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Das Hoffenheimer Modell
veröffentlicht: 16. März 2009, 16:44 - zuletzt bearbeitet: 16. März 2009, 16:49 - 50 kommentareIm Fußball ist alles ein bisschen anders. Und in Hoffenheim sowieso. Vermeldet werden muss der Ausgang des Dopingkontrollfalls Hoffenheim.
Der DFB sagt:

Die gesamte Pressemitteilung:
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) unter Vorsitz von Hans E. Lorenz hat den Bundesligisten 1899 Hoffenheim zu einer Geldstrafe von 75.000 Euro wegen des Verstoßes gegen die Anti-Doping-Richtlinien des DFB verurteilt. Darüber hinaus wurde der Hoffenheimer Dopingbeauftragte Peter Geigle mit einer Geldstrafe von 2500 Euro belegt.
Bereits vor den Plädoyers des DFB-Kontrollausschuss-Vorsitzenden Dr. Anton Nachreiner und der Hoffenheimer Anwälte hatte Borussia Mönchengladbach seinen Einspruch gegen die Wertung des Bundesliga-Heimspiels gegen Hoffenheim (1:1) am 7. Februar 2009 zurückgezogen. Der DFB-Sportgerichtsvorsitzende Lorenz hatte dies dem Verein nach der Beweisaufnahme, in der elf Zeugen gehört worden waren, mit Hinweis auf die Einschätzung des Gerichts mit Nachdruck empfohlen.
Lorenz: “Kein Zweifel, dass der DFB konsequent gegen Doping vorgeht”
Hans E. Lorenz nannte als Gründe für die Bestrafung von Hoffenheim: „Die Beweisaufnahme hat ergeben, dass in diesem konkreten Fall kein klassisches Dopingvergehen – wie zum Beispiel Sportbetrug, Einnahme verbotener Stoffe zur Leistungssteigerung, Anwendung einer verbotenen Behandlungsmethode oder die Weigerung, sich einer Kontrolle zu unterziehen – vorliegt. Vielmehr handelt es sich um einen fahrlässig begangenen Verstoß gegen die Anti-Doping-Richtlinien des DFB, der auf einen Fehler des Hoffenheimer Dopingbeauftragten zurückzuführen ist. Dieser Fall stellt sich nicht als schwerwiegend im Sinne des § 7 Nr. 4 der DFB-Rechts- und Verfahrensordnung dar, so dass ein Punktabzug aus tatsächlichen und rechtlichen Gründen nicht in Frage kam.”
Weiter äußerte Lorenz: „Wir wollten den Fall weder bagatellisieren noch dramatisieren, um damit die eigene Glaubwürdigkeit im Kampf gegen das Doping zu unterstreichen. Es gibt keinerlei Zweifel, dass der DFB konsequent gegen Doping vorgehen und alle Regeln einhalten wird.”
Das Verfahren gegen die beiden Hoffenheimer Spieler Andreas Ibertsberger und Christoph Janker, die beim Spiel am 7. Februar in Mönchengladbach verspätet zur Dopingkontrolle erschienen waren, weil sie zunächst von den Verantwortlichen ihres Vereins nicht von ihrer Auslosung informiert worden waren, hatte der DFB-Kontrollausschuss bereits am 6. März mit Zustimmung des DFB-Sportgerichtes gemäß Paragraph 5 Nr. 5, Absatz 1 vorläufig eingestellt. Nach dem Ergebnis der mündlichen Verhandlung am heutigen Montag sieht die DFB-Sportgerichtsbarkeit keinen Grund dazu, das Verfahren wieder aufzunehmen.
Koch: “DFB-Präsidium wird sorgfältig analysieren”
Janker und Ibertsberger waren am heutigen Montag vor dem DFB-Sportgericht ebenso als Zeugen geladen wie Hoffenheims Manager Jan Schindelmeiser und Spielleiter Dirk Rittmüller, Dopingkontrollarzt Dr. Rainer Klischies und dessen Assistent Frank Cleve, Hoffenheims Mannschaftsarzt Dr. Pieter Beks sowie der Mönchengladbacher Mannschaftsarzt Dr. Heribert Ditzel.
