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Was vom Tage übrig bleibt (15)

veröffentlicht: 13. Januar 2009, 19:18 - zuletzt bearbeitet: 13. Januar 2009, 19:18 - 6 kommentare 

Neue Lesebefehle. Zunächst die Nachzügler, die ich beim letzten Mal vergessen oder übersehen hatte:

„Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen“, heißt es im Alten Testament. Nicht einmal im Sport kann davon noch generell die Rede sein. Wer in unserer Gesellschaft beackert, bitte schön – anders als in den Hallen des chinesischen Sportapparats, in den Laufgruppen Afrikas und den Krafträumen osteuropäischer Olympiakader –, noch den sprichwörtlichen Ackerboden, auf dem Dornen und Disteln wachsen? Unsere Athleten haben, wie es sich gehört, Kranken- und Arbeitslosenversicherung, verbunden mit Studium, Berufsausbildung und Zahlung in die Rentenkasse. Sie treiben nicht Hunger und Verzweiflung. Sie lockt die Aussicht auf bescheidenen Ruhm und einen Lebensstil, der sie ihre Arbeit in Trainingslagern am Mittelmeer und in den Rocky Mountains tun lässt.

In der ausdifferenzierten Hierarchie des Hochleistungssports trägt diese Stufe der Gesellschaft ihre Vorsilben wie eine hoffnungslose Prognose: Mittelschicht, Mittelmaß. Vielleicht ist Ernüchterung am Platze. Doch das Fehlen von Extremen, der Umstand, dass in einer freien Gesellschaft Athleten weder metaphorisch noch existentiell um ihr Leben kämpfen, ist gewiss auch ein Grund zur Erleichterung.

Und nun aktuellere Texte:

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6 kommentare zu “Was vom Tage übrig bleibt (15)”

    1. Gua am 13. Januar 2009 - 20:22 -

      Wieso willst du Pharao nicht mehr verwenden? Das ist doch ein ganz putziger Name. ;)

      Und vielen Dank für das Verlinken des Fußball-Doping-Dossiers! Endlich habe ich da mal was gutes, wenn mir noch mal jemand mit dem “Argument” kommt, dass Fußball sauber sei, weil ja Doping nichts bringen würde wegen Mannschaftssport blabla usw. :)

    2. Ralf am 16. Januar 2009 - 09:09 -
    3. Ralf am 18. Januar 2009 - 14:49 -

      RP: Tod von Rene Herms – Nada-Chef: Fall muss restlos aufgeklärt werden

      Umso wichtiger sei es, bei einem plötzlichen Tod wie dem des jungen Eishockeyspielers alle Details offenzulegen, um der breiten Öffentlichkeit und allen Top-Athleten die Gefahren des Dopings vor Augen zu führen.

    4. Ralf am 20. Januar 2009 - 08:51 -

      FAZ: Witwe vermisste Unterstützung durch Verband

      „So lange René gut gerannt ist, da war er der tolle Sportler. Als er aber in Schwierigkeiten steckte, mit Problemen zu kämpfen hatte und Hilfe gebraucht hätte, da wurde ihm der Rücken gekehrt“

    5. Ralf am 22. Januar 2009 - 12:23 -

      MDR: Tod von Herms: Keine Anzeichen für Doping

      Klar sei bislang, dass es bei Herms keine Anzeichen für Doping oder eine Fremdeinwirkung gibt.

    6. Gua am 22. Februar 2009 - 11:15 -

      Ich bin ja mal gespannt, ob Ibertsberger und Janker wirklich gesperrt werden (was sie meiner Meinung nach müssten) oder ob man da irgendwie versucht seine Dopingfallstatistik reinzuhalten. ;)

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