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Peking, Tag 19
veröffentlicht: 19. August 2008, 06:39 - zuletzt bearbeitet: 28. November 2008, 20:28 - 78 kommentare11.07: Eine kluge Freundin schrieb mir vergangene Nacht: “Mein Gott, ist der Blog heute theorielastig. Klingt ja wie Kommunikationswissenschaft 1. Semester. Sind wohl alle schwer ins Grübeln gekommen. Es traut sich ja kaum mehr einer, einen Witz zu machen.” Recht hat sie. Heute also etwas besonnener. Und witziger. Auf geht’s.
14.15: Kleiner Rückblick. Einer meiner Höhepunkte und Lieblingsathleten bei bisherigen Spielen: Hossein Rezazadeh, der Herkules von Teheran, Kampfgewicht 162,95 Kilo, nach seinem Olympiasieg 2004 in Athen – im Interview mit dem iranischen Waldemar Hartmann. Unvergessen, wie die beiden sich erstmal bebusselt haben.

Leider ist mein Freund Hossein heute beim Kampf der superschweren Giganten nicht dabei. Seine Ärzte haben ihm “schwere und stressige Aktivitäten” verboten. Warum eigentlich? Gewichte von insgesamt mehr als 470 Kilo über dem Schädel zu bugsieren, ist doch nicht stressig für einen Kerl wie ihn. Weil Hossein fehlt, bin ich auch nicht da, erstmals nicht seit 1992. Ich gehe dafür zum Diskuswerfen, zu Robert Harting. Da geht’s auch kernig zur Sache.
18.52: Wieder im Stadion, Aisle 211, Row 02, Seat 08. Komme gerade vom russischen NOK und muss noch ein Textlein über Putins Hobby schreiben. Ein bisschen abgehetzt, aber mein kleiner Freund, der rote USB-Propeller, verschafft Linderung.
19.28: Ooops, doch wieder das ernste Thema. Lese gerade eine Meldung, wonach der griechische NOK-Präsident Minos Kyriakou die Massendoper aus Hellas dem ”organisierten Verbrechen” zuordnet. Der Betrügerin Fani Halkia, die sich weiter Olympiasiegerin nennen darf, habe ich vorgestern einige Worte gewidmet. Mir fällt leider erst jetzt auf, dass zu den Massendopern auch Anastasios Gousis zählt. Das hatte ich im vergangenen Jahr in Osaka schon vermutet:
OSAKA. Da sage noch einer, Geschichte pflege sich nicht zu wiederholen. Von wegen. Diese Geschichte hier kommt einem bekannt vor: Sie handelt von einem flinken 200-Meter-Läufer aus Griechenland. Einer, dem man so eine Zeit an der 20-Sekunden-Marke gar nicht zugetraut hatte. Einer, der selten zu sehen ist, sich gern auf Inseln oder sonstigen abgelegenen Flecken des Erdballs aufhält. Nein, damit es kein Missverständnis gibt: Konstantinos Kenteris ist nicht wieder aufgetaucht in Osaka. Er nicht, der Betrugs-Olympiasieger, der nachts gern vor Dopingjägern flüchtet und dabei Motorradunfälle fingiert. Der nächste schnelle Grieche heißt Anastásios Goúsis.
20,11 Sekunden rannte Goúsis am Dienstagmorgen in Osaka. Bestzeit im Vorlauf. Schneller war niemand, nicht einmal 100-Meter-Weltmeister Tyson Gay, der Favorit auf den Titel. Im vergangenen Jahr war Goúsis mit vergleichsweise bescheidenen 20,54 Sekunden verzeichnet. Seine bisherige Bestzeit stammte von den Olympischen Spielen 2004, als er 20,48 Sekunden markierte. Und noch ein statistisches Detail: Bei der Europameisterschaft 2006 in Göteborg war Goúsis Achter in 20,94 Sekunden. Immerhin, von den Dopingfahndern des Weltverbandes IAAF wurde Goúsis im vergangenen Jahr wenigstens einmal angetroffen. Sein Name steht in der Liste der kontrollierten Athleten, die die IAAF im Internet veröffentlicht. Wie oft und wann er genau kontrolliert wurde, darüber schweigen allerdings die Gelehrten.
Im Zwischenlauf nahm der Grieche etwas Luft raus und beließ es bei 20,51 Sekunden. Diesmal war Tyson Gay mit 20,08 standesgemäß der Schnellste. „Niemand kann gezwungen werden, dass er regelmäßig an Wettkämpfen teilnimmt”, sagt IAAF-Councilmitglied Helmut Digel. „Wenn er das aber nicht tut, wenn er sich nicht zeigt, dann muss er auch mit solchen Verdächtigungen leben. Das ist immer eine Gratwanderung.”
Konstantinos Kenteris brauste bei den Sommerspielen 2000 in Sydney zur Goldmedaille und verbesserte sich um mehr als eine halbe Sekunde. Im Jahr zuvor war er in der Weltrangliste noch auf Rang 56 geführt. Der 28 Jahre alte Goúsis war im vergangenen Jahr 50. der Weltbestenliste. Im offiziellen WM-Statistikbuch fehlt sein Name. Goúsis soll sich mit Trainer Theodoris Gatzios auf Korfu vorbereitet haben. Goúsis ist eine mächtige Erscheinung. Etwas klein vielleicht, keine 180 Zentimeter. Aber sonst: Mirakulöse Muskelberge, stolz wie die Akropolis. Da hat jemand prächtig modelliert. Gutes Timing. Nein, keine Verdächtigungen! Schließlich gibt es noch einen anderen Grund, der Goúsis Leistungsexplosion verursacht haben könnte.
