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	<title>jens weinreich &#187; blogging guidelines</title>
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	<description>don&#039;t mix politics with games</description>
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		<title>HÃ¶her, schlauer, jÃ¼nger?</title>
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		<comments>http://www.jensweinreich.de/2010/08/17/hoher-schlauer-junger/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 12:07:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[SINGAPUR. Kann man natÃ¼rlich alles viel besser machen, viel kritischer, viel ausgewogener, viel bÃ¶ser, viel schÃ¶nfÃ¤rberischer und Ã¼berhaupt. Aber so ist mein kleines FragestÃ¼ck zu den Jugendspielen, an dem ich mit SpaÃŸ hektisch gebastelt habe, nun im Deutschlandfunk gesendet worden (knapp 27 Minuten): : Zu Wort kommen:Â Britta Steffen,Â Kathrin Boron,Â Gudrun Doll-Tepper,Â Jacques Rogge,Â Thomas Bach,Â Joseph Blatter,Â Helmut Digel,Â Eike Emrich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SINGAPUR. Kann man natÃ¼rlich alles viel besser machen, viel kritischer, viel ausgewogener, viel bÃ¶ser, viel schÃ¶nfÃ¤rberischer und Ã¼berhaupt. Aber so ist mein kleines FragestÃ¼ck zu den Jugendspielen, an dem ich mit SpaÃŸ hektisch gebastelt habe, nun im Deutschlandfunk gesendet worden (knapp 27 Minuten):</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/08/15/dlf_20100815_2330_8ac6b877.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Zu Wort kommen:Â Britta Steffen,Â Kathrin Boron,Â Gudrun Doll-Tepper,Â Jacques Rogge,Â Thomas Bach,Â Joseph Blatter,Â Helmut Digel,Â Eike Emrich und Ulf Tippelt.</p>
<p>Ich habe noch jede Menge O-TÃ¶ne, passendere, bessere, kÃ¼rzere, lÃ¤ngere, und habe ja auch mit einigen Sportlern gesprochen. So ist das nun mal. Im TagesgeschÃ¤ft Journalismus gibt es Andruck- und Sendezeiten und damit einen Redaktionsschluss. Manches, wie die Pound-Passage, habe ich schon vorher produziert, es passt dennoch gut rein.Â Die Youth Olympic Games dauern ja noch ein Weilchen, ich hole noch einiges nach, vielleicht bastle ich aus diesem Beitrag hier noch einen lÃ¤ngeren, ergÃ¤nzenden.</p>
<p>Wer nicht hÃ¶ren mag (oben den Player anklicken), der mag vielleicht lesen, einiges habe ich natÃ¼rlich schon angefÃ¼gt und ergÃ¤nzt:</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2010/08/17/hoher-schlauer-junger/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Der Herzschlag der Jugendspiele. Damit begannen viele Videos, die fÃ¼r die ersten Youth Olympic Games produziert wurden. In Spots auf Youtube und anderen WerbemaÃŸnahmen war auch stets von der DNA der Jugendspiele die Rede. â€žTrÃ¤gst Du die DNA der Jugendspiele in Dir?â€œ wird da gefragt.</p>
<p>YOG-DNA? Wie Michael Phelps?</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2010/08/17/hoher-schlauer-junger/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Und schon beginnt das Problem.</p>
<p>Denn was ist die DNA der Olympischen Jugendspiele? HeiÃŸt das: HÃ¶chstleistung wie bei den richtigen Olympischen Spielen?</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2010/08/17/hoher-schlauer-junger/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>&#8230; so wie es Usain Bolt sagt. Der Fabel-Weltrekordler, der schnellste Mann der Welt, um den sich viele GerÃ¼chte ranken. Der als Botschafter avisiert war fÃ¼r Singapur, aber nun doch nicht kommt.</p>
<p>Oder zÃ¤hlen tatsÃ¤chlich Bildung und Kultur zur DNA der Spiele?</p>
<p>Selbst Bolt spricht Ã¼brigens von Bildung â€“ das ist mittlerweile die offizielle Lesart des Internationalen Olympischen Komitees.</p>
<p>IOC-PrÃ¤sident Jacques Rogge betrachtet sich als Vater der Jugendspiele. Auch wenn er noch in eine juristische Auseinandersetzung mit dem Ã–sterreicher Johann Rosenzopf verwickelt ist, der sagt, er habe Ende der neunziger Jahre ein Konzept von olympischen Jugendspielen an den damaligen IOC-PrÃ¤sidenten Samaranch geschickt. Er wirft dem IOC Plagiat vor. Rogge kann dagegen vorbringen, dass er schon vor knapp zwanzig Jahren als Chef der Vereinigung der europÃ¤ischen olympischen Komitees ein kontinentales olympisches Jugendfestival begrÃ¼ndet hat.</p>
<p>Fakt ist: Als IOC-PrÃ¤sident setzte Rogge im FrÃ¼hjahr 2007 in Windeseile die Olympischen Jugendspiele durch. Das IOC folgte fast kollektiv seinem Vorschlag. Drei Jahre spÃ¤ter, kurz vor der Premiere, erklÃ¤rte der 68 Jahre alte Belgier, er sei aufgeregt wie einst vor dem KreiÃŸsaal. Rogge hat zwei erwachsene Kinder und Enkel.</p>
<blockquote><p>â€žGrundsÃ¤tzlich ging es uns bei den Jugendspielen darum, dass wir die Notwendigkeit fÃ¼r Bildung und AufklÃ¤rung gesehen haben â€“ in einem Alter, wo die jungen Sportler noch empfÃ¤nglich sind.Â Wir wollen ihnen Kenntnisse und Fertigkeiten fÃ¼r ihr Leben vermitteln. Nicht nur im Sport, auch auÃŸerhalb des Sports in ihrem ganz normalen Leben, ihren sozialen Beziehungen. Deshalb investieren wir in den Ausbildungsbereich, das ist etwas Neues in der Olympischen Bewegung.</p>
<p>Wir betreiben Doping-AufklÃ¤rung, es geht um gesunde ErnÃ¤hrung, Gesundheitsvorsorge, Krankheitsvorsorge, Umweltschutz â€“ und natÃ¼rlich geht es um die olympischen Werte wie Respekt, Fairplay und die Einhaltung der Regeln.Â Sie bekommen jede Menge MÃ¶glichkeiten. Es geht darum, ihnen so viel wie mÃ¶glich fÃ¼r die Zeit nach der Sportkarriere mitzugeben.</p>
<p>Das wollen wir tun. Und wir glauben, dass wir moralisch dafÃ¼r verantwortlich sind. Wir mÃ¼ssen das tun. Die Olympische Bewegung kann sich nicht nur darauf beschrÃ¤nken, nur Sportereignisse zu organisieren. Wir glauben, dass Sport Bildung ist. Bildung sollten wir den jungen Menschen gerade in dieser Phase angedeihen lassen.â€œ</p>
<p><em>(flÃ¼chtig-schnell Ã¼bersetzt)</em></p></blockquote>
<p>Es ist interessant, wenn Rogge plÃ¶tzlich davon spricht, das IOC sei fÃ¼r Bildung und Erziehung verantwortlich. FÃ¼r Ethik und Fairplay. Ausgerechnet das IOC und sein System des olympischen Hochleistungssports, das bestÃ¤ndig fÃ¼r negative Schlagzeilen sorgt, um nur die Themenfelder Doping und Korruption zu nennen.</p>
<p>Man kann Rogges Ansatz als anmaÃŸend empfinden. Zumal das IOC in den vergangenen Jahren in kritischen Situationen â€“ ob in der Menschenrechtsfrage bei den Olympischen Spielen in Peking oder beim Dopingproblem â€“ stets darauf bestanden hat, nur fÃ¼r die jeweils sechzehn Tage (plus ErÃ¶ffnungsfeier) wÃ¤hrenden Olympischen Spiele in der Verantwortung zu stehen. Und eben nur fÃ¼r den Sport zustÃ¤ndig zu sein.</p>
<p>Rogge wird sich also selbst untreu. Andererseits: Sein Ansatz mit den Jugendspielen ist, wenn man es wohlwollend betrachtet, eine Art RÃ¼ckbesinnung auf den IOC-GrÃ¼nder Pierre de Coubertin. ZurÃ¼ck zu den Wurzeln.</p>
<p>Es fÃ¤llt auf, dass in den Tagen von Singapur viele IOC-Mitglieder so argumentieren. Als hÃ¤tten sie ein Skript auswendig gelernt. Und tatsÃ¤chlich gibt die IOC-Administration ja regelmÃ¤ÃŸig Argumentationshilfen fÃ¼r die Mitglieder auf. Das war vor zwei Jahren kurz vor den Spielen in Peking so, als sich die Antworten zur Frage der Menschenrechte doch sehr Ã¤hnelten. Und das ist jetzt nicht anders.</p>
<p>Joseph Blatter, PrÃ¤sident des FuÃŸball-Weltverbandes FIFA, <a title="Notizen von den Jugendspielen " href="http://www.jensweinreich.de/2010/08/13/notizen-von-den-jugendspielen/" target="_self">predigt ebenfalls die Verse</a> des Jacques Rogge.</p>
<blockquote><p>&#8220;Diese Jugendspiele sind sehr wichtig. Weil sie sind eben unter der Bezeichnung respect, education, bringing people together, also sozial-kulturelles Zusammenkommen. Und darum ist es auch fÃ¼r die FIFA sehr wichtig, dass wir hier sind, dass wir nicht mit den groÃŸen Mannschaften oder mit den groÃŸen Namen der Mannschaften gekommen sind, sondern dass wir die MÃ¶glichkeit geben auch den kleinen VerbÃ¤nden, dabei zu sein, und dass sie sich mischen mit der Jugend der Welt.</p>
<p>Das war ja auch der eigentliche olympische Gedanke von Pierre de Coubertin: Bringt die Jugend zusammen und lasst sie miteinander sprechen. Lasst sie spielen, aber nicht wichtig ist das Siegen, sondern wichtig ist das Mitmachen und Sich-Kennenlernen. Und das ist jetzt fÃ¼r die Jugend die Olympischen Spiele. Und darum haben wir auch beschlossen: Wir wollen diese bringen, die sonst nicht dabei sein kÃ¶nnen. Also fÃ¼r uns ist es sehr wichtig.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die Postulate sind das eine â€“ man kann sie in Singapur an der Wirklichkeit messen. Oder hier verfolgen:</p>
<ul>
<li>Die offizielle WebseiteÂ <a title="Singapore 2010" href="http://www.singapore2010.sg/public/sg2010/en.html" target="_blank">Singapore 2010</a></li>
<li>DieÂ <a title="Olympic.org" href="http://www.olympic.org/" target="_blank">IOC-Webseite</a> zum Thema</li>
<li>DieÂ <a title="ebook DOSB Singapur 2010" href="http://ebook-singapur.dosb.de/" target="_blank">MannschaftsbroschÃ¼re</a> des DOSB und dessenÂ <a title="DOSB, Singapur 2010" href="http://www.dosb.de/de/olympia/olympische-jugendspiele/" target="_blank">Singapur-Schwerpunkt</a></li>
<li>Der Youtube-KanalÂ <a title="Youtube Singapore 2010" href="http://www.youtube.com/user/singapore2010" target="_blank">Singapore 2010</a></li>
</ul>
<p><a title="Frischzellenkur fÃ¼r das Olympia-Business" href="http://www.jensweinreich.de/2010/08/11/frischzellenkur-fur-das-olympia-business/" target="_self">Die Spiele laufen</a>, sie wurden von StaatsprÃ¤sident Sellapan Ramanathan erÃ¶ffnet.Â Ein Video dazu kann natÃ¼rlich nicht mehr eingebettet werden, jedenfalls nicht die offizielle Zusammenfassung der ErÃ¶ffnungsfeier. Denn die ist rechtlich geschÃ¼tzt.</p>
<ul>
<li><a title="YOG News Access Rules" href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/08/YOG-News-Access-Rules-Singapore-2010.pdf" target="_blank">News Access Rules &#8211; Singapore 2010</a></li>
<li>Weil es zuletzt inÂ <a title="tag Blogging-Guidelines, Internet bei Olympia ... " href="http://www.jensweinreich.de/category/blogging-guidelines/" target="_self">Peking und Vancouver</a> immer mal diskutiert wurde und mitunter fÃ¼r Verwirrung gesorgt hat:Â <a title="IOC Social Media Blogging and Internet Guidelines for YOG" href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/08/IOC-Social-Media-Blogging-and-Internet-Guidelines-for-YOG-clean.pdf" target="_blank">IOC Social Media, Blogging and Internet Guidelines for persons accredited at the Youth Olympic Games</a></li>
</ul>
<p>Es gab eine groÃŸe Show in einem schwimmenden Stadion in traumhafter AtmosphÃ¤re, viel Pyrotechnik, ein Medley populÃ¤ren Liedguts aus mehreren Jahrzehnten. Kinder tanzten und lachten.</p>
<p>Die Macht der Bilder. So wirkt Olympia. Auch Rogge ist ein VerfÃ¼hrer. Man kann ihm vieles nachsagen, aber eines gewiss nicht: NaivitÃ¤t.</p>
<p>Irgendwann wurde ein Ã¼berdimensioniertes MÃ¤rchenbuch hereingefahren, dem ein junger Boxer entsprang, der gegen den Teufel ankÃ¤mpfte, mutig und fleiÃŸig blieb â€“ und schlieÃŸlich das BÃ¶se besiegte. StÃ¤ndig flimmerten Mangas Ã¼ber die GroÃŸbildschirme â€“ Bilder von Umweltkatastrophen, Kriegen und der ZerstÃ¶rung des Regenwaldes.</p>
<p>Gemeinsam lÃ¤sst sich eine bessere Welt erschaffen â€“ das ist die Botschaft. Garniert mit den olympischen Insignien. Den Ringen, der Fahne, der Hymne â€“ und dem olympischen Feuer, das bis zum 26. August in der Marina Bay brennt. Das â€žheilige Feuerâ€œ, wie die Kommentatorin auf dem IOC-Kanal formulierte.</p>
<blockquote><p>â€œSo the sacred flame from Olympia burns in the night-sky. A guiding light of inspiration for the next 12 days.â€œ</p></blockquote>
<p>Die olympische Marke, das olympische Portfolio wurde mit diesen Jugendspielen erweitert. DarÃ¼ber haben sich auf dem RÃ¼ckweg ins noble Ritz-Carlton-Hotel tatsÃ¤chlich einige Olympier unterhalten.</p>
<p>Darum geht es zunÃ¤chst einmal. Um die Marke. The Brand. Mit allen Risiken und Nebenwirkungen.</p>
<p>Es ist ein 300 Millionen Euro teueres Experiment &#8211; mit 3.600 Kindern und Jugendlichen aus aller Welt.</p>
<p>Jacques Rogge sagt:</p>
<blockquote><p>â€œIch hoffe, dass der Erziehungspart dieser Olympischen Spiele leichter wird als die Erziehung meiner eigenen Kinder.Â Aber er sei Optimist und glaube an das Konzept, das von allen AktionÃ¤ren Olympias entwickelt worden sei. Dazu zÃ¤hlen die 205 Nationalen Olympischen Komitees und die derzeit 26 olympischen SommersportverbÃ¤nde. Man habe sich alle MÃ¼he gegeben, sei sensitiv vorgegangen, werde aber sicher Fehler machen, schlieÃŸlich wÃ¼rden auch bei den groÃŸen Olympischen Spielen nach mehr als 110 Jahren noch Fehler gemacht.Â Doch der Geist seines, des olympischen Hauses sei: Aus Fehlern lernen und sich stets verbessern.â€œ</p>
<p><em>(flÃ¼chtig-schnell Ã¼bersetzt)</em></p></blockquote>
