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	<title>Kommentare zu: Peking, Tag 18</title>
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	<description>don&#039;t mix politics with games</description>
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		<title>Von: Wann ist ein Dopingverdacht in Ordnung? Viktor Röthlin klagt &#124; Daniel Drepper</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-33602</link>
		<dc:creator>Wann ist ein Dopingverdacht in Ordnung? Viktor Röthlin klagt &#124; Daniel Drepper</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 14:20:09 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Zur Dopingberichterstattung empfehle ich ganz grundsätzlich Jens Weinreichs Checkliste. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Zur Dopingberichterstattung empfehle ich ganz grundsätzlich Jens Weinreichs Checkliste. [...]</p>
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		<title>Von: Ralf</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-33601</link>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 14:10:33 +0000</pubDate>
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		<description>danieldrepper.de: &lt;a href=&quot;http://www.danieldrepper.de/wann-darf-ich-sportler-des-dopings-verdachtigen-viktor-rothlin-klagt/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Wann darf ich Sportler des Dopings verdächtigen? Viktor Röthlin klagt&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>danieldrepper.de: <a href="http://www.danieldrepper.de/wann-darf-ich-sportler-des-dopings-verdachtigen-viktor-rothlin-klagt/" rel="nofollow">Wann darf ich Sportler des Dopings verdächtigen? Viktor Röthlin klagt</a></p>
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	<item>
		<title>Von: Ralf</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-32194</link>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 15:08:50 +0000</pubDate>
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		<description>FAZ-Kommentar von Christoph Becker: &lt;a href=&quot;http://www.faz.net/artikel/C30107/doping-kommentar-kein-beweis-fuer-nichts-30492096.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Kein Beweis für nichts&lt;/a&gt;
&lt;blockquote&gt;Im November 2009, also ein dreiviertel Jahr nach Pechsteins ursprünglicher Sperre, hatte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) die Strafanzeige gegen Unbekannt erst in den Medien angekündigt - und später auch gestellt. Weitere vier Monate später, im März 2010, wurden die Ermittler erstmals öffentlichkeitswirksam aktiv und durchsuchten diverse Räumlichkeiten, offenbar in der Hoffnung, auf Hintermänner und Helfer zu stoßen, die weder Zeitung lesen noch Fernsehen schauen und auch ansonsten keine Vorkehrungen treffen, ihr kriminelles Tun bei langfristig angekündigten Ermittlungen zu verbergen.&lt;/blockquote&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>FAZ-Kommentar von Christoph Becker: <a href="http://www.faz.net/artikel/C30107/doping-kommentar-kein-beweis-fuer-nichts-30492096.html" rel="nofollow">Kein Beweis für nichts</a></p>
<blockquote><p>Im November 2009, also ein dreiviertel Jahr nach Pechsteins ursprünglicher Sperre, hatte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) die Strafanzeige gegen Unbekannt erst in den Medien angekündigt &#8211; und später auch gestellt. Weitere vier Monate später, im März 2010, wurden die Ermittler erstmals öffentlichkeitswirksam aktiv und durchsuchten diverse Räumlichkeiten, offenbar in der Hoffnung, auf Hintermänner und Helfer zu stoßen, die weder Zeitung lesen noch Fernsehen schauen und auch ansonsten keine Vorkehrungen treffen, ihr kriminelles Tun bei langfristig angekündigten Ermittlungen zu verbergen.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Herbert</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-32188</link>
		<dc:creator>Herbert</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 07:10:57 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;DOSB-Präsident Thomas Bach entzog seiner Vorzeigeathletin damals offiziell das Vertrauen: »Doping mit dieser wissenschaftlichen Expertise kann nicht ohne Hilfe von Fachleuten bewerkstelligt worden sein. Deshalb fordern wir Claudia Pechstein zur umfassenden Aufklärung auf.« Diese Suche nach den Hintermännern ist nun ohne Fund beendet – genau wie Pechsteins zweijährige Sperre, die sie trotzdem absitzen musste.&lt;/blockquote&gt;
Eine Stellungsnahme von Bach ist wohl eher nicht zu erwarten. Das wäre ja ein Bruch mit dem eigenen Selbstverständnis.
&lt;blockquote&gt;Die ISU hält sich aber bedeckt, da nach neuestem WADA-Code eine Dopinganklage aufgrund eines einzigen erhöhten Blutwerts keine Erfolgschance mehr hätte. Pechstein plant nach Fristablauf eine Selbstanzeige bei NADA, WADA, ISU und DESG. Dann will sie beweisen, dass es doch eine andere Erklärung gibt als Doping. Die Geschichte geht in jedem Fall noch weiter.&lt;/blockquote&gt;
Um es zu thematisieren : Die (internationalen) Sportverbände und deren Kontrollorganisationen scheren sich vor allem um sich selbst als um die Sportler.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>DOSB-Präsident Thomas Bach entzog seiner Vorzeigeathletin damals offiziell das Vertrauen: »Doping mit dieser wissenschaftlichen Expertise kann nicht ohne Hilfe von Fachleuten bewerkstelligt worden sein. Deshalb fordern wir Claudia Pechstein zur umfassenden Aufklärung auf.« Diese Suche nach den Hintermännern ist nun ohne Fund beendet – genau wie Pechsteins zweijährige Sperre, die sie trotzdem absitzen musste.</p></blockquote>
<p>Eine Stellungsnahme von Bach ist wohl eher nicht zu erwarten. Das wäre ja ein Bruch mit dem eigenen Selbstverständnis.</p>
<blockquote><p>Die ISU hält sich aber bedeckt, da nach neuestem WADA-Code eine Dopinganklage aufgrund eines einzigen erhöhten Blutwerts keine Erfolgschance mehr hätte. Pechstein plant nach Fristablauf eine Selbstanzeige bei NADA, WADA, ISU und DESG. Dann will sie beweisen, dass es doch eine andere Erklärung gibt als Doping. Die Geschichte geht in jedem Fall noch weiter.</p></blockquote>
<p>Um es zu thematisieren : Die (internationalen) Sportverbände und deren Kontrollorganisationen scheren sich vor allem um sich selbst als um die Sportler.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ralf</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-32185</link>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 06:46:31 +0000</pubDate>
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		<description>Oliver Händler im ND: &lt;a href=&quot;http://www.neues-deutschland.de/artikel/205298.claudia-pechstein-laesst-nicht-locker.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Claudia Pechstein lässt nicht locker&lt;/a&gt;
&lt;blockquote&gt;»In unserer Klage gegen die ISU auf Schadenersatz sowie bei unserem Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung der Osakaregel beim IOC werden die Ergebnisse der Staatsanwaltschaft sicher eine Rolle spielen«, sagte Pechsteins Manager Ralf Grengel gegenüber ND.&lt;/blockquote&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Oliver Händler im ND: <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/205298.claudia-pechstein-laesst-nicht-locker.html" rel="nofollow">Claudia Pechstein lässt nicht locker</a></p>
<blockquote><p>»In unserer Klage gegen die ISU auf Schadenersatz sowie bei unserem Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung der Osakaregel beim IOC werden die Ergebnisse der Staatsanwaltschaft sicher eine Rolle spielen«, sagte Pechsteins Manager Ralf Grengel gegenüber ND.</p></blockquote>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Herbert</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-32179</link>
		<dc:creator>Herbert</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 10:18:46 +0000</pubDate>
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		<description>@Walter #74
&lt;blockquote&gt;Kommt jetzt mal ne Entschuldugung durch ihre Verfolger?&lt;/blockquote&gt;
Befangen in der eigenen Sicht der Dinge, die nicht selten in kleinliche  Rechthaberei und Ignoranz gegenteiliger Auffassungen mündet, wird man vergeblich auf eine Korrektur der Meinung, ein Bedauern etwa oder gar eine Entschuldigung warten können. Wie petty bourgeois wäre denn das nun ? Was erwartest du denn eigentlich ?
Nur, wer die Wahrheit in all ihren Facetten kennt, darf auch mit der nötigen Chuzpe durch die mediale Welt flanieren.  ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Walter #74</p>
<blockquote><p>Kommt jetzt mal ne Entschuldugung durch ihre Verfolger?</p></blockquote>
<p>Befangen in der eigenen Sicht der Dinge, die nicht selten in kleinliche  Rechthaberei und Ignoranz gegenteiliger Auffassungen mündet, wird man vergeblich auf eine Korrektur der Meinung, ein Bedauern etwa oder gar eine Entschuldigung warten können. Wie petty bourgeois wäre denn das nun ? Was erwartest du denn eigentlich ?<br />
Nur, wer die Wahrheit in all ihren Facetten kennt, darf auch mit der nötigen Chuzpe durch die mediale Welt flanieren.  ;-)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ralf</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-32177</link>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 08:44:25 +0000</pubDate>
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		<description>dpa: &lt;a href=&quot;http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1196518&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Offiziell: Keine Indizien für Pechstein-Doping&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>dpa: <a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1196518" rel="nofollow">Offiziell: Keine Indizien für Pechstein-Doping</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Walter</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-32174</link>
		<dc:creator>Walter</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 07:30:29 +0000</pubDate>
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		<description>Das ist doch eigentlich eine gute Information, die &quot;Ermittlungen&quot; der Staatsanwaltschaft München gegen Claudia Pechstein ist eingestellt;-)
Sie haben KEINE Hintermänner gefunden;-) Herr Bach war doch ganz scharf auf Hintermänner;-)
Darf ich erinnern? Nach dem CAS Urteil sagte er, jetzt, wo das CAS die Verurteilung durch die ISU bestätigt hat, soll Claudia Pechstein ihre Hintermänner nennen;-) Echte deutsche Komik. Was nun?
Kommt jetzt mal ne Entschuldugung durch ihre Verfolger?
Schönes Beispiel für nationale peinliche Einzelverfolgung;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist doch eigentlich eine gute Information, die &#8220;Ermittlungen&#8221; der Staatsanwaltschaft München gegen Claudia Pechstein ist eingestellt;-)</p>
<p>Sie haben KEINE Hintermänner gefunden;-) Herr Bach war doch ganz scharf auf Hintermänner;-)</p>
<p>Darf ich erinnern? Nach dem CAS Urteil sagte er, jetzt, wo das CAS die Verurteilung durch die ISU bestätigt hat, soll Claudia Pechstein ihre Hintermänner nennen;-) Echte deutsche Komik. Was nun?</p>
<p>Kommt jetzt mal ne Entschuldugung durch ihre Verfolger?</p>
<p>Schönes Beispiel für nationale peinliche Einzelverfolgung;-)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Herbert</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-32111</link>
		<dc:creator>Herbert</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 08:34:59 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, Walter, wenn ein System so agiert oder gar agieren muss, ist es nicht mehr integer und höhlt sich aus. Der Schaden, den Fehler einzugestehen, wäre kleiner als den Fehler weiter zu verschleiern ( zu helfen).
