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	<title>jens weinreich &#187; caster semenya</title>
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	<description>don&#039;t mix politics with games</description>
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		<title>Was vom Tage Ã¼brig bleibt (44): Caster Semenya oder &#8220;I think it would be the third world war&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 18:20:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Leichtathletik-WeltverbandÂ IAAF hat nichts gelernt. Zwar gibt sich die IAAF im aktuellenÂ Statement on Caster SemenyaÂ zurÃ¼ckhaltend, aber Jacquelin Magnay vomÂ Sydney Morning Herald berichtete bereits: THE world champion 800m runner Caster Semenya has been revealed to have male and female sexualÂ organs, posing an ethical and political quandary for the sport&#8217;s ruling body, the International Association of Athletics [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-5183" title="Cover You" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/09/semenya-you.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="279" height="390" align="left" />Der Leichtathletik-WeltverbandÂ IAAF hat nichts gelernt. Zwar gibt sich die IAAF im <a title="Kommentar zu &quot;I am not a boy. Why did you bring me here?&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=4917#comment-14170" target="_self">aktuellen</a>Â <a title="IAAF Webseite" href="http://www.iaaf.org/aboutiaaf/news/newsid=54277.html" target="_blank">Statement on Caster Semenya</a>Â zurÃ¼ckhaltend, aber Jacquelin Magnay vomÂ <a title="Sydney Morning Herald" href="http://www.smh.com.au/news/sport/secret-of-semenyas-sex-stripped-bare/2009/09/11/1252519599453.html" target="_blank">Sydney Morning Herald</a> berichtete bereits:</p>
<blockquote><p>THE world champion 800m runner Caster Semenya has been revealed to have male and female sexualÂ organs, posing an ethical and political quandary for the sport&#8217;s ruling body, the International Association of Athletics Federations, and her home nation, South Africa.</p></blockquote>
<p>Gerade schreibt Magnay, deren Texte ich nicht zum ersten Mal empfehle: &#8220;<a title="SMH vom 12. September 2009" href="http://www.smh.com.au/news/sport/spare-a-thought-for-semenya-an-innocent-party-in-a-global-debate/2009/09/11/1252519638204.html" target="_blank">Spare a thought for Semenya, an innocent party in a global debate</a>&#8220;.</p>
<p>Dass Semenya physiologisch gesehen ein <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hermaphroditismus#Hermaphroditismus_in_der_Humanmedizin" target="_blank">Hermaphrodit</a> sein kÃ¶nnte, hat die IAAF nicht dementiert, aber ganz offensichtlich durchsickern lassen. Das ist die Potenzierung des wÃ¤hrend der <a title="Leichtathletik-WM, Tag 7: &quot;I am not a boy. Why did you bring me here?&quot;" href="http://jensweinreich.de/?p=4917" target="_self">WM-Tage von Berlin</a> von den FunktionÃ¤ren bedauerten Skandals. Die 18-JÃ¤hrigeÂ bleibt Objekt einer demÃ¼tigenden Debatte. In SÃ¼dafrika, wo Semenya erst vor drei Tagen als Covergirl posierte, was beispielsweise die <a title="London Times" href="http://www.timesonline.co.uk/tol/sport/columnists/owen_slot/article6825732.ece" target="_blank">LondonÂ Times</a>Â kritisierte &#8230;</p>
<blockquote><p>Semenya is resembling a pawn being shifted around the chess board by powerful controlling forces. It was never necessary to turn her very personal, medical situation into a national campaign but now that it is, it seems important that the campaign wins.</p></blockquote>
