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	<title>jens weinreich &#187; annecy 2018</title>
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	<description>don&#039;t mix politics with games</description>
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		<title>live-Blog aus Durban: Olympia 2018. Die Entscheidung fÃ¼r Pyeongchang</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 06:33:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[annecy 2018]]></category>
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		<description><![CDATA[DURBAN. Moin, moin. Sitze nach einigen Fights mit der Security doch noch pÃ¼nktlich am Platz. In wenigen Minuten erÃ¶ffnet IOC-PrÃ¤sident Jacques Rogge die Show. Ab 8.45 Uhr prÃ¤sentiert MÃ¼nchen. Ich bitte um einen/mehrere Gefallen: Kann mir bitte jemand den SpaÃŸ komplett am Fernseher aufzeichnen? Ich nehme alles fÃ¼r mein Archiv: ARD, ntv, ZDF &#8211; wer [...]]]></description>
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<p>DURBAN. Moin, moin. Sitze nach einigen Fights mit der Security doch noch pÃ¼nktlich am Platz. In wenigen Minuten erÃ¶ffnet IOC-PrÃ¤sident Jacques Rogge die Show. Ab 8.45 Uhr prÃ¤sentiert MÃ¼nchen.</p>
<p>Ich bitte um einen/mehrere Gefallen: Kann mir bitte jemand den SpaÃŸ komplett am Fernseher aufzeichnen? Ich nehme alles fÃ¼r mein Archiv: ARD, ntv, ZDF &#8211; wer auch immer heute Ã¼bertrÃ¤gt. Und zwar in voller LÃ¤nge. Von jetzt bis heute Abend mit allen Sondersendungen. Falls es derartig veranlagte Menschen geben sollte, bitte, denkt an mich. Her damit.</p>
<p><strong>8.39 Uhr: </strong>Christophe de Kepper, als Rogges Mann neuer Generaldirektor des IOC, ist jetzt der Chef im Ring und erklÃ¤rt den Ablauf. Und hier im Pressezentrum tendiert die Temperatur gegen Null. Just to mention that.</p>
<p>Rogge wiederholt die Regeln. Sie sind etwas frÃ¼her bereit und mÃ¼ssen also wg der TV-Ãœbertragung noch vier Minuten warten. Jetzt lÃ¤sst er die Technik prÃ¼fen.</p>
<p>103 von 110 Mitglieder sind anwesend. Davon mÃ¼ssen wir noch jene abziehen, die in der ersten Runde nicht wÃ¤hlen dÃ¼rfen. Dann sollten es 97 bei der Abstimmung sein. Oder?</p>
<p>MÃ¼nchen marschiert ein.</p>
<p><strong>8.45 Uhr: </strong>Auf geht&#8217;s, MÃ¼nchen.</p>
<p>MÃ¼nchen startet mit einem altbekannten BegrÃ¼ÃŸungsvideo. Leicht aufgehÃ¼bscht, das sah man bisher bei fast allen PrÃ¤sentationen.</p>
<p>Thomas <strong>BACH</strong> beginnt.Â Gibt den Olympier. Deshalb der Hinweis, dass es die erste IOC-Vollversammlung in Afrika Ã¼berhaupt ist.</p>
<blockquote><p>Es geht allein um die Verdienste, nicht darum, wie oft sich jemand beworben hat</p></blockquote>
<p>Das bringt er seit einiger Zeit, seit der PrÃ¤sentation in Lausanne im Mai. Da hat er dann auch ausgepackt, dass das Deutschlands vierte Bewerbung ist &#8211; nach Berchtesgaden, Berlin und Leipzig, den drei Katastrophen. Auch damit wollen sie Pyeongchang toppen. Vier gegen drei. Kleine Spitze, dies.</p>
<p>Es geht um soziale Verantwortung, Umweltschutz und das Gedeihen der olympischen Bewegung. Oops?</p>
<p>Oh, der DOSB hat nun schon 28 Millionen Mitglieder. Sagt <strong>BACH</strong>.</p>
<p>Katarina <strong>WITT</strong> spricht von Architekten und Malern, die wie Sportler eine Kunst verrichten.</p>
<p>Sie ist besser als zuletzt bei allen PrÃ¤sentationen. Sie hat&#8217;s halt gelernt, vor vielen Jahren im Olympia-Eisring.</p>
<p>Willy <strong>REHM</strong> jodelt, und dieses katastrophale Internet hier bringt mich mal wieder zur Verzweiflung.</p>
<p>Christian <strong>UDE</strong> Ã¼bernimmt wie immer die Oktoberfest-Nummer, Munich = Party-Town. Er wÃ¼rde gern ein FaÃŸ Bier anstechen mit den IOC-Mitgliedern heute Abend.</p>
<p>Jetzt ein Video, in dem es u.a. um Weltklasse-Bars in MÃ¼nchen geht.</p>
<blockquote><p>Sie kÃ¶nnen drei Wochen jeden Tag in einem anderen Top-Restaurant speisen.</p></blockquote>
<p>Sagt Ude.</p>
<p>Das kann Pyeongchang derzeit nicht bieten. Aber die Koreaner werden ja alles aus Seoul transferieren. Als ich im Februar dort war zum Besuch der Evaluierungskommission, da hat der Chefkoch des Shilla-Hotels serviert. Shilla, natÃ¼rlich, gehÃ¶rt auch Kun Hee Lee bzw Samsung.</p>
<p>Bernhard <strong>SCHWANK</strong> ist fÃ¼rs Sportliche zustÃ¤ndig. Stellt das Konzept vor. Ãœberzieht etwas. Zu aufdringlich. Betont falsch, betont fast jedes Wort.</p>
<p>Seine Botschaft: Deutsche Firmen, die jetzt schon fÃ¼r 50 Prozent des Umsatzes der sieben olympischen WintersportverbÃ¤nde sorgen, werden ihr Sponsoring dramatisch erhÃ¶hen. Jedes Land, jedes NOK, jeder Sportverband wird davon profitieren. Sie alle.</p>
<p>NunÂ Christian <strong>WULFF</strong>. Spricht Deutsch. Peinlich. Er hat ja an den Proben auch nicht teilgenommen. HÃ¤tte schon etwas mehr investieren kÃ¶nnen.</p>
<blockquote><p>Schenken sie uns ihr Vertrauen fÃ¼r die Olympischen Winterspiele 2018. Wir werden daraus, frÃ¶hliche, emotionale und enthusiatische Winterspiele machen.</p></blockquote>
<p>Alle Gesetze sind auf den Weg gebracht. Wir sind verlÃ¤ssliche Partner</p>
<blockquote><p>Schenken sie Stella und der Jugend der Welt im Jahr 2018 erfolgreiche Para- und Olympische Winterspiele im Jahr 2018. Let dreams become true.</p></blockquote>
<p>Wir sind verlÃ¤ssliche Partner. Wir achten die Verantwortung und die Autonomie des Sports.Â (Notiz an mich: Bitte Haltung bewahren und mich nicht Ã¼bergeben. #FIFA #IOC #Korruption #Wahrheitsallergiker)</p>
<p>Claudia <strong>BOKEL</strong>. Gibt es eigentlich auÃŸer mir und einigen Journalisten weitere Personen, die wissen, dass Bokel seit 2008 IOC-Mitglied ist? Ich weiÃŸ nicht, was sie im IOC tut. Sie spricht FranzÃ¶sisch und im Namen der Sportler. Davon kommen dann noch einige. Zum Beispiel gleich VerenaÂ <strong>BENTELE</strong>. Sie ist sehr gut. (George Hirthler flÃ¼stert mir spÃ¤ter zu, darauf sei er besonders stolz gewesen.)</p>
<p>Nun Maria <strong>RIESCH</strong>, die lÃ¤ssig sagt, es habe wÃ¤hrend der Bewerbung viele News aus Garmisch gegeben, aber sie erzÃ¤hle nun ihre, die richtige.</p>
<blockquote><p>Glauben sie mir: Die Garmischer werden sie alle herzlich bei den Winterspielen begrÃ¼ÃŸen. Wie alle Deutschen.</p></blockquote>
<p>DerÂ <strong>FRANZ</strong>.</p>
<blockquote><p>People kohl me se Kaiser. IÂ invite you for the winter dream.</p></blockquote>
<p>Und er will auch sofort mit dem Langlauftraining beginnen.</p>
<p>LÃ¼genbaron Jerome Valcke, FIFA-General, sitzt Ã¼brigens auch im Saal.</p>
<blockquote><p>Once an athletes, always an athlete.</p></blockquote>
<p><strong>WITT</strong> spricht ein bisschen Ã¼ber sich, ihre Olympiaerfolge und ihren Job als Gesicht der Bewerbung und sagt, sie hÃ¤tte gern die IOC-Mitglieder daheim besucht. Aber wie alle wissen, ist das nicht erlaubt.</p>
<p>ZÃ¤hlt dann, wie immer, die Rekordzahlen und vollen Stadien in Deutschland auf. Achtung, Pyeongchang:</p>
<blockquote><p>We are not just promosing full stadia, we guarantee full stadia.</p></blockquote>
<p>Und noch ein wirklich hÃ¼bscher move von George Hirthler:</p>
<blockquote><p>That is the public support that counts.</p></blockquote>
<p>Sein Sportlerherz schlÃ¤gt hÃ¶her, sagtÂ <strong>BACH</strong>.</p>
<blockquote><p>One of the single word in every language is yes.Â Wir bitten sie bescheiden, sagen sie dieses eine Wort zu MÃ¼nchen 2018.</p></blockquote>
<p>KÃ¶nnen Olympische Spiele nachhaltig organisiert werden?</p>
<blockquote><p>Yes.</p></blockquote>
<p>KÃ¶nnen Olympische Spiele umweltfreundlich organisiert werden?</p>
<blockquote><p>Yes.</p></blockquote>
<p>&#8230; in magischer AmosphÃ¤re?</p>
<blockquote><p>Yes.</p></blockquote>
<p>usw usf</p>
<p>Is the election of a host city really about sports and the athletes?</p>
<blockquote><p>Yes.</p></blockquote>
<p>With stadiumsÂ full of knowledgable fans! Achtung, Pyeongchang!</p>
<blockquote><p>From the buttons of our hearts we humbly askÂ you to say yes.</p></blockquote>
<p>WillyÂ <strong>REHM</strong> jodelt wieder.</p>
<p>Die Fragerunde ist kurz. Was FÃ¼rst Albert &#8220;fragt&#8221; (richtige Fragen stellt er eigentlich nie, er Ã¤uÃŸert sich nur immer als Erster) ist wegen akkustischer MÃ¤ngel nicht zu verstehen. AuÃŸerdem Adam Pengilly (UK) und Ottavio Cinquanta (ITA). Cinquanta will Pyeongchang, das hat er mir schon im Mai klar gesagt. Er will Pyeongchang auch wegen Rom 2020.</p>
<p>Christian <strong>WULFF</strong> antwortet auf seine Frage, ob das nicht nur eine Bewerbung vom Freistaat Bayern, sondern von ganz Deutschland sei.</p>
<blockquote><p>Ich kann ihnen versichern, dass das ganze Land mit einer Ã¼berwÃ¤ltigende Mehrheit hinter dieser Bewerbung stehen.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Politik hat all diesen Bewerbungsunterlagen eiserne Garantien gegeben. Ich stehe persÃ¶nlich dafÃ¼r, dass diese Olympischen Spiele ein Ereignis werden, dass wir niemals vergessen werden.</p></blockquote>
<p>Beifall. Diplom. Abgang. <strong>9.43 Uhr</strong>.</p>
<p>Und Patrick Sandusky, der Pressechef des USOC und einstiger Pressechef von Chicago 2016 fragt auf Twitter, wo eigentlich das Diplom ist, dassÂ <a title="Ohrfeige fÃ¼r Obama" href="http://www.jensweinreich.de/2009/10/02/olympia-2016-die-abstimmung-des-ioc/" target="_self">Chicago 2016</a> imÂ <a title="Obama arrived" href="http://www.jensweinreich.de/2009/10/02/olympia-2016-die-entscheidung-obama-arrived/" target="_self">Oktober 2009</a> als groÃŸer Verlierer bekommen hat. Das liegt noch irgendwo im Bella Centre von Kopenhagen, antwortet jemand.</p>
<p><strong>11.06 Uhr:</strong> Nach der MÃ¼nchen-PK. Annecy prÃ¤sentiert. Ich verfolge das nicht. Treibe mich herum und bin erst spÃ¤ter wieder ganz Ohr bei Pyeongchang.</p>
<p>MÃ¼nchen natÃ¼rlich schwer erleichtert. Wenngleich jeder weiÃŸ, auch Wulff, der es ganz nett formuliert hat, dass das alles nicht bedeutet/bedeuten muss. Es bleibt nur das Beten und Hoffen.</p>
<p><strong>12.07 Uhr:</strong> Let&#8217;s go, Pyeongchang!</p>
<p>ZunÃ¤chst ein stimmungsvolles Video. Auch mein Freund Kwang-Bae Kang tritt auf, VizeprÃ¤sident des Bob-Weltverbandes FIBT. Dessen PrÃ¤sident Ivo Ferriani ist (auch als Italiener) ein absoluter BefÃ¼rworter von Pyeongchang.</p>
<p>TheresaÂ <strong>RAH</strong> stellt das Team vor. PrÃ¤sidentÂ <strong>LEE</strong>, Sportminister, Governor, Sonderbotschafter <strong>KIM</strong>, Yong SungÂ <strong>PARK</strong>, YunaÂ <strong>KIM</strong> (groÃŸer Beifall) &#8230; Kun HeeÂ <strong>LEE</strong>, der Samsung-Herrscher (langer Beifall, echt!), Dae SungÂ <strong>MOON</strong>, Olympiasieger und IOC-Mitglied.</p>
<p>TheresaÂ <strong>RAH</strong> erklÃ¤rt, auch diese Kleinigkeit ist wichtig, dass sie neu ist in der olympischen Bewegung. Die Diplomatengattin, die in vielen LÃ¤ndern gelebt hat, wurde als Kommunikationschefin geholt.</p>
<blockquote><p>Beharrlichkeit und Geduld.</p></blockquote>
<p>Pyeongchang ist immer wieder aufgestanden, hat sich zweimal erholt und alles getan &#8230; neue Horizonte &#8230; Wintersport in neuen Regionen entwickeln &#8230; geht alles ein bisschen zu schnell fÃ¼r mein Empfinden. Bisschen Luft holen, wÃ¤re ganz hÃ¼bsch gewesen. Aber Theresa spricht natÃ¼rlich gut.</p>
<p>Er wÃ¼nscht MÃ¼nchen und Annecy viel GlÃ¼ck, sagtÂ <a title="Im Tiefflug" href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/05/im-tiefflug/" target="_self">Yang HoÂ <strong>CHO</strong></a>. Aber nicht zu viel davon! Vom GlÃ¼ck.</p>
<p><strong>CHO</strong> hat hart gearbeitet. Er hat bisher noch NIE so gut gesprochen.</p>
<p>SÃ¼dkoreas PrÃ¤sidentÂ <strong>LEE</strong> Myung-Bak.</p>
<p>Spricht Englisch, anders als der deutsche BundesprÃ¤sident.</p>
<p>Ich finde, er macht das ziemlich gut. Den Anfang 1948 in St. Moritz und die koreanische Mini-Delegation kannte ich natÃ¼rlich schon aus anderen PrÃ¤sentationen. Aber auch dieser ganze Aufbau</p>
<blockquote><p>We are working hard. We&#8217;ll make you proud!</p>
<p>I ask you finally that our olympic and paralympic dream come true!</p></blockquote>
<p>Jin-SunÂ <strong>KIM</strong>, heute Special Ambassador, frÃ¼her 12 Jahre Provinz-Gouverneur, ist nun dran. Er verkÃ¶rpert diese Bewerbung, alle drei Bewerbungen. Und er verkÃ¶rpert all die anderen koreanischen Geschichten.</p>
<blockquote><p>Our heart were broken. But we never gave up and tried again!</p>
<p>We have heard your advise.</p></blockquote>
<p>Sie setzen auf diese Karte, und das ist auch okay so. Jetzt heult er, weil er zum dritten Mal hier steht.</p>
<blockquote><p>Our people have waited for over ten years.</p></blockquote>
<p>Ich glaube nicht mal, dass diese Emotionen gespielt sind.</p>
<p>YunaÂ <strong>KIM</strong>.</p>
<p>Sie beginnt viel besser als in Lausanne. Sie hat sieben Wochen hart trainiert, sagt sie. Und nun klingt sie wirklich ziemlich cool. Terrence BURNS hat gut gearbeitet mit seinen Leuten. Es ist MIT ABSTAND die beste PrÃ¤sentation von Pyeongchang bisher, und ich habe fast alle live verfolgen kÃ¶nnen.</p>
<p>Lichtjahre besser, unvergleichbar mit der ersten PrÃ¤sentation im Oktober in Acapulco. Heute kommt es darauf an. Heute bringen sie auch das. Das die Sache mit dem Geld und Samsung und alles lÃ¤ngst geklÃ¤rt ist, glaube ich jetzt erst recht: das Ding ist erledigt.</p>
<blockquote><p>I am an example of a living legacy!</p></blockquote>
<p>Sie darf im Video auch noch das technische Konzept vorstellen. Good move.</p>
<p>IOC-MitgliedÂ <strong>MOON</strong> spricht vom revolutionÃ¤rem Konzept, ein Olympisches Dorf fÃ¼r Olympics and Paralympics.</p>
<p>Yong SungÂ <strong>PARK</strong></p>
<blockquote><p>It has been a loooong day for you. But it has been a loooong time for us too.</p></blockquote>
<p>Sagt FÃ¼rst Albert:</p>
<blockquote><p>Tut mir echt leid, Ihre Hoheit, dass Sie ihre Flitterwochen unterbrechen mÃ¼ssen, um zum dritten Mal eine PrÃ¤sentation von Pyeongchang anzuhÃ¶ren!</p></blockquote>
<p>Park ist witzig. Auch im persÃ¶nlichen GesprÃ¤ch.</p>
<p>Viele IOC-Kollegen (er sagt immer noch: Kollegen, obwohl er lange schon wieder drauÃŸen ist aus dem IOC) hÃ¤tten ihn gefragt, was sie in P so alles machen kÃ¶nnen (nicht viel natÃ¼rlich). Also kommt ein Video zum Programm &#8220;Best of Korea&#8221;: Ich habe das schon oft geschrieben, sie holen wÃ¤hrend der Spiele alles nach P. Restaurants, Shopping Malls, Theater. Was IOC-Members und GefÃ¤hrten und Family halt so brauchen.</p>
<blockquote><p>I hope that you&#8217;ll give us the chance to prove that Pyeongchang is ready!</p></blockquote>
<p>TobyÂ <strong>DAWSON</strong>/<strong>KIM</strong> Bong-Soek, geboren un Busan 1978, 1981 adoptiert und nach Vail/Colorado gezogen. Olympiamedaillengewinner im Freestyle 2006 in Torin. Und hier Stammgast jeden Abend an der Bar.</p>
<p>Sehr, sehr gut.</p>
<p>Er verkÃ¶rpert, sagt er, die Hoffnung und den Traum von Millionen von Kids. New horizons, new markets, new hopes &#8230; sie deklinieren das Thema geschickt &#8211; und emotional. Zum ersten Mal Ã¼berhaupt! Ich sage ja: Auf die Sekunde topfit.</p>
<p>TheresaÂ <strong>RAH</strong> again.</p>
<p><em>(Und ich stelle das Blog mal um, so dass nur noch dieser Beitrag auf der Startseite erscheint. Vielleicht macht der Server dann mit.)</em></p>
<p><strong>RAH</strong> nimmt MÃ¼nchens Argument auf und sagt: Hey, 19 Mal wurden die Spiele schon im traditionellen Markt (USA, Kanada, Europa) ausgetragen &#8211; aber nur zweimal in Asien. Nie in Korea.</p>
<blockquote><p>It is a race about dream. It is a race about human potential.</p></blockquote>
<p>Nun spricht sie FranzÃ¶sisch. Wichtiges Detail, immer mal in die andere offizielle IOC-Spreache zu wechseln. FÃ¼r MÃ¼nchen erledigte das ClaudiaÂ <strong>BOKEL</strong>.Â <strong>BACH</strong> begann, auch das hatten wir schon diskutiert, in Spanisch.</p>
<p>Koreaner sind KÃ¤mpfer. I like that. Sehr guter Wettbewerb. MÃ¼nchen und Pyeongchang sehr gut. Man muss derlei PrÃ¤sentationen nicht mÃ¶gen und kann alles infrage stellen. Aber es gibt sie nun mal. Und ich habe mich in zwanzig Jahren schon mÃ¤chtig gelangweilt.</p>
<p>Heute nicht. Good entertainment.</p>
<p>Noch Fragen?</p>
<p>VÃ¶llig Ã¼berraschend von Albert, Adam Pengilly und &#8211; Ottavio Cinquanta. (Inhalte sind uninteressant.)</p>
<p>Albert sagt zu <strong>PARK</strong>: No worries, my friend, es war das dritte Mal, aber es war nicht langweilig.</p>
<p>Das stimmt.</p>
<p><strong>13.02 Uhr:</strong> PrÃ¤sentation beendet. Mittagspause. Und ich habe die Ãœberschrift schon mal aktualisiert. Glaube nicht, dass ich mich heute Nachmittag blamiere. (Und wenn: Ich habe ein dickes Fell.)</p>
<p><strong>15.24 Uhr:</strong> Mittagessen, viele GesprÃ¤che, keine GerÃ¼chte mehr Vorstellbar, dass es anders kommt, als oben beschrieben. Dass Rogge nachher nicht den Zettel mit dem Namen PYEONGCHANG aus dem Umschlag nestelt?</p>
<p>Rogge hat in kleiner Runde mal erzÃ¤hlt, das war im FrÃ¼hjahr 2007 in Peking, was das fÃ¼r eine dÃ¤mliche Situation sei, wenn er da, beobachtet von vielen Millionen Menschen, am Umschlag nestelt. Er sei da immer ganz nervÃ¶s, sagt er, und hat Angst, dass irgendjemand einen Fehler gemacht hat. Dass der Zettel fehlt. Dass der Name falsch drauf steht. Dass er sich verspricht. Irgendwas in der Art. Man muss auf Youtube mal schauen, wie ernst er stets dabei ist und wie steif und blass. Da hatten selbst die VerkÃ¼ndungen des abgebrÃ¼hten Samaranch einst mehr Leben. Ich meine das gar nicht gemein, dass Rogge das Ã¼berhaupt erzÃ¤hlte, fand ich sehr sympathisch.</p>
<p><strong>15.31 Uhr:</strong> In vier Minuten beginnt die Abstimmung. Mein Tipp: Nur ein Wahlgang ist nÃ¶tig. An eine knappe Kiste glaube ich nicht mehr. Sorry, MÃ¼nchen. Aber ich denke, sie werden ein fÃ¼r deutsche VerhÃ¤ltnisse stolzes Resultat erzielen.</p>
<p>Ich habe eigentlich nur zwei Fragen:</p>
<ul>
<li>Wie stark engagiert sich BMW wirklich? Oder besser: wie Samsung-mÃ¤ÃŸig? Kann das also etwas wenden?</li>
<li>Ist da was dran, was mir die Koreaner stecken, dass Thomas Bach etlichen Kollegen signalisiert haben soll: Pass mal auf, besser du stimmst fÃ¼r MÃ¼nchen, dann hast du ab 2013 ein angenehmeres IOC-Leben?</li>
</ul>
<p><em>(FÃ¼r Juristen: Ich habe gerade zwei FRAGEN gestellt.)</em></p>
<p><strong>15.39 Uhr: </strong>Sie sind noch bei Verfahrensfragen.</p>