Wenn man durch solch ein Tal schon mal durch ist, fällt das Eingeständnis
der Fehlbarkeit leichter. Aber wie gesagt, diese Erfahrung hat halt (noch) nicht jeder.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, Walter, wenn ein System so agiert oder gar agieren muss, ist es nicht mehr integer und höhlt sich aus. Der Schaden, den Fehler einzugestehen, wäre kleiner als den Fehler weiter zu verschleiern ( zu helfen).<br />
Wenn man durch solch ein Tal schon mal durch ist, fällt das Eingeständnis<br />
der Fehlbarkeit leichter. Aber wie gesagt, diese Erfahrung hat halt (noch) nicht jeder.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Walter</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-32103</link>
		<dc:creator>Walter</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Aug 2011 07:39:58 +0000</pubDate>
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		<description>ha,
welchen Eindruck wollen Sie erwecken?
Es ging niemals darum, ob Frau Pechstein gedopt hat oder nicht, sondern nur darum, konnte sie mit diesen Werten verurteilt werden.
Da lautet die Antwort eindeutig NEIN.
Nachwievor gibt es 1000e Möglichkeiten, zu hohen Retiwerten zu kommen.
Nur muß man spätestens nach den Weimann Untersuchungen einkalkulieren, dass der Vater die gleichen Blutwerte hatte und dass Frau Pechstein zu den 20% von Anomalien betroffenen gehört, die wissenschaftlich noch nicht erforscht waren.
Aber auch davor war die Indizien-und Faktenlage nicht eindeutig.
Es gab kein plausibles Anwendungsszenario! Hohe Retiwerte am Wettkampftag sind für Doping nicht hilfreich und wertlos.
Ich bin medizinischer Laie, aber als ich die veröffentlichten Blutwerte sah, war klar, hier stimmt was nicht.
Über die unsägliche Rolle der deutschen Experten rede ich da lieber nicht. (wenn sie keine schlimme Krankheit hat, hat sie gedopt.)
Von Sottas bin ich enttäuscht. Freilich waren die Retiwerte unnormal, nur in welchem Sinne? Kommt unter 10000 nur einmal vor?
Als angeblicher Statistiker hätte er sich eher melden müssen. Gipsel hat hier darauf hingewiesen, dass statistisch keine Signifikanz vorlag. Ihre Retiwerte schwankten NICHT stärker als die des von der ISU vorgelegten anonymen Skaters.
Das BG hat doch nur die Ordre Public geprüft, nicht die Fakten. Das CAS hat nunmal auf der ganzen Höhe der medizinischen Unkenntnis sein Urteil formal richtig gesprochen. Als CAS-Richter hätte ich mir aber nicht gefallen lassen, dass einen Tag nach dem Urteil neue WADA Richtlinien gültig waren, die eine Verurteilung NICHT zugelassen hätten, AUCH ohne Kenntnis der Anomalie.
Das muß man doch zur Kenntnis nehmen?
Frau Pechstein hatte letztendlich nur Glück, dass die Medizin zufällig ihre Anomalie erforscht hat. Genauso gut hätte sie jetzt mit leeren Händen da stehen können. Zu Unrecht behandelt bleibt sie dennoch.Sie ist ein Zwischenfall und hat alle Legitimität, Ihre Peiniger zu bedrängen. Aber ein &quot;richtiger&quot;  Funktionär wird niemals seinen Irrtum eingestehen?
Original Gipsel: Nur weil ich die Farbe des blauen Autos auf dem Parkplatz nicht erkennen kann, heißt das nicht, dass da kein Auto steht.
Daniel,
Sie hätten sich nicht ausklinken müssen. Als Journalist gab es hier jede Menge zu berichten, ohne sich an Vorverurteilung zu beteiligen.
Mich interessiert immernoch brennend das von Claudia Pechstein vorgelegte Dokument, eine Folie von Kuipers als Medizinchef der ISU, wie verhält sich der Verband bei hohen Retiwerten?
&quot; Der Athlet ist unter einem Vorwand nach Hause zu schicken, um keine Aufmerksamkeit  bei den Medien zu erwecken&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ha,<br />
welchen Eindruck wollen Sie erwecken?<br />
Es ging niemals darum, ob Frau Pechstein gedopt hat oder nicht, sondern nur darum, konnte sie mit diesen Werten verurteilt werden.</p>
<p>Da lautet die Antwort eindeutig NEIN.</p>
<p>Nachwievor gibt es 1000e Möglichkeiten, zu hohen Retiwerten zu kommen.<br />
Nur muß man spätestens nach den Weimann Untersuchungen einkalkulieren, dass der Vater die gleichen Blutwerte hatte und dass Frau Pechstein zu den 20% von Anomalien betroffenen gehört, die wissenschaftlich noch nicht erforscht waren.</p>
<p>Aber auch davor war die Indizien-und Faktenlage nicht eindeutig.<br />
Es gab kein plausibles Anwendungsszenario! Hohe Retiwerte am Wettkampftag sind für Doping nicht hilfreich und wertlos.</p>
<p>Ich bin medizinischer Laie, aber als ich die veröffentlichten Blutwerte sah, war klar, hier stimmt was nicht.</p>
<p>Über die unsägliche Rolle der deutschen Experten rede ich da lieber nicht. (wenn sie keine schlimme Krankheit hat, hat sie gedopt.)</p>
<p>Von Sottas bin ich enttäuscht. Freilich waren die Retiwerte unnormal, nur in welchem Sinne? Kommt unter 10000 nur einmal vor?<br />
Als angeblicher Statistiker hätte er sich eher melden müssen. Gipsel hat hier darauf hingewiesen, dass statistisch keine Signifikanz vorlag. Ihre Retiwerte schwankten NICHT stärker als die des von der ISU vorgelegten anonymen Skaters.</p>
<p>Das BG hat doch nur die Ordre Public geprüft, nicht die Fakten. Das CAS hat nunmal auf der ganzen Höhe der medizinischen Unkenntnis sein Urteil formal richtig gesprochen. Als CAS-Richter hätte ich mir aber nicht gefallen lassen, dass einen Tag nach dem Urteil neue WADA Richtlinien gültig waren, die eine Verurteilung NICHT zugelassen hätten, AUCH ohne Kenntnis der Anomalie.<br />
Das muß man doch zur Kenntnis nehmen?</p>
<p>Frau Pechstein hatte letztendlich nur Glück, dass die Medizin zufällig ihre Anomalie erforscht hat. Genauso gut hätte sie jetzt mit leeren Händen da stehen können. Zu Unrecht behandelt bleibt sie dennoch.Sie ist ein Zwischenfall und hat alle Legitimität, Ihre Peiniger zu bedrängen. Aber ein &#8220;richtiger&#8221;  Funktionär wird niemals seinen Irrtum eingestehen?</p>
<p>Original Gipsel: Nur weil ich die Farbe des blauen Autos auf dem Parkplatz nicht erkennen kann, heißt das nicht, dass da kein Auto steht.</p>
<p>Daniel,<br />
Sie hätten sich nicht ausklinken müssen. Als Journalist gab es hier jede Menge zu berichten, ohne sich an Vorverurteilung zu beteiligen.</p>
<p>Mich interessiert immernoch brennend das von Claudia Pechstein vorgelegte Dokument, eine Folie von Kuipers als Medizinchef der ISU, wie verhält sich der Verband bei hohen Retiwerten?<br />
&#8221; Der Athlet ist unter einem Vorwand nach Hause zu schicken, um keine Aufmerksamkeit  bei den Medien zu erwecken&#8221;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ha</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-32099</link>
		<dc:creator>ha</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 18:45:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=806#comment-32099</guid>
		<description>Macht nichts, hatte das schon verstanden. Obgleich d&#039;Onofrio auch nach Ansicht der Gassmann-Weimann-Ehninger-Expertisen und bis zum Schweizer BG seine Meinung nicht geändert hatte. Vielleicht hat ihn ja inzwischen Eber überzeugt, obgleich doch der stärkste Test (die Ektazytometrie), der nun für diese &quot;ähnliche&quot; Anomalie herhalten soll, deren Vorhandensein als &quot;dennoch möglich&quot; beschreibt und das Ergebnis &quot;sehr suggestiv für eine hereditäre erythrozytäre Membranopathie&quot; nennt.
Vielleicht hat d&#039;Onofrio sich andersherum ja auch bestärkt gefühlt durch die weiteren ISU-Gutachter fürs Schweizer BG, die Doping für wahrscheinlich halten, aber bisher nicht öffentlich zitiert worden sind.
Aber es stimmt: Man könnte mal nachfragen ;-D</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Macht nichts, hatte das schon verstanden. Obgleich d&#8217;Onofrio auch nach Ansicht der Gassmann-Weimann-Ehninger-Expertisen und bis zum Schweizer BG seine Meinung nicht geändert hatte. Vielleicht hat ihn ja inzwischen Eber überzeugt, obgleich doch der stärkste Test (die Ektazytometrie), der nun für diese &#8220;ähnliche&#8221; Anomalie herhalten soll, deren Vorhandensein als &#8220;dennoch möglich&#8221; beschreibt und das Ergebnis &#8220;sehr suggestiv für eine hereditäre erythrozytäre Membranopathie&#8221; nennt.<br />
Vielleicht hat d&#8217;Onofrio sich andersherum ja auch bestärkt gefühlt durch die weiteren ISU-Gutachter fürs Schweizer BG, die Doping für wahrscheinlich halten, aber bisher nicht öffentlich zitiert worden sind.</p>
<p>Aber es stimmt: Man könnte mal nachfragen ;-D</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gipsel</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-32098</link>
		<dc:creator>Gipsel</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 18:38:13 +0000</pubDate>
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		<description>Argh! Ich muß heute mal früher schlafen. Doppelte Verneinung bekomme ich wohl heute nicht mehr gebacken.
Die erste Version des letzten Abschnitts war schon richtig. Also entweder:
Er hätte ja nie gesagt, daß eine Anomalie keine Erklärung wäre ...
oder:
Er hätte ja gesagt, daß eine Anomalie eine Erklärung wäre ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Argh! Ich muß heute mal früher schlafen. Doppelte Verneinung bekomme ich wohl heute nicht mehr gebacken.</p>
<p>Die erste Version des letzten Abschnitts war schon richtig. Also entweder:<br />
Er hätte ja nie gesagt, daß eine Anomalie keine Erklärung wäre &#8230;<br />
oder:<br />
Er hätte ja gesagt, daß eine Anomalie eine Erklärung wäre &#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ha</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-32097</link>
		<dc:creator>ha</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 17:49:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=806#comment-32097</guid>
		<description>Danke für den Tipp - ja, scheint zu lohnen, was  Pechstein in der Gutachten-Sammlung auf ihrer Homepage nicht hat. Dann ließe sich z.B. abgleichen, welcher Haptoglobin-Wert als &quot;niedrig&quot; angegeben wird - bei Schrezenmeier + Heimpel (veröffentlichte Schreiben) findet sich dazu erstmal nix.
