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Thomas Bach: Lebenssachverhalte im nationalen Interesse (III). UDIOCM sagt dem Sportausschuss ab

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Hoppala, und schon folgt der Nachtrag zu den vielfältigen Lebenssachverhalten.

Am Tag des Besuches beim Bundesinnenminister fand der deutsche IOC-Präsidentschaftskandidaten-noch-Favorit die Zeit, seinen Besuch am Montag bei der Sondersitzung (ausnahmsweise öffentlich, heißt es) des zahn- und meist auch willenlosen Sportausschusses des Bundestages abzusagen. Dort soll das Forschungsprojekt Doping besprochen werden.

Hier sein Schreiben an die DLV-Vizepräsidentin Dagmar Freitag (SPD):

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Sportförderung zunehmend fraglicher: “Dysfunktionen des Spitzensports: Doping, Match-Fixing und Gesundheitsgefährdungen …”

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Es gibt etliche hochinteressante Dokumente aus den vergangenen Tagen nachzutragen. Ich finde, es diskutiert sich doch besser am Original. Hier also flink die Studie

  • “Dysfunktionen des Spitzensports: Doping, Match-Fixing und Gesundheitsgefährdungen aus Sicht von Bevölkerung und Athleten”

von Kirstin Hallmann und Christoph Breuer, erstellt im Auftrag der Stiftung Deutsche Sporthilfe.

Die Deutsche Sporthochschule Köln erklärt dazu:

Gefahren für die Werte des Spitzensports – Wissenschaftliche Studie in Berlin vorgestellt  

Gesundheitsgefährdungen und illegale Wettkampfabsprachen beeinflussen Bereitschaft der Bevölkerung zur Spitzensportförderung  

Köln, 21. Februar 2013 – Wie nimmt die Bevölkerung in Deutschland den Spitzensport wahr? Überwiegen die positiven Aspekte oder stehen die Schattenseiten, wie Doping oder Wettbetrug, im Vordergrund? Wie hoch ist in diesem Zusammenhang die Bereitschaft, den Spitzensport finanziell zu fördern? Erstmals stellt eine wissenschaftliche Studie die Dysfunktionen des Spitzensports in Deutschland aus Bevölkerungs- und aus Athletensicht dar. Untersucht wurde zum einen die Wahrnehmung der Bevölkerung zur Einnahme verbotener Substanzen und Gesundheitsgefährdungen durch den Athleten/die Athletin, zum anderen das Handeln und die Einstellung der Athleten und Athletinnen in diesem Kontext.

Die Studie, die 2012 im Auftrag der Stiftung Deutsche Sporthilfe von Univ.-Prof. Dr. Christoph Breuer und Dr. Kirstin Hallmann (Institut für Sportökonomie und Sportmanagement) durchgeführt und am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde, zeigt als zentrales Ergebnis sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten aus Bevölkerungs- bzw. Athletensicht. Statistisch signifikant konnte nachgewiesen werden, dass die Bereitschaft in der Bevölkerung zur finanziellen Unterstützung des Spitzensports mit der wahrgenommenen Verbreitung illegaler Spielabsprachen sinkt, und mit dem Ausmaß gesundheitlicher Risiken, die die Athleten in Kauf nehmen, steigt. Andere Dysfunktionen, wie z.B. die Einnahme verbotener Substanzen, haben aktuell noch keine signifikante Auswirkung auf die Förderbereitschaft.

Die Wahrnehmung der einzelnen Dysfunktionen variiert stark. So glaubt die deutsche Bevölkerung, dass 29% der deutschen Spitzensportler regelmäßig zu Dopingmitteln greifen und etwa die Hälfte (49%) regelmäßig Schmerzmittel nimmt. 45,4% der Athleten nehmen, nach öffentlicher Wahrnehmung, in Zusammenhang mit ihrem Sport gesundheitliche Risiken bewusst in Kauf, 14% der Athleten sind bereits an illegalen Absprachen beteiligt gewesen.

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Münchens Olympiabewerbung 2022 vs Privatinteressen von Christian Ude (SPD) und Thomas Bach (FDP)

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Die Chancen Münchens, gemeinsam mit Partnergemeinden (etwa Ruhpolding, Garmisch-Partenkirchen) die Olympischen Winterspiele 2022 auszurichten, würden eigentlich ganz gut stehen.

Wenn da nicht einige Partikularinteressen zu berücksichtigen wären.

