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NOlympia 2018: 18 Gründe gegen die Olympiabewerbung

VANCOUVER. Das nenne ich Timing: Pünktlich zum bayerischen Abend heute im Deutschen Haus in Vancouver wird die Webseite der Olympia-Opposition lebendig. Auf Facebook ist man auch aktiv. Es bleibt aber natürlich ein ungleiches Duell:

Hier ein politisch-industrieller Komplex – dort wenige Enthusiasten. Hier in Teilen gesteuerte Medien, mitunter Propagandaaktionen – dort das Bemühen von Einzelkämpfern, die auf vielfältige Weise unter Druck gesetzt werden. Kommunikationsherrschaft ist allerdings in Zeiten von Social Media schwer aufrechtzuerhalten. Manche haben Probleme damit, das anzuerkennen.

Über das englische Thesenpapier der Olympiagegner, das letzte Woche veröffentlicht wurde (Munich2018: We do not want the Games!), hat man in der Branche schon heftig debattiert.

Die achtzehn Gründe gegen die Olympiabewerbung lauten:

  1. Klimawandel
  2. Schnee?
  3. Wasserbedarf
  4. Naturschutz
  5. Ski-WM 2011
  6. Sportstätten
  7. Platzbedarf
  8. Verkehr
  9. Finanzrisiko
  10. Erfahrungen
  11. Bevölkerung
  12. Tourismus
  13. Dialog
  14. Sicherheit
  15. Verträge IOC
  16. Umweltkonzept 18 Leitprojekte 2018
  17. München 2018
  18. Vancouver
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    1. [...] mit denen man nicht vernünftig reden kann“. Im IOC sei man es gewohnt, „dass es nicht nur hundertprozentige Zustimmung gibt und dass sich viele Interessen auf dieses weltweite Medienereignis setzen, um ihre eigenen [...]

    2. [...] Und die Olympia-Opposition wächst und formiert sich, etliche aktuelle Meldungen sind hier gesammelt. [...]

    3. [...] mit denen man nicht vernünftig reden kann“. Im IOC sei man es gewohnt, „dass es nicht nur hundertprozentige Zustimmung gibt und dass sich viele auf dieses weltweite Medienereignis setzen, um ihre eigenen Interessen zu [...]

    4. [...] NOlympia 2018: 18 Gründe gegen die Olympiabewerbung [...]

    45 kommentare zu NOlympia 2018: 18 Gründe gegen die Olympiabewerbung

    1. ha am 19. Februar 2010 um 23:41 #1

      Könnte man das Ding künftig nicht Upper Bavarian Bid (oder so ähnlich) nennen? So wie damals diese eine Bewerbung “Sächsische” hieß. Aus der dann eine Leipziger werden musste, weil “Leipzig + 3″ (Dresden, Chemnitz, Riesa) angeblich dem IOC nicht vermittelbar war.
      Dummerweise hatten die kein UDIOCM, dass die Besonderheiten deutscher Autobahnen erklärt hat. Die ja immer mal wieder … Aber das gehört wirklich nicht hierher. Wie sind denn so die Straßen nach Whistler?

    2. Ralf am 20. Februar 2010 um 00:03 #2

      Da wir gerade bei Straßen sind. Folgende Anmerkung hat mir “besonders gut” gefallen:

      Vierspuriger Ausbau des Föhringer Rings für die Fahrten der „Oympischen Familie“ zu ihren Hotels im Arabellapark (über die so genannten absperrbaren „Kremlspuren“ – für 13 Millionen Euro). Durch die „Kremlspuren“ (für die „Olympische Familie„ gesperrte Fahrspuren wird es auf dem gesamten Mittleren Ring, sowie den Autobahnen A8, A9, A95 und A96) zu erheblichen Verkehrsproblemen in und um München kommen.

    3. Hirngabel am 20. Februar 2010 um 00:18 #3

      Ich habe zwar keine Argumente, aber ich würde trotzdem gerne Olympische Spiele in Deutschland haben.