Lediglich bei Röcker lag der wichtige Wert dreimal (bei 13 Messungen) unter Norm. Bei Eber wieder &quot;normal&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für den Tipp &#8211; ja, scheint zu lohnen, was  Pechstein in der Gutachten-Sammlung auf ihrer Homepage nicht hat. Dann ließe sich z.B. abgleichen, welcher Haptoglobin-Wert als &#8220;niedrig&#8221; angegeben wird &#8211; bei Schrezenmeier + Heimpel (veröffentlichte Schreiben) findet sich dazu erstmal nix.<br />
Lediglich bei Röcker lag der wichtige Wert dreimal (bei 13 Messungen) unter Norm. Bei Eber wieder &#8220;normal&#8221;.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gipsel</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-32096</link>
		<dc:creator>Gipsel</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 17:18:00 +0000</pubDate>
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		<description>Im letzten Absatz muß es natürlich &quot;eine Erklärung&quot; statt &quot;keine Erklärung&quot; lauten:
Wahrscheinlich in etwa so:
Er hätte ja nie gesagt, daß eine Anomalie &lt;b&gt;eine&lt;/b&gt; Erklärung wäre, im Gegenteil hätte er ja in seinem Gutachten sogar explizit auf diese Möglichkeit hingewiesen. Wie das Gericht das dann bewertet hat, lag ja außerhalb seines Einflusses. Und er würde damit noch nicht mal lügen ;)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Im letzten Absatz muß es natürlich &#8220;eine Erklärung&#8221; statt &#8220;keine Erklärung&#8221; lauten:</p>
<p>Wahrscheinlich in etwa so:<br />
Er hätte ja nie gesagt, daß eine Anomalie <b>eine</b> Erklärung wäre, im Gegenteil hätte er ja in seinem Gutachten sogar explizit auf diese Möglichkeit hingewiesen. Wie das Gericht das dann bewertet hat, lag ja außerhalb seines Einflusses. Und er würde damit noch nicht mal lügen ;)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gipsel</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-32094</link>
		<dc:creator>Gipsel</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 17:12:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=806#comment-32094</guid>
		<description>Achja, da sie Prof. Ganser erwähnten, hier mal der Vollständigkeit halber ein etwas jüngeres Zitat von ihm:
&lt;blockquote&gt;Nach den jetzt durchgeführten Untersuchungen sieht die Lage wesentlich klarer aus. Sie könnne mich gerne zitieren, dass auch ich der Meinung bin, dass die Befunde die erhöhten Reti-Werte ausreichend erklären.&lt;/blockquote&gt;
Und hierzu noch:
&lt;blockquote&gt;Im Übrigen: Pechstein lehnte nur die &lt;b&gt;Frist&lt;/b&gt; ab, nicht die Tests?
Sie selbst zitiert das ISU-Verhandlungsprotokoll anders, danach erklärte sie, dass:
&lt;blockquote&gt;… sie bereit ist, jedwede medizinische Untersuchung und jeden Dopingtest zu unternehmen, aber nicht im Rahmen des laufenden Verfahrens, da sie eine &lt;b&gt;Verspätung&lt;/b&gt; desselben nicht akzeptieren kann, insbesondere im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Vancouver. Deswegen fordert sie, die Entscheidung im vorliegenden Fall am Ende der Anhörung aufgrund der vorliegenden Beweise zu fällen.&lt;/blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Ich denke auf den inhaltlichen Zusammenhang zwischen dieser Frist und dem (Zeit-)Rahmen des Verfahrens muß ich nicht gesondert hinweisen, oder? ;)
&lt;blockquote&gt;Und, Gipsel, ich weiß auch nicht so sicher, wie Du das zu wissen scheinst – dass Pechstein eine Anomalie hat. Auch bei der Xerozytose fehlt ein Test, der, der wissenschaftlich als sicherster gilt. Die Validität der angewandten Methode (Ektazytometrie) für den Fall Pechstein hingegen ist nicht gerade sonderlich ausführlich erörtert, da, das dürfte Deinen Neigungen entgegenkommen, Normwerte wohl kaum ausreichend beschrieben sind. – Wenigstens nicht irreführend, wie für die Sphärozytose. Das ist immerhin ein Fortschritt.&lt;/blockquote&gt;Leider kann man hier nicht direkt Bilder posten. Aber für den Laien vielleicht sehr illustrativ hier mal zwei Bilder von roten Blutkörperchen unter einem Phasenkontrastmikroskop, welches besonders empfindlich auf Formänderungen der Erys ist.
Zuerst mal &lt;a href=&quot;http://gipsel.dyndns.org:8000/dsl_usb1/Pechstein_RB.jpg&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Pechsteins Blut&lt;/a&gt;, und hier mal &lt;a href=&quot;http://gipsel.dyndns.org:8000/dsl_usb1/Eber_RB.jpg&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;das von Prof. Eber&lt;/a&gt; zum Vergleich. Sieht schon irgendwie anders aus, oder etwa nicht?
Mal unabhängig davon, sollte es Ihnen vielleicht zu denken geben, daß ich hier im Blog schon sehr lange gesagt habe, daß der genaue Typ der Anomalie gar nicht entscheidend ist. Anfangs habe ich durchaus ergebnisoffen diskutiert und hauptsächlich nach mehr Fakten gesucht, die die Entscheidung der Frage Doping ja oder nein beantworten könnten. Als dann mehr Fakten und Indizien auftauchten, wurde die Frage aber recht schnell deutlich. Aus den zahlreichen Indizien (ich habe z.B. die Auffälligkeit der systematischen Differenzen zwischen Advia und Sysmex sehr schnell nach deren Bekanntwerden auf die unterschiedlichen Meßmethoden zurückgeführt und auch die Frage gestellt, ob genau diese systematische Verschiebung, die eben unüblich ist, kein Ausdruck einer Anomalie sein kann, ein wenig später, kam es ganz genau so), kann man recht einfach schlußfolgern, daß bei Pechstein praktisch alles auf eine ganz leichte Anomalie hindeutet, welche auch immer es am Ende werden sollte. Jetzt ist sich praktisch die gesamte Fachwelt einig, was Pechstein hat.
Ich kann nur feststellen, daß sich praktisch alle meine vorgebrachten Punkte bestätigt haben. Die Dopingexperten (ebenfalls praktisch die komplette Fachwelt) haben auch meine früh geäußerte Ansicht bestätigt, daß die bei Pechstein festgestellten Änderungen nicht so recht zu den erwarteten Dopingmustern passen. Insgesamt ergibt das ein sehr stimmiges Gesamtbild. Nur das CAS mit einem einzigen versprengten Gutachter (wenn man mal die ISU-Angestellten ausnimmt) sehen das anders. Obwohl, warum fragen sie nicht mal bei d&#039;Onofrio nach, wie er das heute sieht? Vielleicht bekommen sie ja sogar einen Kommentar von ihm. Der dürfte dann in etwa ähnlich lauten, wie das Interview von Sottas. Wahrscheinlich in etwa so:
Er hätte ja nie gesagt, daß eine Anomalie keine Erklärung wäre, im Gegenteil hätte er ja in seinem Gutachten explizit auf diese Möglichkeit hingewiesen. Wie das Gericht das dann bewertet hat, lag ja außerhalb seines Einflusses. Und er würde damit noch nicht mal lügen ;)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Achja, da sie Prof. Ganser erwähnten, hier mal der Vollständigkeit halber ein etwas jüngeres Zitat von ihm:</p>
<blockquote><p>Nach den jetzt durchgeführten Untersuchungen sieht die Lage wesentlich klarer aus. Sie könnne mich gerne zitieren, dass auch ich der Meinung bin, dass die Befunde die erhöhten Reti-Werte ausreichend erklären.</p></blockquote>
<p>Und hierzu noch:</p>
<blockquote><p>Im Übrigen: Pechstein lehnte nur die <b>Frist</b> ab, nicht die Tests?<br />
Sie selbst zitiert das ISU-Verhandlungsprotokoll anders, danach erklärte sie, dass:</p>
<blockquote><p>… sie bereit ist, jedwede medizinische Untersuchung und jeden Dopingtest zu unternehmen, aber nicht im Rahmen des laufenden Verfahrens, da sie eine <b>Verspätung</b> desselben nicht akzeptieren kann, insbesondere im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Vancouver. Deswegen fordert sie, die Entscheidung im vorliegenden Fall am Ende der Anhörung aufgrund der vorliegenden Beweise zu fällen.</p></blockquote>
</blockquote>
<p>Ich denke auf den inhaltlichen Zusammenhang zwischen dieser Frist und dem (Zeit-)Rahmen des Verfahrens muß ich nicht gesondert hinweisen, oder? ;)</p>
<blockquote><p>Und, Gipsel, ich weiß auch nicht so sicher, wie Du das zu wissen scheinst – dass Pechstein eine Anomalie hat. Auch bei der Xerozytose fehlt ein Test, der, der wissenschaftlich als sicherster gilt. Die Validität der angewandten Methode (Ektazytometrie) für den Fall Pechstein hingegen ist nicht gerade sonderlich ausführlich erörtert, da, das dürfte Deinen Neigungen entgegenkommen, Normwerte wohl kaum ausreichend beschrieben sind. – Wenigstens nicht irreführend, wie für die Sphärozytose. Das ist immerhin ein Fortschritt.</p></blockquote>
<p>Leider kann man hier nicht direkt Bilder posten. Aber für den Laien vielleicht sehr illustrativ hier mal zwei Bilder von roten Blutkörperchen unter einem Phasenkontrastmikroskop, welches besonders empfindlich auf Formänderungen der Erys ist.<br />
Zuerst mal <a href="http://gipsel.dyndns.org:8000/dsl_usb1/Pechstein_RB.jpg" rel="nofollow">Pechsteins Blut</a>, und hier mal <a href="http://gipsel.dyndns.org:8000/dsl_usb1/Eber_RB.jpg" rel="nofollow">das von Prof. Eber</a> zum Vergleich. Sieht schon irgendwie anders aus, oder etwa nicht?</p>
<p>Mal unabhängig davon, sollte es Ihnen vielleicht zu denken geben, daß ich hier im Blog schon sehr lange gesagt habe, daß der genaue Typ der Anomalie gar nicht entscheidend ist. Anfangs habe ich durchaus ergebnisoffen diskutiert und hauptsächlich nach mehr Fakten gesucht, die die Entscheidung der Frage Doping ja oder nein beantworten könnten. Als dann mehr Fakten und Indizien auftauchten, wurde die Frage aber recht schnell deutlich. Aus den zahlreichen Indizien (ich habe z.B. die Auffälligkeit der systematischen Differenzen zwischen Advia und Sysmex sehr schnell nach deren Bekanntwerden auf die unterschiedlichen Meßmethoden zurückgeführt und auch die Frage gestellt, ob genau diese systematische Verschiebung, die eben unüblich ist, kein Ausdruck einer Anomalie sein kann, ein wenig später, kam es ganz genau so), kann man recht einfach schlußfolgern, daß bei Pechstein praktisch alles auf eine ganz leichte Anomalie hindeutet, welche auch immer es am Ende werden sollte. Jetzt ist sich praktisch die gesamte Fachwelt einig, was Pechstein hat.</p>
<p>Ich kann nur feststellen, daß sich praktisch alle meine vorgebrachten Punkte bestätigt haben. Die Dopingexperten (ebenfalls praktisch die komplette Fachwelt) haben auch meine früh geäußerte Ansicht bestätigt, daß die bei Pechstein festgestellten Änderungen nicht so recht zu den erwarteten Dopingmustern passen. Insgesamt ergibt das ein sehr stimmiges Gesamtbild. Nur das CAS mit einem einzigen versprengten Gutachter (wenn man mal die ISU-Angestellten ausnimmt) sehen das anders. Obwohl, warum fragen sie nicht mal bei d&#8217;Onofrio nach, wie er das heute sieht? Vielleicht bekommen sie ja sogar einen Kommentar von ihm. Der dürfte dann in etwa ähnlich lauten, wie das Interview von Sottas. Wahrscheinlich in etwa so:<br />
Er hätte ja nie gesagt, daß eine Anomalie keine Erklärung wäre, im Gegenteil hätte er ja in seinem Gutachten explizit auf diese Möglichkeit hingewiesen. Wie das Gericht das dann bewertet hat, lag ja außerhalb seines Einflusses. Und er würde damit noch nicht mal lügen ;)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gipsel</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-32093</link>
		<dc:creator>Gipsel</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 16:42:50 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Gipsel
Den Streit nicht noch einmal, obwohl zu fragen wäre, welche der von Dir behaupteten “von Gutachtern erbrachten Belege” für eine Anomalie zum Zeitpunkt des CAS-Urteils denn so vorlagen. (Zitate willkommen)&lt;/blockquote&gt;Nun, mir wird das auch langsam langweilig, aber da einige ja die Faktenm immer noch nicht kennen, hier mal ein paar Auszüge:
Prof. d&#039;Onofrios Gutachten für den CAS nimmt Bezug auf Daten der in einem von der ISU beauftragten Schweizer Labor am 16.04.2009 untersuchten Blutprobe Pechstein. Laut d&#039;Onofrio wurden dort gefunden:&lt;blockquote&gt;rare echino-spherocytes on the peripheral blood film&lt;/blockquote&gt;
Weiterhin nimmt er zu den Schrezenmeierschen Untersuchungen Stellung, die ihm offensichtlich zumindest teilweise vorlagen. Folgendes ist die Einschätzung von d&#039;Onofrio (ein Zitat aus seinem Gutachten) dazu, nicht von Schrezenmeier:
&lt;blockquote&gt;MCHC is increased (37.3 g/dl), as it inconstantly was in former test results; this is in favour of spherocytosis (and it is not a proof of analytical error)&lt;/blockquote&gt;
Und weiter:
&lt;blockquote&gt;Several spherocytes are present on the peripheral blood film, another element which is in favour of spherocytosis; spherocytes are absent in normal blood.&lt;/blockquote&gt;
Seine Schlußfolgerungen:
&lt;blockquote&gt;From a medical and hematological standpoint, as stated since my first Expert Opinion of May 25, two possible explanations remain valid for the exceedingly variable and occasionally high reticulocyte counts observed in the Appellant [Pechstein]: one is blood doping, the other one is a compensated congenital hemolytic blood disorder (in particular spherocytosis). Some findings including slightly increased Advia MCHC and hyperchromic cells, the findings of even a few spherocytes on the blood film (although I could not personally verify it), can be observed in a patient with compensated spherocytosis.&lt;/blockquote&gt;
Und das vom einzigen externen Gutachter, der vor dem CAS letztendlich bei der Frage nach der Anomalie diese als unwahrscheinlich eingestuft hat.