Denn es gibt Fotos von Goúsis aus früheren Jahren, die ihn mit langer Mähne und flotten Locken zeigen. In Osaka aber präsentiert er sich kurz geschoren. Nicht militärisch streng wie einst Kenteris, die Löckchen sind schon noch zu sehen. Doch eins ist klar: Mit weniger Haaren schleppt Anastásios Goúsis weniger Ballast durch die Gegend. Windschnittiger ist die Frisur ohnehin. Das wird es also sein, deshalb ist er so schnell geworden.
21.32: Nur mal eine olympische Momentaufnahme aus dem Bird Nest, denn so geht es in diesen Minuten vielen Kollegen. Bolt läuft, Harting wirft, bis eben an einem Russen-Text geschrieben, der Harting-Text muss gleich angefangen werden, gerade die Meldung zu Weißenborn und seiner IM-Tätigkeit gelesen, andere Mails kommen: Hambüchen abgestürzt, Werth hat gewonnen, Steiner-Gold und eine verrückte, zu Tränen rührende Geschichte. Habe ich was vergessen? Der Kollege K aus der Heimat, der auch fast durchdreht, fragt mich gerade per Email: Na, welches Thema würdest Du in die Zeitung nehmen? Wollten wir nicht an dieser Stelle immer mal ein bisschen darüber reden, wie man in diesem Wahnsinn den Überblick behält und sich um Journalismus bemüht? Oh Gott.
22.15: Sanya Richard kann nicht verstehen, was ihr gerade passiert ist. Rang drei.

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- Notizen vom Sportausschuss (7): Dopingkontrollen und Datenschutz
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- Unterstützung für die Hartplatzhelden
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- Clemens Prokop antwortet Ute Krieger-Krause
- Holger Schück gestorben
- Was vom Tage übrig bleibt (30): DLF-Gespräche mit Misersky, Kofink, Treutlein – und Thierse
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- Zum “Forschungsprojekt Dopinggeschichte”
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- Der Dopingopferhilfeverein sagt …
- Thomas Bach antwortet Ute Krieger-Krause
- Offener Brief von Ute Krieger-Krause an die Herren Schäuble, Bach und Prokop
- Die Propagandamaschine brummt …
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- Interview mit Thomas Bach
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- Was vom Tage übrig bleibt (29): Staumauern in Berglandschaften
- Kleiner Nachtrag
- Wolfgang Schäuble oder: vom Umgang mit der Wahrheit und mit Dopingrekorden
- Dick Ebersol: Olympias Milliardenmann
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- Samaranch Junior
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- Was vom Tage übrig bleibt (27)
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- Der Deutsche Sportbund sagt im Jahr 1991 …
- Und es sprach Hassan Moustafa (2): „Wir sind ein sauberer Sport”
- Olympic legacy: China und die Todesstrafe
- Und es sprach Hassan Moustafa …
- Ich bin dann mal weg …
- Ten years after: IOC-Krisensession im März 1999
- Der Pharao lässt mitteilen …
- Dopingsystem Freiburg: Warten auf den Abschlussbericht
- Das Hoffenheimer Modell
- Was vom Tage übrig bleibt (26): Das Korruptionsproblem im Handball
- Korruption im Sport: Präventionsmaßnahmen
- Was vom Tage übrig bleibt (25): Berlino und andere Scheußlichkeiten
- Steuerbefreiungen für Sportverbände (2): Liebling Schweiz
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- Der Staatsanwalt hat das Wort …
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- Dienstreise nach Frankfurt: Weinreich ./. DFB
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- Ralf: dpa: Trainer Wollitz und Osnabrück kritisieren Strafe Der Verein plant nun eine Schadenersatzklage gegen Schuon.
- Ralf: K.U. Leuven: Letizia Paoli
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- Berlinerin: tagesspiegel: Neue Studie zu Olympia 72: Nazi-Konzepte und ein Scheck der Bundesregierung besprechung von Kay Schiller/Christopher Young: “The 1972 Munich Olympics and the Making...
- Treutlein: Alle Insider – und davon gibt es ja offensichtlich einige bei Jens Weinreichs Blog – sollten sich mit ihrem Wissen an die große Kommission zur Untersuchung der Freiburger...
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- Treutlein: Jens jat recht. Play the Game ist eine tolle Organisation, Jens Andersen als Erfinder/Organisator ein sehr innovativer, kreativer, kritischer Mensch. Ich selbst war insgesamt dreimal...
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- Ralf: insidethegames.biz (27.08.): Annecy 2018 strengthens international team with top diplomat
- Ralf: Bernhard Schwank im Interview mit dem Hamburger Abendblatt: “Wir kriegen das hin” In Oberbayern befürworten rund 71 Prozent die Austragung der Winterspiele, in München fast 70...
- Ralf: Erik Eggers für das ZDF: Skandal um Dopingkontrolleure weitet sich aus “Wir haben unsere Buchhaltung überprüft und festgestellt, dass zwei weitere Rechnungen der Firma Serco gestellt...
- cf: Der Link scheint ein wenig in die Irre zu führen (ich zumindest bekomme da im Moment ein Interview mit Gerhart Baum). Gemeint sein dürfte aber wohl der Beitrag aus dem gestrigen DLF-Magazin:...











Dann fang ich mal an:
6:40 Uhr deutscher Zeit, Klaus Lufen wird von Monika Lierhaus gerufen. Lufen antwortet pflichtschuldig aus dem Vogelnest.
Es geht um Speerwuf/F, Qualifikation, der nach Lufen “ab sofort mit zwei deutschen Teilnehmerinnen beginnen wird”.
Den Witz an der Sache kann man sich denken, oder?
