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Sotschi 2014: Winterspiele unter Palmen

SOTSCHI. Es wird Sommer. Auf der Strandpromenade tragen die Männer ihre neuesten Adidas-Trainingsanzüge aus. Die Frauen führen Gucci-Handtäschchen, Bierbüchsen, Hündchen und Babys spazieren. Eine gewöhnungsbedürftige, aber doch sehr interessante, bunte Mischung. Das schaue ich mir mal ein paar Tage an, höre mich um und beobachte die IOC-Koordinierungskommission bei ihrer Arbeit. Die Vorbereitungen auf die Winterspiele 2014 unter Palmen (ganz speziell) und der russische Sport (ganz allgemein) rücken jetzt für vier Jahre in meinen Fokus. Den großen Fang hat Sotschi ja schon 2007 in Guatemala gemacht, nun schauen wir mal, wie die Beute aufgeteilt und wer außer den Oligarchen und Politniks etwas von den Spielen haben wird.

Es muss noch einiges planiert und betoniert werden hier in der Gegend. Das schreibt sich so leicht und süffisant dahin. Die Wahrheit des ersten Eindrucks ist: Unglaublich, was das IOC sich da geleistet hat, das sage ich seit drei Jahren. Ich kann mich noch sehr gut an ein Gespräch mit Österreichs geschocktem Bundeskanzler Alfred Gusenbauer nach der Abstimmung in Guatemala erinnern. Er sagte mir damals u.a.:

Bei allem Respekt für Sotschi. Aber die haben noch nie einen internationalen Wettbewerb ausgetragen. Gigantische Sportstätten aus dem Boden zu stampfen, ist zwar lustig, wenn man Investmentinteressen hat. Das reale Leben aber kann man in solche artifiziellen Stätten in kurzer Zeit nicht hineinzaubern. Es geht um Spirit. Den kann man nicht kaufen. Die Entscheidung ist insofern problematisch, wenn nur noch die Frage beantwortet wird, wo man etwas Neues hinstellen kann. Und wenn man sagt, wir gehen lieber dahin, wo nichts ist. (…) Es gibt Regeln, an die sich nicht alle gehalten haben. Es war ein enormes ökonomisches Powerplay. Und diejenigen, die sich am wenigsten an die Regeln dieses Wettbewerbs gehalten haben, bekommen den Zuschlag. Ich stelle deshalb die Frage, wie ernst diese IOC-Regeln noch zu nehmen sind. (…) Würde so ein olympischer Städtewettbewerb nach den relativ strikten Regeln der Europäischen Union ablaufen, dann wäre der unlautere Wettbewerb schon längst festgestellt worden. (…) Ich sage aus Sicht des sportinteressierten Staatsbürgers, dass diese Entwicklung, die jetzt eingeschlagen wurde, äußerst gefährlich ist. Und ich frage, ob es noch Sinn macht, in einen solchen Wettbewerb einzutreten, in dem nicht gefragt wird, wo das beste Argument ist, wo Entscheidungen getroffen werden, die nichts mit den Fakten zu tun haben. Offen gestanden hat doch die IOC-Evaluierungskommission Sotschi auf Platz drei geführt. Und die Präsentation hier in Guatemala war ja auch nicht so doll. Aber sie haben gewonnen. Einige potenzielle Olympiainteressenten werden sich jetzt fragen, warum sie sich so etwas antun sollen.

Der russische Schriftsteller Viktor Jerofejew beschrieb den Sündenpfuhl unmittelbar nach der Olympiavergabe in der Zeit:

Wenn man es dann zum ersten Mal sieht, vom Weltflughafen Adler …

… den Kurortny Prospekt abfährt, die Hauptverkehrsstraße, die sich zwischen Schwarzem Meer und Bergen entlang schlängelt, dann materialisieren sich die Zweifel. Aber ich will natürlich nicht mit den ersten Eindrücken richten, ich recherchiere ergebnisoffen :) Die Spiele werden in Sotschi stattfinden. Das ist mir, bei allen inhaltlichen Kritikpunkten, im Grunde nicht unsympathisch. Denn ich habe auch eine russische Seele. Und es gibt viel zu berichten.