    4. Stefan W. am 20. Februar 2010 um 02:39 #4

      19. Juristische Lage bzgl. Doping
      20. Demokratisch-kulturelle Lage bzgl. Korruption

      ad 19) Die dt. Gesetzgebung ist ein Stubentiger, wenn es umm Dopingbekämpfung geht. Unter diesen Umständen kann der olympischen Sportlergemeinschaft nicht zugemutet werden die Wettkämpfe hier auszutragen.

      ad 20) Die Transparenz kann in Deutschland auch getrost vergessen werden. In Deutschland würden die Spiele in einem Sumpf von Korruption versinken, ein Schatten fiele auf die Spiele. Das haben die Sportler nicht verdient.

    5. Matthias am 20. Februar 2010 um 04:04 #5

      Die Beispielbilder der bisherigen Entwicklung (für die Ski-WM 2011) lassen schlimmes erahnen, was da zusätzlich kommen könnte…

    6. Marco am 20. Februar 2010 um 08:09 #6

      @Stefan W

      Die dt. Gesetzgebung ist ein Stubentiger, wenn es umm Dopingbekämpfung geht. Unter diesen Umständen kann der olympischen Sportlergemeinschaft nicht zugemutet werden die Wettkämpfe hier auszutragen

      .

      Versteh ich nicht. Kananda, Schweiz haben auch kein Gesetz diesbezüglich.

      Gibt es sonst keine anderen Probleme, die man mit Steuergelder lösen könnte?

    7. Marc B. am 20. Februar 2010 um 09:31 #7

      Mit Verlaub, aber die “Argumente” sind alle irrelevant. 50% der Gesellschaft sind Psychologie und Großveranstaltungen sind 100% Psychologie.

      Natürlich wäre es sinnvoll, beim Verkehr stärker auf die Schiene zu setzen, natürlich werden Flächen überbaut. Aber erstens kann man die Details noch optimieren, zweitens sind die Eingriffe zu vernachlässigen im Vergleich zu dem was in den letzten zehn Jahren im Alpenraum geschehen ist und ohnehin in den nächsten zehn Jahren geschehen wird und drittens sind die Olympischen Spiele das wert.

      Die Fußball WM 2006 war geil, hat Spaß gemacht und nach dann 12 Jahren wird es Zeit für für ein neues Event.

      Detaildiskussion: Klimawandel und Wasserverbrauch sind lachhafte Argumente, das oberbayerische Voralpenland hat nun wirklich genug Niederschläge, es gibt kaum eine andere Region in der Welt, in der die Verfügbarkeit von Wasser im Verhältnis zu Sonnentagen günstiger wäre. Und wenn man die Bauten für die Spiele richtig plant und baut, dann sind sie abgesehen von unmittelbaren Sportanlagen nicht nur für den Wintersport geeignet. Garmisch hat jetzt schon mehr Übernachtungen im Sommertourismus als im Winter und setzt auch in der Zukunft darauf. Die wissen was sie tun.

    8. Axel_K am 20. Februar 2010 um 13:13 #8

      @Marc B.: Ja, nach 12 Jahren wird es mal wieder Zeit für ein “geiles Event”. Dafür kann man auch seine natürliche Umgebung weiter zerstören, die Milliarden von Jahren gebraucht hat, um sich zu entwickeln, das ist es wert.

      Sorry, Marc, aber wenn Du das Wort Argumente bei den Nolympia-Leuten in Anführungszeichen setzt, dann solltest Du Deine eigene Meinung doch etwas besser unterfüttern. “Die Details kann man noch optimieren” und “Die wissen was sie tun” dienen vielleicht zur Beruhigung von Leuten, die nicht mit Problemen belästigt werden möchten, aber es braucht schon ein hohes Maß an Naivität und Staatsgläubigkeit, um sich wirklich auf die richtigen Entscheidungen der Politiker und Verwaltungsleute zu verlassen. Da sollte man sich auch nicht von seiner “Psychologie” leiten lassen.

    9. Arnesen am 20. Februar 2010 um 16:55 #9

      Hier ein politisch-industrieller Komplex – dort wenige Enthusiasten. Hier in Teilen gesteuerte Medien, mitunter Propagandaaktionen – dort das Bemühen von Einzelkämpfern, die auf vielfältige Weise unter Druck gesetzt werden.