Schrezenmeiers Untersuchungsergebnisse wurden ja durch die anderen Gutachter verwertet, das CAS hat allerdings eine vorläufige Stellungnahme von ihm zitiert. Mit einem Schreiben vom 06.12.2009 weist er darauf hin, daß das CAS ihn etwas sinnentstellend zitiert hat, er hätte wiederholt erhöhte Retis, erhöhte MCHC sowie auch Sphärozyten als Auffälligkeiten festgestellt (d&#039;Onofrio ist darauf ja sogar in seinem Gutachten eingegangen).
Prof. Heimpels Gutachten wird ja vom CAS im Punkt 205 mit dem &quot;die Farbe des Autos auf dem Parkplatz konnte nicht endgültig bestimmt werden&quot;-Zitat (es konnte keine endgültige Diagnose des Typs der Anomalie der Erythrozyten bzw. deren Membranen gestellt werden) wiedergegeben, woraus ich ja sofort folgerte, na dann steht ja wohl offenbar ein Auto auf dem Parkplatz, Sie werden sich erinnern ;).
Alle späteren Äußerungen und z.B. auch die (leider nichtwörtliche) Wiedergabe des Inhalts durch Prof. Gassmann zeigen, daß Prof. Heimpel sich in seinem Gutachten sehr wohl von der Existenz des Autos überzeugt gezeigt hat. Er stellte offenbar hauptsächlich auf die Kombination der hohen MCHC-Werte mit niedrigen Haptoglobin-Werten ab, die typisch für sehr leichte, ansonsten unsymptomatische Formen von Membranopathien ist und weist darauf hin, daß diese Konstellation laut Screening-Untersuchungen bei bis zu 1% der Nordeuropäer vorkommen würde. Er weist speziell darauf hin, daß die bei Pechstein beobachteten niedrigen Haptoglobin-Werte erst bei einem im Vergleich zum Normwert verdoppelten Hämoglobin-Abbaus durch den Körper auftreten (was somit auch zu einer Verdopplung des Reti-Wertes führt, und oh Wunder, das paßt sogar zu Pechsteins Reti-Werten) und folgert das sichere Vorhandensein einer Anomalie (er geht wohl sogar darauf ein, daß Doping mit ESA solche Blutbild-Änderungen nicht hervorrufen).
All das sind Sachen, die schon dem CAS vorlagen.
Dazu kommt noch die (dem CAS ebenfalls vorgelegten) Gutachten (Schmidt, Pöttgen, Damsgaard), die sich mit der von d&#039;Onofrio explizit aufgeführten Alternativerklärung befassen: Doping.
Diese haben mit unterschiedlichen Betrachtungsmethoden (z.B. dem Vergleich Pechsteins Blutwerte mit denen in Studien an unter ärztlicher Kontrolle gedopten Menschen festgestellten) versucht, diese Frage zu erhellen. Alle kommen zu dem Schluß, daß Doping die Werte nicht plausibel erklären können (Schmidt hat da sogar für 3 verschiedene Szenarien ein paar Wahrscheinlichkeiten berechnet, die irgendwo zwischen 5% und 0,0001% liegen, daß die Werte durch so ein Dopingszenario verursacht worden sein könnten, also doch ein halbwegs sicherer Ausschluß zumindest dieser Szenarien). Allgemein halten alle 3 Gutachter fest, daß die erwarteten Änderungen bei Doping mit die Blutbildung stimulierenden Substanzen (ESA) eigentlich bis auf die Retis in die jeweils andere Richtung als bei Pechstein beobachtet zeigen sollten. Transfusionen hätten schon mal gleich erniedrigte Retis zur Folge gehabt, scheidet also ebenfalls aus.
So, reicht das erstmal? Bemühen Sie sich doch als Journalistin mal um die vollständigen Gutachten oder zumindest mehr wörtliche Zitate daraus, falls Ihnen die Zusammenfassungen nicht reichen oder meinetwegen auch nicht glaubhaft erscheinen. Ich weiß nur, es paßt konsistent zusammen, anders als das CAS-Urteil und dessen Interpretation der Gutachter. ;)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Gipsel<br />
Den Streit nicht noch einmal, obwohl zu fragen wäre, welche der von Dir behaupteten “von Gutachtern erbrachten Belege” für eine Anomalie zum Zeitpunkt des CAS-Urteils denn so vorlagen. (Zitate willkommen)</p></blockquote>
<p>Nun, mir wird das auch langsam langweilig, aber da einige ja die Faktenm immer noch nicht kennen, hier mal ein paar Auszüge:<br />
Prof. d&#8217;Onofrios Gutachten für den CAS nimmt Bezug auf Daten der in einem von der ISU beauftragten Schweizer Labor am 16.04.2009 untersuchten Blutprobe Pechstein. Laut d&#8217;Onofrio wurden dort gefunden:<br />
<blockquote>rare echino-spherocytes on the peripheral blood film</p></blockquote>
<p>Weiterhin nimmt er zu den Schrezenmeierschen Untersuchungen Stellung, die ihm offensichtlich zumindest teilweise vorlagen. Folgendes ist die Einschätzung von d&#8217;Onofrio (ein Zitat aus seinem Gutachten) dazu, nicht von Schrezenmeier:</p>
<blockquote><p>MCHC is increased (37.3 g/dl), as it inconstantly was in former test results; this is in favour of spherocytosis (and it is not a proof of analytical error)</p></blockquote>
<p>Und weiter:</p>
<blockquote><p>Several spherocytes are present on the peripheral blood film, another element which is in favour of spherocytosis; spherocytes are absent in normal blood.</p></blockquote>
<p>Seine Schlußfolgerungen:</p>
<blockquote><p>From a medical and hematological standpoint, as stated since my first Expert Opinion of May 25, two possible explanations remain valid for the exceedingly variable and occasionally high reticulocyte counts observed in the Appellant [Pechstein]: one is blood doping, the other one is a compensated congenital hemolytic blood disorder (in particular spherocytosis). Some findings including slightly increased Advia MCHC and hyperchromic cells, the findings of even a few spherocytes on the blood film (although I could not personally verify it), can be observed in a patient with compensated spherocytosis.</p></blockquote>
<p>Und das vom einzigen externen Gutachter, der vor dem CAS letztendlich bei der Frage nach der Anomalie diese als unwahrscheinlich eingestuft hat.</p>
<p>Schrezenmeiers Untersuchungsergebnisse wurden ja durch die anderen Gutachter verwertet, das CAS hat allerdings eine vorläufige Stellungnahme von ihm zitiert. Mit einem Schreiben vom 06.12.2009 weist er darauf hin, daß das CAS ihn etwas sinnentstellend zitiert hat, er hätte wiederholt erhöhte Retis, erhöhte MCHC sowie auch Sphärozyten als Auffälligkeiten festgestellt (d&#8217;Onofrio ist darauf ja sogar in seinem Gutachten eingegangen).</p>
<p>Prof. Heimpels Gutachten wird ja vom CAS im Punkt 205 mit dem &#8220;die Farbe des Autos auf dem Parkplatz konnte nicht endgültig bestimmt werden&#8221;-Zitat (es konnte keine endgültige Diagnose des Typs der Anomalie der Erythrozyten bzw. deren Membranen gestellt werden) wiedergegeben, woraus ich ja sofort folgerte, na dann steht ja wohl offenbar ein Auto auf dem Parkplatz, Sie werden sich erinnern ;).<br />
Alle späteren Äußerungen und z.B. auch die (leider nichtwörtliche) Wiedergabe des Inhalts durch Prof. Gassmann zeigen, daß Prof. Heimpel sich in seinem Gutachten sehr wohl von der Existenz des Autos überzeugt gezeigt hat. Er stellte offenbar hauptsächlich auf die Kombination der hohen MCHC-Werte mit niedrigen Haptoglobin-Werten ab, die typisch für sehr leichte, ansonsten unsymptomatische Formen von Membranopathien ist und weist darauf hin, daß diese Konstellation laut Screening-Untersuchungen bei bis zu 1% der Nordeuropäer vorkommen würde. Er weist speziell darauf hin, daß die bei Pechstein beobachteten niedrigen Haptoglobin-Werte erst bei einem im Vergleich zum Normwert verdoppelten Hämoglobin-Abbaus durch den Körper auftreten (was somit auch zu einer Verdopplung des Reti-Wertes führt, und oh Wunder, das paßt sogar zu Pechsteins Reti-Werten) und folgert das sichere Vorhandensein einer Anomalie (er geht wohl sogar darauf ein, daß Doping mit ESA solche Blutbild-Änderungen nicht hervorrufen).</p>
<p>All das sind Sachen, die schon dem CAS vorlagen.</p>
<p>Dazu kommt noch die (dem CAS ebenfalls vorgelegten) Gutachten (Schmidt, Pöttgen, Damsgaard), die sich mit der von d&#8217;Onofrio explizit aufgeführten Alternativerklärung befassen: Doping.<br />
Diese haben mit unterschiedlichen Betrachtungsmethoden (z.B. dem Vergleich Pechsteins Blutwerte mit denen in Studien an unter ärztlicher Kontrolle gedopten Menschen festgestellten) versucht, diese Frage zu erhellen. Alle kommen zu dem Schluß, daß Doping die Werte nicht plausibel erklären können (Schmidt hat da sogar für 3 verschiedene Szenarien ein paar Wahrscheinlichkeiten berechnet, die irgendwo zwischen 5% und 0,0001% liegen, daß die Werte durch so ein Dopingszenario verursacht worden sein könnten, also doch ein halbwegs sicherer Ausschluß zumindest dieser Szenarien). Allgemein halten alle 3 Gutachter fest, daß die erwarteten Änderungen bei Doping mit die Blutbildung stimulierenden Substanzen (ESA) eigentlich bis auf die Retis in die jeweils andere Richtung als bei Pechstein beobachtet zeigen sollten. Transfusionen hätten schon mal gleich erniedrigte Retis zur Folge gehabt, scheidet also ebenfalls aus.</p>
<p>So, reicht das erstmal? Bemühen Sie sich doch als Journalistin mal um die vollständigen Gutachten oder zumindest mehr wörtliche Zitate daraus, falls Ihnen die Zusammenfassungen nicht reichen oder meinetwegen auch nicht glaubhaft erscheinen. Ich weiß nur, es paßt konsistent zusammen, anders als das CAS-Urteil und dessen Interpretation der Gutachter. ;)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: ha</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-32092</link>
		<dc:creator>ha</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 15:14:58 +0000</pubDate>
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		<description>Im Übrigen: Pechstein lehnte nur die Frist ab, nicht die Tests?
