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Programmhinweis (X): “Weltmacht FIFA – Ein Verband im Korruptionssumpf?”

Für alle, die heute Abend noch nichts vor haben sollten, ein TV-Tipp: Die Phoenix-Runde, 22.15 – 23.00 Uhr

Mit: Sylvia Schenk (TI), Barbara Pfetsch (FU Berlin), Thomas Kistner (SZ) und – gemäß FIFA-Vize Don Julio Grondona – einem weiteren Lügenjournalisten

Wiederholungen: Mi, 08.06.11, 22.15 Uhr - Do, 09.06.11, 00.00 Uhr - Do, 09.06.11, 09.15 Uhr

posted on: 07.06.2011 at 16:40 | updated on: 29.09.2012 at 13:39

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Joe said on 7. Juni 2011 at 17:03 #1

Vielen Dank für den Tipp Herr Weinreich. Der gute Freund von Julio Grondona sind dann sicherlich Sie?

Ralf said on 7. Juni 2011 at 17:21 #2

Und falls jemand um 20.15 Uhr noch Interesse an einer einseitigen Diskussion zur Münchener Olympiabewerbung auf BR-alpha hat:

Vor der Entscheidung – bekommt München die Olympischen Spiele?

Christian Ude, Oberbürgermeister von München, Richard Mergner, Landesbeauftragter Bund Naturschutz, Stefan Gaisreiter, ehemaliger Bobfahrer und Medaillengewinner bei Olympia 1972, und Bastian Alm, Regionalökonom Universität Dortmund, im Gespräch mit Isabella Schmid.

Christoph Drescher said on 7. Juni 2011 at 17:42 #3

Kommt auch Placido Domingo als künftiges Mitglied der sagenumwobenen Lösungskommission?

Jochen Keutel said on 7. Juni 2011 at 21:31 #4

Apropos Lügenjournalist: Heute las ich ein Interview mit Walter di Gregorio als Kommunikationsberater des Fifa-Präsidenten Sepp Blatter (http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=95715):

Wie erlebten Sie Ihre Berufskollegen, jetzt in der Sie für sechs Wochen selber Objekt der Journalisten – Ihrer Kollegen – wurden?
Die meisten habe ich als Profis erlebt. Hart in der Sache, aber fair. Zwei Ausnahmen: die Engländer und ein paar Kollegen, die vom heiligen Feuer getrieben sind wie beispielsweise der freie Journalist Jens Weinreich. Jens Weinrich ist leicht zu erkennen: Das ist derjenige, der an den Pressekonferenzen in der Regel schweigt, aber ständig kichert. Eine nonverbale Kommunikationsform, die er blendend beherrscht. Er schweigt auch dann, wenn er vor einem steht und eigentlich reden sollte. Er bezeichnete mich auf seinem Blog als charakterlos, hatte aber nicht den Charakter, mir das persönlich zu sagen – geschweige denn, sich bei mir persönlich vorzustellen in der Zeit, als er hier war. In Italien gibt es einen treffenden Ausdruck dafür: Uomini senza palle. Wenn schon angreifen, dann mit offenem Visier.

Jedem seine Meinung.

Berlinerin said on 7. Juni 2011 at 23:26 #5

der phoenix-moderator a. kähler hat die runde bemerkenswert parteiisch (immer schön an der oberfläche bleiben und deutschland aus der schußlinie nehmen) geleitet und sich nach kräften bemüht, das feuer von den fußballrechte-geschäften (nationalmannschaft) und der verantwortung der öffentlich-rechtlichen abzulenken. irgendwie war kähler genauso objektiv wie die olympia-berichterstattung des bayerischen rundfunks. skandalös. die kommunikationsprofessorin war bemerkenswert uninformiert und zudem erschreckend wenig eloquent. t. kistner und JW gut wie immer, weil die strukturellen defekte der FIFA analysierend.