<p>Das IOC-Mitglied Angelo Ruggiero <a title="Angela Ruggiero auf Twitter" href="http://twitter.com/#!/AngelaRuggiero" target="_blank">twittert</a> Ã¼brigens live aus der Session. Andere simsen, wie ich hÃ¶re.</p>
<p><strong>15.44 Uhr: </strong>The vote is now open. Ohne Rogge, Bach, Bokel, Drut, Killy, Lee, Moon und Oswald.</p>
<p><strong>15.46 Uhr: </strong>The vote is now closed.</p>
<p><!-- p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 14.0px 0.0px; line-height: 19.0px; font: 14.0px Times} --><strong>15.46 Uhr:</strong> Dick Pound informiert Rogge. Der sagt:</p>
<blockquote><p>My dear colleagues: You have elected the host city for the Olympic Winter Games in 2018. The election is over!</p></blockquote>
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		<title>18 Fragen und Antworten zu Olympia 2018</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jul 2011 20:50:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<category><![CDATA[fifa]]></category>
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		<description><![CDATA[DURBAN. Habe heute fÃ¼r Spiegel Online 18 Fragen und Antworten zur Olympiaentscheidung 2018 gedichtet. Leicht und hier im Hilton live bearbeitet und erweitert (vielleicht gehe ich in der Nacht nochmal ran): 1. Warum ist Pyeongchang Olympia-Favorit? Pyeongchang, ein ProvinzstÃ¤dtchen rund 200 Kilometer Ã¶stlich der Hauptstadt Seoul gelegen, bewirbt sich zum dritten Mal in Folge. FÃ¼r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DURBAN. Habe heute fÃ¼r <a title="SpOn" href="http://www.spiegel.de/sport/wintersport/0,1518,772506,00.html" target="_blank">Spiegel Online</a> 18 Fragen und Antworten zur Olympiaentscheidung 2018 gedichtet. Leicht und hier im Hilton live bearbeitet und erweitert <em>(vielleicht gehe ich in der Nacht nochmal ran)</em>:</p>
<p><strong>1. Warum ist Pyeongchang Olympia-Favorit?</strong></p>
<p>Pyeongchang, ein ProvinzstÃ¤dtchen rund 200 Kilometer Ã¶stlich der Hauptstadt Seoul gelegen, bewirbt sich zum dritten Mal in Folge. FÃ¼r 2010 haben die SÃ¼dkoreaner gegen Vancouver und fÃ¼r 2014 gegen Sotschi jeweils knapp verloren. Normalerweise belohnt das IOC derartige Ausdauer. Zumal die SÃ¼dkoreaner dem IOC nun seit zehn Jahren jeden WÃ¼nsch erfÃ¼llen und bereits Milliarden investiert haben. Sie tun alles fÃ¼r Olympia. Zudem haben sich koreanische Firmen wie Samsung als Sponsoren des IOC und vieler olympischer Sport-WeltverbÃ¤nde in den vergangenen Jahrzehnten unentbehrlich gemacht. Da dÃ¼rften alles in allem Milliarden an Sponsoring- und anderen Mitteln geflossen sein.</p>
<p><strong>2. Kennt das IOC denn tatsÃ¤chlich so etwas wie Dankbarkeit?</strong></p>
<p>Eigentlich nicht, sonst wÃ¤ren die Sommerspiele 2016 ja nach Chicago und nicht nach Rio vergeben worden &#8211; schlieÃŸlich hatte das US-Network NBC bis dahin schon sieben Milliarden Dollar in das GeschÃ¤ft gepumpt (und kÃ¼rzlich weitere 4,4 Mrd). In der Olympischen Charta, dem Grundgesetz des IOC, ist natÃ¼rlich nicht festgeschrieben, dass die Spiele an einen Bewerber gehen mÃ¼ssen, dessen Konzerne den Sportbetrieb groÃŸzÃ¼gig alimentieren. Aber zuletzt hat nicht nur IOC-PrÃ¤sident Jacques Rogge immer wieder gesagt, dass man es schÃ¤tzt, wenn Olympia-Interessenten Niederlagen verkraften, sich wieder bewerben, ihre Offerten verbessern und die RatschlÃ¤ge des IOC befolgen â€“ dann werden sie auch belohnt. Diese Argumente brachte er etwa nach der Wahl von Rio de Janeiro zum Austragungsort der Sommerspiele 2016. Insofern wÃ¤re Pyeongchang im dritten Anlauf der perfekte Sieger.</p>
<p><strong>3. Hat MÃ¼nchen eine reelle Chance?</strong></p>
<p>MÃ¼nchen hat eine AuÃŸenseiterchance. Vor einiger Zeit sah es noch so aus, als wÃ¼rde Pyeongchang souverÃ¤n mit rund 70 Stimmen einen Erstrundensieg landen. Davon spricht kaum jemand mehr, jedenfalls nicht von einem Erfolg in dieser HÃ¶he. Man darf eher einen knappen Ausgang erwarten, vielleicht schafft MÃ¼nchen sogar die zweite Runde. Das MÃ¼nchener Team hat international seit reichlich zwei Jahren, seit den Winterspielen 2010 in Vancouver, gut gearbeitet. Keine deutsche Bewerbung der letzten Jahrzehnte (Berchtesgaden, Berlin, Leipzig) war so gut aufgestellt. Bei den bisherigen PrÃ¤sentationen vor IOC-Mitgliedern auf diversen Sportkongressen hinterlieÃŸ MÃ¼nchen den besten Eindruck. Die technisch-organisatorischen Aspekte der Bewerbung stimmen im Grunde, bis auf kleine Abstriche.</p>
<p><strong>4. Warum ist Annecy Ã¼berhaupt Kandidat?</strong></p>
<p>Normalerweise fÃ¼hrt das IOC bei Olympiabewerbungen einen Vorentscheid durch und sortiert die schwÃ¤chsten Bewerber ein Jahr vorher aus. Da sich diesmal nur drei StÃ¤dte bewarben â€“ es ist das geringste Interesse an Olympischen Spielen seit drei Jahrzehnten -, machte man eine Ausnahme und winkte Annecy trotz gewaltiger SchwÃ¤chen durch. Denn es ist wichtig fÃ¼r das IOC, den Eindruck eines echten Bewerberwettstreits zu erwecken. In Wirklichkeit ist Annecy kein ernst zu nehmender Kandidat, sondern gewissermaÃŸen ein Platzhalter fÃ¼r die nÃ¤chste Bewerbung von Paris fÃ¼r Olympische Sommerspiele. Die Franzosen wollen dann Ã¤hnlich argumentieren wie die Koreaner: Seht her, wir bewerben uns immer wieder, stecken Niederlagen weg, hÃ¶ren auf euren Rat und stellen uns wieder an!</p>
<p><strong>5. Belasten die nationalen Querelen, der Widerstand in Garmisch-Partenkirchen die deutsche Kandidatur?</strong></p>
<p>Im Grunde sind Winterspiele im IOC ein Minderheitenprogramm. Die meisten der 110 Mitglieder kommen aus LÃ¤ndern, die schon wegen der geografischen Anforderungen keine Wintersporttradition haben und nie Winterspiele ausrichten kÃ¶nnten. Folglich ist das Interesse gering. Man nimmt das Medienecho sehr wohl wahr, doch problematisch wird es fÃ¼r IOC-Mitglieder meist erst dann, wenn Olympia-Widerstand lautstÃ¤rker und auch international geÃ¤uÃŸert wird. So gab es vor etlichen Jahren gewaltsame Proteste bei den Olympiabewerbungen von Amsterdam und Berlin. Folglich waren diese StÃ¤dte absolut chancenlos. So wie sich die Garmischer Olympiagegner aber auf die Sachebene konzentrieren und die IOC-VertrÃ¤ge mit Bewerbern und Olympia-Ausrichtern als sittenwidrig brandmarken, bleibt das eine Belastung und bringt die MÃ¼nchener Bewerber in ErklÃ¤rungsnot.</p>
<p><strong>6. Welche Rolle spielt Katarina Witt fÃ¼r MÃ¼nchen?</strong></p>
<p>Katarina Witt kann die deutsche Bewerbung in der Szene glaubwÃ¼rdig vertreten. Sie ist ein Weltstar des Wintersports. Es kam vor, dass sie IOC-Mitgliedern Autogramme gab. Sie wurde vom internationalen Team der Bewerber GmbH und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) gut eingefÃ¼hrt und hat hart gearbeitet, um auf dem sportpolitischen GelÃ¤uf zu bestehen. Das ist ihr zunehmend besser gelungen. Vor allem aber zieht sie das Interesse der internationalen Medien auf sich. Weder Pyeongchang noch Annecy kÃ¶nnen das bieten â€“ schon deshalb ist Katarina Witt ein Gewinn fÃ¼r die Bewerbung, auch wenn sie sich kaum in die Problemregion Garmisch-Partenkirchen getraut hat. Intern hat die Witt im Sommer 2009 gegen den damaligen Olympia-GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Willy Bogner opponiert. Bogners RÃ¼ckzug war eine StÃ¤rkung der Bewerbung, denn er hatte zahlreiche VersÃ¤umnisse zu verantworten.</p>
<p><strong>7. DOSB-PrÃ¤sident Thomas Bach will in zwei Jahren IOC-PrÃ¤sident werden. Kollidiert dieses Vorhaben mit MÃ¼nchens OlympiaplÃ¤nen?</strong></p>
<p>2013 wird auf der IOC-Session in Buenos Aires der Nachfolger von Jacques Rogge gewÃ¤hlt. 2013 wird auch der Austragungsort der Sommerspiele 2020 bestimmt. Deshalb galt es fÃ¼r Bach zunÃ¤chst einmal zu verhindern, dass sich Berlin oder Hamburg um die Sommerspiele 2020 bewerben. Denn auf derselben IOC-Session hÃ¤tte Deutschland nicht mit Bach und einem Sommer-Bewerber erfolgreich sein kÃ¶nnen. MÃ¼nchens Interesse an den Winterspielen 2018 kam Bach gerade recht, er setzte die Bewerbung ohne WiderstÃ¤nde durch. Da er derzeit keinen echten Konkurrenten um die IOC-PrÃ¤sidentschaft hat und die Winterspiele im IOC ohnehin nicht die groÃŸe Rolle spielen, ist durchaus beides denkbar: Am 6. Juli 2011 erst ein Olympiasieg von MÃ¼nchen, 2013 dann ein IOC-PrÃ¤sident Bach.</p>
<p><strong>8. Und was, wenn MÃ¼nchen am Mittwoch deutlich verliert: WÃ¤re das ein Zeichen der SchwÃ¤che fÃ¼r Bach?</strong></p>
<p>Das ist eine Gefahr. Das IOC will einen starken FÃ¼hrer. Ein Desaster wie einst der Olympiabewerber Berlin mit nur 9 Stimmen kann sich Bach nicht erlauben. Wenn MÃ¼nchen verliert, dann sollte es knapp sein, mit einer stolzen Anzahl von Stimmen. So wie fÃ¼r MÃ¼nchen hat sich Bach noch fÃ¼r keine deutsche Olympiabewerbung engagiert.</p>
<p><strong>9. Was sagt der PrÃ¼fbericht des IOC?</strong></p>
<p>Der Bericht der so genannten Evaluierungskommission wurde im Mai vorgelegt. Er bewertet die BewerbungsbÃ¼cher der Kandidaten, stellt aber keine Rangliste auf. Angeblich sind alle drei Bewerber olympiatauglich. Je nach Lesart liegen MÃ¼nchen und Pyeongchang nach den technischen Kriterien ungefÃ¤hr gleichauf. Nur haben derlei PrÃ¼fberichte kaum Einfluss auf die Entscheidung. Zuletzt gewannen mit Sotschi (Winterspiele 2014) und Rio (Sommerspiele 2016) die Bewerber mit den technisch schlechtesten Angeboten, die dem IOC Potemkinsche DÃ¶rfer offerierten. Kein IOC-Mitglied ist an den Evaluierungsbericht gebunden, viele lesen das Papier nicht einmal. Das IOC kÃ¶nnte mit dem riesigen Datenmaterial vergangener Spiele und den Daten neuer Bewerber sehr leicht eine durchaus objektive Rangliste erstellen. Doch daran hat niemand Interesse. Der subjektive Faktor soll dominieren.</p>
<p><strong>10. Nach welchen Kriterien entscheiden die IOC-Mitglieder?</strong></p>
<p>Es soll Mitglieder geben, die sich in die Berichte einlesen und nach bestem Wissen und Gewissen unabhÃ¤ngig entscheiden. Andere wiederum, die beispielsweise gleichzeitig in bestimmten SportverbÃ¤nden hohe Funktionen haben, entscheiden im Sinne dieser VerbÃ¤nde Ã¼ber die Olympiaaustragung. Eine dritte Fraktion lÃ¤sst sich auch von anderen Faktoren leiten.</p>
<p><strong>11. Ist Korruption im Spiel?</strong></p>
<p>Davon darf man ausgehen. Korruption ist der Missbrauch von anvertrauter Macht zu privatem Vorteil. Es hat bislang noch bei jeder Olympiabewerbung KorruptionsfÃ¤lle gegeben. Pyeongchang ist von der so genannten IOC-Ethikkommission im Herbst 2010 verwarnt worden, nachdem die koreanischen Firmen Samsung und Korean Air SponsorenvertrÃ¤ge mit den WeltverbÃ¤nden der Ruderer und EislÃ¤ufer abgeschlossen hatten. Ruder-PrÃ¤sident Denis Oswald, ein IOC-Mitglied aus der Schweiz, stimmt deshalb am Mittwoch in Durban nicht mit ab â€“ sein Verband aber kassiert das Geld von Samsung. Eislauf-PrÃ¤sident Ottavio Cinquanta, IOC-Mitglied aus Italien, stimmt mit ab â€“ der Vertrag mit Korean Air wurde auf Eis gelegt. Bis zum kommenden Donnerstag.</p>
<p><strong>12. Und MÃ¼nchen kommt ganz ohne solche Zugaben aus?</strong></p>
<p>Fakt ist: Deutsche Firmen finanzieren mehr als 50 Prozent des Umsatzes der sieben olympischen Wintersport-WeltverbÃ¤nde. BMW unterstÃ¼tzt diese Bewerbung weltweit mit seinem gigantischen politischen Netzwerk und hat groÃŸe PlÃ¤ne als Olympiasponsor. Viele IOC-Mitglieder sehen in diesem Engagement keinen groÃŸen Unterschied zu den Avancen der koreanischen Firmen. Gian-Franco Kasper, PrÃ¤sident des Ski-Weltverbandes, etwa sagt: Wenn man den MaÃŸstab der IOC-Ethikkommission anlegen wollte, dÃ¼rften die WintersportverbÃ¤nde keine VertrÃ¤ge mit deutschen Firmen und Ã¼berhaupt nie VertrÃ¤ge mit Firmen abschlieÃŸen, die aus LÃ¤ndern kommen, die sich um Olympische Spiele bewerben.</p>
<p><strong>13. Was kÃ¶nnen die Bewerber in den letzten Stunden noch tun?</strong></p>
<p>Beten. LÃ¤cheln. Reden. ZÃ¤hlen. Zahlen. Im Ernst: Es geht zunÃ¤chst darum, keine Fehler zu machen. Diejenigen, die man auf seiner Seite glaubt, mÃ¼ssen bei Laune gehalten werden. Andere IOC-Mitglieder werden weiter bearbeitet. Mit manchen, die man sicher auf der Gegenseite wÃ¤hnt, muss man gar nicht erst sprechen. Katarina Witt hatte noch eines der insgesamt 110 IOC-Mitglieder vor Durban nicht gesprochen: Den Finnen Saku Koivu. Das hat sie inzwischen nachgeholt. Es gab schon Olympiabewerbungen, die wurden in der Nacht wenige Stunden vor der Wahl entschieden: So sicherte sich Sydney einst die Sommerspiele 2000, als man mit zwei afrikanischen IOC-Mitgliedern VertrÃ¤ge abschloss. Einige Stunden spÃ¤ter gewann Sydney mit 45:43-Stimmen gegen Peking. Der Vorfall ist bestens dokumentiert. FÃ¼r die IOC-FÃ¼hrung war diese Bestechung allerdings keine Bestechung, sondern: Entwicklungshilfe.</p>
<p>Im Moment, da dieser Text hier im Blog verÃ¶ffentlicht wird, sitze ich im Hilton Hotel. MÃ¼nchens Bewerber sind gerade auf vier Dinner verteilt, wo sie 20 IOC-Mitglieder bearbeiten. Gerade kommt CEO Bernhard Schwank vorbei, absolut relaxt, und sagt mir: &#8220;Zu lange arbeiten ist ungesund!&#8221;</p>
<p><strong>14. Wie wichtig sind die AbschlussprÃ¤sentationen vor der IOC-Vollversammlung?</strong></p>
<p>Diese Vorstellungen werden kolossal Ã¼berschÃ¤tzt. Es mag eine verschwindend geringe Zahl von IOC-Mitgliedern geben, die sich von einer berauschenden PrÃ¤sentation umstimmen lassen. Niemand weiÃŸ das. Im Prinzip kann es nur darum gehen, Fehler zu vermeiden. Eine uninspirierte PrÃ¤sentation mit technischen Pannen, kann Stimmen kosten. Wer seinen Job professionell erledigt, ist auf der sicheren Seite.</p>
<p><strong>15. Hat die Debatte Ã¼ber Korruption bei der Vergabe der FuÃŸball-Weltmeisterschaften Auswirkungen auf diese Olympia-Entscheidung?</strong></p>
<p>Einige IOC-Mitglieder haben auch in der FIFA hohe Funktionen und sind in Korruptionsskandale verstrickt: etwa das FIFA-Exekutivmitglied Issa Hayatou aus Kamerun oder FIFA-EhrenprÃ¤sident Joao Havelange. Gegen beide ermittelt die IOC-Ethikkommission. Havelange, der IOC-AltersprÃ¤sident, kommt deshalb nicht nach Durban. FIFA-Boss Joseph Blatter, Hauptverantwortlicher fÃ¼r die Skandale in seinem Verband, ist ebenfalls IOC-Mitglied und stimmt am Mittwoch mit ab. Es mag sein, dass manche empfÃ¤ngliche IOC-Mitglieder wegen der lang anhaltenden FIFA-Skandale, die weltweit Schlagzeilen machen, vorsichtiger geworden sind.</p>
<p><strong>16. Was macht Franz Beckenbauer eigentlich in Durban?</strong></p>
<p>Als Ur-MÃ¼nchner verkÃ¶rpert Beckenbauer Bewerbung auf der AbschlussprÃ¤sentation glaubhaft. Andererseits sind FuÃŸballstars im IOC nicht unbedingt gern gesehen. Auch steht Beckenbauer, bis vor kurzem FIFA-Exekutivmitglied, fÃ¼r das System Blatter in der FIFA â€“ insofern kÃ¶nnte sein Auftritt bei manchen aufrechten Mitgliedern durchaus kontraproduktiv sein. Im olympischen Bereich fÃ¼hlt sich Beckenbauer nicht zu Hause, vor acht Jahren trat er schon einmal vergeblich fÃ¼r den Olympiakandidaten Salzburg 2010 an, bekannte seine Unsicherheit und hat seine Reise zur IOC-Session in Prag eher bereut.</p>
<p><strong>17. Ist Europa insgesamt nicht mehr so sexy fÃ¼r das IOC?</strong></p>
<p>Im Weltsport findet eine Machtverschiebung statt, weg vom alten Kontinent, weg auch von den USA, hin zu den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) und nach Arabien. Olympia 2014 in Sotschi, 2016 in Rio de Janeiro, FuÃŸball-WM-2014 in Brasilien, 2018 in Russland und 2022 in Katar. Das sind alles Beweise fÃ¼r diese erdrutschartigen Verschiebungen. Bislang wurden 22-mal Olympische Winterspiele vergeben: sechsmal an Nordamerika, 14-mal an Europa &#8211; aber nur zweimal an Asien. SÃ¼dkorea ist dran &#8211; und wÃ¼rde damit einer europÃ¤ischen Sommer-Olympiabewerbung fÃ¼r 2020 den Weg ebnen. Denn das IOC wechselt gern zwischen den Kontinenten. Bisher gibt es fÃ¼r 2020 nur einen Interessenten: Rom. In KÃ¼rze wird sich entscheiden, ob sich auch Istanbul bewirbt: Die TÃ¼rken wÃ¤ren Favorit, weil sie die BrÃ¼cke von Europa nach Asien schlagen. Sie kÃ¶nnen als erstes muslimisch geprÃ¤gtes Land Olympiagastgeber werden.</p>
<p><strong>18. Plant MÃ¼nchen im Falle einer Pleite eine erneute Bewerbung?</strong></p>
<p>Der Deutsche Olympische Sportbund wappnet sich fÃ¼r den Fall, dass die Kandidatur MÃ¼nchens fÃ¼r 2018 scheitert. Axel Achten, der Chef der Sportmarketing-Agentur des DSOB, hat sich die Internetadresse muenchen2022.org gesichert. Die Internetadresse der Bewerbungsgesellschaft, die die Kandidatur fÃ¼r die Winterspiele 2018 vorantreibt, lautet muenchen2018.org. &#8220;Wir mÃ¼ssen vorausschauend denken&#8221;, sagt Achten gemÃ¤ÃŸ SPIEGEL. Der Vorgang sei aber nicht als Hinweis darauf zu werten, dass sich die bayerische Landeshauptstadt im Falle einer Niederlage tatsÃ¤chlich nochmals bewerben wÃ¼rde.</p>
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		<title>Im Tiefflug</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jul 2011 06:32:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>DURBAN. <em>Moin, moin. Ich denke, den folgenden Text, den ich schon mal zur LektÃ¼re anbiete, werde ich spÃ¤ter mit Links, Bildern, Videos und weiteren Anmerkungen aufhÃ¼bschen:</em></p>
<p>Yang Ho Cho, 62, ist Vielflieger und stÃ¤ndig unterwegs. Seine Kameras hat er immer dabei, an Motiven ist kein Mangel. Daheim in Korea lichtet er gern Wildblumen ab. Kalender mit seinen Fotos verschenkt er an Freunde und GeschÃ¤ftspartner. Sehr praktisch fÃ¼r einen Hobbyfotografen und Naturliebhaber wie Cho ist es, dass er zugleich Ã¼ber eine Fluglinie herrscht, neben ein paar anderen Firmen, die er besitzt und leitet. Etwa der Hanjin-Konzern, eines der grÃ¶ÃŸten Transportunternehmen der Welt. Chos Vater hat einst Korean Air billig von der sÃ¼dkoreanischen Regierung erworben, Cho hat das Unternehmen richtig groÃŸ gemacht.</p>
<p>KÃ¼rzlich war Yang Ho Cho auf Dienstreise in der SÃ¼dsee, auf Neukaledonien. Auf der RÃ¼ckreise von Noumea nach Seoul hatte er eine Idee: WÃ¤re das Great Barrier Reef nicht ein packendes Motiv? Seine Gefolgschaft war begeistert. Flink handelte Cho mit der australischen Flugsicherung eine Tiefflugerlaubnis Ã¼ber dem grÃ¶ÃŸten Korallenriff der Erde aus. â€žIch verhandle sowieso gerade mit den Australiern, weil die an einer Direktverbindung zwischen Cairns und Seoul interessiert sindâ€œ, sagt Cho. â€žDa war das schnell geklÃ¤rt.â€œ</p>