Ganz aktuell, neun Wochen nach dem Tod des Rodlers Nodar Kumaritaschwili, die Bahn in Sotschi wird ganz sicher sein, sagt der Weltverband FIL:

Ergänzend zur Diskussion über die Vancouver-Nachbeben im russischen Sport darf ich diesen Lesebefehl aussprechen:

Was noch folgt, ja dafür interessiere ich mich brennend, auch unter dem Aspekt der deutschen Bewerbung für die Winterspiele 2018. Demnächst mehr in diesem Theater.

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  1. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Dieter Janecek, Jens Weinreich erwähnt. Jens Weinreich sagte: Sotschi 2014: Winterspiele unter Palmen http://bit.ly/9z9O6t [...]

45 kommentare zu Sotschi 2014: Winterspiele unter Palmen

  1. Tobias am 12. April 2010 um 08:58 (#)

    Wahrlich ein guter Artikel von Wolf Oschlies.

    Und mir wurde erst jetzt bewusst, dass das Abschneiden der russischen Sportler in Vancouver tatsächlich mehr als mies gewesen ist. Hatte ich “live” so gar nicht wahr genommen.

    Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass es Russland zulassen wird, dass man bei den “Heimspielen” in Sotschie derart schlecht abschneiden wird. Und wenn man bedenkt, dass die Autoren davon ausgehen, dass es in Sotschie sogar noch schlechter werden wird, denke ich, dass der Weg zum Dopingschrank wieder ein leichterer in Russland sein wird. Vielleicht sogar ein “staatlich angeordneter” Weg des Erfolges.

    Zuzutrauen wäre es den Russen. Wobei dieser Stereotyp des dopingverseuchten russischen Sportes schon reichlich in derartigen Analysen herhalten musste.

    Sehr schade für so ein großes Land mit einem derartigen potentiellen Arsenal an Spitzensportlern.

  2. Jens Weinreich am 12. April 2010 um 09:02 (#)

    @ Tobias: Aber wenn der “Stereotyp” (oder heißt es das?) doch mit solchen Zahlen belegt ist: 343 nationale und 31 internationale russische Dopingfälle zwischen 2006 und 2009. Die Angaben stammen nicht von bösen Ausländern, sondern vom Sportminister Mutko. Das ist schon ein ziemlich heftiger Beleg. Zumal, wenn man bedenkt, dass die Russen erst gegen Ende 2009 etwas schärfer geworden sein sollen bei ihren nationalen Kontrollen.

  3. Herr Holle am 12. April 2010 um 09:15 (#)

    @Tobias:
    Hat Russland denn überhaupt noch ein so großes Potential an Spitzensportlern? Die Bevölkerung wird immer älter, immer weniger Kinder (potentielle Leistungssportler) werden geboren und der Präsident muss seine eigenen Landsleute (und sicherlich auch die Jugendlichen) ermahnen, doch mal weniger zu trinken. Und möchte ich in einem Land Leistungssport betreiben, wo mein Präsident gleichermaßen die Korruption (sicherlich auch im Sport) geißelt?
    Die ganzen sowjetischen Liegenschaften dürften auch ein ziemlich teures Erbe sein, deren Instandhaltung enorme Summen der russischen Sportförderung verschlingen dürfte.
    Was das russische Sportsystem noch einigermaßen aufrechterhält, ist das Engagement einiger Oligarchen, die sich damit Netzwerke, Einfluss und sicherlich auch ein klein wenig Protektion ihrer sonstigen Machenschaften durch den Kreml erkaufen.

  4. Ralf am 12. April 2010 um 09:26 (#)

    @ JW:

    Sind die vielen Dopingfälle denn tatsächlich ein speziell russisches Problem? Gibt es vergleichbare Zahlen nicht überall? Schließlich ist Russland ein großes Land!?

    Im NADA-Jahresbericht 2008 heißt es zum Beispiel:

    Im Jahr 2008 wurden 55 positive Analyseergebnisse verzeichnet, dazu kommen insgesamt zehn Verweigerungen von Dopingkontrollen, die wie ein positives Ergebnis gewertet werden müssen, und eine Verfolgung eines möglichen Verstoßes wegen eines Verdachtsmoments. Das heißt, dass 66 Fälle bei insgesamt 76 Vorgängen von Verbands- oder Schiedsgerichten behandelt wurden. Bei insgesamt zehn auffälligen Analyseergebnissen lagen gültige Medizinische Ausnahmegenehmigungen vor, so dass diese keine Verstöße gegen das Anti-Doping-Regelwerk darstellen.

