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		<title>München 2018: Entwurf des Mini-Bidbooks und &#8220;offizielle Oppositionen&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 12:48:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gruppenbild ohne Dame bzw. ohne Katarina Witt, das schönste Gesicht des Sozialismus und &#8220;Gesicht&#8221; der Münchner Olympiabewerbung. So strahlten die Herrschaften am Freitag nach der Gesellschafterversammlung der Olympia GmbH in die Kameras (Foto: München 2018). Es gibt mehrere gute Gründe, das Bild zu veröffentlichen, zum Beispiel diesen: Willy Bogner, neuer Vorsitzender der Geschäftsleitung und ehemals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gruppenbild ohne Dame bzw. ohne Katarina Witt, das schönste Gesicht des Sozialismus und &#8220;<a title="Zielgruppenoptimierung: München 2018 verpflichtet das schönste Gesicht des Sozialismus" href="http://jensweinreich.de/?p=4249" target="_self">Gesicht</a>&#8221; der Münchner Olympiabewerbung. So strahlten die Herrschaften am Freitag nach der Gesellschafterversammlung der Olympia GmbH in die Kameras (<em>Foto: München 2018</em>). Es gibt mehrere gute Gründe, das Bild zu veröffentlichen, zum Beispiel diesen: Willy Bogner, neuer Vorsitzender der Geschäftsleitung und ehemals für <a title="alle Beiträge zu Sotschi 2014" href="http://jensweinreich.de/?cat=424" target="_self">Putins Oligarchenbewerbung</a> in Sotschi tätig, kam hier bislang zu kurz. Bogner ist der <span style="text-decoration: line-through;">lächelnde</span> grinsende Herr ganz links.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5838" title="Gesellschafterversammlung München 2018, 20. November 2009" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/mh_gruppenfoto_001-3.jpg" alt="" width="500" height="219" /></p>
<p>Die Installierung von Bogner als Ein-Euro-Mann und Boss der beiden eigentlichen Geschäftsführer Berhard Schwank (DOSB/Bach) und Richard Adam (München/Ude) ist ein weiteres Zeichen dafür, dass es im Gebälk sehr knarzt. Ähnliche Komplikationen, allerdings etwas heftiger, hatte es bereits bei der <a title="Beiträge zu Leipzig 2012" href="http://jensweinreich.de/?cat=50" target="_self">Leipziger Olympiabewerbung</a> gegeben, als Sportminister Otto Schily im Herbst 2003 in größter Not den Ein-Euro-Mann Peter Zühlsdorff verpflichtete. Es ist halt kompliziert, wenn alles nach den IOC/DOSB-Regeln tanzen soll. Konkret: Der DOSB hat gemäß Olympischer Charta die Mehrheit (51 Prozent) in der Gesellschaft, obgleich er kein Geld aufbringt. Bezahlen müssen die Bürger &#8211; und die Politiker haben das Geld, die Milliarden, herbeizuschaffen. So simpel ist das.</p>
<p>Schon vorher hatte die Installierung von Schwank bei den eigentlichen Bewerbern in München für Unmut gesorgt. Selbst hochrangige Vertreter der Bewerbergesellschaft nehmen kaum noch ein Blatt vor den Mund und kritisieren in kleinen Kreisen ungefragt die Politik des DOSB, wobei der FDP-Mann in der Mitte des Fotos (vierter von rechts), DOSB-Chef und IOC-Vize Thomas Bach, kaum besser wegkommt als der Herr ganz rechts: DOSB-General Michael Vesper, ein Bündnisgrüner, für den und dessen Methoden - Achtung, Quellenschutz! &#8211; in München ein wenig schmeichelhafter <a title="Wikipedia: Stalinismus" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stalinismus" target="_blank">Begriff</a> verbreitet wird. Ich kann das schlecht einschätzen, muss gerade deshalb meinen Quellen trauen. Das Mehrquellenprinzip, das darf ich gern mitteilen, habe ich selbstverständlich berücksichtigt.</p>