Natürlich ist die Quali schon lange vorbei, diese hat (lt. Eurosport) bereits um 03:00 Uhr angefangen. Har, har…
Ich hasse diese Ä***** von den ÖR’s, die einem nicht mal sagen, was live ist, und was bloss ne Aufzeichnung.
War auch Thema auf aas beim Kollegen dogfood.
Kann doch nicht so schwer sein, ein kleines “live” einzublenden, wenn es denn live ist. So aus Höflichkeit gegenüber dem Zuschauer.
Für Zusammenfassungen sollten doch die Abendsendungen genug Raum bieten, und es gibt ja auch noch die Olympia-Telegramme.
Was bin ich froh über die digitalen Kanäle und die EBU-Streams. Sonst würde ich an den ÖR’s echt verzweifeln.
Und damit ist nicht nur Kerner gemeint. ^^
Ja, könnte ein echt witziger Tag werden: Diskus-Harting holt die erste LA-Medaille. Und die Beletage des deutschen Sports, die ja erstmal bloß “einen Hammer gesetzt” (Harting) hat, klärt uns ultimativ auf über den Wert sämtlicher “Ehrenerklärungen” sämtlicher Trainer, die sämtlichst niemanden geschädigt haben. http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0731/sport/0010/index.html
@B.Schuss: Zum Problem der Gleich- und Vorzeitigkeit: Man kann es ja auch so schlau machen, wie Eurosport vor Jahren. Die unterschieden, sehr witzig und clever, mit eingeblendeten Hinweisen zwischen:
LIVE.
RE-LIVE.
und: BEST OF LIVE.
Thema Live:
Vorhin um ca. 7.30 Uhr auch große Verarschung beim Hockey. Erst kommt das Telegramm mit allen bisher heute gefallen Entscheidungen, aber kein Wort zur deutschen Mannschaft. Warum? Weil kurz darauf die 1. Halbzeit gezeigt wurde und laut Programmplanung später noch die 2. Dumm nur, dass die schon um 6.00 Uhr deutscher Zeit ferttig waren. Aber kein Wort. Warum gucke ich eigentlich zum Frühstück diese Sendung, wenn die mir nicht alles verraten? ÖR-Mist. Dafür will ich keine GEZ zahlen.
…oder man macht es wie die BBC, die 6 interaktive Kanäle bietet. DAS nenne ich öffentlich-rechtliches Fernsehen.
Was auch immer verhindert, dass die ÖR’s ihr volles Potential ausschöpfen ( Rundfunkstaatsvertrag ? ), man möge es ändern oder abschaffen. Wozu zahle ich denn GEZ, wenn dann so was dabei rauskommt ?
So viele digitale Kanäle, und nix wird draus gemacht.
Obwohl das BBC mächtig unter Kritik steht – Vorwurf Verschwendung.
Übrings Gold im Triathlon – durch Jan Frodeno.
Link zu einem Verwaltungsbericht über den Verstoß gegen Anti-Doping-Richtlinien in Deutschland: http://www.bmi.bund.de/Internet/Content/Common/Anlagen/Broschueren/2007/Abschlussbericht__Doping,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Abschlussbericht_Doping.pdfFinanzielle Und die Konsequenzen für die kritisierten Sportfachverbände bzw. Stützpunkte: keine! Es gab sogar noch eine Ausweitung der Spitzensportförderung durch das Bundesinnenministerium im Jahre 2008 um 14 Mio. Euro auf 84 Mio. Es lebe der Sport? Nein, viel besser: es lebe die Sportförderung!
Naja, es müssen ja auch nicht gleich 6 Kanäle sein. Aber wenn ich mir anschaue, was mit unseren öffentlich-rechtlichen Gebühren so alles finanziert wird, ist da ein bißchen mehr Ehrlichkeit und/oder Umfang in der Olympia-Berichterstattung zu viel verlangt ?
So ein großes Sportereignis, mit so vielen gleichzeitig laufenden Kameras gibts doch bloss alle 4 Jahre. Da ist so viel verschenktes Potential, das ist echt traurig.
Aber für das boulevardeske Theater von Herrn Kerner, oder Stammtischfernsehen wie “Waldi & Harry”, da ist Geld da.
Egal, ich schweife ab. Die Qualitätsdebatte im ÖR muss man ja nicht jeden Tag führen. ^^
Trotzdem noch ein Wort zur BBC: Die 6 Kanäle sind in der Tat ein Luxus, da konnte man nämlich das komplette Tennis-Finale samt “Gold Medal Ball” (!) sehen. Und wenn schon 500 BBC-Leute nach Peking fliegen, können sie ja auch arbeiten. Und damit zum ÖR: Weshalb Germany zwei komplette TV-Mannschaften entsendet, ARD + ZDF, die – früher zumindest, ich weiß nicht, wie das 2008 ist – immer nur jeden zweiten Tag auf Sendung waren, das habe ich nie begriffen. Aber dieses irre Spiel betreiben sie ja sogar bei Ski-Weltmeisterschaften in Japan. Der Gebührenzahler, das blöde Schaf, zahlt ja alles brav und macht nicht määh.
Übrigens, nicht nur der Autor und die Leser dieses Blogs sind skeptisch angesichts der vielen Rekorde bei Olympia:
Es läuft gerade aktuell eine FAZ.net-Umfrage “Halten Sie die Leistungen bei Olympia für glaubwürdig?”
Zwischenstand (19.8. 10:30 Uhr)
1.726 Stimmen
Wir sehen großen Sport. Ich bin begeistert:
6%
Es gilt die Unschuldsvermutung:
13%
Man schwankt zwischen Erstaunen und Entsetzen:
31%
Nicht mehr von dieser Welt. Ich verliere das Interesse:
50%
…
[dass Online-Umfragen nie repräsentativ sind, muss ich hier ja nicht erwähnen, oder?]