    Die französische AFLD berichtet gerade von 247 Regelverstößen (“constats d’infraction”) im Jahr 2009, wobei hier auch Kontrollen internationaler Sportler berücksichtigt sein dürften.

  5. Jens Weinreich am 12. April 2010 um 09:26 (#)

    @ Herr Holle: Was ich schon oft gesagt habe: Geld war nie das Problem. Es war immer genug da. Nur ist es in Privatschatullen verschwunden. Siehe Wodka-Fond Mitte der neunziger Jahre, habe mehrfach darauf hingewiesen.

    Mit meiner bescheidenen Draufsicht als jemand, der die Entwicklungen seit vielen Jahren aus der Ferne verfolgt und versucht, sich den handelnden Personen so weit wie möglich zu nähern (versuch das mal bei russischen Sportfunktionären und Sportpolitikern, nahezu unmöglich), ist es doch so: Totalversagen der Funktionärskaste. Es sind ja immer noch die Altkader aus der Sowjetzeit, mehrheitlich.

    Eine geradezu absurde Feststellung hat Medwedew ja kürzlich beim Treffen in Sotschi gemacht: Die kriegen die Sportstätten für die Winterspiele vielleicht pünktlich fertig, haben aber für die eigenen Athleten (ich rede jetzt über olympischen Wintersport) keine (in manchen Sportarten) adäquaten Trainingsstätten und werden sie auch nicht rechtzeitig vor den Spielen haben. Andererseits: Natürlich wäre es billiger, eine Kompanie russischer Rodler und Bobfahrer in Oberhof einzuquartieren, als eigene Bahnen zu betreiben, keine Frage.

  6. Jens Weinreich am 12. April 2010 um 09:29 (#)

    @ Ralf #5: Ich denke, die von Dir aufgeführten Zahlen lassen sich nicht vergleichen. Das weißt Du ja selbst: Positive Tests sind nicht gleich Auffälligkeiten sind nicht gleich Regelverletzungen. Jetzt müsste man für all diese Länder exakte Zahlen in den jeweiligen Kategorien über diesen Zeitraum haben, um dazu Aussagen treffen zu können.

  7. De Dreier am 12. April 2010 um 12:14 (#)

    Endlich wieder Leben hier. Wurde ja auch Zeit, nachdem sie sich in allerlei Kommentarspalten rumgetrieben haben.

    Freu mich jedenfalls auf einen detaillierten Blick auf die mir unbekannte Stadt Sotschi. Danke!

  8. Jens Weinreich am 12. April 2010 um 12:19 (#)

    Werde ich verfolgt? Darf ich denn nirgends in Ruhe kommentieren?

  9. Herbert am 12. April 2010 um 15:24 (#)

    Und ich frage, ob es noch Sinn macht, in einen solchen Wettbewerb einzutreten, in dem nicht gefragt wird, wo das beste Argument ist, wo Entscheidungen getroffen werden, die nichts mit den Fakten zu tun haben.

    Alfred Gusenbauer war schon immer ein Mann ungeschminkter und weiser Worte. Auch, wenn diese so gar nicht in die politische Landschaft passten.

    Ich erinnere mich noch (gern) an sein Statement zur Kriminalisierung von Dopingsündern (Allerdings ist das auch schon ein wenig früheren Datums und die Dinge haben sich mittlerweile in Östereich zumindest formalrechtlich verändert):

    “Eine kriminelle Verfolgung von Sportlern hält Gusenbauer nicht für sinnvoll. Wirkungsvoller seien Sperren, der Ausschluss von Förderungen, soziale Ächtung sowie das Publizieren von sämtlichen Doping-Vorfällen.”

    http://vorarlberg.orf.at/stories/193518/

    Jens, seit Ihrem Interview ist auch schon ´ne Weile vergangen und auch der Groll der österreichischen Nachbarn über die Salzburg-Niederlage verflogen. Wenn Sie ihn wieder einmal befragen, könnten Sie ihn doch an seine damals geäußerte und immer noch aktuelle Bemerkung zur Olympiabewerbung 2018 erinnern:

    Ich bin ja nicht der Ratgeber Deutschlands. Aber ich erwähne, dass Sotschi zu Europa zählt, und dass es deshalb für 2018 eher schlecht für europäische Bewerber aussieht. Zumal Pyeongchang jetzt zweimal Zweiter geworden ist. Ich weiß nicht, ob man ein drittes Mal um die Asiaten herumkommt.

