechstein) has big competitions?” The coincidence of occurrence of high reticulocytes values and unexpected outstanding performances in competitions by C. Pechstein is indeed more than striking. For example:</p>
<p>In Calgary in November 2007 at the age of 36, C. Pechstein with % reticulocytes value of 3.75 made her best time ever in the 1500 m race – beating her previous time reached many years ago when she was much younger. In Moscow in October 2008 at the age of almost 37 she reached the second best time ever in the 5000 m race, a time very close to her personal record recorded in Salt Lake City 6 years earlier when she was 31. In addition, the Moscow rink is known to have “very slow ice” while in Salt Lake City where the altitude is about 1300m, the ice is the fastest among all the rinks.</p>
<p>In Erfurt in January 2009 C. Pechstein surprisingly won the European Championships after having lost that title in the previous years (5th in 2007 and 4th in 2008).</p>
<p>Her improved performances in the years 2007-09, after 20 year long sport career, are in sharp contrast with the natural physiological consequences of aging.</p>
<p>A comment made publicly by a member of the Norwegian training group with which C. Pechstein was training, is also of interest. H. Bokko said that the members of the group were surprised when C. Pechstein, after doing often poorly in the training, suddenly reached an excellent time in some competitions.</p>
<p>In addition, Ms. Pechstein had an unusual number of last minute changes in her whereabouts information. Whereabouts information, provided under WADA Rules by the Skater, is used to quickly locate a Skater so that short-notice anti-doping urine tests may be performed by a WADA certified agency. Ms Pechstein’s changed locations number was the highest among all speed skaters and just during the month before the tests in Hamar on February 6 and 7, 2009 she had announced 12 whereabouts changes. Such changes severely impede or destroy the possibility of correct timing of out-of-competition tests and of finding EPO in the urine since it disappears from the urine quite fast and cannot be detected anymore after several days.</p>
<p>The ISU has right from the beginning openly stated that there were two possible explanations for the abnormal blood profile – either doping or blood disease. The ISU, however, could not conduct any special tests of C. Pechstein without her consent and cooperation. C. Pechstein has been offered to undergo special tests already during the proceedings before the DC and the DC explicitly warned Ms. Pechstein that in case of refusal to undergo such tests she would have to bear any possible negative consequences. In spite of that, Ms. Pechtein declined that offer. As early as during the DC proceeding Prof. D ́Onofrio mentioned the specialized laboratory in Milano of Prof. Zanella. In the appellate proceedings before CAS, the ISU made the offer again and in its Answer filed on September 1, 2009 to the Appeal of Ms. Pechstein proposed that Prof. Zanella be appointed as expert and C. Pechstein be ordered to undergo tests in his laboratory. However, without the consent Ms. Pechstein, such order could not work.</p>
<p>All the above facts and arguments represent the reasons why the ISU does not believe that the new blood anomaly, diagnosed as “likely” possibility, is the exclusive cause of C. Pechstein ́s abnormal blood profile and high values of reticulocytes at the time of some competitions. The opinion that a possible blood disorder does not exclude doping, has been expressed by experts since the beginning of the case.</p>
<p>The ISU remains convinced that the Decision of the CAS Panel in this case is correct. No grounds have been demonstrated by the Request of the Skater or the medical evaluations and analyses to justify any reconsideration of that CAS Decision. The ISU is bound by and has to comply with the ISU Anti-doping Rules based on the WADA Code and fully respects final CAS decisions in doping matters.</p>
<p>The Swiss Federal Tribunal has stated that the decision in this case would be announced in July 2010. Until the decision is received the ISU will not make any further comments.</p></blockquote>