<p>Sein Jumbo drehte zwei, drei Runden Ã¼ber dem Naturschauspiel. â€žSo lange, bis alle ihre Fotos geschossen hatten. Das war groÃŸartig.â€œ Nach einer halben Stunde ging es wieder auf ReiseflughÃ¶he und ab nach Seoul. Freundlich erkundigt sich Cho: â€žWie haben sie das eigentlich rausbekommen? Ich mÃ¶chte nicht, dass das jeder weiÃŸ.â€œ</p>
<p>Dieser Tage ist Herr Cho wieder dienstlich unterwegs. In Durban, SÃ¼dafrika. Mag sein, dass er am Wochenende auf dem RÃ¼ckflug nach Seoul einige Runden Ã¼ber den Seychellen dreht oder Ã¼ber den Malediven. Wenn er in Stimmung ist, warum nicht? Wenn Yang Ho Cho als Olympiasieger nach Hause fliegt, wenn er seine Mission erfÃ¼llt hat, ist vieles mÃ¶glich. Auch das.</p>
<p>Herr Cho will die Olympischen Winterspiele 2018 nach Pyeongchang holen. Das ist sein Job. Es geht darum, die Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zu Ã¼berzeugen. Rund 100 IOC-Mitglieder haben am Mittwoch die Wahl zwischen Pyeongchang, einem verschlafenen ProvinzstÃ¤dtchen rund 200 Kilometer Ã¶stlich der Metropole Seoul, zwischen MÃ¼nchen und dem franzÃ¶sischen Annecy. Pyeongchang ist Favorit. Zuletzt haben die Koreaner zweimal knapp verloren: fÃ¼r die Winterspiele 2010 gegen Vancouver, fÃ¼r 2014 gegen Sotschi.</p>
<p>Als Chef des Bewerberkomitees arbeitet Cho in Durban Hand in Hand mit SÃ¼dkoreas PrÃ¤sidenten Lee Myung-Bak, der schon am Sonnabend anreiste, als die HÃ¤lfte der Zielpersonen noch beim IOC-Mitglied FÃ¼rst Albert in Monaco Hochzeit feierte. Herr Cho gebietet Ã¼ber mehrere Hundertschaften von Mitarbeitern, Lakaien, Beratern,Vasallen, Lobbyisten. PrÃ¤sident Lee ist sein Star.</p>
<p>StaatsprÃ¤sident Lee hat im vergangenen Jahr einen anderen WirtschaftsfÃ¼rsten nach einem Korruptionsurteil begnadigt: Kun Hee Lee, Chef des Samsung-Konzerns, der inKorea einen gottgleichen Status genieÃŸt. Kun Hee Lee wurde beauftragt, die Olympischen Spiele nach Pyeongchang zu holen. Der Samsung-Boss ist selbst IOC-Mitglied, er sponsert das IOC, etliche WeltverbÃ¤nde und sogar den Deutschen Olympischen Sportbund. Aber er redet nicht gern Ã¼ber sein Engagement. Seine Adjudanten, die ihn von rechts und links stÃ¼tzen, wenn Chairman Lee durch die Kongresshallen wandelt, blocken jeden AnnÃ¤herungsversuch ab.</p>
<p>Es ist eine Tradition in SÃ¼dkorea, dass Konzernchefs, die Bosse der mÃ¤chtigen Chaebols, die meist noch in Familienbesitz sind, auch Ã¼ber SportverbÃ¤nde gebieten. Das Sportbusiness offeriert vielfÃ¤ltige Kontakt- und GeschÃ¤ftsoptionen. Als Seoul Anfang der 1980er Jahre die Olympischen Sommerspiele 1988 zugesprochen wurden, entlieÃŸ der damalige MilitÃ¤r-Diktator Chun Doo Hwan die komplette SportfÃ¼hrung und ersetzte sie durch Wirtschaftsbosse.</p>
<blockquote><p>Samsung-Chef Lee wurde PrÃ¤sident des Ringerverbandes, ich wurde PrÃ¤sident des Judoverbandes, der Hyundai-Chef begann mit Reiten und FuÃŸball, und viele andere Ã¼bernahmen auch FÃ¼hrungspositionen &#8230;</p></blockquote>
<p>&#8230; sagt Yong Sung Park, dessen Familie den Doosan-Konzern aufgebaut hat.</p>
<p>Herr Park, 71, beaufsichtigte 1988 in Seoul die olympischen Judo-Wettbewerbe, wurde spÃ¤ter IOC-Mitglied und PrÃ¤sident des Judo-Weltverbandes. Nach einer KorruptionsaffÃ¤re wurde er diese EhrenÃ¤mter wieder los. Daheim in Korea aber begnadigte man ihn: Park sollte die Winterspiele 2014 nach Pyeongchang holen. Das Vorhaben misslang sehr wahrscheinlich, weil russische Oligarchen mehr Geld gezahlt haben als koreanische WirtschaftsfÃ¼hrer. Die Spiele gingen nach Sotschi. Erst Vancouver, dann Sotschi. Der Kampf um die Winterspiele wurde zum Trauma fÃ¼r die SÃ¼dkoreaner.</p>
<p>YS Park, wie sie ihn nennen, ist auch PrÃ¤sident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK). Er hat eine extrem junge Mannschaft um sich geschart. Eine weltoffene Truppe, kein Vergleich zu jenen verschlossenen Teams, die sich in den vergangenen Jahren um Olympia bewarben. Klischees sind unangebracht. Korea Ã¶ffnet sich weiter. Eine von Parks Mitarbeitern im NOK heiÃŸt Yeonji Kim. Sie ist in Deutschland aufgewachsen, ihre Eltern leben noch immer in Aachen, und vielleicht ist Yeonji Kim mehr Deutsche als Koreanerin. Sogar ihren ersten von zwei Weltmeistertiteln im Taekwondo gewann sie einst in Deutschland: in Garmisch-Partenkirchen, Kernregion der MÃ¼nchner OlympiaplÃ¤ne.</p>
<p>Die Welt des Sports ist klein. Herr Park hat Yeonji Kim zuletzt fÃ¼r einige Wochen nach Frankfurt geschickt, damit sie von dort aus die deutschen Medien beobachtet und ihm berichtet. YS Park kennt sich selbst bestens in Deutschland aus. MÃ¼nchen, das er zwei Dutzend Mal besucht hat, zÃ¤hlt zu seinen Lieblings-Destinationen. Er mag deutsches Bier, hat selbst im Brauerei-GeschÃ¤ft viele Millionen gemacht, und er liebt deftiges Essen. Park schwÃ¶rt auf Schweinshaxe im Franziskaner in MÃ¼nchen.</p>
<p>Anders als YS Park ist Bewerbungschef Yang Ho Cho ein recht scheuer Mensch. Das kann ein Problem sein fÃ¼r Pyeongchang. Denn Cho mag das Rampenlicht nicht. Diese verdammte Aufregung, die ihn stets packt, wenn er vor Kameras steht und das Licht angeht â€“ er kann sie einfach nicht besiegen. Sein Team hat alles versucht. Doch Cho wird fahrig und verliert seine LÃ¤ssigkeit, die ihn im persÃ¶nlichen GesprÃ¤ch auszeichnet. Er gerÃ¤t ins Stocken, sein Englisch wirkt plÃ¶tzlich sehr bescheiden, dabei hat er in den USA studiert. Terrence Burns, ein Amerikaner, der fÃ¼r Pyeongchang die PrÃ¤sentationen vor dem IOC-Wahlvolk komponiert, hat Cho bei einer Probe vorsichtig gefragt, ob er bitte darauf verzichtenkÃ¶nne, seinen Namen vom Blatt abzulesen.</p>
<p>Das fÃ¤llt Herrn Cho schwer. Dagegen kann man nichts tun. Seine Berater und PR-Strategen versuchen ihn deshalb etwas abzuschotten. Das ist sehr misslich fÃ¼r die Bewerbung Pyeongchangs, denn auf der Seite der Konkurrenz strahlt Katarina Witt in jede Kamera und plappert munter drauflos.</p>
<p>Herr Cho hat Theresa Rah als Sprecherin verpflichtet, eine weltgewandte Diplomatengattin, die auch einige Zeit in Deutschland gelebt hat. Mit Theresa Rah, mit Pyeongchangs Kommunikationschef Muchol Chin, den er wie viele andere fÃ¼r die Bewerbungszeit von Korean Air abgezogen hat, sowie zwei Beratern aus England, Mike Lee, und Ungarn, Laszlo Vajda, sitzt Cho am Montagnachmittag im Daruma-Restaurant an der Strandpromenade von Durban. Sie besprechen die nÃ¤chsten Stunden. Die entscheidenden Stunden bis am Mittwoch ab 15.35 Uhr gewÃ¤hlt wird.</p>
<p>Es geht in diesen Tagen immer darum, ein so genanntes Momentum zu erzeugen. PlÃ¶tzlich wird wichtig, was die Medien berichten.</p>
<blockquote><p>Ein Momentum ist, wenn Journalisten nicht mehr Ã¼ber die SchwÃ¤chen eines Bewerbers berichten, sondern nur noch Ã¼ber die StÃ¤rken &#8230;</p></blockquote>
<p>&#8230; sagt der EnglÃ¤nder Jon Tibbs, der fÃ¼r MÃ¼nchen arbeitet. â€žDieses Momentum haben zuletzt die drei SiegerstÃ¤dte London, Sotschi und Rio de Janeiro demonstriert.â€œ Tibbs hat fÃ¼r Sotschi gearbeitet. Sein groÃŸer Gegenspieler Mike Lee war fÃ¼r London und Rio tÃ¤tig.</p>
<p>Schlechte Schlagzeilen in den letzten Tagen wÃ¤ren fatal, denn es geht letztlich bei Olympiabewerbungen mehr um Stimmungen, um politische Verbindungen und private Vorlieben als um Fakten. Kein IOC-Mitglied ist verpflichtet, auf der Grundlage eines IOC-PrÃ¼fberichtes zu entscheiden, der die drei Bewerbungen nach sechzehn technischen Kriterien einordnet und StÃ¤rken und SchwÃ¤chen auflistet. Und das ist das Problem in diesem Wettbewerb, bei dem Ã¼ber Milliardeninvestitionen entschieden wird.</p>
<p>Pyeongchang ist von der so genannten IOC-Ethikkkommission im vergangenen Herbst verwarnt worden, nachdem Samsung und Korean Air SponsorenvertrÃ¤ge mit den WeltverbÃ¤nden der Ruderer und EislÃ¤ufer abgeschlossen hatten. Ruder-PrÃ¤sident Dennis Oswald, ein IOC-Mitglied aus der Schweiz, stimmt deshalb am Mittwoch nicht mit ab â€“ sein Verband aber kassiert das Geld von Samsung. Eislauf-PrÃ¤sident Ottavio Cinquanta, IOC-Mitglied aus Italien, stimmt mit ab â€“ der Vertrag mit Herrn Chos Fluglinie wurde auf Eis gelegt. Bis zum kommenden Donnerstag.</p>
<p>â€žDie GeschÃ¤ftskultur in Korea ist aber schon viel transparenter gewordenâ€œ, sagt Charm Lee. Der Chef der sÃ¼dkoreanischen TourismusbehÃ¶rde hieÃŸ frÃ¼her einmal Bernhard Quandt. Er kam in den 1970er Jahren aus Bad Kreuznach nach SÃ¼dkorea und erhielt als erster Deutscher die koreanische StaatsbÃ¼rgerschaft. Charm Lee ist ein Star in Korea, sein Leben wurde als Seifenoper aufgefÃ¼hrt, mit Einschaltquoten von bis zu 70 Prozent. Lee sagt, das Engagement von Konzernchefs mit Korruptions-Hintergrund kÃ¶nne sich â€žauch negativ auswirken auf Pyeongchangs Bewerbungâ€œ.</p>
<p>Die Herausforderer aus Deutschland haben die Korruptionsgeschichten des Olympia-Favoriten nie Ã¶ffentlich kommentiert. Inoffiziell aber haben sie gern darauf hingewiesen und dabei doch stets vergessen, dass die moderne Sportkorruption in Deutschland erfunden wurde.</p>
<p>Es war der einstige Adidas-Patron Horst Dassler, der den Weltsport seit den 1970er Jahren mit einem Geflecht der Schattenwirtschaft Ã¼berzog. Zahlungen von rund 100 Millionen Euro aus seiner einstigen Marketingagentur ISL an hÃ¶chste olympische SportfunktionÃ¤re sind bestens dokumentiert. Dassler machte damals auch beste GeschÃ¤fte in SÃ¼dkorea und fÃ¶rderte das damalige IOC-Mitglied Kim Un Yong sehr.</p>
<p>Kim ist inzwischen wegen Korruption verurteilt und aus dem IOC verstoÃŸen. Als Kim seinen letzten groÃŸen olympischen Angriff startete und 2001 IOC-PrÃ¤sident werden wollte, wurde er von Thomas Bach unterstÃ¼tzt, dem heutigen DOSB-PrÃ¤sidenten und IOC-Vize. Bach bÃ¼rgte fÃ¼r Kim. FrÃ¼her hat Bach als Adlatus von Dassler gedient. Ãœber derlei ZusammenhÃ¤nge aber schweigen die Deutschen lieber.</p>
<blockquote><p>Auf der Zielgeraden kÃ¶nnen Bewerbungen gewonnen und verloren werden</p></blockquote>
<p>&#8230; sagt Mike Lee, Chef der Agentur Vero Communications. Er hat einst als politischer Campaigner bei New Labour begonnen. Gewann dann an der Seite von Premier Tony Blair 2005 auf der IOC-Session in Singapur die Olympischen Sommerspiele mit London. 2009 lotste er Brasiliens damaligen PrÃ¤sidenten Luiz InÃ¡cio Lula da Silva durch die medialen Klippen und gewann auf der IOC-Session in Kopenhagen die Sommerspiele fÃ¼r Rio. In Durban berÃ¤t er Yang Ho Cho. â€žEs geht immer um das Gesamtpaketâ€œ, sagt Lee.</p>
<p>Das Gesamtpaket von Pyeongchang stimmt. Das von MÃ¼nchen auch. Dabei sind die Pakete doch totalunterschiedlich.</p>
<p>MÃ¼nchen wirbt mit vollen Stadien, Wintersporttradition und Emotionen. Ein â€žFestival der Freundschaftâ€œ wolle man feiern. Zuletzt hat sich Sponsor BMW sehr stark engagiert und setzt den koreanischen Konzernen einiges entgegen.</p>
<p>Pyeongchang wirbt mit Wirtschaftskraft und den VerheiÃŸungen eines neuen Marktes. Der Slogan heiÃŸt: â€žNeue Horizonteâ€œ. Zwei mal erst wurden die Winterspiele auf denbevÃ¶lkerungsreichsten Kontinent vergeben â€“ aber 20 Mal nach Europa und Nordamerika. â€žPyeongchang ist bereit fÃ¼r die Spiele und wird ein groÃŸes VermÃ¤chtnis hinterlassenâ€œ, sagt Yang Ho Cho. Er hat dem IOC versprochen, bis 2018 auch als Chef des olympischen Organisationskomitees zu arbeiten.</p>
<p>Die Kernfrage hat sich seit Jahren nicht geÃ¤ndert: Kann das IOC einem Bewerber, der zweimal knapp unterlag und der in zehn Jahren sÃ¤mtliche Versprechen hielt und Milliardeninvestierte, ein drittes Mal absagen? Kann das IOC den koreanischen Konzernchefs, die mit Milliardensummen den olympischen Betrieb alimentieren, einen Korb geben?</p>
<p>Es kann. Aber es sieht nicht danach aus.</p>
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		<title>Durban. The final countdown</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 10:36:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin auf dem Weg nach Durban. Ab Samstag wird hier rund um die IOC-Session und die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018 gebloggt. Viel VergnÃ¼gen! [Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.] Wie tausendmal gesagt: Pyeongchang oder MÃ¼nchen, das ist hier die Frage. &#8220;New horizons&#8221; oder &#8220;festival of [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin auf dem Weg nach Durban. Ab Samstag wird hier rund um die IOC-Session und die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018 gebloggt. Viel VergnÃ¼gen!</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/01/durban-the-final-countdown/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Wie <a title="Programmhinweis (XI): &quot;Olympiapoker&quot;" href="http://www.jensweinreich.de/2011/06/29/programmhinweis-xi-olympiapoker/" target="_self">tausendmal gesagt</a>: Pyeongchang oder MÃ¼nchen, das ist hier die Frage. &#8220;New horizons&#8221; oder &#8220;festival of friendship&#8221;.</p>
<p>(Tut mir ja auch leid fÃ¼r die Franzosen.)</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/01/durban-the-final-countdown/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/01/durban-the-final-countdown/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<ul>
<li>Hier finden Sie das <a title="Archiv Olympiabewerbung 2018" href="http://jensweinreich.de/category/olympiabewerbung/" target="_self">Bewerbungs-Archiv</a> dieses Blogs mit tausenden Links und vielen, vielen Dokumenten.</li>
<li>Das jÃ¼ngste Gutachten Ã¼ber die Rechtswirksamkeit der IOC-Host-City-VertrÃ¤ge <a title="NOlympia 2018" href="http://www.nolympia.de/2011/06/pm-olympiabewerbung-munchen-2018-gutachten-bestatigt-host-city-vertrag-nicht-rechtswirksam/" target="_blank">im Original auf NOlympia2018</a>.</li>
</ul>
<p>Oops, <strong><a href="http://youtu.be/6Od-jNaHvF4" target="_blank">ein</a>, <a href="http://youtu.be/E5o7E1mHTy4" target="_blank">zwei</a>, <a href="http://youtu.be/31-d2tmXdsU" target="_blank">drei</a> </strong>Ãœberraschungen.</p>
<p>FÃ¼r alle, die es ganz genau wissen wollen: Was geht ab in Durban?</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/07/durban1.gif"><img class="size-full wp-image-10563 aligncenter" title="Schedule IOC-Session Durban 2011 - 1" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/07/durban1.gif" alt="" width="491" height="174" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-10564" title="Schedule IOC-Session Durban 2011 - 2" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/07/durban2.gif" alt="" width="491" height="337" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-10565" title="Schedule IOC-Session Durban 2011 - 3" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2011/07/durban3.gif" alt="" width="491" height="259" /></p>
<p>Also, bis demnÃ¤chst in diesem Theater.</p>
<p>Ein Ende mit Schrecken.</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2011/07/01/durban-the-final-countdown/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
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		<title>Winterspiele 2018: der IOC-Evaluierungsbericht</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2011/05/10/winterspiele-2018-der-ioc-evaluierungsbericht/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 May 2011 08:15:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[annecy 2018]]></category>
		<category><![CDATA[dichtung und wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[dokumentation]]></category>
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		<description><![CDATA[Das IOC hat soeben den Evaluierungsbericht zu den Olympiabewerbungen 2018 verÃ¶ffentlicht. Es darf diskutiert werden. Aber bitte bedenken: So ein Bericht ist (fast) nie entscheidend. Die Pressemeldung des IOC dazu: The International Olympic Committee (IOC) today released the report by the Evaluation Commission for the XXIII Olympic Winter Games in 2018. This report follows the [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das IOC hat soeben den Evaluierungsbericht zu den Olympiabewerbungen 2018 verÃ¶ffentlicht. Es darf diskutiert werden. Aber bitte bedenken: So ein Bericht ist (fast) nie entscheidend.</p>
<p><iframe class="scribd_iframe_embed" src="http://www.scribd.com/embeds/55078081/content?start_page=1&#038;view_mode=list&#038;access_key=key-a0higa7lu7s646wae0z" data-auto-height="true" data-aspect-ratio="1" scrolling="no" id="doc_74780" width="100%" height="600" frameborder="0"></iframe><script type="text/javascript">(function() { var scribd = document.createElement("script"); scribd.type = "text/javascript"; scribd.async = true; scribd.src = "http://www.scribd.com/javascripts/embed_code/inject.js"; var s = document.getElementsByTagName("script")[0]; s.parentNode.insertBefore(scribd, s); })();</script></p>
<p>Die <a title="IOC Press Release" href="http://www.olympic.org/media?articlenewsgroup=-1&amp;articleid=128019&amp;searchpageipp=10&amp;searchpage=1" target="_blank">Pressemeldung des IOC</a> dazu:</p>
<blockquote><p>The International Olympic Committee (IOC) today released the report by the Evaluation Commission for the XXIII Olympic Winter Games in 2018. This report follows the Commissionâ€™s visits to the three Candidate Cities bidding to host the Games: Munich (Germany), Annecy (France) and PyeongChang (Republic of Korea).*</p>
<p>The Evaluation Commission, chaired by the IOC member in Sweden Gunilla Lindberg, spent four days in each Candidate City earlier this year (see dates below) to conduct on-site inspections and carry out an assessment of the citiesâ€™  2018 Olympic Winter Games projects.</p>
<p>The report is a technical analysis which is being provided to IOC members prior to the â€œ2018 Briefing for IOC Members&#8221; which will be held on 18 and 19 May in Lausanne.  During this meeting the Candidate Cities will have the opportunity to present the technical aspects of their candidatures to the IOC members and answer questions.</p>
<p><a title="Evaluierungsbericht 2018" href="http://www.olympic.org/Documents/Commissions_PDFfiles/Evaluation_Commission/FINAL_DRAFT_2018_EV_COM-ENG.pdf" target="_blank">Download the report</a></p>
<p>The election of the host city of the 2018 Olympic Winter Games will take place on 6 July 2011 during the 123rd IOC Session in Durban (South Africa). Prior to the IOC members casting their votes, the Candidate Cities will make their final presentations, followed by a final report by Evaluation Commission Chair Gunilla Lindberg. The city that obtains an absolute majority of votes will be elected.</p>