Der für Rechtsfragen zuständige DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch, der auch Vorsitzender DFB-Anti-Doping-Kommission ist, äußerte nach dem Urteil: „Das DFB-Sportgericht hat sachlich in völliger Unabhängigkeit vom Präsidium des DFB entschieden. Das bedeutet umgekehrt für das DFB-Präsidium, dass es das Urteil des DFB-Sportgerichts zunächst sorgfältig analysieren wird. Angesichts der grundsätzlichen Bedeutung des Falles und unter Berücksichtigung der Unterwerfung des DFB unter den WADA-Code wird das DFB-Präsidium eingehend prüfen, ob es dieser Entscheidung des DFB-Sportgerichtes zustimmt oder von seinem Recht nach § 26 Nr. 1 der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB Gebrauch macht und Berufung gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts einlegt.”
Gemäß § 25 der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB kann Berufung innerhalb von einer Woche ab Verkündung – das heißt also bis einschließlich Montag kommender Woche – eingelegt werden.
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- Der Fuchs im Hühnerstall oder: Ehrenmänner, Ehrenworte, Ehrensachen
- Was vom Tage übrig bleibt (23): Bestechung im Handball? Ach Quatsch!
- Erklärung von DDR-Dopingopfern: “Kein fauler Frieden in der Doping-Aufarbeitung”
- Was vom Tage übrig bleibt (22): “Wir brauchen endlich eine Demokratisierung des DFB!”
- Bestechung im Handball? Rosenkrieg beim THW Kiel
- “Goodbye, Colorado”
- Goldmann & Co oder: der Gordische Knoten
- “Zero to Hero”: der Altruist Jack Austin Warner
- Was vom Tage übrig bleibt (21): der Dopingkontrollfall Hoffenheim
- Wasserstandsmeldung
- Zwanziger/DFB ./. Weinreich: Spenden und Mitleidsbekundungen
- Andrew Jennings nimmt die Wahl zum Fifa-Ethikchef an
- Was vom Tage übrig bleibt (20): “Doping und ärztliche Ethik”
- And the winner is: Andrew Jennings
- Voting für Sepp Blatter: Wer soll die Fifa-Ethikkommission leiten?
- Programmhinweis (V)
- Ethik-Pause für Lord Coe
- Sotschi 2014: PR vs Journalismus
- Putin zu Sotschi: “We must cut construction costs”
- AFC: Revolution gegen Bin Hammam
- Hinweis zur Dopingdiskussion …
- Südafrika 2010: “The kingdom of Fifa”
- Angela Merkel: Dopingbekämpfung als Kernelement der Sportpolitik
- Was vom Tage übrig bleibt (19): “Korrupter gehts nicht mehr”
- And the winner is: Jean-Marie Weber
- Was vom Tage übrig bleibt (18): Bid Books der Olympiabewerber 2016
- Sepp, mitten in Afrika
- München 2018: Was das BMI zur Finanzierung der Olympiabewerbung sagt
- München 2018: Wie Mann (CSU) sich um einen Platz im Olympia-Aufsichtsrat bewirbt
- München 2018: Wie Mann (CSU) Olympia-Aufsichtsrat wird
- Notizen vom Sportausschuss (5): Zielvereinbarungen, Transparenz und die Kontrolle von Steuermitteln
- Dokumentation: Zielvereinbarungen olympischer Sportverbände
- And the winner is: der Problembär
- Geldstrafe für Joseph Blatter
- “2018? Warner gives England the Mexican Wave Goodbye”
- “Olympische Spiele – wie ich sie sehe!”
- “Richard W. Pound to head Play the Game Advisory Board”
- Gerhard Treutlein: “Wer die Vergangenheit verdrängt …”
- Voting zur Leichtathletik-WM: “Be happy and pay the deficit!”
- Fußball-WM 2018/2022: die Kandidatenliste
- Belthazar
- update: Urteil 27 O 1204/08
- Sepps Reich
- “Theo Zwanziger tritt nicht zurück”
- “Ungefähr zwölf Stadien”: Bewerbung um die Fußball-WM 2018/2022
- Proof of life
- Ich bin dann mal weg … World Cup 2010
- Was vom Tage übrig bleibt (17): “Right to play”
- Was zu Berlin passt …
- Notizen vom Sportausschuss (4): „Mangel kann man nicht durch Mangel beseitigen.”
- Helmut Digel: “Die Vergangenheit ist nicht abgeschlossen”
- “Der Appetit kam beim Essen”
- Programmhinweis (IV)
- Andreas Krieger zum Fall Goldmann & Co.