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		<item>
		<title>Im Wortlaut: das Urteil des Bundesgerichts im Fall Pechstein</title>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 15:47:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es wird jetzt etwas umfangreicher. Insgesamt knapp 30 Seiten Juristendeutsch müssen sein, denn das Urteil des Schweizer Bundesgerichts im Fall Pechstein vom 10. Februar 2010 liegt nun schriftlich vor. Inzwischen ist zwar einiges passiert &#8211; die Olympia-Kammer des CAS fühlte sich nicht zuständig, Hämatologen bescheinigen der Eisschnellläuferin eine Kugelzell-Anomalie &#8211; und wir sind tausend Kommentare [...]]]></description>
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<p>Es wird jetzt etwas umfangreicher. Insgesamt knapp 30 Seiten Juristendeutsch müssen sein, denn das Urteil des Schweizer Bundesgerichts im Fall Pechstein <a title="Bundesgericht lehnt Pechstein-Beschwerde ab" href="http://jensweinreich.de/2010/02/10/bundesgericht-lehnt-pechstein-beschwerde-ab/" target="_self">vom 10. Februar 2010</a> liegt nun schriftlich vor. Inzwischen ist zwar einiges passiert &#8211; die Olympia-Kammer des CAS fühlte sich <a title="CAS-Kammer fühlt sich nicht zuständig: Pechstein-Antrag abgelehnt" href="http://jensweinreich.de/2010/02/19/cas-kammer-fuhlt-sich-nicht-zustandig-pechsteins-antrag-abgelehnt/" target="_self">nicht zuständig</a>, Hämatologen bescheinigen der Eisschnellläuferin eine <a title="Claudia Pechstein und die Kugelzell-Anomalie" href="http://jensweinreich.de/2010/03/15/claudia-pechstein-und-die-kugelzell-anomalie/" target="_self">Kugelzell-Anomalie</a> &#8211; und wir sind tausend Kommentare weiter, doch die Dokumentation des Falls möchte ich gern komplettieren.</p>
<p>Einige Anmerkungen:</p>
<ul>
<li>Ob das Bundesgerichts-Urteil Neues bringt, weiß ich nicht, ich habe mich bei der Bearbeitung, die einige Zeit gedauert hat, vor allem auf die grafische Aufbereitung und damit Lesbarkeit konzentriert, weniger auf den Inhalt.</li>
<li>Das Argument der Kugelzell-Anomalie hat das Bundesgericht schon behandelt, lässt es allerdings unbeachtet (D 2.4.2). Ich überlege noch, was ich davon halten soll, dass auf dem PR-Termin der DGHO meiner Erinnerung nach (das lässt sich anhand des Audio-Mitschnittes leicht überprüfen und ggf. korrigieren) nicht einmal erwähnt wurde, dass dem Bundesgericht dies bereits vorgetragen worden war.</li>
<li>Erstaunlich finde ich nach erster Durchsicht allemal, dass das Bundesgericht (dem man schwerlich Parteilichkeit vorwerfen kann), die meisten &#8220;Argumente&#8221; ins Leere laufen lässt.</li>
<li>Ich habe den Eindruck, dass das Bundesgericht für mit PR-Gedöns vorgebrachte &#8220;Argumente&#8221; und sportpolitische Quacksalbereien nicht sehr empfänglich ist. Bei der ersten Durchsicht empfinde ich durchaus nicht als skandalös. Ganz im Gegenteil.</li>
</ul>
<p>Ich hoffe, nichts vergessen zu haben:</p>
<ul>
<li><a title="Claudia Pechstein von der ISU wegen Blutdopings gesperrt" href="http://jensweinreich.de/2009/07/03/claudia-pechstein-des-blutdopings-uberfuhrt/" target="_self">ISU-Beschluss</a></li>
<li><a title="CAS-Urteil: Claudia Pechstein bleibt gesperrt und zieht vor das Bundesgericht" href="http://jensweinreich.de/2009/11/25/cas-urteil-im-fall-pechstein/" target="_self">CAS-Urteil</a></li>
<li><a title="1. Verfügung" href="http://jensweinreich.de/?p=6074" target="_self">1. Verfügung des Schweizer Bundesgerichts</a></li>
<li><a title="2. Verfügung" href="http://jensweinreich.de/?p=6118" target="_self">2. Verfügung des Bundesgerichts</a></li>
<li><a title="3. Verfügung" href="http://jensweinreich.de/?p=6133" target="_self">3. Verfügung des Bundesgerichts</a></li>
<li><a title="4. Verfügung" href="http://jensweinreich.de/?p=6169" target="_self">4. Verfügung des Bundesgerichts</a></li>
<li><a title="... Pechstein nicht in Vancouver" href="http://jensweinreich.de/2010/01/26/bundesgericht-lehnt-antrag-ab-pechstein-nicht-in-vancouver/" target="_self">5. Verfügung des Bundesgerichts</a></li>
<li><a title="Bundesgericht lehnt Pechstein-Beschwerde ab" href="http://jensweinreich.de/2010/02/10/bundesgericht-lehnt-pechstein-beschwerde-ab/" target="_self">6. Verfügung des Bundesgerichts</a></li>
<li><a title="Claudia Pechstein und die Kugelzell-Anomalie" href="http://jensweinreich.de/2010/03/15/claudia-pechstein-und-die-kugelzell-anomalie/" target="_self">Materialien und Diskussion zur Kugelzell-Anomalie</a></li>
</ul>
<p>Es hat dann, wenn ich mich nicht verzählt habe, vor einigen Tagen noch eine</p>
<ul>
<li>7. Verfügung des Bundesgerichts</li>
</ul>
<p>gegeben, nachdem Claudia Pechstein erneut ihre sofortige Trainingsberechtigung erwirken wollte. Die Verfügung (mit einem weltrekordverdächtig langen Satz) besagt:</p>
<blockquote><p>Bundesgericht/Tribunal fédéral</p>
<p>4A_144/2010</p>
<p>Cause célèbre</p>
<p>Verfügung vom 23. April 2010, I. zivilrechtliche Abteilung</p>
<p>Bundesrichterin Klett, Präsidentin.</p>
<p><strong>Claudia Pechstein</strong>, (&#8230;) Deutschland, vertreten durch Advokaten Dr. Philippe Nordmann und Eva Senn, Aeschenvorstadt 55, Postfach 659, 4010 Basel, Gesuchstellerin,</p>
<p>gegen</p>
<p><strong>International Skating Union</strong>, chemin de Primrose 2, 1007 Lausanne, vertreten durch Rechtsanwalt Jean-Cédric Michel, rue François-Bellot 6, 1206 Genf, Gesuchsgegnerin.</p>
<p>Revision gegen den Entscheid des <strong>Tribunal</strong><strong> Arbitral du Sport</strong> (TAS) vom 25. November 2009</p>
<p>In Erwägung,</p>
<ul>
<li>dass das Tribunal Arbitral du Sport (TAS) mit Entscheid vom 25. November 2009 die Gesuchstellerin während zwei Jahren, beginnend ab 8. Februar 2009, für gesperrt erklärte und ihr die Resultate aberkannte, die sie am 7. Februar 2009 an der von der International Skating Union (Gesuchsgegnerin) organisierten Weltmeisterschaft im Eisschnelllauf erzielt hatte;</li>
<li>dass die von der Gesuchstellerin am 7. Dezember 2009 gegen diesen Entscheid eingereichte Beschwerde in Zivilsachen am 10. Februar 2010 vom Bundesgericht abgewiesen wurde, soweit es darauf eintrat;</li>
<li>dass die Gesuchstellerin mit Rechtsschrift vom 4. März 2010 ein Revisionsgesuch einreichte mit dem Antrag, es sei der Entscheid des TAS vom 25. November 2009 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an das TAS zurückzuweisen;</li>
<li>dass die Gesuchstellerin zudem den prozessualen Antrag stellte, dass sie superprovisorisch und unverzüglich, eventualiter provisorisch, per sofort zu sämtlichen Trainingsveranstaltungen, inkl. Trainingsrennen, die von der DESG (Deutsche Eisschnelllauf Gemeinschaft e.V) und deren Vereinen organisiert werden, zuzulassen sei;</li>
<li>dass dazu festzuhalten ist, dass keine superprovisorische Anordnung durch das Bundesgericht erfolgte, weil die dafür notwendigen Voraussetzungen – namentlich die zeitliche Dringlichkeit – fehlten, wie sich im Folgenden zeigen wird;</li>
<li>dass das TAS und die Gesuchsgegnerin mit Verfügungen vom 10. März 2010 aufgefordert wurden, bis zum 25. März 2010 zum prozessualen Antrag der Gesuchstellerin Stellung zu nehmen;</li>
<li>dass sich das TAS innerhalb der angesetzten Frist nicht vernehmen liess;</li>
<li>dass die Gesuchsgegnerin mit Stellungnahme vom 25. März 2010 beantragte, die prozessualen Begehren der Gesuchstellerin abzuweisen;</li>
<li>dass sich die Gesuchstellerin mit Rechtsschrift vom 29. März 2010 unaufgefordert zur Stellungnahme der Gesuchsgegnerin vom 25. März 2010 äusserte;</li>
<li>dass sich die Gesuchsgegnerin ihrerseits mit Rechtsschrift vom 1. April 2010 unaufgefordert zur Rechtsschrift der Gesuchstellerin vom 29. März 2010 äusserte;</li>
<li>dass die Instruktionsrichterin oder der Instruktionsrichter nach den Re- geln des bundesgerichtlichen Revisionsverfahrens, die hier analog gelten (vgl. BGE 134 III 286 E. 2.1), von Amtes wegen oder auf Antrag einer Partei den Vollzug des angefochtenen Entscheids aufschieben oder andere vorsorgliche Massnahmen treffen kann (Art. 126 BGG);</li>
<li>dass die Gesuchstellerin zur Begründung des Gesuchs um Anordnung einer vorsorglichen Massnahme in der Rechtsschrift vom 4. März 2010 vorbrachte, sie sei als Spitzensportlerin auf professionelle Trainingsmöglichkeiten angewiesen und ohne solche Möglichkeiten würde sie in ein Formtief geraten, das ein Comeback auf Spitzenniveau zunehmend illusorisch machen würde;</li>
<li>dass die Gesuchstellerin in ihrer Rechtsschrift vom 29. März 2010, mit der sie auf die Stellungnahme der Gesuchsgegnerin vom 25. März 2010 antwortete, im Wesentlichen die erwähnten Behauptungen wiederholte und zudem vorbrachte, es bestehe nach den gegenwärtig gegebenen Umständen die Gefahr, dass sie ihre Profikarriere beenden müsse, wenn sie nicht zu den Trainingsveranstaltungen zugelassen werde;</li>
<li>dass die Gesuchsgegnerin demgegenüber in der Rechtsschrift vom 1. April 2010 – wie bereits in jener vom 25. März 2010 – darauf hinwies, dass nicht nur die Interessen der Gesuchstellerin, sondern auch öffentliche Interessen (Kampf gegen Doping) und die Interessen der anderen Athleten auf dem Spiel stünden, und ihre Auffassung wiederholte, dass kein Revisionsgrund gegeben sei;</li>
<li>dass beim Entscheid über die Anordnung der von der Gesuchstellerin beantragten vorsorglichen Massnahme die sich gegenüber stehenden Interessen abzuwägen sind, wobei auch die voraussichtlichen Erfolgschancen des Revisionsgesuchs berücksichtigt werden können;</li>
<li>dass bei der Interessenabwägung von Bedeutung ist, dass nach den Angaben der Gesuchsgegnerin die Wettkampf-Saison für Eisschnellläuferinnen seit Ende März beendet ist;</li>
<li>dass allerdings der Gesuchstellerin zuzugestehen ist, dass ihr aufgrund der gegenwärtig gegebenen Umstände die Vorbereitung auf zukünftige Wettkämpfe wesentlich erschwert wird, weil sie nicht am Training mit anderen professionellen Eisschnellläuferinnen teilnehmen kann und das private Training, soweit es noch möglich ist, keine gleichwertige Alternative bildet;</li>
<li>dass andererseits die Gesuchsgegnerin zutreffend darauf hinweist, dass auch das öffentliche Interesse am Kampf gegen Doping berücksichtigt werden muss ebenso wie das Interesse der anderen professionellen Eisschnellläuferinnen, die zusammen mit der Gesuchstellerin am Training teilnehmen würden;</li>
<li>dass sodann von Bedeutung ist, dass der von der Gesuchstellerin angerufene Revisionsgrund von Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG an strikte Voraussetzungen gebunden ist, die relativ selten gegeben sind, weshalb die Erfolgschancen eines entsprechenden Revisionsgesuchs generell als unsicher einzustufen sind;</li>
<li>dass schliesslich zu berücksichtigen ist, dass bei normalem Verlauf des Revisionsverfahrens mit einem Entscheid des Bundesgericht bis spätestens Ende Juli 2010 zu rechnen ist und der Ausschluss der Gesuchstellerin von den erwähnten Trainingsveranstaltungen bis zu diesem Zeitpunkt zumutbar erscheint;</li>
<li>dass aus diesen Gründen des Gesuch um Anordnung einer vorsorglichen Massnahme abzuweisen ist;</li>
</ul>
<p>verfügt die Präsidentin:</p>
<ol>
<li>Das Gesuch um Anordnung einer vorsorglichen Massnahme wird abgewiesen.</li>
<li>Diese Verfügung wird den Parteien und dem Tribunal Arbitral du Sport (TAS) schriftlich mitgeteilt.</li>
</ol>
<p>Lausanne, 23. April 2010</p>
<p>Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung des Schweizerischen Bundesgerichts</p>
<p>Die Präsidentin:</p>
<p>Klett</p></blockquote>
<p>Und hier nun das <strong>eigentliche </strong><a title="Bundesgericht lehnt Pechstein-Beschwerde ab" href="http://jensweinreich.de/2010/02/10/bundesgericht-lehnt-pechstein-beschwerde-ab/" target="_self"><strong>Urteil des Bundesgerichts vom 10. Februar 2010</strong></a>, das für alle, die sich nicht durch die ersten Entscheidungen kämpfen wollen/können, wenigstens einen passablen Überblick gibt. Der Court of Arbitration for Sport (CAS) wird hier &#8211; diese Abteilung des Bundesgerichts sitzt in Lausanne &#8211; stets in der französischen Schreibweise als TAS (Tribunal Arbitral du Sport) bezeichnet. <span id="more-7870"></span></p>
<blockquote><p>Bundesgericht/Tribunal fédéral</p>
<p>4A_612/2009</p>
<p>CAUSE CELEBRE</p>
<p>Urteil vom 10. Februar 2010, I. zivilrechtliche Abteilung</p>
<p>Bundesrichterin Klett, Präsidentin,<br />
Bundesrichter Corboz,<br />
Bundesrichterin Rottenberg Liatowitsch,<br />
Bundesrichter Kolly,<br />
Bundesrichterin Kiss,<br />
Gerichtsschreiber Leemann.</p>
<p><strong>Claudia Pechstein</strong>, vertreten durch Rechtsanwälte Dr. Lucien W. Valloni und Dr. Thilo Pachmann, Beschwerdeführerin,</p>
<p>gegen</p>
<p><strong>International Skating Union</strong>, vertreten durch Rechtsanwalt Jean-Cédric Michel, Beschwerdegegnerin,</p>
<p><strong>Deutsche Eisschnelllauf Gemeinschaft e.V</strong>., vertreten durch Rechtsanwalt Marius Breucker, Verfahrensbeteiligte.</p>
<p>Beschwerde gegen den Schiedsentscheid des <strong>Tribunal Arbitral du Sport</strong> (TAS) vom 25. November 2009.</p>
<p><strong>Sachverhalt:</strong></p>
<p><strong>A. A.a</strong> Claudia Pechstein, Diensdorf/Deutschland, (Beschwerdeführerin) ist eine 37-jährige deutsche Eisschnellläuferin. Ihre Hauptdisziplinen sind 3&#8217;000 Meter und 5&#8217;000 Meter. Die Beschwerdeführerin gehört seit 1988 zur Eisschnelllauf-Weltelite, als sie die DDR an den Junioren-Weltmeisterschaften vertrat. In ihrer langen Karriere hat sie an fünf Olympischen Spielen (von 1992 bis 2006) teilgenommen. Neben zahlreichen Olympiamedaillen hat sie verschiedene Welt- und Europameisterschaften sowie nationale Wettkämpfe gewonnen. Sie ist daher eine der erfolgreichsten Wintersportlerinnen aller Zeiten.</p>
<p>Die International Skating Union (Beschwerdegegnerin) ist ein Verein schweizerischen Rechts mit Sitz in Lausanne. Sie ist als Weltverband für die Sportarten Eiskunstlauf und Eisschnelllauf anerkannt.</p>
<p>Die Deutsche Eisschnelllauf Gemeinschaft e.V. (nachfolgend DESG), München/Deutschland, der die Beschwerdeführerin angehört, ist Mitglied der Beschwerdegegnerin.</p>
<p><strong>A.b</strong> Die Beschwerdeführerin unterzog sich zwischen dem 4. Februar 2000 und dem 30. April 2009 zahlreichen Dopingkontrollen, die keine Hinweise auf verbotene Substanzen ergaben. Im gleichen Zeitraum erhob die Beschwerdegegnerin im Rahmen ihres Blutprofilprogramms mehr als neunzig Blutproben der Beschwerdeführerin. Insbesondere wurden zwischen dem 20. Oktober 2007 und dem 30. April 2009 siebenundzwanzig Blutproben der Athletin entnommen, die letzten zwölf zwischen Januar und April 2009.</p>
<p>Die im Rahmen des Blutprofilprogramms der Beschwerdegegnerin erhobenen und aufgezeichneten Blutparameter beinhalten unter anderem Hämoglobin, Hämatokrit und den prozentualen Anteil unreifer roter Blutzellen (Retikulozyten). Der Retikulozytenwert ermöglicht als Blutparameter eine aktuelle Beurteilung der Bildung roter Blutkörperchen im menschlichen Organismus.</p>
<p>Während die Beschwerdegegnerin einen Retikulozytenwert zwischen 0.4 % und 2.4 % für normal erachtet, ergaben die Resultate der Blutuntersuchungen bei der Beschwerdeführerin Retikulozytenwerte, die weit über 2.4 % lagen und danach jeweils stark abfielen.</p>
<p>Am 7./8. Februar 2009 fand die von der Beschwerdegegnerin organisierte Eisschnelllauf-Weltmeisterschaft in Hamar (Norwegen) statt. Am Morgen vor Wettkampfbeginn, also am 6. Februar 2009, wurden von sämtlichen Athleten Blutproben entnommen. Der Retikulozytenwert der Beschwerdeführerin wurde auf 3.49 % gemessen.</p>
<p>Als Folge dieses Resultats erhob die Beschwerdegegnerin am Morgen bzw. am Nachmittag des 7. Februar 2009 zwei weitere Blutproben bei der Beschwerdeführerin. Die gemessenen Retikulozytenwerte betrugen 3.54 % bzw. 3.38 %. Die Beschwerdeführerin und die DESG wurden vom medizinischen Berater der Beschwerdegegnerin, Prof. Harm Kuipers, darüber informiert, dass die Retikulozytenwerte &#8220;abnormal&#8221; seien. Obwohl die Hämoglobin- und Hämatokritwerte dies nicht geboten, teilte die DESG in der Folge mit, dass die Beschwerdeführerin an den Rennen des nächsten Tages nicht teilnehmen werde.</p>
<p>Am 18. Februar 2009 wurde bei der Athletin ausserhalb des Wettkampfs eine weitere Blutprobe entnommen. Diese zeigte einen Retikulozytenwert von 1.37 % an.</p>
<p><strong>B. B.a</strong> Nach Überprüfung des Blutprofils leitete die Beschwerdegegnerin bei ihrer Disziplinarkommission ein Verfahren gegen die Beschwerdeführerin ein. Sie warf der Beschwerdeführerin vor, eine verbotene Substanz bzw. eine unzulässige Methode (d.h. eine Art von Blutdoping) verwendet zu haben, was ein Dopingvergehen gemäss Artikel 2.2 ihrer Anti-Doping Regeln (ADR) darstelle, die am 1. Januar 2009 in Übereinstimmung mit der neuen Version des World Anti-Doping Code der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) in Kraft getreten sei.</p>
<p>Nach einem in Bern abgehaltenen Hearing vom 29./30. Juni 2009 stellte die Disziplinarkommission der Beschwerdegegnerin mit <a title="ISU-Beschluss ..." href="http://jensweinreich.de/2009/07/03/claudia-pechstein-des-blutdopings-uberfuhrt/" target="_self">Entscheid vom 1. Juli 2009</a> ein Dopingvergehen nach Artikel 2.2 ADR in Form von Blutdoping fest, aberkannte die anlässlich der Weltmeisterschaft vom 7. Februar 2009 erzielten Resultate und sprach eine zweijährige Sperre ab 9. Februar 2009 gegen die Beschwerdeführerin aus.</p>
<p><strong>B.b</strong> Am 21. Juli 2009 erklärten die Beschwerdeführerin sowie die DESG beim Tribunal Arbitral du Sport (TAS) Berufung gegen den Entscheid der Disziplinarkommission vom 1. Juli 2009.</p>
<p>Am 17. August 2009 gab das TAS die Zusammensetzung des Schiedsgerichts für den vorliegenden Rechtsstreit bekannt. Keine Partei erhob zu jenem Zeitpunkt oder im weiteren Verlauf des Verfahrens Einwände dagegen.</p>
<p>Mit Eingabe vom 3. August 2009 reichte die Beschwerdeführerin dem TAS ihre Berufungsbegründung ein.</p>
<p>Am 16. September 2009 beantragte die Beschwerdeführerin, es sei ihr zu gestatten, schriftlich zur Berufungsantwort der Beschwerdegegnerin Stellung zu nehmen. Diese sprach sich gegen einen weiteren Schriftenwechsel aus. Mit Schreiben vom 23. September 2009 teilte das TAS den Parteien mit, dass es in Anwendung von Artikel R56 des TAS-Code einen weiteren Schriftenwechsel nicht zulasse. Es gewährte der Athletin jedoch ausnahmsweise die Möglichkeit, bis spätestens acht Tage vor dem Hearing neue Beweise aus medizinischen Untersuchungen an ihrer Person sowie entsprechende Bemerkungen dazu einzureichen (&#8220;to present any new evidence deriving from medical investigations performed on her, with comments thereto&#8221;) sowie für das Hearing einen Experten zur Funktion des Messgeräts Advia 120 zu benennen.</p>
<p>Am 29. September 2009 erliess das TAS eine Anordnung über den weiteren Ablauf des Verfahrens (&#8220;Order of Procedure&#8221;). Diese wurde von allen Parteien vor dem Hearing unterzeichnet. Das Hearing wurde auf den 22./23. Oktober 2009 angesetzt.</p>
<p>Am 14. Oktober 2009 reichte die Beschwerdeführerin dem TAS eine Eingabe mit verschiedenen Beilagen ein. Am 17. Oktober 2009 wen- dete die Beschwerdegegnerin dagegen ein, die Eingabe betreffe zu einem grossen Teil nicht neue medizinische Untersuchungen, wie gemäss schiedsgerichtlicher Anordnung vom 23. September 2009 vorgesehen; angesichts des Umfangs neuer Dokumente sei es ihr zudem unmöglich, sich vor dem Hearing mit ihren Sachverständigen zu bera- ten und dazu schriftlich Stellung zu nehmen.</p>
<p>Mit Schreiben vom 19. Oktober 2009 hielt das TAS fest, dass zahlreiche Teile der Eingabe der Beschwerdeführerin den schiedsgerichtlichen Vorgaben vom 23. September 2009 sowie Artikel R56 des TAS- Code nicht entsprächen. Insbesondere seien die meisten der eingereichten Dokumente nicht neue Beweise aus medizinischen Untersuchungen an der Person der Beschwerdeführerin und ihre Eingabe beschränke sich nicht auf Bemerkungen zu diesen medizinischen Untersuchungen, sondern stelle vielmehr eine Replik dar. Entsprechend ordnete das Schiedsgericht unter anderem an, die Eingabe der Athletin vom 14. Oktober 2009 nicht zu den Akten zu nehmen, mit Ausnahme der Beilagen 37, 38, 39, 42, 44 und 53. Im Weiteren liess das Schiedsgericht sämtliche von der Beschwerdeführerin genannten Experten zum Hearing zu, mit Ausnahme von Dr. Damsgaard, der in ihrer Berufungsschrift nicht aufgeführt worden war.</p>
<p>Am 21. Oktober 2009 reichte die DESG dem Schiedsgericht einen weiteren Schriftsatz sowie ein neues Gutachten ein. Mit Verfügung vom gleichen Tag bestätigte das TAS seinen Entscheid, die schriftliche und mündliche Expertenmeinung von Dr. Damsgaard nicht zuzulassen, da sich diese nicht auf neue Beweise aus medizinischen Untersuchungen an der Person der Beschwerdeführerin bezog und die Athletin vor Ablauf der Frist zur Begründung der Berufung am 3. August 2009 auch nicht um eine Fristerstreckung im Hinblick auf die Beibringung der Expertenmeinung von Dr. Damsgaard ersucht hätte. In Anwendung von Artikel R57 des TAS-Code wies es zudem den Antrag der Beschwerdeführerin ab, weiteren interessierten Personen eine Teilnahme am Hearing zu gestatten. Die Eingabe der DESG vom 21. Oktober 2009 nahm es schliesslich nicht zu den Akten, da sie in Missachtung der Verfügung des Schiedsgerichts vom 19. Oktober 2009 erfolgte.</p>
<p>Am Hearing, das am 22. und 23. Oktober 2009 in Lausanne stattfand, wurden insgesamt zwölf von den Parteien bezeichnete Sachverständige angehört. Alle Parteien hatten jeweils die Möglichkeit, Fragen an die Experten zu richten. Sie hatten daraufhin die Gelegenheit, ihren Fall zu präsentieren, ihre Argumente dazulegen und die Fragen des Schiedsgerichts zu beantworten.</p>
<p>Das Schiedsgericht nahm anlässlich des Hearings den Entwurf der &#8220;Athlete Biological Passport Operating Guidelines&#8221; der WADA vom Oktober 2009 von sich aus zu den Akten und gewährte den Parteien eine kurze Frist zur schriftlichen Stellungnahme.</p>
<p>Nach den letzten Parteivorträgen und der Schlusserklärung der Beschwerdeführerin schloss das Schiedsgericht das Hearing.</p>
<p>Am 27. Oktober 2009 reichten die Parteien ihre Stellungnahmen zum Entwurf der erwähnten Richtlinien der WADA ein.</p>
<p>Mit Faxschreiben vom 23. und 24. November 2009 reichte die Beschwerdeführerin dem Schiedsgericht einen dringlichen Antrag für die Wiedereröffnung des Verfahrens ein, um im Rahmen eines Kreuzverhörs Fragen an Prof. Sottas zu stellen, der am Hearing vom 22./23. Oktober 2009 nicht teilgenommen hatte. Der Antrag wurde damit begründet, dass einer der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin vernommen habe, dass Prof. Sottas seine ursprüngliche Meinung aufgrund der von ihr am 14. Oktober 2009 vorgelegten Beweise offenbar geändert habe, und dass er von der Beschwerdegegnerin aus diesem Grund nicht für das Hearing aufgeboten worden sei.</p>
<p>Das TAS wies den Antrag um Wiedereröffnung des Verfahrens und die Berufungen der Beschwerdeführerin sowie der DESG mit <a title="CAS-Urteil im Fall Pechstein" href="http://jensweinreich.de/2009/11/25/cas-urteil-im-fall-pechstein/" target="_self">Schiedsentscheid vom 25. November 2009</a> ab und bestätigte die zweijährige Sperre der Athletin, mit der geringfügigen Änderung, dass die Sperre bereits ab dem 8. Februar 2009 gelte.</p>
<p><strong>C.</strong></p>
<p>Mit Beschwerde in Zivilsachen vom 7. Dezember 2009, die mit Eingabe vom 11. Januar 2010 innert Frist ergänzt wurde, beantragt die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht, es sei der Schiedsspruch des TAS vom 25. November 2009 aufzuheben und die Sache sei zu neuer Beurteilung an das Schiedsgericht zurückzuweisen.</p>
<p>Sie stellt zudem die folgenden verfahrensleitenden Anträge:</p>
<ul>
<li><strong>A.</strong> Es sei die Vorinstanz zu verpflichten offenzulegen, inwiefern ihr Generalsekretär oder Dritte auf das Zustandekommen des angefochtenen Urteils eingewirkt haben. Insbesondere sei offenzulegen, wie das angefochtene Urteil nach dem Antrag der Beschwerdeführerin auf Wiedereröffnung des Verfahrens verändert wurde und wie diese Änderungen zustande gekommen sind.</li>
<li><strong>B. </strong>Es sei der Beschwerdeführerin die Gelegenheit einzuräumen, zu allfälligen Eingaben und Beschwerdeantworten der Beschwerdegegnerinnen sowie zu einer allfälligen Vernehmlassung des Schiedsgerichts Stellung nehmen zu können. Sollte das Bundesgericht der Beschwerdeführerin von sich aus durch Fristansetzung kein Recht zur Stellungnahme einräumen, behält die Beschwerdeführerin sich vor, zu jeweiligen Eingaben der Beschwerdegegner jeweils innert 15 Tagen Stellung zu nehmen.</li>
<li><strong>C. </strong>Es seien die vollständigen Akten des Schiedsgerichts beizuziehen.</li>
<li><strong>D. </strong>Es sei eine öffentliche Verhandlung durchzuführen.</li>
<li><strong>E.</strong> Die Beschwerdegegnerin 1 sei zu verpflichten, die vollständigen Resultate der am 10.-12. Dezember 2009 anlässlich der Weltcuprennen in Salt Lake City vorgenommenen Dopingtests sowie die Protokolle der verwendeten Messmaschinen herauszugeben.</li>
</ul>
<p>Im Weiteren beantragt sie die Gewährung der aufschiebenden Wir- kung sowie die Anordnung verschiedener superprovisorischer bzw. provisorischer Massnahmen.</p>
<p>Die Akten des Schiedsverfahrens wurden beigezogen. Aufgrund der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Dringlichkeit im Hinblick auf die Olympischen Spiele wurden zur Beschwerdebegründung keine Vernehmlassungen eingeholt. Mit Schreiben vom 16. Dezember 2009 nahm das Bundesgericht vom Verzicht der DESG Vermerk, sich aktiv am Verfahren zu beteiligen.</p>
<p><strong>D.</strong></p>
<p>Mit <a title="Verfügung vom 7. Dezember 2009" href="http://jensweinreich.de/2009/12/08/pechstein-lauft-wieder-in-salt-lake-city/" target="_self">Verfügung vom 7. Dezember 2009</a> ordnete das Bundesgericht an, dass die Beschwerdeführerin am 11.-13. Dezember 2009 an den in Salt Lake City stattfindenden 3&#8217;000 Meter Eisschnelllauf-Weltcuprennen teilnehmen dürfe. Mit <a title="Verfügung vom 10. Dezember 2009" href="http://jensweinreich.de/2009/12/10/fall-pechstein-und-noch-eine-eilverfugung-des-bundesgerichts/" target="_self">Verfügung vom 10. Dezember 2009</a> ergänzte es diese Anordnung dahingehend, dass die Beschwerdeführerin auch am Training teilnehmen dürfe, soweit dieses als Vorbereitung auf das 3&#8217;000 Meter Weltcuprennen diene.</p>
<p>Mit <a title="Verfügung vom 11. Dezember 2009" href="http://jensweinreich.de/2009/12/11/fall-pechstein-die-dritte-eilverfugung-des-bundesgerichts/" target="_self">Verfügung vom 11. Dezember 2009</a> wies das Bundesgericht das Gesuch der Beschwerdeführerin ab, es sei superprovisorisch anzuordnen, dass sie in Salt Lake City auch für das Training und den Wettkampf in der Disziplin 1&#8217;500 Meter zuzulassen sei, sofern sie sich über 3&#8217;000 Meter nicht unter die ersten acht Läuferinnen klassiere.</p>
<p>Am 22. Dezember 2009 wies das Bundesgericht das Gesuch um Erlass weiterer superprovisorischer Massnahmen ab. Ein weiterer verfahrensleitender Antrag bezüglich der beantragten vorsorglichen Massnahmen der Beschwerdeführerin wurde mit <a title="Verfügung vom 30. Dezember 2009" href="http://jensweinreich.de/2009/12/30/bundesgericht-lehnt-vierten-pechstein-antrag-ab/" target="_self">Verfügung vom 30. Dezember 2009</a> abgewiesen.</p>
<p>Mit <a title="Verfügung vom 26. Januar 2010" href="http://jensweinreich.de/2010/01/26/bundesgericht-lehnt-antrag-ab-pechstein-nicht-in-vancouver/" target="_self">Verfügung vom 26. Januar 2010</a> wies das Bundesgericht das Gesuch um aufschiebende Wirkung und die Gesuche vom 17. Dezember 2009 und 11. Januar 2010 um superprovisorische Anordnung vorsorglicher Massnahmen ab.</p>
<p>Erwägungen:</p>
<p><strong>1. </strong></p>
<p>Nach Art. 54 Abs. 1 BGG ergeht der Entscheid des Bundesgerichts in einer Amtssprache, in der Regel derjenigen des angefochtenen Entscheids. Wurde dieser Entscheid in einer anderen Sprache abgefasst, bedient sich das Bundesgericht der von den Parteien verwendeten Amtssprache. Der angefochtene Entscheid ist in englischer Sprache abgefasst. Da es sich dabei nicht um eine Amtssprache handelt und sich die Parteien vor Bundesgericht verschiedener Sprachen bedienen, ergeht der Entscheid des Bundesgerichts praxisgemäss in der Sprache der Beschwerde.</p>
<p><strong>2.</strong></p>
<p>Im Bereich der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit ist die Beschwerde in Zivilsachen unter den Voraussetzungen der Art. 190-192 IPRG zulässig (Art. 77 Abs. 1 BGG).</p>
<p>2.1 Der Sitz des Schiedsgerichts befindet sich vorliegend in Lausanne. Die Beschwerdeführerin hatte im relevanten Zeitpunkt weder ihren Wohnsitz noch ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz. Da die Parteien die Bestimmungen des 12. Kapitels des IPRG nicht schriftlich ausgeschlossen haben, gelangen diese zur Anwendung (Art. 176 Abs. 1 und 2 IPRG).</p>
<p>2.2 Zulässig sind allein die Rügen, die in Art. 190 Abs. 2 IPRG ab- schliessend aufgezählt sind (BGE 134 III 186 E. 5 S. 187; 128 III 50 E. 1a S. 53; 127 III 279 E. 1a S. 282). Nach Art. 77 Abs. 3 BGG prüft das Bundesgericht nur die Rügen, die in der Beschwerde vorgebracht und begründet worden sind; dies entspricht der in Art. 106 Abs. 2 BGG für die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht vorgesehenen Rügepflicht (BGE 134 III 186 E. 5 S. 187 mit Hinweis). Bei Rügen nach Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG ist die Unvereinbarkeit des angefochtenen Schiedsentscheids mit dem Ordre public im Einzelnen aufzuzeigen (BGE 117 II 604 E. 3 S. 606). Appellatorische Kritik ist unzulässig (BGE 119 II 380 E. 3b S. 382).</p>
<p>2.3 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den das Schiedsgericht festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung des Schiedsgerichts weder berichtigen noch ergänzen, selbst wenn diese offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (vgl. Art. 77 Abs. 2 BGG, der die Anwendbarkeit von Art. 105 Abs. 2 sowie Art. 97 BGG ausschliesst). Allerdings kann das Bundesgericht die tatsächlichen Feststellungen des angefochtenen Schiedsentscheids überprüfen, wenn gegenüber diesen Sachverhaltsfeststellungen zulässige Rügen im Sinne von Art. 190 Abs. 2 IPRG vorgebracht oder ausnahmsweise Noven berücksichtigt werden (BGE 133 III 139 E. S. 141; 129 III 727 E. 5.2.2 S. 733; je mit Hinweisen). Wer sich auf eine Ausnahme von der Bindung des Bundesgerichts an die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz beruft und den Sachverhalt gestützt darauf berichtigt oder ergänzt wissen will, hat mit Aktenhinweisen darzulegen, dass entsprechende Sachbehauptungen bereits im vorinstanzlichen Verfahren prozesskonform aufgestellt worden sind (vgl. BGE 115 II 484 E. 2a S. 486; 111 II 471 E. 1c S. 473; je mit Hinweisen).</p>
<p>2.4 Die Beschwerde verkennt diese Grundsätze streckenweise.</p>
<p>2.4.1 So verlangt sie eine Erweiterung der Kognition des Bundesgerichts und übersieht dabei, dass die eingeschränkte Prüfungsbefugnis nach Art. 77 Abs. 1 BGG in Verbindung mit Art. 190 Abs. 2 IPRG für sämtliche Verfahren der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit gilt, so auch im Bereich des Sports. Eine Ausweitung der Prüfungsbefugnis des Bundesgerichts, wie sie die Beschwerdeführerin unter Berufung auf die Rechtsweggarantie verlangt, ist nicht zu rechtfertigen.</p>
<p>Da mit einer Beschwerde gegen einen internationalen Schiedsentscheid nach Art. 190 Abs. 2 IPRG ausschliesslich die in dieser Bestimmung abschliessend aufgezählten Beschwerdegründe angerufen werden können, nicht jedoch direkt eine Verletzung der Bundesverfassung, der EMRK oder weiterer Staatsverträge (vgl. Urteile 4P.105/2006 vom 4. August 2006 E. 7.3; 4P.64/2001 vom 11. Juni 2001 E. 2d/aa, nicht publ. in BGE 127 III 429 ff.), ist auf die verschiedentlich gerügte Verletzung entsprechender Bestimmungen grundsätzlich nicht einzutreten. Zwar können die aus der BV bzw. der EMRK fliessenden Grundsätze gegebenenfalls bei der Konkretisierung der nach Art. 190 Abs. 2 IPRG anrufbaren Garantien herangezogen werden; angesichts der strengen Begründungsanforderungen (Art. 77 Abs. 3 BGG) ist jedoch in der Beschwerde eigens aufzuzeigen, inwiefern ein in der genannten Bestimmung vorgesehener Beschwerdegrund gegeben sein soll.</p>
<p>2.4.2 Die Beschwerdeführerin stellt ihren rechtlichen Vorbringen eine ausführliche eigene Sachverhaltsdarstellung voran, in der sie den Ablauf der Ereignisse sowie des Verfahrens aus ihrer Sicht darlegt. Sie weicht darin, wie auch in ihrer weiteren Beschwerdebegründung, in verschiedenen Punkten von den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz ab oder erweitert diese, ohne substantiiert Ausnahmen von der Sachverhaltsbindung geltend zu machen. Ihre Vorbringen haben insoweit unbeachtet zu bleiben.</p>
<p>Unbeachtlich sind auch die verschiedenen neu vorgebrachten Tatsachen und Beweismittel (Art. 99 Abs. 1 BGG). So trägt die Beschwerdeführerin etwa unter Beilage neuer Parteigutachten vor, es habe sich mittlerweile herausgestellt, dass die Beschwerdeführerin tatsächlich unter einer <a title="Claudia Pechstein und die Kugelzell-Anomalie" href="http://jensweinreich.de/2010/03/15/claudia-pechstein-und-die-kugelzell-anomalie/" target="_self">Blutanomalie im Sinne einer Sphärozytose</a> leide. Zudem behauptet sie unter Hinweis auf zahlreiche nach Ergehen des angefochtenen Entscheids verfasste Dokumente, die Anti-Dopingexperten seien sich weltweit einig, dass sich die Blutwerte der Beschwerdeführerin durch keine bekannte Dopingmethode erklären liessen. Ausserdem reicht sie dem Bundesgericht diverse Unterlagen ein, die auf den angefochtenen Entscheid Bezug nehmen und die Schlüsse des Schiedsgerichts in verschiedener Hinsicht in Frage stellen, so unter anderem je ein Schreiben von Prof. Schrezenmeier vom 6. Dezember 2009 und Prof. Dr. Christoph Dame vom 7. Januar 2010 sowie zwei E- Mails vom Dr. Sottas vom 6. sowie 7. Januar 2010.</p>
<p>2.4.3 Bei den von der Beschwerdeführerin erwähnten Resultaten der vom 10.-12. Dezember 2009 anlässlich der Weltcuprennen in Salt Lake City vorgenommenen Dopingtests sowie den Protokollen der dabei verwendeten Messmaschinen handelt es sich um Noven, die im vorliegenden Beschwerdeverfahren unbeachtlich sind (Art. 99 Abs. 1 BGG). Der entsprechende verfahrensleitende Antrag auf Herausgabe dieser Dokumente ist bereits aus diesem Grund abzuweisen.</p>
<p><strong>3.</strong></p>
<p>Die Beschwerdeführerin macht unter Berufung auf Art. 190 Abs. 2 lit. a IPRG eine fehlende Unabhängigkeit und Unbefangenheit des Schiedsgerichts geltend.</p>
<p>3.1 Die Beschwerdeführerin stellt zunächst die Unabhängigkeit des TAS als solches in Frage.</p>
<p>3.1.1 Sie begründet dies damit, dass es im vorliegenden Fall nur in zweiter Linie um das Interesse der Beschwerdegegnerin gehe, sondern primär um das Interesse des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) sowie der internationalen Sportverbände im Allgemeinen, die durch die Dopingproblematik den ökonomischen Wert der Olympischen Spiele und ihrer Sportanlässe gefährdet sähen. Die Sponsoren und die Öffentlichkeit im Allgemeinen seien an fairen sportlichen Wettkämpfen interessiert, weshalb dieses Image um jeden Preis bewahrt werden müsse. Das IOC und die internationalen Sportverbände hätten zu beweisen, dass sie sich ohne Einschränkung voll und ganz dem Kampf gegen Doping verschrieben und sich für einen gesunden Sport einsetzten.</p>
<p>Aus diesem Grund sei es zu Prozessbeginn für das IOC und die internationalen Sportverbände von äusserst grosser Bedeutung gewesen, dass der indirekte Beweis funktioniere, der durch den WADA-Blutpass eingeführt werden sollte und sich zu diesem Zeitpunkt gerade in der Endphase seiner Entwicklung befunden habe, zumal dieses Nachweisverfahren bedeutend billiger sei als die Urintests, die den Gebrauch unerlaubter Substanzen direkt bewiesen. Es habe daher, so die Beschwerdeführerin weiter, zu einer Verurteilung kommen müssen, koste es was es wolle; nichts sei besser gewesen, als ein Exempel an einer möglichst bekannten Sportlerin zu statuieren. So habe Jacques Rogge, der IOC-Präsident, vor dem Prozess erklärt, es handle sich beim Fall Pechstein um einen &#8220;Lackmus-Test, ob das Langzeit-Profil von der internationalen wissenschaftlichen Gemeinde bestätigt wird&#8221;. Nach dem Urteil habe sich der Vizepräsident des IOC geradezu euphorisch über das angefochtene Schiedsgerichtsurteil geäussert und erklärt, &#8220;[d]er Entscheid des TAS zeigt, dass das Sportrecht mehr Möglichkeiten im Kampf gegen Doping bei Athleten eröffnet, als es staatliches Recht jemals könnte&#8221;.</p>
<p>3.1.2 Liegen bei einem Schiedsgericht Mängel in Bezug auf die Unabhängigkeit oder Unparteilichkeit vor, handelt es sich um einen Fall vorschriftswidriger Zusammensetzung im Sinne von Art. 190 Abs. 2 lit. a IPRG. Nach dem Grundsatz von Treu und Glauben ist ein solcher Einwand im Schiedsverfahren sofort geltend zu machen, ansonsten der Anspruch auf Anrufung des Beschwerdegrunds verwirkt (BGE 129 III 445 E. 3.1 S. 449 mit Hinweisen).</p>
<p>Die Beschwerdeführerin hat das TAS selbst angerufen und die &#8220;Order of Procedure&#8221; vom 29. September 2009 unterzeichnet, ohne Einwände hinsichtlich der Unabhängigkeit bzw. Unparteilichkeit vorzubringen. Unter diesen Umständen ist es mit dem Grundsatz von Treu und Glauben nicht zu vereinbaren, im Rahmen des Beschwerdeverfahrens vor Bundesgericht erstmals die Frage der Unabhängigkeit des angerufenen Schiedsgerichts aufzuwerfen. Auf die von der Beschwerdeführerin erhobene Rüge der fehlenden Unabhängigkeit des Schiedsgerichts ist daher nicht einzutreten.</p>
<p>3.1.3 Im Übrigen ist das TAS entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin als echtes Schiedsgericht anzusehen. Nach der Rechtspre- chung des Bundesgerichts ist das TAS zudem vom IOC genügend unabhängig, weshalb seine Entscheide auch in Angelegenheiten, welche die Interessen des IOC berühren, als Urteile betrachtet werden können, die mit solchen eines staatlichen Gerichts vergleichbar sind (BGE 129 III 445 E. 3 S. 448 ff. mit Hinweisen).</p>
<p>Abgesehen davon, dass sich die Behauptungen der Beschwerdeführerin in tatsächlicher Hinsicht nicht auf die Sachverhaltsfeststellungen des angefochtenen Entscheids stützten lassen (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG), wären ihre allgemein gehaltenen Ausführungen nicht geeignet, berechtigte Zweifel an der Unabhängigkeit des TAS zu begründen. Die Rüge der fehlenden Unabhängigkeit des TAS wäre daher ohnehin unbegründet.</p>
<p>3.2 Die Beschwerdeführerin rügt sodann, der Präsident des Schiedsgerichts, Massimo Coccia, sei befangen gewesen. Er habe einem ihrer heutigen Rechtsvertreter gegenüber im Oktober 2007 erklärt, dass er eine &#8220;harte Linie in Dopingfragen&#8221; habe, als dieser ihn in einem anderen Verfahren als Schiedsrichter für einen von ihm vertretenen Sportler habe gewinnen wollen. Mit der Ernennung Coccias durch Gunnar Werner, einem ehemaligen Mitglied eines Nationalen Olympischen Komitees und Präsidenten eines internationalen Sportverbands sowie Mitglied der IOC-Kommission für Sport und Recht, sei das Urteil damit faktisch gesprochen worden.</p>
<p>Die Rüge geht fehl. Der Vorwurf an den Präsidenten des Schiedsgerichts, er habe in anderem Zusammenhang erklärt, in Dopingfragen eine &#8220;harte Linie&#8221; zu vertreten, ist zu vage und allgemein, um berechtigte Zweifel an der Unabhängigkeit von Massimo Coccia zu erwecken, zumal kein unmittelbarer Bezug zum vorliegenden Verfahren erkennbar ist (vgl. BGE 133 I 89 E. 33 S. 92; 105 Ia 157 E. 6a S. 163).</p>
<p>Die Rüge der Beschwerdeführerin, der Präsident des Schiedsgerichts sei befangen gewesen bzw. das IOC habe in unzulässiger Weise auf die Zusammensetzung Einfluss genommen, stossen ins Leere.</p>
<p>3.3 Der weiter erhobene Vorwurf der Beschwerdeführerin, das IOC und die internationalen Sportverbände hätten durch den Generalsekretär des TAS die Entscheidfindung beeinflussen können, indem dieser den angefochtenen Schiedsentscheid möglicherweise nachträglich &#8220;korrigiert&#8221; habe, ist spekulativ und lässt sich nicht auf konkrete Tatsachen stützen. So führt die Beschwerdeführerin selbst aus, sie wisse nicht, ob der Generalsekretär von der Möglichkeit einer &#8220;Korrektur&#8221; des Schiedsspruchs Gebrauch gemacht habe. Sie zeigt zudem keinen Rügegrund nach Art. 190 Abs. 2 lit. a IPRG auf, wenn sie vorträgt, Artikel R59 des TAS-Code sehe vor, dass der Schiedsspruch vor der Unterzeichnung dem Generalsekretär des TAS zu übermitteln sei, und dieser &#8220;Korrekturen der blossen Form&#8221; anbringen und &#8220;ebenso die Aufmerksamkeit des Schiedsgerichts auf grundlegenden Punkte lenken&#8221; dürfe. Entgegen der in der Beschwerde geäusserten Ansicht wird mit diesem Vorgehen nicht in Frage gestellt, dass die Entscheidung allein beim Schiedsgericht liegt. Eine unzulässige Einflussnahme auf das Schiedsgericht, die dessen Unabhängigkeit in Frage stellen würde, ergibt sich daraus nicht.</p>
<p>Der Vorwurf der fehlenden Unabhängigkeit bzw. der vorschriftswidrigen Zusammensetzung des Schiedsgerichts (Art. 190 Abs. 2 lit. a IPRG) ist unbegründet und die in diesem Zusammenhang gestellten verfahrensleitenden Anträge sind abzuweisen.</p>
<p><strong>4.</strong></p>
<p>Die Beschwerdeführerin rügt weiter eine Verletzung des Anspruchs auf ein öffentliches Verfahren.</p>
<p>4.1 Sie beruft sich dabei zu Unrecht auf Art. 6 Ziff. 1 EMRK, Art. 30 Abs. 3 BV sowie Art. 14 Ziff. 1 UNO Pakt II, da diese nach zutreffendem Verständnis der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auf Verfahren der freiwilligen Schiedsgerichtsbarkeit nicht anwendbar sind (vgl. Urteile 4P.105/2006 vom 4. August 2006 E. 7.3; 4P.64/2001 vom 11. Juni 2001 E. 2d/aa, nicht publ. in BGE 127 III 429 ff.). Aus den genannten Bestimmungen lässt sich demnach kein Anspruch auf eine öffentliche Parteiverhandlung im Rahmen des Schiedsverfahrens ableiten.</p>
<p>Indem die Vorinstanz in Anwendung von Artikel R57 TAS-Code, der eine öffentliche Verhandlung nur bei Zustimmung der Parteien vorsieht, den Antrag der Beschwerdeführerin auf Zulassung ihres Managers Ralf Grengel zum Hearing abwies, missachtete sie keinen Anspruch der Beschwerdeführerin auf Durchführung einer öffentlichen Parteiverhandlung. Inwiefern der ebenfalls ins Feld geführte Gehörsanspruch (Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG) sowie der Ordre public (Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG) eine öffentliche Verhandlung in internationalen Schiedsverfahren gebieten soll, die regelmässig nichtöffentlich sind, legt die Beschwerdeführerin nicht dar.</p>
<p>Unabhängig von der Frage eines entsprechenden Rechtsanspruchs wäre es angesichts der überragenden Bedeutung des TAS im Bereich des Sports im Hinblick auf das Vertrauen in die Unabhängigkeit und Fairness der Entscheidfindung immerhin wünschenswert, wenn auf Antrag des betroffenen Sportlers eine öffentliche Verhandlung durchgeführt würde.</p>
<p>4.2 Im Gegensatz zum Verfahren vor dem TAS, das eine freie Prüfung von Tat- und Rechtsfragen vornimmt, ist die Prüfungsbefugnis im Rahmen der Schiedsbeschwerde vor Bundesgericht erheblich eingeschränkt. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren ist der Entscheid aufgrund der Akten spruchreif; die Anordnung einer öffentlichen mündlichen Parteiverhandlung (Art. 57 BGG), wie von der Beschwerdeführerin beantragt, ist nicht angezeigt.</p>
<p>Eine zwingende öffentliche Parteiverhandlung vor Bundesgericht, wie sie – bei Klagen gemäss Art. 120 Abs. 1 lit. c BGG oder wenn das Bundesgericht gestützt auf selbst erhobene Sachverhaltsfeststellungen (Art. 55 BGG) einen reformatorischen Entscheid fällen will (vgl. Art. 107 Abs. 2 BGG) – ausnahmsweise durch übergeordnetes Recht geboten sein kann (vgl. HEIMGARTNER/WIPRÄCHTIGER, in: Basler Kommen- tar, Bundesgerichtsgesetz, 2008, N. 9 ff. zu Art. 57 BGG; JEAN-MAURICE FRÉSARD, in: Commentaire de la LTF, 2009, N. 8 f. zu Art. 57 BGG), fällt im Rahmen des Schiedsbeschwerdeverfahrens nach Art. 77 BGG ausser Betracht.</p>
<p>Der Antrag auf Durchführung einer Parteiverhandlung vor Bundesgericht ist abzuweisen.</p>
<p><strong>5.</strong></p>
<p>Die Beschwerdeführerin wirft dem TAS in verschiedener Hinsicht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG) vor.</p>
<p>5.1</p>
<p>5.1.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Beschwerdegegnerin habe ihr erst am 28. Juli 2009 – nach dem Urteil der Disziplinarkammer und kurz vor Ablauf der am 3. August 2009 endenden Frist zur Begründung der Berufung an das TAS – die vollständigen Resultate der Bluttests vom 6. und 7. Februar 2009 offengelegt. Diese Offenlegung sei notwendig geworden, weil aufgrund der Aussagen der Sachverständigen deutlich geworden sei, dass sich die Retikulozyten als einzelner Wert zum Nachweis von Blutdoping nicht eigneten. Der Beschwerdeführerin sei daher empfohlen worden, möglichst viele zusätzliche Blutwerte zu ermitteln, um eine verlässliche wissenschaftliche Aussage machen zu können.</p>
<p>5.1.2 Die erwähnten Vorbringen lassen keine hinreichende Gehörsrüge erkennen. Die Beschwerdeführerin zeigt weder mit Aktenhinweisen auf, dass sie die späte Offenlegung im Schiedsverfahren gerügt hätte noch wird aus ihren Vorbringen klar, was sie der Vorinstanz in verfahrensrechtlicher Hinsicht vorwirft.</p>
<p>Soweit sie sich in der weiteren Beschwerdebegründung darauf beruft, es sei ihr nicht ausreichend Zeit zur Vorbereitung gegeben worden, so stösst die Gehörsrüge jedenfalls ins Leere. Wie die Vorinstanz in ihrer verfahrensrechtlichen Anordnung vom 21. Oktober 2009 festhält, hat die Beschwerdeführerin, nachdem sie am 21. Juli 2009 die Berufung erklärt hatte, nicht um eine Verlängerung der Frist zur Begründung der Berufung ersucht, wie dies nach Artikel R32 TAS-Code möglich gewesen wäre. Von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG) kann schon aus diesem Grund keine Rede sein.</p>
<p>5.2 Aus dem gleichen Grund stösst auch das Vorbringen der Beschwerdeführerin ins Leere, wegen der Ferienzeit hätten die Analysen der vollständigen Bluttests, die von Experten hätten vorgenommen werden müssen, erst nach Ablauf der Berufungsbegründungsfrist an das TAS (3. August 2009) erbracht werden können.</p>
<p>Zudem können die Parteien im Schiedsverfahren, wie auch im Zivilprozess, nicht jederzeit und unbeschränkt neue Behauptungen und Beweismittel vorbringen. Dies stellt keine Gehörsverletzung dar, sondern entspricht allgemein anerkannten verfahrensrechtlichen Grundsätzen. Entsprechend hat das Schiedsgericht mit Schreiben vom 23. September 2009 festgehalten, dass es in Anwendung von Artikel R56 TAS- Code keinen weiteren Schriftenwechsel zulasse. Es hat der Beschwerdeführerin jedoch ausnahmsweise die Möglichkeit eingeräumt, bis spätestens acht Tage vor dem Hearing neue Beweise aus medizinischen Untersuchungen an ihrer Person sowie entsprechende Bemerkungen dazu einzureichen. Die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 14. Oktober 2009, der unter anderem verschiedene neue Gutachten beigefügt waren, wies das Schiedsgericht mit Schreiben vom 19. Oktober 2009 grösstenteils aus dem Recht, da es sich bei der Mehrheit der eingereichten Dokumente nicht um neue Beweise aus medizinischen Untersuchungen an der Person der Beschwerdeführerin handelte und diese daher der schiedsgerichtlichen Anordnung vom 23. September 2009 widersprachen.</p>
<p>Die Beschwerdeführerin zeigt vor diesem Hintergrund keine Gehörsverletzung auf, wenn sie lediglich vorbringt, aus den eingereichten Sachverständigenmeinungen von Prof. Damsgaard sowie Dr. Faber gehe klar hervor, dass sie sehr wahrscheinlich nicht zu unerlaubten Mitteln gegriffen habe und ihre Blutwerte durch eine Blutanomalie zu erklären seien, und sie gestützt darauf ohne weitere Begründung behauptet, die Gutachten seien vom Schiedsgericht zu Unrecht zurückgewiesen worden. Mit der Behauptung, die eingereichten Gutachten beruhten auf neuen Fakten, die ihr vorher nicht bekannt gewesen seien, legt sie nicht dar, inwiefern sie die erwähnten Gutachten prozesskonform vorgebracht hätte. Insbesondere zeigt sie nicht mit Aktenhinweisen auf, inwiefern es sich bei den zurückgewiesenen Gutachten um neue Beweise aus medizinischen Untersuchungen an ihrer Person (&#8220;new evidence deriving from medical investigations performed on her&#8221;) gehandelt hätte. Damit verfehlt sie die Begründungsanforderungen an eine hinreichende Gehörsrüge.</p>
<p>Entsprechendes gilt für die Rüge, die Vorinstanz habe das von der DESG eingereichte Gutachten von Prof. Schmidt zu Unrecht unberücksichtigt gelassen. Im Übrigen stösst sie damit ohnehin ins Leere, zumal sie mit diesen Vorbringen keine Verletzung ihres eigenen Gehörsanspruchs geltend macht, sondern eine Missachtung der Verfahrensrechte der DESG rügt, die gegen den Schiedsentscheid keine Beschwerde erhoben hat.</p>
<p>5.3 Nicht weiter begründet wird das Vorbringen der Beschwerdeführerin, durch die Verfügung des TAS vom 19. Oktober 2009 sei ihr die Möglichkeit genommen worden, auf den neuen Sachvortrag der Beschwerdegegnerin zu erwidern. Ebenso wenig zeigt die Beschwerdeführerin konkret auf, welche ihrer Kommentierungen vom Schiedsgericht missachtet worden wären, was es ihm verunmöglicht habe, die Tragweite der zugelassenen Gutachten zu erkennen.</p>
<p>Im Übrigen fand am 22./23. Oktober 2009 in Lausanne ein Hearing statt, an dem sich die Beschwerdeführerin ausführlich äussern konnte. In der schiedsgerichtlichen Verfügung vom 19. Oktober 2009 war die Beschwerdeführerin zudem eigens darauf hingewiesen worden, dass sie sich anlässlich des Hearings eingehend werde zur Frage der medizinischen Beweise äussern können.</p>
<p>Der in der Beschwerdeschrift erhobene Vorwurf, es sei ihr nicht ausreichend Zeit und Gelegenheit zur Vorbereitung gegeben worden, ist auch unter diesem Gesichtspunkt ungerechtfertigt. Zudem stellt der Umstand, dass nach Artikel R56 des TAS-Code grundsätzlich nur ein einfacher Schriftenwechsel durchgeführt wird, bevor nach Artikel R57 das Hearing stattfindet, anlässlich dessen sich die Parteien mündlich äussern können, entgegen der in der Beschwerde geäusserten Ansicht keine Gehörsverletzung dar. Die Beschwerdeführerin zeigt nicht mit Aktenhinweisen auf, inwiefern ihr das Schiedsgericht anlässlich des Hearings verwehrt hätte, sich in bestimmter Hinsicht zu äussern bzw. zu den Vorbringen der Beschwerdegegnerin Stellung zu nehmen. Stattdessen bringt sie lediglich vor, es sei ihr die Möglichkeit zur schriftlichen Stellungnahme genommen worden. Eine Missachtung des Grundsatzes der Gleichbehandlung der Parteien oder des Grundsatzes des rechtlichen Gehörs (Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG) ist damit ebenso wenig dargetan wie mit der Behauptung, die Beschwerdegegnerin habe die Details zu den Blutproben und zur Kalibrierung der Analysegeräte erst vor dem TAS vorgetragen. Auch lässt sich eine Verletzung des Gehörsanspruchs nicht damit begründen, dass eine von der Gegenseite angebotene Zeugin nicht vor Gericht erschienen sei.</p>
<p>Schliesslich legt die Beschwerdeführerin nicht hinreichend dar, inwiefern sich aus dem Grundsatz des rechtlichen Gehörs ein Anspruch ergeben soll, nach den letzten Parteivorträgen und der Schlusserklärung der Beschwerdeführerin, mithin einen Monat nach Beendigung der Hauptverhandlung, aufgrund eines angeblichen Meinungsumschwungs eines Sachverständigen, diesen im Rahmen eines Kreuzverhörs zu befragen. Im Übrigen hatte sich im Schiedsverfahren nicht die Beschwerdeführerin, sondern die Beschwerdegegnerin auf Dr. Sottas berufen. Der Umstand, dass Dr. Sottas von der Beschwerdegegnerin nicht für das Hearing aufgeboten wurde, verletzt entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ihren Gehörsanspruch nicht. Stellte das Schiedsgericht unter diesen Umständen nicht auf die schriftliche Stellungnahme von Dr. Sottas ab, leuchtet nicht ein, inwiefern die Ablehnung des Antrags auf Wiedereröffnung des Verfahrens, die mit einem Meinungsumschwung von Dr. Sottas gegenüber seiner schriftlichen Aussage begründet wurde, eine unzulässige antizipierte Beweiswürdigung im Sinne einer Verletzung des rechtlichen Gehörs bzw. des verfahrensrechtlichen Ordre public darstellen soll.</p>
<p><strong>6.</strong></p>
<p>Die Beschwerdeführerin rügt verschiedentlich eine Verletzung des Ordre public (Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG).</p>
<p>6.1 Die materiellrechtliche Überprüfung eines internationalen Schiedsentscheids durch das Bundesgericht ist auf die Frage beschränkt, ob der Schiedsspruch mit dem Ordre public vereinbar ist (BGE 121 III 331 E. 3a S. 333). Gegen den Ordre public verstösst die materielle Beurteilung eines streitigen Anspruchs nur, wenn sie fundamentale Rechtsgrundsätze verkennt und daher mit der wesentlichen, weitgehend anerkannten Wertordnung schlechthin unvereinbar ist, die nach in der Schweiz herrschender Auffassung Grundlage jeder Rechtsordnung bilden sollte. Zu diesen Prinzipien gehören die Vertragstreue (pacta sunt servanda), das Rechtsmissbrauchsverbot, der Grundsatz von Treu und Glauben, das Verbot der entschädigungslosen Enteignung, das Diskriminierungsverbot und der Schutz von Handlungsunfähigen. Zur Aufhebung des angefochtenen Schiedsentscheids kommt es nur, wenn dieser nicht nur in der Begründung, sondern auch im Ergebnis dem Ordre public widerspricht (BGE 132 III 389 E. 2.2 S. 392 ff.; 128 III 191 E. 6b S. 198; 120 II 155 E. 6a S. 166 f.).</p>
<p>6.2 Die Beschwerdeführerin verkennt bei einer Grosszahl ihrer Vorbringen sowohl den Begriff des Ordre public als auch die für entsprechende Rügen geltenden strengen Begründungsanforderungen (vgl. BGE 117 II 604 E. 3 S. 606). Über weite Strecken erschöpfen sich ihre Ausführungen in appellatorischer Kritik, was im Rahmen des Beschwerdeverfahrens nicht zulässig ist (BGE 119 II 380 E. 3b S. 382).</p>
<p>6.2.1 So behauptet sie zunächst unter Hinweis auf zwei Gutachten von Dr. Sottas vom 19. Mai 2009 und 28. August 2009 sowie den Entscheid der Disziplinarkommission der Beschwerdegegnerin vom 1. Juli 2009, das Schiedsgericht habe den Einfluss der Expertenmeinung von Dr. Sottas &#8220;aktenwidrig verschleiert&#8221;, indem es &#8220;in letzter Minute aufgrund der Meinungsänderung von Dr. Sottas einfach dessen Namen aus dem Urteil gelöscht&#8221; habe. Abgesehen davon, dass diese Vorbringen spekulativ sind und durch die angeführten Beilagen nicht belegt werden, wirft die Beschwerdeführerin der Vorinstanz eine Missachtung der Begrün- dungspflicht sowie Aktenwidrigkeit vor, womit sie weder eine Ordre public-Widrigkeit noch einen anderen in Art. 190 Abs. 2 IPRG vorgesehenen Beschwerdegrund aufzeigt (vgl. BGE 134 III 186 E. 6.1 S. 187; 127 III 576 E. 2b S. 577 f.; je mit Hinweisen).</p>
<p>6.2.2 Entsprechendes gilt für das Vorbringen, es liege ein &#8220;unauflöslicher innerer Widerspruch in der Begründung&#8221; vor. Zwar hatte das Bundesgericht in einzelnen älteren Entscheiden ein Urteil, das unter einem inneren Widerspruch leidet, als Ordre public-widrig erachtet und dies damit begründet, dass Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG auch bezwecke, eine gewisse Mindestqualität der schweizerischen internationalen Schiedsentscheide zu gewährleisten (Urteile 4P.198/1998 vom 17. Februar 1999 E. 4a; 4P.99/2000 vom 10. November 2000 E. 3b/aa; vgl. auch Urteil 4P.115/1994 vom 30. Dezember 1994 E. 2b). In der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung, so insbesondere im letzten Grundsatzentscheid zum Begriff des Ordre public (BGE 132 III 389 E. 2.2.1 S. 392), wird der innere Widerspruch eines Schiedsspruchs im Zusammenhang mit der Auslegung des Begriffs des Ordre public hingegen nicht mehr erwähnt. In einem weiteren in der Amtlichen Sammlung veröffentlichten Entscheid erwog das Bundesgericht zudem, dass ein innerer Widerspruch im Dispositiv des Schiedsspruchs nicht als Verletzung des materiellen Ordre public gerügt werden könne (BGE 128 III 191 E. 6b S. 198), was sich mit den erwähnten unveröffentlichten Entscheiden kaum vereinbaren lässt (in diese Richtung auch BERNARD DUTOIT, Droit international privé suisse, Commentaire de la loi fédérale du 18 décembre 1987, 4. Aufl. 2005, N. 8 zu Art. 190 IPRG S. 678). Es erscheint auch unter dem Gesichtspunkt der Qualität internationaler Schiedsurteile nicht gerechtfertigt, einen an einem inneren Widerspruch leidenden Entscheid anders zu behandeln als solche, die auf unhaltbaren Sachverhaltsfeststellungen oder einer willkürlichen Rechtsanwendung beruhen, die ebenfalls nicht unter Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG fallen. Ein innerer Widerspruch in der Begründung eines Entscheids stellt demnach keine Verletzung des Ordre public dar (Urteil 4A_464/2009 vom 15. Februar 2010 E. 5.1).</p>
<p>6.2.3 Auch mit dem Vorwurf an die Beschwerdegegnerin, sie habe im Wissen darum, dass Dr. Sottas seine persönliche Meinung geändert habe, ihn wider Erwarten nicht an das Hearing vor dem TAS aufgeboten, zeigt die Beschwerdeführerin keine Ordre public-Widrigkeit auf. Abgesehen davon, dass sich ihre Vorbringen nicht auf die tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid (Art. 105 Abs. 1 BGG) stützen lassen, ist es nicht am Bundesgericht, den an die Gegenseite gerichteten Vorwurf der arglistigen Vermögensschädigung im Sinne von Art. 151 StGB im Rahmen des Beschwerdeverfahrens zu prüfen.</p>
<p>6.3 6.3.1 Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts reicht eine offensichtlich falsche oder aktenwidrige Feststellung für sich allein nicht aus, um einen internationalen Schiedsentscheid aufzuheben. Der Anspruch auf rechtliches Gehör enthält keinen Anspruch auf einen materiell richtigen Entscheid (BGE 127 III 576 E. 2b S. 577 f.). Zudem vermag die Verletzung von durch die Parteien formulierten Verfahrensregeln oder einer schiedsgerichtlichen Verfahrensordnung keinen Verstoss gegen den verfahrensrechtlichen Ordre public zu begründen (BGE 117 II 346 E. 1a S. 347). Der Begriff des Ordre public nach Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG stimmt nicht mit demjenigen der Willkür überein, sondern ist enger als dieser (BGE 132 III 389 E. 2.2.2 S. 393 mit Hinweisen). Der Vorwurf an das Schiedsgericht, der angefochtene Entscheid beruhe auf einer willkürlichen Sachverhaltsfeststellung oder Rechtsanwendung reicht zur Begründung eine Rüge nach Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG daher nicht aus (BGE 117 II 604 E. 3 S. 606).</p>
<p>6.3.2 Unter diesen Voraussetzungen versucht die Beschwerdeführerin vergeblich, unter Bezugnahme auf den WADA-Code, die Anti-Doping Regeln der Beschwerdegegnerin sowie zivilprozessuale und medizinische Argumente, den Ausgang des Beweisverfahrens in Frage zu stellen. Die Ansicht des Schiedsgerichts, dass die Beschwerdegegnerin einen Dopingverstoss &#8220;to the comfortable satisfaction of the hearing panel&#8221; nachzuweisen habe, verstösst nicht gegen den Ordre public, sondern bezieht sich auf die Beweislastverteilung sowie das Beweismass, die sich im Anwendungsbereich des Privatrechts – auch wenn Disziplinarmassnahmen privater Sportorganisationen zu beurteilen sind – nicht unter dem Blickwinkel strafrechtlicher Begriffe wie der Unschuldsvermutung bzw. des Grundsatzes &#8220;in dubio pro reo&#8221; und nach den aus der EMRK fliessenden Garantien bestimmen lassen. Auch mit dem Einwand, das dem Schiedsentscheid zugrunde gelegte Beweismass führe im Rahmen der indirekten Beweisführung zu einer Missachtung des Verhältnismässigkeitsprinzips, zeigt die Beschwerdeführerin keine Ordre public-Widrigkeit auf. Sie übt mit ihren Vorbringen zum Beweismass und zur angeblichen Umkehr der Beweislast vielmehr appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid, was im Beschwerdeverfahren nicht zulässig ist.</p>
<p>6.3.3 Das Schiedsgericht hat es aufgrund des durchgeführten Beweisverfahrens und nach Anhörung zahlreicher Experten für erwiesen erachtet, dass die abnormalen Blutwerte der Beschwerdeführerin vom 6. und 7. Februar 2009 sowie der am 18. Februar 2009 festgestellte starke Rückgang des Retikulozytenwerts nicht durch eine angeborene oder erworbene Anomalie erklärt werden können, sondern auf eine Blutmanipulation zurückzuführen sei.</p>
<p>In ihrer weiteren Beschwerdebegründung wirft die Beschwerdeführerin dem Schiedsgericht in weitschweifigen Ausführungen vor, es habe seinen Entscheid entgegen der einhelligen Meinung der Experten gefällt und die Blutwerte könnten weder durch die vom TAS herangezogene noch eine andere bekannte Dopingmethode erklärt werden. Soweit die Vorbringen angesichts der zahlreichen neu eingereichten Beweismittel überhaupt zu beachten sind (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG), stellen sie lediglich das schiedsgerichtliche Beweisergebnis in Frage und erschöp- fen sich in appellatorischer Kritik am angefochtenen Entscheid. Darauf ist nicht einzutreten.</p>
<p>Entsprechendes gilt für die Ausführungen, wonach die verwendeten Testverfahren wissenschaftlich ungenügend gewesen seien, soweit damit nicht verschiedene Rügen wiederholt werden, die sich bereits als unbegründet erwiesen haben. Die Beschwerdeführerin führt zudem unter anderem in pauschaler Weise die Wirtschaftsfreiheit nach Art. 94 BV, das Recht auf Arbeit nach Art. 6 f. UNO Pakt I, ihre Persönlichkeitsrechte, den Anspruch auf ein faires Verfahren sowie die WADA &#8220;Athlete Biological Passport Operating Guidelines&#8221; ins Feld, die auch nach ihrer Darstellung erst am 1. Dezember 2009 in Kraft traten. Damit zeigt sie keinen in Art. 190 Abs. 2 IPRG vorgesehenen Rügegrund auf, sondern kritisiert wiederum in unzulässiger Weise das Beweisergebnis der Vorinstanz. Es verstösst entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin auch weder gegen den Ordre public noch den Gleichbehandlungsgrundsatz, wenn ihre Testresultate nach den im damaligen Zeitpunkt geltenden Richtlinien erhoben wurden, und nicht in Anwendung solcher, die erst nach dem Schiedsurteil – wenn auch nur kurz danach – in Kraft gesetzt wurden. Im Übrigen kann von einer Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG) keine Rede sein, wenn das Schiedsgericht die erwähnten WADA-Richtlinien vor Inkraftsetzung derselben für nicht anwendbar erachtete, sie jedoch an zwei Stellen dennoch erwähnte, sei es zu Vergleichszwecken oder um auf ein entsprechendes Argument der Beschwerdeführerin einzugehen.</p>
<p>Ihre Ausführungen unter den Titeln &#8220;Ordre public Verletzung durch Miss- achtung der Sicherheitsmechanismen bei indirekter Beweisführung&#8221; sowie &#8220;Das Verfahren der Beschwerdegegnerin 1 zur Erstellung des biologischen Blutpasses verstösst gegen das Legalitäts- und Verhältnismässigkeitsprinzip&#8221; lassen keine Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids, geschweige denn eine hinreichend begründete Rüge nach Art. 190 Abs. 2 IPRG erkennen. Sie haben daher unbeachtet zu bleiben.</p>
<p>Die Beschwerdeführerin macht sodann keine Ordre public-Widrigkeit geltend, wenn sie das Datenmanagement der Beschwerdegegnerin sowie die Testresultate als fehlerhaft bezeichnet, die Verlässlichkeit der Datenbank anzweifelt oder eine Missachtung der Richtlinien der Beschwerdegegnerin hinsichtlich Bluttests behauptet. Die übrigen Rügen werden, soweit sie sich nicht ohnehin bereits als unbegründet erwiesen haben, lediglich pauschal erhoben, und verfehlen die gesetzlichen Begründungsanforderungen (vgl. Art. 77 Abs. 3 BGG). Fehl gehen im Weiteren die Rügen, das Verhältnismässigkeitsprinzip sowie die &#8220;lex mitior&#8221;-Regel seien verletzt worden. Damit lässt sich keine Ordre public-Widrigkeit begründen.</p>
<p>6.4 Die Beschwerdeführerin rügt im Zusammenhang mit dem Gutachten von Prof. Schrezenmeier zu Unrecht eine Verletzung des Ordre public sowie des rechtlichen Gehörs.</p>
<p>Sie bringt zur Begründung ihrer Rüge zunächst vor, dass die Sachverhaltsdarstellung der Vorinstanz, wonach Prof. Schrezenmeier zum definitiven Schluss gekommen sei, dass die Beschwerdeführerin und ihre Familienmitglieder nicht an hereditärer Sphärozytose litten, falsch und aktenwidrig sei. Sie legt sodann dar, dass das Schiedsgericht den medizinischen Bericht aktenwidrig als &#8220;final report&#8221; bezeichnet habe, wohingegen im Bericht auf Seite 3 von einer &#8220;vorläufigen Beurteilung&#8221; die Rede sei. Der medizinische Bericht werde zudem in verschiedener Hinsicht unzutreffend wiedergegeben und es würden falsche Schlussfolgerungen daraus gezogen.</p>
<p>Mit diesen Vorbringen zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf, inwiefern ihr das behauptete richterliche Versehen verunmöglichte, ihren Standpunkt in Bezug auf ein prozessrelevantes Thema in den Prozess einzubringen und zu beweisen (BGE 133 III 235 E. 5.2 S. 248 f.; 127 III 576 E. 2b-f S. 577 ff.). Sie behauptet zwar, das Schiedsgericht habe die weiterführenden Gutachten Heimpel und Röcker nicht gewürdigt, legt jedoch nicht dar, inwiefern dies durch das angebliche Versehen bedingt sein soll. Sie beruft sich in anderem Zusammenhang vielmehr darauf, das Schiedsgericht habe ihre Eingabe vom 14. Oktober 2009, der die erwähnten Gutachten beigelegt waren, zu Unrecht aus prozessualen Gründen zurückgewiesen und damit ihre Bemerkungen übergangen. Die in der Beschwerde erwähnten Gutachten mit den Folgeuntersuchungen von Prof. Röcker vom 10. Oktober 2009 sowie von Prof. Heimpel vom 7. Oktober 2009 wurden vom Schiedsgericht als Exhibit 37 und 39 zu den Akten genommen; auf Antrag der Beschwerdeführerin nahm Prof. Röcker zudem am Hearing teil.</p>
<p>Eine Gehörsverletzung infolge der angeblichen Aktenwidrigkeiten ist nicht dargetan. Die Beschwerdeführerin beschränkt sich vielmehr darauf, auszuführen, inwiefern das behauptete Versehen zu einer fehlerhaften Beweiswürdigung führte. Darin liegt jedoch, wie auch in einer willkürlichen Beweiswürdigung, keine Verletzung des rechtlichen Ge- hörs (BGE 127 III 576 E. 2f S. 580; vgl. auch Art. 77 Abs. 2 BGG, der die Anwendbarkeit von Art. 105 Abs. 2 sowie Art. 97 BGG aus- schliesst).</p>
<p>Der weiter erhobene Vorwurf, das Schiedsgericht habe seine Begründungspflicht verletzt, stösst ins Leere, zumal sich nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung aus Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG kein Anspruch auf Begründung ableiten lässt (BGE 128 III 234 E. 4b S. 343; 116 II 373 E. 7b S. 374 f.).</p>
<p>6.5 Letzteres gilt auch für die entsprechende Rüge unter dem Titel &#8220;Ordre public Verletzung durch entscheidrelevantes Abstellen auf die Meinung eines Tierarztes in einer humanmedizinischen Frage&#8221;. Die Beschwerdeführerin kritisiert darin, ausgehend vom Umstand, dass der am Hearing teilnehmende Prof. Gassmann nur über eine Ausbildung als Tierarzt verfüge, die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz und legt ihre eigene Sicht der Dinge dar. Abgesehen davon, dass sie nicht aufzeigt, entsprechende Einwände bereits im vorinstanzlichen Verfahren erhoben zu haben, sind ihre Vorbringen appellatorisch und vermögen weder eine Verletzung des rechtlichen Gehörs noch des formellen Ordre public aufzuzeigen.</p>
<p>Der Vorwurf, es werde durch den Umstand, dass ihre Blutwerte einem Tierarzt zur Prüfung unterbreitet worden seien, der Grundsatz der Menschenwürde gemäss Art. 7 BV verletzt, geht im Übrigen fehl. Von einer medizinischen Behandlung kann entgegen dem, was die Beschwerdeführerin geltend zu machen scheint, keine Rede sein. Dass der Grundsatz der Menschenwürde es einem an der Universität tätigen Wissenschaftler, der unter anderem über eine tierärztliche Ausbildung verfügt, verbieten soll, als Experte im Rahmen eines Dopingverfahrens teilzunehmen, ist nicht dargetan.</p>
<p>6.6 Der weiteren Beschwerdebegründung unter den Titeln &#8220;Ordre public widrige Erstellung des persönlichen Blutprofils der Beschwerdeführerin durch das TAS&#8221;, &#8220;Ordre public widrige Verwendung erwiesenermassen falscher Messungen&#8221; sowie &#8220;Verletzung des Ordre public durch fehlerhafte bestimmte Grenzwerte&#8221; lassen sich keine rechtsgenügend begründeten Rügen nach Art. 190 Abs. 2 IPRG entnehmen. Soweit die Beschwerdeführerin überhaupt auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids eingeht und nicht Vorbringen wiederholt, die sich bereits als haltlos erwiesen haben, kritisiert sie in appellatorischer Weise den angefochtenen Entscheid und legt ihre eigene Sicht der Dinge, insbesondere hinsichtlich der massgeblichen Messmethoden sowie der Beurteilung der Blutwerte, dar. Dabei bezeichnet sie zahlreiche Feststellungen des Schiedsgerichts als willkürlich, widersprüchlich, falsch oder aktenwidrig, zeigt jedoch nicht auf, inwiefern ihr dadurch verunmöglicht worden wäre, ihren Standpunkt in den Prozess einzubringen und zu beweisen (vgl. BGE 133 III 235 E. 5.2 S. 248 f.; 127 III 576 E. 2b-f S. 577 ff.). Sie behauptet lediglich an verschiedenen Stellen in pauschaler Weise einen Verstoss gegen den Grundsatz des rechtlichen Gehörs oder des Ordre public, ohne die gesetzlichen Begründungsanforderungen (vgl. Art. 77 Abs. 3 BGG) zu erfüllen.</p>
<p><strong>7.</strong></p>
<p>Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdeführerin kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG).</p>
<p>Demnach erkennt das Bundesgericht:</p>
<ol>
<li>Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.</li>
<li>Die Gerichtskosten von Fr. 5&#8217;000.&#8211; werden der Beschwerdeführerin auferlegt.</li>
<li>Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerin für das bundes- gerichtliche Verfahren mit Fr. 3&#8217;000.&#8211; zu entschädigen.</li>
<li>Dieses Urteil wird den Parteien und dem Tribunal Arbitral du Sport (TAS) schriftlich mitgeteilt.</li>
</ol>
<p>Lausanne, 10. Februar 2010</p>
<p>Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung des Schweizerischen Bundesgerichts</p>
<p>Die Präsidentin:	Der Gerichtsschreiber:</p>
<p>Klett	Leemann</p></blockquote>