<p>&#8230; reagierte Sportminister Makhenkesi Stofile auf einerÂ <a title="www.buanews.gov.za" href="http://www.buanews.gov.za/news/09/09091115351001" target="_blank">Pressekonferenz</a>Â mit drastischen AnkÃ¼ndigungenÂ  fÃ¼r den Fall ihres Ausschlusses von internationalen Wettbewerben:</p>
<blockquote><p><strong>I think it would be the third world war. We will go to the highest levels in contesting such a decision. I think it would be totally unfair and totally unjust.</strong> (&#8230;)</p>
<p>They indicate that she is a hermaphrodite. For me that means nothing. The issue here is not whether she is a hermaphrodite or not. (&#8230;)</p>
<p>Where is the science that says they [hermaphrodites] have an advantage?</p></blockquote>
<p>Der Sport kennt kein Regelwerk fÃ¼r den Ausschluss von Zwittern. Im Gegenteil, wie auf sportsscientists.com nachzulesen ist (&#8220;<a title="sportscientists.com" href="http://www.sportsscientists.com/2009/09/semenya-and-hermaphroditism.html" target="_blank">More on the latest Caster Semenya allegations</a>&#8220;).</p>
<p>Die IAAF hat also bis zur Council-Tagung Mitte November einiges zu klÃ¤ren, auch Council-Mitglied Prof. Dr. Helmut Digel, der eben in der Wissenschaftssprache des 19. Jahrhunderts Ã¼ber einÂ &#8221;drittes Geschlecht&#8221; rÃ¤sonierte:</p>
<blockquote><p>Das ist ein Problem aller Sportarten, wie wir mit dem dritten Geschlecht umgehen.</p></blockquote>
<p>FÃ¼r das IOC-ExekutivkomiteeÂ ist das schon seit 1999 kein Problem mehr. Warum das IOCÂ auf Betreiben des frÃ¼heren norwegischen Mitglieds undÂ Eisschnelllauf-OlympiasiegersÂ Johann Olav Koss vor einem Jahrzehnt beschloss, die <em>gender verification</em> fÃ¼r Frauen ersatzlos zu streichen, hat damals u.a. Barbara Klimke in der Berliner Zeitung hervorragend nachgezeichnet (&#8220;<a title="Barbara Klimke in der BLZ" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0914/none/0004/index.html" target="_blank">Das Ende der Katastrophe</a>&#8220;):</p>
<blockquote><p>(&#8230;) &#8220;Man muss wissen, dass es den normalen Mann und die normale Frau nicht mehr gibt&#8221;, sagt Professor Uwe Claussen, Direktor des Instituts fÃ¼r Humangenetik und Anthropologie der UniversitÃ¤t Jena: &#8220;Das gilt auch fÃ¼r den Sport. Wir haben eine extreme Vielfalt.&#8221;</p>
<p>An die Vielfalt knÃ¼pfen sich ethische Fragen. Wie kann eine Frau verarbeiten, wenn ihr erÃ¶ffnet wird, im Prinzip sei sie keine Frau? Claussen nennt die Folgen &#8220;menschlich absolut entwurzelnd&#8221;. Und wenn mit der EnthÃ¼llung bis zum Wettbewerb gewartet wird, auf den sich jemand Jahre vorbereitet hat, sei &#8220;die vollendete Katastrophe&#8221;. In Sydney kann die Katastrophe verhindert werden. Nur in EinzelfÃ¤llen behÃ¤lt es sich das IOC vor, Athletinnen zu Ã¼berpÃ¼fen. Hundert Jahre, nachdem die ersten Frauen bei Olympia antraten, besteht jedoch Hoffnung, dass sich eine Erkenntnis durchsetzt: Es ist unsinnig, im Sport nach der Normfrau zu suchen. &#8220;Wer der Beste ist in seiner Disziplin&#8221;, sagt Claussen, &#8220;liegt schon auÃŸerhalb der Norm.&#8221; (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Sicher scheint, dass SÃ¼dafrikas FunktionÃ¤re an Semenya &#8211; und ohne Wissen der Athletin -Â schon vor ihrem WM-Start einen Geschlechtstest vornehmen lieÃŸen. Ihr Trainer Wilfried Daniels trat deshalb mit einer bemerkenswerten ErklÃ¤rung zurÃ¼ck:</p>
<blockquote><p>Mein Schuldbewusstsein ist groÃŸ. WirÂ haben Caster nicht richtig behandelt. Wie wir mit der Sache umgegangen sind, ist scheuÃŸlich.Â Ich kann aber auf niemanden im Speziellen mit dem Finger zeigen, da ich Teil der kollektiven Verantwortung und Schande bin.</p></blockquote>