<p>The election in Durban will be the culmination of a process that began on 31 July 2009, when the IOC asked National Olympic Committees to nominate cities for the 2018 Games. On 16 October 2009, the IOC announced Munich, Annecy and PyeongChang as the three Applicant Cities. The citiesâ€™ responses to the IOCâ€™s Applicant City Questionnaire were studied by an IOC Working Group, which produced a report for the IOC Executive Board (EB). Based on this report, all three cities were named Candidate Cities by the EB at its meeting on 22 June 2010. The cities submitted their Candidature Files, based on the 17 themes outlined in the IOCâ€™s Candidature Procedure and Questionnaire, by the deadline of 11 January 2011.</p>
<p>* Cities are listed in the order of drawing of lots as performed by the IOC Executive Board on 10 December 2009. This is the order in which the cities bidding for the 2018 Games will be listed, make presentations, etc., until the election of the host city in July 2011.</p>
<p>Note to the editors:</p>
<p>The dates of the Evaluation Commission visits were:</p>
<ul>
<li>Annecy: 9â€“12 February 2011</li>
<li>PyeongChang: 16â€“19 February 2011</li>
<li>Munich: 1â€“4 March 2011</li>
</ul>
</blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Olympia 2018: Au revoir, Annecy!</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Dec 2010 22:15:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[annecy 2018]]></category>
		<category><![CDATA[edgar grospiron]]></category>
		<category><![CDATA[finanzierung von mega-events]]></category>
		<category><![CDATA[mÃ¼nchen 2018]]></category>
		<category><![CDATA[olympiabewerbung]]></category>
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		<category><![CDATA[winterspiele 2018]]></category>
		<category><![CDATA[l'equipe]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe es oft genug angedeutet, etwa nach meinem merkwÃ¼rdigen GesprÃ¤ch mit dem Olympiasieger Edgar Grospiron im August in Singapur: Annecy ist nicht wirklich ein AnwÃ¤rter auf die Olympischen Winterspiele 2018. Da weltweit kaum Interesse an diesen Winterspielen besteht &#8211; so wenige Bewerber gab es fÃ¼r Spiele seit 30 Jahren nicht -, lieÃŸ das IOC-Exekutivkomitee [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe es oft genug angedeutet, etwa nach <a title="Olympia 2018: Eine Wasserstandsmeldung und ein nervÃ¶ser Bewerber" href="http://www.jensweinreich.de/2010/08/20/olympia-2018-eine-wasserstandsmeldung-und-ein-nervoser-bewerber/" target="_self">meinem merkwÃ¼rdigen GesprÃ¤ch mit dem Olympiasieger Edgar Grospiron</a> im August in Singapur: <a title="Annecy2018.org" href="http://www.annecy2018.com/en/" target="_blank">Annecy</a> ist nicht wirklich ein AnwÃ¤rter auf die Olympischen Winterspiele 2018. Da weltweit kaum Interesse an diesen Winterspielen besteht &#8211; so wenige Bewerber gab es fÃ¼r Spiele seit 30 Jahren nicht -, lieÃŸ das IOC-Exekutivkomitee <a title="Kleiner Regelbruch: Olympia 2018, Candidate Cities" href="http://www.jensweinreich.de/2010/06/22/kleiner-regelbruch-olympia-2018-die-candidate-cities/" target="_self">Annecy dennoch im Wettbewerb</a>. Denn nur Pyeongchang und MÃ¼nchen hÃ¤tte einfach zu blÃ¶d ausgesehen.</p>
<p>WÃ¤hrend also MÃ¼nchens Olympiabewerber dieser Tage in Durban den Ernstfall fÃ¼r die IOC-Session im Juli 2011 proben und die Location checken, steht Annecy kurz vor dem Aus.</p>
<p>Grospiron kommt ja nicht nur mir wegen harmloser Bemerkungen in meinen Texten blÃ¶d, er legt sich auch stÃ¤ndig mit den beiden sportpolitischen Korrespondenten der L&#8217;Equipe an. Die L&#8217;Equipe schrieb nun, dass es dem Aufsichtsrat des Bewerberkomitee an Zuversicht mangelt, um weitere zwei bis vier Millionen Euro fÃ¼r eine Bewerbung locker zu machen, die ohnehin gegen die Wand gesteuert wÃ¤re, wie Frankreichs IOC-Mitglied Guy Drut meint. Drut hat sich, im Gegensatz zum zweiten IOC-Mitglied der Franzosen, Jean-Claude Killy, wenigstens gelegentlich fÃ¼r Annecy engagiert. (Online finde ich im L&#8217;Equipe-Angebot leider <a title="L'Equipe" href="http://www.lequipe.fr/Aussi/breves2010/20101205_200215_2-a-4-m-de-plus-pour-annecy.html" target="_blank">nur</a> <a title="L'Equipe" href="http://www.lequipe.fr/Aussi/breves2010/20101205_184347_drut-rectifie-mais-ne-nie-pas.html" target="_blank">diese</a> <a title="L'Equipe" href="http://www.lequipe.fr/Aussi/breves2010/20101205_095454_killy-et-drut-lachent-annecy.html" target="_blank">Links</a>.)</p>
<p>Grospiron, derzeit ebenfalls in Durban bei der Weltkonferenz fÃ¼r <a title="Was vom Tage Ã¼brig blieb (29): Staumauern in Berglandschaften" href="http://www.jensweinreich.de/2009/03/31/was-vom-tage-ubrig-bleibt-29-staumauern-in-berglandschaften/" target="_self">Sport und Umwelt</a>, verÃ¶ffentlicht soeben eine interessante PresseerklÃ¤rung:</p>
<blockquote><p><strong>Annecy adapts its international setup for the home straight</strong></p>
<p>Edgar Grospiron, CEO of Annecy 2018, currently on a visit to South Africa, has confirmed Guy Drut and Jean-Claude Killy&#8217;s support for the French bid to host the 2018 Olympic and Paralympic Games. This statement comes in response to an article published in French sports daily L&#8217;Equipe on Sunday 5th December.</p>
<p>Christian Monteil, Chairman of the Annecy 2018 Supervisory Board and President of the Haute-Savoie General Council, and all the members of the Supervisory Board (the Government&#8217;s representative, the President of the French National Olympic Committee (CNOSF), the President of the RhÃ´ne-Alpes Region, the Mayor of Annecy) have reaffirmed their confidence in the project, highlighting the progress made during the past months:</p>
<p>&#8220;Last June, the International Olympic Committee asked Annecy to present a more compact organisation. Three months later, with the unfailing support of all concerned, Annecy 2018 presented a new, ultra-compact concept organised around the two main bases, Annecy and Chamonix Mont-Blanc. This concept is fully in line with the IOC&#8217;s demands, and was welcomed at the majorsâ€™ international presentations. Annecy 2018 has thus demonstrated its ability to adapt quickly in response to the IOC&#8217;s remarks, with the ultimate aim of submitting the best offer to host the 2018 Winter Games.</p>
<p>In a month&#8217;s time, on 11th January 2011, Annecy 2018 will submit its bid book to the IOC, along with guarantees issued by the State, all the local authorities and economic stakeholders. In February, Annecy will welcome the IOC Evaluation Commission.</p>
<p>The bid is therefore about to move into a new phase of its project&#8217;s international promotion.</p>
<p>To prepare for this new phase, the supervisory board has taken stock of the progress still to be made in terms of its international promotion efforts, which began at the Vancouver Olympics. Fully aware of the level of demand on the international stage, the Bid Committee has already put together a new organisation, designed to strengthen this international promotion, calling upon the necessary financial and human resources, in absolute compliance with Annecy 2018&#8242;s declared values.&#8221;</p>
<p>The Bid Committee and the French IOC members will meet in a week&#8217;s time to study this new organisation and move forward into the home straight for a final win, together, on 6th July 2011 in Durban.</p></blockquote>
<p>Ich denke mal, das war&#8217;s. Au revoir, Monsieur Grospiron!</p>
<p>Frankreich will zur 100-Jahr-Feier die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris, nachdem man fÃ¼r 2012 gegen London im letzten Moment an der eigenen Arroganz gescheitert ist. In Frankreich interessiert sich auÃŸer Grospiron und einigen Unentwegten kaum jemand fÃ¼r Olympia 2018 in Annecy.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Olympia 2018: MÃ¼nchen darf hoffen</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/10/23/olympia-2018-munchen-darf-hoffen/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Oct 2010 23:51:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ACAPULCO. Wie sieht es aus fÃ¼r MÃ¼nchen in der internationalen Arena? Ich bleibe dabei: besser als daheim. Die Dienstreise nach Acapulco hat sich fÃ¼r die Olympiabewerber definitiv gelohnt. Und mir gerade eine Nacht ohne Schlaf beschert. Das ist dabei herausgekommen: : Ein Hintergrund Politk gestern Abend im Deutschlandfunk, mit O-TÃ¶nen von Olympia-Kuratoriumschefin Katarina Witt, IOC-ChefprÃ¼ferin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ACAPULCO. Wie sieht es aus fÃ¼r MÃ¼nchen in der internationalen Arena? Ich bleibe dabei: besser als daheim. Die Dienstreise nach Acapulco hat sich fÃ¼r die Olympiabewerber definitiv gelohnt. Und mir gerade eine Nacht ohne Schlaf beschert. Das ist dabei herausgekommen:</p>
<p><a title="DLF Hintergrund Politik MÃ¼nchen 2018" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/10/22/dlf_20101022_1840_d4c77eed.mp3" target="_self">:</a></p>
<p>Ein Hintergrund Politk gestern Abend im <a title="DLF, Hintergrund Politik vom 22. Oktober 2010" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1302136/" target="_blank">Deutschlandfunk</a>, mit O-TÃ¶nen von</p>
<ul>
<li>Olympia-Kuratoriumschefin Katarina Witt,</li>
<li>IOC-ChefprÃ¼ferin Gunilla Lindberg,</li>
<li>Spin Doctor Jon Tibbs,</li>
<li>Bernie-Ecclestone-Berater Michael Payne,</li>
<li>Rodel-WeltverbandsprÃ¤sident Josef Fendt,</li>
<li>IOC-Vize Thomas Bach,</li>
<li>SÃ¼dkoreas NOK-Boss Park Yong Sung,</li>
<li>Moderner-FÃ¼nfkampf-WeltverbandsprÃ¤sident Klaus Schormann,</li>
<li>Olympia-GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Bernhard Schwank,</li>
<li>Ski-WeltverbandsprÃ¤sident Gian-Franco Kasper,</li>
<li>OberbÃ¼rgermeister Christian Ude und</li>
<li>Bob-WeltverbandsprÃ¤sident Ivo Ferriani</li>
</ul>
<p>Es fehlt ein bisschen Atmo von den PrÃ¤sentationen. Die Mexikaner hatten einfach keine MitschneidemÃ¶glichkeit eingerichtet. Ich werde den Text sicher auch noch reinkopieren, allerdings etwas erweitert. Bis dahin, ich wurde schon gemahnt, sollten wir mal wieder abstimmen.</p>
Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.
<p>Diesen Text fÃ¼r die <a title="Winter voller Wunder" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/1023/seite3/0006/index.html" target="_blank">Berliner Zeitung</a> habe ich auch noch gebastelt:</p>
<p>ACAPULCO. Richard Pound hat einige BÃ¼cher gelesen in seinem sieben Jahrzehnte wÃ¤hrenden Leben. Der Top-Jurist und langjÃ¤hrige VizeprÃ¤sident des IOC hat sogar etliche geschrieben. Der Kanadier mit schottischen Wurzeln liebt klare, deftige Worte. Nirgendwo werde so viel gelogen, pflegt er zu sagen, wie in olympischen BewerbungsbÃ¼chern.</p>
<p>Derlei SprÃ¼che sind unter deutschen Politiker und SportfunktionÃ¤re, die nach Monaten und verzehrenden Auseinandersetzungen mit MÃ¼he die kleine bavarische Olympia-Opposition ausmanÃ¶vriert haben, nicht eben beliebt. Gerade jetzt nicht, wo die Olympiabewerber aus MÃ¼nchen doch ihre internationale Tour beginnen und im nationalen Auftrag um die Austragung der Olympischen Spiele 2018 buhlen. Ohne alle Planungszahlen zu kennen, hat so ziemlich jedes Parlament, vom Gemeinderat Garmisch-Partenkirchen bis zum Bundestag (der schon vorab im Sommer vergangenen Jahres), dem Abenteuer einen Freibrief erteilt. Die Politik hat dem IOC rund 50 umfassende ZugestÃ¤ndnisse gemacht und sich natÃ¼rlich auch verpflichtet, mit Steuermitteln fÃ¼r etwaige Verluste eines olympischen Organisationskomitees aufzukommen.</p>
<p>Zuletzt haben alle siegreichen Truppen â€“ ob Sydney, Salt Lake City, Athen, Turin, Vancouver und natÃ¼rlich Peking â€“ gelogen, dass sich die Balken bogen. Da wurden angebliche Planungen in Windeseile zu Makulatur, das vervielfachten sich Kosten im Sprinttempo, da wollte man von zahlreichen Versprechen nichts mehr wissen. So ist das im Leben. Und im MilliardengeschÃ¤ft mit den Olympischen Spielen. So werden auch die Kosten der MÃ¼nchner Offerte, die bislang auf maximal drei Milliarden Euro geschÃ¤tzt wurden, in BÃ¤lde steigen, sollte MÃ¼nchen auf der Session des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am 6. Juli 2011 in Durban zum Sieger erklÃ¤rt werden.</p>
<p>Die Konkurrenten sind Pyeongchang aus SÃ¼dkorea und Annecy aus Frankreich. Beide wurden von MÃ¼nchens Bewerbern in der Nacht zum Donnerstag an pazifischen Gestaden empfindlich distanziert. Obwohl: Annecy, nun ja, ist kein wirklicher Bewerber. Warum, das wurde bei der PrÃ¤sentation vor der Vollversammlung aller 205 nationalen Olympiakomitees, an der drei Dutzend IOC-Mitglieder teilnehmen, sehr deutlich. Annecy schaffte es nicht einmal, die franzÃ¶sischen IOC-Mitglieder nach Acapulco zu locken. Das mag daran liegen, dass der Weltenbummler und Privatjetflieger Jean-Claude Killy den Zustand des Fairmont Princess Hotel einzuschÃ¤tzen weiÃŸ. Die Absteige trÃ¤gt fÃ¤lschlicher Weise noch das Label eines Luxushotels, verbreitet allerdings den Charme heruntergekommener Plattenbauten. Doch immerhin: zwischen den dunklen Betonplatten stolzieren hÃ¼bsch-rosarote Flamingos.</p>
<p>Und drauÃŸen wachen die testosterongeschwÃ¤ngerten, schwer bewaffneten Jungs von der PolicÃ­a Federal Ã¼ber die Sicherheit der wichtigen Kunden. Don Mario VÃ¡zquez Rana, MultimillionÃ¤r, MultifunktionÃ¤r und Freund von Fidel Castro, ist Gastgeber des Kongresses. Er hat sich um die Bundespolizei bemÃ¼ht, weil er den OrdnungskrÃ¤ften in Acapulco nicht traute. Die Barones, die Drogenbosse, so heiÃŸt es, haben wÃ¤hrend der IOC-Tagung aber Ruhe versprochen. Keine EntfÃ¼hrungen und andere unappetitliche Taten.</p>
<p>Auch Carlo Bruni kam nicht nach Acapulco. Sie Ã¼bermittelte, wie Angela Merkel fÃ¼r MÃ¼nchen, eine GruÃŸbotschaft per Video. WÃ¤hrend das SportvÃ¶lkchen der Kanzlerin aber hÃ¶flich lauschte, wurde die Bruni verspottet. Mon Dieu, die Franzosen, was sie sich antun mÃ¼ssen. Das IOC lieÃŸ sie im Rennen, weil es sich nicht die BlÃ¶ÃŸe geben wollte, das ohnehin kleinste Starterfeld seit drei Jahrzehnten vorab auf MÃ¼nchen und Pyeongchang zu reduzieren.</p>
<p>So stiehlt also in Acapulco niemand Katarina Witt die Show. â€žThe legendary Wittâ€œ, wie der deutsche Oberolympier und IOC-VizeprÃ¤sident Thomas Bach antichambrierte. Die Witt ist im olympischen Zirkus tatsÃ¤chlich noch eine groÃŸe Nummer, und sie hat sich im vergangenen Jahr durchaus beeindruckend eingearbeitet in das Business, in dem sie berÃ¼hmt geworden ist. â€žDamals, in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhundertsâ€œ, wie sie vor den Hundertschaften einflussreicher SportfunktionÃ¤re kokettierte. Die SÃ¼dkoreaner hatten darauf verzichtet, ihren Teenager Kim Yu-Na, die aktuelle Olympiasiegerin und einkommensstÃ¤rkste Sportlerin des Planeten, gegen die Witt aufzubieten. FrÃ¤ulein Kim hat sich gerade von ihrem Coach Brian Orser getrennt und hat einige Probleme.</p>
<p>Katarina Witt kennt Brian Orser natÃ¼rlich bestens und sie erwÃ¤hnt gÃ¼tig, dass es fÃ¼r Kim Yu-Na sicher besser ist, â€žsich auf die kommende Weltmeisterschaft vorzubereitenâ€œ. Wer kann eleganter als eine Eislauf-Diva keifen?</p>
<p>Die 20 Minuten wÃ¤hrende PrÃ¤sentation der MÃ¼nchner Olympiabewerber erfÃ¼llte gewiss keine gehobenen kÃ¼nstlerischen AnsprÃ¼che. Doch in dieser Branche ist man bescheiden geworden. PrÃ¤zise betrachtet war es der beste Auftritt einer deutschen Delegation seit Jahrzehnten. Das mag angesichts der Dilettanten aus Berlin (Bewerbung fÃ¼r die Sommerspiele 2000) und Leipzig (Sommer 2012) nicht viel heiÃŸen. Doch es zÃ¤hlt der Moment. Und der spricht nicht gegen MÃ¼nchen.</p>
<p>Es ging darum, im WahlvÃ¶lkchen Emotionen zu wecken, mit den olympischen Vokabeln und SehnsÃ¼chten zu spielen. Eine heile, hoffnungsfrohe Welt zu suggerieren, im Fall MÃ¼nchen mit den zentralen, oft wiederholten Vokabeln: Oktoberfest, Festival, â€žunvergessliches Winterwunderâ€œ (Witt). Dazu gab es nett geschnittene Videos mit lustigen Bayern, die mehrheitlich einen Migrationshintergrund vorweisen konnten.</p>
<p>Die Witt fÃ¼hrte sicher durchs Kurzprogramm und war nicht sklavisch an ihr Skript gebunden. FDP-Mann Thomas Bach, fÃ¼rs Sportpolitische zustÃ¤ndig, ist kein Showman, sondern Wirtschaftslobbyist. Aber er weiÃŸ wie kein Zweiter, was so ein Gremium hÃ¶ren mÃ¶chte. Fehlerfrei blieb diesmal auch MÃ¼nchens OberbÃ¼rgermeister Christian Ude, der wie auf einer Tourismus-BÃ¶rse minutenlang das Kulturangebot, die Shopping Malls und Nobel-Restaurants seiner Heimatstadt lobte. Das Sportkonzept wurde vom Olympia-GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Bernhard Schwank vorgestellt, ebenfalls kein Showmaster, aber den meisten Delegierten bestens vertraut, weil er seit in etlichen Funktionen mit ihnen arbeitet.</p>
<p>Und schlieÃŸlich die Kanzlerin. Es wÃ¤re ihr eine Ehre, die SportfÃ¼hrer 2018 in MÃ¼nchen begrÃ¼ÃŸen zu dÃ¼rfen, hat sie gesagt. Sie wird doch wohl nicht? Dazwischen liegen noch mindestens zwei Bundestagswahlen.</p>
<p>Waren deutsche Olympiabewerber jemals so aufgekratzt? Man muss weit in den sechziger Jahren recherchieren, um Ã¤hnliche Endorphin-AusschÃ¼ttungen zu attestieren. Vom GlÃ¼ckshormon beseelt werden Willi Daume und seine GefÃ¤hrten 1966 in Rom die IOC-Abstimmung Ã¼ber die Sommerspiele 1972 aufgenommen haben. MÃ¼nchen wurde zum Ausrichter bestimmt. 44 Jahre spÃ¤ter lÃ¤sst sich sagen: MÃ¼nchen hat durchaus Chancen auf die Winterspiele 2018. Das ist kein schlechter Start in die internationale Kampagne.</p>
<p>Was passiert ist in den vergangenen Monaten daheim in Bayern â€“ der tapfere Kampf der Opposition, die hausgemachten Pannen, das Kommunikationsdesaster -, es hat die internationale Stellung der Bewerbung nicht nachhaltig geschwÃ¤cht. Denn es gibt keinen Ãœberflieger in diesem kleinsten Wettbewerb seit dreiÃŸig Jahren.</p>