<p>Auch zwei deutsche Sportwissenschaftler haben in der Vorbereitung der Jugendspiele entscheidend mitgewirkt, in Arbeitsgruppen des IOC und der Organisatoren in Singapur: Gudrun Doll-Tepper aus Berlin und Helmut Digel aus TÃ¼bingen.Â Gudrun Doll-Tepper war lange Jahre PrÃ¤sidentin des <a title="ICSSPE" href="http://www.icsspe.org/" target="_blank">Weltrates fÃ¼r Sportwissenschaft</a> und ist seit 2006 VizeprÃ¤sidentin des Deutschen Sportbundes (DOSB). Sie sagt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Es geht nicht nur um den Sport allein, sondern es geht um den Sport in Verbindung mit etwas. Gesundheit. Bildung und so weiter. Und das denke ich, das ist sozusagen eine MÃ¶glichkeit, die da jetzt beschritten wird, da wird man sehen, ob das so funktioniert. Aber ich glaube, dass das zumindest den Versuch lohnt. Und ob man da jetzt in die letzten Ecken der Welt damit kommt, das wird man sehen. Aber die moderne Kommunikation, muss ich auch sagen, das beeindruckt mich schon sehr. Also die jungen Leute sind hier mÃ¤chtig in Verbindung, digital concierge und was es hier alles gibt. Das scheint die auch alle anzusprechen. Ich habe gestern mir noch einmal die RÃ¤ume angesehen, wo jungen Leuten, die nicht vertraut sind mit solchen Technologien, wo die da EinfÃ¼hrungen bekommen. Das finde ich toll. Das finde ich einfach etwas, wo Ã¼ber den Sport hinaus etwas transportiert wird.&#8221;</p></blockquote>
<p>IOC-PrÃ¤sident Rogge hat behauptet, er sei gegen einige olympischen Insignien bei den Jugendspielen gewesen. Doch gegen die Mehrheit im IOC habe er sich nicht durchsetzen kÃ¶nnen. â€žIch habe die groÃŸe Schlacht gewonnenâ€œ, hat Rogge gesagt, â€ždie Jugendspiele wurden eingefÃ¼hrt. Aber ich habe auf dem Weg nach Singapur viele kleine Gefechte verloren. Ich wollte keine Flaggen, Hymnen und Podien. Doch die Ã¼berwÃ¤ltigende Mehrheit der IOC-Mitglieder hat gesagt: Nein, nein, nein, es soll alles wie bei den traditionellen Spielen sein!â€œ</p>
<p>Nun gibt es Stimmen im IOC, die das Ganze etwas anders darstellen, was wenig schmeichelhaft fÃ¼r Rogge ist. Doch ganz davon abgesehen, ob er ein die Wahrheit beugt, bleibt doch der grundsÃ¤tzliche Konflikt: Es geht um Medaillen in Singapur â€“ und um Erziehung. In diesem Widerspruch bewegen sich die Jugendspiele.</p>
<blockquote><p>&#8220;Nee, ich sehe darin erstmal keinen Widerspruch, weil ich glaube, dass wir alle letzten Endes auch von Kompromissen leben. Manche Dinge mÃ¶chte man halt durchsetzen, und wenn man sie durchsetzt, wird man als autoritÃ¤r bezeichnet. Setzt man sie nicht durch, dann wird man als schwach bezeichnet. Das ist mir sehr vertraut. Ich glaube, dass das durchaus in Ordnung ist, dass man auch so etwas wie eine Premiere durchaus kritisch analysiert und dann seine Auswertung macht. Das werden sicher die Journalisten tun, aber das werden auch diejenigen tun, die wie ich hier jetzt unterwegs sind und mehr aus einer, ich sage jetzt mal pÃ¤dagogischen oder wissenschaftlichen Perspektive darauf schauen. Also ich bin hier jetzt nicht von irgendjemandem zum Beispiel eingekauft oder Ã¤hnliches, sondern es ist mir wirklich auch ein Anliegen, da rauszufinden, was funktioniert oder was funktioniert nicht, und warum ist das so. Und wie kann man daraus irgendwie seine Lehren ziehen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Helmut Digel, langjÃ¤hriger VizeprÃ¤sident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF und einst einer der Vordenker des deutschen Sports, versucht sich an der Antwort auf eine simple Frage:</p>
<p>Warum braucht die Welt Olympische Jugendspiele?</p>
<blockquote><p>â€œAlso wenn man Jacques Rogge fragt, ich glaube, er hat hier auf diese Frage eine ganz klare Antwort. Er sieht zwei groÃŸe Probleme. Das eine Problem das hat der Sport selbst. NÃ¤mlich dass er mit seinen Werten nicht mehr richtig umzugehen weiÃŸ, die er selbst propagiert. Und im Zentrum steht dabei der Dopingbetrug. Aber auch Korruption und die ausufernde Kommerzialisierung sind Probleme des Erwachsenensport, die zumindest den Erwachsenensport unter pÃ¤dagogischen Gesichtspunkten entschieden infrage stellen. Und er sieht die Gefahr, dass Eltern die Frage aufwerfen: Kann man seine Kinder in diesen Sport schicken, wenn er als Erwachsenensport diese Deformationen aufweist. Und deswegen glaubt er, dass er fÃ¼r dieses Problem selbst ein Zeichen setzen muss.</p>
<p>Das zweite Problem, das ist nicht weniger gravierend. Das ist ein gesellschaftliches Problem aller fortgeschrittenen Industriegesellschaften. Diese Kinder, die heute aufwachsen, sind einer Konsumwelt ausgesetzt, die dazu fÃ¼hrt, dass sie sich kaum noch bewegen. Er als Arzt sieht Adipositas als ein Problem, das zu bekÃ¤mpfen ist. Und er glaubt, dass der Sport dabei einen wichtigen Beitrag erbringen kÃ¶nnte. Und deswegen mÃ¶chte er mit diesen Olympischen Spielen gleichsam einen Erziehungsprozess in Gang setzen. Ich habe diesbezÃ¼glich meine Zweifel, denn Erziehung ist ein sehr schwieriges GeschÃ¤ft, und man kann nicht mit GroÃŸveranstaltungen Kinder erziehen. Eltern haben schon Probleme, Schulen haben schon Probleme, wenn sie heute Kinder und Jugendliche bilden wollen.â€œ</p></blockquote>
<p>Anderen Branchendenkern, wie etwa Eike Emrich, einst VizeprÃ¤sident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), fÃ¤llt es schwer, derlei GedankengÃ¤nge nachzuvollziehen. Auf seine Initiative hin hat der DLV vor drei Jahren, unmittelbar nach der Entscheidung des IOC fÃ¼r die Jugendspiele, <a title="German road races" href="http://www.germanroadraces.de/224-0-2452-dlv-denkt-ueber-boykott-nach-jugendspiele.html" target="_blank">einen Boykott angekÃ¼ndigt</a>.</p>
<p>Emrich erinnert sich:</p>
<blockquote><p>â€œAlso die vornehmlichen GrÃ¼nde fÃ¼r den DLV waren, dass wir befÃ¼rchtet haben, dass sich das sportliche WettrÃ¼sten in immer frÃ¼here Altersbereiche vorverlagert und dass es kÃ¼nftig, auch wenn es von der olympischen Idee erzÃ¤hlt, faktisch um Medaillen, Nationenvergleiche, Rekordergebnisse und Wettbewerbe unter Kindern und Jugendlichen geht. Und dass einige Nationen die Gelegenheit nutzen werden und in der Folge immer mehr eine Art kleine Olympische Spiele zu machen, in der sich alles sportliches Handeln an der Steigerung von Leistung ausrichtet.â€œ</p></blockquote>
<p>Ã„hnlich dachten zwei deutsche olympische Stars, als sie zum ersten Mal von den Jugendspielen gehÃ¶rt haben. Die zweifache Schwimm-Olympiasiegerin Britta Steffen &#8230;</p>
<blockquote><p>&#8220;Als ich noch nichts darÃ¼ber wusste, dachte ich: Oh Gott, jetzt fangen die auch noch damit an. Jetzt werden die jungen Leute verheizt. Hauptsache zu den Olympischen Spielen fahren! Da ist Ã¼berhaupt kein langfristiger Leistungsaufbau mehr denkbar. Da war ich total negativ eingestellt.&#8221;</p></blockquote>
<p>&#8230;Â und die viermalige Ruder-Olympiasiegerin Kathrin Boron:</p>
<blockquote><p>â€œVor den richtigen Olympischen Spielen heiÃŸt es immer, wir wollen dort Deutschland vertreten und die Zeit auch genieÃŸen. Aber letzten Endes gucken doch alle auf den Medaillenspiegel. Und der Athlet ist derjenige, der zwischen Baum und Borke steht. Wenn es sich dann hinstellt und sagt: Ich will doch hier nur dabei sein, ist es auch nicht die richtige Aussage. Wobei man bei den Jugendspielen das Drumherum bedenken muss. Und da wird ja auch sehr viel gemacht fÃ¼r die Athleten.&#8221;</p></blockquote>
<p>DOSB-PrÃ¤sident Thomas Bach hat in Singapur die Losung ausgegeben, die Nationenwertung sei uninteressant.</p>
<blockquote><p>&#8220;Beides ist gleich wichtig. Die sportliche Leistung, das ist das, was die Athleten auch bringen wollen. Aber genauso wichtig sind die inhaltlichen Fragen, sind, dass sie dort sich international verstÃ¤ndigen, dass sie Freundschaften schlieÃŸen, dass sie fremde Kulturen kennenlernen, dass sie andere Sportarten kennenlernen. Sie wollen beides. Und das ist, glaube ich, eine gesunde Mischung. Medaillenspiegel? Der interessiert uns wirklich nicht.&#8221;</p></blockquote>
<p>Andererseits: Der DOSB hat Ulf Tippelt zum Chef de Mission gemacht. Und der Sachse ist keinesfalls Bildungs-Referent beim DOSB, sondern Leistungssportdirektor. Er sagt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Das Spannende liegt darin, dass halt wirklich die besten Sportler, die wir in Deutschland in den Sportarten haben, hier am Start sind, andererseits aber dieser Wettkampf in der Regel nicht der JahreshÃ¶hepunkt gewesen ist. Das sind in der Regel die Junioren-Weltmeisterschaften oder die Junioren-Europameisterschaften gewesen. Andererseits die Athleten hier aber ein Umfeld vorfinden, das dem Olympischer Spiele gleicht, was die InternationalitÃ¤t betrifft, was das Olympische Dorf betrifft, was die Ablenkung betrifft. Ich persÃ¶nlich bin der Meinung, auch fÃ¼r den leistungssportlichen Werdegang eines Athleten ist das eine hervorragende Erfahrung. Eben wirklich mal einen anderen Wettkampf zu erleben, als man ihn normalerweise immer hat. Da muss man sich drauf einstellen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Medaillenvorgaben habe es nie gegeben, erklÃ¤rt Tippelt. Obwohl einige VerbÃ¤nde im Vertrauen von recht fordernden Anrufen aus der DOSB-Zentrale berichtet haben.</p>
<blockquote><p>&#8220;Das kann ich mir nicht vorstellen. Es kann Anrufe gegeben haben fÃ¼r die Planung, auch unter anderem fÃ¼r den PrÃ¤sidenten oder unsere EhrengÃ¤ste, wo man gefragt hat: Na, wo rechnet ihr euch was aus? Das kann ich mir vorstellen, das ist wohl auch so gewesen. Aber wir haben um Gottes Willen nicht angerufen und in dem Sinne Leistungsdruck oder Erfolgsdruck auf die VerbÃ¤nde ausgeÃ¼bt.</p>
<p>Wir haben natÃ¼rlich bei VerbÃ¤nden nachgefragt, habt ihr Leute in der Weltspitze, die also in der Weltspitze vorn dran sind, wo man dann sagt, das sind Sportarten, wo mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine Finalteilnahme ist. Denn weil, wenn unsere EhrengÃ¤ste oder auch der PrÃ¤sident zum Wettkampf gehen, dann wÃ¤re es natÃ¼rlich schade, wenn dort gerade kein Deutscher mit teilnimmt und im Finale ist.&#8221;</p></blockquote>
<p>Inzwischen hat Britta Steffen umgedacht. Sie sei informiert worden â€“ und sehe das inzwischen etwas anders, sagt sie.</p>
<blockquote><p>&#8220;Dieser ganzheitliche Ansatz: Es geht eben nicht nur um die Goldmedaille. Das ist nicht die ErfÃ¼llung von allem. Und wenn wirklich schon vom KÃ¶rperlichen her weit entwickelt bist und eben nur in der Jugend die MÃ¶glichkeit hast, sportlichen Erfolg zu haben, dann ist das deine Plattform. WÃ¤hrend die anderen Richtung groÃŸe Olympische Spiele streben, eben da ihren Vorteil sehen. Also so ist irgendwie alles abgedeckt, wenn man das positiv sieht. Aber man kann natÃ¼rlich auch sagen: Ist alles blÃ¶d. Das bringt es so mit sich, dass die Medaille immer zwei Seiten hat.&#8221;</p></blockquote>
<p>Und von einem Boykott der Jugendspiele durch den DLV ist schon lange keine Rede mehr. NatÃ¼rlich nehmen deutsche Leichtathleten in Singapur teil. Warum nun doch,Â Eike Emrich?</p>
<blockquote><p>â€œDas ist eine Mischung von allem gewesen, nehme ich an. Und natÃ¼rlich auch das Versprechen des IOC, daraus eine Art Feier der Olympischen Idee zu machen. VÃ¶lkerverstÃ¤ndigung, nationenÃ¼bergreifende Wettbewerbe und so weiter. Wer sich aber die Wirklichkeit anschaut, sieht, dass zwischen olympischer Idee und Betrieb ja schon heute enorme KlÃ¼fte bestehen. Und das wird bei den Jugendspielen genau so werden. Das war sozusagen Gewissensberuhigung. Aber die werden sich in die gleiche Richtung bewegen. Nur wird man hier versuchen, die Jugend der Welt frÃ¼her an die Olympischen Spiele zu binden. Denn das Interesse der Jugend an diesem Ereignis hatte deutlich abgenommen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die sinkenden TV-Quoten waren ein wichtiger Grund fÃ¼r die EinfÃ¼rhung der Jugendspiele, Ã¼ber den Jacques Rogge heute nur ungern spricht. Denn die olympische Kundschaft drohte zu vergreisen.</p>
<p>Die Einschaltquoten der Fernsehstationen von den Olympischen Spielen waren alarmierend. Im Vergleich zu Barcelona (1992) oder Atlanta (1996) lagen die Quoten 2004 in Athen in der Kernsportart Leichtathletik unter juvenilen Zuschauern um bis zu 50 Prozent niedriger. Die Jugend interessierte sich kaum noch fÃ¼r die Spiele, und in vielen der 35 olympischen Sportarten, die ohnehin weltweit kaum jemand kennt (etwa Gewichtheben, Rodeln, Bobfahren, Ringen, Moderner FÃ¼nfkampf), blieb der Nachwuchs aus.</p>
<p>Im Kern wurde das Programm vor mehr als 100 Jahren vom IOC-GrÃ¼nder Baron de Coubertin geformt. Das IOC hat auf neue Entwicklungen und Trendsportarten selten Ã¼berzeugende Antworten gegeben â€“ auch weil sich die VerbÃ¤nde <a title="tag: Olympisches Programm" href="http://www.jensweinreich.de/category/olympisches-programm/" target="_self">kollektiv dagegen stemmten und sich gegenseitig ihren olympischen Status sicherten</a>. FÃ¼r die <a title=".. die PrÃ¤sidenten der olympischen WeltverbÃ¤nde" href="http://www.jensweinreich.de/2009/07/24/julio-maglione-und-die-prasidenten-der-olympischen-weltverbande/" target="_self">meisten SportverbÃ¤nde</a> sind die <a title="Lust und Frust: olympische TV-Milliarden" href="http://www.jensweinreich.de/2008/12/09/lust-und-frust-olympische-tv-milliarden/" target="_self">Ãœberweisungen des IOC aus den olympischen Marketingeinnahmen</a> Ã¼berlebenswichtig.</p>
<p>Bei den Winterspielen gelangen einige Reformen, etwa mit der EinfÃ¼hrung von Snowboard oder zuletzt Skicross. Bei den Sommerspielen aber, wo das Programm viel dichter ist, hat man im Grunde versagt. Darauf hat <a title="Olympias Milliardenmann: Dick Ebersol" href="http://www.jensweinreich.de/2009/03/30/dick-ebersol-olympias-milliardenmann/" target="_self">Dick Ebersol, Sportchef von NBC Universal</a>, zuletzt etwa bei SportAccord 2009 in Denver energisch hingewiesen &#8211; und damals auch gesagt, das IOC riskiere und teste mit den Jugendspielen nicht genug. Rogge hat die Botschaft verstanden.</p>