Sie selbst zitiert das ISU-Verhandlungsprotokoll anders, danach erklärte sie, dass: &lt;blockquote&gt; ... sie bereit ist, jedwede medizinische Untersuchung und jeden Dopingtest zu unternehmen, &lt;i&gt;aber nicht im Rahmen des laufenden Verfahrens&lt;/i&gt;, da sie eine Verspätung desselben nicht akzeptieren kann, insbesondere im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Vancouver. Deswegen fordert sie, die Entscheidung im vorliegenden Fall am Ende der Anhörung aufgrund der vorliegenden Beweise zu fällen.&lt;/blockquote&gt;
Und, Gipsel, ich weiß auch nicht so sicher, wie Du das zu wissen scheinst - dass Pechstein eine Anomalie hat. Auch bei der Xerozytose fehlt ein Test, der, der wissenschaftlich als sicherster gilt. Die Validität der angewandten Methode (Ektazytometrie) für den Fall Pechstein hingegen ist nicht gerade sonderlich ausführlich erörtert, da, das dürfte Deinen Neigungen entgegenkommen, Normwerte wohl kaum ausreichend beschrieben sind. - Wenigstens nicht irreführend, wie für die Sphärozytose. Das ist immerhin ein Fortschritt.
Und hier trifft zu, was Daniel Drepper beschreibt: Das sind Felder, die Journalisten überfordern - und die hat kein Fall so demonstriert wie dieser. Bis heute lebt ja die These von der &quot;Kugelzellanomalie&quot;. Dass die Quotienten-Methode von Weimann für den Fall Pechstein kaum anwendbar war und das aus dem Paper hervorgeht, das als Grundlage zitiert wurde, wie Gassmann das inzwischen in für die meisten nicht nachvollziehbarem Vokabular auch einräumt - Wer soll das noch kapieren? Es braucht wissenschaftlichen Rat, mitunter auch gegen eine Truppe von Wissenschaftlern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Im Übrigen: Pechstein lehnte nur die Frist ab, nicht die Tests?</p>
<p>Sie selbst zitiert das ISU-Verhandlungsprotokoll anders, danach erklärte sie, dass:<br />
<blockquote> &#8230; sie bereit ist, jedwede medizinische Untersuchung und jeden Dopingtest zu unternehmen, <i>aber nicht im Rahmen des laufenden Verfahrens</i>, da sie eine Verspätung desselben nicht akzeptieren kann, insbesondere im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Vancouver. Deswegen fordert sie, die Entscheidung im vorliegenden Fall am Ende der Anhörung aufgrund der vorliegenden Beweise zu fällen.</p></blockquote>
<p>Und, Gipsel, ich weiß auch nicht so sicher, wie Du das zu wissen scheinst &#8211; dass Pechstein eine Anomalie hat. Auch bei der Xerozytose fehlt ein Test, der, der wissenschaftlich als sicherster gilt. Die Validität der angewandten Methode (Ektazytometrie) für den Fall Pechstein hingegen ist nicht gerade sonderlich ausführlich erörtert, da, das dürfte Deinen Neigungen entgegenkommen, Normwerte wohl kaum ausreichend beschrieben sind. &#8211; Wenigstens nicht irreführend, wie für die Sphärozytose. Das ist immerhin ein Fortschritt.</p>
<p>Und hier trifft zu, was Daniel Drepper beschreibt: Das sind Felder, die Journalisten überfordern &#8211; und die hat kein Fall so demonstriert wie dieser. Bis heute lebt ja die These von der &#8220;Kugelzellanomalie&#8221;. Dass die Quotienten-Methode von Weimann für den Fall Pechstein kaum anwendbar war und das aus dem Paper hervorgeht, das als Grundlage zitiert wurde, wie Gassmann das inzwischen in für die meisten nicht nachvollziehbarem Vokabular auch einräumt &#8211; Wer soll das noch kapieren? Es braucht wissenschaftlichen Rat, mitunter auch gegen eine Truppe von Wissenschaftlern.</p>
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	<item>
		<title>Von: ha</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-32091</link>
		<dc:creator>ha</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 14:30:52 +0000</pubDate>
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		<description>Gipsel
Den Streit nicht noch einmal, obwohl zu fragen wäre, welche der von Dir behaupteten &quot;von Gutachtern erbrachten &lt;b&gt;Belege&lt;/b&gt;&quot; für eine Anomalie zum Zeitpunkt des CAS-Urteils denn so vorlagen. (Zitate willkommen)
Es ging hier allein um die Behauptung, die ISU habe getäuscht, den CAS, die Medien, indem sie das Vorhandensein einer Blutanomalie (mit Sottas oder wem auch immer) ausgeschlossen habe. Nein, das hat sie zu keinem Zeitpunkt. Im Gegenteil, ihre Gutachter waren es, die erst die Sphärozytose, und dann die Xerozytose als Möglichkeiten erwähnten, bevor Pechsteins Seite erst auf den einen, und dann, als die Kugelzellanomalie mit Ganser etwas problematisch wurde, auf den anderen Zug aufsprang (Laut Prof. Eber nahm er selbst aufgrund &quot;unzureichender Datenlage&quot; die erste &quot;qualifizierte ausführliche hämatologische Diagnostik&quot; vor - aber gut, das muss nicht jedem etwas sagen über die Bemühungen von Gassmann, Weimann etc.pp. ;-D ),  um am Ende eine neuartige Mischform beider Zytosen zu diagnostizieren, freilich mit starker Tendenz &quot;hereditäre Xerozytose, eine Membrananomalie, die der Sphärozytose ähnlich ist&quot; (Eber/Kohne). Wobei der Begriff &quot;ähnlich&quot; wissenschaftlich derart präzise ist, dass man wohl auf ihn verzichten könnte.
Ansonsten: Man darf selbstverständlich gespannt sein auf die von Pechstein angekündigte Selbstanzeige bei der ISU wegen ihrer selbst gemessenen Retiwerte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gipsel<br />
Den Streit nicht noch einmal, obwohl zu fragen wäre, welche der von Dir behaupteten &#8220;von Gutachtern erbrachten <b>Belege</b>&#8221; für eine Anomalie zum Zeitpunkt des CAS-Urteils denn so vorlagen. (Zitate willkommen)<br />
Es ging hier allein um die Behauptung, die ISU habe getäuscht, den CAS, die Medien, indem sie das Vorhandensein einer Blutanomalie (mit Sottas oder wem auch immer) ausgeschlossen habe. Nein, das hat sie zu keinem Zeitpunkt. Im Gegenteil, ihre Gutachter waren es, die erst die Sphärozytose, und dann die Xerozytose als Möglichkeiten erwähnten, bevor Pechsteins Seite erst auf den einen, und dann, als die Kugelzellanomalie mit Ganser etwas problematisch wurde, auf den anderen Zug aufsprang (Laut Prof. Eber nahm er selbst aufgrund &#8220;unzureichender Datenlage&#8221; die erste &#8220;qualifizierte ausführliche hämatologische Diagnostik&#8221; vor &#8211; aber gut, das muss nicht jedem etwas sagen über die Bemühungen von Gassmann, Weimann etc.pp. ;-D ),  um am Ende eine neuartige Mischform beider Zytosen zu diagnostizieren, freilich mit starker Tendenz &#8220;hereditäre Xerozytose, eine Membrananomalie, die der Sphärozytose ähnlich ist&#8221; (Eber/Kohne). Wobei der Begriff &#8220;ähnlich&#8221; wissenschaftlich derart präzise ist, dass man wohl auf ihn verzichten könnte. </p>
<p>Ansonsten: Man darf selbstverständlich gespannt sein auf die von Pechstein angekündigte Selbstanzeige bei der ISU wegen ihrer selbst gemessenen Retiwerte.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gipsel</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-32090</link>
		<dc:creator>Gipsel</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 13:39:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=806#comment-32090</guid>
		<description>&#039;Tschuldigung schon mal, ich glaube das wird etwas länger.
&lt;blockquote&gt;Das Beispiel, das Drepper anführt, zeigt leider, dass er die selbst aufgestellten hehren Grundsätze nun so gar nicht befolgt. Der CAS und mit ihm die Medien saßen im Zusammenhang mit Sottas keineswegs, wie Drepper schreibt, „einem Fehler auf“. Und in diesem Fall nach „bewusste(r) Täuschung“ zu fragen, ist Pechstein-Lesart und hat nichts mit guter Doping-Berichterstattung zu tun.&lt;/blockquote&gt;Wer sagt denn, daß die Pechstein-Lesart in diesem Fall die falsche ist? Aus den Interview Sottas&#039; nach dem CAS-Urteil und dem CAS-Urteil selber ergibt sich beinahe unwillkürlich dieser Eindruck.
&lt;blockquote&gt;Um das zu wissen, hätte allein die Lektüre des ISU-Urteils von Anfang Juli 2009 genügt,[..]&lt;/blockquote&gt;Die Lektüre des Urteils, dessen Argumentationslinie die ISU vor dem CAS doch auch umgekrempelt hat? Dessen (behauptete) Datenbasis vor dem CAS immer schmaler wurde?