<p>Die Koreaner aus Pyeongchang, lange Zeit klarer Olympiafavorit, waren nicht viel besser als die Franzosen. Sie verfÃ¼gen Dank der UnterstÃ¼tzung von Staat und etlichen Chaebols zwar Ã¼ber mÃ¤rchenhafte Geldmittel, schaffen es aber nicht, eine technisch saubere PrÃ¤sentation mit einigermaÃŸen verstÃ¤ndlichen Sprechern abzuliefern. â€žNeue Horizonteâ€œ heiÃŸt ihr Slogan. Doch die haben sich nicht wirklich erÃ¶ffnet. Stattdessen mÃ¼ssen sie sich vor MÃ¼nchen fÃ¼rchten.</p>
<p>NatÃ¼rlich weiÃŸ niemand, was so eine gefÃ¼hlte Rangliste, so ein deutlicher Erfolg bei einer PrÃ¤sentation, fÃ¼r die es weder Punkte noch Orden gibt, wirklich bedeutet.</p>
<p>Die Architekten dieses Auftritts, der Amerikaner George Hirthler und der EnglÃ¤nder Jon Tibbs, verkÃ¼ndeten stolz, dies sei erst der Anfang. Man werde weiter hart arbeiten und die Vorstellungen professionalisieren.</p>
<p>Hinter dem Schleier aus Folklore und SÃ¼ÃŸholzraspeln verbergen sich â€“ bei MÃ¼nchen und Peyongchang â€“ eindeutige Botschaften, die beide bis Juli 2011 penetrieren werden. MÃ¼nchen protzt mit den wintersportverrÃ¼ckten deutschen Fans, die bei den Weltcups und Weltmeisterschaften des kommenden Winters so manche gigantische Kulisse fÃ¼r neue Werbefilmchen abgeben. Der MÃ¼nchen-BefÃ¼rworter Michael Payne, langjÃ¤hriger Marketingdirektor des IOC und heute Berater von Formel-1-Boss Bernie Ecklestone, spricht von einer â€žRÃ¼ckkehr in die Heimat des Wintersportsâ€œ, von einer Phase der Besinnung nach dem artifiziellen Abenteuer Sotschi 2014. Das wÃ¼rde auch Sponsoren und TV-Anstalten gefallen, glaubt Payne. Und der Mann hat Ahnung.</p>
<p>Die Koreaner wollen Neuland betreten. â€žNew Horizonsâ€œ eben. Sie erzÃ¤hlen wieder und wieder, dass sie seit einem Jahrzehnt alle Forderungen des IOC erfÃ¼llt, Milliardensummen investiert und viele hundert junge Sportler aus allen Teilen der Welt, die umsonst in den Sportzentren residieren, glÃ¼cklich gemacht haben. Sie haben zuletzt zwei Mal Ã¤uÃŸerst knapp gegen Vancouver (Winterspiele 2010) und Sotschi (Winterspiele 2014) verloren. Nun sind sie dran, fordern sie und wollen neuerdings Theater, Restaurants und Einkaufszentren wÃ¤hrend der Spiele temporÃ¤r von Seoul nach Pyeongchang verlegen, um damit MÃ¼nchens Luxus-Verlockungen zu entgegnen. Und sie werden allen NOK sie wÃ¤hrend der Spiele Dependancen fÃ¼r umfassende FestivitÃ¤ten einrichten. Auf zweihundert HÃ¤user mehr kommt es nicht an. Geld ist reichlich vorhanden. Christian Ude fand das gar nicht lustig. Derlei Offerten â€žkÃ¶nnten auch eine kontraproduktive Wirkung habenâ€œ. Pyeongchang, so der unterschwellige Vorwurf, wolle sich alles, was es nicht habe, flink noch kaufen.</p>
<p>Der groÃŸe Zampano SÃ¼dkoreas, den sie wie eine Gottheit verehren, saÃŸ wÃ¤hrend der PrÃ¤sentation schweigend auf dem Podium: Samsung-Gebieter Kun Hee Lee, selbst IOC-Mitglied und vor Monaten vom StaatsprÃ¤sidenten mal wieder nach einem schweren Korruptionsfall begnadigt. Herr Lee hÃ¤lt seit Tagen Hof im Princess Hotel. Was er am Donnerstag sah, konnte ihm nicht gefallen. Da muss er wohl noch einige Millionen drauflegen. Mit welchen Folgen, das ist eine der spannenden Fragen.</p>
<p>Sepp Fendt, der Rodel-WeltverbandsprÃ¤sident aus Berchtesgaden, attestiert der Szene derzeit eine gewisse Gereiztheit wegen der Korruptionsgeschichten, die gerade im FuÃŸballweltverband FIFA verhandelt werden. In einem halben Jahr aber, meint Fendt, â€žkann das schon wieder vergessen seinâ€œ.<br />
Dann geht die Olympiabewerbung in die entscheidende Phase.<br />
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		<title>Olympia 2018: eine Wasserstandsmeldung und ein nervÃ¶ser Bewerber</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 09:46:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[annecy 2018]]></category>
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		<description><![CDATA[SINGAPUR. Hoppala. Da ist aber jemand empfindlich. Das hatte ich auch noch nicht. Edgar Grospiron, Chef der Olympiabewerbung von Annecy, gibt mir meine Visitenkarte zurÃ¼ck, weil ihm irgendwas an der Ãœbersetzung (oder am Inhalt) eines Textes nicht gefallen hat, den ich Ã¼ber die Lage der Olympiabewerbung 2018 gedichtet habe. Ich hÃ¤tte Grospiron fÃ¼r viel cooler [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SINGAPUR. Hoppala. Da ist aber jemand empfindlich. Das hatte ich auch noch nicht. <a title="Edgar Grospiron" href="http://www.grospiron.net" target="_blank">Edgar Grospiron</a>, Chef der Olympiabewerbung von <a title="Annecy 2018" href="http://www.annecy2018.com/en/" target="_blank">Annecy</a>, gibt mir meine Visitenkarte zurÃ¼ck, weil ihm irgendwas an der Ãœbersetzung (oder am Inhalt) <a title="FTD: Wie MÃ¼nchen IOC-Vize Bach in die Bredouille bringt" href="http://www.ftd.de/sport/:olympiabewerbung-wie-muenchen-ioc-vize-bach-in-die-bredouille-bringt/50158375.html" target="_blank">eines Textes</a> nicht gefallen hat, den ich Ã¼ber die Lage der Olympiabewerbung 2018 gedichtet habe. Ich hÃ¤tte Grospiron fÃ¼r viel cooler gehalten. Aber okay, Mann kann sich tÃ¤uschen. Er sagt, es herrsche zwischen allen Bewerbern eine faire AtmosphÃ¤re. Tut mir leid, das habe ich nie anders behauptet und versucht, ihm das klarzumachen.</p>
<p>Aber das interessiert ihn nicht, er hat sich gewiss erkundigt. Und da in diesen Kreisen, die Kreise sind ja Ã¼berschaubar, sehr gern olympische Dauer-Berichterstatter (ja, so genannte Journalisten), FunktionÃ¤ren einreden, dass es besser ist, mit diesem oder jenem Journalisten nicht zu sprechen, und viele FunktionÃ¤re und Angestellte von SportverbÃ¤nden, ob sie nun IOC oder FIFA heiÃŸen, derlei RatschlÃ¤ge befolgen, wie ich regelmÃ¤ÃŸig und ehrlich gesagt immer Ã¶fter erfahren darf, deshalb also befindet sich Edgar Grospiron in guter Gesellschaft.</p>
<p>Ich weiÃŸ nicht, wo das noch hinfÃ¼hren soll. Bin gespannt, wann jemand auf die Idee kommt, Journalisten, jedenfalls bestimmten Reportern, die Anwesenheit in den Luxushotels zu verbieten, wo die Olympier stets absteigen. Ich denke, viel fehlt nicht, das kann noch lustig werden in den kommenden Monaten. In Singapur gab es trotz Sicherheitscheck am Eingang des Ritz-Carlton keinerlei Restriktionen. (Anders als unlÃ¤ngst in Sotschi bzw Krasnaja Poljana, als ich nicht ins IOC-Hotel durfte, wir Journalisten von den Organisatoren verarscht und nicht Ã¼ber die PlÃ¤ne der IOC-PrÃ¼fungsgruppe informiert wurden, und als schlieÃŸlich sich die Pressechefin sogar erlaubte, ein Interview, das ich gerade mit ISU-PrÃ¤sident Ottavio Cinquanta fÃ¼hrte, zu unterbrechen. Cinquanta klÃ¤rte die Sache schnell und energisch, denn welches IOC-Mitglied lÃ¤sst sich schon gern unterbrechen.) Ich habe hier tagelang herumgelungert und problemlos mit vielen Leuten gesprochen, mal offen, oft konspirativ. HÃ¶flicher Weise habe ich darauf verzichtet, Fotos zu machen. Das fand ich nur fair, ich muss Leute nicht beim Kaffeetrinken fotografieren, bei offiziellen AnlÃ¤ssen ist das etwas anderes.</p>
<p>Ich stelle mir gerade vor, die <a title="MÃ¼nchen 2018" href="http://www.muenchen2018.org/" target="_blank">MÃ¼nchener Olympiabewerber</a> wÃ¤ren so empfindlich wie Monsieur Grospiron. Nicht auszudenken. Aber sie stecken es sportlich lÃ¤ssig weg, angesichts der andauernden Kritik daheim hÃ¤tten sie ihre Bewerbung sonst lÃ¤ngst schon einstellen mÃ¼ssen. Die SÃ¼dkoreaner aus <a title="Pyeongchang" href="http://www.pyeongchang2018.org/language/eng/index.asp?hb_Manager_PK=VDENAA01&#038;s=" target="_blank">Pyeongchang</a> sind Ã¼brigens auch ganz locker, mit denen kann man erstaunlich gut plaudern.</p>
<p>Grospiron ist ja nicht gegenÃ¼ber allen, nun ja, Journalisten, so garstig. Dem so genannten Branchendienst <a title="ATR" href="http://aroundtherings.com/" target="_blank">Around the Rings</a> sponsert Annecy sogar die YOG-Berichterstattung, obwohl Around the Rings Annecy nur auf Rang drei im Rennen um die Winterspiele 2018 fÃ¼hrt. Man kÃ¶nnte trefflich darÃ¼ber streiten, ob Around the Rings stets Journalismus macht, aber das mit Rang drei geht schon in Ordnung, das weiÃŸ jeder.</p>
<p>Anyway, der Stein des AnstoÃŸes, eine harmlose Lagebeschreibung:</p>
<p>SINGAPUR. Ginge es nach dem grÃ¶ÃŸten Aufgebot an Lobbyisten, stÃ¼nde der Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2018 fest. Es wÃ¤re Pyeongchang aus SÃ¼dkorea. Platz zwei ginge an MÃ¼nchen, abgeschlagener Letzter wÃ¤re das franzÃ¶sische Annecy. Edgar Grospiron, Bewerberchef Annecys und 1992 erster Olympiasieger auf der Buckelpiste, ist zumindest technisch chic ausgestattet. Er sitzt mit seiner Assistentin tagelang in der Chihuly Lounge des Nobelhotels Ritz-Carlton von Singapur und prÃ¤sentiert Annecys VorzÃ¼ge auf einem iPad. Der Ire Patrick Hickey, IOC-Mitglied und Chef der Vereinigung europÃ¤ischer NOK, lÃ¤sst das iPad in der Jackettasche verschwinden. &#8220;Das trifft sich gut&#8221;, witzelt er, &#8220;so ein Ding wollte ich ohnehin haben.&#8221;</p>
<p><em> (Kurz bevor ich den Beitrag hier rein kopierte hat Ã¼brigens gerade Albert von Monaco einen Blick auf die iPad-PrÃ¤sentation geworfen :)</em></p>
<p>Doch Grospiron hat nichts zu verschenken, er hat nur um etwas zu bitten. Eigentlich hieÃŸ es bis vor kurzem noch, IOC-PrÃ¤sident Jacques Rogge wÃ¼nsche keine grÃ¶ÃŸeren Auftritte der Bewerber in Singapur, wo sich sein VÃ¶lkchen bei den Olympischen Jugendspielen vergnÃ¼gt. Selbst IOC-VizeprÃ¤sident und DOSB-Boss Thomas Bach hatte Ende Juli noch behauptet, man mÃ¼sse erstmal prÃ¼fen, ob das IOC in Singapur etwas zulÃ¤sst. Nun sind sie doch wieder mit groÃŸen Abordnungen dabei, auÃŸer Annecy und dem tapferen Fast-EinzelkÃ¤mpfer Grospiron natÃ¼rlich. Akkreditierungen fÃ¼r die Jugendspiele haben die Bewerber zwar nicht, aber das ist nur eine Formalie, die niemanden hindert.</p>
<p>MÃ¼nchen logiert im Mandarin Oriental nebenan und bearbeitet die Zielpersonen im Ritz zeitweise mit einem Dutzend Leuten. Alle FÃ¤den laufen bei Bach zusammen, koordiniert wird der Einsatz von Katrin Merkel, die in einer Doppelfunktion als DOSB-Direktorin fÃ¼r Internationales und als Direktoriumsmitglied der Bewerber GmbH agiert. Eines Abends wuselten ein Dutzend MÃ¼nchner durch die Lobby, inklusive Bach, Katarina Witt und Willy Bogner, der aber schon wieder abgereist ist. ZahlenmÃ¤ÃŸig werden die Deutschen natÃ¼rlich von den Koreanern Ã¼bertroffen. Deren Bewerberchef Cho Yang-Ho, Chef von Korean Air, ist zwar schon wieder daheim. Doch NOK-PrÃ¤sident Park Yong-Sung, der einst wegen Korruption aus dem IOC scheiden musste, nimmt die Sache selbst in die Hand. Den ehemaligen Gouverneur Kim Jin-Sun, der die vorherigen beiden Bewerbungen betreute â€“ Pyeongchang verlor jeweils knapp gegen Vancouver und Sotschi -, wurde ebenfalls eingeflogen.</p>
<p>Die Koreaner bevorzugen die Ãœberfalltaktik. Vorzugsweise arbeiten sie in den Hotelsuiten, doch wenn IOC-Mitglieder in grÃ¶ÃŸerer Zahl etwa zu dinieren gedenken oder Termine wahrnehmen, wie die Gedenkfeier fÃ¼r den verstorbenen IOC-EhrenprÃ¤sidenten Juan Antonio Samaranch, tauchen sie aus allen Richtungen in Dreier- oder Vierergruppen auf. Keiner kann ihnen entkommen.</p>
<p>Der wachsende Widerstand in bayerischen Gemeinden und MÃ¼nchen wird im IOC noch nicht groÃŸ thematisiert. Aber diejenigen, die sich fÃ¼r Winterspiele interessieren, nehmen die Probleme der MÃ¼nchner natÃ¼rlich wahr. ErfahrungsgemÃ¤ÃŸ spielt derartiger Widerstand erst in den letzten Monaten einer Bewerbung eine grÃ¶ÃŸere Rolle â€“ abgestimmt wird am 6. Juli 2011.</p>
<p>Interessanter sind derzeit andere sportpolitische Konstellationen. Etwa eine mÃ¶gliche Olympia-Offerte von St. Moritz fÃ¼r 2022. Swiss Olympic wertet gerade den Bericht einer Arbeitsgruppe aus. Gian-Franco Kasper, PrÃ¤sident des Ski-Weltverbandes (FIS) spricht bereits von einer Kandidatur: â€žAber nur, wenn die Spiele 2018 nicht nach MÃ¼nchen gehen.â€œ Welchen Grund sollte es also fÃ¼r die fÃ¼nf Schweizer IOC-Mitglieder geben, 2011 in Durban fÃ¼r MÃ¼nchen zu stimmen? Sie wÃ¼rden damit die Bewerbung von St. Moritz beerdigen, weil die Winterspiele kaum zweimal (Sotschi 2014, MÃ¼nchen 2018), aber schon gar nicht dreimal in Folge (St. Moritz 2022) nach Europa kÃ¤men. FÃ¼r die Schweizer um die vier WeltprÃ¤sidenten Gian-Franco Kasper (Ski), Denis Oswald (Rudern), Joseph Blatter (FuÃŸball) und RenÃ© Fasel (Eishockey) kÃ¤me eigentlich nur Pyeongchang in Frage.</p>
<p><em>(Ich weiÃŸ schon, Ihre Heiligkeit Sepp entzieht sich derlei Betrachtungen. FÃ¼r ihn gelten ganz andere Regeln.)</em></p>
<p>Es ist noch komplizierter, auch das europÃ¤ische Interesse (Rom) fÃ¼r die Sommerspiele 2020 will beachtet werden. Und Denis Oswald wird nachgesagt, er Ã¼berschÃ¤tze sich so sehr, dass er 2013 IOC-PrÃ¤sident werden wolle. Will er das tatsÃ¤chlich, dann wÃ¤re es ein probates Mittel, MÃ¼nchen zum Olympiasieg zu verhelfen, um einen IOC-PrÃ¤sidenten Thomas Bach zu verhindern. Denn der Flurfunk sagt: Zwei deutsche Siege gehen nicht, das IOC wird nie erst MÃ¼nchen kÃ¼ren und zwei Jahre spÃ¤ter Bach zum PrÃ¤sidenten wÃ¤hlen. Im Grunde hat sich an dieser Konstellation seit Bewerbungsbeginn nichts geÃ¤ndert. Geht die Goldmedaille aber nach Pyeongchang, ist Bachs IOC-PrÃ¤sidentschaft nach jetzigem Stand so gut wie sicher.</p>
<p>Opfert Bach MÃ¼nchen? Derlei BefÃ¼rchtungen kursieren seit Jahren, auch in MÃ¼nchen <em>(und sie wurden hier im Blog schon oft genug diskutiert)</em>. Bach sagte mir kÃ¼rzlich dazu:</p>
<blockquote><p>&#8220;Also so weit sollten sie mich eigentlich kennen, dass ich noch nie gerne angetreten bin, um zu verlieren. Das macht keinen Sinn. Wir kÃ¤mpfen mit vollem Einsatz fÃ¼r MÃ¼nchen 2018. Der gesamte deutsche Sport steht dahinter. Und insoweit verbieten sich schon andere Ãœberlegungen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Es gibt IOC-Mitglieder, die Ã¼ber solche Aussagen schallend lachen. Sie mÃ¶chten sich nur nicht zitieren lassen. Anders als etwa Eishockey-PrÃ¤sident Fasel, der mir schon vor Monaten in Sotschi sagte:</p>
<blockquote><p>â€žThomas sagt das ja selber. Praktisch alle Mitglieder wissen, dass er ein seriÃ¶ser Kandidat ist und sein wird.â€œ</p></blockquote>
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		<title>Kleiner Regelbruch: Olympia 2018, die Candidate Cities</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 09:31:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diesmal nur aus der Ferne, ausnahmsweise nicht live beim IOC, sage ich: Selten so einen Quatsch beobachtet in einem olympischen StÃ¤dtewettstreit! Das Interesse an den Olympischen Winterspielen ist so gering wie seit dreieinhalb Jahrzehnten nicht. Nur Pyeongchang, der groÃŸe Favorit, MÃ¼nchen und Annecy bewerben sich. Und dennoch macht das IOC einen so genannten Vorausscheid, gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesmal nur aus der Ferne, ausnahmsweise nicht live beim IOC, sage ich: Selten so einen Quatsch beobachtet in einem olympischen StÃ¤dtewettstreit! Das Interesse an den Olympischen Winterspielen ist so gering wie seit dreieinhalb Jahrzehnten nicht. Nur Pyeongchang, der groÃŸe Favorit, MÃ¼nchen und Annecy bewerben sich. Und dennoch macht das IOC einen so genannten Vorausscheid, gibt heute Mittag in Lausanne jene StÃ¤dte bekannt, die ab sofort den Titel &#8220;Candidate City&#8221; tragen dÃ¼rfen &#8211; bis zur Entscheidung am 6. Juli 2011 in Durban.</p>
<p>Besonders in MÃ¼nchen wird daraus ein PR-Gegacker erster GÃ¼te gemacht. Als hÃ¤tte das irgendetwas zu bedeuten, was Rogge nachher erzÃ¤hlt. Oder anders herum: Vielleicht sehen sich MÃ¼nchens Bewerber in Wirklichkeit so schlecht (sie mÃ¼ssten es eigentlich wissen), dass sie es ehrlich als Erfolg feiern, unter lediglich drei &#8220;Applicant Cities&#8221; zu einer der &#8220;Candidate Cities&#8221; auserwÃ¤hlt zu werden.</p>
<p>Wer weiÃŸ, ich traue Willy Bogner, der die Ã–ffentlichkeit in Bezug auf die Olympiafinanzierung konsequent narrt, Unsinn erzÃ¤hlt und hinters Licht fÃ¼hrt, einiges zu, auch das.</p>
<p>Mir imponiert dagegen das Understatement der SÃ¼dkoreaner. Zwar ist noch etwas Zeit bis zur IOC-Pressekonferenz, die Koreaner wissen aber lÃ¤ngst bescheid und teilen das auf ihrer Homepage (<em>Dank an Henry M</em>) auch mit:</p>
<div id="attachment_8567" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><a href="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/screen-candidate-city-pc.gif"><img class="size-full wp-image-8567" title="Screenshot Pyeongchang 2018" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/screen-candidate-city-pc.gif" alt="" width="530" height="407" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot PyeongChang 2018, 22. Juni 2010, 11.03 Uhr</p></div>
<p>Formal ein Bruch der Bewerberregeln, schon jetzt mit den Olympischen Ringen zu werben. Doch wer will schon kleinlich sein bei dieser heutigen Farce in Lausanne.</p>
<p>Ich werde zu diesem Thema heute noch einiges bloggen. Immer mal vorbei schauen, es lohnt sich vielleicht.</p>
<p>Noch einige HintergrÃ¼nde zum Tage, klingt nur selbstreferenziell, ist erstklassiges Material :) mit Hunderten Links auch zu anderen Autoren:</p>
<ul>
<li>Der <a title="Zeitplan der Olympiabewerbung" href="http://www.jensweinreich.de/2009/10/15/olympia-2018-die-ausgangslage-pyeongchang-vor-pyeongchang-vor-pyeongchang/" target="_self">Zeitplan der Olympiabewerbung</a> 2018</li>
<li><a title="Willy Bogners Probleme mit der Wahrheit" href="http://www.jensweinreich.de/2010/03/19/munchen-2018-und-die-olympiafinanzierung-willy-bogners-probleme-mit-der-wahrheit/" target="_self">Willy Bogners Unwahrheiten</a> zur Olympiafinanzierung</li>
<li>So werden <a title="Finanzierung Olympischer Spiele ..." href="http://www.jensweinreich.de/2009/05/07/finanzierung-olympischer-spiele-wir-sind-ein-privilegiertes-volkchen/" target="_self">Olympische Spiele finanziert</a></li>
<li><a title="Spin Doctors und andere Berater ..." href="http://www.jensweinreich.de/2010/02/16/munchen-vs-pyeongchang-spin-doctors-und-andere-berater/" target="_self">Spin Doktoren und Lobbyisten</a> der MÃ¼nchner Bewerbung</li>
<li>Christian Udes <a title="Christian Ude und die Kniffe der propagandistischen Darstellung" href="http://www.jensweinreich.de/2010/01/26/munchen-2018-christian-ude-und-die-kniffe-der-propagandistischen-darstellung/" target="_self">Kniffe der propagandistischen Darstellung</a></li>
</ul>
<p>Die Umfrage wollen wir nicht vergessen:</p>
Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.