      Jens, immer wenn du dich einer breiteren Öffentlichkeit als den Blog-Lesern präsentierst, zeigst du eine bewundernswerte Ausgeglichenheit, egal, ob beim gesprochenen oder beim geschriebenen Wort.
      Hier hingegen neigst du mitunter zu einer Schwarweißmalerei wie im zitierten Text, von der ich nicht weiß, ob sie aus deinem Inneren kommt oder ob du damit nur Kommentare provozieren willst. Mich kriegst du diesmal jedenfalls nicht. :-)

    10. Jens Weinreich am 20. Februar 2010 um 21:25 #10

      @ Arnesen: Ganz im Ernst, Du missverstehst. Mit den “Einzelkämpfern” da oben sind die Oppositionellen gemeint. In München und seinen Satelliten wurden/werden sie auf vielfältige Weise unter Druck gesetzt. Das ist so.

      Ansonsten: Es liegt wohl eine gewisse Logik darin, dass ich im Blog gelegentlich engagierter/subjektiver zur Sache gehe. Dabei will ichs mal belassen, bin noch nicht recht wach und fürchte. Deine Bemerkung nicht richtig verstanden zu haben, verzichte also ausnahmsweise aufs Fighten.

    11. Matthias am 20. Februar 2010 um 22:57 #11

      (…) bin noch nicht recht wach und fürchte. Deine Bemerkung nicht richtig verstanden zu haben (…)

      Zulange im Russy Dom gebechert gefeiert?

      Hauptsache, die Sotschi-Berichterstattung leidet in vier Jahren nicht darunter. Nicht dass Funktionäre den Hausherrn mit der Veröffentlichung kompromittierender Partybilder aus Vancouver unter Druck setzen ;)

    12. Jens Weinreich am 20. Februar 2010 um 23:19 #12

      Da mach Dir mal keine Sorgen.

    13. Ralf am 20. Februar 2010 um 23:51 #13

      Garmisch-Partenkirchner Tagblatt (19.02.10): Bauern fordern Freistaat als Vertragspartner

      “Viele, viele offene Fragen” gilt es zu klären, bevor die Flächen an den Romanshöhen in Oberammergau für Olympische Langlauf- und Biathlonwettkämpfe zur Verfügung stünden.
      [...]
      Demnach gab es vor kurzem ein Treffen im Bayerischen Landwirtschaftsministerium, bei dem es vor allem um die vielfältigen Befürchtungen der Bauern ging. Sie stellten dabei generell klar: Als Vertragspartner für die Bereitstellung ihrer Flächen komme nur der Freistaat in Frage.
      Eine Forderung, die Brisanz beinhaltet. Denn schließlich liegt der Gemeinde Oberammergau der Entwurf für eine Nutzungsvereinbarung vor, der eigentlich notariell zwischen der Kommune und den Grundstücksbesitzern geschlossen werden sollte.

    14. Rob am 20. Februar 2010 um 23:58 #14

      Ich bin nicht der Meinung, dass ein Ort wie München unbedingt Winter-Olympiaden austragen muss. Nachdem 50 bis 100 km Entfernung zu Wettkampfstätten aber wohl schon länger als normal angesehen werden, wäre meine Frage: welcher Ort wäre denn ein richtiger?

      Ich war neulich mal wieder in Innsbruck. Es sieht so aus, als könnten die alle Wettbewerbe im Umkreis von 25 km erledigen. Die Sportler kämen wohl auch damit zurecht. Aber für das Gewerbe außenrum, Industrie und Medien, ist das viel zu klein.

      Wenn das Plaidoyer also nicht in Richtung einer Abschaffung olympischer Spiele geht (was Abschaffung der Berichterstattung einschließen würde): welchen geeigneten Ort möchte der Hausherr mitsamt seinen tausenden Kollegen idealerweise heimsuchen?