Arnesen said on 7. Juni 2011 at 23:49 #6

Nur teilweise Zustimmung. Zwar wirkte die Professorin tatsächlich etwas leise, aber ihre Feststellungen waren so verkehrt nicht. (Und mehr als zwei Insider hätte die Runde auch nicht gebraucht.)
Frau Schenk war in meinen Augen die eigentliche Zumutung, auch in der Wortwahl (“irgendwie”).

Die Moderation allerdings war in der Tat der eigentliche Skandal. Da könnte man auch gleich formulieren, dass die Öffentlich-Rechtlichen ihre Aufgabe darin sehen, im Brot-und-Spiele-Komplex für die Spiele zuständig zu sein.

Freesolarkritik said on 8. Juni 2011 at 00:03 #7

Ich frage mich die ganze Zeit, warum die “deutsche Fussball-Lichtgestalt” sich nicht zum FIFA-Skandal äussert. Denn diese “Lichtgestalt” war doch auch einer der 24 “Exekutiven” bei der FIFA. Diese Lichtgestalt äußert sich doch sonst immer zu jedem Schei…

Mich wundert aber auch, warum das “Schweigen der Lichtgestalt” Jens Weinreich nicht mal thematisiert, auch nicht in der PHOENIX-Runde. Und auch die zahlreichen TV-Dokus über den FIFA-Skandal, die in den letzten Tagen auf 3SAT und in der ARD gelaufen sind, haben die Rolle “Lichtgestalt” nicht thematisiert.

Lichtgestalt = Franz B. aus M.

Jens Weinreich said on 8. Juni 2011 at 00:15 #8

@ Jochen Keutel: De Gregorio ist nicht mein “Kollege”. Er arbeitet auf der anderen Seite. Mit so einem Typen, angestellt als PR-Schoßhündchen des Präsidenten, rede ich schon aus Verachtung nicht.

Die erste PK, die ich besucht und auf der ich ihn gesehen habe, war in Miami nach dem vielzitierten CONCACAF-Meeting, bei dem Journalisten nicht zugelassen waren. Das habe ich auf der PK sogleich gegenüber Jack Warner thematisiert. Ganz ohne Kichern. Im Ernst. Und wie immer ganz offen.

Mehr dazu nicht. Meine Zeit ist zu kostbar, als dass ich mich mit jedem Gekläff eines Dieners des Präsidenten auseinander setzen könnte und wollte.

#7: Wird von mir ständig thematisiert, ist aber nicht so wichtig. Zum Beispiel hier kannst Du nachlesen und nachhören, was der Franz auf dem FIFA-Kongress zu sagen hatte.

Ralf said on 8. Juni 2011 at 09:00 #9

Knallharte Blatter-Kritik vom Kaiser (Vorsicht: b…!)

FKW said on 8. Juni 2011 at 10:13 #10

und sich nach kräften bemüht, das feuer von den fußballrechte-geschäften (nationalmannschaft) und der verantwortung der öffentlich-rechtlichen abzulenken

Ja, das hat mich auch gestört; noch mehr allerdings, dass ihm keiner der Anwesenden widersprochen hat. Durch durch die selbstauferlegte “Pflicht zur Bericherstattung” ist die EBU mit den von ihr gezahlten Geldern eine tragende Säule der FIFA, und wenn man (zu Recht) eine kritischere Haltung vom DFB und anderen Verbänden fordert, sollte man sich auch mal an die eigene Nase fassen.

Jens Weinreich said on 8. Juni 2011 at 11:01 #11

@ FKW: Ach, auch da hätte ich ihm gern widersprochen. Doch a) hat er das nicht zugelassen und b) kann ein Gast ja nicht ständig widersprechen. Macht auch einen blöden Eindruck.