<p>Sie haben dennoch Grund zur Freude, die Herrschaften. Alle beteiligten Kommunen sind auf Kurs gebracht, das so genannte <a title="PM München 2018" href="http://www.muenchen2018.org/presse/news-55-olympia-bewerbung-muenchen-2018-gesellschafterversammlung-beschliesst-eckpunktepapier.html" target="_blank">Eckpunktepapier</a> verabschiedet. Mit der Transparenz haben sie es nach wie vor nicht so, das wird sich auch nicht ändern, aber es gibt ja Blogs, in denen man zumindest Entwürfe dieses Eckpunktepapiers lesen kann, aus dem das so genannte Mini-Bidbook erstellt wird, das wiederum bis zum 15. März 2010 dem IOC überreicht werden muss.</p>
<p>Voilà, ich sage mal nicht: exklusiv. Aber selten:</p>
<ul>
<li><a title="Eckpunkte Minibidbook München 2018" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/minibidbook.pdf" target="_blank"><strong>Eckdaten der Münchner Olympiabewerbung</strong></a><strong> <em>(69 Seiten, pdf, 3,9 MB)</em></strong></li>
</ul>
<p>Die Meinung der kundigen Leser zu diesem Entwurf interessiert mich natürlich sehr. (<em>Achtung, kleine Medienkritik: Es ist übrigens mal wieder interessant, was die Nachrichtenagentur dpa unter &#8220;Eckpunkte&#8221; der Bewerbung versteht. Keinesfalls Details etwa zur Finanzierung, nein, bloß eine simple Chronik der Ereignisse.</em>)</p>
<p>Gemäß <a title="Olympia2018, die Ausgangslage ..." href="http://jensweinreich.de/?p=5584" target="_self">Timetable der Olympiabewerbung 2018</a> muss das Bidbook im März vorliegen, das eigentliche Bewerbungsbuch dann im Januar 2011.</p>
<ul>
<li>Hier <a title="München 2018: der Weg nach Durban" href="http://jensweinreich.de/?p=4485" target="_self"><span style="color: #6b8e23;">einmal mehr</span></a> das 101 Seiten umfassende <a title="IOC 2018 Candidature Acceptance Procedure" href="http://multimedia.olympic.org/pdf/en_report_1451.pdf" target="_blank"><span style="color: #6b8e23;">2018 Candidature Acceptance Procedure</span></a> <em>(pdf, 3,5 MB)</em>  des IOC.</li>
</ul>
<p>Andererseits: Womöglich vergeht den deutschen Olympiabewerber-Bossen das Lachen bald. Denn in Südkorea sind die Konkurrenten doch sehr aktiv, wie der <a title="Korea Herald" href="http://www.koreaherald.co.kr/NEWKHSITE/data/html_dir/2009/11/24/200911240016.asp" target="_blank">Korea Herald</a> gerade wieder meldet. Ex-Samsung-Boss <a title="Pyeongchang: Olympiafavorit für 2018" href="http://jensweinreich.de/?p=3624" target="_self">Kun</a> <a title="Der reichste Koreaner: IOC-Mitglied Kun Hee Lee" href="http://jensweinreich.de/?p=3727" target="_self">Hee</a> <a title="Samsung &amp; Co: &quot;natural partners&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=3886" target="_self">Lee</a> - mehrfach wegen gigantischer Korruption verurteiltes IOC-Mitglied und Freund des DOSB-Chefs - soll zum wiederholten Male begnadigt werden.</p>
<p>Muss sich München fürchten? Gewiss.</p>
<blockquote><p><strong>Amnesty for ex-Samsung-chief?</strong></p>
<p>Korea&#8217;s sports and corporate leaders are calling on the government to grant a presidential pardon to Lee Kun-hee, the former chairman of Samsung Group who received a suspended jail term for breach of trust in August.</p>
<p>Leaders of sports organizations last week suggested that President Lee Myung-bak include Lee in the presidential amnesty to be granted around Christmas. They said that presidential leniency is necessary in part to promote the bid for the 2018 Winter Olympics of the Korean city of Pyeongchang, Gangwon Province.</p>
<p>Lee, a member of the International Olympic Committee since 1996, the Olympic-governing body, voluntarily relinquished his IOC membership in July last year, citing the need to resolve legal disputes surrounding him and Samsung.</p>
<p>Lee was handed a three-year prison term, which was suspended for five years, on conviction of illegal bond trading. He was also fined 110 billion won ($95 million). The 66-year-old tycoon quit as chairman of Samsung Group, Korea&#8217;s largest family-controlled conglomerate, in April last year.</p>
<p>Now that the final court sentencing has been made, an increasing number of people are calling on the government to grant Lee a presidential pardon.</p>