    15. Ralf am 21. Februar 2010 um 00:09 #15

      dradio.de:

      Interview mit Markus Gärtner – Wie Olympia eine Stadt verändert
      Sendezeit: 20.02.2010 19:26
      Autor: Fischer, Peter C.
      Programm: Deutschlandfunk
      Sendung: Sport
      Länge: 01:00 Minuten

    16. axel am 21. Februar 2010 um 00:48 #16

      Je mehr ich mich mit olympischen Winterspielen beschäftige, umso mehr komme ich zum Ergebnis, daß es tatsächlich schwer ist einen richtigen Ort für die Spiele zu finden. Die kleinen Orte im Gebirge haben nicht den Platz für die geforderten Bauten und die Kraft das finanzielle Abenteuer zu überstehen. Die großen Städte die die Risiken verkraften können liegen weiter von den Bergen weg. Außerdem wird es immer wärmer, was gegen die schneeabhängigen Spiele spricht.
      Wenn man die Spiele überhaupt weiter machen will, sollte man sie immer am selben Ort veranstalten um nicht alle vier Jahre die gewaltigen Eingriffe in Natur und Umwelt zu machen und verschuldete Orte zu hinterlassen. Vielleicht würde es einem “Dauer-Olympiaort” sogar etwas bringen.

    17. Christoph am 21. Februar 2010 um 17:27 #17

      Ich schließe mich der Meinung von Axel an. Viele der hier genannten und verlinkten Kritikpunkte lassen sich 1:1 auf die anderen beiden anderen Bewerberstädte übertragen.

      Wenn man hier der Logik folgen würde, dass wer A sagt, auch B sagen muss, dann läuft es darauf hinaus, dass der ganz normale Wahnsinn von Olympischen Spielen, ganz gleich ob Sommer oder Winter, in Frage gestellt werden müsste.

      Grundsätzlich sehe ich große Städte mit bestehender Infrastruktur bezüglich einer zukünftigen Nutzung aus ökonomischer und ökologischer Sicht deutlich im Vorteil. Das es bei der Entscheidung am Ende eh andere Kriterien zählen, ist eine andere Geschichte (und findet hier im Blog auch genügend Beachtung).

      Dennoch wünschte ich mir bei Berichterstattung, Verlinkung und Kommentaren ein bisschen mehr Ausgewogenheit. Mir sind die grenzlosen Optimisten ob München 2018 genauso suspekt, wie die, die hier bei allem Nein schreien, was auch nur ansatzweise für München sprechen könnte. Die Wahrheit liegt selten in den Extremen.

    18. Jogi am 21. Februar 2010 um 19:46 #18

      Die meisten der 18 aufgeführten Gründe gegen die Bewerbung sind für meine Begriffe etwas an den Haaren herbeigezogen. Wenn man lange genug sucht, findet man immer etwas. So ist das mit allen Dingen im Leben.

    19. Jens Weinreich am 21. Februar 2010 um 20:10 #19

      @ Christoph: Du wünschst Dir Ausgewogenheit in Kommentaren? Sind Kommentare dazu da, Ausgewogenheit zu schaffen? Für “Ausgewogenheit” von Argumenten haben jene zu sorgen, die so ein Mega-Event planen. Sie haben also zunächst saubere Kosten-Nutzen-Analysen vorzulegen. Das ist wieder einmal nicht erfolgt. Das ist das alte Lied.

      Im Übrigen kann es denjenigen, die sich vor Ort gegen die Olympiapläne wehren, völlig egal sein, ob sportpolitisch und/oder infrastrukturell irgendetwas “für München spricht”. Warum muss sie das interessieren? Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun.

    20. Ralf am 21. Februar 2010 um 23:04 #20

      Merkur: Rot-schwarze Koalition “dummes Geschwätz”

      Eine klare Absage erteilten die Genossen dagegen dem Projekt Olympia 2018. Mit 15 zu drei Stimmen beschlossen sie folgende Stellungnahme: „Der SPD-Ortsverein spricht sich gegen Olympische Winterspiele in unserem Landkreis aus, weil sie einen massiven Eingriff in die Natur bedeuten und unwägbare finanzielle Lasten nach sich ziehen könnten, die letztlich den Landkreis und damit auch Murnau betreffen.“ Manlik hatte auf diesen Beschluss gedrängt. Wenn der Markt Garmisch-Partenkirchen als finanzkräftigster Ort pleite gehe, „dann ist der ganze Landkreis pleite“, betonte der Fraktionssprecher.