    Sicher wird er schmunzeln, und sich vllt. noch drastischer – da zurzeit ohne Regierungsamt – äußern.

  10. Herbert am 12. April 2010 um 15:27 (#)

    Oh, sorry, im Post 10 ist mir in der Form einiges durcheinander geraten. Ich hoffe, man kann es entschlüsseln.

  11. Ralf am 12. April 2010 um 15:44 (#)
  12. nosch am 12. April 2010 um 15:50 (#)

    @jw, danke für den Lesebefehl. Sehr interessanter Artikel von Wolf Oschlies.

    Abwerbungsversuche und Werkspionage – ja, ja die russische Paranoia. Es waren einfach die Mechnisamen des Marktes, die zum Massenexodus sowjetischer Trainer ab Anfang der 90er Jahre geführt haben. Sportschulen dicht, keine oder nur sehr schlechte Bezahlung, keine Perspektive dafür insteressante Angebote aus anderen Ländern. Natürlich haben sie dann ihr Wissen nicht in Russland an den russischen Trainernachwuchs (der auch nicht mehr in solchen Massen vorhanden war, da der Trainerberuf nicht mehr attraktiv war bzw ist) vermittelt sondern an das böse Ausland. So ist das halt.
    Wahr ist natürlich, dass gerade in den Sportarten, in denen die UdSSR dominiert hat (z.B. Turnen), besonders viele Trainer abgewandert sind und Methoden und Techniken mitgebracht haben, die man im Westen noch nicht kannte. Teilweise sind sie gescheitert, teilweise aber auch sehr erfolgreich gewesen.

  13. Jens Weinreich am 12. April 2010 um 17:01 (#)

    @ Herbert, jetzt stimmts wieder. Immer schön die Befehle mit / abschließen, okay?!

  14. cf am 12. April 2010 um 17:13 (#)

    @jens
    das sagt ja genau der richtige! ;-)

    vieleicht doch wieder die kommentarvorschau einschalten? (und das kommentareingabefeld um ein paar “rows” kürzer machen…)

  15. Herbert am 12. April 2010 um 17:24 (#)

    Jens, mir bleibt nur, Ihnen zu danken und mich zu bessern. ;- )

  16. Ralf am 12. April 2010 um 17:29 (#)

    Bitte keine Vorschau mehr! Die hat meinen Rechner des öfteren in die Füße gezwungen (z.B. bei Eingabe von > o.ä.?)…

  17. cf am 12. April 2010 um 17:34 (#)

    ok. vergessen wir die vorschau. :(

    (ich hatte solche probleme ja nie. vielleicht war das die eingebaute automatische qualitätskontrolle?
    *duck* und weg)

  18. dachs am 12. April 2010 um 18:50 (#)

    Klingt sehr sympatisch, dieses Sotschi, dieser überreife Pfirsich. Warum müssen ausgerechnet die Olympischen Spiele über diese Leutchen hereinbrechen? Hätte es ein kleines Rodelrennen nicht auch getan?

  19. Jens Weinreich am 13. April 2010 um 00:03 (#)

    Finde ich auch, Dachs. Die Leute, die ich bisher getroffen habe, etwa die obligatorischen Taxifahrer, nehmen’s mit Humor: Schlechter kann’s nicht werden, sagen sie.

  20. Ralf am 13. April 2010 um 09:42 (#)

    Jörg Winterfeldt in der Welt: Ein Amerikaner mistet für den Kreml aus

    Steve Roush (51), der bis Anfang 2009 als Leistungssportdirektor für das Nationale Olympische Komitee der USA maßgeblich die Rekordausbeute von 110 Medaillen in Peking organisierte, berät die Russen.

  21. Sebastian am 13. April 2010 um 14:46 (#)

    Hmmtja.

    Ich war 2003 Ende August in Nagano. Es waren 37,5 Grad und ich habe mir dann, nach 8 Tagen Anwesenheit im Lande, dann in einem Geschäft auf der Hauptstraße Richtung Tempel, dann doch eines dieser kleinen Handtücher gekauft, mit denen man sich den Schweiß abwischen kann.

    Temperaturen außerhalb der Saison sind meiner Ansicht nach ab vom Thema. Selbst in Whistler lag doch nicht ordentlich Schnee und ich erinnere mich an die Langlauf-WM in Norwegen, bei der rundrum alles grün war.