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		<title>Dopingbericht 2008 und säumige Verbände: Christoph Bergners Brief an Dagmar Freitag</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 14:36:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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<p>Nach meinen Beiträgen über die Antidopingberichte 2008 und jene Verbände, die gemäß BMI-Staatssekretär Christoph Bergner (CDU, Präsident des SV Halle) wegen ihrer Versäumnisse mit Rückzahlungen belangt werden, haben sich einige Verbandspräsidenten bei mir gemeldet. Sie warfen mir vor, das Material des BMI ungeprüft verbreitet zu haben, und warfen dem BMI Dinge vor, die ich lieber nicht wiederhole. Bin gespannt, ob sie ihre Ankündigungen wahrmachen, juristisch gegen Bergner &amp; Co. vorzugehen. Ich glaube es natürlich nicht, dafür sind ihre Abhängigkeiten zu groß. Sie hängen am Tropf des Staates, sie sind teils auch personell zu sehr im sportpolitischen Komplex verstrickt und verquickt.</p>
<p>Kurz nochmal die Texte, um die es geht:</p>
<ul>
<li><a title="Der sportpolitische Komplex ..." href="http://jensweinreich.de/2010/03/03/der-sportpolitische-komplex-oder-dopingverstose-der-goldverbande-bsd-und-desg/" target="_self">Der sportpolitische Komplex oder: Dopingmängel bei den Goldverbänden BSD und DESG</a></li>
<li><a title="Dopingberichte 2008: die 19 säumigen Verbände" href="http://jensweinreich.de/2010/03/04/dopingbericht-2008-die-19-saumigen-verbande/" target="_self">Dopingberichte 2008: die 19 säumigen Verbände</a></li>
<li><a title="Wie DOSB und BMI den Bundestags-Sportausschuss narren" href="http://jensweinreich.de/2010/03/06/wie-dosb-und-bmi-den-bundestags-sportausschuss-verarschen/" target="_self">Wie DOSB und BMI den Bundestags-Sportausschuss narren</a></li>
</ul>
<p>Den Vorwurf, etwas ungeprüft zu übernehmen, finde ich <strong>einerseits</strong> absurd belustigend. Denn dieser Termin im Bundestags-Sportausschuss, bei dem Bergner nach monatelanger Diskussion (die ich stets begleitet und durchaus mit initiiert habe, ob nun hier, im Deutschlandfunk oder in Zeitungen) endlich einige Fakten preis gab, war natürlich auch für andere Journalisten Anlass genug, aktuell darüber zu berichten. Einige dieser Berichte habe ich verlinkt und selbstverständlich stets darauf hingewiesen &#8211; und zwar seit anderthalb Jahren/auch schon beim Dopingbericht 2007 -, wie sich die Abläufe gestalten. Wenn dann aber ein Parlamentarischer Staatssekretär viel zu spät den Parlamentariern eingeschränkt Bericht erstattet und Unterlagen vorlegt, darf man wohl davon ausgehen, dass auch alles seine Richtigkeit hat. Die Kritik der Verbände, einige Namen darf ich leider nicht nennen, richtete sich indes vor allem auch dagegen, dass das BMI ihnen Fristen zur Stellungnahme eingeräumt hatte, der unter Druck geratene Bergner aber seine Liste verbreitete, noch bevor Fristen verstrichen waren.</p>
<p><strong>Andererseits</strong> ist es also ganz offenbar so, dass das BMI und Bergner eben nicht sauber vorgegangen sind. Das hätte man, das hätte ich ahnen müssen. Man könnte also sagen: Ich habe die Unterlagen erhalten, die ein Staatssekretär einem parlamentarischen Kontrollorgan vorlegte und dachte wirklich, ich Trottel, dass ich das glauben dürfe, dass das so seine Richtigkeit habe. Für so ein foolishes Verhalten kann ich mich nur entschuldigen. Es graust mich geradezu: Habe ich tatsächlich BMI-PR betrieben?</p>
<p>Soweit ich es übersehe, haben sich aber nur zwei der 19 betroffenen Verbände öffentlich dazu geäußert (ich lasse mich gern korrigieren):</p>
<p>Der <strong>Deutsche Ruderverband (DRV)</strong> verbreitete eine <a title="DRV-PM vom 5. März 2010" href="http://www.rudern.de/nachricht/news/2010/03/05/anti-doping-und-wettkampfkontrollen/" target="_blank">Pressemeldung</a>, in der es u.a. hieß:</p>
<blockquote><p>Der Deutsche Ruderverband ist einer der Vorreiter der Anti-Doping-Bewegung und hat sich immer für ein wirkungsvolles Kontrollsystem eingesetzt. Aktuell werden in den Medien Berichte über Rückforderungen verbreitet, da der DRV im Jahr 2008 keine Wettkampfkontrollen durchgeführt habe.</p>
<p>Fakt ist, dass derzeit ein Anhörungsschreiben vorliegt, in dem das Bundesverwaltungsamt den DRV bis Mitte März um eine Stellungnahme gebeten hat. Dabei wird um die Aufklärung des Sachverhalts gebeten. (&#8230;)</p>
<p>Da die damals Verantwortlichen nicht mehr im Amt sind, wurden sie um Auskunft gebeten und haben an der Aufklärung mitgewirkt. Der Ausgang des Verwaltungsverfahrens ist also völlig offen und bleibt abzuwarten. Gleichwohl wurde vor dem Hintergrund der nun bekannten Haltung des Bundes und der NADA das Handeln der Verantwortlichen im Leistungssport zwischenzeitlich angepasst.</p></blockquote>
<p>Andreas Trautvetter, Präsident des <strong>Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD)</strong>, äußerte mir gegenüber deutliche Kritik, die ich in einem Beitrag für den DLF weitergab:</p>
<blockquote><p>“Ich bin jedenfalls sehr befremdet, dass hier Rückforderungen öffentlich verkündet werden und der BSD hat noch gar keinen Bescheid auf dem Tisch. Bei dem Verstoß, den wir gemacht haben, diesem formalen Fehler, ist ja ein Bußgeld von 57.400 Euro vollkommen unverhältnismäßig.”</p>
<p>Sollte der Bescheid demnächst zugestellt werden, gehe der BSD juristisch dagegen vor, sagt Trautvetter. Nach Informationen des Deutschlandfunks planen weitere Verbände juristische Maßnahmen, offenbar auch gegen Personen aus dem Bereich des BMI.</p></blockquote>
<p>Trautvetter bat übrigens auch darum, dass ich seine Parteimitgliedschaft (CDU) nicht mehr parallel zu seinen Ehrenämtern nenne, weil das eine mit dem anderen nichts zu tun habe. Ich sage nur: <a title="tag: vielfältige Lebenssachverhalte" href="http://jensweinreich.de/?s=lebenssachverhalte" target="_self">vielfältige Lebenssachverhalte</a>.</p>
<p>Mit einem dritten Verband, mit <strong>DESG</strong>-Präsident Gerd Heinze, habe ich vergangene Woche bei der <a title="Claudia Pechstein und die Kugelzell-Anomalie" href="http://jensweinreich.de/2010/03/15/claudia-pechstein-und-die-kugelzell-anomalie/" target="_self">DGHO-Pechstein-PR-Veranstaltung</a> kurz darüber gesprochen. Auch er sieht, wenn ich das richtig sehe, kein Versäumnis.</p>
<p>Inzwischen hat Christoph Bergner der Chefin des Bundestags-Sportausschusses Dagmar Freitag (SPD, Vizepräsidentin des DLV) einen Brief geschrieben, in dem er die Haltung seines Ministeriums erläuterte. Dies wird zur Stunde möglicherweise gerade im Sportausschuss besprochen. Ich bin nicht dabei, weil sich keines der Medien, für die ich arbeite, außer diesem Blog, dafür interessiert.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7539" title="Brief Bergner (CDU, BMI) an Freitag (SPD, MdB)" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/bergner-freitag-web.gif" alt="" width="530" height="641" /></p>
<p>Bergners Fazit und damit vielleicht auch der vermeldenswerte Zwischenstand lautet:</p>
<blockquote>
<ol>
<li>Vier Verbände werden derzeit noch angehört, um ihre finanzielle Situation aufzuklären, da ausgeschlossen werden muss, dass die Verbände bei sofortiger Durchführung der Sanktion nicht in eine existenzgefährdende Lage geraten. Das BVA wird nach Abschluss der Anhörungen im März dem BMI bis April 2010 Vorschläge zur Umsetzung der Sanktionen unterbreiten.</li>
<li>Den 15 Verbänden, die Widerrufsbescheide des BVA erhalten haben, steht es selbstredend frei, in das Widerspruchsverfahren einzutreten.</li>
<li>Alle Rückzahlungen werden für die Dopingprävention verwendet werden und damit die Umsetzung des Nationalen Dopingpräventionsplanes befördern. Sie bleiben somit in voller Höhe auch dem Sport erhalten.</li>
</ol>
</blockquote>
<p>Hier der komplette Text des Schreibens, auf dessen Grundlage sich besser diskutieren lässt. Vielleicht erfahren die betroffenen Fachverbände ja auch etwas Neues. Wer weiß.</p>
<p><em>(Einige Umlaute werden nicht korrekt wiedergegeben. Es hätte mich noch eine Stunde gekostet, das zu korrigieren. Sorry.)</em></p>
<blockquote><p>Unterrichtung über das Verfahren zur Überprüfung der Anti-Dopingberichte 2008 sowie die Kriterien des Sanktionssystems</p>
<p><strong>I) Überprüfungsverfahren</strong></p>
<p>Die Vorgaben für Anti-Doping Berichte wurden in gemeinsamer Arbeit vom Bundesinnenministerium (BMI), dem Bundesverwaltungsamt (BVA), dem Deutschen Olympi­schen Sportbund (DOSB) und der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) entwickelt. Die Berichte dienen einem standardisierten Verfahren zur Überprüfung der Umsetzung des NADA Codes und der Auflagen des BVA in den Zuwendungsbescheiden an die Bundessportfachverbände. Das Überprüfungsverfahren wird in dieser Form zum zwei­ ten Mal durchgeführt. Bis Ende März 2009 haben alle geförderten Bundessportfachver­ bände fristgemäß ihre Anti-Doping-Berichte für das Jahr 2008 an die NADA abgegeben. Bis Ende Mai 2009 hat die NADA (vorfristig) die Berichte im Hinblick auf die Umsetzung des NADC auf Plausibilität hin überprüft. Das BVA hat sodann bis Mitte August 2009 die von der NADA zusammengefassten Berichte in einem ersten Durchgang geprüft.</p>
<p><span id="more-7538"></span>Zum 14.08.2009 hat das BVA mit einem Zwischenbericht dargelegt, dass bei 30 von 60 geprüften bundesgeförderten Verbänden Beanstandungen nicht ausgeschlossen wer­ den könnten, die nach gemeinsamer Einschätzung von BMI, BVA, DOSB und NADA weitere Nachermittlungen des BVA erforderlich machten. Diese wurden Anfang Sep­ tember 2009 eingeleitet mit Frist Ende September. Unzureichende Auskünfte einiger Verbände machten erneute Nachfragen des BVA erforderlich, so dass die letzte Stel­ lungnahme der Verbände erst Ende Oktober beim BVA einging. Danach wurden bei weiteren neun Verbänden Beanstandungen ausgeschlossen und bei zwei Verbänden zwar Verstöße festgestellt, die aber nicht zu einer Rückforderung Anlass gaben, so dass im Ergebnis bei 19 Verbänden Rückforderungsverfahren einzuleiten waren.</p>
<p>BVA erstellte einen ersten abschließenden Bericht und legte ihn Anfang Dezember 2009 dem BMI vor. Dieser Bericht umfasste erstmals Vorschläge für das Sanktionssys­ tem und die Kategorisierung. Auf Fachebene wurden Änderungen mit dem BVA abge­ stimmt, sodass das BVA seinen abschließenden Bericht zum 14.01.2010 vorlegte. Am 27.01.2010 wurden die Obleute im Sportausschuss über das Sanktionssystem und den Umfang der beabsichtigten Rückforderungen unterrichtet. Am 01.02.2010 leitete BVA ein Anhörungsverfahren bei vier Verbänden ein. Am 01.03.2010 (nach Abschluss der Olympischen Winterspiele von Vancouver) erfolgte der Versand von 15 Rückforde­ rungsbescheiden durch das BVA und am 03.03.2010 die umfassende Unterrichtung des Sportausschusses .</p>
<p><strong>II)	Grundsätzliches zum Auswertungsverfahren (Festlegung der Kriterien)</strong></p>
<p><strong>1. Allgemeines</strong></p>
<p>Die vom BMI geförderten Bundessportfachverbände, bei denen ausweislieh der NADA­ und BVA-Auswertung des Antidopingberichtes 2008 keine Beanstandungen festgestellt wurden, haben Mitte September 2009 ein diesbezügliches Entlastungsschreiben erhal­ ten und bleiben bei der weiteren zuwendungsrechtlichen Bewertung unberücksichtigt.</p>
<p>Ebenso bleiben nach Übereinkunft von BVA und BMI diejenigen Bundessportfachver­ bände außen vor, die als einziges festgestelltes Manko keine ausreichende Möglichkeit haben, Änderungen im NADC kurzfristig in ihr Verbandsregelwerk umzusetzen. Da die Unterwerfung der Athleten zeitnah auch mit Athletenvereinbarungen hergestellt werden kann, ist die fehlende kurzfristige Anpassungsmöglichkeit der Satzungen ein vorüber­ gehend hinnehmbares Hindernis in der Dopingbekämpfung. Gleichwohl sollten die Ver­ bände hier flexible Regelungen einführen. Da Satzungsänderungen eine gewisse Zeit benötigen, soll die Umsetzung 2010 geprüft werden. Die Verbände wurden unter Hinweis auf den derzeitigen Verzicht zuwendungsrechtlicher Konsequenzen von den Be­anstandungen schriftlich in Kenntnis gesetzt und aufgefordert, diese schnellstmöglich zu beheben.</p>
<p><strong>2. Rechtsgrundlage </strong></p>
<p>Aufgrund der in den Zuwendungsbescheiden des Haushaltsjahres 2008 enthaltenen Antidoping-Auflagen waren die Verbände als Zuwendungsempfänger verpflichtet, den NADC in 2008 umzusetzen und darüber hinaus Antidoping-Klauseln in die Arbeitsver­ träge der haupt- und nebenamtlichen Mitarbeiter aufzunehmen. Diese Auflagen gelten sowohl für die olympischen als auch für die nichtolympischen Verbände. Die Verbände mit besonderer Aufgabensteilung haben den NADC lediglich inhaltlich zu beachten, das arbeitsrechtliche Erfordernis gilt jedoch auch für diese Verbände.</p>
<p>Die nicht hinreichende Umsetzung dieser Vorgaben im Jahr 2008 bei den 21 (davon zwei ohne Rückforderung) im Bericht des BVA vom 14.01 .2010 benannten Verbänden stellt einen Auflagenverstoß dar, der zu einem (Teil-) Widerruf der gewährten Zuwen­ dung nach § 49 Abs. 3 Nr. 2 VwVfG führen kann.</p>
<p>Bei den jeweils zu treffenden Ermessensentscheidungen sind die Interessen des Bun­ des und die des jeweiligen Verbandes gegeneinander abzuwägen, wobei in diesem Abwägungsprozess insbesondere der Sinn und Zweck der Antidoping-Auflage berück­ sichtigt werden muss.</p>
<p><strong>3. Bemessung des Widerrufs</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> a. Allgemeines </span></p>
<p>Um zukünftig eine transparente Abwägung und Begründung eines Widerrufs von Bun­ deszuwendungen im Bereich der Antidoping-Bestimmungen zu gewährleisten, wurden Verstöße gegen die Antidoping-Bestimmungen in Kategorien eingeordnet, denen pro­ zentuale Rückforderungsanteile zugeordnet sind. Basis der Rückforderung ist bei den olympischen Verbänden die Zuwendung zur Grundförderung (Sockelbetrag) innerhalb der Jahresplanung. Dies ist zum einen ein konstanter Zuwendungsbetrag der Ver­ bandsförderung, zum anderen betreffen die übrigen Zuwendungen das Leistungssport­ personal bzw. die Entsendekosten bei denen Rückforderungsmaßnahmen kontrapro­ duktiv wären. Entsprechend der Regelung für die olympischen Verbände wird bei den übrigen Verbänden 50% der Zuwendung zur Jahresplanung zugrunde gelegt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">b. Einordnung der Verstöße</span></p>
<p>Für die zuwendungsrechtliche Bewertung bzw. Entscheidung kommt es unter Abwä­ gung aller Umstände des Einzelfalles auf die Schwere des jeweiligen Verstoßes an. Verstöße gegen die Antidoping-Auflagen &#8211; wie bereits in der Vergangenheit praktiziert ­ lassen sich den Kategorien &#8220;einfach &#8211; mittel &#8211; schwer&#8221; zuordnen.</p>
<p><strong>Schwere Verstöße</strong> sind durch die schuldhafte Nichtumsetzung der Auflage gekenn­ zeichnet. Der Verband zeigt einen mangelnden Willen zur Bekämpfung von Doping und negiert das Anliegen des Bundes, nur einen dopingfreien Sport fördern zu wollen. Schwere Verstöße haben materiell-rechtliche Wirkung auf den Antidoping-Kampf, z.B. die fehlende Möglichkeit einen Athleten wegen eines Dopingverstoßes mangels Anbin­ dung an den NADC zu sanktionieren.</p>
<p><strong>Mittlere Verstöße</strong> sind solche, bei denen die Auflage nicht hinreichend umgesetzt wurde und bei denen der Verband die Dopingbekämpfung nicht mit der gebotenen Sorgfalt betreibt. Solche Verstöße sind im Hinblick auf die Förderung eines dopingfreien Sports nicht mehr als einfache Verstöße hinnehrnbar, werden aber, da der Antidoping-Kampf nicht gänzlich negiert wird, nicht als schwere Verstöße gewertet.</p>
<p><strong>Einfache Verstöße</strong> hingegen unterlaufen dem Verband trotz ausreichendem Engage­ ment im Kampf gegen Doping und haben keine negativen Auswirkungen auf den Anti­ doping-Kampf, z.B. formelle Verstöße gegen den NADC, die keine Auswirkungen auf ein Sanktionsverfahren bzw. dessen Ergebnis haben.</p>
<p>Eine Einordnung der Verstöße gegen Antidoping-Regelungen ergibt sich damit wie folgt:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7542" title="tab1-web" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/tab1-web.gif" alt="" width="430" height="462" /></p>
<p>Die oben gelisteten Verstöße stellen keine abschließende Aufzählung dar, sondern re­ präsentieren die häufigsten bzw. wahrscheinlichsten Verstöße und stellen die Kernele­ mente der Antidoping-Regelungen dar. Sofern sich bei künftigen Bewilligungen darüber hinausgehende Verstöße durch die Sportverbände ergeben, bietet die bereits vorge­ nommene Kategorisierung eine hilfreiche Orientierung, um eine Zuordnung vorzuneh­ men.</p>
<p>Das Raster dient der Orientierung und soll eine Vergleichbarkeit der Fälle im Hinblick auf Art. 3 GG und den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewährleisten. Im Rahmen der jeweils zu treffenden Ermessensentscheidung muss die Anwendung dieser Berech­ nungsgrundlagen anhand der im jeweiligen Fall vorliegenden Umstände konkretisiert werden. Dabei sind Abweichungen vom vorgeschlagenen Raster im Einzelfall möglich.</p>
<p>Inhaltlich wird die Einordnung der Verstöße wie folgt begründet:</p>
<p><strong>Keine Umsetzung NADC </strong></p>
<p>Die Nichtumsetzung des NADC stellt grundsätzlich einen schweren Verstoß dar. Ver­ bände, die den NADC nicht umsetzten, verschließen sich dem Antidoping-Kampf und negieren damit den in der Auflage zum Ausdruck kommenden Willen des Bundes, nur einen dopingfreien Sport fördern zu wollen.</p>
<p><strong>Nicht ausreichende und/oder verspätete Umsetzung des NADC </strong></p>
<p>Die nicht ausreichende und/oder verspätete Umsetzung des NADC stellt grundsätzlich einen mittleren Verstoß dar. Die Dopingbekämpfung wird nicht mit der gebotenen Sorg­ falt betrieben und kann schwerwiegende materiellrechtliche Folgen haben, insbesonde­ re dann, wenn die Athleten oder Athletenbetreuer nicht anderweitig an den NADC ge­ bunden sind. Je nach Grad des Verschuldens des Verbandes und den materiellrechtlichen Auswirkungen im Einzelfall kann dieser Verstoß auch als einfacher oder schwerer Verstoß gewertet werden .</p>
<p><strong>Keine Trainingskontrollen durchgeführt </strong></p>
<p>Da Doping im Hinblick auf anstehende Wettkämpfe vorzugsweise im Rahmen des vor­ bereitenden Wettkampftrainings zur Anwendung gelangt, ist die Durchführung von Trai­ ningskontrollen ein elementarer Bestandteil der gewollten Abschreckung der Sportler. Ohne Trainingskontrollen ist eine Manipulation durch Doping nicht mehr auszuschlie­ ßen, mithin kommt dies der Nichtumsetzung des NADC nahezu gleich, so dass eine Bewertung als schwerer Verstoß gerechtfertigt ist. Soweit lediglich eine Unterschreitung des Kontrollkontingents festzustellen ist, kann dies unter Würdigung einer entsprechen­ den Sachverhaltsaufklärung auch zu einer Herabstufung in eine niedrigere Kategorie führen.</p>
<p><strong>Keine Wettkampfkontrollen durchgeführt </strong></p>
<p>Wettkampfkontrollen sind im Hinblick auf die Vielfalt der auch kurzfristigen Manipulati­ onsmöglichkeiten ebenso unverzichtbar, jedoch sind die Manipulationsmöglichkeiten innerhalb eines Wettkampfes begrenzter. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass der physische Dopingaufbau im Training erfolgen muss, ist eine Einordnung als mittlerer Verstoß angemessen.</p>
<p><strong>Keine Athletenbetreueranbindung und keine Athletenanbindung an den NADC </strong></p>
<p>Athleten und Athletenbetreuer i.S. des NADC müssen dem NADC rechtlich unterworfen sein, damit der Bundessportfachverband in der Lage ist, die entsprechenden Sankti­ onsmaßnahmen zu ergreifen. Andernfalls wäre keine Chancengleichheit gewährleistet und würden die Antidoping-Regeln ihr Ziel verfehlen. Die fehlende Unterwerfung dieser Personen unter den NADC stellt, vergleichbar mit der Nichtumsetzung des NADC, grundsätzlich einen schweren Verstoß dar. Soweit die Anbindung unvollständig und/oder verspätet erfolgte, ist zumindest der Regelungswille des Bundessportfachver­ bandes erkennbar und durch eine Herabstufung als mittlerer Verstoß zu werten.</p>
<p><strong>Keine Möglichkeit, kurzfristige Änderungen des NADC umzusetzen</strong></p>
<p>In einem solchen Falle hat der Bundessportfachverband zwar den NADC umgesetzt, kann jedoch bei kurzfristigen Änderungen des NADC nicht reagieren und versäumt hierdurch, verfahrenskonform die aktuellen Bestimmungen umzusetzen. Dies kann im Einzelfall zu schwerwiegenden Konsequenzen führen, so dass eine Einordnung als mittlerer Verstoß gesehen werden muss.</p>
<p><strong>Fehler im Sanktionsverfahren </strong></p>
<p>Fehler im Sanktionsverfahren sind grundsätzlich mittlere Verstöße. Soweit ein Bundes­ sportfachverband nicht für ein regelgerechtes Sanktionsmanagement sorgt, führt dies zu einer sportartübergreifenden Ungleichbehandlung und ggf. zu Vorteilen im Vergleich zu anderen Bundessportfachverbänden , die sich regelkonform verhalten. Damit wird der Antidoping-Kampf nicht mit der gebührenden Sorgfalt betrieben, wenn nicht sogar das mangelnde Engagement zum eigenen Vorteil ausgenutzt.</p>
<p><strong>Kein echtes Schiedsgericht i.S. der ZPO </strong></p>
<p>Im neuen NADC ist seit dem 01.01.2009 die Einrichtung eines echten Schiedsgerichtes i.S. der ZPO vorgeschrieben. Die Nichtbeachtung dieser Regelung kann zu Verfahrens­ fehlern führen , in deren Folge ein ordnungsgemäßes Sanktionsmanagement nicht mehr gewährleistet ist, welches zu einer Ungleichbehandlung von Sportlern führen kann. In Anlehnung an die Begründung zu e. muss auch ein derartiger Verstoß als mittelschwer bewertet werden .</p>
<p>Keine Antidoping-Vereinbarungen in Verträgen mit Beschäftigten des Verbandes Soweit ein Beschäftigter des Verbandes, sei es haupt- oder nebenamtlich, an Doping­ manipulationen mitgewirkt hat, muss ein Bundessportfachverband in der Lage sein , das Arbeitsverhältnis im Rahmen des arbeitsrechtlich Zulässigen außerordentlich zu kündigen. Es ist für den Bund als Zuwendungsgeber und letztlich auch für den Sport selbst im Sinne einer glaubhaften Antidoping-Politik nicht akzeptabel, dass ein hiervon betrof­ fener Verband einen solchen Mitarbeiter weiterbeschäftigt. Zum Ausdruck seines Wil­ lens zu einer rigorosen Antidoping-Haltung hat der Bund daher diese Regelung, die nicht auf dem NADC beruht, zusätzlich in die Antidoping-Auflagen seiner Zuwendungs­ bescheide verankert.</p>
<p>Eine Anti-Dopingklausel kann hier die Rechtssicherheit erhöhen. Die Nichtumsetzung in den Arbeitsverträgen zeugt einerseits von mangelndem Engagement im Antidoping­ Kampf, wie ihn der Zuwendungsgeber fordert. Andererseits betrifft dieser Auflagenver­ stoß nicht die Kernelemente des Antidoping-Kampfes, wie sie im NADC verankert sind. Fehlende Anti-Doping Regelungen in den Arbeitsverträgen stellen einen formalen und damit einfachen Verstoß dar.</p>
<p><strong>Verstoß gegen die Mitteilungspflichten</strong></p>
<p>Auch die Verstöße gegen die Mitteilungspflichten sind als mittelschwere Verstöße zu werten, da durch die Unkenntnis beteiligter bzw. zu beteiligender Institutionen ein Auf­ klärungsverfahren ver- bzw. behindert werden könnte und letztlich auch dem Bundes­ sportfachverband hierdurch ein Vertuschen unterstellt werden könnte. In der Außendar­ stellung eines entsprechenden Ereignisses würde hierdurch ein irreparabler Image­ schaden entstehen. Gleichwohl kann es im Einzelfall, soweit es die Umstände eines Sachverhaltes hergeben, zu einer Bewertung als einfacher Verstoß kommen, soweit z.B. lediglich die Mitteilung an einen Olympiastützpunkt unterblieb und hieraus im Fol­ genden kein Schaden entstanden ist.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">c. Berechnung der Höhe des Widerrufes </span></p>
<p><strong>aa. Grundlage</strong></p>
<p>Die Antidoping-Auflage ist Bestandteil sämtlicher Zuwendungsbescheide. Um einen einheitlichen Rückforderungsrahmen zu schaffen, auf den während des gesamten Haushaltsjahres zurückgegriffen werden kann, wurde die Grundförderung der Jahres­ planungen als Grundlage für den Widerruf herangezogen. Diese wird allen Verbänden gewährt und ist anders als die anderen Bewilligungsbestandteile, wie z.B. der Projekt­ förderung innerhalb der Jahresplanung, zeitnah zum Jahres- und Bewilligungsanfang und über den gesamten Zeitraum des olympischen Zyklus fixiert.</p>
<p>Da nichtolympische Verbände und Verbände mit besonderer AufgabensteIlung (einschI. Behindertensportverbände) keine Grundförderung innerhalb der Jahresplanung erhalten und das Fördervolumen der Jahresplanungen im Verhältnis zu den olympischen Ver­ bänden wesentlich geringer ist, wird bei diesen Verbänden die Hälfte der Jahresplanung als Grundlage für einen Widerruf herangezogen.</p>
<p>Der Widerrufsrahmen sollte in der Regel 20 % der Grundförderung nicht überschreiten. Zu berücks!chtigen ist das (förderpolitisch) erhebliche Bundesinteresse an einer konti­ nuierlichen Fortsetzung der Förderung der betroffenen Bundessportfachverbände. Eine (teilweise) Rückforderung von über 20 % der gewährten Bundeszuwendungen würde diesem Interesse des BMI zuwider laufen, da hiermit zwangsläufig erhebliche Kürzun­ gen von Maßnahmen einhergehen müssten, um die Kürzungen oder Rückforderungen innerhalb der Haushaltspläne der Bundessportfachverbände aufzufangen. Eine Rück­ forderung von 20 % ist als erheblicher Einschnitt in die jeweilige Förderung zu sehen.</p>
<p>Gleichwohl darf die vorgeschlagene 20 %-Grenze nicht als Ermessensreduzierung, sondern nur als Richtwert gesehen werden. Soweit außergewöhnliche erschwerende Umstände in einem Einzelfall hinzutreten, muss im Rahmen der freien Ermessensaus­ übung eine darüber hinausgehende Rückforderung möglich sein.</p>
<p><strong>bb. Zuordnung der Verstöße zu prozentualen Anteilen</strong></p>
<p>Ausgehend von einer regelmäßigen Höchstgrenze bei 20 % wurde folgender prozentua­ ler Rückforderungsrahmen festgelegt:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-7541" title="tab2-web" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/tab2-web.gif" alt="" width="430" height="110" /></p>
<p>Innerhalb dieser Kategorien besteht die Möglichkeit, den Umständen des Einzelfalles, seien sie begünstigend oder belastend, Rechnung zu tragen. Soweit außergewöhnliche Umstände vorliegen und der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit es erfordert, bleibt eine Abweichung von diesem Rahmen möglich.</p>
<p>Soweit in einem Fall mehrere Verstöße kumulativ auftreten, wird der schwerste Verstoß gewertet und der Rückforderungsrahmen je nach Anzahl der Verstöße um 1 &#8211; 5 % erhöht.</p>
<p><strong>111)	Weiterer Gang des Verfahrens</strong></p>
<p>Vier Verbände werden derzeit noch angehört, um ihre finanzielle Situation aufzuklären, da ausgeschlossen werden muss, dass die Verbände bei sofortiger Durchführung der Sanktion nicht in eine existenzgefährdende Lage geraten. Das BVA wird nach Ab­ schluss der Anhörungen im März dem BMI bis April 2010 Vorschläge zur Umsetzung der Sanktionen unterbreiten.</p>
<p>Den 15 Verbänden, die Widerrufsbescheide des BVA erhalten haben, steht es selbstredend frei, in das Widerspruchsverfahren einzutreten.</p>
<p>Alle Rückzahlungen werden für die Dopingprävention verwendet werden und damit die Umsetzung des Nationalen Dopingpräventionsplanes befördern. Sie bleiben somit in voller Höhe auch dem Sport erhalten.</p></blockquote>