<p>On Nov. 17, Kim Jin-sun, governor of Gangwon Province, called for a presidential amnesty for Lee, saying that Pyeongchang needs Lee&#8217;s assistance at the IOC and other international organizations. Pyeongchang makes its third bid to host the Winter Olympics after it lost to Canada&#8217;s Vancouver and Russia&#8217;s Sochi in its two previous attempts to host the 2010 and 2014 Winter Games. The Korean city is expected to compete with Annecy of France and Munich of Germany for the right to host the 2018 Winter Games.</p>
<p><script src="/khjs/banner/article_340.js"></script>On Nov. 19, Cho Yang-ho, chairman of Hanjin Group who jointly heads the Pyeongchang bidding committee, said in a news conference that the committee suggested to the government that it grant a presidential pardon for Lee.</p>
<p>&#8220;I think his reinstatement will greatly help Pyeongchang expand its support base (in the IOC),&#8221; Cho said.</p>
<p>He said Lee&#8217;s resumption of Olympic activity is &#8220;desperately needed&#8221; ahead of a meeting of IOC members in Vancouver, Canada, next February which will be the last meeting before the IOC decides the venue for the 2018 Winter Olympics in July 2011.</p>
<p>On Friday, Sohn Kyung-sik, chairman of the Korea Chamber of Commerce and Industry, joined the appeal for a presidential pardon for Lee. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Es darf also weiter abgestimmt werden:</p>
<p>Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.Auf die <a title="alle Beiträge: Finanzierung von Mega-Events" href="http://jensweinreich.de/?cat=692" target="_self">Finanzierungsfrage</a> inklusive der <a title="Finanzierung Olympischer Spiele: &quot;Wir sind ein priviligiertes Völkchen!&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=3771" target="_self">OCOG- und Non-OCOG-Etats</a> gehe ich demnächst wie versprochen noch einmal ausführlich ein. Zum Reinhören und Nachlesen nur kurz ein Beitrag, den ich vergangenen Samstag für den Deutschlandfunk produziert habe. Inzwischen haben die Grünen in Bayern sich tatsächlich gegen die Olympiabewerbung ausgesprochen.</p>
<ul>
<li>der Antrag des Grünen-Kreisverbandes Fürstenfeldbruck für die <a title="Resolution der bayerischen Grünen gegen die Olympiabewerbung vom 22. November 2009" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/11/reso_3_olympia_1109.pdf" target="_self">Resolution gegen Olympia</a> (<em>pdf, 3 Seiten</em>)</li>
<li>Mein DLF-Beitrag:</li>
</ul>
<p style="TEXT-ALIGN: center"><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/11/21/dlf_20091121_1932_1e830c93.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Münchens Olympiabewerber haben die Eckpunkte der Offerte für die Winterspiele 2018 verabschiedet. Nach den Turbulenzen der vergangenen Wochen demonstriert man Einigkeit. Getreu dem Motto des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): Der Sport möge „mit einer Stimme&#8221; sprechen. Doch unter der Oberfläche brodelt es weiter.</p>
<p>Eine Große Koalition von Sport und Politik ist sich einig: Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) und DOSB-Präsident Thomas Bach (FDP) verabschiedeten auf der Gesellschafterversammlung der Olympia GmbH die Eckdaten für das erste umfassende Bewerbungsdokument.</p>
<p>DOSB-Chef Bach behauptet eine aktuelle Zustimmungsrate von 82 Prozent für die Pläne. Horst Seehofer sagt:</p>
<blockquote><p>„In allen Umfragen ist die ganz große Mehrheit der Bevölkerung hinter dieser Olympiabewerbung. Und deshalb, glaube ich, handeln wir im Interesse der ganz, ganz überwiegenden Mehrheit der bayerischen Bevölkerung.&#8221;</p></blockquote>
<p>Zwischen 2,9 und 3,5 Milliarden Euro soll das Abenteuer kosten &#8211; in beiden Etats, dem reinen Organisations- und dem Infrastrukturetat. Detaillierte, nachprüfbare Posten liegen der Öffentlichkeit allerdings nicht vor.</p>