Mal ganz abgesehen davon, dass TV-Anchor-People
mitunter in der ersten Klasse sitzen und die Athleten hinter ihnen in der Holzklasse.
P.S.: Ich lerne, dass die Kombination von Anführungszeichen und Link mehr HTML-Kenntnisse erfordert, als ich besitze…
So, jetzt hoffentlich:
FAZ.net-Umfrage Halten Sie die Leistungen bei Olympia für glaubwürdig?
Obwohl ich aus technischen Gründen nicht in den vollen Genuss der öffentlich-rechtlichen Sendepracht komme, fühle ich mich doch gezwungen, eine kleine Lanze für sie zu brechen. Zumindest für die Quantität der selbigen.
Neben den täglich wechselnden Übertragungen von ARD und ZDF werden für die Olympischen Spiele nämlich auch die vier Digitalsender Eins Festival, Eins Plus, ZDF Doku und ZDF Info genutzt.
Ob über diese Kanäle mehr Live-Entscheidungen angeboten werden, vermag ich nicht zu sagen. Aber um ehrlich zu sein, bin ich schon froh, wenn bei den diversen Medaillenzeremonien die richtigen Flaggen eingeblendet werden. ;)
über zattoo.de kommt man zu den ganzen ÖR digitalkanälen.
@ Kli
Gott sei Dank schaffe ich es – wie du – auch bei jedem Sportereignis wieder, mich darüber aufzuregen, dass ARD und ZDF dort zwei komplette Sende-Mannschaften hinschicken.
Ich erinnere mich an 1996 und 1997, als die ARD den neuen Zuschauermagnet Tour de France alleine übertrug. Da hoffte man mal, dass ein Umdenken stattfinden könnte. Naja, stattdessen kam, was kommen musste: Das ZDF schnippte mit den Fingern und meldete an, dass auch Mainzer im Sommer gern nach Frankreich fahren.
Ansonsten ist man an das Problem der geschummelten Live-Übertragungen bei den Ö-R leidlich gewöhnt, wenn man wie ich ein Wintersportfreak ist und ganze Wochenenden lang jeden Ski beobachtet, der sich durch den Fernsehschnee bewegt. Aber ähnlich wie bei Olympia gilt auch dort: Eurosport ermöglicht es, sich angenehm selten über unsere Lieblinge vom 1. und 2. Programm aufregen zu müssen.
@Kli
Ich stimme dir zu, wenn es um den Aufwand geht, den ARD und ZDF jeweils betreiben und finde es auch nicht gut, dass es so übertrieben wird.
Es wird aber schon auch genutzt, denn an den Tagen, an den die ARD sendet betreuen die ZDF-Kommentatoren die digitalen Kanäle und andersrum.
Gestern wurde übrigens im ZDF mal ein bisschen hinter die Kulissen geschaut und ich war etwas verwundert, dass wohl einige Events aus dem Container im IBC kommentiert werden.
Hat man trotz des ganzen Aufandes nicht genug Kommentatoren um alle Sportarten vorort abzudecken?
Euer Wehklagen über die ÖRs ist Leiden auf hohem Niveau: Als Österreicher sind ZDF & ARD die letzte Zuflucht vor dem ORF und eine wahre Wohltat. Obwohl: Wenn mich der Eindruck nicht täuscht, hat die Qualität (vor allem auf dem Zweiten) schon stark nachgelassen. Aber der Vorwurf, dass nicht alles live gezeigt wird, erscheint mit schon seltsam. Und auf den Infokanälen wird ja auch einiges übertragen. Die Beschäftigung von zwei kompletten TV-Mannschaften wundert mich jedesmal. Das ist Geld- und Ressourcenverschwendung der Extraklasse.
Übrigens hat der ORF offiziell einen eigenen Sportkanal (TW1 bzw. ORF Sport Plus). Doch dort ist von Olympia nix zu sehen. Stattdessen kann man Ö-Bundesliga-Partien aus den 80ern oder die Iron Mans der letzten 10 Jahre bewundern. Das ist erst verschwendetes Potenzial!
Vor vier Jahren gab es die vier Sender Athen 1 bis 4 – betrieben von ARD und ZDF gemeinsam. Da gab es rund um die Uhr Berichterstattung und es war auch immer klar zu erkennen, dass einiges nicht live war.
http://www.ard-digital.de/1787_1
Da ich diese Olympiade ohne TV erlebe, weiss ich nicht, ob es diesmal aehnlich ist, die Kommentare lassen vermuten, dass das Angebot deutlich geschrumpft ist.
Mir reicht die Olympiade in diesem Blog. Ich habe sogar mein SZ-Abo voruebergehend abbestellt, weil sie mir keine Ausgabe ohne Olympia-Sportberichterstattung liefern wollten.
Knarf
das ARD und ZDF tatsächlich unterschiedliche Crews eingeflogen haben, ist wirklich der Hammer.
Ist doch sowieso alles die selbe Supppe, warum das ständige hin und her zwischen ARD / ZDF ?
Kommen da die Egos der Moderatoren/ Kommentatoren ins Spiel ? So nach dem Motto, jeder darf mal nach Peking ? Wegen cooler Akkreditierungen, und Erinnerungsfotos ? ^^
Kurz zu dem Umfang der Berichterstattung von ARD & ZDF: ARD & ZDF wollten die Digitalkanäle intensiver einsetzen, wurden aber von Medienpolitik und Privatsender-Lobby zurückgepfiffen, weswegen der Umfang diesmal hinter dem Umfang von Athen zurückbleibt.
Dass die ARD & ZDF-Programmplanung und den Audience-Flow nicht steuern, steht ebenso auf einem anderen Blatt, wie das nicht plattformneutrale öffentlich-rechtliche Streamen auf der EBU-Website.