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		<title>Stil- und Textkritik: der FIFA-Ethikcode</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 13:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Wir müssen die ethischen und moralischen Grundsätze des Sports für zukünftige Generationen schützen und fördern.&#8221; Lord Sebastian Coe, ehemaliger FIFA-Ethikchef, IAAF-Vizepräsident, Organisationschef der Olympischen Spiele 2012 und IOC-Mitglied in spe, bei Amtsantritt als Sepp Blatters Ober-Ethiker Hoppala! Hatte ich nicht kürzlich angemahnt, dass der FIFA derzeit eine Ethik und eine Ethik-Kommission fehlt? Nach dem erfolgreich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<div class="topsy_widget_data topsy_theme_light-green" style="float: right;margin-left: 0.75em; background: url(data:,%7B%20%22url%22%3A%20%22http%253A%252F%252Fwww.jensweinreich.de%252F2010%252F03%252F23%252Fstil-und-textkritik-der-fifa-ethikcode%252F%22%2C%20%22shorturl%22%3A%20%22http%3A%2F%2Fbit.ly%2Fa8xuMb%22%2C%20%22style%22%3A%20%22small%22%2C%20%22title%22%3A%20%22Stil-%20und%20Textkritik%3A%20der%20FIFA-Ethikcode%22%20%7D);"></div>
<blockquote><p><strong>&#8220;Wir müssen die ethischen und moralischen Grundsätze des Sports für zukünftige Generationen schützen und fördern.&#8221;</strong></p>
<p><em>Lord Sebastian Coe, ehemaliger FIFA-Ethikchef, IAAF-Vizepräsident, Organisationschef der Olympischen Spiele 2012 und IOC-Mitglied in spe, bei Amtsantritt als Sepp Blatters Ober-Ethiker</em></p></blockquote>
<p>Hoppala! Hatte ich nicht <a title="&quot;The autumn of football's patriarch&quot;" href="http://jensweinreich.de/2010/02/19/andrew-jennings-uber-joseph-blatter-the-autumn-of-footballs-patriarch/" target="_self">kürzlich angemahnt</a>, dass der FIFA derzeit eine Ethik und eine Ethik-Kommission fehlt? Nach dem erfolgreich eingereichten <a title="Ethik-Pause für Lord Coe" href="http://jensweinreich.de/2009/02/18/ethik-pause-fur-lord-coe/" target="_self">Urlaub von Lord Sebastian Coe</a> war ja nicht nur der Posten des Kommissionschefs verwaist, bis vor wenigen Tagen existierte nicht einmal mehr ein Gebilde, das sich in irgendeiner Weise mit, nun ja, ethischen Fragen hätte beschäftigen können. Das <a title="Andrew Jennings nimmt die Wahl zum FIFA-Ethikchef an" href="http://jensweinreich.de/2009/02/20/andrew-jennings-nimmt-die-wahl-zum-fifa-ethikchef-an/" target="_self">amtlich bestätigte</a> <a title="And the winner is: Andrew Jennings" href="http://jensweinreich.de/2009/02/20/and-the-winner-is-andrew-jennings/" target="_self">Ergebnis</a> unserer freundlichen <a title="Voting für Sepp Blatter: Wer soll die FIFA-Ethik-Kommission leiten?" href="http://jensweinreich.de/2009/02/18/voting-fur-sepp-blatter-wer-soll-die-fifa-ethikkommission-leiten/" target="_self">Umfrage</a> hier im Blog hat FIFA-Präsident Joseph Machiavelli Blatter allerdings ignoriert: Statt des Investigativjournalisten <a title="Transparency in Sport" href="http://www.transparencyinsport.org" target="_blank">Andrew Jennings</a> wurde <strong>Claudio Sulser</strong> neuer Ober-Ethiker der FIFA.  Die PR-Schaffenden der FIFA <a title="FIFA-PM" href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/bodies/media/newsid=1181444.html" target="_blank">teilen dazu mit</a>:</p>
<blockquote><p>Claudio Sulser ist Anwalt und ehemaliger Fussballspieler. Er spielte für Vevey-Sports, Grasshopper Club Zürich (vier Meisterschaftstitel und ein Pokalsieg) und den FC Lugano. Zudem bestritt er 49 Länderspiele für die Schweiz. Als Stürmer war er zweimal Torschützenkönig der Schweizer Liga und einmal des Europapokal der Pokalsieger. Er ist Mitglied der Anti-Doping-Kommission von Swiss Olympic und als selbständiger Anwalt in der Kanzlei Sulser &amp; Jelmini in Lugano tätig.</p></blockquote>
<p>Zu Herrn Sulser später mal mehr. Erst einmal bin ich beruhigt, dass in der FIFA wieder auf Geschäftsethik geachtet wird.</p>
<p>Vor einigen Tagen sah die Webseite zur Ethikkommission noch so aus:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7509" title="Screenshot FIFA.com Februar 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/ethik-alt-web.gif" alt="" width="400" height="108" /></p>
<p>Nun ist sie wieder lebendig:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7510" title="Screenshot FIFA.com, März 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/ethik-neu-web.gif" alt="" width="400" height="368" /></p>
<p>Und wir können uns den Inhalten widmen. Ich muss ein schweres Versäumnis gestehen, denn noch nie habe ich den fein ziselierten &#8220;<a title="FIFA Code of Ethics, 2009" href="http://de.fifa.com/mm/document/affederation/administration/50/02/82/efsdcodeofethics_web.pdf" target="_blank">FIFA Code of Ethics</a>&#8221; verlinkt, geschweige denn besprochen. Das holen wir nun gemeinsam nach.</p>
<p>Ich erinnere mich übrigens noch sehr gut daran, dass ich mal Thema eines Vorläufers der FIFA-Ethikkommission war, in einem Aufwasch mit Fatih Terim und <a title="alle Beiträge zu Jack Warner" href="http://jensweinreich.de/category/jack-warner/" target="_self">Jack Warner</a>. Nur geschah das hinter meinem Rücken.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7523" title="Deckblatt Protokoll Ethik-Kommission, Sitzung Feb 2006" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/ethic-minutes-1-web.gif" alt="" width="530" height="379" /></p>
<p>Denn Angeklagte, wenn sie so schwere Verbrechen begangen haben wie ich, werden von der Kommission nicht gehört. Kann auch daran liegen, dass ich nicht zur Familie gehöre. Egal.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7524" title="Protokoll Sitzung FIFA Kommission Ethik und Fairplay, Feb 2006" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/ethic-minutes-2-web.gif" alt="" width="530" height="298" /></p>
<p>Als ich einige Monate später das Protokoll jener Kommissionssitzung in den Händen hielt, in der ich zur <em>persona non grata</em>, erklärt wurde, habe ich mich sofort per Email an den Präsidenten gewandt und um Aufklärung gebeten. Das traf sich gut, denn es war gerade Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland und der Präsident deshalb regelmäßig im Interconti in Berlin. Es vergingen nur einige Minuten, da wurde ich für den kommenden Tag zum Frühstück bei Sepp geladen. Er gab sich keine Mühe,</p>
<ul>
<li>a) zu verbergen, dass ihm die Geschichte durchaus peinlich war, und</li>
<li>b) war er echt neugierig, über welche Quelle wohl das Protokoll nach außen gelangt war.</li>
<li>c) entschuldigte er sich bei mir und erklärte, der Bann der Ethik-Kommission sei ja nie ratifiziert worden, weil er das Thema von der Tagesordnung der Sitzung des Exekutivkomitees im März 2006 genommen hatte.</li>
</ul>
<p>Sein damaliger Generalsekretär Urs Linsi hatte das zwar gewollt &#8211; doch Sepp hatte (und hat) das letzte Wort. &#8220;Sie wissen doch, der Linsi &#8230;&#8221; Mehr möchte ich aus jenem Gespräch gar nicht weitergeben, schließlich muss es Geheimnisse zwischen mir und Sepp geben, ein Gespräch unter Männern sollte nicht in jedem x-beliebigen Blog ausgebreitet werden.</p>
<p>Ein Ehrenwort bleibt ein Ehrenwort.</p>
<p>Jedenfalls, nicht erst in diesen Minuten begriff ich, dass Linsi nicht mehr sehr lange Generalsekretär bleiben würde. Schließlich hatte ich einige Monate zuvor in Marrakesch jene legendäre Auslosung verfolgt, als Linsi beim Versuch scheiterte, für zwei Play-off-Spiele (Australien/Uruiguay, Bahrain/Trinidad &amp; Tobago) unfallfrei das Heimrecht &#8220;auszulosen&#8221;. Es galt also lediglich eine Kugel aus einem Topf zu ziehen &#8211; Blatter saß daneben und feixte.</p>
<p>Doch ich schweife ab. Wer mehr über Linsi lesen mag und darüber, was er heute so treibt (Präsident und CEO von GC), bitteschön: Eine interessante Geschichte fand ich dieser Tage im Tagesanzeiger bzw. der Basler Zeitung von Thomas Schifferle: &#8220;<a title="Basler Zeitung" href="http://bazonline.ch/sport/fussball/Immer-der-Macht-nach/story/22203462" target="_blank">Immer der Macht nach</a>&#8220;. Ich frage mich zwar, warum ich in Schweizer Zeitungen derlei Analysen und Episoden erst immer lese, wenn diejenigen, die beschrieben werden, nicht mehr so mächtig sind. Egal.</p>
<p>Am liebsten würde ich jetzt also ein wenig über Form und Inhalt des FIFA Ethik-Codes diskutieren. Macht jemand mit?</p>
<p>Hier zunächst das prächtige Corpus Delicti (im umgangssprachlichen Sinn gemeint, liebe FIFA-Anwälte):</p>
<blockquote><p><span style="text-decoration: underline;"><strong>PRÄAMBEL</strong></span></p>
<p>Die FIFA trifft eine besondere Verantwortung, die Integrität und das Ansehen des Fussballs weltweit zu wahren. Die FIFA ist unablässig bestrebt, den Ruf des Fussballs und insbesondere der FIFA vor unmoralischen oder unethischen Machenschaften und Praktiken zu schützen. Vor diesem Hintergrund wurde das folgende Reglement erlassen.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">I. ANWENDUNGSBEREICH</span></strong></p>
<p><strong>1. Natürliche Personen</strong></p>
<ol>
<li>Dieses Reglement gilt für alle Offiziellen. Offizielle sind alle Vorstandsmitglieder, Kommissionsmitglieder, Schiedsrichter und Schiedsrichterassistenten, Trainer, Betreuer sowie die technischen, medizinischen und administrativen Verantwortlichen der FIFA, einer Konföderation, eines Verbands, einer Liga oder eines Klubs.</li>
<li>Art. 2, 3, 7, 8, 13 und 14 sowie Kapitel III dieses Reglements gelten analog für Spieler, Spielervermittler und Spielvermittler gemäss Definition in den FIFA-Statuten.</li>
<li>Andere Ethik- und Verhaltensvorschriften, die für Offizielle, Spieler, Spielervermittler und Spielvermittler gelten, bleiben von diesem Reglement unberührt, sofern sie den nachfolgenden Bestimmungen nicht widersprechen.</li>
</ol>
<p><strong><span id="more-7360"></span>2. Zeitlicher Anwendungsbereich</strong></p>
<p>Das Reglement kommt bei allen Vorfällen zur Anwendung, die sich nach dem Inkrafttreten des vorliegenden Reglements ereignet haben. Zusätzlich kommt es bei einem früheren Vergehen zur Anwendung, wenn die Sanktion für den Urheber dadurch gleich oder geringer ausfällt und die FIFA-Ethikkommission erst nach Inkrafttreten des vorliegenden Reglements über den betreffenden Vorfall entscheidet.</p>
<p><strong>3. Allgemeine Bestimmungen</strong></p>
<ol>
<li>Von den Offiziellen wird erwartet, dass sie sich der Bedeutung ihres Amts und der damit verbundenen Pflichten und Verantwortlichkeiten bewusst sind. Sie haben mit ihrem Verhalten den Zweck und die Zielsetzung der FIFA, der Konföderationen, Verbände, Ligen und Klubs in jeder Hinsicht zu unterstützen und zu fördern und alles zu unterlassen, was diesem Zweck und dieser Zielsetzung abträglich ist. Sie respektieren die Tragweite ihrer Treuepflicht gegenüber der FIFA, den Konföderationen, Verbänden, Ligen und Klubs und vertreten diese ehrlich, aufrichtig, respektvoll und integer.</li>
<li>Bei der Ausübung ihres Amts sind Offizielle zu ethischem, würdevollem, absolut glaubwürdigem und integrem Verhalten verpflichtet.</li>
<li>Bei der Ausübung ihres Amts dürfen Offizielle ihre Stellung in keiner Weise missbrauchen. Sie dürfen ihre Stellung insbesondere nicht für private Zwecke oder persönliche Vorteile ausnutzen.</li>
</ol>
<p><strong>4. Wählbarkeit und Absetzung</strong></p>
<ol>
<li>Nur Personen, die sich durch ein moralisch hochstehendes und integres Verhalten auszeichnen und sich vorbehaltlos zur Einhaltung dieses Reglements verpflichten, sind als Offizielle wählbar.</li>
<li>Vorbestrafte Personen sind nicht wählbar, sofern sich das Vergehen nicht mit der Ausübung ihres Amts vereinbaren lässt.</li>
<li>Offizielle, die dieses Reglement nicht einhalten oder ihre Pflichten und Verantwortlichkeiten insbesondere in finanzieller Hinsicht schwerwiegend verletzen oder unangemessen erfüllen, sind nicht länger wählbar und ihres Amtes zu entheben.</li>
</ol>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">II. VERHALTENSREGELN</span></strong></p>
<p><strong>5. Interessenkonflikte</strong></p>
<ol>
<li>Vor einer Wahl oder Ernennung müssen Offizielle ihre persönlichen Interessenbindungen offenlegen, die ihr Amt tangieren könnten.</li>
<li>Bei der Ausübung ihres Amts müssen Offizielle alle Situationen vermeiden, die zu Interessenkonflikten führen können. Interessenkonflikte entstehen, wenn Offizielle private oder persönliche Interessen haben oder zu haben scheinen, die eine integre, unabhängige und zielgerichtete Erfüllung ihrer Pflichten als Offizielle beeinträchtigen. Private oder persönliche Interessen umfassen jeden möglichen Vorteil für sich selbst, seine Familie, Verwandten, Freunde und Bekannten.</li>
<li>Bei einem bestehenden oder möglichen Interessenkonflikt dürfen Offizielle ihr Amt nicht ausüben. Ein solcher Interessenkonflikt ist unverzüglich offenzulegen und der Organisation zu melden, für die der Offizielle sein Amt ausübt.</li>
<li>Wird hinsichtlich eines bestehenden oder möglichen Interessenkonflikts Einwand erhoben, ist dies unverzüglich der Organisation zu melden, für die der Offizielle sein Amt ausübt.</li>
<li>Die Entscheidinstanz der betreffenden Organisation entscheidet über solche Interessenkonflikte.</li>
</ol>
<p><strong>6. Verhalten gegenüber staatlichen und privaten Organisationen</strong></p>
<p>Im Umgang mit staatlichen Institutionen, nationalen und internationalen Organisationen, Verbänden und Gruppierungen sind Offizielle neben der Einhaltung der allgemeinen Bestimmungen von Art. 3 zu einem politisch neutralen, integren und ihrem Amt angemessenen Verhalten im Sinne des Zwecks und der Zielsetzung der FIFA, der Konföderationen, Verbände, Ligen und Klubs verpflichtet.</p>
<p><strong>7. Diskriminierung</strong></p>
<p>Offiziellen ist es verboten, eine Person oder eine Gruppe von Personen durch herabwürdigende, diskriminierende oder verunglimpfende Äusserungen oder Handlungen in Bezug auf Herkunft, Rasse, Hautfarbe, Kultur, Sprache, Religion oder Geschlecht zu verletzen.</p>
<p><strong>8. Schutz der Persönlichkeitsrechte</strong></p>
<p>Offizielle sind bei der Ausübung ihres Amts dafür besorgt, dass die Persönlichkeitsrechte der Personen, mit denen sie in Kontakt treten und die von ihrem Wirken betroffen sind, gewahrt, respektiert und geschützt werden.</p>
<p><strong>9. Loyalität und Geheimhaltung</strong></p>
<ol>
<li>Offizielle haben sich bei der Ausübung ihres Amts insbesondere gegenüber der FIFA, den Konföderationen, Verbänden, Ligen und Klubs absolut loyal zu verhalten.</li>
<li>Informationen, von denen Offizielle bei der Ausübung ihres Amts Kenntnis erlangen, sind je nach Amt und als Zeichen der Loyalität vertraulich zu behandeln oder geheim zu halten. Informationen oder Meinungsäusserungen sind gemäss den Grundsätzen, Weisungen und Zielen der FIFA, der Konföderationen, Verbände, Ligen und Klubs weiterzuleiten.</li>
</ol>
<p><strong>10. Annahme und Gewährung von Geschenken und sonstigen Vorteilen</strong></p>
<ol>
<li>Offiziellen ist es untersagt, von Dritten Geschenke und sonstige Vorteile anzunehmen, die angesichts der örtlichen kulturellen Gegebenheiten einen üblichen und verhältnismässigen Wert überschreiten. Im Zweifelsfall ist das Geschenk zurückzuweisen. Die Annahme von Geldgeschenken ist in jeder Höhe und Form verboten.</li>
<li>Offizielle dürfen bei der Ausübung ihres Amts Dritten Geschenke und sonstige Vorteile gewähren, die angesichts der örtlichen kulturellen Gegebenheiten einen üblichen und verhältnismässigen Wert nicht überschreiten, sofern damit keine unredlichen Vorteile erlangt werden und dadurch keine Interessenkonflikte entstehen.</li>
<li>Offiziellen ist es ohne ausdrückliche Erlaubnis untersagt, sich bei offiziellen Veranstaltungen auf Kosten der FIFA, der Konföderationen, Verbände, Ligen, Klubs oder anderer Organisationen von Familienmitgliedern oder Partnern begleiten zu lassen.</li>
</ol>
<p><strong>11. Bestechung</strong></p>
<ol>
<li>Offizielle dürfen sich nicht bestechen lassen. Geschenke oder sonstige Vorteile, die ihnen zum Zweck einer Pflichtverletzung oder eines unredlichen Verhaltens zum Vorteil Dritter angeboten oder versprochen werden oder zugekommen sind, haben sie folglich zurückzuweisen.</li>
<li>Offiziellen ist es untersagt, Dritte zu bestechen oder zur Bestechung anzuhalten oder anzustiften, um sich oder einem Dritten dadurch einen Vorteil zu verschaffen.</li>
</ol>
<p><strong>12. Provisionszahlungen</strong></p>
<p>Offiziellen ist es ohne ausdrückliche Erlaubnis der vorgesetzten Behörde untersagt, für die Vermittlung von Geschäften jeder Art im Zusammenhang mit der Ausübung ihres Amts Provisionszahlungen anzunehmen oder versprechen zu lassen. Bei Fehlen einer vorgesetzten Behörde entscheidet das Gremium, dem der Offizielle angehört.</p>
<p><strong>13. Wettspiele</strong></p>
<p>Offiziellen ist es untersagt, sich direkt oder indirekt an Wetten, Glücksspielen, Lotterien oder ähnlichen Veranstaltungen oder Geschäften im Zusammenhang mit Fussballspielen zu beteiligen. Sie dürfen sich weder aktiv noch passiv an Gesellschaften, Unternehmen, Organisationen etc. beteiligen, die solche Veranstaltungen oder Geschäfte fördern, vermitteln, organisieren oder betreiben.</p>
<p><strong>14. Anzeige- und Rechenschaftspflicht</strong></p>
<ol>
<li>Offizielle müssen Vorkommnisse, die einen Verstoss gegen die Verhaltensvorschriften dieses Reglements beweisen, dem FIFA-Generalsekretär melden, der diese dem zuständigen Organ meldet.</li>
<li>Die beteiligten Personen haben sich auf entsprechende Anordnung bei der zuständigen Behörde zu melden und insbesondere Rechenschaft über ihre Einkünfte abzulegen und angeforderte Belege zur Einsichtnahme vorzulegen.</li>
</ol>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>III. VERFAHRENSORDNUNG</strong></span></p>
<p><strong>15. Zuständigkeit der Ethikkommission</strong></p>
<ol>
<li>Die Ethikkommission beurteilt Fälle, die in die Zuständigkeit der FIFA fallen.</li>
<li>Die FIFA ist für das Verhalten von FIFA-Offiziellen zuständig.</li>
<li>Die FIFA ist ferner für das Verhalten von Offiziellen bei Konföderationen, Verbänden, Ligen und Klubs sowie von Spielern, Spielervermittlern und Spielvermittlern zuständig, sofern der Sachverhalt, der dem mutmasslich regelwidrigen Verhalten zugrunde liegt, eine internationale (verbandsüberschreitende) Dimension hat und nicht auf Konföderationsebene zur Beurteilung gelangt.</li>
<li>Die FIFA ist ebenfalls für nationale Fälle zuständig, sofern es Verbände, Konföderationen und andere Sportorganisationen unterlassen, ein Verfahren einzuleiten, oder sie dieses nicht gemäss den geltenden Rechtsgrundsätzen durchführen.</li>
</ol>
<p><strong>16. Anzeige</strong></p>
<p>Die FIFA nimmt nur Anzeigen des Exekutivkomitees eines Verbands, des Exekutivkomitees einer Konföderation, der Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees und des FIFA-Generalsekretärs entgegen.</p>
<p><strong>17. Anwendbarkeit des FIFA-Disziplinarreglements</strong></p>
<ol>
<li>Die Ethikkommission kann alle in den FIFA-Statuten und dem FIFA-Disziplinarreglement festgehaltenen Disziplinarmassnahmen aussprechen.</li>
<li>Alle Organisations- und Verfahrensvorschriften des FIFA-Disziplinarreglements finden bei den von der Ethikkommission geführten Verfahren unmittelbar Anwendung, sofern das vorliegende Reglement keine anderslautenden Bestimmungen enthält oder soweit die Vorschriften des FIFA-Disziplinarreglements mit Blick auf den Zweck und den Inhalt des vorliegenden Reglements offenkundig nicht angewandt werden können.</li>
</ol>
<p><strong>18. Rechtsmittel</strong></p>
<p>Gegen alle Entscheide der Ethikkommission kann bei der Berufungskommission Rechtsmittel eingelegt werden, mit Ausnahme der Entscheide, bei der die folgenden Sanktionen ausgesprochen wurden:</p>
<ul>
<li>a) Ermahnung;</li>
<li>b) Verweis;</li>
<li>c) Sperre von weniger als drei Spielen oder höchstens zwei Monaten;</li>
<li>d) Geldstrafe von unter CHF 7500.</li>
</ul>
<p>Die Berufungskommission entscheidet letztinstanzlich. Vorbehalten bleibt die Berufung beim Sportschiedsgericht (CAS) gemäss Art. 63 der FIFA-Statuten.</p>
<p><strong>19. Zuständigkeitsüberschneidungen</strong></p>
<p>Sachverhalte, die in den Anwendungsbereich sowohl des Ethikreglements als auch des FIFA-Disziplinarreglements fallen, werden primär von der FIFA-Disziplinarkommission beurteilt. Die Vorsitzenden der beiden Kommissionen stimmen sich hinsichtlich der Zuständigkeit aber in jedem Fall ab.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">IV. SCHLUSSBESTIMMUNGEN</span></strong></p>
<p><strong>20. Offizielle Sprachen</strong></p>
<ol>
<li>Dieses Reglement erscheint in den vier offiziellen Sprachen der FIFA (Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch).</li>
<li>Im Falle unterschiedlicher Auslegung der vier Versionen ist der englische Text massgebend.</li>
</ol>
<p><strong>21. Inkrafttreten</strong></p>
<p>Dieses Reglement wurde vom FIFA-Exekutivkomitee am 31. Mai 2009 genehmigt und tritt am 1. September 2009 in Kraft.</p></blockquote>
<p>Was fällt mir dazu ein. Grundsätzlich dies: Ich stelle mir vor, wie Sepp &amp; <a title="Don Julio verpflichtet Maradona" href="http://jensweinreich.de/2008/10/29/don-julio-verpflichtet-maradona/" target="_self">Don Julio</a> gelacht haben müssen, als sie das Papier verabschiedeten.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7526" title="Joseph Blatter, Julio Grondona" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/sepp-don-web.jpg" alt="" width="530" height="398" /></p>
<p>Einige meiner Lieblingspassagen <em>(meine Kommentare kursiv in Klammern)</em>:</p>
<ul>
<li>Die FIFA ist unablässig bestrebt, den Ruf des Fussballs und insbesondere der FIFA vor unmoralischen oder unethischen Machenschaften und Praktiken zu schützen.<em> (No comment :)</em></li>
<li>Das Reglement kommt bei allen Vorfällen zur Anwendung, die sich nach dem Inkrafttreten des vorliegenden Reglements ereignet haben. <em>(Das gefällt mir außerordentlich. Denn als irgendwann im Herbst 2006 Jack Warner trotz tonnenweise Belastungsmaterial mit der Begründung freigepaukt wurde, die Kommission könne nicht “retrospektiv” tätig werden. Ich verliebte mich augenblicklich in dieses Wort: </em><a title="BLZ, Oktober 2006" href="https://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2006/0919/sport/0055/index.html " target="_blank"><em>Ethisch retrospektiv!</em></a><em>)</em></li>
<li>Bei der Ausübung ihres Amts sind Offizielle zu ethischem, würdevollem, absolut glaubwürdigem und integrem Verhalten verpflichtet. Bei der Ausübung ihres Amts dürfen Offizielle ihre Stellung in keiner Weise missbrauchen. Sie dürfen ihre Stellung insbesondere nicht für private Zwecke oder persönliche Vorteile ausnutzen. Nur Personen, die sich durch ein moralisch hochstehendes und integres Verhalten auszeichnen und sich vorbehaltlos zur Einhaltung dieses Reglements verpflichten, sind als Offizielle wählbar. Vorbestrafte Personen sind nicht wählbar, sofern sich das Vergehen nicht mit der Ausübung ihres Amts vereinbaren lässt. <em>(Wer hat das denn formuliert, Trottel!? Soll der Laden auseinander fliegen?)</em></li>
<li>Vor einer Wahl oder Ernennung müssen Offizielle ihre persönlichen Interessenbindungen offenlegen, die ihr Amt tangieren könnten. <em>(Bei Jack Warner würde das einige Jahre dauern.)</em></li>
<li>Bei der Ausübung ihres Amts müssen Offizielle alle Situationen vermeiden, die zu Interessenkonflikten führen können. Interessenkonflikte entstehen, wenn Offizielle private oder persönliche Interessen haben oder zu haben scheinen, die eine integre, unabhängige und zielgerichtete Erfüllung ihrer Pflichten als Offizielle beeinträchtigen. Private oder persönliche Interessen umfassen jeden möglichen Vorteil für sich selbst, seine Familie, Verwandten, Freunde und Bekannten.<em> (Oh, meinen die das ernst, Jack? Was soll der Quatsch?)</em></li>
<li>Bei einem bestehenden oder möglichen Interessenkonflikt dürfen Offizielle ihr Amt nicht ausüben. Ein solcher Interessenkonflikt ist unverzüglich offenzulegen und der Organisation zu melden, für die der Offizielle sein Amt ausübt.<em> (Jack, mach mal, und sag Ricardofranzjulio auch gleich Bescheid, okay?!)</em></li>
<li>Die Entscheidinstanz der betreffenden Organisation entscheidet über solche Interessenkonflikte. <em>(Clevere Jungs :)</em></li>
<li>Informationen, von denen Offizielle bei der Ausübung ihres Amts Kenntnis erlangen, sind je nach Amt und als Zeichen der Loyalität vertraulich zu behandeln oder geheim zu halten. Informationen oder Meinungsäusserungen sind gemäss den Grundsätzen, Weisungen und Zielen der FIFA, der Konföderationen, Verbände, Ligen und Klubs weiterzuleiten. <em>(Scheiß auf Whistle-Blower! Verräter!)</em></li>
<li>Offiziellen ist es untersagt, von Dritten Geschenke und sonstige Vorteile anzunehmen, die angesichts der örtlichen kulturellen Gegebenheiten einen üblichen und verhältnismässigen Wert überschreiten.<em> (In Saudi-Arabien geht schon mal ein Benz durch.)</em></li>
<li>Offiziellen ist es ohne ausdrückliche Erlaubnis untersagt, sich bei offiziellen Veranstaltungen auf Kosten der FIFA, der Konföderationen, Verbände, Ligen, Klubs oder anderer Organisationen von Familienmitgliedern oder Partnern begleiten zu lassen. (<em>Oh, hat da jemand einen Schreibfehler gemacht? Diesen blöden Satz bitte: löschen!)</em></li>
<li>Offizielle dürfen sich nicht bestechen lassen. Geschenke oder sonstige Vorteile, die ihnen zum Zweck einer Pflichtverletzung oder eines unredlichen Verhaltens zum Vorteil Dritter angeboten oder versprochen werden oder zugekommen sind, haben sie folglich zurückzuweisen. <em>(Alles klar, Jack!)</em></li>
<li>Offiziellen ist es untersagt, Dritte zu bestechen oder zur Bestechung anzuhalten oder anzustiften, um sich oder einem Dritten dadurch einen Vorteil zu verschaffen.<em> (<a title="alle Beiträge zu Jean-Marie Weber" href="http://jensweinreich.de/category/jean-marie-weber/" target="_self">Jean-Marie</a> ist ja kein Offizieller, sondern nur Geschäftspartner und Berater von Issa Hayatou.)</em></li>
<li>Offiziellen ist es ohne ausdrückliche Erlaubnis der vorgesetzten Behörde untersagt, für die Vermittlung von Geschäften jeder Art im Zusammenhang mit der Ausübung ihres Amts Provisionszahlungen anzunehmen oder versprechen zu lassen. Bei Fehlen einer vorgesetzten Behörde entscheidet das Gremium, dem der Offizielle angehört. <em>(Da muss man nacharbeiten oder vielleicht auch den ganzen Paragrafen löschen?)</em></li>
<li>Offiziellen ist es untersagt, sich direkt oder indirekt an Wetten, Glücksspielen, Lotterien oder ähnlichen Veranstaltungen oder Geschäften im Zusammenhang mit Fussballspielen zu beteiligen. Sie dürfen sich weder aktiv noch passiv an Gesellschaften, Unternehmen, Organisationen etc. beteiligen, die solche Veranstaltungen oder Geschäfte fördern, vermitteln, organisieren oder betreiben. <em>(Das könnte interessant werden. Gilt der Paragraf auch für Aufsichts/Verwaltungsräte bei Lotto-Toto, Oddset oder sonstwo?)</em></li>
<li>Offizielle müssen Vorkommnisse, die einen Verstoss gegen die Verhaltensvorschriften dieses Reglements beweisen, dem FIFA-Generalsekretär melden, der diese dem zuständigen Organ meldet.<em> (Unbedingt erst an die FIFA gehen, nicht gleich an die Ethik-Kommission. Man weiß ja nie, ob so ein Ethik-Kommissionschef nicht durchdreht und ethisch agiert.)</em></li>
<li>Die Ethikkommission beurteilt Fälle, die in die Zuständigkeit der FIFA fallen. Die FIFA ist für das Verhalten von FIFA-Offiziellen zuständig. <em>(Wie jetzt? Seit wann denn das?)</em></li>
<li>Die FIFA nimmt nur Anzeigen des Exekutivkomitees eines Verbands, des Exekutivkomitees einer Konföderation, der Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees und des FIFA-Generalsekretärs entgegen. <em>(Sicher ist sicher. Diese Absicherung muss sein. Wäre ja noch schöner, wenn jeder anzeigen oder whistleblowen dürfte!)</em></li>
</ul>

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		<item>
		<title>Goldener Plan für München 2018: Mal eben 1,5 Millionen Euro mehr aus Steuermitteln &#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 12:27:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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<p>Für zwischendurch: Sportpolitik, ganz praktisch erklärt von Fachleuten. Es lohnt sich, knapp elf Minuten des Auftritts von Thomas de Maizière (CDU) vergangene Woche in der Haushaltsberatung im Bundestag anzuschauen. Ab etwa 10:05 min geht es um Sport. Dabei auch um jene 1,5 Millionen Euro, die Sportausschuss und Haushaltsausschuss des Bundestages zuvor bereits als so genanntes &#8220;Kulturprogramm der alpinen Ski-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen&#8221; genehmigten. Diese 1,5 Millionen Euro sind astreine Olympiawerbung &#8211; sie tauchen im Etat der Münchner Bewerber GmbH für die Olympischen Winterspiele 2018 aber natürlich nicht auf. So wie viele andere Summen aus öffentlichen Kassen in diesem Etat nicht auftauchen.</p>
<p><object id="showIt" style="width: 400px; height: 255px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="255" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="data" value="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" /><param name="menu" value="true" /><param name="quality" value="high" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="swliveconnect" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="scalemode" value="showall" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="plugin_version=9.0.115&amp;bandwidth=514&amp;xasxTemplate=xasx_od.xml&amp;autoPlay=false&amp;skin=od_embed_ext&amp;application=144277506&amp;playerLink=http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_x_s-144277506/od_player.html&amp;baseUrl=http://iptv.cdn.tv1.de/iptv/player/macros&amp;params=?r=r$contentId=540154$singleton=true$forcedWidth=400$forcedHeight=225$keepVideoAspectRatio=true&amp;language=de" /><param name="src" value="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" /><embed id="showIt" style="width: 400px; height: 255px;" type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="255" src="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" flashvars="plugin_version=9.0.115&amp;bandwidth=514&amp;xasxTemplate=xasx_od.xml&amp;autoPlay=false&amp;skin=od_embed_ext&amp;application=144277506&amp;playerLink=http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_x_s-144277506/od_player.html&amp;baseUrl=http://iptv.cdn.tv1.de/iptv/player/macros&amp;params=?r=r$contentId=540154$singleton=true$forcedWidth=400$forcedHeight=225$keepVideoAspectRatio=true&amp;language=de" allowfullscreen="true" scalemode="showall" allowscriptaccess="always" swliveconnect="true" wmode="opaque" quality="high" menu="true" data="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf"></embed></object></p>
<p>Der Bundesinnenminister sagt (<a title="Protokoll der 31. Sitzung, 17. Leg-Periode" href="http://www.bundestag.de/dokumente/protokolle/plenarprotokolle/17031.pdf" target="_blank">das Protokoll</a> weicht immer ein bisschen vom tatsächlich Gesagten ab):</p>
<blockquote><p>Ich sage Ihnen Folgendes – das habe ich auch schon im Ausschuss gesagt –, wenn das irgendeine Ski-WM – die Garmischer mögen mir verzeihen – in irgendeinem Jahr gewesen wäre, hätte ich gesagt: Sie brauchen kein Geld für ein Kulturprogramm. Es gibt viele Weltmeisterschaften in Deutschland. Auch bei der Frauenfußball-Weltmeisterschaft in unserem Land haben wir, die Bundesregierung und der DFB, auf ein Kulturprogramm verzichtet.</p>
<p>(Dagmar Freitag [SPD]: Sie wollten 6 Millionen bereitstellen!)</p>
<p><strong>Aber die Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen findet im Winter 2011 statt. Im Sommer 2011 entscheidet das Olympische Komitee, ob die Olympischen Winterspiele 2018 in München, Garmisch-Partenkirchen und Umgebung stattfinden. Deswegen, ich sage: und nur deswegen, weil die Veranstaltung exakt dort stattfindet, wo wir uns um die Olympischen Spiele bewerben, sind in diesem Fall diese Mittel gerechtfertigt und gut</strong>, begründen aber keinen Anspruch darauf, dass in Zukunft auch alle anderen Weltmeisterschaften teure Kulturprogramme bekommen. Das ist meine Antwort auf Ihre Frage.</p>
<p>(Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)</p>
<p>Ich wünsche mir, dass es uns bei allem innenpolitischen Streit, den wir haben – da wende ich mich insbesondere auch an die Grünen –,</p>
<p>(Dr. Dieter Wiefelspütz [SPD]: Die haben von Sport keine Ahnung!)</p>
<p>auf Regionalebene, nicht auf Bundesebene, gelingt, in einer erstklassigen Weise professionell, finanziell und in der Art, wie wir uns um diese Olympischen Spiele bewerben, alles daranzusetzen, was vertretbar ist, um im Juli 2011 die Nachricht entgegennehmen können: Die Olympischen Spiele 2018 finden in Deutschland, in München, Garmisch-Partenkirchen und Umgebung, statt. Das wünsche ich mir. Im Übrigen wünsche ich mir bei allem Streit, dass wir in diesem Haus in dieser Frage einen Konsens erzielen.</p></blockquote>
<p>Offiziell ist es ja so, ich darf das ungern wiederholen und schließe damit kurz an den <a title="München 2018 und die Olympiafinanzierung: Willy Bogners Probleme mit der Wahrheit" href="http://jensweinreich.de/2010/03/19/munchen-2018-und-die-olympiafinanzierung-willy-bogners-probleme-mit-der-wahrheit/" target="_self">Beitrag über GmbH-Chef-Geschäftsführer Willy Bogner und seine abenteuerliche Argumentation jenseits der Wahrheit</a> an: 30 Millionen sollte angeblich der Bewerber-Etat bis zur IOC-Entscheidung im Juli 2011 betragen. 30 Millionen, die ausschließlich aus der Privatwirtschaft akquiriert werden sollten. So wurde versprochen.</p>
<p>Dass von derlei Postulaten nichts zu halten ist, habe ich oft genug nachgewiesen.</p>
<p>Fakt ist: Deutsche Bewerbungen wurden noch immer vor allem mit öffentlichen Mitteln betrieben. Zuletzt &#8211; Berchtesgaden 1986, Berlin 2000, Leipzig 2012 &#8211; wurden stets in katastrophaler Weise Steuermittel verpulvert, Akten vernichtet, teilweise Millionenaufträge nicht ausgeschrieben etc. pp. Das ist deutsche olympische Kontinuität.</p>
<p>Für München 2018 liegt kein öffentlich einsehbarer Bewerber-Etat vor. Dieser müsste korrekter Weise, doch so weit wird es nie kommen, eigentlich jene 1,5 Millionen für das putzige &#8220;Kulturprogramm&#8221;, die der Bundestag nun absegnete, und etliche andere öffentliche Leistungen enthalten. Aber im olympischen Selbstbedienungsladen, den Sport und Politik da betreiben, kümmert das niemanden.</p>
<p>Seit vergangener Woche ist klar, dass im Bewerberetat (ich wiederhole: der viele andere öffentliche Millionen nicht führt, die man mit gesundem Menschenverstand getrost dazu rechnen darf) noch 10 Millionen Euro fehlen. Mindestens zehn Millionen. Man weiß es nicht genau. Denn der Plan ist nicht öffentlich, wie vieles andere auch. Präzise betrachtet weiß man nicht mal genau, ob überhaupt ein sauberer Etat existiert, oder ob es so zugeht wie zuletzt in Berlin und Leipzig.</p>
<p>Münchens OB Christian Ude (SPD) <a title="Behauptungen von Münchens OB Christian Ude zur Olympiafinanzierung" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/Antwort-Ude.pdf" target="_blank">behauptete auf parlamentarische Anfrage ja nur</a>:</p>
<blockquote><p>Rund zwei Drittel der avisierten 30 Mio. Euro vom geplanten Bewerbungsbudget konnten mittels Sponsoren eingeworben werden.</p>
<p>Die Deckungslücke am geplanten Gesamtbudget beträgt derzeit ein Drittel der avisierten 30 Mio. Euro.</p></blockquote>
<p>Dies übrigens lässt sich auch so interpretieren, als würden gar keine Steuermittel in die Bewerbung fließen. Aber so würde das der Herr Ude sicher nie formulieren, oder?</p>
<p>Ich meine, Bund, Land und Kommunen sind doch auch irgendwie Sponsoren. Sponsoren sind wir alle, wenigstens ein bisschen. Insofern stimmt das bestimmt ganz sehr, was Ude da behauptet &#8211; ohne es zu belegen.</p>
<p>In Garmisch-Partenkirchen aber machen sich Gemeindevertreter bereits Sorgen (ich hatte das kurz erwähnt), dass sie wegen der Unterdeckung im Bewerber-Etat weitere öffentliche Mittel aus einer hochverschuldeten Kommune für die GmbH aufbringen müssen:</p>
<blockquote><p>Unabhängig davon beantragt die CSU-Fraktion die Mitglieder des Marktgemeinderates umgehend in öffentlicher Sitzung über die finanzielle Situation der Bewerbergesellschaft aufzuklären.</p>
<p>Wie der heutigen Presse zu entnehmen ist, fehlen noch über 10 Mio. Euro im Bewerbungsbudget, für die im schlimmsten Fall der Markt mit einer Haftungsquote von 16,22% aufkommen muss.</p>
<p>In diesem Zusammenhang sei auch daran erinnert, dass der Markt im Haushalt 2010 ein Darlehen über Euro 450.000.— für die Bewerbungsgesellschaft eingestellt hat.</p></blockquote>
<p>Vielleicht sollten sie einfach mal bei Thomas de Maizière und den Bundestags-Haushältern nachfragen. Die werden das schon richten.</p>
<p>De Maizière hat sich im Bundestag dagegen verwahrt, einen Zusammenhang zwischen den 1,5 Millionen für die Olympiawerbung bei der Ski-WM (&#8220;Kulturprogramm&#8221; für IOC-Mitglieder) und der Streichung des <strong>Goldenen Plans Ost</strong> herzustellen.</p>
<p>Der Bündnisgrüne Stephan Kühn sagt dazu in der oben verlinkten Bundestags-Debatte:</p>
<blockquote><p>Ich möchte gleich an die Themen Goldener Plan Ost und Ski-WM anknüpfen. Ich sage das einmal aus haushalterischer Sicht: Sie haben einen investiven Haushaltstitel gestrichen und dafür einen konsumtiven Haushaltstitel aufgesetzt.</p>
<p>(Beifall des Abg. Dr. Peter Danckert [SPD])</p>
<p>Wenn die Veranstaltung in Garmisch so lukrativ ist – übrigens so lukrativ, dass dort in umfangreicher Form Bergwald gerodet wurde –, verstehe ich nicht, warum sich nicht ausreichend Sponsoren finden lassen, um das Kulturprogramm für diese Veranstaltung zu finanzieren.</p>
<p>(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der SPD)</p>
<p>Es ist natürlich richtig, dass der Breitensport eine Angelegenheit der Kommunen ist. Wenn aber die schwarz- gelbe Bundesregierung den Kommunen jeden finanziellen Spielraum, um überhaupt in ihre Sportstätten investieren zu können, raubt, dann ist das keine gute Voraussetzung und schafft auch keine guten Bedingungen für spätere Entwicklungen im Bereich des Spitzensports. So viel dazu.</p></blockquote>
<p>Zu diesem Thema habe ich kürzlich u.a. für die Berliner Zeitung (<a title="BLZ vom 10. März 2010" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0310/sport/0007/index.html" target="_blank">&#8220;Dem Spitzensport geopfert&#8221;</a>) geschrieben. Allein schon der von de Maizière ja völlig zurecht erwähnte Symbolgehalt dieses Goldenen Plans ist es mir wert, den Beitrag einzustellen. In Memoriam sozusagen:</p>
<p><span id="more-7456"></span>BERLIN. Er ruhe in Frieden. Zwei Jahrzehnte war debattiert worden über den Goldenen Plan Ost, das Sportstättenförderprogramm für die ostdeutschen Bundesländer. Nun wurden die Reste dieses Plans vom Haushaltsausschuss des Bundestages überraschend gestrichen – und kaum jemand im Sport hat es bemerkt. Auf dem Kommunalpolitikkongress des DOSB am vergangenen Wochenende in München war der Abschied vom Goldenen Plan Ost (GPO) jedenfalls kein Thema.</p>
<p>Den GPO hatte der Deutsche Sport-Bund Anfang der neunziger Jahre unter seinem Präsidenten Hans Hansen ersonnen, um die Sport-Infrastruktur von Ost und West anzugleichen. Der GPO mit seinen Forderungen nach dutzenden Milliarden Euro war stets eine Illusion, voller Symbolgehalt, politisch umstritten. 1999 wurde unter der rot-grünen Bundesregierung tatsächlich ein Posten in den Bundesetat eingestellt, der zuletzt auf zwei Millionen Euro jährlich gesunken war.</p>
<p>Die Förderung des Breitensports gehört eigentlich nicht zu den Kernaufgaben des Bundes. Dennoch hat das BMI seit 1999 insgesamt 71 Millionen Euro für den GPO aufgebracht – zusammen mit den Mitteln von Ländern und Kommunen (auch von Vereinen) wurden für mehr als 400 Millionen Euro 528 Objekte im Osten realisiert. Das ist nicht wenig. Im Vergleich zu jenen Mitteln, die aus verschiedenen Töpfen (Bund, Länder, Gemeinden, EU) in teil abstruse Vorzeigeobjekte des Hochleistungssports geflossen sind, etwa in überdimensionierte Skisprunganlagen oder einen Skilanglauftunnel, ist das allerdings eine bescheidene Summe. Allein für die beiden ostdeutschen Stadien der Fußball-WM in Berlin und Leipzig, deren Unterhalt weiter viele Millionen Steuermittel verschlingt, hat der Bund 250 Millionen Euro überwiesen.</p>
<p>Das BMI teilte mir übrigens mit:</p>
<blockquote><p><strong>Beitrag zu einer Presseanfrage von Herrn Jens Weinreich</strong></p>
<p><strong></strong>Mit dem „Goldenen Plan Ost“ förderte der Bund von 1999 bis einschließlich 2009 mit den Neubau, die Erweiterung und den Umbau von so genannten Sportstätten der Grundversorgung (Sportplätze, Sporthallen, Schwimmbäder) in den östlichen Ländern und im ehemaligen Ostteil von Berlin. Die Zuwendungen betrugen insgesamt 71 Mio. €. Durch ergänzende Mittel der Länder, Kommunen und Vereine konnten Gesamtinvestitionen von über 400 Mio. € sichergestellt und 528 Einzelmaßnahmen auf den Weg gebracht werden.</p>
<p>Die Verteilung der Bundesmittel erfolgte entsprechend dem Verhältnis der Einwohnerzahlen der neuen Länder und des ehemaligen Ostteils von Berlin. Danach entfielen auf</p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td colspan="2" width="316" valign="top">Bundesanteil in Mio. €</td>
</tr>
<tr>
<td width="183" valign="top">Berlin (Ost)</td>
<td width="134" valign="top">5,9</td>
</tr>
<tr>
<td width="183" valign="top">Brandenburg</td>
<td width="134" valign="top">12,0</td>
</tr>
<tr>
<td width="183" valign="top">Mecklenburg-Vorpommern</td>
<td width="134" valign="top">8,3</td>
</tr>
<tr>
<td width="183" valign="top">Sachsen</td>
<td width="134" valign="top">21,0</td>
</tr>
<tr>
<td width="183" valign="top">Sachsen-Anhalt</td>
<td width="134" valign="top">12,4</td>
</tr>
<tr>
<td width="183" valign="top">Thüringen</td>
<td width="134" valign="top">11,4</td>
</tr>
<tr>
<td width="183" valign="top">Gesamt</td>
<td width="134" valign="top">71,0</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Das Programm konnte in vielen Fällen helfen, die Sportstätteninfrastruktur in den östlichen Ländern effektiv und dauerhaft an die in den westlichen Bundesländern anzugleichen. Der Goldene Plan Ost war eine zusätzliche Leistung des Bundes, da die Förderung von Sportstättenbaumaßnahmen für den Breitensport nach der Zuständigkeitsverteilung des Grundgesetzes grundsätzlich eine Angelegenheit der Länder ist. Ein Anspruch auf eine Verstetigung des Programms besteht nicht.</p>
<p>Es ist davon auszugehen, dass der Wegfall des Goldenen Plans Ost“ keine bedeutsamen Auswirkungen haben wird, da nach Mitteilung der Länder in den nächsten zwei Jahren ca. 600 Mio. € für Sportstätten des Spitzen- und Breitensportes aus dem Konjunkturpaket II verwendet werden.</p></blockquote>
<p>Vergangenen Freitag schaffte der Haushaltsausschuss mit den Koalitionsstimmen von CDU und FDP den Goldenen Plan ersatzlos ab. In derselben Sitzung wurde jedoch ein Bundeszuschuss für das so genannte Kulturprogramm zur Alpinen Ski-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen in Höhe von 1,5 Millionen Euro genehmigt (dies war zuvor im Sportausschuss kollektiv so beschlossen worden). Dies darf als verkappte Unterstützung der Olympiabewerbung 2018 und als politisches Signal gewertet werden: Die Spitzensportförderung wird erhöht, Mittel für den Breitensport werden gestrichen.</p>
<p>Dazu schrieb Timot Szent-Ivanyi in der <a title="BLZ vom 6. März 2010" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0306/politik/0022/index.html" target="_blank">Berliner Zeitung</a>:</p>
<blockquote><p>Norbert Barthle ist Skilehrer, Vorsitzender des Deutschen Verbandes des Skilehrwesens und Präsident des Internationalen Verbandes der Schneesportinstruktoren. Das bräuchte einen Flachländer in Berlin eigentlich nicht sonderlich interessieren. Doch <a title="stern.de: Geldregen für Seehofers Milchbauern" href="http://www.stern.de/politik/deutschland/haushalt-2010-geldregen-fuer-seehofers-milchbauern-1548584.html" target="_blank">Norbert</a> <a title="stern.de: Die Macht der Schwaben-Mafia" href="http://www.stern.de/politik/deutschland/berlin-vertraulich-die-macht-der-schwabenmafia-1530945.html" target="_blank">Barthle</a> ist außerdem haushaltspolitischer Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion und damit ein ziemlich wichtiger Mann in der schwarz-gelben Koalition.</p>
<p>Nicht einmal die Opposition hat etwas dagegen, dass der CDU-Politiker Skilehrer und Haushälter ist. Gestern ist jedoch etwas passiert, was die Opposition als neuen Beleg für eine Klientelpolitik der Koalition betrachtet: In den parlamentarischen Schlussberatungen über den Haushalt 2010, der sogenannten Bereinigungssitzung, beantragte die Koalition, die Bundeszuschüsse für das Förderprogramm für ostdeutsche Sportstätten (&#8220;Goldener Plan Ost&#8221;) in Höhe von zwei Millionen Euro zu streichen.</p>
<p>Gleichzeitig wurde im Etat des für den Sport zuständigen Innenministeriums ein neuer Titel mit der Nummer 6820-324 und der Bezeichnung &#8220;Bundeszuschuss für Kulturprogramm zur Ski-WM 2011&#8243; beantragt. Kostenpunkt: 1,5 Millionen Euro. Da Union und FDP die Mehrheit haben, wurde das Ganze dann auch umgehend im Haushaltsausschuss beschlossen. Für Etatexpertin Gesine Lötzsch von der Linkspartei ist die Sache klar: Das sei nicht nur Klientelpolitik, sondern sogar Selbstbedienung. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Norbert Barthle verteidigt sich im Video ab 15:48 min in Form von drei Fragen an den Bundesinnenminister. Auch selten:</p>
<p><object id="showIt" style="width: 400px; height: 255px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="255" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="data" value="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" /><param name="menu" value="true" /><param name="quality" value="high" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="swliveconnect" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="scalemode" value="showall" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="flashvars" value="plugin_version=9.0.115&amp;bandwidth=514&amp;xasxTemplate=xasx_od.xml&amp;autoPlay=false&amp;skin=od_embed_ext&amp;application=144277506&amp;playerLink=http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_x_s-144277506/od_player.html&amp;baseUrl=http://iptv.cdn.tv1.de/iptv/player/macros&amp;params=?r=r$contentId=540154$singleton=true$forcedWidth=400$forcedHeight=225$keepVideoAspectRatio=true&amp;language=de" /><param name="src" value="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" /><embed id="showIt" style="width: 400px; height: 255px;" type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="255" src="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf" flashvars="plugin_version=9.0.115&amp;bandwidth=514&amp;xasxTemplate=xasx_od.xml&amp;autoPlay=false&amp;skin=od_embed_ext&amp;application=144277506&amp;playerLink=http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_x_s-144277506/od_player.html&amp;baseUrl=http://iptv.cdn.tv1.de/iptv/player/macros&amp;params=?r=r$contentId=540154$singleton=true$forcedWidth=400$forcedHeight=225$keepVideoAspectRatio=true&amp;language=de" allowfullscreen="true" scalemode="showall" allowscriptaccess="always" swliveconnect="true" wmode="opaque" quality="high" menu="true" data="http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf"></embed></object></p>
<p>Der Bund habe sich „im Zuge der zwingend notwendigen Einsparungen auf seine Pflichtaufgaben besinnen müssen“, teilt mir FDP-Sportsprecher Joachim Günther auf Anfrage mit. Unions-Sportsprecher Klaus Riegert lässt dieselben Fragen unbeantwortet. In seiner Zeit als Oppositionspolitiker zählte Riegert zu den Unterstützern des Goldenen Plans. So kritisierte er einst die rot-grüne Bundesregierung wegen der Finanzierung der Eröffnungsfeier der Fußball-WM 2006: „Feudales Feiern ist Rot-Grün wichtiger als Sportstätten in den neuen Ländern.“</p>
<p>Das war stets ein Problem des Goldenen Plans: Er wurde von allen Seiten für Parteipolitik missbraucht. Wenig überraschend erklärt die SPD-Fraktion nach der Entscheidung des Haushaltsausschusses, die Sportentwicklung in Ostdeutschland sei gefährdet: „Die schwarz-gelbe Koalition hinterlässt auf den Sportanlagen in den neuen Ländern verbrannte Erde und versenkt ad-hoc ein erfolgreiches Programm.“</p>
<p>Dagegen argumentiert das CDU-geführte BMI, der Wegfall des Goldenen Plans habe „keine bedeutsamen Auswirkungen“, da die Länder 2010/2011 etwa 600 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II für Sportstättenbau erhalten. „Der Goldene Plan war eine zusätzliche Leistung des Bundes: Anspruch auf eine Verstetigung des Programms besteht nicht.“</p>
<blockquote><p>Interessant ist in diesem Zusammenhang vielleicht auch ein elend alter anderer Artikel von mir (<a title="BLZ vom 6. Oktober 1999" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1999/1006/sport/0020/index.html" target="_blank">&#8220;Überraschung durch Statistiker&#8221;</a>), den ich gerade wieder gefunden habe und in dem aufgezeigt wird, dass schon in den neunziger Jahren aus dem Investitionsförderungsgesetz Aufbau Ost binnen kurzer Zeit mal eben 600 Millionen Euro in den Sportstättenbau flossen.</p></blockquote>
<p>Der DOSB hatte seine Mitglieder angehalten, sich exzessiv um Förderung aus dem Konjunkturpaket II zu bewerben, das vor allem für Bildungseinrichtungen und damit für Schul- und Breitensportanlagen vorgesehen ist. Dennoch wurden gerade im Osten im Rahmen des Konjunkturpakets etliche umstrittene Anlagen des Hochleistungssports genehmigt. Wie so oft in der Sportförderung – und in fast allen ostdeutschen Landssportbünden – offenbarten sich fragwürdige Systeme von Schattenwirtschaft und Klientelpolitik, nicht nur bei SPD-Ministern in Brandenburg, sondern auch in Sachsen-Anhalt: So musste sich Christoph Bergner (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im BMI, fragen lassen, warum ausgerechnet eine für seinen Verein SV Halle vorgesehene Schwimmhalle aus dem Konjunkturpaket finanziert wird.</p>
<p>Auch vor derlei Hintergründen erklärt Winfried Hermann, Sportsprecher der Bündnisgrünen, die Streichung des Goldenen Plans sei „nicht ganz so bedauerlich“. Der Plan sei zu oft unterlaufen worden: Es wurden weniger Projekt mit Modellcharakter finanziert, etwa in sozialen Brennpunkten oder mit dem Fokus auf ökologische Aspekte, Stattdessen wurden herkömmliche Sportanlagen gebaut, was Aufgabe der Kommunen sei.</p>
<p>Der DOSB propagierte auf seinem Kommunalpolitik-Kongress in München gerade die Abkehr von starren Formen der Finanzierung hin zu bedarfsgerechter Planung, wie Teilnehmer berichten. Was das heißt, soll eine Ad-hoc-Kommission formulieren. Vorerst darf als Faustformel gelten: Bedarfsgerecht ist, was den Sportpolitikern in den Kram passt. Der Goldene Plan ist es nicht mehr.</p>