    21. Ralf am 22. Februar 2010 um 08:39 #21

      Thomas Hahn in der SZ: Entgleisung im Eis

      Aber nach etlichen Schneetransporten und Notfallaktionen steht das Schneefeld auch als Mahnung im grünen Zypressenwald: Wenn das Wetter nicht stimmt, erfordert der Wintersport einen Aufwand, der Zweifel an der Verhältnismäßigkeit aufkommen lässt.

    22. Ralf am 22. Februar 2010 um 08:58 #22

      SportBlog: Wollen wir Olympia 2018 in München?

      18 Gründe hat die Kampagne „Nolympia 2018“ dieser Tage auf ihrer Website gepostet.

    23. Ralf am 23. Februar 2010 um 08:42 #23

      SZ: Post von den Olympia-Gegnern

      Alle 50 Tage, so kündigt der grüne Abgeordnete an, werde er den IOC-Präsidenten “über unsere Kritikpunkte an der Münchner Bewerbung informieren”.

    24. Ralf am 23. Februar 2010 um 09:43 #24

      see-online.info: Widerstand gegen KKH, Kunstmuseum und Olympia – Oberammergau ist in Konstanz und überall

      Im Internet treffen sich immer öfter Nein-Sager, die ihren Widerstand in die virtuelle Welt twittern. Längst kämpfen die Gruppen nicht mehr nur isoliert in ihrer Stadt gegen ein Projekt, sondern irgendwie auch miteinander und sie versichern sich gegenseitig, dass sie auf dem richtigen Weg sind.

    25. Ralf am 23. Februar 2010 um 12:44 #25
    26. Ralf am 24. Februar 2010 um 09:07 #26

      dpa: Curler wollen von Olympia-Bewerbung profitieren

      Denn von den Plänen, Curling dann in der provisorisch umgebauten Schwimmhalle der Spiele von 1972 stattfinden zu lassen, ist Sportdirektor Ralph Schneider wenig begeistert. «Wir sind mit dem DOSB in Beratung und wir pochen darauf, dass wir nach den Spielen mit den Trainingsstätten profitieren», sagte Schneider.

    27. Ralf am 24. Februar 2010 um 09:10 #27
    28. Ralf am 25. Februar 2010 um 08:53 #28

      nano (3sat, 22.02.10, 5:31min): Grün geplante Spiele – Anvisierter Umweltschutz nicht durchgehalten

      Die “Olympic Line” sollte klimafreundlichen Nahverkehr bringen und mehr als 300.000 Tonnen Kohlendioxid einsparen. Doch die Züge sind nur vom Sponsor geliehen und müssen nach Olympia zurückgegeben werden.
      [...]
      Die Veranstalter feierten außerdem das Richmond-Stadion als Innovation beim Bau einer Sportstätte, so Goodwin. “Für Greenpeace ist es ein Beispiel ökonomischer nicht ökologischer Innovation. Das ganze Dach, zwei Hektar Holz, kommen aus einem Gebiet, das von einem Schädling befallen wurde. Dort gibt es weniger Vorschriften Bäume zu fällen, größere Einschläge und laschere Kontrollen.”

      nano (3sat, 22.02.10, 2:46min): Ökosünden durch Olympische Spiele

      Vancouver hatte ein “grünes Olympia” versprochen – “Nachhaltigkeit” ist eines der leitenden Mottos bei den Olympischen Winterspielen 2010. Auch schon frühere Olympiaden gingen auf Kosten von Natur und Umwelt.

    29. Ralf am 26. Februar 2010 um 13:03 #29

      Jochen Leufgens für sport inside: “Höher, schneller, weiter”

      Das aufgeblähte olympische Programm verlangt alleine fünf Eishallen. [...] Verdrängt der Gigantismus die Tradition?

    30. Ralf am 26. Februar 2010 um 15:55 #30

      Jungle World: Skisprungschanze, eisgekühlt

      Merkur: CSU zweifelt an zweitem S-Bahn-Tunnel

      Auch die erhoffte Fertigstellung des Tunnels bis zu Olympia 2018 dürfte wohl schwierig werden. Bei einem geplanten Baubeginn Ende 2012 und einer Bauzeit von sechseinhalb Jahren wären die Spiele längst vorbei, wenn der erste Zug fahren würde. Vor diesem Hintergrund könnte es für Verkehrsminister Martin Zeil (FDP) auch schwer werden, Sondermittel für die Stammstrecke beim Bund locker zu machen.