<p>In den Lokalparlamenten von München, Garmisch-Partenkirchen, Oberammergau und Berchtesgaden gab es zuletzt erbitterte Diskussionen &#8211; doch Mehrheiten stimmten für die „Eckpunkte&#8221; der Bewerbung.</p>
<p>SPD-Mann Ude bezeichnete Abgeordnete, die Fragen stellten, und Olympiakritiker gemäß SZ als „unseriös&#8221;, „unqualifiziert&#8221; und als „radikale Minderheiten&#8221;.</p>
<p>Im Entwurf des Bewerbungsbuches heißt es:</p>
<blockquote><p><strong>„Bislang sind keine offiziellen Oppositionen bekannt.&#8221;</strong></p></blockquote>
<p>Es werde Wert auf Transparenz und die Einbindung von NGOs in Fachkommissionen gelegt.</p>
<p>Nur: Etliche dieser Gruppen haben sich aus der Fachkommission Umwelt, um die geht es vor allem, längst verabschiedet. Vor längerer Zeit schon der <a title="PM Bund Naturschutz" href="http://www.bund-naturschutz.de/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/1467/pm/cc200efb83.html" target="_blank">Bund Naturschutz</a> &#8211; zuletzt etwa der „Verein zum Schutz der Bergwelt&#8221;. Auch dieser Verein kritisiert, unseriös vereinnahmt und zu Mitautoren eines angeblichen „Umweltkonzeptes&#8221; gemacht worden zu sein. Die Bewerbung sei „die Verschwendung von Natur für Ruhm und Ehre&#8221;.</p>
<p>Das angebliche <a title="München 2018" href="http://www.muenchen2018.org/bewerbungsthemen/umwelt/index.html" target="_blank">Umweltkonzept</a> sei ein PR-Papier, das von den wirklichen Problemen ablenke, sagen Fachleute.</p>
<p>Axel Doering, Kreisvorsitzender des Bundes Naturschutz aus Garmisch-Partenkirchen, ist eine Art Oppositionsführer. Er strebt einen Bürgerentscheid an &#8211; möglichst bis zum 15. März 2010, wenn das Mini-Bidbook beim IOC abgegeben werden muss.</p>
<blockquote><p>„Also wenn ein Bürgerentscheid negativ ausgeht für die Olympiabewerber, dann ist das hier in Garmisch-Partenkirchen vorbei. Es ist allerdings sehr schwierig. Viele Leute sagen: Wir fühlen uns unter Druck gesetzt. Und viele Leute, die eigentlich Olympische Spiele auch nicht wollen, werden deshalb nichts organisieren, das habe ich in letzter Zeit oft erlebt. Das ist natürlich sehr schwierig, weil diese ganzen wachs- und windelweichen Versprechungen viele Leute mit diesem Zauberwort Olympia locken.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der Ort sei zu klein und außerdem pleite, die Eingriffe zu weitreichend, sagt Doering. Er kritisiert die Informationspolitik der Bewerber, die lediglich Phrasen verbreite.</p>
<blockquote><p>„Im Moment ist alles was offiziell kommt, das ist nur: Es ist toll, und das bringt uns weiter, das bringt uns Straßen, das bringt uns Tourismus und das bringt uns das Glück der Welt. Und das kann&#8217;s nicht sein.&#8221;</p></blockquote>
<p>Doering kritisiert auch Diktat des Internationalen Olympischen Komitees, dem Bund, Freistaat und Kommunen zahlreiche Blankovollmachten ausstellen.</p>
<blockquote><p>„Das IOC ist ja eine bekannt intransparente Organisation. Und das IOC behält sich also in dieser Vertragsgestaltung bis zuletzt die Änderung aller Bedingungen vor. Es kann seine Zahlungen ändern, es kann die Sportarten ändern, es kann alles ändern. Es ist so, dass dieser entsprechende Vertrag vor drei Jahren in Salzburg zum Beispiel von den österreichischen Landesanwälten als sittenwidrig und Knebelungsvertrag gewürdigt wurde.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wenigstens da widerspricht ihm Münchens OB Ude nicht grundsätzlich. Ude nennt die IOC-Vertragsgestaltung „<a title="Süddeutsche Zeitung" href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/820/494160/text/" target="_self">eine Zumutung</a>&#8220;.</p>
<p>Der nächste Schreck für die Olympiabewerber kam am Sonntag, als sich Bayerns Grüne auf ihrer Landesversammlung in Bamberg gegen die Pläne aussprachen. Der Grünen-Landesvorsitzende Dieter Janecek sagte vorab:</p>