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		<title>Claudia Pechstein und die Kugelzell-Anomalie</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 13:45:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich komme gerade von der Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie in Berlin zum Thema: &#8220;Der Fall Pechstein &#8211; aus medizinischer Sicht geklärt&#8221;. Einen kompletten Audio-Mitschnitt, Original-Unterlagen, soweit mir bislang verfügbar, und etliches mehr gibt es später jetzt in diesem Theater. So, hier nun alle Dokumente zur heutigen Pressekonferenz. Ausführlicher geht nicht. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<div class="topsy_widget_data topsy_theme_light-green" style="float: right;margin-left: 0.75em; background: url(data:,%7B%20%22url%22%3A%20%22http%253A%252F%252Fwww.jensweinreich.de%252F2010%252F03%252F15%252Fclaudia-pechstein-und-die-kugelzell-anomalie%252F%22%2C%20%22shorturl%22%3A%20%22http%3A%2F%2Fbit.ly%2F90yQDg%22%2C%20%22style%22%3A%20%22small%22%2C%20%22title%22%3A%20%22Claudia%20Pechstein%20und%20die%20Kugelzell-Anomalie%22%20%7D);"></div>
<p>Ich komme gerade von der Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie in Berlin zum Thema: &#8220;<a title="alle Beiträge zum Fall Pechstein" href="http://jensweinreich.de/?cat=1590" target="_self">Der Fall Pechstein</a> &#8211; aus medizinischer Sicht geklärt&#8221;. Einen kompletten Audio-Mitschnitt, Original-Unterlagen, soweit mir bislang verfügbar, und etliches mehr gibt es <span style="text-decoration: line-through;">später</span> jetzt in diesem Theater.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-7316" title="Claudia Pechstein, 15. März 2010 - Foto: Eberhard Thonfeld/Camera4" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/pechstein11.jpg" alt="" width="530" height="375" /></p>
<p>So, hier nun alle Dokumente zur heutigen Pressekonferenz. Ausführlicher geht nicht.</p>
<p>Der <strong>Audio-Mitschnitt</strong>, Vorträge und Fragerunde, 91 Minuten:</p>
<p><a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/dgho-pk.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Die Ausarbeitungen, Folien, CVs: Wer mir nicht traut, nebenan bei der <a title="DGHO Pressmitteilung und Pressemappe zur PK" href="http://www.dgho.de/informationen/presse/pressemitteilungen/blutveraenderungen-bei-claudia-pechstein-durch-kugelzell-anomalie-verursacht-mit-neuen-messverfahren-seltene-blutanomalie-diagnostiziert" target="_blank">DGHO</a> findet sich das alles ganz vorbildlich, so dass ich nicht mal etwas einscannen musste. Ich habe es der Pressemappe entnommen und einiges zusätzlich verlinkt:</p>
<p>Gerhard Ehninger:</p>
<ul>
<li><a title="Statement Ehninger" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/Statement_Ehninger_final.pdf" target="_blank">Statement</a></li>
<li><a title="Folien Ehninger" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/Ehninger_Folien_Pressemappe-KompatibilitÑtsmodus.pdf" target="_blank">Folien</a> zum Statement</li>
<li><a title="CV Ehninger" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/CV_Ehninger_final.pdf" target="_blank">CV</a> Ehninger</li>
</ul>
<p><a title="Wolfgang Jelkmann sagt zum Fall Pechstein ..." href="http://jensweinreich.de/2010/01/22/wolfgang-jelkmann-sagt-zum-fall-pechstein/" target="_self">Wolfgang Jelkmann</a>:</p>
<ul>
<li><a title="Erklärung Jelkmann" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/ErklÑrung_Jelkmann_final1.pdf" target="_blank">Statement</a></li>
<li><a title="Folien Jelkmann" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/Jelkmann_Folien_Pressemappe-KompatibilitÑtsmodus.pdf" target="_blank">Folien</a> zum Statement</li>
<li><a title="CV Jelkmann" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/CV_Jelkmann_final.pdf" target="_blank">CV</a> Jelkmann</li>
</ul>
<p>Andreas Weimann:</p>
<ul>
<li><a title="Folien Weimann" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/Weimann_Folien_Pressemappe-KompatibilitÑtsmodus.pdf" target="_blank">Folien</a> zum Statement</li>
<li><a title="CV Weimann" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/CV_Weimann_final.pdf" target="_blank">CV</a> Weimann</li>
</ul>
<p><a title="Kommentar von Winfried Gassmann" href="http://jensweinreich.de/2010/01/06/was-vom-tage-ubrig-bleibt-50-gassmann-kommentar-zum-fall-pechstein/" target="_self">Winfried</a> <a title="Winfried Gassmanns aktualisiertes Papier zum Fall Pechstein" href="http://jensweinreich.de/2010/01/21/winfried-gassmann-zum-fall-pechstein-2/" target="_self">Gassmann</a>:</p>
<ul>
<li><a title="Gutachten Gassmann" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/Gutachten-Gassmann_final.pdf" target="_blank">Gutachten</a> Gassmann</li>
<li><a title="Folien Gassmann" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/Gassmann_Folien_Pressemappe-KompatibilitÑtsmodus.pdf" target="_blank">Folien</a></li>
<li><a title="CV Gassmann" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/CV_Gassmann_final.pdf" target="_blank">CV</a> Gassmann</li>
</ul>
<p><a title="Pressetext DGHO" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/Pressetext_DGHO_PK-Pechstein_final.pdf" target="_blank">Pressetext</a> der DGHO</p>
<p>Für alle, die zu faul sind, sich durch die mittlerweile 38 Beiträge und knapp 3000 Kommentare in diesem Blog zu klicken :), hier flugs noch die wichtigsten Dokumente bisher:</p>
<ul>
<li><a title="Claudia Pechstein von der ISU wegen Blutdopings gesperrt" href="http://jensweinreich.de/2009/07/03/claudia-pechstein-des-blutdopings-uberfuhrt/" target="_self">ISU-Beschluss</a></li>
<li><a title="CAS-Urteil: Claudia Pechstein bleibt gesperrt und zieht vor das Bundesgericht" href="http://jensweinreich.de/2009/11/25/cas-urteil-im-fall-pechstein/" target="_self">CAS-Urteil</a></li>
<li><a title="1. Verfügung" href="http://jensweinreich.de/?p=6074" target="_self">1. Verfügung des Schweizer Bundesgerichts</a></li>
<li><a title="2. Verfügung" href="http://jensweinreich.de/?p=6118" target="_self">2. Verfügung des Bundesgerichts</a></li>
<li><a title="3. Verfügung" href="http://jensweinreich.de/?p=6133" target="_self">3. Verfügung des Bundesgerichts</a></li>
<li><a title="4. Verfügung" href="http://jensweinreich.de/?p=6169" target="_self">4. Verfügung des Bundesgerichts</a></li>
<li><a title="... Pechstein nicht in Vancouver" href="http://jensweinreich.de/2010/01/26/bundesgericht-lehnt-antrag-ab-pechstein-nicht-in-vancouver/" target="_self">5. Verfügung des Bundesgerichts</a></li>
<li><a title="Bundesgericht lehnt Pechstein-Beschwerde ab" href="http://jensweinreich.de/2010/02/10/bundesgericht-lehnt-pechstein-beschwerde-ab/" target="_self">6. Verfügung des Bundesgerichts</a></li>
</ul>
<p>Ich habe nach der Pressekonferenz in der Hektik in 70 Minuten für verschiedene Zeitungen dieses Angebot gedichtet. Es gibt bessere Zitate, natürlich, ist mir beim Nachhören auch aufgefallen. Aber so ist&#8217;s Leben. Und über das in-der-Schnelle-dichten werde ich mich wohl endlich mal ausführlicher äußern müssen. Vielleicht morgen.</p>
<p>BERLIN. Führende deutsche Hämatologen behaupten, den Stein der Weisen gefunden und den Dopingfall Claudia Pechstein gelöst zu haben. Gemäß Professor Gerhard Ehninger, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO), stehe „zu 99,99 Prozent“ fest, dass Claudia Pechstein nicht gedopt habe. „Das ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bewiesen“, sagte Ehninger am Montag auf einer Pressekonferenz in Berlin, „für mich ist es jetzt geklärt, die Beweiskette ist geschlossen.“</p>
<p>Die unnormal erhöhten Werte an jungen roten Blutkörperchen (Retikulozyten), die für den Eislauf-Weltverband (ISU) und den Welt-Sportgerichtshof (CAS) auf Dopingmethoden zurückzuführen sind, weshalb eine zweijährige Sperre ausgesprochen wurde, begründen die Blutforscher mit einer erblich bedingten Krankheit. Angeblich leiden rund 800.000 Deutsche an dieser hereditären Sphärozytose, der so genannten <a title="Wikipedia: Kugelzellanämie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kugelzellenanämie" target="_blank">Kugelzell-Anämie</a>. Die Darlegungen der Wissenschaftler stützen sich auf umfangreiche Untersuchungen von Pechstein und ihrer Familie.</p>
<p><span id="more-7312"></span>Andreas Weimann, Oberarzt des hämatologischen Labors der Berliner Charité, diagnostizierte eine leichte Form dieser Krankheit, eine Kugelzell-Anomalie. Deshalb sei es Pechstein auch möglich gewesen, Hochleistungssport zu betreiben. Bei einer schwereren Form der Krankheit, die sehr selten sein soll, wäre eine Sportausübung unmöglich gewesen. „Ich weiß nun, dass ich eine Blut-Macke habe, aber nicht krank bin“, sagte Pechstein.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-7339" title="PK der DGHO am 15. März 2010, Foto: Eberhard Thonfeld/Camera4" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/kugelzelle.jpg" alt="" width="530" height="382" /><em>Gerhard Ehninger erklärt die Kugelzellanämie.<br />
Fotos in diesem Beitrag: Eberhard Thonfeld/Camera4.</em></p>
<p style="text-align: left;"><em></em>Mit neuartigen Messmethoden, die von belgischen Forschern entwickelt wurden, habe man die Daten zweifelsfrei ermitteln können, sagte Weimann. Pechstein habe die Krankheit von ihrem Vater geerbt, dem ebenfalls eine Kugelzell-Anämie bescheinigt wurde. Die Möglichkeit einer Sphärozytose war bereits im Frühsommer 2009 im ISU-Verfahren verhandelt worden. Die ISU-Richter notierten seinerzeit erstaunt, dass Pechstein die Möglichkeit ausgeschlagen hatte, sich umfassend untersuchen zu lassen. Pechsteins Verteidigung hatte stattdessen ein schnelles Urteil angestrebt. Im November 2009 hatte der CAS dann von einem „entscheidenden Element“ für sein Urteil gesprochen, dass der Ulmer Hämatologe Hubert Schrezenmeier Pechstein eine exzellente Gesundheit bescheinigt und krankheitsbedingte Veränderungen des Blutbildes ausgeschlossen hatte. Er erklärte später, sein Gutachten sei vom CAS verkürzt wiedergegeben worden. Schrezenmeier fehlte auf dem DGHO-Termin in Berlin.</p>
<p>Neben Ehninger und Weimann äußerten sich auf der DGHO-Pressekonferenz auch die Professoren Wolfgang Jelkmann (Universität Lübeck) und Winfried Gassmann (Klinikchef in Siegen). Jelkmann schloss auf Nachfrage kategorisch aus, dass andere Dopingmethoden – etwa die Verwendung von Wachstumshormonen oder des insulinähnlichen Wachstumsfaktors IGF1 – zu einem Datenbild führen könnten, wie von Claudia Pechstein gewonnen wurde. „Da gibt es überhaupt keine Hinweise, dass sie solche Retikulozytenwerte erreichen können“, sagte er.</p>
<p>Aus der Ferne kritisierte der in der Dopinganalyse versierte Pharmakologe Fritz Sörgel (Nürnberg) via Nachrichtenagenturen, dass  die DGHO-Spitze um Ehninger „so eindeutig und unumstößlich für die Gesamte Gesellschaft“ spreche. Laut Ehninger erhalte die DGHO „keine direkten und indirekten Zuwendungen“ von Pechstein. Es gehe ihm und seiner Gesellschaft darum, dass eine unschuldige Athletin nicht verurteilt werde und gleichzeitig in der Dopingbekämpfung „das Instrumentarium geschärft“ werde. Jelkmann, der auch für die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) tätig ist und als Gutachter an der CAS-Anhörung im Oktober 2009 im Fall Pechstein beteiligt war, forderte eine Revision des Urteils. „Dieses unselige Verfahren Pechstein“ bringe den so genannten indirekten Dopingnachweis (Nachweis ohne positiven Test beispielsweise anhand von eindeutigen Blutbildern) „a priori in Misskredit“. Jelkmann sagte: „Wenn das Urteil so bestehen bleibt, wird darunter für viele Jahre der indirekte Nachweis leiden.“</p>
<p>Ehninger attackierte immer wieder die Sportgerichtsbarkeit: „Für mich ist das CAS-Urteil Käse!“ Es seien Gutachten auf „unappetitliche“ Weise fehlinterpretiert worden. Ehninger hatte im vergangenen Jahr erklärt, wenn sich keine medizinisches Erklärung für derartige abnorme Blutwerte finde, spreche alles für Doping. „Ich mache hier also keine Rolle rückwärts“, sagte er nun: „Der Verdacht ist ausgeräumt.“</p>
<p>Auffallend war, dass Jelkmann und insbesondere Ehninger ihre Ausführungen ständig mit undifferenzierten Verbalattacken gegen „selbst ernannte Dopingexperten“ und „angebliche Dopingexperten“ würzten. Offensichtlich war damit unter anderem der Heidelberger Molekularbiologe Werner Franke gemeint. Das Argumentationsmuster von Jelkmann &amp; Co. war leicht zu durchschauen: Wer ihre Ansichten nicht teilt, kann kein Experte sein. Wer ihre Ansichten allerdings stützt, wie der in Berlin anwesende Sportmediziner <a title="Klaus Pöttgen" href="http://klaus-poettgen.de/" target="_blank">Klaus Pöttgen</a>, der wurde als „ausgewiesener Dopingexperte“ tituliert. Pöttken kritisierte „eine riesige Kluft zwischen Gericht und Wissenschaft“ und forderte die Rehabilitation Pechsteins.</p>
<p>Professor Wilhelm Schänzer, Leiter des Kölner Dopinganalyselabors, war Zeuge der Pressekonferenz, wollte sich jedoch nicht zu deren Inhalten äußern. Es seien interessante Fakten genannt worden, die es nun zu studieren gelte, erklärte Schänzer: „Ich lass’ das erstmal sacken!“</p>

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		<title>Wie DOSB und BMI den Bundestags-Sportausschuss narren</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 19:48:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachklapp zur Schein-Debatte im Bundestags-Sportausschuss, zum sportpolitischen Komplex und dem so genannten Antidopingbericht 2008. Zum Reinhören: Gerade hat Astrid Rawohl im Deutschlandfunk ein ausführliches Interview mit der DLV-Vizepräsidentin und Sportausschuss-Chefin im Bundestag geführt, mit Dagmar Freitag (SPD). Es ist in gewisser Weise ein Dokument der Hilflosigkeit, Frau Freitag muss mehrfach schwer schlucken. Wer aufmerksam zuhört, [...]]]></description>
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<p>Nachklapp zur Schein-Debatte im Bundestags-Sportausschuss, zum <a title="Der sportpolitische Komplex oder: Dopingmängel bei den Goldverbänden BSD und DESG" href="http://jensweinreich.de/2010/03/03/der-sportpolitische-komplex-oder-dopingverstose-der-goldverbande-bsd-und-desg/" target="_self">sportpolitischen Komplex</a> und dem so genannten <a title="Dopingbericht 2008: die 19 säumigen Verbände" href="http://jensweinreich.de/2010/03/04/dopingbericht-2008-die-19-saumigen-verbande/" target="_self">Antidopingbericht 2008</a>. Zum Reinhören: Gerade hat Astrid Rawohl im Deutschlandfunk ein ausführliches Interview mit der DLV-Vizepräsidentin und Sportausschuss-Chefin im Bundestag geführt, mit Dagmar Freitag (SPD). Es ist in gewisser Weise ein Dokument der Hilflosigkeit, Frau Freitag muss mehrfach schwer schlucken. Wer aufmerksam zuhört, dürfte die These der Überschrift bestätigt finden:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/03/06/dlf_20100306_1941_208411c5.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Ich finde ja, demnächst sollte man sich mehr um jene kümmern, die <em>imho</em> ein bisschen Demokratie aushebeln &#8211; wie auch Dagmar Freitag eindrücklich beschrieben hat: Allen voran der Parlamentarische Staatssekretär Christoph Bergner (CDU/SV Halle), die BMI-Sportabteilung, die FDP-Bundestagssportler um Joachim Günther und die CDU/CSU-Clique um Klaus Riegert (Schwäbischer Turnerbund) und Eberhard Gienger (DOSB-Vizepräsident) und natürlich DOSB-General Michael Vesper von den Bündnisgrünen.</p>
<p>Einige Informationen mehr zur traurigen Posse um den Antidopingbericht 2008 von Grit Hartmann im DLF:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/03/06/dlf_20100306_1937_60d3e4e9.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Und hier jener Brief, den DOSB-General Vesper am 4. März an betroffene Verbände geschickt hat.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7225" title="Vesper Brief vom 4. März 2010, Seite 1" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/vesper-brief-1.gif" alt="" width="530" height="750" /><br />
<span id="more-7219"></span><br />
<img class="aligncenter size-full wp-image-7226" title="Vesper Brief vom 4. März 2010, Seite 2" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/vesper-brief-2.gif" alt="" width="530" height="498" /></p>
<p>Den Bericht des BVA reiche ich vielleicht noch nach. Ich müsste allerdings erst etliche Daten schwärzen oder weißen. Mal sehen. Mir geht es weniger um einzelne Namen, sondern vor allem um Strukturen.</p>

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		<title>Dopingbericht 2008: die 19 säumigen Verbände</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 14:13:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kurzer Nachtrag zum gestrigen Beitrag &#8220;Der sportpolitische Komplex &#8230;&#8221; und die Rückforderungen des BMI an 19 Sportverbände wegen Nichteinhaltung der Antidoping-Richtlinien. Mehr als diese zwei Seiten stellt das BMI der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung. Die Sport-Obleute der Fraktionen erhielten unter Hinweis auf Vertraulichkeit und Geheimhaltung 25 Seiten. Um es noch einmal festzuhalten: Der Antidopingbericht 2007 [...]]]></description>
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<div class="topsy_widget_data topsy_theme_light-green" style="float: right;margin-left: 0.75em; background: url(data:,%7B%20%22url%22%3A%20%22http%253A%252F%252Fwww.jensweinreich.de%252F2010%252F03%252F04%252Fdopingbericht-2008-die-19-saumigen-verbande%252F%22%2C%20%22shorturl%22%3A%20%22http%3A%2F%2Fbit.ly%2FcM3dCw%22%2C%20%22style%22%3A%20%22small%22%2C%20%22title%22%3A%20%22Dopingbericht%202008%3A%20die%2019%20s%C3%A4umigen%20Verb%C3%A4nde%22%20%7D);"></div>
<p>Kurzer Nachtrag zum gestrigen Beitrag &#8220;<a title="Der sportpolitische Komplex ..." href="http://jensweinreich.de/2010/03/03/der-sportpolitische-komplex-oder-dopingverstose-der-goldverbande-bsd-und-desg/comment-page-1/#comment-21192" target="_self">Der sportpolitische Komplex &#8230;</a>&#8221; und die Rückforderungen des BMI an 19 Sportverbände wegen Nichteinhaltung der Antidoping-Richtlinien.</p>
<p>Mehr als diese zwei Seiten stellt das BMI der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung. Die Sport-Obleute der Fraktionen erhielten unter Hinweis auf Vertraulichkeit und Geheimhaltung 25 Seiten. Um es noch einmal festzuhalten: Der Antidopingbericht 2007 ist nicht öffentlich. Der Antidopingbericht 2008 ist nicht öffentlich. Und der für 2009 wird es &#8230;</p>
<p>Die Auflistung der 19 Sünder, wobei man sagen muss, dass in der dritten Spalte von rechts eben nur die so genannte Sockelförderung genannt wird. Tatsächlich erhalten die meisten Verbände viel mehr Steuermittel, etwa für die Finanzierung ihres Leistungssportpersonals. Das prozentuale Volumen der Rückforderungen würde sich nach meiner Rechenweise also beträchtlich verkleinern. Ich bitte, die Qualität zu entschuldigen, habe keine Zeit, die Tabelle neu und feiner zu erstellen:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7200" title="Dopingbericht 2008 - Übersicht der Sünder" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/s2-web.gif" alt="" width="530" height="318" /></p>
<p>Die vom BMI festgelegten Gattungen der Verstöße: <span id="more-7199"></span></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7201" title="Dopingbericht 2008 - Gattungen der Verstöße" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/03/s1-web.gif" alt="" width="530" height="672" /></p>
<p>Lektüre dazu:</p>
<ul>
<li>Michael Reinsch in der FAZ: &#8220;<a title="FAZ" href="http://www.faz.net/s/RubCBF8402E577F4A618A28E1C67A632537/Doc~ECACECF8347C04F9C9CBB90AB4E36E1E0~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Sanktionen gegen Sportverbände</a>&#8220;</li>
<li>Claudio Catuogno in der SZ: &#8220;<a title="SZ" href="http://www.sueddeutsche.de/p5K38N/3246264/Rueckforderungen-an-19-Verbaende.html" target="_blank">Rückforderungen an 19 Verbände</a>&#8220;</li>
<li>Peter Ahrens auf SpOn: &#8220;<a title="SpOn" href="http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,681574,00.html" target="_blank">Doping zum Après -Ski</a>&#8220;</li>
<li>Die <a title="BMI" href="http://www.bmi.bund.de/cln_183/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2010/ohneMarginalspalte/03/antidopingbericht.html" target="_blank">Pressemitteilung</a> des BMI</li>
</ul>
<p>Mein Beitrag im Deutschlandfunk von gestern Abend, wobei ich einen blöden Fehler gemacht und Squash auf die Schnelle den olympischen Status verpasst habe, wobei ich es eigentlich <a title="Olympias Programmreform ..." href="http://jensweinreich.de/2009/06/17/olympias-programmreform-transparent-fair-kristallklar/" target="_self">besser</a> <a title="Olympias Programm-Kosmetik" href="http://jensweinreich.de/2009/08/14/olympias-programm-kosmetik/" target="_self">weiß</a>:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/03/03/dlf_20100303_2256_27bbf917.mp3" target="_self">:</a></p>

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		</item>
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		<title>Vancouver, Tag 15: Sechskommanull für Anni Friesinger</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/02/27/vancouver-tag-15-sechskommanull-fur-anni-friesinger/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 20:57:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[VANCOUVER. Ich weiß nicht, ob es kuriosere Szenen gab bei diesen Winterspielen. Aber was Anni Friesinger-Postma da gerade aufs Eis des Olympic Oval gezaubert hat, war schon sehenswert. Ich würde sagen: Sechskommanull, ist noch mal alles gut gegangen, und in anderthalb Stunden gibt es vielleicht sogar eine Goldmedaille. Im Halbfinale des Teamwettbewerbs gegen die USA [...]]]></description>
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<p>VANCOUVER. Ich weiß nicht, ob es kuriosere Szenen gab bei diesen Winterspielen. Aber was Anni Friesinger-Postma da gerade aufs Eis des Olympic Oval gezaubert hat, war schon sehenswert. Ich würde sagen: Sechskommanull, ist noch mal alles gut gegangen, und in anderthalb Stunden gibt es vielleicht sogar eine Goldmedaille.</p>
<p>Im Halbfinale des Teamwettbewerbs gegen die USA rutschte Friesinger gerade so ins Ziel <em>(Screenshot ARD)</em>:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7100" title="Screenshot ARD" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/friesinger1-web.jpg" alt="" width="530" height="311" /></p>
<p>In der Totalen sah das so aus.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7101" title="Screenshot ARD" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/friesinger2-web.jpg" alt="" width="530" height="328" /></p>
<p>War wirklich sehr hübsch anzuschauen, der Moment, als sie begriff, dass sie trotzdem im Finale steht. Und ich ärgere mich, dass ich von der Bilanz-Pressekonferenz im Deutschen Haus nicht eher aufgebrochen bin, um nach Richmond zurückzufahren zum Eisschnelllaufen.</p>
<p>Eine verrückte Zuspitzung <a title="alle Beiträge zum Fall Pechstein" href="http://jensweinreich.de/?cat=1590" target="_self">nach all dem</a>.</p>
<p>Ganz großes Kino natürlich auch im Langlauf der Frauen: Die Dreifachsiegerin Marit Björgen gegen Justyna Kowalczyk, die Björgen gerade Doping vorgeworfen hatte, oder sollten wir sagen: Medikamentenmissbrauch?</p>
<blockquote><p>&#8220;Ohne ihre Medikamente hätte sie nicht gewonnen. Marit weiß genau, dass sie ohne ihre Hilfsmittel nicht viel zu bieten hätte.&#8221;</p></blockquote>
<p>Oh, ich glaube, das war nicht nur Sport. Was für ein Duell. Gold für Kowalczyk. Bin auf den Verbal-Wettbewerb gespannt.</p>
<p><strong>13.24 Uhr:</strong> Kleine Indiskretion: Ich sitze noch im Deutschen Haus. Vor mir ein Flatscreen. Gerade kommt eine Horde jener Bundespolizisten vorbei, die hier als gefühlte Hundertschaft für Ordnung und Sicherheit sorgen. Auf dem Bildschirm: der Friesinger-Sturz. Einer der Bundespolizisten im breitesten Sächsisch: &#8220;Sie hat&#8217;s versaut!&#8221;</p>
<p>Ich glaube, das war Volkes Stimme.</p>
<p><strong>14.16 Uhr:</strong> Kurz vor dem Team-ESL-Finale. Hier schon mal erste deutsche Bilanzen. Unkommentiert. Nur O-Töne:</p>
<p>Es spricht <strong>Bernhard Schwank</strong>, ehemals NOK-Generalsekretär, heute einer der Geschäftsführer der Münchner Olympia GmbH und Chef de Mission des deutschen Olympiateams in Vancouver:</p>
<p><a title="Schwank Bilanz" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/schwank-bilanz.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Es spricht das <strong>UDIOCM</strong> (FDP):</p>
<p><a title="Bach Bilanz" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/bach-bilanzkl.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Es spricht <strong>Michael Vesper</strong> (Grüne), DOSB-Generaldirektor und Vorsitzender des Aufsichtsrats (!) der Münchner Olympia GmbH:</p>
<p><a title="Vesper Bilanz" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/vesper-bilanz.mp3" target="_self">:</a></p>
<p><span id="more-7099"></span>Finale Deutschland vs. Japan mit Katrin Mattscherodt statt Anni Friesinger. Schnell 1,5 Sekunden zurück. 1,7 sogar. Große Aufholjagd, Frau Beckert. Gold für die Deutschen.</p>
<p>Und noch eine Indiskretion, die Bundespolizisten stehen hinter mir, neben mir, überall, wieder wird gesächselt: &#8220;Gottseidank ohne Friesinger! Kriegt die etwa auch eine Medaille?&#8221;</p>
<p>Klar.</p>
<p>Ein letzter Screenshot, die Auflösung des Ganzen, bevor ich mich hier verdrücke, sonst werde ich wegen fortlaufender Indiskretionen noch verhaftet.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-7113" title="Screenshot ARD" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/team-web.jpg" alt="" width="530" height="318" /></p>
<p>Sage nur niemand, die Überschrift stimme nicht: Für Sechskommanull gab es früher immer Gold.</p>
<p><strong>16.29 Uhr:</strong> Transkript der Pressekonferenz.</p>
<blockquote><p>© IOC, VANOC</p>
<p>Ladies&#8217; Team Pursuit: ANSCHUTZ THOMS, MATTSCHERODT, FRIESINGER-POSTMA, BECKERT (GER) &#8211; Gold</p>
<p>RICHMOND, Feb 27 &#8211; Comments from Gold medallists Daniela ANSCHUTZ THOMS (GER),  Katrin MATTSCHERODT (GER),  Anna FRIESINGER-POSTMA (GER), Stephanie BECKERT (GER) after the Ladies&#8217; Team Pursuit Final A at Richmond Olympic Oval on Saturday.</p>
<p><strong>Daniela ANSCHUTZ THOMS (GER) &#8211; Gold</strong></p>
<p>On winning Gold:</p>
<p>&#8220;I can&#8217;t describe this feeling. I have waited so long for my luck to come back, especially after the disaster of the 3000 m.&#8221;</p>
<p>&#8220;Anni&#8217;s [Anna FRIESINGER-POSTMA, GER] fall gave us the courage to go on.&#8221;</p>
<p><strong>Katrin MATTSCHERODT (GER) &#8211; Gold</strong></p>
<p>On the Ladies&#8217; Team Pursuit:</p>
<p>&#8220;It is very important. It was a very exciting day. Both the Semifinal and the Final were very close.&#8221;</p>
<p>On their victory:</p>
<p>&#8220;It will take a couple of days to digest our win. The chance to race with the team is better than just watching [in the semifinal race she was the team's reserve].&#8221;</p>
<p><strong>Anna FRIESINGER-POSTMA (GER) &#8211; Gold</strong></p>
<p>On winning Gold:</p>
<p>&#8220;My feelings are up and down. It was like a carousel. I nearly messed it up.&#8221;</p>
<p>&#8220;I dreamt of Gold. This will be a great farewell to Vancouver.&#8221;</p>
<p>On falling at the finish line in the semifinal race:</p>
<p>&#8220;I thought, &#8216;No, No, I&#8217;m falling. Oh no, oh no no no, I thought I messed up for the team.&#8221;</p>
<p>&#8220;I yelled but no one heard me, so I just kept on going. We decided last night what would happen if one of us had to drop out.&#8221;</p>
<p>On her teammate Stephanie BECKERT (GER):</p>
<p>&#8220;Stephanie BECKERT (GER) is the kick at the end. She just keeps going and going.&#8221;</p>
<p><strong>Stephanie BECKERT (GER) &#8211; Gold</strong></p>
<p>On her teammates:</p>
<p>&#8220;The girls gave me a big push.&#8221;</p>
<p>On winning another medal at the Vancouver Games:</p>
<p>&#8220;I am ecstatic with my third medal. I feel lucky.&#8221;</p></blockquote>