      Zeil jedoch hält am Ziel Olympia fest. Per Pressemitteilung ließ er, der selbst nicht bei der Anhörung zugegen war, wissen: Nur mit der zweiten Stammstrecke und dem Ausbau des Ostkorridors „können wir bis zu den Olympischen Winterspielen 2018 die angestrebten Verbesserungen für den Bahnknoten München erreichen“.

      Welt online: Huber: Ausbau der S-Bahn bis 2018 nicht zu schaffen

    31. Ralf am 26. Februar 2010 um 16:53 #31

      10vor10 (SF, 25.02.10, 3:59 min): Olympia-Ruinen in Turin

      Die olympischen Winterspiele 2006 haben der Stadt Turin zwar deutlich mehr Touristen gebracht, die kleinen Gemeinden in den Skigebieten profitieren heute jedoch kaum vom Olympia-Effekt. Die Sportstätten dämmern ungenutzt vor sich hin, ihr Unterhalt verschlingt jedes Jahr Millionen. Dies sorgt in Turin zunehmend für Kritik.

    32. Ralf am 6. März 2010 um 10:41 #32
    33. Marco am 6. März 2010 um 12:59 #33

      @Ralf
      Wie viel Städte und Umgebungen müssen noch im wirtschaftlichen Chaos versinken, bis man endlich die “rosa rote Brille ablegt? Was meinst du?
      Zu #32. Wird Vancouver auch nicht anders ergehen, sogar noch schlimmer.
      For Sochi Olympics..

    34. Ralf am 9. März 2010 um 09:04 #34

      Ronny Blaschke für ZEIT online: Olympische Spiele, für immer in der Schweiz

      Sind Deutschlands Entscheidungsträger nicht fähig zu einer ausgewogenen Debatte über die öffentliche Rolle des Sports? In einem Land, dessen Regierung in diesem Jahr mehr als 200 Millionen Euro in Sport investiert.

    35. Ralf am 10. März 2010 um 08:59 #35
    36. Jens Weinreich am 10. März 2010 um 10:07 #36
    37. Ralf am 10. März 2010 um 16:49 #37

      Twitter-Meldung von Dieter Janecek:

      NOlympia Veranstaltung in Garmisch mit deutlich über 200 Teilnehmern großer Erfolg! Bürgerbegehren wird ernsthaft diskutiert

    38. Ralf am 11. März 2010 um 09:12 #38

      Merkur: Bündnis NOlympia 2018: Skeptiker bestätigt

      Merkur (02.03.): Nicht alle essen gleichzeitig

      Das Snow Village in Garmisch-Partenkirchen soll kleiner werden.

    39. Ralf am 12. März 2010 um 20:18 #39

      Berchtesgadener Anzeiger: Olympia als Schuldenfalle

      Die Beteiligung an der Salzburger Olympiabewerbung stellte für ihn kein Problem dar. »Aber warum sind wir dann jetzt dagegen?«, fragte er und zählte zwei Punkte auf. Einerseits müsse man aus ökologischen Gründen solidarisch mit Garmisch sein und andererseits seien die finanziellen Verpflichtungen der Bewerbergemeinden wegen der derzeitigen wirtschaftlichen Situation nicht tragbar.

      bgland24.de: Nolympia: Bürgerbegehren mit Garmisch?

    40. Ralf am 13. März 2010 um 15:18 #40

      Regional Fernsehen Oberbayern: Olympiagegner formieren sich

      Weiter wurde dazu aufgerufen, einen möglichen Bürgerentscheid in Garmisch gegen eine Olympiabewerbung solidarisch zu unterstützen.


      : Kritik an Großprojekt Kunsteisbahn Königsee

      Während die Umbauarbeiten an der Kunsteisbahn am Königssee auf Hochtouren laufen, gibt es jetzt erneut Kritik an dem Großprojekt.