<p><strong>13.29 Uhr:</strong> Auf Facebook werde ich darauf aufmerksam gemacht, dass Pyeongchang das Erscheinungsbild der Homepage geÃ¤ndert hat. Also noch ein Screenshot, sie sind wieder &#8220;Applicant City&#8221;:</p>
<div id="attachment_8574" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><img class="size-full wp-image-8574" title="PyeongChang 2018, Screenshot 22. Juni 2010, 13.23 Uhr MESZ" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/pyeongchang-screen2-1323.gif" alt="" width="530" height="414" /><p class="wp-caption-text">PyeongChang 2018, Screenshot 22. Juni 2010, 13.23 Uhr MESZ</p></div>
<p>Ich sage schon mal voraus, dass sie in KÃ¼rze wieder &#8220;Candidate City&#8221; sein werden.</p>
<p><strong>14.04 Uhr:</strong> Die Sache ist Ã¼berraschend ausgegangen wie das Hornberger SchieÃŸen (hoffentlich ist das Bild nicht zu unstimmig). Jedenfalls hat das IOC doch tatsÃ¤chlich drei Applikanten zu Kandidaten gemacht. Wow! Und MÃ¼nchen ist mÃ¤chtig stolz!</p>
<p>Die deutschen Nachrichtenagenturen greifen das Thema oben nun auch auf und sprechen von einem RegelverstoÃŸ. Willy Bogner wird so zitiert:</p>
<blockquote><p>&#8220;Das ist ein VerstoÃŸ gegen die Regeln, dies mÃ¼sste das IOC in irgend einer Form ahnden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Tut mir leid, aber das ist sportpolitisch wieder mal dumm vom Bogner. Er sollte lÃ¤ssig schweigen. Kann er aber nicht. Es fehlt ihm das politische GespÃ¼r. Das hat Katarina Witt, seine Frontfrau, auch nicht. Und deshalb kann es noch lustig werden. Sie werden in viele FettnÃ¤pfchen treten.</p>
<p><strong>14.10 Uhr:</strong> So, jetzt ist in Pyeongchang wieder alles im Lot. Sie sind erwartungsgemÃ¤ÃŸ Kandidat, auch online:</p>
<div id="attachment_8576" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><img class="size-full wp-image-8576" title="Screenshot PyeongChang 2018, 22. Juni 2010, 14.09 Uhr MESZ" src="http://www.jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/06/screenshot-3-1409.gif" alt="" width="530" height="437" /><p class="wp-caption-text">Screenshot PyeongChang 2018, 22. Juni 2010, 14.09 Uhr MESZ</p></div>
<p><strong>14.15 Uhr:</strong></p>
<ul>
<li>Das IOC-Dokument zur Bewerbung: <a title="IOC 2018 Working Group Report" href="http://www.olympic.org/Documents/Host_city_elections/2018_Working_Group_Report_EN.pdf" target="_blank">Working Group Report</a></li>
<li>Die IOC-Pressemitteilung:</li>
</ul>
<blockquote><p>The International Olympic Committee (IOC) announced today that Munich (Germany), Annecy (France) and PyeongChang (Republic of Korea)* have all been selected as Candidate Cities to host the 2018 Olympic Winter Games. The IOC Executive Board (EB), which took the decision unanimously this morning during its meeting in Lausanne, nonetheless asked Annecy to review its venue concept.</p>
<p>â€˜The Executive Board today decided that all three Applicant Cities deserved to move to the second phase of the bidding procedure,â€? said IOC Olympic Games Executive Director Gilbert Felli. â€œIt has been made clear, however, that Annecy needed to review its project. We look forward to working with the three Candidate Cities and wish them good luck for the year of competition ahead.â€?</p>
<p>The EBâ€™s decision was based on a technical analysis of the Applicant Citiesâ€™ applications submitted earlier this year. The analysis and subsequent report was made by an IOC-appointed working group of Olympic Games experts who assessed each Applicant City&#8217;s potential for staging successful Olympic Winter Games in 2018. The technical assessment was based on a number of criteria, covering a variety of areas such as venues, transport, accommodation and security. Click here for the full report.</p>
<p>The three Candidate Cities now have until 11 January 2011 to submit their Candidature File to the IOC. These files will be analysed in detail by an IOC Evaluation Commission, which will also visit the Candidate Cities, before issuing a report no later than one month prior to the election. At this point of the bidding procedure, the EB has the possibility of narrowing down the number of cities which will be given the opportunity to present their project to the IOC Session. The cities will also take part in a technical briefing to IOC members in May. The final decision on the host city for the 2018 Olympic Winter Games will be made by the full IOC membership on 6 July 2011 in Durban, South Africa.</p>
<p>Please note: the Candidature Procedure and Questionnaire, which outlines the procedures, rules and deadlines to be respected until the election of the host city, as well as the in-depth questionnaire which Candidate Cities must respond to in their Candidature File, will be available on the IOC website as of tomorrow, www.olympic.org.</p>
<p>*Cities are listed in the order of drawing of lots.</p></blockquote>
<p>tbc<br />
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		</item>
		<item>
		<title>Vancouver, Tag 4: &#8220;I don&#8217;t know if any of you have ever experienced a German Autobahn without a speed limit&#8221;</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2010/02/16/vancouver-tag-4/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2010/02/16/vancouver-tag-4/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 00:36:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[VANCOUVER. Deutschland schlÃ¤ft, und ich taste mich langsam rein in den Tag. ZunÃ¤chst etwas Erfreuliches: Es gibt Neues von der MÃ¶we Jacques (Foto wird nachgereicht)! Jacques flirtet weiter mit dem Kollegen G., der auch wieder aufgetaucht ist und mit dem ich vorhin ein Mittagessen genossen habe (Tim Horten&#8217;s). Erstaunlich. Olympia meint es ja nicht immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>VANCOUVER. Deutschland schlÃ¤ft, und ich taste mich langsam rein in den Tag. ZunÃ¤chst etwas Erfreuliches: Es gibt Neues von der <a title="Vancouver, Tag 1: Jacques die MÃ¶we" href="http://jensweinreich.de/2010/02/12/vancouver-tag-1-jacques-die-mowe/" target="_self">MÃ¶we Jacques</a> (Foto wird nachgereicht)! Jacques flirtet weiter mit dem Kollegen G., der auch wieder aufgetaucht ist und mit dem ich vorhin ein Mittagessen genossen habe (Tim Horten&#8217;s). Erstaunlich.</p>
<p>Olympia meint es ja nicht immer gut mit Tieren. Gedopte Pferde (Peking 2008), gebratene Friedenstauben (Seoul 1988/<em>ab 4:40 im Video</em>), das sind so die Schlagzeilen.</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.jensweinreich.de/2010/02/16/vancouver-tag-4/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Seither mÃ¼ssen keine Tauben mehr bei ErÃ¶ffnungsfeiern ins Verderben fliegen.</p>
<p>Nicht dass sich Olympia und die Tiere am Ende noch versÃ¶hnen. Das wÃ¤re doch mal ein Thema, Ã¼ber das Journalisten berichten sollten. G. wird dazu allerdings schweigen. G. ist ein stiller GenieÃŸer. Er bevorzugt auch in seiner Arbeit die leisen TÃ¶ne und meint, wenn ich ab und an im Blog ein Foto verÃ¶ffentliche, mÃ¼sse das reichen. Er wolle seine Beziehung Â nicht Ã¶ffentlich besprechen. Das kann ich verstehen und respektieren.</p>
<p><strong>18.50 Uhr:</strong> Lassen wir also den bisherigen Tag Revue passieren. Mich haben besonders die Auftritte der Olympiabewerber 2018 interessiert, was an <a title="Kommentar von mb" href="http://jensweinreich.de/2010/02/11/munich-2018-we-do-not-want-the-games/#comment-19924" target="_self">anderer Stelle</a> kurz angerissen wurde.</p>
<p><strong>Annecy</strong> konnte ich leider nicht sehen. Allgemeines Urteil derjenigen, die ich dazu befragt habe: Â DÃ¼rftig. Aber die gesamte Bewerbung ist nicht ernst zu nehmen. Geredet wurde viel Ã¼ber das IOC-Mitglied Jean-Claude Killy &#8211; blÃ¶d nur, dass Killy durch Abwesenheit glÃ¤nzte. Guy Drut, ein weiteres franzÃ¶sisches IOC-Mitglied, fehlte ebenfalls, tauchte zwei Stunden spÃ¤ter aber als Gast in der PK von Pyeongchang auf. Was das wohl bedeutet?</p>
<p>Das Protokoll:</p>
<blockquote><p>Â© IOC, VANOC</p>
<p>VANCOUVER, Feb 15 &#8211; Comments from Edgar GROSPIRON (FRA), CEO of the Annecy 2018 Olympic bid, Jean-Luc RIGAUT (FRA), mayor of Annecy; Roselyne BACHELOT (FRA), French Minister of Sport and Health; and Denis MASSEGLIA (FRA), president of the French Olympic Committee (CNOSF) on Monday at the Main Press Centre.</p>
<p><strong>Edgar GROSPIRON (FRA) &#8211; CEO of the Annecy 2018 Olympic bid</strong></p>
<p>On the winter climate in Annecy, where weather forecasts predict rain and temperatures of 6 degrees Celsius this week:</p>
<p>&#8220;We chose the date for 2018 Olympic during February and this is the best conditions we can have in the winter. For sure not every day is sunny with big powder snow but if you take (this) Saturday and Sunday, it was great sunshine and the snow was very good over there.</p>
<p>&#8220;For sure we are going to work with the water to make artificial snow also. But the weather is the only thing we cannot totally control. The French Alps for a long time there are good conditions in winter for skiing and I think the place is good for that.&#8221;</p>
<p><strong>Jean-Luc RIGAUT (FRA), the mayor of Annecy</strong></p>
<p>On the region:</p>
<p>&#8220;Annecy is in the heart of the French Alps, at half an hour from Geneva and 45 minutes from Mont Blanc.&#8221;</p>
<p>&#8220;Mont Blanc, where snow is guaranteed.&#8221;</p>
<p>&#8220;Our region is the prime destination for winter sports in the world.&#8221;</p>
<p>&#8220;We will be able to welcome the whole Olympic family with our hearts and professionalism, but we also like to party.&#8221;</p>
<p>On existing facilities and infrastructure:</p>
<p>&#8220;It is 65 percent of the sites that are ready.&#8221;</p>
<p>&#8220;We will use the infrastructure in La Plagne in Savoie, which is in the heart of the Alps. We will use the airport in Geneva and the highways of Geneva. Geneva is 30 km, 40 minutes from Annecy. Of course we have an agreement with Geneva, which is our neighbour. But it remains a National French bid, as the rules require.&#8221;</p>
<p>On the venues they need to build:</p>
<p>&#8220;The big project is to build the speed skating oval because we don&#8217;t have one in France.&#8221;</p>
<p>&#8220;This will be the remaining legacy.&#8221;</p>
<p>&#8220;The French federation is in favour of this.&#8221;</p>
<p>&#8220;(But) at La Clusaz there will be no construction of the (ski) jumps because it is a natural slope, what is important is that they will already be inscribed in nature.&#8221;</p>
<p><strong>Roselyne BACHELOT (FRA) &#8211; French minister of sport and health</strong></p>
<p>On funding the Annecy 2018 bid after the failed Paris 2012 bid:</p>
<p>&#8220;I don&#8217;t want to talk about Paris. Paris is in the past.&#8221;</p>
<p>&#8220;We are with the athletes and we will give all the human and financial support required.&#8221;</p>
<p>&#8220;The French state has committed to two thirds of the (bid cost).&#8221;</p>
<p>&#8220;As for the 1.5 billion necessary for this project, we are going to be behind it and behind the project.&#8221;</p>
<p><strong>Denis MASSEGLIA (FRA), president of the French Olympic Committee (CNOSF)</strong></p>
<p>&#8220;France is a resolute candidate and the French Olympic Committee unanimously decided to take up the challenge of organising the Annecy 2018 bid. All the federations, summer and winter, are not only with but by the side of the 2018 bid.&#8221;</p></blockquote>
<p>Kleiner Einschub: Die Ad hoc Kammer des Weltsportgerichtshofes CAS teilt soeben mit:</p>
<blockquote><p>WOMEN&#8217;S SPEED SKATING</p>
<p>THE AD HOC DIVISION OF THE COURT OF ARBITRATION FOR SPORT (CAS) REGISTERS AN APPLICATION FROM THE GERMAN SPEED SKATER CLAUDIA PECHSTEIN</p>
<p><em>Vancouver</em>, <em>15 February 2010 </em>â€“ The German speed skater <strong>Claudia Pechstein</strong> has filed an application at the ad hoc Division of the Court of Arbitration for Sport against the German Olympic Committee (DOSB) and the International Olympic Committee. In her application, Ms Pechstein requests that she be nominated for and allowed to participate in the female speed skating competitions of the Vancouver 2010 Olympic Winter Games.</p>
<p>The application of Ms Pechstein is being transmitted to the Respondents DOSB and IOC. In the meantime, the CAS will not comment any further on this matter.</p></blockquote>
<p>Ich werde jetzt auch nicht kommentieren on this matter.</p>
<p>Weiter mit den Olympiabewerbungen:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6834" title="MÃ¼nchen 2018 in Vancouver, 15. Februar 2010" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/munich-2018.jpg" alt="" width="530" height="271" /></p>
<p>So strahlten Sie um die Wette, die Bittsteller aus <strong>MÃ¼nchen</strong>, von links: Bundesinnenminister Thomas de MaiziÃ¨re (CDU), Thomas Bach (FDP, IOC, DOSB), Willy Bogner, Katarina Witt (ARD). Christian Ude (SPD), Siegfried Schneider (CSU). Ich fand ja, der eindeutig beste Spruch kam vom UDIOCM, den habe ich weiter unten gefettet &#8211; umweltpolitisch ist Bachs Aussage nicht unbedingt das smarteste, was er sagen konnte, aber es war schlagfertig.</p>
<p><em>Nachtrag, einen Tag spÃ¤ter:</em> Christian Ude sah sich zu einer <a title="Vancouver, Tag 5: Christian Ude entschuldigt sich" href="http://jensweinreich.de/2010/02/17/vancouver-tag-5-christian-ude-entschuldigt-sich/" target="_self">Richtigstellung seiner Aussagen</a> gezwungen.</p>
<p>Wer es genau wissen will, dem empfehle ich die unparteiischen Notizen des Olympic News Service: <span id="more-6822"></span></p>
<blockquote><p>Â© IOC, VANOC</p>
<p>Press Conference Highlights</p>
<p><strong>Munich 2018 Olympic Bid</strong></p>
<p>VANCOUVER, Feb 15 &#8211; Comments from CEO of the Munich 2018 bid Willy BOGNER (GER); IOC Member and President of the German Olympic Sports Confederation (DOSB) Thomas BACH (GER); Lord Mayor of Munich Christian UDE (GER); German Federal Minister of the Interior and Sport Thomas de MAIZIERE (GER); and Chair of the Munich 2018 bid committee Katarina WITT (GER) during a press conference on the Munich 2018 Olympic Bid, at the Main Press Centre on Monday.</p>
<p><strong>Willy BOGNER (GER) &#8211; CEO of the Munich 2018 bid<span style="font-weight: normal;"> </span></strong></p>
<p>On his background in winter sports, including competing in Alpine Skiing:</p>
<p>&#8220;Like all Germans, I love winter sports. I grew up on skis. My father was an Olympian. I became an Olympian in 1960.&#8221;</p>
<p>&#8220;I&#8217;ve carried the Olympic Flame with me my whole life.&#8221;</p>
<p>&#8220;(As a filmmaker) I even got the chance to make James Bond look like an Olympic skier.&#8221;</p>
<p>On the Munich 2018 bid:</p>
<p>&#8220;We have a clear vision for winter 2018. We&#8217;d like to make it the friendly Games.&#8221;</p>
<p>&#8220;We&#8217;ve used existing venues as much as possible and only need to build three new permanent Olympic venues.&#8221;</p>
<p>&#8220;As a legacy we dream about making friends through sport even 20 or 30 years after the Games.&#8221;</p>
<p><strong>Thomas BACH (GER) &#8211; IOC member and president of the German Olympic Sports Confederation (DOSB)<span style="font-weight: normal;"> </span></strong></p>
<p>On the enthusiasm of the German people for winter sports:</p>
<p>&#8220;This enthusiasm you can also see if you look at TV ratings of major winter sports.&#8221;</p>
<p>&#8220;Our two major channels in Germany, they broadcast eight hours plus of winter sports with high ratings.&#8221;</p>
<p>On the proximity of the two major venue clusters, Munich and Garmisch-Partenkirchen:</p>
<p>&#8220;Never ever have the two major clusters been closer together as with Munich and Garmisch. <strong>This is about 80 km and I don&#8217;t know if any of you have ever experienced a German Autobahn without a speed limit, but even if you respect the speed limit in your own country you make it in about one hour. This is more of an advantage as we see it.</strong>&#8221;</p>
<p>On reusing the Munich Olympic Park from the 1972 Olympic Games:</p>
<p>&#8220;We hope this is one of our strengths of our bid, making use of an Olympic legacy to create a new one.&#8221;</p>
<p><strong>Christian UDE (GER) &#8211; Lord Mayor of Munich<span style="font-weight: normal;"> </span></strong></p>
<p>On Munich&#8217;s ability to host large events:</p>
<p>&#8220;Every year six million people visit our famous Oktoberfest, which will celebrate its 200th year this year and has never had a major security incident.&#8221;</p>
<p>&#8220;Last year we hosted over 300 events in the park (Munich Olympic Park) and attracted over 400 million people.&#8221;</p>
<p>On whether the 1972 massacre at the Olympic Games in Munich will have any impact on security for the city&#8217;s 2018 bid:</p>
<p>&#8220;Of course we remember the incident in 1972, but this was the rise of global terrorism in the world and every country has had its experience with terrorism since.&#8221;</p>
<p>&#8220;We learned from this incident. We&#8217;ve had more than 10,000 events in the Olympic Park without any security issue.&#8221;</p>
<p><strong>Thomas de MAIZIERE (GER) &#8211; German federal minister of the Interior and Sport </strong></p>
<p>On the support of the German government and people for the Munich 2018 bid:</p>
<p>&#8220;The German Chancellor supports this bid. The German government supports this bid. The German Parliament supports this bid.&#8221;</p>
<p>&#8220;The German public supports this bid. We have polls that show around 75 percent plus support Munich 2018.&#8221;</p>
<p>On whether the 1972 massacre at the Olympic Games in Munich will have any impact on security for the city&#8217;s 2018 bid:</p>
<p>&#8220;We learned a lesson and history never repeats.&#8221;</p>
<p>On the ability of Munich to host the 2018 Olympic Winter Games:</p>
<p>&#8220;As minister of the Interior I can assure you, and we proved this during the FIFA World Cup (in 2006), that we can organize safe and secure Games.&#8221;</p>
<p><strong>Katarina WITT (GER) &#8211; Chair of the Munich 2018 bid committee: </strong></p>
<p>On the Munich 2018 bid:</p>
<p>&#8220;In Germany, it seems that winter sport is in our DNA.&#8221;</p>
<p>&#8220;We&#8217;re planning to have a big celebration and the world should be a part of it and they shouldn&#8217;t miss it.&#8221;</p>