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		<item>
		<title>Vancouver, Tage 8/9: Bobfahren &#8220;zum Ansehen Deutschlands&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 07:37:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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<p><img title="Trockenbob FDP/CSU" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/bob-fdp-cdu.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="250" height="440" align="left" />VANCOUVER. Im deutschen Haus sind die Koalitionäre gestern Bob gefahren: Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), Thomas Bach (DOSB, IOC, FDP) und Georg Hackl (CSU/INSM). Umgekippt ist niemand, anders als auf der Bahn in Whistler. Während ich das schreibe, haben die beiden deutschen Zweierbobs nach dem ersten Tag zunächst Rang eins und zwei inne. Es wird wohl wieder Gold und Silber geben. Nirgends sonst lassen sich Medaillen mit solcher Zuverlässigkeit produzieren wie im Eiskanal und seinen exotischen Sportarten. Ich weiß, dass ich manchen Leser damit nerve, ich wiederhole es dennoch: Bob und Rodel sind Randsportarten, die bei detektivischer Auslegung der Olympischen Charta Probleme hätten, Olympiasportarten zu bleiben. Deutsche Sportsoldaten aber, die auf vier Kunsteisbahnen (Weltrekord) für viele Millionen Euro abwärts sausen, verrichten die derlei schräge Übungen vorzüglich.</p>
<p><strong>&#8220;Was kostet das Gold?&#8221;</strong> hatten Michael Reinsch und Michael Horeni am 30. Januar in der FAZ gefragt und etliche Zahlen dazu aufgelistet.</p>
<p>(Den Beitrag finde ich leider nicht online frei verfügbar und kann deshalb nicht verlinken. Sollte mir jemand helfen könne, weil ich einmal mehr zu blöd war, die Bezahlschranke zu umgehen, wird das selbstverständlich umgehend nachgetragen.) Wenn die FAZ mal einen solchen Grundsatzartikel druckt, löst das in der nahe gelegenen Sportverwaltung (DOSB wie auch DFB residieren in Frankfurt) gewöhnlich hektische Betriebsamkeit aus.</p>
<p>Diesmal passierte Erstaunliches: Das UDIOCM ließ im Namen seines Präsidiums einen Leserbrief formulieren, der teilweise abgedruckt wurde und den der DOSB <a title="www.dosb.de" href="http://www.dosb.de/de/leistungssport/spitzensport-news/detail/news/bach_der_olympische_gedanke_ist_die_seele_des_sports/8768/cHash/de74307908/" target="_blank">natürlich komplett veröffentlichte</a>. Statt sachlicher Entgegnungen zur Frage, die ja &#8220;Was kostet das Gold?&#8221; lautete, gab es olympische Worthülsen, die ich gern dokumentiere zur Halbzeit der Winterspiele in Vancouver:</p>
<blockquote><p><strong>Bach: Olympischer Gedanke ist Seele des Sports</strong></p>
<p>01.02.2010</p>
<p><em>Mit einem Leserbrief nimmt das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes Stellung zum Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 30. Januar 2010 &#8220;Was kostet Gold?&#8221;.</em></p>
<p>&#8220;Der Staat ist der größte Förderer des deutschen Olympiateams &#8211; und richtet sich am Medaillenspiegel auf. Doch die Rechnung ist zynisch , ordnet jene als gescheitert ein, die nie auf dem Treppchen stehen &#8211; und vergisst Vorbildwirkung und Freude&#8221;, so lautet die Einleitung des FAZ-Artikels.</p>
<p>Das DOSB-Präsidium veröffentlicht dazu folgenden Kommentar:</p>
<p>&#8220;Es ist irritierend, wenn gerade Sportjournalisten offensichtlich den Sinn des Leistungssports verkennen und seine Förderung auf zynische Art und Weise angreifen. Deshalb muss den beiden Autoren die banale Weisheit, dass es im Leistungssport um Wettbewerb und Erfolg geht, noch einmal mitgeteilt werden.</p>
<p>Sie hätten sich diese selbstverständliche Erkenntnis auch bei jedem Bundesliga-Fußballspieler oder Mitglied einer Olympiamannschaft mit der einfachen Frage erwerben können, ob er denn am Wochenende mit seiner Mannschaft gewinnen oder bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver erfolgreich sein will.</p>
<p>Genau aus diesem Erfolg erwächst die Freude am und die Vorbildwirkung durch den Sport. Sie besteht gerade darin, dass Athletinnen und Athleten Erfolge aufgrund langjährigen täglichen Trainings, sorgfältiger Vorbereitung, hoher Disziplin und Einsatzbereitschaft erzielen. Ihnen und ihren Trainern dafür die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, ist Aufgabe der Sportförderung. Sportliche Erfolge sind also kein Abfallprodukt einer Spaßgesellschaft Leistungssport, sondern das Ergebnis zielgerichteter Anstrengungen unserer Athleten, Verbände und Förderer. Dass der Athlet dann in einem objektiven und fairen Wettkampf mit anderen erfolgreich ist, macht ihn zum Vorbild und erfüllt ihn mit Freude, um im Sprachgebrauch der Autoren zu bleiben.</p>
<p>Ein Leistungsprinzip, das im Übrigen in Wirtschaft und Gesellschaft akzeptiert und gefordert ist. Wir wollen zur Sicherung der Arbeitsplätze &#8220;Exportweltmeister&#8221; bleiben oder wieder werden, wir wollen zur Sicherung unserer Zukunft &#8220;Spitzenuniversitäten&#8221; im weltweiten Maßstab, wir wollen &#8220;Qualitätsjournalismus&#8221; zur Sicherung der Pressefreiheit. Selbst in der Pädagogik hängt niemand mehr den &#8220;Summerhill-Prinzipien&#8221; losgelöster, falsch verstandener Selbstverwirklichung nach.</p>
<p>Die Autoren verkennen in ihrem Beitrag jedoch nicht nur den Sinn des von Athleten ebenso bewusst wie freiwillig betriebenen Leistungssports. Sie verzerren darüber hinaus die Prinzipien der Förderung des Leistungssports in Deutschland. So wird eben im deutschen Sport gerade nicht die von ihnen als &#8220;zynisch&#8221; angeprangerte Kostenrechnung allein am Medaillenspiegel orientiert und &#8220;alles Sporttreiben allein dem Ziel Olympiasieg&#8221; untergeordnet. Das auch den Autoren bekannte Instrument der Zielvereinbarungen zwischen dem DOSB, dem BMI und den Verbänden beinhaltet vielmehr gemeinsam festgelegte Ziele über mehrere Jahre, auch außerhalb Olympischer Spiele und unterhalb der Medaillenränge.</p>
<p>Es sind im Übrigen weder der DOSB noch das BMI, die Sportler als Versager abstempeln und bei Misserfolg etwa Fördergelder zurückverlangen würden oder die Rückreise selbst bezahlen ließen. Weder Staat noch Sport ordnen Athleten als gescheitert ein, die nie auf dem Treppchen stehen &#8211; wie der Artikel behauptet. Gerade in dieser Hinsicht sollten sich die Medien ihres eigenen Umgangs mit weniger erfolgreichen Athleten selbst erinnern.</p>
<p>Der olympische Gedanke ist die Seele des Sports. Die Investition darin geht weit über Olympische Spiele und damit weit über den Sport hinaus. Mit 27,5 Millionen Mitgliedschaften ist der Sport die größte Bürgerbewegung Deutschlands. In der olympischen Erziehung werden unter anderem Werte wie Fairplay, Respekt oder Integration vermittelt. Der Sport ist Motor zahlreicher gesellschaftlicher Entwicklungen. Erinnert sei auch an die Wirkung der von Deutschland ausgerichteten internationalen Großereignisse. Die Fußball-WM 2006, die Leichtathletik-WM 2009, um nur zwei Beispiele zu nennen, haben das Bild unseres Landes im Ausland maßgeblich beeinflusst. Weltoffen, freundlich und sympathisch hat sich die Nation bei diesen Gelegenheiten präsentiert.</p>
<p>Ebenfalls bekannt ist den Autoren die Haltlosigkeit der von ihnen unwidersprochen wiedergegebenen Aussage von Wolfgang Maennig, Deutschland handele dem olympischen Geist zuwider, weil wir nicht &#8220;alle Welt zum Training auf unseren Bobbahnen einladen würden&#8221;. Nun kann man über den olympischen Geist, verbale Ansprüche an andere und eigene Verwirklichung trefflich streiten. Fakt ist jedoch, dass Deutschland eines der größten Förderungsprogramme weltweit für Sportler aus Entwicklungsländern hat und in keinem Land der Welt so viele Trainingsläufe ausländischer Bob- und Schlittensportler stattfinden wie in Deutschland.</p>
<p>Anscheinend war den Autoren die nicht vorhandene sachliche Begründung ihrer Thesen bewusst. Denn nur so lässt sich erklären, dass sie schließlich auch noch zum Mittel der persönlichen Diffamierung greifen. Sie werfen unserem Generaldirektor vor, er stelle &#8220;sich wie selbstverständlich in die Tradition von DDR (&#8230;) und Hitlerdeutschland (&#8230;).&#8221; Dies ist aus der Sicht des DOSB Präsidiums völlig inakzeptabel und überschreitet die Grenzen eines verantwortungsvollen Journalismus, wie wir ihn ansonsten gerade bei der FAZ gewohnt sind und schätzen.&#8221;</p>
<p>Das Präsidium des DOSB</p>
<p>Thomas Bach, Eberhard Gienger, Hans-Peter Krämer, Walter Schneeloch, Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper, Ilse Ridder-Melchers, Ingo Weiss, Christian Breuer, Michael Vesper und als ständiger Gast Claudia Bokel</p></blockquote>
<p>Zynischer Journalismus, verantwortungsvoller Journalismus, verantwortungsloser Journalismus, Aufgaben des Journalismus, Staatssport, DDR-Sport, Medaillenfixierung, Nazi Olympics bzw. Propagandaspiele &#8211; ich finde, da geht vieles durcheinander. Was mich bei den Verfassern nicht wundert. Da kommt also eine ganze Menge zusammen, über das sich zu diskutieren lohnt. Auch über das Journalismusbild von Bachgiengervesper. Aber das &#8220;Präsidium&#8221; knallt dem Papierchen mal eben den &#8220;olympischen Gedanken&#8221; drüber, was nichts anderes heißt als: Was wir tun, ist per se gut, was wir tun, rechtfertigt per se die Förderung aus öffentlichen Kassen, was wir tun, rechtfertigt natürlich auch die Intransparenz im Umgang mit öffentlichen Mitteln, was wir tun, entzieht sich per se jedweden Zweifeln.</p>
<p>Ein bisschen Stoff für die Diskussion:</p>
<ul>
<li>Matti Lieske in der Berliner Zeitung: &#8220;<a title="BLZ" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0212/vancouver2010/0004/index.html" target="_blank">Staatsamateure auf Bewährung</a>&#8220;</li>
<li>Nina Klöckner in der Financial Times Deutschland: &#8220;<a title="FTD" href="http://www.ftd.de/sport/olympia/topnews/:unterstuetzung-fuer-sportler-spiele-statt-brot/50073543.html" target="_blank">Spiele statt Brot</a>&#8220;</li>
<li>Markus Völker im taz-Interview mit Wolfgang Maennig: &#8220;<a title="taz" href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=le&amp;dig=2010/02/06/a0163&amp;cHash=08e40197d3" target="_blank">Fast schon Militärfestspiele</a>&#8220;</li>
<li>Die Bundeswehr und der Sport: <a title="www.bundeswehr.de" href="http://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/kcxml/04_Sj9SPykssy0xPLMnMz0vM0Y_QjzKLd44P83AHSYGYxgEh-pEwsaCUVH1vfV-P_NxU_QD9gtyIckdHRUUAoXr5cQ!!/delta/base64xml/L3dJdyEvd0ZNQUFzQUMvNElVRS82X0NfNEFM" target="_blank">Selbstdarstellung</a></li>
</ul>
<p>Die aktuelle Aufstellung der Bundesmittel für Sport habe ich kürzlich ausführlich dokumentiert (<a title="Sportförderung des Bundes im Olympiajahr 2010" href="http://jensweinreich.de/2010/01/27/sportforderung-des-bundes-im-jahr-2010/" target="_self">mit kompletten Tischvorlagen aus dem Bundestag als pdf</a>). Wichtig sind in diesem Zusammenhang mindestens drei Punkte:</p>
<ol>
<li>Hinzu kommt sicher eine dreistellige Millionensumme aus Kassen von Ländern und Kommunen</li>
<li>Es existiert keine Aufstellung aller Kosten aus öffentlichen Mitteln für den Leistungssport. Die Volksvertreter sind nicht der Meinung, dass man das dem Volk zumuten und eventuell transparent gestalten könnte.</li>
<li>Ich finde, es ist wichtig &#8211; und es wird in journalistischen Beiträgen fast immer falsch notiert &#8211; sich die Auflistung der Bundesministerien genau anzusehen. Insgesamt sind es in diesem Jahr rund 250 Millionen Euro &#8211; und eben nicht nur die Summe, die von BMI-Kostenstellen überwiesen werden.</li>
</ol>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6978" title="Bundesmittel 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/bund-sport-2010-blog-web.jpg" alt="" width="530" height="450" /></p>
<p><span id="more-6971"></span>Und schließlich, denn Ausgangspunkt war ja der weltumspannende Bobsport, hier noch die Zielvereinbarung von BMI, <a title="Zielvereinbarung BSD" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/zielvereinbarung-bsd.pdf" target="_self">DOSB und Bob- und Schlittensportverband (BSD)</a>, der passender Weise von einem ehemaligen Politiker und Sänger geführt wird (Andreas Trautvetter, CDU) als pdf-Datei (3,4 MB, 9 Seiten).</p>
<p>Die Qualität der Bilddateien ist nicht die dollste, dafür aber findet man diese <a title="Beiträge zu Zielvereinbarungen" href="http://jensweinreich.de/?s=zielvereinbarungen" target="_self">Zielvereinbarung</a> (die ja nicht öffentlich ist, von BMI/DOSB/Sportausschuss/BSD und entsprechend allen anderen Verbänden gewissermaßen als Privatnummer dem Steuerzahler vorenthalten wird) nur hier. Sonst nirgends. Und hier noch ein <a title="Zielvereinbarungen olympischer Spitzenverbände" href="http://jensweinreich.de/2009/02/11/dokumentation-zielvereinbarungen-olympischer-sportverbande/" target="_self">Mustervertrag</a>.</p>
<p>Die Sportsoldaten, die den Auftrag haben, &#8220;zum Ansehen Deutschlands in der Welt&#8221; beizutragen, liegen blendend im Plan bzw. streben Planübererfüllung an. 9 Medaillen waren vorgesehen. 2 Gold, 2 Silber und 3 Bronze sind es bereits nach Skeleton und Rodeln.</p>
<p><a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/ziel-bsd-web.gif"><img class="aligncenter size-full wp-image-6981" title="Im nationalen Auftrag" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/ziel-bsd-web.gif" alt="" width="530" height="195" /></a></p>
<p>Ja wenn das so ist. Mit dem Argument des nationalen Auftrages und <a title="UDIOCM: Lebenssachverhalte im nationalen Interesse" href="http://jensweinreich.de/2010/02/10/thomas-bach-lebenssachverhalte-im-nationalen-interesse/" target="_self">anderer Lebenssachverhalte</a>, lässt sich noch jede Diskussion im Keim ersticken.</p>

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		</item>
		<item>
		<title>NOlympia 2018: 18 Gründe gegen die Olympiabewerbung</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/02/19/nolympia-2018-18-grunde-gegen-die-olympiabewerbung/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 22:05:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[finanzierung von mega-events]]></category>
		<category><![CDATA[ioc]]></category>
		<category><![CDATA[münchen 2018]]></category>
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		<description><![CDATA[VANCOUVER. Das nenne ich Timing: Pünktlich zum bayerischen Abend heute im Deutschen Haus in Vancouver wird die Webseite der Olympia-Opposition lebendig. Auf Facebook ist man auch aktiv. Es bleibt aber natürlich ein ungleiches Duell: Hier ein politisch-industrieller Komplex &#8211; dort wenige Enthusiasten. Hier in Teilen gesteuerte Medien, mitunter Propagandaaktionen &#8211; dort das Bemühen von Einzelkämpfern, [...]]]></description>
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<p>VANCOUVER. Das nenne ich Timing: Pünktlich zum bayerischen Abend heute im Deutschen Haus in Vancouver wird die Webseite der Olympia-Opposition lebendig. Auf Facebook ist man auch aktiv. Es bleibt aber natürlich ein ungleiches Duell:</p>
<p>Hier ein politisch-industrieller Komplex &#8211; dort wenige Enthusiasten. Hier in Teilen gesteuerte Medien, mitunter Propagandaaktionen &#8211; dort das Bemühen von Einzelkämpfern, die auf vielfältige Weise unter Druck gesetzt werden. Kommunikationsherrschaft ist allerdings in Zeiten von Social Media schwer aufrechtzuerhalten. Manche haben Probleme damit, das anzuerkennen.</p>
<p>Über das englische Thesenpapier der Olympiagegner, das letzte Woche veröffentlicht wurde (<a title="Munich 2018: We do not want the Games!" href="http://jensweinreich.de/2010/02/11/munich-2018-we-do-not-want-the-games/" target="_self">Munich2018: We do not want the Games!</a>), hat man in der Branche schon heftig debattiert.</p>
<ul>
<li>Lesebefehl: <strong><a title="NOlympia München 2018" href="http://www.nolympia.de" target="_blank">www.NOlympia.de</a></strong></li>
</ul>
<p>Die achtzehn Gründe gegen die Olympiabewerbung lauten:</p>
<ol>
<li><a title="Klimawandel" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/klimawandel/">Klimawandel</a></li>
<li><a title="Schnee?" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/schnee-oder-nicht-schnee/">Schnee?</a></li>
<li><a title="Wasserbedarf" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/wasserbedarf/">Wasserbedarf</a></li>
<li><a title="Naturschutz" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/landschafts-und-naturschutz/">Naturschutz</a></li>
<li><a title="Ski-WM 2011" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/erfahrungen-mit-der-ski-wm-2011/">Ski-WM 2011</a></li>
<li><a title="Sportstätten" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/das-gescheiterte-konzept-der-sportstatten/">Sportstätten</a></li>
<li><a title="Platzbedarf" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/platzbedarf/">Platzbedarf</a></li>
<li><a title="Verkehr" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/verkehrsentwicklung/">Verkehr</a></li>
<li><a title="Finanzrisiko" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/finanzrisiko-fuer-austragungsstaetten/">Finanzrisiko</a></li>
<li><a title="Erfahrungen" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/bisherige-erfahrungen-mit-olympischen-winterspielen/">Erfahrungen</a></li>
<li><a title="Bevölkerung" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/belastungen-fur-bevolkerung/">Bevölkerung</a></li>
<li><a title="Tourismus" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/entwicklung-des-tourismus1/">Tourismus</a></li>
<li><a title="Dialog" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/partizipationsfalle-oder-dialog/">Dialog</a></li>
<li><a title="Sicherheit" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/grunde-gegen-olympia-2018sicherheit/">Sicherheit</a></li>
<li><a title="Verträge IOC" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/vertrage-des-ioc/">Verträge IOC</a></li>
<li><a title="Umweltkonzept 18 Leitprojekte 2018" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/bewertung-18-leitprojekte-2018/">Umweltkonzept 18 Leitprojekte 2018</a></li>
<li><a title="München 2018" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/munchen/">München 2018</a></li>
<li><a title="Vancouver" href="http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/vancouver/">Vancouver</a></li>
</ol>
<ul></ul>

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		<title>Munich 2018: &#8220;We do not want the Games!&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 11:27:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[axel doering]]></category>
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		<description><![CDATA[Statement of the Munich 2018 Olympic Resistance Network: NOlympics 2018 in Munich! Resistance network is growing! Amongst the local community the “Munich +2” bid for the Olympic Winter Games 2018 is a topic of ever increasing controversy. The pro Olympic contingent generates glowing prospects of financial gain, an improved infrastructure and a boost for the [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><em>Statement of the Munich 2018 Olympic Resistance Network:</em></p>
<blockquote><p><strong><span style="font-weight: normal;"><strong>NOlympics 2018 in Munich! Resistance network is growing!</strong></span></strong></p>
<p>Amongst the local community the “Munich +2” bid for the Olympic Winter Games 2018 is a topic of ever increasing controversy. The pro Olympic contingent generates glowing prospects of financial gain, an improved infrastructure and a boost for the region in positive publicity. Garmisch-Partenkirchen maintains that the town to this day still reaps the benefits that are a result of the 1936 Nazi Olympics. Unfortunately, this dark chapter in the history of Garmisch-Partenkirchen has never thoroughly come to light.</p>
<p><strong><em>The dark side of the coin</em></strong></p>
<p>All that glitters is not golden and in reference to the shimmering Olympic medal there is also a darker side of that coin. Greenwashing and Alpine Disneyland in spite of the climate change, zero transparency and lack of democratic control, immoral adhesion contracts for the host towns, the actual expenditure for the games themselves is constantly rising and megalomaniac road construction projects – in short, the Munich, Garmisch-Partenkirchen and Schönau bid for the Olympic Winter Games 2018 represents all of this and more.</p>
<p>If we take a realistic view at the requirements and planning proposals of the Munich bid, it is plain to see that the 2018 games are not only an uncalculated ecological and economical venture but they also pose as a social risk for many local citizens, more so for the people who dwell in the mountains towns of Garmisch-Partenkirchen, Berchtesgaden and Oberammergau.</p>
<p><strong><em>The opposition is gaining momentum <span id="more-6650"></span><br />
</em></strong></p>
<p>The platform NOlympia was founded in Munich on January 11, 2010, with a view to preventing this pending disaster by stopping the Olympic Winter Games from taking place in these harrowing times of climate change. The platform comprises large nature preserve associations such as the Bund Naturschutz, political parties such as the Greens or the ÖDP, the Society for Ecological Research and dedicated private individuals. In addition, there is growing opposition from the local citizens of Garmisch-Partenkirchen and Oberammergau and from the land owners who will be affected. With each new piece of legitimate information that is added to the growing dossier, this opposing movement finds a mounting response. A survey that was conducted in November 2009 in Garmisch-Partenkirchen revealed that only 57% were in favour of the games. A more detailed and in-depth line of questioning revealed, however, that the votes in favour are generally the people who are uninformed and unaware of the concealed negative effects. In short, this means that the more information gathered, the more likely it will be for the percentage of those who are in favour of the games to decrease.</p>
<p>Currently, there are two websites under construction which will possibly go live in February: <a title="NOlympia.de" href="http://www.nolympia.de" target="_blank">NOlympia</a> and <a title="NOlympia 2018" href="http://www.nolympia2018.de" target="_blank">NOlympia2018</a>. As an example, the website of the Society for Ecological Research reveals the drastic environmental interventions with regards to the forest clearing that will be necessary to create the Ski World Cup slopes in Garmisch-Partenkirchen (www.goef.de : Arbeitsschwerpunkte/Olympische Winterspiele). Several more information events, with – amongst others – the Olympia critic Willy Rehberg from Salzburg, are already planned (March 9 in Garmisch-Partenkirchen and March 11 in Berchtesgaden).</p>
<p><em><strong>No snow guarantee due to climate change</strong></em></p>
<p>“Munich + 2” – the town of Munich and the communities of Garmisch-Partenkirchen, Oberammergau and Schönau am Königssee – make their bid with the promises of “ecological”, “sustainable” and “climate neutral” games. Even a “green heritage” for the local area has been pledged. But how can they possibly fulfil theses requirements for 2018, i.e. in eight years time, in the times of the climate change? How can they guarantee e.g. reliable snow conditions? It is a fact that the affected Alpine region is ecologically very sensitive and has only low altitudes that range from 900 to 1700 metres.</p>
<p>Currently, the televised images of the drastic measures taken in Vancouver are in view for the whole world see. Gigantic trucks and helicopters hauling massive loads of snow as the slopes of Vancouver are subjected to record spring-like temperatures. This should be a warning of grim prospects for us if the Munich 2018 games take place (as early as 2007, the world cup in Garmisch could only be secured by colossal transportations of snow using trucks from the Wipptal which is 100 km away). The effects of producing snow for a large area are the opposite of sustainable with regards to the local water supply and the massive energy consumption that goes along with it. Already in 2007, the costs for one single snow cannon were greater than the amount of money that the Garmisch council received for the sale of one social flat.</p>
<p><em><strong>What must be built to accommodate the games, interventions into nature and the environment</strong></em></p>
<p>Contrary to the statements of the bidders, a large number of new facilities would have to be built such as the “Snow Village” and the Media Village, the street for the sporting facilities, parking places, a small jump, lifts and even more facilities that would be necessary for the skiing competitions. The construction of these facilities constitutes a massive intervention into nature and will permanently destroy the century old small scale agriculture and valuable cultural landscape devastating the abundant wildlife species in the meadows. The large-scale forest clearings at the Kandahar slope in Garmisch which was within the framework of the preparations for the Ski World Cup 2011 proved that such invention can turn out to be a lot bigger than originally planned and approved: baring this in mind prepare for substantial serious consequences as the results of the Olympic constructions.</p>
<p>Temporary facilities for cross-country skiing and biathlon are planned to be built on the beautiful suntrap meadows of Oberammergau in the midst of a wonderful natural and cultural landscape.</p>
<p>In addition to the plans for road construction, there also exist other extensive construction plans with regards to the bid for 2018:</p>
<p>The plans for motorway and main road construction is estimated at the cost of about 2 billion Euros; whereas the extension of public transport is planned with an investment of only 300 million Euros, a clear thwarting of the goad of sustainable games. If all main roads in the area of the Loisachtal – in which Garmisch-Partenkirchen is located – are built, then the valley will be part of a new transit road, this will result in a massive increase in traffic that will greatly influence the future of the affected towns and the landscapes.</p>
<p><em><strong>Security Costs</strong></em></p>
<p>In Vancouver, the security costs quintupled. According to estimations, the security costs alone will reach 1 billion $ (for the Munich bid the security costs were estimated with 17 to 21 million €, even though the risk of danger is a very real prospect due to the terror attack at the Summer Olympic Games). Up to now, there has been no mention whatsoever in the bidding documents of 16 thousand soldiers and policemen who are planned to be deployed as the security force.</p>
<p><em><strong>The IOC and their adhesion contracts</strong></em></p>
<p>The IOC places all responsibilities and liabilities, all costs and succeeding costs (occurring after the games), all risks firmly onto the shoulders of bidding towns’ in contrast the IOC secures all advantages, rights and financial securities for itself. When Salzburg was still in the bidding, Austrian finance lawyers proclaimed these contracts as “immoral adhesion contracts”.</p>
<p>We do not want to be amongst the towns that submit themselves to the diktat of these immoral contracts through the IOC: Contracts in which the undersigning local councils have to make guarantees at a time where the actual contract is not yet available. The following passage is taken from the annex to the consultation basics: “The decision making on this guarantee must be made without knowing the later content of the contract and the respective duties that have yet to be revealed.”<img title="Weiterlesen..." src="http://jensweinreich.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p><em><strong>The financial effects on the communities and their citizens</strong></em></p>
<p>The bidding towns of Munich, Garmisch-Partenkirchen and Oberammergau are already amongst the towns with the highest rate of debt in Bavaria. The financial effects of hosting the winter games will render these communities unable to act and redeem.</p>
<p>The Olympic winter games lead to massive cost increases in the town, to the construction of second homes and a rise in rents. This means that the living costs of the local population will substantially increase and remain so.</p>
<p><em><strong>We do not want the games!</strong></em></p>
<p>The constant planning and re-planning and the never ending discussion on which location for both the permanent and temporary facilities already makes it quite clear at this early stage that the valley of Garmisch-Partenkirchen is far too small to host such a huge event.</p>
<p>Another example for the insecurity of the planning is the promise of a “lighthouse project within the environmental concept” of the bidding association: Already even before submitting the bidding documents the so-called biosphere reservation – announced as green heritage – was found to be unfeasible.</p>
<p>Knowing that the games will also be a high risk for the tourism branch in a town like Garmisch-Partenkirchen, that the increase in the guest figures are mere fiction, that the debts and problems will suffocate all of the participating towns of the bid “Munich + 2 we do not want the games, especially not here in Upper Bavaria.</p>
<p>In these dire times of the climate change responsible actions to avoid any CO2 output are required more than ever before. Every four years the Olympic winter games in their current dimensions become a massive detriment to each and every new hosting mountain area.</p>
<p>February 11, 2010</p>
<p><strong>NOlympia 2018</strong></p>
<p><em>Contact:</em></p>
<ul>
<li>Axel Doering, Garmisch-Partenkirchen: doering@bn-gap.de</li>
<li>Korbinian Freier, Oberammergau: korbinian.freier@zmaw.de</li>
<li>Christian Hierneis, München: hierneis@gmx.de</li>
<li>Ludwig Hartmann: Ludwig.Hartmann@gruene-fraktion-bayern.de</li>
<li>Bartl Wimmer, Berchtesgadener Land: wimmer@synlab.de</li>
<li>Dieter Janecek, Grüne Bayern: dieter.janecek@bayern.gruene.de</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Bundesgericht lehnt Pechstein-Beschwerde ab</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 16:22:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[VANCOUVER. Der Vollständigkeit halber und wenig überraschend: In der mittlerweile die 1-2-3-4-5-sechsten Entscheidung zum Fall Pechstein hat das Schweizer Bundesgericht heute auch den Hauptsacheantrag von Claudia Pechstein gegen die CAS-Entscheidung vom 25. November 2009 von abgelehnt. Im Gegensatz zu allen vorherigen Entscheidungen liegt diesmal aber bislang nur eine Pressemitteilung vor, der Beschluss noch nicht, der wird [...]]]></description>
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<p>VANCOUVER. Der Vollständigkeit halber und wenig überraschend: In der mittlerweile die <a title="1. Verfügung" href="http://jensweinreich.de/?p=6074" target="_self"><strong>1</strong></a>-<a title="2. Verfügung" href="http://jensweinreich.de/?p=6118" target="_self"><strong>2</strong></a>-<a title="3. Verfügung" href="http://jensweinreich.de/?p=6133" target="_self"><strong>3</strong></a>-<strong><a title="4. Verfügung" href="http://jensweinreich.de/?p=6169" target="_self">4</a><span style="font-weight: normal;">-</span><a title="... Pechstein nicht in Vancouver" href="http://jensweinreich.de/2010/01/26/bundesgericht-lehnt-antrag-ab-pechstein-nicht-in-vancouver/" target="_self">5</a><span style="font-weight: normal;">-</span></strong>sechsten Entscheidung zum Fall Pechstein hat das Schweizer Bundesgericht heute auch den Hauptsacheantrag von Claudia Pechstein gegen die CAS-Entscheidung vom 25. November 2009 von abgelehnt. Im Gegensatz zu allen vorherigen Entscheidungen liegt diesmal aber bislang nur eine Pressemitteilung vor, der Beschluss noch nicht, der wird noch geschrieben. Hier nun die Pressemitteilung und die Reaktion von Claudia Pechstein unkommentiert. <em>(Und ich gehe dann mal wieder an die olympische Arbeit.) <span id="more-6641"></span><br />
</em></p>
<blockquote><p>Medienmitteilung des Bundesgerichts</p>
<p><em>Urteil vom 10. Februar 2010 (4A_612/2009)</em></p>
<p><strong>Bundesgericht weist Beschwerde der Eisschnellläuferin Claudia Pechstein ab</strong></p>
<p>Das Bundesgericht hat mit Urteil vom 10. Februar 2010 die Beschwerde der deutschen Eisschnellläuferin Claudia Pechstein gegen einen Entscheid des Tribunal Arbitral du Sport (TAS) abgewiesen. Das TAS hatte eine gegen die Athletin ausgesprochene zweijährige Dopingsperre bestätigt.</p>
<p>Aufgrund der Blutproben vom 6. und 7. Februar 2009 anlässlich der Eisschnelllauf-Weltmeisterschaft in Hamar (Norwegen) hatte die Disziplinarkommission der International Skating Union nach Überprüfung des Blutprofils von Claudia Pechstein mit Entscheid vom 1. Juli 2009 ein Dopingvergehen festgestellt und eine zweijährige Sperre gegen die Athletin verhängt. Die gegen diesen Entscheid erhobene Berufung wies das TAS mit Schiedsentscheid vom 25. November 2009 ab. Das TAS erachtete es aufgrund des durchgeführten Beweisverfahrens und nach Anhörung zahlreicher medizinischer Sachverständiger für erwiesen, dass die abnormalen Blutwerte der Athletin vom 6. und 7. Februar 2009 sowie der einige Tage darauf festgestellte starke Rückgang des Retikulozytenwerts nicht durch eine angeborene oder erworbene Anomalie erklärt werden könnten, sondern auf eine Blutmanipulation zurückzuführen seien. Entsprechend bestätigte das TAS die zweijährige Dopingsperre.</p>
<p>Das Bundesgericht hat die Beschwerde der Athletin gegen den Entscheid des TAS vom 25. November 2009 mit Urteil vom 10. Februar 2010 abgewiesen, soweit es darauf eintrat.</p>
<p>Aufgrund der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Dringlichkeit im Hinblick auf die Olympischen Spiele hat es den Fall beförderlich behandelt und auf den üblichen Schriftenwechsel verzichtet.</p>
<p>Gegen einen internationalen Schiedsentscheid können im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren einzig die im Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht (IPRG) einzeln aufgezählten Beschwerdegründe geltend gemacht werden (Art. 190 Abs. 2 IPRG). Dazu gehören in verfahrensrechtlicher Hinsicht unter anderem die vorschriftswidrige Zusammensetzung des Schiedsgerichts sowie eine Verletzung der Gleichbehandlung der Parteien oder des Anspruchs auf rechtliches Gehör. Das Bundesgericht erachtete im vorliegenden Fall die von Claudia Pechstein geltend gemachte Verletzung von Verfahrensrechten für nicht stichhaltig. Inhaltlich ist die bundesgerichtliche Überprüfung von Entscheiden des TAS auf die Verletzung des sogenannten &#8220;Ordre public&#8221; beschränkt. Das Bundesgericht kann weder den vom TAS festgestellten Sachverhalt überprüfen noch neue Vorbringen berücksichtigen. Entsprechend konnte das Bundesgericht neu eingereichte medizinische Gut- achten in seinem Entscheid nicht berücksichtigen. Es konnte zudem insbesondere nicht überprüfen, ob die Kritik an der Feststellung des TAS, die Blutwerte Pechsteins vom 6. und 7. Februar 2009 seien auf eine Blutmanipulation zurückzuführen, berechtigt sei.</p>
<p>Das Bundesgericht hat daher die Beschwerde von Claudia Pechstein mit Urteil vom 10. Februar 2010 abgewiesen, soweit es darauf eintreten konnte.</p>
<p><em>Hinweise: Das Urteil wird nach Vorliegen der schriftlichen Begründung auf unserer Webseite www.bger.ch / &#8220;Rechtsprechung (gratis)&#8221; / &#8220;Weitere Urteile ab 2000&#8243; veröffentlicht werden (im Suchfeld die Urteilsreferenz 4A_612/2009 eingeben). Wann die schriftliche Begründung vorliegen wird, ist noch nicht bekannt.</em></p></blockquote>
<p>Die Pressemitteilung von powerplay in Namen von Claudia Pechstein:</p>
<blockquote><p><strong>Claudia Pechstein schöpft neue Hoffnung aus der Begründung der Beschwerdeablehnung des Schweizer Bundesgerichtes</strong></p>
<p>Mit Urteil vom heutigen Mittwoch, 10. Februar 2010, hat das Schweizer Bundesgericht die Beschwerde Claudia Pechsteins gegen das CAS-Urteil vom 25. November 2009 abgelehnt.</p>
<p>„Diese Entscheidung kommt für uns nicht überraschend, schließlich hatte das Bundesgericht bereits den Eilantrag unserer Mandantin auf ein Startrecht bei Olympia abschlägig beschieden und damit begründet, die Erfolgsaussichten im Hauptsacheverfahren seien gering“, kommentiert Pechstein- Anwalt Simon Bergmann den Entscheid.</p>
<p>In der Begründung zur Ablehnung der Beschwerde stellt das Schweizer Bundesgericht wie folgt fest:</p>
<p>„Inhaltlich ist die bundesgerichtliche Überprüfung von Entscheiden des TAS auf die Verletzung des sogenannten &#8220;Ordre public&#8221; beschränkt. Das Bundesgericht kann weder den vom TAS festgestellten Sachverhalt überprüfen noch neue Vorbringen berücksichtigen. Entsprechend konnte das Bundesgericht neu eingereichte medizinische Gutachten in seinem Entscheid nicht berücksichtigen. Es konnte zudem insbesondere nicht überprüfen, ob die Kritik an der Feststellung des TAS, die Blutwerte Pechsteins vom 6. und 7. Februar 2009 seien auf eine Blutmanipulation zurückzuführen, berechtigt sei.“</p>
<p>Diese im obigen Zitat erwähnten neuen medizinischen Erkenntnisse werden in Kürze vom Bundesgericht erneut bewertet werden können. „Die aktualisierte wissenschaftliche Bewertung des Blutbildes meiner Mandantin wird u.a. Bestandteil unseres Revisionsantrages sein, den wir fristgemäß einreichen werden“, erläutert Simon Bergmann. Mit diesem Revisionsantrag möchte Deutschlands erfolgreichste Winterolympionikin eine Wiederaufnahme des Verfahrens erreichen.</p>
<p>„Ich finde es bemerkenswert, dass das Bundesgericht in seiner Urteilsbegründung betont, dass es ihm im Rahmen des Beschwerdeverfahrens nicht möglich war, die neuen Gutachten zu berücksichtigen. Dies hatte einzig und allein formelle Gründe. Ich schöpfe daraus neue Hoffnung für das Revisionsverfahren, denn hier stehen diese Erkenntnisse im Mittelpunkt“, erklärt Claudia Pechstein und macht noch einmal deutlich: „Ich bin mir zu hundert Prozent sicher, früher oder später vollständig rehabilitiert zu werden.“</p></blockquote>