<p>Kein Teil einer Schande wollte bekanntlich Ekkart Arbeit gewesn sein, ASA-Chefcoach, einst verantwortlicher Wurftrainer im DVfL der DDR, Fachdoper und Stasi-IM: &#8220;<a title="leichtathletik.de" href="http://www.leichtathletik.de/index.php?NavID=1&amp;SiteID=28&amp;NewsID=24242" target="_blank">Ich weiÃŸ von nichts</a>&#8220;,Â sagte er zum Vorwurf, Semenyas hohe Testosteronwerte fÃ¼r Dopingtests nach unten manipuliert zu haben. Arbeit wird Ã¼brigens von der IAAF-AkademieÂ seit 1996 als &#8220;<a title="IAAF Academy" href="http://www.iaafacademy.com/view_coach.asp?id=17" target="_blank">wissenschaftlicher Berater</a>&#8221; gefÃ¼hrt. Auf wikirun.com einÂ <a title="wikirun.com" href="http://wikirun.com/Ekkart_Arbeit" target="_blank">Interview mit Ekkart Arbeit</a>,Â eine Eloge auf das Sportsystem der DDR. Etwas aus seiner Vergangenheit bereut er aber doch &#8211; dass er nicht Jurist geworden ist (ab Minute 42).</p>
<p>Caster Semenya will sich morgen auf einer Pressekonferenz Ã¤uÃŸern. Sie hat fÃ¼r dieses Wochenende auf einen Start verzichtet:Â &#8221;<a title="The Star" href="http://www.thestar.co.za/?fSectionId=3268&amp;fArticleId=nw20090911160522246C757982 " target="_blank">Caster&#8217;s not feeling well</a>&#8220;.</p>
<p>Es sieht so aus, als ob sich daran vorerst nichts Ã¤ndern wird.</p>
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		<title>Leichtathletik-WM, Tag 7: &#8220;I am not a boy. Why did you bring me here?&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/08/21/leichtathletik-wm-tag-7/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 09:25:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[11.16 Uhr: Moin, Freunde der Nacht. Ist ein bisschen spÃ¤ter geworden heute. Die Maschine muss erst auf Touren kommen. Was ich gestern wohl nur getwittert habe: Nach dem fÃ¼nften Fabelweltrekord des Witzbolts, den ich live im Stadion erleben durfte (3 x Peking, 2 x Berlin), bin ich ziemlich relaxt. Schlechtes Zeichen: Weder rÃ¼hrt es mich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>11.16 Uhr:</strong> Moin, Freunde der Nacht. Ist ein bisschen spÃ¤ter geworden heute. Die Maschine muss erst auf Touren kommen. Was ich <a title="Leichtathletik-WM, Tag 6" href="http://jensweinreich.de/?p=4879" target="_self">gestern</a> wohl nur <a title="twitter/jensweinreich" href="http://twitter.com/jensweinreich" target="_blank">getwittert</a> habe: Nach dem fÃ¼nften Fabelweltrekord des Witzbolts, den ich live im Stadion erleben durfte (3 x <a title="Usain Bolt oder: das Jogging-Gate" href="http://jensweinreich.de/?p=765" target="_self">Peking</a>, 2 x Berlin), bin ich ziemlich relaxt. Schlechtes Zeichen: Weder rÃ¼hrt es mich, noch regt es mich auf. Irgendwann, in naher Zukunft, wird er die Stadionrunde laufen. Und natÃ¼rlich den Weltrekord brechen, er wird eine 42er Zeit laufen, was derzeit kaum mal einer Frauen-Sprintstaffel gelingt, oder er wird sogar eine 41er Zeit markieren. Er ist halt ein Naturtalent.</p>
<p><strong>11.32 Uhr:</strong> Habe gerade im RBB-Inforadio ein <a title="Inforadio: Interview mit Clemens Prokop" href="http://inforadio.de/programm/schema/sendungen/interview/200908/129869.html" target="_self">Interview mit Clemens Prokop</a> gehÃ¶rt, der nicht gÃ¤nzlich Ã¼berraschend ein beschwingt zufriedenes Fazit der WM zieht. Was sollte er auch anderes sagen. SchlieÃŸlich ist Prokop in Personalunion:</p>
<ul>
<li>PrÃ¤sident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV)</li>
<li>als solcher Gesellschafter der WM-Organisation</li>