<blockquote><p>„Ich rechne damit, dass es einen ablehnenden Beschluss geben wird. Die Leute sind einfach sehr skeptisch. Je näher sie dran sind an den Sportstätten, desto weniger glaubt man den Versprechungen des IOC und der Bewerbergesellschaft. Man glaubt vielmehr, dass man Naturzerstörungen erleben wird, dass Schneekanonen massiv eingesetzt werden, dass die Schuldenberge immer höher werden, wie bei Garmisch: bereits schon 100 Millionen Schulden. In München sieht man das ein bisschen anders, da glauben die Leute anscheinend eher, dass sei so eine Art Oktoberfest mit Schlittenrennen. Aber wenn man draußen ist auf dem Land, dann hat man da einen ganz anderen Eindruck.&#8221;</p></blockquote>
<p>Kurios dabei: Die Grünen im Bundestag, allen voran Claudia Roth, und die Fraktion im Münchner Rathaus sind für Olympia. Alle anderen Gremien und Fraktionen der bayerischen Grünen sind dagegen. Dieter Janecek hat sich in einigen Grundsatzpapieren mit der Bewerbung beschäftigt. Sein Fazit: „<a title="Blog von Dieter Janecek" href="http://blog.dieter-janecek.de/2009/10/13/olympische-spiele-2018-sind-kein-gewinn-fur-unsere-region/" target="_self">Olympische Spiele 2018 sind kein Gewinn für unsere Region.</a>&#8221;</p>
<ul>
<li>Und noch ein Interview im <strong>DLF</strong>: Tobias Oelmaier im Gespräch mit Garmisch-Partenkirchens Bürgermeister Thomas Schmid:</li>
</ul>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/11/21/dlf_20091121_1936_aecf8d64.mp3" target="_self">:</a></p>
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		<title>Was vom Tage übrig bleibt (45): Play the Game, Simon-Dopingstudie, München 2018 &amp; more</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 11:38:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist (wie immer) einiges liegen geblieben in den vergangenen Wochen. Liegenbleiben als Dauerzustand, wer kommt schon damit nach, alles Lesenswerte zu verlinken. Also, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Gewähr, Lesebefehle: Das Magazin der Play the Game Konferenz 2009 in Coventry ist da &#8211; kostet als gedrucktes Werk 10 Euro und ist online frei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist (wie immer) einiges liegen geblieben in den vergangenen Wochen. Liegenbleiben als Dauerzustand, wer kommt schon damit nach, alles Lesenswerte zu verlinken. Also, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Gewähr, <strong>Lesebefehle</strong>:</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-5568" title="frontpage Play the Game magazine 2009" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/10/frontpage.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="215" height="356" align="left" />Das Magazin der <a title="tag: Play the Game" href="http://jensweinreich.de/?cat=12" target="_self">Play the Game</a> Konferenz 2009 in Coventry ist da &#8211; kostet als gedrucktes Werk 10 Euro und ist <a title="Play the Game 2009" href="http://www.uniflip.dk/online-magazines/3/21603/37879/pub/" target="_blank"><strong>online frei erhältlich</strong></a>. (Ohne dass ich damit eine Kostenlos-Debatte anstoßen will.) Es sieht wirklich sehr schön aus, mit Ausnahme des Fotos auf Seite 4 (bitte nicht erschrecken), und der Inhalt ist ohnehin hochwertig.</p>
<p>Zum wiederholten Mal und der Vollständigkeit halber alle Magazine der Konferenzen von <strong>Play the Game</strong>:</p>
<ul>
<li><a title="Play the Game Magazin 2009" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/10/play-the-game-magazin-2009.pdf" target="_blank">Magazin 2009</a> (pdf, 33,4 mb)</li>
<li><a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/09/ptgmagazine2007.pdf" target="_blank">Magazin 2007</a> (pdf, 1,3 mb)</li>
<li><a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/09/ptgmagazine2005.pdf" target="_blank">Magazin 2005</a> (pdf, 2,4 mb)</li>