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		<title>Die IOC-Blogger-Richtlinien für Olympiateilnehmer</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 12:31:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[blogging guidelines]]></category>
		<category><![CDATA[dokumentation]]></category>
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		<category><![CDATA[lindsey vonn]]></category>
		<category><![CDATA[vancouver 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[VANCOUVER. Die Frage, wie Sportler sich während der Olympischen Winterspiele im Bereich Social Media äußern dürfen, ob es ihnen vielleicht gar verboten ist, Blogs zu betreiben etc. pp., hat nun doch für einige Verwirrung gesorgt. Nicht in Deutschland, aber in den USA, nachdem ausgerechnet Lindsey Vonn der Meinung war, nicht bloggen zu dürfen. (Cover: SI.com) Ich habe [...]]]></description>
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<p><img title="Cover Sport Illustrated, 8. Februar 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/0208_large.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="300" height="395" align="left" />VANCOUVER. Die Frage, wie Sportler sich während der Olympischen Winterspiele im Bereich Social Media äußern dürfen, ob es ihnen vielleicht gar verboten ist, Blogs zu betreiben etc. pp., hat nun doch für einige Verwirrung gesorgt. Nicht in Deutschland, aber in den USA, nachdem ausgerechnet <a title="Google News: Lindsey Vonn, IOC" href="http://news.google.com/news/search?aq=f&amp;cf=all&amp;ned=us&amp;hl=en&amp;q=lindsey+vonn+ioc" target="_blank">Lindsey Vonn</a> der Meinung war, nicht bloggen zu dürfen. (Cover: <a title="www.si.com" href="http://sportsillustrated.cnn.com/vault/cover/featured/11382/index.htm" target="_blank">SI.com</a>)</p>
<p>Ich habe die Geschichte aufgeschrieben, Hintergründe umrissen und den Beitrag einigen Medien angeboten. Mehr dazu später, wenn ich den Text bloggemäß mit Quellen und weiterführenden Infos aufbereite. Über die &#8220;IOC Blogging Guidelines&#8221; (für Sportler, Betreuer u.a.) und die &#8220;IOC Internet Guidelines&#8221; (für Journalisten) haben wir ja <a title="Die Ruhe vor dem Sturm und die IOC-Blogger-Richtlinien" href="http://jensweinreich.de/2010/02/03/vancouver-1-die-ruhe-vor-dem-sturm-und-die-ioc-blogger-richtlinien/" target="_self">bereits ein wenig diskutiert</a>. Auch dieses Thema ist etwas größer, als ich zunächst angenommen hatte. Es ist hochkomplex, zentral für das IOC und sehr interessant. Ich denke, dazu werde ich in den kommenden drei Wochen etliche Mosaikstückchen anbieten.</p>
<p>Hier zunächst mal die deutsche Übersetzung der &#8220;<a title="Die IOC-Blogger-Richtlinien" href="http://jensweinreich.de/2010/02/03/vancouver-1-die-ruhe-vor-dem-sturm-und-die-ioc-blogger-richtlinien/" target="_self">IOC Blogging Guidelines</a>&#8220;, die der DOSB seinen Sportlern mit auf den Weg gibt:</p>
<blockquote><p><strong>IOC Blogging-Richtlinien für akkreditierte Personen zu den XXI. Olympischen Winterspielen, Vancouver 2010</strong></p>
<p>Die vorliegenden Richtlinien wurden für Personen mit Akkreditierung (&#8220;akkreditierte Personen&#8221;) zu den XXI. Olympischen Winterspielen, Vancouver 2010 (die &#8220;Spiele&#8221;) entwickelt, die persönliche Blogs führen, welche der Allgemeinheit zugänglich sind und beliebige Inhalte im Zusammenhang mit ihren persönlichen Erfahrungen und ihrer Teilnahme an den Spielen enthalten (&#8220;olympische Inhalte&#8221;), und zwar von der Öffnung des Olympischen Dorfes am 4. Februar 2010 bis zur Schließung des Olympischen Dorfes am 3. März 2010. Sie gelten auch für akkreditierte Personen, die olympische Inhalte auf den Internetseiten von anderen Personen einstellen.</p>
<p>Das IOC sieht das Bloggen in Übereinstimmung mit den vorliegenden Richtlinien als eine rechtmäßige Form des persönlichen Ausdrucks und nicht als eine Form des Journalismus. Deswegen ist das IOC nicht der Ansicht, dass Blogs von akkreditierten Personen, die den vorliegenden Richtlinien entsprechen, dem Absatz 3 der Vorschriften zur Regel 49 der Olympischen Charta entgegenstehen, wo es heißt: &#8220;Nur Personen, die als Medienvertreter akkreditiert sind, können als Journalisten, Reporter oder in einer anderen Medien-Eigenschaft tätig werden.&#8221;</p>
<p>Außerdem müssen Personen, die eine Akkreditierung für die Spiele besitzen, die Olympische Charta beachten.</p>
<p><strong>1. Definition von &#8220;Blog&#8221;</strong></p>
<p>Zum Zwecke dieser Richtlinien, ist ein Blog eine spezielle Internetseite, wo Einträge gemacht werden (wie in einem Journal oder Tagebuch), die normalerweise in umgekehrter chronologischer Reihenfolge angezeigt werden, und der breiten Öffentlichkeit zugänglich ist.</p>
<p><strong>2. Persönliche Informationen</strong></p>
<p>Wenn Personen mit einer Akkreditierung für die Spiele olympische Inhalte veröffentlichen, müssen diese ausschließlich auf die eigene Olympia-Erfahrung begrenzt sein. Unbeschadet der Allgemeingültigkeit des zuvor Gesagten, sollen Blogs von akkreditieren Personen die Form eines Tagebuchs oder Journals haben und keinesfalls Interviews mit anderen akkreditierten Personen oder Geschichten über diese enthalten.</p>
<p>Akkreditierte Personen sollen keine Informationen vertraulicher oder privater Art über Dritte preisgeben, wie zum Beispiel Informationen, die die Sicherheit, Durchführung und Organisation der Spiele und, gegebenenfalls, die jeweiligen Olympiateams der akkreditierten Personen oder die Privatsphäre einer anderen akkreditierten Person gefährden können.</p>
<p>Auf jeden Fall müssen Olympia-Blogs akkreditierter Personen jederzeit dem Olympischen Geist und den Grundsätzen der Olympischen Idee entsprechen, wie sie in der Olympischen Charta enthalten sind; sie müssen würdig sein und dem guten Geschmack entsprechen.</p>
<p><strong>3. Kein Ton und keine bewegten Bilder von den Spielen</strong></p>
<p>Die Verbreitung von bewegten Bildern der Spiele durch gleich welches Medium, einschließlich Darstellung per Internet, ist Bestandteil des Rechts am geistigen Eigentum, das das IOC besitzt. Es dürfen keine vertonten oder bewegten Bilder (einschließlich Sequenzen von Standfotos, die bewegte Bilder simulieren) von olympischen Veranstaltungen jeder Art zur Verfügung gestellt werden, egal ob direkt oder zeitverzögert und unabhängig von der Quelle, einschließlich sportliches Geschehen, Eröffnungsfeier, Schlusszeremonie und Medaillenvergabe oder sonstige Tätigkeiten, die in einem Bereich stattfinden, für dessen Betreten ein olympischer Identitätsnachweis und eine Akkreditierungskarte (oder eine Eintrittskarte) erforderlich sind – z.B. Wettkampf- und Trainingsorte, Olympisches Dorf, Hauptpressezentrum (&#8220;Akkreditierungsbereiche&#8221;).</p>
<p><strong><img title="Weiterlesen..." src="http://jensweinreich.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /><span id="more-6577"></span>4. Standbilder</strong></p>
<p>Akkreditierte Personen können Standbilder zeigen, die von ihnen selbst innerhalb der akkreditierten Zonen aufgenommen wurden, sofern diese Bilder kein sportliches Geschehen der Spiele bzw. die Eröffnungs- und Schlussfeier sowie die Medaillenvergabe anlässlich der Spiele zeigen. Die akkreditierten Personen sind dafür verantwortlich, in Übereinstimmung mit dem vorliegenden Abschnitt die Zustimmung möglicher anderer, auf diesen Bildern gezeigten Personen einzuholen. Standbilder dürfen nicht in einer fortlaufenden Art und Weise kopiert werden, so dass der Eindruck von simulierten bewegten Bildern entsteht.</p>
<p><strong>5. Olympische Schutzmarken</strong></p>
<p>Akkreditierte Personen dürfen in ihren Blogs nicht das olympische Symbol verwenden, d. h. die fünf ineinander verflochtenen Ringe, die IOC-Besitz sind. Akkreditierte Personen dürfen das Wort &#8220;Olympisch&#8221; und andere auf Olympia bezogene Worte in ihren Blogs verwenden, vorausgesetzt dass das Wort „Olympisch“ und andere auf Olympia bezogene Worte nicht in Zusammenhang mit einer dritten Partei oder Produkten und Dienstleistungen dieser dritten Partei in Verbindung gebracht werden. Auch dürfen akkreditierte Personen in ihren Blogs keine anderen olympischen Identifikationen wie z. B. NOK und/oder VANOC Logos oder Maskottchen verwenden, sofern ihnen nicht die vorherige schriftliche Genehmigung des entsprechenden NOKs und/oder VANOC vorliegt.</p>
<p><strong>6. Werbung und Sponsoring</strong></p>
<p>Als allgemeine Regel gilt, dass akkreditierte Personen keine Werbebotschaften in die in ihren Blogs geposteten olympischen Inhalte einbauen dürfen. Das bedeutet insbesondere, dass keine Werbung- und Sponsoringmöglichkeiten Dritten angeboten und/oder verkauft werden im Zusammenhang mit olympischen Inhalten in ihren Blogs.</p>
<p>Unbeschadet des zuvor Gesagten, ist Werbung und/oder Sponsoring auf dem Bildschirm nur dann zusammen mit olympischen Inhalten erlaubt, wenn dieses von den IOC-TOP-Partnern stammt (unter http://www.olympic.org/marketing aufgelistet). Vorbehaltlich der obigen Ausführungen darf Werbung und/oder Sponsoring jeder Art weder aufdringlich sein (d.h. keine Popups oder erweiterbare Banner) noch jemals mehr als jeweils 15 Prozent des Bildschirms einnehmen. Daneben dürfen auf den Internetseiten von VANOC, der sonstigen Veranstaltungskomitees der Olympischen Spiele und der Nationalen Olympischen Komitees, sowie auf den Internetseiten der offiziellen Inhaber der Senderechte Werbung und Sponsoring in dem Umfang erscheinen, wie vom IOC genehmigt ist.</p>
<p>Akkreditierte Personen dürfen olympischen Inhalte auf den Internetseiten von Dritten posten, wenn sichergestellt ist, dass keine werbliche Verbindung einerseits zu solch eines Dritten oder anderer Werbung und/oderSponsoring besteht und andererseits zu olympischen Inhalten.</p>
<p><strong>7. Keine Ausschließlichkeit</strong></p>
<p>Akkreditierte Personen dürfen im Hinblick auf das Posten von olympischen Inhalten keine exklusiven Werbevereinbarungen mit einer Firma eingehen.</p>
<p><strong>8. Domain-Namen/URLs/Seitenbenennung</strong></p>
<p>Domain-Namen, die die Begriffe &#8220;Olympic&#8221;, &#8220;Olympics&#8221; oder ähnliches enthalten, sind nicht erlaubt (z. B. [meinname]olympic.com wäre nicht erlaubt, wohingegen [meinname].com/olympic zulässig ist, allerdings nur während des Geltungszeitraums der vorliegenden Richtlinien).</p>
<p><strong>9. Links</strong></p>
<p>Um den Zugriff auf die relevanten olympischen Informationen zu erleichtern, werden akkreditierte Personen, die ihre olympischen Inhalte in Übereinstimmung mit den vorliegenden Richtlinien posten, ermutigt, ihre Blogs mit den verschiedenen offiziellen olympischen Internetseiten zu &#8220;verlinken&#8221;, einschließlich, wo zutreffend, mit der Internetseite der jeweiligen Olympiamannschaft oder des NOKs der akkreditierten Person. Zu den nützlichen Adressen zählen:</p>
<p>www.olympic.org – Offizielle Internetseite der Olympischen Bewegung www.vancouver2010.com – Offizielle Internetseite der Olympischen Winterspiele Vancouver 2010</p>
<p><strong>10. Haftung</strong></p>
<p>Sie werden darauf aufmerksam gemacht, dass akkreditierte Personen für ihre Kommentare verantwortlich sind, wenn sie ihre Meinungen in einem Blog veröffentlichen wollen. Blogger können persönlich für einen Kommentar haftbar gemacht werden, der als verleumderisch, obszön oder urheberrechtlich geschützt gilt. Grundsätzlich posten Blogger ihre Blogs auf eigenes Risiko und sollten deutlich machen, dass es sich bei den veröffentlichen Ansichten um ihre persönliche Meinung handelt.</p>
<p><strong>11. Haftung und sonstige Einschränkungen</strong></p>
<p>VANOC, die Nationalen Olympischen Komitees, die internationalen Verbände und andere an den Spielen anwesende Gruppen (z.B. Medien und Sponsoren) müssen sicherstellen, dass ihre jeweiligen Delegationen (d.h. die Personen, die eine Akkreditierung zu den Spielen erhalten) über den Inhalt der vorliegenden Richtlinien informiert werden und ihr Einverständnis zu deren vollständiger Beachtung erklären. Die zuvor genannten Gruppen können ihren jeweiligen Delegationen auch strengere Blogging-Richtlinien für die Spiele auferlegen.</p>
<p><strong>12. Frühere oder spätere Vereinbarungen des IOC</strong></p>
<p>Diese Richtlinien können nicht so ausgelegt werden, dass sie die Bedingungen und Konditionen in einer Vereinbarung, die das IOC getroffen hat oder treffen wird, ändern oder ersetzen.</p>
<p><strong>13. Verstoß gegen die Richtlinien</strong></p>
<p>Eine Verletzung der vorliegenden Richtlinien durch eine akkreditierte Person kann zum Entzug der olympischen Identität und Akkreditierungskarte dieser Person führen, wie in der Olympischen Charta vorgesehen. Das IOC behält sich das Recht vor, sämtliche Maßnahmen zu ergreifen, die es im Hinblick auf Verstöße gegen diese Richtlinien für geeignet hält, darunter rechtliche Schritte wegen finanzieller Schadenersatzleistungen sowie die Verhängung weiterer Sanktionen.</p></blockquote>

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		<item>
		<title>Antidopingberichte 2008 der deutschen Sportfachverbände</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/01/27/antidopingberichte-2007-der-deutschen-sportfachverbande/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 17:09:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[bmi]]></category>
		<category><![CDATA[bva]]></category>
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		<description><![CDATA[Interessante Notiz zwischendurch: Die Sportabteilung des BMI, die sich in den vergangenen Jahren doch einige Male vorgeführt fühlte, kommuniziert proaktiv. Noch immer stehen bekanntlich die Antidopingberichte für 2008 aus. Ich meine, wir schreiben das Jahr 2010, demnächst sollen die Spitzensportverbände ihre Berichte für 2009 vorlegen, und der Gesamtbericht für 2008 ist noch immer nicht öffentlich. [...]]]></description>
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<p>Interessante Notiz zwischendurch: Die <a title="Das Eigenleben der BMI-Sportabteilung" href="http://jensweinreich.de/?p=1627" target="_self">Sportabteilung des BMI</a>, die sich in den vergangenen Jahren doch einige Male vorgeführt fühlte, kommuniziert proaktiv. Noch immer stehen bekanntlich die Antidopingberichte für 2008 aus. Ich meine, wir schreiben das Jahr 2010, demnächst sollen die Spitzensportverbände ihre Berichte für 2009 vorlegen, und der Gesamtbericht für 2008 ist noch immer nicht öffentlich.</p>
<p>Präzise betrachtet wurde der <a title="Antidopingberichte der deutschen Spitzenverbände 2007" href="http://jensweinreich.de/?p=2342" target="_self">Bericht für 2007</a> ja nur von Journalisten veröffentlicht, zuerst von <a title="Holger Schück gestorben" href="http://jensweinreich.de/?p=3553" target="_self">Holger Schück</a>, im Original steht er nur hier.</p>
<p>Ich habe mich leidlich um den Bericht für 2008 bemüht, der derzeit von BMI und DOSB unter Mitwirkung von BVA und NADA aufgehübscht wird. Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat <a title="DLF-Beitrag" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1089662/" target="_blank">im Dezember im Sportausschuss</a> angedeutet, dass es mit etlichen Verbänden Probleme gibt. Seither glühen die Drähte. Der Ausschuss will das Thema behandeln, planmäßig aber erst im März.</p>
<p>Und siehe, soeben verkündet das BMI per Presseverteiler:</p>
<blockquote><p><strong>Dr. <a title="Beiträge zu Christoph Bergner" href="http://jensweinreich.de/?cat=463" target="_self">Christoph Bergner</a>, Parlamentarischer Staatssekretär, zum derzeitigen Stand der Auswertung der Anti-Dopingberichte 2008</strong></p>
<p>Das Bundesministerium des Innern (BMI) und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) haben sich auf ein gemeinsames Verfahren verständigt, nach dem die Anstrengungen der Sportfachverbände und Erfüllung ihrer Verpflichtungen bei der Bekämpfung des Dopings im Sport ermittelt und bewertet werden. Dies geschieht in Form der sogenannten Anti-Dopingberichte. Hierbei handelt es sich um Selbstauskünfte der Verbände, die jeweils zum 31. März über das vorangegangene Jahr erhoben werden. Sie werden von der NADA unter Einbeziehung vorhandener Erkenntnisse auf Plausibilität und Schlüssigkeit geprüft und anschließend vom BVA unter zuwendungsrechtlichen Aspekten ausgewertet.</p>
<p>In Auswertung der Anti-Dopingberichte 2008 wurden bei 41 Zuwendungsempfängern (von 60 = 68%) keine Beanstandungen festgestellt. Staatssekretär Dr. Bergner begrüßt ausdrücklich, dass damit die Mehrheit (mehr als Zweidrittel) der Verbände im Berichtsjahr eine vollständige Umsetzung der umfangreichen Vorgaben zur Anti-Dopingbekämpfung erreicht hat.</p>
<p><strong>Bei 19 Zuwendungsempfängern (= 32%) sind Mängel festgestellt worden.</strong> Dabei handelt es sich um &#8211; vielfach formale &#8211; Verstöße aus dem Jahr 2008, die zum Beispiel in der nicht ausreichenden Umsetzung des NADA-Codes in den Satzungen, fehlerhaften Antidopingklauseln in den Arbeitsverträgen der Beschäftigten oder der unzureichenden Durchführung von Wettkampfkontrollen lagen. Hier werden Rückforderungsverfahren eingeleitet. Insgesamt belaufen sich die möglichen Rückforderungen nach heutigem Stand auf gut 200.000 Euro.</p>
<p>Bei einigen Verbänden werden vor Erlass des Rückforderungsbescheides derzeit erneut Anhörungen des BVA durchgeführt. Angesichts der noch laufenden Verwaltungsverfahren können weitergehende Angaben derzeit nicht gemacht werden. Über diesen Sachstand sind heute auch die Obleute im Sportausschuss des Deutschen Bundestages unterrichtet worden.</p>
<p>Verstöße in der Umsetzung des NADA-Codes oder gegen Auflagen in den Zuwendungsbescheiden werden mit diesen Rückforderungen konsequent verfolgt. Damit unterstreicht die Bundesregierung ihren Grundsatz, Steuergelder nur sauberem Sport bei konsequenter Dopingbekämpfung zur Verfügung zu stellen. Diese deutlichen Sanktionen sind schmerzhaft für die verstoßenden Verbände, werden zugleich Signalwirkung für die Zukunft haben und die Verbände zu einer noch konsequenteren Beachtung der Anti-Doping Regelungen anhalten.</p></blockquote>
<p>Soweit zu den Behauptungen des BMI.</p>
<p>Was die Ministerialen und Sportpolitiker, die von Steuermitteln leben, natürlich immer noch nicht begreifen und in ihrer Arroganz nicht begreifen wollen: Dass dieser Bericht, das alle Berichte schon längst öffentlich sein müssten &#8211; im Internetz.</p>

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		<title>Sportförderung des Bundes im Olympiajahr 2010</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 14:01:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[bmi]]></category>
		<category><![CDATA[bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[dokumentation]]></category>
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		<category><![CDATA[sportausschuss]]></category>
		<category><![CDATA[sportförderung]]></category>
		<category><![CDATA[steuermittel]]></category>
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		<category><![CDATA[bund]]></category>
		<category><![CDATA[sportabteilung]]></category>
		<category><![CDATA[sportfördermittel]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Stunde tagt noch der Sportausschuss des Bundestages zur Vorbereitung des deutschen Teams auf die Olympischen Winterspiele in Vancouver (Medaillenziel: Nummer eins in der Nationenwertung) und zum Spitzensport-Haushalt 2010. Vorab oder parallel, egal, hier mal die Zahlen, diesen Umsonst-Service gibt es wie immer mit Originaldokumenten. Zunächst eine Übersicht der Förderung aus allen Bundesministerien. Aus Zeitgründen nur [...]]]></description>
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<p>Zur Stunde tagt noch der Sportausschuss des Bundestages zur Vorbereitung des deutschen Teams auf die Olympischen Winterspiele in Vancouver (Medaillenziel: Nummer eins in der Nationenwertung) und zum Spitzensport-Haushalt 2010. Vorab oder parallel, egal, hier mal die Zahlen, diesen Umsonst-Service gibt es wie immer mit Originaldokumenten.</p>
<p>Zunächst eine Übersicht der Förderung aus <strong>allen Bundesministerien</strong>. Aus Zeitgründen nur als Bild-Datei, nicht als feine Tabelle:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6327" title="Sportförderung Bund 2010, Plan" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/01/bund-sport-2010-blog.gif" alt="" width="540" height="467" /></p>
<p>Nun die Übersicht der Förderung aus den Mitteln des <strong>BMI</strong>:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6328" title="BMI Sportförderung, Übersicht, Plan 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/01/bmi-sport-2010-blog.gif" alt="" width="540" height="642" /></p>
<p>Nun etwas detaillierter.</p>
<ul>
<li>Die <a title="Bund Sportförderung 2010, Plan" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/01/bund-gesamt-2010-blog.pdf" target="_blank">Sportförderung des Bundes</a> &#8211; alle Ministerien &#8211; aufgeschlüsselt in Einzelposten für 2010 (pdf, 12 Seiten, 600 KB)</li>
<li>Die <a title="BMI Sportförderung Plan 2010" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/01/bmi-ausarbeitung-2010-blog.pdf" target="_blank">BMI-Förderung 2010</a> im Detail (pdf, 29 Seiten, 2,3 MB)</li>
</ul>

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		<title>München 2018: Christian Ude und die &#8220;Kniffe der propagandistischen Darstellung&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 18:42:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<category><![CDATA[finanzierung von mega-events]]></category>
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<p><em>Achtung, Überlänge:</em> Ich konnte vergangenen Freitag leider nicht beim Neujahrsempfang des DOSB in Frankfurt/Main sein. Und werde morgen leider auch nicht die Pressekonferenz der Münchner Olympiabewerber in München besuchen können. Frankfurt und München sind doch ein bisschen weitab vom Schuss, und mir fehlen die Sponsoren für all die teuren und zeitaufwendigen Reisen. Leipzig war damals bequemer. Doch egal, ich will nicht klagen, im Grunde bleiben wir hier ja durchaus auf dem Laufenden, wenngleich ich den Herrschaften gern energischer auf die Pelle rücken würde, so wie damals in Leipzig.</p>
<p>Für Hartgesottene wieder eine Lektüre: Jener Teil der Rede von Münchens Oberbürgermeister <strong>Christian Ude</strong> (SPD) auf dem Neujahrsempfang, den der DOSB-Pressedienst gerade dokumentiert hat. Klingt kampfeslustig wie immer, aber auch ziemlich angefressen. Kampfeslustig muss er sein, weil er es ja nicht nur, wie es in seinem Vortrag anklingt, mit renitenten Umweltschützern, Grünen, Christsozialen und unverbesserlichen Journalisten zu tun hat, sondern weil er &#8211; wie oft genug aus zuverlässigen Quellen verlautet &#8211; mitunter sehr verärgert gewesen sein soll über den DOSB. Aber er würde es sicher nie öffentlich zugeben. Schließlich ist der Sportbund Mehrheitsgesellschafter (allerdings ohne entsprechend mehr für die Party zu zahlen, zahlen die überhaupt?).</p>
<blockquote><p><strong>Münchens Oberbürgermeister Ude: „Wir werden alle Register ziehen“</strong></p>
<p><em>Christian Ude, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München und Vizepräsident des Deutschen Städtetages, hielt die Ansprache beim Neujahrsempfang des Deutschen Olympischen Sportbundes am 22. Januar im Frankfurter Römer. Sein Thema: die Bewerbung Münchens und Garmisch-Partenkirchens um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018. Als stellvertretender Vorsitzender der Gesellschafterversammlung ging Ude dabei vor den rund 300 Gästen des Empfangs im Kaisersaal auch auf jüngste Kritik an der Bewerbung ein. Wir veröffentlichen die Rede in Auszügen.</em></p>
<p>„ (&#8230;) Man kann natürlich bei einem Thema wie der olympischen Bewerbung vor einem so sportbegeisterten Publikum wie diesem einfach im Konsens baden oder aber auch den einen oder anderen Widerspruch draußen aufgreifen, um sich mit ihm auseinanderzusetzen. Ich tendiere zur zweiten Möglichkeit, weil es einfach interessanter ist und auch aktuell geboten.</p>
<p>Denn vielleicht haben Sie (&#8230;) gelesen, dass es <a title="München 2018. Studie der FH, Annäherung an die Wahrheit?" href="http://jensweinreich.de/?p=6230" target="_self">ganz triste Nachrichten</a> um die Bewerbung geben soll: (&#8230;) dass es leider nur eine ganz kümmerliche (&#8230;) Mehrheit von 57 Prozent der Garmischer gibt, die für die Spiele sind, während eine beeindruckende (&#8230;) Zahl von 27 Prozent kritisch gegenüberstehen. Das ist mir relativ neu, dass 57 Prozent Mitleid erregend und 27 Prozent imposant sind, aber man kann mit einigen Kniffen der propagandistischen Darstellung natürlich ein gewünschtes Meinungsbild herbei schreiben. Wenn man bedenkt, dass 16 Prozent noch keine Meinung haben, ergibt sogar diese Umfrage eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Und das in einer Situation im November vergangenen Jahres, als die örtliche CSU noch ein Bürgerbegehren gegen Olympia propagiert hat. (&#8230;)</p>
<p>Vielleicht sind wir Kommunalpolitiker einfach bescheidenere Leute – aber ich war mit Zwei-Drittel-Mehrheiten immer ganz zufrieden.</p>
<p>Die Stimmung ist ja in Wahrheit beglückend, wenn ich daran erinnern darf, was alles seit dem 8. Dezember 2007 geschehen ist, als der Deutsche Olympische Sportbund sich einstimmig hinter die Münchner Bewerbung gestellt hat. (&#8230;) Das war die Initialzündung an die Stadt München, an die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen und an den Landkreis Berchtesgadener Land, sich um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2018 zu bewerben.</p></blockquote>
<p>Kurze Unterbrechung, so habe ich damals die DOSB-Mitgliederversammlung in Hamburg erlebt und für die <a title="BLZ vom 10. Februar 2007" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/1210/sport/0005/index.html" target="_blank">Berliner Zeitung</a> beschrieben:</p>
<p><strong>Todernste Begeisterung</strong></p>
<p><em>Auf einem Konvent der inhaltlichen Leere beschließt der DOSB die Olympiabewerbung 2018</em></p>
<p>HAMBURG. Um 13.58 Uhr packte Rudolf Scharping seine Sachen. Die Vollversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) war noch lange nicht beendet, als Scharping beschwingt aus dem Börsensaal der Hamburger Handelskammer schlenderte. Er hatte genug gehört, korrekter muss es allerdings heißen: Er hatte gar nichts gehört. Denn, rein theoretisch: Hätte man sich nicht vorstellen können, dass der DOSB die erdbebenartigen Skandale des Jahres 2007 thematisiert? Dass die Blutdopingpraktiken der Freiburger Universitätsmedizin, seit Jahrzehnten enger Partner des DOSB und seiner Vorgänger DSB/NOK, in angemessener Weise gewürdigt werden? Etwa in einem Überblick zum Stand der Ermittlungen und möglichen Maßnahmen des Sports? Dass das systematische Doping im Team Telekom, im Radsport überhaupt, verhandelt wird? Das Chaos in der Nationalen Antidopingagentur Nada und in den Verbänden wegen Hunderter verpasste Trainingskontrollen? Die mangelnde Bereitschaft der Spitzenverbände, im kommenden Jahr höhere Kosten für Dopingkontrollen zu begleichen? Oder, weil es ja auch um die Winterspiele 2018 ging: Das Vermarktungsdesaster des Deutschen Skiverbandes &#8211; wurde das etwa thematisiert?</p>
<p>Nein, davon hat Rudolf Scharping, Präsident des unsäglichen Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), nichts gehört. Sicher, einige Punkte wurden in der Rede des DOSB-Präsidenten Thomas Bach mit wenigen Worten gestreift. Das meiste aber blieb gänzlich unerwähnt. Niemand wurde kritisiert. Nichts wurde aufgearbeitet. Eine Debatte fand nicht statt. Kein Wunder, dass Scharping lächelnd abmarschieren konnte.</p>
<p><em>100 Prozent Zustimmung</em></p>
<p>Bach sprach von einem Bewusstseinswandel, der nötig sei; regte an, keine Rekordprämien mehr zu zahlen; auf Tempomacher, so genannte Hasen, in der Leichtathletik zu verzichten; im Fernsehen keine Weltrekordmarken mehr einzublenden. Kurzum: Er klaubte ein paar Forderungen zusammen, auf die er nicht das Copyright hat. Forderungen, die von kritischen Geistern in den Medien, in der Wissenschaft, sogar im Sport teilweise seit Jahrzehnten vorgebracht werden, ohne dass Funktionäre vom Schlage Bach dies jemals unterstützt hätten. Und schließlich zwirbelte Bach Halbsätze wie diesen: Er behauptete, deutsche Athleten würden die &#8220;Null-Toleranzpolitik zur Erhaltung und Rückgewinnung der Glaubwürdigkeit des Sports&#8221; unterstützen.</p>
<p>So sieht sie also aus, diese &#8220;Null-Toleranzpolitik zur Erhaltung und Rückgewinnung der Glaubwürdigkeit des Sports&#8221;: Keine Debatte. Das Ausblenden elementarer Sachverhalte. Keinerlei Rechenschaftslegung. Keine Rechenschaftsforderung an jene &#8211; und davon saßen viele im Börsensaal &#8211; die lange Jahre mit Dopern kollaborierten.</p>
<p>In seiner inhaltlichen Leere war es ein beängstigender Konvent. Draußen auf den Fluren, aber nur dort, konnte man es von den Delegierten hören, wenn man hören wollte: Es sei ja kein Wunder, dass es so zugehe; wer hier seine Meinung sage und kritisiere, der habe bald nichts mehr zu sagen &#8211; aber bitte, nicht zitieren! Keiner wollte seinen Namen in der Zeitung sehen. Man frage nach bei Helmut Digel: Wer Wahrheiten formuliert, verliert rasant schnell Einfluss und Posten.</p>
<p>Zu welchem Tagesordnungspunkt auch immer, ob nun zur Münchner Olympiabewerbung oder zur Einführung des Deutschen Sportausweises, wenn sich überhaupt jemand zu Wort meldete aus dem Plenum, dann lieferte er, wie bestellt, eine Grußadresse ab. Hier saßen die Vertreter von 27,5 Millionen Vereinsmitgliedern. Es war eine gespenstische Atmosphäre, die ihren Höhepunkt erreichte, als Bach in der München-Frage Einmütigkeit abverlangte: &#8220;Deshalb rufe ich Ihnen zu, stimmen Sie zu! Wenn wir alle begeistern wollen, müssen wir zunächst selbst begeistert sein! Zeigen Sie Ihre Begeisterung nicht nur mit Ihrer Stimmkarte, zeigen Sie sie mit voller Begeisterung.&#8221;</p>
<p>Daraufhin gab es etwa fünf Sekunden braven Applaus.</p>
<p>Anschließend zückten, wie erwartet, sämtliche Delegierten ihre Kärtchen und erklärten München mit seinen beiden Partnern Garmisch-Partenkirchen und Schönau zum Bewerber um die Olympischen Winterspiele 2018. Eher zögernd erhoben sich die Funktionäre und applaudierten im Stehen, damit dieser Moment für die Nachwelt festgehalten werden konnte, denn so war es geplant: Einmütigkeit im deutschen Sport. Als Synonyme ließen sich in beliebiger Anzahl und Kombination auch Begriffe wie Sprachlosigkeit, Hilflosigkeit, Feigheit, Bequemlichkeit, Ideenlosigkeit, Geistlosigkeit, Opportunismus, Oberflächlichkeit verwenden.</p>
<p>Während der anschließenden Kaffeepause wurde nicht etwa vergnügt geplaudert. Es blieb auffällig ruhig &#8211; als sei es den Sportkameraden doch peinlich gewesen, hundertprozentig einer Meinung gewesen zu sein. In einer Ecke sprach Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble in Mikrofone und erklärte mit todernster Miene seine Begeisterung über die Begeisterungsfähigkeit des deutschen Sports.</p>
<p><em><span id="more-6317"></span>Das alte Bewerbungs-Muster</em></p>
<p>München geht also auf die lange Reise. Die offizielle Bewerbung wird vom Deutschen Olympischen Sportbund erst Ende 2009 beim IOC eingereicht. Bis dahin muss unter anderem das Bewerbungsbudget gesichert werden. Die Rede ist von 30 Millionen Euro, und es wird wie immer interessant zu beobachten sein, ob und in welcher Höhe sich die Wirtschaft an der Finanzierung beteiligt. Vom Sport kommt natürlich kein Geld. In der Regel muss der Steuerzahler den Löwenanteil einbringen. Gesucht wird auch noch ein wettkampftaugliches Bewerberteam. Wer soll den Geschäftsführer geben, der international punkten kann? Schließlich wäre es interessant zu wissen, wie München künftig in der Öffentlichkeit Begeisterung schüren will, wenn schon die Präsentation vor dem DOSB so fade, langweilig und uninspiriert geriet.</p>
<p>Natürlich hat wieder der Münchner PR-Mann Andreas Abold die Darbietung arrangiert. Wie schon für die Bewerbung um die Fußball-Weltmeisterschaft 2006, wie schon für Leipzigs Olympiakandidatur vor dem NOK im April 2003, wie schon für Südafrikas WM-Bewerbung 2010, wie zuletzt für die deutsche Bewerbung um die Frauenfußball-WM 2011. Doch Masse bedeutet nicht zwangsläufig Klasse. Die Filmchen sind immer nach demselben Muster gestrickt. Und am Ende erfleht meistens irgendein Prominenter die Unterstützung der Wahlberechtigten. Diesmal war es die unvermeidliche Gold-Rosi Mittermeier, die nicht viel mehr stammelte als: &#8220;Bittebittebitte. Damit wir beim IOC &#8216;nen guten Eindruck hinterlassen, jetzt geht&#8217;s darum, einstimmig abzustimmen.&#8221;</p>
<p>Nichts leichter als das. Die Anweisungen in diesem drittklassigen DOSB-Drehbuch wurden bis ins letzte Detail befolgt.</p>
<ul>
<li>Weiter im Text von <strong>Christian Ude</strong>:</li>
</ul>
<blockquote><p>Wir haben seit diesem Votum des Deutschen Olympischen Sportbundes die Bewerbung in Fahrt gebracht. (&#8230;) Und wenn Ihnen manchmal der Eindruck vermittelt wird, es gebe da ein Kopf-an- Kopf-Rennen von Befürwortern und Gegnern, darf ich Ihnen doch einmal die Tatsachen vorführen, die in den Medien nicht immer ganz klar herüberkommen. In der Landeshauptstadt hat sich der Stadtrat mit 95 Prozent der Stimmen für die Olympiabewerbung ausgesprochen, das waren also nicht nur die SPD und die CSU, das waren auch die FDP und natürlich die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen. (&#8230;)</p>
<p>Die Voten im Gemeinderat von Garmisch-Partenkirchen und im Landkreisrat von Berchtesgaden <a href="http://jensweinreich.de/?p=5834">waren ebenfalls überwältigend</a>. Und ich finde, in einer <a href="http://jensweinreich.de/?p=2884">Demokratie</a> spielt es auch eine Rolle, dass sich der Bayerische Landtag mit 90 Prozent der Mehrheit für die Bewerbung ausgesprochen hat und der <a href="http://jensweinreich.de/?p=4064">Deutsche Bundestag mit über 80 Prozent</a>.</p>
<p>Ich frage mich wirklich, wie viel Mehrheit und wie viel Bevölkerungs-Zustimmung und wie viel <a href="http://jensweinreich.de/?p=4073">Parlamentsbeschlüsse</a> denn noch beigebracht werden sollen, bis auch <a href="http://blog.dieter-janecek.de/2009/10/13/olympische-spiele-2018-sind-kein-gewinn-fur-unsere-region/">die wenigen akzeptieren</a>, dass dies tatsächlich eine auf breiter Mehrheit mitgetragene deutsche Bewerbung ist. Ich weiß es nicht, was noch fehlt. (&#8230;)</p>
<p>Die Bewerbung hat zum Glück auch <a title="Zielgruppenoptimierung: München 2018 verpflichtet das schönste Gesicht des Sozialismus" href="http://jensweinreich.de/?p=4249" target="_self">Gesichter</a>. Seit dem 15. November steht Willy Bogner als Vorsitzender der Geschäftsführung der Bewerbungsgesellschaft vor. Ich halte diesen Personalvorschlag, den Dr. Bach gemacht hat, für wirklich phantastisch. (&#8230;) Bogner stellt sein ganzes Renommee als Weltmeister, als Wintersportfan, als erfolgreicher Unternehmer, als Kommunikator zur Verfügung und wirft es in die Waagschale. Das hat der Bewerbung Schwung gegeben.</p>
<p>Genauso wie die <a href="http://jensweinreich.de/?p=5144">Vielzahl von Sportbotschaftern</a>, die sich für die Bewerbung einsetzen. Da sind alle großen Namen des deutschen Wintersports aus den vergangenen Jahrzehnten dabei, aber auch viele Vertreter des Sommersports. Ich fand, dass es eine gute Wahl war, dass mit Katarina Witt nicht nur eine international bekannte Wintersportlerin das Kuratorium leitet, sondern dass sie auch die gesamtdeutsche Dimension der Bewerbung deutlich macht. (&#8230;)</p>
<p>Die Frage nach dem Nutzen wird uns immer wieder gestellt. Vor allem dann, wenn <a href="http://jensweinreich.de/?p=2889">Kostenfragen in die Gemeindeparlamente oder in Landtag und Bundestag kommen</a>. (&#8230;) Das Interesse der internationalen Öffentlichkeit wird auf Deutschland, auf Bayern, auf München gelenkt und wir können uns mit Eigenschaften wie Sportbegeisterung und Gastfreundschaft präsentieren. Aber auch (&#8230;) mit ökologischen Anliegen und Pioniertaten, die diese Bewerbung auszeichnen werden. Ich finde die Kritik von Umweltschützern, deren Anliegen ich ja verstehe und teile, auch in diesem Punkt eher ungerecht. (&#8230;)</p>
<p>Ich denke, dass wir gerade jetzt in diesen Wochen am Beispiel Vancouver sehen können, wie ein Land die olympische Bewerbung und die Ausrichtung von Spielen umfangreich nutzen kann. Das wird gemacht mit der Kampagne „Invest in Canada“. Das gesamte diplomatische Korps Kanadas wird weltweit eingesetzt, um zu werbenden Veranstaltungen für Kanada einzuladen, die natürlich nur wegen der Olympischen Spiele jetzt die entsprechende Resonanz finden.</p>
<p>Aber es ist schon wahr, dass es Olympische Spiele nicht zum Nulltarif gibt. Das ist keine Freifahrt. Das haben wir auch nie behauptet. Aber wir haben zunehmende Erfolge bei dem Bemühen, die Kosten der Bewerbung tatsächlich mit Sponsoren zu regeln und nicht mit öffentlichen Geldern. (&#8230;) Sie werden, das verspreche ich Ihnen, in den nächsten Wochen Schlag auf Schlag von weiteren Großsponsoren erfahren, die sich zur Unterstützung dieser Bewerbung entschlossen haben.</p>
<p>Und was die Anstrengungen der öffentlichen Hand angeht, sollten wir auch mehr von den Vorteilen reden (&#8230;).</p>
<p>München zum Beispiel hat eigentlich nur ein wirklich bedrückendes Problem: den Wohnungsmangel. Wir haben die Chance, dank der olympischen Bewerbung vom Bund ein Areal des Verteidigungsministeriums zu erhalten und dort ein ökologisch vorbildliches Olympisches Dorf zu errichten, (&#8230;) das dann dem Münchner Wohnungsmarkt 1.100 Wohneinheiten auf einen Schlag zur Verfügung stellt. (&#8230;)</p>
<p>Genauso gibt es für Garmisch Vorzüge, wieder als Wintersportort weltweit in den Blickpunkt gerückt zu werden, neue Sportstätten zu erhalten und Verbesserungen der öffentlichen Verkehrsanbindung im Schienenverkehr oder Tunnel, die seit Jahrzehnten gefordert werden. Das wird sich im Laufe der kommenden Diskussionen auch vor Ort herumsprechen und sicherlich aus der Zwei-Drittel-Mehrheit eine Drei-Viertel-Mehrheit finden. Und ich verspreche Ihnen eines: Wenn es zur Eröffnung der Olympischen Spiele 2018 kommt, wird sich, so ist es nun einmal um das politische Kurzzeitgedächtnis bestellt, niemand mehr daran erinnern können, jemals dagegen gewesen zu sein. Es wird nur noch ein Gerangel um die Platzkarten geben. (&#8230;)</p>
<p>Ich kenne keine andere Möglichkeit, so viele Völker der Welt zu einer gemeinsamen Veranstaltung zu motivieren, die Jugend der Welt auf gemeinsame Spielregeln zu verpflichten (&#8230;). Dies zu negieren und nur noch ein Haar in der Suppe zu finden, weil man damit große Medienresonanz erzielen kann, halte ich nicht nur für leichtfertig, sondern für ausgesprochen dumm. (&#8230;)</p>
<p>Am 12. Februar werden wir in Vancouver Erfahrungen machen und dann hoffentlich am 2. März deutsche Medaillengewinnerinnen und Medaillengewinner (&#8230;) am Schwabinger Siegestor ehren und auf dem Rathausbalkon begrüßen können. Ich denke, dass da die Sportbegeisterung des Publikums in einer Großstadt dann auch im Fernsehen zu besichtigen sein wird. Am 15. März werden wir das Mini Bid Book abgeben. Im Juli werden die Bewerberstädte benannt, dass wir eine Candidate City werden, erscheint mir ziemlich sicher, und dann haben wir hart zu arbeiten, um 2011 im Januar das 500 Seiten starke zweite Bewerbungsdokument abzugeben. Bis dahin können noch letzte Detailfragen, die jetzt noch als Sand im Getriebe empfunden werden, sich in Wohlgefallen auflösen. Und dann gibt es am <a href="http://jensweinreich.de/?p=4485">6. Juli 2011 die Entscheidung in Durban</a>.</p>
<p>Ich kann Ihnen versprechen (&#8230;): Wir werden bis zu diesem Tag alle Register ziehen, um eine optimale Bewerbung abzuliefern und auch ein freundliches Umfeld zu schaffen, die Sportbegeisterung zu dokumentieren und den völkerverbindenden Charakter Olympischer Spiele im In- und Ausland zu propagieren. Sie sind dabei als Repräsentanten des Sports mit die wichtigsten Multiplikatoren, die wir haben. Ich darf Sie um Ihre weitere Mithilfe bitten und mich schon heute ganz herzlich dafür bedanken.“</p></blockquote>
<p><em>Sämtliche Kürzungen wurden von der DOSB-Pressestelle vorgenommen. Ich habe nur einige Fehler korrigiert, verlinkt &#8211; und mir, was schwer fiel, Kommentare verkniffen.</em></p>