  22. Jens W am 14. April 2010 um 14:46 (#)

    Hallo Jens,

    habe gerade auf einer Osteuropa-Schauseite das folgende Logo für Sotschi 2014 entdeckt. Ist das schon das offizielle Logo?

    http://www.maiak.info/sochi-sotschi-2014-olympische-winterspiele-logo-russland

    Privet nach Russland
    Jens W

  23. Ralf am 15. April 2010 um 08:22 (#)

    FAZ-Kommentar von Evi Simeoni: Der amerikanische Freund

    Man hätte natürlich noch endlos einem russischen Weg aus der Krise suchen können. Da habe man sich doch lieber die Erfahrung einer Person gesichert, die wisse, wie man 110 Medaillen gewinnen könne.

  24. Ralf am 25. April 2010 um 09:53 (#)

    Drei JW-Beiträge aus Sotschi für dradio.de:

    Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

    “Kein Stein auf dem anderen” – Zu Besuch beim Olympia-Gastgeber 2014 Sotschi
    Sendezeit: 10.04.2010 19:45
    Autor: Weinreich, Jens
    Programm: Deutschlandfunk
    Sendung: Sport
    Länge: 05:41 Minuten

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    Olympia 2014: Abschluss der Inspektionsreise Sotschi der IOC-Prüfungskommission
    Sendezeit: 15.04.2010 22:56
    Autor: Weinreich, Jens
    Programm: Deutschlandfunk
    Sendung: Sport
    Länge: 02:29 Minuten

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    Baustelle Sotschi: Umweltprobleme für den Austragungsort der Winterspiele 201
    Sendezeit: 17.04.2010 19:37
    Autor: Weinreich, Jens
    Programm: Deutschlandfunk
    Sendung: Sport
    Länge: 05:09 Minuten

  25. Ralf am 4. Juni 2010 um 09:51 (#)
  26. Ralf am 15. Juni 2010 um 13:17 (#)

    Vancouver Sun: Security and environmental concerns, cost overruns: Russia readies for Games

    All of this poses the question about how much this project is costing. [...] Putin told the IOC in Guatemala it was part of a $12-billion US redevelopment plan. More recently, government ministers have said the overall investment is closer to $30 billion. But Sochi 2014 officials, nervous about the potential public backlash, say the actual Olympic project is much more modest.

  27. Herr Holle am 6. August 2010 um 14:49 (#)

    Ist es eigentlich ein Wikipedia-Scherz, dass der Badeort Wenningstedt-Braderup auf Sylt Schwesterdorfstadt vom Gastgeber der olympischen SommerWinterspiele 2014 ist?

  28. cf am 6. August 2010 um 17:04 (#)

    @herr holle
    in der tat finden sich dafür außerhalb der (deutschen) wikipedia quasi keine belege. dradio wissen hatte es allerdings anfang märz auch in seinen wissensnachrichten gemeldet — aber im zweifelsfall haben dies ja auch nur aus der wikipedia abgeschrieben ;-)
    auf der (vermeintlich offiziellen?) website des “department of international affairs” der stadtverwaltung von sotschi ist es jedenfalls nicht unter den twin-cities notiert. aber auch das muss ja nicht heißen… (die wikipedia nennt an anderer stelle für sotschi jedenfalls schonmal mehr zwillinge) schon ominös, das ganze.

    (oh je, habe ich eigentlich nichts besseres zu tun?!)

  29. Ralf am 7. September 2010 um 10:35 (#)
  30. Arnesen am 7. September 2010 um 11:06 (#)

    Da hat der SID aber ganz schön heftiges Vokabular ausgepackt.
    “Skandal” und “Erschüttern” – weil eine russische Baufirma möglicherweise nicht völlig legal geführt wurde? Also, bitte…

  31. Jens Weinreich am 7. September 2010 um 11:31 (#)

    Die richtigen Skandale muss man halt erkennen und erkennen wollen. Aber die Meldung verkauft sich bestimmt ganz gut.

  32. nocheinjurist am 11. September 2010 um 10:33 (#)

    @ jw: wenigstens hat man mal ne Idee, warum so Bewerbungs- und Bauzeugs immer viel teurer wird als vorher haarscaharf kalkuliert.

  33. Ralf am 11. Oktober 2010 um 10:41 (#)
  34. Ralf am 7. Januar 2011 um 17:01 (#)

    Garri Kasparow im FAZ-Gespräch: „Sotschi ist der völlig falsche Ort für Winterspiele“

    Ist die Fußball-WM nicht ein guter Anreiz, die Infrastruktur zu bauen?