<p>Die Jugendspiele sollen nun viele Probleme lÃ¶sen. Sie sollen die Kids zum Sporttreiben animieren, sie sollen den SportverbÃ¤nden Nachwuchs generieren, sollen Olympia hip und attraktiv machen und neue Kundschaft heranwachsen lassen â€“ fÃ¼r VerbÃ¤nde, Fernsehanstalten und Sponsoren: Die Finanziers des Olympiakonzerns verstanden als erste, wie wichtig Rogges Projekt ist.</p>
<p>Rogge hat das IOC finanziell hervorragend aufgestellt. Die RÃ¼cklagen steigen kontinuierlich. Da blieben einige Dutzend Millionen fÃ¼r die Promotion der Jugendspiele Ã¼brig, die einher geht mit groÃŸ angelegten AktivitÃ¤ten im Bereich Social Media. Youtube, Facebook, Twitter, Flickr: Hier finden die Jugendspiele statt. Es ist nicht immer professionell, was das IOC dort macht, aber wirkungsvoll, denn die Zugriffszahlen steigen rasant. Und die TV-Quoten stiegen zuletzt auch, was unter anderem daran liegt, das mit China ein neuer Markt mit sehr jungen Zuschauern erschlossen wurde.</p>
<p>Heute stellt Rogge die Lage so dar, als hÃ¤tte es nie ein Problem gegeben. Das ist natÃ¼rlich ein bisschen geflunkert.</p>
<blockquote><p>â€œDie Zahlen sind gut, besonders die Quoten im Bereich der 12- bis 24-jÃ¤hrigen Fernsehzuschauer. Das war bei den Winterspielen Vancouver so â€“ und davor auch in Peking. Wir stehen gut da, besonders seit wir das olympische Programm verÃ¤ndert haben. Die neuen Disziplinen â€“ wie Snowboard, BMX oder Mountainbike â€“ haben viele junge Zuschauer gefunden.</p>
<p>Wir werden diesen Weg weiter gehen. Man muss investieren, auch wenn die Zahlen gut sind und einen zufrieden stellen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Womit Rogge kurz vor den ersten Jugendspielen weitere Ã„nderungen im olympischen Programm ankÃ¼ndigte. Erstmals sprach er so klar aus, dass die Jugendspiele letztlich auch ein Testwettbewerb fÃ¼r die groÃŸen Spiele sind.</p>
<blockquote><p>â€œIch denke, da wird es viele Dinge geben, die wir von den Jugendspielen fÃ¼r die traditionellen Olympischen Spiele Ã¼bernehmen werden. Es ist vielleicht noch etwas zu frÃ¼h, darÃ¼ber zu reden. Aber zum Beispiel die Frage, neue Disziplinen oder neue Formate zu entwickeln. Das sollten wir, wenn es erfolgreich ist, auf die traditionellen Spiele anwenden.&#8221;</p></blockquote>
<ul>
<li>Seine Haltung hat er kÃ¼rzlich in einem Interview mit der Zeitung Der Tagesspiegel einmal mehr dargelegt: <a title="zeit.de" href="http://www.zeit.de/sport/2010-07/rogge-olympia-jugendspiele?page=all" target="_blank">&#8220;Die Olympischen Jugendspiele sollen den Sport verÃ¤ndern&#8221;</a></li>
</ul>
<p>Man darf davon ausgehen, dass die Programmreform, mit der er mehrfach schwer scheiterte, Rogges letztes groÃŸes Ziel als IOC-PrÃ¤sident ist, bevor er 2013 nach zwÃ¶lf Jahren Amtszeit satzungsgemÃ¤ÃŸ abtritt.</p>
<p>Helmut Digel glaubt allerdings nicht, dass das einfach wird.</p>
<blockquote><p>â€œAlso ich glaube, dass diese Idee, dass man die Olympischen Jugendspiele benutzen kÃ¶nnte als Erprobungsspiele, als Spielwiese fÃ¼r die internationalen VerbÃ¤nde, dass diese Idee von den VerbÃ¤nden nicht aufgegriffen wird. Aber auch die VerbÃ¤nde, die beispielsweise drei gegen drei Basketball spielen bei den Jugendlichen, die werden ihre Variante bei den Erwachsenen nicht aufrechterhalten. Oder ihre entsprechende Beachvolleyballvariante wird der Volleyballverband beibehalten. Er wird nicht eine neue Beachvolleyballvariante hinzufÃ¼gen.</p>
<p>Das Problem ist, wie die Athleten diese WettkÃ¤mpfe ausfÃ¼hren, wer im Hintergrund diese Athleten beeinflusst, welche Umwelt der Sport aufgebaut hat, ja welche dubiose Welt im Sport existiert mittlerweile, das ist das Problem. Insofern glaube ich, ist es ein vÃ¶llig falscher Ansatz, dass man nun glaubt, man mÃ¼sste den Jugendlichen ihre Trendsportarten anbieten, dann kÃ¶nnte man die Jugendlichen schon fÃ¼r sich gewinnen. Warum die Jugend sich teilweise vom Sport abgewendet hat, das sind ganz andere GrÃ¼nde. Die Sportarten, die attraktiv fÃ¼r die Jugendlichen gestaltet worden, haben nach wie vor ihre Jugendlichen binden kÃ¶nnen. Aber sie werden immer nur eine begrenzte Anzahl von Jugendlichen an sich binden. Und das ist auch gut so. Jugendliche haben unterschiedliche Interessen. Die einen wollen Musik machen. Die anderen interessieren sich fÃ¼r Politik. Und es gibt auch Jugendliche, die sich fÃ¼r Leistungssport interessieren. Darin sehe ich nicht das Problem. Das Problem ist, wie der Sport insgesamt auftritt, wie er sich selbst prÃ¤sentiert und inszeniert, und wie er sich vor allem vervielfÃ¤ltigt, wie er immer umfangreicher, gleichsam imperialistischer wird bezogen auf sein Auftreten. Und hier hÃ¤tten diese Spiele durchaus ihre Funktion, wenn man ein Gegenmodell im Sinne der Bescheidenheit und im Sinne der Nichtkommerzialisierung hÃ¤tte setzen kann. Aber da habe ich eben meine Zweifel.</p>
<p>Die ErÃ¶ffnungsfeier war wahrlich spektakulÃ¤r. Die Gefahr besteht nun, dass der nÃ¤chste Ausrichter diese ErÃ¶ffnungsfeier Ã¼berbieten mÃ¶chte. Und dann befinden wir uns wieder im gleichen Zirkel, den man schon bei den anderen Spielen hat beobachten kÃ¶nnen, dass das Problem des Steigerungsimperativs â€“ eben hÃ¶her, schneller, weiter â€“ eben der allgemeine Imperativ wird fÃ¼r alles, was den Sport betrifft. Und darin hat er offensichtlich ein Steuerungsproblem. Er kann aus sich selbst heraus keine Stoppregeln mehr formulieren, sondern er ist in einem stÃ¤ndigen Steigerungsprozess. Und das ist vor allem geprÃ¤gt durch das Geld, denn es geht im Wesentlichen um die Steigerung der Einnahmen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Trotz allem sieht Digel Rogge mit den Jugendspielen auf einem richtigen Weg.</p>
<blockquote><p>â€œAber was Jacques Rogge mit diesen Jugendspielen sicher erreicht, dass ist, dass er symbolisch in der Welt des Sports ein Zeichen setzt. Es kommt nicht von ungefÃ¤hr, dass die meisten ihn kritisieren, dass sie eigentlich gar nicht engagiert mitarbeiten wollen bei diesen Olympischen Jugendspielen. Auch wenn sie einstimmig abgestimmt haben, das ist typisch fÃ¼r den Weltsport, so gibt es doch intern eine groÃŸe Opposition. Nach wie vor glauben viele FachverbÃ¤nde, man braucht diese WettkÃ¤mpfe nicht. Und das kreative Element, das sich Jacques Rogge von diesen Spielen versprochen hatte, das haben bisher nur einige VerbÃ¤nde erfÃ¼llt. Aber immerhin, er hat auch mit der ErÃ¶ffnungsfeier, mit den Botschaften, zunÃ¤chst einmal ganz andere Zeichen den VerbÃ¤nden, den FunktionÃ¤ren, und das ist wichtig, den FunktionÃ¤ren, die in diesen VerbÃ¤nden Verantwortung Ã¼bernommen haben, gesetzt. Und er hat damit so etwas wie eine Gegenwelt konstruiert. Ob die sich auf Dauer halten lÃ¤sst, und ob er damit am Ende sogar Strukturen beeinflusst, das muss man aus der Sicht von heute bezweifeln.&#8221;</p></blockquote>
<p>GrÃ¶ÃŸte Zweifel an Idee und Umsetzung der Jugendspiele hatte der Kanadier Richard Pound, einer der wichtigsten und einflussreichsten IOC-Mitglieder der vergangenen Jahrzehnte. Pound hat sich mit seiner offenen Art und dem Kampf gegen Doping und Korruption keine Freunde gemacht im IOC. Aber er bleibt sich treu &#8211; und <a title="Der Jugend nah - und doch so fern ..." href="http://www.jensweinreich.de/2010/08/16/dick-pound-bleibt-den-jugendspielen-fern/" target="_self">so bleibt er, der einzige Kritiker der Olympischen Jugendspiele, diesem Mini-Olympia fern</a>. Richard Pound zieht einen Familienurlaub vor und kommt nicht nach Singapur, wo bis Ende August fast alle IOC-Mitglieder erwartet werden.</p>
<p>Es wÃ¤re heuchlerisch, es wÃ¤re verlogen, bei einer Veranstaltung zu erscheinen, die er so vehement kritisiert hatte und von der er immer noch nicht Ã¼berzeugt ist, teilt Pound mit.</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich werde nicht noch mehr Geld des IOC fÃ¼r eine teure Reise zu etwas ausgeben, an das ich nicht glaube!&#8221;</p></blockquote>
<p>Pounds Fernbleiben ist natÃ¼rlich auch eine Ohrfeige fÃ¼r Rogge. Pound dagegen hat das Konzept schon 2007 auf der IOC-Session in Guatemala in Frage gestellt. Rogge redet unentwegt davon, ein weltweites Bildungs- und Erziehungsprogramm anzubieten. Pound hÃ¤lt entgegen, das IOC erreiche mit den Jugendspielen nicht viel mehr als jene Jugendlichen, die ohnehin schon Sport treiben, also nur eine Elite von vielleicht zwei Prozent. Und Pound hat seine Ãœberzeugung deutlich gemacht, dass er das Dopingproblem durch diese Jugendspiele weiter in die unteren Altersklassen verlagert sieht.</p>
<p>Eike Emrich hat grÃ¶ssten Respekt vor der Entscheidung von Pound. Und er weiÃŸ, dass fast alle hohen SportfunktionÃ¤re anders denken:</p>
<blockquote><p>&#8220;Man ist dort, wird gefeiert, begegnet sich gegenseitig. Also man entkoppelt Denken, Reden und Randeln, und das ganze noch damit garniert, dass es angeblich um die olympische Idee geht. Die betrieblichen Entgleisungen muss man sich ja nicht direkt anschauen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Walther TrÃ¶ger dagegen, IOC-Ehrenmitglied und langjÃ¤hriger Kollege von Pound, meint, es wÃ¤re besser gewesen, Pound hÃ¤tte sich die Jugendspiele angesehen, um dann seine Kritik fundierter vorzubringen.</p>
<blockquote><p>&#8220;Das akzeptiere ich auch. Ich bin mit Dick Pound befreundet, seit vielen Jahren, seit den Spielen in Montreal haben wir eine enge Beziehung. Ich habe hÃ¤ufig mit ihm diskutiert, war oft auf seiner Linie, nicht immer, muss ich sagen. Aber ich habe fÃ¼r eine solche Haltung durchaus VerstÃ¤ndnis. Nun muss man auch sehen: Ihm sind auch nicht alle FrÃ¼chte gereift, die er gerne geerntet hÃ¤tte. Das spielt vielleicht eine Rolle. Aber er ist sehr sachkundig. Er diskutiert zur Sache und er entscheidet zur Sache. Und wenn er der Meinung ist, nein zu sagen und dabei zu bleiben, dann akzeptiere ich das.&#8221;</p></blockquote>
<p>Helmut Digel gehÃ¶rt zu jenen, die zwar kritisieren, aber dann doch stets dabei sind und, wie hier, im Ritz-Carlton logieren. Er war Mitglied des Vorbereitungskomitees und gehÃ¶rt jetzt zu den so genannten Observern, die ihre eigenen Vorbereitungen observen. Ãœber seine Wende vom Kritiker zum Gestalter spricht er u.a. in diesem DLF-Interview mit Astrid Rawohl:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/08/15/dlf_20100815_1925_d9721d06.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Und gleich noch ein Interview, mit Ingo Weiss, Chef der Deutschen Sportjugend und PrÃ¤sident des Deutschen Basketball-Bundes:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/08/15/dlf_20100815_1920_19d8368a.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Als gewesener Kritiker und unbequemer Geist hat Digel natÃ¼rlich VerstÃ¤ndnis fÃ¼r Pounds Entscheidung:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich kann ihn verstehen. Ich respektiere auch seine Haltung. Er war fÃ¼r mich in allem ein engagierter und konstruktiver Kritiker. Wenn es um die GefÃ¤hrdung des Hochleistungssports geht, hat er immer die Probleme beim Namen genannt. Pound ist nicht beliebt in der olympischen Familie. Er hat mehr Gegner als Freunde. Aber die meisten wissen auch, dass ohne Pound heute die Situation des IOC weit gefÃ¤hrlicher wÃ¤re. Denn er hat immerhin fÃ¼r die WADA Beispielhaftes geleistet. Und er hat den Antidopingkampf salonfÃ¤hig gemacht, auch gegenÃ¼ber der Politik. Und wenn er kritische ZusammenhÃ¤nge sieht, ich denke, damit muss auch Jacques Rogge leben, dass er solche Kritiker hat.&#8221;</p></blockquote>
<p>Leicht fÃ¤llt es ihm nicht.</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2010/08/17/hoher-schlauer-junger/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a><br />
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		<title>&#8220;Wem gehÃ¶rt der Sport? Journalismus, TV-Rechte und die Kontrolle der Bilder im Zeitalter von Twitter&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 09:30:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[VANCOUVER. Ich habe gestern im Beitrag &#8220;Vancouver 2010: die ersten Olympischen Social-Media-Spiele&#8221; gefragt, ob ich nicht einen Text von RenÃ© Martens aus der Zeitschrift Funkkorrespondenz verÃ¶ffentlichen kÃ¶nne, der mir sehr wichtig scheint. Dieter Anschlag, Chefredakteur der Funkkorrespondenz, reagierte schnell und stellt den Beitrag zur VerfÃ¼gung. Vielen Dank. Martens liefert fÃ¼r meine Begriffe einen ziemlich guten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>VANCOUVER. Ich habe gestern im Beitrag &#8220;<a title="Vancouver 2010: die ersten Olympischen Social-Media-Spiele" href="http://jensweinreich.de/2010/02/08/vancouver-2010-die-ersten-social-media-spiele/" target="_self">Vancouver 2010: die ersten Olympischen Social-Media-Spiele</a>&#8221; gefragt, ob ich nicht einen Text von RenÃ© Martens aus der Zeitschrift <a title="www.funkkorrespondenz.de" href="http://funkkorrespondenz.kim-info.de/" target="_blank">Funkkorrespondenz</a> verÃ¶ffentlichen kÃ¶nne, der mir sehr wichtig scheint. Dieter Anschlag, Chefredakteur der Funkkorrespondenz, reagierte schnell und stellt den Beitrag zur VerfÃ¼gung. Vielen Dank.</p>