&lt;blockquote&gt;[..] Blick in Pechsteins Buch, das schildert, &lt;b&gt;wie stark Sottas Pechstein bei der ISU-Anhörung im Juni 2009 belastet hat&lt;/b&gt;. Dann heißt es: „Kaum zu glauben, dass der gleiche Sottas rund acht Monate später öffentlich behaupten wird, er habe die ISU schon während der Verhandlung in Bern darauf hingewiesen, dass er eine Blutanomalie … als wahrscheinlicher denn Doping erachten würde.“
Dreppers Behauptung, dass der CAS „einem Fehler aufgesessen“ sein soll, wird gänzlich ad absurdum geführt durch das CAS-Urteil selbst: Dort ist nachlesbar, dass der angebliche &lt;b&gt;Sottas’sche Meinungsumschwung den Richtern bekannt war; sie hatten ihn jedoch für irrelevant erklärt&lt;/b&gt; (und Pechsteins Antrag auf eine neue mündliche Verhandlung mit Sottas abgelehnt), Begründung: Man habe sich fürs Urteil ohnehin „nicht auf das schriftliche Sachverständigengutachten von Prof. Sottas“ gestützt.&lt;/blockquote&gt;
Interessant, da will also einer der Hauptbelastungs-Gutachter für das ISU-Urteil seine Meinung nicht geändert haben sondern lediglich anfügen, daß die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten des pechsteinschen Blutprofils durch Doping als geringer einschätzt, als die Wahrscheinlichkeit des Vorliegens einer Blutanomalie (was ein statistisches Argument ist, dazu muß man kein Mediziner sein!), und schon ist es nicht mehr relevant und wird nicht mehr betrachtet? Und das CAS mußte extra die Urteilsverkündung nochmal um 2 Wochen verschieben, um die Begründung neu zu schreiben? Sehr überzeugend, wirklich! Ich dachte immer, daß ein Gericht sowohl belastende als auch entlastende Beweise und Indizien betrachten sollte. Offensichtlich stimmt das für das CAS nicht.
&lt;blockquote&gt;Sottas selbst hat dann, als Pechstein den Vorgang zum Kriminalfall einschließlich Strafanzeige wegen Prozessbetrugs hochjazzte, zwei sehr klare Aussagen getroffen. Erstens: Er habe die ISU “immer darauf hingewiesen, dass sie die Möglichkeit einer Blutanomalie untersuchen müsse – so weit sie kann”. Dieser Empfehlung folgte die ISU mit der 90-Tage-Frist für medizinische Tests, die Pechstein seinerzeit ablehnte.&lt;/blockquote&gt;Pechstein lehnte die 90-Tages-Frist ab, nicht die Tests. Nur um das nochmal klarzustellen. Im Übrigen hatte die die ISU selbst bei ihren Untersuchungen genügend Indizien gefunden, die auf eine Anomalie bei Pechstein hindeuten. So hat z.B. auch ein von der ISU beauftragtes Schweizer Labor bereits im April 2009 im Blutausstrich Sphäro-/Echinozythen gefunden. Genau wie auch von Pechstein beauftragte Gutachter entsprechende Anomalien gefunden haben. Spätestens zum CAS-Urteil lag also genügend medizinische Evidenz vor.
&lt;blockquote&gt;Das erklärte Sottas’ zweite Feststellung: Er fühle sich “von ISU-Funktionären nicht betrogen”.&lt;/blockquote&gt;Na Sottas wurde ja auch nicht betrogen, das kann höchstens Pechstein behaupten ;)
&lt;blockquote&gt;Sottas stellte auch seine eingeschränkte Zuständigkeit klar: Als Statistiker habe er sein Gutachten nur zur Einzigartigkeit der Pechstein’schen Blutwerte abgegeben, aber nicht zu deren Ursache.&lt;/blockquote&gt;Siehe oben, seine Aussage über die Ursache war allerdings ein statistische, und somit auch ohne medizinische Fachkenntnis zu treffen. Er sagt ja gerade nicht, daß ist diese oder diese Anomalie, daß kann nur ein Mediziner, das ist wohl wahr.
&lt;blockquote&gt;Entscheidend für Berichterstattung, jedenfalls aktuellere: Die angeblich „aktenwidrige Verschleierung“ einer Meinungsänderung von Sottas war seitenlanger Teil des Pechsteinschen Revisionsgesuches beim Schweizer BG. Wie sie bewertet worden ist, sollte bekannt sein. Beides ebenfalls nachlesbar.&lt;/blockquote&gt;Dabei sollte man allerdings erwähnen, daß das Schweizer BG keinerlei Fakten prüft und auch nicht die Beweiswürdigung des CAS. Wenn also das CAS behauptet, es hätte die Sottas-Aussagen betrachtet und verworfen, nimmt das BG das hin, es überprüft nicht auf innere Logik bzw. richtig/falsch oder so. Deswegen kommt ja auch kaum je mal einer dort weiter.
&lt;blockquote&gt;Drepper vergisst in seinen Empfehlungen: Die besseren Quellen sind in der Regel Originalunterlagen.&lt;/blockquote&gt;:D
Das stimmt natürlich. Deswegen konnte man ja auch später Stellungnahmen der Gutachter und auch weitere Auszüge aus den Gutachten lesen, die das CAS sehr selektiv zitiert hat, um z.B. nahe zu legen, es gäbe keine Anomalie. Schon damals wies ich darauf hin, daß die vom CAS ausgewählten Zitate im Urteil nicht das aussagen, was das CAS behauptet hat. Wie war das noch mit der Farbe des Autos auf dem Parkplatz? Heute wissen wir natürlich, daß das CAS sehr wohl verfäschend zitiert hat und die Anomalie sehr wohl existiert. Und es gab damals vielleicht noch nicht die exakte Zuordnung wie heute, allerdings war aus medizinischer Sicht das Vorhandensein einer solchen bereits recht klar (das habe sogar ich gesehen ;).
In diesem Zusammenhang ist ja auch bemerkenswert, daß die ISU ihre Argumentationslinie nochmal geändert hat, als ihre eigenen Gutachter mit der Xerozytose-Diagnose ankamen. Das CAS hat Pechstein verurteilt, weil das Blutprofil abnormal war (die auffälligen Unterschiede zwischen Advia und Sysmex [mit Sysmex hätte Pechstein nie den &quot;Grenzwert&quot; überschritten, also ein erstmal unauffälliges Profil gezeigt], die auf systematische Probleme hindeuten wurden ignoriert) und angeblich keine Anomalie nachgewiesen werden konnte (wie geschildert, sprachen allerdings mehrere Gutachter vom Vorhandensein einer solchen, was das CAS ebenfalls ignorierte und im Urteil sogar zu verschleiern versuchte [Farbe des Autos] und im Prinzip lediglich auf die Einzelmeinung eines in ihren Augen überzeugenden Gutachters [d&#039;Onofrio] verwies). Kein Wort verliert das CAS darüber, daß es absolut unklar blieb, wie man mit Doping zu dem gemessenen Blutprofil kommen sollte. Dem CAS lagen drei Gutachten vor, die sich genau mit diesem Thema beschäftigt haben, alle kamen zu dem Schluß, daß Doping (egal wie) die gemessenen Werte höchstwahrscheinlich nicht erklären können. In die gleiche Richtung geht ja auch die Aussage von Sottas. Das CAS postuliert also ohne irgendeine Betrachtung dieses Punktes und mithin sogar faktenwidrig die Erklärung durch Doping als wahrscheinlich. Gleichzeitig argumentiert es ohne unabhängiges medizinisches Verständnis die von Gutachtern gebrachten Belege für eine Anomalie weg, um so zu einem Schuldspruch zu kommen.
Als der letztere Punkt wegbricht, behauptete die ISU ungeniert, alles nicht so schlimm, dann gibt es eben diese Anomalie, aber die erklärt Pechsteins Werte auch nicht (sowas heißt im Englischen &quot;moving the goalposts&quot;). Dabei ignoriert sie vollkommen, daß sie es nach Aussage einer Unmenge an Medizinern eben doch tut und zum zweiten die Erklärung durch Doping nicht überzeugend greift.
