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Was vom Tage übrig bleibt (25): Berlino und andere Scheußlichkeiten

veröffentlicht: 11. März 2009, 18:34 - zuletzt bearbeitet: 11. März 2009, 18:34 - 25 kommentare 

 

Fürs Protokoll, denn sie befinden sich (auch) auf einem Nachrichtenblog, ist noch offiziell nachzutragen, was längst vermeldet und diskutiert wurde – und worüber hier auch top-seriös abgestimmt worden ist. Doch unser Favorit “Problembär” hat es leider nicht geschafft. Auch nicht Dopey oder J. Bär Kerner, die Silber- und Bronzemedaillengewinner.

Das Maskottchen der Leichtathletik-WM 2009 heißt also Berlino.

Toll. Fast so prickelnd wie der WM-Slogan. “Have a good time!”

Mir gefallen auch die Kommentare der Honoratioren.

„Berlino ist ein hervorragender Botschafter für die Stadt Berlin und die Leichtathletik-WM. Er hat in den vergangenen Wochen bereits gezeigt, wie sehr er die Aufmerksamkeit der Berlinerinnen und Berliner auf sich zieht und ist mit seiner Beweglichkeit und Ausstrahlung ein sympathisches Gesicht für die WM.”

Klaus Wowereit

„Berlino wird der WM in Berlin als ein zusätzliches Gesicht zu noch mehr Präsenz in aller Welt verhelfen. Dieses warme und sympathische Aushängeschild wird die Vorbereitungen der WM ganz sicher zu einem noch größeren Erfolg werden lassen.”

Lamine Diack, IAAF-Präsident

Das wird schon.

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25 kommentare zu “Was vom Tage übrig bleibt (25): Berlino und andere Scheußlichkeiten”

    1. Pecas am 11. März 2009 - 20:44 -

      Scheußlichkeiten ist das richtige Wort zu dem ganzen Rabarbär.

    2. Stefan am 11. März 2009 - 22:01 -

      Oh Mann, gestern wollte ich noch nach dem originellen Slogan “Bearlin” vorschlagen…aber zu spät. In Rezssionszeiten sind alle ein wenig sparsamer bis auf die Doper vielleicht.

    3. Willy am 12. März 2009 - 09:52 -

      Ein Maskottchen der Stadt mit dem Namen der Stadt wird Maskottchen für den Sport. Wer denkt denn bei einem Bären mit dem Namen Berlino an Sport und nicht an die Stadt?

    4. (pb) am 12. März 2009 - 11:35 -

      mir ist irgendwie plötzlich so ganz langweilig ..

    5. Stefan am 12. März 2009 - 14:53 -

      Das ist wieder so ein komplett gesichtsloses austauschbares Ding, dass während der WM mal in Spots nerven muss und danach – zum Glück für alle – wieder in der Versenkung verschwindet.

      Warum wagen die Designer nicht mal etwas, wenn ein neues Maskottchen gebraucht wird? Dann könnte man sich vielleicht in ein paar Jahren noch dran erinnern.

    6. Ulf am 12. März 2009 - 15:10 -

      Wer braucht schon Mastkotzchen?
      Ich nicht!
      Berlimo…sind wir alle nicht ein bißchen bluna?

    7. Erwin am 15. März 2009 - 13:51 -

      Berlin-o
      ooo
      be-berlin
      wie viele Millionen an Euro hat denn diese Null gekostet?
      Ach nee, ist ja ein o .

    8. Ralf am 18. März 2009 - 13:54 -

      ZEIT: “Leider zweifeln die Deutschen”

      Welt-Leichathletikpräsident Lamine Diack beklagt die Doping-Debatte in Deutschland.

    9. Herbert am 18. März 2009 - 14:39 -

      @Ralf
      Diacks Auffassung ist zwar leger, aber nicht unsportlich. Folgendes finde ich sogar als Axiom:

      Das kann aber kein Grund sein, eine ganze Sportart an den Pranger zu stellen. 1936 kam ein junger Amerikaner nach Berlin. Jesse Owens war kaum 20 Jahre alt und gewann über 100 Meter, 200 Meter, im Weitsprung und in der Staffel. Sein Weltrekord im Weitsprung von 1935 hat 25 Jahre gehalten. Es gibt solche Ausnahmepersönlichkeiten.

    10. ha am 19. März 2009 - 07:27 -

      @Herbert, Ralf
      Finde, Diack ist einer der unsportlichsten Funktionäre, solange man annimmt, dass gedopt wird. Er steht dem Verband vor, der die höchsten Rekordprämien auslobt. Aus diesem Grund fällt es mir auch schwer zu glauben, dass der Grund, der da für die Auseinandersetzung mit Digel genannt wird, der eigentliche ist … Es geht wohl nur indirekt um “Marketing”.

    11. rentner am 19. März 2009 - 13:03 -

      Diack ist eines der Hauptübel in der Leichtathletik, das ist zumindest in Europa, wo in dieser Sportart immer noch die Musik spielt, seit geraumer Zeit Konsens. Öffentliche Rücktrittsaufforderungen, z. B. aus Italien, hat er arrogant zur Seite geschoben. Ich halte ihn für einen hochrangigen Befürworter des Dopings. Letzter Beleg: Wenn Bolt (D.: “Ein sehr gutes Vorbild”) in Berlin Weltmeister werden will, muss er WR laufen, hat D. jetzt in Berlin gesagt. Marketing geht halt allemal vor Dopingprävention. Das Problem für die LA: Wenn Diack 2011 zurücktritt, kommt Bubka (oder Coe). Im Klartext: Leichtathletik, vom Regen in die Traufe.