<li><a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/09/ptgmagazine2002.pdf" target="_blank">Magazin 2002</a> (pdf, 2,7 mb)</li>
<li><a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/09/ptgmagazine2000.pdf" target="_blank">Magazin 2000</a> (pdf, 4,6 mb)</li>
</ul>
<p>Es ist übrigens immer wieder erstaunlich und bizarr, wie aufmerksam die Granden im IOC, in der FIFA, in der FIVB und etlichen anderen Weltverbänden die Machenschaften von Play the Game (und der dort auftretenden Funktionäre und Journalisten) verfolgen. Man könnte auch sagen: Bei der Zielgruppe kommt&#8217;s an &#8211; und das zählt.</p>
<p>Zum Thema <a title="tag: München 2018" href="http://jensweinreich.de/?cat=49" target="_self"><strong>München 2018</strong></a>: Ich habe in den vergangenen Monaten immer mal auf die üblichen ungeklärten/verheimlichten/gern am Steuerzahler vorbeigeschleusten <a title="Finanzierung Olympischer Spiele: &quot;Wir sind ein priviligiertes Völkchen!&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=3771" target="_self">Finanzierungsfragen</a> Olympischer Spiele bzw. traditioneller Finanzierungsprobleme deutscher Olympiabewerbungen hingewiesen. Matthias Kristlbauer legt im <strong>Münchner Merkur </strong>nach, sein Beitrag &#8220;<a title="Münchner Merkur vom 8. Oktober 2009" href="http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/olympia-bewerber-geldnot-487771.html" target="_blank">Olympiabewerber in Geldnot</a>&#8221; wurde von den Nachrichtenagenturen gut aufgegriffen. Verlinkt wurde der Beitrag in den Kommentarspalten bereits, er ist mir wichtig genug, darauf erneut hinzuweisen. Über das Thema &#8211; und die Haltung der Grünen &#8211; wird dieser Tage noch zu reden sein. Heute ist übrigens Bewerbungsschluss beim IOC. Und wie es aussieht, wird meine Prognose &#8220;das geringste Interesse an Winterspielen seit drei Jahrzehnten!&#8221; Wirklichkeit.</p>
<ul>
<li>Blog von <strong>Dieter Janecek</strong>, Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen in Bayern: &#8220;<a title="Dieter Janecek Blog" href="http://blog.dieter-janecek.de/2009/10/13/olympische-spiele-2018-sind-kein-gewinn-fur-unsere-region/" target="_blank">Olympische Spiele 2018 sind kein Gewinn für unsere Region</a>&#8220;</li>
</ul>
<p>Darf ich noch einmal meinen Beitrag empfehlen</p>
<ul>
<li>&#8220;<a title="Was das BMI zur Finanzierung der Olympiabewerbung sagt" href="http://jensweinreich.de/?p=2889" target="_self">Was das BMI zur Finanzierung der Olympiabewerbung sagt</a>&#8220;?</li>
</ul>
<p>Ich habe Mitte September bereits über die aus meiner Sicht brisante Studie von Perikles Simon und Heiko Striegel zur Dopingmentalität unter deutschen Nachwuchssportlern berichtet, u.a. in der <strong>Neuen Zürcher Zeitung</strong> &#8221;<a title="NZZ vom 17. September 2009" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/ehrlichkeit_dank_diskretion_1.3582358.html" target="_blank">Ehrlichkeit dank Diskretion</a>&#8220;. Dazu ergänzend:</p>
<ul>
<li>Michael Reinsch in der <strong><span style="color: #000000;">FAZ</span></strong>: &#8220;<a title="FAZ vom 17. September 2009" href="http://www.faz.net/s/RubCBF8402E577F4A618A28E1C67A632537/Doc~EBD8F100A43FE4E289AF69410E8FD567D~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Mehr Doper als gedacht</a>&#8220;</li>
<li>Pressemitteilung der <strong>Universität Mainz</strong> im Informationsdienst Wissenschaft: &#8220;<a title="PM Uni Mainz, Informationsdienst Wissenschaft" href="http://idw-online.de/pages/de/news334225" target="_blank">Doping im deutschen Spitzensport wird massiv unterschätzt &#8211; Prävention im Nachwuchsbereich gefordert</a>&#8220;</li>
<li>Studie der <strong>Universität des Saarlandes</strong> (Eike Emrich, Werner Pitsch, Peter Maats) &#8220;<a title="Studie zur Häufigkeit des Dopings im Leistungssport" href="http://www.uni-saarland.de/fileadmin/user_upload/extranet_uds/campus/forschung/forschungsmagazin/2009/1/Emrich.pdf" target="_blank">Zur Häufigkeit des Dopings im Leistungssport</a>&#8220;</li>