Da versteht man natürlich schon, warum die ISU sich scheut, das nochmal klären zu lassen. So hatte Pechstein ja bei der letzten WM und Gewinn von zwei Medaillien dort laut Eigenmessungen wieder Werte im Bereich der ominösen Hamar-Messung. Sind jetzt die Werte mit einem Mal doch medizinisch zu erklären und nicht unbedingt auf Doping zurückzuführen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8216;Tschuldigung schon mal, ich glaube das wird etwas länger.</p>
<blockquote><p>Das Beispiel, das Drepper anführt, zeigt leider, dass er die selbst aufgestellten hehren Grundsätze nun so gar nicht befolgt. Der CAS und mit ihm die Medien saßen im Zusammenhang mit Sottas keineswegs, wie Drepper schreibt, „einem Fehler auf“. Und in diesem Fall nach „bewusste(r) Täuschung“ zu fragen, ist Pechstein-Lesart und hat nichts mit guter Doping-Berichterstattung zu tun.</p></blockquote>
<p>Wer sagt denn, daß die Pechstein-Lesart in diesem Fall die falsche ist? Aus den Interview Sottas&#8217; nach dem CAS-Urteil und dem CAS-Urteil selber ergibt sich beinahe unwillkürlich dieser Eindruck.</p>
<blockquote><p>Um das zu wissen, hätte allein die Lektüre des ISU-Urteils von Anfang Juli 2009 genügt,[..]</p></blockquote>
<p>Die Lektüre des Urteils, dessen Argumentationslinie die ISU vor dem CAS doch auch umgekrempelt hat? Dessen (behauptete) Datenbasis vor dem CAS immer schmaler wurde?</p>
<blockquote><p>[..] Blick in Pechsteins Buch, das schildert, <b>wie stark Sottas Pechstein bei der ISU-Anhörung im Juni 2009 belastet hat</b>. Dann heißt es: „Kaum zu glauben, dass der gleiche Sottas rund acht Monate später öffentlich behaupten wird, er habe die ISU schon während der Verhandlung in Bern darauf hingewiesen, dass er eine Blutanomalie … als wahrscheinlicher denn Doping erachten würde.“<br />
Dreppers Behauptung, dass der CAS „einem Fehler aufgesessen“ sein soll, wird gänzlich ad absurdum geführt durch das CAS-Urteil selbst: Dort ist nachlesbar, dass der angebliche <b>Sottas’sche Meinungsumschwung den Richtern bekannt war; sie hatten ihn jedoch für irrelevant erklärt</b> (und Pechsteins Antrag auf eine neue mündliche Verhandlung mit Sottas abgelehnt), Begründung: Man habe sich fürs Urteil ohnehin „nicht auf das schriftliche Sachverständigengutachten von Prof. Sottas“ gestützt.</p></blockquote>
<p>Interessant, da will also einer der Hauptbelastungs-Gutachter für das ISU-Urteil seine Meinung nicht geändert haben sondern lediglich anfügen, daß die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten des pechsteinschen Blutprofils durch Doping als geringer einschätzt, als die Wahrscheinlichkeit des Vorliegens einer Blutanomalie (was ein statistisches Argument ist, dazu muß man kein Mediziner sein!), und schon ist es nicht mehr relevant und wird nicht mehr betrachtet? Und das CAS mußte extra die Urteilsverkündung nochmal um 2 Wochen verschieben, um die Begründung neu zu schreiben? Sehr überzeugend, wirklich! Ich dachte immer, daß ein Gericht sowohl belastende als auch entlastende Beweise und Indizien betrachten sollte. Offensichtlich stimmt das für das CAS nicht.</p>
<blockquote><p>Sottas selbst hat dann, als Pechstein den Vorgang zum Kriminalfall einschließlich Strafanzeige wegen Prozessbetrugs hochjazzte, zwei sehr klare Aussagen getroffen. Erstens: Er habe die ISU “immer darauf hingewiesen, dass sie die Möglichkeit einer Blutanomalie untersuchen müsse – so weit sie kann”. Dieser Empfehlung folgte die ISU mit der 90-Tage-Frist für medizinische Tests, die Pechstein seinerzeit ablehnte.</p></blockquote>
<p>Pechstein lehnte die 90-Tages-Frist ab, nicht die Tests. Nur um das nochmal klarzustellen. Im Übrigen hatte die die ISU selbst bei ihren Untersuchungen genügend Indizien gefunden, die auf eine Anomalie bei Pechstein hindeuten. So hat z.B. auch ein von der ISU beauftragtes Schweizer Labor bereits im April 2009 im Blutausstrich Sphäro-/Echinozythen gefunden. Genau wie auch von Pechstein beauftragte Gutachter entsprechende Anomalien gefunden haben. Spätestens zum CAS-Urteil lag also genügend medizinische Evidenz vor.</p>
<blockquote><p>Das erklärte Sottas’ zweite Feststellung: Er fühle sich “von ISU-Funktionären nicht betrogen”.</p></blockquote>
<p>Na Sottas wurde ja auch nicht betrogen, das kann höchstens Pechstein behaupten ;)</p>
<blockquote><p>Sottas stellte auch seine eingeschränkte Zuständigkeit klar: Als Statistiker habe er sein Gutachten nur zur Einzigartigkeit der Pechstein’schen Blutwerte abgegeben, aber nicht zu deren Ursache.</p></blockquote>
<p>Siehe oben, seine Aussage über die Ursache war allerdings ein statistische, und somit auch ohne medizinische Fachkenntnis zu treffen. Er sagt ja gerade nicht, daß ist diese oder diese Anomalie, daß kann nur ein Mediziner, das ist wohl wahr.</p>
<blockquote><p>Entscheidend für Berichterstattung, jedenfalls aktuellere: Die angeblich „aktenwidrige Verschleierung“ einer Meinungsänderung von Sottas war seitenlanger Teil des Pechsteinschen Revisionsgesuches beim Schweizer BG. Wie sie bewertet worden ist, sollte bekannt sein. Beides ebenfalls nachlesbar.</p></blockquote>
<p>Dabei sollte man allerdings erwähnen, daß das Schweizer BG keinerlei Fakten prüft und auch nicht die Beweiswürdigung des CAS. Wenn also das CAS behauptet, es hätte die Sottas-Aussagen betrachtet und verworfen, nimmt das BG das hin, es überprüft nicht auf innere Logik bzw. richtig/falsch oder so. Deswegen kommt ja auch kaum je mal einer dort weiter.</p>
<blockquote><p>Drepper vergisst in seinen Empfehlungen: Die besseren Quellen sind in der Regel Originalunterlagen.</p></blockquote>
<p>:D<br />
Das stimmt natürlich. Deswegen konnte man ja auch später Stellungnahmen der Gutachter und auch weitere Auszüge aus den Gutachten lesen, die das CAS sehr selektiv zitiert hat, um z.B. nahe zu legen, es gäbe keine Anomalie. Schon damals wies ich darauf hin, daß die vom CAS ausgewählten Zitate im Urteil nicht das aussagen, was das CAS behauptet hat. Wie war das noch mit der Farbe des Autos auf dem Parkplatz? Heute wissen wir natürlich, daß das CAS sehr wohl verfäschend zitiert hat und die Anomalie sehr wohl existiert. Und es gab damals vielleicht noch nicht die exakte Zuordnung wie heute, allerdings war aus medizinischer Sicht das Vorhandensein einer solchen bereits recht klar (das habe sogar ich gesehen ;).</p>
<p>In diesem Zusammenhang ist ja auch bemerkenswert, daß die ISU ihre Argumentationslinie nochmal geändert hat, als ihre eigenen Gutachter mit der Xerozytose-Diagnose ankamen. Das CAS hat Pechstein verurteilt, weil das Blutprofil abnormal war (die auffälligen Unterschiede zwischen Advia und Sysmex [mit Sysmex hätte Pechstein nie den "Grenzwert" überschritten, also ein erstmal unauffälliges Profil gezeigt], die auf systematische Probleme hindeuten wurden ignoriert) und angeblich keine Anomalie nachgewiesen werden konnte (wie geschildert, sprachen allerdings mehrere Gutachter vom Vorhandensein einer solchen, was das CAS ebenfalls ignorierte und im Urteil sogar zu verschleiern versuchte [Farbe des Autos] und im Prinzip lediglich auf die Einzelmeinung eines in ihren Augen überzeugenden Gutachters [d'Onofrio] verwies). Kein Wort verliert das CAS darüber, daß es absolut unklar blieb, wie man mit Doping zu dem gemessenen Blutprofil kommen sollte. Dem CAS lagen drei Gutachten vor, die sich genau mit diesem Thema beschäftigt haben, alle kamen zu dem Schluß, daß Doping (egal wie) die gemessenen Werte höchstwahrscheinlich nicht erklären können. In die gleiche Richtung geht ja auch die Aussage von Sottas. Das CAS postuliert also ohne irgendeine Betrachtung dieses Punktes und mithin sogar faktenwidrig die Erklärung durch Doping als wahrscheinlich. Gleichzeitig argumentiert es ohne unabhängiges medizinisches Verständnis die von Gutachtern gebrachten Belege für eine Anomalie weg, um so zu einem Schuldspruch zu kommen.<br />
Als der letztere Punkt wegbricht, behauptete die ISU ungeniert, alles nicht so schlimm, dann gibt es eben diese Anomalie, aber die erklärt Pechsteins Werte auch nicht (sowas heißt im Englischen &#8220;moving the goalposts&#8221;). Dabei ignoriert sie vollkommen, daß sie es nach Aussage einer Unmenge an Medizinern eben doch tut und zum zweiten die Erklärung durch Doping nicht überzeugend greift.<br />
Da versteht man natürlich schon, warum die ISU sich scheut, das nochmal klären zu lassen. So hatte Pechstein ja bei der letzten WM und Gewinn von zwei Medaillien dort laut Eigenmessungen wieder Werte im Bereich der ominösen Hamar-Messung. Sind jetzt die Werte mit einem Mal doch medizinisch zu erklären und nicht unbedingt auf Doping zurückzuführen?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Daniel Drepper</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-32089</link>
		<dc:creator>Daniel Drepper</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 10:36:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=806#comment-32089</guid>
		<description>Hallo ha. Danke für die Anmerkungen. Das ist natürlich bescheiden. Ich hatte ja erwähnt, dass ich mir selbst kein Urteil erlauben will, da ich im Fall zu wenig drin stecke. Vielleicht hätte ich die Finger dann ganz vom Beispiel lassen sollen ... Ich zitiere mal eine verkürzte Version ihres Kommentars unter meinem Blogeintrag, dann wird ihre Einschätzung da auch nochmal berichtigend zur Seite gestellt. Ich hoffe, das geht in Ordnung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo ha. Danke für die Anmerkungen. Das ist natürlich bescheiden. Ich hatte ja erwähnt, dass ich mir selbst kein Urteil erlauben will, da ich im Fall zu wenig drin stecke. Vielleicht hätte ich die Finger dann ganz vom Beispiel lassen sollen &#8230; Ich zitiere mal eine verkürzte Version ihres Kommentars unter meinem Blogeintrag, dann wird ihre Einschätzung da auch nochmal berichtigend zur Seite gestellt. Ich hoffe, das geht in Ordnung.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ha</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-32088</link>
		<dc:creator>ha</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 09:43:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=806#comment-32088</guid>
		<description>Das Beispiel, das Drepper anführt, zeigt leider, dass er die selbst aufgestellten hehren Grundsätze nun so gar nicht befolgt. Der CAS und mit ihm die Medien saßen im Zusammenhang mit Sottas keineswegs, wie Drepper schreibt, „einem Fehler auf“. Und in diesem Fall nach „bewusste(r) Täuschung“ zu fragen, ist Pechstein-Lesart und hat nichts mit guter Doping-Berichterstattung zu tun.
Um das zu wissen, hätte allein die Lektüre des ISU-Urteils von Anfang Juli 2009 genügt, jenes Dokuments also, mit dem der Dopingfall Pechstein überhaupt erst bekannt wurde und das der CAS dann bekanntlich verhandelte. Bereits dort ist unter Verweis auf die Gutachter von der Alternative einer „erblichen Blutkrankheit“ die Rede. Sottas wurde durchaus korrekt wiedergegeben: Unter 10.000 angelegten Blutprofilen habe er acht Athleten mit einer Blutkrankheit entdeckt, eins der Profile sei mit dem Pechsteins vergleichbar. Sottas liefert also einen, wenn auch einen statistisch sehr kleinen, Anhaltspunkt für ein Blutanomalie.
Dass die ISU sachgemäß vorgegangen ist, wird noch offensichtlicher beim Blick in Pechsteins Buch, das schildert, wie stark Sottas Pechstein bei der ISU-Anhörung im Juni 2009 belastet hat.  Dann heißt es: „Kaum zu glauben, dass der gleiche Sottas rund acht Monate später öffentlich behaupten wird, er habe die ISU schon während der Verhandlung in Bern darauf hingewiesen, dass er eine Blutanomalie ... als wahrscheinlicher denn Doping erachten würde.“
Dreppers Behauptung, dass der CAS „einem Fehler aufgesessen“ sein soll, wird gänzlich ad absurdum geführt durch das CAS-Urteil selbst: Dort ist nachlesbar, dass der angebliche Sottas’sche Meinungsumschwung den Richtern bekannt war; sie hatten ihn jedoch für irrelevant erklärt (und Pechsteins Antrag auf eine neue mündliche Verhandlung mit Sottas abgelehnt), Begründung: Man habe sich fürs Urteil ohnehin „nicht auf das schriftliche Sachverständigengutachten von Prof. Sottas“ gestützt.
Sottas selbst hat dann, als Pechstein den Vorgang zum Kriminalfall einschließlich Strafanzeige wegen Prozessbetrugs hochjazzte, zwei sehr klare Aussagen getroffen. Erstens: Er habe die ISU &quot;immer darauf hingewiesen, dass sie die Möglichkeit einer Blutanomalie untersuchen müsse - so weit sie kann&quot;. Dieser Empfehlung folgte die ISU mit der 90-Tage-Frist für medizinische Tests, die Pechstein seinerzeit ablehnte. Das erklärte Sottas&#039; zweite Feststellung: Er fühle sich &quot;von ISU-Funktionären nicht betrogen&quot;.
Sottas stellte auch seine eingeschränkte Zuständigkeit klar: Als Statistiker habe er sein Gutachten nur zur Einzigartigkeit der Pechstein&#039;schen Blutwerte abgegeben, &lt;i&gt;aber nicht zu deren Ursache&lt;/i&gt;.