- Medwedjew bloggt zu Sotschi: Alles wird gut
- Was vom Tage übrig bleibt (16): “Auferstanden aus Ruinen”
- Werner Goldmann oder: wenn “die Stimmbänder lähmen”
- Was vom Tage übrig bleibt (15)
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- Game of control: Organized Crime Plays Football
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- IHF verweigert Erik Eggers die WM-Akkreditierung
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- Golden League im Dutzend oder: die IAAF-Marketingkampagne
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- Das intransparenteste Unternehmen der Welt
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- “Vielfältige Lebenssachverhalte” (III)
- Notizen vom Sportausschuss (3): “I want to break free”
- Antidopingberichte 2007 der deutschen Sportfachverbände
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- Kommunikationsherrscher als Leserbriefschreiber: die Fifa
- Ten years after: Marc Hodler
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- Lust und Frust: Olympische TV-Milliarden
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- “DFB-Boss Zwanziger droht mit Rücktritt”
- Notizen zur 4. DOSB-Mitgliederversammlung
- Steuerbefreiungen für Sportverbände
- Facetten der Wahrheit: Doping-Versäumnisse deutscher Spitzenverbände
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- nocheinjurist: @ Grit Hartmann: Ist gewünscht, vielen Dank.
- Berlinerin: DLV-Vize Günther Lohre im Gespräch: „Drängen wir Doping nicht zurück, ist Schluss“
- Ralf: nolympia.de: Neuer TOP-Sponsor für das IOC: Dow Chemical! nolympia.de: Kritisches Olympisches Lexikon
- Ralf: Münchner Runde (BR): Den Video-Podcast gibt es hier zum Download… Datum: 27.07.2010 Länge: 44:13 min Größe: 111.60 MB
- AKUK: Tja, wie die beamtenrechtlichen Vorschriften lauten, konnte ich auf die schnelle nicht finden. Für “normale” Arbeitnehmer gelten die AUR (Richtlinien des gemeinsamen...
- Grit Hartmann: Trage, soweit möglich, zur faktischen Aufklärung bei, obgleich ich Zweifel habe, dass dies im Fall Pechstein hier tatsächlich gewünscht ist: Pechstein ist, per Mail über ihr...
- Ralf: sid: Kroatisches Pokalfinale von Wettmafia manipuliert?
- Ralf: Thomas Kistner in der SZ: “Wenn du es nicht machst, mache ich es”
- Ralf: BR (incl. Videos): Der Ministerpräsident ist zuversichtlich So soll möglicherweise auf das Gebiet am Stieranger verzichtet werden, sollten Alternativen in Sicht sein. Bis Ende August will...
- Thomas Rieger: Heute Abend die Münchner Runde gesehen? Münchner Runde
- Jens Weinreich: Im Prinzip ja. Und wo ist das Problem?
- nocheinjurist: @ jw: Kontakte knüpfen, Leute treffen, olympische Geister miterleben — wollen Sie das nicht auch?
- Berlinerin: @ ## 40 und 41: aus den von Ihnen genannten gründen hat mich das kurze hörstück über claudia pechstein unangenehm berührt. Habe jedenfalls nicht den Eindruck, Frau Hartmann hätte CP...
- Herbert: @Walter Full ack, wie kürzlich der Hausherr in einem anderen Kontext schrieb.
- nocheinjurist: @ Andreas: Mein Eindruck von Singapore war, dass es so etwas wie eine europäische Stadt ist. Ab von den Einkaufsmöglichkeiten – alles funktionert, alles pünktlich, alles...
- Walter: Herbert, die schöpferische Pause habe ich nicht bewußt wahrgenommen. Ironie rieche ich zehn Meter gegen den Wind, habe ich auch nicht wirklich übersehen. Andreas, sowas will ich nicht...
- nocheinjurist: Finde es auch merkwürdig, dass Claudia Pechstein nicht dazu befragt wurde – oder sie wurde, und ich vermisse nur den Hinweis, dass sie dazu nichts sagen wollte. Vielleicht...
- berolin: Frau Hartman hat vielleicht recht: CP soll ihren Dienst antreten, ist krankgeschrieben, trainiert heimlich und gewinnt öffentlich, strahlend, obwohl sie vorher sagt, Training und Dienst...