      Bartl Wimmer, von der Bewegung Nolympia 2018 kritisiert die hohen Kosten von rund 30 Millionen Euro. Im Bayernwelle SüdOst-Interview sagte er, das Geld wäre anders besser investiert-zum Beispiel in heimische Turnhallen und Sportplätze.

      Die Förderung des Spitzensports sei ausschließlich eine Sache des Bundes und nicht der Länder, so Wimmer weiter.

      Die Bewegung spricht sich außerdem gegen die Olympischen Winterspiele 2018 in München, Garmisch und Schönau am Königssee aus. Unter anderem sei hier das hohe finanzielle Risiko für die Kommunen nicht tragbar.

      Reichenhaller Tagblatt: Olympiagegner: Veranstaltung rechnet sich nicht

      Bartl Wimmer nennt es Suchverhalten. „Wie besoffen springt der Landkreis immer wieder auf das Thema Olympia an.“ Für den Grünen-Kreisrat ist die erneute Bewerbung für 2018 gemeinsam mit München unverantwortlich, denn das Geld fehle jetzt schon an allen Ecken und Enden.

    41. Ralf am 13. März 2010 um 15:38 #41

      sid (12.03.): Olympia-Abstimmung im Herbst

      Dieses Bürgerbegehren soll allerdings frühestens im Herbst gestartet werden. “Wir wollen eine kritische Öffentlichkeit schaffen. Wenn sich dann eine Mehrheit der Bürger für die Spiele ausspricht, würden wir das auch hinnehmen”, sagte Dieter Janecek, bayerischer Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, dem Sportinformationsdienst.

    42. Ralf am 15. März 2010 um 10:54 #42

      Berchtesgadener Anzeiger: Bahnumbau auch im Hinblick auf Olympia 2018

      »Natürlich planen und bauen wir so, als ob wir Olympische Spiele bekommen. Wir müssen nämlich jederzeit in der Lage sein, das olympische Modul nahtlos draufzusetzen. Bei Olympia ist alles etwas größer, da müssen wir die Voraussetzungen für das Internationale Olympische Komitee schon jetzt mit in unsere Überlegungen einbeziehen«, erläuterte Bahnchef Aschauer.

    43. Ralf am 17. März 2010 um 17:18 #43

      ORF: Olympiaflop belastet Budget bis 2022

      Die Salzburger Olympiabewerbung werde das Stadtbudget noch bis 2022 belasten.
      [...]
      Demnach seien mehr als 800.000 Euro der gescheiterten Bewerbung mit Krediten finanziert worden.

    44. Ralf am 22. März 2010 um 10:13 #44

      Merkur: Olympia 2018: Pläne für Biosphärenreservat gekippt

      Im ersten Bewerbungsdokument, dem Mini Bid Book, [...] ist es schon nicht mehr enthalten.

      Heinz Röhle (DAV-Präsident, 19.02.10):

      “Wenn diese Projekte, die diskutiert werden, nicht kommen sollten, es also keinen echten Mehrwert durch Olympia 2018 gibt, dann wird der Alpenverein seine Mitarbeit aufkündigen, aber so weit sind wir noch nicht.”

      Sind wir vielleicht jetzt soweit, Herr Röhle?

      Landesbund für Vogelschutz (16.11.09):

      Solange die Chance dafür besteht – und die Arbeit daran beginnt ja jetzt erst mit der Ausgestaltung der Leitprojekte und der Detailplanung der Sportstätten – solange kann der LBV den Prozess guten Gewissens begleiten.

    45. Ralf am 31. März 2010 um 12:39 #45

      NN: Albtraum Olympia? – Wie die Wintersport-Vision mit der Realität kollidiert

      Dass es in Oberammergau kaum Schnee gibt, stört [Jürgen Bühl von der Bewerbungsgesellschaft] nicht: »Kunstschnee braucht man im Wintersport sowieso immer, schon wegen der Chancengleichheit.«
      [...]
      Um Olympia zu verhindern, will Doering notfalls einen Bürgerentscheid anstreben. In Oberammergau hat man damit reichlich Erfahrung: Siebenmal bestimmten die Bürger bereits mit, öfter als in jeder anderen Kommune Bayerns.

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