<p>Martens liefert fÃ¼r meine Begriffe einen ziemlich guten Ãœberblick zum Thema, habe das bisher nirgendwo sonst so ausfÃ¼hrlich und vielschichtig gelesen. Manches scheint schon wieder Ã¼berholt, was im Twitter-Zeitalter nicht verwundert, anderes lieÃŸe sich in der Diskussion ausbauen und ergÃ¤nzen. Ich habe den Beitrag mit Gewinn gelesen. <em>(Verlinkungen muss ich mir aus ZeitgrÃ¼nden leider diesmal sparen, sorry.)</em></p>
<p><strong>Wem gehÃ¶rt der Sport?</strong></p>
<p><em>Journalismus, TV-Rechte und die Kontrolle der Bilder im Zeitalter von Twitter</em></p>
<p><strong>von RenÃ© Martens</strong></p>
<p>Man darf ihn durchaus als wegweisend bezeichnen, den Vortrag, den David Schlesinger, Chefredakteur von Reuters News, im Juni dieses Jahres vor der Pressekommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hielt. â€žRethinking rights, accreditation, and journalism itself in the age of twitterâ€œ, lautete der Titel. Ãœbertragungsrechte, Akkreditierungsregelungen und der Journalismus selbst mÃ¼ssten also im Zeitalter von Twitter komplett Ã¼berdacht werden. Bemerkenswert ist die Forderung nicht zuletzt deshalb, weil sie ein renommierter Vertreter der alten Medienwelt formuliert hat. Neben dem in seiner Ãœberschrift erwÃ¤hnten Mikroblogging-Service Twitter, der Nutzern auf 140 Zeichen beschrÃ¤nkte Mitteilungen ermÃ¶glicht, ging Schlesinger auch auf das soziale Netzwerk Facebook ein. Beide Dienste spielen in dieser Diskussion eine zentrale Rolle, weil sie es jedem Journalisten und jedem Stadionbesucher erlauben, zwar nicht live, aber nur geringfÃ¼gig zeitversetzt von einem Sportereignis zu berichten, ohne dafÃ¼r einen nennenswerten Aufwand betreiben zu mÃ¼ssen.</p>
<p><span id="more-6622"></span>Bisher, erlÃ¤uterte Schlesinger, hÃ¤tten Akkreditierungen fÃ¼r Sportereignisse stets die formalen Grenzen der Berichterstattung festgelegt. Um dafÃ¼r ein Beispiel aus Deutschland zu nennen: In den Akkreditierungsbestimmungen der Deutschen FuÃŸball-Liga (DFL) findet sich der Passus, es gelte â€žinsbesondere zu beachten, dass eine Akkreditierung als Print- oder HÃ¶rfunk- oder Internet-Journalist nicht dazu berechtigt, â€™Spielbilderâ€˜ im Sinne der DurchfÃ¼hrungsbestimmungen zu erstellen. Die Mitnahme des entsprechenden technischen GerÃ¤ts (bspw. Foto- oder Videokamera) kann vom jeweiligen Heimverein verwehrt werden.â€œ Zu den Spielbildern gehÃ¶rten â€žalle visuellen oder audiovisuellen Aufnahmenâ€œ. Die â€žNichteinhaltungâ€œ dieser â€žVorgabenâ€œ kÃ¶nne â€žden sofortigen Entzug der Akkreditierung zur Folgeâ€œ haben. â€žWeitere Schritteâ€œ behÃ¤lt die Liga sich vor.</p>
<p><strong>Schneller als Nachrichtenagenturen</strong></p>
<p>Solche Unterscheidungen scheinen hinfÃ¤llig geworden zu sein, und zwar aus mindestens zwei GrÃ¼nden: Die meisten Journalisten fÃ¼hren im Stadion ein Mobiltelefon mit sich, das auch als Foto- oder Videokamera dienen kann â€“ die implizite Drohung, dass Mitarbeiter eines Vereins ihnen dieses GerÃ¤t abnehmen kÃ¶nnten, ist schlichtweg wirklichkeitsfremd. Zweitens ist es fraglich, ob es weiterhin sinnvoll ist, die journalistischen TÃ¤tigkeiten noch so strikt zu unterscheiden wie es beispielsweise die DFL tut. Mit Hilfe eines Handys oder anderer mobiler EndgerÃ¤te kann jeder Journalist bei Facebook oder Twitter Informationen einstellen, entweder auf den entsprechenden Seiten, die seine Zeitung oder sein Sender dort eingerichtet haben, oder auf seinen eigenen. Im einfachsten Fall kann er diese Dienste fÃ¼r einen Live-Ticker nutzen. DarÃ¼ber hinaus kann er Fotos und â€“ sofern es sich um ein besonders leistungsfÃ¤higes Handymodell handelt â€“ auch bewegte Bilder im Internet platzieren. Nicht zuletzt sind ganz gewÃ¶hnliche Stadionbesucher in der Lage, all dies auch zu tun, wobei ihnen beispielsweise die Twitter-Zusatzdienste twitpic.com (fÃ¼r Fotos) und twaud.io (fÃ¼r radioÃ¤hnliche BeitrÃ¤ge) von Nutzen sind. Mit anderen Worten: Jedermann im Stadion kann entfernt zeitungs-, radio- oder fernsehverwandte KurzbeitrÃ¤ge produzieren, unabhÃ¤ngig davon, in welchem journalistischen Genre er eigentlich tÃ¤tig ist beziehungsweise ob er Ã¼berhaupt als Journalist arbeitet. All dies reicht zwar bei weitem nicht aus, um die klassische Berichterstattung in diesen Bereichen zu ersetzen, aber es kann sie zumindest ergÃ¤nzen.</p>
<p>Derzeit produziert vermutlich nur eine Minderheit solche Inhalte. Doch bei den nÃ¤chsten Olympischen Sommerspielen, die in zweieinhalb Jahren in London stattfinden, werde das ganz anders sein, sagt David Schlesinger. Er rechnet mit einer schwer zu Ã¼berschauenden Zahl von Videos, die mit Mobiltelefonen produziert und â€žinnerhalb weniger Minutenâ€œ auf Seiten wie YouTube hochgeladen werden. AuÃŸerdem sei es wahrscheinlich, dass Twitterer bei der Ãœbermittlung von Ergebnissen schneller sein wÃ¼rden als Nachrichtenagenturen. Und weil die Nachrichten von Twitter-Nutzern â€žmit Hilfe von SchlÃ¼sselbegriffen gesucht werden kÃ¶nnenâ€œ, sei jeder Internet-Nutzer in der Lage, aus aggregierten EintrÃ¤gen und hochgeladenem Bildmaterial der Zuschauer einen Beitrag zusammenzustellen.</p>
<p>Damit, so Schlesinger, ergebe sich fÃ¼r eine Nachrichtenagentur wie seine und auch fÃ¼r die klassischen Rechteinhaber eine vÃ¶llig neue Situation. Der einzige Weg, darauf zu reagieren, sei, â€ždas Neue zu umarmenâ€œ. Dieses Bild benutzte vier Monate spÃ¤ter auch ein weiterer vom Internationalen Olympischen Komitee geladener Experte. Das IOC kÃ¶nne sich vor der â€ždigitalen Revolution nicht versteckenâ€œ, vielmehr mÃ¼sse der olympische Sport sie â€žumarmenâ€œ, wenn er â€ždas jÃ¼ngere Publikumâ€œ nicht verlieren wolle, sagte Sir Martin Sorrell, der Vorstandsvorsitzende der internationalen Werbeagenturen-Holding WWP beim 13. Olympischen Kongress des IOC in Kopenhagen.</p>
<p><strong>Die Ausweitung des Pressebegriffs</strong></p>
<p>Dass nicht alle Olympia-FunktionÃ¤re die RatschlÃ¤ge ihrer Gastredner verstehen, bekam kurz nach dem Kongress in der dÃ¤nischen Hauptstadt der australische Amateurfotograf Richard Giles zu spÃ¼ren. In seiner Mailbox fand er einen Brief von Howard M. Stupp vor, der beim IOC als â€žDirector of Legal Affairsâ€œ amtiert. Der Grund des Schreibens: Giles hatte Bilder, die er im August 2008 als normaler zahlender Zuschauer wÃ¤hrend der Olympischen Spiele in Peking unter anderem bei der Leichtathletik, beim Boxen und beim Basketball gemacht hatte, auf der Fotoplattform flickr hochgeladen. Weil Bilder der Spiele sowie die Olympischen Ringe, die Embleme und die Maskottchen der Veranstaltung nicht ohne â€žschriftliche Genehmigungâ€œ genutzt werden dÃ¼rften, forderte das IOC den Amateurfotografen auf, seine Bilder sofort zu entfernen. Nachdem sich Giles entschlossen hatte, den Brief Ã¶ffentlich zu machen, ernteten die SportfunktionÃ¤re allerdings massiven Protest, weshalb man sich mit dem Fotografen schlieÃŸlich auf einen Kompromiss einigte.</p>
<p>Die Causa ist entfernt vergleichbar mit einem Fall, Ã¼ber den in Deutschland eine kleine Gruppe von Journalisten, SportfunktionÃ¤ren und nicht zuletzt Juristen seit FrÃ¼hjahr 2008 diskutiert. Es geht um die â€žHartplatzheldenâ€œ, eine Plattform, auf der AnhÃ¤nger des Amateur- und JugendfuÃŸballs kurze Videos mit spektakulÃ¤ren Szenen aus den unteren Ligen hochladen. Oft stammt dieser sogenannte User Generated Content von Freunden oder Eltern der Freizeitkicker. Dem WÃ¼rttembergischen FuÃŸballverband (WFV) missfÃ¤llt allerdings, was da medial geschieht. Er klagt gegen die Hartplatzhelden, weil auf deren Website auch Videos von Spielen aus dem Hoheitsgebiet des Verbandes zu sehen waren. Der WFV bekam bisher zweimal Recht, zuletzt im MÃ¤rz dieses Jahres vor dem Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart. Aber die Betreiber der Videoplattform haben sich entschieden, beim Bundesgerichtshof (BHG) Revision einzulegen. Die Beteiligten rechnen damit, dass der BGH im Lauf des kommenden Jahres, mÃ¶glicherweise aber auch erst 2011 eine Entscheidung fÃ¤llt.</p>
<p>Das Urteil des Stuttgarter Oberlandesgerichts zeige, dass â€žeine Ausweitung des Pressebegriffs faktisch lÃ¤ngst stattgefunden hat, aber noch nicht politisch und rechtlichâ€œ, sagt Oliver Fritsch, einer der Betreiber der Plattform. UnabhÃ¤ngig davon, ob man den BÃ¼rgerjournalismus, dem die Hartplatzhelden ein Forum bieten, nun generell fÃ¼r eine groÃŸe Chance hÃ¤lt oder eher fÃ¼r Ã¼berbewertet: In den Diskussionen darÃ¼ber ist bisher untergegangen, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen fÃ¼r diese neue Art der Berichterstattung Ã¼berhaupt noch nicht geklÃ¤rt sind. Es gibt zwar wesentliche Unterschiede zu dem Vorgehen des IOC gegen den Fotografen: Denn flickr, das zum Suchmaschinenkonzern Yahoo gehÃ¶rt, verdient Geld mit seiner Plattform, wÃ¤hrend die der Hartplatzhelden fÃ¼r die Betreiber bisher ein ZuschussgeschÃ¤ft sind (auch wenn sich das langfristig Ã¤ndern soll). AuÃŸerdem geht es im ersten Fall um Spitzen- und im zweiten um Breitensport.</p>
<p>Aber beide FÃ¤lle werfen Ã¤hnliche Fragen auf: KÃ¶nnen Veranstalter Einfluss nehmen auf die Verbreitung von privaten Aufnahmen, an denen sie keine Rechte haben? KÃ¶nnen sie auf diese Weise kontrollieren, welche Bilder in Umlauf kommen? Ist es nicht kontraproduktiv, gegen diese Art mittelbarer Werbung vorzugehen? Nicht zuletzt: MÃ¼ssen die klassischen Medien nicht befÃ¼rchten, dass aus Regelungen, die gegen kleine Online-Anbieter gefunden werden, restriktive MaÃŸnahmen gegen die althergebrachte Berichterstattung abgeleitet werden?</p>
<p><strong>Videoaufnahmen: Nachgeahmte Wirklichkeit?</strong></p>
<p>Zum VerhÃ¤ngnis ist den Helden des Hartplatzes bisher das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) geworden. Ein FuÃŸballspiel sei â€žeine nachahmungsfÃ¤hige Leistungâ€œ im Sinne des Paragrafen 4 UWG, sagt das Oberlandesgericht Stuttgart in seinem Urteil (Az.: 2 U 47/08). JÃ¼rgen Kalwa schreibt dazu in seinem Blog â€žAmerican Arenaâ€œ, â€žder eigentliche Skandal, der leider untergeht, wenn man den anhÃ¤ngigen Streit nur als Auseinandersetzung zwischen den Hartplatzhelden und dem WFV definiertâ€œ, sei das â€žKonstrukt, wonach Videoaufnahmen, die die Wirklichkeit abbildenâ€œ, eine â€žNachahmungâ€œ seien. Auf dieses â€žKonstruktâ€œ muss man tatsÃ¤chlich erst einmal kommen.</p>
<p>Das Recht an Videos von Privatleuten begrÃ¼nden die WÃ¼rttemberger FuÃŸballfunktionÃ¤re vor allem mit ihrer Rolle als Mitveranstalter. Ohne die organisatorischen Vorleistungen des Verbandes â€“ Spielplangestaltung, Ausbildung und Bereitstellung der Schiedsrichter â€“ sei ein Spielbetrieb gar nicht mÃ¶glich. Von derartigen organisatorischen Vorleistungen profitieren letztlich aber sÃ¤mtliche Medien, die Ã¼ber Sport beziehungsweise Ã¼ber Veranstaltungen allgemein berichten. Die Auffassung, dass sich daraus Exklusivrechte an Bewegtbildern ableiten lassen, war bis zu den Entscheidungen Ã¼ber die AmateurfuÃŸballvideos allerdings nicht verbreitet. â€žOb auch einige klassische Medien demselben Interesse dienen wie die umstrittene Internet-Plattform und sich schon lange groÃŸer Beliebtheit erfreuten, ist fÃ¼r die Rechtsbeziehungen der Parteien zueinander nicht von Belangâ€œ, Ã¤uÃŸert das Stuttgarter Gericht dazu lapidar.</p>
<p>Die Entscheidung erscheint umso abwegiger, weil die Hartplatzhelden-Clips nicht einmal ansatzweise etwas gemein haben mit der â€žumfassenden Fernseh- oder HÃ¶rfunkberichterstattung, aus der sich die rechtlichen Diskussionen in Rechtsprechung und Literatur ergebenâ€œ, wie ihr Anwalt Fabian Reinholz argumentiert. Denn wer auf der Hartplatzhelden-Seite das Geschehen in einer Bezirksliga seiner Wahl verfolgen will, wird dort keine entsprechenden Informationen finden, sondern lediglich unkommentierte spektakulÃ¤re Szenen, die im besten Fall wenig Aufschluss zulassen Ã¼ber den Rest eines Spiels und grundsÃ¤tzlich gar keinen Ã¼ber die Lage der Liga â€“ anders als bei den im Ãœbrigen professionell produzierten Web-TV-Berichten Ã¼ber Partien aus dem Bereich des WFV, die auf den Online-Plattformen diverser regionaler Tageszeitungen (etwa â€žBacknanger Kreiszeitungâ€œ, â€žNÃ¼rtinger Zeitungâ€œ und â€žPforzheimer Zeitungâ€œ) zu finden sind.</p>
<p>FÃ¼r die Richter jedoch ist Bewegtbild gleich Bewegtbild â€“ unabhÃ¤ngig vom Inhalt. Diese Interpretation drÃ¤ngt sich auch bei deren EinschÃ¤tzung auf, dass unentgeltliche â€žÃœbertragungen oder Berichterstattungenâ€œ insbesondere im Fernsehen einem Veranstalter â€žauch im Amateurbereichâ€œ einen â€žTeil der wirtschaftlichen Verwertung seiner Leistungâ€œ nÃ¤hmen und dass â€ždie Internet-Berichterstattung in diesem Bezug nicht anders beurteilt werdenâ€œ kÃ¶nne. Immerhin rÃ¤umte das Oberlandesgericht Stuttgart ein, dass diese Sache von â€žgrundsÃ¤tzlicher Bedeutungâ€œ sei. Unter anderem, weil die Entscheidungen, die man fÃ¼r das Urteil in Sachen Hartplatzhelden heranzog, â€žteils noch das alte UWG voraussetzten und durchweg zum Profisport ergangen sindâ€œ, sei die Revision zulÃ¤ssig, schreiben die OLG-Richter in ihrem Urteil. Eine von ihnen mehrfach zitierte Entscheidung, in der Rechtsliteratur unter dem Schlagwort â€žVortragsabendâ€œ bekannt, stammt aus dem Jahr 1963; seinerzeit gab der BGH einem Kabarettveranstalter Recht. Sogar aus dem Jahr 1958 stammt die Entscheidung in der sogenannten â€žBoxprogrammhefteâ€œ-Sache, die dis Stuttgarter Richter zur Definition des Veranstalterbegriffs heranzogen.</p>