- Ralf: ZDF-Video: Olympische Winterspiele 2018 in München? (html-Version) ZDF-Video: Bach: “Olympia-Streit wird sich regeln” (html-Version) ZDF-Video: Bauernaufstand: Kein Olympia in...
- Herbert: @Andreas Leider haben sie aus meiner sehr kurzen Bemerkung nicht alles kommentiert. Obwohl leicht ironisch, so habe ich doch das mit der psychischen Belastung durchaus ernst gemeint. Nicht...
- Andreas: Herbert und Walter, warum darf Frau Hartmann sich nicht mit dem Thema der Beamtin Pechstein beschäftigen? Wenn es Polizisten, Finanzamtsangestellte oder Lehrer gibt, die langzeitkrank...
- Herbert: @Walter Sie hatten wohl eine schöpferische Pause eingelegt ? Lange nichts mehr von Ihnen gelesen. “Toll” ? Ja, nein. Sie lassen mich zweifeln. Ach so, ich meinte es ja...
- Walter: Herbert, was ist denn daran toll? Grit Hartmann übt sich doch nur in Einzelverfolgung, für mich sehr fragwürdig, dieser Stil.
- Ralf: Donaukurier: “Von mir gibt es nix” “Bring uns den Rummenigge her, dem erzähle ich was!”, habe er von Staatskanzleichef Schneider gefordert, sagt er. Die in München...
- Gua: Da war ja auch nichts, weshalb Theo auf eine weitere Amtszeit hätte verzichten sollen… Außer vielleicht das mit diesem Schiedrichter, der (wiedereinmal) doch nicht pfeifen darf, aber da...











Das ist peinlich bis zum geht nicht mehr.
Wo ist beim Fußball der Unterschied zum Handball?!?!? Genau, es ist noch nichts herausgekommen…
Komisch, das auch die Gladbacher Doping-”Vergehen” just in dem Moment via Bild publik wurden, als sie den Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt hatten.
Darf man hier eigenlich -Zitat: “Fußball *GELÖSCHT* DFB!!!” Zitat Ende- schreiben?!!?
Nein, schwicker, das darf man hier nicht schreiben. Bitte nicht. Deshalb werde ich es gleich mal aus dem Kommentar löschen. Verständnis für die Löschaktion setze ich voraus. Verständnis für den putzigen Ausgang der Affäre aber nicht.
Volles Verständnis!
Ich formuliere um:
“Echte Fründe ston zesamme…” (Die Höhner) ;-))
Ey, immerhin 50% der maximalen Geldstrafe. Das ist also fast so, als wären die Spieler für 1 Jahr, also 50% der Mindestlänge gesperrt wurden. Das hätte nur noch putziger ausgehen können, wenn die Strafe 75.001 € betragen hätte, also “in der oberen Hälfte des Möglichen” platziert gewesen wäre, aber so ist auch schön.
(Btw: Ich finde es immernoch irgendwie komisch, dass der Vize auch Chef der Anti-Doping-Kommission ist. Könnte da nicht ein Interessenskonflikt vorliegen oder habe ich mich nur wieder irgendwo verwirren lassen?)
@gua :D
aber du weißt ja wie das ist mit den “vielvältigen Lebenssachverhalten” — für echte Ehrenmänner kein Problem!
@ Gua: Nun mal halblang. Lass Dich bitte nicht verwirren. Das ist doch völlig normal. Der Fifa-Vizepräsident Jack “the Ripper” Warner ist schließlich auch Vizechef des Fifa-Finanzkomitees und Mitglied des Dringlichkeitskomitees, weitere Ehrenämter spare ich mir, das würde die Kommentarspalte sprengen.
Also: Wo ist Dein Problem?
Ich weiß es nicht! Irgendwie ist heute nicht mein Tag und ich glaube ich brauche mal wieder irgendeinen neuen FIFA- oder Olympia-Content um mich zu reseten.
schon sehr ulkig (traurig), wenn man chronologie der kommentare zu dem verstoß betrachtet. mannschaftsbesprechung, trikot wechseln, machen alle bundesligisten so und am ende wußte niemand was von einer anstehenden kontrolle der betroffenen spieler, komisch. offensichtlicher kann man ja schon kaum mehr ein bauernopfer bringen, um gut aus der sache rauszukommen. aber so ist das…
Wird jetzt nach dem Freispruch der Spieler und dem “Schuld”spruch des Klubs eigentlich die WADA loslegen?
