Und es sprach Hassan Moustafa …

| 23.03.2009 | 11 Comments

In der beliebten Reihe über die Altruisten der Sportbranche folgt heute: Hassan Moustafa, Präsident des Handball-Weltverbandes (IHF). Er wird nicht nur hier im Blog, sondern in vielen (anderen) Qualitätsmedien gern Pharao genannt. Ich habe in Denver gerade eine halbe Stunde mit Hassan Moustafa gesprochen.

Der Handball hat eher kein Korruptionsproblem, sagt er. Der Handball hat auch kein Dopingproblem, sagt er. Ansonsten gilt, sagt er:

Ging zu schnell? War zu kurz? Noch einmal:

Wer hier nur selten vorbei schaut, wird vielleicht denken: Was soll denn das? Was will der Weinreich uns sagen? Ich will nur zeigen, wie es ist.

Es bleibt alles in der Familie. Es soll am besten alles in der Familie bleiben. Stammlesern wird auffallen: Hassan Moustafa sieht das ähnlich wie Joseph Blatter.

Mehr über die Sportfamilie(n) und natürlich über Hassan Moustafa und seinen Versuch, Präsident der Vereinigung aller olympischen Sommersportverbände (ASOIF) zu werden, gibt es später.

posted on: 23.03.2009 at 07:55 | updated at: 07:57

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trebor said on 23. März 2009 at 11:29 #1

Klasse O-Ton! Freue mich auf weitere News aus Denver & grüß’ mir den Männerorden! ;)

(pb) said on 23. März 2009 at 12:44 #2

gruselig.

Pecas said on 23. März 2009 at 13:39 #3

Also, klingen tut der Herr Pharao ja original Mumie. Liess sich nicht vielleicht noch das eine oder andere Zipfelchen Mullbinde wo sehen?

Jens said on 23. März 2009 at 13:43 #4

haben diese herren eigentlich keine pr berater, die ihnen einflüstern, was sie zu sagen haben. herzzerreissend…

Gua said on 23. März 2009 at 18:24 #5

Liest der Pharao eigentlich hier mit, hat es also vom Sepp geklaut oder gibt es in der Schweiz ein Bundesgesetz, dass Sportverbänden vorschreibt wie eine “Familie” zu sein?
Für den ersten Fall, erlaube ich mir mal ein herzliches “Hallo Hassan!” auszusprechen.

Stefan W. said on 23. März 2009 at 19:02 #6

Das Organisationsprinzip Familie kennt man doch auch von der Mafia, oder?

Was sind denn dessen Merkmale? Es dringt nix nach außen? Papa sagt wo’s lang geht? Pluralität ist unerwünscht? Das Recht wird mündlich überliefert? Ultima ratio ist der Ehrenmord?

Andreas said on 23. März 2009 at 19:26 #7

ich bin etwas verwundert, dass er recht flüssig deutsch sprechen kann. Hat er denn die ganze Zeit über die Sprache beibehalten, oder bei brisanten Thema Englisch gewählt?

Stefan said on 23. März 2009 at 22:21 #8

Danke Herr Weinreich, dass sie uns das präsentieren!
So schamlos, wie sich der Pharao als Pate präsentiert, wäre das in keinem Film mehr möglich.
Holen Sie die Herren an das Mikro und lassen sie die einfach reden, das reicht – und bringt unglaubliche Klarheit und Gewissheit darüber, dass es einen fairen Sport in diesen Etagen scheinbar nicht gibt.

georgie said on 23. März 2009 at 23:37 #9

@andreas: der herr moustafa hat eine trainerausbildung (zu ddr-zeiten glaub ich) in leipzig gemacht. die sportfakultät macht heute noch werbung mit ihm. da gehörte eine deutsch-ausbildung dazu. war das eigentlich zu ihrer zeit in leipzig, herr weinreich? quasi, man trifft sich immer zweimal im leben?

Jens Weinreich said on 24. März 2009 at 00:12 #10

@ georgie: So alt bin ich nun auch nicht. Moustafa ist 1944 geboren und hat Anfang der siebziger Jahre in Leipzig studiert. Da wurde ich gerade eingeschult. Er ist also definitiv kein Studienkollege.

Herbert Fischer-Solms said on 24. März 2009 at 02:43 #11

Hallo Jens,

beim Nachlesen der Familien-Saga Moustafa/ Blatter
vermisse ich bei der Ordensliste des FIFA-Bosses
das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland am Bande – weil er uns doch diese schöne WM 2006 geschenkt hat, und dazu noch völlig steuerfrei !
Oder schämst Du Dich auch so für diese Amts(miß)handlung ? War etwa dafür kein Platz mehr in der ohnehin schon üppigen Auflistung ? Übrigens : Der Herr Dempsey hat ja wohl kein Bundesverdienstkreuz bekommen? Wäre aber nur recht, auch posthum.
Nix für ungut
Gruß nach Denver

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