    Sie ist ein guter Anreiz, um Geld zu stehlen. Wir sehen es in Sotschi. Die Stadt wird ruiniert, die Umwelt zerstört. Ich weiß nicht, ob die Winterspiele überhaupt über die Bühne gehen werden, denn es ist der völlig falsche Ort dafür. Als Sotschi die Spiele bekam, herrschte Jubelstimmung. Heute berichten selbst die Regierungsmedien mit Zurückhaltung.

  35. Ralf am 16. Februar 2011 um 08:49 (#)

    violavoncramon.de (08.02.): Viola von Cramon informiert sich in Sotschi über den Stand der Vorbereitungen der Olympischen Winterspiele

    Viola von Cramon reiste nach Sotschi, um sich über den Stand der Vorbereitungen der Olympischen Winterspiele, die in Sotschi im Februar 2014 stattfinden sollen zu informieren. Vertreter der russischen Umweltorganisation “Ökologische Wacht über den Nordkaukasus” informierten darüber, dass große Schäden beim Bau von Straßen und Eisenbahntrassen im Zusammenhang mit den Winterspielen entstanden sind. Viola von Cramon zeigte sich über diese sichtbaren negativen Auswirkungen auf die Umwelt besorgt und versprach, in Deutschland dafür Öffentlichkeit herzustellen. Auch wollte sie sich erkundigen, warum sich eine in Sotschi beteiligte deutsche Baufirma umweltschädigender agiert als bei ähnlichen Baumaßnahmen in Deutschland.

  36. Ralf am 18. Februar 2011 um 09:23 (#)
  37. Ralf am 20. März 2011 um 11:06 (#)
  38. Ralf am 21. April 2011 um 09:22 (#)

    SF-Video (05.04.): Putins Pistenbauer

    Russland baut ein neues Wintersportmekka. Grund dafür: Die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi. Auf Initiative des damaligen Präsidenten Wladimir Putin wird dafür eine neue Infrastruktur aus dem Boden gestampft. Als Pistenbauer mit dabei ist auch der Schweizer Bernhard Russi.

  39. Ralf am 4. September 2011 um 21:56 (#)

    violavoncramon.de: Olympische Spiele in Sotschi 2014 – ein Sportgroßereignis als Belastungsprobe für Mensch und Natur

    07.09.2011 18:45 Deutscher Bundestag, Paul-Löbe-Haus, Raum E.800

  40. Ralf am 5. September 2011 um 15:04 (#)
  41. Ralf am 16. September 2011 um 12:10 (#)
  42. Christoph am 14. Oktober 2011 um 02:23 (#)

    AP: Sochi expects $300M surplus from 2014 Winter Games

    Dmitry Chernyshenko, head of the Sochi organizing committee, told The Associated Press on Thursday the Olympic body will not need any government money despite the weakening global economy and competition from the 2018 World Cup in Russia.

    Overall, he said, Sochi hopes to end up with a surplus of about $340 million.

    Sixty percent of any profits would be put back into sports development in Russia, with the rest going to the national Olympic committee and the IOC.

    Meantime, Chernyshenko welcomed the prospect of Vladimir Putin opening the Olympics as head of state. (…) Putin, as president, was instrumental in Sochi winning the games when he lobbied IOC members in Guatemala City in 2005.
    “From the beginning of our bidding campaign, he was the captain of our team,” Chernyshenko said. “It is natural for us that the team leader who contributed so much to the project and who made the momentum in Guatemala will be on stage in 2014, when his favorite baby will be delivered in the full swing. (…)”

  43. Ralf am 18. Oktober 2011 um 10:30 (#)

    sid: Sotschi: Vesper kritisiert Eingriffe in Natur

    Ansonsten sei derzeit noch nicht klar, ob es ähnlich wie 2010 in Vancouver und Whistler wieder zwei deutsche Häuser gebe oder wie zuvor üblich nur eines.

    sid (15.09.): Pfüller: Olympia 2014 wird finanzieller Kraftakt

    Wieso sollten die Kosten höher sein als bei vorangegangenen Olympischen Spielen?

  44. Ralf am 1. Februar 2012 um 08:48 (#)
  45. Ralf am 8. Februar 2012 um 12:47 (#)

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