<li>PrÃ¤sident des WM-Organisationskomitees (LOC)</li>
<li>Vorsitzender des WM-Aufsichtsrats</li>
<li>gelegentlich Wahlmann der Partei seines Co-PrÃ¤sidenten Wowereit</li>
<li><em>(auf weitere Funktionen und Verbindungen verzichte ich, sonst sprengt die AufzÃ¤hlung noch das Seitenformat)</em></li>
</ul>
<p><em><img class="aligncenter size-full wp-image-4921" title="Chart WM-Organisation, Quelle: www.berlin2009.org" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/08/chart-wm2009.gif" alt="" width="500" height="508" /></em></p>
<p>Aber: Prokop ist auch Jurist. Er kann also etwaige Interessenskonflikte atomisieren, wie es in der Branche heiÃŸt.</p>
<p>Ein Kollege meint gerade, Prokop hÃ¤tte uns die WM auch als Erfolg verkauft, wenn am ersten Tag ein Erdbeben alles in Schutt und Asche gelegt hÃ¤tte. Mag sein, dass sich diese BemerkungÂ verbietet, ist vielleicht nur so ein dummer Spruch von Journalisten, die dem Zynismus ja nicht kollektiv abgeneigt sind. Ich gestehe allerdings, darÃ¼ber gelacht zu haben.</p>
<p><strong>12.41 Uhr:</strong> Der Fall <strong>Caster Semenya</strong>, der <a title="Leichtathletik-WM, Tag 6 ..." href="http://jensweinreich.de/?p=4879" target="_self">hier diskutiert wurde</a>, erhÃ¤lt eine delikate Zuspitzung: GemÃ¤ÃŸ der <span style="color: #000000;">Schweizer Zeitung Blick</span> (&#8220;<a title="Blick vom 21. August 2009" href="http://www.blick.ch/sport/mehr/leichtathletik/caster-semenya-opfer-krimineller-funktionaere-126558" target="_blank">Opfer krimineller FunktionÃ¤re</a>&#8220;) sei ein ehemaliger Dopingtrainer aus der DDR, der in den vergangenen Jahrzehnten auch in anderen LÃ¤ndern fÃ¼r Negativschlagzeilen gesorgt hat, mit verantwortlich:</p>
<blockquote><p>(&#8230;) Caster Semenya werde von ihren eigenen Leuten also dazu missbraucht, ihnen Ruhm und Ehre zu verschaffen. Das Opfer sei die Athletin. Nicht nur die IAAF wurde Ã¼ber das Ergebnis der Geschlechts-AbÂ­klÃ¤rung nicht frÃ¼hzeitig informiert &#8211; selbst Caster Semenya und ihrer Familie hat man es wohl nicht mitgeteilt. Eine ungeheuerliche aber ziemlich wahrscheinliche Vermutung.</p>
<p>Eine Vermutung, die auch daher rÃ¼hrt, dass der sÃ¼dafrikanische Head Coach E.â€‰A.* heisst. Wie weit dieser bald 70-jÃ¤hrige Herr Doktor fÃ¼r sportlichen Erfolg geht, zeigte er zwischen 1982 und 1990 zuerst als Werfer-Trainer, dann als Chef-Trainer in der ehemaligen DDR. E.â€‰A. war dort nachgewiesenermassen einer der Ober-Doper. SpÃ¤ter war er in Australien tÃ¤tig, bis er wegen Doping-GerÃ¼chten vertrieben wurde. Dann bei den Griechen, deren Sprinter Kenteris und Thanou 2004 in Athen die Welt mit Doping schockten.</p>
<p>Jetzt wirkt E.â€‰A. in SÃ¼dafrika. Â«Er hat genau gewusst, was zu tun war, dass Semenya bei ihren bisÂ­herigen WettkÃ¤mpfen stets durchÂ­gekommen istÂ», sagt der eingangs Â­erwÃ¤hnte frÃ¼here SÃ¼dafrika-Â­Trainer. Ihr Testosteronspiegel werde mit Medikamenten so eingestellt, dass sie bei Doping-Kontrollen nicht auffalle. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Manch einer wird vielleicht glauben, Meldungen im Blick seien Ã¤hnlich ernst zu nehmen (also gar nicht) wie Geschichten der Bild-Zeitung. Meine Erfahrung ist eine andere. Ich habe selbst einige Male fÃ¼r den Blick geschrieben und <a title="Das perfekte Verbrechen" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2008/04/isl-blick-31032008.pdf" target="_self">groÃŸflÃ¤chige Geschichten Ã¼ber die FIFA</a> verÃ¶ffentlicht, die nie in deutschen Boulevardzeitungen erschienen wÃ¤ren &#8211; ja nicht mal in manchen deutschen QualitÃ¤tszeitungen. <em>(Btw: Sepp Blatter war Ã¼berhaupt nicht erfreut, als er morgens meinen Namen in seinem Lieblingsblatt lesen musste.)</em> Der Autor der Blick-Story, Carl SchÃ¶nenberger, zÃ¤hlt zweifelsfrei zu den Leichtathletik-Journalisten mit der grÃ¶ÃŸten Erfahrung und Intimkenntnissen, bestens vernetzt seit er vor Jahrzehnten fÃ¼r den inzwischen eingestellten ZÃ¼rcher &#8220;Sport&#8221; gearbeitet hat.</p>