<p><strong>Die RandstÃ¤ndigkeit des AmateurfuÃŸballs</strong></p>
<p>Dank des bisherigen Erfolgs des WFV haben andere VerbÃ¤nde Oberwasser bekommen, wie einige VorfÃ¤lle aus der jÃ¼ngeren Vergangenheit illustrieren. Kurz nach dem OLG-Urteil untersagte der FuÃŸball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) Vereinen, die direkt mit den Hartplatzhelden kooperieren wollten, eine solche Zusammenarbeit. Im Sommer bat der Hessische FuÃŸballverband (HFV) den Verein VfL Philippstal, Videos mit Spielszenen, die Klubmitglieder bei YouTube hochgeladen hatten, â€žzeitnahâ€œ zu lÃ¶schen.</p>
<p>Absurd ist an dem Vorgehen der VerbÃ¤nde, dass die AmateurfuÃŸballvereine solche Art von Berichterstattung eigentlich dringend benÃ¶tigen. Die Zuschauerzahlen sind generell rÃ¼cklÃ¤ufig, und als existenzgefÃ¤hrdend empfindet man vielerorts die seit Anfang der Saison 2009/10 in der 1. und 2. FuÃŸball-Bundesliga geltenden AnstoÃŸzeiten. Durch die Schaffung dreier neuer Spieltermine â€“ sonnabends um 13.00 und sonntags um 13.30 Uhr in der 2. Liga sowie sonntags um 15.30 Uhr in der 1. Liga â€“ hofft die DFL die AttraktivitÃ¤t der beiden obersten Spielklassen fÃ¼r das Pay-TV zu erhÃ¶hen, weil der Abonnent nunmehr eine noch grÃ¶ÃŸere Zahl von Live-Spielen zu unterschiedlichen Zeiten zur Auswahl hat.</p>
<p>Die neuen AnstoÃŸzeiten konkurrieren aber mit den Terminen im Amateur- und JugendfuÃŸball. Das spielt eine Rolle, weil die Zuschauer der â€žkleinenâ€œ Vereine gleichzeitig immer auch Fans eines Profivereins sind, den sie sich im Stadion oder im Fernsehen anschauen wollen, oder weil die Freizeitkicker selbst mit einem groÃŸen Verein sympathisieren und fÃ¼r dessen Heimspiele Dauerkarten besitzen. Der Deutsche FuÃŸball-Bund (DFB), der â€“ zumindest auf dem Papier â€“ die Interessen der Amateurvereine vertritt, hat diesen Regelungen zugestimmt, und insofern ist es fÃ¼r viele Klubs unverstÃ¤ndlich, dass einige LandesverbÃ¤nde die Lage der Amateurklubs noch zusÃ¤tzlich verschlechtern, indem sie versuchen, die Verbreitung potenziell werbetrÃ¤chtiger Spielszenen zu verhindern.</p>
<p>Obwohl es in der Hartplatzhelden-Causa und bei den FolgefÃ¤llen um grundsÃ¤tzliche Fragen geht, hat das Verhalten der VerbÃ¤nde bisher nur in kleinerem Rahmen Protest hervorgerufen. Das dÃ¼rfte auf die RandstÃ¤ndigkeit des AmateurfuÃŸballs zurÃ¼ckzufÃ¼hren sein. Sollte beispielsweise die DFL im groÃŸen Stil gegen Bilder von BÃ¼rgerjournalisten vorgehen oder fÃ¼r Stadionbesucher, die ihr Mobiltelefon entsprechend einzusetzen gedenken, Sanktionen ankÃ¼ndigen, fielen die Reaktionen womÃ¶glich heftiger aus. Die DFL wird sich so etwas aus Image-GrÃ¼nden daher gewiss reiflich Ã¼berlegen. In den USA beispielsweise hat die South Eastern Conference, eine College-Football-Organisation, entsprechende Verbote fÃ¼r Fans nach kurzer Zeit wieder zurÃ¼cknehmen mÃ¼ssen.</p>
<p><strong>Der Schutz der klassischen Rechteinhaber</strong></p>
<p>US-amerikanische Sportorganisationen sind es auch, die sich bisher am ausfÃ¼hrlichsten zur Twitter- und Facebook-Nutzung von Athleten geÃ¤uÃŸert haben. Die Profisportligen National Basketball Association (NBA) und National Football League (NFL) etwa haben harte Regelungen fÃ¼r die Aktiven verabschiedet. Ende September verschickte die NBA ein Memo an alle Teams, dem zufolge 45 Minuten vor und nach dem Spiel keine Mobiltelefone und andere KommunikationsgerÃ¤te genutzt werden dÃ¼rften. Mit solchen Regeln will man offensichtlich die klassischen Rechteinhaber schÃ¼tzen. Ein nach dem Spiel gefÃ¼hrtes Interview kÃ¶nnte, so die BefÃ¼rchtung, an Bedeutung verlieren, wenn ein Sportler bereits vorher getwittert hat, wie er seine Leistung oder die der Mannschaft einschÃ¤tzt. Das spricht aber nicht dafÃ¼r, den Sportlern das Twittern zu untersagen, einmal ganz abgesehen davon, dass sich â€“ wenn es hart auf hart kÃ¤me â€“ in einem zivilisierten Land wohl kein Richter fÃ¤nde, der die entsprechende Absicht eines Vereines, eines Verbandes oder einer Liga gutheiÃŸen wÃ¼rde. Vielmehr sollte die Tatsache, dass Sportler Twitter nutzen, fÃ¼r die Fernsehsender ein Ansporn sein, eine hintergrÃ¼ndige Nachberichterstattung auf die Beine zu stellen, die Ã¼ber banale Interviews weit hinaus geht.</p>
<p>Athleten bietet Twitter die MÃ¶glichkeit, die traditionellen Medien, die ihnen oft genug auf die Nerven gehen, links liegen zu lassen und sich direkt an die eigenen Fans zu wenden. Den Klubs gefÃ¤llt es in der Regel gar nicht, dass ihre Angestellten jetzt die MÃ¶glichkeit haben, eigene Ansichten auf schnellem, kaum zu kontrollierendem Weg zu verbreiten. Die Reaktion der Vereinsmanager auf die verÃ¤nderten VerhÃ¤ltnisse beschrÃ¤nkt sich im Wesentlichen darauf, gegen allzu informationswillige und meinungsfreudige Sportler Sanktionen zu verhÃ¤ngen. In den USA und GroÃŸbritannien gibt es bereits zahlreiche FÃ¤lle dieser Art. Ein FuÃŸballer des britischen Premier-League-Klubs Hull City wurde zum Beispiel gezwungen, sich fÃ¼r einen Ã¤uÃŸerst banalen Tweet zu entschuldigen. Die Kurznachricht enthielt die Information, dass ihn sein Trainer fÃ¼r ein Spiel kurzfristig nicht nominiert hatte, weil er zu spÃ¤t zum Treffpunkt erschienen war.</p>
<p>Die Vereine liefen Gefahr, an AutoritÃ¤t einzubÃ¼ÃŸen, wenn sie nicht in die direkte Kommunikation mit den Fans einstiegen, schreibt das britische FuÃŸballmagazin â€žWhen Saturday Comesâ€œ in seiner Dezember-Ausgabe. â€žEinfach dieselbe alte Propagana verbreiten, wÃ¤hrend Spieler und Fans die wahren Themen diskutierenâ€œ, sei wenig hilfreich. Es werde fÃ¼r die Profis zusehends leichter, aus den â€žKetten auszubrechen, die ihnen die Klubs in den vergangenen Jahren angelegt habenâ€œ, so das Monatsblatt weiter. Das bezieht sich darauf, dass ProfifuÃŸballer in ihrer freien MeinungsÃ¤uÃŸerung in der Regel stark eingeschrÃ¤nkt sind. So ist es in Deutschland Ã¼blich, dass Spieler der 1. und 2. FuÃŸball-Bundesliga ihre eigenen Interviews von der Pressestelle des Vereins autorisieren lassen mÃ¼ssen â€“ als wÃ¼ssten die Mitarbeiter besser, was die Spieler in dem GesprÃ¤ch gesagt haben. Beim FC Bayern MÃ¼nchen ist diese Verpflichtung sogar in den ArbeitsvertrÃ¤gen verankert â€“ ein kurioses Detail, das kÃ¼rzlich in der Ã–ffentlichkeit bekannt wurde, nachdem Bayern-Nationalspieler Philipp Lahm der â€žSÃ¼ddeutschen Zeitungâ€œ ein Interview gegeben hatte, das er selbst autorisiert hatte.</p>
<p>Durch Twitter sind aber nicht nur Sportler in eine neue Position gelangt, auch im VerhÃ¤ltnis zwischen Medienunternehmen und deren Mitarbeitern sind VerÃ¤nderungen zu beobachten. Die US-amerikanische Sportsendergruppe ESPN hat eigens Richtlinien erlassen, in denen beschrieben ist, wie die Mitarbeiter den Mikroblogging-Dienst nutzen dÃ¼rfen. Im Kern besagen die Regeln, dass die eigenen Journalisten nur mehr oder weniger Privates twittern dÃ¼rfen, jedenfalls nichts, was sich auf Sport bezieht. Offenbar befÃ¼rchtet man bei ESPN allen Ernstes, dass die offizielle Berichterstattung des Hauses Schaden nÃ¤hme, wenn Mitarbeiter in Echtzeit persÃ¶nliche EindrÃ¼cke zu Sportereignissen in Kurzmitteilungen verbreiteten. Eigentlich sollten die Hierarchen in der Lage sein zu begreifen, dass letztere erstere gut ergÃ¤nzen kÃ¶nnen.</p>
<p><strong>Die Demokratisierung der Publikationsmittel</strong></p>
<p>Die Kernfrage, mit der es sich auseinanderzusetzen gilt, und zwar â€žnicht juristisch, sondern kulturell und politischâ€œ, hat Erik Hauth im April 2008 in seinem Blog â€žRingfahndungâ€œ formuliert: Sind durch die â€žDemokratisierung der Publikationsmittelâ€œ, die das Internet und das Web 2.0 mit sich gebracht haben, â€žWerkzeuge freier MeinungsÃ¤uÃŸerungâ€œ entstanden oder mÃ¼sste deren Nutzung â€žlizenzpflichtig seinâ€œ?</p>
<p>Wenn man beispielsweise ein FuÃŸballspiel â€žals eine kollektive kulturelle Handlung, eine soziale Veranstaltung begreift, zu deren Teilnahme mich eine Eintrittskarte berechtigt, wer darf mir dann verwehren, von meinem Platz aus per Telefon meine Meinung zu verbreiten? Als Privatmann, ohne kommerzielle Interessen und von jedem journalistischen Anspruch befreit, kann ich einem kommerziellen Verwerter gar nicht schadenâ€œ, schreibt Hauth. Es handle sich um â€žeine Bereicherung, die im Wesen nichts mit einer medialen Verwertung des Produktes FuÃŸball zu tun hatâ€œ. Zusammengefasst lautet die Frage: Wem gehÃ¶rt der Sport? Offensichtlich ist, dass VerbÃ¤nde, Vereine und Ligen auf verlorenem Posten stehen, wenn sie, von einer Kontrollmanie getrieben, auf ihrer Haltung beharren, er gehÃ¶re quasi ihnen. Oder, um den Sachverhalt mit einer rhetorischen Frage von Reuters-Chef Schlesinger an seine ZuhÃ¶rer bei der IOC-Pressekommission zu verbildlichen: â€žKÃ¶nnen Sie sich vorstellen, dass bewaffnete SicherheitskrÃ¤fte versuchen, jedes Telefon jedes Zuschauers zu konfiszieren?â€œ</p>
<p>Offensichtlich ist auch, dass die herkÃ¶mmlichen Medien die neuen Plattformen und Netzwerke wie etwa Twitter oder Facebook in viel stÃ¤rkerem MaÃŸ als bisher selbst fÃ¼r ihre Live-Berichterstattung von Sportereignissen nutzen mÃ¼ssen. Warum sollte man hier den Zuschauern das Feld Ã¼berlassen? DarÃ¼ber hinaus muss sich die herkÃ¶mmliche Berichterstattung verÃ¤ndern. Eine Maxime, die aus David Schlesingers Ratschlag, die eigene Arbeit komplett zu Ã¼berdenken, folgen kÃ¶nnte, lautet: Zu wiederholen, was Ã¼ber Twitter und Facebook bereits in die Welt gelangt ist, ist wenig sinnvoll. Vielmehr gilt es, Inhalte zu produzieren, die sich auf diesen KanÃ¤len nicht umsetzen lassen.</p>
<p><em>Quelle: Funkkorrespondenz 50/09 vom 11. Dezember 2009</em></p>
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		<title>Vancouver 2010: die ersten Olympischen Social-Media-Spiele</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 13:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[VANCOUVER. Wie versprochen, noch einige Zeilen zu den IOC-Blogger-Richtlinien fÃ¼r Olympia-Akkreditierte. Je lÃ¤nger ich darÃ¼ber nachdenke, desto skandalÃ¶ser finde ich es. Glaube auch nicht, dass diese Restriktionen aufrechtzuerhalten sind im digitalen Zeitalter, wo alle Grenzen verschwimmen und jeder zum Publisher wird. Werde sicher in den kommenden Tagen einige Male drauf eingehen und zumindest einige Aspekte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>VANCOUVER. Wie versprochen, noch einige Zeilen zu den <a title="IOC-Blogger-Richtlinien fÃ¼r Olympiateilnehmer" href="http://jensweinreich.de/2010/02/07/die-ioc-blogger-richtlinien-fur-olympiateilnehmer/" target="_self">IOC-Blogger-Richtlinien fÃ¼r Olympia-Akkreditierte</a>. Je lÃ¤nger ich darÃ¼ber nachdenke, desto skandalÃ¶ser finde ich es. Glaube auch nicht, dass diese Restriktionen aufrechtzuerhalten sind im digitalen Zeitalter, wo alle Grenzen verschwimmen und jeder zum Publisher wird. Werde sicher in den kommenden Tagen einige Male drauf eingehen und zumindest einige Aspekte der hochkomplexen Thematik anreiÃŸen. In der Vorbereitung auf diesen Beitrag habe ich einen langen Artikel von <a title="RenÃ© Martens" href="http://renemartens.posterous.com/" target="_blank">RenÃ© Martens</a> in der Funkkorrespondenz vom Dezember 2009 gelesen (&#8220;Wem gehÃ¶rt der Sport?&#8221;). Der Artikel ist nicht frei verfÃ¼gbar. WÃ¼rde das liebend gern als Gastbeitrag verÃ¶ffentlichen und/oder mindestens auf das Original verlinken, just in case, RenÃ© Martens liest mit &#8230;</p>
<p>Nun aber mein aktuelles Geschichtlein:</p>
<p>Die Dienstmeldung von Lindsey Vonn kam Ã¼berraschend. Die weltbeste alpine Skirennfahrerin teilte auf <a title="Twitter, Lindsey Vonn" href="http://twitter.com/lindseyvonn" target="_blank">Twitter</a> und <a title="FB, Lindsey Vonn" href="http://m.facebook.com/LindseyVonnUSA?rd7a3dfbf&amp;v=feed&amp;story_fbid=285754899727&amp;fp=1&amp;refid=0#comments_285754899727" target="_blank">Facebook</a> mit:</p>
<blockquote><p>Hey Everyone, because of the Olympic rules (blackout period) I will not be able to post any updates from now until march 3rd. Sorry, it bums me out too! Even though I won&#8217;t be able to write to you I can still get your messages so keep them coming! :) xoxo Lv</p></blockquote>
<p>Es wird hier jetzt eine Weile ruhig. GemÃ¤ÃŸ den olympischen Richtlinien darf ich mich bis Anfang MÃ¤rz nicht melden. Die Nachricht verbreitete sich Ende vergangener Woche in Windeseile. 25.000 bestÃ¤tigte Fans hat Vonn auf Facebook, dem mit bald 400 Millionen Nutzern grÃ¶ÃŸten Online-Netzwerk der Welt. 35.000 Menschen folgen ihren Kurznachrichten auf Twitter. Vonn ist bei den Winterspielen in Vancouver eine Hauptrolle zugedacht. Gerade posierte sie auf dem Olympia-Cover von Sports Illustrated. Und nun das.</p>
<p>Das IOC verbietet Lindsey Vonn zu bloggen? Im Nu war das Thema ganz groÃŸ in den herkÃ¶mmlichen Medien. Kaum eine amerikanische Zeitung, kaum ein Internetportal, kaum eine TV-Station, die nicht berichtete.</p>
<p>Das Problem war nur: Lindsey Vonn hatte die â€žIOC Blogging Guidelinesâ€œ nicht gelesen und sich aufs HÃ¶rensagen verlassen. Vom amerikanischen Olympiakomitee USOC und vom IOC wurde sie umgehend aufgeklÃ¤rt. StandesgemÃ¤ÃŸ via Twitter.</p>