Folgender Bericht über die chinesischen Kinderturner überrascht auch nicht wirklich:
http://www.sueddeutsche.de/sport/787/306745/text/
Gerade hat Antwerpes im Ersten übrigens eingeräumt, dass das zuvor wie eine Live-Schalte anmodierte Madison-Finale doch von Festplatte kam. War auch unschwer zu erkennen, nachdem sich der Olympiasieger zunächst völlig fertig auf einen Betreuer gestützt hatte und eine Sekunde später jubelnd seine Ehrenrunde radelte… Aber auch bei den vier Digitalkanälen der Öffentlich-Rechtlichen ist bei weitem nicht alles live, obwohl es so verkauft wird.
Maria Mutola ist Fünfte geworden, und nicht Sechste, wie heute in der Süddeutschen in ihrem Bericht steht ;)
Tja, daran ist immer der Schreiber schuld. Das passiert in der Hektik des Geschäfts. Habe ja mehrfach in diesen Wochen gesagt, dass es mir öfter passiert als sonst. Dumm genug. Gerade in diesem Text, wo so viele Zahlen auftauchten, kann schnell mal was verrücken. Man schreibt live, quasi während des Laufes, versucht noch diese oder jene Info zu verifizieren, im Internet, per Telefon oder – wie gestern – bei kenianischen Reportern, die in meiner Nähe saßen. Man hofft, eine Stimme zu erhaschen (in diesem Fall hatte ich keine Chance, in die Mixed Zone zu gehen), hofft, noch die Pressekonferenz zu besuchen. Und dann muss man auf die Sendestaste drücken, damit der Text noch rechtzeitig in der Zeitung sein kann. That’s it. Zum Glück hatte ich die Olympiasiegerin richtig getippt, äh: geschrieben :)
Hey Leute,
warum regt Ihr euch über die Ö-R auf? Ihr habt doch da nichts ernsthaftes erwarten. Das sind Fans, die machen Company Paid Vacation.
Um nochmal den Bogen zu gestern zu spannen, war jemand auf der PK von Frodo? Was wurden da für tolle Fragen gestellt?
Er hat auf jeden Fall Humor. Laut SpOL (http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,572900,00.html) behauptet er ja, dass er sich “.. zwei Monate von Reis und Wasser ernährt” hat. Junge, Junge wenn das stimmt, dann war das sicher Gandalfs spezialbehandelter Spritzenreis.
Ne andere Frage: was ist eigentlich mit den nigerianischen (oder westafrikanischen) Sprintern geworden. Gibt es da plötzlich keinen … äh … “Nachschub” mehr?
Bei den Männer in den Halbfinals nur zwei Nigerianer, der eine für Portugal, der andere für Katar. Bei den Frauen einmal Benin, einmal Nigeria
Tja Herr Weinreich. Da haben sie aber was verpasst beim Gewichtheben. Deutsches Gold. Der freute sich aber mal richtig. ;)
JW, wo befinden Sie sich eigentlich aktuell bzw. was war heute in Ihrer Anwesenheit so los??? Sie sind trotz Ihres kurzen Einwurfs von 1315h so erstaunlich ruhig?? Hatten Sie eine Auseinandersetzung mit dem “Herkules von/aus Teheran”? Denn nach meinen investigativen Recherchen beginnt Diskus im Vogelnest doch erst um 21.00h (15.00h MESZ).
Jens, du Vogelnesthocker, schau mal was dir heute entgangen ist:
Gold für Matthias Steiner im Gewichtheben!
Das ard und zdf verreisen liegt auch an den Einschaltquoten. Bei nur einem sportlichen Großereignis in manchen Jahren würde das die Marktanteile massiv verschieben. Das will doch keiner und außerdem ist doch genug GEZ-Geld da.
Aber sicher gibt es da auch eine Erklärung in Richtung öffentlich-rechtlicher Auftrag.
gold im gewichtheben? so hintendran, wie von einigen vermutet, ist deutschland beim doping dann wohl doch nicht.
@jw: “putins hobby”? opposition ausschalten? kgb-männer in allen wichtigen machtzentren installieren? in russischen interessensbereichen “friedenbringende” militäraktionen durchführen? oder doch nur judo?
Ach Linksa. der is nen Wettkampftyp. Deswegen hat er das geschafft.
Ausserdem hat er einen Spezialanzug, der den Armen beim Gewichte heben mehr Auftrieb verleiht.
Nix Doping, Steiner ist Diabetiker, der darf das…
Bei Steiner möchte ich, bei seiner Geschichte, gerne glauben, dass das alles “Natur” ist. Das war bei anderen aber auch schon der Fall…
Was die LIVE-Diskussion bei den ÖR angeht, ist es eine absolute Verarschung der Zuschauer, die Sport nicht nur schauen, um sich unterhalten zu lassen.
Vorhin lief auf ZDFDoku die Steiner-Competition. Ich hab jetzt nicht nachgeschaut, dachte aber das wäre live. Dann schaltete das (richtige) ZDF (auf dem zweiten Fernseher) zum Gewichtheben, wo Steiner bereits den letzten und entscheidenden Versuch durchführte und gewann. Damit wurde mir nicht nur die Spannung bei ZDFDoku genommen, ich fühlte mich auch – mal wieder – ziemlich verarscht.
Wer entscheidet so etwas? Gab es dazu bereits eine Stellungnahme? Wenn nicht, sollte es die erste Frage sein, die den Intendanten gestellt wird, wenn Olympia vorbei ist.
Auf die Berichterstattung des Steiner-Golds bin ich gespannt. Da er (gebürtiger Österreicher) für Chemnitz startet, hatte er hier in Sachsen schon vor Olympia eine (kleine) regionale Bekanntheit.