@gua:
Wirklich halb? Der DFB schreibt ja von einem Maximum von 150.000 Euro für jeden Einzelfall…
Das “für jedem Einzelfall” war mir nicht bekannt und dann wären es natürlich nicht 50%. Allerdings klingt für mich die PM auch so, als wurde aus den beiden Verfahren gegen die Spieler halt ein Verfahren gegen den Verein gemacht (und halt das gegen den Anti-Doping-Beauftragten, aber das ist ja was anderes), so dass das mit den maximal 150.000€ ja hinkommen würde, aber keine Ahnung.
Findet sich zB im Anhang der Anti-Doping-Richtlinien.
Klar kann man jetzt klammern, daß ja der Verstoß die Nichtinformation der Spieler war. Anderseits wurden zwei Spieler nicht informiert. Da man die Info wohl nicht beim Gruppenknuddeln überbringt, müßten IMHO zwei Einzelgespräche geführt werden. Aber ich bin glücklicherweise kein DFB-Justiziar ;-)
Jetzt dürften alle zufrieden sein: Janker und Ibertsberger, weil sie nicht gesperrt werden, Hoffenheim, weil 75.000 Euro locker zu verschmerzen sind, Geigle, weil 2.500 wohl auch zu verschmerzen sind (obwohl, was verdient man so als Dopingbeauftragter eines BuLi-Vereins?) und der DFB, der ja zweifelsfrei konsequent gegen Doping vorgeht. Aber warum dafür extra eine Gerichtsverhandlung ansetzen? Dieses Ergebnis hätten die Verantwortlichen bzw. Beteiligten doch auch beim Mittagessen in der SAP-Kantine erzielen können…
das wird ja immer schöner, obwohl früher alles besser war!
Für mich ist das einfach “freigekauft”.
@Thomas:
Ich wollte das nicht bezweifeln, dass das da so irgendwo geschrieben steht und ich kann auch deine Gedankengänge nachvollziehen. Allerdings kann ich auch nicht sagen wie es nach der heiligen Sportjustiz hätte sein müssen, sondern nur kundtun, wie ich das aus der PM rauslese. Und findest du nicht auch, dass es prima zu der Geschichte passen würde, wenn da aus zwei möglichen Verfahren eines gemacht wurde? Sozusagen als “Tüpfelchen auf dem I-Tüpfelchen auf der Sahnehaube”.
@HeavyHerb:
Ich weiß zwar auch nicht, was so ein Anti-Dopingbeauftragter verdient, kann mir aber gut vorstellen, dass man ihn nicht mit Undank bestrafen wird, weil er die Schuld
auf sich genommeneingestanden hat. Vielmehr denke ich, dass er dieses Jahr ein paar Taler (hmm, vielleicht so 2.500?) in seinem Osternest finden wird, wenn er Dienstag nach Ostern wieder arbeitet, weil ja schließlich seinetwegen zwei Spieler nicht gesperrt wurden. Das ist natürlich nur so eine Theorie…Was macht man also als dopender Fussballverein in Zukunft? Man koennte die Probe um 20 Minuten verpassen, koennte in der Zeit die Spuren “verwischen”, sich ein Bauernopfer (jemand unwichtiges wie bspw. der vereinseigene Dopingbeauftragte) suchen, dann sollte man sich ein paar Mal ziemlich entlarvend widersprechen und am Ende wuerde man dann 75.000 Euro aus der Portokasse zahlen… Mensch, da sollte sich der Radsport mal eine Scheibe von abschneiden…
Sollte jetzt auch nicht so rüberkommen – der Link war nur dabei, weil ich den im Kommentar vorher unterschlagen hatte. Transparenz und so, du weißt ja ;-)
Und zu deiner anderen Frage: nein, ich habe nicht vor, die Entscheidungen diverser Sportverbände zu verstehen.
@Gua: hmm, daran habe ich noch gar nicht gedacht, aber in Anbetracht der Umstände hat die Theorie durchaus was für sich…
[...] den Hoffenheimer Dopingverstoß. Ich verweise auf den Sportjournalisten Jens Weinreich, der die Causa Hoffenheim in seinem Blog ausführlich dokumentiert [...]
[...] Bei den Bloggern ist es ebenfalls relativ ruhig. Über Twitter kamen hauptsächlich Kommentare, à la”Naja – zahlt er halt aus der Portokasse.” Jens Weinreich beschränkt sich, etwas überraschend, auf die reine Darstellung des Endausgangs. Led…. [...]