<p>â€žLindsey Vonn dachte, sie dÃ¼rfe wÃ¤hrend der Spiele nichts postenâ€œ, sagte mir IOC-Kommunikationsdirektor Mark Adams. â€žDas stimmt nicht. Wir haben sofort getwittert und ihr die Regeln geschickt. Ich rÃ¤ume ein, dass die Regeln vielleicht etwas schwer zu verstehen sind. Es ist nun mal eine neue Ã„ra. Es ist schwer, die Regeln den rasanten Entwicklungen im Bereich Social Media anzupassen.â€œ</p>
<p>Das IOC hat die 13 Regeln fÃ¼r Vancouver im September 2009 verÃ¶ffentlicht. Die â€žBlogging Guidelinesâ€œ (<a title="Blogging-Guidelines Englisch" href="http://jensweinreich.de/2010/02/03/vancouver-1-die-ruhe-vor-dem-sturm-und-die-ioc-blogger-richtlinien/" target="_self">englische Version</a>, <a title="Blogging-Guidelines Deutsch" href="http://jensweinreich.de/2010/02/07/die-ioc-blogger-richtlinien-fur-olympiateilnehmer/" target="_self">deutsche Version</a>) gelten fÃ¼r alle Olympia-Akkreditierte â€“ mit Ausnahme von Journalisten. Deren Arbeit ist durch Artikel 49 der Olympischen Charta geschÃ¼tzt, sagt das IOC.</p>
<blockquote><p><strong>49 Â Media Coverage of the Olympic Games</strong></p>
<p>1. The IOC takes all necessary steps in order to ensure the fullest coverage by the different media and the widest possible audience in the world for the Olympic Games.</p>
<p>2. All decisions concerning the coverage of the Olympic Games by the media rest within the competence of the IOC.</p>
<p><em>Bye-law to Rule 49</em></p>
<p>1. It is an objective of the Olympic Movement that, through its contents, the media coverage of the Olympic Games should spread and promote the principles and values of Olympism.</p>
<p>2. The IOC Executive Board establishes all technical regulations and requirements regarding media coverage of the Olympic Games in an IOC Media Guide, which forms an integral part of the Host City Contract. The contents of the IOC Media Guide, and all other instructions of the IOC Executive Board, are binding for any and all persons involved in media coverage of the Olympic Games.</p>
<p>3. Only those persons accredited as media may act as journalists, reporters or in any other media capacity. Under no circumstances, throughout the duration of the Olympic Games, may any athlete, coach, official, press attachÃ© or any other accredited participant act as a journalist or in any other media capacity.</p></blockquote>
<p><span id="more-6605"></span>Sportler also dÃ¼rfen wÃ¤hrend der Spiele nicht journalistisch arbeiten, lediglich persÃ¶nliche Aufzeichnungen verÃ¶ffentlichen, ob nun in einem Blog oder in diversen Netzwerken. Sie dÃ¼rfen nur Tagebuch fÃ¼hren und sollen sich auf ihre Erlebnisse beschrÃ¤nken, nicht aber Ã¼ber Konkurrenten schreiben, schon gar keine olympischen Betriebsgeheimnisse verraten. So steht es in den Richtlinien. Die Regeln wurden im Vergleich zu den Sommerspielen 2008 in Peking verschÃ¤rft: Sportler dÃ¼rfen auf ihren Webseiten und Blogs keine Olympischen Ringe und auch nicht das Logo der Vancouver-Spiele benutzen. Zu einigen anderen Ã„nderungen hat sich <a title="Athletenbloggen in Vancouver ..." href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2009/05/15/screensport-am-freitag-athletenbloggen-in-vancouver-2010/" target="_blank">Dogfood schon vor Monaten geÃ¤uÃŸert</a>.</p>
<p>Angeblich stehen bei den Spielen und fÃ¼r das IOC doch immer die Sportler im Mittelpunkt. Die aber haben kein privates Recht an olympischen Symbolen. Die Exklusivrechte der Sponsoren und TV-Stationen mÃ¼ssen gewahrt werden. Nur so kÃ¶nnen jene Milliarden generiert werden, â€ždie letztlich allen Sportlern und VerbÃ¤nden zugute kommenâ€œ, argumentiert Mark Adams. â€žNatÃ¼rlich dÃ¼rfen Sportler bloggen. Wir ermuntern sie sogar dazu. Sie sollen twittern und Facebook nutzen.â€œ Irritationen, wie sie nicht nur Lindsey Vonn offenbarte, will das IOC am Dienstag beim Treffen mit allen Delegationsleitern (Chef de Mission) ausrÃ¤umen. Der DOSB, traditionell fest mit dem IOC verschweiÃŸt, meldet bislang keine ProblemfÃ¤lle, wohl aber viele Fragen und Unklarheiten.</p>
<p>Die KomplexitÃ¤t der neuen Medienwirklichkeit, die Revolution auf dem Kommunikationssektor lÃ¤sst sich nicht in dreizehn Regeln fassen. Mark Adams spricht von Grauzonen, in die man sich vortaste. Das BemÃ¼hen ist dem IOC nicht abzusprechen. Man hat schnell gelernt, ist in den groÃŸen Netzwerken aktiv, seit einem Monat auch auf Facebook, wo das IOC am Sonntag 770.000 Fans hatte, und 20 Stunden spÃ¤ter, in dieser Sekunde, schon 826.000.</p>
<p>Bis Freitag, zur ErÃ¶ffnung der Winterspiele, rechnet Adams mit einer Million.</p>
<blockquote><p>â€žUnd das in vier Wochen! PhÃ¤nomenal! Und auf Facebook wird viel aktiver kommuniziert als auf unserer Webseite.â€œ</p></blockquote>
<p>Sich dieser Dynamik anzupassen, â€žfÃ¤llt jedem Apparat schwer, auch dem IOCâ€œ, sagt Adams. â€žDa drauÃŸen sind viele Menschen, die Ã¼ber uns reden. Ich sage, wir sollten zumindest versuchen, mit unseren Fans und auch mit unseren Kritikern zu diskutieren. Sich nicht zu beteiligen, ist keine Option. Denn die Diskussion findet sonst ohne uns statt.â€?</p>
<p>(Das nehme ich ihm natÃ¼rlich nicht ab, und das weiÃŸ er auch. Ich erinnere nur kurz an die unsÃ¤glichen Aktionen beim Olympischen Kongress in Kopenhagen oder daran, dass er nicht erlaubt, die SekretÃ¤rin der Ethik-Kommission zu interviewen. Viele andere Beispiele lieÃŸen sich nennen. Aber das ist nur ein Einschub, der an dieser Stelle nicht entscheidend ist, den ich mir bloÃŸ nicht verkneifen konnte. Wie so ein Tanker wie das IOC auf die Herausforderungen reagiert, zÃ¤hlt fÃ¼r mich zu den interessantesten Sportthemen des Jahres. Ich sage nur: Youth Olympic Games in Singapur.)</p>
<p>Das IOC hat inzwischen mit Alex Huot einen â€žSocial Media Managerâ€œ benannt. Eigentlich brÃ¤uchte es einige Dutzend Angestellte in diesem Bereich. Doch Unter PrÃ¤sident Jacques Rogge ist Sparsamkeit befohlen. Wenngleich das Thema Neue Medien ganz oben auf der Agenda steht.</p>
<p>Aus Sicht des IOC waren die Sommerspiele <strong>2004 in Athen die ersten richtigen Internetspiele</strong>, weil Dank Breitbandverbindungen erstmals groÃŸflÃ¤chig Online-Ãœbertragungen mÃ¶glich waren. Die Sommerspiele <strong>2008 in Peking werden als erste digitale Spiele</strong> gefÃ¼hrt und haben den Mythos ausgelÃ¶scht, dass die Online-Medien angeblich den TV-Anstalten das GeschÃ¤ft vermiesen. Nein, die GeschÃ¤ftsfelder profitieren voneinander, schreiben IOC-Medienmanager in ihrer Peking-Auswertung. Ãœber die vielen neuen KanÃ¤le erreicht der Olympiakonzern endlich wieder eine jÃ¼ngere Zielgruppe, wie interne Analysen und eine Studie der Firma â€žSponsorship Intelligenceâ€œ beweisen.</p>
<p>â€ž<strong>In Vancouver erleben wir nun die ersten Social-Media-Spiele</strong>â€œ, sagt Direktor Adams. <strong>2012 will das IOC in London in diesem Bereich richtig Geld verdienen</strong>, um drohende Mindereinnahmen aus dem herkÃ¶mmlichen TV-GeschÃ¤ft auszugleichen.</p>
<p>Ein Auszug aus den IOC-Unterlagen:</p>
<blockquote><p>London 2012 is certainly expected to set an example in terms of proven &amp; profitable commercial model being reached on digital media broadcast of the Olympic Games spectacle. With ongoing efforts of our partners and ourselves, we expect to embrace more digital media and user participation centric exploitations. These initiatives, to include exploitation of our valuable Olympic Games Archives and social networking platforms, should help develop a presence outside Games-time as well paving the way for reaching out to new audience.</p></blockquote>
<p>Und noch eine Passage, auch wenn ich Gefahr laufe, abzuschweifen:</p>
<blockquote><p>The Digital Revolution encompasses various tools &amp; devices, evolving technology and consumption patterns. Through its various mediums and range of mechanisms of delivery of content whether in data or video format, it enables full exploitation of an Olympic Games broadcast. This means that each moment of an Olympic Games, be it part of ceremonies or sporting action, is guaranteed to be available to the public. It surpasses barriers of famous vs small sports, qualification or final round of events.</p>
<p>Each produced moment is thus guaranteed to be ready for consumption and hence rising opportunities of monetization of this vast and spectacular content that we have to offer in form of the Olympic Games. Digital Media, in particularly the Internet, thus enables all of the content produced (5000 hours for Summer and 1000 hours for Winter Games produced by OBS alone) be broadcast live over multi-streams simultaneously or in VOD, while TV could only show 10% of the whole Games on average.</p>
<p>New content delivery methods across different platforms and mediums, (e.g. Internet including broadband or IPTV, mobile etc.) and growing consumption trends also enhance the number of potential clients interested in Olympic Games broadcast rights, including the telecom firms and Internet Service Providers (ISPs). This increase in interest, of exploiting these rights, is expected to enhance value of these rights and in return the revenue streams of the Olympic Movement.</p>
<p>More than one method of delivery and consumption through Digital Media platforms mean that now we can talk about real interactive user experience of the Olympic Games. It empowers users to view the content on their own terms based on platform, device, time, location and with whole of produced content on offer, they can watch the sport of their choice. Latest technology developments, including ongoing analogue switch-off and others as observed in Beijing, to a certain extent, also enable merger of data and video, resulting in more user centric activation and features like user generated content (UGC), text commentary, trivias, bios, forums, surveys, etc.</p>
<p>All these features extend for taking this enhanced user-experience to outside the Games-time through dissemination of over 35â€™000 hours of archival video content as well as over 600â€™000 images as well as activation through communities based on pillars of Olympic Games in form of the athletes, volunteers, collectors and spectators.</p>
<p>Although we strongly believe that the benefits outnumber the threats, the Digital Revolution comes with a few challenges.</p></blockquote>
<p>PrÃ¤sident Rogge sagte unlÃ¤ngst: Die digitalen Medien seien â€ždie beste Erfindung seit der Erfindung des Fernsehensâ€œ.</p>
<p>Zumindest in diesem Punkt wird Lindsey Vonn nicht widersprechen. Auch wenn sie sich auf Twitter korrigieren musste:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6609" title="Twitter, Lindsey Vonn" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/vonn2.jpg" alt="" width="511" height="162" /></p>
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		<title>Die IOC-Blogger-Richtlinien fÃ¼r Olympiateilnehmer</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/02/07/die-ioc-blogger-richtlinien-fur-olympiateilnehmer/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 12:31:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[VANCOUVER. Die Frage, wie Sportler sich wÃ¤hrend der Olympischen Winterspiele im Bereich Social Media Ã¤uÃŸern dÃ¼rfen, ob es ihnen vielleicht gar verboten ist, Blogs zu betreiben etc. pp., hat nun doch fÃ¼r einige Verwirrung gesorgt. Nicht in Deutschland, aber in den USA, nachdem ausgerechnetÂ Lindsey Vonn der Meinung war, nicht bloggen zu dÃ¼rfen. (Cover:Â SI.com) Ich habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img title="Cover Sport Illustrated, 8. Februar 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/0208_large.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="300" height="395" align="left" />VANCOUVER. Die Frage, wie Sportler sich wÃ¤hrend der Olympischen Winterspiele im Bereich Social Media Ã¤uÃŸern dÃ¼rfen, ob es ihnen vielleicht gar verboten ist, Blogs zu betreiben etc. pp., hat nun doch fÃ¼r einige Verwirrung gesorgt. Nicht in Deutschland, aber in den USA, nachdem ausgerechnetÂ <a title="Google News: Lindsey Vonn, IOC" href="http://news.google.com/news/search?aq=f&amp;cf=all&amp;ned=us&amp;hl=en&amp;q=lindsey+vonn+ioc" target="_blank">Lindsey Vonn</a> der Meinung war, nicht bloggen zu dÃ¼rfen. (Cover:Â <a title="www.si.com" href="http://sportsillustrated.cnn.com/vault/cover/featured/11382/index.htm" target="_blank">SI.com</a>)</p>
<p>Ich habe die Geschichte aufgeschrieben, HintergrÃ¼nde umrissen und den Beitrag einigen Medien angeboten. Mehr dazu spÃ¤ter, wenn ich den Text bloggemÃ¤ÃŸ mit Quellen und weiterfÃ¼hrenden Infos aufbereite. Ãœber die &#8220;IOC Blogging Guidelines&#8221; (fÃ¼r Sportler, Betreuer u.a.) und die &#8220;IOC Internet Guidelines&#8221; (fÃ¼r Journalisten) haben wir jaÂ <a title="Die Ruhe vor dem Sturm und die IOC-Blogger-Richtlinien" href="http://jensweinreich.de/2010/02/03/vancouver-1-die-ruhe-vor-dem-sturm-und-die-ioc-blogger-richtlinien/" target="_self">bereits ein wenig diskutiert</a>. Auch dieses Thema ist etwas grÃ¶ÃŸer, als ich zunÃ¤chst angenommen hatte. Es ist hochkomplex, zentral fÃ¼r das IOC und sehr interessant. Ich denke, dazu werde ich in den kommenden drei Wochen etliche MosaikstÃ¼ckchen anbieten.</p>
<p>Hier zunÃ¤chst mal die deutsche Ãœbersetzung der &#8220;<a title="Die IOC-Blogger-Richtlinien" href="http://jensweinreich.de/2010/02/03/vancouver-1-die-ruhe-vor-dem-sturm-und-die-ioc-blogger-richtlinien/" target="_self">IOC Blogging Guidelines</a>&#8220;, die der DOSB seinen Sportlern mit auf den Weg gibt:</p>