Ärgerlich ist allemal, dass er mich das sehr wichtige Beispiel, das für das System steht, nicht hat ausführen lassen.

sternburg said on 8. Juni 2011 at 11:07 #12

Mit solchen Störgeräuschen sollte man sich vielleicht wirklich nicht all zu viel beschäftigen. Als streng anonymer Internet-Troll empfinde ich die Definition de Gregorios von Angriffen ohne offenem Visier trotzdem irgendwie befremdlich.

jus said on 8. Juni 2011 at 12:25 #13

Man kann ja vom FCB halten was man will, aber der Herr Hoeneß hat zumindest (wahrscheinlich/vielleicht) sowas wie Charakter (Link zu ard).

Ralf said on 9. Juni 2011 at 17:24 #14

Evi Simeoni in der FAZ: Das Jahr, als der Olymp wankte

Ein weit wichtigerer Kritikpunkt am damaligen Verfahren ist die Konzentration auf Salt Lake City, als wäre dies der einzige Sündenfall gewesen. An einer kompletten Aufarbeitung seiner langen Korruptionsgeschichte war das IOC so wenig interessiert, wie es heute die Fifa an einer ernsthaften Vergangenheitsbewältigung sein dürfte.

Ralf said on 14. Juni 2011 at 08:57 #15
Tilo said on 15. Juni 2011 at 00:13 #16

Wer’s mag: etwas sehenswertes on a lighter note:

Der gute Stephen Colbert befasst sich in seinem gestrigen “Sport Report” mit der FIFA und natürlich was uns insbesondere interessiert: Freestyle Canoe Dancing

http://www.colbertnation.com/the-colbert-report-videos/389424/june-13-2011/sport-report—miami-heat–fifa—freestyle-canoe-dancing

(etwa. 6 Minuten)

kleimkram said on 15. Juni 2011 at 14:00 #17

Hallo an alle. Ich hoffe,dass hier ausser einfachen Leuten wie wir,auch Politiker,Sportfunktionaere,Sponsoren,Journalisten und TV-Anstalten mitlesen.Da der Hausherr uns es ermoeglicht hier unsere Meinung zu sagen,moechte ich einen Vorschlag unterbreiten.Wie waere es,wenn bei einer Vergabe einer Sportveranstaltung(Olympische Spiele,Fussball-WM,usw.),jeder Stimmberechtigte(ob Executivkomitee oder Vollversammlung ist Nebensache) drei Stimmen abgeben muss!!! Die erste geht an den Besten,die zweite an den Backup und die dritte an den persoenlichen Favoriten sozusagen. Ich glaube dass so ein Verfahren wirklich den Besten hervorbringen wuerde. Als Alterntive koennten nach dem gleichen Muster (drei Stimmen) die Bewerber selbst abstimmen.Die erste geht an sich selbst,die zweite an den Besten und die dritte an an den persoenlichen Favoriten. Was haltet ihr von diesem Vorschlag?

Ralf said on 15. Juni 2011 at 16:28 #18

@ kleimkram:
Wie sollte das vorgeschlagene Verfahren z.B. eine Entscheidung über den Veranstalter für Olympia 2018 herbeiführen? 3 Stimmen bei 3 Kandidaten!??

kleimkram said on 15. Juni 2011 at 18:15 #19

@Ralf: bei drei Kandidaten zwei Stimmen.Vergiss aber nicht,dass es gluecklicherweise? immer mehrere Kandidaten gibt.

Kaffee said on 16. Juni 2011 at 10:56 #20

Ja dieser Fußballverband! Sonst regt man sich in Deutschland über jedes Länderspiel auf, aber von Korruption möchte man nichts wissen bzw. sich dazu nicht äußern! Schön Herr Hoeneß ;)

Ralf said on 11. Juli 2011 at 13:06 #21

SpOn: Informantin nimmt Korruptions-Vorwürfe zurück

qatarwhistleblower.com: I am sorry.

I have lied about all facts concerning the behaviour and practice of the Qatar 2022 Bid.

Herbert said on 11. Juli 2011 at 13:58 #22

Keiner hat es ja auch zu keinem Zeitpunkt geglaubt. lol.lol.lol

Wer glaubt denn schon einer WhistleblowerIn ? Aber, ich bitte doch.

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