<p>On her recent foray in to social media:</p>
<p>&#8220;I went on Facebook 10 days ago and I already have 171 friends.&#8221;</p>
<p>ONS aj/brs/jtc/eb/adg</p></blockquote>
<p>Das muss die Kati noch lernen. Sie hat keine 171 Freunde auf Facebook, sondern Fans, denn sie hat eine Fanseite eingerichtet. Habe mich gerade als 195. Fan bei ihr gemeldet.</p>
<p>Irritierend fand ich, dass Katarina Witt als letzte von Bogner vorgestellt wurde, und auch als letzte die Journalisten begrÃ¼ÃŸte. Die Rolle der ConfÃ©rencieuse hÃ¤tte der Witt zugestanden, ich glaube, sie hÃ¤tte das auch lÃ¤ssiger erledigt als Bogner, dessen Charme mir verborgen blieb. Bach, Ude, de MaiziÃ¨re hatten ihre Lektionen gelernt, wenngleich Ude sicher seine Behauptung erklÃ¤ren muss, es habe auf dem Oktoberfest nie grÃ¶ÃŸere ZwischenfÃ¤lle gegeben. Ich habe George Hirthler aus Atlanta, der die PK arrangiert hat, gefragt, warum die Witt nicht durchs Programm fÃ¼hrte. Aber er fand das so in Ordnung. Das Beste zuletzt, meinte er. Was soll er auch auf so eine dumme Frage sagen: Etwa, dass er einen Fehler gemacht hat?</p>
<p><strong>19.56 Uhr:</strong> Bevor ich zu Pyeongchang komme, noch ein kurzer Einschub. Denn inzwischen sitze ich im Pacific Coliseum &#8211; links neben mir ein Chinese, der noch mehr Knoblauch konsumiert hat, als ich an wilden Tagen, rechts jubelnde russische Reporter &#8211; und schaue mir die Paarlauf-Entscheidung an. Wen traf ich hier wohl als erstes?</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6836" title="Juan Antonio Samaranch" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/jas-pc.jpg" alt="" width="530" height="351" /></p>
<p>Don Juan Antonio Samaranch mit seiner Ewig-SekretÃ¤rin Annie. Ich habe ihn schon vermisst, den Patron. Muss unbedingt regelmÃ¤ÃŸiger im Westin Bayshore vorbei schauen. Gerade fragt mich Bernhard Schwank, Chef de Mission der Deutschen und MÃ¼nchen 2018 GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer, ob Sawtschenko/Szolkowy es wohl schaffen. Woher soll ich das wissen. <span style="text-decoration: line-through;">WahrheitsgemÃ¤ÃŸ</span> <a title="Skate-Gate, Teil 2 ..." href="http://jensweinreich.de/2010/02/15/skate-gate-teil-2-das-korruptionsproblem-im-preis-und-kampfrichterwesen/" target="_self">vermutungsgemÃ¤ÃŸ</a> sagte ich: nein.</p>
<p><strong>20.24 Uhr:</strong> Kurz vor der Paarlauf-Entscheidung noch schnell das &#8211; wie immer unvollstÃ¤ndige und in diesem Fall um die putzigen Passagen (<a title="alle BeitrÃ¤ge zu Lee Kun Hee" href="http://jensweinreich.de/category/lee-kun-hee/" target="_self">Korruption</a>? Wir schauen nach vorn und nicht zurÃ¼ck!) bereinigte &#8211; Transkript der Presekonferenz von <strong>Pyeongchang</strong>. Das Bewerberthema werde ich spÃ¤ter in der Nacht in einem gesonderten Beitrag behandeln.</p>
<blockquote><p>Â© IOC, VANOC</p>
<p>VANCOUVER, Feb 15 &#8211; Comments from Yang Ho CHO (KOR) co-chair of the bid committee; Jin Sun KIM (KOR), governor of Gangwon Province; Yong Sung PARK (KOR), president of the Korean Olympic Committee; and So Hee KIM (KOR), 1994 Olympic Short Track Gold medallist, during a press conference on the 2018 PyeongChang Olympic Bid at the Main Press Centre on Monday.</p>
<p><strong>Jin Sun KIM (KOR) &#8211; governor of Gangwon Province</strong></p>
<p>On PyeongChang losing its bids for the 2010 and 2014 Olympic Games:</p>
<p>&#8220;We have had our disappointments in the past. But we have never given up our hopes and dreams.&#8221;</p>
<p>On what they have learned from their previous bids:</p>
<p>&#8220;We have learnt that Winter Olympics and all Olympics must be athlete-centred. We also need to find out what is the legacy we can take from the Winter Games.&#8221;</p>
<p>On the PyeongChang Winter Games bringing together the Korean Republic and Democratic People&#8217;s Republic of Korea:</p>
<p>&#8220;Holding the Winter Games in PyeongChang would symbolise the beginnings of reconciliation of the Korean Peninsula.&#8221;</p>
<p>&#8220;We are all making an effort to engage dialogue between North and South Korea.&#8221;</p>
<p><strong>Yang Ho CHO (KOR) &#8211; co-chair of the bid committee</strong></p>
<p>On PyeongChang&#8217;s bid:</p>
<p>&#8220;PyeongChang is the centre of Asia.&#8221;</p>
<p>&#8220;In Asia, there have only been two winter Games and both were in Japan. So Korea would be the perfect place to host another Winter Games in Asia.&#8221;</p>
<p>&#8220;We are the right time, right place, right now.&#8221;</p>
<p>On the legacy PyeongChang wishes to create by hosting the 2018 Olympic Games:</p>
<p>&#8220;We have a Dream Programme for young people who live in countries where winter sports are not developed.&#8221;</p>
<p>&#8220;Our vision is of a truly world-wide Olympic Winter Games.&#8221;</p>
<p>&#8220;Our vision of the legacy of a Winter Games in PyeongChang is to help grow winter sports around the world.&#8221;</p>
<p><strong>Yong Sung PARK (KOR) &#8211; president of the Korean Olympic Committee</strong></p>
<p>On this being PyeongChang&#8217;s third Olympic bid:</p>
<p>&#8220;We keep all the promises we made during the past two bids.&#8221;</p>
<p>On whether the Munich and the Annecy bids pose a threat:</p>
<p>&#8220;Munich is Munich. Annecy is Annecy. PyeongChang is PyeongChang.&#8221;</p>
<p><strong>So Hee KIM (KOR) &#8211;  1994 Olympic Short Track Gold medallist</strong></p>
<p>On the popularity of winter sports in Asia:</p>
<p>&#8220;The popularity of winter sports in Korea is increasing.&#8221;</p>
<p>On the PyeongChang 2018 bid:</p>
<p>&#8220;Now I look forward to realising my new Olympic dreams in 2018.&#8221;</p>
<p>&#8220;They will be the most compact Games in the history. Ninety percent of athletes will be able to reach their venue within five minutes of leaving the Athletes Village.&#8221;</p></blockquote>
<p><strong>20.31 Uhr:</strong> Tut mir leid. Aber der Strauchler von Szolkowy hat&#8217;s wohl entschieden.</p>
<p>Ich gestehe meine SchwÃ¤che. Aber Eiskunstlaufen, Paarlaufen und Eistanz vor allem, auf diesem Niveau ist was fÃ¼rs Herz. SchÃ¶ne Schnulze, toll gelaufen. GÃ¤nsehaut, das erste Mal in Vancouver.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-6845" title="Sawtschenko/Szolkowy" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2010/02/paarlauf2010.jpg" alt="" width="530" height="287" /></p>
<p>Meine persÃ¶nliche Nummer eins aller Zeiten (vor der 88er Carmen): Marina Klimowa und Sergej Ponomarenko 1992 in Albertville!</p>
<p>Die Chinesen Pang/Tong waren perfekt. Haben das Publikum, aber nicht mich mitgerissen. Jetzt noch Shen Xue und Zhao Hongbo. GroÃŸartig. Ich glaube, in meinem zweiten Leben werde ich doch Eiskunstlaufberichterstatter und nicht SportfunktionÃ¤r. Zuletzt war ich vor acht Jahren dabei, bei <a title="BLZ, Salt Lake City 2002" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2002/0221/olympischewinterspiele/0267/index.html" target="_blank">Kwan vs. Slutskaja</a>. Ich meine, beim Eiskunstlaufen hat man so ziemlich alles: Herzschmerz, Liebe, Leiden, Korruption, die Mafia.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>MÃ¼nchen 2018: Bewerbungsstart mit neuem Logo</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2009/10/16/munchen-2018-das-rennen-beginnt-mit-neuem-logo/</link>
		<comments>http://www.jensweinreich.de/2009/10/16/munchen-2018-das-rennen-beginnt-mit-neuem-logo/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 10:34:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das ist das neue Logo der MÃ¼nchener Olympiabewerber. Kurzer Nachtrag zum gestrigen ausfÃ¼hrlichen Beitrag Ã¼ber die Olympischen Winterspiele 2018: Es ist bei drei Interessenten und damit dem geringsten Interesse an Olympischen Spielen seit 1981 geblieben. Pyeongchang, Annecy und MÃ¼nchen heiÃŸen die Bewerber. Historisch einmalig, man muss schon bis ins Jahr 1981 zurÃ¼ckschauen: Damals bewarben sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5650" title="(c) MÃ¼nchen 2018" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/10/logo-munchen-2018.jpg" alt="" width="500" height="264" /></p>
<p>Das ist das <a title="MÃ¼nchen 2018: der Weg nach Durban" href="http://jensweinreich.de/?p=4485" target="_self">neue</a> <a title="Webseite MÃ¼nchen 2018" href="http://www2.muenchen2018.org/news/news-40-der-startschuss-ist-gefallen-muenchen-2018-stellt-logo-fuer-bewerbung-um-olympische-winterspiele-vor.html" target="_blank">Logo</a> der MÃ¼nchener Olympiabewerber. Kurzer Nachtrag zum <a title="Olympia 2018, die Ausgangslage: Pyeongchang vor Pyeongchang vor Pyeongchang" href="http://jensweinreich.de/?p=5584" target="_self">gestrigen ausfÃ¼hrlichen Beitrag</a> Ã¼ber die Olympischen Winterspiele 2018: Es ist bei drei Interessenten und damit dem geringsten Interesse an Olympischen Spielen seit 1981 geblieben. Pyeongchang, Annecy und MÃ¼nchen heiÃŸen die Bewerber.</p>
<p>Historisch einmalig, man muss schon bis ins Jahr 1981 zurÃ¼ckschauen: Damals bewarben sich Seoul und Nogoya um die Sommerspiele 1988 &#8211; sowie Calgary, Falun und Cortina um die Winterspiele 1988. Die Spiele wurden auf jener IOC-Session in Baden-Baden an Seoul und Calgary vergeben, auf der auch die Kommerzialisierung Olympias eingelÃ¤utet wurde.</p>
<p>Somit kann unsere kleine Umfrage den aktuellen Bedingungen angepasst werden, die Auswahl &#8220;Ãœberraschungskandidat&#8221; wurde gestrichen:</p>
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<p>Der VollstÃ¤ndigkeit halber noch die extrem kurze <a title="www.olympic.org" href="http://www.olympic.org/en/content/Media/?articleNewsGroup=-1&amp;articleId=73677" target="_blank">Pressemitteilung</a> des IOC.</p>
<blockquote><p><strong>Three Applicant Cities for the 2018 Olympic Winter Games</strong></p>
<p>The International Olympic Committee (IOC) has announced that three cities have been put forward by their respective National Olympic Committees (NOCs) to apply to host the XXIII Olympic Winter Games and XII Paralympic Winter Games in 2018. The cities, in alphabetical order, are: Annecy (France), Munich (Germany) and PyeongChang (Republic of Korea).* NOCs had until 15 October 2009 to notify the IOC that a city within their jurisdiction was interested in applying.</p>
<p>The three Applicant Cities will now proceed to Phase 1 of the IOC&#8217;s two-step procedure, which will lead to the election of the 2018 host city in Durban, South Africa, in July 2011. Phase 1, called the Candidature Acceptance Procedure, involves a thorough review by the IOC of each city&#8217;s potential to organise successful Olympic Winter Games in 2018. Cities must answer a questionnaire, and their answers are studied by the IOC, before the IOC Executive Board selects the cities that will become Candidate Cities and therefore move on to Phase 2.</p>
<p>In Phase 2, known as the Candidature Procedure, Candidate Cities will be requested to submit their Candidature File &#8211; which is an in-depth description of their Olympic project &#8211; and will be subject to a technical assessment made by a visiting team &#8211; the IOC Evaluation Commission. The IOC Evaluation Commission publishes a report, which is sent to the IOC members no later than one month before they cast their vote at the 123rd IOC Session in Durban.</p>
<p>* The cities will be listed in alphabetical order until such time as the official drawing of lots is carried out by the IOC Executive Board. The order of drawing of lots will then be used until the election of the 2018 host city.</p></blockquote>
<p>SÃ¤mtliche anderen Infos zum <a title="Olympia 2018, die Ausgangslage ..." href="http://jensweinreich.de/?p=5584" target="_self">Zeitplan und denÂ Bewerberrichtlinien</a> finden Sie im gestrigen Beitrag und hier in den automatisch verlinkten BeitrÃ¤gen.</p>
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		<title>Olympia 2018, die Ausgangslage: Pyeongchang vor Pyeongchang vor Pyeongchang</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 11:01:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das ist doch mal eine knackige Umfrage, die anderthalb Jahre lÃ¤uft und im Laufe der Jahre, bis zum 6. Juli 2011, lÃ¤ssig den UmstÃ¤nden angepasst werden kann: StammgÃ¤ste mag verwundern, dass ich Jack Warner und JMW diesmal nicht als Antwortoptionen angefÃ¼hrt habe. Mal sehen, welche Entwicklungen die Sportpolitik noch bereit hÃ¤lt. Ich denke, Jack ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist doch mal eine knackige Umfrage, die anderthalb Jahre lÃ¤uft und im Laufe der Jahre, bis zum 6. Juli 2011, lÃ¤ssig den UmstÃ¤nden angepasst werden kann:</p>
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<p>StammgÃ¤ste mag verwundern, dass ich Jack Warner und JMW diesmal nicht als Antwortoptionen angefÃ¼hrt habe. Mal sehen, welche Entwicklungen die Sportpolitik noch bereit hÃ¤lt. Ich denke, Jack ist bis Dezember 2010 zunÃ¤chst mit den GeschÃ¤ften um die FuÃŸball-Weltmeisterschaften <a title="tag: WM 2010" href="http://jensweinreich.de/?cat=422" target="_self">2010</a>, <a title="tag: WM 2018" href="http://jensweinreich.de/?cat=990" target="_self">2018</a> und <a title="tag: WM 2022" href="http://jensweinreich.de/?cat=991" target="_self">2022</a> voll ausgelastet.</p>
<p>Nun ganz sachlich:</p>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Heute</span> <a title="MÃ¼nchen 2018: Bewerbungsstart mit neuem Logo" href="http://jensweinreich.de/?p=5649" target="_self">Morgen</a> gibtÂ das Internationale Olympische Komitee (IOC) die BewerberstÃ¤dte fÃ¼r die <a title="tag: MÃ¼nchen 2018" href="http://jensweinreich.de/?cat=49" target="_self">Olympischen Winterspiele 2018</a> bekannt. <em>(Nachtrag: Ich habe mich im Tag geirrt. Korrekt: Heute ist Bewerbungsschluss. Morgen Bekanntgabe und gleich auch PR-Party in MÃ¼nchen mit Vorstellung des Logos.)</em> Da man eher nicht davon ausgehen sollte, dass ernst gemeinte Bewerbungen &#8211; es geht schlieÃŸlich um Milliardenprojekte &#8211; in der letzten Minute in Lausanne abgegeben werden, wird es dabei bleiben, was ich seit Monaten erzÃ¤hle: Seit drei Jahrzehnten hat es nicht so ein geringes Interesse an Winterspielen gegeben. Daraus erwachsen schon rein rechnerisch grÃ¶ÃŸere Chancen fÃ¼r alle ernsthaften und halbwegs ernsthaften Bewerber, also: <a title="Pyeongchang 2018" href="http://pyeongchang2018.org/home/page/index.asp" target="_blank">Pyeongchang</a> (SÃ¼dkorea), <a title="MÃ¼nchen 2018" href="http://muenchen2018.org/de/index.html" target="_blank">MÃ¼nchen</a> und Satellitengemeinden (Bayern) und <a title="Annecy 2018" href="http://www.annecy-2018.com/" target="_blank">Annecy</a> (Frankreich).</p>
<p>Sollte nun tatsÃ¤chlich noch eine Stadt wie etwa Almaty auf der Liste der Bittsteller auftauchen, darf man das getrost unter dem Faktor Folklore verbuchen. Die ehemaligen Sowjetrepubliken, allesamt Totaldemokratien, wie wir wissen, haben sich schon immer gern um Olympische Spiele beworben &#8211; oder haben so getan, als wÃ¼rden sie sich bewerben. Taschkent, Baku, Almaty oder einst St. Petersburg &#8211; es ging meistens darum, wie es ein schwedischer Staatsanwalt einst so hÃ¼bsch formulierte: &#8220;Geld rein, Geld raus, und alles unter dem DeckmÃ¤ntelchen Olympia.&#8221;</p>
<ul>
<li>Hier <a title="MÃ¼nchen 2018: der Weg nach Durban" href="http://jensweinreich.de/?p=4485" target="_self">noch einmal</a> das 101 Seiten umfassende <a title="IOC 2018 Candidature Acceptance Procedure" href="http://multimedia.olympic.org/pdf/en_report_1451.pdf" target="_blank">2018 Candidature Acceptance Procedure</a>Â <em>(pdf, 3,5 MB)</em>Â  des IOC.</li>
</ul>
<p>Die Ã¼blichen beiden Phasen einer <a title="tag: Olympiabewerbung" href="http://jensweinreich.de/?cat=26" target="_self">Olympiabewerbung</a> werden in diesem Fall verschmelzen:</p>
<table style="width: 383pt; border-collapse: collapse;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="510">
<colgroup span="1">
<col style="width: 42pt; mso-width-source: userset; mso-width-alt: 2048;" span="1" width="56"></col>
<col style="width: 78pt; mso-width-source: userset; mso-width-alt: 3803;" span="1" width="104"></col>
<col style="width: 263pt; mso-width-source: userset; mso-width-alt: 12800;" span="1" width="350"></col>
</colgroup>
<tbody>
<tr style="height: 15.75pt;" height="21">
<td class="xl83" style="border-right: black 1pt solid; border-top: windowtext 1pt solid; border-left: windowtext 1pt solid; width: 383pt; border-bottom: windowtext 1pt solid; height: 15.75pt; background-color: #9bbb59; text-align: center;" colspan="3" width="510" height="21"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;"><strong>Zeitplan Olympiabewerbung 2018</strong></span></td>
</tr>
<tr style="height: 30pt;" height="40">
<td class="xl80" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext 1pt solid; border-bottom: black 1pt solid; height: 210.75pt; background-color: white; text-align: center;" rowspan="8" height="281"><strong><span style="font-size: large; font-family: Calibri;">Phase 1</span></strong></td>
<td class="xl69" style="BORDER-RIGHT: windowtext 0.5pt solid; BORDER-TOP: #f0f0f0; BORDER-LEFT: #f0f0f0; BORDER-BOTTOM: windowtext 0.5pt solid; BACKGROUND-COLOR: transparent; TEXT-ALIGN: center"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">15.10.2009</span></td>
<td class="xl68" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: #f0f0f0; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: transparent; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Bewerbungsschluss beim IOC. DOSB hat MÃ¼nchen angemeldet</span></td>
</tr>
<tr style="height: 15pt;" height="20">
<td class="xl75" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 15pt; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" height="20"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">01.11.2009</span></td>
<td class="xl76" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Unterschrift des Candidature Acceptance Procedure</span></td>
</tr>
<tr style="height: 30pt;" height="40">
<td class="xl70" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 30pt; background-color: transparent; text-align: center;" height="40"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">01.11.2009</span></td>
<td class="xl65" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: transparent; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Zahlung der BewerbergebÃ¼hr (Candidature Acceptance Fee) von 150.000 US-Dollar</span></td>