FAZ: Nada-Justitiarin Berninger im FAZ-Gespräch – Überrascht über die fehlenden Kenntnisse
Hurra, jetzt ist der Sport endlich wieder sauber!
War auch mal Zeit, dass uns gezeigt wurde, wie gut die Dopingkontrollen in der 1. Bundesliga sind. Die sind so gut, dass selbst zwei zu-spät-kommer bestraft werden. Oder zumindest der Verein, weil die denen ja nicht gesagt haben, dass sie dran sind.
Schöner sauberer Sport, herrlich.
Ich könnte kotzen. Oder nein, lieber lachen. So lächerlich ist das…
Ich glaube nun nicht dass Fußball eine Insel der Seeligen ist was Doping betrifft. Aber mann kann sich durchaus fragen, ob es für den einzelnen Athleten so sinnvoll ist. Im Radsport, bei Biathleten, Schwimmern und Leichtatlethen, da verdienen jeweils ein paar Top-Leute richtig dick Geld, der Rest eher so lala. Also im Vergleich. Bei den Fußballern ist es doch eher so, dass da selbst in Liga 2 die meisten recht ordentlich verdienen. Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen Topstars und Zweitliga Mitläufern. Aber nach einer grob 10 jährigen Karriere sollten die meisten bei nicht allzu dummer Geldanlage sorgenfrei leben können. Von daher scheint mir der mögliche Gewinn einfach nicht so groß zu sein, dass der Anreiz zu dopen – mal abgesehen von der Mannschaftssport Thematik – so groß ist.
Nur mal so als Ansatz. Das heißt nun aber nicht dass ich glaube Doping (also richtiges kein Koks oder Hasch) würde es im Fußball nicht geben, ich glaube eben nur, dass der Anreiz zu dopen geringer ist als in anderen Sportarten. Was ich aber nicht beweisen kann.
Es gab und gibt durchaus Fälle, wo Doping Sinn gemacht hat.
Folgendes Beispiel aus der Bundesliga:
Spieler X ist bereits in den mittleren Dreißigern, liefert auch keine großartigen Leistungen mehr ab und verletzt sich zu allem Überfluss auch noch schwer.
Die Sommerpause über verschwindet er (nach eigener Aussage) in sein weit entferntes Heimatland, ist weder für den Verein noch für jemanden anders aus Deutschland noch erreichbar, Kontaktversuche wurden gemacht, blieben aber erfolglos. Der Verein geht hinter mehr oder weniger vorgehaltener Hand davon aus, dass der Spieler nicht wiederkommt.
Der Spieler kommt aber pünktlich zum Saisonbeginn wieder. Mit Muskelbergen wie nie zuvor. Er spielt daraufhin die vermutlich beste Saison seines Lebens.
In so ziemlich jederen anderen Sportart außer Fußball wäre der Spieler schon alleine, weil er monatelang nicht für Dopingkontrollen auffindbar war, gesperrt wurden. Und spätestens nach der extrem schnellen Heilung, dazu noch mit Muskelbergen, die er maximal innerhalb von 2 Monaten aufgebaut haben kann, hätten alle “Doping” geschrien.
Aber nicht so bei ihm. Er wurde für seine großartige Saison und die unglaubliche Genesung bejubelt.
Nein, die Story ist nicht erfunden, sie hat sich genau so zugetragen. Nein, ich habe keinen Beweis, dass der Spieler zumindest in der Reha gedopt hat, daher schreibe ich auch den Namen nicht. Aber ich halte Doping in diesem Fall für deutlich wahrscheinlicher als kein Doping.
also, ich habe den Fall ja nicht näher verfolgt, aber mir scheint das Urtei nicht sooo aus der Welt zu sein – immerhin ging es hier ja nicht um einen NACHWEIS von Doping (der natürlich sehr viel strenger zu ahnden wäre), sondern nur um ein etwas-zu-spät-kommen (20 Minuten?) zur Kontrolle.
Dass in dieser Zeit “Spuren verwischt” werden konnten – sprich: die Spieler gedopt waren, aber irgendwie wegen dieser kurzen Zeitdifferenz nichts mehr nachweisbar war – erscheint mir sehr weit hergeholt.