<blockquote><p><strong>IOC Blogging-Richtlinien fÃ¼r akkreditierte Personen zu den XXI. Olympischen Winterspielen, Vancouver 2010</strong></p>
<p>Die vorliegenden Richtlinien wurden fÃ¼r Personen mit Akkreditierung (&#8220;akkreditierte Personen&#8221;) zu den XXI. Olympischen Winterspielen, Vancouver 2010 (die &#8220;Spiele&#8221;) entwickelt, die persÃ¶nliche Blogs fÃ¼hren, welche der Allgemeinheit zugÃ¤nglich sind und beliebige Inhalte im Zusammenhang mit ihren persÃ¶nlichen Erfahrungen und ihrer Teilnahme an den Spielen enthalten (&#8220;olympische Inhalte&#8221;), und zwar von der Ã–ffnung des Olympischen Dorfes am 4. Februar 2010 bis zur SchlieÃŸung des Olympischen Dorfes am 3. MÃ¤rz 2010. Sie gelten auch fÃ¼r akkreditierte Personen, die olympische Inhalte auf den Internetseiten von anderen Personen einstellen.</p>
<p>Das IOC sieht das Bloggen in Ãœbereinstimmung mit den vorliegenden Richtlinien als eine rechtmÃ¤ÃŸige Form des persÃ¶nlichen Ausdrucks und nicht als eine Form des Journalismus. Deswegen ist das IOC nicht der Ansicht, dass Blogs von akkreditierten Personen, die den vorliegenden Richtlinien entsprechen, dem Absatz 3 der Vorschriften zur Regel 49 der Olympischen Charta entgegenstehen, wo es heiÃŸt: &#8220;Nur Personen, die als Medienvertreter akkreditiert sind, kÃ¶nnen als Journalisten, Reporter oder in einer anderen Medien-Eigenschaft tÃ¤tig werden.&#8221;</p>
<p>AuÃŸerdem mÃ¼ssen Personen, die eine Akkreditierung fÃ¼r die Spiele besitzen, die Olympische Charta beachten.</p>
<p><strong>1. Definition von &#8220;Blog&#8221;</strong></p>
<p>Zum Zwecke dieser Richtlinien, ist ein Blog eine spezielle Internetseite, wo EintrÃ¤ge gemacht werden (wie in einem Journal oder Tagebuch), die normalerweise in umgekehrter chronologischer Reihenfolge angezeigt werden, und der breiten Ã–ffentlichkeit zugÃ¤nglich ist.</p>
<p><strong>2. PersÃ¶nliche Informationen</strong></p>
<p>Wenn Personen mit einer Akkreditierung fÃ¼r die Spiele olympische Inhalte verÃ¶ffentlichen, mÃ¼ssen diese ausschlieÃŸlich auf die eigene Olympia-Erfahrung begrenzt sein. Unbeschadet der AllgemeingÃ¼ltigkeit des zuvor Gesagten, sollen Blogs von akkreditieren Personen die Form eines Tagebuchs oder Journals haben und keinesfalls Interviews mit anderen akkreditierten Personen oder Geschichten Ã¼ber diese enthalten.</p>
<p>Akkreditierte Personen sollen keine Informationen vertraulicher oder privater Art Ã¼ber Dritte preisgeben, wie zum Beispiel Informationen, die die Sicherheit, DurchfÃ¼hrung und Organisation der Spiele und, gegebenenfalls, die jeweiligen Olympiateams der akkreditierten Personen oder die PrivatsphÃ¤re einer anderen akkreditierten Person gefÃ¤hrden kÃ¶nnen.</p>
<p>Auf jeden Fall mÃ¼ssen Olympia-Blogs akkreditierter Personen jederzeit dem Olympischen Geist und den GrundsÃ¤tzen der Olympischen Idee entsprechen, wie sie in der Olympischen Charta enthalten sind; sie mÃ¼ssen wÃ¼rdig sein und dem guten Geschmack entsprechen.</p>
<p><strong>3. Kein Ton und keine bewegten Bilder von den Spielen</strong></p>
<p>Die Verbreitung von bewegten Bildern der Spiele durch gleich welches Medium, einschlieÃŸlich Darstellung per Internet, ist Bestandteil des Rechts am geistigen Eigentum, das das IOC besitzt. Es dÃ¼rfen keine vertonten oder bewegten Bilder (einschlieÃŸlich Sequenzen von Standfotos, die bewegte Bilder simulieren) von olympischen Veranstaltungen jeder Art zur VerfÃ¼gung gestellt werden, egal ob direkt oder zeitverzÃ¶gert und unabhÃ¤ngig von der Quelle, einschlieÃŸlich sportliches Geschehen, ErÃ¶ffnungsfeier, Schlusszeremonie und Medaillenvergabe oder sonstige TÃ¤tigkeiten, die in einem Bereich stattfinden, fÃ¼r dessen Betreten ein olympischer IdentitÃ¤tsnachweis und eine Akkreditierungskarte (oder eine Eintrittskarte) erforderlich sind â€“ z.B. Wettkampf- und Trainingsorte, Olympisches Dorf, Hauptpressezentrum (&#8220;Akkreditierungsbereiche&#8221;).</p>
<p><strong><img title="Weiterlesen..." src="http://jensweinreich.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /><span id="more-6577"></span>4. Standbilder</strong></p>
<p>Akkreditierte Personen kÃ¶nnen Standbilder zeigen, die von ihnen selbst innerhalb der akkreditierten Zonen aufgenommen wurden, sofern diese Bilder kein sportliches Geschehen der Spiele bzw. die ErÃ¶ffnungs- und Schlussfeier sowie die Medaillenvergabe anlÃ¤sslich der Spiele zeigen. Die akkreditierten Personen sind dafÃ¼r verantwortlich, in Ãœbereinstimmung mit dem vorliegenden Abschnitt die Zustimmung mÃ¶glicher anderer, auf diesen Bildern gezeigten Personen einzuholen. Standbilder dÃ¼rfen nicht in einer fortlaufenden Art und Weise kopiert werden, so dass der Eindruck von simulierten bewegten Bildern entsteht.</p>
<p><strong>5. Olympische Schutzmarken</strong></p>
<p>Akkreditierte Personen dÃ¼rfen in ihren Blogs nicht das olympische Symbol verwenden, d. h. die fÃ¼nf ineinander verflochtenen Ringe, die IOC-Besitz sind. Akkreditierte Personen dÃ¼rfen das Wort &#8220;Olympisch&#8221; und andere auf Olympia bezogene Worte in ihren Blogs verwenden, vorausgesetzt dass das Wort â€žOlympischâ€œ und andere auf Olympia bezogene Worte nicht in Zusammenhang mit einer dritten Partei oder Produkten und Dienstleistungen dieser dritten Partei in Verbindung gebracht werden. Auch dÃ¼rfen akkreditierte Personen in ihren Blogs keine anderen olympischen Identifikationen wie z. B. NOK und/oder VANOC Logos oder Maskottchen verwenden, sofern ihnen nicht die vorherige schriftliche Genehmigung des entsprechenden NOKs und/oder VANOC vorliegt.</p>
<p><strong>6. Werbung und Sponsoring</strong></p>
<p>Als allgemeine Regel gilt, dass akkreditierte Personen keine Werbebotschaften in die in ihren Blogs geposteten olympischen Inhalte einbauen dÃ¼rfen. Das bedeutet insbesondere, dass keine Werbung- und SponsoringmÃ¶glichkeiten Dritten angeboten und/oder verkauft werden im Zusammenhang mit olympischen Inhalten in ihren Blogs.</p>
<p>Unbeschadet des zuvor Gesagten, ist Werbung und/oder Sponsoring auf dem Bildschirm nur dann zusammen mit olympischen Inhalten erlaubt, wenn dieses von den IOC-TOP-Partnern stammt (unter http://www.olympic.org/marketing aufgelistet). Vorbehaltlich der obigen AusfÃ¼hrungen darf Werbung und/oder Sponsoring jeder Art weder aufdringlich sein (d.h. keine Popups oder erweiterbare Banner) noch jemals mehr als jeweils 15 Prozent des Bildschirms einnehmen. Daneben dÃ¼rfen auf den Internetseiten von VANOC, der sonstigen Veranstaltungskomitees der Olympischen Spiele und der Nationalen Olympischen Komitees, sowie auf den Internetseiten der offiziellen Inhaber der Senderechte Werbung und Sponsoring in dem Umfang erscheinen, wie vom IOC genehmigt ist.</p>
<p>Akkreditierte Personen dÃ¼rfen olympischen Inhalte auf den Internetseiten von Dritten posten, wenn sichergestellt ist, dass keine werbliche Verbindung einerseits zu solch eines Dritten oder anderer Werbung und/oderSponsoring besteht und andererseits zu olympischen Inhalten.</p>
<p><strong>7. Keine AusschlieÃŸlichkeit</strong></p>
<p>Akkreditierte Personen dÃ¼rfen im Hinblick auf das Posten von olympischen Inhalten keine exklusiven Werbevereinbarungen mit einer Firma eingehen.</p>
<p><strong>8. Domain-Namen/URLs/Seitenbenennung</strong></p>
<p>Domain-Namen, die die Begriffe &#8220;Olympic&#8221;, &#8220;Olympics&#8221; oder Ã¤hnliches enthalten, sind nicht erlaubt (z. B. [meinname]olympic.com wÃ¤re nicht erlaubt, wohingegen [meinname].com/olympic zulÃ¤ssig ist, allerdings nur wÃ¤hrend des Geltungszeitraums der vorliegenden Richtlinien).</p>
<p><strong>9. Links</strong></p>
<p>Um den Zugriff auf die relevanten olympischen Informationen zu erleichtern, werden akkreditierte Personen, die ihre olympischen Inhalte in Ãœbereinstimmung mit den vorliegenden Richtlinien posten, ermutigt, ihre Blogs mit den verschiedenen offiziellen olympischen Internetseiten zu &#8220;verlinken&#8221;, einschlieÃŸlich, wo zutreffend, mit der Internetseite der jeweiligen Olympiamannschaft oder des NOKs der akkreditierten Person. Zu den nÃ¼tzlichen Adressen zÃ¤hlen:</p>
<p>www.olympic.org â€“ Offizielle Internetseite der Olympischen Bewegung www.vancouver2010.com â€“ Offizielle Internetseite der Olympischen Winterspiele Vancouver 2010</p>
<p><strong>10. Haftung</strong></p>
<p>Sie werden darauf aufmerksam gemacht, dass akkreditierte Personen fÃ¼r ihre Kommentare verantwortlich sind, wenn sie ihre Meinungen in einem Blog verÃ¶ffentlichen wollen. Blogger kÃ¶nnen persÃ¶nlich fÃ¼r einen Kommentar haftbar gemacht werden, der als verleumderisch, obszÃ¶n oder urheberrechtlich geschÃ¼tzt gilt. GrundsÃ¤tzlich posten Blogger ihre Blogs auf eigenes Risiko und sollten deutlich machen, dass es sich bei den verÃ¶ffentlichen Ansichten um ihre persÃ¶nliche Meinung handelt.</p>
<p><strong>11. Haftung und sonstige EinschrÃ¤nkungen</strong></p>
<p>VANOC, die Nationalen Olympischen Komitees, die internationalen VerbÃ¤nde und andere an den Spielen anwesende Gruppen (z.B. Medien und Sponsoren) mÃ¼ssen sicherstellen, dass ihre jeweiligen Delegationen (d.h. die Personen, die eine Akkreditierung zu den Spielen erhalten) Ã¼ber den Inhalt der vorliegenden Richtlinien informiert werden und ihr EinverstÃ¤ndnis zu deren vollstÃ¤ndiger Beachtung erklÃ¤ren. Die zuvor genannten Gruppen kÃ¶nnen ihren jeweiligen Delegationen auch strengere Blogging-Richtlinien fÃ¼r die Spiele auferlegen.</p>
<p><strong>12. FrÃ¼here oder spÃ¤tere Vereinbarungen des IOC</strong></p>
<p>Diese Richtlinien kÃ¶nnen nicht so ausgelegt werden, dass sie die Bedingungen und Konditionen in einer Vereinbarung, die das IOC getroffen hat oder treffen wird, Ã¤ndern oder ersetzen.</p>
<p><strong>13. VerstoÃŸ gegen die Richtlinien</strong></p>
<p>Eine Verletzung der vorliegenden Richtlinien durch eine akkreditierte Person kann zum Entzug der olympischen IdentitÃ¤t und Akkreditierungskarte dieser Person fÃ¼hren, wie in der Olympischen Charta vorgesehen. Das IOC behÃ¤lt sich das Recht vor, sÃ¤mtliche MaÃŸnahmen zu ergreifen, die es im Hinblick auf VerstÃ¶ÃŸe gegen diese Richtlinien fÃ¼r geeignet hÃ¤lt, darunter rechtliche Schritte wegen finanzieller Schadenersatzleistungen sowie die VerhÃ¤ngung weiterer Sanktionen.</p></blockquote>
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		<title>Vancouver: die Ruhe vor dem Sturm und die IOC Blogger-Richtlinien</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 02:54:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<category><![CDATA[vancouver 2010]]></category>
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		<description><![CDATA[VANCOUVER. 16.32 Uhr: (Angaben immer Ortszeit): Geradezu jungfrÃ¤ulich prÃ¤sentiert sich der Arbeitssaal im Main Press Centre (MPC) des frÃ¼hlingshaften Vancouver. Das wird sich bald Ã¤ndern. LÃ¤rm machen bisher nur die Wasserflugzeuge, die direkt neben dem Vancouver Convention Centre starten und landen. Die neue Westseite des VCC beherbergt wÃ¤hrend der Spiele das IBC (International Broadcasting Centre), [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/mpc.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-6518" title="Main Press Centre" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/mpc-300x168.jpg" alt="" hspace="5" vspace="5" width="300" height="168" align="left" /></a>VANCOUVER.<strong> 16.32 Uhr:</strong> (Angaben immer Ortszeit): Geradezu jungfrÃ¤ulich prÃ¤sentiert sich der Arbeitssaal im Main Press Centre (MPC) des frÃ¼hlingshaften Vancouver. Das wird sich bald Ã¤ndern. LÃ¤rm machen bisher nur die Wasserflugzeuge, die direkt neben dem Vancouver Convention Centre starten und landen. Die neue Westseite des VCC beherbergt wÃ¤hrend der Spiele das IBC (International Broadcasting Centre), die alte Ostseite mit dem Pan Pacific Hotel beherbergt das MPC. Die Ã–rtlichkeiten:</p>
<p>Ich bin nun also wohlbehalten via Seattle angekommen. Der Jetlag hÃ¤lt sich in Grenzen. Eine erste Erkundungstour liegt hinter mir mit den Ã¼blichen banalen organisatorischen Verpflichtungen: Akkreditierung, ein <a title="Peking, Tag 3" href="http://jensweinreich.de/2008/08/03/peking-tag-3/" target="_self">SchlieÃŸfach</a> (<a title="Leichtathletik-WM, Tag 8: &quot;pseudosakrale Passionswege&quot;" href="http://jensweinreich.de/2009/08/22/leichtathletik-wm-tag-8-pseudosakrale-passionswege/" target="_self">Locker</a>) sichern, Internet, Handy etc. pp.Â Zur Technik, immer gern diskutiert: WLAN und LAN sind auch diesmal nicht umsonst, nicht etwa wie bei der <a title="Leichtathletik-WM, Tag 1" href="http://jensweinreich.de/2009/08/15/leichtathletik-wm-tag-1/" target="_self">Leichtathletik-WM</a> unlÃ¤ngst in Berlin. Die Preise bewegen sich so im Mittelfeld: 560 kanadische Dollar (378 Euro) fÃ¼r vier Wochen und das Komplettpaket: LAN und WLAN (nicht Ã¼berall verfÃ¼gbar) in allen Olympic Venues bzw. allen Medienzentren und dem MPC. Allerdings lÃ¤sst sich jeweils nur ein Anschluss nutzen, also nicht gleichzeitig zwei Laptops und nicht Laptop plus iPhone. Auf eine Handykarte werde ich aus KostengrÃ¼nden wohl verzichten. Die Zeitdifferenz von neun Stunden kommt mir da entgegen. Ich werde vor allem Ã¼ber Skype telefonieren. Meine deutschen Telefonnummern sind auf eine Skypenummer umgeleitet, bin ich nicht online, gehts auf den Anrufbeantworter, die Voicemails erhalte ich per Email. Find ich praktisch.</p>