</tr>
<tr style="height: 15pt;" height="20">
<td class="xl77" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 15pt; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" height="20"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">2.-5.12.2009</span></td>
<td class="xl76" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">IOC Seminar fÃ¼r Applicant Cities</span></td>
</tr>
<tr style="height: 45pt;" height="60">
<td class="xl71" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 45pt; background-color: transparent; text-align: center;" height="60"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">12.-28.02.2010</span></td>
<td class="xl66" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: transparent; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Teilnahme der Bewerber am Olympic Games Observer&#8217;s Programme des IOC bei den Winterspielen in Vancouver</span></td>
</tr>
<tr style="height: 30pt;" height="40">
<td class="xl75" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 30pt; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" height="40"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">15.03.2010</span></td>
<td class="xl76" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Abgabe der Bewerbungsunterlagen und der Garantien beim IOC</span></td>
</tr>
<tr style="height: 15pt;" height="20">
<td class="xl72" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 15pt; background-color: transparent; text-align: center;" height="20"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">bis Juni 2010</span></td>
<td class="xl65" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: transparent; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">PrÃ¼fung der Unterlagen durch das IOC</span></td>
</tr>
<tr style="height: 30.75pt;" height="41">
<td class="xl78" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 1pt solid; height: 30.75pt; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" height="41"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">7.-10.06.2010</span></td>
<td class="xl79" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 1pt solid; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Debriefing Vancouver 2010 in Sotschi, Teilnahme der Bewerber fÃ¼r 2018</span></td>
</tr>
<tr style="height: 45pt;" height="60">
<td class="xl80" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext 1pt solid; border-bottom: black 1pt solid; height: 135.75pt; background-color: white; text-align: center;" rowspan="5" height="181"><strong><span style="font-size: large; font-family: Calibri;">Phase 2</span></strong></td>
<td class="xl73" style="BORDER-RIGHT: windowtext 0.5pt solid; BORDER-TOP: #f0f0f0; BORDER-LEFT: #f0f0f0; BORDER-BOTTOM: windowtext 0.5pt solid; BACKGROUND-COLOR: transparent; TEXT-ALIGN: center"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Ende Juni 2010</span></td>
<td class="xl68" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: #f0f0f0; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: transparent; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">IOC-Exekutive wollte Ã¼ber die Finalrunde entscheiden und aus Applicant Cities die Candidate Cities machen &#8211; das ist angesichts des geringen Interesses Formsache</span></td>
</tr>
<tr style="height: 15pt;" height="20">
<td class="xl75" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 15pt; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" height="20"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">11.01.2011</span></td>
<td class="xl76" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Abgabe des Bewerbungsbuches beim IOC</span></td>
</tr>
<tr style="height: 30pt;" height="40">
<td class="xl71" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 30pt; background-color: transparent; text-align: center;" height="40"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">FrÃ¼hjahr 2011</span></td>
<td class="xl65" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: transparent; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Besuche der IOC-Evaluierungskommission bei den Candidate Cities</span></td>
</tr>
<tr style="height: 15pt;" height="20">
<td class="xl77" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; height: 15pt; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" height="20"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">FrÃ¼hsommer 2011</span></td>
<td class="xl76" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 0.5pt solid; background-color: #d8d8d8; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Bericht der IOC Evaluierungskommission</span></td>
</tr>
<tr style="height: 30.75pt;" height="41">
<td class="xl74" style="border-right: windowtext 0.5pt solid; border-top: windowtext; border-left: #f0f0f0; border-bottom: windowtext 1pt solid; height: 30.75pt; background-color: transparent; text-align: center;" height="41"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">06.07.2011</span></td>
<td class="xl67" style="border-right: windowtext 1pt solid; border-top: windowtext; border-left: windowtext; width: 263pt; border-bottom: windowtext 1pt solid; background-color: transparent; text-align: center;" width="350"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Wahl der Olympiastadt 2018 auf der 123. IOC-Session in Durban</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Aus dem geringen Interesse an den <a title="tag: Winterspiele 2018" href="http://jensweinreich.de/?cat=49" target="_self">Winterspielen 2018</a> sollte man nicht zu viel ableiten. Zum einen rekrutierte und dezimierte sich das Feld auf ganz unterschiedliche Weise, der Faktor Zufall spielte ebenso eine Rolle. Zum anderen sind es, wie derÂ Name schon sagt: nur Winterspiele. In weiten Teilen des Planeten interessiert sich niemand dafÃ¼r. Winterspiele sind, anders als derÂ Gigantenwettstreit um die <a title="tag: Sommerspiele 2016" href="http://jensweinreich.de/?cat=1081" target="_self">Sommerspiele 2016</a>, den wir gerade in Kopenhagen erlebten, nun mal ein Minderheitenprogramm. Wo auÃŸerhalb Deutschlands und des deutschen Sprachraums interessiert man sich schon fÃ¼r Ãœbungen wie Biathlon, Rodeln, Bobfahren? Hierzulande werden diese Disziplinen allerdings mit soldatischem Eifer von einer Hundertschaft Bundespolizisten und Sportsoldaten betrieben, Ã¼bertragen Ã¶ffentlich-rechtliche TV-Stationen tagelang x-beliebige Weltcupveranstaltungen, werden so viele umweltschÃ¤dliche und die Umwelt verschandelnde Kunsteisbahnen unterhalten wie sonst nirgends auf der Welt, neuerdings wurde mit Steuermitteln in Oberhof gar eine Skilanglaufhalle errichtet. Ziemlich irre, das. Die Sinnfrage sollte man eher nicht stellen.</p>
<p>EinfÃ¤ltige GemÃ¼ter leiten nun aber gerade aus dieser SchwÃ¤che der Deutschen fÃ¼r derlei deutsche Ãœbungen (etwa SchieÃŸen und Weglaufen, vulgo: Biathlon) exorbitante Olympiachancen ab. EinfÃ¤ltige Geister haben auch aus einer eher mangelhaft organisierten und schlecht besuchten Biathlon-WM vergangenen Winter in Pyeongchang abgeleitet, dass MÃ¼nchens Olympiachancen gestiegen seien. Nun ja, derartige GedankensprÃ¼nge sind nicht ganz richtig, aber im Grunde doch grundfalsch. Will sagen: Wir bewegen uns auf dem Feld der internationalen Sportpolitik. Es empfiehlt sich, eher nicht von auf Sachargumenten basierenden Entscheidungen auszugehen.</p>
<p>Von Sachargumenten geleitet und mit sachdienlichen Informationen gespickt sollte allerdings in einem demokratischen Gemeinwesen eine Olympiabewerbung immer sein. Ich verweise gern noch einmal darauf, dass deutsche Bewerbungen dagegen seit Jahrzehnten an Intransparenz laborieren, an chronischer Intransparenz, wenn es um Finanzierungsfragen geht. Die Basis-LÃ¼ge war stets: eine Bewerbung wÃ¼rde &#8220;privat finanziert&#8221;. An denÂ Beispielen <a title="Berlin 2000" href="http://jensweinreich.de/?p=177" target="_self">Berlin 2000</a> und <a title="tag: Leipzig 2012" href="http://jensweinreich.de/?cat=50" target="_self">Leipzig 2012</a>, zuvor auch Berchtesgaden, hat man gesehen, dass es sich tatsÃ¤chlich immer etwas anders verhielt. Der &#8220;private&#8221; Anteil an den Bewerbungskosten war verschwindend gering, wurde teilweise in Sachleistungen erbracht, hat den so genannten Sponsoren oft mehr direkte AuftrÃ¤ge eingebracht, als ins &#8220;Sponsoring&#8221; investiert werden musste. Vor allem: Die wahren Kosten wurden den Steuerzahlern stets verschleiert, verheimlicht, Einblicke in Unterlagen verwehrt &#8211; und wenn es kritisch wurde, Staatsanwaltschaften vorsichtig &#8220;ermittelten&#8221;, sich RechnungshÃ¶fe interessiertenÂ und parlamentarische &#8220;Untersuchungskommissionen&#8221; notgedrungen aktiv werden mussten (nach journalistischen Recherchen), dann arbeiteten die ReiÃŸwÃ¶lfe auf Hochtouren. ReiÃŸwÃ¶lfe und Aktenschredder fÃ¼ttern &#8211; auch das ist eine olympische Disziplin. Ich empfehle das Buch: &#8220;<a title="Operation 2012" href="http://jensweinreich.de/?cat=50" target="_self">Operation 2012, Leipzigs deutscher Olympiatrip</a>&#8220;.</p>
<p>Und, ja, all die Unterlagen, die interessant sind aus den letzten Jahren (Berchtesgaden, Berlin, Leipzig), werde ichÂ bis zur Entscheidung des IOC im Sommer 2011 in Durban hier selbstverstÃ¤ndlich aufbereiten. Ich meine, wozu habe ich das Zeug denn gesammelt und so lange aufbewahrt. Wir wollen doch alle SpaÃŸ daran haben und etwas genauer erfahren, wie so etwas lÃ¤uft.</p>
<ul>
<li>An alle, die noch Informationen aus Berchtesgaden, Berlin und Leipzig haben, an alle, die Informationen Ã¼ber die Olympiabewerbung MÃ¼nchens los werden wollen: <strong>Jede Zuschrift wird selbstverstÃ¤ndlich vertraulich behandelt. Jedes Dokument wird sorgfÃ¤ltig geprÃ¼ft und vor einer eventuellen VerÃ¶ffentlichung so bearbeitet, dass keine RÃ¼ckschlÃ¼sse auf den Informanten/Whistleblower mÃ¶glich sind.</strong></li>
</ul>
<p>Ich darf das mal in eigener Sache sagen, bin ja hier der Hausherr: Tiefensee &amp; Co wÃ¼rden noch heute viel dafÃ¼r geben,Â dÃ¼rften sie erfahren, wer meine Informanten waren, die mich wÃ¤hrend der Leipziger Olympiabewerbung 2003/2004 in die Lage versetzten, mit etlichen Exklusivgeschichten das Tempo zu bestimmen, <a title="WÃ¤chterpreis 2005" href="http://www.anstageslicht.de/index.php?UP_ID=1&amp;NAVZU_ID=16&amp;STORY_ID=5" target="_blank">phasenweise Transparenz herzustellen</a> und die Bewerbung dadurch fast zu stoppen. Ja, noch so eineÂ deutsche Konstante: TransparenzÂ ist keine olympische Disziplin.</p>
<p><span id="more-5584"></span>Auszug aus einem Protokoll des Leipziger Olympia-Aufsichtsrats im Herbst 2003:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-5593" title="ar-leipzig-2012" src="http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/10/ar-leipzig-2012.jpg" alt="" width="500" height="83" /></p>
<p>Ich will jetzt gar nicht groÃŸ auf die <a title="tag: Finanzierung von Mega-Events" href="http://jensweinreich.de/?cat=692" target="_self">allgegenwÃ¤rtige Finanzierungsfrage</a> eingehen, habe <a title="tag: Was vom Tage Ã¼brig bleibt (45) ..." href="http://jensweinreich.de/?p=5246" target="_self">gestern</a> erst darauf hingewiesen und einiges verlinkt. Ich bin allerdings gespannt, ob MÃ¼nchen/Freistaat Bayern/DOSB wenigstens pÃ¼nktlich die Candidature Acceptance Fee von 150.000 US-Dollar aufbringen. Bitte rechtzeitig Ã¼berweisen!</p>
<p>Nur ganz kurz ein <a title="dpa-Meldung vom 15. Oktober 2009" href="http://www.kreiszeitung.de/sport/mehr-sport/muenchen-gespannt-bewirbt-sich-2018-493444.html" target="_blank">Zitat</a> aus einem Beitrag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) von gestern, das sehr schÃ¶n illustriert, wie Journalisten und Olympiabewerber ticken:</p>
<blockquote><p>(&#8230;) Ã„rgerlich fÃ¼r die MÃ¼nchner Olympia-Macher, dass kurzfristig die Finanzierung wieder in den Mittelpunkt rÃ¼ckte. Die Bewerbungskosten in HÃ¶he von 30 Millionen Euro sollen ausschlieÃŸlich Ã¼ber private Sponsoren generiert werden. In der Vorwoche bestÃ¤tigte die Bewerbungsgesellschaft, ein Ã¶ffentliches Darlehen in HÃ¶he von einer Million Euro in Anspruch genommen zu haben. GezwungenermaÃŸen &#8211; denn bereits zugesagte Gelder von Sponsoren waren ausgeblieben.</p>
<p>Dies sei auch ein Resultat der Weltwirtschaftskrise, sagte Adam: &#8220;Es ist nicht mehr so einfach, an private Gelder zu kommen.&#8221; Allein die Bewerbung um Olympische Spiele sei aber derart lohnenswert fÃ¼r MÃ¼nchen, &#8220;dass es zunÃ¤chst einmal zweitrangig ist, woher die Finanzierung kommt.&#8221; (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Ich spare mir eine Grundsatzdebatte, mÃ¶chteÂ vorerst bloÃŸ anmerken, mit Wirtschaftskrise hat das weniger zu tun, denn eine weitere deutsche olympische Konstante lautet doch: Unternehmen sind nicht so blÃ¶d, Geld in ein Projekt zu stecken, von dem sie wissen, dass die Ã¶ffentliche Hand ohnehin geschrÃ¶pft wird und Politiker bereit sind, alles zu unternehmen, um auf legalem und halblegalen Wege (siehe Berlin, siehe Leipzig) an Steuermittel zu gelangen.</p>
<p>Das Thema wird uns noch lange beschÃ¤ftigen.</p>
<p>Nun aber, <strong><span style="color: #000000;">meine erste Hochrechnung</span></strong>, am Tag 1 des offiziellen Wettbewerbs, 629 Tage vor der Entscheidung:</p>
<ol>
<li><strong><a title="tag: Pyeongchang 2018" href="http://jensweinreich.de/?cat=1414" target="_self">PYEONGCHANG</a></strong></li>
<li>Pyeongchang</li>
<li>Pyeongchang</li>
<li>MÃ¼nchen</li>
<li>Annecy</li>
</ol>
<p>Die Ausgangslage fÃ¼r Pyeongchang habe ich <a title="Pyeongchang: Olympiafavorit fÃ¼r 2018" href="http://jensweinreich.de/?p=3624" target="_self">schon einmal erlÃ¤utert</a>. Nach der Entscheidung <a title="tag: Rio 2016" href="http://jensweinreich.de/?cat=1083" target="_self">Rio 2016</a>Â hat sich aus meiner Sicht nur dies geÃ¤ndert:</p>
<ul>
<li>Es hÃ¤tte schlimmer kommen kÃ¶nnen fÃ¼r MÃ¼nchen &#8211; wenn Madrid Olympiastadt geworden wÃ¤re.</li>
<li>Es hÃ¤tte schlimm kommen kÃ¶nnen fÃ¼r Pyeongchang &#8211; wenn Tokio Olympiastadt geworden wÃ¤re.</li>
</ul>
<p>So aber bleibt die Lage im Prinzip unverÃ¤ndert. Nach dem Gesetz der asiatischen Serie ist Pyeongchang (gegen Vancouver fÃ¼r 2010 und Sotschi fÃ¼r 2014 zweimal knapp unterlegen) nun 2018 dran: <a title="tag: Seoul 1988" href="http://jensweinreich.de/?cat=209" target="_self">Seoul 1988</a>, Nagano 1998, <a title="tag: Peking 2008" href="http://jensweinreich.de/?cat=91" target="_self">Peking 2008</a>. DafÃ¼r spricht auch die Argumentation des IOC nach der Entscheidung fÃ¼r Rio de Janeiro: Rio habe 2004, als man im Wettbewerb fÃ¼r 2012 in der Vorrunde rausflog (wie Leipzig) gut zugehÃ¶rt und alle SchwÃ¤chen abgestellt. Man muss das natÃ¼rlich nicht glauben, nur: Was soll man den Koreanern erzÃ¤hlen, die zweimal knapp unterlagen, weitere Millionen investierten, dem IOC sÃ¤mtliche WÃ¼nsche erfÃ¼llen und wieder antreten?</p>
<p>Okay, ist ein Argument: Irgendwas kann man ihnen immer erzÃ¤hlen. NatÃ¼rlich.</p>
<p>Weil der Text nun doch schon so lang geworden ist, halte ich mich mit meiner EinschÃ¤tzung einiger StÃ¤rken und SchwÃ¤chen, Plus- und MinuspunkteÂ der Bewerber zurÃ¼ck. AusfÃ¼hrliche BegrÃ¼ndungen (sofern nicht lÃ¤ngst geschehen) gibt es spÃ¤ter. Manches muss man nicht groÃŸ begrÃ¼nden, weil es offensichtlich ist und/oder weil hier ja versierte Sportpolitiker lesen und diskutieren :) Anderes erwÃ¤hne ich aus rechtlichen GrÃ¼nden lieber nicht. Weiteres, Umweltkonzepte etc., spielt vorerst keine Rolle. Womit ich robust das Thema BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen umschiffe, wo auÃŸer der Stadtrat-Fraktion in MÃ¼nchen, eigentlich alle anderen bayerischen Gremien gegen die Bewerbung sind, wenn ich das recht durchschaue.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">1, 2, 3) PYEONGCHANG</span></strong></p>
<p><strong>Plus:</strong></p>
<ul>
<li>Zwei Niederlagen gegen Vancouver und Sotschi.</li>
<li>Geld ist kein Thema.</li>
<li>Koreas Chaebols.</li>
<li>Ausdauer.</li>
<li>Eifer.</li>
<li>UngesÃ¤ttigter Wintersportmarkt.</li>
<li>Koreas korrupte IOC-Mitglieder, sofern nicht lÃ¤ngst rausgeschmissen.</li>
<li>Sie wissen inzwischen, was Biathlon ist.</li>
</ul>
<p><strong>Minus:</strong></p>
<ul>
<li>Pyeongchang ist nicht Rio &#8211; und einkaufen kÃ¶nnen IOC-Gattinnen anderswo ohnehin besser.</li>
<li>Koreas korrupte IOC-Mitglieder, sofern nicht lÃ¤ngst rausgeschmissen.</li>
<li>Keine Wintersportnation, aber es geht ja um neue MÃ¤rkte.</li>
</ul>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">4) MÃœNCHEN</span></strong></p>
<p><strong>Plus:</strong></p>
<ul>
<li>Wenn Thomas Bach (UDIOCM/DOSB/FDP) seinen IOC-Kollegen sagen wÃ¼rde: <em>Freunde, wÃ¤hlt im Juli 2011 MÃ¼nchen und vergesst meine Kandidatur fÃ¼r die IOC-PrÃ¤sidentschaft im Jahr 2013. Ich bin Patriot, eine deutsche Olympiastadt ist mir wichtiger als meine Karriere.</em></li>
<li>International war der deutsche Sport seit Jahrzehnten nicht so straff, zentralistisch und professionellÂ aufgestellt wie derzeit unter dem Dach des DOSB.Â Dieses &#8220;Mit-einer-Stimme-sprechen&#8221; in derÂ Sport-AuÃŸenpolitik muss man nicht gut finden, es entspricht nicht unbedingt demokratischen Usancen. Andererseits: Die VorarbeitenÂ sind beachtlich.</li>
<li>Wintersportnation Deutschland.</li>
</ul>
<p><strong>Minus:</strong></p>
<ul>
<li>Pyeongchang ist einfach dran.</li>
<li>Europa hat andere PlÃ¤ne &#8211; fÃ¼r 2020.</li>
<li>Wenn Thomas Bach (UDIOCM/DOSB/FDP) seinen IOC-Kollegen sagen wÃ¼rde: <em>Freunde, vergesst im Juli 2011 MÃ¼nchen, aber wÃ¤hlt mich zwei Jahre spÃ¤ter zum IOC-PrÃ¤sidenten.Â Ich bin zwar Patriot, aber ich weiÃŸ, dass ich nicht alles haben kann, und eineÂ deutsche Olympiastadt ist mir nun mal weniger wichtig als meine Karriere.</em></li>
<li>Mangelnde UnterstÃ¼tzung der Wirtschaft.</li>
<li>Der Siemens-Skandal.</li>
<li>Fehlendes Finanzierungskonzept, IntransparenzÂ in Finanzfragen.</li>
<li>GesÃ¤ttigter Wintersportmarkt.</li>
<li>Traditionell: Misstrauen in FÃ¼hrungsgremien. Auch wenn alle offiziell etwas anderes erzÃ¤hlen.</li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>5) ANNECY</strong></span></p>
<p><strong>Plus:</strong></p>
<ul>
<li>?</li>
<li>?</li>
<li>?</li>
</ul>
<p><strong>Minus:</strong></p>
<ul>
<li>Paris 2020?</li>
</ul>
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