<p><span style="color: #000000;">Christian Klaue vom Spor</span>tinformationsdienst hatte E. A. (nach den alten Geschichten Ã¼ber E. A. einfach mal googeln) inzwischen am Telefon und schreibt:</p>
<blockquote><p>Ekkart Arbeit, vorletzter Chefcoach der DDR-Leichtathleten mit Wohnsitz in Berlin, bestritt die VorwÃ¼rfe: &#8220;Alles Quatsch. Das ist frech, wenn man nicht mal den Namen der imaginÃ¤ren Quelle nennt&#8221;, sagte er dem SID. Er werde sich hÃ¼ten, in irgendeiner Form Aussagen zu machen: &#8220;Ich weiÃŸ von nichts.&#8221;</p></blockquote>
<p><em><a title="Kommentar von Herbert zu: Leichtathletik-WM, Tag 6 ..." href="http://jensweinreich.de/?p=4879#comment-13281" target="_self">Herbert</a></em> hat in den Kommentaren einige Texte deutscher Zeitungen zu Semenya verlinkt. Bitte nachlesen. Was mich gerade schockiert, ist ein Zitat aus der sÃ¼dafrikanischen Times (&#8220;<a title="SA Times vom 21. August 2009" href="http://www.thetimes.co.za/News/Article.aspx?id=1053270" target="_blank">Caster stands tall</a>&#8220;). Demnach hat VerbandsprÃ¤sident Leonard Chuene, der gemÃ¤ÃŸ Blick Mitverantwortung trÃ¤gt, gesagt:</p>
<blockquote><p>â€œShe told me: â€˜No one ever said I was not a girl, but here [in Berlin] I am not [a girl]. I am not a boy. Why did you bring me here? You should have left me in my village at home [in Limpopo]â€™.â€?</p></blockquote>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-4923" title="Screenshot SA Times" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/08/sa-times-screen.gif" alt="" width="405" height="300" /></p>
<p>dpa Ã¼bersetzt das so:</p>
<blockquote><p>&#8220;Sie sagte mir: &#8216;Niemand hat mir je erklÃ¤rt, dass ich keine Frau sei.Â Ich bin kein Junge! Warum hat man mich hierher gebracht &#8211; man hÃ¤tte mich zu Hause in meinem Dorf lassen sollen&#8217;.&#8221;</p></blockquote>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2009/08/21/leichtathletik-wm-tag-7/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p><strong>14.03 Uhr:</strong> Ariane Friedrich hat <span style="text-decoration: line-through;">andere</span> keine Sorgen. Sie sagte heute auf der DLV-Pressekonferenz nach ihrem dritten Rang:</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Da ist Ã¼berhaupt kein Wermut dabei.&#8221;</strong></p></blockquote>
<p><strong>18.05 Uhr:</strong> Wenigstens auf dem Zielfoto des 50-km-Geherwettbewerbs halten JesÃºs Angel GarcÃ­a aus Spanien (Dritter) und der Norweger Trond Nymark (Zweiter) Kontakt zum rund drei Minuten enteilten russischen Weltmeister Sergej Kirdjapkin.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-4948" title="IAAF Zielfoto 50 km Gehen" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/08/m_50k_f_1-2.jpg" alt="" width="500" height="316" /></p>
<p><strong><span id="more-4917"></span>18.45 Uhr:</strong> Wolkenbruch auf dem Maifeld. Aber das Pressezelt hÃ¤lt (noch) dicht. Momentan macht es keinen Sinn, ins Stadion zu schwimmen. Vielleicht spÃ¤ter. WÃ¼rde bitte jemand ein Schlauchboot vorbei schicken?</p>
<p><strong>18.55 Uhr:</strong> Die zweite Gruppe in der Speerwurf-Qualifikation der MÃ¤nner ist natÃ¼rlich extrem benachteiligt. Das ist lebensgefÃ¤hrlich, was die Jungs da machen mÃ¼ssen.</p>