<li>Astrid Rawohl im <strong>Deutschlandfunk</strong> im Interview mit Perikles Simon:</li>
</ul>
<p style="text-align: center;"><a title="DLF Interview vom 19. September 2009" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/09/19/dlf_20090919_1936_c3a4cba0.mp3" target="_self">:</a></p>
<p style="text-align: left;">Ganz erstaunlich und unregelmäßig herausragend finde ich einige journalistische Leistungen auf <strong>ESPN.com</strong> wie diese Geschichte von Mike Fish über</p>
<ul>
<li>
<div style="text-align: left;">&#8220;<a title="ESPN.com: The fastest man in the prison yard" href="http://sports.espn.go.com/oly/trackandfield/columns/story?columnist=fish_mike&amp;id=4487014" target="_blank">The fastest man in the prison yard</a>&#8220;,</div>
</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">den Häftling No. 56836-083, einer größeren Öffentlichkeit als Tim Montgomery bekannt. Auch dieser Link blieb schon einen knappen Monat liegen, doch die Story an sich ist topaktuell, die von Fish dargebotenen Dokumente aus der BALCO-Affäre sind es allemal.</p>
<p style="text-align: left;">Zum Abschluss noch zwei <strong>FAZ</strong>-Beiträge, in beiden taucht der offenbar neue FAZ-Dopingexperte Klaus Pöttgen auf :), beide wurden in den Kommentaren bereits kommentiert:</p>
<ul>
<li>
<div style="text-align: left;">Zum einen Evi Simeoni über neue Entwicklungen und neue Gutachten im <a title="tag: Fall Pechstein" href="http://jensweinreich.de/?cat=1590" target="_self">Fall Pechstein</a>, diesmal mischt sich Rasmus Damsgaard ein, wobei ich Zweifel habe, ob Damsgaard, dessen Vita durchaus Nachfragen verträgt, die Rolle des Unparteiischen steht: &#8220;<a title="FAZ zum Fall Pechstein" href="http://www.faz.net/s/Rub9CD731D06F17450CB39BE001000DD173/Doc~E6D865B374D4A4136815EB05F2802AF07~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Eine Lektion für alle Beteiligten</a>&#8220;. Im Beitrag ist übrigens auch das Schicksal des gewesenen Parteigutachters <a title="tag: Kiesewetter" href="http://jensweinreich.de/?s=kiesewetter" target="_self">Holger Kiesewetter</a> erwähnt.</div>
</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Bevor jemand fragt: Ich glaube nicht, dass ich eine Reise zum CAS kommende Woche finanzieren will. Bin außerdem Anfang der Woche in anderer Mission im Ausland unterwegs.</p>
<ul>
<li>
<div style="text-align: left;">Zuletzt Michael Eder in der <strong>FAZ</strong> über Doping im Radsport und die Berichterstattung darüber in der ARD und anderswo, wenn ich es richtig verstehe: &#8220;<a title="FAZ.net vom 12. Oktober 2009" href="http://www.faz.net/s/Rub9CD731D06F17450CB39BE001000DD173/Doc~E200D1E257D4743DA9CA4D28AEB00C424~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank"><strong>Präsentation: gewaltig. Beweislage: lausig.</strong></a>&#8221; Über diesen Beitrag wird, s.o., hier längst <a title="Abschlussbericht der Freiburger Dopingkommission" href="http://jensweinreich.de/?p=3826#comment-14918" target="_self">scharf diskutiert</a>.</div>
</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Ich maße mir dazu kein Urteil an, die Sportart &#8220;Raddopingsport&#8221; existiert für mich <a title="Eine Frage des Prinzips" href="http://jensweinreich.de/?p=70" target="_self">kaum noch</a>. Das ausgerechnet die FAZ sich da jetzt so aggressiv gebärdet, scheint mir gewagt und höchst interessant. Am liebsten wäre mir natürlich, die angegriffenen Autoren der ARD, die hier gelegentlich mitlesen, würden sich zu den Vorwürfen äußern. Alles andere wäre old-fashion-Journalismus, Einbahnstraßenjournalismus und Einbahnstraßenkommunikation, der/die mich nicht mehr sonderlich interessiert.</p>
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