<p>Bis zum 11. Februar hausiere ich im Empire Landmark Hotel in Downtown fÃ¼r kleines Geld. Ab 11. Februar beginnt die so genannte Games Period, in der die Hotelpreise explodieren. Im Empire Landmark ist es dann mindestens dreimal so teuer. Ich ziehe also um nach Richmond in die NÃ¤he des Flughafens in ein Holiday Inn Express. Dort sind wenigstens Parken und WLAN im Preis enthalten. Wie lange ich jeweils in die Stadt brauche, wird sich weisen. Apropos Reisezeiten: Im vergangenen Jahr bin ich von Vancouver schon mal nach Whistler gefahren, mit dem Mietauto. Teilweise traumhafte Panoramastrecke am Meer entlang &#8211; aber bis oben hoch eben drei Stunden. Auf drei Stunden wird auch der Transport mit Journalisten-Bussen taxiert. Dann ist man aber eben erst im Main Media Centre Whistler. Von dort geht es noch an die Venues. Insgesamt dÃ¼rfte es von einem Hotel in Vancouver fÃ¼nf Stunden dauern bis zur Schanze oder zur Rodelbahn. Ich werde also selten bis nie dort auftauchen, fÃ¼rchte ich.</p>
<p>AmÃ¼sant fand ich den Ausblick von meinem Balkon im 35. Stock des Empire Landmark. Ich schaue direkt auf den Eingang &#8230;</p>
<p><a href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/ioc-hotel-35.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6519" title="Eingang IOC Hotel Vancouver" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/ioc-hotel-35.jpg" alt="" width="540" height="413" /></a></p>
<p>&#8230; des IOC-Hotels Westin. Kaum zu glauben, so ein Zufall. Mit dem Zoom des Camcorders kann ich dann sogar die Falten von <a title="tag: Jean-Marie Weber" href="http://jensweinreich.de/category/jean-marie-weber/" target="_self">Jean-Marie Weber</a> sehen. Doch halt, IOC-Chef <a title="Hassan Moustafa, Handball, Sportfive, Lobbyismus und Korruption" href="http://jensweinreich.de/2010/01/27/hassan-moustafa-handball-sportfive-lobbyismus-und-korruption/" target="_self">Rogge hat ja versprochen</a>, Jean-Marie werde nicht akkreditiert diesmal. Lassen wir uns Ã¼berraschen.</p>
<p>FÃ¼r das IOC-Hotel ist wieder eine zweite Berechtigung nÃ¶tig, die normale Olympia-Akkreditierung reicht nicht. DafÃ¼r wird ein so genannter Olympic Family Hotel (OFH) Badge ausgestellt. Als Mitglied der <a title="Open letter to the Olympic Journalists Association" href="http://jensweinreich.de/2009/06/14/open-letter-to-the-olympic-journalists-association/" target="_self">Olympic Journalists Association</a> (OJA) habe ich Chancen, so einen Badge zu erhalten. Wegen eben dieser zweiten Akkreditierung, die immer mal nÃ¶tig ist, habe ich trotz des Ã„rgers um Jean-Marie Weber die OJA nicht verlassen, habe am Rande des <a title="Weihnachten im IOC: Haya &amp; Feisal und der Heilige Minos" href="http://jensweinreich.de/2009/12/09/weihnachten-im-ioc-haya-feisal-und-der-heilige-minos/" target="_self">IOC-Meetings</a> im Dezember in Lausanne sogar am Weihnachtsessen des OJA-PrÃ¤sidenten und Rogge-Biografen Alain Lunzenfichter (L&#8217;Equipe) teilgenommen. Reichlich opportunistisch, nicht wahr? Alles nur im Dienste der Berichterstattung!</p>
<p><strong>17.47 Uhr:</strong> Apropos Berichterstattung. Die Regeln auch fÃ¼r dieses Blog gibt in den kommenden Wochen das IOC vor. Und zwar mit den:</p>
<ul>
<li><a title="IOC Internet Guidelines for Written Media" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/Internet_Guidelines_Written_Press_and_other_Non-Rights_Media_Vancouver.pdf" target="_blank"><strong>IOC Internet Guidelines</strong> for the Written Press and other Non-Rights Holding Media</a></li>
</ul>
<p>und den</p>
<ul>
<li><a title="IOC Blogging Guidelines" href="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/IOC-Blogging-Guidelines-Vancouver-2010-vom-11092009.pdf" target="_blank">I<strong>OC Blogging Guidelines</strong> for Persons Accreditated at the XXI. Olympic Winter Games, Vancouver 2010</a></li>
</ul>
<p>Die Regeln sind wie immer strikt. Wer dagegen verstÃ¶ÃŸt, fliegt raus. Und zwar umgehend, ohne Vorwarnung. FÃ¼r journalistische Blogger bedeutet das, wenn ich es richtig lese und interpretiere, vor allem:</p>
<ul>
<li>keine Audio-Dateien (Video-Sequenzen ohnehin nicht) aus Olympic Venues (inklusive Aufnahmen aus Mixed Zonen)</li>
<li>olympische Logos und Piktogramme aber kÃ¶nnen im Zuge der journalistischen Berichterstattung mit Copyright-Angabe genutzt werden</li>
</ul>
<p>Wie sich die gestrengen Regeln mit meinem Vorhaben vertragen, auch diesmal die eine oder andere <a title="Umfrage unter Top-FunktionÃ¤ren" href="http://jensweinreich.de/?s=umfrage+unter+top-funktionÃ¤ren" target="_self">Frage an Olympische VIPs</a> zu richten und hier zu verÃ¶ffentlichen, weiÃŸ ich noch nicht. Muss mich schleunigst kundig machen.</p>
<p>Zum Thema Blogging-Guidelines wurde in der Vergangenheit einiges berichtet. Ich empfehle noch einmal Kai Pahls Ausarbeitungen auf allesaussersport zu Peking (<a title="Halbwahrheiten beim SWR" href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2008/08/04/screensport-am-montag-halbwahrheiten-beim-swr/" target="_self">ausfÃ¼hrlich</a>) und Vancouver (<a title="Athletenbloggen in Vancouver" href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2009/05/15/screensport-am-freitag-athletenbloggen-in-vancouver-2010/" target="_self">minimal</a>). Als Service hier der komplette Text der IOC Internet Guidelines, die fÃ¼r dieses Blog interessant sind:</p>
<blockquote><p><strong>IOC Internet Guidelines for the Written Press and other Non-Rights Holding Media XXI Olympic Winter Games, Vancouver 2010</strong></p>
<p>The Internet is an important medium for the communication and promotion of sport and the Olympic Movement. The IOC embraces this medium as a platform for disseminating coverage of the Olympic Games.</p>
<p>The IOC understands that media organisations have integrated this medium in their business and will be feeding their own websites with Olympic-themed content to target the online audience and to better serve fans during the upcoming XXI Olympic Winter Games, Vancouver 2010 (the â€œGamesâ€?). However, the IOC has an obligation to ensure that any use of the Internet to cover the Olympic Games is in accordance with the Olympic Charter and in the best interests of the Olympic Movement as a whole. Furthermore, the dissemination of moving images of the Games, including over the Internet, is a part of the IOCâ€™s intellectual property rights, the granting of which to the licensed rights-holders of the Games helps provide the funding necessary to stage the Games and to train athletes.</p>
<p>Consequently, the IOC will not allow any use of the Internet that would infringe the IOCâ€™s intellectual property rights. In particular, persons without the appropriate licence will not be permitted to disseminate moving images or play-by-play audio coverage of any Olympic events at the Games.</p>
<p>The set of guidelines below has been designed to illustrate how press and other non-rights holders can use the Internet while respecting the IOCâ€™s rights. These guidelines will apply to all non-rights holding media for the Games, except as otherwise agreed in the IOCâ€™s News Access Rules.</p>
<p><strong>1.	Written and photographic coverage</strong></p>
<p>Nothing contained within these guidelines is intended as limiting either the freedom of the media to provide and independent news and pictorial coverage of the Olympic Games andÂ related events or the editorial independence of the material photographed and published by the media on their websites.</p>
<p>Media organisations may use their own websites to disseminate written and photographic coverage of the Olympic Games, for example to post news, results, articles and photographs such as those that would appear in a newspaper, for normal journalistic/editorial use only. Still photographic pictures can be published for editorial purposes, provided such pictures are not reproduced in a sequential manner, so as to simulate, in any way, moving images. Media organisations may not include the word â€œOlympicâ€? or â€œOlympicsâ€? (or any foreign language equivalents thereof) in their Domain Names	(e.g.	www.[myname]olympics.com	would	not	be	permitted	while www.[myname].com/olympics would be allowed). Similarly, media organisations may not create stand-alone Olympic-themed websites to host coverage of the Games.</p>
<p><strong>2.	No video / no audio</strong></p>
<p>The dissemination of moving images of the Games, including over the Internet, is covered by the IOC&#8217;s intellectual property rights. Media organisations may not disseminate moving images or play-by-play audio coverage of the Games over the Internet except as permitted by the IOC News Access Rules or except as permitted by the exceptions referred to below. This includes, but is not limited to, webcams. Specifically, this means that no sound or moving images of any Olympic events, including sporting action, interviews with athletes in the mixed zones and competition venue press conference rooms, Opening, Closing and medal ceremonies or other activities, such as chat sessions which occur within accredited zones (competition sites and practice venues, Olympic Village, Main Press Centre, etc.) may be disseminated, whether on a live or delayed basis, regardless of source.</p>
<p><span id="more-6516"></span>Notwithstanding the foregoing,</p>
<ul>
<li>Bona fide news organisations may broadcast via the Internet all or portions of press conferences that take place in the Media Press Centre (MPC) and Whistler Media Centre (WMC), without any territorial restrictions, provided there is a delay of at least thirty (30) minutes from the conclusion of the press conference, and</li>
<li>Exceptions to the IOC News Access Rules may be granted by the broadcast rights-holders in specific territories, subject to the prior written approval of the IOC.</li>
</ul>
<p>Should any fair dealing or similar provisions contained in any applicable national law permit the use by bona fide news organisations of Olympic Material for news purposes on theÂ Internet, then the broadcast of such Material on the Internet must not be accessible to persons outside the specific territory. Any broadcast of such Material on the Internet must be restricted to the territory in which the fair dealing or similar provision applied i.e. it must be geoblocked. Any broadcast on the Internet without Territorial Integrity will breach the IOCâ€™s intellectual property rights and the rights of other broadcast rights-holders in other territories, and as such is expressly prohibited. All other provision of the IOC News Access Rules would still apply.</p>
<p><strong>3.	Use of Olympic Results Content â€“ Notices</strong></p>
<p>All use of Olympic results content provided by the IOC must prominently carry a copyright tag line (â€œÂ© 2010 IOCâ€?) placed under every results table or list and a text credit is given to Atos Origin and Omega for all Olympic results (-i.e. â€œOfficial Results powered by Atos Origin. Timing and results management by Omegaâ€?).</p>
<p><strong>4.	Olympic marks</strong></p>
<p>Media organisations may use the Olympic marks, including the Olympic symbol, solely for editorial purposes. Under no circumstances may media organisations associate these marks with themselves or with any third party or third party&#8217;s products or services in any way that may give the impression that they and/or such third party or third partyâ€™s products or services have an official relationship with the IOC, VANOC, the Games and/or the Olympic Movement.</p>
<p><strong>5. Links</strong></p>
<p>To complement coverage, the IOC encourages media organisations to â€œlinkâ€? their website to the official website of the Games (www.vancouver2010.com), the IOC (www.olympic.org) and their respective National Olympic Committee&#8217;s website2.</p>
<p><strong>6.	IOC Blogging guidelines</strong></p>
<p>Please find attached a copy of the â€œIOC Blogging Guidelines for Persons Accredited at the XXI Olympic Winter Games, Vancouver 2010â€?, which shall apply subject to these guidelines.</p>
<p><strong>7. Monitoring</strong></p>
<p>The IOC will continue to monitor Olympic on-line content to ensure that the integrity of broadcaster and sponsor rights is maintained. The IOC asks that media organisations discovering unauthorised content please contact IOC TMS Head of Digital Media Mr StÃ©phane Kanah immediately, at monitoring2010@olympic.org.</p>
<p><strong>8. Infringements</strong></p>
<p>The accreditations of any organisation or person accredited at the Olympic Games may be withdrawn without notice, at the discretion of the IOC, for purposes of ensuring compliance with these guidelines. The IOC reserves its right to take other appropriate measures with respect to infringements of these guidelines, including taking legal action for damages, and imposing other sanctions.</p>
<p><em>Note:</em></p>
<p>â€œOLYMPIC MARKSâ€? means the OLYMPIC SYMBOL and the GAMES MARKS. â€œOLYMPIC SYMBOLâ€? means the five interlocking rings used alone.</p>
<p>â€œGAMES MARKSâ€? means the official emblem, mascot, pictograms and other logos and insignias identifying the GAMES and does not include the OLYMPIC SYMBOL.</p>
<p>Â© Copyright IOC 2009 &#8211; All Rights Reserved</p></blockquote>
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