Oder besser: wenn da nicht einige Privatinteressen über anderen stehen würden.

Privatinteressen verfolgen zum Beispiel die Bewerbungschefs der 2018er Offerte Christian Ude (SPD) und Thomas Bach (FDP).

Ude, derzeit Oberbürgermeister von München, will im September 2013 Ministerpräsident des Freistaates Bayern werden.
Bach, derzeit Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), will im September 2013 Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) werden.
Und deshalb sind die beiden Sportkameraden seit Juli 2011, als München im Wettbewerb um die Winterspiele 2018 gegen PyeongChang verlor, quasi wortbrüchig geworden.

Bis dahin hatten sie jahrelang behauptet, die Münchner Bewerbung, ohnehin grandios und unübertroffen, sei langfristig angelegt – also auch für spätere Olympische Winterspiele.

Für 2022 zum Beispiel.

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Bundestag: Die neue Zukunftsplanung des Sportlobbyisten und Transparenz-Allergikers Klaus Riegert (CDU)

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Der Mensch ist ein Ebenbild Gottes. Darauf gründen Eigenverantwortung und eine bessere Welt.” Klaus Josef Riegert Apropos Eigenverantwortung. Erst sperrte er die Öffentlichkeit von den Sitzungen des Sportausschusses aus, nun gibt ihm sein Wahlvölkchen eine neue Lebensplanung auf. Kriminaloberkommissar und Sportlobbyist Klaus Josef Riegert (Kapitän des FC Bundestag, ehemals Vizepräsident des schwäbischen Turnerbundes, Vorsitzender der […]

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Was wird eigentlich aus der NADA der Sportfamilie?

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Dieser Antrag von Bündnis 90/Die Grünen greift eine alte (und leider abgelehnte) Initiative des DLV-Präsidenten Clemens Prokop zur Finanzierung der Nationalen Anti-Doping-Agentur NADA auf (5 Prozent von allen Fördermitteln) und ist in diesen Minuten im Sportausschuss des Bundestages gewiss schon abgeschmettert worden. Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt: Beim Haushaltstitel 684 11 (Zentrale Maßnahmen auf […]

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Im Closed Shop der Sportfamilie

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In diesen Minuten spielen hoch bezahlte Mitglieder des Bundestages im Sportausschuss wieder auf ihren iPads Karten “berät” der Sportausschuss des Bundestages hinter verschlossenen Türen. Die Öffentlichkeit bleibt ausgesperrt. Dieser Hinweis ist wichtig, denn wenn man einige Veröffentlichungen gestern und heute so liest, wird das gar nicht mehr erwähnt. Es könnte also der Eindruck erweckt werden, es handele […]

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@DOSB: Die Propagandamaschine erhebt Einspruch gegen den rasanten DTTB-Einspruch

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Ich hatte es vor einigen Minuten gerade kommentiert, finde aber, der Kommentar ist zu interessant (und unbedingt ausbaufähig), als dass er in der Kommentarspalte versteckt bleiben sollte. Also, es scheint ja doch noch Schwung in die bisher nicht existierende Debatte doch noch eine Art Debatte über die deutsche Hochleistungssportförderung in Gang zu kommen, die von […]

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Rasanter Einspruch gegen die DOSB/BMI-Allianz: Der Tischtennis-Bund (DTTB) verlangt ein transparentes Fördersystem

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Oops. Da habe ich neulich doch jemanden übersehen, als ich desillusioniert die honeckereske Einstimmen-Politik des DOSB und den überflüssigen Sportausschuss des Bundestages kritisierte. Es hatte sich sogar in der DOSB-Presse der vergangenen Woche der Hinweis verborgen, dass sich der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) ausführlich zu Wort melden wolle. Das ist heute geschehen. DTTB-Präsident Thomas Weikert und […]

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Sportausschuss im Bundestag? Wozu? Weshalb? Warum? Abschaffen!

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Teil 2 der dieswöchigen Miniserie “Der sportpolitische Komplex”: Nachdem also im Reich des Deutschen Olympischen Sportbundes alles beim Alten bleibt, keine öffentliche Aufarbeitung der Sommerspiele in London, keine demokratisch-öffentliche Diskussion (mit allen, nun ja: Stakeholdern, also auch Steuerzahlern bzw Vertretern derselben) stattfindet, hat nun der Sportausschuss des Deutschen Bundestages einmal mehr ein Zeichen der Selbstaufgabe […]

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