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		</item>
		<item>
		<title>München 2018: Studie der FH, Annäherung an die Wahrheit?</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 17:34:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
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<p>Immerhin, die Studie der Hochschule für Angewandte Wissenschaften München, <a title="FH München, Fakultät für Tourismus" href="http://tr.fh-muenchen.de/" target="_blank">Fakultät für Tourismus</a>, zur deutschen Olympiabewerbung 2018 und speziell zur Stimmung in der Krisenregion Garmisch-Partenkirchen hat es in die Medien geschafft. Sogar die traditionell olympiabegeisterten Nachrichtenagenturen, die in den vergangenen Wochen jeden Unsinn der Olympia GmbH hochgejazzt haben, berichten darüber und liefern schräge Überschriften, etwa die dpa: &#8220;Euphorie ist anders: Gegenwind für Olympia-Bewerbung&#8221;.</p>
<p>Hier nun wie gewohnt die <strong><a title="Olympiastudie GAP, Januar 2010" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/01/olympia2018_noch_keine_euphorie.pdf" target="_blank">Studie im Original</a></strong> (pdf, 12 Seiten, 311 KB) und einige Kernaussagen, die nicht so sehr mit den fröhlichen PR-Märchen korrespondieren, die von Olympiaplanern und ihren Fans in Politik und Medienwirtschaft in Umlauf gebracht werden:</p>
<ul>
<blockquote>
<li>Knapp die Hälfte der Bürger befürwortet eine Bewerbung, etwas mehr als ein Viertel lehnt sie ab</li>
<li>Die Erwartung an einen positiven Ausgang eines Bürgerentscheids überwiegt – dennoch wird von einem knappen Ergebnis ausgegangen</li>
<li>Die Hälfte der Bürger kennt das <a title="München 2018: Bewerbungsstart mit neuem Logo" href="http://jensweinreich.de/?p=5649" target="_self">Bewerbungslogo</a> nicht</li>
<li>Viele<span> </span>Befürworter<span> </span>erhoffen<span> </span>sich<span> </span>umfassende Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen</li>
<li>Der Kenntnisstand zu dem wahren Umfang und den Auswirkungen der Spiele ist gering</li>
<li>Über die Hälfte der Bürger informiert sich nur ab und zu oder nie über die Bewerbung</li>
<li>Die Mehrheit ist mit der Informationspolitik rund um die Bewerbung unzufrieden, vor allem die Gegner</li>
<li>Die größte Hoffnung liegt auf der Werbung für den Tourismus und eine allgemeine Bekanntheitssteigerung</li>
<li>Die Angst vor Verschuldung und Überschuldung, Verkehrschaos und Naturzerstörung prägt die Befürchtungen</li>
<li>Die persönlichen Hoffnungen und Befürchtungen sind sehr gering</li>
</blockquote>
</ul>
<p>Das sind jetzt nicht unbedingt sensationelle Erkenntnisse, aber gut zu wissen ist es allemal.</p>
<p>Ergänzend dazu mein bislang letzter <a title="München 2018: Entwurf des Mini-Bidbooks ..." href="http://jensweinreich.de/?p=5834" target="_self">ausführlicher Beitrag zur Olympiabewerbung</a> mit zahlreichen Dokumenten (u.a. Entwurf des Mini-Bewerbungsbuches) und natürlich den wichtigsten Links aus anderen Medien, von Ralf gewohnt aufopfernd zusammengestellt (vielen Dank mal wieder dafür).</p>
<p>Es tut sich was, und siehe: Auch <a title="www.nolympia2018.de" href="http://www.nolympia2018.de/" target="_blank">dieses zarte Pflänzchen</a> wächst und gedeiht.</p>
<p>Darf ich mal wieder an diese Abstimmung erinnern?</p>
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		<title>Winfried Gassmanns aktualisiertes Papier zum Fall Pechstein</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 14:03:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe vor einigen Tagen ein Papier von Prof. Winfried Gassmann (Siegen) zum Fall Pechstein veröffentlicht. Dazu sind mittlerweile knapp 200 Kommentare aufgelaufen. Nun beteiligt sich auch Winfried Gassmann an der Diskussion. Es kann weiter debattiert werden &#8211; zumal, Gassmann hat seine Pechstein-Thesen aktualisiert. Aus 28 Seiten Anfang von Anfang Januar sind nun (Stand 19.01.10) [...]]]></description>
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<p>Ich habe vor einigen Tagen <a title="Was vom Tage übrig bleibt (50): Kommentar von Prof. Winfried Gassmann zum Fall Pechstein" href="http://jensweinreich.de/?p=6175" target="_self">ein Papier von Prof. Winfried Gassmann</a> (Siegen) zum Fall Pechstein veröffentlicht. Dazu sind mittlerweile knapp 200 Kommentare aufgelaufen. Nun beteiligt sich auch <strong>Winfried Gassmann</strong> an der Diskussion. Es kann weiter debattiert werden &#8211; zumal, Gassmann hat seine Pechstein-Thesen aktualisiert. Aus 28 Seiten Anfang von Anfang Januar sind nun (Stand 19.01.10) 48 Seiten geworden.</p>
<ul>
<li>Gassmanns <a title="Gassmann Kommentar zum CAS-Urteil, 19. Januar 2010" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/01/kommentar-zum-cas-urteil-20012010.pdf" target="_blank">aktueller (wissenschaftlicher) Kommentar</a> (41 Seiten, pdf, 1,3 MB)</li>
</ul>
<p>Sein <a title="Kommentar von Winfried Gassmann" href="http://jensweinreich.de/?p=6175#comment-17758" target="_self">Kommentar</a> hier im Blog:</p>
<blockquote><p>Liebe Leute!</p>
<p>Ich habe gerade diese Website gefunden. Ich wäre dankbar, wenn die nicht gut verstehbaren Textpassagen genau benannt würden. Ich könnte sie vielleicht ändern. Dass Hämoglobin- und Hämatokritwerte manipulierbar sind, ist klar. Es ist aber nicht möglich, sich aus dem Grenzbereich zur “Schutzsperre” in den unteren Normbereich zu manipulieren. Insbesondere geht dies nicht oder nur stark eingeschränkt nach Wettkämpfen und nicht bei unangemeldeten Trainingskontrollen und nicht über 10 Jahre hinweg.</p>
<p>Trinkt mal spasseshalber einen Liter Salzwasser (9 g unjodiertes Kochsalz in einem Liter Wasser); das Salz muss schon sein, wenn der Verdünnungseffekt länger als eine Stunde anhalten soll.</p>
<p>Da die Dopingsperre wegen erhöhter Retikulozyten ausgesprochen wurde, kommt hier kein Eigenblut-Doping in Betracht. Es gibt keine andere Substanz, die solche Reti-Anstiege macht. Übrigens ist fast das wichtigste Indiz gegen Epo-Doping die Zahl der Retikulozyten 7 Tage vor der WM in Hamar. Epo-Doping muss spätestens 14 Tage vor einem Wettbewerb begonnen werden, damit man den Hämoglobinwert um 1 &#8211; 1.5 g/dl anheben kann. Dabei muss man jedoch hohe Dosen verwenden, die bei einer evt. Kontrolle auffallen würden. Bei den üblicherweise vermuteten niedrigeren Dosen muss man deutlich früher anfangen.</p>
<p>Hätte Frau Pechstein mit Epo gedopt, hätten die Retiwerte eine Woche vor der WM besonders auffällig sein müssen. Die Retis steigen 4 Tage nach Epo-Gabe und normalisieren sich wieder etwa 7 Tagen nach der letzten Gabe. Habt ihr bei CAS-Feststellung 187 bemerkt, wie das Gericht die Tatsachen verfälscht hat. Zusammenfassend ist völig klar, dass Frau Pechstein nicht mit Epo gedopt hat. Ob sie andere Dopingmittel verwendet hat, weiß niemand; niemand macht ihr entsprechende Vowürfe außer Professor Franke. Diese Unsicherheit bezüglich des Dopings mit anderen Mitteln gilt natürlich für alle Sportler.</p></blockquote>

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		<title>Was vom Tage übrig bleibt (50): Kommentar von Prof. Winfried Gassmann zum Fall Pechstein</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 01:26:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[cas]]></category>
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		<description><![CDATA[In einer Email aus dem PR-Hause Powerplay AG bittet das Management von Claudia Pechstein um Beachtung eines neuen Schriftstückes. Professor Winfried Gassmann, Chefarzt an der Klinik für Onkologie des St. Marien-Krankenhauses Siegen, hat mit Datum vom 5. Januar 2010 einen 28 Seiten umfassenden Kommentar zum Fall Pechstein und zum CAS-Urteil verfasst. Pechsteins Management schreibt dazu: [...]]]></description>
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<p>In einer Email aus dem PR-Hause Powerplay AG bittet das Manag<script src="http://jensweinreich.de/wp-content/plugins/nextgen-gallery/tinymce3/langs/de.js?ver=311" type="text/javascript"></script><script src="http://jensweinreich.de/wp-content/plugins/cforms/js/langs/de.js?ver=311" type="text/javascript"></script><script src="http://jensweinreich.de/wp-content/plugins/skype-online-status/js/langs/de.js?ver=311" type="text/javascript"></script><script src="http://jensweinreich.de/wp-content/plugins/wp-polls/tinymce/plugins/polls/langs/de.js?ver=311" type="text/javascript"></script>ement von Claudia Pechstein um Beachtung eines neuen Schriftstückes. Professor Winfried Gassmann, Chefarzt an der Klinik für Onkologie des St. Marien-Krankenhauses Siegen, hat mit Datum vom 5. Januar 2010 einen 28 Seiten umfassenden Kommentar zum Fall Pechstein und zum <a title="CAS-Urteil: Claudia Pechstein bleibt gesperrt und zieht vor das Bundesgericht" href="http://jensweinreich.de/?p=5865" target="_self">CAS</a>-<a title="Der CAS im Fall Pechstein: &quot;abuse of science, bordering to fraud&quot;?" href="http://jensweinreich.de/?p=5964" target="_self">Urteil</a> verfasst. Pechsteins Management schreibt dazu:</p>
<blockquote><p>Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Prof Gassmann weder an dem ISU-Verfahren noch an der Verhandlung vor dem CAS beteiligt war. Er ist auch kein von Frau Pechstein nachträglich beauftragter Gutachter, sondern hat seinen Kommentar unentgeltlich aus eigenem Interesse an dem „Fall Pechstein“ geschrieben.</p></blockquote>
<p>Winfried Gassmann ist nicht mit Max Gassmann (Zürich) zu verwechseln, der im Prozess als <span style="text-decoration: line-through;">Gutachter</span> &#8220;neutraler Experte&#8221; aufgetreten war und sich medial desöfteren zu Wort gemeldet hat (<a title="Google Suche Max Gassmann + Pechstein" href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;num=100&amp;newwindow=1&amp;q=pechstein+&quot;max+gassmann&quot;&amp;btnG=Suche&amp;meta=&amp;aq=f&amp;oq=" target="_blank">Google-Suche</a>). Nun zu den Dokumenten:</p>
<ul>
<li>Hier das <a title="Kommentar von Prof. Winfried Gassmann zum CAS-Urteil" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/01/gassmann-zum-cas-urteil.pdf" target="_blank"><strong>Schreiben von Prof. Winfried Gassmann</strong></a> im Original (pdf, 28 Seiten, 1,1 MB)</li>
</ul>
<p>Außerdem hat die wegen angeblichen Blutdopings gesperrte Olympiasiegerin das CAS-Urteil ins Deutsche übersetzen lassen:</p>
<ul>
<li><a title="CAS-Urteil zu Pechstein, deutsch, 25. November 2009" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/01/urteil-cas-pechstein-deutsche-version.pdf" target="_blank">CAS-Urteil vom 25. November 2009 in <strong>Deutsch</strong></a> (beglaubigte Übersetzung, pdf, 63 Seiten, 537 kb)</li>
</ul>
<p>Zur besseren Übersicht noch dies:</p>
<ul>
<li>Das <a title="CAS-Urteil zu Pechstein" href="http://www.tas-cas.org/d2wfiles/document/3802/5048/0/FINAL%20AWARD%20PECHSTEIN.pdf" target="_self">CAS-Urteil</a> vom 25. November 2009 (<em>pdf, 63 Seiten</em>) in Englisch, und hier noch ein von mir <a title="CAS Final Decision Pechstein" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/final-award-pechstein.pdf" target="_self">bearbeitetes Urteil</a> &#8211; Texterkennung möglich</li>
<li>Das <a title="Der ISU-Beschluss im Fall Pechstein" href="http://jensweinreich.de/?p=4140" target="_self">ISU-Urteil</a> vom 1. Juli 2009</li>
<li>Die <a title="Die Blutkontrollen von Claudia Pechstein" href="http://jensweinreich.de/?p=4210" target="_self">Liste der Blutkontrollen</a> von Claudia Pechstein</li>
<li><a title="alle Beiträge zum Fall Pechstein" href="http://jensweinreich.de/?cat=1590" target="_self">Sämtliche Beiträge</a> zum Fall Pechstein (mit etlichen Hundert externen Links und mittlerweile knapp 2000 Kommentaren)</li>
</ul>
<p>Zurück zum Tagesgeschehen, die Essenz des Gassmann-Kommentars:</p>
<p><strong>&#8220;Evidenzen gegen Epo-Doping&#8221;</strong></p>
<blockquote>
<ol>
<li>Es ist nicht sachgerecht, einzelne Retikulozytenwerte isoliert zu betrachten. Ziel des Dopings ist es, die Zahl der Erythrozyten zu erhöhen, ohne den Hämoglobin- und Hämatokrit-Grenzwert der Dopingkontrollen von 46% (für Frauen) zu überschreiten. Hätte Frau Pechstein Erythropoetin zur Steigerung der Blutbildung genutzt, hätte sich dies nicht nur in vermehrten Retikulozyten sondern auch durch „doping-optimierte“ Hämatokrit- und Erythrozytenwerte im oberen Normbereich dokumentieren müssen. Dies ist jedoch zu keinem Zeitpunkt der Fall; einmalig wurde bei ihr ein Hämoglobinwert von 16.5g/dl gemessen; drei Tage danach bei einer Wettkampfkontrolle wurde wieder 13.8 g/dl gemessen. In der verfügbaren Zeit seit 2000 wurden<span> </span>unmittelbar<span> </span>vor<span> </span>und<span> </span>während<span> </span>Europa-<span> </span>und Weltmeisterschaften sowie Olympischen Spielen insgesamt 37 Blutkontrollen durchgeführt. Bei 28 dieser Messungen lag sie mit dem Hämatokritwert in der unteren Hälfte des Normbereiches für Frauen. Dies gilt auch für die besonders auffällige WM in Hamar: Start- Hämatokrit bei 41%, am Folgetag 39% nach einem Wettkampf.</li>
<li>Nach erhöhten Retikulozytenwerten wurde niemals ein Hämoglobinanstieg von z.B. 1 g/dl dokumentiert, wie es bei Epo-Doping zu erwarten ist. Vielmehr passt dieses Bild zu einer suklinischen Hämolyse. Vor den höchsten Hämoglobinwerten von Frau Pechstein über 15 g/dl wurde niemals ein Retikulozytenwert über der ISU-Grenze von 2.4% gemessen.</li>
<li>Die Blutwerte von Frau Pechstein waren bei Top-Ereignissen identisch zu denen bei Weltcup-Wettbewerben und zu denen bei unangemeldeten Trainingskontrollen. Es gibt keinerlei Evidenzen für ein auf Top-Ereignisse zielgerichtetes Doping.<span id="more-6175"></span></li>
<li>Bei der WM in Hamar 2009 hätte die Retikulozytenzahl bei Epo-Doping auch vor der WM erhöht gewesen sein müssen insbesondere bei den Messungen am 30. und 31. Januar – 6 bzw. 7 Tage vor Beginn der WM. Unter Epo-Gabe ist der Retikulozytenanstieg unvermeidlich. Will man die Retikulozytenzahl bei der WM durch Epo-Doping erklären, hätte der späteste Epo-Beginn bei hohen Einzeldosen hätte 10-14 Tage vor der WM erfolgen müssen, bei den oft für Dopingzwecke vermuteten niedrigen Einzeldosen entsprechend früher. Ein noch späterer Dopingbeginn hätte nur die Retizahl zur WM erhöht, nicht jedoch die Zahl roter Blutkörperchen. Dieser Sachverhalt wurde vom CAS in der Urteilsbegründung nicht erörtert. Ich betrachte dies als schwerwiegendes Versäumnis des Gerichts.</li>
<li>Es wurde auch und speziell kein Hämoglobin-Anstieg zur WM in Hamar dokumentiert (siehe oben). Das Gericht kommentiert diesen Sachverhalt zwar, akzeptiert ihn aber nicht als ausreichenden Beleg gegen Epo-Doping. Dies ist legitim. Die Begründung des Gerichts lautet, es gebe bei Hämoglobin- und Hämatokritmessung so viele Manipulationsmöglichkeiten für Athleten, dass nur ein zu hoher Wert eine Aussagekraft habe, ein normaler jedoch nicht. Welche Manipulationsmöglichkeit hatte Frau Pechstein jedoch bei der Blutabnahme unmittelbar nach einem erfolgreichen Wettkampf am folgenden Tag.</li>
<li>Warum sollte die Athletin als Dopingziel einen Hämoglobinwert um 14 g/dl und einen Hämatokritwert um 40% anstreben, durchaus deutlich entfernt von der Sperr-Grenze. Dieser Sachverhalt wurde vom Gericht nicht erörtert.</li>
<li>Der Trend zu steigenden Retikulozytenwerten in den letzten 10 Jahren ist bei Frau Pechstein mit einem Trend zu niedrigeren Hämoglobinwerten assoziiert – dieses Phänomen spricht stark für natürliche Ursachen. Wie solche gegenläufigen Trends in einem Doping-Konzept erklärt werden können, ist unklar (Seite 22).</li>
</ol>
</blockquote>
<p><strong>&#8220;Versäumnisse und fragwürdige Praktiken des Gerichts&#8221;</strong></p>
<blockquote>
<ol>
<li>Das Gericht hat alle die Athletin möglicherweise entlastende Fakten in der Urteilsbegründung unerwähnt gelassen hat oder hat diese Fakten als Folge von Manipulationen erklärt, ohne konkret festzustellen, wie die Manipulation an einem konkreten Tag z.B. am 7. Februar 2009 nach dem 3000m-Lauf in Hamar hätte erfolgt sein kö<script src="http://jensweinreich.de/wp-content/plugins/nextgen-gallery/tinymce3/langs/de.js?ver=311" type="text/javascript"></script><script src="http://jensweinreich.de/wp-content/plugins/cforms/js/langs/de.js?ver=311" type="text/javascript"></script><script src="http://jensweinreich.de/wp-content/plugins/skype-online-status/js/langs/de.js?ver=311" type="text/javascript"></script><script src="http://jensweinreich.de/wp-content/plugins/wp-polls/tinymce/plugins/polls/langs/de.js?ver=311" type="text/javascript"></script>nnen.</li>
<li>In Feststellung Nr. 10 hat das Gericht die Hämoglobin- und Hämatokritwerte von Hamar 2009 bewusst weggelassen. Das Gericht war sich dessen bewusst, dass das der Urteilstext im Internet von Rundfunk und Presse gelesen wird. Nicht nur Ärzte auch Redakteure hätten sich auf der CAS-Homepage gefragt, wie kommt man auf Doping?, Frau Pechstein hat ja weniger Erythrozyten als ich. Es stellt sich die Frage: Was bezweckt das Gericht damit, wenn in dem &#8211; im Internet für jedermann zugänglichen &#8211; Urteil konkrete, Frau Pechstein entlastende Zahlenwerte unerwähnt bleiben?</li>
<li>Es hat in seiner Feststellung 187 die Fakten verfälschend und irreführend dargestellt.</li>
<li>Bei einem Urteil von grundsätzlicher Bedeutung hätte das Gericht die Problematik der Normwertbereiche erörtern müssen. In der Urteilsbegründung findet sich kein Hinweis darauf, dass Prof. Dr. d’Onofrio dem Gericht erklärt hat, wie Normbereiche von Laborwerten z.B. von Retikulozyten erstellt werden, dass sie nämlich bei Gesunden erhoben werden.</li>
<li>Die Frage der Retikulozytenzahl bei asthmatischer Erkrankung wurde vom Gericht nicht erörtert. Fachärzte für Lungenkrankheiten wurden offenbar nicht konsultiert. Eine Literatur-Recherche zu dieser Problematik wurde nicht durchgeführt.</li>
<li>Das Gericht hat nicht die Frage erörtert, welches Epo-Dopingmuster mit den vorliegenden Blutdaten bei der WM in Hamar vereinbar ist, insbesondere auch nicht, wie es kommt, dass die Retikulozyten einen Monat und eine Woche vor dem Wettbewerb nicht auffällig waren.</li>
</ol>
</blockquote>
<p>Viel Vergnügen bei der Lektüre.</p>

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		<title>Bundesgericht lehnt vierten Pechstein-Antrag ab</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 11:45:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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<p>Zum Jahreswechsel: Die vierte Eilverfügung des Schweizer Bundesgerichts im Dopingfall Pechstein. Die fünfmalige Olympiasiegerin wollte an den kommenden Wettkämpfen teilnehmen, um sich bis zur letzten Nominierungsrunde des DOSB am 22. Januar ihre Olympiachance für Vancouver zu erhalten. Abgelehnt.</p>
<p>Die Verfügung, wenige Minuten alt, wie gewohnt im Wortlaut. Schwierig zu konsumieren und doch eine gute Zusammenfassung der verschiedenen Aktivitäten des Bundesgerichts bisher:</p>
<blockquote><p><strong>Cause célèbre Embargo: gemäss Anweisung des präsidierenden Mitglieds Kolly ohne Sperrfrist</strong></p>
<p>Verfügung vom 30. Dezember 2009 I. zivilrechtliche Abteilung</p>
<p>Bundesrichter Kolly, präsidierendes Mitglied.</p>
<ul>
<li>Claudia Pechstein, (&#8230;), Deutschland, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwälte Dr. Lucien W. Valloni und Dr. Thilo Pachmann, Bellerivestrasse 201, 8034 Zürich,</li>
</ul>
<p>gegen</p>
<ol>
<li>International Skating Union, chemin de Primrose 2, 1007 Lausanne, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Jean-Cédric Michel, rue François-Bellot 6, 1206 Genève,</li>
<li>Deutsche Eisschnelllauf Gemeinschaft e.V., Menzingerstrasse 68, DE-80992 München, Deutschland, Verfahrensbeteiligte,</li>
</ol>
<p>Internationales Schiedsgericht; Ordre public,</p>
<p>Beschwerde gegen den Schiedsentscheid des Tribunal Arbitral du Sport (TAS) vom 25. November 2009.</p>
<p><strong>In Erwägung,</strong></p>
<p>dass das Tribunal Arbitral du Sport (TAS) mit Entscheid vom 25. November 2009 die Beschwerdeführerin während zwei Jahren, beginnend ab 8. Februar 2009, für gesperrt erklärte und ihr die Resultate aberkannte, die sie am 7. Februar 2009 an der von der International Skating Union (Beschwerdegegnerin) organisierten Weltmeisterschaft im Eisschnelllauf erzielt hatte;</p>
<p>dass die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht am 7. Dezember 2009 eine Beschwerdeschrift einreichte, mit der sie den Entscheid des TAS vom 25. November 2009 anfocht und insbesondere folgenden prozessualen Antrag stellte:</p>
<p>„Der Beschwerde sei superprovisorisch, d.h. ohne Anhörung der Beschwerdegegnerin (1), eventualiter provisorisch, die aufschiebende Wirkung zu erteilen, sodass die Beschwerdeführerin per sofort an alle Wettkämpfe und Trainingseinheiten zugelassen wird und insbesondere am 11.-13. Dezember 2009 an dem 3000 Meter Eisschnelllauf Weltcuprennen in Salt Lake City starten darf.“</p>
<p>dass die Beschwerdeführerin zur Begründung dieses Gesuchs vorbrachte, dass das Rennen in Salt Lake City für sie die letzte Möglichkeit darstelle, sich für die Olympischen Spiele in Vancouver im Februar 2010 zu qualifizieren, und dass unmittelbar nach diesem Rennen, am 17. Dezember 2009, die Deutsche Eisschnelllauf Gemeinschaft e.V (abgekürzt DESG) die Nominierung des DESG- Olympiakaders vornehme;</p>
<p>dass mit Präsidialverfügung vom 7. Dezember 2009 im Sinne einer vorsorglichen Massnahme nach Art. 104 BGG superprovisorisch angeordnet wurde, dass die Beschwerdeführerin am 11.-13. Dezem- ber 2009 an dem in Salt Lake City stattfindenden 3000 Meter Eis- schnelllauf Weltcuprennen teilnehmen darf;</p>
<p><span id="more-6169"></span>dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 9. Dezember 2009 ein Gesuch um Erläuterung und Ergänzung der Präsidialverfügung vom 7.Dezember 2009 einreichte und den Antrag stellte, die Beschwerdeführerin sei superprovisorisch, ohne Anhörung der Gegenpartei, an die Wettkämpfe und Trainingseinheiten betreffend die Eisschnelllauf Weltcuprennen in Salt Lake City vom 11.-13. Dezember 2009 in den Disziplinen 1500 Meter, 3000 Meter und im Teamwettbewerb zuzulassen;</p>
<p>dass<span> </span>dem<span> </span>Erläuterungsantrag<span> </span>mit<span> </span>Präsidialverfügung<span> </span>vom 10.Dezember 2009 entsprochen und die Präsidialverfügung vom 7. Dezember<span> </span>2009<span> </span>dahingehend<span> </span>ergänzt<span> </span>wurde,<span> </span>dass<span> </span>die Beschwerdeführerin auch am Training teilnehmen dürfe, soweit dieses als Vorbereitung zum 3000 Meter Rennen diene;</p>
<p>dass dagegen der Antrag auf Ausdehnung der Präsidialverfügung vom 7. Dezember 2009 auf andere Rennen abgewiesen wurde, weil jene Verfügung auf einer – nach der Darstellung der Beschwerdeführerin – besonderen Situation und Interessenlage beruht habe, die in Bezug auf die anderen Rennen, insbesondere die Teamrennen, eindeutig nicht gegeben sei;</p>
<p>dass die Beschwerdeführerin am 11. Dezember 2009 ein erneutes Gesuch mit dem Antrag stellte, es sei superprovisorisch anzuordnen, dass sie von der Beschwerdegegnerin und der DESG an die Wettkämpfe und Trainingseinheiten betreffend das Eisschnelllauf Weltcuprennen in Salt Lake City vom 12. Dezember 2009 in der Disziplin 1500 Meter zuzulassen sei, sofern die Beschwerdeführerin sich am Eisschnelllauf Weltcuprennen am 11. Dezember 2009 über 3000 Meter nicht unter die ersten acht Läuferinnen klassiere;</p>
<p>dass dieses Gesuch mit Präsidialverfügung vom 11. Dezember 2009 abgewiesen wurde;</p>
<p>dass das TAS und die Beschwerdegegnerin je mit Stellungnahmen vom 17. Dezember 2009 die Abweisung des mit der Beschwerdeschrift vom 7. Dezember 2009 gestellten Gesuchs um Gewährung der aufschiebenden Wirkung beantragten;</p>
<p>dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 17. Dezember 2009 in Ergänzung ihres Gesuchs um vorsorgliche Massnahmen darum ersuchte, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen und die Beschwerdeführerin sei von der Beschwerdegegnerin und der DESG per sofort an alle Wettkämpfe und Trainingseinheiten zuzulassen, sodass sie an allen Weltcuprennen, den Eisschnelllauf Europameisterschaften vom 9.-10. Januar 2010 in Hamar (Norwegen), den Eisschnelllauf Weltmeisterschaften vom 19. &#8211; 21. März 2010 in Heerenveen (Holland) und für den Fall der Selektionierung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) an den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver starten dürfe;</p>
<p>dass mit Präsidialverfügung vom 22. Dezember 2009 entschieden wurde, dass das Gesuch um Erlass von weiteren superprovisorischen vorsorglichen<span> </span>Massnahmen<span> </span>abgewiesen<span> </span>werde,<span> </span>und<span> </span>die Beschwerdegegnerin und das TAS eingeladen wurden, bis zum 18.Januar 2010 zur Ergänzung des Gesuchs um vorsorgliche Massnahmen gemäss Eingabe der Beschwerdeführerin vom 17. Dezember 2009 Stellung zu nehmen, wobei Stillschweigen als Einverständnis ausgelegt werde;</p>
<p>dass in der Begründung der Präsidialverfügung namentlich festgehalten wurde, dass mit Bezug auf die eventuelle Teilnahme der Beschwerdeführerin an den Olympischen Spielen 2010 keine zeitliche Dringlichkeit dargetan sei, die den Erlass einer superprovisorischen Massnahme im beantragten Sinn rechtfertigen könnte, und dass auch bezüglich der Teilnahme der Beschwerdeführerin an anderen Rennen bzw. an Trainingseinheiten kein dringliches und überwiegendes Interesse dargetan sei, das nicht schon in den vorhergegangenen Präsidialverfügungen berücksichtigt worden wäre und den Erlass einer superprovisorischen Massnahme im beantragten Sinn rechtfertigen könnte;</p>
<p>dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 28. Dezember 2009 folgenden verfahrensleitenden Antrag stellte:</p>
<p>&#8220;Die den Beschwerdegegnern und dem TAS vom Bundesgericht mit Verfügung vom 22. Dezember 2009 angesetzte Frist, zum Antrag der Beschwerdeführerin vom 17. Dezember 2009 Stellung zu nehmen, sei derart zu verkürzen, dass eine Entscheidung des Bundesgerichts über diesen Antrag vor den am 8.-10. Januar 2010 stattfindenden Eisschnelllauf Europameisterschaften in Hamar (Norwegen), eventualiter vor der abschliessenden<span> </span>Nominierungsrunde<span> </span>des<span> </span>Deutschen<span> </span>Olympischen Sportbundes für die Olympischen Spiele in Vancouver (Kanada) am 22. Januar 2010, ergeht.&#8221;</p>
<p>dass die Beschwerdeführerin zur Begründung des verfahrensleitenden Antrags vorbrachte, die Ansetzung der Vernehmlassungsfrist bis zum 18. Januar 2010 verunmögliche ihr von vornherein eine Teilnahme an den Europameisterschaften und verhindere faktisch ebenfalls, dass das Bundesgericht vor dem 22. Januar 2010, dem Tag der zweiten und abschliessenden Selektionsrunde des DOSB, über die aufschiebende Wirkung entscheide;</p>
<p>dass zunächst hervorzuheben ist, dass die Präsidialverfügung vom 22.Dezember 2009 in Kenntnis der von der Beschwerdeführerin geschilderten zukünftigen Ereignisse &#8211; Europameisterschaften in Hamar am 8. &#8211; 10. Januar 2010, Nominierungstermin am 22. Januar 2010 – erging;</p>
<p>dass daraus einerseits geschlossen werden muss, dass mit der Präsidialverfügung vom 22. Dezember 2009 ein Entscheid über das Gesuch um aufschiebende Wirkung vor dem 22. Januar 2010 bewusst ausgeschlossen wurde;</p>
<p>dass andererseits mit der ausdrücklichen Abweisung des Gesuchs um Anordnung einer weiteren superprovisorischen Massnahme und der diesbezüglichen Begründung eindeutig zum Ausdruck gebracht wurde, dass die von der Beschwerdeführerin geschilderten zukünftigen Ereignisse keinen ausreichenden Grund bilden, eine kürzere Frist anzusetzen;</p>
<p>dass der verfahrensleitende Antrag der Beschwerdeführerin vom 28. Dezember 2009 somit abzuweisen ist, weil die vorgebrachten Gründe bereits mit der Präsidialverfügung vom 22. Dezember 2009 verworfen wurden und unter den gegebenen Umständen kein Anlass besteht, auf diese Verfügung zurück zu kommen;</p>
<p><strong>verfügt das präsidierende Mitglied:</strong></p>
<ol>
<li>Der verfahrensleitende Antrag der Beschwerdeführerin vom 28. Dezember 2009 wird abgewiesen.</li>
<li>Diese Verfügung wird den Parteien und dem Tribunal Arbitral du Sport (TAS) schriftlich mitgeteilt.</li>
</ol>
<p>Lausanne, 30. Dezember 2009</p>
<p>Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung des Schweizerischen Bundesgerichts</p>
<p>Das präsidierende Mitglied:</p>
<p>Kolly</p></blockquote>

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		<title>WADA: Ten years – ten challenges</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 10:46:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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<p><strong>By Dag Vidar Hanstad</strong></p>
<p>OSLO. In the first week of December a meeting attended by many celebrities marked the <a title="Ten years after: Die Gründung der WADA" href="http://jensweinreich.de/?p=5785" target="_self">10th anniversary of the World Anti-Doping Agency</a> (WADA) in Stockholm, Sweden. Not surprisingly the representatives agreed that WADA has been a great success. This was underlined by the president of the IOC, Jacques Rogge, who reminded the assembly about the status of anti-doping before WADA:</p>
<p>&#8220;Anti-doping was ineffective, we had no standards for testing and no harmonization regarding sanctions. WADA has helped change attitudes towards doping and doping is now widely recognized for what it is: a corrosive evil that threatens the integrity of sports&#8221;, he said to the members of WADA Foundation Board in Stockholm City Hall.</p>
<p>The IOC is one of the organizations that carries out anti-doping work with more credibility than it could previously. Nevertheless, perhaps, the most significant development in the past ten years has been the increasing involvement of public authorities. Governments have, in addition to their involvement in WADA, transformed a common policy into the UNESCO Convention which provides a legal framework in which all governments can address the use of drugs. Operations by governmental units, such as the police and customs, have unmasked drug use, for example BALCO in the USA and Operación Puerto in Spain. This seems to have taken anti-doping work in a new direction.</p>
<p>But despite these claims of progress anti-doping activity and WADA are still likely to face numerous challenges in the decade ahead. I have picked ten areas where I feel there is still work to be done.</p>
<p><strong>1. The anti-doping approach</strong></p>
<p>Since WADA was created in 1999 the number of doping controls has increased from 118,000 in 1999 to 274,000 in 2009. This indicates that sports organizations all over the world prioritize the punitive approach based on detection and deterrence. WADA is also looking at preventative measures and is currently preparing an education program targeted to young people both inside and outside sport. It seems promising but will require the support of sports movements and governments to succeed.</p>
<p><strong>2. Role of governments</strong></p>
<p>Even though it is helpful for the anti-doping work to have the governments onboard, two elements are of concern: (i) The fact that 128 nations have signed the International Convention against Doping in Sport (the UNESCO Convention) seems to be a success but in reality it tells us almost nothing. It remains to be seen how many of these nations really will implement and follow-up on their commitment. And will UNESCO have the necessary capacity to enforce the Convention and follow-up the signatories? Probably not. This job will then, in all likelihood, become another costly responsibility for WADA even though it is strictly speaking outside its remit. (ii) During the Stockholm meeting it was noted that six members of the Board have been there since the start. All of these came from the sports movement. Politicians and other Governmental agents are members for just a short period. This may influence the power balance because only the sports leaders have in depth experience and knowledge of the field, and it was felt that this could be a potential problem.</p>
<p><strong>3. Code compliance</strong></p>
<p>In Stockholm it was reported that 649 organizations have accepted the World Anti-Doping Code, &#8220;the core document that provides the framework for harmonized anti-doping policies, rules and regulations within sport organizations and among public authorities:&#8221; When it comes to adoption of the rules the situation is not nearly as positive. Finally, just a small number of organizations enforce all the elements of the Code. This gives lack of harmonization &#8211; with consequences for the athletes.</p>
<p><strong>4. The Russian situation</strong></p>
<p>It is of importance for the credibility of the anti-doping work that nations with athletes who win medals have an efficient and effective system. It was reported in Stockholm that WADA now intervenes in Russia, India, Brazil, Nigeria, Jamaica and Turkey. Of particular importance is the situation in Russia, a superpower in sport. There are some positive signs: an independent anti-doping organization (RUSADA) is now established, Russia has now allowed WADA to send doping control officers (with multiple business visa) to carry out unannounced tests, they can now bring the necessary equipment, and it was reported that the parties are close to a solution regarding bringing biological samples out of Russia.</p>
<p><strong>5. The expenses</strong></p>
<p>As mentioned, 274.000 tests were carried out last year. The cost, including sample collection, transport, analysis, payment to doping control officers and administration is on average 1000 USD for each test. This gives a total cost of close to 300 million USD just for the controls. In addition there is the expense of supporting hundreds of organizations, meetings, seminars etc. Anti-doping has become an industry. It will be a challenge to ensure the money is spent efficiently.</p>
<p><span id="more-6096"></span><strong>6. Legal costs</strong></p>
<p>WADA and some international federations are involved in court cases which go on for months and years. In addition to cases brought to the Court of Arbitration for sport (CAS), more athletes are taking their cases to civil law courts with a consequent increase in costs for WADA and sport federations.</p>
<p><strong>7. New drugs will appear</strong></p>
<p>WADA has spent a huge amount of money on developing tests for new drugs. But we are still waiting for methods to test for gene doping. New methods and drugs will appear in the years to come. One way to overcome this challenge, however, would be for WADA and the enforcing bodies to co-operate with medical companies.</p>
<p><strong>8. Whereabouts information</strong></p>
<p>WADA has met resistance among some athletes&#8217; groups after the revised Code (and the international standard for testing) came into force earlier this year. For the years to come this will present WADA with a difficult balancing act. The wish for effective anti-doping work has to be married with how people within and outside sport understand these methods. For many, whereabouts is seen as part of an expanding anti-doping regime that is moving from a justifiable approach to an indefensible surveillance regime.</p>
<p><strong>9. ADAMS</strong></p>
<p>The Anti-Doping Administration &amp; Management System (ADAMS) is, after many years and many millions of dollars of expenditure, still a matter of concern. The IOC will implement ADAMS for the winter games in Vancouver and any system failure will represent a setback for anti-doping work. For many athletes it is difficult to handle ADAMS &#8211; which again gives rise to resistance to anti-doping work.</p>
<p><strong>10. Corruption</strong></p>
<p>Elite sport is about big money. It has been indicated that doping control officers and employees at accredited WADA laboratories have been involved &#8211; or that some sought to involve them &#8211; in corruption. If some athletes or federations can go &#8220;clean&#8221; by paying people in important positions there is no hope for the anti-doping work.</p>
<p><em>Thanks to Dag Vidar Hanstad for allowing me to publish this editorial.</em></p>
<p><a title="Curriculum Vitae" href="http://www.nih.no/Documents/Seksjon%20for%20kultur%20og%20samfunn/CV/CV%20Hanstad%2024-08-2009.pdf" target="_blank"><strong>Dag Vidar Hanstad</strong></a> is an Associate Professor at the <a title="Norwegian School of Sports Science" href="http://nih.no/default____567.aspx" target="_blank">Norwegian School of Sport Sciences</a> and a member of the <a title="International Network of Humanistic Doping Research" href="http://www.doping.au.dk/" target="_blank">International Network of Humanistic Doping Research</a>. He has worked has a sport journalist before.</p>
<ul>
<li><a title="Anti Doping Norway" href="http://www.antidoping.no/internett/english/" target="_blank">Anti Doping Norway</a></li>
</ul>

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