    12. Herbert am 19. März 2009 - 18:29 -

      @ rentner

      Kann der ordinäre Sportfan da nicht berechtigte Sorge bekommen, dass es (Doping) zur unendlichen Geschichte wird. Das “Führungspersonal” scheint davon aber nicht sehr beeindruckt.

      Marketing geht halt allemal vor Dopingprävention. Das Problem für die LA: Wenn Diack 2011 zurücktritt, kommt Bubka (oder Coe). Im Klartext: Leichtathletik, vom Regen in die Traufe.

    13. Ich bin dann mal weg … : jens weinreich am 19. März 2009 - 23:29 -

      [...] 2016 beginnt. Chicago hat sich übrigens einen neuen Slogan verpasst, der fast so gut ist wie das “Have a good time!” von Berlin: “Let Friendship Shine”. Phil Hersh lästert: Please tell me the folks at [...]

    14. Arnesen am 20. März 2009 - 10:31 -

      @ Herbert
      Doping IST eine unendliche Geschichte. Und wird es sein, solange Sport auf dem jetzigen oder einem artverwandten Niveau betrieben wird.

      Der “ordinäre Sportfan”, wie du ihn nennst, kann das nur nicht glauben wollen, weil er sonst, so er Doping ablehnt, kein Sportfan mehr sein könnte.

      Deswegen funktioniert die Einzelfall-Betrachtung ja so gut. Sie nützt Verkäufern und Käufern des Produktes.

    15. Herbert am 20. März 2009 - 11:20 -

      @arnesen

      Deswegen funktioniert die Einzelfall-Betrachtung ja so gut. Sie nützt Verkäufern und Käufern des Produktes.

      Sehe ich auch so. Die Einzelfallbetrachtung mag ja sportrechtlich relevant sein, stellt aber m.E. kaum einen Lösungsansatz dar. Sie bewahrt mehr das herkömmliche System als das es dadurch gesäubert wird. Und es gefährdet nicht wirklich die Vermarktung des Millionengeschäfts Sport und die Gewinnerzielung seiner Protagonisten. Man könnte fast sagen, “klug” eingefädelt. Einzeltäter werden der öffentlichen Moral – wenn es die überhaupt noch gibt – nicht nur zum Fraß vorgeworfen ,sondern um sie glauben zu machen: Wir tun doch was.
      Wenn es nicht gelingt,die Komplexität des Dopingmissbrauchs tranparenter zu machen und die Entscheider und Macher in einen lauteren Anti-Doping-Kampf einzubinden, dann regeneriert sich zu guter Letzt das Dopingsystem immer wieder selbst, nicht selten durch die gleichen verwickelten Personen. Wo wir wieder bei Diack wären.

    16. Ralf am 3. April 2009 - 13:39 -

      Handelsblatt: Meister der Kuscheltiere

    17. Notizen vom Sportausschuss (9) oder: “Berlino ist ein Klasse-Sympathieträger” : jens weinreich am 13. Mai 2009 - 14:04 -

      [...] Details seiner peinlichen “Roadshow” durch Deutschland. Er sagt u.a.: “Das Maskottchen ist umfangreich unterwegs. Umfangreich ist Berlino im Einsatz. Das ist ein [...]

    18. Daniel Otto am 7. Juli 2009 - 00:48 -

      @DuzyBlask Keine Chance, Jens Weinreich hat auf seinem Blog mal ne Umfrage gemacht, daher weiß ich das noch http://jensweinreich.de/?p=3283

    19. Ralf am 7. August 2009 - 12:35 -

      Berliner Zeitung (04.08.09): Elf Tage vor Beginn gibt’s das Maskottchen nicht zu kaufen

      Berliner Zeitung (04.08.09): Vermisst wird: Berlino

      Berliner Zeitung (07.08.09): Ach, Berlino!

    20. Eve am 23. August 2009 - 01:10 -

      Zum Glück haben sich alle notorischen Miesmacher einfach mal geirrt…

      Dem u.a. Zitat von der gen. Website habe ich nichts weiter hinzuzufügen:

      http://www.rp-online.de/public/article/sport/mehr/leichtathletik-wm/747316/Das-Mysterium-Berlino.html

      “Maskottchen erobert die Herzen”

      *** GELÖSCHT *** wg. Copyright

    21. nocheinjurist am 26. August 2009 - 16:08 -

      Der “Problembaer” macht die Runde – leider ohne Quellenangabe.

      http://nachrichten.rp-online.de/article/sport/Harting-der-Problembaer-im-Diskusring/49394

    22. Ralf am 8. Dezember 2009 - 09:06 -
    23. Ralf am 9. Dezember 2009 - 13:46 -

      Thomas Hummel in der SZ: Druck für Urmel

      Mit vielem durften, ja mussten wir rechnen, doch das trifft die deutsche, vor allem die Berliner Seele ins Mark: Die Engländer haben das Rätsel gelüftet, wer der lustige Kerl in Berlino war

    24. Wenlock und Mandeville : jens weinreich am 21. Mai 2010 - 20:32 -

      [...] gefällt. Aus dem Problembären Berlino soll ja angeblich ein Star geworden sein. Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen [...]

    25. Ralf am 29. Juli 2010 - 11:00 -
    26. kommentar schreiben




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