Ein gewisses Menscheln, das ja besonders vom TV so sehr geschätzt wird, lässt die Geschichte schön erzählbar sein: Österreicher lernt Zwickauerin kennen, hat zu Hause ohnehin Stress mit dem Verband, wird Deutscher, verliert seine Frau bei einem Verkehrsunfall, verdrängt den Schmerz mit Sport und wird im Jahr darauf Olympiasieger.
Oijoijoi, wieviel generelles Hinterfragen verträgt diese Story?
Und los geht’s:
http://www.bild.de
GOLD für seine tote Frau
Wenn jemand die Zeit hat, den nun einsetzenden Medienkampf (Story gegen Zweifel – und auch die meisten Zweifler werden die Story erwähnen, sind ja nicht blöd) zu dokumentieren, sollte er leicht genügend Stoff für eine ordentliche Abschlussarbeit des erwähnten 1. Semesters in Kommunikationswissenschaften sammeln können.
Grundsatz-Frage: Geht das, kann man das oder muss man es sogar, Mitgefühl / Leidenschaft und Verstand / verbrieftes Wissen + Skepsis zusammenbringen, in jedem Moment? Steffen und Warnatzsch, ein ehemaliger Dopingtrainer. Steiner und der fragwürdige Mantek. Gleich kommen Harting und der Dopingtrainer Goldmann, der noch dazu bis heute lügt. Was macht es schwer, beides zusammen zu sagen: Einmal, wenigstens einmal sich mitfreuen wollen (Steffen), die Angst vor Wiederholung, Zitat jw zu Steffen: “das D-Wort oft gesagt” …
Die Umfrage würde lauten:
a) Ja, was war, muss man mitschreiben, unter allen Umständen. Siehe Checkliste + chronische Wiederholungstäter – denn es könnte noch so sein …
b) Muss man nicht unbedingt mitschreiben, wenn es eine glaubwürdige Distanzierung gegeben hat …
c) Och nee, wir wollen keine Spielverderber sein …
Ja, und was ist das: glaubwürdige Distanzierung? Und welche Gründe gibt es noch für a) ?
Sind so Fragen.
@JW: Die Zusammenfassung klang doch gut, sie haben doch alles im Griff. Also keine flasche Bescheidenheit!
Hambüchen mit Bronze liefert auch ne gute Geschichte nach 4mal Blech. Ansonsten werden morgen wohl die 3 Goldmedaillen die Schlagzeilen bestimmen. Wobei Isabell Werth mit dem erwarteten Gold (auch wenn es knapp war) hinten anstehen wird und Steiner und Frodo vorneweg sein werden. Leichtatheltik kann nur noch trunpfen wenn Harting ne Medaille macht.
@ linksaussen: judo. natürlich nur. und medaillen zählen.
wenn Isabell Werth um 16.03 Uhr MESZ schon Gold hatte, dann haben wir die as-live-Diskussion auch beim sueddeutsche-Ticker. Da startet um 16.09 Uhr die letzte holländische Reiterin.
@JW Vielen Dank für den großartigen Blog. Musste auch mal von mir gesagt werden
Wieso hat Werth schon Gold gewonnen? Laut ZDF-LIVE-Ticker kommt Van Grunsven erst noch???
Besch*ßen die jetzt sogar im Internet und nicht nur am Fernsehen, was das Thema “live” angeht?
Als Dresdner hat man bei diesen Spielen wenig Gelegenheit, Sportler aus der eigenen Stadt zu beobachten. Deswegen möchte ich mal ausdrücklich den 5. Platz von Spank im Hochsprung herausheben. PB mit 2,32 m – da könnte jemand heranwachsen, den man im Auge behalten sollte. Ist ja erst 20, der junge Mann mit dem gwöhnungsbedürftigen Vornamen Raul-Roland.
Ups, da war ich etwas voreilig. Der Ticker war da etwas verwirrend. “Nur” Silber für Werth. Jetzt ist es offziell.
Da bin ich ja beruhigt, aber den ÖR traut man ja alles zu…
Durch mein Internetcafé in Odessa hüpfen gerade abwechselnd Litauer und Russen, weil es offenbar etwas zu feiern gibt, ich verfolge das auf dem Fernseher nur halbherzig. Ich brauche keine jubelnden, mitfühlenden, begeisterten Journalisten. Ich finde: Analyse genügt. Mitfreuen sollen sich Trainer, Fans, Ehefrauen, die Nachbarn, der Postbote,die Eltern, der alte Klassenlehrer und natürlich der Arzt des Vertrauens. Reicht das denn nicht? All diese Leute dürfen meinetwegen unkritisch sein.
@Christoph Wesemann: Da bin ich eigentlich voll ihrer Meinung, aber nach der ersten Schwimm-Goldmedaille für Britta Steffen habe ich mich für Tom Bartels etwas fremd geschämt. Eben hing Britta Steffen noch heulend an Franzis Hals und in der nächsten Sekunde das an Nüchternheit nicht zu überbietende Interview: Hand geben, trocken ausfragen, Tschüß!
Warum kann man da nicht einfach ein bißchen Mitfreude zeigen und dem Zuschauer Emotionen vermitteln und vor Allem dem Sportler Respekt erweisen, indem man ihn mit seiner Freude nicht alleine läßt.
Britta Steffen wurde so schnell aus ihren Goldgefühlen gerissen, dass man Angst haben musste, dass sie sich bei dem Aufschlag in der knallharten Realität des Distanzjournalismus nicht weh tut.