Entscheidend für Berichterstattung, jedenfalls aktuellere: Die angeblich „aktenwidrige Verschleierung“ einer Meinungsänderung von Sottas war seitenlanger Teil des Pechsteinschen Revisionsgesuches beim Schweizer BG. Wie sie bewertet worden ist, sollte bekannt sein. Beides ebenfalls nachlesbar.
Drepper vergisst in seinen Empfehlungen: Die besseren Quellen sind in der Regel Originalunterlagen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Beispiel, das Drepper anführt, zeigt leider, dass er die selbst aufgestellten hehren Grundsätze nun so gar nicht befolgt. Der CAS und mit ihm die Medien saßen im Zusammenhang mit Sottas keineswegs, wie Drepper schreibt, „einem Fehler auf“. Und in diesem Fall nach „bewusste(r) Täuschung“ zu fragen, ist Pechstein-Lesart und hat nichts mit guter Doping-Berichterstattung zu tun.<br />
Um das zu wissen, hätte allein die Lektüre des ISU-Urteils von Anfang Juli 2009 genügt, jenes Dokuments also, mit dem der Dopingfall Pechstein überhaupt erst bekannt wurde und das der CAS dann bekanntlich verhandelte. Bereits dort ist unter Verweis auf die Gutachter von der Alternative einer „erblichen Blutkrankheit“ die Rede. Sottas wurde durchaus korrekt wiedergegeben: Unter 10.000 angelegten Blutprofilen habe er acht Athleten mit einer Blutkrankheit entdeckt, eins der Profile sei mit dem Pechsteins vergleichbar. Sottas liefert also einen, wenn auch einen statistisch sehr kleinen, Anhaltspunkt für ein Blutanomalie.<br />
Dass die ISU sachgemäß vorgegangen ist, wird noch offensichtlicher beim Blick in Pechsteins Buch, das schildert, wie stark Sottas Pechstein bei der ISU-Anhörung im Juni 2009 belastet hat.  Dann heißt es: „Kaum zu glauben, dass der gleiche Sottas rund acht Monate später öffentlich behaupten wird, er habe die ISU schon während der Verhandlung in Bern darauf hingewiesen, dass er eine Blutanomalie &#8230; als wahrscheinlicher denn Doping erachten würde.“<br />
Dreppers Behauptung, dass der CAS „einem Fehler aufgesessen“ sein soll, wird gänzlich ad absurdum geführt durch das CAS-Urteil selbst: Dort ist nachlesbar, dass der angebliche Sottas’sche Meinungsumschwung den Richtern bekannt war; sie hatten ihn jedoch für irrelevant erklärt (und Pechsteins Antrag auf eine neue mündliche Verhandlung mit Sottas abgelehnt), Begründung: Man habe sich fürs Urteil ohnehin „nicht auf das schriftliche Sachverständigengutachten von Prof. Sottas“ gestützt.<br />
Sottas selbst hat dann, als Pechstein den Vorgang zum Kriminalfall einschließlich Strafanzeige wegen Prozessbetrugs hochjazzte, zwei sehr klare Aussagen getroffen. Erstens: Er habe die ISU &#8220;immer darauf hingewiesen, dass sie die Möglichkeit einer Blutanomalie untersuchen müsse &#8211; so weit sie kann&#8221;. Dieser Empfehlung folgte die ISU mit der 90-Tage-Frist für medizinische Tests, die Pechstein seinerzeit ablehnte. Das erklärte Sottas&#8217; zweite Feststellung: Er fühle sich &#8220;von ISU-Funktionären nicht betrogen&#8221;.<br />
Sottas stellte auch seine eingeschränkte Zuständigkeit klar: Als Statistiker habe er sein Gutachten nur zur Einzigartigkeit der Pechstein&#8217;schen Blutwerte abgegeben, <i>aber nicht zu deren Ursache</i>.<br />
Entscheidend für Berichterstattung, jedenfalls aktuellere: Die angeblich „aktenwidrige Verschleierung“ einer Meinungsänderung von Sottas war seitenlanger Teil des Pechsteinschen Revisionsgesuches beim Schweizer BG. Wie sie bewertet worden ist, sollte bekannt sein. Beides ebenfalls nachlesbar.<br />
Drepper vergisst in seinen Empfehlungen: Die besseren Quellen sind in der Regel Originalunterlagen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Herbert</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-32083</link>
		<dc:creator>Herbert</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 21:01:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=806#comment-32083</guid>
		<description>Besonders lesens- und nachdenkenswert:
&lt;blockquote&gt;Dass wissenschaftliche Fehlinterpretationen in der Dopingberichterstattung immer wieder vorkommen, zeigt sich auch im Fall der wegen Blutdopings gesperrten Berliner Eisschnellläuferin Claudia Pechstein. Seit mittlerweile mehr als zwei Jahren wird über Claudia Pechstein diskutiert. In Foren und Kommentarspalten sind in dieser Zeit abertausende, teils hoch-wissenschaftliche Argumente ausgetauscht worden. Ob Claudia Pechstein gedopt hat oder nicht, kann und will ich an dieser Stelle nicht kommentieren. Eines wird in der Retrospektive jedoch klar: Der Fall ist längst nicht so eindeutig, wie es zu Anfang in manchem Bericht schien.&lt;/blockquote&gt;
&lt;blockquote&gt;Sottas war einer der Gutachter in Pechsteins Verfahren vor dem Weltsportgerichtshof CAS. &lt;b&gt;Bei den Verhandlungen saß das Gericht – und damit anschließend auch die Medien – einem Fehler auf,&lt;/b&gt; den ich an dieser Stelle exemplarisch für die Diskussionen der vergangenen Monate anführen möchte. &lt;i&gt;Sottas sollte beurteilen, ob die ihm vorgelegten Blutwerte von Pechstein unnormal sind. Dies stellte der Experte fest.&lt;/i&gt;&lt;i&gt;
&lt;b&gt;Das Profil von Pechstein habe jedoch nicht einem typischen Dopingfall entsprochen, so Sottas. Die Neue Zürcher Zeitung schreibt, die ISU habe in ihrer Anklageschrift dennoch formuliert, dass es für dieses abnormale Bild nur die Erklärung der Manipulation geben könne, Sottas und drei andere Experten hätten dies bestätigt. „Der Lausanner sagt, er habe nie eine solche Behauptung formuliert, noch sie unterschrieben“, &lt;/b&gt;schreibt Geisser weiter in der Neuen Zürcher Zeitung. Egal ob Fehler oder bewusste Täuschung – an diesem Beispiel wird deutlich, wie schnell falsche Fakten in die Öffentlichkeit gelangen und ein Bild verzerren.&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Besonders lesens- und nachdenkenswert:</p>
<blockquote><p>Dass wissenschaftliche Fehlinterpretationen in der Dopingberichterstattung immer wieder vorkommen, zeigt sich auch im Fall der wegen Blutdopings gesperrten Berliner Eisschnellläuferin Claudia Pechstein. Seit mittlerweile mehr als zwei Jahren wird über Claudia Pechstein diskutiert. In Foren und Kommentarspalten sind in dieser Zeit abertausende, teils hoch-wissenschaftliche Argumente ausgetauscht worden. Ob Claudia Pechstein gedopt hat oder nicht, kann und will ich an dieser Stelle nicht kommentieren. Eines wird in der Retrospektive jedoch klar: Der Fall ist längst nicht so eindeutig, wie es zu Anfang in manchem Bericht schien.</p></blockquote>
<blockquote><p>Sottas war einer der Gutachter in Pechsteins Verfahren vor dem Weltsportgerichtshof CAS. <b>Bei den Verhandlungen saß das Gericht – und damit anschließend auch die Medien – einem Fehler auf,</b> den ich an dieser Stelle exemplarisch für die Diskussionen der vergangenen Monate anführen möchte. <i>Sottas sollte beurteilen, ob die ihm vorgelegten Blutwerte von Pechstein unnormal sind. Dies stellte der Experte fest.</i><i><br />
<b>Das Profil von Pechstein habe jedoch nicht einem typischen Dopingfall entsprochen, so Sottas. Die Neue Zürcher Zeitung schreibt, die ISU habe in ihrer Anklageschrift dennoch formuliert, dass es für dieses abnormale Bild nur die Erklärung der Manipulation geben könne, Sottas und drei andere Experten hätten dies bestätigt. „Der Lausanner sagt, er habe nie eine solche Behauptung formuliert, noch sie unterschrieben“, </b>schreibt Geisser weiter in der Neuen Zürcher Zeitung. Egal ob Fehler oder bewusste Täuschung – an diesem Beispiel wird deutlich, wie schnell falsche Fakten in die Öffentlichkeit gelangen und ein Bild verzerren.</i></p></blockquote>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ralf</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-32078</link>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 19:47:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=806#comment-32078</guid>
		<description>danieldrepper.de: &lt;a href=&quot;http://www.danieldrepper.de/wie-berichte-ich-uber-doping-und-wissenschaftliche-quellen/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Wie berichte ich über Doping und wissenschaftliche Quellen?&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>danieldrepper.de: <a href="http://www.danieldrepper.de/wie-berichte-ich-uber-doping-und-wissenschaftliche-quellen/" rel="nofollow">Wie berichte ich über Doping und wissenschaftliche Quellen?</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Doping und die Medien : jens weinreich</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-10779</link>
		<dc:creator>Doping und die Medien : jens weinreich</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 09:18:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=806#comment-10779</guid>
		<description>[...] Visser sagt &#8230;&#8220;, aber auch schon früher, das ist ein durchaus selbstreferenzielles Dauerthema), will ich gern mit zwei universitären Abschlussarbeiten bereichern. Die Fragen sind nicht neu, [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Visser sagt &#8230;&#8220;, aber auch schon früher, das ist ein durchaus selbstreferenzielles Dauerthema), will ich gern mit zwei universitären Abschlussarbeiten bereichern. Die Fragen sind nicht neu, [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sebastian Bayer oder: &#8220;Have a good time!&#8221; : jens weinreich</title>
		<link>http://www.jensweinreich.de/2008/08/18/peking-tag-18/comment-page-2/#comment-7367</link>
		<dc:creator>Sebastian Bayer oder: &#8220;Have a good time!&#8221; : jens weinreich</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 20:28:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://jensweinreich.de/?p=806#comment-7367</guid>
		<description>[...] Die Kollegen, die aus Turin berichten, sind nicht zu beneiden. Doch letztlich haben wir es mit Fragen zu tun, die seit zwei Jahrzehnten Hauptthema der Sportberichterstattung und Sportbetrachtung sind: Was können wir glauben? Wem können wir glauben? Was nicht? Wem nicht? Warum doch? Warum nicht? Diskutiert wird das hier schon längst. (Checkliste Dopingberichterstattung) [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Die Kollegen, die aus Turin berichten, sind nicht zu beneiden. Doch letztlich haben wir es mit Fragen zu tun, die seit zwei Jahrzehnten Hauptthema der Sportberichterstattung und Sportbetrachtung sind: Was können wir glauben? Wem können wir glauben? Was nicht? Wem nicht? Warum doch? Warum nicht? Diskutiert wird das hier schon längst. (Checkliste Dopingberichterstattung) [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