Dass selbst ein vergleichweise kleiner Verstoß gegen die KONTROLLregeln, nicht gegen die DOPINGregeln selbst, mit 75 TEUR geahndet wird, halte ich da eigentlich für ok.
Klingt doch milde gegenüber dem DFB, was da die Justitiarin der NADA Anja Berninger feststellt.
Ob diese Verständnis gegenüber bestimmten anderen Sportarten aufgebracht worden wäre, bezweifle ich. Dem Radsport hätte man aber … Die unterschiedliche Kenntnis und damit auch Anwendung der Kontroll- und Dopingregeln scheint mir ein Riesenproblem hin bis zu den Verantwortlichen zu sein.
Le Monde: Le football touché par le dopage à la DHEA
Naja, die 75000Euro werden Hoffenheim nicht wirklich weh tun. Aber ich denke dass das eh gang und gäbe ist in der Bundesliga. Mal abwarten was in Zukunft noch auf uns zukommt in der Richtung.
SPON: Kontrolleure entnehmen Haarprobe bei Armstrong
kicker.de (sorry): Fall Mannini / Possanzini wird neu verhandelt
Recht drollig der Gedankengang bei kicker online, die DFB-Sportgerichts-Rechtsprechung haette die CAS-Rechtsprechung beeinflusst. Ist immerhin bedenkenswert, wenn das unaebhaengige CAS Ein-Jahres-Sperren aufhebt.
Dass es fuer Fahrlaessigkeitstaten uebrigens 75.000 Euro Strafe gibt — ich kann mich nicht daran erinnern, im DFB-Bereich bereits von solchen Strafen fuer irgendeine Vorsatztat gelesen zu haben — finde ich ebenfalls bemerkenswert. Und mir fehlt auch bisschen in der PM, wie die Gladbacher nun ueberzeugt wurden, ihren Einspruch zurueckzuziehen. Immerhin haben sie dich damit (auch) des “Rechtsweges” beraubt.
Fifa und Uefa wollen Doping-Meldesystem abschaffen
(Zeit online)
ksta: Verstörende Pose
Die Posen gehen weiter. Das Maß im Antidopingkampf wird ungleich bleiben. Als unlängst W. Klitschko locker mitteilte, er sei in seiner Profilaufbahn noch nie getestet worden, kam von anderen Sportarten kein verbaler Einwurf. Vom malträtierten Profiradsport hätte man zumindest ein kleines Handzeichen erwarten dürfen. Ergo, man hat sich also daran gewöhnt,dass die Einhaltung des WADA-Codes in den Sportarten sehr unterschiedlich überprüft wird.
goal.com: UEFA mit positiver Bilanz bei Dopingtests
Nee, Ralf, ich tippe bei dem letzten Link auf Aprilscherz. Das Wort “positiv” in Überschrift und letztem Satz ist zu fett. ;-)
Danke für den Tip, Arnesen! Daran hatte ich überhaupt nicht gedacht. Das hier klingt auch irgendwie unglaubwürdig. Aber wer weiß, in Österreich scheint derzeit alles möglich zu sein…
FAZ: Der Fußball-Weltverband führt die Wada vor
dpa: CAS hebt Sperre wegen verspätetem Dopingtest auf
Kurier: Dopingskandal bei Rapids Europacup-Gegner
ksta: Die Aufpasser der Stars
Kommenden Montag meldet sich sport inside aus der Sommerpause zurück, u.a. mit folgendem Beitrag: “Die zwei Gesichter des Dietmar Hopp”
dpa: Positive A-Probe: Zwei ZSKA-Spieler gesperrt
Ja wie denn auch? Wo doch Doping im Fußball gar nichts bringt!?
goal.com: ZSKA Moskau droht die mögliche Disqualifikation
Sebastian Krause für dradio.de:
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ARD radiofeature: Außer Kontrolle. Doping im Fußball
Sendetermine
WDR: “Außer Kontrolle. Doping im Fußball” – NDR-Produktion über illegale Substanzen im Spitzenfußball
Matthias Dell für “der Freitag”: Bringt im Fußball nichts – Der Doc sagt du und hört zu: Ein merkwürdiger Remix von lauter Fragmenten einer deutschen Sportmedizinergeschichte
detektor.fm: Außer Kontrolle – Doping bei der Fußball-Weltmeisterschaft – Interview mit Lorenz Rollhäuser
Ronny Blaschke in der SZ: Ungestört beim Training
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