@ Ben: Ich meine, es ist nicht die Aufgabe der Journalisten, Sportlern um den Hals zu fallen. (Ich weiß, dass Sie eine etwas harmlosere Variante meinen.) Journalisten dürfen sich nicht einreihen – ganz unabhängig von irgendwelchen Dopinggerüchten. Wenn sie gratulieren, genügt das, der Sport ist doch dramatisch genug. Vielleicht ist die Wirkung gar größer, wenn da einer mal die Klappe hält und andere jubeln lässt.
@Ben (von wegen des Britta-Steffen-Interviews, in voller Länge hier noch einmal anzusehen)
Also erstens war das Ralf Scholt, der das Interview geführt hat (Tom Bartels hat kommentiert) – und zweitens war das von ihm (bis auf die Frage, wen sie grüßen möchte) ein gutes Interview. Einfach, weil er sie hat reden lassen. Ach was, es war ein sensationelles Interview, weil die Kombination aus Mimik und Worten bei Steffen so einmalig waren.
So, wie es sein soll. Die Sportler sollen ggf. Emotionen zeigen, nicht die Reporter. Und Mitfreude haben beide Journalisten, sowohl Scholt als auch Bartels, durchaus gezeigt.
man stelle sich mal vor: am Abend der Bundestagswahl fällt Uli Deppendorf dem Wahlgewinner um den Hals!!!
Schöne Vorstellung, mb. Nur: was hat das mit Olympia zu tun?
(davon ab: bei manchen Wahl-Reportern wäre es auch nur einen Tick offensichtlicher, wenn sie den Gewinnern gleich in echt, statt nur verbal, um den Hals fielen)
die frage von nähe und distanz von sportjournalisten im fernsehen ist kein neues thema. in der ard gabs ja in den letzten nächten immer mal kommentierte ausschnitte früherer olympischer wettkämpfe zu sehen. da wirkten die kommentatoren west deutlich zurückgenommener (und überhaupt sparsamer mit worten), aber in spannenden momenten auch nicht emotionslos.
bei den sportreportern ost wars auffälligerweise sehr unterschiedlich – von völlig unterkühlt bis zu emotionalen purzelbäumen (siehe h.f. oertel –> waldemar cierpinski in moskau).
bemerkenswert aber auch der umgang des aktuellen (2008!) begleitkommentars der sendung zur dopingfrage: da wurde der fall ben johnson recht ausgiebig beleuchtet – aber keine einzige bemerkung selbst zu nachträglich dokumentierten und gerichtsfesten fällen wie rica reinisch 1980, nur original tv-bild und ton ddr-fernsehen…
Sehe ich genauso wie Probek.
Für die Freunde der Weisheit – Das philosophische Radio über die Olympischen Spiele:
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Heute bei Waldi und Harry: Harry geht mit der Dolmetscherin über den Markt, kauft etwas. Zum Verkäufer: “Nein danke, ich brauche keine Quittung, ich bin bei der Sportabteilung des Hessischen Rundfunks!”
Vorhin im ZDF: Matthias Steiners Trainer Frank Mantek, dem Kritiker vorwerfen, dass er Teil des DDR-Dopingsystems gewesen sein soll, sagt über seinen Schützling: “Das war unnatürlich, was er heute geleistet hat.”
Uhoh.
Wird hier (und bei aas) mitgelesen?
Jedenfalls wird auf die gestrige Diskussion prompt reagiert und Tom Bartels(!) kommentiert auf ZDF.info(!) das Langstreckenschwimmen.
I don´t get it.
Bin früh aufgestanden und wollte bei Eurosport ab 3.00h MESZ eigentlich Leichtathletik sehen. Stattdessen über 2 Stunden BMX-Rennen. Die Damen und Herren treten wirklich ganz schön in die Kurbel, Lance Armstrong mit seinen durchschnittlichen 100 U/Min. war ein Langweiler dagegen. Jedenfalls kommen Donnerstag früh die Finalläufe (wieder live bei Eurosport), wohl immer 8 BMXler gegeneinander auf einem ca. 350 Meter Parcours. Interessiert sich eigentlich jemand für diesen Sport, der erstmals bei Olympia dabei ist bzw. für das, was ich hier schreibe?
Na klar – vor allem, wenn man selbst nicht gern soooo früh aufsteht … Eigenschaft, die mutmaßlich einige Menschen mit den BMX-Kids (Zielgruppe? Keine Ahnung!) teilen. Aber einen Interessenten hat die Sportart ja schon gefunden …
Wäre mal eine Debatte wert – Welche neuen Sportarten kommen noch, welche fliegen raus? Geht nach Vermarktungschancen, nehme ich an, eingedenk des IOC-Charakters. Ergo: BMX muss schon von Interesse sein. Oder geht’s nach Geldsack-Skala im Weltverband?
:ha. Klar: die UCI hat eine tragende Rolle bei diesem Sport – auch in Beijing. Denn die Startrampe ist mit UCI-Logo versehen (haben die IOC-Kommissare wohl übersehen) und der Start erfolgt nach UCI-Weltrangliste. Führende Nationen bei den Männern: USA, Litauen, GB (London 2012!!!).
aber hier mein eigentliches Anliegen: FAZ-Hanfeld über “ARD zahlt kein Geld für Interviews”:
http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EBE4AC70B78FA407B97D0C85404011E4A~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Ui, Spitz legt nach. Offene Kritik: http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,573129,00.html
Spitz hatte sich wohl in der SZ schon kritisch geäußert.
Beste Grüße,
Josch.
@axel
das ist aber nichts neues. Bela Rethy hat schon letzte Woche die Hockey-Spiele auf Eins-Festival kommentiert, wenn das ZDF nicht mit seinem Hauptprogramm die Spiele übertrug. Wenn täglich minimum 3 Sender mit Übertragungen bestückt werden müssen, ist es ja evtl doch sinnvoll, dass ARD und ZDF in voller Mannschaftsstärke anrücken.