<p><strong>18.57 Uhr:</strong> Alles schon mal dagewesen. WolkenbrÃ¼che waren bei der WM 2005 in Helsinki Dauerzustand. Das wird zweifellos tolle Fotos geben, lÃ¤hmt aber die Stimmung als schmÃ¤lert die Chancengleichheit.</p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>21.15 Uhr:</strong></span> Habe es nach der Regenpause und einem Hot Dog (heute ohne JBK) doch noch auf den Presseplatz 76/1 geschafft. Ja, das war ein StÃ¤ndchen fÃ¼r den Witzbolt. Wer&#8217;s nachhÃ¶ren mag, auch diesen Service kann ich bieten, habe leider nur die ersten sieben Sekunden verpasst:</p>
<p><a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/08/staendchen-fur-den-witzbolt.mp3" target="_self">:</a></p>
<p><strong>21.21 Uhr:</strong> Wie an jedem Abend, die Zuschauerzahlen des BOC. Heute ist das Stadion deutlich schlechter gefÃ¼llt als am Donnerstag.</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,</p>
<p>die offizielle Zuschauerzahl der 12. IAAF Leichtathletik WM <strong><em><span style="font-family: &quot;Verdana&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">berlin</span></em></strong><em><span style="font-family: &quot;Verdana&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> 2009</span></em>â„¢ fÃ¼r die Abendveranstaltung am Freitag, den 21. August 2009, im Olympiastadion Berlin lautet 42.378.</p>
<p>Den Wettbewerb im 50-km-Gehen der MÃ¤nner in der Berliner Innenstadt rund um das Brandenburger Tor erlebten rund 55.000 Zuschauer live an der Strecke.</p></blockquote>
<p><strong>21.38 Uhr:</strong> Hat es womÃ¶glich noch nie in einem groÃŸen Finale gegeben: 12 (zwÃ¶lf!) Hochspringer scheitern allesamt im ersten Versuch an 2,28 Metern. Drei, darunter auch Raul Spank, nun auch im zweiten. Bis jetzt liegen 7 (sieben!) Springer gemeinsam auf Rang eins.</p>
<p><strong><span style="color: #000000;">21.40 Uhr:</span></strong> Jetzt nicht mehr: Der Pole Sylwester Bednarek ist Erster. Sieben Mann haben derzeit Silbermedaillen.</p>
<p><strong>21.42 Uhr:</strong> Rybakow auch drÃ¼ber. Jetzt also eine Gold, eine Silber &#8211; und sechs Bronzemedaillen.</p>
<p>Ich empfehle schon mal das <a title="IAAF Berlin 2009 - Resultate" href="http://berlin.iaaf.org/results/racedate=08-21-2009/sex=M/discCode=HJ/combCode=hash/roundCode=f/startlist.html#detM_HJ_hash_f" target="_blank">Ergebnisprotokoll</a>. Zielfotos gibt es beim Hochsprung leider nicht.</p>
<p><strong>21.47 Uhr:</strong> Finale 200 Meter, Frauen. Oops, FrÃ¤ulein Chicken Legs.</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2009/08/21/leichtathletik-wm-tag-7/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p><strong>21.50 Uhr: </strong>Spank drÃ¼ber. Damit jetzt saubere Einer-Medaillen-Vergabe &#8211; und fÃ¼nf vierte PlÃ¤tze.</p>
<p><strong>22.01 Uhr:</strong> LaShawn Merritt wieder vor Jeremy Wariner. Amerikanische Rundendominanz &#8211; wie Ã¼blich.</p>
<p><strong>22.04 Uhr:</strong> Rybakow Ã¼ber 2,32 m. Er sieht wie der Sieger aus.</p>
<p><strong>22.06 Uhr: </strong>Gerade sagt Martin Buss, der Champion von Edmonton 2001, es sei jetzt wahnsinnig schwierig. Schon ist Spank Ã¼ber 2,32! &#8220;Wieder leicht drÃ¼ber!&#8221; befiehlt sein Trainer.</p>
<p><strong>22.16 Uhr:</strong> Nach zweimal gerissenen 2,35, wobei der erste Versuch besser war, ruft Spanks Coach: &#8220;Leg Dich in die Kurve!&#8221;</p>
<p><strong>22.26 Uhr:</strong> Bronze fÃ¼r Raul Spank und Bednarek. Gold fÃ¼r Rybakow, Silber fÃ¼r Ioannou &#8211; vier fÃ¼nfte PlÃ¤tze. Sprank hat imho schon wegen der Anweisungen seines Trainers JÃ¶rg Elbe eine Medaille verdient.</p>
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