@axel-john
Zumindest im Bereich der Kommentatoren finde ichs schon nachvollziehbar. Aber der Rest? 2 Komplette Redaktionen, 2 Studios usw. usv. …
Sowas ist einfach übertrieben!
@mb
Eurosport hatte gegen 3.00 nie vor Leichtathletik zu senden. Sowohl in meiner TV-Zeitschrift (übrigens, das Programm von Eurosport trifft zu sehr großen Teilen auch zu!!!) als auch auf er Eurosport-Internetseite stand BMX.Abgesehn davon gabs heut keine Morning-Session in der Leichtathletik ;)
http://results.beijing2008.cn/WRM/ENG/Schedule/AT_2008-08-20.shtml
@Josch
Schön, dass es das auch noch gibt …
Zumal die einzige Demonstration, die in Peking erlaubt ist, Wushu heißt.
Biete mal diesen Link zur Info für Dies & Das außerhalb des “Raumschiffs Olympia” an: http://hric-newsbrief.blogspot.com/
Für Sotschi wird Putin dann wohl Abchasien zum Demo-Park erklären …
@axel
Ob mitgelesen wird, weiß ich nicht, aber ich könnte es mir schon vorstellen. Zumal mir gestern und heute morgen auch aufgefallen ist, dass nun öfters der Hinweiß kommt, dass es eine Zusammenfassung ist oder, dass es nicht live ist.
Ob es nun Absicht oder Zufall ist, dass weiß ich nicht. Aber wäre schon schön, wenn ARD und ZDF sich ein wenig bessern (eigentlichfehlt mir aber der Glaube daran).
@eagel-F1
gut, danke, das zeigt mir, dass ich mit zwei ö-r Programmen plus eurosport kalendertechnisch meine TV-Grenzen erreiche. Hatte allerdings im eurosport-vt was von “L.A um 3.00h” gelesen. Zusätzlicher Versuch einer Ausrede: Ich lege mehr Wert auf Inhalte.
Woher kommt eigtl. das Gerücht, dass die beiden mit zwei kompletten Teams angereist sind? Bei den Moderatoren und den Leuten vor der Kamera ist das in meinen Augen ja noch logisch und nachvollziehbar (und auch bei der redaktion halte ich es für gangbar), der technische Teil dürfte aber bei beiden Sendern gleich sein. Das Studio ist ja z.B. das gleiche und wird ja nur leicht modifziert (mir fallen spontan das Sendungslogo hinten rechts ein und die Couch hat manchmal Lehnen an allen Plätzen und manchmal nur auf der linken Seite).
Sicherlich werden ein paar Leute vom ZDF und der ARD mitlesen, denn für Verbesserungsvorschläge zahlt man in anderen Unternehmen/Branchen richtig Geld. Hier gibt es diese zum Nulltarif…:-)
Gespräch mit Thomas Kistner zu Chinas restriktive Informationspolitik (20.08.2008)
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
@Lars
Ich habe bist jetz die Abendzusammenfassungen nicht gesehen, aber sind die wirklich in am gleichen Ort? Also beim geht sowas doch eher in Richtung Seebühne und bei der ARD ist es glaube ich einfach das Studio oder?
Naja, kann ja sein, dass die “ZDF-Peking-Seebühne” das Extra ist, was ARD in der Sendung Waldi & Harry hat.
Ob sie das selbe Studio nutzen kann ich nicht sagen, aber wäre ja schon mal ein Anfang.
@mb
Du hast dich wohl einfach nur verlesen, denn von 1.00-3.00 kam wohl die Wdh der Abend-Session.
@eagel-F1
ja, die Wdh der LA-Abendsession bei eurosport hatte ich von 2.00h bis 3.00h gesehen.
@alle
Hatte ich mich verhört oder hatte eurosport-Sigi Heinrich beim 400m Finale der Frauen den schönen Versprecher “Sie ist ihre gute Saisonbestzeit in Adidas Abeba gelaufen”???
Frau Blonska wurde offensichtlich erneut erwischt. Wer legt eigentlich das unterschiedliche Strafmaß fest? Olympia immer oder nur eine Dekade?
Was ist an der Äußerung Ungers dran, er würde ‘zig mal und Bolt nur einmal in Peking kontrolliert?
Kann es sein, dass die eventuelle Demaskierung der Jamaikaner ein GAU für das IOC und deshalb nicht in deren Interesse ist? Blonska etc. aber ein tolles Alibi? Vielleicht hat jemand ein paar Erklärungen.
Soviel ich weiß gibts es generell ähnliche Strafen überall. Die Strafe für Ersttäter sind 2 Jahre und für einen Wiederholungstäter gibts dann Lebenslang.
Ich glaube, die Strafen sind sicher auch irgendwo festgeschrieben.
@ lars: warum gerücht? die reisen immer mit kompletten teams an. immer.
@Eagel-F1:
es ist definitiv das gleiche Studio. Nur Waldi und Harry haben eben noch einmal ein komplett eigenes Studio…
Ich finde das sollte von den ÖR einfach nur ein Sender übertragen. Jeden Tag. Und fertig. Am besten der ohne Kerner. ;-)))
@Eagel-F1:
Das stimmt zwar im Grundsatz, aber es hat inzwischen einige Fälle gegeben, wo durchaus unterschiedliche Straflängen verhängt wurden.
Und Thanou wurde aifaik nur einmal gesperrt, wieso darf die nicht, aber die Blonska?
Zu Thanou würde ich mal sagen, dass ihr gesamtes Verhalten wohl zum Ausschluß geführt hat.
Evi Simeoni in der FAZ: Steiners Verzicht – Schwer zu vermitteln
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